8r. 285 Ln IleteieT >»zel-er «Ichernl täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Atetzevcr ^amilienbiattcr; KieisMott flf dev Kreis Sletzen. Vezn-rpreir: monatl. Bit. 1 . 20 , vierteljährlich Mt. 3.60. durch Abhole- tu Zweigstellen monatl Mk. 1.10: durch die Post ’ÄK. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellst, fiernlprech - Anschlüsse: sür dteSchrrstleilungUL Verlag, vieschäirsstelleöl Anschriü sür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt ^67. Zahrgang Dienstag. 4. Gietzener Anzeiger Dienstag. 4. Dezember \9\l Annahme von Anzeige« *. die LageHiiurnnrer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbmdlichteit seilenpreise: sür Örtliche Anzeigen 2bPf.ffür auswärtige 30 Ps^ Ar Reklamen Mk. 1.—; bei Platzvor- schrisl 2<) # / 0 Ausschlag. Hauptschristletler: Aug. Go eg. Beranlwortlich für Politik u. Feuilleton: Vankverkehr: Aug. Goey; Stadt und Erwerbeban! Sieben Land. Ber,n>!ch,e«n.ent.e-Drplomatie sitzt ans einem halb durch- Wü^en Aste. Nacl> einer neuesten Meldung weilt der eng- ***fl)£ Botschafter Buchauan noch in Petersburg, tatenlos und gedankcniarm. Er liest dort, wie alle Welt, die der ösfentlichden Geheimdokumente, und die Massenproteste geigen das Sondervorgehen der Maximalisten, Oie unter seiner Führung in Rußland und an t^n russischen Fronten in letzter Stunde noch, wirkungslos, verbreitet worden sind, werden ihm außer dem diplomatischen vielleicht auch noch den körperlichen Hals brechen. Interessant ist, daß ein Sprecher Amerikas jetzt in Petersburg der Wortführer der Entente geworden ist! Dieser Gesandte Wilsons, General Johnson, scheint sich vorsichtig mit den Tatsachen ab finden zu wollen. Amerika liefert den Russen nichts mehr, aber es will noch eine letzte Ber ständigung mit der neuen Regierung versuchen, womög litt)- durch Versprechungen die Waffenstillftandsverhandlun- gen einstweilen aufschieben. Eine ähnliche Mission, wie sie einst-Fürst Bülow in Rom zu führen hatte, um das Fahrwasser Giolittis offen zu halten. Allein General Johnson knackt damit leere Nüsse. Die Verhairdlungen haben be gönnen. Nach einer Meldung des „Petit Parisien" (siehe unter letzte Nachrichten!) herrscht in Washington äine ge- liude Verzweiflung, und man hegt, wohl auch in Paris und London, die schlimmsten Erwartungen. Ist es nicht bezeichnend, daß dieses französische Blatt ganz offen die Befürchtung ausspricht, einer oder der andere Verbündete (womit wohl nicht nur Rumänien, sondern auch Italien gemeint ist) könne nun, von Angst gepackt, sich bewogen fühlen, gleichfalls vorzeitig an den Verhandlungstisch zu springen? In der Tat, jetzt kommt der Friede von selbst, er kommt, wie Ludendorff sagte, um so eher, je günstiger Misere Kriegslage wird. Dieken Satz will auch der „Bor wärts" mcht ansechten. wohl aber fritifiert er ablehnend beit Zusatz Hindenburgs: „Deshalb wollen lvrr jetzt nicht mehr von'. Frieden sprechen, er ist noch eine zu zarte Pflanze, um ans bk Dauer bk Berührung zu ertragen/ Der „Vorwärts" stellt die an sich nicht unberechtigte For derung auf, die. Hertling, Payer, Kühlnvam: möchten sich als Staatsleiter bert Heerführern ebenbürtig erweisen. Solange aber, nach Hindenburg, das Wort Friede nicht unnötig genannt lverden soll, bleibt das Feld zu den Verhandlungen unseren Heerführern. Und glücklick-erweise stehen an ihrer Stelle nicht, wie in Rußland, Fähnriche, die Politik, machen müssen, weil ihnen die Masse aus der Hand genommen worden ist. Der österreichisch-,rngarlsche Tagesbericht. Nichtamtlich.) Amtlich wird Wien, 3. Dez. (WTV verlautbart: In den letzten Tagen wurde an vielen Abschnitten ber russischen Front von Division zu Division, von .Korps zu Korps Waffenruhe oeeeinbart. Im P r i p j e t - G e b i e t h it die russische Armee mit dem gegenüberstehenden Kommando der Verbündeten einen formellen W a f fe n st i l l st a n d ab- geschlossen. Eine rnssischr Abordnung durchschritt gestern unsere Linien, um mit den Bevollmächtigten der verbündeten ~ . , ., ^ Heere einen Waffenstillstand an der ganzen russischen Front Südwestlich von Eambrm örtliche erfolgreiche Kampfe. Mnubakmen * *sy ■ V»* ISdM M *Ärl , I.. V (j I • Auf dem italienischen Kriegsschauplatz und in Albanien nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. waffenstillstandrverharidlungkn mW Rußland. Berlin, 3. Dez. (WTB. Amtlich) Am 26. Noveiiiber hatte der Volkskommissar für Kriegs- und Marineangelegen- hciten den Hi'chstkommandierenden der russischen Armee Kry- lenko durch Parlamentäre anfrngen lassen, ob dcr deutsche Oberbcfrhl.htber zu sofortigen Waffensttllstandsrnrhrindlun- gm bereit sei. Noch am gleichen Tage antwortete der Ober- befehlcch'ber Ost. Prinz Leopold von Bayern, daß er bereit imd bevollmäckstigt sei. mit der russischen Obersten Heeres- leitimg über einen Waffensttllstand zu verlyrndeln. Es wurden sodann mit den Parlamentären Ort uiid Zeit vereinbart. wo sich eine mit Vollmachten versehene nissische Kommission mit einer entsproäMiden bevollmächttgten Kommission der Gegenpartei treffen sollte. Die russische .Kommission hat sich am 2. Dezember nachmittags 4 Uhr 36 Minuten an der verabredeten Stelle eingefunden, um sich unverzüglich zu den für die Verhandlungen in Aussicht genommenen Orten zu begeben. Don ist sie am 3. Dezeniber nachmittags zu envaNcn. Berlin, 3. Dez. (Priv.-Tel.) Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Stockholm: Rach Petersburger Telegrammen bieten die Botschafter der Entente ihr Mög-llchstes ans, um m letzter Stunde die Pttersbnrger Friedensschritte zu oerhin-^ dern. Sie ließen ifren Pvotest in Millionen von Exemplaren drucken und versuchen ihn an der Fvont zu verteilen. Ter Rat der Volkskommissare gibt bekannt, daß er hierin eine ungehörige Ernmichuirg in Rußlands inneres Leben erblickt. Berlin, 3. Dez. (WTB. Amtlich.) Am !.Dezember ist mit einer russischen Armee Waffenstillstand fiir die Front rwm Südufer des Pripjet muh, Silben bis südlich ber Lipa vereinbart wordan. Mit dem 2. Dezember 1917. !0 Uhr abends, wurden in diesem Abschnitt die Feilwseligkeiteu eingestellt. Es sind Abmachungen getroffen worden, die sich auf den Verkehr zwischen den beiderseitigen Linien. ' ruppen verschiebungttl, StelLLud:rbeiten i:ufc Fffegertäsigkeft be ziehen. Für die Künbigung der Waffenruhe ist ein Zeitraum von mindestens 48 Stunden festgesetzt, vor dessen Ablauf dir Feindseligkeiten nicht beginnen dürfen. * * * weitere Geheimdokumente der Entente. Stockholm, I.Tez. Wörtliche Wirber gäbe eines C h i f fr e- telegram ms des Generals Sänke witsch in Paris andevKrie.gsminister: Ich bitte um Uebergabe emer Kom? an den Generakstabschef U7ü> Chef des Stabes beim HöchstkommanLsteveuden. Ich halte mich sür verpflickrtet, Sie über Nachstehendes zu miormieven: Seit im-* ferer Revolution hat sichl das Verhalten Frankreichs unS gegenüber wffentlick., geändert, weil die zeitweilige Schwächung unserer nnlila rischen Hilfe unsere Verbündeten zwang, die Hauptlast der Operationen zu übcwnehmen, was für sie aus Erwägungen für die Zi^- kunft ungelegen kommt. Der Mißerfolg der englisch-französischen April offensive nötigte die ffanzösische Notierung zu eitler besonders scharfen Beuttestimg der Lage der Dinge in Rußlarv) von der Parlamentstribüne herab, um darin dem Lande gegenüber für den 9Rißersolg eine Rechtfertigung zu finden. Seit jener Zeit verkleinern französische Regierung sowolil wie Presse sehr konseonent die positive Nolle Rußlands, inrb sie finden in .äner solcheil Politik einen Ausweg für die offenkundige Kriegsmüdigkeil im Lande. Ter von mir gen'achte Versuch, die französische Allg-nneinhit durch die Pressb über bie Gruppierung der gegnmäschTN Slreitkräste und über den Umfang der feindlick>en Stteitkräfte an unserer Front zu orientieren, zeitigen keine Resultate, beim die Mehrzahl der Blätter lehnte die Veröffentlichung ab. Tamil zugleich wurde das Stteben osfenkuudig, die Rolle der Vertretung Rußlands zu verkleinern/ denn alle Fragen, betteffend die Beteiligung der Ätnerikäner am Kriege und die entsprechende Verteckung der Mttel und Kräfte wurden von Frankreich, Englrmd und den Vereinigten Stvatrn in Paris und London ohne Zuziehung unserer militärischen Vertreter cutschieiden, die Frage bttr. das weitere Schicksal der Saloniki' arinee zur Beratung votr Paris nach London verlegt unter Be-- teiligung der gleichen Konfeventen, ohne die rnsfischcn militärischen Vertreter. Tie Frage bett. das militärffche Geheimnis, wurde gemeinsam mit den Engländern ausgoarbefttt, aber ohne unser Ern Verständnis, ja sogar ohne uns zu informieren. Tie neuen Direkt tiven. betreffend die strategischen Ausgaben der fmnzSsffchen Frrmt, die seither in hohem Grade eine passive ist, wurden gleichfalls ohne unsere Zuziehung und Jnfvrmativn unserer'Vertreter ansgearbeitet, aber otpve unser Einverständnis, ledoch gemeinsam^ nfft den Englättdern. * Amerikanische Anknüpfnngen mit der russischen Regierung. Berlin, 3. Dez. (WTB.) Die ruffische Funkspruchstation Zarskoje Sseso gab am 2. Dezeinber .nachmittags .sollenden Znüffpruch: An Me! Gestern, den 1. Dezember, b^ückve General Johnson Libek der amerikanischen Mission, den Kameraden T r v tz k i im Smolny-Jnstitut. Der General erklärte, er könne angenblicllich raxf) nicht int Nameit der amerikanischen Regiertntg sprechen, da die Macht des Rates noch ifiäK anerkannt sei. Er sei ixLoch erschienet, um Verbindungen anzuknüpfen, die Ärge zu klären und Mißverständnisse aus dem Wege zu schaffen. General Johnson erktmdigte sich, ob die neue Regierung bestrebt sei. den Krieg gemeinsam mit ihren Verbündeten zu licnrDieren. Der General meinte, die Verbündeten würden am 2. Dezetnber an den Verhandlungen kaum teiltrehmen können. Kamerad Trotzki gab dem General in finden Wotten Anf- klärrmg über die Politik des Rates im Kampfe für den allgemeinen Frieden. Aus erneu Umstand legte der Volkskommissar kür auswärtige Angelegenheiten besonders Gmücht. nämlich aus die öffentliche Behandlung aller bevorstehenden Verhandlungen. Tie Verbündeten könnten jede Phase der Entwicklring der Friedensverl^ndlungen verfolgen und demzufolge auckr in einem späteren Sladörm jederzeit sich den Verl)and- lungen anschließen. General Johnson fiagte. ob er diese Ant- nwrt seiner Regiertrng übermitteln dürfe, imd erklärte zum Schluß: ..Tie Zeit der Proteste trnd Drohungen gegen die Macht des Rates ist vorbei, falls diese Zeit überhaupt ie be'banden hat." Weiterhin fragte der Gerteral. ob der VoWkommiffar aus einer Erkläramg über die vorgeßcklenen Zwischenfälle (Pnotesberklänmg von Angehörigen der ameri^kanischkn MÄitärmiffimr) bestehe. Kamerad Trotzki crklätte, die Formalitäten der Angelten heit seien belanglos und durch die Erklärung des Generals erledigt. * * 9 Zur Pariser Konferenz. Bern, 2. lDez. (WTB.) „Petit Parisien" schreibt zur Pariser Konferenz: „Durch> den russischen Abfall ist das Sck,wergewicht des Krieges vom Osten nach dem Westen verlegt worden. Eine Nauauffbell.ung der Pläne ist notwendig." „Matin" Erlangt, daß die Konferenz den Staaten Rußland.', die die zn- künftige Konföderation Rußlands bilden werde::, wie Polen und der Ukraine, alle nvttoendigen Garantien für die Znktmft geben müsse. „TempÄ" verlangt in Uebereinstimmung mit versckiedenen Blättern die Organisation der wirffchastlickxcn Waffe oer Wli- ierten gegen Deutschland. Das Blatt sagt: „Die Blockade ist die Waffe der Gegenwatt, die Ausschaltung von dem Bezug der Roh- toffe ist d« Waffe der Zukunft. Die jetzt zu tteffenden Maßnalnnen werden einett unberach,enbaren Einfluß auf den nächstjährigen Feldzug haben. Mehr als je ist die Zentralisierung aller Alliierten! räumlich wie zeitlich rtotwendig." Das Blatt begrüßt die kurze Ansprache Clemeneeaus als eine erfreuliche Auffvrderurrg zutn Handeln. „Oeuvre" und ..Ecko de Paris" erkläret:, das Transport- pvoblent müsse von der Zßotrfercnz besprach,an und geregelt werden Die Rücksch,lä>ano. .Tie Verluste des Feindes während seiner letztrur Angriffe sind offensichtlich sehr fchver geivesen. Aus Stadt und (und. Gießen, den 4.Dezember 1917. For die -lllertlennste. Zur Ki n de r w ä f che - S a m m e l w o ch e vom 8. bis 17. Dezember 1917 Kimmt allweil aaner uff die Welt, So Hot er »E zu lack>e: 's is, was de Guckuck, schtaächt bestellt Mit seine Siwwesache. Wie nackt un blottche steht er do. Wie fehlts an alle Ecke, Kaa Winn'le, Jäcketcher un so, Kaa Hemderscher, kaa Decke! Gor kläglich tönt sein erste Krisch: Jöädjr! Sapperlot, was sckmckerls mich!" Un doch, wie könnt' wer helfe schnell Eich orme klaane Wärmcher Un kräftig greise uff de Stell Eich nnner eier Atwmcher, Wam-mer emol in jedem Daus So recht sich 'nei' wollt' kniee Un alle Restercher eroits Ans Dageslichr wollt' ziehe! Wie manches tvehkt mcr do, ihr Änt, Wo so bloß Mais un Motte freit? Drum steiht mol uff de Bodden nuff Ein kramt mol pom un Home, Sperrt Kiste un Kommode uff, läßt viel sich do noch sinne : Nickt raus, wis so eich doch nch nutzt. Äier läßt sich's gut noch brauche. .Erausgcbutzt. zurechtgestutzr Kanns zu viel Gutem dauge! So gibts mol Luft im muff'ge Schrank. Die Nackfrösch awwer wisse's Dank. Fraa DannÄrambel ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Großherzog hat zum 1. Dezember 1917 dem -wen Pfarrer (wuarch Schröder zu Eichloch anläßlich seines fünfzichädrigen Dienstiubi- läums den Charakter als. Kirchenrat erteilt. — Ter Fabrikarbeiter Jol-annes Brock m Trdbur hat am 29. dlugust 1917 den SckMer Vches Asch zu Mainz mutig und unter eigener Gefahr aus dem Rheinstrom vom Tode des Ertrinkens errettet. Ties wird hiermit in Anerkennung sein-es Verhaltens zur öffentlickun Kemllnis gebracht. **,A us.; eichnung. Dem Gefr. Karl Horn, Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille, wurde das Eiserne Kreuz 2. Masse verliehen. ** K ocht d ie Milch a b! Es wird wiederholt die Feststellung gemacht, daß viele Leute die Milch, die sie zum Genüsse erhalten,, nicht abkockxen, sondern ungekocht verwenden. Da unter den heutigen Umständen dieses Verfahren nur als schädlich bezeichnet werden kann, wird nachdrück- lichst darauf hiugewie,en, die zum Geicusse bestimmte Milch gleich nach Empfang abzukochen. ** T ie Enteignung von Me tallaegc n st an den -Las „Kriegsamt" schreibt über die Enteignung von Metatlacgen ständen: Tie Kriegsmetall-AAienge.'etlschaft stößt bei der Durchführung ihrer Aufgaben, amh aus drm Inland geeignete Metall- gegenimn.de für dre RüchpwmMMg: des Roh.wsss zu erwerben, l)ä..f.g ans Widerstand, weil nran lst.rter ihrem Preisangebot ein pclvamürt,ls>aslliches Getvrnn^JuLerene vernrutet. Demgegenüber nruß darauf hingewiesen wrvden, das' Sie Peche, lvekche die Äriegs- ^^/^ll-Akt-iengesellick-ast anzujetzeu vermag, durch di. Kriegs-Roh 1 los,-Abte.tung seDgel'gt sind. Ein Geluitnr-Iirtece,se kommt um w weniger in Betva-'ht. als aus dis Kapital dn Kriegs'metall- Aktlei bes^ls^ast statntenmä äg fciier^n V.-rzinsulrg. gesckjitvsige ö-nm cm itHiVii (rt G.irinu gewährt loect-e.i daN. Alle Ueve.',chü,se. dle in der Schlußabvech'.ung sich ergeben, wmuren unverkürzt dem R^vche zugute. — Andererseits bringt die Enteignung, die bei reichender Ernigirng eurtreten muß, unvermeidlich eine beträcht- lrcke ^.erzögcriurfl der Preis-Aus-ahlung und ntanche Be'ästi ung mit jtch Das Rerchsi cf e s irricht laun seine Enlsck-eidung nicht ohne grundl che EinzelerHebungen treffen und ist auch so- belastet, daß es !.E schnell zu arbeiten vermag. Bei der Preisbcmessung muß es Ichi iwtnrgemäß v-on ganz den gleichen Erivä-mugen leiten lassen, wie auch die K i gs-R-h'chf-Abdil-nng sie ihren Pnei-Mr-ek.iven ^t. Wenn Ä >>i nßß' ganz behändere Umstände das Än " b..e>-> 'i"[; s erforderlich machen, empsiehll £3 sich, *ie «ewirtschaftunq der Kartoffeln. Neben dem Brot ist die Korwisel zurzeit d.is zum Durchhalten wichtigste Lebensmittel. Die Äartvfseiernte ist im J t» t £f 9tUI ? L? ö i durchgängig eine gute gewesen, gleich. wohl stc-t zu befurchten, daß die Kartoffelvorräte im konb wenden Fruhfahr knabv sein werden, weil, wie sestgestellt Eden konnte, gegenwärtig eine grotzc Verschwendung mit den »ertof eln getrieben wird. Es mache sich dabcr ein jeder .yaushalt itar, das; er mit den ihm zugemessenen Karlvffel ratwnen auskommen muß. ... _,®' e Anforderungen an die Kommunalverbande wegen U °ü, in Gegenden, in denen die 'Ernte EauSrnchend „t sind groß. Die Marmelodesabriken er- ÄÄ Kartoffelmengen l zur Herstellung von .itar- rbenialls grostc Lieferung^, verlang! >md unter Umstanden must auch mit der Freigabe sür Futter- zwecke gcrechne: werden. Sparsamkeit ist also sehr wohl am Llatze und das alibekamtte Mittel, die Bestände durch Erd- toylraben zu strecken, sollte nicht nnberticksichtigt bleiben zugrunde rufen deslW^M. .. 1 _,.| ^ mit der Kru'thenn, Happ, Mohr n.a. vertreten sin. Außer diesen werden noch Kars^r.tsier, »nckxmer, Stuttgarter. Weimarer und eink«iunsck-e Künstler die Ausstellung beschicken. ^ ie Eröffnung der neitni Ausfrellung erfolgt am ko mni enden Sonntag. Für JiamM ist ei-c Sondcraus- stellung von Werken de? Pro!. Be per und Frmi Anna Beyer Tarmsbadt, fest gelegt Erfreulich-rweise wird auch Pros. Stein- da u \ ?. ?!, Frankfurt, mner Einladung des Kimstvereins folgen rrnd nne niißangrclch? Ausstellung seiner Werke für Februar und Mär; oestunntt » rranualtcu. ,^ o n zert ve rci il Tao nächste Konzert findet, wie aus rja heutigen Anzeige ersichtlich ist, Sonntag, den 9. Tezember, statt. Aut klni früheren Bcgimi sei hiermit ausdrücklich veriviesen. zuwmnkeugeschntolzene FahrplMi macht es üt Rücksicht auf die zahlreichen auswärtigen Besucher — die sonst auf die Konzert^ ver- zwüen müßten nvttrochig, daß nicht, wie letzthin, erst um 5 Uhr begonnenemzcd. ,onvern bisaufwerteres um 4'.. Nhr. Soldatenheim. Am vergangenen Sonntag fand im ssoldatenhvim als AackAerer von l>!roßherzogs Geburtstag eine Unterhaltung Uairt, cn.c gut besucht war. .Herr Prof. Tr Strecker lehrte in beredten Worten unseren hessischen Landesssirsten, hob das nmige VerhaltmL aller deutschen Fürsten zum Volke hervor urck vru^ dre deutsche Einigkeit, ivelche uns große Erfolge brachte. 6n das ubngc Programm teilten sich die Danren Vetters MeKltalronenß Zufall > Klavier) und Zimmer 'Violine), solvie U q» • r® e i[£' ^korch Violine'» und Ä o g e! Megang ?lll«. Mitwirtenden trugen oazik bei, unseren FeA grauen eunge reckt genußreiche Stimdirn zu berailen. wossif ihnen herzluyer Laut gebührt. " der Bortra.i und Ortsgelverbeverein) hält ^ Leutnant d. L. Griesbauer tm c„ ^ lu , LÜ ..Eine Nel,e nach der Westfront". Siehe Anzeig u ^ i 1 ’ a r ' V 38 0 ^ kater , Leltersweg 81. Bier der neue Spielplau vom ^1 bis emsckließlich Dezember. Der allseitig bekannte Künstler wirkt in snnem neuesten rerektivschauspiel ..Das Geheimnis der Billa fiS ' Ä l $„ lß lklerehzerttg m dem Lustspiel „Ein brillantes Haar- sarbemittet" zu begvundern. Siehe Anzeige. ^ W a i s e r v e r b r a n ch. Auf dre Bekanirtmachrutg im .Lki gen teil der neunten Nummer ivird besonders biizgewiesen ' Aus der S ! r ii u n g der Kinder und Erb.m d-s Kam- merzmurats Georg Karl Gail sind für das Jahr 1918 Uwerstützun- gen zu vergeben. Srehe Bekamitmachung im Anzeigenteil - r Äi**’.7 tutt J & der deutschen Kolonial- ge,eil sckart, Abteilung Gießen, bittet, für die kriegKgefan- Vereinigung (Kaufmännischer am nächsten «onntag abend einen Lichtbildervortrag über An 'st'stofs genen SüdivesbiÄfrikaner um Eilsendung von W e i h u q ch t* b e sch erung der K l e i n 1 in der a y r a n st a r t ' ' New ^ 1 v »4 »u y xi t Dan K'irchern j wieder .... . l e i n 1 1 ii c . etwa 300 im Mter Zrau Golewyn auf Löholt. Eine nordische Sage von Hans Sturm. Bvr vccLen hundert Fahren hauste m den wKßen Wäldern mw e,,igen Felsgebrrhe,i Norwegens ein GtMech: niilder Niesen stritten drei Brüder. Thorsten, Wann und Thvrd. wer der stark.tr von chuen ser, Tiefen, gehörte die Wnigskrone. des alten Helden Stalden Gissv Lockrer, heunfubren. oildegun nun liebte den rngeud^ischm, Aondgelockten Thorswii lvegen seiner seltsam tiefen und verträumten Augen, vre sich ß'Eeyd m ihre heiligste.! Träume stahlen Tie Nacka vor dem KamlNi' friilirf lie nicht, sondern ssehte zu den Sclncl- mlsgottinnen um di-a Sieg für Thorsten. Aber die mül-ädlosen Nonien wollten es anders für Hildegun Mvra«i weg ton heu fchigen. im Frührot s«m- merdm döh-„ herab m we Täler und Mästt.'. und alles Leben rr° n>achte rn fernem Hauch -Schon standen die drei Brüder auf der« großen Thingfelde. ^>ose. umgeben von den Sölmen des 'TalS, und Gisty gab das Zeichen zum Beginu. Ta trat denn Thorsten, der Züngste hervvr, um spannte mit seinem Arin sieben große Eichen uno hob ne tmc «fefrrtit aus den, Boden Durch laute Nus.- be- fundeten du llmstebenden lhren Beifall. Thorfttm aber trat wied-r m die .ste.h.n neben Grsly. Und er ahnte ikicht. daß drüben am lvten Turinstttner au? dem Slaldenhose. eine junge Seele -.itterte um ibli. ^ Nun trat Bjarm aus das ThiuMd, brach sich zwüs, gp- wall,ge ,relsitücke aus der Erde und »vari sie in die Höhe wie Tannentapnm .stackeinander schleuderte er die Blöcke dann, in die Lust und geaemniwnder. daß sie zersplitterten nne gILscrne Kup in b Unistehenden durch Zurufe ihren Bat- lall brs lut-aller Blicke nach Uuk'S tmnrdeten. Dort schritt der ge. ivaltige Thord, der Unbezwingbare, hinauf nach Gislhs Hofe Hilde. " PoSSElH* ^ ihn tfermneu sah. Aber schon hob Tlwrd die mäch Ige Erd,cho.le mit dem Skaldenhofe vom Boden und trug vklkß gzm aus der Lpitze seines Taumens von dem nördlich- ^>! Norivegn, kunübee nack» M,m and nannte den Hllgel Sdlwlt ' 7ert. An AuA> ze'chrungen erdichten laus unserer Gemeinde: Prrn?. Hans zu S t o l b e r g - R o h l a und Reservist Robert K auf mann bist Hed'i ch? KrieMehrenzeichen tat (Äsen, Fritz Pfeiffe r, Sohn det Spenglers Prisser, das Eiserne Kreuz: ferner erhielt die Hessisch TapferkstitsmMailte der Fahrer bei einer Maschi?:engeioehrabtei« lung O tn Hebbel, Sohn des G. H. Hebbel dahier. — Gestern ?and für die im Kamvf fürs Vaterland Gef-allenm Ernst Hirsch, mann und Bizcf,chdwel>el und Osfiziersasviranl Ag. August Werner eine (^edächsni.sfeier in unserer Kirche statt. Kreis Alsfeld. N. Le'hrb ach, 4. Te-z. Sanitäts-UnteroffrziLr d. L. Fritz L i e r, r wurde mit dem Eisernen K reuz ausgezeichnet. Er befind^ stch teit .spricgsausbruch int Fsldc mrd ist im Beim? des Sanität-, kreuzes. N. M au lb ach , 4. Dez. Die Sammlung Mit hessischen Opfev tag zugicnjten der Sonaten- uard Marinebeim? ergab rn der Ev» memde Maulbach den Betrag von 71 Mk. Kreis Schotten. 0 Gedern, 3 Dez. Unter großer Beteiligung wurde heute der Landwirt Christian Die h l XIl. zu Grabe getragen. Diehl war Mitbegründer des hiesigen Kriegervereins und Feldzug-, teilnehmer von 1870/71. G) Glashütten, .3. Dez. Die Sammlung am Opfertag zugunsten deS Roten KrenzeS und der Soldaten und Marinebeime ergab hier den Betrag von 63,40 Mk. KrriS Frlebver-. b- Butzback. 4. Dez. Seit einiger Zeit mehren fick auch hier ^/^bstähle und Einbruch die bstähle. Sv iourde in den letzten Nachten in eurem hiesigen Hause vmgebrochen und Anzüge, Schuhr und verfchredme Lebensmittel gestokten. — Leutnant P Bütt, ner. der älteste Sobn des Posssettetärs P. Büttner, ist an bet Westfront fürs Vaterland gefallen. Stnrkenburg und Mcinhefsen. 1 Darm stad t. 4. Dez. Verhaftet wurde ein jmrger Bursche von hier, der in einem Kinotheater einen Elektromotor gestohlen! hatte. I D a r m st a d t , 4. Dez. Der Provinzialausschnß von Stav- kenburg wies eine Klage des Ortsarmenperbands Biebrich gegeir den Ortsarmenverbmid Viernheim ab, verurteilte dagegen! me Eisenbahndirektion Franksutt a. M. zur Zahlrma von 6500 Mk. Straßenberstellmigskosten an die Stadtgemeinde Offenbach. A n s der Pfalz, 4. Dez. In den letzten drei Monatm wurden m kur Pfalz 1200 Pakete mit Lebensmitteln beschlagnahmt. Es verfielen der Lefchlagnahmung 144 000 Eier. 450 Kentner k-slei,ch, 330 Andrer Mehl, 260 Zentner Käst. 180 ZentnekL Butter und tyett und 100 Zenttler Honig. . Kreis Wetzlar. . ^ £?- Wetzlar. 4. Dez. Scminardireklor Grotb als Leit« ., des ^ainmeldlenstes für den Kreis Metzlar gab in der .Ha-lptvev. ^ sammluug des Aufklärmtgsausschnssts einen zaMenmäßigen Uebev-" blick über die Ergebnisse der Sammlungen. .Biele Rentner Tee- Matter allein haben die fleißigen Schulkinder gesammelt, ungeachtet ocr Meblbeeren, Obstkerne, Hagebutten. Akaziensamen, Brennenelu, Altpapier usw. Der größte Teil der gefanimellen Rohjtolle stt bereits den Verarbeitnngsstütten zugesührr worden. Jedenfalls ist die ^ammeltätigkeü im Kreise Wetzlar aufs beste ausgebaitt; während der Wmtermouate sollen bei günstiger Witterung die Wurzeln des Lüwenzalms als Kaffee-Ersatz gestrmmell werden. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 4. Dez. Der .Kreis Wetzlar muß rn den nächsten Tagen abermals 25 000 Jentneü peifekartossttn zur Ablieserimg an die Bedarfskreist bereit-, teilen. Längst waren die Rstffn auSgestwrben, als Ritter Olaf ins Luno zog und tc\n, Burg erbaute, unweit oähalt ,u *.>■ ,L a ? h ' bc7f Wäldern von Alstn. während seine blvndv Gattm Gollwnn am Kemenatenfenfter saß. in das stille Land hin träumte und an LmnrngerväiDern »pann. — — Kunde von iiwn.' Schönhen hatten bic Skalden in die Laulder getragen, uni) der B-rrghenr hütete sein Kleinod, das er unsagbar lw:o hatte. ’ Nun erließ eines Tages König Oslmann den Befehl zum Ktmipse. und auf dem Hügel von Svhvlt irahni Herr Olaf ?lb- W'i eo lRV( Kincr ;%maMrii Hier mußte sic ihm versprechen, keinem ' 1,:i 7 " 1 ' tlrn heintt bre >m fall Und w.in-nd Ulobte ne es 'dm Er sagte Lebewohl mit» rief die Geister voitz ^öholl zu Zeugen an. dumpfes Raunen ward llnn zur Antwort ^aiig.- lebte />rait ( 'kewMr. einsam auf ihrer Burg und hiüab llUr ' "^ 0 'r.E ^eei. am frühen 'b orgen zur Burgtäpelle xinc,' Morgens. tarn eben non der Frühmetle, uw sie lü r . : t} 4 n ^'»al.l gebetet harte, hielt, ein stattlicher Reittr vor dem ^rUojK Es wrr Ritter Hendrik. Herrn Olafs bester Freund und Kamvsgenofst. mst c?r . .. auerrimde von Olafs Tod Erst war Frau Goten- > t, als müsse tbr das Herz zersw ingeu. und sie nberltpr; hck maudelang Urrcnt Gram. ^ Aber ne war ;mi ritna! Und immer wieder wachte, in ihr ein ^.'hlien out nack> Glück und Liebe, namenlvs nnrernobw wieder weitere M-org.-ngänge durch die heiligen Wald bis «n» Meer, uiw Mütter Hendrik, der sie schon jahrelang '.chMMgew lieb hatte ueglettete Ur. Tann erzählte n ihr J senifn Gütern am Rhein, m der iFtingc Kaiser Karl aus einer Vom B/midllch! flflijlhM Brück ülrcr den dunffnrauschenden ^trvm wo lüste, um die. Trauben zu segnen, oder von der schönen Lurien. dk'' den Echiiffec m den Lwd lackte durch ihren lmmbct* baren Gesang. Dies alle'-; könnte ihr eigen werden, und cs t ihr Zögern mit dem Erinnern an den taten Ostmahl zusammen biitö, ergrimmte um erlich, verbarg es jedoch. Er bat \k zärtlich ihm hon dem Hügel die Hand dinabzurnchen. um anziürcut«» datz ne nun nicht mehr dem Toten, wndern upn angchören wolle . . Euernd lrergerte sich Frau t^otew-hn zuerst, war es ih ^' , a Ji fa . m T ^kle, nnbeimlickke Sümtmm. von irgendwo lstr ..Ged^uke deines ischwurrs. demes heiligen Schwures?" Wie sw aber in Ritter Hendriks tiefernstes Antlitz fab. mußt, sie fernem Wunsch.' null fahren. ... tf* tonn Kant» jic zitternd auf Einem FrlSbtock. in erW ai \ A'trgkr Wttw, tkffld flatterten ihre Gen,ander und ihren von unllwirdi.ckem Brausen übeatmlt.m Schrei begrub der sich fpal- lende Hügel.- Racktduntler Mgrund verschlug die TreuoergessenL Rktter ^endrik floh, von Wahnsinn geiftimtft. vfaL «nt 5rclll>s dahnt m Sturm und Dimkel Wenn Vollmond ist und das ruhelost Meer um dir. .Klipp« mn vöfoft wemleuchtend nutet, dann steigt Frau Gvtemrn empor, ilue wch^lliaa^ ^ clm.gcc Reue und guälender Sehnsucht *5*6ni Menschen -lachen darübei. Aber jimge, oertonna« Fna .ktmdt, Wollen darum wissen wollen sie gesehen habe» ' lu0 ^ efl tTLriwmmen haben ihr b n ! ? *2ä ft iSK? &!? 111 'Een lie.ili.ren Bolliiwuvnächtm hoch auf den wntzeu Dünen und sagen, daß. wer <* einmal gr. S’if J'nrt 1 k-mhnwrden könne. Sie m«b^ -rim.iss ai, lullen Moiidsch'Mtobeudeu. den Hügel von Söholt , . , 5 r ’ cr ’ 5 e, "J [ \ c Lenz jarvchzend in bst Lande zieh! und in Xoe & ^ueeglöckleiu ,md tiefblaue Glocken- 'löblich lauten dnuu verqesien die Kinder ihre Scheu und lonzen und lachen nn bunten Reigen über den Hügel von Söhvlt ab/ lWÄ L m Ohr an die Ertre Mid .lauscht, tAWlSZ* ”* ^ Ei-M. ör« Vessen-Nllssau. = Frankfurt a. M., 4. Dez. Der Privatdozem für mdo- «rmaiüsche Sprachwissenschaft in GSttingen Dr. Phil. H. L o m m e l hat den Ruf als Extra-Ordinarius lg der Armee des Generals der Kavall-rrw, von der Marwitz, gegen die Engländer am 30. Nooember Bortrag gcl/olten. Allen Führern, die dürft- ihre tcuCrriTUgcn nnd öuom*, badjlnt Anordnungen die Grundlagen sür dre ersolgrcnye jluxo^ führnng des Angriffes schlsen. und allen Truppen, dre thron! frischen Angriffsgeist aufs neue bemie-en, spreche rch merne besondere Anerkennung sowie meinen und des Vaterlandes Tank aus. Wilhelm I. R. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin. 3. Tez. Amtlich. Durch unsere U-Boote wurden im Aermel- und Bristokkanas wiederirm drei Dampfer und zwei regier vernichtet. Unter den oerseiftien Schissen befanden sich die englischen Segler Robert Brown und Minnie Coals, letzterer mit 190 Tonnen! Pech von Manftiiester nach St. Malo. Die Dampfer waren alle beladen. . y m . Ter Chef des AdmirMabes der Marme. Neues aus Rußland. London, 3. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. „Daily News" meldet aus Petersburg, daß die alte vorläufige Regierung, ^von der man m der letzten Zeit nichts mehr gehört hat, plötzlich wreder mit einem Manifest Mt die Bevölkerung öerangetreten ist, m dem sie erklärt, sie sei die einzige gesetzäche Autorität in Rußland und die Anordnungen der Bolichewcki brauchteit nrcht befolgt zu trerden. Tie einzige Rettung wäre die möglichst baldrge lutw. nifung der gesetzgebenden Verfammlung. Außerdem wurde em Dekret veröffentlicht, in dem die gesetzgebende Versammlung fw: den 11. Dezember nach dem Taurischen Palast ernberusen wird«: Die Hilft für Italien. Haag, 3. Dez. Der Pariser Berichterstatter der „Tim e s" schreibt' Der erste Kriegsrat mag beschließen was er will, es i\t ausgeschlossen, Italien die gewünschte Truppen-, macht zu schicken, da es an dem nötigen TrMtsportmaterm» Starker Pessimismus Wilsons? i Köln, 4. Dez. Tie „Köln. Bolksztg." meldet aus Genf- Petit Parisien" meldet, das Waslüngtoner Kabinett betracht« die durch den Waffenstillstand ^ffft)a,fene Situation als äußerst schwierig, wenn nicht als verzweifelt, io eil ein Terl derübri^ gen kriegführenden Mächte der Lockung cttier t>tx* fr übten'Friedenskonferenz unterliegen könnte. Sodann bestehe die Gefahr einer deutschen Durchdrinq au na Rußlands. Schließlich befürchte Wilson die "lgitatw« der Arbeiter Amerikas und Englands. Bon der Pariser Konferenz. länge ed ab, ob sie trotz dieser AnzeiftZm den russischen Abscll- wettmächeit könne. Ern Protest Chi uns. ^ i. Köln, 4. Dez. Tie „Köln. Volkszeitg." meldet aus Genf 3 Der „Temps" bringt eine Erklärung des ftimesischeii Bov-^ schafter» in Rom, wonach China gegen den Vertragt zwischen Amerika und Zapan protestieren müsse. Beide Nc.äftfte dürften ihre Stellung niclü^ zrim Mischrauch cmec Pvlilik benutzerc. wftche die betrüblich!tan Folgen hätte. f I Möbl. Zimmer PtfBsion Bran4), Netzen 8 ns 22 (Bellevue-';im.m.lt.ohneBer- vlleg. f. jede Zeudauer. Mittag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht. Bad. Tel. 1083 18740 I Verschiedene | Saal unnefäbr 300 qm grob, mit elektr.Licht nndGas, e entl. auch als Lagerraum, svivn zu nermielen. Naberes in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. 8743 v Ein leeres Zimmer zu verrn. 8788 Steinstraße 71. vureaugehilse. Einen im Derwaltungsfach bewanderten Dureaugehilfen sucht die Srotzh.Sürgermeii-erei Lich Mietnesuche. aU ... .> - - : -rfv,-V J Sltü.6-7'3imr.=So!jnss. it mieten gesucht. Schriftl. '«geböte unter 07369 an den teßen.'r Anzeiger. Elcg. möbl. Zimmer für dauernd zu mie-en gesucht. 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Armeekorps wird Herr Felddioifionspfarrer Müller am rmttwoch, den 5. Dszernber \% 7 , abends 8 Nhv im großen Saale des Fürstenhofes einen Vortrag halten über: Ursachen unserer Uriegrersolge aus Grund von Erlebnissen an der $ront. Die Bürgerschaft wird zu diesem Vortrag fteundlichst eingeladen Gießen, den 1. Dezember 1917. * • Der Oberbürgermeister: Keller. 87688 Frau Paula Seipp geb. Güngerich von ihrem langen Leiden durch einen sanften Tod erlöst. . Die trauernden Hinterbliebenen. Lieh, den 2. Dezember 1917. 8799 Hente Dienstag bis inkl. Freitag Uraufführung. Die Marokko - Deutschen Die Beerdigung findet Mittwoch den 5. Dezember, nachmittags 3‘/ 4 Uhr, in Lieh von Unterstadt 17 aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. in der Gewalt der Franzosen Giessener Konzert-Verein DRITTES KONZERT Sonntag den9. Dezember 1917, nachmittags 4 % Uhr in der Neuen Aula der Universität Gertrud Foerstel Annie Betzak Kammersängerin (Sopran)ausWien (Violine) aus Frankfurt a. M. Am Klavier: Professor G. Trautmann -------- - Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. - Eintrittskarten 3 *~ 2.- ML, l.- Mk., 0.50 ML Studentenkarten numeriert nur gegen Vorzeigen der Ausweiskarte 0.75 ML, unnumeriert 0.75 ML, Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 0.30 Mk. sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier, Telefon 671, und abends an d<-r Kasse zu haben. Die numerierten Studenten karten nur im Vorverkauf. 8796l) r Schwarz-Weiss-Theater = to 8i= - yj nach authentischen Berichten des deutschen Vizekonsuls Gustav Fock aus Rabat. Das folgende Fll uwerk beruht ausschließlich auf beeidigten Aussagen der nn den Ereignissen in Marokko beteiligten Deutschen. Die Vern**hmu ig«niedür»chrift befindet sieb in der Hand der deutschen Behörde. Ein Teil der beugen hat bei der Herstellung selbst mitgewirkt, die den tatsächlichen Vorgängen bis in alle Einzeih iten entspricht. Dem kritischen Nörgler aber sei gesagt, daß diese neu- ariigcn Films zwar gestellt sind, ihnen aber wahre, inzwischen historisch gewordene Begebenhei en als Unterlagen gedient haben. Die Anregung den Film als Aufklärungsmittel der Frage der Gefangenenbehandlung dienstbar gemacht zu haben, ist das Verdienst des Hauptmanns der Reserve Laugfeldt. 8773a Die Direktion des Lichtspielhauses, Dahnhofstrasse 34. Bin vom Felde beurlaub! und tus zum 17. in meiner Praxis tätig. Hochstetter, Dentist, Großen-Buseck. TrWciblZ - Verpa-tW. Frauenbund der deutschen Uolonialgeseilschast Abteilung Giirfteu. PMfrsmm vom 4. bis Inkl. 7. Dezember. Vier Lutiwig-Yrautimann-Tage. W“ Neuester LndwirTrsatmann-FUm. m Das Geheimnis der Villa Dox! Detektiv-Drama in 4 Akten 8821a Hauptdarsteller LUDWIG TRAlJTHAtfN. Ein brillantes Haarfärbemittel Mk Pikante« Lustspiel ln 2 Akten mit LUDWIG TBATTH ANX. Ab 8. Dezember: Wanda Treumann in Ihrem neuesten Filmwerk der Serie 1917-18. ntninnmntnmnmittnntmminttiinnHnninuqagigBntnMiiHntimniiimnnmnuinnmumnnpnnin Hotel Fürstenhof, Gießen. _Hente Dienstag KONZERT 1 Humorist Brandenstein noDen nentagern. Das schönste Weihnachtsgeschenk Handarbeiten Enorme Aaswahl S nur aus guten Stoffen = gestickt und vorgezeichnet LAofer, Decken, Kissen. Nachttischdecken, Handtücher, Streifen, Taschen nsw. KanfhausKatz Bahnhofstraße 14. 8809a Teclniscbe Mel für 7510 D Frankfurt a, Sf. "4X io- und Man von Anliguttäien. Möbeln. aanLen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 8806 Louis Rotlienderger. Für tuTerr kriegSgcianacne Siidwest Afrikaner bitten wirhe»z!lchurn?.usendnng ooilLcicstoff, der fur"fesnn.tenen- lager geeignet ist. Besonders und leicht aeheneie unpolitische Bücher und Zeitsckiriiien. auch ein eine Bilder ans Zeitschriften'soweit ne feineVandichatten darneslen» willkommen. Tagt. Annahme: Frau Kommerzienrat Noll, Vtolkkenr. 14. 8821 _ Ter Vorstand. Weihnachtsbescheruust der Kleittkinder-Bcwahranftalt. Unseren Zktndern iwleder etwa 300 in, Alter von 2 l U bis 6 Jahren! soll >'uch aut 4. KriegSweihnachtStest eine WeihnachtSsreude bereitet tverdcn. Wir bitten deshalb wie in früheren Jahren die Freunde unserer Anstall vor allein um Gaben an Geld: auch Lvielsa hen n. dal. sind willkomlnen. Die rmter^eichneten Borst ndsiniialieder, soivic die l^hrertnnen der höheren u. erweiterten Mädchenschule und die Anstaltsschwestern sind bereit. Geschenke entgegenzunehmen. Sonst ist niemand berechtigt ;u sammeln, auch wird keine besondere Sammlerin beauftragt. Der Borstand: Frau Professor Grastmann. Frankiurter Straße 63. Iran Fabrikant Georgs, Weser rahe 2. Frau Justizrat Grünewald. tstebigstraste 21. Frau Johanna DaaS, O'lanlaae 31. Frau NechnungSrat Kalbfleisch, Ludmt tirrauc 7. Frau Marie Schwan, SelterSmeg 64. Frau Apotheker Schwieder, Schulstrahe 1. Frau Karola Walther, Neuen Bäue 29. chwester Venchen Welsch. Pfarrer Ausseld. Rektor Jann, Hessenstratze 8. Kirdienrai Strack, Frankfurter Srane 13. Medizinalrat Dr. Walaer, Garteustratze 19. Pfarrer- Schwabe, Vorsitzender. Spur- nnii MW»'«!« Witsclk, ß. g. m.«. H. Generalversaunnl Donnerstag den 13. d. M„ abends 8 Ubr bet Gastwirt Ziegler. Tagesordnung: Wahl für den Aufsichtsrat, Bericht über den BerbandStag, Verschiedenes. Nür de« Aufstchtörat: 88t,_ / _ Schäfer. Relnwolleue Damenstrümpfe gewebt and gestrickt, sind eingetroffen. KaafliansEatz Balinhofstraßo 14. 8808 a Die Gemeinde Ltch beabsichtigt die chr auf etwa 1100 Hektar Privatgrundbesitz zustehende Schafweiden- Berechiigung fürs Jahr 1918 im SubmtittonSweg zu verpachten. Die Bedingungen können bet hiesiger Bürgermei eret eingesehcn werden. Angebote sind schriftlich bis aum 15. L Monats, nachmittags 3 Uhr, bet uns etn- zureiwen, wo auch deren Oeffnung ftauündet. Im Fall die Weide nicht verpachtet werden kann, ist die Annahme etnes LchäferS beabsichtigt. Lich, den 1. Dezember 1917. Grotzherzogltche Bürgermeisterei Ltch. D ö r m e r. 8794V Schaf-Versteigerung. Montag den 10. Dezember 1917, vor«. 11 l /* Utzr, gelangen aus dem Viehmarktplatze dahier ungesähr 40 Schafe und Mutterlämmer, un geiähr 30 Hammel und Hammettämmer sowie 2 Zuchtböcke zur Versteigerung. Die Steigerer müssen eine Bescheinigung ihrer Ortspolizeibehörde darüber vorlegen, daß die Tiere im Betrieb des Steigerers zu Nutz- und Zuchtzwecken Verwendung finden sollen, und daß diese Nutzung überwacht werden wird. Hungen, 3. Dezember 1917. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. Wasserverbrauch. Trotz der kälteren JabreSzeii ist der Wasserverbrauch nicht so wie in den Borjahren zurückgegangen. Wir ersuchen deshalb alle Wasserverbraucher, die Zavfblibne. Abortspülkaüen sorvie andere Entnahmestellen Nachsehen und gegebenenfalls instandsetzen zu lassen. ZwerkS Sicherstellung des ungestörten Betriebes des Pumpwerkes O.ueckdorn ist mit dem Waller sparsam zu wirtschafte»», weil sonst angesichts der Knappheit an Kohlen und Schmiermitteln die reael rechte Wasserversorgung in Frage gestellt werden kann Giesten, 3. Dezember 1917. 8811, Städtisches Gas- und WasserwerkGiehen: Stedtng. Bekanntmachung. AuS der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzienrats Georg Karl (llail find für das Jahr 1W8 an 4 bedürftige, in Giehen wohnende Familien oder alleinstehende Personen Unterstützungen von ieG»Mk. zu ver- geben. Meldungen nimmt das Armenamt, Asterwea S, biS 15. Dezember d. I. entgegen. Gießen, den 3. Dezember 1917. Der Oberbürgermeister lArmenvcrrviiltungk Keller. 8812V Nr. 285 Zweiter Natt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Dienstag. 4. Deze.ilber Ml Aus Stadt and Tand Gießen, den 4.Dezember 1917. 5* ln nochmals auf die Wichtigkeit der heute staM udenben Volkszählung hingewiefeir. Wer bis heute aberw i>emWid:i Leine icwm^Wtiin-ffgXiftc erhalten hat. walle als- bald am 5 d. M. sich eine Liste aus dem Stadthaus, Zimmer 6 , total und für Rucklveferung Sorge tragen. Sollten .Housh>altungs- Ksten Vers eigentlich durch den Zahler bis zum Abend des 5. d M. nicht adgetzolt sem, so hat der Haushaltungsoorstand, die alsbaldige Rückgabe der Lrste an das Stadtlxms. Zimmer 6 . zu veranlassen. Tie Haushaltungslisben werden mit den vvn dem Stadt. Lebens- mtttelamt gesühnten Kontrollkarten, die für die Ausgabe der Lebensmittelkarten maßgebend sind, verglichen werden. Personen, die in den Haushaltungslistcn nicht aufgeführt sind, werden in den Aontrollkarten gestrichen werden, so daß sie Lebensmittelkarten bei der nächsten Ausgabe nicht erhalten können. Es liegt daher in jedermanns Interesse, für eine genaue Ausfüllung der Haushaltungs- listen zu sorgen. ** Vortrag. Am Mittwoch den 5. Dezember 1917 spricht ün großen Saale des Fürstenhofes' Felddivisionspfarrer Müller Über „Ursachen unserer Kriegserfolge auf Grund von Erlebnissen an der Front". Siehe Anzeige. „** Rotes Kreuz. Von der Verband- und Kranken-Er- KMtMgssMle des Roten Kreuzes mn Bahnhof Gießen wurden im Monat ydovember 1375 durchsreisende Verwundete und Soldaten , mit Kaffee erfrischt: die Sanitätswache füllte 378 Transporte ans und hat in 286 sonstigen Füllen Hilfe gelichstet. ** Weihnachtspakete ins Feld. Es sei daran erinnert, daß vom 9. bis zum 25. Dezember Privatpaketc an Heeresange- hörige nach dem Felde nicht obgenommen werden. Tie Auflieferung der Werhnachtspakete so frühzeitig wie möglich zu besorgen, liegt im eigenen Interesse von Absender und Empfänger. Frachter müstütke bis 50 Kilogramm Ml .Heeresangehörige IM Felde unterlegen der Abnahmesperre nictü. ** O essen tliche Bücherhall«. Iw November wurden 1802 Bände ausgelrehen. Davon komm-sr auf: Erzählende Literatur 1049. 'Zeitschriften 210, Iugendschriften 171, Literatur- M-achte 12, .Gedichte und Dramen 30, Länder und Völkerkunde 49. Kulturgeschichte 15. Geschichte und Biographien 87. Kunst- «Schichte 8 , Naturwissenschaft und Technologie 84. Heer- und Seewesen 5, Haus- und Landwirtschaft 5. Gesundheitslehre 7 , Religion und Philosophie 42. Staatswissenschaft 14. Sprachwissenschaft 5, .FvemLsvrachliches 9 Bände. Nach auswärts kamen 42 BÄde ** Unfallversicherung. Der Dkrurer L. F. dahrer hat im Jahre 1910 einen Betriebsunfall erlitten, indem beim Zurichten von Bruchsteinen ein Splitter absprang und dem F. das rechte Auge traf. Er begab sich alsbald in ärztliche Behandlung, doch schienen die Folgen des Unfalls derartig geringfügig, oaß eine Anmeldung des letzteren durch oen Unternehmer nicht erfolgte. Nach zirka 4 Jahren erkrankte das rechte Auge und mußte entfernt werden. Da F. annahm, daß die Erkrankung des Auges durch den iw Jahre 1910 erfolgten Unfall verursacht worden fei. stellte er nachträglich Antrag auf Unfallrente. Bei den von der Berufsgenossenschaft angestellten Ermittlungen wurde von mehreren Zeugen bekundet, daß sich F. im Jahre 1910 im Betrieb tatsächlich eine Verletzung des rechten Auges zugezogen hatte. Trotzdem wurde to Anspruch von der Berufsgenossenschaft abgewiesen, weil nach ton Gutachten des ärztlichen Sachverständigen die im Jahre 1914 erfolgte Erkrankung des rechten Auges nicht mit dem Betriebsunfall vom Jahre 1910 in Zusammenhang steht. n ***q 3 2£°ol be Ä? e r l.rLerung Der Kriegstellnehmer m 2-,.». S Res.^Laz. Chirurgische Dunk dahier, stellte s. Z. Antrag auf Invalidenrente, die ihm auch gewährt wurde, ohne daß jedoch die aktive Mllttärdumstzeit, sonne die Friedensübungen bei der Rentenberechnung eingerechnet wurden. Er legte deshalb, durch Vermittelung der Verwundetenberatungsftelle Gießen, gegen den Bescheid der Landesversicherungsanftalt Darmstadt Berufung ein, worauf sich die Landesversicherungsanstalt zur nachträglichen Anrechnung der Militärdienstzeit bereit erklärte 7* Derfütterung von Kartoffeln. Gegen das Verbot beö Verfütterns von KartroMn wird seitens vieler Landwirts leroer immer wieder gesündigt. Wenn auch die Sorge für das Vieh verständlich und in normalen Zeiten selbstverständlich ist, so sollte dvlb jetzt, in den Zeiten der Kriegsnot. nicht immer daran! erinnert werden müssen, daß, die Ernährung der Menschen vorgeht, und daß die Rettung unseres BolLes vor dem inneren Zusammenbruch nur dann gesickert ist, wenn jeder, dar zur Ernährung, des gesamten Volkes beizutragen hat. auch in vollem Maße seine, Schuldigkeit tut. Nach den Beiordnungen des Präsidenten des Kriegsern ährungsamts dürfen nur solche Kartoffeln verfüttert werden, die nicht gesund sind oder die MLndestgröße von 1 Zoll (2,72. Zentimeter) nicht erreichen. Die Gesamtmenge, die hiernach zum Füttern zurückbchalten werden darf, beträgt ernschieUich der Verluste durch. Schwund ein Fünftel des gesamten Ernteertrags. Wer diese Bestinunungen verletzt, hat schwere Bestrafung zu gewärtigen. Daß im Betretungsfalle bitterer Ernst gemacht wird, ist angesichts der oft betonten Wichtigkeit dieser Frage für die gesamte Volksernährung etwas SÄbstverständlicheS. "Lichtspielhaus, Bahnhossttaße 34. „Die Marokko- Deutschen in der Gewalt der Franzosen" betitelt sich das neue Filmwerk, welches ab Dienstag den 4. Dezember zur Vorführung gelangt. Dieser Film ist nach authentischen Berichten des deutschen Vizekonsuls Gustav Fock aus Rabat ausgenommen und beruht ausschließlich auf beeidigten Aussagen der an den Ereignissen in Marokko beteiligten Deutschen. Die Vernehmungsniederschrift be- ftndet sich in der Hand der deutschen Behörde. Ein Teil der Zeugen hat bei der Herstellung selbst mitgewirkt, ^»ie den tatsächlichen Vorgängen bis in alle Einzelheiten entspricht. Die Anregung, den Film als Aufklärurigsmittel der Frage der Gefangenenbehandlimg dienstbar gemacht zu haben, ist das Verdienst deS HauvtmannS der Reserve Langfeldl. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ** Beuern, 4. Dez. Der Gefreite Karl Walther erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Leihgeftern, 3. Dez. Der Oberbootsmannsmaat Borger wurde mit dem Hessischen Kriegsehrenzeichen ausgezeichnet ** Lang-Göns, 3. Dez. Der Unteroffizzier Karl Stoli erhielt die Hessische Tapferkeitsmedallle. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse und das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen besitzt er bereits. * Utphe, 3. Dez. Die Groß Herzogin verlieh Frau Elise Schäfer, Frau Marie Schneider und Frau Lina Schäfer Ehrenblätter. P Watzenborn-Steinberg, 3. Dez. Dem Hornisten Theodor Philipp von Watzenborn, Sohn von Joh. Gg. Philipp daselbst, wurde die Hessische Tapferkeitsmedallle verliehen. — Tie Haruskollekte am Opfertag zum Besten des Roten Kreuzes und der Soldaten- und Marineheime am 25. November ergab in unserer Gemeinde 165,65 Mk. Kreis Büdingen. # Bisses, 2. Dez. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse, früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische Tapferkeitsmedallle und das Hessische Kriegsehrenzeichen, erhielt der Hornist Gefreiter Ca- Juf L er '™ Eiserne Kreuz erhielt der Kanonier Eujtav Günther. Lindheim. Fürs Vaterland starb der Jager Hermann Berg. Kreis Schotten. 3- Tez. Auf Antrag des KommunalverbandeS Schotten ist der Mühlenbetrieb des Phllipp Weber zu Gedern ms Qis weiteres geschlossen Worten. Er hat Brotgetreide nicht zu vem durch das Tirektorimn der Reichsgetreidestelle festgesetzten Satz von 94 v. H. ausgemahlen. c U ^' Rebgeshain, 4. Dez. Johannes Georg wurde zum Wajenmeister für unsere Gemeüche ernannt und verpflichtet. Starkenburg und Meinhefseir. , cbt • °n m r ft a .k t' 3. Dez. Unter die Straßenbahn geriet in der Rhemstraße em älterer Dienstmann. Ec mußte ins Krankenhaus geschafft werden. ^ Hessen-Nassau. a - '^ e 5- Jtt dem am Sonntag nachmittag 6 Uhr hier enllaufenden Bebraer Zuge kam im Haupt- bahnhofc eme Frau aus Eisfeld (Thüringen) mit einem Mädel ^eber. ^Mutter und .Kind wurden durch die Sanitätswache dem Ltadt. Kranken Haufe zugeführt. dNarburg 3. Dez. Vorgestern sprang in der Nähe des Sudbahnhofs ein aus dem Krankenhaus entwichener nervenkranker Soldat in die hochangeschwollenen Fluten der Lahn. Der gerade des Wegs kommende hiesige Militärarzt Sanitätsrat Dr Sarbegann, der dies bemerkte, eilte dem Manne sofort nach und brachte Zn auch glücklich in Sicherheit. Der edle Retter steht schon in den 60er Jahren. — Ter Orden pour le märite wurde dem Kommandeur des Jägerbatalllons, Hauptmann von Graef fe n d o r f/f' verlieben. G.A. Niederwalaern. 3. Dez. Hier starb der Ortsdiener und Nachtwächter Gwrg Mbrecht. Ter Verblichene galt all- gemern als der schwerste Mann der ganzen. Gegend, denn trotz der Kriegszeit. die so manchem schon eine schlanke Gestalt verlieh, wurde sem Gewicht immer noch auf drei Zentner geschätzt. Geriche-saal. I. Dar m st a d t. 3. Dez. Die Strafkammer urteilte am Freitag eme Reihe Ofstmbacher Diebstähle ab. Die gestohlenes Gegenstände beweisen, daß gegenwärtig alles seinen Liebhaberwert hat, was im Frieden keiner geschenkt genommen hatte So erhielt der 33jahrrge Taglöhner P. B. drei Monate Gefängnis, well er dabei ertappt wurde, als er aus einem erbrochenen Lager füv 100 Mk. Lumpen und Allpapier fortschaffen wollte. Der taubstumme 21jährige Sattler Gg. Sch. aus Eberftadt erhielt fünf Monate Gefängnis, well er in einer Osfenbacher Fabrik Leder-, abfälle beiseite schaffte. Ein Osfenbacher Schuster, der 60jährige Joh. E., nahm ihm einen Teil davon ab, was er mll 6 Wochen Gefängnis büßen muh. Erbsen, Erbswürste und Grieß entwendeten drei Jugendliche, ein 15jähriger Arbeiter und zwei 13- bzw. 12jährige Schulknaben. Die Beute wurde ihnen berells auf dem Heimweg wieder abgenommen. Der älteste, der schon etwas auf dem Kerbholz hatte, erhielt einen Monat Gefängnis-, die beiden anderen je zwei Wochen. — Schwere Eisenbahn-Dieb-, stähle fanden ihre Sühne. Beim Bahnhof Kranichstein aufgefmr^ dene erbrochene Kisten einer Kriegsgefangenensendung führten zu Haussuchungen beim Eisenbahnpersonal, wobei in den Wohnungen der beiden Brüder Rangierer Georg Sch. und Johann Sch. in Wixhausen beträchtliches Diebsgut gefunden wurde. Sie er- hiellen beide zwei Jahre Gefängnis. Ein dritter Rangiere^ Georg Sch. aus Arheilgen, kam mit sechs Wochen Gefängnis davon. 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Wohnort des Försters statlon z t|Sc " e Jo km fm fm rm km km km km km km km rm ,5 — c 3 12 110 50 50 185 155 20 LucaS, Wißmar Wißmar 3-4 10 42 140 20 10 5 40 30 1 Schaust ' Atzbach } Dorlar 5 10 20 5 10 Kinzenbach 5 10 75 60 30 \ Hegemeister / Schulz, k SalGöden Fronhausen oder Lollar . 7 75 7 40 7 Fronhausen 5 20 130 20 160 70 5 50 \ Müller, > Krofdorf Abendstern Eiche 6 Fichte 8 60 n Kiefer 5 15 Auskunft erteilen die betr. Forstbeamten. Der Verkauf erfolgk unter den hier gültigen allgemeinen Holz- fbrraufsbedingunaen. Gebote erbitte getrennt nach Gemeinde, Holzart und Klaste für je 1 km bzw. rm bis MMen den 10. 12. 1917 an mich etnzusenden. Den Geboten auf Eichen-, Kielern- und Fichtenholz ist eine ^efcheinigung des KriegsamleS über die Verwendung des Holzes zu Heereslieserungen betzufügen. Kroidorf lKreis Wetzlar), den 37. November 1917. Der Bürgermeister Braun. ii eingetroffen. 8807 Carl Schwaab, Hof!., Sellersweg 23. l-vitung: 8822e ttokrat tteemonn Lisingoottsi' Dienstag. 4. Tez. 1S17. abends 7-/. Ubr: 9. Dlenstags-Abonnements- Voritallnng: Gastspiel Eugen Klöpfer ?. Heu. Theater Frankfurt a. M. Das Hi aui die Frau Schauspiel in 4 Auszügen netllt einer szenischen Einleitung v. Harry Bohlmann Eiskiibiihn-AoiisWiitrttii Kicßen, k. 8. w. b. ß. Ordentliche Generalversammlung am Mittwoch dem 12. Dezember 1917. abends 8 Uhr im Zimmer Nr. 16 des BctriebSamtSgebäudeS, Ltebiq- straße 23, hier. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung und Entlastung des Vorstandes. 2- Reschlußsastung über die Verteilung des Reingewinnes. 3 . Satzungsänderungen. Gießen, den 3. Dezember 1917. Der Aussichtsrat: 8800V Zimmermann, stellvertr. Vorsitzender. ScbnürriemSn Macco, Eisengrarn, lland - - - . Große« ibager ■ Kaufhaus Kats Bahnhofstraße 14. 8803 a