m. 2( 2 Ter «(cfjencr erscheint täglich, ander SoimtagS. - Beilagen: ©icfecncr^a;;tiltcnbiaftter; KieisMalt ffi: den Kreis Sietzen. Sezkßspreis: manatl. 1 Bit., viertel- fähvlict) 3 Mk. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 9.) Pf..- durch die Post 'OHf. 3.— viertel- jätzrl. ausjchl. Bestellg. Hernsprech - Anschlüsse: für die Schrntleitung N2 Verlag,GeschäitSsteUeöl LluschrwsiirDralünnch richten Blatt istzl. IchrZskrg postfcheckfvnto: Frankfurt a.M. \\m fH MittWoch. 7. November MI rmvnmnnrt)- ^ I. rrnzeiger Gießen. oWl!Uttg§runddrrLck u. Verlag: Vrühl'sche Uuiv vankoerkehr: Eewerbebank Gießen -vttch- u. Steinbrnckerei Lm?ge. Schristleitung, SeschSstzstelie ».Druckerei: Schuistr. 7. Annahme von Anzeigen i. die Tagesnummer bis zumNachmittag vorher. Zrilenpreise: für örtliche ^Injci^en 20Pf..für auswärtige 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf. bzw. 90 Pf., nebst 2O°/oTeuerungrzuschlag Hauptschriftleiter: 2lug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt unb Land, Vermischtes u.Se- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 6. Nsverichrr. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. In Flandern setzte rrsch tagsWer lebhaftem Stö- nmgsfeucr gestern atzend starker ArtUleriekarrrps ein, der Mischen dem nördlichen Teile der Yscr-Niederuug'und der.l Kanal »ÄN Counnes nach Upern während der Rächt im= vernriudert anlnett und deute morgen von dem Honthurlstcr- walde tziS Zandwiorde sich zum Trommelfeuer gegen unsere Kampfzone steigerte. Starke englische Infanterie hat beiderseits von Pas- fthmdaele und an der Straße Menin—Ypern angegriffen. * Bei den anderen Armeen und besonders bei St. Quentin. längs der Ailette, aus beiden Ufern der Maas und im Sundgau schwoll abends die Feuertätigkeit zu beträchtlicher Stärke an. Gewaltsame Erkundungen der Gegner schlugen m urchreren Stellen verlustreich fehl. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front \\i die Lage unverändert. Italienische Front. Die Tagliamentolinie ist von uns genommen! Die Italiener sind zwischen Gebirge und Meer erneut im Rückzuge. Brände bezeichnen ihren Weg dirrch die ober- italirnische Elm Die Erkümpftmg des Ufenvechsels mir Gebirge durch angriffsfrendige österreichisch-ungarische Divisionen trieb einen Keil in die von Natur starken Verteidißur.gsstellen des Feldes am West'.ifer des Mschnittes. Die schnelle Erweite- rrmg des so geschaffenen Brückenkopfes durch erfolgreiche MnVfe zwmlg den Gegner zur Räumung der ganzen Flutz- lmi? bis zur adrialischen Küste. Flußaufwärts bis zum Fella-Tal hielten gestern die italienischen Brigaden noch Stand. Der Druck unseres Vordringens hat die I t a l i e n e r a u ch z u r A n f g a b e i h r e r Gebirgsfront veranlaßt. Vom Fella-Tal bis zum Coltzricon. nördlich des Sugana-Tales, in einer Breite von mehr als 150 Kilometer haben die Italiener M: seit Jahr-en aufgeli nuten StellungszoueN aufgeben md sind im Zurückache;!. Die weitere^ Operationen der verbündeten Armeen sind emgeleitet. Der Erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. Der Abendbericht. Berlin, 6. Nov., abends. (Amtlich.) Frühangrifte der Engländer führten tagsüber zu Kämpfen um Passchendaele; bei Gheluvelt brach der frürdllche Ansturm ergebnislos und verlustreich zu- Wmmen. Vom Oste;; nichts dteues. Der Tagliamento ist auf der ganzen Front überschritten; die Verfolgung ist im Forftchreiten. Eine außerordentliche Uniwälzmrg der Kriegslage findet yogenwärtig in Dber-Jtalieu statt. Was uns heute die Tagesberichte der Heeresleitungen berichten, übersteigt alle Erwartungen. Auf der ganzen Front ist der Taglimnerlto übersckZritten, die verbündeten Truppen sind im unaufhaltsamen Vordringen nach Westen. Der Italiener h-at be- gonrcen, auch seine Alpen front abzjubrechen Der österreichisch- lukgarische Tagesbericht nennt uns jetzt auch wieder den Namen des Frhrir. v. Conrad, der an der Dolomitenfroiri die Verfolgung übernommen und bereits ansehnliche Erfolge dabei auszuweisen hat. Die Wahrscheinlichkeit ver- üro/.ert sich, daß die Italiener bis zur Etsch zurück müssen. Sick)erlich werden noch große italienische Abteilunden, die in den' Bergen stecken, vorn Rückzüge abgeschnitten und gefmrgerr genommen werden. Das alles könnte uns ungetrübte Fren.de bereuen, ucüßte uns über alles erheben, was uns bisher Zweifel ooer Bedenken gemacht hat, wenn nicht die Truppen einer un- 6eziü^lten Reichstagsmehrheit ans ihre besondere ü^,eZe „den Rubtöon überschritte^' hätten, loie das „Bert. Dgvl. siä) cnrsdrückt. Diese Kreise wollen nicht zur Ruhe Vorn men. und sie suchen ihre Unmut-Stimmung und ihren absonderlichen Tatendrang nach allen Richtungen hin auszubreiten. Gestern hat das „Bert. Tagebl." einen langen Triumph- gewng angestimmt über die neue Aera, die nicht mehr eui- oder beseitigt werden könne — heute jammert tue „Frankfurter Ztg." auf drei langen Druckspalten in einem Migen Klage- und Drohlied. Das Blatt kündet neue große Schwierigkeiten, ernste Verwicklungen, gefährlick)e Wenoun- an, weil die angeblich erneuten Forderungen der Mehr- yeu-Spreckpr in Sachen der neu zu besetzenden Reichsämter map jchnell unb willig genug erfüllt werden. Wir sind cn vw Geh-im-Verhandlungen der Fraktionen nickst eingeweiht, uvrnen aber aus den eben enrälmteu Episteln erraten. oaL E muen Kanzler v. Sertüng gestellien Fordernnger und verschärft haben. Man will ihn, und den « j, durchaus den Mehrhcitswillen aufKwingen. Frhr v. vrrtimg zögert, und der nationalliberale Abg. Fried- r T f 1 J e Pi'ä)ü>cnt des preußischen Staatsministerium- wertun sollte lehnt neuerdings diese Ernennung ab, mit deut- i- U Auspielung auf die „weiteren Wünsche", die, so l-eisz, m der betr. Mitteilung der „Nationalliberaler lloricjpondcnz" „keine Erfüllung finden konnten". Ob bu Dinge nun wirklich so schlimm stehen, wie die „Franks. Ztg." vorgibt, ob die Mchcheitsparteien wirklich so unnachgiebig, kamps- imd rachcbereit dastehen, ivollen wir abwaricn. In m^em Organ des Zenrrmns, also cincc Partei, die in diesen Lengen sehr maßgebend ist, in der „Köln. Wolksztg.", lesen Betrack tu n'gH^ ^ warten" folgende sehr zeitgemä ße . „ ''Es scheint chch jeder Leser der Mftein.. Mvye- und Scherl- ulaster zi:m —vendschioppen wie zum MvrgcneriQtzkastoe ncii-au Uiintn nmtz, wie es um die Aussstbiten oder Absiästeu Pnytrs, kn oie „Reg-itrrum ÖerEngs" dit^utreteu, iiciieitenj k'iidlt \]t._ So l-rrt der ZeiimissLts>er denn schon wieder- pvtt eristynen, daß Herr von Paher krank, daß er und auckii Herr Z-vve mcht cuMchmE wollen; er aber auch bemerkt, daß trotz- deni writervertz-Lndelt wird, bis ihn: dann Niieder als Neucstts von gemisstn geheimnisvollen Schüvierigkeiten erzählt wird, dic dem Eulkrckt der gen«inten sreifumigen Parlamentarier in dic Regierung bereitet wi«bnr, con Bersuchen, Helfserich. ju halten und dergllimeu melw. Kein Wunder, wenn bei dieser 'Abend- und Acorg enberichterstattimg die Zeit zwischen der Ernen- msig dee- dckülstämZrerÖ und der anderen Minister doppelt lang eriich.ei.nl n’nfc das olhnehin nervöse Pubkkum gdivisser Blätter rwch nervöser wstd innd sich schon lieber ron neuen Krisenaltacken aus seine dm he bedroht sieht. Air, die wir nicht unseren Ehrgeiz darein setzen, Uvei- bis dreimal tAgtvch d»s Rlesiieste „Kur &ige" cuiö Berlin z-n verrwelden, Kennen mrstrn Lesern nur den guten Rat geben, sich von jener UngÄmll) nicht ansteÄen zu lassen und in aller Gelassenheit die Ergehuiff-' «chKuwartAi, die Gras Ltertlings vorsichtig-bedächtige, aber bebarrl, -'üt Art hi gewiß nickst ganz leichten Verhandlungen erzielen wird." Der österreLchisch-ttrigarische Tagesbericht. Wien, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautLart: Italienisch erKriegsschauplatz. Der m;s dem Raume von Osoppo — Pinzano ge- sührt'e Stoß der Verbündeten frn den italienischen Wider- stand an der ganzen Tagliamentoftont gebrochen. Die öster- reichisch-tmgarischen und deutschen Streitkrüste des Feld- marschalls Erzlxerzog Eugen gewannen überall — bei Cod- vvipo unter den Augen S. M. unseres Kaisers und Königs — das rechte Flußufer und sind im Vordringen gegen Westen. Im Bereiche düs obersten Tagliamento tvarfen Truppen des Freiherrn von Krobatin den Feind aus seinen Feld- und Gebirgsststcllungen östlich des Cadore. Unsere neuen Erfolge konnten auf die Dolomiten front nickst ohne entscheidenden Einfluß bleiben; vom Kremzberg bis über den Rollenpaß hinaus ist der Feind zum Rückzüge gezwnngrn. Feldlmn'schatt Freiherr von Conrad hat die Verfolgung ausgenommen. Auf drm Gipfel des Coldi Lana, dessen durch Sprengung erreichte Einnahme stinerzeit ganz Italien in einen Siegestaumel stürzte, und auf dem Monte Piano wehen unsere Fahnen. In Cortina d'Ampezzo sind unsere Truppen unter dem Jubel der B-evöl- kermrg gestern abend cingerückt. Auch San Martino di Ca- strozza im Tal ist zurückgewonnen. Seit Mai 1915 streckt der Italiener seine begehrlichen Hände nach dem Puster-Tal aus und nach Bozen, dem Herzen Tirols. Dank der unerschütterlichen Standhaftigkeit unserer Truppen konnte des Feindes Hoffen nie und ncminer zur Tat werden. Die Vorteile, die er in diesem Raume in 2Vü Jalsten des Kanrtstles und der Arbeit errang, lassen sich nach Schritten zählen. Nun ist auch dieses Werk in wenigen Tagen zusannnengcbrocheu. Oestlicher Kriegsschauplatz und Albanien. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. fraps O IvAV/ui&f §>.iv ;c'wvtk>cwider alles Erwarten ausfallenden Maße in Ersickkuny. (Lebhäster Beifall und Händeklatschen.) Gemeinsam nrit d«i tapfren verbündeten 5>eeren bei reiten unsere Armeen das Küstenland Kärnten von den feindlichen JnvasionstrnpPen und trugen nnsere sieg- veichen Fahnen tief in Feindesland. (Stürnrisä-er Beifall und Hl>Ge8>crtsckien.) Nach >den mir zugegangenen Mitteilungen erzieckteg myeve Heere weitere Erfolge. Ich habe soeben folgende Nachricht erhalten: Aufträge Sein«: Exzellenz des Chefs des OtoinaalfkxM beehre ich mich, Euer Hochwohlgeboreir die Vtrtteilnng zu machen, daß die L^bündeteii den Tagliamento überall überschritten häben (sürrmisä-er Beifall und Händeklatsck-en) und daß der Feind die ganze Dolomiten front von Kreuzberg bis über Rolleback) lKnaus räumen mußte. (Stürmischer Beifall Händeklatschen.) Unsere Trup-Pen rückten in Cortina d'Ampezzo und in San Martins di Castrozza ein. Kaiser und König Karl molinte don LaglialUQwo-UebLrgang hoi CvLwoövo hech. .Füx den Mßt Gxmeralstabos: Fvekhierr von Waldstätten, wiener almajor." (Stürmischer, immer erneuter Beifall und Härrdeklatschen.) Ihr Beifall bemeist die hohe Freude, die loir alle über die Grtokr? unserer siegreichen Armve'N empfinden, die unter der unmittelbaren LeituTig des obersten Kriegsherrn stehnr, und vor alstnr auch darüber, daß die Aussichtenfürden Frieden st ärkergeworden sind (lebhafter Beifall und Händeklatschen), und daß der einstige Ber- bünbcto, der nach dem scl)mählichen Treubruch dmch ncehc als zioei Ilahre unsere südlichen Grenzen hart bedrängte, hoffentlich bald aus der Liste unserer Gegner gestrichen sein lorrd und mir bcm so heiß erseltnten Frieden näherwmmen. Ich bitte um dir Ermiächtt-nng. Seiirer Majestät unsere Glückwünsche auf dem Deahtwegc über Mitteln zu dürfen. (Lange anhaltender Beifall und .Händeklatschen.) Italienischer Heeresbericht Im italienischen Bericht vom 6. November heißt es: Der Feind fährt fort, eigen starken Dru ck gegen den oberen Tagtia Ment o in der Richtung auf unfern linken Flügel auszuüben. Er ließ seine Gruppen in der Richtung des mittleren ^nd Mieren» Laufes des.Wusses Vorgehen. Einige Abschnitte in der Ge birgs - gegend mußten tarn uns aus Operatronsrücksschien geräumt werden> -Sie wurden vom Feinde besetzt, nach Zrrrückbstgung unserer Truppen/ Orlando und Grslittr. Bern, 6. Nov. Zwischen dem Ministerpräsidenten Orlando und G i o l i t t i hat, wie ein indirektes Privat- telegrarmn der „Neuen Zürcher Zeitung" ans Rom meldet, einTele-grammwechsel stattgefunden. Orlando tttegraphi-rle: „Inoem ich in einer für das Vaterland fürchterlichen Stunde die-Leitung der Regierung übernehme, sende ich Dir meinen Gruß, nicht mir um Dir unsere alte und herzliche Freundschaft zu be- ^ stätigen, sondern indem ich zugleich einem noch tiefer gefühlten OsdättVen Ausdruck zu geben wünsche, näntlich dem der Notwmdig- 'feit der Eintvacht aller Jtt-aliener in ainom Augenblick, in dem der F-emd auf dem Boden des Vaterlandes steht Alle Parteien müssen jetzt einen Waffenstillstand abschließen und sich in heiliger Eintracht zusammen schließen, bis der Feind wieder verjagt Morden, ist. Meine Person bedeutet an sich nur wenig, aber ich bin sicher, daß der Gedanke an das Vaterland, dessen Geschicke ich zu leiten hal>e. iln auch in Deinen Ajugm öl diesem AsugsnbKck die' allergrößte Bedeut,mg gibt." Giolitti antwortete: „Dir übernimmst die Regierung in einein Augenblick, in den: eile Italiener die Pflicht empfinden, die Regier,mg zu unterstützen. Mit festem Glauben an dre Znftr.nft des Vaterlandes sende ich Dir meine Wünsche, die aus tiefstem Herzen kommen." In Rom glaubt mau nach der gleichen Quelle, daß Grolitti der Eröffnung der Kammer beitrwhnen wird. Aeußeruugen der russischen Preffe. Petersburg, 5. Nov .(WTB.) Meldung der Petersburger T«legrap^en-Ageniur. Die Presse verfolgt die Ereignisse in Italien mit besonderer Aufmerksamkeit. Die „Börsenzeitnng" gelangt zu dem Schlüsse, der Dngliamento werde die Rolle detz inouen Marne spielen Können, denn für Italien sei es loicfiHocr, sich seine Kriegsmacht ztt erhalten als einen Gebietsteil. „Woljq Narvda" hält den Rückschlag in Italien für eine Folge der Zimmer- Wälder Lehre. „Dstla Ntarod-ch' erklärt, die Alliierten müßten alles tun, Italien aus seiner schlwstpigen Äagte zu befreien. lieber daH neue italienische Kabinett bemerkt „Djcn", daß die Unterstützung der Sozialisten ihm dimchans gesichert sei. So ftnde sich Italien angesichts der schrecklichen, Gefahr einig, „sttußikaja Wolm" schreibt Die Einigung aller Italiener zerstörte -alle Hoffnungen der Deutschen auf eine innere Umwälzung in Italien. „Nowaja stellt fest, die neue Staatsgeiva.lt nehme gegen die einflußreichen! sozialistischen Parteien eine friedliche Haltungem. Tie Konferenz der Entente. Amsterdam, 6. Nov. Aus London wird berichtet, daß Balsour im Unterhanse -erklärte, er hoffe, daß die Konferenz der Alliierten, die sich mit der Fortsetzung des Krieges beschäftigen solle, Mitte November stattfinden werde. Er könne im Augenblick feine Mitteilungen über die Kriegsziele machen. Er hoffe, daß bei der russischen Regierung kein Mißverständnis bezüglich des Zweckes der Konferenz herrsche. * * * Ein englischer Bericht aus Aegypten. London, 5. Nov. (WTB.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Das KriegSamt teilt mit: Die Operationen gegen Gaza werden fortgesetzt. Wir stehen in Fühlung mit dem Feinde nördlich von Berstba. Die Gesamtzahl der seit Begiirn dieser Operationen gemachten Gefangenen beträgt nunmehr 207 Offiziere und 2425 Mmmschviten anderer Grade. Die Lage in Rußland. Rücktritt des russischen KriegsminifterS. Petersburg, 5. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meld. d. Petersb. Dell-Ag. Die Abendblätter melden: Die Mitglieder der vorläufigen Regierung mißbilligen die Tä tig keit des Kriegsm ini fters, besonders seine Ansichten auf dem Gebiete der auswärtigen Politik, die öfters fernen „internationalen Charakter" enthüllt, (h nchob sich eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Ka- bmett und dem General Werchowski, der schließlich aus Gesundheitsrücksichten einen vierzehn tägigen Urlaub verlangte und alsbald seine Amts befug u is dem Unlerstaats- sebretär des Krieges General Manikowski übertrug. Maxim Gorlr für sofortigen Frieden. Bern , 6. Nov. (WTB.) Der russische Mitarbeiter des „Bund" fthrecbt: Marim Gorkis Blatt „Nowaja Shisn" berichtet, die mili- tur-gche WteilUng der Arbeiter- und Soldatenräte habe beschlossen, daß alle m Frankreich stehenden russischen Regim enter sofort nach Rnßlaud zurückbefördert w-erden sollen. Zürich, 6 Nov. In seinem Blatt „Neues Lcbn" fordert Wa r irn Gor k:, daß die russischen Dele-nerten auf der bevor- Hemcen Entmtekvn seren z energisch auf sofortigen F riedenf cdl uß dringen, und droht, falls mau seinem Ber- langen en/eg nachkonrme, sich selbst an die Spitze einer pazisistffck'cn Revolutivnsregierung zu stellen, um Rußland vor dem Imperialismus des Ausrandes zu retten. Russischer Bericht vom 5. November. . ^ordfront: Heftigeres Gewehrfeuer bei Dünaburg ’P?. ''''‘.'V • ^werftechoe wo »'er Feind zeitweilig ein heftiges ^rtmmffriier ecöfsnete. Kaunas ns front: An der Küste ver- Irteoen Mit und TschtzftlS Misere Mteilungen die Türken aus der ersten GraberÄmie und swangen stellenweise bis zur d ritten vor Wir erbercketen viele Waffe,! und Mmntion. Bei Kvmach und süd- westllch von Erzindjan ergriffen kleine türkische Abteilungen die Ofsengve, wurden aber zurückaetrieben. Der deutsche Kvlornalsedrnrke. Bert in , 6. Nov. (WTB.) Die Lehranstalt für die internierten Kvlonia tdeutschj-en w>nrde gestern tn Davos eröffnet. Die Lehranstalt bezweckt die Fortbildung uusever bi-cher in Afrika Und der Südfee amtlich imd nichtamtlich tätig gewesenen ®*kmiatfeute sowie ihre Bvr- be«nt»kny für den deutsch-st-Lonialen Wiederaufbau. Auf das B^ß»ttkferes .Kolonialreiches glauben, an dessen hoffnungsvolle, durch den Krieg so iatz unterbrochene Entwicklung sie ihre beste Kraft gesetzt haben. Der Friede wird uns die Schutzgebiete in neuer Ge st alt wiedergeben. Das Vaterland rechnet darauf, daß die alten 'Afrikaner und 0ßbfeer, seien sie Kaufliute, Pflanzer, Missionare oder Beamte, sich sogleich wieder für die koloniale Arbeit zur Verfügung stellen." §eekrlkg. Neue IL-Boot Erfolge. Berlin, 6. Nov. (Amtlich.) ^Neue U-Boots-Erfolge im Sperrgebiet um England: 13 000 BRT. Unter den versenkten Scksiffen befand sich ein Dampfer, der 5500 To. Mais für England an Bord hatte. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Brände im Lrverpoolcr Haken. Berlin, 7. Nov Wie verschiedene Blätter sich aus dem Haag melden lassen, lag dort eine aus England stammende )1Neldung vor, daß vir einiger Zeit im L i v e r - pooler Hafen ails unbekanntei' Ursache ein größerer Brand artsbrach. Ein 20 000 Tonnen großer Dampfer der Ennardlinie, der mit Munition und sonstigem Kriegsmaterial beladen nn Hafen lag, gerieL in Brand. Er wurde schließlich durch eigelre Eiplosion vöer von englischm KrügsfahrzeugE Verse n k l e n deutschen F i s chr r s a h r ze u g e s Julius Wittmg kvmrten bereits die Rückreise nach, Deutschland antredeu. Der erfid und der Ivette Steuermemu liegen no-ch, im Lazarett. * Rotterdam, 6. Nov. (WTB.) „?NüLsbo-de" benä)^et, daß der «nerckänrsch Dampfer „D»rval" am 16. Oktober ,rn der- Insel Oshima liestraiDet ist und von der Bemamrmrg verlassen wurde. N«ch einer aus Tampiw ist am 21. Oktober der ai^erÄIanische SckZ-ner „Gl Q-kdhv" ztvei Merlen von Tanchco ga- strar^et rmtz wurde wrack. „Maasbode" gibt ein VerreiäMS der Schiffe, ‘tnt vermißt tvvrdM: ,-3airumr" (3947 Dr. To.) aus Dmredal s". i2500 Br. Do.) aus Bombay, am 15. Juni von MmiLciv nach Marseille abgereist, „Kansas Eitv" (2345 Br. To. a«s Bristol, am 30. Mcgust von Neuyork nach Bristol aus^e^hee«. Paris, ö. Nov. MTV.) Der „Tenrps" mckdet: Der Präsident iHv Brasilien teilte in einer B-otscha ft an dpn Ko^r- ß wit, daß zwei neue brasilianische. Schiffe „ Aeary' und ,,(^n».^dba" von.deutschen Dcruchbiwten in den Ge- wässem von St Mnzent per senkt worden \crm. Die Schiffe hatten Kaffee, Leder. Fleisch und Getreide geladen gehabt imo feien unterwegs nach Havre gewesen. Zwei Matrosen seren um- g-Hemmen, vier vnletzt wowwn. „Aeary" ist das frühere deutsche >^ck?eff „Ebernbev^' (4275 t ). „tzftochiba" hieß früher „Hohew- stlcnffen" und hatte 6489 B.-R.-Td. Mr hm Reiche. Zur Nnrbeschrmg der hrrhen Neichsämter. Berlin, 7. Nov. Der Abgeordnete Dr. Friedberg hat taut „Nationalliberaler Koro-^nt-mz" durck), den Reichskanzler den Kaiser mrd Kbuig gebeten, auf die chm zugedachte Gnade der Ernennung zum Vizepräsidenten des preußischen S taa t s mini sterium s verzichten zu dürfen. Iffnchs- kanzler Graf von Hertlmg verschob seine Abreise nach München und wird voraussichtlich erst heute abend dahin ab fahren. «Äcneral- Wldmarsckmll v. Hindenburg und 0)eneral Ludendorff sind brut Meldung des L.-A. gestern abend ins Große Hauptquartier zurückgesehrt. VimdeSrstsbe schlüssc. _ Berlin, 6. Nov. (WTB.) In der heutigen Sitzung des .. u n d e s r a t s igelangten zur Armechnw: die Vm'lage betr. Grundsätze für die Regelung des .Hebanrmerpvicsens, der Entwurf einer Bekanntmachimg betr. weitere Bestimmungen zur Ai Rührung des 8 7 des Gesetzes Wer den vateAändifc.'.'-'n HllsÄnenft und der Ent- stmrf einer Beßrnntmachung betr. Ergänzung der Bekanntmachirng über ZigaretteMabak vom 20. Oktober 1917. Staatliche Genehmiqnng zur Ausgabe von Aktien. Berlin, 6. Nov. (WTB.) Zur Verordnung des Bupdesrats lrber die staatliche G e n e h m i g u n g zur Ausgabe von Aktien schreibt „Nm'tdei^sche AUßenreine. Zeitung" u. a.: Mit Rücksicht auf die Befriedigunq der Glld'bedürftnsse des Reichs muß drhru gestrebt werden, daß für &€ Keregsd-aner der deutsche Kapitalmarkt vmc auderweitigmz vermeidbaren An.sp-cüchen frei- gehallien wird. Nicht mH cd er ist für die Uebergcmgszeit nach Frie- oensschilß, in der sich die in der zurstsk^edrängten Ka- prtalsan spräche der Ärndosst«rten, Gemeinden, des Handels uild de:' Industrie im -roßten llmfanG geltend machest iverden, darauf Vedactft zu nrhmen, daß jA&mxw Die verffchbaren Mittel mit äußerster Spans«mkeit iwi> in die richtigen Kanäle ge- lei.vet werden. Ein gleichzeitiger And^rrg aller diostr Ansprikche an ben Geldmarkt tErde dessen LeistunMichigkeit blutend übersteigen, den Well^ap-erinoi^t und die Mr,e der Börsenwerte in schädlicher Weise beemftuffen. Smieit es sich in der Ktiegszeit bei Jüduftriegesellschaften um die .Herstellru^ von Anl-crgen und Er- weiterunsen lMndelt, die aMch'chließlich d«Fu dienen, den Bedarf des Heeres ober der- Krieg^oirtschast stcherKffücklen, ist gingen eine Vermehrung desdinch die Ausgabe von Men grundsätzlich nichts einzutvendeu. Dagegen wird die Inanspruchnahme des> Marktes ü^nxül da ^ntanzülhalten sein, wo sie nickst vaterländische Zwecke, sondern ober'iibetuneaenb die eigenen Interessen der Gesellschüfc zu fördern bestinmit sind. Bei der Genehmigung ist entscheidend, ob die Lage des K^Mt«lm«rKes und bk Mcksicht auf c>ie Kriegs- und Ue'blN-siaug-nwrtfckmst eine Gründung oder Kapvals- erböhung zuläßt. .Bei vwlstiltrn^-mäßig geringUgi-gerr Kiapitals- erHöhungen wird von der Genehmigunqs^fkckt abgesehen. Die Verordnung zieht eine Grenze bei 300000 Mark. Dadurch iwct) die Za-Hl der geivehmügungspslinstisen Fälle erheblich eingeschränkt :«rd die TurckMhrmrg der Maßnahme iwesentlich erleickstert; insbesondere wird bei den Gesellsckiaften mit beschränkter Haftung nur <%n sehr kleiner Brucksteil der Genchrnigungsyflicht unterliegest. Ob die Grenze später höher gezogen werden kann, muß die Erfahrung lehren. Sobald die Verhältnisfe am Kapitalmarkt es irgend zutassen, wird die Genehurignugspslickst überhaupt wieder zu beseitigen sein. StsatSftkrelLr Schrvs-nder über Glsa^-Lochrinsten. Budapest, 6. Nov. „Pefti Raplo" veröffentlicht eine Unter- redrmg des St^st^ffkrelärs S chwa n d e r über die elsössische Frage in der es unter Mkderm heißt: Die Denkungsart des Volkes Elsaß- Lothrmgens zei<^ am bküm die letzte LMtdt»gs^oabl im Jahre 1911 Elsaß-Lochnnseil wünscht rstchts andere» als die Rechte der übrigen deutfck-ni Bundesstaaten. Es ümnscht die demokratisck?e^ Autonomi In dieser Beziehung sind Berbrndlungeu im Zuge. Wie können b\t Franzosen fordern, daß zu einer Zeit der Betonung des ^elbst- lststimunmgrech.es der Nationalitäten dieser den Franzose:! frenrde Besitz ihnen angegliedert iverde? Aber selbst wirtschaftlich ist Elsaß-Lothrircgen völlig mit dem Deutschen Reiche versckimolzen, so daß eine sogenannte.Des-annerion den völligen Zusammenbruch des volrÄvirtschrstlickien Lebens nach sich ziehen würde. Die 7. Kriegsanleihe wiederum eine Dolksanleihe. Berlin, 7. Nov. (Nichtamtlich.) Das Zeichnungsergebnis der 7. Kriegsanleihe setzt sich nach den neuesten Meldungen aus 5,2 Millionen Einzelzeichmmgen zusammen, gegen 6,8 Millionen bei der letzten Frühjahrsanleihe. Dieser Rückgang hat nichts Ausfallen-, des an sich, da bekanntlich die Stückzahl der ZeickMungeü bei dm 5>erbstanleihen immer lstiter der der' Frühfahrsanleihe zurück- zubleiben pflegt. Die Gründe hierfür sind nicht schwer zu erraten. Ersadrungsgemäß schreitet die Kapitolbitdung im Sommer, deren Auswertung die Herbstanleihe bringt, gerade in den Kreisen der kleineren Rechner urchi in demselben Maße fort wie in den Wintcr- monaten. oie in der {Bieget erst dem Landwirt den Erlös seiner Ernst zur Verfügung stellen und anderen breiten Schicksten der Be- völkerimg größere zum Sparer: geeignete Summeri (Weihnachts-, Abschluß-Gratifikationen, Tantiemen uswä bringen. Diese können naturgemäß erst bei der Frühjahrsanleihe in die Erschünung treten. Jmmerlstn ist diesesmal beackstenswcrt, daß das Verhältnis ixn Stückzahlen von der 7. zur 6. Anleihe 77 Prozent beträgt, während bei den entsprechenden Anlerl/en des Vorjahres (also von der 4 . zur 5.) die Verhältni.-zahl 72 Prozent betrug, das ist also ein Rückgang von rmr 23 Prozent gegenüber 28 Prozent im Jahre 1916. Mit vollem Rocht Lnrn daher die neue Kriegsanleihe wiederum den Anspruch aus den Ehrentitel einer Volksanleihe erheben. Femdliche Flieger über Baden. Karlsruhe, 6. Nov. (WTB.) Begünstigt durch das schöne Flugwetter, l-onutzten f e i n d l i ch e B o m b e n g e s ch w a d e r den Ailerl>ei1igentag, um Angriffe mff Städte und Ortschaften zu unternelnnen. Gegen MK.tag erschienen fünf feindliche Flieger 1 über Mittersyeim und warfen 13 Bomben ab. Erfolg: Kriu H nrnnenswerter Schaden. Ter gleiche Mißerfolg war einem Astgriff aus Schlettstadt kurz nach 12 Uhr geschieden. Fast alle Bomben fielen auf ffeies Feld, eine einzige krepierte in der Mähe des Wasserwerkes, olme etwas anzurichten. Zu*ei ein halb Stupiden f später berührte nochmals eig größeres Gefvader Schlettstadt, jedoch ivaren diesnral die mitgeführten Bomben für eine Stadt im Hinterlande, O f f e n v u r g, bestimmt. Auch E o l m a r wurde angegriffen. Um 4 Ul)r nachmittags überflogen vier Franzosen die Sücht. Durchs Bonchenabwurf wurde ein Mann verwundet. Der scharfen Wirksamkeit dcs Fliegorabwelirdienstes ist es zu danken, daß sämtliche Versuche der Franzosen, an der „Befreiung" des Elsaß durch Fliegerbomben niitzuwirken. nicht voll zur Geltung kommen konnten, und das war ein Glück, derm am Ällerheiligen- tage, wo Tausende die Friedhöst besuchen, um in stiller Feier der > Toten zu gedenken, hätte eine einzige Bombe unsagbares Unheil stiften können. In nächster Nähe von Colmar wurde einer der Gegner vom Schicksal ereilt. Ein flinkes Kampfflugzeug griff den feindlichen Doppeldecker an, kam ihm auf 30 Meter nahe und schoß ihn ab: Tie beiden Insassen des feindlichen ^tpparates sind tot. Jlne Namen sind festgestellt: Oberleutnant .Jean Legorjs,W Kommandant des angreiferchen Bomlrengeschwaders, und sein PilotW Leutnant Jean Cl-auvin. Ein weiterer Gegner wurde durch 56*^ Feuer unserer Flaks getroffen mrd nmßte hinter den feiudlichen! - Lircken nollanden. Ar?s S-tndt und LctznS. Gießen, den 7. November 1917. Die Großherzog iche Familie in Gießen. Der Gvoßherzog nnd die Groß Herzogin hatten auf den 5. dieses Mvnais nachmittags hundert verwundete Hessen aus den hiesigen Lazaretten in den Saul deZ Gesellschafts- Vereins zu Tisch geladen. Um 3 Uhr 12 'Min. traf dcis Großherzogspaar mit den beiden Prinzen und kleirl-erem. Gefolge irn Bahnhof ein, wo es dnrck) den Provinzialdirektor. den Oberbürgermeister nnd den Bahnhofs komm andnnten begrüßt wurde. Im offenen Wagen ftthren die Herrschaften sodann durch die Stadt nach dem Gesellschaftshause, wo die Veranstaltung in dem von Damen des Roben Kreuzes geschmückten Saale einen stinrmnngsvollen Vevlrmf nahm, der den Gästen, denen die ganze Großherzogliche Familie menschlich näher ttack, in steter Erirrnerung bleiben wird. Die Veranstaltirng trug, dent Wrnnsch des Großherzogspaares entsprechend, einen vollstänoig intimen Charakter. Gegen 5% Uhr begaben sich die Fnrstlichteiben noch ans kurze Zeit in ihre RäNmlichkeiden im Schloß. Die Abreise erfolgte um 6 Uhr 56 Min. • ** Am tli che Person a lnachrichten. Der schtre- dische Konsul in Frankfurt a. M., Generalkonsul Curt von N e n f v i l T c , dem das Reichsexegnatnr erteilt wurde, ist zur Ausführung konsnlarisä>er Verrichtungen im Grvß- herzogtum Hessen zngelaffen worden. Der Großherzog hat am 27. Oktober den Leonhard Kunkel ans Brensbach i. O.' zum Lcnrdwirffchaftslehrer ernannt. ** Eine Ehrengabe für Goldeinlieferung. Um dem Dank für die einsitttsvolle Wieserung von Goldichinuck tvell» reu ?lusdruck zu geven, hat sich die Rnchsbank ^entschlossen, eiiig GhreugalE zu verleihen, i.vi|e in einer Gravüre des Kampfs che? Ge^ mäldes besteht (1813. „Gold gab ich! für Eisen"). Sie darf unter je 100 Efilliefenungen einmal verliehen ^verdeN. Darüber eut-t schindet das Los. Bisher fbmtben 78 Gewinner damit bedackst fa-ei-ben. In der Verleihuugsürffmde tvecden diese aufgecusen, ?ie hockbedeutsame wirtschaftliche 'Lflifgabe der Goldstärkmig auch weitere hin zu fördern, namentlstlj auf alle Oöoldbefitzer ihres ^Bekannte,:- kreises ^nachdrücklich und unermüdlich einzuwirken, sie möchten 44 k den dringlichen >Nsi>f des Vaterlandes zu Herzen gehen lassen. Diese Mahnum! mitzutun und mitzuwerbeu, ergeht aber cculch an alle einsichtsvollen Mitbürger. Unsere a^sticngsgebietende deutjche Geld- ivirtsckaft muß Widerstands- und leistungsfähig bleiben — je uähw der Entscheidung desto mehr! Gieße ne r Hausfranenverein. Donnerstag den 22. Nvvenck"ei', aberrds^ 8 Uhr, findet im großen Saale des Hotels Fürstenhof die ordentlübe Hauptversammlung statt. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. i—i. Lauter, 7. Nov. Kurz hintereinander find in Flandern zwei Söhne unseres Torfes gefallen. Der erst 19jährige Pionier Drrl Sck.aaf und der Musketier Augilst Röder. Beide sind Nachbarssöhne und waren Jnlzaber des Eisernen-Kreuzes. i—i. Queckborn, 7. N»v. Heute wurden hier die ersten Kartoffeln, geliefert. Es waren 3400 Zentner angemeldet worden, es sind aber nur 1400 Zentner angefmidert worden, ein Zeichen, wie reich lick) die ErMe meöfte fallen ist. IM vorigen Jahr hat die .Gemeinde 4000 Zentner Kartoffeln geliefert. Kreis Gchotttn. O Schotten, 6. Nov. Am MvMag fand im hiesigen Rat* Haussaal eine Versammlung der im Kreist Schotten bestehenden Kriegsfürsorge-Orgaimatwnen statt. Es erfiolaie zur Einheitlichcn Turchführung aller die Kriegsfürsorge betreffenden Sammlnam die Gründung eines B^iMausschuffes für Kriegshilst im Kreist Schotten". Dieser wird zmn ersten Male aickäßlich des gioßen Qpfertages für das Rote Kreuz und iMe Deutschen Soldcktcn-- u nd Mar ine Heime am Gebitttsatg des Gvoßl^erzo gs in Tätigkeit treten. Werter fanden in der Sitzung mxfy verschiedene Anttäge auf Bewillig'.!»rg von Kriegselterngeld, sowie auch drei Anttäge von Kriegsbesckxidigten mrf Kapitalabfindung ihre Erledigung. Kreis Frikdders. F. c. Butzbach, 6. Nov. In der Ntaschiuenfabrik Tröster, dahier, wurden v-ergangene Nacht die beiden Haupttreibriemeu im Wette von 3000 Matt gestohlen. Bon den Tätern fcklflt stde Spur. Star'enburg unö Ahrinhessen. x Darmstadt, 6 . %>t> Das dritte Lvfmusiklmrzert Lc»°' 3 tohm 8 wm Mozart (Geige Pros Msau B «S Bv rlm», mG die 3. Sinfonie (Eroica) von Mahm». unter Beug- -- 'wÄ at tÄ tf€ iSS immer wieder hervorgnui'cn. dz, Darnrstadt 7. Nov Die Ernst-LudMg-DanWstiflmiq die der Verband der■ SEuiittnocuaibe in den Ländern am Rlxiu ^ni Aed'laui.i der 2Mnm Regwrnng sei,,« Protektors geariuchet halle, ,»! letzt durch srmtbill,.^ -^«trL-s- seiner «tntglird^ urt «>»« txw«ic*e&utfl der mm bestvhenden Konsul Friedrich^tiftunq ein« B«liLs von, e,,d Mark erreicht, «ins den Rrnfea Mn der trailt'Uiöiaii und zwei weitere Preise im 6>ie Krieger zu schaffen Mit Einverständnis der Angehörigen wurden im Frühjahr d I die deutschen Krreger nach dem neuen Platz überführt, dessen: Pflege sowolrl der ganzen Anlage wre der Einzelgräber vvn der Stadt Mnwmmen wurden. iA. ist hier ein vorbildlich schöner Soldaten- iriedlDi :m Entstehen. Tre bisherige gemeinsame Ruhestätte wurde für teil (befangenennnedhof bestimmt. Tie Franzosen des Gefangenenlagers haben nun für eine wüchige Zierde des ^Friedhofs gesammelt. Ein französischer Gefangener, der Bildhauer le Gall, hat mit Erlaubnis der Kommandantur ein schlichtes, doch wirksames Tn i mal aus Muschlkalk geschaffen, einen sterbenden Krieger darf teilend, dessen brechendes Lkuge eure Vision, seine Angehörige!: in der 5)einvat. erblickt. Tiefes Denkmal wurde am Montag vuoch einc eirchach-e Weber eingewebht. Es nahnren an ihr der früheres Dmmandaut, Generalmajor Kosak, die Offiziere des Gefangenenlagers, ein Vertreter der Stadt und die im Lager amtierenden geistlichen teil. Tie Gefangenen waren durch Abordnungen :>er- tretew Hessen-Nassau. -- Frankfurt a. M 6. Nov. Im „Schweizer Hof" hielt der „Hessische Landesverband eoarrgelrsck^kiräiilicher Man kreuz vereine" feine starkbesuchie Iahresversauimlung ab, in deren Mittelpunkt ein Dortrag des Generalsekretärs Tr, Burkhard t-Berlin über, „AMhol nach Ernährung" stand. Ter Vorsitzende Pfarrer Wkber-Laug-Göns teilte mit, daß sich 84 hessische Pfarrer ver- pflicAet hätten, tvahrend des Krieges sich aller aus Brotgetreide her- gestellten Getränke zrr enthalten. Für dm zum.Herresdienst einü-e- rufeneu Pfarrer H >o ck-Stmnpertenmd überiiahm Oberpfarrer Knod t-Schlitz das Amt des Schriftführers. ** Frankfurt a. M., 6. Nov. Am Samstag, den 3, November . iamd in den Räumen der Nationalen Treuland- und Nevi- sionS- esellscha t m. b. §), die erbt' Ge ecafreriammlwn i de N itte!- Gerberei und Riernenfabrik Aktieri 'esellschait .tzl n und Äeu Men,bürg statt, in welcher das gesamte Aktienkapital vertreten \m. B stund und Anfsichtsrat wurde einstimmig Entlastung er teilt iflp.T TivEemdcnvorschlag mit 10 Prozent einstimmig genehmigt. ä Kassel, 6. Nod. Durch aus strömende Ofen gase fand in "ium Hause „Auf der Derrass? 7 ein junges Nirdchen den Er- Acömgstod. — Jtn Habichtsmalde wurde ein Arbeiter von einer umstürzenden Tamrre erschlagen. w *? b - ^ber 6. Nvv. OUziersaspirant Bize- ftldwebel Jrredr«h Krauskopf von hrer, Inhaber des Eisernen ZwuyeS, wurde zum Leutnant d. R. befördert. Seine zwei älteren Bruder wurden schon 1916 und Anfang dieses Jahres in derselben Weife befördert GerrctztssQLrL. , Darmstadt, 6. Nov. Einer Klage des Ortsarmenoer- vandes Gwh--Z:mmern gegen den Ortsormenverband Ober-Ram- Itadt liegt folgender Sachverhalt zugrunde. Eine gewisse E. O. oon Ober-Rmnstadt war als Haushälterin in Groß-Zftmnern in Sbel- mng getreten, ohne Lohn, aber gegen die Zusicherung späterer Verrat. Sre erkrankte jedoch vor der Hochzeit, wodurch dem klagenden Ortsarmenverband 600 Mark Kranken haus losten erwuchsen, zu deren Rückerslattung der Provinzialausschuß von Starkenburg nun- mehr den verklagten Ortsarmenverband verurteilte. r m sta d t, 6. Nov. Die Sttafkammer hatte sick> mit einer Reihe von Diebstählen Jugendlicher zu befassen. Ter 16- lahrige -Zwangszögling Göckler ist schon dreimal vorbestraft. Er stahl seinen: Meister in Offtnbach 50 Mark und 6 Paar SckMe, svlme mehrere Sohlen. In zlvei Frankftrrter Wirtschaften erbeutete er mit nnem Genossen durch Einbruch 13 Pfund Speck und anderes. Er erhielt^ Monate GefÄrgnis, abzügl 4 Wochen Untersuchungs- hwl. — In eiuem Ofs«:bgemr»Lrttg Unter Handlungen darüber, daß die Reichisftistanzen einer: Beittag zum Ankauf der nötigen Stoffe leisten, um den Kaufpreis a:lf diese Weise so niedrig als möglich 8it gestalten. * Di'üäl te steZ e ichnun g de sjMuerochse n. Die älteste, bisher bekanittgewordene ZeiickWung des Mierochsen gehörte der' zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an und ist wohl auf die» Reise zurückzu führen, dei Freiherr Siegmund von Herbe rflain im Jlähre 151'6 im 2huftrage Kaiser Marimilians nach RüUand gemacht hat. Auf dieser Reise hat er wohl sicher dm Auerochsenj lebend gesehen. Es soll dann auf ieincr 1552/53 verösfentlichitm, mit kurzem Texte lverjel-enen Tafel eine Mbildung des Tieres nach einer auf Herberstaüis Bestellung in Polen gemachen Zeiclmung gegeben sein, lund eine solch».' findet sich dann in entern, vielleicht vonj Wolf gang Lazius in Wien her gehellten .Holzschnitte in Herberstains Commentarieii, die 1556 zu Basel erschienen sind, stiunmehr ist es jedocki Ernst Ehlers gelungeti, eine um ein volles^ halbes Jahrhundert ältere Zeichnung pes Aifero-lchm nachzuweism, und zwar eine solche, die von der Hand keines (geringeren stannni, als Meisters Dürer. Tiefer Göttinger Naturforschter und Kunstsammler hat nämlich in dei: beruhmtm Zeickmungm zum Gebetbnche des, Kaisers Maximilian die Tierdarsiellimgen einer eingehenden in:d sorgsamen Untersuchung unterworfen, dcnm Ergebnisse er soebenl im Jahrbuchj? der Koiiigl. Pveustischm Kunstsmnmlimgm (Berlin, G. Grotesche Verlagsbitchhondlungl ntitteilt. Unter dm Tieren dieser Zeick'iliuiigLN befindet sich itmt eine Zeichnung von Dürers! Hand, die zweifellos den Aiuerochfen darsteltt. Selbst gesehm hat der Nürnberger KünsEstr den Auerochsm sicherlich nicht, da dessen Verbreitung im ,Freileben zu Türers Zeitm wohl schon in ähnliches Weise wie heute beschränkt gewesen sein dürfte. Er wird also! wohl als Vorlage eine nach dem Leben gemachte Zeillmung gehabt haben. Dürers Zeichnung ist der von 1556 wohl ähnlich, weist aber doch nicht in allen Stücken Uebereinstimmung^ auf. und so wirdf wolll für die Dürersch^ wie für die Herber st ainsche Abbildung eine besondere Zeichnung hergestellt wordm seftr Bei den nahen künstlerischen Beziehungen, die zu Dürers Zeiten zLvischien Nümbergj und Kvakau beslanden, glaubt Ehlers der: Z>eichner,^ der die Vorlage für Dürer geliefert hat, in Krakau suchen zu sollen, m dessm Nachlbarschaft das Idhuerwild damals nrih häuftg geioesm sein mag. VÜchertisch. — „Ein Jahr an der So nt nte". Von FeldraMner Dr. Martin Salomonski. mit 16 Bilden:. Frankfurt a. O., Verlag von Trowitzsch & Sohn. Gebunden 2,50 Mark. Vviefkasten Her HcößfHow. Mnouyme Anfragen bletbeu nuberüirsichrig1.tz IK. Sch. Grünberg. Ist über die Tauer der Dienstzeit nichts vereinbart, so wird der Vettrag, sofen: nicht durch Ortsftatut etwas anderes besttmmt ist, als auf die Dauer des gesetzlichen Tienstjahres abgcschilossm angesel-m, Ist der Lohn nach Monaten bemessen, so wird, sofern picht durch Ortsstatut etwas arideres be- stimmt ist, der Vertrag als auf die Tauer eines Monats abgeschlossen angesehm. Ter Trenstvertrag, welcher auf ein Jahr abgeschlossen ist, 'kann 6 Wochm vor Ml auf der Timstzeit'gekündigt werden. Tas gesetzliche Dienstjahr beginnt mit dem ersten Werktag irach dem Nenjahrstag und endigt an dem selben Tage des nächstm Jahres. Der Dimstverttag, welcher auf V* Jahr abgeschlossen ist, kann 4 Wochm (bei monatsweise gemietetm Timitboten 14 Tage) vor Mtauf der Dienstzeit geckündigt werden. Eine neue Berordnung ist in dieser Hinsicht nicht erlassen wordm. __ rs Danksagung. Für die innige Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen wir auf W diesem Wege aufrichtigen Dank. Schön möbb, gut üeizb. Zimmer mit elektr. iticht od. Gas von älterem Herrn für einige Monate aefucht. Schr. Anaeb. unter 06933 an den Gießener Anzeiger. 5 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Geisse geh. Sack. Jgr. Mann »nsfei ruöbl.SeblL!- zlmaier. Angeb. mit Preis- nnga beu. 06 932a. d.Gieß .Anz. I 'nger Mann sucht einfach möbliertes Zimmer. Schr. Anocvo^e unter 06^40 au den Gießener Anzeiger erbeten. Junge Dmne sucht freundlich mö'Vl. Zimmer mit Moraeukaffee. Schriftliche Angeb. mit -preis unter 8147 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers._ Gießen, den 6. November 1917. 8115 D Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere lieben .Kameraden AtUsk. Hch. Schneider fiel am 12. Juli 1917 Füsilier Th. SM« fiel am 25. Juli 1917 Musketier Karl Will fiel anl 16. Oktober 1917. In der Blüte ihrer Jahre wurden sie ans unserer Mitte gerissen im Alter von >9 Jahren, Wir werden sie als treue,Freunde und liebe.ftaineraden nie vergessen und ihnen ein bleibendes Andenken sichern. 8133 Ihre Kameraden. Wieseck, den 6. November 1917. chttser gesucht. Di- Gemeinde Nötgen sucht zum i Januar 1918 einen zuverlässigen Schäser. Anmeldungen an 8l6 o HM. BijMllMrri Mm. Ukhrekk iiiihtllie Werkzeug- Schlosser als Vorarbeiter sofort _ gesucht. 8112 Vahni ofürakek»4H8 -Zim.- 7/ Gicßcn, Margaretenhutte ^ Rlbn, Gr. Sreinwoa 20. — -— 1 - I I 4 Zimmer \ EiN Hllfthkster ® r für Sountaasvienst alle 14 Tage geflkcht. 8121 Uluversitäts-Augenklunk. Schuerderin ins Haus gesucht. 06950 Frau (Larl Schnnck. Sofortgesocht Frau «Kriegersfrau bevorz.l zur Hilfe i. d. Abendstunden beim Bureaureinigen. Llls E n i s ckw d. 2 - Z. - W o! i g., fr. Heiz, u.lllchtz Kanu tagsüber and. Besch, nachgehen. Zu erfr. i. d. GeschäslSü. d. Gieh. Anz. Hilfsarbeitkrlnnkn finden dauernde Beschäftigung.V/Aselrauststt Svllvrm, Liebigürane 63. 06951 ZililBNvikigcsNDltzcsi für Hausarbeit zu möglichst baldigem Eintritt gesucht. Fraa Prof. Roseaberg, 8154 Ost-Anlage 30II. Fraaod.Mädchen z. L-eiluitgs- tragen fof. gef. Pfeifler’scho Lue ddiUg., Watttor>tr.21. Zu einem 15Monate alten Kit:de wird ein stak. Frän!»in per 15. Nov. gesucht. 06941 Frau Sophie Kanu, West-Anlage 38. Siessener Baasfraaenverein. Donnerstag den 22. November, abends 8 Uhr, findet im großen Saale des Hotels Fürstenbof die ordentliche = Hauptversammlung = statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Rechnungsablage und Entlastung des Vorstandes. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Am gleichen Tage: Nachmittags und abends: — Schuh-Ausstellung. 8152v Der Vorstand. 15 : _Oie voll Dem verst. «zraulem Jäckel inuegeh. 4-Zm.-Wobg. ist sof. od. sp. an nur ruh. teilte z. verm. Bleich st r. 18. l^" Seltcroweg 38, Tll. St., schöne 4-Zim.-Wohng., m. gr. Bade-Zm., Zentralh.. Gas. clektr.L. z. l.Rov. z.vm. N. d. 8. WaUanh. Bismnrckür. 14' I. 3 Zimmer Schöne 3-Zmr.-Wobng. z.vm. « <>88 Neuenwea 2 Zimmer | c-Zim -Wohng. z. verm. I 0167 Wclirum, Erednerür. 50. " Möbl._Ziininer\ Psnzioa 8randl N®aBniSÄaa22 «BellevuelZim. m.u.obneBer. »sieg. s. jede Zeitdalier. Mit- mg- u. Abeudiisch. Elektttsch ^lchv R ad. Tel. 1085. 18015 2 chön möbl.Zmr. m. elektr. L z. vrm. ^»s^sl^De 08927 Schön inäbl. Zimmer m. sev. Eili g- z. vm . ALdudafLlr.^21!. j—2 möbl.Zmr. m. elektr. L., mit od. ohne Pens., z. verm. ^151 Stcrustr. 48, p. fversohiedene^ »n>ner"Wo b n una »um 1- Januar an rühme freute zu vermieten. "8p Dr.Svobr. NeuenBäue 25. lüdjtigcr, militärfrcier Ldtjoi ui m für sofort gesucht Benner & Krumm Gießen. 8143 Jiiifti. Man« als Wächter gesucht. Meid, sofort bei 06929 Schmidt, Mäusburg 16. Junges, gebildetes M3äedsa f. nachm, v. 3-7 z.4jähr. Buben gesucht. Vorzust. v. 9-12 u. 3-7 2sda!io!»tr.^3, Ls Ssa. 8132 Mädchen allein für ruh. Haushalt nach Frankfurt für sofort gesucht. Zu ersr. bei SsLebtv'. 8wSout, Marktstr. Ä)! ü d ch e n gut empfohlen, für kleinen Haushalt gesucht^ 8131 Frau Luise Hanbach, - LiebigstraK 17,1._ Mädchen für Kochküche alsbald gesucht. Heil- u. Pflegeanftnlt Gießen. 7532 DinNtmädchen für sofort gesucht. 8097B Chirurgischc Klinik. Ein braves, jüngeres Dienstmädchen vour Stande per lö. 9too. gesucht. 9lnheres Seltcrsweg 41. Ein Taglöhner für sofort gesucht. 8108 L.vncker, Bahnspediteur. Zum Füttern und Melken von zwei Stück Vieh wird ein zuverlässiger, älterer JlAnn oder ordentliches Mädchesj i am Stande per sofort gesucht. Näheres bei Cbarak,Damm- strave 44. 8153 H t iS Landwirt militärfret, sucht z. 1. Januar 1918 Stellung als selbständiger Leiter eines Gutes od. gröberer Landivirtschaft. Erarbeitet praktisch mit. Schr. Angebote unter 06916 an den Gießener Anzeiger erbeten. Aelt., tücht.lUSöedsa s. Stelle a. Stütze od. z. Führ. d. Haush. in ruh. Hause od. bei alletnst. best. Herrn. Wes«r,tr. II, p. Hassia“-Sterbekasse. Für Oberhessen werden geeignete Herren als Bezirksbeamte gegen feste Bezüge gesucht. Auch Kriegsbeschädigte, deren 'Gebfähigkeit nicht wesentlich beeintrachttgt :st, werden be- rücksichtigt und eingearbeitet. Ofierten mit kurzgefnßtem Lebenslauf und Angabe von Referenzen sind zu richten an die 81461) Sterbetasse der Kriegerkameradschast „Hasfia", Abtlg. der „Friedrich Wilhelm", LcbenS-Bers.- Att.-G., Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Zeilpalast. zu verkaufen. 8149 Nahrungsberg 8. Lange. Lichtung! n £n>s und en detail z: en bitUgsteil Preisen. 06951 lorftplai 17,111. mmm. Bess. Kinder-bitz-LieiiewageD zu kaufen gesucht. mm Wiskcr, Buddestt. 11. Einige Bunde Stroh zu kaufen gesucht. Nahrungsberg 8. Lange. Fst. gewässerte Stoß^sische, empfiehlt 7698 6. 6. Kleinhenn, Telephon 68. Bahnhofstr. 59. P ® n s i Mitte Nov. ges. f. j. vs«s.Gute Verpfieg. u. gemütl. Heim Bedingung. Ofi. m. Preis u. näheren Angaben a. J. 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Mein herzensguter Mann, unser treuer Vater Wilhelm Hornberger wurde uns heute durch den Tod nach schwerem Leiden genommen. Gießen, den 6. November 1917. Henny Hornberger Rudolf Hornberger Otto Hornberger. . 8135 D Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. — Blumenspenden dankend verbeten Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die erschütternde Nachricht, datz am 22. Oktober unser heißgeliebter, hoffnungsvoller, braver Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Konrad Büchner Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes im blühenden Alter von 22 Jahren auf dem Felde der Ehre sein junges Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Familie Christian Büchner. Ruhe sanft, du Lieber, Guter, Du braver Sohn, geliebter Bruder, Du warst so jung, starbst viel zu fiüli. Wer dich gekannt, vergisst dich nie. Doch liegt cs in des Höchsten PlaD, Was Gott tut, das ist wohlgetan. Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, dass unser lieber, braver Sohn, unser heissgeliebter Bruder Kanonier Heinrich Kopp ln einem Fuß*Artillerie-Bataillon am 29. Oktober infolge eines Granatschusses im blühenden Alter von 19 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Kaufmann I£elnrich Kopp und Familie. Edingen, dem 2. November 1917. 06899 Grünberg (Oberhessen), 4. November 1917. V-i 8148D Im Kampfe fürs Vaterland starb am 22. Oktober unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Lamislurmmann Justus Rinn Infanterie-Regiment 76 im 41. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Christoph Rinn. Gießen, den 5. November 1917. t al J f Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere unvergeßliche Tochter’ Schwester, Schwägerin und Tante Sophie Römer ge!). Philipp Montag abend 11 Uhr nach längerem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Karl Römer und Kinder Familie Johs. Philipp XII. 00952 nebst allen Angehörigen. Langgöns (Lochermühle), Steinberg (Nußmühle), den 7. Nov. 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag den 8. Nov. 1917, nachmittags um 2 / 2 Uhr, von der Nußmühle aus in Steinberg statt. ; Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 8101 \ MB Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und für das letzte ehrende Geleit bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen Herrn Ludw. Bepier ll.,Scbneidermsir. sagen auf diesem Wege innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 5. November 1917. 8106 I I' vir die vielen Beweise der Teilnahme bei unserem schweren Verluste und die Zeichen der Anhänglichkeit an unseren teueren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. Elisabefhe Schott geb. Zwick Karl Schott und Familie. 1 Grünberg, den 4. November 1917. 8110 *