rn. 298 Ter »tehener Hnjefger erscheint taqlich. «über EonntagS. — Beilagen: Oietzener^amiltenblätter; Kve-si i«4tt für den Kreis Stehen. Vezv-rprclr: monatl. Bit. 1.20, utertet- jährl'ch Btt. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. l.I >; durch die Post Mk. 3.60 viertel- »shrl. ausschl. Bestellq. sierusprecy - Anschlüsse: iür die Lchrütle nmg 112 Verlag,l^eschän.-slelleäl Anschrist für Dratnuach- richren: Anzeiger Stehen. 167. Jahrgang Mittwoch. 19. Dezember M7 Annahme von Anzeige« Me Lagesnnminec dis “ - zum Nachmittag vorher ohnejedeBerblndlichkeit Seilenprrise: für örtliche Anzeigen 25 Ui., für auswärtige 30 Pi, st'ir Reklamen Arr. I.- : bk! Plastvorschrift 2o°/ 0 'Ausschlag. Hallvtschri'tleiler: Auq. Goest. Verantwortlich für Politik u. sieuilleion: vanl-.erk.hr: Au,.«oey; Sl^' ^ e sein, den Ausschuß über alle Einzelheiten und Intimitäten der Berhcordlungen rechtzeitig und »vrrksam zu verständigen. Dann hcr»rdelt es sich bei unfern Zielen uitb Bemühungen ja nicht um unerschüt- terlid^e Grundsätze, theorelisä-e 9Lusn»alnngen, sondern darum, was praktisch erreictchar ist. Praktisch erreichbar, nicht etwa nur im einengenden Sinne, sondern auch in der Ausnützung günstiaer Situationen. Auch ein Berständi- gungsfriede s^)t ja den Willen voraus, von der Gegenpartei herauszuholen., was im Jutercsse des eigenen Landes »mr irgend möglich ist. Sonst müßte mit Recht von einem Ver- Kichtfricden gesprochen »verden. Was werden die bisherigen Wegegenossen Rußlands mael-en? Werden sie, trotz großmäuliger Reden, vielleicht doch wie hungrige Vögel bei passender Gelegenheit am Kon- serenztische erscheinen? Es gibt bereits Pariser und Londoner Stimmungen, die darauf hindeuten. Dürfen wir aber, die Mittelmächte, etwa nach einer solchen Mitberatung der übrigen Gegner begierig sein? Wir glauben, d a hat die „Deutsche Tageszeitung" recht, wenn sic meint: „Wir hoffen auf alle Fälle, daß die deutsche Negierung dem Präsidenten Wilson ebenso wie Lloyd George gegenüber das Verfahren festhallen werde: Jede auch indirekte Zwiesprache öffentlich und unöfsentlich zu unterlassen, auch solche durch Vermittlung der Herren Erzberger und Scheidemaun usw." Das hatte Graf Hertling in Zweifel gelassen, als er erklärte, Verhandlungen mir Männern von der Gesinnungsart Lloyd Georges seien unmöglich Ruhe und größt: Geduld zu behüten in der Schicksalsfrage, die nach dem besten, zeigt, fordert auch der fortschrittliche Reichstagsabgeordnete Dr. Sbccffdvcr in der „Boss. Ztg.": --Ach ist der bissige Ertrag unserer »vohl gemeinten Ver- sucke. dre Welt davon zu überzeugen, daß wir keinen toilden Kri-egs- nack-jagen, und daß wir trotz unserer Siege nur die Sicherung unserer Grenzen und die unbedingte Freiheit unseres wirtschaftlichen Lebens verlangen? 5)vhn und Spott und eine gesteigerte Entschlossenheit der Feinde, den Krieg bis zu unserer Temütft gnug und Vernicklung h>rtzusetzen. Hat nicht jede neue Kund- gebuirg und jeder neue Friedensfühler als Beroeis unserer S-Äoache gegolten? Spricht es nicht Morde, weim e$ in dem Gel-eimberick^ des russischen Geschäftsträgers vom 6. Oktober heißt: „Alle Momente denten dararrs hin, daß der Geist der dentsckimr Truppen gesunken ist?" Wolleri wir — Reichstag und Negierung — nun nicht endlich alvoartcn, bis es den 5^erren Clemenroau und Llorl George, bis es Herrn Sonnino und Herrn Wilson gefällt, Frie- densfübler auszustrecken? Sollte nöht die politische Führung in Teutsch^and das Maß vo-n Kraft mrd Entschlossenl)eit, oon Rul>e inid Geduld aufbrmgen, um bis zu diesem Zeitpurrkte, nach Westen hin scklveigend, zu warten?" Keine Ausntuntorung zmn Tcrrrz! Was Grns Hertling wünschte, als er seinen Ausspruch über Lloyd Goorae tat. ist rvoch nicht völlig klar. Will er dessen Appetit und Widerspruch reizen oder tvirklich von vornherein solck>e Mitver- händler ablehnen? Der „Vorwärts" will offenbar möglichst alle liebevoll umarmen; er begleitet die.hertlingsche Feststellung mit folgenden Glossen: „Weniger glücklich scheint nns dagegen die Wendung, in der gesagt wird, mit Männern von besttmmter Gesinnung sei ein Verhandeln ausgeschlossen. Das erinnert bedenklich an das bekannte Wort: „Kein Verhandeln mit Hobenzollerr^!" Es ist Sache der Engländer, wie lange sie ihren Llood George an der Spitze behalten wollen, rmd wann sie bereit sein werden, mit uns über den Frieden zu verhandeln, so werden wir uns nick>t den Mann ansehen, den sie schicken, sondern die^Vorschläge, die sie machen." Kommt Hemm Sdjzibmiami und feiner Gefolgschaft gar nicht das Bedenken und die Befürchtung, die Engiander kdnut-en mit Vorschlägen nur d-eu Zweck verfolgen — und vielleicht auch erreichen — jeden Fmiedensschluß überhaupt zu hiutertreiben? Kommen wir nicht schneller zu dem Ziele eines allgemeinen kmldigOl Friedens, wenn die ftie- denswilligen Parteien sich zuerst einmal einigen? Darin schentt doch die nächste Hauptaufgabe zu liegen, alle unseren Absichten schädlichen Einflüsse von Rußland fernzuhaltrn. Der Ssterreichisch.nngarische TaaeSbericht. Wien, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttmrt: Oestlicher Kriegsschauplatz Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Zwischen Piave und Brenta erfolgreiche tzefechts- tätigkcit. Der Chef des Generalstabes. Der Waffenstillstand und die 5riedenrverhandiungen. Wien, 18. Dez. Die Korrespondenz Austria meldet: Minister Graf C z e r n i n, der den Präsidenten der österreichischen Del^ation Hauser zu eitler Besprechung eingeladen hatte, teilte diesem seine nrorgiae Abreise zu den Friedensverhandlungen in Drest-Litowskmit und knüpfte daran die Bemerkung: „Ich hoffe, sehr bald wieder an den Arbeitetl der Delegation teilnehmen zu kömren." Sofia, 18. Dez. (WTB.) Meldung der Agence Bulgare. Ministerpräsident Radoslawow gab heute in der Sobranje unter allgemeiner Aufmerksamkeit den mit Rußland geschlossenen Waffeustitlstandsvertrag bekannt. Die Verlesung war von der einmütigen Zustimmung aller Parteien begleitet. Konstantinovel, 18. Dez. (WTB.) Die amtliche Nachricht von dem Abschluß des Waffenstillstandes mit Rußland wirkte namentliäi im Zusammenhang mit der daraus folgende« Freiheit der Handelsschiffnhrt im Schwarzen Meer sensationell. Das Volk reißt sich die Zeitungen aus den Händen. Uebcrall gibt man seiner lebhaften Freude über das Ergebnis Ausdruck. ' Eine englische Warnung. Haag, 18. Dez. Me „Weshminsler .Gazette" fordert, daß man Rußland nicht seinem Schicksal überlasse, da es sonst Vemen anderen Weg habe, als einen Sonderfrieden mit TeuksftLand zu schieße:,, ßuv Bedeutung eines solck-eu Sonderfriedens sagt das Blatt: Mle GrtreidevoiTräde des südlichen Rußlands. alle RolMaterialien und das Kriegsmaterial des gesamde« russischen Reichs würdeir zur DerfnMuig Tattschlands stel)en. Tausende von Engländern müßten ihr Leihen lass«! für die Mißerfolge, die die Diplomatie ans dein Gewissen lxrt. nnc> der eng- 1id;re Einfluß in Rußland würde gänzlicki> verschvin.x'n, rvnhreno der dentjch Einfluß das Uebergeivstlft erhielte, was später wieder zu einem Uebergeiv^cht in Persven und Elchm führen roürde. Terttschand würde sch zum Herrn von Kurland, Litauen und Pccken machm und eirren Handelsvertrag schließen, der noch schlim- iner wäre, wie der von 1901, wodurch .Rußland in wirtschaft- lick^r Beziehung zum Sklaven Teutschlands w-irrde. Hierniit wäre daun auch die Ha.ndÄsrvsitiion Eirglands in Rußland beendigt Testvalb muß es das vornehmste Ziel der Alliierten sein, diese Mtastrophe zu verhindern. Die Aufnahme in Frankreich. Genf, 18. Dez. Me französische Presse bespricht den Ml'sü'luß des Wäffensttlsitands ber Zentralmäckite mit Rußland. Es ist bisher nur ein einziges B>:tt, .das sch noch Jttusioneni macht nämlich der „Mat i n", der erwartet, daß der ?lbschluß des Waffeuftillstandes Deutschland ft ( ine größle Mrlegenl-eü versesvu und andererseits die p-oliüsiche Zersetzung Mißland noch.be-schleu- nigen werde. Tie übrigen Zeitungen sind sein bon'ichttg und lassen ert'emlen, daß mkm m Baris die lSittiation, ernster beurteilt, als man bisher die russischen Etcüigich,e l)at «nehmen ivollen.'- Ter „% e m £ Ä" ffceXIt ohne UmsckMieife die Forderung, daß Frankreich sich nicht von den r ussisch-deutschen Frie- ^ensverhandl u ngen sernhalten dürfe. Er sck>ließt einen heutigen Leitartikel, der das Friedensbedürsnis des russl-- schcm. Volkes ohne Vorbehalt mrerkeimt, mit folitanden Sätzen: „Man versteht, daß die deutschen Unterhändler sich beeilt haben, I-riedensverhandllMgen zu belverkstelligen, und daß das deutsche Hanptguartier bereits gestern in seinem Tagesbericht daraus arrspielte. Deutschllaud will das Eii^A scknniüdeir, lange es heiß ist, das Eisen, mit dein Itußland angeveuet iverdeir soll. Mer wir, haben wir kein Wort «dazu zu reden? Im Augerv- blick, wo der Waffenstillstand eine vollzogene Tatsache darstellt, die wir trotz unserer Entrüstung in Rechffrnng stellen müssen, müssen ttnr uns fragen, ob» unser Interessen!ickil mit den Wünschen des russischen Volkes zusammenfällt. Es null frei bleiben, und ein freies Rußland entspricht auch unseren Bedürfnissen. Es wünscht einen gerechten Frieden irnd wir können keinen anderen wünsckvn. Solange d. Tentsckien dies, gerechten Frieden ober ,nicht auf allen Fronten aufnehincn. warum sollte Rußland mit ihnen: verhandeln? Rußland würde sich einer größeren Gefahr»russehen, wemi es allein über den Frieden verhandeln würde, ohne von» seinen Mmdesgenvssen unterstützt zu werden. Dos sind Walw- heiten, die man allen denienigeil, von denen Idas Sckäcksal Ruß" lands abhängt, vor die Augen stellen nuist lob sie wollen öden nicket. Deutschland hat durch den Wafseirsttlbstand eine Brücke zwischen sich umd Rußland bauen »vollen, vielleicht hängt es von uns ab, eine Ääauer daraus zu macken; laßt uns deshalb handeln!" „Petit P a r i s i e u" wirft die Frage auf, ob Rumänien!- das iu den Waffenstillstand einbezogm ist, auch, an bert Friedensverhandlnngen teilnehmen »verde, und durch wen es dabei vertreten sein werde: „Das ist." so bemerkt das offiziöse Blatt, „ein schweres Problem, denn die rumänische Regierung hat, lvie Ulan sich erinnert, die Erklärung abgegeben, daß sie keinerlei Entscheid düng treffen werde ohne die Zustimmung der Alliierten. So peinlrch auch die Frage für die rumänische Regierung ist, so »vird sie doch gewitz auf ein ehrliches Vorgehen bedacht sein." Das Lournal" bekämpft die Auffassung, als obTeutsch- land beit Waffenstillstand beschleunigt habe, nur um Streitkräftk freizumachen für eine schleunige Offensive an der Westfront Deutschland habe die Gelegenheit zur Einleittmg allgemeine, Friedensverhcntdlungen gesehen und sich beeilt, sie zu benützen Auch dieses Bjatt betont, die Haltung Rumäniens gegenüber den Friedensverhandlnngen tm Vordergrund des Interesses steht. „Echo de Paris" warnt davor, die französischen Interessen r» Rußland unverteidigt zu lassen. ES rechnet auf die Unterstüduntz Japans und Amerikas zur Verteidigung dieser ftan^öfischen Jntev- essen. Das Blatt schließt mit den Worten: „Rußland liefert sich selbst dem Hunger der Völker aus. Das geringste, was diejenigen verlangen kömien, die ihm khre ReickMnier geliehen hatten, ist Pfänder zu finden, die sie jidjer stellen." (Frks. Ztg.) * Der Selbstmord des Generals Skalon. R o t t e r d a »n, 19. Dez. (L. All Ms Petersburg wird gr» meldet: Der Selbstmord des Generals Skalon wird allgemein als Protest gegen die Wafsenstillstandsverhandlungen' angesehen. Jederinann glaubt hier, daß<-der Frievon, und sehr- wahrscheinlich ein allgemein er Frieden, aus den Verhandlungen hervvrgehen »vird. Fe»t steht, daß, »venn sonst niemand Frieden schließt, es Rußland tun »vird. Die russischen Auslandsschulden. Amsterdam^ 19. Dez. (Pr.-Tel „Times" melde»: aus Petersburg, daß dre Volkskommissare beabsichtigen, alle aus-" ländis.chen Anleihen zu anullieren, sobald mit Sicherheit seststeht, daß die Mii-erteir sich »veigern, an den Frie- denstrerhandlnngen teilzarnehmerr. Die Vertreter der Türkei. Berlin, 18. Dez. Der türkische Außenminister Nassimi Bey ist in Begllnttrug seines Unterstaatssekre- tävs auf der Durchreise zu den Friedens Verhandlungen mit Rußland in Berlin eingetwfsen. 9 Der Reichskanzler und Herr v. Kiihlmann im Hauptquartier. Berlin, 18. Dez. (WTB.) Der Reichskanzler ist gestern aberrd nach dem Westen abgereist. Berl iu, 18. Dez. (WTB.) Reichskanzler Graf vo»» Hertling und Staatssekretär Dr. v. K ü h l m a n u Haber sich ins Große Hauptquartier begebe»». In der Begleitung des Reichskanzlers befinden sich Unterftaatssekretär v. Rado witz und der Lldjutant des Reichskanzlers, Rittmeister Gras v. Hertling. England und der Wechsel in der Kriegslage. k» \ 8 - ATB,, Gardincr schreibt in einem Rnckblrck über bte 3 1 /* Kriegs,al/re m der „Dail» News"- Wir stehen der mutten Tatsarl^ gegenüber, daß in der Kriegs-, tage ein schwerwiegender Wechsel emgetreten ist und diese uns um die Jahreswende den erstaunlichsten'und in mancher ■Vnnmiu beunruhigendsten Ausblick bietet, de» wir seit Seviembw- UN4 gehabt haben. Der Schreiber führt dann aus, das, alle Po- anschlagc fehlgegangei, snen. England habe sich hei Kriegsbe.chm stark zur See und sckMach zu Lande gewusü. ventc sei cs niächtrg M Lande und alle Slesahr drohe chm von der See Die BIoch»>- gcgen Deutschland tue jtveiselloS ihre Wirkung, aber langsamer, als man scdackü habe Der Feind l^ibc dagegen die nie envaNete Gegenblockade un.er Wasser argarnuert. die ernstlich dos Leben der Nation und d>c nnl.Iansche Leistungsfähigkeit der Alliierten bedroltc. Olardmer »,eht atts der Entwicklung des ,Krieges d^n Srlstuh: Wir sehen dah wir n.cht durch eine schnelle u,,d ,mrk same Verarmung Deutichlands m,s den Sieg rechnen und ,7,bst Ö’lfogncilen nicht au! eine endgültige mili lm-tsthe Entschechung rn em. zwei oder drei Jahren hofjen könnem dah unsere «ceberrschast. nnewohl wirksam und nicht in S nenrat, den Feind nicht verlnndern kann, unsere wrrlslk>a!tliche Existenz ebenso wie dre semigc zu bedrohen," ^ ^ Veröffentlichung v»ii Kehelmpapreren durch die portugiesische Regierung. Basel, 19. Dez. (L.-A.) Die „Morning Post" be- ryülkel: Die neue portugiesische Regierung veranlagte dre Veröffentlichung der Geheimverträge der frü- deren Neuerung mit bcr Gugnbe. Ein Teil ider Vertrage ist! bereits in die «Ltaatsdruckercien zum Dricck gegeben worden. * . * Die Tuberkulose im französischen Heer. Berlin, .19: Dez.. „Rappel" vom 15. Dezember sä-reibt: W rst eine ernste und traurige Sache, die gesteru Louis Martin vn Senat in Form einer Interpellation zur Sprache brachte, einer Interpellation, die das furchtbare Wüten der Tuberkulose in der französischen Armee behandelte. Er zeigte an Hand statistischer Angaben die beängstigenden Forr schritte dieser Krankheit und berichtete, daß die Amerikaner Frankreich bereits als nnen wahren Herd der Schwindsucht ansäheN. Nickft um die Alliierten zu beruhigen, sondern um vor allem die Zukunft der Nasse zu schützen, verlangte er dringend energiscl)!e Maßnahmen zur Belämpsung der eutsetzliä>en .Krankheit. Die ungarische Wahlrechtsfrage. Budapest, 18. Dez. Anläßlch der Einbringung des Wahlrecht s g e se tz en twurfes im Reichstage int Vordergrund des nrnerpolitisch-en Interesses tvieder die Konzentrasion der Parteien bzw. die Scl^ffung edier edrheitlicheu Regierungspartei. Wie verlautet, beabsich igt MnristerPräsident Tr. Weckerl e das Programm der zu gründerrden einhectldi-en Regierungspartei zu entwich'ln und ans Grmvd dieses Programms die Abgeordneten zum Beitritt in die Partei rarfzu fordern. Man nimmt als sichjer än, daß die Anfsiockermtg nicht ohne Erfolg bleiben >vird und daß msbesvndere cruck» die Mitglieder der nationalen Arbeitspariei sich der neuen Partei.brldn.ng anschließen werden, so daß die parlamentarische Bewilligtmg der Wahlreckstsvorlage als gesichert ers-cheiitt. Mlerdings verkennt man nicht, daß der Gründung einet neuen Regierungs purcei itiorfl? große Schwierini^eftet: entgegenstehru, da bekrarnftich alle interessierten Parteien für die Teilnahme an der Parteigründung ihre besonderen Bed-ingtmrgen gestellt haben, die erfüllt und miteinander in Einklang gebrach' werden müssen, hofft inan, daß eZ getmgn wwde. de noch bestehenden Hinter- trtffc wäl/rend der Weichtorlztsferie.t aus dem Wege zu räumen. * * * Die Freigabe Reichsdeutscher aus Tabora. Berlin, 18. Dez. (WTB.) Den unablässigen energischen Bemühungen der deutschen Regierung ist es gelungen, nunmehr endlich die Freigabe der aus Tabora (Deutsch-O stafrika) durch den Kongo nach Frankreich verschleppten und dort internierten Reichsdeutschen, darunter etwa 150 Frauen und Kinder, durchzusetzcn. Nachdem bereits am 7. Dezember 8 Männer, 35 Frauen und 30 Kinder in Genf eingetroffen waren, ist am 16. Dezember der Rest in der Schweiz angekommen. Neue Ritter des Ordens Pour le mente. Berlin, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Generalmajor Leer vis wurde für die Erfolge seiner Division in Italien mit dem Orden Pour le msrite ausgezeichnet. Siegreich hatte diese die Isonzofront dtrocsibrochen, in ummterbvochenen Kämpfen den Engpaß bei Cividole !tberw:orden und nach Eroberung oes stark verteidigten Brückenkopfes bei Daniele und Ragc>gna den Uckergang über den Tagiliamento erzwungen. Leutnant der Reserve Schi rner vom bayrischen Jnsan- terie-Leibregiment erl-rrlt den hohen Orden, weil es ihm mit ^mer Kompagnie dirrch rasches, ungestümes Zugreifen gelang, den besoitders starr ausgebanten S»AüsselPunkt der italienischen XVimrtUrihmfl zu gewinnen, deren Byitz den entscheidenden Erfolg um 25. Oktober crmögltchde. Dem Hauprmwni .Wittekind wurde der Pour le mente verstehen, well er mit seiner Truppe im schoersten Feuergeseckp den Engländern durch kühnen Vorstoß große Verluste zu fügte und chnen bei PaSschendaele hartnäckig verteidigte Stellungen entriß. Hauptmann Keller wurde als Kommandeur ertte-Z Kanwf- geschwaders mit .dem Orden Doirr le märite ausgezeillpiet für ^eine .großen Erfolge auf versch.edetien Kriegs sck?aupl ätzen und Tür die schneidig cn Angriffe aus Dünkirchen Oberleicknant der Reserve Schleich. Leutnant der Jieseroe El e t n tmd Leutnant Buckler wurden mit dem hohen Orden belieben kür die große Zahl ihrer Luft siege. Oberleutnant , Scheich blieb 25 Male. Leutnant Buckler 29 Male L reger rm Luftkampf. während Leutnant Klein neleu der hervorragenden Führnug seiner Jagdstaffel selbst 15 feindliche Flugzeuge und 5 Fessell«tlone herabschoß. 5eektteg. Reue U-Voot-brfolge. Berlin, 18. Dez. (Amtlich) Nmn U-Boots-Er folge rm Sperrgebiet um England: 17000 BRT. Unter d^n versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete französische Dampfer „Joanne Eorffeil" (2309 To.), mit Oel von Algier nach Bordeaux, sowie zwei größere Dcrmpfer, die im Aermelkanal ans einen: durch Zerstörer stark gesicherten Geleitzuge hermrsgeschoffen wurden. Außerdem wurde an der französischen Westküste gegen den bewaffneten französischen Dampfer Texas (6674 Tonnen), der als Spitze,i- schiff eines von Westen kommenden, durch Zerstörer und U-Boot-Jäger stark gesickerten Geleitzuges fuhr, ein Torpedotreffer erzielt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die Zerstörung des ("eleitzngcs tu der Nordsee. London, 17. Tey. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. G e d d e s berichtete über die Zerstörung des Geleitzuges in der Nordsee folgendes: 'Ter von Schottland nach yckrwegen bestimmte Geleitzug ivurde vom Fcftide am 13. Dezember angegriffen. Er bestartd aus einem englische n und fünf neutralen Schiffen mit zusammen 8000 Tonnen. Tie Schiffe wurden durch eine Eskorte, bestehend aus den beiden Torsckojägern „Partridge" und „Polew" und vier bewaffneten Trawlern, geschützt. Aus irgendeinem noch tticht aufgeklärten Grunde waren die See- stveitkräfte, die von dem kvmmaitdiereitden Admiral der Flotte zum Schutze des skandinavischen Eouvvis ausgeschickt uwrden waren, nicht rechtzeitig zur Stelle. Ein zweiter Geleitzug, der auch in derselben Weise gesclchtzt war, wurde nicht angegriffen. Ucker alle Umstände ist eine Uutersuclplng ein geleitet wo cd eit. Soweit bisher in Erfahrung gebracht werden konnte, hat der Zerstörer „Partridge" am 12. Dezember vormittags vier feirchlich Torpedojäger gesichtet. Kurz barouf wurden die Zerstörer „Po- lew" und „Partridge" in ein Gefecht verwickelt, wälZvend sich der Geleitzug. den Befehlen gemäß, zerstreute. Kurz nach Beginn des Kampfes bemerkte der Zerstörer „Pckow", daß der Zerstörer „Partridge^' einen sc!,>iveren Treffer bekmninen hatte. Gleich daraus fand eine Erplosion statt und das Schäff sank. Gleichzeitig hatte mich der Zerstörer „Polew" an der Wasserlinie ein Loch bekommen, und der Masckütrenraum füllte sich mit Dampf. Obwohl d^e Maschinen mtbranch"> ir atxiren, konnte das Sä-iff doch nach Eitg- land in ^ nberhcit gebracht tvecden. Offenbar unternahtn der Feind darauf einen Angriff ans den Geleitzug, der aus sechs Öandels- schiffen und vier btwafffreten Trawlern bestattd. Sie wttrden in b e n Grund gebohrt. Aclst Skattdinavier, darunter zrvet Frauen, uttd zehn brittscl>e Seeleute tvurdett von vier Torpcdo- jäswrn gerettet, die in aller Eile oor dein ^breuzergesäLvader, das sich dem Kampfplatz näherte, flüchteten. Andere Ueberlebcnde erreichten Norivegen in Bootett. Die ganze Besatzmrg, 12 Mann, oes Trmvlers „Loch» ?Uvestvn" wurde gerettet. Vom Zerstörer „Polew" wurden eilt Offizier und drei Mmrn getötet urtd zwei sä nier verwuttdet. Tie Berichte über die Ueberlebenden des Zerstörers „Partridge" sind unvoUstäitdig, aber nach einem Tele- grantm des britischen Attacl)4s in Holland ist aus Kiel die Naä)- ncht emgetrofseu, drei Offiziere und 21 Mmm des Zerstörers „Partrdoge", 11 Mann des Trawlers „Livingstone" und ein Offizier utrd 14 Mann des Trawlers „Tokio" seien gerettet und nach Ktel gebracht worden. Zehtt Mann davon seien verwundet. Die enalisc.L Admiralität !>rt sich nicht w-nnger als fünf Tage Zeit gelasfetl, sich zu überlegen, ob uitb wie sie die ihr urcangenehme uild das 2lusel)en der ettglisäien Flotte keinesro-egs hebende Ver- scttkung der Welt plausibel mackien soll. Auch die Art der nun oorltegertdmi Darstellung versucli-t beamcht die Sachlage möglichst zu verscl-leient und für England möglichst günstig darzustellen. L o n d o n , 17. Dez. (WTBZ Meldung des Reulerschen Bureaus. Im Unterhause'teilte Sir Eric'Geddes mit, daß als Ergebnis der Angriffe feiudlüher Kriegsschiffe auf einen siaudniavischen Ge!eit Mann seien getötet. Ungefähr zu derselben Zeit seren zwei neutrale 5) audelsdampfer versenkt worden. finden wir in den Zeichmorgen des Kronprinzen weck«. Irgendein Baicornkuecl)! oder Indusdrisarbeiter, dem die Kriegsjahre die Haut gebräunt tcnd die 2ln-gen gestählt haben, ein guter deutscher Juuge, der sich müde Mm,Schlaf in einen Winkel im Untersterch streckt hat und unter dem martialischst StahlhÄm!« von der? Heimat träumt, — das sind die Rüottve, die der Kwnprin» als kunsttecißch: Kriogst. Dieselbe herzliche tmd imterliche Anteilnahtne. die jedem FcldgrMten im Gespräche mit dem Kaisersohve «ttgegenströntt. Ans Stadt und Land. Gießen, den 19.Dezember 1917. ** Amtliche Personalnachrichten. Am 14.Dd- zember d. I. wurden: 1. Georg Straub zu Obev-Klingen zum Schreibgehilfen der Oberförsterei Lengscld, 2. Leonhard Hofserberth. zurzeit im Felde, zum Schreibgehilfen der Ober- förstcrei Kelsterbacki. und 3. Wilhelm Brons, zurzeit im Felde, zum Scl)retbgehilfen der Oberförsterei Mönchbruch — sämtlich) vom 20. Dezember d. I. an, ernannt. ** Auszeichnung. Das Verdienstkreuz für KriegShisse wurde dem Unter-Assistenten Otto Schmidt bei der Betriebs- lverkstätte Gießen verliehen. * ** Unerm ittel te Heeresangehörige, Nachlaß- u n d Fundsachen. Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps tveist darauf hüt, daß sowohl bei dett Landrats- bzw. Kreisämetrn, als auch bei allen ntllitärischen Kommmrtw- behördDsi 0>arntson- und Bezirtskommandos, Ersatztruppenteilen, La^retten us)v. die den.Berlusllist-eu .von Zeit zu Zeit beigegebe» neu Listen: „Unerntitteile .Hecresangehörige. Nachlaß-.und Fund» sacket", nebst den dazu gehörigen Beilagen „Bildertafeln mit Photographien und Mbildungeit von Gegetrständen aus oen Nach- lüff^t unbekannt Gefallener" eingeseherr toerden künrren. n** Ko rtv fselver svrgung. Von dem Stadt. Lebens- mitielamt wird tms geschrieben: Es ist wiederholt die Wahr- neh nung gentachst tvorden, daß einzelne Familien, die ihren gesam- len Wnttervortxrl rat Kartoffeln im Keller lwben, sich an dre ae- setzÜch festgesetzte Wockienkopsmenge von 7 Pfuird nicht Hallen und mehd Kartoffeln verbrauch)en. W sei ausdrücklich daraus hinge- wiesen, daß diese Familiert unter keinen Umständen im nächste Frülstahre Winterkardoffeln erlMlten werden. Sie weichen ausschließlich auf Dörrgeutüse und getrockirede Erdkvhlraben an Stelle der zu früh verbrauchten Kartoffeln angewiesen sein. Ter Stad: Gießen ist dre jedem Einwohner zusteheirde Kartoffelmenge übet- wieselt wordetr. Rach Ausgabe dieser Menge ist das Lebensmittelanit nwfvt mein in der Lage, weitere Kartoffeln ausgeben zu können. Es liegt daher in jedermanns Interesse und ist dringend erchrder- lich. daß der Wockimverbrauch von 7 Pfund auf oen Ä)ps Wvck>e im voraus durch Abwiegen fesdgesdettt wird und daß unter Feuilleton. — Wie die Lichter gn den Weihnachtsbaum kamen. „Bäume leurhtend, Baume blendend — lleüerall das ^-üße spendend, — In dem Glrarze sich bewegend . . mit dic'en Worten begurnt ein WeilTnackftsgedicht Gcethes gics dem Ial)re 1822. TamalsZvaren die Sich er am Weihnachtsl>aume etwas langst Gewohntes. Schnt aus früheren Wettxm Goethes kennt -nan die Verbindung des BZetfttaichsbaumes mit den ' Lichtern, senn in „Werthers Leiden", die 1774 ersät-ienen, ist von dem ,>ausgepntzten Baume mit Wachslichtern" die Rede. Sucht man d« Lulzter am rüeiknackstsbaume weüer rückwärts >u verfolgen, fo trifft man sie ber Jung Ssillinq lin der Schüft Heinuveh-'belegt,^ tmr der „Hellerleuckzctete Lebettsbaum mit vergvkdeten OTüfsen" .wwalmt wird, und zwar als Kindheitserinnerung. Um die Mitte ves 18. Jahrhunderts strahlten also schon die Lich'er aut Weih- nachtsbmtm. Aus dem Jahre 1737 stammt ein Buch, das bis vor kurzem als ihr ältester Nachweis galt. Tantals verfaßte der Wtttenbcrger Rvchsget^hrde Aßling Zittau eine Arbeit über die „heiligen Chrotgescktenke". tmd darin heißt es: „Wenri die Uekx-rretchtmg der Ge,chente denn doch unter gewrssen Feierlich sutz gehen >oll. so gefclllt mir noch am bestpn die Art und Wetse, wre eine Frau, welch' auf einem Hofe lebte die Be- ichermtg veranstaltete ... Am Heiligen Abend sollte sie in ihren Gemächern so vrel Bäitmchm auf. wie sie P-rsonett besckttntfcn wollte. Aus deren .HülKt. Schmuck und Reil»e.tf'>lge in der Aufstellung konnte u-dcs sohort erkennen, welcher Baum für es bestimmt war. Sobald die Geklirnke verteilt und darunter ausgelegt und Lichter auf den Bäumen und neben ihnen angezündet waren, traten die Ichren der Reihe nach m das Zimmer, betrach, teten die Bescherung und ergrtfsckn iedes van dem für es bessimmten Baum und den darunter bescherten Sachen Besitz." Vor einigen Jahren hat A. Iawbp darraff hingewiesen, daß es in der Literatur einen noch äll^ren Belog für die Lichter des WÄhn-ackstsbaumes gibt, und dieser ist fast so alt, lote die älteste Erwähmmg des deutschst 2övsch'ackftÄ'aumes überhaupt: er ssiunntt nämlich, aus dern Ial-re 1611. Es hravdelt sich dabei xtrn die „Denkwürdige keilen aus dem Leben der Herzogin Dorvtl-va Shbille von Liegnitz- Brieg". Tie „liebe Dor", wie das Volt sie nratnte, eine schesische Herzogin, veranhaltete nach eiurr urürndlick>ett Mitteiltntg im Fahre 1611 im Säilosse von Brieg für die Kinder der Umgebung eine große Weich-Ml/sbesck^erung: alle Kinder wurden für dett Nachmittag unt 3 Uhr zu einer „Kurzweil" errtgeladen : dann wurdett sie durch adlige, als Engel vetckieidele Fräulein in einen Saal geführt, imd darin standet: grüne Tantren, an denen viele Hunderte von Wach Richtern brannten. TieHe „Kurzweil" fand freilich nicht am Weihnachtstage selbst statt, smtdern zu Sylvester: doch hindert dies uickft, die Liclsterbäume als Weihnachtsbäume af ztssprechm, d«m dantals nahm man es mir dem eigenttiä^en, Festtage nicht so gertau. Merttvürdigerweise — Kltvge hat dies h-ev^orgehoben — läßt sch der Lchterbaum zu Weihitachten noch weiter ztirückverfolgen. und ztvar b-s Pt eine Zeit, ans der der Weih,'-acl>tsl>aum noch nickft belegt ist. Im Jahre 1556 erschieir zu Frankfurt a. M. ein Reisetverk des italiettichen Edelmcmnes Lu-gi Dartomairs. „Tie Ritterlch? Repsz, Welck^ sagt voit den Landen in Ittdia". Im Fthre 1503 hat der Italiener einen Tempel in der dtäln Kalkuttas bestcht. und bei seiner Bcscküeibung l^ißt es: „Im selben Tempel fa-fc-i viel Bmtm — . . . daran henken sie Lcher ... Arff dem 25. lag des Decembers helt man diees Feste". Danack: wäre der Lick)terbaum am Tage der Weil)- nackit, wenn auch nicht der deutsche WeihnachtSbVlm, über 400 Jahre alt. Büchkrtisch. — H e r t h a, ein deutsch-mexikanischer Roman von A. Krumm« Heller. Verlag von Otto Dhjiel-v, Halle a. e Rockftsparteien. Von Ulsiv. -Professor Dr. Kurt Ziesck>6. — Mari Viadlen. Ein Roman aus der Rhörr Bon Leo Weismrartel. — Ein mit Röutgenstrahlen rmtersuches ?J U» donuerrbild. Bon Prälat Tr. Joseph Ml perl. — Wiegenlicker der Madonna. — Ter Kampf ums Dasein. Eine biologisihe; KriegsbetrackMmg. Von Privatdo-zetrt Dr. Bernhard Ducken.-^ Kardinal Merciers öffentticlies Wrrcken (Schluß.) Bott Univ.-Prvf. Tr. Engelbert Krebs. — Kleine Bausteine: Friedrich Schlegels fatlwlnckxs Glaubensbekennknis ? Bcm Professor Tr. Joseph Körner. — Kritik: Ter Dramatiker Georg Kaiser. Ävn M. F- Cyprian. — RunDsckM,: KrregSbetrackftung. Kultunvvge und Er« kenn tn isst. Vom Geist echter TLckdmrg. llckrl Ernst Knodt ß Elst LaÄer-Schüler. Die pvluisckpw Hirten- und Kripvenlicker. Webers „E-tryonthe". — Vvnt Mthnachtsbüchertisch — Unsere Kmrsb- verlogen. keinen Umständen mein als die sich fio ergebende Menge verbraucht wird, »ehr zu empfehlen ist es, den Karboffelverbrauch z Z ein* Nschränken und an Lx-ssen Stelle Rüben (Erdkohlraben, iveiße RüL'eu. g -lbe Rüben) zu es en. D-as Lebe.rsmittelamt ist nach in der Lage, gla»?rc ÜMengen v wiiRü.e: und Erdkohlraben abzuaeben. Tte Amben srnd mir bis An,ang März genießbar. Sie iverden dann holzig, hart und unbrauchbar. ES i,t jedermann anzuraten. jich neben seinem Kartosselvorrat aud) eine entsprechende Menge an EE>ksralx'n und weihe Rüben anzulegen: dies ist deswegen von iovudercr WEigtcit. weil diejenigen Familien, die ihren gesamten W:nterlartosselbedarf bezogen haben, auch dann nicht ans eine Nachuferung reäiuen können, wenn ihre Kartoffeln nicht haltbar sind und zn faulen anfangen. Die Verantwortung hierfür wu& chwen überla sen bleib-ett. Wer mit (eiltet Kartoffeln nicht bis mm Ende der Versiorgimgszeit (3. Aigist 18) ausvommt. hat zu ge- .vörtigeii, daß ihn, im »Nichten Jahre die Cindeckung des gesamten Lüinterbeda fs nich mehr erlaubt wird, sondern ec gezlmmgei ist, leine Karlosseln wöchentlich auf Kartoffel marken bei hiesigen .Händ- fern zu entnehmen. ** Abgabe von Gänsen. Siehe Anzeigenteil. ** F r i tz S^a u e r - Ge d ä ch t n i s st i f t u n g. Aus den Zinsen der Fritz ^auer-Gedächtnisstistnng sollen am 21. Februar L01H 5 Gaben von je 103 Mark an Witwen im gegenwärtige': Kriege gefallener Kriegsteilnehmer als Beihilfen zu Erziehungs- zmeckeu verteilt werden. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** D i e N eich Sb an k stelle, Gießen, bleibt am 24. Dezember geschlossen. Siehe Anzeige. LlindkrtiS Gießen. ** Lollar, 18. Dez. Der Bezirksverband Gießen her Orts gewerbevereine hielt hier eine Be'.irks Versammlung ab, p der Vertreter aus den Vereinen sA>tteü>vrsi a .i>. Lw., Gießen. Grünberg, L'ch und Lollar erschienen tvaren. In Derlnnderwng des Dvrsitzttßden Ge)verl>erats Petri-Gießen leitete Prof. Kraus- mMler-Gi.'ßen die Verhandlwigen. N nötigenfalls an die Handwerker-Beratungsstelle in G'iesten zu verioeiseu Dassce treffe auch in alle,: sonstigen Handtvett'erfragen, besonders für das Gebiet der sozialen Gesetzgebung zu. Ter Redner kam dabei besonders auf das Gebiet der freiwilligen Versicherung 'Kranken- und JnDalidenver'iicherung) zu sprechen, die leider von den G.werbelreck enden meist nicht genügende Beackvttmg fintet An den Vortrag ßlibch sich^eine sehr rege Aussprache, die sich auch noch auf andere Gebiete (Schul)vesen, Jngeuderziehring usw.) erstreckte. Kreis Llnttcrbgch. rr. Schlitz, 18 Dez. Gestern fand im „Deutschen Haus" eine auch, lvon Dam«: rcjhh gut .besuchte Der sammln ng der „Deut- scheu Vaterlandspartei" statt, in der Professor Opitz-Gießen einen Vortrag hielt über die ^rage: „Wie kommen wir am schnellsten yimt Frieden'?" Seine d^iMihrimgen fanden lebhaften Be!'all. In der svchi anschließenden Asirsprache verstand es der Vortragende, die Ein- wäirde eines Gegwers in sachttchL, aber jchlacffertiger Art zurück- zuweisen. Infolge dieser erfolgreih verlaufenen Versammlung ist die Mitgliederzahl der Bezirks gruppe auf annähernd 100 Mitglieder gestiegen. Kreis Schotten. u^u. Schott e n, 18. Dez. Auf Antrag des Kvmnnmaloer-' bands Schotten ist der Mühlenbetrieb des Johannes Hartmann IV. von Nndmgsl)ain bis auf weiteres geschlossen worden. Der Inlmlxn hatte Bvotgetreide und Gerste den Selbstversorgern vermaßen, ohne daß dafür Erlaubnis .Mahlkarte) erwirkt war. Auch hatte er die Ausmal^limg nicht zn dem vom Direktorium der Reichsgetreidestekle vorgefchriebmen Hundertsatz o-orgenommen. u-u. Köddingen, 18. Dez. Unser Lehrer Schweißguth. Leutnant d R. starb den. Tod fürs Vaterland. E. ^ardenb ach, 18. Dez. Tie Sammlung für das Rote Kveu- und für den Opfertag ergab für Lardenbach und Stockhauser- §iof die Summe von 108,75 Mark, für Solms-Jlsdon 23,30 Mark. Starkenburg und Rhrinhessen. 1 Dar nÄ a d t, 18. Dez. Im H o f t h e a t e r fand Sonnlag vormittag ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Schwestern-Spende und der de Haan-Stiftung der Hofr.rusik statt, bei dem die §wffapelle mtter Leittmg des Kapellmeisters Kleiber und ein auS sämtlührm bi'sigen Höheren, Mittel» und DolksschiUcn auchgetväUter Kiwbenckwr tüber 400 Schüler) unter Leitung des Direktors Wilh. Schmitt iam Klavier Prof. Arnold Mendelsohn) mitwirkten. Tie prachtoollen, frisch imd tonsckM vorgelragenen Knabench'ttc, — meist Lieder von .A. Mendelsohn, darunter „Miehel. horch, der Seewind) pfeift" von Gustpv Schwab und das Zeppelinlied von Frau Lilli W°>ls.ckebl übten auf die Znhörer eine liefe Wirkung aus. Tie Hoflapelle brachte u. a. ztvei Militärmärsche von Richard Strauß zum ersten Male znm Dortrag. Doch entwickelte Strauß auf diesem für ihn neuen Gebiete keine bemerkenslverte,' über den Rol/m-en der üblichen Marschmusik hinausgehende Eigenart Das Großherzogspaar lvohnte mit den beiden Prinzen dem Konzerte bei I. Darmstadt, 18. Dez. Hofopernsängcr Josef Mann, der am kgl. Opernhause in Berlin als Elazar in der Jüdin gastierte und von der gesamten Kritik sehr günstig ausgenommen wurde, ist für die nächste Spielzeit an die kgl. Oper verpflichtet worden. I Tarmstgdt, 18. Dez. Die Weihn acht saus )tel- lu n g hessischer Künstler in der Kunsthalle am Rheintvr ist besonder ' von Tarmstädter Künstlern gut beschickt. Hauptsächlich IV&Kfaft und Stillleben (Blumenstücke) sind vertteten, oas Figürlich f.hlt beinahe ganz, wodurch eine gewisse Eintönigkeit eud des 4. Atlgust 1917 in der Gemarkung Assenheim vom Feloe zur Nachtzeit 30 Psund Kartofseln ent- tvendct zu haben. Das gestohlene Leder hat der Angek.agte bald nach der Tat an den Schuhmacher .Arrl K. in Frankiurt a M für 200 Mk. verkmttt. K. hatte sich deshalb w.'gen Hehlerei zu verantworten. Obwohl er bestreitet, sich der Hehlerei schuldig gemacht zu haben, eraclßet ihn das Gericht für überführt. L. erhielt wegen der beiden schiveren Diebstähle eine Gesamtgefängnis-- strafe von 2'/- Jahren und wegen der Kavtofiel.-utwendung 2 Wochen .Hast, wälirend K. ivcgen Hehlerei zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Eine Gesamtzuchthausstrafe von 3 f / 2 Jahren, sowie 6 Geldstrafen von je 150 Mk. erhielt die wegen B'trugs bereits 17mal vorbestrafte Witwe Lina Katharina W von Friedb rg wegen Betrugs in 6'Fällen lind^wegen Unterschlagung in ein m Fall. Sie hat im ganzen 6 Personen zu Gießen, Bad-Nauheim und Nfeder-Moos unter der Vorspiegelung falscher Lat'achcn, sie sei die Tochter eines Darmstädter Barons, sic wwde demnächst eine 35-Millionen-Erbschaft antreten, lii Sache werde zurzeit von den Gerichten geregelt, sie benötige Geld für Stempelvorlagen und dergleick)en, um Geldbeträge von zusammen 575 Mk. geschädigt und in einem weiteren Fall Kleidungsstücke im Werte von 10 Mk. unterschlagen. ^ Die Oberschweizer Melchior G. Eheleute und deren 19 Iähre alter 'Lwbu .Haus. G., früher ark mr sich gebracht zu, lwben, trotzdem sie wuß'en daß 5ieie gestob en waren. Das Gericht oerurteilte den Ehemann G j t 8inenr Monat, die Ehefrau und, den Söhn zru je enier Wo-be Gefängnis. Der am 7. Januar 1900 zu Lollar geborene Schlosser Johann Wilhelm F. und der 19 Iähre alte Taqlöhner Balthasar Sch von Sich«rtshanse?l sind m»geklagt und gestärchig, Anfang Juli 1916 senicins.5.aftlich der Firnra Sckchidhcruer u. (Ävssing in Mawz-lar; 8 Patronen .Earkonid ,uub 7 Zünder durch, Ginbruckl Nnd Erbrechens eines Wandschränkchens cntn*endet zu haben. F ist außerdem k'e'jl'iulwigt, als IügendLich.'r sich ohne Begleitung seinert Mütter usw. nach 9 Uhr atiewds wuf.der Straße aufgehalten, ohne polizeilich' Erlaubnis an bewohnten und von Menschen, besuchten) Orten mit einem Sichrestweck geschossm und zugleich 'ruhestörendeu Lärm ,md groben Unfug oerübt.zu l>abeu.. Die beiden Angeklagtenl erhielten wegen des Diebstlrhls je 3 Drge Gt.-fätngnis, F. aus-er- dem wegen der übrigen Straftaten 2 G'lb'ttrrfen von ge 10 Mark. Eine Geldstrafe von 50 Mark erhielt der Schaffner mid Wagenführer Fran-z W. in Bad-Homburg wegen fahrt ästiger iTrans- portaefährdrmg. 9stlf der von der Frankfurter Lokalbahn (?lktien- gesells'chaft) betrieberren Strecke Heddernheim—Homburg stießen der vonl Angeklagten gefühlrte. von .Heddernheim abgehendc Zug und ster in? Gitgegvngesetzter Richttmg fallende,Zrr-g itrst^r Gemarkung Nioder-Es.chback zusammen. Durch den Mprall wurden an (den. Motor- mrd Anhängeiongen die Plattformen eingedrückt und it5 Personen leicht verletzt. Der Unfall.ist dadurch 'entstanden, daß, der Angeklagte die wegen Banarbeiten am .Geleis nur »einseitig benutzbare Sttecke, ohne Fahrterlaubnis zu chrben. befuhr, 'trotzdem ihm bekannt war, rxtfii die emgleifig zu befahrnrde Sttecke nur mit Begleitung eines besonderen ^gestellten benutzt werden durfte.. (ßcricbuiaal, I. Tarmstadt, 18. Dez. Gestern begannen als einziger Fall der 4. S ch w u r g e r i ch t s pe r i od e die Verhandlungen gegen 'en Landwirt Michael Landelinns Sandebeck von Münster bei Dieburg wegen Mordes und M o r d v e r s u ch, s. Scmdebeck. der verheiratet ist und erwachsene Kinder besitzt, hatte mir der blinden Eva Heckwols ein Liebesverhältnis, welchem ein Kind entsprang. Aus Aerger darüber, daß er den Alimentationsprozeß verloren batte und'daß auch sein Versuch, sich durch Abtretung seines Vermögens der Unterbaltnngspflicht zu entziehen, mißglückte, drang er am 18. Januar dieses Jalires, am Tage nach der Zustellung des Zweiten Urteils, frühzeitig in das Hans der Großeltern seines Kindes, fiel mit Messer und Beil über die Beivvliner her, tötete das diÄjährige Und auf der Stelle und verletzte dessen Großmutter so schwer, kaß sie 14 Tage später starb. Ihre 15jähriga Tochter, die leichter verletzt war, blieb am Leben. Ter Verdacht lenkte sich alsbald auf den Täter. Ueber die geistige Zurechnungsfähigkeit gehen die Gutachten auseinander. Das Gutachten der pspcküatrischen Mnik in Gießen verneint ztvar eine allgemeine Ge'istesstörnng, glaubt aber au eine vorübergehende Aufhebung der freien Willensbestimmung durch die starke seelische Erregung. Das Obergutachten (Medizinalrat Dr. Dannemann-Heppenheim) bejaht dagegen die rechtlick)e Verantwortlichckttt. der Täter habe in hochgradigem Affekt gehandelt. Durch die pspck)iatrische Untersuchung lwt sich die Voruntersuchung stark in die Länge gezogen. Ob Mord oder Totschlag vorliegt, tverden die Gesckmwrenen zu! entscheiden l)aben. I. Tarmstadt, 18. Dez. Das Schwurgericht verurteilte heute den Landtvirt Michael Landolinus Sandebeck von Münster bei Dieburg nach zweitägigen Verhandlungen wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Ter Angeklagte gab vor, in einem Dämmerzustand gehaccdelt zu haben und sich an nichts D u erinnern'. Er hatte seine Tat nach einem in allen Einzelheiten wohlüberlegten Plan durchgeführt. Tie Sachverständigen Dr Berliner und Dr. Dannenurm! bezeichneil ihn als Neurasthernker, der ab'er als verantwortlict'^ anzuseheir sei. Oberstaatsanwalt Äkünzer plädierte mit vollem Naä^iuck aus Mostd und EAordversuch. wälirend die Vertttd-gung auf Frri p uch, g'g b nenfalls aws TiDsäiilag plädierte. I. Tarmstadt, 18. Dez. Der 18jährige Fuhrmann Otto Hann l)ier, der mit einem Bierfuhnverk eines hiesigen Geschäfts im vergangenen August in Mörfelden ein vierjähriges Kind, das uns dem Randstein saß, überfuhr, ivnrde wegen fahrlässiger Tötung unter Außerachtlassung einer Berufspflicht zu 4 Wochen Gefängnis verurteüt. _ vermischte». Eisenbahnunglück. Schwerin) i. M'., 18. Dez. (MTB- Amtlich.) iJnfolge Ucber-« fahrens des aus Halt stiehondeu Blockfignals in kGörrieS fuhr der Eilgüterzug mit Personenbeförderung Nr. 6075 -tvischenWall- stta^: und SchLachichoi vor der Schatüm Schwerin rm den vor dem Vum Bahnhof Schwerin, das auf Hackt stand, steym» S >7 T« ®® 3 wn“>V' SÄR S bis mtm, di- (Weife 6 ^uf«- Sch^verin bis abends frei. ^ »zin 18 T-». Der KriminalPolizei aus dem H«mpi- MnWM J: bfc?to^iebinner, e BLch'chaft würde den .(Erfolg haben, daß die tag- licl)j stärker werdenden Friedvisbestrelmrrgen in den Ententestaaten unübenvindlich würden. ^Ibg. Waldner protestierte im Namen der- Deutschen sehr entschieden gegen die Teilnahme nationaler Vertteter an den Friedensverhandlungen, namentlich der Tschechen und Südstaver^ Er verwies uiff den von den deuffchri 'Delecherten in der österreichischen Delegation eingebrachtcn Airtrag betteffend den Frieden ohne territoriale und wirtsck-afkliche BergewaltiMmgen, jedoch mit Sick>erungen unserer Grenzer: und mrserer Zukunft. Der Redner forderte im Namen seiner Gesinrrungsgenossen entschiede,« eine Einheit und Solidarität in dem Vorgehen der Monarchie und Deutschlands in den Friedensverhandlungen. Der Friede müsse füreinander und miteirander geschlossen werden. Hierir seien auch die Türkei und Bulgarien einbegriffen. M>g. Korcses verttat namens der Äüdslaven die Forde- nmg nach einer Teilnahme von Vertretern 'der österreichischen Völker an den Friedensverhandlimgen. Der Pole I a w o r s k i erklärte: Die Worte des deutschen Reichskanzlers Über Polen, Litanen und Kurland und oie Er> klänmg des Grasen Czernin betteffend den Polenstaat erfüllen uns mit Vertrauen. Airch Serbien will FriedcnSverhtrndlunnen. Aus dem Haag, 18. Dez. Aus Ävrchon wind gemeldet' Das Bekcnnrtwerden des pvischm Dvuffch«rich iu:d Rtus^and «rü^ geschlossenen W'affenstiMl'audcs füllte an de:- serbiick'en FroM» zn zahtrciick'e: ^Fahnenflucht. Wie die ..Mvrninq P-ckst" imtteilk ist bei den Ententeregiernngen eine 8-ote der Kaufl»a»nslehtl>risi für .^olonialwgren- u. Etten- Handlung zum sofort. Eintritt gesucht. Angeb. unter i»20t) an den Gtetz. Anz. erbeien. Lelirllns Sohn achlb. Eltern, in ein PebenSmittelgeschäst gesucht. Näh. in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz. 07859 AelterorScImijvingefür leichte Arbeit gesucht. 19212 AdlT-Drogerl e, SelterSw.3 !). ZuvcrlUnnlge hauffra für kleinen Haushalt gesucht ^bberttraste 26,1. 07973 leichte 9137 und Mädche« Arbeit gesucht DmjifivAttiiEütlivciß Tchiistcuttraste 12. ^icaftmaöfften per L Jan. 1918 gesucht. *"*!) Univ.-lkinderklinikbiithtn. Ein braveö. jüngeres Dienstmädchen lswrt gesucht 3aUar,v»t 4L XnAL flbifitnl). SRaDdien zu einzelner Dame gesucht. Borzuskellen 5—7 Ubr 9187 Gaetbcstr. «3. HL Wlcks UDitzkk vom Lande in die Koch- und Waschküche zum 15. Jan. gesucht. 9179 Heil- und Pftegeanstalt (Siesten. Diknstmädchen zum 1. Jan. gesucht. 91658 Klinik fiir Hautkranke. Für 1. Januar oder später ein zuverlässiges, steiniges M&209 Seltersweg 58, U. KAUFGESUCHE Ein kaufen gesucht: zwei Stiere, zum Zug angelernt od. geeignet, auch etnz. Ang. u. 9210 a. d. Gietz. Anz. zukauf.gesucht. Wo, sagt die Geschästsst. d. Gieh. Anz. am Zahle t.SeblaehlkaalBBbea pr. Pfd. Lebdgew. an Seibftbr. v. 4'/rPsd. ab2)!k. 1,20, üb.8Psd. 1.30. Annnh. Llttttw. tuSamst. ».»saasr.VlsLsa. Kros. Str. 9. 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