Nr. U * Der Gletzener erscl>etni täglich, außer Sonntag-, — Verlagen: Olchmer Kamkliendlüiler; Nre'sUatt für de« Ureis Siehcn. VeznHrpreis: nwnaU. Äck. 1.30, vierteljährlich Mk. ^ 60. durch Abbole- il Zrveigftellen rnonall. Pik. durch die Post Mk. 8.60 viertel- fährt. ausfcht. Bestellg. ftenifprea) - Anschlüsse: hn-bie Schristle.cunc-.I18 Verlag,GeschäswstelleLI Auschriü fürDrahlnach- richten: Anzeiger Gießen. 168. Jahrgang Postscheckkonto: Zrantfnrt a.M. U686 Zwillingsrund-rnü «. Verlag: Vnchl'sche Univ.-Vuch- u. Lteir^ruSerei N. Lange. Montag, 21. Januar $18 Vanfv-rkehr: Eewcrbebank Sietzen Zchriftleftung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulftr. 7. L»ui.u»«it»e ovn Anzeigen i. die e. Der Inhalt der Veröffentlichung des „Frem- Nachdem Herr Trotzki erklärt hatte, daß die Pvoklamierung denblattes^ war unrichtig und tendenziös, die Form an- staatlichen Unabhängigkeit FinnlMids bis!-er keinerlei Ver maßend und taktlos. -- ^-^ hl-M» t ' r “ ' Die österreichisch-ungarische» Tagesberichte. Wien, 19. Jrm. (WTB. NichLavttllch.) Amtlich wird verlauwart: Z^ine Ereigniffe. Der Chef des Generalstrabes. Wien. 20. Jan. (WTB. Mchlmrrtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine Errignifte vvn VeLwg. Der Chef des Grv-ralstadeS. Die ZriedemverhandlANgen. änderung in der Frage der Aalandsinseln hervor.^cufen habe, wies' Staatssekretär von Kühlnrann darauf hin, daß aus dem Aalanvs- oertrage, dessen Unterschriften aus eurer rein lststorischien Konstellation, nämlich der des Krimkrieges zu erklären seien, für Deutsche land üiDividuelle Rechte erwüchsen, deren AnerkOrmmg in dem Friedensvertrage errre deutsche Forderung darstellen würde. land würde durch eine solche Anerkennung nichts aufgeben, was es vor dem Kriege besessen hätte, toenn man nicht etwa behaupten tocklle, daß die vertragswidrige Befestigung der Aalandsinseln während deS Krieges und dar durch die heutige Regierung aufgedectte Versuch des zaristische Regimes, die vertragswidrige Betestiaung zu einem dauernden Recht zu erheben, irgendein neues Recht m dieser Frage geschaffen hätte. Im übrigen sei es im Interesse der Aufrechter Haltung der Harmonie unter fcan die Ostsee arrrvch. nonden Völkern ein deutscher Wunsch, daß bei der Erneuerung' der betrefsendon Vertragsbesümmmige?! die Amvvhner der Osts», insbesondere das durch seine geographische Lage an ver Sache in hervorragendem Maße interessierte Schvcden zur Milberatung « 77 « «- S?ÄSS» iSSSTÄSSlTÄ 85 sr,u ”1 “ässst,-“4s! ä £ü3ä sr <• -- « * M«- X»«*» Regelung der politischen und territorialen Fragen wurden heute vorniittag und nachmittag fortgesetzt. In der bei der letzten Sitzung Mtgesämittenen Frage betresftnd die Rückkehr der aus den besetzten. ^ m , )umjn Ak^^wa..hrend des Krieges Ausgewanderten wiederholte wmu ».«ra.»*» m •»>»«. «j«. my w w. * st *«<*«' NSW« &FB?»Sa»ÜW lähig erwiesen, die innere Neuordnung aufzurichten. Die verfassunggebende Versammlung wurde schorr mn Ervjs- In Erwiderung hierauf ivies der Staatssekretär erneut I b^entlrchen Grundzüge des Frudensvertvages sind die Derhand- aus das Bestreben der Mittelmächte hm, den breiten Schichten I lüngen an einem Punkte angelangt, der es den Telegatio>nen zur der Bevölkerung dieser Gebiete einen immer zunehmenden Eür- Pflicht macht, mit den heimisckien Vevantwortlicben Stellen in Füb ftiltz. auf die Politik emzuraumen. Was unbedingt geivahri' werden r mia ^ h-pfm ntüffe- i pT t'rp flfiifrprfifprfirtTfittto Sxvr ri-Xirmt« SS— I 3« ItCX-Ull. fei die Aufrechterhaltung der Ordnung innerhalb der Uebergangszeit. Das, was verhindert werden müsse, sei die Aus- Die Delegationen sind darüber einig, daß die hiermit notwendig. orei-tung der Revolntimi auf diese schon von dem Kriege genugsioerdondc Aussetzung der Verhandlung so kurz als mög iSm WioifiM*« Kt- ^ S.- - r _I , • jr. r -i*r r_ * . r. .»v • . < < » . Nmrses fallenden Gebiete übergegangen. Auf Einladung des Vor-1 ^bmen der ihnen ertellten Ermächtigungen einen Frtedcns-- sitz enden legte hierauf General H offmann eine Karte vor, vertrag abzuschlüßen und zu unterzeichien. L°lch- die betteffMden EinMchnungen fix baa Gebiet zwischen Hiermit ist cä ;um ersten Mule m diesem MÄterschütt-rnt>a, N M - fcÄtSÄÄirii 1 «°-— - « S.» Karte nicht berücksichtigt seien, da hierüber Verhandlungen mit der I 2U ftnden. ukrainischen Delegation schwebten, sah sich Herr Trotzki zn folgender Gegenerklärung veranlaßt: Wie ich schon zweimal bemerkte, und zwar bei Gelegenl»eit oer Anerkennung der ukrainischen Delegation, ist der Prozeß dev Gras Czernin über den Frieden. Brest- Lit ows k, 18. Jan. (WTB. Mchtarntlich) Ein Ver» Selbstbesrimmung der- Ukrainer noch nicht soweit gediehen, daß treter des Wiener K. K. Telegvapheii-Üvrr'espondenz-Bureaus hatte die Frage der Abgrenzung zwischen uns und der neuen Republik! am 17. Januar eine Untern^rng mit dern Ginren Czernin über bereits als durchgeführt «uigesehen tverden könnte. Ich habe «den Stand der Friedensverhandlungen. Gras Czernin äußerte sich schon damals bemerkt, daß dies keine Schwierigkeiten in bert hierbei folgendermaßen: Tie Verhandlungen mit den Vertreters Verhandlungen ergeben rmrd. da nach unsercn Grundsätzen die von Petersburg und Kiew sind im vollen Gange. Derell Verl au? Grenzen bestimmt werden ^»^rch den Willen der breiten Massen ist allerdings säMierig und langnsierig. Ich hoffe mrd bürge ledock der Bevölkerungen, die daran mteressiert sind. In jedem Einzel- ^ ^ ^ ^ : -" rr r - - • - •' • falle würde es einer Einigung zwischen uns und der ukrainischen Delegation bcterrfen. Dies bezieht sich natürlich auch, in vollem Umiange aus die Gebiete südlich von Brest-Lftowsk. Im Zusammenhänge hiermit brachte der Vorsitzende der österreichisch-ungarischeu Delegattmr das Thema der durch die dafür, daß der Friede unsererseits nicht an Erobermigsabsichtertz sä-eiteim wird. Ich nehme kein Wort von bem zurück, was ich als FntLdtNisprogramm der Mvnarcl)ie ausgestellt und i>ertieten habe Wir wollen nichts von Rußland, weder Gebietsabtretung noch Kriegsentschädigungen. Wir wollen rarr ein fieundnachbarliche-, mir sicheren Grundlagen benchendcs Berl-altniS, das von Dauer ist. Au» dem ungarischen Abgeordnetenhaus. . Budapest. 18. Jan. (WTB.) Im Abgeordnetenhaus Inchtere der Abgembnett Hollan den Ministerpräsidenten Tr. We- Lerle wegen per Friedensverl-andlungen in Brest-Litvwsk eine Änfvage, ob die Regierung auch jetzt noch mit item Standpunkte des «rnexionc- unffkoiuribuffonSwian FcredertS stehe und ob die Vertreter der Monarchie auf dem Kongrest in der Richtung wirkten, daß die Gegensätze ausgeglich m werden und ein allgemeiner Friede heckeige führt wird. Ter Ministerpräs.idant «widerte, dost d« Rogiernng ans dem Standpunkt des annexions- und bmtribu- lUMSloserr Friedens stehe, nwbei. ec ans die betreffende Erklärung des Ministers des Auswärtigen Grasen Ezernin verwies. Auf diesem Standpunkte stein jei-es amtlich? Organ der Ptvncrrchie. vor m Fnirden die Annahme bervoriuren, als ?b diese Forderung in der geschwächten Kraft begründet sei. (Lang anhaftender Beifall.) Tie Antwort wurde z'ur Kemrttci-5 genommen. Aus dem öfterreichifcheu Abgeordnetenhaus. Wien, 18. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Bndgetansschstsses des Abgeordnetenhauses by^vcifelte der Deutschnationäte Kraft die Zweckmäßigkeit der Veröffentlichungen'der Verhandlungen von Brest- Litwsl und beklagte die Absperrung Ungarns gegenüber Oester- reich. Der Tscheche Kadloak erkannte die dervorwagende^r Eigenschaften deS Graten Czernin an. Der Dsutschnativnale Rolf protestierte gegen die Vorgänge, die geeignet seien, den Frieden verzögern und den .^Crieg zu verlängern. Er beantragte, die heutige Sitzung des Ausschusses auizuheben und die für den 22. Januar einberufene Vollsitzung des Abgeordnetenhauses ab- 'iusagen. Ter Antrag wurde abgelehnt. Rolf sagte weiter, die deutsche Bauernschaft habe keine Veranlassung, Mißtrauen gegen die Verhandlung er: von Brest-Üitoivsk zu hegen. Der, Minister des Aeußern möge den Trumpf, den er durch die Waffeneriolg« der verbündeten Mächte besitze, nicht aus den fanden geben mrd der trnentwegten Hilfe eingedenk bleiben, die Oesterreich von! dem Denn'eben Reiche in der Kriegslist gebracht worden fei. Ter Ehristlichsopale Niklas «klärte, der Hauptgrund der Schwierigkeiten der Brest-Litvwsker Verhandbmgen liege in dem Versuche der BvlfthetvÄi, ihre Ideen tiach Oesterreich zu trogen. Ein Wiener Einmischungsversuch. Das -offiziöse ..Wiener Fremdenblatt" hat unter Anknüpftu:g vn angebliche Berliner Gerüchte dem 'Staatssekretär des Llus- irärtlgen von KülKnurun ein unemge'chrL ktes österra>ch sches Vn- irauensvvtum ausgestellt, dagegen erklärt, daß Fürst Dülvw. wann er die Verhandlungen in Brest-Litowsk führen sollte, die es 'Vertrauen nicht genieße. Dieser Wiener Vorstoß hat der Fornr und dem In lall nach Fragen im Gefolge, die dringmd Ansklärung verlangen. Saal ich wie persönlich ist der Angriff des Wiener Blattes durchaus unbegründet. Ein östnrechkifches Blatt hätte nicht den geringsten Grund, den: Fürsten Bü vw zu mißtrauen. deu Oesterreich-Ungarn verdanV es viesem Staatsmmm zum grössten Tele, daß es in der bosnischen AnnexffmsEcisis der internationalen Schwierigkeiten obne §s ist dalnalS vielleicht ausschta.Meb«:b zugunsten der österreichischen Politik in die Wagschale gefall«:. Was ich« vre Rolle des Fürchten Bülvw in den römischen Verh-cncklungen wähnend des Weltkrieges anlangt, so trieft das Wiener Blatt mit iemcsT Bvrwürfen nicht den erüschekdenden Pmckt. Wie uns die BeröffenLichung russisch« GeheirndcEamente bestätigt hat, ist es damals dem Mrstrtt BÄow m Rom gelungen., die Kriegs^ «Lärung Italiens an Oesterreich Ungarn um längere Zeit hinaus- zuschieben. eff« kostbar« Svamre Zeit, die der Grenz sicherung .regen JwLien zweifell^.- z-uMpc «Lmvne n ist. Dem Fürsten Biüow 'ü-gai. daß er treuer Sekundant Oesterreich-llrwarns gewesen sei, ist alsv mit dem wirklichen Ergebnis der Rimaligen .Mission des Fürsten BÄow Unvereinbar. Berlin, 19. Jan. (WTB. Amtlich.) Die „Nordd. All g. Ata." schreibt rdxrft.vnril: Wie wir Höven, wird in amtlichen Aversen der Vorstoß des Wiener „Fremdenblattet gegen der: Fürstenvon Bülvw durchaus mißbilligt. Bon einer Absicht des Fürsten Bülo-rv, dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von ALHlmwur Schwierigbeiten zu bereiten oder au seine Stelle zu treten, ist hier nichts bekannt. Sollten derartige Ge- rujf; von Leuten verbreitet -vecDvn, die es sich zur Awgabe gestellt Lu haben lckeucen. nrrsern Unterhändler in Brest-Litowsk in per öffentlichen Rtcffrung heraöz-rrsetzen und ihm bei der Erfüllung 'einer schweren Ausgabe 'Scttwi-erigkeiten zu bereiten, so steht fest, daß Fürst Bülvw seinen: Treiben fernsteht. Es ist bedauerlich. daß non der Dresse des verbündeten Landes diese Angclegerh it i: einer Weise behandelt wurde, die einer EimmschmLg in deutsche Angelegenheit«: nahekommt. Es ist daher begreiflich, daß die deutsche Presse, unabhängig von ich er Stellung zu der politischen Persönlichkeit be3 Fürsten Bülow, sich hiergegen weirdet. Aus RuhlüNd. Die Eröffnung der gesetzgebende« Versammlung. Petersburg, 18. Jan. -WTB. Nichtamtlich.)Meldung des Reuterscben Bureaus. Tie gesetzgebende Versammlung mprde um 4 Uhr durch den Präsidenten des^Zerttralksmitees aller Sowjets eröfftret. Vier Snmden vorher griff eine maximalistische Truppe eine Prozession des Bundes zur Bertzeidigu:'^ der gesetzgebenden Versa nunlung an und riß die Fahne liecunter. Tom ersten BefeU zum Feuern wurde durch Maschinengewehrseuer Fölsie geleistet. Mehrere Personen. wurden getötet, darunter ein Mrtglied des ausführenden Ausschusses der Bauerndeputiert«: Boganow. Büste Person«:, darunter mehrere Frauen, wurde:: verwund«. Petersburg, 20. Jan. sWTB.) RLetdung der Petersburger Telegravhena-gentnr. Nachdem die verfassunggebende Versammlung noch iVsstündiger Beratung gegen die Erklärung des ausführenden Aentralausschusses abgestimmt hatte, entfernten sich die Völichewrki. Tie verfassunggebende Versammlung wollte nicht die Art und Meise billigen, in der die Friedensverhandlungen von d«: Sowjets- TwitgliÄreri:, die den Saal verlassen hatten, geführt wurde::. Um 4 Uhr mvryer^ wurde die BersanrmLung von Matrosen aufgelöst. Heute wird ein Erlaß erschenren über die Anslöffmg der versaffmrggeb«^en Versammlung. London, 20. Jan. Reuter meldet aus Petersburg vom Ist. Januar. Tie konstituierende Versammlung beschloß mit 273 gegen 140 Stimanen, die Beratung iwr von Swertlow verlesenen Erklärung der Arbeiterrechte, die verlangt, daß die russische Replüstik der Snvjets das Private: g ent um abfchaffe und das Eigentum der Arbeiter an ihrer Arbeit sowie der: Arbcits- zwang einführt, daß die ?lrbeiter bewaffnet und die n:üßigen Massen «mtwaffneL weri>en. daß eine soziale Armee geschaffen wtb hie Anleihen für ungiltig erklärt nm&tm, zu vertagen. Tie Gänge waren militärisch besetzt. Tie Bolschewik, und die linksstehenden Sorialrepokutionare verlreßen den Saal, lo-ährrnd die znrüctbleiben-. den Sozialrevolutionäre der föerijbm trotz der Tröstungen der be- wcöineten Matrosen in aller Eile ihre dNaßnahm«: trafen betreffend der: Gnind rmd Bod«: sowie den Vorschlag onnahmen, an die Zkriegsnhrmden Abordnungen zu schicken, um einen Weltfrieden herzusteilen. Rußlands Gtaatsbankrott. Petersbur g, 19. Jan. (WTB. Nichtamtlich - Me'dcng der Detersburger Telegraphen-Agenttw. Der Rat d w Volksboau trugten har am 14. Januar den Entwurf des Erlasses über die Nichtigerklärung aller äußeren und inneren russischen Staatsanleihen vom 14. Dezember angenommen. Der De-emberkoupvn der genannten Anleihrs: wird nicht bezahlt werden, «dbenso weiven die Staategnvwrwm für UrtternohntuiMn: und Ein richtungen aller Art, die von der alten Regierung gewährt worden i schd, für nichtig erklärt. Die Berbindlichkechm mit kurzer Um-lauf- zeit und andere Schatz)cheine bleiben in Kraft, doch zperden die Zinsen dieser Werte unterdrückt. Tie Papiere können wie Banknoten unrlaufen .Tie Jrchaber innerer Anleihen in kleineren Beträgen, b. h. von weniger als 10030 Rubel, werden eine lebenslängliche Rente ff: Hohe der bisher bezogenen Zinsen erhalten. Tie Spcrrkass«: :verden von den: Erlasse nicht berührt. Der Erlaß wird dem geschaftssühreirden Ausschuß zur G«:ehmigung vorgelegt werden. Eine neue Rede Lloyd Eeorges. London, 18. Jmr. (Reuternreldung.) Bei der gestrig«: Beratung der Vorschläge der Regicrm:g in der Frage der Trupp ende stände hielt Premierminister Llond George eine Rede cm die Teilnehmer des Kongresses der Trade lirtümsl. Ec führte mit Bezug auf die Kriegsziele folgendes aus: Die Alternative, vor der wir stehen, ist die folgende: Um die nötigen Mannschaften zu erhalten, gibt es kein anderes Mittel, als die Grenze deS nlilitärpilichtigen Alters auf '5>5 Iahre zu cr- höhen, wie dies bereits in Oesterreich gefck>ehsm ist oder die Perwundt'tl'n immer wieder ff: die Feuerlinie zu schicken. Wenn wir nicht imstande lind, die deutsche Armee zu besiegen, 'so wird es nicht u!vcj::ch sein, die durchaus vernünftigen und gemäßigten Friedensbedingungen durchzufetz«:, die kürzlich von d«: Trade Unions verkündet tourden. dffemals werden die' deutschen Machthaber geneigt sein, auch nur die mindesten Friedensbeffingung«: anzuneHmen, die lirgend ein paziftstischer Redner >:mseves Landes ausgestellt hat, wenn wir sie »ffcht dazu Drängen können. Zürn Schlüsse erklärte der Premierminister: Wenn jenurnd an ureirrer Stelle ein el-renHaftes und amvechmbares^ Mittel zu finden im slcmde ist, um ohne Kampf aus diesem Konflitt herauszuhnmrun:, so 'beschwöre ich UM im Ülarnai Gottes, rmr dieses Mittel tzn neirnsn. Meiner Awicht nach gibt es :rur eine Alternative: Enttvcder wir tfattfan fort oder: wir unterliegen. dcach BeeMffiprng der Rede Äopd Georges tvurden Fragen gestellt rrnd von ihn: beanttvortet. In Becuftwortung einer Frage sagte Llohd .George: Die Dentschen waren immer bereit, .zu den: von ihnen festgesetzten Preis Frieden zu schließen, aber da s ist nicht der Preis, denwirihnen zu zahlen bereit sind. Wir waren früher wicht bereit, ihn zu zahlen, nnd sff:d es auch jetzt nicht. In Beantwortmrg einer Frage^ül^r die :nternationale Arbeiterkonserenz jagte Lloyd George: Ich reilto bereits Einwände gegen eine solche 5lv-nserenz ftn Unterhause mit. Nach langer, sorgfältiger :md reiflicher UefferlegunZ kamen die verschiedenen Länder einstimmig zu dem Schluß, daß alle Verhandlungen, die geführt werde::, zwischen den Vertretern der Regierung jedes Landes geft'chrt werden müßten. In Hinsicht ca:s die Frage, welche Vedff:gung die notwendige L^orbedingr:ng ft'ir eine Konferenz sei. anUvortete Lloyd George: Meine eigene trerfonliche Ansicht ist, daß es nicht wünschenswert wäre, ff: Friedensverhalü)langen einzutreten, bis man sieht, daß rtirca sie mit einem befriedigenden Ergebnis beendige:: kann. Aus Dem englischen Unterhaus. London, 18. Jan. Meldung des Reuterschen Bureaus. Im Unter hause fragte Lynch an, ob die Regierung wisse, daß König Konstantin in der Schweiz sich aufhatte und von einer Gruppe deutscher überaus .tätiger Propagarwisten :nn- geben sei, ''darunter von WaowkiS, dem ehemaligen griechischen) Gesaichtei: in Berlin, und daß diese Gruppe in ständiger Verbindung stehe mit H ü l o w nnd dem Fürsten Hohenlohe. Ferner fragte Lynä) an, welche MaßnahsuLN die RegicrruiH zu er greisen-gedenke, um diese TiceiLereffm zu durchkreuzen. B a l s o u r anvvorwte^ seine Jnfornuttiionm stimmden im allgemeinen mit den Erklärungen der Abgoordneve:: überein, die sttegiecmu; treffe alle in ihrer Mach» stehendn: Maßnalnwen, mm diese Propaganda zu Hintertreiben. London, 18. Jan. (WTB.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Effce amtliche Meldung über die Geheimsitzung des Unter» Hauses teilt mit: Nach der Rede Lloyd Georges wurde die zzoeite Lesung deS Gesetzes über den Mannschaftsersatz ohne namentliche Abstimmung geschlossen. Das Haus hat sich vertagt. London, 18. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterfchen Brr» reaus. Im Unterhanse stellte Bonar Law als das Ergebnis der von Feldmarschall Haig veranstalteten Untersuchung, die dann vom Generalstabe des KriegskabcnettS noch geprüft worden sei über die Ereignisse an der Cambraifront am30. 11. fest, daß die Regierung der Meinung sei, daß der höhere Befehl durch den Angriff nicht überrascht worden sei und alle geeigireten und passenden Maßnahmen getroffen worder: seien, um ihm zu begegnen. Tie Regierung betrachte es als im hohen Maße schädlich ftir das öffentliche Interesse, eine öffentliche DiÄussion über den Niederbruch, der ztoeifellvs erngetreten sei, zu veranstalten und. habe sich damit zufrieden gegeben, daß alle Maßnahmen getroffen seien, um einer derartigen Lage in Zukunft gewachsen zu sein. (Beifall.) Japanische HeereSverftärkung. Bern, 19. Jan. Der „T e m p 3" meldet ans Tokio : Die Militärbehörden haben eine ungeheure Militär- Vorlage aufgestellt. Der Bestand der japanischen Armee soll auf 25 Armeekorps (Friedensstärke) erhöht werden, ^e- des Kffrps wird aus zwei Divisionen zusammengesetzt sein, jede Division aus drei Regimentern. Die japanische Armee würde also von nun an 50 Divisionen (150 Regimenter) zählen. Gegenwärtig besteht die Armee aus 21 Divisionen (Friedensstärke). Für die Marine ist gleichfalls eine bedeutende Verstärkung vorgesehen. Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 19. Jan. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote. Kommandant Kapitänleutnant Dieckmann, hat kürzlich sechs durchweg bewaffnete Dampfer mit rrmd 3 2 000 Brutto-Register-Tonnen vernichtet. Die Mehrzahl der Schiffe wurde in der Irischen See, teils einzeln, teils in Geleitzügen unter starker Sicherung fahrend, abgeschossen, unter rhrien ein etwa 12000 Tonnen großer Dampfer ähnlich dem Afric-Tyv der White Star Line. Der Chef des Admiralstabs der Marine. preutzisches AbgeordnetenhaAs. Berlin, 19. Jan. Minister der osmttli-chen Arbeiten v. Breitenbach: Das Gesetz über die Erhöhnng der Personen- und Gütertarife befindet sich bereits im Druck. Ich lege Wert dararff, daß es bei der ersten Lesung des Etats mitberaten und zusammen nff.t dem Etat dem Ausschuß überwiesen unri>. Ich hätte gewünscht, diese Erhöhung erst nach Friedensfchluß durchzuführen. Leider ließ die ungewöhnliche Steigerung der persönlichen und sachlicher: Ausgaben der Eisenbahnverwaltung diese Absicht nicht aussührm. Es wird beabsichtigt, die Tariferhöhungen zum 1. April in Kraft treten Zs: lassen. Abg. Winckler (Kons.): Der Ton der: Rede des neuen Finanzministers berührte uns roohltvollend. Seffre Rede wirr ein Bekenntnis zu preußischer Kraft und deutschem Sie^eswill«:. (Beifall.) Wir müssen bestrebt sein, die Früchte des Sieges zu ernten. Unsere staatlichen und wirtschaftliche:: Zustände haben in diesem schweren Jahr die Feuerprobe bestanden. Wir müssen Sor^e tragen, das; in Zuklmft unsere Torr z-u neuer Größe geöffnet werden. Wie fordern nisbesoichere. daß in den Verhandlungen mit Rußland die preußischen Interessen berücksichtigt werden und daß Ostpreußen, der Eckstem unserer Macht im Osten, fest fundamentiert tvird. Abg. Sck-medding (Ztr.) b-?dauert. daß die Gsenbahn- tarifreform schon jetzt in Kraft gesetzt tycrben soll. Die Beamten- besoldungssrage muß ff: organischer Weise gelöst werden. Erft-e::- lick) ist, daß der Fu:an;nffniste: sich eine«: Uebergreisen des Iicäches ff: die direkter: Steuerr: Preußens w uridersetzcn gedenkt. Abg. Röchking (Natt.): Wir wissen dem FvmnAmffüflse Dank für seine Erklärung, daß ,wir wirrschaiMch und srnanML aut Me Eventual itäten effrgerichtü und gut mchgerüstet sind. Mir müssen ein großes zusammenl-ängemdeS W a s s e r st r a ß e:: n e haben. Ich bntfc dabei besonders an den Bau des Mtttell-andmnalÄ wib eine Verbindung von Elbe—Oder—Donau. wack an: Scenerre sorm müssen wir warten, bis die Entschließung deS Reiches lvvrliegt. .Ans die ^Einftrhrung einer Erbsc^ftssteuer für AbküinNilinge wecken wir nicht verzichten können und auv) an einen rveittrei: sslderlaß auf den: jGebchre der BermogenSü«uer wecken rvir Herangehen müffvi:, wenn swir darauf vrrzicv'ten. unsere:: Gsgrrern eine bare Entschädigung >M verlangen. Abg. M e h r in g (U. Svz.) polemisiert aegeatie AussühES^'l des Finanznvinisters, bleibt aber aui der Tribüne mecst unvers.md--' lich. Ssedner erörtert ausführlich die (Zenfurftape:^ . . Ada. Zedl:tz (Freik.): Wir sind üfer^eisgt, datz bte Verhängungen rait .Rußlmü> in vollem >Eim?ernehn«n zwimian der. Reichs- und .Heeresleitung geführt werden. Wir sind der ÄuffiäK- daß wir jetzt vor» allen Bedingungen, vor allem^ auch UW den: Reichstagsbeschffch vom i9. Juli glücklich'völlig frei fmb. (&W richtig rechts.) Es muß su ^ffrem vollen AuSqleio)^ovrmnen ffru die schvieren Opfer an Gut und Blut. Ich liebe die feste ZuversrM, daß alle unsere Volksgenossen, einschließlich der i>wzmldemokr:7tew entschlossen'sind, im Kampfe nicht inux durch^uhalten, lorwern auch mitHrndenburg zu sagen: ?üir lverdon siege::! (Beffall rechts.? Finanz mini 11 er Hergt: Der Abg. M-chrmg :)at em trübes Bild 'von. den BerHLttMen iin Preuße:: entwickelt. kann ihnr laus dieses Gebiet -nicht ftstgsrr, weil wir uns letzt aller Zurückhaltung anserlegen Müssen. Wann manches^ mmt gej.ung«ü ist, so liegt das nicht an dam guten Willen, sondern an dsn! Schivierig^rten der iVerhältnifse. Ich habe das Gesühl, daß le tzt rnr Lande überall der Enndriuk besteht, daß nval etwas gesagt wecken. Muß, was nach außen dringt. (Sech: wahr.) Wir baden ferne Veran^ toi)urig, mrvas über unsere Zustande %u veriiennlichen. Wir stolz sein aus das, Ivas w:r geleistet haberu (Dravv.) Der Jmg. Metz ring bemängelt, daß ich sagte, die Amerikaner wecken rwM kommen. Beweisen kam: ich^s rricht, aber ich habe die verficht, daß sie nicht kommfli: wecken. (Lebhafter Bepall. Abg. Cassel lVpt.) bespricht die fmcn^elleit Fragen. Die Weiterberattmg wurde auf MlvnMg, 11 Uhr vertagt. Aus dem Reiche. Bvtocki Oberpräsioenl. Tie „Boss. Ztg," erhält die.Nachricht, 1«aß der frühe« PE- dent des KriegsmrährnrV-Mntes -um Oberpräffdenten von Om* 1 Preußen ernannt worden ist. AiLK Stndt unb Canftr Gießen, den 21. Januar 1918. ** Amtliche P erfon alnach r ich ten. Der Groß- wrzvg empfing heute zum Bortrag den Staatsminister: Dr. von Ewald, den Minister des Innern Dr. von Hombergk KU Bcd), den Vorstand des Kabinetts Wirkl. Geheimerat Rom- feld: außerdem den Oberleutnant Brockmann. Der Großher og hat am 16. Januar dem Regierungsrat a. D. Dr. Gustav Etemm von Hohenberg zu Hochheim bei Mainz der: Cffarakter ils Geheimer Regierungsrat erteilt. **■ fine Sitzung der S t ad t ve ro r d ne r ei* fin- ye.t Mirttvock den 23. Januar 1918, nachmittags 4 UI)r, im Btaötbauv, Zimmer Nr. 11, mit folgender Tagesordnung iaü: Mitteilungen, Gesuch des Vorstandes des Geflügel-, r:rd Vogelzuchtvereius um Bewilligung eines Ehrenpreises, Errichtung von Gartenhäuschen am Wißmarer Weg und an '.er Marburaer Straße, Ausgabe von Kriegsnotgeld, Kriegs- Teuerungszulage für städtische Arbeiter, Anpflanzung von 2bstbäumen am sogenannten Landwehrgraöen. Einrichtung nner städt. Schuhausbesserungswerkstätlc. ** Das Antworttelegra mm des G roß her- s 0 gsandieVaterlandspartei. Auf da§ am 18. Za- ruar bei der Reichsgründungsfeier der Baterlandspartei an >en Großherzog abgesandte Telegramm ging nachfolgende Antwort ein: T«n Teilnehmern an der heutigen Feier der RevwBgrStd»«« bitte ich meinen herzlichen Dank für ihr Gedenken z-u üfernrnttdit. In Treue zu Kaffer und Reich :md rm Vertrauen am Gott und unsere gerechte Sacke, aut die Dapstickeff von, .Heer und .Flotte und die Standlwfticckett nnxeoes Volkes ff: der Hetmüt hUi ich oen sesien Zuversicht, daß Teutschland dem Ansturn: seiner Feinde mrck fernerlftn siegreich begegnen mrb den Frieoen erringen wird, den seine Zukunft :md Wohlfahrt sichert. Ernst Ludwig ** Ehrenurkunden erhielten von ^>er Handwerks- ' kammer Darmstadt der Schreiner Gg. Beck für 35jährige, ununterbrochene Tätigkeit bei der Hvfmöbclfabrik Th. Brück, der Schreiner Andreas Schreier für 30jährige. und der Tapezierer imd Polsterer Paul Hepnig für 28jährige Tätigkeit bei der gleichen Firma, die in diesem Jahre ihr 30jährige§ Bestehen begeht. . ^. **■ Aufbringung per Schweine. Aut bte Bckmnp, machmrg des LebenSnffttcklmEs ffn Anseigattell der heutige Nummer wird besonders verrviestn. ** Stadttheater. Die nächst:' Abonnements-Bor- stellung findet am Montag den 28. Januar statt. Greben wird als 13. D i e n s 1 a g s -Abonnementsvvrstellmrg L-haL- speares „Othello", der jüngst ivegen eines Krankheitsfalles verstlwben lmrden mutzte. — Am Vorabend von Kaisers Geburtstag, am Samstag den 26. d. M., findet eine Ausführung von Paul Heyses bekanntem Schausptel „Cölbe cg" statt, deren Reinertrag einen: frregstvohltätiyen Zwecke zugeführt wird. Die Vorstellung wird unter Sprel- leitung von Direktor Steingoetter aufs sorgfältigste vorbereitet und gewinnt dadurch noch besondere Anziehungskraft, daß Herr Matthieu Pfeil, das beliebte und bekannte Mitglied des Frankfurter Schauspielhauses, in der Rolle des Netrelbeck gastieren wird. JS^i, O(«CÖ0M*&J Die Solda»ka»sfteSe iit den Nünmen 5er SeMsspattafss Gießen ist morge« nachmittag son 2 bis 4 Ahr geöffnet! Landkreis Gietzen. -M. Hungen, 21. Jan. Die Baterlandspartei für Dwtgen und Umgegsrd hatte gestern rrackmittag in den Smtt der „TrmrSe" eine Mitgliederversammlung einverusen. ff: n»elcher Pfarrer K u l l m a n n aus Berstadt einen Bvrtvag Wer „Wie steht eS um den Frieden?" halten sollte. Bon bei: 200 Mitgliedern waren etwa 50 von hier und Umgebung erschienen. Infolge Erkrankung mutzte Pfarrer Kullmann seinen Borttag irlepbvmsch absagen. weshalb Ob,wamtsr:chlter Volk von hier das Wort ergriff und nach Begrüßung der Erschienenen ff: längerer Rede Zweck und Ziele der Vaterlmldspartei zur Kenntnis brachte. Er erklärte, das; uns nicht Ervbernngslust beherrsche, jedoch körme man nach dem Stand der Tinge mich keinen Berzichtsrieden schließen. I« Osten müsse man Gebietsteile erhalten, auch Belgien fei eine Lebensfrage für Deutschland geworden, und man müsse verlangen, daß es nicht, unter englische, sondern unttr deutsche Oberhoheit, gestellt wecke. Auch auf Entschtidigung ftmmNetter Ätt kör» 1«w nicht verzichten. Zmn Schluß verlas er eine Huldignngs- depesche, die an den Reichskanzler gesandt werden solle. Landwirt) PH. Seibert von hier dankte dem Redner für seinen, d*e Ziele der Parder klar darlcgenden Vortrag und iordette zum Beitritt auf. i—5. Lanier, 21. Jan. Der Larrdfturmnmnn Wilhelm Schmidt wlirde mit der Hesifische.?? iTapffrkeitsmedaille airs- «yeichner. Ül Leihgestern, 21. Jan, Die Bruder Karl Pauli nnd Gg Pauli, SSHne des Wagnermeisters Joh. Pauli V., wurden nrit der Hessischen Tapferfeilsmedaille ausgezeichnet. Kreis Büdingen. ---- Büdingen, 21. Jan. Das Kreisamt verhiingte aber- Nwls über 36 Kreiseiilwohnm mrs Lrßberg, Eckattsborn, Oberauer- Mühle. Alten stad?. Heinckzen, Höchst, .Hof-Breitenseldc. Büdingen, Rinderbügen, Hain-Grü?ldau, Ortenberg. Dauerrcheinl und Diebach (hier allein 12 Besitzer) n«gei? verweigerter Speckabgabe Glld< strafen tarn 6 bis 100 Mark. Damit sind bis jetzt insgesamt 131 Kreisinfassen als ^.Speckfünder" bestraft worden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar. 21. Jan. Ter Obst-- und' Gartend^auvercin des >1reffss Wetzlar zahlte im abgelaufenen Geschäftsjahr 558 Mit- Mieder gegen 572 im Jahr zuvor. Tie ReÄnungsablage ergab eine Einnahme von 1631,16 Mk. mrd eine Ausgabe von 1559,40 Ml. Das Vermöge?? des Vereins beträgt zurrst 592,41 Mk. Der JahreÄreittag ?m?rde auf 2 Mk. erhöht. Ter Voranschlag für 1918 wurde irr. Einnahme und Ausgabe auf 1090 Mk. festgesetzt. Ter nemeinschafllickc Obsttmmnbezng rvar sehr rege, es wurden 5690 BÄtme bestellt. Hessen-Nnssa«. — Frankfurt a. M., 20. Jan. Bei einem Eftrbruch in die Metzgerei von Hellmuth im Stadtteil Sachscnhausen wurde?? drei Einbrecher, die bereits mehrere Zentner Fleisch und Wurst in Säcke gepackt halten, von den Hausbewohnern und Schutzleuten überrascht. Es entspann sich ein erbitterter Kampf, bei dem ein Schutzmann durch den Schlag mit einem spitze?? Instrument am Kopf schwer verletzt nmrde. Schließlich gelang es, die Ein brecher.zu überwältige und festzunehmen. --Ober-Ursel, 21. Jan. Die Stadtvewrdnetenversannn--- twrg nahm eine SckMkung der dlhotorensabrik von 100 000 Mark zur Erbauung eines neuen Rathauses an. ][ Aus Kur Hessen, 21. Jan. Der Regierungspräsident zu Kassel hat eine Berrordnung erlassen, die dahin geht, dest .Holzwucher, der sick, immer mehr breit inacht, entgegenpitrirtert. So müssen setzt alle Brennholzversteigerungen fiüN Tage vorher unter Beisügn??g der rn den beiden Vorjahren mziolten Preise zuständig«? Lattdvalsantt mitgeteilt tverden. Drei 'Tage nach Maus der Bersteigericng ist ebenfalls toicHer genmiefter Berickst oorzulegen. Als Käufer dürfen nur Selbstverbraucher, u??d zivar unter der Bednigung zugelassen werde?:, daß sie nickst mehr kaufen, rote sie benötigen. Für Händler müsse?? besondere Versteigerung^! abgehalten werüerr. Es werden auch Richtpreise vorgesehen. Hochwasser. ch. Bingen. 19. Jan. Das Hochwasser, das so plötzlich sozu- sagen über Nacht am Rheine und seinen Nebenflüssen herein- gebrochen ist. besteht in seiner ganzen Erfährt ichLci? weiter, denn auf den Rückgang der Nahe, der bereits eingesetzt l)atte. ist infolge heftiger Regengüsse wieder eine Steigerung erfolgt. Bei den: beute trockne reu: ^lbeticr ist aber immerhin anzunehmen. das; die Steigerung bald eurem Mffall Platz machen wird. Auf alle Fälle ist die Nahe ruhiger geworden und rast nicht mehr mit der Wildheit dahin, die gestern und vorgestern ihr Kennzeichen ivar. Dafür ist sie an der Mündung und ein großes Stück landein biLeurend gewachsen, denn iche Wildheit hat sie dadurch ein gebüßt, ?vei! hex Rhein sich ebenfalls ganz gewaltig erhöht hat wrd deshalb die Nahe durch dies« noch aewalttgere Wasffrflltt gestaut wird. Der Rhein selbst ist feit gestern um einen halben Meter gewachsen, von heute vormittag bis zum Ähöen,d allein :rm etwa 20 Zentimeter^ nd weiteres Wachsen stebt in Äussichl. Das hohe Wasser wiro von der Schiffahrt, obwohl schon Einschränkungen hinsichtlich der ^ahrt erfolge?: müssen, stark ausgeirutzr. In dem unglücklick-en Dieters he i m hat bie Nahe fürchterlich gehaust. Das Vieh ist in den Ställ-en zum Dell ersoffen, so in einem Stall fünf Ziegen, die Tiere wurden zum zweite?'. Stockwerk hmausgeschafft und Notschlachtungen wurden vorgenronrmen. Wisst hin st?rd Felder, und Haarten aufgewühlt, mit Sand bedeckt und auf diese Weise Verivüstungen angericküet, die großes Elend im Gefolge haben müssen, ?oenu die Hilfsiätigkeit nicht sofort ein setzt. Das Brenn-, ?rnd Heizmaterial de?: Einwohner stellt urtter Wasffr, dem? die Keller sind- gefüllt. An diese Vorräte, wie auch die anderen in den Kellern' ist vorerst nicht heranzuckv?nme??. Das Wasser erreichi'e in dein Dorfe eine Hobe von 1,70—1,80 Meier, stellenweise auch mehr, w?r also durchweg sv hoch, daß die Leute zu Fuß nicht durchzufommen r-ermvchtcn. f)1ach uns nach verzog sich die Flut so west, daß ntos? nach den^ höher gelegene?? Tellen des Ortes gelangen konnte. In den Straßen liegen setzt die Nachen der Binger Schiffer, die der HilfStatigkeir gedient hatten. Die Pioniere arbeiten noch inrmer vollaw, um alles wieder soweit wie möglich in,' Ordnung ztu brin-? gen. Di? Nachbarorte, die Stadt Bingen, das Militär, alles griff kräftig zu, um den. arme?? Menschen z?r helfen. Lebensmittel und Trrnkwasser wird zugefahren. In Sarmsl-eim, d. h. int unteren Dell des Ortes, fliegen _ die BerMttrisse ebenso. Tort sind die Keller unter Wasser. Die Dän?7M' vermochten einer? Schutz nicht M bieten. Die Gärten im Bereich des Hochtivassers sind gänzlich werwüster rcnd vernichtet. Das Haus des FähnnannS Haas ist seit drei Tagen vollständig von Wässer umgeoen u.nd gegen die Außenwelt abgesperr?'. Tic Familic des Fährmanns befindet sich im Hause. In Münster, das ja seircerzest einmal von einem schweren Wolkenbruch Heimgesuch? wurde. haben die Fluten irr Kellern und auf den Feldern und in den Garben gehaust. — Die Seitentäler der Nahe, Guldenbach Grafenbach, Ellerbach Simmerbach sind so angesckwollen, daß sie als Bäche ?richt ??rehr zu erkennen sind. JnSimmern hat der Smrmerbach über Nacht eine Höhe erreicht, die ihn für der? nächsten Tag den erschreckten Muvohnern als reißenden Strom zeigte. Die Hunsrücker Zeitung komrte nur eine Nvtxrusgabe Herstellen, da ihre Papiervorräte im Keller überschwemmt und wahrscheinlich tellrveise vernichtet sind. Das gleiche rst nrit den Kreuznacher Blättern der Fall, die wegen Gasmangels — die Rohre sind verschlammt — vielleicht nicht erscheinen können. Auch Wasser gibt es in Kreuznach nur an Vertellungsstellen, da auch das Wasserwerk durch das Hockiwasser in Milleiderrschaft gezogen wrrrde. Im Hunsrück nrußten Straßenübergänge und -brücke?? gespertt rverden. Daß Brücken, Däm???e, Straße?? ?mt- gerisse?? u??d lvvggeschwemirü wurden, ist überhaupt keine Seltenheit, ebenso,venig abge'ckprittene Bel>aus?rn.ge??, überschioemmte Otts- teile imd Aefülltt Keller. — Tie Binger Stadtvertoaltung hat übrigens d?e Eiirwolprer de?- tiefer gelegenen Stadtteile, wie der Borstädte aufgesordert, angesichts der vom Rheine droherlden Hock>- tvassergesahr die Keller zu räumen. H. L Höxter, 20. Jan. Ern Opfer des Hochwassers wurde der r?? die .Heiinat beurlaublte Mttsbesitzer Fjra??z Kratvinkel aus Istrup. Jin Begriff, mit einen? bc?wchbarten Gutsbesitzcrssohn die rreben der ^ Aa gelagette?? gefällten Pappe!bau???« fottzufahren, wurden beide von der plötzlich heranbransmden St?m??'fs?'.t überrascht. Kraioinkel pr?rd drei. Werde «ertränke??. Krawinkels Leickne ist noch nicht geborgen. H. L. Frielendorf, 20. Januar. Durch die Hochflut, die ganz' besonders in? Kjreise Biedenkopf sch??ell austritt, lourde nnser^ herrliche Brücke, erst 1910 erbaut, ein Opfer der Fluten. Atn? Mittwoch initdag 1 Uhr stürzte dieselbe ein und ist dadurch die Ber- bi?ldu«?g mit unseren Nachbarorten eine zeitra'.lbende und schwierig^ gc?vvrden. — Am selben Tage sind auf der Bahnstrecke Marburg— Kreuzthal drei Dammbrüche entstände??, bei Biedenkopf, Ludwigs- Hütte u??d Mutten, so daß der 4-Uhc;ug an diesem Tage n??r bis zur Unfallsielle kam u??d am Albend nneder Mrückftrhr. Spielplon des Eichener Stadttheaters. Samstag 26. J!an., 7hs: Gew. Pr. Wohltätigk.-Borst, z. Bors. 0. Kaisers Gebuttst. „Colberckst Sonntag 27. Jian., 3» 2: Gew. Pr. (erm.). ,,Tas Enkelkrnd". < l fi : Ojp. Pr. „Sah' ent Knab' ein Röstern stehn". Ocrm$fd)tc9. Zmn Eisenbahnunglück bei Kirn. ch. Bi n g cn, 20. Ja??. (I u Zahlmeister, der mit dem! bei.Kirn durch das Hochwasser penmglückte-«? Zuge gefahren ist, hat ?1ber das Eisc??bahnu;?giück sv!ge??Las erzählt: Gestern morgen kanren nnr mit den? Urlauberzug von S??arbrücken. Es n>ar gegen 7 Uhr, als wir Kirn erreichten. Etwa 10 Ministen vor uns hatte der D-Zug dieselbe Station veclassen. Al-nungslos schtmnmertQ? meirw Reise- genoffen, d'oci Osfiziere. Ich n?achte mir gerade an meirrem Koffer zu schaffen, da — ir^tc hätte« gerade den Tunnel vor Hochstätte??: r>erlasseu. —, ein genialttger Stoß, der Wagen, in dem rwr saßen, tür?nte sich i?r die Höhe u??d —, den Anblick tverde cch in meinten?! Leben ??ie vergessen —> die Koffer fielen aus dern Gepäcknetz und schlugen einem meiner Reisegeiwffen de?? Schädel entzwei. Das Bild, das sich darin bot, ist tarn zu schildern. Ter Darrim' der Balw-lmic war von den Fluten der 8iahe u??ter?vüh!t morde??. Bon der Maschi??e und den erste?? Wagen war nichts mehr zu sehen, über sie hirurSg raarschle die Nahe. Die übrigen Wagen rvaren übereinarrdergetürmt und ans den T-rürnNrerr? kamen ci??ige Passagiere gekrockxm. Ein Bah??beLruster, der gesehen, daß der Tamm jeden Auge??blick brc'chm konrrte, u??d schm vor Passieren des D-Zuges gemerkt hatte, daß der DamN? nachgab, rvar den? Z??ge erstgegengelwirfe??. ??m ihr? zrrrückzuhalten. Wahrscheinlich lM ihr? der Lokomotivführer nillzt ge Hetzen, denn feine Leiche wurde aus dem Bahndainmr gesunden. Er ist also als Opfer seiner Pflichttreue gestorben. * Saarbrücken, 19. IM. (WDB. Amtlich.) Die Ausräu- nrungsarbellen an der Eise??dahn-Uns all stelle l-aben ergeben, daß d-ie Zahl glücklicherweise nickst so groß ist. wie ursprünglich befürchtet worden ist. Es sind 23 Leicken geborgen worden, daramter 11 Soldaten. Vermißt weftwn bis jetzt ?wch 2 Personen. Ferner si??d 19 Schwer- ????d 10 Leichtverletzte in Lazaretten in Kre??znach? n Behandlu??^.___ Letzte Nachrichten. er Chef des AdmiralstaLes der Marine Ein spanifther Dampfer torpediert. Paris, 20. Jan. (Nieuter.) Der spanische Dampfer Dvnna Nova tvwche a?n 15. JtMuwr im MittLl??veer wrvediett. Das Schiff konnte ??ach de?n Hafen geschleppt werden. Die Verhrrfttrng des Königs von Rumänien. Petersburg, 19. Jan. (Reuter.) Ei??L Zeitung melber, daß der Befehl der Volksbeauftragten, den. König von Ru- mänie?r zu verhaften, sich bestätige. Ter revoklrlionätt: A?lsschuß der neunten russische?? Annee sandte den rrcmänischen Militärbehörden ein Ultimatum mit zweistündiger Frist, in dem er fteien Durchzug der russischen Truppen durch Jassy verlangt. Der frühere Minister Purischkewitsth zu Zwangsarbeit ver- urleilt. Petersburg, 19. Jan. (Reuter.) Der srüheoe MinisiLr. Puri fchkewitsch ist zu vier Jahren Zwangsarbeit ver» urteilt wiorden. wem? er sich jedoch cm Ende eines Jahres einverstanden erklätt, sich jeder Tätigkeit gegen die Bolschewiki zu enthalten, soll ihvn der Rest der Straff erlassen werden. Lenin und die Opposition. Kötn, 21.Jmu Ueber die Bewegung gegen die Bvl- schewikireaierung heißt es in einem Swckh?Lmer Telegramm der ,Lüln. Ztg.": Tie nächsten Tage -werden die entscheidende Kraftprobe zwischen Lenin und der sozialistischen Opposition bringen, als deren Führer Tschernow herrwrtrrtt Hrmgersnot in Rußland. Stockholm, 20. Jan. Nach Wvertäfsigen Nachrichw« aus Rußland herrscht ??? den Gouvernementö Nr ogovvd, Kostroma, Wladimir, S???olenft, Moskau, besmrders aber Orenburg und Turtestan Hungersnot. Der Bolkskvminffsac für Vcrpflegmigs- angülegenheilen hat eine Verfügung gegen die ^ffrarchie im Ber- kehrsroesei? erlasse??. Die Berpsloguug Hungernder Provinzen unv der Fro??t sei bei der? jetzigen Zpstäulde?? unmöglich. Die wte Garde u??d revolutionäre ^Freiwillige solle?? off OLd?rung des Bahnver kehrs nnedevherstellen. Höchstpreise für den Kleinverlauf von Fischen in England. London, 19. Ja??. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Der Lebens^ mittcltontrvlLeur hat beschlossen, für den Kleinverkaus von Fischen vom 23. ds. Mts..ab Höchstpreise sestzusetzen. Verfassungsänderung in Indien. Berl???, 21.Ja??. Der „Bert. Lokalar?zeiger" melbel aus Basel: Schweizer Blättermelduuge?? aus London berichten: Nach einer Reütterdepesche aus Delhi werden ^Lorv Ehel'nrefmch, Vizekönigi von Indien, u??s Moutague, Staatssekretär für Indien, am 21 Jan. Zusammentreffen, um amen Vorschlag*ur Aende ru ug der Versassjung pes indischen Reiches zu erörtern.^ Diese Besprechm?gen werden eine Woche öamnm. Die Gouverneure von Bcmckay, Madras mib Berrgalen sowie Iftitte Provinzial- Verwalter werden den Beratungen beiwohnen. Aus Flandern. Brüssel, 20. Jan. (WTB. Nichtaintlich.) Das zenrrai- vlannschö ,Presseburemr veröffentlicht ^Igende Mitteilmrg des Rates Vvn Fla??dern: Entspreche?'^ dem in seirren ersten Kundgeb?mgei? vor Jahresfrist aufgesdÄiten Ziele hat der Rat von Mmrdern in seiner allgemeinen Versa???n?lur?g vvn? 22. Dezenrber 1917 feierlich und einstimmig Flanderns volle Selbstärrdigkeit beschlossen. Im Verfolg dieser Erklär?rrrg lech der Rat von Fla??dern oas ihm von der vlämischen Landesi 2 c^sordrrung vorn 4. Fcbrmw? 1917 übertragene Ma?rdat irstder und ivird sich ei??er dieuwrihl unterziehe??, die dein vlämffchn? Volk Gelegenheit geben soll, seinen Willen zu. dieser Beschlußsassung des Rates t'airdmgebe??. Die Kvm- misfion der Bevollnrüchtigten. Amtlicher Teil^ Bekanntmachung. Betr.: Regelimg des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl, hier: Schließrmg der Mühle Friedrich Amend in Großen- Linden. Die Mühle Friedrich Amend in Großen-Li??den sUn?veri'itärs- mühle) ist wegen Unzuverlässigkeit des Inhabers vorläufig geschlossen. Aus diesem Grunde darf Brotgetreide für den Kommunal verband von heute an nicht mehr in die Mühle Amend abgelicsers werden. Dic?e?lige?? Lcr??dwirte, ivelche bereits für de?? .Kommunal Aerb-curd Brotgetteide in die Mühle abgeliefett, iedock ??och keine Zahlung dafür erhalten haben, haben sick innerhalb 8 Tagen gege?? Rückgabe des Getteideempfangschei??s zur Entgegek??!ahme des Betrages des abgelieferte?? Getteides bei der F?r?na Bereinigte Getteidehändler ??? Gießen zi? melde??. Gießen, den 16. Ja?mar 1918. Großherzogliches Kreisamr Gießen. I. B.: öentmerbc. Gketzener Nonzcrtvcrc!n. Gießen, de?? 21. Januar 1918. Das fünfte Konzerck sm??d im Zeick>ei? der Kanrmermusik. Das kÄhmlichst bekannte Wendling-Quartett a,?s Stuttgart, bestehend -aus den Herren Prof. Carl Wendling, Hans Michaelis, Philipp Necter rmd Alfred Saal, bot w?s nnt einem fein geroählten! Piro^aurn?' einige ff'hr genußreichcj Stunden urrd beffstigte durch sei?? sicheres Spiel wie auch durch feine?? vvn echt inusikalischem Leben durchpulsten Borttag a??ss neue den ausgezeichnete?: Ruf. der es den führenden Quartettver^ einiMngcn^ur Seite stellt. Vor allen? ist Prof. C a r l W e u d l i n g selbst als Meister der Violine die Seele des Ganzen, aufs rvirk- samste unterstützt von Alfred Saal (Cello). ^ Daneben traten Hans Michaelis !ur?d Philipp N e c t e c soll stri ch vielleicht hier rmd da etwas zurück, doch wurde das Zuiannnensf.nel davon! ?ftcht betroffen, das sich vielmehr sehr exakt obrvickelte u??d de??r- td'???äß ?me aus eilten? Guß erschieir. Mit einen? Streichquartett aus op. 76 von Haydn (D-Dur) tourde der Abend eröffnet. Das einlcftende Mlegretto war 72? Stimmung nr?d Vortrag vmtzüglich ersaßt: das solgevde Llllegro, das den Houplgeoanke?? roeitärfpinnt, hÄtc vielleickst noch ü!rs llein tvenig mehr Rltche vrrttagen; musterhaft rovr die Wffdcrgabo der i?un iolgenden ^>ätze, vor allen? des herrlich:?? Largo, daÄ M den scks??stei? Stücffm Haydnschcr Kunst gez-ähli rverdei: darf rund wie Engelsgesang in verklärter??! Fi-KsD-ur dahingleitct. U'??^- übcttrefflick^ kamen auch das äußerst gedrungene, aber sehr wirksame. hu?nor>prütiendc Meiruett herarcs: das stark ho?novhon ge- arbeilele Finale erreicht nich mehr gantz die Höhe der innigen! Sätze; doch verstanden es die Stuttgarter, auch ihm durch schwlrng- vollen Borftrag zu eirrdrucksvoller Wirkrmg zu verhelfen. Das erumzugehen pftege??. Dann man sieht ikmen hier noch ein oißckie?? genauer auf die Finger, rrnd sie sind oiel- strch in keiner Mlnstwrm so erprmiett wie gerade fter. Kurz gesagt: es gehött mehr Kunst dazu, mit drei Instrumenten hauszuhalten, als lvenn icmand eine gwßo symphonisch Dichtung für ein noch größeres Orchstcr zusamine??bcr?lt rmd. hinterher erst Leute gesunde?? werden rirüsscn, die den nöllgen pvellsch?? Kommentar dazu liefern, damit niemaird im unklaren ist, was er gehött hat oder hören soll. — Ta die Literatur auf dem Gebiet dos Stteichtrios sehr klein ist, so ist es doppelt zu begrüßen, daß auch Max Reger sich hierin ?nit Glück versucht hat. Sein Trio ff'ir Violme, Bratsch u??d Violoncello op. 77 b A-Mo!l ist ein Be?veis hiervon nrtb ururbe glänzend wicdergegeben. Einer kurzen, gettagenen Einleit??ng folgt ein überaus leidenschaftlich bewegter Sah, der fast U??möglichs den Instrumenten zumutet, stellenweise sogar orchestral wirkt, ?u?d desse?: sangbares zweites Thenra miss schönste korttrastiett. Die beiden folgenden Sätze (Larghetto und Scherzo) fuxb besonders bekannt dcchurch, daß sie Reger auch als Klavierstücke in den ersten Band seiner Sammlung „Ä??s ?neinem Tagebuch" (op. 82 Nr. 7 u. 12) aufgenvMinen hat. Dabei ?nuß imrnerhi?? gesagt jverden, daß sich das Larghetto armäl?er??d ebenso gut aus dem Ktavie?' nnedergebe?? läßt, rväyrend das Schrzo mit seftrer übcrraschnden, ost a??ch rück?r>eise?r irnd gelegentlich nordisches Kvlorit verratercken Harn?onik infolge soi??er subtile?? Stimmführung de?n Klavier ser??er liegt. Diese beiden Stticke ??>erden auch dem. der ?nit Reger sonst nicksts cnrzufangen weiß, sicherlich einen Eirrdruck gemacht haben, und letften vor allem von der oft besttittenen melodischen Erff??dungsgaüe Negers das beste Zeug??is ab. Frellich, eine Regersckie Melodie ist etwas anderes als beispielsweise eine Beethovensche unb hat andere architektonische Prftrzipien: herrsHt hier die absolute Svmmetrie et?oa in dem Sinne, dag eine Melodie sich von einm Punkte aufn'ätts bis zu einer gewissen Höhe erhebt und langsam sich lvieder eben.' mäßig se??kt, so tritt bei Reger a?? die Stelle das Prinzip der Koinpensation- kömren wir die melodische Kurve eines Beethoven rein schematisch unter dem Bilde eines Dachgiebels festhalteu, so läßt sich die Regersche mehr dein Grat eri?er Alpetv- kette vergleichen, bei der zwar cn?ch Höben u??d Tiefen tvechselw- aber nicht mehr im absoluter?, sondern ?rur rin relativen Sintre;I wir haben vielleicht mehrere Höhcpuutte. haben a??ch meh-rroe Tiefengänge, und diese sind so gegeneinander geordnet, daß sie. nur als Ganzes genommen, eine?i verinmstigen Ausgleich gebe??. Es ist im?nerhin rnertwürdig., daß noch niemand auf der? Gedanken gekommen ist, zu Negers architeffonischen Eigenheiten das Analogon in der inodernen Mcknrernrr zu suchen, die doch ga??z eminent auch oit Stelle der absolutes Sttmrn-etric vom Gesetz der Kvmpensation bestimmt wird — Der Schlußsatz des Werkes, ein geistvolles Finale mii einem sehr sinnfälligen Hauptthema, erzielte ebenfalls beste Wirürng, und bo* lvohl hier zum ersten Male gehötte Wer? wurde sehr freimdlich ausgenommen. Aus voller Höhe ihrer Üecstungsfähigkeir zrigten sich bic Künstler bc3T?i r?och in dein Ra surnvwskh-Quartett von Be^hove?? op. 59 Nr. 1 (F-Tur). Der erste Satz mit seinem berefts m? das Hauptthema dos groß«? Kbaviettrios op. 97 gemahnarde?? Gruud- gcdmike?? wurde mit großer Hingabe und unter arrder H-waus- arbeittmg des tben?atischen Gehalts zu Gehör gebracht. Tie Stelle, wo kurz vor dem poco ritardando das Huuptthema in vollem Glanz erschein?, n»ar von hirrreifMeder Gewalt getragen, besonders fei?? adgetörtt llang dam? oer Satz aus. Das Mlegretto mit seine?? rhythmisck»m Klippen, dynamischen und agvgischen Feinheiten wird ?nerllick,' „spielend" bewälttgr. Zu schönster W??ckÜ7rg vereinigte?? sich die vier Instrumente dam? r 'ch in de??r sockenvoUci?, elegischen Adagw Das Schlußallegro ?n?t seinem pragnarrte»? russischen Thema Lurrchlref alle Süllen per Empftnidnüba von eülfachnawer Fröhlickfkeit bis zw?? dionyssich-ekstzattsche?? Jubel, mit dem das Werk glänzend abschließt, Dre sehr zahlreich erschienenen Hörer gaben nach allen Stücke??, cicsdesondere nach Beetlvbens Quartett ihre hohe Beftnedigjung durch lebhaftesten Beifall zu erkennen, und Ls ist rvohl ein selbstver?1änd^ lichcr Wunsch, die Künstler im nächste?? Winter wieder hier zi? hören D?-. G. R * — Wie??, 16. Ja?. WTB^ Dir berühucre WaAner^ängeri?? und r. u. k. Kw??mersängerin, MtgicÄ. der preußischen HofftE. .. Frau AnullBc Matern«, ist in? 71. L«b«rS;ghse qost«vh«». Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dnft unsere gute Mutter,Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Elisabeth Schwaih geh. Schäler im72Lebensjahrenach langem schwerenLeiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: FamilieWilh.Schwalb FamilieWilh.Baiser Familie Ludwig Euler Rödgen, Gießen, den 19. Januar 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 22 Januar, nachmittags y,,2 Uhr, statt. KM - Danksagung. Für die in unserem tiefen Leide empfangenen Beweise herzlicher Teilnahme, welche bei dem zahlreichen Trauergefolge und den vielen Kranzspenden so wohltuend in Erscheinung trat, sagen wir hiermit innigsten Dank. Besonders danken wir dem kricgerverehi für die. militärische Ehrung unseres teueren Verstorbenen, dem Turnverein für seine Teilnahme, den Vertretern des Krieger- und Gesangvereins Annerod für die unter ehrenden Worten niedergelegten Kränze, Herrn Lehrer Nanz für die Begleitung der Gesänge und seiner Schulklasse für den Vor rag des Auferstehungsliedes. Tiefgefühlter Dank sei Herrn Pfarrer Koehler gesagt für die im Trauer- und Gedächtnisgottesdienst gesprochenen tiefempfundenen, trostvollen Worte. Die trauernden Hinterbliebenen. 1. d. N.: Frau Christine Stelier geb. Gerhard. Mittwoch den 23. Januar 1918, abends 8 Uhr, im Hotel „Fürstenhof" WM M fertet MM Redner: Generalsekretär R. Baum, Frankfurt a. M. Es laden zu zahlreichem Besuche ein: 549c Handelskammer, Verband mittcldkntscherJndnstneker.Grosflsten-Vercivignng,Bürger- Verein, Trtailüstcn-Verein.KansMämüscherVcrciu.Orts-Gcwerbevercin,Hansa-Bund. Zur Unterstützung ihres sucht alte, sehr leistungsfähige Leben*-, Unfall- msd HaftpHicbi-Vern.'We». die trotz des Krieges ihre Gewinnanteile erhöben konnte, einen Elerrra anzustellen, der nn Bezirk Cassel gut bekannt und vermöge seiner Beziehungen in der Vage ist, das bestehende, bedeutende Geschäft weiter auszubauen. 555ss Die Stellung ist sehr entwicklungsfähig. In Frage kommen frühere Reisende, Offiziere, Landwirte und auch kriegsbeschädtgte Herren besserer Kreise. Es wer en Gehalt, Reisekosten und Gewinnanteil gezahlt. Ausführliche Be- iverbungen unter F. C. 4048 an Bsdoif flösse, Cassel. , „ S! a«« s t e r I® r 8s a ss ©. Für Oberhessen werden geeign Herren als gegen feste Bezüge gesucht. Auch Kriegsbeschädigte. deren Gehsäbtgkett nicht wesentlich beeinträchtigt ist, werden berücksichtigt und eingearbeitet. Offerten mit kurzgesahtcm Lebenslauf und Angabe von Referenzen sind zu richten au die Sterbekasse der Kriegerkameradschaft ,Bassin", Abteilung der „Friedrich Wilhelm", Lebens-Vers-A.-G., Geschäftsstelle Frankfurt Zeilpalaft. a. Dt. &7BD Stelnbach, den 17. Januar 1918. 08627 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, für die Kranzspenden sowie für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrers Schulte sagen wir allen unseren innigsten Dank. m Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jobs. Luh IX. Großen-Linden, den 19. Januar 1918. G37 ■ Am 15. d. M. entschlief sanft nach langem, schweren! Leiden im Alter von Jahren unsere liebe Taute VERMIETUNGEN fension IS ran dl (Bellevue). Modernes Haas. Beste VsrEegvllg. i Zimmer frei. Bail. Tel. !0S1s. Im Namen der Hinterblicbcuen: Frau Kanzleirat Jager n und Mathilde i Mridl. Ziumr (zr,«L' ' 580 Gbelfir. 11 Ä, r. rnS7ETGESüCHEn Dame sucht sonnige 3 - 4 -ZiMtt-Wohimi! zu mieten. 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Jede anderweite Verfügung über die Tiere, insbesondere ihre Veräutzerung zu Zuchtzwecken, ist nichtig und strafbar. Die Tiere sind bis zur Vsteferung an den Oberhess. Biehhandelsverband oronungSmätzig weiter äu füttern. IL Alle in den Gemarkungen Gietzen und Schiffen- borg bestndlichen Schweine, einschlieblich der Zuchr- und HausschlachtungSschweine. sind bis spätestens Donnerstag den 24. Fannar 1918 bem Städt. irebensmittelamt, Zimmer 14, mündlich oder schriftlich, und zwar getrennt nach folgenden Gruvven a) Zuchtschweine lZuchtsauen und Zuchteber) b) Zur HauSlchlachluna bis 13.1.18 bestimmte Schweine c) Ferkel unter 3 Wochen Alter d) sonstige Schweine anzumrlden. Unterlassung der Anmeldung wird ftrafrechtttch verfolgt. Grellen, den 19. Januar 1918. 68111 Der Oberbürgermeister (LebensmittelamL). zfiüdf. jürbeifsnachideis giessen. West-Anlage 31, TeLeph. 2054. ES können eingestellt werden: a) d 2 i hiesigen Arbeitgebern! 1 Gärtner . Au^hrlfe), 2 Eisendreher. 4 Schlosser, 1 Schmied, 1 Gerbermeister, 1 Leder-arrrchder, 1 lairdwirt schaftlicher Knecht, 4 Schreiner, 8 Heizer, 1 Schneider-. 1 Sckxuihmacher, 30 Hilfsarbeiter für Eisenbahn und An- dnstrie, 10 Bmmrbeiter, 2 Vorarbeiter für Granaten- bOv. Modellmasazin, (KriegsbesHädigter betzorzutzt), 2 Wächter für Äach-- rmd Schließgesellschaft. 6 Koylan- luder, einige jugendliche Arbeiter, 1 Hausdiener, 1 jüngerer Pferdetfnrsche; ^ bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 jjmg. landwirtschaftl. Knecht, 20 Schlosser, 1 FaLrit- sHlosser, 1 Bäcker, 80 Hilfsarbeiter für Jndnstrie, 10 lArbetter für Steinbrnch. 5 Mechaniker, 3 Dreher, 5 Sckwei7l.er. 6 Photograp^cngehilfen., 1 Kassengehilfe, 70 «sesmide 'Arbeiter, 15 Streckenarbeiter, 3 Osenarbeiter. Es suchen Arbeit: 1 Obergärtner, 1 Photograph, 1 Mas chineMru-Jiige- ■meur, 1 Buchhalter für Bankgeschäft, 2 Handlungsae-- Hilfen, 1 Bureausehilse, 1 jung. RrchtSanwaltsschreiber Weibliche Abteilung bei hiesigen Arbeitgebern: Einige Munitionsarbeiterinnen, 1 Mchin, 8 Dienstmädchen. 8 Lanssrauen. 10 Mädchen für Bahndienst, 1 ltmdlv. Mädchen, eine Maschinen schreiberin: d) bei auswärtigen Ar Zeitgebern: 4 lcrndwirtsch. Mädchen, 4 Dienstmädchen. Es sn chen Arbeit: 1 Expedientin, 3 Verkäuferinnen (eilte, die Buchführung versteht), ftmgL Mädchen, die zu.m Teil Maschinenschreiben erlernt haben. Für das besetzte Gebiet und das Große .Hauptquartier werden gesucht: '.tenotqpistinnen. 542L oerno ASler «Skr Herr findet gute Ausnahme mit Verpflegung L-lodtg»!r. 83, N. Zu erfragen v. 1—3 Uhr. 08970 7300000000 00 00 0 0 0 Schwarzrs Kopftuch bei der Bost gefunden. Abzuh. 28 t. Lager. 0314 Weißer Mnderpelzkragen am Sonntagabend in d. Neu» stadt verloren. Abzngeb.geg Belob n.Msw.ve^»lr. nn.'**« 3 trffiehtlise Zlefen, 1 Kalb, 4 Monate alt. 2 schwere Fahrktth« zu verkaufen. 08676 Bte allnic. Hammstrahe 14. 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