Nr. M M. Jahrgang Der Gietzener Lnzelae, erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Oirhener Familienblätter; Xretrdlvli f>r den Kreis Giehen. vezugspreis: rnonatl. Dik. 1.20, viertel- jährlich Mk. 3.60^ durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. litt. 1.1»: durch die Post Mk. 3.60 viertel- jahrl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristlkur,flI12 Verlag,(tteschäitsstetteol Anschri'tfürDrahtnach- - .... . . . ^ - - • » v vidiien: Snjeiger oiegen. 3wi!I!,!grninddrli-r u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Blich- u. Steindra-kerei B. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei Donnerstag. \i. Januar Postscheckkonto: Zranksurt a.M. U686 eneral- Vankverkehr: Sewerbebank Gießen §chu!ftr. 7. r:vuu»,ttre von <.azeige» bte -t.ageÄnnmmer dtS zürn Nachmittag vorher ohne jedeVerblndlichkeit Seilenoreise: für örtliche Anzeigen 2b Bf.,für auswärtige 30 Pf., *'ür Rekla,nen Mk. 1.—; bei Plahvor- schrist 20«/. Aussnlag. Hat-vtschriitleiter: Aug. Go eg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goeg; Stadl und Land, Vermischtes u.Ae- richtsiaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; säinlltch in Gießen. MTB.) Grohes Hauptauartier, 16. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und v e e r e s a r u p p e K r o n p r i n z N u p p r e ch t. Bei und östlich von LenS war die Arlillerietä'iqkeit ae- fteigert. In einzelnen Abfch itien Erkundungsgefechte. Süd- lrch von OrneS wurden befangene gemacht. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nach mehrstündiger Feuerwirkung stießen französische Aoteilungen nördlich von BadonvillerZ vor und drangen vor übergehend in unsere vorderen Gräben ein. Eigene Aufklärnrngstruppen brachten in den oberen Vogesen Gefangene ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Fm Cernabogen erhöhte GefechtStätigkeit. Italienische Front. Zwischen Brenta und Piave lebhafte Feuerkämpfe mit besonderer Heftigkeit im Gebiete des Monte Asolo"c. Die Italiener haben chre erfolglosen Angriffe nur südlich von Ältonte Fontana-Seeta wiederholt. Sie wurden abgewicsen. In dem Piave-Absch"itt nördlich von Montello ver stärkte sich das englische Artilleriefeuer. Der Erste Generalauarriermeister L u d e n d o r f f. ch Der Abendbcricht. Berlin, 16. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Ain Desthange des Pdonte Pertiea scheiterten gestern nacht mehrfache Angriffe der Italiener. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Neue Verhandlungen in Brest-Lito offnen ftch auch bte Möglichkeiten einer Ueberwindung. Führt auch ruprsche Vertrellnrg iTrre Verständrgungsabsicht von der Theorie stc sich damit aus den Boden der Tatsachen, so rst dre Brücke gesunden, aus der beide Parteien zusaMmcnkom- men werden. Trese Klärung ist ein wesentlicher Fortscliritt, wenn auch die andere Seite die Verständigung wirklich suäst " Dre Berhanblungmr in Bvest-Wowsk gehen weiter, und man nurß anerkennen, birst unsere Vertreter, an deren Spitze Staatssekretär v. KühLnvrrnn Vas Wort führt, in geschickter Weise Theorie und Praxis zu Vereinen suchen. Die Russen hängen an bet Theorie, die Verbündeten haben dagegen th-re praktischen Beüürfnisse im Auge. Die schriftliche Formulierung unserer Antwort auf die Anregungen und Vorschläge der Russen, die wir nachstehend wörtlich wieder- gebeir, machen es noch deutlicher, wie widerspruchsvoll und widerlegbar ^der von Trotzki vertretene grundsätzliche und theoretische Standpunkt ist. Er ist mit seiner eignen Logik geschlagen worden. Da das Vorgehen der Mittelmächte i>en ursprünglichen Formeln der russischen Revolntio- nare sich sehr gut begründen läßt, brauchten sie den Faden nacht ans der Hand zu geben und konnten die Hand reichet: zu weiterem Entgegenkonftnen in dem klugen und maßvollen Done, der zu loben ist. Nur ist dabei -yu hoffen und vorauszn- daß auch die praktischen Vorbereitungen nicht fehlen und L>err v. Kühlmann, toenn er das Bolksvotitm ,/ruf ?Grundlage" zugestehen ivätl, nich etwa eine qe- mhrluye dünne Eisdecke betritt. In dem Punkte der Zuriick- ne!)r der aus den von uns besetzten Gebieten Uitsgewan- dorten, Geflüchteten oder Ausgewiesenen hat er ja schon Vorbehalte gemach. Trotzki erhofft wohl von diesent Zuzuae den Sieg seiner revolutionären Gedanken, mit denen er ganz Europa m beglücken bestrebt ist. Indem Trotzki neuerdings dre Atlas,ung eigener Vertreter der Besatznngsgebiete beantragt, gibt er einen Kernpunkt seines Standpunktes preis Das hat rhm Herr v. Kühlmonn gut klar gemacht. Denn diese tieuen Vertreter repräsentieren dock) auch ihre Staaten, ohne das; sre aus einer allgemeinen und gleichen Bvlkswahl ^^^orgegangen sind. Ganz aus dein Kopse schlagen müssen sich bte Russen den Wahn, wir könnten unsere Truppen aus den besetztet! Gebieten zurückziehen, ohne daß vorher oer Friede geschlossen ist. Kn diesem Punkte wurde von unserer Vertretung das klare „tmmöglich' wiederholt. Da gegen findet sich in der Antwort der Verbündeten die weit- Zusicherung, daiß sie an keine Einverleibung der oesetzten Zander denken, sondern dag sie mit diesen als selbstandtgen Staaten verhandeln wollen, wobei sie sowohl t U u ^^öer als für die Neu-Läuder sich freie Hand Vorbehalten. Das sind keine verschleierten oder versteckten .tnnexwnen, sondern das ist nur natürliche Entwicklung ein aus unabweisbaren Tatsachen und Rechten sich ergebender Fortschritt der Geschichte. In der „Norddeutschen Allgem. Ztg." wird die Ver Handlungslage mit folgenden Sätzen gekennzeichnet: m. 1 ZzS Vierbundes, die dre llnterlage der letzten BerhmL>lungm m Brest-Litmosk bildete, bedeutet sicherlich ehmi ^ t( 5 uls int ^ zur Verständigung. We- die letztere Forderung borecAigt, wenn und solange beide ?7^lwe Ausguß dorm erblicket!, eine solche herdeiMjührm. He^r Antwort anerkanm, das; die 9lntwort der nSu 1 ^?! 113 ^ I ? etreI Über die formalen Schwie- ÄÄ'ÄÄ. beschränkt sich aber ihre Wir- ^r^ allem ^»^-Ärlos-vegs Vielmehr erstrebte sie ^ strchltcher Hinsicht eme K'lärnna da bin daü die Verständigung meinem Kompromiß wpen oa.' mit den Tatsachen, wte sre der Krieg geschaffen bat ™ in denen diese TatsaL LmL imb mit ldnen bte praktischst Folgerurtacn bic den Mittelnmchen als Unterlage eines Kompromi sts wck möaUck. SU&If^ bleicher Weise der Gegensatz der noch STz, ä“" «&*Ä-ifsß 3 Vorschläge ^apachen zrur tlnterlöge hadeir. Wer gerade darin er Der österreichisch-rtttgarische Tagesbericht. c ^rn. 16. Jan. (WTB. Nühtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Auf der Hochfläche von Asiago wurde ein ftindlicher ovrstoß westlich uöm Eol del sstosso abgewiesen. An dcr Brenta setzte der Italiener seine vergeblichen An- grlffe erst in den N^mitragcstunden fort. Am Westhang oes Monte Pertiea fturtnte der Gegner dreimal gegen un- « ntcn ' i^beSnml brach ftin Ansturm b.reitS in unserem eirtillenc- irnd Matzküncitgeniehrfeucr unter schweren Verlusten zusammen. Süölüh vom Ätonte Fontana Secca wurden fnndltche An griffe ersuche im Keime erstickt. Am unteren Prave vielfach leblmfte Ar illcriekämpft. Ter Chef des CZenrralstabes. * . * Die znedensverhandlttMen. Brcst-Litvwsk, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute fanden wieder Besprechungen der deutsch-öfter- r e i ch i s ch - n n g a r i s ch c' n - r u s s i s ch e n Kommission zur Regelung der territorialen und politischen Frag en statt. Trotz der vorläufig mick> starken Abweichung m den Auffassungen der beiden verhandelnden Parteien lOtntle irt einzelnen Punkten eine wesentliche Annäherung festgestellt werden. ^‘ nr - 'VTB-) Stm 14. um o Uhr Nack-Mittags, hielt ine KommisiWn zur Beratung der Terri- wrtalsragleti ihre 4. Lätzung ab. Sstmtsfekretär min .Kühlmann teilt mit, daß die Verbündeten Regnerungen m dem Entschluß glommen seren, die svrimck^rten BorsckK'äge der rufsistlM De- lcgat wn i hrerseits gletchstckls in svramtierter Form mündlich! zu WSjS 11 - ^ ^r die Art, gegenseitig mit forumlierten Schriftstücke zu verhandeln, für außerordentlich zeitrcrubetrd und wentg sordrrnd. Es werde sich empfehlen, die Materie durchs sprechen und bann von ien Fragen klar zum TluLwuck zu bringen und noch einen Ver > trch zu imternehmon, ob der vmr ihnen an gestrebte .Koittpromiß eine Ausficht auf Berwirü-, lichung braten kann Es ,nuß auch darauf hingetoies«r werten, SPL !i r i >lc . Mittelmächte mit dem WsckKiH des Frieders mü Rußland keineswegs auch der allgemeine Frieden verbunden ist. Die verbündeten Delegatiotren erUören aufs neue, daß sre der Anschauung sind, die verfassungsmäßigen zuständigen^ Organe m den neuen Staatsgebildeu feiet: als twll- kommen vefahigt anzt:sehen, den Willen breiter Kreise der Bcvöl- ^rmrg ausmörucken. Von großer Bedentmrg für die Frage der der StaatSpersönIlchMt ist das Urteil des' obersten GeruAslVf^nr Waslungwn -vmn Iunr 1808, in dem auKgeführt worden ist, daß die svuLeraneu Rechte der Bereinigten Staaten von Rori^tnercka ckl^vvll uno gatr- »estehetid anerkannt werden nrüssen ^ der VerLmdigimg. ihrer Unabhängigkeit — das ist seit V ' crv xjr stebe vtoHmcu und nicht auch mt .N«tion«u zu. euHprstA nicht unserer Auffassung des SelbstbestimmnngSrechtes. Avch Teile von Nationen können ihre Selbständigkeit und Absonderung rechtmäßig beschließen. Es ist hierbei keineswegs angenommen, daß f l a n d u .. ____ icht, sich die le^t von ihnen besetzten Gebiete einzuverleiben. Sie beabsichtigen nicht, die fraglichen Gebiete zur Annahme dieser oder jener Staatsform zu nötigen, müssen aber sich und den Völkern der besetzten Gebiete für den Abschluß von BerträgeU dieser Art freie Hand Vorbehalten. ^ Zu 2. Was die Aussirhrungen hierzu betrifft, so gehen sie an ^em grundlegenden Unterschied vorbei, auf den die verbündeten! Delegationen immer wieder hingewiesen werderr: eine Zurückziehung per Heere ist, so lange der Weltkrieg Dauert, unmöglich, jedoch kann angestrebt werden, bif Truppen, falls die militärisci>en Umstände es gestatten, aus die- iemge Zahl zunickzuführen, die zur Au sie chter Haltung der Ordnung inrd der technischen Betriebe im Lande tcnbcdingt nötig ist. Tie Bildung einer nationalen Gendarmerie kann angestyebt werden. Was die Rückkehr der Flüchtlinge unb der während des Krieges Evakuierten betrifft, so wird eine toohlwvllende Prüfung, von Fall zu Orftll zugesagt. Diese Frage kann, da sie nicht von ausschlaggebender politischer Bedeutung ist, einer besotrderen KommisiioN umvioieien werden. Zu 3. Ter russische Vorschlag ist in seinen Einzelheiten nicht klar genug utrd bcdarf einer roeiteren Aushcklung. Es ist aber ohne weiteres anzugebcu, daß mit der fortschreitenden Annäherung des allgemeinen Friedens ben gewählten Vertretern der Bevölkerung oes Landes in immer steigendem Umfang die Mitroirkung auch an den Venrraltungsaufgaben eingeräumt werden soll. <;u 4. Die verbündeten Delegationeir sind grundsätzlich bereit, zuzustimtnm. daß ein V o l ks v o t n nr aus breiter Grundlage die Bechlüsie über die staatliche Zugehörigkeit der Gebiete sanktionieren loll.^ Eine einseitige Festlegung aus ein Referendum erscheint miprakchch. Auch ein Vottim einer auf breiter ßörundilage WNlähliLti und ergänzten repräsentativen Klörperschasi würde nach Anschauung der verbündeter Telogatronen genügen. Es mag darauf lsingeniesen werdet:, daß auch die votr der Regierung dev Volkskommissare anerkannten Staatenbildungen innerhalb des chemalrgen russischen Kaiserreiches, wie z. B. die Ukraine und mnnland, nichts im Wege eines Referendums, sondern durch Be-^ Schlüsse von aus breiter Grurrdlage gewählten Nationalversamm- ntngeti erfolgten. » w AÜrnsch beseelt, es neuerÄngs zu versuchen, zu ernee B erhandigntrg Nrtt der russischer: Regierung zu gelangen, haben bte Jtegieruu^i Deutschlands und Oesterreich-Ungarns diese weit- gehenden Vorschläge gemacht, fügen jÄwch gleichz-eirig hinzu, daß ire den au ßer sten Rahmen bilden, innerhalb dessen sie eine srredlrche Verständigung noch erhoffen können. Sie waren bei den Entwicklung dieser Grtmdsätze ebenso von dep pslichtgemäßen Ab- irnu durchdrungen, ine eigene Weltrsähigkeit nicht schoächen zn lnsl^en, solange oer unselige Krieg noch wrtge -. als auch von dep ^ntentron, emrge roosier^dre an ihr Gebiet angrenzet:, in stand zu sitzNi, endgültig und selbitändig über ihre eigene Zukrmsi zu wpcheiden, ohne dabei in den Iusiind der äußerstet: Not, des Elends und,der Verz-weissimg zu.geraten. Eine Verständigung znntckxen Rußland und den Mttelmächten über diese schwierigen: Ziagen todoch, ist 'mir dann möglich, wenn auch Rußland den ernstlichen Willen zeigt, zu einer Vereinba- ^rnng gerangen zu wollen, und wenn es anstatt des Ver- suck^es, Einseitige Diktate anfzustellen, sich bemüht, die Frage auch der Gogeusarte aus zu betrachte'.i und jenetr Weg zu finden, der ackern zu einem friedlichen Ergebnis führen kann. Nur lmtes ~ ’ c Bücher Jüttensiouetl lamtcrt die Delegationen dev verbündeten Machte noch an der Hoffnung einer friedlichen Beilegung oes Konfliktes sistsirlten. .Hierauf ergriff Twtzki das Wort und erklärt i, öc h)ffe, daß die eben verlesene AntwviE dervZeutralm ächte jedenfalls dre Zweitel über die formalen Schwie-- rrgreiten beseitigt lMe, die für die russische Dckcgation i>unf> dio m der vorigen Sitzung gehaltene Rede des Generals Hoff- m ann entstanden wc'rren. Tie russische Telegatrou sei der Ansicht, daß sie un vorliegenden Falle die Verhandlungen mit einer Partei Nihre, dre verkörpert wirch durch die deutsche Regi-erung. Der Herr Staatssekretär habe darauf hing-ewiesen, daß alle Punkte dieses Verhandlungen aus dem alleinigen politischen Willen der deutschen Regierung lerrüluen. Solange diese Ansickst von niemanden sor- mell widerlegt sei, sehe die russische Delegation dies als forniello Erklärung an. Wenn General Hosfmanii varcruf lnngewiese.: habe, datz dre russrsckie Regierung sich auf ihre Machtstellung gründe und rnrr Geuxrll vorgehe gegen alle Andersdenkenden, die sie als Genen- revoluttonäre und Bourgeoisie stempele, so nrüsse allerdings bemerkt werden, daß auch dre russische Regiermrg aus die Macht' fuße In der ganzen Geschichte kenne man bisher teilte anderen Regierungen solange dre Gesellschaft aus kämpsenden Massen bestehe, solang« werde sich dre Macht einer Regierung auf Kraft becrründen und durch Geuwli rhre Herrschaft belxrupten. Er müsse aber aufs tote* oorrlchste gegen die Behauptlmg protestieren. daß seine M- ^rernng üden Andersdenkerrden für vogelsiei erkläre. Das. n«S die Regrerungen anderer Länder bei den Handlungen der russischen Regierung abstoße, jer dre RickMmg, in der sie von ihrer Macht Georrnich mache -illld m chetc sie sich durch nichts besiren lasst ^ hatten er und ,mne Fremrde, als die rnmämsckie Regierung ver- fuckste, arsi russsichem sistliiet sistwaltmastregeln gegen revolutionär« Soldaten und Arbeiter anzuwenden, von hier aus der Pellrr^buraev Regierung iwrgeschlagen, den r u m ä n i s ch e n G e s a n d t e n fan dt)chaftspersonal und die rumS- f o?lrY 1 311 verhaften, und sie hätte* die Antwort erhalten, daß dies bereits gescisthen sei Anschließend daran führte Trotzki folgend^' aus'- Was du beiden Beispiele anbvrrifft, die General .Hossimmn anführte w charakteryiei-cn diese in stiner Wüst unsere Politik auf dem sistlnete der nationalen Fragen. Wir baben ErknndigungsL emgezogen über den wen;russisck«n .üBngreß. Dieser Kongreß setz« sich zusanrmen aus Berlreteru .der weißrussischen Agrarier rmü jnnef biaienigert ©tü&Dimftc zu l>emächtigen^ welche Eigentum >des iveißru,fischen Volkes sein müssen. . V rc^st-L i to w s k, 16. Jan. 9bn 1ö. Januar haben zwei v'Ere^Vmigmi der deutfckicn. österivicknsch--ungarischen und rns- fischen KornmMon zur Regelung der territorialen und volitischen ftgefundeii, ni denen, der getroffenen Vei'einkirung ent- Wrechend, ,n die geichästchnägige BesprockMNg der vier zur Di°^ ^Nlou ivige,chlagmieu Punkte uiiicr vorläufiger Zurück,ärllima tAM Myift 1 betretend das .Derritovium erngetreteu wurde, Der Bvrsi tzende der russischen Delegation: regte Umüchft auf die früher bereits besprochen^ Frage der Zu^iehLMg ixm Vertretern der besetzten Gebiete Mrückgreifend an, solche Vertreter mmmehr an den Verhandlungen keünehnren zu lassen, damit sie Gelegenheit hätten, ihre russischerseits bestrittenen Rechte, bzw. ihr Anrecht auf dft Kertvetung dieser Böller der ganzen Wett Nachweisen zu können. Staatssekretär von Kühlnuurn gab erneut seiner Bereitwilligkeit Ansdruck, solche Vertreter I>eran* zu&kijen, jedoch unter der sch in früher ftstaelegten Voraussetzung, daß das Erscheinen dieser Vertreter in DresjÄibow-sk auch von der russischen Delegation dahin aufgefaßt werde, oaß die Staat wekduirg dieser Gebiete durchs die Zulassung ihrer Abgeordneten auch russischerseits wenigstens präsumtiv anerkannt werde. Herr Trokli erklärte sich außer stände, auf die vom Bor redn«. ckls nottvendig bezeichnet^ Voraussetzung eiirzugehen. Herr v. Kühl mann stellte fest, wenn es gelänge, über die Bütingungen einer bestätigenden Volkslündgebung auf breiter Basis Uebereinstimmung zu erzielen, wärt« die Meinungsoer schiLdeilheit darüber, ob diese ^)1Lskundgeölmg als konsütuierend oder konfirmierend anzusehen fei, seiner Ansicht nach ein Scheitern der Berhandlmrgen mit seinen weitreichenden Folgen nicht zu rechtiertigen Dermin. .Herr Trotzki gab zu. daß die Fortsetzung der Debatte auf dem bisher behandelten Gebiet wenigste^rs im augenblicklick>en Stadium der Berhind'lungen zwecklos erscheine. Es komme in der Kauvtsach' darauf an, die Unabhängigkeit mrd Freiheit der Mil k-ensaußerung des betr£f?enb#t Bokksteiles zu gewährleisten. Es sei daher nötig, daß sie iridrt nur einen k'oirfirmievenden, sondern euren Lmstrttrierendrn Eharakter erhalte. Bei der Erörterung des von Herrn v. Kuhlmann gemachten Vorschlages, kür dis VornadmL der entsck>eidend«r Mftcmmüngen in den besetzten Gebieten den Zeitraum zwischen dem Abschluß deS Friedens mit Rußland und spätestens einem Jahr nach dem allgemeinen Friedensschluß anzusetzen, schnitt Herr Trotzki sofort die Räumungsfrage an. Er sei der Ansicht, daß die Frage der Regelung der Geschicke der fetzt besetzten Gebiete in Zusammenhang gebracht rverden müsse mir dem Friedensschluß an der Ostfront. Staatssekretär v. Kühlmann erklärte darauf, da die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Wiederaufflammens des Kampfes an der Ostfront bei Fortdauer des Krieges an anderen Fronten jedenfalls erbeblich größer als nach Abschluß des oll gemeinen Friedens sei, so müsse er es als ausgeschlossen be zietckmen. ffft die Räunrung des in Artikel II des deutsch-österreich- vngcrrsschen Entwurfes angeführttm Gebietes einen Zeitpwrkt ins Auge KU fassen, der nicht mit dem Abschluß eines allgemeine« FriÄ«ns rechne. Weitere Sicherungen, als im Artikel I vorgesehen. könnten seitens der Verbündeten, solange der allgemein- 2rwjjSft bereu iwklartr. Herr Trotzki entgegnere, daß er in der Remlung der Existenz der fraglichen Völker gemäß ihrem Willen die feste Sicherung gegen ein Wiederaufflammen des Krieges an der Ostfront erblicken würde Staatssekretär v. Ki^hlmann wiederholte, daß es untnn- lich lei, die militärischen Sicherungen vorzeitig zu schwächen. Nach einer Replik^ des Vorsitzenden der russischen Delegation wurde die nächste Sitzung aus nachmittag 5 Uhr vertagt Dir Nachmirta> 7 ssitzung vom 15. Januar wurde biurd) Staatssekretär v Kühl mann mit folgenden Au.sführungen eröffnet: Wir -oben hcrtte morgen die Besprechung des Zeitraumes zu Ende geführt und mi Br uern festste!Len müssen, das; aui der Gegenseite ke^ne Geneigt! etc i standen hat, «nri unsere Darlegungen in irgend^ eurer Weiß ern.ugehen. Wir gehen zrrm zroeiken Punkte über, der sich Äezäehr aui die atlsameinen politischen Voraussetzungen, mtt^r xwai die Ausübung des Selbstbestim- munqsrechtes errslgrn würde. Die Hauoffrage wird dir sein, «üviereOl die Freiheit der Abstimmung bzw. der Wahl zu der aus- kchilorggebenÄLn Pers-ammlnng durch die (3>egeuh»art von TrnvPen in den betrenembiur Gebieten beerntrachtigt wird. Tie beiden Gesichtspuatte. innerhalb derer diskutiert wertem kann, find: Eine gewisse Zahl Streitkräfte ist zur Aurrechtechalrung der öffentlichen Ordnung nötig. Ern Teil militärisch organisierter Kräfte ist wöttg, um den ökonomischen Betrieb des Landes in Gang zu halten. Wir feöen ine Zusicherung, daß diese Kräfte sich in keiner Weise Itzvtttisch betätigen und keinen politischen Druck ausüben dürfen. Der Vorsitzende der russischen Delegation tvandte sich wieder der Frage der Räumung der besetzten Gebiete KU, über die er lick erst völlige Älarhcir verschaffen müsse. Staatsstckrerär v. Ä uh l mann erilärte, er könne keine Gewähr dafür übernehmen, daß innerhalb des Zeitraumes, der für die Abstrmrmlng praktisch in Frage komme, eine vollkommene Rün- drung des GebiÄ^s nötig erscheinen würde. Aus eine militärische Sicherung ^er Ordmmg Ämre nicht ganz verzichtet werden. Herr Trotzki erklärte, er müsse sich zunächst aus die Feststellung beschränken, daß die Gsgenwart der in Frage flehenden organisierten Kräfte noch russischer Ansicht der Böderrtu-ng der Abstimmung ftbr schweren Eintrag tun würde. In engem Zusammenhang damit stehe lit Frage der R ü ck kehr der Flüchtlinge und der Evakuierten in die besetzten (Gebiete. Erst nach dieser Rückkehr könne seiner Ansicht nach die Abstrin-mrung staLt- finden. Staatsfekretär v. K ühlman u gab die Berechtigung der Rückkehr zu. Die Verwaltungsbehörden müßten aber erst ftstsetzen, welche Aus nähmen von dieser allgemeinen Regel zu statuieren wären. Er Litte um Zugänglichmachung des bei der russischen Regierurig hierüber vorliegenden Dtfaterials, wozu sich dann Herr Trvtzki auch bereiterrlärie. Tie Sitzung wurde hieraus geschlossen. Die Zulafsung de^ bayrische r Vertreters. Berlin, 17. Jan. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der bevorstehenden Entsendung des königlich bayerischen Staats- minisrers a. T. Grafen v. Podewils nach Brest-Lilowsk liegt, wie wir hören, eiru: Dereinöcrnmg zugrunde, die im Anschluß an die Versailler Uebereinkunft vom 33. November 1870 zwischen Proußerr und Bayern getroffen und von preußischer Seite am 14. -Februar 1871 ratifiziert worden ist. Sie gehl dabin. daß bei Friedensverträgen, die nach einem Bundeskriege geschlossen werden, stets auch ein Bevollmächtigter Sr. Majestät des Königs von Bayern zugezogen werden soll, der sich an den Verhandlungen beteiligt und dmcch das Bundeskanzleramt, also durch den Reichs- kanzl^, seine Jnftruktilmeu erhält. Eine vertrauliche Besprechung der Verbündeten. Brest - L i t owsk, 16. Jan. Im Laufe des heutigen Vormittags oersannnelten sich dir DeLegariorren der vier verbündeten Mächte» zu cftnw internen vertraulichen Besprechung. Staatssekretär v. Kühlmann gab in längerer Rede Auskunft über den Stand der mit der russischen Vertretung in den letzten Tagen g-eführten BerHandlungen zur Regelung der rwli- tischen und territorialen Fragen. Die Borsitzerwen der verbündeten Vertretungen bvcdf.ai dem Staatssekretär einmütig ihren Dank und ihre dvllste >Zu?stimmung zum Ausdruck. Eine ver- trMrlliche Besprechung bec- ötzvcrien Ezernin mit den ükvainrichen Delegierten, an der auch die deutsch? DÄegatron teilnahm, führte zur Herstellung des prinzipiellen jri, welche zwei erstklassige ftanzo- sisck)e Urrrerschrstter! tragen. Die Rückzahlung des Borichusses hat spätestens in ^ drei Jahren zu erfolgen. Ein Teil des Kredits ist als Gegenleistung für die Ernsuchbewitligung gewisser schweizerischer Erzeugnisse nach Frankreich airzusehen. Hierunter fallen na- mentlich Erzeugnisse der Ulre'n-, Bijouterie-, Srickevei- und Textilindustrie. Tie nmonatliche KreditfuNzme, die belmss Erleichterung der sch:veizerischen Einsulr Frankreich zugestanden ivorden ist, beträgt 2"? Millrown Fr«nkcn. JNr ü ri^e r i : die .Höh» de Vkvnats- krevito äl'nlich, Wie dies rin Kohlen ad kommen mit Deutschland bestimmt wurde, abbängi^ von der Menge der aus und durch Frankreich in der Schlvriz eingMhrten Waren. Eine g«visse Einfuhr, ungefähr ein Drittel der durchschniftlich in Betracht Kommenden Menge bleibt vorschußftei: für weitere NLengen werden stredite gewährt, die mit der Zunal-me der Einfuhr nach einer besttnrmten Skala progressiv ansteigen. Treffen somit für die Sch^vei; die not- rvendigen Waren mcht ein, so bit diese auch mtsprechmo kl.rinere Kredite zu gewähren. Frankreich verpflicht« sich, der Schweiz ge- wstss-e Erleickfterungen ans wirstschaftlichem Gebiet, uird zwar in erster Linie ffir die Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen zu gewähren und d-rneberr befftm'nrte Waren, wie z. B. die für dir schweizerische landwirtschaftliche Erz-Qrgung unenrbeltrlichen Sämereien zu liefern. Ist die Zusn.hr kesriddigierrd, dürfte sich bet gesamte Monats- kredit, der schleus der Schweiz m das französische Korrsvrtinm. zu leisten ist, ungechln >aluf 12^ •> Millionen Franken belaufen. Mit- höheren Ernsnhrzifsern kann kaum gerechnet werden. Im Gegenteil steht zu. befürchten, daß sich däe Einfuhr uniter> dresmc Ziffern halten wird. Die Verhaftung Caillanx in der Kammer. Paris, 15. Jan. W.B.) Äteldung der Agence Havas. Die K a in mer erörtert die I n t r r p e l l a r i o n des sozialistrichen Abgeordneten L a s o n t über die Mrißnahmtzn, die die Regierung zu treffen gedenke, um den Rechtsgrundsätzen in der Angelegen^ beit der Untersuchung im Falle E a i l l a u x Achtung zu verschaffen. Lasvnt wies daraus hin, daß gewisse Untersuchungen in Italien nicht in Uebereinsrimmnng mit deni geltenden Recht stattgefunden hätten. Die Formalität sei unbeachtet gelassen worden, nämlich die Anwesenheit des Angeklagten. Dieser könne darum die Echtheit bes ausgefundenen Schriftstückes bestreiten. U n t e r st a a t s s e k r e t ä r Jgnace erklärte: „Ms man vor einigen Tacgm von dem Bor- hanbenfeiu eines Hm Angeklagten gehörenden Geldsckran?eS> erfuhr, bat der Untersuchungsrichter die Behörden um die Ernennung eines Untersuchunssausschusses, der sich an die italienische Regierung zu wenden hatte. Von diesem Augenblick an stand den! Justizbehörden eines fremden Landes die Oefftrung des Oeldschcankes ztu. Dies geschah in aller Ordnung «und «ruf loyale Waise." Die äußerste Linke erhob Einspruch. Die Mehrheit der Kammer blieb ruhig. Ministervräsiideitt Clemenceau antwortete von seinem Platze aus, er könne Lafont dasselbe arrtmorten, was Jgnace ihm gesagt habe, daß die französische JirslsiZi mit auf ftanzösischem Boden souverän sei. Clemenceau sagte weiter: Wir ordneten einen Ausschuß an die italienische Regierung ab. Diese ist eine ehrenhafte Regierung, und wir haben kern Recht, Mi den italienischen Beamten! kein Vertrauen m haben und nicht tzj l glaubon, daß die italienislcktt Regierr.ng mch: nach dem Gesetz verfahren ist. Und wenn sie dies täte, wären wir nicht dafür verantwortlich. Errve einfache, von der Regierung o.v r rrriorrrmnte Tagesordnung wurde mit 369 gegen 105 Stimmen angenommen. Paris, 16. Jan. (H.rvas.) Cvnby, der in die Angelegenheit Caillanr verwsttelt ist. wurde Dienstag abend im Zimmer des Pvli-.?immissars, wohin er berufen worden war, um Aufschlüsse zu .geben, verhaftet. Conbh wurde unmittelb«rr. darauf in das Ge- änMis La Saitts abgeführt. Die LebenSnrrttekverteilung in Hokland. Amsterdam, 15. Jan. (WTB. Nkchtamtl.) Das „Al- gemeen Handelsblad" erfährt aus London: Der Entwurf >er Lebensmittelzuteilung ist fertig gestellt und wird demnächst auf Butter und Margarine, aber möglicherweise auch auf andere Artikel wie Dee, Fleisch und Käse angewendet werden, falls es Erfolg hat. In Butter besteht ein wirklicher Mangel. Andere Artikel lverden künftig zurückgehalten. Die eigentli-ckü'n Beschwerden der Arbeiber'- klasse richten sich dagegen, daß die Preise von Waren, die im leberschuß vorhanden sind, in die .Höhe getrieben werden, und gegen die Ungleick>heitcn der Verteilung. * * * Die schwedische Theo »rede. Stockholm, 16. Jan. Ter König hat heute den R^e i ch s- tag mit einer Thronrede eröfffret, in der er die Bemühungen um' die ^Auftechterhaltung der Neutralität sowie für die Uel-ergangsSvirtschaft nach dem Köiege und für das Zusammen- wirken der skandinavischen Staaten besprach, das- selbständig gewordene Finnland begrüßte und die Hoffnung auf eine gedeihlich^ Lö- nng der Aalandssrage aussprach. Schließlich kündigte der König cm, daß seine Regierung Fragen der auswärtigen Politik mit einem Sonderausschuß des Reichstages zusammen bearbeiten werde, und daß die Rüstungen voranssiästlich herabgesetzt werden könnte»» Wilsons Gcrft. Basel, 15. Jan. Nach einer Washingtoner Reuter-Meidimg unterbreitet die Handalslo m mer der Bereinigten Staaten ihren 500 000 Mitgliedern den Vorschlag, an die Führer der d e n t s ch e n I n d u st r i e die Warnung %u richten, daß sie auf eure Wiiederaufnahme ftaurrdschaftlicher Handelsbeziehung en mit den Vereinigten Staaten nicht rechnen dürften, wenn die deutsche Regierung riach dem Kriege nicht ein vor oem Volk verantwortliches Organ geworden sei. Umbildung des Kabinetts Wekerle. Budapest, 15. Jan. lWTB.) Meldung des ungarischen Korrespondenzbureaus. Nach Blättermeldungen dürfte sich in nächster Zeit eine Umbildung des Kabinetts Wekerle vollziehen, und zwar in der Form, daß ne gesamte Regierung ein Rücktrittsgesuch überreicht und Wekerle mit der Neubildung des Kabinetts betraut wird. Der Ministerpräsident dürfte am Donnerstag vormittag vor dem König in Audienz erscheinen und den Vorschlag unterbreiten * * * Der Reichskastzler und die Parteien. Berlin, 17. Jan. Wie der „Lok.-Anz" erfährt, sind die Parteiführer gestern abend wlederum vom- Unterstaatssekretär Frhrn. von dem Buss che im Auswärtigen Autt zu einer Besprechung über die Loge cnrpfangm wovhar. An derr Befpvechnlrg nahm auch der Referent für die Rußland betreffenden Angelegene heitcn, Legcttionsrat Trautnrann, teil. Tie RededesK-anzlers im Ausschuß, die für Freitag erwartet umritt, wird, wie neuerlich in pttrlam.eu.rLrischen Kreisen verlautet, noch weiter hinonsgeschoben werden. Es gilt als nicht wahrscheinlich, daß der Kanzler erst in der nächsten Woche sprechen wird, zumal Tesriritivos aus Brest-Litowsk nicht vorli^gt Aur dem Reiche. Steuerreform in Bayern. München, 15. Jam (WTB. Nichtamtlich.) Dem bayerischen Landtag ist die in der Budaetrede^ des Finanzministers angekündrgte Vorlage zur Fortführung der Reform der direkten Steuern zugegangen. Die Vorlage bringt sieben Gesetzentwürfe, nämlich den Entwurf eines Vermögenssteuergeseses, eines Gesetzes zur Abänderung des Einkommensteuergesetzes, eines Gesetzes zur Abänderung des Haussteuergesetzes, eines Gesetzes zur Mänderung der Umlagegesetze, eines Gesetzes zur Abande- rimg des Kapitalrentengesetzes, eines Gesetzes zur Abänderung des Einführungsgesetzcs und endlich eines Ge setzes zur Abänderung der Kirchengemeindeordnung mrd der beiden Gemeindeordnungen für dce Landesteile rechts und links des Rheins. Die Vorlage trägt in ihrer Gesamlheii- den sozialen Gesichtspurrkten Rechnung. Der Deutsche Haudrlstag gegen ein Gerreidemonopvl. In einer an den Reichstag gerichteten Eingabe weist der Deutsche Handelstag auf dre erheblichen Bedenken ftin welckie der Einführung eines Getreidemonopols nach dem Kriege entgegenstehen. Es wird betont, daß man bloß durch die gewaltsame Uncerdrückuirg des nur bescheidenen Handelsgewinns dem Reiche keine erheblichen Einnahmen zufühven könne, sorrdern ausschließlich dadurch, daß man die Preise um so viel erhöhe, wie nötig ist, um eure bestimmte Summe an Einnahmen aus dem Monopol zu erzielen. Für eine solche Verteuerung des Brotes sollte aber im neuen Deutschland kein Platz sein! Auch die technischen Schwierigkeiten des GetreidegeschüftS würden nach Ansicht des Deutschen Handelstags für die Monopolverwaltung unübeuvind lichl sein und eine gleichmäßige Versorgung des Marktes ebenso wie eine planmäßige Vorratswirrschaft beeinträchti gm. Besonders gewürdigt werden die zahlreichen ungünstigen Rückwirkungen des Getreidemonovols auf die landwirtschaftliche Erzeugung, den Getreidehandel, die Müllerei und an dere Gewerbezweige. Mit Nachdruck fordert der Deutsche Han- delstag. daß die Fragen oer Preisgestaltung von Mehl und Brot nicht zum Gegenstand politischer Machtkämpfe werden und die unerfreulichen Gegensätze zwischen Stadt und Land nach dem Kriege noch verschärft werden. Der Gedanke eines Getreidemonopols möge daher endgültig fallen gelassen und der Handel möglichst bald wieder zum Nutzen der Allgemeinheit an der Beschaffung von Brotgetreide und Mehl beteiligt werden. * m Dresden, 16. Jcnr. In der cmr Montag abgehalteuer Gesamlvorstandssitzung des Verbandes Sächsischer Jndu strieller rickftete der Syndikus des Verbandes, Dr. S i re f c - mann, an den Gesamtvorftarrd die Bitte, ihn mit Rücksicht aus feine derzeitige starke politische Inanspruchnahme als Vorsitzender der Nationalliberalen Fraktion des Deutschen Reichstags mit Beendigung des Krieges von seiner Stelle «lls Syndikus des Verbandes zu entbinden. Der Ge samtvorstarrd beschloß einstimmig, den Mitgliedern die Er- nenilung des Herm Dr. Stresemann zum ersten Ehrenmiv- glied des Verbandes Sächsischer Industrieller vorzuschlagen und beschloß weiterhin die Zuwahl des Herrn Dr. Stresemann in den Gesamworstand und engeren VorftLnd des Verbandes. Au- t^esseu. Die Zweite Kammer tritt am nächsten Dimstag dm 22. Jannar zu einer Vollsitzung zusammen, um die Regierangsvvrläge über die Vornahme der LaEagsersatzwahleu zu verabschieden. Ta hierüber bereits eine volle Cchrigung unter den Parteien mziclt ist, ist die glatte Annahme gesichert. Tie Tagesordnung zählt außerdem noch 17 weitere Punktc auf. So ist für den Aba. WvlftStadecken, der wegen seiner ckbwmchenden Haltung in der Fraae der Kriegsdeuerungsbei-llfen für Beamte usw. aus der Fraktion des Bauernbundes «msgeschiedeic und deshalb aus dem Gesetzgeb,mgsausschuß der Zweiten -Kammer ausgetreten ist, ein anderes MitgliK» des Bauernbundes in diesen Ausschuß Nnchplwählen. Ferner iiegrt ein Antrag der Ersten Kammer über Mänderung des Hundesteuergesetzes vor. Die tveiteren Punkte der Tagesordnung sind Äum Test Rückstände vmr der vorigen Tagung her, Äe seinerzeit nicht mehr erledigt worden sind, weil der Abg. Bär die Beschlußfähigkett des Hauses bezweifelle. Ihre Erledigung ist eine reine Formsache. Ebenso ist über die neu «ms die Tagesordnung gesetzten Punkte meist sckon rn Ausschüssen Einigkeit erzielt worden, so daß, wenn nicht noch wertere Junktt «ruf die Tagesordnung gesetzt werben, diese in einer Sitzung erledigt werben dürfte. — lieber den Zusanrmenttritt der Ersten Kammer ist rroch nichts bestimmt. Noch nicht einmal der Ausschuß hat über die Wahlvorlage der Regierung beraten^_ Arir Stadt «nd Land. Gießen, den 17. Januar 1918. ** AmtlichePersonalnachrichten. Der Grvßherzog emvfing gestern zum Vortrag den Staatsmrnister Dr. v. Ewald, den Minister des Innern Dr. v. Hombergk zu Bach, den Finanzmmister Dr. Becker, den General adjutartten Gener«rl der Mvallerre v. Hahn, den Vorstand des Kabinetts Wirkl. Geheimerar Römheld: «rustßer dem den Admiral z. D. Jakobsen. — Uebertragen wurde am 10. Januar dem Lehrer Wilhelm Koch zu Lauterbach vom 1. Ja- mrar 1918 an die erledigte Lehrerstelle cm der Volksschule zu Hockistädten, Kreis Bensheim. ** Auszeichnung. Gefreiter Fritz Dietrich wuckie mit deni Hessischen Kriiegsehrenzeichen ausgezeichnet, nachdem er schon vorher das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die HessisäZe Tapferkerts^ Medaille erhalten hatte. ** Die. Ausgabe der Brvt-, Butter-, Fleisch-, Ka r t!v f fc l- und W u r st ma rken erfolgt diesmal Freitag und Samstag den 18. und 19. d. M. und zwar für die Bezugsbevab- tigten, deren Zunamen mit den Anfangsbuchstaben A—K beginnen Freitag inst) L—Z Samstag. Diel-e auch ÄnzeigenteL ** Ausgabe vion Speifesirup. Ter Stadt Gießen ist Soeisesirilp überwiesM wordeir Es könnerr «ruf den Bezugsab-- schnitt Nr. 9 der LebensmitteLgarte ?0 Gramm Speiiesirup bezogen werden. Näheres siehe BeLamrtmachurrg im Anzeigenteil. Schulfreier Tag. Das hessische Ministerrum ktts In- nern, Mteilnng für Sch-ulangelegentzeiLetr, hat für sämtliche öffarr lichen Schulen des Oftvßhe-rzvgMms Heften ungeordnet, daß mit Rücksicht dariruf, daß der Oseburtstag des Deutschen Kaisers (27. Jv- nuai'» in diesem Jcthre aus einen Sonntag fällt, bereits am 26. Ja- murr der Unterricht ohne Veranslrrittmg eitrer Schulfeier auszu-- fallen hat. Di^>' soll der Kvhtenersparnis wegen «rm 25. Januar in der letzten Uirterrichtsstunde abgel)älten werden. ** Kaninchenfelle ablicfern! Wer Kaninchen schlachtet, muß zufolge einer neuen Verfügung die Felle rechtzeittg an einen Händler oder an die Sammelstelle eines Kttnmcheü- zuchwereins abliesern, wenn er sich nicht der Gefahr schwerer Bestrafung anssetzku will. DaS gleiche gilt «ruch ftir Hasen^ und Katzenfelle. Unser 5)ecr braucht bi‘* Felle für Pelzwerk und Leder. Die Kmeasfell-Aktiengcsellschaft in. Leipzig. Trövdling 8, :st die Sam mci-Zkirtralstelle. «, »LochnislH s« ootttiti bötgetoiefen, datz, um «ta jm rrftMtot, ix* Stadtthmter diese Wvck>e geschlossen b^ibl. und d-iss er» am nächsten Sonntag wieder ine Borstellungen «gmuen. T« anci) bte Kasse erst am Samstag wieder geöffnet weroeu kann. wird gebeten, Karlenbest.-llun.scn im Briefkasten des LAtadttheater-o ntedeiuckegen. Bei der L an d esv er sicher» n gsa n stal 1 Groß- Äer^ogtum dessen \xttb imj ^l>nct Vesemibn 600 Anträge lJ- u. £>, 51 Anträge auf Alters- Dente, A ,33 Antrag.' aus W.ttven - und Wctwerrrn.e (W ), 127 An- SSL ^.MailmraiU iD.), 93 Anträge auf Amvartschaftsbescheide ^ 42 Anträge au, Witwengeld Ieu sind die Patienten eiubegrisfeir, die aus Kosten Eerer Bor'wto^^träger, der Heerestornw-tung. des Tuberkulose-Fonds J'rer Wurglichon Hoheit der (Kn. i'irr**? in, von Go nieniöcn, Drillungen oder als Selbstzahlcr Ausnahme gesunden yaven. ** Uniform für Beamte im Ru he stau d. Den Be- amten der .Heeresvcr.valtnng soll auf ihren Airtrag die Erlaubnis Ium Wertertragen ihrer bisherigen Uniforrn im Ruhestand erteilt werden, meint jfc eine Dienstzeit von zehit Jahren im .Heere erfüllt haben vDev i nfolge zBerwmrdung aus dem Heere vorzeitig ausscheid.m MÄsien. Dar- Kriegsministerium erläßt hierzu folgernde Ausfüh- rungsbcsriutchutrgen i 1. In Ausübung eines bürgerlichen Berufs ^tr, die Utsisorm nicht gelrmMr werden. 2. Bereits ausgeschiedene Beamte haben Gnuche ans Erteilnng der Erlaubnis zum Tragen der Uniform durch die B.Hörto vorzulegen. bei der sie zuletzt Dienst geleistet haben. 3. Djie Frage, ob ton Beamten die beantragte Erlaubnis erteilt werden korrn, ist von der Vorgesetzten Dienststelle in Jdbem Fale besonders zu prüfen. 4. BÄ Borlage der Gesuch? haben frch die Vorgesetzten Dteisitssillen hierüber zu äußern und Bedenken Gegebenem all* zur ^pr a3>e zu bringen. 5. Allevl öchster Bestimmung Gichalge tragen dm BeanUen a. D. anr unteren. Rand der 2lchselflücke und Schulterklavpen eine silli-erne, mit.schwniHer Seide geschilderte- etwa l Zentimeter lweite Tresse. ., A, ü ,~ Gewer b eblatt für das Grotzherzogtum Heisen Litthatt: Vartung der Po.,e für Verlust utcd Beschädigung. — Zen- tr<Ä,^Ue für die Gewerbe, Diettstreifen der Beamten, Mitteiluugen «us dem Beremslebeu, Gewerbeverein Flonheim, Technische Lehr- mrstalten zu Offcnbacb. — Mlgemeiner Teü. Zur Nachricht Die Ein Wirkung oes Hilfsdienstgesetzes auf die Rechtsverhältnisse der staatlich anFejiellten Personen. Gvoßh. Handelskammer Frieö- ^Deutlches JVrichungsiirstitut für Textil-Ersatzstoffe, Der ^rt^)chchith. Perschredeires, BüclZerbesprechuugen, Lehrstellenoer- Landkreis Giehen. z. Geilshausen. 16 Jan. Das Hessische Kriegsehren- ^etcheu erhreti der Forstwart Peter W a l l -e n f e l s. 4jlH ^9.1 /, c r,c l ö . Io- _3UU. Musketier Christian Ei s e- zöeiÄ X ^ TapferkeitLn«daill.e und das Eiserne Bend et** n c n ' ^ Das Eiserite Ktemz rrliielt Hermann 16. San._$er OVi-r-PostistmiinEr Seifer erhielt das l&toUiiÄff*' - »>«'« D,„r,ch bi. ..7.?ÄÄÄ8SL^ - «-» Kreis Büdingen. r?™ Ölfische TapferkeitsmedaMe er- hiÄt der Unteroffizier 'Gustav Spengler TabnenT-rfrmit^h in üej^rfmm-^rr' lrt 'Kriegsehrenzeichen erhielt der Ober- steiierkoittrotteur S chr 0 ct e r i. B 0 r s d 0 r s. Die .hessische Tavie- der ^^te Heinrich Baum und get Gefreite Richard Michel. — Kefenrod. Das Eiserne I.^Klaste, _ früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die ^o u b'-knhielr Adam Hermann N a u mann. üSe JiaA'!« Ä? Erlerne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeiten. edaUle, erhielt der Gardist Euler. — Calbach Das Cmernc Kreuz, i^her bte .Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Dragoner Wüst. - Michelau. Das Eiserne Krem er- ch ne\ ^emnch Schneider, sein Bntder Ehrffnau Schneider die ve,st,che Tapferkeitsmedaillc. hir P an - %m vorigen Samstag begingen - Ppi Ä n |Ä r: üjä. « ft«en Ctl SchneemaL SÄÄW ^ ^ Sturm °.?»ieSLL Kreis Aksfelü. Lehr« Äi^gHeiÄ. ^ **? ünkn ^ befstrderl wl,rdc bf J n ??vital 16 yanuar. %n Schneedes, che jefrm wochenlang ben Boden bedeckte, ist mm wieder gelindem Lau. Wetter^genncl-en Die gewaltigen Schneemassen verursachen bei ihrer Schmelze Hochwasser. Ter Wettecstitrz kommt unseren Oehl ^uhlen zugute: diese mußten bei der Kälte das Schlageil emstellen weil das Oel daun stockt. Kreis Schotten. Sw. Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt Aid. Leutnarrt d. R. Fürs Vaterland starb Landsturmmann Alfred Otto. Kreis Friedberg. e r % ^0- Jan Unter der Leitung des Molkerei- sa^^^^^erwl-lsel trat hier der Berband der hessischen lanbwtrtfchastltchen Gelioneiffck)aften zu einer- Bezirkssitzuuq zu- «^^Trrektor Berg-Darntstadt sich in bemerkenswerter bu Genossenschaften bei der Erfassung der landwtrtschaffltchen Erzeugnis,e ausließ. Tie Genossenscl-aften er- B^eittmlligkeit zur Einrichtung der sogenannten Vorn ratswrrtjckMNen ans der Grundlage der Genossenschaften Diese Ä r ° vnsaebaut werden, daß mit ihrer Hilfe in jedem Dorfe vre Crzmigntsse lückenlos gefaßt werden können. au^eint, 16. Jan. In der gestern abgehaltenen ^^^Emlung wurde beschlossen, die Attschasfung von P,erden für den städtischen Lebensmitteltransport vorlätrsig W ^ ^nehmigen. sondern sich mit Leihpserden zu behelfen. — 82 *Jr U ?ues heizbaren, neuzeitlich eingerichteten Z^rkarrens werden 52o Mk. bewilligt. — Ein lanP, der die des,neuen^Friedhofs und die Anlage tteuer Reihen- rmo Ervoegrabniffe vorfteht, fand die Zustimmung der Versamm- > c ^^ifteifterei Mitteilt, ist die Zufuhr von Kohlen .vollständig ein geschlafen, und em, i?hlt die Behörde, daß sich allemstehende Personen z-usanimenschli sten. um cm Heizung zu sparen. Sklirttttbiirg und Nhciichesken. I g.armftadt »16. Jan. Umfangreichen Schwindeleien ^ T T 5? c - e ^f, r - ganze Binde junger Lento wurde verhaftet, die kleine Mengen vermutlich gestohlener Metall- gegmistande bm der Metallablie'ernngsfteNe ablieferteu, in den Der Uampi der sranzöjijcheii Uünftler gegen dar deutsche Nunftgewerde. Wie man sich erinnern wird, hat die bayerische Kunstaewerbe- Zufltccktung. die un Pariser verbstsalon 1910 stattsand, das^ößte Autsehen errege Tie crnsrchttgeren Franzosmt wurden der W- ftcnitncrfeit des bisl er vielgepriesenen französischen Kunstgeweroes Mw. und ,te begaunrn rn Anknüpfung an di 5 deutsch!' Votoild wie Erneuerung oes Kuiiftgeioerbes in Frankreich vorzubmeitetr Tätig war r.i dieser Rcc! ?.mg u. a. auch der bekannte Poirer der sich nrckc nur orm Muzeüsichm Kleider.'.h.nitt geividnter fondem V?/ ,* l{ \ ^ l'Nche uui' niMiete Auregungm hin eine kunstgewerblicke Schule begründet hat, für du- er u. a. auch bayerische Stäffe und, TÄ ^?^ÄU.gte um seine Bestrebungen und jeinc gegeitttauc!« bei der Metallabliesernngsftelle Gmpiangsbestätigimgen die ZaTen fälschten und auf der Stchrn- N r « betrügerisch erhöhten Bsett'äge sich ^auszahlen ließen. ^Heser Betrug wurde isinen ^dadurch erleichtert, daß in den Empfangsbest attgungen die Werte nur in Zahlen und nicht tu Worten N^gebeu wurden. Die Stadtkasse wurde trm mehrere tmtsend VJoaxr geschädigt. Kreis Wetzlar. y, p- ^ t ^J a r ' 1' p au - Wie wir hören, hat der zum be- foloelen BerglDldneten unserer Stadt erwählte Regierungsbau- Meister a. X. .^ ri ‘^r- Mexander Former in .MnigÄwrg die einstimmig auf rhu gefallene Mahl unseres Stadt verordn-ckenkotle-- M-ums angenommen. Hessen-Nassau. d enkops, 16 Jan. Zur Verarbeitung von Oel- sruchten haben fetzt 11 Wassermühlen des Kreises Biedenkopf die Gertehmigimg erhalten. Das Schlagen der Oelft-üchle darf auch hier nur gegen einen Erlaubnissäfein erfolgen 16 Jan. Ein schon mehrere ^ahre im Hanptbahnhof angeftellter Weichensteller wurde daber abgefaßt, als er gemeinsam mit einem Manne aus emem Packwagen Leder im Werte von 3000 M a r k stehlen wollte^ Die Dtebe lvurden in. 5)aft genommen, m Dassel, 16. Jan. Einbrecher verübtest in der „Prinzenvilla' an der Prinzcnquelle ein gemeines Jerstö- rungswerk, indem sie alle Teppiche. Bilder. Gardinen, Pol- ^r^nobel volljtandtg zerschnitten. Der Schaden ist sehr be- ra. Aus Nassau 16. Jan. Landrat Geh. Regterungsrat Lf/g ru Stt Goarshausen tnckt am 16. d. M. in den Ruhestand Mit der Verwalttmg des Landratsamtes ist imnmehr Cöeh Re- gternngsrat ^lftm Ministerium beauftragt worden, ein Sohn oes Landgerrchtsprastdenten Wolf in Koblenz-Düsseldorf. ^ Mechttche NaehrrLhteH»« Israelitische Religionrgcmelnde. Gottesd. i. d. Synagoge .Süd- Anlage-., Samstag 19. Jan. Borabdu 4.45: morg 9.00^aZ!s Äi°ÄiT fL ttC, ?Q$ e Fettgionrgeseüschast. Sabbatseier am 19. ^an. Freilag abd.: 4.3o; Samstag vorm.: 8.30: nachm 3 30- Sabbatausg.: 5.50. Wochengottesd.: morg. 7.00, abds. 4.30. ' ' GevichtsSaal. I Darm stabt, 16. Jan. Der Arbeiter Jakob Kunkel m Offenbach stahl berm Mrtenspiet seinent Mitspieler den G«ld- bentel aus der Tafchc. Das Schöffettg-ericht verurteilte ibn zu 8 Monaten Gefängnis. Tie Straffommer verwarf die Berusimg Ä Angcckaglen gegen die vöhs der Strafe. - - Ein bisher unbestrafter siabr.karoerter m Dietzenbach war angel'lagt. 12 Zentner Kar- wffÄn durch Gm,teigen in der: Keller des Schulhauses gestohlen zu haben. .Trotz starker Berdachtgrüwde reichten diese urcht' zu emer Verurteilung aus weshalb Freisprechung erfolget! mußte. ^ Jatr. Der Fuhrunternehmer Ludwig M t l.r eldo r s von hier ist wegen umsangr-eicher Geheimschlachtuw- gcn m Haft genmnmen worden. Da sich im Verlaufe der Unttt- mckfung herausgestellt hat, das; er sich auch bei Pf-wdeverkäuftmi Kriegsw-ttch-r m r^fangreichem Maße zuschulden kbmmrn ließ, ^-aist E Unter,uchnrng-'rtcher I beim Landgericht Darmstadt die osieuttlche LlufMderung an alle, die darüber Wahrnebmuttgen ae- macvt haben, such bei ihm -u melden, da das öfsentlichk Interesse ->rtngenr eure völlige Aitsseckung des Treibens Mützeldvrss er- erforvere. M. sostckt« w mrfften Lebern annsVreri'eti Zmtxmmui große Wie Unii>erfität**Zt 0 id>r%cbten. r ^ Marburg, 16. Jan. Im hohen Alber von 62 ^'sichre« hat das älteste der Mitglieder des Marburger akademischen Lehr- ?^.ordenttiche Professor her Pathologie und Therapie, Qkb Med.-Rat und Generalarzt d. L. a. D. D. mrd. Emil Manw- wvff. das Zerlliche gesegnet. Der Gelchrtr, edier der oekarmt'sten Maorziner Deutschlands, wurde am 5. Ilmi 1636 yn Pafewalk m Pommen! geboren. Nach vollendetem Studium m Berlin nnv Mürzburg kam er 1860 als Assistenzarzt an die medizinifche Um- ^chEsklintk in Berlin, wo «r auch 2 J-ahve spater hamlitiertr. Mrt Beginn des Somnrerhalbjahres folgte er einem Rufe nach Marburg als Nachfolger von Reusinger. vermischte». Etn UrlmGerzug entgleist Saarbrücken 16. Jan. (WTB. Amtliche Der ttr« h c ^ !u . 9 Nr . 2 4 L& uro-rgon bei Kirn infolge Tmnnv- bruchcs entgletst. Maschine, Mck^rg^n trnd zwei Persmien- wagen frnd abgestürzl. Es gab Tote und Verletzt«, F-eWetlunget! über bererr Zahl liegen noch nich om Letzte Ncrctivr^ten. WTB.) Großes Hauptrnrarlier. l7. Janrnn (Amtlich.) Westlichrr Kriegsschanplotz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Keine größeren Kampfh.nndlungen. o'n ^^^^^ichen Frontabschnitten Erkun-uugsge-echtr. 9cor0sich von PassttzeMaele, an der Scarpe, bei Vendhuitle uno St. Quentin wurden einige Engländer gefangen Oestlicher Kriegsschauplatz. 91ühts Neues. Mazedonische Front. Im Cernabogen dauerte rrböhtc Artillerietätigteit an. Italienische Front. Die Lage ist unverändert Bei ihren^erfolgwsen und verlustreichen Angrisfen um .^,,^15. Januar ^rden die Italiener an Gefangenen .zwölf Sfstzierr rmd mehr als dreihundert Mann eingebüßt Der Erste Generalauartiermeister L n d e n d 0 x f f. 9 teue U-Boot^Erfolge. Berlin, 16 Iatt. Starker, mit allen Mitteln nus- geübter Osegenwirkung zum Trotz fielen auf dem nörblileu Kriegsschauplatz unseren lUftooten 2 2 0 00 Brutto- Register-Tonnen H ande ls schi ff s r a um .um Opfer. .Hierbei wurde ein englischer Danrprer von min- desterrs 4000 Tonnen in geschickt durchgeführtem Angriff aus besonders starker Fischdampfersicbernng herausgeschosi'en. Di Mehrzahl der versenkten Schiffe war bewaffnel und schwer beladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein deutscher Streifzug durch die südliche Nordsee. Berlin, 16. Jan. (Amtlich.) ?km 14./15. Januar un» ternahmen leichte deutsche Streitkräste einen Streifzug durch die südliche Nordsee. Sie trafen weder '"3^- lrche Kriegsschiffe noch Handelsschiffe an, trytzdern sie nörd - uch der Themsemündung bis dicht unter die cnglistv- Küste ^'leßerr. Dort nahmen sie rvichtige Hafen an! men auf nächste Entfernmlgen bei guter Beobachtung mit scher 3 3) Schutz unter wirksames Artillericfefr.er. Der Chef des Admiralftabs.der Marine. Soldateuregrment in Rußland. .....Köln, 17 Ion. Ti« „Köln. Boli^tg." erfäürr wi, ,edr getwotzter, zuverlässiger &eitc, von einem ms Stockholm z,rrück- kehrcnden Gewalfrsm-rmi, der Gelegen lest f^tte, einen trr >uiks< sichenden russl,ck>kn Parteien angelörcne.m ytchien Angehend zu prechen. dieser erklärte. „Die ini! ipreti W'.iffei: s^vil der Froitt entlassenen Soldaten haben die G ]tg- ennsrrc^t . - ' ^ -^ ' -y-' ' ■ -*'• !>u I-Hiw.yut ^ rrt; ICIT und stellen jeten B-tdersp.n iger. ftu . Im Anff.nge bre Bolscke-viki- Bewegung grng es verbältnismä,gg ordenttch 1 : • .nock m bir bttrmrsinen und bewaffneten Soldaten, .ras sch motte.... Sie 1 und plündern. ^ie eigentlichen Arbeiter vn? Bauern rriermsu. da,; dre Bolschewttt-Regierung zu keinem qmen Ärde ' führe» ^ x '^hen keineswegs auf ihrer Seite, ebcnchmenio wie drc Mramrr und der K»irk-s«K. Das ZSKt&:n9t y..-v 3 ; rfi' ban lerne Aeußerung früher im öffentlicben Leben .sidev - vernommen w-ird. Jeder fürchtet für sein Leben." . ujer bie Otto Grantosf im neuesten Hefte des ber Klinlban j & Bier mann in Leipzig erscheinet den ,,Cicerone" ^.hrreiften Kcrultt veröfstnllicht. Diese ganze Kundgebung. ^ ^ chm Ulrgttches ZckHmis des kleyrKchen und erbärmlichen' -Leutsch-enyasb'e c . c frmrzös uchrzt Künstler und Kritiker unb zugleich amt nattonalen Eckelsisi, die nicht ertragen ■J\J l 3n ! :i 'Istch Ui ber .Vimft! oc>n einem anderen Volke ?SES e * r^ U T;eder fremde Emsluß, ist lxnl-Mgnrsvo-tt" uns ver- gisst daoei, wie Grau-:off nefsend bemerkt, daß die französische Künst lo., ja^ins 19. Jahi'bnjrchert hindsii einen entscheid-.'nden Elärwtsck^n C^iflilp ,nach -dem andern erfahren har. „Genug j-e-Kiinst. ruft Armand Dayot, und der Konserüator Engen Delard, klagt beweglich: ,,?lch, der beut che Ciirslnß war unleugbar abscheulich und ist mir sehr tmoerständ-- ltch geblieben. Müntz der Kmidgebnitgen dieser Art Den weißen Raben unter diesem Geflügd!Volke bildet der Abgeordnete Andrs Leben, der den Milt hat, die Wahrheit zn bekennen. Und ein Mnt g-ehort dazu, denn wer hcktt von Deutschland.und deutscksien lirn^n °rwers als gehässig und gemein sprich', sletzic sich in Frankreich der Steinigung aus. Leoey erilärt: ,.Jch halte die ganz und gar nicht wr Patrioten, die heut die deutschen .^nskjbeA-edüngen in Bausch und Bogen verdammen. Es ist toi unseren Feinden ein sehr ein s last lg er wcim gttck^ etwas schiverfäMger Versuch gmtacht nwrden die verschiedenen Strle dies 19. Jlahvlmchderts, von dem tos Dir«-! tvires an, durch etnen Sttk uufierer Mt abzutösen. mrd ich nmß, wnl es die Wahrheit sit und weit man immer die. Wahrheit sagen soll, bekennen, daß wir einen ähnlichen Versuch lucht gemacht lsaton Icchmen imr uoch nur ein Beispiel: Der Leipziger 'Sa km Hof ist besser als der -Orsay-Bahnhof. Ws Franzose leide ick darimcker " Die? Moral von der Geschicks: mis kann's nur recht sein, wenn die Franzosen von den Versncheat, die M üuchew-r Anregungen zu ver- arbenen, ttneder abssil^m — um so sck-neller uftrd die Rttckständig- kett tov fransosischeti Kunstyckwertos wachsen und allgemein in die Grscheimmg treten, um so oorteilhafter tverton die Beding-nngen für den Wettbewerb des deutschen Kunstgewerbes sein. * v,& Z^en N, verdammen. Den dsttschm Komponisten rml! er ihet Genialität nicht leitreiten — was ifem Benbo-x.-. r Joex^Tt. Dagegen spr'chr er mit jener &ür\~ bie b n t ^c rst, dce iühne BehaupnMg aus, onß me DeuLs-^n als ckattr. unmusnalsich seten und daß von ton .Kon-erren und. -Orern-.Bcrrstelltrrtgen tn 'Serlm und t?t anderen großen touts-ton Städten 90 v.H. Ück^it und der Re,t ntittelmäßig -Fi. ivwn Beranslaltmig nicht durch LuslLndl.ch- Künstler aus ei» lw Niveau gehoben werde. Der Deutsche, so orakelt 7>m Howard tot m der Mufft nur durch seine t^rimdlichkert sich die iim- erobert Erteht in der Mufft ausschließlich ine Wisstn- behantott sie,mit Disziplin, und daher sind toi- d-tcksi.'«, Orchester, )me Herr vmvord mit .oohltnentor Hernblassimg n,° wbr, ,,m tor Regel totned.gend'b Doggen ihre Leitmto' Leutjchen wissen eben nicht, daß die M „fn . Hier Linie .Ä» mxl 1 *- c$ ux t* T Orttester, zur es« ttckgitte..E: ',7 Wtedttgabe tor^Lonwerke sin» daher Deutsche mrfähig. Die große,t Kapellmeister, 'Lcmger und Vtrtuostu in Deutschland werden toW .m-on Polen, Böhmen, Hannoveranern tot Lerer yft Jfrwten oder Russen"^ gest-Ut mtb sind nie von tomsäer Aü- kunft. Ltorr Hvwnrd hat schon wfc: nicht mir Z >ontont auch ‘«^Ätjiec, 3crfsfrn. Bayern. Rd-in'ane - T -'.> -- V auk)erdeut,cto Völkersihoften müssen den Temüton >? Uern: woher sollten auch sonst Meister mfc Wo. ,H, V Nuhard Fritz lstchibach, Artur SchnasiA ^ torbt usw. temnwt 1 Dach genug! ^,an empfintot tust ff ernen Ekel tvenn man tn ton Abgrund von ttnwsi- ntott - x 9Trtimit?imö OrneiTtbriÄ ton Aetlßernngeit dieses § tto -nr ober er wird mn ÖHucfir gemildert durch dm W- n -in -ton über dff mnfcksito-ton Fähigkeiten tos ^ *** Bolttaemeins.siaft ^ te ^ "Nusik bisher noch ^ iS? J5L ^ T § ffrm gmrzem Tenuvr-amente und bvltort KwrK fm>l< so fern steht wie tot.m cSt ^ ? mag Herr mit to n st' • ftTfs a,, - C7 I-^L 1 ' 'TonluHüiritoc m Stosis rnivc-i ..König VttonV^ Suiff rtltü^ 1 ' *^k»ncht.- „Und rin -IV ,, “4 Gestern verschied sanft unsere iuniggeliebte, herzensgute Mutter, Grossmutter und Schwester Frau Rentamtmann Fix Ww. geb. Hainbach. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 16. Januar 1918. Die Beerdigung findet in aller Stille in Büdingen statt. Von Beileidsbesuchen wie Blumenspenden bittet man abzusehen. DbenealM M Vorschule des RechWuujiuuls ttiiü der Lderreulschule. Anmeldungen für daS neue Schuljahr werden Freitag den 18., Samstag den 19., Montag den 21. und Dienstag den 22. Januar, nachmittags von 3 bis 6 tthr, auf dem Amtszimmer des Direktors entgegengenommen. Vorzulegen sind: Geburts- und Impfschein und das letzte Schulzeugnis. Die in die unterste Vorklasse aufzunehmenden Kinder sind persönlich vorzuftellcn. Gießen den 10. Januar 1918. Großh. Direktion der Oberrealschule. Dr. Schnell. 348 D Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde hettte eingetragen: Allgemeiner Deutscher Arbeitgeberverband für das Schneidergewerbe zum Einkäufe der für dessen Betrieb erforderlichen Rohstoffe, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist der gemeinsame Einkauf der zum Betrieb des Schneidergewerbes erforderlichen Rohstoffe. Die Haftsumme' beträgt 500 Mark. Die Höchstzahl der Geschäftsanteile 1. Znm Vorstand sind bestellt: Albert Handlich, Schneidermeister inGießen,ArthurSchuster,Schneider- meister daselbst und Heinrich Stamm, Schneidermeister daselbst. Das Statut ist am 5. November 1917 errichtet. Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen erscheinen im Gießener Anzeiger. Die Willenserklärungen des Vorstandes erfolgen durch mindestens zwei Mitglieder, die Zeichnung erfolgt, indem zwei Mitglieder der Firma ihre NamenS- unterfchrift beifügen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die. Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. Gießen, den 12. Januar 1918. 4826 Grvßherzogliches Amtsgericht. Ansgabe von Speisesirnp. (Ausgabe Nr. 9). l. Der Stadt Giesten in Speisesiruv überwiesen den Bezugsabschnitt Nr. tt der Gramm Speisesirup bezogen worden. Es können aus den Bezugsabschnitt Nr. tt der Lebensmtttekkarte 7o ~ werden. Die Ausgabe erfolgt in folgenden Geschäften. 1. Konsumverein Gienen und Umgegend 2. Eisenbahn-Konsumverein 3. Theodor Schlierbach, frankfurter Strafte 9 4. Wilhelm Haas, Bleichstrafte 18 5. Karl Rudersdorf, Bismarckstrafte 7 6. Emil Düft, Grober Steinweg 44 7. Karl Klingelmeyer, Ludwigstratze 57 8. Marie Klein, Wolistrafte 7 9. H. fr. Nassauer. Neuer»weg 15 19. Heinrich Becker, Lvwe>igaste 28 11. .Karl Tuill, Asterweg 43 12. Heinrich Heyne, Walltorftrabe 5 13. Selmo. Ziegelstein, Landgraf-PhilippPlatz 8 14. Robert Stuhl, Neustadt 23 15. Johann Vogel IL, Schühenstrafte 5. 2. Mit dem 28. Januar 1018 verliert der Bezugs- abichnitt st seine Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Sirup nicht abgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr daraus Die Kleinhnudelsgeschüfie haben die vereiunahm- ten Abschnitte zu sautmeln und in verschlossenem Umschlag, aus dem die Anzahl der Abschnitte anzugeben ist, bis längstens 30. Januar 1918 an das Stadt, Lebens- mittelami abzuliefern. r. Der KletnhandelshöchslpreiS ffir das Pfund Speise- itruu beträgt 30 Pfennig. Kleinhandelsgeschäfte, die bte festgesetzten Höchstpreise überschreiieu, haben nufter strafrechtlicher Verfolgung den AuSschlub von »vciteren Zu- reilrnigen zu gewärtige«. (Reh Die Stelle eines Brrreaugehilfön beim VerwaltungsauLschub der Landekuniversttät ist sofort aushilfsweise zu besetzen. Kenntnisse iin Rechnungswesen und '.viaschtnenschreiben sind erforderlich. Meldungen mit Geballsansprüchen sind an den Berwallungsausschuft zu richten. Gi ften, den 16. Januar 1918. • Groüb. VerwaltungSauSschnft der Universität. _S chian. 487c erfahrene, selbständige « auch längere, sofort gesucht. Kenntnisse im Jreileitungsbauerw. Wilhklm Schmidt. Goethestrahe 23. ^ Gutsschäser auf dauernde Stellung sür sofort gesucht. 491V Fürstliche Gutsvcrwaltung Lieh. LllbaklNittiVer gesucht. 486 I’. Bender & Co. ßiii jü!M HchiSbiirslhe aus fofort gesucht. 0 8508 Emil J ischbach ._ Ein Hausbursche sofort gesucht. 08541 Hotel Lenz. Ein anständiger t08592 Junge sofort in die Lehre gesucht. Pb. Stier, Friseur. Für Militär-Kantine intrb Frau oder Mädchen als Gcrkäuserin gesucht. Schristl. Angeb. unter 08588 an den Gieftener Anzeiger. Zuv. Frau od. Mädchen z. ZeitungStragen gesucht. t * WÜ JricSleden, Babnhosstr. 50. Tüchtige, saubere, zu verlässige o«Ier Ntlckelren zu alleinst.Danre gesucht. Borstellen nach 4 Nhr 474 Goetbcstr. 63,1». Ein Mädchen slir Küche und Haus gesucht 08540 Hotel Lenz. ehen, den 16. Januar 1918. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 4896 F VERMIETUNGEN 1 3reln möbl. Zimmer sofort zu nerrnieten 08526 Seltersweg 87,11. Die Ausgabe der Brot-, Bntter-, Ileisch , Kar tonet und Wnrttmarken erfolgt diesmal Freitag und Samstag den 18. und 19. d. Dt., und zwar für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen mit dem Anfangsbuchstaben A —K beginnen Freuag und L—Z Samstag. Gieften, den 16. Januar 1918. 4888 Ter OberAirgermelfter (Lebensmitrelamt). Solider Herr u.Dame tGe- schwistert suchen zum 1. II. 18 rcrei frenndi. möbl. Zimmer mit Morgenkaffee. Angebote unter 08552 a. d. Gieft.^lnz. mil zwei Schau 'wtiutll fenstern in bester Geschäftslage ver Herbst od. auch früher gesucht. Angeb. mit Preisangabe unter 03449 an den Gieftencr Allzeiger i^TEju L ENÄNTGE aO TEj krfahr. Wkcheilliilllichtr md (Sinridjtfr sofort gesucht. 475 H. Schön A <£ 0 * G. m. b. H. MIETGESUCHE [ ^—10 Zimmer Wodunno nt. all. Zubeh, evtl, zweimal 5>-ZIm Wohng., i. Südwesten bc ; - Stadt zum 1. 7. 18 gesucht. Angeb. unter 420 an den Gieftener Anzeiger. l 8„che u.:»Zimmer möbliert zuur 1 . April d. I. zu mteleu gesucht. Angcb. unter 429 an den Gieftener Anzeiger. Suche für sofort faab., fltijj. Hgußmiid-Hen unter 20 Jahren. 494 Frau Dr. LangSdorf Bad-Naubeim. fsT EL LEN (GE SUCHE*j Jonger Kaufmann vollst. mllitärfr., 24 Jahre, sucht sofort Stellung aus Bureau. Schriftliche Angeb. unter 08590 a. d. Gieft. Anz. K a ii f m u n ii Kriegsbeschädigter, sucht pass. Stellung für Bureau oder Lager. Schriftliche Angebote u. 08591 an den Gien. An -. Äiihtigkk ZOjer sucht sofort Herde Schafe zum Hüten. Sckr. Angeb. unter 08549n. d. Gieftener Anzeiger. sucht Beschäl- tignna als Privatsekretärin. Schristl. Angebote unter 497 an die Geichästsst. d. Gieft. Anz. erb. Jg., best. Mädchen, das sich auch- b. Kochen b^tnl. möchte, sucht z. l.Febr. Stellung bei einz. Dame od. alt. Ehepaar. Angeb. unter 08594 an dett Gieft. Anz. erbeten. jllsüjüifZ Zj Eine trächtige [08582 Vo^elsberger Kuh 2. Kalb, zu verlaufen. Heinr.Albad, Bahnwärter Hans 3, Schissenberger Wald. 8i I a v i <* r fast neu, z. verkaufen. Händler verbeten. Zu erfr. i. d. Ge- schäl.'sstelle d. Gieft. Anz. W6T0 Fast neuer, flacher, echt RinÄ- leäar-KoHer.tiTcm ln.,32cm b., preisw. z. vrk. L1«dig»ir. 3, kl. Anzus. abds. zw. v-7vdr. Gute-, starkes Lcdcr ei,res wenig gebrauchten Schmiede BlasebalgeS ist z. verkausen. Näheres in der Geschäfts- stelle des Gieft Anz. 08585 Eleganter, sehr gut erhalt. Kinderwagen ist zu verkaufen. Schriftliche Angeb. u. 08586 a. d. G. A«z. 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Abzugeberr am Polizeiantt. 08595 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es dem Herrn über Leben und Tod gefallen bat, meinen lieben Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Josef Pöllenhofer im Alter von 61 Jahren in die Ewigkeit abznrufen. In tiefer Trauer: Frau Marie Pttllenhofer und Kinder Giessen (Frankfurter Strasse 95). 495 Die Beerdigung findet Samstag, 19. Jan., nachm. 3 Uhr statt. Danksagung. Für die in so reichem Maße erwiesene Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust sagen herzlichsten Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Sack II. Gießen, Schillerstraße 7, den 17. Januar 1918. 490 D Deutsche VaterlaMpartei ' Ortsverein Gießen Freilag den 18. Januar, abends 8 Uhr, im grohen Saale des Fürstenhofs Mitgliederversammlung zur Zeter der Reichsgründung Festordnung: 1. Hindenburgmarsch (Orchester), 2. Vaterländische Gesänge (Frau Lerch), 3. Königsgebet aus Lohengrin (Orchester), 4. Vaterländische Dichtungen (Fräulein Strack), 5. Festrede 1701—1871—1918 (Pfarrer Kübel, Frankfurt a. M.), 6. Gesang: O, Deutschland hoch in Ehren, 7 . Schlußwort des Vorsitzenden, 8. Gesang: Deutschland, Deutschland über alles. Gesinnungsgenossen als Gäste willkommen. Ein Pcrlcnbcntel verloren v. d. Liebigstr., Frankfurter Str., Settersw. Abzg. g egen Del. Wp!fc»ag a »»« 28 p. KleiotsÄuweieu l2ßofmbnuä, Scheuer u.Stallung»i.Gienen ob- i. d. Umgegend z. pachten gesucht, späterer "auf nicht ausgeschlossen. Angeb. unter 085<>8a d. GicnenerAnzeiger. Fr«. Konvei'fitttion. Kurs, für Herren abends 8 bis 9 Uhr, für Damen von 5 bis 6 Uhr, sür Anfänger Einzelstd. liuhrtMpl.14. 492 Student ober Stuiientin zur tüchtigen Nachhilfe eines L.uartaners i.Latcin «.Französisch sof. ges. Schr. Anaeb. u. 504 a. d.GeschflSft.d.Gieb.Anz. Giessener Konzert-Verein Sonntag den 20. Januar, nachm. 5 Uhr, in der Neuen Aula. Das Wendling-Quartett aus Stuttgart (die Herren Prof. Wendling, Hans Michaelis, Philipp Neeter, Alfred Saal). Programm: Streichquartett op. 76N. 5 in D-dur v. Haydn, Trioop. 77b in A-moll v. Reger, Streichquartett op. 59 N. 1 in F. van Beethoven. Zum Eintritt berechtigen die für das 4. Konzert ausgegebenen Karten. FintritfQkartfMi 3.-, 2.-, 1.-, 0.50 M. Studenten karten numeriert (nur gegen Vorzeigung der Ausweiskartell im Vorverkauf) 0.75 M., unnumeriert 0.75 M., Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 0.30 M. in der Musikalienhandlung Ernst Challier, Telephon 671, und abends an der Kasse. 399c Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. S"em p f ehl unge'n "j Frisch gewässerte Stockfische sind eingetroffen. J. M. Schulhof, Marltstraße 4. m □I 1 . 7 % Br. UUrii Leitung: Hofrat Hermann Steingoetter Sonntag. ?40. Jan. 1918 nachmittags 3V 2 Ubr: Tragödie eines Volkes von Karl Schönherr. 48öo Abends 7stz Uhr: spiel in 3 Akten von Schubert-BertL Hotel Fürstenhof, Gießen. Biente Doanentag, 17. d. Mt». w KONZERT Humorist Brandenstein mit neuem Programm. Konsum-Vereiil kicssen unb NinMnS f. 8. m. b. H. Unfern Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, dast von Montag dek» 21 . Januar ab unsere VerteUnngsstetteu abends 7 Nhr geschlossen werden. 505 Wir bitten, den veränderten Verhältnisten Rechnung zu tragen und die Einkäufe bis zu diese,n Zeitpunkt be^ sorgen zu wollen. Der Vorstand. Holzversteigernng in der fürstliche« Oberfvrsterci Lich. Montan den 21. Januar, vormittags lv Ubr. sollen im Distrikt Riedivald umer Ausschlust von Wieder« Verkäufern und zu den vorher bekannt zu gebenden Bk> dingungen versteigert werden: Sdieiter, Rnu: 107 Buchen. Knüppel. Rm.: 41 Buchen, lOEichen, 12 Fichten, 10.Kietern/ Stöcke, Rm.: 40 Buchen. 6 Eichen. 70 Fichten, V Ä!leiern; Retsholz-Wellen: 1340 Buchen, 100 Eichen, 3150 Fichten, 150 Kiefern. Die Zusammenkunft ist auf der sog. alten Laubacher Straste, wo sie vom Fuhpsad Lich—Harbach gekreuzt wird, bei Nr. t 43TB