Kr. 278 M. Jahrgang Ter -trhener Anzel«» erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: OteßenerFamttienblätter; Kreist latt für den Kreis Kietzen. vezngspreir: monatl. 1 Aik., vierteljährlich 3 Mk.: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 9) Pf.; durch die Post Nit. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitungl12 Verlag,Geschäitvstelleül AnschriftfürDrahtnach- - .... r,ch,kni»nzkig,r«i.k«n. swtinngrrunddruck u.Verlag: vriihl'scht Univ.-Vuch-u.Steinöruckere! «.Lange. SchristleitMg. Geschäftsstelle ».Druckerei: schulstr. 7. Montag, 25. November M? postfcheettonto: Zrankfurt a.M. ltb8b eneral-Anzeiger Herhessen Vankverkehr: Kewerdebank Kietzen Annahme von Anzeige« i die Lagesnlimmer bis zum Nachmittag vorher. Zrilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Ps..fürauswärtlqe 25 Pf., b. Plalzvorschrtft 30 P»., für Reklainen 75 Pi. bzw. 90 Pf., nebst 20°/„retlerung?ius^lag. Hauptjchriilleiler: Auq. Goeg. Verantwortlich für Politik u. Ienitlewn: Allg. Goetz; Stadt lind Land, Vermischtes u.Ae- richtssaal: W. Aieyer; Anzelgenteü: H. Beck; säinllich in Gießen Die preußische wahlressrmvorlage. (DTB.) Großes Hauptquartier, 24. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Bei gesteigerter Artillerietakigteit inFlandern wechselten Feuerwellen von größter Heftigkeit mit rußigem Zcr- störungsfthietzen Mischen den von Boesiughe auf Staden und von Ypern ans Routers führenden Balten. Südwestlich von Cambrai suchte der Engländer erneut die Entscheidung. Starker Feuerkampf auf der Front von Queont bis Banteur leitete die Schlacht ein. Ein starker Angriff ans Jnchp brach vor dem Dorf zusammen. Mocuvres wurde in erbitterten Kämpfen gegen mehrfache Anstürme zähe verteidigt. Bon besonderer Wucht war der aus B o u r l o n. Fontaine und La Folie gerichtete Stotz. Einer dichten Welle von Panzertraftwagen folgte tiefgegliedert Infanterie. Ihre Kraft brach sich an dem Heldenmut unserer Truppen'und mlter der vernichtenden Wirkung unserer Artillerie. Den unter schweren Opfern tun* langsam auf Bourlon Boden gewinnenden Feind traf der Gegenstotz im Angrift bewährter Truppen und warf ihn aus Dorf und Wald Bourlon wieder hinaus. In mehrmaligen vergeblichen Anstürmen gegen das heiß umstrittene Fontaine und den Wald von La Folie er'chöpfte der Feind seine Kräfte. Dieselben Truppen, die am Tage vorher bei der Erstürmung des Dorfes ilnen g änzenden Angriftsschneid erwiesen, strben sich gestern ebenso standhaft und tapfer in der Abwehr- ge'chlagen. Dreitzig allein vor Fontaine zerschäben li g"nde Panzer- kmftwagen geben ein Bild über den Einsatz der feindlichen Kräfte. Starkes Feuer hielt auch wahrend der Nacht in einzelnen Kampfabschnitten an. Unsere Artilleriewirknng hielt nächtliche Borstötze ge^n Rumilly und südöstlich Masnieres nieder. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An vielen Stellen der Front erhöhte Tätigkeit der Franzosen. * Seit dem 20. November verloren unsere Gegner im Lustkampf und durch Abwehrfeuer 27 Flugzeuge. Rittmeister Freiherr von Ri-ckfthofen errang seinen 62.. Leutnant Freiherr von Richthofen seinen 26.. Leutnant Bon- gartz seinen 24. Luftsieg. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine grötzeren Kampfhandlungen. Mazedo n ische Front Das Feuer lebte Mi chen dem Prespa-See und Monastir sowie im Eernabogen aus. Italienische Front. Westlich von der Brenta und Mischen Brenta und Piave «heiterten italienische Angriffe. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. (WTB.) Grotzes Hauptquartier, 25. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. In Flandern steigerte sich der Artillerickampf am Nachmittage zwischen dem Houthoulster Walde und Zand- voorde zu grotzer Stärke. Ein englischer Borstotz an der Strotze Ypern—Menin scheiterte. Auf dem Sckflachtfttde südwestlich von E a m b r a i spielten sich heftige, aber örtlich begrenzte Kämpfe ab. Gegen Iuchy setzte der Engländer starke .Kräfte zu neuen Angriffen ein. Viermal stürmten dichte Jnfanterie- wellen.vergeblich vor. Ihre Verluste waren be anders schwer. Im Gegenstoh gewannen unsere Truppen mehrere hundert Meter nach vorwärts Raum. Nach heftiger Feuerwirkung griff der Feind am Abend Dorf und Wald Bourlon an. Unter dem Schutze von Nebelwolken drang er bis zum Dorfe vor. Die zum Gegenstotz angesetzten Gardefüsiliere warfen in erbitterten nächtlichen Kämpfen mit blanker Waffe den Feind in seine Ausgangsstellungen zurück, während pommersche Grenadiere am Rande des Waldes ebenfalls den Ansturm zum Scheitern brachten. Nach dem Mitzlingen eines Frühangriffes auf Van- teur erßolglen dort am Nachmittag nur schwächere Teil- vnrstötze. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Tätigkeit der Franzosen blieb auf der ganzen Front rege. Starke Erkimdungsabteilungen stählten gegen unsere Linien vor: der Artillerie- und Minenwerferkampf war im Besonderen nordöstlich von Eraonne. in mehreren Abschnitten der Champagne und auf dem östlichen M a a s - nfer gesteigert. Eigene Stoßtrupps brachten von gelungener Unternehmung westlich von Beaumont Gefangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Oestlich von S t. M i h i e l und namentlich im S u n d - üau verstärktes Artillerie- und Minenwerferfeucr. Im Dolde von A p r 6 m o n t und bei A m m e r z w c i l e r wurden stärkere französische Borstötze abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz imd Mazedonische Front nichts Besonderes. Italienische Front. Italienische Angriffe zu beiden Seiten des ^rrntatales gegen den Monte Portica brachen vor unsren Linien zusammen. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. ■ Die Abendberichie. Berlin. 24. Nov.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern starker Artilleriekampf vom Hout- houlster-Walde bis Berelaere. Südlich der Scarpe gesteig rte Feuertätigkeit. Englische Angriffe auf die Dörfer Juchy. Aloe uv res und Banteux sind verlustreich gescheitert. Aus dem Osten und aus Italien sind besondere Ereignisse bisher nicht gemeldet. Berli n. 25. Nov.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern und südwestlich von Cambrai lebhafte Feuertätigkeit in einzelnen Kampfabschnitten. Aus dem Ostufer der Maas sind fränkische Angriffe Mischen Samogneur und Bcaunwnt im Gange. Erfolgreiche Kämpfe im Gebirge Mischen B r e n t a und Piave. '®*** = *^*^^ , - Monie r ° uobie /nie ° Gonnelieu ^ A 151 filiers-Guislsin / ° * ^5 I Hnnrtfi Suyencouri mLmrL fYTBnöZO Obs Schlachtfeld südwestlich von Cambrai . Nun fiolt endlich auch an die icm stritten sie innerpolitische Frage, die des preußischen Wahlrechtes, heoangetreten werden; gestern ist die neue Vorlage im Wortlaut veröffentlicht worden, wir teilen die wichtigsten Besttmmungen im vorliegenden Blatte mit. Es war seit langen Jahreir immer wieder mit Recht wiederholt worden, daß das a.te Klassen- wahlshstem ungerecht und veraltet sei. Nrcr über das Maß der zu treffenden Neuerungen war man verschiedener Ansicht. und die Rechte stennnte sich gegeir die Einführung des Reichstagswahlrechtes. Das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht ist nun in der neuen Vorlage enthalten, allerdings mit kleinen Einschrärrkungen, die uns aber ganz richttg den besonderen Verhältnissen Preu.ßens Rechnung zu tragen scheinen, also z. B. die Einschränkung, da.; für oen Wahlberechtigten dreijährige Staatsangehörigkeit und einjähriger Aufenthalt in einer Gemeinde gefordert werden. Die Auffassung, von der hierbei die Negierung ausgeht, spiegelt sich in folgenden Sätzen der Begründung: „Die Staatsregierurrg erachtet cs gerade in dem Augenblick, in dem sie diese Vorlage eiirbringt, für ihre Pflicht, fest- zustellen, daß das Abgeordneten s-aas in den langer Iahrzeharterr seines Bestelrens den staatlichen Notwendigkeiten voll gerecht geworden ist, daß seine Arbeit an den hohen Entwickelnngszustand des preußischen Staates ihren reich bemessenen Anteil beanspruchen darf. Aber es wäre Unrecht, aus diesem Werturteil die Notwendigkeit zu folgern, daß an der Grrmdlage. aus der bisher das 9lbgeord- netenl/Lus beruhte, nicht geriittett werderr darf. Es ist wahr: Was Preußen mit Hilfe seines Landtags in mehr als einem halben Jahrhundert in Gesetzgebung und Verwaltung geleistet l)at, l-at srch in der Widerstandsfähigkeit des Vaterlandes gegenüber deni Ansturm einer Welt v-on Feinden bewährt. Aber der Krieg hat die Tüchtigkeit und Zuverlässigttit des Bütes in einem Maße in die Erscheinung gebrackch und gehoben, daß feilte Beteiligung an den Staatsgeschäften nicht an den Leisttngen der bis^rigeu Volks- verttetnng, sondern an seiner Fähigkeit zu erweiterter Mitarbeit gemessen werdeu imiß. Aber gerade dieser Maßstab führt zu der Anregung des Mmittelbaren, gleichen urrd geheimen Wahlrechts und damit zu einer grundlegenden Veränderung der Volksvertretung.^ Man will also den „nenen Geist" nicht lvie eine Beo- nichtnMsflnt loslassen und nnruhigen Aposteln, die bald da, bald dort wob-nen, Zügel anlegen oder sic überhaupt sernhalten. Auch, daß die Wcchlkreiseintrtluwg nicht völlig nmgewor-sen wurde, wird den Widerspruch der äußersten Linkeit heraus fordern. Im großer und ganzen aber nruß man doch sagen, daß den neuen Rechtsgcdanken, die der Krieg hervorgchobeir hat, (genüge geschehmc ist. „Staat und Reich haben," so heißt es in der Begründung weiter, „zsu> zeit restlos die Kraft und den Willen jedes einzelnen für die öffentlichen, die vaterländiscksen Iwecke ohne llnter- schied und ohne jede Rücksiäft auf physrsche und wirtschaftliche Veeinträchtignng in Arffpriuh nehmen müssen. Der Wert dieser allgemeinen Arbeitsleistung und Opfer gestattet überhaupt keinerlei urteilende Bemessungen. 5)och darüber stehen, jedem Maß entrückt, die Verluste kostbarchl Mensä-en- lebe ns, die nntersäftedslos unheilbares Leid ans arm und reich sgelegt haben. Das dem BaterlaE geflossene Blut, diese letzte und höchste Leistung, die der Staat vom Bürger fordert, ist größten unermeßbaren Wertes. Die preußischen Männer, die es auf dein Felde der Ehre vergossen, haben Zeugnis abgelegt dafür, daß die dem Staat gebrachten Opfer alter Bürger eines gleichen Wertes' sind, oaß der Staat auf den UntersckMd öffentlick-er Geldleisttrngeu künfttg Abstufungen der polttischen Rock)te nicht mehr gründen karrn." Hoffentlich wird der preußische Landtag das Gesetz schnell und ohne große Streitigkeiten erledigen! Dann ist kein Grund mehr vorhanden für die vorlauten alleinigen Pächter der „Volksfreundlichkeit", über ,chunkle Mächte der Reakttvn" sich aufzuregen. Auch das Herrenhaus wird in seiner neuen Zusammensetzung nach dem vorliegenden Entwurf von neuzeitlichen! Geiste ausgehen. In der Begründung heißt es: ,^Jm Wechsel der Zeiten blich das Herrenhaus nicht mehr das, was es sein sollte : ein Spiegelbild derjenigen Faktoren, aus denen Entwicklung und Bedeutung des Landes beruhte. Die führenden Männer des .Handels und die Leiter deutscher Banken haben Weltruf gewormen. Der Handweiüer stand hat sich in hartem Kantpf mit der fortschreitrmdcn Jndusttialisierung des Gewerbes in seiner Bedeutung beliauptet. Dagegen erscheint es gerechtfertigt und angezeigt, wie bisher so auch in Zukunft den bedeutenderen preußischen Städten eine besondere Vertretung zutcü werden zu lassen. Tie bisherige Art und Weist der Vertretung im Herrenbause in der Form der dauernden Verleihung des Pr äsen tations rechts an einzelne bestimmte Städte hat unverkennbar Mängel: manck>e Städte, die sich im Laufe der Zeit einer gewaltigen Entwicklung zu erfreuen gehabt haben, die ste in die Zahl der großen und Großstädte.versetzt hat, entbehvew meses Rechts gegenüber erheblich kleineren, die auf einer früherer» Stufe der Entwicklung stel)en geblieben sind. Das Ziel, die größeren Städte stets durch ihre tüchtigsten Oberhäupter im Herrenhause vertieren zu sehen, wird besser erreicht werden, wenn die Leiter der bedeuterrden Stadtgemeinden ihre Vertteter im Herrenhause selbst aus ihrer Mitte präsentieren." Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 24. Nov. (WTB. Nickftamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Zwi'chen Piave und B r e n t a und in den Sieben Gemeinden füfrrte der Feind q-ftern obermals starke Kräfte zum Gegmangriff. Alle Angriffe zerschellten unter schweren ita- lienifckien Verlusten. Sonst nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. Wien. 25. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Jtalieni'che Angriffe beiderseits der Brenta unL gegen den am 22. vom Grazer Schützeuregiment Nr. 3 er- stürmtm Monte Pcrtica zerfttmmengleichlieit entscheidet das Los. § 24. xic Walslbezirke bestehen aus einem oder mehreren Stadt- oder Landknasen. Größere Kreise föimeu in mehiiT W>obl bezirke geteilt werden. ;^tc Itbgrenzung der Wahlbezirke und die Verteilung der Ab- Eoronktcu fetzlickMi Vorschichten mit chlgonden Maßgaben bestelM : , AttrLat die Za.T der auf rät« AVg«rL-nHenstelle eines Wahtl- b^rrks entfallenden Einivolver nach der lebten allgemeinen Volks- Mylung mehr als 250000, so tritt bei der nächsten allgemeinen WLlS für jede weiteren angefangenen 250 000 Einwohner je ein neuer Abgeordneter hinM. __ .S 111 erfolgt eine Aenderuna in der Abgreuzung der WahLbezirte oder in der Verteilung der Abgeordneten auf dtL Wahlbezirke durch Gesetz. Die Reform des Herrenhauses. Der Entwurf über die Zusammensetzung des Herrenhauses kantet in seinen wesentlichen Bestimm'ungen: §1. Das Herrenhaus besteht aus Mitgliedern, welche von dem Könige nach Maßgabe der §§ 2/26 berufen werden. § 2. Mitglieder des Herrenhauses auf Lebenszeit sind die- lemgen Prinzen des königlichen Hauses und des fürstlichen Haus s von Hot-enzollcrn, die nach erreichter Volljährigkeit von dem Könige berufen werden. 8 3. Auf Oirimb von Präsentation werden auf Lebenszeit in das Herrenhaus beru'en 60 Personen aus der Zahl der nach der Beiordnung wegen Bildung der Ersten Kamnrer vom 12. Oktober 1854 zu erblichen Mitgliedern Berufenen und zivar: 1. 10 Mitglieder als Vertreter der vormaligen reichsständischen Häuser. 2. 24 Mitglieder als Vertreter der Fürsten, Grafen und Herren 3. 26 Mitglieder als Vertreter der mit erblickter Berechtigung dem Herrenlnus angelchrenden Personen und der mit dem Prä sentationsrecht begnadigten Geschlechter. Z 4. Auf Grund vorr Präsentation werden ferner in das .Herrenbaus beruf en: 1. 36 Bürgermeister größerer Städte für die Tauer der Amtszeit. 2. 36 Besitzer solcher ländlicher Grundstücke, die dm Unckang non mrrchestens 100 Hektar haben und die sich zur Zeit der Präsentation bereits 50 Ifah^re im Besitz einer und derselben Familie befinden, für die Dauer der Besitzzeit. 3. 36 Leiter großer Unternehmungen der Industrie oder des .Handels für die Dauer der leitendm Stellungen. 8 5. Aut Grund von Präsentation iveroen aus 12 Jahre in das Herrenhaus berufen: 1. 72 Mitglieder, welche als Vertreter der städtischen und der ländlichen Selbstverwaltung präsentiert werden, 2 3 Mitglieder, welche als Vertreter der Stadt Berlin präsentiert werden, 3. ein Mitglied, welches als Vertreter der Hohcnzollcrnschen Lande präsentiert wird, 4. 36 Mitglieder, welche als Vertreter der Landwirtschaft präsentiert werden, 5. 36 Mitglieder, welche als Vertreter von Handel und Industrie präsentiert werden. 6. 12 Mitglieder, welche als Vertreter des Handwerks präsentiert werden. 7. 16 Mitglieder, welche als Vertreter der Hochschulen präsentiert werden. 8. 16 Mitglieder, welche als Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche präsmtiert werden. 8 6. Ohne Präsentation werdm auf Lebenszeit in das Herren- baus berufen einzelne Personm, die das besondere königliche Vertrauen genießm Ihre Zahl darf '150 nicht übersteigen. Aus rhnen werden Kronanwalte bestellt. Abänderung der Verfassung. Ter Entwurf eines Gesetze-, betreffend die Abänderung der Artikel 62 und 99 der DerfaffungSurkunde vom 31. Januar 1850, ist jetzt veröffentlicht. Er lautet: Artikel 62 Absatz 3 der Verfassungsurkunde erhält folgenden Zusc^: ..Wenn jedoch die Zweite Kammer gegm den Widerspruch der StaatSregierung einen Ausgabe Posten, der bisher unter den ordenüichm Ausgaben im Sdaatshaushaltsetat enthalten nrar, müv eüer überhaupt nicht oder nicht in der zuletzt vorgesehenen! oder nicht in der txm der Rvgierung neu vorgeschlagenm geringem jr Summe bewilligt, so hat die Erste Kammer über diesen Pmrm vor der Abstimmung über den Gesamthaushalt vorweg Beschluß zu fassen. Tritt die Erste Kammer dem Beschlüsse der Zweiten nicht bei, so hat diese muh voranfgegangener Beratung in einem aus Mitgliedern beider Kammern gebildeten Verständigungsaus- fchusse über den Posten erneut zu beschließen. Erst nach dieser endgültigen Beschlußsassurrg findet die Abstimmung der Ersten Kammer über dm Gesamt Haushalt statt." nebeir der Regierung der Bolschewiki eine eigme Regierung unter Tschernow errichten werdm. Der Petersburger Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet vom Donnerstag, daß die nichtmaxim alistische Presse die Regierung Lmins und Trotzkis nach einem Waffenstillstand als des Bruäws des Londoner Vertrages trnd Verrates für schuldig erachte. Kopenhagen, 24. Nov. (WTB.) Der AuslandSpresswer- trcter der Bvlf.t)7wi°ki an der schwedischen Grenze erhielt ein amtliches Telegramm aus Petersburg omn 23. November, ivonach jetzt auf der Seite der Bolschewiki stehen: die gesamte Armee und Flotte sowie der gesamte nördlich:, östliche und südöstliche Teil des Reiches mit dm Städten Petersburg, Moskau, Charkow, Kiew und Odessa sowie das Uralqckbiet und Sibirien. Von ten Fronten kommen Hunderte von Abgeordneten, die die Mitteilung vollständiger Solidarität der neuen Regierung ilter» bringen. Die Lebensmitt-elfrage ist ernst. jedoch ist es bislrr mit Anstrengungen gelungen, die Schwierigkeiten zu überwinden. Es ist nur noch', schwierig. Brot zu beschaffen. Die unteren Eisen bahn beamten stellen auf Seiten der Bolschewiki. Tie Sabotage der höheren Leimten ist daher von geringer Wirkung. Dev Ob er st kommandier ende General Duchon in ist verhaftet worden. Die Wahlen für die verfassunggebende Nationalversamnllung haben fai der Flotte stat^gcfundm und beim Heere ^begonnen. In den Städten fiitbttt die Wahlen am 12. Nov. alten Stiles statt. Die bürgerlichen Parteien wollen sich nicht unter- werfen, sondern verüben überall Sabotage, wo dies möglich ist und setzen ihre Hoffnung aus Kal cd in. Das Ausbleiben telegraphischer Nachrichten aus Petersburg im Auslande ist auf Sabotage der Telegraphenbeamten zurückzuführen. Diese hofft mau jedoch noch zu überwinden. Kopenhagen, 25. Nov. Telegramme aus Haparanda fco lagen: Ein Franzose, der gestern aus Rußland in Haparanda ein- traf, teilt mit. daß die Soldaten an der Front in zwei G r uppen geteilt seien, in Novemb-risten und Dezembristen. Tie Nooembristen haben beschlossen, die Front noch in diesem Monat zu verlassen, die andern wollen zu Weihnachten von der Front in die Heimat zurückkehren. Seekrieg. Nene N-Voot-Erwtge. Berlin, 24. Nov. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Untersee-Boote hat im nördlichen Eismeer neuerdings f ü n f Dampfer mit 14 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt, darunter die bewaffneten englischen Dampfer .Zillah" (3788 Tonnen^ und „Ildorton" (3125 Tonnen), beide mit Holz von Archangelsk nach England, sowie „Baron Balsour" (3991 Tonnen), mit Grubenholzladung, der aus einem Geleitzugc berausgc schossen wurde, fertter der bewaffnete russische Dampfer „Jriita" (2210 Tonnen), mit Lebensmitteln von Archangelsk nach Alexandrowsk. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die Lage in Rußland. R o t t e r d a m . 24. Nov. i'WTB.) Nach dem „Nieuwe Rotter- damsche Courant" wird der „Daily News" aus Petersburg vom Donnerstag gemeldet: Gestern hat Trotzki eine Rede über die auswärtige Politik der Sowjets gehalten. Er sagte, die Alliierten hätten das Manifest der Sowjets unfreundlich ausgenommen, und die Feinde betrachten die Umwälzung lediglich vom Standpunkte, daß sie Rußland schwächen würde. Er glaube trotzdem, daß der Krieg bald zu Ende sein werde. Es wird ein Gelbbuch mit allen Geheimverträgcn, die die Bolschewiki finden konnten, vorbereitet. Es ist möglich, daß die Bauern mit den Armeeausschüssen Ans Stadt rrrid (and. Gießen, den 26. November 1917. Ernennungen zu Grotzhe zogs Geburtstag. Der Großherzog hat durch Entschließung vom 25. November ernannt: zu ,Obe r ga r ten au f sehe r n": die (öartenausseher Jv- Hannes Büttner zu Tarmstadt und August WaSmuth zu Leeheim; zu „Obergärtnern": die Obrrgartengehilfen Valentin Ganßmann, Georg Weidmann und Anton Böttger zu aarmttodt: zum „O b e r g a r t e n g e h i l f e n": den Gartengehilfen Emil W r t t zu Tarmstadt. Ter Groß Herzog hat anläßlich seines Geburtsfestes erteilt: den Cliarakter als ,.G e h e i m e r R e g i e r u n g s r a t": dem Kreisdirektor des Kreises Friedberg Hermann Freiherrn Schenck zu Schweinsberg: dc?ir Charakter als ,,G e h e i m e r H o f r a t": dem ordent- licken Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniver- Htat und derzeitigen Rektor Tr. 'Paul G i s e v i u S zu Gießen: den Charakter als „Geheimer M e d i zi n a l r a t": den: ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Landes- mnversttät Tr. Fritz Voit zu Gießen: den Charakter als „Geheimer S a n i t ä t s r a t": dem praktischen Arzt, Fürstlichen Hvfrat Dr. Heinrich S t a m m zu Lick'; i cu Charakter als „G e hc i m e r Kc> m m e r z, i e n ra t": den, Kommerzienrat Louis E m m e l i u s zu Gießen, dem Kommerzienrat August Feine zu Mainz, dem Kommerzienrat Eugen >V a f f n e r zu Mainz; den Charakter als „R e g i e r u n g s r a t": dun Anwalt des (ßicfjcMcr Stadtthearer. Toryuato Tasso. Ern Schauspiel von Wolfgang von Goethe. Einem schönen alten Brauche folgend, hatte die Theaterleitung am Samstag zur Feier des Geburtstages unseres Gvoßherzogs einen Klassiker, diesmal Goethes „Tasso", zur Aufführung gebracht. Festliche Stinrmung lag über dem hell erleu ktehrn, bis auf den letzten Platz besetzten Hause, als nach . . einleitenden Klängen der wuchtigen Menvels- sphnschen „Athalia"-Ouverture Oberbürgermeister Keller das Mort ergriff und ansführte: Hock>geehrte Anwesende! Im wirbelnden Treiber eiserner Zeit wollen nur einen festlichen Augenblick verweilen, um ö-rs geliebten Landrsl-errn zu gedenken, der morgen seinenen Geburtstag feiert Am 13. März diese» Fal-res waren 25 Jahre vergang-cn, s-itdeni Großherwg Ernst Ludwig zur Regierung berufen ward. Still und schlicht, wie die Zeit es gebot, hat das Hesse,voll oiesen Tag begangen. Und dach, p ernst die Zeit, es war ein Tag salzen dankbaren, freudigen Rückblickes für das ganze Land, gedachten wir des Fürsten, zu dem alle Boltskreste in ungeteilter Ehrfurcht und Liebe emporschauen, dankbar vergegenwärtigten ioir uns die mannigfachen Segnungen, die ltnicrem Lande in bicicn 25 Jahren von «einem Fürsten zugesl-vssen sind, frcuoig blickt."., wir auf den Zuiwad unseres Hessenlan.es, sein glückliche Voran'äirct- ,en in Handel unv Wandel, in Wissenschaft und Kunst. Verehrte Anwesende! Wenn mir uns damals der Einheit von Fürst und Volk so rech, bewußt geioorden sind, so erschiene., uns um s» be- sremdlrcher die türzlichen Versuche der Feinde, welche die Drachen. >aat der Zwietracht säm wallen zwischen den deutschen Fürsten ,md dem den s chm Volk. Doppelt gern ergreifen löte daher die t--eteg ich ... in einen. Tage wie dem heuttgen die W<.enö-, Wil l ™*'' ü” ' W!r.pnsgeu immer nur m rae wird lebe Wett gestellt war netraaen >m„ -äglick mühte, das er itmner und immer ivieder umformte, mn es erst 10 Jahre nach dein ersten Entwurf der Oeffent- zu übermitteln. Es bleibt dem Goethe-Forscher Vorbehalten, das Werden uub die Wandlungen des „Tasso" tlar'gtstellen. Der Laie findet Hinweise nur in Goethes Brtefeit an Charlotte Don Stein, in (ftferntattn# Gesprächen und tu den vielen heute erschienenen Werken über Goethe und Tasso, von denen besonders die beiden wisseuschaftlick> ,ernen llntersl'chungen von Couard Scheibemarrtel: „Zur Cutstehnngegefiti,f c von vwethes Torquato Tasso" und „Aeue^ zur Cutftehun.-sgeschicht-.' von Goethes Torqtmto Tasto er,rahnr [eteit. Wir wissen, daß Goethe die beiden Tajsu-Bwgraphteu: „Vita di Torquato Tasso, scritta da Grovamn V-attlsta Manso" und „La Vita di Torquato Tasso. jcrttta dal Abate Pierautouio Serassi" kannte, und daß ichn auck der tin zehnten Band der venerianischen Ausgabe des Tarso eitthaltene Brief des Ludovieo Antonio Muratori über Taisos Schicksale nicht itnbekaimr war. Ans diesen Quellen Goethe und schuf seirren Tasso. der darum sein persönlichstes Werk ist, ,veit nmnuigfache Beziehungen arnf etgrte Ersahrnngeit und Verhältnisse in ihm enthalten sino. bnbai vauptcharakteren stellt Goethe sein eignes -.'mhalutv.' als Dichter nno Staa-tsmaim, die daraus ent- stehenden Kvnfttltt' des Zdealismus und Realismus, sowie ote eudlrche Ausgleichung dar Wie er dem Tasso und w seht er in dem Herzoa cklsons leinenr Fursterr. und Fretutd-e Karl August eirt Denk- mal. Zu ^eonore von Este haben unverkennbar Charlotte von. Ltetn und dre .Herzogin Luise Farb-eir geliehen. Wi- durchgearbettet dte Tragödie ist — denn eine Tragödie ist „^orqrtato ^aiso", rverrn auch kein Held irr ihr sttrbt —. er- len nt man erst, wenn man sich näher mit ihr (refcfeäfliat WTU ' verstellend, die Schp-nheiten: in sich ausninrmt. Dle ^ t>Tf seinem Erscheinen KJ 1790 fand, ivar kühl: widersprechend war die Mmnung Das tat aber der Tragödie, deren viele Schönheiten chrc ?>hler weit üüeribiegen. kernen Abbrucki L wSSSXmwZ SÄ den Sieg davon. Vom rein dramatische.,: Gesichtspunkte ist „Torquato Tasso" durch die schleppende, tocku: gefügte Handlung und die scharfe Grenze Mischen dem zweiten und dritten Akt rricht stark und fällt, wie Bulthaupt ausführt uno beweist, vor jebem kritischen Anhauch in Trümmer. Mer das Wort. — „sie sollen, lassen stahn", es bleibt clostp Klassiker spielen mrd Klassiker sprechen ist znieierlei. Daß die Mitglieder der OHefeeuer Bühne sich alle Mühe geben und versuchett, den erhöhten Anforderungen zu genügen, die das f£affifd)i der, dem Obersteuerkontrolleur Ludwig Langelott zu Bcmsbeim, dem paupllleueramtökontrolleur bei dem tzauptstcueramk Ofseubaw Johann Philipp .vellwig. dem Hauvtsteueramtskontrollenr bei dem LaupNteueramt G l e ß e n Albert D e x h e i ni e r, dem Revi- sionsinspettor bei dem, -vauptsteueramt G i e ß e n. Philipp Loh ne-, dem Bezirkskassier der Bezirkslasse Mickelstadt, Rendant Mb Hilk. den Buchhaltern bei der Sauptstaatskasse. Georg Leit. Friedrich Sch m c I j e r und Georg L a ii g den Eisenbahn obersekretarcn: Wilhelm E ck e rt Jakob S ch m elzeisen, Karl Sfttb, '«itelm?« Tröster, Iohamr Joseph Chri.'.ian Zikcsch, Md Karl Christian Gebhardt, sämtlich zu Mainz, dem Eisen^ bahn.ReckwiMgsrevisor Joseph S ch e l l h a s zu Mainz, dem Ei eu bahnoberlekretar Karl Johann Du t Hel zu Darmstadt, dem Ober- cechnungsrevisor bei der 1. Iustisikattsr^Ableilnng der Ober- ccchnungskainmer Ludwig -r r o n iknd dem Oberrechnungsrevisor bei der 2. I u stt f i k a tt ir -. lb tcr ln n g der Obcrrechnungskammer Ernst Seeber: den Charakter als „Kanzleirat"den Finanzamtsbureau- Vorstehern: Ludwig Kau» beim Finanzamt Grünberg, Philipp gjaul beim Finanzamt Ober Ingelheim, Karl Möbus beim Pncm-amt G ie den, Karl Schmitt beim Finanzamt Darm [tobt II, Johannes KeU«r beim Finanzamt Langen den Charakter als ..Rentmeister-": dem Gememdercchner Aottfried Repp IV. zu Homberg a. d. 0.; den Charakter als ,,R e u d a n t": dem Kreissparkasscnrechner 3oft>b Hofmann zu Bingrn , deni ersten Burcnugehilien an der Lnde.s 'Heil> und Pflege-Anstalt „PhilippsHofvttal" bei Goddelau Dmül S t r -a u h; . den Jteaftec als „Für st er": den Kommunalsorstwarteil Nikolaus Bickel Hl. zu Zotzenbach, M ch.rel E iter II. zu 0 er Reden. Hang ,M. Hering 511 Kirch-Brombach, Leonl'Crd Jchrig zu Kothenberg. Jakob Krichbaum zu L^rnaen-Brombach, Joseph Mor schel zu Ober>Mörlen, .Heinrich Rasch III. zu Freicnsttmou, Philipp Heinrich Rech zu Egels dach, Heinrich Schaaf zu Engelrod, Johannes Schäfer zu Airlenbach. Iol-auu Wolf I. zn Heppenheini a. d. B.; — dem Forstwart der Forstwartei Sichenhausen, Ludwig Strauch jn Sichen lausen, dem Forst, rar t der Forstwirt ei Merlau, Lorenz Müller zil Merlau, dem Forstivart der Forstwartci Liederbach, Heinrich .Hammel zu Liederbach, dein FvrstwM't. der Forstwartei Finken buch. Philipp Bäreuz zu Finleubach. Aus An last des diesjährigen Aller höchsten Geburts'estes wurden e P e r s 0 u a l n a ch r i ch t e ii. Der Großherzog hat am 13 .Oktober dem Bürgermeister, -Ortsgerichtsvorsteher und ZlÄtd'sbiXlmte.i Ernst Rumps zu Ziegenberg das Allgemeine Ehrmzeicheir mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Ämde des Verdienstordens Philipps des Grostinütigen üerfteTy^n. - Das Ehren zeicken für Mitglieder frestvilliger Feuerwehren irmrde durä. den Großherzog verliehen: 9ldolf Ramspeck und Ludwig Martin, beide zu Alsfeld. — Durch, Errtschließnug Grosth. Miui- ileriumS des Innern Vvm 20. November wurde der Lehrilnts- rekerendar Friedri-ch Weitzel zu Mainz zmn Oehran-cksasscssor ernannt. ** Auszeichlnung. Dem Gefreiten Willh Wagner von hier, der süou mit dem Eisernen Krearz 2. Klasse ausgezeichnet war, wurde nun auch, die Hessische Tapserkettsniedaille verliehen. ** Ihre Silberne Hochzeit begehen morgen, mrt 27. November, die Eheleute Kart Schäser und Frau. ** Jubiläum. Ter Zugführer Karl Haas begeht morgen sein Zbjähriges Ti-enstjubilätlm. L. U. B 0 n der L a n d e s u n i v e r s i t ä t. Anlästlich ihrer Jahrhundertfeier criunmtc die Seircle über gisste Naturforschende (He* sellschtifl in Frankfurt a. M. den derzeitigen Rektor der Universität Gießen, Geh. Rat. Pvofessor Tr. Gisevins zu ihrem korre- spondierenden Mitgliede. ** Ein t Antw 0 r t H i n d en ü u r a s. Alts die am 18. November in der öffentlichen Bersammlnng gefaßte irnd hem Generalfeldniarschalt von Hindenburg drahtlich über- mttelte. Entschließung der Vaterlandspartei ist solgeude Antwort eingetaufen: Großes Hauptguartier, 24. Nov. 7 Uhr voran. Den Vertretern der Batcriandspai-tei in Ob er Hessen herzlichen Tairk für die Worte treuen Gedenkens an unsere tapferen Truppen. Generalfeldmarsch all m>u Hindenb urg. **Jn der Frauen tlinik sind am 24. November Trillinge aÄoren worden, 1 Kärabe uard zwn Mädchen. Der Vater, Friedr. Muter. Lmrdwirt aus Garbenheim, steht im Felde. Die Mutter befindet sich trotz der schweren Geburt ivohl, die Kinder, iw* denen da'- größte, mir 3' .- Pflund wiegt, die beiden anderen nirv etwa 2',--., hossl man am Leben erhalten zu können. Der Rhein-' Mainis i e Verein für Bevöld'ruirgspolitik hat es sich nicht nehmen lassen, für die Lknsstattung der kleinen Weltbürger etwas bei* Mragen ** H a u s f r aU en v e r ei n. Am 22. ds. Mts. saird die gutbesuchte zweite (s^en-cralVersammlung des Vereins statt. Ter Verein hat auch in diesem Jahre, dank sei,rer vorzüglichen Leitung, zu* und einen günstigen Kasseuabschlust zu verzeichne». Er ein sehr arbeitsreiches Jahr hinter sich, und alle seine Mitglieder wissen warm eil Dank ^der unermüdlichen Vorsitzenden für ihre ra,t- lose Arbeit für den Vereiu. Anschließend an die GenemlVersammlung fand eine Scl^lausstellung von jelbstgeeertigten Schuli-en der Mitglieder statt, die großes JNteress-e erregte, ** In, Lichtspielhaus, Bahnhojstr. 34, findet morgen Re Lusführung oes größten Films „Die Lieblingsfrau des Maba- radsch 1 " stat i 3 ie ix An zeige. Sud) der lleinjte Goidgegenstand ist willkommen! die GolöllnkaMMe in den Räumen der Bezirkssparkasfe Gießen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet. *** * * ' 1 >» ■ LnndkreiS Gicsteu. tt. Trers a. L., 26. 9Lov. Die Hessische TapferteitsMedaille erhielt der Fahrer Joh. Heinr. Rot h von hier. a itt. Villingen, 25. Nov. In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag wurde bei einem hiesigen Einkvohner ein Einbruch ver- übi, 'wobei die Diebe reiche Mmte machten. Eiil Kleiderschrank bwrde vollständig ausgeräumt, außerdem etwa 70 Pfund Mehl, 30 Pfund Linsen, mehrere Servelatwürste, Speck und Schinken eut- Die Diebe müssen in dem .Hause bekannt und Kenntnis von den vorhandenen Vorräten gehabt haben, sonst lväre die Aussüh- des Einbruchs nicht geglückt, zumal ein wachsamer .Hund iin Dose liegt. Kikis Büdingku. . ^ Rahrbach, 25. Nov. Ter Jäger Friedrich Kraul starb ven velde-ntov fürs Vaterland. e. Ranstadt:, 25. Nov. In einem Lazarett verfklned der Musketier Heinrich Bernhard nach schverrr Krankheit. Kreis Schotten. B. Burkhards. 24. Nov. Bei der am 22. d. M. abge- halteucn Holzverstleigerung in der Gvvßh. Obersörsterei^Schotten, Forstwartei Sicheuhausen, die auf dem Aurkhardser Schutzhaus stattfand, sind ziemlich, hohe Preise erzielt worden. So ivurde bezahlt für: Bikchen-Scheit pro Raummeter 28—80 Mark, Bucku'N' Knüppel pro Raummeter 18—20 Mark, Fichteu-Kuüppel pro 'Rauinnieler 6—8 ?Nark im Durchschnitt: Buchen-Reisig ungefähr l Mark. Starkenbura und Rhcinhejsen. 1 Darmstabt, 24. Nov. Geh. Dirtktionsrat Winter, der Vorstand der Verlvaltimg des Hoftheaters, beging gestern seine» 70. G e burt s t a g. — Geh Kommerzienrat Elem m in Nr a n n h e i in st iftete der T,e ch.» i schell H 0 ch s ch u l e 10 000 Mark für besondere wissenschii>liche Zivecke. I. T a r m st a d t. 25. Nov. Im Grosth Hoftheater erlebte Hermann Bahrs neuestes Lustspiel „Ter Augenblick" seine Uraufführung. Tie Idee zu dem Stück hat Bahr ans (Goethes „Unter.- haltungen deutscher Ausgewanderter" geschöpft. Sie schließt^sich elige an ihr Vorbild, die vierte der „Unterhaltungen^ an. Das Stück entbehrt der Haiidlung und leidet an übermäßiger Redseligkeit. Die Aufführung wurde durch das zu leise Sprechen der Darsteller, das bei Konversationsstücken doppelt inißlich ist, beeinträchtigt. Doch errang das Stück einen starten Achtungserfolg. Ter „Augenblick" ist der Augenblick der Versuchung, der einmal an jede junge Frau, die mit einem bedeutend älteren Gatten vermählt ist, herantritt, und in den, Stück siegreich überwuirden lvird. cb. Vp in M i t t el r Hein , 25. Nov. Infolge der letzten an- haltenden Regengüsse ist der Wasserstand des Rheines seit vorgestern gestiegen. Er erhöhte sich seit Mittivoch am Bingrw' Pegel um etwa 20 Zentimeter, am Lberrhein aber um rund einen Meter. Diese Flut kommt gerade recht, denn bereits lwtte sich die Schifffahrt daraus einrichten müssen, im Gebiete des Mittelrheins und pvar im Gebirge Lcichierungen vornehmen zu müssen. Tie Einschränkung der Ladungeir entsprechend sd>cm fallenden Wasser erfolgte bereits seit einiger Zeit. Man kann mit weiterem Steigen rechnen, zumal auch die Nebenflüsse, wie der Neckar und die Mosel, steigen. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 24. Nov. Noch einen guten Ansgang genom- mäu htat ein Eisenbahuü!n',all. der sich heute invrgen im hiesigen Bahn Inn ereignete. Ter lahnabwärtS fahrende D-Zug 126 mit süirf Wagen stieß nämlich gegeir 0.40 Uhr mit einem Leerwagen eines Personeuzuges zusammen. Da der D-Zug an der Unsallstelle, beim oberen Stellwerk, schon etwas lauchamer fuhr, ist e.s bei d>em Zusammenstoß noch gnädig abgegauigen. Bor allen Dingen hat der Borsall keine Menschenleben gekostet. Verletzt srird ein Heiner, der irach Gießen verbracht wurde, und ein Rittmeister in dem D-Znge, der bei dem Nidder sch reiben dieses Berichts noch eingeklein'mt ivar, aber anscheimmd mit einer leichten Arlnverletzung dapongekommelr ist. Nicht unbeträchtlich dürfte dagegen der ALaterialschaden sein). Tie Lokomotive des T-Znges liegt auer über dem Gleise, ebenso auch der Tender. Von dem Packwagen und dem vordersten. Per- sorienwagen sind Teile zienilich beschädigt. Tie in dem D-Zug besindlichen Leute konnitieu die Fahrt in der Richtung nach Coblenz mit einigei' Verspätung sortsetzen. Der Verkehr ist durch den Unfall nur Vorübergel eud gol-emmt. — Das Wetzlar"r Eisenbahubetriebs- amt meldet über den Vorfall: Heute früh entgleiste auf dem hiesigen Bahnhof der T-Zug 126 Gießen—Eobleuz durch Flankensahrt irt eine Rangievabteilung. Ein Reisender wurde leicht verletzt. Ter Personenverkehr in Richtung Köln, vorübergehend behindert, wird durch Umsteigen wusrechderhalten. Ter NLabnialsckwden ist unerheblich. lUttersuchimg ist eingeleitet. Vesstn-Nassa«. - ^ Frankfurt a. M., 25. Nov Ein 16jähriger Schreiber erhob durch gefälschten Scheck von dem BankMtkMen seines Cbefs, eines hiesigen RcchtsamvaltS, Z000 ®.rch mit dem Eiserilen Kreilz erster Klasse und einer Tapserk.'itsMedaille ausgezeichnet. Leutnant Reichmanu weilte bei Kriegsausbruch in Chile, von wo es ihm gelang, mit noch andereil jungen Deutschen in sein Vaterland zu. reisen. Er trat dann als Kriegsfreiwilliger beim hiesigen Jäger- bataillon ein. = Oberursel, 26. Nov. Die lnesige Motoreilsabrik hat der Stadt ein 0'eschenk von 1 0 0 0 0t) Mark als Grundstock für den Bail eines n e n e n R a t h a u s e s gern acht. W i es b aden, 25. Nov. (Priv.-Tel.) .Heute morgen um V 2 O Uhr ist die 48iälrrinc Eh? fr au Eli,'? Ehret, Inhaberin einer Konditorei und Kaffeestnbe, voll ihrer a,ls der Kirche Heinikehreildeil Tochter ernrordet aufgeflnrden worden. Tie Leiche loieS mehrere Stiche im (Besicht und am Halse sowie Würgmerkmale auf. Eine (Geldkassette lvar geöffnet und nm 700 Mark beraubt: ferner waren eine goldene und eine jilberne Danleuubr mtb versckKedene Schmuck- gegeustäude gestohleir. Als Täter lieht ein .Soldat im Berdachit, der in dem Loiäle verkehrt und noch am Tage vorher eineil. größeren Geldbetrag zu leihen versucht hatte. Bisher ist er nock) nicht ergriffen. vermischtes. Schwere Stürme an der deutschen Küste * H a in b u r g , 25. Nov. - WTB.) H a ni bürg und das (tze > biet der unteren Elbe sowie di? Nordseeküste und die lueftlicfjc Ostsee werdeil seit Freitag abend von einem schweren Süd- we st sturm beimgefucht, der in der Nacht vom SainStag zum Sonntag am schlimmsten getobt hat. Unaufhörlich dröhnt dcil Be- wolnelm der Hamburger Wasserkante der Donner der Sigilal' geschützt in den Ohren, die das gefahrdrohende Steigeil der Elbe anzeigen und die darauf Hinweisen, daß für^die niedrigst gelegenen Stadtteile Sicherung gegen zu erivarterrdl' Sturmfluten zu treffen sei. Iir der Sonntagnacht ist das Wasser an der Stadt bis auf 40 Fuß und 3 Zoll gestiegen, wodurch knanche Keller bereits über- schweimnt lvvrden sind. Ter von Wolkenbrücheil und Hagelschlägen begleitete Sturm tat stellen weise viel Unheil angerickstet. Bei Altona ist ein mit Lebensmitteln beladenes Fahrzeug untergegan- gcn: all andereil Stellen haben sich Schupen und Leuhter dkmi ihren Trossen kosgerissen. Einige kleine Dam) getrieben, was, smveit sich bis jetzt VE Menschenleben abgegangen ist Auch am sind auf den Strand u läßt, ohne Verluste ,nn tag morgeil blieb * Posen, 24 Nov. lPrivattetegrannn.' 6600 Schneide Mühl Posen fuhr heu vormittags zlvischeu Sodan und Polen in der aung Posen—Schneidemühl in entc zur Urbeit sterrotte. Hierbei lvnrden vier Männer und getötet, eine Frau schwer verletzt. Bezüglich die amtliche Untersuchung eingeleitet. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Nvv (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R u p p r e ch t. In Flandern nur zeitweilig zwischen Poelkapelle und Gh-lnrelt glsteigerte Feuertätigkcit. Vorfeldkämpfe verliefen für uns erfolgreich und brachten Gcfattgene ein. Nordöstlich von Passchendaele scheiterte der Vorstoß eines englischen taillons. Auf dem Sch lach tseldc südwestlich von Cambrai wie dertzolte der Feind tzartnäckig seine Angriffe auf Jnchy. Die dort in den vorliergehenden Tagen in der Abwehr und im Angriff bewährten Truppen miefeu auch gestern den Feind restlos ab. Unser Vernichtungsfeuer schlug in feindliche Truppen anfammlnngen m?d in die Bereitstellungen zahlreicher Paw zerkraftwagerl südlich von Graincourt. Schwächere Infanterie stieß zwischen Bourlon vor: sie wurde Mrückgeworfen. Aus den letzten Kämpfen bei Bourlon hinter unseren Linien verbliebene Engländernester lvnrden im blutigen Nah' kämpf gesällbert. Acht Offiziere, mehe als 300 Mann an Gefangenen, 26 Nl'aschil»engewehre wurden erbeutet. Ani Südweste.rnde des Waldes von Bourlon und west lich> von Fontaine brachten uns nächtliche, sehr heftige Hand- granatentämpfe den erwünschten Geländcgewinn. Nördlich von Bantenr griff der Feind nach heftigem Trommelfeuer an. Er wurde abgewiesen. Ein englischer Bor^ stoß östlich von Grieonrt brach vor unseren Hindernissen zu sammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach stärkster Feuersteigerung griff der Franzose in vier Kilometer Breite zwischen Samogneur und Beaumont an. Seine Angriffswellen, durch unser Infanterie- und Artille ricfeuer zersprengt, fluteten in ihre Ausgangsstellungen zurück. Mehrfach? Anstürme neu eingesetzter Kräfte brachen in unserer Abwehrzone zusammen. Zahlreiche Turkos, Zuaven und andere Franzosen wurden gefangen. Das starke Feuer griff non denr Knmpffelde auch auf die bena lcharten Abschnitte über nnd hielt namentlich zu beiden Seiten von Ornes tagsüber in großer Stärke an. Infanterie-, Schlacht- und Wachtflieger griffen trotz heftigen Sturmes und Regens erfolgreich in den Kampf ein und unterstützten auf dem Schlachtsclde bei Cambrai und an der Aiaas unermüdlich Führung und Truppen. O c st l i ch e r Kriegsschauplatz Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front. In örtlichen Gebirgskämpfen erzielten unsere Truppen Erfolge irnd behaupteten sie gegen italienische Gegenangriffe Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff. > Ter Personen^ te 7 Uhr 30 Min. Nähe der Mzwei- : gehende Bahnmei- vier Frauen sofort der Schuld frage ist Pressestiininen zur preußischen Wahlrechtsvorlage. Tas „New- Preußen" überschreibt öi? „Bivltszeitung" ihre Be.tra-chtuu.gen über die preußische Wahlresiormvvriaqe. „Biele Bestimmrmgen lassenden Zug", sag, das Blatt, ,cher herkömmlichen bureauirotischen rückschrittlickM Aengstlichkeit nicht verkennen. Tenno ck:. wird mau feststellen müssen, daß die Vorlage einen Bruch mit der Vergangenheit vollzieht, die Pr-eußen in den Ruf eines rückschrittlichen Landes gebracht hat." Das „Berliner T a g c b I a t t" schreibt: Während man den ällgeauernrn Grundsatz, nach dem die Regierung gehandelt habe, ohne »fiteres billigen bönne, so weife der Cöesetzentwurf in eimgenj Einzelheiten Verscklccksteruugeu gegen die bislwrigen Verhältnisse auf. Auch, das vor,ichtige Ausweichm vor einer neuen Wahlkreis- ein teilung falle m das Gebiet ier Zugeständnisse nach rechts. Tie vorgeschlagen? Reform des HerrMhauses müsse aufs äußerste enttäuschen. Tie Benackckeiligung der Bauerir nZerde durch die Zugeständnisse an Handel, Industrie und Handwerk, Selbstv-erwaltuuo und Wissensck-aft irickit aufgehoben. Ter „Borivärts" imll bei all ihren Mängeln und Fehlern di? Bedeutung ber Vorlage nicht unterschätz?» lieber die Aussichten der Reform -ettvos zu sagen, lväre heult? genau so verfrüht, luv die Sozialidemokiatt? nach irgend einer Richktung bin festzulegen Tie „V io s s i s ck.i e Z c i t u » g" meint, die Begründung lese sich zum Teil wie eine. (Gedächtnisrede auf die tncleit preußischen Männer- aus allen Schichten, die mit ihrem Blute die Treue zum trag seines Köipgs von der sttegiernug dargebracht. Mcur könne verstehen, lvenn Bedenlien au ft ai acht cm, ob di? jetzige Errtwickllme nicht allzu stürmisch sei. Tarüber müsse man sich mit denen aus- einandersetzen, die bisher jede lairgfame Vorwärtseritlvicklnna gehindert hätten. Es fei hricht zu verl angen, daß die ehrlich überzerrgt«, Gegner des gleichm Wahlrechts sich- nun. sklavisch der königlichen Auffassung beugen. Jede Partei habe das Reich,t zu oppoliieren Hier gelte ?s aber'darum, > veiten Schichten der ckievölkerlmg do- Vertrauen zu dem Verspreckien der Krone zu erhaltm. Von den rechts gerichteten Blättern .wklärt die Kreur- zeit un g", die kouservattve Partei sei bereit und genstut ml dicch-r Reforin des Wahlvöchts, die auch sie für zlveckmäßiÄ erachte, ehrlich mitzuarbeiten, und sie kcmne nur den Wunsch dal: ?s gelingen möge, durch Zusammenarbeit der gemäßigtem bürgtrlrcken Parteien ein Werk zustande zu bringen.' dem nickü b,e ,-chweren Bedenken elltgegenständen, >me den radikalen schlagen der Regierung. Die Post", fülmt aus: Für ein Aasseuwahlrecht im alp! Vlutokratlschen Sinne war m dem voin Weltkrieg »erirniat™ Pwuße'l sicherlich kein Raum mehr, mohl aber hat K Ea- organncher Fortentwickelung über ein Mvhrstim men recht besser der Eigenart und den Zukllnftsaufgebelr des M?ußischon entsprochen. Gelänge es der Demokratte. mit Hilfe des gleicht Wahlrechts auch „l Preußen zur Macht zu kommen, so würd^ lve je nt licht' nnd gerade für Preußen imbedingt erforderliche des Staatslebens der Versumpfung anheimsallcm ™* Neue U-Boot Erfolge. . B -! r 1 i n , 26. Nov. (WTB. Amtl«h.) Durch die Ton., h" unserer »ittrrsrr.Boote wurden „n Sperraebiek um Eua land wiederum ^ I2(M, Brutto Register-Tonnen verwichtet. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein be waffneter Dampser von 60l»l) Tonnen. Der Chef des AdmiLalstabs der Manne. Schmerzerfällt bringen wir hierdurch zur Kenntnis, da ß infolge schwerer Verwundung am 22. November, nach langem qualvollem Krankenlager Im Karl-Olga-Krankenhaus, Stuttgart, im Alter von 27 Jahren, mein lieber, guter, treusorgender, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Neffe undVetter der Sanitäter Hans Dictz Statt besonderer Mitteilung. Am 24. November verschied nach einem von Gott gesegneten Alter im 90. Lebensjahre sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Christian Broß, Pfarrer i.R. In tiefstem Schmerz: Johanna Dictz geb. Hob Hermann W. Dictz. Gießen, Berlin, Offenbach, Brooklyn. Für die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Broß geb. Falkenstein. Gießen (Bismarckstraße 32), Fulda, Gambach, den 26. Nov. 1917. Die Beerdigung fand Montag, den 26. ds. Mts. in Stuttgart auf dem Waldfriedhof statt. Beileidsbezeugungen dankend verbeten. Die Beerdigung findet am Mittwoch den 28. d. M., nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 8691 Statt jeder besonderen Anzeige. Es hat Gott dem Herrn gefallen, meinen treuen Mann unseren geliebten Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Oheim Heinrich Nies luth. Pfarrer heute von seinem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod zu erlösen. Melbach, Crainfeld, den 25. Nov. 1917. Die rauernden Hinterbliebenen: Emma Nies geb. Strack Meline Frank geb. Nies Karl Frank, Pfarrer Gertrud Frank Meline Frank Mittwoch 1807 Fünfziger 1017 Der Bortrag fiitbet Mittwoch den 28. November, abendö 8 Uhr iplinktlich-, statt. o?380 Ter Vorstand. Habe mich nach 6 jähriger Tätigkeit in der chirurgischen Universitätsklinik /.u Gießen in Nieder-Weisel bei Butzbach als Die Beerdigung findet statt in Melbach den 28. November, nachmittags 2 Uhr. Blumenspenden dankend abgelehnt. 8590 D Spozialarzt für Chirurgie niedergelassen. Dr. med. Hey mann, Chefnrz.t des Johanniterkrankenhauses zu Nieder-Weisel bei Butzbach. Sprechstunde von 11—12 Ulir. Zivil- und Krankenknssenp tient n werden jederzeit ins Krankenhaus aufgenommen, auch Diphtheriekranke. 07378 Zur erlässige ZcituüM'Miiineil für morgens u. abends nef. ** 8 ) W cinert, Neuenweg 0. Kinderloses, älteres (5lie- paar sucht für kleines Billen- grnndstück älteres Allelnmiutc cn, einfache 8Uitse od. Witwe mit nuieii Zeugnissen für Dauerstellung. Antritt so- bald wie möglich. 8.593 71. Puchowski, Bad Nau beim, Höhenweg 14. Tüchtiges Hausmädchen sofort gesucht. 8582 Zahnarzt EBanbach Scltersweg 79. Suche auf 1. Januar ein Mädchen. ein Hausmädchen. F-rau Professor Walther, 8o95 ^icbinitr. 43. Schafversteigernnft. Geffeiltliche Versammlung Mittwoch, 28. November, abends 8'/, Uhr im großen Saal des Hotels Jürstenhof ^eichstagsabgeordneter vr. Wiemel spricht über „Friede und Freiheit". Der Vorstand verlort chrietl -eben velkspartei. Mittwoch den 28 . November l. M.. nachmittags l Uhr. versteigert die Gemeinde Wetterfeld im Jungvi.hstvlle 3S—S« Stück Mutter, fchafe und Lümmer. Jeder Steigerer muß eine Bescheinigung der Ortspolizeibet,ürde des Bestim- nnmgsotts darüber vortegen, daß das Tier im -""riebe des Empfängers zu Zucht- und Nutzzwecken Verwendung findcn soll, und daß diese Nutzung überwach! werden wird. Großh. Bürgermeisterei Wetterfeld. raufe. 8596 Beschlaanabmesreie, wasserdichte rtitcnbcd’m aus Segeltuchersatr in den Gröhen 3x2, 3x2 l l y 3x3, 4x«$> 5x3 und 6x3 Meier. ^Sofort lieferbar Lichtspielhaus . 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