Kr. 22 Der «.»ebener Anzelaer ««scheint'tätlich, allster Sonntag-. - Beilagen: Hiebene r^amiUendläner; Meiedlatt sl»r den Ureis Sieben. vezugspreir: Nlvnatl. Mk.l 20, viertel- jährlich Mk. Ü.60; durch ÜXbi)ote- u. Zweigstellen monatl. 1.10; durch diePostMt. 0.60 viertel- jährb auSschl. Bestellst, pernsprech - ''Znschliisss juv bic8cI)i'ifWcilimflll3 Verlag,GeschLitSstellebl Qlntc(>rllt filv X'rabf uodi« richten: Anzeiger Siehe». dt»»» «iIUii0$ruitMniä u. Verlag: vrühl'sche Univ.'Vuch- u. Sicinbrudcrci N. Lauge. Lchristleitung» GeschSstrltelle «.Druckerei: Schulftr. r. r.nnuvme von Unzelgen i. tue irtnovMutmmcr bis zmn Nachmittag vordem' ohne jedeVerbindliclckeit Acltciiprclfe: iiiv: vrtl lebe Vlnzeigen LvBt.,für auswärtig« 80 Pl., Vir iH c f l a in e n Mk. 1.— ; stet Plat,vor- schrtjt 30 "Ai Vlulldilofl. Hanptschristleilor: Ang. Goe Per antwortlich kllr Politik »l. Feuilleton: i)ll»g. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: v- Beck; sänultch iit Gießen. . . . . . ■ ■ ■ ■ ——- Eine Rede des $tö«t$jefretär$ v. Uühlemann. Wochennilfblick In den RedlNt des ReichSkcrn^erS und des Grafen Ezernin spiegelt sich alles. was in beit letzten Tagen die (Gemüter darOesfentttchkeit bewegt hatte. Beide Redner: haben ihren Völkern ilbw^A'nflettb davgetan, das» sich teilt BoUs- beglilcker ansdonkett ließe, der imstande wLre, den Frieden eher und schireller Mstande zu bringen, als die verbündeten ^iogiernnsten. Herr Erzberger hat zwar einmal erklärt, daß er in ein paar Stundeir mit England j|um Friedolt zu ge langen sich anheischig ntacl)^ - aber Herr Erzberger ist ja auch ein lleberlnensch, und Tausendkünstler. Es ist doch ein tvenig beschämend für uns, daß in ernster, cntscl>eidnng^ voller Zeit unsere Staatsmänner sich beinahe noch mehr mit der Deruhi.gu.ng innerer Erregung und Ungeduld ab' mühen müssen als mit dem Wichtigsten, nämlich mit der AnSein an der seh ung mit den Gegnern. Gras Ezernin Hai ganz ri.cl)ltig darauf hiugeimeseu, daß die volle Oessentlich seit, unter der sich alle; Ei nzelh eiten der Verhandlungen Lu BresL-LilowSt abspielbeit. eine, übergroße Auspeitschung der öffentlichen Meinung, eilte Ueberreizung der ohnehin nervösen Menschheit bewirkt habe. Dartun mögen unsere Hanpbgegner ja »licht wähnen, mit unserer straft zum Anshalben sei es zu Ende. Die Aufwühlnng des Volkes zeigt sich ja bei den Russen noch weil krasser als bei uns: dort wütet der Bürgerkrieg, sind die Meinungen und Ziele viel unlietl- barer zerrüttet und zerklüftet worden als bei den Mil bei' Mächten. Das darf nirgends vergessen werden, daß die Ver längeruug des Krieges unsere uitd unseres nächsten ^r> bünoelen Schwierigkeiten nicht in dem Maße vermehrt hat. lvie es bei den. Westmächten der Fall ist. Dort hat in dieser Zeziehnng, wie aus vielen Meldungen zu ersehen war, ein ganz anderer Tentperalnrwcchsel slaltgefuudeu als bei uns. Die Nachweise unserer Staatslcnker, daß eS nicht etwa all den Feßlern der Zensur oder an der Unnachgiebigkeil militärischer Gewalten liegt, wenn der Friede noch nicht in greifbare Nähe gcritckl ist, sind also geglückt. Weder Scheide - mann noch Erzberger besitzen die märchenhaften Sieben meilenstiefel des Friedens. Sie hätten auch den russischen Bürgerkrieg nicht verhindern können, hätten die ansei na übergehenden Meinungen der ukrainischen und der Petersburger Regierrtng zum Friedeuöloerl nicht besser ans- nutzen können. Es bleibt uns die Hoffnung, mit unseren Nachbarn im Osten bald zum Frieden zu gelangen, aber dgs Hinterland darf die Nerven nicht verlieren. Graf Ezeinin hat uns da etwas mehr verraten alü der Neicktstan^ler. Gras Hertling hat an dem in Bresd-LitowSk bekundeten deutschen Atandpnnkl nichts ausgegeben, und Gras Ezcrnin hat. die deutschen (Gesichtspunkte gebilligt und gerechtfertigt Er kündigte in bezug auf das strittige SetbstbestimmungSrechl einen Ettelweg an, alnr die Art, lute er von den realen Verhältnissen in den von deittschen Truppen besetzten Ge bieten sprach^ läßt erwarten, daß Herrn Trotzli eine Brücke gebaut werden soll, unseren Auffassungen näherzutreten. Reu eingetretene Momente lassen noch nicht erkennen, wi>' die in ihrem Inhalt gesicherte Verständigung.mit der Ukraine aut zweckmäßigsten vollzogen wird, ob die Ukrainer ganz selbständig Vorgehen oder als der russischen Delegation b>eigüordnete Mtberater tätig sein sollen. In der Abwehr der Ergüsse feindlicher Staatsmänner zeigten sich unsere Geschäftsführer äußerst, milde. Graf Herbling verwies ihnen die Anmaßung des ToneS, alv» seien wir die Schuldigen, die Buße tun und Besserung geloben müßten, und als feien sie die Sieger, »vir die Besiegten. Er suchte die Gegner zu. ernüchtern mit der Erklärung der ..wirklichen Lage": „Mägen sie sich gesagt feilt lassen: wn* iere militärische Lage war niemals so günstig, wie sie jetzt, ist." Er warn!: auch wieder, daß unser Entgegenkommen, unsere wiederholte Friedensbeveitschaft der Entente keinen Freibrief ansstelle, den Mieg zu verlängern; die Konsequen- äctu würde H.* zu. tragen haben. Auffällig ist, daß der Reichs-« kanzler keines der Schlagworte nannte, die bei unferen innerpolittsch>en Streitigkeiten. so oft wiederkcyveu. Er mackste sich rrichl beit dehnbaren Begriff „Verftändtgungösric'delt" zu eigen und fußte auch nicht auf „cmnexionslosen^ und „entschädigungslosen" Olrundtagen. „Formeln", so sagte er, „kommen ^ "i dem rafeitden ^auf der' Weltbegebenheiten rmm-er zi» >urz." Das ist zunt mindesten keine Sck)nteichelei für die Reick':'tagsmehrhetl uitd ihre bekannte Juli-Ent schließung Wareit die Aitssührungen de-- Reichskanzlers in threc Geianttheit keine timtperanteittvollen, kampfeSlieißen Entgegnirngen an die Adresse der Feinde, so atmeten sie doch eine ruhige Würbe uitd Festigkeit. Die objektive und maß volle Dnrchprllfung der tu ihrer Anlage höchst polemischen urt'o LerauAfordernben Programntreide Wilsons ließ Hertling in einigen nnbeirrbaren 'pirückweisuitgen gchfeln. Elsaß- Lothringen geben toir nicht heraus, die Integrität des Miches, 'seilte Sicherung und die Würde bes Baterlanves müsseit nnangelastet bleibcm. t^duld und BehmTrtichkeit. abe-r kein luarmer Hauch eines besonders regen Optimismus sprach aus der Hertling schell Besprechung der H Witsmt^ scheu Programm punkte. MÄgait dte (^emrer sick), nun daraus wiederum äußern. Der ReiäManzter ist altes et-er als ein teidenschaftlicher AugenütickSmensch Er läßt die Dinge an sich he-rankorrnneit und tvahrt sick> die Freiheit der Ent- sthlüsse. Sehr geschickt uitd wirksam war die lKinfteckstung seines Rückblickes auf die vor dent Kriege vorhanden ge^ wesenen Verhältnisse. Er hat in dent Gewoge unserer tnne- ven Kämpfe letite Partei ergriffen, hak die Dinge, die poli^ tifches Tagesgespräch waren, nur aus de Löhe, bestrahlt. So ließ &c bi-: Warnung und Drohung Scheidemairns, daß wir unmittelbar vor Ereigarssen noch Wieirer und Ofenpester Muster ftäirdeu, ebenso unbeackste!, nnie die Anklage der „Kveuz-eitung^, die Herren. Echeidemamt und EDerl gehörten von Rechtswegen auf den SandlMtfen. Hertling ifl lange nicht itt dem Maße dien st wi Niger Schrillinach-er der Massen stintmung-en wie etwa Vetbinann Hollwog Aus anderem Holze ist der Leiter der östtwveickstscl>-unj;a- rischeit Politik geschnitzt. Er steht dem „Geist der Erde" ent schieden ttähor! Freilich kanit man vom Grafen Ezernin gerade jetzt auch feststeNeit: „Es zucken vote Sttdsten ihm, ntu das Haupt." Das Vülke.rgcinisch dos Habsburger Landes zeigt nicht dte innert: Festigkeit, wie wir sie in Dtnltjchtand haben. Besonders der Schluß der Ezern in scheu Diebe klan,j loio eine Beschwörung. ES ist sein Glück, daß luir die Rnfsen besiegt haben, daß vom Ost->-'n her feine Gefahr mehr dräut. Ezernin nahm die voll Hertling ignorierten Fonnetn umso eifriger aus. Er iviN von Ritßland, wie er sagte, keinen Kweuzer Enttschädigung und keilt Quadratnieter Landes. WgS »vollen die bunten Scharen seiner Lantdeükinder mehr"? Den Frieden kann man niclst herbeihe^nm. Wenn Oesterreich Ungarn votil Oste»t eine Erleichterung seiner Lage wüilscht. so kann es nur von der Ufr atme her geschehen. Aus Peters- bnrg dagegen, so rief Ezernin, künnten wir höchstens die Revolution importieven, uub dasür danken wirl Hvfsentlich ist es dem Redner geglückt, die Ungednldigett in seinen» Lande zu beschvichttgeu. Mich Ezernin erblickt in Wilsons Rede eine Grundlage zu Vcwhaitbl!ir.ngeit, wobei er erfreu^ lichcrweife laut und fest erllärte: „Dell vorAiog er »scheu Besitzstand unserer Bundesgenossen iverden wir verteidigen wie den eigenen." Wie Graf Hertling in bezug auf Belgien sick) weigerte, voreilig die Plärre 'DeittschlaitdS int einzelnen zu nennen, so erklärte Czernin, über die Balkans r ag en Dpm'jt nicht reden zu können. Er lehnte, wie er sich ansdrückte, eine „Assekuranz für feindliche zvriegSabeiüener" ab. Sehr bebeulitngsvolt ist, daß Graf Czernin dem Präsidenten Wilson eine direkte Aussprache z>visck>elt Oeste-rreick^Ungarn und Amerika vorschlägt, zimschen den bistden Ländern, „bereit Interessen ant »venigsteit ividestretten". Wir sind ge- spamtt darauf, waS Wilson aittworten wird! Da eS dock) lvoht in unserer Hand liegt, solche AnSsprack)ien einiger- ntaßen zu doeiitflussen, brauckst mau das Ezerninsche Anerbieten einstweilen nicht abfällig zu kritisiereit. (WTB) Großes Hauptquartier. 25. Fommr. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zmischeu Poelkapellr' und der LhS. bei Leus und beider jeits aer Scarpe lebte die Gefechtstnligkeit am Rachmittagc auf. An verschiedenen Stellen der Front Erkuttduugsgefepite. Auf den anderen KriegssckMlpiätzeu nichts Neues. Der Erste Generalanarliermeister Luden darff. » Der Abendbericht. B e r l i n . 25 . I-an., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Miegsfchauplätzen nichts Neues. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25 . Ja". (WDt). Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. D^r Chef des Generaljtabes. Aur dem yauptaurschufr de; Neichstags. Berlin, 26. Iou. lWTB. Nichbamtl.) Der Hauplaitsschuß des Reichstags stgtc l>e-ute feine Aussprache über bie politischen Fragen fort. Staatssekretär des Ausivärtig-en Amtes Dr. v. Kühlmaun: Äläeine Herren! Zu meinem ledhofteit Bedauern loor eü mir beim letztert Zusamnreittritt dieses Alissckntsses nicht möglich, Ihn eit über die erste Hälfte der in Bresl-Lilowsk w'sübrten kann nicht mit voller Sichettieit dokninentarisch sagen, zu welcher Zeit die Politik, die für unS ein Spe^ialinle, esst an den westlichen Randstaaten des ehemalilunt russischen .Sliaifcr- reiches Uürland, Litcuwn und Polen ststgesetzt hat. bri nnü endgültig niedergeleat »oorden ist. ES haben mtr jejxntfalls Akten aus d«-m Frühjahr 1017 Vorgelegen, wo noch unter der Mnzlerschast des Herrn von B«lthm>ann Hollweg dte Politik in donr Umfange, wie sie setzt vertreten worden ist, maßgebend nieder at der ReickFkanzlcr Graf Hertling stinerfeitS erklärt, einmal lerne g>uno- sätzliche Bereitwilliakeit auf der Grundlage, welche der rufftfche FrmkiPruch.,An Alst" gegeben hat, rn V^haitatungen m,t Rußland ernzutreten. Zweitens hat er erklärt, daß er «ne Politik des Selbst- bestintmimgrrechte« der Völker in ftevta aus h ne. (penmmten drei Randstaaten zu vertreleir uentc. Es ergibt nch also, tvie so häufig im StacüSstben, daß man die persönliche Inckiative und den steten Spielraum eims aussülnenden SiaatSinmme'S und UnterböndlerS bei weitem überschätzt und die Köntinnität der Politik bis zu einem gewisse» Grade, ihre Zwangülänsigk^t mtd B>>,. > heftigen üsstntlicken i r Bet uni mcljnVnch gefvaat Nw»den; warum erlaubt nvan denn dem geschlage - non Rußland seilterstil. Vorschläge zn nlaclten? Der Sieger hätte die Pedmgnngeit diktieren sollen! Das beruht ans einer vollkommen falschen Auffassung de, Ilistorischeit Sachlage. Rnßlaitd halte in dem. allgemein gehaltenen Fnnispruch „An Alle" mivisst Grundlinien für einen atlgrweineit Frtedelt niedergeleg!. Es war seinerseits nun vnpslicwet, nachdem llstr diese (Rnnblageit für disknlnbel erklärt leiten, sie solveil ansznsührmr, Vast uns eilte detail!»ei le Antwort auf diese Fcggeit Utoalich >t»ar. Dia Antimn't ergab sich aus den Vcrhältnissm und icnvckpvcuch den Grimdsätzen, an tv-iiru dte kaiserliche Regiermtg, seitdem ich die Ehre habe, dns ?hnt zu. führ,'«, stetig sestgchallen habe. ES wurden von beiden Seiten Farmulstrttng.m als (Riindlagen für die Beratungen niederg^Iegt, we.lctie den Herren aus den Be» öfscittlichnngim belttrnnl lind. Es sind Le.gende»t entshandmt, als Iiältett putsche» ideim! 25. und dem! 21. T«zeurb;'t äußere Einslüsse ciitgemirkt, als !>ä!st bw Standpunkt der Delegation sich veilchoben Das sind alles Legendelt Ueberhanpt ivird von denjenigen, uu-lw- i.ei i.i■!. .i. daß bei schtvrch gewoÄxrnen D-elogatioli von an-, her MrUd'm gestärlt 'ivordeu luare, uub was de-rai^ichelt Erzählungen mehr sind, doch die Stetigkeit und Zielsiäterheil unseres lwlitiscl^n Besttebvlts g-anz erheblich unter schätzt. Während »vir im ersten, Teil aus d> > rltssischoit Seile heit Etn^ baid hattar, daß echr .-^>>> boutstlilw "Astsen srenndli>ci,e Gr,a,d- stintnriiiig l-crrschle, lvDtend die sämtlichen Herren de» ntssischeu. Delegatvon auch außer hall' der Sitzintgen. anfp freundschastlickM Mit und vevkehfleu, an beit genleinsamelt Bstrhlzeiten leilnahme» und gelegentlich durch diesen zwanglust n'MeinunsMustaiiscl), auch die gestl, gsl1iche.it B^ieliimg-elt in »nesentliäver WNise sörh-rte». luiu nach Aackltttft de» Herrn Triotzki, MS Führer lwr vitssisthsskit 'Dcle.gatwn, eine totale Schwa ilknNg in der Hlaltnng hu: russisch eit Dcklegatiioit festmssttten. Es lvar loie Tag nnd Naichtt. D>e ntssisckien Hcrrelt hielten sich m ihrelt Hänfent hermetisch ab gcs chlliosst.it. erschinint niemals iit nnferelt .st'rcnsen, es sei denn zn uf izietlen Be, haitdlnugelt ntil Sstnograpl/n» mck> allem dazu- aShörtgen Material. Niclik eininlal private bespräche tun ernzeln-e,^ Herren loareit im ganzen mehr zugelassen. Sie lvurden inuner tun zu szllve.it odiir drill entsandt. Ajuch die ganze Art der 8^rl>rndl,>nue»H Über die ihueiL ia durch die außerordentlich mtWlyrliclKi, Puhl" kationm, dte lvir erlasse,c ltabM, das i^äherc bcfoitnt ist, war ein« liodal andere aelvorben llnsere Ge gl »er giu.aetf vielmehr darauf ans. takliscst' teile zu erringen und Punkte zu getviimecn, die sich agitatorisch ;htx Pe^rcsttung itach außen eigiteben, alü praknstv' Borsckchige durch die Annäherung «nt das, »vaü »vir itnferersetl'' formuliert hakten, positive Ergebnisse zu erzielen. Die Aerhanb- lungeit ruhen augenblicklich Wieder hanpisäckstich int Hütblick auf die seHr t n multarischen Ereignisse in, Petersburg, lvelche die persönliche Gegenlvärt des BolkSkom- missgrs Trotzki notloendig machten, Die Berhandümgelt »uerden voraussichtlich aitsangs der ko nt m enden Woche wieder ausgenommen uterden. Das zaristische Rußland lvar schon loltgc vor birfem Kriege in deck innersten (fstundsesteu nnleNvühll. Ncrrh den Darleanngett eines sehr kompelintien .'»l'enncrS der russischen Berhältnikse. die mir in der Tchlcit Zeit geworden sind, glaube ich, daß, lvenn inan den letzte,t Gründen bieseü ^riege^ nachgeht, die lleberzeug.nng der ritssischeit Räachlhaber, sie müßten nttlvcder durch einen großen Anslandskrieg eine Ableiinng nach außen schaffen, ober üou der Revolution int Stottern verschlungen lverden. sehr »vestnllich dazu beigettagen hat, der rnsü- scheu Politik jene Richtung zu geben, lvetchc zu diesem 'Welt, kttege geführt hat. Gleichzeitig mit der nationalen Zersplitterung traten anck soziale Elemente alü nuflöstnde Weinte yinzu und lösstn ihrerseit- diej>' nationalistisch ahgetrc-nnlen Eiitzelkörper in ihre llnter- bestandteile ans. Wir erleben es in Finnland, wo die imnische Republik sckwn wieder von lwlschelvisiischeit Treibereien nnterwühlt lvird. Wir erleben eS in der ilkraine. loo die Zentralrada iit ' Z'iew, die zwcistlloü bis vor kur-zen» auch von russifä-er Saite irnb-cksstitl^n als stgitimiette Vertretung der nkvaintschen Interessen anzusehen ^var, ihrerseil), von levvlu1ion.ären Organisationen unterwühlt und vvtt Wor u*f* her von bei bolst-rwistifchieit ststpnblik in einem großen Zrieg mit Wassengewalt angegrisstn wurde. Das.W leine der ungel-eiter- ltchsten Erschtvcrnngen für den Drplontastn, der heauftragt ist. die Ostsragcit zu lösen, d a tz nt a it ii b e r I, a nptitichts F e ft e in in eh r ge flcit überftrh 1. Der flffHÄC likörs-er ist in l^äruatgi ,ibergegangen. ES werden sich später »viedec festere F-orinen son,," lidieren. Eiltfüvtälen schünt es aln'r, als oh, wie anc!> Gras ^Vrirut betonst, die. Zersplitstnnng und Zetsttzmig- sich noch für lange fortsetzen ibfltc. ES M dies kein Mtgewöhnliclieü Bild Wenn auch tu geringerem Maße war ös lH70 der Fiall. Fistsl Bismarck hatten schwere Bedenstn. »ob er überhaupt sich ei,rer Regierung gegen' über befinden würde, beten Stabilität sllark genug sei, um eineiß Friedenüschlnst mit ihr ersttebenswert erscheinen zn lasßm. Die feierltä>e AuerDinnuirg der ukvainisckLN Vvlkürepubtik I»at nock, nicht statlgesnnde». Sie ist unter Umständen zn erioarteu l>e> dem Vlbschluß der V er l>an dl nutzen mit der Ukraine. Mit if-innl/mt' ,> iuli ii! w ist, - j [d ritt -i' .i Ö( 11II-» yi> wett es ich überselion läßt, ist da ein i)rieoensMich in mtlzer AitSsiäst Auch die Besprechimge,, mit den Ukrainern, bet denen im iRrgensatz zur Haltung bei Balich, wisst,t sehr viel rann slst praktisch. flrftHt I^cttorflettetni ist, sind, wie Sst ans de, Rebe bes leasen Ezenüiß cntnonmum hal>eit ,verdau, io weit fortgeschritten., t»aß man verständigerweise Hoffon kann, sie würdtnt zn einem Evgelntstt fülfren WaS nun die Ausführung des SelbsthestiuumingSrerhl^ he- ttifft, io gibt es int einzeliren iwcbci etn europäische' Recht noch auch nur ein l'öewohuhettsvecht Wir 'lzrUi-» e. h'ute tu diesen schweren >lriegsz<äteir sür eiwnr aoppelbmi Unsinn, »me imfnr l^xy- net es verlangen, erst alles Bestehend«' Mts^uvabieven und fege,: uitd daim in beit luftleeren Raunt hiw-tn ck-oaS zn lxi n.-n. nnd aus die heideir Fragen l>at mir Irockj, keiner b.7r Gegiter ?kufschlnß pe- nebn, Innerhalb unfern lieben dentschon Balerlmrde^ sind oie Ansichten über Wahlrecht nnd Wahlgesetz, wie die Syrrcrn all.- uHffcn noch ganz o^ßerorde,ttltch Verschißen und wir fwüien rmu-rhalb dt< - ses großen blülxmden Reick» .» aucli heul« noch eine bmrte Mustei- karst der vecschiedeitsstn Wahltxchb'. steht g-'schriebkn, was wm iS l0ti> ?^hlung des zaristischen RegrmeS ixn.. , . 10 * vollständig unentwukelten Sfombitoateu das einzige w' ; - t , ? e ^ t soll? Ich glaube. ich kann mit dem. was geifern S ^ ^kreislicher und staatsmännischer Wei'e ausgeiithrt worden ifl, i iberen rfnm men, - und das wird die Politik der S, feirt^ rmc es dre Politik der Rlüchsregierung gewesen ist — ha'i&w 16 ^nima fide auszuüanen. nicht um err-erchen, sondern um durch lang, ^ebenen dahin zu komm-n. daß ^ - Gcknnen lagen kann : „Tos ist nun wir kl uh ber -üt&öntu der überwiegenden Mehrheit des betreffenden Volkes." auch dem. was gestern hier ausge'ührt worden Jmf wJi s-aürJ^I 1 ' ^ auch ich eilte üeschlies^nde Versammlung «ri V unendlich oiel zweckmäßigere Form l-alle nC.^' - ;' l v/ ercn J l J m - Auch da war am Anfang auf russischer <^eite 'VL£V m ^ veai S-r-andounkt einzugehen, sie hat sich aber " r 11 ? 1 ^ ben Ausdruck gebrauchen darf. glaube unbedingt nicht, daß an dieser Frage <. -^erhmrdlungen scheitern würden. ^ unseren Tagen eine ungeheuere Macht ge- der durch sein Blatt täglich zu selcht, tragt erne Verantwortung, die der des Prirla- mmtarrers und Ertaatsmarrnes meines Erachtens mindestens gleich- ,täglich. Ter Staatsmann spicht nur von TfS, }®/J r< 5 c '!l' r _r r Parlamentarier auch. Ich hoffe, d,iß die Presse ,tu } w €r ktvg^heuren Verantwortung bewußt sein ürd un.> ft^h, m>i wird, daß wir da nicht für eine Partei, nicht für stehen, sondern für das große £ent,u>e ^eia> in nrageit da-, Banner des deutschen Neick>es und wer uns in den ^ruckat fallt, der gefährdet nationale Interessen. Man kann die ^isrnüion zu anderen Zeiten fortspinnen. im Augenblick. wo wir bisherigen F-einden in einem schweren diplomalisckxm 'E-i. gebietet es dre patriotische Pflicht. Einzelmeinungen. Einzel l reb yabereren zurückzustellen. io H o s f m a n n, über dessen Persönlichkeit gestern -5 ■ ,L außerordentlich wmpathttcher Weise geurteilt worde des Grafen EtzwÄn eröffnet dre,Müglicht: -pn Frredensun^ Handlungen mtt Amerika, dagegen bin ich mit seiner Auslegung des Selbstbesttmmu.ngsreckJtrs nicht ciutrerftan£>eit. Wilson Ele- menreau ukü, Lloyd George müssenpvrerft das Se5ostbestiinmlmgs°- &££ $££ii’i£y* £ o n b o n , 24. Jan. (WTB.) Unterhaus. llü er yta* m a r a erklär e, daß mit einem Dampfer, der vom Feinde im «« nn. *** Per- Oberdefehlsterbers Oft geschehen ist. ^Palei: Der (ürundsatz des Selbstbesttrmruugs- ^ Fortschritte gemacht, aber er mutz ,ur alle Volker, and) für die Polen gelten. (\H*n die Art dii' grölen Be^euken'^^ ® CWeten durchgeiührt wiro, Hadem wir Abg Erz borg er (Ztr.): Aus die Frage Wilsons, wer denn Ionen zugrunde gegangen sind. X^Mfi'äicr £ä«£fa$«, Zweite Kammer. 51. Sitzung Dem 24. Januar ... Präsident eröffnet um LOvi Uhr Die Sitzung. Das Haus ^'i^OElich in Br^Äto^k verhar^t^^t^Dchn^^geant' I smhÄ^?>rei'^ni?-'r ÜÜSJ^ ^'tzt. Am Regier ungstisch wortot B>rbedrugung einer jeden erwlgvick-en Verbrridlung ist mlrrl 111 armjqcnb. und bitte Klarheit bestellt jetzt. Die Richtlinien ^ ^'manzans .der Politik des Reiche kam; lei's schussts k-abetr sich heute mit um die Vmch- ^ erwa U-ton politischst Idl,gen aber sind ansgeb!leben. ^ .Mt« en^te-.oegir g rn Jlulrei t|t ins Stnxftri geSonnnei. Di >- i:d>. in ! es U-»4«c» t K'n-'aes nckixn-t >'r* - r, Schlufurrü.fu.ngl'n. eingeurechl, wonach bei Bvl ksschulgesetzes ... vorgeschriel>ene zweirährlge Lvroelltangkett bte Kriegs dt enitzeit bis zu eurem Jahre angerechnel ' > werden kann. Aus der Begründung der Vorlage ist zu entnehmen: Bisher ^,?".Urtnl dem «h mich nur völlig auichlicßen kann, hat uns S^K b iVerhandlungen durch seine gründliche Kenntnis von ^and und Leuten imd durch die bei den Waffe,^Stillstand Sv er- 9omachten praktischen Erfahrungen unendlich viele imd tvertvolle Dienste gelerstet und hat mir und imseren Ber- bundeten gegenüoer auch m politischer Beziehirtg die vollste femcr ? £ nil9eit Punkte vermissen lassen. Ich möchtr irnbedmgt warm dafür emtreten. daß auch die Herren dieses 5j°Sf? oauies pch rn dieser Richtung aussprechen, daß an den bestel-enden Anordnungen nichts geändert werden sott Da- buvck), batz der Vertreter der Obersten Heeresleitrmg nur im Elnvernehmen mrt den, poetischen Leiter ' " - - ■ • , .- ■ -••■ -r- 1 .t .^.eiter in die Debatte einareiiew Leitung voll^geded? *^ ^ ^ ^^^wbrtlichkeit der politischen iitemer LLusführungen einen kurzen Ü'irf-r in kun mochte, )«y ergibt ,rch. Ilüe ich schon die, Ehre hatte, daß wir mit dem HEultivierteii in polittscher B^zrehimg für uns mrendlich wichtigen Fi n n l a u d_ nHier Haudelsv^kehr mit Finnland stand den mit der Türkei vor ^ Tatsache, welche vielleickst manchen uberraioien.tu^rd —- dre ±mge s-o wett gefördert haben, daß bei ^stündlichen Gesinnung ein Abschluß, fi) iD-eii DormAagM mogtzch pnb, in absehbarer Zeit mit. Sicherheit^ *5 lb i u I? MEen Teil von dem Ernste der Trotzki-Leninschien Regierung abhängen dem Ernste unseres Friedas Em§ buchen Aenicht zu zweifeln. Sie können üLLtiein för lmi> ^ keinen anderen Wunsch und ^'EnÄ«n fja&ert, als dem deutschen Volk den Frieden rm Osten^s-o bald wie möglich zn bringen. Ukraine würde das rumänische Problem aufwenen. Ich möchte auf dasselbe nicht näher ein, ^?bnrer Uebet^eugnng Ausdruck geben, daß nach bem Arrriickziehi^ng der ukrainischen «A ttEX/® Emer Ansnht nach mcht möglich ist, daß Rumänien- sch langer gegen den Friedenswillen der Zentralimichte sperrt. b äl t n^a, ft DC ^ e etn sagen zu unserem V e r- ladir'rH rti-'“ e ^J erch - ungarn , was gestern auch hier S'iÜ iL kann cmss wärmste und eindringlichste lwt l^ S^agt worden ist. Unser Verhältnis zu ^temerchAln-garn ch^nne ich mir erlaubt habe, in den ersten Wor- Gru^dst^in^ baus richten durste, zu sagen, der 7 ^? • ? ^ v f e iler unserer ganzen Diplomatie hff L Verhandlungen ist es doch ein Vorteil,' gelten rst. mit den leitenden Staatsmänneim ^-?brbundet.en, und besonders dem Grasen Ezernin täalick und garr^kmt"in ^^^^Ä^nstausch, zu stehen. Oesterreich-Ungarn hat m ben inplomattscheu Kämpfen und in den Verband- fe? loyaler Wche auf unserer Seite g^aud?!s u.rd wrrd toeitei vollkommen loyal ans unserer Seite stchen ^cki L-S« ich di-^Ehre haä. au die"er StelNu L Z5' }* dd kuete^ daß nur eine Politik maß buief) unverbrüchliche Wafferchrüdrrscha^Kultus gememschaft und herzliche Freundschaft, die uns mit der öster- ri^sch-mngarrschen Monarchie verbindet, im geringsten gelockert w tit £2^- Ktthlmann sprach im Hauptausschuß bes Mm>srags Mas Westarp (kons.): Die öst^reickisch-pol- khn mit schweren Bedenken. Dvn Weg über da^ L>esbübElM'Mungsr>echt halte die konservative Partei nicht für Ve^handlu^en^^ errege die Oeffentlichkeit^ der v r ?Äv' D?lscheimk, gegenüber sollten hinsichtlich und^.der^ Räumung keine weiteren A,w und ixr i- der künnlen. .. .. ^ ^ Pvobleins hört nwn nur ablAhnende Kritf? "aber' keine twn ben SvMÜdemi, traten Ein, w c, .<> ,, - . — .-tt —- ivlostandtg^ Bvlen wäre die be".v Löimg Wollen sich ^ ^ h (Fortichr. o£j?ce 2lusspräche einstimmig angenommen dre Polen an Oesterreich anAi^-ßen. »oir haben' . . .- 3 vagvgen und anch fch Einspruchsrecht Wir mütsen rms dann dn-rckl, mtsprcilchntde Verträge reich sichern. Durch SKivä'hrnirg der Glcichbereck'-ti Pw.en werden wir der Jrredenta Herr werden pvl^iPolitik muß mlshoren. Die gestrige frmifrfenw K l'L ^ Eröffnung einer Aussprackse d>r Staatsmänner des Grasen Ezernrn steht mit der Rede des mancher sack-lick-en Be- i!n den anderech der Volksschut- und auch auf dett ErlÄchterungen gewährt Die Vorlage wird auf Antrag des Ausschu^berichterstatterS Y (Fortichr. . ohece Aussprache einstimmig angenomrmen. Die ^---uclliskeits-rä'.nien bei ocn Elkrtoff^reisen. .- -v.-^ , G Zu dem plnicetg der Abgg. Adelung und Ulrich, dis Verträge mit Oester- Kartof>elpre^,betrcfsend. ergreift der Minister de s I n n e r n rchberechtiaung an die \ befiUchje Regierung .hat sofort beim Reiche den« vielfach in der Lage warenz Weiterstchrung Hoffentlich kom- nicht erfolgen würde/sonst hätten sich viele Verbraucher sicher' nicht W>v ; <()i lehr vom Verbrancher zum Erzeuger war im Interesse der Alt^ gemeinheit, da dadurch das Fuhrwerk der Landwirte voll aus- geirutzt werden konnte. Es ist deshalb unverständlich, warum die Verbraucher, die direkt vom Erzeuger kausteu, dafür bestraft werden sollen.^ Gegebenenfalls müßten die Gemeinden, die zu vertagt. Eine Arde des Grafen Lzernin. Die Aussprache. der Nirhtamll.- Ausschuß für AeußereS dem direkten Einkauf ermunterten, ihrerseits die Schnelligkeits- an biT (fi?-- St- der Debatte, welche Prämien übernehmen, was den Gcmeindcsäckel mit HundertlaU'en». tnchss Mimsbers des Aeuszern an schloß, j den belasten wurde. .Antrag, die Großh. Regierung zu ersuchen, bei der: ifb^n UMymi v\ a s uw --'vuiij«.«.». *ji c L^eul -1 ^tetch»regierung dahin zu wirken, daß die SchuelligikLit^vramien d^A^n ?p rSv n ^ lVm Minister m vollem Umfange auf die R-eichskasie ü-l'enwmman würvmi. wird an brtU r^ te Pvlk Oeschrreichs erwartet, daß emstmmng angenommen. an der Unerschütterlichkeit und Unverlnüchlichkeit der TreupflM- gegen unsere Bundesaenossen festgehalten werde. * rrJo ? °C n Sozialdemokrat Daszinsky zollte volles Lob der Friedenspolitik des Ministers des Aeußern dar ^ rr mei £w&L L°. ^frichtig für den Frieden eintritt wie bisher alle Volker dieses Staates für sich haben werde. Die der deutschen Annexionisten auf Ezernin bedeuten das chönste Lob für dre vernünftige Politik des Ministers des Auswärtigen. Hinsichtlich der Polenstage betonte der Redner die m Vorstellungen von Privatpersonen wegen verweigerten vlechtsschutzes wurden geinäß den Ausschußanträgen abge^piesen. Aussprache über Enlährungsfraaen. Ävdann wird die Aussprackse scher den Antrag K vre kl- ngelheim und Genossen, Nahrungsmittelverteilung auf dem. ande betreffend, fortgesetzt. 'Abg. Pveidenbach (Bbd.): Die Landwirtschast hat Großes geleistet urrd ihre AbliefcrunAspstichten im großen und erfüllt. Der Redner erörterte die Schwierigkeiten der Nldn^ vblsnaÄ Landtags in Milch- uni, Buttarpioduktion, Die Buttcrpreise würden vom Ev- nischenVcrtr^er in Bres^LitmÄl ^ Zulaksimg der Pol- zcuger zum Berbraucher durch di« vapierneu Verwalrungsko starr, hn, H i! „rr! 1 ??? 1 - , , , um .0 Mk, vrv Zentner verteuert, Leute sei die Milchimrtschastl ^ b .s ^■motxatJSlUnboQen ftnrnt^ mehr rentabel: heute sei cs lohnender, wenn man seine ^ !pt der Fnedensvolittk des Dickwurzen verkauft. Der Redner bearistaudet die Abschlachttma Minister, aus und konstatierte mtt Btsridd-tgung, daß die heutige von Znchttüeh. Das Herdbuchvieh müsst rmter allen Umständen Mnrrsters des A-eugern bezüglich der Wilson-Note verschont werden, und die Pstrde-Ystisbe'bnng witt) zu rigo- vls dem allgememm Frieden ontgegenöomm^nd m betracht sei; ros vorgenommen. Die gezahlten Preise. stich ziu niÄi^ dTO Me“M'atte beschlossen,' aus KreismL Auch das deutsche Herrenhaus-Mitglied Graf Pferdehalter zu entschädigen. W^g. Raab (Soz.): Die Antwort der Regierung, daß bei mtt SSK gemacht werden. Ein baldiger Friede auch No^ruß.and sei gewiß ernmnscht, er dürfe aör die deutschen ^eben-.mollvendigkeiten nicht gefährden. Er stimme dem Kanzler x^' ervi dchibms mit Oefterreich-llngarn den .Kernpunkt und ^ v!' euer^Politik sein müsse. Selbstverständlich müsse auf voller Gegenseitigkeit beruhen. Hinsickt- e 1 1€ns lftmme er dem Kanzler darin zu, daß die Reden ^loyd Georges und Wilsons keine geeignete Grundlage zu Frie- ^?^ amun ?C tzien. Snt dem 4 J Januar s Ä gegenüber für mneoensverhandlungen mit dem Westen Kand Mit größerer Marhett hätte aui^ mtben 'vllen, daß wrr von dieser Freiheit auch vol^m Gebrauch zu machen gedenken. Unser 'Interesse der Äckeruna kE wnr ourch poiittve Einflußnahme auf das künftig^ Belchen getpchrt werden. Den Fl.rmen müstie die gegebene Zusage ne- bat,en loeroeu. Besonders hmsickZllich der Enllchädigungen^müß- ten bei emer weiteren Verlängerung des Kriege^ die vom Kanzler Folgen für -p.sere FZ^e eintteten Der ^'^>?lltgre ,rch dann mtt der Polittk der Sozialdemo STsCis %•$&"* ss« sjsrd SÄmÄJÄlS l “* fa ** [ “” “ ^ der mrilmn Beratung der politischen fragen erklstrte Aog. Fwnherr v Lamp (D. Frakt.,: Polens Kurland und Li° tauen wnnten durch ihre fetzige Vertrelnng entfachen Ta- % bat .' m !2£ Bieter den Russen gegenüber scharf^wnen u^d chueu ,n dmem Dun» nicht weiter entgegenkommm sollen I' Regierung wUte ftch ote Behandlung.seitens der Bolschewiki T‘,Z ÄÄ'Ä «t* yurci. d^ aS,|i l ^ non. orrrfWn Werkechr mfet Ruhlaud adgeschnu.en Die Esen,,enchprech.nd geschützt iverden. Wir wollm da- teutsch-osieirmchpcye Bündnis treu halten, aber Aeusterung^ S"«- '« diesem Punkt nicht weiter entge'grnkpmnL. sosten Unsen. Regierung sollt« ftch «e BchaEung.seitens der B°/sch^,iki nicht LA. wollen l? if r bi - ^n'Mr^n^BAowEJ ^L ^I^Erlassen n^vden Äst können die eroberten Gebiete bevar Nicht Gngtand ldie von ihm, annektistwteis istm ba-s von chm in Frankreich besetzte Gebiet zunrckge- n-fi rr^iitJJ : Dst Reichslestung scheint den ^Forderungen oer 'JMtttnparm nachgegeben zu haben. Die Rede ^E^^Elermt das Wirken dos Ministers für den Frieden an,' I der Fettentzieliung wegen Nichtliefe^ng^der "^Milch^' der ^ Un^ tM T btene, fli. Tscheche StraNsky schuldige mit dem Schuldigen leiden müsse, sei sehr oberflächlich begründet den Mangel an Vertrauen gegen Czornm mit dessen Es fei überhaupt nicht so, daß die Unschuldigen mit den Schul- de^rS ü d s * a6nt N ^ch di gen leiden müßten sondern nur die Uurclralöigcn müßten leiben J t C f Sir» ^ ^ 0 ro 1 p c. toelcfjeT gleichfalls unter Hinweis und mußten sich überdies iwch von den Schuldigen auslachen lassen lvunscht, daß sich alle Dettbündeten für Eme solche Justtz der Landesfettstelle ist blödsinnig. Die Land- einen Minepwnslos^i Frieden aussprechen und *»3 ^clbstbe- wirte lebten heute üppiger als früher da sie aus die Neben-' ^ME^amtt I nicht mehr.^angewiesen seien,, und weil kommt, als erster Schritt i Sitzung findet morgen statt, ' "" I heitssttasen haben Erfolg?'Wenu"'cin ^' Scllsthilke greift und sich die Butter und das Fett, das man chm vorenthält. aneignet, so fliegt er ins Gefängnis. Al>er man treibt ja die, ^.eute dazu. Ich beanstage deshalb und irchf hoffe, mein Antragi Die Zwangsratiouierun.q in England. London, 24. Imr. (WTB.) Meldung des Reuterschien Bureaus. Der' Nahrungsmittell'ommissar^rd RhonbTiTI Ät Armahme des Hauses, daß'die Regierung: klarte, gegenüber einer Abordnuna aus Manchester, er sei K.-r^i “ . X- ni- er ^ Aboichnung aus Manchester, er sei dabei, die Oberaufsicht für die N a kiru n g s mi t t el v e rt ei 4 lung zu schaffen, die jedem Bezirk und jeder Person die ihr w ^v f elder (Bbd.) bestätigt \i Mstehende Menge zuteiten solle. Er kündigte ein Gesetz über die Butter mehr bekommen hat, Kriegs-gewinne an, nach dem aZer bm ieSten w . t -. ar . - bei der Landesfettstelle dahin zu wirken, daß sofort: 0 er dl sherig e Bestrafungsmodus ab gestellt wird. N.'rA^Felder (Bbd.) bestätigt für Büttelborn, daß es weil eS angeblich seine ..... ....... ___ ' ' herhfmnfert I FH“ 7 “ u “h>-‘«jw | uu/i erssuuc. Das verlangte Quantum Strafen auch noch automatisch der doppelte Betrag des erzielter, Ä’S die Milchsekretion der Mhe nachgelassen hat. GM . | *• ‘ "" 0 er fat Abg. Raab doch die Berhälttnffe m schwarz .&» Gewinnes von dem Uebertreter ein gezogen werden soll London, 24. Jan. (WTB.) Unterh M s"-i rÄ« Itet '«äs 1 'und 1 mißbilligten die Kritiken, die in einem Teile der Preffe erl > ^^^Uprache >glauben lönnen, auf dem Lande müsse man schienen seien. Der Nahrungsmiltelkommissar Lord Rhondda erklärte rn einer Rede m London, die Zwangsrationie-, rnng muffe kommen. Es sei dringend notwendig, daß außer Butter und Margarine auch das Fleisch rationiert werde. ) a u s In Crwide- ^streitet dies lebhaft.) a w R 0 b et ,„Abg- & * r t (S^.): Abg. Senßfelder habe alles bestätigen ... !v, ' ^1 müiien was Aba Raab nM&nptührt TvtS#» ^^ fM *geftcrn habe man bei , st,' . . _ ..-. y — --—— müsse man hungern» in der Stadt schwimme alles im Uebersluß. Er empfiehlt den An-- trag Raab zur Annahme. Der Schleichhandel kann nur unter Mithilfe der Landwirte beseitigt werden. Es tritt eine Pause von 10 Minuten ein Nach der Pause erklärt Abg. Fenchel ») die Zustim- 2mlrag lCr Kreits überholt, da die Landes- Die Umbildung de« ungarische.. Kabi» etts. I LH"' t, r ^ ^, ,24^ Jan. (Priv.-Tel.) Nach Blätter Meldungen ^ Sdaffeltweis große Unzutt-äglichLeiten und UnMfriedenhest' beabftchttgt der Miinsterprä,ident die Umbildung des Kabi- 2^'acht. Mit aller Entfchiedenhett ist der Vorwurf des Mg uetts m der Weife vorzunehNren, daß er den bereits seit einiger ^nert Aurückzmversen, daß die Landwirtschaft in ihrer Llllgemein- Zett beabstchttgten Rücktritt des Gesamtkabinetts anmeldet woraus ^ lt jJF P^cht mcht erfüllt habe, er neuerlich mit der Bildung des Kabinetts betraut ^werden soll I ^..c stMv.^2 It (Bbd.) •* Unsere ujib gewisse Ressorts durch neue Männer besetzen lostd. Es sind seit Milcherzeugung war eben längerer Zett verschiedene Vermuttmgen betrelfmd die Neubesetzung namentlich des Hand-el-sminisberiums und des Ministeriums des Innern rm Umlaufe. Dauernd erhält sich jedoch nur die Meldung S-nrirrfgetrototeu Ernähcungsmimsters Grafen Hadik Fürst Ludwig Windischgrätz ernannt werden soll. fe dem Reiche. , Die Stichwahl in BüUtzen. Bautzen 35. Jan. (WTB.) Bei der heutigen Rerchs tagssttchw ahl im Wahlkreise Bautzen-Kamenz Dr. Herrmann lk.) 8763 Stimmen u^Uhlrg (Soz.) 9661 Stimmen. Uhlig ist somit ge- auf misländische Futtermittel angewiesen. Wir hatten rm Frieden den Futtermittewml vernachlässigt. Dre Mllchwirtschaft war schon ™ . mcht Ahnend. Das Milchvieh muß um 1600 bis H)00 Mk eingekauft werden, und^ ivenn es abgemolken ist, nach einem halben Jahre, nm höchstens 809 Mk. vertäust werden Auch daeser Redner .wach die Vorwürfe der Abgg. Eißnert und Raab in chrer Mgemeucheit izuru-ck. Räudige SdMe .gibt es überall Wir würden es freudig de grüß em wenn Einzelfälle durch Ramennennung m der Presst gebraildmarkt würden. Tic Lcnrdwirte können ihr? ^-ten mcht durch Löhne, sondern mir durch die besseren Ernahrungsmoglichkeiten. Ter Bauernkntnd h^e seinen Mi^alie» dern stets gesagt, daß sie in erster Linie nicht zum Verdienen son- dem »ur Px^orgung dar Bcvöllernn» da sficn^ Oh^di« Schutz- Ml^ittk m gtt«Jj€nös«itoi wäre bi« Ernährung des twrtfc&en » 0 ^m iwu ersten drei Stneesmcmateii zusammenmbrvchen ,, M>g, Har mann (Soz.) glaubt, dafi die laiünvirtschakt. licheu Erzeugmffe weniger auf dem Wege des LcbiQ.il:- alc> de» Tauschhandels beiseite geschafft würden, zu L Ä* ta| iroinß *. SJtan fönnc ihnen niajt oerlangHrit, ihre Butler billiger g. Ulrich ^S©$.) tritt für die Beschlag.'ahme des Milchviehs l>ei den säumigen Lieferern ein: er fordert energische Bekam pftm l be3 Sch.nrclikhMDels, der unsere ganze Ernühruitgspoli.- tik zns a den mache. Tie Grogindustrie habe :a eigene Or.nani- fn. j.-.ei für den Sch!eichAnrdel lgesäxiften. Es bleibt eben schließlich nichts anderes übrig, als eine äffentlichrechtliche Organs salion unserer ganzen Nahrnngsmittel-erzengwig Mini fl erialrat Schl iep hake weist daraus hin, daß die ai g,'jo-.U ne Regelung der Landes fett Helle sich an Borschiiten der Rrnch- s .'tstelle all spieße. Er gebe &u, dag eine öÄrte vorliege, er habe selbst seinerzeit bei der Beratung der Be-tirmmmgen daraus hin gewiesen. Auch er hält die.individiwft-e Bestrafung der'Säumigen für au gebracht. Tie Enteignung des Milchd-vehs bei den Säumigen tverdc bereits durchgeführt. Tie Höhe der Strafen hänge von den Gerichten ab Es sei sicher zu wünschen, dag diese Strafen oft strenger Mochelen, dr.ch liabe die Regrermvg auf die llrtcü= fpreckn>".g b'chnnntlich keinen Einfluß. Der Schleichhandel müsse mit allen Mitteln imterixriüft werden. Die einfach AsuchbunA der jetzigen^ Ztegelnng werde zunächst zu einer geringeren s Belieferung der Stabte führen, da das Reich über den jetzigen Zn.schnß vvn 1500 Zentner Butter monatlich nicht hinausgehe. Tie beisere Beliesiwnng der Städte mit TeiZwaren, Suppen usw. sei gerecht- sertigt, da auf dem Asphalt der Städte trichts ,wüchse, wahrend aus dem LmDe manches gebaut werden kmrn. Daß die Landwirte ihre Bsticht tun, werde allgemein anerkannt. Mg. Dorsch (Böd.) bestreitet,. daß die Larrdnnrte während des Krieges besser lebten als im Feieven. In den Dörfern werde genau so Polonaise gestanden rvie in der Stadt. Der Schleichhandel werde hervorgerufQl durch die Unmöglichkeit, Bedarfsartikel anders als airf dem Wege des Tauschhandels zu erlangen. Der LlnSschnßmrtrag, den Antrag .Korell für erledigt zu erklären, und der Antrag Naab werdan einstimmig angewvmmen >Lxlslluß der Sitzung 1 Uhr. Nächste SitztMg Freitag 10 Uhr.; Die Erste Kammer tritt arn Donnerstag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr, zu einer Sitzung zusammen. Alts der Tagesordnung stehen 21. Punkte, darunter die vier Regierungsvorlagen. die die Zweite Kammer soeben beschäftigt haben. Tie Regierungsvorlage betr. Landtagsersatzwahlen ist vom Gesetzgebung saus schuß der Ersten Kammer am Mittworch bereits angenommen irorden. Tie Ersatzwahlen dürften also spätestens in der zweiten Hälfte des März sbattftnlden. Tie übrigen Punkte des Tagesordnung sind alte Ladmch'Uer, die die Zweite Kammer bereits nu vorigeu He r vite erledigt chatte. __ An» StodK t*sf$ Gießen, den 26. Januar 1916. 47. bis 4 l / 2 Prozent Zinsen. Die Kriegssinanzierung des Reiches erfordert es, daß alle flüssigen Gelder dem Reiche zugeführt werden. Das Reich gibt daher Reichsschatzanweisungen in Stücken zu 500, 1000, 10 000, 100 000 und 1 Million Mark aus und vergütet dafür an täglichen Zinsen 47. Prozent. Die Zinsen w e r - den sofort beim Einzahlen des Kapitals für die Zeit der Anlage im voraus entrichtet. — Die Reich,sbankstellc in Gießen ist bereit, den Ankauf solcher Schatz anweisungen kostenlos zu vermitteln und die beschafften auf Wunsch kostenlos aufzubewahren. Ebenso wird die Entziehung der Reichsschatz anweisungen bei Fälligkeit von der hiesigen Reichsbankstelle kostenlos besorgt. — Wer also zurzeit irgendwie über freie Gelder im Betrage von mindestens 500 Mark verfügt, kann sie aus diesem Wege ohne Risiko rmd ohne irgendwelche Spesen oder Unkosten täglich durch die Neichsbankstelle in Gießen zu 47 4 Prozent, bei weniger als 30tägiger Laufzeit zu 4 Prozent Zinsen an- legen. Wird die Rückzahlung des Geldes vor Fälligkeit der Schatzanweisungen gewünscht, so kann dies jederzeit geschehen. Die Reichsbank übernimmt in diesem Fall die Schatzanweisungen selbst, sie kürzt alsdann Zinsen bis zum Fälligkeitstage und zwar zum jeweiligen Banksatz, gegenwärtig 5 Prozent. Sonstige Kosten erwachsen durch die vorzeitige Einlösung nicht. Diese überaus günstige, nur aus der Krregszeit heraus gegebene Gelegenheit zu einer Kapitalsanlage, die hochverzinslich ist und habe i d ochtäglichflüssiggemachtwerdenkann, ist bereits vvn weitesten Kreisen wahrgenommen worden und findet täglich mehr und mehr Anklang. Falls jemand sich verpflichtet, die Gelder für die neue 6. Kriegsanleihe zu verwenden. so werden 47s Prozent Zinsen vorweg vergütet. Die Einzahlung der Gelder auf die Kriegsanleihe erfolgt zur gegebenen Zeit kostenlos. Zur näheren Auskunft ist die Reichs- bankftelle Gießen in den Vormittags-Dienststundeu von 9 bis 1 Uhr gern bereit. 7091). Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 23. Jan. bis 3. Febr. 1916 haben nachstehende Levensn,ittelmarken ÖHilttqfcit: Brotmarken der b. Woche, gültig vom 23.1.1918 - 3. 3. 1916 Buttc-rmarken „ 5. . „ 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918 Eie»inaiken Nr. 23. gültig bis 31. Januar 1918. Fletschmarken , 5. „ „ , 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918 Kartossetmarken, b. .. „ „ 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918 Setlenmarken d,e für den Monat Januar. Ein ttmtansch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Nenanmcldrinqen und Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen 'Ausweise, insbesondere der LebeusmEtcl-AusweiSkartr, auf dem Lebensmtttel- amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen ß»d in den zuständigen Bezirken anzumeldeu. GefchafLsstnnden dcS LebcusmittelamteS von 9 12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. MarkenauSgabe bir Urlauber: GonntagS von iO—12 Uhr vormittags. ** P aketdicb stähle. Bon der Polizei wurden sechs junge Burschen, darunter schulpflichtige, festgenommen, welche in der Nacht vom 24. zum 25. d. M. in eine am Felsenkeller dahier stehende Baracke eingebrochen waren und daraus eine Anzahl Gefangenen-Postpalete gestohlen hatten. ^Belohnung! In letzter Zeit wurde aus etnem Garten in bent Wißmarer Weg ein 4 Meter langer Gartenzaun entwendet. Für die Herlnüschafsung desselben Hot .der Eigentümer eine Belohnung ausgesetzt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Aufhebung von Fahrpreisermäßigungen. Die Aufhebung von Fahrpreisermäßigungen ist unter den heutigen Verkehrsschwrerigkeiten notwendig geworden. Vom 1. Februar an werden die Ermäßigungen aufgehoben für Reisen zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken, für Schulfahrten sowie für Fahrten im Interesse der Jugendpflege. Die Fahrpreisermäßigungen für Fahrten nach und von Ferienkolonien bleibt jedoch bestehen. ^ ** I m Oberhessischen K u n st v e r e i n wird der Sonderausftellung von Pros. A. Beyer und Anna Beyer durch regen Besuch allseitigcs Interesse entgegengebracht. Die Bilder „Begonien", „Unter Kastanien" und „Häuschen in Kranichstein" wurden bereits verkauft. Auch die im Nebenraume ausgestellten Radierungen von Prof. Frank, H. Haberl und G. Jahn gefallen sehr, so daß auch von diesen einige verkauft werden konnten. Die Ausstellung verbleibt nur noch 14 Tage. ** Anlagemusik findet Sonntag den 27. Januar, mittags 12 Uhr, in der Süd-Anlage mit folgender Spiel- svlge statt: 1. Unser Kaiser, Marsch von Hürtenbecgcr. 2. Ouvertüre z. Oper: Das goldene Kreuz, von Brüll. 3. Steuermannslied u. Matroseruhor a. d. Oper: Der fliegende Holländer, von R. Wagner. 4. Königslicd aus Sigurd Jvrsalsar, von Grieg 5. Im Zeichen des Mars, Gr. patr. Potpourri, von Herold. ** Kein Bi e r mehr? In der letzten Sitzung des Zentralausschusses für Jnlandsbierversorgung teilte der Vertreter des Kriegsernährungsamtes mit, daß die Weiterbelieserung der Brauereien mit Gerste einstweilen eingestellt werden müsse. Dies hätte zur Folge, daß demnächst auf den Biergenuß gänzlich-verzichtet werden muß. Landkreis Gießen. ** Sid), 25. Jan. Die Hessische Tapferkettsmedaisle, srül)er das Eiserne Kreuz 2. Klüfte, erhielt Bahnhpssarlreiter Heinrich Erb. m. Nonnenrvth, 25. Jan. In der vergangenen prach! dvangen Diebe bei einem Ermvo-Hner ein, wobei Unten eine Menge Fleisch - und WurstwarLn faurie andere LeL-ens.'ll.Utel in i>i£ Händ6 fielen. Man muß sich nur wundern, wie es den Einbrechern möglich wird, eine solche Menge Waren stutrdeniveit ohne Bahngel egen Herl svrtzu schassen und unbemerkt zu entkommen. Kreis Schotten. ft Eschenrod, 21. Jan. In Gießen verstarb der mit der Eclerlnng des Unterrichts an der hiesigen und an der Gemei nde-' schule zu Wingershausen beauftragte Student der evaitgelischen! Theologie S ch a a s. Qj Gedern, 24. Jan Der Musketier Emil B o v p wurde durch Verleihung der Hessischen Tapferftitsmedaille aus-gezeichnet. Kreis Frledberg. £.. Bad - Na uhei m. 26. Jan. Schwerverletzt wurde gestern der 12jährige Sohn des Oberpostschafsuecs H. auf dem Eisenbahn- dämm der hiesigNi Staatsbahn aufgefunden. Dem Jungen, der sich vor einen einfahrenden Zug geworfen hatte, tvurde der oochte Arm vom Körper gerissen. Wie aus eurem bei ihm geftrndanen dlotizbuch hervorgeht, hat er sich einige kleine Verschlungen, zu schulden ko armen lassen. ^- Massenheim, 26. Jan. Unterofftzier Emil Ha ß von hier wurde durch die Berleihrng des Hamburgischen Hanseaten- rreuzes wus-gezeichnet. Starkeuburg und Nhctnhessen. R. m. K. T a r m st a d t, 25. I an. Ein Großfeuer bvach gestern äftmd gegen 10 Uhr in der D ampfkesselsabrik von A. Robber g A.-G. ans. Ter isoliert stehende Montagebau, in welchem sich die Schreinerwerkstatt und das große Modellager beftnden, sttmd plötzlich in Flammen. Tie sofort herbei geeilte Feuerwehr griff mit zahlreichen Leitungen den Brcrnd energisch uspreck)en. Zur LindS- rmrg der ersten Not lasse ich Ihnen von dem Kabinett 3000 Mk. überweisen. Ernst Ludwig." ** Darm stadt, 26. Jan. Die Anfrage des Reichstagsubgeordneten Ko p sch bezüglich der Abnahme des Kupserdaches der? russischen Kapelle wurde vom NsichkÄkanzler wie folgt beand-, wartet: DaS Kriegsamt hat angeordnet, das Tachkuvftr der Kapellk in Tarmstadt abzunehmen. Taß die Großh. Hessische Regierung sich geweigert -habe, das vergoldete ödupferdach ■yu. entfernen, ist nicht zntressend. , MrctzNche N«rchrichtei». Gottesdienst am Sonntag den 27. JMruar. Lvaugeilsche Gemeinde. In der S t a d t k i r ch e. 9Vr: Pros. D. Schian: 11: Militär- aotteSd. (Festgottesd. anläßl. Kaisers Geburtst.) Pfr. -Schwabe; 2: Kftrderk. f. d. Matth.-Gsm. Pfr. Schwabe: 5: Pft. Mahr. — In der Johanneskirche. 9i»: Pfr.-Ass, Lic. Reunftrg.: 11: Krnderk. f. d. Joh.-Gem.. Pfr. Ausfeld; 5: Pft. Bechtolsheim«; 8: Bibelvespr. int Johannessaal. — Von Sonntag den 3. Febr. an begimtett die Abendgottesdienste um 6. — Kirchber g. Vorm. 10. — Mainzla r Nackicn. Iftz. Daubringen. Nachm. 17«. — ßollar. Abds. 8: Krieltsbetstunde. Uaiho!ische Gemeinde. 6E>: Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe: 8: Ausl. d. hl. .Komm.; 9: Hochamt m. Predn 11: Hl. Messe m. Pred., Militärgottesd.; 5"Z: Chrrstenl , darrnif And. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegs- bittand. Freitag: Seaerrsmesse. Samstag 2. Febr., nachm. 5 u. abo-s. 8: Gel. z. hl. Betcht. — Tiaspoca-Gottesdienst am 27. Jcrn.: Grünberg 9Vs, Hungen 972- vermNchteO. VranL-Ungiück in einem v-Zuge. * München, 25. Jan. Bei dem nur 11 Uhr hier von Berlin eirttreffeuben O-Zug gerieten vor Station Sch-leiß- heim die beiden letzten Wagen, darunter der Schlafwagen, in Brand. Mehrere Personen wurden getötet, acht bis zehn schwer und eine größere-Anzahl leicht verletzt. F!"5o?aDol'l r *e>Ker- öüo'3 hpov OnBberfr. i s.rascheo a. vepjtfigf. bavorzu,».«! ^7«, Apotheken W. R.'Mutter-Haiett, Gc. S.- .. -u verkaufen 68808 SeL^ko»d«e,«r Vs, H, II. KanarienbSbxe »n verk. 08792 Wolkensaüe 17, p. Iünterhaun mit Banvlatz und Stallung zu verkanten. Näheres in der GeschättSsl. d. Gieß. Anz. 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Januar 1918, vormittags 9Va Hör beginnend, werden in den Waldungen der Stadl Gießen im Bezirk des Forstwarts ArwHochrvart, Abtei- ftrng Srudenienschlag Nr. 96 meistbietend versteigert: 13 Rm. Erlen-Nundscheit 7 Rm. Erlen-Knüvvel 1540 Wellen Vuchenreisig 380 Wellen Eichen reisig ÄS) Wellen Erlcnreisig 15 Rnr. Buchmtsiockholz 32LRm. Eichenstockbolz f 2 dim. Erlenstockholz. Die Zusammenkunft tft aus der Licher Straße an der 10. Schneise. Holzhändler stnd vom Mitbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigen Bedarf steigern. Gießen, den 22. Januar 191& 607B Ter Oberbürgermeister. I. B.: Grünewald. Aufruf Holzverfteigerung im Fürstlichen Forstrevier Hunacu am Mittwoch den 39. Januar d. I., Distrikt Klafterichiag. Anfang 19 Ubr vormittags am Langsdorf—Nonnenröther Weg, Abteilung 1!. Eö kommen zum Verkauf: 7 Stück 1. und 2. Klasse Fichtenstangen 162 Rm. Scheiter 117 „ Prügel 265 „ Reiser 114 „ Buchen-Stöcke 53 „ Prügel 120 „ Eichen-Reifer 30 „ Prügel 59 „ Stöcke 75 „ Fichten-Reiser. Das Holz liegt 3 Km. von der Bahnstation Laugsdors und Chaussee bis dahin. Braunfels, den 24. Januar 1918. Fürstliche Neutkammer. 674D HoZZversteigerrrKg ht den Waldungen der GemcindeRuppcrtsburg. Donnerstag den 31. Januar l. I. werden aus den Distrikten Hohenberg und Buchwald versteigert: 166 Fichten-Reisstangen — 0,81 Fstm.; Scheiter Rm.: 354,3 Buche; Knüppel Rm.: 185,9 Buche, 5,1 Eiche, 3,3 Kiefern, IM Fichte; Ast-Reisig Rm.: 13 Buche; Stamm-Reisig Rm.: 233 Buche (erste Durchforstung). Stücke Rm.: 73,7 Buche, 21,6 Fichte. „ Nadel-Reisig abteilungsweise. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr, rechts der Kreisstraße Ruppertsburg — Wetterfeld, im 'Distrikt Hohenberg. Ruppertsburg, den 24. Januar 1918. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 673 Holzversteigerrmg. Es werden versteigert: Mittwoch, 30. l. M., aus den Tomanialwald- dtstrikteu Todtenberg 24. 25 und 27b und „Auf dem Busch": Scheiter Rm.: 234,6 Buche, 45 Eiche: Knüppel Rm.: 469 Buche, 128 Eicke,3Kiefer, 4Fichte,- Reisig Rm.: 1064 Buche, 8 Eiche, 8 Asve, 14 Kiefer, 64 Fichte: Stöcke Rm.: 161 Buche, 8 Eiche, 3 Fichte. Zusammenkunft bet Nr. 1 in Distrikt Todtenberg am Ziofenwald um 107 s Uhr ivorbehältlich etwaiger Zugver- tväruug.) Nähere Auskunft erteilt Großh. Forstwart Räuber zu Treis a. d. Lda. - Gteßerr, den 25. Januar 1917. 693B Großherzogliche Oberfürsterei Treis a. d. Lda. I. V-: T r a n t w e i n. Die gesetzliche ElseStMösW irr Amde-Immg für die Stadt und den Kreis Gießen findet im März d. I. statt. Anmeldungen haben spätestens bis 10. Februar bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Bei der Anmeldung sind 5Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 25. Januar 1918.. 690O Der Vorsitzende des Prüfungs-Ausschusses. I 0 h. Heß. Gießener Fröbel-Seminar. Seminar für Kindergärtnerinnen. Staat!. 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Die Bewohner, welche fast alle dem Arbeiterstande angehören, sind an Hab und Gist schwer geschädigt, Vieh ist ertrunken und einige Häuser sind abgestützt, um sie vor dem Einsturz zu retten. Der Unterzeichnete Finanzausschuß der Zweiten Kammer hat gemeinschaftlich mit der Großherzog- lichen Negierung und dem mitunterschriebenen Vertreter des Wahlkreises Bingen-Land das lieber-- schwemmmlgDgebiet besucht und gestattet sich die allezeit hilfKereite hessische Bevölkerung zu bitten, ein Scherflein zur Linderung der Not beizutragen. Die Geschäftsstelle dieser Zeitung ist gerne bereit, Gaben für die Beschädigten anzunehmen. Möge der Grundsatz: Wer schnell gibt, gibt doppelt in weitgehendstem Maße in die Tat» umgesetzt werden. Darmstadt, den 25. Januar 1916. Abg. Brauer-Oberofleiden, Abg. Henvich-Darm- stadt, Aba. Dr. Osann-Darmstadt, Abg. Soherr- Bingen, Aba. Stöpler-Lauterbach, Abg. Ulrich- Offenbach, Abg. Dr. Weber - Konradsdorf, Abg. von Brentano-Offenbach. Vorstehendem Aufruf schließt sich cm: zurzeit Berlin, 25. Januar 1918. Sanitätsrat Dr. Becker, Mitglied des Neichslages. Weichst Du die Wäsch’ mit „Burnus“ ein, Wird sie geschoni, griffig und rein. Burnus wäscht Wäsche wunderbar ; Spart Arbeit, Heizung, Geld sogar. Ue’oerall zu haben. Son6t durch die Chsm. Fabrik E£«*b:n & Slaas, Darmsfadt. PößJSicsjaranäi.^aasaBa&o.- , ZimiiGP,£3i!tays-u.Äüeiziiisch Ger., sonnige 7-Zim.-W.. Gas. (Äektr./Badez. u.Zubeh., per 1. Avril au verm.: deSgl. 1 Lagerhaus mit Bureau« räunren,j. Zwecke geeignet. Zn erfrag. Seltersweg 52II. zwischen 10—12 Ubr. [15 Blockstraße 5 u. 4^55 vc 11 Neueuweg 18 zu vermieten. 471 j Ott-Anlage 12,H.W.Rr»u. Zimmer " j Hea ds oer. ß'Zinr.'Wohcg. m.a eich l. Zubehör sof.zu verm. Näh Blockltr. 14,k. 351 8 Zimmer Schöne 5-Zim.-Wohng. mit all.Zubeh. vr. 1. Avril z. vrm. Z. ei fr. Lohiftend. W *0 16 21. p. iNäbe Steins Garten.) 546 Zimmer Bahuhofstr. 26 schölte 3-Zimr,- Wohnung zu vermieten. Näh. 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Januar, nachmittags 3 Nbr, sollen in der Hofreite des Georg Klivvert zu Wieseck, Koru- blumeustraße Nr. 13, eine Partie Eichen-Bohlen, eine Hobelbank, verschiedenes Schreincrwerkzeug und ein zweiräderiger Stoßkarreu meistbietend freiwillig versteigert werden. 705 Ziebcng 7. n. 8. Ftbraar ^ O« Eiseraacher lemiafterlB J des Thüringer ITlaseums Intlscmacli. 3333 Ößioinns zus.\tolf 11« 190000 4 5000 Bar ohne Abzug zahlbar LBseäiillcK“ durch Loffenebank 6.iü.b.ü Eisenacli. Perner* in den durch PlakaPc kcnnMichsn Verkaufsstellen. ln GteSea b. d.Kffl.Pr.Lott.- Eimiehmer R. Bachseäer, F.F2imm; fern erb. J.Psber, Bisnjnrekstv. 16. IS. Krne, Schulstr. 5, W. Souim’ep, Seltersweg 25. I6l0be Nr., 22 Swettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zamstag. 26. Zanuar (9)8 Uaisers Geburtstag im vierten Uriegsjahr . In Friedenszellen »var der 27. Januar eilt Tag der Freude, em Nationalfesttag, an dem jeder Teutscktc in gleicher Wei.se seinen Anteil hatte und ihn auch geltend machte. Seine Feier atmete trotz manchem feierlichen Prunk, der dabei in Erscheinung trat, die Traulichkeit deutscher Familienfeste, denn jeder non uns erimrerte sich, gleichgültig, welche Stellung er dm politischen Tagesfragen gegew- Mer einnahm, an diesem Tage daran, daß er ein Glied des großen deutschen Volkes um, und mit Stolz und Selbstbewußtsein und dem innigen Tazugehöriqkeitsgefühl des Kindes vom. Hanse grüßte er unseren Kaiser zu seinem Geburtstags je st. Jetzt im Kriege gibt eS keine rauschenden .Feste.___ Einkehr hält, da verstummt Fröhlichkeit und Festfreude. So ist das Wö der Tod c halt, da verstummt Fröhlichkert und Festfrerrde. So ist das äußere Gepräge däeses Tages durch den Krieg von Grund aus ver- ändert. Und dennoch wollen wir uns auch in diesen! Jahre das Recht, unseren Kaiser M feiern, uns festlich daran zu erinnern, was uns in ihm geschenkt ist, nicht nehmen lassen. Ter Kaiser und sein Volk — sie stehen noch ebenso fest und treu zusammen wie nur je. gelockert hat sich das Vaud, das sie umschließt, eher gefestigt. rch gemeinsames Erleben erhärtet. Tenn dieser Krieg, "der für uns alle zum Schicksal geworden ist — unser Kiaiser erlebt und erleidet ihn Seite oi: Seite mit seinem Volt. Seine Söhne fechten wie jeder Wehrpflichtige in den Reihen der deutsären Armee, sehen dem Tod ins Äuge, und er selbst trägt lange Jahre nun schon die . rte Kriegsarbeit, die durch die ihr innewohnende ungeheuerliche, ast unausdenkbare Verantwortlichkeit mehr und mehr zu einer Last werden muß, die für menschliche Schultern fast allzu schwer ev- schernen will. i „Ich habe es picht gewollt", hat der Kaiser in dem ersten Kriegsjahr einmal auf dem Schlachtfeld angesichts der grausigen Bluternte des Tages befkmrtt; und wir alle nässen, daß dieses Wort aus tiefster Aufrichtigkeit hevausgewachsen ist. Ter Kaiser hat es nicht gewollt: nun aber, da das Entsetzliche über uns herein-, gebrochen ist, trägt er es mit dem gleichen Heldenmut, den er u«on jedem von uns erwartet und voraussetzt. Sein Schicksal iuti> rus unsere, auch hier unlöslich aneinander gekettet! „Nicht Roß' und Reisige Sichern die steile Höh', Mo Fürsten stehn: Liebe des Vaterlands, * Liebe des freien Manns Gründen des Herrschers Thron Wie Fels int Meer", fo heißt es in unserer Kaiserhymne. Ter Thron stebt fest. Tie Liebe zum Vaterland und die Liebe zum Herrscherhaus ist. uns nicht nur ein überkommenes Erbgut, ün dem wir gewohnheitsgemäß festhalten, sondern ein Erlebnis, in harten Zetten uns in tieferem Sinne als je zuvor zum Eigeutuin geweden, das wir unter keinen Umständen aufgeben können und woll-en Mit diesem Gelöbnis auf den Lippeit wollen wir des Kaisers Geburtstag 1918 begeheit Monarchie, das Heißt die baldige Erreichung des ehrenvollen Friedens ohne annexionistische Ziele, so ist cs ein Wähnsinn, ihr m den Rücken zu fallen, sie zu heiwnen und sie zu stören. Dw das machien, känrpfen nicht gegen die Regierung, sie käinpfen wn bte Feinde gegen die Völker, denen sie angeblich helfen wollen, und gegen sich selbst. Sie, ineine Herren, Sie liaüen nickt nur das Rechts Sie haben die Pflicht, zu folgender Alternative: Ent nieder -sie haben das Vertrauen zu mir, die Friedensver-, Handlungen iveiler zu führen, dann nrüsfen Sie mir helfen, oder Sie haben es picht, dann müssen Sie mich stürzen. Ich bin sicher, die Ataiorrtär der unaarischen Telegatiou hinter mir zu l>aben. ^er ungarisch? Ausschuß hat inir das Vertrauen votiert. Wenn ^S gleiche hier ziveifelhaft ist, dann stellen Sie die Sache klar. Es soll die Vertrauens frage porgölegt werden, lind joeiin ich die Moiorrtät gegen mich habe, so »v-erde ich sofort daraus die Konsequenzen ziehen. Tie Freude aller derZ^, die mich von diesen! Platz entfernen »vollen, wird dann immer noch weit geringer sein als meine eigens. Mich hält nichts auf nreinÄn Platze als das Pflichtgefühl, so lange zu bleiben, als ich das Vertrauen des Kaisers tmd der Majorität der Delegationen habe. Ein anständiger Soldat desertiert nicht. Kein Minister des Aeußern aber kann Verhandlungen von enteis Tragweite führen,- lvenn er nicht weiß, lvenn nicht alle jSiett weiß, daß er durch das Vertrauen der Maiorität, der verfassungsmäßigen Korperation getragen ist. Es geht ums Ganze. Sie haben Vertrauen oder Sie haben es nicht. Sie müssen inir Helsen oder nrüssen mich> stürzen. Ich bin zu Ende! (Fortsetzung folgt im Ersten Blatt.) Aus Stadt rind €attb, G ie ßen, den 26. Januar 1918. Line Ke-e der Grafen Lzermns, In unserem gestrigen Blatte ist der wichtige Schlußteil der Ezerninschen Rede aus technischen Gründen nur stark verkürzt gegeben worden. Wir tragen diese Ausführungen heute nach. Graf Czernin schloß: Und nun, mente Herren, eile ich zum Schluß. Aber dieser Schluß ist vielleicht das Wichtigste, was ich überhaupt zu sagen habe. Ich ardeilc an denr Frieden mit der Ukraine und mit Petersburg. Friede mit Petersburg ändert an unserer definitiven Lage rar nuhts. tlttrgends stehen üsterreichischi-ungarische Truppen gegen die der Petersburger Regierung. Wir haben die ukrainischen gegen uns. Exportieren kann nian von Petersburg and) nichts, weil es selbst nichts hat als die Revolution und die Anarchie, ein Exportartikel, den die Bolschewik! vielleicht gerne ervorticren möchten, dessen Annahme ich aber höflichst ablehne/ Trotzdein will tch auch den Frieden mit Petersburg, weil er uns dem allgemeinen Frieden naher bringt, wie jeder Friedensschluß. Anders steht die >Lache mit der Ukraine, denn die Ukraine hat Vorräte au Lebensmitteln, die sie exportieren wird, wenn wir handelseinig werden. Tie Nahrungsfrage ist heute eine Weltsorge. lieber all bei unseren Gegner"., aber auch in den neutralen Staaten spielt sie eine hervorragende Rolle. Ich will !den Friedensscksilß mit jenen russischen Reichen, welche ein Exportguantum an Nahrungsmitteln besitzen, benutzen, uin unserer Bevölkerung zu Helsen. Pteine Pflicht gebietet mir, all^s zu versuchen, um der notleidenden Bevölkerung die Entbehrungen, die sie tragen mußte, zu erleichtern. Darum werde ich^ nicht aus irgenderuec hysterischen Nervosität heraus, um deu Frieden ein paar Tage oder ein paar Wochen früher zn bringen, aus diese.it Vorteil für unsere Bevölkerung verzichten. !5iu '^klher Friede braucht Zeit, über ddacht läßt sich das uicht machen,— ^eun es muß bei Friedensschluß festgestellt werde,!, ob, was und wie das Ukrainisch' Ko-mpaziszent liefern ivird dies deshalb, well die Ukraine ihrerseits nicht nach),, sondern bei; Friedensschluß das (Aeschäft abzuschsießen wünscht. Ich habe Ihnen bereits gesagt, daß die ungeklärten Verhältnisse in diesen neuentstandenen Reichen eine große Erschwerirng und naturgemäße Verzögerung in den Verhandlungen insvlvieren. Wenn Sie mir in den Rücken fallen, wenn Sie mich zwingen, Hals über Kopf abzu- . schließen, daun weiten wir keine wirtschaftlichen Vorteile haben, dann muß eben unsere Bevölkerung auf den Vorteil, den sie aus dem Friedensschlüsse haben könnte, verzichten. Wenn der Arzt eine schwierige Operation aus führen muß, hinter ihm stehen Leute mit der Uhr in der Hand und zwingen ihn, die Operation! in wenigen Ntinstten zu beenden, fo wird vielleicht die Operation mit einem Zeitrekord abschlreßen, aber der Kranke wird sich nachher für die Art der Ausführung bedaicken. Wenn sie bei unseren, heutigen Gegnern den grunofälscken Eindruck erwecken, daß wir um jeden Breis Und sofort absck ließen nrüssen, so bekommen wir keinen Meterzentner Getreide, und der Erfolg wird mehr oder ireniger ein platonischer seist. Es handelt sich gar nicht mehr in erster Linie um» Beendigimg des Krieges an der ukrainischen Front, er ist mul: menschlicher Berechnung überhaupt zu Ende, nachdem weder wir nocki die Ukraine die Ab sichst haben, den Krieg fortzusetzen und nachdem wir uns auf der annexionslösen Basis geeinigt haben. Es handelt sich, ich wiederhole es >um zehnten Boale, rtidii um imperialisttschr, nicht um annexiomstische Pläne und Absichten, es handelt sÄn darum, unserer Bevölkerung endlich die verdiente Belohnung ffir standhaftes Tstrchhalten zu sichern und ihr jene Nahrungsmittel zuzusührcu, die sic gerne annehmen wird. Unsere Partner sind gute Rechner und beolwchten genau, ob ich durch Sie in sine Zryangslage versetzt werde oder nicht. Wenn Sie sich den Frieden verderben wollen, wenn Sie auf einen. Getreid ezu schub verzichten wollen, dann ist! es logisch mich durch Reden, durch Beschlüsse, durch Streiks und Demcmstra- twnen zu drängen, sonst nicht, lind es ist tausendmal nicht wahr, daß wir in einer Lage sind, nt der wir lieber heute einen schlechten Fr reden ohne wirtschaftlichst Vorteile, als morgen einen guten Mit wirtschsafl licket Vorteilen schließen müssen. Tie ^cahrungs- m lltelschw ier igk eiten entsprachen in letzter Ist stanz nicht dem Mau- gel an Nahrungsmitteln, es sind Kohlen-, Transport- und Organi- sattonSrriseu die behoben werden müssen. Wenn Sie int Hiitter- lcrndc otreifo arrangieren, so bewegen sic siäi in etnein eirkiilus ne Streiks erhöhen und verschärfen die erwähnten Gießen er H a u s f r a u e n - V e r e i n. Mittwoch den 80. Januar l. I. veranstaltet der Verein eine Abenß- Unterhaltung int großei, Saale des Hotels Fürstenhof. Es kommt ein Lustspiel zur Aufführung, wel bes Herr Oberregip seur Bako einstudiert hat. Die Uraufsührnug dieses Stückes fand kürzlich in Dresden statt. Es ist ein Propagandastück für die Kochkiste, eigens für diesen Zweck geschrieben. Der Vorstand hat das Recht zur Aufführung erworben. „Der 'p ch u st^e r t a st z", ausgeführt von ungefähr 20 Kindern, ist die Illustration zu einem launigen Schustcrliedchen, das die heutigen Zustände in der Vereinsschusterei schildert. Fräulein Brandenburg hat die .einzelnen Bilder entworfen und deit Tanz eingeübt. 2 Damen werden ein Duett singen, eine weitere einen Prolog sprechen. Den Text des Duetts und den Prolog haben Vereinsmitglieder verfaßt. Siehe Anzeige. ** Die Vereinigten H ass i a-M i li t ärve r erne veranstalten morgen, Sonntag, abend im Gasthos Großherzog von Hessen anläßlich des Geburtstages des Kaisers eine schlichte, dem Ernste der Zeit angepaßte Feier. Näheres ist aus der in der Donnerstags-Nummer dieser Woche veröffentlichten Anzeige zu ersehen. Die tägliche Kopfration an Kartoffeln beträgt ein Pfund! Streckt Eure Kurtoffeln durch Verwendung von Rüben! Stellt den täglichen Verbraruh durch Abwiegen fest. Ersatz für vorzeitig verbrauchte Kartoffeln erfolgt nicht! , ** Ersatzleistung für gewö hnlichs P akets. Zur wetteren Bereinfachung und Mschlsunigung des Ersatzversahrensl für gewöhnliche Pakete aus dent Reichs-Post '' Deutschen Reiches (einschließlich Bat>ern und vitichus. T _..... _|_ Krisen und erschweren die Zufuhr von. Rahvuitqsinllteln'iuw tüm Kohlen, pw ichne-den sich damit in das eigene Fleisch, lind alle, die uG gtauben. S:/ß z'olche Mittel den Frieden beschleunigen. begehen enren, furstmbacen Irrtum. Es salben in der Monarchie Männer das Geri,ch> ausiprsngsn, daß die Regisimnai dem Streik nicht fern siebe. Ich überlaste diesen Leuten die Wahl, ob-sie als verbvechsinsche Bertwnwer. aper als Narren gelten motten. Wenn ^oie eine Regiermig hätten, die einen anderen Frieden will als den des erdrückenden. Delles der ganzen Bevölkerung, wenn sne eine Regierung hätt-n. die aus Eroberungsobsichteni den Krieg, verlängert, oon.n. würde ein Kampf des Hinterlandes »esen die Regierung von dessen Staivdpunkl aus verständlich fein, die Regierung genau dasselbe will, wie die MaiEtat der iet nach Orten des . . --- --ürttembevg) wird die Grenze, bis zu der die Postämter zur selbständigen Erledigung der Ersatzfälle befugt sind, von jetzt an von 15 >auf 3!) Mark erhöht. Tie Bestimmungen, die Entscheidung über die Ersatz nage möglichst zu beschleunigen und gegebenenfalls ungesäumt Zahlung zu leisten, ist von den Postämtern sorgfältig zu beachten. ^Monopole oder freier Handel — dieses zeit- gemäßetThema behandelte in einem fesselnden Vortrage, veranstaltet von der Großh. ,Halchelskauimer, Hansabund, Kaufm. Verein- Bürgervsreui, Detaillistenverein, Ortsge.oerbeverein, Grossisten- verein und Verein Mitteldeutscher Industrieller, im Hotel Fürstenhof der Generalsekretär der Deutschen Verbandes Kaasmännischer Vereine Frankfui't a. M., Herr Richard Baum. Er führte ungefähr aus, Monopole schaffen, heißt Geld schaffen wollen, indem der Staat einträgliche Betriebe Möst und.die gewonnenen Mttel für seine Zwecke vertvendet, um dadurch feinen Bürgern Steuer- erleichternng gewähren lzu ltörrnen. Daß.wir Geld in Hülle brauchen, darüber ist bin .Zweifel. DerKtteg bat uns schon mehrfach den Weg tznm Moiwpol gebracht. Die Kriegsgesellschafteu sind z'.rar theo-^ retisch keMonopole, aber in her Praris heben sie dte freie Betätigung Mn Handel und Wandel auf. Tie Kriegsgesetze haben den Rionvpolhandel gewaltig gefördert, denn durch deu Vaterländischest Hllfsdienst werden nicht nur Aiänuer und Frauen, sondern selbst Päaschinen und tierische Kräfte für den S^al beansprucht. Ein weiterer Schrittmacher zum Vdoiwpol ist die Zusaurmenlegung der Betriebe. Ter Staat f>at mehrfach.Fühler ausgestreckt, was diese Monopole bringen, und wir haben,ja von hohen Summen gelesen, wie z. B. von der Kriegsleder-Mtien-Gesellschaft, die mit 56 Millionen ab schloß. Der Mötwpolgedanke schließt vor allem hie freie Preisblldnng «us. die Konfunkturbsnützung und die Konkurrenz- fähigkeit. Das hat viele Nachtelle, por allem auch den, daß feind Löhn- und GehaltserHöhungen in einsm lfoleben Betrieb für die Arbeiterschaft und leitenden Persönlichkeiten zu erwarten sindl sTurch die Ddonopvlblldmtg würden zahlreiche 'Betriebe schwer ge- schädigt. Es wäre ja wohl anzuuehmsn, daß der Staat nicht ait Stelle der erfahrenen und kündigen Leute Beamte setzt, denen das ganze Geschäftsgebaren wefensftemd- ist, aber viele Kräfte, z. B. alle in drr Propaganda tätigen, scheiden aus. Der Konsume^tt würde geschädigt mid die QuälitätLärbeit hörte auf: das würde unseren Feinden sehr angenehm sein, kenn die Marke ,,Madc in Germanti" hätten sie nicht mehr zu ftlrchten Monopole werden aber twtzdem kommen. Ein RohstoffsEinkaussmonopol halt der Vortragende für unvermeidlicki!, um die ivilde Jagd nach« den erfaßbaren Rohstoffen zu vermeiden und die Verteilung der Rohitofse in möglichst gerechtem Ausgleich durchzufübren, ebenso ein Sckiff- fahrts mono pol. Naheliegend ist auch die Einführung eines Getreide- monvpols. Die Ber-staattichung der elektrisichen KUast würde ebenfalls eine gewaltige Einnahme bringen. Verwerflich! aber ist in ledem Fall die Pkonopolisiernng gewerblicher Betrieb'. Der Redner gab am Schluß der Hoffnung Ausdruck, daß es bet den aus stenertechnisck-en Gründen nnumgängltch> notwendigen ^Ronopvlen bleiben werde. Es hieße unsere Vergangenheit ans den Kopf stellen, nenn wir die Ergebnisse jahrzehntelanger Erfahrungen einer Trust- Wirtschaft preisgeben würden, deren Auswirkung für uns noch unübersehbar sei. Ter an mannigfachen Aufschlüssen reiche und zum Nachdenken über künftige Finanz-; und WirtschaftsProbleme anregende Vortrag lourde mit lebhaftem Beifall bedatcki. Herr Bankvirektor H ei chelhe im sprach, zum Schluss dem Redner für seine schgemäßen und hvchintevessanten Ausführungen den Da ick der Ber santmlun g aus. ** Der Hau-sbesitzet-verein hielt im Gasthos Schütz unter dem Vorsitz des .Herrn Fabrikanten Jnder- thal seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Rech- nungsabsMuß, tvelcher einen günstigen Vermogensstand auf weist, wurde nach Prüfung von der Versammlung genehmigt. Sodann wurde der Tagesordnung gemäß die beantragte Aen- derung der Satzungen nach Verlesung des Entwurfs einftim- ntig angeiwmmen und der Beitrag auf 5 Mk. festgesetzt. Bei der^aranf folgenden Wahl wurden die Herren Steueraufseher Gg. Beck, Postsekretär Wich. Kinzenbach und Rentz- ner K'asp. M üller neu in den Vorstand gewählt. Aus dem von Herrn Lannspach erstatteten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß der Zentrolverband der Haus- u. Grund- bes.-Vereine Deutschlands und der hessische Landesverband, welchen der Verein angeschlossen ist, im verflossenen Geschäftsjahr eine segensreiche Tätigkeit im Interesse der Hausbesitzer entfaltet haben. Der Verein selbst hat anchi im vergangenen Jahr wieder eine gute Entwicklung geiwmmen und nach Hinzuzählnng der in den letzten Monaten erfolgten 58 NenanMeldungen einen Stand von 580 Mitgliedern mit 1005 Wohnhäusern erreicht. Die neueingerichtete Geschäftsstelle, die von Mietern lote von Vermietern in wach Jimii&ßZL 8*®g®lt i©äi Stuhlgang bei Erwachsenen uptefl Kindern* Aerztlloh empfohlen! O'lginaldose Mk. 1.60. ftndem Maße in Anspruch genommen rvird, hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens als ein gemeinnütziges und unentbehrliches Institut, welches deu Mitgliedern in allen den Hausbesitz angehenden Angelegenheiten mit Rat Mnd Zat Beistand leistet, erwiesen. Auck> auf dem Gebiet der Hausverwaltungen, Hppothekenvermittelmtg und im Jmnlobilien- geschäft hat der Verein gute Erfolge zu verzeichnen. In der folgeitden Aussprache über die derzeitige Lage der Hans- besjßer infolge der uWittänglichen Mietpreise kanl man zu der Ueberzeugung, daß eine angemessene Erhöhung derselben nicht zu umgehen sei. Zu erwähnen ist iwch, daß man aus Anregung des Kaiserl. Postamtes empfahl, in den Hanseln gangen Briefkästen anzubringen, um dadurch für die Briefboten eine Erleichterung zu schaffen. Letzte rLachrichtsn. (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Januar (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t. Au der flandrischen Front. Mischen dem Blankaart- See llud der Lys, bei Leus und zu beiden Seiten der Scarpe von mittags ait Artillcrietainpf. Nufere Infanterie brachte von Erkundungen bei Lens, Eroifelles und Epehy Gefangene zurück. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In einzelnen Mschnitten, am Oifc—Aisne-Kanal, in der Chanrpagne und auf beiden Ufern der Maas lebte die Feuertätigkeit auf. Westfälische Stoßtrupps holten, nach kurzer vorbereiteu- der Feuerwirkung aus den franz.ösifchen Graben am Walde von Avoeourt vierundzwauzig Gefangene und ein Viaschinen gewehr. Ebenso hatte ein kühner Handstreich gegen die feind lichen Linien am Eaurieres-Wald vollen Erfolg. Ju den tetztert vier Tagen wurden im Luftkampf und der Erde fünfundManzig feittdliche Flugzeuge abge- schosten. Unsere Flieger führten erfolgreiche Angriffe gegeuci aus demselben Geleir- znge. Unter den übrigen Schiffen befand sich ein größerer Tampfer vom Einheitstyp, anscheinend nach Le Havre bestimmt. Ter Chef des Admiralftabcs der Marine Der Bürgerkrieg in Rußland. Berlin, 26. Jan. Der „Berl. 'Lokalanz." berichtet aus Stockholm: AuS Helfingfors nstrp gemeldet, daß sich nach Petersburger Gerüchten drei G arde-Reg im enter ^auf die Seite der Konstituante stellten und den Kampf gegen die Volkskommissare aufnehmen. ^ Eine Schlacht Mischen Rumänen und Russen. ^ 25. Jan. Die Bulg. Telegr.-Agentur erhält aus Babadag, einer- ^tadt in der - n ö r d l i ch e n D o b r u d s ch a folgende Depesche vom 28. Januar: Tie ru ssi sch-rumäni * scheu Beziehungen sind äußerst gespannt Nach kurzen Gefechten Mischen kleineren russischen und rumänischen Etnheite.it haben Kämpfe and) zwisäten größeren Truppenteilen begonnen. Infolge des Versuches der Rumänen, sich -der Wagen mtt ?Nunitwn und des Wagenparkes der Truppen des viertenj sibiri'chen Korps zu bemächtigen, ivird seit drei Tagen südöstlich Galatz mit der größten Erbtttenrng eine Schlacht geschlagen BefchlaMahmte Gelder Kerenskis. Petersburg, 25. Jatl. (WTB. Mchtamtlich) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Ter Rat der Volkskomnns save hat dte Beschlagnahme ellter K c r e n s k t gehörenden Pet der Staatsbank niedergelegten Summe von 1750714 Rubel sowie einer wetteren, bei der Nationalen Handelsbowl tarn 31 7 020 Rubel, insgesamt also 2 067 734 Rubel, an- geordnet. Brand in einem Schnellzug. München, 25. Jan. -WTB. Nichtamtlich.) Ter Berliner Ak o r g e n sch n e 1 l z u g, der l>entc morgen um 9.48 Uhr hier an- so inmen sollte erlitt heute oormittag zwischen LöMf und Schleiß* heim dadurch einen schweren Unfall, daß in einem Wagen eine Benzinflasche, die ein Reisender aus Unvorsichtig feit an die Heizlellung gestalt hatte, explodierte. Ter Wägen stand sofort m Fllrmmen. >-o daß ungefähr 40 Personen mehr oder minder schwere Brandwunden davmitrugen. Es ist nickt Zahl der Verletzten und Toten sowie ihre Namen sind bis jetzt noch picht festgestellt. Im Zuge befind lickte Aerzte „no ^nne Rvte- Kfeuz-Sckiw-ester bemühten sich mit dem Zugpersonal, die erste Hilfe zu leisten Auch die Fliegerabteilung Sckleißheim war rasch ?ur stelle. Ungefähr 10 ,ct>werverletzte Personen »mirüen mit dem. unbeschädigten Teil des Zupss nach München in die Chirurgische Klimr gebraäit. Bon Mülichen gingen alsbald stvei -Hllfszüge mit Aerzten und Santtätsmannschasten sowie Arbeitern an »>tf Unfall stelle ab. Nach einer weiteren Melduna sind bei den? Unglück 5 r h n Personen ums Leben gekommen. Tie Zahl der Verletzten war zur Mittagsstunde noä> nick genau festzustettan dock waren bis dabin 2«9 Verletzte, zur Hälfte Soldaten tit München erngetroffen Tie Hilssarhecten sind noch immer im Gange. Eine ,vettere Meldung spricht von vierzig Verletzt«» die. zum Teil geradezu gräßl'tä>e Brandwunden erlitten haben Es enttrtien: I. auf die Nährmittelllartr B (rote Furb«) Marke 22 . 500 ©ramm Grieß Marke 23 . 50 ©ram'm Margentrank Marke 24 . 250 Gramm Kunsthonig II. auf die Nährmittel karte C (Blatte Farbe) Marte 26 . 250 Gramm -Teigwaren Marke 27 . 250 Gramm Graupen and 125 Gramm Suppen. Mit dem 15. Februar I. I. verlieren die Marken ihre Gültigkeit. Wer die von ihm bestellte Ware nicht bis zu diesem Zeitpunkt bezogen hat. verliert den Anspruch darauf. Tie Kleinlx>ndelsgascha te haben die betr. Quittnngs- und Bezugsmarken abzutreuneu und getrennt nach Nammen > und Farben an die Großhandels Vereinigung e. G. m. b. L., Giestm, West- Anlage 31, abzulieem. Bis zu dem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 15. Februar > v o n d e n.' B e st e l l e r n nicht abgenommene Warenmengen sindder Großhandel s v e re i n igu n g e. G. m.b. £>., Gießet:, bis zum 20. Februar l. I. a n z n z ei gen. Nichtbeackstung dieser Bor- schrist hat den Ausschluß von dein Derttieb der Nährmittel zur Folge. Tie Großh. Bürgermeistereien der Landgnneinden des Kreises wollen vorstehende Bekanntmachung sofort oriÄiblich bekannt machen lasset:. Gießen, den 26. Januar 1918. Gros;betzoginueS >t>efsamt Gießen. I. V.: öentmcrbc. Amtlicher Teil. XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. Abt. Illb. Tgb.-Nr. 6653/2171. Frankfurt a. M., den 7. April 1917. Verordnung über Arbeitshilse in der Land-und Forstwirtschaft. Aus Grund des § 9d des Gesetzes vom 4. Juni 1851 in Ver- bindtmg mit dem Meichsgesetze vom 11. Tozem'ar 1915 ordne ich für den Mir unterstellten Korpsbe-zirk und— im Einvernehmen mit dem Gouverneur — auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz an: 8 1- Männlichen mtb weiblichen Personen, die in der Land- oder Forstwirtschaft besclMigt sind, ist verboten, ohne schriftliche Genehmigung der zuständigen Behörde in eine andere als land- oder sorstNnrtsckwstliche Beschäftigung überzutreten. Ebenso dürfen in Landgemeinden jugendliche Personen, die in einem ArbeitsVerhältnis bisher ül*erhaupt noch nicht gestände,: haben, ohne schriftliche Genehmigrmg der zuständigen Behörde eine andere als land- oder forstwirtschaftliche Beschäftigung nicht atrnehmen. Die Genehmigung ist nur zu erteilen, sofern dtrrch Annahme einer anderen Arbeit das vaterländische Interesse an der Förderung! der landwirftchastlicken Erzeugung nicht beeinträchttgt wird. Zuständige Behörde ist der Landrat (Kreisdirektor), in preußischen Stadtkreisen, sowie in hessischen Städten mit über 20000 Einwohnern der Oberbürgermeister. 8 2. Jede männliche oder werbliche Person ist verpflichtet, aus Ansforderung der 'zuständigen Behörde (§3) ihres Wohnsitzes im Bezirk ihrer Vächnsp-tz- oder yöachbargetmeinde gegen den jeweils am Arbeitsorte üblichen Lohn eine ihren,Kräften intb Fähigkeiten entsprechende land- oder sorstwrrtschasttiche Arbeit, sowie Hilfeleistung bei nt Getrsideansdrusch insoweit zu übernehmen, als es olina wesentliche Schädigung ihrer eigenen Verhältnisse geschehen kann. 8 3. Die Aufforderungen erfolgen durch den Gemeindevorsteher. Sic iriirfat ttnr ergehen, wenn sie unbedingt erforderlich sind, ums den Ertrag des Bodens, insbesondere die Bestellung der Felder oder ibäe Einbringung der Ernte simvie den Ansdrusch dos Getreides sicherzustellen. Unter dieser Voraussetzung ist eine Heranziehung auch an Sonntagen Massig. § 4. Zeugnisse von Kreis- oder anderen beamteten Aerzten befreien,, soweit sie die Unfähigkeit zu der ausgetragenen Arbeit bescheinigen^ ohne weiteres von der Verpftichtung Äur ^lfrbeitshilfe. 8 5. Oiegen die Verweigerung der Genehmigung<(§ 1) sonne gegen! die Heranziehmrg >zsirr Arbeit und geg^n die Höhe der Entlohnung! (§2) sUht die Besch-werde zu, die keine ausschiebende Wirkung hat. Ileba' die Beschtverde entscheidet endgültig im Falle des 8 1 der Regierungspräsident (Ministerium des Innern in Tarmstadt), im Falle!des § 2 der Landrat (Kreisdrrektor) und, ivenn der Gemeindevorsteher einem Landratsamt (Kreisamt) nicht untersteht, der Regierungspräsident (Ministerium des Innern in Tarmstadt). 8 6 . Wer dein Verbote des § 1 zuwider handelt oder einer ans Grtmd de $ 2 erlassenen Auf sorderim g ohne mcsreich enden Grund nicht nachkmnmt, wird mit Gefängnis bis zu eurem Jahr, beim Borttegen mildernder ttnrstände mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. 8 7. Tie Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft und am 15. Oktober 1918 außer Kraft. Ter stcllv. Kommandierende General: Riedel. Generalleutnant. XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. Abt. Illb Tgb.-Nr. 470 128. Gouvernement der Festtmg 5Nainz. Abt. Mil. Pol. Nr. 49 868 23 967. Frankfurt a. M. M ainz, den 12. Januar 1918. Verordnung Aus Grund des 8 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1651 in der Fassung des Reichs gef etze 5 vom 11. Dezember 1915 verordnen wir für den Bereich des 18. Armeekorps utrd des Gouverneuients Mainz: Ter Abtrieb votl Eichei: fchälmaldungen bis zu 40 Jahren ist nur zum Zwecke der Gerbstof sgewimtrurrg d. h. in der Saftzeit gestattet. Ausnahmen können von der Kriegsamtstelle Frankfurt a. M. utrd der Kriegsamtnebenstelle Siegen, die sich erforderlichenfalls mit detr zustäudigett Forstbehörden ins Benehmen setzen, bewilligt werdet:. , . Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder Umstände mit Hast oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. besttast. Der stellv. Kommandierende General: R i e d e l . Generalleutnant. Ter Gouverneur der Festung Mainz. _ Bausch, Generalleutnant. Bekanntmachung. Aus Grund des 8 3 der Berordmmg, die Ausführung des Jagd- strasgesetzes, insbesondere Anordnungen wegen der Hegzeit betreffend, vom 29. April 1944 heben wir hiernrit die Hegzeit für Wildenten für den Monat Februar ds. Js. auf. Tarmstadt, de 15. Januar 1918. Großherzv'vMinisterium des Innern. _ o. Hombergk. _ Betanntmachung. Betr.: Derbrauchsregeumg der in die öffentliche Bewirtschaftung genomunnten Nährmittel: hier: Bezug der bestellten Näl)r- mittel. Gemäß § 7 unfern: Bekanntmachung über die Verbrauchs rege- lung der in die öffentliche Bewirtschasttrng genommenen Nährmittel von: 17. März 1917 (Kreisblatt Nr. 48) wird für die Landgemeinden des Kreises folgendes bestimmt: Tie gemäß unserer Bekantttmachlung von: 17. Dezenrber 1917 (Kreisblatt Nr. 205) bei den Kleinhandelsgeschäften bestellten Waren können von den Bestellern tmnmehr bezogen werden. Ter Bezug kann nur bei dem GchichlM erfolgen, bei dem die Bestellung ausgegeben wurde. Dabei ist die Nährmittel karte mit vorzulegen. Nähr- :nittelkarten ohne die betreibenden Marken berechtigten nicht mehr zutn Bezug : ernzeltte abgetrennte Quittungs- und Bezugsnrarken sind wertlos. _ Bekanntmachung. Es ist "wiederholt vorgekominen, daß Militärhersonen, die mit einem Ärslveis einer militärisckien Stelle versehen nxrren, widerrechtlich Biel) in der Provinz Oberhesset: angekaust haben und dasselbe :^ach außerlrglb Hessens ausführten. Wir mache:: lsterdurch albe Landoirte daraus cmfmerksam, daß Verkaufe von Vieh jeder Art nur an die mit Ausweiskarten unseres Verbandes versehenen, von uns beauftragten Hätrdler erfolgen dürfen. Nur dar nrcht gwerbs-^ mäßige Ankauf von Vieh bei dem Landwirt oder Master für den. eigenen Bedarf, soweit er sich im örtlichen Berckelir ohne Versand auf der Eisetrbahn abwickelt, brauchst nicht durch einen Händlac ya gescheiten. Der Handel :nit Scheinen über 25 Kilogramm bleibt allerdings mich im örtlickien Verkehr ausschließlich dem ViehhcmdelS- verbatrd Vorbehalten. Wer an andere Personen, insbesondere auch an Angehörige des Heeres, selbst wem: diese mit einem Ausweis einer militärischen Stelle versehe:: sind, Vieh verkauft, macht sich stvasbar und wird nach 8 17 dm Verordnung zur Ergänzung der Bekannttnachimg über die Errichtttng von Preisprüsungsstellen und die^Verrorgungs- regelnng von: 25. September 1915 (Reichsgesetzblatt Seite 607) mit Osesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldsttase .bis zu fünfzehn- hundert Mark besttaft. Gießen, dei: 25. Januar 1918. 706D Cberhessi'cher vieMndelsverband. Der Vorsitzende: Rvsenberg. iiuuuuuuikummmuumuuiiuiuimiiiimiuim; IIUIIUIIUUMUUMUUUIUIMIUUMUUUUUIUIM Schwarz-Weiss -Theater Seltersweg Programm vom 26.-28. Januar. Mogens Enger der nelater*DetcktlT, in Das Geheimnis der Wetterfahne Am den Akten eines KritninaE-KommlmMArn in 5 gewaltigen Akten. — Spannend und sensationell Es war nicht der Richtige! Pikantes Lustspiel in 2 Akten mit Hanna Brinkmann. Ab Dienstag Stunagswaltea mit And Egede Nissen. 683a mimiiimtiiiiniiimiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiii iiimimriiimimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiffiiiiiiiiiimiiiii Einf.,dopp.u.amerikan. Buch führ«ng 'Iföirfaptiie, HaHS” schreiben, alle Handelstächer lehrt. pTÜndl. durch geprüfte Lehrkr. u. Garantie ein.sich.Erfolges H :rmes Lelir-Institnt Gieftsn, Bahnhofstr. f50. Wieder eingetroffen: Plüsche u. Samt- hidiffpielhaus s< 3 £^ 3 s3GSSE>SMGN5ENS i X z : i : z z I 8 : : : 'ffenny ‘Porten . ? flinill.llllMtlllllllllMIflllMHimiMtMIIMIIIIIIII If tf ■•IIIHIIf (II. timt. zur Herstellung von Schuhen * Cafe Amend Bahnhofstraße 14. Samstag und Sonntag 164 Künstler - Konzert Kaisers Geburtstag Caf eAstoria farneittsss RiasHer-ieml Sonntag nachm, von 4 Uhr ab Hotel Fürstenhof, Gießen. Samstag KONZERT MS Samstag abend zur Geburtstagsfeier S. M.des Kaisers besonders gewähltes Programm. Sonntag vorm. 11 Uhr Frühschoppen mit Münch. Bier und* offenen Weinen nebst kl. Frühstück. Von 4 Uhr ab: H. Brandenstein als Humorist Sthi«»"*" Liebigshöhe Am 08761 SSosflKitaj* dem 27. «Jan 1NI8 lolss li-M-IM ausgeführt von der gesamten Oarnisun- Kapelle,unterpersÖnlichor Leitung des Kapellmeisters Herrn- Hermann. Anfang 4V 2 ^ Iir Anfang 4 1 /, Uhr. Gießener Hautzfraucn-Berein Mittwoch den 30. Januar, abends 8 Uhr im groben Saale des Hotels Füritcubos AbendnnLerhaltnng 1. Prolog 2. Schuhertanz mit Oiesang- und Lautenbegleitung 3. ^tiätges Duett 4. „Die.Kochkiste" ^itstipiel in einem Aufzug von G. Irrgang. Eintrittspreise Für Mitglieder: I. Platz 1,50 Mark bet Borzeigen ll. Platz 0,75 „ der Mitgliedskarte UI. Platz 0,r>0 „ Für Nichtmitgliederr I. Platz 2,25 „ II. Platz 1,35 „ III. Platz 0,75 „ Verkauf der Eintrittskarten und Programme Montag den 28., und Dienstag den 20. Januar l. I., nachm, von 4—5 Ubr in der Geschäftsstelle, Mausburg 5. Die Damen werden gebeten, bei der Vorstellung ohne Hut zu erscheinen. 678v Die Vorsitzende. Ernst Challier,Neuenweg9. Ortsausschuß Gieheu der Leichsoersicherungsanstalt für Angestellte Auskunft und Rat in allen Versicherungs- angelegenbeiten der Angestelltenoersicherung °*D Annahme von Anträgen zur Einleitung von Heilverfahren Kirchenplatz 0, Mi SÄ, Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis ge- bracht, daß das neu errichtete GlundbuÄ der Gemarkung Hungen nebst den dazu gehörigen Parzellenkarten auf dem Amtszimmer des Grobherzoglichen Ortsgerrchts- vorstehers zu Hungen offen gelegt worden ist. Die Beteiligten sind befugt, es während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einznsehen, auch gegen Entrichtung der vorschriftsmäßigen Ge> bühren von dem genannten Ortsgerichtsvorsteher. Grundbuchsauszüge zu verlangen. — Auch werden sie von ihm aus die von den Feldgeschworenen ent-- deckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen, die sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich deS Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht es srei, binnev einer uncrstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Grobherzoglichen Ortsgericbtsvorsteherzu Hungen,vor welchem sie ihren etwaigen Gegner vorladen laffen können, zu beseitigen oder, insofern dieses nicht von Ersolg ist, ihre Ansprüche bei dem für BesitzstreitiK keilen zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unte:- zeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, innerhalb der obigen Frist Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen innerhalb derselben Frist alsdann ob, wenn sie bereits vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenem Besitzer eine Besitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch ergibt, in Bezug aus die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen denjenigen Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gerichtliche Beseitigung bei dem genannten OrtsgerichtSvorstcher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und ersordcrlichensalls beim Unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden alle, welche die in Gemäßheit des Artikels 30 des Gesetzes vom 21. Febr. 1852 betreffend die Erwerbung des Grundeigentums bei- gesügteu Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgesordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und, wenn dieses ein anderes als das Unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstteckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 31. Marz 1918 zu Ende. Hungen, den 18. September 1917. 7118V ^Lrotzh. Amtsgericht.