W. 21 De, Ivptcev CKförim täglich, außer Sonntags. - BeUagtn: Oie-ener KamittenblLtter; XtcitMati ftl ki Kreis ditften. •ei« «preis: monatl. Ml. 1.20. viertel» iLhriich Mk. 8 SO durch Abhole« u. Zweigstellen monatl Mk. 1.1'»: durch die Post Plk. 3.60 viertel» fährt, ausfchl. stetig. Ferujprech - Antchliifle: für d»e Schritt! r. lung l 13 Verlag.NelchänsstelleLI AnschriüfürDrabtnach- richten: Anzeiger Sietzen. heftige Kämpfe zwischen Asiago und vrenta. M. Jahrgang Dienstag. 29. Zanuar,9(8 postscheckkopts: Zranksntt a. M. N686 General-Anzeiger für Oderhessen vantverkehr: Gewerdebank Gießen AwMingrnmddruck u. Verlag vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steinörudcrci N. Lange. Zchristleitung, Geschästsftette u. Druckerei: Zchulftr. 7 . vv Anzeige» die LageHlttumner bis ;u>n Nachmittag vorher olinejedePerbmdlichkett SeiUayreife: n'ir örtliche Anzeigen 25 6i..süraus,värt»ge 39 Pi., 'ür Reklamen Pik. 1.- ; bet P atzvor- fcljiift 2'» ®/ # Aull ulag. Hal'vtichri'Neiler: Auq. Goeg. Beraulivorllich sü» Politik u. Feuilleton: Aug. tÄoeg: Stadl >>>o Land, PerinischteS u.Äe- richtsiaal: W. "Meyer; Anzeigenteil: v. Beck; säiitlltch tu Gießen. MTV.) SrntzeS Hauptquartier, 28. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Berelaere wurden bei einem Erkundungs- vorftoh 17 Engländer, darunter 1 Offizier, gefangen. Die Artillerietätigkeit war fast an der ganzen Front gering. lebhafter an einzelnen St.llen in der Champagne und im Maasgebiet. \ Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden dauern seit gestern nachmittag oie Artilleriekämpfe an. die sich bei Tagesanbruch im Gebiete des Cot di Nosso zu größter Heftigkeit steigerten. * Van den sicheren Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquaniermeister Ludendorfs. , * Der Abendbericht. Berlin, 28. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen Asiago und Brenta sind mit italienischen Angriffen heftige Känrpfe entbrannt. Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Heute bsgimren in Brest-Libvwsk wieder die Friedens- verbandlunaeu. Dvotzki soll in Petersburg erklärt haben, die russische Delegation werde au ihren Bediitgurrgen uiierschüt- derlich festhaltzen. Demgegenüber erläßt das Organ der deutschen Regierung, die „Nordd. Allgem. Ztg", noch einmal Mgenden nachdriüklichen Hinweis: „Nach den blutigen Erfahrungen Kieses — wie Rußland selber bewiesen hat — hauptsächlich in Petersburg angezettelten Krieges mutet man uns zu, beon Abschluß des Friedens im Osten all das, Iwrt hoffentlich reckt bald sein letztes ErgÄMis sein wird, unbedingte Beseitigung jeder neuen Kriegsgefahr als eine schon jetzt gegebene BorauSs etzun g anzuerkennen. Besonders deutlich zeigt sich das bei den Erörterungen iite die R äu- muna der von uns besetzten fremden Gebiete. Schon die Tatsache, daß nur Rußland den völligen Abschluß des Krieges in g veifbor er Aussicht hat, während uns mf den anderen Fronteu noch der Kkmps um die letzte Entscheidung be-- vorsteht. hätte die russischen Unterhändler bewegen müssen, für unsere vorläufigen Sicheruugsansprüche mehr Verständnis M zeigen. WLr bekanntlich bereit, die Schaffung einer breiten Grundlage fite die endgültige Bekundung des Bvlks- ivDens in den westlichen Rand staa te tt Rußlands alsbald in die Wege zu leiten, wenn der Friede im Osten zustande kommt. Ter Sbaatsse-kretar des Auswärtigen Amtes hat diese Bereitwilligkeit erst vor wenigen Tagen im Reichstag ausdrücklich bestätigt. Daraus folgt, daß die russische Unterhändler bei besserer Wtütdigung dessen, was wir vorerst zu imserer wÜitärischen Sicherung beanspruchen müssen, nicht nur dem Frieden, sondern auch der vcdlickZm Durch^ührmm des Selbstbestiminungsrechtes dar Völker Vorschub geleistet hätte. Kann man aus russischer Seite die Billigkeit unserer Ansprüche noch, niM erkerrnen oder will man es nicht? Tie Beantwortung dieser Frage ist wichtig für unser ferneres Verhalten in Brest-Livofosk." Man sollte meinen, darin liege ein weitgehendes Entgegenkommen. Unseres Wissens hat früher auch, selbst der ,-Vorwärts" den Standpunkt eingenommen, daß eine Räumung der besetzten Gebiete selbstverständlich erst in Frage üommen könne, wenn der Feind endgültig die Waffe aus der Hand gelegt und Friede geschlossen habe. Aber diese Selbstverständlichkeit besteht heute für die Leute des „Vorwärts" nicht nrehr. Welchen „Rückhalt" die deutschen Unterhändler an diesen Kreisen haben, beweist das sozialdemokratische Haupdorgan wieder in seiner Montag-Nummer. Da weroen die Russen gelobt und gestreicl)elt, da wird glaubhaft gemacht, daß „sie den Frieden ernstlich und ehrlich wollen". „Um den Frieden zu erlangen, den sie für ihr Land brauchen", heißt es da, „sind sie weiter gegangen, als deutsche Sozialisten gehen würden, tvenn sich Deutschland in derselben unglücklichen Lage befände wie Rußland". Für den Fall, daß es in Brest-Litowsk zum Bruch kommt, erklärt der „Vorwärts"', daß die Sozialdemokratie keineswegs das Versprechen abgeben könne, die Russen für den schuldigen Teil zu erklären. „Wen sie für den schuldigen Teil erklärt und wen die große Masse des deutschen Volkes dafür halten wird, das hängt ganz von den Umständen ab. Nach allem, was man bisher weitz, liegt das größte Hindernis für den Erfolg der Vertändlungen in jenen Bindungen, die Herr v. Kühlmann zugleich mit seinem Amt übernommen hat und von denen er im Hauptausschnß nicht ohne klagenden Urtterton sprach. Wjmn Herr v. Kühl mann diese B in- bungen zerreißen sollte — auch sie sind doch nur „ein Stück Papier" so könnte er wiederum dabei auf die volle Unterstützung der Sozialdemokratie rechnen. Wenn er aber ihretwegen die Verhandlungen ausfliegen läßt, so darf er nicht glauben, daß er dann als Triumphator in die Heimat zurückkehren darf." Tvotzki unb mit ihm die ganze Entzerrte werden diese 'Satze mit innigstem Vergnügen lesen.. Wenn wir uns aber heute die Worte des Kaisers vorrücken, die er an seinem Geburtstag an den Reichsbagspräsidenten gerichtet hat, so kommt uns doppelt zum Bervußtsein, auf welch traurigen Abwogen das Lager Sä-eidemouns sich befindet. Der österreichisch.ungarische Tagesbericht. Wien. 28. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wi verlautbart: Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden steigerten s die Artllleriekämpft zeitweise zu größter Heftigkeit. Der Chef des Generalstabes. Aur Nutzland. Petersburg, 27. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Freiwillige Flotte und die Handels- schiffahrtsgesellschaften Rußlands werden verstaatlicht und der Leitung der revolunoruiren Mattosenvereini- gung unterstellt. Das Kapital der Gesellschaften wird beschlagnahmt. Wie gemeldet wird, sind die Verhandlungen zwischen russischen und türkischen Bevollmächtigten über die Einrichtung einer Dampf schissahrlsverbindung zwischen russischen und türkischen Häfen, besonders zwischen Odessa und Konstantinopel. im Fottschreiten. Petersburg, 26. Jan. (WTB.) Meldung deS Reuterschcn Bureaus. Polnische Legionäre besetzten die Station Orscha im Gouvernement Mohilew und entwaffneten die russische Garnison. Ebenso besetzten sie die Station nördlich uitd südlich von Orscha, weil die Volkskommissare den Leiter der poetischen Militärvereinigung verhaftet hatten. Stockholm. 27. Jan. (WTB.) Meldung des Svenska Tele- arammbprans. Seit geftem vormittag ist die telegraphische Verbindung zrvischen Stockholm und Petersburg unterbrochen. Tie sinnländische Uebergangsstation Ny stad signalisiert, daß Rote Garden die Linien absämitten. Auch mll Finnland bestehe keine Verlündut^. ?Ran erfährt über Petersburg mis Hapara7vd,r. daß vollftärrdige Anarchie in Finnland l-errsche, dessett Unglück dadurch uody vermehrt werde, daß die russi- fd>e Bolschewiki--Regierung erklärt habe, sie sei genötigt, ihren Grundsäherl gemäß die frnnländischeu Revolutionäre in dem Streite gegen die bürgerliche Gesellschaft zar unverstützen. Petersburg, 2ö. Imr. Rjetfch meldet: K r y l k n k o brachte ein Radwtelegvamm zur Kenntnis dar Volkskornmissare, daß fchleumgftc Maßnahme zur Vertreibung der polnischen Truppen im Gouvernement Orscha und die allgemerne Entwaffnung der polnisckien Legionen anordnet. Das Vorgehen der Polen soll die Mrkwort auf die .Verhaftung des polnischen ZentraL-- ausschusses durch die Maximatrstrn fern. Der Zwiespalt in der Ukraine. Stockholm, 28. Jmr. sDrivattell) Tie Petersburg« DÄs- gvrphelnagentur veröffentlicht eine ErÄarung der Vertreter der Bauern-, und Arbeiterregiermvg der Ukoain« m Bresd-Litowsk, m der sie zusammen mit den Bertvedern der rusftfaMn Bundesvepublck erklären, daß das Goneralsekretariat der ukrainischen Zentrab- rada nicht als Vertretung des gesamten ukrainischen Bottes anerkannt werden könne. Sie erklären ferner, daß alle von dem Generalsckretariat ohne ihre Zustimmung gefaßten Beschlüsse durch das ukrainische Volk nicht anerkannt und durchgeführt werden können und daß sie gemeinsame Sache mit der Abordnung der Regierung der Bauern und Arbeiter Rußlands auf der Friedenskonferenz mache. Tie Abgeordneten des Zentralausschusses für die Fri seitdem habe Japan keine Mühe: gescheut, die Alliierten zu unterstützen. Es sei eine unleugbare Tatiach', daß die Beziehuttgen zwisckfen dm beiden Ländern festere^ und engere genwrden »eien. Es sei unmöglich, die Weltlage nach dem Kriege ^'ransznsehen, aber es sn ge-oiß, solange ge »-einsame Interessen zfrnschm Japan und England in MvM beitünden, die Regierungei, tmt> Völker beider Nationen mehr und mehr die Notivendigkeit einer tollen Au freche rhalturrg des Bündnisses ein- sehen nTürdcn. Es sei seine este Ueberzeugung, daß dies der lcftende Grundsatz Japans sein muffe. Infolge des Beschlusses der javani- schn Regierung, sich in die pvlüischn Strertigkeiten in Chmn nicht emzumengen, sei in den Beziehungen zwischen EMna Japan eine erfreuliche Besserung erngeweten. Das Anwachsen der deutschen Macht sei die größte Bedrohung für die Sicherheit des fernen Ostens. Deshalb höbe Japan Deutschlmrd aus Tsingtau vertrieben. China seh? ein. daß sinne Jnterrs^eil rnit de irn Jarwis überein stimmen, und er bsglückwünsckie China in sisiwr klngen Entscheidung, sich den Miierien anzuschießen. Die Beiern,gteN Staaten hätten sich von der Auftichtigkeit des Entschusses Japans, die Unabhängigkeit Chinas und die Integrität seines Gebiets ausrechtzverhalten, überzeugt und Japans lx:sondere Jnteressenj in China anerkannt. Es sei ein unsck>ätzbarer Erfolg der japMiischeN Mission in den Vereinigten Staaten, daß es ihr solang, bk' Vereinigten Staaten von der wirklichen Gesinnung Japans zu überzeugen und alle Mißverständnisse wegzuräumen. In Rußland hätten die Ereignisse sich rasch entwickelt. Es sei unmöglich, sich ein genaues Bild zu machen, aber es werde not-» wendig sein, bei der Entschließung über die Maßregeln, oie Japan vielleicht ergreifen werden müsse, klirg zu Werke zu gehen. Mit Rücksicht Mrf die freimdsckmMck>en Beziehungen, die bisher zwischen Japan und Rußland besbarWen hcttle::, hoffe die japanische Regierung ernstlich, daß es denr nrssischen Vvl^e gelingen werde, ohne den, Interessen ferner Derbmtdeten oder der Ehre und dem Prestige RuNands zu Präjudizieren, eine ftmfc und dauernde Regierung einzusetzen. Tie feindlichen Mächte hätten vielfach durch iridiretze. Mittel versucht, die Ententemäck^e zu Pourparlers zu veranlassen. Aber man müsse gegenüber diesen sogenanntst Friedensvorschlägen der Feinde vorsichtig sein. Japan wisse aus den Cnckläru7tge»t feiner Freimde und Verbündeten, was sie als Grrmdlagen für den llixstigen Frieden betrachteten. Tie'e Grundlagen seien voit den Kriegszielen des Feindes sehr verschieden und matt müsse annehmen, daß. sournge der Gegensatz so groß sei, ivenig Hoffnung aus baldigen Friedett bestehe. Trotzdem wünsche die Regierung ihre Stel-, luug gegenüber dem Frieden darzulegen. Es sei bekannt, daß England mtb Japan in ihrem Büudmsvertvag sich gegenseitig ver-- pflichteten, ta Sonderfrieden schließen. Japan habe bis heute von seinen Alliierten Vernerlel Vv-rschöäge über die Friedens^ bedingungm erhalten und glaube auch nicht, daß dje Zeit gekommen fei, endgültige Verhanddmgen anfzunÄMen, Japan mache t«ch wie vor alle Anstrengungen zu Hessen. Es sei ganz überslüs vr zu erllären, daß Japan auch in Zukunft den Alsirerten jede nur mögliche Hilfe leisterr fverde. Die Verantwortlichkeit für die Er-. Haltung dxx Sicherlseit inr fernen Osten liege ganz bei Japan. Es dürfe nicht einen Augenblick zögern, die nötigen Schritte zu er-, grerftn, fa5ls seine Sicherheit bedroht sei. Um /inen dauernden Frieden für die ZMcnft zu sichern, dürfe es vor keinem von ihm verlangten Opfer Mwückschrecken. Antz Argentinien. Bern, 28. Jan. (WTB.) Der „Temps" mekdet aus Buenos Aires: Die Kammer hat die Vorschlaae auf LllsschaffttngderGesandtschaften inBerlin und beim Vatikan ab-gelehnt. * * * Amerikanische Preffeflimmerr. New Do x f, 27. Jan. B.) Meldung des Reukericheni Bureaus. Die Nerv Dorker Morgenblätter bezeichnen allgemein H e r t l i n g s Rede als unaufrichtig u.-nd anmaßerch, aber sie sehen in Czernins Rede die Nachgiebigkeit Oesterreictis. „Tribüne" sagt, der Frieden, den die deussche Regierung verlangt, ist ein Frieden, der es Dmtschland ermöglicht, esimn mioßen Teil seiner gegenwärtigen Eroberungen zu behalten. D«t Rede des Kanzlers ist zu sehr von oben herab und zu sophistisch, um aufrichtig zu lliugen. Die richtige iAjimoort auf Hertlrngs Vorschläge kann nicht von den Kabaretten, sondern muß im Felde ge-, geben toerden. Auch der „New Dork Harald" beschuldigt die Rede, die, wie er meint für die Front bestimmt sei, der Unauftichtigkeit, aber er bewillkommt diesen Llusbruch von Chauvinismus als ausgezeichnetes Mittel, den elndrucks- und gedawkenlosen Vertretern! eines vorzeitigen Friedens in allen Lägern die Eroberungslust Deutschlands in ihrer unverhüllten Blöße zu zeigen. „N e w Ä o r k W o r l d" sagt: Hertlings RÄn? zeigt ein anderes Deutschland als im vorigen Jahre bei der Ankündigung des beschränkten U-BootkriegeS. Anders wie sein Vorgänger spricht Herlling über den Frieden tttcht mehr in Ausdrücken vom demsckienj Sieg. Das Deutschland, das durch ihn spricht, zeigt nicht mehr auf die 5krregskarte, indem es sich zum Erc4'>rer Europas aufwirft. Es ist das Deutschland im Berteidigungszustanü nach itmen sowohl! wie nach außen. ,,N e w V o r k T i m e s" sagt: Czernin verwendet eine Sprache, wie sie von einem Staatsmann, der bereit ist, sehr west zu gehen, um dem Frieden die Tore zu Jjffaen, erwartet iverden Earatj Hertlings Rede ist lediglich die Wiederholung der deutschen Anmaßung. Englands egoistische- KriegHziel in Velgien. Berlin. 28. Jan. (WTB.) Tie „TimeS"" schreibt unter dem 19. Jarruar: „Unsere Staatsmänner haben oft erklärt, daß wir entschlossen sind, kämpfen, bis wir gesichert haben: die Wiederherstellurrg Belsens, Frankreichs urrd Serbiens, die Freiheit der kleinen dlationen, Freiheit, Gerechtigkeit und Sclbsi- fceftimmimgsYedjt als Grundlage für einen dauernden Frieden, Demokratte und die Liga der Nationen. Diese 'Erklärungen flrtb alle richtig mtb doch kämpfen wir im Grurrde nur für unsere eigene Sicherheit. Wir sind in den Krieg eingetreten wegen Belgiens beffen Neutralität aufrechtHuerhalten wir uns verpflichtet hatten. Warum hatt«r wir uns aber daM verpflichtet? Weil wir in den ersten Jahrzehnten aui Grund der Lehre der vorhergegangenen großen Kriege mit Recht der Ansicht waren, daß diese Ünverletz. lichkeit Belgiens und die Sicherheit des Kanals für unsere eigene Unabhängigkeit notweirdig siich." * . ' Der Flcischmangel in London. Rotterdam, 28. Jan Der N Rott Cour, nrellx-t aus Lorrdon: Ende letzter Wockfe fvar der F l e i s ch m a n g e l ärtzer als je. Nich't nur nach Butter und Margarifl«, nein auch irach Fleisch „standen" die Leute am Sonifabeud mittag vielfach vergebens, tv-eil die Vorräte verkauft trnrrenz. -ehe die Watten den an die Reihe kamen. Italien- Versorgung. Lugano, 29. Jan. (L.Ä.) Wir die Tage^eitungen aus «Mdon melden, wurde zwischen Orlando und CreSvi emers-eits Md Lloyd (Zjevrge. Dalfour. Lord Rodert Cecll und Lord Milner andererseits ein Einverständnis über die Notwendigkeit. Italien urrt Brotgetreide. Kohlen und Rohstoffen für dle Jn- au)tnt zu versehen, erreicht. * . " Albert Thomas gegen Clemenceau. Bern, 38. Jan. Nach Parisern Blättern erklärte der französische Munitionsminister AlbertThomasin einer Mede tn Bordeaux, die Sozialisten seien von Clemencca u durch fern tiefes Mißtrauen gegenüber den Kräften des Bolkes und gegenüber allen Volks tümlicl)«n Strömungen getrennt. Thomas tadelte C ömencoaus Haltung gegenüber Rußland Und den Nationalitäten in Oesterreich-Üngarn. Die 9lltnerden müßten auf diplomatischein Gebiete z-usmn- Nderchängender und kühner Vorgehen. Kaiser und Reichstag. Berlin, 28. Jan. (WTB.) Anläßlich des Geburts tags des Kaisers richtete der Präsident des Reichstags, Dr. K a e m p f, folgendes Telegramm an den Kaiser: Zurr vierten Male wälrreick» des gewaltige, uns aufgezwun- yenen .Krieges begeht Deutschland den Gevurtstrag des Kaisers, dem- Wunsä-e Eurer Mchestät folgend, in stiller, feierlicher und ernster Weise. Bei dem 20jährigen R^gieruugsjubiläum Eil rer kaiserlichen mck> königlicheir Äöaiestät haben unr mit Stolz darauf htngem^stni, öaß Eure Majestät ein Viertel lahrhkuvdett hindurch bene Deutschen Reiche und der Wett dm FriÄx-n erhalten haben, und haben die in jedem Toutjchen tie'nmrzelnde Ueberzei^gung zum Ausdruck gebracht, daß Eure Mraiestät das Schvert nur ziehest tofttben, wenn Eure Ms-estät dazil geznmngen wovon zur Ver. veLignug der Elire und Esi.«rz und Zukunft unseres Dabrsand s In oÄffan B e r t e i d i g u n g s kam p s steht memneh. Duffck>- Land seit bald vier Jahren jnrt feinen Verbündetrn. unübe^viud- lich mtd und Heldenhat in seiner militärischen icti> wirtschaftli l en Kvatt. Im Bewußtsein der Stärke und unse^s guten Rechtes haben Eure Dlaiestcü mit Eurer Majestät h^len Vcrbü^id'ten vor länger als Jahresfrist die Hatld zum Frieden den Fellrdm eitt- argestreckL. Zuerst mit Hohn zurückgewvescn, trägt dieser hastige Schritt langsam ferne Früchte. Möge es (Arrer Majestät üeden sein, in dem neuen Lebensjahre, in das Eure Ndajestät eintreten. den Frieden zu erringen, der dem Deutschen Reiche seine Stellung in der Welt und dem deittschen Volke ungehinderte Entwicklung feiner geistigen und wirtschaftlichen Kräfte für alle Zeit gavähtteistet. Des Fimmels Segen walte über Eurer kaiserlichen und königlichen Majestät zum Heile deü Vaterlandes Tr. Kaempf, Präsidatt des Reichstags. Der Kaiser antwortete: (gmufargcn Sie menen wärmsten Tan? für die tr-nen Wünscki«, mit denen Sie mich ran?enS des Reichstags nä-'-erum er reut lab^n. Ich beginne das ernste und eittick^ermn grolle Jahr in stolzr Tnnk-^ ^rrkeu für die urrge.'.^rren Eriotge, die unsr-ren unelnnün-lirsim Kämpsrrn und ihren genialen Führern zuteil wurden. Jh w.iß, rn welchem Umfange die treue Arbeit des Volkes in der Heimat zu diesen Erfolgen mitgemirkt hat, wieviel Not und Sorge dabei ya Wermmden waren. Es sind imvera äug ticke Ruhmesblätter, die äfljvte der deutschen Geschchle hin^ugeiügt hat. inib in AE nebe n großen Feldherren auch schlichte Arbeiter und einsarne -6m«n ihre Schrift-eichen eingezeichnet haben. Mein ^ißer. mich teyl«H LeyleÄ-nder Wunsch ist, daß mein geliebtes deutsches Volk ohne Uebermut, aber im star ken Bewu ß t sei n sei n e r Macht und seines Rechte« in weiser Selbstzucht seine Geschlossenheit nach innen und außen» wahre, &t 4 der «rdgDtige Sivg nnfever Waisen den Grund zu ^Wvger WrederentsoLümg lecher geistigen und wrrtsckZaillichen Graste logt. Wilhelm I. R. Die preasfische Herrellbansvorlclge. Berlin. 38. Jan. Im Dahlrechtsausschuß des Ab. Wirr bvLntrvgon, ^die Kammer wvQie beschließen. Ge. Regierung zu ersuchen, schleunigst ein Gesetz vorzulegen, das die Errichtung neuer und bte Erweiterung bestehender FideSvmmisse während des Krieges und mindestens noch 10 Jahre nach dem Krieg verbietet. Auslegung der Bestimmungen über die KriegSteuerungS- beihilfen. Die Tlbgeordneten Urstadt und Henrich haben in der Z w eit en Kammer folgende dringliche Anfrage gestellt: Wir ersuchen Grvßh. Regierung um Auskunft, wie sie bei der Durchführung der Bestimmungen über die Kriegsteuerungöbei- frtfiteu den Begriff „die gegen Monats- oder Jahresvergütung beschäftigten staatlichen Bediensteten" ausgelegt hat und ob sie bereit ist, den Kreis der dazu zu rechnenden Personen weiter zu ziehen, als es bisher geschehen ist. In der Begründung heißt es: Es sind zu diesem Punkt erne ganze Anzahl Unstimmigkeiten zutage getreten. An dcyleÄvig-Holst«n--A- nistenburg sowie die Häuser der nach oer deutschen Bund^x e vom 8. Juli 181% \m Stände) ckwft derechttgten bonuaitaen deutschen reisMälidiscben Häuser m Preußen, soweit sie vom König berufen wurden. Der Minister deS Innern erklärte, daß er diesen An- tvay für eine geeignete Grundlage halbe, daß sich aber die Staats- vogierung ihre Stelkungriahme Vorbehalten niü)se. Ein fortschrittlicher ALg-evrdneter bemrrragte. daß die Beru-- Arg rttchr auf Leben^eit, sondern nur auf zwölf Jahre erfolgen ,olle. v 2 und 3 (Berufung aus Grund von Präsentation) wurden schließlich einem Unterausschuß überwiesen.. Aus dem Reiche. Die Titel der preußischen Oberlehrer. Berlin, 26. ^ \»©bte Sonderausgabe Ke«h^rnzeigers" OfröTfeittfwfe einen Erlaß des Königs,^kurch den « .^ E>re Oberlehrer Der t^em Minister der geiÄicher und Untere cht^ang l^genhezben unterstellten h.l>evc)i Lelnanstaltm. so- ternsw eine zn-Änährige Dimst^eü von der Vollendung des Vor- bevertungsdremtes ab Mrückgelvgt haben bis zur Hälfte der Gefamt- zahl Mr Berlmhung des Charakters als Studieirrat mit dem ttr-ionlichm Range der Rüie vierter Klasse vorgeschlagen werden Dunen; 2. den bisherigen^ charakterisierten PvofessvTen an den Meren LehraMalten cm Stelle des Chavakters als Professor der Studvmrat nrit dem persönlichen Range der Räte werter Klasse bergelogt nnrh. 3. zur Verleihung des Charakters als Gehemrer Studrenrat fortan neben den Tirekoren in geüqnetm Firlen muh altere, beonders bewährte Studienräte rwrgef^agcn mH 4 ^ Kandidaten des Höheren Lehramtes, me rm SftenttrrlMn Sfytörctyt sächen. während ihrer Vorbereitungs- zett Äs Sttünenreseve.ldare urcd nach erlangter Anstellungsfähigkeit als Studrenassesforen bezerchmtt werden können. * 2 2b. Jem ^WTB.) Der Ende voriger Docht' durch Kx fatU eny ffe^fe -rrotzc JtTälta itbiff ui^i LLÄL Atomen baden nur Ä bcHüuzrifttin VirvU) gehabt, obtw IfL rvoch gestern nachinittag in ^blättec vmi Haus zu Haus fleißig verbreitet »mQden. In Berlin ist rm Straßenbüd überhaupt nirlüs kn -mcgen BetrÄe^hat 9 rr^SL-fer £? nicht miigernrnnncn. eine wURnnOtge ®r&citäenri!rllimn tdjomt ÜSmlyam ntrfleiib« erfotot £f l j *y r bcn UEmchnumqen, am iwum eine ieilwrise ArbeltsemMüm« gemeldet wird, befmdcn sich Ludwig L»wc E. E -Ä.. B»r!U, Dmmler. Eine einheitliche Leitung für den m*tmt gewesenen Auchtmid chchrt überhaupt nicht vorhanden M Der Seekrieg. Neue tt-Boot-Erfolge. Berlin, 28. Jan. (WTB. Anttlich.) Unsere U-Boote fügten dem Feinde wiederum einen Verlust von 18 (XX) Brutto- Register-Toni.en Handelsfchiff«raum zu. Drei große Dampfer wur- dm unter der irischen Küste versenkt; zwei von ihnen fuhren in einsu durch Zerstörer stark gesicherten Geleitszuge. Einer der Dampfer war der be-twssnete eirgü^ä-e Dampfer „Maxtvn" (3840 Tmnwn). Ter Che^ des Lldmiralstades der Marino. Berlin, 28. Iaru Un.'er den U-Boc>tö-Eri'olgen dieses Mo- nots be mden suh Bersenkurtgerl, die für die Englcvcder besonders sch.nerzttch sind. — „Daily Chronicle" berichtet unter dem 9. Januar über den Verlust eines Le ben s m i t te l s chi fj es , das ernrge Tage zuvor eüufci englischen Haien erreich hatte, jedoch Ane atiUtixn zu haben, den Bciehil erhielt, nach einem änderet^ Hcr.en zu fahren. Auf den Wege dorthbi wurde es torpediert ^ gmg das )vertvvlle Schff mit Ladung verloren, obwohl die SfM-e Ladung hätte gelöscht und mit der Eisenbahn zu ihrem eni> gi.ttgrnt Besttmmrung.ort höt e goscha'si werden könwm. Tie Siche nn d das Parlament bechä^iigen. Un:er dem 4. Te.zcmber berichtete), d« „Tm.os" über znvi ähnlich Fälle. Don den versenkten Campern batte er-er Tee, d-r andere 4 0 0 0 T o n n e n F l e i i ch 8*'- :<** *.. rm erste)) Hafen nmngiels Etttladeeinritti- tungen )n.ch löschen kön er. Tie Erreg)!mg unter der englischen Folterung nxrr groß, dem man rechnete nach, daß mit der ver- stnltteu Fle>ich,'^'ge rach deutsche Bertwltnrssen 16 Millimen ..l.m,chn, itter eru drittel der eng'i'chm Bevölkerung, eine Woclic lang mrt fleisch hätte versorgt werden körrnen. » Kon sin n ti nopel. 27. Jan. (WDB.) Der türkische Prnr//er„Su l t a n Ja vü s Se li m" ist gestern b'er er-getroffen. Das Schiff ist völlig Verlvendunasbercitt Auch dre zahlretttM) feindlichen Fliegerangriffe haben auf dem ^)isfe ledl-g.ich durch kleine Bombentreffer uraoefeut* BesttMrgungem am Schorn stem und an der Reell na verursacht. * Berlin. 28. Jan. (Priv-TeL) Wie wir Horen, sind m der Zeit vom l. Februar 1917 bis 31. Dezember 1917 ^7 Truppen trän Sport dampfe r und 2 6S Schiffe *™ rr a t c r i a t, darunter 97 mit Munition und ferttgem Kriegsgerät vo), unseren U-Booten versenkt »vordem. Die hiermit vernickLete Menge von Munition würde den Bedarf von 50 Divisionen zu je 15 000 Mann über einen Monat gedeckt fyaben. Wien, 28. Jan (WTB.) „Maasbode" meldet: Der norwegische Segler „Activ" l768 Brt.l ist untergeganaen. London, 29. Jan (WTB.) Meldung des Rratter- fchen B-ureaus. Der Cunarddompfer „Andania" (13 405 Dr.-R.-T.) mit 40 Passagieren und 200 Mannschaften wurde auf der Ausreise an der Küste von Ulster torpediert. Al.e konnten sich in die Bov:e retten urrd wurden nach einer Stunde aufgegriffen. Man hofft, den Dampfer in den Hafen bringen gu können. v ' Stockholm 29 Iwi. Wie Soengfti Tagblad aus Gothen-. biirg «fahrt, rst der schwedr sche Fischdampfer Fylgia 25o Tonnen) am 24. Januar vor der schottischen Küste vcr- ! c n 1 1 worden. 5ur grage der Herkeladschlachtung batte ber Reichstagsobg. Prof. Dr. Werner, wie er uns schverbt, unter Beifügung eines praktischen Borschlaaes aus bäuerlichen Kreisen srch an's Kriegsernähaungsamt gewandt und sich gegen die AbschLachtungen ausgesprock-en. Ec erhielt darauf folgende Anttvort i 1 .^süe,prochene Befürchtung wegen eines Mangels an ,Q k & ?rcht, da di« Aur AuffMung'dev ^ der yortnahme unberührt bleiben. Für dre ZurK-schweme i)t auch, um ihre Erl«ltuno- W sichern, oas erwcdettiche Futter von Reichs wegen zur Ber^ fügung gestellt worden. Vom Mäpz an sollen die Ferkel wredeo aufgezoyen werderx, well die im März geborenen Ferkel bei Bemnn des Weidegantzs und der Grürrfütterung so weit entwickelt sind daß sie auf der Weide nur mü Grünsittp-r e-nrichrt und aus ein tot» ^4^000 loO Mg 160 Pftnü> gebracht werde n können und l-ierdurch der 33orrat an Brotgetreide und Kartoffeln nicht gefährdet wird ^Vorschlag des HerrnRvtshaußmr, den. Landwirten Scheine rm Berhciltnxs der von ihnen abgoliefierten Mtreide- und Kartosfel-- mengen zu belassen, würde die Gefahr verkod^vidriger Berfütterx'ng Vvn Brot- und Futtergetreide keineswegs beseitigen. Die verfügbaren Brotgcttekdemengen gestatten aber Seine Verringerung durch Verfxttterung. Es ist deshalb ein dringendes Gebot der Not alle überschüssigen Schvcime ebenst) wie die zur Deckung des Bedarfs o k-mtpeit'clüen, sobald wie möglich zur Schlachtung zu bringen um erncr ^chmälerarng der für die nreirstAich Crrrährung nn'l umgänglich notwendigen Vorräte an Brrstgettttde, Kantoffetn und lotiTce an Futtergetreide, das das Svarmvieh notwendig ae-- braucht, vor-zuberr gen. M«. A»ßs Familienfkdtikommiffe. Urftabe imt Genvffen baarrtragen i» der Zweit-m Dem erfo!greichften Leeflkeger von ziandern. Gberkentnant zur §ee Christiansen! . Er saß in ciram: Keinen weißen Zi,MiHer, im ©oferoinfet, w*en ' lt S «35^ Terrivr, den er im Fbrgzeug crxxs der Heimat ^ uachFlanderri brwhte. Um ihn ein kleiner Kameraden kreis, den frSÄxches Leben erfüllt«: denn eben war Herrn Oberleuttmnt zur See Clwrstuvn:en von den ilandrische-' Seefliegorn der spitz- ge>ackte, blaue Stern mrt den Adlern von Gild verliehen wvrde l aJ'iLl* ^£? r e - Emz dieser drei Wswte lag auf allen sichtern. L bnsttausen selbst sah leise lächelnd vor sich hin und ^L^^E^xben .Hüxndchm die Kehle. Draußen Land^ ^ Sse^^gen die Kiste, das; man cmjnvr wieder hinaus- , errr des erschütt erben Landes nvst, in dör zu spüren glcttchie. Dann begmnx der Oberleutnant vrm kbtem Gchocht mA bürt ünMchen LufiMff zü erzWar WÄ streckte sich in den SessÄn und schwieg. Die Staffel flog dicht über der Wasserfläche, etwa 15 Soe^ meilen von der englischen Küste, südöstlich Lowestoft, als sie ein. Luftschiff vom Typ Llstra Torres sichtete. Es flog ettva 200 Meter: »xh und bemerkte zunächst die herarrbrausende Staffel nicht. Das Führerflugzeug (Oberleutmamt Ehn'stiansen) "überstieg sprurxgarrigj den Gegner und griff ihn von hinten nrit Bf^anÄmnnition am Maschrnengcwehrf«ier mxs der Gondel des furchtbar äberraschtew Luftsäsiffs konnte den geschickten Feind nicht fassen. Unbeholfen versuchte der Riesen leib einige Manöver, tan sich bent Verderben Lu entzrelLn. das ihnr sckwrx erbarmungslos iw Genick saß. Dicht über und luittct den Steuerflächen saßen die wohl gezielten Geschosse. Talergroße. glül-errd rode Stellen bezeichnen die Ginschutzlöcher. Gwrcg frißt sich die Glut weiter. Größer, immer größer werdM me roten Feuer kreise, in Gedankenschne lle hat sich daS H«5 dkSi Luftschiffes m einen glühenden Fvuerball verwandelt. Da schießt eine himmelhohe Feuersäule empor, mitten entzwei birst das stolze Schiff, und schon ist die Gondel jäh hrnabgestürzr m die unmättliche See. Darüber legt sich bex schwellende Leib des gefMten Niesen, wenige Sekunden nur, denn bald ist auch er vm Opfer der Wogen geworden. Gestochen klar sieht man noch ms Mletzt Buchstaben imd Zahl „E 27" — verbrannt, versunken. Spurlos. Ein Rauchwölkchen nur noch zieht über See. Jedl Mt sinden die braven Vögel Zeit, die weitere Umgebung be5 Kampfplatzes abzusuchen, denn vielleicht läßt sich noch weitere Beute finden. Im Norden wie auch im Süden stehen Geleit-üge, die das Luftschiff kreuzend -begleitet hockte, um deutsche Tauchboote zu spirren und anzuareifeir. Ha, ihr stolzen Briten, das nennt ihr Beherrschung der Meere? Nutzt genug, daß sich eure Schiffe nur bei Nacht und Nebel in den^ schlitzenden Hafen schleichen, selbst unter der eigenen Küs^ mußt ,hr sie mrt zahllosen Zerstörern und Luftschiffen stützen. ^vch nun nach Hause, nach Hause beulen, die Motore, und rhnen dre tapferen und angriffSfrvhen 11-Boote auf den Hals l-etzen! Und lärmend, als zuckte in jeder Verstrebung die Freude am Sreg, rasen die grauen Vögel auf und davon. — Vlm andern Tag sah ich das junge Flugzeug, das Christiansen m, Kampfe geflogen hatte. Man sah schon aus dem Schmiß der Lrmenführung, daß es ein windschnetter Vogel sein mußte, der sich, reden Teil seines Baues zur schmälsten Kante zusammew- saltend, _ fast widerstandslos in den Luftraum Hineinsog. Man sab. daß es eines jener Werke »oar, in das die Nerven des Führers gewissermaßen biTrernwachserr, um sich bis in alle äußersten Kanter zu verästeln, und dessen graire Glieder der Herzschlag des Mannes am Steuer stetig durchpulst. Und werm der Sturm für Sekunda sich in die hohe Halle hmeinquetschte, zog ein feines Beben durch die weitgespannten Flächen, wie es das Geiieder der Jagdfalken üben'allt, wenn sie die freie Ferne wittern und die unendlichen Windregionen.- Nun fragt ihr noch, nüe er aussieht, der alte Seeflieger? Ich se!>e rhn lächeln und ablehnend die starke Hand erheben: Stop. Du hart genug, gefragt! Nun denn ganz kurz: wie ein deutscher Seemmm, mit harten Zügen uirü einer eisernen Ruhe. Leutnant D o e r i n g. Ans Tid&t und Land. Gießen, den 29. Januar 1918. Gebt für die vom tzochwaffer Geschäü jgten! Die gewaltigen Fluten, die die Schneesichnrel-e mü» das cm* galiento Rvgenwetter der letzten Zeit der Nahe, dem Rhein und Main zu führten, haben in dwn rheinl-essischen Ort Dieters-- herm ein furchtbares Hochrvafferunglück verursacht. Die Einwohner, die fast alle dem Handwerker^ und Arbeidttstande anae^ hören, sind cm Hab uick> Gut schdver geschädigt worden. Die Hüüfer fmd zum Teil zerstört und unbewohnbar, Gegenstände aller Art grngen verlor-en und Vieh kam in den Fluten um. Allerorts öffnen sich nun mildtätig>e Hände, um den so «schwer Betroffenen $u helfen Auch wir hätten zu einer Sammlung aufgefordect, tvenrr nicht der Finanzausschuß vor Zweiten Kammer inzwischen mit dem in unserer Samsdag^Mummer veröffentlichten Aufruf an die Hessen lierangctteten wäre. Wir können dal-er heute uns dem Aufruf nur voll und ganz akcsclüießen mvd ebenfalls daraus Hinweisen: Wer schnell gibt, gibt doppelt. Mit dem Bettage von 100 Mk. wurde die Sammlung von uns eröffnet. Außerdem sind bis zur Stunde 61 Mark eingegangrm Weitere Gaben nimmt die Geschäftsstelle des Gietzener Anzeigers entgegen. Wir ztveifeln nicht, daß aus rmserem Leserkreise recht viele ihr Scherflem zur Linderung der Not beisteuern werden. Es würde uns eine besondere Genugtuung sein, wenn wir für die bedrängten Landsleute eine namhafte Summe zusammenbrächten. Ueber den Verlaus der Sammlung werden wir von Zeit zu Zell Auskunft geben. Zur Milch- und Fcttversorgung. Von zuständiger Stelle wird uns geschrieben: Ans dem gesamten Gebiete der Lebensmit'elversvrgung während des Krieges hat die Versorgung der Bevölkerung mit Fett von jeher die größten Schwierigkr-iten bereitet. Nachdem die Schweinebestände üifo'ge des Mangels an Futtermitteln auf ein Minimum Aufammeng fawruiTU'ft sind, bzw, noch zusammen sä^rumpfen nxtben. bleibt als einzige Fettguelle heute die Mllch Dü zum TeÜ ratzt patt i che Miffermra der Milch und der verwerfliche Schleichhandel haben eine Verschärfung der Verordnungen hierüber nötig genmcksi. Die Bervrdmmg der Landss-MÄch' und Fettstelle in Darmstlcckü vom 18. Dezember 1917 hat den Zweck, der Bevölkerung den allernötigsten Fettbedarf zu sichnnr. Daß die heutige zur Verteilung kommende Fetttirenge bei weitem nicht den tat- iäMid'/cn Fettbedarf deckt, bedarf wohl Vemer we i tereil Lusfütznma: ebenso auch, daß mit allen Mitteln, mit Güte und Zwangsmaßnahmen dalsin gewirkt werden nruß, daß uns diese spärliche Menge erhalten bleibt. Wenn die von der Verordnung betroffenen K^ch, l-alter sie m diesem Sinne aifffasfar, dann \xxrcbai sie sicherlich zu der Ueberzeirgung f&mmcn, daß mrt die bittere Not die ®er« anlassnug zu deren Erlaß gewesen ist, und daß die Ablieferung <«rft der kleinsten Menge Milch heute eine vatriotifiche Pflicht ist, die uns hilft, den Zkrivg zu getvllmMr Versagt die Fettlieferw^, dann versagt der große ('kpyorat wlserer Munition und RüstsmgS^ mdirstrie. Tie Neuerungen der Bekanntmachung vom 18. Dezember v. die die gesamten für das Grvßher^.>qtum .Hessen Ulkigen 'timmimgon ^mthÄlt, sind kurz folgende: 1. D-er Milchbedarf der Selbstversorger ist nunmehr ent- prechmd den Neick^bestimmungen gerrau festgesetzt. Jeder Kuhhali er kann eine bestimmte Menge Milch z,rm Buttern und Sesbst- verbranch zurltckbehalten. Alle andere Milch ist abzuliefern. Tie den Selbstversorgern früher zustehende wöchentliche Buttermenge ist von 125 Gramm auf 100 (%amm herabgesetzt. 2. Kälber dürfen nur noch mrf die Tauer von 4 Wochen LvH« milch erhalten. An Schveiw darf mix noch Magermilch, an andere Tiere darf überhaupt keine Milch verfüttert tverden.. 3. Die Kuhhalter sind verpflicht, die Geburt und den Ab- gmrg eines Kalbes sofort dem zuständigen BertrvuenKnkAM anzu' melden, der sie in eine Liste env-ntragen hat. 4. Die Halter von Ziagen gelten aV SelbstverschMr für Milch. Für Ziegenmffch brsiehm nunmehr Höchstpreise. 5. Die Erfassimlg der Milch in den exirxÄimi Osemetnden er-; Wat int Woge des Umlageverfiahrens, das in jeder Gemeinde durch die Bürgermeisterei, bax Wirtschaftsau8sch,rß und den trauMtsnumn durchsfübvm ist. Zweck die-ser Umlage ist die gerechte Verteilung auf.die enyttnen Kuhhakter und die Heraus ziebuug aller Mihhalter. Die Gemeinden sind wie seither verpflichtet, für jede in der Gemeinde besindlichp Kich und Kalbin mindestens^ 2 Liter ynx Verfügung zu stellen. Tie llmlegung und nun m der Weffe erfvtgm. daß diejenigen, die frischmelkende Kühe haben, mehr zur Milchlteferung herangezogen werden, wäh. rend solche mit ttächttgen Külw» wenMw zu liefern haben. Nlcht nur fück> ie Gemeinde besteht eine Lieferunaspflicht. sondern auch kür den enrzttnen Mrhlmtter. Wer liefern kann, aber nrcht ttestrst mackü sich strafbar, ohrw daß Hm vorherige Mffvrde^ muig Kur MÄchlmftnrwg twtig wäre. 6 ’ffiafi BcjftgtttS beS MTchiprekfts W ebw Mndenüvg «tt- «treten. Ter SdaLlpveis betrügt kvei enter Lieferung bis pr zwei Litern in ber Gemeinde 28 Pfg.. der NumpeirpreiS 32 Pfg, bei Lieferung über 2 Sitter find bk Preis« entsprechend hoher. Die Preise sind gestaffelt je nach der foöfye der Lieferung. %\n Berechnung miro die Gesamtlieferung der Genreinde zu Grunde gelegt. 7. Es werden sog. Milchreviftnwa seitens der Landes-Milch- mi-d Bettstelle aivgestellt, deren 'Llufgabe es ist, bei dem Umlegungsverfahren mitzwoitten mib dergleichen. Ties sind im wesentlichen die Neuerungen der Bekannt- rnachung. Ans Kreisen der Landwitte sind wiederholt Klagen wegen der ieyigen Milch- und insbe-Mtdere der Staffel tneise laut geworden. %ie Furage wurde auch in einer vor kurzem staltgefundenen Sitzung des Landwirffchaftlichi'n Lokal Vereins erörtert. Tie inständigen Stellen haben sich bereits auch mit diesen Fragen besaßt und wird demnächst erne Blenderung nntreten. Wiederlwlt ist cmi) bebau ptet worden, daß die Molkereien heute einen unangemessenen Verdienst bei der heutigen Regelung der Milcherfassung hätten und daß insbesondere die Spannung zwischen Erstehimgsvreis der Milch und dein Kl ein Verkaufspreis zu hoch sei. 'Tie ländlichen Molkereien, in-,' beson.de re Ostiwssens.l^rftsMolkereien, die aus der von ihnen erfaßten Milch lediglich Butter Herstellen, mögen die Verhältnisse im Vergleich zu Friedens-eiten günstiger liegen, bei stätdi'chen ?)do!kere:en ist dies nicht der Fall. Tie Milch der Molkerei Gcbr. Grieb in Gasten, die insbesondere genannt lvird, muß aus 30 Orteu von rirnd 1700 Kuhhaltern gesammelt werden. Rechnet man bei der ans den einzelnen Kich- halter entfallenden überaus kleinen Menge die gesamten Kosten des Sammelns, des heitte äußerst teueren Transportes mir Pferden. Stellen der Kairnen, die Detriebsunkosten. die Kosten oer Tiefkühlung und Pasteurisierung usw., so ergibt sich für die Molkerei aus dem Milrlwerkauf kein^ wesentlicher Nrrtzen. Taß die Milch vvn den einzel-ren Verkäufern auch nick/ ohne Vergütung a usge-. tragen werden kann, ist wohl auch selbstverständlich. * ** Amtl: chc Personalnackrichten. Der Großherzog Hai dem Oberbrieiträiger Philipp Schulmeier in Mörfelden und dem Postschaffner Jakob Orthwein in Worms das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. ** Auszeichnung. Verliehen wurde dem Fabrikanten .^mmerziennai ?t>olf Klingspvr des Ritterkreuz 1. Klasse zum Stern von Brabant. ** Jung wehr. Mittlvioch, SVlt Uhr, findet in der Turnhalle der Oberr-ealschute Unterricht über erste Hilfe- leästung usw. für alle Jungmamren statt ** T ie A u s za hlnng dc r Fa m i l ienun ter stützu n g an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 1. bis 15. Februar 1918 hzw. für Januar 1918 findet in den nächsten Tagen statt. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** Weihnachtsverlosung des Roten Kreuzes 1917. Wie das Rote Kreuz mitteilt, siud alle bis zunl 5. Februar d. I. nicht abgeholten Gewinne verfallen. ** Gießener Han s fr a u en - V e re: n. Die Karten zu der ersten Vorstellung am Mittwoch abend sind ansverkauft. Heute, Dienstag, nachmittags 4 Uhr, begimtt der Kartenverkauf für tne zweite Vorstellung. Der Saal wich um l x l 2 Uhr geöffnet. ** Die Sorgeu der Zeitungen. Jnr allgemeinen pflegen die Zeittrngen ihre -eigenen Angelegenheiten vor ihrer Leserschaft selten zu berühren. In jetziger Zeit ist das Feittrngstresen aber auch ttefgreifendSn und einschneidenden Verschiebe nqen unterworfen, die von der Leserschaft nur teilweise direkt wahrgencmrmen werden können. Der Leser nverkt, daß der Lesestoff erheblich eingeschränkt ist; und er weiß auch wohl, daß diese Einnschrankung nottvendig und auf Verordnungen der Richsreaiermrg zurückzuführen ist. Er mnrmt auch mit Rase und Augen wahr, daß die Färb- güte sich erheblich verringert hat. Was er nicht ohire w-ette-res erfährt, aber aus gelegentlicher Erhöhung der Bezugs- und Anzeigenpreise schließen rnuß, das sirrd die Preisverschie- bungen von allen für die Herstellung einer Zeitung erforderlichen Dingen. Hierüber bringt ein Dresdener Blatt folgende bemerkenswerte Feststellungen: Im Frieden kosteten 100 Kilogramm Zeitnngspapier 21,25 Mark, heute 49,10 Mark. 3«* Fertigstellung einer Nummer braucht man über 1000 Kilogramm, was eine Mehrausgabe von täglich 280 Mark, oder monatlich 8400 Mark, oder jährlich 100 000 Mark ausmacht. Der Preis für Farbe war früher 40 Mark, heute 160 M. Dabei ist das heutige Farbfabrikat 7rur eiu Ersatzmittel. Kleister kostete früher 75 Mark die 100 Kilogramm, heute 380 Mark und saugt obendrein ein. Bester Hanfbindfaden kostete im April 1914 100 Mark die 100 Kilogrcnnm, heute muß für minderwertigen Ersatz aus Papier 525 Mark bezahlt werden. Oel und Benzin sind fünf- bis sechs-rnal so teuer wie vor dem Kriege. Die übrige:: Mehrkosten machen auch noch viele Zehntau^ende jährlich aus. ** Stadttheater. Die 13. Freitag-Abonnements-Vorstellung, die aus bekannten Gründen am nächsten Samstag gegeben wird, bringt zum ersten Male „Die Straße nach Stein aych" eine ernsthafte Komödie in 3 Akten von Wilhelm Stückten. Das eigenartige Werk hat seine Uraufführung im Dezember mit großem Erfolge am „Theater in der Königgratzer Straße" in Berlin erlebt und ist inzwischen von einer größeren Anzahl von Bühnen angenommen worden: doch dürste unseres Wissens die hiesige Bühne eine der ersten nach der Berliner sein die das Stück herausbringt. Die Spielleirung der Aufführung führt Hoftat Steingoetter. ** Lichtsviel haus, Bahnhofstra ße 34. Tin anmutiges Lustspiel „Verheiratete Junggeellen" mit Biggo Larjen in der Hauptrolle steht von heute ab auf dem Spielplan. Auf viel, eiligen Wunsch wird auch der Porten-Film „Tie Elaudi vom Geiser Hof" weiter vorgeführk. Siehe Anzeige. ** Schwarz-Weiß-Theater (Seltersweg 81). Tas Programm vom 29. Januar bis einschl. 1. Februar eilt hält u. a. das Drama „Sturm gewalten", sowie das Lustftnel ,FZn der 'Nacht". Siehe Anzeige. ** Keiler lüften. Ein Gebot der Hausfrauen ist cs, bei der jetzigen milden Witterung unbedingt die ^heller zu lüsten. Selbst nachts fötincn die Ketlerfenster offen bleiben, solange kein Frvst ist. Die Karttffftln fangen in zu warm gehalta»m Mellern bereits an zu keimen. Ern Abknnven ist ratsam. ** Ab lieferung der beschlagnahmten Kaninchen-, .Katzen- >und Hasenfelle ist Pflicht eines jeden Deutschen. Für unsere tapferen Flieger und U-Boot- Besatzungen werden diese Felle in den größten Menge:: gebraucht. Kein Fell darf verloren gehen. Ein jedes Fell m!uß aber, um eine! voUständige Ausnutzung zu ermöglick-en, sachgemäß behartdelt werden. Um hier aufklärend zu wirken, hat der hiesige Kaninchen- zuchtverciii folgende Sammelstellen errichtet: Fleischer, Riegelpsad 35, Johannson, Schifsenbergerioeg 56, Koch, Kaiserallee 32h, Rüdiger, Walltorsttaße 35, Sommerkorit. Cverstraße 19, Viehmann, Rodheimorstraße 53 und Wahl, Buddestraße 1. Diese Herren nehmen die Felle m Empfang, halten Fellsvanner bereit und verteilen die aufklärende:: Schritten der Kriegs-Fell-Aktiengejellsch-aft, aus welchen Preis und Behandllrng der ,Felle hervorgebt. Mich Nichtmitglieber- können Felle diesen S au: mel stellen zuführen. Wer bis 1. April d. Js. die meisten Falle ablijefert, erhält außer der Bezahlung einen Preis von 10 Mark. Zur weiteren Anfklärnng nnrd der Verein in nächster Zeit eine öffentliche Versammlung veranstalten. LnndkreiS Gicßen. ** T aü b r ingen, 28. Jan. Dem UnteMffizier .Heinrick- Hof man n wurde das Eiserne Kreuz 2 Klasse verliehen. ** Staufenber g, 29. Jan. Ter Pionier Ltldwig D i e tz erhielt die Hessische Z^apseckLeitsnlcdaillc. Kreis Büdingen. T üd el s heinr, 28. Jian. Nach 3^jähriger treuer Pflichterfüllung starb Lehrer Peter Ger sin, Leuttmnt d. Res., Inhaber des Eiserne:! Kreuzes erster und zweiter Klasse, der Hes'i'chen Tapferkeitsmedrille 7rnd des Hessischen Kriegselwenzeichens in Eisen. — N i.d d a. Tas Eiserne Zkreuz erhielt der Muslietter Otto R u h l. — Michelnau. Das Kriegsehren zeick-en erhielt der Forstwart- Stellvertreter Konrad Roth. Kreis Lanterbgch. rr Schlitz, 28. Jan. In feierlichem Festgottesdienft, an dem die hiesigen Vereine mit ihren Fabnen teilnahmen, wurde zu Kaisers Geburtstag in uw'erer Stadikirck^e eine Gedenktafel enthüllt, 'mit den Namen der 65 Beieranen unseres Städtchens, die an den Feldzügen von 1866 und 1870/71 teilgenominen Haben. rrWillofs, 28. Jan. Hier wurde am Samstag uitter großer Beteiligung die 5ülfssch'.ves!er Pauline Graf zu Grabe getragen, die bei der Pflege lungenkranker Svldate7i.iM selbst diese Kvank heit zuzog und ilir irimmehr nach langem Leiden erlag. Starkcnburg und Rßeinhessen. I. D a r m st a d t, 28. Jan. Da die von den Darmstadter Schweinemetzgern aus dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Material hergestclltc Wurst in vielen Fällen sehr UTrbefrie^ dsgend aussiel, hat sich die Stadt entschlossen, dem Mainzer Vorbilde' folgend, die Wurst im Schlachthcmse iin großen herzustellen. Zu diesem Zweck soll aus den Dannstädter Schweine- inetzger:: ci/.c Gesellschaft gebildet toerden, die die gemeinsame Herstellung der Wurst im Schlachthause übernimmt. Der Verkauf wird wie bisher in den Metzgereien ersolgem. Eine Kommission aus Vertretern des städtischen Fleischamts, von Metzger:: und .Konsumente:: wird nrorgen die Mainzer Einrichtungen im Betriebe besichtigen. 1. D a r m st a d t, 29. Jan. We:m zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das bei der Firma Merck beschlaMahmte Schtveino fleisch wurde nicht der Stadt überwiesen, sondern auf Anordnung des Reichsfleischamtes nach Berlin überführt. Mit Ausnahme der vor dm Weihnachtsfeiettagen für die Speiseansdalten der Firma sreigegebenen Mmgen ist also die Gesamtmenge des Fleisches der Ernährung der Darmstadter Bevölkerung nicht zugute gekommen. Die sich freuerrden Dritten sind die Berliner, — vorausgesetzt, daß das Fleisch in gcnußfähigem Zustand an seinen Be- stimTTrungsvrt «rnlarrgte. Kreis Wetziar. K. A. Wetzlar, 28. Jan. . In Kolberg verschied nach langein schweren Leiden im 56. Lebensjahre »unser früherer Bürgermeister Otto v. Z e n g e n ,'Hmlvtmann d. L. a. D., Ritter mehrerer Orden. — In der Vollversammlung der Handelskammer wurde zum Vorsitzenden für das Kale:cherjahr 1918 Bergrat Groebler, zum stellverttelenden Vorsitzenden Bergassessora. D. L. Raab gewählt. Zu Mitgliedern des ^schäftsführenden Aus- sckwsses wurden die bisherigen 'Inhaber dreses Amtes die Herren Bergrat Groebler, Bergassessor a. D. L. Raab, Fabrikant Dr. Emst Leitz jun. u:rd Direktor Fr. Schmitt gewähll. Hessen-Nassau. --- Bad Homburg v. d. H., 28. Jan. Im Hardtwald, auf Ober-Eichbachw Gemarkung, ist die Erbauung eines großen Sanatoriums geplant. --- Frankfurt a. M., 28. Jan. In einen: großen Mer- lokal an der Kaiserstraße veranlaßte ein Gast die Festnahme eines wahrscheinlich falscl-eu Fliegers, der w.^gei: verschiedener Betrügereien und Diebereien gesucht wird. Der „Flieger" trug eine Anzahl hoher und höchster Ordonsauszeichnungen. Da seit seiner Festnahme die vielen Doriristerdiebstähle im Hauptbahn Hofe wie mit einen: Schlage aufgehört haben, vermicket die Polizei in dem Manne auch den Dornisterdicb. Ult Dcrfi ät«4Tadbricb^itc == Frankfurt a. M., 28. Jan. Be: der Kaiser-Geburtstagsfeier der Universität Frankfurt, tÄei der Rektor Prof. Dr. B e t'h e über „Physiologie im Kriege und nach dem Kriege" sprach, wurden folgeirbe Ehrenpromotionen vollzogen: Von der Rechtswissenschastlichen Fakultät Geh. Regicrungsrat Heinrich Mors (Ber i.:), der srühe.e Frantfurie.' LaTtdtagsadgeordn'Äe Kaufmann Karl Funck (Frankfurt) u:ü) Dr. Luöwig Darm- städter (Berlm); von der Medizinischen Fakultät Geh. Kom- iner^ienrat Dr. Leo Gans (Frankfurt); von der Philosophischen Fakultät der Oberpräsidcnt der Provinz Hessen-Nassau, Erzellenz H engste nberg (Kassel); von der Nattrrwissenschaftlichen Fakultät Ministerialdirektor Otto Naumann (Berlin); von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Geh. Justizrat Dr. O s w a l t und Landtagsabgeordneter Justizoat Dr. Ludwig Heilbrunn, beide aus Franksrrrt. Oermiid))», * D i e Deutsche Nation alb'ücherei in Gotha Diese einzigartige Sammelstelle völkischen !Schristtums ist am 4. Dezernbcr durch Feuer vernichtet worden. Viele Tmisende von Schriften Über dsckfche »Kultur sind tu Flammen aufgö-- gangen oder dirvch Wasser unbrauchbar gemacht. Mitten in der vaterllmdischen Liebestätigkeit für irnserc «Feldgrauen, d:e d:e Deutsche Natio7mllü:ck>erei fortgesetzt mit völkischem Lesestoff versorgte, ist ihrem Wirken ein Ziel gesetzt. Diese Lücke darf mchr dauerrü) Nassen. In einer Zeit, wo die deutsche Kültur gegen) kLne Welt von Künde:: sich siegreich behauptet, soll nichts erw tückischer Zufall Herr roerden über die Schaffenskraft deutschen Geistes. Deshalb bitte:: wir das deutsche Volk, Ersatz zu fck>anew für das Verlorene durch Geld- und Bi'icherspenden. Geldspenden, werden erbeten an die Herzogl. Landeskreditanstalt in Gotha (für Rechnung der „Deutschen Nalionalbücherei"), Pücherjpenden an Prof Lattghans in Gotha, Uelleberstr. 3. _ _ Letzte NcreL ricdten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Januar (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. , An verschiedenen Stellen der Front ArtillerietätigkeU. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In der Champagne entwickelten sich, lebh-afte örtliche Kämpfe. Beiderseits der Straße Hilaire—St. Souplct scheiterten am Morgen kleinere französische Angriffsunterneh^ mungen. Unsere Stellungen zwischen den von Sonnne-Py und Ripont nach Südosten führenden Straßen lagen am frühen Nachmittag unter heftigem feinolicheu Feuer. Unter seinem Sckintze stieß fran^sische Infanterie mit Flammenwerfern" Erkundern gegen mehrere Stellen der Front vor. Mit säiweren Verlusten wurde sie zum Teil vor unseren Hindernissen, zum Teil im Nahkampf, zurückgeworfen. Einige Gefangene blieben in unserer Hand; mehrere Flammenwerfer wurden erbeutet. * Rege Fliegertätigkeit führte zu zahlreichen Lustkämpfen. Wir fdiujfftm gestern dreizehn feindliche Flugzeuge und einen Fesselballon ab. London und Sherneß wurden erfolgreich mit Bomben beworfen. Französische Flieger setzten ihre Angriffe gegen unsere Lazarette fort. Wahrend im ORonat Dezember die Lazarettanlagen von Reihet mehrfach das Ziel ihrer Bombenabwürfe waren, griffen sie in den letzten Tagen die Anlagen von Labry (östlich von Conflans) an. Italienische Front. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden ist von neuem heftiger Kampf entbrannt. Die Italiener griffen geslern in dem Wf-chnitt östlich von Asiago und der Brenta mit starken Kräften an. Am Monte Sisemol und westlich brachen ihre Angriffe vor den österreichisch-ungarischen Stellungen meist schon im Feuer zusammen. Der Monte di Val Bella, auf dem sie vorübergehend Fuß fassen konnten, wurde ihnen im Gegenstoß wieder entrissen. Ebenso warfen unsere Verbündeten in dem COebiet des Col di Rosso sowie zwischen Frew- cela-Schlucht und der Brenta anjtürmenden Feind nach sckMeren Kämpfen zurück. Wiederholte Versuche des Feindes, örtliche Einbruchs- ftellen dilvh Einsatz seiner Reserven zu erweitern, scheiterten unter blutigen Verlusten. Zehn Offiziere und dreihundertfünfzig Mann wurden gefangen Eines unserer Bombengeschnader warf in der Nacht vom 26. zrnn 27. Januar mit guter Wirkung 21660 Kilo Bomben auf Castelfranco. Treviso und ZReftre. Große Brändo waren weithin sichtbar. Von den alweren Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguariiermeister L u d e n d o r f f. 9 * * Die diplomatischen Beziehunaen zwischen Rußland und Rmnänien aboebrochen. Petersbura, 28. Jan. sWTB. Niclstamtlich.) Nach einem Petersburger Funttvruch hat die Petersburger Regieinmg alle diplomatischen Beziehungen zu Rumänien ab-, gebrochen. Die rumürnsche Gesandtsck>aft wird nuf dem kürzesten Wege ins Ausland ab-gejchoben. Ter .Goldschatz Rumäniens, der in Moskau liegt, wird als unantastbar für die rumänische Oligarchie erllärt. Tie Räteregierung übernimmt für die Aufbewahrnng dieses ^Goldes und die Ueib-ergabe an das rumänische Volk die Ber-^ antwvrtung. — General Tscherbatschew wird als ar:ßerhalb desi Gesetzes stehend erklätt. Eine Spaltung unter den Bolschewiki. London, %ö. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldnng. „Daily News" erfährr aus Petersburg: Es ist eine Spaltung unter den Bolschewik: ein getreten. Tie Minderheit ist der Ansicht, daß die Schwächung und Jsolisierunb Rußlands zu einem Sonderfrieden zwinge. Tie Mehrhett einschließ^, lich des linken Flügels der Sozialrevolutionäre ist bereit, in eine Periode der revolutionäreir Verteidigung einzutreten Tie letzts EntfckMdung liegt bei Trotzki. Oesterrerckäfch-e Fliegkrangriffe. Lugano, 29. Jan. (L. A.) Bei dem österreichischen Fliegerangriff wurden nack» dem Eorriera della Sera in Mestro drei Hospitäler getroffen, jedoch niemand getötet. Tie Flie-; gerangriffe begannen am Sonnabend abend irnd wiederholten sich m ährend der ganzen Nacht bis Sonntag morgen bei Sonn er: auf-, gang. Ter Sachschaden m Treviso, Mestro sowie Castelfranoo nwr außerordentlich groß. In Treviso wurden 15 Personen getütet und viele verwundet. Kiel größer sei die Zahl der Opfer iit Mestw. Kaffee Astorla ülittwoch, von nachmitCag:« 4 Chr ab FMü!LIESilC©liZERT Spezialität: l^e^terreichlxche Apfelstrudel. Gic^ener Stadttheatcr. Othello. Tragödie vvn W. Shakespeare. Als Mt-Engla:chs größter Theater-Tiadec in Giraldi Cintios Hecato-m'miti blätterte und darin die tragische Geschichte des eifersüchtigen Mohren fand, begeisterte ihn der Staff zu einer Tragödie. Einmal gestattete die Charakter'igur des Othttlo dem^ Olenie des Dichters, sich mit eleme:ttarer Kraft zu entfalte::, dann bot sich mit der rührenden Gestalt der Tesdunona aufs neue die Oblegen.- heit dom geliebten Scha::sxi.1e.k.wbe:: des Elisabethanischen Theaters, für den Shakespeare seine sämtlichen weiblichen Rollen schrieb, eine neue Rolle zu sckMfen. So entstand 1604 „Othello", die Tragödie der Wahrheiten ::nd Leidenschaften. In verschwenderischer Fülle hat Shakespeare die genialst--: Offenbarungen ausgestreitt und die Charakterisierung und Verwendung der ganzen Skala der Elemente „Verzückung, giaserei, Vertrauen, Jammer, Bosheit, Unschuld und Waiinwltz" ist unerreicht. Bühnen technisch steht sonnt die Tragödie an erster Stelle unter des Tichters Meisterwerken.. Es würde hier zu weit führen, all die Einzelheiten, welche die wundervolle Tm^nk dieses Werkes beweisen, he raus zuschäle::, aber- man denke nur an den Hauptpunkt: Die küchre Nebeneinanderstellung von Kvnnk uick» Tragik. So dramatisch die Hand1:u:g ist. so verläuft sie doch zwische:: dem tragischen Spiel, das J>ago mit seinem edlen Feldherr::, und den: komischen, das er zugleich mit dem Gimpel Rodrrgo trerbt.^ L>chon Otto Ludwig weist bei diecher Tatsache auf den Techniker Vl-atespearc hin, uard der moderne L>hakespeure»For- sther, Prozessor Tr. Joh. E. Schmidt, spricht ganz offen aus: Ter Dichter kannte sein Publikum; er fühlte, daß die durch die Schrecken der 5)cmptHandlung bis auf den äußersten Grad gespannten Nerven hin und wieder einer Ab w ochs lang bedürften, um sich zu entspairnen und für die Aufnahme des bis zur Katastrophe sich steigernden Grausens fähig zu bleiben. Ist die Tragödie nun auch ein technisches Meisterwerk, so ist sie doch zugleich auch so Voraussetzungsvolt, wie fast keines der Shakespeare'schon Dramen. Das ganze Spiel ruht in den Händen Jagos, des einzigen, der denkt, klug ist und enttoirit. Dieser kän:c aber nie zum Ziel, wenn die anderen auch nur ein Quäntchen seines Witzes und Geistes besäßen. Tas ist die Voraussetzung, auf der die Harchlung aufgebaut ist Eine solche Voraussetzung wiederum, die eine Person in den Vordergrund schiebt, begründet aber gleichzeitig die OLatur des Shakespearedrcunas: „Nicht die .Handlung, sondern die Charaktere stehen in erster Linie." Tie Handlung bildet gleichsam nur die Folie zu den reliefarttg ausgeprägten Charaktereir. Hier :st es vor allem der Schurke Jago, dessen vollendeter Heuchelei jeder Ton zu Gebot steht. Gleichgültig, :vas er spielt, ob Aneundschaft, Demut, Bescheidenheit, Liebe, ob den Soldaten oder Staatsmann, alles geling: ihm mit Meisterschaft. Es ist ganz natürlich, daß die Rolle des Jago von jeher den Schauspieler reizte, nicht allein wegen des Reizes, der in dem Doppelspiel von Wahrheit und Lüge liegt, fanbmi auch wegen der verschiedentlich vorhandenen Momente, aus denen glänzende Bühneneffekta hervorzuholen sind. Man erinnere sich z. B. nur der Stelle im 3. Akt, !vo Jago zur Beruhigung der Desdemona mit der Ueber- ä«mgung eures Biedermannes sagt: „Pfui, solchen Menschen gibt's nicht, 's ist unmögllch. — Wilhelm Stengel, der gestern abend den Jago spielte, fühtte seine Auffassung geschickt :mV einheitlich durch. Ob die besondere Betonung des Mephistophelischen ganz angebracht ist, bleibt dahingestellt. Störend wirkten! nur hie und da sprachliche Unebenheiten, so besonders im 1 Akt. Kurt Wenzel als Othello stellte eine anerkennenswerte Leistung auf, der man sorafältigstes.Studium anmerkte. Gefaßt und würdig im Ernst, voll Leidenschaft, dabei ohne Uebertteibung im Zorn war sein Othello durchaus ansprechend und erreichte im 3 Akt und in der Schluß-Szene ffchöne Höhepunkte. Besonders erfreulich war, daß der Künstler, sei es nun bewußt oder unbewußt in den Momenten höchsten Affektes «die Interjektionen „Ah", Hah" öder ,T)" vermred.M dem Naturlaut „Che" griff mft> damft einen blitzartigen Einblick in die :wch nicht ganz überwundene Bav-,' barennatur des Mohren gewähtte. Der Desdemona verlieh Friedet Toerr überrasckiend feine Züge. Ohne allzu demütig und ergeben zu fein. ,war sie ganz das liebende We:b, das die große Seele des Mohren (liebt und chm tteu ergeben ist Echt im schmerz und mit einem leichten Anflug von Humor im Plauderton: w:rkte diese Desdemona recht 'sympathisch. Den Roderigo hätte Karl Sternmeyer ruhig etwas drastischer, tölpelhafter qe- stcklttn können, denn Roderrgv fft hier gleickpam Ersatz ftlr die sonst vorhandene Shakespeare,che lustige Person. Zldolf Falke« als Cassio wutt>e seiner Rotte vollmff gerecht, ebenso wie Viktoria Sandor, dre die Emilie. Jagos Frcur, wiedcrgab Zu er- tvahnen wären noch RuLwIf Gvll (Doge),- Kart Volck (Braban-- tvo), Em,l Waiden (Grattano), Willy Borchardt (Lod»i vico) :md Kutt Lerch (Montano), die sich gut anpaßten. OL — Am 26. d. M. entschlief sanft nach schwerem Leiden im 41. Lebensjahre anser lieber Bruder, Schwager und Onkel Oberingenieur August Sielte. Um stille Teilnahme bitten Adolf Stolte, Direktor des Elektrizitätswerks und der Strassenbahn Ida Stolte geb. Lübbert Toni Stolte Erwin Stolte Herbert Stolte. Berlin, Giessen, 28. Januar 1918. Die Beisetzung in Giessen findet am Freitag den 1. Februar, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. Wir bitten, von Beileidsbesuchen abzusehen. Am 26. Januar entschlief plötzlich und unerwartet meine innigstgeliebte Gattin, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Susanna Reitz geb. Fink im.nahezu vollendeten 48. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Ober-Telegraphenassistent Fr. Reitz and Kinder Familie Schick Familie Fay. ««78 Giessen (Lioher Str. 21), Albach, Lioh, den 28. Jan. 1918. Die Beerdigung findet Mittwooh den 30. Jan., nachmittags 3 Dhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes ans statt. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung A wurde '.heute bezüglich der Firma Heinrich Tichy, Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit Aktiven und Passiven aus die Witwe des seitherigen Inhabers, Elisabeths Tichy geb. Schmitz in Gießen übergegangen, die e-unter bisheriger Firma unverändert weiterführt. Gießen, den 24. Januar 1918. *soB Amtsgericht. Holzversteigermrrg in der fürstlichen Oberförsterei Sich, Montag den 4. Februar, vormittags 10 Uhr, werden unier Ausschluß von Wiederverkäufcrn und unter den vor dem Verkauf bekannt zu gebenden Bedingungen tm Distrikt Meilbach versteigert: Bucbcu : 400Rm. Scheiter, 80 Nm. Knüppel, 130 Rm. Stöcke, 4400 Wellen Reisig. Die Zusammenkunft ist auf dem chauffierten Weg aus der Meilbach nach Burkhardsfelden bet Holz Nr. L In der Montags-Nummer war die Versteigerung irr- tümlich auf Dienstag, 6. Februar, an gesetzt. Holzversteigerung in den Waldungen der GemeindeRuppertSburg. Donnerstag den 31. Januar l. I. werden aus den Distrikten Hohenberg und Buchwald versteigert: 166 Fichren-Reisstangen — 0,81 Fstm.; Scheiter Nm.: 354,3 Buche; Knüppel Nm.: 185,9 Buche, 5,1 Eiche, 3,3 Kiefern, 1^,1 Fichte; Ast-Reisig Nm.: 13 Buche; Stamm-Reisig Rm.: 233 Buche (erste Durchforstung). Stöcke Nm.: 73,7 Buche, 21,6 Fichte. „ Nadel-Reisig abteilungsweise. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr, rechts der Kreisstraße Ruppertsburg — Wetterseld, im Distrikt Hohenberg. Ruppertsburg, den 24. Januar 1918. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 673 VERMIETUNGEN Im Zentrum der Stadt in gutem Hause 4 Zimmer- Wohnung an ruhige Leute zu vermieten. Näh. i. d. Ge- schäftSst. d. Gieh. An-. 08959 kleine Wobnnng «Zimmer und Küche» zu oerm. 08874 _ Wolkenaasse 17, v. Sst »üdl. Wohn- S«hlaf- 2 immer für 1. Febr. z. verm. 08B0 Gr. Steinweg 15. 5*Zimmor* Wohnung mit Zubevör zum 1. Avril zu mieten gesucht. Angebote an S. 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