Nr. 13 Der Sietz«»er XitjtfMV erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: SletzenerFamilienbrStler; Lreirdlatt fvr deu Ureis Gießen. Sezugspreis: monatl. Mk.l.20. vierteljährlich Mk. 3.KO . diirch Abhole- u. Zweigstellen inonatl. Mk. 1.1«): durch die Post Mk.3.6O viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsie: iürdieEchriitle.lungH2 Verlag,Geschä'lLstelleSI Anschrill für Drabtnach- richten: Anzeiger Gießen. 168. Jahrgang Mittwoch, 16. Zanuar 1918 Zwilllngrrunvdruck ».Verlag: Snchl'sche Unio.-Vnch- u. Sfcinörudcret R. Lange. §christ!ei!ung. Seschäftrftelle ».Druckerei: Schulstr.c. Anuuo.ue von Anzeige» die 'Lagesnurnnrer dir; zürn Nachmittag vorher ohne jedeBerbindiichkeit Zeilenpreife: für örtliche Anzeiden 25 Li.,für auswärtige 30 Pf., ^ür Reklamen Act. 1.—; bei Platzvor- schrijt 20 °! 0 Ausschlag. Hauptschristleiter: Aug. H o e ii. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Äug. Goetz; Stadt imb Land, Vermischtes u.^fr richtssaal: W. Meyer, Anzergenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Abgeschlagene Angriffe der Italiener. (DTD.) Trotzes Hauptquartier, 15. Januar. (Auttkich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. An verschiedenen Stellen der Front Artillcrirkämpst. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Italienische Front. Starke Angriffe der Italiener gegen die österreichisch- ungarischen Stellungen am Monte Asolone und Monte Pcr- tica sind unter schweren Verlusten gescheitert. Tagsüber in den Angriffsabfchnitten anhaltender Feuerkamps dehnte sich zeitweilig nach Westen über die Brenta, nach Osten bis zur Piave aus. Auch längs der un- teren Piave und in Verbindung mit italienischen Vorstößen im Piavedelta war die Artillerietätigkeit vielfach gesteigert. Der Erste Generalauart lerw.eister Ludendorff. * Der «dendbericht Berlin. 15. Ja»., abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen Brenta und Piave vielfach heftigerFeuer- kaurpf. Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Mit gwtzsr ^cmnung steht man der angekündigten Rede des Reichskanzlers am nächsten Freitag entgegen. Inzwischen ist, zum Aerger einiger politischer Hetzer und Quertreiber, in den MeinunHsveuschiedenhctten der obersten Reichsstellen ein Ausgleich zustande gekonrmen. Vielleicht ist es richtiger, statt von einem „Ausgleich" lieber von einer neuen Einigung zu sprechen, denn die Lage, in die uns die Verschleppmrgsabsicksten und das mangelnde Entgegenkommen der Rnssen versetzt haben, ist ja ebenfalls neu und erfordert neue Entschließungen. In den meisten Blättern ist eine gewisse „Beruhigung"" eingetreten; diejenigen, die sich allzu,heftig anfgeregt hatten, sitzen jetzt beschämt wieder auf der Bank des Abwattens. Man fühlt, es geht um die „Grenzsicherungen"", und da selbst die bekannte Entschließung der Reichs tagsmehrheit solche Sicherungen keineswegs von der Hand wies, so kann auch der nrutigfte Demokrat vom Grafen Hertling nickt gut verlangen. daß er unter Berufung auf den Willen' des Volkes die Wünsche der Obersten Heeresleitung zurückweist. Und es jverden sich auch unter der „Mehrheit"" des Reichstags jetzt sicherlich- viele gefunden haben, die den offenbar gewordenen Tendenzen der Russen gegenüber nicht die Nachgiebigkeit für das letzte Mittel zum baldigen Sonderfrieden halten. Ter „Vorwärts"" eifert freilich gegen die Grenzsicherung-en, indem er willkürlich die polnischen Fragen ausvollt, wobei er doch nur die Gewässer triiben, aber nicht klären kann. Das Matt schreibt: .Müssen wir den Weststrttstn Polens samt dem Kohlendistrikt haben, so müssen wir das nicht mit den Rjusjien, sondern mihde^ Polen und Oestrrreichenr ausmachen. Da man weder in Wien noch in Warschau die geringste Neigung hat, auf Mst gloriose Idee einzugehen, kann die angestrebte Lösimg gar nicht in diesem Kriege erreicht werden, sondern etwa erst in einein nächsten, den wir gegen Oesterreich-lbngLrn und Polen zu füllen hätten. Wir werden also das uns befreundete Polen vorläufig nicht twrc zwer Millionen seiner Einwohner befreien und von feinen KÄhla^ruben, ohne die seine Industrie nicht leben kann. Die Verwirklichung der schönsten strategischen Grenze kann politisch die reinste Unmöglichkeit sein, rvie das Exempel klärlich zeigt. Immerhin hat der große Vorstoß der Alldeutschen den Erfolg gehabt, daß daö deutsche Reichsschisf mitten in: Strom der Friedens- i^erharchlungen bedenklich ins Schaukeln geriet und das, was in Brrft-Litowsk wie ein Schäferidyll angesponnen wurde, mit einer schrillen Dissonanz, zu enden drohte."" Auch in den anderen Angelegenheiten arbeitet das sozialdenrokratische Zentvalorgan allem entgegen, was an positiven Forderungen mehr einschließt als einen glatten Verzicht auf die Folgerungen unserer Siege. Herr Sckeide- inann und seine Genossen kenne!! überhaupt kein anderes Ziel als den Frieden schlechthin; ob er nns eine Förderung unserer nationalen Lebensbedingungen bringen wird, das i)t ihm ganz gleichgültig. Der „Vorwärts"" macht mit folgenden Sätzen Stimmung für „leere Hände"": r - vor den leeren Händen ist ganz unbegründet. Die ,v>arti>e, die uns den Frieden mit dem Osten bringen, werden in den Augen der ungeheuren Mehrheit des deutschen Volkes nicht leer mn. Die ungeheure sMhrheit des deutschen Volkes wird es vollkommen verstehen und, billigen, wenn mit Rußland ein demokra- tpcher Frieden geschlossen wird, ein Frieden, der keinen Stachel m der Seele des Gegners zurückläßt und der das Selbstbestim- mungSrecht der Völker verwirklicht."" Ob da die Neichstagsntehrheit auch mit einverstanden wäre? Die «eue Dorr-Repnblit. In der Reihe der neuen russischen Republiken wird bnnreni wenigen Tagen nun auch die Don-Republik offiziell auftreteu. Es war zwar bereits seit längerer Zeit die Rede davon, daß die Don-Republik des lotteren und mittleren Donlaufes beabsichtigt, sich unter die Präside.ttsck-aft Kaledins zu einem s-clb- släckigen Staate zusammegznsckstießm. Bislang ist die Sachlage aber noch nickst gLiart. Es ist auch zur Zeit unbestimmt, ob die Gouvernements von Kursk und Wdionesch, die sich zunächst provisorisch der llkraine angeschllossen hatten, es nicht vorzie!-en !oer- oen, jetzt zur Ton-Republik überzngehm. Die neue Republik, deren Hauptstadt jeden falls Ro'Lrw sein wird, stößt an das Asow- sche Meer rmd wird im Süden von der Kaukasischen Republik begrenzt. Im Westen lagert sich die Ufcatue vor, während im Osten das Gouvernement AstrackMn und im ^bocken das Gouvernement Saratow den Abschluß bildet. '*-**'** Tsrnfco* ( A - 53Paf0w — €>>% 4 Der österreichisch-rrngarische Tagesbericht. Wien, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Zwischen der Brenta und dem Monte Pertica ging der Italiener nach starker, zeitweise zum Trommelfeuer gesteigerter ArliltcrieoorLrcrcilung zum Jnfanterie- angriff über. Nach sehr heftigem Nalchrmpf gelang cs dem Feinde an einzelnen Stellen, in unsere Gräben eiw- zudringen. Im Gegenstoß wurde er jedoch aus diesen geworfen. Im ganzen Angriffsraum ist die vorderste Kampflinie voll in unserem Besitz. Der Gegner erlitt schwere Verluste. An dem unteren Piave wurde ein feindlicher Vorstoß bei Bressanin rasch zinn Stehen gebracht. Der Chef des Generalstabes. Ein bayerischer Vertreter in Brest-LitowSk. München, 15. Jan. 9Lach Verabredung mit der Reichsleitung wird an dair Friedensom'haudlnngen mit Rußland auch ein bayerischer Vertreter teilnehmen. Er wird als Mitglied! der besteherwen Delegation des Deutschen Rmches durch den Reichskanzler seine Instruktionen erhalte,u Ms bayeriscl^r Vertreter ist mit Genehmigung des Königs der Staatsnttnister Dr. (önas v. P o- dewils bestünntt. Er wird demnächst nach Berlin reisen, um sich pack Besprechung im A,^wLrllgen Amte cm den Verhandlungsort zu begeben. Aus Rußland. Amsterdam, 15. Jan. (WTB.) „Mgemeen Handelsblad" erfährt aus Lmidoir, daß die B o l) ch e w i k i - R e g i e r u n g die Absicht babc, der verfassunggebenden Versammlung am 18. d. M ein Ultimatum zu stellen, Rußland für eine sozialistische Republik zu erklären rmd alles Land und allen Besitz zu enteignen. Bcrhastung des rumäuischcn Gesandten und seines Personals. Stockholm, 15. Jan. (W.B.) Nach einer Meldwlg der Agence .tzavas aus P-etersbubg wurde der rumänische Gesandte Diamandi und das Personal der Gesmrdtschaft gestern abend auf Befehl der Bolksbeanswagten verhaftet »md in der. Peter-Pauls-Festung interniert. Die Ursache sei unbekannt Dre Bcryattung habe großes Aufsehen hervorgerufen. Da aus Anlaß des Jahreswechsels keine Zeitumg erschien, sei sie nicht aügcttnein bekannt genwrden. Das diplommische Korps, auch das neuttale, sei vmr dein Doyen, dem amerikanischen.Botschafter Francis, dringend Aufammenbernfen worden, um Einspruch zu erheben. Lenin. . Kopenhagen, 15. Jan. Laut Meldmrg der Na- tumaltldende aus Haparanda meldet der „Djen", daß sich Lenin zurzeit in einem finnischen Sanatorium befinde, wo er täglich Kuriere imb andere Besucher empfange, die ihn über die Lage in Petersburg unterrchteten. « Handelsverkehr Bulgariens mit Odessa. Basel, 15. Jan. In einem Lettartikel schreibt „Daily 9dews"" am 12. Jmruar: Es wird gemeldet, daß Bulgarien im Begriff steht, die 5) an de ls beziehungen mit Odessa wieder aufzunehmen. Das bedeutet in drei Wotten: Getreroe für D e i, 1 s ch l a n d. Wenn die Ukrainer und die Donkosaken gemeinsame Sache mit den Bolschewiki machen, dann wird diese Gefahr zweifellos beseitigt werden. Wenn sie dies nicht tun, gibt es dann keinen anderen Ausivvg für die Mliierten? Tie Alliierten haben rumänisckies Getreide gekauft, um es nicht in d-b Härcde Deutschlands gelangen zu lassen. Kann nran das Getreide in Südrußland acht kaufen? Zwar tarn es nicht transportiert tu erben, aber wenn es unter hungernde Russen verteilt würde, so würde dies viel besser sein, als daß es dazu dient hungernderl Deutschen neue Kräfte zu geben. Zur Verhaftung Caillaux. Frau Caitlaux hat folgende Erklärung verSssentlichen lassen: „Die Verhaftung meines Mannes ist mir imerklärlich, und ich weiß nicht, ob sie auf die Oefftrung eines Kassenschranke^ zurückzuführen ist, den er in Florenz genttetrr hatte, und der offenbar auf Antrag der französischen Justiz von den italienischen Behörden geöffnet worden ist. Sicher hat aber der Inhalt dieses Kafsenfchrailkes für die Verhaftung nicht entscheidend sein können, denn cr enthalt nur Silber und Schmuck unserer Familie, sowie Jnhaberpapiere, die mir oder meinem Manne gehören. Wir haben diese Wertstücke im August 1914 aus den Pariser Bankeii weggenommen, wo sie sich damals bcsandeit. Es handelte sich damals um eine angesichts der Kriegslage ganz begreifliche Maßnahme; der Wert der Schmucksachen katin mir 5 -üOü Franks, der-, jenige der Mettpapiere aus 300 000 bis 500 000 Franks geschätzt: werden, je nach bcm Kurse. Im übrigen hat Eaillaux bei seiner Steuer re kl amation diese Wette angegeben und auch sonst niemandeM gegerrüber ein Geheiinnis daraus gemacht. Er hat auch selbst dein Untersuchungsrichter Hauvtmann Bouchardon die Ettsten» dieses Kassenschrankes angezeigt, den er zuur letzten MÄ? im Oktober 1916 geöffnet hat, also mehrere Monate vor der Zeit, wo er in Rom „konspiriett"" haben soll. Es ist sehr leicht, das au$ den ^Fächern der Bank in Florenz kestzustellen. Im übrige« muß ick) mich nur wundern, daß die Oeffnung des KassenschranSrö ohne die gesetzlich vorgeschttebene Gegenwart eines Vertreters meines Mannes vorgenommen ivorden ist."" Paris, 15. Jan. Ter „Matin"" sagt, daß gegen (Scrffiany btf Mitteilung von der Entdeckung wichtiger Dvkmnenbe durch Lau-» sing an ,die französische Justiz von entscheLender Bedeutung gewesen sei. Eitre Depesche L-misrngs besäte, daß die in den. Vereinigten Staaten geführte Unttersuchung besonders ützveve Tatsachen gegen Caillaux erbracht habe. Aichere Tepesck^n, die am Sonntag ankamen, stellten fest, daß die Vertreter der' Vereinigten Staateti in Buenos Aires eine Reihe Beziehwigen heraus- gesunden haben, die von Caillaux in der Republik Argentinien mit dem beut schien Auswättigen Amte durch Bernrtttlurrg von Gras Luxburg gepflogen wurden. Diese Verbindimgen, die Caillaux in Argentinien hatte, rühren von einer Reise nach dott im Jahn; 1915. Tic Beziehungen und den Vettchr. die Caillaux in diesem Jahre unterhielt, riefen das Erstaunen und die Enttüsrung der dort weilenden Franzosen hervor. Der „Matin" sagt, daß im Schranke Caillaux' in Florenz ein Dokument gesunden worden sei, dem die Justizbehörde große Wichtigkeit beimesse. Es handelt sich um einen genau ausgearbeiteten Plan, um eine .iwlitifche Mion in dem Augenblick, wo Cailtaur wieder die DLackit über-, nehmen würde. Dieser Plan enthalt in erster Linie die Liste der Mitarbeiter, Mrs 1«nen Caillaur sein Minist-erinm Atsanrmen-, setzen wollte, dann eine Liste von Politikern und Funktiottären, die er absetzen und so unschädlich mack-en tlwllte, daß sie bi Zukunft au Erstände sein sollten, ihm fernerhin zu schaden. W eiter wurde eine Liste mit den Namen derer, die diese PersönliMeiten! ersetzen sollten, aufgeftrnden. Zugleich mit diestan Plan wurden Dolllmonte mititättscher Natur gefunden, die sck.verwiegend genug waren, um eine Verhaftung zu rechtfettigerr. Das „Eckw de sagt, daß die amerikanischen Dokumente morgen in der amettkanisckren Presst veröffentlicht wecken. Ein Mitglied des früheren Mffnsterrums Biviani erklärte, daß es Biviani sollst war.^dec Cattlaux mit der Mission in Ar^rentinienj betraute, einer Diission, die einen rein technischen Charakter lhrttr. Caillaux sollte nur einige Einkäufe besorgen. Die „Lurmanite"'' sagt, daß in den Wandolgängen der Kammer gestern morgen das Gerücht ausgetaucht sei, daß die Regierung einen Brief Caillaua' an Cavallffn in Händen habe, in dem es heißt: Die Summe, die Sie mir anbieten, ist nicht genügend, intt aus das Parlament ein- zuwitton. Ein englischer Minister über das Kriegsziel. London, 15. Jan. (WTB. Nickuonttlich) Reuter. Ter Arbeitsminister Roberts sagte in einer Rede in Croydon^ daß alle ein Eiche des Krieges herbeiwünschten, aber uum könne nicht das Recht irgendeiner Nation ans Wtttherrschast anerkennen. Während des Krieges hckbe er die Politik der Pattei aufgegeben und sei enffach englischer Bürger. Er kenne nirmandon in der Regierung. der nicht nächstes Jahr den Krieg beenden würde, wenn es vereinbar wäre mit den bei Segtir.t des Krieges ausgestellten Kriegszielen. Cl)e die UrsarlM, die den Frieden gesahnt hätten- nicht beseitigt seren, könne der Frieden nicfrt geschlossen icerbert,, Er glaube nickst drrxrn. daß die Soldaten als Revolutionäre zurück- kehren »vürden, der oollkomniene Staat könne nur durch allmähliche Entwicklung zustande kommen. Tie Wdhlhckenden würden sich mit geringerem Besitz begnügen, damit alle genug hätten. Er glaube nickst an eine Gleichh'chtt, über es sei die Pflicht ieber ge-- ordneten GesellsckMt, dafür zu sorgen, oaß icke Fmnflie genug bade, um auskömmlich lebeir zu können. Englands SchtffSuott Rotterdam, 16. Jmr. Nach dem „N. R. Eour/^ meldet „Daily Mail", daß man in England, um Schiffsraum zu sparen, altes alte Eisen, altes Papier und Knoclien sammelt und für Kriegszwecke verwendet. Das Lebensmittel- amt hat angeordnet, daß Butter und M a r g a r i n e mit Kartoffeln vermischt werden sollen. Das englisch K r i e g s b r o t, das in kurzem cingesührt N'erden soll, wir- 10 Pwzent Kartoffelnrehl enthalten. Kohkrnmarigel cn Frankreich und Amerika. ^ JBern, 16.Jan. Die Pariser „Chicago Mbims" meldet aus 2»nymgtrm vom 8. Januar: Das Krieg-shTnLelsamt verfügt ein §? n J2? GmX ' a J^° enÄttttg mmesrn. Deshalb ist die Forderrrny berechtigt. Fvau-en das. aftüre und passive WahlrcM in Gemeinde «und Dtaat zu gewahren. Hieraus wird die tagt. Außerdem tteffmd Vereinfachung der Verwalttmg Mittwoch 12 llhr per- s und Gefetzewwiirf be- SL: cÄ-vmznmDvn zu überführen, sollten, wie Vertreter des Gvoßgrundbesitzes votbmchen tmrrn Stobeften? 800 OTafier werden noch nnderrechtllch in Frankreich Ebenso sollten die Städte in die^r^nde^a^tt^n^^ zuruckgehalten. Alle Vorstellungen und Verbandlunaen toben sein. ferU- .^treteft xurückgehalten. Mle Vorstellungen und Verhandlungen haben bte Franzosen unbeachtet gelassen. Die Internierten werden Wlange restgehalten, bis die letzten Elsässer von den Fvanzvsen hevausgegeben sind. Unser Versuch, 20 0M Dater aus Mtausen. Kops Um Kopf, wurden von Frankreichs nicht MrgQwmM^r Wir schlügen dann vor, 5000 Franzosen gegen 4000 deutsche Famuienväter auszutauschen: sie wollten aber weit mehr. In bezug auf Sabotage sirrd wir mit England im Einver- nehmen. Tre soll weder getrieben noch unterstützt werden. In Frankreich wird die Sabotage mntlichersells unterstützt und Be- s^mmpfungen, schlechte Behandlung, Beraubungen der Kriegsgefangenen ftnd in Frankreich häuftg. Wir haben Vorstellungen erhoben und Matznahmen dagegen verlangt. Frankreich darf nicht rm Zweifel sem. daß wtt, falls sich die erniedrigende Behandlung, unseren Gefangenen gegenüber nicht ändert, weitere Vergeltungsmaßnahmen anordnen weichen. Wir 'haben 410 OM gefangene Franzosen und Wer 7M0 Offnere, mindestens doppelt so viel als die Franzosen Gefangene von uns. Wir müssen schließlich gegen die gefcmgenen Franzosen Vorgehen, wollen wir unsere braven Sol- dater und Flreger nicht im Stich lassen. .Darauf wurde von Ausschußmitgliedern erllärt: Wenn es nicht deutend besser wttd, müssen wir unsere Machtmittel rücksichtslos anwenden. Wenn alle Vorstellungen nichts nützen, muß dre ^brutale Gegenseitigkeit geübt werden. — Im weiteren Ver- laure der Sitzung erklärte Unrerstaatssekretär von der Busche § A der Wunsch des Reichskanzlers, daß morgen die politische Debatte nicht ausgenommen werde, da dies bei dem Stande der Vechandlungen in Brest-Litowsk schädliche Wirkung haben werde. 16. Wie dem L.-A. vvn parlamen- tarisiLer Sette mttgettrlt wird, nimmt man in Abgeord- netenkreven an, daß der Kanzler am Freitag seine an- Dke Lntschekönng rrurlandr. fl?? 1 bv J^ Nesiermrg viel zu wenig in der * *irlL 9 geschehen, das deutsche Volk darüber aufzuklären, ui welcher unanfechtbaren Form sich Kurland und die an- dern von uns besetzten Gebiete an der Ostsee gegen ihre Zu- gehorigkett zu Ru^and und für den Anschluß an Deutschland ausgesprochen haben. Man macht sich auch im deutschen Et If ^?^lung davon, wie die Bevölkerung der besetzten Gebiete selbst über diesen Punkt denkt, und wie völlig falsch und verhängnisvoll es wäre, dem Wunsch der Russen bet einer nochmaligen Abstimmung auch nur im geringsten .KU geben Es wird unter diesen Umständen erwünscht sein die Darstellung kennen zu lernen, die in der nachstehenden Form von Herrn SilvioBroedrich, einem bekann- ten Deutschbslten aus Kurmahlen, über die Verhältnisse in Kurland veröffentlicht wird. Ter Landtag der kurländischm Müer- und Landschaft, der die Vertretung des grämten Grundbesitzes im Lande badMtt, bat nach ^ ^setzeberischm Jnitmtive. mf+ U rtlt ^ ru. irsA Regieruna gewandt mtt Gesetzes Vorschlägen, welche dw Erweiterung des LaMaqes zur Be^ölkiMma herlxn ühren sollte. Die hctt das rnrmer «rbgeschl-agem, um den Zusammenschluß der deutschen Oberschicht und des lettischen Landvolkes m pErhiAerm, da dre Zsnttalgeivatt in Petersburg einsah. daß dann rede Russittzrerung des Gebietes unmöglich wurde. Mitte Sep- SrLftftEj ^ wwtäejkrt reter der Ritterschaft an dw O^r-Ost-RogiMng mtt der Bitte, den La,rdtag einbenlfen zu dürfen, um errce Landesversammlnug oruf der Grundlage eines % on $c«n0Ufgeiibm Wahlv erfahrend zusannnerrttettn zu lassen. Tic Ober-Ost-Regcacung l>it das bewilligt und der Landtag hat dann^eme^Vorlnge angenommstn, npch der ebensoviel Vertteter deck letttlchm la-i7dllck?en Bevölkerung m dem Landtag Mgewähit roerbel Wten, '.me Vertreter des Großgrundbesitzes vorhanden waren. zustande gemurmene Entschließung nicht als eine Aeutzerung her Bevölkerung Kurlands anerkennen kann. Auch die kürländiWe Bevölkerung wird durck) geheinre Agenten der mazstmalistischen Bewegung während der ganzen Zeit der deutschen Besetzung dauernd terrorprert, imd nur das Bertvauon aur den Schutz des Deutschen. Reiches I>at die ohne j^e Beeinflussung in dsn Wahlvors^immlungM gewählten Vertreter der Bevölkerung veranlassen können, in de: LanEveriammlung io offen ihre Wünsche zum. Ausdruck zu bringen. ^.enn die Bevölkerung ist vollkommen von den fftaiKiijjaftctr -Vorgängen unterrichtet, die sich fortgesetzt in den letzten zwei .'.'Monaten btt auf den heutigen Dag in Liv-- und Estland abspielen uno dort das ganze Land in eine Wüste verwondell haben. Wenn nun eme zweite AbstiMNMNg deutscherseits den Vertretern der Maxi- mallsten zugesagt -würde, womöglich auch, nockz eine Zurückziehung ^PWen -ans Kurland, so könnte nicht verhindert werden, daß ^ Bande des Teils der einheimischen Bevölkerrmg. 0 ^' "15 bei dem deutschen Einmärsche zus-anrmsn mit den Russen offir w ^nd gemeimain mit den russischen Truppen jetzt in IX: 01 ™ E Estland haust, in seine Heimat nach Kurland zurück dort denselben Schrecken verbreiten willLe wie nScv^ llch der Düna. Statt der deutschen Besetznngstruppen würden wir den m axcnrali)tischeu Terrorismüs in Knrlond haben, mrd es N ganz ausgeschlossen, daß unter solchen Umständen die BevölLerum, u ver Haupt noch einmal zur Wahl schreiben würde, nachdem sie zu der Ernsrcbt gelomTnen wäre, daß sie keinen Schutz von Deutschland zu mmrrten hat und daß die Maximalisten in Brest-Litvwsf sich al- macktt gor erweisen, als die Vertreter des siegreichen Deutschen Reiches. Wir haben es mtt emer ländlichen Bevölkerung! zu Jg* mißtrauisch mid .ängstlich ist Und das Prestige des Tmtscheu Renhes wäre unter den vorstehend geschilderten Um- ^ l ^ r Eern, sondern überhaupt im Osten, auf da- schwerste geschädigt. * r , Am dem Reiche. 1 . 6 ' 3«”- ®e- Maj. btc Kaiser Hst bot SSmd, geäußert das, auch m diesem Jahr« sein Ge- durch- ernste Feiern und Zusam- ßlftfpasf ? m den Schulen und beim sonntäglichen in oen Kirchen geschehen, und von lauten festlichen Veranstaltungen tunlichst Abstand ge- «f-’jr'il ^ecbeit möge. Auch veranlaßt Se. Majestät die |tart i f . &e[o 1 ?« ten postalischen Verkehr im von'cher Uebermitlelung von Glückwün. schm abzusehen und sich auf ein freundliches Gedenken und auf treue Fürbitte zu beschränken. .Zttr Urlaub ss p t v r e hat aus fehle Antraae SfHrS 1 e r ner die nachstehende Antwort erhalt^ k™ 10 dringenden Fallen Heeresangehörigerr auch H Jrtteresse gewähr! ane^enitt^^ ^ Zuständige Generalkommando die Dringlichkeit Aus Heften. Die Kohleiwerforgung für den komnrenden Winter. gestellt- ^^bler hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag ^c.^^^^nversorgmrg für diesen Winter ist eine sehr Mangel- hafte, obwohl von vmchcedenen Stellen rechtzeitig Maßnahmen enipsohlen worden stnd, um der drohenden Not zu begegnen Es ist mEl > W rl Bevölkerung auf das tir.fftc zu bedauern S^r L r ( ?^^. ri i r ^. e j en beklagten Mangel angegäen worden Ev soll hrer auf diese nicht erngegangen werden. Hauptsächlich ist ^M.Mhnen täte nicht zeitig genug Vorlegungen. Damit wird^anttagr^E )li * im laufenden Jahre nicht wiederholen, ^ ^^rung zu ersuchen, bei dem Herrn Reichskanzler mccbcn ' daß dreier den Herrn Reichskommissar für^die ^?^^"^^Zorgung anweffen möchte, dafür Sorge zu tragen, daß L mtt Hausbrandkohlen für den kommenden f^^brne ^sreichendere wird als rn diesem Winter, mög- nchst m voller Höhe des Bedarfs: 2. daß die benötigten Kohlenmengen rechtzeitig und ausreichend gefordert werden; 3 beamnend^ Frühjahr dieses Jahres ab so rechtzeitig ^ Versendungen der Kohlen erfol^^daß } ^ der Lage ist, bereits im Somnvch ihren u\ jP 0T e£!cfäl wachsten Winter einzulegen: b, me KPhlenhandter und die Gemeindeverwaltungen bis kpa teftens September die Kohlenmengen aus Lager nehmen sur, Gewerbetreibende und die minderbemittelte Bevölkerung, du Kohlen nicht emlegen oder nicht einlegen wimen, erforderlich smd. ' ■ ' .JT:!!? Bertvedec der GeistlichSeit, nw^urch namentlich auch mne Vertretung bn katholischen Gwlllchkeit irrt Lande zustande komm en sollte. Es Knd wpst in allen Kreisen des Landes Versamtn - lungen emberufen morden, die aus den Gemreindevorständen sänT-, llcher Gemsind-n zusanttstgesetzi mcwen, wobei zu ^merken ist, daN du Gemeindevorsteher nach der Gomerndeortm^rng Vertretet der gesamten Gem/mde sind, soN§M der besitzenden wie der besitz- EiMMlnrer. diesen BersamNiLungen der GeMeindcvor-' Wahlen vollzogen worden. Es ivar ihnen sin Aufruf des bisherigen Landtags Mgegangxry, in dem^ zum Ausdruck gebrackft wurde, daß d« deutsche Okkupationsrogicrung^ gestattet habe, was die russische Regierung im Lauft der letzten 35 Jalfte immer wreder abgeletznt hatte: nämliche die Vertreter der gesamten Bevölkerung zum Landtag heranzuzfthen. In der so gewählten, aus eimgen 80 Abgeordneten bestehenden Landesversaurmlung wurde nun einstimmig von den deutscher und lettischen Vertretern ein« li e " 2 «rrrgenommen, welche besagt, daß sie vertrirurns^ vÄt dre Geschicke Kurlands in die Hände des deut- s che n Ka i se rs mrd.seines mächtigen Reiäx-s fegen. Gleichmütig' wurde die Ob^-OstMegi-erun« gebeten., dieser Versammlung zu gestatten, ans ihrer Mitte einen Lande srat zu wählen, welcher gemeinsam m>* tosn Vertretern ibec Mgisvung die zu künftige Verfaffimg des Landes ausarbeiten sollte. ^Die Ober-Osd-Regttrung hat dusem Wunschc-, Reckummg getragen, und «S erfolgte «rm nächsten Vage die Wnyl ixete3 Lcnidss-vates, hie ut der Fwm vor sich ging Idaß du Vertreter des Großgrundbesitzes ebenso »wie die Vertreter! K* 1 esbevölkerimg imb die Bercveder der Städte aus ihrer litte dre ^Kandidaten znm Landeswtt ernannten, worauf diese dann e-cnstimnng gewählt wurden. Auch unter den Dertretern der Städte smd Letten sowohl in der LanLesverlanrmLung wie Mich m den Lanidesrat geioählt worden. - Es ckt nicht crsickMich, wie man nun diese vvlMnmwcn vaytttch Arrr Stadt nnd Land. Gießen, den 16.Januar 1916. „Papierbriketts zum Heizen^ — ein schlechter Rat. ^-.^^eizmitterkvappheit scheint bereits auf einige Koch ^Uszuuben: nur so ist der „wohlgemeind ükat erklärlich, der vor emtgen Tagen gegeben wurde, „Pa ™ tt!§ ? um $ e } m " ru verwenden. Danacki kann mm „bet Mangel an Mks auch> Zeilungspapier zum Heizen ver wenden , nur muß man die Zeitungen erst einweichen unj dann „am besten zu festen, brikettartigen Klumpen zusam- menballen . nur annehmen, hast dieser Vorschlag ei, schlechter Witz sem soll, den Zeitungslesern vorüberaehenL etwas warm zu machen; denn im Ernst einen solchen Voi> schlag machen, hieße sich am Vaterland versündigen. Mach sich doch allerseits em bedauerlicher Mangel an Pacher jede, Lr, bemerkbar, dem nur dadurch gesteuert werden kann, da, den Papierfabriken möglstim große Mengen gebrauchten Pa prers zum iLinstampsen und Neuverarbeiten zugesührt wer den. Dazu kommt, daß Papier ein „Mädchen für olles" ist uni heute manchen anderen Stoff ersetzen muß. den uns di- Femdc nicht hereinlassen. Da man heule für den Zentner Altpapier 8—10 Mk bekommt, ist Paprer em recht teurer Brennstoff, ganz ad baß der Brikettfabrikant schon mehrere groß. Kettungen halten muß, um den iwtigen „stiohstoff" »ur Ber fugung zu haben Daß „ein derartiges Verfahren nur dan, Anwendung finden kann wo der Kmchnherd ohnedie- ««beizt tttlaßt den Vorschlag nicht übermäßig Praktisch erscheinen. " ^ r ^ld Mf die Reichsbank, gehört das ge brauckfte Pch)ier m die Sommelstellen, die ja jetzt auch rn a en Schnlen eingerichtet sind. Darum woklen wir unserc f"en Zeitungen den Kftndern mit in die Schule geben, die Z l i rcn Ä e TT Iei S- r darüber so beglückt sinch daß wir uns an den strahlenden Kindergesichtern mehr erwärmen können als an den „Paprerbriketts". * , § brenurkundrn. Für langjährige treue Dienst, verlieh die Handwerkskammer zu Darmstadt nachfolgenden Angestellten der Brühlschen Universitäts-Buch- und Stein druckerci, R. Lange eine Ehrenurkunde: Georg tzoß und Stererthpeur: Theodor Loos.'Setze?: Alwin a n d r e a s, Obermaschinenmelster: Otto E t i e l. Maschinen ^ Sermnnn E l^e, Faktor: Wilhelm Rode rer. Setzer Ernst tz ä p f n e r. Setzer. -**P «udelska m m er. Auf der 1 Iahresschwm. die aefrem «S?* 01 Wcf> - Kommerzienrat Heichelheim als Vm. s.pen^c, Kommerzunrat Schirmer 7rungsanstalt Grotzh. Hessen) beziehen, sich mit den nötigen Vordrucken zu versehen haben. In diesen Füllen ist auf der Zulageguittung die Versicherungsanstalt Nr. 25 in die bettessende Nmnnver auf der zugehörigen Renten-- Quittung handschriftlich entsprechend!M ändern. ** Vom Kreiskomitee. Seit dem 5. Oktober 1917 bis 14. Januar 1918 sind bei dem Kreiskomitee aus folgenden Gemeinde:^ die nachfolgenden Betrage eingegangen und durch den Kreiskassenrechner überruiesen motben: an den Landes verein vom RorenKreuzTarmstadt: Treis a./Lda. (Pfarrer Böchner) 8,50 Ml.; an d i e Mitteldeutsche Credit bank Filiale Gietzen. auf Kvntlv des Kreis ko mitees: Leihgestern Pfarrer Heinebach) 115 Mb. Ober-Bessingen Lehrer 3am>) 40 Mt, Ober-Bessingen (Pfarrer Ahllpeim. 5 Mk., Münster (Pfarrer Alst heim) 23 Mk., Langd (Pfarrer Dr. Koch 50 Mk., Andenstrurh - ^llice-Franenvereint 40 M., lltpbe (Lehrer Biedcn Lrps) 13,10 Mk., Geilshausen (Lehrer Gvmpf) 20 Mk.: an den Landes« us s chuß de r He sf. U --B oo t S p en de, T a r m- stadt: Ettingshausen (Bürgermeister Keil, 20 Mk.; an das Bankhaus S. Bleichröder-Berlin für erblindete Krieger: Billingen (Pfarrer Köhler) 54,32 Mk., Nv-nnenroth (Pfarrer Köhler) 52 Mk. ** Reichsverband deutscher Städte. Wie wir erfahren tritt der Reichs verband deutscher Städte vom 6.—11. Mai in Detmold zu seiner diesjährigen Tagung zusammen. Für die Verpflegung der zu erwartenden 400—500 Teilnehmer soll ein LÄrensmittelzuschutz aus Preußen angefordert werden. Zur Vorbereitung der Tagung hat fick: unter der Leitung des Denn older Bürgermeisters Wittje ein Ausschuß gebildet, der dieser Tage ein vorläufiges Programm ansstellte. Im Anschluß an die Zusammenkunft findet ein vier- bis fünftägiger Lehrgang' an der Fürst- Leopold- Akademie in Detmold statt. ** Das Länger werden der Tage wird im Volks- mnnd durch folgendes Sprüchlein angedeutet: „Der Tag um einen Schritt, zn Neujahr vorwärts tritt, und am Drcikönigstag um einen Stundenschlag". Und in der Tat beginnen jetzt die Tage bereits merklich länger zu werden. In der ersten Hälfte des Monats Januar nehmen die Vor^'-^-e um sieben Minuten, in der -wetten Hälfte nehmen s.e um 21 Minuten zu, die Nachmittage in der ersten Hälfte um 19, in oer zweiten um 29 Minuten. Die Nachmittage smd während des ganzen Monats länger als die Vormittage, in der ersten Hälfte beträgt der Unterschied 8, in d.er -weiten Hälfte des Mollats 28 Minuten. ** Wildschaden. In sttengen Wintern ^vird regelmäßig dem Wilde die Nahrung knapp. In dieser Not richtet das Wild öfters Schaden an. So wird auch jetzt wieder lebhaft geklagt über Hafenftaß an jungen, ungefchützteü Obstbäumen. Nicht selten haben diese schädlichen Nager an' den Stämmchcu die Rinde ringsum abgeschält. Solche Bäumchen sind rettungslos verloren. Da der Schnee keinesfalls dick liegt, ja das Feld teilweise schneefrei ist, so nimmt der Hafenftaß a* den Bäumen eigentlich wunder. In Ermangelung eines Drahtnetzes genügt eine Dornen oder Reisignmbüllung als Schutzmittel für alle jungen Obstbaum Pflanzungen. Landkreis Gießen. **^roßen-Linden, 16. Januar. Der Kraftfahrer Will,. Gerhardt erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** L e i b g e ft e r n, 15. Jan. Grenadier Wtth. Velten er- Hialt die Hessisch- Tapserkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz. (k.) Lumda, 14. Jan. Der ^Gcoßherzog hat dem Betriebsleiter Seck der Buderus-'schen Eifienwerke auf Grube „Atzenhain" das HMsche Kiiegsehrenzieichrn verliehen. Dieselbe Auszeichnung rvurde den Bergleuten Heinrich Hopp lll., Heinr,ch Bräuning und Karl Schmidt tzu reit. Kreis Alsfeld. z. Grebenhain, 16. Jan. Nock immer liegt »er Schnee hier so dick, datz die Züge öfters fteckenbleiben und ein Schneepflug die Strecke säubern muß. Kreis Schotten. e. Schorlen. 14. Jan. Zugunsten der koftenlosen Verpflegung heimatlo.er Urlauber im Lehrerheim Vogetsberg rvurden dem LZerein ^in den letz.en s rgeu »vieler namhafte Zuwendungen ge- macht.^o übernül.. :-' ein Biitglied des Vogelsberger Höhenklubs, .Zwe^averern Tan' ,.i in Gietzen, der Vereinsfasse zn obigem Zlc>eck den Bctpv'i '?r i 970 Mark, der Landsturninrarrrr Moritz Derzbon der ,v,rnra Joseph Herz, Gießen, ftisttte IM Mar? IM man^ l(l]W Llira '' SmiIk ^ München sandte ^ lU)ai 2! 6, 15 ‘ Gefreiter Knoblauch wurde mtt dem Eisernen .Kreuz ausgezeichnet O Gedern, 14. Jan. Richard Schneidmülkcr, Ge- freiter in eineni Eiseiibahn-Meginrent, tvnrde zlum Unteroffizier! befördert. „J-ii,?! 'ij 05 V 15 ',? an - ®* e -Ekche Tapserkeitsmedaille erhielt Pionier V i e l m e t t e r. Starkenburg und Mheinhessen. ** Tarmftadt, 14. Jan. Nach dem letzten Berwaltwias'-. bericht der lmid- und forstwirtstt>aftliäLn Berufsgeuossenschuft für das Groß Herzogtum Dessen oetcua die Zahl 'der angemelvetenf Betriebsunfälle 2255. .Aus dem Vorjahre lvareu 1977 UirsällL überniomuieu worden, so daß iirsgesamt A232 Unfallsachei! imi zu bearbeiten waren. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten des Heilverfahrens usw. ivurden 1177913,80 Mark gezahlt imd 5009 Rentenbescheide erlassen. Tie Summe der erffa malig im Rechnungsjahre gezahlten MtsMdiaungen betrug 153657,20 Mark. Die Mittel der Rücklage bezisiern sich aus 2567221,81 Mark. Die angegliederte .Hastpflichtversich^rungsan- ftalt hat 12 0M Mitglieder. Deren Rücklagen betragen 160 M0 Mk. An der Kriegsanleihe beteiligte nian sch bisher mtt 1170 000 Mk. I Darmftadl, 16. Jan. Bor einigm Tagen fand man auf dem hiesigen Hanptbahnhv, einen Sack mit eckva 20 Pfund Schweinefleisch. Wie jetzt sestgeftellt wurde, rührt der Fund von einem Einbruch in Gräfenhausen lfer. Dort wurde ein 2 Zentner schweres Schwein was dem Stalle geholt, an Ort und Stelle geschlachtet imd das Fleisch in dort härrgende Säcke verpackt. ch. L o r ch. 15. Jan. Scharfe Maßnahmen sind zur Zeit gegen das sich in den Wäldern der Umgegend aufhaltende Schwarzwild un Gange. Militärschützen sind zum Abschuß der Wildschweine ab- kommiütdi.ert und LLrolizeijagden sind angeordnet worden. So dürfte die Zeit nicht mehr allzuweit entfernt sein, wo auch dem letzten Schwarzrvck der Garaus gemacht sein wird. ^ Mainz, 15. Jan. Aus dem Hausflur des Loewenftein- schen Geschäfts, Bahnhosftratze 13, stahlen zwei bisher nicht ermittelte Männer am Hellen Tage eine große .Mfte mit vier Ballen Anzugftof'sen. und zwei Stück Fntterstoffc. Aus die Feststellung der Diebe und die Wiedererlangiing der tvertvollen Tnchstofsc ist ence beträchtliche Belohnung ausgesetzr. ^.!.. Hejsen-Nassa»». —.Bad Homburg v. d. H., 15. Jan. Ter Personal- ausweiszwang für das Betteteir der Stadt Homburg ist jetzt auch auf Kircheirbesu-cher ausgedehnt worden. Falls diese nicht im Besitze solcher Ausweise sind, laacfen sie Gefahr, nicht zum Gottesdienst, zugelassen zu werden. ~ Frankfurt a. M., 15. Jan. In unrnittelbarer Nähe /Mt Ktn* Wrvr iVniH Xt rv T^ K ^ i sie aus dem Siechenhause kam. Zwisichen dem Räuber und dem Mädchen entspann svck), ein schweres Ringen, wobei der Bursche sein Opfer mit einem scharfen Instrument bearbeitete. Auf das Geschrei des Mädchens eilte ein in der Nähe vorüberziehenber Soldat herbei und verscheuchte den Räuber, der in der Tunkel- hett entkam. ^ F r a n k f u r t a. M., 13. Jan. In einem Hanse des Born- wresenwegs überraschten Hausbewohner im Keller zwei Einbrecher. Es entspann sich zwischen ihnen ein schweres Ringen. Endlich gelang es, v o rüber gehende Soldaten zu Hilsc zu rufen, die die Einbrecher, zwei polizeilich bekannte „schwere Jungen", dingsaft mackMn und der Polizei uckührden. mr. Frankfurt a. M., 15. Jan. Moittag abeiü) hatte die hiesige Ortsgruppe der Vaterlands Partei im Zoologischen Garten 'eine Versammlung mrbernsen, in der Pfarrer Tranb-Tortmund sprechen sollte. Lang» vor Beginn mußte der Saal wegen Ueber- rüllung geschlossen werden. Pfarrer Kübel, der als Vorsitzender Frankfurter Ortsgruppe einleitende Worte sprechen wollte, lvurde niederge-schrieeu und lonnre nicht zu Worte komnrerr. Ta sich der ohrelibetäubende Tumult nicht legte, schloß -ein Polizeikommissar die Versammlung und ließ den Saal durch die Schutznurnnschaft räuin-en. An die Versanimlung schloß sich eine Straßendemon- ftraLion. Etwa vier- bis siinsyundert Personen zogen vor verschic- dene Zeitungsredaktionen, um je nach deren polttisckpm Haltung ihrem Beifall oder ihrer Vtißstimmulrg Ausdrtick zu geben. Ter Zug bewegte sich unter Rusen: „Es lebe der Friede' Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Baterlandspartei? Gleiches Wählrecht!" vonl Zoologischen Garten über die Zeil durch die Große Eschenheimergasse, die Schillersttaße, den Roßmnrkt zur Redaktton der „Balkssttmnie". Als dort ein Redner eine Ansprache halten wollte erschien ein Polizeikommissar mtt einer Anzahl Schutzleitte und verbot jede weitere Straßenkundgebnng. Tie Schutzmannschaft begab sich Zwischen die Menge uub veranlatzte sie durch gütliches Zurren, der Aufforderung des Polizeikommissars Folge zu leisten. Die Menge zerstteute sich dann rasch, ohne daß es zu irgendwelchen Netteren Zwischenfällen gekommen wäre. — Der stellv. Kvrnman- dierende General des 18. A.--K., Generalleutnant Medel, erließt einen Aufruf an die Bürgerschaft, in dem er sie aufs itachdrücklichste vertvaritte, und darauf hinwies, daß derarttge Ausschreitungen im Jltreresse der öftentticheit 9ttche, Ordnung und Sicherheit rmter keinen Um ft ändert geduldet rverdcn könnten. G. A. Franks u r t a. M., 16. Jan. Um die nach dem Kriege eintretende Wochtungsnachftage rasch rmd vollständig besriedigerr zu können, werden Banherreti rrnd Barmnternehmer, die Barrten als- bald^itach Bcendigung des Krieges zu errichten beabsichttgen, von der Städt. Baupolizei ansgefordert, Baitgesnche zur Prüfung bereits jetzt einzureichen. Es gilt dies namentlich für solche Bauten, die Wvhmmgen, insbesorrdere Kleinwohnungen, enthalten oder für Umbautet von größeren Wohirnngen, Geschästslokalen aller Art, Läden usw. zu Kleinwohitungen. Derartige Umbauten kömren auch bereits während des Krieges in Frage kommen. Tie Baitbesckveids- gebühren für diese während oder alsbald nach dem Kiriege zur Ausfuhr img gelangenden Neu- oder Umbauten würden auf Antrag bis zum Baubeginn gestundet werden. Ferner wird darcncf hingewiesen, daß seitens der städtischen Hilfskasse bei Umbauten zur Einrichtung von Kleinwohnungen auf Antrag angemessene Darlehen gegeben, sonne baupolizeiliche Erleichterungen gewährt werden könrren. mr. Frankfurt a.M., 16. Jan. Der Magisttat beantragte b^i der Stadtverordnetenversammlung die sofortige Erhöhung der Tarife für die städtische Straßen- und Waldbahn. Ter Hobe Mehrbedarf cur finanziellen Mitteln bei den gesttegenen Löhnen, den erneuten Teuerungszulagen und den vielfach erhöhten Preisen für Materialien zwingt den Magistrat, die Erhöhung so schnell als möglich durchzusühren. Eigentlich sollte der neue Tarif erst am 1. Älprii in Kraft treten. — Im Alter von 87 Jahren verstarb der Geh. Santtätsrat Dr. Johann Heinrich R e h n, ein bekannter Kttrderarzt Frankfurts, in dessen Poliklinik viele Tausende Mnder geheilt wurden. Sanitätsrat Rehn konnte schon im Jahre 1915 sein 60jähriges Doktorjnbiläum feiern. X Gelnhausen, 14. Jan. Vorgestern sind auf dem Bahnhof Niederrodenbach der Strecke Hmuru—Bebra ztvei Postbeittcl mtt Wert in ha 4 von einem gewisseir Kaufmann gestohlen lovrden. Der Postbote I>attc die Postsachen in einem bespannten Wagen zum Bahnlwf gebrackft und hier in einen Postharrdwagen geladen, von dem aus sie durch den in Aussicht stehenden Zarg ilireiu Be-, stimmrmgsori. zrigeftihrt werden sollten. Unr die Aufmerksamkeit des Beamten von den! .Handwagcm abzulentlen, mackste Kaufmann die Pferde scheu, so daß diese durchgingen. Während der Beamte sich nuc das Einsangen des Gespanns beinühtc, eignete sich. Kauftnann dm Postbeutel an. Schneller, als er gedacht, konnte ihm seine Beute fvieder abg,nr-vncncen nvrden. Er hatte sich zu dem ersten Zrcg eine einfach.' Fahrkarte nach seiner Arbeitsstelle gelöst, ddn Zug aber übergangen, sich für den nächstfolgenden eine Arbeitertoochlnckarle gelöst cucd diese von dein gestohlenen Gelde mit einem 20 Mark-Schein bezahlt Das war dem Stalions- vvrsteher nach dem inzwischn beracmt gewordenen Diebstahl ausgefallen und seine der Kriminalpolizei übermittelten Wahrnehmungen führten uoch an dencsölben Abend zur Festnahme des Täters. Ten Inhalt einiger in einem Postbeutel verwahrter Pakerchen, mit Etzwaren l)atte der Dieb bereits verzehrt. Die Postbeictel mit den darin befindlichen Briefen hatte er auf einen in der Nähe des Bahnhofes stehenden Bannc geivorsen, tvahrend das ttsteld, über 4000 Atarl, hinter- einem Krautfatz im Keller der Wobirmrg des Kaufmann versteckt gesn'stden tourde. st Kirchhain, 16. Jan. Dem im Unterverbandstag der Naisfeisenvereine des Kreises Mrchhain durch den Unterverbands- direktor Pfarrer Schlitt erstatteten Geschäftsbericht ist zu enk nehmen, daß dem Unterverband .Kirchhain 14 Vereine mit 1147 Mitgliedern angehüreu. Der Umsatz bettug im letzten Jahre über 4 Millionen Marl, die Einlagen haben sich um 657 6,Mk Fc. Wiesbaden, 15. Jan. Ern I VjährlAer kaufmännischer Angestellter, der Sohn eines hiesigen Beamten, wurde verhaftet, weil er in einer Fabrik in Biebrich, in der er in Stellung war, in? der Zeit von August bis Dezember v. I. 24000 Mark unterschlagen hat. Er hat aus den 9tamen der Firma Schecks ausgestelll, die er bei der Ban! unbeanstcmdet ausgezahlt erhielt. — Sulzbach a. T., 16. Imi. In der hiesigen Gemarkung wurde dieser Tage ein Fischreiher -erlegt, ein seit langen Jahren hier nicht vorgekommenes Wild. Aus der Rhö n, 16. Jan. Tie letzten Tage brachten dem Rh-öngebirge gewaltige Schneemassen. Durch anhaltende Stürme wurden zahlreiche Straßen verweht, so daß der Verkehr vielfach ettrgestelll werden mußte. Aus depc Kreuzberg türmen sich mehr- als meterhohe^ Schneeschanzen auf, die den Zugang zum Kloster vollständig absperren. Nur der Briefträger bahnt sich aus Schnee schuhen seiner: W^g durch die verschneite Bergwelt und bringt der Nröncheri Nachrichten. Wenn früher auf den Rhönbergei: ungezählte Rodler und SchnceschühlLuser sich dem gesicrrden Wintersport wid meten, so ist in cäesein ÄNwter davon gar nichts zu merken Kreuz berg mrd Kloster sind vereinsamt. Ge»ichc»?aal. I. Tarmftadt, 15. Jan. Der 25jährigc Ersendreher Adam Adolf Weigand aus Offenbäch bettieb die Einbrüche in Wohnungen, bereu Inhaber verreist waren, als Spezialität. Er suckstr sie nach den heruntergelassenen Rolläde:: aus. Aus diese Weise vei- übtc er 11 Encbrüche, bei denen es ihm hauptsächlich um Geld und Schmucksachen zu tuic war. Auch Scheckformulare erbeutete er, füllte sie aus, doch gelang es ihm nur in einem Falle, sie an ber Mau n zu brttrgen. W. steh: zurz-eit beim Heer und ist sogar mit dev Eisencen Kreuz ausgezeichnet. Er erhält 7 Jahre Zuchthaus, 10jährigen Ehrverlust und Ausstoßung aus dem Heer. In verschiedenen Fällen hat ihm bei den Fälulstrngen und Bettugsoersuche» sowie als Hehler der 20jährige Dreher Joh. Georg Möller au« Offenback) geholfen und in einem Falle der 18jährige Schneiden lehrling Heinr. Schmidt aus Frankchrt. Ersterer erhält 1 Jahr 6 Älttmate, letzterer 3 Monate Gefängnis. — Der 16jährige Ar beiter Otto Mühl eis aus Böchingen stahl eiiun Wirttn in Rüssels!)eini aus eine:n erbrochenen Behältnis ca. 3000 Mk. und verjubelte sie in .Hamburg. Er wurde, da er schon vorbesttaft ist, zu IV2 Jahren Gefängnis verntteilp llniocrfttä^nacbricbten. = Frankfurt n. M-, 14. Jan. In der inediziuijchen Fakultät bat sich Tr. Ernst Nathan, Assistenzarzt an bei Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, als Prioatdvzant für Haut- und Geschlochtskrantt^tten niedergelassen. Er hält am 24. Januar seine Antrittsvvrleftnuf über Jdivsynttasi«: der Haut.— Professor H. Bluntschli, Pripawozent für Anatomie und Projektor an: Anabonnscheu Jnstitttt, wurde zum Mtettungsvvr- steher an diesem Justttut ernannt. H.L. Marburg, 16. Jan. Wie wir erfahren, ist als Nachfolger von Pros. G. Misch der Straßburger Privardozent Prof Di' Max Wiurdt zum a. 0. Professor der Philosophie an der Univer sität Marburg berufen. Lr!efkasten der rredaktion. iAnouvme Anfragen bleiben unberücksrchttgt^ 5. v. 5. 3. im Felde. Der Anttag karur ,christlich bei der Bürgermeisterei Ihres Wohnortes gestellt werden. An Unterlagen sind notwendig: Geburtsurkunde von Ihnen. Ihrem Vater und Oiroßvater soioie von der Ehefrau und sämtlichen minderjährigen dern, außerdem Heiratsurtünde über Ihre Eheschließung. 2. Die Ihnen p-on der Ortsbehörde erteiltt t'lustünft ist richttg. tj. 5ch. in t. Die Anfwandsentschadisiung wird nur gezahtt, wenn, eheliche oder diesen gesetzlich gleichsttl-end.' Söhne durch Ableistung der g e s e tz l i ch >e n -zwei- oder dreijährige n D i e n st p f 1 i ch t als Gemeine oder llntevosfiziere eine Gesamt- dienstzeit von 6 Jahren zurückgelegt haben, imd zwar für die fvettere Pftichtdienstzeit. Wenn also ,. B. drei Söhne je 2 Jahre bet der Infanterie gedient haben, dann kann beim Trensteintrtti des vierten Sohnes Llllnoandsentschäd:ifting beanspruch: werden. Bei Ihren: Sohn lerntmt deshalb die Aunvatchsentschädigung nicht in Betracht. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptyugrtier. >6. Jmnmr (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und H e e r e s g r u p p e K r 0 n p r i n z R u p p r e ch t. Bei und üstlich von Lens war die Artillerietärigkeit gesteigert. In einzelnen Apschnitten Erkundungsgefechte. Südlich von Ornes wurden Gefangene gemachr. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Rach mehrstündiger Feuerwirkung stießen französische Abteilmigen nördlich von Badonvillers vor und drangen vor nvergchend in unsere vorderen Grüben rin. Eigene Aufklärungstruppen brachten in den oberen Bo gesen Gefangene ein. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Im Cernabogen erhöhte Gefechtstatigkrir. I t a l i e n i s ch e F r 0 n t. Zwischen Brenta und Piave Lebhafte Feuerkämpfe mit besonderer Luftigkeit im Gebiete des Ntonte Asolone. Die Italiener haben ihre erfolglosen Angriffe nur südlich von Diontc Fontana-Secca wiederholt Sie wurden abgewiesen In dem Piave-Abschnitt nördlich von Montello verstärkte sich das englische Artilleriefeuer. Der Erste Generalguaniermeister Ludendorff. Neue N-Boot-Crfolge. Berlin, 15. Jan. (WTB. Amllich?' Neue ll-Bools-1vmmanda:U Ol-erleulnant zur See Obcnnüller, vor Mexcrudrien einen großen bewaffneten, durch Fischdampser und TorpediK»oolszerstörer stars gesickierten vollbesetzten Truppentransvor. damp ser versenkt und darauf im ttihncn Angriff den Zerstörer der Sicherung t,,H. 08" durch Torpckdotteffer vernichte:. Der Transporter hcttü- nach Beobachtung des U-Bootes anschemend ausschließlich weiße Engländer an Bord. Unter den übrigen von unseren U-Booten versentten Schiffen, von denen die meisten fiir Italien bzw. die Engländer im Orient Ladung hatten, befand sich ein weiterer bewaffneter, von Zerstörern gesicherter Transporldanipier von etwa 5000 Tonnen so- itrie zwei mittelgroße Dampfer, die aus Geleitzüg herausgeschossen wurden. Ter Ehef des Aomiralstcrbes der Marine Die Derjerttnug eines Truppcntvansportd^nrpsers hat deshvlv gvoßen Wert, iveil für die Beförderung von Triwpen nur große und schnelle Dampfer mit b e ' v n b e r c u Ein: ichttin gni benutzt zu werden pslegeu. Von: Untergang bei Zerstörers H. 08 wußten wtt bereits aus englischen Meldungen. Danach sollte die ganze Besatzung bis aui 10 Mmm mrettet worden jein. Nun erfahren wir den ivahreu Hergang. Int eres saitt ist übrigens auch in diesem Zusanimen hange oft einftisck>e Nachricku. daß sie britische Admiralität wegen der Mveh-menDeu U-Boots-Gefahr einen Teil ihrer Transporte nack; Mesoporrni kn und 'Palästina mrij mehr durch das Mittelmeer suchet, sondern ivestn^rtS „der erhöht, das gesamte Vermög stellt sich auf V/ 2 Millionen ^Itat ^Äanftschen. den Stillen und der: JndiWsn Ozaw. ««ttichrr »eil. Bf fei! tton Vv emr stpf flN und BerttcheungSmitdelw An die Grvflh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. 3« Wollen sich VemüHen, unter bat Inhabern von Laden- qri chäfke» in Ihrer Gemeirtde eine freiwillige Einigung zu erzielen, da» ^ur Ersparravg von Licht und Feuerung die Geschäfte um 5 vtotx 6 Itfer geschlossen werden. Givfien, oen 1.4. Januar 1918. Gtvstherzvgttches Kreisamt Gießen. I. B.: Langermann. Bete.: Erchckstmgen über die im Gwßh. Hessen wohnenden Minden im schulpflichtigen Mer. An die Schulvorstande des Kreises. Wie e rinnern an die Erledigung unserer Verfügung vvm 8. ÄkHonber 191?, soweit noch nickt geschehen, mit Irrst von 8 Statt. Gießen, den 9. Januar 1918. Großherzogliche Kreisschul kommission Gießen. I. V.: Langermann. Betr.tr KcrmitLrmr von Lehrlingsstellen. An die Schulvorstande des Kreises. Wir «npsehilen Ihnen, durch die Lehrer Ihrer Gemeinden fest- fietlen tu lassen, tvel-che Schüler die Vermittlung von Lehrlings- stsllerr durch die Gwsth. Zentralstelle für die Gewerbe wünschen. Diesbezügliche Berichte stick bis spätestens 1. März 1918 an uns emMlsenden. FehLberchOe sind nicht zu erstatten. Gießen, den 8. Jmruar 1918. GwÜherzoglichc Kreisschutkommission Gießen. I. B.: L a n g e x nt a n n. Oftr.: Ba,'ectiG«tz tan An die Großh. jvürrermeistrrete» der Land-emetuden des Kreises. Im Hinlckick auf die verhängnSvolltt RLcvvecknngen, die tffltffc SchneesÄle auf den Straßenverkehr rntb insbesondere Den Güterverkehr von und nach den BalinhSsen ausübcn, benachrich- ligen Mr Sie. ie Freihal-, tung der Fahrdämme xu sorgen. Bezüglich der Offenhaltung der freien Kreisstraßenstrecken verweisen wir aus unser Ansschreiben vom 7. Dezember 1889 und Art. 29 des Kimststrahargesetzes vom 12. Auyust 1896. en, den 10. Januar 1916. Gwßberzoglrches Kreisamt Gießen. I. B.: Langermann. ieß Bekanntmachung. Be tr.: Ausbruch der Pserderäude. In dem Gehöfte des Heinrich dllbvhn I. in Hattenrod ist die Pferderäude ausgebrochen. Gießen, den 11. Januar ISIS. Großherzogttches Ztrersamt Gieße». I. V.: Langermann. Bekanntmalyung. B e t r.: Ausgabe txm Süßstoff (SaocharinV Irr der Zeit vom 16.—31. l. M. wird tu beit Landgemeinden des Kreises gegen den Lieferungsabschnit t 11 der Süßstoffkarten „H" (blau) und gegen den L i e f e r u n g s a b s ch n i t t 2 oer SüßswMrrten „6" (gckb) mm den Süß'diffa^abestellen Süßstoff abgegÄen. gelangt ein Briefchen bzw. eine Scha ch- tel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Ädit dem 31. Januar 1918 verliert der Abschnitt 11 k^w. 2 seine Gültigkeit. Nach diesem mmaammmmmmammmmma Zeitpunkt nicht abgemfeiß* Süßstoffmengen dürfen von bei: Ad- gabesteLen frei vertrust werden. Gießen, den 12. Januar 1918. Großyerzvcnuves Kcasamt Gießen. I. B.: Hemm erde.__ Betr.: Zwangsumlage der Schweine; hier: Einsendung der Liften « vom 7. Januar 1918. An die Größt). Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen iwchmals besonders darauf aufmerksam, daß die ausgesüllten Listen fpätefterts bis zum 20. Januar 1918 in unserem Besch sein müssen. W?rr bemerken, daß die Gemeinden, deren 2-ttten verspätet hier einlaufen, mit den herabgesetzten Preisen für die \u enteignenden Schweine zu rechnen haben. Gießen, den 15. Januar 1918. Grovverzc'.uiaies nrecsamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. Betr.: Kvhlenoersorgung. An die Größt). Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Es ist festgestellt worden, daß .Kohlenhändler die ihnen auf* erlegte Anzeige von dem Eingang ecner Hausbrandierermrg unterlassen oder verspätet nach der Entladung einschicken, sonne gewerblich^ Betriebe (Bäckererew) olMe den von uns besonders ausgestellten Bezugs schein beliefern. Wir weisen Sie an, die KolLenhändlcr nochmals auf die Be- kmrnttnachuug.n v.m 3. August, 11. Septsnl er und 10. Oktr^er 1917 i^bveisblatt Nr. 154, 172 unb Gießener Anzeiger 9tr. 218) besonders aufmerksam zu nvachen und bestimnuen, daß die Eingangsnreldrmgeu vor der Entladung telephonisch zu geschel)en ]yahai. Gießen, den 14. Januar 1918. vnoßhrcz^ wum* Gießen. I. V.: Hemm erde. r QiBlH I(ä][ä](ö1|ä][51g(j51[ö][ö]|öl|ä][öj[ä][g[ä] Morgen vorinerstag uoenö Nünstler-Nonzert -Anfang 7 Vs Uhr.- Hotel Schütz 480 ElBlBiEiEB DlSlLSJLSJiailSJLaJlalLP zr Cafe Amend Leute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Landgraf-LudwigsGymnasium nebit Vorselmle Amvelbungeu neuer Schüler für das Schuljahr 1918/19 werden vom 21. bis 23. Januar, vormittags von 11 —12 Uhr, im Gymnasial- gebäude entgegengenommen. Geburt--u. Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 16. Januar 1918. <67 ü Die Großherzogliche Direktion. Dr. H e n s e l l. Holzversteigerung in der fürstlichen Obersörfierei Lick. Montag den 21. Januar, vormittags 10 Ubr. foUen im Distrikt Riedwald unter Ausschluß von Wieder- verkäusern und zu den vorher bekannt zu gebenden Bedingungen versteigert werden: Scheiter, Rm.: 107 Buchen,- Knüovel. Rm.-x41 Luchen, 10 Eichen, 12 Ächten, lOKieiern,- Stöcke, Rm.: -Üi Buchen, 6 Eicken, 70 Fichten, 9 Kiefern,- 7>keisholz°Wellen: 1310 Buchen, 100 Eichen, 3190 Ächten, 150 Kiefern. Die Zusammenkunft ist aus der sog. alten Laubacher Straße, wo sie von» Fußpfad Lich—Harbach gekreuzt wird, bei Nr. 1. 4378 Schas-Bersteigernng. Die Schäferei Grunrugen verkauft Dienstag den 22. d. M., morgens 11 Nhr, 40 Lammschase und Lämmer. Grüningen, den 14. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Grün lugen. V i n g e l. 465 Tuchschuh-Kursus. Wurme Schuhe ohne Leisten unfc obne Nägel kann 'ick jeder irr» Hotel Fiirsteuooj reine Treope, ansenigen. Die Schuhe werden aus alten, fast unbrauchbaren Kleidungsstücken gearbeitet. Auch größere Schulkinder können darar: teilnehmen. Pappen für die Sohlen dazu liefere ick. Auskunft erteilt und Anmeldungen nimmt entgegen tu: Hotel Fiirstenhos täglich bis Freitag von 10—12 und 2—6 Uhr. m 08539 Die Leiterin: Frau Fischer. 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