Nr. m Ler Lletzencr Anzeiger erscheinl tätlich, außer Sormmgs. -- Ver! agen: SichenerLinrilliendläller; fflr den Ureis Sichen. Vezuqrpreir: monatt. Alk. t.26. viertel- K .ch Mk. durch »le- u. Zweigstelle»! monarl Ütt. 1 . 1 >; durch die Post Uif. 3.60 viertel- jähri. ausschl. Beftellg. Fernfprech - Anschlüsse: sürdieSchriitle-lttnqllL Verlast, 6 ; eschäi ts stell eö 1 AnschriU fü' Trabtnach'- rrchlen. Anzeiger Sietzen. jbr. Jahrgang Postscheckkonto: Zranlsurt n.M. U 08 d Freitag, W. Dezember M A nnahme von Anzeigen yankverkehr: Gerverdedank Gießen ÖWittmgrrunddruck u. Verlag: Srühl'jche Univ.-Vuch- u. SteinLruüerei R. Longe. Zchriftleitung, SefchiistLstelle u. vruckrrei: Schulstr, 7. I if Lststesnlimmer bri j,mn Nochmiuaq vorher ohnejr'deVc'rbmdlichkelt Setlenpreise: ii'ir örtliche Anzeigen ^.'5 tzs.,für auswärtige 30 Pf., f ür Reklamen yjif. 1.- ; bei Platzvor- schttst 20°l 0 Aufschlag. Hauptschrbtleiter: Auq. Go eg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Allst. Goeg; Stadt >n'.d Land, Vermischtes u.Ke- richtssaal: W. Rleyer; Anzeigeuleü: H. Beck; sämtlich ln Gießen. ^TB.) Großes Hauptyuartier, 13. Dezember. (Amrllch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KrönprinzAupprecht. Don Dirmuwe bis zur Lys und südlich von der Scarpe zeitweilig erhöhte Artillerietätigkeit. Ocstlich von Bulleronrt entrissen unsere Truppen den Engländern mehrere Unterstünde und nalsmen sechs Offiziere imd yierundückftzig Mann gefangen. .Zwischen Ptoeuvres und Vendhuille haben sich die schon am Abend lebhaften Artilleriekämpft heute morgen verschärft. Auch nördlich von St. Quentin gesteigertes Feuer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zn Verbindung mit Erkundungsgeftchten lebte in einzelnen Abschnitten die Feuertätigkeit mrf. Q e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Wie vereinbart, beginnen heute im Befehlsbereich des iKeneralfeldmnrsckalls Prinzen Leopold von Baycrn die Per- hkmdlnngen über den Abschluß eines Waffenstillstandes, der die zurzeit bestehende Waffenruhe ersetzen soll. Mazedonische Front. Im Cernm Bogen wurden in kleineren Unternehmun- ges eine Anzahl Jtalieirer und Franzosen gefangen. Bei ik-rinp Italienische Front. Ichneefall und Mbel blieb die Gefechtstätigkeit Der Erste Generalguartierwrister LudendOrff O Dev Atzentztzericht. Berlin, 13. De^.. ovendS. Don den Kriegsichauptatzen nichts Neues. Mo« erinnert sich noch der Darsache, daß int Geptemoer Mehrfach Gerüchte verbreitet wurdet: über einen angebliches .englischen „Friedenssühler". Was daran Wahres war, erfährt man durch die heutige amtliche dsmfchc Erklärung. die wir im Nachrrchtenbeil nrieHergeben. Die englische Regierung hat in den letzten Tagen sich im Unterhcm.se befragen lassen, >ob es lvahr sei, daß die Mitdelmächte üm September einen Friedensantrag gestellt hätten. Die ^aclie war offenbar abgekartet, .Herr Äilforrr glaubt sicherlich mit feiner neuesten Enthüllung wieder einmal auf einen Beweis der deutschen Krregsnrüdrgteil oder Sch'vächeanwandLung hinrvrüseu zu kvirmm. Tatsächlich begründete Unterlagen hat er freilich dafür wichst Die deutsckfe Regierung farm seine Mitteilung iu wesentlichen Punkten ergänzen, so daß die Dinge in einem andern Lichte erscheinen. Die amtliche rdeuffche Erklärung gibt jetzt zu, daß Anfang September m der Tat ein englischer „ Frizens fühlet' vorlag, und zwar in einer direkten Anfrage über Deutschlands Kriegsziele, die zßvar von einer neutralen Macht „vermittelt" wurde, aber von solcher Art war, daß das Vorwissen der groß- britam'isck^en Regierung angenommen werden mußte. Es ist der englischen Regierung sodann gesagt worden, daß Deutschland bereit sei, eine Mitteilung über den Frieden Ku machen. Mas mn*n sich in Berlin frabei gedacht hat, steht in der amtlichen Erklärung. Eine offene Darlegung der deutschen Bedingungen rtßax ausgeschlossen; warum sie ausgeschlossen sein mußte, ist ja so häufig vom deutschen Regierungstisch verkündigt Wochen. Man wollte eine vorsichtigere nrüudliclie Besprechung unter Vertraueirsnlärrnerrr Die englische Negierung bewies kein Entgegenkommen; vielleicht dachte sie, wir würden wie würdelose Kaufleute ihr die Türe einrennen. Beiderseits wurde ergebnislos abgewartet. Jetzt freilich hat Balfonr im Unterhaus erklärt, die britifd^e Regierung habe geantwortet, daß sie bereit sÄ, eine Mit-- teiluug in Empfang zu nehmen und sich darüber mit ihren Verbündeten zu besprechen. Vielleicht ist diese „Antwort', die Deutschland nicht zugetragen worden ist, nachträglich so abgcfaßt worden. Heute ist die Lage anders als im Septenl-ber, die englische Regrerung ist nicht mehr so hvch- fahr-eud intb sattelsicher. Es wäre nun interessant, zu wissen, welche Mitteilung die deutsche Regierung unter Umständen damals gemacht ha- ben würde. In der „Deutschen Zeitung" wird die Erinnerung an die Lage im September in folgenden Ausführungen zu- rrückge rufen: „Es ist damals amtlich nicht bestritten ward«', daß der Kron- Wt sich gegen gan; wenige, aber äußerst gewichtige Stümmm dafür ausgesprochen habe, Deutschland solle unter Uncständen Belgien poeisgeben. Tie Verösfemluhungen der „Deutschen Zeitunch^ sandm jnrat imgemem starken Widerhall in der Press"' rmd im Volke. Auch der „Kölnischen Volkszechmg^^ gingen Ibanat Mstteibmgen zu, daß die Entscheidung klber Belgien „in englLlndftamdiiche,n Sinne" frtolen sei. Kurz daraus erschien jener aussebmervegende Berliner MiVel der „Münck^eucr Neuesten Nachrichttm". in dem eö frei, : «Was die belgische Frage angeht, für deren Beantwortung man mH in England besonders intereffiett, so sind wir Zluebellos beeeir die Unabhäu-gigkert Belgiens wiederlMnzustellen"." h»cß damals, es liege eü« >elständige Anfrage Errglüi^ dvr. LZalfolnr teilt rrmr mit, Teutsäpaiw frvx- gebele^r. England ttne Mitteilung über den Frstjdcn machen zn baiarfen, worauf «ngiörd) sich -um Empfang sn-er solchen Milteümm derrit ertlärt vwe Ob ^ßmr den (Ärurg t»er Ereignisse qcvLK lncÄUos schrtd-ett, s« oahrlrgc.'stellt. Jedenfalls batte also die deutsär' Regierung n ach de r engl^chf^ Lsdübmzrng eine üerckte Ausspraclv üoer i-en Dttstkm mtt Londoic gesucht, nind Mar ,ruf dea PßAntchcrse d«t Verzichts aus B^ginc. Zu der tatsächlichen Mitteilung der Bereit- säMst zu diesem Verzicht nach London ist es damals erfreulick>erwnse ansä-ernerrd nicht gekommen, denn Balfanr sagt, die errglische Regierung sei ofrtc nettere Rach eicht «jeblieben. Vermutlich i) die deactfche Mgierung mfolge der Stellmignahine zweier wichtig sttr PersAuliä^eiten im Kvonrat und infolge des Sturmes de Entrüstung im deutscher und an den Fronten davor zurück^ geschreckt, England die im Krön rat erklärte Bereitwilligkeit zu:; „DeSiuteressiment" m BÄgierr mstzuteil^r. Das zeigt, wie iwt- wendig rrnd erfolgreich eine große stade Volksbeioegung sein kann." Heute haben wir eitle andere Regierung und eine ganz neue Kriegslage. Es müßte, um so schwenviegende Dinge zu prüfen lutb zu entscheiden, rwchmals ein Krotirat Zusammenkommen. Der Ssterreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 13. Dez. (WTB. Nichtmntlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch t x Kriegsschauplatz. Waffenruhe. Die Verhandlungen ül>er einen Waffen- stillsftntb au allen n?f*i56m? Fronten wurlxn heute früh wieder au fgeno Ulmen. Italienischer Kriegsschauplatz. Schnee und Rebel verhillderten gestern in dem vene- tianifchen Gebirge jedwede Kampftütigkeit. Die Truppen des Feldmarschalls v. Conrad haben nach bisheriger Zählung in den v i e r t ä g i g e n K ä nr p f e n u m das Melettü-Gebiet 639 ilalienffche Offiziere und über 16 0 0 0 Maun als Gefangene eingebracht. Die Beute setzt sich aus 93 Geschützen. 233 Maschinengeroehrrtt. vier MtraMeusen, 81 Mi«emoerfern und vielem anderen Krievs-erüt zmamm«. Der Chef des Generalstabes. Der lürNsche Bericht Kvnstan-iNVper. 12. De,. kATB.) Amllbter Heeres- bericht. SmLifvont: Feindliche Lrvgrtfsi Lstlich Hebi Zmmml und östlich Äerrrsalem scherderwn imzx ocheblichar Verlust«!. Sonst keine besonder«! Eveiguisse. l ' . Englischer Heeresbericht vom 13. Dez. General Mauby rückte seine Linie in der Mitte zwischen Jerusalem mid Jaffa vor. Budrus und Schckk Obeid Rahid nördlich Midia wurden genommen. Italienischer Bericht vom 12. Doz. Während des gestrigen Tages erbitterter Kampf zwischen Brenta und Piave. Zahlreiche österi-eickstscl-e Truppen griffen unsere Stellungen iu der Gegend des Col Beretta an, toahrend eine andere Abteilnng von Osten her den Monte Spinvnia und die Vetteidign-ngsanlag-m des Val Calcino mrgrtff. Der Kampf wurde den ganAen Tag fortgesetzt. Der Gegner ging zn einer äußerst kraftvollen, durch Artillerie aller Kalibor unterstützten Unternehmung über. Unsere Batterien l-emntten den Msturm des Feindes, und urrsere Infanterie hielt den Stoß tapfer aus. Ginig^ Sdelkmgen, die wegen des serndtichen Zerstörung sfervers znerst hatten aufgeqel'en werden wurden durch auseinander^ folgende, gegen abend ansgeführte Gegenangriffe fast völlig wieder! besetzt. Der Feind beschränkte sich angesichts des zähen Widerstandes unserer Truppen und ferner schweren Verluste auf Ar- tilleriesouer, das toährend der Nacht wieder inormal wurde. Ajuff der übrigen .Front ?rechts Besonderes. Zwei feindliche Flugzeuge- wu.rdeu durch engtiscl-e Flieger abgeschoffen. » Orlando übrr die Lage. Basel, 13.Dez. Stesani berichtet aus Rom: In der Kammer vettas Orlando die rn i n i st e r i e l le Erklärung, in der er u. a. sagte: „Unsere militärische Lagx, die ich in der Sitzung vom 14. NoveirSer in ihrem ganzen Ernste besprochen habe, hat sich im Dezember bedeute>.rd ^bessert. Wenn sie trotzderN mich ernst bleibt, so zeigt uns ein Vwgleich, rvelch schnüerigc Periode wir hinter uns haben. ?Rr 'wollen hier in keine militärischen Einzelheiten ein- tveten. doch darf ?mru rufrg sagen, daß die Tatsaä)e, ooß wir diq Piavelinie unter so ungünstigen Umstänlx'n ge'.ttlt^n haben, einen nicht zu berechnenden militärischen und invr-alischeu Wjgrt frrt." 5Keoauf prüfte Orlando,die >w i r t f ch a f t l i ch e L a g e des Landes und Uob die riesigen Schwierigkeiten ^rvor, die durch die Sttägerung der Pr'eise ruüd die noch nüßere G^.wchr, die frrrch den Mangel cun Mlernottoendigsten für den selbst in den ^ngsten türenzen «whaltenen Verbra-.ich, lrwoorgernfen roird. Dieser durch d^n Krieg erzeugte Zustand dw Tinge Baun nicht sofort durch den Friedens schlug geäudvtt uierdeli. Das einzige Mittel dagegxsn ist die Hebung der inneren Produktion und die Dernrinderung, auf keinen Fall die Vergrößerung d^s Bett'iaucl's. „Unsere F i n u Baveis von Wiber- stanpskraft, dagegen ist die Lage auf dein Weltmarkt prüft Die Einschränkung der. Leben.shalttnrg und die Herabsetzung o^r Bedürfnisse sind Pflicht eines irden Bürgers." Orlando kündigte eine Reihe eutsprech^rdcr Ntaßnafrnen an. Mit ^rüdigung hebt er den. Zw- staerd d.n italienischen Industrie hervor. Jttden! OrlmÄx> ans die in ternat io nalen Fragen ü.lwrgitlg, führte er aus: „Tic Geschicke P v l p n » bilden den Gegenstand rirrer Diskussion zioischen der österreichischen und der deutschen :75egierung. Tie öffenkliclie Meinung d^r beiden Lmtfr r beschäftigt sich leidersichaftlich und mit cv^'ftvmdergeh'nd^tc Ansichten mit dm po'rmscheu Frage. Wer statt daß sie die irnveränErlichen Rechte dieser cHlen und unglückliclxen ^öation wahren, beschäftigen sich die obengensmtten Regienmgen damit, six xmn Ziele voliti scher >lvm- binasionen und oogensefttger Konlpen>ttion«n zu machen. Tie al- llietten Mächte, hie von dem nmdamcntvl^n Gnmdsatz der Achtung der Nationalitäten geleitet iverd-fu, srird in dem (sTntschluß einig, daß d^e Schaffung eines unadlftn-gmen Md mtteilbaren PvhmÄ unter Bedlngirogen. die seine freie politische und ivittschaftliche Ent> wilktung sichern, eines der Elerneute eines gerechten rmd danerhaftei^ Friedens und der Herrschaft des Rechtes tu Euro;-a bilden. Wir begrüßen mit freudiger Beweguug di^ Bescerung Jerusalems, die durch die Tapferkeit d^r^ englischen Armee unter der Mitlülsc der französischen und italienischen Arnree^voll - rächt Ivurde. Wir sehen darin nicht nur die Befreiung einer L>tadt und eines DolLes, sondern auch das Verspreä^n der De-reiung der Welt von einem Alpdrücke. Taigen bergen die Ereignisse der russischen Revolution nichts Ermutigendes in sich. Tie Fraktion, die sich gegen- tvärtig in Petersburg der Regierung bemächtigt frrt, o c rtrüt normalerweise Rußland nicht, »och die Alliietten warten zu, bis ehif Regierung, die sie als legitini anerkg'rnen rverden, und die den ge tteuen und dauerhaften Ausdruck des Volksivillens ^oarst^llt, das Rockst hat, im Nanren der russische:! Nation zn sprechen. JndesiM kann man sich nicht verheimlicki^r. daß die Schwächung Ruß lands sehr ernste militärische Folgen gehabt hat. mtter denen Italien bis jetzt hauptsächlich gelitten hat. Auch darf mcv: den Schaden, Len die Sache der Eulente durch die beträchtliche Verschiebung der Kraftverhüttnisse ^ffitten hat, nickst zu gering >crnschlagen. Die Faktorwi für den Sieg. Männer bntb Mittoh bl-eib-en aber immer aus Svit^si der Entente. Drs« Wichtigste ist, daß man sie durch ül^ercinstinMndes Zusammenarbeit' ten zur Geltung bringt und zr^ar so, diß sich die Kräfte nicht nuv vereinen, sondern vervielfachen. In dresor Richtung zeicpni die kürz- lichen Ereignisse einen entschftdeicdeu Sck^ritt nach voru'cktts." Orlando wüst ans die Zufainmcnkunft von Rapallo, ans die Bedeutung des obersten Kriegsrcttcs der Alliierttu und am di« Schaffung des Marinekomitees lstn, dessen grundlegender Gedankk der gemeinsame Ausgleich der Mittel 'und Bedürfnisse ivar. „Ick bin glücklicherklären z:i lönnsn, daß die Erörterrmgon auf d-r D>n- fcrenz uns iws Verttauen gedan, daß di^ gemeinsanw Anstrengung der Alliierten in die Tat umgesetzt wird, so dag es Italien nicht an Lebensmitteln, Oel und Rotwrvdukten fehlen wird, die für die Fortsetzung des Krieges notwendig sind." Ein anderes freudiges Ereignis bilde di« KriegserklS - rnngder Vereinigten Staaten an Oesterreich-Nn- g a r n. „So wurde die dunkle.Intrige be§ Feinds, durch die er cm die Möglichbit einer Loslrennung Oesterreichs von Derttschland glauben machen wollte, endgültig vereitelt. Wir schreiben der Hilfe> die uns durch die fruchtbare Tätigkeit und die überschäum^nde und svlbstbsmußte Kraft, die dom amerikanifckieN Volke eigen ist incd die gegen den genwinsamien F^rnd verwendet wird, große Bedeutung M. Dieses Ereignis hat eine größer^ und allgernainere Tragweite, es hat cckeichsan! eine symilwstsche Bedeutung, indem es den W^cktcharak- der dieses Krieges von neu^m henxwhebt und in enbgriltiflrr Weife das ideale Ziel bezeichnet, aas in diesem Kriege verfolgt wird." Orlando erklätte weiter: Die Welt will einen endgültigen Frieden erkämpTm, der für immer die Gefahr beseitigt, daß sich die Gewalttätigkeiten und Barbareien wiederholen, welche bisher die Menschlxnt bedroht haben. Sie kämpft für einen Frieden, welcher in der künftigen Ordnung Europas allen Völkern, den kleinen und den großen, die gerechten und natürlichen Bedingrmgen zu ihrer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung verbürgt und die sichere Einheit ihres nationalen Belvußtseins. Ans dieser Grundlage sind wir zmn Frieden bereit, wie wir immer gewünscht haben, daß die blutigen Plagen, welche die Welt heimsucheu, möglichst bald aufhören mögen. Lugano, 13. Dez. Die italienische Kammer Hai gestern mit 274 gegen 65 Stimmen dem Ministerium Orlandr ein Vertrauensvotum etteilt. v,!n vtujjuju 3timii9)u/nH yCtjiijllvH Oy!ßn 0 Berlin, 13. Dez. Nach einer Rentermeldung aus Londor die bisher nur als Pressetelegramm vorliegt, bat V a l f 0 u c au bic Aeußerung eines Abgeordneten, ob die britische Regierun von den Mittelmächten eine Mitteilung über den Frieden erhalte und ob die Regierung darüber eine Erklärung abgeben »volle geantlvottet: Da die Volks Kommissäre in Petersburg es für gu befanden, einen v ettr.ru lfchxn Bericht des rusfisckchn Gesandtschasts traKers m Londwi bekannlzugeben, steht nühts mehr im Weg« zu zu geben, daß die Regierung Seiner btttischon Majestät 00 Deutsichilanddurch Vermittelung eines neutrale Diplomaten eine MLitteilung erhielt, daß es de deutschen Regierung ein Vergnügen bereite würde, der britischen Regierung eine Mitte il un über den Frieden z>« machen. Die britiscki-e Regiernn antwortete, daß sie bereit seti, jede Mtteillmg in Einpfsing nehmen, die die deutsche Regierung M übermitteln wünsche un daß m .'bereit fei, (biefelbe mit ihren .Verbündeten zn beraten T?e lnuttschc Regierung verständigte die Negierungen von Frau! relch', Zrallen., Iaftrn, Rnschand und die Vereinigten Staaten vo dcm deutschen Antrag uns von ihrer Antwort darauf. Hierar erhielten wir keine Antwort und' l-aben seitdem auch keine sonistfr nmtfnie Mitteiluwt in der Angelegenheit erhalten. Hierzu ist folgendes berichtigend und ergänzetrd zu b< merkelt: Anfang September empfing die deutsche Regicrun durch Vermittelung einer neutralen Macht eine d i pl'o m a kr, che A n f r a g c u b e r D e u t s ch I a nü s K r i e g s z i e I ' - bt Mitteilung der neuttalen Regierung war eit wiche, üav nach inrernalionaler Gepsloqenheü m i t S i ch e r l)e tt angenommen werden muffte, die neutrale Stuftet erfolge mit Lorwiss ende rgroßbritanni sch enRr gierung ober werde mit ihrem Einverständnis gestellt fte- TO r <. f ?2 rtte r j U /- J>etl Umständen der Slnfrage mit größt« iWabtidKinhdifeit darauf oertdjnet werden, daß das en, listiic Kabinett iwn diesem Schritt wenigstens feinen mäd ^bsmmos,en verständigt und seine Zustimmuu «"Ocholt habe. Die deuticlw Negierung war grundsätzlich «r Beantivortung bä Anfrage bereit. Es boten sich, hierzu zw Wege, die der mittelbaren und der unmittelbaren Beantwo Ä ( ® r C 1 ? e ^ b, x mi r‘ Cl i a i e , 53<,nntroortul, 9 durch eine unitro Juubt sprach die durchichlagende Erwägung, daß jede ei, seittge Bekailiitgabe der deutschen Siellmia auch schon L neutralen Vermittler gegenüber die beutfdK Politik cinfciti ebne rede Gewahr gegenüber der von der Gegengruppe n (rTJ!L S ! fÜ,U ^ binden würde. Eine direkte mün ttche Beantwortung durch eine Vertrauensperson crirfn btt der Sachlage als die zweckdienlichere. Der weitere Berlm $ itfr Ereignisse drängte indes der deutschen Regierung die Überzeugung auf, daß auf seiten unserer Gegner nichts ge- Bchah, um eine derartige unmittelbare Beantwortung der An- rrage zu crinLglichen. Bon der von Herrn Balfour erwähnten Aeußernug der drmschen Regiernng über ihre Bercitwillig- reit, jede Mitteilung der deutschen Regierung in Empfang zu nehmen, ha: die deutsche Regierung erst durch die Mitteilung Balfours im Itnlerhause Kenntnis bekommen. Weitere Ächrirle in dieser Angelegenheit sind von deutscher Seite nicht erfolgt. * Amsterdam, 14. Dez. Rot. Cour, meldet aus Lon Üou: Die parlamentarische Kommission des Ge werk- sch a ft sk o n g r e ss e s und die nationale Leitung der. A r üeiterpartei habe gestern einen Bcsthluß gefaßt, mit dem sie verlangen, daß die englische Regierung so rasch wie möglich in sehr bestimmten Ausdrücken eine autoritative Erklärung über die K r i e g s z i e l e, für die die Alliierten den Krieg fvrtsetzen, veröffentlichen soll. * * * Die Stellung Lloyd Georges. Bern, 12. Dez. MTB.) „Daily Expreß" bringt an hervvr- r.gender Stelle einen zwei Spälten Langen Artikel, in dem Lloydj ftle-orge auf die seine Regierung umgebenden wachsen de ifl Gefahren aufnrerksam gemacht mtd ausgesdrderr ivird, an das Land zu avvetlforen, um ein antschfodens Mandat für die Turch- iützrung des Krieges bis zum siegreichen Ende zu erlangen. Der Artikel weist darauf hin, daß in seiner .Au s am men s etzung das schwache Koaiitions lab inet t im Unterhaus^ beständig an Baden veclrere, wie die letzten Mstimmungeu gezeigt haben, und binnen! kurzem nur noch die in der Miuderl-ttt befindliche lltfionisteir Partei kinter sich haben rverde. Lloyd ßlevrge solle niafo allzuisst daraus vertrauen, daß sein parlameutarischLs Genie alle Zeit den. Sieg behalten werde. Bei der iMckick^en Debatte über seine jMk'. inj Paris habe er nur dadurch einen scheinbare!: Triumph erlangt, daß Asgnith außergetväbnlich schwackr gewesen sei. Es fei zu befürchten, daß bei der nächsten Gelegenheit viellttcy-t die Mstimmiurg Lloyd George ftür»en und Asguich an seine Steile treten, werde. Die Zeitung emv^chtt daher Llshd George dringend, sichj über die ihrer Ansicht nocb nicht stichhaltigen. Gründe gegen die illbhaltung allgemeiner SMfci im K-ttege bimvegzustchen tmd durch, cin«r Appell an das L-rmd d^r drehenden Mtcrstrophe im Parlament Kicporzuksmnvert. Bonar Lmv troftet die Gliiubtger NAtzlands. London, 12. Dez. WTB.) Im Unterhaus erklärte Bv-nar Law bei der VegrünÄrmg der Kredftvovlage von 550 Millivnen Pfund. L«ß man bei der ^Eirtbrsirgung der letzten Krsditr 'oicrr/i 400 Millionen Pftmd mit 50. Orwber angLnvmmeu t>aS«, oicfo Summe würde die Ausgaben bis zur ersten Januarwoche decheir. Der neue Kredit erhöhte die Summe für das Finanzjahr auf 2450 Millionen. Tie dur.ch'ckMttliche tägliche Ausgabe betrage für 63 Tage vor dem 1. D?zc:rrber 6 794(>OO Pfund. Tlts' üdtr- fckrttte die Schatzung im Budget njn 1 383 000 Mund -täglich. Der Betvag, tun welchen der Lurushaltoiorünstlstag WerfchEiltttt ist, beträgt 309 Mllcknen, doch-, i {i hiervon die Sumnw abzuMcheu weiche gedeckt wP oder Gedeckt werden kann. Diese Summe wird aus 225 Millionrn angenvimnrn. Einer der Gründe fi'rr den ver- metTien )!nrn' ! s für sy*zr war bk. AuSoehuung des Flug w r i ^ a 7. Äu anderer Grund für das Annachüm war die große Zald s.r ül M ei vp-ot am icu ümrcjföctcn indischer! Truppen iöti> Ser Bte Berrsg rührc von Sem Varrücken unserer Truppst i n Frankreich und V a l afit nga her. Donar Law bespoard dann dir den Dvntiwums und den Ällftrrieu gemaMem Mrrschüsse und erTärre. as.ß die Bvransckläge für die Tvminrons nick- überschritten w-rden seien. Ter Muffrer ging dann zu R u si 1 a rr d über -mb sagte, er gosst nickt, daß dos Hans die ,BÄ>errtWtg der dortige:'. Gevchchnifie überschätzen werde, "Es "ist zreiMch sicher zu erwarbt, baß ''früher oder später Rützland eine gefestigte Regierung fiabm wird und es ist nicht anzunehmen, daß die AnstoenglMgien, welche das rrrsfts-cke Volk macht, um feine Frttheft und feine freie Bewegung zu begründen, anders! als mit der AnnirllMg einer anerkannter verantwortlichen Regierung für dies Land enden wird. Wem: erst eine gefolgte Regierung^ in Rußland freffofyt, so weiß sie. daß die EntwrLung seiner HÄfsmtetlen und des Wbhbwgchrns Rußlands unmöglich sein toürde ohne Hilst, und.daß eine finanziÄle Unterstützstng lunniöglich^ wäre, ohrre daß die früher gemachten Schulden durch diese Regierung anerkannt würden. Daher wird das in Fragte stunde Geld früher oder später erstattet werden lönrrerr. Wenn der Krieg zu Begum des nüchsvm Rechnungsiahrcs rwch anoau-ert, wird -es die Mickt der Regierung sein, im nächsten Jahre eine Trgän- zu ngs st euer mrszusch-rribeu, welche die Sicherheit gibt, daß, weirn die Ferndsttigleiten mrigchsrt haben, nicht die Möglichken bestehen toürdc, eine neue Steuer einzuführen, um den Verbrauch zu deckrm und sie hofft, daß im Gegenbeil der erhaltene Betrag es möglich machen wird, eilten Teil der KttivgSbestenerung auf zuheben. London, 12. Dez. 'WTB.1 RetttenneLdung. Unterhaus. Die Kredikvorlage ist angenominen worden. und über seine angebliche Mission, in Friedensverhandlnngech einzutreten, von keiner Seite Bestätigung. Vie Aufhebuxg der parlamentarischen Zmmunttät in zrantreich. Paris, 13. Dez. (Priv.-Tel.) In der Kammer wurde gejtern nnckMittag^ das Ansuchen der Ermächtigung zur Strafverfolgung Eaillaux' verteilt. Der Brief der MÄitär- gouvermmrs von Paris, der die Aufhebungderparlamen- tarischen I-mmunität verlangt, lautet folgendermaßen: Im Lause von Unter1>uchiungrn wegen Verbindungen mit dem Feinde, die «TSgenwartig von deir bürgerltchen und militärischeit Ge- riiäcn verfolgt werden, wurden bei fast albert Besckmldigten z a hl- r eiche, vrnt Joseph C a i l l a u x ausgehende Briefe entdeckt die leinen Zweitel über die zwischen iltzn. und den Angeschuldigten, bestehenden BrzielMngcn lassen. Tie Prüfung dieses Sck)rtfttv>echse1s ist besonders bernlngend uüd mußte besonders die Anfnrncksamf-eit der Justiz auf sich zielen. Es ist schon schiverwiegerrd, wem: ein Staatsmann von der GHttoto Catll-anx', der die höchsten Staatsstellungen geleitet lat, der,die Ehre hatte, die Politik seines Laibes zu leichn und der gern in seiner Esttens'chafi als» .Führer einer großn^ Partei auktrat, enge Be;stff.cngen und eine nicht zu bestreitende Bertraulichstit mit französischen oder ausländischeit Abenteurern uttterhAlt, die ihre Hrrntdiungen, Bestrebungen und Kundgebungen seit Beginn des Krieges selbst weniger Unterrichteten verdächtig machen rnußten. Gewiß begreift mcut. daß ein bckdeutenber Politiker zufällig da hm kontmen kann, mit Menschen vorübergel-entce Bezie-- llungeit anzurmiPfen. deren Vergmtgenhett er nicht kennt und die, sein Vertrauen täuschend, urtter ident Sckpche seines Namens und seines Einflusses die schlimmsten Llbenteuer anSzufühven suchen, -wer deoartige Schwächen werden a^strlüh, wem: sie sich öfters '.viederlrl-eit, ivenn sie iabveianss andau-ern, w«nn sie die davon Be- tretten-en dazu n'G». u, sich in bk InchaixnunOen, ihn dloßsteNendrit Handlungen tthtein^itchcm zu lassen. Jedenfalls "wird Eaillaur, selbst wenn er sejue Urtten.ru bet Bsrun» Bs^Mntgen bewisn nxtat er sei Ne ewb»?vt«ik bei B-vffi!«n träger Beiß«stnngettz benxis eni bie Ansichten der Leute formen lernte, de rcn er in irnllu rper Weise fomnt ttnrlTttwi?tt U?u gang gönnte, obwohl es ihm! an Waentmgen aller Art n\&.t ßstlte. Dir *im Laufe der Unterfuchimgen gegen Bolo bes<ß»LMte^tt^ Brießi»schsel ivirkt besonders belastend. In rmchrrren von EaiLanr an Bolo ztoisthen dem I.Mcri 1916 und dem 26. Juli 1917 gesckrriicheneu, Briefen fordert Caillaux Bolo wiederholt auf, sich bei ihn einzafindsn, da er eine Menge Dinge. mix ihm zu beforcrfen strbe, die er nicht brieflich ntitteilen könne. ! D^r Gouverneur von Paris fügt hinzu: Der DriefwräMl wurde in entspvvffende!' Wendungen fortgefet-t, selbst nach brm Zeitpunkt, als Bolo unter die Anklage des .Hochverrats gestellt, war. Ewllaw/ .beivcchitt.dem Angüschuld'igten dieselbe A-nhMglichfoit. Diese Briefe ch ezeug eit, daß beide eine gemeinsame AngÄegenhert. und BrrrvauttchHeiten imtereMMtider hatten, die sie mit Vvisicht um> grbett ’bmut unst d«- gEügfou. um sie verdächtig zu Machen. Ami 5. Alt««st 1917, w»>Lge T-axe vor 'B»l»s Berhaßttmg, schreibt CaiL- brux ipm . ixm e,s Tmi-nCWT als notwendig l-inzustellen, daß der Feld-- zug -gegen itm anistchre. Der (fouvermeur von Patts spricht dann noch vor: den Be- zrehungen L«tllaur' zu Almereyda. Er sagt, daß er ihm eine I.Timife TanÄarkeit für reichlich bez^blte Dienste bewähre, die er chm zurzeit des Prozesses bewiesen habe. Weshalb hat sein fran- 'öfttcheo Gefühl nicht aufbegehrt, als die ^stitung „Bonnet Rouge" 19l-» ehren secacscheuungswürsige n Sefattistischeu Feldzug begann, üer- bereits ven späteren Hockverrat orwausseheu ließ? Der öd- schtaUimhntre Briefwechsel wird während des Jahres 1916 und bis Mr Stunde der Gerechtffckttt im Jahre 1917 fortgesetzt. Cül- laup^ miMlltgte den Feldzug AlmereydoS etwa niM, fmü^rrt beglückwünscht ihn zu den Artikeln und drückt ihm sein Bedauern aus, daß er nickst Uvei von ihnen, die zweifellos von der Zensur angehalten worden seien, cm alle Senatoren mtä) Deputierten schicken frmrte. Caillaur begLückwünscht ihn am 27. 7. 1915 für den ÄrTtikel " .•'l ) fStTT * ftrtt ß K 1 Q1 Fi rfvt^ i5>m 77, 78, 79 des Strafgesetzbuches mtb 235 und 64 des MikitZv- geietzbuches zu ahnden sind. Paris, 14. Dez. Caillaux zerriß gestern kein: Verlassen der Kammertttbüne im heftigsteu Zorn die Anrlag<-:chttst und warf die Stücke vor die Ministerbank. Lie österreichisch-ungarischen (ßrnährurrgLfragen. Budapest, 14. Dez. (L. A.') Am Ende der Wsck>e findet in Wien, wie das Blatt „Dali Hirlap" meldet, ein Krorrrat starr, in dem endgültige Vereinbarungen in AngE-egenheir-eu der Drnüh'- rungsfrage zwischen den beiderstttigen Regi-ertmgcnt ;tattfmdev sollen. Leettieg. Rcue A-Bovt-Erfolge. -Berlin, 13. Dez. (WTB. Amtlich.) Im Mittelmeer wurden wieder 12 Dampfer und sechs Segler mit über 50000 Bruttoregistertonnen von intfemt U--Booten vernichtet. Tie Mehrzahl der Dampfer imrrde trotz stärkster Sicherung durch U-Boots-Jäger, Zerstörer und Fisckdantpfer aus Geltttzug herausgeschossen. Lebhafte spegenwirkung der Geleits- fahrzeuge blieb in allen Füllen ettolglos. Ter Transyortverkehr n-ach Italien und den Kttogsschautstäyen am östlichen Mitfolmoer erlitt erhebliche Einbüße. Im besonderen konnte ein großer verseirkter Dampfer als ein Trirpyentrausporh- schiss nach J-talien erkannt werden. Bei einem attbern wurde die Bestimmung nach 'Saloniki festgestellt. / Unter t»en vernichteten Schissen waren ferner die bewaffneten englischen Dampfer Karetta (5285 T.), Kohiftan <4732 T.) und Ovid (4159 T.), sowie ei'.t mit mindestens 8 Geschützen bewaff itefor Hilfskrettzer, dessen Besatztmg beim Untergang schwere Ber. ftffte erlitt. Ter Chef des 2ldmiralstades der Marine. * Amft-erdanr, 13. Dez. (WTB.) Dfo Blatter tstelden aus London, daß Lloyds zufolge die englischen Dampfer „B r i t a n n i a" und „C a 11 i o p e" v e r m i ß t werden. M§ dem Reiche. Die ta«ie in Rnßiano. Amsterdam, 13. Dez. Reuter meldet aus Petersburg: Drahtlichen Nackrichteu aus Rostow- zufolge ist die S'adt von Ka l t b i u b c 1 a g e r r. Btt Revitschaven ist ein .üantp' im Gange. Die Marimalisten werden Lurck, die Geschütze von Abtttlungen der Schwarzmeettlone unterstützt. Btt Belgorod druett der heftige Kampf fort. Bttde Parteien katten irroße Verluste. Rotterdam, 14. Dez. Der Berlnmd der russischen Eisens bahnunrerbeamttn teilt mit, daß die SfirrmbaLaillone geschlagen worden lttrn. Verstärkungen von Kosaken Kaledins seien unterwegs. Die c^ttrrmüataiffonc bestätigen, daß sie infolge oer letzten Befehle Duchonrns unterwegs nach den: Kaukasus feien. Berh«ftu»g der 51adettenführer. Petersburg, 13. Dez. WTB.'' MttMmg der Petersburger T-tt-egraphm-Lg-nrur. Folgender Erlaß ordnet die Verbaftuttg der Geqenrcofi'un märe, der sttndttchen Militär- und Zivilchefs an: Die führenden Mitglieder der K aderten o r g a n salionen nrüfien, da sie Feind? das Valfos find, verhafteü werden und durch revolutionäre Gettchtsdö-e abgeurtttlt werden. Die Sowsets Urersttts müssen Maßnahmen zur Ue^erwachnng der Kadettenvioanisattou-m im Hinblick au' ihr Ernverständnis wft dem Militär mtd den Ztvtlchess K ale bt n s und .ü o r n t l ow s ge- nen die Revoluttan rrefteu. Der Erlaß tritt mit dem Augenblick der Verösfentlickiung in Kraft. Die kouftitnierende Versammlunst in Rußland. Basel, 11.Dez. Aus Patts wird gemeldet: Die russische konstituierend c Versammlung ist am Dienstag imch - mittvg 2 Uhr im Saale des Rwolutionskomivees zusammengerrtten. Die rvaffenftMandrvechandlungen. Berlin, 13. Dez. WTB. Amtlbch.) Die russische Dtte- gLttvn nt am 12. Dezember zur Fortsetzung der Waffeustill- stLndsverhandlmtgen veräocednngsaemäß in BresELttvwSk ttn- getroffen. Die nächste Vollsitzung findet am 13. Dezember vor- mtttags statt. Wien, 12. i*h : WTB.', Wie von unterttchteter Sttlr mugetesit ivird, entsvttchl die aus Kopenhagen stammende Nach ttcht übe:: die Demobilisierung der russischen Arnteev «rcht den Tatsachen. Wohl hat der Rat der Volkskom- iMfiare ichou vor einigen Wochen die Demobilisierung und Ent- lasnr ng d er drei, auch vier ältesten Jahrgänge verfügt. Eine Krtordnuna über eine weitere Verminderung der russischen Trurvendenande iv aber bisher, sowttt bekannt, nicht erlassen woroei^ lrbenw ^nn-ven dte Gerüchte über die ErnLnnung des General Ttcherbatschew rum russischen Oberbefehlshaber Artikel: ,,O diese EnglätÄettfi am 6. 8. 1915 überrttchtc er ihm ttnen Brief seines gewöhnstchen Bettchforsdatters und spttcht über dte Bm-söhnung dos Danses Cobrnrg mit Rom, die ihm als Dat- sackle von Btt«ut!M.z «-scheint, imd kennzttchnet die Bedingungen dner Umwandlung der Bo l ka n poli 1i k. Tie Anklageschrift erivähnt werter, daß sich Caillaux' Sympathien übttgens aus die ganze Umgebung Mmereydas erstteckten. Zuerst hatte man in foirticn ÖQitbluncpen nur bedauerliche Unvvrsichtigkttten sehen können, aber eine neue Tatsache l>cctte sie tn ernsterem Lichte erscheinen lassen. Ter Militärgonverneur ettmrett wttter an die Angelegenheit Cavahlini und> o.n die BeFegmmg, die Cavallini, der von Lnostelot und Comby vorgestellt wurde, mit Caillaur hatte. Einige Tage später wtrrde Comby und Lottstklol von Cavallftri in Lausanne entpfaitgen, und hatten eine Nttterrednng mit dem K h e -- dive, in der es sich, wie sie sagten, darum l>andelte. die Türkei von^Oesterrttch-Ungarir und deni deutschen Bündiris loszureißen. In der glttcken Zeit findet Caillaux mft einem Paß, der aus den Namen Joseph Renouard lautet, Cavallim in Rom wieder. Tie Handlung Caillcrix' in Rom trage so bedenk!ÄMt Charakter, daß es nicht möglich ist, achtlos daran oorüberzugehen. Paris, 13. Dez. (Privattel) Meldung der Agence Havas. Dem Anträge aus Genehmigung zur Strafverfolgung gegen Caillaur sind Dokumente bttgesügt, deren Zuverlässigkeit gewiß ist und die sich im Ministettum des Aeußern befinden. Es geht daraus hervor, daß Caillaux im Dezember 1916 in R o m Miilt Persönlichkeiten in Beziehung getreten ist, die in ieder Hinsicht verdächtig sirrd, nicht nur wegen ihrer Vergangenheit und ihren offenkundig neutralistischen Änschmrnngen, sondern auch weaen ihrer wohlbekmrnten deutsch-freundlichen Beziehungen und Gemhte. Wegen dieser Gefühle standen sie schon damals im Verdachte, die Interessen Deutschlands in Jtatten zu fördern, ttn Verdacht, lder stttbem durchcuts gefördert svurde, da drei davon als Mitschuldige Cavallinis verhaftet worden sind. Noch schwe- lrere Tatsachen wurden enthüllt im Laufe einer llnterlwltung, die Caillaux in Rom hatte. Sogar in 6>egenwart von bedeutenden Pettönlichkeiton soll er sich nicht gescheut haben, verbrechöttsche Propaganda zu machen. Er kegle dar, das Mmistettum Bttanb sei kurz vor dem Sturze und wikrde zweifellos durch das Ministe- rmm Clemenceau ersetzt werden, das nur durch die Verschärchng des Krieges bestehen ^ kmrne, aber durch neue militärische Anstrengungen schnell erschöpft iverbe. Frankreich könne den Kamps iricht über das Frühjahr 1917 hinaus fottsetzen. Dann werde er die Macht übernehmen und den Frieden unterzttchiren. Italien müsse sich also vorbereiten, mit Deutschland ttnen Sonderfrieden zu schließen. Die Welt werde etttaunt sttn über die fl&orteifo, die Deutschland Italien und Frankrttch werde gewähren konven. Denn alle Kttegskvsten würden von Zrußland und dem Balkan getragen werden müssen. Serbien werde vettcktwinden. damit geschehe chm nur Recht. Auch Rumänien werde verschwinden. Das sei ein Unglück, aber es stt besser, daß Rnmänien bezahle. Schließlich ist jene Schlußfolgerung zu erwähnen, denm Anführrmg allein genügt, um ihre Schwere zu kennzeichmm und das von Caillaux verfolgte Ziel darznstiellen schttnt: Sobald der Frieden unterzeichntet ist, werde Frankrttch ttn Bündnis mit Deutschland, Italien und Spanien schließen gegen Rußland und England, die wirklicherr Feinde jener Lander. In der Begründiut Ktt«res Die Auslösung mtforer BÄndniffe im Bcr' lause des militärischeit Unternehmens betrüben und so die feindlichen ilSaffen mtterstützl zu haben, Verbrechen, die nach Artikel 76,! Berlin, 14. Dez. Das „Bert. Tgbl.^ meldet: Legationsrak v. St um m . btt der deutschen Gttandtschcrfi im Haag ist ins Aus- wärttgL Amt nach Berlin versetzt worden. Er übernimmt den Posten des N n t e r st a a t s s e k r e t ä r s v. Radowitz. Baron v. Maltzahu überrnmmt deir Posten ttnes Legattonsrates btt der Haager Ge sawdtschaft. München, 11. Dez. (WTB.) Die re ich s deutsche was f e n b r n d e r l i che V e r e i n i g u n g , O r t s g r u v p r Münch rTt r hat ihre erste öfßMtliche Veranstaltung in Süd deutschland eröffnet. Der König, der seinen Besuch zugesag- hatte,^ war am Erscheinen verhindert. Das Ministerium war anwesend. Die einfoitende Ansprache hielt Oberbürgermeisst. Ritter v. Borscht nher die Ziele der Bereinigung. Daran schloß sich die Begrüßung durch Ministerialdirektor Infto (Benin, an, der im Namen des Präsidiums der Gesamt veremigung über die Organisation sprack). Geh. Negierungs rat Flemm, Professor an der technischen Hochschule in Char- lottenburg, hielt einen Festvortrag über die Möglickffeiten und Ziele mitteleuropäischer Binnenschiffahrt als Grundlage Mit- teleuropas. Das Hauptgewicht legte er auf den Mittelland^ kanal, den Rhttn—Main—Donau-Karral. Für den Ausbarr entscheidend seien die Bedürfnisse der Schiffahrt. 9m Sladt unb CanO* Gießen, den 14.Dezember 1917. Warrrm msßten die Drucksachenpreise «vchmal- erhöht werden? Ter Deutsche Buchdrucker-Berttn, die nuhezu 50 Jahre beste» hende Berttnigung der Buchdrttckerttbesitzer Deutschlands, klärt in weben versendeten Rrmdsck-rttbcn die Truckauftrnggeber über die Ursachen der -abermaligen Preiserhöhung aus. Einen sehr stark ins Gewicht sallendetr Anteil an der Steigerung der HerstellungsÄsten der Drucksachen hat die höhere Entloh- mm.g, die der Arltttterschaft des Buchdruckgerv-rrbes rnstt'ge der außerordentlichen Verteuerung aller Lebensmüte! und Gegenstände des täglichen Bedarfs bewilligt werden mußte. Ge.genwnrfig nnvden noch etwa 20000 Gehils-eir im Gewerbe beschäftigt, von Herren ttc mttsten verheiratet sind und höl)ere Teuerimgszulagen als die ledigen Gehilsiit erhalten.^ Die bewilligten Telterutrgszulagen bttragm jährlich rund 16 1 o Milliouen Mark. Tabtt sind nicht mftmwechnet die Teuerungszulagen für das Kontor- mtd HilfsPersonLl, die mit rund b\/o Millionert Mark an getrommen werden müssen, so daß dv gesamtett Mehrauswendungen für Teuerungszulagen die ßmtlichc Summe von 22 Millionen Matt betraget!. Weiter kommen binzv die Kriegsbeihllfen und die Unterstützungen der Familien orm Kriegstttln-chmern, die sich in den ersten drei stttegsjahreu am übet 9 Millionen Aöatt belaufen haben. Sicher noch schwerer als der Mehmtrifwattd ait Löhnen M ins^Geiwicht die Verteuerung aller von tveit Buchdruck: rewetri-ckay benötigten Materialien. Nach zuverlässigen Festsfollmtgen haben sich erhöht: Farben 200^—300 Prozent, Druckfirnis, I-irnis-ersatz ttnw oOO, Walzen 400, Schmieröl 600, Bänder, Zur schiert aterial u. dgl. 400, Waschmittel, Putzmitttt, Lappen 300., Lohfon 100-300. Strom und Ostrs 50- 150, Schriften 75. Setzma \ chinemn-ttall 200 Utensilien aus Metall und Holz 70—200, ttlebffosfe, tt-ftistereruw 500. Htttzwirn, Heftdralst, Packmateriai 500, Sterevchpmttall. Weichblei 250, Sforeotypmaterialien 500, Roll- und Spoditions- gülder (und zu erwartende Mehrfracht) 150—200 Prozent. Zu -allen diesnt ^Nefoaufwendim>ren kommt, daß sick bet dcut ^rttsV Brtttebelt der Friedensumsatz um ttn Tritttt bis zur Hälfte vev ttngert bat. Die Äöcchttostert vetteften sich, somit aus eine vernrÄ- dette Rcengc hergestellter Arbeiten. Für tte Erhöhung der Truchacherrpretse, die sich nach den vor- stellenden Angaben als eine unabivendbare Maßnahme darßellt, bar die Truchcreffe-Tariftommission ^es Deutschen Buchdrucker- Vereins im Emoerständnis mit dem aus Verftetma der Arbeitgedo und Arbttmeditver des Buchdruckgewerbes besl eh-mdrit Tattchusschus der Deutschen Buchdrucker^als notwendige Auftchläge auf die Fri» densprttfe vie solgeudetr Sätze ermittelt und festgesetzt: Satz amd Truck: btt allgemerneu Drucksachen eimacker :md besserer Art (Akzidenzen), Formularen n. dgl. bei Karat »gen, Preislisten rmd ähnlimmt Arbeften größeren llmscntgrs .. btt sogen. Qualitätsarbttten sin mülenveter «st Massiger Ausfühttmg). ^lufmachungs-, Broschur- rmd Buchbrndevcrrbttteit . Stereotypen und Galvanos müssen wegen der außervrdoft- lick, verteuerten und sich noch weiter erhöhenden Metall- prttse mit einem Auffchlag von 250f/o berechnet werden. Das zu deir 'Drucksachen verwendete Papier nnrd nach dem wechsttndeu Stande der Papierttnkaufsprtts c berechnet. /Die Aufschläge rttchen' gidrstigsfonfalls nur aus, um die fft stauoenea Mehrkosten zu decken und dem Buckdruckgewerbe die Tri- sfoltzmögLichkttt zu sickern. Es darf daher erwartet .werdem daß man auch mfot Kreisen der Auftraggeber der Notwendigkeit r— allgemeinen Turchfijbrung der erhöhten Drnckprttfe sich nickt schließen Ed. 120«- 100 ,. 140 „ 120 ., ln W1) * k mib Anto n. Oder. D^Ä^Weller, Lo-SvMvtwführer Christian Schweitzer, E^er Schl e i ic r VorMo.ser Pollen ho f c r, Vorschnried ,T* Amtliche Personalnachrichten Der (flrofeber*onrab Schüler. K . mm ^L° 1 n n -L° 11 le.G i e ße n. Es sei nochmals auf u"^ ( r T f l ö!1 J 0 f P 11 ' l,n Sitzungsaal des Reaierungs- f b-Sul-es stat nudende Verlosung lnngcroiesen. Die Mitglieder des brenm'simus'es, die Mrbarb-iier und Mitarbeiterinnen bei der Vvl^'ua-uMelle, vre Ernlreserer von Goldg^geirständen und Ju- welin. fowtt alle Interessenten sind zur Derlnähme eingeladu. Besondere Crnladurwen ergehen nicht. Eine Annahme von Gold gey n iwndm m den Raumen der GipllMrkaussstal t siudet ni o r g e n nicht statt. J**E Ansza hl u n g der Fa m i l i en n n 1 e rst n tzn n g an die Angedonaen der znm Leer^dienst Einh-rusenen sür 10. bis 31. Dezember 1917 srndet in den nächsten Tagen statt. Siehe Bekannt machnng. t Tl c ® u 3flöb-e der Zucker-, Nährmittel - n nd FI ers chra r t e n erfolgt Samstag den 15. d M Sieln- An- tzeigentttl. - ** C J städtifchen G e m ü sf v e r t e i l u n gs st ell c, dangeu morgen. Samstag, gelbe Möhren h Psnnd xl Pf., Erdlohlraben ä Pfnich zu 5 Pf. und iveiste Rülx-n dc»^DsNNV zu 4» Ph znm Verkauf. Es finden nur noch einige Ver- mickstaae statt. Am Monttrg werden für Fn'tterzw'cke geeignet graben der Zentner zu 4 Mk., meiste Rüben der Zentner zu 2^0 VHT verkauft. ck ? r r C j^ f t? r ds u tschen Tee. Für Ersgtztee (deutschen Tee) ,rno bekanntlich Richtpreise vom Keiegseniährnngsamt fest- «esetzt, vergleich^ „Mitteilungen für Preisprüsuugsstellen", Jahr-- qang 141 <, Nr. JO und Nr. 13. Dieser Preisregelung, die be- sontx-ri ckls Anhalt für die Beurteilung -der Preise seitens der PreisprüNingSstellen und Gerichte dient, suckln sich neuerdings manckle Trogen- und andere Firmen dadurch zu entziehen, dost s« diese Tees als RdeAzinaldvog-en oder Medizinaltaes l^-eichnen, wie dies z. B. hei Tee ans Brombee», .Himbeere und Erddeer- . Äättern neuerdings geschel>en ist. Solchen Versuel^n unberechtigter > Preisloroerung ist mit Entschicdenl>eit entgegenzutveten. V, *1 Ablieferungen von Hafer bewegen sich Gm Beginn des Wrrtschaftsfalires auf einem derart niedrigen Stand, daß bi« Besorgung des 5)ceres, der in der Knegswirt- sichast tat,gen Pferde und der Hafernährmittclsabriken seit langem uur m 0 ÖU 19 unznlänglickier Weieblich,, eingeschränkt ttrerden, da zur Zeit nickst genügende Mengen der- ielln-n vorhanden srnv. T>.1c Gscnno des Rückgangs liegt darin, dast die Müch-zusuhr aus den der Stadt zugeteilten Ortschaften ganz bedeutend nach..gelassen hat und dast die vorhandene Vollmilch zur Lieferung an die vollmüchberechttgten Personen verwandt werden ^rus> Bis auf weiteres köimeri die Hauslwlttmgen nur alle 4 Tage beliefer> ,verden und zwar pro Kopf ncht '/« Ater, ivobei bin vcllmilch'berechtigttsn Personen nickst mitzurechnen sind. \ ** Stoppel get reibe kann n icht be schl ag nahmt werden. Tie in 'landsrurtschastlichrm Kreisen vielbesprochene Frag:, vb eine Beschlaguahme der bei der Ernte aus Stöppelselderch gelesenen Aehren iback), der BnndeSrats-Bekanntmackniug zu Reckst erfolgen kann, ist vom Speierer Shäff-mgericht dahin entschieden worden, daß solches Getreide der Beschlagnahme nicht unterliegt. Tie Ehefrau und Kinder eines SckMhmach-ecs in Harthausen, der teinen laMvirtschZasttichen Besitz hat, lMlen 14/2 Zentner Aehren gesammelt, die besttstagnahmt wurden. Trotzdem brachte der Mann die Aelfren znm Mahlen in die Mühle. Tie Folge war ein Strasbes-ehl von 30 Mark wegen Uebertretung der Bimdesrats- B^ban'itmachmg über die Venoendung des Brotlpttreides. Hier- aeqi-n wurd^ Berufung eingelegt. Das Schöffengeruht sprach den Angeklagten frei, da die Beschügnahm-e von Stoppelgetreide nicht gerecht fertigt ist. Tie Kosten satten der Staatskas-se zur Last. Verlängerung der Verjährungsfristen. Be- Amntlich verjähren nach dem Bürgerlick?en Gesetzbuch oic sog. Forderungen des täglichen Lebens, insbesondere die Warenschrilean von Privatpersonen und die Lohn- uird Tienstbezüge jeder Art usw. in zw-ci Jal-ren.' Zinsen und Gchaltsrückstände, UnlertzallnngS-- beiträge und andere regelmästig tviebeckehreirde LeistunPn in vier Ial^ren. Diese Verjährungsfristen lausen mkt dem Schluß des Kalenderjahres ab. Wie bisher seit Kriegsausbruch, hat der Bundes- rat auch im laufenden Jahr die Verjährungsfrist für diese Forderungen sowie für geivisse seervhckickie Ansprückre um ein Jahr bis zu (Eni* des Jahres 1918 erstreckt. Tie Bevorbwung ist vor kurzem ergangen. ** Ergebnis des Opsertages im Kreise Gießen. Gelegentlich des Opfertages am 25. November d. I. zugunsten des Roten Kreuzes sind aus dem Kreise (stießen folgende Beträge eingeqanaen: Albach 28 Mk., Mlendors o. d. Lahn 115,80, Allendon a .d. Lda. 236,50, Allertshausen 44, Alten - Buseck 127,10. Annerod 151, Bellersheim 261, Beltershain 57.30, Bersrod 128,85, Betlenhausen 167,50, Birklar 32,40, Burkhards selben 60,70, Climbach 33,05, Daubringen 88,10, Dorf-'Gill 110 Ettingshausen 101,35, Garbenteich 117,'(stcilshausen 103, Göbeln- coh 115,50, Großen-Buseck 307, Grünberg 545,30, tstrüningen 115. Harbach 63,30, .Hattenrod 22,60, Hausen 37,40, Hcuchelheim 343,30, Holzheim 350, .Hungen 611,30 .Jnlxnden 87,05, Kessel- bach 54,40, Klein- Linden 196 33, Langd 145, Langsdorf 309, Lauter 125,10, Leihgestern 337,75, Lich mit Hof Albach. Eoln- hausen und Müdlnch en 713,15, Lindenstruth 50, Lollar 488^30, Londorf 230,60, Lumda 62 80, Mainzlar 127.70, Münster 44,40. Muschenheim mit Hof Güll 296 Nieder-Bessin gen 100, Nonnen- roth 102,50, Obbornhofen 46,65, Ober-Bessingen 66,40, Ober-- vörgern 497, Odeuhauser, mit Appenborn 202, Oppenrod 8.5,30, Queckborn 84, Reinhardshain 71,70. Reiskirck-en 65. Rodheim mrt Hof Graß 83,50, Rödgen 85, Rüddingshaiücn 49,10, Rutlers- ^'kn mit Kirchberq 122, Saasen mit Bollnbarh, Bülsberg und Äirberg 117, Stangenrod 63,50, Stauscnberq mit Friedeb Weitershain 50,50, Wieseck 223,25, Winnerod 26 Mk. ** Die Ortskrankenkasse Gießen (Stadt) hielt am letzten Dienstag im Postkeller die diesjährige Ausschuß- sitznng ab. Nach dem vom Geschäftsführer Fourier erstatteten Jahresbericht betrug die Zahl der Mitglieder im Jahre 1916 durchchnittlich 7743, und zlvar 3580 männlich uird 4163 weibliche. Eingerwrumen wurdcnc im Jahre 1916 an Zinsen 7136,65 Mk., an Beiträgen 245 995.96 Mk., an Ersatzleistungen 2118,91 Alk. Die sonstigen Einnahmen betrugen 18235,20 Mk. Den Eiuuahmeir gegenüber stehen folgende Ausgaben: Für ärztliche Behandln na 60 749,62 Mk., für Arznei u ri d Heilmittel 29 213,33 Mk., an Krankengeld 89 309.88 Mruk.. Hausgeld 955,20 Mk.. M >oche ng el d 22 783,65 Mk. Sterbegelder 3818 Mk., V e r ps l e g u ri g s ko ft c u im ^ " v k e n h a u s 26 078,02 Mk., V e r w a l t u n g s k o st c rt 89 085,08 Mk. usw. Nach den AuSsührnngen des Geschäftsführc-rS ist infolge des Krieges eme loeseutlich Belasturrg der Kranken» kasjen eingetreten, so daß die B.'iträjst von 4 auf 4'/z Prozent erhöht werden mußten. Auch das Jahr 1917 wird durch die ständig steigenden Ausorderunglni an die Kasse eine Besserung in den Jmauziellcn Verhältuissen nicht bringen. »An den Bericht schloß sich eine eingehende Aussprache, an der sich die Herren Vetters, .Kirchner, Lanz, Fourier und Bitwan, sowie Frl. Len Hardt, Frl. Dingeldeiri nnd Frau Lorenz beteiligten. Den Berich k der Kassentwüsnugskommiision erstattete Vorstandsmilglied -0. Kirchner, worauf der Verwaltung Entlastimg erteilt wnrde. Zur Prüsting der Jal-resrechnilng für 1917 »vurden die Herren Braun, Kirchcr und Larwenbach wiedergewählt. ** , Die Verwundetenberatungsftelle Gießen wllrde im Monat November von 46 Personen in 51 Fällen in nnsprnch ,genommeu. In der Sprechstunde beraten wurden 41 Per- sfucm. 2 m den La.zaretteu und 3 schristtich. Von den erteilten Austunsten betrafen: Arb.-iterversick>erung 27 (Krnukenversick>erung 6, Unsallversisl>erun^ 1, Juvalidenw'rsickierllng 20), Militärverso-r- gung n), Lölmungsgragcm l, Angehürigenunterstützung 2, sonstige Angelegenheiten 11. Auster Erteilung von stütt und Auskunft wurden von der Bernäiudetenberatungsstellc sür die Ratsuck-enden un al»gelau>uen Mmiat 29 Schriftstücke angescwügt. " S t -a d t t hea te r. Gs sei no>ck)sma/ls mrf die Vorstellungen des ttmi inenden Somntags Hingewie-en. ^Cm Nachmittag wird das Lustspiel „Ter dim'lle Punkt" lviederholt, während am Abend die Operette „Ter Soldat der Marie" zur Aufführimg g-elaugt. Wei l?nachts-Feier im Lazarett des Katbo- 1 1 s ch e n V er er ns h a u s e S. Jür den Sonntag ,,0!audet>'". am 16. Tezember, nachmittags 3V, Uhr. wAlen de Lseinen der Binder- schule nn Verein mit den Jünglingen imfcren Verwurrdet^m ein paar srow Sttmden bereiten. Hierzu sind auch alle Freunde und (Könner unseres Lazarettes herzlich ein ge laden : Kündern ist di-snial der Zu« tritt nichli gestattet, sie werden an einem andenl Tag (^ettg-enl-eit ljaben, WM die Spiele wiederholt werden. Landkreis Gießen. ** Bersrod, 14. Dez. Un>rosfizier Wilhelm Herzberger wurde znm Sergeanten befördert. r" rr ' °r ^ r ^ m ' ^ Schütze Gernandtt erhielt m DessIsche Tapferkei ttmedo.il le und wurde zum (tzesreil-en ernannt ** 'Klei u-Lin de n ,14 Dez. Feldgendarm Phil. Weigel wurde mit der Hessischen Tapsecheits Medaille ansgezeichnet. Kreis Biwilisen. »onbavseu. U. Sfj. Ik fedfiMr r-pf.-r^i«-iiudmll« erlwlt ter »atiwwa P-etrrc. L->rI>->^ Das (Eifcran jfw erfndi brr ^K^Ti’trn- P-ttar S' a T t <■ it f 4 jt c t Dübel iM beim ®f«ne .Hicuj, Wibcc bie HessiUe TapfE«- me.« Ur erbiett ber Utite.wffw.'r «matenus. — lieber. 2Jc. wdit.abf Xte öeiT. Eartarin iJmcbaÄ'e erbirit txr Smtbftem. morm Aumkst R«A ther. — Siubb-tm. Tos SefTij* Si.fcrm- ft'nm?iKTtncT!iftrmiä erbreff der Unte afJi irr Heinrich Livv. I«. Mer brs El^Hemen Kreutz mid der H-ffffchen Tapserfeitsmedaif le. Kreis sbriedberg. » Bad'«««-« im , 14 De». Ms ftmEb» Oefanem- frfwfi befrei fe sich bev «cuSt+ier (sVufino Weiß> in* tcbrlr *u femem ÜHimcntf zurück - Nied c r - ss lo r stad I. Ms Eierrne »t «Inelf ber »rrbift «rvrg Schmiegel — B u r n - «rofenr-de. Ami Untervfstzier bef»rderf wurde der Gesreilie Wilhelm Haag. Starke,rvurg und Rheinhessen. I D arm st a dt, 13. Dez Zu dem bereits genreldeten Lagerbrand rn der KairriV-ttaste er, ähren tvir noch, daß das Feuer durch die Leickststtttigkeil eures Lehrlings ausbrach, der in dem Hintergebäude- seine Schilasstütte hatte und daselbst einen Feuerwerks- iövjxr abbrannte. I T a rn; sta dt. 13. Dez. Gestern na,chmittag geriet der Rangierer Frredr. Bach ans Wolsskehlen mis'dern hiesigen OMerlxilmlw, zwilchen bie Puffer und w-uvde. zu Tode gedrückt. I Darmstadt, 14. Dez. Im Verband für Jugend- fursorge gab der Vorsitzende Bürger?nettlier Mneller, l>ekannt daß m Verbindimg mit dem Verein zur Bekämpfung des Mvohol- mifchw'ch' rn deisen Räumen in der Nl->er-Ramstädter-Straste cm Jug.erüchnm für schilerrtlasstne Jugimd eröffnet wird. m ■} r 14 ' Darmstadt wird für die Weiyna trstsfei ertage folgende Lcbensmr'ttl zur Verteilung bringen- Für sämtlich^ ^nnwiohiier 1 Pfund Weizenmehl, und zwar Vs Pft>' Auszugsmehl und '/ 2 M>. 94 prvz-entiges, sowie 100 Gramm Naumerwaren : ferner außerdem sür Ki cher bis zu 12 Jabren- V< Pfund .Kakao oder ]U Vsund Sckwkoladenpnlver oder 'l Tafel Schokolade, '/? Pfund Weizengrieß und 1 Tose kondensierte Magermilch: für Jugendliche von 12—17 Jaln-en: 1 Mo Rttskon- ftrven. V? Pfund Erl7,'en und Vs Pfund Grüickinnmehl statt des Weizenmehls, 1 Tose kondensierte Vollmilch- für Personen über d^no DävrgentraM', Vs Pfuich Malzkast'ee und V« Pfund Vohnenlaswe, 1 Tost koichuisstrte Vollmilch und eine Dose Oelsardmen. Alle diese Lebensmittel werden gegen Bestell^ marken -abgegeben: außerdem werden noch einige' Lebensmittel (Geflügel, Tosenleberwnrft) dem freien Handel überwiesen Die Stadtverwaltung hat diese L ebensin ittel, die ihr oft in kleinen für die Bert eil ui ig zu gerrngeu Mengen ittttrwiescn wmchm waren cLm) es imnker noch Bürgermeister gibt, die in geradezu fträfTi.^rr Nachlässigkeit es versäumen, die Gelder über Narht ordnnngsgeinäß, zu vertvaüeen so daß, die Diel« immer wieder Bente finden. So fielen ihnen bei einem (^inbri.nck,, in der Bürgermeisterei in Egelsbach in. der Nackü zum Sonntag etwa 170 Mark in die Hände, die in unverschilossenen Schubladen herum lagen. In Dieburg wurde« in vergangener Nacht ebenfalls einige hundert Mark wud eine Anzahl Brotmarken» erbeutet. I Darmstadt, 13. Dez. Der hiesige Ortsberein der Vater- landsparlei hielt gestern in der Turnhalle am Woogsplstz einen gut befi'ckst n Vaterländischen Abend ab, de»r der Vorsitzende des Vereins, Generalleutnant von Willich, mit cmem Ucberblick über die gegenwärtige pvlttische ,md nrililärische Lage, die zu vollster Sinxrfifi für Gegenivart und Zn^untt bervch'igt, einleisttt Reicks tagsabc,. Dr. Wildgrube sprach) darauf in wirkungsvollen Ausführungen über die Vattrlandspartei mrd den deutschen Frreven — Mainz, 14. Dez. Einbreckvr raubten aus einem hiesigen Modeioarenhause Si'Sdenweren im Werte von 27 000 Mk Aus die Ermittelung der Diebe setzte das bcftolsteue Gesck-Ljt 500 Mark Be- lohuung aus. ** Mainz, 14. Dez. Die sckwn feit längerer Zeit in Aussicht genommene Verminderung der Bäckereibetriöbe in lstesiger Stadt tritt Traft einem neuen PlmTe am 1. Januar 1918 in Kraft. Tiefe Maßnahme ist bekanntlich ans Gründen der Kohlen erspar-- nis erfolgt. Sic bestrrnmt, daß alle Betriebe, die rächt tocxdQ$bcn& 80 Sack Mehl im Mionat verbrnuckien, einziistellen sind Um aber unnötige Härten pu vermeiden, ist es gestattet, daß nirlyrerc kleinere Betriebe sich zu euiem genu-iusameu Betritt.».' zusammenttm können, wenn sic die verlangte Mndestnienge Messt Drrlrraidnt. Die meisten Clriucwn Bäckereien wollen von diesem ZugesländniS auch Gebrauch niack-em Sie backen zu Zweien oder Drtteu zusnlnmen und halten so ihi'en Kimdschastsbeslaud aufrecht. Auch ist zahl- reickjen Bäckern erneut eine Verkaujsstelle jür das von d^'r Stadt PuiM zugttvieseue Mehl ziigespiochcu roordeu. Tie 6stsamtzohl alter Mainzer Bäckereibi'triebe loird vom 1. Januar 1918 ab mir noch rund 50 betrageiv --Mainz, 13. Dez. In der Wallaustraße stürzte sich heute mitttag eine 73iährche Frau anZ ihrer inn vierten Stock gelttienn, Wohnung Mif oie Straße, wo sie mtt zerschmetterten (tzliichmiaßen mls dein Pflaster liegen blieb. DormS, 14. Dez. In dem 18jährigen .Hau^'-urfchnn Fr'iedrich Baltz von hier eruntbelte die Polizei den MördtN des Arbeiters A r nhe i t er , der am Soimtag bei Psifsigheim ei'schsts-en Tlnd beraubt ausgeficitdeu ivnrde. Baltz tstrt heute früh bereits ein Oststäudms abgelegt. Hrssen-Ngfsgu. mr. Frankfurt a. M., 13. Dez. Zur Bekämpfung der Diph tl^rie Imi die Sladtverivaltung innfassende Maßnahmen gttvossen Unter aaderem wurde ein Krankenhaus in der Sck-eldSivaldsstraße nnr für diphthenekranke Kinder voroel^iltm und eine Schoestcr au gestellt, die die wiedergmesenen Müder eine Zettlang über- wackien soll. mr. Fr au ksu rt a. M., 14. Dez. Das städtische Waisen- Und Anneuamt soll demnächst in ein städlisckies W>'hl'ahr1Sa»nt »m- ge,rändelt werden. Dein Amt U>erden drei Mitglieder des Magi- strats, der Oberstadtarzt und neun Bürger augehören. Bon den Bürgern müssen iniudesteus zivei Staidtverordnete und drei dlrmen Vorsteher sein. mr. Fra nkfu rt a. M., 14. Dez. Der säuische Städkct'ag tritt anr Mi.tttvi.nh den 19. Dezember ttn! Sitz.iugosaal der' Stadt mwvrdneteuversanl'inllimg unter böui) Vorsitz des Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Voigt zu einer außerordentlicher Tagimg zusammen^ Auf der Tagesoidnuug steten neben den Fragen der Lebensmittel- und Breuilstofst^rsinauisg, ^ler-alungeu über Teue rungsAllonge und .^friagSbeiliilfe au Beamte mtb Pensionäre. Außer bem soll über den Bpitrttt. zmu Deutschen St ästet ag beschlossen werden. hl. Marburg, 14. Dez. Wie 'wir erfahren, sollen die Ge bäulichkeiten des Deutsch OrdenSguteS diirch Kauf in den Besitz des KonnteeS des „Jäger" und Jnvalidenleiins" übergehen, um einst weilen, solange das Heim rmch uicht gebaut ist, als llnterfuTTfts- räume sür ettvmge Reflektautetr zu dienen. — Marburg liegt seit uiirzem in der Bevdmrkctbimg^zonc. Ein tt/rund zu irgendeiner Beunruhigung liegt jedoch nicht vor. ^ Obern rsel, l3. Dez. Die Käiserm stattete heute der Motorensäb-rik Oliernrsel einen Besuch ab und nnteniahm einen zwerstündigeu Rundgang durch täe tagen. 5)rerl>u unterhiell sie sich mit zahlreichen Arbeitern nnd Arbeiteriilnim. Znm Schluß ver-^ teilte die Klaiscrin eine Anzahl Verdienftkreuze sür KftüegÄiilse an perdvente Angestellte der Fabrik. Gericdt-Saa!. I Darm stadt, 1.3. Dez. Bor bem Schöffengericht kam dieser Tage ein Fall zur Verhandlung, ber für meil-erc .snei jc nicht ahne Jnterefie ist,, da es sich uin den Detk.ckzr mit Krieg -grsaugeiiEn l-an- dt'll. Ein lstesiger Kaufmann be^ttstigte eine'.i ftiegSgesangennn ftranzmeu^nnd als diesem sein Vater starb, schütte er ihm das übliche Btt leid- ,chreiben, und zwar gw obie er, tu diefem F»ll vvn der vorqefck'/riehene?i milttäriickmi Vermittlung des Brief« obsttNw zn können Wegen bitte.- Verstoß.- gegen die Vorfck)riflen »der den jchriitlichen Ber^etTr mtt Krieg > m ange-nen nmrde n wegen „Kri egsvergel)ens" au getagt. Das Schössen gericht sprach ihn zwar frei, uvil es annelml. daß das Bttvusttsein der R'e4-,!swidrigkrtt feTte allein der Fall wtttd vorausfichttich noch eine ivöbrre Instanz besckmftigtti, die schwerlich zu einem Freispruch kommen wird, da hier ^ nrcht das Bttvußtfein der ölochlswiidriglttt, ionnern nur die Borsützlichtteit iu J-rage kommt. Pcrmijcfttcf. Ein frimzöfischer Urlaul'frzua erltgleist. Bern, 13. Dez. „Gazette de Lmlsanne" meldet ans Mooane, datz rm Tuuudl bei M'ovane ein frauzöziftlpr Urlauberzug mtgleiste » Amsterdam, 13. Dez. (WTB.) Einem hiesigen Blatte zn folge meldet „Tnnes" au-' Ottawa: Der kanadische Premier- nnnister berichtet teleg-rapl'isch, daß infolge tri Echplosion in Valisox ülxrc 10 000 Menschen verunglückt sind und 27 000 Personen obdachlos wurden. Letzte Nachrichten. Großes Hauptquartier, 14. Drzrmde (Amtlich.) Westlicher K r i e q § s cli a u p 1 a tz. Heeresgruppe Kronprinz Nupvrecht. ? lon A f rn mx nur iu wenigen Abschnitten de Artillenefeucr lebhaft. Oestlich von B u l l t c o u x t versuchten die Errqländ« die verlorenen Groben wieder zu vtkmn. ll^ter blutige Verlusten wurden sie zurückgeschlag-n. Bei einem eigene Vorstoß südlich von P r o n v i l l e blieben Gefangene in m serer.Hand. . Südlich twti St. Quentin fügten wir de .r Deinde dnn heftige Muren feuern ber fä l le erhebliche n Schaden zu. Heeresgrupve Deutscher Kronprinz. Ern deutsckier ErkundungÄvo.stoß ^-rachtr nordillnb m Eraoune Gefangeue ein. Heeresgruppe Herzog Albr-cht. Nördlich von St. Mihiel. nördlich und östlich vo Nancy, sowie am Hartmannsweilrrkopf erböll: Fenertütigkeit der Fianzosen. ^ Oestlicher Kriegöschauplatt Dre Wassenstillstand^tterhnndlungen dauern an. ^edonische Front. Nichts Besonderes. ?Ealie«ischer Kriegsschauplatz ^ , ^. yMelnen Stellen zwischen Brenta und Brave km Artilleriekünwfen tkincrtn Unternehmungen zu heftige Der Erste Generalquartiermeifter L u d e n d o r f f. » Ein neues Ultimatum Trotzkis? Berlin, 14. Dez. Trotzki soll laut „L A" die Gntentt ^ner Art neuen Ultimatums über daS Fncvmsin-ossr^mm de B^llcheimkiauszillvrechen. Der „Tenip " erklärt die^lll, irrte ^^ländlick, nicht antworte. Es muß abgew^tc werden, bis do-> Land in ttner ordnungsmäßig gewählten stttuanw eme regelrechte Vertretung besitze. ' ^ T« „Prawdg" erllärt laut „Vosi Zrg " fc* Leben^TttereN miurrten fhÄ M 1 ** 1 luß mtt oder nlme di spätestens im Jmluar zustandekomine. c IS n * f ! ^l-ßt es in englischen 'Blättern, daS Justiz F^tsetznna ^W.?^ Haftbefehl gegen ihn wegtt Ästättgt ^ ™ ® tunk der ausgttwmmttlen Oehnnr Gestern abend entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Maria 07810 i» Alter von 25 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frstilir LMM und ä: Anzchörizeit. Ruttershausen, den 13. Dezember 1917. Holzversteigerung. An der Sreisstraße Gleßen—Wißmar kommen Montag den 17. d M. etwa 25 Haufen Auepui reifer zur Versteigerung. Beginn vormittag- 9 Uh an den ersten Lindenbäumen Gießen, den 13. Dezember 1917. Der Großh KrclSbauinspektor. CellariuS. S058v Frcihtrrlilh RitLcscl'slLcS Rmcr Odtrmll. Brenntzolz-Berfteigernng Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 16. Dezember, nachmittags 3 Uhr. Montan den 17. Dezember 1017 werden im Henkel',chcn Saale zu (.Sngelrod von vormittags 1V ttbr an nu3 den Distrikten Reffelberg und Mattem zäbl öncnittch versteigert: Boche: 486 Rm. Scheit und Nöllen, 478 Rm- Prügel. 111 Rm. Rcteprügel. Aborn: 8 Nur. Scheu. 76 Rm. Prügel. Erche: 2 Rm. Prügel. 8856 D Engelrod, den 3. Dezember 1V17. Freiherrltch Riedeicl'sche Revierverwaltung. Eggers. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, das; unser einziges liebes Söhncheri, Brüderchen. Enkel, Nesse und Vetter Willi tm Alter von 6 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestern abend sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen die Ellern: LavIS Bettinabaoien, Osfi Zierstellvertreter, ». Z- im Felde und Frau Lina geb. Reuter. Bellersheim und Mainz, den 12. Dezember 1917. Die Beerdigung findet Samstag den 15. Dezbr. um 1 Uhr in Bellersheim statt. 9070 Bekanntmachmrg Samstag de» 15. Dez., abends 8'/« Uhr: Oeffentliche Versammlung im groben Saale des Gastbofs Fürtteuhos. Herr Professor Küntzel, Frankfurt a. M.: Versländigungsfrieden. , Freie AuSsvrache. 90« sDntsÄkMrlrshZssrtk!, 2t olrttmii LirMkn. Das Umlagekataster der land- und sorstwirt schaftlichen Berussgenossenschaft für daS Jahr 19! 7 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dezember bis 28. Dezember l. I. au? der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in daS Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Mo natS nach Ablauf der OffcnlegungSfrist bei dem Vorstände der land- und sorsiwinschaftl. Beruis- genosscnschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widerspruche können keine Berücksichtigung mehr finden. 9076 Großen. Buseck, am 13. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Großen-Bufeck. Schwalb. Bekanntmachung. Hotel Fürstenhof:: Gießen tm Sonntag 16., Montag 17 ., Dfoartag 1Ü.6.M. )8c r Saal KONZERT' mit verstärktem Orchester unter Mitwirkung erster Gesangskräfte außerdem Gastspiel 6. berühmt. Jose Labero™ des Manns mit dem 6. Sinn alles Nähere siehe Plakat Sonntag, den 16. Dezember nachmittag 7,4 Uhr, Saalöffnung 3 Uhr, findet eine große”Fremden- ^^“-Vorstellung bei vollst Abendprogr, statt. Während des Konzerts u. nach Schluß steht Herr Labero in den unteren Räumen jedem Zweifler oder zu wissenschaftL Prüf, zur Verfüg. Preise der Plätze: Numm. PL 2.50 M., Res. PL 1.50 M., L PL 1.00M., GalL 0.80 M. exklusive Steuer. - Vorverkauf ab Sonntag 10 Uhr im Hotel 07822 Das Umlagekataster der land- und forft lwirtschaftlichen Berussgenossenschaft für das Groß- herzogtum Hessen für daß Jahr >917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dezember bis zum 28. Dez. dieses Jahres, aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in dasKataster ausgenommen oder nicht ausgenommen worden, sowiedagegen. wie er veranlagt ist, find innerhalb eine-Monat» nach Ablaus I der Offenlegungssrist bei dem Vorstände der land. unp sorstwirtschastlichen BerusSgenoffenschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Wider, spräche können keine Berücksichtigung mehr finden. Saasen, den 12. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Saasen. Schepp. qm Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land° und sorstwirtschast. lichen Berussgenossenschaft für daS Großherzogtum Hessen für daS Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang nämlich vom 14. Dez. 1917 biS zum 28. Dezember dieses Jahres aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in daS Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind tnnerhalbeines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Borstande der land- und sorst- wirtschastlichen Berussgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Lich, den 12. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Lich. Doern, er. ^ Bekünntmachnng. — T*” - n unser Handelsregister «t. B wuroe heute -ÖCnlttttfWfldjttllg. In unser Handelsregister Abt. B wuroe heute j bezüglich der Firma Metallbearbeitungswerk Friedrich iSchlenk, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in ließen, eingetragen: Durch Beschluß der Gesellschafter !»o« 6. Dezember 1917 ist der Sitz der Gesellschast «ach Offenbach a. M. verlegt. Gießen, den 6. Dezember 1917. __Großherzogliche» Amtsgericht. 9039 Bekanntmachung. e im irtAn ___ w.i im.November 1900 geborenen Landsturm, der Stadt «Neste» müfien sich am 15. De- 2«? vormlltaas von 8-1 Uhr und nachmittags «n^m^lle melden Rathaus am Marktplatz zur Land- * amlbum iitcn Wieben, am 4, Dezember 1917. 897CB Der Oberbürgermeister; Keller. Das llmlagekataster der land- und sorftwirischast- lichen BerusSgcnossenschast für da« Großherzoatum Hessen für das Jahr >917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dez. 1917 b,S zum 28. Dezember dieses Jahres aus der Bürgermeisterei zur Ei,-sich, der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in daS Kaiaster aufgenommeu oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist sind innerhalb eine« Monat« nach Ablauf der Offen- legungSsrist bei dem Borstand« der land. und forst. wirtschaftlichen Berus«ge„offcnschasl in Darmstadl Bekanntumchung. Das Umlagekalaster der land- und sorstwirt schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großh. Hessen jür das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. bis 28. Dezember 1917 aus der "ürgermersterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Borstande der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Be rücksichtigung mehr finden. Hungen, den 11. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. 9Y75 Bekanntnmchnng Das Umlagekataster der land- uud forstwirtschaftlichen Berussgenossenschaft sür das Großher- zogtum Hessen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dezember 1917 bis zun» 28. Dezember 1917 aus der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablaus der Offettlcgungsfrist bei dem Borstande der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichliquna mehr sindcn. Langsdorf, den 13. Dezember 1917. Großh. Bürgermelsterei Langsdorf. Bender. 9977 Bekam; tm a ch n »g. Das Nmlagekataster der land- und sorstwirt chastlichen Berussgenossenschaft sür das Groß lerzogtum Heffen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen ang, nämlich vom 14. bis 28. Dezember 1917 au der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenonimen, sowie dagegen wie er veranlagt ist tnd innerhalb eines Monats nach Ablaus der Offen legungsfrist bei dem Borstand der land- und forst- wirtschaftlichen Berussgenossenschaft zu Darmstadt u erheben. Später eingehende Widersprüche können *eine Berl'icksichtigung finden. Münster, den 12. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Münster. G 0 ntrum. 90 ;j Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forst wirtschaftlichen Berussgenossenschaft für das Groß Herzogtum Heffen sür das Jahr. . - „ „ .. . 1917 liegt Wochen lang vom 14. bis zum 28. Dez. 1917 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ab- auf der Offenlegungssrist bei dem Borstande der and- und sorstwirtschastlichen BerusSgenoffenschast in Darmstadt zu erheben. Lindenstruth, den 11. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei. I. B.: Fatum. 9056 Bekanntmachung. 11 Ml i n .... W k .. . iu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Das Umlagekataster der land- und sorstwirt- chastlichen Berussgenossenschaft sür das Gr. Hessen ir daS Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dezember bis zum 28. Dezember 1917 auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht aus« ! enommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, ind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Borstand der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr'finden. Allertshausen, den 12, Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. I. B.: Hillgärtner. 9074 Allendors a. d. Lumda, den 12. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda. Rein. Bekanntmachung. \ Bekanntmachung. «j, ?»s»abluua der Hamiliennuterstützungeu an N «'T Kmbe? ^"berufenen an bieieniarn, deren Namen beginnen mit. tp Zamstag den 15. Dezember 1917 fll? ben 17 Dezember 1917 ovi. den 18. Dezember 1917. »bc Im 2.°»,- ÄÄ Ä““ « den VM. Gtetzen, den 8. Dezeinber 1917. Der Oberbürgermeifier: \ 11% Bekanntmachung. ... .Die Ausgabe der Zucker-, Näbrmitrel' und «rten erfola« TamStag den 16. b. 5W — unö Urten ertolfli TamStag den li>. d. M und Aroor » ; 7 ^zuaSberechktgten mit den AnfansSbuchstaben^-!? nnl* ^laas von 8-1 Uhr und N-Z naSSSSm tn 2% Wietze» den 1L De-ember 1917. ^ . - Dbtrbü r < ^?t ij iei|ki tLebenSmitte1ar»y. Das Umlagekataster der land- und forst. wirtschaftlichen BerusSgenoffenschast sür daS Groß. Herzogtum Heffen für das Jahr 1917 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 14. Dezember 1917 bis zum 28. Dezember 1917, auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Wider spräche dagegen, daß ein Betrieb in daS Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eineS MonatS nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Vorstande der land- und sorstwirtschastlichen Berussgenoffenschaft in Darmstadt zu erheben ^pü'» eingehend« Wider, peüche »nn.n keine Berückstchiigung mehr finden. sogg Stockhausen, den 12 . Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Slockhausen. Jochim ttlebstoff Ulebomin ^9netfllrdieacsamtePapierdearbeituugsbranche. wie Buchbindereien, Buchbrnckeretert. ^allschachrel-, Karionnaaen-, Pnpierwaren- u. Tllienfabrtken, sowie anch sllr Taoelen-, Blumen-, Hui-, Teritl'. Zündholz, branche usw. Probepoiieiiner einschltehtich Porto u. Bervnckung Mk. 10.— gegen Nachnahme oder vorheriae Emiendung des Betrages. MT“ Vertreter gesucht. Frankfurt a. M.. Görtngstr. 5-7 Hansa 5073. — Haltestelle Osthasenplatz. — l894«v'. -4» -I- fflt«,< k.« T. 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