Kr. 283 2n Giehener Anzkfgrr erscheint tätlich, außer bonntaflS. - VeUaqen: -tebener^omiHenbis.tter; Lre.sUait für den Ureis Gieren. vczutzzpreis: monatl. Mt. l .20, vierteljährlich s DJf. 8,60; durch Äbhole- u. Ziveiqstellen monatl Uif. 1.1); durch die Bo st Wik. 8.60 viertel- jährl. ausschl. Bestell^, ßerufprech - A,;scklüsie: sürdieSchristle.NliiqllS Perlon, b'-eschäüsstelleöl Anschrist für Trahlnnch- richten: Anzeiger Stehen. 167. Jahrgang Freitag, 7. Dezember 1917 Postscheckkonto: Frankfurt «.IR. 11686 Vankverkehr: Gewerbedant Gießen Arvittingsrunddruck u.Verlag: Vrnhl'sche Univ.-Vuch- u. Tteindruckerei ll. Lange. bchriftleitung, Geschästrjtelle ».Druckerei: öchulstr. 7. Annahme von Anzeige« *. die Zageeniimmec bis zum Nachmittag vorher ohire jedeVerbmdlichkert SeUenpreise: für örtliche Anzeigen 2 LPs.,si'irailsivärtlqe 30 Ps., °ür Reklainen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schris: 20 •/* Ausschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goeq. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. ltzoetz; otaöt und Land, Vermischtes u.Ge- richtsjaal: W. Dieqer; Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich i,i Gießen. 1v tägige Waffenruhe im Unsere alte Front bei Cambrai nahezu wieder erreicht. Neue Erfolge in Italien. (DTD.) Grobes Hauptauartier, 6. Dezember. (ÄAtttuy.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nuptzrecht. In dem flandrischen Kampfgebiet nahm die Artil- lerietangveil am 2L>enö wieder erheblich an Stärke zu. Südlich kmd südwestlich von Moeuvres stürmten unsere Tnwpen englische Gräben und stießen bis über die von Ba- paume auf Cambrai führende Strafe vor. Unter der Einwrrttmg unserer letzten Angriffserfolge und unter dem steten Druck von Norden und Osten räumte der Feind zwischen Moeuvres und Marcoing seine vordersten Stellungen und zog sich auf die Höhen nördlich und östlich von Flesguiercs zurück. In scharfem Nachdrängen wurden die Dörfer Grain:ourt. Anneux, Cantaing, Noyelles. sowie die Waldhichnr nördlich von Marcoing genommen. Auf zehn Kilometer Breite haben wir unsere Linien bis 4 Kilometer Tiefe vorgesckwben. c Auf seinem Rückzuge hat der Feind, soweit es die Zeit noch zulieh, die Ortschaften durch Brand und Sprengung zersbirt. Die Trümmer dieser Dörfer rmd das zwecklos begonnene Zerstörung-merk an der nun dem Feinde wieder weit entrückten Stadt Cambrai sind die Spuren, die der Engländer von seiner mit so großen Hofftmngen begonnenen, mit einer schweren Niederlage endenden Durchbruchsschlacht bei Cambrai auf lange Zeiten auf Frankreichs Boden hinter- lieh. ^ Die Verluste, die der Feind in Pen letzten Tagen beson- ders im Bourlon-Walde erlitt, sind außergewöhnlich hoch. Die Zahl der aus Den Kämpfen bei Cambrai eingebra-ch- ten Gefangenen hat sich auf mehr als 9000, die Beute an Aeschützen auf 148, an Aiaschinengewehren mrf 716 erhöht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Ailette. in einzelnen Abschnittes der Champagne und auf dein östlichen Maasufer zeitweilig verstärkte Feuer- tätigkeit. Nördlich, von Juvincourt brachten Sturmtrupps von fchneidigyn Vorstoß gegen französische Gräben eine größer» Anzahl Gefangen« ein. * Gestern wurden im Lustkampf und von der Erde aus 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Unsere Flieger haben die Hasenanl^gen von Calais, sowie London, Sheerneß, Gravesend, Chatham, Dover und Margake mit Bomben angegriffen. Große und zahlreiche Brände kennzeichneten ihre Wirkung. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die bevollmächtigten Vertreter der Obersten Heeresleitung Deutschlands. Oesterreich-Ungarns, «Bulgariens und der Türkei haben mit den bevollmä'snigtm Vertretern Rußlands ft'ir die Fronten von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, sowie auf den türkisch-russischen Kriegsschauplätzen in Asien Waffenruhe für die Zeit vom 7. Dezember 1917, rl Uhr mittags, bis zum 17. Dezember 1917, 12 Uhr mittags, abgeschlossen. Die Verhandlungen zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes werden in einigen Tagen fortgesetzt werden. Mazedonische Fron t. Keine gröberen Kampfhandlungen. Italienische Front. Der am 4. Dezember in den Sieben Gemeinden eingeleitete Angriff der Heeresgruppe des Feldmar'challs Conrad brachte große Erfolg '. Oesterreichisch-ungarische Truppen haben die starken italienischen Stellungen im Melettagebirge erstürmt und gegen mehrfache Gegenangriffe behauptet. Deutsche Artillerie hat an den Kämpfen milgewirkt. Bi her wurden 1 1 090 Italiener gefangen und 60 Geschütze erbeutet. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Der Nbcudbericht Berlin, 6. Dez., abends. (WTB. Amtlich.» Südwestlich von Cambrai wurde Marcoing vom Feinde gesäubert. Von den anderen Fronten bisher nichts Neues. Englands Siegesglocken schweigen wieder., Bet Cam- brm, wo ihr General Byng Ende November durch Ueber- raschungsangriff eine nicht unbeträchtliche Einbeulung der deutschen Front erreicht hatte, muß der stolze Brite weichen, tmeder aufgeben, was er so laut und triumphierend als Fori schritt und Sieg gefeiert hatte. Die deutschen Truppen sieg- ten nicht durch Ueberraschung. Sie nahmen ganz einfach Den Kampf an bert bedrohten Stellen auf, und es zeigte sich bald, daß ihre Kraft der des Gegners, welcher alle Vorbereitungen hatte treffen können und hatte tr'ffen m ü s s e n, gleichwohl überlegen war. Der Vergleich unserer Westfront 'nu einer unerschütterlichen Mauer gefüllt uns nicht mehr recht. Denn dort wird nicht ein leblos ausgetürmter, nur Durch die Wucht der Masse wirkender Widerstand geleistet. Ehl zeigt es sich, daß unsere Reserven an der Westfront mnreichend sind, um allen feindlichen Massenaufgeboten die lr ?«tl u ^^ten, allein es zeigt ,ich doch eben noch mehr. Un r* e 'Ehrenden Strategen haben die im Westen bereit stehen- vMd Kräfte sv sorgsam abgewogen, es vermieden, durch un- nouges Zuviel unsere Schlagkraft an anderen Schauplätzen zu vermindern, daß die elastischen Welten unserer Beneid. ^ atc bas Bild sicherer und ^rlerchter ^ Sportübuarg vorschweben lassen, natür- ^ m einem Maßstabe, ün m Stelle des Wohlge-sälligen b-eim Zuschauer das Großartige und Erhabene erweckt. Jeden Tag scheinen ein starker Wille und eine freudige Kraft zu sprechen: hier wird in selbstgewählter Verteidigung doch der große deutsche Sieg verankert. Der Berner „Bund", der von den neuen Ergebnissen des letzten Tages noch nichts wußte, schrieb in seiner. .Mittwoch-Nummer.' Die Bedenken, .mit denen wir die Offensive der Engländer in die deutschen Linien vor Cambrai begleitet haben, sind durch die Ereignisse rasch bestätigt worden. General Byng hat schon am 30. November einem deutschen Gegenstoß standhalten müssen, der ihn noch in imgesicherter Angriffsstellirng fand, da der britische General sich nicht hatte entschließen können, die vom 20. bis 23. November erstrittenen einzelnen Vorteile auf ihren Zusammenhalt zu untersuchen und auszugleichen, soirdern es.vorzog, jeden Einzelgewinn zu behaupten, statt der Gesamttnge Rechnung zu tragen und zuweit voraeprallte Teile zurückzunehmen. General ^Byng hat beit gewagtei -m Zug gewählt, die Truppen östlich des Scheldekanals stehen lassen und den Gegenangriff envartet, der ihn am 30. November unrsassend traf und über die Schelde zurückwarf. Der deutsche Gegenstoß, nicht als Durchbimchsoersuch, sondern als V e r g e l t u n g s u n t e r n e h m e n gedacht, war kon- zentrisch angeordnet n::d hatte die Umfassung der zwischen Moeuvres und Veudhuille zusan!mengeschob«:en englisch. >r Kräfte im Auge. Er ist auijxm linken Flügel durchgedrungen und hat die Engländer auf Epehp-Villers-Gnislüin-Gvrmeli'eu-La Vacquerie- Masniöres zurückgervOrfen. Aus dem rechten Flügel zwang er Byng, das Bourlongehölz fahren zu lassen, kam aber in der Linie Anneux-Moeuvres bald zum Stehen. Hier war der Widerstand der Engländer gesicherter als auf dem rechten Flügel, wo sie nicht nur die Urberg äuge der 2 ckAde, sondern auch die westli.p gelagerten. Höhen, die bis 138 Meter ansä wellen, verloren, vorübergehend sogar über Gounelieu und La Aacauer-.e ans Ganzeaucoutt zurück- geschlagen wurden und im Nachstoß das wichttge Epehy verloren. Die Briten sind am 2. Dezember ihrerseits wieder zu Gegenangriffen geschritten und suchten bei La Bacquerie und zwischen Juchy und Bourbon Boden zurückzugewilmen. Im großen ganzen bleiben die Kämpfe jetzt örtlich gebunden. Da die Deutschen dem Feindö 6tX)0 Gefangene abg^i.onmn'n haben und die Brückenköpfe zurückgewannen, ist die Lage m>r Cambrai zu ihren Gun stau svlve'r I ngeslellt, als Aasih.' B.'rt '.d'.gung erfordert. Tie Ueber- werttmg, die die englitck-e Kritik dein Erfolg ihrer Armee vor Cambrai hat angedeihen lassen, ist rascher auf das richtige Maß zurückgeschnittrm worden, als man im britischen Hauptguartier angenommeir haben mag." Nimmt mall den deutschen Tagesbericht vom 6. Dezember zur Hand und den letzten Abendbericht, der die Wiedergewinnung von Marcoing enthält, so schwinden auch die letzten Zweifel, daß das Einsetzen so großer englischer Kräfte vor Cambrai nur in eine Demütigung Englands ausschlng! Wir haben bald wieder die alte Kampflinie von Queant, 15 Kilometer lvestlich von Cambrai, bis Gouzeaucourt, ebensoweit südwestlich von Cambrai, erreicht. Unser rechter Flügel an dieser Kampfstelle, der über-Graincourtt und Mar- eoing vorwärts gedrungen ist, nötigt den General Byng, auch noch den kleinen, spitzen Keil seiner Truppen südwestlich von Cambrai z-nrückzunehmen. Die Einbenttmg ist wieder herausgetrieben, und der Schönheitsfehler davon liegt einzig und allein auf der Seite der Engländer. Zu diesem für uns rühmlichen Ausgang des Kampfes Reiten kommt die f-nobe BotlAroit Non nf>itrrT Ipfvr Mann anGefangenen und über60Geschütz^ ein. Unsere Verluste sind dank unserer geschickten Kampf' sührung gering. Bei Zenson, wo wir stit Wochen aus dem westlichen Viave-Ufer stehen, hielt am 4. D-'zemver das aus allen Ki'iegs- fchauplützen hervorragend bewährte Eg rländer Jnsanierie- Regiment Nr. 73 mehrstündigen Anstürmen überlegener Kräfte siegreich Stand. Der Chef des Generalstabes. im Westen kommt die frohe Botschaft von neuen, sehr beträchtlichen Erfolgen in Italien. Nordöstlich von Asiago sind im Gebirge 11000 Italiener gefangen worden. Noch wiffen wir nicht, ob die Armee Conrad Hand in Hand mit den übrigen deutsch-österreichischen Hcereck zu weiteren Angriffen übergehen wird. Ob die Italiener die Sprache der Zeit jetzt verstehen werden un8 ob sie sich den Wünschen der Russen nach baldigem Frieden demnächst anschließen werden? Der österrcichisch-ttngarische Tagesbericht. Wien. 6. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Gestern wurde zwischen Rußland unt> den Verbündeten eine zehntägige Waffenruhe vereinbart, Beginn ffir alle russische Fronten am 7. Dezember, 12 Uhr mittags. Die Waffettstillstandsverhandlungen dauern fort. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat auf der Hvchffäche der Sieben Gemeinden eine s ch w e r e N i e d e r l a g c erlitten. Am 4. Dezember früh brachen nach mächtiger Artillerie- v-orbcreitung, an der mtchi d c u t s ch e B a t t e r i e n mittvirk- ten, die Truppen des Genrralfeldmarschalls Conrad zum Olngriff gegen die Gebirgsstellungcn des Meletta-Ge- b i e t 6 vor. In gewaltiger Ueberhöhang angelegte, reich ausgerüstete Abweltrernrickttungen stützten die mit aller Zähigkeit geführte Verteidignug: hoher Schnee und strenge Kälte erschwerten das Vorwärtswrmnen, aber sorgfältige Angriffs- vorbereitrmg und die Tapferkeit unserer aus allen Teilen Oesterreichs und Ungarns stammerwen Angreifer wußten jed weder Gegenwirkrmg Herr zu werden. Vorgestern früh fielen der Monte Badeleche und der Monte Tondareear; am Mittag stand das Kaiser-Schützen- rcgiment Nr. 3 aus dem Monte Miela. Gegen abend brach vor unserem umfassenden Ansturm der italienische Widerstand auf der Meletta zusammen. Die von Palstagna heraufstrebenden Verstärkungen des Gegners wurden durch östlich der Brenta stehende Batterien in der Flanke gehaßt. In den gestrigen Morgenstunden verlor nach erbittertem Ringen der Feind den Monte Zomo und Rückhaltsstellungen bei Foza. Um 2 Uhr nachmittags streckte, seit 24 Stunden völlig eingeschlosseU, die tapfere italienische Besatzung auf dem Monte Eastel Gpmberto die Waffen. Alles Gelände nördlich der Fronzela-Schlucht ist in unserer Hand. Nebst großen blutigen Opfern büßten die Italiener an diesen zwei Tagen über 11 000, Die englische Niederlage bei Cambrai. Berlin, 6. Dez. (WTB.) Unter ungeheuren Verlusten haben die Engländer am 5. Dezember auf dem Sä^achtseld von Cambrai eine schwere Niederlage erlitten. dem blutigen Scheitern der 16 großen Flandern schlachten, die nach englischem Erngeständ-iüs der Eroberung der deutschen U-Dootbasis galten, in denen die Blüte des englischen Heeres nutzlos geopfert wurde, wollten die Engtändec mit ihrer Offensive auf Cambrai noch einmal versuchen, die Entsck>eidung zu ihren Gunsten herbeiznführen. Sie spielten va bairgne. Nack- anfänglichenr Geländegervinrr, den die, Glocke.: St. Pauls dem Mglischen Volle als große!: Sieg veäkittwece,:, l?at sich dieser angebliche Erfolg zu einem schweren Znsmnmenbrnch englischer Hoffnungei:' gestaltet. Durch Misere am 30. November einsetzenden da.cerwden Gegenstöße und unsere anhaltendes Artilleriefeuer und zermürbt durch, steten Geländ.v.rlust teuer erkauften Bodens oermochte der Eng- länderadem Druck der deutschen Truppen nicht in e l r st a rt d zuba'lten n n b w iich uns eine nt großen Teil seiner T t tA Lungen ;t a ch s ch wer st er: D e r l u st e n i u r ü ck. Unier konzentrisches Fn:er von drei Seiten dezimierte die dich.en .üoloimen des weichendai: F:'ind>es. In: scharfen Nach- d rängen nahmen unsere Truppen die Dörfer Grainooutt, Anneux, eroberten ferner Cantarirg Novelle, sotvie das beherrschende Höhen- gelmche des Bois be Neilfsl Auch südlich Marcoing wurden ün .HandgranatcnVampf tmsere Linien weiter vorgeschoben. Unsere Flieger griffen wivkftrm mit Maschinengewehren und Bomben den 'urückgrhenden Gegner Ml mrd fügt«!: ihm dauernd schverste Vertu ste "!. Unter den mehr als 0000 Gefangenen der Schlacht von Cambrai befinden sich 208 Offiziere. Außer den 148 Geschützen und 7 16 Maschinengewehren wurden zahlreiche Tan°ks erbeutet, Pie in großer Anhäufung zerttümn:ett rmd zerschösse:: das Schlachtfeld blecken. Tie außer- gewöhnlich schweren Opfer, die das britische Heer hier in den heißen Kampftagen bringen mußte, konnten an den unzähligen Leichen gefallener engtt'cher Krieger festge'ellt werden, die auf den Höhen, in den Wäldern, irJ> m Dörfern und Gehöften, vor allem im BvnrIon-Walde liege:: blieben. Um dieses Waldgeländes das englischt Gefangene als Bourlvn-Hölle bezeichrben, ist in alt diesen Tagen erbittert gelänipft worden. Ter ge'ck/agene Feind hat nicht davor zurückgeschreckt, wahrend seines Rückzuges rücksichtslos die geräumte:: Dörfer seines französischen Birktdesgenvfsen in Brand zu stecke:: und durch Spreng'-mg zu vernichten. Ganz« Telle der dichtbewohtten rranzö'i'chen Stadt Cambrai beschoß er mir schwerstem Kaliber iml> belegte sie mit zahlreichen Bonrüen. Cr rill) cte dort schwere Zerstörungen an und rief, statt unter den deut'cbe': Soldaten, erhebliche Verluste unter der fran- z ö s: uchen Z iv ilbe oöl^erun a hervor. Ter durch die schwere Niederlage erlittene Rückschlag bei Cambrar-mnd die angerichteten nutzlosen Verwüstungei: iverde:: nich' dazu dienen, pas Vertrauen zu einem B.undesgenossen zu erhöhen, den allein die schwere Veramvorttung für die Vevlängenmg des Krieges und für den damit verbundenen Massenmord yntb die Be-Wüstung reichsten französische!: Landes seit dem 12. Dezember 1016 trifft. Bern, 6. Dez. (WTB.) Die deutschen Angriffe bei Cambrai wurden von Öfcr fvanzö'Ecken P,-e'se als Ove"attonen' von bettächtlicher Bedeutung aeivürdigt. Tie Lage sei zeitweise fri- tisch gewesen. Der „Fnsorination" zufolge seieir deuttch-e Abteilungen nördlich des Angrifssabschnitts bis an die Linie Bapcmme— Cambrai vor gestoßen und wurden nur durch den Einsatz aller per- . llügbaren Kräfte an der Bereiittgung mtt den aus Süden vor-- stoßenden Truppe!: verhindert. Südlich de? Angriffsraume? hätten die Deutsche:: im Ansturm Mehrere Kilomtztw dirrcheilt und seien bis zur Zone der englischen Batterien durchgestoßen. Ein hier ein setzender Gegenstoß habe verhindett, daß den Deutschen noch mehr Gescknitze in die Hcmd sielen. > M. Erfolge in Ftalien. Wien, 5. Dez-. (WTB.) Aus dem Kriegspresfeguartter wird vom 5. abends gemeldet: An der italienischen Front erfolgreiche Kämpfe westlich der Brenta. Kaiser Karl an der Südwestfront. Wien, 6. Dez. (WTB.) Kaiser Karl hat sich heute früh an die Südwestfront begeben. , Die Lage in Nutzland. 10 tägige Waffenruhe mit den Russen vereinbart. Berlin. 6. Dez. (WTB. Amtlich.) Die beoollmächttgten Vertreter der Oberste:: Heeresleitungen von Deutschland, Oesterreich-- Ungarn, der Türkei und Bulgarien lxrben am 5. Dezember mit den bevollmächttgten Vertretern dev russische:: Obersten Heeresleitung ^'tzaffenrnbe von zehn Tagen für sämtliche gemeinsame Fronten schriftlich vereinbart. Der Beginn ist ans den 7. Dmember, 12 Uhr mittags festgesetzt. Dir zehntägige Frist sott dazu benutzt werden, die Verhandlnnge:: über den Waffen still stand zu Ende zu führen. Zmecks müiwlicher Berichterstattung über : bk bisherige Erg bnissi sich en: Teil der Mitglieder der ins fischen Abordnung mrf einigc Tage in die Hemmt begeben. Tic Kointnissionssitzungen daueri: sott. Berlin, 7. Dez-. der ,,Deutschen Tum'szeittlng" meldet dre Petersburger „Prawda": Am Sonntag deckte Trotzkp im Soldat»- und Arbttlerrat mit: Nach, den: Mafs-enstillstand würde:: soforr Mgenierne F r i e de n s v e r h a n d l u n g e n ausgenommen werden. Zur Beginn fei noch, in dielen: Monat z:: enrwrten. - Merlin, 7. Dez. Zu den Otzaffenstillstcuchsverhandlungerv bringt der lotatcm#. aus Petersburg svlgeickxs: In d«: Regicrungs^ gobquder: und in: Snwlutzisvittlt verlwttet, daß, die TvutschcÄ nicht so leicht mit sich verhandcln lrvssen, E ntm mwrrtct hatte.' iSints ist klar urtb ganz Rußland ist dieser Ansicht, da ßi>'.r Kttieg lem jeden Breis eingestellt werden muß. Selbst das Organ der ,sxial re voll, ttonäreu Partei (gemäßigt und Gegner der Bol,che- witi) s-ch.reibt in diesem Sinne. Bern, 7. D^>. Der russische Mitarbeiter des „Bund" be- richte!: Pe?terÄimrger Blatter melden über g r o ß e K u n d g a b u n- Jen, die aus Anlaß der Ankündigung von Waffenstillftandsoer- handlungeu in Petersburg veranstaltet wurden. — Dem Petersburger „Djn" zufolge soll der Newski-Prvspekt in Petersburg in .,Friedens-Prospekt" umb-enannt werden. London, 7. Dez. Der „Daily Mail" meldet aus Petersburg vom 4.^ Dezember: Die Abordnungen für den Abschluß des Waffenstillstandes haben bchclchossen, nur die Frage des Waffenstill- standes zu besprechen und die Friedensverhandlungen einer europäischen Konferenz zu überlassen. (?) A m st e r d a m . 6. D^. Nach einer Reutermeldung aus Petersburg vom 1. Dezember kündigt T r o tz k i an, daß die von der Front entlassenen Soldaten die Waffen behalten sollen zur Verteidigung ihrer Friedensinteressen gegen die Bourgeoisie. Rotterdam, 7. Dez. (LA.) Aus Petersburg wird bauchtet. Trotzti sagte, daß über die ausländischen Militär- attack^s im Hauptquartier nichts bekannt sei. Man nimmt an, daß 'w nacb Kiew entkommen sind. Weiter erklärte er: Deutschland würde davon verständigt, daß, wenn es zum Waffenstillstand kommt, es keine Truppen nach der We st front werfen darf, um die Engländer und Franzosen zu zerschmettern, während die Friedensverhandlungen andauern. Tie Schaffung eine» neuen Voltsrats. .Bern, 6. Dez. „Demos" meldet ans Petersburg: Tie Maxi- malisten l-aben .folgende Neugruppiarim-g §edll.iat; 1. Die sozialistischen Rwolutionare der Gruppen Kampow. Nathan,'an und der Iridvwna, 2. die internationalistischm Sozialisten der Gruppe Martow, 3. das Zenttalßomitee der Eisenbahner. 4. das Zentralkomitee der Telegraphen- und PoHangestellten. 5. che uUecnationa- listischiK Pvesse. Tie Gruppen werden einen Boltsrat von 370 Mitgliedern bilden. In Erwartung der versassungsgebenden Versammlung werde man eine vor diesem Rat oerantwortttche Regierung zu bilden versuchen. Lelbständigkeitsertsärung Vfthlands. Ktopenhagen.6. Dez. (WTB.) „Berling ke Tidcnde" m"l- det für diese Sache werden wir uns schlagen, bis der letzte Sckmß verhallt i» Wir sprechen freimütig, damit die ganze Welt lociß, daß wir auch in der Hitze des Kampfs jeden Gedanken darauf richten, den Jrieg seinem Ende entgegen zu führen. Die Friedensfrage in der Schweiz. Bern, 6. Dez. Das „Berner Tageblatt" berichtet: Die Bundesversammlung wird Gelegenheit haben, sich mit der Friedenssrage und nunmehr mit der Stellung des Bundesrats zum Frieden eingebend zu beschäftigen. Wir dürfen verraten, daß sich etwas wie eine große Friedenskundgebung der eidgenössischen Räte vorbereitet. Im Bundeshaus ist von dieser Kundgebung noch nichts bekannt. Doch ist allerdings anzunehmen, daß die sozialistische Fraktion entsprechend der Weisung des Aarauer Parteitages den Bunöesrat wegen seiner verhüllten Ablehnung einer Vermittlung hes russischen Wasfmsttllstnndsangebots interpellieren wird. * * * Das Verhalten der Tschechen im Weltkrieg. Wien, 6. Dez'. (WTB.) Die Abgeordneten Schürff, Langen- tan und Gen. brachten eine von den Abgeordneten Unterzeichnete! Anfrage an den Ministerpräsidenten und den Minister für LandeS--- Verteidigung über das B -r r y a l i e n v e r T j cf e ch e v. ? m W . l t - kriege ein. Die Anfrage, die 640 Seiten.MaicktznLnschrifr starr ist, enthält das gesamte über diese Frage gesammelte Material. * * * .Hinderiburg und Lndendorff in Verlin. Berlin, 6. Dez. (WTB. Amtlich.) Zur Besprechung mit dem Reichskanzler Grafen o. Herrling sind Generalfeldmarschall o. H i n d e n b u r g und General der Infanterie v. Ludendorff in Berlin eingetrvffen. Seefrfeg. Neue tt-Boot-Erfolge. Berlin, 6. Dez. Anltlich. Im Sperrgebilck um England wurden dur.tt unsere U-Boote neuerdings 13 00 0 BRT. Verse n f t. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich zivei große be- wöffnete Dampfer, von denen einer schlwer beladen war, sowie das englisch' Fischersahrzeug „Premier". Ter Chef des,Mmiralstabes der Marine. London, 4. Dez. (WTB. 'Adeldüng des Reuterschen Bureaus. „Daily Chronicle" meldet, daß der Postdampfer „Apa pa" der Tempster Linie versenkt wurde. Das Schiff erhielt zwei Torpedoschüffe 80 Mitglieder der Besatzung werden vermißt, 120 Passagiere wurden gerettet. * Ter schneidige Angriff eines U-Booteö vor Gaza. Berlin, 6. .Dez. Der aus dem Mittelmeer jetzt eingelaufene Bericht des Oberleutnants zur See Wendlandt über den unterm 21. November gemeldeten schneidigen Angriff auf die vor Gaza gegen den rechten Landflügel unserer türkischen Bundesgenossen in Palästina eingesetzten englischen S e e ft r e it k r ä f t e gibt interessante Einzelheiten über diese glänzende Tat wieder und bildet einen neuen Beweis für den kühnen Geist, von dem unsere U Boot- lrsatzungen beseelt sind. Jir einem von der Küste Palästinas nach See zu wehenden Sandsturm war U... am 11. November vor Gaza eingetroffen und hatte, nachdem es durch die äußeren Be- ivachungslimen von Fischdampsern zur Erkundigung durchgebrochen war, sogleich den Entschluß gefaßt, d i e a u f d e r R e d e a n k e r n- Waffenstillstände im vorigen Zahrhundert. Es gibt und gab Waffenstillstände, die nicht zuin Frieden führten. Sieht man von solchen ab, die oon vornherein nicht in der Voraussetzung ans einen baldigen Friedensschluß verlangt imb gewährt wurden, so ist dieser Fall allerdings in der neueren Zeit idten. Kurze Waffenruilie, die nur aus ganze oder halbe Tage, selbst auf Stunden berechnet, ausschließlich den Zweck hatte, die 'Bestattung der Toten oder öie Bergung der Verwundeten zu er möglichen, hat cs in früherer Zeit wohl in jedem Krieg gegeben. Abgeschlagen wurden sie kauni jernals — abgesehen vom gegenwärtigen Weltkrieg. Größere Waffenstillstände kamen bisnnnlen wegen übertriebener Forderungen einer Partei nicht zustande. So ioar es im preußich-rnssffchen Krieg dem Preußenkönig, nachdem er bis Ende November 1806 alte Festungen, außer den schlesischen, verloren hatte, nicht möglich, einen Wasffenstillstand, den er wünschte, zu erreichen, da Napoleon ihn. von maßlosen Bedingungen abhängig machte. Erst am 21. Juni 1807 wurde ein solcher zwischen oenr Korsen und Bennigsen geschboisen. dem dann am 7. Juli — also sehr schnell — der Tilsiter Friede zwischen Frankreich und Rußland. und zwei Tage daraus der zwischen Frankreich und Preußen — bai die Zeche zahlen mußte - folgte. Daß dem Waffenstillst«rnd überhaupt der Friet« nicht folgt, ist verhältnismäßig recht selten. Im Besreiuuqskriegc wurde unter Oesterreichs Vermittlung der Waffenstillstand von Pläswitz am 4. Iüni 1813 zun äff st auf 7 Moff-en geschlossen, dann um wertere 3 Wochen — bis 16. Ajugust — verlängert, aber als alle Ausgleichsoersuche auf dem Vrager Kvngreß sthnterten, ging der .Krieg weiter, imd schon am 26. August zerschniet.erte Blücher das Heer Macdonalds an der ffatzbach. Um so rasckiec kam dann 1814, nach Napoleons Ab- setzung, auf den am 11. April geschlossenen Waffenstillstand am 30. Mai der Pariser Friede. Immerhin hatte inzwischen der Krieg nock faßt :i / t Jahre ancpdauert. Rasch folgte auch der Fffede am den Waffenstillstand im russisch-türkischen. Kriege von l8-7/78. Damals 'MhenckÄ Allst als er am 9. Januar 1878 dem Oberbefehl übernahm, ausdrücklichj die Weisung, einen Waffen-- still stand mit Rußland zubahnen, nnd als nach der Ränmunii. von Adrian-opel die türkischen Triwpen sich imver Muktar Pa,cya auf die Tschataldschvlmie zurückgezogm lwtten und der Ruffe Stambui bedroh!e, kam es am 31. Januar na.ff viertägi,gen Unterhandlungen zur Waffenruhe, webcher bereits nach etwas über 4 Wochen — am 3. März —- der Friede von San Stefano >folgte — allerdings nur ein Präliminarfrieden, der auf dem Berliner Kongreß noch wesentlich! r'wbiert wurde. Daß nach, einem Waffenstillstand aus anderen Teilen des Kriegsschauplatzes noch N'eitergekänrpft wurde, kam unter den verfffiiedensten Berbrckmissen im vergangenen Jahrhundert mcktt feiten vor. Im deutsch österreichischen Kriege wurde noch bei Blumenau gelochten, als Franz Joseph am 26. Juli schon Napoleons Vermittlung angenommen und den Wasffenstillstand imterzeichnet hatte, und noch am 27. Juli beschoß die preußische Mainarmee nach ben Gefechten von Helmstedt und Roßbrunu die Feste Mgrienberg bei Würzbnrg. Aber in beiden Fallen ttug nur der Umstand die Schuld, daß es damals iwch keine Funker gab. Einen wirklich nur teilweisen Waffenstillstand gab es dagegen im deutsch ffanzösischeu Kriege, wo in den südöstlichen Departements Cvte d'Or, Doubs und Jura noch gekämpff wurde, bis Oberst Deniert Belfort übergab.^ Erst nach seiner KapiMlalimi wurde hier ebenfalls, an: 16 Februar 1871, Waffenruhe vereinbart, nachdeni er schon am 28. Januar nach der llebergabe von Paris in Versailles zum Abschluß eines Waffenstillstandes fftt dos ganze übrige Frankreich gekommen war. Vor allem aber finden wir eine teilweise Fort'etznng des Krieges noch im Kampst der Franzosen und Oesterreickstw 1805 und 1809. Im ersten Fall wurde am 6. Dezember der Wasfenstillstaud geschlossen, dem schon am 15. Dezember der Friede zu Wien zwischen Napoleon und Preußen, am 26. Dezember in Preßburg der mit Oesterreich folgte. Aber in Süditalien wurde der Kampf zwischen Franzosen und Engländern — nachdem die Russen sich nach der für sie unglücklichen Drcikaiserschlacht bei Austerlitz zurückgezogen denSchiffeinderAbenddämmeruna an zugreis txt> Die geringe Wasserttefe, der Schutz durch Netzsverre und ^Be- wackiungslinien erschwerten den Angriff aus die tt- dadurch Fcher glaubenden ftz-ndlichen Schiffe.' Frischer Wagemut nnd tadelloses Zusammenarbeiten aller Telle der Besatzung wurden jedoch der Schwierigkeiten Herr und füchrten zum schönen Enderplg. Kurz hintereinander verließen zwei Torpedos die Rohre und trasew ihr Ziel, zuerst einen größeren Zerstörer, dessen Schornstein durch die Explosion abgerissen und in die Luft geschleudert wurde, und kurz darauf einen großen Monitor mit zwei Schornsteinen, der unter dem BewackTungsmast getrosten wurde. Darauf wurde, sowell es die äußerst geringe Wasserttefe von kaum 15 Meters zuließ, untergetaucht und nach See zu abgelousen. Glücklich wurde die Innere Fischdampserttnie passiert und kurz darauf auch die nach See zu sichernde Kette von Bewachern unterfahren. Unter der Küste bemerkte man bei einbrechender Dunkelheit lebhaftes Scheinwerferleucbten. Anscheinend suchte die um zwei Schiffe verminderte Flotte nach Ueberlebenden sowie nach dem deutschen! U-Boot. Diese neue Heldentat unserer U-Boote gibt nicht allein Zeugnis^ von deni frischen, keine Gefahren scheuendm Angriffsgeist unserer Marine, sondern beweist auch wiederum, daß unsere U-Boote, wo inimer sich ihnen Gelegenheit bietet, zur Entlastung der Landfronten bellragen. * Ter neueste Fliegerangriff auf England. i. Köln, 7. Dez. Die „Köln. Volksztg." meldet aus Amsterdam : Aus ondon wirb amtlich gemeldet: Unge'ähr 2 5 Flugzeug e haben gestern morgen früh einen Angriff auf England unternommen Die erste Gruppe wart Bomben über verschiedenen Orten in der Grafschaft Kent jn der Nähe der Küste, ungefähr uni i 2 ~2 Uhr. Die zweite Gruppe kani etwa um 3 Uhr und flog längs der Themse und verschiedenen Tellen von Kentt Der Zweck des Angriffes war wahrscheinlich ^ der, die Stellungen der Wwehrianpnen zu entdecken. Um 4> 2 Uhr fand ein weiterer An- griff statt. Die zweite Gruppe flog über die Küste von Essex unh die dritte Gruppe über did Themse. Tie Flieger gingen nach London, wo fünf Angriffe statt fanden, in östlicher, nordöstlicher und südlicher Richtung. Eine Gruppe wurde von den Ab wel-r ge schützen vollkommen zu nick getrieben. Fünf oder sechs Flieger einer Gruppe haben über London eine oder zwei Bomben mit Sprengstoff und um ungefähr 5 Uhr eine große Anzakst von Brandbomben über versch'edenen Plätzen abgew-orfen. Zwei feindliche Flugzeuge wurdeu Opfer unserer Verteidigungswerke. Die Benennung der beiden Flugzeuge bestand aus drei Mann. 'Diese Heien lebend in unsere Hand. Eine große Anzahl Brände er tsta 11 dcn in London, alle routbeit jedoch bald gelöscht. Man glaubt, daß die Verluste gering sind: aber bisher sind noch nicht alle Einzslheiren bekannt. Unsere Flugzeuge stiegen auf und sind wieder ohne Schwaden zurückgekehrt. preußischer AbgeorSuetenftaur. 102. Sitzung. Donnerstag den 6. Dezember 1917. Haus und Tribünen fiitb sehr stark besetzt. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Minuten. Die erste Lesungder Wahlrechtsvorlagen wird fortgesetzt. . Abg. Tr. L 0 h m a n n ,ncttl.): Ich habe aus den gestrigen Ausführungen des Reichskanzlers den Eindruck gewonnen, daß er durch feilte Berl/crndlungen mit den Parteien des Reichstages vor dev U ebernahine seines Amtes nicht gezwungen wurde, sich zu einem Prvattrntm zu bekennen, das mit seiner Ueberzengung sich nicht deckte. Der Reichskanzler wird nicht verlangen, da ja seine Weltanschauung sestfteht und wir mit seiner Partei jahrelang politisch gerungen Üben, daß wir ihm sofort ein Verrtauensootum ausslellen. Aber der Krieg hat die Anschauungen und Kampsmethoden entscheidend .reänbert und viele Gegensätze gemildert. Wir wünschen dem Reichskanzler bei der Lösung seiner schweren Aufgabe vollen Erfolg und werden ihn wir freundlicher Wachsamkeit in seiner Tättgkeit verfolgen. >Hellcrtett. Unsere Haltung werden nur von se inert Leistungen abhängig mack-en. Die jetzige Vorlage hätte bereits Port der frücherert Regieru ng eingeb rächt werden Müllen. Hätte jium unsere banioltaen Wahlrechtsanttäge angeitontmen. ffo fänden wir heute nicht vor devarttgen inneren Kämpfen. (Schr richttg!) ^tz bedauere, daß die konservattve Partei sich jeder Reform so abgeneigt zeigte, obwohl Herr von Hetchebrand das gestern bestellten hat. Tie .Haltung der konservativen Partei erklärt 'ich wohl am besten aus Defürchtimgen über das starte Anwachsen der Sozialdemokratie im Rmch '. der man ein Gegengewicht bieten müsse. (Zustimmung links.W.ffche Stellung meine Partei zu den Vorlagen mnttehmen wird, kann tch^ iwch nicht sagen (Bewegung): wir schließen uns» dnrckzaus dem Worte Bismarcks an, daß das Klassenwahirecht ein durchaus unvollkommenes ist. Auch nt'evrtc Partei kann sich denk Wellenschlag der neuen Zeit nicht entziehen. Unter der Wirkung des Krieges sind einige meiner Freunjde für das gleiche Wahlrecht gewonnen worden, die große Mehrheit meiner Fraktion aber Hab sehr schwere Bedenken gegen da- g l e i ch eWahlrecht. 1 Hört, hört!) Es ist nicht tlar zu erkennen^ welche Gründe den Kanzler und die Regierung bewogen haben, das glellffe. Wahlrecht in den öffentlichst Kampf zu werfen. (Zurufe links: Welche Rolle spielt dabei der König?) Wer ist für die beiden Botschmteu polittsch verantwortlich? Durfte ein Staats- mannt, dessen Stelluttg schon schwer erschüttert war. einen so schwerwiegenden lSch>ritt tttn? Im Gegensatz zur Rechten finde ich bst Begründung der Vorlage klassisch schön und erltebntd. Auch wiü haben Vertrauen zu unserem Volke. Etwas anderes aber ist eS. wenn man daraus solche Folgerungen, ziehck, wie die Vorlage es tut. An der politischen Reist unseres Volkes lassen mich meine Er- sahrungen stark zweifeln. (Zuruf links: Also schaffen Sie das Reick?stagswahirecht ab!) Die Emwl)rung des gleichen Wahlrechts in Preußen könnte zn großen Rückivcr^nngen in den übrigen deutschen Staaten und in den Gemeinden führst. Was die Vorlage über das Herrenhaus anlangt, so sollte statt des Rament „Herrenhaus" nur gesagt werden: „Erste Kammettck Alles einzelne werden wir im Ausschuß besprechen. (Beifall.) batten — noch fast ein Jahr lang wellergeführt, in .Kalabrien! kämpften die Briten bis Ende 1806. Utrd als im franzüsisch-öster^ reichischen Kriege von 1809 am 12 .Juli ein Waffenstillstand geschloisen war, der im Demarkattonsvertrag vom 15. Juli zMk Räumung weiter (Gebiete durch Oesterreich führte, darunter auch von Tirol, als Lefebvre .Innsbruck besetzte, da legten bekanntlich die Tiroler die Waffen nickw nieder und kämpften auf eigene Faust weiter, bis Andreas Hofers Stern verblaßte und die anfänglichen Erfolge in eine Niederlage umschlugen. Auch diesmal sieht es ja so aus, als ob der jetzige Waifensttllstcutd nur ein teilweiser werden sollte — wenn nicht in zwölfter Stunde noch die Entente den in Rußland sprechenden Sttmmen der Vernunft und Menschlichkeit eni Olw leiht. 0. K. * — Friedrich Sebrechts Tragödie „Die Süni darin" trug bei ihrer Uranfführung im Geraer .Hoftheater eine» starten Erfolg davon. Der Dichter mußte für den Beifall oft-, mals nach bat Aktschlüssen vor der Rampe erscheine Hatte in seinem „David" tvoch das Lvrisch-Rheborische überwogen — .nach der „Sünderin" tänn kcllt Zweifel bestehen: hier waltet stärkste dramatische Begabung. Mag auch die Ttcktiing unleugbare Schwär chen in der vsixboGgtscheu Entwicklung, wie im Aufbau haben — geniale Blitze zucken ans, Momente von unerhörter dramatischer Wucht, die den w-etdenden Meister -alpten lassett. Die ewige Tragödie der Bcaria Magdalena, des vom Licht getroffenen, im Boden lvurzelnden, nach alxm sttebenden Menschm'ttndes ist in einer Dichtung von packender dramatische Gewalt und bildhafter prunke schwerer Sprache zu einem tiefgehenden Erlebnis geworden. Es sind Züge darin, die zu großen Hoffnungen für die Zuttmft berechtigen. Tie Aufführung, die von Medeiuvatdt mit sorgfälttger Liebe ein, studiert tvar, stand^aus Lchltbarer Höh?. Tie Darstellerin der Titelrolle — Bettina Seipp — bewies hervorragendes. sck>auspieleriH sches Talmi. Friedrich Sebrecht — dieser Name wird uns bald ettvas bedeuten. Mg Strdbel (U.©oi.>: Aus der N-de des Abgeordneten Lobmann erlebe ich. das; ans die Nationallrberalen bei der Wahl- «form kaum zai rechnen ist. Die Wahlrechtsvorlage ist ein Flick- njert. Was in Rußland möglich ist, muß anch das deutsche Proletariat erre,c!)cn Die Wahlrechtssemde sind zugleich die Annerio- liisten und die ZkriegsgewiTmer. Präsident Grai Schwer in-Löwib verliest unter steigen- dem BellaU des HauseS den .Heeresberichl und hofft, datz die Sieges- nachnchten dazu Ertragen werden, unsere weiteren Verhandlnngeif aas der Hohe zu halten^ die der Stunde entspricht. (Beifall.) Stellvertretender Ministerpräsident Dr. Friedberg- Der Abgeordnete Ströbel gehört zu den Politikern, die dem Ausland einen Freibrief erteilen wollen. (Sehr richtig?) Wir legen Verwahrung dagegen em, daß unsere Verhandlungen mit der gegenwärtigen runnchen Regierung irgendwie in bezug gesetzt werden können zu imsrren innerpolitischen Fragen. Die gehen das Ausland überhaupt nichts an. (Allseitige Znstimmimg.) Auch die jetzige nwiMie Regierimg mutz sich damit zufrieden geben, das wir die Erklärung abgegeben haben, uns unter keinen Umständen in ihre inneren Angelegenheiten einzumischen. Dasselbe erwarten wir aber anck> mns gegenüber. Bedauerlich ist, datz anch Dr. Pach nicke dre Frage erörtert hat, ob das Herrenhaus beibehalten werden soll oder Nicht. Mit solchen Erörterungen gefährden wir die Durckchringung dieser Vorlage. (Sehr richtig!) Dem Abg v. vehdebrand möckste ich nicht darin folgen, daß ich entgegen- stehcnde Meinungen als allgemeine Redensarten bezeichne. (Sehr aut! unks.) Die Ausführungen des Ministers des Innern waren so sein abgewogen und so durchdacht, datz das Urteil des Herrn v. Heydebrand wirklich nicht aufrechterhalten werden kann. Seine Aede hat mich enttäulcht, insofern als ich in ihr keinerlei Wider- legungen der Vorlage fand. (Abg. v. Heydebrand: Das kommt noch!' Dann ist meine Spannung um so grötzer. (Heiterkeit.) Füllt Bismarck hat sich wiederholt gegen das Dreiklaffenwahlrecht ausgesprochen Cu hat sich anch mit dem Reichstagswahlrech.' ganz gut abgetzuiden. Die konservative Partei sollte sich auch lieber auf dw Werbekraft ihrer Ideen, als auf Wahlprivilegien verlassen. Die emzelnen Parteien, namentlich die Liberalen, wer- den jetzt kaum in der Lage sein, hinter dem znrückznbleiben, was die Krone will, die ihre Ziele in der königlichen Botschaft ausgedrückt hat. Es handelt sich um ein Königswort, das nach meiner Ueberzeugung unbedingt eingelöst werden mutz. Die Minister haben den testen Auftrag von der Krone, unter allen Umständen die Vorlage in der Volksvertretung dnrchzubrjngen. (Lebhafter Beifall links.) .Ich bip immer mitztrauisch, wenn so viel über Krön rechte hier gesprochen wird. (Sehr gut! linksst Ebenso wichtig ist es, datz man auch der Krone dazu verhilft, ein Wort, das sie gegeben hat, einzulösen. Von dem Pluralwahlrecht kann ich mir nichts versprechen Ebensowenig von einem berufsständischen Wahlrecht. Die beste Lösung bleibt das in der Vorlage (ungeschlagene allgemeine Wahlrecht. Die bürgerlichen Parteien, die diese Vorlage ckbtehnen würden, würden mit gebrochenem Rückgrat in den Reichstag einziehen. Wir hoffen ans eine Verständigung. Abg^ Freiherr v. Zedlitz (frkonsst wendet sich gegen das gleiche Wahlrecht und empfiehlt ein Mehrsttmmenrecht. Auch die Krone würde sich einem übereinstimmenden Votum beider Häuser nicht widersetzen. i Abg. Setjba (Pole) begrützt das gleiche Wahlrecht. Der Redner bedauert die Erklärung des Abg. v. Heydebrand, die sich gegen die militärische Selbständigkeit Polens richtet. Das Haus vertagt sich. Freitag 11 Uhr: Wefterberatung. Sckstutz 4 7 /, Uhr. • Ans Stadt rrnd SsnS. Gießen, den 7.Dezember 1917. ** Amtliche Personal Nachrichten. Der Grotzherzog hat am 5. Dezember den Lehramtsassestor Dr. Philipp Ehrmaim aus Gernsheim znnr Oberlehrer an dem Gymnasütm zu Bensheim und den Lehramtsassessvr Ludwig Schorlemnrer aus Darm sw dt zum Oberlehrer cm der Realschule und dem. Pvvgvm.ua sinm zu Alzey und den Bauaspiranten Herirrrch Thomas aus Tiebrcrg zum .Hoch- 'xnmusseher ernannt. ** Auszeichnungen. Der Kriegsfreiwillige W. Falk, xt seit Beginn des Krieges im Felde steht, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. Das Eiserne Kreuz zireiler Klasse, die Hessische Tapser- keitsMedaille und das Bayerisch' Verdienslckrenz drittr^lasse sind bereits in seinem Besitz. — Gefreiter Heinrich Grein von hier. Jinlaber des Eisernen Kreuzes, erhielt die .Hessische Tarcherkeits- Medaille. Städtischer Gemüseverkauf. Morgen, Samstag, kommeir in der städtischen GemüsevertLilungsstelle, Brandplatz, Wirsing, Weihkraut, Ober kohl raben, Unterkohlraben, Gelbe Möhren und weiße Rüden bis 1 Uhr mittags zum Verkauf. ** Su ppe n hü hne r. Das Statische Lebensmittelamt ist in der Lage, gefrorene holländische Suppenhühner zu beziehen; der Abnahmepreis an Verbraucher wird sich auf etwa 5,50 Mk. für das Pfund stellen. Ter Bezug wird nur erfolgen, wenn genügend Bestellungen eingchen. Näheres fielje Anzeigenteil. ** Weihnachtsbescherung derKleinkinder-Be°- wahranstalt. Auf die Veröffentlichung im Ärrzeigenteil wird l-ingewi^esen. *.* Stiftung. Tr. Büchner. .Hannover, fliftetc 250 Mk. siir die Erhaltung des Liebig-Laboratoriums; die Stadt Gietzen sowie die Firma E. M erck-Tarmstadt traten nnt je 100 Mk. Jalnesbeitrag der Gesellschaft bei, Prof. Tr. Leutert-Gießen zeichnete 50 Mk. **TieGcsellschaftLiebig-MuseNm hielt ihre diesjährig^ Generalversammlung gesteris im Hotel Viktoria, Gi^ch'N, ab. Rach Begrüßung der Mitglieder hielt Unterarzt Werner einen Vortrag über die Geschichte und die Bedeutung des Liebig-Museums. sticht nur, ,sv führte der Redner aus, war die Entdeckung desi Chloroforms im Jahre 1831 durch Liebig eine chemische Großtat ersten Ranges, sondern die große Bedeutung Liebigs ist uns in diesen Tagen des Ernstes und der Rot besonders gegenwärtig. Durch Liebigs Düngungssth erst e- uns gelim^en, au' der für unsere B c v öl kerung szisi er verhältnismätzrg geringen Boden stücke durchzuhalten. Seine Chemie, in Anwendung auf Physiologie und Pathologie bietet noch heute ^ine Fülle v!on Aiarvgungen für deis chemisch gebildeten Medizrmr. Weiter verdanken wir dem großen chemischen Reformator die Gründung der ersten chemischen Schule Deutschlands. Es ist eine Ehrenpflicht, so schloß Unterarzt Werner, si'lr alle Gebildeten, an der Rekonstruktion des Liebig-Musemns mitzuwirken. Rach- Erstattung des Geschäftsberichts ergriff der Vorsteher des wissenschaftlichen Laboocct>.>riums E. de Hain Han- ivover, Tr. Büchner, das Wort, um in geistreicher Weise die Bedeutung Liebigs für die Entwicklung der chemischen Industrie darzulegen. In den eueren Vorstand der Gesellschaft wurda.s die Heroen'Geh. imvcrt Tr M er ck-Tarms'adt, Pro'. Sommer und Unterarzt W d r n e r - Gietzm geioäl)lt, als Mitglieder die Herren Geheimerat Prof. B e h a g hel, S l b s-Gießen. Dr. Büchner- Hannaver, Oberbürgermeister Keller-Gichen, Prof. Dr. Rassow- Lerpzüg, chie ,Gchenn'eräte Dr. Gail iinib Heichelheim- Gietzen, ferner Prof. Dr. p. L ie b i g-Bernried. ** Beschlagnahme deutscher Postpakete durch England. In zahlreichen Fällen hat England von neutralen Orten aus auf neutralen Dampfern beförderte Postpakete beschlagnahmt, Mim ihre deutsche .Herkunft vermutet wurde. Das KH. Institut ftir Seeverkehr und Weltwirtschaft an der Universität .Kiel gibt Interessenten, die über den Verbleib der von ihnen versandten Pakete im Ungewissen sind, Auskunft, ob in England eine Beschlagnahme stattgefunden hat. Anfragen haben den Namen des neutralen Verladers (evtl. Spediteurs) und des Empfängers, die Bezeichnung (Nummer u. dgl.) und den Inhalt der Pakete, Schiff und Verladedatum zu enthalten. Es kann nur über solche Pakete Auskunft gegeben iwerden, diije vor dem 1. Juli 1917 England berührten. ** Unterbrechung der Telegraphenlinien. Infolge von Schneestürmen sind die Delegraphenleitungen Kassel- Berlin und Kassel-Hmmivver-Ham bürg völlig unterbrochen, andere Leitungeii in Süddentschland, Westdeutschland, Sachsen mrd Thüringen gestört. . Landkreis Gietzen. -m. Betten hausen, 7. Dez. 'Gestern früh machte ein hi öfter Einwohner, zu seinem nicht geringen Schrecken die Enr- deckmrg, daß ihm ivahrend der Nacht 2000 Mark sowie verschiedene Kleidungsstücke gestohlen worden ivaren. Er hatte einen früher bei ihm bediensliet gewesenen Knecht für die Nacht Unterkunft gewährt und diese Waältat belohnte ihm diesei' aus so schändlickw Weise. Hessen-Nassau. --- Fra n kf u r t a. M., 7. Dez. Llls Vorschule für Schüler, die sich der Försterlausbahn undmen wollen, ist durch minist^ellen Erlaß für den Regierungsbezirk Wiesbaden die hiesig Volta- Mittelschule bestimmt worden. I Verschiedene Butt., Kab. u. Küche, möbl. oh un»n.. z. vrm. Balset-Alk« 34. Mieta’esuehe Schöne4—5-B>ni.-Mob g. m.elekir. Licht, Baö u.Balkon sür ein^. Dame ver 1. Avril oder früher gesucht durch Frau Professar Kaiser, 07660 Garten traße 2S. Frau fucOi 2-3-Zimm3P'Wahg. m. a.Znbeh. Angeb. rn. P eis unie 07665 g . d. Gieß. Anz . Möbliertes, gut heizbares 3immer t d. "Nähe d. Klinik gesucht. Schr. Angev. unter 07667 a n de n Gieß. Änz. Vllk.wddl.ZiwDse von Herrn gesucht, sevarut. Augeb. umer 076eine imch dem Ertrag der Grundstück» bereckmete Sten.er einMiführen. Düse Eingabe hat, wie tn cttÄT gestern abcitb im Haus Freidhof abgehaltcnen VersanmUung «S genannten Vereins mitgeteilt wurde, einen, ablehnenden Besckieid erhalten, vermischte«. -- Aschafsenburg. 1. %*i. Aus UnterUrnkm fm» in beit lebten Wochen etnxi 6000 Zcnmer Mefflet nach 9Wnnd>en ubersül/rt tuorben. Tas Cbft roar itrösilenteils War«, bie von den Obfljuartcrn nicht abgtliefert und mm bet Beschlagnahme anynmgefalten war. * Ein Mommsen-Stipendium bet © tobt Ser- li n. Der Magistrat der Stadt Berlin hat anläßlich der hundert* sten Wiederkehr des 0-eburtstages Tlgodor Mommiens em Momm- sen-Strpendium gestiftet, das ehemaligen GememdesaKlern, die als Hvck^ibegabtc den Aufftieg zur l1niver.sität genommen haben und sich der klassischest Philologie oder Geschichte widmen wollen, em Studium im Geiste Mommsens ermöglick)en und alliahrluh mn 30. November zur Verteilung gelangen soll * Schmuggel in Eisenbahnwagen, lieber eirven^ gentartigen Versuch des Sl>muggels in Eisenbahnwagen macht das Reichsschatzamt jetzt eine bemerilenswerle Mitteilung an dre Zold stellen. Bei der Besichtigung eines Güterzuges wurden unter oem Boden eines belgischen Güterwagens mit Steinkohlen vier Säckchen versteckt gesunden. Jedes enthrelt 10 Kilogranrm Schieß- schrot. Tie Säckchen lagen aus vier eckbrettförmigen Eisenplatten^. die ben Rahmen an seinen vier Ecken zusammenhatten. Er mirt> durrtz eiserne D-Träger gebildet und dient als Urrtertage für den Wagenstasten. Die Eisenplatten sind an der unteren Seite dec Träger befestigt. Zwisckren ihnen und dem Wagenkasten auf den Trägern be» sindet sich ein Zwischenraum von 23 Zentimeter Höl-e, dre der Höhe des Trägers entspricht. Die Ersenplatttnr.haben je 450 Quadrat- Zentimeter Flächminhatt. Fast alle belgischer Gütenvagen svllar in dreser Werfe eingerichtet sein. * Die Rettung eines deutschen Flugzeuges. Uns wird geschrieben: Wahrend eines Lnstkampfes über der Westsrvnt erhielt ein deutsches Flugzeug, (Führer Vizefeldwebel Sch, Be^ ob-achter Leutnant d. R. K.) von feindlichen Flugabwehrgeschützen einen Volltreffer in den Msotor, durch den der halbe Motoo und der Propeller herausgerissen wurden. Das so schwer beschädigte unb von Spreng stücken zerfetzte Flugzeug stürzte brennend mehrere hundert Meter ab, tvobei es von dem feindlichen Jagdflreger; weiter verfolgt wurde Der Sturzflug und das aussft:ömende Kühlwasser löschten den Brand, und es gelang dem Führer, in 300 Meter Höhe über dem Erdboden hinter den eigeiren Linien, das Flugzeug wieder auszufangen. Mit großer Geistesgegenwart steuerte er den zerschossenen, von Maschinengewehrkugeln und Spreng stücken durchlöcherten Apparat noch dicht über der Erde unter einer Fernsprechleitung hindurch und landete über einen Weg hinweg schließlich glatt im schwierigsten Gelände. * Russische Kreuze und Bibeln werden setzt für die Gerichtsstellen beschafft, die häufig orthodoxe Russen als Zeugen zu vernehmen haben. Diese suhlen fid> vielfach in ihrem Gewissen durch einen Eid gebunden, bei dem diese beiden leligiösntz Symbole im Ritus der griechisch-katholischen Kirche verwendet werden. Das preußische .Kriegsmmisterium wird deshalb diese Gegenstände übercheßen lassen. - Ein G al awag en der Ex -Ka i serin Eugenie. Als ein lleberbleibsel aus der Zeit französischen Glanzes am Surz-- kanal bei der Eimveihmtgsseier war 'Napoleon der Gastgeber — steht in Bir Hooker in der libyschm Wüste die Galakutsche, in der ernst, nmeben von mävchmhafter Pracht, die Kaiserin Eugenie jener Feier beiglnwhnt hat. Dieser Wägen wurde Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts vom Khediven an den l§nglander Hooker verkaufr, der 1890 das Salzprioilegium von dem ägyptischen Vize- tönig pachtete. .Er ist dann zunächst zur Beförderung vornehmere Besuckprr der Saline — aus der nebenbei bemerkt ganz Aegypten mit Salz versorgt wird — benutzt worden, und mancher Pascha hat darin gesessen. Nachdem darrn die Saline Bahnanschluß be* kommen hatte, diente die kaiserliche Kawsse noch eine Zeitlang alL Ambillanzwagen. Jetzt wird sie schon lange nur noch als kostbare Religuie gezeigt. Sic trcmsit glvria mundi. Poftillion gesucht. 8832 IlnUn, Posthalter. Bogenanlegerin unb jung. Hilfsarbeiter gesucht. Sruckerej, Sshnlstr&sse 7. Gesucht Kriegsbeschädigte, rüstige pensioniere Bemnie o>er rührige Geschuitoleute als ^'tzrprt'c'bolnitr^ für den Kreis Sri o!len. steües Gebolt und 'Neben- bezüge. Pteldungen mit kurz- ocsghiem Lebeitslolis und Angabe von ?)teserenzcn nriter P. T. E.814 an RncMf lkv8»s, FranklnrSa. UE. bg8 ss oder FraySein Ul'u sofortigen Eintritt für mein Elsenwarengeschäft ge Nicht. Gest. Offerten erbeten an 8774 J.H. Hunger, Gieß en, Neu iabr 56. 2d)äfnei I Saasen ^keis Gießen, sucht einen zuvcrläfsigeu ^ ch ä f e v M ca- 10t» S^.ick Schafen, nn.« I?er kann sich alsbald niutielöcit. • 8001 «-chajmeifter Erbe». mit gnlen Emvfeblnngewdas bürgerlich kochen kann und die Hausarbeit versteht, zum 1. Jannar in landiuir-schaitl. Haushaltgesllcht. diäberesin d. Geschästsu. d. Gien. An^. Gesucht für kl. Gnlshalrshalt t'iUi^cs KiidKen Ly, zum 1. Januar oder früher. Schrift!. Angeb. nma- 8820 an den Giegener Anzeiger. Gesuch! z 1. Jan. ein tttedtigss & Ielntaää Sien, im Kochen u. allen .Zweigen d. Haush. erf, z,l2Pers in hevvfrfjQftHaus. Zu melden ziv.8 -OUbrnbdS. 1'raa Arnitulauu v. Ibümsa, E" Bismarckstr. 44, l. Vermittlung nicht anSgeschl. Vllv'er. Ans.50er, mit 1 Mättz ü . on Ir ^ibr..gut.sich. Stell, n. Aust., Lasd- Ivrin. Frl o.Wkw35 -4 > .)al,v. m.ctiu. Vermögen zrvecks svä lerer-Heirat bevorzugt. An- geboie liiuer 8886 au die Ge° schäftSst des Gieff. Anzeigers. Tiichtiit s Mädchen slir Haus- und Gartenarbeit zum 1. Jan. oder svaier es. Frau Carl Schieierstein. _2»ch. 8004 Flickerin, d.tad.flickt ». stopft, gesnärt. Augeb. rn. Preis ohne Abenden, n unter 800» au die Ge s chästsstelle des GiestAu z Vüobt.MÄüed>llz.2Leuteli gef. Lto. 3vdwMt,gelverbsmänige Stellenvermittlerin, Astrw.5. Photographien ^ ==============^ Ausnahms-Tage Es erhält jeder, der sich bei uns von heute bis 2V. Dezember aufnehmen lässt eine Vergrösserung J vollständig umsonst! Balinbolstr. 64. Balmliolstr. 64. 1 iileJcheCnesclilUie in vielen N.-.ndten SIIjI- nnd Uitllci* deidNchlands. Df?” VcrjjrÖNseriitcen nach jedem Bilde,. Ein gebr., weiß emaillierter Kochherd, Pt. 100x70, Rohr rechts,1 SktLdsrü m. 3 Fl. z. verk. Markt pl atz 10. 07063 Gut erh. Zimmer-Kinder- fchaukel zu verk. 07658 Steinttraffe 50,11. 1 Glies? rpmipem. Wa^oi, lgr. Schüaä ior», 1 gr. EeklGükast. z. uerf. B smarclist r. 11 1. 07071 Gut erb. Schulranzen z. vrk. Näb. Bnchner r. 1,1. »>«»»» V»» 1 O mm. h-i 12 Visit (Glanz) für Kinder Jt 2.50 12 Kabinett, IBatl M 8.- Andero Formate entsprechend billig. Kriegs 1 eschärtigter, I. Hand, m. schöner Hand idirift, sticht z. I. Jatt. Stella, n. Schreibaeh., Porue r. Ä g s s i e r e r o d. B u r e a n - diener.Oiäb. i. d Geschst.d.G.Ä. Fräulein 1 21 Jabre, m.allenBureannrb. vertrau', sucht z.l.Jan. Stelle a. Buchhalt. Pr. Zeug. vorb. Schr.An.,1.8860 a.d.Gten.Anz. öUng-r, vsmo. welche 1 Jahr in einem htes. Bankgeschäft tVerlosungsabt.» tätig gew.i sucht Dtllg. z. 1. Jan. Angeb. nnt. 07650 a. d. Gieß. Anz. erb. 6sw.Frl.»n.a.Büroarb. mir., sl.i.Stenogr.u.Schreibm.,sow. i. Malm- u. .SUaneio. ert- s. v. sos. Stell. Angeb. unter 8905 a. d. Gienener Anzeiger erb. Ein überzähliges, älteres nor Pferd "ÄL ein- u.-zweifpännig gefahren, zugseft, bat zu verkaufen Ott« HIombeiKer, Kodhcim b. Hangen. 8603 Z» vcrkanfeii lFriedensivare): i Zvlinderbut mit Etui, iHerrcntaschcnubrm.Ketie, 1 Schulranzen lLeder», diverse Schulbücher, 2 W'infässer, alte Fla» ! cn. 07663 Näheres Elelißäi ten 31. Eins. Hanshaitertn s. St. anch a. d. Land. Hatberlne Schmidt, aewerbSmänige Stellenver- nitttlerin. Llsterweg 5. 07675 Leichte, jnngeVoaelsberger Kuli, frischtnelkeitd, zu ver- kanien. NslarichBröelr, Lnrlr- ä»rd»lsldvll. Kirchplatz. 07060 Kürbis zu verkaufen 8881 Licher Straffe 0 . Gine £i|iöünnc z» oerf. 07651 Goetbestr. 35.1. Zn i erkaufen: 1 gepolsterter Sessel m.dkachtffubieinrichlg., 1 eichenes Slehpalt, 1 vitnrre. 07650 Kaplandaasse 27. Türkische Seidendecke antikes seltenes Prachtstück, bandaeknüpft. 160x8,50, Preis 1800 Mk., steht zum Verkauf bei lernst Blocdner Xuchf., Selierswetp Ecke Plockstr. Daselbst ist nach ein mit gold. Griff, Preis 350 Mt., verkäuflich. 07633 Ein wachsamer Huttd zu kaufen aesncht. Angeb. m. Pr. unter 07656 a. d. Gieh. Anz. Vkebr. gebr. IVShmaschlne» b. Ißoäolschlilt. z. kans. ge». Näh. b. Gnatram, Wolkeng. 27. 0T '* ,,f G ebra uchtes, gut erha ltene s 0*T Klavier *QS z. kauf.aes. Schr. A»ia-' .07669 a. d. Geschäftsst. d. Gieß. Anz. Beschlagnahmte leere Fässer sind berechtigt aufzukaufen Gehr. ÜBanss, Casael-Il. Tel. 171. «« Bin ota!ii?Sr?reSii!ip§ Acpfel werden von industriellen Werken für ilire Arbeiter gesucht. Offerten erbeten an die Firma Vereiltigte Bierbachüche Drabtwerke Altena i. W. Der Vorstand der LebrnsmittelversorannaSstelle Altenaer Fabrikanten i. B.: Schrille, Rechtsanwalt. W87O eizkörpei^ack u. WeißSack za kaufen gesucht« 8 S 57 ss Willi. Klein, EofwelfihiBder, Darmstadt. \m Das JamtiifriflttgksAft Kaphin^aNse 27 emvnehlt sich zum ° 76 " Kaplwnschen, Ondclieren, Manicnren. Gteichzei tg einv- neblt es arone AnStvahl in Zöpfen. Haarschmuck. Parfüm, Lkops- lind Zahnbürsten, sotv. sämtl. Torletlenartikel. ^).d..SUndervorst.Mittiv.lst6 U. lBihen>elzkr. verl. Geg. Bel. abzug. F. Sie ver, Kreuzvl. 2. Personen, d. den Slerse s.a t. Dame a. Mont. vorm, zivtschen 0». 10, Ecke Frank», lind Fried- rtchstr. beobseh et hsb., ll>erd. böfl. aeb.. ihre Adv. u.07657 a. d. G eschäslSst.d.G-Anz.abz ugeb. Ein Tuch gesunden. Abzu- holen Sleovanstr. 41, p. Naßwäsche nimmt an zum Reinigen WnNchanMtalt 8cliwnn . Liebtgstraße 63. 07664 Leitung: 8809 o Hofrat Hermann Steingoattar Freitag, 7. Dezbr. 1917« abends 7 1 /* Uhr: 9. Freitag •Abonnements- Vorstsllnno: Perleberg Komödie in 3 Akten von Earl Sternbeim. Sonntag. 9. Derbr. 1917. nachmittags 3*/, Ubr : ■i■■ Trauerspiel in vier Akte« von Lindner. abendS 7'/, Ubr: Der Soldat Der Harit Cordte in 3 Akten von Lev Ascher. Mein geliebter, treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Herr Kaufmann Adam Köhler wurde nach langem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Im Namen der Familie: Emilie Köhler geb. Privat. Lieh, den 5. Dezember 1917. , Die Beerdigung findet statt: Montag den 10. Dezember, nachmittags 3 l j 4 Uhr. Von Beileidsbesuchen wird gebeten Abstand zu nehmen. 8880D :vwff? Todes-Anzeige. Verwandten nnd Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Rinn XVIII. am Mittwoch abend im 68. Lebensjahr sankt entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August liinn, z. Z. im Felde Heinrich Kinn VIII. Heuchelhelm, den 8. Dezember 1917. [8902 Die Beerdigung findet Samstag, 12»/, Uhr, vom Sterbehause Marktstraße 31 aus statt Unser lieber, herzensguter Sohn und Bruder Kriegsfreiw. Karl Heinzmann Vizefeldwebel d. R. u. Offz.-Asp. in einem R.-lnf.-Rgt. Inhaber ties Eisernen Kreuzes II. Klasse hat am 20. November nach 38monatiger treuer Pflichterfüllung im 21. Lebensjahre durch Kopfschuß den Heldentod für sein geliebtes Vaterland erlitten. In tiefem Leid: Familie Heinzmann. Grünberg, den 5. Dezember 1917. 8883 Todes-Anzeige. Am 5. d. M. wurde in einem Feldlazarett unser lieber Sohn und Bruder Rudolf Gombel Leutnant der Reserve einer Maschinengewehr-Komp, an den Folgen einer kurz vorher erhaltenen schweren Verwundung durch einen sanften Tod erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. dürbie herzliche Teilnahme bei dem schweren Verlust, der unS betroffen hat, und für die zahlreichen Blumenspenden sage ich meinen herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Reh. Metzen. den 6. Dezember 1917. 8888 Danksagung. Jur die vielen Verreise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben einzigen Töchterchens 6) r c t e I sowie für die vielen Blumenspenden sagen wir aus diesem Wege innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wiegand Gnau. (Ziehen, den 6. Dezember 1917. !£>76 Reiskirchen, 6. Dezember 1917. S894 Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe' gute lochter und Schwester, meine innigstgeliebte Braut’ Nichte und Cousine Anna Wilker nach langem, schwerem Leiden im 23. Lebensjahre heute morgen 4 Uhr zu sich zu nehmen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Wilker, Zugführer, nebst Familie. 07870 Ludwig Haubach, z. Z. im Felde. OieBen (Wilhelmstraße 431), den 7. Dezember 1917. , Die Beerdigung findet Sonntag den 9. Dezember, nach- mittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. HANS RAUTENBERG Leutnant d. Res. i. JägerbaL 11 ERIKA RAUTENBERG geb. von Ihering Kriegsgetraut. Berlin, Anfang Dezember 1917. 8903 Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Warml nf tstrom - Trockenapp arat Frau Bernh. Dosch Nauen Bise 12 , Ecke Weidengaa«e Dmmen-Frisiersalon separat Ankauf von Wirrhaar. < 4 * - tzlaslampen Elektr. Lampen Igliihlinnpcn Taschenlampen empfiehlt in grober Auswahl lind. Riidiger Walllorst ratze 3fx "" Taschen lampen nnd Batterien la bei vg. Kot*, Mlihlttr.L. V7 " M WWlist jiirGrhi. isölferfwiüe Erster Vortrag heute Freitag, 7 . Dez., abends 8‘/ 4 Uhr, im Saale des Fürftenhofes : Herr Professor Kuno Meyer-Berlin über Irian Der auch für diesmal ermäßige Mitglieder-Beitrag von 1 M. wird heute abend an der Kasse erhoben. Der Borstand. Schaf-Ver sieigermrg. Montag den 10. Dezember 1917, vorm. 11 / Uhr. gelangen auf dem Biehmarktplatze dahier ungefähr 49 Schafe und Muttert «immer, un gesähr 39 Hammel und Hammellämmer sowie 2 Zuchtböckc zur Versteigerung. Die Steigerer müssen eine Bescheinigung ihrer Ortspolizeibehörde darüber vorlegen, daß die Tiere im Betrieb des Steigerers zu Nutz, und Zuchtzwecken Berwendung finden sollen, und daß diese Nutzung überwacht werden wird. Hungen, 3. Dezember 1917. Grosth. Bürgermeisterei Hungen. F-Ndl. HS2S Ülmtlidjf Bclitilittnilikhiingkil Drr -taöt töicjjfn. Suppenhühner. Das Stadt. Lebensmittelamt itt in der Lage, ge- frorenr bolländichc Snvpenbilbner zu beziehen, der eldgabevrets an Verbraucher wird sich aus etwa 5,50 Mk. slir das Psunb sielten. Der Bezug wird nur erfolgen, wenn genügend Bestellungen eingehen. Bestellungen können aus dem Stadt. Lebensmittelamt (Zimmer 12) bis zum Sonntag den 9. d. M., mittags 12 Ubr erfolgen. 8892V Metzen, den 6. Dezember 1917. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelam't). GamStaa den 8. Dezember 1917, vormittags »0 Jllir werden auf dem Lindenvlatz die für den sogenannten Weihnachtsmarkt gewünschten Platze öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft Lindenplatz. Metzen, den 5. Dezember 1917. . 8890V _Ter Oberbürgermeister: Keller. SamStag den 8. Dezember, vormittags 11 Ubr werden in der Bürgermeisterei (Zimmer Nr. 15» eer- sclnedene städtische Platze zum Verkant von Kbrift- baumcn meistbietend verpachtet. Giehen, den 5. Dezember 1917. 88898 _ Ter Ob erbür germeister: Keller. _ Bekanntmachung. Zwecks Vornahme von RevisionSarbetlcn itt du? Gtrorm ueferung im Ueberlandgebiet mit Ausnahme der Ge- wenden Krofdorf — Gleiberg, Heuchelheim, Klein Linden. Allendvrs a. d. Lahn nnd der Glettener Braunttoinberg* werke am Sonntag den 9. d. M. von vormittags 10- 12 Ubr unterbrochen. 88988 Städtischer WohnungSnachweid Gießen, West-Anlage 31, Tel. 29S4. Es sindzu vermieten: Wohnungen iwn 7 Zimmern, 5 Wohnungen roi 0 Zi mm ern, l wofynuna von 4 Zimmern. 2 Wohnun gen von 3 Zimmern (1 mit Laben), 1 Wohnung bin 1 Zimmer, niöbliert, 1 Zimmer mit Kammer, 2Zim mer unter MiL-enntznng ber Küche. 2 Ladenräumc mi ie 1 Zimmer, 2 Ladenräume, 1 Ltrdenraum mit Hinter raumen, L gröberes Fabrikgebäude, 1 Lagerraum 1 Lagergebäu de mit Bureauräumen, mehrere Lagerräume, Stallung und Heuboden, 5 möblierte Zimmer 2 nebenemmtberliegend, 4 leere Zimmer. 1 Woimum von 2—3 ^immenj in Bellersheim Zu mieten gesucht: 2l> Wvhit nngen von 1—6 Znn menr. f Nr. 288 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreltag. 7. Dezember Ans Stadt nnd Land, Gießen, den 7.Dezember 1917. ** Auszeichnungen. Dem Offiziersasviranl-m Philipp Waagen sonne dem Gefreiten Hermann Scl'.äfer luirrbe ba 3 Eiserne Kvauz 2. Masse verliehen. — Dem Leutnant Fritz Hille wurde ha* Ritterkreuz des Königs. Hausordens von Holxiizollern mit Sck^.verleru verliehen. — Dem Bizefeldwcbel imd Osfs.-Asp. Nudi Kn och. der vor kurzem das Eiserne .Kreirz 2. Klasse erhielt, wurde nut der Hessischen Dapserkeitsnvedaille ausgezeichnet. Dieselbe Auszeichnung erhielt der Gefreite Heinrich Grein. ** Verschärfte B c st i m ntiinqcn z um Besuche erkrankter und verwundeter deutscher Kriegtcil- nehmer. Seither genügte zur Erlangung der Fahrkarten zmn ermäßigten Prer>e eilt Ausweis der Orts Polizei de lchrdc. Diese Vergünstigung ill vielfach mißbraucht ivorden. Um auch nicht ge- iminscküe. vielleicht die Kranken schach goitt-e Besuche zu verhindern, ist jetzt beltimml ivordni, das; zur Erlangung der Fahrpreisennäßi- atmg neben b-em Atrsweis der Orts Polizei ivoch eine mit Siegel oder Stempel versehene Bestätigung oder ein Telegramm der Lazarett- Verwaltung oder des bel-andeluden. Arztes über die Erkrankung, Verwundung oder das Mleben des Kriegsteilnehmers vor gelegt! Norden muß. In dieser Bestätigung mnß ausdrücklich gesagt sein, daß einem Besnckie des Verwundeten oder Kranken nichts ent- gegenstel-t. ** Vorschrifte.n für den Weihnachtspaketver- kehr. Znm Päckereiverkehr wähnend der Weilmachtszeit hat das Reichs-Postamt aus.ül'/rliche Anordnungen erlassen. Tie Pakete müssen fest und dauerhaft verpackt sein. Sie müssen mit einer dauerhaften, deicklichien und vollständigen Aufschrift versehen sein, so daß sie nötigenfalls auch «ohne die Paketkarte bestellt werden können. Tie Msender sind anzuhalten, in ihrem eigenen Interesse in das Paket selbst «obenauf einen Zettel mit dem Namen, dein Wohnort und der Wohnung des Pakelempfängcrs zu legen und aus den Paket«! selbst ihren Namen und Wohnort mit Wohnung an- zu geben. ** Bekämpfung des Kartoffelkreb ses. Aus verschiedenen Derlen des Reiches wird über das Mftreten des Kar- tofselkrebses berichtet. Tie von der Gesellschaft zur Förderung des Baues und der wirtscha tlich zweckmäßigen Verwendung der Kartoffeln herausgegebene Schrift „Tic wichtigsten Kartoffel kraulh. iten und ihre »Bekämpfung" von Professor Tr. Schänder enthält eine ein ^bmbc Abhandlung über den slartoifelkrebs. Nach den Er'al>- rungen von Prof. Schänder ist eine wirksame Bekämpfung dieser sehr gefährliichim Kran'kheit rare möglich, wenn die Vernichtung ihres Erregers, eines Pilzes, durchgeführt und dessen Versch'cppnng auf nicht-infiziertes Gelände verhütet wird. Jeder Transport von infizierten Kartoffeln innß nach Möglichkeit vermieden werden, da beim Vorhandensein des Kartoffelkrebses nicht nur die Kartoffeln sekbit, sondern auch die Ackererde infiziert sind. Ter Pilz kann daher durch die an den Knollen haftende Erde, die beim Maden, Verarbeiten usw. der kranken Knollen abfällt, an dem Sckmbverk der hierbei beschäftigten Personen sich fem'etzen und mrt diese Weise guf gesunde Aecker weiter übertragen werden. ** Verkleinerung der Fleisch karte. Im Interesse der Papcerersparnis bat das Kriegsernährungsamt angeordnet, baß vom 24. T^ember 1917 ab die Fleischkarten in einer wesentlich kleineren Größe als bisher zur Ausgabe gelangen. Das Mittel- stück wird auf die Größe 4,5 m!al 4,5 Zentimeter, die einzelne Marke mif 1.5 nial 1,5 Z-entimcter beschrankt. Tie Kinderkarte wird entsprechend verkleinert. Die hierdurch ersparte Papiermenge beträgt bei Annahme einer Ausgabe von 40 Millionen Karten in vier Wochen 4,4 Millionen Quadratmeter und im Jahre 57,2 Millionen Quadratmeter Papier. Im übrigen ist an der Kartennnrich- tung, insbesondere dem Mittelstück, das zu verschiedenen Zwecken, insbesondere Namenseintrag, Eintrag des lie ernden Fleischers, der Nummer der Kundenliste und dergleichen. gebraucht wird, ie,!gehol- ten worden. Schon srül?er hergejteilte Karten nach chr bisherigen Größe dürfen noch aufgebraucht werden. Eine Verkleinerung der Reichs reijeb rot ni ar ke in ähnlichem Sinne ist im Gange. ** S ta d t t h ea t e r. Eine weitere Aufführung des interessanten SclMiffvieles „Das Recht auf die Frau" von Harry PiMmann mit Herru Eugen Klopfer vom Frankfurter Neuen Theater konnte für Montag den 10. Tczember ermöglicht werden. Zu dieser Vorstellung haben Gutscheine Gültigkeit. ** T a s K r e is bl a t t Nr. 199 enthält Verordnungen über: Preise von Schi'achlschweinM, — Höchstprei e für Hafer und Gerste, — Futterversiorgung der Spann- und Zuchttiere, — Hansschlach- tnngen, — Tie Bekämpfung des Schveineootlanfs, — Einziehung der Zehn- und Fünspfennigskücke aus decket, — Brieftauben, — Feststellung der Verslvrgnngsbe recket i gteii, — Bezickkssparkasse Gießen. Mmrrmt darf ilmskn, 6. j cö auf feine IfCSiwv. & urig nicht anfouTsni«Js&rr muß fern Ovis Zur 0oid* aw&uiföfieUe bringen- vie (BolöantöüfjtcHe in den Räumen dcr vezirks'pailasse Sieffen ist morgen vormittag von 10 bis U' 2 Uhr geöffnet! Landkreis Gießen. ** Climbach, 6 . Tez. Tem Dragoner Wilhelm W i ß n e r, Inhaber .des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe, wurde die He chche Tapferkeitsmedaille verliehen unter gleichzeitiger Beförderung 3 um Gefreiten. ** Langd, 6 . Dez. Beim Schlittenfahren brach der 5 Jahre alte Sohn der Witwe Rühl ein Bein. — Tie Haussammlnng zugunsten der Soldaten- und Ncarineheime brachte den Betrag von 143 Mart. Kreis Büdingen. 4P Büdingen, 6 . Tez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Heinrich Luft. — V 0 n ha u se n. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Obermatrve Friedrich T r a u m ü l l e r. — Calbach. Die Hessische Tapfeckkeitsmedaille erhielt der Kanonier Glanz. — Düdelsheim. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Friedrich P reu ß e r. — W en ings. Tie Hessische Tapfebkeitsmadaille erhielt der Unteroffizier Heinrich Walte r.— Stockheim. Das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen, früher das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse und die Hessische Tapfer- keitsmetaille. erhielt der Obersäger Karl Schmidt. — Wolf. Fürs Vaterland starb der Fahrer Johannes Schulz. e. Kreis Büdingen, 5. Dez. Eine ganze Anzahl von Landwirten aus Orten unseres Kreises wurden mit Geldstrafen in Höhe von 5 bis 60 Mark bestraft, da die Betreffenden sich weigerten, die vorgeschiriebene Menge Speck abznliefern. Kreis Alsfeld. ** Lehnhei NI. .6. De;. In hiesigem Tors-' ging für die Rote-Kreuz-St'ende die schöne Summe von 86.20 Mk. ein. — Dem Musketier Otto Drucker wurde das Ei 'erne Kreuz Verliesen. Auch wurde er noch durch eine besondere Belobigung seitens des Brigade- Kommandeurs ausgezeichnet. — Im Hinblick aus die mit jedem Jahr sich steigende Nachfrage nach Obst, beschloß der hftsige Ortsvorstand aus Anregung unseres Beigeordneten Hönig hin, eine größere Neuanlage von Obstbäumen zu machen. Am „Hilskövpel" sollen zirka 60—70 Bäume, vorzugsweise Kirsck)en, angepslmizt werden. Kreis Schollen. Np. Aus dem Vvgelsberg, 6 . Dez. Ter Winter .ill! mit Macht eingekehrt, gleich mit 6 Grad Kälte. Aber die schützende Schneedecke für die Saaten fehlt auch nicht. Vor zwei Jahren trat der Winter genau um dieselbe Zeit, auf den 1. Adventsonntag. mit 13 Grad Kälte auf. Tamals folgte aber von Zanuar ab ein sehr milder Winter imd nicht eine sibirische Kälte wie im Vorjahr Hoffentlich wird auch der Verlauf des jetzigen Winters wie oer vor zwei Jahren. Starkenburg und Rbeinhessen. I Darm stad t, 6 . Tez. Ms gestern vormittag der bereits in vvrgeriicktcm Mt er stehende Fuhrmann Werker die Bremse seines mit Granathüls«! beladenen Wagens züdrehen wollte, glitt er auf dem gefrorenen Boden aus und geriet unter den Wagen, so daß ihm ein Bein überfahren wurde. Ter Schwerverletzte, dent in einem benachbarten Hause die erste Hilfe zuteil wurde, wurde ins Krankenhaus gebracht. Gerichessaal. X Hanau, 6 . Tez. Im Juni d. I. kaufte der Bäckermeister Hennaml Glauberg aus Langenselbold, m«. Macht den Körper widerstandsfähig. Ueberall erhältlich, auch in Tablettenform bequem auf Reisen. Reinwollene Damenstrümpfe gewebt und gestrickt, sind eingetroffen. Kaufs?. ans Kats Bahnhofstraßc 14. 8878a I Hh Vruchleidende + bedürseuLeilliieicbinerzendesBruchbaudmehr.wentlsie mein tn Gröne verschwindend ileines, nach Akaß nnd odas Zeder, Tag lnld diachl tragbares, auf seinen Di uck, »vie anch jzüer Lage und Größe des Bruchleiberrs seldsr verstellbares Universal-Bruchbanö tragen, daS für Erwachsene nnd .Kinder, wie auch Jadein Leiden enisprechend herstellbar ist. Mein Spez.'Berlreier ist am 'üloning dewIO. Dez., morgens von 8 bis 12Uhr in Gieiren. BahnhofchoiekLenz, und gleichen Tages, mittags von 0/2 bis 3 Uhr in Grünberg, Hotel Hirsch, sowie Sonnrag den 9. Dez., vormittags von 11 bis 2 Uhr in Aidda. Ho'.el Stern, mit Mnüer Bänder, sowie mit II. Swrmi- n. Fefierbändern, neuest. SyneniS m aUvu Preislagen anivesend. Wtuster in Gummi-, ^nngeleib-, Leib- und MuU^rvorZLU.ZillSvll, wie auch KorsäoLsIter » 2 ä Krampi- aderstrümitie nehe>l zur Berfägnng. Neben ksLvgswSsssr versichere auch gleichzeitig streng diskr^e Bedienung. Ph. Stenei* Sohn, Bandagist und Orthovädist, Kon* stan* in Baden, Wessenbergitraße 15, Telcvhon 515. findet reiche Auswahl in Anzüge«. Paletots, Ulster Capes, einzelnen Hosen, Gehrock-liizügen — auch leihweise — sowie Kinder- und Jünglings- Anzügen n. -IJeberzieliern Außerdem Damen-Kostiinie. Mäntel. Binsen nnd Röcke in allen Farben. Giessen Settersweg 58, I. Stock W“ Eingang Ecke Volkshad Bitte Bezugschein mitbringen 06803 krltz Ilowock Pallende Weihnachtsgeschenke Seidene Blufen, kunitieidene Trikoibluien, v« v-s ieidene Unterröcke n n n in größter Auswahl, 8893a Weihnachtsbeschermrg der Kleinkinder-Bewahranstalt. Unseren Kindern iwieder etwa 300 im Alter von 2 J /o bis 6 Jahrenf soll - uch am 4. Kriegsiveilmachtsie't eine Weibnachtssreude bereitet werden. Wir bitten deshalb wie in früheren Jahren die Freunde unserer Anstalt vor allem um Gaben an Geld: auch Loielsa Heu u. dgl. sind willkommen. Die Unterzeichneten Borst tldsinitalieder. sowie die Lehrerinnen der höheren u. erweiterten Aiädchen- schule und die Anstaltsschwestern sind bereit, Geschenke ? enlgegenzunchmen Sonst ist niemand berechtigt, zu sammeln, auch wird keine besondere Sammlerin beauftragt. Der Vorstand: Frau Professor Graßmann. Frankfurter Straße 53. Frau j Fabrikant Georgi. Weser raße 2. Frau Jnstizrat Grünv- wald, Liebigstraße 21. Frau Johanna Daas, Ouaiilage 31. Fratt Nechnungsrat Kalbfleisch, Ludwifftra e 7. Frau Geheimerar Martin, Keplerstraße 5. Frau Akarie Schwan. Sellersweg lU. Frau ^'lvotheker Schnneder. Schul° siraße 1. Frau Karola Walther, Illcnen Baue 29. Sclnvester Lenchen Welsch. P arrer 2lnsfe!d. Rektor Jana, Hessennraße 8. Kirct enrat Strack, Frankfurter Straße 13. Äiedizinalrat Or. Walaer, Gartenstraße 19. Pfarrer Schwabe, Vorsitzender. Schafversteigerung Mittwoch den 12. Dez., vorm. 11 Uhr, werden in der Gemeinde TraiS-Münzenberg etwa 60 Stück Allst, Hümmel unb Sommer ebenso ein 2jähriger, erstklassiger schwarzer Zuchtbock versteigett. Trais-Münzenberg, den 5. Dezember 1917. Grotzh. Bürgermeisterei. 1 Gorr. 8882 die Vi Flasche 4, 1915er 2oul)cnöfini. 4,?5 „ Nicht. Jomtlil 1,50 „Diirkh.gklikrbttgW Mliklek-Lbttbttli 4.50 «Acht morgen» 1915er ßnfirdier 4,25 „WüncrHHM,- 1913er 3nflel()eimer 5,50 (9iother» „A.Zlilitil'KÄ'0,50 19119er 6l»ät Latour luiiat 7,00 1905er ßfjät Sntonr sä» öe Mono 7,50 Monsseur erster firmen zu Original Preisen bei August Wallenfels, Marktplatz 17, Tel. 262. eingetrossen. 8807 Carl Schwaab, Hosl., SelterSweg 23. V. K.-Z. u. Pfl.-V. G. JKonats= Versammlung Sonntag den 9. Dez., nachm. 3'/? Ubr im ^Postkcller-. Zahlreiches Erscheinen er° iviinscht. 8885) Ter Vorstand. Gewinn-Auszug der 10. Preussisch-Süddeutscheo (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle 6. Klasse. 22. Zlehangstag. i. Deaember Auf Jede gelogene Nummer sind zwei gleich hohe Ke- winne gefallen, and zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer Io den beides Abteilungen I und II (Ohne Gewahr.) (Nachdruck verbot» e.) ln der Vormittagsziebung wurden Gewinne über 240 Mark gezogen. 6 Gewinne zu 6000 M 70723 114405 114411 80 Gewinne zu 3000 M 827 10534 10888 13192 31878 37584 42150 63484 60023 64771 83209 86624 37986 89161 93192 105021 112067 121329 127062 132650 134671 1367Ö7 1433il 144074 160621 169325 172317 172867 174078 176210 179518 185021 191283 203891 J15930 222639 226248 227186 228458 230741 152 Gewinne zu 1000 M 2427 6255 6667 12915 ,13845 27811 20063 29932 30284 '1810 32330 37869 39261 46840 49344 49800 60424 62607 64045 67947 68444 0580 77343 80583 81137 90144 91210 97709 98269 19425 104537 121333 123403 124580 127476 129136 130440 133609 134000 137769 137048 138835 141467 141977 151543 163562 103183 163367 167625 188951 173671 175899 176834 176866 185206 185524 185851 188366 191241 191929 192704 193121 194377 197716 198671 199260 203222 206627 214266 218073 224459 228185 230290 231694 233979 233994 222 Gewinne zu 500 M 1898 5688 12132 14415 14510 14744 8941 19353 21276 22327 24593 24646 37463 34507 37590 38781 40894 41120 41255 42913 43278 40458 46576 47989 49787 51879 64520 64682 85900 69443 76326 74227 78884 79538 81199 82183 85385 85687 89044 89057 99067 100690 103029 104262 104984 105413 10939« 113093 115973 116388 117316 119315 121347 122830 122970 125674 134340 135063 144769 146363 146829 147778 140827 163826 155959 168003 150406 156513 168334 159574 161038 162339 108863 163956 171310 171926 172336 172409 172991 175005 175964 170532 178590 180728 181620 185129 185740 185344 191503 190022 197338 197575 198520 201188 203000 203853 204305 206609 206931 207687 209848 211799 213032 213386 219684 219789 225020 326740 227771 232734 233395 In (1er Nachtnitlagsziebung wurden Gewinne über 840 Mark gezogen. , 2 Gewinne zu 3000 M und Prämie 300000 M 179794 4 Gewinne zu 5000 M 9401 126317 26 Gewinne zu 3000 M 7464 49388 63843 54028 71417 110764 113362 147926 165079 170994 181640 204068 2148dl 66 Gewinne zu 1000 M 5932 6029 6894 7189 12271 18032 19616 20656 41551 64715 86611 93321 106910 127178 129562 132329 135138 137591 145011 145957 147916 148068 155890 166^81 167294 191102 191210 1915.1 193762 207619 209057 209984 225601 08 Gewinne zu 600 M 1410 18447 20614 24855 26067 27641 30887 38618 41992 46549 47501 51003 65(45 5764; 63842 05933 69348 72218 76570 70601 78860 80713 85067 89130 91780 92871 98313 106909 108691 111027 128403 133008 133584 147606 149680 151563 100710 168893 1T1118 174.348 178830 181349 194241 203336 204200 207801 220685 221478 231831