Nr. 18 Erstes Blatt * 68 . Jahrgang Dienstag. 22. Januar *9*8 Der Glestemr Avzelß« erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Gletze««r KamMendlütler; Nre^sdiaN fRr Itn Kreis Siehe«. Bezugspreis: »nonatl.Mk. 1 . 20 , viertel» jährlich ück. 3 60. durch Abhole- u. Zweigstellen monarl Mk. 1.1'»: durch die Post Pik. 3.60 viertel» fährt. ausschl. Bestell«. Fernjprech - Anschlüsie: postscheckfonts: sürdleLchr'stle.luugUZ Zrantsurla.M. tt-86 Perlag.Gefchä'wsteljeöl Eichener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen aiiiiuuiuc von Anzeiger 1 die Tagesnumrner dtS zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbirrdlichkeit Seilenpreise: sür örtliche Anzeigen 2bBi.,für auswä rtlge 30 Ps., 'ür Reklamen Mk. l.— : bei Platzvor» schrist 20»/, Ausschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für Politck u. Feuilleton: vaiikvtttthr: Aug. Woeq: Sladl und <5en>t,btb«n, Land.V°rn„!chtksu.A-- richtsiaal: W. Meyer; r 1 et! i*anV*ig«t*i«ft*n" Awilltngrnmddrilck u. Verlag: vrühl'sche llniv.-vuch- u.Steinörucfer«t K. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr.r. Aim-Uch°n, Gieb-n! Die bisherigen Erfolge des uneingeschränkten U-Boot-ttrieger: y Millionen Tonnen. (DTB.) Großes Hauplauartier. 21. Zrmuar. (Allttlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nordöstlich und östlich von Yprrn, sowie an der Front von Lens bis Eveby hielt gesteigerte Arüllerietätigkeit an. Südlich von Vendkntille blieben bei Abwehr eines Eng- länder-Vvrstoszes Gefangne in unserer Hand. dieser Segen, weiter geleitet, die Parteirassen füllt und eine wüste Agitation in Wort und Schrift möglich macht/' Müßte man bettn diesen „Spießerw" und getrübten Leuchtet:" nicht jedes Meiirungs- und Stimmrecht überhaupt wegnehmen, wenn sie doch keine wahren Volksbestandtcile sind? Das Aufbrausen dieses weisen und idealen Meinungs machers wird bei den Vernünftigen des Volkes, die es wohl in allen Kreiser: gibt, nur ein bißchen Heiterkeit erregen, bei der Regierung aber keine Aufregung verursachen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zn einzelnen Abschnitten, in der Champagne und zu beiden Seiten der Maas. Kampftätigkeit der Artillerien. Nordwestlich von Reims mrd in den Argonnen butten kleinere Unternehmungen unserer Erkundungsabteilungen Erfolg. i ... - . i • Fn den beiden letzten Tagen wurden 11 feindliche Flugzeuge und 1 Feste ballon abgeschofscn. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Zwischen Wardar- und Doiran-See lebte das Artilleriefeuer zeitweilig auf. In der Strmnaebene kam es mehrfach zu Vvrfeld- Umpfen. die für die BulKrren erfolgreich verliefen. Italienische Front. Keine besonderen Ereignisse. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. Der «bendbericht. Berlin. 21. Zan.. abends. (WTB. Amtlich.) Pon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 21. Jan. (WTB. dtichtamtlich.) Amtlich wird verlautlmrt: Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. * Der türkische Bericht. Kon stan t i no pel,'19. Januar. MTB.) Amtlicher Tageslicht Au der Pal ä'stina fron t, nördlich von El Bire., schob sich Iber Gegner näh^r a.i Uusare ÖL tun hlevan und besehe eine Höhe südöstlich von Aura, von der umere Sick)erungm z'urüchgenmuN'M loorden Üvaven. Gin Angriff unserer JNfanterüI entriß den: S'ciinde die Höhe sosort wieder. Ko n st a n t i n ü p e l. 20. Januar, st WTB.) Amtlicl^n Heeresbericht. An der P a l ä st i n a f r o n t, abgesöl-en- von einen! sernd- lichen schwaäwn ,?lrttllerieseuier, Ruhe. Die vezember-veute der U-Voote. Berlin. 21. Jan. (Amtlich.) Durch kriegerischeÄbatz- nahmen der Mittelmächte sind im Abonat Dezember 1917 insgesamt 7 02 9 0 9 B r. - R. - T. des für unsere Feinde nuAaren Handelssck-äffsrmrnres vernichtet worden. Damit erhöhen sich die bisherigen Erfolge des uneingeschränkten U-Boot-Krieges auf 8 958 000 Brutw-Register-Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Das mvnatlich' Ver.enkungsergebnis, mit bent das Jahr 1917 ab schließt, ist in mehrfacher Hinsicht besonders ^friedigend. Es stellt sch um ctna 100 000 Brutbo-Rrgi er-Tan t i höher, als das des Mcn'ats Nov^nbec und übettiä ft auch dasjenige des September nnd Okwber m>ch um rund 30 000 Tounerr. Neuer Umsturz in Rußland! Das ist das Neue, vor dem wir stehen und vor dem wir init „grundsätzlichen" Streitigkeiten wieder einmal Halt machen müssen. Die Meinungsverschiedenheiten über das „Selbstbestimmungsrecht" der Völker haben augenblicklich keine rechte praktische Bedeutung mehr. Die Petersburger Regierung der Bolschewiki hat in der Gesetzgebenden Versammlung nur eine Minderheit erlangt und müßte also, lvenn sie vom „Selbstbestim- nnrngsrecht"" etwas hält, abtreten. Jetzt zeigt jich's^ aber, wie Recht und Freiheit Trotzkis und Lenins anssehen! Sie lassen auf ihre Widersacher schießen, schließen einfach das Parlament, das ihnen keine Mehrheit bot. uard handeln also vollkomnren nach den Methoden monarchistischer Machthaber. Die Begründung ihres Verhaltens kann man in dem Erlaß lesen, den die Maximal isten veröffentlicht haben und den wir nachstehend wiedergeben. Darin steht: Das Recht der Mehrheit gilt nichts, wir, die Minderheit, baden recht, mtb wir sind die wahren Propheten! Schon bei den Wahlen zur Gesetzgebenden Versaucmlnng ist es nach glaubwürdigen Berichten zu ähnlicher Praxis gekommen. Die Soldaten der Bolschewiki drohten denen den Schädel einzuschlagen, die nicht für ihre Absichten und Ziele stimmten. Warum wurde dann aber überhaupt gewählt? Ist dieses Softem, so muß man jetzt Herrn Trotzki fragen, besser, als die von den Mitteln,ächten in Brest-Litowsk zugestandene Volksbefragung? Wir wissen noch nicht, welches Friedensprogramm die neue Opposition in Rußlaird hat, die jetzt vielleicht ans Ruder gelangt. Das „Berliner Tageblatt"" läßt durchblicken. daß die Mehrheit der Konstituante keinen Frieden mit Ab- trennung russischer Gebiete wolle, und daß Hertting und Kühlmann nur eine „vernünftige, gerechte Politik" machen müßten. Das Blatt zitiert die Wendung des Grafen Ezernin, daß „der Frieden nicht an Eroberungsen Dampfers „Vermisse"" aus der Reise von Westasrika nach Rotterdam durch deutsche U-Boote wurde heute veröffentlicht. Ter Dampfer „Bernrisse"" hatte Rnsisgue in Westafrika am 2. Mai 1917 verlassen und wurde am 20. Mai durch einen englischen Hilfskreuzer angehalten, der ihm Befehl gab, den Kurs auf KirLvall zu setzen. Während das Schiff das dQUsche Seesperrc^bret kreuzte, tvurde es am 23. Mai von einem deutschen Untersee-Boot angegriffen und beschcchigt irnb durch englische Fischdampser nach Kirkwall einbracht, wo es, damit es nicht sffrL^, cyujf .Strand gesetzt werden mußte. Am 26. Oktober 1917 erhob der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Niederlmwe Besäflverde des Inhaltes, daß alle Verantwortlichkeit für diese Schäden auf die englische Regierung falle, ganz abgesehen von der Ursache des Verlustes. Tenn es bestehe kein Gnrch) dafür, Schiffe in englische Häfen zu bringen und sie zu Mingen, das gefährdete Gebiet zu durchfahren. In der Antwort vom 16. 11. 1917 sagte Balfour, die englische Regierung hätte erwartet zu hören, daß die d^rederlande einen heftigen Einspruch an die deutsche Regierung gerichtet hatte wegen der offenbar rechtswidrigen unmenschlichen Handlnn^gsrveise der Untersee- Boode, nnd daß diese Besch,verde mrs Anlaß der durch solche Hand- lnngÄr^iie verursachten Verluste gegen jene Regierung^ gerichtet norden wäre .Das Recht der Kriegffchre,chen, neutrale Schisse zu prüfen und zu durchüchen, kam, uicht in Frage gestellt werden. Tie Tatsache daß eine jplä)c Prüfung unter den jetzigen Verhältnissen nicht auf See statt finden kann, ist nicht abzuleugnen. Tie ReäMmäßigkeit der Verschickmrg solcher Schiffe in einen Hasen zur Prüfung ,vurde tatsäck-lich während der ganzen Dauer des jetzigen Krieges zugestanden. Die Frage, ob die Sendung des Schiffes in einen Hafen rwtwendig gewesen wäre, rst bedeuttingslos, da daö Rechts dem kommandierenden Offfzier zu dieser Entscheidung zu ge standen hat. Der Schaden ist unmittbar durch rechtswidrige .Handlangen deutscher Unterseeboote verursackü- Die englische IRegiernng kann dafür nicht verantwortlich gemacht Werden. Es ist airch kein Zweifel darüber, jdaß «das deutsche Vorgehen, ein „Sperrgebiet"" eü,zurichten, in dem neutraD Schice öl/ne Wärnung ver-senkt tver'cvn können', im höchsten Grade rechtswidrig ist. Die englische Regierung traf mit Unbequemlichkeiten für sich selhst ^Ernrühtungen, daß neutrale Schisse, deren Roedei- geivissc veruüinftige.Bedingrrngau annehmen/ an bestimmten Punkten anßerhrlb der ^gesähMeten Gebiete geprüft ioerden köimen. Die Schilfst, ,m, bk es sich hier hrndelt, machdn^ aber keinen Wersnch, diese Erleichterungen zu erhalten, sonders zogen es vor. die Gefahr aus sich zu nehwen, die erntritt, falls eine Entscheidung dahin zN ernett kurzen Antwort vom 21. Dezeinber sagte Balfour, dre von! der niederlmwischon Megiermlg vorgebrachten Erwägungen troseH licht die Hauptsache, nämlich daß die niederländische Regierung, obgleich die Schiffe durch eine zugestandenermaßen rechtswidrige Handlung deutscher U-Boote versenkt, bezw. beschädigt worden' seien, \\ftt Beschiverde an die englische Regierung unch mäst an! die b&utidyt Regierung richte und die englisclx Regierung für rechtswidrige Handlungen ihrer Feinde verantwortlich zu machen Ulchc. während sie keine Schritte getan (habe, wm von den Fernden Entsch'ädilgrmg zu erlangen. Die englische Regierung sehe sich,außerstande, V-erhandlungen über derartige Beschwerden zu sühlren^ welche, wie bereits bemerkt, bei Prisengerichtshösen anzubrmgen seien, welcher Weg den Besä)werdesührern.immerhin frerstehe, Anordnungen dcS englischen KriegShandelSamteS. L on do n. 21. Jan. (Reuter.) Das Ktiegshandelsamt laßt zum 1. Februar durchgreifende Bestimmungen in Kraft tteten über dre K o h l e n v e r s o r g u n g von Schissen in amerikanischen Häsen zur Kontrolle der neutralen Ochi(fahrt zu dem Zweck, die Kanäle zu verstopfen, durch die der Feind Nachii ten erhält, ferner um *.'en Feind zu verhindern, Gitter aus Amerika zu erhalten, ^.as Amt verlangt daß die Schiffseigner jeden Kapitän, Offizier ater Mann auf Wunsch de^ Amtes eittlassen. Es verlangt netter, das alle drahtlosen Apparate versiegelt werden, so daß keine Botschall ohne Wissen des Kapitäns abgesandt werden kann. Neutrale Fahrzeuge auf dem Wege von oder nach den Vereinigten Staaten, von oder nach Norwegen, Schweden. Dänemark, Seeland, den Farörn, Holland, Spanien oder neutralen Hasen im Mrttelmeer müssen sich einer Unteffuchung unterziehen, sobald das Amt dies anordnet. Ferner wird festgesetzt, daß alle Kapitäne sich Erlaubnisscheine für Kohlen und Vorrat besorgen müssen u,ü) daß weder Vorrctte noch Brennmaterial an Schiffe geliefert werden sollen, die die Unterseebootszone bereisen. Kein dlnsuchen um Vorrat durch ein amerika rösches Schiss, das nicht durch das Schiffahrtsamt requiriert ist, soll berück)ickstigl werden, außer sür Rersen und Handel, die vom Kriegshandelsamt genehmigt sind. Aur Ruhl-'nd. Berlin, 21. Jan. (WTB0 Tie Petersburger Regierung verbreitet folgenden Funkspruch: Petersburg, 19. Jan. Gebern, am 18. Januar wurde die k o n- stituierende Versammlung erö/'net. Tie Versammlung eröf.üete Ge.^se S w e r o l o w. Zum Vors inenden lonrde T s ch er- now ge,vählt. Geuosse Swerdlow schlug im Nmnen des Zentral- vollzugsausschusses der konstiti ie.euden Versammlung vor. die Macht der Räte midal e D.kr.te, die vom Rate iec Volks'ommi sare veröffentlicht wurden, bis zur Klarstellung der Beziehungen der konstituierenden Versammlung zur Regierung der Räte anzuerkennen. Tie Mitglieder der konstituierenden Versammlung lelmte^r. ab. Tie bolschewistischen Linken der sozial revolutionären Frartion verließen den Sitzungssaal, dlm Tage der Eröffnung der kon-i stituierendeu Versammlung fanden Kundgebungen statt. Soldaten, Arbeiter und Matrosen nahmen an den Kundgebungen nicht teil. In Petersburg wurde ein Marinerevolutions- aus schuß gebildet. Die Ordnung in der Stadt wird durch Matrosen und Soldaten der Roten Garde aufrecht erhalten. Der Führer der polittschen Abteilung Ryschkow. Bern, 21. Jan. (WTB.) Ter Petersburger Berichterstatter des „Corriere della Sera"" drahtet, daß Hunderte von Verhaftungen vorgenommen wurden. In verschüdenen Stadtteilen begannen Straßenkämpfe mit Gewehr- und Mlaschinew- gewehrfeuer. An mebreren Stellen ronrden bereits Barrikaden errichtet. Eirribe von Kronstadt eingettoffene Kriegsschiffe griffen in den Kanrpf ein. Amsterdam, 18. Jan. (WTB.) (Verspätet eingetroffen/» „Rnßkaja Wjedomosti"" entnimntt der „Times"" Beispiele für die angel-liche Gewalttätigkeit, mit der die Bolschewiki bei den Wahlen für die versassunggele.che Versammlung zu Melbe gingen. Im Bezirk Kozlow drangen bolschcwifttsche Soldaten in die Dörfer und drohten jeden zu ermorden, der gegen den Bolschewiki-- Kandidaten st in, men würde. Amsterdam, 21. Jan. (WTB.) Laut „Tailh News"" «me Petersburg vom 18. Jan. läuft das Gerücht, daß Sawinkv. F i l o n e n k o und' K e r e n s k i, die bisher bei Kaledin waren. nach Petersburg zurückgekehrt seren. In der ganzen Stadt l>errsch: eigentümliche Spanmurg, wie sie auch vor früheren Unruhen wahrnehmbar war. Die Auflösung der verfassunggebenden Versammlung. Petersburg, 20. Jan. (WTB.) Meldung der Petersburger TÄegravhenagentur. Heute trat der ausführende Hauptausschuß des Sowjets der Arbeiter, Bauern und Soldaten zu einer außerordentlick>en Sitzung zusammen mib beschloß um! 1 Uhr 30 nachmittags die Auslösung der versassunggebendens Versammlung. Eine Unterredung mit Buchanan. London, 21. Jan. (Reuter.) EA,Vertreter des Reuterscheit Bureaus hatte «ine Unterredung mit Buchanan, dem britischen Botschafter in Rußland. Die (Auffassung, Buchanan sei aus sliußland wegen der Lage abgereist, ist völlig unrichttg. Tat- sack-e is. daß er bereits vor einiger Zeit alle Vorbereiünrgen getroffen hatte, um sich für künze Zell zur ,oohlverdienten Riche nach Hause »zu begeben. BuchjanaN 'sagte in der Unterredung, die dmch die Nahrungsmittelknappheü entstandene Lage sei ernst. Die aUgemeine Aliffcht fei, daß die ^Lebensmittel in diesem Monat völlig ausgehen würden, und Ivenn eine Hmrgersnot erntrele, könne man eine Anarchie ecivarten, mvdi ip ("iesem! Fittle könne jedermann in Gefahr sein. Was die politische La^ angehe, so kann ich offenbar meine Ansichen in der öffentlichen Presse nicht völlig zum Ansdruck brnrgen. Die hmiptsäck-lichste Tatsache ist, daß die Bolscheuüki zwei- fellos Herreu der Lage im nördlickM, Rußlarrd sind, wenigstens gegenwärtig. Was die verfassunggelnmde Versammlung andetrifft, so scheint es, daß die Sozialrevolutionäre gegenwärtig die Mehrheft TTtd?t ^ m Tatsache, daß die Bolschewik! ow torsümlnrve Macht haben und sie behalten wollen, selbst mit ^«ttt. falls -dies nötig.werden sollte. Bon einem bin ich über- Ru glaiid ist noch nicht am Ende angelangt. Für die Zukunft ogjyjS .Srolrerr Landes mit seinen Mernreßliche« Möglichkeiten ist nrchr bK ? ßertcihnicr die Hauptsache, sondern das Finten des Mndc- oliLdes kür die Zukunsi. Darin vertraue ich nur die Zukunft des Landes, rn dem ich so viele Jahre zugebvacht habe. Llohd George da» Chamäleon. Das Stockholmer Blatt ..Bidi" stellt drei Aussprüche Lloyd Georges zu folgender hübscher Glosse zusammen, der es den Ttttt: .^Aohd George, das Chamäleon" gibt: I. Wso sprach Lloyd George im Jahre 1903: ..Verstehen Sie ncc&t rote wvhlbcvrründet die Unruhe Taurschlands ist? Wenn Sie rn derselben Lage wären wie Deutsclchind. mit Rußland auf der emen.^ Frankreich auf der anderen Seite, die bei einem eventuellen euvopäifchen Kriege seine Joinde werden., roürden Sie sich da nickst rüsten, würden Sie dir nicht bauen?" - H- Also sprach Li ssst> George in einem Aussatz Neuiahr 1914: deutsch? Heer ist ein.' Lebens notwendig'ftit, nicht nur ftlr das Teuttch? Reich, sondern für die Existenz rmd Selbständigkeit der ganzen Ration, da Deutschland von zwei Mach en flankiert ist die fÄ>c eine _ ebenso lttnüb s ?£rmee wie Deutschland hat. DtNtt schwand rst so oft erobert und fern seinen Feinden verwert Worten, dag es sichi einer solchen Griahr nicht rwch einmal ausseZen darf." 5. ™ l?> lp^ach Lloyd George im Jahre 1917: „Der prenßi- -che Krivgsgerst ist der wrttiiche Feind. Es ist dieser Ger t von Potsdam wo man seit 50 Jahren Pläne zum Angriff qegen unser Vaud geschmiedet hat. Teusschlaind lcht mir danach getrackftet. seine Rachbarn zu unterwerfen. Dies ist Deutschlands Traum und unser Albdruck gewesen. Keine Freiheit ist nwglich, bevor das Palladium des preußischen Militarisnrus vernichtet und seine Apostel in dre Winde zersrrem oder unschädlich gemacht w-rden sind." . 'pricht allerdings das wahre Eha.mäloon: Die Znsammen- Eung des ^vockho-lmer Blattes tvird für alle Zeit ihren Wert be- WOl. Die SSHne und Preise in England, Bern. 20. Jan. MTB.) Der „Labour Gazette" zu- svlge erhielten die 4 7O0O0O Arbeiter der Hauptindustrien ' <^dL7 Lohnerhöhungen von insgesamt 2 200000 Pttmd Sterling die Woche. Die Kleinver- k" fKpreise der hauptsächlichsten Lebensmittel haben sich wahrend des Krieges mehr als verdoppelt. Die ehemalige Kaufkraft eines Bmiid Sterlings kommt jetzt der gleich, die früher 2 Schilling hatten. Die Kosten des Lebensunlerhal- tes emer Arbeilertamilie nahmen während dcS Krieges um ^ Prozent zu. * E-n« britisch« «„leih« in Japan. Emebritisch« Anl-ih« von OO Millionen Im lall rn Japan untergebracht werden. Der Getreidemangel in Frankreich. e^SrUH 11 ' f *LH erheblichen Verluste der frcmzösischen DElsslotte spulen nt drm Kammervechrndlnngen häuftg eine. Rolle, -rer Berpflegungsmrnrfter Borat erklärte jüngst, i\i bestehe % dt to cnsigkeit, 36,7 Millionen D op pelzent n er Ger r erdc ernzu rühren. Bor dem Kriege brauchte nur in E Mißerntejafen Mvt^reide ein^führr werden. D rr nn gehwre UnlLt schied rst txmplpächltch aus Verminderung bet 9X0 ^ Kredite zu ver- Dazu bemerkid« Redaktion des Bk-rttes: „Schon jüngst haben tmv imjer Mißtrauen ausgesprochen gegen die Frank- reich und statten zu gewährenden .Kredite. Die Polittkcr und B.rnkleule, die uns diese üblen Geschenke bringen, mö- gen zuschen, wie sie uns vor Schaden bewahren. Sie tragen s ^§?Er?Uwortung dafür, daß immer mehr schweizerisches Kapital immobrllsiert wird. Daß wir von den Franzosen kem.- ruffischei: Papier- nehmen werden, ist ja sicher, aber niemand werß, wie der Krieg ausgehen wird und dann ^ ^itt Holländer in Frautre-ch wegen Spionage z«m Tode verurteilt. Alters, gefährdeter Gesundheit oder wenn die Kinder der Be- trefferrden in der ftalienischen Armee dienen. Diese Misnahmen werden vom Ministerium des Innern auf Grund eines Ent- scheides einer Sonderkommission und zweier italienischer Bürgen bcwlllrgt. Die Naturalisation der Angehörigen feindlicher Staaten, die im Laufe der letzten 10 Jahre vorgcnommen sind, werden außer Kraft gesetzt werden, solche Naturalisierte iverden dann als Untertanen felEicher Staaten angesehen. Das Eigen- kum feindlicher Staatsangehöriger und die Fnititntionen feind- lut>er Nationalität können mit Beschlag belegt werden, selbst Hc durch angebliche Rechtsgeschäfte an italienische oder andere Bürger übergegangen sind. (Än Teil der ^Zinsen der belchlagnahmten Güter kann den Eigentümern zur Befriedigung ihrer Lebensbedürfnisse übergeben werden. Das Verbot der Vornahme gerichtlicher und ziviler kaufmännischer oder administra- ttver Handlungen durch 'Dekret vom 24. 6. 15 wird aus die Untertanen, Jnftituttonen und Handelsgesellschaften ausgedelM^ die deutsch srnd und ihren Sitz in Demschland haben. Die Wirtschaftspolitik der Rordftaaten. S1 o ck h o l m, 20. Jan. (WTB.) Svenska Telegramm» Byrar meldet: Die schwedischen, norwegischen und dänischen Delegrerten zur Ausarbeitung eines Vorschlages zum vergrößerten Warenaustausch zwischen den drei Ländern haben wiederum vom 17. bis 20. Januar in Stockholm Sitzungen abgehalten gemäß dem Beschluß der vorigen Konferenz, die 111 ^ 6. November tagte. Schweden wird nach der getroffenen Vereinbarung hauptsächlich Waren aus Ersen, Stahl, Holz und gewisse Maschinen und Paviermasse unern, Norwegen Salpeter und andere chemische Erzeug- ntsse, ferner Fische, Brennholz, Chemikalien und Metalle, Dänemark Getreide, allerlei Lebensmittel, Häute und Samen. Aus Einladung der dänischen Delegierten tverden die Lelegterten nn Februar jn Kopenhagen wieder zusammen treten. Sin norn>«sisch«K «latt über di« Aubfichte» im Westen. ^ ...Kristiania. SO. Jan. (WTB.) ..Morgenbla- det schreibt m einer Kriegsübersicht über die erwartete deutsche Offcnnve an der Westfront: Die Möglichkeit für emen Durchbruch bestehe. Aber schon wenn es den Deutschen gelinge, den Alliierten eine kräftige Geaenoffensive für längere Zeit unmöglich zu machen, haben Ke viel erreicht Inzwischen wirke oer U-Boot-Krieg, unaufhörlich weiter. Selbst wenn die Deutschen die Landoffensive ausgeben müßten, konnten sie ihre ebenso gefährliche )vie wirksame Offensive zur See fortsetzen. Das können die Alliierten nicht, außer wenn sie ern Va bangue-Spiel gegen die deutsche Flotten- bans wagen sollten. Die Hoffnung der Deutschen, mit den U-Booten, ihrem kräftigsten und sichersten Offensivmachl- mtttel, den Krieg zu gewinnen, scheine durch die Ereignisse gerechtfertigt. " Vom polnischen RegentschastSrat. 20. Jan. (WTB.) Ter vvlnische Regent- schattSrat erhielt vom zentralen Bürge rkomiree in Petersburg durch den HauptbevoUmächttgren Grabski ein bem es u. a heißt: „Das zentrale Bürgerkomitee V.ber Vechlmnung veveimgr sich ma der Stimme des Volkes uno begrüßt mtt Freuden die Uebernahme des Steuers der Landesanaelegenherten durch Euch." Nach einem Rückblicke auf «SSLÜ1 Ruffisch-Mm feil dem Alynge der weist das Schreiben auf die Tätigkeit des zentralen die Jwtereffen des Königreichs Polenim Verhältnis zu Rußland verterdigte und schließt- ..Daß Ihr Erlauchte Männer rm Lande den Gnrndsteft! zu den Fundamenten unterer Unabhangigkeil legt, erweckt in uns das Zu-- ^und den Glmchen. baß Ihr die Repräsentanten der großen ^»Ä.opserischen Kraft fein werdet, welche in unserem Lande m e ri tteren nicht ausgehött hat, und welche in diesem hiswri- 1 9P 1 Enahmemomente gestalten wird, den Bau unserer staat- "^dängigkeit gegen die ihr drohenden Gefahren zu lchühen. Wrr glauben, daß als Ergebnis des .Krieges sich die bereits von beinahe allen Völkern der zivüisierden Welt anerkannten rmentwegten Besttvbungen des gesamten Polens n> füllen werden. Gott gebe Glück zu Euren Taten Glnchzeitig erhielt der Regentschaftsrar vom polnischen natt'o- nalen Klub in Petersburg ein schreiben, in dem er, sich mit der Stamme ber Gesamtheit der Volksgenossen aus dem heimatlichen Boden vernmgend den Regenten des polnischen Staates Huldi- gung, gebührende Anerkennüug und den Ausdruck der Hoffnung darbrnngt. daß deren vpsmvillige Mühewaltung durch einen uh: .Vaterland gmistigen Erfolg gekrönt werde. Untta S^genL AE)en kur das Gelingen des grvlien Werkes der Wiederaebutt MK bas schreiben mit dem altpolnischen Gruße „Gott gebe ¥ illd ü V? ift uritegeirf>net »mt dem Präsidenten -todworski und deui Rats mtt glred Brzczrnski. Eine österreichische Regierungsertlärung an Arbeiter. Mit welch unerhörten und z-ivilffretter BüKer unwürdigen ^ Fvanwien fehnt auf neutralem Baden gegen An- ^ttge neutraler Staaten v^hen. besonders, wenn eS sich um ^ ^E»lrcher Spionage Handel, ergibt sich aufs neiit aus emer^ Meldung des Lhwttzer Presse-TelegT^ph^T ati S wm von Lyon orri:tteilve d^n^deur^ icherc ^taar-Egehorigen O tton. der seinerM unter merkwürdi- rJ? ^ anbün »er rranzönschen Gretrzpolizei in die Hände ge- vaten war, wegen Lprvnage zum Tode. Dazu wird wtgender Tat- re!.gestellt: ’-ttmi itt 1882 in Holland als lMändischer ^taatEgelwtt^geboren, vt Kaufmann in Hambilrg uw'> r^ie ^ nmh der Lch-we^ Leme Mandffche Staatsang-chörigseit bat er nnd. verloren, on' war mr deut'ch *y Staa 1 San^e 'ybrig e r. Verhaftung ^.ttans durrb die franzüiischm Betörten ivielt Tiru out wTgmiv SBMIr_ab: -ffln X. «S*^17 «S|wbJS^Ä tentTftrf) imuS) hi« 'ir-nimEu,.ien zu boenüen. Sei zurzeit nur ein e-JiibfriTieoMirti Rußland möglich, so falle die Vsrantwottuug all die «wäwWttn F-ricd?nsMq^ tote bn ;PattCbu.Qtftte «usflCidüagat öätten. Deffen unffewfeet batte ke.Neg«nmg m teijafcn «mos möglichst dawiaei» all«emnne« JrrtLi-natronalc Bc^charungen über Abviistuno und ihre Schr^genchte bvte-.c dazu nach ihrer Ueberzeugung die ge- ergnetile ^Kundbrge. Da keine derritorütten Erwerbungen aus Rust- ^inds Kosten von der k. u. k Regierung angestrebt Eden, würd^i Alvan auch ine Friedens Verhandlungen nickt «äü-itern Pvlens würde «a, überlassen bleiben,' durch VoltsabMmmung auf breiter Grundlage ihre staatliche ^rdmmg zi? regeln, am besten durch eine auf breiter Grundlage gewählte l-onstuuierende Versammlung, deren Emschei- dunä rn voller Freiheit und ohne Beernttäckttignng durch die Okku- vatumsbtün'vden erfolgen solle. Die Forderung der russischen Regierung nach Räumimg der besetzten Gebiete müsse die l. n. k. Regie- rung frerltch ab lehn en, w-eil bei der Fortdauer des Krieges an den E-rn Fronten und antnenchts der noch nicht gefestigten Verhältnisse Rußlai'd , bi fc O'c.-tefc md: - ohne Ge-führ una der militärischen In- terchen geräumt werden könmen. doch wmoe bei gutem Willen beiden netten ucher! ich ein Kompromiß mtt der rnswchen Mgierung gemndench'm-den Wunen. Ta die Monarch? bei Lösung aller dreier Fragen )rck von fernen eigenmltzigen Wfichten leiten ließe imt> feint & 'öcti ■n 4 P^ d ^ n WM;chen ft) wA entgegen zu komnrnr, aU die x'Errelchlschnngarisck^n Interessen es gk-ftattelen, hege der Mini- lwrpraschent das övllstcktdige Vertrauen, daß chei ebenso gutem Willen ans fe «rrt&prcn Seite die Verhandlungen an dieser Frage nid> lt.! ( ^ clt Ul_^ ,:e ^Spwnnnig fei le&mkt bereit, die Zahlten ^rtrenn soes jVo^es stfe ihre Mtzichion und scher ven Gang^ der VerhandluNMn ftchmüttg #, unterrickterr nnö iolwurch! das notnvndrge «Bectranen der Bevölkerung zur Mrswätti^ gen Volrttf zu feitigen. Zum Schluß wies der Ministerpräsüxmt au) die am ^Lannabend verösseullichte,Erklärung des Ministers bes Acnißertr Grafen Czernin hin. In längevM Ausführungen legte w^wrn der Munper Höfer die Maßregeln dar, die die Regierung zur Verbesserung der E rn ä h ru n g s v e r- h a l t n 1 1) c (Tetrofrtt'i hrt, und teilte mft. die Regierung sei fort- > 8 ^tzt mtt altem Nachdruck und hoffentlich nicht ohne Erfolg am Innern Graf Tag gen bürg MsitteLimg über die geplante Mv4 form des Gemeindewahlrechts. Die Zollverhandlungen Nagarn». B V dopest, 19. Jan. irm ^chlvarzen Aöoer und oM> darüber hinaus bis dann müssen wir uns dement- wirtschaftlich eurrrchtsn: denn wer Wirtschaftspolitik höhe- ^^ben will, der darf eine so große valtswitt-, gastliche ^trske. auf der der Transttvedkehr eine bedeutende nt # lassen. Ter Ministerpräsident sagte verhandelt, nick,: ent sch-Den worden. Was hrnMstlrch fe Plane über dir Ziolttm«m von dem Abgeordnete^ Ideen aufyttaucht. aber niemand beq \ a 'r v->-rpslick).end. Tie Eittfchckdung über die zall- pdlttsschen AngelegenlTetten wrrd, soweit kttch: außerordentliche Ber- diev hmdern, dem künftigen ReichZtage, jedenfalls dem Renlxotage riach dem Friedenssächrß. Vorbehalten sein. Die Zu- !»nk2^!Ä l u betreffenden Abmachungen ist ^-I^d^rlrch. Herr Fmgesreller Sann überzeugt sein, daß e r n cht vor eine vollz-ogene Tatsache gestellt werden tvird ^er Frageslckll^ Paul Sandar dankte für fe rmrnschle daß das Abgeordnetenhaus, glerchwve Fragm^zn'^ötte^n Ausschuß ernsetzen mäße, um wittschaWche AU5 dem Reiche. Der Steif« üLer Sie Hochwasserichäde». HrSMWf»!^ m, 5 an - ®*- Maf. -bec Kaiser hat an den Obe» aedrabltt^" ^ Rstrinprmnnz, Freiherrn o. Rheinhaoen in Ktcklenz SvÄn-affer der Rahe Äber zahl, »-rniznach. Krm nnd anderen Sem-tnden getoackrt m.lt^warmlter und herzlichster Lrtcilnahme. Ich Stabermta der ersten Rat .DVD “ tl IW2 n «3ft. üimmttcit werden. Pn übrigen feto ich Ihrem S lSl ii ;en rÜl baldigst entgegen. Sagen Sie den Betroffenen, ^herzlich rch ihrer gedenke, zumal der Kriegerfanrilien. die die (djrocmt Tage ohne männlichen >schi,tz haben hurclminchcn mLflen." m ■" 'Ä L $ an ,- lWTB., König Ludwig und Konrgm Maria Therese begehen am 20. Februar das Fest der g o l d e n e n H o ch z e l t.' Dem Wunsche des Königs- mares entsprechend soll die Feier mit Rücksicht auf den t^rink der Zeit -in einsamster Weise begangen werden? Aur Stadt «nd CanA« Gießen, den 22.Jimuar 1918. k. . ** Am tliche Per sonal Nachrichten. Ter Grvßhtt»« har am 19 Januar d I. den LandwirtsckiaftÄehrer -OttoWagner zu tz^ppcnl^in auf fern Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen — .^'a den Mchestand versetzt wurde der Mchnwärter in der Hessisch- Preußischen Eifenbahngemernschast Mathias Rösch zu Sulzheim vom 1 Llprtt o I. an Bciö rbcr m ? . T« b. Sie f. ctomma I nhaber tos Erferrwn Kreazeg und der H«sMrh« Topferkettsmedaille, wurde zum Oberarzt befördert. * -1 PPi dem 15. Januar ist Spanftackel- ^ zwar sind für einen Ab- Jullt (Vio) der RerchMerschSittsn 100 Mamrn. alw die vierfach« Menge lzn pevab-ßolgen. Seid dirnem Zeirrmnk^ dar? der Verkauf von LpanfEn wie m. der Attt vor Anfang Trzembcr 1917, nur an Mitglieder des Vrehlxrndslsverl>andes hex Provinz erfolgen, wr_ Bertanf rst alsio mch>c mehr . reigelreden. Im übrigen sind die Bestimmungen der B^kannttnackr-n.i, den Vinckihr mit Spanferkeln detreneno. vom Zl. August 1917, maßgeperw, die nur insofern eine Asrdinmng errahren tzrben, als der Höchstpreis für das Pfund Lebendg^vuht auf 1,10 Ddatt ab Stall herabgefatzr ist. o^™?*S* ,0 * 0b J ?r f ri : ieT Wandel. Nachdem in der über die ,-erage eines ^'»etreibemmropols sowie der Sttckswift und Aluminium- sowie Versichermugs-Monopole in E^^effElrchkert mannigfach die Rede gewesen ist, ivird am -^mruar,. abends 8 Uhr, im Saale des Hotel Fitritenhoft Herr Generalsekretär R. Baum über das Thema Monopol oder freier Handel" sprechen. Der Vortragende, der ich fett mehrererl Jahren mtt diesen Fragen eingebend beschäftigt, rmrd neben dem Wesen der Monopole auch ihre Wirkungen für me deutsche Wittschaft eingehend schildern und im Anschluß an den Vortrag Fragen der Anwesenden beaittwotte^i Um rea-rr Demch der beteiligten Kreise wird gebeten. ** Erneuerung und rauchba r gewordene« Strümpfe und L>vcken. Auf die BePanuttnachimg im An^ zeigen keil wird hmgewvesen. ** Lichtspielhaus, Bahnhofftraße 34. Von beute ab werden die Filmwerkc „Der unsichtbare Zeuge" und ..Ballsaickett^ vorgenrhrt. Lviehe An^qe. Schwarz - W eiß-Theater. Selrersweg 81. Das maoe Pwgraniin von heute bis leinMießlick Fveiti^ 25. J-wrdnnn.grn rtfe: 2 yr. reichenvernckernng, Verträge mtt feindlichen Staatsangehörigen Verkehr mtt Heu, Littffee-Ersatz, Höchstpreis für Kartvsselu. De- rroleum Versorgung, Ablösung des P^istportos. WM der Lchulvor- standsmitiglieder, Einsendung der GemettidereckMmgerr, Schnriev- mittel. Landkreis Gießen. Rs-^^^^E>tzen-B?rseck. 22^ Jan. .He>ttr fereni Heinricks Pfeiffer und Frau ihre L>rlberne Hochzett ck. Grünberg, 21. Jan. Auf der Feier der hiesigen Baterlandspartei zur Reichsgründung sprach der Stchrt- verordnete Krumm-Gießen über die deusschen ^egsziele. Aus^eheitt. von der $exi ^ her fccutfcfei Zerrissenheit, wo jeder deiittche Stamm sein ^lbstbesttnrmungsrecht lmtte, währard dis Nachbarn zur Rechten imd Linken den deutschen Boden zertraten, woftrr er euttge treffende Beispiele brachte, zeigte er, wie jeder Kr,eg Gewaltausubung und der Friedensschluß die Fvlaeruna daraus sei. 2!^ dem Elend der Kleinstaaterei seien wir heraus- gekommen durch die militärische .Kraft Preußens, die nicht durch das Barlameni, wndern im Gegensatz gegen dasselbe geschaffen worden sei. Die stufen zur Größe DeittMands und ferner glänzenden Entwicklung^ bilden die „GewaltfriedensMüsse", die Preußen und Deutschland auf Grmrd ihrer Siege geschlossen haben Wenn wir uns beim FriedenssHnß nicht auf ims^e Machtstellung itützen wollten, die auch im Westen vor allem durch unsere U-Boote mtt Sicherheit hergcsttllt wird, dann würden nnr urls an unseren Kindern und Enkeln versündigen Sowett Kriegslage könnm, müssen s'mr unser Volk gegen die Wiederholung solcher verbrecherischen ttebersälle r!? b ^, te verelendenden Folgen des Krieges schützen Em TI Krix« W oerlanflem, sobald >mc emen^ annehmbaren Frieden haben könnten, aber England gibt IVTtfc fM*ll ttWrln A ft rV«w<4ft ■•ut — — - CfVft — Jf.« l brr das alte deutsche Ordensland «im Osten wieder den Russen Preis- yugeben wagM «darf? Wir brauchen L>ic «eroberte« Erzlager im Westen Dvr Aufrechtcrhaltung unserer Industrie. Wir müssen die Hand über Belgier! behalten, weil sonst Englo»d sich wieder darin feftsejzt. Wir brauchen Entschädigung der Äuslanddentschen, sonst wird keiner wieder Pionier der deutschen Exportindustric werden können und wollen. Ungefähr 20 Milliarden sind uns im Ausland völkerrechtswidrig geraubt worden. Wir brauchen Ersatz unserer Kiftegskosten, um nicht darunter zusammenzubrechcn. Ob das die Feinde leisten können, braucht nicht unsere Sorge , zu sein, das hätten sic selbst sich überlegen müssen. Scharfsinnig und unwiderleglich führte der Redner aus/ wie verhängnisvoll, vor allem für den deutschen Arbeiter, ein Bcrzichtsrieden wirken muh. Man spürte an den oft von lautem Beifall unterbrochenen Ausführungen die Sorge um die Zukunft und die warme Liebe zu unserem deutschen Volk. Es war ein herzerfreuendes Bild, in der etwa von 150 Leuten aus allen Kreisen unserer Stadt besuchten Versammlung die Vertreter aller Parteien ohne Misslang einmütig znsammengcsührt zu sehen von dem einen Streben, niitzuhelsen an der Wiedererstarkung unseres deutschen Volles nach all der Rot und den Opfern des Krieges. Kreis Büdingen. m. Selters, 21. Jan. Hier wurde in der vergangenen, Hrcht ein rafsiirierter E i n b r u ch, verübt. Tie Diebe drangen! ourch ein Fenster in die Hofreite einer Landwirts fr au. deveZ Mann vor kurzem starb und welche die Oekonorme milt drei Gefangenen aufrech t e rhält, ein. Tie FvaU hatte Tags zuvor Schafe vert.au ft und dafür über 3000 Mark gelöst. Aus' diej-e Summe scheinen es die Diebe abgesehen zu haben. Sie l-atte jedoch das Geld ui weiser Vorsicht gleich ans die Kas.se gebracht, so da« es den, Dieben nicht in'die Hände fiel. Dafür nahmen sie aber sonst an Lebensmitteln, Kleidern, Schuhen nsw. alles mit, ivas irgend fort- zirsckileppen war. und schädigten dik Frau außerdem durch allerlei Bcrnüftungen. V-on den Tätern fehlt bis seht jede Spur. Kreis Lautcrbach. rr. Schlitz, 21. Jan. Leutnant Otto Schilling erhielt dav Eiserne Kckeuz 1. Klasse. — In dem mit Tanneirreisig geschmückten kleinen Saal des Gasthauses Reinhardt veranstaltete am Sonntag abend die hiesige Ortsgruppe der Baterlandspartei eine Reichsgründungsfeier, die bei Vorträgen. Deklamationen und gemeinsamem Gesang einen erhebenden Verlaus Nahm. An Generalfeldmarschall von Hiudenburg wurde folgendes Telegramm abgesandt : „Mit Mut nöb Vertrauen aus Hiudenburg bauen, und vorwärts schauen!" Die Mitglieder der Vaterlandspartei, Ortsgruppe Schlitz. Starrenburg und Mcinhcssen. I Darmsladt, 21. Jan. Die Großherzog Ln besichtigte dieser Tage in Begleitung der Fürstin von Solms-Lich die Kriegs- Nähstube, die Abteilung zur .Herstellung von Hausschuhen, die Abteilung für Herstellung und Sammlung der Kindertväsche aus der Sammelwoche und die Flickstube für Lazarcttroäsche imd sprach sich überall sehr lobend uno rrrreut über das Geleistete aus. Veilen-Nnssau. , ra Biedenkopf, 21. Jan. Mit dem neuen Steuersahr ist die Kreissteuer auf 18 Pwzeirt und die Hundesteuer von 5 nur 8 Mark erhöht worden. Vernrlsch?es» Düsseldorf, 20. Jan. Wegen Unterschlagungen in Höhe von mehr ten. (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 22. Januar. iAmtlich.) » Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprechr. Südlich von Ppern war die Kampfrütigkeit der Artillerien am Tage und zu einzelnen Nachtstunden lebhaft. Mit kleineren Abteilungen versuchte der Engländer vergeblich. an mehreren Stellen in Flandern in unsere Kampfzone einzudringen. An der übrigen Front ist die Gefechtstätigkeit mäßig. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. In den Argonnen nördlich von Le Four de Paris stießen französische Kompagnien nach tagsüber anhaltender Arlilleriewirkung am Abend gegen unsere Stellungen vor. Sie wurden durch. Feuer und im Nahknmpf abgewiesen. Auf dem östlichen Ataasufer und in der Gegend von Flirey lebte das Artilleriefeuer zeittveilig auf. Oestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. An der Mazedonischen und Italienischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalguartiermcister . Ludendorff. Auflösung der verfassunggebenden Versammlung. Berlin, 22. Jan. In dem amtlichen Dekret, mit dem die verfassunggebende Versammlung in Petersburg a u f g e l ö ft wurde, heißt es u. a.: Die russiiche Revolution hat von ihrem Anfang an die Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bcvuernabgeordneten als die Masse wo rganis-ation aller arbeitenden, ausgehende len Klassen an die erste Stelle gestellt. Im Lause der ganzen ersten Periode der russischen Revolution haben sich die Sowjets vermehrt, sind gewachsen und erstarkt, indem sie aus eigener Ersahrung die Jllusonest des Einverständnisses mit der Bourgeoisie, die Falschheit der Formeln des bourgeoisrslischen demokratischen Parlamentarismus erlebte und praktisch zu dem Schluß kam, da« die Befreiung der unterdrückten Klassen ohne Bruch mit diesen Formeln und jedem Einverständnis u n m ö g l i ch ist. Als solch ein Brunch erscheint die Oktoberreooluition, die U-ebwZabe der ganzen Plackst in die .Hände der Sowjets. Die arbeiten oen Klassen mußten srcl) durch Ersahrung davon überzeugen, das; der alte bour- geoistische P ar'l a m en t a r i s tun s sich überlebt hat, da« er gar nicht vereinbar ist mit der Arfgsroe der Verwirklichung des Sozialismus, baß nicht die ällgemeir^na.ronalen, sondern nur die großen Einrichtungen (wie bk Sowjets) fähig sind, den Widerstand der besitzenden K'la, ,cn zu besiegen und dm Grund zur sozialistischen Gesell schnt zu legen. Tie am 18. Januar eröfnete Verfassung- ge b e n de V e r s a m m. l u n g erga ä au Grün) der allen bekannten Umrstän de tzäe M e h r h e i t de r P ar t ei d er re ch t e n S o z i a l- revolutionäre, der Partei Kercnsl'is, Aksentiöws, Tsch)rnows Es ist klar, daß sich diese Partei weigerte, den voMonttwen genai.en, klaren, seine falschen Ausllgungen. zulassenden Vorschlag des ^höchsten Organes der Solchets- machl, des zentralen Ausführnngskomitees der Sowjets,, zur Bespreckiung anzunehmen und das Programm der Sowjetsmacht, die Deklaration der Rechte des arbeitenden und aus gebeuteten Volkes, die Oktoberrevolution und die Sowfetsmacht an anerkennen. Dadurch- hat die verfassunggebende Versammlung jede Verbindung zwischen sich und der Solch elsre publik Ru «laue abgebrochen. Ter Weggang der Fra k t i o neu der B o l s che - M i k i und der linken S o z i a l r e v o l u t io n ä r e die zurzeit die grösste Mehrheit der Sowjets darstellen uno das Bertrau.cn der Arbeiter und der Mehrk/eit der Bauern genießen, von der versa ssunggebenden Bersammiüirg war unausbleiblich. Es ist klar, daß, der übriggebliebene Teil der verfassunggebenden Versammlung auf Grund dessen nur eine Rolle das Verdeckens des Kampfes der l'ourgeoisistiscl)en ^genrevvliitron izur Stürznng der Macht des Smvjets spickleu turn. Tesl-alb verfügt das Zentr al ans führ nngs- somitee, die verfassunggebende Versammlung auszulösen. Petersburg. 21. Jan. (P. T.-A.) Ein Aufruf des H a u p t v o l l z u g s a u s s ch u s s e s an die Bevölkerung widerlegt die Gerüchte, daß gegenrevolutionäre Arbeiter und Soldaten am 5. Januar aus die Teilnehmer einer friedlichen Kundgebung', der Arbeiter geschossen hätten, (Gerüchte, die umgcksetzt seien, um Unruhen und Unordnung in die Reihen der arbeitenden Maisen z-u tragen und die revolutionären Fül>rer an zu greisen. Es sei rest- gestellt, daß Spitzel aus Matrosen, Soldaten uno Arbeiter geicl-olsen hätten. Eine Untersuchung schwebe. Tie Schuldigen würden ab- geurteilt werden. Ein russischer National-Konvent? Amsterdam, 20. Jan. Reuter meldet aus Petersburg Vom 15. Januar: Man hält für wahcschernlich daß die Sowjets nno dre mgrimallslischen Mitglieder sich zu einer neuen verfassnnggebenoen Versammlung unter denr Namen „N a t i o n a l k o n v e n L“ zusammen tun. — Bei den Debatten kam es zu aufregenden Aich lritten. Ein Mitglied der verfchsunggebent^n Versammlung brachte den Revolver aus den sozialiftiscl-en Führer Tschecetelli in Anschlag, wurde aber entlioassnet. Auf dem Jboines?)-,Prospekt kam es am Nachmittag, als 'ein Zug von Mitgliedern der oersas,ung- gebenden Versammlung von der Menge, hauptsächlich von Matrosen, angegriffen wurhe, zu einer Schießerei. Mehrere Personen wurrdor getötet oder venöundet. Der LebcnSmittelmangel in England. Berlin, 22. Jan. lieber die englischen Lebensmittel schw ie r i gkei ten klagt laut V. Z. der „Tally Telegraph". Am Sonnabend hatten viele Fleischerläden in Lcnrdon geschlossen. Das Westend litt mehr als die anderen Stadtteile, weil die Regierung am Abend vorlTer 7000 gefrorene Schafe unter die ärnreren.Vokksschichwn hatte verbellen lassen. Man erwarttS eher eine Verschlimmerung des Zustandes als> das Gegenteil. Der italienische Kriegsminister in Paris. Bern, 21. Jan. Tie Pariser Presse meldet: Der italienr- sche Kriegs mini, st er General Alfieri tvaf gestern in Paris ein. Italien und der U-Bvot-Krieg Bern, 21. Jan. (WTB. Nütüanttlich) „Eorriere della Sera^ erklärt: Die Behauptung ist unwiderleglich, daß der Italien zur Verfügung stehende Schiffsraum bedrohlich unzulänglich ist. Ein Vergleich unserer Dohlen- und^ Getceidebestände nrit den insbesondere im Mittelmeer erfolgenden T o r p e d i e r u n g t nJ fällt derart aus. da« jede Polemik verstummt. Die Mittelmächte schließen Italien mit ihren U-Booten immer enger ein und rectmen damit, da« wir den neuen Kampf bereits in erschöpftem und mut- losem Zustande ausnehmen müssen. Italien lebt unter_ schlimmen Bovingungen. Orlcando und Sonnino müssen mit Offenheit und Beftimmtbelt unsere Lage in Paris und London schildern, um dort jegliches Mißverständnis und alle Illusionen zu zerstreuen Ans Spanien. Bern, 21. Jan. .Lyoner Blätter melden aus Madrid: Der Natimüllansschuß der sozialistischen Partei und des allgemeinem Arbeitcrverbandes verlangt drohend ivege .1 schwerer Zwischen fälle bei der Bekämpfung der Unruhen die Absetzung der ZiollbeHörden' Baroelo-nas und Malagas. Ter General verband unterstützt das Ansuchen. { Die zutrwnnenye Rtichskanzlerrtde. Berlin, 22. Jan. Ter Reichskanzler wird, me nach dem L. A. gestern abend in parlanrentarischen Kreisen als gern- sicher verlautetc . am Donnerstag im Hauptausschuß das Wort nelyiken. Tie Entscheidung darüber, ob sicht an Lre >Rede Hertlings eine Aussprache- schließen wird, ist der Konferenz Vorbehalten, die Herr von Kühlmann heute nur £ 5i " Sch. mfibl. Zimmer in.Schreibtisch. elekir. Licht a. rerm. ,,80B * Liste, .tstr. 11.11. Nabe S.-Anl. LemHN.wäb!., ga! heixV. L'»e. m.Gasjoj. z.vm. Bleichstr.ull. Zum 1. Juli od. Irnher wird eine^sbLL. v. i-S ZIkLm-rs u. cinP«rterreram f. Geschäfts" Zwecke. Mil od. getrennt, in mögt. 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Zur Unterstützung ihres sucht alle, sehr leistungssähiae Lebens*, Unfall- ond maftpflicht-Vers.-tneM. die ttotz des .Krieges ihre Ge- winttarneile erböben konnte, einen VUeern anznstellen, der im Bezirk Eassel gut bekannt iind vermöge seiner Beziehungen in der Lage ist, das bestehende, bedeutende (Geschäft weiter auszubnuen. 55583 Die Stellung ist sehr elUwicklungsfähig. In Frage kommen frühere Reisende, Offiziere, Laudivirle und auch kriegobeschädtgle-Herren besserer.Kre se. Es rver en0)ebalt, 9ieisekosteu und Gewlunaluell gezablt. Ausführliche Bewerbungen unter k. v. 4946 na BndulS IHosse, Cassel. .. iS «i s i i - % t e r äi ** k n s s «. Für Oberhessen werden geeignete Herren als Bezirksbeamte gegen feste Bezüge gesucht. Auch KriegSbesbädigte, deren Gcbiälngkeit nicht wesentlich beeinträchtigt ist, werden berücksichtigt und eingearbeilet. 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Aber ehe es an biefeti l-evangeht, versichert sich Leutnant Siegfried, o-b vom Micken her, wo das eine der genannten Häuser fick) befindet, 'Lerne Gefalir drotzt. Mit Unteroffizier (jetzt DizeflÄdrvebel) Theisen. einem Zirnmermann auS Polch, umläuft er das Haus, ffirdet es mrbefetzt und kehrt zu den Gefährten zurück. Und nnn entspinnt siel) mit den Franzosen im Unterstand, denen andere von draußen zu Hilfe kamen, ein erbittertes Gefecht. Tie Aufforderung, sich zu ev-aben. wird mit Hand- granaten und Gcroehrfchüsfen ba.rntwvrtet. Die drrmten sind offenbar entschlossen, sich bis ptt Aeußersten zu verteidigen. Ta smingt Wehrrnann Klein, ein Müller aus Köttingen, auf die Teild' des Unterstandes und wirft, mitten im feindlichen Feuer, 3 Hcurd- granaterr durch den Lnstschrcht hinunter. Krachend hört man sie im Unterstand explodieren, aber iwch inrmer wollen die Franzosen sich nicht ergeben. Sv bleibt nur das le-ze Mittel, denn im Rücken darf man den Feind näht lassen: eine geiallte Sprengladung wird von Leutnant Siegfried- mit aller Gewalt ht den Eingang hin- emtzeschleudert. und mit furchtbarem Krachen stürrr der ganze Unterstand zusammen, alles unter sich lwgchrbend. Aber auch die Unseren batten Verluste gehabt. Unteroffizier T besten, der schon beim Ausrollen des Grabens am Oberscli-ent'el verletzt worden war, wurde jetzt durch einen 5)rde Truppenteil war sestgcfrem worden und Fü>ern wie Mannschaften wurde die vec- di««te, Anerkennmr-g zuteil. Zwei Eiserne Kreuze 1. Klasse ruid zwanzig 2. Klasse wurden verliehen, von den Beförderungen und dem Urlaub ganz abgesehen. — Aus Stadt und Land. Gießen, den 21. Januar 1918. Lebensmittelkarten. Hierzu wird uns vom Städtischen Lebensmittelamt folgendes geschrieben: Durch) Verordnung vom 17. d. M. ist das Vorbestellverfahren auch für die Lebensmittelkarten eingeführt worden. Dieses Verfahren hat sich) bei der Verteilung von Lebensmitteln an die Bevölkerung am besten bewährt. Seither mußte ftir jede einzelne Ware eii>e besondere Bestellung in einem Kleinhandelsgeschäft vvrgenommen werden: nach erfolgter Zuteilung konnte dann die Ware bei dem Kaufmann m Empfang genommen werden. Die Hausfrauen mußten also für jede Ware zwei Gänge unternehrnen. Um dieses zu vermeiden, ist jetzt bestimmt lvorden, daß alle bis auf weiteres zur Ausgabe gelangenden Lebensmittel bei dem Ge- fch)äft zu eritnehmen sind, bei dem der Bezugsabschnitt 10 abgegeben wird. Die Zahl der Kunden jedes einzelnen Geschäftes, die sich aus der Zahl der abgelieferten Abschttille Nr. 10 ergibt, wird auf dem Stadt. Lebensmittelamt ständig auf dem Laufenden gehalten. Die Zuteilung von Woren an die einzelnen Geschäfte kann daher zukünftig jederzeit ohne Vornahnre einer besonderen Vorbestellung erfolgen. Hierdurch wird den Hausfrauen zweifellos Arbeit und Zeitverlust erspart werden. 9 ** Hausschlachtungen. Wie bereits bekarintgege- ben, sollen auf Anordnung des Kriegsernährungsamts alle Hausschlachtungen bis zum 31. Januar l. I. erfolgt sein. Um dem Mangel an Hausfchlächtern abzuhelfen, hat das Kriegsministerium (Kriegsamt) die stellv. Generalkomman dos angewiesen, g a r )i i s o n d i c u ft f ä h i g e gewerbliche Hausschlächter auf Anforderung ihrer Heimatgemeinde zu beurlauben. Die Gemeinden, in rvelckien Mangel an Hausmetzgern herrscht, werden aus diese Möglichkeit aufmerksam gemack)t. ** Frühere Schulentlassung tu Hessen. Das Gvoßherz-ogliche Ministerium des Innern, Asbteilüng filr Schul- angclegenheiten, l-ai in einem ?J’,' täföfcäflym an die K'reis schul- be'hörden genehnfigt, daß mit UückMZ tzr-.cf die Nvttvendigkeit, vi0 in diesem Jahre zur Entlassung Eourmrenke Schuljugend zur Hilfeleistung bei den Fcühjahrsarbeiteri i n Frld und Garten heranzu^ ziehen, die Entladung in den ländlichen Volksschulen schon vor dem am. 23. März stattfindenden Schluß des Schuljahres vor- genommen werden darf. Die Zeit der fii-l-eren Schulenllasfung fest- ziusetzen, ktz den Kveisschulbehördcir überlassen worden. Auf die Klaffenverfetzungen hat jcdvck) die frühere Schulentlassung feinen) Einfluß. Diese findet vietinell^r mit ^Beginn des rreuen Schuljahreti (8. Llprll) statt. Landkreis Gießen. ** Hattenrod, 21. Jan. Dem Müsketter Christian Eisen- feiler wurde «das Eislerne Kveuz verliehen. Die Hessische Tapfer^ kerttzmedaille besaß er schon längere Zeit. Kreis Büdingen. # .O r ten berg, 21. Jan. Tas Eiserne Käeuz crhiett der Seesvldat Fritze Hild. — Setters. Das Eiserne Kreuz er- hiellen der LrmdstUrmmanu Wilhelm Fritz uru> der Wehrmamr WTHelm Fritz, die Hessische TapfeütoilSinedaille der Reservist WÄhelm Beckes. — )?tri l en - Di e b a ch Die Hessische Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz erhielt der Schütze ?ldam Streu m. — Mitteigründau. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Sckchtze Heinrich Hain buch. Kreis Schotten. il Schotten, 2l. Jan. Tie Hessische Tapferkeitsmedackle und das Eiserne Kreuz erhielt der lfirteraffizier Karl Br e u n i g, das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille, er- hiell der TeleplMnist Heinrich B r e n n i q. — Nieder - See - men. Das Eiserne Kreuz erhielten: Heinrich Breitwießer, Jean Schnell, Kaworner Karl Winter und Fahrer £)ttv Hild. Amtlicher Teil. Bekanntinachnng. Es M wiederholt vorgekonmien, daß Militärpersonen, die mit eiTZem Ausweis einer mikrtärfichen Stelle versehen waren, widere rechtlich Vieh in der Provinz Oberhessen angestmft haben und dasselbe nach außerhalb Hessen aussührlen. Wir machen hierdurch olla Landwirde darmg aufirrerfiam, daß Verkäufe von Vieh jeder Art nur Ml die mit Asus weiskarten ^unseres Verbandes versehenen- von uns beauftragten Händler erfolgen dürfen. ?iur der nicht gewerbsmäßige Ankauf von Vieh bei dem Landwirt oder Master für den eigenen Bedarf, soweit er sich im örtlichen Verkehr ohne Bersaa^> cruf der Eisenbahn abwickelt, braucht nicht durch einen) Händler zu geschehen. Wer an andere Persoiven, tnsbesolldere auch an Angehörige des Heeres, selbst wenn diele mit einem Ausweis einer mckttärischen Stelle versccheal find, Vieh verkauft, macht sich strafbar und wird nach § 17 Iber Verordnung zur Ergänzung der Bekanntmachnns- über die Errichtung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungs- regelrung vom 25. September 1915 (Reichsgesetzblatt Seite 607) mit Gefängnis bis Mi 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu fünfzehnhundert Mark bestraft. 572o Gießen, den 19. Januar 19l8. Gberhesstscher viehhandelsverbani). Der Vorsitzende: " R o s e n b e r g. ufruf! Aklltschlsilils Iteitfs für dir Slhivrßrrii der frrim. Klislrrllpjikgk im Knrgr. Hunderttausend Schwestern, Hilfsschwestern «und Helferinnen stehen in aufopfernder Liebesarbeit hinter den lebendigen Mauern unserer unbesieg. baren Heere. Was sie geleistet haben als Gehilfinnen unserer Aerzte, als Pflegerinnen, Trösterinnen und Retterinnen in den Kriegs-Etappen-, Reserve- und Dereins- lazaretten, wird als glänzendes Zeugnis für die Tatkraft und die Opferfreudigkeit unserer Frauen und Mädchen im Buch der Geschichte stehen. Ein stilles Heldentum gilt es zu krönen. Diele dieser Schwestern erlitten schweren Schaden an ihrer Gesundheit, vielen bleibt die Erwerbsfähigkeit genommen. Ihnen soll geholfen werden durch die deutsche Schwefteruspende. Sie soll unter dem Schutz Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin im Monat Januar einheitlich in ganz Hessen zur Durchführung gelangen und ihren Abschluß in einem allgemeinen Opfertag am 27. Januar, dem Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers, finden. An alle Schichten der Bevölkerung ergeht die herzliche Bitte, für die deutsche Schwesternspende einen Geldbetrag zu opfern: jeder nach seinen Kräften. Auch der kleinste Betrag ist willkommen. Emma, Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich. Geheimerat Dr. Ufinger, Vorsitzende des Kreisverbands Gießen Vorsitzender des Kreiskomitees des Alice-Frauenvereins für Krankenpflege. für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Lehrer Daab, Vorsitzender des Bezirks Gießen der Kriegerkamaradschaft Hassia, Frau D. Gebhardt, Vorsitzende des Zweigvereins Gießen des Alice-Frauenvereins, Kirchenrat Aainer, Vorsitzender des Zweigvereins fiungen vom Roten Kreuz, Prof. Dr. Heuser, Vorsitzender des deutschen Flottenoereins, Ortsgruppe Gießen, Hebstreil, Vorsitzerlder des Marinevereins Gießen, Lehrer Metz, Vorsitzender des Bezirks Hungen der Kriegerkamerad- «choft Hasiia, Bürgermeister Ranft. Vorsitzender des Zweigvereins Grünberg vom Roten Kreuz, Oberamtsrichter Rausch, Vorsitzender des Zweigvereins Lich vom Roten Kreuz, Reger, Vorsitzender des Bezirks Lich der Kriegerkameradschaft Hassia, Frau Geheimerat Usinger, Vorsitzende der Ortsgruppe Gießen des deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien, Landgerichtsrat Wiener, Vorsitzender des Zweigvereins Gießen vom Roten Kreuz. In der Stadt Gießen wird die Sammlung durch den Iweigverein Gießen des Alice-Frauenvereins, gemeinsam mit der Ortsgruppe Gießen des deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien, in den Städten Grünberg, fünften und Lich von den dortigen Iweigvereinen vom Roten Kreuz im Benehmen mit den Iweigvereinen des Alice-Frauenvereins, in den übrigen Landgemeinden des Kreises von den Orlsausschtlsten für Rotes Kreuz und Kriegshilfe, ebenfalls im Benehmen mit den Iweigvereinen des Alice- Frauenvereins, durchgeführt. sssv Oeffentl. Mittwoch den 23.Januar 1918. abends 8 Uhr, im Hotel „Fürstenhof" N»WSl uto fttift" Nedner: Generalsekretär R. Baum, Frankfurt a. M. Es laden zu zahlreichem Besuche ein: 549c Handclskammcr.BrrbaudmitteldcntscherIndttftrieller.Glossistkn-rrttriiiigung.Biirffer- Verein, Tetaillistkn-Verein,ÄausmämlischerVerein,Orts-Gewerbtvcrcin, Hansa-Bund. VekKmttmachmrg. Bilanz ^ des KsnsuiMkkiiis IMmigen (k. tz. m. h. H.) am 31. Dezember 4917. In unser Genossenschaslsreglster wurde am 18. Dezember 1917 bezüglich der Spar- und Vor- schußkasse, eiugefiagfnen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Mainzlar, eingetragen: Die Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgemandelt. Die Firma lautet jetzt: Spar- nnb Bor schuß küsse, eingetragene Genossenschaft mit beschränkterHaftpflicht.zuMainzlar. Gießen, den 19. Januar 1918. 5768 Großherzogliches Amtsgericht. Holz^erfteisternnq in der fürstlichen Qbersörsterei Lich. Montan den 2S. Januar, vormittags 10 Nbr, werden unter A.rSschlus; von Wiederuerkäufern und unter den vor dem Verkauf bekannt ^tt gebenden Bedingungen im Ttltrift tnHer iSUüadjerlmfkitel versteigert: Buchen: 400 29m. Scheiter. 180 Rm. Knüppel, 1(X> Rm. Stöcke. .T)01 Wellen: Eimen: 80 Rm. Knüppel. I) Rm. Stöcke, 50 We'len,- Nadelbolz: 10 Rm. Stöcke. 400 Wellen. D.o Znsmniuenknnfl ist ans der sog. alten Gießener Slrare beim Eingang in den Wald von Steinbach her chen Hiiler und Schtvar^mald». b/76 ijivisl Hitler und Schwar^mald». 'Sardinen abgepaßt und am Stück in groß. Auswahl am Lager.