Nr. 4 Der ^lehener Anzeiger erscheint täglich, anher SsrmtagS. - Beilagen: SiehrnerFamilienblätter; ttre.sl!all für den Kreis Sieben, vezugrpreis: monatl. Alk. 1.80, viertel- ,äk)rl>ch Aik. 8.60-, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Ü)jf. 1.10; durch die Bost Pik. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellst. Fernsprech - Einschlüsse: snrdieSchristle>iunst112 Berlaq,Gesckäitsstellebl Anschrill für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Erstes Blatt J68. Jahrgang Zamstag. 5. Januar )M8 Annahme »on Anzeige» { . die Taqesnumrner bis zuin Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichtett Seilenpreise: ilir örtliche Anzeigen 2bPf.,fürauswärtlg« 80 Pi., llir Reklamen Mk. 1.— ; bet Plahoor- schrist 20°/ o Ausschlag, hauotschristleüer: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton.' Bankverkehr: Auq. Goetz; Stadt- mit Sewerbebanl Siehen Land.VernnschteSu.Ge richttziaal: W. Meyer, Zwi!ling§nmddruck u. Verlag: vnchl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R. Lange, öchristleitling, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. jämu^i^lü Gießen.' ßicheMrAMtzrr Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U68ü General-Anzeiger für Oderhessen Ein rnssischer Vorschlag und Zlockung der Zriedensverhandlungen. wochenrlickbllck. Wenn wir in Stunden wichtigster Entscheidungen den Reichstag nennen, so überkommen uns unruhige Stimmungen. Wird er diesmal das Richtige treffen, wird er die Annäherung eines deutschen Friedens fördern, oder wird er seine Kräfte mit Grundsätzen und Parteischablonen verzetteln? Denn das müssen wir alle zugeben und feststellen: eine große Aufgabe liegt ihm auch heute wieder ob. Es sei uns ferne, zu fordern, daß die Volksvertretung jetzt schweigen und sich verbergen müsse. Sic hat, wie iksr Name sagt, der Stimmung des Volkes Ausdruck zu verleihen, und das ist heute etwas Größeres, als der Erledigung vielfältiger Geschäfte nachzugehen, zu deren Erledigung der Reichstag sonst verfassungsmäßig berufen ist. Friedensverträge zu formulieren, ist seines, des Reichstags, Amtes nicht. Wir wünschten aber alle einen neuen Ausdruck des Volkswillens, nachdem die Lage seit dem Juli sich so gründlich geändert hat. In einer Stunde, da einer unserer bisherigen Gegner unter dem Druck der Verhältnisse schleunigen Frieden schließen muß, da dürfte es, wie beim Kriegsausbruch, unter uns keine Parteien geben. Eine versöhnliche Stimm), g egen- über unserem russischen Nachbar ist in allen deut /, ;• Landen gleichmäßig vorhanden: darüber gibt cs keinen Zn i el, darüber braucht auch der Reichstag keine „Aufklärung" zu schaffen. Wohl aber sollte er unseren Unterhändlern in Brest- Litowsk die Stimmungsgrundlage schaffen, auf der die Verhandlungen günstig fortschreiten können. In der „Verständigung" sind wir zweifellos mitten drin, und ein „Verständigungsfriede" soll mit Rußland geschlossen werden. Wenn aber heute die Verhandlungen wieder beginnen, so ist die Fragestellung für uns diesmal wirklich so zugespitzt: Verzicht oder kein Verzicht? Es handelt sich um die russischen Landesteile, die sich loslösen wollen und deren Loslösung und Angliederung an die Zentralmächte in unserem Interesse liegt. Die Russen haben schon halbe Zugeständnisse gemacht, sic »vollen über diese Fragen in einem besonderen Ausschuß verhandeln. Die Petersburger Regierung hat sich mit den Unabhängigkeilserklärungen der betreffenden Grenzvölkcr, deren Älbftbestimmungsrecht sie achten will, bereits einverstanden erklärt. Also wird die Einigung nicht all n schwer fallen, wenn der Reichstag, wenn die deutschen Volksv ertretungen einheitlich und geschlossen nicht so sehr die Giltigkeit allgemeiner Theorien, als vielmehr auch das positive Recht der neu geschaffenen Machtverhältnisse, die Pflicht, unser Reich im Osten für die Zukunft zu sichern, unterst!eichen und ernporheben. Wollen wir uns, wie es ja auch Herrn v Bethmann tzollwegs Kriegsziel war, wirklich sichern, durch Grenzverbesserungen und -erweiterungen, für die deutsch Vorarbeit und deutsche Kulturanlagen die besten Vor bedingungen geschaffen haben, oder wollen wir verzichten und jener „abstrakten sozialistischen Ideologie" nachrennen, gegen die neuerdings sogar die ..Frankfurter Zeitung" Worte des Tadels gefunden hat? Die unwiederbringliche Gelegenheit mahnt uns, zuerst an den praktischen Nutzen, an reale Ziele und Wirkungen zu denken, dann erst an Selbstbestimmungsrechte, wobei keinesfalls die Abstimmung von Analphabeten in Frage kommen darf. Ob der Hauptausschuß des Reichstags, der am Donnerstag seine Beratungen begonnen hat, die Unterstützung der Regierung in diesem Sinne fortführen wird, muß sich bald zeigen. Unsere militärischen Instanzen, Hindenburg und Ludendorff, die wieder einmal in Berlin geweilt haben, werden den Grafen Hertling und Herrn v. Kühlmann vermub lich keine Wege des Verzichtes gewiesen haben. Die national- liberale Reiclistagsfraktion hat sich, wie die parteiamtliche Korrespondenz berichtet, einmütig auf den Standpunkt gestellt, daß in Bezug auf die Frage der notwendigen strategischen Grenzsicherungen dem Urteil der Obersten Heeresleitung maßgebende Bedeutung zukomme. Dem ist durchaus beizustimmen, denn die Heeresleitung wird nicht nur die Bedeu tung der Grenzsicherung für die Zukunft richtig einschätzen, sondern sie ist auch vor allen anderenJn st anzen befähigt, zu urteilen, wie weit wir auf Grund der jetzigen militärischen Lage in unseren Forderungen gehen dürfen Wenn die nationalliberale Fraktion, wie weiter berichtet wird, auch darin einig ist, daß irgend eine Verlängerung des den Ententemächten angebotenen Termins zur Teilnahme an den Friedensverhandlungen°unter keinen Umstän- d e n eintretcn dürfe, „auch nicht, wenn sie von anderer Seiti verlangt werden würde", so ist auch dieser Standpunkt durch aus stichhaltig. Ganz abgesehen von der Erklärung unseres Reichskanzlers, daß Verhandlungen mit Männern von de» Gesinnung wie Lloyd George ausgeschlossen seien, sind uns die Pläne der Weltmächte durch Bekundungen englischer, französischer und i1alienisck>c^ Staatsmänner in den letzten Tagen hinlänglich vertraut geworden. Wenn nebenher frag würdige, gewundene dLotizen veröffentlicht werden — mehr ist bisher nicht erfolgt —, wonach die gegnerischen Mächte die durch die Feststellungen von Brest-Litowsk geschaffene Lage „ernstlich prüfen" wollten, so scheinen sich dadurch eng liscl>e Verschleppungskünste ankündigen zu wollen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Russen dahin beeinflußt werden sollen, die Verhandlungen mit den Mittelmächten noch wei terhin zu unterbrechen. Dagegen dürfen und müssen unsere Regierungen kräftige Schritte tun; am besten wären vorbeugende Sckritte. Die Russen dürfen nicht annehmcn, daß unsere Geduld und unser Entgegenkommen unbegrenzt sind. Man muß ihnen Gelegenheit geben, wohl zu erwägen, ob sie einen baldigen Friedensschluß mit uns leichtfertig aufs Spiel setzen, ob sie noch monatelang der Spielball ihrer bisherigen Verbündeten sein wollen. Friede und Freundschaft unter der Menschheit werden am besten dadurch angebahnt, daß den Engländern zuvor einmal ihr unaufrichtiges Doppelspiel, ihre ewigen Lügen und Verdrehungen und ihre abgedroschenen Redensarten abgewöhnt werden. Heute sehen sie noch nicht in hinreichender Weise den E r n st der Lage vor sich. Der uns nachträglich zugegangene Bericht über die gestrigen Verhandlungen des Hauptausschusses zeigt, an welchem Zipfel die englisch Verschleppung kunst zugeiaßt hat. Denn es war auch den Engländern wohl bekannt, daß^ die russische Regierung die Verhandlungen am liebsten in S'ock- holm geführt hätte. Wir müssen damit rechnen, daß das befremdende Fernbleiben der russischen Unterhändler von Brest-Litowsk den Mack)enschäften der Entente mit zu verdauen ist. Wir dürfen uns abn auch nicht verhehlen, daß die herrsüs-enden Maximalisten denn doch allniählich etwas unbescheiden geworden sind. Sie haben doch ursprünglich die Verhandlungen angeregt, und wir sind die Sieger, nicht die Veslegten: Der geh ucne. .u| ll.g n. Ton oe.' "i.rchskanz- ters war daher geboten. Wir haben mehr Stützen unserer Auffassung als die Russen, denn wir stützen uns in erster Linie auf unsere Machtstellung, dann freilich auch auf eine durchaus loyale Gesinnung Wie dabei das überspannte Selbstbewußftein der Maximalisten in irgendeiner Weise verrauchen muß. ob in tt- ' Si n" od r in der Bedrängnis der inneren Lege Rußlands, das können wir abwarten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 4. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz Fast an der ganzen Front kam es zu lebhaften Kämpfen der beiderseitigen Artillerien. Klares Frvsttvellcr begünstigte ihre Tätigkeit. Bei englischen Vorstößen, die östlich von Mcrn und nördlich vom La Bassee-Kanal scheiterten, sowie bei eigenen erfolgreichen Unternehmung m südöstlich von VloeuvreS und in der Champagne wurden Gelungene und einige ML'chinen- gervehre ein gebracht. Seit dem 1. Januar verloren unsere Gegner im Lufl- kampf und durch Abschuß von der Erde 23 Flugzeuge und zwei Fesselballone. Oberleutnant Locrzer errang seinen zwanzigsten Luftsicg. Oestlicker Kriegsschauplatz Nichts Neues. An der mazedonischen Frontu nd italtenischenFront keine besonderen Ereignisse. Der Erste Generalauarriermeister Ludendorff. Der -lbcudberichr. Berlin, 4. Fan., abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichisch-uttgarische Tagesbericht. Wien. 4. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Bedeutung Der Chef des Generalstabes. B Der hauptausschlch des Rctts'aas und die Zriedensvcrisandluntz n. Berlin, 4. Jan. (WTB.) Ter Hauptausfchuß des Reichstags tvat beute vormittag 10 Uh: zu einer neuen Beladung zusammen. Als erster Redner sprach Abgeordneter Gras Westarp über die Friedensverhandlungen in Brest- L i t o w s k. Jim Anschluß Mi seine Ausführungen ergriff Reichskanzler Tr. Graf von Hertling das Wort zu folgenden Erklärimgen: Ter Herr Bvroädner hatte die Güte, an das zu erinnern, was ick) gestern am Schlüsse meiner kurzen einleitenden Worte fache, was gestern galt, vielleicht heute nicht mehr gelten würde, und wir rmniter imtit der wagltffjödlt von Zwischenfällen zu rechnen hätten. Ein solcher Zwischenfall scheint eingetreten zu sein. Slcftm früher hatte wiederholt während der Verhandlungen die russische Regierung den Wunsch aussprechen lassen, daß die Verhandlungen von Brest-Litowsk verlegt und an einem neutralen Orte, etwa in Stockholm, fortgesetzt werden möchten. Jetzt i st d i e- ser Vorschlag ausdrücklich gemacht worden. Tie russisck-e Regierung schlägt die Verlegung der Verhandlungen von Brest-Litoivsk nach. Stockholm vor. Ganz abgesehen davon, daß wir nickst in loec Llrg? sürd, uns von den Russen vorschreiben zu lassen, no wir die Verhandlungen weiterftihren solle)!, darf ich darauf hn:.eisen, daß die Verlegung nach Stockholm zu außerordentlich großen Scknvierigkeiten führen würde. Ich will nur die Schvierigkeit ansühoen, daß die direkte Verbindung, die die verl-andelnden Delegierten mit ihren Hauptstädten Berlin, Wien, Sofia, Konstantinovel und Petersburg laben müssen, — die direkten Verbindungen, die in Brest- Li owsk angelegt woroen sind, funktioniere)! gut^— in Stockholm auf die größt«) Scftvierig'kei.ten stoßen würde. Schon dieser eine Pu kl führt da^u. daß )vir nicht darauf eingehen können. Tazu kommt, daß die Machmschrfben der Entente, Mißtrauen zu säen zwischen der russischen Regierung, ihren Vertretern und uns, dort neuen Boden gewinnen würden. Ich habe daher den Staatssekretär von Kühlmann beauftragt, dresen Vorschlag ab zulehnen. (Bravo.) Inzwischen sind in Brest-Litoiosk die Vertreter der Ukraine einaetrvffen, und zwar nicht nur als Sa-hverstänMge, sondern mü Vollmachten zu Verhandlungen aus- ge att.-t Wir weiden ganz ruhig mit den Berrvetern der Ukraine weiter verl)andeln. Ich füge »rvch hinzu, daß von Petersburg mstgetnlt worden ist, die russische Regierung könne^ auf Punkt 1 imb 2 unserer Vorschläge nicht eingehen. Tiefe beiden Pu kte bezic^n sich auf die Modalitäten der Räumung der Gebiete nnd die Vornahme von Bolksab st immun gen. In der russisch.m Presse wird uns insinuiert, daß in diesem Punkte 1 icib 2 ansgedrückt sei, wie wir uns in illoyaler Weise unserer Zu'age betreffend das Selbstbestimmungsrecht der Vötker entziel-en wollen. Ich muß diese Insinuation zurückiveisen. Pu kt 1 und 2 si d lediglich durch« vraklisch? Erwägungen bestimmt. A.r können davon nicht abgehen. Ich glaube, meine Herren, wir können getrost abwarten, wie dieser Zwischenfall weiter verlaufen )vird. Wir stützen uns auf unsere Machtstellung, auf unsere soyale Gesinnung und auf unser gutes Rocht. (Lebhaftes Bravos Ter Ausschuß vertagte sich nach diesen Erklärungen, um den Fraktionen Gelegenheit zu Meten, zunächst unter sich über die Sitra von zu beratm. B r e st - L i t o w s k, 4. Jan. (WTB.^ Der Vorsitzende der r u s- i s ch e n T c l e g a t i o n hat am 3. d. M. aus Petersburg M! die ^erwllmäckxigten der Vierbundmäch e in Brest-Litowsk eine Te- resch- g'rich'et, in der er unter Berufung auf den Beschluß der Regierung der russischen Republck vorschlägt, die Verhandlungen im neutralen A u s l a n d e sortzusetzen. In Erwiderung hierauf haben die Telegationen der Vierbundmächte an Herrn Joffe am 4. d. M. telegraphiert, daß sie jede Verlegung des Verband-- lungsortes ablehnen, da bindend vereinbart worden sei, die Vcrha))dlungen am 5. Ianuar in Brest-Litowsk wieder auf- zunehmen. Berlin, 5. Jan Wie der „Lok.-Anz." erfährt, ist Dir Veranlassung der Reichs «-egierungdieGeheimsitzui^g des Ha l Pt aus chus esdesReichstagesumeinigeTage verschöbe), morbeit. 9tach den neuen Dispositionen nnrd der Hauptausschuß wicht um 10 Uhr. fand, erst um l /*12 Uhr zusammen» treten. rt. Ter Wunsch der Reick-sleilung, angesichts des Zwischenfalles in Brest-Litowsk in enger Fühlung mit der Volksvertretung vorzugel)en, dürfte hieraus deutlich erl?ellen. y 'eine Fristverlängerung. Berlin, 5. Jan Rach einer Meldung der PetersMcrger „Pra-'.»da" l>ewilligte die russische Regierung, wie dem „Lvk.-Anz." von der Sck)«weizer Grenze berichtet wird, keine Fristverlängerung an die Alliierten. Pressestimmen. Di« freiünrseroative „Post" schreibt: ,,Der Kanzler hat mit Recht im HaushalttuvaSausschuß, darauf hmgcwiesen, wie schlaLr es dein Teutsck^u Reiche an stände, nun etwas plötzlich eine hastige Geschäftigkeit an de), Ärg >zu legen. Wir können loarten, Ms ftch die russisck>en Friedenckunterhandler auf das datsächli 4 MoglrvN besinnen und mit praktisch diskutablen GogenvorsckLäg^m kmmiunv. Bei gegenseitigem gut«) Willen sollte es nicht schwer sein, eine Bereiubarlmg zustmrde zu bring«!. Ms keinen Fall aber denn man die durch die heutige Erklärung des Grasen Hertling geickMÜene Lage richtig erfasse, könnten die DmM iwch zum Guten gcivendat werben. i&awi .eiitgegeugesetzt iffc die Stellungnahme der „B o s s i - s ch e n I e i t u n g", drc die Auffassung teilt, datz der Frieden mit Rußland noch keineswegs als gescheitert angesehen werdet aniüsse, und dann schreibt: Der Hauptausschntz, der nunmehr sehr wohl in der Lage ist!, die möglichen Konsequenzen der jüngsten Regierungspolitik -u übersehen, hat jetzt die ernste Pflicht, die '-Rückkehr aus jenlen Weg zu fordern, der durch die deutschen Vor scklläge vom 25. Dezember llar und eindeutig vorgezeichmt, der aber am 28. Dczeniver wieder verlassen morden ist. Den: Ausschuß hat die Pslickü, dafür zu sorgen, datz nicht durch eine Fortsetzuu'i dieses Abschweukens die politische Führung miss neue in bic Lande der Girl ent e gleite, was nicht icur eine Verzögerung, sondern vor allem eine gruichsätzliche Venchlechterung des Fli.oens auch im olimte seiner Dauerhaftigkeit zur Folge haben mutzte. Das „Berliner Tageblatt" fatzl seine Meinung in folgenden Sätzen zusammen: In den mich üe: 24 Stunden dürste es sich zeigen, ob es nur ein Zwisjckzensall loar. oder ob fihc BvffclMTiki-Rvgierung einen Frieoen, lxn dem Polen, Litauen, Kurland und Teile von Livland und Estland wis dem rujsisck-eu Reiche ausscheiden und über ihr weiteres Schi.llal selcht e,u° scheiden sollen, definitiv verivirft. Das Set b sybe 5ii n mu u g se chl steht im Programm der Bol schrill: gegen die Anwendung dieses- Rechtes 'können sie also nicht protestieren ivolleu, und ihre EinuEu- dungen beziehen sich nur auf das Verbleiben der Besatzungs- irnppen wahnend der Abstimmung und auf die Art, wie oie Abstimmung vorgewnnnren werden loll. Wenn der heutige Zwischenfall nur ein ^'Zwischenfall war, so wird er gewiß auch nicht der letzte gewesen sein. Die „Freisinnige Zeitung kommt zu fügendem Urteil: Ltzelche Folgen die Vorgänge liaden werden, läßt sich noch gar tkicht ermessen. ebetNoioenig wie man zu Überblicken in der Lag? ist, Mks welckien Gricnden die Leninsche Regkrerung jetzt mit solchen Ouer- rveibereien emsetzt. Da aber die Wahl von St.>ckhc>lm als )ioneo-nz- ort ganz offenbar im Interesse der Turnte liegt — Mich b er über hat der Reichskanzler Andeutungen gemacht —>, so verstärkt ^ies die Bevmutung. datz die Gntenbe, also vor allein England, siintec der gmrzen Aktion steht. Zum Glück ist die Lage so, datz die Mittelmächte in aller Soeleirnihe das Weitere abivarten können. Eine englische Aeutzerung. Bern, 4. Jan. In einem Aussatz der „Daily News" vorn I. Januar hojtzt es u. ft : Die deutsche n Friedensbedin- gungen in Rußland bieten eine grei bare Gnindtnge für Ber- 'handlungeu. und wir cmtnehnren den nichitamttichen Berichten über die Antwort des PremierMinisters an die Arbeiterabordnung mit Befriedigung, datz sie zum Gogensband einer formellen und wohlerwogenen Erklärnng der Alliierten gemack>t werden soll, die jetzt nickst MNgesch'ben nerden kann, »reil die Demokratie dieses Landes durch ein, mächtiges Organ bestiurmt h.tt, datz sie abgegeben ist. Wieder l-erslellnng und Entschädigung müssen der (Gerechtigkeit entfprect^enk» erfolgen. Berlin, 5. jJ!«n. Nach dem ,/l)erl. Tgbl." berickstet die ,.M orning-Pvst", datz die bevorstelrnde neue amtlich? Erklä- r intg der Alliierten Ü1«r dir Bedingungen, nitter denm sie zu Frje- dcmsbespveckmngen bereit sind, keine Aeudenmg der bissigen Erklärungen der Entente in der Frage der Kriegsziele bringe. Jn- solgedessen ist der (Gegensatz der Grundsätze zwischen den beiden Mäckstegruppen vorlarpiq 7wch imüberbriickbar. Die Lage in Rußland. Bauern-^ ongrcsse. Petersburg 2. Jän (WTB.) Meldung der Petersburger äül'apl^en-Agentuc. Am 17. Dezember wurde in Samara der o0. Kongretz der Bauern eröffnet. Zum Präsidenten ivnrde der Bolschewist Ermolenko geioäblt. Ter Kongreß, der Sowset der Bauern und Arbeiter und die durch sie eingesetzte Behörde ent- boten chre Grütze der Nogierung der Volkskommissare, der vier bis fünf Sozia lrevoluttonäre der Linken angehören. Gestern wurde in Moskau die Sitzung des Bauernkongresseß des Gouvernements eröffnet. 70 stimmberechtigte Abgeordnete sind IjtfTiu eingetroffen. Tie Mehrheit der Abgeordneten besteht aus Bolschewik! und linksstehenden Sozialrevolutionären In das Prä- sumrm wurden ausschließlich Botschewiki und linksstehende Sozialrevolutionäre gewählt. Der Baucrnkongreß des Gouvernements Pskow beschlotz, als Abgeordneten für die Verfassung gebende Versammlung der sozial- revolutionären Partei Pvkroivsü Voranschlägen. Pokrvwski verzichtete auf seine durch den Zentralcrusschuß vorgeschlagene Kan- indatur, tveil seine Richtlinien nicht nuit denen der Bauern desi (vouvernements Pskow übereinstimmen. Das Gouvernernent Mo- hilew wählte Avksenttew zum Mitglied der verfassunggebenden Vcr- sammlnnjg. Tie Voll Versammlung der Beauftragten der Arbeiter von Orcha Tovamaja, drückte ihr Mitztrauen gegen die Berufung Avksenttews zur r^erfassunggebenden Verfanunlirng aus. ' . * Die Haltung der französischen Presse. Bern, I Ja /WTB.) Die französische Presse beruhigt srch über oen Abschluß des Waffensttllftands nicht. Sie ergeht sich ftr scharfen Ausfällen gegen die Maximalisben und betrachtet me Folgen des WafsenfMtandes in einigen besonderen Punkten Dir erwarteten Rnckrorrkungen auf der Westfront geben der Presse ^«latz an Frankreichs Energie zu appellieren. Man ,nüsse jetzt durchhalten, bis die Amerikanm kommen. Ein Durchbrechen an der Westtront sei nicht zu befürchten, dagegen würden wohl die Atmerckaner rtmersetts den Durchbruch bewerkstelligen können. Minifterrat in Rom. Bern. 4. Jan. (WTB.f Wie „Corriere della Sera" meldet, fand m Rom gestern ein s ü n f st ü n d i g e c M i n i st e r r a t statt, dem alle Minister autzer dem in Paris wellenden Nitti beuvohüten. Der Ministerrat beschäftigte sich mit wichtigen inneren^ ^-ragen bewnüers politischer und militärischer Natur. * * * Die englischen Verluste bei Eambrai. e rl i n , 4. Jan. (WTB.) Folgende Aussage,: gefangener englischer Otfizlere beitatigen aufs neue die unerhört schweren Verln st t der Eng länder bei Cambra r. Tas schneidige mrd gc schickte Vcwgebm der deulscknn: Infanterie, besonders die rchnelligkect und dm Wucht des Jnsanteriestotzes, hätte den auch :n iveiter rückwärtigen Stellungen stehendea: Infanterie-, Maschi nengsvehr- und Artlllerieverbänden keine Zeit zur organisierten nachdrückttchen Verteidigung gelassen und in vielen Fällen das geordnete Zurücknehnren dieser Verbände .unmüglick> geniacht Tie Wirkung des deutschen Arttllerie- und Minenfeu,ers gegen die eng- lischeu Artillerie- imb Jdifanteriestellungen sei fast liberall ver- lieerend gewesen und hätte schwerste Opfer gefordert. Die deutschen Flieger seien voll ko mmen die Herren der Luft Au, dem rechten englischen Flügel hätten vor allenr die 55 , 12 ^ T»le der 20. englischen Division schwer gelitten. Die 165. und 166. Brigade nrützten als vollkomtneir veimichtet gelten Bon allen eingesetzttm englischen Divisionen hätten ab.>r bei roeitem die V und 29 Division die schwersten Berückte erlitten, die 35. und ..<> Lrigade der 12 Tioiswn und Teile der 37. Brigade seien aw- /fcrieben. Ber der 29. Division traten die Haupttxnluste erst während der spateren Kämpfe um Metznier^ ein, auch diiesie sei so gut wie au'gerceben Wertere schwere Verluste ftto die 6,59., 47., 2., 56. .7 ^SSj-L °° c allem die 1. uitb 3. Gardebrägade, die überslürzt zur untentüyung bn (^mzccaurt enrgesetzt wurden, erlitten Zwolgc der englischen Nuderlage bei Eambrai sind, nachdem der erste englische Anfangserfolg auf dem dortigen -Schlachtfelds vorellig in L-mdon unter GlockengelÜ,rte und in den Reden Lloyd Georges als größter Sieg des Jahres gefeiert tourde, nunmehr sechs englische Generale und eine große Anzahl englischer Generalstabsosfizieve a b g e s e tz t worden. Be rl in.,5, Jan. Nach einer Haager Meldung des „L. A." sagte der Abgeordnete 5) 0 g g e im Unterhause, datz die englischen Vertu st e im Jahre 1917 mit Einschlutz der Schlacht von Cambrai 650 000 Mann betragen liaben. Seit Käiegsbc'ginn sind es mehr als zrvei Millioiien, darunter etwa dreiviertel Millioiien Tote. Wilsort an Lloyd George. London, 4. Jan. (WTV.)^ Reutermeldung Lloyd George empfing folgende Botscl>aft des Präsidenten Wilson: .Ich bin sicl>cr, der Dolmetscher sowohl der Gefühle und Absichten >es Volke' der Verewigten Staaten wie meiner eigenen zu sein, wenn ich Ihnen dnrtz Sie der Regierung n,id dem Volk«' Grotz- britanniens die Botscholl der Zuneigung und des Entschlusses über- s-cnde und'weiterhi n! i> : Hand und Hills grelle in den Vereinigten Staaten an die g l>. 1 rische Ausgabe und Pflicht setze, für die Welt einen ehrenhaften und dauerhg ten leben zu erkämpfen, der ich ans !«er Gerechiigkell und Ehre an,o-ant und der Vielt und den Völkern, den große,! wie den kleinen, eine Weiche Behändst«ng sichert. Ihre eigene Bo.sclmtt nam-ens des b.itischen Ktrü-g-rkob'.-- netls wird hoch eingeschätzt und findet bei uns einen freundlichen Widerhall." D e argentinische Ernte. Buenos Aires, 3. Jan. WTB) Die Verhandlungen fflber den Ankauf der Ernte durch die Alliier t e n sind noch nicht beendet, schreiten aber gün'ti t fort. Die spanische^ und die schweizerische Rcgierimg tun Schritte, um in Argentinien 400 000 oder 100 000 Tonnen Getreide zu kaufen. Türkischer Besirch in Berlin. Kon staut in opel, 4. Jan. Gleichzeitig mit Talaat Pascha sind die d r e i persischen P a r l a n> e n t s m i.t g l i o de r Salaar Museen, Mirza Ahmed und Khan Mirza Kahn Khan nach Berlin zur Besprechung abgereift. ver Leeirieg. Rcue ll-Voot-Ersolge. Berlin, 4. Jan. (Amtlich.) Im östlichen Tlermelkanal sind von unseren U-Booten kürzlich 21 000 Br.-R.-T. vernichtet morden. Sämtliche Schiffe waren schwer bewaffnet und fuhren bis auf eines unter starker Srcl>erung. Ein tiesbeladener bewaffneter großer Tank- d a m p s e r, der Kurs auf Cherbourg hatte, wurde aus einem starken, durch viele Fischdampser und schnelle U-Boot-Zcr- störer gescherten Geleitszuge herausgeschossen. An dem Erfolg, der unter erschwerten Verhältnissen errungen und darum um so anerkennenswerter ist, war in erster Linie ein k l e i n e s U - B 0 0 t beteiligt, das unter der schneidigen Führung seines Kommandanten, Oberleutnants zur See Steindorf, im Dezember v. I. durch schnelles Arbeiten in.zwei Unternehmungen insgesamt 22 500 Dr.-N.-T. verachtet hat. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 4. Jan. Ter Verlust dio.es Ta nkdampfers trisst die Enteitte um so schwerer, als der deutsche Bericht seil Mrtte vergM!genen Aäonats bereits vier ähnliche Versen- kungsfälle melden konnte. Tie Frage der Oeleinfulyr. die für die Versorgung der auf Oelseueruns augencke'eneil feindlichen Krie^flotten gvotze Bedeutung hat, «n'fialtet sch immer kriti ch.n: für den Verbaut». Vor kurzem trat in Washington ein Ausschutz englischer und amerikanischer Facheute zusammen, um über die Oel- verteilling m beraten. Tie U-Bvvts-LlVtvehr, zu der besonder« Motorschiffe heran gezogen werden, müsse durch Erioeiteru'ng des Sperrgebietes und dadurch vermehrten Oelverbrauch, den englischen Import vor neue Schoierig,' iten stellen. Tie neueste Wirkung äußert sich in den: Verbot des Autofahrens für Privatein Englsaiid. Zur Beschwichtigung der erre.rten Bevölkerung fimftc Poldhu die Nachricht in die Welt, datz in England ein O e l b ru n n e n entdeckt worden sei. der jährlich 180 000 Gallonen liefern köimte. Was Poldhu verschonet, ist, datz England einen jährlick-en Bedarf von 600 Mlllvonen Gallonen hat. Aus dem Kejche. Fliegerangriffe. Karlsruhe, 4. Jan. (WTB.) Beabsichtt»te Fliegerangriffe in der vergangenen Nacht auf M a nutz e i m R a st a tt und Freiburg scheiterten in unserem Abwehrfeuer. Einige abgeworfene Bomben verursachten keinen oder ganz unerheblichen Schaden. Ein feindliches Flugzeug stürzte füdliich von Mannheim-Ludwigshasen brennend ab. Die Insassen sind tot. Ar^s mtb Gießen, den 5. Januar 1918. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 7. Jan. bis 13. Jan. 1918 haben nachstehende Lebensmittelmarken 6»ültigkeit: Brotmarken der 2. Woche, gültig vom 7.1. 19!8 - 13. 1. 1918 Buttermarken „ 2. „ N „ 7. 1.1918 - 19.1. 1918 Eiermarken Nr. 22. Fleischmarken , 2. „ . 7. 1.1918 - 13. l. 1918 llartoffeilnarken, 2. „ „ 7.1. 1918 - 13. 1. 1918 Seisenmarken für den Monat Januar 1918. Ei» Umtausch verfallener Marten findet nicht mehr statt: ebenso wird für verloren gegangene Marlen kein Ersatz gewährt. Nenanmeldnngeu und Anmeldung von Re«lgeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise, ius- bcsondcre der Lebensmittel-Answeivkarte, ans dem Lebensmittelamt zu erfolgen. Umzügs innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gietzeu sind in den zuständigck» Bezirken anzumelden. Geschästdstnnvcn des Stadt. LebensmittetamteS von 9—12 Uhr vorm.. 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe für Urlauber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. ** M c h l. Auf die durch roten Aufdruck zum Bezug von Mehl an Stelle von Brot b^estinimten Abschnitte der Brotmarken für die 3. Woche (14.—20. 1. 18) wird Weizenmehl in den den Abschnitten aufgedruckten Mengen demnächst auögegeben. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** Städtischer Eierverkan f. Jü der Woche vom 7.—13. Jamvar d. I. worden ,an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Eiermar5e Nr. 22 Eier abgegeben. Siehe Anzeigenteil. * Sparsame Ofenheizung. Viele Haushaltun,gen haben Kachelöfen ohne Rost. Das Heizen pflegt in der Weise Iju geschehen, daß jeden Morgen aufs neue Feuer gemacht, der Ofen etnw eine halbe Stunde offen gelassen» wird, bis die KvUen. ,)dnrchgebrannt" sind und dcnm erst die Tür geschlossen wird. Dies BersaHven bttdeutet aber eine beträchtliche Berschiventning. Durch das lange Offerilasscn geht nicht nur die eigeirtliche „HWr" deü Kohlen, genarrec gesagt, die Berbrsn-' mrngsgase, großenteils nutzlos in den SchornJtm, sondern l^urch den entstandenen Zug wirb auch der Jüneurcrum des Ofens tzrit- samt der Asche unnötig abgetühltt Sparsamer und zugleich c'-.u- facher ist ein anderes, wenig bekanntes Verfahren, bei dem min eine 9lrt von Dauerbrand erreicht. rr>ie Pros. Junge in „Vossisch. Ztg." sagt. , ' Das Feuer im Ösen ist so zu belxmdelm daß sich immer Glut von einem Tage zrum andc'.u hält. £»Ut man dies einmal erreicht, so sind morgens nur neue tohlen aufzuleg-.a und der Ofen lan i fofort oder doch nach eiiiije:! Miuutw im.euer geschlossen werden., Tie meisten Berliner Oesen sclütiehe-u so wenig c>iäll, daß die .stöhlen nach bei gesclzlvi jener Tür langsam wer verbrennen. Im^mer- hi > einvfiehlt es scch, jeden Oi'.u ans dies Be-irtz -en hin erst zu p üieli. Man lege mjittags oder ab.ndZ, wmu auch rach e n bis- hr igen Heizversahrei. noch Glut vorhanden ist. ... ,.ch z-.vei Köhler: in deri Ofen und s l ieße sofort, olme Asche herauS-uiirbinen. Bei so geringer Ävi-leumenge ist auch beim bestich'ießpnaen Oien keine Gefahr, datz zu große Hitze entsteht. Wahrsch iglich uürd am nächsten Bio. gen noch Glut schänden sein. Daun lege nmn einige .Mhlkte mehr rin. etwa vier, .schließe wieder sofort usw. Je nach der B.'i>>sfenheik des Osens. d-?r Zimntergröße rmd anderen Um- stände" wird nmn bald die richtige Pz/rndlung heraussinden. Aus "eoen Full »vird man mit dec.Häls.e efotc znxn Dicht ein der frühere.* /.ohlenmeuge aml'ommcn. Die Mct-e (bleibt am besten mehrere Tage im Ösen, loird auch zroeckmästig niemals vollständig heraus- gcnominen. m ** Vergebung der Stiftung aus Anlaß der goldenen .vvchzent des Deutschen Ka i s e r p a a r e s. Aus die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird hingewiesen. ** Höhere und Erweiterte Mädchenschule zu !D lenen. Tie Anmeldungen für das kommeiide Schuljahr 1913/19 werden in der nächsten Zeit'entgegengenommcn. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** Winter spo r tgerä te dürfei: in den Zügen iricht me.hr als Handgepäck mitgeführt werden. Siehe Bellanntmachuiitz. ** Beschlagnahme von 2 a ck pa p i e r. Durch die Be», fanntmachuug Nr. ?2. 1600/11. 17. K. R. A. vom 5. Jamurr 1916 ist die Beschlagnahme aller Mengen von Papier zur Herstellung gellebter Papi ersticke (Sackpapier) angeordnet. Tie Besch ag: ahme umfaßt Veräutzerungs- und Verarbeitungsverbol. Vom 20 Jauuar 1918 ab darf die Veräußerung und Lieferung von Sackmpler nur gegen einen Bezüglich itt der Reichssackslrlte. Berlin. crchlgm. Tie Verarbeitung von beschlagnahmtem Sackpapier zur Herst', llimg g- klebter Paci wsäcke von mehr als 3 009 Ouadrat- zentimeter Sackslächeuinhalt bleibt zulässig. Der genaue Wortlaut der 'BetgnrrtMvchkung ist in der heutigen Nummer oinzusehen. Verordnungen im neuen Jahr Mit dem BeginH des neuen Jahres tritt eine Reihe neuer, durch die Zeitverhalluiss^ bedingter Maßnahmen und Verordnungen ui Kraft. Mit dem 1. Januar 1918 wird die aus den Kopf der Bevölkerung entfallende nMl'Utliche Verbrauchsmenge ar Speisefetten für den Selbstversorger auf 109 Gramm und für den Versvrgungsberechtigten auf ct> Gramm herabgesetzt. Die markenfreie Abgabe von Ferkelfleisch seitens der Gemeinden hört aus. Die Bewirtschaftung des Nähgarns geht niit dem 1. Januar ani die Reichsbekleidung ^stelle über. Mit dem gleichen Tage erfolgt eine Herabsetzung des Zi^aretten^, kontingents um 15 v. H. Vom 1. Januar ab gelten die Zweimarkstücke nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel: bis zunr. 1. Juli werden sie bei den Reichs- und Landeskassen in Zahlung genommen oder umgetauscht. Die iveitere Stmldnng der ersten beiden Raten des Wehrbeitrages läuft am 15. Februar ab. Mit dem 1. Jarmar haben ein Aushang von Lohnverzeichnissen in Werkstätten und eine Ausgabe von Lohnbüchern an Heimarbeitev zu erfolgen. Mit dem 1. Januar tritt eine neue Arznellaxe in Kraft. Mit dem 1. April wird ein 15prozentiger Zuschlag auf alle Ol.üer- ulid Tiertarife auf den Eisenbahnen erhoben. ** Bezugscheine fiir Verband st off e. Zum Bezug vmi baunuvollenen Verbandstoffen siub nach den Anordnungen der Reich-bakleidungsstelle besondere Beschönigungen von ärztlichen Stellen novoendig. Ter Minister!des Innern hat jetzt damit all- gemein die Kreisärzte betraut. Agch anderen Medizinalpersomrr wird ein Bedarf an Verbandstoffen aus Webtyariln aus Baumwolle zugestwiden. Als solche sind unter Umständen auch Gemeindeschwestern anzusehen. In den geeignete!: Fällen soll von den Kreisärzten aus die Verwewdlung von Verbandstoffen aus Papiergarn- gcweben oder Papier in niöglichst großem Umfange hingetvirkt tver- den. Tie Ausstellung der Bescheinigungen ge dort zu den dienstlichen -Obliegenbeiten der Kreisärzte und ist gebührenfrei. ** Eine Verkleinerung der Postkarten, insoweit sie von der Privattndustrie her;iestellt werden, steht bevor. Unter dem Truck der all gemeine! c Papiernot haben sich die Privatindn- striellei: entschlvssei:, bei neuen Anfertigungen das Fabrikat um ein Viertels zu verkleinern. Tie privaten Postkarten werden denr- gemäß in einer C^röfre von 12: 8 Zentimeter erscheinen. Die Reichs-- post bat mit dieser Maßnahme nichts zu tun, behält vielmehr das albe Format für die Postkarten bei. Nach der Reichs Postordnung ist für Postkarten form ate eine Höchst- und Mmdestgreuze zugelassen, innerlialb decen sich die gegenwärtige Neichspostkarte in Grütze von 14:9 Zentimeter hält. Tie Neilsabrikate der prilxrten Herstellung bleiben ebenfalls im Rahmen der Postordnung, die als unterste Grenze 10:7 Zentimeter vorsieht. (M. T.) ** Da s Gr 0 ßh. L> e s s i s che N e g i e ru n gs b l a t t, Betz- läge Nr. 22, ausgegsben den 31. DerzemibeL 1917 hat folgeiident Inhalt: 1. und 2. Qeftentliche ,Anerkennungcn. (S. 265.) — 3. Bekanntmachung, den Schutz der .Berüfstrachten und Berufs«b-- zeickren für Krankerupslegeschn^stern betreffend. (S. 266.) —7 4. Uebersicht über die in den Gc'Uiciaiden) des Doeises Gießvn z'u er^ hebenden Gemeindvumlagen für das Mvchuungsiahr 1917. (S. 266 > — Uebersicht über [Sie in den Gemeinden des Kreises Dieburg zu erhebenden Genceiudeumlagen für das .Reckmlmgsjahr 1917. (S. 266.) — 6. Uckbersicht über fate in den Gemeinden des Kweisesl Schotten zu erhebenden Gemeiudeumlagen für das Rechningsfahr 1917. (S. 271.) — 7. Eharaktererteiluirge.n. (S. 272. ** D i e Gie ßaner Lazarett-Zeitung, Nr. 4, enthält u. a.: Ehronik: Neujahr 1918; Gold: Waldverivüstung in England: Etwas über die Versichrung: Tie älleste Bibliotl^k der Welt. ** S t a d t t h e a t e r. Das hübfckie Singspiel „Unter der bl üben dem Linde", das im vergangmei: Winter im Publt-- kum so vielen Anklang gefunden hat, weist bei seiner morgigeiß Wiederaufnahme nur zavei Neubesetzungen in Hauptpartieen 9^eorg Görncrt nmrde das ^egsehrenzeichen verliehen. (k>. Lumda, 4. Jan. Dem Jäger Heinrich Zahrt wurde die Heffisckie Tapferkeitsmodaille verlieben. Dieselbe Auszeichmmg erhielt der Sckjll'rtze Heinrich Heißler. Dir Girenadieä Rudolf Keller wurde zum Gefreiten befördert. ** Mainzlar, 4. Jan. Ten: Gefreiten Friedrich De iß nmrde das Eiserne Kreuz z,verter Klaffe verliehen. ** Staufenberg, 4. Jan. Zum Unteroffizier befördert würrde der Gefreite Lndlvig D 0 r s e t d . Inhaber des Eisenien ' Kveures und der Hessisck>cn Tapserkeitsmedaille. Kreis Büvtngen. # Büoiitg? n. Ia«uiar. Dem Mninchenznchtverein des Kreises trat der £stenbabn >i lei-ntier-Zuchtoerein mit 152; Mid- Glieder Iiei. ‘Jent Gutsvachter Rodria it vom Fürstlichen <6to«&of „Erbacherhof", wurde der iTitel „Oberamtrn«nn" verirr den. - At Hessische 'TCin.tämebaiüe erhielt der Kanonier ch. c ^0 Zentnern angeblich aus Belgien ein- ge'ulrt, für die Sch rerstarbeiter der Firma bestimmt, durch das hiesige Prstizeiamt besthlagnahmt, durch die Neichsfleisch- stelle aber freigegebcn worden war. nunmehr wiederholt beschäg- naltttt worden . Ta aus die Feiertage an Beamte und Arbeiter ziemlich graste Posten des vorzügstckret Schweine'leisches in freigebigster Weise cmsgegebeit wurden, dürfte wohl der größte Teil nicht mehr vorhanden sein und die Maßnahme ihren Zweck ver'eblen. I Darm ft a d r, 4. Jan Auf einen alten Schtvindel siel eine hiesige Frau herein, di? such .in« tx'tn gegenwärtigen schlechten Zeiten redlich durch Sch'eichFi.ndal ernähr Ein Soldat verkaufte ihr, *!■/ Zentner Speck. V 2 Z^niner Schm' u und 10 Liter Del, liest sich da f"rr 700 Mark sogleich. attIzrchlen nnd führte sie in den .Ho> einer Wirtschaft, aus der er ihr die Sachau sogleich l>eraus^ bring,m wollte. Natürlich oerschloand?v durch ' anderen Ausgang nnd die Frau merkte nach längerem Warten, daß sie die Geprellte war. !• T a r nt stadt. 4. Jan Hier wurde ein Landwirt wegen Gehennschlächterei verhaftet. — Obermusikmerster Mickberg. bis- h«' Dirigent der Mainzer Garnisonkäpell?, w'.trde tum Leiter der mengen Gurnisonkapelle ernannt. Er hat seinerzeit in Serbien in- Mlge eines Ncivenchoks die Gebrauchsfübi ch?ii des rechten Armes ernaelüstt. — Leutnant Refiner vont Letb-Gard? Regt 115 er- hie! als Feldflieger im Maredvnien .den kg?, Hausorden von Hohen Zollern. ch Bingerbrück, 4. Jan. Der Kreislommunalverbrnd hat zur ^tcherstellung des Schlachtviehs das gesamte Rindvieh, das ein Lebendgewicht von mehr als vier Zentner aufm?ist, für seinen darf beschlagnahmt.. Lediglich das Zugvieh tvnrde davon ausge- schlosst Prm -dem Vorsitzenden des Kreisausschussrs ist für jeden Kauf-oder Tauscha hschluß die schriftliche Genehnngung>inzuholen. 4..^, Griesheim, 4. Jam. Dieser Tage sind 3 Jahre verflossen, syst das Äriegsgesangenenlager sich in unserer Gemarkung besmdet^ ch. Pom Mittelrhcin, 4. Jan. Ter Rheim ist eisfrei geworden. Jnsolgebeisen k'nnre die Schiffsbrücke zwischen Koblenz und Ehrend reit stein von dem Kgl. Beial.'rmlgsdampfer ..Mainz" und dem Fährdantpser „Ehrenbreiistein" eingesahren werdert. Kreis Wetzlar. ra Wetzlar, 4. Jan. Mit Donnerstag wurde in ,ämt- ktchcn LaatdfckMlen der Uttterricht toiedcr amsgeitoinmen. Tic Kohlen- knapphett macht sick> auch vielfach für die Schulen bemerkbar, so daß «tu? sujanttnettlegung der Lehrstunden von 3—1 vielsal; angeordnet witrde. ra. A u s d e m K r e i s e W e tz l a r, 4. Jan. Mit dem Eisernen Kreu, wurden ausgezewchtet: Musketier Karl M a r t i n .Aßlar, Bale-'liu G u n k l e r - Garbenheim, Gefreiter P l e t s ch-Grei'en- stein. Reservist G r o h - Dorlar, Ersatz-Reservist K. Beck? r -K'Rn- Altenuädten und Latldstmrmmatin Karl W c b e r aus Biskirchen. Vessen-Nanau. G. A. Frankfurt a. M>, 4. Januar. Der „Bert. Lvkaianz." meldet ans Basel unter der ^prtznvarb': Selbslbezicksti-gung eines Verbrechers: Ein in Basel wegen Diebstahls verurteilter Taglöhner Karl Wilhelm Suter ,von Ob-eribn'g (^t'atitou Schwyz)! hat dem Vorsteher des Polizeidepartements eilt uinfassendes G.'- ständnis abgelegt und sich als den Pa:ei? der bsiden in Frankfurt an einer Sck>afsmersfrau und in Zürich begangenen Lustmorde bezeichnet, außerdem eine Rlsihe worlever Vrrbrochpqr, Einbruch? unÄt Diebstähle. — Es ist keine Frage, daß cs sich in dieser Meldung um den von hier aus versolgton Suter uud in der Schaffnersfrau- um die Scljafsiterin Weigel handelt. Skiker hiesigen Polizei ist ejne Bestäligtlitg dieser Meldung noch .nicht eingetrosfen. Neu >oäro attch, daß Suter noch ein zweiter Lustmord m der Schweiz zur Last fällt. K. P. F r a n l f u r t a. M'., 5. Jau. Ve-gangene Nacht statteten Einbrecher einer SRlla im Westend einen Besuch ab. Tie Spitzbuben drangett in das Erdgesckwß ein, lochten sieh Eier und zogen sich vollständig um, nnd liefen dafür ihre alten Strümpfe, Wäsche und Kleider zurück. Das im Nebenraum hesindliche Hündchen schltig lange Lärm, die Mödckien waren zweimal aus der Treppe, fiirchtetem sich jedoch, nackzusehen. ra. Usingen, 4. Jan. Das Berdienstkreuz für Kriegshilfe tvurde nachgenannten Bürgermeisern verliehen: Bach zu Gent ümdett. Erle zu Htmd'^dt, Jäger zu Anspach, Mai zu Hausen, Moses zu Mi'els.adt und Sachs zu Altweilnatt. sonne dem Mitglied des Kreisauss-riss^Z und früheren Bürger« meister Saltenberger 'ti Hintdstadt. st. Wiesbaden. an. Die Königliche Regierung he iedc ^d?r ihr unterstellt?'! -ulen be3 Bezirks angewiesen, durch die Schüler eine Samm uug von Knochen vorzunehmcn. Jeder Schulleiter hat bis znm 1. Febrttar d. I. dem zuständigen Krei? schstllinspektor bzw. der Schwldeputation zu Fra tkittrt a. M. unk Wiesbaden anzuzeigen. daß imb in welcher Weise die Sammlun eingeleitet ist und durchwführt wird und ob Mängel bei der Einrichtung zu beseitigen sind. Ferner ist bi) ztim 23. Mai zr berichtet!, in welchem Umfange und mit welchem Erfolge di Schulen des Regierungsbezirks sich an der Knochensammlung beteiligt haben. (ßerieb jiatil. I. Darmstadl, 4. Jan. 3 Monate und 3 Tage Gefängnb erhielt wegen Diebstahls im Rückfall und Fundunterschlagung di. 39 Jahre alte Frgn Veronika Stork von hier. Sie hatte in einer Aushilssstelle 20 Mk., di« sie in einem Bett versteckt entdeckte, sich angeeignet ferner eine gefundene silberne Ta'chenuhr, deren', Besitzerin noch nicht ermittelt ist, im Leihhaus versetzt nnd den Pfandschein zu veräußertt versucht. — Eine ans sechs Jugendlichen lvon 14 bis 17 Jahren) bestehende Batrde in'E b e r st a d t hat durch Ennsteigen in Häuser utrd durch Eiitbrüche Lebensmittel aller Art entwendet. Der eine hatte auch als! Piosthelfer eine K'riegsgesan^- genensendung unterschlagen. Ein Angeklagter wurde frei- gesprochen, die andern erhielten GesängniZlstrafen bis zu 3 Mrp> Paten und HaMrasen. Ein 15jähriger Hatlsbursch? von hier, bedingt begnadigt, hat seinen Dienstherrn neuerdings bestohlen und erhält nunmehr insgesamt 5 Wochen (Zksängnis. — Ein bisher unbesttaster Landwirt von Lampertheim. Ludm. Klingle r I., hat im Notizbuch des Sviegemeisters die Gewichtszahlen, ^des von ihm gedroschenen Getreides in geringere umgcändert und war deswegen von der Strafkammer wegen schwerer Urkundenfälschung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Reichs, gericht hatte das Urteil aufgehoben. Der Angeknrgte erzielte Frei« spreck-ung. Er will sich über die Tragweite nicht klar gewesen sein. Itu versi ät*»nacbrtcbtcti. ^ Frankfurt a. M., 4. Juu. Geheimer Negierungsrat Prof. Tr. Pohle hat den Ruf aus den erledigten Lehrstuhl dev Nationalökonomie an der Universität Leipzig angenommen und wird ihm zum 1. ?lpril Foltze leisten. — Prof. Dr. Fckor Schneider Privatdozent für mittlere uttd neuere Gesckstck)ite und geschichtliche Hilsstvisieuschasten wurde znm anßero.dentlick-en Pro sessor an der philosophischen Fakultät der Universität Frantturt ernannt. verinischste»» Eisenbahnunfälle. * Karlsruhe, 4. Jan. iWTB.) Aus der Sttecke Durmers Heim-Karlsruhe riß sich gestern abend der Hintere Teil eines G ä t e r z u g e s ab. in den der von Rastatt kommende Schnell zug hinernsuhr. Sechs Wagen des Güterzuges wurden mehr oder weniger schwer beschädigt. Beide Geleise waren kurze Zeil gesperrt. W a r s ck a u , 3. Jan. (WTB.) Während eines heftigen Schn?? sturmes stießen gestern in der Nähe des Wiener Bahnhofes i> Warschau zwei P e r s o n e n z ü'g e zusammen, bei denen ein nich unerhebli?l)er Sachschaden entstand. Dn: Zugführer eines Zuge wurde getötet, ztvei Zdeistjude schwer, aber nicht lebensgesäbrlich imd vier Reisende leicht verletzt. Größere Brtriebsstörnng?u sin nicht eingelreten. Sturmflut an der Ostsee. Berlin, 5. Jan. Wie dem L. % ans Stettin berichtet wird ^rriß die Sturmflut bai Damlbvvrt 200 Meter Dünen. Dü Ostsee flutet bss Bulon>erse. Danrkeport ist überschwemmt uni äußerst bedrängt. Kälte in Amerika. Bern 4. Jan. Wie der „Temps" aus New Port meldet hol die Kältewelle über Amerika seit Montag an Heftigkeit m>G zugonommLtt. Das Thermsmeter sank bis auf 26 Grad unter Null, was in der Geschichte Neu? Parks MipicUos ist Zwei große Flüsse, die die Inseln, ani denen New Port und Brooklyn liegen, umgeben, sind zugesroren und verhindern den Kohl?ntrans- porr. Infolgedessen können 70000 Tonnen Heizmalerial, di? an der Küste von New Jersey liegen, nicht in di? Hailptstadt geschasst werden. Das trifft di? Reichen ebenso wie die Annen. Viele vornehme .Häuser haben kein Heizmaterial. wöchentl. Uebersicht derTsvezsiiNe i. ö. Staöt G setzen. 51. Woche. Vonr 1 . Dezember bis 22. Dezember 1917. Einivoynorzabl: angeuomitlen zu 33t») Lterbliehkeiksziffer: 3 Nach Avzug von l3 Ortsireindeu: 14,13°/,.. Zu, Kinder Es starben an Wachsens fm » Leben-« jahr vom 2 bis 16 . Jahr Angeb. Lebensschwäche 2 (2) — 2(2) — D>pl't''erie 2(2) 1 (1) — Ml) Ttiberkulose anderer Organe l X — Ltiugeueittzun ung Krank? eiten der 1 1 '?lt u igsergane 1 (1) 1 (1) — Kru» \ lretst 1 cksorgane 3 (2) 3(2) — (tzelnruj i lag 1 1 — -W- und.Krattkb.d 9!erven!ystems and Kiaukiwueu der Pe»> s(l) 2(1) — dauung^yrgane raukuesteu der und 4(3) 4(3) — töes lilechtsorg »ne 1 J — rebs 2(2) 2 (2) — - 9 - nid. beu. Todesursachen 2 2 — — öuniu 2^,13) 19(10) 2(2) 1 (1> ßnm.: Xie in ZUainmern ge,?tzlen Zniecn geben an. wie viel Looesiatte m oei oelreueuben U raut Heu au? von auswärt- wch Gu veu gebrgnu^ st raute kommen. V?ro>'5nultl>uug des Großh KreisgeiuudheitsamtS Gießen. Dr W als er. Med-Rat. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauvtauartier, 5. Ionuar (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz, v e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t. An der flandrischen Front östlich von Bpern. in einzelnen Abschnitten zwischen Scarpe und Somme, sowie in Gegend ron Avocourt und St. Mitzicl entwickelte sich zeitweilig lebtzüster Feuettampf. An der übrigelt Front blieb die Arli lcrietä fnfeit auf StörungSfeittr beschränkt. Oestlich uon Bulleeourt h. t e gewall'ame Erkunoung vollen Erfolg und brachte eine größere Anzahl gefangene Engländer ein O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine besonderen Er.ignisse. Italienische Front. Zwi'chen Brenta und De Montello lebte das Artillerie- feuer vorübergehend aus. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Äuszcichuungen deutscher Heerführer. Berlin, 4. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Reichsanzeiger" meldet: Tec Kai,er verlieh dem General der Artillerie von G a l l w i tz. dem Obcrb?fehlsk-aber der fünften Arntee und ^em General der Infanterie Sixt von Arnim, dem ObcrbefehlL- habev der vierten Armee den Schwarzen Adlerorden. Talaat Paschas Ansicht. Berlin. 5. Jan. Mit siebenslündiger Verspätung, die durch starke Schnecfällc veraiüaßt war, kam gestern der türkische G r o ß w c s i e r T a l a a r P a s ch a um 3 Uhr nachmittags in Ber- iu an. Nach der Abstattung von Besuck>en und nach mehreren Kvn- crenzen mit den zur Zeit in Berlin anwesenden hohen türkischen Zeamtem, ent,chloß sich der Großlvesier, zunächst in Berlin zu »Icibeit. Ter heutige oder morgige Tag dürste die Lage so weit ären, daß Talaat Pascha sich über den Zestpunkt seiner.Weiter- cise wird schlüssig iverden können. Seine Stimmung ist nach mv vor optimistisch. Die finnische Frage. Stockholm. 4. Jan. (WTB. Nickstamtlich) Der König be- chloß. im heutigen Miuisterrat Finnland als unabhängi» gen Staat anzuerkennen. _ Unübertr. ’ji $ raschen u. vorzugl Wirkung Erhältl in Anotheken Herde! 4chlnsi^! Herde! Verde in jeder Größe am Lager. Kesselösen, Keüel- riimpsc. Kcßel. .Cvf™, Noüe. Ninghaien in großer «uüwabl kamen ^ie bei 75 WiSh.iliirb^ck MsieSaf. otexatr. rr. Tel. 283. 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Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Friedrich «(uns Karl Weimer, z. Z. im Felde nebst allen Angehörigen. Daubringeu, den 5. Januar 1918. 08330 Die Beerdigung findet Sonntag den 6. Jannar, nachm. 3V 2 Uhr, statt. 4 Zimmer Sch. 4-Zmr.-Woli&g. m. allem Zub.u. Gartenant. p. 1. April *. o errn. Astcrwep 82. p. 185 Lsberstraffe 15 d. Sterbefall schöne 4-Zimmer-WoHnunn, Gas, Gartenant., ans 1. April *u vermieten. Näh. daselbst 1. Stock oder Rodheinier Straffe 27, part. 188 4-Zlmmer-Wobnung per 1. April zu vermieten 08331 Liebigstraffe 63. MN 3 Zimmer ] Bahnhoistr. 26 schöne 3-Zimr.» Wohnung zu vermieten. Näh. Auskunft im Hinterhause. 18 Danksagung, F&r die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dom Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Christoph. "Weimar and Kinder Dollar, den 5. Janumr 1918. Nodtieimcr Str. 41 3-Zmr.- Wobng. zu vermieten. Näh. Nohn, Gr. Sleinweg 20. 101 9tai$risf« Nach 40monfrttß«r, treuer Pflichterfüllung starb am 1. Dezember unser liebes Vereins- Mitglied, der Sanität»-U«terosfizier PH. Baiser den Heldentod fürs Vaterland. Sein Andenken mm halten wir stets in Ehren. 177 Der Kriegerverein Rei-kirchen. m Pension Branfll, Kenen Hüne 22 Zimmer, HSMag3*ni.AÖ0ns!t{se!i 000000003000000000000 0 00 0 Bekanntmachung Die Mitnahme von Wintersportgeräten «Schneeschuhen, Rodelschlitten uslv.) in die Züge als Handgepäck ist nicht mehr statthaft. Ebenso find diese Sportgeräte zur Abfertigung als Reisegepäck oder Exvreffgut nicht mehr anzunehmen. * Frankfurt (M.), den 4. Januar 1918. ¥ 215i Königliche Eiienbabndirektion. Freiwillige Versteigerung. Auf Antrag des Heinrich Plath von Lohra versteigere ich: Montag den 7. Januar l. I., nachm. 3 Ubr, in Neustadt 55 dabier (Bieters Hof): 1 Zugpferd WWlitc, ziigsest tinfc fromm) gegen Barzahlung. Versteigerung bestimmt. 183 Born, Gerichtsvollzieher in Gieffen. 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Januar IW Die russischen Zriedeuxuntechändler. Ufeber die Persönlichkeiten und die Vergangenheit der russi» rchim Friedensunterhändler in Brest-Litowsk macht ein nüwtralev Berichterstatter interessante Mitteilungen. Me überwiegende Äiehr- heit der russischen Unterhändler gehört nicht dem nationalen Russentum, sondern den verschiedenen Fremdvölkcrn Rußlands ün. Einzig Professor Pokrowskp ist ein geborener Russe und gleichzeitig eines betr hervorragendsten Mitglieder der russischem Abordnung. Er ist ein Mann von gründlicher historischer und polittsck^cr Bildung, gilt als der beste Kmrner der diplomatischen Geschichte Rußlands und hat mehrere wertvolle wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Pokrowskh ist ein alter Revolutionär. Seit langen Jahren war er Privatdozent an der Petersburger Uni- viersität. Erst nach der Märzrevolution konnte er Professor an der Moskauer Universität werden. Bei der Bildung der Räteregiernngt wurde er als Kandidat für den Ministerposten des Auswärtigem genannt. Von den anderen russischen Unterhändlern ist in Rußland am meisten bekannt L. B. K a m e n e w - R o s e n s e l d , der Redakteur der „Prawda", Mitglied des Bureaus des Petersburger Sowjets und Gemeinderat von Petersburg. Er wurde am 1 Mai in Kiew während einer Volksversammlung von fünf bewaffneten Studenten verhaftet, weil* er seine Rede mit den Wvrten: „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit den Verträgen, die die Bourgeoisie nrit England und Frankreich abgeschlossen hat!" schloß. Mitte Juli wurde gegen ihn von Kerenski ein neuev Haftbefehl erlassen. Ein paar Tage sväter veröffentlichte Kamenew^ Rosenfeld mit Lenin und Sinowjew ein Einspruchsschreiben in Maxim Gorkis Blatt „Nowaja Schisnj", in dem die drei erklärten, daß fte keine Spione seien und in keinen Beziehungen zu feindlichen Staaten stünden. Dann saß Kamenew eine Zeitlang im Gefängnis, und zwar ohne verhört zu werden. A. A. I o f f e ist seit Anfang Juli Gemeinderat von Petersburg und Sekretär der gegenwärtigen Räteregierung. L. M. Karachan ist ebenfalls Gemeftrderat von Petersburg und war Sekretär der russischen Abordnung beim Abschluß des Waffenstillstandes von Brest-Litowsk. W. Pawlowitsch-Weltmann war früher politischer Emigrant und lebte in Frankreich, rot er als Dagesschriststeller wirkte. N. N. Lapinski, Mitglied der polnischen soziaftstischen Partei, ist Internationalist, lebte ftüher als politischer Flüchtling in der Schweiz und kam Mitte Mai über Stockholm nach Petersburg. Frau M. A. B i z e n k o ist ihrer Abstammung nach eine Ukrainerin. Sie gehört dem linken Flügel der Sozialrevolutionäre an: in dieser Partei wirkt sie schon seit 1903. Sie ist alsVer- treterin der Bauern zu betrachten. ^nd nun zu den militärischen Unterhändlern. General Samo i l o ist gleichfalls ukrainischer Abstammung und hat den ganzen .Krieg mitgemacht. Admiral Wassilij Michailowitch A l t v a t e r dient in der baltischen Flotte: Oberst Zeplis ist ein Lette und gilt als Vertreter der lettischen Truppen, die bekanntlich ein Heer im Heere bildeten: Oberst Fokke ist deutscher Abstammung und dient im russischen Generalstabe: Hauptmann des Generalstabes L i p s k i soll eine Zeitlang in deutscher Gefangenschaft gewesen und erst Mitte März dieses Jahres nach Rußland zurückgekehrt fern. Es sei noch erwähnt, daß Kamenew-Rosenseld auf dem am 9. August in Petersburg eröffneten allrussischen Kongreß der Maximalisten und Internationalisten, ebenso wie Lkmin mW Sinowjew, zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde Ans Hessen. Das Ergebnis der 7. Kri-gsanleihe in Hessen In le s ü -er rerö, e tÜuc-tot Zufamme st brng te,- o läufigen Ergebnisses der sieben Kttegsanlerhen m Heften ivacen me bei ixu Postanstallen und Genossenlchaften e:Sn Zeich.ru-men nicht luich Provinzen getrennt, sondern narr für bas ganze Gvoßberzog-- tum angegeben worben. Diese Zeichnungen verteilen sich nach den inzwischen gemachten Feststellungen aus Hie 3 Pvoviuzen lim folgt : Zeichnungen bei den Stark en- burg Rhein- Hessen Oberhessen Postanstalten. . , 1 103 000 924 000 988 000 Landwirtschaftliche Ge- nossenschaften . . 9 410 000 12 893 000 2 697 000 Erwerbs- u. Wirtschafts- genossenschaiten . 8 830 0(X> 11 25N 000 4 321 0 0 Summe 19 343 0 0 io 073 00 ' 8 0''6 000 Unter Berücksichtigung 'dieser Ziffern verschiebt sich bas Gesamtergebnis gegenüber der früheren Veröffentlichung weientlich zugunsten der Provinz Rheinhesien, wie sich aus folgender liebersicht ergibt: Zeichnungsergebnis der 7. Kriegsanleihe. Reichsbankslelle Darmstadt. Reichsbanknebenstelle Bensheim. Neichsvanknebenstelle Lffenbach ... Postaniialten und Genosseitichaften. Dk. 54 440 000 2 943 000 1 544 00 1 19 34 C. 000 Provinz Starken bürg. 96 70 0 ^. Re'chsbankstelle Mainz. Reichsbanknebemlelle Binacn. Reichsbanknebenslelle Wornls. Postanstallen ttnb Genossenschaften. 41 4^1 00* 0 5 2 000 30 606 'K)U 25 073 0 • Provinz Rheinhessen . . . . . 10 692 000 Reichsbankstelle Gienen. Reichsbanknebe stelle Friedberg . .. Reichsbanknebenftelle Alsield.. Reichsbanknebenstelle Laute, b ch. Postanstallen und Genossenschaften. 29 189'00 5 412 000 1 257 000 2 722 000 8 006 nOO Provinz Oberhessen. 4* 5xfi 000 Gesamtsumme tut 6;roßHerzogtum ?4 54« 0 '> Gegenüber dem endgültigen Ergebnis der 6. Anleihe von 238 48b 000 Mavk ergibt isch in Hessen eine Steigerung um 8 063 000 Mark. Tie ErlMmng gegenüber der ftüher veröffentlichen Gesamt ff iw me d.r 7. Atckeihe für das Großftrzogtum llm melyr als 8 Mckffo e:i ist darauf zurück;Mhren, daß n mmehr das endgültige Ergebnis vorliegt. Dü? in dec vors eftudm ue eff icht für Alsfeld und Lauterbach eingesetzten Beträge eillftl^en die Zeüftrrmgen, die aus de.> Bezirken der früheren Reick-sbanbleben^ellen Alsfeld und La teroach !-ei der Rsthsbaickstelle Fulda angenioidet worden sftrd. Dirbo« Ti w berück'ü.ragen, daß auch bei der 7. Anleihe wohl ein erheblül.e. Teil de. Zr-ich mngen, fttsbesondere aus Alsfeld, nicht ii-acli 'Fulda, so.ldcrn nah Gießen weitergegrben wurde Aus der n-ack-stehu-don Z.saimnen ellung, bri der die Zeicft nungea bei beit Po. au allen und Ger-ch eufchuften unLerücksich- tigt bleiben mußten, geht hervor, daß in Hessen auch die Zahl der Zeichner stark g e w a ch s e n ist: Z a h l de r E i n zel z e i chn un g e n I. II III IV V. VI vil An! An! Aal. Aul. Aul Aul. Anl bis 2000 M . . 17734 3493 ' 45314 98016 77956 117506 127181 von 100 bw 100 0 M. 3646 8720 8836 6723 4537 6645 5842 von 10 100 1)13 10 >00 M. *. 573 1217 1436 1037 1040 1372 1496 von 10» 10' • bis 1000 000 M. . 33 79 135 124 147 15" 1-5 über 1000000 M. 0 3 0 4 JO 7 12 Zusammen :!988 4495« 5.-726! i 05g 4 8369(>|l256--<0| 13471 Ifttter Berücksichtigung der Zeichnungen bei den Postanstalten, und Genossenschaften ergibt sich bei der 7. Kriegsanleihe eine Zahl von 167 046 Zeichnern. Aus Stadt und Land. Gießen, den 5. Januar 1918. Die tägliche Kopfration an Kartoffeln beträgt ein Pfund! Streckt Eure Kartoffeln durch Verwendung von Rüben! Stellt den täglichen Verbrauch durch Abwiegen fest. Ersatz ftir vorzeitig verbrauchte Kartoffeln erfolgt nicht! ** A. u s ze i chn u n g. Unterofftfter Kftrl H e r g e t erhielt bas Eiserne Kreuz 2. Klasse. Dieselbe Auszeichnung wurde dein Geft. Fritz Dieter verliehen ** Bürgerliche Gefangenschaft kein Militär- dienst. Zeiten der biirgerlichen Gefangenschaft in Feindesland können nicht als Militärdienstz-citen im Sinne der Reichsversiche- rungsorftiuns! angerech-iet werden. Diese bemerkenswerte Enffchtt^ d/img hat bas Reichsversicherungsamt getroffen. Ein Seemann geriet bei Kriegsausbruch in der Nordsee als Heringssänger in englische Gefangenschaft, in der er sich noch befindet. Seine Ehefrau beansprucht die Anrechnung der Tauer der Zivilgefangenschaft als Militärdienstzeit. Als solche gelten nur die Wochen, in denen der Versicherte zur Erüllung der Wehrpflicht in Frizens-, Mobil- inachungs- oder Kriegszeiten eingezogen gew?fen ist oder in Mobil- mackmngs- oder K.üegszeiten freiwillig militärische Dienstleistungen verrichtet hat. DevpSeemann war bei der Gefangennahme noch nicht eingezogen. Daran ändert auch nichts, daß er als LandlvehrmanU eingezogen worden wäre. Es kommt lediglich auf die tatsächlichen: Verhälttrisse an. Tie Anwartschaft kann aber durch freiwillige Beiträge aufrechterhalten werdest. ** Kleinere Frachtbriefe. Die Frachtbriefe werden ebenso wie die Flcischmarken verkleinert, um Papier zu sparen. Das Reichs-Eiseubahnamt hat die Bestimmungen der Eisenbahn-Berkehrsordnung darüber entsprechend geändert. Das Frachtbriefmuster wird um die Hälfte verkleinert. Tie Rückseite wird mit der rechten Hälfte des jetzigen Musters bedruckt. Tie bisherige Bestimmung wegen Benutzung der Rückseite kann natürlich nicht auf das verkleinerte Muster angewandt werden. Tie Aenderungen treten am 10. Januar in Kraft. Tie vorhandenen Frachtbriefe können auf- gebraucht werden. Oelsen Naffart. ra. Battenberg, 4. Jan. Hebamme Witwe Hofmann ver-, sicht jetzt 40 Jelft-e shr verantwortungsvolles Amt in unsernH Städtchen. Die Kaiserin ließ der Jubilarin aus diesem Anlaß ein« goldene Brosche überreichen. ra. Biedenkopf, 4. Jan. Zu Amtsgerichtsräten wurdep, ernannt die beiden Amtsrichter tHap pel in Gladenbach und Dr. Murray in Laasphe. — Kreissekretär Jäger wurde zum Rechuaurgsrat ernaunt. Airchliche Nachrichten- Gottesdienst am Sonntag den 6. Januar. In der Stadt ki r che. 9y 2 : Pft. Mahr; 11: Kinderkirche f. d. Ntatth.-Gem. Psr. Mahr; 5: Pft. Schwebe. — In der Johanneskirche. 9V>: Pfraff. Lic. Reuning: 11: Kinderkirche f. d. Luk.-0^ein. Pfr. Bechtolsheimer; 5: Pft. Ausfeld. — Die Kriegs- fttsttinden werden aus Gründen der Kobleuersparnis bis ans weiteres nrit den sonntäglichen Abend-Gottesdiensten verbunden. — K irchberg. Vorm. 10. — Lollar. Fällt wegen Beerdig, gus. katholische Gemeinde. 6Vs: Gel. z. U. Beicht: 7: Hl. Messe, gem. Komm. d. Jungfr.; 8: Aust. d. hl. Komm; 9: Hochamt m. Pved.; 11: Hl. Messe nt Vred.: 4y 2 : Jüngft.-Kvngr.: 5V 2 : And. m. Segen. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegsbftband. Samstag 12. Jan., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Bercht. — Diaspora-Goltesdienst am 6. Jam: Lanbach 10. Lich 9V 2 . Amtlicher Tei?^ ekiiMchAW Nr. ?L. 1600/11. 17. K. R. A., betreffend Beschlagnahme von Papier Zur Anfertigung geklebter Papiersäcke (Sacfpapler). Vom 5. Januar 1918. Nachstchende Bekanntmachung wird ans Ersuchen des Königlichen Kriegsministeriums hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgeseken höhere verwirft sind, ipv Zuwiderhandlung nach § 6 der Bekanntmachung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (Reichs-Ges-etzbl. S. 376)*) bestraft wird. Auck> kann der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 24. September 1915 (Reichs- Geseßbl. S. 603) untersagt werden. 81. 8 4. Verarbritungserlaubnis. Trotz der Beschlagnahme ist die Berar.»nttcng von Sackprpirr zur Herstellung geklebter Papiersäckc von mel/r als 3000 qem Sackstäckieninhalt gestaltet. 8 5. Ausnnhmeu. Anträge auf Beroilligung von Ausnahmen von den Bestimmungen dieser Bekanntmachung sind eingehend begründet bei der Reichssackstelle, Berlin, Lütowstraße Nr. 89. eftiznreichen. Me Entschcidimg trifft die Kriegs-Rohstoff-Ab'eilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums. 8 6 . Inkrafttreten. Mese BekanntmachZmg tritt am 5. Jftnuar 1918 in Kraft. Frankfurt a. M., den 5. Jrnuar 1918. Stellv. Generalkommando dcs 18. Armeekorvs. Betr.: Befchlagruahme voer Papier zur Anfertigung geklebter Papiersäcke (Sackpapier). An den Oberbürgenneister zu Gi"ßen. Großh. Polizelamt Gießen und die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem wir auf vorstehende Bstauntmachung des stellvertretenden Generalkommandos von heute verw-eisen, beauftragen wir Sie. von dein Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmachung in Ihrem Amtszimmer zur et- waigm Einsicht offen zu legen. Gießen, den 5. Jaimar 1918. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Von dieser Bekanmttnachung werden betroffen alte Mengen 00 m Papier zur Herstellung geklebter Pwpiers.äcke (Sackpapier). ^>ronaer -•• _ -laamr _ Dr 1H t n g e r. _ XVlii. 'Armeekorps. Stellvertretendes Generalkommando. 8 2 . Beschlagnahme mW ihre Wirkung. Me von der Bekamnttnachung betroftenen Gegenstände (§ 1) werden hierdurch beschlagnahmt. Die Beschlagnahme hat. die Wirkung, daß die Vornahme von Veränderungen an den von ihr berührten Gegenständen verboten ist und rechtsgeschäftliche Verfügungen über sie nichttg sind. Den vechisgeschäftlichen Verfügungen stehen Verfügungen gleich,, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvollziehung erfolgen. 8 3. Lieftrungserlaubnis. Trotz der Beschlagnahme ist die Veräußerung wird Lieferung Mm , Sackpapier gegen einen Bezugsschein t«r Reichssackstelle, Berlin. Lützowüroße Nr. 89. unter den von dieser Stelle vorgeschriebenen Bedingungen gestattet. Bis zum 20. Jlanuar 1918 ist die Veräußerung uckd Lieferung von Sackpapier auch ohne! Bezugsschein glaubt. . *) Mit Gefängnis bis zu einen: J^hre oder mit Geldstrafe bis zu zehntauftnd Mark wird, sofern nicht nach allgemeinem Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 2. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite- sck>asst, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kaust oder ein anderes Veräußerungs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abjchließt: 3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegeuftmrde zu Verwahrer und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt: 4. wer den ...... . erlassenen Ausführnngsbestimmungeu zuwider handeLt. Abt. III b. Tgb.-Nr. 26095/7072. Frankfurt a. M., 19. Dezember 1917. Betr.: Beseitigung v,on Transportstörungen. Verordnung. Tie Vevordnungen vom 11. 9. 1917 (III b 19 219/5476) und vom 3 12. 1917 (III b 23 893/6847) werden int Einvernehmen mit dem Gvitverneur der Festnmg Mainz zusammengefaßt irnd wie folgt abgeärcdert: 9 I. Tie Gemeinden sfttd verpflichtet, auf Anfordcrtt der Kriegs- auttsstelle fti Frankfurt a. M., der Kriegsatnlsnebenselle in Siegen, der zuständigen Linienkommandantur oder Bahnhofskvmman- dantur zum Zwecke der Be- urrd Entladung von Ei'enbahnwagen Und Schisftm, 'der An- oder Abfuhr von Eisenbahngütern und SchiffAgütern. sowie zur Erhalttmg der Vevidhrssistech-cit der An- und.Aofuhrsttaßen zu Bahnhöfen und Schiissladeplätzen bei Sckxnecfall und Glatteis, Wckgen, Zugtiere, Fuhrlertte und Mannschaften an die ihnen von den genarutten Bchörden bezeichneten Orte zu stellen. . II. Auf Grund einer nach Ziffer I an die Gemeinderl er- gangeneu Anfvrderirng — ftr Fällen eines dringenden Bedürfnisses, auch ohne, daß eine solche Anfordert mg vorhergegawgen ist — sind : 1. Halber oder Besitzer vou Zugtteren oder LÄaget: verpflichtet, auf Auf,'ordertcng der Gemeftidebehörde ihres Wohnorts dieser ihr Fuhstverk mit Mttschr. ihren Wügen oder ihre Ztkgtieve gegen die ortsübliche Vergüttmg zur Verfügung zu ftellcn; 2. alle männlichen Personen über 16 Jahre ' verpflichtet, auf Auffordermtg der Gemeindebehörde ihres Wohnorts gegen den ortsüblichen (Lewe mit verminderter Arbeitsfähigkeit gegen den ihrer Arbeitsfahig'ftit 'entsprechenden, von der Gemeindebehörde festznsetzettden) Lol>n Ärbtt''en zu überm ehmen. welche zur Bermeidmrg von Verzögerungen bei der Be- und Entladung von Eisenbahnwagen und Schiffen, der An- oder W- fuhr von Ei'e''bab'ngütern urrd Schiffsgütern sowie zur Erhaltung der Verkehrs''icherleit der An- und Abfuhrstraßen zu Balmböfen irnd Schiffsladeplätzen bei Schnoefall und Glatteis notwendig wwden. III. Tie Hetxmziehung (Ziffer II 1 und 2) ist auch an Sonn» und Feierwg^n zulässig. IV. Tie Gemeinden haben die Vergüttmg und den Lohn vor» znleg^t imd können ihrerseits die Betrage nebst iliren Verwal-- ttmgMsten bei Anstlbren und Beladungen von den Msendern, und bei Abftrhren und Entladimgen von den Empfängern der Güter im Verwalttmgszwangsverfahren .wieder einziehen. V. Zeugnisse von Kreisärzten, anderen beamteten Aerzten sowie den be( den Einberirfung^a?\sschüssen tätigen Aerzten befreien, sotveit sie die Unfähigkeit zu ">er aufgetragenen Arbeit beschemigcn, ohne weiteres von .der Derpstichtung zur Arbeftshilfe. VI. Gegen die Hevrnziehimg durch die Gemeinde sowie gegen d'e Höft der von der Oiemeinde se'ttnsett"n^en Vergütung steht die Beschwerde zu, die keine auffchiebende Wirttmg hat. Uebw die Beschwerde ent'ckieiftt endgülftg die für den Wohnort des Leißungs pstichtig en zirstäTtdige Gemeindcauffichisbehörde. VII. Zuwiderhandlungen gegen Ziffer II und III werden mit Geiängnis bis zu einem Jafte. beim Borliegen mildernder Um-, stände mit Haft cder mit Geldsttafe bis zu 1500 Mark bestritt Der stcllv. Kommandierende General: Riedel, Generalleutnant. An den Dberbüraermeister zu Gießen und an die Größt). Vürpermeiftereien der Landgemeinden des Kreises. Dors'ebmdes ist ortsüblich bekantttzumachen und das Nötige zur Dnrckfülnnmg der Verordmmg vorztlberei^en, irrsbesondsve ist ein Verzeickielis gemäß Ziffer II, 1 anfznstMsrr . Gießen, den 4. Jani:ar 1918. Grvüberzogilches Kreisaml Gießen. _ Z B Longermann. _ Stellvertretendes Generalkommando. XVIII. ?lrmeek^'rvs. III b 23634/6731. Frankfurt a. M., den 19. Mzember 1917. Betr.: Die Versorgung mit Brentrholz. Verordnung. Auf Grund des § 9b des Gesetzes über den Bi-^agerungsznstand vom 4. Juni 1851 in ft"- Fassung des Reichsgesetzes vom 11. Dezember 191 ■ bestimm" ich im Einvernehmen mit dem Gouverneur der F-estimtg Mainz für vas gesamte Gebiet dos GroßherzoytttmÄ Hessen: 1. Versteigerirngen von Brennholz können durch Anordmmg der zuständigen Behörde (Ziffer 4) allgemein oder in einzelnen Fälle-' n'ttenagt 'oder ran; bedingt zugelassen werden. 2 D'e Waldbesitzer haben der zuständigen Behörde (Ziffer 4) diejenigen Atts'künfte zn geben, welche diese wegen der Versorgung' und des Verkehrs nnt Brennholz von ihnen erfordert. 3. Die Waldbesitzer sfttd verpstichtet, auf Aufforderung dev ztlsländigen Behörde (Ziffer 4) an die von dieser bezeichneten Per'onen oder Stellen hergerichtetes Brennholz gegen Zahlung der amtlick-en Brennftlztaxe.(Beilage Nr. 20 znnt GroßberMglich Hessisck-en Regierungsblatt von 1917, Seite 333) zu liefern. 4. Anständige Behörde im Sinne dieser Verordnung ist das Großftrzoglickic Ministerium der Ffttanzen, Wteilung für Forsft und Kameralverwalttrng zu Darmstadt. Dieses kcnm zur Aus» sührung dieser Derordtrung weitere Anordnungeu treffeit. 5. Zuwiderhandlungert werden mtt EiefängniS bis zu efttsm Jahre, beim Vorliegeu mildernder Unfftände nnt Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Der stellvertretende Koimnandierende General: Riedes Genrvallvttnant. Geburtstagsspende für das Rote Kreuz Auch in diesem Zahre spende jeder Eichener an seinem Geburtstage eine Gabe für das Kote kreuz! Das neue Erinnerungsblatt, aus Maler Doehle's Nachlatz erworben, die Arbeit der Heimat darstellend, das jedem zum Dank und zur Erinnerung an den Geburtstag in Deutschlands größter Zeit gegeben wird, möge jedem Hause zur Urkunde werden, daß auch Gießens treues Bürgertum einig und geschlossen mitgeholfen hat: Durchzuhalten dis zum Sieg! Darum: Kommt und gebt, jeder nach seinem Können und Vermögen, als Dankopfer am Wiegenfest und zum Zeichen treuen Einstehens für unsere Löhne und Helden draußen. vie GeburtstagsspenLe (Abt. des Noten Kreuzes, Alte KlinU). Teburtstagsspenben werden täglich an unserer Kaffe in der Alten Klinik entgegengenommen, woselbst auch, nachdem der Spender seinen Namen eigenhändig in das Goldene Buch eingezeichnet hat, die Aushändigung des künstlerischenDankerinnerungsblattes mit der zugehörigen Urkunde erfolgt. Ikrs Verlobung beehren sich anzuzeigen: Else Rahn Karl Panzer Sergt.-Hobolst z. Z. beurlaubt. Garbenteich, Januar 1918. 08813 Die glückliche Geburt eines kräftigen JUNGEN zeigen hocherfreut an Lehramtsassessor M. Werner und Frau Karola geb. Erb. Fürstenhof Giessen. Samstag and Sonntag: 2* KONZERT Herr Brandenstein mit neuen Schlagern. Im Restaurant: Zanderschnitten, Gansbraten usw. Münchener Bürgerbräu und Giessener Union. A Cafe Amend Samstag and Sonntag 164 Künstler - Konzert Wm tntü Erweiterte MWeiWle zv Wes. Die Anmeldungen für das kommende Schulzahr 1918/19 werden Freitag den 18. und Samstag den 19. Januar von 9 bis 12*/, Uhr im Schulhause, Nord-Anlage 14, entgegengenommen und zwar Freitag sür die Höhere und SamStag für die Erweiterte Schule. Vorzulegen sind: Geburtsurkunde, Impfschein und sür Kinder, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis der letzteren Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. Anmeldungen nach den oben festgesetzten Zeiten können nur insoweit berücksichtigt werden, als in den einzelnen Klassen noch Platz vorhanden ist. Die Groß!,ermögliche Direktion der Höheren und Erweiterten Mädchenschule: |Dr. Nolec. Nationaler Irauendimff Allgem. Deutscher Fraueuvereiu Ortsgruppe Gießen. Auskunft und Hilfe für Angehörige von Kriegsteilnehmern bereitwilligst und unentgeltlich: Montag Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Ubr vormittags: 102D Süd-Anlage 4», Frau Professor Kalbfleisch. Winter-Handschuhe Mlnd noch fn größeren Sortimenten am I,agcr 175a Fritz Nowack. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Künstler-Konzerte. wird täglich vorgeführt bis einschl. Ifatag, 7. Januar. ES T r imfiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimmimimitjMiiiiiiiiimmi imiimimiutmimiiiiHiiimimiimiimiiiiiiimm Schwarz-Weiss -Theater = Seltersweg 81 Programm vom Samstag, 5. Jan., bla inkl. Slontag, 7. Jan Maria Qrska die beliebte Tragödin, in % , $ Der lebend© Tote“! Liebe»- und Lebensdrama aus der Gesellschaft in 4 Akten. Spielleiter: ZSaz Beek. Hauptpersonen: Holns Lames. Paal Otto, ***. In Nacht und Eis! Dramatisches Schauspiel auf hoher See in 3 Akten. 200a In Vorbereitung: „Die Broazeschale“ mit „Nogens Enger“ bestens bekannt aus „Ben Kabara“. MiiiiiiiiiiifiiidtiiiiiiiimiiiiiiitiiiiiMiiiiitiniiiiiiii iimimiiimmiiimmmiHfiiMiiiiiiimmimimiiii Detailliften-Verein. Die von uns befürwortete Verkürzung der Verkaufszeit von vormittags 9 Uhr bis 6 Uhr abends ist von behördlicher Seite bis jetzt nicht verfügtworden; wirempfehlendeshalb unseren Mitgliedern, imInteresse derKohlen-undLicht- ersparnis von jetzt ab diesem Beschlüsse nachzukommen. ^ ^ »95 Der Vorstand. Möbelstoff- Reste Seide und Halbseide werden preiswert abgegeben. Kaufhaus Kafz Babnhofstrasse 14. 42a ll.PreM- / 237. Königlich [ Prenstische Die Ziehung der 1. Klasse dieser Lotterie beginnt wieder am 8. Januar n. I. I SMeMe Klassevlotterie rose ^5 jh \o ^«20 ^*40 pfilifc sind au beziehen durch die Königlich Vreutzischen Lotterie- Einnehmer in Eietzen: vnchackrr 5 limm Lrgler Neuen Bäue 11 Walltorstraße 63 Süd Anlage 5 Lernspr. 877 Fernivr. 237 Sernspr. 82 Ziebungslitteu 60 Pf. sür L bis 5. Klaffe bet freier Zusendung. 14 Gründl. Unterricht in »« Mascfimenscöreüien Stenographie Buchführung ti. allen Handelsfächern durch bewahrte Lehrkräfte. Toßes- u. Abendkurse Honorar für Elnzel- fächer Mk. 10.— für Kurse nach besond. Ver Inbarune. Anmeld ng äglich. Kostenlosest llenverraitt- lung. FFanz¥og!&GD.,6ieD9n Goethestr. 32. Tel. 2084. WS«’ Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für allelClass., Englisch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rum u. Ergänzungsprüf. [ 1 Hp Rnpcp Oberlehrori.P. ur.noese G 0e thestr. 3 *. :ss; Kuziaus licfcelstadt i. Odecw. (Linie Hanau-Eberbach.) 160sa für Nervös« and Erholungsuchende Gate VerpFeganfl. Prospekt 9. Sau.-Rnt Glgglberger. Bebagl. liurheim Kiid-Anlajje 7 (651 Süd-An Sag« 7 Unterricht irn Schneidern und Anfertigung von Wasche, gegenständen aller Art, Weiss- und Buntstickereieir Filet, Schiffchenarbeit, Klöppeln und allen neuen Handarbeiten. Bekanntmachung. Das Unilagckataster der laud- und forstwirr» schastlichen Berufsgenosscnschast sür das Großher- zoqtttm Hessen sür das Jahr 1917 (bezüglich hiesiger Gemeinde) liegt vom 5. bis 18. Januar auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Mainzlar, den 4. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 205 Gründergcr Pferde - Versicherungsverein zu Grünberq. Die Bestchtigungen der Pferde finden statt: in Pondorf Mittwoch den ff Januar, nachmittags 2 Ubr, in steiskirchen Freitag den 11. Januar, mittags 12 Ubr, in (ttrotzeu Buicck Freitag den 11. Januar nachm. 2 Ubr, ln Garbenteich Montag den 14. Januar, nachm. 1'/, Uhr. Grünberg, den 1. Januar 1918. 179 Schäfer, Direktor. AmM BelnnntinOiiWil der AM Sif&ts. Städtischer Eierverkmif. In der Woche vom 7.—11. Januar d. I. werden an die Bezugsberechtigten gegen Abgabeder Eiermarke Nr. 22 Eier abgegeben. Es entfallen in den Bezirken 1, L 7,8 10 u. 11 auf die Marke je 3 Stück In den Bezirken 3, 4, 5, <5, 9. u. 12 je 2 Stück. Der Preis beträgt 40 Pfennig für das Stück. Bezirke 1,2, 3,7, 11, 12 Eierhandlung Ä. Steinreich. Bezirke 4, 5, 6, 8, 9,10 Gebr. Grieb an den hierfür fest» gesetzten Tagen. Vorlage der Ausweiskarte ist erforderlich. Westen, den 4. Januar 1918. 198B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelmnt). Bekanntmachung. Auf die durch roten Aufdruck zum Bezug von Mehl an Stelle von Brot bestimmten Abschnitte der Brotmarken für die 3. Woche (14.—20. 1. 18) wird Weizenmebl in den den Abschnitten ausgedrucklen Mengen demnächst ausge- I geben. Es wird dar,er folgendes bestimmt: 1. Wer Weizenmehl an Stelle von Brot beziehen I will, bat die bezeichneken Abschnitte der Brotmarken bis spätestens ff. d. M. einschl. bet einem Kleinbaudels- aeichaft «nicht Bäckereien» gegen Ausstellung des vorge» : ichriebenen Bestellausweises, auf dem die Firma des Ge» ' schä'.es und die auf Grund der abgegebenen Marken be- > stellte Mehlmenge anzugeben sind, abzuliefern. Wer die ^ oben angegebene Frist versäumt, kann Weizenmehl nicht ! erhalten. ^ 2. Die KleinhandelSgescbäfte haben die Abschnitte getrennt nach dein auigedruckten Nennwerte auszukteben und bis spätestens 11. d. M- dem städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 4, zur Prüfung unter Beifügung einer Mitteilung über die Anzahl der abgelieserteu Abichnitto einzureichen. Die Zuteilung des Mehles an die Klelnhandelsgeschäfte erfolgt durch das städtische Lebensmittelamt. 3. Die Ausgabe des Mehles in den Kleinhandelsgeschäften beginnt von Montag 14. d. M. ab. Der Preis für 1 Pfund Weizenmehl betragt 3« Pfennige. Giesten, den 4. Januar 1918. 191B Ter Oberbürgermeister (LebenSmitbelamt). Betr.:Vergebung dcrStistungans'Slnlaü dergoldenen Hochzeit dcS Deutschen Kaiie.paares. Die hier ansässigen Ehepaare, welche im lausenden Jahre das Fest der goldettcn Hochzeit begehen und An- ! spruch aus Zuwendung der Gabe aus der iw Jahre 1879 j anlästlich der goldenen Hochzeit des Deutschen Kaiser- ! paares errichteten Stiftung erheben ivollen, werden hierdurch ausgefordert, sich alöbald im Stadthaus — Zimmer In — zu melden. (Sieben, den 3. Januar 1918. 192E Der Oberbürgermeister : Keller. k von Antianttäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 78 Louis Rothenberger. “födtijdicr rvobnnttgsnacpweis, ««, Wea-Anlage 31, Tel. 2054. CS sind zu vermieten. 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 3 Wohnungen "von Ü Zittzmern mit Laden, 3 Wohnungen von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, möbliert, 2 Zimmer unter Mitbenutzung der Küche, 2 Ladenräume mit je l Zimmer, 2 Laden- raume, 1 Ladenrauin mit Hinterränme, 1 gröberes Fabrikgebäude, 1 Lagerraum, 1 Lagergebäude mit Dureauräumen, mehrere Lagerräume, Stallung und Heuboden, 4 möblierte Zimmer, 2 nebenelnanderlie- gend, 2 leere Zimmer, 1 Wohnttug von 2—3 Zimmer« tu Bellersheim. Zu mieten gesucht: 18 Wohnungen von 1—6 Zimmern.