ßr. 297 Lei kieferner »nzei-er erldjei.ni kaqUcti, attfeer LonnlagS. - Veilggen: -tehrner Zamilienblatler, Kie.si loti ffir de« Kreis «letze«. vrzrigspreis: monotl. r)lf. 1.20, uiertel- jät)r(irt) 'Dlf. 8 6'* iMtrcf) Abhole- u. Zweigstellen moicall Mt. II >: durch bie'Uoft i*if. :1.60 uteitel- jährt ausschl. Beüellq. Feiniprech - Anschlüsse: inr die LchrOtle > lung l 12 Berloa.^ejchäu-östelleLL Anschrrü für Trahtnod)- nehren: Anzeiger Elehen. Erster via« *67. Jahrgang VIenrtag. *8. dezemd« >4,7 Jinticbmi wu A«rei-e« s. die Laqesi'ununer bis zum Nachmiuaq vorher ohne jkdeVerbindtichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Ls.,sürauS'vürttqe 30 Pi., c ür Reklamen Mk. 1.- : bei Platzvor- fchnst 20% 'Auijülag. pallvlichn'tleiter: 'Auq. uid Land.VerinischteslL.Ae- richtsiaal: W. Mever; — Ällzergenterl: y- Ved: StvmmgrrunL-rttck u. Verlag: Srühl'jche Univ.-Such- u. ZLeindrtzckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: 5chulftr. ?. jämtuct) tn (Sie&eit. Mchener Anzeiger Postscheckkonto: Zranlsurt a.M. N686 General-Anzeiger sür Oberhessen Sankoerkehr: Gewerbedank Sietzen Der Wortlaut des waffenftillstandsverlrages. MTV.) Trotzes Hauptquartier. 17. Dezember. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HerreSgruppe Kronprinz Nupprecht. Aus dem Lüdufer der Scarpe und in einzelnen Abschnitten südwestlich von Cambrai lebhafte Feuertatigkcit. Starkes Artillerie- und Min-enfeuer lag auf der Süd- ftont von St. Quentin. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nördlich von St. Mihiel und im Sundgau war die französische Artillerie tätiger als an den Vorlagen. Leutnant Müller errang seinen 38. Luftsieg. Qestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. Mazedonische Front- Zwischen Wardnr- und Doiran-See stieß eine englische Kompagnie nach luftiger Feuerwirkung vor. Im Gefecht mit bulgarischen Posten wurde sie ab- gewiesen Italienischer Kriegsschauplatz. Zwischen Brenta und Piave dauerten in ci^zelney Abschnitten heftige Artillerie kämpfe an. In erfolgreichen Unternehmungen brachten österreichisch-ungarische Truppen südlich von Eol Eavrile mehrere hindert Mann gefangen ein. Italienische Vorstöße gegen unsere Linien südlich von Monte Konto na Secca scheiterten. Der Erste G eneralq uartie'. meister Ludeudorff. » Der Abendbertcht. Berlin. 17. Dez., abends. (WTB. Anttlich.) Don den Kriegsschauplützeu nichts dteues. Der Wortlaut des Wafsenstillftandsvertrages init Rußland, der heute veröffentlicht wird, überrascht durch den freundschaftlichen Geist, der sich darin ausdrückt. Dieser Waffenstillstand ist wirklich nicht dem Bedürfnis entsprungen, neue Kräfte #u neuem Kampfe zu smnmeln, s-o-ndern er ist in allen seinen zahl veidyen Ein.^lheiten darauf angelegt, einen schnellen. dauernden und für alle Teile ehrenvollen.Frieden aip- Aubahneu. Es Nur den Teilnehmern für die Zeit des Waffenstillstandes auferlegt, „keine operativen Truppenverschicbun- gen durchzuführen, es sei denn, daß die Verschiebungen im Augenblick der Unterzeichnung des Waffenstillständsvertrages schon eingeleitet sind". Man sieht, diese Bestimmung trifft die Zentratmächte nicht schwer. Rußland wahrt seinen bisherigen Verbündeten gegenüber seinen Standpunkt nach allen Richtungen,hm in gerechter Weise. Tie vollständige Veröffentlichung ist wohl von den Russen angeregt worden, die damn die Geheimdiplomatie aus der Welt schassen und auf Englaiid, Frankreich, Italien, Amerika im Sinne des Friedens , inwirken wollen. Es ist der jetzigen russischen Regierung offenbar heiliger Ernst nut der Anbahnung eines freimdiniasttichen Verhältnisses zu Deutschland und Oesterreich-ilngarn. Denn „zur Entwicklung und Befestigung der freundstftafllichcn Beziehungen zwischen den Völkern der verttragschl ie ßenden Parteten wird ein organisie r - ter Verkehr der T-ruppen gestattet. Der Austausch von Nachrichten upD Zeitungen ist gestattet! Es wird auch tarn der Wiederherstellung der kulturellen und wirtschafö- lichen Beziehungen gesprochen, und die Wiederaufnahme der Post, des Handelsverkehrs, der Versand von Büchern, Zeitungen u. dgl. werden künftig gestattet sein. Der Austausch der Zivilgeft.ngenen wird alsbald stattsinden, und die Lage der beiderseitigen Kriegsgefangenen zu bessern, soll „eine der vornehmsten Ausgaben" werden- Mittlerweile beweisen die aus allen Gegenden des russischen Reiches einlaufend m Nachrichten, daß die Gegenbewegung gegen die jetzige Regierung so ziemliche am Eude ihrer Kräfte ist. Wir sind überzeugt, daß die Veröffentlichung des so schnell zustande gekommenen Vertrages, für den wir unseren deutschen (Generalstäblern unvergänglichen Dank zollen müssen, in Rußland eine sort- ichrettende Beruhigung bewirken wird. Unsere Diplomatie wird jetzt in die beginnenden Friedensverhandlungen eingreisen. Hätten wir vom Staatssekretär von .Kühlmann so viele.Befähigungsnachweise, wie wir ste von unseren obersten militärischen Stellen haben, so konnten wir die besten Erwartungen hegen. Wir wollen aber v e r t rauen, denn es ist klar, die Persönlichkeiten und der Geist, die in dem Wasfcnstillstandsvertrag leben, werden auch bei der Leitung der Friedensverhandlungen maßgebend be- tetligt sein. Der Reichskanzler Graf Hertling sitzt jetzt denn doch au eurevk gesicherteren Platze als ettpo Lloyd George, und sein neueste Aeußerung einem $&er tretet des Wolff Bureau gegenüber über die letzte Rede des englischen' Diktator ^ >ert einmal he rum drehen könntet -chsher haben unsere Gegner immer, ohne an der Kriegs tage den nötigen Rückhalt zu. haben, unablässig gedroh an ^ .,5^ gepocht, daß mit den gegenwärtiger Machthabern m Deutschland an Berhmvdklnaen nicht z Anteil fei, daß unser Volk sich erst eine andere Regierun R'S,#- Dagegen hat Graf Hertling fttzt'erklär» vatz mit Männern von derartiger Gesinnung, wie Lloy George sie an den Tag gelegt hat, ein Verhandeln ausgeschlossen sei. Das ist ein Wort, das xvady den letzienVervfsent- lichungen über den englischen Friederrsfühlet vom September seine Bedeutung hat. Einzelne große Blätter der Linken, wie z. B. die Frankfurter' Zeitung, hatten ja schon sachte dafür Stimmung zu machen gesucht, daß der verlorengegangene Faden jetzt gleich wieder ausgenommen werden nrochte. Gras Herrling hat eineil andern Ton angeschlagen, mü> das mit vollem Reckte. Er verkündet mit erhobener Stimme: „Unser Weg im Westen ist klar!" Wir sind überzeugt, daß Lloyd George in der Meinung seiner Laitdsleute jetzt nicht gewinnen wird. 5)at doch schon in einer Sitzung des Oberhauses am 13. Dezember Lord Beressord für Lloyd George einen „Maulkorb" gefordert! Erinnert man sich doch jetzt all der unglaublichen Prophezeiungen, die Lloyd George vorgebraclü hatte und die von der Entrvickluug so gründlich widerlegt worden sind. Ob das Wort.Hertlings auäi sür Herrn Asquith Geltung besitzt? Wir nwchten es wünschen. Denn auch dieser 5>crr hat ja die gleiche Gesinnung gegen uns an den Tag gelegt, wie der „Dtktalor". Der österreichisch-ungarische Tazesbericht. Wien. 17. Dez. (WÄö. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttz-art: OestlicherKriegsschauylah. Waffenstillstand. ItalienischerKriegSschauplatz. Zwischen Brents. und Pi-ave wurden südlich des Cot Eaprile neuerlich 100 Gefängene eirgebracht. Weiter östlich scheiterten feindliche Angriffe. Am Piave Artilleriekämpfe. HLUptnmnn Brurnowsky errang seinen 27. Luftsieg. Der Chef des Generalstabes. Der Waffenstillstand. Petersbiursi, 13. Dez. «WTW. NichtaEich.) Mrldungj der Petersbu.rger Telegi'aphen-Ajgentur. General Ttcherbat- schew hak in Focs rneen einen vorläusigen WlaffenWLsdand gesckilossen. Berlin, 17. Dez. (WTB. Amtlich.) Wortlaut des abgeschlossenen Waffenstillstandsvertrags zwischen den bevollmächtigten Vertretern der Obersten Heeresleitungen Deutsch-, lands, Oesterreich-Ungarns, Brilgariens inw der Türkei einerseits und Rußland andererseits. Es wird zur Herbeiführung eines dauerhaften, für alle Teile ehrenvollen Friedens folgender Waffenstillstand abgeschlossen: I. Der Waffenstillstand beginnt am 17. Dezember 1917, 12 Uhr mittags (4. Dezember 1917, 14 Uhr russischer Zeit) und dauert bis zum 14. Januar 1918, 12 Uhr mittags (1. Januar 1918, 14 Uhr inissischer Zeit). Die vertragschließenden Pattei eit sind berechtigt, den Wafsensttllstand am 21. Tage mit siebentägiger Fnft zu -kündigen. Erfolgt dies nicht, so dcniett der Wassenitillftand automatisch weiter, bis eine der Patteien ihn mit siebentägiger Frist kündigt. , II. Der Waffenstillstand erstreckt sich auf alle Land- und Luftstreitkräfte der genannten Mächte auf der Landfrvnt zwischen dem Schwarzen Aieer und der Ostsee. Aus den nysisch-türkischen Kriegsschauplätzen iw Asien tritt der Waffenstillstand gleichzeitig ein.. Die , Vettragschliehenden verpflichten sich, während des 'Wafsenstitlitendes die Anzahl der an den genannten Fronten und auf ?>en In.seln des Mocmsundes beftndlichen Truppenver- bände — auch hinsichtlich ihrer Gliederung and ihtks Etats — nicht zu verstärken und an diesen Fronten keine Umgruhpiettzngen zur Vorbereitung einer Offensive vvrzunchmen. Ferner verpflichten sich die Vettragschließrnden bis zum 14. Januar 1918 (1. Januar 1918 russischer Zeit) von der Front zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee keine operativen Truppenver^ schiebn ngen durchzusühren, es sei denn, daß die Verschiebungen im Augenblick der Unterzeichnung des Waffen still st andsvertragcs schon ein geleitet sind. Endlich verpftichteu sich die Vettragschließe-n- den, in den Häsen der Ostsee östlich des 15. Längengrades Ost von Greenwich und in den Häsen des Schwarzen Meeres während der Dauer des WassenMstandes keine Truppen zusammenzuziehen. III. Ms T e m a r k a tä o n s l i n i e mz der europäischen Froitt Sttren die beiderseitigen vordersten Hindernisse frer eigenen Stellungen. Diese Linien dürfen nur iimtct Bedingungen der Ziffer TV überschritten werden. Tort, wo keine geschlossenen Stellungen besteben, gilt beiderseits als Temarkationstinie die 6)erade zwischen den vordersten besetzten Punkten. Ter Zirischenrcrum znwlckini den becken Linien gilt als neutral. Ebenso sind säst^bare Flüsse, die die lnckder- seitigen Stellungen treitneri, neutral und unbe^alTrbar, es sei denn daß es sich um eine vereinbatte H-a.: e:sschiffa.hrt handelt. In den Mschnitten, wo die Stellungen Neil auseinander liegen, sind alsbald durch Wasfcusttllstandeloninn,sione.u (Ziffer VII) Demarkation slinren festzulegen und kenntlich zu machen. Auf den russisch- lürkisäneu Kriegsscl-auplätzmr in Asien sind die Teinarkationslininl sowie der Verkehr über dieielben lZifter I V) nach Vereinbarung der beiderseitigen Höchsttonun.ardlerenden zu bestimmen. IV. Zur Entwick! ung und Befestigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Bötlertt der vertragschließenden Parteien wird ein o r g a n i s i e r t e r B e r - kehr der Truppen >unter solgcmten Bedingungen gestattet: 1. Der Verleb: ist erlaubt jür Parlamentäre, für Mitglieder der WasfenitiltüandSkommissionen (Ziffer VII und toten Per teer er. Sie alle müssen dazu Ausweise von mindestens einein Korpslommandv bzw. Korpsl-omitee besitzen. 2. In jebem Abschnitt einer ru,fischen Division tan an ettva zwu bis drei Stellen ein organisierter Verkehr stattftnden Hierzu sind im Ernvernedmeu der sich gegenütterstchenden Dioi- fionen Verkehrs stellen nt der tieatratei Zone zwischm den Tema i 'ka l von Silin ren einMriftiten und durch weiße Flaggen z-v berechnen Ter VerSehc ist nur bei Ta-e vcm Smmenaiifaana bis Sormenimtergang zulässig. In den Bettelirsstellen dürfen cheut)s.ittg höclxtens 25 Angehörige jeder Partei ohne Waffen aufichlten. Ter Llüstausch von Nachrichten und Zeitungen ist gestattet. Offene Briefe können zur Beförderung ä^rgetet nwfiflt Ter Verkauf und Austausch von Waren des tägluhen Gebrauches an den Verkchrsstellett ist erlaubt. 3. Tie Beerdigung Gciallener in der neutralen Zone tst erlaubt. Tie näheren Bestimmungen sind j die Angehörigen poliäscher Truppenloüe. ^ 5. Alle Perchten, die — entgegen den vorstehenden Bereur- bürungen 1 bis 4 — die Detnarckalvonslinie der Gegenpartei üderschreiten, »verden fesvgel>altQt und erst ^bei Fnedensschluß oder .Kündiglmg des Waffenstillstandes zurüÄgogeben. Die vertrag-'chließenden Parteien verpflichten sicl), i\yot Truppen durch strengen Befelst und eingehende Belehrimg auf das Einhalten der Berckehrsbedmgmtgen wich die Folgen von lleüerschreitungen. hin- zuweisen. V. Für den Seekrieg wird folgendes festgelegt: 1. Der Waffetrstillstand erstreckt siaff ans das ganzc Schwarze Meer und auf die Ostsee östlich des 15. Längengrades Ost von Greentvich, und zwar aus alle dort befindlichen^ See- und Luft- streitkräftc der vettragsch.iT^nden Patteien. F.1r die Frage des Wafjenstittstcmdes iw Weißen Meer, in den r u s s i s ch e n K ü »1 e n g e w ä s se r n und im n ö r d l i - tragsch.ließenden Partei, sonne der Demarkationslinien ist auf allen Meeren untersagt 4. Tie Demarkattonslinien verlaufen: ' a) Im Schwarzen Meer: von Olinka—Leuchturm (St. Georgsmündung)—Kap Iervs (Trapczunt), b) In der Ostsee: von Rogekuel—WestÄste WormS— Bogslaer—Svenska—Hoegarne. Die nähere Festsetzung der Linie zwischen Worms unt» BogSkaer wird der Waffen still standSkom Mission der Ostsee (Ziffer 7. 1 übettragen mit der Maßgabe, daß den russischen Seestreitkräften bei allen Wetter- und Eisverhältnissen freie Fahtt nach per Aalandsee gewährleistet ist. Die russisäien Seestreitkräste werden die TemattationSlinien nicht nach Süden, die Seestreitkräste der vier verbündeten Mächte nicht -nach Norden übev- schreiten. Tie russische Regierung übernimmt die Gewähr dafür, .daß die Seestteitkräste der Etttente, die sich bei Begiun deS Waffenstillstandes nördlich der Demarkationslinien befinden oder später^ dorthin gelangen, sich ebenso verhalten, wie die russischen Seestteitkr äste. Handel und Handelsschiffahrt in den in Ziffer 1 Abs. 1 der bezeickneten Seegebiete find» frei. Tie Festlegung aller Bestiinmungen sür dcm Handel sonne d-ie Bekanntgabe der gefahrlosen Wege für die Handels)clstffe wird den WassenstillstaTtdskommlssionen des Schwarzen Meeres und der Ostsee lZiffer 7, 1 und 7) überttagen. Tie vettrag« schließenden Parteien verpflichten sich, wähnend des Wasfenstill- lkandeS im Schwarzen Meer und in der Ostsee keine Vorderer Lungen zu AngriffSoperattonen zur See gegeneinander vvrzu- nehmen. VI. Um Unruhe und Zwischeufälle au der Front zu vermeiden, dürfen Hebungen mit Jttfanteriewirkung nicht näher als 5 Km., mir Arttlleriewittüng nicht näher als 15 Um. hinter den Fronten rorgettommen werden. Ter Landminenttteg »vird vollkommen eingestellt. Luflstteitträfte und Fesselballons müssen sich airßerhalb einer 10 Klm. breiten Luftzone hinter der eigenen Demarkatiom- linie 1 alten. Tie Arbtttetr an den Stellungen hinter beit vordersten Drahthindernissen sind erlaubt, jedoch nicht solckx', die der Vor- bereitting zum Angriff dienen können. den „W a s f e n st i l l st a n d s k o m m i s s i o n e tt", Batti eter je* an mm betteffendon Frontstück beteiligten Sackr.-S, zusammen alle militärischen Fragen sür Lffe Ausffffrung der Wa Dnstillitond- bpttmmüugen m dem betreffenden Bereiche zuzusühren sind- 1. Riga iür die Ostsee. 2. Dünaburg sür die Front von der Ostsee bis zur Düm 3. Brep-Lw»n^k für die Jr»nt von der Düna bis zum Pi ipj-' 4. Berditschsw sür die Front vorn Pttpet bis Tntestr 5. Woloswar für di eFroitt vom Dnjestt bis zum Sttoarze Meer. lGrenzbestimnrung zwi'chen deck beiden Kommissiwur» 5 un p erfolgt inr gegenseitigen Einveritechnvn. 6. Faesani. 7. Odessa für das Schwarze ALoer Diesen Kommissionen werden unmittelbare, »mkonttollier Fmr»chre»belerttlnge»l rn die .Heiinatländei' il-rer Mttglie^r zur ^ hifnmg gestellt. Tie Leitungen wwden im eigene»» Lmrde bis \n iJhtte zwpchen den 'xemavtättcmsli»den von bert bctre»teube üebaut. Auch auf den russisck^ttttkisckwn Kriege w arcpl atzen werden derart ge .Kornmiffionen eingerckchttt naw Br, ernbarring der-berdersmttgen Höchstem»»»» andierenden VIII. Terttag über die Waffenrul-e vom 5. Dezember (22. Nr mmiberi. Alle bisber für die einzelnen Fr^tstrich-^äb^schloff« S^ r ^aftenrul-e odee Wassensill'mrd Vereinbarunge. - ^rnmi nr drefenWm fenststlst.nttH -erttog außer Kraft gesetzt h „ | tc Parteien werden im unmitk- WÄE «S! fcÄMi und die russische aus Per ien Ob^ttte Heeresltt tu zurückzuzi h Reiches nnd die türtt'^^ b r tt. die Truppen Werver, alsba o ni.t der verff wen 'Regi/rün Sr* . c ^rragstMeßende Partei erpßt eine Ausfertigung ?E)er^ Vereinbarung in deuttcher und russischer Sprache, die von den Bevollmächtigten unterzeichnet ist. Drelt-Liwwsk, 15. Dezember 1917 (2. Dezember 1917). ^ _ (Unterschriften.) Zusatz -um Waffenstillstandsvertrag: ^ -3u^ Ergänzrurg und zum weiteren Ausbau des Abkommens Wer den WaffensMstccnd kamen die vertragschließenden Parteien überein, schnellstens die Regelung des Austausches der Ausschusses z!u veröffentlichen. Tie Erörterung der Kammer findet, am Donnerstag oder früher statt. Englischer Bericht aus Palästina vom 16. Dezember: Der linke Flügel und das Zentrum .'nordöstlich ^n!dd) rückten fünf Meilen in der Breite vor, der erstere bis zu einer Tiefe von l l / 2 Meilen, ohne auf Masten Widerstand zu treffen. Klflbbrah, Klnbmlneb, Elbornet und auf dem reckflen Flügel über r v i l g e f a n g en en und der dienstuntauglichen, Ellireh lflnansoagendes Gelände nmrde besetzt genen unmittelbar durch die Front in Angriff M nehmen. Hierlxi sou die Frage der Heimscbafftmg der im Laufe Erreg^ Kunrckgehattenen Frauen und Kinder unter 14 Jahren m erster Linie berücksichtigt lverden. Die vertragschließenden Par- Die Prophezeiungen Lloyd Georges. Berlin, 17. Dez. (WTB.) Um 'zu veranschaulichen, daß dis tft rar tti.'Tiff/i hirttii -YY' __ CSX^! . m l . teien werden sofort rltr eine tunlichste Verbesserung der Lage der ^^ckikt lftchss^m Krstge veriteheil mrd völlig unMig sind/ bcrdenerttgen .Kriegsgefangenen Sorge tragen. Dies soll eine der > ^ Wechsel nde pvl ms che Kriegslage M ertasten, gibt Dottoni vornehmsten Aufgaben der beteiligten Regierungen sein Um die Friebensver ha ndlnnge n zu för der n und d« der Zivilisation durch den Krieg geschlagenen Wunden so schnell wie möglich zu heilen, sollen Maßnahmen zur W i e d e r he r st e l - lung der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den vertragschließenden Parteien ureffen werden. Diesem Zweck soll u. a. dienen: Die Wie der-.ru f- lev folgende Erklärungen des PremierminWrsLloyd George; wörtlich wieder: 1. Ende Juni 1917 sprach, ^Lloyd,George in Glasgow über die russische RVvoftttion und verftckterttz uns folgendes: Die Revo- buttvn hat den Sieg rwch bollständiger gemacht als je: sie hat die Qualität des Sieges, den wir-erringen werden, noch, verbessert. 2. Im Herbst 1917 sagte Lloyd George: Der östliche Himmel nähme der Post, des Hand el s v e r ke hF ch der Versand und.drohend. Die Sterne srnd durch Molken verdeckt, von Büchern, Zeittmgen und dergleichen iirnerlmlb der durch deu ^ ^lrachte den stur wischen Horizont mü Besorgnis aber nickst Waffenstillstand gezogenen lZftenzen. Zur Regelung der Einzel- E Fingst. Heute tan urch sehen, wie das Morgenrot einer \m\ni heiten wird eine gemis chte Kommission von Veirrttcrn den^Himmel färbt. Dbe Deutschen bei ichvem negceichei sämtticher Beteiligten 'demnächst in Petersburg Mrminen- ^'marsch wpftn nicht, was sie tun. Mögen sie sich hüten, den^ treffen. I entiesfeln Rnpstand mit ihrer gewaltsanven Art, zersprenge i Brest-LitVwsL, 15. Dezember 1917 grundsatzilW genehmigt ^5cund sprargen die Mtte, die um das sl-ar^ und unter Vorbehalt der endgilltiaen Fvrnrulieruwr untennämet. ruim-ck«.- Bvlk gelegt wurde. Die Deutsciien selbi.t »chmieden dass (Untersthriften.) Die beginnenden Ariedensverhandlungeu. Berlin. 17. Dez. (WTB.) Die „Norddeutsche All gemeine Zeitung" meldet.' Wie wir hören, wird Staatssekre Sck.'oert, das sic vernichten wird, und befreie?! das starke russische wü', das dieses Schwert nrit kräftigem Schlage gegen sie führest wird. Graf tzertling über Lloyd Georges Rede. Deutsche Kampfflieger. Berlin, 15. T? tär v Kü bl mann sich im U ^ r I i n r 17. Dez. (WLV.) .Vcv Reichskanzler Dr. Graf v. WTB.) Der Reichskanzler Dr. Graf v. Friedensverhandlungen nach Brest-Litowsk begeben. Berlin, 17. Dez. (WTB. Amtlich.) Die Negierungen Telegr^-chischem Bureau. Tr.' Mantler, zu einem kurzen Ge spräck - empfangen. Ter Gegenstand war die letzte Rede Lloyd Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und der Türkei werden be- ! Gevr. Ter Herr Reiclskvnzler äußerte sich folgenderrnaßen: m .L4. t'Liu ^^ Cy .. • r. . . .t I . . , C....... .. ,:x ...j. • ,-»r >. . r c "■ < , . m t rettä m den nächsten Tagen in Friedensverhandlungen mit Rußland eintreten. Die 2lb reise der deutschen Bevollmäch- Ngten erfolgt demnächst. Unverbindliche Vorbesprechungen fragen mich nach meiner Antwort aus die letzte Rede des englischen Premierministers Lloyd George? Herr Lloyd George nennt uns in seirrer Rede „Verbrecher und über die Friedensbedingungen zwischen den schon u> Brest- ^^^^chEck>ti^ nnc ch>n einmnl irn ReiÄ^oge er- Litowsk anwesenden Vertretern der beterlraten Reg.errrngen | Ä Ä K SSÄ Ä sind bereits im Gange. Nikolaus II. entflohen. Krrage nickst gewormen, vielleicht aber verlängert, denn das ist nach diesen Schmähungen Lws englischen Ministerpräsidenten klar: Für uns ist ein Verhandeln mit Männern vonderarti- ger Gesinnung ausgeschlossen. Für den auffnerkfamen Va se l, 17. Dez^Havas berichtet aus Petersburg: Nach Beobachter konnte seit geraumer Zeit kein Zweifel mehr bestehen, emer Nachricht aus Solny (?) soll der frühere Zar ent- daß die englisckie Regierung unter Führung von Lloyd George flohen sein. Das revolutionäre Komitee ordnete die Ent- den Gedanken eines gerechten Berständigungsfriedens vndmrg von 15 Wag.'n mit 500 Matrosen nach Tscheljabinsk v o l) k o m m e n u n z u g ä n g l i ck war. Wtzun es in den breiten an. Zu diesem Zwecke wurde die ganze Linie freiaeüalten r X r 0e f[ cntI _i rf > F nt eines schlagenden Beweises hierfür be- 1 , :. . - wr ° ( T . ,r‘T '.‘•CWJtiJUUeri. ^ T f*p_ fn er Sjirrh h r <»ttrr!4fr!wvr, dürfte, so ist er durch die neueste Rede des englischen Staatsleiters geliefert. ,, v ,s CT? rt+ ;_■ ^ Vc ^rv; ^ . .Sie wissen, daß ich erst seit kurzer Zeü an die Spitze der munter ^zsmatlowskt und Pelrogradskt erneu Entschluß zur Reiäsregrerung getreten bin, daß mir aber meine bisherige Stel- «fv nrgen Gefangensetzung der Famllre Romanow in der Pe- lung Gelegenheit gab, die aus!värtige Polittk mei??er Vorgänger Unmittelbar ncsck) dem Eintreffen der Nachricht von der Flucht des früheren Zaren faßte die Vereinigung der Regi- fcrc Pauls^Festung oder in Kronstadt, um sie gründlick) über wachen und ihnen jedes Vorrecht entziehen zu können. und der verbündeten Staatsmänner von einem besonders guten Beobachtungspasten aus zu versalgerr. Und da kann ich als Staats- Äeiite japanischen Truppen in Wladiwostok. bürg, er hat das. was wir seit Ende Juli 1914 wußten, der Welt mit absoluter Deutlichkeit llargelegt: die Ursache des Weltkriegs.^ den dem Zaren Nikolaus II. oon geunssenlosen Ratgebern abgenötigten Befehl zur Gesamtmobilmachung. der uns den Kvmps Genf 17. $e$. Die französischen Zeitungen veröffenttichen nach zwei Fronten aufzwang, eme Mrtteckung der japanischen Regierung, worin die L a-n d u n g | Vor wcniaen Tagen war es ein Jahr, daß wir mit unseren ?apanr> cher Truppen in Wladmwswk dementiert wird. > Verbündeten den Feinden die Hand zum Frieden boten Sie wurde zurückgestoßen. Inzwischen hat unsere Antwort aus die Aus Spanien. Papstnote unseren Standpunkt erneut ausaesprock»en. In dem Augenblick, wo ich die Nachncht erhalte, daß die M a f-feni-,, Caiklaur. Baris 16. Dez. (WTB. Nickstamtlich) Der Llusschuß der Aa m mer stimmte mit neun Stimmen bei zwei Enthaltungen der Aufhebung der parlamentarischen Jmnrunüät von Caillaux und Loustalot zu und ernannte Paisant zum Berichterstatter. Baris 16. Dez. (WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence gelegt. Sie ist die Antwort des heutigen englischen Kabinetts aus die Papstnote. Unser Weg im Westen ist demnach klar. Nicht Llotst) E>eorge ist der Weltckchter, sondern die Geschichte; ihrem llrhtl können wir. wie am 2. August 1914, so auch heute mit Ruhe emgegenselien." * Berlin, 18. Dez. (Der Hauptausschuß des Reichs Havas. Vor dem parlamerttarisck^en Ausschuß zur Pnlsung der t a ge s nnrd laut „O^erniMna" a n Donnerstag oder Freitag zu '.Angelegenheit Caillaux ecklärte Clemcnceau unter Hin-' mrm - weis auf die diplomatischen Sch-ckftslücke, daß die Anwesenheit Caillaux' m Rom die italienisiche Regiereun beunruhigt habe. Sontrino habe dies den Bvffckftftern Frankreick)s, En^ands. Rußla??ds und dem rumänischen Gesandten mit geteilt. Eleme noeau setzte hinzu: Werm die gegen Eaillanr vorgebrachten Bermutungen irgerrd euren einfachen Mrger betreffen wärd-n, so würde es keine Erörterung geben. Tie Regierung hat ihre Verantwortung übernommen Die .Kammer wird die ihrige tragen Wenn die Kamntz.tr die Strafverfolgung Eaillaup' ablehnen sollte, so würde die Regierung zurücklreten. Der Ausschuß samm-entreren. Man .r>erde vielleicht nickst seUip-hen, anzunehm^-n daß nun nach Abschluß drs Wa fenuiilLandes in Often F^teiens- fragen den Gegenwand der Berat-mgei lild«! w.rden. Auch dürfte sich ö7ele(7enl.eit bieten, die V rgänge.zu erörtern, die den englischen Siedens:übler vorn Septencker rm Sande verlauftm liefen. Besprechung d s Kanzlers mit den Fra tionSführcrn. Berlin, 17. Dez. (WTB.) Reichskanzler Gras von Hertling hat die Führer der Fraktionen des Reichstags zu einer Besprechung für Donnerstag den 2$. Dezember, nachmittags 3 Uhr, eing, laden. Von dem horte hierauf Caillaux an. Er Umntte ^siodam! für bk Ä rfhrchung Ergebnis dieser Bespreck)ung wird es ebhängen, ob und wann der Immiumtät Caillaux' und besck.iliosr, die von der Regierung der Haushaltsausschuß des Reichstages demnächst zusam mitgeterlten Scknrttstücke sonne den lte?wgraphtschen Bericht dc^s! mentritt. 'WTB.) Erfolgreiche deutsche Kamps- sliegcr. Dre Zahl ihrer Lustsiege bis zum 1. 12. 1917: Rittmüßer Frhr. v. Riästhosen 63: Leutnant Müller (Max) 31; Leuttuuu Buckler 3s>: Hauvtmonn Berthold 28; Leutnant Bernert 27: LeuL. nanl Frdr. v. Ricbrhoien 26: Leulnanr Wüstboss 26; Oberleutnant Tostler 26 vermißt ; Oberleutnant Schleich 25: Leurnrmt iftülotoi 25: Oberleutnaitt Ritter von Tulscchck 23: Leutnant Bongartz 23- L'.'ltnanl Klein 21: Ober!'ninant Bethae 18; Leutnaru Kistcnt^ntz 1&; Leutnant Göttich 17; Leutnant Heß 17; Oberleutnant Leerzer 17: Oberleutnant Göring 16; Leutnant Sckmütt (Julius) 15- Vizeieldwebel Menckhoff 15: Leutnant Thoy 15; Leutnant Udei 14; Leutnant Krell 14; Leutnant Hansdein 13: Vizefeldwcbek Then 13: Oberleutnant Buddecke 12; Vizeseldweb-el Bäuzer 12 Mit dem Orden Pour le me rite wurden ausgezichner: Rstt» meister Frhr. o. Zuchthofen, Leutnant Max Müller, Leutnaw Buckler, Hauvtmann Berthold, Leutnant Bernert. Lcmnant Frtg' v. Richthofen, Leutnant Wüsthoff, Oberleutnant Tostler, Obe»^ leutnar.t schleich, Leutnant Bülow, Oberleutnant Ritter o. Tut- sckxck, Leutnant Klein, Oberleutnant Buddecke. Seefrfeg. Neue U-Boot-Erfolge. .Berlin, 48. Dez. (Amtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapilänleutnant Rose, hat am 5. Dezember inr Aer melkanal den a m e r i ka n i sche n Z e r st ö r e r I q, ccb J o nas vernichtet und dabei zwei Matrosen gefangen genommen. Das Boot hat dann den Handelsverkehr mit gutem Erfolg bei stärkster feindlicher Gegenwirkung angegriffen und dabei insgesamt acht Dampfer mit über 22 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt. Allein vier größere Dampfer sind ihm aus stark ge. sichertem Geleitszug zum Opfer gefallen, darunter der englische Dampfer Festlands (3112 Tonnen), mit Kohlen von Leith nach Nantes, und der englische Dampfer Nhanza (4053 Tonnen). Ein einzeln fahrender, bewaffneter Dampfer wurde aus starker Bewachung herausgeschossen. Gegen den englischen Dampfer Harlswoord (2353 Tonnen), der durch Bewachungsfahrzeug gesichert unter der englischen Küstc westnwrts fuhr, wurde ein Torpedotreffer erzielt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Kopenhagen. 17. Dez. (WTB.) Das Ministerium des ^Auswärtigen meldet: Der dänische Dampfer „Peter W i l l e m o ft", auf der Fahrt zwischen England und Dänemark mit Kohlen, ist in der Nordsee versenkt worden. Der Kapitän und 16 Mann der Besatzung wurden in New Cast^ gelrrndet. Der erste und der zweite Maschinist wurden getötet. 0 Aus Hessen. I. Tarmstadt, 1-. Dez. Im Kriegsausschuß dek Zweiten Kammer bemrtwortete lscute die Regierung zunrM dre Anftage Dorsch, welcher lreanstaudet baue,' daß den Bei lorsüngsbevechttgteu im Monat VU Pfund W eiz en mehl zu- gebilligt worden sei. während die Selbstversorger gar nichts er-» hielten, dahin, die Anfrage Dorsch beziehe sich nur aus den munalverbcrnd Friedberg, wo übrigens nur 1 Pfund im September und 1 / 2 Pfund im Oktober »erteilt worden sei. Ten Selbstversorgern stehe es frei, bei den Bäckern ihr Roggenmehl gegen' Weizenmehl umzutauschen oder Weizen aus Mahlkarte beim Müller mahlen zu lasten. — Eine Anfrage Dorsch wegen der Oel- mühlen mit Wasterkraft und ein Antrag Grünewald über Zusammerckegung der Oelmühlen gab der Regierung Anlaß zu der Erklärung, auf ihr Betreiben sei allen in Hessen in Bettacht kommenden Oelmühlen das Oelschlager: geftatter worden, ocdf wurden dabei vom Reiche die Auslagen gemacht, daß die Mühlw mit Wasserkraft betrieben ivürden, kein Bahntransport der Ock» frückste erforderlich sei und kckne ftemden Militär-- und hilssdienft- pflick»ttgen Personen in den Mülsten beschäftigt würden. — Eine Anfrage Adelung über Fleischbelieferung bemängcktc. daß die benackcharten preußischen und bayerisckien Städte die volle .Wock-enmenge von 250 Gramm bekämen, die hestisck>en manchmck nicht die Hälfte. Tie ungleiche Belieferung, erklärte die Regiermg, rührt davmi cher, daß der Regierungsbezirk Wiesbaden Zu- I chußbezirk für Fleisch ist, Hessen aber nicht. Tie Fleischlikseruug war in Hessen sehr erschwert, weil das Vieh meist in mrreifem Zustand geliefert wurde, es werde jetzt besser werden, da die Futter- ernte nickst ungünstig ausgefallen sei. Vom 1. November bis h. Februar sei Hessen von Fleischlresernngen mrs Heer befreit wjorden. In Zukunft würde folgender Verteilungsschlüssel oon Reichs wegen in Kraft treten: Städte mit oita 100000 Einwohner und über 50 Prozent JnLustriebeo ölkerung 250 Gramm, StÄ»te von 50000 bis 100 000 Einwohner 200 Gramm, Etat von 2000 Rs 50000 Einwohner 150 Gramm und das flache Land 100 Gr. Tie Rindviehbcstände müßten Msckwnt werden, dagegen sollen die Schweinebeständc bis aus die Zuchttiere ab ge schlachtet werden. — Ein Antrag Heerdt über Zwiebelhöchstpreise wurde «- rückgezogen, als die Mgierung auseinander fetzte, daß sie M durch die Landesgemüsestelle Zwiebeln herbei zu schaffen bemühte, aber kaum Erfolg !>atte. — Eine Vorstellung des Ortsausschusses und Ernährungsbeirates der Gemeinde .Hirsckhorir beantworteie die Regierung, daß die Gemeinde selbst an de» von ihr gerügten Uebclständen in der Milchversorguug schuld sei. Sie sei bislier gut mit Milch versorgt'gewesen und habe deshalb Gietzenee Aonzertvereß«. Gießen, den 18. Dezember 1917. Das vierte Konzert vermittelte uns die BeSanntschast dreier leipziger Künstler, des Herrn Siegfried Karg-Elert, der Scprarnstin Frau P s ei s e r - S i e g e l und d^s Soleslötisten des GsEdhausorck-Tsters Herrn Bartuzat. Das Pr"g.amm >oies neben seltener gehörten Werken Sebastian Bachs im znui.en Teil nur Kompositionen von Siegfried Karg-Elert ans. Mü seiner ersten Nummer, Partita C-Moll für Orgel, führte sich Herr Karg-Elert vortrefflich ein. Das oberste Prinzip seines Spieles ist Klarheit, Klarheit um jeden Preis, selbst in den schnellsten Passagen und beim Gebrauch des organo pleno; da fällt nichts unter den Tisch unte wird auch nichts verwisckst Mißstände, von denen selbst das Spick namhafter Virtuosen niüt frei- zusprechen ist. Eine zweite Eigentümlichkeit Karg-Elerts liegt tn der außerordentlich gewählten Registrierung. Es ist ja wahr, wir rannen^ heute. Dank der ungeheuren Fortschritte im Orgelbau, Bach viel differenzierter wvck)ergeben, als es ihin selbst aus weniger vollkommenen Instrumenten möglich war; insofern hat es eine Berechtigung, wenn beispielsweise in dem einleitenden Choral fast . rede Zeile anders registriert erschien, wenngleich eine derartige Ausbeutung moderner Klangessekte anderer seit s auch nicht überschätzt werden dack und daneben! die streng historische Auffassung nrit vollem Recht bestehen bleiben muß. Zwei weüere kleine Stücke ftcr Orgel, Capriccio F-Dur und Echo H-Moll zeigten anss neue, wie Karg-Elert die Orgel mrt allen AusdrucksmöglickMten völlig beherrscht. Er steht unbedtnat in erster Reihe der jetzt lebenden Organisten. — Weniger Glück hatte Frau Pfeifer-Siegel mit ihrem einleitenden Bachoortrag. Ihre Stimme zeigte gute Schulung imo hat in der unteren Lage einige wirklick) schön zu nennende Töne, treinolierte aber nach der Höhe zu so stark, daß der Duktus der Melodie oft in Frage gestellt wurde; Bachs komplizierte Melodien, schon ohnehin mü Verzierungen aller Art gesättigt, verlangen eine klare, ruhige Tongebung nrrd stellen gerade in der Sopranlage unendlich schwere Aufgaben. Eftie gute Unterstützung fand die Sängerin m Herrn Bartuzat, des'sen obligat« FlöEnpartte den Gesang wirksam umrahmte. Bon ihm härten wir dann, noch bk schone Sonate m F-Dur für Flöte und Orgel. Der Vortrag di^eses Werkes war ein einzig artiger Genuß. Wgesehen vom rein Xa[) chch n. waren das herrliche Crescendo uns Diminuendo. die last klariw'twmhaste Würrne des Tones, die ausdrucksvolle Kftntilene des A-Moll-Mittclsatzes besonders frappant, das Ganze eine wolst nicht zu überbietende Höchstleistung. .Im zweilen Teile lernten wir da.uc den Komponisten Karg-Elert 'kennen. Er bel-andelt die Orgel durchaus orchestral und zieht insbesvüdere die Farbe als Ausdrucks- mittel he:a i, geht damit also dieselben Woge, die RrckMrd Strauß in.der B'haw.ckung des Orchelers b-eZwitten hat. Stilistisch ist seine Eigenart destoegen s-l,oer zu fasten, weil sie nicht, ivie bei Reger, w.rs als fertiger, origineller Typus eirtgegentrüt, sondern sick- — neben Origütellem, was rricht geleugnet lverden soll — viel lach als Konglomerat einer ganzen Reil)e von Einflüssen zu eck.-irnen gibt, die einstweflcn noch ziemlich rrnveruritbelt neben- einandcrslehrn; da sind außer Bach. Hecktor Berlioz und Franz Liszt, vo-, Modernen besonders die Skandülaoier zu hören: neben Sttauß selbst habe^l vor allem die Nenfranzosen tüchtig Pate gestanden. Gelegentlich finden auch Kirchentonarten Verweirdung: so hörten wir mehrmals pstrygich? Schlüsse. Harmonisch sältt, ähnlich wie bei Reger, die Vorliebe für allerierte Aköorde im allgemeinen und den übermäßigen Tr-ecklcrng im besonderen stark in die Augen, während das ,oeite Feld der Nonelwckwrdc nnmiger kultiviert zu sein scheint; ähnlich nne zuweilen bei Reger, erschcartt auch seine Melodik o-st sekundär bedingt, d. h. di« Melodie ist rein akzidenttckle ober^ Vor Hindun gÄinie n ebenerncrudergestellter Akkordpyramiden, die Farbe, die Harmonie (vier auch: Disharmonie) -ist das Prinürre. Geitailtende, die Urzell, aus der die Mtzbodie e'ttlpringt. Daß aber seine Melodik trotzdem von Reger ginnidwepchieden ist. braucht wolfl bäum gesagt -u werden. Tie vIle Cchn>art d-s Knmponishm trat bei der ,.Grablegung Christi" in die Er'chckmng. Tie BeljwMu'ng des Resttativs.' die oon der f»erköm7nldchn, ?lrt natürlich gänzlich verschieden fst. schien uns nich' immer glücklich: so trat z. B. die Stelle: „Das war in einen Ftzls gel^ane^r" ungewöh^ckch ails dem Rah:nen des übrigen heraus, nwchr sich ein Gnmd 'chv.w wird fftrben lassen. Tos folgende A üo'o, de-'fm Sckiblß ">anz im Sinne des alten Rezitativs gehalten ist hinterließ einen günstigeren Erndeuck und zeigte, daß der Schwer pimckt der Begabung Kavg-Elerts im Lyrischen liegt. Hier erschien zugleich Frarr Pfeifer-Siegel in einen: ganz neuen Lichte. Vückleicht hatte sie eine anfängliche Jndisposüwv überwimden, jedmisalls aber bennes ihr Vortrag dieses Stückes wie auch der beiden anderen Gr^änge. des prächtigen „Äbend^em" mü >e n?m mnsftschm Schevanke.: znnlchen Fis-Dur und F-Dnr und des auch von Bach so iimig vertonten steh an deiner Krippe hier". ta:> im zweiten (Soloflöte) mrd dritten Vers (Knabechtimmen) ;u unseren! schönsten Weihnackstslied kanirapunktiert, daß moderne Gesänge ihr eigenstes .Feld sind und die Möglick^cktm ihres Organs, das jetzt bedortend ruhiger und sickierer anspraä', erst voll zur Geltung bringen können. Wenn es überhaupt ge' artet ist, noch einmaligem Hören unbeLannter Kompositionen cii- Wetturteil zu fällen, so möckien rufen flrtnr Waßtrgdit ju eutet DoHm Erfassung brr Milcherzeumm« «tröffen- Vor allem babc- fie die Abgabe von Vollmilch vom Er- mim an den Verbraucher gestattet, so daß jede Wirttolle fehlte — (Ter Ausschuß Der tagte sich.) Aus Stadt und (an-. . ß Gießen, den 18.Dezember 1917. ** Amtliche Personalnachrichteu. Äer Großl-erzvg hat am 15. Dezember den Ergänztmgsrichter an der bei denr Landgericht der Poovinz Rpemhessen gebildeten Kammer für tzondelssachm mit dem ^rv rn Worms Ludtviq Lohnst«in in Worms »um DWtdelsrdchter und den Tirettor Heinrich August Becker in!Wvms zum Errganzungsrich'er an dieser Kammer, beide für die Zeit bis'zluim 31. Dezember 1918, ernannt. — Der Grast- Kcrzv't bat am 3. November dckm Lehsrer cm der Vors>1,ule best Landgraf-Ludwig-Gtzmitafiums zu Eietzeu, Mtl-an tot/, anläßlich seiner Verfemung in den Ruhestand das Jditterkreuz 2. Kl. be5 Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Ztone verlielM. - ** Auszeichnung. Krankenträger Franz ?l d a m wurde» zum Mreiten befördert rmd acht der ch^sischtin .Dapferckeits-! modaille ausgezerlinet. ** Beider städtischen Be r t e i l u n g s ste l l e, Brand- platz. gelangen heute und in den nächsten Tagen gelbe Möhren., Kohlrabi und Wcißerüben zum Verkauf. Auch werden noch diese Wocl-e Möhren, Kohlrabi und Weißerüben, zti Futterzwecken verwendbar. abgegeben. ** Kaffee-Ersatz. Ajus den Bezngsabstbnitt Nr. Oder Lebensmittelkarte wird in den nächstem Dagen Wffee-Ersatz verausgabt. Sie Bebrnntmacklung im Anzeigeirrdeil. ** Nachnahm «karten als Zahl karten. Postanweisungen können jetzt unter Umständen auch als Zahlkarten verwendet werden. Es gilt dies für die Anweisungen. die den NachtahMe- karten anhängen. Auf dein Hauptteile muß dann das Wort „Pvst- amveisung" in „Za hl barte"-geändert und das Poststhedkonto genau b^eichnet N'erden. Aus dem Abscktztitt ist anr Kopfe das Wort „Zahl- karte" und am Fuße der Vermerk „ZahlLafte für Konto Nr.. . / P. Sch. A... ." mrzugeben- Tie Aa.tdemurgen ntussen handschriftlich mit Tinte, durch Truck oder mit der Schreibnvaschine ausge ü!)rt werden. Eine derartige Vettoendung der Vordrucke ist nrit Ruck- iickst auf die Papierknappheil zngelassen worden. ** O bcrh e s s i s che r K u n st v e r e i n. Die Ausstellung iit morgen Mittwoch von 11 bis 1 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags geöffnet. ** Lichtspielhaus, Bahnhofsttaße 34. Der Film „Die Tochter der <55xäfin Stachowska" wird heute zum letzten Male voryefülirt. Bou morgen ab ttitt Asta Nielsen in ihrem Filmwerk „Eine Rose der Wildnis" auf. Außerdem enthielt das Programm noch das Lustspiel „In der Nacht" Siehe Anzeige. ** Hundesteuer im Groß,Herzogtum Hessen. Es dürfte vielen Hundebesitzern nicht unwillkommen sein, wenn wir an. dieser Stelle darauf achmerksam machte, drst die im Laust dieses Iadres abges.ckttiftan Htm de bis spätestens zuut 31. Dezember bei der zuständigen Bürgermeisterei abzumelden sind. — Wird die Abmeldung erü nach, dem 31. Dezember bewirkt, so ist die .Hundeitauer für das folgende Jahr weiterzuentricksten. — Wer ferner am 1. Januar selbst gezückLete junge .Hunde im Alter von unter drei Monaten besitzt, tvird entweder gleich oder nachträglich z>uv Hundesteuer für das kpmmcnde Jahre zugozogen. Nur wenn nachr- gewiesen wird, daß ein jtrckger Hund vvr Erreichung des Alters,' von drei Monaten zu Gruirde gegangen oder nach. Orten außerhalb des Großherzogtums veräußert worden ist. tritt Steuerbefreiung ein. ** Das Gewerbeblatt für das Großl-erzogtum Hessen, Nr 50, ent hält: Die Einschränkung des Verbrauchs elektrischer Arbeit: Tie Papiergewebe-Attsstellung in Breslau: Grundlagen für die Uebergarrg.irtschaft: Tie Verarbeittmg von Ersatzsohlen: Zentralstelle für die Gewerbe: Richtigstellung der Postliste: Mitteilungen aus denr Verei: s e en: e Leitung lag in den Händen des^ Herrn Prof. Tnrnla, der mit tiefent Verständnis den Tarbiettcngen zu einem vollen Erfolg oerhalf. Das ausverkcrufte Harts zollte sebhrsten Beifall. 6. 8. Hessen-Nassau. ^ --- Ba d Homburg v. d. H., 17. Dez. Am Donnerstag mreteten sich in einem hiesigen Gasthause die 52jährige Witwe Rosalie Heil geb. Laub und deren 23jährige Tochter Anna aus Frankfurt-Bockenbum, Werderstraße 6. ein. Ajs ldie beiden Frauen am Freitag nicht zum Frt'ihstück noch zum Mittagstisch er- scknenen, ließ der Wirt die Tür durch die Polizei öffnen. Beide Frauen wurden tot aufgefunden. Die Tochter war mit einem Handttich erdrosselt, die Mütter lag (mit durchschnittener Kohle da, das Rasiermesser trug sie noch in der Hand. Die Mutter hatte den polizeilichen Ermittelungen zufolge zuerst die Tochter erdrosselt und dann sich selbst entleibt. Vermutlich sind beide Frauen freiwillig aus dem Leben geschieden. Sie lebten in Bockenherm in einer Hinterhauswohnnng in den ärmlichsten Verhältnissen. = Eppstein i. D., 17. Dez. Auf dent hiesigen Bahnhof löste sich Freitag früh ein mit einem Rucksack schwerbeladener Mann eine Fahrkarte nach Nied. Als er sich über den Inhalt des Rucksacks ausweisen sollte, warf er diesen weg und floh unter Abgabe mehrerer Revolverschüsse auf seine VeNolger. Er konnte in der Dunkelheit nicht ergriffen werden. Im Rucksack fand man eine Anzahl Hühner und einen Stallhasen,> die der Mann in Niederjosbach gestohlen hatte. Gerichtsscral. . G. A. Frankfurt a. M., 18. Dez. In der Nacht zum 26. August wurde in der „Weisen Lilie" eingebrochen, wobei Lebensmittel, Zigarren, eine Sammelbüchse und andere Gegew- stände gestohlen wurden. Als Täter wurden der 27jährige Robert Zwarat, der vorher in der „Weißen Lilie" beschäftigt gewesen war, und der 26jährige Dreher Marlin Schaffner ermittelt. Scha'sfner war im Felde und ist mit dem Eisernen Kreuz und einer Tapfer- kcitsmedaille ausgezeichnet worden. Dann kam an den Tag. vaß er schon im Zuchthaus gewesen war. wais er bei seiner Einstellung in das Heer verheimlicht hatte. Er wurde sofort aus dem Heere ausgeschlossen und geriet nun wieder auf die Bahn des Verbrechens. Die Sttafkammer verurteilte ihn zu zwei Jahren und sechs Monaten und den Zwarat, der auch noch eine kleine Bettügerei verübt hatte, zu zwei Jahren und einer Woche Zuchthaus^_ Letzte Hactv ictireti (WTB.) Großes Hauptquartier. 18. Dezember (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprechl. Bei Sturm imd Schueftt-eitKN blieb die Artillerietätig- keit mäßig. In Flandern uuD westlich von Cambrai trat mn Abend geringe Feuersteigtrung ein. ErkundungSableiltMgcm brachten an der englische« Front, nordwestlich von P i n o n . ans dem Ostufer der Dtaas und südöstlich von Thann eine An . V Engländer und Fran zofen em. Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Im Eernabogen und zwischen Wardar- und Dotran- See lebte das Feuer zeittveilig auf. Italienische Front. Zwischen Brenta und Piave vielfach lebhafte ^Feuer- tätigkeit. Oestlich von Monte Solalo wurden Teile der feinte lichen Stellung genommen. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Aus Ru tzl mV. Haag. 18. Dez. (L. A.) DieFirnes" meldeni^ : Berichte über die Ereignisse bet Grobny und?5 Wladikawkas und den dorttgen Petwleumbeztrtan be,agen, daß eine kaukasische Heeresabteilung G r o d n y umzrngelt halt mW es belagert. Es kan: zu einem heftigen Kamvie. mh quellen ttmrbc durch Brand völltg v^^lch.et Btde Meniä^n smd unts Leben gekommen. In Gwdny £>errvd>t Pmttk. Das AnbULm, zieht alle Einlagen aus den Banken zuruck, tvetl es tae BeMag- nalMe der Batckgelder durch die Bohck-ewtkt furchtet, wve dies in Mvstau, Nikvlajewsk und anderen Städten der Fall. war. Die Stimmrmg in Petersburg. . i. Köln. 18. Dez. Die „.Köln. Volks^g-" meldet ims der Schweiz: Der „Gorriere della Sera" ersaW ans St. Petersburg. Die Unzufriedenheit gegen die Alliierten m.mmt zu, wahrend deutsche Untertanen in St. Petersburg wieder erscheinen, um ihren Geschäften wieder nachzugehen und rm polttt- schen Leben die Interessen der Zenttal mächte wahrzunehmen. Demnächst tteffen auch deutsche Journaltsten etn.^ Eine neue Erklärung über den englischen Friedensfühkr. Berlin, 17. Dez. (WTB. Nichtamtlich.), Nach einer MA- duug aus Amsterdam hat Lord Robert Eecil das Reuterschie Bureau benachrichtigt, daß das, was Deutschlands Antwort au) Balsours Erklärungen im Parlament über den deutschetr urtedensschritt vom September sein soll, vollständig unzutreffend sei. Wie Präsident Wllson habe auch Eitgland versucht, Informationen über das deutsche Kriegsziel zu erhalten uno tmmer wieder versucht, diese Aufllärung durch Ministerreden zu ergangen. aber bisher ohne Ettshlg. Absolut unzutreffend sei es jedoch, wenn man zu verstehen gebe, daß irgendeine Anttage pn- vater Art an den Feind mit Wissen der britischen Regierung gerichtet worden wäre. Die vom Reuterschen Bureau verbrectete Aenßernng Lord Robert Cecils im englischen Parlament ist in keiner Beziehung geeigtiet, die Mittellung des Wvlft'sch-n Btireaus zu entkräften. Lord Robert Ceell weiß fefrr wohl,, daß es nicht öffentliche Ministerreden waren, die zur Berattmg standen. Es i)t also nicht ersichtlich, warum diese öffentlichen Ministerreden plötzlich bercm- gezogen werden. Der Schlußsatz ist mit den hier bekannten Tattachen mcht tn Uebereinstimmnng zu bringen. Jit Lord Robert Cecll bekannt, daß ein in amtlicher Stellung befindlicher englischer Diplomat im Monat August eine Mtttei- lllng betreffs der deutschen Kriegsziele an etne neutrale Macht gerichtet hat, und behauptet Lord Robert Eecil, daß dies nicht im Namen und, im Aulttage der ^roßbritannischen Regierüng gemacht worden sei? Oder will er behaupten, daß diese Ätitteilung nicht unter Umltänden erchlgt sei. nach denen die neuttale Regierung annehmen mutzte, England handle in der Erwartung und Voraussicht eines entiprechen-» den Schrittes der neuttalen Macht bei der deutschen Regierung? Vom italienischrn Kriegsschauplatz. r Köln, 18. Dez. Die „Köln. Volksztg." meldet aus dem Wiener K-riegspresseauartier: Nach umiichtigster Vorbereitung nahmen die österreichisch-ungarischen Truppen ihre Unternehmungen im Gebirge diesmal östlich der Brenta wieder auf. Der Angriff, der nocb im Gange ist, trifft eine empfindliche Stelle, da die Grappawcrke der letzte Berteidigungsabschttitt im Gebirge sind Die Wiederaufnahme des Feuertampses an dem Piave pevrvht den Feind, von Nord uito Süd angefaßt z.u werden. Noch gibt der Winrerkampf im Gebirge das Tempo,an, aber die latente Gefahr des Borbroä^ens über den Piave wird von seiten der Entente ernster beurteilt. Passende Weihnachts 7?ffWff?ffiTHffl l HflTnTTTnnTTTfHTfT7TTTT?f?TTi , ffnW l mi l f M ImTmi i i'm Blusen Kleiderröcke Jackenkleider Mänte in Wolle, Seide, Astrachan u. Plüsch Trikot-Blusen u. Jacken Unterrocke U lerrockvolants N!orgenröcke u Jacken Taillenkleider Bu’garen-Blusen Wollstoffe für Blusen und Kleider Kostümstoffe in grosser Breite Samt und Seidenstoffe Sp tzen und TüÜstoffe Echte pTzen u. Kragen Palbfertige Robe» Stic' ereistoffe Spitzen-Schals Taschentücher, glatt und gestickt Oberhemden, Kragen Manschetten [rocke Schlafanzüge, Schlaf- Woilene Unlerzeuge Regenhaut-Mäntel und -Westen Handschuhe.Krawatten Hasenträger, Strumpf- Hüte, Mützen [ha'ter Socken, Taschentücher Kragenschiner und Halstücher Mänte mit Pelzfutler Pelzkragen Pe’zmüffe LederhandsciuihemitPeizfutter 9171a Marktplatz 9—10 Marktplatz 9—10 ^,8i>nmev-Wohnung, mit oü. ohne Vnbrn, au ueviu. 9041 Steinstr-iße 31. 6 — 8*3iHt)ncr--383ljnK*ft u. 22l(!einitelk'iiben toline M in* ben in ruhiger Vage, 1. Stock. au inte cn gesucht. Schrillt. Angebote unter 91V- an den Gießencr Anzei ger e rbeten. 3-'--Z»r.'Vöh!iG. m. Bodenk. v. cinz. Dame i. t.Avril IS gesucht. n l.Nord-Anlage. Ving, unt er 07941 a. b. 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Hoch unt Ti*ifc*u iiak " 1 toh.g In der Blüte weggertsscn, Huhst in fremder Erde da. Nimm aus heißersehnter Heimat Unsere Tränen mit zur Ruh. Auf dem Felde der Ehre fiel am 30. November bei einem Sturmangriff nach l 1 /, jähriger treuer Pflichterfüllung unser braver Sohn und lieber Bruder, der Füsilier Heinrich Lüdge im Alter von 20 Jahren. In tiefem Schmerz: Die Eltern und Geschwister. Lang-Göns, den 18. Dezember 1917. • Tt4« Die Unterzeichneten geben hiermit bekannt, daß ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume am Montaq, 24. Dezember 1917 für jeglichen Verkehr geschlossen sind. Gieren, im Dezember 1917 Bank für Handel und Industrie, Nl-deriastmig Mleldcuische Lreditbanl, Filiale Siesten vezirlssparkasse Siesten - Sanich Ltrautz Nachf. 0131 D Hiermit die traurige Mitteilung daß unsere liebe Schweiler, Schwägerin und Tante gg§g| Fräulein Elise Gundlach nach langem, schwerem Leidm heute sauft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rechnungsrat E. Schlicht und Frau Martha geb. Uundlach. Gießen, de* 17. Dezember 1917. Die Beerdigung erfolgt Donnerstag den 20. Dezember, vormittags 11 Uhr, von der .Kapelle des Neuen Friednofs aus. 9109 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heim- ange unserer lieben Entschlafenen, besonders für die trosireichen .Vorte des Herrn Pfarrers Hartmann, für die liebevolle Pflege seitens unseer Kranitenschwester, herzlichen Dank. Auch den Kameraden und allen denen, die während ihres Krankseins so hilfreich zur Seite standen und ihren Sarg so reich mit Blumen schmückten, unseren innigsten Dank. Strassen wart Konrad Hahn und Familie. ^uie Milch und «faürfub (^onelßb.).cm ncues'L'Utler- fnfe, funre zwei nut eibnlt Pritichenwaacn. 20—25 Bir. XinnfruM. vrei^rv zu ocrL Bterbandlung Frev 2VcuIa> a. Labu 91 50 B ud eruSstraste 3. 2 Läuicrichwcine zti verk. 07 M1 WaUto ritr. 24,1 7 Stück 9 Wochen alle Qr-prfpf deutiches Okrikl, Edelschwein, zu verkaufen bei 91.83 Wll .. \\ allen Tel» I. 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Dezember 1917 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Aode unserer lieben Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Zrau Margarete Krämer geb. Roth sagen herzlichen Dank »18L Heinrich Kramer und Familie Carl Haas und Familie. Steinbach, Gießen, 17. Dezbr. 1917. 51 p. StteftHftihSe Sitfifi. Die noch rückständigen Beiträge zur Kranken- und Invalidenversicherung für den Monat Oktober 1917 rönnen noch bis zum 31 . d. M. ohne Kosten be. zahlt werden. 91800 ANgrm. Ortsriankenkafie Kleien. _I. A.: H. Fourier. Gesangbücher. Geschent-Literatur sKomane. FugendschrlfLens.vilderiücher.photographie- Posttarten-Aldum u. Rahmen. Spiele. Ansichts- Artikel und Aalender. 9178 w TW w WW% Me taiera eingetroffen. 8807 Carl Schwaab, Hosl. SelterSweg 23. *&*+*+<**++++4 Zitronen Bändel* 6«wte« empfiehlt 9167 Ad. Plack, Seoeü Baue 15, Kolonial waren. 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Ludwigstr. 20. 11 udharmonikas schönstes Geschenk für s^eld und Haus. 9060 Ernst Challier, Neuenweg 9 Kr. 297 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag. (8. Dezember OT mmmmm mmwarn rnrnt^ . ... ib — »■> Aus SS^rdL und Land. Gießen, den 18. Dezember 1917. Minderwertige k^satzmittel. T«S Ch^niiiche Untersucht! lraSamt Pr die Provinz Oberhessen E uns folgendes mit. In welcher ofetfuniteqen Weise manche Srjatzmrttelpchrivanten darauf auSgel)en, ihre Mitmenschen durch nahezu wertlose, unter tti^Fepdcn Nomen seilgebotene Präparate rrvezuMren und damit M schÄchgen, möge im folgenden an der .Hand einisn Verspiele illustriert werden. Safto Schaumspeisc mit Iilrvnengeschmack bestand nicht ans MN nwnsüürchen Genüsse geeigneter Speisegelatine, sondern aus einem mit Wernsäure versehteil und künstlich aromatisierten stinkenden Leimpiilver. Eine andere Schaumspeise mit Pfirsich- und Himbeergeschmack war aus demselben Grunde zu beanstanden. Feines Backpulver enthielt lediglich kcchlensauren Kalk (Kreide). Dem sogenannten Backpulver fehtte dar Säuren chalt und damit auch !^>e TrHedlroft. ES war für Backzivecke vollkommen unbrauchbar und für die Verdauung störend. Andere Backpulver enthielten Alaun und Mlürmbisnlfat, also Bestandteile, die unter Umständen die mcnscknrchc Gesundheit zu schädigen geeignet waren. Noa's bm^ntriertes Hoinycrrvma, das zur Selbstbereitung von fein aromatisiertem Künschmrig dienen sollte, ivar Kochsalz, das mit 0,31 Prozent Heliotropen versetzt war. Zur Kunsthonig- dereitulig völlig ungeeignet, 8arm es nur den zur Benvendung kommenden Zucker etwas wvchlschrneckervder machen. Saxonia Künsthonigpillver bestand ans aromatisierter kohlensaurer Magnesia mit Weinsäurezusatz. Auch dieses Pulver war für den bezeick>ncien Zweck wertlos Iber Lebkuchen-, Pfefferkuchen- und Stollengeivürz ist nichts weiter als aromatifiertes, aus Alaun, Natron und kohlensaureml .Talk bestehendes Backpulver. Verschiedene Präparate von Neischbütch-Ersatzwürfeln bestanden fast nur ans Kivclstalz neben Spuren von Fett, Stickstoffsubstanz tzmd Fleischextrakt. Sie entsprachen also kerneswegs der vorge- schriebenen Zusammensetzung von höchstens 70 Prozent Kochsalz und einem Mindestgehalt von 12,5 Prozent StickstoffsEanz. Er- reugnisse, die ebenfalls in 4 Gramm schweren Würfeln vom Aussehen der Fleischbrühwürfel zur Umgehung der Nahrungsmittel- kontrolle unter der Bezeichnung Suppen-Wür?Mnrfel, Tunkenwürfel, Suppenwürfel zur Untersuchung Vorlagen., entsprachen sämtlich nicht, den an Fleischibrüh-Ersatzwürfel zu stellenden Anforderungen. „Dia" Mandelgewürzlchkuchen, Lebkuchenpuloer: Im Innern des die Form eines lärvyLid>en LMuchens aufweisenden Papp- schächtelchens befand sich em Päckchen von 8,8 Gramm Backpulver. Ein zweites Päckchen enthielt 10,5 Gramm einer Mischung von Roggenniehl mit einem nicht naher feststellbaren Drvgenpulver. Sckinierseife-Ersatz wies 3,76 Prozent Seife, Spuren von Soda und 94,2 Prozent Wasser auft Eine rühmliche Ausnahme machten die K.-A.-SeifenPulver, die sämtlich der gesetzlichen Vorschrift entsprechend aus Seife und Soda hevgeftettt waren. * ** Auszeichnung. Dem Maschinensetzer Max Büttner wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. ** Am Montag, den 24. Dezember sind die Bank für Handel und Industrie (Darmstadter Banck) Niederlassung Gießen, vie Bezirkssparkasse Gießen, die Mitteldeutsche Crrdit- bank. Filiale Gießen, und das Bankgeschäft Baruch Strauß NacU. geWossen. Siche Anzeige. ** Abkürzung der dreimonatigen Haltefrist für Hausschlachtungsschweine. Biele Besitzer eines zur Hausschlachtnng zugelassenen Schweines glauben twtz vorliegenden Futtermangels unter allen Umständen die HausWachttrng erst «rach dreimonatiger Haltung des Tieres vornehmen zu dürfen. lÄ sei deshalb darauf hingewiesen, daß die Landeszen ttalbehörden von dieser Holte» oder Mästnngsfrist Ausnahmen zulassen tonnen. Ta die schleunige Vornahme der HausschlackMmg'en, deren überwiegende Z«chl vor Weil/,cachen stnttfrndet, namentlich beim Mangel oder gar Fehlen erlaubten SchweinefuttLcs unumgänglich nottvendi-g ist und von den Kommunalverbänden gefordert werben muß, so hat der Herr Staatssekretär des Kriegserirährungsaints die Landes- zentralbehörden ersuch, von der ihnen i'ibertragenen Befugnis, Ausnahmen von der dreimonatigen Haltefrist zuzulassen, Gebrauch zu machen und diese Befugnis den Kommunalverbanden ftir alle Haushaltungen zu Übertragerl, in denen die Schlachtung eines Hausschla ckstungsschweines üblich gewesen ist. ** Einschränkung der Neujahrsglückwünsche. Zur Vermeidung von stNassenaufliefenmgen, duvch die der geregelte Postver'behr leiden würde, hat das preußisch Kriegsministerium ai,geordnet, daß auch in diesem Jahr der sonst im Frieden übliche Austausch von Neujahrskarten zwischen der .Heimat und den Angehörigen des Heeres unterbleiben muß. Tie Mannschaften sind in geeigiwter Weise über die Gründe der Maßregel zu belehren; die Durchführung des Verbots wird überwacht werden. Im Schwarz-Weiß-Theater. Sei te r s weg 81, gelangt von heute bis einschl. Freitag, 21. Dezember, der Film' „Im Banne des Bös«:". DeEivschg.us.piel in 4 Allen. zur Aufführung. Mit dem L»Mp«l „Toto, Odettes kleiner LiebeSbote" und einigen Einlagen schießt der Spielplan. Von Samstag ab ist ein Filmwerk mit Albert Bassermann in der Hauptrolle zu erwarten. Siehe Anzeige. ** Der neue Einheitsstiefel wird, wie der „Lrchnh- markt" mitteilt, wesenttich verbessert werden. Es ist beschlossen worden, an Stelle der schmalen Ledcreinsassung, wie sie ursprünglich vorgesehen war, für das Vorderreil ein erheblich breiteres Lederblatt zu verwenden. Tie Preise der neuen Einheitsschuhe sollen betragen: 1. für ein Paar Volleder-Ärbeitsschiuhe 29,50 Mk., 2. für ein Paar Obertederkchche mit Holzkohle 20,10 Mk.. Für eine dritte Sötte, einen Schuh, der aus Stoff und dessen Sohle aus Holz besteht, ist der Preis noch nicht festesetzt. ** Zur Frage der Kartoffelsicherstelluna. In letzter Zeit wird die Nachricht verbreitet, «daß ber Nacklbargemeinde Langerckerg fielen der LÄuntsntvcvger .Heinchckü SckynHt uyd bet Musketier Friedrich Müller auf demfFÄoe der Ehre. Kreis Lauterbach. ** Berns hausen, 17. Dez. Fahrer Karl Schäfer erhielt die Hessische DapserkSitsnredaille. ** S t o ck h a u s e n , 17. Te^. Der Lehrer Heinrich Z e i l e r von hier, Unteroffizier und OfMerÄlispjiccuttiM einem Jnf.-9i'gt.^ wurde zum Vizeseldwebel befördert. Kreis Schotten. ** Ilsdorf, 17. Dez. Unser Bürgermeister Mll-elm Vel- t e n cnvarb sich bei den letzten Kämpfen um Cambrai das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Velten ist seit dem 1. MoLilmackMNgstage im Heeresdienst und gegenwärtig Unteroffizier in ernem Jnf.-Rgt. Starkenbura und Rheinhesfen. Fr. Groß-Gerau, 16. Dez. Tjer Gemeinderat beschloß von der Uebermittelung einer Weihna^husspe'nde cm alle im Operationsgebiet stehendem hiesigen Kriegsteilnehmer Mstcrnd KU nehmen, dagegen einen Fonds fü!r Kriegsteilnehmer und dereatz Familien zu gründen, bem als erste ^Spende der Betrag von 10000 Mark aus der Gememdekasse übertviesen toerden soll. Gerichts>«al. W. Z. Ludwigshafen, 15. Dez. .Auch ein Kultur», b i l d. Ärs Zn^ibrücken mcrb der Pfalz. Pr. gemeldet: Eine Ber- Handlung gegen den 16 Jcchre alten Kaufmann Laurenz Äser aus Köln gab eigenartige Einblicke in das Treiben jngend!ick-er Vertreter der Pirmasenser Schuhindustrie. Der Krieg brachte es mit sich, daß nicht ganz ladenreine Schutze rurd Leoerg-esäKste u. a. in die Finger von ganz jugendlichen Burschen übergcgangen sind, die im Atter von 16 bis 17 Jahren als NcMer^ Händler u. dgl. ihres Amtes wallen und dcchei bettächtliche Beträge verdienen. Um die dabei g-ewounenen Geldmittel rascher verfassen zu können, haben diese „Vertreter" des Pirmasenscr Geschäftsbetriebes eine eigene Verbindung „Eornelia" gegründet, deren Zweck darin besteht, das so leicht geroomrene Geld der Mitglieder in Sekt, Wein u. dgl. anzulsgen und entsprechende Damenbeöinntt'chaften fteiznhalten. Ain 5. Mai d. I. feierte .die „Verbindung" Stiftungsfest im Kaffee Luitpold, wozu etwa 200 Personen erschienen .waren. Ten Beschluß des Festes bildete ein Bombardeinent mit den leeren Flaschen durch die Fenster auf die nächtlicheit Straßen, so daß die Polizei eingreifeu mußte. Gegen eine ganze Reihe der ingend« lichen Mitnehmer wurden wegen unerlaubten WirishausbesucheZ vom zuständigen Amtsgericht Pirmasens Gefängnisstrafen verhängt, ^vovon die meisten schon verbüßt sind. Ter obengenannös Kaufmann Laurenz Esser ans.Köln, Sohn eines dortigen Schuh» Händlers, ließ durch seinen Herrn Papa gegen die Bestrafung mit fünf Tagen Gefängnis auch noch Berufung zur Sttaffanrmer einlegen. Vor beiden Gerichten wurde u. a. festgestellt durch Be-, kundrmgen der Polizeibeamten, daß das Benehmen dieser Bursch» chen zu einem öffentlichen Obergernis ansgeartet war, gegen das! sich sowohl die Lokalpresse wie die Anwohner der als Haupt gu artterq m Betracht kommenden Kaffees Walhalla und Luitpold mit euer» aischen Einsprüchen wandten. Unerhörten Kleiderlurus entfaltend, saßen die Jungens mit Damen des Pirmasenser Theaters halbe Nächte lang in den genannten Lokalen, mack)ten offizielle Wagens ausfahrlen mit „Tanren", tranken die teuersten Weine und ließen große Geldsummen sehen. Längere Zeit hindurck) kbirnten sie ihr Treiben in einen! Geheimzrmmer des 'Walhalla oft bis zwei Uhr nachts iorttetzen. bis die Nachbarschaft die Aufmerksanck-eit der Polizei aus den Skandal lenkte. Als einer der führenden Geister in diesem, im vrerien Kriesjahre sich, abwickelndcir Benehmen wurde der oben genannte Kölner ermittelt, der sich monatelang in Pirmasens im Aufträge seines Vaters zu entsprechenden Geschäften aufhiell. Tie Strafkammer kam aber zur kostenpflichtigen Zurückweisung der Berufmrg. Bekanntmachung. - DaS Umlagekataster der land» und forstwirt- fchastlichcn Verussgenossenschaft für das Großh Hesien für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 18. Dez. 1917 bis zum 1. Jan. 1918, aus der Bürgermeisterei zur E!nsicht der Betei' ligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablaus der Offen- lebungssrist bei dem Vorstande der land- und sorst- wtttschastllchen Berufsgenossenschast in Darmstadk zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung inehr finden. Nonnenroth, den 18. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Nonnenroth. Hoppe. 9174 BekannLnmchung« Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschast für das Gr. Heffen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 17. Dezember bis zum 31. Dezember d. I, aus der Bürgerineisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüchedagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenonimen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegnngs- srist bei dem Vorstände der land- nnd forstwirtschast lichen Berufsgenossenschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. 0163 Rabeitshausen, den 13. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Rabertshausen. R e i ch h a r d t. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschast lichen Bernfsgcnosjenschast für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 18. Dez. 1917 bis zum 2. Jan. 1918 aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenomnien oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, find innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungssrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenoffenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Harbach, den 16. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Harbach. M ü n ch. . tziTtz Bekanntmachung. DaS Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenoffenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämltch vom 17. bis 31. Dezember 1917, aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenoffenschaft in Darm- stadl zu erheben Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Röthges, den 15. Dezenlber 1917. Großh. Bürgermeisterei Röthges. Meckel. 9115 Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und sorstwirtschaft- licheu Berufsgenossenschast für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 17. Dezember 1917 bis 31 Dez. 1917, auf der Bürgermeiste'ei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstände der lano und forstwirtschaftlichen Berussgenossemchast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Nieder-Bessingen, den 16. Dezember 1917. Großh. Bürgernieisterei Nieder-Bessingen. I B.: Roth, Beigeordneter. 9184 BeknnntmMchnng. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschast für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 18. Dezember 1917 bis 31. Dezember 1917, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er ver- anlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstände der land- und sorstwirtschostlichen Berussgenoffenschaft in Darmstadl zu erheben. Später eingehende Wider- spräche können keine Berücksichtigung mehr finden. Göbelnrod, den 18. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod. Weber. ^ Bekanntmachung Das Umlagekataster der land- uud sorstwirt- schaftlichen Berussgenoffenschaft von 1917 für die Gemarkung Weickartshain liegt vom 19. Dezember ab zwei Wochen lang auf der Unterzeichneten Bürgermeisterei offen. Weickartshain, den 16. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Weickartshain. K n ö ß. 9X16 Bekanntmachung. Zn unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Reklame-Automaten-Unternehmen „Hassia", Inh. Franz Vogt & Co., Gießen, eingetragen: Die offene Handelsgesellschaft ist erloschen und die Firma unter Uebernahme der Aktiven und Passiven auf Kaufmann Franz Bogt in Gießen übergegangen, der das Geschäft unter der Firma Franz Vogt L Co. als Einzelkaufmann fortführt. Der Ehefrau des Franz Vogt, Martha geb. Köhler in Gießen ist Prokura erteilt. Bin dsscheiik Gießen, den 14. Dezember 1917. Großherzogliches Amtsgericht. 9158V Verteilung von Kaffee-Ersatz. (Ausgabe Nr. 6.» 1- Auf den HezuaSabs-bnitt Nr. 6 der Lebensmittelkarte wird in den nächsten Taaen Kaffee-Ersatz verausgabt: Die Bezugsabschnitte stnd in der Zeit vom L8.—Li. Derember 1917 in den Kleinyandelögeschäfien gegen Aushändigung des vorgeschriebenen Bestellausweises. aus dem die Firma des Geschäfts, die Zahl der abgelieserten Abschnitte und die Nummer der Ausgabe an^ugeben stnd, abäuliefern. Wer den Be^ugsabschniu 6 nicht rechtzeitig nbgib', kann bei der Verleitung nicht beräcksichligt werden. 2. Die Kleinhandelsgelchäste haben die Abschnitte in einem verschloss nen Briesuinschlag unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl bis spätestens 22 Dezember 1917 dem Skädt. Lebensmittelamt, Zimrner 12. zur Priisuna einzurelchen. 3. Der Preis des Kaffee- rsatzes. die aus den einzelnen Abschnitt entfallende Menge und die Zeit der Ausgabe werden noch näher bekanntgegeben. Gießen, den 17. Dezember 1917. 91736 D^r Oberbürgermeisier (Leberrsmittelantt). 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