vr. 28 ) Ter Gieheuer erscheint täglich, ander Sonntags. — Beilagen: Giedevcr KomMeubLSUer; UketLUatr für »e« Ureis Gtetzrn. Sezn-spreiz moncrtl. 1 Mk.. viertel - jährlich 3 Dtt.. durch Abhole- u. Zweigstellen monati 9) Pi.. durch die Post Dtk. 3.— viettel- jahri. ausjchb Bestellq. yerusprech - Anschlüsse: für dre Schrrftleftung 113 Perlaq,Keschäil--stelle51 Anschrift für Drabtnach- richten: Anzeiger Siegen. lör. Jahrgang Mittwoch. 28 . November Swilltngrrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei tt. Lange. Schrlstleitung, SeschSstrstelle ».Druckerei: Schulftr. ?. Annahme von Anzeige» t. die Taqesnlnnlner dis zumNcichmiuaq vorher. Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 20Pf., für auswärtige 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pi., fgr Reklamen 75 Pf. bzw. 90 Pf., nebst 2u 0 / 0 IeueninQ£jujctilag. Hauptschriitleiler: Auq. Goetz. Verarrtwörtlich für Politik u. Feuilleton: Auq. Goetz; Stadt und Land, Verutischtes u.Ge- richtsfaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sä mt sich in Gießen. Englische Angriffe aus Sourlsn gescheitert. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Kr Flandern rmhm die Artillerretätigkeit zwischen tzem Houthoulster-Wald mw Zandvoorde am Nachmittag wieder große Heftigkeit an. In einzelnen Abschnitten des Schlachtfeldes südwestlich von Cambrai tagsüber starker Feuevkampf. Unter deal Echrche der Dunkelheit bercitgcstellte englische Infanterie griff am Abend Dorf und Wald Bourlon an; in schweren Nahkämpfen wurden sie zurückgeworfen. Die Vorfeldtätigkeit blieb auf der ganzen Schlachtfront rege., Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von Prunay wurde ein französischer Vorstoß irn Grabmkarnpf abgewiesen. Auf dem östlichen Maasufer war die Gefechtstütigkeit tagsüber mäßig. Am Abend trat zwischen Samogneux und Beaumont und beiderseits Ornes eine erhebliche Feuersteigerung ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An der Combres-Höhe und zwischen St. Mihrel und Pont-a-Mousson lebte das Feuer zeitweilig aus. Oeftlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische Front keine größeren Kampfhandlungen. nicht nlehr auf die Bedingungen Anspruch erheben, die ihnen früher angetragen worden sind. Die Freiheit der Entschließung muß uns Vorbehalten bleiben, auch wenn wir mit den Russen über den Frieden Rußlands erfolgreich fertig geworden sind. Im übrigen bleibt die Waffenstillstandstrage eine rein militärische Angelegenheit, die von Hin- oenbiurg und Ludendorff entschieden werden muß. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage blieb gestern unverändert. In den die letzten zehn Tage ausfüllenden Kämpfen bei Cismon haben die alpenländischen Truppen des Generals Alfred Krauß wieder mit großer Tapferkeit und Ausdauer gefachten. Teile des Grazer Schützcnreginrents haben im Ringen um den Nbonte-Portica abermals ihrer Vergangenheit würdige Taten vollbracht. So fanden die Oberösterreicher vom Hessen-Infanterieregiment Nr. 1t und Abteilu gen der Tiroler Zager bei Termine und Satt Marino in der Brenta- Scksiucht Gelegenheit, neuen Rnhn an ihre Fahnen zu knüpfen. Am 23. November hat Hanptmann Vromovsky den 25. Gegner im Lustkampfe besiegt. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz und Albanien. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. v!e Kämpfe an der Westfront. Italienische Fronr. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludeudorf f. * Der Abendbericht. Berlin, 27. Nov., abends. (WTB. Amtlich.) Auf dem Schlachtfetde bei Cambrai sind starke englische Angriffe zwischen Bourlon und Fontaine gescheitert. Erbitterte örtliche Kämpfe dauern noch an. Im Osten und an der italienischen Front nichts Besonderes. Graf Hertling wird mit der Vorbereitung seiner Antrittsrede im Reichstag bei weitem nicht so viel Schwierig- Seiben m überwinden haben als ssein. Klimts V o rg änger Michaelis. Die Botksbeile, denen die Mehrheitspolitik des Reichstags nicht gefallen hat, können briichts tun, .'als ab warten, sund sie haben die Genugtuung, daß in den Kreisen der Reichstagsmehrheit allmählich, eine merkbare Wandlung eingetreten ist. Das ist z. B. in einer Stuttgarter Zentrumsversammlung Pi sehr offenem und unzweideutigem Ausdruck gekommen. Dort erklärte der Generalstaatsanwalt v. Kiene, daß die bekannte Entschließung des Reichstags Gebietserweiterungen und Entschädigungen auf Grund besonderer Vereinbarungen durchaus nicht ausschließe. Es sei auch noch eine offene Frage, ob Polen, Litauen, Kurland und Livland als selbständige Staaten in ein engeres Verhältnis zu Deutschland gebracht werden sollen. Selbstverständlich würden wir die Faustpfänder sesthalten, bis alles, was uns genommen wurde, wieder zurückg-egeben sei. Die Friedensentschließnng sei als eine Art befristeten Ultimatums bezeichnet worden, dessen Nichtannahme uns später völlig freie Hand einräumen würde. Bezeichnend ist auch, daß eine Entschließung angenommen wurde, die die Erwartung ausspricht, daß die neue Reichsregierung die kriegerischen Erfolge po.üisch und diplomatisch zum Besten des Vaterlandes auszuwerlen verstehen werde. Wenn vor einigen Wocheri Dr. Michaelis ähnliche Aussprüche getan hätte, so wären die Mehrheitsfanatiker zweifellos übel über ihn hergefallen. Aber die Lage hat sich inzwischen geändert, und zur Selbstverständlichkeit ist allmählich das geworden, was früher umstritten war. Der -reue Rnchskanzl ''-.ird die Parteiführer empfangen, und Staatssekretär v. Kühlmann hat bereits mit ihnen verhandele ^iü p eu Erwartungen.one,en wir uns bei der Antrittsrede Hertlings nicht hrngeben. Er ivird vermutlich zu den neuen Tatsachen in Rußland Stellung nehmen, und vielleicht trifft eine Berliner Mitteilung der „Köln. Ztg." das Richtige, wenn sie, wohl auf Grund einer Anfrage bei den Amts stellen, erklärt: „Stellt sich heraus, daß die Petersburger Regierung die nötigen Machtmittel besitzt, um rhren Mitren zur Geltung zu bringen, so würde sich auch die wichtige Frage ihrer Verhandlungsfähigkeit von selber klaren." Diesem Leitsätze kann man zustimmen: allerdings dürfen die Herren Lenin und Trotzki dabei nicht mit dem Lämpchen ihrer „Ideale" u n s e Führer in der Sache der allgemeinen Friedensziele werden. Wir können uns da- del sogar innerhalb der oben erwähnten Auffassung unserer Mehrheitsentschließung bewegen. England und seine Trabanten, die setzt dem Frieden nicht geneigt sind, können später Berlin, .27. Nov. (WTB.'> Bei Sturm und Regen oerlief in Flandern der Vormittag des 26. November bei geringer beiderseitiger Gefechtstätigleit. Erst nachmittags steigerte sich von Westtooscbeke bis Zandvoorde das Artillerieseuer zu großer Heftigkeit. Am Abend trat von der Küste bis Houthoulstcr Wald erneute Feuersteigerung ein. WcsteNds-Bäd, Stadt Dixmuiden erhielten lebhaften Beschuß. Verschiedentlich vorstoßende englische Patrouillen wurden restlos ab gewiesen. . Aus dem Hauptkcrmpffeld von Cambrai wurden am ^Vormittag mehrfach erkannte feindliche Ans«mmlungen beim Bahr Hof Mesnieves unter wirksamstes genommen. Am Nachmittag setzte besonders in Gegend Bourlon und F o n - taine starker Artilleri ekampf ein. Auch hier faßte unsere Artillerie ihr Feuer .Egen Ansammlungen bei Graincoutt und Anneux zusammen. Sechs gegen Fontaine auffahrende Panzerwagen wurden durch ihr Feuer zur sch lärmigen Umkehr gezwungen. Südlich Jnchp entwickelten sich 6 Uhr abends bei lebhaftem Feuer schwerer Kaliber firr uns günstig verlaufende Handgranaten- kärnpfe. Unter dem (Schutze der Dunkelheit bereitgestellte starke feindliche Infanterie brach um 7.30 Uhr abends gegen Bourlon Darf und Wald zum Angriff vor. In erbittertem hin und her- ivogendem Nakckampf wurden die E n g l ä n d e r u n t e r s ch w e r - st e n Verlusten abgeschlagen. In der Südsmtzc des Bour- lon-Waldes ist ein Eii gl ändern est verblieben. Im übrigen ist Dorf Bourlon sowie der Bourlon-Wald entgegen dem Poldhu-Bericht fest in unserer Hand. An dieser Stelle des Hauptkampffeldes haben die Engländer bei ihren ividderhilten mißlungenen Angriffen und in unseren wuchtigen Gegenstößen außerordentlich schwere Verluste erlitten. Ihre überlegen Zahl und Masse unterlag jedesmal dem Heldenmut unserer tapferen Infanterie. Ein in Gegend La Folie gegen 8 Uhr abends sich vorbereitender Angriff kam in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Durchführung. Aus dem ganzen Kampffeld erleiden die Engländer vor jedem Angriff schwere Verluste durch das flankierende Artilleriefeuer Unserer Batterien, die jedesmal in dem übersichtlichen Gelände in der Lage sind, schnell ihr verheerendes Feuer auf die massierten Ansammlungen zu richten. Nvrdwesllich So i ss on s nahm zeitweiLp die Artillerretätigkeit aus unserer Südfront zu und steigerte sich weiterhin am Spätnachmittag Oestlich Reims setzte von 7 bis 7.30 Uhr vormittags ein starker feindlicher Feuerüberfall auf unseve Stellungen am Keil- und Pöblberg ein. Nach starkem Artillerie- und Minenseuer auf unsere Stellungen nördlich Prunay erfolgte dott 5 Uhr nachmittags ein starker französischer Teilvorstoß, der im Gegenstoß ab- gotoiesen wurde. Tie Verluste des Feindes sind schwer. Oestlich der Maas nahm nach verhältnismäßig nthigcm Vormittag besonders in Gegeird Orires arn Nachmittag das Feuer zu intb griff gegeil Abend lau-ch- >auf unsere Stellungen bis an die Maas über. Mehrfach erkarrnte feindliche Bewegungen wurden mit Erfolg unter Feu-er glenonmren. Der Kriegsrat der Entente. A m st e r d a iw, 27. Nov. (WTB.) „Mlgemeen Handelsblad" berichtet ans London: Ein-er der Gegenstände, die nächste Woche durch den K r ie g s ra t de'r Alliierten besprochen werden sollen, ist die Frage des Zusammenwirkens der Flotten der mittel- nnd südamerckcutischlen Staaten mit den Flotten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten. Ein anderer Gegenstand der Besprechungen bildet die Versorgung der Ml netten. Jede Mackst wird ersucht, eine Liste ihres Bedarfes aufzustellen. Schonrechte zugunsten eines oder des anderen der alliierten Länder werden^ nicht gewahrt. Wieder andere Punkte beziehen sich auf die zu ergreifenden Maßregeln für die Bekäurphurg des österreichischungarsscheu U-Boot-Krieges im Adriatischen Meer sowie die Frage tvr Blockade in ihrer Beziehung zur Schweiz und Spairieac und, die finaiczielle und wittschaftlichc Hilfe, die nach denr Kriege Belgien gewährt werden soll. Die wahren Ziele Wilson». Kopenhagen, 27. Nov. (WTB.) „Socialdemokraten" vom 26. November weift in einem Artikel auf die bemerkenswette Tatsache hin, daß Wilson kürzlich in einer Arbeiterversamm-- lnng über die B a g d a d b a h n gesprochen hat. Er sagte, er sehe ein, daß es nicht länger einen Sinn habe, von der Demokratisierung Deutschlands als Kriegsziel Amettkas zu sprechen, besonders nicht, nachdem diese Demokratisierung in vollem Gange sei. Aber in den imperialistischen Kreisen Amerikas spiele der Kamps um den chinesischen Markt und die Ausbeulung Asiens, besonders Kleinasiens, eine ungeheure Rolle, und unzweifelhaft seien weite Kreise der Arbeiterschaft hierdurch beeinflußt. Belgien, Nordfrankreich, Elsaß-Lothttngwi oder wie diese lleinen Länder alle heißen- alles dies könne ja sehr interessant sein, „aber sollten wir." so suhv er fort, „außer den Japanern, die schon behaupten daß sie vor allen anderen Rechte in China besitzen, uns auch einer deutschen Eisenbahnanlage aussetzen, die China mft Europa verbindet? Oder sollten wir nicht jetzt, da sich die Gelegenheit bietet, diesen Konkurrenten Niederschlagen?" Dies war der Sinn der Wotte Wilsons, als er den amerikanischen Arbeitern erllären wollte, weshalb man Deutschland nicht die völlige Konttolle über Oesterreich-Ungarn uird die so gut'wie vollständige Kontrolle über die Balkanländer, die Türkei und Kleinasien lassen könnte. Endlich ist das Kriegsziel enthüllt. Ohne die Phrasen von der Befreiung oder Demokratisierung steht es vor der Menschheit: keine deutscht Eisenbahn durch Asien, damit die fteie Ausbeute der Industrie durch England und die freie Ausbeutung Chinas und des übrigen Asiens durch Amerika nicht bedroht werde. Für dieses Ziel verblutet Europa. Lord Robert CectlS KriegSziel. London, 27. Nov. (WTB.)"Lord Robert Ce- c il sagte in einer Rede in No r w ich, es gäbe keine Sicherheit für England, bis Deutschland endgültig geschlagen sei. Der deutsche Vorschlag, die Doppelehe einzuführen, zeige es in seiner wahren Gestalt, er fei der Ausfluß desselben Geistes, der nicht dulde, daß ein Gesetz der VLoral und Religion dem deutschen Staatsinleresse im Wege stehe. Einige glaubten, das deutsche Volk verlange nach Frieden. Eine Probe dafür sei die Bereitwilligkeit, Belgien wiederherzustellen und es für die ihm zugefügte Unbill zu entschÄv- gen. Die Deutschen seien aufgesordert worden, als Beweis für die Aufrichtigkeit ihres Friedenswunsches daraus zu antworten, aber von der deutschen Regierung sei keine Antwort gekommen. „Niemand kann daher zweifeln, daß der Geist der deutschen Regierung genau derselbe sei wie zu der Zeit, als sie Europa in den Krieg stürzte. Wenn dieser Geist sich nicht verändere, wäre es für uns verbreclierisch, daran zu denken, daß mit solcher Macht eml dauernder Frieden geschlossen werden kanrr. Das oberste Kiiegsziel ist und muß sein: Ter Sieg. Vor einigen Tagen erklärte ein deutscher Staatsmann, die Teutschen seien überall siegreich, aber wenn man die Lage richtig betrachtet, so kommt man zu genau dem gegenteiligen Schlüsse. In den beiden letzten Jahren oder noch länger gab es keine Schlacht zwischen biittschen und deutsckien Truppen, worin die Deutschen siegreich lvaren. Der Verlust der Kolonien und unser Sieg in Palästina gab den Deutschen sicher Ursache, nackzudenken. Dasselbe^ gilt für Mesopotamien. Wir können jedenfalls sagen, daß die Teutschen nicht einen Quardratzoll britischen Bodens besetzt Haltern Tie Blockade hat ihre Kritiker, man kann aber sagen, daß in der ganzen Weltgeschichte nichts, was unserer Blockade gleicht, jemals geleistet wurde." Die Lage in Rußland. Basel, 27. Nov. „Havas" berichtet aus Petersburg: Die Regierung erläßt eine Verordnung, wonach sämtliche Klassenunterschiede, Würden und Titel aufgehoben werden, die Liegenschaften des Adels sollen den Semstwos, die Güter und Liegenschaften der Kaufleute imd Bürger den Gemeindebehörden übergeben werden. In einem zweiten Dekret wurde das Revolutionskomitee angewiesen, alle Spekulanten zu verhaften und der Justiz zu überweisen. Durch ein drittes Dekret wird eine fünszchngliedrige Kommission unter dem Vorsitz von Luuatsck)erski ürs Leben gerufen, die sich mit dem Ausbau des öffentlichen Ultterrichtswesens zu befassen haben wird. Die Veröffentlichung der rusffschen Geheimpapiere. Basel, 27. Nov. Havas meldet aus Petersburg: Eine neue Reihe..von diplomatischen Geheinrakten wurde v^öffeittlickst. dar- unter auch eine Note mft der Beine ckung „sehr geheim" und keinem Datum über das Abkommen ,7c i t Italien vom Jahre 1915. Die russische Regierung hielt cf-e Aktion Italiens nickst für unerläßlich da sie Komplikationen ’üt oen gegenjtzlttgen Beziehungen unter den Mliietten befürchtete. Tie Forderungen Jta> liens wurden von Frankreich und Rußland als übertrieben antye^ sehen. Tie Note nreldet, daß zur Besprechung der Fragen Kvnft- renzen in London stattfanden, stkirterdessen wiesen die mftitärisckZen Ercinisse sonne die mllftärischen Führer auf die Nützlichkeft des unverzüglichen Einschreitens Italiens in deir Krieg Ijiit. Es wurde ein Abkommen in London unterzeichnet, wonach Rußland von Seiten Italiens Konzessionen zugunsten Mvrrtenegros und Serbiens erhalten hatte. Eine Note des Botschafters ftr Rom an den Minister des Aus» wartigen vom J31. Oktober 1917 meldet ein Gespräch des Bot-, schafters mit Sonnino, der sich von der moralischen Verfassung des Landes befriedigt erklärte, jedoch seine Befürchttmgen auS-i drückte hinsichtlich der auf die Zusaminenziehung deutscher Truppen an der italienischen Front folgenden Ereignisse, die annehmen ließen, daß :roch weitere Streickräfte folgen iverden „Souninv beauftragt ntich, anzuftagen, ob es Rußland nicht nwglich sei. an unserer Front mangels einer Offensive wenigstens eine mit ft ä rische Demonstration anszuführen. Sam .auch eine solche Dciuonsttation in mftitätti'cher Hinsicht keine Folgen haben taiui, so hrftte sie in UAH« glicht eine große Bedenttorg für Jtallsn Indem ich .venWml,ck «lmnr-nos übermittle, lege ich Nachdruck darauf, daß ote tfym so wart wre nw-glich Folge geben." . Aote aus London an den Minister des Auswärtigen Oktober 1917 setzt die Unmöglichkeit einer Aktion der englischen Flotte auseinander. drrrch die die Lage rn der Ostsee hatte entlastet werden sollen. Sqs dem Reiche. Der BirndeSratSaus chntz für auswärtige Angelegenheiten. M ü n ch e n, 27. Nov. (WTB.) Die Korrespondenz Hofs- mann meldet amtlich: Unter dem Vorsitz des Staatsministers von Dandl hat. wie bereits angekündigt, eine Sitzung des Bundesratsausschusses für die a u sw ci r tlgenAngelegenheiten gestern nachmittag im Reichskanzlerpalais stattgefunden. Im Anschluß an die Sitzung waren die Mitglieder des Ausschusses zur Tafel beim Reichskanzler geladen. Die Gefangenen des Südens. Von der italienischen Front wird uns geschrieben: Nie haben GesangenensammÄstellen solch schwere Arbeit zu verrichten gehabt, wie die an der italienischen Schlachtfront. Sett Wochen sind nun die Leuth Kaum aus den Stiefeln gekommen. Tag und Nacht langten die Heerscharen ohne Waffen an, es mußte Ordnung in die zügellosen Herden gebracht werden, und dann ... die armen Kerle waren halb verhungert? Sie Nelen Über alles her, was nur halbwegs zu essen war.. Küchen- abfälle wurden verschlungen, und ein Wagen mit Rüben, der vor einer Küche stand, war seines Inhalts ledig, bevor die Wache jum Einschreiten kam. Ja, die Kräuter aus den Kriegs- teldern wurden ausgezehrt, und ein Italiener klettette über einen Zaun, um die Sonnenrose zu holen, die aus einem Stabs- gebaude geblüht hatte. Gespräche mit einzelnen Italienern, die gut deuttch verstehen, ergaben Tatsachen, die den Hunger der Leute begreiflich macken. Ganze Abteilungen wurden gefangen, die kern« Mmung von dem Borgefallckn-en hatten. Sie lugen zum Einsetzen in die geplante zwölfte Cadorna-Qssensive bereit und hatten noch keinen Schuß abgegeben. Plötzlich wurde die Verpflegung mangelhaft, und eines Tages blieb sie aus. Die Offiziere wußten sich nicht mehr zu helfen. Irgend etwas mußte geschehen sein. 2lber was . . .? Immer quälender rvurde der Hunger, und schon verschwanden viele Leute, die zu dem Feinde übertiefen und sich dort das Essen holten, das die eigene Heeresverwaltung nicht mehr lieferte. Mit einem Male kam der Be- rehl: L>etzt die Gewehre zusammen! Es wurde getan, und schon tauchten deutsche und österreichische Soldaten auf, die Gewehre wurden verladen, und die Mannschaft«: erhielten die Weisung, * n Marsch zu setzen. So wurden sie gefangen. Anscheinend machen die Gefangenen einen Sport draus, bei Vernehmungen die Erklärung abzugeben, sie seien des Krieges müde geworden, und wenn die große Gefangennahme nicht erfolgt wäre, so wurden fte von selbst gekommen sein. Die Mehrzahl der Jta'iener besteht aus blutfungen Bürschchen mit teilweise funkelnagelneuest Uniformen und gutem Lederzeug, das den Engländern schweres Geld gekostet hat. Mäntel haben sie selten. Meist tragen sie die kurze Pelenne. Nach Gefangenenaussagen sollten die Mäntel erst am 15. November ausgegeben werden, und das Vorstürmen der Verbündeten vereitelte diese Absicht. So wurden sie libernommen, in den nächsten Lausoleen gereinigt imd dann in langen Zügen „verlad«:", um über Oesterreich nach Deutschland gebracht m - Merkwürdigerweise hatten die meisten Gefangene,, «iMlche, Barmittel. Biele bezahlten auch kleine Sachen, die sie kauften, m der Regel Zigarren und Zigaretten, mit österreichischem Gelbe Der lange Aufenthalt in dem Grenzgebiet unserer Verbündeten hatte dies bewirkt. Daneben verfügten die Gefangenen über außerordentlich große Mengen Kupsergeld. Ganze Taschen hatten fte voll kleiner Münzen in Kupfer, und wenn einer fünf Zrgaretten erstand, mußte er dem Verkäufer schon eine Handvoll MtUrzen ernhändmen. Das heiße Blut der Italiener ist auch m den langen Gebirgskämpfen, in der Zone von Schnee und Eis Acht abgekühll worden. Das bewiesen die Szenen, die sich beim Verkauf von Rauchwaren, namentlich beim Antteten zum Menage- empsang abspielten. Kameradschaft gab es dann nicht. Rücksichts- ws wurden die schwächeren Leut« beiseite gedrückt oder über den DMtsen gerannt, und mehr als einer, der unversehrt aus der Schlacht gekommen war, holte sich hierbei einen blutigen Kops Einen tieteu Einblick erhielt man durch die Aussagen der Gerangenen auch in die wirtschaftlichen Verhältnisse Italiens. Es neht m dem Lande der Zitronen keineswegs rosig aus, und die Soldaten klagen über einen empfindlichen Mangel au den notwendigsten Gebrauchsartikeln, die oft nur noch zu sehr teuren Preven M Hab«: iin^ Die Mehrzahl der Gefangenen nahm Lur Matt vor den Mund, wenn nach den inneren Zuständen Italiens gefragt wurde. Es gab nur eine Stimme: Wir sind woy.. endl"ch, herauszukommeii, und wollen gerne arbeiten' Drß dleWotte ernst gemeint sind, ficht man ihnen deutlich an Tat- fochlich Hai auch keiner einen Fluchtversuch gemacht. Alle freuten ttch der Fahrt nach Norden. fcheid Grvßh. Oberkonsistorkums aus die Beschlüsse der vorigen Sh node lautet zu stimmend. Der Bericht des Dekanatsausschufses über das Jahr 1916, der gedruckt vorlag, gibt zu einzelnen kurzen Bemerkungen Anlaß.OWir entnehmen demselben folgende allgemeine wifsenÄverte Angaben über den kirchlichen und veligiös- sittlichen Zustand der Dekanatsgemeinden: In, den Ruhestand trat Pfarrer H allwi g-Kirch-Güns, gestorben sind die Äirchenvor- steher M ö hl und Schneider - Gießen und Gerhard -Stein- bach sowie Kirch«ü>rener Wagenbach - Gießen. Ter Kirchen - uiid Abend mahlsbesuch weist gegen das Vorfahr keinen besonderen Unterschied auf, die äußere Sonntagshciligung hat iin allgemeinen wenig Schädigung erlitteii. Zu beklagen ist fast in allen Gemeinden, daß die Katechismuslehre von erwachseneii Gemeindegliedern wenig besucht wird, was gewiß nicht in einem Uebermaß christlicher Erkenntnis seinen Grund hat. Getauft wurden 1058, konfirmiert 1245 Kinder, getraut 264 Paare, gestorben sind 676 Personen. Ueber- tritte fanden statt l aus der katholischem Kirche, 3 aus änderest Gemeinschaften, Austritte: 1 zur katholischen und 2 zu sonstigen Gemeinschaften. An kirchlichen Gaben entfallen aus den Kopf der evangelischen Bevölkerung des Dekanats 1,15 Mk. Der Gesamtbetrag der Gaben ist 69 503 Mk. Das Dekanats fest für die äußere Mission fand in Großen-Linden statt, das für die innere mußte aussallen. Dafür haben in 14 Gemeinden Predig tgottcksdiensta über die Krüppelfürsorge stattgdsunden, »velche der Vereinsgeistliche für innere Mission, Pfarrer M e m m e r t - Dermstadt, abhielt. .Kirchliche Gemeindeblätter bestehen drei, der „Sonutags- gruß" in 'Gießen, das „Kriegsbrot" in Lamg-Göns und der „Hei- matgrnß" in Treis a. Lda. Tie Fürsorge und Erziehungsarbeit, die durch den Vertrauensmann des Dekanats, Pfarrer Groth- Rödgen besorgt wird, ist urtter der: Kriegsoerhältnissen durch den Mangel an geeigneten Pflegeeltern und die zu geringe Pflegever- gütnng schwieriger geworden. Für die aus der Schule entlassenen Zöglinge wäre die Errichtung einer Erziehungsanstalt in Oberhessen in Aussicht zu nehmen. Für die Innere Mission sind eingegangen 3298 Mk. lieber den Personalbestand der Dekanats- sch-western ist keine Veränderung zu berichten; von den 6 Schwestern steht eine im Heeresdienst. Die Beittäge für den Gnstav-Adolf-Ver- ein haben w ieder eine Steigerung erfahren. — Den Hauptoer ha nd - lungsgegenstand der Tagung bildete der Vorttag des Medizinalstes Tr. M a l g e r - Gießen über „Die evangelische Kirche und dre Bevölkerungspolitik". Ter Redner wies auf den stmrdigen Rückgang der Geburten im Deutschen Reiche hin, der seit 1870 von 37 aus 27,5 für 1000 Personen gesunken ist. Dagegen ist die Sterbeziffer von 30 auf 15 herabgegangen. Dadurch gleicht sich seither der ^Geburtenrückgang einigermaßen aus. Ter Einfluß des Weltkrieges bringt dann einen wahrscheinlich sehr ungünstig«: Um- scl'.wung. Dazu kommt die Abnahme der ehelichen Fruchtbarkeit. Tos hat verschiedene Ursachen, die meist durch die Schwierigkeiten der Lebenshaltung veranlaßt »verd«:. Hiergegen gilt es init aller Mackt.anAukämpfen und durch Aufklärung auf die Gewissen zu wirten, damit die schlechte Moral des Ein- und Zwei Windersystcms tu ihrer ganzen Gefahr erkannt wird. Dazu hat die .üirche che erste Pflicht, denn „Kircker 'sind eine Gabe Gottes und Leibesfrucht ist ein Geschenk", sagt die heftige Schrift. An die von großer Sachkunde und tiefem religiösen Ernst getragenen Ausführungen schloß sich «ne .ausgedehnte Aussprache, die in der Annahme einer von Pfarrer Weber- Lang-Göns vorgelegten Ärtschließung gipfelte, u: welcher gesetzliche Maßnahmen gegen die Unzucht und staatliche Förderung des Familienlebens gefordert werden. — Zum stellver- ttetenden geistlichen Mitglied des TekanatsausschusseS wird Pfarrer B a r t h- Großen-Buseck mit 42 Stimmen gewäh'.t. Mit cinöm von Pfarrer Weber-Lang-Göns gesproclrenen Gebet wird die Synode gegen 6 Uhr geschlossen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. November 1917. Synode des evangelischen Dekanats Giehen. . tt Gießen, 27. November. ,_des evangelischen Dekanats Gießen wirrde heute Nachmittag m dem Gemeindesaal der Markusge- merride dahier ab gehalten. Sie wurde mit einer von Pfarrer! aus Grund von Hebr. 10, 36 qe- halLenen Andacht eröffnet, worauf der Vorsitzende, Dekan G u'ß- Kirchber^, bie Anwesenden willkommen hieß und der im etzben Zähre verftvrbenen Synodalen sowie der aus dem Felde der Ehre ^fallenen Gemeindeglieder mit ehrenden Wort«: gedachte, tn Eichen Weise anschloß. Tic zur Prmmu; stehenden Wahlen werden gerrchmigt. Der v« lesen« Be- ** Auszeichnung. Dem Schützen Oskar Jahn vvn hier 'früher Maschinensetzer in der Brühl'scheu Druckerei) wurde das Eisern« Kreuz verlieh«:. ** Beförderung. Gefreiter Gsorg Beimborn, der schon mrt dem Eisernen Kreuz 2. Klasse unb der Hessische Tapferkeits- medaille^ausgezeichnek ist, wurde zum Unt-evosfrzier befördert. ^" städtischer G e m ü s e o e r k a u s. Morgen, Donnerstag, vor- und :rachjn:ittag komm«: in der städtischen Gemüsi'ver- teilu::gsftelte, Brandplatz 3. Weißkraut, Wirsing, Rotkraut, Ober* kohlraben. Erd kohl raben, gelbe Rüben und Weistrüben zum Verkauf. Rotkraut wird nur 10 Pfund für ein« Familie verabfolgt. ** A u s k u u s t s e r 1 e i l u n g. Auf die Verorkml:ng des stellv. Kommanmerenden Generals des 18. Armeekorps im Anzeige,steil der heutigen Nummer lvird^hingewiesen. . Tie G ü t e r a b fe r 1 i -f u u g teilt folgende Verfügung n,st: Zur Gewii:::ung von. böagen für Lebensmittel und Dü::ge- msttel :ft die Annahme sä'nftichw Frachtsttickgüter am Doimerstag d«: 29. und Freitag den 30. November einschließlich zu sperren. Eckige Lebensmittel sind auf den Eftgutvettehr zu verweis«: . err** 3 V 1 n ^ ^ e Ö r - Mittwocli, 28. November, hat die 1. Abt. Instruktion, die 2. Abteilung Turnen. Sonntag,. 2. Dezember, findet keine Uebung statt. ** :ter c Einschränkung der Biererzeugung. Durch eme Bekam:ttnachung des Bundcsrats vonl 20. November :st d:e Malzzuweifung an die Brauereien im neuen Konting-cnstiahr auf zehn vom Hmchert, für die Brauereien in Bayern rechts des Rhe:ns ans fünfzehn von: Hundert festgesetzt worden. Da die Zu- tv«sung :m abgelaufenen Jahr 25 bzw. 35 vom Hundert betrug, bedeutet die Feftsetzung eine weitere. Einschränkung der Bierher- ftellung, dre nach der gesamten Ernährungslage nicht zu unlgehen war. Aus d«l 10 vom Hundert und> 15 vom Hnndert muß der Brerbedarf des Feldheeres und der Besatzunastruppen, sotoie der Ruftungsarl>e:ter in erster Linie gedeckt werden. Hinsichtlich der Brerveriorgung der übrigen Zivilbevölkerung wird sich die Ein- fchränkilng stärker fühlbar machen. Ein Höflichkeitserlaß des Kri e gs m ini st e rS. Knegsminrfter v. Stein lwt an sämtliche ihn: unterstellte Dienststellen folgenden Erlaß gerichtet: „Jeder einzelne im Volk trägt an der Not t^es Krieges. Memand soll ihm die Last unnütz \j?t* großen,. Das geschieht aber, wenn die Dienststelle,: im Verkehr mit dem Publikum dem G«'uchsteller mcht in schneller und höflicher Art helfen, sondern den Verkehr zur Quelle von Mlßhelligkeitett und Mißstimmungen machen. Wer so handelt, schädigt das Vaterland und zeigt, daß er seiner Aufgabe nicht gewackyen ist. Persönlichkeiten. die auch nach erfolgter Belehrung sortsahren, ihren.- Mitmenschen in dieser Zeit das an sich schwere Dasein dürch ihx Benehmen noch zu ersäpveren, dürfen an diesen Stell«: nicht geduldet werden. — Dieser wahrhaft herzerfrischende Erlaß dürfte auch an mst>er«: Stell«: nachahn:enswert sein. Ohm zurzest drv- jenig«: n«men zu woll«:, denen er besonders an das Herz zu legen wäre, sei d-och festgesteltt, daß sich auch in Meßen Stellest finden, in denen gegen denselben stark verstoßen wird. ** Reisebewilligung nach Oesterreich-Ungarn. Ab 1. Dezember d. I. treten verschärfte Bestimmung«:, betreffend die Erteilung des 'konsularisäZen Sichtvermerks an Ausländer ohne Unterschied der Staatsarlgehörigkeit für Reisen nady und durch Oesterreich-Ungarn in Kvaft. Zur Erteilimg dieses Sichtvermerks ist daS persönliche Erscheft:en der Reisenden bei der örtlich zuständigen österreichiich-nngarischn: Bertretungsbehörde unerläßlich Dir vorher einzickeit«lden Erhebiu:gen über die dLollvendittkest d«: Reise werden längere Zeit in Einspruch nehm«:, so daß Reisenden empsohv len werden muß, sich inöglichst früh wegen Erteilung des Sichtvermerks v>orzustell«:. Ausnahmen könn«: :rur in ga:^ besonders dringend«: und berücksichitigiurgswert«: Fällen gemacht werden. Tie Beurteilung, ob Dringlichkeit tatsächlich vorliegt, steht einzig den Bertrettnrgsbehörden zu. ** S tadttheater. In der morgigen Uraufführung (ans ei::ige Anftag«: sei an dieser Stelle erwidert, daß der Ausdruck „Uranssübrung" sich als kürzere Fassung für „überhaupt erste Aufführung"^ emgebürgert hat) des Pohlmannschien Schauspiels „Das Recht aus die Frolu" wirk«: u-eben dem Gast vom Neuen Theater in Franisurt sämtliche Herren des hiesig«: Personals mst: mit größeren Ausgab«^sind betraut die Herren Feigst, Wenzel, Stengel, Goll, Volk, Steinmeyer, Falken, Lerch, Borchardt: größer« D amen rollen l ieg en in den 5)änden dar Frl. Dörr und Wossidlo. Die Spielleittmg führt" Hoftat Sbeingoetter. Nochmals sei erwähnt, daß diese auf d«: Donnerstag verlegte Vorstellung als 8. Freitags- Abonnem«:lsoorstellm: g zählt. i , ** Im Schwarz-Weiß-Theater. Selterswesi 81. wird auf vielseittgen Wunsch vm, Mittwoch ad bis eirrschließttch Freitag das obei'bayeriscke Gebirgsdrama „Ter Meineidbauer" in einem Vorspiel und 4 Akten vorgesührt. Mit einem Lustspiel schließt das gutgewählte Programm. Landkreis Gießen. ^Klein-Linden, 28. Nov. Dem Pionier Fri^rrrch Jung von hier, der schan mit der Hessischen Tapfepkeitsmedaille au2- gezeichnt ist, wurde:mter gleichzeitiger Besörderrmg zum Gesreitar das Eise«:,' Kreuz II. Masse verliehen. ** Lollar. 28. Nov. Der Ortsausschuß von; Roten Kreuz und für Kriegshklft komrte dem Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstadt^ die Summe von 840 Mk. für vier Weihnachtskisten an unsere Feldgrauen des 18. Armeekorps überweisen. Zwei Weihnachtskiften tvurden gestiftet von den Buderusschen Eisenwerken, eine von der Gemeinde und eine von dem Ortsausschuß und der Schule, aus dem Erlös von Sammelgegenstärft)«:. * Rodges. 27. Nov. Tie in Nr. 268 des Gießener An- z-ei;^ers vom 14. Nov. 1917 verössentliclste Notiz über die Abnahme der Kirchenglockei^ bedarf einer Berichtigung. Tie Baben Glocken wogen nicht 18, sondern ungefähr 8 Zentner. Auch brauchte bei der Abnahnw nur ei,: schwaches, aus Backsteinen in gewöhnlichem Kalkmörtel hergestelltes Kreuzgewölbe von etwa 1 Quadratmeter Größe entferrtt zu werden. ^ ** Röth ge s^28. Nov. Heinrich Kah und Frau Katharina fe:erten am vergangenen Sonntag ihre Silberhochzeit. ** Ruttershausen, 27. Nov. Die KvnftrmandenmDcheNi unserer Gemeinde sammelten nach dem Erntefest einige Körbte Aepfel in der Gemeinde für die verwurüwt«: Soldaten. Sie braästen einen Teck nach Gießen imd verdeckten sie im Reservelazarett II urck im evangelisch«: Schwesternhaus an die tapferen Feldgrauen. Ter Rest wird zu Weihnachten Nachfolgen. ** Steinberg, 27. Nov. Dem Fahrer Gefreiten Karl Hirz III. rvurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. [1 Watzenborn-Steinberg, 27. Nov. Am Totenftst wurde in unserer Kirche die Gedächtnis^eber für die Krieger aus urrscrer Gemeinde gehalten, die seit Pfingsten dieses Jahres d«t Heldentod fürs Vaterland ertitben. Es sind dies: Karl Buß von Watzer:born, Heinpich, Ludwig S ü ß m u t b von Steinberg. Unteroffizier 5>ermann Philipp von Watzenborn, Tambour Ludwig Harnisch von Watzenborn. Karl Fink von Watzenborn, Ernst Philipp von Watzenborn, Gefteiter Karl E i f f von Steinberg, Ludwig Wall bott von Steinberg, Pionier Karl Jung von Watzenborn, Gefteiter Lichwig Stuser II. von Watzenborn. Die Zahl der Gefallenen aus unserer Gemeinde betrügt nunmehr 48. Dazu komnven 8 Vermißte: Ludwig Reitschi m i d t, Karl stZ h i l i p p, Friedrich S ch m a n dt, Otto. Stuhl, Georg Philipp, Emil Schmitt, Karl Bürger- Karl Fett. Kreis Büdingen. # Echzell, 27. Nov. Tie Hessische Tapsei^eitsmedmÜ^ ftüher das Eiserne Kreuz, » erhielt der Musketier Nuppel. — Nidda. Das Eiserne Kreuz erhielten der Ersatz-Reservist Karl Schneider und!der Bizefeldtvebel Ludwig Beibett, die Hessische Tapferkeftsmedaille der Gefreite Erich Leopold. — Ran« stadt. In einen: Franfsurter Lazarett starb nach schtverer Kranke Heft der MEetier Heinrich Bernhard. — Rob rba ch. FürS Vaterland starb bei einem Sturmangriffe der Jäger Friedrich Krau 1, Inhaber des Eisernen Kreuzes. e. Kreis Büdingen, 28. Nov. Grenadier Hch. Schönhals vm: Lind he im erhielt die .Hessische DapftrkeitsmedaillL. — Mit dem Eisern«: Kreuz 2. Klasse wurde der Musketier Peter K a l t e n s ch n e e von L o r b a ch ausgezeichnet. — Kanonier Pe- trie in Von hausen erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. — Dem Füsilier Fritz Meininger von Mittelaründau wurde zur Hessisch«: TapserkeitSmedaille das Eiserne Kreuz 2. verliehen. Kauft «ni» Wissenschaft. or -Nove ber-Äusstcllung bei Schulte in Berlin. T-k. gefchrieben: Das Interesse des kauf- krasttgen Publlttuns für Bilder, Skulpttlren m:d Mmstgeiverbe, das wahrend bes Krwges einen so starten Aufschwung erlebte ist noch immer m swtigeu: WäckOtzum begriffen. Auch die mittelgroßen. i K ^«'stlüücn folßen dieser Strömung durch mark midtai und regen AudsEmiMvechsel. Gleichzeitig vec- ^ llch die Zahl dmer Unternehmungen, und neuerdings wird de r^ Ber liner Westen in dreier .dinsicht bereichert. Aus dein L,w° furs^ndamm z. B. erofsnrte Neumann einen geichmackEm iladri, s. mmr erne neue Midichener K'unMandluug uss' dieser Envmcklung ist erfreu,ichermeisc nicht eine über. »*?$< ..Hbraujuchtimg des Wenden, und „Krieasgenrinnler, aÄ de^'Nudercrseits ab,-r blecht amp der Duwft wtttl^, gwtzen Formats nrcht allzu viel Plan daöer arMnvrge Durch,ckm:t: äll«:thalben d«: verftigbar«: Kaum E logische An-smitzung ^r Konjmcktur. Mttttllverte :n d^em ^rnno werden letzt auch in d,m großen Unternehmung«: geboten, und so ch die Noirember-Ausstellung der i? a J0L lC .^ u cinem gewiss«! Grade de: Aufdruck des Legauvarttgen Zu.vaickes. Das Bildnis ltttt di^mal n- rück, und Laichschaftlichem Platz zu macken beanspruchen. Em zwar nickst bmmn'l- d^undcs und verantwortungsbewußt f'ttebeu ^s ^lem mnd nnen e:gen«: 'Ausdruck' für Landschaft^ dft durchaus ckyllffch gafehen :md mrt einer vornehm .vä,mrdm TeckÄ erfaßt smd. I. Dreydorff \)t am besten, nwui er nnrnnX. SS nianrfvr versbnlich gÜtrmnne Mkn er futz at ftch! ':n höchste Anerkennung verwandelt, und d:c hohen Pveye des ^etzt sollt«: nicht die'Zukunft verderben. ^? ilu anthropologische Messungen an hJr\ e n%t!} } L Cn ' ^ Anregung der Wiener Antttto- Ä -^>'-'ll,chaft von ^fi. Pöch mrtevnomm.m«: anthropolo^ au Kriegsgefangenen aus dem Osten konnten -OiIK- von zw« ^jueiiervn Subvmtion«: von 8000 Kronen fvrtgesichrt werden. Nunmehr liegt der dritte Bericht über die ^ ^ Vl - Kriegsgefangenenlageri: gemoschten Studien' ! ;r> f Naturwuientchafttn die.wichftgst«: Einzelheiten ent nihineu. Im tt- und K. (stesangeuanlager tonnte die ckahl der frulier gemesseiwm Georgier oder Grusiner imi 143 auf 797 erhöht netben bie der Armem«- von 114 aus 151, die der östlich vom Ur°- lst^ndo» Baxhlirsg m», blt , letnem Todesjahre, verfaßt worden, als eine Sturmflut ihn ™ abgeschlossen hatte. Das darin niedergelegte Werk fuhrt den Tftel „Avant et aprsts" — das will sagen: vor urid nach Tahiti, nach einer Welt bitterer Erlebnisse und harten Rtngens^und vor einer Welt fteudiger Arbeft, reif«: Glückes und innerer Sickierheit. Seinem Charakter::ach ist das Werk »veder ein Roman noch «gentlick, Erinnerungen, eher „Bekenntnisse" im .nouifemtfckxtn <5-imu'. Eine menschliche Urftmde bilden die Seiten, auf denen er das Zufammenleben mit Van Gogh in Arles schildert: die schuld an beffeit geistigem Zusammenbruch lehnt (Zlaugniu ruhig ab. Seine Urteile über Km:st lauten klüger als die Van Goghs: auch steht er der: mcheren Kinfft«:. Literatur und Theater, verstehend gegenüber und weiß seinen Gi'danken starke Form zu geben. Es ist ein Blicks daS aus allen Seiten bekennt, daß es — fentö ist, aber fein tiefer Inhalt, der doch in allen Dingen die Terion des >ttvrstlers offenbart, macht es dock zu einem Bekennt-- uiffe. Gaugnm zeigt sich von ernster Aufrickstigkeft. Er schildert feine geifttge Errsteuz und sein Leben aus Tahiti, das an Tieft ,^hr gewinnt, und zielst Vergleiche nnt der zivilisierten Bemerkenswert ist übrigens die Duldsamkeit, die er den verschiedensten ttnnsttheori«, entgegenbringt: er will alles geltrN Ä'ftS fltr die ttftmst, die Kimst jüvö Leben und Kmftt fürs Gefallen! Kreis Schotten. e- Schotten, 28. Nov. Ter Sergeant Scelig wurde z-um V^ioacktmeister befördert. D^^udach, 27. Nov. Zugunsten der Sendung von Weih- nachtsvackmen an me nn Felde stel>en.den Krieger unserer Stadt verattiialtete b« Meftge ^amiuelsteNe des Noten Kreuzes, die unter Leitung .von, ^beramtsrich'ter Ziimnormauu swl-t, eine Haus- Minluug. Erne großer« Finnin« Geld wurde ein gebracht, die zum Aukau! Jwn Zrgenren und einer Weihnachtsschrist vertvendet werde,oll. Bon den ^elbstversorgenr \mvbch 40 Pfund Mehl, 6 fßfintb 'harter, 48 Ecer und 15 Pfund Zucker gestiftet, die zur Zuberertuug von Weihnachtsgebäck vrrivendet werden sollen. In (« . all (Sememen Verpackung soll jedem Krieger sein ein. z«lnes Packa rn zugesirndt werden, des Zigarren. W.ihnachtsqebSck »nt> em Schriftcl>en enthalt. — Ten beiden Brüdern Leutnant d. 8t. ©tlöflrn ^ o a>c m (zur Zeit in frauz. Ocfanncufdhaft > und Leutnant d. -nes. Ancyard ^5 ochem, Söhnen des verst. Bürgermeisters Jochem von hier, wurde das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. e. Nc r che l da ch . 28. Nov. Zum Unteroffizier befördert wurde k*er bienwrte Hemrzch Be cke r. Ingber des Eisernen Kreuzes Klage und der Hessischen TapserkeitSmedaille. KrriS yrtebverg. ^ ^L r ^ 1^' » Gestern feierten die Johannes Will, Eheleute, das Fest der Goldenen Hochizeit. - Ober- R o s b a-ch. ^as Eiserne Kreuz, frül)er die Hessische Tapserkeits- medame, crhieltder Pconrer Hemrich Laun Hardt. - Södel. Tie hesiNche Tapferkettsmedaille erhielt der Ersatz-Reservist Jakob Ärau l ich. Starkenburg und Nheinhesscn. l Darmüadl, 27. Nov. Gestern fand Festvorstellung im Voftheater statt aus Anlast des G e b u r t s t a g e s d e s G r o !; h e r z o g s: es wohnten ihr das Großherzogspaar inld Prinz und P rrnzessinHeinrichvon Preusten bei. Gegeben wurde Weingartners Oper in 3 Auszügen „G e n e - sl,us . Bor fvst einem Menschenalter entbanden, hat sich die Over seinerzeit nicht durchretzen können. Bei i rer gestrigen Erstauisüli- niiig im hiesigen Theater erlebte sie einen unbestrittenen Erfolg, vie im Februar vorigen Jahres in Karlsruhe, gewiß eine feltcnc Lrschemung m der Bühnengeschichte. Tie Musik wirkt durchaus llicht veraltet. sondern mutet heute, ein Viertel jahrhundcrt nach ihrem Entstehen, durchaus modern au. Die Oper spielt zur Zeit ser diokletianischen Ehristeiivenolgnug. Der Schauspieler GenesiuS, der auf Befehl des Kchsers die Christen verspotten soll, ist selber ^irch die Liebe zu der Chriftin Pelagia zu dem Christentum bekehrt statt der erwarteten Verhöhnung vor allem Volk preist er begeistert du neue Lehre uub stirbt mit der Geliebten den Flammentod. ^nszemerung, Darstellung und Musik wetteiferten viiteinauder, dem Stück, das seinem Charakter nach für eine Festausführung wie geschaffen ist, emen vollen Erfolg zu sichern. Der Beifall war un- r . im ® au f c anwesende Komponist wurde nach jedem Akte lebhaft gefeiert. ch. Bin g en, 27. Nov. Tie Nahe hat Hochwasser. Die ist stark «stiegen und wälzt lehmgelbe Fluten talwärts, die den Rhein hüiimter noch stundenwett ans der linken Seite sich abzeichnen. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 27. Nov. Zahlreiche Einbrüche und Tieb- "ahle haben m den letzten N Ächten wiederum stattgchindeu. Allent- Äben ist es vornehmlich, ans Lebensmittel, Kleidungsstücke, Schuhe aid Wä, che abgesehen. Namentlich die iur Freren stehenden Garteu- 'uiustr sind gefährdet. Insbesondere sulchten die Einbrech.w die ÄalZ»ne zu betreten und von dort aus in <>as Innere des Hauses A gelangen. Höchste Aufm« inunkeit uub Vorsicht ist geboten rer Herr Bürgermeister bat sich infolge aller dieser VKLommnis M emer besonderen MastregÄ veranlaßt gesehen: Wer nach 1 uhr abends noch auf der Straße ist, muß sich eine Feststellun inner Personalien gefallen lassen. W A. Stockhaufe n, 37. Nov. Die Gattin des Gastwirt Mever Hierselbst wurde am Samstag abend in ihrem Bette ci schossen aufgefunden. Vessen-Nassair. -- Frankfurt a. M., 27. Nvv. Die Polizei vergifte Montag und hntte eure Anzahl junger Leute, die in der Paketaw gäbe des HauptPostamtes zahlreiche Warenpakete durch schwinde hafte Eingaben sich ungeeignet haben. Es hcnrdelt sich vorwiegen um wertvolle Seidenwaren. Als Haupt urw Geldgeber der Dieb' gesellschaft ernrittelte man den Landstnrmmann Ludwig R h u m b !er. .In seinem Besitz fand man bedeutende Summen, die e für den DckLelchverkauf der gestohlenen Seidenwapeu bekomme hatte. Frankfurt a. M'. , 27. Nov. Bei einem Einbrucks in ein yerrickaftlr.che Villa erbeuteten die Diebe eine große Menge Silber flwg, gezeichnet R. M. S., im Werte von mehr als 12 000 Mar l Frankfurt a. M., 27 .Nov. Die Stadtverwaltun hat für die Versorgung der Bevölkerung im Winter mit Knollen tewächsen umfassende Maßnahmen getroffen. Auf dem Geländ nn Osthafen wurden nal)ezu 400 Waggon Weiße Rüben, Ko bl rabi. Gelbe Rüben und Rote Rüben eingemietet. Täglich sin -öO Personen damit beschäftigt, die ungeheuren Mengen, di meist aus Baden und Württemberg geliefert werden, noch vo Einbruch des Frostes zu entladen und einzuscklagen. Soweit di Rüben in den Mieten nicht untergebracht werden können, schass ht die Straßenbahn auf besonders hierzu gebauten Wagen nac kn städtischen Lagerräumen im Zentrum der Stadt Ter Ba neuen Zentralmarkthalle im Osthafen schreitet* ebenfalls rüsti lott. Dev Untetbau ist nunmehr nahezu vollendet Sie wird nui provisorisch mit Holz abgedeckt und soll die städtische Sauerkraut mbrik und Marmeladekocherei aufnehnren. , = Griesheim a. M., 27. d?Vv. Tie Bürgermeisterei gib xkcmnt. baß die Chemische Fabrik Glektron, obwohl diese kein rechtliche BerpflichittinA dazu anerkenn t(?), alle die durch die Ex Mion verursachten Sachschäden ver.mtcn w-irv. Alle Grundstücks Besitzer, die von Schäden betroffen sind, laben ihre Ersatzanspri'rch umae! I'„d irrthcr asu.ippsvc» iwuyi^yrai ic _ . ^ _. beimei- Polizeiwache anzumelden. — Tic Fabrii'leitturg gttt nu mehr die stsamen der vier bei dein, Unglück zu Tode gekouunen. Illamter bekarutt. X Hanau, 28. Nvv. Eine Eingabe der in dem öffentlich Mter-Enttadctommairda beschäftigten Schiller um tägliche Be Eung ihrer Leistung wurde vom Magistrat dahin entschieden, d, «m Sicküliler über 10 Jahre 3 Mark für den Tag, den jünger. Mülerri 2 Mark zugcbilligt wurden. 1^- Kassel, 27. Nov. Durch einem nächttickwn Einbruch a «Won Wilhelmshö l?e ivurden hier Kunstgegen stände un Werte v>c ^ 10 0 000 Mark gestoblen, besonders Basen, Waffen, Bro M, Urnen und Psirzellane von fast unersetzlichem Werte. Ein Täle^, ech vornehm gekleideter und elegant auflrerender Her N ^men Teil der ffsegeustände in einem hiesigen .Herrschastshau ^20 000 Mk. verkauft. Tie übrigen Kunstgegenstnnde sind und dafür 50 Mark bot. Arvch, bei Familien oder in Fremdenpensionen scheint er in den letzten Tagen gewohnt zu haben. Gerichtssaal. ,1 Darmstadt. 27. Nov. Tie ledige Schirmslickewin Sabine R i f s e l aus K a r l s b c r g ist eine Unverbesserliche und seit 1890 rmmer nur kurze Zeit auf fteiem Fuß. Auch diesmal wieder b-enutzt^sie ihre kaum gewonnene Freiheit, um in Mörlenbach ecuen Stallhasen» zu stehlen und drei ihr zum Flicken übergebene Schirme zu unterschlagen. Zwei Jahre Gefängnis, abzüglich ein Monat Untersuchungshaft, ivar die Strafe. — Ein 1 «»jähriger srchlosierlehrling in Bi schoss hei in erhielt wegen Verbrechens gegen $ 176, Abs. 1, 3 6 Monate Gefängnis. — Drei Offenbacher Früchtchen, 13- und 14jährig, erbrachen einen Eisenbahnwagen ilnd ftahlen einige Käse. Andere Personen, die nicht ermittelt werden.konnten, nahmen die Gelegenheit ivahr und eigneten sich ans dem erbrochenen Wagen ebenfalls Käse an. Die beiden 13iährigen erhielten I Wochen, der 14jährige, der eben eine Gefängnisstrafe verbüßt, 3 Monate Gefängnis. — In einem Darmstädt e r Damen stofsgeschäft stahl und unterschlug der Ilstährige Lehrling B. Stoffe, Mäntel und Kostüme, der 36jährige rückfällige Hausbursche Karl F. verlvertete sie. B. erhielt 1 Jahr Gefängnis, F. erhielt 5 Jahre Zuchthaus, Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Ettr 18jahriger Angestellter des Geschäfts, der sieh nur einer einzigen Unterschlagung schuldig gemacht batte, erhielt eine Woelp: Gefängnis. — Zwei Jahre Zuchthaus, 0 Jahre Ehrverlust erhielt der 67jäbrige Landwirt Christ. F. aus Zell bei Bcnsheim wegen Verbrechens gegen ^ 176 Ab . 3. Lin ver'si.äts-Nttcbricbtett. ^ Frankfurt a. M., 27. Nvv. tzn der Naturwiffenschrft- ff.cken Fatrlltät bat sich Dr. phil. A. Born, Assistent am «Ssolo- msch-paläontologischen Institut als Privatdozent für Geologie und Paläontologie an der Universttät Fraittfurt habilitiert. Hk. Berufung des Staatssekretärs H e l f s e r i ch aus eine ordentliche Professur. Wie die „Hoechschul- lvrrespondenz" hört, wurde der bisherige Staatssekretär Tr. H c l f- ferich von der philosophischen Fatultät der Universität Bonn einstimmig für die durch die Uebersiedelung des Geh. Rats Schu- niacker nach Berlin erledigte ordentliche Professur der Staatsnüsscu- sch-aften in Vorschlag gebracht. Der Kultusminister hat, dem Wunsche der Fakultät folgend, Exzellenz Helsferich diese Stelle an- geboten. Vöcheittl. Ueberkcht -erTa«ertä8e x. d.5tadc Kietzen. 4b. Woche. Bom 4. Novem''ee bis I ^love'nber 1g17. Eiiiivohuerzabl: angenommen zll 33100 SrerblichkeitSziffer: 31,40 ® 0 Nach Avzug von 11 Ortsfreinden: 14,i3°/,^. Es üarben an Zus Erwachsene Umber tm l. Lebens» vorn 2 bl» jabr 16 . Jahr Anaeb. Lebeusschiväche 2 (2^ — 2(2) — '?llter4schwäche 2 2 — Maseru 1 . — 1 — Dipblberie 3(3) — — 3(3) Tuberkulose der Lungen 2(1) 2(1) — Luuaeneulziindung 1 (D 1 (1) — — 51ranky d. NretSlaufsorgane 1 (0 MD — — Gebirufeblag 1 1 — — Tnrmkatarrh Krankbeiteu der Varn- und 1 (1) 1(1) — — Geschlechtsorgane 3 3 — — (trebs MD Kl) — — anderen Neubildungen 1 1 — — and. den. Todesursachen 1 (1) 1(D — — Summa: 20(11) 14(6) 3(2) 3(3) Nnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an. wie viel der Todessälle in der betreffenden Ärankhett auf von eruswäcrs nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Verönentlichung des lldroßh. KreisqesundheitsamtS Gießen - Dr. Wal g er, Med.-Rat. Briefkasten der Bedaktisn. LNuouvme 'Hn'i raaeu bleiben nnberücksichetgt^ Unteroffizier kf. v. Eine derartige Bestimmung ist uns ittcht bekannt, dagegen können über 45 J«ahre alte Knegsteilnehmer, die mindestens 6 Monate im Feuerbererch gewesm iind, oder. Familienväter mit einer größeren Anzahl unversorgter Kinder- in die Etappe usw. zurückgezogen wnden. Das gleiche trifft zu für Kriegs teil nehmer, deren K'.gehörige durch, die Folgen des Krieges besonders schwer heimgesncht wurderr, insbesondere, lvenn die nächsten Angehörigen säurllich gefallen bzw. gestorben sind und der im Felde Stehende als einziger Ernährer seiner Angehörigen in Frage kommt. Bermrsehtes Dr. Jamefion f. Der Tod des südafrikanischen Staatsmannes loeckt die Erinnerung an eine der größten Schandtaten der englischen Geschichte, die räuberische Einverleibung des Transvaalstaates in Englands füdasrikanisch-es Kolonialreich. Jameson, ein Schützling von Cecil Rbodes, hatte 1891 die Berwaltting über Rhodesien erhalten und 1893 einen Aufstmrd der Matabele evsolgreich unterdrückt. Weniger Erfolg hatte er bei seinem Einfall in die Burenrepublik, den er in den letzten Tagen des Jahres 1865 als Beamter englischer Handelsgesellschaften an der Spitze mehrerer' Hundert Bewaffneter unternahm. Er sah sich wenige Tage später nnt seiner ganzen Gefolgschaft von einem burischcn Aufgebot gefangen Amtlich ließ ihn daraufhtti die englische Regierung fallen; er wurde sogar, nachdern er von den Bieren ausgeliefert wordeic war. in London zu Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt. Aber sein Fremcd und (Könner Cecil Rhcides, der geistige Urheber des Frie- densbrnches, blieb in Freiheit und setzte seine Polittk fort, die' geradeswegs zum Burenkrieg führte. Jameson kehrte nach Afrika zurück und stieg nach dem siegreichen Ende des Krieges von Stufe zu Stufe, zuerst als die reckfte Hand von Rhodes dann nach dessen Tode als sein Nachiolger; von 1904 bis 1908 stand er als Erster Minister an der Spitze der Kaptvlonie. Im Jahre 1911 legte er aus Gesundheitsrücksichten die Führerschaft der unionisttschen Partei in Südafrika nieder, 1913 wählte ibn die Brittsh South Aftica Companli in Loirdou zu ihrem Präsidenten. Mit ihm stirbt jetzt einer jener eckten Engländer, die durch skrupellose Macht Politik die Bausteine des englischem Weltreiches Msammengetrageu haben. * ** K ö l n, 27. 9rvv. Die „Köln. Ztg." melkst aus'Barnmc: Tlurck.1 Gasvergiftung sind lster der ehemalige Zeittruucsal^vvtt'nelc Heer lind (Gattin tödlich verunglückt. Das (Ncs ist dem Gasheiz- ofeu entströmt, da der Hahn uirfjlt vollständig gesckstossm nmr. Tie Verstorbenen waren hockKetagt. * Düsseldorf, 27. Nov. Hier wurden die Raubmörder Stefan, ^Paicl Kvops und Robert Busseck aus Oberschlesien verhaftet. Sic hatten am 16. Novencber den Dresdnener Kauslilann Steinhäuser in einen Nachbarort gelockt unter der Angabe. Zncker verkauf'en zu könmnr. Dort wurde StettlHäuser ermordet und beraubt. * Saarbrücken, 27. Nvv. (WTB.) Auf dem Wege vom Postamt 3 zum Postamt 1 ist in der vergangenen Nackt ein Geldbeutel abhanden gekommen, der u. a. ein Wnckpaket mit 500000 Mars in Tauseudmarksck-einen enthielt. Aus die Herbei schassung des Geldes ist eine Belohnung von 3000 Mk. ansgesetzu ** Eine Sitzung der Stadtvervrdneten findet Freitag den 30. November 1917, nachmittags 3Va Uhr., nach fot* gmder Tagesordmrng statt: 1. Mitteilmigen. 2. Fristverlängerung zur Errichtung eines Vorder Hauses Wiesenstr. 11 durch die Firma I. B. Noll. 3. Abänderu^rg deS^Bebauungsplanes für daS Gebiet zwischen Kaiserallee und Licher.Sttaße oberhalb der Land- mannstraße. 4. Gesuch des Hem rill) Neuling um Erlaubnis zum Schankwcrtschaftsbetrieb im Haufe Hammstraße 14. 5. Desgleichen des Jiohannes Bohl für Ludwigstraße 55. 6. Beitritt der Stadt zur Gesellschaft LiebignmsmM. 7. TeSgleiä>m zur Hessisä-en (deinem- nützigen Ballgesellschaft „5>eimatdalik". 8. Fürsarge für lungenkranke Kriegsbes'chadlgte. 9. Annahme eines Vermächtnisses. 10. Desgleichen ettrer Stiftung. 11. Weihnachtsfpendm für im Felde stehende Beamte. 12. Fortbildungsschule im Winter 1917/18. 13. RöchnungSabschlüsse für 1915, a) der Plack'scheu Stiftung» b) des Gaswerks: e) des Wasserwerks: d) des Elektrizitätswerks; 6) der Straßenbahn. 14. Erhöhung der KriegsteuerungSzulagen. tetzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Nvv. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern war das Artilleriefeuer zwischen dem Houthoulster-Wald und Zandvoorde vom Mittag an leLh-.ift; bei Passchendaele schwoll es am Abend zu größter Heftig-- feit an. Zu beiden Seiten der Searpe erhöhte Gefechtstätigkeit. Auf dem Schlachtferde bei Cambl-ai leitete starker Feuerkanrpf bei Tagesanbruch, die Angriffe ein, die der Engländer mit sechs angesctzten Divisionen g?gen Bourlon, Fo»- laine und unsere Anschluftstellungen richtete.. Westlich von Bourlon brachen neue Angriffswellen und die ihnen voran- fahrenden Panzerwagen in unserem Feuer zusammen. Zwischen Bourlon und Fontaine drang der Feind nach mehrfachem vergeblichen Ansturm in unsere Abwehezone ein. Bourlon und Fontaine gingen vorübergehend verloren. Die durch dm erbitterten Häuserkampf stark gelichteten englischen Verbände traf der Gegenstoß unserer Infanterie.. Umfassend angesetzt und schneidig gefiihrt, nahmen sie dis Dörfer in glänzenden: Ansturm wieder und warfen den Feirch in den Wald von Bourlon zurück. Mehr als 200 Gefangene und zahlreickie Maschinengewehr' blieben in ihrer Hand. Das starke Feuer ließ bei Eintritt d^r Dunkelheit nach; ört.iche Jnfinteri kämpfe da :e. t n bis i ? M; N ch' hin in an. Heeresgruppe Deutsch er Kronprinz. Nordwestlich von T a h u r e ließ der Franzose bei einem mzßtrmgenen Unternehmen Gefang ne in un'erem -Graben. Auf dem w estl ich en Alaasufe r war die Artillerie tätigkeit am Vormittag gesteigert; sie flaute vom Mittag an zu mäßigem Störungsfcuer ab. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nordwestlich von Nomenh stie en starke französis«^ Abteillmgrn gegen unsere Linien wr; sie wurden im Nahkampf abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz und Mazedonische Front. Keine größeren Kanrpfhandlungen. Italienische Front. Nichts 9leues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Reichskanzler und die Parteiführer. Berlin, 28. Nov. Der Reichskanzler wird nn Lause des heutigen Tages die Führer der Reichstagsparteien empfangen, um sich mit ihnen über die politische Lage im allgemeinen und über die Rede, die er am Donnerstag im Reichstag zu halten gedenkt, im besonderen zu besprechen. Gestern hatte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, v. Kühlmann, die Fraktionsführer einzeln bezw. fraktionsweise eingeladen. Die Mitteilungen waren streng vertraulich als Vorberatung für den heutigen Empfang der Parteiführer durch den Reichskanzler. Die Stimmung in Italien. Lugano, 28. Nov. Nach^ einem römischen Bericht des Journale de Geiröve" bereillete die Kammer Giolitti einen außerordentlich war men Empfang. Gwlitti ist berettA nach seiner Heimat Piemont zurückgekehitt. A m ft e r d a m , 28. Nov. Einenr hiesigen Blatte zufoltze erfahren „Times" aus Ma/lland«, daß 700 000 Flüchtlings aus den besetzten italienischen Provinzen passierten. Sonnino in Paris. Paris, 27. Nvv. (Havas.) Sonnino traf hier ehr. Eine Tochter des früheren Zaren entflohen? Von der Schweizer Grenze, 28. Nov. Schweizer Blätz lern zufolge meldet Lwvas aus Paris: Tie Großfürstin T a t i a n a, die zweite Tochter des eittthrvltten Zaren, ist aus Sibirien eiw- wichen und wird in nächster Zeit über Japan nach Amerika ge- langerl. Die Lage in der Ukraine. Rotterdam, 28. Nov. Nach, dem N. Rott. Cvnr. erfährt „Daily Ehronicle" aus Petersburg vom 25. November: In Kiew ist die Macht in den Händen der ukraünschen Nada. Die rrissiscken Blätter sind beschlagnahmt. Am 20. diovember hat die Rada ein Manifest erlassen, in dem die Republik ausgerufen, alle Privatländereien, der Grundbesitz der Klöster und die Domänen in den llckrainischen Gebieten als Staatseigenttnn erklärt tverdenr und die gesetzgebende Versammlung der Ukraine für den 22. Januar einberusen wird. Die Wlahlen werden am 9.. Januar abgehalten werden. Amtlicher Teil. vekanntmüchung betr. Abänderung der Bekanntmachung V/. Ul. ZOO/5. \l ARA. betreffend Höchstpreise für Zpinnpapier aller Art sowie für Papiergarne und -bindsäden vom (0. Z.J7. Bei Preistafel 2 A ist M Wort „Papierarurrdgarn" ttf „Pnpierrimdgarn", ferner zu Ab Garn No. 1 metrisch bei Verwendung eines Papiers mit 75 bis 99 v. H. Natrons (Sulfat-)Zellstoffgehalt der Preis von „201" in „204" zu berichtigen. Frankfurt a. M., den 28. November 1917. Der stellv. Konnnandierende General: Riedel Generalleutnant. Statt besonderer Anzeige. Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Kranksein meine unvergeßliche, treue Gattin, unsere innigstgeliebte Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Bertha Stern geb. Strauß nach vollendetem 62. Lebensjahre. Gießen, Neuyork, Petrolia, Havanna, Luxemburg, Ludwigshafen, Marburg, den 27. Nov. 1917. Die tieftrauernden Hinterbliebenen, i. d. N.: Levi Stern, Ludwigstr.29. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 29. November, nachmittags 2 l / 2 Uhr, von der Israel. Leichenhalle des Neuen Friedhofes aus. 8682 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, braver Sohn, Bruder und Schwager Ludwig Rau heute vormittag im Alter von 40 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: • Lina Rau geb. Launspach. Annerod, Trohe, den 26. November 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. November statt. 07427 Die glückliche Geburt einer gesunden TOCHTER zeigen hocherfreut an M. Harth und Frau Berta geb. Rosenbaum Gießen, den 27. November 1917. 8640 Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr*. Familien-Konzert {iiiiiiiiiiuiumimuiiiiiiiiiiniiimiiiiiii»niiiiiiim »jppi miiiiiiiiiiuiui»iimminiiiiniuiiiiiiiiiiiiiiiiiiniij Schwarz-Weiss-Theater =8 r f= Programm vom Mittwoch, 28., hin inkl. Freitag, 30. \ovbr. Huf vlellsltlgsri Wunlcft: Der Ulelneldbauer Oberbayrisches 'Gebirgsdrnma in einem Vorspiel und 4 Akten. Ton erateli nnd besten ilühncnkünntlern ergreifend und gewaltig dargentellt. Piff u, Paff, elfe beiden Strategen. Todes-An,zeige. Hierdurch allen Verwandten und Bekannten dre traurige Nachricht, dah mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grobvmer, Bruder, Schwager und Onkel, der Babuarbeiter i. P. Ludwig Klingelhöfer tm Alter von 76 Jahren nach kurzem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer. Margarethe Klinaelböfer geb. Zecher Familie Ludwig Klingelhöfer Familie Wilhelm Klingelhöfer Ludwig Gröl.;, z. Z. im Felde, u. Familie. Daubringcn und KlrchHain, den 28. Nov. 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. November, nachmittags 3V2 Uhr, vom Trauer- Hause aus statt. 07442 » Verwandten, Freunden und Bekannten, die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter Schwester, Schwägerin und Tante Frau Kath. Hoos geb. Heibertsbauüeu im Alter von 73 Jahren gestern morgen IO 1 /* Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg HooS Familie Justus HooS M!1 Familie Heinrich HooS. Gieße» (Marktplatz 8), den 27. Nov. 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, nach mittags 2 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. Todes-Anzeige. Gestern abend um 11 Uhr verschieb nach kurzem Le,den unsere teure Mutter, Schwiegermutter und Grotzinutter Anna Marie Spaar gcv. Boremann im beinahe vollendeten 64. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebene«. Reiökirchen, den 27. November 1917. v Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 29. November, um 2 Uhr. 07434 Weihnachtsglocken hör 7 ich klingen. Weihevoll«, liorrllohe Melodie v. Blorlts. 8280 Klarier nnd Gesang 1 M., Dnet! 1.2) \L, Zither 80 Pf. dH Hrns Chnlltar. ♦•’loßon. Teoe«w«*sr 0. Belohnung 50 Mark. Im Seifengeschäft Möbs, MäuSbnrg. itt geifern Dienstag a.'cnd ein Brief in Zeitung pavier getvickell und m,t B adsaden verschnürt von zwei Mädchen auö Versehen mitgenommen worden. Da der Inhal, für jeden andern wertlos ist, wird gegen Erhalt obiger Belohnung „m Abgabe bei der Expedition des Blattes gebeien. 8651 Lustspiel in 2 Akten. 8636a uummmimmimiiiimimmimmimiiitHiimm 4 Zimmer ] ^ Infolge wetterer VerkehrSemschränkungen sind vom 26. November ab die Schnellzüge D 125 Metz ab 42 « nachm., Coblenz an 8A ab 908 nachts, Giesien an 11^, ab 1N9 nachts Berlin Jriedrichstr. an 950 vorm., und D 126 Berlin Nriedrichstr. ab 7 M nachm. Glesien an 51$, ab 5^ vorm., Eoblenz an 755, ab 8w vorm., Metz an 1^4 nachm, bis auf weiteres ausgefallen. S630id K önigliche Eiscndabn direktion Frankfurt (Main). Bekanntmachung Betr: Viehzählung am 1. Dezember 1917. Nach Bundesratsbeschlub vom 8. November 1917 findet am 1. Dezember I9i7 eine vierteljährliche Viehzählung statt. Die Zahlung selbst nndet durch Zähler statt. Gezählt werden Pferde, Rmdvleh, Schafe, Schweine. Ziegen und das Federvieh. Wer vorsätzlich die Angabe seines Viehbestandes, zu der er be, dieser Zählung aufgefordert wird, nicht erstattet, oder wer nussentllch unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird nut Gefängnis bis zu sechs Monaten oder inu Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft. Auch kann Vieh, des,en Vorhandensein verschwiegen worden ist, im Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden. Giegen, den 27. November 1917. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Tie persönlichen Einladungen Vortrag zu dem von Fräulein Kel 1er _ aus Frankfurt a. Main an, 29. d. M., vorm., im Hotel Fiirstenhos find ZfiT nicht übertragbar. Der OrlsanssehuMN ö 609D) für Frauenarbeit im Kriege. XVIII. Armeekorps Stellvertretendes Generalkommando. Abt. 111b. Tgb. Nr. 22306 6366. Betr.: Auskunsterteilung. Verordnung. AusGrnnd des 89d desGesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Inn, 1851 in der sZassung des Neichs- gesetzes vom 11. Dezember 1915 bestimme ich- 1- In Gewerbebetrieben, welche die Erteilung von Auskünf en iiber VermögenSverbältnisse oder ver- sänllche Auge egenhelten zum Gegenstand haben, dürfen keine Auskünsie er eil, werden, die betreffen - a) miluärische Einziehungen, b) den Ersatz etngezogener Arbeitskräfte in kaufmännischen und indnnriellen Betrieben, c) Aufträge der Heeres- und Marineoerwaltung, d) Tatsachen, von denen der Ausknnitserieilende weil; oder den Umständen nach annehmen mmr, datz sie als Anhaltspunkte für Anschläge aus Anlagen und Betriebe dienen können, die für die Landesverteidigung oder Kriegswirtschaft von Bedeutung sind. Auch die Einziehung solcher Auskünfte ist den genannten Gewerbebelrteben untersagt. 2. Auskünfte über Beziehungen einer deutschen Firma zum Auslande dürfen nur mit deren Zustimmung gegeben werdelt. " Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden. so kann an» Hast oder aus Geldstrafe bis zu emlausendkün,hundert Mark erkannt werden. Auherdem wird der Gewerbebetrieb ganz oder zum Teil untersag! werden Frankfurt a./Main, den 6. November 1917. Der steüv. Kommandierende General: Riedel, Generalleutnant. äfiemÄ' E Än?ni f r mm °* ,lnB b""°- ich WermjUuv Giehen, den 21. dkovember 1917. Der Oberbürgermeister: K elle r. - 3. Die uvii ocju „erst.,Trautem Jäckel innegeh. 4-Zm.-Wohg. ist sof. od. sp. an nur ruh. Leute z. verm. Bleichstr. 18. | Mo bl. Zimmer \ Pension Brandt Nonen Bäno 22 iBellevne'Zitn. mu-ohneBer- pfleg. f. jede Zeitdaner. Mittag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht. Bad. TeL 1085. 1*015 | Verschiedene J HauS mit grüneren Räum- lichkei en, für die verschiedensten Zwecke geeignet, ganz oder teilweise zit vermieten. N alleres 07368 Marburgcr Straste 9. \ L&den u. dr. AA'in»hor, Qffcnbach a. M., ainst ra he 159. 8642ss Dienstmädchen für 1. Dezember 1917 evtl, später gesucht 8550B Universitäts-Kinderklinik. Suche auf 1. Januar ein Mädchen. &ÜÄ ein HairSmädciren. Frau Professor Waltber. 8595 Ltebigstr. 43. Mädchen vom Laude mit allen landw. Arbeiten vertraut, gesucht. Zu erfr. in der Geschäftsstelle des Giesie ner An ze igers. 07436 Fleißiges Dienstmädchen vom Lande, das etivas Gartenarbeit versteht, für Anfang Januar zu zivei Personen gesucht. 1«. Kaniimaan, Schiffenberger Weg 50. eqit > TUcht. Altelnnifidchcn oder Aushilfe gesucht. Zu erfragen tn der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 8629 »v- n — TMrHuy'MK — Gut empfohlener juüger HaiidilrüMchilst mit guter Handschrift, an selbständ. Arbeiten gewähnt, sucht anderw. Kontorvosten. Schristl. Angeb. unter 07439 a. d. Giesi. Anz. erbeten. >r.Kausm. erf.. sucht f. L'll!llr,e.nige Std. d.T-Besch., a.l. z. Hause a.eig. Müsch. Zu erfr. i.'d. Geschst . d. Giesi. Anz. rüedl. Kontoristin, flott im Rechn., tn Buchhaltg. u. sonst. Bnreauarb. wohlerf., s. sof.od. sp.Stg. Ang. u. 07335 a. d. G. A. rnill Kassiererin lange Hahre in einem I. Geschäft täirg, mit allen Bureauarbeiten durchaus vertrant, sucht zum I.Jan. anderweitig Stellung. Prima »Zeugnis steht zur Verfügung. Angeb. unter 8625 an den Giesiener Anzeiger erbeten. Sagemehl zum Streiten kann bis aus weiteres abgehol, werden- 7433 I». Kahn, Lollar. Brillen und Zwicker äußerst billig. 073Ö9 Uhrmacher (4g. Koch, _ Mühlstrage 2. _ Ein vollständiges Bett zu verkaufen 07425 Wiefenstr. 4, Nebenbau KACFGE81CIIE Ziegenlamm zu kaufen ges. Marb.Str. 60. zu kaufen gesucht. 07-1 Welse, Frankfurt a. M. _Rat Beilstrasie 47. Gebr.Badccinrichtu:rg zu laufen gesuchL 07437 Stallinau u, Wilhelmstr. Rodelschlitten (zweisitzig) zu kaufen gesucht. Schristl Angeb. unter 8647 an den Giesi. Anz. erbeten. VanKriegsinvaliden werden zwecks Heirat Möbel und HanShaltnngSgegenstönve v. Privaten zu kaufen gesucht. Angebote unter 07440 an den Giesiener Anzeiger erbeten. Backtrog zu kaufen gesucht. Schristl. Angeb. mit Preis unter 8633 an den Giesi. Anz. 24jähr. geprüfte gMiitpiffiiticiier sucht Stellring zu Neugeborenem. Gefl Angebote erb. an Pension Brandt, Neuen Baue 22._ 07428 5—6 Mark pro Pstmd zahle ich für an^ekam ante Frauen haare. Sfiskind, 8626 Neucnweg 29. (miK.tr FE Schöne Ferkel zu haben bei 8631 Schweincbändler (Jinns Groiren Buseck Schafeverkauf. Morgen Donnerstag den 29. Nov., mittags 1 Ubr, verkaufe ich in der Wirtschaft WHb. Dorfeld zu Wicseck 35 trächtige Mntterichase. 07396 J. 31 n Snack. i Bnllantring^ m. je 1 Brillant, s. verpfändet für 4 2Mk. u. 302 Mk. Die Pfandsckieine s. sof. z. verk. f. 75 Ntt. u. 50 Mk. Auch einzeln. Angeb. unter?. 781 a. d. Annoneen-Erved. 8634D D. Sch ii rmau n, Dü»feldors. Kistchcn sind zu verkaufen. Goetticitr. 46» II. Gebrauchte Lohe für Heizzwecke billig abzug. (5arl Bcrkcr 11.. 07363 Lederfabrik. VERSnilLPEXES _ Samstag abend silberne DamenubriArmbanduhrlin. Aionoar. D.K. v. Wieseck b. z. Theater verloren.Geaen gute Belohnung ab-, geben 07400 2lsterweg26Il Br. gestr.llanüsohndverloren. Abzug. Lismarckstr. 46p. 07,31 Biillinilri-iif üffiinüfR. Abzuholen Willrcimstr. 5.1. !p3» s!' Leitung: 8645c Hofrat Hermann Steingoettsr. Donnerstag den 29. Nov., abends 7 1 /« Ubr: 8. FreitaQS’&bonnemenlt Vorstella n«: Gastspiel Eugen Klopfet v. Nen.Theater Frankfnrla.B. Uranffiibrung: San Hl aiil die Frau Schauspiel in 4 Auszügen nebst einer szenischen Ein- leitung v. Harro Poblntann. nutmmimmiiiimiiniiiiiiiimiiiiiiMinnTnTTTiTTTJ ^ j^ ^