W. 299 iei Gtrtz««rr Hitsdfrri erjcheint täfllicb, oufier Sonntag«. - Beilagen: OletzeverFamllkndlälteri Kvc.sl Ult fftr len Kreis Stehen. Sezugspreis: monatl. Mü > 20 . viertel- jährlich Dtf. 3 6 <» durch Abhole- u. Zweigstellen monatl iMf. 1 . 1 >; durch die Bost 'UiC. vJ .60 viertel« jährll ausschl. Beilellq. ^ernjprech. AnsctUüsie: für d»e Lchrlltlc inner 112 Vertaa.viefchänsstelleöl AnichrchfttrDraluuuch. nchlen: Anzeiger Gießen. 167. Zahrgang Donnerstag, 29. Dezember General-Anzeiger Zwillingsrund-ruck u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Buch- u. ZSeindrnckerei Postscheckkonto: 5ranl>urt a.M. U-86 V‘i f nt Vankverlehr: Gewerbedank Gießen «rchriktksitnna n Druckerei r.nuattnie von Anzeigen ,*. mj* iaqfsitnmmec biS uim Nuchmiuaq vorher oynejedeBl-rbiudtichkert Seilenorelse: für örtliche Anzeigen 25 lli..sürausiväl lige 3) Bi., 'ür Reklamen Mk. l.- : bei P aqvor- schrill 2' 0 0 Avis : lag Hauotfchri'tleuer: Auq. (Äoeg. ^erautioortlich fü: Politik u. Feuilleton: Aug. ^oerz: Stadt ^ Land, Vermischtes u.lÄe- richtsiaat: W. Meyer; Anzeigenteile ö. Beck; yesiiger Artilleriekamps zwischen Srenta und Piave. 2900 Italiener gefangen. WM.) GrstzeS Hauptquartier. 19. Dezember (Amtlich.) deeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Fn einzelnen Abschnitten der flandrischen Front, am Süduftr der Scarpe. bei Moeuvres und Graincourl war am ^Nachmittag die Artillerieläligkeit lebhaft. veeresgruppe Deutscher Kronprinz. In kühnem Vorstotz brachte eine Sturmabteilung östlich von Craonne eine Anzahl Franzosen ein. * Unsere Flieger haben London. Ramsgate und Margate mit Bomben angegriffen und gute Wirkung erzielt. Leutnant Dongartz errang seinen 27. Luftsieg. westlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Au beiden Seiten des Wardar lebhafte Feuertütigkeit. Italienische Front. Tagsüber heftiger Artilleriekamps zwischen Brenta und Piave. Nach kräftiger Feuerwirkung erstürmten österreichisch- ungarische Truppen den Monte Acolone und die nordwestlich und nordöstlich anschließenden italienischen Stellungen. Achtundvierzig Offiziere und mehr als zweitausend Mmm wurden gefangen genommen. Italienische Angriffe östlich von Monte Solarolo scheiterten. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf. * Der Abendbericht. Berlin, 19. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Wer freut fic6 jetzt eigentlich nicht so recht von Herzen, daß im Osten wenigstens der Friede nahe erscheint? Wir vertrauen der Kunst und der Kraft unserer Staatsmänner, daß sie diesen Frieden so verankern werden, daß er Bestand und dauernden Nutzen für die Menschheit hat. Es gibt aber auch in dieser Stunde noch Köpfe, die sich weniger über das W i e dieses Friedens Gedanken machen, sondern wieder in alter Weise zu säuseln beginnen über die allgemeine „Kraft der Friedensidee", die „auf dem Marsche" sei. So leitactifclt der Abgeordnete Gothein im Berliner Tageblatt. Er bezeichnet alles, was jetzt in der Frage des Friedens geschehen :st und geschieht, als Pazifismus, als hervorgegangen aus der „Idee der Friedensbewegung" schlechthin. Als ob nun nicht doch das deutsche Schwert den Frieden auf den Marsch gebracht hätte! „An den Gestaden des Mittelmeeres wächst eine Pflanze, die Agave, die dicht über der Erde schöne Blätter entwickelt. Und eines Jahres treibt sic einen kräftige':, über mannshohen Stamm» aus der Wurzel, der eine mächtige Blü enkwne trägt. Mit diese'c- Leistung aber ist ihr Dasein erschöpft; sie hat sich zu Tode geblüht. So ergeht cs dem Militarismus und Marinisnms in diesem Krieg; mit ihrer Niesenleistnng in ihm blühen sie sich zu Tode." An einer andern Stelle fügt Gothein indessen vorsichtig hinzu „Es ist nun nicht zu verkennen. daß. abgesehen von Rußland, wo die furchtbare Not bei den sozialistischen Parteien aller Richtungen den Friedenswillen gezeitigt hat, ein solckier bei der: Regierungen unserer anderen Fe::we heute noch nicht vorhanden ist." Gotheins Vergleich der Agave mit der Bes.i igung jeglichen Militarismus ist ganz verfehlt. Denn die Agave stirbt doch nicht ans. So ist es wohl richtig, daß dieser Weltkrieg, hoffentlich auf viele, viele Jahre hin, den Völkern die Lust zu neuen Kriegsunternehmungen nehmen wird. Aber daß der alte Same der Zwietracht nun für alle Zeiten aus der Welt geschafft sei, das zu denken bleibt Träumer::, Ideologen Vorbehalten, die sich nicht an die Tatsachen halten wollen. In Frankreich erscheint jetzt ein Gesetz, das den Pazifisten die Todesstrafe androht! Dieser Vorhaltung entwindet sich Gothein mit dem Bemerken, daß die Friedensidee auch dort marsck>iere, sonst würde sie nicht so verfolgt werden! Auch eine Logik. Und wenn unseren Gegnern im Westen der Durchbruch geglückt märe, wenn sie uns besiegt Hütten? Würden sie dann einen „pazifistischen" Frredeu mit uns schließen? Oder einen Frieden, der aus Macht und Sieg gegründet lväre? Wir wollen uns statt dieser altem Prinzipienreiterei. die niemals so unfruchtbar und von des Gedankens Blässe angekränkelt war als gerade heute, lieber das neueste Wort Ludendorffs Vorhalten, das er bei einem Besuch von Pressevertretern im Hauptquartier aussprach. Mm: rede nicht so viel vom Frieden. Dieser kommt mit dem Sieg. Das ist richtig und aus der Erfahrung heraus gesprochen. Wir verdanken die wachsende Friedensneigung nicht irgendeiirer Ueberredungskunst, einer all- gemein sich durchsetzenden Theorie, sondern dem Erfolg unserer Waffen. Der Fri^e aber, der in Sturm und Wetter erwachse:: ist, den wollen wir nicht in Treibhäuser bringen und zur Schau stellen. Der Feldzug gegen ble „Verräter" in Frankreich. Paris. 19. Dez. (WTB.) Meldung der Agence Ha- vas. Der Untersuchungausschuß in Sachen C a i l l a u x' hat H 11 } [ Ic6 S? Stimmen bei vier Stimmenthaltungen den Inhalt des Antrages des Berichterstatters Paisant angenommen, der dahmgeht, die parlamentarische Immunität für Ea : llaux undLoustelot auszuheben. Der Ausschuß wird in der Kammer eine öffentliche Erörterung der Angelegenheit für Sonnabend fordern. Der Ssterreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 19. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' Oestlicher Kriegsschauplatz Waffenstillstand. JtalienischerKriegsschauplatz Oestlich der Brenta Häven die Truppen der k. u. k. 4. Jn- ftmtene-Division unfc das k. u. k. Infanterie-Regiment Nr. 7 unter erfolgreicher Mitwirkmrg der Artillerie trotz ungünstiger Witterung die feindlichen Stellungen bei Ost di Lepre stnvie den Monte Acolone gestürmt und bei der Abwehr feindlicher Gegenangriffe den Erfolg auf dem Monte Aeo- lone noch erweitert. 48 Offiziere und über 200V Mann wurden gefangen eingebracht. Oestlich des Monte Solaroto wiesen deutsche Truppen r««rlich feindliche Angriffe ab. Der Chef des GeneralstabeL Die Lage in Rußland. Lostrennung der Ukrainer. Petersburg, 19. Dez. (WTB.'» Meldung der Petersb. Telegravhen-Agentur. Im Interesse^ der Einheit und Brüderlichkeit der in: Kampfe für den Sozialisnrus bedrückten und crusgebe Meten Massen der Arbeiter und angesichts der Anerkennung dieser Grundsätze durch viele Entschließungen der revolutionären Vertretungen der Demokratie der Sowjets, besonders des ersten Kongresses der Sowjets aus ganz Jtußland und der hzi-algtüchen Regierung Rußlands, bestätigt der Sowjet der Volksbeauftragten das Recht aller durch die Zarenherrschast und das Bürgertum wtterdruckten BMer des großen Rußlands auf eine freie Entwicklung, einschließlich ihr Recht, sich von Rußland zu trennen. Daher erkennt der Rat und Sowjet die Volksbeauftragten der, Republik des ukrainischen Volkes sowie ihr Recht aus vollständige Trennung von Rußland und ans den Beginn von Verhandlungen mit der russischen Republik über ihre gegenseitigen Beziehungen an, seien es solche eines, Bündnisses oder andersartige. Die nationalen Rechte und die Unabhängigkeit des ukrainischen Volkes werden von dem Rat der Volksbeauftragten ohne eine Einschränkung u:ü) bedingungslos anerkannt. „Rada Ukraine" nahm sich Henaus, die Truppen des Sowjets, die in der Ukraine standen, zu entwaffnen. Ferner unterstützt die Rada die Verschwörung gegen die Regierung der Sowjets, indem sie sich auf die übrigens nur angeblichen Selbständigkeitsrechte des Don- und Kubangebiets beruft und so die revoln- tionsfeindliche Erhebung Kaledins deckt. Indem sie sich den Interessen und der Aufforderung der ungeheuren Mehrheit der bedrückten Kosaken widersetzt, öffnet die Rada de:: Truppen Kate- dins den Weg durch ihre Gebiete, indem sie den anderen Truppen den Durchgang verweigert, und indem sie ich auf die Seite des schimpflichen Verrates schlägt, und sich n i;t, die schlimmsten Feinde sowohl der Unabhängigkeit der Böller Rußlands als der Regierung der Sowjets, die Feinde der arbeitenden und aus- .giebeuteten Massen, der Kadetten und der Anhänger Kaledins zu unterstützen, würde die Rada uns zwingen, ihr ohne Zögern'den Krieg zu erklären, selbst dann, wenn die ukrainische unabhängige bürgerliche Republik bereits von der Vertretung der obersten Staatsgewalt formell anerkannt wäre. ddunmehr legt der Rat der Volksbeauftragten angesichts aller oben angeführten Umstände dem Völkern der ukrainischen und russi- 1ck>en Republik folgenöe Fragen vor: Wird die Rada sich verpflichten, auf jeden Versuch, die Front aufzulö.'en zu oer züchten? W:rd die Rada sich veroslutsten, ohne die CH. fs der Obersten Hewesleitung k.rne Truppenteile durchziehen zu lassen, die in der Richtung aus den Don nach dem Ural oder anderen Orten marschieren? W:rd d:e Rada sich verpflichten, jeden Versuch, die Regimenter der Sowjets und der Roten Garde in der Ukraine zu entwaffnen, einzustellen und wird sie solchen die weggenommenen Waffen sofort zurückaeben? Falls nicht binnen 48 Stunden eine zufriedenstellende Antwort >u:geben sein sollte, wird der Rat der Volksbeauftragten die Rada als im Zustande des offenen Krieges gegen die Macht der Sowiets :n Rußland und der Ukraine befindlich anseben Untcrsclsrift: Der Rat der Volksbeauittagtcn. DaS österreichische Abgeordnetenhaus und die Frieden-verhandlungcn. Wien, 18. Dez. (WM.) In der Fortsetzung der Ber» handlmrg der dringlichen Anfragen über die Friedens-- Verhandlungen gab Minißer Präsident S e i b l e r im Einvernehmen mit dem Münster des Aeußern eine Erklärung ab , m der er gegenüber der Anregung des Tschechien Stauek, nach der» dem Mini',ter des jAeußern zu den Friedensoerhandlmrgen ein. aus den verschiedenen Nationalitäten Oesterreich-Ungarns zusammengesetzter Beirat beigegebei: werde, festgestellt, daß nach den vertatsungsrechtttchen Einrichtungen die Vertretung bei den Friedens Veredlungen oem Minister des Aeußern Miegt, der im Rahme:: seiner Veranrwortlichkert und im EinverTrehmen mit den Verantwortlicher: Ministerpräsidenten beider Staaten der Monarchie drese Verhandlungen zu führen hat. Es würde dem Griffe alle- der Konstitutionellen Staaten wideripvechen, w en n dae Regrerung bei der Führung dieser Verhandlungen durch solch« Verrate .wntvollrert würde. Dieser Anregung kann somü nicht nähergetreten werden. Selbstverständlich ist es jedoch, daß etwa abgeschlossene internationale Abmackmngen, insoweü sie nach der Berfa:'ung der Genehmigung durch die gefetzMbeuchen Körperschastea befrurren, diesen seitgnrecht werden vvrgelegt werden. Bei den» FrredensverHandlungen mit Rußland werden selbstredend auch dir wrrtschaftlichen Bazäehm^en zu Rußland eilte Regelung erfahren. Hinsichtlich der Grundsätze, nach denen der Friede tm tfxn lHjnqen fcücklichen Staaten geschlossen werden soll, erklärte dev Minister des Aeußern, daß unser Streben darauf gerichtet ist, aut der gedachten Gru^lage eine:: allgemeinen Frieden zu schließen, daß er aber nicht irn der Lgge sei, gegeirüber solchen Feinden, d:e auch weiterhin auf! ^ie Fortsetzung des Krieges beharren Een, diese selbstlosen Kriegsziele fü r alle Z^lnnft einseitig sestzuleeen. (Lebßafte:- BeisaN und La ände> klatschen. Der Minhterprasident wird beglückwünscht.) Der türkische Thronfolger im deutschen Hauptquartier. Berlin, 19. Dez. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Heute istimGroßenHaupt- quartier der türkische Thronfolger Nahid Ed d: n eingetroffen, um, einer persönlichen Einladung Kaiser Wilhelms folgend, diesen zu besuchen und darauf die deutsche Westfront zu besichtigen. Secfrfeg. V a rr s, 18. Dez. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Däs französische Wachtboot „P a r i S N r. 1 1" ist im Meerbusen von Alavia (?) (Adalia) in Syrien am 13 Dezember durch türkisches Geschützseuer versenkt worden. Ein Tell der Besatzung erreichte Castelloriza. Der Kapitän und 1b Mann sollen gefangen genommen sein. Ein französifcher Kreuzer versenkt. Paris, 19. Dez. Meldung der Agence Havas. Amt- Ich. Einer unserer neuen Kreuzer „Chateau Renault" .8000 Br.-R.-T.), der zu Transporten im Mittel- mecr benutzt wurde, wurde am 12. 12. morgens durch ein Untevseebom torpediert und kenterte. Die Fahrgäste durchweg ^oidaten sind gerettet. -Zehn Matrosen vom „Chateau Renault" werden vermißt. T>as deutsche Unterseeboot wurde zerstört. Wir erfahren hierzu: An zuständiger Stelle ist über die Begebenheit :wch nichts bekannt. Es ist zu hoffen, daß auch bmem Falle die Nachricht über die Versenkung des deut schon U-Bootev sich als Ententephantasic Herausstellen wird dem Felde wird uns gesck^iebe:: Britische Schädel si Wbelbai hart Mm: tollte mannt, unr litten den Ei:gland,rn P legenh ri ^mng gegeoen. sich davon zu überzeugn: daß eo: Turch-omntcii an der FtLilderrrftvitt, obex überlMup: ws^twcßkhe merkbare Erfdlge gar nicht zu henflen ift. Aber I stob an. Der Feind wurde geworfen unter schweren Verlusten Will ™Trhi/vfm Ihirmi r?i fv-ti4 ki.i C% A.m. rxs- I ...a — O' i sti.a__ I i*. v t >. k> — • -> i« «fm, hartnäckig und stürmisch hetzt die britische Heeresleitung und ließ an 30 Gegangene in den Händen des Siegers. Das alles tili IlW jwt hf*nW Iv4*it (*• »Tn'j Xmi I f ♦ aT« ■,. !k ^ 21 (i . n l 14 ___r_ o ^; j. *. TOtmer ruxeber an bcrfcUrat stelle iljre bejtat Divisionen in den I spielte sich ab in dem völlig zerwühlten und versumpften Trichter- Dad. Man dann schon nicht mehr zählen, wie oft die nähere Um yebung von PasschmLaele bereits der Schauplatz blutigster Kämpfe gewesen ist. Auch der 2. Dezember gekört zu den heißeren Tagen. Oertliche Kampfe pflegen an der OessentlulMt unbeachtet zu bleiben. weil die Berich e darüber nicht seioalttge Zahlen von ein- gesetztM feindlichen Tivi.sio.cen. Gefangenen usw. bringen können. Für die beteiligte Truppe sind sie jedoch häufig schoerer und be= deutw' gsvollr als große Schachen. Das gilt im weitesten Sinne aurh für die Schlacht vom 2. Dezember für die tapferen Hessen aus dem Großherzogtum. In der ganz richtigen Erkenntnis, daß seine bisherige Kriegskunst kerne befriedigenden Resultate erzielt hat. glaubt der Engländer in der leyten Zeit sein Herl darin zu finden, daß er alle Augenblicke seine Angriffstaktik verändert. Bei Cainbrai sollte der überraschende Massenein sab von Tanks dm Erfolg erzwingen, bei Pasfchmdaccke am 2 'Dezember ein Mond'chinangriff ohne ArEerievorberei tung. Zwar führten drc'e Uebernaichnngen hier wie dort zu schw-ven Kämpfen, ein endgültiger Erfolg blieb ihnen aber j desmal versagt. An her Widerstand? k-akt mid dem Augnfis- geist unserer Infanterie und der überlegenen Führung schiterten Äle Versuche. Ter Verlauf der Kämpfe von Passchndaele am 2. Dezember war folgender.- Im Sckwtze der Dunkelheit hatten sich die englischen Angriffstruppen dicht an unserer vordersten Postenlirrie bereitgestellt. Uni Mrtternack'4 ging der Mond auf, uni 3 Uhr ungefähr brachen die Angreifer in dichten Massen aus ihren Granattrichtern vor. Tie Kompagnien empfingen den Feind sofort mit I-efligem Maschinengewehr-- und Gewehrfeuer. In Massen stürzten die Engländer tot oder verwundet in die Granattriü-ter!, und die ersten Reiben bei- gamven^ zu wanken. Aber neue Massen trugen den Angriff rücksichtslos weiter vor und brachen in unsere VerteidigungSzorve ein Ein wildes Handgemenge entsvann sich mit Handgranate und Bajonett wurden die Eindringlinge wierder vertrieben, nur an zwei schmalen Stellen sieben Engländer in unfern Linien sitzen. Das alles geschah 10 f chnell, daß nieinand recht wußte, was eigentlich los war. Das Turck^emander war groß. Engländer und Deutsche saßen völlig vermischt in benachbarten Granattrichtern: kreuz und quer flogen die Handgranaten, während die beiderseitigen Artillerien bemüht waren, Verstärkungen fernzuhaltcn. Der Mond hatte sich bezogen, ein eisiger Wind peitt'chte schwere Regeriböen über das Schlachtfeld. Der Bataillonskommaudeur Hanptmann v. Arnim koimte aus den unklaren Meldungen natürlich kein Bild gewinnen .Kurz entschlossen stülpte er sich seinen Stahlhelm auf und gin>i ntit bcnJ^oar Leuten, die sich gerade in seiner Nähe besande-tz ur das Dunkel der Nacht hinein einfach auf den Feind los. Cp stieß auch richtig auf eine Einbruchsstelle und begann mit seinen 15 Mann und zwei leichten Niaschinengewehren das Gefecht mit dem Erfola, daß der Gegner nicht weiter durchbrechen konnte. Ms es endlich hell wurde, kroch Hauptmann v. Arnim bis an die von den Engländern besetzten Trichter heran und überzeugt nch, daß der Feind wohl zehnfach überlegen war. Dabei erhielt er von eurer Handgranate einen Splitter durch den S'ahllckm und eirrcn in den Rücken. Er kmnmer e 'ich nicht darum, holle >ich vom Nachbarba.aillon Verstärkung und setzte wiort den Gegen- selb von Passck-endaele, in dem der Fuß mit jedem Schritt metertief einsiutt und dessen Wasser und Schlamm alles durchnäßt und verdreckt, die Gewehre unbrauchbar macht. Daran muß man denken, wenn man würdigen will, was unsere Tapferem dort leisteten. Man kann sich vorstellen, daß das durch den Nachtangriff hervorgerustene Durcheinander zu Einzelkämpsen führte, die jedem einzelnen „Lands" (so nennen sich die Hessen) Gelegenheit bot, seine persönlich Tapferkeit und seinen militärischen Scharfblick zu beweisen. In der Tal werden muh unzählige Episoden erzählt, die den prachtvollen Geist unserer Leute in sttahlendem Lichte ersclxnnen lassen. Die Zeitung bietet nicht Raum für so viel Heldenmut. Drum sei nur ein Beispiel hervorgesucht. Die 9. Kümpagnie des Regiments hatte das Sckncksal, von den reclsts und links durchbreck-enden Engländern eingeschlossen zu werden. Ter Kvmpagnieführer fiel im Nahkampf, mit ihm manch Tapferer. Ta faßte der Bizefeldwebel Sckierstuhl die Reste zu- sammen, und diese Handvoll eäster deutscher Helden verteidigte sich bis in den Mittag hinein nach allen vier Wichrichtungen gegen einen zehnfach überlegenen Feind, bis der Gegenstoß sie befreite. Ihnen gebührt das Hauptverdienst an dem Sck>eitern des feind-- lick^n DurckchruäB und dem Gelingen des Gegenstoßes. Unsere Stellungen ,ü:d jetzt wieder voll in unserem Besitz, und wenn die Briten zum bundensteumal versuckien sollten, unsere Flandern- frout zu durchbrechen, sie werden immer wieder an der eisernen Mauer zusammenbrechn. Stahl wird in Feuer härter, deutscher Mannesmut auch! vrest-citowst. Die Stadt der, Friedensverhandlungen. Brest-Litowsk, der Ort der Friedensoerbandlungen mit Rußland, ist seit dem AuguÜ IflL j, als die Festung in die Han> Lnndenburgs sie!, in der Ocsfei.rl-chk i wenig geimnnt worden. Es ist eine 50 000 Einiochier zählende Kreisstadt im frülieren russischen Gouveriwmerit G vdno. Sie scheint wie geschffen, als Ve-rbindunqs- tunk, zwischen Rußland einerseits und T^utchland und Oesterreich- Ungarn andererseits. Denn sie liog-st »oh? ein Blick auf die Kane z^ngt. in der Mitte der polnisch Ul Grenze. bildet also die Biücke zwisch-en dem deutschen und dem ö.lerreichiich-ungaris.'hen Einfluß- gebiek^ an der Oittrvlt imd gehocl pn risch bereits zum östlich ansvßenden, als „Weißrußland" bdz-i nieten Teile Nordwest- rußlawds. Die Stadt Brest-Litt>»vAk lvivd trn zehntel Jahrhnndea't (981) als vom Großfürsten Wladimir unterrvorsen erltnralig er- Kvähnt. Später lunrue sie (1012) von Bolcslaw Chrobry durch die Polen wieder erobert. Sei. dem 12. Zlrhchuiroert sliind sie unter wechselnder, bald po!ni,cher, bald russischer, bald wieder galizil-bec oder litauischer O'.^ er Hoheit, bis Kasinrir der Grolle nach dern T'ode Bo e.laws von Mnsovieir (13'0> (dalizlen ^md W^cklchnreu mit Polen verei igle miö dadurch die lSladt erneict polnisch !vuree. Erst durch die zweite Teilung Polens (1/93, kam Brest-Li'o:vsk an Russland. Di? alte S adt Brest lag i l der natürlich g-fi.Herten Lage der heutigen Festung, in dem spitzen W-uikel am Zusammen-' fluß des Muchawiez und des Bug. Sie wurde aber beim Bau Da russischen Militärfestung völlig rasiert. Me heutige moderne Stadt ist 1831 neu erbaut worden und liegt etwa zwei KÜvmeter östlich der Jieslung am rechten Muchawiezufer. aber iroch innerhalb des äußeren Festungsgürtels. Sie hat, da die 'H-alfte der Einwohner Inder, sind, eine sckchne Synagoge und ist Sitz eines griechisch-katholischen Bischofs. Ms etwa 2000 Ei-rwohner zählende Vorstadt von Brest liegt, einen Kilometer westlich der Festung, Terespol. Für die Fricdensverhandlungen ungemein wichtig sttrd die Berkehrsverbindungen von Brest-Litowsk. Tie Stadt und Festung liegt bekanntlich am Eingang in du von den deutschen Truppen teilweise durchdrungene Polesie. arn Tore der gefürchteten Rokitwo-Sümpse. Gleichrvohl hat Brest- Litowsk mit dem russischen Hairptkörper ausgezeichnete Verbin-. düngen. Es bildet den KnoteTrpunÜ der drei großen Eisenboh^ linien, welche die Polesie durchziehen. Nach Nordosten führt d« Bahn über Minsk-Smolensk rmch Moskau, narb Osten oie Linie über Pinsk nach Moskau und nach dem Südosten die StreL über Kowl nach Krew. Brest-Litowsk ist aber auch durch eine wichtige Bahnlinie btrcft mit dem großen Eisenbahnknotenpunkt B.elostok an der Linie Petersburg - Wilna - Warschru verbunden. Die Bahnen sind sämtlich! doppelgleisig und durch Querbahnen miteinander in Beziehung. W-enn jetzt auf der Gricudlage des Was enstillslandes vom 15. Dezember 1917 der ^Post- und Handels- verkehr wieder ausgenommen wird, ist den Beauftragten der Bolschennki die Reise zwischen Petersburg und Brest-Litowsk sehr erleichtert. Bei dieser Gelegenheit darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß Brest-Litmvsk vorzügliche Wosserverbindnngen hat. Infolge des geringen Gefälles der Flüsse in der dortigen Gegend ist es schon in Friedenszeiten gelungert, über die Wasserscheide zwi- scher eine glückliche Stadt von grvß^c Entwicklung gewesen, wenn sie nichit als russische Fesmng erster Klasse hätte dienen sollen. In einem 1908 erschenenen Buche „Döemroirc^ einer Großmutter" von Pairline Wengeroft wird sehr anschaulich geschsldert. wie die Stadt Brest-Litowsk 1831 geräumt wurde: „Die Regierung mach.-r kurzen Prozeße Jeder Hauseigentümer '' mußte sein Hcrirs binnen einer karg bemessenen Frist selber ab- brechm und sich anderweit Unterkunft beschaffen. Im übrigen wurde er auf den R-ch stveg verwiesen, auf tet russischen Rechtsweg . . . Wer sein Hans nich geräumt hatte, wurde auf die Straße gesetzt. Tie Po'izei kannte kein Erbarmen. Es war ein trauriger Zug der fick) in jenen Tagen durch die Straßen der alten Residenz der Fürsten Rat^iwill bewegte Dem Zuge des Elends folgte der ^ug des Todes. Tie ga.nze Gemeinde beteiligte sich daran, dm OiftaO aufgeschnuselten Gräber in Säckchen zu schütten, mit einem Bindsa'>en zu^ verschnüren und auf die bereitsrehend« Wagen zii schichte:!. Hier gab es keinen Unterschied. Me waren g'e'-ch. Hier trauerte nicht eine Familie um emen 2 0 dern eine ganze Bevö^erimg um ihre geschändeten Toten." Heute trauert Brest-L'tvrvtck uich mein. Durch Krieg, Revolution, Was fenstill9and ir:b Friede ge'a igt die kleine Stadt zu welthistorischer Be eu u^g Und ebr ivahncheinlich geht sie auch wirtschaftlich einer schinen Zuk.rnft entgegen Der vierte Londoner ricgswinter. Bon Karl Wichmann. Nn dänischer Freund, der sich über 5 Wochen in London gefchLMich aufhalten mußte und vor wenigen Tagen über Däne^ mark^ hierher kam. machte mir die folgenden Mitteilungen: - wünschen doch, daß ich Ihnen alles wahrheitsgetreu nno ohne Beschönigungen mitteile, nicht wahr? Nun, ich will Zchnan sagen, daß noch immer ein großer Teil der Londoner gegen einen baldigen Berständigungsfrieden ist, zuversichtlich die 3ievo- lution in Deutschland rmd Oesterreich-Ungarn erhofft und aus den Endsieg Großbritanniens schwört. Dwse Leute stehen eben ganz unter dem Bann der „Rinnstein-Presse", wie die Lügen- vlätter Northclifses so zutreffend genannt werden. Und diese Rinnstein-Presse läßt keinen Tag verstreichen, ohne sich in wüste Hatz-- und Schmähreden gegen den Feind zu ergehen. Sie kennen w den Ton zur Genüge. Das; aber auf der andern Seite der Friedensgedanke mit jedem Tage neue Anhänger gewinnt, kann rch nicht in Abrede stellen. Man beginnt nüchtern zu rechnen und kommt langsam aber sicher zu dem Schüsse, daß die Fortsetzung des Krieges lüs ms Unendliche schließlich „had bu incß" bedeuien rörmte! Rußland hat dem Faß den Boden LusgeschLagen. Brn der Wut der Engläuder machen Sie sich unmöglich einen Begriff wemgen Monaten, ja Wochen, geradezu verehrt wurden, haben letzt, wie über Nacht, einen recht schweren Stand bekommen. Es fercrc w weit kommen, daß es ihnen ebenso schlecht, wenn nrcht schlechter, ergehen könnte als den Deutschen. Die Leute zittern schon jetzt vor den Ausschreitungen des Pöbels und kommen ttch ime Geächlete vvr. Ich möchte nicht in ihrer Hauk ftafat. Wie es eigentlich mit der Verpflegung steht? Fleisch gibt es ziemlich viel; aber fast keine Butter, keinen Speck, sehr wenig Müch. um die Gemüse ist es schlecht bestellt und von der Zuckernot haben Sie gewiß gehört. Ich mußte mich geschäfttich eme Zettlang m der Provinz Kent, südlich von London, authalten und habe dort buchitäblich gehungert. In London selbst war es Nicht üm vieles besser. Die Erregung in der Bevölkerung ist sehr groß. Sie wissen ja, an welches verlchwenderische Leben die Engländer früher gewöhnt waren. Nur dadurch, daß die Gerichte drakonische Strafen verhängen, ist die Lebenomittelhamstcrel verhältnismäßig eingeschränkt und gewissen Preistreibern das Handwerk gründlick) gelegt worden. Von der Sttenge der Strafen erhalten Sie durch die folgenden Beispiele einen Begriff: Ein Kaufmann, dev mit Kartoffeln Wucher trieb und in 37 Fällen weit verkaufte, wurde für jede UebeNretunq mit Ä0 (2000 Mk.), also im ganzen mir 3700 Pfund <74 000 Mk.) bestraft und erhielt obendrein nach 2 Monate Gefängnis, und ein kleiner Bäcker, der frischgebackenes Brot ver- lauib:, wurde zu emer Geldstrafe von nicht weniger als 25 Pfund -sterling (500 Mk.) verurlettt. Tvvtz aller dvalvni.'ckMi Maßnahmen ist mdesieii die Lebensführung im allgemeinen zumindest zwereinhach bis dreimal teurer geworden. An vielen Tagen laufen die Hausfrauen in heller Verzweiflung Laden zu Laden, ahne auch nur einen beichädeilen Teil ihres Bedarfes decken zu können. Gleich mst dem Frühstück hat nian ,eme lrebe Not Butter gibt es, wie gesagt, nur gauz wenig oder gar keme. Erer furd, rvenn man sie überhaupt haben kann, unerschiving lich teuer — ft al*«/** >» _s. _« * rr.Q-bo tx v n B fehl, innerhalb 9 Tagen ihre Hau'er zu räumen. Sie mii e.i ihre Gärte.i. Wie en usw. usw. gä.lZ üh im Stich lassen. N.emand in der Umgebung T>al Piatz, die Le.ne bei sich aufzu- uehmeu und ihnen Obc-ach zu gewähre?!. Ihr ganzer Besitz, all ihre Ha!>e linrd^ ihnen so jm Hauduuchrehen gew-mmen, und die Mm.ärbe.'w e: y\ g m iin e.Ufernle'lLN. ihnen irgend ct?vas zu er . tzeu, so das; die A-rinsten auf der Land Waste lierumstreichen löinen. Dabei stellte sich heraus, dag gar keine zwingende Not- wendigknt zur Evabrierung des Dörfchens ovrlag, das kernerlei stra!egi chni Zwecken bic:? tc . Auch von der jetzigni Düsterkeit LrTvdons machen Sie sich raum eine auch mir annähernde Vorstellung Schon in Frichens- zntel? gab cs schauerlich cNvas Mabincho!isicheres als den Mute mit seinen Ncbc'ln in der Tnauscstadr. Istn?g kühl bleibt und guten Mut bewahst, sagen nicht die Wahrheit. Ich had? einen solchen Abend mit der Landlady l-es Boardinghouses und den übrigen Insassen, meistens Mädclxm und Frauen, in einem Keller zugeb' acht und kann nur sagen, daß man in kürzer Zeit um ein paar Jahre altert. Das mackst es be- greiflich, n>arum die stixmasten Strafen aufgesetzt sind, ivenn man dm. Feilster nicht gemigerkd verhängt und des Nachts ein verräterischer Lichtst kahl aus dem Hause drängt. So jb ein Nachbar von verzehren in deckien Nahmen, — und stoß ich mit dir au, st r s v l l L e b c n! Tann )vr.'llen )vir werter spr'eckgen. Du wirst doch auch, wohl heu nt an irgend einem plaifirlichlen Ort seine Gesund- he.t Trinken. — Jetzt sag ich dirs, es hat geschmeckt — ja es ist rech: einsam in deck rer und mei'ner Vattersvadl! — bas 'Hab ich mir l)eunt überlegt beim Aufw«,hen; die Sonn hat gcsckMenen aus allen Kräften, und hat mir bald zu heiß eingesieuerl, aber ftmlst auckj) nicksts hat geschienen: Hemtt Morgen kommen ein paar — keiner denkt daran, daß ich, Mmtrr bin Heunt. —^Nunk — dacht ich was Ist das vor dn ärgerlich geschickst daß meine Bettme niM da ist — denn die hält mir gewiß den schönsten Strauß haunt gebrach-, — Io ein reckst herrlickier Strauß wie im vorigen Iayr da tvarst du iwch> nickst bi-ei Wvckicn mein Täglich Brod. mä> warst doch sickon m.stur-teste Bekam!ttckx»ft von allen die ich auf^älsten kann. — Den Fepeckttol in die Lvrnd nelMM und mühsam »ackern. Ui ist >rittst meine Sach da ick„ lieber im vollen Waitzen schneiden ma- und lieber er^chl als scheib: aber für den heutigen Tag und düst Emichn dung in meiner Brust ist Kraut gervachsen dem muß einmal mit einem v.rdien sl!litt»m Sckvveiß sein Recht gal Han werden. T« Pl.-.pver Elstern die StaMnuiihimrn lvas verslel-en die von imfern -wb>enen Sttcnden die wir mit einander verplaudern, die fallen daran koin Theil haben, aber du solkst und mmßt dein Thckil gdi nieß.m sonst könnt mirs H>.rz bersten. Jetzt Hab ich schon in der Früh wie meine Stule ganz vom Mvrgenvoth durckstchienen war an dich gWackft und da ist: die Liesck»ei! an mein Bett geSonrnien die l>at gesagt wie schad es ist d»H du in der Ferne bist an fc emem schönen Tag; ich Hab ihr aber Besck)«d gesagt daß einerlei ist wo du bist wirst du deüier Freundin deiner Mutter die dich gern schlickmdcn »*<**,* unlängft LüL Ä ÄMÄÄ Zu 50 P und (1000 Mk.) Strafe verurteilt worden. Wieso es demnach kommt, daß nicht alle Londoner vom _„ ?bnug haben? Ja. da muß man eben den Größenwahnsinn deS i^"^i fcnui ich dir m>rfv ~hhx*nKu*m‘? ^urchch .rttsbrnen in Rechnung ziel)en. Seine Phantasie ist eben ^ ^ - • nix ^ ymzufugan? mit iln Gott dcru'en, das der sie so gnädig bis ans End in ihrem n-rieg 1 Antheil an den Himmlissten Freuden einer Mutter geschützt daß ich ..•jägsÄäSIS'ÄB ÄB att BJÄttl ^ricg nich t gewinnen. Das geht über seinen Vorsbellnngskreis hinaus. Knapp vor der Abreise sprach ich mit einigen Leuten über die Tordanellenerpedition, die noch immer nicht die Gencüter zur Ruhe kornmen läßt. Ta nwllte mir allen Ernstes ein alter Politiker )oeiSmack>en, daß die Eiigländer dort einen gloiweichen Sieg da L vongetragen hätten, ioeil sie freiwillig abgezogen toären, und da sw ihre Scknste absichtlich vom Feinde hätte?! in den Grum. Iwhren la,sen, da sie nichts mehr ioert geivesen seien! Das Gleiche wollte man mir wahrhafttg einreden. als ich auf die stets wach- senden Schsssverlückde durch den U-Boot-Krieg zu sprechen kam. ©3 ist fast unglaublich, von toelcher kindischen Naivität der Durch- sthnittsengländer ist. So läuteten am Morgen meiner Abreise alle Glocken der St. Pauls-Kathedrale, weil der „Sieg" von Cambrai gefnert tvurde, und jedermann erklärte mir auf meine Frage, daß nunnreli-r in roenig Tagen die deutsche Grenze von den britischen Truppen erreich sein und die Invasion Gcrmcmps aUen Ernstes beginnen würde. . . . * Der letzte Brief von GvethesMutteran Bet- t r n a. Einen köstlickzen Beitrag veröffentlich Prof. Albert Köster iti Mm .v» S«». x-, Z ,1 _ O' _ . ._ Iß Veirce koittt das Stück! — und Speck kann man weit und brett suchm. Nich viel besser geht es mü den ÄLarinelaoen den bekannten Jams, weil ja der Zucker fehlt. Es blecht also nur Margarme, die die Engländer verabscheuen. Aber auch um dre Margarine ist es bereits fckstech bechllt, und in absehbarer Zeit nnrd man fick), ohne diei'e »mit er helfe:! müssen. Früher oder IVLter kommt es woch zur Rationierung. Tie Londoner machen sich gar nicht mehr über die deutschen Lebensmittelkarten lustig, sie sind ganz entschieden beschidener gervorden. Unter den Londonern kann man eine mit Tag zuneh- metibe Verrohung bwbachten. Früher mußte ich sie immer megm J& Cr ^m Hostlchert bewundern. Dar Krieg hat das gründ- luhgeändert Jnwlge der Ueberfüllung aller Veickthrsmütel kommt es oft zu wüsten Szenen. To Sie viele Jahre in England lebten, S,e. mtt welcher zarten Rücksichnahnie der Brite Frauen behandelte, aber beute si?st> Grobheiten gegen Ladies ourchvus nichs '^-Ätenes mehr. Und mttangit fam es in einer Gerickstsverhandlung zur spräche, daß ern Mann^eine Schaffnerin gesckstagen l)atte. weil sie ihn nrch: rn die überfüllte Tram einsbeigen lassen wollte. Für engl i ch' Begnffe ettvas Unerhörtes! _ ^eberl«i»pt wird im „freien England" das ganze Leben nach und nach mürtarislert und den Büraer?l eine Freiheit nach der anderen pmmmen. Me gefällt Ihnen beisvielsweise das klgeride ^ücklein: Tie Benwhnec einez kleinen Dor'eZ in der Provinz iYAmicdttqUrt ertfatlm tm einiget frxt vom Militärkom- m bem tn den nadxften Tagen erscheinenden Jnsel-Almanach Är 1918: den letzten Brief von Goethes Mutter an Bettina Brentano. Zivar stcht er z T. schon in dem nicht ganz unbekannten ,^lius Pamplstlms", aber rn Betttnens phantasievdller Bearbeitung und mit unrrckstiger Datierung, er fehlt dagegen in der Ausgabe der Brikw von OWeches Mütter. Um so mehr Reiz geioÄ^t es, mm das für die Schreiberin so überaus ck)arakteristisck)e Sckweiben, das wenige Tage vor Frau Ajas Tode ihrer ungefügen Feder entflossen ist, zum ersten Mal in der authentischen Form kennen U lernen, m der m die Hände ber jungen Freundin gelangt ist. Am Geburtstage ihres Lohnes, am 28. August 1808, schrieb Frau Rat Goethe au Bettina: „Liebstes Bermächtnüß meiner Seele — Tas ist einmal Mi gar erfwulick^r Tag für .Uns, denn es ist unseres lieben memes lreb,de.i Lohnes, irnd deines Bruders Geburtstag ich weiß,-zwar gar wohl, daß da gar nicht leiden kannst, daß ich di' ffe betf* Erstens — und dann zweite?rs Hab ich dich in mein Herz geschlossen: apart, »veil du nüßt zum Narrenhaufen gehörst und hast dich z« mir reteriert als »veil ich allein einen rechnen Verstand von Uc Iwb denn du gehörst iziu der ?Lrt die mir Scel und Blutsverwandt ist: — die »oird aber nicht so leicht gefunden und auch nicht ge» kaintt, so nehme doch weilten Tank daß du einen Wegweiser der Gott ist gü-ov'am warst, und hast dich nicht gewehrt bei eins alten Frau, so jung »vie du bist dein Lager uufzuschlagen; — und eichmme m diesen schwackien Zeilen mein zu volles Her», das mit Sehnsucht deiner baldigen Artkunst eittgegenschlägt. Ich iLnm nichts mehr hervorbringen und verspave alles auf baldige köstlich.' mündlich Unterhaltung. Behalt Li«b deine ewig liebende Mutter Goethe." Büchertisch. — Kunstblätter aus dem Berlage B. G. Deubner, Lech zig, eignen sich gut zu Weihnachsgeschenken. Hier ist Heimatkuust im schönsten Sinne des Wortes: Bilder deutschr Landschaft, aus Teutschmids malerisch»? Städten, weiter BUder aus dem DvNsleben und Mis der Gefchiche, alle von angesehenen Künstlern. Friese und Märchmbilder zur Ausschmückung von Kmderzimmern sind ebenfalls sehr empsehlensrvert, z. B. Baurnfeinds Darftel-' lung der sieben Schwaben und des gestiefelten Katers. ~ ie Gefahr", Erzählung aus der Hunnenzeit von Gustav Zausen. Verlag von Gsorg Merseburger, Leipzig. Bro^ 3 Mark, gebicnben 4 Mark. — Ein vorzüglichs Buch auf ge. schchtlichr Grundlage. Tie gewalttge Macht der großen Persönlich, keit »md der Putschag üx unauchltsam vorwärtsdringendM Masse des Hunneicheres »mrd, dem Megerischn Ereignissen der Geschichte gegenüber bente empfanglichren Leser ausgezcichuet vermittelt. — Ter Rap polt stein er. Eine Erzählung aus der Ber- gangenhett des Elsaß von F. W. Bredt. Verlag von Albett Ahn, Berlm Köln ?rnd Leipzic;. Brosch. 3 Mark. Gerade jetzt, wo die Reichslande eine so wichtige .Kriegs ziel frage darstellen, wirv vielen dieser, au» ge»ckmvtlichr Grundlage aujarbaute, gut zählte Lesestoff nnlttommeu sein. — Tas l it era ri sche Echo. HalbmvnatSschrift für Litera, turfreunde iBegründet von Tr. Josef Ettlinger. ver-nrsgageb« Tc. Ernst Hettborn.) Verlag: Egon Fleisch! & Co., Ber- J_ l ” ® 9. Das 2. Dezemberheft ist soeben erschienen und ent. ^lt u. a. . Nüonty Jacobs: Ter Bühnendicher G«rg Kaiser: OöWrg Kaffer: Bv^raplstsch Nottz: Georg .Beyer: Die Arbeiter und das Theater: Erich Hoogestraat: Anmaßung, Behauptuns, Beweis: Hans Wütschike: Eine Karikatur Hebbels' Paul Bour. emd: Thc-aterfragen der C^egemoart: Conrad Schmidt: BotV» bühnenbewegimg — Ech der Bühnen — Ech der Zeitungen — föd» der Zettschiften — Kurze Anzeigen. Aus Stadt und Eand. Gießen, den 20. Dezember 1917. Neue Regelung der Meldepflicht Hilisdienstpflichtiger. HilfMenstpflichtig ist jeder männliche Deutsche, sowie in Trutscliland ansässige üsterreichisch-ungansche Staatsangehörige vom vollendeten 17. bis zum 60. Lebensjahre, solange er nicht & Treust bei der bttoaffneten Macht einbernfen ist Erst mit der ndung des 60. Lebensjahres erlischt die Hüssdienstpslicht Ta» Ver-erchms der Hilssdienstpslichffgen (Hüssdienststammrolle) als Unterlage für die planmüßigc Heranziehung durch die Ein- verufungsanSschüsse wird auf Grund der Anmeldung durch die HilfSdienstpslichtigen zusammengestellt. Grundsätzlich ist der Hilss- dienstpNichtige verpflichtet, sich selbst auzumelden. Im Fall des Arbertswechsels liegt auch dem seitherigen Arbeitgeber eine Meldepflicht ob. Die erste Aufforderung der Meldung erging von den Ge- merndeb. lwrden au, Grund einer Bundesratsverordnung vom 1. März 1917 im Monat März. Nach den damals erlassenen Bestimmungen waren die .Hilfsdienstpflichtigen, die iroch im wehrpflichtigen Alter Itelrn und diejenigen, welche im .Hauptberuf in bestimmten, ausdrücklich benannten Bcrussarten beschäftigt waren, von ter Meldepflicht befreit, weil davon ausgegangen wurde, dass, wer in einem solchen Beruf tätig sei, sich bereits im vaterländischen hilssdienN vrriude. Als solche Berussarten kamen insbesondere naä' der Bnndesrats Verordnung vom 1. März 1917 in Frage: Reich: . Staats' und Kommunaldienst, See" und Binnenschiffahrt. Berg- MU "üttenbetriebe, Munitions- und Wassenfabrikation u a m An rund der früheren Bestimmungen wurde demnach nur ein T.. :r hilfsdienstpslichtigen Bevölkerung in der hilfs- dienststammrr-l 1 f nacl-geiviesen. lim nun die Hilfsdienststammrollen zu einem Verzeichnis sämtlicher Hilfsdienstpflichtigen auszugestalten, hat eine neue B u n d e s r a t s v e r o r d n u n g vom 13. Noveml>er 1917 eine erneute Meldung der Hilfsdienstpflichtigen vorgeschrieben, zu welcher grundsätzlich i e d e r .hilfsdienstpslichtigc verpflichtet ist. Mit Ausnahme der bereits früher ordnungsgemäß gemeldeten^ hilfsdienstpslichtigen, die ihren gestempel- t e n Abrciß st reifen noch haben, sind nach den neuen Bestimmungen zur Anmeldung verpflichtet: 1. alle männlichen Deutschen, die das siebzehnte Lebensjahr vollendet haben und nach dem 31. März 1858 geboren sind, also erst nach dom 31. März 1918 ans der hilfsdienstpflicht ausschiden —, soweit sie nicht militärisch eingezogen oder «ms Reklamation vom Heeresdienst znrüclgestellt sind, 2 unter im übrigen gleichen Voraussetzungen die in Deutschland ansässigen österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen. Nach den neuen Bestimmungen sind lomit insbesondere alle diejenigen Hilisdienstpfl'.chtigen zu einer 'Meldung verpflichtet, welch" nach den bisherigen Bestimmungen, sei es, weil sie noch wehrpflichtig waren oder wegen ihrer besonderen Berufstätigkeit von der Metdepstich: befreit waren. Die Beschränkung auf die nach dem 31. März 1858 Geborenen bezieht sich lediglich auf die Meldepflicht, nicht aus die hilfsdienst- pslicht, welche, wie oben gesagt, erst mit dem vollendeten 60. Lebensjahre erlischt. * ** Amtliche Pe rs>on aln a chr ichten. Der Großl?e?zog empfing vm Bor trug: Den Staats.ni i ec Dr d-ii E.oald, den Minis r d?s Jmrern Tr. von H-nnbergk zu Vach, den Fina::z- mini'er Dr. B eker, Den Vor and de:- Ka n 'etts M. Gch'.nme- rm Röwleld. Aarßerdem den Geheirn.m Hosrat Poosessor Tr. Gise- vnis. ! o’ der Lmidesiiniper-sität Gießen. ** Äoflieferan t. Wie ivir hören. ist den jetzigen Inhaberin der früher lange Fahre hier ansässig gewesenem Firma Earl Gerbode, Den Herren Alb. E. Euch'aasen und Georg Schmidt, der Titel als r-.-s" -- 1 glich hessischer Hoflieferant verliehen worben. ** Ausgabe der Vollmilchkarten. Die Ausgabe der Vollmilchkarten an Kinder unter 6 Jahren, werdende und stillende Mütter, sowie an alle Kranken, denen über den 1. Januar 1918 Vollmilch bewilligt worden ist, >indei. in den nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil. ** V or t ei l u n g v o n S a l z. Auf den Be- ugsabschnitt Nr. 7 der Lebensmittelkarte wird in den nächsten Tagen Salz verausgabt. Siehe Bekanntmachung. - ** Dauerware aus h a u s sch l a ch t u n g e n. Alts die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird hingewiesen. ** Kaffee-Ersatz. Wie uns geschri beu wird, werden 100 Gramm Kaffee-Ersatz zum Preise von 47 Pfennig auf jeden Bezugsabschnitt der Lebensmittelkarte ausgegeben. Mit Rücksicht auf die am 1. Januar k. I. eintretende Neuregelung ist zu erwarten. das; die Zuiuhr von Kaffee-Er'atz mit diesem Zeitpunkt ins Stocken gerät. Es ist daher zweckmäßig, wenn sich jedermann mit oem nötigen Kaffee-Ersatz versieht. ** Das Rote Kreuz bittet, die Gewinne aus der Weih- nachrsverlosung noch bie-e Woche ab'uholen. ** S t a d t t h e a t e r. Das füt Weihnachten gewählte Kindermärchen „Ter L ü g e n p e t e r", von Franziska Becker hat in Fraurgurl, wo es vor kurzem seine Urauffül-rung erlebte, sehr gefallen: cs wird auch im Neuen Operettentheater zu Berlin und fit Deutschen Thetter Kl Bremen für die Feiertage vorbereitet. Die Berase.il wird der lße'iw i Erstaunst drang beiivoh. en. — Die rriervierle: EintrittÄarloi für samtlstln Feiertage loerben WH nrorgm ab an der Thea teSIlajse aus.gegeben. ** W e t t s ch r e i be n. Anlässlich des am 14. Oktober in Frankfurt a. M. statt gefunden ouat verbrauchen, ein- zuslellen sind. 11m aber unnötige Härten zu verniciden, ist es gestattet, daß meliere ßeine Betriebe sich zu einem genleinsamen Betriebe zusammentlm können, wenn sie das verlmrgte Mindest- guantum Mehl verbrauchen. Stnrkenburg und Rhcinkiesstn. R. h. K. D a r m st a d t. 19. Dez. Ein frecher Schwindel wurde gestern durch zwei fremde Burschen zum Nachteil eines hiesigen, Konfektionshauses verübt. Durch den Fernsprecher bestellte ein in der Saalbaustraße wohnender bekannter Arzt verschiedene Mäntel zur Ansicht für seine Frau fertig verpackt in Kartons zur Auswahl im Werte von etwa 8—900 Mk., die um 2 Uhr in dem genau bezeichneten Hause abgeliefert und um 4 Uhr wieder abgeholt werden sollten. Die Mäntel wurden durch einen Jungen auch nach dem Hause gebracht und dort im Flur durch eiuen sich als den Arzt vorstellenden Dr. E. abgenommen mit dem Ersuchen, nach zwei Sttrnden die Mäntel und das Geld für den behaltenen Mantel abzuholcn. Sehr bald stellte sich aber, der Schwindel heraus, und es gelang der sofort benachrichtigten Polizei, am Bahnhof einen Burschen sestzunehmm, der den ganzen Raub gerade aufgeben und verschicken wollte. Er nennt sich S. Gottschalk aus München, 1884 in Königsteld bei Koblenz geboren, ist aber nicht identisch mit dem eigentlichen Schwindler, der die Mäntel in Empfang nahm und jetzt gesucht wird. D. T. Mainz, 19. Dez. Durch die Besetzung Rumäniens sind die dortigen großen W^inerträge den verbDrdeten Mäck)>tew als ivillVommene Gabe zlugeflolsen. Taoon sollten 12—15 Millionen Liter des letzten Jahrgangs imd einige Mlillionen Liter alten racmänisckion Weines nach Deutschland versandt werden ,zur sackige- mäszen Einkellerimg und Belwndlung. Wegen der näheren Festsetzungen fand in Mainz eine Bespveckmng mit Vertretern des .Kriegsmi cksteriums stat', zu welck>er die Firma As'xrch ln Rüdes- heim als Vertrauensstt'lle bestimmt wurde. Eine grö'-ere Anzahl von Firmen hat sich fahrt Uebernahme und Pflege der Weine bereit erklärt. — Neu-Isenburg, 20. Dez. Der Hausbesitzer-Jnter- essentenverein beschloß, vom 1. Februar 1918 allen Mietern die Wohnungsmiete um 10 bis 20 Prozent zu steigern. Rücksicht soll nur gegen die Familien der im Felde stehenden Krieger geübt werden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 19. Dez. Vom Viehhandelsverband unseres Bezirks wird mitgeteilt: Alle nicht zur Aufzucht notwendigen Kälber müssen den Vertrauensleuten zur Abschlachtung abgeliefert werden. Unbekümmert um das Gewicht wird ein Einheitspreis von 80 Mk. für^ 50 Kilo Lebendaew'chl gezahst, so daß es in eigenstem Interesse der Viehhalter liegt, die Kälber möglichst bald nach der Geburt abzustoßen und keinesfalls länger als 10 Tage zu hal.en. vkisen-Nnssau K Amöneburg, 19. Im . clei er von 85 Jahren ist hier ein weitbekannter hes iicher For .mann, der Königl. Hegemeister a. D. Karl Dietrich, gestorben. -- Bad-Homburg v. d. H., 20 Dez. Ter kürzlich in Gießen verstorbene Renttier Emil Eich, ein geborener Homburger, hat seiner Vaterstadt für arme Leute und bedürftige Kinder letzttoeilig 15 000 Mark vermacht. — Das Kurhaus und das Kurhausbad hatten im letzten Sonrmerhalbjahr infolge des! Krieges eine Miirderernnahme oon 20 389 Mark. Der Fehlbetrag wurde oon der Stadtverordnetenversammlung nachbeivilligt. — Die „Bad-Homburg A. G." übernimmt den Badebetrieb nunmehr am 1. April 1918. Für die Unterhaltung der städtischen Anlagen und des Kaiser-Will)elm-Parkes b w lligtcn die städtischen Körperschaften der Gärtnerei Gebr. Siesmayer-Frankfurt a. M. vom 1. April 1918 ab eine JalwesVergütung von 41000 Mark. — F a n k f u r t a .N., 20. Dez. (Gestern früh fand man auf einem D asteig des vauptbahnhofs eine Brie-tasche mit Wertpapieren : Betrage von 40 000 Mk. Der Besitzer hat sich noch nicht gemeldet. (ßcricb *iaal. I. Darmstadt. 20. Tcz. Der 24jährige Schlosser Eugen Goldschmwt von Frankjuct und der 20jährige Taglähner Walh. Kalsckeubach aus Netzbach stallen in einer Fabrik in Be ns he im Treibriemen im Werte von 1000 Mk., ,die sie an einen Unbekannten für 150 Mk. veränßerte'n, und in Zell bei Bensl-eim ein Sckm^inchen, das sie sofort schlachteten. Kalscl-enbach, der reklannert war, trug noch Uniform und Geivehr: unterwegs markierten b.idc, um nicht an^t-alten zu werden, den Transport eines Fahnenflüchtigen. Sie wurden britze auf dem Darmslädter 5)auMbahnhof verhaftet. Unter Einziehung längerer Strafen, zu denen sie bereits verurteilt sind, erhielten sie je 4 Jahre Gefängnis. — Von dem eigenen Vater zur Anzeige gebrach! iourde der 20jährige ^l'beitcr Knödler aus Winrpfen, weil er ichn 200 Mark aus einer in verschlossenem Kaiser befinvttchen Bi.-el gestohlen httte. Er in nach ärzttiu^nl Gutach.en beinahe sckMachsiniciy und kommt deshalb mit 3 Monaten Gefä^griis davon. — In einem Automatenrestaurant stahl die 19jährige, ans dem Elsaß stammende Dienstmagd Eugenie Lbhnrann einen seidenen Dameninantet. Sie ist rückfällig und erhält 6 Wock-en Gesängins. — 2 Jahre 3 Monate erhielt der arbeitsscheue, verwahrloste 14jährige Gelegenheitsarbeiter Peter Klöpliiigcr von Psungstaet, der in Griesheim, Swckstadt, Bickenbach, Groß Gerau. Klein-Wclzl>eim uno Be knch Tlebstähle verübte. ec(](c Uiulnifmcu (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Dezember. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Stadt D i x m u i d e n lag zcitzr-ei g un er l bestem Mnenfeuer. ZwiHn dem Houthonlsterwald e und der Lys, sowie süv.ich d?r Scarve am Nachmittag und Abend erh h e Artillerietätigkeit. Bei Lens h.'ftige Mincn- merferlämpfe. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und Herzog Alb recht. Beiderseits von Orues und auf den Maashöhen südwestlich vvnCombres lebte das Artillericftuer vorübergehend auf. Oe st lich er Kriegsschauplatz und Mazedonische Front. Am W a r d a r und zwischen W a r d a r und D o i r a n war die Feu-ertätigkeit gesteigert. Italienische Front. Mehrfache italienische Gegenaugrisft gegen die neu qe- nwnnenen Linien am Monte P o r t i c a wurden abgewie- sen. Am To mbarücken und an der Piave zu beiden Seiten des Monte Montello lebh-.ifter Artilleriekampf. Zwischen Brenta und P in ve wurden seit dem 11. Dezember an gefangenen Italienern z w e i h n n d e r t s i e b z i g Offiziere und achttawsendei nhundertfünfzig Mann eingebracht. Der Erste Generalauart'ermeister L u d e n d o r f f. m Ein neuer Ausspruch Ludendorffs. i. Köln, 20. Dez. Ueber den Besuch von Vertretern der Zentrumspresse im Großen Hauptquartier erfahren wir noch, daß Exzellenz Luden dor ff als vornehmsten seiner Wünsche an die Presse die Bitte aussprach: Reden wir nicht zuviel v o m F r i e d e n. N u r d e r S i e g führ t z u t h m. 20 rvat . tm Osten, so wird's überall sein! Sieg und Frieden kommen -ennn Sie kommen um so eher, je einiger wir im Innern lrnd uno na^ ertragen, was nun einmal ertragen werden mutz. kann uns den Sieg niemand streitig machen: wenn auch noiv 10 schweres erduldet werden muß. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, Amtl. 19. Dez. Eines unserer U-Bvote, KpmmEMU Kapttäiileutnant Die big. l>at im Aermelkanal unter sw-ttt« feinttlfichcr Gegenwirkung xünf^Tampfer mit 23c>00 B- £ versenkt, darunter einen bewaffneten tiefbeladenen ^ampiM (früheren deutsche Dampfer Armenm, 5464 BRTo, der ui eurem durch vier Zerslürer gesickerten Geleitszuge fuhr. Aus tuvar vuvck) Zerstörer uatö Fi ch.^ampfer stuck gesick)ertzen Gcleitszuge nmr» oen zwei tiefbeladene Dampfer, von denen einer bewaffnet war. lferausgeschossen. Das g.elck?e Sckiiicksal ereilte Zeinen grötzeren be- ivafjneten, stark gesick^erten Dampfer von etwa 5000 BRT. c>em wurde der frMrzösisck^ bewaffnete Dampfer Ango ^7393 BRT.), der tiefbeladen auf dem Wege nach Falmonlh angetroffen wurde torpediert. Der El-ef des Admiralsbabes der Marine. Die Verluste der Entente zur Sce. Berlin, 19. Dez. .(W'TB. Nichdamtlick).) Durch die Bei- senkung d.s sranzviickxn Panzerkreu.zers „Ehateaurenaultt' sttrye,'. die Kriegsschiffverluste der Entente feit Kriegs beginn mrrundp auf 300 Einheiten mit einer Gesamtwosserverdrängung vor' 1000806 Donnen. Taber sind nickZt nntgerechnet Hilfskreuzer, wovon 51 Falwzeirge oon insgesamt 358 000 BRT. und Hilfs- sch.fse, wovon 38 mit 146 000 BRT., außer Borposbenbooterr und beioafineten Fischdampfern vernichtet wurden. Tie vorstehendem Zahlen stellen nur ernfvandsrei die von uns fesdgestellben odec vom Feind selbst zugeitwrdeiren Verluste oar. Tie tatsächlichen Verluste werden aber nch' unerheblich höher sein, ixr der Feind an der Verheimlichung von Schifssverlusben durch Minen hausia ein großes Interesse hatte. - An dem Verlust der 3M Kriogs- fahrzeuge find beteiligt: England mit 177 Einheiten von 688 390 Tonnen, Fvankrrick- mit 48 Einheiten von 109 000 Tonnen, Rußland mit 36 Einheiten von 91 540 .Donnen, Italien mit 25 Einheiten von 76 450 Dnrrren, Japan mit 8 Einheiten oon 26 87b Tonnen, Bereinigte Staaten, Portugal und Rumänien mit 6Em- leiten von 8.551 Tonmnr. — Die Gefamtkriegsschifssoerluste der Entente erreick)e:k nunmehr nahezu den Bestand der deutschen Flotte bei Kriegsbeginn Sie betrug 1019 417 Donnen. Ein Flug von Berlin nach Mossul. Berlin, 20. Dez .Hauptmann Hans Hesse ist von Berlir: auf dein Luftwege in Mossul eingetrofsen. Er hat die Streck von zehn Tagen in 34 Luftstunden zurückgelegt. Die Friedensverhandlungen. Lugano. 20. Dez. (L. A.) Der Petersburger Korrejponderu des Corriera della Sera meldet wtterm 14. Dezember: Die Waffenstillstandsverhandlungen scheinen zar einen- tatsächlrckwn Sonderfrieden mit Teutschaird führen zu tvol- len, ausgenommen den Fall, daß etwa Dcutschtand es vorzrehel! sollte, sich nicht endgültig zu binden. Die Ukraine. London, 19. Dez. Aus Petersburg wiro „Daily Marl" gemelkt, die Ufcai:te l-aöe sich Waledin an geschlossen und trachte jich mit Sibirien imd dcm KauZlasns zu verbinden. Petersburg, 19. Dez. (Reuter.) Die Ukrainer enrwaßsnewil die maxi mal ischchm Truppen und vertrieben sie aus dem Gouvernement Kiew und der Stadt Konatop. # Petersburg. 19. Dez. (Reuter.- Die ukrainisch? Md« erklärt in einem Ausruf an die Bevölkerung, die Ukraine zu einer demokratischen Republik, die einen Teil der neuen atl- russisck-e-l Bandesrepublit bilde. Tie Ukraine deste'yl demnach auv bei Goirvernements Kiew, Podolren, Wolhynien, Czernigow und Poltawa, Ch-ariow, JekaterüwÄaw. Cherwn. Taurien ohne die Krim, Kursk, El-olm und Wowne-ich Ko aken besetzten der Ostckeit des IsjouDernements Äorvneia, Nach te.i letzten Berichten an? Odeisa be'etzten ukrainische Truppen tü5 Arienal, die Telegraphen- und Fernsprechämter. Auch das S o t .t/eatcr ist. im Besitz der Ufrai icr Die Bolschewik be- herrjck-en noch den Hafen. Der Luftangriff mif England. Lon don, 19. Dez. (Reuter) Amtlich. .Am Luftangrif i der l.Ptm Nacht ha'E nach den jüngsten Nachrichten 16—20 feintckich? Flugzeuge jeilge. ommen. Drei Gruppen von Flug- ze gen üierquerten die Kü.'tt: von Ke rt zwischm 6.15 und 6.25 Uhr. Drei andere Gruppen ecreick,',ien zwisck-en v.10 und 6.45 Uhr die K.is.e von Eisex. Tie svh? Gruppe : flogen nach London zu. Tic meisten Flugzeuge wicr.en durch Ge,'chntzfeuer cm verschebenen Orten zur Rückl'.hr.gezimmgen. Nur er.va fünf Maschinen erreich en zwich'u 7 und 8 Uhr die Hauptstadt und warierr dort Bomben ab. Na-chdem per Haupia^rgriff aus London aufgehöct harte, erchien um 9 Uhr nach ein echzelnes Flugzeug über der .Hauptstadt Der S«rtr. i 8 raschep u. vorzäg! Mrliuny E>h,i»tl n Pt da .6 C-k 3 ü Amtlicher reit. Bei g g r. d rzllich B irtSstW W Dil 1180 bevorzug: Bekanntmachung betreffend die Entrichtung des Waren Umsatzstempels für das Kalenderjahr 1917. Auf Gru.nd des 8 161 der Aussührungsbestrmmu.lgen zum ReickBstcmp. lgrstetze werden die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpflchieten gewerbetreibenden Personen' und Ok* sellchaften der Fmanchntsbezirte Gießen, Butzbach Grünberg und Hungen aufgefordert, den steuerpflichtigen Jahrcsbetrag ihrer'. Warenumsatzes für das Kal.ncderjahr 1917 bis spätestens um Ende des Monats Januar 1918 den Unterzeichneten Finanzämtern schriftlich oder mündlich anznmetden. Ms steuerpflichtiger Gewerbebetrieb gilt auch ' ber Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, per Vir. .acht, der Fischer« urrd des Gartenbaues sowie der Berg'.vepksoedrieb. Beläuft sich der Jahresumsatz aus nicht mehr als 3000 Mark, so bestell eine VerpflrckKung zur Anmeldung und eine Abgabepslicht nicht. Wer der ihm obliegenden AnnreldungsverpflukLung zuwider- handelt oder über die empfangenen Zahlungen oder Lieferungen trif[entlüft unrichtige Angaben mackst, Hot eine (Geldstrafe verwirft welch? dem zroonzigfachen Betrage der lnnterzogene.l Abgabe gleich kommt. Kann der Betrag der hinterzogenen 'Abgabe niäy ien gestellt werden, so tritt Geldstrafe von 150 Matt bis 30000Mk ein. verwendest, ^le können bei den imterzeichneten Jinanzämterr sowie der zuständigen Bürgermeistern vofteilos entnommen werden -steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsätze' verp'ljch tet, mul» wenn ihnen Anmttdungsvordrucke nicht zugeyaugei. sj«i! .? te ^gabe ift alsb ald wach ihrer Festsetzung an die ^ ständige Kassestelle zu entrichten stO.Vfs Gießen, Butzl*ackf, Grünberg, Hungen, den 8. T^embe, 1917 Tie Gnoßher.zoglickvn FmlNizLmter. KtrinhLuser. Fiat-. AhMy. 0 Vaterland. da forderst rld! mehr, so kam die Kunde D **2«mber aas fron,dem Maude! ü l*ott, wie «roli war dieser Schmer* Von unsertn jung jrebrochuen Her*. Wie eine Blume auf dem Felde, bo warst du noch vor kurzer Zeit Im en-en Kreise deiner Liehen. Doch wo ist jetzt das Glück geblieben? Kaum halfst du uns verlassen. Da mußte schon dein Angesicht erblassen; Wir konnten dich nicht sterben seh’n Uud nicht an deiner Seite steh n. Wie wird der Tod gewesen sein? Wie tief und schwer di • Wunde dein? Wie hast du wohl in letzt r Stunde Gereimt dich nach deu Lieben dein! Non rohe sanft, du Lieber. Oaterl Du braver Gatte, Va er, Sohn and Jlan hat in fr inder Erd Dein leistes Bett gemacht. Dort liegst du ohn* Beschwerde. Ein Kreuz hAlt stille Wacht. Es spricht von Kampfgebrause. Von dem der Krieger ruht oan aut. f; r kann nicht mehr nach Hause, Und doch ist er su Haus! Können wir dein Grab nioht schmfekea. Trauernd an der Gruft nicht steh n. Wollen wir zum Himmel blicken. Wo nur winkt ein Wiedersehn! er ihn gekannt wird nnsern Schmers ermesaen. Was er uns war, wir werden’s nie vergessen. Wiedersehn war unser aller Hoffnung. sorgende Vater unseres einzigen oohn und Schwiegersohn, unser Mein unvergeßlicher, treuer, lieber Gatte, der so U i? se r *»» kindlicher Liebe ireu ergebener geliebter Bruder, Schwager. Onkel und Pate Wilhelm Lang, Untffz. früher Im Inf.-Kct. 116, loh. brr de. Elwrn.n Kr.,», st«rb ira Feldlazarett fürs Vaterland. Im September d. J. brachte er den fürs Vaterland gefall nen Scli \ ig r Wilhelm Platt den «r n ^»^bten. Ruhe nach Hause. Am 9. Ok u er rückte e? zum T.? ,,t 'V ur J e z eQ 12. Dezember kam die so schmerzliche Todesuac rieht. Er war vo n Lt ant'Ä Novcmh^ anf Patrootlle verwundet worden und verschied am 1L DeJe.Xr, mittag 12 Uhr *' Die trauernden Hinterbliebenen: Ehefrau Elisabeth« Lang ge b. lief mann and Kind Johannes Lang and Ehefrau (Eltern) Fraa H. Hofmann Witwe (Schwieger matter) Harle Lang Heinrich Hof mann II. and Ehefraa geh. Lang Itarl Lang, z. Zt, im Felde, and Familie Karoline Platt geh. Lang and Kind Ludwig Lang, *. Et. im Felde Harie Ilofmann (Sehwftgerla) nebst allen Angehörigen. p LJjn Bodhelm * d. a, Fellingshausen, KleicLindeu, Burkhardsfelden, 20. Dezember X917. Iitliitf StfiHnlBddüingfa irr SMt Wirges. Ausgabe der Bollmilchkarten. DiE Ausgabe der Bollmilchkarten an Zkinder unter -Jahren, werdende und stillende Müll er, sowie an alle Kranken, denen über den 1. Januar 1918 BoUmilch bewillig' worden ist. findet SamStag den 22. b. M.. vormittags von 8 bis 1 Ubr und nachmittag- von 8 bis 5 Uhr. in den zuständigen Bezirken statt. Sn Kinder, werdende und stillende Mütter denen nur «S zum L Januar 1918 Vollmilch bewilligt worden ist, und au vorübergebend anwesende Personen erfolgt dte Ausgabe der Bollmilchkarteu auf Zimmer Nr. 7 betf »ul» »w" an solche mir den Anfangsbuchstaben: * äi § Samstag den 2*. Dezember föl? L m! 25* Tezember 1917 R bis Z TamStag den 29. Dezember 1917 oormf ttnaS von 9 bis 12 Uhr und nach«,, von 2 bis 4 Uhr. Die AnSweiskarte» zum Bezüge von Vollmilch find oorjulffifn. Gtehea, deu 18. Dezember 1917. 9280B _Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). & Nachruf. Infolge einer Verwundung starb mein Chauffeur, der Unteroffizier Wilhelm Lang aus Rodheim a. d. Bieber den Heldentod fürs Vaterland. Ich verliere in ihm einen langjährigen, treuen und zuverlässigen Bediensteten meines Hauses, dem ich stets ein ehrendes Andenken bewahren werde. Job. Balth. Noll. 8um l. Januar ein Haus m ädchen Besucht Anmeld.abds.6- Nbr Aliccichnle 'Hochschule) 89800 Sieinstr. Iv. SüALf IbifänD. SHiiiJtfccn au einzelner Dame gesucht. Borzustellen 5—7 Ubr 91*7 Goetbettr. «3, IIL fiicü »Sil. Beb gesuch^Marktvlatz 11. RTW# Tflehl. Rädchen von 14-16 mtt gut chrtsti. Erziehung, für leichte Hlws- u. Gartcnarb. v. kl. LebrerSiam. eines oberb- Dorfes f. 1. t>ebr. od. in. ges. Angeb. m. Lohn,ingabe unter 92.Ä a. d. Gieh. Anz. erbeien. Kontrollkassen national -^checkdrucker, gesucht gegen bar. Offerten unter LI. 512S an die Geschäftsstelle d eies Blattes. 730 *s Verteilung von Salz. . w ^ (Ausgabe Nr. 7.) **“ ®e*»«doblcf)Bifl fix. 7 her Sftbeadtuittcl. EMfte wird in den nachuen Tagen Salz verausgabt: Die Bezuqsabfchnitte find in der Zeit vom 20.— 22 W in Kleinbandelsgeschätten gegen «ushandtgung des vorgeschrtebenen BettellauswetseS, dem die Firma des Geschäfts, dte Zahl der abge lieferten Abschnitte und die Nummer der Ausgabe an- NL^^"^.^^ul'efern. Wer den Bezugsabschnttt 7 Äffi'terS' 1 '' b " Ä " S, " ,Cllun8 , die Abschnitte unter Beifügung tmitV.. -r»»“«»uiiH uucc o,e Anzahl bis fpä- ^kzember 1917 dem Städt. Lebensmittet ^ öur Prüfung einzureichen. twr Jy , ^ Preis des Satzes, die auf deu einzelnen Abschnitt entfallende Menge und die Zeit der Ausgabe werden noch naher bekanntgegeben. 8 Gienen, den 19. Dezember 19,7. - Ter Oberbürgermeister (LebenSniürelamt). Bekanntmachung. ^ S ^ n ™ lDer6< W b Gichen feahfiettigt, ans dem - .-v uach vorgeschriebenem M sdÄ^l ^ Lckensnnttelamt. Zimmer 10. ^w^rd durch Zusendung eines ' x Dauerware -^Etzger gegen . r - . - - ipimrig zu nehmen ^ ^ 19 - Tezrmlut 1917. 92L8L ^EUÜrgerme,fter (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Das rm November d. I. fällig gewesene 4 Ziel i 9 - 1 ?. ofme Kosten an die Sladt- Bekanntmachung. Betr.: Tic Hundesteuer. ** c Smwv-ner. welche im Laufe aber noch nicht abg«. spätestens bis »um 31. D^em- "ber Mmftl»* auf dem Sladthanse Ufemnfcr Nr. 8) anzetgen. Vordruck Mi schriftliche Ab- ^ldungen suid dort erhältlich. Die BeiddrdlichlLft rnr bauert bei Nichrabm^Idu^ betr. Sammelheizungs- und Warmwasser- retraum en wird hierdurch für festen eine Schiedsstelle errichtet iVnTnn ST E^sdSftelle werden, soweit es sich mn, allsemenre^^ Anordnungen handelt, dem Oberdürger-. .ww 1 Tc ^blenstelle übertragen, die Entsä-eidungen EUls Anrufen von Perimetern oder Mieten lateres hat m seinen Berhand- 1 Ö ^^. 0be ^5. r9 ,T n 2 fter = KohlenjÄle einzuladen Gießen, den 19. Tezember 1917 9227R -Ter Oberbürgermeister: Keller Bekanntmachung . . I" unser Handelsregister Abt. A wurde heute Auslich der Firma Christian Petri & Comp. Gienen, eingetragen.- .Der Sitz der Firma ist nach Karlsruhe verlegt. Gießen, den 17. Dezember 1917. »mg Großherzogliches Amlsarriebt. EcsMilks Mliinheil vom Lande in die Koch- und Waschküche -um 15. Jan. gesucht. 9179 Heil» und Pfteaeanstalt Gieficn. Laufillm grsucht 07992 BiSmarckttr. 14,1. Maffeeköchin gesucht 9223 Hotel QroOherzog. Nach Cöln wird s einenHgus- halt von 4 erwachs. Personen eine §löchin oder Küchen» Mädchen s. sos. od. später ges. 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