Kr. 503 Jet Gletzrner Anzeiger erscheint täglich, außer Lsnntags. - Verlagen: »ietzrnerZamUienblüttcr; Kteisllatt fit de» Kreis -letze«. Vezugspreir: monaü. Sit. 1.20, viertel- jjfjrlidi Akk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.10: durch die Post Pik. 3.60 Vierteljahr!. ausschl. Beitellq. stenilprech - Anschlüsse: sür die Lchrn'tle.lunq 1 12 Verlag, Geschä'tssteUebl Anschrist für Drabtnach- richlen: Anzeiger Siehe«. 167. Jahrgang Donnerstag. 27. Dezember \ { )\l poftscheSlonto: Zrantfnrt a.M. 11686 General-Anzeiger für Gderheffen vankoertehr: Gewerbebant Siehe« Zwillingrrunddruck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- u. SteinLruckerei R. Lange. Lchriftleitung, SeschSstsstelle u. Druckerei: Schulftr. 7. Annahme von Anzeige« *. die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbmdlichteit Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pi.»fürauswärtlge 30 Pf., «ür Reklamen Alk. I.— ; bei Platzvor- schrist 20 % Aufschlag. Hauvtschri'tleiter: Auq. Goetz. Berarttwörtlich für Politik u. Feuilleton: Aug. (Äoetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssäal: W. Meyer; Anzeigenteil: p. Beck; sämtlich ln Gießen. Eine vorläufige grundsätzliche Einigung mit Rußland. (WTB.)Großes Hauptquartier, 24. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An Verbindung mit Erkundungsgefechttn lebte Artil- kerietatigknt in einzelnen Mschnitten auf. Gesteigertes Feuer hielt tagsüber auf dem östlichen Masufer an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Ein feindlicher Borstos; gegen die bulgarischen Stcllun qm westlich vom Doiran-See scheiterte. In der Stnmm-Ebene rege Borfetdtätigkeit. Italienische Front. Zwischen Asiago und der Brenta buben die Truppen des Feldmarfchalls Conrad den Col del Rosso und die westlich und östlich anschließenden Stellungen erstürmt. Bisher sind mehr als 6000 Gefangene eirgebracht. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz An der flandrischen Front, am La Bassee-Kanal und südwestlich von Cambrai lebte die Geftchtstüngkeit vorübergehend aus. Zu beiden Seiten der Maas, am Hartmanns- weilerkopf und im Thanner-Tal war die Feuertätigkeit einzelnen Tagesstunden gesteigert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. 8» der Struma-Ebene erhöhte Artillerietätigkeit. Italienische Front. Lebhafter Feuerkampf hielt tagsüber zwischen Asiago und der Brenta an. Feindliche Gegenangrifft gegen die neu gewonnenen Stellungen und ein Vorstoß am Monte-Pertica wurden abgewresen. Die Gefaugenenzahl aus den Kümpfen um den Col-del- Rosso ist auf über 9000. darunter 270 Offiziere, gestiegen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (DTB.) Großes Hauptquartier, 26. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Artillerietätigkeit blieb auf Störungsfeuer beschränkt. das südöstlich von Ypern, bei Moeuvres und Marcoing vorübergehend an Stärke zunahm. Erkundung^ orftötze französischer Abteilungen südlich von Juvincourt sanierten in unserem Feuer uno im Nah- kampf. Das seit einigen Tagen auf dem Ostufer der Maas gesteigerte Feuer ließ gestern nach. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Besonderes. Mazedonische Front. Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front. Nach starker AMeriewirkung führte der Feind heftige Gegenangriffe gegelNven Col del Rosso und die westlich und südlich benachbarten Höhen. Sie scheiterten unter schweren Verlusten. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Di« Abendbericht«. Berlin. 24. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kickegsschauplätzen nichts Mues. Berlin. 25. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Berlin. 26. Dez., abends. (WTB. Anttlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Die Friedewsve-rhandlmwgen in Brest-Litvtvsk haben bereits eine vorläufige Einzug ergeben. Tic Formel ,Hhne Annexionen «und Entschädigung eick' hat gesiegt; die russischen Delegierten haben sie vorgeschlagen, die Vertreter der Mittelmächte haben sie angenommen. Graf Cz-ermin hat als Wortführer der Mittelmächte den Russen eine Antwort ans ihre Vorschläge erteilt, die die Russen für geeignet halten, als Grundlage zu Berhandbrngen für einen allgemeinen Frieden zu dienen. Es wird sich also jetzt rasch entscheiden, ob unsere übrigen Gegner sich ebenfalls zu Friedensbesprechungen bereitsinden wollen. Es wird ihnen dafür eine Frist gesetzt, und das ist gut so. Man konnte nur wünschen, daß da schnelle Klarheit geschaffen wurde. Die bisherige Haltung der Lloyd George, Wilson, Clernenceau und Sonnino rechtfertigte es durchaus, daß der Wink und die Einladung, die sie erhielten, in gewisser Beziehung einem Ultimatum gieickien. Die Russen haben eine zehntägige Unterbrechung der Verhandlungen vorgesch.agen, um den Londoner, Pariser. Washingtoner und Römischen Regierungen Zeit zur Selbstbesinnung und Entscheidung zu geben. Am i. Januar werden wir wissen, woran wir mit nnseren Hanptgegnern sirid. Gras Czernin Hai. mit großem Nachdrink darauf hirigewiesen, daß es den Zentralmächten nicht ein- satle, sich eiufeitig zu binden. Falls die Westmächte die vorgeschlagerren Friedensgrundlagen nicht annehmen, haben mir tfyneit gögniübex vollständige Freiheit des Handelns. Welche schwere Verantwortung tragen die genannten feindlichen Regierungen jetzt ihren Bö.lern gegenüber! Jetzt wird ein Ende gemacht mit dem emigeri gegen Deutschland gerichteten verlennrde rischen und gehässigen Geschwätz, und zwar ganz schnell, mit zehntägiger Frist! Die großen Worte verpuffen, und die Taten bleiben bestehen! Der Friede steht den Westmächten so nahe vor der Tür wie die ,erneute Kriegsgewalt. Der Kaiser hat in einer Ansprache an die Truppen der Westfront wieder den Ausdruck gefunden : „Will der Feino den Frieden nicht, dann müssen wir der Welt den Friesen bringen dadurch, daß wir mit eiserner Faust und mit blitzendem Schmerl die Pforten ein- schlagen bei denen, die den Frieden nicht wollen." Das ist klar und bündig. llnz;veideutig ist auch, die deutsche Forderung, daß die „demokratischen" Friedensgrundsätze auch für die Kolonien gelten. Wenn nnsere Friedensunterhändler nicht blind in Theo- rien verrannt smd, so könnte aus der Grundlage der vorläufigen Vereinbarungen eine ganz annehmbare Praxis erstehen. Auch die Wirkung von Theorien mutz von Staatsmännern berechnet werden. ,-Ob Glück, ob Unglück aufgeht, lehrt das Ende." Was mit Polen, was mit der baltischen Ostmark werden soll, liegt einstweilen noch in Andeutungen und Möglichkeiten eingeklcidet. Es handelt sich da um den Punkt 3, wobei sich die Antwort der M-ittelmachte nicht völlig mit dem russischen Vorschlag deckt. Nur soviel ist ^ch^osse^'^' ® e ^ ü ^ tsame Aneignungen sollen ans ge- Die Sfterreichisch.uugarlsche Tagesbericht«. Wien, 24. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italien! scherKriegsschauplatz. Westlich der Brenta nahmen Truppen der Heeresgruppe des Generalfeldmar^challs Freiherrn v. Conrad trotz heftiasten f indlicken Widerstandes den C o l d e l R o s so und den M o n t e d i V a l B a l l a. Bisher wurden über6000 Gefangene, darunter ein Oberst und mehren Stads- osftziere, eingebracht. Der Chef des Generalstapes. Wien, 25. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Feindliche Gegenangriffe gegen unsere neuen Stellungen zwischen Asiago und der- Brenta wurden erfolgreich ap- gewiesen. Die Zahl der Gefangenen seit dem 23. Dezember hat sich auf über 9000 Mann, darunter 270 Offiziere, er» ht In den Kämpfen am 23. und 24. Dezember haben sich das Infanterie-Regiment Nr. 22 (Sinj), das Jnfanterie- Regiment Nr. 27 (Graz). Teile der Infanterie-Regimenter 12 (Komarom) irnii 51 (Koloszvar), 84 (Wien), 102 (Beneschau). das Jägerbataillon Nr. 20 (Graz), das Sturmbataillon Nr. 11 und die Hochgebirgs-Kompagnie Nr. 22 lwson- ders ausgezeichnet. Der Chef des Generalftabes. Wien. 26. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. . Italienischer Kriegsschauplatz. Neuerlich versuchte der Italiener in hartnäckigen .Kämpfen. die ihm am 23. 12. zwischen Asiago und der Brenta entrissenen Höhen zurückzugewinnen. Sämtliche Angriffe wurden restlos abgewiesen. Der Chef des Generalttabes * * * Der türkische Bericht. Konftantinvpel, 26. Tez. (WTV. Mchtamllich.) Amt- Ucfrer .Heeresbericht vom 25. Dezember. Paläftinafront: Von See >her feuerte der Gegner lebhaft, aber ergebnislos gegen unsere rechte Flügel gruppe. Vonnittags setzte der Feind schwächere, nnch- mittaas stärkere Kräfte gegen unsere Slelllmgen östlich Ueöala an. Alle Angriffe scheiterten m der Tapferkeit unserer Truppen, die den Gegner im Handgranavenkampf und durch Gegenstöße abwiesen^ Wir konnten einige Gchangene einbringen. Schwerer Regen ltält an der ganzen Front an. An den anderen Fronten keine Ereignisse. Die Zriedenzverhandlungen. — V e t er s b u r g, 24. D^. (WTB.) Meldung der Petersburger Tclcgrapl-en-Agentur. Am Sanvölag den 22. fand um 4 Uhr die er|tc Sitzung der FriedcnsnMeryanAer statt, die vom Präsicenttn eröifnet wurde. Deutschlau.d ist vertreten durch den Staatssekretär w .stühlTnann, Oe,.crreich-Ungarn durch den Mini,rer des Aeußern Graf Czernin, die Türrvi durch oeu Minister des Aeußern Ae.sünp Bey, Bulgarim durch den Justizministec Popow. Staatssekretär w Ki'ü-lmann schlug vor, daß jede Abordnung der Reihe nach den ^5or,ltz führe. Unsere Delegierten waren für die O e f s e n t l i ch- rei t der Sitzung und des Rechtes der Veröffentlichung des L^sotolls und err-eichten dies. Die russische Delegation ist der Anstcht daß die Entscheidungen in gleicher Weise für alle unmittelbaren FrikDrmsgrund,äHe, die in den eirrstiinTnig vom russi chm Vauernkmrgreß üüecwnnmenen Friedensglwndsätzen zum Ausdruck sollen. Tie russischen Delegierten schlugen lechs Punkte als Grundlagen für die Friedensoerhand l u n g e u vor: 1. Es 'wird keine Gebietseingliederuna von wahrend des Krieges eroberten Gelüeten zugelassen. Tie Truppen in dm besetzten Geoietm werden diese baldigst räumen. -. Unv. r. ücibare Wiederherstellung her polrti chen Unabhängig< feit der Völler, wie sie im gegenwärtigen Kriege bekannt geworden ist. 3. Den o-erschiedmen Nationalitäten, die i»r den Kriege nicht Püittich unabbÄrgig wuren. siitd die Möglichi'eiten gewährleistet, über die Frag« einer Zugehörigkeit zu dienn ojcc jenem Staate ttei zu irälilew oder d irch eine Abiiwmung ü.er die naci- nale Unabhängigkeit zu eutidjeite.i. T e V. lisabstimmiung muß unter vollständiger Frei reit al.er Eirvwochrer des beL^f'en'.en Gebietes, darunter der geslüchtetcn Auswanderer, vor sich gehen. t. In Gebieten, die von verschiedenen Nationalitäten bewohnt such, n.erd' \ die Rechte der Minder heil durch Sonderrechte gewährleistet n-erdan. 5. Kein, kriegführendes Land zahlt eine Krchgsmtschädigwrg Was die bereits gezahlten Kriegskvstm betrifft, so werden sie zu- rückeritattet. Was die Entschädrgung von Privatpersoneu betrifft, so werden besondere Summen ausgebracht werden durch proportionale Zahlung aller krisgsuhrmdm Länder. 6. Tie kolonialew Fragm metben gelöst, indem attm bafei Ne Prmkte l-r-4 amomdet. Die russische Delegation hakt «S für unerträglich, daß die Freiherr der kleinen Nationen durch eine stärkere Nation veraewattigt werde, was durch nürtschastliche Bopkottienorg, durch die Unterwerfung eines Landes, durch Auferlegung von Harrdelsverträgert und zahlreichen Sonderbestimmungm. die die Harü)elsfveihnt eines dritten Landes behindern, ferner durch Seeblockade geschehm kann. Nach der Erklärung sagte Staatssekretär v. Kühlmann, daß che anderm Delegationen sine Unterbrechung mrc Beraturrg der Antwort wünschten. Man stimmte dem zu. Tie Sitzung ttrnrbe bis morgen nachmittag 4 Uhr unterbrochen. Berlin, 24. Tez. An den FriedmsVerhandlungen in Brest- Litowsk nehmen auch Vertreter der Ukra in e teil. B r e st - L i t o w s k, 23. Tez. (WTB.^ Ter heutige Tag wurdt von den Tel-egationen der vier Verbündeten dazu benutzt, mir die auf che russischen Vorschläge zu erteilende An t ir c rtzu beraten. Hierbei nrurden che Grundlinien ein heit- lrch feitgeiteUt. Tie erforderliche Formulierung wird morgen vormittag erfolgen. Czernin» Erklärungen. B r e st - L i t o w s k, 25. Tez. (WTBd In der Sitzung von: 22. d. M. hatte che russische Telegation erklärt, sie gehe von dem klar cmsgesprochenen Willen der Völker Rußlands aus, möglichst bald den Mschluß eines allgemeinen, gerechten, für alle in gleicher Weise annehmbaren Friedens zu erreichen. Unter Berufung auf diese Beschlüsse des allrussischen Kongresses der Arbeiter- und Soldatendeputterten und des allrussischen Bauernkvngvesses wies die russische Teleaation daraus hin, daß sie che Fottsetzung des Krieges bloß zu dem Zwecke, um Annexionim zu erraten, für eui Verbrechen halte und daß sie daher feierlich ihren EnZchlust kuncgebe, unverzüglich che Bedingungen eines Friedens zu unterschreiben, der diesen Krieg aus der Grundlage der aufgeführten, mlsnahmslos für alle Kölker in gleicher Weise gerechten Be- chngungeir beende. Bon diesen Grundsäsen misgeheich, hatte die russische Delegation vorgeschlagen, den Friedensverhmrdlungen folgeirde sechs Punkte zugrunde legen: 1. Es wird keine gewaltsame Vereinigung von Gecheten gestattet, che während des Krieges in Besitz geirommen sind. Die Truppen, che chese Gebiete besetzt Hallen, werden in kürzester Frist zurückgezogen. 2. Es wird in vollem Umfange che yolitisckre SeMändigkeit der Völker wieder Hergestell(, che ihre Selbstanchgkeit in diesem Krcege verloren haben. ö. Ten nationalen Gruppen, che vor dem Kriege politisch rrich selbstänchg waren, wird die Möglichkeit gewährleistet, che Frag, der Zugehörigkeit zn dem einen oder dem airderen Staat, oder ihrer staatlichen Selbständigkeit durch Reserendunr zu entscheiden. Tiefes Referendum muß in der Weise Veranstalter rverden, daß volle Unabhängigkeit bei der Stimmabgabe für che ganze Bevölko ^ rung des bettesserrden Gebietes, einschließlich der Auswanderetz und Flüchtlinge gewährleistet ist. 4. In bezug auf Gebiete gemischter Nationalität wird das Recht der Mnderheit durch ein besonderes Gesetz geschützt, das ihr die Selbstänchgkeit der nationalen Kultur und —, falls dieses praktisch durchführbar — autonome Verwaltung gibt. 5. Keines der kriegführenden Länder ist verpflichtet, einem anderen Lande .sogenmmte „Kriegskosten" zu zahlen, berells erhobene Kmrtrchutionen sind zurüchuzalsten. Was den Ersatz der Verluste von Privatpei-sonen infolge des Krieges anbetrifft, so werden sw aus einem besonderen Fonds beglichen, zu dem che Krieg- führenden pvoportiondll beitragen. 6. Koloniale Fragen werden unter Beachtung der unter 1 bis 4 dargelegten Grundsätze entschieden. In Ergänzung biefer Punkte schlug die russische Delegativrr den vettragschließenden Parteien vor. jeder Art versteckter Be> kämpfung der Freihnt s-ittvacher Nationen durch starke als unzu- lässig zu bezeichnen, z. B. durch wirtschaftlick^r: Boykott, wirb, schaftliche Bvrherrsckmft des euren Landes über das andere auf Grund auigeMungenor Handelsverttäge. durch Sondcr-Zvlll«> träge, die die Freiheit des Handels dritter Länder beschmnVen^ Mb-N hi« y Jp v 01 ^ ^JQüer bem Vorsitz be3 bd**! lnädjtigten 93er= ttaers Qestzerreich-Ungarns, Grasen (l^evnin. aögehattenen Plenar- Murg 8nb dieser .im Namen der Xeliegatim des Vier Hundes y lfloioc Irrflanoig ab, mit welcher die vor «letzenden Ausführungen der mmföen Delegation beaufcwrtet imabe: „Die Xd.eaatiimen der verbündeten MÄtzte gehen von dem Yhrt aiägtfpwdiiaun Willen ihrer Stejitnrngen und ihrer Kölker ES, möglichst bald den ALfckchuß eines allgemeinen, gerechten Zuredens zu erreichen. . Tre Telegatrionen der Verbündeten sind in Uebereinstimmung mtf dem mub-trp< ftnibgegelienen Standpunkte ihrer Regierungen der Ansicht, das; dir Lertiätze des russifche.r VorsclLages eine dis- E-aöle Grundlage für einen solcknen Frieden bilden können. Die Delegationen des Vlerbmrdes sind mit einem sofortigen allgemeinen Frieden ohne gewalt,ame Gebietserwerbungen jtnb ohne Kriegsentschädigungen einverstanden. .Wenn, die russische Delegation die Fortsetzung des Kriege nur zu Eroberumrszwecken verurteilt, so schließen sich die Delega tzonen der Berlnindeten dieser Aussassung an. Die Staatsmänner der verbündeten Regierungen haben wiederholt in vro- grammakisck>en Erklärungen ^tont, die Verbündeten würden, unl Eroberungen.vu machen, den Krieg nicht um einen Tag verlängern. An diesem Standpunkt haben die Regierungen der Verbündeten stets unbeirrt »cstgehalten. Sie erklären feierlich ihren Entschluß, unverzüglich einen Frieden zu unterschreiben, der diesen ftrieg Ass ber Grundlage der vorstehenden, ausnahmslos für alle krieg- ehrenden Mächte in gleicher Weise gerechten Bedingungen be- §lldet. Es» mul; aber Mtsdrückltch daraus hingewiesen werden, dL8 sich sämtliche setzt am Kriege beteiligten Mächte innerhalb einer angemessenen Frist ausnahmslos und ohne jeden Rückhalt zu genauesten, alle Völker in gleicher Weise bindenden Bedingungen vervlllchten müssen, wenn die Voraussetzungen der russischen Darlegung ertullt sein sollen. Denn es würde nicht angehen, das; die setzt mü Rußland verhandelnden Mächte des Vierbundes' sich beseitig auf diese Bckingungen festlegen, ohne die Gew^r dafüe Pt haben, daß Rußlands Bundesgenossen diese Bedingungen ehr- und rückhaltlos auch dem Vierbunde gegenüber anerkennen o^^nlühren. Dieses vorausgeschickt, ist zu den von der russi- Aen Delegation als Verhandlungsgrundlagen vorgeschlagenen sechs Vunften das Nachste^ndc zu bemerken: . -> ^tn^öewalti'ame Aneignung von Gebieten ,die während des Krieges besetzt worden sind, liegt nickst in den Absichten der veroündeten Regierungen. Ueber die Truppen in den zurzrüt oesetzten Gebieten wird im Friedensvertrag Bestimmung ge- trossen, fowert nicht über die Zurückziehung an einigen Stellen vorher Einigkeit erzielt wird. liegt nicht m der Absicht der Verbündeten, eines der Völker, die in diesem Krieg ihre politische Selbständigkeit ver- loren fefcen. die,er Selbstätidi-keit z.u berauben. der staatlichen Zugehörigkeit nationaler die kerne staatliche Selbständigkeit besitzen, kann nach «m Standpunne der Brerbundmääste nicht zwischenstaatlich ge- ?^lt weruen, sie ist rm gegebenen Falle von jedem Staate mit »einen Völkern^ «elbständig aus verfassungsmäßigem Wege zu lösen. .. v -r-esgleick'en bildet nach Erklärungen vmr Staatsmännern des Vierbundes der Schutz des Rechtes der Minoritäten euitti wesentlichen Bestandteil des verfassungsmäßigen Selbscke- Mmmungsrechts der Völker. Auch die Regierungen der Verbündeten versckaften dreiem Grundsatz, soweit er praktisch durchführbar erscheint, überall Geltung. Zu 5. D« verbündeten Mächte haben mehrfach die Möglichkeit .Ltont, datz nicht nur aus den Ersatz der Mregskosteu, sondern auch auf den Ersatz der .Kriegsschäden wechselseitig verzichtet werden EnLe. Hiernach würden von jeder kriegführenden Macht nur die ^Wendungen tiii ihre m Ariegsgefangeufchaft geratenen Än^- ^enwime Äe vn «genen Gebiete durch Mkervechtswckrige Mwattakte den Zwilangehorrgen des Gegners zu gefügten Schäden M enetzen ,ern; Tie lwn der ruffffchen Regierung vvrgeschlagene Schaffung ^nes besonderen Fonds Ar diese Zweck könnte erst dmrn zur Erwägung gestellt werden, wenn dir anderen Krieg- mhrenden innerhalb einer ansemeffenen Frist sich den Friedens- Verhandlungen Mifchließen. ^ ^ *5* oelbündeten MÄcKen verfügt imr Deutschland ^er Wwml der deutschen Delegation wird hierzu in voller Ueberemftllmnmng mrt den russischen Vorschlägen folgendes The ZLuchgabe der wahrer^ des .Krieges gewaltsam in «elrtz genommenen Kolomalgebiete ist ein wesentlicher Bestandteil der oeuticben Forderungen, von denen unter keinen Umstffideitz abgogagneu tekit kann. Ebenso entspricht die ruffische Forderung !* r Räwnui^l solcher vom Feinde besetzten Gebiete be i beitMen »ixdym. Nach der Matur der deutfck^en .Kolonial- gebiete scheint, rvn den fstsMr erörterten grundiätzlicksm Er- wcvgungen abgeiehM, die Ausübung des Sekbstbestitnmungerechtes m den von der russischen Delegation .vorgeschlagenen Form z kt burchmhrbar. Der Umshmd, daß m den deutschen Kolonien ok , (5inge|omtat trotz der größten Beschwerden urnd trotz der germgrn Aussicht emeö Kampisiss gt®m den um das Vielfache überlegenen, über unbeschränkten überseeischer NacMub verfugenden Gegner in Rot rmd Tod treu zu ihrem deutschen Freunds ■reWten _ Wfeit.Jft ein Saoeis ihr« Anhänglickkeit und ihrrs- Entschlwtes unter attm Unr,banden bei Deuklchlartd Ml bleiben ein Beweis, berjm und Gewicht jade mögliche Mllenskmrbi geoung durch W-swnmurtg weit übertrifft Die von der russischen Delegation im «chluß an die eben' erortnnpi tmrtäfagaui Grundsätze für den tm'H schastiichen. Verkehr finbot btf uneingeschrä.ffre Zustimmung der JtelWironen der verbündeten Müchtr, welche von jeher süä dick wjx£>)aiief*jirig jedwedernnrtichastlichen Bergnvaltigung emgetreteil ffiw toi int m der WredcrhersleLlung xines geregelten und den, ■Jitferenen aller Beteiligten volle Reckprung tragenden Wirtschxrffs-.- verkehrs eine der wichti^f^ Vorbedingungen für die Anbahnung, AusbauftemLMaftr icher Bezichungen zwischni den derzeij krregtührenden M-achterc erblicken. « * Mrknüpsend an diese Erklärung führte hierauf Graf Cze-rnin «ms: f , < ,.Mff Grund dieser soeben entwickelten Prinzipien sind wir '>evett, nnt allen unftkven Gegnern in V:rhandb.rngen zu treten um.aber mdvt iaitMtig Zeit fti ( oqräs 3 re*i, sind bk Verbündeten !*i r _ nt ' J? vm 7 *** Beratung benötigen SveziallvinAe dmitrttm beten Dmcharbeüung sowohl Ar die rufiXf# R gieruna als für bte Verbündetem aibf affe Fälle notwendig erscheinen wird nuuz iuio oamu ofn J50ite.rn, Deren Negierungen sich den wer geführten Verhandlungen über einen allgemeinen Frieden noch nicht wlgeschtosssn haben, die Möglichkeit geboten wird, sich mit den jetzt ausgestellten Prützipien eines solchen Friedens belannv» zumachen. Nach Ablauf dieser Frist müssen die Verhandlungen unter allen Umstäicden fortgesetzt werden. Ter Vorsitzende Gras Ezernin ersuchte hierauf die russische Delegatiml, ihre Lüilwort schriftlich zu überreichen, und schlug vor, sofort in bk Verhandlung jener speziellen Pmitte einzutirten, welckx' lür alle Fälle jtoüdrni der russischen Regierung und den tnegrrrungen der verbündeten Mäck)«te geregelt werden müßten. Ter Führer der russischen Delegation schloß sich dem Vor- '. < . Besitzenden an mch spracht seine Bereitwilligteit aus, ivglelch rn die Besprschung jener Einzelheiten einzutrelen, die auickr für den Fall allgemeiner Frküe:i§vmhanbLiLngen den Gegen- Uand spezieller Erörterungen zwischen Rnßlastd uns den vier Verbündeten zu bilden hätten. Auf Antrag deS Staatssekretärs v. Küftlmann wurde ein- sttmmrg besck)losien. zur Vermeidung jeglichen Zeitverlustes und in Würdigung der Wick^tigleit der zu erfüllenden Ausgabe diese Ver- ijandlungen schon morgen vormittag zu beginnen. * Dir Umtriebe der Entente. V e t e r s b u r g , 23. Dez (WTB. - Meldung des Reuterschen Bureaus. T r v tz k i sagte FueiLag im Verlaus einer Rese. in der er die .Amerikanische Berschvörung" darsvellte: „Die Vertreter aller fremden Mächte wögen es sich gesagt sein laßen, daß wir n cht blind jww und.daß wir!uns nicht 'iur den Fü'ren herumtranrpeln lajjen. ^n der T s ch i s ch e r i n - V e t r o w - Sa ch e hatten wir won Gelegen t-nt. dem eng'ischen B^tscha'ter zu zeigen, daß uns die revolutiwäre Würde über allem sde'jt. Wir müffen un'erM Freu-stden zeigen, daß wir nicht der englisch-a merika- nr sche n B ou r geo i sie dienen. Wir fxcken rejnx Gvuud- lür die wir siegen oder unterstehn. Wenn die Dickomarew sich rn mff-ere Angelegensten einnrischer. jo hören sie am Tipto- 7 nalten zu sein lund werden Privatpersonen, denen gegenüber die schwere Hand der Revolution keine Gnade walten lassen wird.'' Der Kouflitt mit der Ukraine. Haag , 24. Dez. Reuter meldet ans Petersburg: Die Zentral rada der Ukraine^ sandte an dir Volkskommissare e'n Ultimatum, in dck.n die sofortige Freilassung der Mitglieder des vevolutvonären Stabs der Ukraine oerlangt wird, die in Petersburg verltaftet wurden. Im Falle einer Wei^vMg wüvden die Feind- sellgkerten erösfTtet werden. Beratung der Spezialfragen mit Stutzland. B r e st - L i t o wS \, 26. Tez. sWTB.) Entsprechend der gestern getroffenen Vereinbarung fanden heute zwischen den Vertretern Deutschlands und Oesterreich-Ungarns einerseits, Rußlands andererseits Beratungen statt, die im wesentlichen ine Wiederherstellung deS Verkehrs zwisckien den genannten Mächten betraf. Tie Beratungen werden fortgesetzt. Die deutsche Llommission für Petersburg. Berlin, 26. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Heute abend begibt sich unter der Leitung des Ges>cmdten Grafen Mirbach die un Zusatz zum deutsch-russischen Wa.fenstill standst ertrag vom 15. Dezember vor gesessene Kommission nach Petersburg, die die Regelung des Austausches der Zivilgefangenen und dienstirntauglichen Kriegsge'angenen in Angriff nehmen und Maßnahmen zur Wiederherstellung der Bezieljnngen zwischen den beiderl Ländern und innerhalb der durch den Waffenstillstand gezogenen Grenzen treffen soll. Ter genannten Kommission gehören an: Geheimval Eckhardt und Generalkonsul Biermann vom Auswärtigen Amt, vier Herren des Kriegsministeriums Unter Leitung des O berste,! von Fvarrsecd) und Gieitzler, Wdam o. Belsen von Ser obersten Hseresleitung mit zwei Begleitern, Getzeimrat Schenk vvm Reichspostamt und Herr Landshosf vom Roten K^euz. Die Abordnung ist von HilfspersionaL begleitet. Der Zuckervvrrat Amerikas. Lvndvn, 26. Te^. Die Zeitungen veröffentlichen ein Tele- gramm aus Washucattm, worrack der Lebensmittekkommiffar Hovfer erklärte, daß der amerikanische Zuckervorrat für 1918 durch eine Biertelmillion Tonnen ans der Ernte Javas ergänzt werden müsse. * # * Ablehnung der Dienstpflicht in Australien. Haag, 24. Dez. Reuter meldet ans Melbourne: Tre letzten Res^ijltatie des Referendums über die Einführung der Dienstpflicht ergeben $67 000 Stimmen gegen und 792000 Stimmen für die Dien slipslicht. Reuter sucht seine Verlegenheit über diesen Mißjersolig dadurch tzlu verbergen, daß er des längeren) berichtet, daß die Mstim'mung keineswegs bedeute, daß sich Austra 1« - r. - - - 4M - /Xi _ . . . . i .*•/ ftFi <. * /ti Stellung erhalten. General Guillaumat trifft Samstag t Salonik ein. Ämnirro. Lv g-ano, 27. Dez „Povolo d' Jtalra^ hebi mit Genugtuwi hervor, daß L-ormino während der NÄe des Trcriner iozialimsch Abgeordneten Morgan, der einen BeritnndigungsirieLen befüj worrete, mit der Fcum an, den Wch geschlagen und gerunu oah. ^Kem Friede ohne Trrest!" — Großer Beuall habe drc oarnochsä Erklärung SonnmoS belohut. lien dem Krieg entziehen wolle, rm Gegenteil, selbst bit Gegner der Dienslvstimt seien für die Forffatzung des Kriegs. Merdrngs' könne man sich nicht darüber einigen, imoieweit Australien Soldaten für den Eamp'is m Edrropa abg^en könne. Auch sei es schwer für England, sich in diese imierpolitische Angelegenheit Australiens einzmnischen, da dies leicht mistverstan'l>cn werden könne. Australien habe bereits seit längeres; Zeit größere ^DrupPenmvsftn an die Front geschickt, als alle anderen überseeischen Kolonien und .Grönländer zusammengenomMLn. Mich habe die australische Flotte mit einem Dreadnougslft cm der Stütze seit Kkriegsbeginn unter dem) Befehls der brrtisck>en Admiralität gewirkt, imd Australien habe mit seiner LeberuZmittÄNisul^r, mit Gvld und SMsen alle möglichen -Opfer gebracht. (Frff. Ztg.) * * * Die englische Siegesfeier für Cambrai. Berlin, 26. Dez. Die „Voss. Zig." meldet aus Bern: Der englffche Schotzsanzler Bonar Law wurde in der letzten Montags- sitzimg des Unterltrases ge!ragt, ans wessen Anordnung nach dem Kampse bei Cambrai lämrliche Glocken Londons geläutet hätten ,ind die Faimen «nsgehängt worl)en seien. Sonar Law gab ausweichende Er kl ärun gen und weigerte sich, das Versprechen abzugel^n, daß derartige Feiern künftighin nicht ohne die Erlaubnis der Regierung statt! inden würden. Tie rnsstschen Erklärungen In Enoiderung hieraus erklärte der Führer der russischen XeUgahon biefe konstattere mit Genugtuung, daß die Antwort der Delegatwnen Dentschands, Oesterreich-Ungarns, Bulgariens und der Türkei die Prmzrpren eines allgemeinen demokratischen Frrevens ohne Annerionen ausgenommen habe. Sie erkenne die enorme Bedeutung dieses Fortschnltes auf dem Wege zum all- genremen Frieden an, müsse jedoch bemerken, daß die Antwort ane wesentliche Beschränkung in Punkt 3 enthalte. Die russische Delegation konstatrere weiter mit Befriedigung die in der Er- Lärung der Bierbmrdmachtze zu Punkt 5 eirthaltene Anerken- mrng des Prinzips ohne Kontributionen: die Antwort der ^en- macht iedoch hinsichtlich dm Lntschädigung für ^en ^ZÄa^ von Kriegsgefangenen Vorbehalte. Ferner erkläne bie M'chhe Defteqatwm ire lege Gewicht darauf, daß Privatpersonen. Q& tten baten, aus einem intertmtio* ^ k Li 5 r, b ir 0<&ttbl ?L tn ' rbe V. Xlf n»lisch- Dc!ei°,i°n friemif, an, daß Oie Röummrg der vom Gvgner besetzten deutschen Kolonien üm von chr entwickelten EfttmtLsätzen cmrspreche. Sie schlägt vor ov Frage, ob das.Prinzip der freien Wftlensäutzerung der Be- völlerungen aut dte Kolonien anwendbar sei, besonderen Kom- mssftonen vot^ubehallen Abschließend erllärte der Führer der ^eiegatwn, diese sei trotz der erwähnten Meinung^- der Amuht, daß die in der Attuwrt der Mächte «mthaltene ossene Erffärung, keine aggressive» LbtMen zu hegen, dcc faktische Möglichkeit b ete, sofort m Mblung'n üLer euren allgemeinen Frieden unter allen L- Mrenden Swoten zu tchrerteu. Mit Rücksicht hieraus sckläat ^V* 01 ' c ! n 5 ^»tägige Unterbrechung per Verhandlungen vor, beginnend heute abend und endigend am 4. lft«- Eaitlau^ Verteidigung. ® R [ - 26. Dez. Selbst die Caillaur feindliche KriegSpvesse kann srch dem Eindruck nicht entziehen, daß Caillaur vorgestern bte Kammer rneft als Besiegter verlassen 'hat. Hervs, der vvchi dass ^rgnal zum Kampse gegen Caillaux gegeben hat. sckneibt: Caillaur' Reue habe auf bte Kammer großen (Eindruck gemastst: selbst bei oenen. die Caillaur nicht liebten, könnten möglicherweise Zweifel an seiner ^chiuld auf^igein. Capas sagt im „Figaro": „Caillaur verterdigte sich mit bemerkenswerter Macht uich Ä'raft Er hatte emen großen vratorisckren Erfolg." Das „Fournal dn Pettple" sagt: „Die Verleumder sitzen jetzt aus der AnklamÄrnk: Cckllaur trruinplnert. Tie Pbrsöickichkeit Caillanr' tritt nach der Parlaments Atzung bereits in. den Hintergrund. Eine neue Caillaur- Affare beginnt, m der die Aulläger zu Angeklagteit werden " Der „Rappel!" erllart: „Selbst die erbittertsten Feinde Caillaur' gaben zu. es )et ti-ef bedauerlich, daß eine derartige Kraft Frankreich ver- lvvetr gmge Die „LanLerne": „Wie war es möglich, daß ein oerartrger Mann drei Fahre von der Regierung ausgeschloffen blecken, konnte?" Der „Radical": „Das Plaidoyer Caillaux' hielt sich au! emer rnteltektuellen Hül)c. die auf die Kammer unbestreitbar grober! Eindruck machte. Seine Sprache war ine eines V^an- nes, der seiner Sache sicher ist, nicht die eines Angxllagten." Tie Abberufung Sarrailö. Paris, 24. Dez. (WTB.) Meldung der Agence H,a- vas. Aus Grund von Erwägungen allgemeiner Art hat die Regierung beschlossen, den General S a r r a i l im Oberbefehl der verbündeten Armeen der Orient-Armee durch den Gene- ral Gutllaumat zu ersetzen. Sarrail, der mit ernsten ^chwierigkerten zu kämpfen hatte und der große Dienste letüete, wird, sobald es die Umstände gestatten, eine neue Line Ansprache der Aaiserr. Derrin. 23. Dez. .WTB.) Der Kaiser hielt b* b i. Armee am 22 Dezember wlg-endc Anffn:achc: ' Kameraden! Das Jahr 1917 neigt sich seinem Enve zu, an o? 2 ^ar es mir ein BebürffuS, wieder einmal die Desttrom an itjre heldenhaffen Kämpfer zu beinchm. Ein ereignisvottes M ifl: es für ba£ beulfch: H«r und das deutsche Vaterland gewkiv Oetoal tige Lchläge sind gefallen, und große Entscheidungen habe eure Kameraden im Osten herbeisühren können. Es ist aber tei Mann, tem Offizier und kein Führer aus der ganzen Ostfront, w rch ,u auch gesprock>m habe, der nicht rückhaltlos erklärte: Wen mssere Kavwradeii nn Wesven nich: standgehalten hätten, konnte wir das hier nicht tun. Ter taktische und strategische Zusammen Hang zwrck-en den Schlachten an der Aisne, in der Champaan im Artois, in Flandern und bei Cambrai und deir Vorgänge im Ojten und in Italien ist so klar, daß es sich erübrigt, er Ävrt darüber zu verlieren. Emheittrck geführt, schlägt das deutfä Heer auch einheitlich Um di^fe Offensivschage führen zu könne. Mutzte ein Test des .HeevSs in der Defensive verharren, so hart e auch einem deutschen Soldaten anckrMntt. Eine solche Berteidi gungsick^ackr, wie sie un Jahre 1317 gesühci worden ist, iud E ihresgleichen. Ein Bruchteil des deutick^n Heeres hat di schwere Ausgabe aus sich genommen, seinen Kameraden im Oste den Rücken unbedingt zu decken und sreizuhaltrn, und hat da geswnte englische und sranzösffchc Heer gegen sich gr-hM.' Gn große VvrbereitungSzeü, unerhörte Mittel der Technik und Masse -rn Munition und Geschützen hat der (Gegner zusammengetvager um über eiire Front hinweg den jo stolz von ihm o-ettündete Ernzug in Brüssel halten zu können. Nichts hat der Feind ei reicht. Das Gewaltigste, das ie von einem Heer ge -1 ^ worden i ft, und was in der Kriegsgeschichte iun nicht dagewesen ist, das hat baß deutsche Heer vollbrach ■Ä V 1 JS 11 uberhebendes Lob. Das ist ernc Tatsache. Beck sewaltige Werk haben auch die Tnwpenteil durchgeführt, deren Llbordnungen heute vor mir stehen. T« Dank, den ich ihnen ans stzreche, gebübrt aber nicht allein ihn» wnoern auch denen, die ich hier nicht sehen, kann, denen!, die in ^azarett liegen, und denen auch, die der grüne Rasen deckt. I, schließe an den Dank des Feldmarschalls Hindenöurg, der mich p? londers gebeten hat, den Kämpfern im Westen seinen Tank aus zu sprechen, da er sein festes Vertrauen auf ihr Dnrchhrlten bestSttg, geiehen bat und es chm ermöglicht wurde, die großen sttategifche folgen daraus zu ziehen. Bei jeder neuen Nachricht ist imme Don Eingeweihten und Uneingeweihten, von jedem Mensche das Wort gesprochen: Wie ist es gemacht worden? Diese Bewun berung soll euch ein Lohn und zu gleicher Zeit eine Freude sei, Weder noch so Großes, noch so Ueberwälrigendes vtwmag de was ihr geleistet habt, irgendwie rn den Schatten zu stellen oder > übertrefsen. Es hat das' Jahr 1917 mit seinen großen IchlacAe gezeigt, daß das deutsche Volk einen unbedingt sicheren Derbünd< ren in dem Herrn der Heerscharen dort oben hat. Aus den kan es sich bombenfest verlassen. Ohne ihn wäre es nicht geqanger lieber von euch mußte seine Kräfte bis zum äußenten Ergebe, Ick weiß, daß ieber einzelne in dem unerhörten Trommelieu, Uebermenschliches geleistet hat. ES mag oft ein Gefühl dagewese ern: Wäre doch noch etwas hinter uns, wäre doch Ablösung dv Sie ist gekommen! Ter Schlag im Osten hat dazu geführt, da dort augenblicklich die Kriegsstürme schweigen Vielleicht, so Got wlll.Dür immer. Schon gestern habe ich in der Umgebung von Verdun enr> Kameraden gesprochen und gesehen, und da war es wie ein Witterung von Morgenluft, die durch die Gemüter ging. Jh habt nicht mehr das Gefühl, allein zu sein. Aus das ganze Vater land und bis hinüber zum Feinde wirkt der große Srfolg de Siege der letzten Zeit, der Großkampftage in Flandern und vo: Cambrai, wo der erste vernichtende Offensivstotz den übermütige Briten traf, der ihm zeigte, daß noch der alte Offensivgeist r lunwren Truppen steckt, trotz dreijähriger Kriegsleiden Was noc vor uns steht, wissen wir nicht. Wke oder in diesen letzten vie Jahren Gottes Hand sichtbar regiert hat. Verrat bestraft un tapferes Ausharren belohnt, das hobt ihr olle gesehen, nick bauw können wir die feste Zuversicht schöpfen, daß auch fernerhin de Herr der .Heerscharen mit uns ist. Will der Feind den Friede nicht, dann müssen wir der Welt den Frieden bringen dadurck daß wir mrt efferner Faust und mit blitzendem Schwett di Pforten einschlagen bei denen, die den Frieden nicht wollen." * Berlin, 26. Dez. Amtlich. Der Kaiser hörte heute voi mittag den Genercckstabsvortrag und anschliehend den Bortvag de Bettreters des Auswärtigen Amts Frecherrn v. Grimau. Seefrfeg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 24. Dez. (WTB. Amtlich.) Im englischen Ko nal und an der Ostküste Englands wurden durch unser Unterseeboote letzthin23 OOOB rutto-Register-Ton nen versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befände: sich zwei große Frachtdantpfer, die im Aermelkanal troi stärkster feindlicher Gegenwirkung vernichtet wurden, sowi ein bewaffneter englischer Dampfer vom Aussehen und de Größe d5S Leyland-Dampfers „Norwegian". Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 26. Dez. Amllich. Neue U-Bovts-Ersvlge im Span gebiet umEngland: 21000 ART. Bon den versenkten Schiffe wurden vier Dcrmp>r in der Nvrdfiee vernichtet; drei davon, di tief beladen waren, wurden ans stark gesicherten, nach Englan! gehenden Geleitzü gen herausgeschvsse n. Zwei de Dampfer mären bewaffnet und englischer Nationalftät. Ein av derer versenkter Dampfer fuhr unter englischer Kriegsflagge, wo demnach ein englisches Hilfsfriegsschiff. Berlin, 26. Dc^. Im Mittelmeer sind wieder zahlreich Dampfer und Segler den Angriffen unserer U-Boote ziun O pfe r gefa l le n. Der Rcrnmgehalt der verstnlteir Schiffe bettäg mindestens 38 000 BRT. Unter ihnen beenden stch der bewaffnet englische Dampfer Berwick Law <4648 Tonnen), ein aus stvck Sickierung herausgeichossener großer Tankdauipstr sowie ein bv lvaffneter griechischer 'Dampfer. Einer der versenkten Segler hack 700 Tonnen Phosphat für Italien als.Lrd.rmg. Der Chef des Admiral stades der Mavine. Aus dem Neiche. Fliegerangriff ans Mannheim. Karlsruhe. 25 .Dez. (WTB.) Englische Meger bewarfe' am gestrigen Weihnachtsabend die offene Stadt Mann hei r mit Bomben. 2 Personen wurden getötet und 10 bis 12 verletz! darunter keine Militärpersonen, dagegen ffarrzösssche Krieg? gefangene. Ern Flugzeug wurde in der Pfalz zum Nickeryehe gezwungen, die Insassen wurden gefangen genommen. Au» Stadt und Land. Gießen, den 27.Dezember 1917. ** Amtliche Perso nalnachrichten. Der Grvhherzog, hat am 28. D^ernber dem außerordentlichen Professor in der juristischen Falültät der Landesuniversität Gießen Dr. Rudolf Hübner die erbetene Entlastung aus dein Staatsdienst mit Wirkung vom 1. April 1918 gemährt. ,— Der GroMrzog hat am 22. Dezember den Lehraintsasjessor Rudolf Tumont aus Oppenheim zum Oberlehrer an der höheren Mr;iersäZüe zu "Bingen, den Lehramtsassessdr Jacob Egelhos aus Güntersürst zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Wöllstkin, den Lehramtsassessor Ferdinand Weckerling ans Friedberg gum Oberlehrer an der -Oberroalschnlc zu Gießen, den Bezirks.asserr-As is en en Zlarl May zu Mainz zum ^iczirlskassier der Bezirkskassc Fürth lowio den Finanz- aspiranten Wilhelm Müller aus Groß-Umstadt zum Bezirkskassen- Assistenten ernannt. ** Hohe Ehru n g. Professor Dr. Theodor Koch-Grünberg, Direktor des Museums für Länder- und iVölkerkunde iLinden-- »nuseum) in Stuttgart nnd Dozeirt für Völkerkunde cur der Universität' Heidelberg —, wurde in 'A1nm.7'ennung seiner hervorragenden wissen sch östlichen Leistungen aus dem Gebiete der Amerißi- mstik wie als Fvrschrmgsreisender von der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie nnd Urgeschichte die Rudolf-Dirchow- Plakette verliehet!. Professor Tr. Koch-Grünberg wird durch lerne frühere Tätigicit in Gießen noch 'in bester Erinnerung fern. ** Auszeichnung. Bäckermeister Gesr. 5). Pries wurde mit deni Haniburger Hanseaten kreuz ausgezeichnet. — Der Pionier Willi Hardt erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Bonitäts=< Hundeführer Gesr. Wilhelm- Rink erhielt das Militär-Sa nitäts- Ureuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. — Unteroffizier R u doif Löwen st ein wurde tznit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. ** Das Krtegs-Ehrenzeichen wurde verliehen! den Lokomotivführern Conrad, Os w a l d und Posse, den Wagenmeistern Müller und Kliffmüller, dem Wagenaufseher W a g n e r, dem Vorscblosser Stadler, dem Vorschreiner Walter, dem Vorlackierer Pfeiffer, dem Schlosser Hobel, dem Dreher Jünger und dem Maschinenputzer Nolte, sämtlich stationiert in Gießen. ** Gänse. Das Lebensmittelamt macht darauf aufmerksam, daß über Gänse, die innerhalb drei Tagen nach Empfang der Nachricht über die Zuteilung nicht abgeholt ünb, anderweit verfügt wird. Wer also die ihm zugereiste Gans nicht abgeholt hat, tue dies baldigst. ** Tie Ergebnisse der Ernteerhebungen f ü r | Brotgetreide. Wenn auch die Ernteuachprüfung gegenüber. der Erntevorschätzung einen erheblichen Ausfall an Getreide oller J Art ergeben hat, so steht doch fest, daß die tatsächlich erzielten - Erntemengen größer sind, wie sie sich in den Zahlen der Ernte- uachprüsung auLd rücken. Diese Zahlen können also für die Erfassung der vorhandenen Getreidevorräte nicht maßgebend sein. Es muß vielmehr jeder einzelne Erzeuger eine seine« tatsächlichen Ernte entsprechende Menge von Brotgetreide im Interesse der Ernährung der Gesamlbevölterung abliefern. Wenn daher behördlicherseits von jetzt ab alles darangesetzt wird, um sämtliche verfügbaren Vorräte herausznholen, so wird sich die Landwirtschaft treibepde Bevölkerung der Einsicht sicherlich nicht verschließen, daß das, was nun geschahen muß, notwendig ist, um durchzu basten und unsere Volksernährung bis zur näch'ten Ernte aus eine gesicherte Basis zu stellen.' Wer jetzt noch mit Getreide zurückhält, es zu Unrecht verfüttert oder melw' wie erlaubt ist, verzehrt, handelt schändlich und arbeitet unserer Feinden in die Hand. Glaube keiner, daß nicht eines schönen Tages auch ihn der Arm der Gerechtigkeit erreichen wird. ** Geldsendungen an deutsche Kriegsgefangene in Italien. Wie wir hören, hat die Diskonto-Gesellschaft Vereinbarungen getroffen, tvelche es ihr ermöglick-en, Aufträge zur Uebermittlung vvu Geldsendungen an deutsche, in italienische Kriegsgesangeusckaff geratene Soldaten zur Weiterbeförderung entgegen-unehmen. Diesbezüglick?e Anfragen sind an die Ti§kont-o-Gesüllschast, Berlin, Behrenstraße -13/44, zu richten. ** Dem Hessische« Landesverein für Kriegerheimst ätteN sind, Arm Teil als Weihnachtsgaben. wiederum zahlreiche hockherzige Stiftungen ^geflossen. Ein angesehener Industrieller aus dem Odchrwald hat dem Vereine die reiche Spendck don 30 000 Mark geschenkt. Die Maschmcktsiabrik Karl Schenck zu Darmstadt bat beschlossen, dem Berein den Betrag von 10 M0 Mark zur Verfügung zu stellen. Aus Lich ist von Herrn I. H. Jhring, Inhaber der gleichnamigen Brauerei, die Summe von 1000 Mark gestiftet worden, und ein -anderer ungenannter Freund des Vereins in ,Friedb-erg bat ihm chne Schenkung von 2000 Mark Mgewandt. Sehr erfreulich ist auch da ' rege Interesse der Hessischen Eisenbahn oereine, die durch 'den Eisenbabnorrein Mainz de; Kriegerheimstättensache kürzlich die schöne Gabe' von 1490 Mart überweisen bomrten. ** Kriegssteuer und Iu w elen ver ka u s. ^Es sind von versck edenm Seiten Desürchttlnaen dabinge^nd geänßerl worden, daß der durch den BerÄrur von Goldsachen «»der Juwelen an die Göldanka u fs stell an erzielte Betrag kriegssteuerpslichtcg werden könnte. Diese Auffassung ist im allgemeinen nicht zutreffend. Nach dem Kriegs st euer gejetz vom 21. Juni 1916 unterliegt der Vermögenszuwachs, der aus der Veräußerung von Schmucksachen usw. entstellt, der Kriegssteuer nicket. Eine Ausnahme^ findet nur dann statt, wenn der betreffeirde Veräußerer die Sachen nach dem 31. Dezember 1913 erworben hatte, und zwar deswegen, weil anzunehmen ist, daß dieser Erwerb aus Kriegsgewinnen, vielleicht sogar zur Umgehung der Kriegssteuer erfolgte. Der Betrag hingegen, Heu jemand aus dem Verkauf schon vor detn l. Januar 1914 erworbener Bchmuckjack-en erlöst, bleibt, ebenso wie die Schmucksacheu selbst, nach ß 3 Abs. 1 Nr. 4 des Kriegsstetun- gesetzes ausdrücklich steuerfrei. Es darf, wie wir Mitteilen können, mit Sicherheit airgenommen werden, daß eine weitere Kriegssteuer den Grundsatz des Gesetzes vom 21. Juni 1916 bcibehalten wird, daß mithin auch künftig aus der Veräußerung von Goldsachen oder Schmuck herrührende Geldbeträge der Steuerpslicht nicht unterliegen. ** K a m merbr u ck s a cf)i e n. Ter Zweiten Kammer der Stände gingen folgende Drucksachen zu: Berichte des Ersten Ausschusses über n) 1. den Antrag des Ersten Ausschusses Erster Kammer, Erlaß eines Gesetzes, die Aenderung des Hundesteuergesetzes vom 12. August '1899 betreffend: 2. den Antrag des Abg. Leun, in gleichem Betresjs; b) den dringenden Antrag des Abg. Lang. betr. Erbauung einer Verbindungsbahn Würzburg über Miltenberg-^- Erbach oder Michelstadt—Fürth— Hepponhäin—Worms nach Kaiserslautern : c'i den Antrag des Mg. WM-Stadecken, be tr. A o- änderung oes Einkommensteuergesetzes. — Bericht des Erweiterten Erstcin Llüsschusses über den eiligen Antrag des Abg. Adelung, betr. Herabsetzung des Gasverbrauchs. Anfrage des Abg. Adelung bett. Famstienunterstützung für Kriegsteilnehmer. Bericht des Er- ivestetten Ersten Ausschusses über den Antrag der Abgg. Adelung und Ulrich, die Kartoiselpreise bettessend. ^ ^ ** Stadttheater. Es sei auch an dieser Stelle darauf hrngewiesen, daß morgen die 10. Freitag-Abonnements-Borstel- lung stattsindet. Zur 'Aufführung gelangt dse Neuheit „Meine Fran, die Hossck-auspielerin" von Alfred Moeller u. Sachs, ein reizendes Lustspiel, das bei seiner Erstaufführung in der vergangenen Woche am Großherzoglichen Kurtheater Bad-Nauheim ung-cteisten, überaus starLw Beifall fand. Landkreis Gießen. ** Hausen, '26. Dez. Musk. Ludwig Harnisch erhielt die Hessisch? Ta pfevkitsme drille, Musk. Karl Berg des Eiserne Kreuz. Ans dem Felde derMue fielen Gren. Karl Schäfer. -Musk. Karl Schäfer und Gesr. Ludwig K i r ch m a n n. ** Kl ei n - L i n de n , 26. T^. Dem Bergwerksau'seker Ludwig Adolph wurde das Kriegsehrenzeichen verliehen. S,in Sohn, (Mrcitrr Ludwig Adol vb. erhielt das Eiserne Krercz zweiter Klasse und rvurde zum Unterchfizier besördert. Heiien-Naffav. ^ Diez, 27. Dez. Durch ein Großbauer wurden in der Wilhelmstraße das Gehöft von Gen sch vollständig und die Wein- handlnng rwn Gustav Heck mrhezu zerstört. Die Lö'charbeiten wurden dorck den starken Frost außerordentlich ersch'vert. U A. Frankfurt a. M., 27. Dez. Einen gefährlichen Straßenbahnzusammeustoß gab es an der Scharnhorststraße, Ecke Gutleutsttaße. Ein führerloses Gespann fuhr vm? einem in voller Fahrt die Brückenrampe herunterkommenden Sttaßenbahnzuge über das Geleise, wurde erfaßt nnd gegen einen entgegenkommenden 19er Zug geschleudert. Fuhrwerk und Straßenbahn wurden stark desckädigt. ein Pferd schwer verletzt. Fc. V o m M a i n , 26. Dez. ?lm BahuW Aschaffenburg wurde eine gutgekleidete Frau angebolten, die durch einen sonderbaren Gang ausffel. Eine Untersuchung ergab, daß sie unter ihrem Kleid eine Bdannsttose hotte, in der zwei Gänse versteckt tvaren. Diese wurden beschlagnahmt. ruck, den der Wasfenstillstandsbeschluß an der Moldau hervorgeruien hat. Tie Haltung^ deL Königs Ferdinand gegen enien Friroensschbuß wird getadelt. Die Rumänen? erklären, daß der König von bem starken Friedenswillen ;chfteßlich mitgerüfen würde und fafc der sivrik, VLilkss.rmmMny werde! beugen müssen. Tie sNarimalisten regieren heute im ,vahren Sinne des Wvrtes in Jassy. Die Verhältnisse in Jassy haben sich derart zu- gechitzt, daß König Ferdinand und Bratianu sich wie in einem Gefängnis befinden. Em Weihnachtserlaß Haigs. London, 26. Dez. (WTB. Nickitamtlich.) Reurermeb düng. Marschall Hraig hat zu Weihnachten einen Tagesbefehl an die Truppen in Frankreich gerichtet, in dem es heißt: Ich enIbütL Ihnen meine wärmste Dankbarkeit rntb herzliche Bewrmderung. Unsere Siege und Erfolge waren sehr beträchtlich und hätten wohl in Verbindung nüt den Anstrengungen unserer französischen Verbündeten zu einem früheren vollstäutn- gen Siege geführt, wenn reicht der Zusar unenbruch der russischen Regierung und infolge davon die Anflösn der russischen Armeen gewesen »väre. Es ist unsere Ausgabe, jetzt unsere Herzen zu härten und uns zu stählen, für weitere Anstrengungen. Ich bcqe die vollbonuidene Zuversicht' daß der gleiche glänzende Mnt die erhabene Enlschoffenheit, die sch so süist bar bisher bei seden, gezeigt haben, uns in dem kommenden Jahre helfen werden, allen, weiteren AZ, Forderungen zu begegnen, sie an uns zum Schüße von Herd und Heimat gestellt werden mögen. Lloyd (George über Palästüm. Berlin, 27. Dez. Das B. T. läßt ich von der Schweizer Grenze melden: Laut Basler Nchrrckten ,neldet dir Daily Mail. Lloyd George erklärte im Unterhcnne: Die Engländer werden die heiligen Orte PaMinas der Türkei niemals mehr z u r ü ck g e b e u. _ Amtlicher Teil. Verordnung Lbrr Äusweiskarren zum gewerbsmäßigen Einkauf von Gmttve aller Art. Tie Giltigkeit der (roten) Ausweis karten wird bis zmn 1. April 1918 ausgedehnt. Mainz, den 21. Dezember 191/. 93341) Hessische Landes-Oiemüsestelle. Verwaltun gsabteilrmg. Best. Bekanntmachung. Betr.: Rechtsmittel gegen die Geaveindesteuer - Veranlagung für 1917. Ans Gvrrnd der Art. 46 und 50 d. G. tt G. vom 8. Jul i 19 11 hat Großh. Ministerium der Finanzen Abteilung für Steuerwesen die Frist, innerhalb deren Rechtsmittel gegen üre Gemeindeiteuer- Veranlagnng für 1917 bei der ersten Instanz anhängrg gemacht werden körmen, für die nackbenannten Gen, einden bis zu den dabei genannten Terminen einichließlch erstreckt. Letzter ^ag der Frrst: Stangenrod 31. TeMnber 1917, Weitershain 1. ^onuar 1918, Grünberg 8. Januar' 1918. 9352? Grünberg, den 24. Dezember 1917 Großh. Finanzamt Grünberg. _ Gieszener Stadttheater. Gießen, den 25. Dezember 1917. Gloupe und Heimat. Die Tragödie eines Volkes von Ka r l S chö nh e r r. In die Zeit der Gegenreformation führt Schönherrs Bolks- Iragöoie. Der Kamps um die Religion war entbrannt, das Feldgeschrei „hie lutherisch, hie katholisch" allgemeiue Lostmg. Unterdrücken konnte man die neue Lehre nicht mehr, also mußte mau suchen, ihre Anhänger in den katholischen Ländern, zu denen auch das österreichische Tirol gehörte, loszuwerden. So erließ Kaiser Maximilian den Befehl, die lutherischen Bauern Oberösterreicks des Landes zu verweisen, sofern sie nickt die vroteftantische Lehtt abschwörten. An diese historische Tatsache anknüpsend setzt die Handlung ein. Seit 200 Jahren sitzen die Rott-Bauern auf der ererbten Scholle. Die Reformation bat auch sie heimlich zu Bekennen! der Confessio auaustana gemacht. Nach schweren inneren Kämpfen treten der Mt-Rott und seine Söhne zur Lehre Luthers oftert über und sollen nun ebenso, wie die anderen Bauern den Boden der Vater verlaffen. Der unmündige Sohn, Spatz, des Christoph Rott einziges Kind, muß aber nach dem Erlasse des Kaisers zurück- bleiben, da die Kirche glaubt, die iungen Seelen noch pon dem Ketzerglauben befreien und zu der rEcn '.Religion zurückführenl zu können. Doch der Spatz brennt durch und sprmgt, als ihn der wilde Reiter, der erbarmungslose Vollstrecker des kaiserlichen Befehles, fangen will, in den Mühlbach und kommt um. Christoph Rott greift zur Art und will den Reiter töten, da schießt ihm in letzter Minute Christi Wort „Liebet eure Feinde" durch den Sinn. Er überwindet sick und bietet dem Ma„ne. der ibm sein Teuerstes raubte, die Hand zur Versöhnung. Besiegt bricht der Ketzeriäger sein Sckyvert entzwei und sinkt zusamnien, während die Notts mit der Leiche des Spatz fortziehen, sich eine neue Heimat zu suchen. .Schönherr geht wie im „Sonnenwcndtag" auch in „Glaube und Heimat" aus den Pfaden Anzengrubers weiter. Was aber dort Realismus ifä, ist hier ein bis zur Grenze der Aufdrucks Möglichkeit gesteigerter Naturalismus. Mit bewunderungsivürdiger Schärfe sind Liese trotzigen, starken Charaktere beobachtet und festgehalten. Kein Zug fehlt oder ist verzerrt wiedergegeben, kein Wort, sei es auch noch so hart, fällt, das nicht logisch zu dem Charakter dessen, der e? ausspricht, paßte. Als ein Meisterwerk naturalistischer Dramatik wird „Glaube und Heimat" bestehen bleiben, gleichgültig, ob man die Tragödie als Tendenzstück aus- saßt oder nicht. Unter der Spielleitung von Hosrat Hermann Stein- go etter kam eine schöne, abgerundete Ausführung zustande. Lskar Fei ge l zeichnete den Christoph Rott mit der Ruhe und Sicherheit, die dieser imponierenden Bauerngestalt eigen sein müssen, und erzielte por allem im 3. Akt, in der Szene mit dem Reiter, durch angebrachte, kluge Mäßigung in der Wiedergabe des Zornausbruches Uäriste Wirkung. In der Rolle der Rottin stellte sich eure junge Künstlerin, Hilde Brandt, vor. Sie brachte das Knorrige, Robuste der im allgemeinen verschlossenen Bäuerüi, mit dem harren Schädel und dem unbeugsamen Nacken überzeugend zur (sstltnng. Helene Kall mar als Spatz gab den Rvtt-Buben, ,chie Wilbkätz", mit viel Temperament und Natürlichkeit wieder, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Eine schöne Leistung bot jhirt Wenzel als „wilder Reiter". Haltung. Sprache und Spiel waren durchweg ausgeglichen, und die besondere Betonung des kilmstandes. daß der Reiter nur ein Glaubensfanatiker, nicht aber ein völlig herzloser Mensch ist, erwies sich als sehr glücklich. Von tiefer Wirkung war der Sandperger Karl Vol cks, der eine Probe feiner Charakterisierunqskunst gab, ebenso wie Adolf Falken als Rott-Peter und Wilhelm Stengel als Alt-Rott. Der Engelbauer fand durch Rudolf G o l l passende Verkörperung. Die übrigen kleineren Rollen lagen in berufenen Händen. .— w. m. — * Gießen, den 26. Dezember 1917. Mcive Frau, die Hafschsuspielerin. Lustspiel von Alfred Moeller und Lothar Sacks. Ein witziges, sein abgestimmtes Lustspiel haben die beiden Autoren mit dieser Komödie aus die Bretter gestellt. _ • Tie Geschichte einer jungen Künsllerehe i}t es, die den ^Koff lieferte. Er Schriftsteller, Sie Schauspielerin, die bei der Heirat aus ihren Berus verzichtet, uw ganz dem Manne ihrer Wahl zu folgen. An äußere Erfolge gewöhnt, durch Husoigungen verhätschelt, tritt aber im Laufe des 2jährigen Beisammecheins^ eine immer stärker werdend^' Mißstimmung bei ihr ein. Sie vermißt den Glanz ibver früheren Bühnenlausbahn, und da der nock unbekannte Name ihres Gatten als Schriftsteller ihr mchts von dem verheißt, nrüssen rauschende Festlichkeiten und Flirts die Leere ausfüllen. Tie Ehe droht eine unglückliche zu werden. Der (tzatte erkennt das und in einem Bühncnwerk „Meine Frau, die HossckMrspiclerin" gibt er eine Schilderung- seiner Ehe. ^Ohne Wissen seiner Qktttin reicht er durch einen Freund das' Stück ein. Nach manckierlei Schwierigkeiten wird es am Neuen Komödieichaus angenommen und die Gattin des Autors erhält mit seiner Einwilligung die Hanpttolle. Sie weiß aber nicht, daß ihr eigner Mami der Verfasser ist und erkennt auch nicht den Spiegel, der ihr in dem Stück das Bild der eignen Ehe malt. Ausregeiüx' Tage gehen der Uraufführung voraus, um so mehr als um die Abänderung der Schlußszene ein Kämpf entfernt!. Erst am Tage der Premiere, unmittelbar vor jener^umsttittenen Szene venät sich der Gatte in einer Unterhaltung. Sie erkennt mm pilüylick alles- uitb versteht. Mit dem Erfolge der Komödie geivinnt der mit einem (pdjlage berühmt gewordene Schriftsteller sein Weib voll und chinz zurück. , Köstliche Figuren, wie z. B. der Karikaturenzerchner otrupp, belebtm die Handlung unb sicklern bei dem lebendigen, geschickt geflochtenen Dialog dem Lustspiel den Erfolg. Tic Hofselxluspielerin zeichnete Herta Ellen hausen mit viel Anmut und Grazie, der Gatte, Tr. Reichersberg, wurde von OMar Feigel sick-er und ansprechend wiedergegeben. Einen prachtvollen Sttupp gab Karl Bolck ab. Bei vorzüglicher Maske war sein Sttupp in der Herausarbeitting aller charakteristischen Züge und der Betonung der Komik ein Kabinettstückckien urwüch- ttgcn, irischen Humors. Mrffam unterstützt wurde her Künstler durch Helene Kall mar als Else. Kurt Lerck fand nck mtt der undankbaren Rolle des genasführten „Rasckwitz" gut zurecht. Besonders zu erwähnen wäre nock) Karl Sternmeyer als humorvoller Wolters, und Rudolf G oll als Köppke w. m. Sah ein Kimb ein Röslein stehn. Singspiel aus Goethes Jugendzeit ^von Wilhelm Jacoby, Musik von Heinrich Svangenberg. Die Singspiele, zu denen^ Episoden aus dem Lekwn unsere großen Meister den Stofs liefern, werden allem Anscherne nach Mode Nackdenl mit dem „Treimäderlbaus^', das Schuberts im* gtücklicl-es Liebesidyll entstellt vor das Rampenlicht zerrt, der Reigen eröffnet luurbe, ist nun in „Sah ein Knab' nn RoslnN stehn" ein ziemlich matter Abklatsch mit Goethes -^ttaßbürgn' Erlebnis, dem Verhältnis zu Friederike Brion, der Ptarrlochler von Sescnherm, als Handlung, gefolgt. Mit wettgehendster mer* terischer Freiheit und Phantasie schildert Iacoby, ko^. junge ®oetf>c die anmutige Psarrerstock-ter kennen in® neben lernt und wie sch-ließtick Vernunffgründe die beiden Liebenden wieder ttennen. Tazu hat Heinrich ^pangenberg mit Benutzung von Volksliedern eine anmutige Mustk geschaffen. -r- Wir haben bei der Delprechung des „Dreimäderlhauses" bereits ausführlich Stellung genom- m«l zu der banalen Art, wie hier tiefgebende^ Herzensereignisse uifferer Großen, deren Leben und Werke wir gewohnt sind urner einem anderen Gesichtswinkel als dem des operettew- llffren Singspiels zu betrachten, verarbätet und zerpflückt werden. Wir können auch hier, so einschmeichelnd und schön die Melodien sind, so anmutig dre Handlung ist, nur aus unserem ^taickpunv verharren: Ter Laie erhält ein völlig «alscheS Bild, den Kenner oter denjenigen, der versucht trat, sick mit dem Leben GoetheS näher vertraut zu macken, wird die Verzerrung schmerzen. Doch sck ließ lich ist das ja Gefühlssache. Wie das „TreimäderlyauS' wird sich auck ckeses Goetlw-Singspiel mit seiner sinnigen Handlung — der dritte Akt ist besonders smnmungSvoll — nnd seinen teilweise reizenden Melodien die Gunst des Publikums im 'Ltnrme erobern. — , „ ^ Adolf Falken in der Rolle Goethes war darstellerisch und stimmlich — nach Uoberwindung einer vorübergehenden Indisposition im ersten Akt — durchaus auf der Höhe und trug nicht unwesentlich zu dem Erfolge bei. Die Goethe-Maske hätte etivas mehr Sorgfalt verdient. Bon entzückender Anmut und Schlichtheit war Margot Werner als Friederike. Das Organ sprach laicht und sicher an und die Darstellung ließ nichts zu wünschen übrig Beifallsstürme rief die vortteffliche Komik der Herren: Gudols Goll (Strobel), Karl Steinmeyer lStoßkopff und! Karl Bolck lHutzler'i hervor. Eine prächtige Susanno Klinglin war Luise D e l o s 6 a, eine flotte Marie Hermine W o s s i d l o Die Freunde Goethes wurden durch Oskar F e i g e l Merck), Emil W a l de n (Lenz-, Curt Le r ch Magirerß Karl Eng e l m a n n fStilling), Willy Borchardt (Lerse), der Pfarrer Brion durch Kun Wenzel angcpaßt wiedergegeben. Zu erwähnen wären nock! Gustzel Bcling als Lucmdc und Friedel Xo^rr als Emilie Nachruf. ,, DE« letzten heftigen Kämpfe baden auch uns Mvere Verluste gebracht. Es starben den Ehrentod auf dem Dchlachtfelde unsere Mit gUeder: Herzliche Teilnahme den trauernden Familien, ehrendes Gedenken den tapferen Entschlafenen, die für ihre Heimat und für die Sicherheit ihrer Lieben gefallen find. Turnverein Hansen, Gesangverein Eintracht. Haufen, den 24. Dezember 1-17. 08095 Todes Anzeige. Mein lieber Mann, mein treuer Bruder Dr. Carl Klein, Spezialarzt ist heute nacht nach langem Krankenlager sanft verschieden. Frau Hermance Klein. ®° D . Dr. W. Klein. Gießen, den 25. Dezember 1917. Von Beileidsbezeugungen bitten wir abzusehen. X V W \ Am 24. Dezember vertohied naoh langem Leiden mein herzensguter -Mann, unser treusorgender Vater Oberingenieur Richard Otte im 43. Lebensjahre. Maria Otte geh. Brambach. Annemaria und Helmut Otte. Qiessen, den 25. Dezember 1917. Die Beerdigung findet Freitag den 28. Dezember, nach- mittags 3 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. 9857 tagsüber in kleinen, feinen Haushalt gesucht. Kochen nicht erforderlich Näh. zu erfragen Pension Braudl, Neuen Bäue 22. 0800;» Zum L Januar ein Hausmädchen gesucht Anmeld. abds.6-^ Uhr Aliceschnle iKochschule) 89860 Sieinstr. 10. Danlcsagung. hv Kleiatierzuebl „Reidl’s Hol 1 , Eisdtrvartba, Bez. Dresden. Dtchltzc ZAittliiiilSe reinrassig. Rüde. Hündin u. Welpen, vrächt. Tiere, gute, scharfe Wächter, zu verkaufen. 9347hv '.KeldTs Hör* Hlederwartta, Bez. Dresden. Rtvtsbles Kails in guter Lage preiswert zu verkaufen. Schrtftl. Angeb. unter 9343 a. d. Gietz. Anz. 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Eigentümer k.nnt die Perso en u. wti d nötigenfalls Verfolgung der Sache einleiien. Der Minder wird gebeten, geg. Belohnung den Gegenstand abzugeben 0810 0 1 Neuen Bäue 161. Verloren schwarzer Muff aus dem Lebensinittelamt am22.d.M. Wt derbringer gute Beloh- uir ng Alicestr. 19,1. 9354 Kleiner schwarzer Dackel entlausen. Hört aus Namen „Schlüpfer". Geg. Belohnung abzugeben 08096 Bezirkskommando Gietzen WrtlUl anfangs 40, mi 3er- ^Ullll, machsenen Kinde, n, wünscht zwecks Heirat mit Dame, Witwe nnt Kind nicht ausgeschloffen. inBerbindung zu treten. 9tur ernstgemeinte Angeb, u. 08097o. d. G. A. erb. Wer erteilt einem Untersek. Nachliilfe in Lat. d. Griectiigcb? Angeb. m. Preisangabe unter 0809*2 an den Gieh. Anz. Ankaufs von Alteisen, Lumpen, Knochen, Papier, Flaschen. Louis Roihcnbrrger. Teleph . 176. Neuenweg 22. UM® Üi Leitung: Hofrat Hormann stsmgovttor Freitag, 28. Dezbr. 1917, abends 70, Udr: 10. rrottag-Lt-ollnsraont»- Vorolollona: 9356e Neuheit: Neuheit! Meine Fm, die SoMiillspiklkNü Lustspiel in 3 Akten von Moeller und Sachs. VTorms &. Rh. (Dierolfstr. 33), den 22. Dezember 1917. \______ ) Bekanntmachung. Das * Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschast für das Gr. Heffen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 27. Dezember 1917 bis zum 11. Januar 1917 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüchedagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommi'n oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist. sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungs- srist bei dem Borstande der land- und forstwirtschaft- lichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Rüddingshausen, den 24. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Rüddingshausen. I. B.: Nikolai, Beigeordneter. &tt Fischerei-Verpachtung Montag den 21. Dezember d. F., nachmittags 2 Ubr bei Gastwirt Weder. Ruhlkirchen, dir nachstehend beschriebene Domantai- und gemeinschaftliche Fischerei aus 12 Jahre: Fischereibezirk Nr. 1 „Autrist" in den Ge- mnrkungen eibelsdors und Ruhlkirchen — fU km, welcher teils dem Grohh. LandeSeigentum, teils — in der Gemarkung SeibelSdors — demselben in Gemeinschaft mit den Freiherren von Dörnberg zu Hausen und Herzberg- Breitenbacl; am Herzberg zusteht. Pachtiiebhaber, deren Besah igung zum Pachten nicht offenkundig vorliegt, haben sich hierüber vor der Verpachtung bei uns anszuweisen. Von der Pachtung ausgeschloffen sind geschästsun ähtge und wegen Jagd- oder Fischsrevel bestrafte Personen. i98E»9D Wahlen. Post Ruhlkirchen den 21. Dezember 1917. Grosib. OberfSrfterei Wahlen. Goldankaulstelle Sichen. Bei der am 15. l. MlS. stattgehabten Verlosung der von dem Kriegsbüro des Neichsbankdirektoriums als Prämie für die Einlieferer von Goldsachen gestifteten Gravüren des Gemäldes von Professor Arthur Kamps „Gold gab ich für Eisen, Bolksopser 1813" entfielen die Gewinne aus folgende Personen: 1. Frau Dora Katz. Gießen. 2. Frau Rechtsanwalt Engisch, Gietzen. 3. Fränlein Helene Jhring, Lich. 4. Herrn Georg, Gteffen. 5. Frau Neue, Gietzen. tt. Herrn Herz Klipstein. Alten-BuseL 7. Herrn Vrofeffor Hübner, Gietzen. 8. Herrn Professor Hüter, Gietzen. 9. Herrn Profeffor Alles, Gietzen 10. Herrn Geheime Hosrat Profeffor GlseoiuS. Gietzen. 11. Fräulein Auguste Dörr. Gietzen. 12. Herrn Robert Ewald, Gietzen. 13. Frau Anna Schirmer. Gietzen. 14. Fräulein E. Jülich, Gietzew 15. Fräulein Jula Lasiert, Gietzen. 16. Herrn Geheime Atedtzinalrat Profeffor Dr. Geopert, Gietzen. 17. Frau Geheime Schub rat Störiko. Gietzen. 18. Herrn Karl Reichert, Gietzen. 19. Herrn Profiffor Rosenberg, Gietzen. 20. Frau Lemm^. Gietzen. 2L Frau Dr. Mues, Gietzen. 22. Frau Dr. Brühl, Gietzen. 23. Herrn Ferdinand Paul, Gietzen. 24. Fräulein Annemarie Schässer, Gietzen. 25. Frau Elise Hellricher, Gietzen. 26. Frau Profeffor Meffer, Gietzen. 27. Frau Rergasseffor Wemmer. Gietzen. Da uns nicht von allen Gewinnern die Wohnung bekannt ist,ersuchen wirum derenMitteilungunter gleichzeitiger Angabe des Tage«, an dem die Anlieferung der Gold- gegenstände stattgefunden hat. Dieser Tag ist aus der von der GoldankausSstelle ausgefertigten Ehrenurkunde er- sichtlich. Die Zustellung der auf Nmnen auSgesertigten Gravüren erfolgt demnächst. Gietzen. den 21. Dezember 1917. Der Vorsitzende deS EhrenauSschuffes der Goldankausstelle. Dr. U sing er, Geheimerat. 9820D Elisaheth-Kleinkmderschule. Zwecks Ablösung von Neujahrs -- Glückwünschen nehmen die Unterzeichneten auch tn diesem Jahre Gaben für unsere Anstalt entgegen. Die Namen der Geber werden im„Gietzener Anzeiger" rechtzeitig bekannt gegeben. Gietzen, am 27. Dezember 1917. Für die Eliiabetv-Kleinkinderschule: Frau Fabrikant Bänninger. Ludwigstratze 73 Frau Weichensteller Bechtold, Buddestratze 3 Frau Schuh iiachermeister Hetz, Hillebranditratze 9 Frau Kommerzienrat Henligenstaedt, Liebigslratze 40 Frau Stadtverordnet. Winn, Hofmannstvatzc 14 Pfarrer BechtolSheimer, Liebigstrahe 56 Lberbibliothekar Prof. Dr. Heuser, Ost-Anlage 12 Oberlehrer Prof, Dr. 5krausmüller, Bcrgstrahe 21 Kaufmann LouiS Wolsi. Schiffenberger Weg 21 Sparkaffekontrolleur Haas, Stephanstratze 17