Nr. r Ter -letzener »nzeiau «scheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: Sietzener Zomil rendlötter; KttislloU fit den Kreis Siehe«. vezugspreir: »nonaü.Mk. 1.20. viertel- jährlich Mk. 3-6O. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. I.L»: durch dieBost Alk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Ferrijprech - Anschlüsse: für die Schrrftleltung! 12 Verlag, Gejchästsftetteöl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erster Blatt 168 . Jahrgang vonnerrtag, 3 . Januar 19*8 Postscheckkonto: Zranftutt a.M. II686 Bankvettehr: Gewerbebank Gießen ZwilNngrrunddroü >!. Verlag: Srnhl'sche Univ.- Buch- u. Ltelndruckerei R. Lange. Schriftleitring, SeschüstrMe u. Druckerei: Schuistr. 7. An».uu»te voil Anzeige« *. die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbirldlichkeft Lerlenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pi,iür auswärtige 30 Di., °ür Reklamen Mk. 1.— ; der Plagvor- schrist 20% Ausschlag. Hauvtschriitleiter: Aug. Goey. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt lmd Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. ßriedensgeneigtheit in London? (WTB.) Grobes Hauptquartier, 2. Jonuar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Von Dirmuiden bis zur Deute war die Artillerietütig- keir vom Mittag an in einzelnen Abschnitten gesteigert. Nördlich und südlich von Lens lebte sie in Verbindung mit erfolgreichen Erkundungen vorübergehend auf. Auch zwischen Arras und St. Quentin nahm das Feuer zeitweilig an Stärke zu. Die Zahl der in den letzten Tagen südlich von Marcoing gesungenen Engländer hat sich auf fünfhundert erhöht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von Prosnes und beiderseits von Qrnes erhöhte Gefechtstätigkeit. Erkundungsvorstöhe führten an mehreren Stellen der Front zur Gefangennahme einer Anzahl Franzosen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine besonderen Ereignisse. Italienische Front. Die Feuertätigkeit war auf der Hochfläche von Asiago und im Tomlmgebiet zeitweilig gesteigert. Der Erste Generalgnariiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 2. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Auf die gestern hier besprochene Meldung des „Manifester Gnarduur", es stehe eine ernste, wohlüberlegte Antwort Eilands in Aussicht, hat ein großes Mtselraden ein- gesetzt. Wir haben dargelegl. daß es mit dem Willen bn: Entente, mit uns in Verhandlungen einzutrcten, sehr windig aussiebt. Diese Auffassung wird bestätigt durch Erklärungen, die Clemenceau in der französischen Kammer abgegeben hat uvfo die, lvie aus der Meldung im vorliegenden Matte zu entnehmen ist, sehr bestimmt und unziveideutia sind. Es tönnte aber möglich sein, daß die Älnkündigung des „Mcn^ chejter Guardian" nicht bloß ein privates Bemühen dieses Blattes darstellt, die Kanne der Menschlichkeit und Frie densliebe neu zu füllen. Es wäre vielmehr denkbar, daß Lloyd George durch die Abgabe undurchsichtiger „Erwägungen" oder Erklärungen in den baldigen Älvschluß des deutsch-russischen Einvernehmens hineinpsuschen mochte. Das ist nicht nur denkbar, sondern sogar wahrscheinlich. Deni- gegenüber stehen die Russen vor bedeutsamen Entschließungen. Fük die Bolschewik! haben die Engländer, Franzosen und Italiener bisher nur Verachtung übrig gehabt. Sie haben in Rußland den Bürgerkrieg zu fördern gesucht uud die Umtriebe in der Ukraine verstärkt. Trotzt: sprach von unverschämten französischen Generalen. Wird jetzt die Eitelkeit der in Petersburg Regierenden größer sein als ihr Charakter und Willen? Wollen sie sich streicheln lassen von den halben Anerkenimngen der Entente, und was ist ihnen lieber: verwickelte, zeitraubende und höchstwahrscheinlich zu nichts führerrdc Auseinandersetzirngen, oder schneller M- schluß des eigenen Friedens, der durch die Verständigungen in VrestLitowsk so nahogerückt war? Wird man in Petersburg etter Fristverlängerung geneigt kein? Dann haben die deutschen Unterhändler aber auch ein Wort mitzusprechen. Mehrere Blätter, wie die „Köln. Ztg." und die „Köln. Volksztg." weisen ganz richtig darauf hin, daß Lloyd George von den Mittelmächten, gar keine lveiteren Erklärungen verlangen oder wünschen kann, denn es lag von unserer Serie kein neuer Friedensvorschlag vor. Du Wiener „Neue Freie Presse", deren neuester Leitartikel übrigens von der Zensur gestrichen worden ist so daß das Blatt mit weißer Stelle erscheint, redet der Ettente zu, doch ja in Brest-Lirowsk zu erscheinen, dann würde auch über eine an B e l g i e n zu zahlende Ent- s ch ä d i g u i g gesprochen werden können! Wer die Entschädigung zu zähen hat, scheint das Blatt nicht gesagt zu habem Wer aber bet Charakter dieses Börsenorgans kennt, so be- irrerkt dazu die „Rhein.-Wests. Ztg.", wer sich noch der wüsten deutscheindlichen Artikel des Wiener britischen Botschafters Carniright an der gleichen, jetzt in Unschuld glän- jenben Stelle tiefes Blattes erinnert, weiß Bescheid. Zah- reicht Bruder in Berlin, der ja doch „an allem ichuld rst". Was w'chden mfere verbündeten Regierungen tun, wenn Uch die Ankündigung des „Manchester Guardian" bewahr- he"en sollte? Die Löln. Ztg." meint, wenn die Herren Lloyd (v^rge und Clemerceau den Mut aufbringen wollten, mit am ^eryanvi.ungstr)ch: zu erscheinen, würdet! sie keinen leicksten Lrtano haben, deundie Russen hätten bisher Eile entwickelt t davvl nicht ablcvsien, weil sie das Spiel der ränkesüchtigen Rawpolitik der Weftmächäe längst durchichau» Hutten. Also keine weitere Vertagung der Verhand- Darauf müste unseres Erachtens unsere Regierung besteherr Rebenb i könnten ja die englische: ^Fühler" bantwortet werden, und da schont die s^eibt Dolb-ztg. dls RicWge zu trejsen, wenn sie u. a. „Es ist dringend nötig, daß über die Msichten der Entente in ganz kurzer Frist Klarheit geschaffen wird, damit ihr nickt Zeit und Gelegenheit bleibt, eine an sich ganz einfache Lage heillos zu verwirren und eine in vollem Flusse befindliche Entwickelung aufzuhalten. Was die deutschen Staatsmänner tun können. um die notwendtte Klärung herbei zu führen, sollte geschehen. Hierher gehört z. B. eine klare Umschreibung der Begriffe, die mit der Formel: „Keine gewaltsamen Annexionen, kerne Kriegsentschädigungen" verbunden sind. Es sollte zunächst einmal der Entente klar gemacht werden, daß diese Formel außer dem Verzicht FranktticlS auf Elsaß-Lothringen und der Rückgabe unserer Kolonien auch die Auslieferung Palästinas, Mesopotamiens und Aegyptens an die Türkei ebenso wie selbstverständlich den unbedingten Verzicht Italiens auf Südtirvl, Triest, Dalmatien und Albanien umsästießt. und daß für die berühmte „Wiedergutmachung", die man sreund- lichst von uns verlangt, im Rahmen dieser Formel kein Platz ist. Ist die andere Pattei zu diesen Folgerungen aus ihrer Seite nicht bereit, so entfällt damit von selbst die Anwendbarkeit der von: Vierbund ausdrücklich unter der Bedingung der Gegenseitigkeit in Brest ausgestellten Friedenssvrmel." Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. R!uf der Hochfläche von Asiago, im Gebiete des MontcTomba und an dem unteren Piave entwickelten sich zeitweise Artillci iekämpfe. Am 26. Dezember früh wurde unsere Besatzung aus der Dannnstellung bei Z e n s o n ohne Verluste auf das östliche Piave-Ufer zurückgenommen. Der Geancr, der diese Räumung erst am 31. Dezember bemerkte, hielt dis zu diesem Tage die verlassenen Deckungen fortgesetzt unter Artillerie- und Minenwerferfeuer. Der Chef des Seneralstabes. * * * Englischer Bericht aus Palästina General Allenby meldet, rxrfl ferne Linien nördlich von Jerusalem weiter vorgerückt sind. Zwischen dem 27.12. und 29. 12. einschließlich nmchven wir 750 Gefangene, darunter 39 Offiziere. Bis jetzt wurden. 1006 feindliche Gefallene gezählt. * * r Die englischen Arbeiter und der Friede. Bern, 2. Januar. (MTB.) Auf der am 28. Dezember in London abgehaltencn Konferenz der britischen Arbeite r o r g a n i s a l i on e n, der über 800 Abgeordnete beiwohnten,« die dreioiertel Millionen Arbeiter vertraten. wurde zunächs, das vom Reuterscken Bureau witgeteilte Schreiben des Premierministers verlesen. Danach verlas Henderson eine lange Ansprache, in der er der sozialistischen Kundgebung vom 14. Februar gedachte, die es ablehnt, zuzulas? s.r, da st dieser Verteidigungskrieg zu einem Eroberungskrieg werkt? (md s ann auf .die in der zu erörternden Kriegs kundgeb u ng nie-dergelegte Fttedcnsvolitik der britischen Arbeiterschaft im einzelnen ittngmg. Der Krieg müsse jetzt als Kamps zwischen einem alten'und einem neuen Regierungs--, syftcm angesehen werden. Keine Verständigung könne befriedigend! sein, die nicht der Walt die vollständige .Diskreditierung des angrifsslustigen Militarismus bringe und an seine Stelle einch höhere Auffassung von nationaler und internationaler Verantwortung setze. Die Geheimdiplomatie, die Militärdrensbpfticht und die Prositmacherei aus der Herstellung von Instrumenten der Zerftöruirg sollten in der Gesellschaft ^freier Nationen unnötigt sein. Eine unumgängliche Vorbedingung des PLaneS der Völberligg sei die Ablehnung jeder Form eines wirtschaftlichem Boykotts gegen Deutschland nach dem Kriege. Man sei berechtigt zu fragen, ob die Regierung alles, was in ihrer Macht liege, tue, iinn die Feindseligkeiten abzukür^en. Der Redner wies dann aus die Be'^upvm.g Carsons in seiner Rede in Bordeaux hin, daß Oesterreich-Ungarn und die Türkei bereit seien, Frieden zu schließen und fragt, warum die Regierung nich: in Verhandlungen mit ihnen, besonders mit der Türkei, getreten sei, wie jetzt Deutschland mit Mlßiiand. Statt dessen habe er die Eftmahme van Jerusalem betrieben, obwohl nach fter Erklärung CärsonA die Türkei Frieden zu schließen bereit,war. Damit dehnte England» seine Front in diesem Lande aus. Es könne nicht wnndarnebnwn. da!ü 'man England in den neutralen Ländern in Rußland und selbst: in Amerika imperialistischer und annexionistischer Ziele verdächtige. Wenn die Arbeiterschaft weiter Opfer bringen solle, müsse sie dia bestimmte Zusicherung erhalten, daß solche Opfer zur Herbeiführung eines ehrenhaften und gereä/e-n Friedens notlvendig seien. Tie Arbeiterschaft bcstehr darauf, daß Teutschlatcd anerkenne, daß es unbedingte Maße gebe, die es annähmen müpse. Ajndererseits dürften die Alliierten keinerlei .'Zweifel .darüber l.asßen, daß der Kampf lediglich nur Grundsätze und Ideale und nicht um Eroberungen nnllen fortdaure. Die Atteitersckttft verlange eine Gelegenheit, festzustellen, imvieweit Deittschlaich bereit sei, ein Friedensangebot an-zjrmehmen. Die Kriegsziele der Entente. Rotterdam, 3. Jan. „Daily Chronicle" erfähtt aus Re- aierrrngskreisen, daß die Alliierten deimiächst eine neue amtliche Erklärung über die Kttegsziele veröffentlichen werden. * Ter Einkausdrat der Alliierten. Paris 2. Jan. (WTD. Nichtamtl.) Der Rat der Atliietten für Kriegsankäufe hielt gestern nachmittag eine Sitzung ab, an der für Englaird Donar Law und Chamberlain, für Italien Nitti und Major des Manches, sowie Professor Attalico, für Frankreich ZAotz, Elemente! und Loicheur. für Amerika OÄar Crosby und Prnü Eravath Teilnahmen. Tie Finanzabteilung, der Bonar Law, Motz, Nitti und Crosby angehören, beschäftigte sich in einer besonderen Ätzung mit den in den Bereinigten Staaten und in verschiedenen neutralen Lcmdern geplanten AnMyen und frefanMtf damit in Verbindung stehende Finanifragen Ein Tagesbefehl PetainS. Paris. 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agency Havas. General Petcrin hat zu Neujahr einen Tagesbefehl an die Armee gettchttt, in dem es u. a. heißt: Die Schwäche Rußlands hat Eueren Glauben nicht erschüttett, der drrrch den täglich wachsenden Beistand der Union st aaten bekräftigt wird. Schließlich erklärte er, daß, wenn der Eiligste nach Frieden verlange, der Beharrlichere dessen Bedingungen sestsetzen werde. * Elcnrcncau verweigert Reisepässe für Petersburg. Paris, 1. Jan. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Mi» nistervräsident E l e m e n c e a u hat im Beisein des ^Ministers des Aeußenr Pichvn eine Abordnung d'er vereinigten Sozialisteni der Kammer, bestehend aus Albett Thomas, Hlckert, Wuaer, Rencmdel. Cachin. Longuet und Denk, empfangen, die um Reisepässe für Petersburg baten, wo sie den Abschluß eines Sonderfriedens verhindern oder wenigstens zu bewirken suchen wolllm, daß er so unschädlich wie möglich ausftele. Elemenceatt erwiderte ihnen, bei aller Anerkennung ihrer Vaterlandsliebe kimne er unter den verworrenen Verhältnissen in Petersburg keinen/ Erfolg vion ihrem Schritte erhoffen, vielmehr würde die Bewilligung von Pässen zu diesem Zweck ihrer Sendung einen solchen; Anstrich geben, daß unerwünschte Wirkungen aut die össentlichcj Meinung im Lande und an der Front eintteten würden; vielfach, würde man sagen, daß Frankreich an den Vorbesprechungen über die Friedenspräliminarien teilnehme; dies lei aber mangels ernst zu nehmender Vorschläge der feindlichen' ^'tächte ganz und gar nicht die Absicht. Clemen'ceau hob schließlich hervor, daß er die Entscheidung, dce gewünscht werde, nicht treffen könne, solange er keine Verständigung darüber mit den Alliietten erzielt hätte, icnd daß er keinen Grund zu der Annahme habe, daß sich deren. Ansichren seit der Stockholmer Konferenz geändert hätten. Deutsch-russische FriedcuSauSschüsse. Berlin, 1. Jan. (WTB.) Nach russischen Nackrrchten ftnü Kontreadmiral Zelcnji und drei Soeosfiziiere zur Waffenstillstands-Kommission für die Ostsee und Kapitän 1. Ranges Klykow und zwei Seeoffiziere airt Wassensttllstarcks-Kvmmisswck für das Schwarze Meer kommanoiett worden. Tiefe Kommissionen! nnden entsprechende deutsche Kommissionen unter der Führung des Kontroadmirals Freiherrn von Dalwigk für die Ostsee mib des Vizeadmirals Hopman für das Schwarze Meer vor. Neben diesen Kommissionen .Üst eine Svnderkommission. an deren Spitze ein Kontreabiniral steht, eittsandt worden, um die Regelung der im Waffenstillstandsverttage offen gcbliebercen Fragen des Eismeere-, der Murmanküste und einiger weiteren Einzelheiten vorzunehmen. Diese Kommission hat ihre Arbeit in Petersburg bereits ausgenommen. Die Stimmung in Petersburg. Bern, 1. Jan. (WTB.) „Daily News" meldcnr aus Petersburg vom 37. Dezernber: Die Antwort der Zentral-, machte auf die Friedenspor,'chlägc der Maxir.ralisten nmchte im ganzen einen günstigen Eindruck. „Tjen", das On-you der gemäßigten Elemente, schreibt: „Diese klare, latem rische Vorsicht, auf alle während des Ktteges gemachten Eroberungen zu verzchten und die Bereitwilligkeit, den Böllern, welche die Unabhängigkeit während des Krieges vettorcn haben, dieselbe zurückzugeben, nrach.m die Erklärung des Bierbundes zum Höheprutt'te des Wel.krieges. Es ist nicktt möglch, zu sagen, wie sehr die Hände der Bolschewiti durch die deutsche Erklärung gestärkt wurden. Zweifellos tvurde aber die Stellung durch die Aufnahme von 10 Der^ tretern der EvKialrevolutionären Partei in den Rat der Volkskommissare erheblich gefestigt. Man glaubt, daß, wenn die Bvlsche- wiki jetzt die Konstituante zusammentreten lassen, sie beinahe ganz Rußland h i n t e r s i ch haben ^oerden." Ein russisches Milikärblatt über Ameritns KriegS- erk!ärnng au Oerterreich-Nngarn. Berlin. 2. Jan. Das russische offtziöse Militärblatt schreibt zur Kriegserklärung Amettkas an Oesttrreich-Ungarn: Amerika hat Oesterreich-Ungarn ben Krieg erklätt, iuo die russische Demokratie alle Anstrengungen macht, um ein Ende der verbreck>e- ttschen Menschenschlacht ertx herbeizuftihren, bemühen sich die amerikanisch? und die englische Bourgeoisie, diesen blutigen Schrecken zu verlängern, nur um den Gegner so zu zerschmettern und zu entkräften, daß er als Konkurrent aus dem Weltmärkte ausscheidet. Denn nur darin liegt Sinn und Wesen des Widerstandes der englischer, und amerikanischen Kapitalisten. Sie wissen, daß die Länder. die den Krieg ftihren, wittschaftlich devattig geschwächt sind, daß sie als Konkurrenten in absehbarer Zeit nicht mehr gefährlich sein können. Sie wissen, daß sie, werrn sie den Krieg bis zur völligen Erschöpfung durchführen, auf dem knocheltbcsäten Leichenftlde die einzigen Sieger sind, weil sie ihre Kräfte geschont haben. Tann werden sie es sein, die die Welt teilen. Die verführerische Perspektive der Welbaufteilung fleht vor den mächttgsttn Bamvmrn des Weltkapitals, der englischen und amerikanischen Bourgeoisie. Finnland. P c t e r sb u r g, 1. Jan. (PTA.) In seiner Antwort auf das Ersuchen der sinnländrschen Regierung bezüglich der Anerkeunung der Unabhängigkeit der finnländrschen Rapubftk bttngt der R a t der B o l k s ko m m i s s ä^r e in voller lieberemstimmung mit den: Grundsatz der freien Selbstbeftinmrung der Nationen im ansmhrnr- ^en Hauptcrus.schuß folgendes in Vorschlag: 1. Anerkennung ocr politischen Unabhänglgkelt Ler sinnländi- s.ch en R e p u b l i k. 2. In Ucbeveinstimwung mit der sinnläTrdi- schien Regierung Einsetzung eines Sonderausschusses von Vertreten! jeder Mwbei zur ?lusarbeitung derjenigen Niaßnahmen, die sich aus der Trennung Finnlands von Rußland, ergeben. * Rußland uud Za»an. Bern, 3 Jan. Das „Berner Tagblatt" bettchter aus 'Tokio* Tie japanische R eg ieru ng beschloß, de diplomatischen Beziehungen zur neuenrussischenRegierungin ool- lem Umianae wrttrer aufzunehmrn. Ter japanische Botschafter nnrd m den nächsten Tagen in diesem Sinne Erklärungen in Petersburg abyeben. — Diese Nachricht wurde bisher von der Entente nicht freigogeberr. $ie Internierung der Deutschen in Italien. Rom, 3. Jan. „Epoca" berichtet, der Minister des Innern habe strenge Vorschriften für die Internierung aller noch in Italien befindlichen Deutschen, Oesterreicher und Ungarn erlassen. Nach Ablauf einer fünftägigen Frist werden 'oje feindlichen Untertanen nach den vier ProoinAen Apuila, Asel- lirw, BenevenLo und Coser^a oerbrachL und interniert werden. Die neue italienische Kriegsanleihe. Rom, 1. Jan. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefani. Durch einen Erlast wird die neue konsolidierte fünfprozentigH Staatsanleihe zum Ausgabepreis von 86Vs Prozent vom 15. Januar bis 3. Fckrrucrr zur Zeichnung aufgelegt. Zeichnungen aus nichteuropäischen Ländern werden biß zum 15. 3prtl ange- nommen. Eine Rede des italienischen Ministcrpräsrdenterr. Bern, 1. Jan. (WTB.) Nach einer Meldung der Agenzia Stefani ergriff in der heutigen Senatssitzung Ministerpräsident Orlando das Wort. Er betonte zunächst, wie wichtig der innere Widerstand für Italien sei. Alles, was darauf gerichtet sei, ihn zu schwächen, sei im gegenwärtigen Augenblick als Verrat und als feindliche Handlung zu bezeichnen, denn die Existenz Italiens stehe dabei aus dem Spiele. Was die äußere Politik betreffe, so habe er die Verantwortung dafür nur unter der Bedingung übernommen, daß Sonnino sein Mitarbeiter werde. Der Partikularismus oder, genauer ausgedrückt, der Mangel an Koordination sei »chuld an der Verlängerung des Krieges, denn die Völker der Entente seien nicht wie ihre Feinde von einem einheid- luchen Willen beherrscht. Aber die Konferenz in Paris habe darin Wandel geschafft und darüber hinaus die Zusammen^ kunft in Rapallo, als deren Ergebnis die italienische Armee den rechten Flügel einer einheitlichen Armee der Alliierten bilde. Italien werde seinen Verpflichtungen auch weiterhin treu bleiben, einen Einheitswillen bilden helfen und, um dem Siege entgegenzugehen, zur Koordination aller Hilfsmittel der Alliierten beitragen. Eine italienische Stimme. Bern, 2. Jan. (WTB.) Der „Corriere della Sera" erklärt in seinem heutigen Kommentar zu den Verhandlungen in Brest-Li t owsk, die Gegenoffensive der Entente aus den deutschen Frickensfühler dürfe nicht unterbleiben. Pichons Rede genüge nicht. Man dürfe es daher auch der Presse nickst tueitcr über- iaSwti, b ic feindlichen Rckcke aufzudecken. Andererseits sei eine eigentliche diplomatische Antwvtt ausgeschlossen, da man den Verrätern in Petersburg nicht die Machwollkommeicheiten. von Vermittlern zu erkennen könne. Tie Entente dürfe sick nicht zum Frieden verleiten lassen. Erst müßten unmittelbare Vorschläge an die kämpfenden Nationen erfolgen. Denn den Alliierten könne vermöge der straffen deutschen T Ionisation die Unterbrechung d Die Beratung des Kaisers. ^ Berlin 2. Jan. (WTB.) Heute nachmittag empfürg der Ka l se r den Reichskanzler Tr. Grafen v. H e r t l i n g, den General seldmarschall v. Hindenburg, den General guarttermnster Luden d o r f s. den Staatssekretär Grastn Rödern und den Staatssekretär Dr. v. Kühlmann zu gemeinsamem Vortrag. Berlin. 2 Jan. (WÜBj Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Unter dem Vorsitz des bayerischen Minister Präsidenten Dr. Dandl fand heute vormittag im Reichskanzler- Hans eine Sitzung des Bundesrats ausschu sses fü r auswärtige Angelegenheiten zur Besprechung der politischen Lage statt. Oberst Eglis KriegSkrttit. Oberst E g l i, der bekanntlich früher an hervorragender Stelle dem Schlvrizer Generalsdab angehörle, verteidigte sich in den „DaÄer Nachrichten" gegen die Angriffe, die von westschweizerische. Seite aus seine militärischen Berichte unternommen mucklen. Er schreibt, es handle sich für ihn um rein sackstiche Darlegungen und Erörterungen. Wenn seine Auseinmchi.wetzungen auf einen Teil der Leser nickrerdrückLno wirken, so dürfe tach gewiß nicht ihm die Schuld beigcmessen werden, sickern diese Wirkung fei ganz einfach die Folge der Ereignisse, die er darzusüellen übernommen habe. Es sei die Bemerkung gemocht worden, daß er «eit seiner Rer e ivach Belgien ;wch viel zuversichtlicher für dir Mittelmächte schreibe, als er das schon früher ge- rm, habe. Das sei richtig, de,m dort bei den deutschen Truppen in Flandern, die seit Monaten im ungleiche,» Kampfe ständen, Hab-? er die gan»-? Aenderung der Gesamtlage, wie sie durch die Ereignisse in Rußland und Italien.entstanden sei, in ihren, vollen Umfange erfassen können. Wenn die Alliierte:» bisher ncit ihrer gewaltigen Ueberlogenheit im Westen rncht mehr erreicht hätten, wie müsse sich da erst ihre Lage gestalten, wenn nun gewaltige Kräfte der Verbündeten frei werden und in Frankreich und Flandern eingreifen könnten! Uebrigens habe er nie ein Hehl daraus gemacht, da?st er die Ansicht liabe, daß trotz der Ucl>ermacf) r der Alliierten die Mittelmächte urch ihre Verbündetem siegen würden. Mit dieser Anschauung sei er in den Kttieg getreten, denn er habe seit langen Jahren die Entwicklung der Armeen genau verfolgt. Ter Not Frankreichs stehe er ,richt teilnahmslos gegenüber. Es hätte aber vor den, Kriege in Frankreich nicht der Geist der Pflichterfüllung geherrscht, sondern das Heer sei ein Mittel der Politik, nicht im Sinne eines Clausewitz, sondern der Parteiführer gewesen. Das habe verhindert, daß die rechten Männer an den rechten Platz gestellt wurden, irrtb das französische Volk müsse nun dafür büßen. Was Italien anbelange, so kenne er Offiziere, die die Art. wie Italien in den Krieg getreten sei, als persönliche Schande empfunden hatten.'. Sie hätten aber rrotzdem ihre Pflicht getan bis an ihr Ende, auch als ihnen ihre Truppen nicht mehr nachfolgten. Oberst Egli sckstießt mit der Feststellung, oaß er für die gewaltigen Leistungen Deutsckstands Hochachtung empfiiche. Auch hertte noch stehe die Ausbildung der englischen Armee in vielen Beziehungen lstnLer der der anderen Heere zurück. Für ihn Liege klar xurage, daß es den Dereinigdem Staaten unmöglich sein ,verdös nrnerhakb nützlicher Frist, d. h. bevor in Europa die Enttckroidung gefallen ist, mit einem knegsbrauchbaren urü> ausveichend starkes Heere aus einem der europäischen Kriegsschauplätze entscheidend aufzutreten. An§ -cm Reiche. Keine neuen Amtsbezeichnungen für Oberlehrer. Nach einer Berliner Mitteilung brachten auch wir vor einigen Tagen die Nachricht, daß die Amtsbezeichnungen für Oberlehrer eine Neuorientierung erfahren hätten. Ein Erlaß des Unterrichtsministeriums in dieser Frage ist jedoch noch nicht ergangen. Wohl sind in dieser Richtung vor längerer Zeit Anregungen gegeben, jedoch nach eingehenden Beratungen wieder beiseite gelegt worden. Neuerdings sind sie vom Kultusminister in erneute Erwägung gezogen worden, allein bis zu einem fertigen Erlaß sind sie noch keineswegs gediehen. »m* Hessen. ZwmigSumlage zur Aufbringung der Schweine. Abg. Leun stellte in der Zweiten Ka m i m ler folgenden 'eiligen Antrag: Hohe Zweite Kamp,er wolle beschließen, Großtz. Regierung zu ersuchen, die Bekanntmachung Gvotzh. Aiinisteriurms des Innern vom 15. Tezeinber v. I. wieder müzuheben, weil sonst die Gefahr besteht, daß Mastschveme vollständig verschwinden werden. Höchstpreise für Spirituosen Abg. Leun beantragt: Die Kammer wolle beschließen, Großst Regierung zn ersuchen, tm Bundesrate dillin zu rmrtht, daß Höchstpreise für die im freien Verkehre basrndlichm Spirituosen festgesetzt werden. Die Beseitigmrg der Zolle auf Brotgetreide. Mehl. Gerste, Wern. Vieh ustv. Abg. Uebel hat in der Zweiten Kan^mer folgende dringliche Anfrage gestellt- Nach D^itteilung verschiedener süddeurscher Zainmgev sotten bei den zurzeit .zwischen Deutschland und Ocsterreich-Ungarn stattnnden- sren Beratuiraen über die zukünftige Handels- und Wirtichaftspvlitck iüitens der V.-rrreter des Deutschen Reiches bezüglich der Beseitigung des Zolles auf Brotgetreide, Mehl, Gerste, Wem, Bveh u. a. m. Zugeständnisse gemacht worden sein, welche geeignet wären, auch die hessische Landcmrtschaft aufs schrverste zn sck^ngien. Ick, erlaube mir daber, an die (^roßh. Regierung die dringliche Anfrage: zu richten: a) Ist die (tzroßh. Regierung in der Lage und bereit, Zwer den Sliand der erlvadnten Berhandlungeil und ins- bes-onde^ie über die Richtigkeit der diesbezüglichen Zeirungsnachricb- ten den Lmchtage alsbald Auskunft zu geben? b) Was gedenkt Großb Regierung zu tmr, um die Interessen des hessischen Getreide und Wc^nbaues imd der hessrscheir Viehzucht nachhaltig wahrzu nehmen'? notwerchr^ machten, in verschärftem Matze forrbestrhen. Der Pak verkehr ist inzwischen betrachllich gMegen. Auf ein wefentlih Nachlassen des Verkehrs nach Wellmach.rcn ist nichL zu rrchm Tie Behandlung der PaketTnassen verursacht aber um so groß: Schwierigkeiten, je nichr die Zahl der .regelmäßigen Beförderung Gegenseiten durch den Wikgfall kostst'itig benutzter Züge ve ringrrt worden ist. Die Pakennanen ssie-stm daher jetzr nickt schnell ab. wie zu gewöhnlichen Zecksn. Würbe die Gnschreibiu für Pichwtpakete wieder KugelMstm. so wäre auf große Ma"' von Einschrcibvaketen rechnen. Damit wären aber, da du Padre im Betriebe von den gewöhnlichen» Paketen getrennt, v, stelle zu Stelle über gebar und gegen Quittung von den Empstmg berechtigten ausgehandigt werden nrüssen, unter den jetzigen Be hältnissen und bei der beschränkten äZerwendüarheir emes groß» Teiles der zahlreichen Aushllfskräfte nickst 'zu überwmdende Schw, rigkeittn verbunden, die die ordimngsnürßiae AbwicLung des g samten Postoerkrhrs gefährden tc aa ti a i. Dement sprechend Hab» sich die Bez irksbehörden auf Grund ein redender Beodachruna d Päckcreivertzehrs ickereirrstimmend dahin ausgesprochen, das Bub der Einschreibung ausrechtzuerballen. Unrer diesen Unrst)uden es zu meinem Bebauen! -zur Zeit nicht .angängig, die Einfchreibui ber Prioatpakcten wieder zirzulassen. *^diähgarn auf Karten? Die Rerchsbekleidungsstell die die BcwiNschasrung der baumwollenen und leinenen Nähgarr von der Kricgsrohstoffabteilung des Kriegs Ministeriums übe nominen hat, erläßt eine umfangreiche Bekanntmachung über d Verteilung von Baumwollnähfäden und Leinennähzwirn an Kleü Händler, Verarbeiter und Anstalten. Von allgemeinem Jnteres llt wur kne Art und Weise, wie die den Kleinhändlern pMwiesene Mengen an Garn den einzelnen Berbrauch-rn für den Hausbeda zuzusühren sind. Es ist dies von den Kvmmunalverbänden z regeln, denen vorgeschrieben ist, für jedes Mertel fahr zu bestimme« imcbtel ernr den einzelnen Verbraucher (Emzelperfon oder Haushal entsällt. Die Kpmmunalverbände haben anzuordnen, daß die Al gäbe in den Geschäften mir gegen Ablieferung bestimmter Byug« auswerse lz. B. LebensmiUelkattenabschnitte'» erfolgen tat, bi bcs ausgehenden Kvmmunalvertaches gickte surfen. Dre KlemhandÄsverkaufsprmse werden ftp: jedes Äertd whr von den KomnrunalveckbäTiden verössenrlicht. m ** Bezugsscheine bleiben gebührenfrei. D .lreuhsbellcidungsstelle hat auf ihre Absicht, Gebühren für Bezug« ichnnc einzuführen, endgülttg verzichtet. In einevr Rundschreibe an die Landeszentralbehörden. in dem btefe ersucht «ostrden. au die Vervollkommnung und Verbesserung der örtlichen Bezugs scheinstellen mit allem Nac^ruck hinzuwirken, wird nrityeteilt, da die Reichsdclleidungsstelle zunächst zur finanziellen Erlttchterun dieser Verbesserung der Bezugsckeinstellen die Erhebung einer an geinessenen Gebühr für jiden dem Verbraucher auszustellende Bezugsschein erwogen habe. Aus das Gutachten des Beirats de Reichskctleidungsstelle hin ist aber diese Absicht aus schwcrwieger den Gründen falleirgelassen worden. ** Die Feldpost mit Bulgarien, Feldpostbriefe we, den >im Verkehr mit Bulgarien künftig bis zum Gewicht vo 50 Gramm portofrei befördert. Dasselbe gilt ^ür gewöhnliche Pvsi karten. Tie Portosrciheit erstreckt sich auf Sendungen aus Deutsch larck und aus den von deutschen Truppen besetzten Gebieten nac Bickgarieu u«rd nach den Gebieten, die von bulgarischen Truppe besetzt sind. Sie können an beliebige Personen gerichtet sein, a deutsche, österreich-ungarische und bulgarische Heeres- und Marine augehörige, von deutschen und öftcrreichisch-mlgarsschen Heeres und MOrnreangehürige.l und von bulgarischen Militärversonei ustv., die sich in Deutschland auf Urlaub oder zur Heilung v Krankenhäusern oder Kurorten aufhalten. Die Sendungen stni auch zulässig an beliebige Personen in Deutschland aus Bulgarie« und aus den Gebreten, die von bulgarischen Truvpeic besetzt find die von deutschen, osrerreichisch-urrgarischen und bulgarrfche« Heeres und Marineangehörigen abnesandt werden ** Die Ergebnisse der Ernteerhebungen sü Brotgetreide. Welrn auch die Erntenackprüfung gegenübe der Erntevorschätzung euren erbetckichen Ausfall an Getreide alle Art ergeben l-at, so steht doch fest, daß die tatsächlich erzielt« Erntemengen größer srnd, tme sie sick: m den Zahlen der Ernte Nachprüfung ausdrücken. Diese Zahlen können also für die Ersassun« der vorhandenen Getreidevvrräte nicht maßgebend sein. Es muj vielmehr jeder einzelne Erzeuger eine seiner tatsächliche« Erut> entsprechende Menge von Brotgetreide im Interesse der Ernäham, der Gesamtbevolkerung abliesern. Wenn daher behördlicherseits von jetzt ab alles davangefetzt wird, um sämtliche verfügbare« Vorräte lierauszuholen, so toird sich die Landlvirlschaft treibcrrd> Bcvötterung der Einsicht sicherlich nicht verschließen, daß das was nun geschehcrl muß, rwtwcndig ist, um durchzuhaiten uni rnsere Bolköernährung bis zur nächsten Ernte auf eine gesichert» Basis zu stelle«:. Wer jetzt noch mir Getreide zurückhalt, es su Unrecht verfüttert oder mehr, lvie erlaubt ist. verzcbrt, handelt sck»ältdlich und arbeitet unserer Feinden in die Hand. Glaube keiner, daß rncht eines schönen Tages auch' ihn der Arm ta Gersck tiqfcit erreichen wird. Kreis Frtedberg. Friedberg, 2. Jan. Das Eiserne Mu* früher die Hessische DaN'erkeitSmedaille, erhielt der Landchmmmm» Otts F ich. .__ Vermischtes. Ausbrmh M VefrwS. Bafel. 3. Jan, Die „Basler Nachr." melden: Am Sssvefd r ereignete sich ein sehr heftiger AuSbrnch des Vesuvs^ Die Lava fließt in sehr großen Megrsrv die schneebedeckten Berg- hänge herab. Aus Stadt und Cattft. Gießen, den 3. Januar 1918. Keine Zulaffung von Einschreibpateteu. In enrer vom Deutschen Handelstag an den Staatssekretär des Reichspvstamts gerichteten Eingabe wurde gebeten, m eine Prüftmg darüber einIUtreten, ob nicht die Emschreibe^Pakete wieder erngeführt werden könnten, da dervn am 5. Februar 191.7 erfolgte Aufhebuny eine empfmbkiche IZerMechterung des Post- Verkehrs darstelle. Der Staatssekretär anttvorwtr hierauf vor kur- Nnn: „2ie Prüfung der Frage, o>b es angängig sei, die Em- schreibung bei Prchatpaveten ivieder zuxuLassen, hat «geben, daß __ __ _ tac Bett^ebSfcht«jgkeitM die tm Öl te Beschvvrkwrg, BEover ^Msiel ta Sach stchrssen: vs TLunst und — Die Erstaufführung eines Jugenddramas von August St rindberg. Aus München witd uns geschrieen : In den Münchener Kammer spielen gekargte August t trindbergs romantisches Schauspiel „Frau Mrrgit", eiri tück aus des Dichters jüngeren und lichteren Jahren zur Ausführung. Er schrieb cS, nicht so aus denr großeir Bekerneckwange, der seine späteren Werke in ihm frei roerden ließ, fontern eraenv- lick, um seiner ersten Gattn', eine große Rolle zu sckckfen. Aber. „Frau Marait" ist keine ZwecDichtung. Das >L>tück ttt noch frei von der Erbarmungslosigkeit der ZustandsschilderunMr,, aber es trag: schon den tieferen Grundgedanken der Strindlerg'ichen Gesamtwert! Nur wer sich selbst bezwingt, seinen 2am,/eme Ichsucht, und wer die eignren Äberr^Nrünscbe mit dem Leb^ selbst in di ^ rechte Harnronie zu setzen vernlag, daß er „rein" bhbe oder «verd«. der gckängt zum Glücke und zur Seligkeit. So mnf Fvau Margu. Ritter- Bengts Gattin, als sie aus dem Rausche rhps Ehefrühlings erroacht und eckerrrtt, daß das Leben kein Pavadie^voll Glücklelrg feit fti, in hartem Rinyen mit sich selbst, übler scheSnrng, Eh.'- bruck^grenze und verruchten Selbstmord hrnweg, >ie Demut zu erlernen, um zu ihrrrn Gatten sich zurückzufrnden . Die Aufführm«^ unter- Kalbecks Leitung suckste durch Uebm'pcrmung des Tones zu stilisieren. Sybil Binders „Frau Marp^^ ha rte ihre H öhe-- p-.nrkce in den stillen Augenblicken^ wv sie r: der Erkenntnrs d, r mrnsckuichen llnzulängkichkckt llein und ergebrr nmckre. R. N. — D re llraurfübrnng einer E^opiu-Oper. Aus Wien tvird uns .ges-chxieben: Die Bo'l'fsoper brachte eine mit Theaterfindrgkell cürae s ädcktt : polnische Geschichte dorr Bikkir Leon „Der weiße Adler" zu grwstr äußerer Dickmrg. Im Mittelpunkt der Handlung stcht der orÄrrsche Nanonalbckd LVosciuskv. neben ihm. weil Brkvor Leen seme Wiener kennt, Ms- ciusVos Hausj'ude Iebuda Ben Ledp. Es l«chell sich also um ebre Jargon-Oper, dre bar Zargm^Vosse.. der JavAmr-Opecetle rrach- aesolgt ist. Zu diesem Gernisch aus dskonäven Szenen, heldischer Pose uno einem genrütvollen Brimbormt von der Opernbühne muß die edle, «rervöse. romannsiche ?.Eufk Frcderic Chopins herhalten. Rcwnl Mader schrieb endlich die Ueberleitungen von einer Chopin-Melodie zur andern, numm idrtlarnawckschen Gesang vareür und inür«rmennerre cne aufgepeitsae «rnd aufgevutzta Ehovi- nade mit demselben l-erzlos-nüchternen 0 -e schick, mit dem Viktor Leon die Handlung in Riesenletterrr schieb. Dem PubüLum der BejM. vermischte». * Ein prophetischer Neujahrsglückwunsch Vrnst Mori fc Arndts. Als Ernst Moritz Arndt, einer der begeisterrstcn BorkLmps^r fftr Deutschlands Einheit und Freiheit, am fioSjm Alten von 90 Jahren L ncde Packung lum 25 Mark der Ber-i! Packung in Sckvachleln -oder Ztosfern zu je 300 Stück) imt> die Zuschläge für imprägnierte bunte oder dache Hölzer um je 20 Mack erhöht. Entspreck.'nd sind die Kleinl>anoc!shochswreise für bas Jgarf zu 10 Ätadjftdn um je 5 P seimig heranfgtie:zl Für eine -schackpel SicherbeltshÄzer oder überall entzündbare Hölzer beträgt, der Höchstpreis jetz 5, Pfennig (früher sür zwei Sä)achteln neun Pfennig) für ttm Sck-achteln imprägnierte bunte oder flache Hölzer 11 Pfennig (frülicr sür eine Schachtel 5 Pfennig). Die deutsch-russischen Verhandlungen. Petersburg, 2. Jan. (MTV. Nichtamtlich.) In der ersten Sitzung des deutsch-russischen Wirtschaftsausschusses ist bestimmt worden, fürs erfte über die Einrichtung von Post-, Telegraphen-und Eisenbahnverkehr zu verhandeln!/ Mir diese drei Gegenstände sind Unterausschüsse gebildet worden. Petersburg und die Ukraine. Petersburg, 2. Ion. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Nach Mitteilungen der Ab ordnung, die von Kiew zurückgekommen ist, nin den Zwist zwischen der Mackst der Sowjets und der Rada freundschaftlich beizulegen, wird die Möglichkeit festgestellt. daß der Zwist freundschaftlich bei- gelegt wird unter dem Gesichtspunkt der Einrichtung et n e r neuen Rada der Sowjets, wobei ihr Einfluß gleichseitig! mehr erweitert wird. Tie Zentral-Radr beabsichtigt, das Ultimatum^ des Rates der Volkskommissare zu erfül len, vorausgesetzt, daß die Ukraine mit Geld versorgt wird und din amtliches Dekret die Republik der Ukraine anerkennt. Wie die Abgesandten sagen, wird die Ukraine die Getreideausfuhr nach Groß-- rußland nicht sperren. XV! II. tlrmeekorvs stellvertretendes Generalkommando, Abt. Hl b. Tgb. 9kr. 2! 722/6554. Werbung bo« HeereSangcbörigeu nolirückw Vereine. für Äerordnlittg Stuf Grund des § 9b des Gesetzes über den Be- luger.mgozustand vom 1. Juni 1ST>1 in der Faffung des Reichsgesetzed vom 11. Dezember 1915 uerbtetc ich politischen Vereinen, inSbesonoere Wahlvereinen, jede Tätigtet.. die auf Werbung von Mitgliedern im Heere und der Marine abzieit. Zniuiüerhundlnngen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre denn Borliegen mildernder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1309 Mark bestraf!. Frankfurt a. M., der« 28. November 1917. Der stelloertreiende .lommandterende General: R k c b e l, Generalleutnant. Vorstehende Bekanntmachung bringe ick hiermit zur istenNichen Kenntnis. Gießen, den 31. Dc.zeinber 1917. Ter Lberdürgermeifter: Keller. 99v iöi'lie! AcSatun;;! Herde! _ Herde in jeder Größe um Laaer. Kcssclösen. Kessel ümpsc, Kessel. Qesen. Roste. Ringbaseu m grober iuswahl kaufen Sie bet ;e>2i VFiih.INirbeck Naclif. »I«»»«». 6. Tel. 283. Dleas«tr. 0. Am 1. Januar starb meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwester und Tante Frau Emma Schmidt Um stilles Beileid bitten die trauernden Hinterbliebenen. Adolf Schmidt Emma Schmidt Erna Schmidt. Giessen (Stephanstrasse 31), den 1. Januar 1918. Die Beerdiguug findet am Freitag den 4. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. 0 S 235 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme heim Heimgang unserer lieben entschlafenen Tochter Ame MOateu Sepler, insbesondere dem Herrn Pfarrot Eidenmüller für die trostreichen Worte am Grabe, der Firma E. Klingspor, finuic für alle Kranz- linb Blumensvendeu sagen tuii* auf btefem Wege unseren innigstert Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Hillgartner u. Angehörige. Klein-Linden :»k. Dezember 1917. 44 Danksagung. >ür dw vielen Beweise herzlicher Teilnahme be^ den: uns so schwer betroffenen Verluste, sonne die am Grabe gesprochenen, zu Herzen gehenden Wone dee> verrn Pfarrers und des Herrn BittdenniLd im Namen der öO er und die aus- om'crnde Pflege der Schwestern der med. Klinik sagen ivrr herzlichen Dank. Fra« Julie CüslcrS Ww. «eb» Rindern uud AngebSrigen. Greben, den 1. Oanuar 191>;. 08234 Sbelstoff- Hesfe ■ Seide und Halbseide werden preiswert abgegeben. auifhaus SCatz Babiibofstrasse 14. 4?j 5-Zimmer- Wohnnn& pr. l.Äwill918a. vermieten. Wo!' sagt die GeschäftSstell? des Gieh. A nz._ 08149 Schöne 5-Zim.-Wohng. nt. all.Zubeh. nr. 1. Avril z. ums. Aerfr. 3ehlI!«o&.Weo 18 H.U. t'Näb e Steins Gar ten.»_88 Schöne 1'Znnr. Wobnnur mit Garrenankeil z. l. Avril u: verinieten. Anzufehen von vormittags n Ubr an 86 _Astertoct i 57 p. RodbeimerStr. 11 3-Zinr. Wobng. zu vermiete». Näh. Ra du , Gr. Steinwcg 39. "" Möbfi Zimmer sn vermieten WS3» 3 hrtebcid)ftr. 1511 1. Möbl. 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Z. im Felde and Familie Emma Weller Witwe and Kinder nebst eilen Angehörigen, Wieseck, Gießen, den 3. Januar 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 87 Heute nacht 11 Uhr entschlief nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Emilie Vogt geb. Kemmer nach vollendetem 60. Lebensjahre, Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: w Wilhelm Vogt. Gießen (Löwengasse 34). Darmstadt, den 2. Januar 1918. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Statt besonderer Anzeige. ■ Hmte nicht venchied plötnüch infolge eine. Herzschlags mein lieber Mann, unser (to usergender Vater Apotheker Wilhelm Schlich. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Elisabeth Schlich geb. Petri und 3 Kinder. Großen-Linden, den 2. Januar 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 4 Uhr statt. Heute entschlief sauft nach längerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Johannes Wallbott XII., Landwirt im 78. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Johannes Wallbott, Beigeordneter nnd Familie. Prof. Dr. Heinrich Wallbott. Direktor nnd Familie. Garbenteich. Wiesbaden, den 2. Januar 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 5. d. M., nachmittags 2V>, Uhr, in Garbenteich statt. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser einzig innigstgeüebtes Sölinchen und Enkelchen Albert gestern morgen gegen 8 l /i Uhr im Alter von 6 l / ? Jahren zu sich zu rufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Philipp Weiß und Frau Familie Jobs. Volk I. Familie Konrad Weiß Ww. nebst Angehörige*. Großen-Linden, den 3. Januar 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 1 /, Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstraße 52, aus statt. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen entschlief sanft, im fast vollendeten 94. Lebensjahre meine liebe Schwiegermutter, unsere gute Grossmutter, Urgrossmutter and Tante Frau Senatspi äsident Josefine Müller Ww. geb ciarenz. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Oberstleutnant Müller Ww. Giessen, den 2. Januar 1918. Die Beisetzung findet in Darmstadt in der Stille statt. tu Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unserer lieben Mutter sagen nur auf diesem Wege innigsten Dank Gießen, den 3. Januar 1918. AIb blühender Jüngling zogst du hinaus, Voriießt deine Lieben, dein Elternhaus. Noch sprachst du, als du von uns maßt gehn: Seid getrost, wir werden uns Wiedersehn. Noch vor kureem schriebst du ln schönen Zeilen: Ich hoffe auf Weihnacht’ bei euch zu weilen. Doch ach, dein Wunsch war uns nicht mehr bcschieden. Nun ruhst du in fremder Erde in Frieden. Treu, floißtg und einfach war dein Wesen, Bescheidenheit ist dir eine Zierde gewesen. Nun ruhe sanft, du Lieber und Guter, Du braver Sohn, geliebter Bruder. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen. Was er uns war. wir werden’s nie vergessen. Tieferschüttert nnd unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieben einziger. hoffnungsvoller, unvergeßlicher und oraver Sohn, Bruder, Pate, Onkel und Neffe Schütze Heinrich Baiser Maschinengewehr-Kompagnie in einem Res.-Inf.-Regt. in trener Pflichterfüllung im blühenden Alter von 20 Jahren am 27. November d. J. auf dem Felde der Ehre den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Johannes Baiser IX. und Ehefrau Eleonore geb. Gottwalz Christine Haas Wwe. geb. Baiser and Kinder nebst allen Angehörigen. Burkhardsfelden, den 81. Dezember 1917. Wiedersehen war und ist untere Hoffnung. 08210 1861 aad Damoa-Varatn Gtbelthirßar. LamStag. 5. Januar 1918 8Va Uhr im „iteutcüci" Vereinsabend Montag. 7. Januar und Donnerstag. 10. Januar. 8Uhr tm LchuihaudWest-AnL Diktatku rse in allen Abteilungen. Montag. 14. Ja»uar 6 Uhr Fortbildungs - Kursus für A «länger. 118v Donnerstag, 17. Jaa., 6 Uhr, Vereins-Wettschreiben in allen Ableitungen. Die Vorstande. I. A.: H j f e n f v u a- □ UFIJealM Be1 □inauiiM li Flir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen sprechen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank aus. ioe Maria Otte nebst Kindern. Leitung: Hofrat Hermann Steircgoetttr Kreitag. 4. Januar 1918. abends 7V S Udr: 11. Freitag-Akonaeateats- TarataUaag: 52c Das Enkelkind Komödie tn drei Akten von Potbar Schmidt. fritz nowaeK graue reinwollene Strümpfe, Socken und Füßlinge, schwarze Kinderstrümpfe inallenGrößen Damen - Reform - Beinkleider in Wolle und Seide, Kinder - Reform-Beinkleider, blau, in Satin und Wolle. oo Nr. 2 Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Donnerstag. 3 . Januar \%$ Kriegsbriefe aus dem Osten. Von unterem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. Aluberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Waffenstillstand an der Ostfront. Bei Krewo. Ende Tezember. Der Schlitten fuhr durch den dicken, grauen Winternebel, aus ban die schwerb e reif den 2xtmtat und Kiefern blauweist heraus- ftchm, um schließlich hinter den Nebel tück-ern zu verschwinden. Ter war im Nebel und auf der Schneedecke gestorben, nur die Schnittenglocke klingelte ein leises, gleiches Läuten durch dre stumme, Wrkmngene Einsamkeit. Au der Strotze hob sich aus dem Wald eine Rodung, auf der Kreuze gesät zu sein schienen. Man sah nur die ersten Reihen, dickt! Töte junge Schonung, dann verbarg sich der Umrist der russischen T'oppellreuze hinter den wertzen Wänden, und man hatte den Eindruck, dost immer weiter, weiter aus Meilen und Meilen die russischen Grabhügel in der unendlichem gvauen Traurigkeit des Winter,ra chm ittags lägen. Wir schwiegen. Tiefer ehemalige russische Eiappenfriedhof barg nur Teile von Teilen der gestorbenen russischen Armeen. Ich dachte an das Wort eines grasten Chefs einer deutscl-en Armee, das er im letzten Sommer in Bukarest gesagt hatte, als nur vm! der Mkssifchen Revottrtion sprack^n. „Ihre Geburt wirrde verkündet in der Winter schacht, und sie ist geboren worden cruz den wol- hynischen Schlachtfeldern." Wie in einer Vision sah ich hinter den Kreuzen im Nebel das Schlachtfeld bei Kretin. ^er Bauer hatte dort seit zroei Jahren nicht mehr gesät, auf dar bunten Untraut- faldern, wt von wilden Wohn, lag grauenvoll dicht dte braune, russische Dotenernte. Mcrrm rieben Mann und oft in dieser! entsetzlichen 'berfnäitltert Hansen, in denen die noch Lebenden unter den Daten starben .... . Ter Schiiten falte loetter, der starre Wald lag wie ern Werstes Ungeheuer wieder vor den Kreiczen. Am nächsten Tage ful>r rch zur Front. ^ Ter Tag war hell, die Sonne glitzerte in den lnstigen meisten Zweigen, als wir die qroste Straße nach Krewo zu lnnsausten'. lAm 23. Juli war hier der letzte große Kamps' gewesen: nt starten! Arüwall hatten die russischen Tödesbatalllone die dünne deutsche Linie zirrückgedrückt, die alte mächtige Ruine der Wnigsburgmon Krewo war in ihre Hand gefallen, und es hatte einen Augenblick, bis die Reserven kamen, ernst genug ausgesehen. Erst nach fünf Tagen war der Einbruch wieder ganz ausgeglichen. Zum letztenmal an diesem Teile der Ostfront hatte die russische Artillerie immer neue starke Wirbel geschlagen, — aber die Kaukasier im Nachbar- abischnitt hatten schon erklärt, sie machten nickt mit, nnd die russischen Reserven marschierten nich, um den Einbruch zum argen. den Borstand des Großherzoglichen Kabinetts, zum Bortrag: den Mdursster des Innern Dr. von Homberg! zu Bach, den Vorstand des,Kabinetts Wirll. Geheimerat Römheld; außerdem den Generalleutnant Freiherr von Lüttwitz. ** Auszeichnungen. Dem Krankenträger Karl Töpfer wurde das Hessische Verdienstkreuz am Kriegsbande verliehen. Unterossizier Ludwig W a ck und Kanonier Heinrich Müller, beide Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille, erhielten das Eiserne Kosu-. Dieselbe Auszeichnung wurde verlieben : Vizefeldwebel Hoboist M. Blau, Schütze Hrch. Gelsebach, Musketier Friedrich Rein st e i n und Ers.-Res. Otto K o in p f. **Brautlega1derHerz-Baruch-Stiftung lieber die Vergebung des Legats siehe die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. ** Rotes Kreuz. Von der Verband- und Kranken-Erfri- lchungsstelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen wurden im Monat Dezember 1917 679 durchreisende Soldaten mit Kaffee erlischt, die Sanftätswache hat 362 Transporte ausgeführt und in 219 sonstigen Fällen Hilfe geleistet. ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt, Stet läge Nr. 21, ausgegcban den 29. Deyember 1917, hat falgenbert Nchalt: 1. Ueibersichl (über die in den (Gemeinden des Kreises Bensheim für das Rechnungsjahr 1917 zu erhebenden Gemeinde Umlagen. (S. 257.) — 2. Uebersicht über die in den Gemeinden» des Kreises Erbach z/d erhebenden ,Gem e n ldeumla gen für das Rechnungsjahr 1917. (S. 259.) — 3. Namensveränderungerv (S. 263.) — 4. Ordensoerleihungen. (S. 263.) ** Vorläufig kein Aushang der Fahrkartenpreise. Mit Geltung vom 1. Januar 1918 ist verfügt worden, daß auf den Stationen die Preise der zum Verkauf au fliegenden Fahrkarten nicht mehr ausgehängt zu werden brauchen. Wird vom Aushange abgesehen, so Häven dic Fahrtarten-Ausgabö- bellcn über die Preise auf Verlangen Auskunft zu erteilen. Die Maßnahme ist infolge der bevorstehenden Aenderung der Personentarife mit Rücksicht auf den verminderten Personalbestand und zur Papierersparnis nötig geworden. ** P ostanwei s ungen an Kriegsgefangene in Rußland. Tie Schuieiz hat den Postanweifungsverkehr^ für Kriegsgefangene mit Rußland vom 1. Januar 1918 ab eingestellt. Postanweisungen an die Oberpostfonttolle in Bent für deutsche Kriegsgefangene in Rußland können deshalb vorläufig bei den deut- sckfen Postanstalten nicht angenommen werden. Postanweisungen für diese Gefangenen sind zurzeit rrur auf dem Wege über das schwedische Postamt in Malmö 1 zulässig. ** Di e alte ft e Chorschule int Großherzogtum Hessen ist der von Hoiorganist Müller geleitete Knabenchor in der Groh.* Schlostkirche zu Tarmstadt, der dieses Jahr aus .ein 200jähriges Bejtthon zurückblickt. Seine Gründung erjolgto auf Befehl des Landgrafen Ernst Ludwig (1678—1739), der 1718 verordnet, daß „jährlich 6 tüchtige Schüler aus den Paeda- gogicis, welche von Gott und der Natur mit guten Stimmen begabet und den Takt baöiii zu obseroiren fahr; sind, unter das Direktorium des Cammpr-Miufici Knöchel gegeben werden sollen^ damit durch dieselben in der fünllichen Hofkapelle der gewöhnliche Choral-Gesang in rechter Mensurr uttd Harmonie löblich geführt werden könne." — lieber ein Jahrhundert beschräntte sich die Mitwirkung der 6 „Choristen" aus die Führung des Gemeinde- Gesangs. Ms später die Liturgie enveitert und in den letzten Jahren auch mehrstimmige Gesänge für die Knaben eingeschaltet wurden, erhöhte sich d»e Zahl der Chorschüler, die gegenwärtig 52 beträgt und allsonntäglich den Gottesdienst durch einen Chor- gesanq einleitet. ** E in Vergleich der Geschäftsergebnisse der Sparkassen des hessischen Sparkassenoervands zu Ende 1916 mjtt dem Stande von Ende 1915 ergibt laut „Mitteilungen der Großh. Hessischen Zenttalstelle für die Landesslatistik" (Beilage zur „Darmstäidter Zeitung"), Nr. 984 ein Anwachsen des Betrags der Spareinlagen innerl>alb eines Julwes von 427 727 090 (aus 445 519 000 Mark, mithin um nahezu 17 4 / 5 Millicw'" Mark: die zinsbare Anlegung der Anlagen hat besonders bei Genreindeck und sonstigen Kvmmunaloerb-änden zugenommen (um Mark), aber noch erheblich größer ist die ZmUthme der Anlagen in Wertpapieren (wohl Kriegsanleihe), wobei eine Sleigermtg des Be- ttags um 42 409000 M^trk auf 119 4M 000 Mark vor!regt, während die Anlagen in Hytt>theken, KaufgeDern und gegen Schuldschein prozenttial zurückgegangen sind. Bei den einzelnen Kassen ergeben sich binsickiitlich der zinsbaren ))hnlegung der Bestände grotzk Verschiedenheiten. Der Kasse in Oppenheim mit nur 24,2 Prozeitt Hypotheken steht Osfenbach mit 84,5 gegenüber (Darmstadt: 74,4 einschl. Kausgelder), wogegen Oppenheim 47,8 Prozent; des Bestands in Kcnifgeldern angelegt hat gegenüber nur 0,2 Pnoz^rt in Erbach. Die Alsfelder Kasse hat nur 4,1 Prozent ihrer Bestände in Jtn haberpapieren angelegt. Höchst dagegen 49 8 Prozent (Darmüodi: 24.3>. Hinsichtlich der Anlevgung bei (sstnindn und sonstig! Kvm'- munalverbänden steht Darmiivdl mit 1,1 an letzter und Seligenstadt mit 31,5 Prozent an erster Stelle. Der Zinsfuß beträgt bei der großen Mehrzahl der 'Kasse,n 4 Prozent, eine kleine Anzahl gewährt 3 3 / 4 Prozent, während Darmstadt allgemein rmd Alzey bei Einlegung lleinerer Beträge noch den 3V.>Motz-entigan. Zinsfuß haben. LnndkreiS Gicsten. ** Bel tershain. 2. Januar. Dem Leutnant d. R- und Kompagnieführer Petri, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde vom« Kaiser daS Eiserne Kreuz 1. Klasse persönlich überreicht. z. Geilshausen, 2. Jan. Gefreiter Wilh. Niebergalll Inhaber der Hessischen Taifferkeitsmedaille. erhielt das Eiserne Kreu^ 2. Klasse. Sein Bruder, Wehrmann Hch. N i e b e r g a l l, erhielt die Hessische Tapferkeitsmen Taptz^rkeftsncedaille ausgezeickmel.i ** 5)olzheim, 2. Januar. Musketier Georg Rertz erhielt das Eiserne Krec^ 2. Klasse. ** K l e i n - L i n de n , 3. Jan. Ten Brüdern August und Karl L u h wurde das Kriegsehrenzeick^n und Wühelm L u h das Kreuz für Kriegs Hilfe verliehen. ** Stangenrod, 2. Jan. Dem M^csketier Emil N a u, der erst kürzlich die (HeMsche DapterfoitsmadaÄe erhielt, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Bübtnaen. 4t Büdingen, 2. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landfturmmann Adolf Lehn in g. — Mittel - G ründau. Zum Leutnant d. R. befördert wurde der Lehrer Heinrich Kühl, seither Vizefeldwebel in einem Inf.-Regt. — Eckartsborie. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kretrz erhielt der Fahrer August Schuchmann in einem Art.-Regt. — R i n- derbü g en. Vier starb nach kurzem, schwerem Leiden der 2. Lehrer Hermann Eckert im 59. Lebensjahre. Der Verstorbene wirkte vorher längere Jahre in Burgbracht. Kreis Schotten. □ Lau bach, 2. Jckn. Bon Gliedern der hiesigen Gemeinde, die in Hoevesdtemten ftanben, starb-rn im Jal-üe 1917 den Heldentod fürs Vaterland: WlllMlm Desch, 5>eim7ich Sä-arf, Wilhekm Fitz- ler. Ernst Töll, Hermann Strauß, Wilhelm Schoerl, Hermann Göbel, Friedrich Rühl, Friedrich Becker. Hectrrich Tohm und Augnft Schon: letzterer an den Folgen einer schweren Erkranftmg in einem Lazarett in Nürnberg, nachdem: ihm im Mai sein Sohn im Tode vorausgegan.gen war. — In englische Gefangenschaft geriet Her- mmm Schmidt, in französische Gesangeusch^ift Forstassessor Wilhelm J-ock?em, Christian Frank, Friedrich Frank, Wilhetm Foank, Fried- ri«l) Knees. — Als vermißt gilt Friedrich Sertz. — Durch ?lus- tzausch von Sanitätsmannschaften kmn Wühobn Stotz, als Schwer- vevwundeter Emil .Höhmann aus französischer Gefangenschaft zurück. # Ra inrod, 2. Jan. Das Kriegsehrenzeicheu in Eisen erhielt der Gefreite Karl Sei ber t. —< Rludi ngshain. Das> Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Otto Müller. up. Ausdem Vogelsberg, 3. Jan. Der letzte Weihnachts- fvierlag war auf dem Lcmde seit uralter Zeit der Tag des Gesinde- Wechsels Früher vollzog sich dieserWechsel unter nun verschwundenen/ Volksgebräuchen. Im 4. Jahr des Wtltkrieges ttat er in aller Stille ein. Tie Geldentwertung durch den Krieg hat auch die Ge- sindelöhne auf eine früher nicht dagewesene Höhe gebracht. Eine Tienstmagd, die früher 300 Mk. Lohn bekam, erhält jetzt über 500 Mk. Knechte unter 17 Jahren erhalten schon 500 Mk., ältere entsprechend mehr. Kreis Frkedberg. 44 Rod he im v. d. H., 2. Jan. Zum Leutnant d. Rest befördert wuüde der Schülverwalter Jakob Bernhardt, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tafterfoitsmedaille. — Jlu erschreckender Weise nehmen hier die Vieh- und Geftügel-Dieb- stähle überhand, ohne daß bis jetzt der oder die Täter ermittelt werden konnten. So wurde.! bei verschiedenen Landwirten Schweine geschlachtet und dann fortgeschleypt. Starkeuburg und Rheinheste«. M. Z. Mainz, 3. Jan. Das Ergebnis des Mainzer Opfertages liegt nunmehr abgeschlossen vor: es druckt sich in der imposanten Summe von 206 618,17 Mark aus und setzt damit dem Mainzer Bürgersinn ein Denkmal, wie es schöner nicht gcdacht werden tan. Besonders erfreulich ist es, daß in diesem Jahre auch die Ämdgemernden des Kreises sehr stattliche Summen zu dem Main zer Opfertag beigesteuert haben. Kreis Wetzlar. ** W i ß m a r, 3. Jan. Ter Holzhauermeister Balthasar Ufer von hier wurde mit dem VerdieujÄceuz für KriesShilse ausgezeichnet. Hessen-Nassa». R> M. K. Frankfurt a. M., 3. Januar. Ein bisher nicht bekannter Ueberfall wird uns nritgoteilt. Danach kam eine Frau, die in der Nähe der Allegasse in Fca.cksurt ein kleines Geschäft betreibt, vor den Feiertagen spsth abends aus dem Odentoald zurück und eilte durch die A^stegasse ihrer Wohnung zu. Plötzlich wurde sie von einem fremdem^ Mmnr mrgehalten und zur Hergabe ihres Paketes aufgefordert. Sie weigerte sich zunächst und wurde! dann von dem Kerl gap^ckt, gegen die Mmrd gedrückt und ihr dev Mund zugehallen, danftt sie am Schreien verhindert ivar. In ihveck Todesangst ließ sie btrtnt das Paket fallen, das der Räuber an sich nahm urid verschwand. , — F r a n k fu r t a. M., 2. Jan. In der Ncujahrsnacht stahlen drei Feldgraue aus der Fabrik von Goldschinidt & Löwenick drei fette Schweine. 9lus dem Transport der Tiere nach Sachsenhausen! fielen die Diebe der Polizei in die Hände. Während zwei slüchtenl konnten, wurde der dritte samt den Schweinen in polizeiliche Obhut gebracht. = Usingen, 2. Januar. Bei einen! Einbruch in den Bazar der Kreis-Lebensmittel stelle erbeuteten bisher nickt ennitlelte Tirbft 175 Pfund Bohnen, 50 Pfund Haferftockeu., 150 Pfund Sckzokolade. 990 Stück Seife und größere Mengen Kakao. Die Ware hat ernen Wert von etwa 4700 Mark. • » = Aus der Rhön, 2. Jan. Dic Münchener Technische L)ochschule hat dem General der Infanterie von nnd zu der Tann-Ratsamhcmsen ans Tann die Würde eines Ehrendoktors! verliehen. Nriefkasten der Nedaktisn. iAnouvme ?infragcv bleibe» uoderückitchtt-t^ Gffiziersleüoertrcter 8t. Zu 1. Dem OssizieritellVertreter wird in diesem Falle nur mit „Augen gerade aus" gemeldet. Zu 2. Der Ofsizierstellverttcter tritt nickst ein, wenn der meldende Osftzier- stellvertteter (Konipagnieseldwebel) dienstjünger ist. Amtlicher Teil. Vaterländischer Hilfsdienfi. Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldung gemäß § 7. Absatz 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hllssdierrft. Helfer für die Etappe! In dem gewaltigen, von unterem Heere besetzten feind« lichenGebiet werden zur Berlvendung bei Militärbel-ördenmoch zahlreiche Hilfskräfte benötigt. Das Interesse deS Vaterlandes verlciugt, daß taugliche und entbehrliche .Kräfte der Heimat sich> zu diesem Etappendienst zur Verfügung stellen. Zahl- reülie kriegsvenvendungsfäihige Militärssersouan müssen im bo- setzten Gelnet raxh für den Dienst an der Front fteigemacht werden. Die Lebensbedinglmgen im besetzten Gebiet sind durchaus günstig. Gute Entlohnung und reichliche Verpflegung nvrden go» währt. Und tvas bedeutet die Notwendigkeit, sich> in fremde Verhältnisse einzngcwöhnen, cTegenüber dem Maß von Opfern und Env- behrungen, das untere Krieger seit Jahren freudig ertragen! Männliche Hilfskräfte jeden Alters, auch JugendlickM. können, «wenn sie geeignet befunden werdim, Beschäftigung im besetzten Go- lnet im Westen finden und zwar für: Gerichchsdienst, Post- und Telo» graphendienst, Botendienst, Tachnisckien- und Eisenbahndienst, als Kutscher, Bäcker, Schläckster, Handwerker tebre Art oder als .HitfS«- schgeiber, sowie im Sicknercheitsdienst (Bahnschutz, Gefangenen^ und Ges än g nisbewachunq). Personen mit französischen und flämischen SprocWrmrtmfferc werden lvsonders berüch'ichtigt. Wehrpflichtige können nicht angenommen werden, mit Ausnahme der 50o/o oder mehr erwerbsbefchräntten Kriegsbesckfadigten. Als Entgelt wird gewährt: Freie Verpflegung oder Geldend, sckädigung für Selbstverpssegung, freie Unberkimst, fteie Eijenbahw« fahrt zum Beslitmmungsort und zurück, freie Benutzung der Feldpost, freie ärztliche und Lazareltbehandlung sowie ein angemeisener Dienstlohn. Bis zur endgülligeir Ueöerweisung an eine bestimmte Bedarfs- stelle wird ein „vvrläirfiger Dienstverttag" geschilossen. Tie end- gMtige Höhe des Lohnes oder (^el>altes kann erst im Anstellungsver- trag selbst festgesetzt werden. Sie richtet sich nach Art imb Dauer der Arbeit sowie der Leistjimgsfähigkeit des Betreffenden. Eime auÄ< kömmliche Bezahlung wird zu gesichert. Falls Bedürftigkeit vorliegt, werden außerdem Zulagen für die in der Heimat zu versorgenden Famllicnungehörigen gewahrt. Die Versorgung derjenigen, die me KriegsdienftbeschDigung erleiden, ist besonders geregelt. Meldungeri nimmt entgegen: vezirkskommando Gießen ; daher sind twfliegen: Etwaige Militärpapiere, BesckfaftigungsausweiS oder Arbeitspapiere, erforderlichenfalls Abkchrsckiein. Es ist anzugeben, wami der Bewerber die Beschästigrmg antteten kann. Eine porläuftge ärztliche Untersuchung erfolgt kostenlos bei dem Bezirkskommando. Jseder Bewerber hat sich, den erforderlichen Schutz- irnpfangen zu unterziehen. 80168 Uriegramlstelle Frankfurt a. M. Bekanntmachung betreftemd die Entrichittcng des Warenumsatzsdempels für das Kalenderjahr 1917. Aus Grund des 8 161 der Ausfültz-ungsbestimmungen zum Reichsstempelgesetze werden die zur Enttrchtmrg der Abgabe vom Waremunsatze verpsluchleten gewerbetteibenden Personen nnd Gesellschaften der Fnran-zamtsbezivke Gieße.r, Butzbach, Grünberg irnd ^! 7 rgen aufgefordert. den steuerpflichtigen Jahresbetrag ihres Warenumsatzes für das Kalenderjahr 191? bis spätestens zum Ende des Monats Januar .1918 den Unterzeichneten ss-inanzänttern schriftlich oder mündlich anzumelden. Ms steuerpflichtiger Geioerbebetrieb gilt auch der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, der Viel)zucht, der Fischerei und des Gartenbaues sowie der Bergwerfsbettieb. Beläuft sich der Jahresumsatz auf nicht mehr als 3000 Marf. so besteht eine Berpflichttmg zur Anmeldung und eme Mgabepfljcht nccht. Wer der ihm obliegenden ?'lnmeldungsverpflichttmg zuwider- handelt oder über die en!pfangenen Zahlungen oder Lieferungen wissentlich unrichtige Angaben macht, bat eine Geldstrafe verwirft, welche dem zwanzigfacheu Betrage der hrnterzogenen ^lbgabe gleich» fommt. Kann der Betrag der hinterzogeneu Abgabe nicht fefi> gestellt werden, so tritt Geldsttafe von 150 Mark bis 30 000Mk. ein. Zur Erstattung der schriftlicher! Anmeldung sind Vordrucke zu verwenden. Sie können bei den Unterzeichneten Finanzämteriy sowie der zuständigen Bürgermeisterei kostenlos entnommen werden. Steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsatzes verpflichtet, mich wenn ihnen Anmeldungsvordrucke nickt zugegangen sind. Tie Abgabe ist alsbald nach ihrer Festsetzung mr die zuq ständige Kasse stelle zu erttrichten. 8956V Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 8. Dezember 1917. Tie Gvotzherzoglichen Finanzämter. Steinhäuser. Flath. Wenzel. Map. Be Ir.: Unfall- und Haftpflichtversicherung für Sammel- und Helferkolonnen. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügrmg vom 28. Avril 1917 wird mit Frist von 3 Tagen erinnert. Gießen, den 28. Dezember 1917. Großherzvgliche Kreisschulkommission Gießen. 2.93 : Lan germaun. Bekanntmachung. Studierende, welch: sich um das Kommerzienrat - Siegmund - Heichelheim- Stipendium »m jährlichen Betrage von 500 Ab bewerben wollen, haben ihre Gesuche bis zum 15. April d. I. schriftlich an den Engeren Senat zu richten unter Beifügung von Zeugnissen über Befähigung, Fleiß und BermögenSverhältmsse. Zur Bewerbung berechtigt sind diesmal christliche Studierende der Universität Gießen, sowie der bisherige Inhaber des Stipendiums. Gießen, den 2. Januar 1918 94c Der Rektor der Großherzogl. Landesuniverfitat: _ Gisevius. _ Bekanntmachung betreffend Vergebung des Brautlegats der Herz* Baruch-Stiftung. Die dreijährigen Zinsen der obengenannten Stiftung im Betrage von etwa 400 Mark sind zu ver- geben. Bedürftige jüdische Wanenmädchen (auch vaterlofch des Großherzogtums Hessen, welche verlobt sind und demnächst heiraten, wollen sich, falls sie Anspruch darauf erheben, unter Vorlage ihrer Papiere bis zum 25. Januar k. I. an den Unterzeichneten Vertreter der Landjudenschast von Oberhessen wenden. Gießen, den 31. Dezember 1917. Die StiftnrrgSverwaltnug: Der Provinzialrabbiner: Or. S a n d er. Für die Landjudenschast Oberheften: Der I. Vorsteher der isr. Religionsgemeinde Gießen . _ S. Heichelheim _ Elisabeth Kleinkindcrschule. Weitere Gaben für unsere Anstalt ainaen ein von: Hermann Zülch und Frau. Otto Raihsctilaa und Frau. Elienbahn - Betriebs - Inneuieur Envervlb und israu. Wilhelm Nu»-olph sen. und 9rrou, Frau Marie Naael. Kart Feiler und Frau, Prof. Dr. Strrtutfiuüüer und Familie, ?ouio Wolff und FannUe, Obervostschaffner North. Allen Gebern ber-ticken Dank. Für den Vorstand der Clisabctb-Nleinkinderschule: ._ Bechtolsheim er, Vorsitzender. _ 67 D WedMßügsZkch^-tzlUlriWjlheri. Weitere Gaben gingen ein vor?: Architekt H. Meyerund Frau, Mevaermeister Schreiner und Familie, Weivblndermetirer t5-nlil Schmält und Frau. HanpUehrer Knauh und Frau, Weiiibindermeiiier Ehr. Schmidt, Adots Fischer und Frau. i>. Hertler. Frau Kanzlcirat Iäaer. Halteuinet'ier Karl Mal.omcnuS nnb Frau. Verlag buchhändtcr Otto Noch ,rnd Frau, Frair SL Bo eck utld Dochrer, Hululacheruieiäer Richter »rud Frau! Schreinermcifter Haubach. Familie Baumauu. Fanutic Bäcker Sommer. Architekt Hamann und Frau. Schreiner' metfter H. F. Müller und Frau. Frau Ä. Müller u. Frau, Biareer Mahr. Direktor A. Stolle und Frau Wilhelm Rudolph senlor und Frau. Geheim. Hosrat Professor Dr. Naumann, Hausverwalter FohauneS Rinn, Mepger- mersier Henkel. Sämtlichen Gebern sagen wir herzlichsten Dank. Giehen. den 2. Januar 1918. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: _ Schwabe. Pfarrer. 66D IHRE VERMAHLUNG ZEIGEN AN WILHELM SCHMIDT OBERLEHRER KAROLA SCHMIDT GEB. PRÄTORIUS HUGO PRÄTORIUS HAUPTMANN MAI PRÄTORIUS GEB. WINDECKER GIESSEN 3. JANUAR 1918 TRIER WILHELM BÖLLER KÄTHE BÖLLER GEB. SAUER M DsmiisristrzeiW Kaplan^ans« 27 empfiehlt sich zum Kopfwäschen, OnAiütrtn, BUaicnroa. Äleichzci ig emp- fiebU es qroüe Auswahl in Zöpfen. Haarschmuck, Parfüm. Kops- und Zahnbürsten, fow. sännt. Lotletrenaritkel. /tstrsohsn- und 41 a Krimmer- Reste zirka 50 cm □ Ssiden-Samt- Reste schwarz und farbig Centimeter 15 Pfg. 10 bis 30 cm gross. »MM von Fri. Lamlraai n. PmW Sfld-Anlace 7 (65) SUd-Anlaxe 7 Unterricht im Schneidern und Anferttgunff von Wasche- ffeg:engtAnden aller Art. Weisa- and Buntstickereien, r ilet. Schiff-henarbfit, Klöppeln und allen neuen Hand- arbeiten. 3 -jtorrloht beginnt am 3. Jan. 1918. 237. König lich Preußische Löildeiltslhe Jlloplottcric -9 Warme Schuhe 4 kann sich jeder selbst machen im TOM-Kurs Sgte! zöchühgs Kikjjkü Der Kurs beainnt Montag den 7. Januar bis Arcitaa. Die Schuhe werden aus alten, abuelraaenen Kleiduna^ stücken ohne Reiften nearbeiiet. Mein Kursus wurde überall mir arönleni (Lrfola durchaesübn. (5s find Tan^ und Abendstunden, auch gröhere Schulkinder können teilnehmeu. 95 Prei4 des Kurs nur 4 Mart. Nähere Auskunft imb Anmeldung nimmt entgegen SarnS aa den 5. Januar von früh 8—12 und nachmittags 2-6 Ubr, Sonntag von 11)—L2 und 3—6 Uhr Jub. Ferd. Walter. _ Die Leiterin. Aushang der Jahrkartenpre se. Die O.senbahnverkehrsordnunq (tz 12) i»> durch das Reick - ^ienbahn Aint mit ÖJcLunn vom 1. Januar 1918 vvl über sehend datrin geändert rvorden. da.'r ans den Stationen tue Preise der yim Verkauf ausliegcnden Fahrkarten nicht mehr ausneh.ingr zu werden brauchen. Wird von dem Aushanne abgesehen, so baden die Fahrkarten- Ausgabestellen über die Preise auf Verlangen Auskunft zu er eilen. S0i königliche (f i.'cnba&nbtrcfiton Frankfurt (Main). Die Ziehung der 1. Klaffe dieser Lotterie beginnt wieder am 8. Januar n. I. Cofc Js jk } o ^20 -*40 P^iK sind zu beziehen durch die Königlich Preußische« Lotterie- Einnehmer in (Sichen: Suchacker Neuen Bank ll Fcruivr. 877 Mmm Watttorstraße 63 Sernivr. 237 Legier Eud-AnlSße 5 Fernspr. 82 ZiebuuasUsten 6V Pf. für 1. btS 5. Klaffe bei freier Zusendung. 14 Reinwollene Damenstrümpfe gewebt and geotrlckt, sind eingetroffen. Eaafb ansXgatz \ Bahishofatraße 14. 45a Elnf.,dopp.u.a,n>erikan. “ It ii cli fii h m ii «r Stenog^iihie, Maschinen- schrefäea. a’le Bande’sfächer lehrt grün dl. durc > geprüfte Lehrkr. u. Ga- rantieein.sich Erfolges Hrmes leir-Iastitut BleAen. Bahnhofstr. 60, Gründl. Unterricht in 8837 Hwfthismcfcnibn Stenographie Buchführung v *11« H Handelsfäc em. Taßot»* a.Abanflkiiraa Honorar für Einzel- • fächer Mk. 10. —, für Kurse nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung täglich Koste lose Stelten- r rralttlung. FraMfijil 0 t,fig 8 gi Go«t)Kdtr. 32. Tal. 2881 . llegeri Kohlenmangels Geschäftszeit ab £1. Januar: Vormittags 10 Uhr bis abends 6 Uhr. Während der Mittagszeit «rinder geöffnet. Carl Nowack' Modswarenltaus 9418a Bekanntmachung. DaS Umlagekatafter drr land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenosienschast für das Großherzogtum Heften für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 2. bis zum 16. Januar 1918 aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in bas KMaster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dein Borstande der lcmd- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossen'. ' m Darmstadt zu erheben. Später eingehend ^ider- spräche können keine Berücksichtigung mchr finden. Steinheim, den 28. Dezember 1917. Großb. Bürgermeisterei Steinheim. _ Nicklas. _« Bekanntmachung. _ Das Umlagekatafter der land und forftwirt» schastlichen Berussgenosienschast sür das Großher- zogtum Hessen sür das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 3. bts zum 16. Jan 1918 aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, wie ein Betrieb veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Ofienlegurigsfrist bei dem Borstande der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Spater eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Treis a. d. £ba., am 2. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Treis a d. Lda. _ Benner. 81 Bekanntmachung. Das'Umlagekataster der land- und forstwirischasl- lichen Berufsgenossenschas! sür das Großherzoqtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich voni 3. Januar bis zum 16. Januar 1918 aus der Bürgermeistcrer zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb itt das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungssrist bei dem Vorstände der land- und sorft- wirtschafilichen Berufsgenossenschaft in Darmftadt tu erheben. Später eittgeliendc Widersprüche können keine Bcrückstchti.sitttg mehr finden. Ebcrftadt, den 1. Januar 1918. 117 Großh. Bürgermeisterei. _ Hörlach. __ Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenoffenschast für das Großh. Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 4. bis 17. Januar 1918, aus dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Borstande der land- und forstwirtschaftlichen Berussgeuosseuschaft in Darmstadt zu erheben. Später- eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Klein Linden, den 2. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden. __ Jung. _ 100 Das Umlagekataster der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenoffenschast sür das Großh Hessen liegt von heute ab zwei Wochen aus der Bürgermeisterei offen. Leihgestern, den 2. Januar 1918. m Großh. Bürgermeisterei. _ H«>'- ___ Bekanntmachung. Das Umlagekatajter der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenoffenschast für das Großh. Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 2. Januar 1918 bis zum 15 Januar 1918 aus der Bürgermeisterei Annerod zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungssrist bei dem Vorstände der land- und forst- wirtschastlichen Berussgenoffenschast in Darmstadt zu erheben Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Annerod, den 30. Dezember 1917. 110 Großh. Bürgermeisterei Annerod. _ Horn. __ Bekanntmachung. DaS Umlagekataster der ümd- und jorstwirt» schastlichen Berussgenoffenschast sür das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 4. Januar 1918 bis zum 17. Januar 1918 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, find innerhalb eines Monats nach der Offenlegungssrist bei dem Vorstände der land- und sorstwirtschastlichen Berufsgenoffcn. schaff in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Altcn-Buseck. am 2. Januar 1918. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Rau, Beigeordneter. " !