D. 361 L er Oi«tztt,rr Anzeiger erWxfoi tdflttrij, außer 0«nnia^. — Beilagen: «irfcciKT •farnUicnblÄtter; H»e»«iUtt jÖJ tcH Kreis Liehe«, vezugspreir: ntoruUl. Mk. t .20, uiertel- Jfihdidi M. 3HO. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. btk. 1.1'*; durch bie'Boft 'Ulf. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. ^ernsprech - Anschlüfle: tiirdieSchn»ttl lnngI12 Verlag.^elchäikHstelleöl AnschrttlfttrTrahtnnch- nchreu. Anzeiger Sieheu. Erstes Blatt chr. Jahrgang tzamstag. 22. GkchmerAMMi Samstag, 22. Dezember W postlcheiNsitto: Frankfurt a.M. U68b General-Anzeiger für Oderhessen Annahme von Anzeige« die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Zeilenpreise.- für örtliche Anzeigen 25 M.,fürauswärtige 30 Pf., £ ür Reklamen *Vtk. 1.—: bet Ptagvor- schrift 20 °/o Aufschlag. Hauptschriitleiter: Arrg. Go eg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Sankvkklthr: Au«. G-»:^ Stad! Mid S«°-td-ban,Si°b.« ^willingsrund-ruS ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei N. Lange. rchrtstleituny, Geschästsstelle ».Druckerei: Zchulstr. 7. sä'mulch^ln Gießen.' Eine neue Rede Lloyd Georges. 607 OW Tonnen im November versenkt. wochrnrliSbüü Aller Augen wandern mit den Fricdensunterhändlern nach Brest Litowsk; aus alle Fälle werden sich dort schwerwiegende Entscheidungen vollziehen. Denn wenn es auch noch ungewiß ist, ob Lenin und seine Vertreter an der Spitze Rußlands sich) lange werden halten können, soviel ist doch sicher^daß bei den Verhandlungen neue Voraussetzungen sür das Schicksal Rußlands geschaffen werden und daß, so tatkräftig sich auch eine etwaige Gegenbestrebung geltend machen mag. daS Einvernehmen der Unterhändler diese Gegenbewe- gung in gewissen Schranken halten muß. Es ist doch zun: Beispiel so gut wie ausgeschlossen, daß irgend ein Kaledin oder Kornilow eine neue Offensive gegen unsere Fronten einleiten könnte. Die Entente wird es ja an Bemühungen nicht fehlen lassen, allein, sie wird in Petersburg wenig Handhaben vorfinden. Da haben sich nun plötzlich im Süden, in der Ukraine, überraschende Ereignisse vollzogen, die eine ganz neue Lage zu schassen scheinen. Lenin, der Förderer des Friedens, hat nach Kiew jenes Ultimatum gerichtet, wonach Krieg chen Großeussentum und Ukraine eintretcn wird, falls die Ukrainer sich nicht sofort zur Herrschaft der Petersburger ^Regierung bekennen und aufhök^n, die Gegenpartei des Ko- sakenhetmans Kaledin zu unterstützen. Die zweitägige Frist ist verstrichen, die Ukraine hat bisher nicht geantwortet, und so scheint zwischen Süd und Nord der große Bürgerkrieg zu entbrennen. Es wird sich nun noch darllm drehen, die Gründe und Bedingungen der ukrainischen Bewegung genauer zu erkennen. Bisher steht nur fest, daß die Ukraine Kaledin direkt und indirekt unterstützt hat. Ob sie die gleichen Endziel, wie de.r ehrgeizige Kosakenführer verfolgt, das ist in Zweifel gehüllt. So sehr es den Anschein hat, als wolle die Kiewer Negierung von der Friedenspolitik Lenins nichts wissen, so unbegreiflich wäre es doch, welches Interesse fte leiten sollte, den Frieden mit den Mittelmächten nicht zu wünsszen. Deutschland und Oesterreich-Ungarn werden doch wohl der Proklamierung der Ukraine zum selbständigen, von Rußland losgelösten Staate noch viel weniger widersprechen, als Lenin es getan hat. Englische Einflüsse scheinen sich hier einzumischen und gewisse Gegensätze der Ukrainer zu dem Leninschen Radikalprogramm für sich auszunutzen. Die Austeilung sämtlichen Grundbesitzes z. B. paßt dem ukrainischen Bauernstand nicht, und in der ukrainischen Rada, dem Parlament, ist der Arbeiter- und Soldatenrat nur schwach vertreten. Die auf militärischer Basis aufgebaute Volksgemeinschaft der Kosaken geht bei ihrer Opposition ursprünglich vielleicht von ähnlichen Gesichtspunkten aus. In der Phantasie Fes Volkes spielt dabei wohl noch der Glanz des Zarentums eine gewisse Rolle, und so ist es gekommen, daß die Entente noch einmal eine geringe Hoffnung hegen darf, aus dem russft ichen Sonderfrieden werde nichts werden. Die Aussichten dieses seltsamen Bürgerkrieges in Rußland sind aber unberechenbar, die englischen Meldungen über bereits einsetzende Kämpfe im Süden sind vielleicht verfrüht, und wer weiß, ob der vielgenannte Kaledin nicht eines Tages ein gleich rühmloses Ende nehmen wird wie sein Vorgänger in der gleichen Rolle., Kornilow. Am Donnerstag haben die Vertreter der Reichstags- Fraktionen mit dem Reichskanzler und dem Staatssekretär d. Kühlmann verhandelt, der sodann als deutscher Bevollmächtigter nach Brest-Litowsk abgereist ist. Es heißt in einer halbamtlichen Wolff-Meldung, die Vertreter aller Fraktionen hätten den von 'Kühlmann vorgetragenen allgemeinen Richtlinien zugestimmt. Vermutlich hat es sich da wieder riitn dehnbare Begriffe gehandelt. Am 3. Januar soll der Haupt ausschuß des Reichstags erneut zusammentreten. Wir sollten meinen, daß es fortan nicht wieder zu solchen Krisenstimmungen kommen könnte wie im Juli. Hertling und Kühl- m,mn sind ja wirklich keine Eroberungsvolitiker und Kriegsverlängerer, und gegen die Art, wie der Reichskanzler unmittelbar ttndj 1 der letzten Rede Lloyd Georges es abgelehnt hat, mit Männern solcher Gesinnung jemals zu verhandeln, konnte auck> die Reichstagsmehrheit nichts einwenden. Das Wort ist freilich) wieder verschieden ausgelegt worden. -Von alldeutscher Seite wurde daraus gefolgert, daß Herd- Ilmg von Haus aus zur Verständigung mit England sich habe bereit erklären wollen, und daß darum diese Ablehnung Lloyd Georges eher das Gegenteil als ein Zeichen von Stärke Selbstbewusstsein wäre. Wir sind anderer Meinung. Es mmerhin in diesem Satze uird in der Hinzusügung, der Aöeg im Westen wäre uns gewiesen, eine unverkennbare Festigkeit und Entschlossenheit. Die Stimmung der Engländer und Franzosen ist heute nicht mehr so gehoben, als daß sie hier üt eine falsche Auslegung sich verrennen könnten. Der Ausspruch) Hertlings war vielleicht auch geeignet, der 'mit uns verhandelnden russischen Regierung den Weg zu weiffm, damit sie von unfruchtbaren Anstrengungen, die Londoner und Pariser Diplomatie zur Teilnahme an den Verhandlungen zu bewegen, Abstand nimmt. Mas nun mit Hilfe 'gtbestiulinnngsrechles der Völker für das deutsche Reich aus dem Osten herauskommen wird, hängt von der Geschicklichkeit und Ueberzeugungskraft unserer Diplomatie ab. Mit einem gerechten Selbstbestimmungsrecht verhält es sich) ähnlich so wie mit einem Wahlrecht. Die bloße Kops- L'hl kann M*ri nicht entscheiden. Für die deutsch-baltische Ostmark wir bei den Verhandlungr"! mit den Russen Gesichtsputzs.. ^inzusetzen, die keineswegs nach gewaltsamer Eroberung ausschen, aber sehr wohl das Recht begründen, dieses Land in ein näheres Verhältnis zu unserem Reiche zu bringen. Auch die Entschädigungs- und Finanzfragen liegen etwas komplizierter, als mancher Theoretiker meint. Man denke nur an die russischen Auslandsschulden, über deren Erledigung in Brest-Litowsk gesprochen werden kann. Viele Gelder sind in Rußland ausschließlich für englische Zwecke verausgabt worden; die Schlußfolgerung da.ra.us zu ziehen, ist nicht allzu schwer. Wenn der Äregeswille in uns aufrecht bleibt und keine Katzenjammerftimmung den Reichstag mehr übermannt, so werden sowohl die Deutsche Batep- landspartei wie der neu gegründete Volksbund für Freiheit und Vaterland, der die Mehrheitspolitik verteidigt, in ein ruhigeres Fahrwasser der Agitation einlausen. (WTB.) GroßesHauptqnartier,21. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In Flandern blieb bei dichtem Nebel die ArtiHerietättg- keit meist gering. Nördlich von der Straße Mern—Menin trat am Nachmittage erhebliche Feuerstejgerung ein. In erfolgreichem Erttmdungsgefecht südlich von Hollebeke wurde eine Anzahl Engländer gefangen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Bei Hyrchach. südlich von Altkirch. fielen bei gelungenem Vorstoße in die französischen Linien 31 Gefuitt in unsere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine größeren .Kampfhandlungen. Italienische Front. Siebenmal stürmten italienische Kräfte gegen die von den österreichisch-ungarischen Tnrppen in den letzten Tagen erkämpften Höhen westlich von Monte Awlone. dreimal gegen den Monte Pertira an. Alle Angriffe scheiterten unter schweren Verlusten. Gleiche Mißerfolge hatte ein feindlicher Angriff auf Monte Solarolo. Lebhaftes Feuer hielt während der Nacht und am frühen Morgen in den Kampfabschnitten an. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 21. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Dien, 21. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Oestlich der Brenta stürmte der Italiener nach heftiger Artillerievorbereitung siebenmal gegen unsere Linien bei Ost il Lepre. dreimal gegen jene südwestlich des Monte Perttea. Sämtliche Angriffe wurden rmtrr schweren Feindverlusten restlos abgewiesen. Der Chef des Generalstabes. » Der türkische Bericht. Konstantinopel, 20. De^. (WTB.) Amtticher Toye^- bericht. Palästinaftont: Iw rechten Abschnitt hielt sich die Artillerie- tätig keck in mäßigen Grenzen, bei El Tire war sie lebhafter. Nordöstlich von Nebi Samrdil versuchten die Engländer im Morgeir- grauen und Nachmittags sich einer von uns besetzten Höhe zu bo- mächtiger!. Beide Angriffe wurden mck erheblichen Verlusten für den Feind abgeschlagen. Feckidliche Fliegerbombenwürsc aus Jv- riä>o waren ergebnislos. Im übrigen schränkt an der ganzen Front stürmisches Wetter die Flugtätigkeit ein. Kaukasusfront; Ein Waffenstillstand zwischen unseren urrd den russisä)en Truppen tzmrde abgeschlossen. Die zriedensverhandlungen in vrest-titowsk. Berlin, 21. Tez>. MTB.) Die „Nordd. Mlgm, Ztg." meldet; Ter ReicMcplAler hat den Staatsmmister Dr. Hclf- f er ich zu Mstrirg diei'w Adonats bemrstragt, die vorbereckerrdcn Arbeiten der ^inzeiluen Ressorts für den wirtschaftlichen Teil der Fr reden sver bandltcu gen mit Rußland einheitlich zusamuumzusassen. Dr. Helfserich hat diesen Auftrag anaenlonnnen. Neuerdings hat der Roichrkcrnrler diesen Auftrag auf die Gesamtheit der MrtschaftSfragen, die bei oen Friedens Verhandlungen mck allen gegen uns im Kriege stunden Staaten zu regeln sein werden, ausgedehnt. Herrn Dr. Helfferich ist für die Bearbeittmg dieser Fragen der (Mefcimc Oberreg,ierimgs- vat und Vortragende iliat im ReichÄoirtschastsaint Albert zugeteilt worden. Tie Diensttaume Dr. HÄffcrichs, die sich zur Zeit nock) im b)vbäude des Reichsantts des Iirnern, Wckl)elinstr. 74, befinden, werden demnäM nack) dem Hairse Unter den Lindeit 78 vevlegt. Berlin, 21. Dez. (Priv.-Tel.) Wie der „Berl. Lr>k.-Anz." ineldet, reiste der Staats sekret är dos Auswärtigen, von Kühlmann teute nacht kurz nach 12 Uhr nach Brest-Litowsk ab. Minsk, 21. Dez. Generalgouverneur von Beseler ist zur Begrüßung des Staatssekretärs von Kühlmann in Warschau am Bahnhof angekommen. Er fuhr im Sonderzug eine Strecke mit. Brest-Litowsk, 21. Dez. Der österreichisch-unga-' rische Minister des Aeußern Graf Czernin und seine Begleitung sind gestern abend hier eingetroffen. m Die Polen und die Friederrsverhandlungen. Berlin, 21. Tez. (WTB.) Der polnische Ministerpräsident richtete an die kaiserliche Rogierung und die Rlegierurrg voü Oesterreich-Ungarn die Bitte, Vertreter der polnischen! Regierung zu den bcvoiüehenden Friedensverhandlungen mit Rußland zulassen zu wollen. Zur Bespreämng hierüber wird Ministerpräsident Kucharzewski mit Staatssekretär v. Mhlmann auf dessen Reise nach Brest-Litowsk zusammentteffen. Anschließend begibt sich der Ministerpräsident, der an ihn von dem Reiä-skanzler ergangener Einladung Folge leistend, nach Berlin. 5t'uä>arzüoski wckd am Samstag den 22. Dezember morgens, begleitet vom Chef des polnisrfren politischen Departements, dem Grafen Rostworowski, in Berlin eintresfen. * Aus Rußland. Petersburg, 21. Dez. (WTB.) Meldung der Petersburger TelegraplMr-Agentur. In der Frage der diplomatischen Pässe besuchten gestern die Konsuln von Frankreich, England, Belgien rrnd Dänemark das Kommissariat der auswärtigen Angelegenheiten. Fortan werden alle Schmierigkeiten bei der Äisstellung der diplomatischen Pässe beseitigt sein. Tie Kuriere des Volkskommissars der auswärtigen Angelegenheiten werden ohne Belästigung durchgelassen, ebenso wie die Zküriere der Eittente und Neutralen. Sichwermerke sind für alle unumgänglich notwendig. London, 21. T^. sWTB.) „Morning Posp^ ersäwck aus Petersburg vmn 10. Dezember:JnTaschkent endete der Konflikt zTvischen den Bolschewik! U7td Abteilungen von Kosaken und Kadetten der milckärischen Schulen mck einem Siegeder Bolschewik». ü^eheimvertrag zwischen Rußland und Japan. Rotterdam, 22. Dez. Laut N. Rott. Cvur. wird dem Daily Telegraph aus Petersburg gemeldet: Die Sowjets veröffentlichen den Text eines Geheimverlrages, der am 3. Juli 1916 zwischen Rußland und Japan geschlossen und von Sasonow und Motono unterzeichnet ist. Beide Länder verpflichten sich darin zu einem Offensivbündnis gegen jede Macht, die versuchen würde, in China die politische Vorherrschaft zu erlangen. Es tvird keine bestimmte Macht in dem Vertrag genannt, aber offenbar handelt es sich um die Vereinigten Staaten. Der Vertrag läuft bis zum Juli 1921. * * * Die französischen Offiziere in der Ukraine. Petersburg, 20. Dez. (WTB. .Nichbrnttlich.) Meldung der Petersburger Telegra-pl-en-Agentur. In einer Unterredung mck dem französischen Botschafter Noulens lenkte Trotzky die Aufmerksamkeck des Botschafters ans die peinlickZe Lage der ftanzösisch^l Offiziere in der Ukraine. Tvotzky fand es unmöglich, daß fvanzösische Offiziere mit der Rada Beziehungeir Unterhielten, welche die Truppeit be£ Sowjets entwafffrete und offen die gegenrevolutionären Kniffe Ka- ledins unterstützte, der die russische Front desorganisiere, indem er ohne vorhergehendes Eckrvernehmen mit dem Hmwtaiiartier ukrainische Truppen fortsühre, die zum Schutze der russischen Front in Ruucänien besttmntt waren. Ter Botschafter bemerkte, alle französischen, den Missionen in Rußland zugeteilten Offiziere erhielten ausdrücklichen Befehl, sich in jedein Falle zurückzuhalten urrd sich mcht in die inneren politischen Kämpft ernzumischenl Im Falle von bewaffneten ZusamUimrstößen zwischen per Rada und Truppen der Negierung des Sowjets tverde dte Rolle der Ofsiziere der Krieg^- missiml auf einfache Zurückhaltung im Kwnpft beschränkt werden. Fern.er wurde die Frage b&> Lüustausches diplomatischer Kurier« zwisckZen Rußland und Frankreich erörtert und eine befriedigendo Lösung erreicht. * • . Freilassung von nach der Moldau verschleppten Angehörigen der Mittelmächte. Bukarest, 21. Dez. (WTB.) Gestern ist in Bukarest der erste Zug mit mrgesähr tausend Angehörigen der Mittelmächte eingettofftn, die von der rumänischen Regierung während des Krieges nach der Moldau verschleppt wurden. Die Rückkehr erfolgte durch die Front. Meckere Nückttanspotte folgen in zweitägigen Abständen. Die Zurückgekehrften werden vorerst in Seuc^n- sperrlagern drei Wochen zurückgehalten, um eine Verschleppung von Krankheiten zti vermeiden. Die Militärvenvaltung sorgte vor, daß den in biefeu Lagern Zurückgehaltenen jede mögliche Beguenckichkeit geboten ivird. Das Abkommen mit der rum»mi- schen Regierruig über - die Freilassmrg der verschleppten Angehörigen der Mittelmächte betrifft bekanntlich alle Personen ,vcib- liäien Geschlechts, alle Priester, alle Zivilärzte und männlliche Deutsche unter 17 und über 45 Jahren, männliche österreichisch- ungarische unter 17 und über 50 Jahren, fenxrv alle Militär- dienstuntauglichen. Lloyd Grorge über ben Nahrungsmittelmangel. London, 21. Dez. (WTB. Hdcklüamckichi Lloyd Georg« hielt gestern, bevor das llnierhairs ckt die Weckmaänsftrien ging eine Rede, rn der er sich Mpkächstj nrjck denr 's'äahrungonnuclnrangelj beschäftigte, ün, lodarrn die allgenreme inÄckäviscire Lage zu '^ffer und zu Lande zu, beleuchwn. Zrvei llmsift-üde saien es. führte er aus, die in jüngyrr Zeck die Schwierigkeiten nur dem Nahrungsmittel markte ernst ^stattet ÄtaL. nämlich baß Fehlsclüagrn der Hoffnung. cuiS Dtinanmrk mrd Holland Butter urrd Mnrgarrne zu erhalten, »und dre Tatsaäzv daß ^r ^brun«^ mittelmangel bei den Alliierwit größer ftr, als man tvrtzer ■«»-. SAVWE Aüe. (^ontb fefe toqutaife Opfer LUZ eiqem* uimifjr tagen nrnffm, um toe fcl;taiben Vorräte der Wnerwn IU «gar.zm. Es ier ftchch. das arglisch» VvLk würde der Lage mit «irötzerem »erizen und größerem Mut (mtgogensehen. wenn es sich vergcgemv/.rNge, paß iede En6blchittng( die es ertragen habe, darauf ^rückzuftU-cen sei, das- e3 (mt den braven Alliier den teilen müsse. Er freue sich, lagen Au können., daß infolge der Bemühungen de- LwensmlitelLontrolleurs in Umständen, die viel Besorgnis oer- nnlam bäl'.en, bereits eme Besserung sichtbar würde. Das Anstcl-en nach Lcbensmrtteur sei besonders dein Mangel an Margarine. ~i?v U nnr Haie zuzuichretben. Wirs den betreffe, so bessere nch die Lage stetig und SZ fei zu ö^-ferc, daß sie sich durch ver- Erzeugung ,m Girlande zu Gunsten der Margarineversorgungj .innen kürze,ker Frist bessern werde. Mittler!veile hätten die- ierngen. die solch.' Vorräte lzu tHcarteiCeat hätten;, sine groß' Bi:r- antwoctung !zu tragen, weil darauf gesehen werden müsse, daß Ne, üil alle Massen der Bevölkerung geioissentzaft verteilt würden ^Lre gegenwärtige llnbegluombichkeit fstr die Käufer hätte eine verechngte Mißstimmung hervorgerufen. Diese sei unnötig, denn die Mknifleutc wüßten, welcher Fehlbetrag vorhanden sei und wenn mmr ln der Lag.' ma werde, feie Schwierigleiten yn überwinden Klange, dns aber nicht geschehen sei. sei es ihre Pflicht, die Verteil,mg gewttsenhast vMmehmen. Wenn sie sich die Warniingei« 'NlM m Vevzen gchen .ließen, müßte die Regierung die Verteilung der Mn, Leben iwtwendigen Dinge selber in die Hand nehmen. * a .. *> ndo n. 20. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- reriwen.^.uree.Bonar Law kündigte iin Unterlxruse an. daß denn Wleder.'.usamlmentrrtt des Hauses am 14. Januar ein Gesetz- rmümiri betresr'iid die Mannschaftsstärke cingebracht weräen soll. Llvyd (peorge erklärte, in ernchn ME icke über die Kriegslage, da,; d?. Elergunft in hatten und Rußend es im öifentlickien zittere,,e wn> niy b:c Sicherheit des englischen .Heeres durchaus not- ivendig grirach: laben, die Feldheere zu verstärken nnd deinzu'olge neue Schritte zur Dermelnmirg imd Ergänzung des Maun'chasts- m'jtandes zu tnn. det Pour le metite. (WTB.) Berlin, 21. Dez. Der Reichscmzeiger mel- die Verleihung des Ordens Pour le mertte an den Obersten von Heynitz. 8eekrleg. Die U-Boot-Beute im November. " ^ Berlin, 21. Dez. (Amtlich.) Im Monat November sind an Hanüelsschifssraum insgesamt . < 60 7 000 Brutto-Register-Tonnen durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte versenkt morden. Seit Beginn des uneingeschränkten U-Boot-Krieges lind damit 8 2 j 6 000 Br. - R. - T. des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * 33erIin. 21. Dez. (Amtlich.) Am 20. Dezember schossen unsere Marineflieger bei Ostende und Nieuport über See je em feindliches Flugzeug ab. Die ungarische Wahtrcsoim. Budapest. 22. Dez. Der gestrigen Abendsitzung der Abgeordneten unterbreitete Minister Vazsonyi die Wahl- ^chtsvorlage. was von der Regierungspartei mit lautem Veifai! a-rq'?nymmen wurde, während die oppositionelle Vivzapa. le; nch schweigend verhielt. Der Minister beantragte die Einsetzung eines aus 48 Mitgliedern bestehenden Aüs- fchuffes, de,sen Wahl in einer der nächsten Sitzungen statt- Nur dem Reiche. S tu ttg art. 21. Dez. (WTB.) Der Staatssekretär Des Rmchsamts des Innern W a l l r a f ist gestern abend von Karlsruhe hier eingetroffen. Heute vormittag hatte er Besprechungen mit dem Ministerpräsidenten und dem Minister des Innern. Heute mittag wurde er vom König und der Königin rn Audienz empfangen und zu der anschließenden Frühstückstafel geladen. Der Staatssekretär, der voraussichtlich heule abend wieder nach Berlin zurückreist, wurde vom König mit dem Großkreuz des Friedrichsordens ausgezeichnet. Karlsruhe, 21. Dez. Professor Wilhelm Trüb- n e r ist heute früh, 67 Jahre alt, gestorben. Au- Stadt und Eand. Gießen, den 22.Dezember 1917. IStreckt Eure Kartoffeln durch Verwendung von Rüben Die.^uttstdettkmälcr in den besetzten Gebieten Italiens w 20. Dez. (WTB. Ter Korrespondenz Wilhelm zu- ro'.gc teilt das k. u. k. Staatsdenkmalsamt nsit. daß das Kommando der ^ ibnu-irrnml der Sickerung und Erhalttmg der Tenk- maler und Knu,Gegenstände ietn besonderes Augenmerk zuge- N^udt ba^ Alle operierenden Trupvenkörper erbiclten Berzei'ch- mne der Ortschaften und Schlösser, die einen Tenkmals- rverr d'ntzen oder zu schützende .Tenlmäler eiithalten, mit den itvenglten Weisungen, alle Kunstgegen stände zu schonen. Bei den enizelneii ^ ruppmkörperu irurden Offiziere militärisch verant- winttich MN der lieber,Packung der im Befehlsbereiche dieser Truppen lorpcr befinolictwn Kuundenkmäler betraut. Außerdem wurde den, höchsten Kommando unterstellte, ams Be- amten vtx f. u F. Zenttalkvm Mission für Denkmalspflege und ?u.f dem Gebiete der .Kunstgeschichte und Denkmals pflege be, ehende KiMsrickutzLruppe, gebildet, deren Mitglieder auf Bor- wtag cvs Unioer,iiälegirvfessors Tr. Max Dvorak ernannt wurden ''rvetter ver K>lu,lschutztruppe werden irach einem einheitlichen blane und m erlgitem Einvernehmen mit den vmt der deutscklen Seeresveilvaltuii^, ernannten Frck.leuten durchgeführt. Der bisher gewounene tteberblick zeigt, daß die wichtigsten beweglichen Kunstwerke un onemtichm Besrtzc zum größten Teil schon im Vorjahre hkurrgen Fruchahre von den Italienern ins Hütterland geschafft wvrdm ,t>aren. Der kirchliche Besitz ist zumeist unversehrt Großer Schale wurde von den abtzrehenden feindlichen Truppen auf echnem Boden durch Brandlegung, z. B. in dem schönen Barok- L C ' - ir ?r° oder durch Sprengung der .Kirchtürnie verur,ackt Auch von llngarir wurden Fachorgane nach dem italie- KJ 1 „i ^kkumtionsaebiiet entsandt, welche im Einvern-ehmen mit der osterveichgche-n Kunstschichtrnppe für den Schutz der dortigen Denkmäler Longe tragen. Butter und Fett. In der Woche vom 24 bis 29 Dezember d. I. kann Butter und Fett nicht zur Ausgabe gelangen Liehe Bekanntmachung. ** Aus g abe von Ka fsee-Ersa ». Die Ausgabe des auf den Abschnitt 6 der Lebeiismittelkarte bestellten Kaffee-Ersatzes erfolgt in den Kleinl-andelsgesck-Lfden in den nächten Tagen. Siehe Airzei genteil. ** Zucker- u nd Nährmittel-Verbrauchsrege- lung. Die am lpj. d. M zl>ir Ausgabe gelmigten Zucker- und Nährmittelkarteu sind bis spätestens 31. Dezember 1917 einer Richard Glogow, Inhaber des Eisernen Kreuzes, cry^lr d^L ^eßifche Tapferkeitsinedaitte. * Goldankauf st eile. Turrb ein Versehen war in unserer gestrigen Nummer durch, Anzeige bekanntgegeben, daß die Goldankausssüelle von vormittags 10 bis 12Vs Hlw geöffnet »'ft. Es wird daraus hiirgewiesen. daß dies nrch,' der Fall ist. sondern Zcht oorn 22. Dezember bis 2. Januar einschtmüich bie (Vcfavirtetäunu: geschlossen bteibm. Tie nächste Annahnrc von G-cü^gegen,fänden findet erst am Samstag den 5. Januar 1918 von 10 bis 12Vr Uhr vormittags statt. ' Rotes Kreuz. Die Geschäftsräume in der alten Klinik bleiben twm 23. bis 26. Tezencher wrd vvim 30. Dezember biA l. Januar einschließlich geschlossevi. Siehe Anzeige. L a n des ve r s i che r u n g s - dl n st a l t G r vß h. H e s- ? f ^ Ter Verivattungsberickg des Vorstandes für das Jahr 19z6 tft Soeben im Druck erschienen. In dem Ausschuß ist insofern gegen das Voriahr eine dlenderurrg eingetreten. als der Vertreter der Itäbeitgelier. Kaufmann (Ä»uard Krieghvff von Worms, ausg^> sclnedeii und durch den 1. Ersatzmann. Weingutsbesitzer Heinrich Lew tn Tncrfteirt, ersetzt tvorden ist. Bürgermeister urrd Landtagsabgeordneter Ernst Finger in Nientein ist dadurch in die Stttse c* eingerückl Der Verwaltungsaussclniß weist Einerlei Aenderung gegen das Vorfahr auf. Dagegen ist in der RechnuugsvrüiungskomMission Kaufmaiin Eduard Krieghoff durch tleechnungsrat Harth in Tarmstadl ersetzt word-im. Von den Beam- ten sind letzt noch'13 zum Heeresdienst l^rangezogen. Seit Käiegs» ausbruch wurden insgesamt 28 Damen, 2 Kriegsbeschädigte und }c r als K'rifgsaushilsen eingestellt. In dein Personal der Ernst-Ludwig-Heilstätte habni sich wesentliche Aenderungen nicht ergeben. Jii der Organisation der Einzugch'tellen, Versicl^erungs- amter dem Oberversick^rungsantt. dem Reic!)sversicherilngsaint^ oer lwheren Verwaltungsbehörden, der Onspolizer- mrd Gerneinde-- beborden sowie der Gemeindei>erbände haben sich Aenderungen nicht ergeben. ^Dre Gesamtzahl der im Jahre 1916 bei der Versictu'- rung-santtalt eingegangenen Quittunqskarten beträgt 253 010. 643 Kassen wurden einer Prüfung unterzogen. Im Jalne 1916 wurden von dem Vorstande im ganzen 11113 (1915; 7645) be» riltungssähige Besck)eide twteilt. Tie Anträge haben gegenüber dem Vormlne nur wenig zugenommen. Anträge auf (Bewährung der WrtNMirenle sind 2105 eingegangen, wovon 2036 erledigt wurden. Bmi /60 Mträgen aus Witwengeld wurden 732 erledigt. Ferner gingen ein 2320 Anträge auf Bewilligung der Waisenrente^ wovon 2236 erledigt wurden. Anträge auf Gewährung von Altersrente nmrden neu erhoben I960, erledigt 1790. Im ganzem I N',d an Invaliden-Kranken-)Renten, Altersrerrten und Hinter- blreiienenrenten in 1916 in ^3-egfall gekonitn-en 3165 (1915 --- 2266) gegen 8016 (1915 --- 2275) Zugängeti. Im Geschäftsjahr 1916 wurden im ganzen 3095 (1915 -- 2619) 5)eilversahi-ns- gestellt, welche Zahl gegen das Vorjahr ein Mehr 4r(> Anträgen darstellt. Hierzu kommen 272 unerledigte Fälle mls dem Vorjahr, ,o daß insgesamt 3367 Anträge zu Bearbeiten, waren,, dw ihre Erledimung fanden. Tie Aufwendungen für das ständige Heil verfahren betrugen 308 832,04 Mark. Der Landes Versicherungsanstalt sind von dem Gesamtaufwand von 308 832 Mart von ! ^ Krankenkassen usw. ersetzt worden 58 975 Mark Im Jahre Verkaufsstelle zur Eintragung ilwer Firma mrd Abtrennung des! ^ in 9 Jnvalidenstaüonen untergebracht Kioittrallablckmittes vorMeaen. Siebe Nekanntm^mn^n i-m A,n- Zeglmuver »m ^.ahre 1915. Die Zahl der Pflegetaae betrug rm KontrallabsckMittes vorzulegen. Siehe Bekcmntmachnngen im An zeigenreil. * Amtliche Personalnachrichten. Der Großher-og hat am 15. Dezcmfbler l. I. den evangelischen Pfarrer Wilhelm Heuser zu Nieder-Gemünden auf sein Nacki-suchen unter Anerkenn ming seiner langjährigen treu geleisteten Dienste sowie unter Erteilung des Charakters als Kirchenrat, mit Wirkung vom 10. Januar 1918, in den ,Ruhestand versetzt, und am 19. Dezember l. I. dem Pfarrer Karl Scheunemann zu Engclstadt die zweite evangelische Pfarrstelle zu Groß-Gerau übertragen — Uebertragen wurde am 181 Dezember der Lehrerin gn der höheren Bürgerschule zu Beerfelden Bnrnhilde Wagner eine Lehrerinstelte an der hühereii Bürgerschule zu Rüsselsheim mit Wirkung vom 7. Januar 1918 ob, der Schiilamtsaspiranttn Anna Martin aus Worms a. Rh. eine Lehrerinstelle an der höheren Mlrgerschnle zu Rüsselsheim mit Wirkung vom 1. Januar 1918 ab. — Ernannt wurde am 12. Dezember Rudolf Kreisel von Dannstadt mit W'irkmrg vom 1. Januar 1918 an zum Schreibgehilfen bei Großh. Kreisamt Darmstadt. ** Beförderung. Sanitäts-Gefreiter Ludwig H a u v a ch tiiurde zum Sanitäts-Unteroffizier besördcrt. ** Äu s z e i ch n u n g e n. Der Telegraphist Karl H o l l m a n n Ivurde mit dem Eiseriten Kreuz ausgezeichnet. — Unteroffizier Ein Gang durch die Gicßener Kunstausstellung. ri Klares, FroslweUec! Die Wintersonne wirst ihre blitzenden Lan^m>,-nn« übrrmütige Kinder svringei, sic über die bie nnd da Lichtreflexe anslösend, und dringen durch die Eisblnmen der Galerrefenster in den Ramn. wo in zwar ermas bunter, aber geschickter Zusammenstellung Gemälde deutscher Künstler ausgestellt sind. Gleich nebeu dem Eingang bängl ein Hauptwerk von Professor Weimar), ein Goethe-Gruppenbild aus dem Jahre iu breiter Flächentechnik durchgeführte. Gemälde lehn. Uth in der Auffassung durchaus an die frühroman- ^ule her 20er Jahre des 19. Jahrhunderts an. Wie bei '^bell Et die Landschaft im Hintergrund in Nebel getaucht und der Blick der dargestellten Personen geht nicht auf den Be- schauer zu, sondern dringt in die Diese des Bildes hinein, hier-- nul gleichsam andeutend, wie der Beschauer das Gemälde be- NÄen soll uc Figuren selbst sind rein dekorativ gehalten, me Porttatalmlichlert rst besonders heransgearbeitet, uwdstrch allerdings. wie das in solchen Fällen oft eintritt, die Gestalten cinetf. Eas vbotograR,ficken Eindruck hinterlassen, der durch posen- baste Stellung noch verstärkt werden kann. Auch das zweite Bild v. Escts-veges „Der Alte vom Berge" zeigt denselben Eha- ratter, nur tt. das Element der Farbe durch eine einseitige rote Beleuchtung nock starker betont. — Impressionistische Stimmungs- maleret zeigt Professor Steinbausen in 4 Pastellen. Die r)-orbe fließt ineinander, die Konttrren verschmelzen, das Ganze wird weich, nebelig, nnd erst die Betrachtung imter einem be- Nimmten Gesichtsivuikel aus der Ferne gibt den Gesamteindruck, der mitunter ve;vtnssend ist. Auch bei M ans köpf, der mit einer Anzahl Pastellen verrreten ist, zeiat sich dieselbe Richtung. w;e Verwendung von vwlem Weiß und Gran steigert jedoch bei der imiwefiwiifittsckeii Technik das Versch'vo'mmene noch ftrefentlid). In jenu'ii Radierungen ist Steinhaufen zum Teil symbolijch (Tie Besessenen, Johannes in der Wüste), zum Teil dekorativ (Engel der Ernte, Tröstung), P. Heyl (Frankfurt a. M.) sucht die Plastik eines Blnmeiistt'ickes durch lebhafteste Farbenkontrasle zu beben, was er zwar erreicht zugleich aber auch in eine, etwas, vorzellanartige Malerei verfällt. Ändere Blumenstücke von Kempf, L. Mommisen und E. Beithan sind vem dekorativ. Dagegen verdient ein „Alter Bauer mit Sense" von Beithaii in scharfer Säerndruckmanier besondere Beachrung, da. nck gerade hier zeigt, wie der Maler durch die Kontur und die Farbe zugleich charakrerisierend zu wirken 4ieriNQg. Als Vertreter nnes gemäßigt,e,i 9teotlM7ressioms>mus, der eine Trübung der Farben vermeldet, zeigt sich der Maler Gönner OMünchenI in zwei Gemälden lAm Bach, Bergkirchlein). Mischungen und Zwischentöne sind säst gänzlich ausgeschattet, Effekte durch brillie- ce.nd? Lichter ausgelöst. Leuteritz München) bewegt sich mit iLiilen Tierstudien im darstellenden Programmstil, der das Objekt de-> Bildmittelpunttes betont, den Hintergrund dagegen zurück- steltt. Die Landschaften von Mohr (Frühling bei .Kronberg, Miltenberg am Main) stehen unter dem Einfluß der peinlich sauberen Malerei der Heimatkunst. Dagegen wirkt der „Sulhirsch im Wasser" als Tierstück ettvas kuttssenl-cpt, trotz der Tiefe und Plastik des Landschajtsbildes. Zwei Prachtstücke impressionistt- scker Auffassung bietet F. Huth (Tarmstadt) im „Blauen Z'inn'er" und in „Rosen und Porzellan". Die Farbe. a> Licht dominieren. Man beachte die Plastik % skizzzierten Porzellan gruppe sowie die aus der blan'en Tapete,. Bei v. Schlegl (Müüchen) tK*trilQ 1 Äakcke 1916 13 076 gegen 12 592 "in 1915. Ter Aufwand der j Lautesversickxrungsanstalt für Jnvalidenheimpflege belief sick. im \ Jahre 191 (i nach Abzug der Erstattungen (Renten, Zirschüsse ufio.) ' auf 23 206 (1915 --- 19 220) Mark. Das Rcinvermögen der Anstalt betrögt im Nen.rwert 41888 241.45 Mark. ^ Privatbeamten-Selbsthilfe. Ter auch am hiesigen Platze durch eine bebeuienbe Ortsgruppe vertretene Deutsche Gruben- und FEikbeamten-Berband „E. V." Sitz Bochum i W ^ zahlt diese Weilpiachten etwa 130000 Mark laufende Witwen- und Waisenrmterstützungen aiis. Davon werden auch hiesige An. gehörige von Gruben- und Fabrikbeamten mit ansehnlichn Beträgen beixicht. Tic UntetTtützungen verteilen sich auf über 1306, Witwen. Die Sterbegcldzahlungeii des Verbandes pro 1917 werdes etwa 290 000 Mk. und Äe Stellenlosigkeitsunterstütznngen, Kriegs« unterNützungen. Geuesnngsl ei hülfen und einmaligen Unterslützun-> gen in Fällen von Krankheit und sonsttger ettva unverschuldeter- Nvt ettno 170 000 Mark betrageir. *7 S t a d t t l) e a t e r. Die Theaterbesucher werden nochmals oaraus hingeiviesen, die vorbestettten Eintrittskarten möglichst im Vorverkauf abznholen, um den Andrang an der 'Abendkasse abzuschwächen. Ober hessischer Kunstverein. Am Montag wird eine teilroeise Aeiiderung der Ausstellung vorgenommeii, tut ein Matternhorn) wird die Landschaft zum Modell, das kopiert wird. Nicht der Eindruck, die Auffassung, das Persönliche sind maßgeberid, sondern die Naturtreue. Als geschickter Kompvsiteur stcht der Tiernialer A. Thiele (München) da, indem er seine Tierstücke als Stassage in eine wirksame, persönliche Auffassung tragende Landschaft hineinstellt. W. Sch reu er (Düsseldorf) beniitzt im „Ausritt zur Jagd" die Misciüarbe und die U.Nbestimrntheit der Kontur. „Ein Winterabend" von Stademann ivirkt durch die Technik des Grau in Grau, wo mcr rote Sonnenlichter den Hintergrund etwas beleben. E. Bonin zeigt in Aguacelleil viel Sinn für Farbeiikvmpositton. Bei den Kreidezeichnungen ist dagegen eine Unsicherl)eit in. der Technik und Perspekttve sichtbar. Aeußerst stimmungsvolle. Radierungen sind von H. Haberl (München) vorhanden. Tie Nadeltechnik ist entwicklt, (Gegensätze zwischen Licht und Schatten sind gut abgestuft. An Thoma erinnert Keller (Reutlingen). (Gänseinädel, Mädchen im MolM.) Starke, einseitige Beleuchtung steht hier neben der Verwendung satter Farben. Ausfällig ijt die Dreiteilung der Bildfläche. Vordergrund nnd Hiinmel tragen ein leuchtendes, l)elles Meid, nur über den, Horizont, der iw Augenhöhe sich durch die Mitte der Bilder schiebt, liegt ein gedämpfter. ^ünlicher Ton. Tie Pryportionalverhältnissc sind wenig glücklich. Man vergleiche z. B. das Gänseinädel und die vorderste Gans in bezug auf die Größenverhältnisse. Vo-n wundervoller Beweglichkeit der Figuren und technischer Durchbildung ist die „Ernte bei aufziestendem Güwitter" vmi K. Stu hl Müller (Münckieii). Bei glücklichster malerischer Behandlung lind Angen- blicksboivegungeii mit größter Natürlichkeit und Sicherheit festge- balteii. A. W ex (München) vermag mit seiner allzu subjektiven Auffassung der Landschaft weniger zu fesseln. Licht und Schatten und die Farben selbst stehni sich zu unvermittelt einander gegenüber und wirken so oft unwahrscheinlich. E. Morgenstern (Frankfurt a. M.) (Heimkehrendes Fisck/erb'ot im Hafen von Ostende) ^ukt durch die Punktualifche Flinrmertejchn.ik, die Fleck neben Fleck setzt, gerade bei der Wiedergabe des LLassers starke Wirkuiig hervor. Ter „Köpf einer Aegppterin" nnd „Frühling in Rom" von I. Brasch (Karlsricde) sind stark repräsentattv, verlieren aber durch eine gewisse Leblosigkeit. Schöne Beispiele der Stimnmngskunst geben dagegen die Lairdschaften „Blmie Wellen" und „Höhe am Bodensee" desselben Künstlers. Fv r ell (Frankfurt a. M.) tat mit einigen AlPenlaudschäften und einem Bild „Im Granattrichter" Ausnahme gesunden. Neben expressionistischen, schon stark nach dem Futtirismus hinneigenden Radierungen von Haberl, tragen noch tandsignierte Blätter von Zügel, Thoma und Sieck, sowie kunstgelverbliche Arbeiten der Kriegsbeschädigtenwerkstätte zur Vervollständigung der ?lusstellung bei. -w. m.- Yücherüsch. — Max Picard: Expressionistisch: Bauernmcrlerei. Mit 24 Tafeln. Delphin-'Berlvg. Mün>chen, kart. 16 Mark. — Den Freunden expressionistischr Kunst legt der Delphin-Verlag ein pracktt- volles Werk aus den Weihnachtsttsch. Max Picard hat sich, mit viel Verständnis icnd Liebe in die Adaterie des Expresswnistnns, der Aug-enbtickSeiudrücke in subjektivster Form wiS-ergibt. eftigelebt. Ter Expressionismus steht m naher Beziehung zu dem Impressionismus, loas die ganze GntwicLiorg der zivei malerischen Richtungen beweist. Die Differenz in der Aiisdriicksform besteht ziveifel- los, wenn auch das Ziel dasselbe ist und nur die Wege, loie man M diesem gelangt, versch'eden sind. Der Beurteiler dos Expressionismus kann sich daber der These des Verfassers nicht verschließen, wemi dieser sagt: „Ob man die Welt so darstellt, wie sie in den ersten Blick, fällt (impressionistisch), oder ob man den ecstm Blick :rur schnell benützt, damft die aanze subjektive Welt in ifru fällt (expressimnstisch), ist ein UnterUf>ieb nicht im Wesen, soirdarn in der Mechanik des Erlebnisses." — Der Expressiviiismus ist ein polei-zwrter Impressionismus, in dem die Form abstrakt geworden ist. Tie Bewegtheit geht zur Ruhe, zur Starrheit über, die mo- wrffche Tendenz versteckt sich Am bestm kommt dies gerade bei den Bauernmalern, die Gott und die heilige Familie zum Objekt ihrer Tarstellimg machten, zum Ausdruck. Hier ist die vollstcuidigk Isolierung von der Bewegtheit her Form, hier das offene Streben ein Ding, eine Gestalt, euren Ranm so subjektiv darzustel! en. wie es eben nur bei fehlendem Begriffsvermögen möglich! war. So werden diese Bilder voraussetzungsvoll. d. h. nur ein Höherer, Gott, kann diesen verzerrten Figuren Leben einhanchen. die rer* steckte motorische Tendenz hervorlocken und die Welt schaffen^ in welche der starre Gestaltenkreis hineinpaßt- Darin gipfelt das Prvblem der expressionistischen Bauernmalerei. w. m. — Wiedergeburt, Sonette von Robert Sommer, 2. Teil. Verlag der Hof- und llniversitätsdrnckerei Otto Kindt. Gießen. — Robert Sommers Sonette „Wiedergeburt" haben mftten im Weltkrieg durch diesen 2. Teil eine Fortsetzung und Ergänzung erfahren, die in nichts hinter dem künstlerischen Wert des erstetr Teiles zurückstehen. Hier ftnden sich dieselben tiefen Gedanken des Forschergeistes, der sich in die Seele des Ouattocento hinein- gelebt hat, hier weist die Form dieselbe lyrische Steigenmg und Ansdrucksmöglichkeit auf. Beginnend mit dem Sonett „Sonneii- Aufgaiig" finden in den „Nachklängen der Renaissmice" "Raffael und Michelangelo Verherrlicknmg. Den Höhepimkt erreicht Sommer in dem Sonett „Jungfrau Maria": „Ist auch der Wimderglcncbe uns verloren: Als Frau uiid Mitter wirst du mtfersteben, Es kommt der Renaiffance Vollendung." Edelste Liebe $u seinem Vaterlande, in dem. wie der Dichter schon im ersteti Teile ausspricht, „der italienischen Renaissance die deutsche Wiedergeburt" folgen soll, spiegeln die Sonette „Rom und der Krieg" wieder. Von dem „Friedensiest aus dem Monte Pincio, dessen vorabneiide Prophezeiung heute in Erfüllung gegangen ist, bis zu dem prachtvollen Vierzehnzeiler „Der Vesuv", jenem „Mene tekel" für Jtälim, finden sich allenthalben in dichterischer Vollendung Gedanken von großer Schärfe und Tiefe ausgesprochen. Die Sonette klingen aus in eine Mahnüng, dü ein jeder Deutscher sich uriaustöschlich einprägen sollte: „Seid tteu dem Tun und Geiste hoher Ahnen! Laßt Edelsinn der Erde Völker spiiren! Bleibt ftei und deutsch im Fühlen, Denken, Trachten!" — Die Sonette werden dem Dichter bei Freu-nden reifer, ernster Kunst neue Anhänger werben. — fr. m. — — Die^Jugendschriftenbes Verlags K. Thjene mann-Stuttgart erfteuen sich außerordentlicher Beliebtheit. Da ist, bei reicher Auswahl, für jedes Alter und für jede l-esoiidere Veranlagung ein prächtig geeignetes Buch zu finden. Besonders gut eingeführt haben sich die reicbhalttgen und umfangreichen Jahrbücher der Untechaltung, Belehrung und Beschäftigung für das Alter von 10 bis 17 Jahren, von denen das efite für Kiraben, das andere für Mädchen bestimmt ist. (Jeder Bscn im Ständedaus in D-armstndt chre HnnptVersammlung für das Geschäflsjatr 1916/17 ab. ^Jhre Königliche Hoheit die Groß Herzogin, sowie Vertreter der Staatsregierung und zahlreicher Kreise und Gemein e en wohnten der Versnmmlung bei, die trotz der schwic- rigen VcrkehrverhÄtnisse ans allen Derlen des Landes gut besuch.^ war. D. Z. .T >a r m st a d t. 21. Dez. Der Reichsamtes des Innern Dr. Wall ras traf am Mittwoch abend hier ein und hatte gestern vormittag Besprechtmgien mit dem Staatsminister Dr. v. Ewald und dem Minister des Innern Dr. und xm Zuge war auch niemand zu entdecken, der Geld reklamierte. Der Beamte lieferte sonach das letztere vor schrei ts- mäßig ab. .Heute erschien der betreffende Reisende wieder, um das Geld abzuholen. = Herbo rn, 22. Dez. Ein Gießener Schassner blleo auf dem hicsigerr Bahnhof beim Rangieren mit dem. Stiefelabsatz tn einer Weinte steckerr. Este der junge Mann sich bepnen lonrrre, rillte eine Abteilung Wagen lievan und fuhr ihm beide Beine ab. Ter Tod trat sofort ein. _ X. Kassel, 21. Dez. Der Landesbröliothek Kassel hat Frau Oberstleutnant Anna von Heathcote geb. Freiin von Oeynhausen die gesamte 2503 Bände umfassende Bibliothek ihres verstor- benen Gatten vermacht, dazu die Waffen- und Bildersammlung desselben. Hit ucrji äts -27 ach richten. ]\ Marburg, 22. Dez. Wie aus dem soeben erschienenen Verzeichnis der Studenterr zu ersehen ist, beträch die Gesamtzahl der Immatrikulierten im diesmaligen Winterhalbjahr 2294, darunter 348 Frauen. Gießener Straskammcr. Gießen, 21 .Dezember 1917. Der am 19. Februar 1999 in Zell geborene vorbestrafte Arbeiter Karl St. ist vom Schöffengericht Alsfeld von der Anklage, vier in der Nacht vom 9. zum 10. Mai l. I. aus dem Wamtkommando in Zell entwichenen französischen Kriegsgefangenen zu ihrer Befreiung vorsätzlich behilflich gewesen zu fern, Ireigesproäxm worden. Gegen dieses Urteil verfolgte die ^tvats- auwallschcht Berufung, um eine Bestrafung des Angeklagten herbeizuführen. Am 6. Mai 1917, einem Sonntage, begleitete ! der Angeklagte, der sich vorher schon mit den KriegZgesangenen, Staatssekretär b-s Ä Entwichenen, nach Alsfeld zur photographischen Ausnahme und von da in ein Warenhaus: Hier nun machte der Angeklagte zunächst den Wortführer. Er verlangte Rucksäcke und Kcttel für von Hombergk zu Bach. Um 1 Uhr mittags wurde er von dem ^ e9 L e ,| t: ^' u °' Ani^ Grund ^^der SÄ tTÄS ÄÄ Lw-is^-hme eracht-.- Me Stimmer. .le.ch dem a. auch die Minister teil Scere-nruppe Deutswer Kronprrnz Zn einzelnen AbKnitten längv der in der Eharnpagne und auf dem östlichen Maasuser lebte das Artillerie und Minenfeuer in den Abendstunden auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht Ein Erkundungsvorstoß nordöstlich von Thann führte zur GefcmgerrualMe einer größeren Anzahl Franzosen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. . Im Eernabogen, zwischen Wardar- und Do^ron-See und in der Strumaebene verstärkte sich Mtweurg das Arttl leriefeuer. . „ _ italienische Front. Am Nachmittage g i's dcr Italiener den Monte Asowne nnd die westlich datw» getegenen Hohen vergehlich am Auch am Abend erneut durchgesührte fttn.dlrche Argr.f.e schertertin. Die Feuertätigkeit blieb zwischen Brenta und Brave Der Erste Gcneralguartiermcister L u d e n d o r f f. Die deutsche Konsularpost in Basel gestohlen. Basel 21. Tej. Aus dem B-sl-r Bahnhof ist dre dW°- matische Konsularpost, die sür die deutsch- ÄewndtichajtlN Bern bestimmt war. in einem unbewachten Augenblick aus denl Boun- nfagen abhandm gekommen. Tie betres,enden GAenganü« besanaen sich versiegelt in einem Sacke. Bon der Täwrschatt hat man nack- keine Spur. , _ , , Neue U-Boot-Erfolge. Berlin 21 Dez Im Mittelmeer sind 11 Dampfer und fünf Segler mit Übn6 3 00 0 BRD. durch unsere U-Boote Mt« senkt worden. Un.er den vernichteten Schien waren^ zwer lehr? Frühstückstafel Mgezvgen, an der u nahmen. Kreis Wetzlar. ra. Krofdorf. 22. Dez. Auch in diesem Jahre Haben sich die Schaler', der Bürgermeisterei an den Sammlungen von Wildsrüch-- ten sehr rege beteiligt. Besonders reich war der Ertrag an Hoge- butterr. Weißdornfrüchten und Kastanien. Trotz der geringen Stein- obstrrnte wurden dennoch mehrere Zentner Zwetschcnksrne ab-ge- liefert. Die Kreissammelstelle ist Seminardirektor Groth-Wctzlar unterstellt. — Bon ha de n. Förster Hähn, mit dem Eisernen Kreuz von 1870/71 ausgezeichnet, erhielt rrunmehr auch das Verdienstkreuz. — Nieder wetz. Gefreiter Heinrich Schmidt und Musketier Knorz wurden mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Hessen-Nasjau. mr. Frankfurt a. M., 21. Dez. Der Bischof von Lim- burg hat für den zweiten Weihnachtsseierbag einen Bettag zur Er- flehunst d.'s' Friedens arrgeorditet. — Die Künstler der jlädtßchen Theater haben an den Magistrat der Stadt Frankfurt eine Eingabe gerich,t?t, in der sie um eine Te?rerungsznkage bitten, da sich der Leb iisirnterhalt enorm vertcnert l-abe. Auch wültjchen sie einen Ersatz'her anfangs des Krieges reduzierten Gagen, zumal Die Theater eben außerordentlich gute Einnahmen hätten. G., Der S-mderl>erichterstatt-r der Neuen Zürch. Ztg." berichtet: Tie extreme L-ozialdemokratm ist heute in Italien 'Herriii der ^ge. Die Lnegesberrchw des Generalissimus Tiaz lasseii das Bott umfv kalter, ms aus ihnen hervvrgeht, daß dre, Armee des FeldmarfA-all« Eonrao sich una-ifl-altmm gegen die Ebene verdrängt. Was da wer^n wrro, weiß heute kein Mensch. Nirgends zergt sich em rettender Ms- weg. In ernsten bürgerlichen Kreisen wirft inan letzt auch Gio- litti vor, daß er zu lauge gezögert habeundzu>par bte jwioj für einen politischen Fronttvechiel ansgestreckt habe Man kann ich kaum eilte Vorstellung davon machen, welchen Hohegraü Zne moralische Depression bei den sogenannten gutmi mW beften Merfen der italienischen Nation erreicht hat. Man steht etwas Ungeheuerliches im Anzüge. Mau spricht nicht mehr davon, wie es nut deni König und dem Papst bestellt sein wird, sondern nur noch von dem drohenden politisch sozialen, allgemernen Zmammenbruch. Das Parlament hat jede Bedeutung in der öfsentlrckM Meinung per-, koren. Das gute Milieu der Nation sieht fich nach einem rettenden Mann um, aber man kamt keinen entdeckend Es bereiten nm schlimme Mid schlimmste Dinge ui Italien vor. Verwandten,Freunden un"> Bekanntendie schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante f.au Kchscka Mer geb. Brück nach kurzem, sch'veren Leiden uns durch den Tod entrissen wurde. In tiefstem Schmerz: Heinrich BalscrXI.,tzilsskasernenwärler und alle 'Angehörigen. Rödgen (Kirchstraße 3), den 21. Dez. 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, 23. Dez., nachmittags 3 Uhr, statt. 0804t ein Gesucht. Für den Montage-Bezirk Hungen tüchtiger, selbständiger Bewerber wollen sich unter Angabe der Ge- haltsforderung bei der Direktion der Elektrischen Ueberland Anlage der Provinz Oberhessen in Friede berg oder bei Montage-Inspektor Albohn in Hungen melden. 9266 KladeF-Settslelles FaMMiulraizni Sch. möbl. Zimmerm. Gas unn. Lieber SJraßs 1 7, L 08031 Frdl. 6-^-Zim.-Wohna, I. 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Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwiegermutter Frau Elisabeth Kemmer wtw. im 85. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Vogt Familie Carl Müller Familie Adolph Kemmer. Gießen (Rodheimer Str. 22), Darmstadt, den 21. Dezember 1917. Die Beerdigung findet Sonntag den 22 Dezember 1917, nachmittags 3 Vs Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt MM Herr Ludwig Reitz Leutnant der Landwehr ist Info!*.; einer Verwundung im Felde am 20. Dezember ku Lazarett gezterben. Wir verlieren in ihm einen treuen, lieben Kollegen einen ausgezeichneten Vorsitzenden und werden sein Andenken in Ehren halten. Der Technische Verein Oießen. Gießen, den 21. Dezember 1-17. 9279D ? lfm I i tßxf'Sj HjlB $:r' m r^ Am 20 ^ Dezen ? ÄI ' ^Ersehieä infolge seiner am 30. November d. J erlittenen Verwundung der Grossh. Kulturtechniker Herr Ludwig Reitz Leutnant der Landwehr. Wir betrauern in dem Verblichenen einen überaus tüchtigen Beamten und heben Kollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. u Grossh. Kulturinspektion. Giesaen, den 21. Dezember 1917. 9280£) Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass Frau Elise Henß Witwe geb. Beilof nach kurzem Krankenlager plötzlich sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Henß, Gießen Familie Heinrich Henß, Darmstadt Familie Carl Straub, Gießen. Giessen (Löberstrasse 2), den 21. Dezember 1917. Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. *J er Freude, Ihn in Urlaub zu erwarten, erhielten wir tieferschüttert und unerwartet die schmerzliche Nachricht, daß mela mnigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Kiftdes unser Pate^ S ° hn ’ Schwie S eraoha . Bruder, Schwager, Unteroffizier Philipp Baiser Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapferkeitsmedaill© v!! h !>n dr T e o 1 b Jahren ^monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter on u0 Jahren am L Dezember den Heldentod gestorben ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Baiser geb. Stumpf und Kind Familie Johannes Baiser VII. Familie Philipp Stumpf VII. nebst allen Angehörigen. ßetskirchen, den 21. Dezember 1917. Auf dem Felde der Ehre fielen unsere lb. Vb. Vb. Dr. Adolf Handke Uutnant der Reserve und Adjutant In einem thüring. Infanterie-Regiment Ritter des Eisernen Kreuzes I. u. II. Klasse, Inhaber der Hessischen Tanfer- keitsmedaille und des Ritterkreuzes ü. Klasse mit Krone und Schwertern des Sächsischen Hausordens; Willy Büttner 4°*"*"* der Reserve und Führer einer Minenwerfer-Abteilong Ritter des Eisernen Kreuzes II. Kl. und Inh. der Hess. Tapferkeitsmedaiilfc Ihr Andenken wird uns unauslöschlich bleiben. In tiefer Trauer: Philologisch-Historische Verbindung zu Gießen. Gur erhaltener 2 räder. 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Bruder, öoilst nie von uns vergessen sein. m Statt der Freude den Geliebten in Urlaub zu sehen erhielten «nr Önkif und Uebe n r S FreSnd rSeliliCher ' *“ ter - tre " er B ™d’er, Schwager, Gefreiter Ludwig Pitz im Garde-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 2 Heldentod erlittenhSt““ ^ blÜhenden Alte1 ’ ™ 21 Jahren den In tiefem Schmerz: Job». Pit* «nd Iran Harle Karl 1*1 tz, z. Z. In Straßbnrg XT &5\ z Ä zlich und unerwartet erhielten wir die tieftraurige Nachricht, daß unser einziger, unvergeßlicher, braver Sohn, Bruder und Bräutigam Kriegsfrei’williger Vizefeldwebel Karl Döring ia tinem Beserv®-IitfaiUarlo-8®0lB£0at ö Iuheher des Eisernen Krenzes 2. El. a. der Hessischen rapferkoilßmeilalUo ßw 9. Dezember nach 40monatiger treuer Pf lichterfüll u blühenden Alter von 22 Jahren den Tod für sein Vaterla künden hat In tiefem Schmerz: Johanne» Döring ond Frau Elise geb. Böhm Marie Döring Luise Staus« als Braut Familie Christian Stauss und alle Angehörigen. Gießen, Marburgerstraße 82. Bottenhorn, 12. Dezember 1917. Leitung: Hofrat Hermann Stsingoetter Sonntag. 2S.De;br. 191; nachmittags 3 Vs Ubr: Kinder-Borstellung Oer Lügenpeiei Weihnachtsmärchen in 4 Bildern von F. Beckei Abends 7Vs Ubr: ung im nd ge- 08053 Singspiel in 3 Akten von Schubert-Bertö. -G- Kath. geb. Schenk JVIario Gerhard Witwe Willi. 1*1 fc£, z. Z. im Felde, nnd Familie Katharine Pitz Anna Pi!z Lina Pit* and Lina Pit* m Stembach. Garbenteich, den 22. Dezember 1917. 9270 Gesucht wird Grundbesitz iegl. Art, Wohn-od.Geschäfts- haus, Billen, Güter, Mühlen, Hotel, Gafihof, lnduftr. Betriebe ufw. zwecks Zuführung an zirka 6000 vorgemerkte Käufer, refv. Intereffentem Angeb. an den Verlag d.Vvr- kaRfß-EUrkt, Frankfurt *. H. f Augsburger Str. 6. Besuch erfolgt kostenlos. 8915sl fahlej. BeUnebtkaniaebsa or. Mb. Lebdgew. anSelbftbr. v. 4VsPfd.abMt.L2O. üb.8Pfd. 1,30. Annah. Mittw. u.Samst. L.Lenner.vleaen. Krof.Str. 9. Mark 8626 pro Pfund zahle ich für ansge kämmte Frauenhaare. 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Becker AbendS 7Vs Ubr: Der M der Daria ffr, 5i| Zweücr Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesjen) Samstag, 22. Dezember M Staatssekretär Vr. So!f über die Zuknns! Afrikas. Berlin, 21. Tez. Ter Staatssekretär des Rnchs-Kolouial- anrts Tr. Solls hat Freitag abend imgro-ßen Saale der Phil- rmonie in Berlin vor eurem nach Tankenden zählenden, erle,cnen ublcküm einen Vortrag über die Zukunft Afrikas gehalten. Er gnrg dar^xr aus, daß in allen Lagern der Kriegführenden als letztes Kriegsziel die Erreichung eures dauerhaften Friedens bestell: nur sind die Meinungen üöer den Weg zu die, ein Ziele noch verschieden. Für Teutschand ivird die Sicherstellung feiner kolonialen Zukunft dabei eine große Nolle spielen. Tab pötnuiai? Problem ijt unlösbar, ivenn die Mächte an die Gefamt- prdnmug der Tinge mchk in »''nem Geiste herantrelen. der einen Frieden der geroch en Zufrisd-e "ttlluug schassen will. Tie Wieder- hnstellung des sratus quo an* ui Afrika t'aiui zu einer Beruhigung der internationalen Beziehungen auf kolonial er n Gebiete nicht füchren. Der status guo ante in Afrika bedeute! nicht eine Ver- teLuug nach Zweckmäßig'keitsgefichtsprmktQr, nicht eine Verteilung unter Berücksichtigung der Notwendigkeit und Fälligkeit der einzelnen Nationen zu kolonialer Betätigung, sondern beruht nur auf een "Zufälligkeiten, die 'aus tu« Jahrhunderte zurückliegenden von anderen Voraussetzungen getragenen Üt5o lo nialgeschiehtc oder ans der Unternehmungslust einzelner, tatkräftiger ^Männer ent- fmnden smB. Tiefe Zufallsentwicklung hat dazu geführt, daß vor dem Krieg Portugal, Belgien und Frankreich, in Afrika große tvliouiale Gebiete befaßen, ohne die wirtschaftliche und kulturelle Expanswkraft imd ohne den BevölkerungszuwachZ oder die finanzielle Leistungsfähigkeit, die Voraussetzimg für die zuküirftige koloniale Mitarbeit m AfriZa sind. Auch England l-at sich in Afrika Gebiete ungeeignet, die bei Berücksichtigung seines ungeheuren Landbesitzes in anderer Erdteilen über sein wirtfch!astlick>es Bedürfnis hinausgehen, während Teutschand, das infolge seiner Betz ^tt'eri mg szuu«ahme und industriellen Regsamkeit auf Kolonien «lkgewresen ist, auf erheblich fernere, verstreckt liegende Besitzungen beschränkt blieb. Dieses Mißverhältnis ijtuft ausgeglichen werden, wenn ein dauernder Friede aus der Grundlage gerechter Zufrieden- stollung erreicht werden soll. Ter Staatssekretär lehrcke für die notwendige Neuregelung in Afrika ein Selbstbestimmungsrecht der schwarzen Nasse oder eine Jnternatioualisiermrg Afrikas ab nnd verlangte eure Neuvertellrmg nach den dkkgielegten Gesichtspunkten. Tas Selbstbestimnnmgsrecht der schwarzen Rasse würde zu chaotischen Zuständen in Afrika führen. Ter Staatssekretär nahm den in dem Wort „Selbstdesttmmungsrecht" liegenden Gedanken aber in den: Snme an, daß den Eingeborenen ein „SelvstzweckreckAt" zuzustehen ist, daß sie nicht nur Mittel, sondern Selbstzweck der Soiönialen Betätigrmg sein müssen. Voic den heute in England cun Ruder stehenden Kuock-Lut- Politikern allerdings kann eine Verständigung aus der dargelegten, gerechten Grundlage nicht erwartet werden. Tiefe Knock-out-Politzer haben an Stelle der alten, bewährterk englischen Kolonial- Methoden ein System der .Eingebvrenenverhetzung und -mißharid- (ung, der Bergeweltigung des freien Handels, der Herabsetzung der iveißen Rasse vor den Schwarzen und der Militarisierung. Afrikas gesetzt, das für die weitere Entwicklung Afrikas verhängnisvoll sein muß. Ter Staatssekretär wies unter Ablehnung der gegenseitigen Greuel schnüffeln die englische Greuelpropaganda zurück, die, wie in Europa mit dem Borwurf der Leich,enverwerlung, so auch in Afrika mit bewußten Verleumdungen arbeitet. In unterrichteten, englischen Kvlvnialkreisen, in denen die deutschen Kolonialmethoden vor dem Kriege anerkannt wurden. wird dieser Verleumdungsfeldzug auch entsprechend beurteilt; diese Kreise sind im heutigen Englmrd aber mundtot gemacht. Wir haben eine Abstimmung der SckMarzen in unseren afrikanischen Kolonien nicht so zu scheuen wie die Engländer in Ceylon, Ostindien und Singa- pore, wv wähveud des Krieges ein furchtbares Blutrcgiment an der Arbeit war. Tie zukünftige Zrrsammenarbeit in Afrika muß zurückgreifen auf die in .der Berliner Kongoakte niedergel egten Grundsätze der Handels- und Schiffahrtsfreiheit, der Bekämpfung des Sklavenhandels und der Neutralisierung Afrikas. Wenn diese Grundsätze im Kriege zusamnrengebrochen sind, so ist die Schultz daran nur auf der Gegenseite, in erster Linie bei England zu suchen. Tiefe Grundsätze müssen vervollständigt werden durch Vereinbarungen über die Schaffung großer, gemeinschaftlicher Ver- kel/rsstraßcn und über die gemeinsame Bekämpfung von Volks- seulchek, wie z. B. der Schlafkrankheit. Deutschland wird sich einer internationalen Zusammenarbeit in diesem Sinne in Afrika nicht versagen. Solange die jetzige Gesinnung in England aber anhält, bleibt die Hoffnung ans einen gemeinsamen Aufbau der kolonialen Zukunst eine Utopie. Tie verlorenen ideellen Werte in Afrika können nur wiedevgewonnen werden, wenn ein Um'chsvung in der Auffassung gemeinsamer kolonialer Aufgaben eiutritt. Tiefer Umschwung wird und muß anch in England kommen. Tenn die Knock-out-Politiker können sich> nur unter einer Voraussetzung halten, daß sie nämlich ihr Versprechen erfüllen, uns militärisch nicderzurürgrn. und dem deutschen Volke einen englischen Frieden zu diktieren. Wenn diese englischen Illusionen zusammengebvochen sein werden, wird sich auch wieder die Aussicht auf eine Zusammenfassung der besten Kräfte Europas für eine glückliche Entwicklung Afrikas eröffnen. Ans Stcrdt und CanB. Gießen, den 22. Dezember 1917. ** Mil dernng des Urlaubs Verbotes über Weihnachten. Für alle Familien, die ihren Ernährer im BesatzungS- heer haben, bedeutet eine neue Verfügung des Kriegsministeriums« eine, hübsche WeihnachtsÜberraschung. Nwch« einer Verfügung deS Kriegsministeriums wird das Urlaubsverbot für das BesatzungsHeer insoweit lgem.ildert, als es gestattet wird, verheiratete Angehörige des Besatzungsheeres für die Weihnachtszeit in begrenztem Maßx -zu beurlauben, lveun der Urlmrbsort nicht über 390 Kilo- ineter von der Garnison entfernt liegt. Jü erster Linie werden solche Personen berücksichtigt, die in den letzten Jahren das Weihnachtsfest nicht' bei ihren Angehörigen verleben konnten. Ilm eine plötzliche Belastung der Bahn zu vermeiden, erfolgt die Beurlaubung in zwei Raten. Ter erste Teil der Urlauber tritt je zur Hälfte am 19. und 20. Dezember seine Reise an und kehrt am '27. und 28. Dezember je zur .Hälfte zurück. Für den zweiten Teil sind bestimmte Tage zur Rückkehr nicht vorgeschrieben, er hat seine Reise am 29. nnd 30. Dezember je zur Hälfte zu beginnen. Tie Urlcmbseinfch-ränkung ist außerdem noch dahin gemildert worden, daß. in dringenden Fällen jeder Hveresangchörige im eigenen wirtschaftlichen Interesse beurlaubt werden kann, wenn die Dringlichkeit durch das Generalkommando anerkannt wird. Ferner kann auch Urlaub erteilt werden an Heeresangehörige zur Ausübung ihres Berufs als Aerzte und Seelsorger. Kreis Büdingen. = Undingen, 21. Dez. Das Kreisamt hat nicht weniger als 58 (»rwohner aus den Ortschaften Calbach, Effolderbach, Ranstadt, Kefenrod, Dauernheim, Bisses. Unter-Schmitten. Altenstadt. Hainchen. Glauberg, Burgbracht, Bindsachsen, Hitztivchen, Büdingen und Himbach wegen verweigerter Speckabgabe mit Geldstrafen von 5—60 Mark bestraft. Starkenburg und Meinhessen. Fc. Alzey 21. Dez. Ter Verlauf eines Weinbergs in einen. Rackcharorte brachte dem Verkäufer einen Gewinn von 1000 Prozent. H. Z. Mainz, 22. Tez. Ter Schiffsverkehr auf dem Rhein, gestaltet sich gegenwärtig von Tag zu Tag immer ungünstiger, da der Wasserstarid andauernd zurückgeht. Die großen Lastschiffe können nur noch mit slari'er Leichterung verkehren. Dessenungeachtet kommt es fast täglich vor, daß Schiffe im Fahrwasser auflausen und sich festfahren. Lttrch der Main geht in seinem Ober- und Mittellauf andauernd stark im Wasser stand zurück. Während hier für die Fahrten zu Berg noch Erhebliche Aufträge vorliegen, sind solche für Talfahrten soviel wie gar nicht vorhanden. AlrehLLche NachrLehte«. Lvsiigelijcye Gemeinde. Gottesdienst am Sonntag den 23. Tezeinbec (4. Advent). In der Stadt kicche. 9Vs: Pfr. Mahr; 3: Weihnachtsseiev s. d. Kinderk. d. Matth.-Gem. Pfr. Mahr; 7y 2 : Weihnachtsfeier d. Kon irm.-Vereinig, d. Manul, u. weibl. Jug. d. Matth.-Gem. Monta 24. Dez, 3; Weil-nachtsfeier f. d. Kinderk. d. Mark.-Gem. Pfr. Sckuoabe. —lJU der I o ha n nes ki r che. 9V 2 : Pfr.-Ass. Lic. R^cing; 3Vz: Weihnachtss-eier f. d. Kinderk. d. Joh.-Geuu Pfr. AtLvield. Montag 24. Dez., 3: Weihnachtsfeier f. d. Kinderk. d. Luk-Gein. Pfr. Bechtolsheimer. — Kirchberg. Vorm. 10. — Lollar. Nachm. ly 2 . Montag 24. Dez. Mainzlar. Abds. 8 — Lollar. Abds. 8. katholische Gemeinde. Samstag 22. Tez., nachm-. 5 u. abds. 8: Gel. z. U. Beicht. Sonntag 23. Dez., 6y 2 : Gel. z. hl. Beicht; 7; Hl. Messe; 8: Aust? d. hl. Komm.; 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Messe m. Pred.; 5V»: Christenl., daraus Adv.-And. — Diaspora-Gottesdienst Grünberg 91 / 2 , Hungen 97 2 . Montag 24. Tez., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht. Be: . u c « nofaDofhekar * OHo Pfseh Unßbertr, B ? 1 V 3 raschen iDofhekafUfloä# ^ n U ' vorz “3* o w a nftiiss S® ^ Er!iä!tl in ADotiieken Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.; Landespolizeiliche Prüfung des Ecrtwurfs der Erweiterung des Anschlußgleises der Firma Karl Haas zu Gießen an den Bahnhof Großem-Linden. Der Plan nebst Erläuterung zur Erweiterung des Anschlußgleises der Firma Karl Haas zu Gießen an den Bahnhof Großen- Linden liegt auf der Gvoßh. Bürgermeisterei Gvohen-Lindeir vom 24. Dezember 1917 bis einschließlich zum 5. Januar 1918 zur Einsiäft offen. Innerhalb dieser Frist sind dortselbst Einwendungen gegen das Projett, welche sich auf Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung, öffentlicher Wege, An- und Zufahrten ans Grund-- stlücke, Einfriedigungen, Wasser- und Vorflutverhältnisse usw. sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehen, bei Meidung des Ausschlusses schriftlich oder zu Prototoll vorzubringen. Gietzen .den 19. Dezember 1917. Grotzyerzoau.aies Kreisamt Gießen, vr. U l i n q e r. Passende Weihnachts-Geschenke Begehr enswerte Weihnachtsgeschenke Kinder-Mänte! == in Astrachan, Samt, Plüsch nsar gute usid beste Qlu^iitäfen Blusen Kleiderröcke Jackenkleider Mäntel in Wolle, Seide, Astrachan u. Piüsch Trikot-Blusen u. 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San.-Rat BlgglberBtr. - <*UI MiUUVU! brittru 28Libnachtsfeiertag,vormittagS 11 Ubr, nnbci in der Ausstellung im Turmhaus gemäß §2 der Satzung öffentlich die Ifftani W Äirechlschelüfo auf Srnkrie unter den Mitgliedern des Vereins statt. Zur Beiwohnung an die,er Verlosung wrrd ergebenst eingeladen. Der Vorstand des Oberbeinichcn Zlum'tvcrcins. Keller, Oberbürgermeister. 9262D Isichispialhang, Rahnhotstrasse 34 . Erstklassige ISünstlerkapelle. "dT Vom 2JJ.—25, Dezember: E U 6 d G 8 S3 S © 31 in ihrem hervorragenden Gesellschaf ta-drama ln 4 Akten 5 «öer geigende Tod £< Außerdem: Dis Wacht am Stammtisch Satirischer Schwank in 2 Akten. - In den Hauptrollen: Helene Voss, Paul Herbig, 9265a VÖÄÖAÖ. mmmm onr^o, §a5§r 3 »eigtttti* i» Zistki! Srni Itftri Uitt-Fkmi-Vmi«, ZmiPkrci» Sitp, Alte Klinik, Likbigsirahe. Unsere sämtlichen Geschäftsräume, einschließlich Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangene Deutsche, bleiben vom 23.-26. Dezember einschließlich und vom 3«. Dezember bis 1 . Januar einschließlich geschlossen. Am 27., 28. und 29. Dezember sind die Geschäftsrä ume vormittags von 10-18»/, Ubr geöffnet. 9263 v m . ?' November zwischen Trier-Coblenz- Gtetzen-Caffel-BerltnFnedrtchstr.ausgefallenenMilitär. urlauberfchnellzuge 123 und 124 verkehren ab 18. bzw. 21. Dezember wieder bis aus weiteres täglich in nachstehenden Fahrvlanen und sind zwischen Berlin und Trier in beichranktem Umfang für den Zioilverkehr freigegeben: - - L 12 , 4 verkehrt erstmalig am 18. 12., Berlin-Friedrich, "rage ab 702 vorm., Cassel ab 333 nachm., Marburg 536 , Greben ab 6B Wetzlar ab 636, Wetlburg ab 708 , Limburg ab 742, Diez ab 7^, Bad l§ms ab 830, Nieder-Lahnstein ab 849, Coblenz aS^L Trier an 1143^chls. ^ 0 123 verkehrt (erstmalig am 21. 12», Trier ab 6w vorm., Coblenz ab 926, Nieder-Lahnstein ab 9 s, Bad Ems ab 958, Lun bürg 10», Weilburg ab llis, Wetzlar ab 1147, pieken ab 123? mittags, Marburg ab 1>4, Cassel ab 344 Berlin Friedrichstr. an 1139 nachts. 923^^ Frankfurt a. M., den 21. Dezember 1917. Königliche Eiienbabndirektiou Frankfurt (Main). Herde! Acftituii;;! Herde! Herde in jeder Gröhe am Lager. Kesselöfcu, Kessel- AuSwL"Tn Sr/b"' Wilh.flinrbeck Macht*. Tel. 283. Dlezfttr. 6. Bekamttnmchmrg DieKstr. 6. Bekanntmachung. Betr.: Landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs der Erweiterung des Anschlußgleises der Firma Karl Haas zu Giegen an den Bahnhof Großen-Linden. P ?, ct - "ebst Erläuterung zur Erweiterung deS Ansch nngletses der Firma Karl Haaö zu Gießen an den Bahnhof Groven-Linden liegt auf der Groich. Bürger- meisteret Großen-Linden vom 24. Dezember 1917 bis einschließlich zum 5. Januar 1918 zur Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist sind dortselbst Einwendungen gegen daS Projekt, welche sich ans Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, An- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasser- und Vorffulverhält- niffe usw. sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die an4 dein Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehen, bei Meldung des Ausschlusses schriftlich oder zu Protokoll uorzubringen. Gießen. den 19. Dezember 1917. Grvßh. Kreismnt Gießen. Or. U sing er. 8281 Mundharmonikas schönstes Geschenk für Feld und Haus. 9080 Ernst Challier, Neuenweg 9. Große Auswahl sehr schöner Weihnachts-Geschenke = für Herren, Damen und Binder. - Veste lederne Brieftaschen - Aigarren- und Zigarettenetuis, • Portemonnaie; Seldscheintasche» usw. - Veste lederne Handtaschen ^ Schreibmappen . Musik moppen ^ Schmucktästen • Nahbeutcl Necessaire;usw. • vamenhandtaschen Hand- und kteisekosser, Eigne; Zabriiat. Schulranzen, beste Sattlerarbeit u. Material Zagdutenfilien u. Mllitär- Au;rüstllng;-Gegenstände August llilbinger Zeltersweg 79. 9017 Telephon 2022. Stahlkammer. Die in meinem seuer- und diebessicheren Gewölbe neu eingerichteten eisernen Schrankfächer sind sertiggestellt. Ich vermiete dieselben zur Aufbewahrung v. Wertpapieren, Dokumenten usw., je nach Größe zum Preise von M. 3.50, M. 7.— und M. 10.— das Fach pro Jahr; auf kürzere Zeit nach Vereinbarung. Philipp Jockei, Bankgeschäft, Grtinberg !• If 9253 D Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giehen. Nährmittel - Verirrauchsregel« ug. 1. Die am 15. d. M. zur Ausgabe gelangten Näl-r- mrttelwrten smd bis spätestens 31. Dezember 1917 einer Verkaufsstelle z-nr Eintragung ihrer Firma und Lwtremmng des Kontrollabschnittes vorxulegen. 2. Tie Verkaufsstellen haben die auf Bogen aufgeklebten Kontrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnitte bis zum 3. Januar 1918 dem Stadt. Lebensmittelamt einzureickfen. Gießen, den 21. Dezember 1917. 92866 _Ter Oberbürgermeister (Lebensmitbelamt). Zncker-Verbrauchsregelnng. 1. Tie am 15. d. M. zur Ausgabe gelangten Zuckerkarten smd bis spätestens 31. Dezember 1917 emer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Finna und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen. 2. Tie Verkaufsstellen haben die aus Bogen cmf- gellebten Kbntrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Slbschnitte nach vorgeschriebenem Muster lns zum 3. Januar 1918 dem Stadt. Lebensmittel-- amt einzureichen. 3. Bestellungen auf Zucker können bei den durch Bekanntmachung vom 8.'September 1917 (Gießener Anzeiger vom 10. Septbr. 17) ausgeschlossenen Geschäften wieder gemacht werden. Gießen, deir 21. Dezember 1917. 92746 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Von Montag den 24. d. M. tritt für die hiesige elektr. Straßenbahn bis ans weiteres nachstehender Fahrplan ln Kran: arx * a A ’ Bahnhof—Schiitzenbauö. Werktags: bis »U 6: 6<5 ' 7 ° 0, 713 ' 73 °' ?45 ' 7 “ ntte 7,/ * Maulen blä p* 9 ? 2 e 92 n® : Ws" 6 ' 635 ' 7 ° 5 ' ^ 7M ' 742 0116 7 ‘ /! Minuten bisMarkiplatz. Sonntags: 82 Z yy 52 *“* 7,/ ’ Minu.-N bis bis Stechenanstalt, sä 742 aae ?,/! mnut ' tt m bis Marktplatz. Außerdem Siechenanstalk ab: 10L 1022 bis Marktplatz. B. Babnhof—Wie,ecker Weg—Friedhof. Werktags: __ B?dniwf ab: 6 «, 707 , 730 , 745 , 7-r alle 7-/. Minuten bis 8 ^/. pi-, 90 /. bis R'°M.Weg °b: 637 , 707 , 737 , 745 alle 7V, Minuten gS: Sonntag 8L 7% mnutett Ui ^ m f±%'l£ x '& a £Wm 5 Qße 7Vl minulen 6is bis Marktplatz. Wagen der grünen Linie ab Marktplatz: 200 . zzo, 300 , 330 , 400 , 430 verkehren bis Friedhof. Ab Friedhof: 232 , 302 , 332 , 402 , 432 , 502 . Anmerkung: Die Minutenziffern der Fahrten nach 600 abends sind unterstrichen. Gießen, 30. Dezember 1917. Direktion der Elektrizitätswerke und der Straßenbahn: _Stolte. 9277D Ausgabe von Kaffee-Ersatz (Ausgabe Nr. 6). Tie Ausgabe des auf den Abschnitt 6 der Lebens- nnttelkarte bestellten Kaffee-Ersatzes erfolgt in den .Klein- Handelsgeschäften von Donnerstag den 27 De-- zember 1917 ab. Auf Wen Mschnitt entfallen 100 Gramm zum Kreise von 47. Pfennige. Gießen, den 21. Dezember 1917. 92736 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt)! Bekanntmachung In der Woche vom 24. bis 29. Dezember d. I kann Butter und Fett nicht zur Ausgabe gelangen, da die zur Verfügung stehenden Mengen zu einer Verieilun nicht ausreichen. Gieß en, 21. Dezember 1917. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). steilung 92726 Bekanntmachung. Auf nachstehende Bekanntmachungen Großh amts Gießen wird hingewiesen: Äreis- über .Höchstpreise für Hafer und Gerste 1. Verordnung HL .... _ _ _ vom 20 November- 1917, abigedruckt im Kreisblatt Nr. 199 vom 7. Dezember 1917. 1. Tesgl. Futterversorgung der Spann- und Zugtiere nach dem 15. November 1917, <%ä>nu1t in den Kreisblätteru Nr. 199 vom 7. Dezember- 1917 und Nr. 201 vom 11. Dezember 1917. 1 Tie Verarbeitung von Oelfrüctsten in Wassermühlen und kleineren Oelschlagmühlen, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 203 vom 10. Dezember 1917. Gießen, den 21. Dezember 1917. 92716 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). ■me es sich wohl viele Damen :: wünschen ist eine neue Pelzgarnitur Wirkliche Neuheiten inPelzen sowie moderne Garnituren ein 2 . Kragen und Muffe in gToßer Auswahl :: preiswert :: für Backfische und Kinder Wilh. Noll Seltersweg 36 . Pension Brandl, Nonen BSne 22 Zlmmer.lüittags-a.Aiiendtisch Gcb Beamter, Mitte £0, evaug., große ftcmL Erscheinung. gesund u. solide, vor- Nehmer Charakter. Natur- u. Musikfreund, Setretär bei Behörde in anges.SieUg., m. Eiuk. 4^W»60MNtk., peitsions- derechtigt. wünscht m. liebenswürdiger, haust, erz. evapg. Daiue von onsehnl. Figur, im Atter von 24-BJ. bekannt zu werden zwecks glück!. Ehe. Gute AuMtattg. u. Vermögen ertorderi. Gesl.Zuschr. m. genauer Ang. d. 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