m. 259 Ter ^ießener Änzei-rr erschein! täglich. außer Eonnra.,'. - Belagen: »jetzeoerFLmillcnblücker; Xreirdlctt für den Lrcir Hietzea. ^Zugrpreir: nronatl. I 2!k„ viertel- fthrirch 3 Akk.: dtirch Abbole- u. Zweigstellerr m*nall. 90 Pf.: durch die Post Ack. 3.— viertel- stlhrl. auSschl. Bei'lellg. Fernsprech - Anschlüffe: für die SchristleituiigllL Lerias,Geschäilsstel!e5I Anschrift fürTrabtnach- richten: Anzeiger Hießen. Erster Matt *67. )ahr-i«z Sömsfög, Z. November *9*1 postscheckkomo: Zrautsurt a.m, X16S6 mergj-zyei-er fiir Mekbejsm Sanksettehr: Se»erbedant Hießen 3w!l!ing5nin--niü u. vrrl«,: vr»l'sch, Unw.-Buch- «. Stcinörutfcrei 8. Lanze. Schrift,.rtung^S-schSstzstelle u. Sn-ck-rei- Schulftr. 7 7.nn«tz»e »an Lsz«ige:r *. die Lagesnunrmer bis zumNacbminaa vorher. Zatten preise: für örtliche Anzeigen 20Pi., für auswärtige 25 Pf., b. Plaq»orschrist 30 Pi., für Reklamen 75 Pi. bzrv. 90 Pi., nebst 20° gTeuerungr-uicblaß. HauvlfchriMeüer: Äug. G o e y. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Soetz; Sradt und Land, Vermischtes u.Ge- richlssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen VschrnrSSbNS. ras hertling Reichskanzler. Me feoffiffcr bcrj^ttertte haben sich seit einiger Zeit ^an gewohnt, den Weltkrieg wie einen schwachen Greis dorH nchellen, vorr dem es die Erbschaft zu erschleichen M. s-e trieb«! ihren ^tunllen mit ckm, zupften fthn am Barte und verrahen ftch ker-.rer energischen Haudllmg. mehr chm Da räuspsre sich der AÜe ganz' gewakZg und schmetterte plötzlich das Gelichter zu Boden. Deich eine De^nrng haben wir erlebt! Das prahlerische Italien, das noch vor wenigen Dagen uns seine llnversöhnlichkeit, seine 'srobesrng^ziele anfagte, liegt am Boden! Aber auch wir selLer, die Dmttschen. haben eine etwas beschämende Ueder- rmchung erlebt, da wir augefangen hatten, in unseren Er- 'vswnri^en und in unserem dluftreten kleinmütig zu werden. Dieienigen wenigstens, die unserem Ländenburg rricht mel>r alte Kraft und Fähigkeit zutrauten, die ihn aus ihre Weife mit ihrer Taktik am Barte zupften, mühen jetzt kleinlaut daftehen, wenn sie es nicht vorziehem in die ungedämpfte und rückhaltlose Frardenkundgebung einzustim- men, du üetttn doch Älck)«urschLand beherrscht. Die Tags des Fsonzo und iiaglramenw srnd Wendepunkte erster Ordrnvig mr Weltkrieg! Die Fackel des Sieges erleuchtet uns die Vergangenheit und erhellt die Zukunft, denn es wird uns allen plötzlich klar, bafc die Seufzer, die hin und wieder '.aut wurdet: über die ZwecKosigkeir aller Aufwertungen und Schlage, im^ Osten, d-a sie das Ende des Krieges doch nicht w esentlich ^orderten — daß sie töricht uich unberechtigt Weltkriea ist kein müder Greis, er har noch Mlseloen ehernen Äyritt wie am Anfang. Wir sehen schon -Zieger heimkehreu aus dem Osten, der uns nicht mchr schreckt und gefährdet, weil da gründlich aufgeräumt wor- d^list. Wir schauen die (sreigpnfte wieder rin großen Zu- favrmenharvg, erkennen die planmäßige Fügung, die uns den Sieg Vorbehalt. So ungeahnt rasch vollzieht rrchnach der Zerstörung der russischen Wehrkraft die Nieder-' oerftmg des urerreren Hauptgegners, Italiens! Die Lon- aonerund Waihingvoner Plane, uns in langwierigen Mampfen zu zeanürden^ gingen nicht. Die Zenrralmächtc find mir gcroaQigQn Sprunge dem Siege näher geeilt ^-ereli London^ isid^ Paris nicht demnächst einen Berstäudi- gui^sfrreden schließen, so wird es einen baldigen Zwangs- Frieden geben. bei der Wahl dieser beiden Möglich- .eiren bleiben nur ruhiger als bisher, denn unser Gewissen irt leicht und froh, und wir wissen, daß urrs jetzt an der Wesrirortt auch das sehr fragwürdige Hinzutreten amerikanischer Stveitkräfre rächt mehr bange' macken kann. Der stärksteDefensivgedanke Hindenburgs, der im Verborgenen schlunrnverte, ist erwacht und beginnt sich zu regen: Kann nach den Durchbrüchen im Osten und Süden nicht Mich einmal ein Tor an der feindlichen Westnrauer eröffnet werden? Unsere Heeresleitung weist nachdrücklich daraus hin, daß der neue ^»ieg in Italien in erster Linie auch dem todesmurigen Ausharren unserer Kampfer im Westen und im Osten zu danLerr sei. Damit scheint gesagt zu werden, daß die defensive Haltung im Westen nicht etwa im Mangel an Bereitschaft, sondern im Plane liegt! Me Ankündigungen unserer Gegner, alle ihre Siegeshofsnungen. die auf Schern, Unkenntnis und falscher Rechnung aus gebaut waren, sind zerstückelt und zerknüllt. Es wäre an sich keine unpassende Erscheinung, wenn in die Tageshelle der neuen Zeit auch ein n e u e r R e i ch s - kanzler treten würde. Weder Bet hm an n Hollweg noch Michaelis sind mit der Entwicklung zu unserem Siege so verwachsen, daß man sie nicht entbehren könnte. Fm Gegenteil, wir brauchten jetzt einen Staatsmann, der ein Träger eines ungedämpften Siegesgedankens ist. Die Dahl des ► ÄriferS ist auf den Grafen Bertling gefallen, der zwar gewiß nicht staatsmännisch unmusikalisch ist, aber Uveife'.los die abgekämpfte Hausmusik der Zentrumspartei vor den klangvollen Tonen bevorzugt. Das in der Stille ausgearbeitete neue Programm der Reichstagsmehrheit, das dem Nachfolger des Herrn Dr. Michaelis präsentiert werden sollte, ist vor den Ereignissen am Jsonz-o und Taglia- lnemo entstanden. Die Beteiligten haben zweifellos eine w schnelle, grandiose Entwicklung nicht geahnt. Es heißt, Graf Herrling habe die Friedenspolitik der Mehrheit, die mit der dem Papst erteilten Antwortnote überein stimmt, gntgeheißen. Damit ist nicht gesagt, daß nun die neue Regierung die alte Taktik unabgeänck^rt wieder ausnimmt. Graf Hertling wird nach keiner Schablone arbeiten, aber ' mmer doch innerhalb der Zdntrumsneigungen bleiben, die vor allem aus eine Hebung des päpstlichen Ansehens und Unterstützung der päpstlichen Politik hinauslaufen. Zwar mird der AusAleich der deutschen und öslerreichisch-mnga- rstchen Pslitiker unter Hertling glatter vonstatten gehen, l>b dies aber nicht auf Kosten unserer Reichsinreressen geschieht, ist sehr die Frage. Der bisherige bayerische Ministerpräsident wird keine neue Mehrheit im Reichsag gründen, und der „Vorwärts" verkündet triumphierend, -oelchen Entwürfen der neue Kanzler jetzt schon seine Zustimmung gegeben habe. In der auswärtigen Politik wird es alfo nach wie vor „mit gedämpfter Trommel Klang" gehen. Prüft man das erwähnte Programm der Mehrheit in übrigen Punkten, so darf gefolgert werden, daß Graf DElmg die bewährte Kompromißstärke des Zentrums eigen >,w Er verwirft das paLlamentarische System und die Abänderung des § 9 der Reichsverfassung, soll aber die Absicht dkn«>LU seinem Stellvertreter als Reichskanzler den fort- chrrttlichen Abgeordneten v. P a y e r und zum Bizepräsi- amten des preußischen Staatsministerium - den Abgeord- h C fc;5 r ' Stiröberg zu berufen. Gr-.ft Hertling als "ceutzischer Ministerpräsi-elU, das ist ein Ereignis, wovon "ElttEh NEmalS, etwas hätte lrsruncn Lassen. Er verspricht, dle ^ahttscylsrewrm im Sinne der Reichstagsmehrheit durch^uruhren. Der,L8vr»Lrts" beruhet sich auchoabel, daß Oer neiN Kcmrler gar km so grundsätzticher Gegner der Autmunnv irlwy-LochriLgens sein werde, eis den man Um chrsgernrm &rtte. Er merDe ret»er m deift Fragen der Zen- iur und der -Sozialpolitik den Wünschen der Liriken wett eittgegeng^omnren. Die SoziaLemokralle nimmt, wie der „Vorwärts" erklärt, eme ,^Klnom^ende" Haltung ein, und einige Nutzer der übrigen Linken, die vor dem Zentrmns- dwwmatcn mft der retcktionäven Bergangenheit heftig warn- t«i werden von vvnvhrigeren Taktikern ihrer Richtung zur Ruhe verwiesen tot dem Hinweis, man sehe ja, es gebe kerne SvrenguiN der bisherigen Mehrheit. „Alles fließt", ^Halos von Mllet. Bon welchem Grundstoft die Politik des Grasen Hertling gemacht ist, könnte sich aber auch emmal in einer crnderen, wechselnden Dkehrheit zeigen! WTB.) GroßesHauptguartier,2. November. (Amttnh.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprechr. Der Arritlcriektmpf in Fdmder« war gestern im Fluß- attnet der Ystr. insbesondere bei Dirmttiden. stark. Zwischen dem Homhoulster-Wsld und der Sys lag lebhaftes feind- luhes Störungsser^r auf unseren Kampfzonen. Englische Erkunduntzssorstsße ichrfterten an mehreren Stellen der Front. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Oise—Äistre-Kanul. längs des Rückens des Chemin des Tämes hat die tenpftätigfru Der Artillerien vednr- tend zugenonrmen. Nach mehrstündigem Trsmmelfcirer griffen starke französische Kräfte bei Brsye an. Der Ansturm brach vor lvrferen Linien bkmig z»«Men. Lestlicher Kriegsschauplatz. Keine wichtigen Ercfgtiisfe. Mazedonische Front. Nordwesllich von Momrstir wurden feindliche Bataillone blmig abgewieien. Italienische Front. Längs des mittleren imd unteren Tagliamentv stehen unsere Armeen mit dem Feinde in Gofeckrsfühlung. Z t a - lieni'chc Brigaden, die auf dem Ostufer des Flusses noch Stand hielteir, wurden durch Angriff zum Zurück- gehen gezwungen oder gefangsn. Bom Fella-Tal bis zum Adriatisrtor Meer ist das linke TerrlianVenw-User ftei vom Feinde. Der Erste Generalauarriermeister Ludcndorff. Taglismento nftnmt das Vorgehen unserer Armeen den be- abiichtigten Verlauf. An mehreren Stellen mußte feindlicher Widerstand gttmaeto werden. Auf den anderen Kriegs^hauplapen keine Ereignisse. Der Chef des Generalstabes. Das Fella-Tal mündet in das des Tagliamentv bei Amarv. dort, wo der Strom aus der Ost—West-Richtimg nach Süden umbiegt. De? Sieg in Ztalien. Italienischer Heeresbericht vom 1 . Üfcpember. Xlnfere Truppen rücken bent Prrß die italienische Armee ans der einen oder anderen Dchensiolrnirj wird halten könmen. Die Lage hat eine lichte Seite: Es kommt die Zeit, mo die Kriegstätigkeit in Frankreich, Flandern und in den ÜUpen gewöhnlich erlischt. Aber in der italienischen (3wre bindett nichks. den ganzen Winter durckrukänipen. Das in ein Gotteü ftrr die Partei, die iwer die größten militärischen Hüfs- mfttel zum Vernicknungskrioge veckügt. Man darr aber nicht denken, daß wir beabsichtigen, de:r Feldzrtgsplan im Westen «üzugeben. Der italienische Abschnitt der Westfront darf immer erst an aveite- Stelle klTmmen. Hrndenburg und Lvdendorff. Berlin, 2. Nov. (WTB.) Die „Noidd. Mg. Zly." schreibt unter der Überschritt: „V in den bürg und Ludendorff!": ' „Schlag aui Schlag linnen die Siegesnachrickten vom italienischen Kttegsschauplatz ein. Bon Stunde zu Stunde wächst die ungeheure Zahl der (^mgenen unb erbeuteten Gc'chütze. linier aller Truck für die rarr-eren Truppen steigett sich ins Ungemestene. Dieser unser unauslöschlicher Dank ael'üdrt aber in er st er Linie de . leiden Männern Hindenburs und Lndendoris, die, ivie bei allen Ot^ro- rioncn, auch bei dieser ihre geistigen Leiter sind. Welche ueiQcteure Entschluß- u?i> Willenskraft, welches große Vertrauen aus ihr e»ge- nE Können, aus ihre «geistige Uckerlegenhert gs^nüder den Gey- Tcr rlbcndbcricht. Berlin, 2. Mv., abends. (WTB. Ämttüh.) In Flandern lebhafte Feuertvtitzkeit an der User. Unbemerkt und nngcstvN vom Feinde hriben wir in letzter 9kacht vrrsere Linie von der B e r g f r o n t d c s E lr e- min des Dämes planmäßig verlegt. In der zum 1. November Hatzen unsere Flieger London und englische Küsten platze erfolgreich angegriffen. Im Osten nichts Besonderes. Aus Italien bisher nichts Neues. :k Der österreichisch- Utt-arische Tagesbericht. Wien. 2. Nov. (WTB. Nichftmttlich.) Amllich wird verlauckart.' Am unteren und mittleren Tagliamentv find wir in Fühlung mit dem Feinde. ItulicuiMo Truppc-n. die sich noch längs dieses Flusses zu halben suchten, wurden gewor fen oder aufgericben, lvobei erneut mehrere Tausend und Franzosen im Westen mft bisher noch nie dagttvesenst Koair- aurwand ittrürchen. unsere Front an zwei räumlich rveft gettennrev Dell«: zu durchboechen, setzten Dindenourg und LudeiftNrfr mft starken Kftäften eine neue Operation gegen Italien an und ftrtoi sie durch. Unbeirrt von den maßlosen LlTtstrengungc» unserer Gegner an der Westfront, erfolgreich in tiefer und ernstett Arbeit, ringen sich jene beiden großen veerftihrer, unbeirrt ovn äickeran Eimlüften aller Art. zu dem Entschluß durch, den sie mrlftarisch uift) milftärpvlfthch in dem Augenblick für den gegebenen lxilten. Delckx schweren Stunden müssen ssre veLen Männer, tz» deren Schultern diese ungeheure noch nie dageMsene B.'r«ntwor- tmrg ruht, durckgemackr buxm, ehe sie den Willen zu dievr Tat, die uns letzt die unzähligen Lorbeeren bringt, zur DurMÄeung geboack: baben! Dazu gehört nicht allein milftärisches Können, nicht nur ein richtiges Beurteilen der Kräfte unserer Geaner und ihrer Widerstands kraft, hierzu gebärt das r ichtige Ein s'ch ä tzen der Psyche des eigenen Leeres, der verbünSeten rr»ie der feint»! icknm Völker. Ein starrer Mftnarismus olrre ernste ro! irische Pertteftrng hätte es tftcht vermocht, unsere §>eere datrin s«greich tpj fülirot, wo sie heute sind, nw die deutschen Deere bsue idren Bdarm stzchcn. wo das deutsche Schnitt ft: Verteidigung mft» Angrift siegreich ftebt. Danken '.oft es in erster Lftfte Öftidenburg »ch Luden- dorsf, ihrem unübertroffnen Körrnen, ihrer seelischen Größe/' Berlin .,2. yft»v. tWTB. .Der Kaiser bar den &a*enA Ludcndorff znmCef des niederrbeftft'chcm FMrlnu-'HeyrmenL Nr. 39 ernannt. Berlin, 2. Nov. (WTB. Gei:era1seldm«rschal! v Jy 'ck»kS r«, L«ti^nburg. Reichstag und österreichisches AbgeordneteuhauS. Wien, 2. Nov. (WTB. NickLamrüch^ Vom brrrtßto NeichA- tagsprälidemen Dr Kaemps gelangte an den BrÄLeo»» be3 Abgeordnetenhauses Dr. Groß folgende Depesche: Dem österreick,isck«r A/>geordneteichausc sendet cmgenrbtS des Olänzei'.den Sieges, den in treuer WaftenLnüdersckaft ösrerreicMch- Itäigjariid |? und deutstlie Truppen in der venetraiftschen Ebene er- wftten, der deutsche Reichstag buntofteunidiliche (Mfe »ch hmH- licke Glückwüitt'.e. ?l»s den unvergleichlichen Waftentaren unser« Heere werden. sftch wft sicher. Freist und glücklich? VMS dk-r lBerbändeven W tttk u ta i erblichen für ie*t unb aHc Zeften. Präsident Dr. G r o ß enpidette mft dem L tz te ManN» • Das österrerchische Abgeordnelocha»^ erwidert »ch oove« Gefangene in der >>?nd der «-rt-ünd-en dliebr». -in- ®cw&c mr d«, >^-n ou^m»«n '&ms rnii~l£ Zm FrLLrr-G edrec und un Aem ich t -es otzerru » bdkn&n, &a**ttai Fr»r«. ■fterglüf .ftai und ttefgefühlttm Dankes für die nwcktvvSe BmLMe der Veutstten Heere bei der Befreiung des österreich-chen Bodens rw« »zemde. Dre nnvergleiftlicken Gckbentaten der verlmnderen iii«tnni ee-o 'ftch die Frucht des Bündnisses dn und '.ickern i einen Fortbestand für alle Zeiten. Sie fai» kr mr » - - 1 --- «. ._ . m m ^ » — — J Reichstag und ungarisches Abgeordnetenhaus. Budapest, 2. ?tVv. (WTB. Nickstvmtl.l Der Präsident des Manschen AbgeordnetenHanses Dr. v. Ssasz erhielt folgendes Telegramm . Das Ungarische Abgeordnetenhaus sendet angesicksts der glün tzenden Siege, die in treuer Waftanbrüdersckiast ungarische, öfter reichlich? und deutsche Truppen in der venetiarnischen Ebene er lackten haben, der ^Deutsche Reichstag Hundes fre und lichc 3^-!^ herzliche _ Glückmiinsch'. Aus der unoergleickckichen WittfenbrÄttrlchaft unserer tapferen Heere tuenden, des sind wir sicher, Freiheit uud glücklich? Entnäckluirg der perbürrdeten Nationen erblühen für letzt und alte Zeiten. • Dr. Kämpf, Präsident des Deutschen Reichstages. Präsident Dr. von Ssasz sandte folgendes Äntwvrtteicgramm: An den Präsidenten Tr. Kämpf, Berlin. ' Für den warmen und brüderlich,eit Grus;, iwlcfem uns Euere Exzelle nz namens des Deutschen Reicl?stages anläßlich der glänzenden Siege der deutsch-österreicknsch-nn garischm Truppen über den trcichrilchigen Feind entboten haben, empfangen Sic des Inlgansrtv'n Abgeordnetenhauses av fr lästigsten Dank. Wir hegen e,ie teste Hossnuug, da k^ne beispiellosen Wasientaten utlserer helderr- muttgen Sciiaren und das begeisterte. Durch!>alten der Heimat untere Gegner z-nr Einsicht unserer ilnbesiegbarkeit und mts selbst lregreulien Weltfrieden näher bringen werden. * dein Dr. Karl von Ssasz. Präsident des Ungarischen Abgeordnetenhauses. England zu unserem S.reg in Ftalien. Berlin, 2. Nov. (WTB. Niclstymtltt Der deutsch-öster- reich'ict>-ung>arische Sieg am Jsonzo und der italienische Zusamnunn brrcch rufen in England so große Bestürzung hervor, weil er weite .Kreiie völlig überraschte. War man doch allgemein überzeugt, daß -Oesterreich-Ungarn eurer grasten Offensive nickst inel)r fähig sei. Noch als der Angriff bereits im Gange war, sagte Sir Edward Cär- ?o n laut „Times" r»m 25. Oktober trinnrphiererÄ: „Denken Sie etwa. Oesterreich will noch lveiter kämpfen? Ich weis;, da» es das nicht ivill. imd ich spreche das durchaus nicht leichtfertig aus." -üen Verlust, des von Italien in elf blutigen Schlachten erokttrten tanzler des stbeichs berufen ivordeu. Das tune ernste Pflichtgefühl, das den Kern seines Wesens ausmacht, fett itti die Büri>e des übernclstnai fenftm. Er hat sie getragen nrit der ganzen ihm eigenen Wüfrde, mit heiliger Vtitm'laudsliebe nndlder Selbstlosigkeit, Re nur ein Ziel kennt: Das Glück und die Größe des Reiches. Eine ehrenvolle Laufbahn liegt hinter ihm. Seine Leisbcngcm ans dem Geriete des ErnävnrngÄaescns bilden ein Ruhmesblatt in der Geschickte dieses Krieges. Sie reihen sich wüchig den Taten unserer FeÄdl^rien an. Seine Kanzlerschaft war erfüllt von schittren Käntchen. Wann später unlttirrt durch die Leidenschaften des Ta-gvs die Geschichte dieser Zeiten geschrieben wird, dann wird aber Mich dein Kcnrzler Michaelis eine gerechtere Beurteilung widerfahren. Rbrn stnrd dann erirressen, daß er es imvesen ist, der dia Kllirung grmrdlLvmver ZuLmrstsfragen in die Hand 'genommen und gefördert hat Er hat auch ccks Kanzler seinem Kaiser und Reicks gedient, als arcsrechter, treuer deutscher Mann." ßrdt'Heriting Dr. Graf Georg v. Hertling ist am 31. August 1843 in Darnrstadt geboren, wo sein Vater als hessischer Hosgeri.htsrat und Kammetherr lebte. Nach- Absolvierung des Gpmnasirnms seiner Vaterstadt Uudwrte er in Münster, München und Berlin Philo- lovme und (^schickste und crivarb in Berlin 1864 den philosophischen Doktorgrad. Eine eins älfrige Studienreise nach, Italien benutzte er tm wesentlichen fejir B.-rtiesirng seiner Kemittrisse über dic dogmettsche Gefckstchtc der katlwlischen Kirckie: nach Deutschland, MMckgekehrt, beDeitete er sich durch, iwrvate Sttidien auf hi:4 onipenri!.lie .LMrssdahn lveiter lvor und habilitierte sieb im Jahre .4867 an der Universität in Boirn als Priüatdvzent für Philosophie. AlNMtn Jahre hindurch, wirkte er auf diesem Posten, auf dem er 1880 den Profiessorentitei -erhielt. In größerem Um'ange setzte damals bereits seine sichriftchellerisch« Tätigknt ein, b G?ich iväh- renb dieser Zeit in der Hau.vtsack;e auf philosophische und natnr- wissenschvttlick» Prvble:ne. erstreckte. Auch gründete er von Bonn aus 1876.bir bentsckv Görrvs si)?sellsch.aft zur Iördcwung der Wissenschaften im kathoKsichen Deutschstand, deren Präsident er bis in tic letzte Zeit lhinoin gewesen isst 1862 w'.i.rde er als orbenfa licker Professor der Philchophie an die ttniversität Münclfen bernfest 5rnd übte dort die Lehrtätigkeit aus, bis er 1912 zum bayerischleni Miniller-präsideitten ernannt wurde. ^ Schon als Student — er war Mitglied der katholischen Studenten veremigun« „Askauia" — trat er bei Versammlungen Meder bol t als Redner und Vorkämpfer für die Interessen seiner VvrbrMntg auf und erntete insbesondere bei einer Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands 1863 in Frank- fstrt a. M. mit einer Rede über die katholischen Studentertvereine retten Geisalt. Als Privatdozent in Bonn nahm er alsbald neben fernem Lehramt in umfangreickec Weise mich eine politische Tätig- re'.t aus und umritt bereits 1875 als Vertreter des Kreises Koblenz- Sü Goar in den Reichstag gestrahlt, in dem er sich bei seinem Eintritt der Zentrumsvartci anschloß. Bald wurde er in den Vorstaird der Partm genstihlt urrd wurde deren beständiger Vertreter in mehreren Kommissionen. 1890 nalim er txm einer Wiebenvohl für den Reich-stag Abstand, doch) ließ er sich 1896 wieder für seine Partei aufstellen und vertrat dann bis 1903 den Wahlkreis Illerrissen iM den Wahlen vmc 1903 wurde ihm an Stelle des vom batjmiü cn Zentrum andcriveit vergebenen Wahlkreises Illertissen von'der Zenttumspartei des Reiches der Wahlkreis Münster-Cös- stld überttagen. dessen Vertreter er m>u da an im Reichstage war, vrs er nach seiner Berufung'amf den brpcrischcn Ministerpräjiden- tenpoften sein Reichst«gsmMidat niederlegte. Im Ialyre 1909 Mrrde er nach dem Tode des Grasen Hompesch Vorsitzender der Zentrumspartei im Reichstag, welchen Posten als sein Nachfolger der fetzrge Iustüzminister Dr. Spahn übewralnu Mütterliiskerseits stammt s^-vrg v. Hertling. dem 1914 aus Altla". der liebertragung diw .Wnigswürde aus König Ludwig der Grattniland verliehen wurde, von der Fraicksirrter Patriziersamilie v (»uaita ab. einem aus Italien eingeioandertmi (des-cbecht. Sein Grost^ader msttterliKersoits der Iranksurier Bürgermeister von Guattc. hatte ine ^'.rchb-r jener Marimiliane La f)tock>e-Brentano m FlMb die einst die Neigung des jungen Goethe gefesselt hatte. Graf Hertlrwg selbst Df feit 1869 mit Anna voir BiegelebM. emer geborenen Darmstädttwin. vermählt Aus dieser Ehe sind drei Töchter, von denen die Ätzesde mit dem Major im preußischen Eri egsmi ni sbe rrirm Freiherrn von Weiters lausen vermähtt ist uni, etot Sohn, der als Rittmeister bei dem 4. Eh^aurlegers-Üd-gimeut steht, hervovgsgwNMic. Der Kaiser an Michaelis. Berlin. *2. Nov (WTB Amtl.) Seine Majestät der Kan er und Kmna har an den bisherigen Reichskanzler Dr. Michaelrs svlgcnbos Hanoschrcrben gerichtet: Der Mcriscr an den N- mächltigung bereit erklärt habe. Tiefbewegten Herzens muß ich m dreier für mich so bedeutungsvollen Stunde das hohe Amt aus das mich das Vertrauen iveikmd Seiner Königlichn Hoheit des Prinzregentm Luitpold wn Bayern berufen lwt und das mit allen meinem Kräften zum Bester des geliebtoii Bayeriilandes zu füliren meine Fa-eude und mein Stolz war, in die stand«' Eurer ÜNajestät zurüKleqen. Eure Maejstät bitte ich bei diesen! Anlaß, meinen riefqefitzlten Dank für alle mir in überrcstchni Maße enmchne .HnL und Vmbe zu FMin topm zu dürfen Möge der allmächtige.Gott Eure Maj^ät mit echr langst glücklch wührmrden ?strgwrung zum Wvhbe des Vaterlandes soguen wld das .'lkönigluhe Haus in ^epveu gnädigen Schutz ncklmien." Eurer Könßchchm Majestät allerrnitertänigst treugehvrsamswr Exzellenz Reichskanzler Dr. Grafen von Hertling, Der! Seine RLajestät der Kaiser hat mir gestern abend telegraphisch mitgeteilt, daß er sich entschlossen feit. Eure Exzellenz aus die Stelle des Reichskanzlers zu berufen. Eure Exzelleutz wissen, wie schrvcr es mir stillt, mich gerade in dieser Zeit von Ihnen trennen zu müssen. Wenn ich mich gleichwohl mit Ihrem Rücktritt aus dem Amte des batierischen Stoatsministers, des königlichen Hauses und des Acußern einverstanden erkläre, so geschieht es, weil ich mü Seiner '.Najestät dem 5lviser darin überein stimme, das; Ihre Be- rufukrg auf den Posten dos Kanzlers dem Interesse des Reickies dient, demgegenüber ich mein eigenes Interesse xurückstellen muß. Meine innigen Wünsche begleiten Sie in Ihr neues hohes Amt. föott gebe Ihnen die Kraft, die schvere Bürde zu tragen und das Steuer, das Sie ergreifen, mit sicherer Hand zu führen, zum. Wohle des Reiches und der Bundesstaaten. Als äußeres Zeiäicn meines nxrrm empfundenen von Herzen kommendeu Dankes iür die hervorragenden Dienste, die Sie meinem Vater und mir und meinem lieben Bayernlande' in fast seckOjähriger Amtsftihrung geleiltet haben, verleihe ch.Ihnen meinen .Hausritterordeu vom lmligen Hubertus. ^ gez. Ludivig." Ein Besuch des Grafen Czernin. Wien, 2. Nov. (WTB. Nichtamtl.) In Ausführung der schon Mts Anlaß der letzten Anwesenheit des Staatssekretärs oon Kühih- incrim in Wien, mil diesem getroffenen Verabredung begibt sich der Minister des Aeußern Grat Czernin am 4. November abe z e r n i u am 4. ^covemver abends vach B-erlin. Er wird daselbst Gelegenheit haben, mit dem neuen Reicku-''anzlcr Grafen Hertling zu konferieren, der fettanntlich im April in seiner damaligen Eigenschaft als bayerischer Minister- prälident seine Airfivarttmg am k. und k. H>os machte und den Graten Czernin besucht hatte. Die Lage in Rußland. KerenSki über die Erichöpfung Rußlands. Neu York, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Nauterscheu Bureaus. Kerenski soll dein Petersburger Vertreter der „Associated Preß" erklärt haben, Rußland sei erschöpft. Es sei sein Recht, von seinen Verb uw- deten zu fordern, daß sie fortan die Last des Krieges trügen. Tie spanische KabirreLtHkrrsiö. Madrid, 2. Nov. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Maura hat den Auftrag, das Kabinett zu bilden, abgelehnt. Der König hat G a r c i a - P rieto neuerdings berufen. Das türkische Parlament. Konstantin Opel, 1. Nov. (WTB Nichtamtlich.) Die P a r l a m e n t s s e s s i o n ist heute in feierlicher Weise eröffnet worden. Der Sultan hatte Feldmarschallsnnifonn angelegt. Großwesier Talaat Pasch« verlas die Thronrede. Die Stelle betreffend die Siege über die Engländer bei Ghaza, fern>er die Stelle, wo der Sultan die Hoffnung aussswach, daß die tapferen osmanischen Armeen den Feino rn Mesopotamien und an der Kaukasus sw nt über die Grenze zurückjagen werden, sowie die Stellen betreffend den Besuch des Deutschen Kaisers und bezüglich Persiens wurden von den^ Mitgliedern des Parlaments mit lebhafteni Beifall begleitet. Seefrfeg. Reue tt-Bvot Erfolge. Berlin, 2. Nov. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch, unsere U-Boot« rviederum vier Dampfer und zwei Segler versenkt, darunter ein Darnpfer, der aus einem großen, gesicherten Geleitz-ug l-erausgeschossen wurde,-sowie die beiden englischer Segler Cnpica", mit 1250 Tonnen Kalk utrd Kreide von England nach Savannah, und „Tom Roper". Der Chef des Admiralstabes der Drirrine. Eine englische Erklärung über den N-Boot-Krieg. Amsterdam, 2 Nov. (WTB.) Geddes, der Erste Lnd der AdmimlttM, sprach heute im englisckMi Unterhause. Er sagte über die Verüftentlichung der Schiffsverlu ste sir a.' Ich bedauere sehr, sagen zu müssen, daß es sich als un m ögl ich her- ausgestellt hat, zu einer besseren Form der Veröffentlichung dieser Verluste zu kommen, die nickst zugleich denr Feinde sehr wertvolle Mirntnisse vermittelte, die er jetzt nicht besitzt. Der F^emd ist ruckst nur in Unkenntnis, was versenkt ist, sondern er würde cwch sehr gern die Sckstsisrmmwechältnisse ve^lmäßig Monat für Adonai, Woche für Woche oder sonst für bestimmte Zeitabschnitte erfahren. Xte Deutschen ltthaupten, daß nm'er Sckstffsraum so sbrik zurückgegäugen sei, daß nickst genüg, Schiffe in See seien, um ihre Unterseebovtskamnlandanttn in den Staub zu setzen, ihre Jagdbeute auf dm gleichen Höhe zu halten." Geddes eErte sodann, daß das Gegenteil der Fall sei. ettl-ifsszahl und Lckpffsraum seren gestiegen. Er fügte hinzu: „Seit ?lpril. dem Monat, ,in welchem die englischen Verluste die höckstttn Uvrren, sind sie beständig herabgegangen, mrd zwar letzthin in bemerkeuöwertem 9Naße. Tor Monat September war am beftiedb gendsteii, der Oktober, wnm auch nicht ganz so gilt, doch nur 'n»euig schleckst n.‘ Paris, 2. Nov. (Privattel.) Meldung der Agence Havas. Der Trans po r t d ampfer „Finnland" ist torpediert worden. Etwa 50 Mann iverden vermißt. Das Schiff erreichte mit eigener Kraft einen ausländischen Hafen. Deutsche Luftangriffe. Berlin, 2. Nov. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Bombe n g e s chwade r griff in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. Nv- vember militärisäi-e Ziele in dem .Herren von London und in ben Hafenstädten Grave send, C hat h am, Ramsgate, Mar- gatte und Dover kräftig und wirkungsvoll mit Bomben M. Dr. Ovas vmi HeEng. Front an und verursachten zahlreiche Explosionen und Brcnütt. Me Misere F'lugzcmge sind zurückgekehrt. Feindliche Flieger über Baden und der Pfalz. Karlsruhe, 2. Nov. (WTB.) Im Laufe des gestrigen Nachmittags warfen feindliche Flieger Bomben auf Offen b i^r g und Umgebung ab. In Offenburg selbst wni> den. nach den brshemgen Meldpngerr Menscben nickst verletzt. Der Sachschaden ist nicht nennenslvert. Dagegerr lvurdeu in Schutterwald 2Personen getötet und mehrere verletzt. Kaiserslautern, 2. Nov. '(Privattel.) Am 1. No- veinber um 3i/s> Uhr nachmittags erschienen, aus lvestlicher Richtung kommend, s e ch s s e i n d l i ch e Flieger über Kaiserslautern und warfen mehrere Bomben ab, ohne Personen- oder Sachschaden anznrichten. A «8 hem Reiche. B e r l i n, 2. Nov. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Bundes r a t s gelangten zur Annahme: der Entwurf einer Bekanntmachung zur Abänderung der Bekanntmachung vom 21. Septemb-er 1916 betr. Bestimulmtaen zur Aussührmni J** ftl'rr brn N terländ ischen Hilfsdienst « ® n * iwnt i r:,il ' r Bekmmtmachumg üb«r Mammenlemüra von ^ auerelbetrieben. der Entwurf einer Bcttrnnt- machunst über Beschaff!mg von Pap ierl, ol r \i- tmigsdruckpapier. der Entwurf einer Berordimna bett Nutzung Mm Familien tu Dienst getretener Mann- Mußten,.!)« Mm emec Bekanntn.achnng über staatliche ( eneüiingrnrg Mir Errichtung von Aktiengesellschaften und der Entwur, einer Beranntmachnng über ÄminelhciMnas und Warn,ivnsjerbersvrgnngsanlagen in Mieträumen fl ' Frankfurt a. SR., 2. 9?od. (WTB ) Von anitlirlier Gerte wird mrtgeteilt daß das Reichsamt des Innern darauf himmrkeii wird, daß zwischen dem Deutschen Arve r t g c b c r b n nd für das Baugewerbe und den A r- bettneÜmcr-Organrsationen für das Baugewerbe neue Verhandlungen über die im Tarifverträge vereinbarten Teuerungs zu lagen stattfmden werden. Nu» Stn-t und Land. Gießen, den 3. November 1917. D a s F a m i l i e n b l a t t fällt heute aus. An seiner Stelle legen wir als Sonderausgabe den Wortlaut der Festrede des Geh. Kirchenrals O. Dr. Krüger, betitelt Der Genius Luthers", bei. ** Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 8. bis 11 . November 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: «u^ireyenve Brotmarken der 45. Woche, gültig vom 5. 11. - 11 n 1917 «uttonnnrfen „ 45..6. 11. - llill! „ Fleischmarken ,45. „ „ . 5. 11. - li. n Wurst,narken, der46. u.47. „ „ , 5. li, - n n Kartosselmarken , 45. „ „ 5.11.-1111 " ©cifeiimorfcn für den Monat November, gültig vom 1 bis 50 November 1917. Ei» Umtausch verfallener Marken findet nicht mehv statt; ebenso wird für verloren gegangene Marlen kein Ersatz gewahrt. -reuanmeldnngen und Anmeldung von Renaeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nötigen Ausweise auf dem Lebensmittelamt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anzumelden. Geschäftsstunden des Stadt. LebenSmittetantteS von 9—12 Nhr vorm., 2—4 Nhr nachm. Markenausgabe für Urlauber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. ** Unrverfrtäts-Gottes dien st. Morgen Sonntag findet, wie 'bereits bekanntgegeben ist, in der Neuen Aula der Universität ein AI n i v- e r s i tä t s - G o t t e s d i e n st statt. Bei diesem Anlaß wird es manchen interessieren, etwas über frühere Universität-Gottesdienste in Gießen zu hören. Die theologische Fakultät war in den ersten Zeiten der Hochschule aufs engste mit dem Kirchenwesen der Stadt verbunden. Ihre Mitglieder fungierten zium Teil gleiche zeitig als angestellte Prediger. Unter diesen Umständen war ein besonderer Universitäts-Gottesdienst danials nicht an- Mzergt. Dagegen regte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts unter stark veränderten Verhältnissen der lebhafte Wunsch nach einem solchen. Lange Verhandlungen zwischen dem Mnrrsterrmn, dem Oberkonsiftoriirni Und der Unrversi ät fanden statt. 1843 genehmigte der Großherzog die Gin- rrchtuibg eine^ akademischen Gottesdienstes. Der Professor der Theologie Hesse wurde zum Universitäts-Prediger er normt. Freilich vergingen noch mehrere Jahre, bis die Einrichtung praktisch wurde. Erst 1848 wurde der erste Universi- ^^^^sdienst in der Stadtkirche gehalten. Damals stand, da Znnder-Gottesdienste nicht gehalten wurden, die Kirche um 11 Uhr vormittags Dir Verfügring. Solche Gottesdienste find bmm regelmäßig bis zum Jahre 1863 gehalten worden. In diesem Jahre erbat und erhielt Professor Hesse die Ent-t lasfurlg aus dem Amte des Universttäts-Predigcrs. Die Uni versität war keineswegs gewillt, damit den akademischen Gottesdienst als ausgehoben anzusehen. Aber die Ent- ur die 2ln- Es hat nicht t ? aT «*>kgt, ohne dich vorher die UmvEät berstnirditzt wo^>«n wäre. Es war unmöglich, ohne Unter breckM^ den Gottesdienst fortzzcftihren. Di- vmn Gesamt, senat eingesetzte Akademi,che Lürch-nkommission brach'c F. allgemein«! ' Kenntnis, daß der akadsinische Gottesdienst ins auf werteres ausfaNe. Der Senat nnter- weitere Säwirte. uin eine Fortführnng des Gottesdienstes zu erv-ichxn. Wie die Akten zeigen, sind es grade auch Nichttheolog«! gewesen, die sich f ' gelogenheii auf das lebhafteste interessierten ch!«n gelegen. Überhaupt nicht an dem Senate der Universität, wenn es damals nicht gelungen ist, den 'unterbroche- inn Gottesdienst anss neue ins Leben zu rnfen. Die Unter- Niang hat ern reichliches halbes Jahrhundert gewährt. Der Gottesdienst, der morgen hier gehalten werden wird, ist Iftt , der erste llniversitäts-Äottesdienst in Gießen. Es jteyt noai dahin, in welcher Weise die Einrichtung, die hiermit ernen- neuen Anfang gewonnen hat, wieder ansqebEl worden wird. ^ onnementsVorstellung das Lustspiel „Der Herr Senator" gegeben werden, das von Bad-Nauheim her auf dem Sprelpian steht; zwischen den Aufführungen ernsten Charakters, wre „Bluchochzert" und „Braut von' Messina wird srck)er auch ein Werk he" werden. heiterer Gattung gerne gesehen 3—4'Zinzmer« Wobnnng .zum 1. Januar an ruhige Leute zu vermieten. 7785 Dr. Spobr, Neuen Bäuo 25. ** ^berhessischer Kunstverein. Der Kunst- vevern eröffnet morgen Sonntag seine Ausstellungen mit der. G u st a v - Bo ck - S t i f tu n g. Die Sammlung' ist auf emrge Tage vormittags von 11—4 Uhr der Oeffentlichkeit zugänglich. .T* ? * i f t u n ^ Aus der Friedrich-Böcking-Stiftung sind um Weihnachten d. I. 1300 Mk. m Gaben von 150 Mk. und 100 Mk an bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhüripler oder ernzelsteheirde Personen, zu vergeben. Siehe Bekänntmachnna rn heuttger Nummer. ** Kriegsanleihe. Wie die Bezirkssvarkasse Gießen mit- reut, werden die znr 6. Kriegsanleihe erschienenen kleineren Stücke m aller Kürze zur Ausgabe b-elangen. L>obald die Verteilung der eniMlnen Stücke bei der Küsse ans die Zeichner erfolgt ist, wird eme besondere Bekanntmachung im Gießenar Anzeiger erlassen. Landkreis Gießen. ^ ** Lumda, 1 Nov. Eine bösartige Krankheit, welche besonders bei Kindern aufttttt u. etwa drei Monate in hiesiger Gemeinde threir verderblichen Umgang hält, hat bis jetzt von den Ortseür- wohnern.s reben Opfer gefordert. — Zrrr 7. Kriegsmrleihe wurden ^n hn-irger Schsule 13,75 Marl in Krieassparkatten nnd 2700 Mark m Stücken, also mr ganzen 4075 Mark gezeichtet — Ter Musketier Heinrich Müller, welcher seit Ende August vermißt wurde, hat seinen Angchörigen rn den letzte,: Tagen aus französischer Gefangenschaft geschrieben:. Kreis Schotten. e. Schlotten, 2. Nov. Der Zugverkehr auf der Strecke Nidda p-Schlotten esiahrt eine wertere Einschränkung. An Sonntagen! Mken du Züge ab Schotten 5.26 vom. und 5.15 nachin., ab Nidda 6.53 vom. und 2.40 ivachsm. auS. Starkenburg und Nkjeinhessen. Fc. Vom.Main, 2. Nov. 'Der 66jähr:ge Waldanffehcr Stein ist Owoßwelzheim' wollte sich railieren und hatte zu diesem Zioeckc sein Rassiennesser am Riemen seines geladenen Jagdgewehres abtfö* Zvgen. Hie-rbn etttlnb sich das Gmzchr und die Schtrotladung ging den: U7wvrichtigen in den tl.ntcrleib, so daß, der Tod sofort einttat. Kreis Wetzlar. ra.,Niederlemp, 3. Nov. Gefreiter Karl Freund erhielt das Cnserne KrniA. ^ ra. Vetzberg. 3. Nov. Wie die .Mnzenback>er Mü1)le einst die Burgmühle von Gleiberg war, so gehörte zur Burg Vetzberg die , /Amtmannsmöhle" unweit Nodheim. Als solclie wird sie in einer Urkunde vom 30. Dezember des Jahres 1743 erwähnt, nach welcher dies« uralte Mühle z um K aufpreis von 2255 Gulden an den seit- hengen Pächter J-ercmias Wagenknecht überging. Ihre adeligen! Rechte blieben ihr, bis die napoleouische Zeit dieser: Vorrechten ein Ende machte. Am besten wird die el>emalige Zugehörigkeit der Amtmanrwmühle zu Vetzberg uoch dadurch oargnegt, daß in Vetzberg die Glockm aus der Pforte gezogen wurden, wenn von der Mühle ein Glied zu Grabe nach Roxheim gettagen wurde. Hessen-Nassau. ** Frankfurt a. M., 2. Nov. Am 26. d. M. tagten hier die Geschästsführondeu Herren der Hessischen Kriegseschadigtan- fürsorge zur Besprachung wichtiger Fragen aus der genrernsamen Arbeit. Ten Vorsitz führte Herr Gel-einrrat Tr. Dietz-Darmstadt. Gegenstarrd der Verhandlungen waren zunächst die neu augsorrmete Einführung des Pers>07wl-KarterrsPstems, ferner die Ausdehnung der Fürsorge aus die Familien der Kriegsbeschädigten und aus die Rententosen, d. h. diejenig«: Hoeresentlasse.ien, die obwohl -oegen Krankheit entlassen, Militärrente nicht erl-alten, iveck die .Krankheit nicht als Tianstbeschädigung amrkannt ist Sodann wurde die Für- sorge für mnettich Kranke, insbesondere für luni^nkranke 5kr«ys- beschädigte besprochen. Im Anschluß daran' kam die Frage der Ar- bettsvermittlung in der Krieg-'beÄiädigtensürforge, inslresoick>eve die Unterbringmig der Schiioerbeschädigten zur Eröttermrg. Besonders eingehend beschäftigte man sich noch mit der Stonderbe- raluugsitelle und den Lehnoerkspitteik für Kriegsbeschädigte in Ossenbach a. M., deren Bedeutung für die praktisch-^ Kriogsbe- schädigterufürsorge nachlorücklichst anerkannt und deren weiterer Aus- lmu allseing besünoottet wurde. Tie Verhandlungen, die zu leb- l-aster Aussprache Anlaß gaben, vermittelten alle,: TeilnelMern wertvolle Anregungen, die der praktisch?n Arbeit sicherlichi zugute kommet: werden. . ^ Hanau, 3. Nov. Recht zeitt^einäß geht die Kgl. Ober- sörsterei 5ianau bei itren Holzverkäuseti vor. Sie gibt an: Schlüsse :l-rer Holzverkausst'erkiindigung bekannt, daß der Verkauf des cm- gckündigten .Holzes nur an Selbstversorger erfolge. Holzhändlier, Hamiterer und Preistoeiber seien ausgeschlossen. ]\ Marburg, 3. Nov Außer den bereits genairnten Tcheo- logm ivurde auch anläßlich des Ne so r matü» :sjub i l äu m s der Pro- stssar am orientalisck)«en Seminar in Berlin, Wilhelm Schaler. zum Ehrendoktor der theologischen Fakultät der hiesige Unioersi- tät lernanitt. — Auch Marburg besitzt ein sogOur.mtes Lutl-erhcms, nämlich das Haus des Kaufmanns Weber neben: dem Bären braunen in der Bauüßerstrahe, in welchen: Luther im Jahre 1529, als sich dort der Gasthof zum^ Bären: befand, gelegentlich des Ndcrrburger Religionsgesprächs ab st leg. Au den: Hause ist eine diesbezügliche Erinnerungstafel angebracht. ha. Siegen, 3. Nov. Fl:egerleutt:ant Heinrich Go nter- mann, der oft erprobte und siegreiche Kampfflieger, ist mit seinem Flugzeug abgestürzt und tödlich verunglückt. Einzelheiten des Unglücks sind rtexf) nicht bekannt, doch ist es auf beatschem BÄ>en erfolgt, wie man annimmt bei den: Aus probieren eines netmr Apparates. = U s i n g e u, 2. Nov'. Der seit Jahreil hier beamtete K'önig- l:che Forstmeister Birkenau er wurde Donnerstag vormittag in seinen: Reiner zwisckien der Saalburg und Wehrl-ennen in einenr Häuschen für Wildsütteruug erschossen mrsgeftmden. Die Leiche lxttte einei^ Schrotschuß mitten in der Brust und ivar mit Heu zugedeekt. In Forsttveiseu ist man der Ansicht, daß der Forstin ei ster in der Nacht zun: Donner-.-tag währeild eines Pirschganges einen Wilddieb überrasch>te und ehe er sein Geivehr erheben konnte, nieder- gesckwssen wurde. Der Wilderer hat dann die Leiche nach dein Häuschen geschleppt, über die Sattenttmnb ins Innere geworfen und init dem dort lagen:de:: Heu zugedeckt. Ob ein oder lnehrere Wilderer bei der Tat gegenwärtig warm, sonnte noch nicht ermittelt werde::. Falls nur ein Täter in Frage kon:mt, muß es schon ein, sehr starker Mann gewesen sein, da es ihm sonst kann: gelungen wäre, die Leiche über das Gitter hoch zu hebe:: und ins Haus- imrere zu w»erfen. Obwohl sofott eine umfasse:De, nach aller: Mch- tuuge:: hin sich erstreckende Untersuchung ausgenomme:: wurde', schwebt über der ganzer: Angelegenheit zur Staude uoch völliges Dunkel. Bon einem besonderen Anschlag aus den Bauten, der sich in weitester: Kreisen größter Beliebtheit erfreute, kann, wie es aufäugtich verlautete, nicht die Rede sein. Witternngsbericht. (Oefsentlrcher Wetterdienst.) Wechselnd bewölkt, trocken, Nachtfrost. Ottos ovssi . ^ ärztlich boVOPZUQlj mmmam Unübertr. i rraechen !». vorzügl. Wirk uny Erhält!, in Auotheken girr Denucidimg vsn Verwechselungen t-i Hvbrrr-Uuncs von DermletungL» Unz-isi-i oser bgl. rnlr> dringend um Angrd; dLr-rnL-rgcn^vmn-.ergebrt. Verlag dr- Dich.Nnzcigers Bal nboistrßc 54 SI 8-Zim.- Wobna. mit Loggia u. allem Zubeh. z. veruneren. 6577 Rahn, Gr. Ltt'inweg 20. Ö Zimmer Kl. Wobg. in. eleftr. L. sof. z. v. ofntl An « ,» Bohnbafcu 2«. 1 ob. ZZinnncr m. kl. 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Weioand Familie llnrarer JHfeinrich Keßler, z. Z. im Felde nsnd alle Verwandten. Ködgen, Steinbach, Hungen, Gr.-Linden und Sternberg, 2. Nov. 1917* f Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 11. November, nachmittags o Uhr, in der Kirche zu Rödgen statt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Am I. Növ. verschied plötzlich unser Prinzipal Herr Adolf Oeisse Der Verstorbene war durch seine unermüdliche Tatkraft ein Vorbild seltenen Fleisses. Er war uns ein wohlgesinnter Berater, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. • Das Persona! der Firma Adolf Geisse. Giessen, den 2. November 19 1 7. 06853 .sacke! Kaufe alle Sorten gebr Tücke, Sackluinfien ! und Waflendecken. Zahle die vorgeschriebenen Höchstpreise. M. Mühlstein, Gienen, Seltersweg 83. Todes-Aozeigo. \ erwandten, Freunden und Bekannten die traurige Ts ach rieht, dass gestern abend 1 1 TJbr wich längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel, Pate und Neffe Herr Ludwig Bepier II. Schneidermeister im 63. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarete Bepier geb. Germer Ernst Ludwig Bepier, z. Z. im Felde Margarete Bepier Frieda Bepier. Heuchelheim, den 2. November 1917. Die Beerdigung findet Sonntag den 4. November, mittags 12 y 2 Uhr,vom Sterbehauee,Bachstr 32, aus statt Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer einzigen, innigstgeliebten Tochter Schwester, Enkelin und Nichte Sophie Walb insbesondere aber Herrn Pfarrer Köhler für die trostreichen Worte am Grabe, Herrn Lehrer Nanz, den Mitschülern und Konfirmanden für den erhebenden Grabgesang, wie allen anderen für die vielen Kranz- und Blumenspenden auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Familie Ludwig Walb. Steinbach, den 3. November 1917. Nachrrrf. Am 29. September stet unser lieber Sohn, der Weite Albert Rinn Inhaber des Eiserne» Kren?.es 2. Masse und der Hessischen Lapfcrkeilsmedaille. V Im tiefem Schmerz im Namen der Hinterbliebenen: Philipp Rinn XV. Heuchelheim, den 3. November 1917. W5T Wiedersehen war setno>und unsere- Hoffnung. KZiser- 8 . LölkshNk str |>m«. Motte. Wkihnachtsgabkn 1917 ! Bis zum 1. November einschliesslich gingen weiter solsende Tuenden ein: au der Kasse Rorcu Kreuzes: Karl Nowack Mk. *00,—, M. 5i. Mk. 30-, Heinrich SBirtn Mk. 300,—, Carl Haubach Mk. 50,—, Hausfrauen» verein Mk. 20,—. Iran Haas Mk. 10,—, N. Krause «Fund- geldj Mk. 3-, Adolf bischer Mk. ,00,—. Iran --ebnete Mk. 5,~, Giessener Drauhans Denninghoii Mk. 100.—. Hermann Hess "J)lt 210.—, Frau Kommerzienrat Gail Mk. 2L—, Ft au Geh. Kommerzienrat Gail Mk. 210,—, Gisveretn, Giessen Mk. 600 .—; b) bei der (> ewerbebank: Gewerbebank Giessen Mk. 50tt—, c) beider Bank für Handei und Industrie: Bogelsberser Höhen- und Vogesenklub Mk. 100,—, Iran Dr. Nruel Mk : ; 5, , Landgerichti-rat Bruel , Iran Carl Bruck Alk. 30,—, Frau Ghrt. Biermann Mk. 20,—: «i) bei der Mitteldeutschen lLreditbant: <6hrt.BossinS Mk. 100,—, Gewerkschaft Giessener Braun- netübergwerkc ^ ik. 210 ,—, OberrealschuleGiessetr Mk. 470,—, Tirektor A. Heichelheim Mk. 400,- . Fma. Ludiv. Georg, Mk. 800,-, C. Mk. 210,--, Frau 21k. Lbh. auf. 50,-, "evi Stern 'illf. 100,—. Ghrt. Hansen Mt. 20,—, Ghrt. König Mk. 2r \—, Frau l)r. Stuhl 20,—, Irl. 'Aigeltus Mk. 20 ,-. Irl. Will Mk. 20,-, Bender & Co. Mk. 100,-, Carl Schlüter Mk. 25,—, Höh. und Crw. Mädchenschule JJIE. 400,—; e) an der Geschäftsstelle deS «Giessener Anzeigers: Frl. Banfa Mk. 5,-. Äk. H. ML 20,-; f) an der Geschäftsstelle der Qberbess. BolkS» Leitung: O. B. Mk. 5,—, H. N. Mk. 2,-, Jobs. 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