Kr. 502 Ter Sietzener Anzeiger erscheint täglich, allster Sonntags. - Beilagen: HtthrrrerFamilienblätler; tttrirMaU für den Kreis Stehen. vezugspreir: monatl. Btt. 1.20, viertel- iäkrllch Btt. 3.6Vs-durch Abdole- u. Zweigstellen monatl. Btk. 1.10: durch die Bost Btk. 3.6O viertel- jährl. ausschl. Bestellst, gernsprech - Anschlüsse: für dieSchriitleiluiigll2 rr,rlaa.Meschäitss1elle51 AnschrstlfürTrahtnach- richten: Anzeiger Sieben. Erstes Blatt \bl. Jahrgang Montag, 24. Dezember \%l PostscheSisnto: 5 ranksur 1 a.M.N 68 b n c*v vantoertehr: Gewerbedank Giehen Swittingrrunddruck u. vrrkag: Brühl'sche liiiiv.-Buch- u. Lteindruäerei N. Langr. Schristleltung, Seschästtstelle u. vruckerei: Zchulstr. r. Annahme von Anzeige» i die TageSnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Seilenpreise: fiir örtliche Anzeigen 25 Pi, für auswärtige 30 Pf., stlr Reklamen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schrist 20°/ 0 Ausschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadl . d Land, Perrnischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sänitlich in Gießen. Die Weihnachten und Teilfriede. ^ Nicht nur das Geld ist in der Gegenwart entwertet, son- K dern scheinbar sind es auch unsere ethischen Güter. Es hat tt eine Ummünzung stattgefunden, es ist nicht mehr so billig, ein Musterbürger zu sein. Alle unsere früher behaglich durchwärmten Räume, die Traumwinkel der Haussitte, sind dem rauhen Durchzug der Zeitenkälte eröffnet. Doch davon stirbt nicht, was im Kerne gut und recht war. Mag unter dem Druck der Röte des Lebens manches Gewissensbedenken fallen, so daß die obrigkeitlichen Vorschriften vielfach übertreten werden, mögen die Herzen rauher geworden, die Reihen der Sentimentalitäten stark gelichtet sein — der Gedanke an Schicksal und Ewigkeit wird dafür um so gebietender aus- gerichtet. Was morsch imd schlecht gewesen war, ist freilich schneller als sonst dem Zerfall entgegengegangen, aber dem innerlich und im Herzen Gesunden wurden vom kalten.Hauch der Zeit die Backen gerötet, und viele vornrals Schwächliche und Schwankende sind robust und mannhaft geworden. Sieg oder Niederlage und kein Mittelding zwischen beiden, so wurde auch hier in den meisten Fällen die Entscheidung gefällt. Wo blieb aber das Schöne, Zarte, Traumhafte unter den Erschütterungen der Heldentage? Wo blieb das Kindlich-Naive, das innig gläubige Gemüt, das Mystisch-Erwartungsvolle, der milde Klang der Weihnachtsüotschaft? Drei lange Winter war er unter .der Eisdecke des Krieges verborgen, und das Wort „Friede auf Erden" verhallte im i Sturm. Doch wie die lieblichen Wunder der Natur auch nach dem grimmigsten Winter wieder zum Leben erwachen, so werden in den herben, durchkälteten Menschen von heute auch ! nach mehrjähriger Eisperio.de die zarten Triebe der Glaubens- I freude wieder aufkeimen. Die Decke des Krieges im Osten ist i aufgetaut, durch, den Riß gespaltener Wolken blickt ein freundlich -schimmernder Friedensstern. Wir hören wieder die Botschaft aus der Höhe: „Friede auf Erden!", und alle Herzen ergreift ein großes Erleben, größer und erhebender, als es uns früher im Lichte des Weihnachtsbaumes durchdrungen hatte, der den stillen Winkel der Häuslichkeit erhellte und in der Wirkung auf einen kleinen heimischen Kreis sein Genügen hatte. Der fromme Glockenton löst im Osten das Donnern der Kanonen ab, er trifft die Völker auf der großen Weltenstraße, und unser Umblick fällt nicht in trauliche, erwärmend bereitete Feiertagsruhe, sondern in die großen Erwartungen und Hoffnungen, die unser Volk als Ziel des jahrelangen Kampfes fefthalten will. Wir haben die Sentimentalitäten verlernt, hat der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg früher einmal gesagt. Galt dies nur für die Zeiten des Kampfes, für die Methoden unseres Verteidigungskrieges? 'Dürfen sie jetzt wicderkom- men, diese Sentimentalitäten,'und uns einlullen in die Trugvorstellung eines ewigen Friedens, einer dauernden : Völkerversöhnung, die eine nationale Schutzpolitik angeblich entbehrlich macht? Wir lesen jetzt in der Tat wieder häufiger in der Presse der Linken, daß das Ideal über die Macht triumphieren soll und der Friedensgedanke sch dauernd . durchsetzen werde gegen die Völlerverseindungen. Diese Politiker machen das Wort „Friede aus Erden" zu einer schönen Phrase. Ist derjenige ein sittlch überragender Mensch, der das Schlechte und Böse auf Erden gänzlich leugnet, nur von Tugend und Frömmigkeit redet und darum der Wehr gegen die schlimmen und falschen Mächte ganz entraten zu können vermeint? Die politischen Weltbürger, die alle Völkergegensätze mit der Farbe Humanität übertüncheu zu dürfen glauben, tragen die reine Quelle idealer Auffassung, die sch praktisch erst-im persönlichen Leben und Handeln erweist, oft m ge rem Maße in sch, als etwa ihre politischen Gegner, b- für eine entschiedene Förderung der Machtinteressen nach außen hin eintreten. Es ist durchaus zweifelhaft, wer die meisten wirklichen Idealisten und sittlich hochstrebenden ichen stellen würde: Die Gruppe der „Annexionisten" ooe. die Partei für entschädigungslose Verständigung. Je entfernt von unmittelbarem Anteil und von eigenen r innerste- Jmpulsejn wir vor allgemeine Entscheidungen ge- - stellt werden, die einen ganzen Kreis von praktischen Erwägungen und Wirkungsberechnungen erfordern, desto mehr müisen wir die Sentimentalitäten zurückhalten. Die Krieas- jahre haben uns rauhe Wirklichkeiten gelehrt. Aber gerade an ihnen haben sch Pflichtgefühl und moralischer Mut entwickeln können. .Wir haben keine besonderen Eisernen Kreuze für ethische Verdienste, aber alle Standhaftigkeit, aller Opfermut, in denen unser Volk späteren Generationen vorleuchtete, l sind das Erz, aus dem auch das reine Metall lautersten Idealismus' gewonnen wird. Für imübersehbare Anstrengungen steht uns jetzt ein befriedigendes Ergebnis, ein erlösender Ausgang aus dem Weltkrieg vor der Tür. Wir feiern das Weihnachtsfest noch Mit allen Mängeln unseres Wirtschaftslebens, ohne Reichtum und Glanz äußerer Gaben, aber doch im erwärmenden Strahle wiederkehrender Häuslchkeit. Wer noch draußen in Not und Gefahr weilt, weiß sch. doch heute dem schönen Tag der Heimkehr in die Menschlichkeit. näher. Und hoffentlich brauchen sch unsere tapferen Feldgrauen nicht mehr über das schädliche Getue solcher politischen Friedensfabrikanten zu beunruhigen, von denen Max Piccolomini unmutig sagte: „Ihr seid es, die den Frieden hindern, ihr! Der Krieger lst's, der ihn erzwingen muß." (WTB.) Großes Hauptyuartier. 22. Dezember. (Amtlich.) W e st l k ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Westrvosebeke sowie bei Queaul und Moeuvres nor- / übergehend erhöhte Artillerielätigkeit. In kleineren Vorfeld- kämpfen wurden GefangePe gemacht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In einzelnen Abschnitten längs der Ailctte, in der Champagne und auf dem östlichen Maasufer lebte das Artillerie- und Minenfeuer in den Abendstunden auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Hin Erkundungsvorstoß nordöstlich von Thann führte zur Gefangennahme einer größeren Anzahl Franzosen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Im Eernabogen. zwischen Wardar- und Doiran-See und in der Stnrmaebene verstärkte sich zeitweilig das Artilleriefeuer. Italienische Front. Am Nachmittage griff der Italiener den Monte Asolonc und die westlich davon gelegenen Höhen vergeblich an. Auch am Abend erneut durchFeftihrte feindliche Angriffe scheiterten. Die Feuertätigkeit blieb zwischen Brenta und Piave rege. Der Erste Gcneralauarttermrister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. H e er e s g r u ppe K ro n p r i n z R u p p r e ch t. Vom Elmttcurrt-Äc bis zur Deute hielt lebh fteS Artilleriefeuer bis zur Dunkelheit an. Don einem an der Bahn Boesinghe—Staden durchsgeführten Unternehmen wurden 30 Engländer gefangen eingebracht. Beiderseits der Scarpe und südlich von St. Quentin entwickelte sich am Nachmittage rege Feuertätigkeit. Zahlreiche erfolgreiche Erkundungsgefechte zwischen Arms und St. Quentin. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zu beiden Seiden der Maas nahm in den Abendstunden das Artillerie feuer zu. * Die tagsüber in vielen Abschnitten sehr starke Fliegrr- tätigkcit blieb auch bei mondheller Nacht nge. Sh.'erneß, Dover, Dünkirchen sowie Bahnanlagen und Attmitionsttger hinter der englischen und französischen Front wurden kräfttg mit Bomben belegt. * Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Gefechtstötigkeit blieb gering. Italienische Front. Ein Vorstoß Der Italiener gegen die Höhen westlich vom Monte Asolone scheiterte. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Die Abendberichte Berlin, 22. Dez., abends. (WTB. Amtlich!.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. B e r l i n, 23. Dez., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 22. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vertautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Feindliche Angriffe gegen den Monte Asolone und die rvestlich anschließenden Höhen scheiterten. Der Ehcf des Generalstabes. Wien, 23. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Die Fricdensverhandlrmgen wurden am 22. dieses Monats 4 Uhr nachmittags in Brest-Litowsk eröffnet. I t a! i e n i s ch e r K r r e g s s ch a u p l a tz. Infolge ungünstiger Witterung und schlechter Sicht- verhältntsse blieb die Geftchtstätigkeit im allgemeinen gering. Feindliche Teilvorstöße scheiterten. 1 Der Chef des Generalstabes. Lin historischer Lag in Vrrst-Litowsl. Brest-Litowsk, 22. Dez. (WTB.) Staatssekretär von Kühl mann ist mit seiner Begleitung gestern abend hier ein- getroffen. Gleichzeitig tvaf die bulgarische Delegation ein. Der Staatssekretär hatte Gelegenheit, noch an, Abend mit den Vertretern des Vierbundes und den russischen Delegierten zusammen- zutrefsen. Heute um 4 Uhr nachmittags sind in Bvesb-Lftowsk die Frie- bensvnhandlungen in feierlicher Sitzung eröffnet worden. Es hatten sch hierzu folgende Vertreter estlgeffmdcn: Don deutscher Seite Staat^stkretär von Kühlman n, Gesandter von Rosenberg, Legatwrfthekratär a Hösch, General Hoff mann und Major Brinckmänn. Von österreichisch-ungarischer Seite Minister d-Ä Aeußcrn Graf Czernin, Botsckinfter v. Merey, Gesandter von Wiesncr. öegiatbn §mt Graf Eolloredo, L-egatiionSiettetär Gras Czctch, F'eüDnmrschrtleutncmt d. Csieheriez, Oberleutnant Pokoruy und Major v. Glaise. Von bulgarischer! Seite Justizminister Popow, Ge-, sandter Kossew/ Gesandter Sdojanowitsch, Oberst Gantschew und Legationsrat Tr. Anastassoff. Von türkischer Seite Minister des Aeußern Achmsd Nessimy Bey, Botschafter Ibrahim Hakki Pasckm, Unterstaats- ie'kretär 'Rchchad Hikmet Bey und General der Kavallerie Zekki Pa/ck-a. Bon russischer Seite A. A. Jese, L. B. .Kemenvw, Frau M. A. Vizenko, M. H. Pokrowsky, L. M. Karachrn, N. Bk. Lu- binski, M. P. Weltmann. Oberst Pcvolowitsch, Adiniral W. M. Altvater, General Samoilo, Oberst Fokke, Oberst Zeplit, Hanpt- nmnn Lipsky. Prinz Leopold von Bayern begrüßte in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Oberlornmandos Ost die in seinem Han ptana rtier erschienenen Vertreter der Mächte des Vierb arides und^ Rnßland mit einer Ansprache, in der er unter Hinweis auf de:: günstigen und erfolgreichen Verlauf der Wafsenstillstands- verhairdlungOi der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck gab, daß auch die nun begormenen Verhandlungen möglichst bald zu einem die Völker beglückenden Friedm führen möchten. Hierauf lud Prinz Leopold den ersten türkischen Vertreter Ibrahim Hakki Pascha ein, als Alterspräsident den Vorsitz zu übernehmen. Hakki Pascha, der den Präsidsntenstuhl ein- naym, dankte fftt die ihm erwiesene Ehre, begrüßte die Delegierten und eröfmete die Verhandlungen mit den besten Wünschen für deren gedeis-lic-hen Verlauf. Er schlug hierauf v^or, daß Staatssekretär von Kühlmann als erster den Vorsitz bei den BerhaiMimgen übernehnre, welchem Anträge allseitig zngestimmt wurde. Strmtsftkretär v. Mhlmann. übernahm nunmehr den Vorsitz und hielt folgende Ansprache: „Es^ist für das Land, das ich zu vertreten habe, und für mich eine große Ehre, gemäß dem Beschluß der Versammlimg bei der heutigen ersten Beratung den Vorsitz führen zu dürfen, bei der Vertreter der verbündeten Mäclxte mit der: Delegierten des rufst-- scheu Volkes zusammentteffen, um dem Krieg ein Ende zu machen und den Zustaird von Frieden und Freundschaft zwischen Rußland und den vier vertretenen Mächten wiederherzustellen. Nach der Lage der Verhältnisse kann nicht die Rede davon sein, ein bis in die kleinsten Einzelheiten ausgearbeitetes Friedinrsinstrumeitt bei den jetzt begonnenen Beratungen herzustellen. W!as mir vor- sckvwebt, ist die Festsetzung der wichtigsten Grundzüge und Bedingungen, unter denen ein friedlicher und freund nachbarliches Verkehr, insbesondere auch auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiete, möglichst bald wieder in Gang gebracht werden kann, und die Beratung der besten Mittel, durch welche die durch den Krieg gescblageri.en Wunden wieder zu heilen wären. Unsere Ver^uid-- lungen werden erfüllt sein von dem Geiste versöhnlicher Men- sckenfreundlichbnt und gegenseftiger Achtung. Sie müssen Rechnung tragen' einerseits dem küstorisch Gegebenen und Gewordenen, um mcht lden festen Boden der Tatsachen unter den Füßen zu r>er!ieren/ andererseits aber auch getragen sein von jenen neuen großen Leitgedanken, auf deren Boden dre hier Versammelten zusamm-engetrof- fen sind. Ich bdt] eä als glückverheißenden Umstand ansehen, daß unsere Verhandlungen ün Zeichen jenes Festes beginnen, rvelches schon seit langen Jahrhunderten der Menschheft die Verheißung: „Frieden aus Erden denen, die guten Willens sind," gegeben hat, und ich darf in die Verhandlungen init dem auftichttgcn Wunsch eftrtreteu, daß unsere Arbeiten einen raschen und gedeihlichen Fortgang nehmen möchten." Auf Gvund von Vorschlägen des Vorsitzenden )vnrden hftrans folgende Beschlüsse gefaßt: Rangordnungssragen werden nach der' alphabetischen Liste der verttetende:c Mächte gelöst Iwerldvn. .Im Präsidium der Bolboersammlungen alteriemt die ersten Bevottmächttgteir der fünf Mächte. v Als Berlftndlungsspvachen sind zugelafsen: die deutsche, die bulgarische, die russische, die türkische mrd die französische Sprache. Fragen, die «nur einzelne der beteiligten Mächte interessieren, können deir Gegenstund von.Sorrderverhandlungen zwischen diesen bilden. Tie offtziellen. Sitzungsberichte werderr gemeinsam! festgesteltt werden. Ans Einladung des Vorsitzeirden entwickelte hierauf der erste russische Vertreter in langer Rede d'L Grundlagen >des russischen ^iedenspwgramms, die sich mr «mes^ttlichen mit dorr bekannten Beschlüssen des Arbeiter- und Soldatenrates und der allrussischen Bauernveffamwlimg decken. Tie Vertreter 'der vier verbündeten Mächte erklärten ihre Bereitwilligkeit, in eine Prüfung der russischen Ausführungen einzrttretrn. Das Ei'gcbnis dieser Prüfung wird den Gegenstand der nächsten Sitzung bilden. Budapest, 22. Dez. (WTB.) Dem' „Bester Lkotä>" zufolge, ist die Mitteilung estriger Blätter, daß Gehestnrctt Josef Szterenyi von der Regierung zu den Pralimrnarverlftndlungen in Brest- Lftowsk als volkswirtschaftlicher Beirat für Ungarn entsandt Uwrden ist, in dieser Form mcht richtig. Es besteht allerdings die Absicht, Sztevenpi zu den lendgültigen Friedensverlandtunaen zu. entsenden jedoch nicht zri den BorverhandlmMen in Brest-Lftowsk. * Warschau, 21. Dez. (WTB.) Der polnische Ministerpräsident Kucharzewski fuhr dem Sonderzmge der deutschen Friedenskommission bis zur Station Rednary entgegen, um dem Staatssekretär v. .Kühlmann lns Warschau das Geleft zu geben. Nachnrfttags begabep sich Ministerpräsident Kucharzewski sowie Graf 'Rvslworowskr in Begleftimg des Landschastsvates o. Zicb- kinski nach Bettin. Die Lage in Richiand. Amerikaner als Mitverfchwörer KaledinS. Petersburg, 23. Dez. (WTB.^ Meldung der Petersbinger Tel«gvLplAur-?l-geutur. Zahlreiche Angehörige der- Vereinigten Staaten sind ftc ldie Verschwörung Kaladins venoickelt. Unter der Deckung eines Roten Kreuz-Zuges m,it der BestftuMung nach der SüdroestfroTtt versuchten die amerikanischen Offiz ine Jisa A n der - s o n und P e r i n s sowie die mftschuldigen nrssischen Offiziere Kvl- pochnikvw und Terbttcnski ^estva 20 Au 1 om o b i le und zahilveiche -V.'- f'-afflaribtotic Ttnrch dem Don zirr BerfüAu-rs Krledins zu sttZchffn. Kstt«chniSow und TerLlunsti sowie ihre Helfarsyelser k"-nLxm vachccht« uut> Papiere von beso^)evec Wichtigkeit bffchlag- naiutt. Tu Delogrumim des Chess der amerikanischen Rode Lkreuz- vm sLr IvumLnvm, Oberst Anderson, wurde aufgemugeu, worin er den Axftrxy Fvgeoeli hatte, Oberst Kolpochnikaw von seiten des amcrik«lischm Votsck?«sLerS hurEerttälufend llttrdel auszuzahl«: rur die CtzMürsm : btS giüß nach Riostow. ferner wurde ein Brief - - -? Ovei-ste:: tKilffefm&m, worin er Anderson meldet, 35 e>riger als ein Drittel innebaben müsse. Der revolltticmäre Stab der Ukraine, ermächtigt durch seine Rrgiennm, erklärt der .Rsgierimg der russischer: Republik: An.'.esichts der finariziellen Schivierigweiten werden die Nal/nmgs- Mittol an der Grenze der Ukvame und Lebensmittel au'ge'ührt Mgm: BcrrzaUung direkt an das Generalsekretariat für Ackerbau, in Banknoten und einem Drittel in Gold. Der revolutionäre Stab der Ukraine hofft jai Gott, daß der Bcrrderzwrst mit beiderseitigen Statcefeißinng gMmich beig-olegt werden möge in© erklärt sich bereit, «all" Kräfte zur Geveich'mg des gesteckten Ziels anzuspannen. * Petersburg, 21. Dez. (WTB.) Meldung de? Reuttrschen BurüLirs. Rote Garden docrngel: um 3 Uhr morgens in die Ge- schättsräume des vkrainischm revolutionären Stabes ein und verhütete:: mcr Mitglieder. Rach anderen Mitgliedern des Stabes, die die einzige amtlich; Vertretung der Rada in Petersburg dar- stellen, wird gesucht. Der Fall CaMaux vor der Uammrr. Paris, 83 Dez. (MTB.) Meldung der Agence Havas. Vor dickt gefülltem Kaufe legte Paisaut als Bettckkerstatter den Beschluß der Kommission dar und sagte: „Wir wollen Gewichtigkeit und Bestrafung, aber nicht Rache." Loustalot verlas rat? fitere Erklärung, in der er seiner Entrüstung Ausdruck gab, eines solchen Verbrechens beschuldigt £tt sein. Caiflaux bestieg hierauf die Tribüne und verwahrte sich gegen die Anklage, eine Annäherung an die Feinde versucht zu haben. Er habe stets dem Lande gchrent. Er ging dann auf seine Beziehungen zu Bolo und dem „Bonnet Rouge" ein. Seine Äscherungen wurden schweigend angehört. Paris, 29. Dez. (WTÄ.) yavaS. Die Kammer beschloß mit 417 gegen 3 Stimmen d^e Aufhebung der Unverletzlichkeit Caillaux' als Abgeordneter und faßte sodann denselben Beschluß bezüglich LoustalotS drrrch Handaufheben. Bern, 22. Dezember. (WTB.> Die gestrige Sitzung der srcmzösi'lchen Kammer, die sich bis spät in die Nacht hrnzog, war der Erörtermrg des provisorischen Budgets gewidmet. Die Rachtlitzung ^ab Anlaß zu erregten Zwischenfällen. Finanzminister Klotz UNd oie Sozialisten ergingen sich in heftigen Reden und persönlichen Ausfällen. Der Sozialist Bedouce erklärte, die neuen Steuern würden Frankreich ruinieren. Die Nacht- titzung dauerte spät iwch unter schwere:: Tumulten fori. Paris, ^23 .Dez. lWTB.) Havas. Die Kammer hat mit 519 gegc:: 4 Stimmen die gesamten provisorischen Zwölftel für das erste Vierteljahr 1916, die die neuen Steuern enthalten, ange. non, mell. # Der portugiesische Gesandte in Paris zurttckgetreten. Lissabon, 22. D^z. Meldung der Agence Havas. Der portugiesisckr-e Gesandte in Paris ChagaS ist von seinem Ponotr tzurückgatrrttgr. Der erste Süretär der Pariser Gesandtschaft übernimmt b-ie Leitung der G-sschLfte. ^ * * 2luö Portugicsrsch-Asrika. London, 22. De'z. Meldung des Reuterschen Blweaus -ie tu [: & x r oste deu ts ch>e Truppe n macht unter dem Befehl tr ^n«alS Lettvw. Die Deutschen haben einige Munitionslager erbeutet. Die Kolonnen, die die Deutschen verfolge!:, sitzen ihnen auf den Fersen, es ist ihnen aber noch nickt getnngM, sie geftmgm Ku nchnmn. Tie 5ebenSrnittelnot in England. Bern, 23. &c*. (MTB.) Lord RHorrdba gab bä eiltet Konferenz der Rord-Lourdon^c LebenSmittel-KontrollMtöichüsse zu, daß il-m die LebensmrtMlage für die Zukunft große B.stvrgn:,se ver- ursacke Hinsichtlich der Fleistlies brauche nur» zwar keine wirkllche KungerSnsl befürchten, Wohl ribvc änt große Knapph.it, da man cui die Hrachan der Änntrt nngewt^en sein Werde. Betreffs des Weizens iri die Loge ernster, al4 vor Zwei Monaten, da man Franko reich und Jtatan aas^llen mußte. Es sei zu fürchten, daß die Zwangsrationiertmg rwtig winde. Rhondda etmPfahl den Ausschüssen, akler «msztmientan, um die LebenSüllllelpolomiise - zu verhindern. pu bmr\ neuerdiug? oft t/mi* bis dreitausend Personen teiluähiN-en. Ec wies barcnif hm. daß diese Polonaiwn der Mittel- puntt von UnzüfriedenheiL seien und den rvgierungsieindlicheu Ele- meillen QMtytn ftdt gäben, btr Reg4-rung Schwierig-eiten zu bereiten. Amerika «nd die „Bllterlaud". Kspenhagen, 22. Dez. AuS Amerika einaetrsfstne R-eistnde berichten, daß der Dampfer „Vaterlonjd" der Hamburg- Ilm-erika-Lnri? in der letzt«: Zeit 'mehrfach Probefahrten oon Neuyork ausgeführt Hab», ti seien aber immer wieder Maschiuew- ha.wrden ^'ngerretcn Die deutschen .MaschiinOm, die früher znr Be'atzmw. des Dam 'irs Mörtm und sich weigerten, bei 'eer Innandse-ung Hilst zu leisten, wurden mit Gesang: . ■ bestraft. Der Wcihmvchtswunsch HindnchurgS. Berlin, 23. Tez. (WTB. Mchdanttlich.) Bon einer Anzahl Zeitungen därum gebeten, läßt der Generalfeldmars-ckiiall alten folgenden Leitspruch für die Weihnculstsnummer zur Verfügung stellen: „Ter Segen Gottes ruhte 1917 auf unseren Waffen. Cfr wird 1918 unsere gerechte Sache zu einem guten Gride führen!" Großes Hauptquartier, 24. Dez. 1917. gez. von Nindonburg, General feXb mar schall. Secfrfeg. Neue N-Boot-Erfolge. Bertin., 22. Dez. (WTB. Amtlich.) Neue U-Voot-Er- solge im Sperrgebiet um England: 2 0000 Bruttoregister-Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein Vollschiff von über 2000 Tonnen, das mit Stahl, Tabak und Holz nach Frankreich unterwegs war, sowie zwei größere bewaffnete Dampfer. Einer der Dampfer wurde aus einem durch Kreuzer, Zerstörer und Fischdampfer stark gesicherten Geleitzuge herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 23. Dez. In den Hoofden, im Aermelkanal und in der-Jrischen See wurden durch unsere U-Boote vier Dampfer und das englische Fischerfahrzeug Forward vernichtet. Einer der versenkten Dampfer wurde aus einem von kleinen Kreuzern, Zerstörern und.bewaffneten Fischdampfern stark gesicherten und daher vermutlich besonders wertvollen Geleitzug herausgeschossen. Unter den übrrgei: vernichteten Dampfern befanden sich die englischen beladenen Dampfer Euphorbia und Hydal Hall. Der Chef des Admiralstabs der Marine. 8 englische Zerstörer torpediert. Hpek v-an Holland, 23. Dez. (Niederl. Tel.-Ag) Drei englische Zerstörer sind in der Nähe des Maasleuchtschiffes torpediert worden. Einzelkieiten fehlen. Ein bewaffneter Wohndampfer versenkt. London, 23. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit: Der bewaffnete Wohndampfer „Stephan- Turnesa" wurde von einem derllschen U-Boot im irischen Kanal torpediert und versenkt. Sechs Offiziere und 95 Mann kamen um. Ans dM Reiche. Frhr. v. Bodumn bübischer Ministerpräsident. Karlsruhe, 22. Tez. Der StaatSanzeiger veröffentlicht soeben die Veränderungen im Bad:scl)cn Ministerium, wonach der Präsident des Staatsministeriums und Minister des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen Tr., Fuhr. v. Dusch auf sein Ansuchen wegen angegriffener Gesundheit in den Ruhestand tritt. Ter Minister deH Innern Dr. Freiherr v. Bodman wird unter Belastung auf seiner bisherigen Stelle zum Staatöminister und zum Präsidenten des Staatsministeriums ernannt. Ter Präsident des Oberlandesgerichts Tr. Düringer lvird zum Minister des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen als Naclstolger deS Frhrn. v. Tusch enwnnL. Anläßlich des Rücktritts des bisherigen StaaLsministers Fahr, v. Tusch i}at der Gwßherzog an diesen ein herzlich gehaltenes HandsaOriben geriästet und ihm als äußeres Zeichen seiner auf- richtigen Dankbarkeit seine Büste übersandt. Dü§ Gesamtergebnis der 7. Kriegsanleihe. Berlin, 22. Tez. (WTB.). Das Grgebans der siebmten Kriegsanleihe stellt sich nach Ablauf der ZeiÄnungsfrist. 20. No- vemhei nunmeli-r erckNültig auf 12 625 660 200 Mark. Hiernüt ist die H bet ersten Meldung ausgesproa>ene Erwarttmg, daß das Endergebnis 12'/§ Milliarden erreichen dürfte, noch um ein Beträchtliches übectrosten worden. Ans Stsdt und Gießen, den 24. Dezember 1917. ** A u s z e: ch n u n a. Dem Grenadier Fritz S t e t t e r wurde das Eiserne Kreuz, verliehen. — L-iMdstzurmmMM. Ludtvig Kögel erhielt die Hcstifche Tapferkeitstnedaille. ** Auszeichnung von Polizei beamten. Den Schutzleitwn Wilhelm Schmidt und Gustav H o l z i g e l wurde vom Großherzog das Kriegsehrenzeichen verliehen. ** Alice-Frauenverein. Das Elwenblatt erhielten von der Großherzogin die Damen: Maria Birnbaum, Auguste V a u b e l, 5)eow:g Hübner, Etts^ S ch m a l b a ch, Martha W e r t h e i m , Marie Lauckhardt. ** E ii: öffentlicher Wärmeraum eingerichtet! Aus Antrag des Direktors der Frauenklinik hat das Großh. Ministerium des Juirecn dir GenÄMigung dazu erteilt, daß. der Hörsaal der Klinik als Wärmeraum zur Verfügima der Bevölkerung gestellt wird. Vom 25. Dezember: ab ist mm der Hörsaal zu diesem Zwecke tem 9Vs IM vorinittags bis abens 5 Mir zur freien Benützung g:öffnet. Nur an Sonn- und ,Feiertagen bleibt er vvnj V 2 II bis 12 UTrr wegen des Gottesdienste- geschlosten. Ber.rÜhungen, Austichtsversonen für Kinder M gewinnen, sind leider vergeblich genasen. As können daher Kinder unter 10 Jahren nur« unter Begleitung Erwachsener zugelassen werden. Sobald Aussicht besorgt werdet: ftttm, soll gerade Kindern der N«mn in erster Reihe zum Ause-tthalt dinren. ** Wer h n a ch t S v 11 f c % r. Stuf die Bekanntmachung der Erseubaltzchirdktton im Auzeigenttül ioird lnngeioüsen. ** Hiolzversteiaerung. Montag, den 91. Te^ennber 1917, werden in den WIMnengen der Stadt Gießen Holzbestände 'versteigert. Näheres sie' ^ MGeigentM. Landkreis Gießen. ' ** Balters 1) 0 . i n , 24. De'z. _ llnterosfiffsc Die tz ivurde zuui Vizeseldweliel befördert unib mit Eisleänen Kreuz mck» der Hessischen Tapstrllits nvch nille miseezeickmet. Kreis Lanterbach. ** Landenha nsen, 24. Dez. Joh. Wahl erhielt die Hessische Tos-ffrllitsinedaille, Heinrich Wahl daS Eiserne Kreuz. Heinrich Stock, Inhaber eines bulgarischen ^ .Kriegsordens, wurde zum Gefreiten befördert und mit tan. Eistrueu Kreuz ausgezeichnet. Lreis Friedberg. Ü: Assen he im, 24. T z. DaS Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Nute rosst zi ec .Heinrich Klei n. — D U r ggräfeu ^ rode. Tie Hessisch Tarst.'r't.it.nuednille, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der hiesige Bürgermeister Hahn. <— Beienheim.: Ter S-anitäts-Uiitcrffsizier ccmo. mw. Hermann Wahl erhielt das Eisenie Kreuz, früher die Hessische Taffe'^eitsnredame: außerdem wurde er zum Sanitätö-FeMmH^l befördert. Starkrnburg und Meinhessrn. I. Da rmstadr. 24. D«z. Dak Michsfieischamt hat die Freigabe der in der: Kühlräumen der Finna Merck beschlagnahmten 300 Zentuer Schweiuefleisch verfügt, da^eS, sich nachgewiesener- maßen um Auslandware handelt. Ein Teil der Vorräte fand bereits im Jtaft» itmtb in tat MiMich: der Firma Daritatdung.. Kreis Wetzlar. ra. Äitzbach, 24. Dez. Tic diesjährige Treibjagd in bet hiesigen Feldmark hatte ein gittsttjigeS Ergebnis: es lvNrben 90 Hasen umd 4 Rehe erlegt. Hessen-Nassitt». -«W ieSbadeu, 23. Dez. Hier starb i.m Alter vvn 71 Jahren die Freifrau von Hochistädten geh. Amm Magdcckene Appel, die Witwe des 1677 verstim.'bensn Gwfflwm^S Ludwig oon Hessen. Mtt diesem wurde sie am 30. Juni 1868 in morganatischer Ehe vermählst nachdem sie furz zuvor zur Frei Hau erhoben war. Nach dem Tode des Großherzogs siedelte sie nach hier über. --- Dran doberndo r f, 24. Dez. Bei einer Treibiagd im Forsttevrec „Barbachw Berg" mttdeckten Jäger eine mit allen Schitaucu ausgestattete Räuberhöhle. Von den Wänden hingen dicke Depsüch .7 und Decke,:. Ein Kochherd stand in der Mitte des unterirdischen Gemachs. KückM- und Hausgerät war im Nebcr- kluß vorhanden, in einer Ecke prunkte ein Bett. An Lebensmitteln barg die Höhle Vorrat für diele Tage. Nur der Tvoglodyt fehlte. Ter war ausgerückt, als er die Jäger naben hörte. Die gesamten Eiurichtuugsgegenstände.der Höhle lw'tcmden aus Diebsgut, das der Räuber im Laufe der letzten Wochen aus Jagdhütten und in den verschiedensten Nachbarorten zusammengestohlen hatte. Spielplan öcs GiesMer Ztodttheaters. Dienstag 25. Dez„ 71 / 3 : Gew. Pr. (erm.st ,,Glaube und Heb mat". Mittwvch 26. Tez., 3'/»: Neul^eit! Gew. Pr. (e'-m.). „Meine Frau, die Hosschruspielrrin". 7Vs: Gew. Pr. Neul^eit! „Sah ein Kuab' ein Nosleiu stehn". Donnerstag 27. Dez., 3 2 : Dolkspreise. Kiudervorst. Neu feit! „Ter Lügenpeter". 7 v 2 : Gelv . Pr. „Der Sollat btt Marie". Freitag 26. Tez., 7Vr: Gew. Pr. (erm.). „Meine Frau, die Hofschauspielerin". Samstag 29. Dez., in BÄ> Nauheim, 3: Neuheit! „Sah ein Knock' ein Röslein stehn". Sonntag 30. Dez., 3 1 - -: Volks lwei'e. Kindervorst. Neuleit! „Der Lügenpeter". 7 i/ 2 : Gew. Pr. „Sah ein Krrab' ein Röslein stehn". Vermrsch'es. * Karlsruhe, 22. Tez. (WTB. Amtlich.) Gestern abend gegen 6 Uhr ist in Durlach der Perfoneuzug Nr. 4228 von Pforzheim instlge Fvergabe der unrich'igen Fahrstraße aui eiu mit Wagen besetztes Geleis eingesatzveu und auf d ese au:gestoßen Der Zkuffülhrer «und einige Reisende würden leicht verletzt. Der Verkehr :wcrr nicht gestört. t Aussig, 21. Dez. (WTB.) Karte früh brach in dem ck 11 st r i a - S ch a ch t 3 im Gebiet der Gemeinde Karbitz der Ver- b:ndungssk>llen zwischen den: gencumten Sckwcht und dein Sensel- regier. V-n: den tart bffM'tigten Arbeitern konnten sich sechs d: vt) Iben Luftsckachl retten, w.ihrend 23 abgeschlossen wurden. Dir Rettting.'arbeiten sind im vollen Gange, werden, jedoch durch deu MlSgebvocheu^: Brand, der offenbar die Ursache der ttata. stvoplie ist, ^rstßerprtattlich 'erschwert. " Aus? in, 22. Dez. (WTB.) Nachdem gestern abend in den Austria-Schacht durch einen Lu'tsckwcht frische Lull einge- Vu'mvt üar, die die Wetter eutferitto, gelang t%, bis zu den verun- Eckten 23 Be.-glenten vorz,'dringen, doch 'nxnren sie bereits tot. owe Lage beweist, daß die Verunglückten verrucht hatten, durch den Lultschacht zu entkommen, tack batte die glühende Einbruchsstelle devartig Gas und Ranch räwvtdt, daß die Arbeiter nicht mehr lrindurchkontmen lund ta: Lu'tschacht nicht mehr erreichen konnten. Hratte früh ivaren alle Verunglückten, bei denen Wicherbelebungs- versuche vergeblich waren, geborgen. » t * „Die Ulme aus Lord Byrons Gra b." Die berühmte alte Ulme aus dem Fried Hose in Harrow ist, wie englische Blätter melden, ein Opfer der letzten schweren Stürm« ^geworden, die über England tobten. Im Volkömunde wurde dieser alte Baum fälschlich „Die Ulme auf Lord Byrons (%rt!)" genannt. Ter Dichter ruht in Wirklichkeit unter der KanM der Maria-Magdalenenkiccke «zu Hncknall Torkard in der Grafschaft Noitrngham, wo seine Grabstätte durch eine Marmorplatte bezeichnet ist, die saus Griechenland, dem Lande, für das er sich im Leben so sehr gemüht hatte, stammt. Der endlos lange Leichvnzug. nur unterbrochen durch das ffvtzlüke Siijlammicmtrejjen mit der Verehrerin des toten Dichters. Lady Caroline Lemb, die hierdurch in Wahnsinn verfiel, endet« einst in dem damals nvck.. ruhigen, abgelegenen Dorfe. Jetzt ist dies ganze Gebiet von den Polvpenarmen einer nie rastenden Industrie völlig zerwühlt, mtb die Kohle ist vie Herrschierin des Landes ge- toovden. in dem der große Byron seine-letzte Ruhestätte fand. * Ein Phänomen. Vor dem Laubmrland eines Berliner, westlichen Vorortes bängt laut „B. Z. a. M." ein Plakat: Aff.vgeben wegen Einberufung ein halbes lebendes Schwein. Eetzte 11 xd*f rr :tottn« • (WTV.) (Großes Hauptauartier, 24. Dezember. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. In Verbindung mit Erkundungsgefochben lebte Artillerietätigkeit in einzelnen Abschnitten- auf. Gesteigertes Feuer hielt tagsüber auf dem östlichen Maasufer an. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazed 0 nische Front. Ern feindlicher Wrstoß gegen die bulgarischen Stellungen westlich vanr Doirau-See scheiterte. In der Struma-Ebene rege Dvrfeldtätigkeit. Italienische Front. Zwilchen Asiago und der Brenta haben die Truppen des FeldmarschallS Conrad den Col di Nosso und die westlich urw östlich anschließenden Stellungen erstürmt. Bisher sind mehr als 0000 Gefangene esi g lnacht. Der Erste Generalauaniermr'ister L u d e n d 0 r f f. « Dom Krieg mit Italien. Wien, 23. Dez. (WTB. Nichtamtlickst Aus dom Kriegs messe» rntartict wird gemeldet. Gesten: würde.« mal me italienische örtliche Vorstöße, so bei Pedescnl-a und gegeu die z miüvn Asolone und ive Osterm m L-epre gelegenen u.n-> vo:r un.s g-enomnten-en Stellungen abgÄvü'stn. Für den durch nichck zu. erll:hmckrd"n Uuternehnrungs- (reift der Truppen spricktt die Tatiack?, daß c.\ ihnen gelang, ein in Gegend;fce3 Sütaftc Tomba zivischeu, den beiderseitigen Stellungen verbliebenes Gesch'ltz glücklich ein.A'.tbriügen. Weiler südöstlich baxws wurde der .erste. Franzock gefcmge!ye rommen. Ans der italienischen Kammer. Bern, 23. Dez. Mailänder Blättern zufolge $ { Fritz Meyer ff Margarete Meyer geborene Becker V ermählte. Gießen, Detember 1917. •*0U r Ihre ICriegrstrauunff beehren sich sitozuzeicfen Franz JRathenow und Frau Sophie geh. Frnst Giessen IClein-Zjinden 24. Dezember 1917. 08072 J ERICH WIESE LEÜTi\ANT D. RES. ALWINE WIESE GEB. BARTHOLOMAE KRIEGSGETRAUT WETZLAR, WEIHNACHTEN 1917 ,,o . 1 k-= .T T.= .... ■ , Meine Verlobung mit Gräfin FREDA WILHELM A VON SCHWERIN, jüngsten Tochter des verstorbenen Herrn Grafen AXEL VON SCHWERIN BUSOW und seiner gleichfalls verstorbenen Frau Gemahlin LÜCIE GEB. MARTINI, beehre ich mich anzuzeigen HANS MADLUNG Oberleutnant und Adjutant der 49. Infanterie- Brigade. Dezember 1917 »“'D r L I NA KNEIPP ALBERT LENTZ Verlobt© Glessen* Weihnachten 1017. 0330 r Statt Karten Oießen Else Schäfer Hans Thiemer Verlobte Weihnachten 1917 Mainz Anstatt Kurten ANNA SCHMIDT PETER KABEL Verlobte Gießen • Jugenheim a. d. Bergstraße Weihnachten 1917. 08O78 NELLY EBERHARD ADOLF BALSER Verlobte Haiger Weihnachten 1917 »ocaocxxjeoGaa:© 0 «QQOO^axeooracxxxxDOc Gießen 08080 XGocaxüch Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gretchen Frank Karl Schulze ^ollsr r. Z. Frankfurt a. M. Weihnachten 1917 Lrrrrrrrm Statt Karten. Ihre Verlobung beehren sich ergebenst anzuzeigen BERTA LOOS HEINRICH GERING Gießen Llcherstr. 31 z. Z. im Felde MARIE FÜLLER ROBERT LOOS Friedberg Gießen /j Cafe Amend S. and 3. Feiertag:, Anfang: 4 Uhr Familien-Konzert Weihnachten 1917. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen EMMA SCHMIDT WILLY RUPP Wieseck Weihnachten 1917 Gießen 08031 r PAULA ROESE REINHARD KLING VERLOBTE BOCHUM OIESSEN WEIHNACHTEN 1917 Liesel Grimm Theo Bieker Verlobte 1 Hirschhorn Weihnachten 1917. Giessen 08071 Statt Karten Maria Barte Willi Amend Verlobte Gartenstadt Harleshausen b. Cassel Weihnachten 1917 Gießen J Statt Karten. Netty Link Wilhelm Knetsch Verlobte Kloln-Llnden Niederbiel Weihnachten 1917. Statt Karten. ANNA HENRICH WILHELM LUH z. Z. Id Urlaub Verlobte Langr-Göns, Weihnachten 1917. Svrungfähiger Simmentaler aitgekörter Bitüe 4ii ' erkaufen. 933l Phil. Uhr. Raa 13., vt . Ober!?.'» Oberstadt 52. Sp.angi. Vo^eisiiergsr Bulle, Herdbuchticr, zu verkaufen, ./oh. liCKftler X I. O SQ74 (tro ffen Ltndeu_ OJute junge Änbtfub, l) tte im Oktober das 3. o.alb, zu erkaufen M-83 Rodbcim a. B. Hanvtstr. 3- Schweren, zugfesten Fahr« schien Hai zu vertan en Frau Hcinri b Stein II. „ _ Rödgen. 932 6 GiiLLaiikirlipl AU **cvfa 11 en. 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Hur den Vorstand: S ch w a b e, Pfarrer. 980IV 'Rentables Wohn- and Ccfrch&ftaftans in guter Utne unter günstigen Bedingungen zu uerkauien. Schrifil. Angebote nnt. 9307 an den Giei'ener Anzeiger. I Zrcsl, 1 stzeii.Zisimic- Br.j?cn u.ii) 1 6d]ltütii Kn ' erkaufen 19285 Näher e-D illiuz, Schotten. 250 Mer Weihwein ISP Riieln - Börklioimsp in kleinen Gebinden. Nur schriftliche Offerten. 079fc>7 Weularer Weg 17, p. 50 Muner M. 1.50 portofrei. Pani Rapps, Frecd^n- s(n dt lWl lbß.J_924983 Sartea am Wismarer Weg, OOfiOm, Aoier an, Wismarer Weg. 797 dm. Acker Xlrofö. Weg, 945Qm. zu verkaufen. Näheres ffiüh'^traSa 24. Christbännie Eine frische Sendung Elirist- bäume eingelroffen. 08082 Htllgärtner, Walltorftr. 49. Konzert-Zither fast new billig zu verkausen. Zu erfragen in der Geschäfts' s telle des Gietz. Anzctg. i>2W la. Krisiull-Lpsisriulz Zentner M. 11.50 versendet unter Nachnahme. Säcke einsenden. bure Babn' station genau angeben. Li!. FereMnnd, Vlörrtau t. Anhalt. 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Jan. 1918 aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind tnnerhalbeineS Monats nach Ablauf der Offen legungsfrist bei dem Vorstande der land- und forst. winschafllichen Berussgenoffenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Utphe, den 20. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Utphe und Feldheim _ Schneider. ggi. Schafverstergerung Am 7. Januar 1918 werden in hiesiger Gemeinde etwa 115 Schafe, Lämmer, Hammel, sowie ein Schasbock öffentlich versteigert. Bemerkt wird, daß die Hälfte der Tiere schwarz sind. Großh. Bürgermeisterei Griedel. Fenchel. 93 ,9 Rechtsschutzstelle. grauen u. Mädchen erhatlen vnentgeltlich Nat und -luStunft in Rechtsangelegenheiten im allen Rathaus Markt« ptav i4Munvochabeu0S von 0—8 Uhr. >89,'.>D Wer nimmt teil an einem UnterrriehtHkDrHiiN für »chn ach befähigte Kinder? Geiällige Mitteilungen umer 9308 an den Gichener Anzeiger erbeten. Vereine v Liederkranr. I Am 1. Feiertag, von 0 Uhr ab: ZnLammcnkunft mit Familie im BereinSlokal ^Poftkeller*. Der Verstand. Bmr'sittWWttcin Am S. WeibnachtSfeiertag, von abends 8 Uhr ab: Zn- iammcnkunst mit Familie im frankfurter Hos Vorrtanü. Leitung: Hofrat Hermann Staingoettcf 1. Feiertag, abends?'/- Uhr: ClailbeMStimt Tragödie in 3 Akten von Schönherr. 9322 c 2. Feiertag, nachm. 3'/, Uhr: Kciiit Ftirn, W SosichsiisMlttiit Lustspiel in 3 Akten von Ntocller nnd Sachs. Abends 7'/. Uhr; Sal]einRnab , ßiiBösl 0 iiistelin Singspiel in 3 ?lkten von Svangenberg. 3. Feiertag, nachm. 5' ,Uhr Kindcr-Vorstettung üer Lügenpeter Weihnachtsmärchen in 4 Bildern von F. Becker AbcndS 7'/- Uvr: M der ii» Oanz plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein herzensguter Mann, der liebe Vater seines Kindes, mein einziger Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Konrad Lölkes Musketier in einem Reserve-Inf.-Regt., Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. an seiner schweren Verwundung im Kriegslazarett, im 28. Lebensjahre sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Frau Kath. Lölkes geb. Römer Familie Lölkes Familie Römer. Treis a. Lda., Oießen, den 24. Dezember 1917. 08084 Heute mittag Verschied nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Louise Petri. Für die trauernden Hinterbliebenen: Christian Petri. Gießen (Moltkestraße 7), den 23. Dezember 1917. 1 i> v W’tr Kffl mMmm RBMNMW r fA Die Beerdigung findet in der Stille statt 9340 mr Nachruf. Am 2. Dezember fand den Tod auf dem Felde der Ehre der Beamte unserer Niederlassung in Butzbach, Herr Karl Walther Gefreiter in einem Garde-Infanterie-Reg'ment ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz. In dem Dahingeschiedenen verlieren wir einen treuen, hoffnungsvollen Beamten und lieben Kollegen, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Direktion und Beamte der Mitteldeutschen (Kreditbank m Filiale Gießen. 9319D Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach kurzem Krankenlager meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwiegermutter und Schwägerin Frau Katharina Faber geb. Schupp im noch nicht vollendeten 62. Lebensjahre. Großen-Linden, 24. Dezember 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 06088 Ludwig Faber. Die Beerdigung findet Dienstag den 25. Dezember, nachm. 3 1 /, Uhr, statt. Nachruf. Am 18. Dezember wurde unser lieber Kamerad und Freund Fritz Raff im noch nicht vollendeten 17. Lebensjahre aus unserer Mitte gerissen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Seine Kameradschaft. Lollar, den 24. Dezember 1917. 9327 Steffis Verwandten und Freunden die traurige Mitteilung, datz mein lieber Mann, unser lieber Lrausorgender Vater Herr fei KsGei» Faffelwärter vnd Glöckner im Alter von 46 Jahren nach langem, schwerem mit Geduld getragenem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Philippme Hochstein u. Kinder Grotzen-Buseck, 23. Dezember 1917. Die Beerdigung findet am 25.12. nachmittags 2 Uhr stall. 08085 mStomi Gestern entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere gute, unvergeßliche Mutter, Grob- mutter,Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fra« Margarethe Wolfs Ww. geb. Musknlus im 63. Lebensiahre. Die tieftrauerude« Hinterbliebenen. Frankfurt a. M.-West tFalkstratze 92) und Gietzen, den 22. Dezember 1917. Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, vor- mittags SV, Uhr, von derTrauerhalle des Bocken- heimer Friedhofs, aus statt. Freunden, Verwandten und Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß mein lieber, guter Mann, unser lieber, treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater und Onkel Philipp Weigel, Schreinermsir. heute morgen 4 Uhr nach langem schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Christina Weigel geb. Peppier Ludwig Happel, z. Z. im Felde, und Familie Karl Weigel. Hausen, den 24. Dezember 1917. 08093 Die Beerdigung findet am 26. d. Mts. nachmittags um Vs3 Uhr statt m Schöne 2-Zimmer-Wobng mit Gas u. all. Zubeh. in fr. schöner Lage per 1. 4. 1918 an ruhige Leute zu vermieten. Schristl. Angebote unt. 08089 an den Gtetzener Anzeiger. Hiermit die schmerzliche Nachricht, dah meine innigstgeiiebte. herzensgute Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante grna Kcharim Mach geb. Wien nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden gestern mittag um 1 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der tranernden Hinterbliebenen: 98,1 Ludwig Albach. Giehen lKrofdorfer Strahe 13), 23. Dez. 1917. Die Beerdigung findet am 1. WethnachtS- fei erlag, nachmittags 3V, Uhr. von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Zimmer-Wobunnai best. Lage d. Stadt, I. St., neuzeitlich eingerichtet, auf 1. April zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gietzener Anzeigers. 7434 \ V'örschiedene ] Schöne 5-Zim.-Wohng. nt. all.Zubeh. vr. 1. Storni z.vrm. Schiffenbcrger Weg 16. «Nähe Steins Garten.) 9260 5-Zim.-Wohng3Blcichstr. 29 z. verm. Näheres 08040 Laadgrai-Phmpp-Plat* 8. 5i-Zim.-Wohg., Gas u. el. Licht, Bleicbpl., Trockenb. z. 1.4.18. z. vrm. Näh. r.uü»!gLtr. 33, H. Eine ft-Zim.-Wohn. m. allem Zubehör im 1. Stock zu vermieten. Ticzttr. IO ZI. 8118 Möbliertes Zimmer mit Pension zu vermieten 9269 Süd Anlage 7. Möbl.Zmr. m. ganzer Berpst. z. um. Kqbbji Bäaa 5, 8. Mobl.Zimmer m. g. Berpfl. z.verm.Reasll 82ve 8.K. 08069 Schöne 3-Zimmer-Wobg. mit Küche, Gasanschlutz und sonstigem Zubehör von ruh. Familie sofort zu mieten gesucht. 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Abonnementspreis ohne Porto vierteljährlich Mk. 3,50. jede Nummer kostet 35 Pf., Feldpostabonnement monatlich Mk. 1,30. viertel- jährl. Mk. 3,90 durch jedes deutschePost amt Verlag der Süefjgendürier München, BUtier Perusastr. 5 Ein Schlüsselbund mit vier Schlüsseln verloren.. Abzugeben gegen Belohnung am Fundbureau des Poli-ei' aittts 08079 Kr. 3 2 Swetter vlatt Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Montag, 2 t. vezember M Aus Stadt «ttd Land. Gießen, den 24. Dezember 1217. Wbgabe von Dauerware. Tvc Nvnnnamxtlverbmld Gießen läßt aüs dem aus HmrSchlachtungen anßlllsndeu UebersäMßfleisch Dauerware (Zervelatwurst, Preßkopf, Äcltzvottemagen Speck und Dörrfleisch) Herstellen. GS kommt nur einwandfreies Fleißch zur Verarbeitung. Ter Preis ist tuotz der hohen Kosten für alle Zutaten, insbesondere Pfeffer Und Tärnie, so niedrig alS mtglbh gehaldar, so daß auch dein Teil der Bevölkerung, der nicht schlaci-tet. Getsgenteit geboten ist. sich gegen Aufrechnung au eine gewisse Zahl Neisck-Satten für einen entsprechenden Zeitraum mit Dauerware zu versorgen. Bomussiclstlich kann Familien bis fu 3 Perchrcn eine HLchstmenge von 26 Pfund zugeteilt toerdcn bei größeren FanriLien ist eine solche von 52 Pfund oorgesel?cn Anträge auf Belliefenmg sind bei dem Lebensmittelantt der Stadt Gießen bzw. bei den G-voßh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises zu stellen. Brotmarken Buttermarken Fleischmarken Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 24. bis 30. Dezember 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: ber 52. Woche, gültig vom 24. 13. - 30. 12. 1917 - b2. „ . . 24. 12. - 30. 12. , , 52. „ „ , 24. 12. - 30. 12. Kartoffel marken , 52. „ » » 24. 12. - 30. 12. „ Selsen marken für den Monat Dezember 1917. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Neu aumetd ringe« und Anmeldung von Neugeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise, ins- besondere der LebenSmittcl-AnsweiSkarte, auf dem Lebensmittelamt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen stad in den zuständigen Bezirken auzumelden. Geschästsstundcn deS Stadt. LcbensmittelamleS von S—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. # Marlenausqabe für Urlauber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. ** Amtliche Personal Nachrichten. Ter Großherzog empfing yirm Vortrag: den Staats minister Dr. v. Ewald, den M inister des Innern Dr. v. Hombergs zu .Vach, den Finanz- minister Dr. Bcxker, den Bvrü'and des Kabinetts Wttll. Geheimerat Rom Held. Außerdem: den Major v. Götze, Kommandeur des Kadetten Hauses Oranienstein. — Am 21. Dezember d. I. wurde der Gwßh. RegierungslMiMrer des Hochbaufachs.Karl Münkler aus Roßdorf zum Gwßh. Regierungsbaumeister ernannt, v ** Hausschtacht ungen. Es scheint in der Bevölkerung Vas Gerücht verbreitet Ku sein, als ob nach vor kurzem erlassenen Anordnungen nunmehr jedermann ohne weiteres eine Hausschlachtung vornehmen könne. Dieses Gerücht entbehrt jeder Grundlage und findet in den bestehenden Vorschriften keinerlei Stutze. Hierauf sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen. damit das Publikum vor Schaden bewahrt bleibt. Denn ohne Erlaubnis geschlachtete Schweine verfallen bekanntlich dem Kommnnalverband, der außerdem Mir Einleitung des Strafverfahrens verpflichtet ist ** Zu der Verlosung bei der Goldankaufsstelle am Id. d. M. hatte sich eine'Zahl von Interessenten eingesnnden. Der Vorsitzende des Ehrenausschusses. Provinzialdirettor Geheime- rat Dr. U sing er, begrüßte die Erschienenen durch eine kurze Ansprache. Hiernach gab der Schriftführer, Regier,mgs rat Hemmerde, die sBedingungon der Verlosung bel^nnt und machte aleifestig die Mitteilung, daß sich die Hoffnung des Ehrenans- sch s es, es könnten 28 Gravüren verlost werden, leider nich erfüllt halie. weil infolge geringer CirniiaperuL^ in den letzten Dagen dv Za)^ von 2800 Einliosevern noch nicht ernächt worden seit Durch den Vorsitzenden wurden dann zu Urkundspersonrn berufen: Frau Oberleutnant Naumann, Frau Larrdgerichtsrat Marx und Banvüoekwr Müller, Vorstand der Reicks bau kstelle Gießen. Um Vornahme der Losziehung wurde die Mitarbeiterin ber (f>old- airkamsstelle, Fräulein Mela Laspeyres. gebeten. Die Ziehung der Aost erfolgt derart, daß für je 100 Einlie-ferer 1 LoH der Urne entnommen wurde. In seinem Schlußwort dankte der' Vorsitzende für die Unterstützung, welche die Gvldankaufftelle seither von vielen «Seiten erfahren habe, -und bat dir Mrwesenden. im Interesse der Sache weiterhin für die iGoLabliesernng zu wirken. Das Verzeichnis der Gewinner wird durch Anzeige bekannt- gegeben. Die Zustellung bg: auf Namen ausgefertigten Gravüren wird demnächst slattfrnden. ** Gewürze. Durch eine Bekanntmachung des Kiiegsernah- rungsamtes ist vorgeschriebcn. daß vom 1. Januar 1918 ab bei dem Verkauf von Gewürzen und Gewürzersatzmitteln aller Art aus der'Packung der Kleinverkaufspreis, sowie der Name oder die Firma des Herstellers angegeben ist. Die neuen Bestimmungen bezwecken die Erleichterung der Kontrolle des Kleinverkaufs- prellcs: ne gelten für Gewürze und Gewürzersatz in jeder Form (Tabletten, Würfel usw.). Soweit Packungen bereits vor dem 1. Januar, 1918 in den Verkehr gebracht worden sind, dürfen Ne m der seitherigen Form noch bis zum 25. Februar 1918 verkauft werden Nach diesem Zeitpunkt wird eine genaue Kontrolle darüber smttfinden, daß den Bestimmungen des Kriegsernährungsamts errtsprocksen wird. ** Beschlag na h^le von Segeltuch. In der Bekanntmachung Nr. IV. IV. 300/12. 17. K. R. A. vom 22 Dezember 1917 tft eine allgemeine Beschlagnahne aller Arten üwi neuen lmd gebrauchten Segeltuchen, abgepaßten Segeln einschließlich Liek- louen, Zelten, am!) Zirkus- und Schaubudeirzelteu, Zeltüberdachun- gen, Atarkcstm, iPlanvn, auch Wagendecken, Theaterkulissen und Pa,wranialem«n angeordnet. Twtz der Beschlagnahme ist die Weiterverwendung der Gegenstünde für choen bisherigen Zloeck gestattet, msbesondcre auch in gewerblichen Betrieben. Tie im Haushalt befindlichen und für ihn bestimmten Gegenstände sind van der Beschlagnahme ausgenommen. Fistlierei, Schiffahrt uno Schuhindustrie sind dürft) besondere Borschriflen beruchiästigt. Ntonalliftst BeslmidsMeldungen sind vorgeschcieb-en, und zwar erstmalig bis 8*™-- Tw ^ Ärtu,at .1^18 nach dem Stande vom 1. Januar 1918. Bezüglich aller Einzelheiten nnrd auf die Bekanntmachung selbst verwiesen, deren genauer Wortlaut in heutiger Nummer ein- zuseheli ist ^Überzählige Güter auf der Eisenbahn. Wie uns die Eisenbahnverwaltung mitteill, ist der Verlust zur Eisenbahi- bes örderi i rig aufgegebener Güter in immer za hl reicher werdmden Fallei^ darMlf zurückzuführen, daß infolge der jetzt angewendeten schlechteren Derpackungsstoffe die äiißerlich angebrachte Bezeichnung der Güter während der Beförderung undeutlich und unleserlich wird, gar gänzlich verloren geht. Solche Güter sind sehr leicht der Giftalw ausgesetzt, von den Begleitpapieren getrennt und infolgedessen verschleppt zu werdeti. Es fehlt dann jeder Anhalt über die Herkunft und Bestimmung. Die Güter werden „überzählig" und können nur sehr schon urtb mit erheblichem Zeitt'erlust, unter Nm- ständen gar nicht mehr ihrer Bestimmung zugcsülTrt werden. Ein tmrksames Mittel, die Hingehörigkeit solcher überzähliger Giiter schreilstens zu ermitteln, bietet das Einlegen von Zetteln mit der Adresse des Empfängers in die Packstücke, wie es den Heercsange- börigerl für ihr zur Eismbochnbesörderung aufgegebenes Gepäck zur Pflicht gemach ist Und von einzelneir großen Versendern aus eigenem Antriebe schon seit längererm geschieht. Die allgemeine Einführung dieses Verfahrens in allen Fällen, in denen nach der Art der Güter das Einlegen von Zetteln in die Packstücke mrsführbar ist, kann daher nicht dringend gemrg empfohlen werden. ** I m Lichtspielhaus, Ba hn hofstira ße 34 wird vom 2. Feiertag ab bis 28. Dezember der Film „Das Verhängnis der schönen Susi" vorgrführt. Aicherdem eilhält das Festpwgramm das Lustspiel „Zinrmer Nr. 22". Siehe Arrzeige. ** !Jm Schwarz-Wei ß-T hea ter , Seltersweg 81, wird heute Lllbert Bassermmm in seinckn Fillnkrftrk „Du sollst keine fremden Götter haben" austreten. Vom 25. Deze:nder einsch. ab wird das FilMdrcrmia „Sacho Baiazzo" vorgeführt. Mit^dem^ sozialen Drama in drei Akten „Das Weib" schließt das Festprogramm. Srehe Anzeige. Lontzkrkis Gießen. ** Hattenrod, 23. Dez. Füs. Wilh. Stein wurde zum Gefreiten befördert urrd mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ** O bbornhofen, 23 .Dez. Pionier Hch. H e n s e l erhielt das Eiserne Kreuz und wurde zum Gefreiten befördert. Die Hessisch Tapferkeitsmedaille erhielten LandstuMimann Ferd. Kammer, Fahrer Hrch. G r o tz und Sanitäter Herm. B o m. mersheim. Will). B o m m e r s h e i m wurde zum Unteroffizier, Gustav Bo mmersheim zum Vizefeldwebel befördert. Auch wurden beide mit dem Eiseriien Kreuz ausgezeichnet zm. Trais-Horloff, 24 Dez. Adolf Rudolf Ludwig Moll und Robert Bu tz la f erhielteri das Eiserire Kreuz zweiter Klasse, Ludwig Jakob II. die Tapferkeitsdenkmünze. Kreis Büvingen. » Büdingen, 24. Dez. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse exl/iüt der Lbevarzt B ü ckin g, ebenso wurde demselben das -Olden- burgisch Ehreukreuz verliel^m. Das Hessisch Kriegsehrenzeichn m Ersen erhielt der Untevoffizier Bernhard Limper. — Eal- bach. Das Eiserne Krautz, früher die .Hessisch Dapferkeitsniedaills erhnÄt der Gefreite Karl Voller: Selters. Tie Hessisch Täpferckeitsmedaille erhielt der Gefreite Willem Ulrich — Nieder-Mo ckstadt. Die Hessische Tapß-rS.itsmewille erhielt der Fahrer Mlchlm Dellwrtz. — Wolf. Das Eiserne Kreuz früher die .Hessisch Dapseickeftsurchaillc. erhielt der Wehrmanri Karl Vogel, die Hessische Tapferkeitsmedaille der Musketier Hemrich Reichert. 4!- N idda, 23. Dez. Das Eiserne Kreuz, früher die Heffich Tapfer'keitsmedaille, erhielt der Untevoffizier Karl Stüber: die Hessisch Tapferkeitsmedaille der Unte^fsifter Karl Orth. — K-obd en. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Heinrich Uhl. — O ste r - M i d d e r s h e i m. Das Eiserne Krcuz und das Hessi- ch Krregsehrenzevchn. jerWÄt der Ersatz-,Mservist Hermann Müller. — Stock he im. Dos Eiserne Kreuz erhielt der Landstmrmmann Wilhelm Möser. Kreis Schotten. f Schotten, 24. Dez. Die Hessisch TavserkeitSmedaille erstreit der Untevofßzier Ludwig Me per. — RoattelM H i tz, Leutnant d R., erhielt das Eiserne Kreitz 1. Klasse. Das Eiserne Kreuz erhielt der Fahrer Popplow. das Ehrenzeichen für Knegsfürorge Frvar Elisabeth Fritzges. B. Burkhards, 24. Dez. Gefreiter. Heinrich Bick erhielt dre Hessische Tasterkeit^mdailLe. 24. Dez. Ein hiesiger, in guten Der- stältnisfen lebender Landwitt stahl einer Frau von hier im Walde 2 Raummeter ersteigettes Brennholz und fuhr aus den hiesigen Bahnhof. Der Forstwatt-Stetlvettreter W. von stier entdeckte noch rechtzeitig den Diebstahl und erstattete Anzeige. Der Holzdieb wurde vom Schöffengericht Nidda zu 8 Tagen Gefängnis und Tragung der .Kosten verutteitt. Kreis Friedbery. ch B u r g - G r ä f e ,i r o d e, 23. T'tz. Die Hessisch Tapferkeits- ineda.lle erhiell der Landsturmmann Wstl-eilm Vetter. Starkenburg und Nheinhessen. Darmstadt, 23. Dez. Ein großer Schleichhandel mit Mock wirrde hier ausgedeckt. Die Firma Merck hier erhielt mnen Waggon mit 300 Ztr. Schweinefleisch, welcher als „Salz" tjeriartfrt aus Belgien eingefühtt tourde. Sie wollte ihn für chre Arbeiterschaft, z. T. schon für Weihnachten, verwenden. Gm Arbeiter, der beim Ausladen beschäftigt war, verritt die Sach dem Reichstagsabgeordneten Dr. Qucssel, der den Fall zur Anzeige brachte, worauf die Beschlagnahme in den Kühl- nrumen der Firnra erfolgte; die Ueberführung in den städtischnr Schlachthof,^ von der das hiesige sozialdemokratische Blatt zu melden wußte, erfolgte jedoch bisher noch nicht. Die Firma hat Einspruch gegen die Beschlagnahme erhoben, weil das Fleisch- für ihre Rüstungsarbeiter bestimmt sei, und hat nachttäglich oie Eüifuhr des Fleisches bei der Reichsfleischstelle ait- ^ S e ^esem Einspruch Glück haben wird, ist sekw fraglich, da sie auch gegen die Höchstpreisbeftimmungen vetttteß, mdem sw 300 000 Mk. bezahlt haben soll (bekanntlich darf für Auslandsware kein höherer Preis bezahlt werden als die für dar Inland geltenden Höchstpreise). Die Reichsfleischstelle jedenfalls hat die Autteafterhaltung der Beschlagnahme angeordnet. Sollte nicht nachträglich doch noch freigegeben werden, so dürste es wohl der Stadt Darmstadt zugewieseii werden. I. Darm st a d t, 24. Dez. Eine menschenfreundliche Ein- ttchtung hat die hiesige Otts^ruppe des Vereins der Freundinnen junger Mäda-en geschasfeir. Sie läßt einen 5bafseewagen mit heißem Kaffee oder Toe in den Sttaßen verkehren. Hauptsächlich soll er dem Personal der Post, der Sttaßenbahn, das durch seinen Dienst ständig auf der Straße beschäftigt ist, die bei der gegenwärtigen fettloseil Eriiährrmg doppelt notwendige Erwärmung <2^^-, • ^Nahrung wird zeigen, Mi welchen Plätzen das meiste Bedürfnis nach dem Erscheinen des Kaffeewagens vorhanden ist. I. D a r m st a d t, 22. Dez. Tor Llbendzug von Groß-Zim- mern, der gegen 9- Uhr hier eintrifft, fuhr 'l^iGroß-Zimmern eai Fuhrwerk an, dessen beide Insassen, der Fellhändler Max Klee mann aus Groß-Zimmeim und sein Knecht Georg Sachs aus Kl-Zimmeru. heraiisgeschleudett wurden. Sie erlitten beide ernon Sck>ädelbruch und wurden von dem Zuge nach Darmstadt mitgenommen und in bewußtlosem Zustaiide ins Krankenhaus übersühtt, wo sie ihren Verletzungen erlagen. I. Darmstadt 24. Dez. Das Elisabethenstift erwarb käuflich das hiesige Hofmännische Institut in der Neckatzttaße, dessen Loitettn Frl. Tube vor eftiigeii Monaten starb. Das Ellsabethcn- stisl wird es als Elisabethenschule weitersühren und vom 1. Juli an in das Haus Scm^'ttaße 12, in dem früher das Kern- baumische Institut war, verlern und damit zugleich ein größeres Internat für auswättige Schülettnnen verbinden. Tc'O Lehrplaü der Schule entspttcht dem der anderen höheren Töchterschulen, Ms Lehrkräfte sollen später Lehrschwestern, die die staatlichen Prüfungen abgelegt haben, mit herangezogen werden. Die Leitung der Schule wird Frl. E. M o r e l l, bisher Lehrerin au der Elaoriorenschule, übernehmen. Hessen-Nassau. st Aus dem Kreise Marburg »24. Dez. Die Gemeiiide» obsternte im Kreis Marburg brachte in diesem Jahre üisgesamt 152 211,34 Mk. ein gegen 34 939,99 Mk. im Jahre 1916. Aus die Stadt Marburg entfallen Hiervon 6082,14 Mk. gegen 2982 Mk. im Vorjahre. An ettter Stelle steht üt diesem Jahre das i'ogen. llniversitätsdorf Caldern mft 13 861,90 Mk. X. Hanau, 23. Dez. Die Landwirtfchaftskammer für der Regrerungsbezirk Kassel hatte im Frühjahr zur Förderung der Schweinezucht Erhaltuuasprämien fitt Zuchtsauen ausgesetzt. Nach einer Be kanntgcft>e der Landwittschafts kam mer sind soviel Anttäge eingelausen, daß die für diesen Zweck zur Ven'ügung stehende öummc von 50 000 Mk. nicht entfernt ausreicht, um allen An- ttägen gerecht zu werden. Es müß daher die Prämie, soweit sir noch nicht gezahlt ist. von 30 aus 15 Msk. für jede Sau herabgesetzt werden. Uivchiiche Nachrichten '-c Gottesdienst nachtsgottesdienst (Kvll.). Katholische Gemeinde. 5: Gel. z. A. Beicht, Chttsttwette; 6, 6V-, 7: Hl. Meff«:: Aust. d. hl. Kvmm.; 9: Hvchantt m. Pred.: 11: Hl. Messe m. dvcb.; 5tz/s: Vesper n:. Segen; 5 u. 8: Gel. z. bl. Deich. — Tia- Pvra-Gottesdienst mn 25. Dez.: Grünberg 9V». Evangelische Gemeinde. Gottesdienst am Mittivoch den 26. Tezenrber, 2. Weihnachtsfeier tag. In «der Stadt ki rche. 9Vst Pfr. Mahr. Beichte u. Abendm. f. sNatth.- u. Mcrrk.-Gem. 5: Pfr. Schoabe. Donnerstag 27. Dez., 8: Weihnachsfeier d. Vereinig, konf. Mädcben d. Mark- Genr. —- In der I o ha n n es k i r che. 9Vs: Pfr. BechtolZl)riu^er. Beickfte u. hl. Abendm. f. Lut.- u. Joh.-Gem. 5: Lft. Weilmachs-^ gottesdienst. Psr. Ausfeld. — Kirchberg. Bonn. 10; nactum 4: Kircdergvttesdienst. Katholische Gemeinde. 6Vs: Gel. z. hl. Beich; 7: Hl. Messe: 8: Aust. d. hl. Kvmm. : 9: Hockrmnt m. Pred.: 11: Hl. Messe «in. Pred.; 5V>: ?lnd m. Sog Tonm-rsbag, 7: Weinioeilx. — Diaspora-eöottesdrenü am 26 Dez : Hungen 9Vs, Lich 9V-. ®ic|jcMcr Ktadttheatcv» Musik von Walter Der Lügenpetzer. Weihnochsmärchen von Franziska Becker von Simon. Es war einmal .... so klingt es auch in diesem Märchen, M dur.amwben ist mit den gtül>enden, leuchenden Farben der 'ckbantaft.', dem Farbenfprel tmx Welt, in der nur die Kinderseele zureciizu suchen vermag. Der kl eine Peter, ein iwunrerer, aich geweckter Knabe, ist lieb,^ Phantasie voll, aber er lügt, lügt sich Jeunt etwas vor. In der Schulstube warnt ihn der Lehrer vor der rc^ergtttung, toe kommen wird, aber er achet der Mahrmng nicht urcd verschießt sich in bitterem Trotz, verhortt in der Selbsttäu- fä>un^ dr ihm Glanz und Ruhm, Krone und Thron vorgaukelt Am erMwn Leibe, mutz er erfastcen, ,vie mistig sein Denken und pichen ch, wie du- Nemesis mit rauhen Händen in sein Traum- owch^ tmyig-ieirt, os zerstört -und ihn selbst ztur nackten, bloßen, Mltaglrch-kelt und Walwheit zurücfführt. Alles das, was der kleine ' lxte l f 3 l » eincTTt Phartt-asievollen Gehirn sich ausgedacht und selbst ** 1 ?^*, bat. muß er nun wirklich durchmachn. Dian entocckt chn, als Lügner cmi Königshose, inan cittlaröt ihn als saftäxn Kalifen, pnch nur das Versprechen, das gotdne Glöckchen ^ ^ Turban des Kalifen, das bei Chttsti Oöeburt der eine der om Pensen aus dem Mv-Genimch in der '-ippe zuttickließ tEm zu bringen, rettet ihn vor dnn Xobd. Das Flügel ros; bringt ihn in den deutschen Weihnachswald, wo das verhechuugStVlle Glöcklein am deutlchn Weil/i iadti sbaum hängen j-ail. Er unm es aber nicht erringen, denn die Lüge l-errsch' in dem Herzen des kleinen Peter und das Glöckchen tveicht ihm aus. neckt uvb verspottet ihn. Da ist es zu Ende nnt dem Lügenpeter « «uch noch in eine tiefe Grul-e fällt und hilflos sich ver- Jff! 'Ä Er bereut, verspricht nie mehr zu lügen, mid das Fest, ^rs oen Menschen „Friede aus Erden" verkündet, sielst den lleinen ÄMDer als Rremgen, der sich vornimmt, ein braves, tüchtiges oer ine'.isästrchen Gesellschaft zu werden. FranMMi Becker hat es verstanden, mit diesem WeLhlnaästs- märi?en sich in die Seele des Kindes, dem das Märckien nrft seinen Wundern ein unbewußtes Mrwana bedeutet, efttzuspeichen Hier wirken nicht , nur Farbenpracht, Mtz und Poesie, sondern vor allem auch eine Handlung, die mit der belebenden Tendenz aufs guicklichste die Anmut des farbenprächtigen Märchens verbindet geht einem auf, wenn man sucht, wk all die kleinen Gesäwpsck^n mit offenen Mäulchen und leuchtenden Llugen den Vorgängen auf der Bühne folgen und wie tief die Eindrücke sind die eine sä^ichte, iu die Form des Märchens gelleü)ete Wahrbeft auf das weicl>e Kindergemüt zu machen vernrag. lind doch! Nicht für das Kind allein ist das Märchen da. Auch )oir Großen, wir Erwaclstenen, die wir mitten im Kamps unis Dasein fielen, wir lollten U7is hier und da einmal zum Märastn zurücksinden' Es trogt w so viel Schönes, so viel Diese, so viel beut|d>eS Gemüt' im Märchrni. Ist das Meid wich farbig ^unftctjecttg. ist dir Logik auch nriternander jbrüchig. >oas fragen nur darnach. Das Märckxen ist ein Kv,id des Herzens, das Empfindens, mi!d als solches soll es ausgenommen und verstanden tverden. Tie Darsteller unterzogen sich mit Liebe und Freude ihrer ^us-yabe Karl Volck war ein würdiger Lehrer. König und Grost ivesic, Rudolf Go kl ein vottrefslicher. mit konftfä>en Zügen aus- gestatttter Mster. Rawuzel und Kadi. Mlerliebst, voll Grazie mid Anmut zergte sich Gustel Beling als Maus, Prinz von Gold- land und Prinz Jussics, Helene Kallniar als Lügenpeter wußte sich die Herzen der kleinen Tbeaderbesucher im Sttirnl zu erobern, ebenw wie Hermine Wvssidlo als Suse. Prinzcisin und Su. einschmeichelnde, weiche Musik LLalters von Simon verfehlte ebensowenig wie die schöne AuMattnng, bei der hoch- "Mmne" Weihnachtstwald etwas merlloürdig anmutete, üjvc. Wirkung. ( __ w m _ von Sven .Hedins wissenschaftlichem Tibet-Werk^ Die wrssenschaftlvckM Ergebnisse der letzten Forichungsrelse ,L)ven Hedins, die bereits über ein Jahrzehnt znruckliegt -- sre hat m den Jahren 1906/06 stattgefuicdan- sollen demnächst Veroffnttlvcht worden. Es handelt sich dabei um ein kostbares, sehr runfangreick^ Weck, das die lfthogravhisck-s Anstalt des ,chwedischen Generalstnbes herstellt: es lvird nur gegen vorherige Zahlung des rech: etzi^blichen Preises von. 500 ShTonen abgegeben. Rock, in die sein Jahre sollen die er,len Bände herauskommen. Das Werk fängt mit einer Gerichte dei- Kenntnis Libets von den ältesten Zeiten bis zum Schluffe des l8. Jahrhunderts en Hedins eigenen Rci e.l ab. Ter vierte Band erMiiit vorläufig noch nicht, dag«ren -e:" suufter nvcl> für dieses Jahr in Aussicht gestellt, der die Gcü'Ms-^ runde und Geologie' Südtvesb-Tibets umfaßt. Professor Anders Hmmng, ber bie Gesteinspwben 5-ckstn§ untersucht lxit. ist sein Berfaffer. Nachstdem wird em Reil-e von >katten oeröfsenftickst Zunachit zwöll Blätter im Maßsdabe 1 :300lX)0. in die HedinS sind: die dlusarlwitting stmnntt von'Leut-, E Kiellstrmn .md Ober,t Bpström; von 15 Blättern im Maßgabe 1 100 000. die Osttnttei'an und Tilget umfassen, von den gievbeii Kardograpl^eu ar^gearbettet kömien vorläufig nur zwei ers-beinen. Tie.es Kartenwerk umfaßt alles, n^rs über Tibet mid seine Grenz, länd« bis ietz4 bekannt ist. Ter letzte der noch in diesem Jah^ erichemendci, Bande ist em großer Folw-^lllas von 105 Blättern der 5ö2 PMwnumm titanischer Berglandschaften entm. Es Sveii Hedins. die er von zahlreich ^Eln, Passen oder Lagei'plätzen aus ausgenommen bat Im n Wteit 3*1^ (Ttöcrnt zunächst Band.6 der Btckcs. der bereit ^bandelt die nitteorvlo gischen nnd astwiw mischen Bevtchttmgen: pnne B:. svanzüsisch geschrieben liat. Herde! Ächtung»! Herde! -Verde in jeder Größe am Laaer. AesselSse«, Keffeb rümvic. 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Weihnachtsverkrhr 1917 . k?S wird wiederholt darauf aufmerksam aemacht, daß auch während der kommenden Wetdna4tS> und-teujahrS- Festzeit alle verfägdaren Betriebsmittel in ertter Linie zur Befrtekir„na> deS »7astungS- und GütersrrkekrS dienen. müsien, «nd daß »der fce« neriHfentiicb eit lz-ahr- »Inn hinaus außer den fßr den BernfSnerkctzr unbedingt erforderlichen ZLgeu besondere Züge unter keinen Umständen gefahren rverden. Die Reisenden haben während der Bestzeit mir nnrermeidlichen Unqiuräglichkeiien aller Art zu rechnen. Der daher nicht unbedingt reisen muh, sehe von der Benutzung der Eisenbahn ab. Frankfurt (Main», 'Dezember 1917. 9304j KörristtÄe MreuLabndirestion. ßchskchUrZW ükr AZHi Montag den 31. Dezember 1917, vormittags 9'/, Udr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des For twarts Bruck-Rödgen, Abteilung 47, Mühlberg, niei?lbiet>.'N) versteigert: 3610 Wellen AuchemReittü 60 We eu Eich n-Neisig M,5 kTm Buchentockroiz. 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Föacirtög bis 2I, Oeaesyaiber 1 . gSänzeesde Festprogramm And Ef ed® Missen io ihrer neuesten Lebenstragödie in 4 Akten 83 s fl 1 SB m\\ Hassenden»: Zimmer Nr. 22 Feinpikantee Lustspiel in 2 Akten. 9296a Amtlicher Teil. Nr. W. IV. 300/12. K. R. A. betreffend Beschlagnahme und Meldepflicht aller Arten von neuen und gebrauchten Segeltuchen, abgepahten Segeln emschüeWch Liektauen, Zelten (auch ZirtuZ- und Schaubudenzelten), ZelWer- öachungen, Markisen, planen (auch Wagendecken), CheaterkuMsen, Panorama- leinen. vom 22 . Dezember t 9 JZ. Nachstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß, soweit nicht nach dm allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, jede Zuwiderhandlung gegen die Besckstagnahrnevorschriften nach §6 der Bekanntmachung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 376)*) und jede Zuwiderhandlung gegen die Meldepflicht gemäß 8 5 der Bo- kanntmachung über Auskunftspslicht vom 12. Juli 1917 (Reichs-- Gesetzbl. S. 604)**) bestraft wird. Auch kann der Betrieb des Landel^gewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Landet vom 23. September 1915 (ReickS-Gesetzbl. 608) untersagt werden. 8 1. Vsn trr Mfanntmach«ns betroffene Gegenstände. von dieser Bekanntmachung tterbeu folgende Gegenstände betroffen, soweit sie nicht bereits auf Grund müderer als der im $ 13 beicHmrtm Bekanntmachungen der Beschlagnahme untere liegen: «Ne Arten von neuen und g-chrauchten Segeltuchen, neuen Kebranchien Segeln einschließlich Liettanen, Zelten (auch Zircku^- und Schanbubenzelten), ZeltMerdachungen, Markisen. Planen (auch Wagerckecken), Theaterkulifsen, Panv- ramaleinen, Zuschnitten auS Segeltuch und sonstigen gleichen und ähnlichen Zwecken dienenden Gewebearten. *> Mit flfcTäwntfc bis yit einem Jahre oder mit Geldstrafe bis Hi zehnteufsend Mari wird, sofern nrchi nach allgememeni Strssgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 1. ; 2. wer imbekuqt einen beschlaenahnnen Gegenstand heiseite- fckafft, beschädigt oder zerstört, »?erwenbet, verkauft oder kaust sSer ein smderes ÄerLußerungs- oder ErwerbSaeschäft über G« sLichlieht: 3. wer der Berpstichtun^, die beschlagnabrnten (l4egcnstSnde zu Dtrmfctn mtb pfleglich zu behandeln, ?,nwiderhandelt: 4 . »er den.erlassenen Ausführungsbestimmungen tzuwiderhRRdelt. **) Bbe7 »»rfStzlich die Mu-kunff. M der er auf Grrmd dieser Sfctmtwhiwtu-n* verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt »der »issevtlick. unrichtige cbci unvollständige Mga-en macht, »der «er vvrs'ützliEi tzi-e Sirrftcht in bk Geschäfts'vr«se oder Ge- schüfts-ücher »der die Be'ichtiq«n« oder Untersuchung der Betriebs- einrich4r'.n»rn over Räume verweigert, oder wer vorsätzlich die vorgeschriebe neu Jvgerbücher eingurichten oder in führen unterläßt, wirtz mit Gesän«tts tzis M sechs Monaten rmd mit Geldstrafe bis zu 10 000 M«rk o*ti mit einer dieser Strafen bestraft, auch können Borr4i.e, die versd-E-e» worden sind, im Urteile als dem Staate veriaTlen erklärt werden, »bne Unterschied, ob sie dem AjuSkunfls- sehtzeea »der nicht. Wer fahrlässig die Auskunst, m der er auf Grund dieser Be- kanntmachlung verpflichtet ist, aricht in der gesetzten f^rist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben macht, oder wer fahr-, lässig die vorgeschriebenen Lagerbücher einznrichten oder zu führen prUerläßt. wird mit.Geldstrafe bis ru 3000 Mark bestraft. 8 2 . Beschlagnahme. Alle von der Bekanntmachung betroffenen Gegenstände werden hiermit beschlagnahmt. 8 3. Wirkung der Beschlagnahme. T« Beschlagnahnie hat die Mrkurrg. daß die Bornahme von Veränderungen an den von ihr berührten Gegenständen verboten ist und vechlsgeschÜstlichc^ Verfügungen über sie nichtig sind. Ten vechtsgeschästlichen Bersügungen stel/en Berfügungen gleich, die im Wege der Ztvangsvollslreckung oder ArrestovllKiehnng erfolgen. 8 4. Ausnahmen. 1. Bor. der VesckLagnalMe sind ausgenommen: a) bw zur Zeit des Inkrafttretens der Bekcnrntmachan-g im Laushalt befindlichen, für ihr bestimmten Gegenstände. Werder die genannten Gegenstände veräußert, so sind sie bei dem Erwerber betroffen; b) diejenigen Gegenstände, die sich im Eigentum deutscher Leeres- oder Mannebehörden befinden. 2. Trotz der Beschlagnahme dürfen Gegenstände, welche auf einen vmi der Krieg-s-Nohstofs-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums genehm-igten Belegscheine oder auf Grund von Freigabescheinen der Kriegs-Rohstosf-Abteilung angesertigt find, sowie Gegenstände, die von einer Leeres- oder Marinebehörde zu einem bestimmten Zwecke zuender Begründung versehene. Anträge sind au die Kriegs-Nohsloss-Ab- teilung, Sektion N. IV, Berün 8W 48, Verl. Ledemannstr. 10, zu richten. 8 6. Vmvendimgserlaubnis. Trotz der Beschlagnahme dürfen die beschlagnahmten Gegenstände für ihren bishc^cigen Zvieck weiter verwendet werden. Sie dürfen zu diesem Zwecke auch ausgebessert vder zur Ausbesserung anderer Gegen stäirde gleicher Art verwendet, jedock) im übrigen nicht verarbeitet werden. Eine Veräußerung gilt nicht als Verwendung im Sinne dieser Bestimmung. 8 6 . Verüutzrrungs- und Lirferungserlaubnis. Trotz der Beschlagnahme ist gestattet die Veräußerung und Lieferung: 1. der im Eigentum von Fischerei vder Schiffahrt treibenden Personen vder Unternel>mungen befindlichen neuen und gebrauchten Segel einschließlich Liektauc und Segeltuck)e an die Fischereiförderung G. m. b. 5)., Berlin W 8, Behren str. 65, ober an die von dem Altsischuß für Fische reibe darf, Berlin W 8, Behrertstr. 65, bestimmten Stellen ober Personen, die sich durch einen vom Reicl^skommissar für Fischversorgung genehmigten Berechtigungsschein ausweisen werden; 2. aller übrigen, beschlagnahmten Gegenstände an die Kriegs- Lndern-A.-G., Berlin SW 19, Leipziger Str. 76*). 8 7. NerarheitirngSerlaubnis. Trotz der Beschlagnahme ist gestattet: 1. die Verarbeitung der im § 6 unter 1 gernmuLen Gegenstände für Zwecke der Fischerei oder Schiffahrt auf Anordnung des Reichskvnimissars für F-ischvcrsorgung; 2. die Verarbeitung der übrigen beschlagnahmten Gegenstände durch die Krieg^Ladern-A.-G., oder in deren Aufträge: 3. die Verarbeitung der beim Ueberw-ackmng^russchuß der Schuhindustrie in Berlin ordnungsgemäß gcmeldicken Gegenstände zu Schuhn-aren nach den Einordnungen des Ueberwachurrgs- ausschusses. 8 8. Meldkpflicht und Meldestelle. Tie von der Bekanntmachung betroffenen Gegenstände (§ X) unterließen bet Meldepflicl-t. Ausgenommen sind: 1. die im § 4 Ziffer 1 genannten Gegenstände; 2. die im § 4 Ziffer 2 genannten Gegenstände, schange sie bestimmungsgemäß verwendet, verarbeitet und veräußert werden; *) Tiefe wird Aufkäufer beanftragen, »velche sich durch einen von der Gesellschaft ausgestellten ,\b von der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußisch. :: N7gsnlinisteriruns genehmigten Berechtigungsschein ausweisen. 3. die beschlagnahmten Gegenstände, solange sie im Sinne des § 5 für ihren bisherigen Zweck weiterverwendet loerden; 4. die im 8 6 Ziffer 1 genannten Gegenstände**); 5. die beim UeverwachungsauSschuß der Schuhindustrie ordnungsgemäß gemeldeten Gegenstände. Tie Meldungen haben monatlrch zu erfolgen und sind an das Webftossmeldeamt der KriegS-Rohstoff-Llbteilung deS Königlich Preußisck»en Kriegsministeriums, Berlin L^V 48, Verl. Ledenranir- sttuße 10, mit der Aufschrift: „Betrifft Segel und Planen" t*n> (eljen, zu erstatten. § 9. Mkldtpslichiigr Personr». Zur Meldung verpflichtet sind: 1. alle Pb'Nvuen, die meldepflichtige GogsnMnde im Gewahrsam haben; 2. gewerbliche und landwirtschaftliche Unternehmer; 3. öffentlich-rechtliche Körperschaften und Verbände. Vorräte, die sich am Stichtage (8 10) nfcht im Gewahrsam des Eigentümers befinden, sind sowohl von dem Eigentümer als auch von demjenigen zu meldet, der sie an diesem Tage im Gewahrsam hat (Lagerhalter usw.). 8 10 . Stichtag und Meldefrist. Für die Meldepslick)t ist bei der ersten Meldung der bei Beginn des 1. J^anuar 1918 (Slrchtag), bei den späteren jflteU düngen der bei Beginn des ersten Tages eines jeren^Monats (Stichtag) tatsächlich vorl-andenc Bestand maßgebend. Tie Melbunsai sind bis zum 10. eines jeden Vdcmats zu ersvatbcn. § 11 . Meldescheine. *e fcteilmnaen haben auf den vorgeschriebenen amtlicken Meldescheinen zu erfolgen, die bei der. Vordruckverwaltung der Kriegs-Nohstoff-Llbteilung des Königlick Preußischen KriegS- ministeriums, Berlin SW 48, Verl. £'cbenurmtftr. 10, unter Angabe der Vordrucknummer Bst. 1847 b, anzusordern sind. Die Anforderung der Meldescheine ist mit deutlicher Unterschrift mib genauer Adresse zu vm'ehen. Der Meldeschern darf zu anderen Mitteilungen als zur Beantwortung der gestellten Fragen nicht verwendet werden. Von den enlatteten Meldungen ist eine zweite Ausfertigung (Mschrift, Durchschrift, Kopie) von denk Meldenden zurückzrckehalten. 8 12 . Anfragen und Anträge. Anfragen urrd Anträge, die die im 8 6 Ziffer 1 genannten! Gegenstände betreffen, sind an den Reichskontmissar für Fisch- versvrgung, Berlin W 8, Behcenstr. 65, zu richten. Alle sonstigen Anftugen und Anträge sind, sotvelt siß lediglich die Meldepflicht (§8 8—11) betreffen, an das Webstoffmeldeamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung, im übrigen an die Kriegs-Rohstvss-ALteiluna- SMwn W IV. Berlin Sw 46, Berl. Ledemtvrnstr. 10, zu richten und am Kopfe des Schreibens mit der Aufschrift: „BettUt Segel und Planen" zu versehen. § 13. Inkrafttreten. Diese Bekanntmachrmg tritt am 22. Dezember 1917 in Kraft; sie tritt an Stelle der früheren, im Jahre 1917 von dem Unterzeichneten MMärbefehlshaber erlassenen Betla7rntmachu7lg, betreffend Beschlagnahme von Segeln. Zeltcni und Zeltplanen. Frankfurt a. M. oen 22. Dezember 1917, Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. ** Bestimmungen über Meldepflicht für diese Gegenstände trifft der Reichskommissar für Fischversorgung. B e t r.: Befchilag^rahme 'und Meldepflicht aller Arten von neuen und gebrauch,ten Ssgeltttchgi, abgepaßten Segeln, ein- Mießlich Ltektauen, Zelteck' (auch Zirkus- mrd Schau- budemzelten), ZeltüberdM-.mgen, MarAsen, Planen, (auch Wagendecken), TheaterÄAissen, Panu-ramalernen. An den Odcrdürnrrmeister zu Gießen. Großh. Polizelamt Gießen und die Gwtzh. Vür^rmeistercien der Landgeurein-. den des Kreises. Indem wir auf vorstehende Bekanntmachung des stellvertretend den Generalkommandos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmachung in Ihr n Geschäftszimmer zur etwaigen Einsicht offen zu legen. Gießen, den 22. Dezember 1917. Großherzoglcckes Kreisamt Gießen. Dt. Usinger. *