M. V» Der Gietzener Apzei-er erschein! täglich, außer SonnlagL. - Beilagen: Gletzever ZamilienttStter; KfCiSljlGll für btn Kreis Gieße». vezugspreis: monaä. Mk. 1.20, viertel- jährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. All. 1.10: durch diePost Mk. 3.60 viertel- lährt. ausschl. Bestellg. sternsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleilungllS Verlag,Geschättsstetle51 AnschriN für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erster vlaü M. Jahrgang Eichener Ainei Postscheckkonto: Zroilflutt a.M. Nb8d Gemml-AKzetzer für Oberhessen Samstag, sy. Januar \ 9 J 8 Aunaume von Anzeige» die Dagesnurnmer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Seilenpreise: für ör-tliche Anzeiben 25 Pi., für auswärtige 30 Pf., für Reklamen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schrist 20°/ o Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. G o e tz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Bankverkehr: Aug. Goetz; Stadt und Gewerbebank Gießen Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer' 3 w!l!ingsnmd-ruS u. Verlag: örühl'sche Univ.-Such- u. steindruüerei R. Lange. Schnftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulftr. ^ Anzeigenteil: tz. B-ck-: sämtlich in Gießen. GrAkdsatzliche Einigung mit der Ukraine. Die VechmLZungen mit Trotzki m den Hintergrund geraten. WochenruSdNS. Tuf die seufzenide Frage: Was macht der Friede? kann noch keine Helle, freudige Antwort erteilt werden. Aber der Friede ist ja heute auch alles andere, als der Schillerfche „liebliche Knabe", der am ruhigen Bache lagert. Wäre er nur ein müßiger Träumer, so müßte ihn: bei der Hochflut der wird, wen:: unsere Verhandlungs sichrer fest uiid entschlossen bleiben, Herr Trotzki es noch einsehen, daß er Nch m seiner Rolle bescheiden muß. Wir sind den Russen weit entgegengekommen, indem wir ihnen zugestairden haben, die unanfechtbare Willenskundgebung der fraglichen Grenzlän- oer noch einmal durch eine Volksbefragung auf breiterer Grundlage sanktionieren zu lassen. Aber die Maximalsten be- stehen noch immer auf der Zurückziehung unserer Truppen, bevor der Friede geschlossen und in den besetzten Landen die Ordnung garantiert ist. Wer bürgt uns denn dafür, daß bei der Militarist)en Räumung nach sehr naheliegenden Mustern der ^error emkehren und Recht und Freiheit mit Füßen getreten wurde? Die Klärung, nach der die Gruppen der äußersten Rechten und einten vor einigen Tagen, als beim Kaiser entschei- dende Beratungen stattfande-a, gedrängt hatten, ist jetzt durch die lückenlose Veröffentlichung aller bisherigen Friedensver- Handlungen cmgetreten. Wir kennen jetzt die Ziele unserer Rkgr-rung tm Osten Das entscheidende Wort, daß wir inr Osten keine Einverleibungen ins Werk setzen wollten, ist ge, fallen. Dagegen beb alten wir uns vor, mit den. von Rußland äußerste): Ostmarken wirksame Vorarbeit geleistet worden ist l und nott) ferner geleistet wird! Wir zweifeln nicht daran, datz Graf Hertling, wenn er in der kommenden Woche vor > dem Reichstag in diesen Linien seine Ziele erläutert, sich die Zustimmung einer Mehrheit des Reichstags holen wird. Ob es noch dieselbe Mehrheit vom 19. Juli sein wird, ist allerdings ungewiß, denn die Politik der Sozialdemokratie läuft Darauf hinaus, die in Brest-Litowsk zum Ausdruck gelangten diplomatischen Absichten zu unterwühlen und zu vereiteln. Sollte i ?s ^m Reichstag noch offenkundiger und heftiger zum Ausdruck gelangen als es bisher in der Presse geschah, so wirb die Periode der Nachgiebigkeit und Unentschlossen^ heit unserer Regierung hoffentlich ein Ettde erreicht haben! Die Mittelmächte haben in ihrer siegreichen Machtstellung eine Politik verfolgt, wie sie versöhnlicher nicht gedacht werden kann. Würden aber etwa außerhalb der Anhängerschaft um den „Vorwärts" in Deutschland sich noch andere Poli- tiker finden, die geneigt wären, der Regierung Opposition zu machen und dazu übergehen, auch Hertling und Kühlmann ins Narrenhaus der „Alldeutschen" zu iverfen? ——naac-ji (WTB.) Großes Hauptauartier. 18. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dev? größten Teil der Front war die Gefechts tetM-tt, gering. Lebhafter in der Gegend südwestlich von Canchrai. Bei VsrMxtn Unternehmungen nördlich und nordöstlich von Prosnes wurden Gefangene eingestracht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. An der - mazedonischen und italienischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalanarkiermeister Ludendorff. * Der AbeudLn-icht. Berlin. 18. ^ur^Ends. (WTB. AElrch.) Von den KriegsfchMwletzen nichts Neues. * Der österr§rchi-ch-mrgarLschs Tagesbericht. Wien, 18. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generatftabes. Der König von Rumänien irr Petersburg verhaftet? B s r n. 18. Jan. Nanter verbreit^ eine angebliche ^celdang der Petersburger Weiü>blLtter, wiorvach die B o l ks b e a u r t ra g » ten am Sonmnbend abeird die Verhaftung des Königs von Rumänien verfügt haben füllen, der nach Petersburg ube-rgeführt worden sei. Der Stand der verhandtimgen mit Krchlmrd. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt über die Patteien in Brest- Litosw-k und sagt, ldrß über die das künftige polittsche Verhältnis. zwischen den Mittelmächten urcd der Ukraine betreffenden Fragen lein grundsätzliches Einvernehmen herge- stellt worden sei. Die Ve r ha ndl ugen mi t der Pet erS- burger Delegation seien noch weiter in den Hintergrund geschoben wordeii. Sie waren ohmehin iu ein langsameres Tempo geraten. Werm die Russen glaubten, >urch ihre Manöver das deutsche Volk und ^das deutsche Heer zu verwirren, dann befänden fie sich in eineur grundlegenden Jrrtron- über unsere Volkskraft und unseren Volksgeist. Das Ergebnis des gewonnenen Einvernech.neas mit der Ukraine werde nicht ausblerben. .§>err Trotzki imi) seine Gesinnungsgenossen erschienen jetzt vor der konstituierender Versaenrnlung in Petersburg mit leeren Händen. ,.. Der vorbereitende Aussckmß für den ZusannrventriLt der .Konstituante hat an Trotzki die Aufforderung gerichtet', zur Eröffnung der Konstituante in Petersburg zu erscheinen. Verschiedene MorMrblätter meinen, ein Schaden für den Fott- gang der V^erhandli.!.ngÄr rn Brest-Litowsk werde daraus kaum entstehen. Eher sei das G^^enteil zu ertvarten. Die Auflösung in Rußland. Oi AErliu, 18. J>an. Folgender für d-ie Auflösung in Rußland ti)pisc>)er Funkspruch wicrde hier aufgefangen: An alle Stationen! Mit allen Mitteln und aus jebe Steife! 9tn alle Eisenbahner! Kameraden! In schwerer Stunde wenden lvir uns an Euch ört llLamen der hungernden Arnnee. Nur n.och^ eine geringe Anstrengmrg. noch ein wenig Geduld in diesen furchtbaren Minuten! An der r 5 vo:tt i,t keine Verpilegung vorhanden. Es gibt keine Züsuhoön. Dre Regnnenter leiden buchstäblich Hunger. Die Zukunft des 3üit' des, die Zukunft der Revolution ist in Eurer .Hand. Eure (>)ednld ist ourch die Ueberfälle Marodierender Banden erschöpft, aber beißt pie Zähne zusammen und — im Namen des Volkswohls, im Namen der m suchen darnieoerliegenden sozialistischen Staatsordnung — alle aui zu Hälfe in dieser Stunde. Mist den Räubern werden die Soldaten in der sozialistischen Armee des Rußlands der Arbeiter 1T1TO yVIIItOTIt imliATmlf-KUM T~n — I L ~ BMes be- • ^ ' ---In den Ttac. :en Tage:: werden wir mit der Waffe in der 5Mrd Eur? Arbeit beichrrmen. Gebt uns aber Zeit, berücksichtigt den Cmift der Stunde, strengt in dieser e.'ckscheidenden Minute noch einncal alle Kräfte an. Geot der Froirt Brot, Fonrage. Rettet sie vor weiterem Hwrger. Nur Eure bis zuui äußersten angestrengte Arbeit kann die Nsw- ültron erretten. Jeder einzelne nröge durchhalten. Alle mögen im Namen der Zukrmft zu Hilfe eila,:. Jeder auf seinem PostAi, jeder an ferner Stelle.. Im Namen der Revolution. Das Zentralkomitee stcr das Vecsorgungs- uud VerpflegungSwesen , der Armee. Das allrussische VerpflegungsSomitse. -ver Rat der Volkskoniurissäre für militärische Angelegenheiten. Ter Koiumifsar für das Verkehrswesenr. Lugano, 19. Jan. Der: italienischer Blütterrr wird aus Petersburg gemeldet, daß die italienische Botschaft vvn- bewas,neten Räubern überfallen und geplündert lm ^ e ' ^ e . D^achungsmannschiften setzten sich zur Webr und nahmeir zwei Räuber geurrgeir. Sie envoaffneten weitere vierzehn Mann. Der Botschafter Arlati tat gegen das Attentat aus die Exterritorialitätsrecht« Einspruch erhoben. Kein Ssuder-frieden Bulgariens. fach möglichen errlätte 1..____ 1Ml> bt6 „Berner Tageblatt", daß die bulgarische Iiegierung weder letzt noch später, weder direkt noch indirekt in irgendwelche Freden^- verhandlimgen inst hm Alliierten crrrtreten iverde, ohtte gemeinsam mit den Verbündeteu: zu verhandeln. Bulgarien werde, so sehr es den Frieden herbeiwürrsche. bis zunr äußersten Ende mft den Bundesgenossen durchhalt?eri. Bulgarien iverde den hoffentlich nicht mehr fernen Separatfriedeu mit Rußland gemeinsam mit den Bundesgenossen uMerzeichneu. Die Verhaftung Caiktaux. Bern, 17. Jan. Die französische sozialistische Presse ver- laiigt heute mit schärfstem Nachdriick Bekanntgabe der Tatsachen, die die Verhaftung C a i l t a u f veranlagten, da der Schuldbeweis durch die bisherige Bekairnlmachung durchaus noch nicht erbracht sei. * * * Die deutschen Truppen in Portugiefifch-Oftafrika. Bern, 16. Jan. (WTB.) Lyoner Blatter melfoett aus Lissabon. Eine offiziöse Mole über die. (Lage in Portugiesisch- Ostafrika gibt bekanut, daß deutsche Kompagnien das Gebiet von Mataricka besetzten uud sehr starke Stellungen mit 'ojeLo, tf.it v_ünoe cn Verhandlungen aiizuknüpsen, und wir i, daß sie l^i uns Anschluß suchen ruerdeu. Voraus- hoffen für We Sii ziere keinen Einfluß hätteu und weil, die Kriegsindustrie eim- gestellt sei. Die Hauptsackre aber sei, daß die Soldaten des Krieges müde seien. 'Ellva 990 Kilometer der russischierr Froirt seien insgesamt bereits geräumt. lieber Unstimmigkeiten zwischen Lenin und Trotzki heißt es in der V. Z.: Das VevMtnis zwischen beiden Führern der derzeitigeii russischen Mgieruna spitzt sich mit jedein Tage E mehr zu. Leiiin natzestehm.de Kreise seien der Ansicht, daß Leniu demnächst sein Abschiedsgesuch cinreichen werde, um dent bevorstehenden Kongreß der tSmrjft» die Möglichkeit zu! geben, zur Spaltung zwischen Lenin und Trotzki Stellung zu nehmen. Lenin sei inzwischen wieder von Finnland nach Petersburg zurückarkehrt. Wie der L.A. über Stockholm aus Petersburg erfährt, macht ftch, die Llbwesenheit Trotzkis dott sehr fühlbar. Er beab- ftchtigt demgemäß, wie aus guter Quelle verlautet, für einige Nage die Verhmrdlungen in Brest-Litowsk den anderen Kom- ! rnissionsMitgliedern zu MerlaflÄr. um selbst in Petersburg zum Rechten - sehen. ^ W: as.B. T. au^ en berichtet, beabsichtigt Gras Czer- jnin, '^ntikächst in B - ^ n-Lrtowsk auf die Botschaft M la sdimer.gewehren anlegteu. Man erwartet hier einan Kvmpf mit .den Alliierten in den nächsten Taget:. Die portugiesisch«-!^ Trup^ven, die bei Oistulo eine Schlappe erlitten habern befinde:? sich mit englisch^portngiesisckxün Abtsitiingmt in' Uinango. Der Posttn von S'urio wurde, von den Deutschen Mrgegrisfen, die bei Foz U puh na lagern. Eingeöovene deutsche Truppen errichteten iu Mi a 'u r i Po ein Lager uiid schlugen leine.Brücke über den Urio. Der Gouverneur von Quelirnane meldet, daß die Deittschen verschiedene Punkte dieser Provinz besetzt haben. * * Der Mehrverbrauch in Oesterreich. Wien, 18. Jan. (WTB.) Durch eine Vewrdnung des Volkss ernährungsaurtos wird die bereits angekü:rdigte Kürzung der Verbrauchsquote an G e t r e i d z iutb M c h l angwrdnet. Durch diese Vevordnimg wird eine allgeineine und gleichmäßige Kürzung der. Mehlverbrauchsm«:gen für alle Erzeuger und Äerbrau^cher in allen Vettvalttnrgsgebieten bestimnrt. Die Kürzung der Ver- brauchZqiwte erstreckt sich bei Nichtselbstverbranchern lediglich auf die Niehlverbranchsinerige, welch« nur die Hälfte gekürzt wird. Die Höhe der Brotration bleibt unverändert. Der dttchtselbstver- brancher wird )m\i eilte Machssnurenge von 1150 Gramm Mehl gegen früher 1100 Granrnr bezietzrn. der Selbswerbrauchec wird sordab über eine Wvchenn^enge von 1575 Gramm Getteide gegen früher 2100 Grmnm verfügen. Der §eettieg. Neue tt-Boot-Erfolge. B e r l i n. 18. Jan. (Amtlich.) Neue U-Boot-Erfvlge im östlichen Mittelmeer: vier Dampfer unfein Segler mit rund 25 000 B r. - R. - T. Eines unserer U-Boote versenkte in Sicht der tripolitanischen Küste den vollbesetzten bewaffneten italienischen Truppentrans- portdamvfer Regina Flena (7940 Br.-R.-D). Geschützfeuer von Land vermochte nicht, das U-Boot an der Plan- müßigen Durchführung seines Angriffes zu hindern. AuS die übrigen vernichteten Dampfer waren wegen ihrer Groß» md Ladnna besonders wertvolle AngriffsvLfÄtc. Sie bsfnn- ben sich, fast alle auf dem Weg nach dem Orient und fuhren sämtlich unter starker Bedeckung. Unter ihnen konnte der bewaffnete, tiefbeladene englische Transportdampfer Spiraza (3620 Br.-R.-T.) festgestellt werden, der in gutdnvchgesührtem Angriff aus einem stark gesicherten Ge l e i t s zu g he r a n s g e scho s se n wurde. Von den anderen beiden Dampfern war einer englischer Nationalität, bewaffnet rmd nach den Holzaufbauten, zahlreichen Booten und Rettungsflößen zu urteilen, ein Truppentransporter, der andere ein großer Dampfer anscheinend der P. imd O.- oder White-Star-Line. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 18. Jian. Die Unsicherheit der Schifffahrt im Milteimeer infolge fet Tätigkeit unserer U-Boote hat die Gegner zu immer neuen Schutzmaßnahmen veranlaßt. Tic Fahrstraßen ftihren dicht unter der Küste. Der Verkehr c us ihr en spielt sich vorwiegend in der Tunkelheir ab, wahrend am Tage die Handelsschiffe in den Häfen liegen. Diese Maßnahmen haben neben großem Zeitverlust auch eine Zunahme der Strandungen und Beschädigungen zur Folge. Unsere U-Boote kommen daher häufiger in den Bereich der Landbefestigimgen, die deren Mbeit' zu stören versuchen. Der oben erwähirten Batterie an der Küste von Tripolis ist es Ebensowenig gelungen, den Truppentransport- danrpfer zu retten, wie es der .Batterie bei Cap lSan Vito aus Sizilien, deren Nieferkämpfung durch ein. U-Boot kürzlich bekannt nnwfe, gelang, einem U-Bot seine Beute zu entreißen. britische Tsrpedojüger rrutergegangen. London, 18. Jan. (Reuter.) Die Admiralität teilt mit: Zwei britische Torpedojäger sind bei der Rückkehr zu ihrem Stützpunkt während heftigen Schrieest u r m e s in der Nacht vom 12. Januar an der schottischen Küste gescheitert und nr i t M a n n und Ma u s u n - tergegangen. Nur ein Matrose wurde gerettet. Ans dem Reiche. Die Wahlrefornr in Preußen. Berlin, 18. Jan. (MTB.) Nachdem sich in der fortgesetzten Beratung des W a h lr e chts au s s chu s s e s des Abgeordnetenhauses noch einige Vertreter der Parteien zu der Frage des gleichen Wahlrechts geäußert hatten, wies der Vizepräsident des Staatsministeriums darauf hin, daß er die Vorlage nicht unterschrieben habe. Er habe sie bei seinem Eintritt in das ^taatsministerrum bereits fertig vorgefunden. Er wies den Vorwurf zirrück, daß die Negierung nicht mitgearbeitet habe. Die Not- weicdigkeit der Einbringung der Vortage folge aus der politischen Situation. Zwischen dein gleichen Wahlrecht unter gewissen Kanteten und dem Muralwahlrecht sei überhaupt kein wesentlicher Unterschied. Die Polsorvolitik der Regierung verschanze sich nicht hinter die Botschaft vom 11. Juli. 4 In der au^die Debatte folgenden Abstim7mmg entschied sich die Kommission, die Herrenhausvorlage zunächst zur Beratung zu steUen. Erhöhimg der Renten mrs der Unfallversicherung. Berlin, 18. Jan. Der Bundes rat hat in seiner Sitzung vom 17. Januar beschlossen, daß die Empfänger von Berletzten- Rienten aus der Unfall Versicherung eine monatliche Zulage von o Mar? W ihrer Rente beantragen können. wenn folgende Be- dingnngeii erfüllt sind': 1. Die Renten, die der Verletzte gegenwärtig bezieht, neust mindestens eine solche von zwei Dritteln der vollen Rente sein. 2. Der Verletzte nruß sich im Jnlanfe anshalten. 3. Es dürfen nicht Tatsachen vorlivgien, die dse Annahme rechtfertigen, das; die Zulage nicht benötigt wird. Ter Antrag ist an fen Bersicheuungsträger oder ein Versicherungsamt zu rächten. Zweckmäßigerweise werden geeignete Schriftstücke dafür, daß die drei Bedingungen erfüllt sind, sofort beigefügt. Der VersickierungstrLger teilt seine Entscheidung schriftlich mit. Dirc Arrtragsteller kann gegen die Entsä>eidnng feirnen einem Monat uach Zustellung Ern sprach beim Oberversick)erungsomt ein- lvgen, das Mrs seinem RertteTibescheid angegeben ist. Das Ober- versicherungsamt entscheidet endgültig. Zulagen iverfen vom 1. Februar 1918 bis Mm 31. Dezember 1916 gewährt und durch die Post ausg-ezahl t. Vom „Bunde der Kriegstzrschtidigten". Berlin, 17. Jan. (WiTBll Tie „Norddeutsche Mlgememe Zeitung" veröffentlicht eine Verfügung des Oberbefehlshabers in den Markeir, in der dem Wvrsipenden des B n n d e s d e r Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer Erich Kuttner ' auf Grund des Belagerungs- Gesetzes verböte:: wird. Kntttrer hat in eurer Versammlung an die Kriegsbeschädigten die Mrsfordernmi gerichtet, die Bänfer ihrer .Kriegsorden ab^tlegeir. Diese Ansfvtferung, der zahlreich^ Inhaber des Eisernen Kreises Folge leisteten, sei geeignet, 'im Heere und Volke die hochgearhsteLe .KriegsauSzeickMung veräckstlich zu machen. ie hofft auf große Inanspruchnahme, auch von solchen Frauen mrd Mädchen, die bisher ihre Kraft noch nicht in den vaterländischen Hilfsdienst gestellt haben: sie sollen nach ein- geheiider Aussprache und Prüfung der Ansprüche, der Fähigkeiten und Leiftungsmoglichkeit in der Wahl der Beschäftigung beraten werden. Kartoffelanbau im Jahre 1918. Jin parlamentarischen Beirat des Kriegsernährungsamtes ist kürzlich im Anschluß an die bekannten Vorschläge des Grafen von Schwerin-Löwitz und an die Verhandlungen im Haushaltsausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses die Frage der Förderung des Kartoffelanbaues im Jahre 1918 behandelt worden. Es bestand darüber Einverständnis, daß der Kartoffelanbau im kommeuden Wirtschaftsjahr nach Möglichkeit gefördert werden müsse und daß es zu diesem Zwecke dringend erwünscht sei, den Landwirten schon jetzt darüber Gewißheit zu verschossen, daß sie mit einem den Mühen und Kosten des Anbaues entsprechenden Preise rechnen können. Nach längeren Erörterungen sprach sich der Beirat in seiner überwiegenden Mehrheit unter Zustimmung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsamts dahin aus, daß im Interesse der Förderung des Kartoffelanbaues eine Herabsetzung des Preises für Kartoffeln gegenüber dem Preise für 1917 nicht angängig sei. Der Kartoffelpreis wird t sich. daher auch im Jahre 1918 ebenso wie im Jahre 1917 auf einem Grundpreis von 8 Mk. für den Zentner Frühkartoffeln und 5 MÜ für den Zentner Spätkartoffeln aufzubauen haben. Wie bisher werden, je nach, der Anbaugegend und bei Frühkartoffeln auch nach der Licferuugszeit, Zuschläge festzusetzen sein, deren nähere Ausgestaltung ebenso wie die Frage, ob und in welcher Höhe Schnelligkeits- und Anfuhrprämien zu gewähren sind, späterer Entschließung Vorbehalten bleiben muß. * ** Handkäse anstatt Butter. Wie aus der heutigen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters ersichtlich ist, wird anstatt Butter in der kommenden Wock-e Handkäse verteilt. Die der Sthdt Gießen von der Landes-Milch- und Fettstelle zugewiescne Butter reichst in der Regel dazu hin, in drei aufeinanderfolgenden Wochen je Vs Pfund auf den Kopf der Bevölkerung abzugeben, während die vierte Woche ausfällt. Würde die Ausgabe fortlaufend erfolgen, so müßte die angegebene Menge wesentlich herabgesetzt werden. Beim Auswiegen kleinerer Mengen sind die Gewichtsverluste bekanntlich recht hohe. Außerdem wird den Bezugsberechtigten die Mühe einer nochmaligen Abholung erspart. Eine Kürzung der den Bezugsberechtigten zustehenden Menge findet bei dieser Vertcilungsart keinesfalls statt. ** Amtliche P e r so na l n a chr i chte n. In den Ruhestand versetzt wurde am: 9. Januar die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz Antone .Kirschstein auf iiyr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuer Dienste vom 16. Januar 1918 an. — Der Groß Herzog hat am 16. Jjaiiruar dem Regierunasrat a. D. Dr. Gustav Elemrn von Hohenberg zu Hochheim' fei Mainz den Charakter als Gaheinrer Regieerteilt. ** Störungen im Telegramm- und Fernsprechverkehr. Jnwlge umfangreicher, durch Schneestürme imd Unwetter veranlaßter Leitungsstürungen ist der Telegramm- .und Fernsprechverkehr nach Baden, Mitteldeutschland sowie Berlin und darüber hinaus erheblichen Verzögerungen unterworfen. Die Weiterbeförderung der Telegramme kann vielfach nur durch die Post erfolgen. ** Oberhessisches Museum. Seit Kriegsbeginn haben das Oöerhessische Museum und die Gailschen Sammlungen im alten Sck)1vß am Brandplatz in vorbildlicher Weise sich bemüht, durch Sammeln von Kriegsdokumenten jeglicl-er Art späteren Generationen sichtbare Zeugnisse zur Erinnerung an den Weltkrieg zu bewahren. Diese Sammlung, die inzwischen bedeutend angewachsen ist, hat jetzt durch die Stiftung eines hochherzigen Gießener Bürgers eine Erwe.iterung erfahren, die wohl nahezu einzig dasteht. Der Präsident der Handelskammer, Herr Geh. Kommerzienrat S. Heichelheim, hat in dankenswerter Weise die Mittel zur Verfügung gestellt, um die Kriegsauszeichnungen aller Bundesstaaten zu erwerben. Nur mit mitunter großer Mühe gelang es durch die verschiedenen Ordenskanzleien, die während des Krieges gestifteten Auszeichnungen in allen Arten und Klassen eichalten zu können. Die Erweiterung der Sanimlung, so besonders die Erwerbung der Kriegsauszeichnungen der mit uns verbündeten Staaten, hat, wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, Herr Geh. Kommerzienrat Heichelheim sich Vorbehalten. Die Sammlung dürfte umso wertvoller sein, da das Oberhessische Museum wohl das erste Museum ist, das über l5me solche Zusammenstellung verfügt. Die Auszeichnungen, die in einem besonderen Schranke untergebracht sind, können an den beiden nächsten Sonntagen, vormittags von 11—1 Uhr, im Oberhess. Museum (Wafsensaal) am Braud- platz besichtigt werden. ** Der O b e r h e s s i s ch e K u n st v e r e i n gibt wieder Veranlassung zum erneuten Besuch seiner Äusstelllmg. Professor Mols Beyer und seine Frau Anna Beyer-Darmstadt Hafen eine Sondcr- ausstellung ihrer Arbeiten, welche den größeren Rmrm der Ausstellung einnehmen, veranstaltet. Diese abwechslungsreiche Sammlung wird sicherlich allseitiges Interesse finden und den Besuch lohnenswett erscheinen lassen. Im kleinen Raum, wo zuvor die Dr.-Hans-Bvck-Stistung untergebracht war, l-abeir 3 bekannte Meister der Radierkunst, wie Professor Frank, Direktor der Berliner Kunstschule, G. Jahn-Dresden und H. §)aferl-München eine kleine Sammlung sehr künstlerischer Radierungen, welche zur Vervoll- ständigimg der neuen Ausstellung beitragen, ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich mir Ausnahme Samstags, von 11 bis 1 Uhr, Mittwochs nachmittags auch noch von 3 bis 5 und an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geösßnel. ** Bon der Polizei. Bei einem gestern hier sestg^nmnlme- nen Soldaten, der auf den Namen eines Leutnants in der chi- fencn hiesigen Eeschästen Waren erschwindelt hat, lvurde noch ein Paar schwarze Ga m a s ch en Größe 40, unten mit Schaft nud einer Schnalle versehen, vorgesunden, über deren Herkunft er zrveifel- hafte Angaben macht. Der Eigentümer wird ersucht, sich dicserhalb mit der Kriminalpolizei dahier in Verbindung zu setzen. ** Monopol ober freier Handel. Am Mittwoch, 23. Januar, wird Herr GiArevalsekretär R. Baum, der Leiter der Krieg sschntzstelle des Hansa Hundes Frankfurt a. M., soirne Syndikus des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine, das zeitgemäße Thema über die Aiusgestaltung der wirtschafllichen Monopole im kommenden Frieden behandeln. Bekanntlich fttei miau in letzter Zeit viel von 4Nonopolen gesprochen, die eventl. ans den baslel^endent Kriegsqesellschaften abz^ileiten wären. .Klarfeit über diese Gerüchttj zu schafseu fefehtt mit Rücksicht aus die Vsoarbeiden zur Neber- gangsnnttschaft geboten. Alus diesem Grnvrde Hafen sich: Handelskammer, Ortsgruppe des Hansabundes, 0rtsgewerbeverein. Kaufmännischer Verein, Bürg ec verein, Verband mitteldeutscher Jn- farOriciter, GAosststen.-Berein igi mg, Veoem der' ^Tletailliß'en entschlossen, eine össeuttiche Versammlung über dieses Thema abzii- halten, an der sich in freier /Tlsussprachie alle Berufskreise beteiligen können. Siehe Anzeige. ** Fabian- und Sebastiantag. Der Fabian- und Sebastiantag, der 20. Januar, gilt in der läudlichen Bevölkerung Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz als die Zeit, in der die Starrheit der Natur nachläßt und in der überall in'den Bäumen undSträuchern eine lgeheimnisvolle Bewegimg'vot stch geht. Mögen auch noch .Kälte und Schnee drohen, in Baum und Sttauch steigt doch bereits wieider der Sa'sst in die Höhe, und tvie die Sonng wieder höher zu steigen beginnt, so setzt auch draußen in der Natur der Kreislauf in seinen ersten Aidfängerr von neuem ein. Es gib- verschiedene Sprichwörter, die alle daraus Hinweisen. So heißt es im Elsaß: „Am Fabian und Sebastian fange d' Bäum ze saften an", und^in Mecklenburg sagen die Lairdleute: „Fabian Sebastian lat den Saft in die Böm gan." In früheren Zeiten war der Sebastiantag ein Volksfesttag: denn der fettige Sebastian war der Schutzfettige der Schützengilden, und sein Namenstag wurde von den Schüfen überall mit lauter Fröhlichkeit gefeiert. ** Wucher bei P ferdev er kaufen. Dem in Darm- stadt in Untersuchungshaft befindlichen Landwirt Ludwig Mitteldorf $it Tarmstadt wird u. a. zur Last gelegt, bei Pferdeverkäufen .Kriegswucher getrieben zu haben. Da das öffentliche Interesse es dringend ersvrdett, daß das Treiben Mfitteldorfs völlig aufgedeckt wird, Iverden alle Personen, die über den Sachverhalt unterrichtet ittrd. gebeterr, ihre Wahrmehniungen dem Unterftrchungsrichler l 0 Rundenttcrmstraße 8 in Darnfftadt möglittfft aus'ührlich mitznteil«r ** Seine Majestät der Kaiser hat den Wiursch geäußert, daß auch in diesem Jahre s-ein Gebuttstag mcr durch ernste Feiern und Znsammeükünfte — rvie in den Schulen und fein, pirntäglichen Gottesdienste in den Kivchm — bedangen imd von [■aiiten festlich-n Veran attnn/an ttnttichst Abstano genommen wer» de?r möge. 'Auch veranlassen Seine Majestät die Rücksichten aus den stark felaittten vostalischn Verkehr im Felde zu der Bitte, oo.r der liebermtttlung von Glück!vünichen gbznsehen ^md sich au? ein freurrdlichs Gedenken und aus tverce Fürbitte zu fe'chränkem * A n l a g e m u s i k. Sonntag den 20. Iam:ar, vvrmittagS 11Vr> Uhr, findet in der Ost-Anlage Konzert von der Garrison- spelle statt. Gespielt wird: Eaüurger Jvsias-Marsch: Jubel» Kuvertüre von Ehr. Bach: Farttasie aus der Over „Travicrta" von Verdi; Ungarische Tänze Nr. 5 und 6 von Brahms; Schatz- Walzer-von I. Strauß. ** S chw ar z - Weiß - Thea ter /Seltersweg 81). TaZ neue Programr.r enthält u.a. das Tetettn>-Schmspiel ..Die Bronzeschale" sowie das Lustspiel „15 Vkark (feldstra^ oder 3 Tage Hast"^ Siehe Llnzeige. ** Lichtspielhaus, Bahnhasstraße 31. Das neue Programm enthält u. a. Das Gebirgsdrama „Der Geiler von Sanft Deck" sowie das Lusffpiel „M'delllxncs Täublern". Siefe Anzeige. ** Für die Be wer tun g der Kaninchen- und Hasen- felle ist in erster Linie ihre Behandlung nach dem Abziehen: maßgebend. Ein ordnungsgemäß behandeltes Fell erstell den vierfachen Preis eines frischm unfehandelten Felles. Es werden 'gerade jetzt in den Haushaltungen sehr viel Kanincken- rmd Hasmfette gewoimen. welche zu Heereszwecken dringend gebraucht werden und geeigilet sind, dem allgemeinen Ledcrmangel abzu- helfen. Hierzu ist in erster Linie eine sachgemäße Fellvehandlunc« notwerrdig, und wir verweisen deshalb unsere Leser im eigenen Jnteüesse auf das Merkblatt, das von der Kriegs-Fcll-Aktiengeselfe sck-ast, Leipzig, Tröndlingring 3, kostenlos abgegeben wird. ** Das Großb Hessische Re gierrcng sbl a tt Nr. 1, auSgegeben den 17. Jarruar 1918, hat folgerten Inhalt: 1. Be- kamttmachung, die Abänderung und Erlcncterung der Jnsttukttt>n ftir die Großh. Kreisgeßmdheitsäm ler, für die Jmpfärzte und praktischen Aerzte, so>vie für die Großh. Bürgerm ei stereie:r und Vorsteher vmr Schulanftalten zur Ausführung des Reichsimpfgesctzes vom 8. April 1874 fet^fferdeu Tie Nachfrage hat sich zwar in feil letzten Tage>'. belebt, doch kom'ntt es fei den. hohen Forderungen nur •eften zu Mschlüssen. Dabei würfe: im mitb leren Rheingau 6700 mrd 7000 Mjark für das Strick angelegt Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 19. Fürrf Gemeinden des Krei^e^ Wetzlar sind noch! immer in fer beneidenswwteu Lage, rveder Zuschläge zur StaatZen k-^mirmMeuer. wuh Reulsteuenl erheben zu brauchen. Es sind divs die Otte Greife'tthal, Griedelbach, Holz Hausen, Ober- wetz und Neukircheu. Hessen-Nassau. ra. ^ B i e d e n k o v f, 19. Jan. In diesell Tagen sind eS gerade 50 Jahre, daß das König!. Landratsamt Biedenbyps eingerichtet wurde. Durch den am 3. Swpemster 1866 abgeschlosserlr-eni Frieden zu Würzburg gelairgte das Hinterland an die Krone von Preußen. „Dbögen die ,Baivohner ihrer nmlell Mgierung ver- tvM!ensvioll , crttfcfenltam'mea," sagte (hwßfew-vg Ludwig III in seiner Äb-schisfevefe, die am.1-7. September veröffentlicht würfe Unser Kreis wurde v-vrläufig durch das ZivilLimmi'sariat in Homburg venvaltet, das am 1. Oktober 1867 die Geschäfte fer Wniglichen Regiewmg in Wies-bafeu übergab. Mit Beginn des Jahres 1868 besteht als Koeisfehörfe das hiesige Land rat samt. Ihm untersüthen die vom Kreise Gießen üfelmmrrmenen Orte, die in fer Uebergangszeit eine eigene',Regierungl fe>abt hatten. --Frankfurt a. M., 16. Jan. Die Stadt hat beabsichtigt, das Bad S o d e n t h a l bei Aschassenburg anUikmifen und zu einem Erholungsheim für skrophulöse ,md ttrferkulöse Kinder umzuwandeln. Der Kaufpreis bettägt 300 000 Mk. Die Herren Mar und Gustav Kaufmann stellten hierzu 200 000 Mk. geschenkiveise zur Bersüginrg. Den Rest übernimmt die Stadt. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich demnächst mit der Vorlage beschäftigen. RZNrylrehv NcschriobreNo I Evangelische Gememoe. Sonntag den 20. Jrnuurr. In der Staidtkirchc. 9\/>: Psr. M^i .11: föubecf f b Mvtth.-G«zm. Pfr. Mahr 0 Pft. Ass. fiic. irnming. — In der Johannes kirche. 9' . 'Ir. Vechta ls hei,, . 11: Klnderk f d Luk.-Gem. Pfr BechbolLHerme.- 5: Psr. Ausleid. — Kirchberg Dome 10. — Lollar. Nachm. ly 2 . — Mainzlar. Abds 8* Kriegs betstunde. ttaLhojijche Gemeinde. 6V2: Gel-.z. hl. Beicht: 7: .Hl. Meise, geineiuschaftl. Komm d Mnal.: 8: Ausl. d. hl. Komm.; 9: Hochmut m. Pced.: 11: Hl. am 20. Jan.: Lich 91/2. Drasporu-Glotdesdi-enst: Gictzener Strafkammer. .Gieszen, den 18. Januar 1918. Der zurzeit hier in Untersuchungshaft behübliche vielfach vor- öestrattc Korb-nrackter Tmiiel Friedrich P. von Franlenderg ist an- geklagt, zu Butzbach in der 9iaü>t vorn 30. November auf 1 Tczetu- ber 1917 dem Schuhsabritanten .Heinrich D. einen dunklen'Herren-- Uederzieher, znei Herren-Arrzüge, 1 Paar Schuhe, 1 Trschentücher, 1 Ructiuck, 1 ''1, 1 Gans, 1 Flasche nnd Wurstnmren in Gesamtwert von jinv. ;')00 Mark ans eiue:u Gebdtu.de sowie in der Nacht vom 3 zum .SeM'.cher v. I. dem Gastwirt Jean Sl. da'elbsl ein Küchen l-andtttG, 6 Pi und Butter und 2 Gier entwendet zu haben Als der Ansettargte ift der zuletzt erwähnten Nacht gegen 12 Uhr sich rn verdachtgn Werse Mn ..Hiessischeu Hof" i-eru tut rieb, wurde er von einem Gendcmnen sestgenmrmien. Untw d'n ihm abgenommenen Sachen befanden sich verschiodenr Gegenstände, di2 von dm Bestohlenen als ihr Eigentum aarerramrt wurden. Obgleich er hrute die Beteiligung an idenr letzten Diebstahl zugibt, bestreitet ec nach wie vor den Diebstahl bei H. D. Gr walk d:e aus dem Diebstaole herriihrendsn und bei fiumi gefttndenen Sachen von sinenr Unbe- Sannben, den er nur mit Vornamien Albert kenrren will, in der hiesigen Vüeßlersch-u Wirtsck-aft gekauft haben. Das Gericht schenkte aber diesen Angaben keinen (Ianb'^r nnid verurteilte den A 'geklagte! wegen der beiden Diebstähle unter Versagung mildernder Umstände zu einer Gesamteichthausstra'e von 4 J.hren, auch uwurden ihm die bürgerlichen Ehcerrrechte auf die Tauer von 5 Jaliren aberkannt. Wegen versuchten Raubs in 3 Fällen hatte sich der 13jährige Schüler A. -R. von Gießen, der schon vorbestraft und sich z Z im Rettungshaus Jnialtalerhos befindet, verantworten Als die 13jadrige Emma E. von Wieferk. die ich'er Tante dein Milch- ausiragen beh.lflich war, die elberliche Wochrung des Tlngellagten ecnes Tages im Sevtember v. I. betrat, schLdß er. der er allein xu Hause rvar. d:e Ture von innen ab. Ohne ein Wort zu sagen faßte er dos Mädtien am Halse sest. irm es ans den Boden w we-rsett Da dieses laut Um Hilfe schrie, ließ er es los und schlag chm die Türe wieder auf. Nach seinem. Geständnis wollte er bem Mächen f e ür Milch z-eld obnehmen Ferner ist er geständig, 2 Mädchen ans der Straße Gießen— Krofdorf angesallen und >mit einem Stock geschlagen z-n haben Ans hie Hilferufe des einen Mädchens ließ er von ihm ab und lief fort, während das 'andere Mädchm sich zur Webr setzte und ihn mtt einer Moppe auf den Kops schlug. In beiden Fällen hatte er es auf die Handtaschen der Machen, in derven er Geld vermutete-. abgesehen. .ANt dem etwa auss diiese Wiestse ecyattenen Geive wottre er sich eine Schiefertafel, Griffel ,urnd idergl. beschaften Dasi Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 2 Monaten. VerntzüscL^tes. Eiserümhuuttfall Königsberg, 18. Jsn. Amtlich. Am 18. Januar 5 Uhr 10 Minuten, früh stießen der U r l a u b e r z u g 3 0 0 9 (nach Riga) und der P er sonenzug 10 2 (nach Insterburg) zwischen Pam- lettesl uud Argenmgken dicht bei letzterem Bahnhof zusammen. Bisher sind 25 Tote festgestellt. Ber tetzte sind bisher 50 geborgen. Materialschaden bedeutend. * B e r l in, 16. Jan. (WTB. Amtlich.) Am 16. Januar 7 Uhr 4Ü Mrn. nachmittags hiijt sstundbahnpersvnenzug 1897 vor Bahnhof Mestent bei Blockstelle F 23 au f Personen zu g 9, rer- mutlich infolge Ueberfahrcns des Haltesignals. Hierbei wurden zwei Wagen stark beschädigt und 8 Personen verletzt .Untersuclmng ist ein gel eitet. * ?* rncr Eisenbahnunglück. Bis zum 17. früh waren 1 2 ^ eichen, 15 Schwer- und 10 Leichtverletzte geborgen Reibet stecken noch 20 und mehr Leichen zwischen den Trümmern. Me nur nach und nach geborgen werden können. Die Strecke ist noch gesperrt: Schnellzüge werden durch die Pfalz geleitet. Die Telegraphen- u,id Telepbouleitungen sind durchweg gestört: das Gestänge ist von dem reißenden Hochwasser umgeworfen morden Und was das nasse Element stehen ließ, nahm der orkanartige -sturm mit. Pioniere und Fcrnsprechabteillmgen sind überall cm der Arbeit und besiern die Schäden aus. Letzte Rachrtchten. Grotzes Hauptauartier, 19. Januar. (Armlvy.) W östlicher Kriegsschauplatz. Lebhafter Artilleriekampf im Stellnnqsbogen rwrdöft- ltch von Ypern, auf dem Südufer der Scarpe und in der Gegend wn Moevres. Auch an vielen Stellen der Frort namentlich zu beiden Seiten der Maas, mar die Feuertä'tia- keit gesteigert. Nördlick) mn Bezonvaux holten Stoktiiwvs Gefangene aus den französischen Linien. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Im Eernabogen lagen unsere Höhenstetlungen nordöstlich von Paralovo ta Zuber unter Artillerie- und Minenfeuer. Italienische Front. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. Die Stillegung von Beineoen. Berlin. 18. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ausschuß des Reichstages für Handel und Gewerbe hat sich rn der Frage der Stillegung von Betrieben auf einen Aritrag geeinigt, wonach unmittelbare Stillegung imd Jusammenlegung nach Anhörung der Landeszentralbehöroe und nur '"i dringender Kriegsnot^ Wendigkeit zu verfügen sind. Dabei önrien u. a. die Kleinbetriebe gegeriüber den Großbetrieben wesentt.m nicht berrachteiligt wer-^ den. Auch sollen Beschwerdeinstanzen für unmittelbare und mittels bare Stillegungen und Zusammenlegungen geschaffen werden. Für die übrige Zeit werden dann Maßnahmen verlangt, um deü im Kriege sttltiegenden Betrieben tunlichst bald wieder aufzu^ helfen. Unterstaatssekreläc Dr. Göppert sprach sich im allgemeinen für den Antrag aus, es sei aber unmöglich, die Stilb- legung ernzelner Betriebe vom Reichswirtschaftsamt auch zu voll- zreheri, da von da die örtlichen Berbältnisse nicht zu übersehen seren Ob die Berteitturg der Stoffe nach dem Kriege in der gewünschten Weise erfolgen könne, stehe noch nicht fest. Es werde aber mit Nachdruck und Ernst dahin gearbeitet, die Stillegung von Betriebes iiach dem Kriege baldmöglichst wieder in Gang zu bringen. Der Redner wandte sich dann gegen die verlangte Beschwerdeinstanz, da schon -jetzt eine Reihe von Stellen, wie die Stelle der Landesverwaltung, als Beschwerdeinsticrnz,in Frage kommen. Die amerikanischen Truppentransporte. Berlin, 18. Jan. Ter militärische Mitarbeiter des Niewoe Eourvu! schreibt über die amerikanisch,en Truppentransporte nach Grurc ; n : Einzelne Berichte lassen bereits vermuten, daß alles lange nicht i-o gut geht, wie es von außen scheint. Zuerst lsteß es, daß die Ankunft des amerikanische!! Heeres die englischen und ftaw- zösisckien Soldaten in Frankreich von großen Lasten befreien würde. Später meldet „Daily Telegraph", daß General Crowtzer, Leiter der amerikanischen Jutendarttur, erwarte, daß die anierikani- sckjen Truppen in Frankreich durch Hilfe Englanos und Frankreichs mit GesMtzen und anderen Kriegsmaterialien versehen Würden. Das l>ängr sicher mit der Ersparnis an SchiffÄralun zusammen. Ersparnis von.Schiffsraum ist die Frage, und sicher nicht zu Unrecht. Es konrmen bereits Berichte, daß die großen Truppentransporte im Herbst 19l9 zu erwarten sind. In Frai.kceich selber ivären für deren Weitertransport vierzigtausend Eijenbahnwagen erforderlich. Tie Amerikaner nrüssen vier neue Häfen anlegen. da die jetzt bestehenden bereits mit Kriegstrans-, portm überleitet seien. Um aber 500 000 Mann dauernd mit Vorräten zu versorgen, wären 2.50 Schiffe erforderlich. An Arbeitskräften zur U-nterbringung von 500 000 Mann müßten «u Arbeiterheer von 200 000 Mann zum Baracken bau gebildet ww den. Aber wir dürfen nicht nur mit 500 000 Mann, sondern mit Millionen rechnen. Man hat bereits mit einem Mangel an Schiffs-- raunr zu rechnen. Tie noch vorhandenen vier Millionen Schiffsraum sind nicht mehr verfügbar, well sie bereits nur mit Mühe den augenblicklichen Anforderungen an Transporten genügen können. S*©gfeit dem StishBgairag boi Erwachsenen und Kindern Aerztlioh ©mpfohlen! Originaldose Mk. 1 Reißfesten Bindfaden - Ersah hoben abzugeben 477 \»&ui Sicpp & Ci©., Frankinrl a. TS., Langestr. 53 ptr. Weichsi Du die Wäsch’ mit „Burnus“ ein, Wird sie geschont, griffig und rein. Burnus wäscht Wäsche wunderbar, Spart Arbeit, Heizung, Geld sogar. UeberalKzu haben. Sonst durch die Chem. 1 ai*fik itöhm <&. Maas, Marmsfadh | | , VE R .iyi i E T Uh j G £ M Pension Jßcandl (BelleFue). Ko^orceß Hans. Hesta VarnSle^aEta. 1 2iaamar Srei. BaU. 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Und so wollt’ er weiter streben, Liegt nun in fernem, fremdem Land. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, einziger, braver Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Schütze Adolf Rodenhausen im Inf.-Leib-Regt. 117, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapferkeitsmedaille in einem Feldlazarett gestorben ist. Nachdem er 13 Monate seine Pflicht erfüllt, wurde er in der Nacht vom 1. Dezember auf Horchposten verwundet und verschied am folgenden Tag, mittags 2 Uhr, im blühenden Alter von kaum 20 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Rodenhausen Witwe Familie Haas Witwe Emma Pfaff nebst Angehörigen, Wieseck, Launsbach, den 17. Januar 1918. Wiedersehen war seine und unsere größte Hoffnung. Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen innigsten Dank. Lehrer Wilh. Michel und Familie. Gietzen, 17. Januar 1918. 513 Danksagung. Mr die vielen Beweise herzlicher Teil» nähme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meiner lieben Z-rau. unserer guten Mutter, für die zahlreichen Kranz- und Blumensvenden, sowie für die liebevolle Pflege der Krankenschwester und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte sagen wir innigsten ^ mif Familie Friedrich Ainker nebst Angehörigen. Groken-Ltnden, den 19. Januar 1918. K mm Josua 24, 24. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass auch unser zweiter lieber Sohn und Bruder Musketier Otto Schmidt in einem Reserve-Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 19 Jahren nach 9monatiger, treuer Pflichterfüllung am 25. Dezember 1917 auf dem Felde der Ehre gefallen ist. In tiefem Schmerz: Andreas W. Scltmidt und Fraa 511 nebst Geschwistern nnd Verwandten. Dorf-Gill, den 15. Januar 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Wz Heute ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgro ss mutter Frau Manuelle BsoKer Uwe geh. Ferber nach kurzer Krankheit im fast vollendeten 84. Lebensjahre sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Bühner Familie Becker. Giessen (Ludwigsirr. 34), den 18. Januar 1918. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 635 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige WW Mitteilung, dass unser Vater,Grossvater und Schwiegervater Johannas Sommer V., Weißbinder nach vollendetem 75. Lebensjahre plötzlich und unerwartet sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Watzenborn, Leihgestern, Hörnsheim, New-York, den 17. Januar 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 20. Januar, nachmittags 31/2 Uhr, statt. oos6C3 Vom 20. Januar ab fallen die Personenzüge 401 Coblenz z ab 12.27 nachm.. Giehen an 4,28 nachm, und 410 Giehen ab 12,32 nachm., Coblenz au 4.19 nachm., und die Triebwagen- fahrien 417 Nieder-Lahnstein ab 2,21 nachm., Limburg an 4,06 nachm, und 420 Limburg ab 3.51 nachm., Coblenz an 5,43 nachm, an Sonn- und Feiertagen bis auf weiteres aus. Pz. 408 wird früher gelegt, Giehen ab 9,54 vorm, (bisher 10,12), Limburg an 12,10 nachm, «bisher 12,17). Königs. Eüeababndireklion Frankfurt a. M. 502 i Statt Karten. Heute mittag entschlief sanft und unerwartet infolge eines Herzschlags unsere liebe, treusorgende Mutter und Grossmutter Frau Direktor Ida Baumert geb. Utermann im fast vollendeten 69. Lebensjahre. Direktor Max Mewes und Frau geb. Baumert Bürgermeister Rudolf Köhler und Frau geb. Baumert Adolf Kleiu und Frau geb. Baumert und 7 Enkelkinder. Giessen, Fulda, Plettenberg, den 17. Januar 1918. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 l / a Uhr’ Acfatcmg’! Bergarbeiter! Sonntag den SO. Januar, nachmittags Punkt 3 ttbr. im Lokal Caf6 Leib in Giehen, Wallrorstrahe 36: ßsr Grobe öffertliche -TiJ Bergarbeiter-Versammlung _ Tagesordnung: 1. Der deutsche Erzbergbau und seine Arbeiter während der Kriegszeit. 2. Freie Aussprache. 003655 Refereni: Landiagsabgeordneter Otto Hise, Essen Zu dieser Versammlung find alle ErrbergirrLeiter dringend eruge/aden. Aus in bk Versammlung! Keiner darf fehlen! Zar Beskang d. TagoakosteH ward. 10 Pi. Eintrittsgeld erhoben. Der Eiuberufer. Zutritt für jedermannI «WLWMMSLS in Plettenberg statt. 08620 Es wird höflichst gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. kostenlose Auskuntte Beerdigungs-Angelegenheiten Leichen - tJeberführiingen von und nach dein ln- und Ausland „ 7 hv übernimmt Paul Zahn, Berlin W 30 Bestattungs-Institut, Hohenstaufenstrasse 6. billigste Berechnung VERKÄU F E Prima Fahrkuh zu verkaufen. 08605 Heinr. Schwenk. Lich.O.-H. 2 Angora Mutterbasen, geeckt, zu verkaufen 5 Weserttr. 29. ll. 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Zannar (9(8 Reichsgrllnöungsfeier der Vaterlandspartei in Gießen. G i e & e u, 18. Januar. flirr Feier der Reichsgründung hatte der Ortsverein Gießen der Deutschen Vaterlandspartet seine Mitglieder sowie Gesinnungsgenossen in beit großen Saal des Fürstenhofes eiw- geladeit. Eingeleitet wurde die Feier durch verschiedene Orchester- vorrräge, vaterländische Gesänge und Dichtungen, die infolge tadelloser Darbietung ihre Wirkung nicht verfehlten und die Air- wesenden m die der Bederttung des Tages entsprechende Stimmung versetzten. Pfarrer Kübel aus Frankfurt a. M. hatte die Festrede übernommen, die sich cm die drei Zahleit 1701 — 1871 — 1918 an schloß. Aus der Fülle der dargebotenen Gedanken sei hier mit- geteilt: Der 18. Januar des Jahres 1701, sechter unseres Rechtes. 'Das Glück blieb uns treu. Eine einzige Schlappe hatte den ganzen Erfolg in Frage gestellt und unsera Neider auf den Plar/i «enren Das uns 200 Jahre vorher geraubte Elsaß-Lothringen rmt Lrtraßburg und Metz wurde deutsch, und niemand in England >prach damals von einem Raube. Doch Moltke hatte recht, wenn er sagte: Innerhalb 50 Jahren werden, wir unfern Besitz, unsere Ehre, unsere Wirtschaft und Zukunft verteidigen müssen.'Unser-Heer und Volk hat Ungeheures erlebt und Ungeheures erreicht. 'l>fun dürfen wir uns den Siegespreis nicht aus den Händen winden lassen. Es ist nicht unsere Absicht, uns aus Kriegsziele festzulegen, aber das ist die Ansicht unserer ganzen Marine: Eine 'bedingungslose Zurückgabe Belgiens wäre Verrat gegen uns und unsere Zukunft. Lassen wir uns nicht von den Besiegten -don Frieden diktieren, indem wir einen Ver- zichtfrieden schließen, den ein Tell der deutschen Presse ständig predigt. Vertrauen wir aiif unsere Führer, die uns noch nie bo logen haben. Der gute Geist unseres Volkes verläßt uns nicht, wenn wir in letzter Stunde das erkämpfen, was für unS Lebensnotwendigkeit ist und unsere Zukunft sichert. Nur eine kleine Weile noch, und wir werden mit dem Dichter sagen können: „Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland." Nach dem Liede ,JD Deutschland, hoch in Ehren!" nahm der Vorsitzende, Professor Opitz, Veranlassung, in einem Schlußwort den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen, den Mitwirken den: für ihre Darbietungen zu danken, allen aber nochmals zuzurufen, nicht locker lassen, damit wir keinen englischen, sondern einen deutschen Frieden erhalten. Der jgcmeinschastliche Gesang: „Deutschland, Deutschland über alle.'" schloß die eindrucksvolle Feier. Die von dem Vorsitzenden vorgeschlagenen Entschließungen cm unseren Landessürsten, Großherzog Ernst Ludwig, den Reichskanzler, sowie die Erste ünd Zweite hessische Ständekammer, welchen sich eine Resolution des Ausschusses der Studenten der Gießener Universität cmschloß, fanden einstimmige Annahme. Diese Entschließungen lauten: An Seine Königliche Hoheit den Großherzog. „Euer Königlichen Hoheit huldigen die heute zur Feier der Reichsgründung in ernster Schicksalsstuirde versammelten Mitglieder der Deutschen Paterlandspartei in Gießen ehrfurchtsvoll. Wir wissen uns eins mit Ew. König!. Hoheit in dem stahlharten Willen, gegen die Feinde, vor allem England, uns durchzusetzen urrd keinen Frieden anzunehmen, der uns nicht vor neuen raube-, rischen Uebersällen wirllich sichert und Ersatz au Land, Werten und Geld für die ungeheuren uns zugesügteu Verluste bringt. Wir bitten Ew .König!. Hoheit ehrerbietigst, gleich den Königen von Bayern und Sachsen die feste Siegeszuversicht der Hesselt öffentlich zum Ausdruck zu bringen, und die Bundesratsbevollmächtigten altzuweisen, ben Reichskanzler in seinem kraftvollen Auftreten gegen die Feürde und in dem innigen Anschluß an unsere glorreichen Volkshclden Hiitücnburg und Ludendorsf gegen alle Widersprüche tatkräftig zu unterstützen." Deutsche Vaterlandspardei, Landesverein Oberhessen. An den Reichskanzler v. Hertting. „Wir vertrauen der Reichsleitung, daß sie in engster Ueber- emstimmung mit der Heeresleitung die Gunst der Kriegslage im Osten und int Westen kraftvoll ausnützen roicb. Ter Haupt,'ei nd bleibt England, das mir durch tmseren vollständigen Sieg gezlvun- gen werden kann, die dem deutschen Bottie für seine Kriegs- und Friedensleistungen gebührende Stellung anzuerkenneu. Nicht Verträge, nur tatsächliche M.achterlveiterttng vor allem durch Oberhoheit über Belgien, Einverleibung von Briey und Longwy siche nt den schver erkämpften Frieden. Deshalb keine heimlichen Berl^andlun- gen mit den Westmäch^en, ehe sie den deutschen Sieg voll anerkannt haben. Unsere großen Heerführer verbürgen uns den Sieg, hinter ikm-en steht in unwandelbarer Treue ganz Tentschand." Deutsck-e Vaterlandspartei, Landes verein Oberhessen. An die Erste Hessische sotändekammer. „'Zftkr Feier der Gründung des Deutschen Reiches i Ernstester Schichalsstunde zahlreich versammelte Hessen bitten ehrerbietigst die hohe Erste Kammer, sie lvolle den festen Siegeswillen dcr Hesserr maclstvoll zum Ausdruck brirtgen und dahin dürfen, daß durch kräftiges Auftreten gegen unsere Feinde der Krieg verkürzt und in inniger Uebereinstimnrung mit der Obersten Heeresleitung ein Friede geschlliossen werde, der Deutschlcrtd Machtet Weiterung in Ost tmd West, Entschädigitngen für die erlittenen Verluste bringt und möglichst gegen .Wiederholungen pes räuberischen Ueberfalls von 1914 sichert. Deutsche Vaterlandspartei, Landesverefn Oberhessen. An die Zweite Hessische Ständekammer. „Die hohe Zweite Kammer bitten die zur Feier der Gründung des Deutschen Reiches versammelten Mitglieder der Deutschen Vaterlaudspvrtei in Gießen ehrerbietig, sie wolle tljnren mächtigen Einfluß geltend machen zur Unterstützung eines kraftvollen Auf- tretens der Reichsleitung gegenüber den Feinden und voller Aus- Nutzung der Gunst der militärischen Lage. Auch wir Hessen fordern für Deutschland den Preis seiner heldenhaften Anstrengungen und können nur einen Frieden annehmen, der ganz den Forderungen« Hindenburgs und Ludendorsss entspricht " Deutsche Barerlandsparlei, Landesve rein Oberoe ssen. Hochwasser. js M a r bu r g, 18. Jan. Die Hochflut erreichte vorvergangene Nacht gegen 12 Uhr ihren Höhepunkt. In der Vorstadt Weidenhausen, ebenso in vielen anderen Dalftraßen ergossen sich> die Fluten in die Keller und in die ebener Erde gelegenen Wohnungen und die Einwohner hatten Mühe:, ihre Sachen tu Sicherheit zu bringen. Noch gestern mittag ivaran ntauche Straßen nur mit Wagen zu passieren. Jln vielen Ortschaften itördlich mtd südlich der Stadt, ebenso im Ohmtal bei Kirchhain ist es nicht besser, manche Dörfer sind völlig vom Verkehr ab geschnitten. -Das Wasser kam so rasch, daß hier urtb da das Vieh nicht mehr in Sicherheit gebracht werden komtte. Bei Friedensdors stürzte die Brücke ein. Seit dem Jahre 1867 hat die hiesig Gegend so kein Hochwasser gehabt. Seit gestern mittag ist nur: wieder Schneefall eingetreten. ch Bingen, 18. Jan. In D i e t e r s h e i m muß man bis «aut das Jahr 1814 zurückgehen, ehe man ein gleiches Hochwaffer- jahr findet. Diie Flut stjstig so schnell und in so bedeutender Weife, daß viele Einwohner sich nicht mchr rechtzeitig flüchten konnten» und gerade noch den Speich'.c des jHauses als Schutz benutzerß konnten. Die Lebens milttel, die sichet dem Kellern befanden, sind! großenteils zugrunde gegangen. Rasch wurde auch der obere Teil des Ortes von btt Hochflut heimgesucht, und schließlich gestal - teten ftch die Djinge so, ,daß die Einwohner nur noch durch militärische und andere Hilfe -herauSgeürächt werdert Knuten. Das Binger Militär führte mit Autos Nachen der Bürger Schiffer heran und die Binger Schiffer griffen ju, um die Leute zu retten. Vor altert wurden die auf dem Speicher wie überhaupt^ die in Not sich befindenden Leute gerettet. Ein Pionierkommmrdo, das von Bingen aus erbeten mooden nftr, längte an und nahm) die Pump- und Aiusräunrungsarbeiten aus. Dietersheim wurdet durch dieses Wttsserunglück furchtbar betroffen. Auch das aus der anderert Seite der Nähe gelegene Münster wurde durch das Hochtvasser heimgesucht. Das Wasser stand bis an den „Stttmpfen Turm", der an der Ländstvaße sich erhebt. Die „Lache" war gättzlich rntter Wasser. Meterhoch stand das Wasser in den Häusern unt» lWohnrämnen und das Bieh konnte kaum hevausgebracht iverden. Die Mannschaftert^ enter Eisenbahnbau-Kvrnpagnie leisteten tatkräftige, wirksame Hilfe. Auch der uuteve Teil von Sarmsheim wurde unter Wasser gefetzt. Die Häuser mirrbeit sämtlich hcimrge- sucht uu.d überschwemmt. Von der T r o l l m ü h l e aus ist die Nahe über das User getreten. Sie sieht aus, wie ein großer tveiter See, zumal das rechte User,weithin überschwemmt ist. — Landeinwärts, wo die Ufer tiefer als der Fluß liegen/ ist die Ueberschwem- mung weithin festzustellen. In Kreuznach ist die Ueberschwerw- nrung in den Straßen festzust'ellen, wv das Waffer — die Nahe fließt bekannllich mitten^ durch die Stadt -— aus den Kanäle^ herausgeguollen ist. Die unmittelbar an der stiahe gelegenen Straßen und Häuser sind überschwemmt. Eirt Haus, das einem Mechaniker gehört, ist eingestürzt. Das Militär hat auch in Kreuznach tüchtig zugeg rissen, um den Schaden gutzu machen. Jür Hinterland sind einige Dammbrüche imd Dcnnmrutt'chungen vorge^ kommen. — Durch den schiveren Sturm gestern wurde auch der Trajekwerkehr zwischert Dingen und Rüdesheim gestört. Das Boot kam nicht vorwärts, da es gsgqn die Gewalt des Sturmes nicht anzukämpfen vemochte. Es drehte sich verschiedentlich rundhermü. ch. Vom itte l r Hein, 18. Jän. In Vallendar hat die gewalttge Strömurtg des Rheines 1000 Fäffer mit Marnrelade in den Rheftt gettäebe 2 t. Jedes Faß hall 15 Zentner Marmebrde. ist also ein riesiger Schaden entstanden. Weitere Fäffer liegen noch int Wasser und können nicht herausgebvacht werden. ch. Bonder Mosel, 18. Jan. Tie Mosel hat imterhalb tae* Niger Sttmdeit eine Höhe erreicht, wie schon llntge nicht mehr, denn sie stteg bei Trier schon über 5,60 Bieter. Tie Kribben und sonstige Älauern sind innerhalb kurzer Zeit verschwunden, die Fährst mußten den Betrieb einstellen: mit frrrdkkrrec Wucht schießen die schweren lehmgelben Fluten dahin. Die Keller wurden allettthcrlben geräumt. Tie tie'er geleg-enen Orte und Telle von Orten itsurberr überschwemmt. Bei Bernkastel wurde der Bahndamm der Aloseltalbahn durch die rasenden Fluten untenvühlt und zum Einsturz gebracht, und zwar auf eine Strecke von 200 Meter. Tie tieferen Landstrecken. sind weithin unter Wasser gesetzt und überschwemmt. Tie Seitentäler der Mosel bringen riesige Wassermengen In Alf wurden die Sturmglocken geläutet, als das Hochvaffer heran kam. Kopfsstitner Coflb«rts\ i s.raschen j. varzügl WrknBfl. Erhältl. is Aoetheireo Die Verlobung? unserer Tochter FRIEDA mit dem Feld-Unterarzt Meine Verlobung mit Fräulein r THEODOR SCHÜTTE beehren FRIEDA SCHREINER beehre ieh j wir uns anzuzeigen. mich anzuzeig-en Friedrich Schreiner Theodor Schütte und Frau Katharine Feld-Unterarzt, Köln, | 538 geb. Deißmann. | z. Z. Mainz (Festungslazarett). j A Lichtspielhaus • Bahnhofstrafie 34 D TÄGLICH KÜNSTLER-KONZERTE Ab heute Uortrag Mittwoch den 23. Januar 1918, abends 8 Uhr. im Hotel ..Fürstenhof" MmgWl ükl frei liield Redner: löeneralsekreiär K.!8oum, Frankfurt a.M. Es laden zu zahlreichem Besuche ein: !S44- Handelskammer. BkrbandmitteldcrrtscherJnöustrieller.Grosstftrn-BcrkiKigunis.Börger- Verrill.Tctaillistcn-Verein.KauimännischcrNerettl.Orts-Gkwrrbrvcrlin. Hansa-Bund. Cedir^sdrama aus dem bayrischen Hochlande in 4 Akten. Außerdem Modellhaus Täublein | Lustspiel in 2 Akten. L I. d. H. FRAU TILLY TSCHAFFON § Kammerlichtspiele, München. woa Up LandgraMudwigs-Gymnasium lacbsfc Yor&cliulo Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1918/19 werden vom 21. bis 23. Januar, vormittags von 11 —12 Uhr, im Gymnasial- gebäude entgegengenommen. Gebuns-u. Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 16. Januar 1918. Die Großherzogliche Direkiion. Dr. H e n s e l l. Schwarz-Weiss-Theater = e 8fcf Ppo»raniravoni ^anmiag, 19.. bis inkl. Montag, 21. Januar. 'II © g* e n s E st g* ® r ! der beliebte Meisterdetektiv in Di© Brox^saschale! Seltsame Petekiiv u. Doppolg& gergeschloheein 4gewalt Akten tt! mit dem beliebten Künstlertrio Melita »-■* ©tri ■ Lzo ©llkert Herbert § auiraau^er J [539a GieSener Frobel-Seminar. SetciinarfärKirMlcrgäHnerinn 'n. Stnatl. Prüfung (in PrenL -n anerkannt». Torbereitongsktasse zur Aufnahmeprüfung. Kinder pacjjeirinnenschaSe. Anme4dungf*ii bis zum L Mürz. Aufnahme in den ^eoiiijaE-kindergarten jederzeit. 54:, D Prospekte bei L . Moeser, Gartenstr. 30. Verein der Hausbesitzer. -- Ordentliche-- Hauptversammlung Mittwoch den 23. Januar 1918, abends 7 1 /, Uhr, Hotel Schütz. Tagesordnung: Jahresbericht. Rechnnnasablage. Satzungsänderung. Poritandßwabl. verschiedenes. Um zaHlretches Erscheinen wird gebeten. 548D Der Vorstand. Mpeiae Lrtskrsskeskajse Aietzes. Die noch rückständigen Beiträge zur Kranken- und Invalidenversicherung für den Monat November 1917 können noch bis zum 31. Januar 1918 ohne Kosten bezahlt werden. 5570 ALlgem. Ortskrankcrttasse Gieße«. I. A.: H. Fourier. Schaf-Versteigerung. Die Schäferei Armringen verkauft Dienstag den 22. d. M., morgens 11 Uhr, 40 Lammsch»fe und Lamme, Grüningen, den 14. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. _ B i n g e l. 465 ,II'II„,„II„„„„„„I,,„„,„„„„,„„„„„„„„,„„MM„7, Die Zürsorgevermittiungsstelle für erwerbstätige Krauen und Mädchen = r ~“—~ Weft-Anlags 31 __ bietet Frauen und Mädchen unentgeltlich Auskunft und Beistand in häuslichen und persönlichen Angelegenheiten, sowie Beratung bei der Wahl der Beschäftigung. Mutter- und Säuglingsschuh. Kindersürsorge. Sprechstunden: 5 , 8D Montag utt» Donnerstag, abends osn 5 bis 8 Ahr. Bekanntmachung. Der Boranjchlag der ifrael. Religwnsgemeinde Gießen für 1918 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen. Gießen, den 18. Januar 1918. Der Vorstand der Israel. Religionsgemeinde Gießen. S.Heichelheim. 530 D / Cafe Amend Samstag: und Sonntag 164 Künstler - Konzert Kaffee Astoria Sonntag nachm, von 4 Uhr ab Milifär-Konzert 552 Wieder eingetroffen Plüsche u. Samt Raste zur Herstellung von Schuhen Bekanntmachung. Die Rechnung der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen für 1916 und der Voranschlag für 1918 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen. Gießen, den 18. Januar 1918. DerBorftand der isr. ReligionSgemeinveGi Herr für die Landjudenschaft Oberhesscn. _ S. tzeichelheim. _5^0 Jagd-Berp a ch irr n g. Freitag den 25. Januar l. I, nachmittags 2 Nhr, soll die der Gemeinde Beuern zustehende Jagd, bestehend aus 300 ha Wald und 600 ha Felo, mit gutem Nehbestand, auf weitere 6 Jahre öffentlich in dem Geschäftszimmer der Unterzeichneten Bürgermeisterei verpachtet werden. Das Jagdgebiet, welches als recht friedlich zu bezeichnen ist. ist in zirka 29 Minuten von Station Großen-Buseck zu erreichen. Beuern, den 18. Jänuar 1918. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. _ Walther _523 Zagö-Verpachtung. Freitag den 1. Februar 1918, mittags 1 Uhr, soll aus hiesigem Rathaus dahier die Ge- i meindejagd aus weitere sechs Jahre verpachtet ! werden. Die Gemarkung umfaßt zirka 700 Normalmorgen Wald, 1300 Morgen Feld. Es ist ein sehr guter Nehbestand zu verzeichnen. Der Jagdbezirk liegt an der Bahnstation Nieder-Bessingen. Rieder-Bessingen, den 17. Januar 1918. Großh Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. I. VRoth, Beigeordneter. 620 wiülfgje Vird ans je 1 Mtllertnarke tm Hanokase ausgegeben. Gießen, den 17. Januar 1918. 5438 _Ter Oberbürgermeister sLebensmittelamt). Bekanntmachung. Betr.: Tnrchsührnng der Verordmmg über den Aus- drasch und die Inanspruchnahme von Getreide und.vnlsenfruchten vom 24. November 1917 Gernäft § 1 der obengenannten Verordnung wird' als spatester vermin für den Ausdrusch Dan Vwv- und pulteMrtrnÄx, ebenso der Hülsenfrüchtr, der 31. Januar 19l8 festgesetzt, und zroar für Maschinen- und Flegelbrus ch. ymr nach diesem Herlponkt mit dem Ausdrusch rückständige Landwirte wtrd zavangsweiser Ausdrusch auf rhre Kosten an geordnet. Jeder eigenmächtige Aus- drusch nach dem 31. Januar wird verboten werden Gietzen, den 18. Januar 1918. 55.38 Der Ob-" "rgermeister (LebensmittelamQ. Sciileier abgepaßt u. vom Stück in grosser Auswahl. I ^JT/b dehaus Qalomcn W / v öfeüfT? - fL- SüiuJiJsafi* mit PeSzfutter 9a Gründl. Unterricht in 8837 fiteüeiisclireta Stenographie Buchführung ti, allen Hände!sfäc l >em. Tages- n. Aboadkorsa Honorar für Elnzel- fächer »Vlk. 10, —, für Kurse nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung täglich. Koste lose Ste|len- v rraittlung. Franz Yogi S Co., Mau Goethostr. 32. Tel. 2054. werden preisw. abgegeben Sehr. Imfeenser; Privatuntarrichf _Mark tp Uitx 9—10. HoiixMchulic Kol'^delappen empfiehlt L. Kohlermann, 08453 _Bl ei chilr. 12. Tse TobatPflänzU SvrMi$.Bokelsta - i, g&kw. 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