nt. 273 Ter •kftcfttr XapfMt erscheint täglich, aufcr VsmUGgs. - Beilagen: tfetaur £*wfl U iMätter; KrcisfcUtt fftr Nn Kreis Gletze». SezL-spreir: msnatl. I Aiü. viertel- Ilch 3 Ml.-, durch »hole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf..' drrrch die Post Mt. 3.— viertel- jähri. auSjdjL Be stetig. Aernsprech - Anschlüsie: lnr die bchnstleitung 112 Lerlaa,Gefchästsstelle51 Anschrttt für Drahtnach- sichten: Anzeiger Hießen. Erster Blatt J 67 . Jahrgang Gietzener MW General-Anzeiger für Oberhessen 3VtMngzrri«--rU(r u.Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Ztemdruckerei tt.Lange. SchrisLMung, Gekchaftrstette ».Druckerei: Zchulstt. 7. Gießen' PestfcheSkontO: $?tttffttrt4um.U686 Dienstag, 20. November OT Annahme von Anzeige» f. die Lagesnunimer b:S zumNachmittag vorher. Zettenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf.ttür auswä rltge 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pi., für Reklamen 75 Pi. bzw. 90 Pf., nebst 20°/gTeuerung^zusattag. Hauplschriftleiler: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Bankverkehr: Auq. Goeq; Stadt und ®?n>erbebonf ©itfjen a ?"?' richtsfaal: W. Meyer; Die Italiener aus starken G§hstgsß§ZUW§U geworfen. (TO.) Grobes Hauptguarlier. 19. dkov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nach Heftigen Feuerwellen am frühen Aborgell blieb die Lrtitterietättgkeit in Flandern bis zum Mittag gering. Mit zrmchmender Sicht Lebte das Feuer am Nachmittag wieder mrf und steigerte sich in einzelnen Abschnitten zwischen der Küste und Beoelaere zu großer Stärke. Bei den anderen Armeen verlief der Dag nutzer kleineren Vorfeldkärnpfen ahne besondere Ereignisse. * Der wegen seiner Kanrpfteistmryen vom Vizefeldwebel ZUM Offizier beförderte Leutnant Vuckler schoß gestern ein feindliches Flugzeug und 2 Fesselballone ab und errang damit seinen 27., 28. und 29. Lustsieg. und Oestlicher Kriegsschauplatz Mazedonische Front keine gröberen Kampfhandlungen. Italienische Front. Nordöstlich von Asiago wiederholte der Feind seine erfolglosen, verlustreichen Angriffe, um die verlorenen Höhen Mrückzugewinnen. Zwischen Brenta und Piave brachten die letzten ÄM den verbündeten Truppen im Wvierigen Gcbirgs- kämpfe neue Sr folge. In vorbereiteten, von dwtnr aus starken Stellimgen suchte der Italiener uns jeden Futzbreit Boden streitig zu machen. Neu herangeführte Kräfte warf er den vordringenden Truppen entgegen. Der unüberwindlichen Angriffskrast unserer Infanterie waren sie nicht gewachsen. Schritt für Schritt, zähe sich wehrend, wich der Feind zurück. In besonders erbitterten Kämpfen wurde Quero und der nordwestlich vorgelagerte Monte Cornella erstürmt und der Feind in seinen stark ausgebanten Stellungen auf dem Monte Tomba zurückgeworfen. Deutsche Sturmtrupps und das bosnisch tzerzegowinische Infanterie- Regiment Nr. 2 zeick;neten sich hierbei besonders ans. 110 0 Italiener fielen in die Hand der Sieger. An der unter enPiave schwoll der Feuerkampf zeitweilig zu großer Heftigkeit an. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin. 19. Nov.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern lebhafter Feuerkampf vom Houthousi ster-Walde bis Zandvoorde. Ein Teilangriff der Fransen am Chaume-Walde wurde abgewiesen. Im Osten nichts Besonderes. Heftige Känrpfe im Gebirge zwischen Brenta und Piave. Wir haben keinen Grund mehr, diesen Krieg als uferlos zu betrachten. „Der Friede wird kommen über Nacht"— dies Wort, das schon einmal für viel dunklere und verworrenere deutsche Zeiten angewendet worden ist, siegt allmählich bei uns über die Anwandlungen von Zaghaftigkeit und Gedrücktheit. Wir sehen den Frieden reisen. Das maß er, wenn er kein verpfuschtes Kanstprodutt sein soll. Nicht etwa wir, als siegreiche Deutsche, werden den Frieden diktieren, sondern die durch den Krieg geschaffenen und offenbarten Tatsachen werden es! Aus allen Feldern, in allen Ländern reift der Friede. Auch dort in Frankreich, wo morgen der neue Regierende, .Tiger" Clemeiiceau, das Programin des unerbittlichen Krieges bis zum Ende erklären will. Die Kriegsfurie, die seit 3y 2 Jahren alle Schreckensregister aufgezogen hat, wird Nch an dem Redefenerwerk des alten Deutschenhassers nicht sonderlich mehr entzünden. Auf Clemencecm liegt eine Zentnerschio-ere Erblast. Soeben hat sein Vorgänger mit Aoyd George den neuen Kriegs rat eingesetzt, der dem ,Tiger" nicht genehm sein kann, Er will einen französischen Generalissimus über alle Entente-Heere, und er will, daß die Engländer eine längere Front in Frankreich übernehmen. Sodann will er alle irgendwie verfügbaren Kräfte an. der französischen Front einfetzen. Das sind Schwierigleiten, die etwa so groß sind, als wenn ein einzelner Mann sich vermessen würde, einen starken Baum umreißen zu wollen. Lloyd George ist noch am Ruder, und er ist auch em „starker" Mann und ein harter Kopf. Wenn beide an- cmandergeraten, kann uns der Friede reifen. Das erscheint varadox, aber ein ganz sicheres Gefühl sagt es uns. Vielleicht werden beide Männer mit übermenschlichem Eifer da- ran gehen, die Fluten der Niederlagen, die am Körper der Entente emporsteigen, abzildämmen und abzulassen, aber dann wird, wie bei reinigenden Gewittern, Klarheit ein- treteu, der bisherige Phrasendunst, das anmaßende Zer- schmetterungsgerede, werden sich Niederschlagen und der Friedensgedanke wird Hindu rchdringSn. Abgesehen von Rußland und Italien muß noch eine Hoffnung begraben werden, diejenige auf die Hilfe Amerikas. Da wird Herr Wilson selber der Totengräber sein und eine annähernd so spitzfindige Logik dabei entwickeln wie jener Schaufler an Ophelias Grab. Wenn sie uns überwnrdeu, zerschmettern könnten, sie würden es tun und noch ein bis zwei Jahre dranhängen. Aber die Zeit ist nicht mit ihnen geschritten. Der Krieg bietet ihnen nicht mehr die unbegrenzten Möglichkeiten, die sie sich einbildeten. Uns aber, den siegreichen Mittelmächten, winken zwar auch nicht unbegrenzte Möglichkeiten, aber das Kriegsglück scheint uns eine reiche Musterkarte zu bieten, so daß wir es nicht nötig haben, das Billigste und Schlechteste zu nehmen, um zum Frieden zu gelangen. Wir wollen nicht diktieren, aber doch einen Verständigungssrieden, bei dem wir als „Volk der Zukunst" bestimmen und ordnen dürfen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 19. Nov. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird vrrlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Im Bergland südliche Feltre erstürmten die Truppen des Generals Alfred Krauß vorgestern in heftigem, bis in die Nacht andauerndem Ringen das Dorf Quero uitf) den Rdonte Cornella. Der Feind ließ über 1100 Gefangene in unserer Hand. Der Erfolg, der gestern durch weiteren Raumgewinn ausgebaut wurde, ist vor allem dem herzhaften Zugreifeu des bewährten bosni-chcherzegowi Nischen Jnfanterie-Reginnnts dir. 2 und deutscher Sturmabteilungen zu danken. Nordöstlich von Gallio brachen abermals mehrere italienische Angriffe blutig zusammen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. . Albanien. In Albanien führte ein Sturmtruppunteriiehmen bos- nisch-herzegowinischer Jäger gegen den italienischen Brückenkopf Fe ras an iet unteren Vojusa zu vollem Erfolg. Die weitüberlegene Besatzung wurde verjagt, beträchtliche Beute eingebracht. Der Chef des Generalstabes. Italienischer Bericht vom 18. November. Aus der Hochfläche von S ch l e g e n setzte der Gegner in der Nacht zun: 17. November seinen Versuch wrt, artfre Linie am Monte Siseemol—Monte Castel (DomBerte zu durchs brocken. Er griff in Richtung Monte Zonw, Mich, von Gallio an. Der viermal wiederholte Angriff wurde glatt abgeschlagen. Weiter nördlich, in Rickstnng Caserta Melotta. eroberten unsere Abteilungen vorgeschobene Stellungen zurück. Zwischen Brenta und Piave nötigte am 16. November abends der Druck verstärkter feindlicher Massen unsere Truppen, etn$dne vorgeschobene Posten nach erbittertem glänzendem Widerstand in gitter Ordnung cmfzngeben. Gestern vertrieb längs der Piave eine Abteilung den Feind vollständig aus. der Jageregegend. Die dreizehnte Jnfanteriebrigade (Pinarolech wies einen Angriff bei Zanson mit blusigen Verlusten zurück und trieb den Feind immer Mehr in die Flußjschileifei hinein. Uebergangs!- 'versuche an anderen Punkten wurden sofort vereitelt. Ans dem rechten Piaveuser nahmen wir am 16. November und ,am 17. November 51 Offiziere und 121 Soldaten gefangen und erbeuteten 27 Maschinengewehre. Englischer Bericht aus Ostasrika * Ans der Mäkonda-Hochjebene besetzten unsere Truppen am 14. November Mwiti. Nach schwachem Widerstand setzten sie sich ans dem Höl>engelände nordöstlich und westlich Tschiwata fest. Am 15. Nov. besetzter? wir T sch i wa t a nach einem Gefecht mff den Höben östlich der Missionsstation. 46 deutsche Europäer mit 425 Äskan wurden gefangen. Insgesamt meldeten unsere Trirppenabteilungen an allen Fwonten seit dem 1. Nov. 473 deutsche Europäer unp 1072 Askaris getötet oder gefangen, sowie vier 1 zöllige Schiffsge- schütze, 33 Ma.schiueu.tewehre 'und viel Kriegsgerät als erbeutet.. Der Feind ist endgültig aus dem ganzen Maheirgeüiet vertrieben. (Das Molss-Bureau be-merkt dazu: «Bereits nach, ihrer Meldung über die 'vom! 6 .bis 8. Nov. ftattgehabteir Kämpfe wollen die Engländer dicht vor Tschävata und Mwiti gestanden haben. Daß sie erst am 11. und 15. beide Orte besetzen konnten, beweist, daß! der vorge- ffrndene Widerstand doch, nicht so schwach gewesen fein kann. Damii ist jedoch die Mäkonda-Hockrebene, 'wie diic Engländer glauben machen möchte:?, noch nicht erreicht Tie Angabe,: über die deutsche? Verluste an Manschten und Matcnial können hier natürlich nickst nachgeprüst werden. In: allgemeinen haben derartige Metdurrgeu bei früheren Gelegenheiten sich.mchsH als übertrieben erwiesen. Die Räumung BenediaS. Berlin, 20. Nov. Nach Pariser Blättermeldungen haben bem L.-A. zufolge ein Teil der Bevölkerung, zahlreiche Verwaltungen und Handelsleute Venedig verlassen. Venezianische Zeitungen teilen mit, daß sie m Rom erscheinen werden. Türkisches Dementi. K 0 n st a n t i n 0 p e 1, 18. Nov. (WTB.) Amtliches Tcn«nA der Agentur Milli. Der proste ^S i e g, den die Engländer in Palästina davongetragen zu .haben behaupten, kommt daher, daß unsere Kampslinien bei Gaza und Brr es Saba planmäßig mehr rückwärts verlegt worden sind. Abgesehen von einem K>ampf in der Umgebung von Bir es Saba hat seit der Näumuna von. Gaza rmd Brr es Saba' überhailpt kein er::st5iches Gesöchv in diesen Gegenden stattgefuriden. Unsere vorgeschobenen Mteilun- gen in der Umgebüng von Bir es Saba haben eine tapfere Haltung beobachtet und mußten Verllrste erleiden, weil sie sich nicht zur Zeit zurückgezogen hatten. Die Dttldung von einem Erfolg der Engländer in der Gegend von Tekrit ist in jtzdem Punkte erfunden^ da in dieser Gegend überhaupt kein Kampf stattgefunden hat. Nur haben sich unsere vorgeschobene!: Truppen mit der Hauptmacht vereinigt, und die Errgländer rhverseits haben sich von neuem in der Richttmg auf Samara zurückgezogen, ohne sich dem Eingriff unsere»' zusammengeziogenen Streitkräste zu stellen. Neue Einziehungen in England. Berlin, 19. Nov. (WTB.) Die britische Prsise meldet, daß in England umfangreiche Einziehungen angeordnet worden sind. Die Maßregel erstreckt sich auf 18jährige und auf alte Leute bis zu 50 Jahren. Die nmen Mannschaften werde:: im wesentlichen der Ausfuhr Industrie entnormneu, die bisher zur Ausrechterhaltung der wirtschaftlichen Stellung Englands möglichst geschont wurde. Ans dem englischen Unterhaus. London, 19. Nov. (Reuter.) Unterhaus. Vor überfülltem Hause wurde die Erörterung über den neuen R a t d e r Alliierten und über die Rede Lloyd Georges in Paris von Asquith mit dem formellen Antrag auf Vertagung eröffnet. A s g u i t h betonte, die Notwendigkeit, daß die Regierung die äußerste Veranttvortn:^ für das Getane oder nicht Getane übernehme, und hob die vitale Bedeutung hänffgerer vertrcnüichet Besprechungen zwischen den alliierten Staatsmännern und Heer» führern mit den britischen sowie die Bedeutung möglichst vollständö ger Zusammenarbeit hervor. Asquith betonte fmrer die oollständigtz Kontrolle Deutschlands über seine Verbündeten ü: Politik und Heersührung und lehnte jede Organisation ab, die der Verantwortlichkeit der Generalstäbe vor ihren Regierungen zuwiderlaufen oder das Ansehen und die Verantwortlichkeit jeder Regierung der verbündeten Regikrmrgen vor :l)rem eigenen Volke schmälern würde. London, 19. Nov. (Reuter.) Im Unterhause erklärte B a l - fo u r auf Anfrage, die Lage in Rußland sei noch ungellärt, obwohl es scheine, das; die Extremisten in Petersburg und Moskau die Lage völlig beherrschten. Die Verhandllmgen über die Bildung bindung mit dem brittschen Botschafter in Petersburg sei wieder- einer Koalittonsregierung haben bisher zu keinem Ergebnis geführt Tie anfangs der vorigen Woche unterbrochene telegraphische Ver< hergestellt. Der Botschafter bleibe auf seinem Posten. Zunehmende Friedenspropaganda in England. Berlin, 20. Nov. Französische Blätter melden aus London, die englische Negierung habe scharfe Maßregeln gegen die in den letzten Wochen auffallend zuneh- mendeFriedenspropagandain Angriff genommen. Eine englische Regierungskrise, heißt es in Meldungen aus London, werde auch deshalb jetzt für weniger wahrschein lich gehalten, weil die Position Lloyd Georges durch Wil» sons Telegramm an Colonel House gestärkt sei. Der Zionismus. Berlin, 19. Nov. (Priv-attel.) Die „Voss. Ztg.^ be- , richtet aus London: ZwisckMn Englcmd und den anderen Ententemächten finden bereits seit Anfang Oktober Verhandlungen über die endgültige Form des :n Palästina zu errichtenden jüdischen Staates statt, dessen Grundgedanken säintliche Mächte bereits zugestimmt haben. Von amerikanischer Seite sind für die Durchführung dieser Pläne gewaltige Oleldmittel fest zur Verfügung gestellt. Amerikanische Beauftragte mit weitgehenden Vollmachten habet: sich nach London und Petersburg begeben.» ver Sürgrrkrieg in Nuhland. Die Einberufung der Nationalversammlung. Berlin, 19. Nov. (Priv.-Tel.) - Die „B. Z. am Mittags meldet ans Basel: Me der russische Mitarbeiter des Berner „Bund" meldet, veröffentlichte die maxünalistische „Prawda" eine von Lenin unterzeickunete Verordnung, durch die die gesetzt gebende Nationattersamnllung auf den 25. November einberufen wird. Eine Spaltung in der Regierung Lenins. Amsterdam, 19. Nov. (WTB.) Dem „Allgemeen Han- delsblad" zufolge, meldet Harold Williams aus Petersburg/ daß K e r e n s 7 i sein Prestige verloren habe uud sich auf der Flucht befi:rdet. Wer auch das Prestige der Bolscheivrtt-Partei sei im Sck-wnwen, es sei ihner: zwar gettmgen, die.Regierung zu bilden^ ne in Petersburg die Macht ausübe, aber sie sei mcht imstande, ganz RußlMw m regieren. Tie Regier nn gs m aschine st ehe st i l l, die Beantte:: weigern sich, eürstinrmig, für die Rebellen zu arbefte::. Eine große Armee nähert sich Petersburg, mm: weiß aber nicht, ft: welcher Absicht, eine andere große Armee rücke .egen Moskau vor. Nach den letzten Berichten soll i n d e r R e g i e- -11119 Lenins eine ^Spaltung eingetreten sein. Fünf M i n i st e r traten zurück. Tie in: Kreml und im Winter^ palais angerichteten Verwüstung«: ließen bei beiden Parteien den Wunsch nach Fried«: fhri' zunehm«:. In Moskau ist nach ein-, wöchiger Schreckensherrschaft dcw .Friede wiederbergcstellt, aber es ist ein Frikde bre Erschöpftmg und Firrckst, der keiner der beiden Parteien den L>ieg gebracht hat. 3909 Berfonen umgekommcn. London, 19. Nov. „Daily Ehronicle" erfährt ^ius Petersburg, baß, dte Truppen der Botschnmki, die ^ loOO Kvsaken ^cren^Ttö zsoischen lAatscbina intb Zarskoie ©feio ichLugeu, 16 000 Mlann Pähl den. In Moskau btcfxmi i>er Kanrps am K>_ Modems. Die Truppen der R-egiermrg bestandene aus 3000 Soldaten, .SMbetten und Studenten, sie versüßten ü ?r drer Kanonen, eine große tHjngaVt ßtaivfjre und einige S D1üchtneitge* wehoe. Von den 100 000- Mann der Garnison sind ungefähr 15) 000 auf die Seite der Bolschewiki. die übrigen blieben in den Kasernen. Der revolutionäre Militärausschsuß beschoß mit 15 Kanonen am- dauernd das Zentrum der Stadt. Bis zun, 14. November- k a men 300 0 P e rso non tum, hauptsäcksich friedliche Bürger, dis Leichen blieben tagelang unbestattet liegen. Die Kathedrale im .Kreml wurde zerstört, die Basiliuskirche wurde in Brand geschossen. Ein Hungcrkrieg gegen Petersburg? Stockholm, 19. Nov. (WTB.) Die letzten Nachrichten aus Rußland betonen häufiger als bisher, daß Kerenski das Spiel verloren hat. Gestern abend traf nach „Stockholms Tidningen" feilt Privatsttretär in Stockholm ein, dem es gelungen . .ist. mit salschenr .Paß aus Rußland zu entfliehen. Auch er bestätigte die Behauptung anderer Redender, daß Keren s li geflohen sei und die Bolschewiki Petersburg beherrschen. Die Nachricht von Kornilows Teilnahme, .am Kampf b-'zeichnete ' er als uurickig. Dagegen sei wahr, daß Kaledin das Tongebiet beherrsche. Das Vorgehen des Kofakeitgenerals Kaledin tritt in den Berichten immer mehr in den Vordergrund. Ter ganze Kampf zwischen Lenin nnb KereuM scheint von einenr solchen zwischen Lenin mrd Kaledin abgelöst zu »verden. Ter Kosakengeneral geht nach verschiedenen Aussagen darauf auS, einen regelrechten Hnngerkrieg gegen Petersburg zu.führen. Darum besetzte er die Kohlengebiete des Don-ez, weil er dadurch einen Druck auf den ganzen Eisenbahnbetrieb Rußlands ansüben kann.' Auch, Charkow ist von seinen Truppen genommen. Diese hielten dort 200 Eisenbahnwagen mit Lebensmitteln zurück, die für Petersburg bestimmt waren. Tie Lebensmittelnot in der Hauptstadt soll schon sehr groß sein. Nahrnngsmittelmangel in Belgien. Paris, 19. Nov. (Havas.) Der Finauzminister hat dem Ministerrat eine Vorlage über die Eröffnung von Kriegskrediten kür das erste Vierteljahr 1918 vorgelegt, die sich auf 9263 Millionen Francs belaufen. Davon sollen 8639 Millionen' Francs ausschließlich für militärische Ausgaben verwendet werden. Berlin, 19. Nov. Eine Neitermeldung aus Washington über Äußerungen Hoovers zu der Pariser Meldung, daß i u B c l g i e u Hungersnot herrsche, wird durch eine Sondermeldung der „Daily Mail" ergänzt, wonach Hoover gleichzeitig sagte: Der Nah- vuugsmittelmangel in Belgien ist lediglich die Folge der Knappheit m Schiffsranm und von Verzögerungen infolge der Tätigkeit der Tauchboote. Im Zeiträume vom 1. Februar bis 1. Oktober wurden m Rotterdam 400 000 Tonnen Lebensmittel angegliedert. Weitere 250 000 Tonnen vermochten ihre Besttmmung infolge von Versenkungen und dem Unvermögen, durch die Kriegszone brndurchzu- kommen, nicht zu erreichen. Die Kommission ist außerstande, die Verluste zu verhüten. Hierzu wird uns von zuständiger Stelle u. a. folgendes mit- geterll: . Wenn Nahrrmgsmittelkuavpheit in Belgien eintreten sollte 1 v rft die rUsache hiervon nicht der U-Boot-Krieg, sondern einerseits das miUwillige, gegen das getroffene Abkommen verstoßende Ber- whren der Lchtsfe der Unterjtützungskommis-ion, andererseits per von England ailf diese Schiffe ausgeübte Zwang, im Interesse unlerer i-eernde, besonders im englischen, Fahrten im Sperrgebiet ouszutubren Nickst unsere U-Boote entziehen der belgischen' Bevölkerung ihre Nahrung, sortdern Willkür und Ergennuü unserer bie Interessen der belgischen Zivilbevölkerilng wie ubkch den eigenen opfern. inr Saale des Bundesrates ern-e „ArbeibAgerneinschast für deutsches Jugendrechi" begründet. Die weiteren. Schritte, vor allem die genauere Feststellung eines Arbeitsprogramms, wurden einem ueungliedrigen Verwaltungsausschuß übertragen. Da diese Arbeitsgemeinschaft alles, was in Deutschland irr Sachen der Jugendfürsorge sachverständig und erfahren ist, in sicht-vereinigt, so bietet sie die Sicherheit, daß sie nicht nur selbst gute und sachliche Arbeit leistet, sondern auch der bisherigen selstidlichen Zersplitte- rung ein Ende bereitet. Es wird daher geraten sein, daß keinerlei neue Schritte in dieser Sache getan werden, ohne sich mit ihr in Beziehung zu setzen. 'Geschäftsführer ist vorerst Herr Direktor Abrahamczht von der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge, Monbijouplatz 3, Berlin. Aus Hessen gehört dem Verwaltungsausschirß Geh. Kirchenrat D. Schlosser (jetzt Frankfurt a. M., Schisserstr. 72) an, der auch zu jeglicher Auskunft bereit ist. Der Kohlenmaugcl in München. Berlin, 20. Nov. Dem B. T. zufolge hat der Kommunalverband München infolge der immer fühlbarer werdenden K o h l e n n o t in München die Veranstaltung von Vorträgen, Konzerten und Versammlungen in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 15. Februar untersagt. Die betreffenden Räume dürfen weder mit Kohlen noch mit .Holz oder Torf beliefert werden. m Berlin, 1,9. Nov. (WTB.) Die unabhängige sozialdemokratische Partei Deutschlairds plante für gestern in Berlin Versammlungen, die behördlicherseits nicht zuge lassen werden konnten. Im Anschluß an diese Versammlungen versuchten die Teilnehmer in geringer Anzahl, im Osten Berlins auf den Straßen zn demonstrieren, wurden aber mühelos von der Polizei rasch zerstreut. Aus pcsse». Gewährung von Staatsdarlehen an vom Kriege betroffene Schwere Ausschreitungen in Zürich. .J3ßri d>, 18. Nov. lWTB.) Meldung der schweizerischen De peichen-Agentur. Am Samstag abend fand in Zürich eine Kund n ^ lK>r tem $Bezirksgeb aude statt, wo die Führer der pazi- NMscheu gegen dre Munitionsfabriken gerichteten Kundgebung vom Ul vaft sind. Tie Veranstaltung ging von jungen ^-urschen aus. Mehrere Lausend Personen nahmen daran teil Es kam zu schweren Ausschreitungen. Tie Polizei zog blank und !ckoß mrt Revolvern. Barrikaden wurden errichtet Es Ach vwr Äste, darunter einen Polizisten und viele Verwundete. Eme^Majchinengewehrabteilung säuberte den Platz mit blinden <-chu,stu Um 1 Uhr nachts trat Ruhe ein. 1 ch/ ^^zRov. >WTB.) Meldung der Schweizerischen Level chen-Agentur. Nachmittags 5 Uhr. Nach den neuesten Nachrichten K rb r n Fisher nur drei Opfer des Krawalls, ein Polrzerbeamterund ern gewisser Linrger aus dem Kanton Bern und ern gewnier Nagelr aus Rorschach. In dem Kantonshospital liegen mrt Baustychuß eine Frarl, ferner zwei simge Leute im Alter von mit Bauchschuß und Lungenschuß. Ueber 20 S Schüsse Verwundete wurden in Behandlung genommen. >i b e r 80 Verhaftungen vorgenommen, die mersten Terhafteterr wurden nach Aufnahme der Personalien wieder irergelasten. Abends wurde die Ansammlung um die Kierswacke 4 wieder starker. Das Militär fordctte mm Weckergeheir auf. Jus- Sonntag abend 100 Berhaftuugeu vorgeirommen. Lms Platzkommando erließ einen Anschlag, in deni jegliche Ver- wmmrung verboten wird. Zuwiderhandelnde sollen den Väilitär- gerrchten ubergeben werden. — Westschweizerische Blättermeldungen von einem Angriff der Manifestanten auf die Geb äulrck keilen der „Neuen Zürcher Zeitung" sowie auf die Geschäftsräume der ^chwerzerr,chen Depeschen-A gentur -entbehren jeder Grundlage. Einige Personen veranstalteten wohl Kundgebungen vor dem Gebaut. es kam redoch zu keinerlei Unruhen. ^. einem Aufruf erklären die wMiL^nokrattsche Arberterunion, die sozialdemokratische Fraktion des Kantonrates und die, sozialdenwkratische Fraktion des großen Stad trates in Zürich,, mit den Veranstaltern der Aus schrei- die^l^st^s^Men Tage keine Gemeinschaft zu haben. Sie fordern die Arbertersch^st auf, alles zu vernindeii, was zu solchen AuS- sltrei Lungen fuhren kann Eine Delegierten Versammlung der Union mmmt heute abend zu den Ereignissen Stellung. Tie Geschäfts lettung der sozialdemokrattschen Partei der Schweiz benef für Eienstag nachmittag nach Zürich eine Borst an dssitzung ein Personen. Durch das'Gesetz vom 12. Mai 1917 ist der Großh. pelß Regierung ein Kredit bis zu drei Millionen Mark zur Verfügung gestellt, um hieraus an vom Kriege betroffene, wirtschaftliche gefährdete Personen zur Aufrechterhaltung ihres selbständigen bürgerlichen Berufes oder zum Uebergang in einen solchen Darrlehen zu gewähret!. Nach den Grundsätzen, die für die Gewährung von Darlehen maßgebend sind, können alle infolge des Kriegsdienstes wirtschaftlich gefährdeten Personen zur Auftecht- erhaltung ihres selbständigen bürgerlichen Berufes oder zum Uebergang in einen solchen aus den hierzu bereitgestelllen üstitteln Darlehen erhalreii, sofern sie kreditwürdig sind und mindestens ein Jahr vor Ausbruch des - Krieges in öef)eit gewohnt haben oder in: Falle ihres Zuzuges aus dem Ausland die hessische Staatsangehörigkeit besitzen. Das Gesetz verlangt, daß die Gesuchsteller an dem .Kriege teil- genoinmen haben und daß die wirtschaftliche Gefährdung eine ^olge des Krieges ist. Wo der Einberufene etwa ge- fallen ist, kann der Witwe oder den Angehörigen, die das hinterlassene Geschäft oder den Gewerbebetrieb sich erhalten wollen, ein Darlehen gewährt werden. Ausnahmsweise tonnen auch Darlehen in besonderes! Fällen an Personen gegeben werden, die nicht am Kriege teilgenommen haben, weim deren Angehörige, die in dem Gewerbebetrieb tätig waren, z. B. Söhne und Schwiegersöhne, zum Heeresdienst erngezogen find und infolgedessen der wirtschaftliche Niedergang des Geschäftes verursacht ioorden ist. In allen Fällen ist zu prüfen, ob das Unternehmen berefts vor dem Kriege Überschuldet oder überhaupt lebensfähig war. Betriebe, deneii dre Bedingung zu ihrer wirtschaftlzcheri Entwicklung fehlt, oder Betriebe, die weder im Interesse der Allgemein- hett oder iig Interesse der Gesnchsteller liegen, 'scheiden aus und können nicht berücksickstigt werden. Die Hilfe darf nrrr dort erntreten, wv sie gerechtfertigt ist, uub zwar in der ^brm der Derettstelluug eines geschäftlichen BeLriebs- Darlehen sollen also insbesondere nur zu ge- fchasttichen Aufwv^ndungen dienen, die die Ausrechterhal- tung oder Neuaufnahme einer selbständigen Erwerbstätigst bezweaen. Hierzu gehören beispielsweise die Beschaffung von Maschtnen, Werkzeugeu, Material zur Weitcrver arbeitting, Waren, die Bestreitung der Miete ftir gewerb- lrche Raume, bei Landwirten die Anschaffung von lebendeni und totem Inventar. Zur Deckung alter Verbindlichkeiten dürfen dre Earlehen nicht verwendet werden. In der Re- grerungsvorlage und den Kciu^merverhand^Mffen ist über- ernittmmemd zum Audornri gekommen, daß zur Behebunq emer anderen als der geschäftlichen Nottaqe. z. B m X Be- trtebigung persönlicher Lebensbedürfnisse -einschließlich der l]^} en Wohnung) bic Staatshilfe nicht bestimmt ist. Hier emzugreifen, rst die Aufgabe anderer Organe. Der Reichskanzler in Ronstantinopcst »onstantinopel, 18. Nov. (WTB.) Ter Reichskanzler nt heute vormittag hier eingetrosfen. beekrleg. Nene U-Boot-Erfolge. Berlin, Id. Nov. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 14 000 Br.-R.-T. vernichtet. Unter den per- lenkten Schiffen befanden sich zwei englische Dampfer, die aus emem stark gesicherten Geleitszug herausgeschossen wurden. Der eine Dampfer war bewaffnet. Ein weiterer englischer bewaffneter Dampfer, der ebenfalls ans einein Geleitzuae herausgeschossen wurde, war tief geladen mit Lebens- Mitteln nach England. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Aur dem Reiche. Arbeitsgemeinschaft für deutches Jugendrecht. Berlin, 18. O^ov. In einer von der Deutschen Zentrale f ü t I u g e ri b für so r g c ernbrrufenen Ver- littnmlung der Vertreter aller dafür rn Betracht koinmenden deutschen Zentralorgcrnff e Personalnachrichten. Der 0-roß- herzog hat am 17. November d. I. den Hauptsteueramtsassistenten bei dem .hauptsteueramt Bingen Nikolaus Jakob Scymrtt zu Bingen zum Steuereinnehmer des Steuer- ^stost-Gerau ernannt:. Am 14. November wurde Adam b lrntz aus Kempten vom 3. Dezember an zum Schreib- gehllsen bet dem Ftuanzamt Bingon ernanut. ** ä h r m i t t e l a u s g a b In der gestrigen Be- rtchttgung über die Nährmittelausgab^ muß es heißen- Aus die blauen Karten ( C) 125 Gramm Teiawaren- 125 ©ramm Graupen; 200 Gramm Suppen oder Kartoffelstärke mehl oder geschälte Erbsen. _ ** Keine Neujahrsglückwünsche zwischen H e r nr a t und Feldheer. Bon auitlieher Seite wird mitgeteilt, daß Anfang Dezember eine Bekanntmachung der Heeresverwaltung zu erwarten sei, nach der, wie in den verftossenen Kriegsjahren, auch in diesem Jahre der Austausch von Neinjahrsglückwunschkarben zwischen der Heimat und dem Feldheer unterbleiben müsse, a ^-7 Die Feldpostpaketsperre. In-der Zeit vom 9. brs 2o. Dezember d. I. findet keine Annahrne von Privat- Paketen an Heeresangehörige nach dem Felde statt Recht- zerttge Auflieferung der Weihnachtspakete ist unbedingt erforderlich. Pakete für Truppeitteile ch Siebenbüraeu »Italien und auf dem Balkan müssen am 1. Dezember bei o^^Mndrgen Samnielpaketantt sein. Frachtstückgüter bis zu 50 Kilogramm an .Heeresa.ngehörige> im Felde UTtterlieaen der Aimahm^perre nickst. ** Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend. Auf die Bekanntmachung im Tlnzeigcntell wird hin- gewiesert. « ** Novemberarbeiten im Gemüsegarten. Im Gemüsegatten ist im allgemeinen die Arbeit beendet. Nur Kohl- .arten, wie Grün-, Braun- und Rosenkohl werden erst eingeheimst, wenn sie etwas Frost erhalten, denn dadurch werden sie schmackhafter. Junge Setzlinge, die im Frühjahr das erfte Gemüse geben, sind mit Erde zu behäufeln, und zwar so weit, daß nur das Herz frei bleibt. Karotten, Mohrrüben, Petersilie sind bei Einttitt strengen Frostes mit Laub zu bedecken, damit der.Boden nicht friert; und das Gemüse jederzeit herausgenommen werden kann. Leerstehende Beete sind sofort zu düngen und umzugraben. Gesät werden jetzt Karotten, Mohrttiben, Schwarzwurzel, Petersilie, Dill. Kerbel uss. Tie Saat dieser Pflanzen ist jetzt um so notuxmdiger'. als sie lange Zeit zum Aufgehen brauchen und überdies zum Teil ihre Keimsähigkeit schnell verlieren. Werdert sie also erst im Fchhjahr ausgesät, gehen sie erst sehr spät, nicht selten aber gar nicht auf Spargelbeete sind im Laufe des Winters einige Male zu rauchen. ** Das Krei^ bl a t t Nr. 191 enthalt Verordnungen über: Hausschlachlungen, Sprechstunden bei den Beamten des Kommunal- verbandes, Verwertung der Walnußernte, Auskunftetteitung, Aus- luhr von Pferden, Heranziehung von Kriegsgefangenen, Gefunden, Verloren, Aufnahme der taubstummen Kinder in dre Taubstummen- Anltalten des Landes. ** Gießener Lazarett-Zeitung. Die Nr. 1 ist erschienen und enthält u. a.: Zu Großherzogs Geburtstag. Wie ick den britischen Spürhurwen entrann, Welche Steuern inuf 3 ich während der Dienstzeit zahl-en?, Heldentum, Ver- w u n deten-Un terri cht u. a. ist- Landkreis Gießen. ** Beuern, 20. Nov. Bon den 4 Gefreiten Arnold hier ist nun Reinhold Arnold zunl Unteroffizier befördett ivorden. Außer ihm besitzftauch der Gefteite Wilhelm Arnold das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Sein Bruder, der Gefteite Heinrich Arnold, geriet in englische Gefangenschaft. ** T a u b r i n g e n, 20. Nov. Von sch.wevem Schicksal wurde dre Familie ches^ Bahircnrgestellten Heinrich Weimer dahier be-, troffen. Zwer Kinder, eins Doch^r von 21 Jahren und ein Sohn £ c ' n , V Jahren, starben am gleichen Tage infolge Scharlachs und Trphther,e. ^ ** L a n g - Göns, 20 .Nov. Dem Gefreiten Otto B i u k, Inhaber des Ei lernen Kreuzes, lourde die Hessifckss Tapferkeit^ medarlle verliehen. . , "7 Rn tiershausen, 20 .Nov.Der bald 3 Jahre im Felde stehende und mit den: Eisernen Kreuz ailsgezeichnete Seeioldat Hemrrch> Bepperling von hier ist bei den schweren Kämpfen m Flandern gefallen. Kreis Büdingerl. y. N i dd a, 18. Nov. Gestern fand im Sitzungssaale des Spar- laiiegebaudes dre diesjährrge Hauptversammlung der Bezrrisspar- ka,se Tabu statt. Zu derselben waren die Mitglieder des Vorstands und Aussichtsrats sowie die sämtlichen Vertreter der B'ärrs- oemeuldeu erschienen. Der Vorsitzende der Kasse, Herr Oberamrs- run'er R ö m bel d, eröiftrele dst Versammlung, gedachte der schwc- reu 'brregszert, rn der die Losung heißen müsse: „Durchhalten mit Gottoectraueir und Sregeszuversrcht, mit gkeichenl Helden,mit urd der,etbkn stvierfreudiccheit wie saitl^er bis zum starken, deutsäE Frieden, wer Rechenschaftsbericht für 1916 zeigte eine bedeutend Zuuabme des Umsatzes. Die Ernnahmnn betrugen 6 457 218.03 Mark, die Ausgaben 6 322 227,82 Mark, der Reingewinn 23 958.79 . Marr. Für Krregsanleil? wurden bei der Bezittslasse 7 271000 Mark gezeichnet, davon 2 600000 Mart für die Kasse selbst. Sie !?^.aater allen Bezirks Lassen Hessonts in dieser Hinsicht an erster ™ e '> $5? (AE ^ ^varkassebücher betrug am Ende des Jahrrs ^'06> ^tück urrd hat um 398 zugenommen. .T^m Bottlattv und Auisichtsvat wurde u,ach genebmigter Reck^rang Entlastuns ettellt und dann der für 1918 festgesetzte Voranschlag einstimmig angerrommeu. Aus dem^ Reingewinn wurden an verschiedene -ge. werbliche und landwirtschaftliche Vereine und Lehrerstellen, au Wohltatrgkeitsanltallen und gemeinnützige Einttchitungen bedeutende Zuwendungen geschlossen und an 25 Dienstboten des Bezirks für sünftähttqe treue Dienstzeit 526 Mark Prämien vertttlt. Dem Reservefands foimten nochi 12 027 Mark 79 Pfennig überwiesen werden. Starkenburg und Rheinhessen. . M. T. ftMarnz, 20. Nov. Zu einem hiesigen Althändler kaur duster -vage ern ilerner Knirps Von etwa neun Jahren und tot tf/m em großes Drahtseil zum Verkauf mi, das er keuchend u,rt- geichileppt hatte. Ter Händler traute den: kleinen Burschen nickt und lchrckte rhu ah. Tie Nachforschungen ergaben, daß der Junge das L-erl aus eineyr a/ni Rhein haltenden Schiffe gestohlen batte Ms lbtzi stst es nicht gelungen, den kleinen Dieb zu ennitteln. Die -Lrebstähle ^ugendlick^c wachsen neuerdings geradezu ins Unge- beuerlrche. Kern Tag vergeht, ohne daß kleinere und größere Diebstahle durch Ichulpflrchtige Knaben und auch Müdrhen ausgeführt werden. £ , ^enfels r. O., 20. Nov. Zwei in hiesigen LazaE retten benndlichen Soldaten begegneten zwei gillgekleideteu Touristen und gttrstten sre, erhielten aber keinen Tank) Sie stellten die Leute zur Rede und machten dabei die Entdeckung, daß es zwei aus Franfturt entwichene Kttegsgefmigene toaren. Mit der Wandermw rrach Frankreich über die Schweiz war es vorbei. Hessen-Nassau. n nkjurt a. M., 20. Nov. Das Heiliggeist-Hospital hat auf ,eurem Hofgi'-t Hohemvald bei .Kronberg ein Ge ne- ftungs- und Erholungsheim mit vorläuftg 31 Betten für h rwacksterre und (40 für Kinder erdichtet. Eine ivertere Ge- nenmgsstatte für Kinder, die am Keuch,husten litten, ist in V-or- verertung. Ein großer Teil des Hohenwald-Gebietes soll in Werde-- gclaude für mchrere hundett Milchkühe umgewandelt iverden. Außerdeiu pmnt das.Hospital, das über ein Vermögen von 15Hz. M illionen^ Mark verfügt, auf Lwhenwald die Einri-chtung einer größeren » uhnerHaltung und Gemüseanlagen in Größe von 50 Morgen. X-, öanau, 20. Nov. Ter Weihnachtsgabe 1917 für Heer und Flotte smd aus den Kreisen der Jndusttie in Stadt und Land Harlau namhafte Beträge gespendet worden. Tie chemische Fabrik llassella & (Io. m Marnlur Iwt z. B. 10000 Mk, die ßigarreu kistnr- unr. Wrnkelsornrensabrrk I. Brüning 6- Sohn in Langen» vrebach 3v00 Rrk. gespendet. . ® ? [' c ?' 20- In einem ernenten Wahnsinns- arttalftuoerfiel der frül>er schon einmal geisteskrank gttvefeur Land- wrtt ..Yohatut Ammer rn-Arenshausen ferne Familie. Die 'Frau er- hwll eine Anzahl Ltrche in den Rücken, der auf Urlaub daheim wellende ckstahrige ^ohn eine Stichrvuude in den Hals. Am schwersten zugerrchtet nmrde der 18jährme -Sohn, der dem Äaukm- haus zugesuhst werden mußte. Die 19iähnge Dochler lomrt,' sick retten und Hrlfe herbeiholen, die) den Wiahnjinnigeu fesfette. letzte 27.'.^cd»^ich'ten. Der Sieg oer Bvlschewisten. Berlin, 20. Nov. Ueber den Sieg der Bolsche- lvi steu, dis Moskauer Bluttat und die Niederlage Ke- reusns werden unkontrollierbare Nachrichten verbreitet. der Zarskoje Sselo drangen die rnaxima- listtschen Trlippen rn den Palast ein. Dies enttnuttate die Haupttnacht Kerenskis, die bei Gatschinn stand. Am Min- woch kam der Matrose Dpbenko als Abgesandter der Mat i- mallsteri und erklärte den Kosaken, daß sie isoliert seien. Wahrend der Unterhaltung tarn eine Deputation der füus- V lf b } e ^klärte, daß, falls der Kampf nicht ein- gestellt würde, ihr Heer gegest die Kosaken Vorgehen iverde. Dre Kosaken beschlossen darauf, Kerenski als Verräter zu verhaften. Während sie noch über die Art, n>ie die Verbuf- lung bewerkstelligt werden sollte, berieten, verkleidete sich KerenSki als Matrose und flüchtete. ;p- Avgoft RoMn f. m Stobitt, der im Alter twn 77 Iohrm am 17 N»- ft Paris starb, ist nu Großer aus km Reick kr Cftn t n ZtzMMiM. .Wechselvoll, sturmkiVetz war sein £cta, ksondns nr ni'r i‘r .mv?i' Ivi rf/» ^ ks > v . / - ' l?E de? Tierblldne^ Baryö^nd a^Lete^mr'nEere Jabre ?der Werkstatt des Btwbauers Carner-Bellem' %'bcr nur 'tarn- & der mwal6 Manma^uÄ^Ä Silf« BtuBtt er oft »rotenwrb nathgcfom. Noch dem Mricne igT1870/71 ffms Rodmnach »ritffel tro er 8 Jahre blieb. Tor! Sie er aucö 'nnen erftai gr»|ai Erfolg durch die Bcon^statue Jd cdcrm' tfertalter , tue das Lurembourg-Maseum ankauste; telwlim»'» Wutbnt fi* in Xaiffetborf und Berlin. Tonnt '5ri*t Gnmditem zu RndmS künftigem Ruhm gelegt. Eine reiche ^asscns^rn.'d,- tolgd:. 1881 entstand«, die Mgnren Adan, und ■Sn in* der Man mr d-S S-Nmwr. 1882 Ugolino. 1884 bis M die Mrg^ Ealars, 188d begann er das Biktor-.hngo- i g^sMl, I8!lü,981 schm, er da-.- Bul,ac- Denkmal »nd !8>>8 den »uh. W ftmd öje gn>k Sonverauspellung seiner W^rke in Paris statt « der Znnscl^nzrit und den wlgenkn Jahren sckpif Mdin zahl- m Gruppen und BrldnrsLüstön. Erregten seine ersten Werke bedeutendes ''luffehen durch die herbe Charakteristtk und rea- iscbe Behandlung, so zerqten die nächsten Schöpfungen noch eine Mche Steigerung eines.Renlrsmus, der in der Wahl mw Be- dlung des Stoffes, in eurer gewollten Vernachlässigung der Karbeittlkcg der Korperformen srch kennzeichnete. Man hat Radin, ^ gerade durch diese Mctthode versuchte, den seelischen Ausdruck höchste zu steigern, oft destenthalben angegriffen und beson-- ürt waren es die Vertreter der reinen und strengen Plastik, die M Genie, das an den Grundfesten einer alten Tradition zu rut- M wagte, fcmdi'eltg gegcnübertraten. Die Angriffe lvaren zroeck- tä iTfcobrnc-' Plastik war in der Fülle der Enrpffndung und im pl-U^ferisclM 2lusdruck zu gewaltig, zu titanenhaft, um von klein- n ßstkläff berührt zu werden Drohte auch Rodin mitunter dce Grenzen der Plastik zu sprengen, ging er auch in der MedergaSe des Ausdrucks dis an die äußerste Möglichkeit der Form, so blieb er doch stets Plastiker. Nur ein Genie vermag mit Erfolg solche Bahnen zu wandeln, und Rodin war eines. Sein Name wie seine Werke, von denen wir in Deutschland außer in Berlin und Düsseldorf noch welche in Dresden, vagen, Kircscld mrd Weimar besitzen, werden in der Geschichte der Plastik unvergänglich sein. * Der dramatisierte Raskolnikoff. Ans Berlin wird Inns gejjck^ieblin: Nvm Morde dem Bterliner Publikum in! diesem SpüHcWll- bereits die dritte Dramatisierrmg eines eviscken Werkes vor ge setzt, diesmal pn Residenz-Theater des Tr. Eugen Robert, wo man seit dem grostien Erfolg der „WarslFne. Zitadelle" eine besondere Vorliebe für östlich^ Motive zu haben scheint. Der diesmaligen Dramatisiernng trat man von Dause, aus um so kriti,,ch,er gegenüber, als es sich um eines der durclA- geistigsten Werke der gesamten modernen Rcnmrrklitcratar, nämlich um Dostojewskis Raskolnikoff handelte. Der Bearbeiter Lev Birinski hat vor mehreven Jahren durch! 2 selxr bühuenfichera Stücke, „Moloch-" und „Narrentanz", die Aufmerksamkeit auf sich/ gelenkt, und gerade das bewiesene Geschick fiiir die Ausnützung starker äußerlicher Wirkungsmöalichkeiteu ließ nicht gerade das! Beste für diesen bejonderen Fcul erwarten. Darum brachte der Alberrd eigentlich, .eine angenehme Enttäuschung, da die Bearbeitmrgf sich, von Willkür uud Geschnmcklosigke.it sorgsam freihält und in den entscheidenden Szenen Dostojewski völlig das Wort überläßt, beim die großen Dialoge zwischen dem Uittersuckiungsrichter Pornhyri^ und Raskolnikoff sind, von einigen Kürzemgem abgesehen, w«rt-i lich aus dem Roman übernommen. Aus ihnen ist überl>aupt das ganze Stüch aufgebaitt, der Mord ist glücklicherweise in den Zwischenakt verwiesen. Juszeniermrg mld Auffühcmrg am Rtesidenz^Tha- ater zeigten eine bemerkenswerte Geschlossenheit und vermochten, die Stimmung mit viel Geschick mrd Nervenkraft durchzuhalten. *Dieelektris ch« Kanone. WiLhvend sich die Elektrizität in den vergangener Jahrzehnten nckhr und m-ckhr alle (kbiete ix^ öffentlichen Lebens eroberte und als Betriebsmittel die frützev üblichen Stoffe in stets wackffendem Um saug verdrängt, ist sie jetzt bei der Sckinstwaffe noch ganz ausgeschaltet. Daß der Gedanke, Geschosse mit Hilst des elektrisclien Stromes zu treiben, nicht einfach von der Hand zu 'weisen ist, ersieht man daraus, daß es bereits mehrere Patente auf elektrische Kanonen gibt. Das erstemal war es Prof. Birkcland, der die Herstellung von Salpetersäure aus Lnsi erfunden hat, welcher 1902 eiste elektrische Kanone patentieren ließ, und 1906 L. T. Fester iit Amerika. Die elektrisch? Kamme berühr auf dem gleichen Prinzip toie der Elektromotor. Derselbe beftchr bekanntlich aus dein Elektromagnet, zwisck^-n dessen Pob* der Anker sich, drckht. Die Wwegung des IdhrkerS wird dadurch k.vorgs- . Mfen, daß rstan diesem vom Strom duMließem läßt, wodurch er selbst wie ein Magnet wirkt. Seme Pole werden dann von denen btfr Elektromagneten abgestoßen bzw. angezogmi inu> dadurch^ entr.rfjt bir Rotalion, die sehr rasch, bis zu etiva 100 Umdrehungm m SekMide, erfolgt. Die elektrische Kamine beruht aus dem glek.«»! Grundsatz, nur handelt es sich bei dem Geschoß nicht um erne 'Rotation, sondern um effre gradlinige Bewegung. Das KaNonenroür ist Mit einer Anzahl von Drahtspulen, eine hinterher anderen, umwunden, die nacheinander vom Strom durchfloß en I per den. Jede derselben stpißt das Mschsoß ein Stück weiter, sie erteilt chm eme Geschwindigkeit, die durchs den Stoß, den es von >;r nätz ten SMle erfährt, verstärkt wird. Dadurch addieren sich die Stotz Wirkungen' der einzelnen Spulen. Das Geschoß selbst besorgt das Em- un» Alisschalten des elektrischen Stromes bei^jcdrr Sprcle automatisch, so wie es die Spulen bei seiner Vorwärtsbewegcmg durch den Lauf essiert. Eine elektrische Kanone hat natürlich gegenüber einer imt Explosivstoffe -rrbectenden große Vorteile, l'.nd ist wohl am-u- liehmcn, daß sie diese eines Tages völlig verdrängen wird. Brs jetzt aber ist die Wirkung dieses Types noch, zu gering, als daß er erfolgreich mit der Waffe dk^ nwdernen Artillerie in Wettbewerb treten könnte Doethe-Abend. 21- November 1937, abends 7 V* Uhr, im Saale desGießener Paedagogiums, Wilhelmstraße 16, zur Vorfeier von Qroßherzogs Geburtstag Goethedichtungen deklamiert von Frau von Wclzogen vom Großli. Hoftheater in Darmstadt. UBSilcvorträge des durch Gießener Musikfreunde vergiften Schülerorchesters (a. a. Beethoven, Egmont). HinöD Eintrittskarten: Preis 3 und 2 Mk. bei Ernst Challier, Musikalienhandlung, und im Geschäftszimmer d.PaedagogiumsWilhelmstr. 161. Dk Gesamteinnahnsen erhalten Kriegsblinde. Hotel Fürstenhof, Gießen we Konzert mit humoristischen Gesangsvorträgen. ifffttwoeh den 21. November, in sjrollen Saal, von mittagR 3 Uhr an: 8438 roßes Konzert n nar !a. KrÄftcn GroöÄadt-Prosramm , piü I les’-A Slssis, ” ek „™ i ‘:r 8an ^' I n» rINIian «rirnm, d s "Ä l ?Ä r #l i ä ,SUf der berühmte Virtuose auf p *11" i> l SUnöcrfecttcn komplett, sind zu verkaufen. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 07230 Biinj, Kanansn und Soldaten zu verkaufen 07:45 W est Anlage 46, IN. 3t. Puppenstube, Pnvpenküche, Puvpen-Eß- u. Kasteeservice, Kaufladen,neue Pupve, Vnv- p> ntlic ter,Festung. Kegelsp., Kroiettsp.,Kinderbadewanne u.Zitherz. verk.MvlLdsir.lb! Scidikr Acdmvlipchftll z.verk. Dammstr.»ttl. 0T2is Größere Partie ausrangierter Damen-Husten mit Stoffbezug für Hausschneiderei billig zu verk. ©itrS JSöwatek«, »446 Modewareuhaus. Ein wnchfamrrHnnd zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 8434 an den Gießener Anzeiger erbeten. M fesch Garnituren Lokomobile gut erhalten, gar. betrlebS- fähig, kauft gegen Kasia Maslhkcllsabtik Stieöcc Ambers (Oberpfalz). M18 ss Größeres Gelände mögt, mit Bahnanschluß, zu kuuscu gcsuiht. 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Bahn- hofstraße .33. 1,391 ss Leitung: Hofrat Hermann Stoingoettar. Dienstag, 29, Nov. 1917, abends 7V 9 Ubr, 8. Me25l82e-ü.tzoor'L2r?u. t- Vors{ellcng : l8?4He Perlebsrg Komödie in 3 Lluizügen von Carl Sternbciin. Ende nach 9 1 Uhr. Mittwoch. 21. 2i'ov. 1917. nachmittags 3' Ibhr: !v teiHis Singfviel in drei Llkten. von H. Bertü. . AbcndS 7 l h Hfiv: lias i«s na isül. Sibanspiet in droi Akte« von Sudernmnn. Ende N 1 /, Uhr. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 1! Uhr ist unsere gute liebe, alte Tante, Großtante und Urgroßtante Fräulein Bertha von Grolman nach kurzer Krankheit im fast vollendeten 102. Lebensjahre von uns gegangen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 18. November 1917. * Beerdigung Mittwoch 3‘jh Uhr auf dem Alten Friedhof. SL'GD Tod es-An zeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unsern treubesorgten, unermüdlichen Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgross- vater, Bruder und Onkel Bürgermeister L. Schaum i. P. nach kurzem, in grosser Geduld getragenem Leiden heute morgen l / a ll Uhr im Alter von 76 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Familie Schaum nebst allen Angehörigen. Klein-Linden, den 19. November 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. November, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Wetzlarer Strasse 31, aus statt. S44d Am 18. November, morgens 7 Uhr, entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter Anna Dahmer geb. Trölier im 48. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Georg Dahmer nebst Kindern. Giessen (Neuenweg 4O), den 20. November 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag den 22. November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Freunden und Bekannten gebe ich hiermit die schmerzliche Naoh- ncht, dass meine liebe, treue, fleissige Frau, Schwester, Schwägerin und Tante Eüsabethe Kröck geb. Hardtmann in \ AUe f ™ 50 . Jairen Sonntag abend 10 Uhr nach längerem Leiden sauft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Heinrich Kröck VH. FaniiHe Ludwig Hardtmann II. Familie Karl Kröck BI. Heinrich IBörr Familie Ludwig Kröck XII. Heuchelheim, den 20. November 1917 . Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. November, mittags IV, Uhr von dem Sterbehause, Bachstrasse 38, aus statt. *3454 <> 4 > >ä t ' riglflr ' Statt jeder besonderen Anzeige. Dem lieben Gott hat es gefallen, Sonntag abend. y 2 11 Uhr unsere hebe, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Tante Frau Ww, Ernilie Kilbinger geb. Fauly nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 82 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Göthestrasse 23), den 20 . November 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag vormittags 11 Uhr auf dem Alten Friedhof statt. T8449D Deutscher Eisenbahner - Verband * '——===== Ortsverwattung Gießen. = ■ - — ■ — - Einladung au der am Donnerstag den 22. November Lar?, abends Punkt Uhr. im Lokale ^ votel Lenz (am Bahnhof) ftaufindenden feifenbcihner*Perfammlung Tagesordnung: ' Eiseubahners Hoffrmngen und Cnttäuschnnaen 2. »r-n-fur. a. M. ^ BerfainmlÜn/üb» Äi! Wunsch der leh'en Veisanimluna soll in dieser svrochcn werden Lohnverhälm, e für die Eisenbahner oe. ÄW L bel ' 1Uid),iaen Mit kollegialem Grus; Der Vorstand. I. B.: K. Kiel, Schottstrahe lü. . -»ornano. m, sti el. Schottitrah || Schwarz-Weiss-Theater Programm vom IHenntag. 20. Mov., bis Inkl. Freitag. 23. ÄTov. 7i Ta • 1 a B Ti ti dinn Kriminaldrama in 4 Akten. „ • In den Hauptrollen: gggj P 11 “ 1 Meffert, Deutsches Theater, Hannover, Lotte Erol, Theater ^«^»ßräiZerstraße Berbn EBU »enheck, Noliendorftheater. Berlin, L rB Pl n cha,l n ’ Kleines Theater, Berlin, Emil Endivie, Sierard Prinzeßtheater, Kopenhagen, Zeray Hayria. Theati* Es- WM panol, Madrid. HerronundDamenderftesellscliaff, Farmer, ZlrknskUnHtler Z$%3L Kegep «sw. 3 Milli lafep, wo bist du?! Filmschwank in 3 Akten mit MeiiUa PeCrä. 8442» tüsnimHiiiB Lichtspielhaus • Bahnhofstr. 34. Da die für Dienstag angesetzten 3 Vorstellungen bereits im Vorverkauf sehr stark in Anspruch genommen sind, hat sich die Direktion entschlossen, für Mittwoch den 21. N ov. 5 Vorstellungen zu geben. - Beginn: J3, 4.30, 6, 7.30 und 9 Uhr. Großes Opernorchester: Frauenchöre und Soli Erhöhte Eintrittspreise « 448 » Während einer Vorstellung hat niemand Zutritt.