Kr. 28 f> lei chlthener Anzeiger erschein! täglich, außer Co'MMgS. - Beilagen: HiehenerFamiUknblätler. KiesUaN für den Kreis Ziehen. vezugrpreis: monatl.Mk.l.20. vierteljährlich "Vit. 8 6«,. durch Abhole- u. Zweigstellen mönatl 'Ulk. 1.1'>: durch die Post Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Beitellg. ßernsprech - Anschlüsse: iürdleLchrütle,luug!12 Verlag,Geichä'le-stelleöl Anschritz fürDratnnach- richleu: Anzeiger Gießen. Postscheckfonts: Zranksurt a.M. U68ö chr. Jahrgang Mittwoch. 5. Dezember W yankoerkehr: Gewerbebank Gießen 3n)iUmg$nin&öruc? n. Verlag: Vrühl'sche Urliv.-Buch: u. Ztein-ruckerei N. Lange. bchrrstieitung, Geschästzjtelle ».Druckerei: Zchnlstr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Lagesnuminer bis zumNachminaq vorher oynejedeBribu.dlichkelt 3eilcnprelfe: für örtliche Anzeigen 25 M., für auswärtige 30 Pi., 'ür Reklamen Alk. I.— : bei Pmgvor- schrist 2<)°/ 0 Auiftulag. Hauptschri'tleiler: Auq. Goeg. verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. l^oeq; Stadt >>>id Land, Vermischtes u.Ge- richtsiaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämclrch in Gießen. » Der beginn der wä (WTB.) Grostes Hauptquartier, 4. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der flandrischen Front steigerte sich dns Feuer vom Mttag an zwischen Poelcapelle und Gheluv?lt zu großer Heftigkeit. In mehreren Wellen griff englische Infanterie nördlich von Gheluvelt an. Durch Feuer und im Gegenstoß wurde sie atzgewiefeu. In den nördlichen Abschnitten des Kampffeldes von Lambrai war die Artillerietätigkeit zwischen Fnchh und Bourlon vorübergehend lebhaft. Klein re Varfcldkämpfe verliefen erfolgreich. Jit den südlichen Abschnitten dauerten tagsüber zwischen Marcoing und der von Peroune aus Eambrai führenden Straße örtliche sehr heftige Kämpfe an. Unermüdlich im Dranfgehen mit Handgranaten und Da / '.eit entrissen unsere Truppen dem Engländer zähe verteidigte Grabenstücke. Vergeblich versuchte der Feind, sie wieder zu nehmen. Badische Truppen erstürmten das Dorf La-Paeguerie und behaupteten es gegen nuhrfaHe englische Gegenangriffe. Wir mucksten mehr als ffmshundrrt Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ai' der A i l e t t e und zu beiden S e i t e n d er Maas bei reger Erkuudungstätigkeit zeitweilig auflebendes Fen r. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz Die Waffenstillstands-Verhandlungen fiir die russische Krönt haben begonnen. Mazedonische Front. Nichts Besonderes. Italienische Front. Bei guter Sicht war die Artillerietätigkeit in einzelne« Abschnitten lebhafter als an den Vortagen. Der Erste Gmeralquartiermeiiter Ludendorff. * Amtlich. Die russische Abordnung für den Abschluß eines ,'Waffenstillstandes wurde gestern nachmittag vier Uhr von dem Oberbefehlshaber Ost, Generalfeldmarschall Prinzen Leopold von Bayern, mit einer kurzen Ansprache begrüßt. Daraus begannen die Verhandlungen über den Abschluß eines Waffenstillstandes, an denen unter dem Vorsitz des Chess des Gcneralstabs General Hoffhrann Vertreter der deutschen Land- und Seestreitkräfte sowie Bevollmächtigte der Obersten Heeresleitung von Bulgarien, Oesterreich-Ungarn und der Türkei teilnahmen. * Der Abendbericht. Berlin, 4. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von keiner Front sind bisher besondere Ereignisse gemeldet worden. Die Waffenstitlstanosverharrdlungeai an der Ostfront haben begonnen, aber die Aussichten auf ein Einlenken der übrigen Gegner in das Bestreben, den Krieg zu beenden, sind uvch Hering. Wilson verkündigt in einer neuen Botschaft, der Krieg müsse bis zum Sieg der Demokratien in aller Welt fortgesetzt werden, und er fühlt.anscheinend gar nicht, wie lächerlich er sich damit inacht. Gerade jetzt, am Tage, wo die Russen zu allein übrigen auch noch den schmählichen Geheimvertrag veröffentlichen, der Italien an die Seite der Entente führte! Indessen, Wilsons Worte imd Erklä- rungeil sind wie ein trockener Schwamm, den man erst naß machen muß, um etwas damit anzusangen. Die Russen bieten ihm eine volle Schüssel an, und es scheint, als «sei Amerika nicht ganz^ abgeneiHt, auf der großen Tafel der Plane auszuwischen, was »kernen Bestand mehr hat. 'Rach einer neuesten Meldung eines englischen Blattes a us Petersburg haben England und Frankreich durch eine nerltrale Botschaft der dortigen Regierung verkünden lassen, daß sie für die Dauer der maximatistischeu Regierung die wirtschaft- lict)en, politischer: und militärischen Beziehungen zu ätuß- laikd abbrechen! Nur Amerika hat sich dieser Erklärung wieder nicht angeschlosseri. Die Entente ist in der gründlichsten Verlegenheit! Nichts dürfen wir tun, um sie ihr zu ^leichtern, eingedenk des Wortes Hindeubürgs, daß der Fnode n,och eine zu zarte Pflanze ist, der mau durch Berührung nur schadet? Wir verstehen es unter diesen Umständen nicht recht, warurn die „Deutsche Zeitung" zu'dem bekannlen Briefe des früheren englischen Ministers Lansdownc ausruft: '^)n^erste Gefahr in Sicht!" Es wäre gefährlich, Ivenn wrsere Regierung oder der Reichstag diesen Brief etwa zum ^ ^"es neuen 'Friedensangebotes an unseren mäch- ngften lvegner nehaien »vürde-n. Mer daran ist doch wohl Est zu denken. Es tväre doch wirklich zu töricht, »venu pblltische Leitung die soeben erst unwillig von Eng Mfl^ene Harro Tvotzkis lvieder eifrig mit der innigen Uot>b Georges znsammenführen wollte, bevor die entscheidende Aussprache mit Rußland stattgesüuden hat. Lloyd Georae hat ja vorläufig mit Lord Lansdownes Meinungen noch nicht das geringste gemein. Daß aber die englischen Arbeiter und ihre -Führer die Lansdow-nesche Veröffentlichung mit Beifall begrüßen, darin liegt doch auch keine schwerste Gefahr, sondern dessen dürfen wir uns vorläufig erst einmal recht herzlich freuen. Der Wunsch ist ja verständlich und wird auch von uns geteilt, daß die Westmächtc noch einmal von einem gewaltigeren Schlage getroffen werden nröchten, als er ihnen durch die deutschen Gegenstöße bei Cambrai und die Vereitelung ihrer Dnrchbruchsversuche versetzt worden ist — bevor sie mit Begrüßungsansprachen vor Verhandlungen beglückt werden. Die Führer und Regierer dieser Mächte haben uns bisher aus so haß- rfüllten Gesichtern geschmäht und herausgefordert, daß wir sie, wenn luir sie auch nicht vernichten wollen, oocb gerne mit g ü wli.h e i'.iti ch eu G sch ern und nicht e wa mit hochmü igem Lächeln am Friedenstische Wiedersehen möchten. Die Pariser Konferenz hat ein klägliches, weil ganz ersotg- loses Ende genoinme--, und die Sch.ußanfprache des ..Tigers" Elem-.'neeau haue kaum iwch etwas von urwüchsiger Wildheit. Er sagte unseren' Hiudenburg nach, dieser.habe in feiner letzten dee Veröffeucklichnng übergebenen Besprechung den Kriegsrat der Entente verspottet. Das ist ein merklvürdiger, etwas leichtfertiger Irrtum, denn in Hindeu- burgs Worten lag, nirgends Spott. Wir sehen in der srauzösi'ch'ea Oefsentlichkeis in der die Eiseskälte böst'r Erwartungen herrscht, einen auf fallenden Mangel an Zündstoff zu neuen Mulanfällen gegen Deutschland . . . Der österreichifch-uttgarifche Tagesbericht. Wien. 4. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart^ Italienischer Kriegsschauplatz Das Artilleriefeuer hat zugenommeu; größere Kampfbaudlungen unterblieben. O e st l i ch e r K r i e g S s ch a u p l a tz. Gestern nachmittag haben die Vcrhandlnngert über den Waffenstillstand an der russischen Front begonnen. Albanien. Unverändert. Der Chef des Gencralstabes Die Kämpfe an der Westfront. B e tl i n , T^cz. (WTB. In Fl an d e rn nahm von 1 Uhr Nachmitmgs ab zwischen Poelcapelle und Gbeluvelt die bereits seit Mittag lebhas.o;e fei;. list e Artillerietätigkeit u'. itcr zu und ging darauf zum Trommel''euer über, dem westlich Gheluvelt in mehreren hundert M eter Brocke ein st ä r f et c r engltj ch c r V o r st o fj folgte. Ter Angriff wurde durcl' unser Sperr- und Vernichtungsfeuer und im sofonigeu Gegenstoß ab-ge,riesen und kostete dem Feind sck.vere Verluste. Nachts lag Dixgiuiden unter lebhafterem Feuer, während auch im Msckmitt südlich der Bahn Boesinghe—Staden l is Passchenvaele das Fener sich verstärkte. Auf den: Hauptlampsfeloe westlich Cambrai brachte uns die von den EnMrksorw so oft bespöttelte elastisch ' deutsche Ver- teidigungstattik neue Erfolge, die die britifd en Berichte in widersprechend-ei: und unklare:: Meldungen abzuschmächen und zu verheimlichen suchen, Tie beiden Flanien des stumpfen Keiles, den die Engländer bei ihrem Arnanoe-eriolg gegen Eanckrai rwrgc- schobe.l hatten, waren seit dem -!!>. November die Zielpunkte der deutschen Gegenangriffe. Im ^tvrdeir der Einbruchsstelle sind die Engländer in der Richtung auf die Dörfer Anncup- inrd Graincönrt um ctiujs einen Kilometer -urückg'.drückt, während m: der Süd- ilanke der deutsche (Degenstoß -die neugnwuneuen englischen Linien überrannle und an der Südwestech rief in die ursprüngliche eng lische Stellung eiirdraug. Der Besitz der Dörfer Billers, Gnis- lain und Gonnellieu, die bisher den Englmrderir gestörten, die große Veutez-ahl on Gefangenen. Geschützen und Maschrnengcirehren betries erneut nicl c nur die Wucht des deutschen Stoßes und die AngrifssfreudigtÄt unserer Truppen, sondern auch die Zielsicherheit ihrer Führung. Während dieser Erfolg an: z-weiten Tage dusch die Erstürmung des zä!> verteidigten Dorfes Masnieres enveitert wurde und englische Gegenstöße unter schwersten Verlusten scheiterten, tonnte auch am d. M. dem Engländer das Dorf Lavac- guerie entrissen und gegen mehrfache englische Wiedereroberungs- reriuche geholte:: nwrden. Ein Mues halbes tausend Gefangene, wurden eingebracht und mehrere Geschütze erbeutet. Am selben Tage wurde iüdlicl- von Moeuvres unsere Stellung an mehrerer: Stellen verbessert, nachdem der Feind mit blanker Waffe aus verschiedenen Gral enüüclen getvorfcn wars Auch di? Beute airMaschinengewehren erhöhck'mch un: fünf schwere und fünf leichte. Lebhafter Verkehr hinter der feindlichen Front wurde vv.: unseren, flankierenden Batterien erfolgreicl. unter Feuer genvinmeu.. Bei guter ^icht war auf dein Haup lampft.lde die Fliegertätigkcit. rege. An der :ib. ig?: Westn'vnt b.a ten an m.'hreren Stellen zahlreich Patrouillen kam pst Gegangene und Beute ein. Die Lage in Uutzlanü. Die Waffenstillstands-Verhandlungen. Wien, l. Dez. (WTB.) Amtlich wird» am 4. ds. nachmittags mitgeteilt: Die V e r h a n d l u n g eüber den W a s s e n st i l l st a n b mit Rußland wurden fortgesetzt. Es raub eine allgemeine Aussprache über die einzelnen Punkte statt. Nachmittags wurden gemeinsame Komulissions- beratuugen abgehalleu. Die n üch st e V o l l s i tz u n g ist aus den 5. Dezember vormittags anberauint. Der Antritt KrylenkoS als Oberbefehlshaber. Berlin, 4. Dez. (WTB.) Krylenko ist gestern als Oberbefehlshaber im russischen Hauptquartier eingetroffen. Bei den stattgefundenen Kämpfen ist der frühere Oberbefehls«-' Haber General Duchonin gefallen. Wien, 4. Dez. (WTB.) Aus dem Kriegspressequaö- tier wird unter dem 4. Dezember nachmittags mitgeteilt: Die Festsetzung K r y le n ko s im russischen Hauptauar- tier ist von- erbitterten Kämpfen begleitet gewesen, in denen der frühere Oberbefehlshaber'D uchonin den Soldaten- t o d erlitten hat. Die hafteten Mitglieder der früheren Regierung. K o p e n h a g e n , 3. Dez. (WTB.) „Berlingske Tidende^' veröffentlicht eine Meldung der Petersburger Zeitung „Djen", daß der Rat der Volkskommissare auf Vorschlag des Revolutions- tomitees beschlossen habe, die verhafteten Mitglieder der vorläufigen Regierung freizugeben, sobald die verfassunggebende Nationalversammlung eröffnet sei. Der Untersuchungsausschuß des Revolutionskomitees hat beschlossen^ die llutersuchung gegen einzelne frühere Minister einzustellen urrd nup drei frühere M i n i st e r unter Anklage zu stellen, nämlich den Marineminister Werderewski, weil er eigenmächtig seinen Posten verlassen hat, Tereschtschenko, weil er zun: Schaden Rußlands diplomatische Gehcimverträge abgeschlossen hat, und den Sozialministrr Kischkin, weck er einen bewaffneten Widerstand gegen die Bolschcwick-Rcgierung organi- neri hat. Werderewski, der vor einigen Tagen verhaftet wurde, ersuchte das Revolutionskomitee um die Erlaubnis, nach der Krim reisen zu dürfen, wo sich seine Familie äufhalte. Das Komitee bat das Ersuchen abgeschlagen und den Befehl erteilt, ihn in seiner Wohnung sofort Au perhaftM. , * Mus den russischen Seheimpapieren. Der Vertrag mit Italien. Stockholm. 2 De!K. IWTBck „Prawda" vom 28. v. M setz: die Veröffentlichung der geheimen Dokumente foy und teilt den Vertrag mrrb, bm England, Frankreich unoj Rußland mit I t a l i e n ^ingingen, der Entente die Hilfe Italiens zu sichern. Hier sei folgender Austzng mitgeteilt: Der italienische Botsckwfter in London Marquis Imperial: beehrt sich, im Muftrage feiner .dtegierung dem Staatssekretär Sir E. Grey, dem französischen Botschafter (London) Cambon und dem russischen Botschafter (London) Grafen Benckenoorft nach- stel-eudes Schriftstück mitzuteilen: . Artikel 1. Zwischen den Generalstäben Frankreichs, Großbritanniens, Rußlands und Italiens soll unverzüglich eine Mili- Lärkonvcniion abgeschlossen: werden. Dixse Konvention wird dad> Mindestmaß der Streitftüfte bestimmen, welches Rußland gegn: Oesterreich-Ungarn zu senden hat für den ^Fall, daß letztgenannte Mal' alle ihre Kräfte gegen Italien richWr sollte und Rußland sick? dafür entschi:den hätte, hauptsächlich D^itschland anzugreifen. Tic genaimte Militäridnvention wird gleickifalls Fragen betr Waffenruhe festlegen, smveit solche vom höchsten Armeekvmmando qbhängen könnem i Artikel 2. Seinerseits verpflichtet sich Italien, mit allen zu Gcbot? stehenden Mitteln den Krieg im Bunde mit Frankreich. 'Gros-.brilannien und Rußland gegnr alle mit ihnen kriegführende M ächte zu führen. Artikel .3. Frankreichs uird Englands Seestreitkräfte werden Italien ungeschwächte täckge Mitwirkung leisten, solange Oester- reichs Flotte nicht vernichtet ist, bis zum Friedensschluß. Zwischen Frankreich, .Großbrrtamnen und I^balien soll :mverzüglich eine Konvention den Seekrieg betreffend abgeschlossen werden. Artikel 4. Bei den: künftigen Friedens sch,luß soll Italien erhalten: die .Gsläete des (Tscentino, das gantze südliche Tirol bis zu dessen natürlicher Grenze, als welche! der Ät«rncr zu bv- track um ist. die Stadt Triest mit Umgebung, die Grafschaft Görz und Gradiska, ganz Istrien bis Quarnero mit den istrische:' Inst ln und Lussin, ebenso die kl-einerm Inseln Plavniod. llnie, Eäcki Doli, Palazzuolo, San Pietro dei Rembi, Asmello und Gruiea und die unDegenden. Länder. (Ein Zusatz zeichnet die Grenzen näher!) Artikel 5. ,Ferner erhält Italien die Provinz- Dalmatiei: in ihren: gegemvärtigen Umfang unter Hinzusügimg von Lissa- rica und Trebinia im Norden und im Süden das ganze Gebiet bis'zu einer Linie, gezogen vom strande der Plankalasspitze nach Osten bis zur Wasserscheide, ivodurch i>: Italiens Besitz alle Täler der Flüsse kämen, welch? in den Sö>.u:ico nrn'iuden, alscM Cicolo, Ehcra ,und Buttsniza, nebst allen ihren Flüff-em Ebenst» fallet. Italien alle Inseln loloniaN>:'s:tzi:ngen in Afnika aus kosten Deutsch lands er len neu Frankreich und Großbritannien grundsätzlich da-> Reckt Italiens an. Kompensatione:: zu fordern in Form einer Ausdehnung semer Beschmrgen in Erythräa. Sanroliland, Libyen und den an Frankrxnck)s und Englands Kiolvnien grenzenden Gebietet:. 1?' England imb Rußland übernehmen bte Verpflichtung, Jtalreu ixtriit zu untcrstübeu, beit Heilige» x t 11 ^ ® sau z.u hindern, irgendw»elck)e diplomatischen ’p chrrt te s u r d:e Erreichung eines Friedensschi u st scs :wer o:e Regelung von nick dem gegemvärtigen zßrieqc zn- fam m en bau genden Fräße:: zu unternehmen. Arttkel 18. Borlregen«r Vertrag soll geheim gehalten werden. Was Italiens Anschluß an die Teklaratton vom fr. Sev- tentber 1914 betrifft, so wird diese Deklaration erst veröffentlicht- w-erben, sobald Italien den Krieg erklärt oder eine Kriegserklärung erhalten hat. Italien erklärt, sobald wie möglich aktiv aufzutreten, auf ia)en Fall nicht später als einen Monat noch der Unterzeichnung des vorliegenden Dokumentes durch alle Parteien, ine es «rngeht. . * Rom, 3. Dez. (WTB.) Meldung der Agenzia Steiani. Der russische Botschafter in Rom beeilte sich, der italienischen Regierung seine tiefe Entrüstung auszudrücken, das; die zwischen Rußland und seinen Verbündeten geschlossewn geheimen Abkommen in Petersburg veröffentlicht werdet;. Tie Vcröffcnw lichung sei eine gehässige Verlegung der eingegangenen Vervrkich- tungen. Die Ententekonserenz in Paris. Basels 4. Dez. .Nach einem Pariser Hovasverichi sagte in i>tr Schlußsitzung der internationalen Konferenz Oberst House, der Vertreter des Präsidenten WUson, u. a.: ..Unsere Versamm lmrgen waren gekennzeichnet durch ein einheitliches Zusammen- arbeiten und durch Uebereinstimmung der Ansichten, die die besten Ergebnisse für die Zukunft erwarten^ läßt. Ich habe die fiste llebcrzeugung, daß wir durch einl^eitlrche und konzentrierte Au- nrcngnngen die Ziele erreichen köirneu, bre wir uns gesetzt Haben." C l e m e n c c ü u als Schlußredner führte u. a. aus: „In früheren Zeiten waren »vir Freunde Amerikas, aber Feinde Englands. Heute geben sich diese beiden Völker ganz ihrer solckarisckwn. fr-cundschaftlicheu Arbeit hin. Es gibt weder große noch kleine Rationen mehr. Alle Völker sind groß, die für das ifjmlii Ideal der Gerechtigkeit und der Freiheit kämpfen und zun» Besten der hkkunft ihre Opfer bringen. Sie werden hierfür in Bälde herrlich alohnt werden. Wem: iiji Dctt Zeitungsmeldungen glauben darf, o hat sich jenseits der Schützengräben eine gewichtige Stimilw erhoben, die sich.über diese Konferenz lustig macht. Gemeint ist dos Hindenburg-Interview Es'liech aber kein Grund zum rvpvtt vor. Unsere Feinde, denen mch.s über .die bru.ale Gewalt geht, können uns nicht begreifen. Wir alle sind unt.. dein Gebot >es mensMichm Gewissens rit den Kampf gezogen. Wir »vollen oie Verwirklichung des Rechtes, der Gerecl'ticheit und der Freiheit, auch wenn man ans der anderen Seite des Rheines nicht verstehen will, daß die Wvlt unseren Sieg erwartet. U:id er wird kommen! Aäle die Völker, deren Vertreter hier »veilen, sind einig in dein Willen, den Triumph der gerechten Sache zu erkämpfen. Wir arbeiten, um mit Waffengewalt das Recht arrf den Frieden zu wunnnem" * * * Knappheit an Baumwolle in England. Bern, 4. Dez. WTB.) Die durch deu Tauchbovtkrieg her l^igeführte Knappheit an Rohbaum »volle, die die eng tischen Baumwollspurnereieu und Webereien bereits vor vier Bco nuten zu dreißigprozenrigen Betriebseinschränbuirgen genötigt batte, wird neuerdings imnrer drückender und bedrvlck Lancashi^e mit einer Krise. Eine Abordnung der Bnumivolllvinner legte daher dem Präsidenten des englischen Handebsamtes, Sir Al'red Stanley, unter Hinweis aus vre im Interesse des Landes liegende Aufrecht erbaltung des AussnhrhandÄs die dringende Notwendigkeit einer größeren Beschaffung vor; Spinnmrterial durch die Vorzugsbeband liung der Baumwolle von Seiten des Sckiffahrrsanlles dar. Stanley versicherte, die Regierung versteke ebenso den Ernst der Lage binsich-llich der drohend« »: Arbeitslongleit einer großen Zahl von Spinnern, wie sie »ich der tlLotwendigrrit bewußt sei, Lurch die Aufrechterhaltung des Außenhandels dir Finanzlagen des Landes zu erleichtern.. Das an sich schon schwierige S ch i s s a h r t s - Problem sei indessen durch den Transport der anrerikonischen Truppen noch verwickelter geworden. Er könne keine festes Zusicherungen geben, werde es aber ccks eine große Leistung Mt- sehen, wem: man es ermöglich^ bis zu 60 Prozent der Spindeln in Lanoashrve mit Mhmaterial zu versorgen. ^ ^ R och ungeklärter ist der Lohn streit zwischen den Lancash'.rL- Sprmwreien und der Spinnerei-Arbeiterverein: gnng, die vor geraumer Zeit eine Lvhnzulage von 32 Prozent verlangte, wahrend die Spinnereien bislang rmr 10 Prozent bewilligen, wollen. Die Spinnereiarbaiter drohen nunmehr mit dem Aus stände. Der Brief Lansdownes und feine Wirkungen. Bern, 3. Dez. (WTB.) Der Arbeiterführer H e n d e r s o n äußerte sich in Manchester zu einem Vertreter der „Daily News" über den Brief Lansdowns höchst erfreut und bezeichnet? ihn als zeitgemäß und hoffnungsvoll: er empfahl, daß die im öffentlichen Leben stehenden Männer, die ähnliche Ansichten hätten, (ick zusammentun und einer: wohlwollenden Truck auf die öffentliche Meinung ausüben möchten, um eine Lage h?pb?i zuführen, von der die Regierung vielleicht willens sei, Gebrauch zu machen. Herweriou sprach erneuH die Hoffnung aus, daß die englische Re- gierung sveimütig ihre^K rie gsz; el e erklären und nickt erst abwarten möchte, bis Amerika Gelegensten gehabt Hot, dieselben bitteren Erfahrungen zu inachen wie die Alliwrtcn.. Wilson -volle fraglos den Frieden heute wie 1616. Ein Bollsfrichen könne sicher auch anders als durch blinde Kvuze.ntrar.ion auf die militärische' Strategie !>erbeigeführt werden. Henderfo»: wandte sich dagegen, daß kein Versuch eines befriedigenden Ausgleichs gemacht werden -olle, bis die Vertrerer der Küockout-Mcktung befriedigt feint. Er hoffe, daß Lansdvwnes.seine so beachtenswert begonnenen Bemühungen fort setzen werde. Line Thronrede Ser Uaiserr ttarl. Wien, 4. Dez. (WTB.) RLellmng des Wiener K. K. Cm-respondenzbuweaus. Bei dem reiertiri.ien Emtstange der beübert Dele gatio neu beantwortete Kaiser Karl die Huldigungs-- an sprachen der Präsident«: der beiden Delegationen wie folgte Seitdem irf durch Gottes Gnaden den Thron, meiner Väter bestiegen habe, versammelt sich heute zum ersten Male die Dele« gativn des Reick'stages und des Reichsrates jmt Erledigung der ihrer darrenden Aufgaben unt mich. Die Verttcherung unwandeb« Larcr Treue und Ergebenheit, die Sie, meiine Herren, mir heute durch Ihren Präsidenten zum Ausdruck brachten, nehnie ich mit aufrichtiger Befriedigung entgegen und entbiete Ihnen dankbaren Herzens »uefrten baiserli^n Gruß. ^ ! Bor kurzem jälirte sich der Dag, an dem es deu: Allmächtigeiß gefallen hat, liretmnt erlauchiten Vorgänger, den Kaiser und König Franz Joseph I., zu sich zu berufen. Fn httemt und frohest Stunden teilte der verewigte Herrsch er durch zwei Menschenaller in b ?i spiel lo ser Selbstaufopferung und in raUoser Arbeit die (öe- schicke seiiwr Völker. Sern Andenken sei gesegnet. Der greise Kaiser, dessen sehnlichster Vimsch es war, seinen Lebensabend den Werken des Friedens widm.'sn M dürfen, suchte den Streit) der die Welt in ihren Grundfesten erscküttarn sollte, uicht. Blutenden Herzens, aber in unerschütterlichem Vertrauen aus Gott, den Opfermut, »einer Völker und die .g rast der Monarchie, hob er dew Fefde'-- hauds-ch'ub aus, als er sah. dach der Kamps unausweichlich grivorden war. Der begeisterte Widerhall, »velch'n der Ruf des obersten Kriegsherrn in .all«: Gauen unseres geliebten Varerlandes ge- fundeii hat, rechlchertigre aufs glänz-endsle sein Vertrauen. Di^ glorreichen Erfolge unserer siegreichen Armeen und der Wagemut amsever Flotte erfülle»: uns mit pattiorischiem Stalzc Hierfür w-vllen Sie vor allen: Gott, e.cnt Allumcknigen, Dank ivifieu-, aber auch heute wehmutsvoll jener lo.ulercn Streiter gedenken, wchchie in dem Kampfe um die heiligsten Güter, ziuu Schutze der heimifHm Scholle ihre Gesuirdl eit und ihr Leien für Thron und Vaterland hingegebn: haben. Die za!',llafeu Alle des Harois- n:us -und^ der deinuisvollen Eienagiing. »velch.' wir tu über drei Jahren, sei es bei den lampfendeu Truppen, sei es in der fast übcrmenschllck^en Arbeit des Hinter laiche s beobachten tonn reu, sichern einem jeden dieser Hecht»: einen Ehrenplatz in der Ruhmes halle des Vaterlandes. ^ Einen nicht geringeren Anteil nehmen »vir an den: traurigen Schicksales euer Tansende, welchun bst Krieg Vater, Gr,tm, -Ke einzige Stütz? raubte, und mitleiOsovil wende.c sich unser Blick auch ieiten Bebaue:nswerten zu, »reiche von. Haus und Hof i^r- triebn: ich Hab und Gut aus ^em Altar des Vaterlandes opfern, mußtet:. Sie alle mögen überzeugt fein, daß ihnen unsere erste Sorge gilt. Wie wir in jene?.: schveren Zeiten ein Zagen nicht lauutvn, so dürfen wir letzt, da sich der Ausblick in die ZuttmF aust::hellen scheint, in besonnener Seibstbeschrätckturg das Muß des Erreichbaren und dessen, was uns frommt, nicht überspanueu. Nach ruhmvoller Verieidigerng unserer Mackitstell«: sind »vrr nach wie vor jederzeit bereit, einen ehrenvollen, die. Existenzbedingungen der NLoitarcW getoährlmistende n Frieden zu schl i e ßen. Aus diesem Gedanien heraus und im konsequenten Festhalten au der seit unserem Regierungsantritt verfolgten Pstitil begrüßten »vir auch der: hechherzige::» Schritt des Papstes, welcher fick die Vecföhturng der »fr eiten- d«: Teile zum Ziele setzte, mit freudiger 6lenugtuung, und so »ver- dcst wir auch in Zabanft auf Grund des uns verfassungsmäßig» zilstefenden Rech es ierne Gelegenheit versäumen, nin den: opser- relleu Ringest, dem c ist fachen Elen?, das dieser Krieg herausbe- ] .i vor, je eher ein Ende zu bereiten. Iw Geiste, dieser uns. rer Ab- sich.cn er.iärfr sich unsere gemeistsama Regienrng bepeit, der »Stufr ladung der rufsi» chen Regierung zu folgen urck> i»t Bdrhandllrngen über .inen allgemeine»: Fried«: einAmoeten. Pjöge der Segen des Allmäckdigen a»:s diesen: Fr:ede»:swerk'e rühr'»: und d«: Völkern Europas Versöhnung und gegelfreittges Vertrauen wiederbringen. Das schwergeprüfte nrssiscke Voll, »reiches als erster »irrserer Gegrrer bereit ist, unseren: Friedensruse zu folgen, kann sicher sein, daß wir aufrichtig wünschen, die früheren »r en n o n achb a c t ich e i: Bez iehun ge»: zu ihm »v:e- der herzustellen, andererseits ntüssei: wir es aber als nufere heiligste Pflicht ansel/en, das Schwert, 'welches uns die Beutegier ranblusti- ger Nachbarn in die Hand gedrückt bat, in dem für die gaitze Zukunft der Monarchie so entschndurtgsvbllen Kampf nicht früher niederMogen, als bis unsere Gegner ihren »vahnrvitzigei: Anf- teilungs- und Bergewaltigungsplanen nnz»veideuttg entsagen. Wir wollen Herr«: bleiben im eigenen Hause. Das so herrlich W rväbrte B ü n d n i s tu : t d e nt Deut sch e lt Reiche, dessen erhabenen Herr'ckier ich kürzlich als^Gast be- a»wißen tonnte, erhielt jüngst durch den Siegeszug im Südrvesren eine »teuerliche ruhmvolle Bekrärttgung Mit dem aufstrebenden bulgarischen Volke verbinden uns die besten bundesbrüderlichen Beziehungen. Hierfür legten auch meine iviederholten Be- aeg»:ungen mit König Ferdinand Zeugnis ab. Wiederholt Hanen »vir (Gelegenheit, die traditionelle. Tavferkett der türkischen' Krieger in ihrem todesnrutigem Zusaminenwirken mit unseren Truppen zu betvunden». Zuversichtlich hoffen »vir* daß . das eng- verbündete osmanisch? Reich einer Periode neuer Blüte und gesicherter Enttvicklung entgegengeht. Die Festigung unserer Beziehungen zu den nc»ttralen Staaten ist unser ernstes Bestreben. Wir schulden^ denselben innigste»: Dank für ihre Betätigung zugunsten unserer Kriegsgefangnk'n. Meine Herren' Die Vorlagen, »velche Ihnen unterbreitet werde»», unter welchen sich dem Herk'omnwn gemäß auch die auf Am Grabe des heiligen nifolaus. Zu m Nikolaustage, 6. Dezember. Nun geht der große Kindersreund »vieder einmal durch die ach! so traurig gewordene Welt. Zu Myra in .Ueinasivn ist er Btschps gewesen, sein Grab aber hat er in der alten apulischen Stanfcrstadt Bar:, uno cs hat am Tage des heiligen Nikol qji auch seine befchch-ere Feier. Es roar in: Jahve. 1087: 14 italienische Getreideschllfe. darunter eitrige aus Venedig, die aitderen aus Bari, führe»: nach Syrien. Die Venezianer, die bereis die Gebeine des heiligen Markus nach.Vettedig geholt hatten, gedachten wie die Bares«:, daß seit cin«n halben Jahrhutchert das Grab oes helligeü Nikolaus zu Myra in der: Hätwen der Mohamedaner »ei. und beide beschlossen, die Gebeine zu holen und nach Italic»: >u bringen. Den Baresern, die von einem gewissen Giovannocaro oesehligt wurdeiu gelang es, den Venezwncru znvorzukommen: sie fieBenjidt in der Kirche von Myra durch Mönche an das.Grabmal des Heiligen führen, zertrümmetet«: de»: Marmorbodeu. oer es deckte, stießen auf das Grabaus schneerveißem Marmor und öffneten ech Ein rvunderbar süßer Geruch quoll ihnen entgegen das kölllichc Manna, in der»: die^ Gebeine des Heiligen lagen, bauchte ihn aus. Mach mancherlei Schwierigkeiten »vurdeu die Ueberrestc des heiligen Nikolarrs an Bord gebrach:; an: 8. Mai landete das echtst in Porto San Giorgio martire untveit Bari, und tags daraut war es in Bari lelbst. Ter Bischof von Bari wollte zwar die Gebeine des Heiligen fr: der Kathedrale beisetzen, allein bi*> r^ch:jssleute, die in Myra die Errichtung einer neuen Nikolauskirche in Bari gelobt hatten, widersetzt«: sich, luden die Reliquien heimlich aus emen Och^karren, und die Ochsen zogen ilm bis ans Meer, bis an die -stelle, wo sich heule die Kirche S. Nicola imheb: Noch im selben Jahre begann man ihren Bau: 10x9 war me .Krypta vollendet, und nn gleick^m Jahre weihte Papst llrta.i ll >u^T)as gewallige Mittelschifj des normarmisch-ronurniichc»: Bau- ES überragt das Häusergewfrc v^n Alt-Bari, weitst:»« frck.brr als Wahrzeichen der Ltadt: zwei stumpie, massige, niedere Scitcw- türme schlreyeu »tch an: die sckMucklwse Strenge der Vorderseite wird nur durch efr: schönes Zierportal unterbrochen: Es zeigt .»Sei Ochsen als Säulenträger und oben an der Wölbung ein Relief, den vchsenbespannten Karren darstellend, der die Gebeine d^S Heiligen bis an diese Statte geführt hat. Alljährlich zur Zeit des vorweihnachttlchen Nikolausmarktes »vie auch am Tage der Ankunft der Gebeine des Heiligen in Bari ist die.Kirche das Ziel Tausender von Pilgern, -»gleich nach ihrer Anstuni: pfrcge.r st Di£ Treppen hfriabzusleigcm, -die ,n, die geräuinigc Unterkirch Mren. in deren Mitte, von vier herrliche»: Säulen und einem Marmor-itL« umgeben, der massiasÄberne Mar des Heckigen - eine Stiftung des Serbcnzaren Urosius aus dem Jahre 1319 — steht. Zu oberst sieht man die Büste des Heiligen als Bischof: er hält in der Hand ein Buch mit drei Acpseln an« oberen Rande: vornte, in der Mitte des Deckels, ist ein Flä»'chchen Manna darge- stetlt. Unter der Mitte des Altartisches ist ein Höhlung, und dtnech ie Oefsnultg an deren Unterseite erblickt man den kostbaren Sarkophag mit d«: Reliquien, die der Priester den Gläubigen an nt Festtagen zu zeige»: pflegst: auch hebt er ge.ivöhnlich in einem ilbernen Becher eine »vasserklarc Flüssigkett heraus, eben das ..Manna die San Nicolo", jenes Wunderwu»'ser> das sich bcreitS- Myra in: Sarge des Heiligen fort und fort neu bildete. Jedem Pilger i»l Bari »vird davon zu trtnfr»: gereicht, und »ver es wünsckrc, künn einige Flastckch u davv»: mitnehmen: ein Vorrat des Memnas Ivird immer i>: der Nähe des Altars aufbeivahrt, und es »vird eine Fläsch^ gezeigt, in der sich jahrh»c»»dcrtealtes Minna befmbei. In "6vz Italien »vird das Mckitna äußerlich und innerlich gegen K. wüststettcn aller Art unter Al:ru.f»:ng iX's Heiligen angewandt. ?lu dem anderen großen Feiertage des .Heiligen, der der Erinnerung an die Ueberfühvmtg .einer Gebeine nach Bari gilt, findet außerhalb der Nikolauskircbe eine Feier sta'tz, zu der der Zularfr ganz ge»valtig zu sein pflegt. Am frühen Mvrgk»: des Feiertages wird die Starue in ^ großer Prvzcsfrvn an den alten Hafen gebracht: und zwei Fischerboote, die durch das Los bestim»nt werdcn, fahren sie ein Stück in der Richttmg aus Porto S. Giorgio aus das Meer hinaus, dan»: legen sie au, mir Anbruch der Dunkelheit kehren sMzitrück, und in feierlicher Prozession wird die -Statue dann mit Musik durch die hellerleuchtcicn Straßen in einen eigens au» der Piazzza errichteten Tempel geführt, in dem sie die Nacht hindurch bleibt, un: erst am Mend des folgLnden Tages wieder in die Kirche zurückgcfragen zu neerden. » W e nur o o »: S i c m ens »:n d die Erfindung de r S Bi c ß b a r: u: wo l l e. Werner von Siemens, dessen 2b. Todes tag au» den 6. Dezember dieses Frhpes fäll:, erzählt fr: jcine.fr Lel-enserinnerungeu, wie er dazu kam. frck ntit der Verbesserung der Sck.ießäaumwvlle zu beschäftigen. Er hatte als junger zur Artillerie- Werkstatt in Berstin kon:ma»:dierter Offizier mit einigen Kainecaden die Unrorsi.cktig:?it lcgangen, seine Urtrerschrift unter eine politische Kundgebung zu setzen, die da»m als „Protest gegen Reaktion und Muckertum "inj>er Vossifch-an Zeitung v?rö>sentlich: »vorden. »var. Um der zur Strafe hierfür verfügter: Zurückversetzung zu seinem Regimen: %u mtgehm, die alle sefrtc künftige»: Lebens-- 'listnc oerefrelr hätte, l" fick für Siemens lein andrer Ans.vcg. als M Nachweis einer mfritäriid) ,vick.iige>: Erfindung, di? »eine Anwesenheit fr: Berlfr: crsprderck? Kurz vorher yatte Scho,»bei»: in Basel die Schließibaunrwvllc erfunden, die aber nvck, wesentlicher Bosnten und die Herzegowtna dezüglstchem ^befr»:den, »stellen an 'Ihren Patriotismus gewaltige Ansprüche. Ich ho»»e zupezchicht- lich, daß Sie denselben mit getvoüntem stfrm«tc, von veriöhrcktchem Geiste geleitet, nähertreten werden und e^mschc >chrLi» Arbeller^ zum 5oeile unseres geliebten Vaterlandes Zoller: Erfolg. Die Thronrede wurde mit lebboftem TAfrall au»ge»wmmen. namentlich der Satz: „Wir wollen Herr blei.be>: tm eLgcncn Haus." Ms der Kaiser den L-aab verließ, brachte der 1 Pr an den: ueuerltcht Hochrufe aus, in die die Anwesenden begeisterst: cinstiwmten. " » * Eine Rede des bulgarischen Mittjster.vräsidenteru Sofia, 1. Tez. MTB. Meldung der bulgarischen Tefr. graph-en°Ag,nllur. Bei Wiederge»vi»:n brr Sobranj<.itzu»uz erü-ätt» Ministerpräsident Ra dos l a ivv w: Btügarien -mo^r »teus bereit, in liebe rein »üimnmng mi: seinen Verbündefrn. in Frisvensver» Handlungen cmzutreten, sobald der Vorschlag von den < Iiegnetn aus ginge, »vie es durch» »eine Rote von: Dezember 1916 und seine Anttvorten aus die Roten Wilsons uitd des 'barstes beipiesen hat. Solch ein Vorschlag ist »etzt vor: de»»: OberÜfrupt tuj; Reg ich rung der rnssisivn Republik', Lenin, intö den: Vvlbswmmissar für Auswärtiges, Trotzt», an. »ms gerichtet worden. Wir haben sofort geantwortet, daß »vir bereit sind, in "Perhuttzdlitn'.geA einz^ treten. Lebhafte Zustimmung./ Bulgarien tonnte das 'FnedeqL. angcbot nicht ablehn-en, weil es »tativnales Idc.».'l. um dess«np, »rillen es in den Krieg efrrgetroten ist. erreich, bot, die Einigu«- lutlgarisck?.» Bolt?s in einem ettizigen Staate, der De a^t* doni e n, das Mora pal and ui:d die Dobrudß-cha em» schließt. Ties »vird für uns die Grundige afrer_ Besouechungen bilden. Nack weilten Nachrichte»: »vird die pnszische Regievuintz iwmnäck'st Vertreior bestimmen, die sich cklfrbaid ndt »mfepen M denen unserer Verbündeten, über die Führung von VerstanolunM, beutelt,ui »cerben. (dieirerlichc Ztrstimmuug gifr allen BanLvrj. * Ans der türkischen Äanunc». K v n ft a n li »ro pel, 3. _%$. Die Kam >Uc r n.abm eine» Nachtrag s l r e. d: r z-um Krieg-sbttdaet des laufenden Pech» nungsiahres in Höhe von zwanzig M i 11 i o n,e u Pfund an. Der a in a »: z in i n i st e r , der die Anfordertutg im Namen der Regierung vertrai, gab' Aufklärungen üb'r die fc^fr .Knegsbegiwß bewilligte,» Kriegslredite und erklärfr. das: die c^kirbertett zwaw» m MMonen Pfund für die .rß d!e.RegckruM der Kammer Auslläruttgen erteilen werde. Er lege Mstt dgrauf zu erklären, daß er diesen Ast» der gcge»tivär:sg-m Leiter stXußlands beifällig de- rrüße. Der Präsident Hadsck i Adil crllefrar. de. Minister de- Acuß.'rn hat? ihm mitgeteilc, daß er iedeir A.?^mv1ic» ,N rck.riiWtz erwarte und sich beeilen »verde, sie der Kammer-zur Krmrtnis zu bringen. Ans Stndt un- Catf^ G ieße»:, den fr. De^cntber 1917. Zur Odstvcrivrguitg der Stavdc. Der Verband deutscher Obst-, Gemüse- m:d Slidfrvckfrgroßq hmchler l'Berlin) schreibt: Infolge der fortwährenden weiteren Zetttralifreruwg der Obstund Gemüst eversorgung ist die HeralllchaNung von Ware für die Berbrauck. sgebiete schrvieriger geworden. Die Großvä^dker tir. den größeren Verbrauchsplätzen sfr:d, da die Ausfuhr fast überall von erschwerten Bedingnngc»: .abhängig gemacht ward, ruckt naphr in der Lage, Obst und Gemüse frei e,n-zu-..auseu. Tie Versorgung der Städte gehl daher immer mehr au: die Stadtver»vatt.u.ruzeu selbst bzw. au» die von ihnei: eingerichteten Großmarfre über. Dies bat den Verband deutscher Ovsfr, Gemüsen und Süofrücküegrv^ Händler Berliir-DüsseLorf veranckastt, fr: verschiedener: (Än^abm an die Reichsstelle für Gemüse und Obst, Berlin, daraus hinzu- »veisen, daß, da den Großhändlern der freie Eirrt.au» unterbunden ist. diese mindestens bei der V.wteilung der War? in ocu Großstädten be.e'ligt werden müssen, zumal diese Großhändler ooi: ietwr »wbm der Beschaffung der Ware auch die Ver»ellu»:g in ben Städten bewerkstelligt babeit. Die Reichs,Zelle für Gemüse uitb Obst hat sich jedock: bisher leider in diezer Frage für unzuständig erttärt und die Erledigung der Angelegnll.ei» den einzelnen Stwdtpst»vM»»nga: selbst überlassen. Der Verband will die Frage zunäck . zum Gegenst.rn> »mfrera Berhandlungen madrit, in Denen die. Beteiligung des Gresthondech che: der Obst- und Gemü»everforgung der Städw als imerlüßlich für eine geordnete. Versorgung bezeichnet^»vird. Es i? hierbei bö, jMerkt, daß die kürzlick stattgefundene Sächsisch'' Obst- und Ge» gnüsctagung in Leipzig z»» der Großmarl fing? »ick wie folgt .geäußert hat: Es ist erforderlich, dasz die Frage der Großmärkt? bzw. der städtische»: Vertcilungsstellen so schnell als möglich in dem Sinne chcilärt »vird, daß die antömntendc Ware sämtlichen ortsansässigen Verl^sserung bedurfte, um für militärische Zwecke anwendtzar zu ivcrden. Siemens b?sckvß nun. sich di esc r Aufgabe y.i juibincit, und zwar wollte er cerfuäien, durch Anwendung flätt'erer Salpetersäure und sorgfältiger? Auswaschung n»:d "Neutralisi?r»»ng eilt besseres mtb weniger zersetzbares Produkt vu ae,murren. Dis Versuche, die er iin Laboxatvrinn» seines ehemaligen LehrerÄ Erdmann- der als Professor der Echem: ? an der köntglichen. Tievi arz-neisicknle -virltc, anstella.. blieben zunächst erfolchos bis der Zufall den: jungen Forfck er zu Hilfe kam. Als ihm nämllck. euunall die hochkonzentrierte Salptterioure ansgegartgen »var. uck:c «w sie bei einer Probe durch Zrsatz von fotrfr'ittrierter Schwefelsäure! zu verstärken und erhielt dasack'! zu seiner liebervaßch'UNg Schietz- baumivolle von gaitz- aitderen Eigenichaften. Im (Gegensatz zu dem früher emielttu schmierige»: und leicht zersetzbaren Produkt »var dieses weiß und fest wie die »u:vc.ränderte Baumwolle. Höchst befriedigt stellt- Siemens ein ansehnliches QuanLun: davon l»er und legte es in den Trockenofen des ^abvra- wriums. Als er dieses am andern Niorgen »vieder betrat, stand der Professor ttauernd unter bat Tcklwmern des Ofens, in den: beim Heizen sich die Schießbaumwolle entzündet hatte und zur Explosion gelangt war. Die Freude seines ehemaligen Schülers, de»' sofort das Gelingezr seines (Hyrn-iineuts erkannte, nftrtte auf Erd mann zunächst etwas verblüffend, doa» ließ er sich schließlich zur schnellen Wiederansnahme der Versucbi- bereden, und noch a»» demselben Vormittag wurde dü' wohlvervackte Schießckaum* wolle an den Zriegsnfrnister abgesarllt. Der Erfolg »var glänzend, »uid, da die »osor: im Garten Mrnisteriunls vorgcnomnmtt Schießprobe ausgezeichnet ausgefalte»: »var. erhielt Siemens um- gehend den direfrei: Befehl, sich zur Anstellung größerer Versuche nach der Svarckauer Pulverfabrik zu verfügen: von einer Versetzung »var keim Rede mehr. Das endMttge Ergebnis blieb freilich dock» hinter den ur»vrünglitl»en (Sfmarümflen zurück, da die Schießbaumivolte sich nicht als geeignet erwies, das Pulver zu ersetzen: dvck konnte Siemens au» ihre ausgezeichneten Eigen- fchottei: als Sprengmittel verweise»: und sie daher als Ersatz des Sprengpulvers für mirttärifdfre Zweck? empfehlen. Daß er twtzdein nicht als Erfinder der bramchbaren Schießbmcmwolle gilt, hat »eme besondere llrfarfr? in jener Duplizität der Fälle, die schon ma»:cken Forscher um den verdtenten Lorbeer gebracht hat Fast um d:e gleickw Zeit wurde nämlich seine Methode, die Schießwolle darzu- stellen, von ^Pros. Otto neu ersuilltm und verösfrntlicht, unt> da sowohl die SiemQtsschen Versuche als auch »efr: Bericht an das Kriegsministerium geheim geblieben wäre::, »fr) ist diesem — und »Die Siemens selbst zu gibt, mit Recht das Verdienst daran zs^ gesprocheu »vorden. t HwßWMenr Hlwecks Betteilüng an den Kleirtzhandel zugewiesen wirL» Tie städtischen Berksufsvermittter oder, soweit die Städte die Ware verteilen, die stä>chchrn Vertellungs stellen, haben 'ich lediglich mit der Weitergabe der Ware an den Großhandel zu befnsien. Tie Entschädigung der Großmarktleiter hat durch rcfte Beträge, nicht aber pvovtsicmsmttse vom Umsatz zu geschehen. ** Das Schleifen aus den Fußsteigen. Wenn schon m normaleil Zellen das Schlmsen der lieben J-ugend ans öffentlichen Straßen höchst unangenehm empfunden wird, dürfte dies gpgenwärttg in iroch wert höherem Grade der Fall sein. Tie ungenügende Beleuchtung, die nran mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Umstande erduldet, erhöht die Gesqhr eines Unfalles', da man Achte Stellen mir zu leicht übersehen kann. Es dürste deshalb im D^ne vieler dw Bitte ausgesprocki-en sein, daß Eltern, Lehrer und PollZer durch Ermahnung die Jugend von der Unsitte des schienen s auf den öffentlichet: Wegen abbtingcn. ** Bo lkszählung. Auf die Betamrtlnackung des Ober-' Lürgermellters rn heutiger Nummer »vird hingewiesen. ** Ausstellung von Wandergewerbescheinen. Anträge auf Ausstelllmg von Wandergewerbescheinen für das stalenderiahr 1.918 sind baldigst beim .Kreisamt zu stellen. Alte, schon gebrauchte Wandergewerbeschcine sind nicht mit vorzw legen — In ben Wattdergewerbeschein ist eine Photographie des Inhabers einzukleben, die gut erkennbar, ähnlich sein lind eine Kopsgrvße von miirdestens 1,5 cm ausweisen muß. Auf der Aückseite des Bildes muß die Persönlichkeit genau vermerkt werden. Bei gemeinsamen Wandergewerbescheinen genügt die Photographie des. Unternehmers, wenn ein Unternehmer' nicht vorhanden ist, die des Mitgliedes. Die im Wandergewerbe Beschäftigten find .ferner krankenversicherungspflichtig und müssen vor Beantragung des Wandergewerbescheines als Mitglieder der Landkrankenkasse des Latttkreises Gießen angemeldet sein. Die Bescheinigung der Krankenkasse über empfangene oder gestundete Beträge ist bei der Beantragung zur Vorlage an das 'Kreisamt zu übergeben. — Wir verweisen im übrigen auf die Bekanntmachungen im Kreisblatt Nr. 194 vom 27. November 1917 ** Gewerbe-Legitimationskarten. Es wird noh- mals darauf hingewiesen, daß, wer Warenbestellungen aufsucht oder Waren ankauft, hierzu einer Legitim ations karte bedarf. Tie Anträge auf Erteilung einer solchen .Karte sind zeitig bei den Bürger- ineisteveien der Landgemeinden bzw. beim Polizeianvt Gießen zu stellen. In die Legitimationskarte ist ein Lichitbild des Inhabers zu kleben, das ähnlich. Mt erkennbar fern und eine Kopf große von mindestens 1,5 Zentimeter haben muß. Ans die Rückseite des Bildes, das nicht älter als 5 Jahre sein darf, ist die Persönlichkeit zu vermerken. Für die Erteilung der Karte ist außerdem eine Stempelgebühr von 5 Ddark zu entricht:. ** Vermißtenermittlung auf dem westlichen Kriegsschauplatz. In letzter Zeit sind auch hier wiederholt Gerüchte aufgttauchl, daß Vermißte des westlichen Kriegsschtu Platzes nach länger als einem Jahr zum erstenmal Nachricht von sich gegeben hätten oder sonstwie als tatsächlich in Gefangenschaft befindlich seitgestellt worden wären. Tie hiesige amtliclfe zuständige Stelle weist deshalb erneut daraus hin, daß alle diese Gerüchte^ leder Grundlage entbehren, namentlich mich sof.veit sie Vermißte ans öen Gefeck ten um Le Quesnoh im 9dovember 1914 betreffen. Ta S-chreibverbote weder in England noch in Frankreich bestehen, kann nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen es als völlig ausgeschlossen bezeichiull werden, daß Wer ein Jahr an der Westfront Vermißte sich in Kriegsgefangenschaft befinden. ** Das Oberh,essische Museum und die Gail scheu Sam ml u n g e n (auch das Völker m n i e u m müffen infolge der HeizuttgssckÄviettgkeiten währ eil d der kalten Zahreszttt geschlossen bleiben. ** Lieb ig-Musellm. Tie diesjährig.' Generaioersamln- lung sinder Donnerstag den 6. D^ember 1917 im Hotel Viktoria statt. Näheres siehe Anzeige. ** R:n g kra g en für Polizeiunteroffiziere. Um 'f aus 'Diefenbach r.Kr. Wetzlar) ck-er'ragert. Wißmar hat beb.tnntlich die stärkste Landschrrle im Schnlanfffchtsbezirk Wetzlar, r.m eck:: Klassen. Hkjfen-NckfftM. ^ ----- Bad Homburg v. d. 5. Dez Die reit einigen Monaten schwebenden Verhandlnngetr mit einem Konsortium, das den gesamten Kur- imd Badebettieb der Stadt Homburg tu Fortn einer Aktien-Gesellschast übernehmen will, sind zum Abschluß gelangt. Die (^r'sellrchasl tenn dem Vertrag zufolge die Nutznießung 'des Betriebes jedeczett an treten, muß ab-r bis spätestens, am 1. April 1918 die gesamte Uebernahmc vollzogen hoben. Ter Aktien-Geist IlstDa st gehörest vorwiegend ck,'i tolle de >- des .Hochadels, der Großindustrie und der Großkaufmanuschach an. Zum Leiter des Unterrtehmens rmirde der bisherige shm direktor F e ldstever gewählt. da. Limburg, 5. Dez. Der wegen militärischer Vergehen in Hannover in Hast beffndliche Ubatt Vollbracht mm hier gestand bei seiner Vernetznuurg, das; er am 13. Juni ds. Js. den (Äastioirt Harmenttl-g üt Hannover erwllrbtt habe. Ätt der Tat beteiligt^ sei eine Kriegerssrau, mit der er in jener Zeit verkehrt habe. V. ist Tischlergeselle und bereits int Felde gewesen: er ist jetzt zu einer Ersatz-Eskadron in Hannooer versetzt. Die Untersuchung ist ein* geleitet. Bei ber Tat wurde der Ernwrdete aus geraubt: diesen Raub soll die Frauettsverfou artsgesührt haben. Diese leugnet die Tat; sie wall den Svldateit überhaupt nickst kennen. N. T. Wiesbaden, 4. Dez. Ist Posen wurde der Mörder, Gefreiter Michael Karpczak festgenonunett und dem dortigen Militärarrest zngeführi, um nach Wiesladeu transpottiert zu werden. Wahrscheinlich wird, da nach Feststellung des Leichenbefunds Frau Ehre! nickst an den erhaltencul Verletzungen, sondern an einem H r - >' li og geswr Ixm ift, .Ka rpc zak ni cht i wegen Mords, satt b erit we-ven gefährlicher Körperverletzung angeklagt werden. ®cridns>ioal. X. .Hanau, 5. Dez. Zwei Einbrecher, die Brüder Christian itnd Heinrich A. ans Offenbach a .M., hatten am 17. März d. I. vont Landgettcht Frankfurt ivegen Nücksalldiebstahls lättgere Frei- hettssttafen erhalten und waren zur Verbüßung ihrer Strafen iir die Sttasanstalt Bayreuth überfühtt worden Von dort aus teilten .sie ^ der Staatsanwaltschaft .Hanau mit, daß sie in Fechenheim, OffenLach und Frankfurt noch weitere Dtebstähle ausgefühtt hätten. Vor der Hanauer Sttaskmnmer widerriefen sie ihre Selbstbezichtt- gung tnrd behcmptetcn^ die Dtebstähle nicht ausgefühtt zu haben. Ihre Angabert seien nur gemacht worden, um aus der bayerischen S trafanstalt, in der die Kost schleckst gewesen sei, herauszukoin men und emem^preus'ischeä Zuchthaus übettniesen zu iverdett. Da aber die rn der Selbstbezichtigung angegebenen.Diebstähle tatsächlich vorgekommen sind, hielt die Strafkammer ihre Geständnisse für glaubhaft und verutteilte Christian A. nnrer Einbeziehung der früher gegen ihn ettamrten Sttaien zu 3 Jahren Zuchthaus, seinen Bruder Heinttch zrt 2 Jahren 9 Monaten Zuchthaus. ?luch wurden ihneit die bürgerlichen Ehretrreckste auf die Tauer von 5 Jahren aberkannt. Die Attgeklagten schienen mit dem Erfolg ihrer ^elbst- bezichtigung zufrieden zu sein, benn sie erklärten, die Sttaien! atrnehmen und sofort antreten zu wollen Meteorologische veobochtungen der Station Giehen. Dezember 1517 ** 9 %» o w s: ä 2 s* a 2 D »-• 5 — SU g ^ Oi -S - 1 S? U V ; V 3 s « ! -2 a; | Z 5 s 1 3 ^ G» V j Ti •* .5 1 ^ 1 H u •a 'S c Z* “ | SZK.» in Wetter 4. 2" _ 0,8 4,1 ' 85 — .3 Sonnenschein i. 9" — 5.7 2,7 | 90 — - 0 stlarer ötmmel 5. 7" 1 4,7 3,0' 94 [ - - 10 Nebel Höchste Temperatur am 3. bis 4 . Dezbr. 1917 =-f 2,0*C, Niedrigste . „ „ „ 1917 --- 6,9*0. Niederschlag 0 , 0 " mm. verrnrschtes. Eistttbahnunglück. Hannover, 4. Tez. Amtlich.) In der Nacht zum 4. Dezember fuhr zwischen Bahnhof Ahlen und Hamm der O - Z u g 2 2 Berlin — Köln auf den abgerissenen und auf der Strecke zurückgebliebenen Teil eines voraufge- f a hreneTt Svnderzuges mit italienif chen Gesa n» gelten aus, in die Trümmer, die auch das Nachbargleis bedecktet, fuhr ein Güterzug der Gegenrichtung hinein. 35 Insassen des Zuges, darrmter acht deutsche Landsturm- leute und ein Zugbeamter, siird getötet und 45 Mann verletzt Tie Verletzten siird .in Kranken Hausern in :->aintn nntergebrackn. Reisende des Schltellzuges sind mdü verletzt. Schaden an Lokt- mottven und Wagen sind erbebüch. Die Strecke war lö Stunden lang vollständig gesperrt. Schnellzirge sind ltmgeleitet. Der V!o> kehr der Personenzu ge ist durchs Um steigen aufrechterl>alten. * Tie Brandkatastrophe auf der Grube An«gl des Eschtveiler BerglverksVereins, die durch die Explosion etnrc Benzollokomotive erttstanden ist, hat 58 Opfer gesordett, darunter 37 Deutsche und 21 Ausländer. Sämtliche Lerchen bis auf eine konnten geborgen werden. * Zwickau, 4. Dez. Die hier verstorbene Witwe Schenk hinterließ für Blinden-, Krüppel-, Kleinkiudersitrsorge und der neven Mission eNva 250000 * Die Flucht der Großfürstin Tatjana. Nachdem^ der Jmpresa F-volunamr die Welt mll der Nachricht überrascht hat, daß der Zar nach Amerika entkommen sei, wissen jetzt amerikanische Blätter von der romanhaften Flucht seiner Tochter, der Großflirstin Tatjana, zu erzählet:, über die die folgenden Einzel« Hellen p^rickstet werden. Prinzessin Tatjana soll demttach einte Scheinehe mit einem 1 Sohr: des Kammecherrn des Zaren, des Barons Z-redericks, eingegangen sein und dadurch eine .größere Bewegungsfreiheit an ihrem .Hastorte erhalten l-aben. Diese benuvte sie, um bei günstiger Gelegenheit die Fluch: zu ergreifen, die ihr angeblich gelmrsen ist. Gegamoättig soll sie srch auf dein Stillen -Ozean auf dem Wege nach den Bereinigten Staaten befinden, iva Mimen kurzem ihre Landung tat San Franzis ko crwarttt wird. Unter dem Namen einer „Miß Tatjana NiMchewna Romanow" will sie daun, wie es weiter lx-ißt. in Amerika im Dienste des, russischen Hilfsausschuffes arbelleu. Ter Rest das Berichtes ist — sehr amerikanisch Danach beabsichtigt nämlich die Prinzessin auch noch „kleine Märchen" zu schreiben. Tanzuuterricht zu ettellen und den ameriPanischen Frauen Vottesungen über die tmssischen Verhältnisse zu halten. Tabei werden natürlich!) ihre Neigungen als statt demokratisch geschildett: die Prinzessin beklage es gar nicht, daß die Romanows abgesetzt worden seien, wohl aber wolle sie das amerikanische^Bott' dazu ermuntert:, daß es Ziußlano nicht ..sozialistischu Verrätern imd ber Gnade oer Deutschen" überlasse, svttderu iltzn dazu behilflich sei, daß es sich wieder dek: Sache der Verbündetet: an schließe. Hier kommt natürlich der Pferdefuß zum Vorschein. Uebrigens mag man für die Familie Roman'ow noch so wenig übrig haben — ein so hartes Schick-- sal hat eine Tochter bieseö Hauses doch nicht verdient, daß sie Amerikanerinnen Tanziunerrickst ertellt utrd Vorlettingen halt! * Die französische Tadakkarte in ^icht. Die Franzosen sind, wenn man den Ankündigungen der Pariser Blätter Glauben schenken darf, im Begttffe, aus dem Gebiebe der Kriegs- Maßnahmen einet: Vorsprung vor uns zu gewinnen. Allerdings handelt es sich dabei um einen „Sieg", auf den sie sichettich gerne verzichten würden, nämlich um eine Ration:entngskarte, die es bei uns twch nicht gibt. Ter Tabakmangel hat in Frankreich so zngv- nontmen, daß er jetzt zu einer Krise geworden, ist. Einerseits wird dies durch den. Ausfall der amettkänischen Taballiesernwgeu verursacht, and-erersells durch den Mangel an Arbellskräften für die französische Tabakkultur. Am meisten Tabak liefetten in Frankreich die Gebiete Tordogne und Porigord, die fast alle ihre Pflanzen an die Armee hergeben mußten. Tie Zahl der Tabak-- tülkuren hat sich so ständig vermindert und wird noch weiter ab»- nehtnen müssen. In det: Pyrenäen und in der Hante-Garonne babett die Tabakanpslanzungen sich um 68 Prozent vermindert. Aut der änderet: Seite ist der Tabakverbrauch um 50 Prozent gestiegen, vor allem durch die Lieferunget: an die Front. Tie Behörden beraten hin und her. um eine Lösung dieser nertesten Kttse M finden, aber wie die Blätter versichern, wird nichts übttgbl-eibew als die ^Herausgabe von höchst i pa rsameu Tab akkartcu. D i e Jagd nachdem S t r e i ch h ol z. Die nachgerade rragitomisck gewordene Streichholzno! in England beleuchtet aus drastische Weife die fvlgiende Zuschrift ellves Loudoners an die Daily News: „Da bei uns in: Hause kein einziges Stteichholz auf- getrieben werden konnte, machte ich mich aus den Wieg z:t einem- venachbarden -Laden, um dort ein Paket Streichhölzer zu katlfem Ick) iand das Geschäft verlassen: nur ein fünffähttger Junge befand sich darin. „Ter Vater wird in einer Minute zurück sein", piepste der Kleine, „er ist nur um die Ecke gelaufen, um zu sehen^ ober ein Streichholz für seine Zigarre kttegen kann." letzte Nachrichten. Bruch der Entente mit Rußland? Berlin. 5. Dez. „Daily Ehronirte" meldet ans terSdurg. Die Botschafter der Entente notifizierten der jetzigen russischen Regiei-ung durch eine neutrale Ge- snndt'chaft den Bechlutz. d i e p o . i t i s ch e n . f i n n n z i e l - len und militärischen Beziehungen m i t R u tz°- land für die Dauer des gegenwürtiaen Regimes zu lö sen. Der amerikanische Botschafter Hache sich ans formellen Gründen dem Kollektivschritt der drei Entente- twtschafter nicht angeschlossen. Amr"ikaS Ziel. Genf, 5. Tez. Tie Huuptstelle aars Wilsons Botschaft an den Kongreß lautet nach einer Matin-Meldung: Amerikas Ziel ist die Fortsetzung des Krieges bis zum Siege der ckemvkratie in allen Staaten. B e r l t n, 4. ^ez. Amtlich. Nette U-Boots-Erfolge im Bristr kcrnal und ot der Nordsee. 14 500 B-RT. Unter ben verienkten Sch sen befand sich der beladene französische Tampfer „Lldmiral Ted< (c>980 Tonnen). Ter Chef des Admiralftabes der Mario Graf Tisza lmd das „SelbstbcstinlmungSrecht der Völker Budapest, 5. Tez. (Ungatts,cke Delegation.) Nackchem Gr Ezernrn »einen Vottrag über die auswärtige Lage beendet hatt ergriff Gras Tisza das Wort und sagte, er mchse die erste G lkgenhttt ergvnfen, um aufs entsckiedenste gegen das Scblagwo vom Sttbstbestitmnungsrocht der Völker Einsvruck zu erheben io bah bte MonarckM gewissermaßen unter die Vormundschaft ein tnternattonalen Gettckstshofes gestellt werde. Graf Julius Ai drossy schloßt »:ch als Redner der Regiertmgsparttt den Bemerkm gen des Grafen Tis-za an, mit dessen Ausführungen e? sich i »wllkommener Ueberttn»ttmmung befinde. Hierauf ergttff Gr Czernin das Wott. Er verwies auf die Sttckle der Thronredt wo gesagt wird, daß wir das Schillert nicht aus der Hand leger so lange nicht unsere Feinde ilirem wahnwitzigen Aufteilung und Vergewaltigungplane unzweideutig -entsagt und ihre (K, Mischung in die Geschicke der Monarchie aufgegeben haben D Minister stellte dann fest, daß die große Mehrheit des österrttckv scheu Delegation den gleichen Standpunkt einnehme. Vom italienischen Kriegsschauplatz. Wien, 5. Tez. Atts dem Kttegspresseguattier wird ovt 4. Dezember abends gemeldtt: Bei den Truppen des Feld marschalls Conrad erfolgreiche Kämpfe. Es irntrfc Ge fangene und Beute ein gebracht. Amtlicher Teil. Belr.: Bvrrräye über Obstbau. Ich. bringe zur Kenntnis ber Bebttligten, daß, Herr Gatt meister Rentsch im Laus des .Monats Dezember in nackr Mckateteu Orten des Krttses Gießen Borttäge über Obst- ’ Gemüsebmt halten wird, wozu die Mitglieder des Vereine sr »otifttge Freunde des Obst-- und Gartenbaues hiermll ematta werden. Mittwoch., den 5. Dezember in Grostew-Vuseck Mtttvvck/ den 12. Dezember in Bellersl)ttm, Mittwoch den 19. Dezember in 5seuck>elh.'im b. Gießm: Donnerstag den 27. Dezember in Wieseck b. Gießen.' Nähere Mitteilungen gehen den Herren Bürgermttiüecn l Obmännern zu_ Gießen. den 28. November 1917. Der Vorsitzende des Krttsvb»t- und GartenbanvereMs Gvck Langer mann, Regumurngsvat. Unerwartet und tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 30. November 1917 nach 40monatiger treuer Pflichterfüllung nachts 12 Uhr in einem Kriegslazarett unser lieber, unvergesslicher Sohn. Bruder und Onkel Musketier Karl Haus im aktiven Infanterie-Regiment Nr. 28 im 26. Lebensjahre gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie P. Haus. Giessen, den 3. Dezember 1917. Weihnachtsglocken hör’ ich klingen. Ihre am 1. Dezember vollzogene Vermählung geben bekannt: Forstassessor Otto Löber Oberleutnant d. R. Im Feldartiilerie-Regt. Nr. 258 Päula Löber, verw. RoSIer. geb. Fischer Gießen (Alicestraße 31). 07598 Vortragsvereinigung " liscber Vereii Giessen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme andern schweren V erluste unseres mmgstgeliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders _ Fritz Forbach sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. Elisabeth Forbach Wwe, Berta Forbach. Gießen, den 3. Dezember 1917. 07570 Sonntag, 9. Dezember 1917, abends 8 Ulir, in der J\euen Aula Vortrag Nr.5 Herr Bankdirektor Griesbauer, Leutnant d. L. „Eine Reise nach der Westfront“ (mit Lichtbildern). 88ia LetsterVortrag (Nr.6) findet vorau sichtl. am20.Jau. statt. Eintrittspreis: 1k. 1.—, für Militflr (vom Feldwebel abwärts) Mit. 0.20, Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zufrit\ _ Welkevolle, herrliche Illeleile v. Rorlts. c Klavier and Belang I ,YL. Duett l.2j \i. f Zither 80 Pf. bei Ernst Chullicr. Gießen, \eucnweg 9. Lieb lg--Museum Die diesjährige Generalversammlung 8?i5v findet Donnerstag den 6. Dezember 1917. uachmittag- S Uhr, tut Hotel Viktoria statt. Gäste sind willkommen zur Vom 4. Dezember ab werden die vorübergehend ausgemllenen Schnellzüge D 125 Metz ab 4.-8 nachm., Eoblenz an 8.52, Q o 9 ^ nachts, Giefien an 11,_£, ab 11.49 "adits, Berlin Friedrlchslrafie an 9.50 vorm, und 1> 1Ä Berlin Frteürichurafie ab 7M nach s, Giefien an 5.>L ab 0 . M vorm., Eoblenz an 7.55, ab 8.>o vorm., Metz an 12.54 nachm, wieder eingelegt. 883416 König!. Eiscnbahndirektion Frankfurt (Maiü). Danksagung. t Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teueren Ent- schlafenen sagen wir auf diesem Wege innigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Dambier, Lokomotivführer i R. und Aanrilit. 3702 Giefien (SchanzenstrafieH, den 3. Dezember 1917. VERMIETUNGEN 4 Zimmer Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Die von oem verst.,>-ränlein Jöckel innegeh. 4-Zm..,Wohg. M sof. od. sv. an nur ruh. Leute z. verm. Bleichstr. 18. \Möbl. Zimmer , An einen Herrn v. sof. od. so. ! möbl.Zim „erz. verm.Näh. b. g | 07640 bv'ds Vogt Neue n weg 19. 11 üinsciiönniöbl.Zimmer jg | mit voller Pension zu verm. D 87'9) Bleichttrafie 13,1. : ?*3$or od. Werkstatt (75 qm nvofi) sof. zu verm. Näh. bei ! E. Rotbscliild, Bahnhosstr.64. Danksagung. . Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen, wir allen Bekannten und Verwandten, insbesondere dem Herrn Pfarrer Eidenmllller, wwie dem Krieger- und Gesangverein besten Dank. 11 "MIET6ESUCHE f ! E-Zimraor-Wohn. m. clePtr. L. • u. Gas von 3 Pers. z. 1. Avril ! ?, mieten gef. Nähe Bahnhofs- ! firafieod.Sellerswegbevorz. j Schr. Ang. u. 07721 a. d. G. A. ^ 3rELLENLNQE.iOTE | Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Nürnberger. oder KletmLtnden, den 2. Dezember 1917. 07588 Fräulein wni sofortigen Eintritt für mein Eisenwarengeschäft ge- sucht. Gefl. Offerten er- Kür meinen kl. Haush'lt mit 2KinderneinsanvcresMäo- l K dtFjE^‘'CH djen net. Eintr. kann sos. erf. -'o nLande bevorz.Nur taub, u kinderi. Mädchen ivoll. Ang. u. 0/606 a.d. Giefien. Anz. einr. Volkszählung. Die Haushaltungslisten, die am Vormittag des 6. d. M. von dem Haushaltungsvorstand ordnungsmäfiig aus- zusllllen und zu umerschreiben sind, - werden am Nach- Mlt.lag des 5. d. Nt. von den Zählern wieder eingesammelt. Soll en Haushaltungslisten versehentlich durch den Zahler bis zum Abend des 5. d. M. nicht abgeholt sein. )o hat der Haushaltungövorstand die alsbaldige Rückgabe der Vtite an das Stadthaus. Zimmer 6, zu veranlassen. Die Haushaltungslisten werden mit den von dem Stadt. Lebensmittelamt geführten Kontrollkarten, die für die Ausgabe der Lebensmittelkarten mafigebend sind, ver- glichen werden. Personen, die in den Hanshaltungslisien nicht aufgefuhrl find, werden in den Konirollkarren ge> ztridien werden, so dafi sie Lebensmittetkarlen bei der nach'ten Ausgabe nicht erhalten können. Es liegt daher in jedermanns Interesse, für eine genaue Ausfüllung der Haushaltungslisten zu sorgen. Giefien, den 4. Dezember 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller. Gesucht für ki. Gulshaushalt IßAizeS Mkluhcn L?- zun> 1. Januar oder früher. Schriftl. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hiuschetden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Grofi- vaters, Bruders, Schwagers und Onkels Snhroifi NngeWr, Bshuarbcitkr i. P. jow'e für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Gufimann und die vielen Kranzspenden sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Margaretbc Miugelhöfer. geb. Zecher. Daubringen, den 1. Dezember 1917. 07562 Redegewandte ZMk! M Herren für aussichtsreichen Neben erwerb gesucht. Auch Kriegs beschädigte und Lazarett lnfaffen kommen in Betracht- LaiifmSiichkn oder Frau gesucht Alicestr. 27. 07592 Gin orDcnll.gfl’jfinaihficn für vorm. 2 Stunden gesucht. 8841 A. Geifincr, Plockstr. 9. A nfnartefran zur Aushilfe au ztvei Vor- Mittagen, mögl. Mittwoch und Samstag, gesucht. Frau Praf. Dr. Bergmann, 07587 Nord-Anlage 41. Danksagung. ö&ür die vielen Beweise liebevoller Teil- nähme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen sagen auf diesem Wege herzlichen Dank. 8769 Margarete Witzner geb. Heuß Familie Belloff. Beuern, den 1. Dezember 1917. ^ V O VHH| Kolzgrofibandlung und Tampfsggcwerk Afldda _ lOberh effenl. 8780D Postillion gesucht. ' 88? Huhn, Posthalter. Hansbursche gesucht. Hllusdursche sofort gesucht >8815 <5 biruraiicne minit Zuchtschafe - Verkauf. Am Montag den 10 d. M., mittags 1 Ubr. ver kaufe lch in Langd bei Hungen 60 jlttiac mit guten Empfehlungen, das Käu^r müffen den Nachweis erbringen, das; sie dieselben ?^'^^lich kochen kann und zur Zucht verwenden wollen. ’ ‘ die Hausarbeit versteht, zu«' 67591 < 1 brl»«tlnn Hnnseb, Obersenner-Hos ^^ltnuar in laudivirkschat — ' . --—---—- ' ^ xanshalt gesucht. Näheres Schasweiden-Verpachlung. MWM Montag den I«. Dezember l. I.. „aib- ?e!ev>-n A„crs wr mem-n «ittag. 4 Uhr. soll die Pachtung der Schaswe.be auf weitere 2 Jahre auf der Bürgermeisterei bat. Mädchen find vorhanden, versteigert werden. La..wrb?ch ^Zts -Ü5ie|ca, den 4. Dezember 1917. auf 1 . Januar gesucht. #779 Sch-mber. Bürgermeister. ^ ^''iebigs.""^"" LeiGht. Einsp.-Kasfgnwagen zu kaufen gesucht. 0 586 6. RitüssM-iu Jernspr. 259. Alte Briefmarken auf Briefv. 1849—67, auch lose, suäies. m.Samml.z. kaufen."^ P.Loh!er,Lö!Q,Spichernstr50 .Allst U t| V C N wenn auch zerbroch..Schmuck- sacheu, Ferngläser zum Hödi- sten Wert. !07605 Uhrmacher üOCli, _ Mühlfirafie 2. Borkchriingkn ficocn haß Ginfricreit Der Housioasserlkihlilgtii. Zur Verhütung von Frostschäden an den Jnnen- leitungen der Gebäude empfiehlt es sich, in allen Raumen, iveldie von Leitungen durchzogen werden, die Fenster namentlich wahrend der Nachtzeit geschlossen zu halten. In allen der Kälte besonders ausgesetzien Gebäudeteilen bielel die Umhüllung der Röhren. Ventile usm. mit schlechten Wärmeleiiern. ,vie Ju>e, Wottenzeug. Filz oder - -omz einen empfehlenswerten Schutz gegen das Einfrieren. Wo auch dieses Mittel nicht nt-sreicht. wird es notwendig, ivährend der Nacht das Himptabsperrventil zu ichliefien und die Hauvtleitung im Jnueru des Gebäudes abends zu entleeren. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken. :fi es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zavfventil der Haus- leituug offen zu hallen. Bor dem Wiederunlassen des Wassers ist das Entteerungsventil sorgfältig ivieder zu üblichen. Alle Unterhaltungs- und Erneuerungökosten der Wafferme,ser, welckie nicht durch ordnungsmäfiige Ab Nutzung veranlafit worden find, fallen dem Abnehmer zur Last. Im eigenen Interesse der Wasservcrbraucher liegt cs dem -Lchulre der Wasserleitung ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken, weil es angesichts des Personalmangels und der Zlnavvbcit der Materialien n»cht möglich ist, eingefrorene Wasserleitungen als- bald lnttand zn setzen. Giefien, den 4. Dezember 1917. 8844 Stadt. Gas- und Wasserwerk: Steding. Gewifiti-Aiisztig der 10. Preussisch-Siiddeutschen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie ft. Klasse. 21. Ziehungstag. B. Derember t Aaf Jede xe-rvxva» Kammer sind airel gleich hohe arlnue ffetalle», and mar Je einer a*t dl« gleicher Kammer I» de» beiden Abtellaagea lohe O l Ne Lot* I »d U I (Ohne Gewfthr.) In dex VoruiiKügszJchung EMPFEHLUNGEN . . . Pension Erindl, Menen BSne 22 STELLENGESUCHE« Zlm uer,lilitla»s«n.Abendtiseli Ein flllerss MLdehsn sucht Auöhilfestelle. Zu ersr. i. d. i -■— -- \ VERKÄUFE | . Ein svrungs. Vogdsb. Lucke, 18M. alt, v.Hdb.-Abst., z. vrks. L. 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