Nr. 12 t« lnjffftt «Idxinl täglich, außer Sonntag-. -- Beilaakn: H1etzr«r r FamilienblätKr; Kfe.sblfttt fif tze» Krtis Sietze«. Vczu-Lprciz. monarl.Nlk.1.20, viertel- jährlich Mt. 3.60. durch Abhole- u. Zwergslellen monatl Akk. 1.10; durch die Post Att. 3.60 viertel» fährt. auLfcht. Beüellg. Feristprech - Ansckliisie: für dte Lchrütle.iunq 113 Verlag,Gefchä'lsslrlleül Anschrift für Dralilnach- nchlelu Anzeiger Siehe». Erstes vlatt 168. Jahrgang Dienstag. 15. Januar MS Eichener Anzeiger äk. General-Anzeiger für Oberhessen ä 3wi!ling5nmd-r«ck «.Verlag: vrühl'sche Univ.Such. «.5tei»druckerei «.Lange. §christleiiistsfteIIe u.Sruckerei: Schulftr.r. An«»uome vvi» Änzeiße» t. die iafleömtmm« dt« zum Nachmiktaq vorher ohne jedeBerbmdlichteit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25M.,fürauswärtrge 30 Bi., 'ür Reklamen Mt. 1.—; bet Plaqvor» schrift 20 °/o Aufschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; L>tadt und Land, Vermischtes n.Ge» richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Eine entschiedene Erklärung der Obersten Heeresleitung in Vreft-Litswsk. MTB.) GrvheS vanptyuartier. 14. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Die Feuertatigkeit blich tagsüber meist auf Störungsfeuer beschräntt. In einzelnen Abschnitten, besonders beiderseits von Lens, mar sie am Abend gesteigert. Aufklärungsabteilungen drangen südöstlich mn Ar- menrieres und nördlich von La Baguene in die englischen Gräben und machten Gefangene. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog A lbrecht. Abgesehen mn erfolgreichen Erkundungsgefechten in der Grgeno vvn Juvincourt und auf dem Westufer der Maas verlies der Tag ohne besondere Ereignisse. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Westlich vom Ochrida See, am Tobropolje und südwestlich vom Doiran-See Artillerietarigk.it. Italienische Front. Die Lage ist unverändert. . Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Der Adendbericht. Berlin. 14. Jan., rckends. (WTB. Amtlich.) Von dm Kriegsschauplätzen nichts srdeues. D« in der: Presse heute Lrrr Bevöffentlictzutig geLangeir- derr langen Berichte über die letzten Verhandlungen m Brest- LitowSk erklären uns die spanrrende Lage, in der wir bei den b^>eutungsvollen Berliner Beratungen uns befinden. Die neuesten Mitteilungen über diese Empfänge und Konferenzen beim Kaiser klingen durchaus nicht so krisenhaft und verzweifelt, daß sie das eigentümliche Gebaren einiger großer Blätter der äußersten Linken rechtfertigen, die sich schon crnmaßen, unsere verdienten Heerführer zu kritisieren und zu „warnen". Man braucht sich nur zü erinnern, daß von Rußland aus versucht worden ist, Berunglim p fun gen unserer Obersten Heeresleitung in unsere Reihen zu tragen, und daß unser militärischer Vertreter in Brest-Litow-sk dagegen in erhobenem Tone Widerspruch eingelegt hat, um zu fühlen, wie erbärmlich urrd sträflich solche gegen Hinden- mrrg und Ludendorff gerichteten Vorhaltungen sind. Es ist durchaus unrichtig, daß die beiden großen Männer ihre Kompetenzen überschreiten wollten. Ein Mick in die Ber- handlungsberick)ite lehrt uns die Wahrheit. Es handelt sich um die besetzten Gebiete, die Thbtzki und seine Genossen von uns geräumt haben wollen, bevor der Friede geschlossen ist. Man lasse die Tonart dieser Vertretet des russiscl^en Volkes einmal voll auf sich einwirken — und ihre schriftlichen Formulierungen geben ja wirklich eine ausreichende Gelegenheit dazu — und man wird die zurückweisenden kurzen, treffenden, aber auch klugen und besonnene". Sätze des Generals Hoffmann, die darauf folgten, geradezu als eine befreiende Tat ernennen. Freiheit, die ich meine, und Selbst- beftimmnngsrecht, das ich meine? — General Hoffmann hat den Maximalisten einmal sehr bündig vorgehalten, wo denn bisher das Selbstbestimmungsrecht des russischen Volkes geblieben sei. Wer hat Trotzki und Lenin an die Spitze gehoben? Etwa eine allgemeine Volksabstimmung? Und wie gebrauchen sie ihre Macht, um am Ruder zu bleiben? Noch ist Bürgerkrieg in Rußland, und eine Regierung, die auf so wenig festen Füßen steht, wie die maximalistische, sollte sich hüten, beim Friedensschluß so hartnäckig und selbstbewußt mit staatsrechtlichen Gründen und Formeln zu jonglieren! Noch stehen die Dinge umgekehrt, wie sie sich einzubilden scheinen, noch stehen unsere Heere siegreich auf russischem Gebiete, und wir dürfen nicht daran denken, auf die Anlehnung an unsere Machtstellung zu verzichten. Das hat auch Graf Hertling erklärt, und darum liegt durchaus kein Grund vor, zu behaupten, unsere Heeresleitung habe aus einmal „Schwierigkeiten" gemacht. „Sicherungen" sind rwtwendig, und das Maß dieser Sicherungen muß die Heeresleitung am besten abschätzcn können. Wenn das „Selbstbestimmungsrecht der Völker" und diese Forderungen unseres nationale:! Interesses sich vereinbaren lasten, daun gibt es keine Meinungsverschiedenheiten. An der Ausstellung dehnbarer FormÄn oder Ent- scylietzungen hat die Oberste Heeresleitung gewiß keinen Anteil gehabt. Die Veröffentlichung der Berichte über die Verhandlungen in Btwst-Lidoivsk wirkt klärend nnd be- freieud, und wir glauben, daß für die Einheit unseres Volkes keine erhobtuhen Gefahren bestehen. Noch lebhafter als bisher Werder: die Kundgebungen empor schießen, .die sich auf das Urteil . und den Willen 'der Obersten Heeresleitung stützen und verlassen rvollen. Wir erwarten durchaus nicht,* daß die Sozialdemokratie von ihrer bisherigen Haltung der Bewilligung unserer Krieqskredrte auf die neueste Lage hin sich lossagen wird. Emzelne Blatter demokratischer Richtungen haben'in dieser Kezrehuug oen Mund viel voller genommen als selbst der vorwärts", der sich abwarteud verhält. Die Zriedenzverhandlungen. Vrest-Litowsk, 13. Jan. (WTB. Nichtamtlich.') Am 11. Januar KmrLrtuierte sich die deutsch^ösderonckstsch-ungarisch- | russische Kommtsswn zur Beratung der terriwrialcn Fcagen u,ü> hielt am 11. und 12. Januar drei lange Sitzungen ab, die folgenden Verlaus nahmen: Nach einer türzen, einleitenden Diskussion Über formale Fragen der Beratungen wurde zunächst festgesbellt, daß an der ersten Stelle des abzn schließenden Friedensvertrages die Beendigng des Kriegszustandes zwischen den kriegführenden Teilen ausgesprochen werden solle. Dagegen lehnte es Trotzki ab,anschließend hieran auszusprechen, daß die vertragschließenden Teile entschlossen seien, „fortan in Frieden und Freundschaft zu leben". Trotzki fand, daß dies eine dekorative Phrase sei, die nicht den Sinn der Beziehungen kennzeichne, welche zukünftig zwischen dem russischen und deutschen Volke bzw. den Völkern Oesterreich-Ungarns bestehen würden: er hoffe, daß ganz andere Dinge die Beziehungen zwischen den Völkern beeinflussen würden. Rack) einer Diskussion über diesen Punkt wurde bsichlo sen, mit den Gegenstand in einem späteren Zeitpunkt iwchmals zurü'z-:kommen. Im weitererr Verwart e der Besprechmtg wurde feftgesteUt, daß ein Einvernehmen darüber herrsch', die Räumung der von den beiden krieg Ehrenden Parteien besetzten Gebiete prinzipiell auf die Grundlage der vollen Gugeuseisigkeit zu stellen, derart, daß die Räumung des besetzter! ritzsischnOGebiets an die Räumung der von Rußland besetzten Gebiete Oesterreich-Ungarns, der Türkei und Persterus zu ftcüpfen sei. In einem späterer: Stadium der Verhandlungen lvurde Persien aus diesem Zusammenhänge gestrichen, da es nicht kriegführender Teil sei. Trotzki schlug vor, am Schlüsse den Satz ernKulchalten: „Rußland verpflichtet sich, in möglichst schneller Zeit seine Truppen aus den Gebieten des besetzten neutralst Persiens herauszuführen", urrd fügte hinzu, daß er keinen anderen Grurrd zu dieser geplmnen Aenvermrg habe, als den Wunsch, das schreiende Unrecht Ku betonen, das von der früheren russischen Negierung gctzenüder dem neutralen Lande begangen worden sei. Hierzu bemerkte Staatssekretär v. Kühlmanu, er begrüße diese Erklärung um so mehr, als auf der Seite der Zentralmächte für das alte Kulturvolk der Perser die allerlebhaftesten Svmpatbien bestünden und sie rnchts nrttfr wünschen, als da ßdie Perser in Zukunft frei von Unterdrückung ihre nationale Kultur pflegen könnten. Es kam sodann die Frage zur Besprechung, in welchem Zcit- pimkbe die Räumu.ng der Meüiete zu erfaßen haben werde. Der deutsche Vorschlag güig dalstn, die Räummig an einen Zeit- punft zec müpfen, in welchem nach Friedensschluß Rußland seine Streitkräfte demobilisiert haben werde. Die Räunmng der besetzten Gebiete an die eriolgte Demobilisierung der russischen Streitkräfte zu binden, sei deshalb iwtwendig, weil die Gefahr vorliege, daß Rtrsstmrd, bevor senre Streitkräfte demobilisiert seien, infolge Veränderungen in seinem Regierungssystem und seinen Absichten jederzeit in der Lage wäre, wieder Oftensivoperationen durchzuführen. Trotzki sprach demgegenüber dm Wunsch aus. die Räumung der besetzten Gebiete parallel mit d>rn-Verlauste der beiderlei'igenl Demob'lisierung duräWuführen, worüber nA-ere Vereinbarungen zu itresten wären. Nach dem Hinweis v. Kühlmanns darauf, daß nach dem ruffisä^en Vorschläge die Räumund der besetzten Gebiete sich bis zum Abschluß des allgemeinen Friedens hinans- zichen müf'je, wurde die Beratung über dicsm Punkt abgebroäien. Es gelangte nmr die Frage zur Erörterung, auf lvelche Teile der besetzten Gebiete sich die Rämnluing zu erstreckm habe. Hierzu führte Staatssekretär v. Kühlmnnn aus: Wie aus der Definitiovr >der Räumung hervorgeht, erstreckt sie sich nur aus diejenigen besetzteik Gebiete, welche noch Teile vo t Staatsgebieten derjerrigen >Macht sind, mit der Friede geschlossen 'wird. Aus solche Gebiete, weüch: bei Eintrirl des Fr-iodens nicht mehr Teile dieses Staatsgebietes bilden, erstreckt sie sich nickst. Es wlirde also in eine Untersuchung eiirzutreten^ sein, ob urrd welche Teile ehernaligen russischen ,Gebietes bei Eintritt des Früchens noch als zum ruUscljm Gebiete gehörig betrachtet werden können. Die russisckpc Regierung hat, entsprechend ihren Grundsätzen, für alle in Rußland lebenden Völlh r ohne Ausnahme ein bis zu ihren vöNigm Abso:rdevrmg gehendes Selbstbesiiinmungsreckst proklamiert. Wir beharrpten, d [\ die Ausübung des Selbstbesüinrmungsreckr>tes in e inem Teile der von iuns besetzten Gebiete die zur Vertretung der betr-effendm Völker cke kaoto bevollmächtigten Körperschaftem ihr Selbstbestimnrrmgsrecht im Sinne der Absonderung von Rußland derart ausgeübt haben, daß nach unserer Wffass-ung dies« Gebiete hercte nicht nrch)r als Mw rufflfrfjtru Reicks m seinem ehemaligen Umfange gehörig, betrachtet werden können. Hievcrus erklärte Trotzki: Wir halten unsere Erkläurng in vollenr Umfange ausi-echt, daß die Völkersck^aslen, die das russische Gebiet bevölkern, olWe äußeren Einfluß das Ateckst der Sclbslbesrimnrung haben und zwar bis zur -^Lostvennung von Rißlaud Wir könwnr jedoch die Anwendung ^dieses Prftizips nicht anders anerSemien, a>s gegmüber den Völkern selbst nnd nickst edira gegenüber gennssen primlegierten» Teilen derselben. Wir müssau die Auffassung des Vorsitzenden der deutschm T-elegcchion ab leimen, welche dahin ging, daß sich der Wille in den besetzten (Z^ebiMm durch die tatsächlichen bevollmächtigten Organe geäußert hat. Tenn diese tatsächlich bevollmälAigten Organe konnten sich nickst byTu'^n auf die von uns proklainierten PiTmzipim. Ankuüpsend ungsiech.s kundgibt. Mrr scheint unsere Auffassung denc Charakter und der sundamentalau Wichtig-' Feit des SeibstbeiItinnnungsrechtes erheblich näit-er zu kommen, als die von dem Vertreter der russischen Delegation hier niedergelegle Auffassung. Denn dieser sargte bisber nicht, wie ein Körper entstehen oder beschaffen sestn soll.l welcher in größtenteils noch nicht organisierten, die Bolkspersönlichkeit anstrebenden Völkern, eine Or-> 'ganisation des Votums auf breiterer Grundlage vornelWien muß. die nach Ansicht des russischen Vorsitzenden Voraussetzung für die Entstehung dieser Rechtspersönlichkeit bildet. Hierbei wies Kühl-- mann auf die Beispiele Finnlands und der Ukraine bin, .velche sich ja im Sinne der deutsckiersects entwickelten Grundsätze konstituiert hätten und welche die Petersburger Regierung die Sübständigkeit zu erkannt hat, obgleich ihre Ertstehung nicht nach den von ihr jetzt vertretenen Prinzipien erfolgt sei. Demgegenüber hielt Tvotzki an dem von ihm vertreterren Standpunkt fest, und bemerkte zu den vcnr dem deutschen Staatssekretär ins Treffen g-führten Beispielen folgendes: Was Firrnlarrd betrifft, so war es nickst okkupiert von fremden Truppen. Ter Wille des finnländischen Volkes äußerte sich in einer Art und Weise, die als demokratisch bezeichnet werden kann und mufj, und von unserer Seite konnte nicht, die leiseste Eimvendung dagegen erhoben werden, daß der geäußerte Wille deS fftnüäudischen Volkes auch tatsächlich in die Praxis un»gesetzt wird. Was die Ukraine anbetrifst, so ist dort der Prozeß einer derartigen demokratischen Selbstbestimmung noch nicht durchgeführt. Ta aber die UFrcnne andererseits nickst l^setzt ist von ausländische« Truppen und wir auch der Ansicht sind, daß die Räumung bfS ukrainischen Gebietes durch die russischen Trpppen keinerlei Schw^- rigkeiten bereiten fann, piuiwl dies eftw rein technische und nW'. c-me politische Frage ist, so sehen wir keinerlei Hindernisse dageg«. daß die SelKtbesttmmung des u k ra in ischen Volkes cusi dem Wege der Anerkennung der unabhängigen ukrainischen Republik erfolg:. Das Ergebnis der beiderfcitigeit Ausführungen über diesen Punkt wurde vom Staatssekretär v. Mhlmcmn folgendermaßen z»- sammengesaßt: Trotzki schlug vor: Tie Errichtung von BerrretunaS- körpern, denen die Organisation und Festsetzung derjenigen Modalitäten übertragen werden soll, unter denen von uns einstweilen rein theoretisch konzedierte Volksabstimmungen oder Bolkskund-- gedungen auf breiterer Basis erfolgen sollen, während wir auf dem Staudpunkl stehen urrd stehen bleiben müssen, daß inangels anderer Vertretungssiftper die vorhandenen und historisch getvordenen Ver-> tretungskörper der präsumtive Ausdruck des Bolkswillens sind, besonders in der einen vitalen Frage des Willens der Nation, eine Nation zu sein. In der hieran sich anschließenden Aussprache über den Charakter und die Bedeutung der in den besetzten Gebieten fungieren^ den Volksverttctungsorgane wiesen Staatssekretär v. K ü h l - mann und Minister des Aeußern Graf C z e r n i n darauf bin, daß nach ihren Eindrücken bei der russischen Delegation während der im Dezember gepflogenen Verhandlungen Neigung vorhaEen war, die in den besetzten Gebieten bestehenden Volksvertretungen als de facto-Vcrtretungen auzuerkennen und zu präsumiereu, daß ihre Beschlüsse als solche den Willen der betreffenden Völker zum Ausdruck brächten. Man habe sich damals dahin verstanden, daß in einer solchen provisorischen Lösung der Frage, welches der Wunsch der betreffenden Völker hinsichtlich ihrer staatlichen Zugehörigkeit sei, ein großer Schritt zum gemeinsamen Ziele gemacht werden könnte. Herr Joffe, welcher die damaligen Besprechungen führte, erwiderte hierauf, er habe stets die Notweildigkeir betont, die Volksabstimmung in Abwesenheit der okkupierenden Truppen durchzuführen, doch wolle er nicht in Abrede stellen, daß er gesprächsweise erklärt habe, die in einzelnen Teilen Rußlands bestehenden? Organe könnten für die Begründung der Notwendigkeit der Volksabstimmung allerdings eine gewisse Rotte spielen. Anschließend hieran bemerkte Trotzki, daß die Willensäußerungen solcher Landtage allerdings eine große politische Be-? deutung besitzen würden. Er wolle den Tell der Bevölkerung des Lairdes von der Willensäußerung nicht ausschließen, der auf den Landtagen vertreten sei. Zusammensassend stellte v. Kühlmann fest, daß sich ans den Ausführungen Trotzkis zu ergeben scheine, er wäre bereit, die in den besetzten Gebieten vorhandenen Organe der Volksvertretung als provisorische Organe anzuerkennen, wenn diese Landes-^ teile nickt mllitärisch besetzt seien. Er würde diesen dann auch die Befugnisse zuerken.nen, das von ihm geforderte Referendum durch- zu führen. Trotzki erklärte hierauf, baß die Aeußermtg«» von LLnd» tagen, Stadtvertretuugcu nick dergleicheir als Acußernngen des Willens eines bestimmten einflußreick^cn Teiles der Bevölke- rrmg aufgefaßt werden könnten, die aber nur Grund zu der Aufnahme bildeten, daß das betreffende Poll mit seiner staatlichen Position unzusiieden sei. Hieraus ergebe sich die Schlußfolgerung, daß ein Iteserendum ein geholt werden müsse, wozu aber die Schaffung eines Organs Vorbedinmmg sei, das di« freie ErMvick« lang der Bokker garantieren könne. Im iveiteren Verlaufe der Besprechmrgen behauptete Tr v tzki, daß zwischen den Erklärungen der Zentralmächte vom 25. 12. imd* der Formulierung der Pirirkte 1 und 2 vom! 27. 12. ein Widerspruch beste!?«, der aus den Kommentaren der dentsckien Presse übrigens dLitlvch hervorgel)e. Staatssekretär v. K ü h l m a n n erklärcke de»nge»nmübcr, drtz beide Dokumente Ausflüsse desselben Geistes und derselben Politik seien, wie sie der Reichskanzler ht seiner pwgrainmatischen Rctx' im Reichstage an gekündigt habe. Diese Rede eirt hielt im Grunde bereits die Deklaration der Verbündeten vom 25. 12. »rnd brachte ebenso auch den Hirrweis, daß die deutsche Politik ihre Beziehungen, zu Polen, Litmiei» und Klirlarrd irater Berücksichtigung des Selbst-- besftmnnmgsrechtes der Völker zu pflogen beabsichtige. Deö weiteren stellte sich. Staatssekretär v. Kühlmanu auf bcu Standpunkt, daß die nach Msvnderimg strebe?rden Teile Rußlands nach s!Ü»gabe der Willenserklärung der schon bestebende?i Organe jetzt schon berechtigt feien, Berabvüdmtgon zu treffen, die f« für ihre Zukunft fttc Ktt and nützlich hakten würben. Sollten ffch m dies« Ber* y&reöuitgai Äerfügnngen hinsichttich der Vornahme ov-n Groß ^rrektvren befinden, so sei es ittcht einleuchtend, worum srese Gebiete rn d:c,en Fragen nicht ebenso frei sein sollten zu tim, toOG ihnen bdicbt, wie die anderen. ,u ^5 0 tz kr glaubte in tneser Auffassung eine Untergrabung des Äcwuftatzes des Selbjtbesttrnnrungsrechtes erblicken zu müssen und wvn die Frage ausi warum denn die Organe der täglichen Böl «rschaften dann nicht zu seit Verhandlungen in Brest ein g ei a beit worden feien, wenn sie sogar das Recht ^rben sollen, über Gebietsteile zu verfügen. Alt eine solche Teil- rwhme der Vertreter dieser Völker an ben Verhandlungen werde Aer. natürlich nicht gedacht, weil eben diese Nationen nicht als SuLwkt sondern als Objekt der Verhandlung betrachtet würden. In Erwiderung auf diese Bemerkungen führte v. Kühlmann aus: Der Vorredner hat sich darüber beklagt, daß wir hier iwch verne Vertreter der besprochenen Nationen bei den Verhandlungen! hal^n Wenn er damit zum Ausdruck bringen wollte, daß auch naa- seiner Ansicht diese Volksinsividualitäten geschaffen sind und das ^Riecht der Selbstbeftimmmig ihrer auswärtigen Beziehungen ausü'öen können, so bin ich meinerseits bei rückhaltloser Anerkenn ^mng dieser Voraussehnug von seiten der russischen Delegation gern bereit, den Gedanken zu diskutieren, 0 fr und in welcher Form sich die Beteiligung von Vertretern der fraglichen Nationen an unseren Verhandlungen ermöglichen lasse. Graf C z e r u i n äußerte gleichfalls seine Bereitwilligkeit, der Frage der Heranziehung von Vertretern der besprochenen Gebiete naher zu treten, fügte aber hinzu, er wünsche zu wissen, in welcher Dxnse die Auswahl dieser Vertreter getroffen werden solle, wenn russischerseits die in diesen Gebieten bestehenden Vertretungskörper nicht als berechtigt angesehen werden, im Namen der von rhnen^ vertretenen Nationen zu sprechen. Trotzki beantragt hierauf, mit Rücksicht auf diese letzten rn der Nachmittagssitzung vom 11. 1. abgegebenen außerordentlich wichtigen Erklärungen der Vertreter der Mittelmächte die Sitzung zu vertagen, um es der russischen Delegation zu ermögttcknm, cme Beratung abzahalren und sich mit ihrer Regierung ins Beschulen zu setzen. Breft-Litowsk, 13. Jan. (WTV.) In der Sitzung vom 12. Januar resümierte v. Kühlmann das Ergebnis der vorher- gegcmgenen Beratungen und bemerkte abschließend: „Wir haben der Anschauung Ausdruck gegeben, daß die cm der Westgrenze des ruTfifdyen Reiches wohnercden Völkerschaften bereits in' einer Ar wts maßgchenden Weise den Willen, selbständig zu sein, mndgegebeir haben. Auf tue von dem Von'itzenden der russischen Delegation gegebene Anregung hin haben wir auch den Gedanken für vollkommen diskutierbar erklärt, ob und unter welchen Bedingungen diese neuen Staaten an den Friedensverhandlungen beteiligt werden könnten. Wir sind aber durch die russische Delegation noch nicht darüber aufgeklärt, ob ihrer Ansicht nach die Staaten als selbständige Rechtspersönlichkeiten bereits bestehen, mithin, ob sie, um einen von der russischen Delegation gebrauchten Ausdruck zu wiederholen, als Subjekte an der Diskussion sich beteiligen können, oder ob sie bis auf weiteres nur als Objekte der Staatskunst betrachtet werden sollen. Ich wäre dankbar, wenn von seiten der russischen Delegation diese Frage in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise beantwortet werden könnte." Erklärungen Murenews. .. Ohne auf die zur Diskussion stelMtde Frage ernzu gehen, bat ffettrur Trotzki, DAN Delegierten Kamenew das Mwt teilen. Dieser führte aus:-Die russische Delegation ist zu der Ucber- seng-unj gÄMtgr, daß es zur DsrmcidiML jedes Mißverständnisses »munützs 'aäw, die blschrrrge Arbeitsmethode gewissen Aendertm- igai zu urrverzrehen. Sie schlage vor, daß beide Seiten in einer schriftlichen Zusammenfassung ihre während der TL- fuffam «tötncfelte Auffassung darlegen. In Ausführung dieses Vor Mag« stellte d« russische TebDntion fast, sie fei nicht in der Lage, als Ausdruck dos BolMolltens der rckkuvierten Gebiete Er «rr z-u er kennen, die 4:4 den freien Willen der Völker selbst und nicht durch Gewalt von oben, die nur für kürze Zeit diesen Willen unterdrücken konnte 3. Die h verstandene Ausgabe setzt voraus eine vorher- Schrnde Verftäudlgune DeurschLands und Oesterreich-Ungarns auf der einen und Rußlands auf der anderen Seite über v ie n Hauptpunkte: in bew® aus den U m sang des Territoriums, dessen Bevölkerung berufen fern wird, das Selbst- deftünmuligsrecht «uszMVen, in bezug cmf die allgemeinen politischen Voraussetzungen, unter welchen dre Lösung der Frage von den staatlichen Geschicken der entsprechenden Territorien mb> 9totümett vollzogen rverden soll, in bezug auf das, U e b c r- gangsregime, das bis zum Mvmentder staatlichen Konstituie- rrmg dieser (Msizte bestehen soll, in bezug auf bic Art und Form, in t»er die Bevölkernrig dieser Gebiete ihren Willen kundzugebew haben wird. 1 Tle Gesamtheit ber Antworten auf diese Fragen bilden die Paragraphen des Frieden ^Vertrages, die den Paragrapk 2 de-< dsrtfchen Vorschlages vom 28. 12. 1917 ersetzen 'sollen. Tie russisch- Delegation schlägt ihrerseits folgende Lösung dieser Fragen vor: ad 1. Das Territorium: SelNtbefirmmungsrechL steht den Imerncn, omb nicht ihren Teüen zu. die okkupiert sind, irrte es H 2 des deutschen Vertrages vom 28. Da^urber vorsieht. Tem- enLsprocheiid gibt itzc russische Regierung aus cigOier Initiative das Reck>t der gleiitzzeitigei- <-LLbstbestünmnng auch den Tellen-der genannten Nationen, die außerbalb ber Besatznngs- zone leben. Rutzlano verpflichtet sich, diese Qtefctie weder d:E noch indirekt zur Annahnn dieser vd-er einer anderen Staats-, frrm zu nötigen, ihre SelbstLndigkell durch keine Zoll- odn MlluärtÄnvenLwnen zu beeinfluss^, dir vor der endgültigen Konstituierung dieser Gebiete auf Grund des Selb'! best im- mungsreches dieser Nationen geschlossen würden. Tie Regierungen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns bettaugen ihrerseits kategorisch das fehlen irgendinelckel- An- spe^e sowohl aus die Gmvrrleidung in das TerrllorüLn Dent'chranvs uno Oesterreuy-Ungarns der Gebiete des frilheren rusillchen^tauerrerches, sie letzt von den veeren Deutschlands mb L-errrrrentz-llngarn: vKuprert worden find, wie auf sogenannte Gren^korrekturen «mf Kosten dieser Gebiete. Gleichzeitig verpflichten sie sich, -diese Gebiete nicht, weder direkt lwch indirekt, zur Annahme dieser oder jener Staatsform zu nötigen :md ihre Unabhängigkeit nicht durch irgendwelche Zoll- und Militär- konoentionen zu beengen, die gesMossen würden vor der end- gnltigen Konstituierung dieser Gebiete aus Grund dcö politischen Selbstbestimmungsrecbrs der sie bevölkernden Nationen. Die Lösung der Frage Lber die Geschicke der sich selbst bestimmenden Gebiete muß unter der Bedingung der vollen politischen Freiheit und des Fehlens jedes äußeren Druckes stattflliden. Deshalb soll die Abstimmung nach der Rücknahme der fremden Deere und der R ü ckkehr der Flüchtlinge und der vom An- lange des Krieges evakuierten Bevölkerung stattfinden. Ter Zeit- punfr bet Zurückziehung der Ö»ere wird durch eine besondere Kommrision bestimmt r.ttivrechend der Lage der TrcrnSvorimrttel, der Gmährung und ariderer Fragen, die im Zusammenhang mit den Bedingungen des noch nicht beendigten Weltkrieges stehen. Ter Schutz her Ordnung und Rechte der ün Prozeß der Selbst- bestlmnunig sich besindtnll'en Geocele liegt den nationalen Heeren und den lokalen Mlliz-n ob. Den Flüchtlingen und den durch die Okkupationsbehörden seit dlnianq M Krieges Evakuierten wird volle Freiheit und die materielle Möglich?!i' der Rückkehr gegeben. nä 3. Dm: dem Moment der Unterzeichnung des Friedens bis zur endgültigen staallichen Konstilniernng der genannten Giünete geht ihre innere Verwaltung, die Leitung der lokalen Angelegenheiten und der Finanzen usw. in die Dände ellres temporären, Organes über, das durch Verstandigmig der politischen Parteien, die ihre Lebensfähigkeit inmitten ihres Volkes vor und während des Krieges bewiesen haben, gebildet wird. Tie Hauptaufgaben dieser temporären Organe besteht gleick)zeittg mit der Ausrechterhaltung des normalen Laufes des gestllschaftlichen und öronomischen Lebens auch in der Organisation der Volksbefragung. ad 4. Tie endgültige Lösung der Frage vor: der Staatslage der Gebiete, um die es sich handelt und von dor Form ihrer Staatseinrichtung wird durch ein allgemeines Referendum erfolgen. Zwecks Befchleunigmrg der Arbeiten der Friedenskonferenz halt dw russische Delegation es für außerordentlich wichtig, von der deutschen und österrerchisch-uugarischeii Delegation eine voll- kommen exakte Antwort auf alle die Fragen zu erhalten, die, m die, er Erklärnrig anfgeivorsen worden such. Was andere kleine Fvagen betrifft, so könnten sie dahin behandelt rverden, daß sie im ZusamliiQlhang mit einer genauen Anuvott aus diese Pnnrte beantwortet tverden. Hierauf erbat General Hoffmann das Wort und führte ans: Ich muß zunächst gegen den Tan dieser Vorschläge protestieren. Die russische Delegation spricht mtt uns, als ob sie siegreich in -unserem Lande stünde und uns Bedrngimgen diktieren könnte. Ich möchte darauf hur- wepen, daß die Tatsachen entgegenge?etzr sind. Das siegreiche steht in Ihrem Gebiet! Ich möckste dann teltiieitet, daß dre nfffifdr Delegation für die beletzt-n Gebiete die b-.nw"ndvng eures Selbstbestimninugsrechtes der Völker in .einer A>etze nnd in eurem Uiwarrge sovterr. m iees ihre eigene R e - 6 t er u n g m eigen t. n L a n id-i: 11 i d- t an wende t. Ihre Recherung ^vimyd ler.rgtea.Lns döe Macht, und zwar aus mn-- hläacht. die r n ck - i cb t s l 0 s nud m i t G eiv a 1 1 jeden dtederL- denkenderl kunterbrückt. Jeder LlnderEntende rvird einfach, als (uegenrevoteteTnär und Borcrgeois für vogelwei erklärt. M]< will bieie meme^Ansicht irnr ttm-mungsiecht des weißriösischen Volks geltend TXjadym wollte, von Maxi mattsten Lurch Bajonette mrd M->. schirrengewehre ausernMidevge-agt. ^lls die Ukrainer das SÄst- besttnttnungsrecht geltend nmchteli, stellte die Petersburger Regic- ^6 ein^ Uifeicußn imb versuche die Erzwingung ihres Wlllens m:t Wcnfengswalt durcl^nsetzen. Soviel ans den mir vorliegenden Funksyrnchen henwrgeht, rst der Bürgerkrieg noch im lÄvige. So stelt.c sich die Anwen-chmg des Sekbstbesttm'wnnZsred-ts der Völker durch che maximal, stische Regierung in der Pvaxis. Die deutsche Oberste Heeresleitung inuß deshalb die Einmischung Ln die Regelung der Angelegen hei- ^Ebiete ahlehnen. Für uns haben dre VoKer w dem besetzten Gebiete ihrem! Wunsche der Lostrennung von Rußland bereits klar und nnzweiderctta Ausdruck gegeben. Von den w;chtigstit» Beschlüssen der Bewilkrrung möchte, ich fölgerides hervorl?eben: Am 21. 9. 1917 erbat die kur- ländische Landesversammlung, die sich, ausdrücklich als Dertreterm der Ges^mtbcLöttÄung lK^rlands bezeichnete den Schutz des Deutschen Reickies. Am 11. 12. 1917 proklamierte ber Litauische Landesrat, der wm den Litauern des In- uno 2 tuZlani 0 es als die einzig bevollmächttgte Vertretung des lttaurschei, Volkes enerkannt ist, den Wunsch der Abtrennung von allen sbaatttchm Verbiridungen, die bisher mit anderen Völkern be- staiiden yabeu. .Am 27. 12. sprach die StaLstverordnetenversammkung in Riga eine ähilliche Bitte an das Deutsch- Reich aus. Diesem Anträge lraben sich die Rigaer KaunuamisLunmer, die Große Gr'lde. dre Vertreter der Landesoevölkernng'. iöwie 70 Rigaer Verems angesd^'scn. Schließlich haben m Dezember 1917 auch Veiteeter der Ritterschaft mrd der ländttchx.l, ftädtisä^n und kirch- lnbsn Gemeindeii ans Oesel, Dagoe und Meorr m ver- schstdenen Erklärungen sich) von ihren bisherigen Beziehungen lostzÄost. And) laus vermal tnngstechnischen Gründen muß die deutsch' Oberste Heeresleitung die Räumung Kurlands, und Rigas und der Inseln im Rigai- schen M eerbusen ablehueu. Mle diese Gegenden besitzen lerne VerwalttmgHorgOTre. keine Organe der Rech-tsvflege, keine Organe des Rechtsschutzss, teure Eisenbahnen, keine Telegraphen, keme Dost. Alles dies ist deutscher Besitz und in deut- s che m B e t ri e b e. Auch yar Errichtung eines eigenen Bokksheeres oder emer Mrnz sind die Länder aus Mange! an gcigncttn. Oroanen m absehbaver Zeit nicht in der Lüge StmrtSsickrrtSr v. Kühlrmmn: Ich möchte hervorheben, daß es nicht möglich ift, atf die Bier verlesene schriftliche Erklärung der rirssischen Delegation rmsererser^ letzt irgendwie Stellung zu nehmen. Ich muß mrr dre wertere Stellungnahme rn allen Punk- mMtr aber menrer persörllLd>en Ansicht Ansdrnck gevL'., Hatz bex von der russischen Delegation vorgeschlagene wvdav nämlich daß die Delegationen sich gegenseittg forrmmerte Schriftstücke vorlegen, lveder zur Be- seytemigung der ^ VerhanL^Mrpxv beitragen wrrd, iwch. besonders wen:! di- Schrutstücke des^ tote heute vorgelegten entsprechen, UN auergerinMten baw teitxwen wirb, die Aussichten ber Ber- banDlimgm, dre wir führen, in besonders rosigem Lichte erscheinen zu lassen. Ich persönlich bin der Ansicht, daß es zweck- maßiger gsweten wäre, in der gestern angefangienen Weise fort- Z^Mbn, brs der ganze Stofs dnrchgesprochen war, und dann nach Arfcküusi der nlündttchcn Durcharbeitung, rvenn. es nöttg erschienen wäre, das Ergebnis der mündlichen Dr:rcharbertung schriftlich zu fixieren Da aber die russische Delegatton durch ihren heutigen Antrag sich aus einen andern Boden stellt, schlage ich vor, zur Beratung unter den Bundesgenossen die Sitzung ausirnheben. Herr Twvki: , Es ist s-elbstverftün^ich daß es durchmE nicht unsere Absicht ist, me Technik oer Berham;^unger: m erschweren. Wenn die Gegeii- parte sich cms den Standpunkt stellt, daß für das Borbrrngen schrrttlicher FarmulierungM noch^ mchr der richttge Zeitpunkt ist, ,0 wurde unser fertiger Vorschlag zur Diskussion gestellt vwrden, und mir raHrbot uns das Recht vorbehatten, im Laufe der n-eiteren Vertendlungen m unserer Deklaration als solcher ater zu einzelnen Tellen derselü«, surückzutebrcn. ohne in irgend einer Weise der G e g e n 0 a r t e \ eine ühiilliche Bezahlung bet Angelegenheit aufzwingen zu wollen. Staetssikrcmr v Mblmann: Ich .kann diese): ' Schlag nicht an ne hm err. Das Bor- h,'noe)isetzr schriftlich ! 0 ,.imü'ierter und auSgearbelleter Vorschläge aus der einer. Seite, denerr txm bei: anderen Sötte keine erst- spveckMide Gegenformulreruu'. entgegengeftellt wäre, würde durchaus Erwünscht sein. Ich inuß deshalb -»ände der sei. Militärgerichtsbarkeit gelangt, dessen Bedemwig und Wichttgkeft nicht gestatteten, Caillaux länger ans freiem 'Fulß h Waffen. Ans Rumänien. Wien, Ib.Iwi. (L.-Ä.> Noch einer MeL»rn.g der „Pvktt- »chl2l Korrespondanz^ «xus Sv rja spielen sich geg«Mxrrtig ch Jassy evlscheideuÄe antidynastrich-e Kämpfe ab. Die Slröinung gegen den König Ferd.in«nd iiehnve von T-ag zu Tag zu. Die Stellung des ähabrnettt- Bvatchrru ist viel zu scywach, um dchn Kömg arm: hinveichm.« Stütze $u bveten. * . Schiffbarmachung ber oberen Rstone. Genf, 14. Jon. In Lyon fand gestern zm- Snitementaft statt, in der über verschiedene Pläw: Mv wirr'cha ft lichen Erschließung ider oberen Rhone bevaten ma&:. Die Stadt Paris hatte zwei Vertreter enttonvt: ans der Sck ree t z waren fünf Texten erschienen, bis in der Dvag, der Scknsidar- ma-cknrng der Oberen Rhsue mshr-mM> das Mott eröiinsr.. Die siebente ungarische Kriegsanteche. Budapest, 13. Jan. -WTB. NichtamLlich) Dos Gvsevnio der siebenten nngaxischen Kriegsa,:!l-eihe üverstei';/. nach den endgüttioen.Feststellungen 3600 Nilllianen Kronen. Du: durch Die bisherig«) nngarisäMr KriogsanLeitzen ausg.edvuck.u- Sumine beträgt dauttt über 15 Mllliarte)). D-er Kösrig richtete anläßlich dos 9 latrvcrtten Ergebnisses ber Krckgs'LMleche en den Mi° nifierpTäfiboiten Tr. Wscheckes ein sehr herzliches DmEst^ten. . Der ZeeMeg. Neue U-Boot°Erfolge. Berlin. 14. Joon. (WTB. Amtlich? Eines allerer 11-Bvote hat unter schneidiger Führung des Oberleutnante zur See Lohs tetzttsin inp Aermelkanal fünf Dampfer und drei F i sche r s a b r ze uge mit run d 210 00 B r -Re g.--T. ve senkt, eine Leistung, die um so anerkennenswerter ist, als die Erfolge von einem klellreu U-Bvot mrd in einem SeegeAet tx&dt wurden, in dem die feindliche Gegenwirttnig beionders'. stark ist Alte Da))lpfer, mit Ausnahme eines, moxai bewaffnet mrd tief J&-- lad«r. Es konnte namentlich festgesteltt werden : der englische Se. waffnete Dampfer 3081 T.' sotvte der ÄSvvffnete tna-- lisch- Tccnkdamrfter ,/Arock' 14839 T.Z der in geschickt durchgefichr- Angriff aus einem stark gesicherreu Dankaamvter-GeleitzustVk eürtvw. Aus dem Reiche. Ein Fliegerangriff auf Karlsruhe. Karlsruhe, 14. Jan. k'WTB. Arrrtlüh.) Bei einem heute mittag aus Karlsruhe erfolgten Fliegerangrifjf wurden einige Bomben abgeworfen. Eine Person tomie gan-, leicht vertetzr. Militärischer Schaden ist nicht entstanden, sonstiger Sachschaden gering. Arrs Heften. Dre Geschäftsstelle der N arrorrallibera- len Landespartei in Hessen ömbte an bic Reichs geschäftsftelle der Natimrallrberaten Partei tu Berlin folgende Drahttnl§: „In tiefer ©wsr am die Zickunft ^ ^sitter^rdrs uns eins wissend mit den Parteifreunden im Lrmbe, bitte): mx bringerll, die ReichStagsfrattivn ft) ihrer bisherigen dantensioerr cmergrichsL Haltung zu bestärken. Wir hoffen und erwarte):, daß ür der Erst-, sch echungsstunde die RÄchstegslttckt«^ oahin wirkt, daß bei btn I-riedMsverhandttMgen bic Auffossnna der Oberste» Heeresleitung, msbejvnberr über bk fetämmoeii der beut* schm GvMGSi maßgebend ist und bleibt." NattoEidevclle Landespartei in .^nm. GMNtzOMe Dr. Linse. ' ' Xnt Stadt «nd Land. Gießen, den 15. Januar 1918. Das LVs-Psrnnig-Stück. Durch die Emfführmrg 'van Postwert Zeichen im Wert 5 toöit 7Vs Pfg. tfr e& iBTtrootbis geiuorfccn, a ndj eine Münze zu Waffen, die den Erwerb eines enrzeüven solchen. Po-stwertzeick)ens ermüqlvck r. TS tmrtiK 'fealjcr bk Einführung einer neu e lt Münz c int Werte Vv-n 2^2 P fg. b^Äwit. Von der Durch- Führung dieses Beschlusses wird aber ein skr eilen ^Ibstond genommen werden. Weil die für eine solche Münze tu. Betracht tommeuben MetMe sur Zeit nicht zur Verfügung stehen. Das 2Vs-Psg.-2tück Wird erst Mvck» de« Krieg zur Au spragiMA gÄdAM». DM abt die Brüder lieb" zugrunde leche. Ge än e des Madchmchores gaben dem Gottesdienst ein besonders feierliches Gepräge. Abends fand im Vereinslobal ein gutbesuchter Famitten- abent» statt. Lingeleitet wurde derselbe durch einen Muickoortrag (Large non Handels uns ttue fnv^c Begrüßung durch den 2. Vorsitzendem K. Weller. Zwei voac Freunden des Vereins gestiftete Gedichte, '.uelch? bu Tätig keck des Jubilars rn den letzten 25 Fahren tn bester Weise veranschaulichten, nmrden von Frl. Weller mrd Frl Becker sttmmungsvsll vorgetraauptauar1ier, 15. Iimuar. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Keine bewudereu Ereignisse. An verschiedenen Stellen der Fwnt Artilleriekampfr. O r si l i ch e r Kriegsschauplatz. Nicht' Neues. Mazedonische Front. Tie Lage ist unverändert. Italienische Front. Starte Ängriffe der Italiener gegen die östrrreichisch- ungari chgm Stellungen am Morte Asolone und Monte Per- tira sind unter ftstrveren Verlusten gescheitert. Tagsüber in den Angriffsabschliitten anhaltender Feuertarnpf dchnre sich zeitweilig nach Westen über die Brenta, nach Osten bis zur Piave aus. Auch längs der unteren Piave und in Verbindung mit italienischen Vorstößen im Piaveöclt-a war die Artillerie-ätigkert vielfach gesteigert. Der Erste Generalauarttermcister Ludendorff. , * Die Wahlrech tsb-ermtung im Ausschuß. Berlin, 14. Jan. Am heutigen Montag führte der Minister des Innern Dr. Drews aus: Die Einführung des gleiäxm! Wahlrechts im Staate habe tnchc logischer Weise das gleiche Wahlrecht in der Gemeinde Kur Fvlge. Echr nationall ibe-, raler Redner sprichst sein Bedauern aus, daß dch Regierung wiederum keine Auskunft gegeben habe, wie sie sich die Gestaltung der Berhättmsse im Osten de.tkr. Obwohl der Redner einen westt lrchen Kreis vertritt, sei die Mirbmeg des gleichen Wahlrechts auf den Osten für ihn eines der schwersten Bedenken gegen das gleiche Wahlrecht, und dieses Bedenren würde noch vergrößett, wenn ein selbständiges Wnigreich Polen entflöhe, beim dann bedeute das gleiche DahtrE sie Geffachc, saß Westprnutzen unö , Ober schlaf ien dem Tentschttun verloren gehe. Scharf wendet sich der Redner gegen die letzthin getane Aenßernng des Vizepräsidenten des Staats Ministerin ms über die Lälmnmg des DiegesivillenS. Es sei unverslärchlich, wie mau sagen könne, durch Ablehnung des gleiche Wahlrechts luerbc der Äiegcswille gelähmt. Vizeorässt dem des Staatsmrnisterinms Dr. Fr iedberg wendet sich ge^en die Auslegung und Kritik seiner .Worte durch den Vorredner. Er habe gesagt: „Wenn die Vorlage vielst zustandttümmt, wird in den VoWkreis-en, die diese Vorlage am meisten nstinsch^n und das Hauptt interesse daran haben, eine große Enttäuschung entstehen, nnd diese Enttäuschung könnte dazu beittagen, in.diesen Kreisen den Sieges^ willen abzu,chwäck^n." Das halte er aufrecht. Selbstverständlich würdige die Regierung die Schwierigkeiten im. Osten, und sie halt? die Folgere, die sich dort aus dem gleichen Wahilrrckst ergeben, nich! gerade für erfreulich, Mer auct) ein Muralwahlrecht würde diese Folge nicht vermeiden, und über ein Pluralwahlrecht sei im Sam mcr beinahe eine Verständigung der Atthrheitsparteien erfolgt Er könne dem Vorredner nicht darin zu stimmen, daß den .Polen der Kampf angesagt werden müsst. — Nach rechterer Aussprach: wurde die Verhandlung aus Donnerstag vett-agt. Pressestimmen zur Verbandlungskrisis in Brest-Litowsk Verl in, 15. Jan. (Privattelegr , Alle Blätter äußern sich zu den gestern veröffentlichten Berichten über die Verhnndlnngen der Friedrnsdelegiorten in Brest-Litowst. Der Lokalanz. meint, es habe sich von vornherein vermuten lassen, daß Herr Trotzki eine andere Tonart an schlagen, würde als die Genosstn. die vor ihm allein in Brest-Lttowst die russische Sache zu führen l-atten. Er wer " sich mittlerweile davon überzeugt haben, das: auch die deutsch, m Delegierten übo. andere Register verfügten und daß sie fick; nich: scheuten, auf einen Sck;el men andern halbe zu petzen. D ie von dem Vertreter der deutschen Obersten Heeresleitung gerührte Sprache habe deir Vorzug der Klarheit; sie rnöge den Russen gefallen vder nicht. Ob Herr Trotzt nach Brest-Lilowsi gekommen sei, um es uns zu verderben, darübc. dürfte das rnssische Voll anderer Meinrrng sein, das unter allen Umständen auf einen brünstigen Abschluß der Verhandlungen rechne: Sollte es dann enttäuscht werden, so .vürde die Regierung de: Bolfchewislen die Folgen in erster Reil^ zu tragen haben. In der Voss. Ztg. wird ausgefühtt: Deutschland konnte nienrals daran deüken, die von ihnr besetzten rrchsischen Gebiete vollidarmen zu räumen, bevor es aus allem J-rvnten Frieden hätte. Anders liege die ^-ache bei den Russen, sstußlano Hot in dem'e'.ben ^ Augenblick iKn sZollen Frieden irr: Larrdc, wo es sich mit den Mirtelnrächten einigt. Es hat in Brest-Lito-vsk die Gelegenljeit, sich mit seinen Feinderr zu den gleichen Bedftrgungen zu einigen. Wir müsserr rveiter scktzueve Kämpfe nach Westtu, nach Süden nur im fernen Osten führen. Die Wschstlfülle des Krieges tonnen wir nicht voraus,ehen. Wir würden leichjttertig handeln, wenrr wilden striategischen Vorteil unserer Besetzungen im Osten preisgeöen und unser Vaterlmrd dadrwch womöglich irgenowelchen Geicchven aus setzten. FeftimhMf eines Svwns. Berlin, 14. Jän. W.T.B. Nicht amtlich.) Wie wir hören, ist am 11. Dezember 1917 der Herausgeber der in Amsterdan- erscheinenden radikal-sozialiftiseben Wochenschrift „D e r K a m p f", Karl Min ft er, auf deutsckrenr Boden von der deutschen (sftrnz wache in der Nähe von Nievelftein sc st genommen worden, nachdem er unbefugt den deutsch-niederländischen Grenzfluß 'Wurm übersckwitten hatte. Minster ist dringend verdächtig, mir dem eng tifcf.en Nachrichtendienst, insbesondere dem B'.rrcau Tiensletz in Rotterdam in Verbindung zu stehen und für diel'- dürft Mittels Personen ni Deutschland militärisch.' und wirtschaftliche Spiomnz gettieben zu haben. Er hat bereits angegeben, durch eine Ber ttauensperson an den Bureanvorsteher einer Kricgsamtsstelle einen Brief gerichtet haben, in dem er um Auskunft über nufere Vorräte an Rohstoffen, die für die Rüstungsindustrie wichtig llnd, bittet. Von seinen Helfershelfern kamen etwa ^Personen im Westen Deutschlands und in Berlin in Betracht, von diesen tonnten nach kurzer Zeit wieder 5 Personen auS der Hast entlassen werden. Deutsche vaterlanöspKrtei Ortsverein Gießen Freilag den 18. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale des Fürstenhofs Mitgliederversammlung zur ßeier der Neichsgründuug Festordnung: 1 Hindenburgmarsch (Orchester), 2. Vaterländische Gesänge (Frau Lerch), 3. Königsgebet aus Lohengrin (Orchester), 4. Vaterländische Dichtungen (Fräulein Strack), 5. Festrede 1701—1871—1918 (Pfarrer Kübel, Frankfurt a. M.). 6. Gesang: O. Deutschland hoch in Ehren, 7. Schlußwort des Vorsitzenden, 8. Gesang: Deutschland, Deutschland über alles. Gesinnungsgenossen als Gäste willkommen. /T Carl Heller Minna Heller > geb. Schmoll - kriegsgetraut Lieh, Januar 1918. \ J Hotel Fürstenhof, Gießen. Meute AkBütag, 15. d. Ht«. 4 '- KONZERT Humorist Brandenstein mit neuem Programm. Herde! AeSituffiigf! Herde! .. *Veri>e in i.'öce Grütze am, Vnrter. Kesselüfe«, Kessel T,oitt ' * itMrha * u ««% Wi!buJ)iit*bedk Maclif. Dler,e»(r. 6. ‘ Tel. Zm. I>lec«4r. 6. Ö Zimmer ( Möbl. Zimxnerf o Zittum c W oiiiiKi)^ px. 1. Avril U *18 z. oermieten. srtm.vamilienanschlutz) an nlleiinlebcnöc alt. Dame ru vorm. Wo? tagt die Ge- stlzäflSst. d.Gieß. Anz. - ,:9bt0 . Schön atöfcl. tt'mmc, m. 9So? mgt die Geschäftsstelle > sep.Eingang n. elektr.kickt zu des Gieß. Anz. 'verm. Plockstr. 12, n. ^ein möbl. Zimmer sofort zu vermieten (K526 Seiterswca «7,II. | JL&den u. dglT 2 groste, belle Räume zu Lager oder Werkstatt zu rer- mieten. Nkäheres Schiffen- berge-r Weg % park. 08525 3 Wscr A. KAe ver April zu mieten gesucht. 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' 283 SDi mit Pelzfutter o a 8 werden prelsvr. abgegeben Gsbr. Immenser Marktplatz 9-10. miiimmmiittmittmmimttiiiumumirniluuiu iimiiiiuiiuimiiJMHjitiiiwiiiuiinimmtiiiiiiiiinr Schwarz-Weiss-Theater = e 8 7= Pr«*remm vom Dienstag, 15., bla Ukl. Freit«*, 18. Jonior. Fern Andra dis große Meie ist! Alfred Abel in ihrem neusten Film werk. Ein Blaff im Sturm! Dramatisches Sittengemälde ans der Gesellschaft ln 5 gewaltigen Akten. Die verflixte Liebe! Pikantes Lustspiel in 3 Akten mit Meli'* Petri, Leo Penkert, Herbert Panimüller. Ab samitas, i9. Oie Bronza«chale! Hetektlvachacaplel mit Bofesa Enger. i!itiiiiinnniiu!iiii;inniiiniini!iiMiniiininiininMBf'mmninnu:mi)mmn!iinmmniiniinmtnmnil Jagd-Verpachtung. Montag den 4. Februar 1918, vormittags 11 Nhr, soll beim Wirt Lehr dahier die Gemeinde j'agd aus weitere sechs Jahre verpachtet werden. Be. merkt wird noch, daß sich 16 Hektar Wald- dabei befinden. Eichelsdorf a. d. Nidda, den 12. Jan. 1918. Grotzh. Bürgermeisterei EichelSdorf. I. B.: Löffler. Vom 13. Januar ab fallen an Sr»»«- und Feiertagen bis auf weiteres aus die Versonen-üge 774 Marburg ab S 37 norm. Frankfurt an 12 10 nachm, und 790 Marburg ab ß 37 vorm. Gienen an 7* 9 norm. Perfonenzug 792 Marburg ab 5<" vorm. Frankfurt an O 34 norm, der bisher zwischen Marburg und Gießen Werktags und von Gießen bis Frankfurt täglich fuhr, wird auch von Marburg bis Gießeen täglich befördert. Königliche Gifenbabudirektiou Frankfurt a. M Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. 08517 Familie H. Hecker. Gießer, (Leihgesierner Weg 7), 14Jan. 1918. ®ir§f»rr gausfraurnorrrin. Die Schnhflicklehrstube in der Oberrealschule ist von Mittwoch den 16 Januar an, jeden Mitt- > woch abends von 7—10 Nhr geöffnet. Anmeldungen zu dem SchuhturfuS für Ansänger, Schuhtnrsus für Fortgeschrittene, Kursus für Strumpsstickerei werden Donnerstag den 17. Januar m der Geschäftsstelle, Mausburg S, entgegengenommen. 2^0 Die Vorsitzende. Für die vielen Beweise herzlicher Teil-- nähme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Fmilie (§forg gotbai Wißmar, den 24. Januar 1918. Tuchfchuh-Kursus. Warme Schuhe ohne Leisten und ohne Nagel kann sich jeder im Hotel Fursteubof «eine Ttevpel unfertigen. Die Schuhe werden ans allen/ fast unbrauchbaren Kleidungsstücken gearbeitet. Auch größere Schulkinder können daran teiknehmen. Pappen für die Sobleu dar» liefere ich. Auskunft erteilt und Anmeldungen nimmt entgegen im Hotel Fürtteubof täglich bis Freitag von 10—12 und 2—6 Uhr. ' 0853V Die Leiterin: Fra» Fischer. Holzversteigermig in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 31. Januar, vormittags 10 Ubr. joilen im Distrikt Riedwald unter Ausschluß von Wieder- verkäusern und zu den vorher bekannt zu gebenden Be- drngungen versteigert werden: Scheiter, Rm.: 107 Buchen: .KnÜvvel, Rm.: 41 Buchen, 10Eichen, 12Fichten, lOKien-rn; Stöcke, Rm.: 40 Buchen, 6 Eichen, 70 Fichten, 9 Kiefern: ReiSholz-Wellen: 1340 Buchen, 100 Eichen, 3150 Fichten, 150 Kiefern. Die Zusammenkunft ist auf der sog. alten Laubacker Straße, wo sie vom Fußpfad Lich—Harbach gekreuzt wird, bei Nr. 1. 437V Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preußischen Renten-Versic erungs-Anstait Sofort beginnende gleichbleibende Rente f.M&nner b.Kintri'tsatt.(Jahre): 50 j 55 t HO 1 65 1 70 I 75 b.Rintri t8ait.(Ja'ire): 50 I 55 ! »0 I 65 i 70 I Jährlich °/ 3 d. Einlage: j«. !.U8,120 Bei längerem Aofsohnb der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. [43öid Für Frauen gelten besondere Tarife. Vermögenswerte Ende 1 910:I24HIllion.Mk. Tarife und nflhero Auskunft durch: W. Barndt in Frankfurt a. IM., Bleichstr. 52. ^crannrmaojuttgen Stadt Gietzeu. Ausgabe vonSützstoff(Saechavin). os In der Fest vom 16.-31. d. M. wird geaeu den Lieferungsabicknitt 11 der Lühftofikarien^(hla,) und gegen den LteferungSabichnitt 2 der Süßstoffkarten ,»4» (gelbj von den Süßstofiabgabestellen Süßstofi chb gegeben. Es gelaugt e,n Brieschen dzw. eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem Sl.Fauuar 191 <§' D i rl !5 r l der Abschnitt 11 brw. L seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt ntcht abgerusene Sützstoff- mengen dürfen von den AbgabesteUen frei verkauft werden. Gießen, den 14. Januar 1918. 440B Ter Oberbür germ erster (£eöen$mitodamt). Ausgabe von Kunsthonig. . M r (Ausgabe Nr. 8). * Ausgabe des Kunsthonigs erfolgt vo« «ißt- woch den 16. d. M. ab gegen Barzahlung und Stück gäbe der Benellauswetse. ?■ entfallen aus die Person 26« *r »uuitvotri». 3. Der KleinverkausShöchstprets für daS Plund Kunst Honig beträgt 73 Pfennig. KleinhandelSgeschäne, die die fcstgesevten Höchstpreise überschreiten, haben außer straf' rechtlicher Verfolgung den Ausschluß von wetteren Ao tetlungen zu gewärtigen. 4. Die Kleindandelßgeschäste haben die BestellauS- weise zu >e 100 gebündelt bis längstens 2* b. m. dem Stadt: LebenSmttteiamt etnzureichen. 5. Beschwerden gegen Geschäfte, bei denen Unreael- m Stüdr. . wti neuen u waß gketten bet der Abgabe Vorkommen, sind dem LebenSmtttelamt mirzuteilen. 441V Gießen, den 14. Januar 1917. , Der OberlTürgermeister (Sebensmittelamt). XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. Abt. III b Tgb. Nr. 25002/7334. Gouvernement der Festung Maina. Abt. Mil. Pol. Nr. 49005^3 573. Berr.: He«, und Stroblieferuug «Verordnung. Aus Grund des § 9b des Gesetzes über den laaerungszustand vonr 4. Juni 1851 in der Fafstrns 8s Reichsgesctzes vom 11. Dezember 1916 befttmm«, nrtr Hhc den Befehlsbereich ‘ " der vom 11. Dezember 1916 bestimme«_ des XVIII. Armeekorps und Festung Mainz: , Alle Personen die zur Abliesernn« van He« oder Stroh für den Heeresbedarf von den zuständige« Stelle.* aufgefordert werden und dazu tm staube find, hgben der Aufforderung Folge zu leisten und die Aeferuna rechtzeitig zu erfüllen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Borliegen mildernder Umstände mir H -ft oder Geldstrafe bis 1500 Mark bestraft. Der Gouverneur d. Festung Mainz: Der stellv. Kommand. General: gez. Riedel. Generalleutnant. tez. Bausch, leneralleumant. 446B Vorstehende Verordnung bringe ich hiermit -me öffen^ lieben Kenntnis. Gießen, den 11. Januar 1918. Ter Oberbürgermeister: Keller. Städtischer Wohnnngsnachwei», Greste,,,weft.A>,läge 3», Lei. 2054- Es sind zu vermieten: 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zmv- mern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern, 1 Wvhnung von 3 Zimnrcrn, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer (möbliert), 2 Zimmer unter Mitbenutzung der Küche, 2 Ladenräume mit Wohnungen von je 3 Zimmern, 2 Ladenräume mit je 1 Zimmer, 2 Ladenräume, 1 Ladenraum mit tz Zim- rnern, 1 großes Fabrikgebäude, 1 Lagerraum, 1 Lager- gebäude mit B-ureauräumen, tnehrere Lagerräume, Stallung und Heuboden, 4 möblierte Zrmmrr, 2 leere Zimmer. Zu mieten gesucht: 22 Wohnungen von 1—6 Zimmern. 447P kftädt. f$rbeitsnacfiu)eig giessen. West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: a) bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Gärtner (Aushilfe), 2 Eisendreher, 4 Schlaffer, 1 Schmied, 1 Gerbermeister, 1 Lederzurichter, 1 Schreiner. 8 Heizer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 20 Hilfsarbeiter für Eisenbahn, 10 Vauarbeiter, 2 Vorarbeiter für Grn-- ^raten- bzw. D^odellmagaziir (.KriegsbefchLngle bevor-- zugt). 2 Wächter für Wach- und Schlietzgesellschaft, 6 Mhlenlader, einige jugendliche Arbeiter; bei artswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschaftliche .Unechte, 1 Gärtner, ^20 Schlosser, 1 Fabrikschloss-er, 1 Bäcker, 20 Hilfsa^eiter für Industrie, 18 Arbeiter für Stembvuch, 5 Mechaniker, 3 Drc- h.n, 5 Schreiner, 6 Photogravhengehilferr, 70 gesund« Arbeiter. 15 Streckenarbeiter, 3 Ofenarbeiter. Es suchen Arbeit: ^ 1 Obergärriwr, 1 Photograph, 1 Buchhalter fftc Dank- Geschäft. 1 5)andlungsgehilfe, 1 Bursartgehil-e, 1 junger Rechtsanwaltsschreiber. ' Weibliche Abteilung bei hiesigen Arbeitgebern: 8 Dtensttnädchen, 8 Lauffrauerr, 10 Mädchen Nr Bavn- dienst, 1 lantmnrtsch. Mädchen. Es suchen Arbeit: 1 Expedientin, 2 Verkäuferinnen (1, die Buchfühnytz versteht), junge Mädchen, die zum Teil Maschinenschvei- den erlernt haben, 1 Wchin zur Leitung einer Ka nt ine oder eines Lazaretts. Für das besetzte Gebiet und das Große ^ Hauptquartier werden gesucht: '^tMotywsirnnelr. 44M l'ocjes-^nLei'xe. Sonnteg den 13. Januar entschlief sanft unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwägerin Frau Johs. Luh V. Wwe., Maria geb, Keßler im 80. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Johs. Luh IX. und Familie Ludw. Luh V. und Familie Phil. Luh VIII. und Familie. Großen-Linden, den 15. Januar 1918. ^ Die Beerdigung findet Mittwoch den 16.Januar, nachm. 27 2 Uhr, statt Bicbertalbuhn. Mit Gültigkeit vom 1. Februar d. I. tritt zum Binnentarif der Nachtrag 5, enthaltend Grböbuug der U m l a d e s e b ü b r en, in Kraft. 4521) Berlin, ,2. Januar 1918. Die Direktion. Schleier ahgepaSt u. vom Stück in grosser Auswahl. I Cfflodehaus Qybmon, ! Peluche e. Samt- Reste i zur Herstellung von SCHUHEN Bahnhofstraße 14. II für 7510 D UioeBbetrieb ttWiMun Mlarl z. I Einf.,dopp.u.au;erikan. itiirli fiihruiii; Slenographie, Bascliinen- scMe», alle Bandelstächer lehrt grün dl. durch geprüfte Lehrkr. u. Garantie ein.sich.Erfolges Hsraes Leir-Institnt Btefieu, Bahnhofsfcr. 60 i Hülfe letzter Tat: Jlorgen, Mittwoch, das glänzen de Programm c 438a DleKonigstochter von Travnnbore. in dem glänzenden Lustspiel in 3 Akten < Hurras heiraten.! LICHTSPIELHAUS. BAHNHOFSTRASSE Nr. 12 Zweiter vlatt Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Dienstag. *5. Januar 1918 Au» Stadt und Crtwft. Gießen, den 15. Januar 1918. ** Auszeichnung. Musketier Johann W e st b r o d wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und zum Gefreiten befördert. Die hessische Tapserkeitsmedaille wurde ihm schon früher verliehen. ** Jungwehr. Dir UebLmgen wechseln wöchentlich in den mwhrtuieii, anck» wem: keine befvndeve Ankündigung erfolgt. Mitt- rvoch (160, 81 / 4 , Abt. 1: Ärstruktivn. Abt. 2 : Turnen. Feststellung ber Staswmrolle. Diejenigen, ludere habet uuentschuldrgt fehlen, werden nickst ausgenonrnven. Z-u den Instruktionen ift die l'^eral- stads karte (Blatt Gießen) milzubringen. ** Beschlagnahme von Mauersteinen. Dach- Siegeln und T raina ge r ö hrcn. Es ist eine Bekannte machmg. betressend Beschlagnahme und Bestandserhe^mig von ae- bvcmuten und andere.! kümttichen Vftmerstemen. Tackzisgeln aller Art und Drainageröhren ans Ton «rfrfn-emMt, die am 25. Januar 1918 in Kraft tritt. Otorf) dieser BeLnrntmachung werden sämtliche vorhandenen und neuerzei«Mt ORxmgen von gebvonnteir und anderen künstlichen Manersternen und Dachziegeln aller Art (insbesondere gebrannte Tvnsteine, Kalksandsteine, Schwsnmlt-rne. Schlackensteine, Zementsteine-, welche als Bor- oder Hmtermauec- sterne, Hartbr-audsteine, Klinker, Verblender, poröe Steinl-, ^ecken- und Lochsteine, Formsteine, Dachziegel Verwendung W^en "on-en. sonne T-vainageröhren aus Ton beschlagnahmt, sofern l*c um mt Besitz von Personen oder Betrieben befinde^, die derartige stände erzeugest oder mit Knen handeln. Nach der ^LWagmchmte find Verfügungen über d^e Gegenstände mcr noch sie durch erneu Foeigabeschsi.n init dem .Sternpel des .Krftgsrmtes, Bautenprirfstrlle, ge.mtret sind, oder erne^ ordrcmrgOmaß^Au^- fuhrbewilligung des Reichem mftsars strr A us- und. bÄwllligung vorliegt. Ohne besondere Gme^ngimig ble t bt ftdr ch der Beschlagnahme der Barkauf «nd 'Verbrämst von NLauev- ftedrbruch sowie von .Formsteinen bis zu aOO ^tück, von Dachziegeln bis zu 1000 Stück,, von 'Smmawobtai M *u 500 Stück und von den übrigen Gegenständen, bis zu 5000 Stück in einem K^s-dermonaL für ein e Bau stile gestattet Der Boroat in den obenbezerchnetsr Gegenstands nt au feer* bfm von den Personen oder Betrieben, die sie erzeugen oder nnt ilmen handeln, alle 2 Düonale an die Krüg-Ärmtssielle zu melden, m deren Bereich die Ckgenstünde sich befinden Die erste Meld^rg ist über den bei Beginn des 1. Februar 1918 vorhandenen Bestand bi§ xum 10. Februar 1918 M erstatten Borgedruckte Mckdr- bogen find von der Mündigen KriogsamtS'-ckle an insofern. Auch eine.Lagerbuchführrrng ist über bk zu rndP^tbcu Gv-?en^ände vorgeschrieben Der Wortlaut her Bekanntmachung ist in der heutigen Nummer narseres Mattes einzu sehen. ** Zur Ersparung von Schuh-Oberleder darf die Schafthöhc von fertigem SchMverk,in den mittleren Größen; in der Mitte an der Stifte des Schaftes' bis iimtl Absatz gemessen', folgende Matze nicht überschr-ften: HerreMefel 13 Zenttm^er, DamenstiefÄ 16 1 /? Zentimeter und MDchen- und Kinderstiefel 12 Zentimeter. Die übrigen Grötze-r stich im Verhältnis nach obenj bzw unter al^rustufcn. VLindeslrurs zwei DrittÄ der Erzeugung in Damenschuhwerk matz aus Halbschuhen bestehen. Diese Vorschn.ften. die für die SckwMdrikbetnebe vom U.ÄEvvackungsaussckmß dop Schuhindustrie bereits seit längerer Zeit erlassen worden such, werden auch für das Schuhumcherhandwerk und d« SckKfteinLustrie ungeordnet. . _ ' ** Neue« Fer«fprech-Regrster. Dre Frrma Ernst Dalfer hat Shc bekanntes Deilnchmer--Derzeichnis neu arscheiuen lassen. Uebersichckich und handlich hergestrLt. wird dasselbe jedem Anschtiußnehurer willkommen sein. ** Stenographie. Die Strnographen-Gesellschaft „Gabelsberger" und Damen-AbLeilung e. V. hielt am Samstag abend im Hotel Fürstenhof^ ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Wie aus dem Verwaltungsbericht und der R^chnungsablage zu ersehen ist, hat die Gesellschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahre für die Ausbreitung der Gaoels- bergerscheu Kurzschrift rege gewirkt und ihre Mitgliederzahl aus 475 Mitglieder erhöbt' können. In den Vorstand wurden wieder bzw. neu gewählt als 1. Vorsitzender A. Karnbach, 2. Vors. K. H. Kühl, 1. Schristf. K. Hergenröther, 2. Schriftführer Friedr. Kopp, Rechter Aug. Siebert, Bücherwart Martha Reck, Zeitungsv. Otto Gaß. Beisitzer Feldw. Karl Schmidt und Ludw. Gravelius. Das Amt eines Rechnungsprüfers nahmen llnterosfiz. Adolf Schmidt und Fritz Weiß an. Der gesamte Unterricht wird von nun an im Schulgebäude (am Oswaldsgarten) gehalten. ** Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Von heute ab bis einschließlich Freitag den 18. Januar tritt Fern Andra in ihrem neuesten Filmwerk „Ern Blatt im Sturm" auf. Außerdem wrrd das Lustspiel „Dte verflixte Liebe" gegeben. Siehe Anzeige. ** Ein Zentner Briketts ---114 Ganzbr rketts. ufad) öen festem Bsstrmmungen des KodlenvriLandes Groß-Berlin gilt ein Zcittxer Briketts -- 114 Ganzsleinen. Zur Beseitigung von Zweifeln ist darauf hmMioeiken, daß der KMonhändlec auf Ver- fan&en des Käufers nach (Jmmtö M verkaufen hat, sofern er un Besitz einer .Wage ist. In allen anderen FLlen ist er verpftrchtQ. für einen Zentner 114 Briketts zu verabwigen. LauorreiS Girbcu. ** Harbach, 15. 3km. Der Grenadier Ernst Albert erhielt das ?ülgemeine (Zbvenzorchen und die Hessische Taoserkefts- Medaille. — Ter T-ele^^nist Heinrich Münch wurde mit dem Eisernen Kreuz ausg-e»eichnet. ** Utptze, 14. J«i. Dieser Tage hielt der hiesige ylotten- versin seine diesjährige HcruptverschwinSuing ab. in der,belchlossen w-urde, einen Ja^rsTbeiwag zur Errichtung der Heimstätten fttt zurücKehrende Krieger zu gewähren. ** Weiters ha in, 15. Jan. Dem Unttrosfizier Wrll-elm Keller wurde zu dem Grsernsn Kranz die Hessische Tapferteits- mchaille verlichen. Kreis Büdingen. ** Dad-Salzbausen, 13. Jan. Finmrzaspirani Tietz bei der Gr. Badedicettwn erhielt das „Kriegsel^enzeichen". # Himbach, 1.4. Jan. Das Eiserne KreuL. ftüher dre Hessische Tapferkeitsmedaitte, erhielt der Gefteite Wilhelm W a ch te r. — Dieb ach a. H. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landsturmmann Friedrich Ruhl. — Leidhecken. Das Eiserne Kreuz erhielt der Telegraphist August Schmitt. — Bisses Das Eiserne Kreuz erlstett der Wehrmann Adolf Greif. — Gettenau. Das Eiserne Karenz, früher dre Hessische Tapfer- keftsmedaille. erhielt der Untervsftzrer Otto O e st r e i ch. — Echzell. Die Hessische TapferkeirSmedaille und das Eiserne Kreuz erhielt der Garde füsilier Gustuv Löber, das Eiserne Kreuz der Gefteite Wilhelm M 0 g k. Zum OffifterS-Aspiranten befördert wurde der Feldwebel Otto Groth. — Effolderbach, deinen 90 Geburtstag feierte .Konrad Herrnbrodt; seine Eheftau steht im 78. Lebensjahre. — Düdelsheim. Zum Vizefeld webet befördert wurde der Unteroffizier Hermann Völker. - Geitz-R idda. Das Eiserne Kreuz erhiett der Ersatz-Reservist Otto P 0 i n t e a u. Kreis Alsftlv. ** Bernshausen, 15. Jan. Fahc«r Kar! Schäfer murde mäX dem Krieg^e^en-vich--« in Eisen auSge-efthnct. ** SSabai rot>, 15. Jan. Dem Fahre Karl Hamel wurde das Hessisch.' Kttegoehrenzeichorl in Ei^en reclvch.n. KrelS Schollen ualten dafür SarrmicU macken, gegen die spävec als Belol-nung ihoes FleitzeS Spar- Vassenbücher mit Eftckagen, Kriegssparkarten und lonittge Preise nach fteier Wahl des Schülers verausgabt werden Durch diese großzügige Sammelorgmrisatvon der Franffurter Schulen sind bereits in den ersten vier Wochen gesammelt wordene 82 416 Kilogramm Altpapier, 11882 Ki ogramm Lumpen, 8 623 Zbilogramm Metall, 447 Kilogramm Frauenhaar, 343 Kilogramm. ZeftiF- lvrd. 2 049 Kilogramm Gununi, 1048 5bftogramm Leder, 1761 Kilogramm Stanniol, 143 Kilogramm §lvrtftbfa1l, 8.5 096 Stück Fhpchen, 19 650 Stück Glühbirnensockel, 41 192 Stück Korke, 11 <75 Stück Hüte. Dftfe Sammelmengen sind bei der l)euttgen Wichtigkeit der Rohswffversorgung von iftchl zu unterschätzender Bedeutung. Wenn diese soziale Tätiakeit des Samruel \jd - sdftnsdes die tatkräftigste Forderung .der Be.-ardm smvue alter Bev-olierungsq frei)« suchet, liegt es nur im Interesse der Allgemeinheit. Das tcllv. Ge^ieralÄ-mmandv XVIII. A. K. ist im Aufträge des Kriegs- amts (KrieKiauSichutz für Sammel- und HelseroienfH z. Z. damit beschäftigt, die Organisation des Sammelw^sens in der ob-^ angegebenen oder in ähnlicher Werse im ganzen Kvrpsbezirk ^rch- znführen. ca. Gladenbach, 15. Jan. Insgesamt 330 000 Mm Spar- ernlagm wurden im Monat Dezember bei der hiesigen Sparkasse neu eingelegt. Es ist dies der größte Zuwachs, welcher bisher ün einem Monat erfolgte. X Hanau. 12. Jan. In letzter Zeft werden einzelne benachbarte mtterjranftjckfe Bezirke von Lebensmittelschmugg e n förmlich überschventtmO Tie inv Aufträge des Kgl. Bezirlisamts am Bahnhof Lohr vorgenommene ^bo-ntrolle führte allein an Livei 'Svn/'Lagen zur 'Zeschiagnahme von 1 Rehbock, 2 Heren, 12 Günsen, 3 Euren, 5 Hühneeu, 3 Schinken, 60 Pfund Fleisch, 100 Pftr.id Butter latO Schiveinefett, 250 Pfund Mehl, 200 Pfund Hülsenfrüchten, 100 Eiern und 25 Pfund Grieß. Tie Waren waren ausschließlich für Frankfurt bestimmt, wo ungeheure Preise bezahlt werden. § Merkenfritz. 15. Jan. Ter Gastwrr: Louio K 0 mp von stver fiel einem Unfälle zum Opfer. Ms etc ein großes Faß Bier in den Keller bringen wollte, glitt er auf der Treppe au3 und tont dabei so unglücklich zu Fall, daß ihm das schwere Faß über den Kops rollte. Den erlittenen Verletzungen erlag er. Rüdesheim, 14. Jan. Zur vlaiilmäßige's Bekämpfung der im Rleingan wieder überhrndnehmenden Wildschoeinplage stellen die Adilitärbehörden nunmehr ioen einzelnen Gemeinden ständige AiilitarkoEiwrdvs geübter und mt Wildsch ^inrang erfahrener JLger zur Ber'^gnng. Die Gestellung imd Unterkunft die,er Kommandos «schelü vorerst auf Staatskosten. ra. Ans Nassau, 13. Jan. Ter UnderrichtsministLr hat im Interesse der Papiererspornis die '^rovin^iat-Schulkollegittn veraÄaßt, während der Kriegsdauer Füvjiovge dahin zu treffen, daß in allen Schulen tuvch Möglichkeit die noch brauchbarenl Schulbücher, fameit sie nicht in den höheren Klassen noch benutzt werdeu müssen, von den in eine höhere Masse versetzten Schülern unentgeltlich oder gegen entspreckiMtde Bezahlung abgegeben iver- den. zumal nicht sulM zu erwarten ist, daß neue Büaier in ge» Trügender Anzahl von den Buchhandlungen geliefert werden können. vermischte». * Bern, 13. Jcor. (WTB.) Tie pyrotechnische Fabrik in Cs- ronga. einem Vorort Genfs, ist vorgestern abend in die Luft gs- flogen. Die Fabrik stellte Kriegsgerät für die Entente her. Ein^k- heften fehlen. Sviefkasten der Aedaktron. EA«»»»«e Anfrage» bleibe» uuderückftchtlgt^ S. Anonyme Eingesandts bleibsn grundsätzlich unberückfiftBsL.