Hr. 304 Der Oletzeaer X«s**M« erfdjeini täglich, nutzer Sonntags. - Beilagen: -IchenerKamslirnblSIttr; KieisMcti flr den Kreis Sietzea. Vezugspreir: monaLl. Rck. l. 20 . vierteljährlich Atk. 3.60-, durch Abhold» u. Zweigstellen monatl. Mk. 1 . 10 : durch die Bost Ml. 3.60 viertet- jäyrl. ausjchl. Bestellg. ssernfprech - Anschlüsse: für die Schristleuung l 12 Verlag.Geschä'tssteÜeöl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. lbr. Jahrgang §reltag, 28. Dezember I9l>7 3 williKg 5 r««-»rmI u. Verlag: vrShl'sche Univ.-Suchr u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. ?. Änvodme van Anzeige» 1 die Lagesnumnier bin zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Zeilenoresse: für örtliche Anzeigen 25'Li.,für auswärtige 30 Br'., e ür Rekln inen Mk. 1.—; der Platzvor- fchrift 20°/ 0 Aufschlag. Hauytschriitleiter: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik it.Feuilleton: Aug. Woc^; Stadl und Land.Verluifchtesu.Äe- richtsiaal: W. Aiehec; Anzeigenteü: H. Beck; säntlltch in Gießen. Lloyd George über die kritische Stunde Englands. MM.) Grobes Sauptyuartier, 27. Dezevwrr (Amtlich.) Destlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der enalischm Front mar die GekechtStätigkeit ani HouchMlsterumld. Ms dem nördlichen Lysnfer und bei Moeuvres and Marcoing zeitweilig lebhaft. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Regimenter einer Gar-Hivision führten nordwestl. von Uezorwam nach kräftiger Artillerie- und Minrnwerfenvir- kwLg erfolgreiche Untenrehnmngcn durch. Am Vormittag drangen Erkundung M'teilungen in die französischen Linien em. Am Nachmittag sttirmten mehrere Kompagnien tm Verein mit Flammenwerfern und Teilen eines Srnrmbataillons, begleitet lrrn Infanterie- und Flachfliegern. in 900 Meter Breite die ersten feindlichen Gräben. Ein Gegenangriff der Franzosen scheiterte unter schwere:! Verlusten. Nach Sprengung zahlreicher Untnftände kchrten die Sturm truppen mit mehr als hundert Gefangenen und einigen erbeuteten Maschinengewehren beschlsgemüß in ihre Ausgangsstellungen zunick. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Eine französische Wttettung, die nördlich von Ober- Gurnhaupt unseren vordersten Graben erreichte, wurde im Mhürmpf znrückgeschlagen. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Frs«t. Keine gröberen Kampfhandlungen. Italienische Front. Die Artillertetättgkeit zwischen Asiago mW der Brenta hat gestern an Heftigkeit nachgelassen. Lebhaftes Störungs- fener hielt in den Kampfabschnitten, sowie zwischen Brenta und Piave tagsüber an. Ein ikrliemlcher Vorstotz gegen den Monte Tomba wurde abgewiefen. Der Erste Generalquartiermeister Lubendorfs. » Der Abendbericht. B e r l i n, 27. Dez., abends. chassenen unglücklichen Lage auch alle Fragen zu regeln, die sie dazu brachten, eine imperialistische Politik zu treiben? Eine dieser Fragen ist die T 0 b r u d s ch a f r a g e. Sind die Rumänen bereit, bezüglich der Dvbrudscha die einzige gerechte Lösung an- zrmehmen, die dem Frieden CtzarMer und Üt notwendige Toner aek'it wird, bte Losung, bte srch auf care strenge Anwendung bt& Natvoualitatmprmzrps auf dem Balkan gründen wird? Marg- ynoman sagt uns es nicht. Aber da der Erft>lg der Politik, für du: er eintntt, nur um diesen Preis zu habön ist, muß man glauben, daß er zur Blähung der Frage geneigt ist. Sollte eine solche Politik ver unseren Nachbarn die Oberhand gewinnen, sv würden wir die Mteiinent, uns über dei neuen Beziehungen zwischen Bulgariens und Rumänien zu fteuen." Der National kongreß hat seine Tagung geschkossen. nachdem emstlmnng eine Entschließung angenommen war, rn der die Verengung der ganzen Do b r u d s ch a bis zur Donars Munduug mit Bulgarien verlangt mrd erklärt lvird. daß die Be- Uolkenmg der Dobrudscha die Mi^rkehr der rumänischen .Herv^ schaft diesseits der Donau nicht dulden und selbst mit bewaffneter Hand gegen jeden Wgriff auf ihre Reckfte und ihre Frerbeck kanip^en wird. Tw bulgarische Regierung und das bulgarische Voll werden das Gebiet wrd die gerechte Sack>c der Dobrudi'cha unter- stutzen und verteidigen. An alle Völker und alle Vertreter der; Staaten, die berufen sind, den Frieden jmter den Kriegfüdrendnrl wrederherzustelten, wird die Mtte gerichtet, der dringenden Forderung der BevolkecunH der Dobrudscha ein geeigiretes Ohr zu . ih^^' Enychlüsße bezüglich des künftigen politische-ltz Schicksals dieses Gebietes^den Forderimgen anzupassen. Ein Ausschuß wurde jdamit beauftragt, unverzüglich eine lDenkschrist im Sinne dieser Forderungen auszuarbeiten und den ^Regierungen des kriegführenden mrd neutralen Staaten zu überreichen. Amerika und die Bolfchewiki. Bern, 25. Dez. (WTB.) Der „Matin" meldet aus Neuyork: Der russische Frachtdampfer „Shilka" ist mit eluer . 0 _o lsch ewiki-Besatzung in einem Hafen des Stuten Ozeans eingetroffen. Die Regierung hat beschlossen, di^ Besatzung einstweilen internieren zu lassen, um eine genaue Untersuchung über das Schiffsstatut vorzunehmen. * % Verhafrrmgeu va» Russen in Errgland. .. ch 38. Dez. Der Haagex Korresponöeni per "Köln. Bolksztg." erfährt aus dortigen Sozialistenkreisen, daß die rn. Englarrd lebenden russischen llnrertanen von seiten der englischen Behörden den schärfster! Verfolgungen aus- ge,etzt sind. In London werden täglich Verhaftungen v 0 n R u s s e n vorgenommen. Harmlose russische Zusammenkünfte werden zu anarchistischen Versammlungen gestempelt. — Nach anderseitiger Meldung der Köln. Volksztg. hat die d e u t sch e Spr ach e i it Jß etersburg wieder ihre alte Volkstümlichkeit erlangt. Sie wird in den Straßen und Re- ltaurants öffentlich gesprochen. — Zuverlässigen Meldungen zufolge betreibt die Entente von Petersburg aus heftige Propaganda gegen den Frieden Rußlands mit den Mittelmächten. Nach russischer Auffassung dürste angesichts der heutigen Ereignisse die Entente vor dem Bürgerkrieg nicht zurück schrecken, ihn vielmehr nach Kräften begünstigen. Ratiouierung der LeSensmirtek iu England. Bas e f, 27. Dez. Am Freirag ist den örtlichen Lebensrnittel^ apsfchüssen von Lord Rhonddadie Ernräcbtigrmg zur Zwangs- rätionierung von Margarine erteilt worden. Der ersten Verftlgung folgte am Samstag eine Zweite, die die Lebens mittelansschüsse der Bezirke ermächtigte, alle Lebensmittel zn rationieren. Unter dieser Verfügung können die Lebens mittelausschiisw cmordnen, daß die Lebensmittelgeschäfte nur Waren; an registrierte Knuden verkaufen dürfen und die Verkäufe auf? bestimmte Mengen zu beschränken siird. Den Ausschüssen ist & überlassen, selbst zu entscheiden, ob sie-von der erteillen Vollmacht Gebrmlch machen wollen oder nicht. Auch scheinen sie hinsichtlich des anznwendenden Verfahrens einstweilen ziemliche Beweg-ungs^ fteiheit, je nach den örtlichen Bedürfnissen, zu haben. Lloyd George an die englische» Landwirte. Bern 27. Dez. (WTB.) Llvyd George richterc aus der Konferenz des landrvirtschaftlichen Kriegsaussämsses am 21. d. M. einen eindringlichen Appell an die Landwirte, in den bevorstehenden hundert Tagen alles daranzusetzcn, die H e i m Produktion z n erhöhe n. Es gelte unter anderen!, zwei Millionen! Morgen in Ackerland umzuwanöeln, die drei ÜMlionen Menschen sätftgen würden. Durch Vergrößerung der Heim Produktion werde Frachtraum für Kriegszwecke ftei. „Niemand,'' so sagte der Premierminister, „beabsichtigt. Sie Ihr Geschäft zu lehren. Wir behaupten nicht, ba£i es das Rationell sie üst( Weideland unter Kultur zu nehmen. Mer wir sagen, daß jetzt die kritische Stunde ist. Es ist eine ernste Stunde für das Land, das Einzige, was uns retten kann, ist das, toas uns die SckMe für den Krieg für Kriegsmaterial und an Soldaten spart. Es gibt zroer Wege, nämlich Schiffsraum bauen oder Schiffsraum sparen. Der letztere Weg ist der Landwirte." „Daily Mail" schreibt: „Es ist unmöglich, die Wichtigkeit des Austufes an die britisck>eu Landrortte, 1918 drei Millionen Morgen mit Weizen zu bestellen, zu ubettreiben. GZ ist ebenso im Interesse der Kriegführung wie der Ernährung dringend notwendig -zur Erringung des Sieges durch die Mnerten." Rücktritt de- Admirals Jellicoe. Amsterdam, 26. Dez. (WTB.)-Nach einer vom Reuter- scheu Bureau verbreiteten amtlichen Meldung ist Vizeadmiral Sir Roßlyn Wenyes als Nachfolger des Admirals Jelli- coe zum Ersten Seelord erummt worden. Jellicoe erhielt in Llnerkennung seiner Verdienste die Peerswürde. Admiral Jellicoe, der als der hervorragendste führer galt, wurde im Juli 1914 zum Oberbefehlshaber der britischen Heimatflotte ernannt. Zwei Jahre und vier Monate stund er auf diesem hervorragenden Posten. Nach Skagerrvk verlor er das Flottenkommando. Ms Erster Seelord trat er nun in die Admiralität ein: er erlangte damit, die Stellimg des ersten strategischen Beraters der Regierung in Marineangclegcnl-etten, $ie amerikanischen Eisenbahnen in Staatsverwaltung. Daag, 27. Dez. (Priv.-Tel.) Reuter meldet aus Wa- chmgton: Wilson teilte mit, er werde am Freitag alle E: senbahnen in den Bereinigten Staaten inStaats- Verwaltung übernehrnen. Mac Adoo wurde zum Generaldirektor der Eisenbahnen ernannt. Die Brotkarte in Frankreich. Die „Neue Zürcher Ztg." berichtet von der italienischen Grenze: Am Neuiahrstag werden, wie die „Perseveranza" aus Daris erfährt, in ganz Frankreich die Brotkarten eingeführt. Geldmarkt und Frieden. Berlin, 27. Dez. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am Mittag" meldet aus Bern: Das „Berner TagblatL" berichtet: Seit einigen Tagen steigen die Wechselkurse der kriegfüh^. renden Länder ganz rapide, allen voran diejenigen der Zen- 'Mttagr. rralmächte. Die Hundertmarkscheine, welche noch vor einigen Wochen mit 59 Franks bezahlt wurden, stehen heute auf 85 Fr. Besonders auffallend ist das Steigen des Rubels von 60 auf ebenfalls 85 Franks, was als ein gutes Friedens-. Zeichen gedeutet wird. Aus Stadt «nd Land. Gießen, den 31. Dezember 1917. Die Weihnachtsfeiertage. Weihnachten im Schnee! Seit Jahren mar das Weihnachtsfest nicht so begünstigt von den Zeichen äußerer Pracht, wie dieses Jahr. In dicken Flocken wirbettr der Schiree durch die Luft, und immer dichter und weicher wurde der weiße Teppich, der sich «ruf Dach, Baum und Strauch legte. Datz: kam eine milde Kaste, mild im Vergleich zu der des Jahres :.^16, und bald klang, knirschte der Schn« unter den Füßen. Ter Verkehr an den Feiertagen war äußerst rege. In den Straßen tauchten die farbigen Fest gem ander unserer Landinädchen auf. Feldgrau vermischte sich mit den: Blau und Schwarz der Friedensröcke, und Feiertagsstinianung lag auf den Gesichtern. Theater, Konzerte und Cafes hatten stch regsten Besuches zu erfreuen. Schwere Arbeit harte wieder .die Dahn ^u leisten, denn trotz aller Mahnungen und behördlichen Erlasse mar der Verkehr außerordentlich stark und demgemäß entstanden Schwierigkeiten nicht unerheblicher Natur. Ruhig vergingen im übrigen Der Seekrieg. Ein U-Boot verloren. Berlin, 27. Dez. (WTB.) Nach einer von der Agence spaoas verbreiteten ausführlichen Meldung über die Versenkung des französischen Kreuzers „Chateau Renauld" muß die V e r n ich tungdesTauchboots, das in einem hartnäckigen Angriff den französischen Kreuzer versenkte, als sehr wahrscheinlich angenommen werden. Erfreulicherweise ist der französischen Meldung zufolge fast die gesamte Besatzung gerettet. Berlin, 27. Dez. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, handelt es sich bei dem beim Angriff auf den französischen Kreuzer „Chateau Renauld" vernichteten Tauchboot um das Boot des Kapitänleutnants Wendlandt, der selbst gerettet ist. Aus dem Reiche. Stuttgart, 27. Dez. (Priv.-Tel.) Vizekanzler von Payer, der schon seit Ende Oktober ans Krankenlager gefesselt ist, har, wie das „Neue Tagblatt" hört, sein Amt rmmer noch nicht übernehnren können. Er leidet an einer zwar hartnäckigen, aber in absehbarer Zeit heilbaren Occipital- Neuralgie (Nervenschmerz im Nacken), hervorgerufen durch allgemeine Ueberaristrengung. Er befindet sich in ärztlicher Behmrdlung des Geheimen Hofrates Professor Dr. v. Köst- lm, der. den bekannten Berliner Nervenspezialisten Professor Oppenheim zur Beratung beigezogen hat. Kartoffel-, Brotversorgung und Schweinehaltung. / Bei der allgemeinen Futter tnappheit ht diesen: Jahr ist es r/icht möglich, die zurzeit rwch vvrhaildenen S chw e i n e b e st ä n d c den Winter über durchzubalten, geschweige t^un sie in einen, schlachtreife:) Zustand zu bringen. Die Kartoffelernte ivird zur menschlichen Ernährung, zur Deckung des notwendigen Bvennerei- bedarss und zur Anlegung der dringend nötigen Reserven restlos Verwendung finden. Was den Land wirten zur Versütteruug belassen -lvird, »nutz zur Erhaltung der unbedingt erforderlichen Arbeitstiere (Pferde. Zugoch'en) bestiinmt werden. Dabri ist auch zu berücksichtigen, daß Schweine allein mit Kartoffeln ohne Zusatz von eiweißhaltigem Kraftfutter nicht gemästet werden können. Tie Weitererhaltung unserer Schw-einebestände auf der am 15. Oktober festgesetzten Höhe birgt daher die Gefahr in sich, daß auf Kosten unserer Brotgetreideversorgung unzulässige Berfütterungen erfolgen.. , Es bleibt daher war übrig, eine beschleunigte Ber-, wind er u n g unseres Schvernel-estandes herbeizuführen, lind zwar müssen alle nich' zur alsbaldigen Hausschlachtung oder zur Zuckt benötigten Schweine sofort abgestoßen werden, lim dieses sofortige Abstößen den Landwirten zu erleichtern, sind erheblich? Zuschläge zamr Höchstpreis für nrindergewichtige Schweine fest,gesetzt worden. Tie Zuschläge werden jedoch nur bis zum 15. Januar 1918 gezahlt. Von dem vaterländischer: Sinn der deutschen Landwirt-, schaff darf erwartet Werder:, daß sie den von: Kriegsernährungsamt für das ganze Reich angeordnelri: Maßnahmen, die eine Verringerung des Schweinebestandes bezwecken, kleinen Widerstand entgegensetz, sie vielmehr kräftig und überzeugt mitfördert, m der Erkenntnis, daß dieser Eingriff in die gewohnte Wirtschaftsführung für die siegreiche Beendigung des Krieges unbedingt nosiv-endig ist. Tie Zuchtschweine werde,: durch gehalten und im Frühjahr zun: Wiederaufban der Schweinehaltung benutzt werden, wenn der WeLegang mrd die Grr'lnfüttenmg die Hal- tirng der Schweine ohne Körnerfutter und Kartoffeln ermöglichen. Die Bewirtschaftung der .Kartoffeln. ^/Neben dem Brot ist die Kartoffel zurzeit das zum Durch- halten^wichtigst.' Lebensmittel. Die Kartoffelernte ist im I Großherzögtum zwar durchgängig eine gute gewesen, gleich- Kunst, wissensehast und Leben. — Der „abgeschaffte" russische Adel und sein Bammelbuch. Mit einem Federstriche hat die nmximalistische Regierung alle Adelstitel und alle Adelsvorrcchte abgeschafft. Der Form nach gwb: es also keinen.russischen Adel mehr. Er hat eine in verschiedener Beziehung int-wsssornte Entwicklung und Schichtung aufzuweifen. Um mit den höchsten Adelsklassen zu beginnen, so ist es unter den Sachverständigen eine Streitfrage, pH und inwielveik inan in Rußland von .^Prinzen" und „Prinzessinnen" reden kann. Der Gochaffche Htofkalender gab diesen Titel allen Mitgliedern des Kaiserhauses, die nicht Kinder oder Enkel eines Kaisers sind. Außerdem aber gibt—oder gab es—in Rußland noch eine ganze Reihe von „Durchlauchlby:" und „Hoheiten", die nach unseren Begriffen Äs Prinzen und Prinzespinnes: anzusehen sind. Sie sind allerdings 'äst alle ausländischen Ursprungs. Dahin gehören z. B. die Mitglieder der ukrainischen Familien Sviatopoll-Czefivertynski, deren j Oberhaupt schon im 16. Jahrhundert polnischer Fürst wurde mW die jetzt ganz in Rußland ansässig ist Dasselbe gilt für den russische,: Zweig des Geschlechts Lubomrrsli für die litauische Familie Sapieha unb auch fütr das bekannte Haus Radziwill, von den, simge Zweige gleichfalls in Rußland lepew Hierzu tritt dann dis Familie Lenchtenberg, die bekanntlich von dem mit einer russischen Großfürstin verheirate-en Sohn Eugen Beauharnais' stammt und ganz in Rußland naturalisiert ist. Schließlich hat Alexander II. auch seine morganatische Gattin Katharina Dolguruk: zur Fürstin Funewstt erhoben, und alle Angehörigen dieser Häuser durften Wohl mit Recht auf den Titel von Prinzen und Prinzessinnen Anspruch erheben. Indes besaß Rußland, wie ein Mitarbeiter von ..Svenska Dagbladet" hervorhebt, auch ohne diese zumeist fremden Familien einen recht zahlreichen Ade! einheimischen Ursprungs. De, russische Adel gliedert sich :n fünf .Gruppen: Fürsten, Grafen, Barone, nichr titulierte Afölige aus der Zeit vor Beter I. und nicht ttruliene Adlige, die ihren Adel erst nach Peter 1. erhalten haben. Den obersten Rang behaupteten die unmittelbaren Abkömmlinge von Rurik und der Großfürstin Gedimin von Litauen. Solche finden sich in Mengen. Durch eine Maßnahme Iwans III. lvurden dessen Verwandte auf dieselbe Stellung lvie die Moskauer Bojaren lwraö- gedrückt. Iwan ließ ein genealogisches Buch einrichten, in.dem ebenso die Abkömmlinge des alten Fürstenhauses wie die Bojarengeschlechter verzeichnet wurden. Dieses Buch wurde zum letzten Mvlo in: Jahre [1682 abgeschrieben wird wurde seither, in rotem Sammet gebunden, m Petersburg verwahrt. Das ist das berühmte Sammetbuch des russischen Adels. In. dies Buch ist seit 1682 trotz unterschiedlicher Versuche Tein Eintrag mehr erfolgt. Zu den ^Rurik-Abkömmlingen gehören u. a. die Fürstcngeschlechter Dolguruki, Krapvt- kin, Lwow ünd jOdojewsk:. W:e man sieht, haben hie revolutionären 'Bestrebungen auch unter ihnen Anhänger gewonnen. Zu den Nachkommen Gedimins gehören die berühmten Fürstengeschlechtcr Galitzin und Trubetzkoi. Ändere Fürsten als die aus dem Blut, Nuriks uno Gedimins gab es in Rußland nicht, bis Peter der Groß, 1707 Menschikoff zum* Fürsten erhob. Im ganzen ist dre Fürstenwürde seitdem nur sparsam ausgeteitt worden. Suworosf erhielt sie als Fürst JtalijE: ferner sind auch die Feldherren. Soltikow. Barclah de Tollp und Paskiewitsch „Eriivanski" in den Fürsten- stand erhoben 'worden. Von ausländischen Fürstengeschlechtern -■jenen die russisckie Fürst-enwürde verliehen wurde, seien die kaukasischen Herrscherfamilien aus Mmgrelien und Kaukasier, erwähnt. Die erstere heißt jetzt Bagration. Ihr Haupt führt den Titel Füz'ü von Mmgrelien, während die anderen Mitglieder Prinzen und Prinzessinnen Tvdian heißen. Auf Adoption durch einen tortarifcSvn Ahn geht das Fürstengeschlecht Jnssupow zurück, silrafen- und Baronentitel waren in Rußland überhaupt unbekannt, bis Peter der Große 1706 Scheremetjew ®nmt Grafen und 1710 den Vizekanzler Schvsirow z überaus zahlreich ist. beruht darauf, daß Peter l. 1722 eine Bestimmung traf, wonach der Adel die Berechtigung zu allem Militärgraden in Heer und Trlotte versieh. Daraufhin wurde eine große MrnqckOffiziere geadelt, und wenn auch die Bestimmung später aufgehoben Word?,: ist, so hat sie doch ßtur Vermehrung des nicht titulierten Adels ungemein beigetragen. Unter djm abefrt «& übrigens Famüsien, deren Nanreu in das Sammetbuch ein getragen sind, mtb deren Ansehen sich daher von je mit dem der titulierten Adelsfamilien hat messen können. — Heutiges Bukarest er Leben in dänischem Lichte. Ein Däne, Herr Axel Breidahl, bereist zurzeit Rumänien und veröffentlicht darüber in „Politiken" Schilderungen. Der iüngste seiner Berichte gilt dem Bukarester Leben, wie es sich unter der deutschen Besetzung entwickelt hat, und dieser Auffatz ist in mehrfacher Hinsicht anziehend und lehrreich. Er gibt eine Fülle anschanlicher und bezeichne,ü)er Emzelheiten über das heutige Bukarester Leben und bedeutet zugleich, ausgesprochen und stillschweigend, eine Anerkennung der deutschen Leistungen und des deutschen Verfahrens, das wir gern zur Kenntnis nehmen dürfen. Die äußeren Veränderungen im Bukarester Leben wären an sich nichr sehr erheblich, sähe man nicht die unzähligen deutschen und österreichischen Uniformen. Erst bei näherem Zusehen bemerkt der Kenner der Stadt, daß sich in ihren Zügen doch mancherlei verändert hat. Dazu gehört die Einführung deutscher Straßennamen, die Umtaufung der zahlreichen Gasthöfe und Kassee- bäuser, die sich zuvor alle französisch benamsten, jetzt aber nach ;/em deutschen Kronprinzen oder „Traube" nennen. Die lustige Nachlrueipe „Paris" heißt jetzt folgerichtig „Berlin", muß aber 'olide um 12 Uhr nachts schließen. An den Straßenecken sieht man neben den rumänischen Polizisten in ihren langen braunen Mänteln überall deutsche Soldaten, die die samtgekleideten Droschkenkutscher und die schläfrigen alten Eunuchen, die den Frachtverkehr besorgen, mit verblüffender Geschicklichkeit in ganz ungewohnten Trab bringen. Die einstige Pferdebahn hat sich in eine Elektrische verwandelt; die Pferdebahn ging den Deutschen zu langsam, auch hatten sie für die Pferde anderweitig besseren Gebrauch. In den Buchhandlungen, die früher natürlich von französischen Auslagen strotzten, hat jetzt die deutsche Literatur den Vortritt. Ueörigens fängt es auch in Bukarest an. in den Schaufenstern dünn auszusehen, und selbst die bekannten rumäni- schen Blusen beginnen aus Mangel an Stoff allmählich zu verschwinden. Eine L>a.uptverändcr1u:g besteht darin, daß die bewußte „elegante Welt", chie die Calea Bictoriei zu füllen pflegte, ver- schw'imden iß. Dieser Teil der Bevölkerung hat mit der Regierung nack Jassy Reißaus genommen und die flotten Kvnditvreren. die dermaleinst Stätten des ungeniertechm LÄchtsrnns war«:, diese dienen jetzt größtenteils als „Ernä'hrungszentralen" für die Feldgrauen. ^ Das ,'ind so einige Veränderungen'.im äußer«: Leben der Stadt. Tic deutsche Besetzung hat aber doch^ tiefer eingegrisf«: — nicht zum Schaden des Landes und des Volkes. Ta ist zunächst die im Osten überall so brennende Reinlichkcitsfrage. 'Daß Seife auch in Bukarest knapp geworden .ist, kann mär: schm an den Kellnern sehen, die „im Interesse des Vaterlandes" ihre Schürzen einen vollen Monat lang nicht trwch'eln und wo^ auchi sonst .... na, «chweigen wir darüber! Uebrigens aber I>at die deutsche Verwaltung die Säuberung der Bevölkerung systematisch in Gang gebracht. Tie niedrigeren Kvkksklassen tverden von Zeit zu Zeit einer Zwangs rein igung unterworfen, die in den Entlausungsanstalten stattfindet. Tort wird männiglich erst mit Petroleum gewaschen und toinu einem Dampfbade unterzogen, ivährend die Kleider in den Tesinfe'ktwnsosen gesteckt kverden. Die schlauen Rumänen pflegen dann deren Taschen mir Kartoffeln zu füllen, die sie auf diese Weife bei der Gelegenheit kostenfrei gekocht bekommen. Im übrige,: ist die Entlausung.für die ganze run:m:ischc Bevölkerung pflichtmaßig, und kein Reisender, ob vierter oder critcr Klasse, erhält eine Fahrkarte, ohne seinen Entlausmrgsschein vorzuweisen. Das llingt brutal, aber da fahre,: u,t schönen Lande Rumänien allerlxrnd Kriegs Millionäre m den höchsten Klassen, die aus beit niedrigsten Schichten ent stammen und bei 'denen nack) ihren Lebensgewohnhc^teu die Entlausung zur sittlichen Pflicht wird. Viel Jnt^ressaittes weiß Breidahl von der Art z-u erzählen, wie die Teutschen die völlig ins Stocken geratene Staatsmaschme in dem besetzten Teile von Rumänien rme'der tu Gang zu bringt „ich dabei zugleich eine ganze Reihe wohltätiger Reform«: einzuführen verstanden. Zunächst lourdc der gregorianische Kalender eingcsührt und die bisher 200 Tage im Jahre beanspruchende,: Feste wurden ganz wesentlich eingeschränkt. 'Die Bauern bekamen acht Tage, um alle ihre Heiligen auf einmal zu feiern — und es ging auch so. Olmehin ist gegenwärtig für 200 Festtage im Jahre 'sicht genug Schiaps im Lande vochanden. Fnchlgedcssen konnte man auch die Zahl der Geisttchen l^rabsetzen. Tas Eisenbahnwesen wurde vereinfacht, zweckmäßige Fahrpläne wirrden ^.ilu^sührt. Eine Pracbtteistung ,var die Ordnung der Finanzen: in eine von Tertt- schen begründete Spar- imd Darlehnsbasse sind sei: der Besetzu,:g von der Beoökkermlg 7 Millionen L-ei eiwgezalh: worden. ,vas zugleich du spachendes Zeugnis für dass BerMvüs Mischen woh! steht zu befürchten, datz d« ^artoffelvorräte rur Lovs. wenden Frühjahr knapp sein werden, weil, wie festgestellt werden konnte, gegenwärtig eine große Verschwendung mit den Kartoffeln getrieben wird. Es mache sich daher ein jeder Haushalt klar, daß er mit den ihm zugemessenen Kartvffel- rationen auskommen muß. Die Anforderungen an die Kornmunalverbände wegen Ausfuhr von Kartoffeln in Gegenden, in denen die Ernte nicht ausreichend ist, sind groß. Die Marmeladerabriken erhalten große Kartoffelmengen: zur Herstellung von Kar- tosselsabrikate:: werden ebenfalls große Lieferungen verlangt und unter Umstcnrden muß auch mit der Freigabe für Futterzwecke gercchrret werden. Sparsamkeit ist also sehr wohl am Platze u:rd das altbekannte Mittel, die Bestände durch Erd- tohlraben zu strecken, sollte nicht unberücksichtigt bleiben. ** Kocht dieMilchab! Es tvird wiederholt me Fest- stellung gemacht, daß viele Leute die Milch, die sie Mp Genüss e erhalten, nicht ab kochen, sondern ungekocht verwenden. Da unter der, heutigen Umständen dieses Verfahren nur als schädlich bezeichnet werden kann, wird nachdrück, lichst darauf hingetmesen, die zum Genüsse bestimmte Milch gleich nach Empfang ubzutochen. m ** .Amtliche Personalnachrichteu Uebe>-tragN wurde am 22. Dezember der Schulamtsaspn-Lnttn Margit Biatthes aus Bodenrod eine Lehrermstelle an der höheren Bürgcrschcke ^ Reichelsheim si O. — Am 22. Dezember wurde der Vfandmeistzr August Beck zu Fürth :. O. ^zum Bureauassistenten bei der Mmd sterwlbuchhalttrng und Jakob Müller gus Höllerbach., Kreis Erbach, zum Schreibgehilfen mit Wirkung brau 16. Dezember 1917 an errimmt. ^ Auszeichnungen. Dkm TelograMsten K. Peppler wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. — Dem Gefr. W. Schieferstein von hier wurde das Kriegsehvenzeichm in Ersen verliehen. ** Städtischer Ge mü fever kauf. In der Gcnnt^ Perteilungsstelle, Brandplatz Z, findet morgen vor- und nachmittoa t* 7 ' ArAchf von Kohlrabi, gelben Mähren und weißen Rüben statt. "" Die Auszahlung der Familienunrerstützun- gen anchie Angehörigen der zmst Hörestienst (Unberufenen für 1. bis 15. Jtznuar 19H8 bzw. für Dezember 1917 findet in bet nächsten Tagen statt. Siehe BeLanntmachung in: AnzeigenteÜ. WTB. Verlängerung der Polizeistunde in der S i l v e it c r n a ch t. Wie mitgeteilt wird. si,ck> die Polizeibehörden ermächtigt, in der bevorstehenden Silvesterirachl die Pvl^eistunde bis spätestens 1 Uhr zu verlängern, soweit hch^u mi Bedürfnis • anzuerkennen ist ** Straßenraub. Am Samstag vor Weihnachten ist aus der Straße Gießer:—Rodheim auf preußischem ('öebiet eü: frecher Straßenraub verübt worden. Frau Major v. F. auf der ^chmitte war im Begriff, nach Gießen zu wmchern und »var bis an die Haltestelle 0-leiberg^ der Biebertalbahn gekommen. Sie nahm wahr, daß sich der Schuhriemgen gelöst hatte und trat in die am Wege stehende offene Halle. Im gleichen Llugenblick trat em Mann an sie heran, der hinter der Halle verborgen auf ihr Herannahen gewattet haben muß, und verlangte barsch ein Stück Brot. Freifrau v. F. anttvortete, sie habe kein Brot bei sich, worau: der Mann verlangte, dann solle sie ihm Geld geben. Die Dame öffnete ihr Hmchtäfchchen, um dem Begehren zu willfahre^ Bevölkerung und Eroberern ist Mir den unermeßlich langen Prozessen, von denen die rmnänischar.Advoürten ittr wurden, haben die Deutschen nicht viel Federlesens gemackn. In KrajowL, Bukarest und Kd nsürnza wurden drei deutsche Gerichtshöfe er- rrcksiet, die nun prompt die einllrustndei: Sacher: erledigen. Mach sieht, daß das Bild, das der Däne in BuÄrrest 'gewonnen chat, keineswegs die Züge der Not und des Jammers trogen, die sonst eroberte Städte so oft zu erleiden haben — Die Uranfführnngeiner Kom ödievonThad- d au s N i t t n c v. Aus Wien wird uns geschrieben: Das Burgtheater hatte ^jnen Abend, dichterisch erhöht, vollendet an Stinlmnngsgchatt, verklärt von einer Bühmenweishert, wie man sie an dieser Stätte nicht mehr empfangen zu können vangtÄ. Das macht: es hat einer von den vorneb'm'sten, einer der Poeten dieser tantiemegierigEschönvn Zeit emc romantische Dichtung geschrieben; Thaddäus Ritter hat seinen „Garten der Ju-, gen d" einen: dankbaren und eTNvfangswillige!: Publökim: geschenkt, nud Herr .Holz hat als Spielleiter diese mm lächelnder^ zier-, licher, schmerzlicher und gütiger Gewalt erWtt Romanze dichterisch so sehr intensiv und eiirfüh'tend .nachgezeickmet, daß :mmj nach langen Jahren wieder einmal das Glück hatte, zu. emvsinden: hier ist altes, bestes, lebensstarkes Wiener Burgcheater. Die mödie Rittrrers hat nicht die griffige Technik theatralischer Macher, aber den Atem, den Rlchthmius des Dramatikers!, sie hat die Musik der leisen, feinen, schvebenden Tinge hinter den Seelen und das schöne, sichere Gefühl für alles Lbbcn. Rittn-ets Stzmkvlik ist klar, sanft nick) schjm, und dieses Thema vom berauschten Ausflug des Alters in den Garten der Jugend, eines Ausfluges, von. dem :nan ein wenig beschämt, ein wewg belehrt und ein wenig bekeW zurückkommt, ist die gemeinsame Menschenangvlegenheit aller. — Ein m ediz in geschichtliches Museum in Stockholm. Wie aus Stockholm l^erichret wird, betnüht sich die schwedische Aerztsgesellschcfft seit etwas über einem Iah«:, eine mediziu geschichtliche Sammlung zwsammenzustellen. di.' M emaa Museum ausgebaut werden Mt, in, der: letzten Mormren hat sie darü: bcdeutende Erfolge erzielt: in: ganzen verfügt ft>- jetzt über 3200 Einzelstücke, imb fast 2000 davon sind im lechen Jahre erworben. Eiirstweilen ist die Sammlung in der: Räume:: des! Nordischen Aduseums mttergebrxrcht. Tie Neusrwrrbungen fimmnar zun: großen Telle aus Garnison- und FlottenlazarertM: unter ariderem ist die ans Finnland stammende Edhotmschje Sammlung m !dei: Besitz der Aerztegessllschaft übergegmrgen. die längere Zeit im Garnichnkrank^thaiffc untergebvacht war nich dann, als man die Räume mwecweitig brauchte, yaxtt alten Gerümpel g^aorfst werden sollte. Tie alten Jnstrumeirten- :rnd VerdandkäidL^ Operrp, tio'iSstü'hle und -tische, zahnärztliche Bestocke nfw. geben ein gutes Bild der älteren Heilkunde; sie zeigen auch, mit welchen Riesen^ schritten sich die Heilkunde entwickelt llai. 'Die meisten der alten Jiistrumentenkästen der Militär» und Flottenärzte «wchalten bei- svielsweie nur Gegenstände zu Amputattonen, zn TrcpanLtwkNLN und zur Mutstillmrg. Bon Anrisepsts vder gar Asepsis ist natürlich nicht die 3iet>c, vielmehr sind die Verblnchsto-ffe meistens gewöhne lickes altes Lenmn. Als Kurimität sei.ein Gergsrstand erwähnt, der aus TottsckLand stammt, freilich nicht zur HeilkunLe im engeren! Sinne gehört. Es ist dies ein Platrnspatel a:L< dem Besitze Liebigs; 1843 sitsestkce Liebig ihn einem schwÄsifchen Fa-eunde Nils Berlin, dieser schenkte ilm weiter m: 'Professor Jolin, und aus'dessen Av-, sitz ist er in Sanrmllcug 'der AerztegefWchaft Klangt. 4 —--- Vüchertisch. Alice Berend, Die zu Kittels rode. Rnman. 1.—15. Tausend. Umschlag- und EöMandzeichiurng von Karl Ar- :wld. Preis ge hefte: 4 Äöark, gründest 6 Marl. Verlag von Albert Lang«: tu München — Wenn dieser Hirmor die unverq wüsllichm Phüistergestalte:: in immer iwuen Abarten aufs .Kd-nr simmt. lvird er doch nie bitter ioft bissig, sondern ist in seinanl Spott beinah? zärtlich Ren ist hier die Umwelt; nicht das ftdiVj bürgerlich? ^öerlm, sondern das Dorf KittelSwde, das aus bäuer«. licker Weltfenw mm Kurort heramväckst; Bauern und Städter, die sich mißtrauisch beänger: i:: ^mündlicher gegrmseitiger Verachtung; Zusammenstöße sehr v>tt-schiedenor Äöenscheu, die sich, zun: ei..pnun ErMunen, zu guter Letzt verstehen lernen. — Aniah genug für den Bevendschen Humor, sich aufs glücklichste zu entfalten. Aber hinter dem lächKnden Spott solcher Schilderungen iuti> hinter den vielen lustigen Liebesgeschichten stehen der Ernst und die uachdenlliche LebenÄveishcht, dm das Substrat jedes tiefern HumvrS fein müssen, steht, als Berförps:rung dn eck«en Heime stiebe, dir das Buch duochziebt, die prachrige deutsche Baurrmi-eibiU dÄ Müllers 'Michael Hornichuh. dessen Lebensweg van der Bursch^nMt. bis Mw ungebrochenen Alter das 'Buch fckMiert. Blitzschnell aber griff der Monn in die Tasche und nahm der geänglnaten und veftür^ien Frau ihre gesamte Barschaft in Höhe von 775 Mk. in Papiergäd ab. Der Räuber besah! sodann seinem Opfer, sich, die erste Stunde nicht aus der .Halle fortzu- begeben, da er sie sonst nieder schießen würde. F-reiftan v. F. fern* Hemerlei Angaben machen, wie der Mann, £*ec sie beraubt ha'-, ousgeseden hat, da dieser seinen Kops mit einem Tuch'umbnnden. hatte. Der Ratrb ist noch am Samstag Mr Kenntnis der Behörde gekommen. ** Fahrplanänderung. Auf die Bekannttnachuitg der Eisenbahndicektion im Anzeigenteil dieser Nummer sei besonders ncrwiesen. ** Gedeutet der hungernden Vögel. Der Verstaub do^ hiesigen TäerschtDveremL hat es immier für seine Aufgabe ge-- faxtterr, bet ftorfeirt Schnoffall die hungernden Vogel ru füttern. Leider ist es ihm tu dies-ent Winter nicht möglich, dieser Ausgabe nur annähernd gereckt werden, da Kökcnecsutter nur in g-awz- gerrnger Menge ^>r haben ist. Dße urnt-en Vögel haben itatürticr dasselbe Nghvungs'bed ürftt is wie sonsst Lljn alle, ivelck^. in dep Lage sind, an geeigneter Stelle — inri Garten oder vor Mti Fenstern — Füllet sttt len zu errichtet., ergeht deshalb- bk Bitte, dieselben mit Speiserenen. Brot- und Karwsfelkrüma-en, unbranck- baren Sämereien n. dgl. z>u bestreuen . Die Vögel tttfröeit es naiv Eintritt der marmeit Iahres^ft durch te Vertilgen schädlicher SitfePteu lOOfatt? lohnen. **. W eihnachtsfeier. Tie Weihnachtsseiet der „Herbergt zur Heimat" fand am 24. Dezember, abends 7 Uhr. statt. Tie Zahl k-er Wanderer, die sich tat diesem Abend eingewndan hatten, war kleiner als sonst: außer ilmen nahmen auch andere Gaste an der schlichten -leier teil. Die Ansprache hielt Pros. D. Schien: mehrere musikalische Darbietungen und (stne Deklamation erfreuten die Teilnehmer. Durch frcnndftche Spenden, die teils heim Vorsitzen- den des Verstandes, teils beim Hausvater eingegangen touren, war es möglich geworden, den Wanderern außer einer lr ästigen Verpflegung am heiligen Abend und am Fctertag auch eitrige praktische Gaben ;n speisten, die mit Freude angenommen wurden. ** Baldige Begleichung der Rechnungen! Die Hand-nwrkerberatnngsstcllc des Ortsgerv-ncheverents schreibt uns: In der fetzigen Zeit, wo besonders die kleinen Gewerbetreibenden atcherordLntlich schwer um ihre Existenz kämpfen tnässen, ist es besonders am Platze, die dringende Bitte aus^u sprechen, die Bezahlung der Rechnungen für gelieferte Waren und geleistete Arbeiten nach Möglichkeit zu beschleunigen. Wenn es an cd infolge Ein- berusunLs zum Militär mtd mit stdücksicstt aus die teuren LebenS- verhällntsse für manchen außerordentlich schwer ist, dieser Bitte zu entsprechen, so ist doch bor allem M berüchsichtigettt daß die Gewerbetreibenden, um existieren zu können, ihrett Verpflichtungen den Lieferanten gegem'Wer pünktlich Nachkommen nnisten. Außerdem rechnen aber die Arbeiter, die meist will und ganz auf ibn'n Wochen verdienst angewft'ßm sind, auf pünktliche Auszahlung desselben. Wetter lerntmt iit Betracht, daß abigiesehen von den sonstigen GascEtsun'wsten, der Handlverker selbst mit seiner Familie von den Erträgnissen des Geschäfts leben muß und bei nicht rechtzeitiger Bezahlung der Rechnungen seitens der Kundschaft oft in bittere Rot gerät. Während jeder cftrsichtsvolle Gewerbetreibende bei zum Heeresdienst einbcru jenen mittellosen Künden besondere Nachsicht üben wird, ist es in dieser schweren Zeit keinesfalls gerecküfertich, daß gutsituierte Leute die ihnett übersandten Rechnungen lediglich mts Bequemlichkeit Wochen- Und monatelang liegen lassen oder sich gar entrüsten, \i eint der Gewerbe treibende einige Monate nach Ad- liriermtg der 'Arbeiten in beschLidener Werte unr Zahlung bittet. Wer bet den heurigen Verhältnissen größere Anschaffungen macht oder Arbeiten au-ssühren läßt, ntuß vor allen Durgerr daran denken, daß die Gewerberreibendetr für die Materialien. die meist nur gegen Bat^ahlung zu haben sind, sowie für Löhne tute sonstige Geschäfts- nnkost-en große Geldbeträge. vorlegcn müssen. Unter dreien Umständen ist es besonders dem kleinen Handwerker in der jetzigen Zeit unmöglich, läntzerett Kredit zu gewähren oder sich etwa längere Zeit nach Fertigstellung der Ärbetten mit einer kleinen Abschlags- Zahlung zu begnügen: er ist vielmehr darauf angewiesen, aus eine -möglichst umgehende Begleichung ferner Rechnungen stinMvrrfen. Wenn rn diesen Dagen von den Gewerberreibenden in üblicher Weise die Rcchnungeit an die Kundschaft versandt werden, bietet sich iür diese besonders Gelegetthe.it, aus die derzeitiger w-irtschast- lichen Verhältnisse feer Gewerbetreibenden Rücksicht zu tlehnten ** P o st sche ckver keh r. Eine vaterländische Pflicht ist es, nrit allen Mitteln dahin zu streben, daß der Umlauf an Banknoten und anderem, baren Geld aus das äußerste Braß beschränkt und der bargeldlose Zahlungsattsgleich gefördert wird. Diesem :li?!e dient and', der P o st- s ch e ck v e r ke hr, der zugleich den Zah lungsvertedr vereinfacht, verbilligt und beschleunigt. Die Beteiligung an dieser znm Ücntzen der Allgemeinheit geschaffenen Einrichtung wird daher eindringlich empfohlen. Die Vorteile des PostscheckvcNe.hrs ftte beit einzelnen bestellt darin, daß der Post scheckkundc keilte größeren Geldbestände in der Wohnung oder im ksZeschäfte berettzuhalten oder zu verwahren hat: also keine Verluste an Bargeld bürte» Unterschlagung, Diebstahl oder Feuer erleidet. Der Postscheckkunde weist vom Schreibtisch aus seine Zahlungen dura: Ausfüllen von Vordrucken Ueberweifungen oder Schecke'' .an. Tie Wege zur Post, um Postanweisungen oder Wertbriefe aufzuliefern, sowie andere lästige Gänge, die notwendig ftnd, um das für die Fertigung eines Wertbriefs erforderliche Papiergeld zummmenztibekommerc, fallen weg. Der Postscheck kmrde weiß mich!, daß bei den Vorzügen, die die bekannte blatte Zahlkarte I u.lct, die Rechnungen von den Schuldnern schneller bvzahlt werden. Tie Beträge, die der Postscheckkunde erhält, wer den aus Antrag seinem Postscheckkonto gutgeschrieben. Auch vier rcillt dann das zeitraubwrde und lästige (tzeldzählen weg. tets Bestellgeld wird gespart. Da auch die Gebühren im Postscheck verll-.hr niedrig sind, empfiehlt es sich für jeden, der einen irgendwie nennenslverten Zahlungsverkehr har, sich ein Post scheckkonto eröffnen zu lassen. .Hier in Gießen befinden sich bis wtzt 333 Postschecktunbrn. ** % 3 und 4 des Hausarbeitsgesetzes ot>m 20. Dezember 1911 treten durch KaiserlLche Verordnung doch 3. Oktober 4917 nrit t?-.n l. .Zpnuar ,1918* im Kraft. §3 des an geführte n Gesetzes bestimmt, daß in den Räumen, in »velcheu Arbeit für >>rusarbeitt ' n-.iSgegeben oder Arbeit solcher Personen abgenotinnrn wich, dem Ha - 'vbefter durch kostenlose Ajusgvbo von Lobnverzeich iiiffeu oder '"'.t--.Mgen. von Lohntaseln che .Möaltchseit «wgebeie seitt muß, ftp üU-r d.te iüjr die einzettten, in diesen. Räumen zur Ausgabe g»lan,vuden Arbeiten jerverÜA gezahlten Löhne zu unter richten. Für br-. Ausarbeiten neuer Mitschr gilt diese Bestimmung ' nicht. Der ft > ordnet an, daß wer Airk^ft für HmrSarbeiler ausgibt, verpstichtel ist. denjenigen, toeilche im Astbftt ^nlgr gm nehmen, aus seine K'oswn Lohnbücher oder ArdeitsM-ttel auSzuhäirdigen, tvelcht Art und Umfang der Arbeit sowie die dafür sestgeseltten Löhne ober Preise enthalten. ^ Unkündbare Anstellung de r Po stgehi lsin-.! neu. Eine überraschen^' Weihnachtsfreudo hat das Reichspöftamt den Post- und TÄ-egraphrngeft-lsinnen durch einen Erlaß gemacht, demzufolge nasch einer bestimmten Reifte tum Dienstjahren die An Stellung ans Kimdi-gung in eine lebegsiängltchc Anstellung nfte bei den Be-.rnlten erfolgen soll. Rach dem. Erlaß ist die kündbare An - stÄlmig der Geltil ftmen künftig, wemt sie. sich einwandfrei geführt und eine GesamtdiLnstzeft twn Id Fahren zurückgelegt haben, m ettm unkündbare imtpitrcmbdn: 'vabei. ist der Vorbehalt zu m-achen, daß im Falle lci Vc rkivettung das Di-enstverkälttns mit dem Tage der Elteschli-eßung ohne weiteres auflwrt. Amt Irftgsgetvaute Post - und TÄegrap.. ngehilsintten, die nach den. darüber ergangenen 5ier>- 'üguttgen Wsuaftmswüse ioertet düchäftigt werden, bleiben von der tmründbprett dlnstc-Umtg ausgejMossen. I m L i ch t s p i e l h a u s, Bahnhosstraße 34, wird von morgen äd bet erste Frltn der Henny-Portew-Serie 1918 vorgeführt. Siehe Anzeige. **.D ie G ienener La-za rett-Zeiitrng enthält u. a.: Die heilige Nächst, Dvs klattre MädaM mit dett Schwefelhölzern, Der wunde ten-U.nterricku, Vom deutschen Geist. ** Das Kreisblatt Nr. 205 enthält Verordnungen über: Pierdevormusterung ftr 4918, Verarbeitung von Oelfrüchten, Ver- brauch clcftriftÄrr Arbeit, Fleisch Versorgung, Preise für Meie, Pausleiwvnnd, BitiHegarnenden, Werbmtg von.Heerrsangehöcigen, Verbrauche regelurrg. Wem-- und Obstertrag, Einsendung der Ge memdevechnmrgen, llnKuverläffige Personen, FelLÄevcMigvNg Bergheim und Holzheim, Geffnchen usw. Landkreis Sieben. ** Hausen, 28. Tez. - Musketier Karl Berg, Inhaber der Hessischen Lapferkeitsntedaille, erhielt das Eiserne Kreitz. -m. Inheiden, 26. Dez. Am 4. Dezember wurde Gefreiten Heinrich Ke iß» er von hier mit der Hessischen Tapferkeit^ medaillc ausgezeichnet utrd gleichzeittg zmn Unteroffizier besördcrt/ Fenter erhielt Emil Kühl, der verwirndct war und gegenwärtig aus dem Wasserwerk beschäftigt ist, das Eisente Kreuz 2. Klasse. 11 Lang.-Göns, 28.Dez. Dem Fahrer Silbeim Ohly wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen: die Hessische Tapferkeitsttfedaille erhielt er bereits früher. — Die Uitteroffoiere Karl Höhn und Karl D e r tr erhielten das Eisentr KreuA zweiter Klasse. ** R c v i nhardshaitt, 28. Dez. Der Landsturmmann Hrch. 3 c h r t. Landwirt zu Rrruhardshain, erwarb sich im Westen das Eiserne Kreuz. ** Weit ersha in, 28. Dez. Wachtmeister K. — Ober- Wöllstadt. Die Hessische Kriegs-Verdienstmedaille, früher das Etserne Kreuz mtd die Hessische Tapferkettsmedaille, erhielt der Armierungssoldat Georg Feuerbach..— Dortelmei l. Das Hessische Kriegsehrenzeichen für Kriegshilse erhielten Hllda H e n s e l und Lina S ch ä f e r. Starkenburg und Meuchelten. K. P. Gauls heim b. Bingen, 27. Dez. Einen grauenvollen Tod fand der 13 Jahre alte Sohn des hiesigen Einwohners Philipp Duch. Der Knabe war am Nachmittag allein, ohne den Eltern etwas davon zu sagen, an den Rhein gegangen, um I dos Eis auf seine Festtgkeit M prüfen. .Hierbei brach er ein und blieb, bis unter die Arme im Wasser stehend, im Eise stecken, feie Versuche des armen Jungen, sich aus seiner gefährlichen. Lage ztt befreien, waren vergeblich. Auch seine Hilferufe verhallten' unaehört. Als man später, durch seine lange Mtoesenheit beunruhigt, nach ihm forschte, fand man ihn zuletzt tot im Eise eingefroren vor. Der bedauernswerte .Knabe war selbst wie z>it Eis erstarrt. Der beklagenswerte Vorfall entltälr übrigens eine ernste Mahnung zur größten Vorsicht gegenüber einer polizeilich nicht geprüften tHsftächv K. P. Gimbsheim, 27. Dez. Die diesiadrige Ernte, aus dett Gimbsbeimer 'Ächrlfvostwnlagen brachte gegen das Vorjahr einen nahezu zehniachjen Gtlös. Im Boriahr wttrden 1400 Mart eingenommen, während die diesjährige Versteigerung 10,800 Mt. erbrachte. Die Ursache liegt darin., daß das Schilfrohr jetzt nicht mebr ausschließlich zu BLUKwecken, sondern für Heeresbedarf zu verschiedenartigen Zwecken verwendbar ist. Tie hiesigen Schilfrohr- anlageti, die rund 200 Morgett Fläch' umfassen und zu den bede.utenLstert ganz Hessens gehören, brachten ftt Friedenszeiten einen ^Erlös utm 20—25,000 Mark. Bei Begittn des Krieges und dent Rückgattg der BautÄtcheit halte die Nachfrage lmch Schilfrobr iast ganz äuge hört. stTtmme t.r findet das Schilfrohr wieder die verschiedenarngste Dernwndnng und ist ein gvsitchler Artikel. M. T. M a i n z . 28. D«^;. Seit^einigen Tagen führt der Rhein aus der rechten Stromseite starkes Treibeis. Es rührt vom Maine her, der in seiner ganzen Breite mit mächtigen Eisschollen von erheblicher Stärke bedeckt ist. Ter Schiffsverkehr ist aus dem Main- ström jetzt bereits völlig eingestellt, während er aus dem Rheine noch aufrechterhaltwt bleibt. Allerdings können die Schiffe nur mit halber Ladung vcrlehren, da der Wasserstand rtoch immer weiter zurückkebri. Er hat jetzt mit 0,25 Meter Höhe tiach dem diesigen Pegel seinen größten Tiefstand seit mehr als Jahresfrist erreicht. Weiteres Fallen steht bei anstatt ende m Frostwetter in sicherer Aussicht. Vom Neckar enoartet man auch für die nächsten Tage das ^nste Treibeis. D. T. Aus R'ste in Hessen, 26. Dez. Die m ganz Rhein- Hessen vorgenonutrene Sanuttlung von Flasck-entveinen. als Weib- nachtSgabe für das 48. Arnweklörps ergab insgesamt 34 595 Flaick-ett Wem, sonne. 4000 Mark m bar. Bei den gagenwärtigeit hohen Wentpreisest stellt die Mibe einen. Wert Vvtt etlva 150 000 bis 170000 ÄÜrök dar. >Ajir der.Spende beteiligten, sich 84 Wein- Firmen. In. diese Summe, find die sehr reichen Wainspisuderc, die vott Veit ern'telnett Woi-iwöbem für die einheimischen Fefdgrauew geleistet rvurden, nicht mir emgeveckmet. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 27. Dez. Wegeit ttnzulängttchjer Kvhlenzusuhr gibt die Stadt jetzt Brennholz -an dte Bevölkerung ab. — In unserer Stadt wurden die Bäckereien ztftamn«mgel>egt. Kolmrialnraren Handlungen bürfent fortan sein Brot nrehr verkaulpm. Tie stillgelegten Bäckereien beziehen ihr Brot vott den anderen, die ihren. Betrieb aufrechter halten. Hessen-Nassau. Eppstein, 27. T-ez. In. dm Wallmngon der ttzemarttm- getr Eppstein, LangLnstai-N, Lorsbochj mtd Hvfbeim macht sich seit einiger Zeit Schwarzwild m unliebsamer Weise teemertlwr. Bisher gelang noch nicht, enres der Diere *u erteg^n.. mv. Frankfurt a. M., 27. Dez. Rftchard Strauß' Over „Ariadne auf Naxios'' tmtrde in der nmgeavbeiteten Fassung >anc erstatt Weihnachtstage vor ausvcrftruftem Haust tnt Opern- haust erstttttfgcftrhrt. Durch die Neuboarbeittmg wurde die Hand- luttg zwar etwas zusammengesaßt, 'konnte aber im übrigen auf die Zuhörer tanm größeren. Eindrmk erzielen, so daß der ^spendete. Bei fall tvohl nur dett darstellimden MnsÜent. die sich vielfach mit u-»rdmckbaren Aufgaben tttühten, galt. — Im Schau spiel- Iwufe gab es- am 2. WeibnMchtstage ein appetitliches Lustspiel in drei Gängen, gamnutt „Die Mettermchpastietc", von bem br» farmten Autor Rudolf Lothar. Hier waren die Zuschauer über die beidett .nsten „Gänge"'', — im gswölmlichen Leben unrnt matt sie Auszüge - doch erfreut. Wästrettd des dritten „(langes" erlahmte do-> Interesse trnd das Stück tiail ant Schluffe über einen Achtungserfolg nicht hrnatts, vbtvvlst sich die Spiel!eituttg in Brr- biitdttng mit den Künsvlern die denkbar größte Mühe gvgiÄen batte. ul. Limburg, 27. De^. Eine Geheimschlächterei größeren Umsangs wurde am Weihnachtsabend hier aufgrbeckt. Soviel bis jetzt stststeht. winden in einem .ftuife des Mtvierrels ytvei Rinder geschlachtet und in einem Hftust des -Eschöstrwegs ein Rind. F,« die Angelegenheit vernftckÄt silnd ein MWser. mt MebhödMer imttz ein Italiener. , «irchlich« «achvichte«. Israelitische Leligionrgemeinde. Gottesd. i.d. Sytmgoge (Siv»^ Anlage!. Samstag Ä!. Dez. Vorobd.: 4.30: morg.: 9.00 ; abdS. ck 4.50 u. 5.25. — Ziraelitische 8eiigionrgesc»schast. Sabbatfeier am 29. Xe^. Freitag abd.: 4.10; «Sattiatai; vorm.: 8.30: nachm.: 3.30; SabbMvrsg.: 5.25. Wocheugiottesdienst: map?. 7 05, ubos. 4.00- Veemisebte». x< Berlin, 27. Dez,. (Prio.-Tei.) Der „Verl. Lokalam.^ meldet aus Rinteln: Tic 17jübrige Wilhelinine Äilkrr tourdo ev- mor.det im Walde aiffgesutck»ett. Als Täter wurde der 49iährige:> Wilhelm Rappe aus Frankenhager, festgenommen. Er hat nack ' vstlent Leugnen die Tat eingestanden. „ ^ „ ' Heidelberg 27. Dez. (WTB.) Int Altcr von 95 Jahren ist hier der Gesteinte Mrdi-inalrat Tr. Mittermaier, Ehrend ostvg-er der Stadt .Heidelberg, g e st o r b e n._ Nachrichten (WTB.) Große6 Hanptnnartirr. 28. Trzrachet, (Amtlich.) W t ft I i & e r Kriegsschauplatz. An einzelnen Stellen der Front ledrc am Tage dst Ge fechtL'tärigkkit vorützergebrnd auf. Aus dem östlichen Naa^ ufer war sie auch während der Nacht tedhast. Oestlick von Lunexille brachten Erkundungstlbteilungen eine Anzahl Gefangene ans den französischen Graden ein. festlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Zwischen Dchrida und Preipa See, im Eernabogen und auf dem östlichen Wardarufer zeitweilig erhöbt? Artillerie- täligkeit. ' Italienische Front. Tagsüber war das Feuer auf der Hochfläche von Asiagv und am Tomtzarücken gesteigert. Der Erste Generalgnarliermrister Ludendorff. * Neue U-Boot Erfolge. Berlin, 27. Dez. WTB. Amtlich., Äui pvw nördliches K ri eosschauvl -atz wurden durch unsere U-Boote neuerdings! 18 000 Ärnttor?g i st erto-nnen versenkt. Unter dM versenkten Schiffen befand sich ein großer Dampfer von mindestens 604)0 Tonnen, ferner ein neuer englischer Dampfer, anscheinend vom Einheitstyp, der aus einem d-itrch ist.ff amerikanische Zerstörer und mehrere Bewacher stark Lsesicherten Geleztzug herausgeschoss-ew wurde sowie der französische Segler „Rotre Dame de Restrenm"^ Der Chef des Admiralftabes der Marine. Fliichtoersuch der Besatzmrg drs Kreuzers Seeadler. London, 29. Dez. 'WTB. Mckftamtlick'. Das Reutersche Bureau meldet aus Wvllington: o. Üud ncr unb zehn andere Deutsche.die zur Besatzung des Kreuzers „Seeadler" gestörten und ansang -Ottvb'er in einer benmsswlett Barkasse gefangen genom-- men wurden, sind am 13. Dezember in einer Barkasse aus einem Orte in Neuseeland, wo sie interniert mären, geflüchtet. Drei Tage später bemächtigten sie sich-einer Prahm und machten die Besatzung zu - Gefangenen. Die. Deutschen untreeat eitrige Tage nächster bej ihrer Ankunft m Fernside wieder gefangen genommen Petersburg statt Preft-Litowsk? Schweizer Grenze. 27. Dez. Der „Temps" m-eteet aus Petersburg: Hier ist das Okrüvfvt im Umlaute daß der Sitz des Friedensrates zwischett Rrtßland und den Mittelmächten wahrschein- lick von Archt-Litowst nach Petersburg verlegt werde, um es den rnssischen Vertretern, ztt ermöglichet r, in ständiger und schneller Vei^ bindung mit dent Rate der Bollsbeauftragten M bleiben. Die Petersburger Ossi ziere. Rotterdam, 27. Dez. Ans Lvnaon nftrd gemeloe;. Der', Korrespondent des „Daily. Ehroniclo" beriMee aus Petersburgs Ta strylenbo sämtliche Offiziere, die nicht von ihrett eig«ew Soldatett getväbit. wurden, entließ, sind die Petersburger Offiziere! und tmsiende anderer, die von. der Fwnt enila-m wurden, nicht: mehr im Stande, tst-re Familien unterhalten* Tie Petersburger Offiziere bvgründtteu. einen Verein, dessen Mit--. glieber ans dint Balsithösnt Gü t er wa g n ent! ad en. Es ist eine schwere Arbeit, aber sie verdienen dabei 20 Rubel täglich und sind finanziell besser gestellt als früher. Die Haltung der französischen Preise. Gens, 27. Te.z. Von .Clem e n r van trind Pichon beein^ flußre Blätter legen die Friedensgruttd»ätze der Mitteln! ächte als eitel Schaumscklägeret dar.^ Tie Absicht sei off-enttmoig, durch scheinbares Eingehen ans einig'- der fosm-vvolitischrn Leitsätze der: Marimalisten den Waffenstillstand zu verlängern und daraus 'oetö größtmöglichen militärischen und wirtschaftlichen 9öutzm zu ziehen. Die linffsstchusten französischen. Blätter verhalten sich zuwannch.. Griechenland uwlnlisiert. Berlin, 28. Dez. Der „Bcrl. ÄMl-anz." ntaldet ans Lu-z ganLt: Rach einer Stefaniemeldung auis Athen erklärte den griechische Kriegs minist er MickMiaavpiuos. daß die Reyterung dick allgemeine Mobilisierung beschlietzkn winde. Die Lebensmittelversorgung in England. Haag, ^27. Dez. Aus London wird gemeldet: Sämtliche; Wärter befchoftigrm sick» mit der L e b e n s m. i t t -e l v o r s o r g u n g> und verlangen die sofortige Entführung der Rationierung, welche Lord Rhcmdda bisher ftir unnötig stielte Zn verschiedvnen gtvßew Industriestädten lvie Mrmingham, Livcrlwvt und- Gvoentry wmrde; bereits von ,eiten der Stadtvenvallnng nnc Art Rationierung^ eingeführt. Iü dem großen Munitionszen rrumLSioolwvch fand rinI Versamurftmg der männlichen und tveiblichen Arbeiter statt, ivorins Über die ungenügende Verteilung der Lebensrnittel geklagt Wirt» nud die llnnwgllckfkeit. etloas zu laufen, da die Laden ihre wenigen.! Waren bereits ausoerkanft haben, rvemr die Arbeiter Feierabend! machen. - Der Arbeit erführe c .Mae Ncunura erklärte in einer Versammlung: Als wir iw Ladwsmitlt belagert wurden, hatte jeder die gleiche 'Ration und die gleichen Entbehrungen. Das gleiche mußt in dem beteuerten England geschehen. Lunsings Standpunkt. Berlin, 28. Dez. Wte dein ,,Berl. Lokllartz." von. der, Sch.oefter Grenze gemeldet wird, iKtridrtet ine Londoner ning Post". Lansing habr^ sich int Setwttseiussti'nß für auS^.' wärtigr Angeteserrheiten ant 22. Dezember für eine hedin-' gungsloso W i ede r heraus gäbe, sämtlicher stunkb dick Kriegsührenden besetzten Gebiete erllätt trnö chs eikttÄge Deutschland anfftuertegende Sttafe die Wiedergutmachung und 'tot Schadenerjatz bezeichnet. Dom 25. 1L. ab fallen die Urlauberschnellsüge 123 Trier, ad S«o vorm., Coblenz an Kü». Marburg ab lte. nm Berlin > Friedrichsrrahe an 113» nachts, und A 124 Ber ltn-Friedrichstraße ab 7^- vorn»., Marburg ab 53G nachim Coblenz an Trier nn 1142 nachts, sowie die V-Züge 125 Metz ab 428 uachnr., Coblent an 8-^, Marburg ab '.212 vorm.. Berlin Fricdrichstraße an ”9W »orm. und I> 126 Berlin - Friedrichstraße ab 7M nachm., Marburg ab41Z vorm., Eovlenz an 75^, Metz an 12^ nachm., vorübergehend aus. A 123/124 unb D125/126 treffen letztmalig am Ä5. 12. in Marburg und Eoblen-', ein. Königliche Gtienbadadirettioo Fran kmrt Sdieuerpaffa lausend große Posten in Kübeln u.Emai Ue-Etmern lieferbar. EugsnGutniann. Chent. Fabrik. Stuttgart. Wtr Xe>riTet*r 'MW gtz8tz» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Verstorbenen sagen innigen Dank die dauernd Hinterbliebenen Gießen, den 28. Dezember 1917 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem ans so schwer betroffenen Verluste sagen hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Iuudwig Faber und Familie. Grossen-Linden* den 28. Dezember 1917 Ab nachmittags 4 Uhr spielt die gesamte KünstlerkapeHe Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege usisem innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: 9S73D Dora Reitz. Gießen (Liebigstr.), den 27. Dezember 1917, TodGo-ünzeige. Gestern verschied nach kurzem, aber schwerem Leiden mein guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Johann Cüsters im W. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Jolle Ciister* geb. Orth nebst Hlndera nnd allen Angehörigen. Gießen, den 37. Deasember 1917. [08129 Die Beerdigung findet Sonntag den SO. d. Mts., nachm. 3 Uhr statt. Von Beileidsbezeugung bitten wir abzusehen. eingetroffen. 8807 Carl Schwand, Hosl., Seltersweg 23. Einf.,dopp.u.amerikan. Buch ITihrniiK Slnnograpiiie, Waschinen- sclirefa, a'ie Melsläcber lehrt griindl. durcli geprüfte Lehrkr. u. 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Januar 1918 bsw. für Dezember 1917 findet statt: 2 ) NeichSrrnterstützung: An diejenigen, deren Namen beginnen mit: A— H Montag den 3L Dezember 1917 J—ß Mittwoch den L Januar 1918 8—^ Donnerstag den 3. Januar 1918. b* Weitere Unterstützung (MietSzuschuh): An diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—H Jreitag den 4. Januar 1918 J —R Samstag den 5. Januar 1918 S — Z Montag den 7. Januar 1918. c An Vermieter, die Mietbeträge abbolen: Dienstag den 8. Januar 1918. Die AuSzahlunge« finden von 8—1 Uhr tm Stadthaus. Zimmer Nr. 7. statt. Tie UuterKützuuaeu dürfen nur an de« vorne' «fi.mteu Tagen abgebalr werde«. Metzen, den 19. Dezember 1917. 9367 B Der OberiÄrgermeijrer: SreUec. Giuudl. Unterricht in 8K7 Maseitinenselipeilien Stenographie Buchführung allen Hajidelsfächem. Tariea- üouorar für Piniel- tächer Mk. 30,-, für Kurse rtacn be- toridarer Verefnbanzn^. Annseldunc tägllcb, Koste* lose Sfcellen- virralttlaag. FianzleflSEo, (öefen Gosthastr. 32. 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