Nr. 5 Ter Sletzener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Verlagen: Sirhencr Kamille,id!ij1ler; Nre.LUalt ftlr den Nreis Gietzen. Vezugspreir: nwnatl. ML l - 20 . viertel - jährlich Mk. 8.60. durch Abhole. u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.1 >. durch die Post Alk. 3.60 vierte!« fährt. ausschl. Benellg. siernsprech - Anscklliisse: iürdieSchriille.tungllä Vertag,Geschäirsstelleöl Anschri't fürDraytnacy- richten: Jlnjeigcr Gicsjen. M. Jahrgang Montag. 7. Januar 1918 Postscheckkonto: • ^ranifurl a.M. U686 eneral-Anzeiger Vankverkehr: Gewerbedank Gießen Awilllngsrun-öriick u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindrnckcrei R. Lange. Schristleilung, Sejchästrstelle u. vrurierei: Schulftr. X. An.^^mc von Anzeigen *. die Tagesnurnmer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Seilenpreise: sür örtliche Anzeigen 25 Li., für auswärtige 30 Pl., c ür Reklamen Mk. ; bei Plahvor- schrift 20 ®/ 0 Ausschlag. Hauptschrutlerter: Atig. Goey. Verantivottlich für Politik u. Feuilleton: Aug. (Äoetz; Lrtadt und Land, Berntischtes u.Ge- richtsiaal: W. Meyer; AnzergenteÜ: H. Beck; säntlltch in Gießen. Trohki in esrge über die ttriegsziele. (WTB.) frohes üauptauartier, 5. Januar. (Amtlich.) ^ Westlicher Kriegsschauplatz. An der flattdrischen Front östlich von Ypern, in einzelnen Abschnitten zwischen Scarpe und Somme, sowie in Gegend von Avoeourt und St Mihiel entwickelte sich zeitweilig lebhafter Feuerkampf. An der übrigen Front blieb die Artillerictatigkeit auf Storung Leu"r beschränkt. Oeftlich von Bullecourt hat.^eine gewalt ame Er 4l düng vollen Erfolg und brachte eine größere Anzahl gefangene Engländer ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine besondei'en Ereignisse. Italienische Front. zwischen Brenta und De Moutello lebte das Artillerie- ferrer vorübergehend auf. Der Erste Gcneralyuarliermelster Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Feuertätigkcit blieb meist gering. Sie steigerte sich twrüb ergehend an verschiedenen Stellen der Front im Zusammenhang mit Erkundung sgefechlen. Französische Borjtöße in der Champagne wurden im Nahkampf abgewiesen. Bei Juvineourt und nordöstlich von Avvcourt brachten eigene, nach Feuervorbereitung durchgeführte Unlernehimrngen ebenso wie ein überraschender Einbruch in die feindlichen Linien westlich von Bezonvaur zahlreiche Gefangene und einige Maschinengewehre als Beute ein. Fm Walde von Aillu versuchten die Franzosen Meimal vergeblich in unsere Glühen einzudringen. * % Am 4. und 5. Januar wurden im Luftkampf und von der Erde aus 15 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone ab- geschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Italienische Front. Beiderseits der Brenta, im Dombagebiets und am Mon- tello zeitweilig Artilleriekampf. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Die Abendberichte. Berlin. 5. Jan., abeirds. (WTD. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Berlin. 6. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Erhöhte G rfechtstätigkeit an der flandrischen Front südlich von der Scarpc und auf dem Westuser der ^Nvsel. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Einen vorläufigen Erfolg Hot dos Mrücklveiseirde Wort unseres Reichskanzlers alsbald gehabt: Trotzki, der russische Minister des Auswärtigen, erscheint selbst in Brest-Lito.vsk, irm über die Meinnngsvcrschiedenheiten mitzuv-eThalideln. Warben wir ruhig ab, ob dann die Eirrigungsversuche fortgesetzt werden kömren. Inzwischen ist noch eine Handlung unserer verbündeten Delegationen bekannt geworden, die gleichfalls Mnugtumrg Hervorrufen wird in den Kreisen, die bisher schwächliche Tendenzen unserer Regierrnrg befürchteten. Das Telegramm, mit dem die Zentralmächte der >us fischen Delegation den Ablauf der zehntägigen Frist toftstellen. ohne daß die übrigen Kriegführendeil sich irgendwie gemeldet hätten, redet eine entschiedene und entschlafene Sprache. Es wird erklärt, daß die verabredeten allgenreinen Leitsätze, die rrur für den Fall der Möglichkeit eines allge- ineinen Friedens vereinbart worden waren, jetzt hinfällig geworden sind. Damit wird aWgesprocherr, daß, nachdern irnsere allgemeine Willensrichtmrg hinlänglich bekannt geworden ist, die unfruchtbaren Theorien jetzt beiseitegestellt werden müßten. Sie dürfen eurer praktischen Einigung, die denr russischer: Reiche ja teil re Gewalt airtun will, nich t mehr im Wege stehen. -* llnsere Regierungen haben offenbar das Bedürfnis, die Ruf sei: zrr überzeugen, daß wir den Frieden nicht so nötig haben als sie selber. Der Reichskanzler mag zufrieden sein, m diesem Sirrne auf eine entschlossene Vol^stnnmurra bei uns verweisen zu können. Auch unsere Oberste Heeresleitung ickMnt einen kraftvollen Willen an den Tag gelegt zrr haben, und das heutige Dementi des Bolff-Bureaus. es liege kern Entlafsungsgesuch Ludrndorsfs vor, ist sehr vielsagend Vs wäre immerhin möglich, daß die Geister der obersten ')eeresführung und etwa des Herrn von Kühlmann aus- ernarrderzugeherr ^ drohten, falls es zutreffend ist. haß der 'Staatssekretär den Theorien und Wünschen dei: Russen ein gar zu breites Entgegenkommen hätte Die „Franks. Ztg." erklärt zu dem Dementi: „Ernstwerlen sreht es so aus, als ob die Verbreitung jener Nachricht als stärkstes Druckmittel gegen die in Brest-Litowsk vom Staatssekretär v. Kühlmann vertretene Politik der Reichsleitung benutzt worden sei/' Das könnte also doch nur der Fall sein, wenn Ludeirdorfs in der Tat auch die Politik Kühlnrauns für gefährlich hielte. Das gibt die Franks. Ztg. in ihren weiteren Ausführungen zu, um aber nicht etwa gegen den hochverdienten Heerführer Front zu machen, sondern die volle Schale ihres Zornes und ihrer Vorwürfe über die Alldeutschen zu entleeren. Ist Ludendorff politisch so unmürr- dig, daß dieses Verfahren gerechtfertigt wäre? Glaubt die .,Franks. Ztg.", er ließe sich von den Alldeutschen dahin stellen, wo es diesen paßt? Das Blatt schreibt u. a. noch: /Dieses Treiben der Alldeutschen ist von einer Gemeingefährlichkeit und Gewissenlosigkeit, die nicht überboten werden kann." Das Gebaren der „Frankfurter Zeitung" ist mindestens so anmaßend und herrschsüchäg, als das Verhallen der Alldeutschen. Sie verliert über die Bedeutung unü den ;/;ri der Ansichten unserer Obersten Heeresleitung kein Wort; nur die Andeutung sindei sich, daß sie sich nnterzuordnen hätten. Uns scheint, solche ernste Stunden spannender Meinungsverschiedenheiten vertrügen nicht solche Schimpfereien, wie sie die „Franks. Ztg." vom Stapel gelassen hat. Es fehlte nur. daß auch Hindenburg uno Ludendorff von denr Blatte als hirnverbrannte und g.uneinaesäh liche Alldeutsche kurzerhand abgetan Zierde - ' •" ^ en Blatte nicht in den Ätant paßt, ist ja bekanntlich alldeutsch. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 5. Jan.' (WTB. Nichstamtlich.) Amtlich wird verlaut-arl: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand Italienischer Kriegsschauplatz. Die Gefechrstüttgkeir blieb auf zeitweiliges Artillerie- feuer beschränkt. Der Chef des Genera lsttwes. Wien, 6. Jmr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird rerlautbarl: Waffenstillstand. Italic nis che rKriegsschauplatz. Auf der Hochfläche von 'Asiago. im Gebiet des Monte Afolone, des Monte Tonrba und deS Montello entwickelten sich zeitwellig Artilleriekämpft. Der Chef des Generalftabes. Rücktrittsgedanken LudcudorfiS? Berlin, 6. Jan. <^WTB. Amtlich/ Die m mehreren Zerrungen verbreitere Nachricht, daß das E n t l a s s u n g s g c s u di des Generals Ludendorff vorliege, entspricht nicht den Tatsachen. Lloqd George über die Unegsziele. London. 6. Jän. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach einer Mutermeldung beriei Lloyd George gestern die Vertreter der Gcnrcrks.chaften zu sich und gab ihnen eine Erklärung über die Krie^ziele, in der er!u. e oder die Mkslösung des deursären Staats oder 'des Landes beabsichtigt. Deutschland hat chtc große Stellung in der WÄt. Cs ist nicht unftr Würrsch oder unsere Absicht, diese Stellung in Zukunft in Frage zu stellen oder zu zerstören, sondern Deutschland von seinen Hoffnrmgeir und Vlänen einer militärischen Beherrschung abzulenken, damit es alle ferne Kraft den großer gemeinnützigen ?lnfgaben der Well «ividnret. Ebenso kämpfen wir nicht, um Oesterreich-Ungarn zu zerstören oder die Türkei ihrer .Hauptstadt und der reicher: berühmten Besitzungen in Meinasien und Thrazien, die vorm irgend von der türkische:: Rasse bewohnt si-nd, zu berauben. Ebenst-werrig sind:nir in den Krieg eurgetreren. nnr die Verfassung des Deutschen MichöS abzuäiröern und zu zerstören. Das ist eine Sache, die das Volk zu eirtscheiden hat. Zu der Erklärung des Grasen ELernin. die dieser am 25. De- .-.emver 1917 im Name:: Oesterreich-Ungarns und feiner Verbünde pn: abgab. sagte Lloyd George: Diese ist bedauerlich uuvestiuunt. Klingende Watte allein über die Formel: „Keine Annexionen und keine Entschädignngen" oder „das Recht der Völker aus Selbstbestimmung" sirch puecklos: bevor irgendwelche Verhandlung^ überhaupt begonnen werden können, müssen sich die Mittelmächte der wesentlichen Tatsachen der Lage bewirßt werden. Die ersten Förderrinnen, die daher die britische Regierrrng und ihre Verbündeten irnruer vorarrgestellt haben, sirch: Voll stä ndrge Wiederaufrichtung Belgiens und eine solche Entschädigung für seine vettvüfteten Städte und Provinzen, wie sie überhaupt gemacht werden kann. Dies ist nicht die F-orderung einer Kttegsentschädigung, wie sie Deutschland im Jahre 1871 Frankreich vkuferlegt hat. Es ist auch kein Versuch, Kvften dcr Kttegsbandlungen vr-ir einem Kttcgführclckwn auf den anberat zu schieben. Es ist nicht mehr imb rächt weniger als das Bestehen darauf, daß. ln:vor es irgend einc Hofstrung auf einen dauerhaften Frieden geben kann, dieses nur dic Frucht des öffentlichen europäischen Rechtes sein kann. Ein Wiedergutnracherr bedeutet Anerkennung So lange dar-, internationale Recht nicht durch Beharren auf Zahlmrg von Schäden, die in Nichtachtung feiner Grundlagen zusefttgt wurden, anerycmut U, tarn «S niemals MrkllchAat sein. Als nächstes kommt die Wiederherstellung Serbiens, Montenegros sllllü der befotzten Teile Frankreichs, Italiens und Runrärriens und vollständige Zurückziehung der feindlichen Armee. Das Wiedergutmachen des Unrechts ist die grundlegende Bedingung für einen dauernden Frieden. Wir wollen bis zum Untergange an der Serte der französischen Demokratie, in deren Verlangen aus Wiedererwägung (rvconside- ration des großen Unrechts von 1871 stehen, die ohne Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung zwei französische Provinzen aus Frankreich herausgeriissen und dem Deutschen Reiche während eines halben Jahrhunderts einverleibt imrrden, rmd bis dieses nicht gehellt ist. können gesunde Zustände nicht wieder eintreten. Es kann keine bessere Illustration der töttchten Bösartigkeit geben, einen vorüb-rgehenden militärischen Erfolg zur Vergewaltigung des narionaten Rechtes zu benutzen. Ich will nicht versuchen, die Frage der r u s s i s ch - n Gebiete, die jetzt von den Dcutschm besetzt sind, zu behandeln. Die russische Politik ist feit der Revolution durch so viele Phasen mrd so schnell gelaufen, daß es schwierig ist, ohne eine Reserve das Urtell darüber zu sprechnr, NTelches die Lage sein wird, wenn die endgültigen Bedingungen des europäischen Friedens gesprochen werden. Rußland hat den Püeg mit allen fernen Schrecken hingenommen, well es getreu seiner Ueberlieferung als Schützer der schwächeren Stämme gleicher Rasse in den Ktteg einttat, um Serbien vor dem Anschlag auf seine Unabhängigkeit zu schützen^ ist dies ein ehrenvolles Opfer, das rächt nicht allein Rußland, sondern auch Frankreich in den Ktteg zog. Frankreich, tteu den Bedingungen seines Vettrages mit Rußland, trat an die Seite seines Verbündeten in einem Sttell, der nicht seine Sache war. Seine ritterliche Achtung für seinen Vertrag sühtte zu dem willkürlichen Einfall in Belgien, und die Ber- tragsverpflickstungen <^>roßbtttanniens gegen dieses kleine Land zogen uns in der: Krieg. Rußland ist nunmehr dabei, ohne ^r- l mdmrg mir Ländern, die es in den Krieg zog, Sonderverhaud^ lungen mit dem gemernsameir Feind zu führen. Ich mache keine Vorwütt'e und führe lediglich Tatsachen an. .Niemand, der Preußen und seine Absichten auf Rußlarrd kennt, kann im Augenblick über seine letzten Absichten im Zweifel sein, >vaS für Phrasen es auch immer gebrauche, ntn Rußland cinzuwickeln. Es liegt nicht in seiner Absicht, eine der Provinzen und Städte Rußlands, die es jetzt besetzt hall, zurückzugeben, unter einem oder dem anderen! Nanren, welchem, ist gleichgültig, werden diese russischen Dr^ visirzen künftig in Wllllichkell den Tell eines preußischen Reiches bilde:: uiiö das übrige Volk Rußlands wird, tells durch blen- deirde Wotte verlockt, tells durch Drohungen über die Forrsetzimg! des Krieges geschreckt, in einen Zustand vollständiger Wirtschaft- lick^r und später auch politischer Sklaverei zu Deutschland ge- ttieben werden. Wir alle bedauern diese Aussichr. Die Demoknttie Englands beabsichtigt, bis zum letzten Demokraten, Frankreich, Italien und allen unseren ^rbüirderen beiMstehen. Wir werden stolz sein, bis zum (nche Seite an Seite mit der neuen Demokratie Rußlands zu kämvfan, dasselbe wlll Amerika, imd Frankreich und Italien, aber ioem: die gegenwärtigen Machthaber Rußlands, unabhängig von ihren Verbündeten, ettvas unternehmen, so haben wir keine Mittel, ein- zusch reiten, die Katastrophe, der ihr Land sicherlich verfallen muß aufzuhalteir. Wir glauben jedoch, daß ein u n a b h> ä n g i g e ^ Polen, das alle jene walnhaft polnischen Elemente umfaßt, die wünschen, einen Dell davon zu bilden, eine dringerrde Noi- weichigdeit für das Gleichgewicht in Osteuropa ist/ In gleicher Weise und obwohl >rir mll Wllson stbereinstinrinen, daß eine Auflösung^ Oesterreich-Ungarns kein Teil rmserer Kriegsziele ist, bin itft der Meinung, daß, wenn nicht eine Selbstregiccung auf Grund von wittlich demokratischen Grundsätzen jenen österreichischen Nationen gewährt wird, die dies sv lange wünschten, es unmöglich ist, auf eine Beseitigung jener Ursachen in diesem Telle Europas, die so lange keinen allgemernen Ftteben bedrohtes zu hoffen Aus denselben Gründen betrachten '.vir nüt Befriedigung über die Bedingungen trifft, urrtrr dcne:: sie den Kampf' beenden natürlichen Aiffpruch der Italiener auf eine Bereinigung oder flottsetzen will, muß dun Genüge getan tverden. daß das Ge-, ^"^t ernern Bolle gleicher Rasse und ^prache'alZ awtwendrg. Eben;v ^ ™ • r *• • " - &' ■ “ beabsichtigen imr, daraus 311' drangen, datz den Leuten rumänilchm Blutes und rumänischer Sprache in ihren berechtigten Bestrebungen Gerechtigkeit -getan werde. Außerhalb Europas glauben tvir, daß dieselbe:: siftundsätze zur Amvendung komnren sollen. Währttid wir keineswegs die Wuftech:erl.allmrg des türkischer: Reiches in der Hcinrat der türkischen Rasse mit Klonstantinovel als varrptsiadt in Frage stellen wollen, ,'ind Arabien, Armenien, Mesopotamien. Syrien und Palästina, wenn' die Turchfahtt zwischen dem Schwarzen und dem Mittell'andvchsr Rceere internationalffiett und neutralisiert ist unserem Uttell gemäß berechtigt, eine Anerkennung ihrer besonderen nationalen Bedingungen zp erhalten. Welche Form diese fllnerkemrung in jeden: einzelner: Falle annehmen soll, braucht hier nicht euöttett zu weäden. außen der Erklärung, daj^-'es unmöglich sein :vürd< die Länder, die ich schon erwähnte, Mter die frühere Sonoeräniiät zurückzw- geben. Es wurdsö viel. Mer die Der einbarm :gen, die jvir mit unseren Verbündttcn über diese und andere Gegenstände ringen gangen sind, gesprochene Ach nnr schgM. daß, wenn neu« Umstände wie der rirfsische Infammenlnuch und die russischen lSonderverhandlungen die Bedingungen veränderten, unter welchen! unser elVereiittarrmgen gemacht wurden, wir immer bereit waren,, sie mit unseren ^Verbündeten zu besprechen. Was die d tu t f chen Kolon: en aubttmrgr. ft erllätte ich wiederholt, daß, sie Alur Verfügung einer Konferenz gehallt werden, dere:: Omtschsrestuna in echkt.'-r 5llrnte werden, deren Entschfließung in erster .Jütte Rücksicht auf die Wünsche und Interessen dcreingeborenewBewohner dieser Kolonien nehmen muß. Keines dieser Gebiete wird von Europäern betvohnt. Daher :nuß das Hauptgttoicht darauf gelegt werden, daß in allen diesen Fchlleu die Einwöhner chner rhnen am:ehm- baren Verwaltung unterstellt werden, deren Ha:rvMufgabe es fen* wird, ihre Ausnützung im Interesse der europäischen .Kapitalsten m verhindern. Die deutsche Erklärung, daß die Eingeborenes n: der: deutscher: Kolonie,: durch Militärische Treue während des» Krieges und durch Anhänglichkeit den Entschluß zeigten, unter) alle,: UmstÄnden bei Deutschland zu bleiben, ist ittcht auf die deutschen Kolonien tot allgemeinen anzuwenden, sondern nur auf eine davon, und in diesem Falle (iDeritschostpfrika) Haber: sich dto deutschen Behörden nicht dre AsthänglichVett der Eingeborenen^ Bevölkerung in: ganzttr. die -cjvtz: Me i>Vneigung gegen bve Deutz« sck^en hat und hüben wird, gesichert, sondern nur einer klcinatz kriegettschen Klasse aus der Pe ihre Soldaten oder Askatts gM wählt haben Schließlick inuß eine Gutnrachung des in der Bergen waltig:nrg des ütteruattcmülen MechheS l»sÄdLe« treten. Eine Erklärung Headersans. Lviribon. o. Jan. (Meuter.) In enter Äespvechurrg oer JRri*? A-oyL Georges sagte Henderson, die Arbeiterschaft würde sie mfofern willkommen heißen, als sie eine klareKe st stell un g über die Ziele fei, für deren BerwirkuchLNvg Vre Engländer den Krieg sortsetzten. In einigen Be^rehrmgen. verkörpere sie die erklärten Grmrd- 'ätze und Ziele, die die Arbeiterschaft bei der treulichen Kon ^ererrz als die wesentlichen Kriegsziele ftstgesdellt hat. Die Urisis in den zrietzensverhandluttgeir. Berlin, 5. Jan. (WTB.) Wie UirterstaatssekreLLr von ?rem Bu§sche in der heutigen Sitzmlg des Hauvtaus -chusses des Reichstages mitteckte, ist gestern abend ein Telegramm aus Petersburg emgctrosfen, worin cs heißt: . „Die Verlegung der Verhandlungen auf neutrales Gebiet entspricht dem erreichten Stand der Verhairdlungeit. In An drtracht der Ankunft Ihrer Delegationen am früheren Otte der Verhandlungen wird unsere Delegation zusammen mck dem Volks tomnttffcrr für auswärtige Angelegenheiten Trotzki morgen nach Bre sts Li t ows k fahren, in der Üeberzeugung. daß eine Ver- nandrgung über die Verlegung der Verhandlungen auf neutralen Boden keine Sckwiertgketten machen Wird." Berlin. 5. Jan. Der Hanptausschuß des Reichs t a g § trat heute erst um 1 / 3 12 Uhr zusammen, da vorher noch Ver HMVlungen der Parteiführer mit der Regierung und unrereinande stattgefundLN hatten Ter Reichskanzler Gras Bertling war nichl erschienen, wohl aber ReichsßchatzseLretär Graf'Rödern, der für die Dauer der Krankheit des Hecnr v. Paper mit der Stellver rretung des RÄchskanzlers betraut iit, ferner Unterstcuttsfekretär des Zmswärrrgeit Amtes Frist. von dem Bussche mW der Letter der Reichskanzlei o. Radowitz. Frhr. von dem Brrsschc gab folgende Erklärung ab: Der $5err Reichskanzler bar gestern die Insinuation der russischen Presse mrückgewiesen. daß wir uns in illoyaler Weise unserer Zusage betr. das Selbstbeürm mungsrecht der Doller ent tchen wollten. Im Anschluß an diese Erklärung stelle ich im ausdrücklichen Aufträge des Sxrrn Reichskanzler das Folgende fest: „Der^ Standpunkt des Herrn Reichskanzlers zu dem Selbstbe stim rnungsr echt der Volker bleibt unverändert, aber dieser Stmrdpuntt darf keine Deutung finden, die lediglich von den Intereü'en der Entente eingegebm ist. Die in der neutralere Presse veröffenUichte Darstellung, als ob bie russischen Delegiertev» den deutsche?: Vorschlag vom 28. Darüber als rmdislütierbar aögelehnr Hünen, ist tatsächlich unrichtig. Die russischen Delegiertes öaven zwar ^denken gegen, die von uns vorgescülagene Formu tierung erheben, fick indes ausdrücklich damit einverstanden er klärt, daß über diese Formulierung in einer Kommission weiter b-eraten werdctt sollte, um eine Verständigung berbeizumhren. Zwischen unseren und den russischen Delegierten war verembart worden, daß die Fornesung der: Verhandlungen auch über die Mittig verbleibenden Puntte am 5. Januar in. Brest-LitowSk erwlgM sollte. U u s e r.e V e r bü n b c t c n haben unter diesen Umständen urtt uns evtttrrunng den Vorschlag der Ruf s g n nach Veränderun g fl * * Berhanhlungsortes a b- gelehnt. Inzrmschen ist »*•£$ von Brest-Litowsk folgendes Telegramm Mgegangen: Am 4. Januar 10 Uhr abe^rds ist hier das in Uebersetzung -olgende .Hughes Delc-tramm aus Petersburg eingetrvffen: „An die Herren, Voriitzerchen der Telegarione« der vier ver- bundeterr Mächte: Die Verlegung der.Bervaudlungen auf neutrales Gebier enrspricht dem ern.stcpten Stand der Verhandlungen. In Andetrachr der Anlünft Ihrer DtteMttivn am früheren Ort der Verhandln:: ;«: wird Mttere DeLegacwn Jufammen. mit dem Volks- Kommissar für auswärrige Angetügenhettrn T r o tz 1 1 morgen nach Boeft-LitowÄ fahreic. in der Ueber-euKung, daß eine Verständigung Her d-e Berlegnug der Verhandüorgor auf NLittralen Boden keilte Schwierigkeiten machsn wird. llnterschrfft: (Die rvffKche DÄ-egation." I^ttm cher: ist mir den in Brest-Lckowsk anwesenden, mit Bvll- macfrt veriehenei: Bertrrrern der U kraine irr befriedigen-* der Weise verhandelt worden. Wertere ratsacWche Mitteilungen können von feitKt der Rsgckrung heute rächt gemacht werden." . Vorsitzender Abg. Fehreinbach schlagt vor, die politische Debatte ab^ubrecheu mtb einen aridere:: Gegenstand zu verhandeln. Mg. Scheidemann (Sozä widerspricht und wünscht, biß die politische DeL-ütte wrigest^t werde mit Rücksicht aüf die vorliegende 'Siruation -und i^ie Ror^oendigkeic,'H»aß der Reichstag erklärt, er stehe auch herüe noch avi dem klaren Srandmmkt des 10. Juli. Tie Sozialdemotrarcn wünickttn Aun: Atisdruck zu bringen, daß sie um keines Haares Breite rwn ihren: S-tandpunkt abwichen. Durch eine sn-emliche Erklärung zum Selbstbestimmungsrech! der Volker würde der ^Friede gefördert lverden. Ahg. Haas« Anchh. Soz.) widerspricht gleichfalls. Am besten märe das Imammeurreterr des Menums. Es müsse ausgTsprochen werden, dan^di: Mehrheit die Aeußerungen des Grafen Westarp teilt. Tie Benchrc über die Erergnisse in Bvest-Lirow-st ani -B. Dezember wversprächen einander uno dadurch werde eine un- zweib.'Uttge Erklärung unsererseits uottoendig. Di-e Ukraine ver- hcmdle nur uruer Teilnahme der Petersburger Regierung. Das russische Volk ste^e einig und fest zusammen. „Wir dürfen nicht vergessen, daß die Runen unÄ weiter emgegengekomnren sind, als wir enourten durüen." Durch Abstimmung wird beschlossen, die Debatte abzu-, ä recken. Ti-r Erönerung wendet sich der Frage des Gefangenen- austauschs zu. I Bei der Besprechung von Gesängenen^Austausch- sraaen fragte Äba. Erzberger (9«tr.), wie groß die Zahl der Zivil- aefomgencu sei, mrd wie es mit dem KvmprEißäbkvmvte» stehe. Das Gcrangenenlos' zu bessern, muffe der erste Erfolg der deutschen Kommission in Pcürsvurg sein. Der Redner fragte nach der Zahl dec Kriegsg-^a»Kenen aus beiden Seiten und nach der Lage der GeßmEen in den Geiangenentageru. Ab-'c P r i n < : u Scr-önaick-Carolath (ul.) schi eßt sich dreien Erklärungen an. Es ist leider festzustetten. daß russische Ge- rzmtm wabrhenewidrige Mitteilungen über ihre BebanDluac- nach ihrer Rückkehr in die verbreiten. Auf Dank werden wir kaum rechnen dürfen. Abg. K r e t h - Low. : Ta mau die Pläne des Austoärtigcn Amtes und der Zdeeresvernmltttng rrickr lemu. ist es schroer Über diese AttgZegenb^r zu sprechen. Amertta hat seine Omaner' schau edi° sÄO'. Vertreter in Petersburg «ne auSgezerchrrele 5>Wc.' Das neutrale Rote Kreuz wird uns frzffen mfi» f nßt Von einer allgcmemcn Rockage unserer Gesang.-a:n m Rußland darf man m±t sprechen Es läßt -fch mb mit b»\b viel he!bar Di« S^dsthil^- der fNow M rmrL- vor, dem Zwffck)enfall eine entscheidende Bedeutung beizuinessen. Rotterdam, !. Jan. MDB. RicktaruiLich. Mch dem , Nierrwe Rotterda.msck.fen> Eourmrt" rneldet der Petersburger Korrespo7rdent des „Daily DÄvyraph": Es ist euce Tatsache, daß die Bolschewili letzt zugdbew, daß die Unterhandlungerr vo'K Brrst-Litowsk mißglückt find und daß die deurschm Bvr'ckstäge keine Grundlage brlden, tauf der (RüUand Frieden nßiwßen könnte- Als aber Kamenew im Sorojet mitteilte. daß die Bedingungen unannehmbar seien, stunden die Vertreter der verschiedenen Ärmeen auf und erklärten, daß, £uei Soldaten nicht kämpfen würden rrndes auchn icht könnten. Bre st - Li tow s k, 6. Jan. Gesterti abend ist folgender Funk- svruch in deutschen .Klartext abgeßrndt worden: An die russische Doiegatckn zu Händen ihres Vorsitzenden Herm Ich fe. Petersburg. In ihrer Aurtvort au! di cVocschläge der russischen Delegation hatten die Delegationen des Bierbundes am 2b. Dezember 1917 in Brest-LitowZk gewisse Leitsätze für den Mschluß ernes sofortig«rr allgemeinen Friedens- ausgestellt. Zur Vermeidung einer einseitigen Festlegung hatten Sie die Gilrig-tzttt dieser Leitsätze aus drücke l i ch d a v o n abhängig g e w «r ch t, daß sich sckntliche tctzt emt: Kriege beteiligten Mächten innerhalb einer angsniessenen Frist ausnahmslos und ohne jeden Rückhalt zur genauesttn Beobachtung d:w alle Völker iu gleicher Weise schützen.de>: Bednrgungen ver- pflichten müssen. Mit uZstmimung der vier verbündeten Tclegalünren war darauf von der russischen Delegation eine zehntöchge Frist >eGge4etzr worden, innerhalb deren die atu treten Knegsithrmden sich mit den in Brest-Litowsk aufgestellten Grundsätzen eines sofortigen Friedens bekanntmachen und über den Einschluß au die Friedcnsvcrhandllragen entscheiden, solltem Die TelegaLivnen der verdimdetcn Mächte stttlren fest, daß die zehntätige Frist mit dem 4. Januar 1918 äbgelaufcn und von keinem der anderen Krieg Mr enden eine Erklärung über den-' Beitritt zu d mcht stattsinden. Der leitende Gesichtspunkt muß der humanitäre sein, damit lassen sich die anderen Gesichtspunkte sehr wohl oereinisen. Hirrsickührch der arrzurvendenden Grundsätze muß man, bei,chen Austauschverhandtungen die garrze Lage berücksichtigen. Ter Vorwurf, daß dabei Widersprüche herrnrskommen, wiegt nicht schwer. Weiterberarnng Montag nachmittag. Die Verhandlungen mit der Ukraine. Brest-Li1owsk,5. Jan. (WTB.) Gesder-n und haute fmrden Brest-Litowsk unverbind.iche B«:,prechimgen mit der ukrai nicken ?lbovdnung nahmen. Der statt, die eineu befriedigenden .Verlauf Zwierpult in Rußland. Rotterdam, ö. Jvn. (MTB. Nichtamtlich.) Ter „Nieuwe Rotrerdamsche Couvtutt" erial/rt aus Loittwn vom 4. Januar: Tie B o l \ ct> c ii> i f t hatten Char kow besetzt, aber die Truppen des Generals Tscherbatschew schließt die Smdt attmählvch ein. Starke Truppen der Bolscheiviki werden bei Woronesch zusammen- »ezogeir und bereiten einen Eingriff auf K.a ledin vor. Bolschewiki, die mit der Eisenbalm von der kaukasischen Front kamen, «mlrden bei Rostow durch Mledins Truppen entwaffnet. Unuland. Paris. 5. Jan. (WTB. Mchtanttlicki?- ..Tcmtvs" meldet: Die französische Regierung hat die Umrdhängigkeit der f i n- n i s ch e n R e p u b l i k rechtlich wie tatsächlich anerkannt. Zuwachs sür Eftland. Durck Verfügung der etersdurger Regierung ist ?t zusammenh-änseudttl Ortschaften von 'Idarwa, Iwangorod, Ioachimsthal und Ztzränl-olm nebst ihrer Teilnahme mr den Wal-Len zur estnisckjen Ratio7uttderßmnntung sind ange-orvmck roorden. Damit hat die estnische Gr-nze drn Narova- iluß überschritten. Die Ukraine. Wien, Z. Jan, Die Note des ukrainischen kG c n e r a l s e k r e t a r i a t s, Äße an die kriegführenden und neutralen Mächte sowie an deir Vertreter der Rada bei den Friedensverhandlungen am 25. Dezember gerichtet wurde, besagt u. a. folgendes: Turca das Universal der uttrarnischen Rada vom 20. November 1917 wurde die Ukraine zur Stellung eines selbständigen Staates erhoben. Tie ukrarnnche demokratische Repttblik strebt dik BilLamg einer s ö de r a t i ve n Republik an die alle Länder des früheren russistttzm Reiches umfassen soll. Sotungk aber ferne iÄrorattve Reg-ierimg oristierr und solange die mrswärttge Vertretung der sÄMttiven Und der ukrattlischen Regierung ntfflt cm» regelt wind, tritt bis ukrainische Republik ritt ibrrr Regierung, heirt General lefratiria t, den Weg der selbständigen intern uationattm Beziehungen cm. Die ganz? D-rwottottc des ukrainischen Stontes erstrebt den W eil r i r j. d e n, den ccklgemeuttti Frioüeit unter aU«n ttisgfütwew)eu Stcuv- tsn. Der Friede^ soll allen, sogar den fernsten Böllern in lekem Staat die Freiheit her oölkerrecktiickren S.R d übe st i m - m u n g sichern. D»e ukrainische demokratische Rk.vublit hat jetzt ihre eigen ' Frmtt und wird in den internat;analen Amteiegen hei tett selbständig durch ihre eigene Regierung vertrc^.m. welche die Inter- essm des nkrchniüi.^'n Volkes schilynr wird. Diese Regierung, hat criK^mi allen F-riegrnsverhandlungen, stvn.serrn'.:u und Kongressen gttud allen anderen Staaten t-eilzunvhMvtr. Einen Frieden im Namen des ganzLn Rußland kann mr.r die Radierung ichlroßen, die von einer Republik und iiaattich organisierten Gebieten (?) gebildet wird. Wenn dar Bildung einer so/ck >i Rer :v'±nq ;n der nächst« Zukunft nicht schon möglich wäre, so könnten nur die feer* einten Regierungen aller dieser fHeMblikm und Gebiete sx-ried«r schlreßcm. Aus diese 9 fr>te erhielt die ukrainische Regierung fol° gende telegravbisch.e Antwort von den Regierungen der Zentralm äch te: Aote be.< General ekrerarütts der ukrarrnschan o^awkrattschen Repulnk an alle kriegführenden und neutralen Mächte zeigt, daß os murmgänglich notwendig ist, daß die Vertreter der ukrainischen demokrattghen Republik an den F r i e b ensv er Handlungen! i n -ö re ft ^ S 1 1 o w s k teilnehncen. Deutschland, Oestsrreich-Un-- Mrn, Bulganen und die Türkei haften es für nurn^ndig, zu er- llaren, daß sie bereit^siud, die Vertreter der ukrainischen demokvatt- Repubttk als -Teilnehmer an den Friedensoerbandlungen in Breü-^itowsk zu benützen. Gleich',eckig werfen sie daraus hin. daß Erch bei bett Verhandllmgen über beu ^1^)1111)^ beqrüfrt batten, .^üdlmamr. Fzernin. Vopow. ^cejnm. Englands Vertretung in Petersburg. R v t tr rdam. 5. Jan. -WTB. Nichramtl.' Der Par. lameittsberrchttrstatter der „Dailp News" schreibt, die Regierung habe die Absicht, sich in Petersburg zunächst durch einen Gejcktäftsträger vertreten zu Läufen Wenn je- mand, der bereits in Rußland sei, für diesen Bosten gewählt wurde ,w würde es wahrscheinlich der britische Generalkon-- sul m Moskau sein. «arrail in Paris. Paris b. Jan. WTB?, Rbeldun-g der Agcmee Havas General a r r a 7 l ist am Samstag nnttag hier angeLwimon Das PvLizeiregiment in Amerika. Stockholm, 5. Jan. lWTB.> „)cha Dagligt Allehanda" ev^ fahrt von einem aus ?Lmerika ^unlckgekebrrcu Schweden, daß in den Bereinigtest Staaten ein walnhaft zaristisches PolrzetreAiment eingeführt word-m ki. Iu allen Gefells fchaftsklanen ?eien geheime Spione an der Arbeit, um den .stumpf gegen die Anhänger des Friedens rücksick'ks!os durckmführen. ES geschehe nrcht selten, daß Leute, die firn kritisch äußerten, ausf offener Straße verhörtet würden. Xxov alter gcwaltsameu Propaganda sei der Krieg bei dem Polka unpopulär. Vor allem nttch- tcren die Loldaten d en Transport über das Meer, da gerücttweiw bekanui sei, daß bereits große Transporrdampfer versenkt worden leien. Lebensmittel feien in Fülle Vorhände»!, aber die Preise so gcmegen. daß es zu bös artigen trartwfet komme Fast täglch brechen Ausstände Eft die von der Remerum; »ntt militärisch^ Hilfe unterdrückt werden. Ver Seekrieg. %tnt U-Voot-Erfolge. Berlin, 6. Jan. (WTB. Amtlich) Eichnes Drauß- gehen unserer U-Boote bei stärkster feindlicher Gegenwehr hat unseren Feinden wiederum den Verlust von 2 2 000 Brutto-Register-Tonnen eingetragen Drei grvhe Dampfer ftelen den Torpedos im Aermelkanal zum Opfer. Eines der Schiffe war ein tiefbeladener, ostwärts steuern^ der großer Tittikdampfer; er sank binnen 40 Sekunden. Von den übrigen Schiffen konnte einer als der bewaffnete eng- ttsche Dampfer „Polwarth" (3146 T.) festgestellt werden. Das ^clms war mit wertvoller Eisenerz und Phosphor-Ladung nach Englmid bestimmt. ^ Berlin, 6. Jan. Am 22. Dezember 1917 hat eines mijerer U-Boote im Mittelmeer die Hochöfen und Schmelz- Werke von Piombino wirkungsvoll beschossen. Schneidigem U-Boot-Anrisf sind im west l i ch e n M i t- telmeer letzthin acht Dampfer und drei Segler mit rund 36 000 Br.-R.-T. zum Opfer gefallen. Die Dampfer, die mit Ausnahme von einem beladen waren, fuhren sämtlich in stark gesicherten Geleitszügen. Einer der Dampfer hatte Mmtttionsladung für Italien. Er ging fast curgenblicklich nach dem Torpedotreffer unter. Die übrigen schiffe waren überwiegend Transporter nach Genua. Ihr Verlust bedeutet für Italien einen empfiltdlcktien Ausfall an Kriegsmaterial. Mit welcher Umsicht und Geschicklrchkeit die Geleitszüge angerissen wurden, zeigt die Tatsache, daß in einent Fall aus einem Gelcitszuge in 23 Minuteir drei Dampfer heräuSgeschossen, in einem mrderen ein aus zwei Damp^rn bestehender Geleitszua vernichtet urrd aus einem weiteren Gelertszuge von drei Schiffen im Doppelschuß zwei Dampfer versenkt wurden. Unter den versenkten Dampß?rn. die alle bewaffnet waren, befaride»: sich die italienischen Darnvrer Attualita (4791 Br.-R.-T.) und Mo me Biancv (6968 Br.- Reg.-Tonn.X Zwei der versenkten Segler, darunter der italienische Schoner Giulio S., hatten Schwefel, der dritte Kohlen geladen. Während der Versenkung des ernen Seglers wurde das U-Btwr von einer Landbatterre bei Cap Vito (Sizilien) beschossen, die Batterie jedoch durch das U-Boot zum Schweigen gebracht. Der Chef des Admiialstabs der Marine NnerkSr-e» Verhalten der deutschen unabhüngige« Sozialdemokratie. Berlin, ö. Jan. (Prw.-Tel.) Die „SvHialiMsthe Korrr spond^mz" teilt wlgendes mtt: Während mckttärisLe Bertvtter DeucstAnnds in Brrst-Li wwsk die BorbcÄ.ngmm des Friedens m WaffenstckLstanvsverhaud^ llrnqen zu schaffen !achten und die deutsche Regierung fick berei erklärte auf der Grnsrdlage der Vorschläge der russischen Arvecker und Soldaionrätt in Frie0enÄ«rhLnd1mrgen emzutreren, kannt! die deutsche uuubhängige SpziuldemofrLtie krini größere Sorge als die. wie der Friede mit Rußland ver eitelt werden könnte. Wir erhalten darüber aus voll kommen ummiecktvarer Quelle aus Stockholm unzweifelhaft genau, MitteÄungen. denen toir für honte folgendes entnehnreu: ,Ln der Teigen vor B ei h nacht int erhielten die BoliÄmvikiS vorr Führen der de>stschen rmabbäirguM, Spzialdemokrarie dis dringende Mah> nung, vre Ftt^msverhandlungon zu verichleppen, iocil die Ent Wicklung rn D^sutschLand sich m ihrem, b. h> im revolutionärer Sinne vvAzrehe. Ter Abschluß, eines Separatfri^«rs zwischer Deutschland und Rußland wäre verwerflich, wall er die erwähnt, Entwicklung in Deutschland beemträchstgen und ferne herrscheröo Schichten stärkst wütt-e." Arrr SiaM «nv Cant. G ie steu , den 7. Januar 1919. Sammel-HilfSdienft der Schuljugend. Aus scheinbar Wertlosem neue Werte schassen! Das ist der Hweck der neuen Organisation, die in den nächsten Tagen hier rm wesentlichen nadj dem Vorbild von Frankfurts ins Leben Treten soll. Das Vaterland braucht dringend Rohstoffe aller Art, die in Form von Ws allen und Altmaterialien nutzlos daliegen; nicht minder bedarf das.Rotee — den glünzetrden FraUkfurtev Ergebnissen an die Seite stetlen können. Wie wir hören, solleft ähnliche Beranstaltmrgen in ganz Deutschland getroffen werden, urrd e- wird sich sicher zeigÄr, wrelch ungeheure Mengen nutzbaren 'Altmaterialien durch ein solches Großreinmachen im ganzen Reich Mittage gefördert werden kann. Ein atetz Handwerk in neuem Gewände. Der Krichg !:at die Zunft der H o l z s ch u h m a ch e r wieder Zu Ehren gebracht. '?ln >dre Stelle der Lederschuhe tritt in steigendem Maße der Holzschrih. Wenn ehedem nur an bestimmten Markttagen in Gießen. Fulba^ Hersftlö, Alsfeld. Lauterbach. Marburg, Hün- Frickberg usw. der Holzschuh verschämt seil geboten wurde, so bmonÄt er heute als Aushängeschild vor den Ladentüren aller einschlägigen Geschäfte. Im Vogelsberg und in der Rhön gelten die WaM)Srfer Lanüenhansen, Hartershausen, Hemmen, Dalherda. Dl' kan, Wüstensachsen und Abtsroda heute rwch wie seit altersher als die Hauptsitze der Holzschnitzerei, besonders der Holzschuh- macherei. # Einige der Lxhuhschnitzer übev den Berus im Haamamt jahraus, jahrein, die meisten treiben ibn nur noch, in der verdienst- kargen Winterzeit. Doch mit der soAschreitencren Lebensführung der Bevölkerung sank sn den letzten Jahren der Bedarf an Holzschihen. Die Schuhscknitzer versuchten sich an anderen Sacken und wurden Bildschnitzer. recht oft sogar Kunstschnitzer. Gar treffliche Kunst- schmtzarbeiten sind aus den Rhön- und Bogelsbergwerkstätten in di-e Welt gbvmidert. Und mit welchen einfachen Mitteln und untef welchen bescheidenen Verhältnissen arbeitet die e ländliche Küustler- säxtr. Etliche Messer, Bohrer, Räeißel, Säge, Hobel und Beil sind die .Handwerkszeu^, und gemeißelt wird in dumpfer Stube beim Klenspmr. Bis 1914 formten die Schnitzer weder Organisation noch Wahrung gemeinsamier Interessen. Ter Händler holte für spottbilliges Geld die Ware ab. Jetzt hat des Krieges Vhyt aus den Kunstschnitzern wieder Sckuhschnitzer gemodelt. Zu Tausenden begehrt man den klappernden Schuh, den die Schnitzer aus Erlen-» Warn-, Birken- oder Liudenh.'lz Herstellen, indem sie den Stamm in Klötze eirtspreck-Licker Größe zurichten, diesen Klo Herr intt dem Zugmesser die Sckühform geben und sie dann mit scharfen Lösfel- messern aushohlcn und glätten. Altes Gold dem Vaterland. Draußen im Sturm gebraus Stehn sie im Streite — Du in der Heimat hier Trügst noch Geschmeide? Sturmesrus! Letzter Ruf! Hilf, daß wir's schaffen, Deutschland braucht nötig auch Goldene Waffen! * ** Am tliche Personalnachrichten. Der Großherzog empfing Mm Vortrag: i>cu Staatsminister Tr. von Ewald, den Finarrzminister Tr. Becker, den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Gcheimerat R ö m Held; außerdem den Oberleutnant Gras B r e- d o w. — Der Großherzog hat am 29. Dezember v. I dem Pfarrer At^ust Eck ha r d zu Seeheim die evangelische Pfarrstelle zu ^9v!te dors übertragen und MM 22. Dezember dem Biftgermeister, Orts- gerrchtsvorsteher und Standesbeamten Georg S ch n e l l b ä ch'e p zu Lindensels das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. — Der Großherzoq bat am 26. November dem städtischen Hallenmeister und Fleirschbeschamr iR. Fromz Rodenhäuser zu Darmstadt das Allgemeine Ehren- zeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste", zum 16. Dezember dem Mitglied des Kirchen Vorstandes zu Bielbrunn, Hofpächter Adam Weyrich V. zu Bremh-os, dieselbe Ausz-nchmrng und dem Postagenten Peter Kunz in Büdesheim (Kreis Bingenj das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" am Bande des Verdienstorderrs PHÜipps des Großmütigen verliehen. ** Auszeichnungen. Obermatrose H. Weißen stein erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsnredaille. Feldwebel G i s s e p. Inhaber des Eistrrnen Kreu-es, wurde mit der Hessischen Tapserfeitsmedaille ausgezeichnet. — Dem Gefreiten Wilhelm Schmidt wurde das Eiserne Kreuz und die. Hessische Tapserkeitsmedallle verliehen. ^ ** F u t t e r k a r t ? f s e l n. Nach Mitteilung der Landcs- wcrnVffslstelle lvareir Ziveifel aufgetaucht, ob ein freier Hmrdel nnt Futterkartoffeln zulässig sei oder nicht. Die Reichskartofsel- ftelte hat die Frage endgülttg verneint. Die Futterkartofteln mtthin nur cm die Knmnnmalverdmrde veräußert loerden. Im Kreis Gießen ist mit deren Abnahme die Firma Bereinigte Getreroehändler G. m. b. H. in Gießen betraut. Da der Speise-- kartoftelpreis für rmsgesprock>ene Futterkartofseln nicht verlangt werden kann so erfolgt die Bezahlung der Futterkartoffeln ent- sprechend niedriger. ' „ * T as Großh Hessische Regierungsblatt Nr. 28, ausgegebeir am 31. Dezember 1917, hat folgenden Inhalt : 1. Bekamirmachwig über die Reglung des Flei-ämerbranchs und den Hcnrdel mit Schroeinen. CB. 291.) — 3. Bekanntmachung über Ko^Mvecteüimg, hier EtnZchrSMmg des Berbvauchs etä* irischer Arbeit. (S. 292.) — 3. B eVam tt nwM« « . den Verkehr vvn Schafherden zwischen Helfen und anderen Bn»ü>esstoaten betreffend. (292.) — 4. BeVanntmachnng, den Berfohr mit Spanferkeln betreffend. (S. W3.) — 5. BÄamttmachung über die Bewirtschaftung von Milch urnd den Verkehr mft Milch (S. 294.) — 6. Befomttmocliuing. Abänderimg der Vekannttnachung über Fleisch- versvrguTrg vom 7. November 1917 betreffend. (S. 295.) — 7. BefomrttnachunZ. Feststellung des Schloch:g>e.vichts hansgeschlach- teter Tiere bLtreftiend. (S. 296.) — 8. Befonntmachüng, die Orgar.isatilin der Unfatldersichernng betreffend. (S. 297.) — 9. Be- VanntnraÄmvg, die Unsa1.lversijcl)lermrg der Stadt Mainz betreffend. (S. 297.) ** Opernvorftellung. Der Theaterverein veranstaltet am Freitag den 11. Januar als zweites Operngastfpiel eine Auf- jiührung von Verdis R i g o l e t t o. Der Kartenverkauf für Nichtmitglieder begftmt TienStag .fn'ib bei Ehallier. ** Stadt thea t er. Es sei in letzter Sttcudenochmals daraus hingerviesen, daß die 12. Dienstag^pdonnernevitsVorstellung «m heu- ttgen Montag stattfindet. Bon unserer Bühnenleitung ist „Tie Straße nach Steinach", „eine ernsthafte Konwdie von Wilhelm Stücklein" errvorben worden iMd jfoll noärilu diesem^ Monat zur Aufführung gelangen. Das Werk (hat in (der letzten T>ezemberhälfte im Theater an der Künvggrätzec-Straße in Berlin seine Uraufführung erlebt und einen von Publikum wie Prässe glaichermiaßen anerkan.nten großen! Erfolg davongettagen. ** Umsatz st euer. Nack den gesetzlichen Bestimmungen sind die Anmeldungen Mr Umsatzsteuer am Schlüsse des Kalenderjahres binnen 30 Tagen beim Finanzamt einzureichen. Es steht dem Steuerpflichtigen frei, entweder die Zahlungen oder die Lieferungen des abgelaufenen Jahres nachtzuweisen. In den Fällen!,' in denen die Lieferungen nachgewiesen werden, kann von diesem Verfahren im nächsten Jahre nur mit Genehmigung Großh. Ministeriums der Finanzen abgewichen werden. Ist der Betriebsinhaber nicht imstande, den tatsächlichen Gesamtbetrag der Zahlungen bzw Lieferungen anzugeben, weil für seinen Betrieb eine geregelte Buchführung nicht vorhanden, so ist schätzungsweise Angabe zulässig. Die Handwerker-Beratungsstelle des Orts-^ gewerbevereins steht den gewerbetreibenden Mitgliedern? lund Handwerkerfrauen in den Mittwochs von V/ 2 bis 27a Uhr im Gewerbehcvus, Kirchstraße 16, stattfindenden Sprechstunden zur Aufstellung der Unterlagen und Beratimg, ebenso Mr 2lbgabe von Anmeldeformularen zur Verfügung. n%H4400c^i r (R^4i -August-Kfteuz. — Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: Gesr. Fritz Sinket und Schütze Otto Ulm aus Nauborn und Fritz Mutz aus Oberbiel. ra. A u s de m Kreise Wetzlar, 6. Jan. Vielseittgen Wünschen entsprechend sind jetzt auch für den Kreis Wetzlar zwei uralte OÄmühlen aufgetan worden, es snrd dies die beiden Mühlen Zecher zu Salzböden rrrrd Herwig in Oberbiel. vesser^Nalla«. mr. Frankfurt a. M., 6. Januar. Durch die städtischen Schulen wurden im Sommer 1917 mehr als 1000 Zentner Wildgemüse und deutsä-er Tee gesammelt. — Ajuf Veranlassung der preußischen Bischöfe wird an Kaisers Geburtstag in allen tat ho* lischen Kircken eine Kollekte zum Besten der kirchlichen Kriegs- hilse abgehalten. mr. F ra n k furl a. M-, 6. Januar. Bei der hiesigen Gold-* ankcrussstelle wurden bisher für 579 329 Mark Goldsacl>en einge-* liefert, die ein Gewicht oon 381 541 Kil!o darstellen. Platin wurde für 16000'und Doldmibrzon für 12 000 Mark abgeliefert. —• Tie hiesige. Bekleifomgsstetle hat in 14 Monaten über 2 Millionen Bezugssäxine ausgestellt. — Die Stadt hat vom August 1914 bis -um 30. November 1917 an Kriegsunterstützungen für die Kriegsfürsorge 81570380 Mark bepahLL. Der monatlich mifcu* wendende Betrag für FamiliMMiterstützungen beträgt 3 548 000 Mark. -- Frankfurt a. M., 6. Jan. Tie Polizei verhaftete Freitag abend in einer Wirtschaft der Fabrgasse den Mörder des vor einer ^oche erschossenen Schutzmanns E r t l. Es ist der wegen Einbruchs vorbestrafte 28jädrige Schwsser Johann Georg Wecks u ß aus Lohr a. M. Deser hatte in der Mordnacht gemeinsam mit dem 17jälirigen Schlosser Wilhelm Kappes aus Klein-Heuback mefoere Villeneinbrüchc verübt, ^öeim Wegtransporl des Tiebs- :uts wurden beide von Ertl überrascht und verfolgt. Hierbei schoß Wecksuß den Beamten nieder. Ter Mörder ist geständig. H. L. Frankfurt a. M., 6. Jan. Tie Untersuchung gegen den Lustplürder Karl Martin Suther ist, wie uns mii Basel gemeldet wird, ivoch nicht abgeschlossen. Suther hatte bei seiner Verhaftung zwei Pässe bei fiel». Er war bis in die Näl»e der Grenze mit der Ersenba.hu gefahren. Seither l-atte sich schon früher als Schmuggler betätigt und wußte, wo er die Grenze überschreiten konnte. Er wertete cm einer ihm bekannten Stelle die Gelegenheit ab. bis die Pcürouillen den Ort prsf'-ert hatten, und betrat dann schweizerisches Gebiet. Dort wuride er von den Behörden festgenommen. Wie unseren Lesern noch erimierlich sein dürfte, wurde vor der Dank in der Forsthausstraße ein Stück Eftrwickel- Papier von Schokolade gesunden. Es wurde dann weiter ermittelt, daß es sich um Schokolade Schweizer Herkunft handelte, und die Behörden in Basel stellten fest, daß Snther einen Einbrrrch in der Schütteiz verübt hat. bei dem ihm derartige Schottstade in die Hände siel. Ter Ueberrest des Einwickelpapiers ist damit zu einem weiteren Gliede an der .Kette der Beweise gegeir Suther geworden. = Höchst a. M., 6. Im». Der Lnter der Farbwerke, Justizrat Tr. H a e u s e r, Mlrde zum Eteheimen Regterimgslat und drrrch Wnigtiche Kabinettsorder zum ElrrenMitglied des Kgl. Jnstitttts für experimerltelle Tl?erapie in Frankfurt a, M. ernannt. Höchst O.M.. 6. Jan. In der Fabrik für Beleuchtungskörper und Armaturen von Zulaus & Co., Kasirrostraße. ver- ^ftchtete Donnerstag abend ein Brand den Dach'ttiU und das obere Stocttoerk der groben Werkstütte. Hierbei siete, den F.crmmen zalst- reäche Zeichnungen, Modelle und anderes Material zum Opfer. Durck» die in die arrderen Rckmte eingedrungenen Wassermengen wurde eine Anzalst Maschinell vorerst betriebsimsähig, doch erleidet der Fabrikbetrieb selbst keine Unterbrechung. Tie schwer be- drolüen Nackchargebäicde komrten von der Fercerwehr vor der Einäscherung behütet werden. ** Kassel, 6. Jan. Der des Diebsdahis einer Anzahl von Ktmstgegenshüttden «ms dem KünigUchen Schloß «u KtlhekmShShe angellagte 17fährige HLlfsdienstpftichtiqe Mkke wurde von brd Strafkammer pi drei Monaten Gefängnis verurteilt, während der Antiquar Mdel, 3 ZV SP i Z t: A ■5 •a 1 1 1*1 s?|! Wetter 1918 £ s s i 5 S 6.| 2” _ 1 3.5 3,7 71 8 Bew. Himmel *>.| 9" - 1.9 3,4 3.1 78 — — 10 Bed. Himmel 7. 7^ - 5,6 95 1 10 ; 1 * p Höchste Temperatur am b. dir 6. Januar 1918 Niedrigste „ » „ v 1918 Niederschlag 0,8 mm. --ft- 0,5* C. »- 4,6*0. ttwByemL. ttrserstrqr oer^ooesTöae l. 0. Staat GietzeL 52. Woche. Vom 23. Dezember bis 31. Dezember 1917. Einwohnerzahl: angenoimnen zu 33100. SterbltchkeitSziffer: 10,99»/^ Nach Avzug von 3 Ortsfremden: 7,85 Qr Sr- _ Kinder öttf- —tal gjbe«»- Pora^gl - 10 ) ES starben an Diphtherie Tuberktckoss der Lungen Lungenentzündung and. Krankt,eiten der Ber- dalmng-organe Krankheiteir der Harn* und Geschlechtsorgane Krebs S(S) 1 1 Erwachsene 1(1) 1 1 umma 1 1 "TW tut An«.: Die tu fitautmem gesetzten Ziffern geben an, »vie der Todesfälle m der betrejjenden Krankheit auf von auSwäridj »ach Gießen gebrachte Kranke kommen. LaiHfjentlichung des Großh. KreisgesundheitSa»tA Dr. Walger. M-d.-Rat- Nachruf. Am 3. Januar 1918 verstarb unser BureaugeSiilfe Herr Adolf Oümbel ~\ ixefeldwebel des* Reserve Infonler des Eisernen Erenies II. Kl. aus Krofdorf an den Folgen eiuer schweren Erkrankung, dio er sich im Dienste fdr das Vaterland zugezogen hatte. Wir verlieren in ihm einen pflichttreuen und gewissenhaften Angestellten, belieot bei seinen Vorgesetzten und Kollegen, dessen Andenken wir-stots in Ehren halten. Die Direktion 237D der städtischen Elektrizitätswerke Gießen. i O- r Todes-Anzeige. ijzs 5 Uhr, entschlief sanft m gute Frau und Mutter, Ta_ Frau Margarethe haucht Ama. Januar, mittags 5Ühr, entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden meine liebe, gute Frau und Mutter, Tante und Schwägerin im 56. Lebensjahre. Leo. Zefther Lichtspielhaus, Bali 8 ih@fsti %34 Erstklassig« Künstler-Konzert«. Morgen das große Doppel-Programm J&sla irait EIi 3 ©fs, dor weibliche Detektiv Ein Defeirtlvduell ± i f Theater-Verein. ■ in 4 Akten. Bety areolielie Em Stück Romantik aus dem ungarischen Volksleben in 4 gewaltigen Akten. Afe «äohsien Samstag: Wjs grosse Sensation. In tiefer Trauer: Georg Laucht und Sohn Ernst nebst Angehörigen. Gießen (Ludwigatraße 52), den 7. Januar 191& Die Beerdigung Sudefc Mittwoch den 9. Januar, nahmittags 3 Uhi* auf dem Neuen Friedhof statt. [23t Dlenstiuadietren für for'ort ob. z. 15. 1. nciucht 0 S.»9 We il-Anlag e 7. Täckl. fflofl. Laaucäflehea nef. p.S-10. WelsSa rcr Wa o 17. III. ZTüchenmäLchen u Teeustmädchen flefuebt. 2178 Medizinische rmd FraueuklSnie. Putzfrau fürd. G^chäflsrnulne^ejucht. Bfidchen oder f ran tagsüber gesucht 0S341 Bab nÄofstrake 2,11. w„i5^ t F S.n ade ?’ ^^rwamven and Bek-innten die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe, unvergeßliche Gattin, unsere g.ite, treu- sorgende Mutter und Pflegemutter, meine liebe Schwester, unsere hebe Scnwftgenn, Gote und Tante ^ Fleißige iniHrx ui sLÄ I2i. 1 .wJl hr | 11 TT? ac i 1 s *®bentägtgeai schweren Leiden am 6a®asfrag nachmittag 2 Uhr durch einen sanften Tod erlöst wurde. ! In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: ^©tnmailer, Schornsteinfeger W*Ih. /a Uhr: 1? habe zu verkaufen. Müblftraftc 3 im Laden . Gur erh. Bade&asaa, ein Patralemabersl, ein Flebar wegen Platzm. z. verf. Näh beiSuatra». Wolkena. 37,111 NegtS-BsrSelläyg UMMKemsl Tragödie eines Volke« von Schünherr. 229c ösMMMz m Frl. Laatai SU d» A n la ge _7 («5» Süd-Anl«^^ Süd-Anlage 7 ®^ n6i< \ e * n Anfertigung von Wische (^k’i-. W e l 88 ' ^nd Buntstickereien rilet, ocblnnhenaiWt, Klöppeln and allen neuen Hand- Oper in oAkten und 1 Vorspiel in 1 Akt von G. Verdi. Anfang 7 Uhr pünktlich. Ende 9Va Uhr. Der Kartenverkauf beginnt Dienstag morgen in der Musikalienhandlung von E. C h a 11 i er. Bekanntmachung SSetdfft; Die Juhrwcrkswage an der Margaretenhutte. DubrwerkSwage an der Margareten- bütte ist bis auf weueres geschlossen. Giehen. den n. Januar 1918. •p-'m _ Ter Oberbürgernteister: Keller. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Eisenwerk Haiger, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen, eingetragen: Die Prokura des Heinrich Heseler ist erloschen. Gießen, den 27.' Dezember 1917. __ OtesjsftcrsoflUdKS Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A würbe heute bezüglich der Firma Bär L Wetterhahu, Gießen, eingetragen: Die Zweigniederlassung Frankfurt a. M. ist erloschen. Gießen, den 27. Dezernber 1917. GrotzherzoglicheS Amtsgericht. 2243 Bekanntmachung. *3n unser GenossenschastSregister wurde heute bezüglich der Oberhessischen Handwerkergenossenschaft „Ostpreußenhilje" eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht mit dem Sitze in Gießen eingetragen: Die Liquidation ist'beendet; die Vertretungsbefugnis der Liquidatoren erloschen. Gießen, den 21. Dezember 1917. Großh. Amtsgericht. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der laud- und sorftwirt- schasllichen Berufsgenosienschaft für das Großh. Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nünklichvom 8.Januar 1918biszum21.Januar 1918 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungssrist bei dem Vorstände der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft in Darmstadl zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Allendorf a. d. Lahn, den 5. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lahn. __ J.A.: B i n z. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der lrnd- und forstwirtschast- lichen Berussgenvffenschast für das Großherzogtnm Hesien für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 7. Januar 19 l 8 bis zun-20. Januar 1918 auf der Bürgern,eisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen das Kataster sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungssrist bei dem Vorstand der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Grüningen, den 4. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Dingel. -!» Zigaretten mo°0 £tüd: Gold-. Kork- und ohne Mundstück in D.E-J .Jg' nn ^5° ae - Abgabe nicht unter 1000 Stück. Willy Heinzerling, Frankfurt a. M Fabrsafte 156n, Gcke Seil.