Nr. 19 Der -»etzener Anzeiger erscheint täglich, ander SonmagS. - Beilagen: Gietzener Famil ieublSNer; KvctsMfift für den Kreis Gießen, vezugrprelz: »nonatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Akk. 3.60; durch Mhole- u. Zweigstellen nronakl. 'Bll. 1.1); durch die Post Dlk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestell-. Jernsprech - Anschlüsse: sür die Schr»itleuungl13 Vertag,Geschästsstelleül Ailschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. M Jahrgang Mittwoch. 2 Giehener Anzeiger Mittwoch. 25. Zanuar (9(8 ^nuu^tue wh Anzeigen i die -iagesnummeT bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 M., für auSwä rtige 30 Pf., llir Reklamen Dlk. : bei Piapoor- schrist 20 \ Ausschlag. Hauptschristletter: 'Rüg. Goeg. Verantwortlich sür Politik u. Feuilleton: Vankverkehr: Auq. (Voetz; Stadt und Sewerbebank Siehe» Land,Vermischtesu.Ae- . . richtssaal: W. Meyer; Awillingrrunddnick u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Stcinftrudcreä li. Lange. Schristleitong. Geschäftrstelie u.Vru-kerei- Lchnlstr. r. |; e 'f e *: pofischeckkonts: $Tn m i s- s i o n überwiesen, die bereits l^eute nachmittag ihre Arbeiten auf-^ genonimen bat. Gelten: und heute habsn auch die ersten offiziellen Be-i ratungen der deutsch-russischen Recht sko m m i s s ion stattgesunden. Es wurde:: im eiuzalneu behandelt nnd formuliert: die Beendigung des Kriegszustandes wwie die Wiederherstellung der diplomatischen und konsularischen Beziehungen, die Entschädi- lugsftabm mw die Wiederl-erslecklung der Staatsverträae. Gegenwärtig nurd über die Wiederherstellung der Privatrechte vrrhandeli * . - Anr Nuhland Neu York. 21.1«,. WTB.) „Assr I°-»rukrr: ^ie früheren Mitglieder de-i K aürnetts Keren Skr, Tschin g«r«w und» Kokvtsch i n wur- den letzte N-rcht inr Warruehosvital, wohin sie aus der Peter^ und Paulsfestung krankheushalber verbracht worden waren, in ihren Betten ermord et. Ein Dutzend bsoaffneter Männer drängen ii: ^rs Hospital ein, fragte::, wo die Münster lägen und feuerten sech^ Schüsse ans Tschingarew und zwei auf Kokotscbin ab. Tie beide!: ivurden getötet. Tw Mörder verließen dcn:n das Hospital. Wüer wurde gestern ein Mordversuch gegen den bolschewikisck)en Wabl- komwffsar U r i tz k y unternommen. Tie Kugel streifte ihn am Ohr. Ein neuer Kriegsrat der Entente. Berlin, 23.Jan. Wie dem „L.-A." aus Basel berichtet wird, vernünwt „Echo de Paris", daß das Komitee der Minister- Lrä>identen und der Kriegsminisler dm: alliierten Länder sich wahrscheinlich ii: der nächsten Woä)e unter den: Vorsitz von Cleiuenceau versmnureln werde. J-m- VersaÜler Kriegskomitee werden auch die Beremigten Staate:: und Griechenland vertrete:: sein. EarsonS Rücktritt. London, 21. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Brt» reaus. Amllich wird mitgeteilt, daß Carson als Mitglied Kriegskabinetts zurückgetreten ist. London, 22. Jan. (Reuter.) Carson stellt tu einem Brief an de:: Premierminister fest, daß sein Rücktritt lediglich durch Erwägunge:: in Verbindung mit dem irischen Konvent veranlaßt worden sei. m Acnderungerr im britischen Oberbefehl. Basel, 23. Jan. (L. A.) Laut Berner Bund meldet Havas aus London: General Ha i g hat den Munitionsgeweral Sir Robert Lawrence z:rm Ehef des Ge.reralst-abes enrannt. De:: „Times"' zufolge sei die Ernennung das Vorspiel zu einer Reihe Veränderungen im britische:: Oberbefehl. Die LebensmitteHuappheit in England. Bern. 21. Ja::. (WTB. Nichtamtlich.) Tie LebenSmitttäq 'knappheit rief ü: Manchester am 16. Januar eine bemerkens-: werte Kundgebimg hervor. Am Bornttttag um 11 Uhr legten sämtliche Arbeiter urw Arbeiterinrren der achtgrößtenMuni- t i o n s f a b r i k e u ün Opvmhaw Gvrton-TistriL die Arbeit nieder mW t iarschierten zum Nathans, >um :: a t i o n a l t Zwangsrati >o nierung mit _ gleickMäßiger Verteilung der Lebensmittel sür alle Ges-ellschaftsk^iie zu verlangen. Die-Zeittmgs- berichte betonen, daß die Kundgebung um so eindrucksvoller war, als sie in völliger Ordnung mrd. olnre Zwischenfall verlief. Enve aus 16 Perfown: bestehende Abordnm:g trug den: Oberbürger-j nreister die Beschoerden der Arbeiterschaft vor, die sich bnupt-, sächlich gcwen die ungleichmäßige Verteilung des Fleisches richteten., und den Argwohn bekundete!:, daß seitens der Spekulartten eine' küiistluhe Knappheit hervorgerufen werde. Ein Mitglied der Llb- ordnung versicherte, die Arbeiter hätten nunmehr die Gi-enze dessen erreicht, was sie aushalten könnten. Sie vermöchten) nicht bei trockenem Brot täglich 14 Stundet: zu arbeiren, sie würde,: vielleicht sich selbst, 'Leinesfalls aber ihre Kinder auf dem Mtar des NahrnngsmittvlwuckIers opfern. Ter O b e r b ü x ge r in t \ fte r gab die Zusage, er werde sei mögliches tun, Um Whllfe zu schassen. u.nd sandte an Lord Rho-kwda sinn: telegraphischen Bericht über die Kundgebrmg. Eine nwitere, einem Generalstreik gleichkom mende hunderttausend Personen umfassende Veranstaltung gegen die ungleich- Lebensmtttelversorgimg von Manch'ter- und Salford werkschaften ist für nächsten Santstag morgen beschlösse:: worden. Die MannschaftSersatzvorlage im englischen Unterhaus. Bern, 22. Jan. (WTB.) Bei der Unterhausdebatte am 17. Januar über die M a n n scha f t se r sa tz v o r l a g e erklärte der ylbgeorduete Rogge, er besitze Jnformattonen, die er den: Hause mcht m offener Sitzung mitteüen könne, da er sie bei einer privaten Besprechung erhalten habe. Nur soviel könne er sa-gen, wenn GeddeS durch die neuen Maßnahme: mit 450000 Sfamrt «iS den ZivÜLerufen mriniuftwnmfn 'fcbfft, so fex nach ferner jBotn tiiia der Lage daS ganz-e Vorhaben völlig absurd: denn das «deute einen bloßen Flohbiß und werde England dem Siege wn kernen Zoll naher bringen. Der Premierminister könne dem Hause lebr wichtige Informationen gabm. aus die es Anspruch ÄaKe .Piment er fte verheimliche, beweise er dein Hause und dem xantx eine unverdiente Geringschätzung. Smallwood kx'klaate ftch bitt-er über die in der cngl:sck>en Armee herrsclvnde Gunst lruasstvi r r s cha s t. durch die viele fähige junge Männer zu Almfe gehalten würden, während andere trotz einer vielfachen Verwundung immer wieder an die Front entsandt würden. Errichtung eine- Krieg-kabinett- in Amerika? f Washington, 22. Jan. (Reuter/) Dem Kongreß wurde Vm Dekret zur Errichtung ernes Kriegskabinetts, bestehend aus drei Iwrvorragenden Bürgern von erwiesenen organi schon scheel Fährgknte:: vorgelegt. W. Baker bezweifelte, ob die Ge sahesvorlage die Unterstützung der Regierung finden werde. Er glaube zu wissen, daß sie auf Wilsons Gnnterschaft stoßeil werde, da sie die persönliche Leitung der Kriegsführmng Amerikas aus leinen Hm:den nehmen würde. Bern, 22. Jan. Washingtoner Meldungen der Pariser Ans- ol>zgewehren von veralteten Modellen exerzieren, da erst später neue Gewehre geliefert werden! können. Der BnMg entstand dadurch, daß das Kriegsdepartement, dich Nu Ser Annahme eines verbesserten D)Ps des eirgtsschen Pen- rield^cwr.hrs entschloß, der Keitrcmnr der «Verändernngeir in der Maschinerie der ameriLorischen Gewe^strbrikcn und die verur-» sachten Betriebsstörungen aber großen Ber-ug herbei führten. Maivr Grau vom K^egsminrsterrum erwiderte, das Verbot der Bericht erstzattmrg sei infolge der wieder) prechenden Meldungen aus Oester reich» Ungarn vorläufig erlass«:, aber gestern nachmittag schon tvicder aufgehoben morden. Das Verbot sei nicht vom Kciegsministerirmr nirsgegangen. Trotz entsproclMÜ)er Zusagen habe der „Vorwärts" die 3aifin:befLtmnnrit spvocliQr werden. Tie Beiprochirng der österreichischen ZÄrgänge wurde brs nach der Iieich.-tziuzlerrede Mrückgestellt. Die Anklage gegen Malvh. Paris. 23. >Jan. (Havas.) Die Anklage, gegen die sich der frühere Minister dos Innern vor dem Senat als Ausnahm^- «rrchtshof zu r^rantworten hat, geht dahin, Makvh habe auf dem Gebiet der französischen Republik in Ausrtutzung feines Amtes als Minister des Innern 1 den: Feinde über mijitärftckx' Ünd divlomattsche Pläne Frankreichs, besonders über die Operationen am Chömm des Domes Auskunft gegeben, 2. den Feind durch BernriaetmiLg vm: Militärmeutereien begünstigt. Deutsch-böhmische Wünsche. Wien. 21. Jan. (WTB.) Meldung des f und. t Kvrre spvndenzburoaus. Die deu t j -böhmische Bereinigung bc fthloß, mt Abgsord:«renhause eine Erklärung abzugeben, in der gegen die DestwÄnrngen der Tschechen entschieden Stellung genommen und die Crricht:mg ein« selbständigen Provinz Teutsckx- Bohmen mit allen Eigensclnsten und Rechnen.sowie Einrichtungen eines Krvnlandes im Rahmen des Kaisertums Oesterreich ohne irgendwelche Abhängigl>nt non dem rsch'chischrn Teile Böhmens gefordert wird. Die Demftvböhmen werden, dem Landtag de Königreichs Böhmen rnermüs anersemren «nd keiueSfallÄ dulden Sie verlangen für die Po o v ü r z Deutschböhmen eine ergerte Landes Vertretung, «rßgebaut auf dem allgemeinen., gleichen, unmittel-, baren Wahlrecht Md die ALgren-rmg und Bereinigung der deutschen Gebiete Böhmens wnd für dr^es Gebiet alle obrem Kwnlarche prlommenden Zentral stellen. Anstalten ,rnd Einrichtungen., ferner die Zurückziehung aller tsckschischen Staatsbeamten imb Diener «S Deutschböbnnm, sowie die ausschließliche Geltung her deut- iichar Sprache ru Amt und Schulten daselbst. * Ans Ungar«» AndapeU, A3. Fan. Der Bolk-ernNrnngsminister 8raf Joh. Hadik hat feiste Entlassung gegeben, die der Könia angenommen hat. Au; dem Reiche. Neugestalttmg der Ernährmigswirtschüft. Berlin. 82. Jan. WTB.) Das Kriegsernährungs- amt teilt amtlich mir: Die von einer Nachrichtenstelle ver breitete Mitreilmtg, das Kriegsernährungsamt habe der Neugestaltung des ErnohrungssystemS zugestimmt, welches vinn Ziele hat. die bisherige Tätigkeit der .Eommunalver- bfhtbe und Behörden durch eine genossenschaftliche Organisation der Erzeuger zu ersehen, entspricht nicht den Tatsachen. Nichtig ist nur, daß eine von verschiedenen landwirtschaft- Ucken Körperschaften eingereichte Denkschrift, die diesen Plan verfolgt, Gegenstand von Besprechungen ist, die noch chrrdauern. Das Kriegsernährungsamt, weder sein Vorstand noch der Betrat des Kriegsernährungsamtes, haben sich mit dem Projekt beschäftig ^B on einer bereits erfolgten Ent- schließtmg des StaarssekMSrs kann somit keine Rede sein. Setzung der Militärzüge. ^ Wegen der Nchtl)eizung oft tagelang fahrender Militärzüge hatte sch Reichstagsabg«)rdneter Dr. Werner am 19. November 1917 an den Kriegsministrr gewandt. Es wurde ihnr, nne er uns mitleilt, nunmehr der Bescheid, daß vom Chef des Feldeisenbahnwesens umfassende Maßnahmen getroffen worden sind, die den Klagen noch Möglichkeit Vorbeugen sollen. Eine Anfrage wegen des PapiermangeLs har Rechstagsabg. Dr. Werner an den Reichskanzler ge* Achtet, und zwar fragt er an, woher es komme, daß auf den Schreibstrrben und Amtszimmern von Eisenbahndirektionen d:e „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in bedutenden Mengen als Freistücke verteilt werde, wahrend andere Zeitungen an Papier bitteren Mangel litten, gegen den man be- hörblich nchts tun zu können beh«tupte. Julius Bachem f. Köln, 22. Jan Justizrat Dr. Julias B achem ist m vergangener Nacht nach langem Leiden im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Verstorbene war viele Jahre hindurch Mitglied der Redaktion der .Köln. Votksztg.". Er gehörte dem Preußischen Abgeordnetenhause von 1876 bis 1890 an. Das Berliner Tagchlatt verboten. Berlin, 23. Jan. Wie der L.-A. meldet, ist das Er- Schemen des Berliner Tageblattes vom Oberkommando in den Marken auf drei Tage verboten worden. Aus dem hauptausichuh des Reichstags. Berlin, 22. J«t. Im Da apta usschuß deS Reichstages wandte sch Ebert (Soz.) gegen das Verbot des ^Vorwärts", bnz oöen Zenswrmaßnahmrn die .Ewne auf- ,abe. Während anderr Jeittmgen über die Vorgänge berichteten, sei der „Vorwärts" duner halb «rboven ovrden. Dar :)ieutzsttrg' sei es ,einer WüLda chuvng. tßa&gai SvSLsrg m nehmen. fKifi'cfier Lnndtag. Zweite Kammer. 49. Sitzung vom 22. Januar. Präsident K ö h l e r eröffnet um '/«II Uhr die Sitzung. Das Dans tft mäßig besucht. Die Tribünen sind leer. Am Regierungstach ist Staatsminister v. Ewald anwesend. Später erschienen auch die beiden anderen Minister im Dause. Auf den Tisch des Laufes werden zwei Telegramme des ^andesvereins der Vaterlands Partei in Oberhessen und der Ortsgruppe' Lm:bach niedergclegt. Jur Beratung steht die Regierungsvorlage über die Land- tagsersatzwahlen. Staatsminister v. Ewald: Bisher glaubten wir mit Rück- :cht aus die Zahld er im Felde stehenden Wähler und mit Rücksicht auf dre mnere Geschlossenheit die Wahlen bis. nach dem Krieg zu verschieben. Durch die Erklärungen der politische:: Parteien sind drese Bedenken hinsällig geworden. In fünf Wahlkreisen werden > die Ersatzwahlen im Zeichen des Burgfriedens vollziehen. Im Wahlkreis Butzbach-Bad-Nauheim wird allerdings ein Wahlkampf unvermeidlich sein, doch hat die Regierung das Vertrauen, daß hierbei d:e gebotene Rücksicht aus die Zeit, besonders auch auf d:e Anwesenheit von Ausländern in Bad-Nauheim, genommen nnrd. Vvr orlage vorgelegt wurde und daß alle Parteien Erklärungen im ^mne des Burgfriedens abgegeben haben. Ich habe keinen Zweifel, daß auch im Kreise Butzbach-Bad-Nauheim der Wahlkampf m der: notwendigen Grenzen wird geführt werden. Mernungsver- scknedenheiten können sachlich ausgetragen werden Ter Redner wünscht eine Erklärung der Reichsregierutrg gegenüber dem eigenen Volke und dem Auslande über die Lage, eine Anttvvrt auf die Aeußerungen der feirrdlichen Staatsmänner. Selbstverständlich wer-- den nicht alle Einzelheiten über Brest-Litowsk bekannt gegeben, werden können. Aber über andere Punkte hätten unsere Staats-- männer Gelegenheit genug gehabt, sich scharf und offen zu äußern. Die schmähliche Behandlung unserer Gefangenen in Frankreich z. B. ist nicht mit gebührendem NaclZdruck behandelt wwrden. Wir Deupchen sind viel zu gutmütig. Vor allem aber müsse den Reden der feindlichen Staatsmänner entschieden entgegengetrcten werden. Das deutsche Volk lechzt nack^ einem, erttschiedenen Wort vom Reichskanzler, wie das Wr»rt des Generals Hosfmann von: gecuzen Volk als eine befrclrnde Tat d'^rüßt wwrden ist. ^.bioge die hessische Regierung diesen Wunsch des deutschen Volkes in Äwlm vertreten. (Bravo!) Abg. Ulrich (sozd.) begrüßt es.fteu^a, daß die Lücken in der Kammer ausgepüttt werden. Drr WahSkampf Butzbach-Hav- Mautzerm nruß mit nötiger Rückstchenatzlne geführt werden. Freilich dürfte das Heran^iehen der außettpolitilchen Fragen, wie sie. wenn auch in vorsichtiger Weise der ©orrrbiter lvrilbrr hat. das erschweren. Der Redner lann bk Mitteilung machen, daß, per Reichskanzler übermorgen (Dorurerstag) nachmittag im Hrmptans schuß auf die Reden Wilsons und Aoyd Georges anttvorten wird. Der Redner erwartet, daß er f«h für die Auftechterhatttmg. der Reichstagsresolution vom 19. Arli ans sprechen wird. Ein PerstLndigung-sfrieden müsse dem Wrhnstnn dieses Krieges ein Ende mache::. (Beifall bei den Sotz,.) Abg. v. Brentano 'Ztr.) hofft gleichfalls äuf eine ange messe::e Durchführung des WaMampftS m Butzbach Bad-Nauheim. Ter Mdwer spricht sich für einen ^Beritandigunqsfrieden, fritten! Berzichtftieden aus und lehnt die Politik der „Köln. Votksztg." ab. (Hört,^ hört.) Abg. Henrich (fortschr. wünstcht gleichfalls möglichst friedliche Durchführung des Wahlkanrpfes. Mich er würrschr möglichste Klarheit in der Politik der Reichslaitung, damit man weiß, nwhffn die Reise geht. Abg. Dorsch (Bbd.): Der Frieden inuß vv:: Mämrern mit 'larken: Herzen gemackü werden, dem: mir müssen ihn auch vor kommei'.den Geschlechtern verantworten können Damit ist die Aüssprackie gesch^ssvr. Die Wähivorlage der Regierung nnrd ernstimmig angewonrnrew Der Präsiden: gibt der Hoffnimg Ausdruck, daß auch die Erste Kamn:er die Vorlage mög» lichst befchtewnige:: nwn:e. ^ In dem Gesetzgebungs-Ausschuß wirb an Stekle des Abg. Wolft Stadecken der Abg. Fenck)ck ,Bauernb-nnd) gewählt. Zu den: Antrag Dorsch, die Freilassung der l^rflv m lonb» wirtschaftlichen Betrieben drlr.. ergreift der Mrnister des Zwnern v. Hombergf zu Bach das Wort: die ReichzgrrreidestÄle habe er- f:ärt. sie könne :axh nicht bekarrnrgebrn, wieviel ttzerstc für den Ha Inhalt freigegeben :verüen könne. Die A5>g. Donch (Wvt? und Best (natl.) bebauen die Notn^chigküt der ausreichenden Ernährung der laudwirtsck>aftlick^en Arbeiter m der Zeit ü-er Feldbestellmig. Der Antrag wsird rn der 00 m AztSsthuß abgeLnderte:: Fo-rn: anx genommen. Zu dem Antrag K v r e l lJngelhmm und Gawssen, Na^- rwngsmittewerteilvng auf den: Lande belr., weist Abg. Raab ^soz.) ans die un^ureicheude Nabrungsmittekveriorgung der Arbeiter in den größeren Landarten hin. Bvr allem sei ^ ungerecht, daß fte, wenn die Kuhhalter ihre Mlicrerungspflicht nicht erfüllen, mit bestraft :vürden, i:chem der ganzen Gnneinde dir Nohrnngsmittel gesperrt würdeit. Ministerialrat Dr. Schl:evhake gibt zu. daß her dem gegenwärtige:: Shstem die l!nschädigen rnit den Schuldigen leiden müßten, aber es sei da? ei^rzig NrSgLiche zwr Sicherstellung der Ders-orgung der große:: Städte. Abg. Wiegand (Ztr.) beschwert sich über die Zurücksetzung der klerneren Städte gegen die großen. ,Abg. Leun iBbd.) spricht sich gleichfalls gegen die Bc- irafwng der Unschuldigen mit den Schuldigen aus. Abg. Fenchel (Dbd.): Der Satz von zwei Litern ist für eine Fahrkuh zu hoch. Abg. Ealman (natl.) stellt die Anfrage, was die Regierimg zu tim gedenke, irm die Lage der NickiN'eM- versorger auf dem Lande vn verbessern. Abg. Lang (natl. ! wünscht, daß die Orte Erbach, Steinbach, Micheistcckt und Swckheim wegen ihrer starken Jndustriebcvölkermrg aus der fünften in die dfttte Klasse versetzt werden. Ab^. Henrich Jorchchr.): Die günstigere Versorgm:g der großen Städte ist meist nur scheinbar. Auch Wg. Hauck (Bbd.) beklagt sich über die Benachteiligung des Landes in der Lebensmittelversorgung. Die Aussprache wird um 2 V U Übr abgebrochen, da die Sache in einer Ausschußsitzung behandelt werden soll. Marge:: wird der Finanzminister sich über den Stand deS Voran schlags^äußern. Nächste Sitzung Mittwoch vormittag 10 Ubr. Aus Qcfiat« Prüfungen für düs Lehramt an den VolkSMtten. T« Großh. Regierung hat der Zweiten .Bunmer eine Vorlage lassen, in der es beißr: Nack Artikel 31 dxÄ^Bdlt'ssckmlgesetzes ist BonruL-setzung fftr dre Zulassung der tu der Sennnarprüpmg bestandenen Schulamts- afvirvnüen zur Schlußprüfung und für ihre demrurchjvse LnsteÜmrg als Lehrer unter anderem, daß sie sich „mindestens 2 Jäh re lang als LchulVerwalter, SchulgeHilfen oder unter Leitung eenes Schul - lehrers praktisch im Schulamt geübt faftm". Um bcnieitigen Sckxul' amtSaspiranten, tbie noch Kriegsausbruch zanv Heere einberufeu: worden waren, die AÄegung der SÄußprüftrng möglichst zu er- IadUern, waren Bereinfa chungen der Prüfungsortmung vvrgemnn'- men worden, wrchft die Anrechmrnig von höchstens 4 Monaten KrtegÄnenstzeit aus die zweijährige praktische Borbereitungszeft «stattet wurde. Da bei der laugen KriegsZau-er die angeführr«: Matzrrahmen nicht mehr genügen, so wird vorgeschlac^n, die Zu- sttuimnng dazu zu erteilen, daß aus die :mch Artikel 31 des Botts- s^chwsetzes vorgeschriebene zweijährige Schultüttgkeir die Kri^> öu einem Jahre angerechnet werden kamt. Die Verpachtung des Bade- mW Kurunternehmens in ^ . Salzhaufen. j*?c Zweiten Kammer ist eine Regiarungs^ v 0 r I c g c zugsg-crnge::, nt der es heißt: , . ?^taatl:che Bad Salz Hausen hat sich seither trotz aller Mühen ™ Aufn^wungen nacht befriedigend Qttwickeln köruren. Vaxd) dem rt^organg Preußetrs bei klerneren Staatsbädern ist daher in ÄiLssickit gen-onmven, die Endwicklung durch Bar Pachtung de sges am - Ku run ter ne hüten s an eine Gesellschaft zusorverw Es kmm mit einem beftiedigerwen Äbsckckuß der hier^ über gerührten Verhandlungen gerechnet iverÄen, wonach eine Ge- »etlm?ait gegen Zahlung eines öngemefiaim Pachtzinses von 1918 nldigfeft ttit Unsere wirtschaftliche Lage ist nicht glänzend, und es wäre verkehrt, sich über die Notwendigkeit wirksanter Maßnahme: hrmlwgzusctznk. Insbesondere muß die Landwirtschaft ein- sehen, datz sie dazu bernftn und auch in der Lage ist. über schwere ZeitOr biiuveg^nhels«:. Ohne Zwcmgsbewirtschaftung geht eö ftv, dessen ittdjt DvZ sehen wir bei jenen.Ländern an der Front, wo der freie Handel ganz unhaltbare Zustände geschaffen hat, so daß cs dort zivar den Begüterten gelingt, gegen hol-e Bezahlung sich Lebensmittel zu bejchaffeir, die Armen aber tatsächlich vielfach Hunger leiden. Am besten haben ivir bei der GetreiDErsorgung abgeschnitten. Unbedingt erforderlich ist es, daß bis zum 28~ Februar alles Getreide aus<^edroschm ist. Für den >kvlninunalvcrband Gießerr bleibt aber, iure der Boriitzeuve später daraus ßinivies, der 31. Januar als Endtermin bestehen. Tie Kartoffelernte ist im allgemeinen aut ausgefallen. Die statistischen Ermittlungen, die sich auf die Angaben der Erzeuger stützen, geben jedoch keinl genaues Bild von der Wirklichkeit. Darnach sind 28 Millionen, Tonnen Kartoffeln geerntet worden, und dre Anbaufläclst ist. um 2 Millionen Hektaren geringer angegeben. Ta ferner vvm 1. Februar an das Brotmehl um; 10% durch ^rtosfeln gestreckt werden sM, ist an eine Erhöh, rüg des dem einzelnen zu he heu den Kartvfselqnantums nickst ^u deuten. Knappheit herrscht bei den Futtermitteln, die wir früher von t-em Auslande bezogen, so daß wir genötigt sind, um für die Pferde des Heeres, der L^n'w'iAscbaft und der gewerblich'»» Bc^ triebe bk entsprechenden Mindestmengen von..Hafer, Stroh und Heu zu bekommen, oie übrigen 'Nritztiere teilweise abzustoßen. Unumgänglich notwendig ist die Ablieferung dieser Futtermittel seitens der Laiidnürte. Allgemein muß der Gedanke sich durchsetzen, daß der einzelne die Not des Vaterlandes nicht dazu ansbeuten darf, um sich zu bereichern. Gegen den ^Schleichhandel ist mit strengeren Gesetzen vorzugehen. Was die Rohstoffversorgung an- detrifft, so ist die Lage günstig. Wir kommen aus, wenn wir Selbstbeherrschung uud Sparsamkeit in vollem Maße walten lassen. Tas ist auch der Fall bezüglich der Kvhlenknappheit. Aeußerste Beschränkung des Reiseverkehrs ist aber notwendig. Es kann nicht reirug hervorgehoben werden, daß nur durch ein gegenseitiges! Verstehen twr einzelnen Volksschichten und* Stände die Möglichkeit des wirtschaftlick-en Turchkmlteus geboten wird. Um dieses Verständnis immer mehr zu ermöglichen, wird den Landlvirten Gelegenheit gegeben, unter sachverständiger Leitung die Arbeit in den Munitionsfabriken und die schwere Tätigkeit unserer Bergleute mit eigenen Augen anzusehenl. Bei der Ausführung des .Hilfsdienstgesetzes ist man bemüht^ jeden möglichst an der Stelle zu lassen, wo er im Interesse des Staatsganzen und Staatswohles hingehört. und die Erziehung unserer Jugend dabei nicht aus d^m Auge zu verlieren. Redner wies sodann noch daraus hin, wie immer noch der Notenumlauf heruntergesetzt werden müsse. Er warnte vor der Verbreitung unwahrer Gerüchte und wies auf die Spiouengefahr hin, die nicht zu gering zu achten sei. Alkes komme daraus an, die Geduld nicht zu verlieren. Ter Friede sei im Anzug, unsere Feinde aber setzten alles in Bewegung, die Friedensbemühungen zum Scheitern zu bringen. Es wird ihnen ltber nicht gelingen, ihr Ziel zu erreichen, wenn wir einig sind. In der sich anschließenden Aussprache wurden eine Reihe von Beschwerden u»»ü Wünschen vorgetragcn, deren möglichste ?lb- stellung bzw. Erfüllung zugesichert wurde. Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. Januar 1918. ** Beförderung. Gesr. Heinrich W a gen er wurde zum Unteroffizier befördert und zum Ossiziexsaspiranten ernannt. ** E i e r - V e r k a u f. In der Zeit vom 24.—30. dieses Monats werden an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Eiermarke Nr. 23 Eier abgegeben. Näheres siehe Anzeigen^ teil. **BessereSalzversorgungin Aussicht. Der schwer empfundene Mangel an Salz darf nunmehr als großenteils beseitigt gelten, denn einerseits läßt die im November und Dezember v. I. infolge verschiedener Umstände groß gewesene Nachfrage nach Salz jetzt nach, andererseits sind die Salzwerke durch bessere Belieferung von Kohlen und Eisenbahnwagen in die Lage gekommen, einlaufende Bestellungen etwas rascher ausführen zu können, wodurch die Versorgung mit Salz hoffentlich recht bald wieder als vollkommen ausreichend für längere Zeit angesehen werden dürste. ** Öoljbcrfteigctitng. Montag den 28. Januar 1918 werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Forstwarts Arft-Hochwart, Abteilung Studenten- schlag Nr. 96, Holzbestände versteigert. Siehe Anzeigenteil. ... , ** 3 um Tischzeugverbot. Die zuständigen Be- horden sind von der Reichsbekleidungsstelle ersucht worden, me Durchführung des Tischzeugverbots in Gastwirtschaften strengstens zu überwachen. Wie sich indessen aus vielfachen Meldungen ergibt, wird das Verbot auch jetzt noch nicht ^ „all gewissenhaft beachtet. Nach den überaus zahlreichen aufklärenden Veröffentlichungen der Reichsbekleidungsstelle kann den Gastwirten, die das Verbot jetzt noch nicht beach- ten, die Entschuldigung einer irrtümlichen Auslegung der einschlägigen Bestimmungen nicht mehr geglaubt werden. Es werden nunmehr die Kommunalverbände aufgefordert, der Reichsbekleidungsstelle (Ueberwachungsabteilung) fortlaufend alle Gasthausbetriebe, die das Tischtuchverbot nicht beachten, ru benennen. Die Wäschebestände dieser Betriebe sollen sofort enteignet werden. Die enteigneten Vorräte können im Falle besonderer Not der ärmeren Bevölkerung den betreffenden Kommunalverbänden selbst zur Verfügung gestellt werden. ** Neue Nachmusterungen? Eine erneute Nach- musterung der zeitlich Untauglichen findet im Kreise Teltow statt, und zwar für die Militärpflichtigen, die in den Jahren 1898 und früher geboren sind, sowie der Landsturm- pflichtigen des Jahrgangs 1899. Es werden nur die Militär- und Landsturmpflichtigen gemustert, die bei früheren Musterungen wegen zeitlicher Untauglichkeit zurückgestellt worden sind, d. h. die die Entscheidung zeitlich untauglich, vorläufig zurück, weiter zurück oder eine gleichbedeutende Entscheidung erhalten haben. Im Anschluß hieran findet eine Nachmusterung der Wehrpflichtigen, die die Entscheidung g. v. oder a. v. oder zeitweise g. u. a. v. unfähig oder zeitlich untauglich erhalten haben, statt. — Wie gewöhnlich folgen dann auch für die übrigen Bezirkskommandos im Reich die Musterungen, die also auch> hier wieder zu erwarten fein dürften. ** S t a d t t h e a t e r. Die Aufführung des Heyseschen Schauspieles „Colberg" als Wohltätigkeitsvorstellung zur Borfeier von Kaisers Geburtstag am nächsten Samstag dürste dieses Jahr besonderes Interesse erregen, denn kaum ein anderes deutsches Werk atmet so Geist unserer schweren, aber auch großen Zeit wie gerade dieses. Manche Worte, die „Nettelbeck", „Gneisenau" und „Rose" in den Mund gelegt Und, klingen, als wären sie in unseren Tagen für unsere Tage geschrieben. Wie schon niitgeteilt, gastiert Herr Matlneu Pfeil vom Frankfurter Schauspielhaus als „Nettelbeck" in dieser Vorstellung. ** Bund der Beamten de r preuß isch-hessischen ötact«. unb bet Reichseisen bahnen. In (Gegenwart der Vertreter von etwa 40 El,enbafmbeamten*Fach? rcti ncm, sonne ber Teleisterten einer größeren Anzahl auswärtiger Eisenbahn- Srvekttonen ivurde im Haus Alt-Bryern in Berlin der „Bund der Bvmnten der v'.eußisch-hessrschen Staats- und der Reichs.ijcnbah ms ^edtNi geru err. Ter neitgr-grirrdete Bund vertritt mit etnZa 2tMitgliedern nal>ezu sämtlich? Eisenbahnbeamtn der preußisch 1 Heimchen Staats- und der Reichseienbahnen. Sein Ar- bettspwgramm umfaßt die zielbewusste Fürdemcng der Interessen des genialtigen Ellenbahnerh.vr^s. Die starkbesuchte Gründungs- nersaminlung sandte Ergebenl-eitstelegrmnme an den Kaiser, den ^penere UeberschwemWu-irgen, w4e sie die .Nahe angerichtet hat, beklagt weichen sollten. Die überschzvemmwn Orte D i e t e r s.i heim, Sarmsheim Md Münster waren im Lause des gestrigen Tages chas Ziel vieler -Hunderter von Schaulustigen Die Schisfahrt aus dem Rheine ist rnsolge des hohen Äafferstandes fast vollständig eingestellt. Kreis LVetzlar. Fc. Wetzlar, 23. Jan .Der Larid^lgSabgeordlrete rend Lani Wirt Berthold .Kwüger-Lwppeilwde erläßt au die Landwirte de K'rcrses folgende Bekaiiirtiirachimg: Auf meine Bennlhungen io die Erbalttmg eines bestimniten Schkverrvebestandes für die Sekbs Versorgung D vom Lauchesfleischamt an geordnet roorden, daß Ferk die bereits für die HcrussMachtung im nääLtan Winter erngestel find, von der Entaigwunrg ausgestUoffen snid. W^ns-y bleibe Läuserschroeinc im Gewicht bis zu 25 Kilogramm, wenn sie für d Hausschlackstung eingestellt sind und ausreick)andes und zulässig Futter vorl?anden ist, mm der Enteignung ausgeschlosseii Tie Verfügung wird demTräcktst in den eiirzelnem Kreisen amtlich U tauutgemacht werden. , ra v ® U cJ bcm Kreise Wetzlar, 23. Jan. Wie günsti bisher die Verhältnisse für die Zusamme^ilegung der Grrnidstüe in unseren ländlichen Gemeinden sind, beweist am besten die Ta sackte, daß aus den vom Staat und der Rl^iiiprovinz zur Bdi gestellten Mitteln ((Westfonds) für den Kreis Metzle 43 200 Mk. an Beihilfen beivilligt worden siird. venen-Nnna«. js-Biedenkopf, 22. Jan. In der Stadtverordnetenve MP^ung wurde dem Magistrat empfvhlen, zur .Herstellung vc Möbeln für .Kriegsgetrarrte eine angemessene Menge Fichtenho zu billigem Preise zur Bersügung zu strllen. Das Einkanssge für Teilnahme an den Gemeintwnutzirngcn wurde bis aus weiter, auf 300 Mk. erhöht mit der Maßgabe, daß .Kriegsteilnehmer, d sich spätestens ein Jahr nach Friedensschluß zur Aufnahme melde noch den alten Satz von 150 Mk. zahlen. ^ Frankfurt a. M., 22. Jan. Tie hattigo StadttEror^ netenversammlung stmrnite einhellig dem Ankauf des .Kurbad Soden t h^ l bei Ajchasienburg zur Einrichtung einer .HeilanstL sur tuberkulöse und skrofulöse H'tibcr zu und bewilligte die dav erforderliche '18 hZ Z. 03 s Sjr jg5 § 5 s « 3° ^ c «u i rf. ~~ Crt 1 * £ 1*1 2 -b V JO 5 A »s •a Ä S 5 “I x4 tBttlet 22.1 2- _ j 6.2 5,5 83 6 Sonnenschein 22 . 9- - 4,3 i 5,6 90 — — 10 Bed. Himmel 23.1 7 1 * 1 - 5,1 5,9 90 10 Höchste TemyeriUur am 21.di» 22. Januar 1918 + 0,7* C. Niedrigste * . . „ 1918 »- 0,8*0. Niederschlag 0,6 mm. Letzte Nachrichten. (WTB> Großes Hauptquartier, 23. Januar (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Fast an der ganzen flandrischen Fwnt war am Nachmittage der Fcucrkampf gesteigert. Auchi südlich von der Scarpc lebte die Ges^chtstätigkeit wieder auf. Bei St. Quenttn wurden bei erfolgreicher Durchführung zahlreicher Erttrkldunqcn Gefangene eingebracht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nordöstlich von Souain und nördlich von Avocoutt folgten nach starker Feuerwirkung fran?bsische Borstöße. In heftigem Kampf wurde der Feind .--urückgcschlagen. Eigene Jn- srmlerieabteilungen drangen östlich von Malanrourt in die feindlichen Gräben nnb kehrten mit einer Anzahl Gefangener zurück. Zwißl-en Beaumont und Onies nahm die Artillerietättgkeit am Abend zu. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Italienische Front. Zu beiden Seiten der- Brenta Artillcriekampf. Der Erste Genrralquartiermeister Ludendorfs. * * * Wilson gegen ein Kriegskabinett. Washington, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Prä--- sident Wilson hat eine Erklärung g e ge n die Bildu ng deS Kriegskabinetts veröffentlicht, in der gesagt wird, daß wirksame organisatorische Maßregeln bereits getroffen worden! stieir. Holland und Amerika. Berlin, 23. Jan Aus Washington wird gemewet, die lwOÜndische Regierung habe beschlossen, 80 holländische Dampfer, die, jetzt in anierikanischen Hasen liegen, an A, m e r i k a zuver mieten. Das vorläufige Abkommen sti soeben in London irnterzeichnet. Es bestimme, daß die Schiffe nicht im KriegsgeKifte fahren sotten. Ein Verband der deutsch-nationalen Parteien im österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien. 22. Jan. (WTB dttchtamUich.) Die deutsche nationalen Parteien des Abgeordnetenhausts haben beschlossen. sich zu einem Verbände znsammenzuschließen, der de« Nanren führt „Verband der dentschnatronalen Parteien im österreichischen Tlbgeordnetenhaus e". Der neue Verband zähit 94 Mitglieder. Die Leittrng liegt einem 25gliebrigen Ausschuß ob. Zum Obmann nmrde Abgeordneter Waldner. zu Obmanns stell verttetern Wolf urrd Sylvester gewählt. Mit Ausnahme der Abgeordneten HeUinger und Redlich gehören alle Abgeordneten des früheren National Verbandes dem neuest Verbände an. C P»g©lt den Stuhlgang bei Erwachsenen und Kindern« AüKzlHci' empfohlenI Origlneldoe# MK. 15a Statt besonderer Anzeige. Heute abend 6 V 4 Ohr wurde mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater Otto Jung, Oberlandesgerichtsrat i. R. von seinem mit großer Geduld ertragenen qualvollen längeren Leiden nach gerade vollendetem 72. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen: Mathilde Jung geb. Zurbuch Emmi Jung Karl Jung, Finanzrat, Großh. Ministerialsekretär Otto Jung, z. Zt. Leutnant d. L TiUa Pisdter geb. Jung Gustel Jung Anna Jung geb. Kaiser Ella Jung geb. Mügge Ludwig Fischer, Baurat, z. Zt. Leutnant d. L. und 6 Enkel. 6i *D Darrastadt (Heinrichstr. 81), Blankenburg a. H., 21. Jan. 1918. Die Beerdigung findet am Donnerstag den 24. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Waldfriedhofs, aus statt. m zeiunleiijaiiktt und 591 WerkzenM-er finden dauernde Stellung. Fabrik für Präzisioüs Mechanik, Uartnrnnn & Kobe, Marburg a. d. L. Bekanntnmchnng . ^Februar d. I. ab tritt bei Benutzung der städtischen Stratzenbahn für Militärpersonen mit und ohne Eharge der normale Tarif in straft. Berwmrdete erhalten gegen Ausweis freie Fahrt. Stolle. 6098 Holzversteiger,mg in der fürstliche,r Cbcn'örftcrei* Lich. Montag den 28. Januar, vormittags 10 ttbr, Lserüen urncr AuSschlutz non Wiedervsrkänfern und unter den vor dem Verkauf bekannt zu gebenden Bedingungen ,m Distrikt HSler tAlbad>erhosfrtle> versteigert: Buchen: 400 dtm. Scheiter, 180 Rm. Knüppel, 100 Nm. Stöcke, Wellen,- Eichen: ?.(> Rn:. Knüppel. 9 Rm. Stöcke, ÜO Wellen,- Nadelholz: 16 Nm. Stöcke. 400 Wellen. Die Zusammenkunft ist auf der sog. alten Gietzener Strahe beim Eingana in den Waid non Stctnbach her irischen Häler und S chwarzwald)._ 577B Warme Schuhe ebne Leisten und ohne Nägel. Dauerhafte Sohlen kann , . , ^dorim Hotel Fürslenbos arbeiten. 'U..n!Äf!nL" Montag m kill Kursus ßstt, «vo sich jeder aus alten, abgetragenen Kleidungsstücken die 'chönften und wärmsten Schuhe und Pantoffeln Herstellen kann. — Nähere Auskunft erteilt und Anmeldung nimmt entgegen täglich v. Montag bis Freitag v. 9—12 u. 3—6 Uhr ia JHt Leiter s S y ftj fj rc» Freiwillige Versteigerung. Donnerstag den 24. k. MtS., nachm. 2 Uhr, ver- uetgere rch aus einem Nachlasse dahier Sreinttratze 11 (Lager) Model und Hau-daltungsgeaensiände wie: Betten, altert. Schrüicke und Kommode, Schreibtisch. Tische, Stühle, gulerh. Nähniaschlne, 5^üchcngeräte ulw. legen Barzahlung. ^ Berkteigernng bestimmt. Born, Gerichtsvollzieher in Gietzen. 536 8 c entilon Brandt (B&Hotoq). ftloderass Haas. Beste VsrpNegang. I Zimmer fiel. Bad. 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Januar 1918. 6078 Der Oberbürgermeist 'r Hammstrabc4'U.5-Zimmei^ Wohng. m. Ganenam. vr. 1.4. zu ver!nielen..9iäheres 631 H. W. Rinn. Ost-A'l. 12. Babllbolstr. 28 schöne3-Zimr.« Wohnung zu vermieten, diäh. Auskunft imHtnlerhause. 16 lölil. Ziiiiim zu vermieten 580 Ebclttr. l l /!. p. Aöbl. Zlwmvr llev. Eingang« z. vrm. Badubostt r. 62 IL «*”» Laden m. grob. Schaufenster t erst. Geschäftslage, Selters- weg, mit od. ohne Wohng , per sofort.evkb spät, zu vermieten. Näheres bei Grift. Sonntag, 394 Sckuluratze. PlocMrabe 5 u. ^nvin Ncuenwrg 18 zu vermieten. 471 QttA nla ge 12, H.W .Rinn. Pension Branü, SvvsaBLae 22 ZiBner.EEittags-n.Abendtiseh mit Bad. Gas. elektr. Lick', mögl. Zentr.- od. Et.-Hzg., in freier Lage per 1. April oder später von ält. Ehepaar gesucht. Angeb. m. Preisanrp unter 08724 a. d. Gteb. Anz. I. B. Grunewal d. Städtischer Gier-Verkauf. In der Zelt vom 24.—30. d. M. rverden au die Be- AugSberechtigten gegen Abgabe der Etermarke Nr. 23 Eier abgegeben. Es entfallen in den Bezirken 1, 2, 7, 8. 10 und 11 auf die Marke je 2 Stück, in best Bezirken 3, 4, 5, 6, 9 und 12 ie 3 Stück. Der Preis beträgt 40 Pfennig für das Stück. (Verhandlung Steinreich: Bezirk 1 Donnerstag „ 2 Freitag n 3 Samstag „ 7 Montag n 11 Dienstag » 12 Mittwoch Molkerei Gebr. (ürieb: Bezirk 5 Donnerstag, Bismarckstratze n 6 Freilag—Samstag, Bismorckstratze n 8 Donnerstag, Frallksurrer. Strotze n 9 Freitag—Samstag, Frankfurter Sir. n 10 Donnerstag, Schanzenstras;e n 4 Montag—Dienstag, Bismgrckstratze. Gtetzen, den 22. Januar 1918. MOB Der Oberbürgermeister lLe öer tsmil-tclomt). _ Bekanntmachung. Bei der am 18. Januar 1918 vorgenommenen Ber- loiung der am 15. Mai 101 8 zur Rückzahlung lom tuenden Schuldversckreibm:gen der Anlekcn der Stadt Gieben von den Fahren 1806 nnd l8«»7 sind folgende Stücke gezogen worden: ^ ») vom 1896er Anleben: Lit cr Nr. m 92, 168 , 198, 224, 2T>4 .. R 33, 80, 152, 180, Zrl 263, 340 „ S „ 25, 93, 137, 170, 208, 297, 368, 383, 408, 477, 505, 576. 679, 695 „ T , HW, 111, 140, 211, 258, 319, 372, 400, 468, 474, 541, 593, 69l. 718 „ U 43, 76, 101, 152, 246, 275 I») vom 1897 er Aniebeu: Ut V Nr. 5, 66, 12:; 169 zu Iw Mark W „ 29, 7L 128 zu 200 Mark „ X „ 39, 50, 128, 178, 218, 271, 357, 380 zu 500 Mark .. Y * 10,92 132195,233, M 320,399, 423 zu 1000 Mark .. 2 „ 77, 89, 111 zu 200o Mark Die Einlösung der Schuldverschreibungen kann bei der Stadtkasfe (6ies;en, bet der Mitteldeutschen Creditbank und bei der Dresdner Bank zu Franksnrt a. M. erfolgen. Die Verzinsung hört am 15. Mai 1018 auf. Don den ln früheren Jahren au-gelosteu Schuld derschreibuugeu sind noch nicht zur Rückzahlung vor» gelegt worden: Lid. Q Nr. 78, Lit. R Nr. 11, Lit. S Nr. 229 und 511, Lid. T Nr. 248 und Lit. V Nr. 115. Gieeetl, den 19. Januar 1918. 6088 Ker O^rbürgermeisirr: Keller. zu &u 100 Mark 200 Mark rn 990 Mark zu 1000 Mark zu 2000 Mark Beainlenwitwe mit kl. 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Zum »of'optigerj Eintritt wird ein nicht mehr immer K aufmann (gelernt. Eisenbändlcr be vovzugt) gesucht, der in der vagerbnchkaltung tüchtig nnd erfahren ist und eine Kartothek zu leiten und auSrnbaueu versteht. Tatkraft. Bewerber (auch ecign. Kriegsbeschädigte darf. Iflrtb. herigeu Tätigkeit, ihrer pecign. rrrieg sind znaelasseu) wollen unter Angabe ihrer btö- GelraltSansvrüche u. idrcr Militärverdältu. baldigst ihre Gesuche unter 619 bei der Weschäftslt. deS Gieh. AnreigerS einreich»». Ein tüchtiger 615B Schreibgehilse zum alsbaldigen Einrr gef. Laiides-Hcil- und Pflege- anstall Gießen. Tßlht. Areintt für sofort gesucht. 587 5larl Habu. Löberstr. 17. AuOlnSkrlthrlhß. § Beaver Junge in die L'ehre gesucht. H. Lckinerder, Buchbindermstr., Kirchenvl.5 Ein SÄrcincrlebrling gesucht. ÄUtlvr, Schtffen- berger Weg 16. 378 Junge mit guter Schulbildung und 4n>S guter Fam. als Lehrllaa auf ein Anwaltsbureau gef. Ang. unt.621 u. d. Gieh. Anz. Zuverlässiger I a H r b n r s ch e ges icht. 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