D. 2 n let rrfdxUii lifllkft, aufe« 6*nnJu . ZteinönrSerel N. Lanze. §chr!ftle!tuny, Geschastsftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. November tz)tt BmirtMt anjei.3« die löflrtnummet Uli . zumNnchminaa vorher. f Seilenpretfe: für örtliche Anzetaen 20 Bi.. für a u S w ä r l i g e 2b Pf, b. Platzvorfchrift 30 Pf., für Reklamen 7b Pk. bzr». SO Pf., nebst LO*/,TeuerungHßufct)laH. Hanotschriflleiler: Rag. Goetz. Verantwortlich für Politik u. ircuiLleio»«: Auq. «Mocij; Staöt imb Land, Vermischtes u.®e- richtssaal: W. Meyer; Llnzeigenteä: ft. Beck; sämtlich ,n Aietzen, waffeHUstülid vom russischen GZerhesehlZhüher abgelehnt. Totensonntag. SckNn «rrb eteL ist es, daß wir in den Aerstrenenben Weisel dos alllchfticl-en Lebens anfere Feier stunden imb Gfotenftasjc eingtieHeril Do mcrbcn dem „flüchtigen Sohn tet ©tiutbe" im Gesettfck>iftsleben die Rnkfepnnkte zu- gedeckt, urck eine heilige Ordnung leitet uns aus unstetem Walten zu veckKem Besinmii ^rvar wird den meifteni Rten- frfjm etwas mnn Geben ton am -düs Schussal und am die Toten in all rlxre Tage hinetngeru^dvn, und ein ledhaftes Gefühl, ein'üdbnoältigender (>>eHu.nte' ist cm keine Stunde gebuirden Aber das TKHürfnis, zu betten, n»as crcken gemeinsarn ist, mit altem Bo-tk zu feiern, was im Leben scl)ün uird würdig, riclz»tul»ggebeud und bedeutungsvoll erfunden wurde, das ist dooic hinenisckM-tten, wenn die gemeinsame Gedenkstunde g-rkommon ist. Der DvverrsornNag war ims immer ein hehrer, andachis^ voller Tag. Da lud jeder einzelne seine teueren Verblichenen bei sich zu Gasts. Kr neuem Leben erstaird, was veattttingen und verlängert war. lind rvenu Liebe und Treue e'.vig und Mvcrgeßtich waren, da uinwiltertc es uns wie die S immui'g imr den alten Grabstein, von dem Antersen herrül) zu erzählen wußte, der ferne Himmel rückte näher, lind bei flaue Mv?rd blickte Dabei wieder wie ein Antlitz Gottes auf die Erde herab. Zum viertem Male ist heute im Kriege ein gleicher Tag kMeergekehrt. Der itchUische Charakter des Festes hat ftd? m einer großen, vatorlandisctien HeerjäMt ans gebreitet Es bvnrmt das imermesüich gvosje Hwr d^r Gefallenen ru UnS zurück, und es giät ein Wiede^e!>eu in der Heimat, bei dem wir vor ihnen wie ihre SclMldner stehen, die ihre Pflicht noch nicht bis zum Errde getan haben. Gerade in diesen Tagen erlahreu wir so recht, was die Toten uns gewesen sind und waS sie für ums getan haben. Da säuselt es nicht wie müde Erinnerung, sondern da bcanst es um uns wie ein neues gewaltiges Leben, das des ÄchickftttS ungeheuerlichste Macht mit sich trü^t Die Welt steht in ei wem Weichen, wie es noch kein Läerblicl,er früher mit- erlebt hol. Die Erde dcchhkU von, Fatle unserer Feinde und von der Wucht der Siege DeatscichiTids. Da wird cruch der Totensonntag ein Tatz stürmeicher Kikunft, und wir geloben den Toten, daß wir nicht säumig sein motten bei dem großen Werbe, für das sie sich geopfert haben Als sie noch lebten uuo als fie starben, da waren wir ein verlästertes Volk, dem im Gebrüll der Gegner die Vernichtung gerveissagt rvurde. Mit übermenschlicher Kraft wurde Da. gekämpft, und die Hände, die sich uns heute aus eb«rr andern Welt cmdgegenstrecken, gehören zu unseren Rettern. Wie anders hätte sich alles gestalten fixmuen! Wir denken zurück an die Worte des friiHeren Reichskanzttws v. T>ethmann Hottweg, mit denen er voll ü^rströ-menden Gefühls die Treue, den Mul, die Tatkraft des Volles rühmte. Wir sind noch ein gutes Stück lvciter geschritten, rndb heute, da wir lebhafter fühlen, daß lvrr Äeg und baldigen Frieden haben »vcrden, suid mrser Dunk und unsere Bewunderung doppelt groß. Der gewaltige Sturm der Geschichte hat uns neue Maßstabe für Freud urld Leid gegeben. Wer grämt sich darüber, daß wir die Lustbarkeiten dis (Daumens drangeben müssen, tver geht nicht heiter nrit unmodisck>em Gewand und glanzlos geglättetem .Kragen, wenn ihm dafür das Herz gestärkt ist mit den überlegenen Kräften und Tugenden seines Volkes! Tenn das ist's, was uns zumeist beglücken würde, wenn mit der DLehrunig des Reickies, mit der Sick)e- rung seiner Ansprüct)« an die andern Völker der alte Geist der Väter'aufrechterhalten Miete. Abscheulich sind die gegcn- sützliäien Sct)i'agworte vom Volk von Sedan und vom Volk von Weimar. Wir wollen beide vereinigen mit einem unzerreißbaren Bande, und unsere Dick)ter sotten nick-t wieder klagen über Deutschlands innere ,Zerrissen heit. Hörten wir nic^t einst Herders klagende Stimme: „Der freien Deutschen Geist, une lange soll er sein ein Eetlingsgeist? Der freien Deutschen Lied, wie lange sott es sein ein Paw-Geschrei?^' Die Toten sollen uns mahnen und leiten. In ihrer Nähe gibt es keine Gefal)r eines sich überheb entern Crotermrgs- orangos. Wir bauen das neue Deutschlmrd nicht mit Steinen und Quadern aus der Fremde. Haus und Feld belebe der Sinn des Vergangenen, und das Unvergängliche hüten uns die treuen Toten des Krieges. Kein lebender Parlaments- ni schuß vermag gleich ihnen über unsere Nationalschätzc zu niarhen. Lebendig sollen sie, die in der Blüte der Jahre hin- .veggegangen sind, unter uns weilen, wenn es uns versagt stt. ihnen als Angehörigen der anderen Welt die Gräber zu Ichmücken. Großes Hauptquartier, 23. Nov. (Amlllch.) Westlicher Kriegsschanplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rnpyrccht. ^ Flandern erreichte der Feuerlampf nur in den Rachmikwgsstnnden größere Stärke. Auf dein Schlachtfrlde südwestlich von (5aurbrai waren Vweuvres. und Fontaine die Drennminktr des gestrigen trvmpfkS. Gegen Rkoeuvres und die westlich' anschlief;cnden ,f,^?"ngeu nmr.te der Gegner mehrfackr verredlicb an. Anfang.Erfolge wurden dnrä; unsere (^genjtöße 'vett g em ichr. Auf beiden Seiten von Fontaine und mrs Fontaine heraus ft'ihrte der Engländer starke Kräfte gegen unsere Linien vor. Es kam zu erbitterten Nahkänwfen. in denen der Feind unterlag. In ang-iffsfrichnn Draufgehen nmrf ih i unsere Infanterie zurück und erfftirmte das Dorf Fontaine. Der Wald La Folie wurde vom Feind ae'äutert. Gegen Rnmilln. Bnnteur mrd VendAtille gerichtete englisch'' Angi-iffe k-r'ck^en l>erlustre-ch zusammen. Niederfckftesiche und pommer'chc Tnwpen h^ben an dem erfolgreicli-en Ausgang der g-strigen Kämpfe tefonderen Anteil. Während der Recht blieb der Artillericknmpf nur in einzelnen Absthnitten d''s Schlachtfeldes stark. Seit dem frühen Akorgcn sind am Südrand vor: Rwruvres neue Kämpfe im Gange. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei guter Sicht lebte das Feuer zwichen Vauraillon und Enwnne, in der Champagne und aus beiden Maa^ ufern auf. OestlicherKriegsschanplatz und Mazedonische Front. ' _ Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front. Im Gevirge yvichen Yrcnta und Pmve für uns günstig fq^chrci;cnäe Kämpfe. An der unteren Pi.wk nichts Neues. Der Erste Generalquart ermcistcr Ludendorsf. * • Der Abendbericht. Berlin. 23. Nov.. abends (WTB. Amtlich.) An der Schlackstfront südwestlich von Camdrai ist ein erneuter englischer Duechbruchsversuch unter sckfiverstni DeiInsten fiir den Feind gescheitert. Im Tften keine gri'ßeren Kampft-andlungcn. Aus Italien nichts Neues. * Der österreichisch.ungartsche Tagesbericht. Wien. 23. Nov. (WTB. Nichtamttich.) Amtlich wird verlautban: An der unterenPlave blieb die Lage unverändert. Zwischen der Piave und Brenta verliefen die Kämpft günstig. Airf der HiMläche dir Sieben Gemeinden lksten erfolgreick?e Borstvße lm'erer Truppen auf fcinMicfrcr Seite Ostreiche, mit großer Heftigk.it geführte Gegennngrifft aus, die zum Teil durch Feuer, zum Teil im Nal>kamvft ate geunchrt wurden. Die Italiener verloren mehrere tausend Gefanaene. Dom OestLick-en Kriegssckmuplatz nichts zu melden. Der Ctef des General stab es. Der bulgarische Bericht. Sofia, 22. Nvv. (WTBÜ Makedonisch Front. Wcst- lick), Viwlja mrd südwestjlicki Lviran ftbhiftes Artittericfeuer. Unsere Llngrifssabtccknn^erl dmwvn in bvcsN7ck»>beire srr,Gliche Gräten nördlich Vitolia uaifi> in der Nähe von Takd-eli ein und brnäflnr verschielxwes Kriegs'maleria'l ecu.. Ter te?uticlie Leulrumt von Eschwege, der gesiern seirven 20. Lustsicy davantru^ rrmrdc vom feindlichen Atevehrseirer getvofftn mid büßte in bat Lüften ruhmvoll fein L eben ein. Die bulgarische Armee, die seit jeh^r die großen Wiafftntaten des unverg einschätzte, wird ihm ein teures, mrvergängliäixs Gedächtnis tesvabren. Do b ru d scha-»Front: Bei Tulcoa und Jsaccva daB gewohnte Artillerieftuer. Der tstrklsche Bericht. Kon ft an tinopel, 22. Nov. (WTB.) Amtl. Tagesbericht. S ina i f r o n t: Nack den Gefechten bei G o y a und B i r cs Saba leisteten unsere Truppen bei den roeileren Operationen mehrfach Widerstand und brachteu dem Feinde Verluste bei. Zur- Keit stehen unsere Truppen hiittcr dem ?lndftlia- und Abu Ledscha- Mschnitt U7id anschließend ettva in der Linie Tschenanly— Bet Lifta—Karjetel—Jnab Safa; weiter südlich stehen sie mit den Patrouillen des Feindes in Berührung. Zu einem ernsten Gefecht kam es erst vorgestern wieder. In breitn: Front und mit der Absicht, beide Flügel zu umfassen, griff der Feind am 20. November eine unserer Gruppen an. Mehr als eine Kavalleriedivision und mehrere Jnsanteriebrigaden, unterstützt durch Artillerie und Kavallerie setzte der Gegner ein. Ter Airgrrfs scheiterte auf der ganzen Linie. An unserem recküen Flügel wurde der Angreifer durch das geschickte Eingreifen unserer Reserven in der Richtung Bet Likja flankiert und zum Zurückgehen- Lvezwimgen. Mehrere Maschinen-- gewelire tmd (befangene blieben in unserer Hand. In der Front nmrtel'. alle Angriffe abgescl)>lagen und eine llmgelMNgÄteweguna gegen unseren linken Flügel frülMitig verhindert. Sonst keine Ereignisse von Bedeutung. Englischer Bericht au- Palästina vvm 22. November: Nördlich von Jaffa ist kiebrc Aenterung der Lage eingetrereir. Am 19. Noventber w»rrde Kurvet d Lenab (5 Meilen westlich von Jerusalem) lvn JnfcnUerietruppcn der Territorialarmee mit dem Baivnett erobert und LMa, das ei'lickre 5 MeUen rvciter nordiveiUich Ibgi, von sckZottischeu Truppen eingenommE. Gestenr waren unsere berittenen Tmppelt 4 Meilen westlich der Straße Jerusalem—Sichern in Fühkuaig inst dem Feinde. __ Die Kampftage an den Fronten. Berlin, 23. Nov. (WDBF Der englische Durchbruchs dersnch in der Richtung Cambrai ist nach dem üblichen ersten zilvr Riegel gewordenen Anfangterfvlg tvoß Einsatzes ungezählter frischer englischer Divisionen und trotz gruppen weiser Verwendung von mehreren hundert Tarcks blutig ge f d>e 1 1 er t. Der dritte Tag dieser Schlacht uxrr ein voller Erfolg der deutschen Trltppen. Der Feind versuchte am 22. vember sowohl im Norden wie im Süden die Einbruckie stelle durch erbitterte Angr-iffe neuer Reserven zu erweitern und gleichzeitig in Richttu,g Cambrai lstcvon zu geunnnen. (^ogeri den Ort Mocuvres uieb die westlich anschließenden Stellungen ftrhrte der Feind von l Uhr nack-mittagS ab wiederholte erbitterte starke Arrgriffe, die meist schon in un-serem Feuer verlustreich zusamrnenbrackien, an einzelnen Stelleir im Gegenstoß abgi-fchlagen tvurden. Das Dorf selbst blieb.in llnserer .Harrd. Den Hmepdangrisf führte der Feind südöstlich des Waldes von Bourl-on beiderseits des Dorfes Fontaine. U'tter außerordentlich hohen Verlusten brachen hier die feindlickMN Massonemgrisse zusammen. Stad) erbitterten! Kantpse stürmten die deutscl)en Tnrppen den Ort Jvu- taine selbst, den die Engländer am Vortage urtter schwerett Opfern hatten besetzen löuuen. Auch weiter südlich gcrvann unsere tapfere Infanterie Gelände und verrrftb den Feind völlig aus dem Walde von La Folie, der voll von Hausen eu.glifcher Gefallener ist. ' Im Süden des .Hairptkampsseldes griff der Feürd mit starten Kräften gegen 9iumilly und BaMeux an. Hier jchei- ter-ftn restlos die englistchon Angriffe, wie etensalls ein weiter südlich geführter Teitangrifs. Die Verluste des Feindes an allen drei Kant Pf tagen sind außerordentlich schüve? die neue Offensive der Engländer auf Cambrai ist ein B weis dafür, daß der englischen Obersten Heeresleitung a mählich die Erkenntnis ausgegangen ist von der Stärb w Unüberunndtlchlkeit der deutschen Flanderris-vont und t UnmögliäMt, dort ihr «ntfä^eidendes operatives Ziel, i deutsche U-Boot-Basis zu erreiclstm. Sie ist Mgbeick Eingeständnis der schweren dauernden Niederlagen, bij i an Zahl und Material vielfach überlegene britisck)e H, in Vwrnvonatigen andauernden Groß kämpfen trotz Eins, von iveit mehr als 1 Vs Millionen Mmru unter ungecheurnr Massenopf-ern im Kampfe um die deutsche iteBooteBafis im flaudrifck>en Sumpfgebiet erlitten hat. Um den Eindruck dieser fortgesetzten R'iederlagen abzuschavLchen, macht die engliscl)-e Pre,se mit dem lokalen Getändegewimc in Ricte tung Cambrai eine al'es Maß übersteigende ReName, die zugleich die rvirklich großen Erfolge der MittelmäckM in Italien in SclMten stecken sock. Auf der übrigen Westfront an einzelnen Stecken lebhaftere Artillerie- und Patvouillentätigkeit. Während eigene "Patrouillen Gefangene einbrächten, wurde nach er- l-eblicher Feuersteigerung zwtsciien Fraucvurt und Juvin- oolrrt ein erneuter franzch'ftcl)er Vorstoß für den Feind vev. lustreich abgewieseir. In I t a l i e n sind zimsck)en Brenta rmd Piave für uns günstig forlsckMcileirde Kämpfe im Gange. ?ln der Piavc selbst haben die Italiener- ihre Arnckerie nach Gesmrgenen^ anssagen durch französische Batterien verstärkt, die rück- srchtsl-os Ortsck-aften, Schlösser und Mrchen beschießen Muhende!talienische Dörfer zersatten in Trümmer, unersetz. liche KrmstsclMe werden vernichtet. Ablehnung des WaffenstittstandeS durch den russischen Oberbefehlshaber. Nov. (WTB.) Die Anweisung der marinmlistt- schn Machthater m Petersburg, einen W a f f e n ft i 11 ft a n b ein- autelten, ift nach an der Front ausgefcmgencm Funkspruch vom Oberbefehlshaber dos russischen Heeres abgelehnt worden. Trotzki an die Botschafter. Petersbur g 23. Nov. (P.-T.-.A.) Erklärung an die Bot- schaftcr: Herr Botschafter? Ich habe die Ehre. Ihnen mit diesen Becken mrtzuteilen, daß der Kongreß der (^ieneralräte der Ar- Soldaten mtb Bmierrmbgeordneten ganz Rußlands am 26. Oktober bzw. 8 November eine neue Regier,mg der Republik ? e6 !^ t .rl at ( 5 die, der Rat Ixt Soir^uftrngten banteilt. Wladrmir Illttsch Lenln rft -um Vorsitzenden der Regierung bestimmt worden. Die Politik ift seiner Sorgfalt an- vcrttmlt, der ich zum Bcmistragten siir die auswärtigen Angelegenheiten bestimmt bm. Indem ich Ihrer Aufmerksamkeit, Herr Bot- schafter folgenden vom Kongreß der Generalräte der ?lbqeord- neten gebilligten Wortlmit unterbreite, der die Vorschläge für einen m T Jc C ? ? 1 ,/ Vu d und für einen demokratischen, auf dem der lknabhängrqkeck der Völker und ihres ReckNes ihre Entwickelung selbst ziu bestimmen, gegründeten Frieden ohne Annexionen imd Kontr.bntionon enthält, habe ich die Ebre, Ihnm vorznschlagen, das kwvaume ScktriftMck als amtlichen Vor ch"^ eines sofortigen WasilEUstandes an allen Fronten und eine« jo ^^ücn Emttckts m Friedensverhandlungen arvusehen. Die R^- gier-lmg der RepElk ganz Rußlands macht diesen Bor^ sä,lag allen Völkern und ihren Reaieruna^« Wollen Sie, Herr Botschafter, die Versicherung ter vollkommenstes van Irittn brr «mm, br? ^rrnlrfttf lrm Tr a”™ zösischen Volke tchenmtteln, das sich nicht wi,-b wnnm ">-ch fcietxn m »rvlavcai, wie übiiu verschlagen. In Wittenberg Hatto er studiert, 1643 war er evangelischer Biscbos von Osnabrück, und im Westfalischen Frieden erchelt er aU Ersatz für dies Bistum Stadt und Amt Wildcshauseu (in Oldenburg) als schwedische Leben. 1650 traf er mit seiner Gemahlin, einer ^borenen Gräfin Wied- ^dunkel, in seiner rornen Residenz ein. Unmittelbar darauf kaufte er l>as Gut Huntlosen, wo-er ein Schloß erbaute: lemcn zweiten Hernm- sitz schuf er sich^L' Spas-cl-e in der Laitdgemeinüe Wildeshauieu Bereits 1653 s«arb er. und seine Mtwe lvurde Bormünderin beS Sohnes Gustav Adolf. Die Gräfin unterhielt Beziehmlgerr mit dm» schwedischen Königslxmse, bei dem ske in hoi^r Gunst stand, sowie mit anderen Benvandten in Sä'weden und Finnland. Der Krieg, den 1675 das Reich der Kro',e Sclvveden erklärte, vertrieb diu Familie Wasaburg aus ilirer Residenz und brachte sie um ihr Lehen uiii) ihre Modialgüter: der Bischof von Münster, Christoph ^sem- bard von (dalen, eroberte Mldeshauseu, und das HerveichauS zu Spasche wie das Schloß zu Huntlosen wurde vernichtet. Die Gräfin Wasaburg lebte raotf 1680; ihr Todesjahr ist unbekannt. Sie wurde -,mächst an der Seite ihres Gatten m Wildeshausen bestattet; sväter wurden beide in die schwedisä^ KSnigskrufl nach Stockholm ul-erveführt. Der Sohn. Graf Gustav ?ldoli, vermählt mit der <6räftn von Leinmgen-Westnburg, leble nrit seiner zahlreichen 7sami1ie ganz zurückgezogen zu .Hengstlage im Kirchspiel Grosf-en^ kneten. Er stard 1732. Er hatte 9 Töchter- und 7 Söhn-v Nur einer darunter heiratete, doch verlor er seine beiden Kinder früh; am längsten unter den Brüdern lebte Graf Georg Moritz, und mit ihm starb 1754 der Maurvesstamni des Hauses aus. Eine Schwester, Gräfin Henriette Polir^ne, lebte noch, viele Jiahre zu Huntlosen., vergesieu und verlassen, bitterem Mangel prcisgege!>eu. Als König Gustav III. voll Schitoeden erfuhr, daß aus einem edrsamen Gute Niedersack,sens eine Tvclster des stolzen Käurgshauses hockcheta^ft iln kümmerliches Dasein friste, sorgte er für sie. Mit ihrem Tode, — sie ßarb 1777 — eirdete das letzte dieser versprengten Königs- kruder in Deutfchiand. — Carnegie. Andrew Tarnegie, von dem vor kurzem fa^ rickitet wurde, daß str astf den: Sdevbchager liege, vollendet morgmz sein 80. Lebensjahr. %tti 2 6. Novem her 163? ist cr in der alten schvttischon Stadt Dunsermline geboren, kam nackt Verarmung der Familie als Knabe nach Pittsburg'h, wo er die kannte Laufbahn als stLlkmachemLN seihe schnell zurücklegte. Al-; die pe.nnsysranich'eL! Petvvünmwuelbar ihren Reichtum über dG Welt ergossen, sloffen in Carnegies Tascl>en die ersten Millionen. Als man 186* in England begann, Schüiunr aus Stal»! herzustellen, «widmete ''ci fkti der Ptrv^uttion von Slal/l, und dam»/, war fortan, sein Glück vollends gen rächt. Die „OzTnuuie Steel works ofi Homestead“, die mehr als 30000 Persoireir beschäftigten, schufen das Riesenv<-rmLgeu dieses StahlkönigL. Iw Jahre 1899 trat er von der Leivmm seines 1di.tiernehm-chti.s Zurück in der Mchvcht. fortan nur sein Brn-mogeu. t'«u w'rwaltea und es hcru-vtsächlich tuoplw tätigen Sliflnrrgen z-uziuführcn. Damtit l>atte er denn auch, dei^ Anfang gemacht, als fav W-ck krieg dazwisck-au kam und ((arnegie veranlaß^, fit kapitalistisch imd industriell in die Dienste dar Entente Mr begeben und auf die 'Dmtfifeu zn ichimpsmu Car^ negie lml seine gvoßni Stiftungen urrd Schwkungen nach geh lvissrn PriiMnen veranstaltet, über die er arvch dicke Bücher veröffentlichte. Er behauptete, haß der „geizige Mülionär", de°» fernen Nstchümi zusamuimlsch-arrt, bi da. sorglose Millionär, den sriuigieu unklug vergeudet, selbst nx-int er dies unter dem Deckmaitd'l heftiger 9«ächstenlirbe tut. Jft Sch.nften prres Carnegie die größere' ** Amtllch« VorsvvaI««chr11<-rrL Der Ijsdb am Kuniber t Sck*-Eor xu Wngear hat am 30. Juli evi Kind vom Tob> des Ertrnck«rs gerettet. Ms AnerksrnmLg k^rrfttr ist ihm v«. Seiner Köariglichm Hoheit dem GwßherWg bce RerrMgSmedoLH, verleben worden. Auszeichnnn g. Luftschiffer Wilhslm Wa-ner aüfttt das Cfrferne Kreuz zweiter Klasse. ^ Silberne Hochzeit. Ter Gastwirt Heinrich Rusch und oisaui Magidälena feiern cm MvnLvg bot 26. November (Stoß SWerire Hochzeit. ** Zn spät kommende Reisende werden mcht mehr dilrch die Sperre gelassen. Siehe BekoMntmachuna im DnzergenleÜ, *^Aerzte,RechtsanwLlteurrdHilfSdienst. Ueber die Hilssdierfftzpflöcht der Rochts-arSvÄds und AerzSe hat bas Kriegs-, amt nelw Bestimmungen erlassen. So foftei die KriegSamtsstei^r die Frage, ob an bestimmten Ortzm ihrrS Bereiches eine das l^rüchtigte Bedürffris dsr LZ-evölkenmg Wersteigende Zahl mm, Aerzten vorhanden ist, gemeinsam mft dem ScmitLtsamS des »». ständigen stellvertrev-mdÄr Ger^evalltomM'cmLoS, dem Regierung^« Präsidenten rmd der 2lerzLeSammerj prüfen. Soweit eine Benvendungj der als überzähl ich erfonntert %nyte im Bereiche der Kriegs-, amlsstclle uick.it möglich ist, verfügt über sie das KriegSamt im EinvcrnehTnen mit der obersten MedizinalbehGÄe des beteiligtem Dundvsstaades. Für die Einberufung gilt dis Besonderheit, daß sie nur aus ausdrückliche Anweisung der Kriegsamtsstelle erfolgen darf und daß die Vermittlung durch die Hilfsdienstmeldestelle hier fortfällt. Bei Heranzrehirnq von Rockitsanwälten zum Hilfst dierfft soll die Kriegs«mtsstelle den für ürccn Bezirk zuständigen! Obersaudesgerick-tspräsiderrtzm über die Stellen., für die die Ber^ Wendung von Rock^tSanwalten in Aussicht genommen ist, unterricht teil und Angaben darüber tnafet, in melden Octeit, in welchem Umrang und gegen welche Vergütung die Heranziehung erfolgenj soll. Der Olerlandesgerifttsprasidenl wird dem ÄorTstande der Anu^ltsk,immer von der beabsick:.tichen Verwsnd-uirg von Rechtsan^ walten Kenntnis geben urrd die rhm darauf vom Borstand auf Gnrnd freiwilliger- Meldung als geeignet und bereft bezeichneteni Anwälte der KriegSamtsstelte namhöft machen, soweit keine Be^ deuten bestehen. Sollte e§ ar: fteiwillig sich meÄ»OÜ>en, geeignete, Anwälten fehlen, so hat der- Oberlmrd<^erichtLprLsident^ nach Ami hörung des VorsUarrdes der Mm^cktskammer imber eingehender Würdrgung der persöwichen, wirffch-aftlichm und bsrrrfllchen Der- hältnisss Au prüfen, rveliche Anwalt für srtbckhrlich su erachterß und in weicher Reihenfolge sie emzuzäehen ''rnd. Die. Bors äst ä^edeH Oberlandesg schiÄenau Mfinnrrativrrsfeiemr der Vnvtzen«ochen durch eure merusame Richvrulaftoiisfvier derS ganzen Schli^erlandes am 11. No-, vember auf dem freien Burgplatz neben der vorvagenden HiMev, bürg. wvsÄbst ein Scl^iyertänLer RcßmnLtchnsstiMr feierlich ein-, geweiht winde. Ter 2 Meter hohe BasälÄLvck trägt die Inschrift; „Zur Errmrerung an die Einführung her tsteformation im Iah« 1546 durch Junker Werner von SchLitz, genannt tvn Gdrtz. und Pfarrherrn Heinrich jU. Okvvber 1917." Ter kirchftchon Feier unter freiem Himmel, die mft gemeyrßrm gesumrenen Luthers chorälen und Borträgen des Kirchenchors, sowie Ansprachen sänrtq licher Geistlichen des Schlitzerhcrnives begangen wurde. lvolMdsn die Gräflichen Herrschafdeir, die Bertvöter der Otenetnben, des Tetanats, der Kirchmgemeiicheu rmd S rr. Schlitz. 24. Nov. Ter hi-esige FvrstsMtze Weppler nahm gelegentlich eines Die-lstGangaS im Wald zwei russisch!' (befangene fest, die aus einem t^efäwieue:,jlag'w zu Thenmiv entwichen !raren. Sie waren gerade im Begriff, an Geflügel mrd Sauerkraut sich zu stärken, das sie sich in der stäacht vorher durch Einbrüche irn lnnachbarten Dorfe Quock billig verschafft hatten. — Die MvlHervt Rackbe fatte kürzlich einen Batöter Butter noch ?Nainz gesandt, aber nur der Frachtsch-m JSam am BestimmungAvrt rat, «während die Mfcare Sendung unterwegs gestvhl«! worden war. Kreis Schotten. e. Schotten. 24. Nvv. Der ErstrtzgerichtsMMM, Landwirt Theodor E e l l a t i u % , wurde zum Ortsgen chtsm an u und die Lauduckrte Heinrich Kromm III. und Georg Wilhelm Stoffel nnirden zu Ersatzgerichtsmännern des l-iesigen Ortsgenchts ermrmtt und verpflichtet. veffeN'Nassp». Frankfurta. M., 24. Nov. (MTB.) Um falschen Gerüchts die überall verbreftet werden, entgegenzEreteir, ist nach der Ermittlungen über das Branduirgliick nr Grieslieim zu bericht«^ LelensfveudigVeit, die im Hause der Armut zu finden sei Da er in seiner Jugend da4 Las der Armut kennen goi lernt hat, darf mlan wohl armckhmen, daß er aus eigensä Erftchnlng spricht. Drvllig ist übrigeirs, daß. als Clrrrregie seft«: Wohl-äffgkeitspiane auszarführen begann, eine, gvoße Londoner Firma, uattirlich nur zu Neklamezweckm, dsn 8 Mcklionen Wüh- tent Englands bk Rundfrage varbegbe, icke Carnegie sein $»et* mögen verteileu solle. In rund 11000 Antworten tmitben etwa viermal soviel LftrwendungsarUm vorgeMagegr. Weit über 12 000 stimmen veveimgteu sich m dem BorsckLage, dock Geld unter dick Antwortenden All tKTteifen. Im übrigen rmrrdert alte möglichen! ftvcklichen und Beveinszivech' vorgestckstagen. 236 AiMoorwth traten damals für die Schaffuiro «ftre? natuvraleti >kriegssck>atzeÄ ein: freilich ahnten die Leute sick>erlich turcht, dasrj im F.ftle eine« Eneges arch das Rveseirvermögen Carnegies lange, lauge nicht hirrretck-eu lv-üvde, die eines solchen Krieges auch rnrr emertz Mv. at lang zu decken. . - .^ie erfolgreiche Uraufführung einer Sym- Phon re. Man sckMrdt uns aus Wiesbaden; Im K'ur- l^a u s gelangte gelegl-utlich des vierteil Zykluskonzertes die zweit« Lynrphorrie in H-moll, „ibem Aickxnrkm Johannes Brahms ge- wrdmet", unter persönlicher Leitung des Kompvnistelr Waldemar von Baußnern, dt-s derzeftigen Leiters des HoG'schl-n Mm- servatvrinms in Frauksnrt, mr Uraufführung. <3dnet tiefen VerelulMg für Brahms versucht der Kourponist hier Ausdruck zu stoben. Ist auch das Ganze vom Geiste Brahms durchwesst. nack>- rm il i'.dru äst das Werk deshalb nicht. Wardeluar von ^Zaußueru hat ! w viel Eigenes zu gebeil. wenn er sich auch fern lstüt von den -Uan.Mtrren des ganz Modernen. Ein tiefer Ernst durckigiebt die vier Sätze, smvohl das smfft anschwellende Allegro wie auch daß Lcherzv voll zigennenscher Wildheit, im brüten Satz, dem Trauer- nmrsch, !,errsch! eine elegrsck^e Stimmung. tEr Schlußsatz ist tn ft** nattontniform gehalten, eine Krönung des Ganzen, ein Tongemälde mH rerckper. .hlubender Wirkung. .EürKungen. hesondtwS im dntttn Satz, dürfwn alftrdings dem Werk nur flirrt Borttil gerrtchen. Ter Oompm'ist wurde sehr herzlich gefeiert. B. V. 1 tob di- NrKchr 9*dlj «tourte, mit A-rft-Lv«-n- n»«* >« SEWfcrfiJJiftmn feiert m »efneb f<*<* mW lomhbttgT WTwiTCtlc. fair INC '.’/rniMifr ir*rr tmflwcp:. Mrdie s ilrt>ft(fr war Wodurch bk Möastch^it affen,_ftc6 ted^li« «ms dem - ^ ~. H Ä8aM. sütz. aus dem aesädrt«^ ÄttrL z-u 'ffMeu MßoE-chesse! ist nur der Xafo des Söneüä'jüljcerß toii) rvahrsllx'M- lidj von zwn inerteren no6, oermiftimt >Lr Aftern ui btffLawu trie atlM Jrflidjttren «ruf ihren Posten verkxn-' *n. Verletzt tmiiW 14 fobaitt bamn einer \d$\\Kr, der jedoch L^n^efaln ist! yr-ÄÜ der Erosion -ehrten alle Arbeiter v«— - -- — — - rv ™. «•*■• wij Betriebes zurück und nattn gemecnlmn nnt der MbrMLuerwcün-, du; fo-fbet m t Stelle *«.« »*»"*«£« mü> MWrifipmacn'un. ötehut* aSSSa es, eure wertere AnSdcstvrnna Bnrnde^ M bsrhdtdenr " - Die derb. Mm 2| No» Grube „TOertbfhmt". ru der ' fn ^£r 1 k. 9dw "' ,OT,S> in,t * 8>te SSclttranu ajiann«*umtm wie- her m «ernev genommen. 'l 4 ^ D^e St^kv^rdneren haben den Bttraa von Du den Ktojüen der Etttiourfstzaarixitung Rhem—Mxrm—Tonuu -.Eanals hcttüligt — Für die Be- WfsMg von >>olz laucke crn wsikwm Berra-r von 3«X> 000 Mark ^ K^rononer Zart für den gleichen! Zmak 600 000 M*rr[xpnt^f^t worden rin*>..— Der inaner ^krafMbalm-'MttenneselIft wurde die erteilt, die ,Mrprelse tex*kku\den Sttatzenbahn um 5 Pfennig m erleben, o das, m Subim der Fahrpvers für kleine Strecken 15 Pfennig, ,üc grösst^ Strecken 20 W-imiK betragt. Die Alktien bei- Straßen- smd Jä ft mmtllch t m Besitze der Stadt Hanau. Weiterhin -mnbe «r Straßenbabn-A-krtena-eletlichrft die Gen-evnngnng ert'iki m Duftmbme des -rMwsports mm Mvs^ütern. Für di? Be- örderung von Vahngüteni kommren tu Betracht: Kolchm. Holz ^ütnmnrtel. Auch die Befördernng der Postsachen vom Postami ;yami n«ch dem .vauptbotznlrofe mrd »urück soll durch die ete'ttisctx* Ztvaßenbahil erfolgen. Gietzener Strafkammer. _ ^ Gießen, 23. November. . Ter wegen Drebstabls u. a. von d^r hiesigen Straffammer irctt 6 Salrcen 1 Mcmat Zuchthaus vorbestrafte Hotcldiener Anton K.von Klotertz in Sstilefien, zurzeit dahier m llntersuchungs- h-st. ist angeklagl und geständig, als rückfälliger Tieb in bn «Wart# vom 16 auf den 17.-Juli b. I. in Nieder-Mörlen dem Gastwirt d. daselbst 2 Enten und 2 Stallhasen im Gesamtwert von 70 Mk ^stöhlen zu habien. Tie Enten und.Hasen will er an ein Hotel in Bad^r-auheim, dessen Namen er nicht angeben kann, für 20 Mk oertaust haben. Das Gericht verurteilt den AngeNagten unter Zubilligung mildernder Umstand;' zu 7 Monaten Gefängnis, welche ?7toLse er alsbald als reclrtSkrästig Mrerkannte. Tie 19jährige Fabribarbeiterin Elise I. in Butzbach ist an- cxeNagt, im Dezember 1916 oder MN diese Zeit zu Butzbach als Schwangere ihre Frucht abzutreiötzn versuck)t zu haben. Tie Angeklagte batte mit einem Soldaten ein Berhältnis, das nicht ohne folgen blieb. Aus den Rat ihrer Schwängerers kaufte die Angeklagte in der ApotlTeke römische Kamillen und krank den daraus zu- '?er«teten Tee. DrS Gericht verurteilte die geständige Angellagte Mgen versuchter f>ibtreibung unter Zuullligung mildernder Um- 'tände zu einen Monat und 14 Lagen Elefängnis. Ihr Liebhaber -mrd wegen Anstiftung von: Militärgericht abgeurteilt. Bei der im März l. I. stattgelwbten Getrcidenacktzchau durch -cke Kommission fmt der Landwirt Qtto H. in Eckardebaru 2 Säcke ^aser im Gewicht von 210 Pfund verheimlichr l^w. nicltz an- ^irs«ben, die später dann von der Komnüssion auf einem neben oet Sffjeuertmno befindlichen Bodenraum entdeckt wurden. Gegen töttfnn dieser hall' zu geangenen Strafbefehl über 100 Mk. erhob ; Einspruch und wurde die Strafe vom Schöffengericht Ortenberg auf 20 Mk. ermäßigt. Gegen dieses Urteil verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung, um eine höhere Strafe z-u erzielen. Das MchtSmittel hatte auch Erfolg, denn die Sttafvauuner erhöhte die wm Schöffengericht ausgesprochene Geldftvaft auf 40 Mk. eventl. 8 Lage Gefängnis. f. Die Jakob Heinrich K. Ehefrau von SWel \mb bereu Toch- rer find vom Schöffengericht Vilbel von der dlnklage der Unter- chlagung freigesprochen worden. Es wird ihnen zur Last gelegt, vor Weihnachten 1910 in gemernschaftücher AusMrung eine der ^ August W. Ehefrau zu Vilbel gehörig Gans im Werte von 20 Mk.. die sie im Besitz hatten, sich rechtswidrig angeeignet zu haben. Auf die von der StaatsanwaUickiast gegen dieses Urteil verfolgte Berufung hob die Strafkammer das Urteil auf und belegte die beiden Ängellagten mit Geldstrafen von je 25 Mk. Spielplan des Gietzener Sladtthsaters. Smmtag 25. Buov.: Geschlossen. Dienstag 27., ?l/z: VoWvvrst. „Das Wintermärä-cil". Mittwoch 28.. Schüler Vorst. Bolkstw. „Tie Braut von Messina". Donnerslag 29^. 7y 2 : Gvo. Pr. Ur- mlffülwg. Gastsp. v. Eug. Klöpfer v. Neuen Theater in Frks. a M. ,,U\$ aieclj-t auf die Frau". Samstag l.Dez., 8: In Bad-Nauheim. Neuheit! „Perleberg". Sonntag 2., 3y#; Gem. Pr. (erm.). „%tt Kiönigin der Luft", l 1 /*; Kl. Pc. „Tie verlorene Tochter". Spielpian der vereinigren Hranffurter Stadttheam. Gvecichour. Sonntag 25. Nov., 4: „Parsisal". Montag 26., 7y 2 : Volks- twrlt. „Tie Zauberflöte". Dienstag 27., 7: „Rigoletto". Mrtt- wock) 28., 7: „Ter Freischütz". Donnerstag 29., 7: „Der fliegende Holländer". Freitag 30.:-Ojeschlossen. Samstag 1. Dez., 1: „Der Troubadour". Sonntag 2., 3: „Die Rose von Stamlml". 7: „Eosi san ttttte (So maä-en's alle)". Lchausplelhaur. Sonntag 25. Buov., 3: „Ivhanni^feuer". 7: „57ämlet". Montag 26., 7 . 1 / 2 : „Tavid". Dienstag 27., 7 1 / s ; „Frau Suttner". Mittwoch 28., 71 / 2 : „TycHcrwtts Erben". Donnerstag 29., 7^/.: „Die verlorene Tochter". Freitag 30., 7V»: ,,Frau Suttner". Samstag 1. Dez., lij t : „Meiden". Smntag 2., 3'/^.- „Könige". 7Vs: „Der Zeirtaur". Das Lied von der hessischen Treue. Ich kenne ein Land: es zieltet der Strom I'n leise rarisäienLen Wellen Ti^rch Rebengelttche von Dom zu Dom, Tie sajiigen Boeren schwellen. — Das Auge schweift üler Wälder und Hötzr, Ueber Wiesen und Aehrenge ilde: Mein Heunattwnd, wie bist du so schön. Tu Land voll Herire rmd Milde. Tort raget ein Fels, so ttotzig mrd valuh, < Biel Stürme sind drüber gegMigen In Winterfrösten, in Sommers Tau> Voll Wolkerl düster umlMigei^. — Hoch ragt ec empor in Sonne und Sturm, t n Nebel und Himmelsbläue, 4e Lande schirmerrd, ein sester Turm, Ter Fels der hessiscl-en Treue. — Ein Quell entsprudelt den: Felsgestein, Urnleuchiet vom Morgenstrahle, Er quillt aus der Tiefe so laicter rmd rein Und fließet m Bächen zu Tale. Wo die Hütte steht und die Birke sich wiegt, Mo bk TrerE wolMN am Herde, Da rauschet die Quelle, die rrimmer versiegt: Tie Liebe zur Heimaterde! — U7V MN errimgi: ^u iVrst es im (Lttrrrn, Du l-örst es im stiauschen der Welle, Es tönet in Mocken von Turm zu Turm, Es flüstert im Rieseln der Quelle; Tn Horst es Hm GM, Du hörst es ün Schmerz Beseligend immer auf'S neue: Das Kingende Lied mit der Stimme von Erz: Dc^ Lü-d von der hessischen Treue! — Theodor Walter. teilte Nachrichten. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 23. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Bei gesteigerter Arttllerietütigkeit in F l a n d e r n wechselten Feuerwellen von grötzter Heftigkeit mit ruhMM Zer- stönmgssckftehen zwisthien den von Boesinghe auf Staden und von Ypern auf stloaters fühlenden Bahnen. Südwestlich von Cambrai suchte der Engländer erneut die Entscheidung. ^ ,, ' Starker Feuerkampf auf der Front von Qurant bis Vantcur leitete die Schlacht ein. Ein starker Angriff auf Irrchy brach vor dem Dorf zusammen. Atocuvres wurde in erbitterten Kümpfen gegen nlehrfache Anstürme zühe verteidigt. , ^ Von besonderer Wucht war der auf B 0 ur l 0 n. Fo n \~ taine und La Folie gerichtete Stotz. Einer dichten Welle von Panzerkrafttvagm folgte ttesgegrirdert Infanterie. Ihre Kraft brach sich an dem Heldenmut rmferer Truppen und unter der vernichtenden Wirkung unserer Artillerie. Den unter schweren Opftrn nur langsam auf Baurlon Boden go Winnenden Feind trrf der Gegrnftvtz im Angriff bewährter Truppen und warf chn aus Dorf und Wald Dourlon wieder tMaus. In m-chrrnaligen vergebtichrn Anstürmen gegen das heitz umstrittene Fontaine und den Wald von La Folie erschöpfte der Feind feine Kräfte. Dieselben Truppeir, die am Tage vorher bei der Erstürmmrg des Dorfes ihren glänzenden An- griffsfchneid erwiesen, haben sich gestern ebenso standhaft und tapfer m der Abwehr gelchlagen. Dreißig allein vor Fontaine zerfchosfen liegende Panzer-- kraftwagen geben eül Bild über den Einsatz der feindlichem Kräfte. Starkes Feuer hielt mrch während der Nacht in einzelnett K7ampfabsAmitten an. Unsere Artilleriewirkung hielt nächtliche Vorstöhe geyen Rwnilly und südöstlich MaSnisres nieder. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An triftet Stellen der Front erhöhte Tätigkeit der Fnm-- zosm. -» Seit dem 22. Novetnber vertorm unsere Gegner im Luft- kämpf tmd durch AÄochrfeuer 27 Flugzeuge. Rittmeister Freiherr von Nttlfthofen errang seinen 62., Leutnant Freiherr von RichtlZoftn feinen 26., Leutnant Bon- gartz seinen 24. Lustsieg. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine grötzevert Kampfhandlungen. Mazedonische Front Das Feuer lebte Mischen dem Prespa-See und Monastir sowie im Eernabogett auf. Italienische Front. Westlich von der Brenta und zwischen Brenta und Piave scheirerterr italienische Slngrisfe. Der Erste Genera l quart lermeister Ludendorff. Buchanan abgereist? Bern, 23. Nov. Nach deni „Journal de Geneve<^ hart der englische Botschafter Petersburg verlassen. r - ' Statt Karten. Greta Graulich Adolf Nachtigall z. Z. im Felde Verlobte. Gießen, im November 1917. 07861 LINA WEQERL PETER DIETZ » z. Z. in Urlaub Verlobte lieh, 24. November 1917. 07295 J WILHELM VOLK LINA VOLK geb. Drommershausen Vermählte Gießen, den 24. November 1917. 07355 Kaiser- u. WMank siirHttr \i Flatlk. Wrihuachtsstadcn 1917 ! Vom lö. bis rum 42. November einichlieblich gingen solgendc Tuenden ein: ») an der Kasse des Note« Klreures: Iunq-KleiN'Linden M. 5.—, Martnoverein Gießen M. SvFrau Gebeimerat Nieqe! Pt. 30.-, stondaetictus- rat Lclniitzlvabn M. 25.— Weinhändlor Küchel M. -tb.— ^ berbatmasiisteul 'öeinstadt M. 5.—; k) bet der Gewerbcbank: . . Frauenbund bet Deutschen Kolonialclesollschaft M.100- , Keliiricl, Bierau'Wiescck 'lü. 20-, A. Z. M. 5.-, Cbr Schmidt II. M. 5.—. Piosessor Frttzfche M- u.—, ^g. Becker M. 5.—, stoniS Fuhr M. 5.— ; e) bei der Mitteldenisd en Kreditbank: > _ Lberbriraenueister Keller tzlt. 50.—, B. S. M. 10.—, Hch. Schmidt »V.. Ovtiker M. 10.-, Heinr. A. Iunter 3.-, Professor Dr. Beite M- 20.-, ft. B. Pi. 15-, M Frau Dr. Fest M. 10.-, Ed. ftrurmu U) bei der Bank für Handel und Industrie: m ^ Holtmann M.^WO.—, B. G. 5.—, Dorothea Stohr B' h B. M. W--' k^rau Lehrer Hübner M. 5—, ^^bcr, Forstmeister n. D- M. 10.—, Johannes Fen RtOert. Postdireklor t. % m. 10 . , COcritnu^' 20.-, H. (f. Pt. p.-, Th. Haubach Hosmann -ot. nv. Ä be| aop OborhOMlarhon VtlkneUun Imster M. 1—. Cafe Ernst Ludwig Zur Feier des Geburtstags Sr. Köuiffl. Hoheit des Großherzogs heute Samstag abend W7I FESTKONZERT ™ ! Kricgervereia Gießen. Montan den 26. November, abends 8»/, Ubr, im P 0 ft k e U c v Monatsversammlnug Bolläähllaes Erscheinen erbeten. 8563c * Der Vorstand. 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Tie Menge Wild, die ans die einzelnen Zleisch« marken (‘/i„ An eil» entfällt, nsttd jede Woche nach Maßgabe der Anzahl der gbgelteserten Marken und der vothandeuen Wtldmengen bestinnnt. ^ 3. Svtveii die vorhandeneWildtnenge znrBeltefernng sätntiicher Marken mit Wild nill't aiksreichl. wird an S eite von Wild Schlachtvieh-Fleisch m der fifv die allgemeine Fleisch Verteilung in der laufeudeit Woche se!tge,etzterlPre„ge 4. Die BerkaufSpreW für Wild werden in der Ber» kauf'sstelle angeschlagen. 5. Der Verkauf des WildeS aus eirund der abge- lieferten Marken findet SamStaas gegen Rllkkgabe der auSgegebenen Bestellnu-Mucifi‘ statt. 6 II, Nicht rechtzeitig abgelioli.:Wildmengen unterliegen der freien Bersüg>!Ug de.- S lädt, iü-beuömittelmmö. 8 7. Vorstehende Bestimurungekt treten am 21. d. M. in Krall. I|t/ bl , n November 1917. Der Oherbttrgermetjler (Lebeasmtlteiamtt Einige schwer verlinkte und leicht beschädigte emaillierte Kessel billig abzngcberr. 8-320 Z. 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Und jetzt, wo wir zu Hause uns bereit machen, wenn es sein mutz, auch die Schwierigkeiten eines 4. Kriegswinters auf uns zu nehmen, wird dies um so leichter in dem Gedanken an die Entbehrungen und Leiden, die unsere Kämpfer drautzen täglich neu verstärkt snv NNS ertragen, eine Freude zu machen, ifylKtt immer wieder neu zu beweisen, datz das ganze Vaterland hinter ihnen steht, soll deshalb in diesen Wochen, wo mit dem Winter die wcrhnachtszeit naht UNS allein bewegen und würdig von den Unabänderlichkeiten der eigenen Verhältnisse ablenken! Darum wissen wir: Wir bitten auch diesmal nicht vergeblich: Denkt für unsere Tapferen an eine weihnachlssreude! Keiner darf leer aurgehen! Die Monate Oktober und November sollen Opfermonate sein, wo jeder sein Scherflein gibt zur weihnachtrspende \ 9 \l für unsere Feldgrauen draußen und die Verwundeten in den Lazaretteu. Wie im vorigen Fahr, hat das Rote Kreuz gemeinsam mit den Militärbehörden die Versorgung übernommen. Tausende von Dankesbriefen haben die Freude der Beschenkten bezeugt. Sie darf, sie soll diesmal nicht fehlen. Außer einer Straßensammlung am allgemeinen hessischen.Opfer- tag am 24 . November werden Gaben gerne entgegenqenommen bei: der ttasie des Noten Nreozer in der A ten Klinil, der Mitteldeutschen Lreditbant, der Sant für Handel und Industrie, der 8e- zirtrspartaife, der Gewerbebank und den Geschäftsstellen des Gleßener Anzeigers und der Gberhefsifchen Volkszeitung. 7791* Der Oberbürgermeister: Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- DerDorsitzende desIweigvereins Vereins, Iweigverein Gietzen: Bietzen vom Roten Kreuz: Frau D. Gebhardt. Wiener. Braves, sauberes jüngeres üädch -n 14—IVjähr.» in kl.HavSh. per. sof. od 1. Jan. 1918 aefuchl Frau Frist Reiber, 8387 Roonstrahe 16. 8rt. MäSlhei vom SanDe z.l.Jan. Qcf. FrauL.Eeivv. l^ubTPinftr. 28,072 «8 Tucstt., ält. Mädchcu. das in Küche u. Haus felbttändig arbeitet, zu zwei Damen per 1. Januar 1918 gesucht. Schrift!. 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