m. 300 ln Olthener Anzttßrr erscheint tätlich, nutzer Connlags. - Beilagen: Olebenrr?samil!tnd«ätter, »Lre.rUütt fkr den Kreis Gießen vcz'igrpreir: nwiatl )lf.l.20,oicitci- jLtzrl'ch 'Lik. 6>, durch Abhole- iu Zweigstellen mofiatl Dif. 1.1); durch die Vost -Wf. 3.60 viertel- führt. ausscht. Beilellq. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schrittle,lungl12 Verlag,GeschMtssteUeöl ÄnschrmfürDradtnach- nchten: Anzeiger Eichen. Erster Blatt *67. Jahrgang Zreitag. 2*. Dezember W Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Gderheffen Zwtllingrninvdruck n. Verlag: vrül,Ische Univ.-Vuch- u. Steindnideret «.Lange. Annahme von Anzeigen r. die La-e-nummer bi - zumNachmistag vorher ohnejedeVerbmdlichkest Seilettpreifc: für örtliche Anzeiaen 25 ^1., für auswärtige 30 Pi., c ur Reklamen Mk. 1.-; bei Piatzvor- schritt 20% 'Ausschlag. Haavtschriitleiter: Aug. Goeg. Bermu wörtlich für Politik u. Feuilleton Smkocrieh«: Auq. «oetz; Liavt m,d Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Dmckerei: Schulftr. 7. StTTni Gießen.' Valsour über die englischen Uriegsziele. (DTD.) Großes Hauptquartier, 20. Dezemver. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. $ Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Stadt D i r m u i d en lag zeitweilig unter lebhaftem Mnenfcuer -?) chen dem Haut ho ulsterwalde und her LyS, sowie südlich der Scarpe am Nachmittag und «teuft erhöhte Artillerietätigkeit. Bei Lens heftige Minen- verftrlämpse Heeresgruppe Deutscher Kronprinz raift Herzog Albrecht. Beiderseits mm Ornes und auf den Maashöhen fivnoeftlich von C o m h r e s lebte das Artillerieftuer vorüber- auf. Oeftlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische Front. Am Darftar und zwischen Warftar und Doiran die Ferrerlätigkeit gesteigert. ^ Italienische Front. Mehrfache italienische Gegenangriffe gegen die neu ge- Linien am Monte Pertica wurden abgewie- ie» Am Tomtzarücken rmd an dem Piave zu beiden Weite» des Monte Montello lebhafter Artilleriekampf- 8Vifthe«Bre«taundPiavewmpen seitdem 11. De> Hewteran -eftmyene n Italienern zweihundertsietzzig Ossiziere und achttansendeinhundertfünfzig Man» eingevrmlp Der Erste Generalquart lerarrister Sudend» rfs. * Der Abendbericht. Berlin 20. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Mehrfache italienische Angriffe gegen den Monte Asolone und die westlich und östlich anschließenden neu gewonnenen Steilungen scheiterten. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Was in einem langen Reuter-Bericht heute über Bor- 'gange englisck>en Parlament vorliegt, ergibt kein klares Bild der Lage. Nur so viel steht fest, daß im Unterhause sich sehr lebhaft die Kritik geregt hat und daß scharfe Beanstandungen der Regierungspolitik ausgesprochen worden sind. Reuter übermittelt in der Hauptsache nur einen langen Auszug aus einer Verteidigungsrede Balfours. Einer oder mehrere Abgeordnete scheinen sich sehr bitter darüber ausgesprochen zu haben, daß das neue Rußland nicht mehr an der Stange gehaltey werden konnte. Die Wirkung der veröffentlichten Geheimverträge beginnt sich auch in England zu regen Man fühlt sich bloßgestellt und ist in größter Verlegenheit, wie man die großspurige Eroberungspolitik mit den kargen Aussichten der heutigen Lage wieder in Einklang bringen könnte. Da waren Balfours Ausführungen freilich auch nur verlegene Ausflüchte. Sie klangen so, als ob es fetzt Englands neuest« Politik werden würde, sich hinter den breiten Schultern Wilsons zu verstecken. Das ist für uns sehr ergötzlich. Der große Menschheitsvater, ein neuer Donnerer, der alle Blitze zucken lassen kann, wird in den Vordergrund geschoben; er bedeutet die Hoffnungen der Rumpf Entencke, und in seinem Namen sv-lt gerechtfertigt Iverden, was an Unbdgniflichkeiton und umerfüktbarenGrwar- tungen zutage gekommen war. Ob hinter den Kulissen nicht noch mehr vor sich geht? Wir erinnern uns offenherzigen Aufforderungen Lloyd Georges an Amerika, doch nun mit Schiffsbauten und Mannschaftsverstärkungen einzusprin- geu, und wir vermuten, daß inzwischen der englische Diktator und der amerikanische Menschheitskönig angesichts der Ereignisse in Ost- und Süd-Europa manckien spannungsvollen, geheimen Notenwechsel gehabt haben werden. Die englische Politik zeigt jetzt aller Welt an, daß sie vom Gipfel ihrer Macht herabgesatlen ist. Balfour will nämlich auch für die Einzelheiten der Geheimverträge mit Rußland und Frankreich keine Verantwortung übernehmen, und besonders in Frankreich wird man die Stirne runzeln bei der Feststellung, es sei England niemals beigekdmmen, deutsches Land vom Mutterlan.de loszureißen, um etwa einen Pusserstaat zwischen Frankreich und Deutschland zu bilden. Auch die alte Zaren- Volitik wurde mit einem gelinden Fußtritt abgefertigt: Bal- svur erklärte, Englartd habe durchaus kein besonderes Interesse daran gehabt, daß Konstantinopel an Rußland falle. Wofür aber kämpfte England? Keineswegs für egoistische Ziele, so erklärt der Minister, nur für die Schwachen und st" die allgMneinen Menschheitsideale. Für das „Gute in der Well", das darin besteht, daß England auf seine Weise die Weltherrschaft weiter ansübt. In die eben erwähnten Bemäntelungsabsichten flocht Balfour sodann noch seine Ueberzeugungskünste. daß nicht die Klarheit der Kriegsüele die Hauptsache sei, sondern die Fortsetzung des Krieges. Dieser Weltzcrstörungsdrang erinnert stark an das Bekenntnis Mephistos, welcher es mit der „Mutter Nacht" hält, der das stolze Licht vergeblich den alten Rang und den Raum streitig machen sollte. Die Rechtfertigungsrede Balfours sollte vornehmlich inneren Schwierigkeiten begegnen; nach außen hin wird sie aus Englands Bundesgenossen kaum eine vorteilhafte Wirkung crusübeu. Der vsterreichtsch-rrn-artsche Tagesbericht. Wien, 20. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oeftticher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. ItalienischerKriegsschauplatz. Angriffe gegen unsere neuen Stellungen auf dein Monte Pertica wurden abgewiesen. Die Zahl der von den Truppen des Generals der Infanterie Alfred Krauß in den Kämpfen östlich der Brenta seit dem 11. d. M. ein- gebrachten Gefangenen beträgt 270 Offiziere, darunter sieben Stabsoffiziere, und 8150 Adam, Der Shef des Generalstabes. Der türkische Bericht. Kvnftenr Lrvpel, IS. De^ fSSSSfc) BalLstinafrvnt: Stärkere feindliche PckrvuMoM w r stö ße gegen die AudschchmiL wurden abssmchen, Im übrigen schwach^ bis mittlere- Arrilleriefeuer. Unsere Truppen östlich van Jerusalem wurden dreimal toan fbfrrflemt Kräften angegriffen. Alle Angriffe wurden ttogrföt&gai D» feind! i»lmn )wä> bedeutend. An der sanze» Fro«r Frvck mge FlftgerEigtleit. Satfour über ble engüsche Krlegspolitlf. London, 19. Deh. (MTB.) Reutermeldung. Unterhaus. Ponsonby griff die Diplomatie Englairds und seiner Miierten scharf an. Er erklärte, die veröffentlichten Kr>^ziele der Alliierten stimmten nicht mit den Vorsihlägen in den GchinDertragen überein. In seiner Witwort betonte B a l j o u r oft ttiegspoliffsck^w Aeußerungen des Präsidenten Wilson. Die Gedanken verschedeirer Führer in Englack) scheuen ihm durchaus in einheitlichem Geiste gehalten zu sein. Balftmr bezog sich mtf die vielen Wußerungsr zur Kriegspolitik der Mitglieder der früheren und der jetzigen Regierung, die stets rm selben Sinn gej'prvrtikn und die großen Ziele, für die Großbritannien -ohne selbfüchtige Beweggründe kämpfe, mit volldTnmvrner Klarheit ausgedrÄck! hätten und fuhr fort: „Me kommt V-onsvnby für Unwe.idung so offenbar grober (Kunstgriffe? Doch nnr weil er altes yu nm wünsch, was die Politik nuferer Feinde unterstützen kamr, deren hauptsächlichstes Mätttl zur Stimmungsmache -n d in Rußland ist, tmsere Ziele als selbstsüchtig und imperialistisch hmzustellen 7md m behaupten, daß England wegen vem selbstsüchtiger Zwecke den Krieg verlängere, den die Mittelmächte abzukürzen wünsct^n.. Aber es gibt keine größere Verkehrung der Taffachen." Plvnsonby sagte, das auswärtige Amt und das KriegSkabmett seien uru^schckt gewesen und hätten R u ß l a n d «hrnüen, auch in diesem Augen^ blick mit bokl-em «cf der SKte bei Miierten zu stehen. Die russisch Revolutum sei hwr im Lantte und von der Regierung! so kaltherzig begrüßt wsrdenl. daß die ganye Zickunft der englischen Beziehurrgen xu Rußland höckJstwahrschernlich dahin wärm . Balfour hehr fort: tarn mich verbürgen, daß, soweit die Rogiermrg imd das Unterhaus m Betracht ttamuren, das Ende der üblen Autokrat« in Rußlccnd mit warmer Begeisterung und lebhaften Hoffnungen begrüßt wurde, die leider bis' heute anscheinend wmig gerachfertig! svtd. Die Konferenz über die Kriegsziele wurde von der engtffck«n R-Wenmg nicht ab- gelehnt. G lagen ungeheure Schwirri-stleiten vor. Auf alle Fälle wurde, wie Ä) deüke, vvn allen kriegfükwenden Macksten und zu einer gewissen Zeü von der russffchn R-e.ffer,arg selbst besonders stackk e,nPfunden, daß dieser oder j*r«r Aicgendlick für diese besondere Erörterung nickst günstig ^st, daß vielmehr nicht ^u sehr die Nussprach über die .Ki'iegs-iele wünschiswerl ist wie eine splck?e über die Kriegstnekhode Ten Kri«t fördern ist das nächste und tvesenttichsde Interesse. Ponsonby schint zu denken, daß wir eine ungv reckst fertigte, ja verbrecherisch Geheim lZaltimg unseres Versalrvens zugesdand«: hätten, daß wir bei unseren ErAärungen über die Selbstlosigfeit mrserer Ziele, mit dcr wir in den Krieg eingetreten sind, unser Bolf und die Mittel mackste getäuscht Hütten und etwas getan hätten, rvas Pochonby als Befleckung der Ehre des Landes bezeichnet hat. Unsere ErAärungen über die Uninteressiertheit, mit der wir in den Krieg «rngetoeten sind, waren Ercklä- rmraen über die Politik 'unseres Landes. Es w'ar aber nicht unsere Sach, die Absicksten derer, mit denen wir zrffamm.'nwirten zu erörtern, vielmehr wäre <£ eine probe Un oerschämt liest gewesen ihre Beweggründe zu kritisieren. Mir l-abm kein Abkommen über Kon st an i ino Del getroffen, um irgendeinen imperiali- sti/lien Gedanken znm Ausdruck zu bringen. Ter Gedanke tvar nlvrr die Maßen töricht und muß jedem so ersnp.mia'istisch r Ge ulstspuckte ans eine Sack« ist, d« i« aber srchckich me auft»rängen würde Tatsächlich war es völlig klar, daß die russisch Regierung An* spruch auf Kvnstmrtinopel erl>ob. Wir waren im Begriff, miteinander einen großm Kampf für ein großes Ziel zu führen, und wir beruhigten uns dabei. Was mar darin im mindesten unvereinb:r mit irgendeinem von uns selbst oder von Wilson ausgesprochnerr Glaubensbekenntnis? Ponsonbys nächster Punkt betraf Persien. Er setzte voraus, daß sein Einfluß ans diesem Gebiete Persiens der Unabhängigkeit dieses Landes widerspräche und ein großes Un recht eines Starken gegenüber einem Schwachen darstellte, was mit den besten Ueberlieserungen der englischen Staatskunst unvereinbar sei. Tos ist rricht meine Ansicht. Ter russisch-englisch Vertrag wurde als großer liberaler Triumph der Freundschaft zwischn den Völkern dnrck-geführt. Ich konnne nunmehr zu Italien. Es verdiente und verdient es von Rechts wegen, daß eine andere Gebietseintestung zu seinen Gunsten stattsindet. Inwiefern wären wir Imperialisten, wenn wir uns für diese großen und allgemein gehalterren Ziele ein setzten? Trifft nicht dasselbe für Polen und Elsaß-Lothringen zu? lieber Elsaß-Lothringen möchte ich folgendes sagen: Pon' sonbt) denkt, wir hätten des französischn Boffchafters Doumcraue Schritte in Petersburg keimen müssen, er denkt das schon infolge der Abgabe, daß dies nach London telegraphiert wprde. aber es ist nicht der Fall. Ponsonby ruft: „Doch! Die Depesch beginnt: Mrschrift an London. Vertraulich." Balfour fuhr fort: Wenn London heißt: Englisches Auswärtiges Amt. so kam die Depesche nicht an das Ausw^artige Amt. Sie mag vertraulich an den frau- zösischen Botschafter Paul Canrbon gesandt worden sein, doch davon weiß ich nichts. Wir hörten zu jener Zeit nie etwas davon und sprachen niemals unsere Zustimmung dazu aus. Ich glaube auch nicht, daß dies die Poliffk der verschiedenen ft an Mi scheu Regierungen war, die während des Krieges amtierten. Wir lv ü n s cd- feit nieinals und ermnttgten auch niemals den Gedanken, daß ein S t ü ck Deutschlands von seinem Mutterlande a b - getrennt und zu einer Art rcnabhängiger Repnblit oder Regierung in irgendeiner Forrn aus dein linken R^einnfcr gemacht iverden sollte, um einen rreuen Pufferstaat zwischen Franko reich und Dcutschtwid yu bilden. Dies war niemals ein Test der Politik d er kön iglichen Regierurrg. Die britische Regierung hatte rnemals Kenntnis davon, daß dies von itgatfeciiTtm französische ©4verden. Auch-der Benzinverbrauch müsse weiter cmgcschrankt werden. Für Kai tofteln beabsichtige er gleichfalls einschränkende Maßnahnlen Borei ftihrte Wester aus. er müsse die sckwrfsftn Einschräckungsmast- nahmen wlblt mrf die Gefahr hm, sich rmbeliebt zu machen, er aresten. Beim Brot sei die Lage in anderen Ländern noch viel MMl-enger und in Italien so kritisch gewesen, daß die han- ^s^kche Regierung der italienischen Gctteide habe abgeben müssen Sein größtes Bemühen sei die Löttmq des Problems der landnür:' wrrffchattlickxm Erzeugung. Es sei von besonderer Wstrickest, dw Düngerhersbellung zu vergrößern, cm dem gleichfalls großer Mangel herrsche. Boret schloß, er werde alles tun, damit Frank reich die beklemmenden Stunden, die es durchgemacht habe, nickt noch einmal erleben müst'e. 2)er Senat nabm hieraus einstimmio die Vertrauenstagesordniurg am Die sranzöfifche Preffe. Bern, SO. De^. (WTB.) Die heuffge französische Presse veroffenttickst den Wortlaut des Waffenstill standsvertrages in extenso. Alle Blätter widmen der Tai wche lange Be,prechungen^m denen die in Frankreich herrschen - A/uÄnnck Svinntt. \i.tc lneisden ergeben sich u\ rtmumten Beschimpfungen gegen die Maximalisten. allerk voran dm- „-Vo m me L l b re", der erklärt, der Waffenstiltsta:i > ftk die erste Folge des unamen Verrats Lenins. Die Bol'ckcwlti bin.-. die schweyte Verantworttmg auf sich genommen, indem sic' den Verttag un, Namen der ruffischen Regierung Unterzeichneten Der „Matin ttostel, die Maximabsten seien nickt aau'. Ruß land. Immcrhm werde man cm lvagemritige^ Manöver Dew'ch erledeu. das der maxtumlistifchen Regierung den Auickeiu der Gejetzlichkest zu verleihen trachten werde. Da-- )our nal .schreibt von den Maximalisten könne man alles nrnrln, akf das deutsche Manöver übersteige m Kühistieit allc> ^ i NE. von Männern ^warten^könnte, die gewohnt vir:: -V wckUckkeiten. zu hMiühaben. Stebe den tatsächlichen Fried-.ü pralimmanen die Räumung Persien- und der Türkei dr:rck' o. ruffochen gruppen gegenüber, so sei das ein Verrat acutrx >!.> brituche Armee in Mesopotamien. Hier seien schon die schlnnuiswn Wirkungen des L-dudermedens verwirklicht. . . „Echo de Paris" betont, die Antvesenbeit des yss? O^enitH Wftrbot nicht chren Auf aufs Spiel setzen, wenn sie nicht die Gewiehert des Gelingens besäßen Das Blatt fordert, 'nNS die Maxim allsten nnrNich Verräter seien, solle man sie entlarven, andernfalls soll man ihnen erklären, vaß die alliierten Regierungen einen gerechten Frieden walten und Rußland durch Sonderfrieden eine nutzlose und imbdfooüe Handlung beaehen- mftcbe. ^arrait abberufen. Amsterdam., 19. Dez. (WTB.) Reuter- berichtet aus Athett dom 15. Dezember: Die Blätter melden die AbberusungSar- r a t 1 s. Nach .olger sei .General G u i l l a n m a t. Sarrail sei für ernenlöl.-ren haileu bc nimmt Ferner cvird.remeldet, daß der ^ranzosi^ich^ 'Admiral, der da-.- löesckprader der Alliierten im Aegät- sckv.'n Meer beselige, durch Kontreaduttval Fatu ersetzt worden sei. * . * Portugal. Genf, 20. Dez. 'WTB - „Temps" mE.cms Lissabon, daß cne Gestüten Großbritanniens und Frankreichs, sich der tatsächlich.:i Lag? anpassend, sich mit Sidonio Pa es in Verbindung ,n . ,: fahm. Diese tatsächliche Anerkennung, der- sich ?\Ü7 ^ -Italiens intb Belgiens aufchloflen, sei nnerlsß lich, um di? Wege zur förmlichen Anerkennung vor;«bereiten. Si- WNliio Paee ergreiie. alle sich ilrn bietenden Gelegenheiten, um b-eti Entschluß Portugal.- zu bekräftigen, 'den >brieg gea>m Deutschland •i mrt,; tnVfu'u. Deutsch-Neuguinea. Berlin, 20. Dez. (WTB.) Den; Vernehmen nach ist der W« wr Krteg^iusbruch im Sckmtzgebiet mm Teutsch Reu guinea tätige GelMU' Olxuregienungsrat Haber zürn <&>u> t>cmnn: dieses L>chu tzgevielies vom Kaiser eritannt wochen Die Schwei; und Amerika. Beru^ lö.^Dez. Meldung der Schweizerisck)en Depeschen- ^genrur. > Das schweizer Bolkswirtschaflsdepartement teilt mit: Bundesrat genehmigte am 5. Dezember das in Paris zwilchen den schwerzerischen Unterhändlern und den Delegierten der Vereinigten Staaten abgeschlossene Abkommen. Durch die Erklärungen der amerikanischen Delegierten wird der Schweiz die ^.teferung ihres notwendigsten Bedarfes an Brotgetreide, das in den letzten Monaten nur in ganz ungenügenden Mengen ncrnnkam und dessen Belchafsirng zu ernsten Befürchtungen Anlaß gab, zngenchert. Das amerikanische .Kriegs Handclsaml bat die Garantie übernommen, der Schweiz bis zur nächsten Ernte 240 000 Donnen Brotgetreide zu liefern, wovon Zweidrittel bis Drei viertel Weizen fern soll. Alle zwischen der Schweiz und den Staaten der Entente getroffenen Vereinbarungen, namentlich auch die bestehenden und künftigen Kontingente der Svci6ts de Surveillance Lauste und die sonstigen diese Gesellschaft betreffenden Bestim "^u gen werden von den Bereinigten Staaten anerkannt. Amerika wrrd künftig tn bte internationale .Kontingentskommission in Paris und in die ffir den^Berkehr zwiscknm den Regierungen der Entente stauten und der S. S. S. bestellte interalliierte Kommission in , - ™ J c . cmen Bertrerer entsenden. Für die wichtigsten Waren, htnstchtlich welcher die Schwei' auf Amerika anaewiesen ist, wnr den spezielle amerikanische .^Kontingente vereinbart, in dem Sinne das; das amerikanische .Kriegshandklsamt im Rahmen dieser Spe' zirukontrugenle die Ansfichrdewilligungen erteilen wird, soweit dw eigenen Bedürsmfse Amerikas und seiner Alliierten dies »Massen Die amentan,scheu .Kontingente werden berechnet vom L* PJf^J 9 . 17 '!?• ^p^nber 1918. TaS Kontingent 2^- ftosaen 300 000, für Hafer 120 000, für s^rstr 31500, für Mms 440000, für Oelkuchen 46 000 und ür ;4n*r 60 000 Tonnen. Weihnachten im deutschen Vichterhause. Die rrautzportfchwierigkett der ««erttauischen Armee. Berlin 18. Tetz. Die Schwierigkeiten bei den heutigen Transport Verhältnissen, größere Truppenmassen nach Europa tzu werfen, beleuchtet Major Hoffe in einer Broschüre „Das Eingreifen, der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg", Berlin 1917, durch folgende interessante Berechnungen: „Senator Calller, Thef des Schweizer Transportamtes, der wegen Vermehrung der Schweizer Ueberfeczufuhr im Juli 1917 in London war, hat auf Grund dieser Besprechungen den Transport mittet bedarf einer amerikanischen Ar^ mee aus 2'/^ Mill. Reg.-To. bereckmet, wobti freilich die Stärke dieser Armee nicht angegeben ist. Nach anderen Angaben vermag die gesamte Uebersee-Handelsflotte -2,8 Mill. Reg.-To.) der Union nicht mehr als 250 000 Mann zu befördern. Für eine Armee also, die unter einer halben Million -urückbleibt, brauchen die Amerikaner, selbst wenn der Schiffsraum aufs äußerste ausgenutzt wird, und die Schiffe aufs sorgfältigste und gründlichste für die Militärtransporte hergerichtet werden, mindestens 2 l /o Mill. Reg.-T. Für die Fahrt find einschließlich der benötigten Zeit zum Eit^ und Auslats Mocl-en zu rechnen. Somit würde eine Flotte von 500 000 Reg.-T. bei fünfmaliger Fahrt zur Ueber- führung dreißig Wochen benötigen. Nehmen wir an, daß diese 500000 Reg.-T. jetzt zur Verfügung ständen und mit der Verladung bereits am 1. November 1917, zu einer Zeit, wo die Armee erst im Werden begriffen ist, begonnen werden könnte, dann würden eine ungestörte Uedersührung vorausgesetzt — die letzten Staffeln erst Ende Mai 1918 auf dem eulvpäiscksen Kontinent eintreffen. Hierzu kommt die Aufgabe, 400 000 bis 500000 Mann mit allen ihren Erfordernissen an Nahrungsmitteln, Kleidung, Gesct/ützen, Gesckwssen, Flugzeugen, Kriegsmaterial und den zablreickum andern für die heutige Krtegs- führung unerläßlick-en H.lssmitteln, z. B. Bahnmaterial, dauernd zu versorgen. Eine ameriHrnisckx Armee von 400 000 bis 5000 000 Mann würde sonnt, selbst wenn sie mehr als die englische aus Fraukreicks. entnelpnen könnte, doch dauernd mindestetts 1,2 Mill. Reg.-To. Sch ffsraum zum Nacktzchub benötigen. Bei einer Teilung der Uebersührung der Armee, nach) obigem Beispiel, würden also sofort für den Nachfch.tb der ersten Rate 240 000 Reg.-Do. sesigelegt tverden müssen, und diese Zahl dauertrd weiter bei jeder folgenden Rate. Zur Uebersührung nennenswerter Teile benötigte Anterika millstn von Anfang an rund */* Mill 'Reg.-To. Schiffsraum. Nach Maßgabe der Ueberführuug würde diese Zithl sich bis zum Sommer auf über 1 Million Donnen erhöhen. Tiefer Bedarf wäre dauenrd lediglich für Zwecke des amerikanischen Hecstärchm und diesen unentbehrliche Bedürinisse zuni Leben und zum Kriegsüs-ren entgehen. Englische Pressestimmen äußern denn auch schon starke Befürchtungen, hie Amerikaner könnten für ihre Tnrpprittransvorle die «England so wichtige Handelsflotte zu s-ehr in Anspruch nehnen. Im Frühjahr 1918 erkalten Enhlcnrd und Frankreich mir 40 bis 60 Prozent der Mengen, die fie an ?Nunitvon imd LebenÄnitteln notwendig haben. Dabei jst zu.beacksten, daß bei allen. Bevechrrungen dos Schiffsraums für Englan.d und Frankreich bereits mit dem deutschen gekaperten Sclnifsranm «und d.ni Nenbanten in Anverika gerechnet ist. Tie Höhe der letzteren wird im günsrigen Falle auf 125 000 Regi-sterronnv, stn Monat ni'^emnmnen werden können. Wie will da Amerika Transportmittel aus der Welvwrmage decken?" Die Lage in Ruhland. Die Kämpfe um Ldefla. P e t e r s b u r g, 20. Dez. iWTBs' Meldmig der Pewrsburg«' Telegraplienagenttir. Ter Berickisersdatto)' des „Dien" teleg ravhirrt Tie Kämpfe um Odessa geben weiter. Unter denr Druck der Vertreter des Panzerkveuzers „Sinope" iuld zweier Kreuzoc, frü- auf seiten der Bolschewiki stellen, nahm die Sitzung aller mu^lnrgrr^ Organisationen eine Enrsckstietzung an, nronach die gesamt-, !>'-ewast in die Hände der Bolsck«wiki und der Rada übergehr. KriegSzttftand in Petersburg. Petersburg, 20. Dez. (WTB.) Reutermeldung. Zu P < > ters b urg wurde der Krie gs zu stand erllärt. Alle Verfam«. langen asch den Straßen sind verboten: alle Plünderungsverfuch- werden obne vorherige Warnung mit Maschinengc-ivrbren unterdrückt. Niemirnd darf nach 8 Uhr abends ohne l^esoirdere Erlmtbni- die Straßen betreten. Die Wahlen zur verfaKnnggcbenden Versammlung. Petersburg, 19. Dez. < WTB. - Meldung der Petersburger TelexsiM-ben Agcnttir. Der Ausschuß füi die Wahlen zur wx^ sassunggebenden Berscunmlung bringt Angaben über die 365 Mi! glieder'. Bon diesen sind 105 Bolschewiki, 192 revolutionäre Sozialisten, 2 Menschennki, 8 ukrainische R^-vvlntwnare, Sozialntru und Sozialdemokvnten sowie 11 Kadetten. * las dem leichr. Bimd^sratshe-chlüsse. Berlin, 20. Dez. -(WTB.) In der heungrn Sitzung des B u n d e s r a t s wurden angenommen: Entwürfe: einer Bekanntmachung über die Geltendmachung von Ansvrüchen von Personen, die ihren Wohnsitz im Auslande haben: einer Bekanntmachung, betreffend die Fristen des Wechsel- und Scheckrechtes für Elsaß-Lothringen; der deutschen Arznei- taxe; betreffend die Aenderung der Bekanntmachung über Säcke vom 27. August 1916; einer Bekanntmachung über die Wiederherstellung der Lebens- und Krankenverschernngen: über die Ausprägung von Denkmünzen anläßlich der Goldenen Hochzeu des Königs und der Königin von Bayern: über die Ausprägung von Denkmünzen anläßlich der Refor- mationsfeier 1917; über die Gewährung von Reichsmitteln zur Unterstützung der mindebemitrelten Bevölkerung zweck.- Kohlen: betreffend die Ergänzung der Bekanntmachung vom 10. Mai 191 Silber die gewerbliche Verarbeitung der Reichs münzen usw. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" teilt mir, daß die Meldung, daß Staatsminister Tr. Delbrück an den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk teilnehmen werdtt auf Irrtum beruht. « Berlin, 20. Dez. (WTB.) Die volkswirtschaftUchc Abteilung des Kriegsernährungsamtes hat sämrluÜL Kriegswucherämter der Landes-, Provinz- und Be zirkspreisprüsungsstellen telegraphisch ersucht, die Preise für Weihnachtsäpfel und Weihnachtsgebäck einer Prüfung z« unterziehen. J^krat bk weihevolle Stimmung unseres innigste nt md tvau- Fesles selbst den m'tchbwnstm Psstlister unwidrrstchlich in ttwm Bann ;ucht, um mimd stärker nmß dann nickst der Zxnrber des WeÄmcktSsestes auf die Dichterseelen wirken! Ten Dichtem ift die Feiern«äst Mw Lynrlwle geworden, darin mit dem Vertrautesten sich das Geheinmisvollstt verband und in dem Enqsten und Nächsten das Weiteste spiegelte. Dü' ^veihnacknen unserer Dichter stellen jo gleich,am eine gesammelte und erhöhte Form der deutschen Christstzier vor. und es hat einen eigenen Rtstz. i'c<* Dickster -zu Dichter sckweirend tzar beobach en, wie sich ihre Wejlmachtt' tzerer im Wandel der Zeiten geistaklet har. Am Hir-schgral^n zu Frankfurt, >vv der ,,mge Wvlfgang Goethe l>ermrwuchs. gab es all jährlich eine stattliche WeihirLclstsies'ch.-rung; freilich saß, inan noch rnckvt nur den Tannerrbamn, lstwumi, denn den kannte man damals Mu Fmnttnrt nickt, ivvhl abxr brannten die Wachsstöcke, man schnmuste März-ipan und anixnv L^kereien, nste sie Frau Ai'a mich u !, irster al!,älnru )n Weil/'achten ilnem .Hätschelbans schickte Zuckern»err suche ,re selbst aus. „Nun nnrß ich diesen Mittag selb,t zum .^ondstvr, um das Zuckerwerk Mrszufuchen. denn übermorgen gebt der letzte Pvstwagerr vor Chri'sttag ab", so heisst es tn einem ihrer Brie re. ^Jänn und wo Gt.xchi^e den weihnachtlichen: Tccnrrenbamn keimen gelernt hat, lässt sich nicht mit Sichnlieit ^g.n: m Wetzlar, wo er mit Charlotte Buff und ihrem Dräutigarn Dmner zusammen das LlKilTmrchtssest beging, brarmten sicher die Ltchter ich-vn am Tannenlrmrm. deim die berük)mte Äkelle in, „Werthec-' widerst', wo twn dein äufgeputzlen Baume mit Dachs-- ItcM'ni, 8nck:nverk und Ackpfeln die Rede ist. der die Kinder 7N paradlesisüv Erstickung versetzt, geht auf die Weistarer Zeit Urrück. Für Goetbe fafam der Weilmachtsbaum nie die Bedeuttmg, me er später erlangte, da sich cur ihm keine Kindbeitserirmerungesk vnwsten: aber gerade durch die Stelle im Werrüer hat Goethe weieirtlrch dazu bergettagen, die schöne Sitte in Deutschland zu verbreiten. Welch tte>n Eindruck die Wetzlarer Feier der Weih- nacku aus ihn gcnmcht hatte, zeigt sein Frankfurter Weihnachts- brres an Kechlers aus dem Jahre 1772. „Als ifh ärber den Markt ging und die vielen Lichter imd Spielsachen sah. dacht ich an Emh und merne Bnvens, nne Ihr ilmen kommen würdet, diesen Augen- C bnnmlstcher Bote mit dem blauen Evangelio, mrd wie mrfgerollt sie das Buch erbauen werde. Hätt' ich bei Euch sein künneu, rch hatte wollen so ein Fest mit Wachsstöcken illuminieren bau tu den ttetnen Köpfen ein Widerschein der Herrlichkeit des Hrinmels geglanzt batte." Scknller sah in seinem Elternhause N. ^'chnacksteti auckr keinen ^annenbanm: die äußere Feier des Ehrisstestes inag mit der des sungm Gttethe große Aehnlichkert «gehabt haben; ent später. nwhn'ck»einlich m Dresdert. lernte er den Zauber des Wcibnachtsbartmes kennen. Später — 1793 _ bat ihn sein Jugendfreund Hoven einmal zu Weihnacksten besnckst- L-cknUer hatte damals noch keine Kinder, hatte sich al>er dennoch etnnr Wethnacht-^baunl ausgevtrtzt und mit allerliand Leckerwerk behängt Zur Erklärung sagte er: „Ick erimtere mich meiner Ktndhett und treue mußt, die Fretrde meines Sohnes zu antizö Meren. Der Mensch ist mtr einmal m seinem Leben .Kind, ,rnd er S?J J tr ben ' ^ n ^kine Kindheit auf ein anderes fort- geerbt hat .. .fnt ZÄNsrS Md G«th^ Tagrn jft aNmMich in den Mit«, ömrtt der 2BeiI;iintf:li>fetcv 1*1 Wrih-nncht^barmi Tdeodvr v^ttrrm bffloitJi iml mrrrr Writz»mt«^irr inir man mit t>belttt5. als Kisten packen trnd Pakete wachem: Wethnachtsbriefe werden zu dem „nvig umgett Kind he its feste" V nmn „ ^ ,alle Welt gesckticL. hie „breitästtge, zwölf Fut; hohe Tcume ^ücl,t lange vor hem Feste bereits int grosztnz Zimmer, mtd 'ür -sch'.nnck wrcd angebracht: der goldene Märck-en. zwe:g. d^' Lrauben bü ck ic des Erlenfamms, große Fichtenzapfrm und em paar lebmsgwf.e ä-ceit^h cäbtt (atts Paprermasckiee) flam- mmt infr an. wahrend zwn Rv^hbüen neben ihrem Nest mit Ctnm un Tannengrün sitzen. Tie arckommenden Pakete mit Pfeffer» twini, Marz.^-rn inro anderen teeftent Dingen müssut atuwarft werdett, bk Gesckretcke, häufig Bücher mü denen Sdvrm unter a idevcn mch sch selbst besckstmtt. werden besorgt, und trenn endlich der Weih «ckststag da ist, geht «?S erst m die Kirck«. um zu „hören, toas unser' Pastor sagt, die Krcker singen mehrsttmmig. die beiden l>ol)en Tannen am Altar brermen. Das Gehört dazu, Darrn bremrt der sck>önere Baitm zu Hause". Nach dem Alvndessen kommett die Vertvandten. und ma.n besästießt dcis Weihnachtssest mit „einem Glas nordiscl)en Punsche". Eine gewisse Aehnlickkeit mit Stvrin weist Seidel hei sein,er Weihrtachtsseier auf: auch er schmückt selbst den Taunenb»rum mit g-coßer Liebe und entzündet die Lichter eigenhändig: es müssen Lichter aus reinem Bienenwackrs seiit, itichk solch- aus Kuttstwack-s, das „nach fünf Min titelt kein Mckgrat meln l>,rch utkd tvie ein betrurtkerter Jockei aus dein Zweige sitze"; als besonders verwerflich stellt Seidel es dar, daß cs Leute gibt, die Ätcarinker'zen gcbrauck>en und dem Buum Lichter halt er in den Stamm bvh.en. Jst der Baum bei Seidels mit Schmuck und Leckererem crusgeptitzk. so beginnt die Be- sc^ierrmg: lehrend die Mutter Wrthrrachtslieder spielt, sitzt der Dichter schoeigend im Lehnstuhl. Plötzlich öffnet sich die Tür, und es slnigt ein .^Julklapp" herettt, ein Ueberrasckiungsgeschmk. Und wenit die Lichter am WeihnachtsSb.ru me verlöscht sittd. hält Seidel nock) eine kleine Nachfeier ab: er nimmt feine Kinder an die Hand und geht mit ihiten dttrcb die stillen Sttaßen, um durch die Fenster die fremden ReikinachtÄstlttme glärczen zu sehen. .. * * Eine Mercator-Karte vor Mercator. Das Jahr 1569, in dem die Weltkarte Mercators erschit-n, aus der zum ersten Male die Mercawr-Projektion angewandt war, k)at für die Geschichte des Kartenwefens große Bedeutung, ja es gilt als das Jahr der Reform der Landkarten. Professor Dr. Trecker (Dorsten) hat nun jmrgst eilte Arbeit über den Nürnberger Kartenzeichner und Kompasvnacher Erhärt Etzlanb veröffentlicht, in der er den büttdigett Nack^oeiS führt, daß um das Jahr der Geburt Mercators (1.512) die Mercalor-Projektion mit den wachsenden Breiten bereits bekannt war. Professor Ernst Hammer ^Stuttgart) fasst in „Petermmcns Mitteilungen" die Dreckersche Beröfsent- lstchung krittsch zusammen. Dreckr hat nachgetoiesen, daß von Erhärt Etzlaub, der üvrtgeirs in der Kartographie wohlbekannt ist, ein Kompast stammt, der aus dem Jahre 1513 dattert ist. Unter Kompast verstand man tragbare Sonnenuhren, die mit Bussolen verbunden waren; gewöchrlich handelte es sich dabei nicht um eine einzelne Soimenuhr, sondern um verschiedene, miteinander kombinierte Snsteme. Das JnstrumeM aus dem Jahre 1513 zeigt mm auf der Außenseite des Deckels eine Karte, du vom Aeguator bis zum Polarkreise reicht: ihre Länge geht vom Meridian des Westrandes von Asrika auf ettoa 60 Grad gegett 0 Grad: Süden ist bet ihr. wie auf allen Karten Etzlaubs, oben: links und rechts am Kartenrande sind die Breitengrade mtgegeben. von fünf zu, fünf beziffert, und zwar zeigen diese Breitengrade die für den Mercatorenttvurs eriorderticken Vergrößerungen verhältnismäßig gencnt. Aus der Karte sind 132 Städte- und Jnselnamen eingetragen; sie diente als graphisches Berz-eichtris der Polhöben. Warum mm hatte sie die Bertgrößertmg der Breiten? Für ein Pol- böhenverzeichnis ist dies ganz tmnötig. Die Erklärttng für diese Mlsfällige Tatsache ist wohl, daß e§ sich hier nicht um die erste Anwendung dieser Projektionsart handelte, sondern die Karte war nur die Kopie emer anderen, die zu anderen Zwecken eTttworten war. Nun findet sich bei dem Instrument die Jahreszahl auf der Uhr, nicht aber auf der .Karte, so bafa es möglich wäre, daß die ^arte später, also nach 1569, hülzu gefügt ist: dagegen sprechen die Gletcharttakeit der Schriftform bei Karte und Ubr, und völlig entkräftet wird dieser Einwand dadurch, daß Trecker eine «rnderc Karte Etzlattbs nachgewiesen bat, die die Meroator-Prviektion ebenfalls anwendet und vom Jahre 1511 dattert ist. Sicher ist demnach, daß nmd sechs Jahrzehnte vor Mercator« fötrte die Verarößerung der Breiten bereits bekannt war: daß Etzlaub das Verfahren erfunden hat, läßt sich nicht mit Besttmmtheit be- haupten, und mss alle Fälle bleibt es schwer verständlich, warum das Proiektwnspersahren nicht bereits im Anfänge des 16 Jahr- ^derts stch werter verbreitete und wie es bis'zu Mercator m voutge Dergesienheit ^n-atett kormte. Der Brand im s chleswiger Stammschloß, des Er raren Ntkolaus. Uns wird geschnebm: Bor wMigc^ 1 Tagen ist Schloß Javotschin im Posen scheu mit seinen Kunstschttm ^ abgebrannt, da kommt aus Schl c-wic^HwIstem die Kunde, dsf Sckstvß Gottorp, eines der ehrwürdigstmt Schlösser unsnrr Nord mark, von einer Femrsbrunft l-eimgesucht wurde. Schloß Gvttorv, Ech >Gvttvrf ges!äh:ieben, liegt aus einer .Insel der Schlei, die durch zwei Dämme mit der Stadt Schleswig verbunden ist. Dar Schloß war ursprünglich Bisckzoßssitz. dann Residenz der Herzöge luich von 1713 an der Sitz der dänischett Statthalter. Seme gegenwärtige Größe dankt der Bau düm König Friedrich IV. wrt Dänemark. Seit 1850 wurde er teils als Kaserne, teils zu Buraau- zwecken von der Regierung benutzt. Ueber dem stattlichen schloss« lag ein Sckmtten fml/mr Herrlich'^öt. M ifl die Wiege des gleichnamigen Fürsbeirgeschleckzhs, aus dem die Beherrscher des russischen Riesenreick-es kxnvvrgegangeu sind. Jedenfalls ist es ein eigener Zufall, daß just, j.n dem Jahre, in dem das russische Zarentintt zusccmntenbrach, auch sein Alpten schloß der Vernichtung anheillb- siel. Einen letztzen Albglanrz- einstiger .Herrlichkeit blieben m Schs)ß Gottrop die prack?rvvl!eit Holzsclmitzervven im Renaissancestil, der in der Schboß^Lpelle erhalten geblieben Md zu den schönsten derartigen Arbeiten im ganzen Os^iegebiet gerechnet wurden. vüchettisch. — Cvtta^sche Handdtbliothek, Hauptwerke der schonen Literatur in billigen Einzelausgaben. Nr. 197—202. Preis 40 Pf. bis 1,60 Mark. Verlag der I. G. Cotta'schen Buch» Handlung Nachfolger, Stttttgart und Berlin. — Gottfried Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe"" durfte als die reinste und schönste Liebesgeschickr-te unserer neueren Literatur nicht länget in einer Samtnltmq fehlen, die deren edelste Frück-tt ^reinigen soll. — Freudig begrüßen wir auch eine Auswahl der Briest Wilhelms I. und Msmarcks. Von dem Wesen mtd Verhältnis der beiden großen Männer bietet ihr Briefwechsel ein vollkommenes Bild. Aus den drei Hatiptwerkcn des gnoßen Ethikers trnd Pstzäp logen Friedrich IM hat Wilhelm Börner eine Auslese in dem Bäudckml „Zur treueren Philosophie imd Seelenknnde" wsim- mengestellt, die das Eigenartige des Phssrssvphen und Schrift stellers in deittlichen Zügen hervvrtreteu läßt mrd viele zu eingeltenderer Beschäftigung mit diesen bedeutenden Denferpersön- luftfriten anregen wird. Von Kennern- längst in ihrem Wert erkannt imd lwch geprieseir, werden Th. H. Pautenius' Kurlim- btßch' Geschichten nunmehr in wohlfeiler Ausgabe auckr die allgemeine Anerkennung und Verbreitung finden, die sie verdienen Mit Richard Skowranneks beliebtem Rmwrn aus Masuren ..Ter Bruchhpf" und Graf Gobitteaits farbenreicher Erzählung .Das rote Tuch"" frndet die neue Reihe einen tvertvo-llen AbscÄkiß. — „Walpurgisnach t"", der neue Roman Mey- r l" 5 s, 'Kurt Wolss-Berlag, Leipzig), führt nach Prag, aber mett trr das verfallende Ghetto des „Golem", svnvern in bk alten Paläste. Straßen mrd Türme um deit Hradschin, In vrm welt- alxgetoandceu gretseu Aristokraten dort oben erwachen die Tämomn der Vergangenlseit, und in den Eustrtn erstechen die Ahnen zu nettem Leben. Dte Erreguttg des Weltkrieges treibt Arisuckrattn nne Marler durch geheinrnisvolle Mackste ju- seltsamen Taten. Alle Ereignisse und Persotten werden bewegt urü> zusammen- gehalten dttrch die unheimlick^ (sZestalt Zrcablvs, des Spiegels, rn dessen willenlosem Körper sich Gestalten aller Zeiten manist meten. Xu mgendlichen Hckden des Romans find die Attstv kraten Polhrena, in der das Bild und die Leidenschasteu einer abenteuorltchen Urahne lebendig werden, trnd Dttofc:, der vn- ehelstche Solm der Gräfin ZahradVa, der, durch Ahnungen. PrsM- -eumgeu m\b die Sehnsucht fanattscher Sekncrer getrieben, da-^ norugnim L)ttvmrS von Böhmen erneut. Das Genienfpitt stellen der verknöcherte Leibarzt Flugbell und die bölMische Lieiel. eine alte a.irne, dar. Diese Sektierer halten ihre Zusammenkünfte m dem wmgerturm der „Daltborsta" am Hrädsschin ab, wo auM Polnrena tm5 Dttostar ihre Liel,esAmden feiern Tie Walpur- Msracht des verwirrten Prag endet mit dem Aufstand des Proletariats gegen vir Aristokraten, m dem Zrcatto als Ziska Führer ist wtd -^lto'kars Königstraum sich verwirklicht und znm trägst Wien Ende geführt wird. — Georg Wegener. Der Wall von Eisen und Fener- : ^5 m bague-— Derdun—Somme. 160 Seiten mll 02 Add Morgen. Leidig: F. % .Backhaus. 1917. Geh. 1 W Ans Stladt und Cnnw. Gießen, den 21. Dezember 1917. Sammelvornruudschaft. Neben der durch Ortssatzimg! vom 31. JLiruar 1913 in der ^nLSz~' ri ' urntbe aleichzckbia, alr Erganrmlg, die Stadt. Sammelvvvnrundschast eiugesührt. Wäh- f*-*-. ! x lw ' i. ; iiift uuit lvegeu nur aus die UN der ofpentlrchm Ärmnrpflege imrterg-ebrachtcn Mündel zu erirrecken hat, umtztzt die SalMmclvormimdschast die Minder- Mrigen, deren Verhältnisse es wünschenswert ers-chmn-en lassen bai* ihre filtere neu, uiSbesonderc die AprsprückZe an ihre Erzeuger von reä t-'t.lndiger stelle ans ru vollem Umfange und nacb^rüctlichst uellerch gemacht werben ^ Die MmrdelzaU der Sammelvvrnrimd- ichast t|t seit Krregsausbruch von euva 100 auf rund 310 gestiegen Die Bettelluing erfolgt nach Prüfung der Sachlage durch das Bor- MM^ichastogerrcht Ostesxn (Amtsgerichtsrat Gros) in jedem Falle einzeln. Bei dem ifaiö wachfanben Umfang kann sich die Tätigkeit des Vormundes neben der Wahrnehmung aller vormdgeusrechtlichen Interessen nicht auch noch, ans die Sorge um die Person des Mündels erstrecken. Im Juli 1916 entsandte daher die Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Tarmstadt eine Kreis- Wiege rin, Sckuoesvkr^ Anita Hermanny, zur Ausübung der Klei utiiüx* rfürsorge. Iuzwiscl>en wur beu ihr noch roeitere Fürsorge- züoeige übertragen, so daß, ihr die Aufsicht über alle jenen Rkündel, Omral ihr Wirkungsbereich lockt über den Kreis Gießen hinausgeht. nicht mehr möglich wurde. Man ging daher im 5>erbst dieses Jahres dazu über, Damen aus bürgerlichen Kreisen znzuziehen, die ur der Salnmeloornruindsch.sst in der Wckse tätig sein sollten, daß sie mcht nur die Pflege, Entloickelung und Erziehung der Mündel übecioackKN, sondern auch den Angehörigen oder Pflegeellern her Mündet nach BvnHnren mit dem Vormlund in alten^ die Person des Mündels betreffenden Aingelegenllxeiten mit Rat und Tal zur Seite stehen. ^ Die Aufsicht wird bezirksweise von nachstehenden Damen aus- geübt! ^nt 1. Arnvenpflegebezirk Frau Geh. .tzorat Pv)f. Tr. Go- favius, im 2. Armenpslegebezrrk Frau Lewer Schnöbe! Witwe, im 3. Arnumpileg-ebezirk Fräulefa Berta Korell, Lehrerin, im 4. Ar- meupslegrbezirk Frau Kaufnuanu Krumm, im 5. Ärmenpslegebezirk Fräulein Mcrrgrit BickKer, im 6. Armenpslegebezirk Frau Post- iekretär Dalumer Witive^ Für die katlolisck^i Mündel Frau BanLdirekdw Arnold namens des Eli labet>' .uu-ereins als dessen Borschmd?, neben dec noch tätig lind: Frau Direktor May, Fvau Dr. Mues, Frau Drogist Kilbinger und Frais Bauunternelimcr Schieider. Für die Mmitdel des israelitischen Bekenntnisses Frau Kaufmann fcefe. Für die dNündel bis zum 2. Lebensjahre einschließlich, ohne lttckersched der Religion, die Kreis Pflegerin, Schwester Anita ©emMtittoJ. Da diese auch an der Mütterberatungsstelle teilnimn'.t, konnten für etliche Mündel bereits vor ilirer Geburt die Unterhaltsansprüche, farmt dies nach dem Gescttz zulässig ist. sichergestellt. 22. d. M. bis einschließlich Mrontag den 24. daS große Filmwerk „Du soll st keine fremden Götter haben . . .? mit Albert Bassermann in der Hauptrolle zur Ausführung. Mit einem flotten Lustspiel schließt der Spielplan. Siehe Anzeige. _ _ Letzte Nachrichten (WTV.) GroßesHauptquartier.21. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern blieb bei dichtem Nebel die Arlillenetcmg- keit meist gering. Nördlich von der Stras-e Ypern—Menin trat am Nachmittage erhebliche Feuer steig crung ein. In erfolgreichem Erkundungsgrfecht südlich von Hollebcke wurde eine Anzahl Engländer gefangen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Bei Hyrzach, südlich von Altkirch, fielen bei gelmrge- nem Vorstoße in die französischen Linien 31 Gefangene in unsere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Kerne größeren .Kampfhandlungen. Italienische Front. Siebenmal stürmten italienische Kräfte gegen die von den österreickäsch-ungarischen Truppen in den letzten Tagen erkämpften Höhen rvestlich mn Monte A olone, dreimal gegen den Monte Portica an. Alle Angriffe scheiterten unter sthweren Verlusten. Gleiche Mißerfolge hatte ein feindlicher Angriff auf Monte Solarolo. Lebhaftes Feuer h^elt während der Nacht und am frühen Morgm in ben Mmpfab schnitten an. Der Erste Geucralguart ermeister Ludendorff. Der Rci-chskanzlrr und die Parteien. Berlin, 20. Dez. - (MDB. Nichtamtlich) Ter Reichskanzler empfing h-eutt Nachmittag Vertreter sämtlicher Ne i chs t a g s p a r t c i e n M einer vertraulichen Besprechung üler die durch dein Beginn der Feiedensverhaud- lungen mit Rußland geschaffenen politischen Lage. Der Reichskanzler teilte mät, daß der Kaiser ilM das Mandat zum Abschluß der Friebensverhanblnngen erteilte und daß er den Slaatss-et'retär van Kühl mann als Unterhändler bestellt habe. Der Staats- den Mmrdelmüttern die Wochenbeibil "und den Kindern isekretär des An sw artigen Amtes gab einen lieber^ die ^iegsunterstützimg gesichert werde,:. Obschon die Mündel der ' blick über den geplanten Gärig der zukünftigen Verhandlungen und Sammelvormundschast v-?rnnegenö mittellos sind, beläuft sich das ^ legte die Gesichts pst. fat e dar, von denen die Regierung sich daUt verwaltete Gefamtvermögen aus rund 55 009 Mk., das sich aus leiten lassen wird. Nach eingehender Aussprache wurde die Zu- Tie Kriegs unterstütze mg einschließlich .Kriegs- ! st i m m u n g aller anwesenden Abge ordne ten zu den ■ja - rtV,,j c n- _-..r t ! in den Ausführungen des Staatssekretärs dargelegten allgemeinen Richtlinien se,.gestellt. Mm: einigte sich ferner dahin, daß die nächste Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages am 3. Januar stattsinden soll. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 21. Dez. (WTB. Amtlich.) Wiederum wurden durch unsere U-Boote im Bristollänal, im Aerinelkanal und in der Nordsee vier Dampfer, ein Segler und drei englische Fischersahrzeuge vernichtet, darunter ein bewaffneter englischer tie'beladener Dampfer, sowie der beroassiiete französische Schovner „Le Pierre", der mit Kohlen von Cardiff nach St. Malo untenvegs war. Bei zwei versentten englischen Fischersalw-eugen konnten die Namen fa,tgestellt werden: „Courage" und „Gazelle". Eiiiem nach dem Bristol-Kanal einlauseifaen Frachtdampser wurden mehrere Artillerietrefser beigebrackst. _ Der Chef des Admiralstabes der Marine. 130 M üiidel verteilt N'aisenrei te wird für 74 Kindec erleben. Mit der Einführung der Schutzaufsicht durch die berianmten Damen wurde bei der Sammel- VvrnriindsckZast eine weitere Nenierung getroffen. Tank hochherziger Ammidungeil seitens des Herrn Laudgerickstsdirektorsa. T. Bücking, der Gießener Kindrr'fürsorge und der Gewerbebank Gießen ließ sich kür di^ in Gießen unter gebrachten Mündel bis zum 14. Lebensjahr eine Mäl':!achtsbescherung ermöglichen. Jedes Kind erhält neben Weihnackstögebäck nsw ein seinen: Alterund Ge ch'echt entsprechendes Spielzeug oder dergl. Tie Bescherung erfalgt durch die einzeluor Aussichtsdam-en. * ' ' m Fahrplan Gießm»Kassel sind eprige Aenderungen err^ ckreren. Wir verweisen ans die Bcurnntmachung der Eisenbahn- dircktion im heutigen Anzeigenteil. **AlbertBassermannimFilm! Im Schwarz- Weiß-Theater, Scltersweg 81, gelangt ab Samstag den Berlin. 20. Dez. (WTB. Nrchlamtlich.) ^kürzlich wurde im Golf von B i s c a y a aus einem G e l e i t z u g em 5 0 0 0 £, o n. ^ neu großer tiefbeladener grau gemalter Fracht dampfer hcrausgesch offen. Tarain enpland un i ;clntiuß ein wildes Durcheinander, die Dcmrp'er eröftncten au! da- seknoyr ein aufgeregtes Feuer, ohne einen Treffer zu erzielen. piiiaf Torpedo in der Mitte getroffene Dampfer füllte sich schnell mrt Wasser und kenterte nach vier Minuten, dabei rrß er me in r.ee (die dem Winde abgekelwte Seite des Schisses)^ liegenden Rettungsboote mit in die Tiee: ein neuer Beweis dafür, daß viele Berluwe an Menschenleben bei Schisfsversrnkungen auf die eigene unQtityifc lichkeit der Besatzungen zurückzuführeu ist, weil sie sich nrcht schnell genug mit den Booten vom sinkenden Schisse entfernen. J-apan rüstet! Petersburg 19. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersb. Telegraphenagenttrr. Eine Meldung aus Wladiwostok vom 18. Dezember bestättgt, daß die Japaner, keine 5Vieindseligkei ten begonnen haben. Sie versuchen aus jede Weise geschäsiliche und Handelsbeziehungen zu unterhalten, dn toegen des großen Rubelsturzes und der verschiedenen Verteidig gungsmastnahmen gleich Null waren. Vom nächsten Januar ab beginnt Japan mit der Ausführung ungeheurer neuer t läne, die auf die Vervollkommnung der Land - und ee streit kraft hinzielen. Das Programm sieht eine Erhöhung der Menge und der Stärke der militärischen Einheiten? vor. Die Gebirgsartillerie wird vermehrt, die sich im gegenwärtigen Kriege als eine besonders wertvolle Waffe erwiesen! hat. Es werden besonders Automobil- und Flugzeugverbände geschaffen. Die Japaner ke:men aus Erfahrung die Verwendung erstickender Gase und die Abwehrmittel gegen solche Aügrisfa, Ans diesen Vorbereitungen geht hervor, daß Japan besttmmt den gegenwärtigen Krieg in Europa nicht als einen Ausbruch deS Militarismus ansieht, der endgültig von selbst zu Ende geht. Im Gegenteil vervollkommnet Japan seine Streitkräste unb rv weitert sie, um sich seine Stellung unter den Völkern der Erde zu begründen. Aus dem englischen Unterhaus. Rotterdam, 20. Dez. Ter „Nieuwe Notterdamsche Courant" meldet aus London: Tie liberalen Blätter üben viel Kritik an der Balfour-Rede. Ter Parlammts- korrespvndent des „Daily Chvonicle" schreibt, Balfaur habe übev die Kriegsziele nichts gesagt mtb /eine Zuflucht zu unbestimmten. Allgemeinheiten genommen, und Uila hinter den Präsidenten Wil- fan verschanzt. Tie Debatte sei durch Sir William Collins mit einer Rede eröffnet worden, die sowohl wegen ihrer Gesck-icklichkeit als auch ivegen ihrer Mäßigung und Beredsamkeit bemerkenswert war. Balfour habe jie vollständig ignoriert und sich ganz aus Ponfanby, den er offenbar wegen seiner pazifistischen Bergan ge kt- f/etr als eine geeignete Beute betrachtete, gestürzt. Es sck^bemer- kvnL.'vert, daß in der Debatte eine Anzas/t von einflußreichen, Abgeordneten, denen man ' Pazifismus duvckchuS nicht vonverfen könne, von der Regienrng allen Ernstes eine nejic Feststellung der Kriegszckle verlangten. hatten tvaraitT gedrungen, datz oas turaomett steü'en fntpena; stischeu Ehrgeiz fallen lasse und an Englands ursprünglichen, uneigennützigen Äriegszrelen fasthalten und die Idee des Wirtschaftskrieges nach dem Kriege ablehnen möge. Sir Edward Car son wurde dem svorrespondent« des „Daily Chronicle" znfalgc scharf bekrittelt. Es ^wurde bemerkt, daß einzelne Redner Carfans Erklärung, daß Deutsch- lmid, ehe über den Frieden verhandelt wird, seine Armeen nach dem rechten Rheinufer zurückziehen müßte,. zu tragisch aufsassen. Tie Bemerkung Earfans sei nicht so sehr seine Unfältigl-eir als Staatsmann denn auf^ sewve geographische Ungebildetheit zurückzuführen. Der Korrespondent dee> „Dailu Chronicle" sagt ferner, daß Pringle eine wichtige Rede gehalten habet aus die der eine oder der andere Minister hätte antworten müssen. Pringle habe an die Regierung deutliche Fragen gerichtet. Er habe die Minister gefragt, ob sie nicht Anhänger des Völkerbundes seien, und was. wenn sie das seien, Carfan ,mit dem sich falbst genügenden britischen Reich und mit den leindlichen Tarifen Inn wolle, die zu einem Wirtschaftskriege! verwendet werden würden. .Pringle fragte, ob die Regierunz den Aussass'unAN des Präsidcnden Wilson und denen des Sir Edmard Carson zu stimme. Schöne 3 8im - \ er-Wotra. mit Küche, Gasuuschluß und fansttgem Zubehör von rrrh. Fa ilitie sowrt zu mieten gesucht. 'üngeb. unter 080t0 au den Gieß. Anz. Heia sucht oiübL 1km. S chr. Angeb. m. Preisangabe unter 08010 n. d. Gieß Anz. 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Klasse nach 11 monatiger treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 19 Jahren auf dem Felde der Ehre gefallen ist In tiefem Schmerz: Familie Wilhelm Walther nebst allen Angehörigen. Beuern, den 19. Dezember 1917. 07996 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Al* blühender Jüngling zogst du hinan*, Verließt deine Lieben, dein Elternhaus. Noch sprachst du als du von uns mußt geh n: .»Lebt wohl, wir werden uns Wiederseh n . Doch nun ist es ganz anders gekommen, Zu früh hat der Tod dich hinweggenommen. Es sollt nicht sein, daß wir uns Wiedersehn. Du treues Herz, nun ruhe sanft im fernen, weiten, fremden Land; wer dich gekannt, so treu, so brav una schlicht im Leben und Beruf, vergißt dich nicht Am 30. November starb unser treuer Schulkamerad, der Füsilier Heinrich Lüdge nach 17 monatiger treuer Pflichterfüllung nach kaum vollendetem 20. Lebensjahr den Heldentod fürs Vaterland. Die ^ehalhatneraden. Lang Göns, den 20. Dezember 1817. Ehre seinem Andenken. 0MS Schlicht und einfach war sein Leben, Treu und fleißig seine Hand, Und so wollt er we'ter streben. Muß nun ruh’n in Feindesland. Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die tieftr&üriga Nachricht, daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seines einzigen Söhnchens, mein guter Sohn und Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Res. Gefr. Philipp Pfaff in einem Infanterie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse am L Dezember nach 40monatiger, treuer Pflichterfüllung im Alter von 90 Jahren den Tod für »ein Vaterland gefunden hat In tiefer Trauer: Meline Pfaff ged. Bechthold nebst Kind und allen Angehörigen. Launsbach, den 20. Dezember 1W7. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung, (10021 Todes-Anzeige. • Verwandten nnd Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, dass unser einziger, unvergesslicher Sohn, unser Enkel und Neffe Friedrich Pfaff in seinem Dienste auf der Eisenbahn in Dillenburg in seinem 17. Lebensjahre jäh von uns gerissen worden ist. Die tieftr&uernden Hinterbliebenen: Friedrich Pfaff und Frau geb. Kutscher Heinrich Kutscher und Familie. Lollar, Bersrod, den 20. Dezember 1917. Die Beerdigung findet Samstag den 22. Dezember, nachmittags 3 Uhr, in Lollar statt. 99997 Es Ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat. Muß scheiden. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser innigatgeliebter, unvergesslicher ältester Sohn und Bruder Musketier Ernst LudwigMüller in einem Reserve-Infanterie-Regiment Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille, eingereicht zum Eisernen Kreuz II. Klasse in seinem 23. Lebensjahre den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Adam Müller und Frau Susanna geb. Arnold Jakob Müller, Kan. im Feld-Art-Regt Nr. 27, z. Z. auf Urlaub in der Heimat Gretchen Haas nebst allen Angehörigen. Steinbaoh, den 20. Dezember 1917. g ?«4 Die Gedächtnisfeier findet Sonntag:, 23. Dez . abends 7 Uhr, in der Kirche zu Steinbach statt. Danksagung. Für die uns bewiesene herzliche Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter sagt herzlichen Dank im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: L. Steinmüller. Gießen, den 19. Dezember 1917. . Leitung: Hofrat Hermann Stolngoettar Sonntaa. 2S.Derdr. 1917, nachmittags 8V« Uhr: Kinder-Borstellirng Der Lügenpeter tn 07982 Nach erfolgter Uebersühnmg findet die Beerdigung unseres lieben Sohnes IHusf etter Heinrich Urbach am Samstag nachmittag 3 Uhr auf dem Reue« Friedhof statt. 9s» Stomitfe Karl Urbach. Gießen (Ebelftraße 26), den 21. Dez. 1917. Die feit 1. Ronrmber zwischen Trier—Coblenz — Giehrn—Taffel—Berlin Friedrichstr. auSqesallenenMilitär- urlauberschnell-üge 123 und 124 verkehren ab 18. bzw. 21. Dezember wieder bis auf weiteres täglich tn nachstehenden Fahrplänen und sind -wischen Berlin und Trier in beschränktem Umfang für den Zivriverkehr sreigeaeben: U 124 iverkehrr erstmalig am 18.12.i Berlin—Friedrich- strasie ab 702 vorm.. Cassel ab 333 nachm., Marburg Gieren ab 022, Wetzlar ab W. Wetlburg ab 708, L'mburg vb 7«, Die- ab 7H Bad (§mS ab 822» Nieder-Lahnstein ab 8§ Toblen- ab 912, Trier an ll£* nachtL. 123 verkehrt «erstmalig am 21. 12), Trier ab 64§ vorm^ Coblen- ab 926, Nieder-Vahnstein ab 9 s, Bad Ems ab 958, Limburg 10n, Weilburq ab 11 »5, Wetzlar ab 1147, Gtetzeu ab 1232 mittags. Marburg ab 1H Cassel ab 3". Berlin Friedrichstr. an 1122 nacktS. 9238i Frankfurt a. M., den 2L De-einber 1917. Königliche Eise«bab»birektton Frankfurt (Main). LIF8IO8H0HF Am 2. Weihnachtsfeiertage großes Militär-Streichkonzert ausgeführt von der Gamisonkapelle unter der persönlichen Leitung des Musikleiters Herrn B. Herrmann Anfang 4‘/* Uhr Anfang 4 1 /, Uhr V<*rl«ren vvn Wilhelmstr. — eisernen Steg — dis Bahnhofvor8Uhr früh?sriOwvtuia1s. Inh. über 40 Mk.tdar. 8 Scheine ä5 fült). Ter ehri. Finder w. geb^ dasselbe gegen xat« Belohnung ab-ug. Bleichstr. 2, 4> ._^ Erfahrener Lehrer erteilt Unterricht in allen Fächern. Schristl. Angebote unter 08017 a. d. Gtesi. An». Cme *11 irfir» kann un* Grube ^mgeltttch abgefahren werden 92d4 Kaiser-Allee 1. Gin Schüler wird noch in Pension genommen. Schristl. Angebote unter 9240 an den Giehener Anzeiger erbeten. Weihnachtsmärchen 4 Bildern von F. Becker. AbeudS 7'/, Ubr: Singspiel in 3 Akten non Schubert-BeE Siilelnlan «er feirim: 1. Jeiertaa, abends?'/, Uhr: MMMStim! Tragödie in 3 Akten von Schönherr. 9280 c 2. Feiertag, nachm. 3V. Uhr Meine Ken, die SsMlmsßikltm Lustspiel in 3 Akten von Moeller und Dachs. AbeudS 7',. Ubr: Singspiel in 3 Akte« von Svangendera. ».Feiertag. nachm. 3V, Uhr. Kinder-Varftellun- Der Lügenpeter Weihnachtsmärchen in 4 Bildern von F. Becker. Abend- 7',, Ubr: i StahSkammer. Die in meinem serrer- und diebe-fichereu Ge. wölbe neu eingerichteten eisernen Schrankfächer sind sertiggestellt. Ich vermiete dieselben zur Ans. bewahrung v. Wertpapieren,Dokumenten usw., je nach Größe zum Preise von M. 3.50, M. 7.- und M. IO.— da- Fach pro Jahr; auf kürzere Zeit nach Vereinbarung. Philipp Jockei, Bankgeschäft, Grttnberg L H, 9253 0 Bekanntmachung. Durch Befchluh des Llreioausschusses Gietzen iü der Metzger Gustav Trinkaus in Giehen als unzuverlässige Person vom Handel ausgeschlosien und die Schltegung des Getriebes angeordnei worden. Das aus die bei Metzger TiinkauS für die laufende Woche erfolgten Benellunaen entsa.lende Fleisch wird von ^ Metzgermeiiter Schreiner, Seltersweg Samstag den 22. d. M. während der üblichen BerkaufS» stunden gegen Abgabe der Besrellauswetfe auSgegeben. Gieken. den 20. Dezember 1917. 92488 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Die Unterzeichneten geben hiermit bekannt, daß ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume am Montag, 24. Dezember 1917 für jeglichen Verkehr geschlossen sind. Gießen, im Dezember 1917 Sank für Handel und Industrie, Niederlassung (Siegen Mitteldeutsche Lreditbant, piaie sieh«« vezirtssparlasje Eiehen - varuch Strauß Nachs. »131 v Hl. 3 )0 Zweiter Blatt Eichener Anzeiger (Senerai-Anzeiger für Gderheffen) Zreitag, 2t Dezember i9U Au» Sfavt und Land. Gießen, den 2t. Dezember 1917. Etliche Perionalnachrichtcn. Ter Gr-Kherz«g am 19. Xe^unber b. beit £xmpt] teu ; ecaniit^lk>ntr) 0 'Ueui beim niptfteuetamt SÄsrnis Ctzrricurn Chrislvph S-lwuairnshousen »u w-A'» M-ichwachter Gc^rmdheit in j», 9tutje,t«.icb versetzt imbtwn ertirtanot*«|t|taüm bei teer ALK.-i1.arg für öauioefat des 4Rimi*uumj 6er ,'riee^k 'l^miterictvctn a>i fOiantn Stcffun tum < 2 kiLtS^>L>buchst,hrer t-mnimt. Kerver tat der Glvbtarzvg am 19 T«».d.J «ne bii au-a pitajxtat Gustav Situ« et mtb Cvttlreb Franl (Ut4 lärmItflbl luiü «Yluit Bdrugvlld au» Over-2„grllicim zu SjouptlUaictamtsJaijntauen, den ®umrua)tiftnrteu fioi »er Bu.1»- hdtim d-S Mmiidernuns der ^.muten M^ci].-enaleevis«>r August -»lcr -um svaQtlm»7n 'bontunflkaruteu der ^tacu^chiulbeit-Per- jwrftoifl mit beiit ^nrtötitd „Buck^lder" inib bte Futauzchptran- toi Vickuw Butz aus Wörritadt mtb Karl Walter aus Tarnt swdt zu O^rE'ungSDwis!t>reu bet der II. JnAftLaturabtcftlung der Ober- rechmm^iammer ernmrnt. un ge n. Mü dem Preuß. Verdienstkreuz HÜ • W Jr-r )v } [Xbcn ausgezeichnet: Oberbahuajiisteut Karl D<' -l. brr EffetibalTn-ttutera>fiftetiten Mlh. 5 u f>, Heinrich Schal M. Eberh L.chm id t, Telegraphist Becker, die Weichen- ffMÄt; 1 ä,®“ 1 '* 1 * -» B-rage des Bedürfnisses ist rn wohlwollendster Weise ohne jede Gnghe^igkeit zu prüfen, um die Wiederverheiratung zu erleichtern, peinliches Eindringen in die Prioatverhältnisse. namentlich des BrauttgamS oder eines Ehemannes, ist zu vermeiden. Es wird von der Forderung eines bestimmten Verwendungsnachweises im einzelnen abgesehen. ES genügt, lvenn eine nützliche und zweck- oteitlick^e Venvendung der Absindnngssumme, selbst erst für später, gewährleistet erscheint. Die bewilligle Summe gilt als Vorschuß mr den Fallj, daß späjler eine geietzliche oder anderwette Rege- «"lg der Angelegenl>eit mit rückwirkender Kraft eintritt. DieS lchuestt die spätere Nachzahlung der Nestsumme Glicht ohne weiteres anv. Wenn der Ehenuriru sich jgux Zeü der Verheiraturtg mit der Kriegerwitwe im Heeresdieitste befindet, so soll dies an sich kein Grund für die Ablehnung des Bedürsnisses sein. Es empfiehlt Nch aber daun, einen angemessenen Teilbetrag des Geldes bis zur ^ückkehr des EhemanrteS aus dem Felde für dessen Wtrffchtlsts- bcdarf beim Uebergaug vt die FriedeuSverchältirisse sicher anzulcyett. . D as Kreisbla lt enthält Verordnungen über: Verkehr mtt Saat- und Steckzwiebeln. Aufbringung der Schweine, Verkehr von Schafherden, Transportstörungen, Einfärben vou Mckitärtuckien, Versorgung mit Petroleum. Walnußernte Mehlsäcke, Herstellung von Dauerware, Anforderung von Strickgarn, Feldbereinigung Lang-Göns. ** Die Tinte wird teurer! Wie olle Gegenstände des täglichen Bedarfs, hat auch die Dvtte eine wesen tltck>e Preissteigerung erfahren. Infolge der Knappl?eit an Gallussäure und Tannin haben mehrere Fabriken beretts ihrot Betrieb ganz einsbellen müssen, die übrigen haben die Pitemse von 1,80 Mark prd Liter im Frieden aus 4 Mark erhöht, uitd dürfte vom 1. Januar ab eine wettere Preiserhöhung eintrewn. Die FabnLinten be-, grü'nden die Erhöhung mit der allgemeinen Steigerung der Preise für Materialien wie Kvrke, Flaschen usw. r tRsi*44iUd sßw7fcx' : i v-wfytiAi' Die Eoldankausstelle fit den Räumen dcr vezirts'partasse Gietzen ist morgen vormittag von fO bis t’ 1 ,. Uhr geöffnet! Landkreis Gicben. -s- Bersrod, 21 .Dez. Dem Schützen Karl Gerhard wurde zum Eisernen Kreuz die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen. B. Großen-Buseck, 21. Dez. Christoph Nikolei, Sohn des Zigarrenarbeiters Nikolei, erhielt die Hess. Tapferkeitsmedallle Das Eiserne Kreuz besitzt er schon seit längerer Zett. & Sleinhei m b. Hungen, 21. Dez. Mrt dem Etserneu Kreuz wurden ausgezeichnet: Wehrmalm Otto HO'luann ll.. Krankenträger in einer Sanitäts-Komp., und Wehrniann Jttc Hofmann III., Fahrer bei einer Munitions-Kolonne.. Kreis Friedberg. G. Bad-Nauheim, 20. Tez. In der gestern abgehältatett Stadtver-ordnetenoersanlni l ung wurden u. a. sv-lgende Beschlüsse gefaßt: Ter BertSl-rskommissivn wird ein Zufchufz voit 2000 Mark bewiUigt. — Für kleine (^eländeabsÜMtte tm Feld- bererirignngsbezirk 2 wird ein jährliches Pachtgeld pon 5 Pfennig für den Quadratmeter.festgesetzt. — Tie K'oüen für Herstellung des BalmlwfsPlatzes nebst dmschlußstrasteit werden in Höhe von 5638 Marl bewilligt. — Für Herstellung eines Gasofens uno verschisdener baulicher Veränderungen im Gasloetck werden ms» gesamt 21900 Mark bewtlligt. — Die Versammlung bevollmächtigt den Bürgernteister, die für die Zeft vom 1. Januar bis 31. März 1918 benöttgieit GasÄ>hlNt bei der Finna Stöck und Fischer in Bingerbrück zu bestellen, wenn die Preise festgesetzt sind. Starkenburg und Nkjeinhessen. T. A. Tarmstadt, 20. D^. Wie aus dem Beriecht des Verbandes ^rheinhessischer Weftthänoler zu ersehen ist, gehörten der Rhennscheu Wei-nverteilungsstelle für Heereslieserungen bei ihrer Einrichtung 81 Firnum an. IM Einvernehmen mit Ver-s tvetern des Weinbaues und Wainha-ndelS wurde in einer Be- vatunMitzung in Wiesbaden beschlossen, eine Weinspende für dis känkpstrtdcn Männstl)aften aus dem Bereich des 18. Armeekorps für Weihnachten zu veranstalten, und zwar getrennt für Frankftirt, Wiesbaden und Hessen. Die Sammümg in Rheinhessen ergab zn- samnien 3s 595 Flaschen. An Baroeträgen wurden über 4000 Mark gestiftet. Kreis Wetzlar. ra. Hohensolms, 21. Dez. Im Hohensolmser Land wird noch, was im Kreise Wetzlar fast eine Seltenheit ist, nach Väter Aieise Lein angebmtt urrd zur jetzigen Winterzeit „der Flachs zu Vernem Garn gesponnen". — Dornholzhausen. Gardesüsilier Kl ös wurde mit dem Eisernen Kreuz ansgezeickmet. — Allen-- * 9 r ^ Bwmer Karl Dr o ß starb den Ehrentod. — Dorlar. Dem Zimmermann Georg Rhetnstädtler, welcher 25 Jahre aus Grube Morgenstern beschäftigt ist, wurde die übliche Prämie von der Firma Buderus übermittelt. Heisen-Nassau. Bad Orb, 21. Dez. Im Stadtwalde erlegte Justizrat Dr. Schm idt-P o! ex-Frankfurt a. M. eine starke Wüdkatze. Zuletzt wurde eins dieser auch im Spessart immer seltener werden^ den Tiere vor etwa 20 Jahren zur Strecke gebracht. < 6 ericbi 5 faa(. Fc. Kassel, 20. Dez. Annähernd 70 Personen erkrankte» in Eschwege im Herbst v. I. nach dem Genuß von Wurst- und Fletsckiwaren, die sie v-on dem Metzgernteister und Hausschlächter Otto Hose dorffelbst bezogen hatten. Hose batte sich wegen Nah- rungsmtttelversÄschung vor der hiesigen Sttafkammer zu verantworten. Der Angeklagte hatte ein krankes Schwein, das er verkauft hatte, aber wieder zurückuckhnteu müßte, unter feilte Süf^ef verarbeitet und wurde von der SttarkanrmDr wegen Vergehend gegen das Nahvungsmittelgesetz zü drei Monaten Gefängnis verurteilt. , ^kirchliche Nachrichten. Jsraetttlsche «eligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge sSüd- Anlage).' Samstag 22. Ter. Vorabd.: 4.30: nwrg.: 9.00: abds.: 4.45 u. 5.20. — Israelitische Religionrgcsellschaft. Sabbatfeier am 22. Tez. Freitag abd.: 4.05; Samstag vvrnt.: 8.30: nachm. 3.30; Sabbatausgang 5.20. Wochengottesdienst: morg. 7.05, abds. 4 00. LECIFERRIN bereichert das Blot, macht den Körper widerstandsfähig. Aarztläch empfohlen. Ueberall erhältlich, auch in Tablettenform bequem auf Reisen und als Briefpost. Passende Blusen Kleiderröcke Jackenkleider Mänte in Wolle, Seide, Astrachan u. Plüsch Trikot-Blusen u. Jacken Unterröcke Unterrockvolants Morgenröcke u Jacken Taillenkleider Bu!garen-Blu8en Wollstoffe für Blusen und Kleider Kostümstoffe in grosser Breite Samt und Seidenstoffe Spüren und Tüllstoffe Echte Spitzen u. 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