m. 28 7 5 fi Snjeftfec erktoemt täglich. cmüet Sonntags. - Beiloaen: Sicherer Kankllitnd'.aNrr; Uk« sUctt für den Kreis Hießen. Vez.rgspreis: monatl. )llk. 1.20. viertel- jäbrltci> Dlf. 3 6>? durch Abbole- u. Zweigstellen monatl Mt. 1.1 > durch die Post Mt. 3.VO viertel- jährt. ausschl. BeileUq. sternsprech - Anschlüsse: für dieSchrütlc-l:mgI12 Verlag,c^eschäue-slelleöl Anschribstn Dralunoch- richten: Anzeiger Siehen. Postscheckkonto: Zrantsnrt a.M. (1686 Sw>»ingrnmddnieldebogen östlich des Dorfes ist in unserer Hand. Nördlich La Vacquerie verliefen Handgrana- tenkämpse für uns erfolgreich. Südlich St. Quentin erhöhte sich im Laufe des 4. Dezember die feindliche Artillerie- und Mi::entätig^eit bedeutend. Bon 3 bis 5 Uhr nachmittags lag allerstärkstes Minenfeuer auf dem Ab- fd>nitt Jtancourt—Allaiucourt. Unsere Artillerie antwortete mit Vernichtu::gsseuer auf die feindlichen Batterie- und Minenwerfer- Stellungen. Oestlich byc Maas hielt das lebhafte Artilleriefeuer m: und lag in tellweise heftigen Feuerüberfällen insonderheit auf unseren Stellungen zwischen Beaunioirt und OrneL " Oie Lage in Rußland. Die Wasfettstillftandsvcrhandlungcn. Konst antino ve l, 4. Dez. eni tn Mohilew eilvgerückt sei uaü> das Hcuiptauartier unrzingelt htabe. Die Soldaten haben General Duchonin aus dem Eisenbahn zu g .geworfen und ihn auf diese Weise er- limwt. Darauf ergriff General Kornilow die Flucht. Paris, 6. Dez. (B. T.) Havas meldet aus Petersburg: Anläßlich einer Sitzung des Bauernkongresses teilte Len i n mit, daß K r y l e n ko, dessen Ernennung zum Höchst- tommandierenden Unzufriedenheit hervorgeruseu habe, demnächst durch einen anderen l)dommandierenden ersetzt werden solle. Der Große Generalstab in Petersburg machte, wie sich verschiedene Blätter melden lassen, bekannt, daß, obgleich er es nicht gutheißen könne, daß Rußlarrd ohne seine Verbüß beten verhandle, er sick) dennoch entschlossen habe, der Abordnung für die Einleitung von Waffenstillstandsverhand- lnngen zwei Offiziere beizugeben, die bei den Unethandlun- gen and) die Interessen der Alliierten wahrnehmen würden. Mit dem gleid)en Vorbehalt wie die vorstehende muß folgende Meldung verzeidinet werden: Gegen den früheren Minister d^s Aeußern Sasonow soll ein Haftbesehl erlassen sein, weil ein geheimer Briefwechsel mit einer in Petersburg befindlichen Botschaft ausgefunden worden sei. Der gegenwärtige Aufenthalt von Sasonow sei unbekannt. .Kornilow entflohen. Petersburg, 5. Dez. (WTB.) Der Smü>cr:bettchttMatter der Aaence Havas meldet: Tie Regierung enunmtc Petrowsky zum Minister des Innern, Morano w zu dessen Gehilfen. Das D u m a g e b ä u d e ist von Markmalisten der Achten Garde besetzt, um zu verhindern, daß die Duma Sitzungen abhalt. Die Sck-lüssel zur Duma befinden sich in den Händen der Ma^ünalistvr. Ter Eisenbahner-Ausschuß erhielt d^ Meldung, daß es Korni- tow in der letzter: Achcht gelungen .sei, mit vier Sotnien Kosaken aus Buscbow, wo er gesange.: gel-alten ivurde. zu entfliehen. Sibirien urrabhäng'ge Republik. Kopenhagen, 5. Dez. >.WTB.) „Berlingske Tidende" ver- ösfentlicht eine Meldung, nach der sich bestätigt, daß Sibirien sich als unabhängige Republik erklärt und in Tomsk unter dem Prafödenten Pole pan eine eigene Regierung gebildet hat, die ihren Sitz im früheren Gouverneursgebäude aufge^ schllage:: hat. Die iveue weißf-grüne sibirische Flagge weht von allen öffentlichen Gebäuden. Alle Teile Sibiriens hätten sich der neuert Republik an geschlossen. Auch der Kaukasus sei rm Begriffe, fixt 1 von Rußland loszusagen und eure eigene Regieru:^ zu bilden. Zum Minisderpräsidertten sÄ der frühere Bürgermeister von Brcku Buesch ausersohen. * i • Aus dem englischen Unterhaus. London, 5. Dtt». (Meuter.) Im Uuterharrfe wvllte heute Krug Fragen über die Internierung des Russen Tschescherin an die Regierung stellen und desson Freilassung beantragen, um ein besseres Verhältnis mit Rnß- l a n d zu erzielen, verzichtete aber auf Wunsch der Regierung daraus. Ein englischer Lande-au-fchuß für Schiffahrt. London, 5. Dez. (Reuter.) Um ein besseres Einvernehmen zynischen den Reedern und den Angestellten in der englische:: Handelsmarine herzustellen und Englands Vorherrschaft zur See behaupten zu können, ist ein Landes- ansschuß für Schiffahrt eingesetzt worden mit der Aufgabe, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Reedern und den Seeleuten zu verhüten oder beiznlegen und Löhne und Arbeitsbedingnngen festznsetzen. Die Liberalen Englands für LanSdowneS Standpunkt. Rotterdam, 5. Dez. Nach dem „N. Rott. Cour." schreibt Nicolson in „Daily News", die Führer der liberalen Partei hätten sich gestern irn Unterhause verscunm'elt und die durch Lansdownes Brief entstandene Lage besprochen. Sie hätten den Geist des Briefes allgemein gebilligt und zugegeben, daß es wünschenswert wäre, die Kriegsziele der Alliierten und die Beding ungen für eine Beeridigung des Krieges besllmmt aus- zusprecheir. + Ein englischer Bericht über die Lage in Deutfch-Oftafrika. London, 3. Dez. (WTB). Der Vertreter des Reuterschen Bureaus in Deutsch-Ostafrika drahtet aus Ndanda ohne Datum: Jetzt ist es möglich, die Geschictze des großen Kesseltreibens zu erzählen,-das in der Uebergabe der Tafelschen Streitmacht gipfelte. Nachdem wir Mahercge eingerwnuner hatten, rüsteten sich, die Tetitschen zu ihren: Rückzuge, 300 eng» lisch« Meilen (480 Mbometer) iveit auf die portugichische Grenze. Da das englische .Hauptguartier sah, daß die TranspvnmittL zu einer schnellen Versolgunc, nicht hinreickMn, wurde ein TÄl der belgischen Streitmacht geschickt zurückgezogen, nach Kllses gebracht und v!vn dort auf Lovale vorgeschoben, so daß er die Verbindungslinien Tafels bedrohte. Ter deutsche Führer wurde so gezwuuge::, sich schneller M er beabsichtigt chatte, zurückzuzreheu Inzwischen tn'eb unsere n5cdlick)e Streitmackst ihn ostwärts; ivdmrn bedrohten frische Kräfte von ^Nasfasserie her stänen Micke:: und die östliche Flcuike. so daß Tafel sich 'in der Nähe von "Ne:vale von allen Seiten bedrängt fay. Knapp an Nahrungsmütellr, warnte er sich nach Osten in der Erivarllmg, Lettow-Borbeck zu treffen. Wir jedoch wcurdten alle Vorsorge an, beide auseinander- znhalten. Sobald Tafel Erkundungsvorstöße begann, störte er eir. englisches Hornissenneft auf. Er wandte sich nach Süden hinein in che offenen Arme einer vom englische .Hauptguarlier sorg- fällig vorbereitete:: Falle. Umringt, ausgehirngert und außerstarüv rmc Berbindrug mit Lettvtv-Vorbeck zu oeÄ>nrmen. ergab er sich Unsere ganze Slrellu:acht vann 'sich mm im die Umzingelung ton Lettow-Borbeck Machen. Wilsons neuer Kriegsruf. Was hin gton . 4. Dez. .(WTB Nickftamllich.^ Meldung des Neuterschm Buivaus. In einer Botschaft an de:: Kongreß empiicljU WUson, Oesterreich-Ungarn den Krieg zu erklären. » Amerikanische Kaufgclüfte für Riederländisch- Wcstindien. Amsterdam, 5. Dez. (WTB.) Die Blätter verzeichn «cn das Gerücht, die Ve re in i g ton Staaten Hütten (au geboten, 3c i ed er lä n d isch-We st in d! e u für 5 Millmr- ZEN Gulden zu kaufen. Die Vereinigten Staaten würden den 'el^erlanden dann den ungestörten Besitz von Niederlän- dnch-Qftlnüren gewährleisten. Die Ergebnisse der Pariser Konferenz. Paris, 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence vaoa-i. Im heutigen Mini st errat gab Pichon die Ergeb- nvfe der Mlnertenkonferen- bekannt. Tic Konferenz habe unter a»en Gesichtspunkten Ergebnisse gezeitigl., zu denen man sich be- ^iümnun)chen könne. Sie habe es gestattet, die Einheit des wirt- nchaflllchen, finanziellen und militärischen Handelns sicherzustellen. U.us per Grundlage volltvnimener Erunrütigkeit und enger Soli- oarrtm seien zwischen den Alliierten Abkommen geschlossen worden zur Lotung von Fragen, die in ihrer gemeinsamen Fülle den ftneg angingen. Tie finanziellen Bedürfnisse der Mliierten, die Erfordernisse ihrer Bewaffnung und ihre Transvott- und Ber- pstegungsverhältnisse seien der Gegenstand eingehender Prüfung gewesen und hätten zu Beschlüssen, die ihnen vollkommene Genug- tuung verbürgten, geführt. Tre Schaffung eines interalliierten obersten Marineausschusses fei geplant. Bom Müll arischen Standpunkte aus sei die Einheit des Handelns aus den Weg einer gesicherten Verwirllichmrg gebracht worden durch den Generalstab der Alliierten, der nach einem Programm, das sich auf alle aus der Tagesordnung stehenden Fragen beziehe, zu arbeiten haben werden. Iu diplomatischer Beziehung hätte zwischen den Vertretern der Mächte vollkommene Ueberernstim- mung sich aus den Unterhaltungen ergeben über alle Angelegen- hellen, die sie gemeinsam zu regeln härten, um den allgemeinen Sieg ihrer Länder zu sichern. Aus der türkischen Kammer. Konstantinopel, 5. Dez. (WTB.) Agentur Mllli. Im Lause der Debatte im Parlament ergriff der sozialistische Abgeordnete Konstantinopels Selah Ben das Wort. Nachdem er sich mit der sich in demokratischer Richtung bewegenden Entwicklung in Deutschland und mit dem Emporkonimen der sozialistischen Regierung in Rußlaicd befaßt hatte, chob er die von dieser Bewegung ausgehende Anziehungskraft hervor und forderte die ^Aegierung aus, sich darauf vorzubereiten. Aus die Friedens- rrage übergehend, drückte er der Regierung für ihre für den Frieden günstigen Erklärungen seinen Dank aus, indessen, fügte er hinzu, erkläre die Regierung, daß wir den Krieg für unsere Befreiung und Unabhängigkeit um jeden Preis fortsetzen. Wir mochten die Regierung dieselbe Entschlossenheit und Ausdauer S? , S? 1 ^^bn, um zu dem Frieden um jeden Preis zu kommen. Bel B e y, Abgeordneter von Aidin, wandte sich gegen die Ausführungen seines sozialistischen Kollegen Selah Bey und erklärte, wir wollen sicherlich den Frieden, aber wir wollen ihn nur unter der Bedingung, daß er unsere Bestrebungen sichert, die uns bewegen. Krieg zu führen, das heißt, die volle, unumschränkte Unversehrthell des Reiches. Ich lenke die Aufmerksamkeit der ^Negierung auf diesen Punkt., Wann werden wir die Feinde, die unteren geheiligten Boden schänden, vertreiben unter Mithilfe der Bundesgeiwssen, wovon keiner mehr den Feind im Lande stehen hat? Der Mini st er des Aeußern erwiderte: „ stch erklärte bereits, daß die vom Feinde erfolgte Besetzung gewisser -teste unseres Gebiets nur vorübergehend ist, ich gründe mein Vertrauen auf die Macht und Festigkeit unseres Bündnisses, auf den Verlaus der Ereignisse an der Ostfront und aus die gegenwärtige Entwicklung der militärischen Lage. Ich richte außerdem die, Bitte an Sie, zu unseren! Bündnis, das durch vieles mir unseren mächtigen Verbündeten gemeinsam vergossene Blill feft- geklttet ist, volles Verttanen $u haben." preußischer Abgeordnetenhaur. Berlin, 12. Dezember (WTB.). Am Regierungstisch Ministerpräsident Gras Hertling, Dr. Friedberg und alle anderen Minister. Ter Präsident Mrt aus: Bei der Beratung der Wahlreform werden alle nur das eine Ziel, das Wohl des Barerlandes, im Auge haben. Ich bitte dabei die politische Gesamtlage nicht zu vergessen. Tie Wahlreform ist bei aller Wichtigkeit doch nicht die einzige, ja sicht einmal die entscheidendste Schicksalsfrage des Volkes. Eine ganze Welt von Feinden wartet auch heute noch gespannt, die deutsche Kraft durch inneren Hader geschwächt und ihre eigene, sinkende Siegeshoffnung durch unseren Zwist neu belebt zu sehen. Das Verwandtungsb-std kann also nickt ohne-einen wei- ttsttgehenden Einfluß aus die Friedensbereitschaft bet Feinde und die Fortdauer Des Krieges sein. Ministerpräsident Graf Hertling ergriff das Wort zu folgenden Ausführungen: Sie iwissen, .meine Herren, vor »velck sch-wierige und 'hedentungs-- volle Aufgabe ich ,mich bei der Uebernahme meines Amtes sofort gestellt sah. Es ist mir die Verpflichtung auscr'legt worden, ein feierliches imb zu wiederholten Malen gegebnes K ö n i g 6 w o r t einzulösen. Ich werde alle meine Kräfte daran setzen, dieser Ehrenpflicht zu genügen, und ich tue es aufrichtigen Herzens. An anderer Stelle habe ich kürzlich daran erinnert, da'.; der Krieg nicht nur tiefe Spuren im Volksleben hinterlasse, sondern erfahrungsgemäß auch neue Ausgaben bringe und zu neuen Gestal- j tungen hinfü'hre. Ich befand mich dabei in voller lieberem stim- muna mit den Worten der Thronrede, durch welche am 13. Januar 1916 der Landtag der Monarchie eröffnet worden ist. Ter Geist Des gegenseitigen Verstehens und Vertrauens wird auch im Frieden fortwirken in der gemeinsamen Arbeit des ganzen Volkes am Staate. Er wird unsere öffentlichen Einrichtungen durchdringen und lebendigen Ausdruck finden rn unserer Verwaltung, unserer Gesetzgebung und in der Gestaltung der Grundlagen für die Vertretung des Volkes in den gesetzgebenden Körperschaften. Tie Ihnen vor gelegten Entwürfe bezeichnen den 'Weg, aus welchem diese Worte zur £at werden sollen. Es bedeute dies, wie üb vollkommen anerkenne, einen Wendepunkt in der inneren Geschichte Preußens. Aber, mellte .Herren, eine stnatserhaltende Politik, ivie ick) sie durchaus oertrete, kann sich nicht darauf beschränken, unter allen Umständen das Bestellende zu konservieren. Sie muß im gegebenen Falle auch mutig und ent'chw'sen zu Neuerungen die Hand bieten, wenn die Entwicklung de? Volkslebens sie verlangt. Daß ein solches Vorgehen bei den Anhängern -des Bestehe'rden sckyvere Bedenken und schmerzliche Gefühle wa.chru.ft, ist natürlich, und ich bitte Sie, meine Heroen, zu glauben, daß ich diese Ge ü i:_ duvckiaus zu würdigen weiß. Ja, noch mehr, ich versteh-' cs, wenn in diesen Kreisen das Festbalten an dem von den Vätern lieber kommenen nicht eine bloße (ve ülftssack? ist, sondern sich ihnen geradezu als Gewissensfrage darstellt. Aber, meine Herren, vieler ls-ewissenskamps muß durchgekämpft werden. Es läßt sich ein Walll- wstem nicht länger l)alten, über welches schon vor 59 Jahren kellr Geringerer als Fürst BiSmarck sein bekcnrnteS Verdikt ausgesprochen .lat. läßt sich nicht mehr halten angesichts der tie greifenden b'llnioerungcn, welche die Zusarmnenselmng des Volkskörpers er- In voller Würdig! mg der cntgegmßvbenden Bedeuten und Emp rudungen kann ich es nur am das nachdrücklichste betonen, »ffpj sic dem Vaterland einen großen Dienst leisten, wenn Sie der Vortags ,all)stverständlich nach eingehender Prüfung, die versas- mngsmaßrge Zustimmung ertellen. Was die Gesetzesvorlage Über die> Zusammensetzung Herrenhauses betrifft, so ist das Ziel, welches sic ver- * v ^ Derrenhaus nicht nur in seiner bisherigen Stellung und Bedeutung zu erhalten, ,ondern eS fester in der Gesamtheit des Volkes zu verankern. Der alte Agrarstaat, wie er noch bis in die Milte des vorigen Jahrhunderts bestand, besteht nicht mehr. Neben nen Grundbesitz smd m steigendem Maße Handel und Industrie als 1 entminende Elemente rm wirtschaftlichen und damit im össent'- llcheii Leben hm zu getreten. Es erscheint daher berechtigt ja notwendig, die Zufammensetzimg unter möglichster Schonung des Bestehenden rm Lmne emer berufsständischen Vertretung neu zu ordnen, wobei auch Vertreter der leidlichen und städtischen Selbst Verwaltung herangezogen werden sollen. Ich möchte nicht aus Eurzelhelleu emgehcm, glaube aber die Hofsmmg aussprechen zu dürfen, -aß die Grundgedanken des Gesetzentwurfs Ihren Beifall finden werden. Die weitere Begründung der Vorlage darf ich meinen Herren Kollegen im preußischen Staatsministerium überlassen. Ich schließe mit dem nochmaligen Appell: Bringen Sie dem Baterlande das Opfer, wenn es ein Opfer für Sie ist, und stimmen Sie den Vorlagen zu: Sie werden dadurch das Gedeihen des Staates fördern und möglicherweise sogar zur Verhüttmg schwerer Erschütterungen beitragen. (Lebhafter Beifall.) Nach dem Ministerpräsidenten sprüht der Minister des Innern Drrrvs: Das preußische Wahlrecht paßt nicht mehr für die heurigen Verhältnisse. Tie gleiche Pflichterfüllung aller preußischen Männer dem Vaterlaude gegenüber in Not und Tod führt dazu, daß die Lösung der Wahlreckfitsvorlage nur dadurch gesunden werden kann, daß jeder Preuße bei der inneren Gestaltung des StaatswesenS grundsätzlich das gleiche Recht har. (Beifall.) Preußen muß auf Gerechtigkeit mtb Recht fußen Wenn auch solche Fragen weniger wit chein Herzen als mit dem Kopfe gelöst zu werden pflegen, so müssen doch gerade die großen, letzten Ziele der inneren Volllck in ethischem Boden wurzeln. Beifall, s DaS Pluralwahlrecht würde an sich vielleicht von rein logischem Standpunkte das folgerichtigste Wahlrecht fein, nenn eS einen untrüglichen Schlüssel gäbe fiür Wert und Bcd>eilttlng eines jeden einzelwn Staatsbürgers. Gerade di ese Voraussetzung aber fehlt. Das Pluralwahlrecht ist daher für die StaatSregierung unannehmbar. Tie offene oder versteckte Abstufung nach den pekuniären Momeillcn ist unvereinbar mir den Forderum gen der neuen Zell. (Beifall.) Tie Forderung „Gleiche Pflichten, gleiche Rechte" bann irur verwirklicht werden durch die Emmlnuna des gleicl-en Wahlrechts. 'Erneuter Beifall.) Ich trete nachdrücklich der Auffassung entgegen, daß die Vorlage eine Belohnung an die breiten Volksmassen für die Dienste während des Krieges sei. Eine solche Mcfsassung verkennt dorr Wert intb die Bedeutung dessen, ivas in der Botschaft des Königs vom 11. Juli ausgcdrückr war. Ebensowenig stmn die Vorlage bezwecken, durch die Denwckrattsierung des Staates im Anslande für uns eine günstigere Stimmung hervorzrumfen und den Haß und die Feind'cklüft gegen uns lw'rabzumindern. Aus eigenem Willen und eigenem Bedürfnis heraus rvollen wir das gleich,' Wahlrecht in Preußen einsühren. (Beifall links.f Ich fürchte nicht, daß die mit der Wahlreform verbundene RadrÄlifierung de? Abgeordnetenhauses die ruhige Weiterentwicklung des Staatslebcms gefährden wird. 'M - . dem Kriege n?crden auch bisher absells stehende Kreise des Dolles positiv mllschaffen .an. dem Ausbau Und Dem Grellen des St^ratslebens. ')lls oauern.de Nachwirkung der großen Begeisterung vom 4. August 1914 muß die tkeberzmgnng bleibeu, daß alle ^lol'csteile und Parteien zur Mitarbeil berufen sind, und daß die Moglichtell der Mitarbeit keiner Partei venvehr! wird. Ich glaube fest der äußereu Politik berche ich mich auf meine ÄeuPernng im ReichzteLse. Ich kann namenllich ftn jetziger: Rioment llgendwelche rveiteren Lllußerungen dazu nicht mack^en Allerdings werde ich keinem Frieden zustimmen, der nicht eine ernstliche und wirkliche Sicherung der deutschen Grenzen bringt und der eine Gefährdung des preußischen Staates mit sich brächte. ALg. Pachnicke (Fortschr. Bolksp.S Das bederttsamstk an ben Reden des Minist?rpräsidenten rmd des Ministers des Innern ist die Bestimnrthell und Festigen t,nrll der sie die ^Notwendigkeit der inneren Umgestaltung betont haben. Der Energie des WtorteS folgt hoffentlich die Energie der Tar. Mg. Porsch (Zentt.): Wir haben stets die RZvrmbedürftig kell des Wahl reckt s anerkannt und ans schon frÄn für die gs- heime und^ direkte Wahl ausgespro-ckpn. Ein Teü meiner Freunde ist auch für das gleick-e Wahlrecht. Der cr.rdere Tell ist anderer Ansicht. Sie sehen mit Besorgnis auf die Gestaltung der parla- mentarischjen VerhAttnsse in Preußen, die erntrllt, wenn das Gesetz in Kraft ist. Eine Radikalisierung muß vermieden werden. Bei der Demokratisierung darf die kulturelle Entwicklung nicht zu kurz kommen. Ich, beantrage UeberWeisung an eine achtundzwcmzig- gliedrige Kommission, nwbei uns VerschleppungsaLsichten sern- liegen. Präsident Gras v. Schwerin-Löwitz: 9ttmmehr ist auch, die rumänische Heeresver waltu ng in Wa sfen^ ft i l l st a n d s v e r h a rr d l u n g e n mft uns eingetreten. Wir er-^ blicken darin einen weiteren Schtritt zum EndziA und eine gutst Vorbedenttmg für die Verhandlungen. 'Bravo.) Daraus wurde die Wefterberattcng aus Donnerstag 11 Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. - —m — — - Aus dem Reiche. Reichstagsabg. Stndthagen ch. Berlin, 5. Dez. (WTB.) Der sozialdemokratische Rerchstagsabgeordnete für Nieder-Barnim, Arthur Stadthagen, ist einem schweren Lungenleiden erlegen. Feindliche Flieger über Zweibrücken. L ud w i g s h a f e n, 5. Dez. (WTB.) Am 5. Dezember nachmittags 2 Uhr 15 Min. erschienen von Osten kommend z w e i s e i n d l i ch e Flieger über Zweibrücken. Sie warfen acht Boncben ab, durch die vier Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Außer Beschädigungen an einigen Wohnhäusern und Schuppen entstand kein nennenswerter Sachschaden. Der Abslug erfolgte in westlicher Richtung. 2Ui* Hessen. Parlamentärisckres ans Hessen. A u s s ch u ß s i tz u n a e n. Ter erste Ausschuß der Zweit« Kammer (Fiuan-zruss>ck,ust> hält am Dienstag den 11., der envci- terte erste Ausschuß (Kriogsausschuß), am Mlltwoch den 12. Dez, eine Sitzung ab. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 5. D^. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit un^ serer U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wiederum 12 000 Br.-R.-T. versenkt. Unter den vernichteten Schissen befanden sich ein beladener bewaffneter englischer Dampfer, ferner ein Segler, der mit einem U-.Bool zusammenarbeitete. | Aus Stadt ,r,,d Land. Gießen, den 6. Dezember 1917. Die Ursachen unserer ZlriegSersolge aus Grund voa Erlebnissen au der Front. Ueber dieses Thema sprach gestern ab nlb im großen Saale des Fürstenhoses Felddivisiouspsarrer Müller. Der Redner wollte keine Schilderung der gewaltigen Leistun-^ gen im Osten und Westen geben, sondern an Hand von persön^ lichen Erlebnissen, die er im Lause seiner Tättgkeit an der Westfront mitmachte, zeigen, wo der Grund für unsere Kriegsersolgg in erster Linie zu suchen ist. Dies gelang ihm vollständig. Seinen Aussuhruugen, die klar und dnvck) die eingcslochtenr Wiedergabe von Fi'ortterlebnissen wesentlich erhöht waren, folgten die leider m nicht allzu großer Anzahl erschienenen Hörer mit höchstem Jnterefte. Gerade die Westftont, an der seit Kriegsbeginn die neuesten Methoden des gronen Völkerringens zur Anivendung kamen, ist eS, dre bisher die Hückullt'tltzmgen dieses Krieges anfstellte. Dort ist zu verspüren, wie gewalcig der Geist des Volkes der Dichter und Denker waL:, das sich zu eurem Volke der Technik umschus und das trotz der zahlenmäßig ungeheicrerr Ueberlegenheit der Feinde Siege errang, mt sie die BMgcschichtc ns'cht uKcher aufzuwoisen hat. Die Sommeschlacht, Verdun, die Schlacht an der Llisne zogen m emzelnen Bildern an uns vorüber und der zur Verlesung ge-> brachte Tagesbefehl des Führers der 7. Armee gab Zeugnis von dem hohen Mute und dem Siegesbewußtsein, das in Führern mw gruppen lebt. Nicht die Uebermach! war es, die uns von Sieg zu «sieg führte, sondern die Tüchticfteit und Fähigkeit unsere« ^eersührxr und die überragende Tapferkeit ihrer wdesmutigm Lruvpcn. Was verdau ten wir allem Hindenburg und seiner tnrvorraafndcn Sttategie, die mft dem glänzenden Schachzug vom Sommer 1917, der Zurückziehung der Truppen im Westen und der ErnnahMe der ^regfriiidsstell ung, den ungeheuren Anprall der Gegner zunichte machte! Mit welch ungeheuren Schwierigkeiten dw Durchführung dieses Meisterwerkes verbunden war, wie bis zum nNKelntw Mssrnn ein jeder sein Tell yn dem! Gelürgen beitrug, davon gab der Redner in Einzelbeispielen ein anschcmliches Bllo. ?luf furchtbare Geschehnisse blickt jene Zeit herab, aber der Erfolg und du Rücümrkung an allen Fronten waren sichtbar günftio und gaben erntutben Beweis oou Hindenburgs großer Feld Herrn kun st. Der Gecst eures Clansewitz, Schliessen und Moltke lebt in den tttlhrern, und ^NMere wic Mannsckwften sind durchdrungen von der Erkenntnis des Ernstes. Nicht die hellodernde Begeisterung bcS Jahres 1914 ist es, die heute den Geist der Truppe ausmacht, wndern das erferue Pftrchtbeumßtsein, der edelsre Opfersinn und das Gefühl der moralrsckicn Ueberlegenheit, das Vertrauen und die Zahrgkert. Und das rst mrendlich mehr als stürmische Begeisterung! Was der deutsche Soldat alles leistet, mit welchem Mut. der mit- unter cm Tollkühnheit grenzt, er sich schrankenlos, durchdrungen von dem Wlllen, „es muß und wird geben" für seine Ausgaben emsetzt, davon, geben Tausende von Beispielen beredtes ZerMciL Zum Lck>lllsse gedachte der Redner noch des Kampfes hinter der Front und in der Hoimat und gab eure übersickKlichk SÄld» rungi des oorzügllch oraanlskerten Sanitätswesens, der Truppet Verpflegung wwic der Täckigkell der Feldgeistlichen, die nimmer- müde den tapseren Kämpfern .zur Seite stehen, für ihr geistige- Wohl wrgen und tu den Lazaretten den Verwundeten und Sterbenden Etlerchterurrg und Trost bringen. * • ** Dersonalnachrichten. D-r GroMrzog mprma »um »ortwig: bcu Mrnister doü Jimvru Dr. vvu L»^,»brrgk »u Bach, dm tfmau3>7Ttmft« Dr. 'Becker, twn Sorfimrt* des ffabi« netteJBirfl Gchcrmerat Rönch-ld. — Der GrvMeizog hat WM Direktor der Scuckcirl^rg ischm Natur- vr>wonden Gesell sck>aft zu Frankftlrt a. M. Pvosefssr Dr. Mgust Knoblauch, das Ritterkreuz erster Nasse des Ordens „Stern von Brabanft verleenen. — Uebcrtmgen wurde am 28. dlovember der Lr.hramrsaiprraiu.in Kawla Geiger eine Lelwermstelke an der Vollen Bür ger- Schule «u ÄmSham. ** WZschewoche. Auf AwvegWg der Frau Großherzogrn tzchel vom 10. bis 16. Dezember In ganz Hessen eine Sammlung von Wäschestücken statt, um dem Mangel cm Wäsche bei den Säuglingen und kleinen Kindern z.u steuern. An die Gießener Frauen geht nun auch der Rntf: „Helft und gebt!" Laßt aus allen. VÄisern weide Zeichen wehen, damit die Sammlerinnen sehen, ^0 gütige Herzen an die Kleinen denken. An noch näher bckannt- Aigebenden Tagen nürd die Sammlung in den versckste denen Beginen beginne:!. Kein Stück an B'tt-, Tisck>- und Leibwäsche ist «1 klein, keines zu gering, das nicht durch fleißige Frauenhände verarbeitet werden kann, und so dem Besten, was wir haben, den Kin de r n. zugute kommen wird. Siehe den Ausruf im Anzeigenteil. ** Die Ausgabe von Kartoffeln an die der städtischen Krieg-ssürsorge unterstellten Kriegerfamiiien erfolgt im Keller der Turnhalle der Oberrealschule. Näheres siehe Bekaimtmachung im Au zeiget eil. ' ** Das Kreisblatt Nr. 198 enthält Verordnungen üb^r: Regelung des Fleischverbrauchs und den Handel mit Schweinen Schluff Ucie aus Getreide. Kreis Schotten. B. Burkhards, 6. Dezeurber. Für die KiEviels-gemernden Aurklxcrds und Kauls'uös ist ein G^ineiudeblatt begründet worden. Das monatlich ersciMnende Blatt hat bereits eine größere Anzahl dankbarer Leser in den Gemeinden und besonders unter unseren, feldgrauen gesunden. Kreis Friedberg. N. Z Bad-Nauheim, 6. Dez. Gestern wurden in einem Wlengcrrten der Küchlersbraße vier prachtvoll aufgeblähte Rosen mitten aus dem Schnee heraus gep lückt. D. T. Bad-Nauheim, 5. Dez. Der jugendliche Gefreite Grslov Weih, der Ende des vorigen Monats in ftarrzöftiche Gefangen scha st geraten ivar, ist, wie er geäern seinen Eltern mitteilen tzxmtc. den Franzosen glücklich enttvicht und bei seinem Regimeitt nngetrosfen. Mit unserem Landsmann gelang es nock) zwei Kaine- rodcn. den Weg duvckl Nacht und Ne6el zurück in die deutschen Smien ziu finden. * X Butzbach 5. Tez. Unter Bezugnahme auf unseren gestrigen Berickzt. betreffs Dieb- und EinbrrchÄ-ieb stähle, können wir berichten, daß in der Nacht vom 3.—4. b. M. einer der Hauptgau'ncr durck, Wack)tmeisder .Liebau beim Stellen erwisch und verl-aftet worden ist. Ter Raubvogel ist aus Frankenberg, Ber. Kassel, gebürtig, und erst vor Kurzem ans dem Gefängnis ent- lastar morden. Ctarkenburg und Rhl'inhksseu. I. Darmstadt, 5. Dez. Das Schiering-Quartett vermrftaltete cnn Montag seinon 3. Kannnermusilabend, der wie die vvrangetssnden sehr gut besucht tprr und einen vollen Erfolg bvacbtr Zum Vorwag kamen Haydns Sweichruarlett Opus 64 Nr. 5 m F-Dur. B-atthovenis Swebb^uartett in F-Dur Opus 18, ein Fugendroerk dos Meisters, und endlich, Schuberts Quintett für 2 Violinen, 1 Viola und 2 Celli Mpns 168) in C-Dur. wobei' Herr Hofrmrsiker Wcyes das 2. Cello übernommen l-atte. — Das Hoftheater ftinöet nach des Hebbel- und Schillerzyklus nnen Grillparz^ikius für Dezember an (Ashwfrau, Medea. Des Meeres und der Liebe Wellen, deins, dsr lügt)'. Die Pflege mserer Klassiker, die sch das Hostl-aater in diesem Winter sehr! angelegen sein lach, ist irur mit Beifall zn ^grüßen. dz. T a r m stadt, 5. Dez. Am Montag, den 3. Dezember, helt in der in den „Fürstensaal" zu Darmstadt- einberusenen Ver- icmrmlnng der Starkcnbnrger Mitglieder der Friedhngcr Crnng- Ämserenz deren Vorsitzender Professor D. Tr. Diedl den ccugecmr- tigten Vorttag über „Evangelische Bewegung und f-ieformatton im Ylebiere des Grohherzogtu ms Hessen". Was er in fe inem kürz tick sschenenen „Resornurtivnsbuch" im einzelnen, Pfarrei für Pfarrei, nachgewiesen, führte er in rusaimnenfasfender Welle ans. und er zeigte, wie in unserem Lande die Reformation eingeführt werden floratte, weil sie von einer starken Volksbewegung ^.'tragen war, so daß sie von den Landessürsten rasch und segensreich organisiert nwtben konnte. An der Aussprache beteiligten sich außer dem Vortragenden Professor Axt und der Leiter der Versammlung Professor O. Matthes. M. Z. Mainz, 6. Dez. Mit der Vwabreichung des'warmen Frühstücks an bedürftige Kinder der hiesigen städtischen Volks- schncke wurde am Montag begonnen. Die Kinder erhalten nuc früher einen großen Bacher SckLeimfuppe und ein Stück Brot. In den verschüdenen Schull>änsern der Stadt mck der Vororte 'werden ans diese Weise wieder ^ gegen 6000 Kinder an jedem Morgen vor Beginn drÄ Unterrichits gespeist. Kreis Wetzlar. ^ H. Z. Wetzlar, 5. Nov. Ein Todesopfer hat der Eisenbahnunfall am Samstag vor acht Tagen nun doch gefordert. Der Reservelokomotivführer Gottfried Bär Hierselbst erkrankte nach dem Vorfall derart, daß nach einigen Tagen seine Verbringung in die Gießener Klinik angeordnet werden mußte. Dort ist er, wahrscheinlich infolge innerer Verletzungen, gestern gestorben. HestkN-Rasjau. H. T. Dille-nbiur g, 6. Dez. Der Regierungspräsident gibt bekannt: Von unseren Feinden wird versucht. Spione aus Flugzeugen im Innern Deutschlands^ abzcujehen. Um diese Personen^ festnehmen xu können, ist es erforderlich,, bei der Landung von Flugzeugen die größte Umsicht wallen zu lassen. Sobald feststehl, daß'ein seindlickies Flugzeug in Frage kommt, ist ein sofortiges energisches Zugreifen am Platze und ein Entweichen der Jnchien zu verhüten. Pflicht eines joven Deutschen ist es. nach seinen .Kräften bei der Festnahme der Insassen mitzuwirken. Für..das Ergreifen der Insassen feindlicher Fmgzeuge, die in dem hiesigen Regierungsbezirk gelandet sind, setze ich hiermit eine Belohnung bis Kinn Betrage von 1000 Mürk aus. , , ,, W. Z. Weil bürg, 6. Dez. Hauptmairn Frh. Marschall von Bieberstein, bisl>er Mmnrarckant dös hiesigen Offizier- Gefangenen-Lagers, ist nach Frankfurt -a. Mt versetzt. Vom ftello. Gen.-Kdo. tvurde mit Fül-rung der Geschäfte des Kommandanten des Offiz.-Ges.-Lagers Weüburg vorlüusig Ritttneister Berger beauftragt. <0cractyte?aal. N Z. Koblenz. 6. Dez. Zn 15 Jahren Gefängnis wurde der kaum 17 Jahre alte Arbeiter Josef Netzmann aus Utzenheim bei St. Goar, der am 15. Oktober den Sckwemermeister Fuhr auf offener Landstraße niederschoß und beraubte, mrch eine Frau mit dem Revolver bedrohte, verurteilt. Akrchlsche «achrkchte». Israelitische rrelig.on;gemeinde. Gottesd. i. d. Syrurgoge (Süd- Anla<;e). Samstag 8. Dez. Voralck.: 4.30: nwrg.: 9.00; abds.: 4 40 u. 5.15. — Israel ti'che Religicnsgesellschast. Sabbatseier am 8. Dez. Freitag abd.: 4.00: Samstag vorm..: 8.30 Predigt; nachm.: 3.30; Sabbatausg.: 5.15. WvchmgotteAd.: morg. 7.00, abds. 4.00. ver«inZ?40 Ai« Tchlstzim ner um coller Pension ab;,weben. 07648 Fraa Laberoa*. Labnstr. 5. Verschiedene yr 3S €-'ii ä S £ ungefähr 300 qm groß, mit elekrr. Licht unde en'.l. auch als Lagerraum, ioiori zu vermieten. Näheres in der GeichäflSsleüe des Gieiz. Anzeigers^_ 8,43 v SlWohng. m. el Lickt z. vrm. 7ttsl,r. An d.Bahnh. 20. r»v l.rimr.m.Noch elcgenb- v.Eteo.ab.lan.od. früher aes- Aus'ührl. Anaeb an Bolck. Lildwiasol.^Augustmer"?''"' Möbl. & mmer tmor, ne= sucht. Srlniril. Anneb. unter 07026 an den Wien. 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Der Umtausch nnder bei der„Umtauschstclle für die Kriegöanlciben",Berliu HV 8. Bcbrcnstraße 22, statt. Außerdem übernehmen sän.tliche Neichsbankanstalten mit Kaffeneinrichtung bis zum 13. Juli 1918 die kostenfreie Ver.nittlung des Umtausches. Nach diesem Zeitpunkt können die Zwischenscheine nur noch u n m t t t e l b a r bet der „Umtauschstelle für die Kriegsanleihen" in Berlin umgctauscht werden. Die Zwischenscheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernsolge geordnet einzutragen sind, während der Vor- miuagsdienststunden bei den genanmen Stellen einzureichen: Formulare zu den Verzeichnissen Nnd bet allen Reichsbankanstalten erhälilich. Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine rechts oberhalb der Slücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. 2^ Der Umtausch der Zwiicheuichciue für die 50/0 Sckiuldverichrcibungeu der VI. Kriegsanleihe findet gemäß unserer Mltte v. M verässentlichten Bekanntmachung bereits seil dem 26. November d. Is. beider ^Umtauichrtelle für die Krieaöanlciben", Berlin W 8, Bcbreultraße sowie bei sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kafiencinrichtung statt. Bon den Zwischenschetnen für die I., III., IV. und V. Kriegsanleihe ist eine größere Anzahl noch immer nicht in die endgültigen Stücke.mit den bereits seit 1. April 1915, 1. Oktober 1916, 2. Januar, t Juli und 1. Oktober d. Is. fällig gewesenen Ztnsscheinen umgetauscht worden. Die Inhaber werden ausgesordert, diese Zwischen- scheine in ihrem eigenen Interesse möglichst bald bei der „ttmtanschstcllc für die Kriegsanleihen". Berlin IV 8, Bebreuttraße 22. zum Umtausch einzureichen. Berlin, tm Dezember 1917. UeichsblNtir-Direlttsrium. Me H a v e n fr e i n. v. G r t m m. Satteltaschen zu kaufen gesucht. Schriftl' 'Angebote umer 0/643 an den Gießener Anzeiger. Ätedr. gebr. Nlkmaieklnan a. lBodeUehlltt. z. kauf. aestNab- bl evalrmo. 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Stunden Was Gott tut, das ist wohl- Goaahnt euch nach den Lieben getan, zu Haus. Tieferschüttert traf uns die zweite schmerzliche Nachricht, daß unser zweiter unvergeßlicher, treuer Sohn, Bruder und Schwager Musketier Wilhelm Kraft am 26. November 1917 an den Folgen eines Blustschusses nach ömonatiger treuer Pflichterfüllung im Infanterie-Regiment Nr. 105, ü Kompagnie, Im blühenden Aller von 19 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist, nachdem sein Älterer Bruder Musketier Otto Kraft am 12. September 1915 Im Infanterie-Regiment Nr. 49, 9. Kompagnie, durch einen Ualsachuß sein junges Leben im Alter von 20 Jahren lassen mußte. Dia tleftrauemden Hinterbliebenen: Familie lionrad Kraft Iticliard Kraft Karl Kraft Familie Wllh. Stampf Maria Kraft nebst allen Angehörigen. Muschenholm, den 3. Dezember 1917. Wiedersehen war Ihre und unsere Hoffnung. 07585 Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, nneern lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgross- vater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Graulich am 4. Dezember im Alter von 82 Jahren zu sioh in die Ewigkeit abznrufen. Im Namen aller Angehörigen: Wilhelm Graulich, Rechner. Bersrod, den 5. Dezember 1917. Beerdigung Freitag den 7. d. M^, •im naohm. um */ t 3 Uhr. Danksagung. Für die mir erwiesene herzliche Teilnahme bei dem schweren Verluste meines lieben Mannes sage ich meinen tiefgefühlten Dank. S863 ft* w rw en e i erhielten mtr bte schmerz- liehe Nachricht, datz trafer lieber, guter, un* vergetzltcher Sohn und Bruder Melier Ludwig Lchuiiiit nach über Sfährtger treuer PfUchtersüllung im noch nicht vollendeten 24. Lebensjahre fein blühendes, funges Leben am 29. November, 5 Uhr vormittags, dem Barerlande opfern mutzte. In Uefer Trauer: Christine Schmidt ged.Pausch, als Mutter Heinrich Schmidt Marl Schmidt Wilhelm Schmidt, z. Z. im Felde Georg Schmidt, z. Z. im Felde Christine Schmidt Marie Schmidt und alle verwandten. Rodheim, den 0. Dezember 1917. 07630 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Bekanntmachung. Die Ausgabe von Kartoffeln an die unserer Kürsor». u «erstellten Krieger fnmtllen erfolat im Keller der Turn halle der Oberreaifchule iBtSmarckstratze) wie nachüebend 1— 50 fyi c 11 ci o 51—115 Samstag 116-165 Montag 100—220 Dienstag 221 -875 Mittwoch 270—330 Donnerstag 331—380 Iretlag 381—425 Samstag 420-480 Montag 481—540 Dienstag 541—5: 0 Äiriuwvch 591—050 Donnerstag 651—690 Freitag 601—730 Samstag den 7. Dezember 19if 8 . 10 . 11 . 12 . 13. 14. 15. 17. 18. 19. 20 . 2L 22 . n „ o:u—/au _ AuSgabeffunden 7' ,—12 und 1—4»/, Uhr. Städtische Kriegsfürsorge Gtetzen: Ür. Ebel. 88ÄB Rachruf. Den Heldentod fflrft Vaterland starb am 28. August d. I. infolge einer schweren Verwundung unser lieber Sangesbruder Heinrich Jricket. Die Beerdigung hat am 3. Dezember auf dem Neuen Axiebuof in Gtetzen stallgesunden. Dem lieben Freund werden wir ein treu Gedenken bewahren. Bäuerischer Gesangverein Gießen. Gtetzen. den 4. Dezember 1917. 8843 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir allen auf diesem Wege unseren herz lichen Dank. Geschwister Klengelhöfer Gießen (Wettergasse 5), den 6. Dez. 1917. Für die bei unserem schweren Verluste er- ivtefene Teilnahme, sowie für die reiche» Lranz- nnd Blmnenlvendeu, insbesondere * Herrn Kommer»tenrai Schirmer für die schönen Worte am Grabe, für die Ehrungen seitens des Personal- der Strma und der beteiligten Vereine sage« wir ans diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Schäfer II. SMnifiiJfii - Verpachtung. 7)ic ©eiiiflnbc l'idi beabsichiigt die ihr auf etwa 1 00 Hektar Privalgrundbeiltz zustehende Scvaiwetden. Berech.tgung fürs Jahr 1918 im SuburtisionSweg zu ver. oacluen. Lie Bedlugungen können bei hlesiuer Bürger, nicinerei eingesehen werden. Angebote sind schttf lird bts zum 15. L Monats, nachmittags 3 Uhr, bet unS ein! iurcuten, wo auch deren Qesfnung 'taufindet. Uin iz-aü die Wetöe nicht vervachiei werden kann , nt die Annahme emes Schäfers beabüchtigt. Ltch, den 1. Dezember 1917. 87948 Grotzherzogltche Bürgermeisterei Sich. > D ö x m e r. ÄüsvtrßeigeriiiigiierKkiiiklliiickiiiiiliaj Dienstag den 11. Dezember sollen iu der Gememde Gambach (aus dem Kneipen) jirtö* 25 Mutterschafe, sowie zirka 50 Mutter- und HanlmcUämmer öffentlich versteigert werden,' Ansang mittags 1 Uhr. ' 8872 Schasversteigcrung Die Schäferei Lang-GönS verkauft Dieudtag den 11. Dezember, mittags 1 Uhr 5Ö-ÖÖ ^ammschafe und Dämmer und einen 1 jährigen „ schwarzen Zuchtbock. FÜihärlich Ricksö'chS Rcsin Ofcfraill/ Brerrnholz-Bevsteigevung. b 4 n « 17 ‘ Dezember 19*17, werden im Senkel trben Saale zu (Sngelrod von vormittags 10 Uhr au aus den Distrikten Reffeiberg u»d Kade« zabl öffentlich versteigert: * Buche: 486 Rm. Scheit und Rollen, 478 Rm. Prügel 111 Rm. Reisprügel. Ahorn: 6 Rnr. Scheit. 76 Rm. Prügel. (Siebe: 2 Rm. Prügel. 8886V Engelrod, den 3. Dezember 1917. Areiberrltch Niedesel'srbe Revierverwultmss. EggerS. Ret-ktrchea, den 5. Dezember 1917. 0760; Frau Eleonore Frickei. Gießen (Frankfurter Straße 86), den 5. Dezember 1917. Vom 4. Dezember ab werden die vorübergehend ausgefallenen Schnellzüge D 125 Metz ab 4.^8 nachm., Eoblenz an 8^82. ab 9.^ nachkS, Gtetzen an ll,^. ab 11.49 nachts, Berlin Frtedrichstratze an 9^' vorm, und U 1Z6 Berlin Friedrichirratze ab 7.oo nach s, Giohen an 5.W, ab 5. 6 vorm., Eoblenz an 7.5b, ab STio norm., Metz an 12.54 nachm, wieder eingelegt. 8834id KSnigl. Giseababnd ir ekttou Fr ankfurt (Main). 13 r ii cf) I € i ö c si ö u bebürlenkiln sie schmerzendesBruchband mehr, wenn ffe mein m Grö,re verschwindend Ittsiuea. nach Matz und okae ,>ebet, Tag und Rach: tragbares, aus seinen Di uck. wie auch ««der mib Grötze des Bruchletdens soldz^ oersteübareS Universai-Sruchbanü tragen, daS für Erwachsene und Kinder, wie auch Jsitu Ä Heiden enisprechönd herstellbar ist. !8t«0 Mein -L>pez..Vertreier tit am Montag den 10. Dez., morgen- von 8 bis 12 Uhr in Gtetzen, Bahnhofshoiel ^enz, und gleichen -LageS^mttagS von IV, bis 3 Uhr in Grünberg, Hoiel Hirsch, 9. Dez., vormittags von 11 bis 2 Uhr ",d^dn Horel L-terw mit Mutter vorsrwStmlsr Bänder, s» wie mtt kk. 6rnml- n. koüxrdLnSgro. neuest. Systems in all» dr^lagen anwesend. Muster in Gummi-, Hängeleib-, Veib- nnbMnttos-vcrlal wie audjGeraflahaltnr aiä Krampi- ad l r8 r ? ra3!e ?i lv Verfügung. Reben iachgcmUssir versichere auch gleichzeitig streng d.skrete Bedsennng. I h. 8«»hn. Bandagist und Orthovädtst, »L«in- in Baden, 2vcffcnbcrgstrane 15, Telephon 515 Vsm 10. bis 16. Dezember findet eine Sammlung von Wäsche für Kinder statt. Kei der ave Siehener Zrauen helfen können. 5eft in öen Zchausenstern und an den Plakaten, was von uns erwartet wird! >Wir Mtter sollen den Müttern helfen! Lucht in Schranken, Uiften und Kasten nach Wäsche lvett-, Tisch- und teib- wäsche), auch das kleinste Ztuck ist willkommen. Denkt daran, was die Väter der Meinen für «ns draichen leisten, und helft inoem 3i)r gebt. iW, 'Ä «■«*"*"“.>» i< Ottraiirschutz Sichen für Zrauenarbeit im Krieg, mit (2 angeschloffenen zranenvereinen. PASSENDE WESHNÄCHTS-GESCMENICE TASCHEN-TÜCHER Leinene Herren- u. Damentücher, Hohlsaumtücher in Baumwoll- u. Leinen-Batist, Kindertaschentücher, Okitücher zum Anhäkeln, Schweizer gestickteTücher, Spitzentaschentücher, Buchstabentücher, Madeira-Tücher :t s: GROSSSTE AUSWAHL :: FRITZ HOWACK Montag Abend zw. V*6 uni 6 Uhr In der Bleichste, einen Rucksack verloren. 07(i3{ Abzugeb. gegen gute Belohn Gartenstratze 15 pt. Giessener Konzert-Verein DRITTES KONZERT Sonntag den 9. Dezember1917, nachmittags 4 % Uhr in der Neuen Aula der Universität Gertrud Foerstel Annie Betzak Kammersängerin (Sopran)ausWien (Violine) aus Frankfurt a. M. Am Klavier: Professor G. Trautmann ===== Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. Eintrittskarten 3 -~ M k., Z- Mk., l.- Mk., 0.50 ,Vk. Studentenkarten numeriert n ~ 7 - -r—— "ür gegen Vorzeigen der Ausweiskarte 0.75 Mk., unnumeriert ' V er ^ llltir vom Feldwebel abwärts 0.30 Mk. sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier, Telefon 671, und abends an der Kasse zu haben. Die numerierten Studenten karten nur ira Vorverkauf. 8796D Schwarze Brief*anch« mit Briefen und AuSwetS papieren am Abend dtt 4. Dezemberaufdem Seilers weg verloren. Gegen Belohn, a bzug. q ii fbcin Pol iz eiamt ^ Rote-Kresz-Schwezter q.KÖIi verl.Sonntag vorm, tazehea- laeh «.Portemonnaie rn.43«».. ain. Fahrschein, ein. Lozvga sehela m.Anöw. ein. Anznhlg. u 10 Mk. Abzugeb. geg. gut! Belohnu ng Lbslzfr. 1L ll. ^ Eine Ka^nel von eint fahrbaren Ban säge mit Ge winde verloren. Abzugede, gegen Belohn beimGasuvir 3ch«rmnly, Reustadl 55. m i Wer leibt zu einer Weih nachtsfeier 2 Holländer *chwar/>amc. Nlcdei mit langen Aermeln? 07 Angeb. an Löd. Steinstr..' mmi u! Leitung: 88701 Hofrat Hermann Steingoettir Sceitaa, 7. Dezdr. 1917 abends 7»/, Udr: 9. Freitag« •AhonatmcatS" Vorstellung: Perleberg Komödie in 3 Aufzügen von Earl Sirrnhestn. Nr. 287 Zweites Blatt _Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, b. Dezember (917 Ans Stadt und Land. Gießen, den 6.Dezember 1917. ** Aus A e i cf) it u n g. Dem Lehrer L c v y wurde anläßlich seines AusschHdens anS dem Amte daS Ritterkreuz 2. Masse mü der Krmtc des Philivl^sordenS verliel>en. '** Opern ö a st l p i e t. Am Freitag, beit 14. bö. Atts., 7 Uhr. vemnstalret der TleLderm-rein im Stadttheater eine Wtssülmmg ßcmiiKlKn Ojpcr: ..Die Regiinentslechter^ von. Tonizetti durch Mitglieder- des Frankfurter Olvrn Hauses. Ter Kartenverkauf b» tzchet tick in der Mnsikalian'hrndlnng von Ernst EUrllier. ** Der hiesige Schachklub hat die Einzahlungen zu Scltachivettkampf und den Inhalt einer Sammelbüchse, zu- japmven 23.63 Mf., dem Roten Kreuz übmvieseu. ** Reise nickst! Jan .vviup.lahnlw-f zu München befinden sich nenekdings lAnscNäige, die dein reiseirden Publikum, Zivil! xic Militär, dringend zur TarnachachtLmg emvsol' en werden. Bor gAem lxißt Unterlas;! ’i m->L inien, sonst komun ö zur vollständigen Einstellung des Reiseverkehrs!" Dann: „Die Mitnahme von privaten Schriften, Nachricht«: jeder Art (Briefe. 'Postkarten nsw.l über' die deutschst: ALeichsgrvnAe ist jedermann ,^kch H««S- und Mariar ungehörigen) stvLtg nnt rsagt. tLegebennr- sall-:' sind derartige SkrifNtückc der Grenzüberwm^mgoueÜe zur Weitergabe an die Post adzugebe.tr." Da in der lebten Zeit mehrfach! Me vorgekormnen sind, das-, durckreisande Soldatm Pakete an Private zur Bes-orguna üLKÄeben haben, aber nnehrlich-n Ele^ menten in die foanb gefallen sind, sieht sftft die Blahnl-vfs-komman- dcrntnr paranloßi, folgende dringende Mahnung anzuschilagen: „Soldaten. wenn .Ihr Euch l>or /Schaden bewahven wollt, so. !»ertraut Eure Postpakete nicht fremden Personen cm: gebt sie sMt sm' Post oder wendet Euch an die Bahnhofs kommandan tur!" LundkreiS Gießen. ** Garben teich, 6. D^. Dem Landstnrmmcknn Wilhelm Stumpf wurde die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. ** Lich, 6. Dez. Huer wurde ein Ortsverem der Deutschen Z^terlandspaatei gegründet, dem bereits 30 Niitglieder bei- getreten sind. ** Utphe, 6. Dez. Den, Kanonier Wilhelm Lind mürbe auf dem westliäieu zbriegssct-auplatz das Eiserne Kreuz zweiter Nasse Vtttiehen. Kreis Alsfeld. ** Bleichenrod, 6 Tez^ Dem Landsturin.rrfatten Friedr. 5>edrich wurde die Logische TapferkeitsMedaille verliehw. Kreis'Schotten. O Scholl en. 6. Dez. Musketier Karl Rausch erlnclt das Eiserne Kreuz. — Göhrn. Dem Lmrdstnrinmann .Heinrich Loh ^ourde das Eiserne ztzrenz verlielert. — Ulri ch st c i n. Pionier .Heinrich Schmidt. Sohn des Schmiedenteisters Schmidt, der bereits die Hessische Tapferkeitsme-daille besitzt, erhielt das Eiserne Kreuz. — Bob enhause n II. Ten Heldeirtod fürs DntertlM-d starb der Urrtervsftzier Ferdinand Stein, Inhaber des Eisernen KveuzcS. . Kreis Friedberg. X. FriedÄerg, 5. Dez. Ein Unbekannter hat hier unter der Llgabe. Wagner zu heißen nnd in Gießen zu wohnen, eine Geige im Werte von 1000 Mb erschwindelt. Der Scl>rvindler ist m Ha nau. als die Kriminalpolizei Feststellungen vorzunehmen batte, chgefaßt worden. Er bezeichnet sich als Artist nnd besitzt Papiere, dir aus den Namen Heinrich Hrrndgeburth aus Worringen bei Wo lauten. Tie Geige will er bereits in Frankfurt verkauft haben. Stcnkenburg und Meiiihessen. I. Da r m fta d t, 5. Dez. Bisl^r bestand im LMÜckreiS Darm- stadt keine Zweigstelle für Mutter-- und Säuglings- für sorge. Die Fürsorge wurde von der Zentrale im mittelbar ausgeübt. Nunmehr irntrbc auch für den Landkreis ein Bczirks- auSstchasj ins Leben gerufen, dessen Borstand von Frau Provinz iLl- bireitor Geheim rat Feh, Frau Dr. Kurz - Gräfenhcmsen und Frau Pfarrer von der An - Arhcilgen gebildet wird. Beim Arecsamt tvnrde eine Geschäftsstelle errickiteL. I. Darm st adt, 6. Dez. Zu der für den Januar am hiesigen Hostheatrr angekündigten Uraufführung von Fritz v. Unruhs Tragödie „Ein b>eschlecht" erfahren wir mxh weitere Einzelheiten, vre den /Ausschluß der OessentliäiLctt allerdings begreiflicher machen. Handelt es sich doch bei der eigenartigeii Tendenz und dem ganzen Eterakter des Stückes. dessen Textbuch übrigens bisher nur in einer ganz beschränkten numerierten Ausgabe verbreitet wurde, um einen zicnrlich gefragten Versuch, der es rötlich erscheinen lässt, die Bül>- uenwirksamkeit des Stückes erst einmal vor einem geschlossenen! Kreise zu erproben. .^Das Geschlecht" ist eine allegorische, ins Zeitlose gerückte Dichtung, eine B e r d a m m ungd c s K r i e - g es: sie entbehrt einer eigentlichen Handlung: Eine Mutter begräbt mit ihrer Tochter und ihrem jüngsten Sohn ihren in der ^d>lad>t gefallenen Sohn. Ta schleppt man zwei ihrer anderen Söhne herbei, denen daü Grauen des Kampfes den Sinn verwirrt hat. Ter eine ist zum Feigling geworden, der andere im Uebermaß entfesselter Wildheit zum Schänder. Sie sollen am nächsten Tage gerichtet werden. Eine Gewitternacht steigt aus. Tie Mutter hält lauge Akrmologe und Wechselrcden mit ihren Kindern. Der von wllder Raserei befallene Sohn steckt seine Schwester an. Sie löst ihm die Fesseln. Beide rasen in blutschänderischer Weise gegen Zullst und Gesetz. Tie Mutter erlebt eine Art Wiedergeburt. Sie sästlt- telt die beiden Kinder von sich ab. Ter wilde Sohn begebt darauf Selbstmord, bic Tochter verdammt sich zu einiger Unfruchtbarkeit. Tic Sieger, darunter der jüngste Sohn, kehren beczerstert aus der Schlacht .zurück, das Strafgericht zu vollzicl>en. Sic finden imr den Feigling noch am Lebvn. Die Mutter gerät in Verzückung, entreißt dem Feldl-errii den Stäbl und verkündet eine neue Zeit. Ter Führer bringt sie um. — 'Das Sll'lck soll das erste euicr Trilogie sein, aut die man nach diesem verheißungsvollen Anfang nur gefpamrt fein kann. I. Bon der Bergstraße, 5. Dez. Aus den norddeutschen Großstädten haben sich zahlreich' reiche Familien au der Bergstraße an ge siedelt, so in Jugenheim, Auerbach und Seeheim, die hier die LebeuSmittelknapplxftt der KriegSzeit besser zu überstehen hoffen. Ter Zuzug dieser stcuerkräftigeu Elemente liat für die betreffenden Gemeinden den Vorteil, daß sie trotz der Kriegslasten ihre Go mcindestcuern beträchllich herabfetzen konnten, See heim z. B. von 1l5 aus 33 Prozent. Audeversttts aber trägt ec zur Berteueruug der Lebensmittel wefenllich bei. Kreis Wetzlar. ra. Bon baden (Kr. Wetzlar), 5. Dez. Leutnant der Rcs. und Kompagnieführer Paul Schmidt, Sohn des verstorbenem Rektors Schmidt aus Bonbaden, erhielt das Eiserne Kvsus 1. Kl. Hessen-Nassau. - — Frankfurt a. M., o. Tez. Zum Leiter der gesamten Lebensmittcll>erf>orguug Fvcorkfirrts ivählte di^ Stadtverordneten» Versammlung ans die Tauer von 12 Jahren Dr. Schm ude-Ber- lin-Teltmv und setzte dessen Gel^alt aus 15 003 Mark jährlich fest. Ms Vertreter des neuen Leoensm stteldivSLiorS wühlte map den hiesigen 31 aht bib i io t i* Hans Sa fr eng. Gegen die vom Ober- p.ä i.e.cten verfügte ZiftLnmeule.Mlg der Herbst» und Weihuachts-- fericn erhoo die BersaminLung Evppruch und gab dem Wunsche Ausdruck, daß man in Zukunft sich bei der Bel-andtuing derart wichtiger Fragen mit den maßgebenden Stellen der größeren Stäbfce in Verbindung setzen möge. Nack) lämgevem ?Nemungsaus- tausch nahm die Bersanrnckung einen Antrag an, der den Magistrat ersucht-, für die Organijatimi der WtolMingsbeschrffuing nach! Fric- densickLuß schon jetzt einen besonderen Airs schaß aus Vertretern der Stabt ww der Baugeivosfenschifb >\ eruz/usetzen. Vom Magistrat wurde dazu mitgeteilt, daß die Stadl bereits die Schaffung eines BesiedLimgrsaintes beschlossen l-abe. G. A. Wiesbaden, 6. Tez. Zur Festnahme des WiL« badener Raubmörders wird noch gemeldet: Zdarpezak tolle in lbobhlniki, Kreis Samtor eine Braut, mit welcher cc schon seit ,«HS Jahren verlobt ist. Sstwn einmal iinir die Trauung angcsetzt: die Hochzeitsgäste waren bereits anwe end, da aber die Papiere nicht in Ordnung waren, mußte die Trammg verlegt >verden. Am 30. Noveinber, nwrgens, erhiell Herr von Ttoardvwski, der Besitzer von ZVobylu-iki. ein Sciztreiben, »vonatti er die Braut des Kärp- mt beobachten lassen solle, da man vermute, daß der Mörder sich ihr vielleicht nähern werde. MittasS nahm der Wackchneistzer von Samt er bei der Braut Hmissuchung vor. dabei fand er ein gerade etngetroffene* Telegramm von Karpczak, worin dieser.seine Ankunft mittags um 3 Uhr in Samter ankündigtc. Ter Bahnhof wurde bewacht. Karozak kam aber schon um 2 Uhr cm und ging vu Fuß nach Kobvlliiki. Um 10 Uhr abends konnte er in der Wohnung ferner Braut festgenommen werde/r. MS man ihn fragte, ob er wisse, warum cr_tierlwftct werde, entgegnetc er: ,Lan»ht, ivegen Fahncnflullzt." Sobald er gefesselt war, zeigte man ihm dm Steckbrief. wz. Worms, 5. Tez. Heule morgen wurde am Lutberplap' bei dcm^Wettcrl-äuSchen .in Mann mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe tot aufgefunden. Ein Revvlrcr lag nebenan. Rach den bei der SeiftenMgui aufgeftindenen Papimn ist der betreffende ein gewisser Josef Sahnt mis Friesen (Bez. Allfirch) (ßcricb^idal. X. H anau, 5. Tez. Obermedrs Hcd>a-Seifc war der Gegenstand eines interessanten Prozesses vor dem .Hanauer Schöffengericht. Die Firma Obermeyer & Eo., G. m. b. H., in Hanau stellt diese Seife, die zu Heilzwecken bestimmt ist. Her und jetzt sie an Apvtlx'len und Troaerian dx Ws Mitglied des Markenschutz- Verbandes schreibt sie ihren Abnehmern die Enthaltung eines bestimmten Verkaufspreises vor. Dieser Verkaufspreis wurde während des Krieges mehrfach erhöht, zuletzt am 1. April 1916 auf 90 Pf. für dlts kleine nnd 1,10 Mk. für das große Stück. Tcr Firnra Obcrmehcr kc Eo. war nun nicht vvrgewvrfen, daß ste selbst zuviel an der Seife verdient hätte, es lvar ihr aber zur Last gelegt, daß die von ihr vorgesclrriebenen Berkmisspreise ihren Kunden einen übermäßigen Gcwüui versäjafften. Unter dieser Anklage hatte der Geschäs-tsfülnx'r der Firma, Herr.Hugo Obermeyer, vor dem hiesigen Scliöffengedchte zu erscheinen. Er bestritt auf das entschiedenste, sich strafbar gemacht zu haben, nnd führte felgen worden, auch die Kosten der Verteidigung ans die Staatskasse zu übernehmen. Vermidchte-. * SaarL rücken, 4. Tez. (Priv.-Del.) In der Vergangenen Nacht entstand in einem Hanse der Deutschl-^-rrensttnßr ein Schanden f euer, das mit großer Gewalt nm sich griff. Während es den übrigen HmrsbeiwolMrn gelang, sich zu retten, kam der im zweiten Stocktverk wollende Reckmungrat a. D. F i s che r und dessen Schwägerin in den Flammen um. Tie Leichen konnten nur in verkohltetn Zustande geborgen werden. Ter Sachschaden ist- ziemlich beträchtlich. * G ras Kuno zu Rantzau, der Schvoegersohn des Fürsten Bismarck, ist im Alter von 75 Iabren bei Schönkirchen in Holstein gestorlnrn. Seit dem November 1873 war er mit Gräfin Marie v. BiSmarck, der einzigen Tochter des Fürsten Bismarck vermählt gewesen. Ter Verstorbene hat verschcdene Gesandten- stellungen, so in München und im Ü)aag. innegehabt. 1895 nahm er seine Entlassung aus dem diplomatischen Dienste und lebte feit> dem in FriedriäiSruh unk bann in Tvberödors UH Kiel. Cliitcrcftc dcr vielen Bruchleidenden lei a» dieser Stelle nochmals aanz besonders auf das du* eutiger Nummer blnaewieicn." ierat in Unter dem Schutz und Schirm Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Erotzherzogm von Hessen und bei Rhein. vom 8 . bis 1 «. Dezember 1917 . Hilf erg K inder brauchen Wäsche! Gaslampsn empfiehlt iu schöner Auswahl Georg Dahme**, Spenglern und Installation. Neoenwcf; 40. $rmmt Das Fehlen von Rohstoffen und . Ardertskräften macht kS der Wäsche-und Weiß- zeugerzeugung mmwalich, dem großen Bedarf an allem, was Wäsche heißt, nachzutoiumen. Zahllose «„bemittelte Familien werden bald ihre Klndcr nicht „nt der riötigsto» Leibwäsche versorgen können, aber auch tu vielen ^>ohlföhrtsanstalten, den 5(iippen und Säuglingsheimen, b?8mnt sich der BLangel fülnbar zu machen. Der nahende Wiilter wird dreseu Mangel zu einer schweren Gefahr machen. Schnell cntfd)loucnc tollte tut not, vor allem das kostbarste Gut des deutschen Voltes, seine Zukunft vor ;eder Gefährdung sicherzustctten. Wir müssen die Kinder mit Leibwäsche versorgen. OrüvrN. tlntsrriokd in M37 M^Giiirr.nsGlirefDS'i Stenographie Buchführung v *Hr« HaJuWsfic cm. Tfcfias- t. ÄHadkam Honorar für l in«l- Rrhcr V.k. 10, — , für Kuisr nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung titßlich. Koste lose Stellen- v titiutlung. FraKi'83iSC8,l5 f l5i! 6oet i«str. 32. T«'. 21531, ^tÖLiert habt, ohne zu zögern, Euer Gold, Euren AI tzchm«ck a»,f den, Altar des Vaterlandes qe- c . ,-v, , 7. ^ vtm amu ve» oaiCliailOTO «t- oprert, Ihr habt Eure Tage und Eure Nächte der Pflege der Perwnndcien und Kranien gewidmet, Ihr habt Euch init beivundenrswürdiaer Tapferleit in die Bresche geworfen um die Arbeitskräfte von Hunderttauscndeu von avivefendcn Kanrpfern in Schreibstube, Werkstatt und Berkehrsleben durch Eure srauenkrafr zu ersetze». Ihr habt dem Batcrlande Dienste in schwerster Zeit geleistet, d.c Mich unvergcsjen sein werden für alle Zeit. S u t """ noch ei" UebrigeZ! Erfüllt eine Ni r , £• Ausgabe der Nächstenliebe und weiblicher Für- sorge I Ein unendlicher Legen twird ans ihrer Lösung aus unser Bol herabstromen, gilt cs doch leinen geringeren, als dem. was Frauenbecren /* « Y c *’ w V ^ ^ ^ ^V^VUVjViVU^ \\IjJ 4JV _ ba§ Höchste undHelliastc bedeutet, gilt e8 doch unseren Ki.rdernzuIjcTfcn' ne zu Idjutscn vor Mangel und Kälte: In Euren S ' ' * - ■ " r r ~\.• V Schränken und Trusten, m Kaste , und --chrelnen, da nt immer noch etwas, um der drobenden Not zn begegnen. Eebh von Eurem Ueberfluß, gebt von dem. was da ist. gebt von dem Langttvergeffenen, dos t<-„ch. wenn Ihr flejstjo „achfucht, unter drc Hände fällt. Gebt, was Eure («rosten ausgewachsen haben, gebt, was Ihr für Eure Kleinen nicht ,,„bedingt brancht, geoi, was Euch zerschlissen und unscheinbar erscheint, ja gebt, was nur irgendwie sich als Teil eines Kinderwäscheftückes e.gaet Jeder Lappen, jeder Leinen- oder Bonmwvllrcst ist uni als ®abe willkommen. «chon sind zahllose kundige Hände und schnelle Maschinen bereit, alles, was cmtommt, unfern Kindern nutzbar zu machen. £t(tUClt BefeilS k D,e herrlichen Erfolge u»,crer Kampfe in Italien. V die dem twulofen Bundesgenosse» von ernst ein wohlverdientes Strafgericht gebracht haben, zeigen, daß auch in, vierten Kriegsjahre deutscher Helden- und Männergeist noch genau so imaebrochcn W» konnte. WM Ihr di-Ihrch viele Schlachten gege..'inne^NöL'nnd°h-imMes Elend aus deutscher Frauen Weile geschlagen habt, wollt Ihr. daß es heißt dkutscheFrauenherM stehen rn. vierten Kriegsjahre den Leistungen deuflcher Mannerfauste und deut,c,,er Mannerherzen nach? Oder wollt Ihr den -daten Eurer Gatten, Brüder, Söhne ein Ebenbürtiges an die Seite stelle» ? fkikn§f F wissen, daß eine rede ihre Schuldigkeit ^ tun will, und das gibt »ns die freudige Gewißheit oeS Erfolge-, unierer Lammelwoche, die freudige Gewißheit eines aus dem Gebiete der Nächstenliebe und des Kampfes um bat, Glu« und die Gesundhert unserer Kinder, die frrichiqe Gewißheit einrr schoncn gemeinsamen Liebestat, die uns wie jene Jsonzolchlacht dem immer SÄ’ÄSW'K** *“*• ""**• *"*' "> •» Auf denn zurKinderwäsche-Sammelwoche in den Tagen vom 8. bis 16. Dezember 1917. hessischer rünHesauMch für gröaeiiörbett im Kriege. von Antiquitäten. Möbeln, annzen Emrichtunaett. Sttt- eiicn. sowie allen von mir tteiiihrtcn Artiieln. 88A> Louis Rolbenberoer. Wer erleUt , ^ äolia^'n - llnt< rrlrlit! u. z. iüeC.«eib- Anaeb. ».07597 j n. d. ftC'st . b. CMtcfc, Anz. Wer W»ncil>rt sofort ca. 8 pw M«äi»pcl* und Ttock P.etS ktvls? Angebote mit »nirr »cro m, den Gien. am. 5. An»!. 1 95 17 Bünde 55 M. 4. .. 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Ain leichtesten lassen sich heizen: Zimmer, welche die meiste ^sonnc crhnlten. ferner Zimmer, welche inmitten anderer siegen, und schließlich solche, welche in eine-n mehrstöckigen toau,e ubcrrinandrrlicgen. & Die Zimmertemperatur soll den Aufenthalt im gewohnten HauSanzuge „behaglich" machen und jede Schädigung der Gesundheit aueschliehen: für gesunde und jüngere Personen genügen 18* nach Celsius (ll 1 /» 0 nach Zieaumur), für kranke uitb altere 20° C (16 °R). f Das Thermometer soll sieh in Ti schuhe (75 bis 80 em über dem Futzboden) befinden, bei dem sitzenden Menschen der Lage der großen Kürperorgane entsprechend. Am Atz- eheizren Zimmers ist die Temperatur um 2° Hoden eines geheizten W u ä, niedriger ui?b w Augenhöhe (1,6 m) um als in Tischhohe': beim Sitzen schütze man die Fütze durch einen Autzsack. 5. Danerbranoheizttttg ist zu empfehlen, wenn sie durch Regu- liervorrichtungcn während der Nacht stark vermindert werden kann. Bei WarmVaijc'>Zentrnthej-ung spart man an Heizmaterials wenn man das ^cuer während der Nacht verlöschen laßt, solange noch kein Frost herrscht; bei Dampf- Heizungen ist das nicht ratsam. ^ 6. Um ein Einmrrcn der Wasserleitungen und der Zentralheizung zu verhüten, die in freistehenden Außenwänden verlaufen. soll die Temperatur in der Nähe der Röhren halb so viel Grad über dem Gefrierpunkte betragen, w.ie die Außen- temperaLnr unter dem Gefrierpunkts: bei — 10* außen --5» innen in der Nähe der Röhren. 7. Beginne zu Herzen, wenn es dir im Zimmer zu kalt wird, und höre damie auf, wenn es dir nicht mehr .zu kalt ist; daher spare möglichst vorsichtig in den ersten Wintermonaten: wie man mit der verfügbaren Menge von Heizmaterial auS- lommr, ist jedermanns eigene Sache; rinc Mehrlieferung ist nickst zu erwarten. 8. Schlafzimmer find nur im Falle von Krankheit oder aus soisttigen Gesuudheirsrücksrchten, tunlichst durch Offenlassen der Tür nach einem geheizten Nebenraume zu erwärmen. 9. Küche bslvobnbar. wenn in ihr mit Kohle» oder Holz gekocht wird. Heizung der Küche mittels des Kochherdes vec- brauckst zu viel Kohlen, wenn nicht, oder wenn mit Gas und Kochkiste gekocht wird. 10. Nickst zu heizen sind: Salon („gutes" Zimmer), Speisezimmer, unbewohnbare Diele, Flure, Treppenhaus, Mort, solange nicht Gefahr des Einfrierens der Wasserleitung oder Röhren der Zentralheizung besteht; Badezimmer außerhalb der Zeit deS Badens. 11. Für Gesunde nur ein Bad wöchentlich, tunlichst unter leriweiler Benukuna desselben SBöffetä für hifi ~1 ! ' v ' iVUU^.UHUJ, LU. III LU.J |1 UUltfc teUwener Benutzung desselben Wassers für die Kinder: alle Fannlienmitglieder nackteinander baden. Statt eines Boll- badeö lauwarme Ntvergießung {ßn°C — 28° R) tu bet nur handhoch mit Wasser versehenen Badewanne. 12. Untere Fensterscheiben durckr „Fenstecmänttl" schützen, die aber nicht einen in der Fensternische befindlichen Heiz-- törper der Sammelheizung überdecken dürfen. 13. Wasser-Verdampfungssthalen beseitigen, iveil unnütz und warmeverbrauchend. b) Verorduungeu. Ueberall, wo durckf zweckwidriges Verfahren andere HauS- haltimgen in Mitlridrn^aft gezogen werden, treten „Ber- ordnrurgen" und bei deren Außerachtlassung schiedsrichter- , im Notfälle Ordnungsstrastn in Kraft. liche Entscheidungen _____ 1. Die Lüftung der Zimmer ist auf eine tägliche Viertelstunde für Wotmrüume nnd eine halbe Stunde für Schlafzimmer zu beschränken; Küche und Abort lind nur für tunlichst kurze Zeit zu lüften. Dauerndes oder auch nur sttmdculülkges Offenlafftn eines Fensters, ebenso Schlafen bei rtVVDMfll« U'.ilMtfrti» Ami. IiaI .... ___ (1.*. . . .‘h ._. j . offenem Fenster, auch bei ungeheiztem Zimmer, ist verboten, weil dadurch dem ganzen Hanse große Mengen von Wärme -- ---- ' ’ v, r , V Jl ' VR -vnuyni VUII -coucine c'ttzogen werde». Offene I-custcr im Lreppeuhuusc, im oberste» «tocllverkc oder auf dem hausbodcu sind besonders schädlich. 3. Luftklasyen und Vrittilakionseinrichkungen sind außer Betrieb zu setzen oder zu verkleben. )j. Die stlensikr in Kartoffel- und Obsttellern siird erst daun zu Miexen, N'cnn Frost eiutcitt, da die Kartosüln einer Tenb- veratur von t bis 8° 6 (3 bis 6S°R) und der Lüftung zu Wirer Erhaltung bedürsen: andere Kclkerscuster und Zwischen- iiireu sind zu schließen, besondcr-5 wo Zentralheizuugeu vor- banden nnd. iLt>ri,etammerftnster können, soweit das zur Er- haltung von Lebensinitteln nötig ist, bei milderem Wetter »ffengelassen werden. ■T Undichte Fenster und Kasten der Rollüden, Haus-. Entree-, BaltAN- und Zrmmrrtüren sind durrs> Baviereinlagen oder Fr>e-,treuen abzudechten, besonders, wenn sich solche im vause gegenüber liegen. ö. Wärimvasseraillagen. die einer besonderen Heizung be-- durscn, sind ausjer Betrieb zu setzen. 6. In Häusern mit gemeinsamer Sammelheizung ist eine ^erruttiarung zwischen dem zur ixizung verpflichteten Hauswirt und dru Minern untereinander über die zweckent- lprcriwndste Zahl und AnSwuhl der zu heizenden Räume erforderlrfl>; „t eure E-.mgung nicht zu erzielen, dünn ent- Ichechel der vom 7. Dezember an im Etadthause wochentäg- lnd von 11 bts 12 Uhr geöffnete „Auslunstsstelle für HerzungsangelegLnhetlen" erchgümg. G. i e ß e n, den 5. Dezember 1917. Der Oberbürgermeister. J.V.: Grünewald. SS 61V