Kr. 2 38 Anzeiger erscheint tätlich, ander Sonntags. — Beilagen: S,ietzener^a:ui!ienblätter; ttreisUütt für den Kreis «Ziehen. 6czug5flreis: monatl. 1 Rik., vierteljährlich 3 fläche em.pfing Kaiser Karl seinen hohen Freund. Die beiden Kaiser begrüßten sich in herzlichster Weise mit Hand schlag und wied erholtem Kuß. Bald nachher traf König Ferdinand von Bulgarien nrit den beiden Prinzen Boris und Kyrill ein. Es kam zu einer längere:: Begrüßung der drei verbündeten Herrscher. Nach herzlicher Verabschiedung setzte der Deutsche Kaiser seine Reise an die Front fort. Kö,nig Ferdinand und Kaiser Karl sowie Kaiserin Zita kehrten in ihren Standort zurück, nin von dort aus ihre weiteren Frontbesuche zu machen. * Ein Armeebefehl des Kaisers von Oesterreich gegen das Duell. Ein Awn.ee- und Marinebesehl des Kaisers Kart über die Abschaffung des Duells lautet: Armee- und Flottenbefehl. Ans längst vergangenen Zeiten hat meine bewaffnete Macht den Zweikampf übernommen und ihn als eine traditionelle Einrich- tung beibehalten. Das Festhalten an alten Ueberlieferungen kann aber nicht dazu führen, daß wider bessere Ueberzeugung, wider göttliches Gebot und nüder das Gesetz ,die Llustragung von Ehrenkränkungen auch fernerhin der Geschicklichkeit im Waffengebrauch überantwortet und dadurch dem blinden Zufall überlassen wird. Zu einer Zeit, in der jedes einzelnen LEn dem Vaterlande, der Allgemeinheit geloidmet sein :nuß, dürfen Ehrenkränkungen nicht mehr :m Kampfe Mit den Waffen ans getragen werden. Wer sein Leb«en in: Ztvmtänrps miss Spiel setzt, handelt nicht allein gegen das Gebot und Gesetz, er handelt auch gegen setn Vaterland, das auf die nngeschwächte Kraft sedes Mannes jetzt zur Verteidigung seiner Grenzen, dann zum Wiederaufbau und zum Fortschritt zählt. Das allbewahtte Pflichtgefühl und das sichere Urteil der militärischen Ehrenrätc geben Mir eine Bürgschcht dafür, daß sich ibrem Ausspruch jeder wahrhaft ritterlich .denkende Mann freiwillig mtto wirft und daß durch ihre Eiülcheidung Ehrenangelegenheiten in Hmkunft auch ohne Zweikampf nach Ehre und Gewissen aus getragen werden können. Ich verbiete datier allen Angehörigen Meiner bewaffneten Mack-t den Zweikampf und jedwede Teilnahme an einem Zweikampfe. . Im Feld, am 4. November 1917. Karl in. p. Der neue Kriegsrat der Entente. London, 12 Nov. (WTB.) Im Unterhause erklär« Bonar Law, daß zrvecks besserer Uebereinstimmung der milttä- rlfchen Aktionen lem Kriegs rat eingesetzt ivorden sei, der aus dem Prenireniimister und ie einemr werteren Mftgliede der Regie- Ringen von Frankreich, Italien rntd Großbritaniiren bestehe. Der Kriegsrat würde in Versailles weirigstens einmal ün Mo:mt zusMunentrete^, an anderen Orten, wie die Zeit es mit sich bringen würde. Ueber den Beitritt der anderen Großmächte der ANiicr- ten werde verhandelt. Jöde Machit ernenne einen ständigen inilö tarifchen Vertreter als Ratgeber für der: Kriegsrat. Diese n:L- tauschen Vertreter vmrden von ihren Geireralstäben unabhürMg sein. Sw wurden keine vollziel^enden Befugnisse l-aben, sondern Krreg-?rat ilsten Rat erteilen über Fragen des Zusämmen- lvlwirs-der Strategie der Alliierten. Der Genevalstal) und di« nnlitärischen Kommaiidobeliörden der Armeen jeder Macht würden ^wt der Führung der müitärischeu Operationen beauftragt sein und ihren Regierungen vm'anüvvrtlich bleiben. Die militch-isckfen Vertrewr und rhir Sich) würde:: zu dauenwer Tagung in Bersarlles Anfenthalt nehvre::. Es sei ihm nock> nicht möglich den Namen des italienischen Vertreters zu nennen. In Ettvidernng auf eine Frage sprach Bonar Law die Hoffnung aus, daß die Vereinigten Staaten ftch dem Kriegsrat anschließe:: würden. Ein Rdnäuekriegsrat sei nicht gebüdet wordcni. Sine Rede Wilsons. Haag, 13. Nvv. Reuter meldet aus Buffalo: Auf dem Jahreskongreß der amerikanischen Arbieiterföderatton hielt Wilson eine Rede, in der er u. a. ezflärte: Tie Verbündeten Deutsch- landS wissen., daß sie die Vrsallen Teutsckilands sein werden, wenn der Krieg in diesem Stadium endet. Die Berlin—Bagdad-Bahn Imrtbe gebaut, um die Industrie eines Halden Tutzeird mrderer Nationen zu überflügeln und um gegebenenfalls den deutschen Heeren Dienste zu leisten. Wieder kommt Deuttcsstand mit seinem Friedens- gevede. Aber worüber rttret es, über Belgien, über Nordsrankreich, Wer Elsaß-Lothringen? Tas sind besonders wichtige Fragen, oder sie bilden wicht den Kern der Sache. Deutschland übt absolute Macht aus über Oesterreich-llngaric. Es hat die tatsächliche Kontrolle über den Balkan, die Türkei und Kleinasien. Wlenn es die jetzige Kriegskarte verwirklichen kann, so kann es all die Träume zur Ausführung bringen, die es zu Beginn des Krieges hegte. Es wird dann die Macht besitzen, uni die ganze Welt zu Mäfügen. DeutsMarch ist entschlossen, die politische Dtacht Über die Mlt sich anzueignen. Einen derartigen Ehrgeiz zeigte es auch früher schon. Er wurde zum Teil verwirklicht, niemals aber war dieser Ehrgeiz auf einem so wissenschaftlich ausgebildeten Plan der Weltherrschaft begründet. Es wundert mich, daß es eine Gruppe ssibt, die so falsch unterrichtet ist — wie eßi z. B. in gewissen Kreisen Rußlands der Fall ist — daß sie glaubt, man könne leben, ohne daß eine Gefahr von Dentschland droht. Ich bin zwar fein Gegner der pazifistischen Gefühle, wohl aber der paziftstisü-en Dummheiten. Die Pazifisten wissen nicht, lvie sie den Frieden erhalten sollen, aber ich weiß es wohl. Wflson erklärte noch, er habe ben Oberst House nach Europa geschickt, der der größte Friedensfreund der Welt sei. Aber er habe House nicht geschickt, nm einen Frieder: zustande zu bringen, sondern nur um zu prüfen, Ufte der Krieg gewonnen werden könne. Englische Gelehrte gegen Deutschland. A m st e r d a m , 12. Nov. Ein hiesiges Blatt meldet aus London, daß die Professoren Bayliß, Sir James Deswar, Sir David Fevrier, Dr. Langlev, Sir Donald Rose, Dr. Sherrington krnd Dr. Starling ihre Mitgliedschaft bei deutschen Akademien -und wissenschaftlichen Gesellschaften niedergelegt hätten. Andere Mitglieder der Brittsh Royal Society würden diesem Beispiel folgen. (Immer, wenn die allgemeine Kriegslage für England uti* günstig ist, erfolgt eine solche Stimmungsmache. D. Red.) Die Brotration in England. London, 12. Nov. (WTB.) Sir Artur Da pp, der Direktor für sparsame LebensmittelbSwirtschaftung, hat in einer Rede in.Mamhester .auMdeutet, daß folgende Rationen ivöckent- lich gegeben würden (in Unzen, die Unze zu 28,35 Gramm): Brot für Männer, die schwere industrielle oder landwirtschaftliche Arbeiten leisten, 128, gewöhnliche Industrie- und aridere Handarbeiter 112, beschüfttgungslose oder Leute mit sitzender Beschäftigung 72; für Frauen sollen die entsprechenden Mengen sein 89, 64 und 56. — Für andere Lebensmittel sollen folgende Böen gen zugelviesen werdni: Cerealien arißer Brot 12, Fleisch 32, Butter und Fett 10, Zucker 8. Für Kinder sind Leine bestimmten Rationen vor- geschnebcn. Die Luftmacht Englands. London, 13. Nov. (WTB.) Reutermelduna. Unterhaus. Das Hans nahm in zweiter Lesung eine Gesetzesvorlage an, durch die eine der Annee und Flotte gleichgestellte Luftmacht geschaffen wird, an deren Spitze ein eigener Staatssekretär steht. Ein Protest China-. Amsterdam, 13. N>ov. (WTB.) Reuter meldet aus Washington vom 12. Nov.: Der chinesische Gesandte überreichte dein Staatsdepartement formell ben Protest gegen den Vertrag, der zwischen den Vereinigten Staaten und Japan über China beschlossen Mtrrde. Nichtamtlich verlautet, daß der japanischem Negierung in Tokio ein ähnlicher Protest überveiä-r wurde. * * * Eine neue Note de- Papstes? 14- Nov. (D. L. A.) Aus Rom melden Schweizer Matter, rn vattkanischen Kreisen erwarte man die demnächstige Ver- oNenÜrchmg einer neuen Note des Papstes über die Frrcdensbedingungen, die an die einzelnen Kriegführenden gerichtet werden soll. ver vürgeririeg in Rußland. London, 13. Nov. (WTB.) Reuter. Tie Admiralität teilt aus Grmid eines drahtlosen russischen Presseberichts mit: Nach einem heftigen Gefecht, das gestern in der Gegend von Z a r s k o j e Sselo stattfand, hat die Revolutionsarmee die unter dem Befehle Kerenskis und Kornilows stehenden Strtttkräfte der Gegenrevolution vollkommen geschlagen. Berlin, 13. Nov. (WTB.) Das „Berliner Tageblatt" meldet von der Schweizer Grenze: Aus Petersburg wird vom 11. November gemeldet: Tie Truppen Kerenskis ttasen in Petersburg ein. Panzerautomobile nahmen den Kämpf mit den Näaximalisten ans. Um 4,20 Uhr wird gemeldet, daß das Ge- wehrseuer fortdanert. Tie Regierungskräfte scheinen noch in geringer Stärke zu sein. Berlin, 14. Nov. Neue Gerüchte vom Siege Kerenskis werden im „Berl. Tgb'l." perzeichnet. Die Bolschewisten seien bei Zarskoje Sselo geschlagen worden. Kerenski, Korniloff und Kaledin hätten sich vereinigt und riesen zum Kampse gegen die Bolschewisten auf. Fütterung Zu belassenden Fruchte und den Entwurf xüiex Bekanntmachung betreffend die weiteren Bestimmungen zur Ausführung des 8 7 des Gesetzes über den VaterländisllMi Hllfsdierrst. Au» Hessen. I. Darm stad t, 13. Nov. Der Provinzialausschuß von Starkenburg errtschied in Armensachen in zwei Fällen zugunsten des klagenden Ärmenverbandes Frankfurt a. M. gegen den O rtsarmen verband Weiter st adt bzw Heubach i.O. und in einem Falle zugunsten des klagenden O rtsarmen verband es Tarmstadt gegen den Ortsarmenverband Roßdorf. Rus Stadt unb £awö, Gießen, den 14. November 1917. ** Infolge der P?rpierkngppheit und der notwendigen Veröffentlichung amtlicher Bekanntgaben müssen die Gieße- Berlin, 14. Nov. Die Tragödie des russischen Staatswesens,! > ter yEliendlätter heute Mlsfatten. Aus den gleichen. Grün- sagt der-„Lok.-Anz.", schlägt ins Groteske um. Während im Westen ! kann tue FamilreichlLttter-Bellage bis auf werteres nur Reiches die maximalistt scheu Reooluttonäre Mid die Regierung i zweimal wöchentlich, am Mittwoch und am Samstag, bei- Kerenskis blutig um die Machst kämpen, hat sich angeblich der gefügt werden. Osten ganz vom Reiche losgerissen :Md au die ganze Revolution die heftigste Absage gerichtet, indem er den früheren Zaren zum Herrscher wählte. Kopenhagen, 13. M>v. In einem Stockholmer Telegramm vom 12. November an die russische Gesandtschaft heißt es: Tie Von der Landesuiriversität. Wie ans der uns zugegangenen tabellarischen' „llsber- sicht der Studierenden" hervorgeht, zählt die Universität lanen und erhält die Ichhe aufreckst. Kein Ausländer erlitt Schaden In Finland haben keine aufregenden Eieignisse stattgefunden. Der Berichterstatter von „Berlingske Xtbcnbe" meldet ans Haparanda: Ter Schaden, den die Bolschowicki dem Wintcrpalast zugestigt haben, wird ans 5 Millicmen Mrbll veranschlagt. Ka- ledin drahtete nach Petersburg, daß die Kosaken die alte Ne- 299 Studierende obliegen un Heere. Bei der Zahl der immatrikulierten Studierenden entfallen 855 auf Hessen, während 475 sich auf die übrigen Bundesstaaten verteilen. Unter diesen steht an erster Stelle Preußen mit 374. Die Uebersicht der Fächer zeigt das beträchtliche lieber gewicht des Studiums der Medizin, deni tschertaft die Kittmstigen .polltts-chm Mittelpunkbe des Striches fein- wtrrdni, Säowotscherkask, well dies die alte Kvsakenhauptstadt sei. Ferner sind Gerüchte verbreitet, daß die Kosaken Kiew besetzt ** Qr ~ _ _ _ . _ ^ t ^ . haben. r * Amtliche Personalna chri chtew In den Ruhe Kopenhagen, 13. Nov. (WTB) Heute früh ist hier stand versetzt wurde am 26. September der Lehrer Philipp Ru pp scch unabhängig erklärte und den ehemaligen Zaren zum Kaiser von Sibirien ernannt habe. 5 eekrleg. Reue N-Voot-Erfolge, Berlin, 13. Nov. Neue U-Bsot-Erfolge im Sperrgebiet um England. 17 0 0 0 B r. - R. - T. Unter den vernichteten Sehiffen beftind sich ein grofter engsi.cher Dampfer vom Ausstl-en des Dampfers Saronia (14 297 Tonnen). Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein Gefecht au der standrifcheu Küste. Berlin, 13. Nov. (Amtlich-.) Am 12. November nachmittags kam es vor der f l a n d r i sch e n K ü st e zwischen unseren Torpedobooten und englischenVorposten- ft r e i t k r ä f t e n zu einem kurzen Artilleriegefecht, wobei ein feiudlüher Zerstörer gelrofsen wurde. Unsere Boote iinb ohne Beschädigung eingelausen Nur dem Nslche. Bundesratsbefchlüsse. Berlin, 13. Nov. (MTB) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelardgten .zur Aniurhine: Der Entwurf einer Verordnung über die den Unterneh?nern der landlvirtschast- 1id>en Betriebe zur Ernährung als Selbstversorger urrd zur Ter Großhcrzog hat am 26. Septeinber dein Lehrer Philipp Ru pp zu Hangeu-Weisheim anläßlich seiner Ruhestmidsversttz- un.g das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. **. Au s z e i ch nuttg. Vizefeldwebel und O ssiziers-Aspirant Hans Roth erhielt das Eiserrce ^breuz 2. Masse. Opfertag. Auf den Ausruf, den am 25. November stattfindenden Opsertag zum Besten des Roten Kreuzes betreffend, wich besonders hingewiesen. Siehe Anzeigenteil. ** T e u t s ch e V a t e r l a n d s P a r t e i. Sonntag den 18. November, nachmittags 3 Uhr, findet im großen Saale des Gasthow Fürstenhof eine öffentliche Versammlung statt. Ansprachen halten Landgerichtsrat Strack und Professor Werner. Siehe Anzeige. ^ Das Kreisblatt Nr. 188 enthält Berordnungeii über: Fleisch,brühwürfel und deren Ersatzmittel, Saatgut und Sommergetreide, Anzeige von l versteh enden und gekündigten Wohnuiigen, Zum Gemliseanbau besttnrmte Hülfenfrücht», Fleischversorgung. Alustcrkurssetznng der Zweimarkstücke. Die 7. Kriegsanleihe. Rück-» Zahlung ausgeloster Obligationen, Rohrverlvgungsarbeiten, Rcsor- matiousfelt, Sammlung von Arzneipflanzen usm., Bureaukosten der Bürgermeister, Gebührenordnung für die Hebamnren. Landkreis Gießen. --s- Bersrod, 14. Nov. Wilhelm Schröder von hier, der im Westen steht, wird vermißt. Heinrich Sck)ueider, Sohn des Phil. Schneider I., erhielt das Eiserne Kreuz II. Masse.. Kreis Büdingen. ff A l t e n st a d t. 14. Nov. Durch den Volltreffer einer Granate starb den Heldentod der Musketter Wilhelm Dauern- heim. Glariberg, 14. Nov. Me L)essische Tapferkeitsmcdaille erhielt der Musketter Wilhelm Grießhaber. Uunft «nd wNsenschakr. — Alte deutsche „Trostgedichte in Widerswar- tigkerten des Krieges". Marttn Opitz, der „Bvbersä;»o«n"', dem wir^erne Reihe bvochtenÄverter Kriegsdichttmgen verdanken, hat als <Äprach-reiniger und erster Gesetzgeber der deutsck-en Mchtting seinen Pla;tz in der Literaturgeschichtie: aber als Dichter ist er längst vergessen. Er war ein Fvrmtalent, o'hne schöpferische Eigenart, und secn eiMittlicher Begriff vom Poetischeii ist recht zweifelhafter Natur. Er dichtet nacht jaus dem Erlebnis, sondern er pootisiert chirch äußer- lul'e ihelvris-1>e Mittel, ^rnd da chm als Vvrnehmlicher Schmuck die ftnttke Mhthologie erschien, wmrde er zum Vater der langweiligen Geldhrtenchoesie, für die Bildung die Mirrzel b's Mäckerischein war. lDeunoch schürf Opitz ein Werk, das sich ich erfteulicher Weise von wlch,en voettiä?en Berirrungen f-vechält, und ich deni auch ein starkes Erlebnis iils, das ®u fesseln, ja, zu ergreifen vermag. Es sind dies die vier ..Trostgüdichitt in Wliderwärttgkeiten des Krieges", die er, aus Deutschland gef^hen,-1620 auf Jütland schrieb, aber erst 1633 und ohne Bersassernanven drucken ließ. Er spricht in dieser Diästilng alss ern von der .Not des Vaterlarches ftief 'Erschütterter, ,und seine Rhetorik, frei von der Phrase, wirtt echt. Sein Vorsatz ist zu be- schceibcn wie man sich im Krearz auch fteuen soll, sein Meister ferner selbst", und er ldhrt die Tapferkeit der Ueberwindungi durch innere Einkehr, durch Philosophie und Religion. In wohl- gegnederteni Ausbau leidet das didaktischst Gedicht empor bis zü den: Punkte, wo vor Gott alles Leid der Zeitlichlkeit nichtig und aller Schmerz zum Driurnph der Seele wird. Ergreifend sind die ^chckderungeii des Kriegsschreckens und vor allem irne Aeußerun- gm, in denen Opitz sein deittsä^s Empftnde^i offenbar macht. Er rühmt „das adle deutsche Land, mit unerschöpften Gäbeii von Gott und der Natur ans Erden hoch erheben"; ,>u wärest sonst der Martt und Bauplatz aller Sachm, dadurch ein schöner Ort sich kann berufen mach,en; du gingest üöerhoch den archerQi Ländern für, was allenthalben ist, das sähe man l>ei dft " und er klagt: „Ei! ei' Du wertes Land, was kannst du unerfahren, das nicht genugsam schm m DiqvU' kurzen Jahren an dir verübet sei." Große Beispiele der Vaterlandsliebe une -den Kamps der Sttitderlande, führt er in AulMiden Lch:lderungen. vor Augen. Dcvin mahiit er: „Jetzt steht .5 ^-recheit selbst wie glEam auf der Spitzen, die schreft uns :eh»illch zu, ine müssen wir beschützen . . Wer Sann sein Vaterland daß er nicht tausendmal inuß einen Tag vergehn? Und m den ^wüsten lWellen und See der ttesen Not" be- kkchnt er v-oll,-^wiz: „Wir sind ja deutsch geboren, ein Volk, das Nimmermehr sem Herze hat verloren." Es ist Opitzens Glaube: „^.hr werdet nicht angesieget, der teutschen Nation, warm daß sie friedlich krieget und berermn^er hält." Und Logau. der Landsmann und ^tgeno,^ des Märtm Opitz, sagt:,,Dis Elfen zeugt chm stlbst den Rost, von dem es wird verzehret. Wir Deutzen habeil selbst ^ugt dre dre uns jetzt ixrheeret." Nachdem der Küieg schoii zehn Jahre tobte, 1628, veröftentlickste Opitz eirn: andere Mchttmg dne m ähnlicher Weife interessiert wie die „Trostgedichte": „Das Lov oes Krieges Gottes." Sie hat tveniger erhabenen Sch.muig als jene, ist beladener mit mythologischer Allegorik, aber man spürt das Zefterlebms selbst durch die EttMeidimg In einem sattrilch gcmeinteii Lob des Mars entäußert sich Opitz all der BttteLtLit rmd TvosUosigkert. mit der das KriegÄvetder im Verlauf von zehn Jahren ihn erfüllt. Den Geist der Trostgedichte vermag er nicht mehr ftstzullalden. Er sieht nur derr Mckden Schreck, den furchtbaren Greuel der Verroüstung. Im Rahinon des Zeitge- jchmackes gesel-cn, ist das Gedicht em retl-ocftsches Meisterstück. Opitz ^1t alle Namen, alle my-tholvgischen Zeichen heran, die man Mgrs l>eigeben, und ttiüpft daran edle sattrijche Charakteristtk des Kriegsgott^, und seiner Scharen. Twtz des „lusttgan" Tones wirkt das Bild erscheckend. Köstlich ist aber der Spott auf „frei; techchen Tutzter Sü.ar", die sich jetzt an Elb und Rhein „sehst stark zu Felde schreibtt" und im ..süßen Dow' den Krieg Preist. Eluge Sthar, der Musen Trost und Zier, eiitgegen der Gefahr des Grabes, das dich fleucht, wirst nicht aus Lethe trinken, so für den Pöbel ist." Opitz selber- loard ein Opfer des Krieges, sreil'ch nicht in der Sckjilackft. Als! er einmal einem Gefechte beiwohnte, hielt er sich an das große Vorbild des Horvz Er starb an der Pest am 20. August 1639. Ende der Mauern von Cantvn. Canton, die Riesenstadt rn Südchiira, ist arm an künstlerischeii und baulichen Sehenswürdigkeiten. Seine größte Merttoürdigkät in dieser Hinsicht ßnd du alten Mauern, die die Stadt in einem Umfange von etwa 10 Kilometern umgeben und die den echt malerischen Anblick alter chmejischer Befesttgun-gswerke bieten. Zahlreiche Gesckchtze ältester Bauart sühven mrf diesen Ries-enwälleii ein friedliches Dasein. Nun scheinen die Tages dieses nierttoürdigen Denkmals der Geschichte und Baukrrcht Südchinas gezählt zu sein. Eanton wlll sich moderni- fteren; es sollen moderne Straßen, moderne Stadtviertel und Ä-rraßenbat-nen ins Lebeir gerufen werden., und zu diesen! Zwecke wlll man noch nn lausenden Jahve mit -dew Werke her Nftder- reifeung der Maurern beginnen. Es steckt in den Mauern von Can- ton ern so gÄvalttges Baunraterial, daß man daraus erheblichen Erlös zu ziehen hofft. Man hat berechnet, daß sie an 337 000 ?o^?.EMeter Ziegel 360 000 Quadratmeter anderen Steins und ^ 720 000 Kubikmeter Erde umfassen. Trotzdem wird die Summe die zur Durch ührung des Modernisierungsplanes erforderlich ist, noch immer auf mehrere Mittwnen Mark geschätzt, alleur die cknne- sischeii Großkaufleute von Cauton interessieren sich für dm Plan und sollen einen Teil dieser Sirmme bereits gezeichnet haben. Eine der Ni'ed-erlegung des Mauergürtels liegt darin, frag; etwa 5000 chinesische Häuser unmittelbar an und neben ihm ich angesiedelt haben. Es bleibt nichts Übrig, als diese Häuser samtliä) -aufzukaufen. Natürlich wird dies wüster Spekulattön Tür und Tor öffnen: auf alle Fälle aber wird Canton an Reiz, Eigenart und Gitter esse wesentlich verlieren, tvenn moderne Straßen und Straßen viertel deii Platz des malerisch alten Mauerkranzes ein- nehnien werden. - r der Krim. Archäo- wSssch bedeuttanre Entdeckungen wurden, wie das „Jouriral" zu l c ^^rm: im Gouvernement Taurien im nord- Ntlicheii Teile der Halbinsel Krim, gemacht. Man legte eine neue Akropolis frer, die als das bedeutendste klassische Denknral bezeichnet wird, das rn unserem Jahrhundert gefunden wurde. Außer- t!^J vub wE auch eine gauje griechische Vllla in vollkommen ftr- hm ^l l eine große Menge anttker Vasen und schließlich^ Geldstücke aus der vorchristlichen Zeit, lieber die näheren Umstrmde und die inutmaßlichen gesckftchtlicheii Zusanhuen- hange wurde b^her noch nichts (vcmmeres mitgeteill. , „— Neuartige Schädelpla stik. Eirre neue Art bet Schädelplasttk wurde in letzter Zeit durch die französischeii Chirurgen. Dauberin und I. A. Sieard mit Erfolg erprobt. Als Prothese bei Kopfverletzungen führten diese beiden Aerzte, wie die Müncherrec Medizinische Wochenschrift berichtet, statt der bisher üblichen Silber- oder Elfenbeinplatten die Verwendung sterilisierter, von Menschen, stammender Schädelknochen ein. Das erforderliche Knochensttkck eut-- nimmt man bei diesem Verfahren einem frisch sezierten Schädel, der Knochen wird 2—3 Stunden lang gekocht, hierauf, dem dadurch verursachten Substanz Verlust ^entsprechend, sorgfälttg geformt, hierauf 24 stunden lang noch einmal sterilisiert,' mrd zwar in Äettier, dann verwendet man eine letzte, aus Mkohiol, Formal und Aether ßu gleichen Teilen bestellende Sierilisatton, um endlich das Knochen- stück für eine.halbe Stunde bei 120 Grad in einen Brutofen zu bringen. Bisher wurde diese neue Schädelplasttk in neun Fällen an- gewandt, bei allen mit befriedigendem Ergebnis, trotzdem der eine Fall bereits 7 Mvirate alt war. Me Vorteile dieser Knochen Prothese sind vor allein darin zu ^erblicken, daß der Schädel knochen mit den: umgebeiiden Oöeiveben fester verwachsen kann imb außerdem reicher uji_ koUensaurem Kalk und Mi Magnefia ist, als die bisherigeH Ersatzmittel. Endlich fällt auch gerade zur Kriegszeit ins Gewicht, daß diese Prothesen in Gestalt menschlicher Schädelknochen bedeutend billiger sind, als -die bisher benützten Materialien wie Elfenbein und Silber. — Wi^ das sauerländische Platin gewonnen weroen soll. Vor -dem Kriege wurde in der sauerläudischenr Grauwacke Piattn entdeckt, und von der Ausbeute dieses Edelmetalls verfprach man sich große Dinge. Die Geiviunung ist freilich da- dnrch fehr erschwert, daß das Mcktall im Gestein sehr ungleich ver- teilt ist und frch auch äußerlich nicht fest stet len läßt, ob im Stein l-J ?^^lmetall vorhanden ist. Wie die „Naturwissenschaftliche Wochen) chrift" (Verlag: Oftrstav Fischer, Jena) mittnlt, ist nun jüngst eur deutsches Patent veröffentlicht worden, das der 0öe- t—S dftses fein verteilten Metalles gilt. Der zugrundeliegeirdo Gedanke zrelt auf eine ganz neuartige Erzaufbereitung ab. Das ^ ®^ tetn soll nämlich in dünner Schicht auf eine elektrisch leitende Flache aufgettageu -verden. Diese Fläche wird damr mit dein ernen Pole eurer .El-ettrizitätsquelle in Verbindung ge- bvacht, und der -andeve Pol besteht aus einer kleinen Platte, die Pu.lve-r-masse hin- und hergeschLiben lwird. Ein Strom- schluß kann immer nur dann erfolgen, wenn ztvischen der Unter- flache und der bewegten Platte Rdetallkörnchen vopl^anden sind, wal-rerid das Gestern den Strom nicht leitet. Auf diese Weise tritt eine Scheidung -ern: die Plattnteilchen bilden -an den BerÜhnmgs- Iteilen Mit den Polplatten Funkeir und schmelzen auf diese Weise Mit ulmen zusamm-en. Ist das Verfahren einige Zeit lang fott- gesetzt, so hat sich genug Wattn an den Polplatteii abgesetzt. Ms Stoff für hi-e PolPlatteii kann Wachs, Asphalt oder auch ein leicht nelzendes Wcetall.dienen. Wie sich dieses Verfahren in der Wirklichkeit bewahren wrtt>, läßt sich nicht Voraussagen: das Plattn. da- so großer Berdümrnng Mvomren werden soll, tvird wahrschein- r reä ?, ; bei dem gegenwärttgen hohen Platinpreise aber rechtfertigt sich auch ein Gewinnungs ver fahren, das man unter anderen Umftmiden als unwirtschaftlich veriverfen würde. * s «in * e n 14 NovDic Hessische Tapferkeits Medaille ^ielt der Wehr mann Jakob N e i cfr a r b. Kreis Schotten. c - ' ^vJ? 00 ' Verbots immer noch P 0 * kul/NNge Höchstgewicht von 25 Kilogramm spaterer Dlagiral)ine in Woasall kvmmen. ^schotten, 1-^Nov. Das Preußische Berdienstkreuz für Aüaohilsc erhielt der Kreisdirektor Muhl * BuUn dorn, 14 Nov. Di- Lesfische Tapserkeitsm-daille erhielt der Wahrer Heinrich Hermann. e^M i^Helba ch, 14. Nvv. Zum Unteroffizier biefürdert wurde b* Gefreite Heinrich Becker, Inhaber des Eisernen .Kreuzes und der Hesftsckien Tnpferkeitsmedaille. } y- r 'Jnn^ n ' 14. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Heinrich Weber. Starkenburg und Nheinhessen. ** a ***' 14. Nvv. Im Oberliaxsackte des Gewerbe- wusmms fiichet vom 15. bis. 21 d. M. eine von dem W®«™ ?s^^t^e^sstellung ftUKleinwol-nimgswesen statt. * Marnz, 13. Nov. Falsche. Darlehenskassensck>eiue sind, wie der ,,Mainz Lüizerger" meldet, nt Mainz wieder im Umlauf Wieder halt lutb falsche Zwei- und Em-Markscherne an den öffentlichen Kasten angehalten worden. Sie waren leicht als Falsiffiite zu erkenn«: und trugen alle tu der rechten oberen Ecke der Vorder- Xite die Nummer 292. vesftri^Nasscnr. - ® rie j^j ,n J M., 13. Nov. Der (Äemeinderat nahm heute zu der von ^rankfirn d^egten Einverleilmng Grieslxnms Pt FrauNurt m emgehender silrima Stellung. Tie verschiedenen Redner erwarten ihre grunchatzlium Geneigtheit zur Aufnahme mn Verhandlungen knüpften jedoch für Griesheim Lesoilderer twn Frankfurt zu erfüllender Bedingimgeii, z B Sck'sat- fiing besserer Verkehrsverbinduaugni zwischen biüden Orten ^ Anlage van Straßen, Emrichtnng von VolksbildungSan stallen Volks- bauern, Erbauung emer höheren Lehranstalt (Realschule) Ok- Mihning des gleichen Geipeinden'ghll echts wie Frankfurt Tie wichtig- Angelegenheit wurde, schließlich zur weiteren Vearbeituna enieni Ausschuß von ftrnt Mitgliedern der Geineind-evertretuna Merwieseu. J = Obcrrctf-enbcrg i. T., 14. Nov. Ein jrmg-es Mädchm das seinen Eltern 700 Mark.^stöhlen l>atte und damit nach Mchnr xmi wEe wurde knrz vor der Abfahrt auf Beranlass.mg der hitern verhaftet. Das Geld fand man unter dem Futter des Samt- Mchcns eingenaht vor. l Darmstadt, 13 .9d)v. Ter Kaufmann Moritz Löb von Griesheim verkaufte an die Flieger-Erst.rtz-Kbt. 32 Kilo Cervelat- wurst für 9 Ätark das Kilo. Obivdhl es gute Dauerware sein sollt' war sie so frisch, daß ein Erträglicher Schwund von 10 Kilo ein- trat. Lob nahm'Nvar die Wurst zurück und vergütete den Ankairjs- vms Trotzdem wurde ein Strafverfahren wegen übermäßiger Preissteigerung eingelötet. Gegen den Freisprucki des Schöffenge- cichls legte der Staatsanwalt Berufung ern. Die Stra.fkanun>ell orructeilte auf Gutachten des Darmslädier Schlachlchofdirektors^ .jooad'i‘eirte Ueberfordernng von 2 Mark pro Kilo verliege, den An- qckWen zu 500 Mark Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängnis. — 2er»0jährige Taglöhner Lorenz Schm i t t aus Mörlenbach erhielt mgen Vergehen gegen § 176, Ms. 3 6 M'onate Gefängnis. — Der 34jährige, schon vorbestrafte Metzger Max Zäpfel aus Äpvlda stahl in Offenbach nach dem Uebernachtep einem Zimmer- genvssen Uhr und KleidungsMcke. Unter Einbeziehung einer ihm in Köln Merkairntcn Gefängnisstrafe von einem Jahr wurde er zu l Iachc 9 Mionate Gefängnis verurteilt. Weil er in einer Fabrik in Großi-AjuHeim einen Schrank erbrach und 4 Sveisr- marken entwendete, erhielt ein jugendlicher Taglöhner aus Hein- Oe^lnn-^uZ^uz 6er 10. Preusslsch-Süddeutschen (236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle ß. Klasse. 4. Ziehuogstag. 12. November stadt 1 Wochle Gefängnis. — 5 Jugendliche aus Offenbich, drei IZMirige Schüler und zwei 16jährige Hilfsarbeiter drangen in den Keller einer %. Z leershechmdeu Wirtschaft in Offenbach und stählen Geschirr, sowie Bleirohre und sonstige Mietall gegenstände, die sie abniochsten. Ein Schüber erhalt eine Warnung^ einer der 16jährigen w'urde fveiglüftvochen, die drei anderen er^ hielten je eine Woche Gefängnis. ' \ Vermischte*. ** Düsseldorf, 13. Nov. Einbrecher drangen des Nachts in das GvldwarengesckKft von Titges und erbeuteten für 60 000 Mart Waren. Tie Verlnecher hatten sich in das Hotel Breitenbacher Hof eingemietet, von wo iie auf das Dach des benachbarten Geschäfts stiegen, dort durch die Decke einbrachen und so in den Laden gelangten. * Siemens st a dt, 14. Nov. Der Direktor der Werner- wett'es von Siemens^ & Hälske, Prof. Tr. Phil, und ing. h. e. Raps, wurde vom Kaiser zum Mitglied des Kuratvriunls der Phvfi'kcckisckit-Technischen N.ickisaustatt berufen. * Würzburg, 13. Nov. Amtlich vorgenvmmene Prüfungen ergaben, daß von 292 Würzburger Wirtschaften nur 31 den V'vrgeschrieberssönlichk>ei!en bevölkerr werden, und da Mtrn ans diesem Gvimde die strenge Gefän gnisdisz.pl in durch Ausnahmen., besondere Zugeständnisse usw. zu lockern beginnt, meint der Mercure de France, daß die Epoche des „gemütlichen Gefängnisses" sich anscheinend wiederholen werde. Diei-e Epoche, so führt Blatt muoen ^bald die merkwürdigsten Berchältnisfe. Es kam jo wert, t>aß o e Zetten- türen iibeihcrupt erst um 10 Uhr abends geschlossen wurven, nuL die Türen der Gänge .varen gesperrt, im übrigen konnte man lvp frei bewegen. Die Gefangenen besuchten sich gegensertrg, grunoete, Klubs und luden sogar ausivärtige Bekannte und Berwandde W kleinen festlichen Mahlzeiten ein. Bolo Pascha, Tiurmel und Genossen, so meint der Mercure, werde es bei ihren glonzensen B e- zrehnngen viellerch>t bald gelingen, .ähnliche paradreiftche Zushanve ei nzu führen. Meteorologische veobochtungen der Ltaüon Gießen. No- j!L vem- i| der l|® 1S17 |J» o s2 O a> 2 3 2^ 3-2 oi ru 7 "o: A s co w $ 2 07 S Z * 3 «* <,2 3 % ■o I Finnland zurückkehren zu wollen. England und Holland. Amsterdam, 13. Nov. Dem „Algemeeir Handelsblad" wird' aus Y m u i d e n berichtet, daß zwischen den Fischereireeder nf und der britischen Regierung neuerdings Verhandlungen zur Erreichung eines Abkommens über die Lieferung von Fischen an England im Gange sind. Tie englische Regierung hat vorgeschlagen, daß 35 bis 40 große Tampftrawler an der englifäien Westküste fischen und ihren Fang ausschließlich auf den englisäien Markt bringen sollen. Dagegen würde England sich verpflichten, die übrigen Ymnide-r Tampstrawler ausreichend mit Kohlen zu versoraen. Von dem durch diese Fahrzeuge angeführten Fisckmengcn würde England nichts verlangen, sondern sie würden ganz zur Verfügung der nieder!ändisck)en und deutschen Abnehmer bleiben. Anf jede ^erofceno Nummer sind ewei gleich hob® 0». wlna® feiaiiea. und B’nar j® «Iner auf dl® Loae |Cfnnim®r in den beiden Abteilungen I and II (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) Zn der -mitt Beziehung wurden Gewinne Ober 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 16000 M 4062 121098 10 Gewinne zu 5000 M 9819 84837 157177 187.-30 80 Gewinne zu 3000 M 11580 31311 33802 O'J u* tviuuc LU ÜOUU AL UUOU \j l. A. 30003 4301^ 54660 62705 70386 71832 71908 75880 80997 94480 113963 119216 126807 129767 130349 ,132^40 132432 141979 166004 106347 166522 167210 172704 190121 190693 192222 196294 199197 203309 203460 211313 212020 212037 223,838 226941 229347 832206 144 Gewinne xu 1000 M 2100 3157 5034 8537 6763 8968 16669 17322 13983 20421 20683 25221 35057* 37835 40169 40030 41108 41582 46346 53554 55014 55331 60219 59473 02439 64411 58375 74920 31107 82232 09019 90538 95109 103839 108762 112411 115391 119355 119563 124402 124307 125405 126939 140288 141961 1462^8 154400 165632 157629 158560 160034 161278 164806 171507 173386 174703 186872 190960 -192333 19297.1 1985.-’.■! 203952 212869 216045 218517 218831 223446 224172 227932 229335 231396 206 Gewinne ru 600 J1 1428 2167 3647 7341 8819 11178 11036 13341 14006 14094 15231 21208 22035 22335 23238 24466 26404 33630 37025 44594 40291 47176 49651 49828 54914 57757 61312 61862 §6623 77644 78299 73411 80408 80048 81646 32710 83000 91564 92714 *3607 95103 96273 99280 104531 106112 106532 109521 112732 113112 115182 116347 118650 119415 119306 121219 126844 132204 j.33035 138 j(. 139219 139621 1410.0 142532 143580 148521 1493Ü 15 j .183 153192 163445 168160 188932 170802 172399 172621 175679 177392 181425 185034 138221 188 330 183961 1910>1 191750 196434 198925 197j46 193613 199005 200898 201502 205797 206827 2*8490 209040 21(870 210321 213963 218768 219462 224093 225247 227667 230630 ln der Nncbmi(iap;sziehung - wurden Gewinne Ubei 240 Mark gezogen. 4 Gowiuiie zu 16000 M 77661 192307 8 Gcwinuc zu 5300 M 109800 133431 171930 Ä09 °OÖ Gewinne zu 3000 M 1675 2005 3265 3556 4942 7040 3418 10741 10689 18096 61301 621j4 69509 09723 1"'.'240 103068 100121 110289 11033» 126307 12660t 1085 8 151150 155399 159537 lv-^24 171760 176042 177920 178177 179370 189072 194690 203308 211486 212771 214100 217119 325-26 201902 232151 233911 Ä ^ 164 Gewinne zu 1000 M 2405 2736 2999 3967 |01‘ A 15Uj' 2/350 30435 33568 38064 36022 39438 43498 44584 46187 46430 40320 49192 50537 53517 84303 00668 71950 ’314b 73519 70227 82556 0 jüo3 §8850 90353 94097 90749 98854 105393 11108 7 1U739 11646b 118420 119422 123135 123605 126269 127816 128676 131841 133694 13Q759 139039 141289 143454 143457 145564 146912 153455 154870 166769 163102 194496 105597 160107 172078 176733 179164 181294 184.73 180337 190976 194733 195308 198559 203041 205993 200037 209823 215868 217700 220013 223060 228909 227460 229401 233809 170 Gewinns zu 600 M 79 1036 1950 2764 9722. 13303 1 6893 19672 26141 30761 32077 32209 83719 3.1 ;6 ■ 3600 7 40234 43915 49470 49974 51601 65674 f 73 02027 86722 65698 68886 67630 68490 72807 7', l., 74179 76764 79924 80045 85118 92801 101186 ! ,2111 104539 106007 100456 106349 110943 116404 11 ' >-2 H7326 124724 125097 126857 131406 134620 i ..j7 139512 142021 142690 145147 145162 148709 ' " 6'182636 160420 108703 170043 171510 173318 . ,0 175452 176053 161472 183416 165438 166312 l.vlü 195022 198891 2Ö3008 203478 205904 211629 212219 217266 2'8746 218930 228441 22S464 2231U 227/53 228421 Babnbofstraßek»4N 8»Zim.- Wobng. mit Loaaia n allem Zubeh. a. vermieten. 6577 Nalln, Gr. 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Gestern morgen 10'/, Uhr entschlief nach kurzem Kranken- ager ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 63 Jahren mein lieber Mann unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Christoph Schmidt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Schmidt geb. Seuling. Alten-Buseck« Rödgen und im Felde, den 13. November 1917. ... Di « Beerdigung findet Donnerstag den 15. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus statt 8319 Die uns zugegangenen Nachrichten geben uns die unaussprechlich schmerzliche Gewißheit, daß mein heißgeliebter Gatte, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Landsturmmann im Infanterie-Leibregiment Nr. 117 Herr Heinrich Kammer Lehrer zu Ostheim b. Butzbach am 4. Oktober 1917 nach 14monatiger treuester Pflichterfüllung im 45. Lebensjahre den Heldentod für das Vaterland gestorben ist. Dies teilen mit der Bitte um stille Teilnahme mit Die trauernden Hinterbliebenen 07oeo I. d. N.: Dorothea Kammer geb. Roth und Kinder. Ostheim b. Butzbach, Bettenhausen, Griedel, Friedberg, 12. Nov. 1917. m Fürdie überaus zahlreichen und wohltuenden Beweise herzlicherTeiinahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust spreche ich im Namen meiner Familie herzlichsten Dank aus. ^ssr» Leopold Mayer. Gießen, den 13. November 1917. ‘ Veteranen-Verein. A „ , Don dem Ableben unseres lieben Kameraden ßemm Aklprr fetzen wir unsere Kameraden geziemend in Kenntnis. Die Bestattung findet Freitag nachmittag 3'/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 8306D Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumen- spenden bei dem uns betroffenen Verluste sagen wir unseren besten Dank. Pckr Borre unH Hinterbliebene. Gießen, den 12. November 1917. 07089 Danksagung. Süt die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Heimgang unseres lieben guten Sohnes und Bruders Fritz Wiegand für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Heinrich Wiegand. Gießen, den 14. November 1917. 8314 lMo];j^fnl[älfol[D!aM|D][al[a[äl|nj|Dl[niräl Weihnachtsglocken hör’ ich klingen. Wölb®volle, herrliche Melodie v. Bloritz. 8280 Klavier nid Sesam, 1 M., Duett 1,20 M., Zither 80 Pf. b» i rns ! Cballler, t«icßon, Jicnt*«woc: 9. t°3®[°]lä][s][ällä][älg[ö][n]ll][ä![51[äj[ä][ö][g] Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge^ unseres teuren Entschlafenen, des Landwirts Heinrich Winiher sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Besonderen Dank dem Veteranen-Verein für die dem Heimgegangenen erwiesene letzte Ehre. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 13. November 1917. i 07086 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen Daniel Kühl sagen auf diesem Wege innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Kühl Familie Carl Stommel Familie Ernst Kühl. Gießen, Friedberg, den 14. November 1917. Q71o# eingetroffen. 8294 Carl Schwaab, Hoff,, Seltersweg 23 . Zum Aut- Biit zahle item empfiehlt sich 8318 Heinrich Schmidt IV., Schlossermeister, Heuchcllreim. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden bei der Beerdigung unsres lieben Sohnes sagen wir allen auf diesem Wege innigsten Dank. Die tieftrauernde Familie: Albert Kuhnd. m W/J Der vom 1. Novemb. 1917 ab gütige Gießen (Schöne Aussicht), 14. November 1917. 8315 Sagemehl zum Streuen kann bis auf weiteres abgeholt werden. 7433 B. \ r ulin, Vo llar. Wer zerrissenes Sdiuhr verk, Geschirre, Leder, Leltstoße, Fahrrad man td, j Filz usw. selbst ausbessern • will, verwendet vorzüglich dieNähahle Stepperin ! D. R. G. M. Solide, beste Konstruktion. Näht Stepp» stich wie Maschine. Leicht zu handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. Viele Anerkennungen. — Preis Mk. 2.50 mit Nadclsor» , tierung und Ldnenzwim, verpadet und postfrei. In Ledsrhandlungen käuflich oder direkt durch Joh. ZucScco* Stuttgart-Botnang. P bewegliche, imprägnierte und dauerhafte I-,°rtvreisjv-rt an Vctwrdcn, Gelangen,äacr. Gros,- Industrie, ELarcnhäuscr usw. a3oo X«" <>< 1 . Holi 2 . 1 , vertrieb . -. 7 . i> 5 J Telephon Holend 1134. Sromen. Telegr. Nordsohle. &0T Tüchtige Vertreter genudm. ~1SSl Leitung: Hofrat Hermann Steingoetter. Freitag den 16. Nov. 1917, abcndö 7 1 /, Uhr: G. Freitags-Abonnements- Vorstelinuo-* m M« enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gle8en, Frankfurt am Main. Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar Londorf, l-ronhausen, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda, Als- eld Grimberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Lieh, Laubach, Butzbach, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehendenr Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der B.eber^Jhahn ist in der Geschäfts- erschienen und zu «W stelle d. GieDener dem Preise von Anzeigers vorrätig und kann auch durch die Austräger bezogen werde,!. riugelaufen TürkeiiTuiib schwarz mit braunen Flecken, e lbzuholen W escrst r. 2 0 II ?® cr lhaatl. gevr.i ert. einem Hingen Mädchen Frirafvulv.''' riedt? . Osterien erbeien an Ilokmana.Nord-Anl. N II. lliiihaüff inrlorrn von Gärtnerei 9ietz bis Keplerstrahe. Abzngeben 0/086 tt'octbestr. 31,11. Vustsviel in 3 Akten von Schönthan und Lladelburg. Ende 9Uhr. Die für heute geplante iifcntlidif Bfrfmiunlii'i findet voraussichtlich am -8. statt. Redner Reichs- lagsabgeordner Wienier' 8303 D Der Borstand.