Kt- 257 Der #kt«tfr Xvjtije« ! «scheint tätlich, außer ' Sonntag«, - Beilagen: Oichtver FamilievbiStter; Krcisblött ff? de, Kreis Gießen. . verugspreis: monatl. 1 Mk^ viertel- iLhri'ch 3 Mk.: durch »Lhsle- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch die Post Mk.3.— viertel- jährl. ausjchl. Bestellg. Fernjprech - Anschlüfie: für die Schrütleitung 112 Vertag,GeschäitsstelleSI Anschristfür Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. KM'IX ... Erster Blatt lör. Jahrgang. Donnerstag, November lyfl postscheckl-nls: Frankfurt a.A. \\m General-Anzeiger für Oberhessen Sankverkehr: Gewerbebank Sietzen 3Vi»tri§;n>nd»n,ck «. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. r. Annahme von Anzeigen f. die ^ageSnummer bis zum Nachmittag vorher. Zellenpreise: für örtliche Anzeigen 20Pf..fürauswärUge 25 Pf., b. Platzvoffchrift 30 Pk., für Reklamen 75 Pf. bzw. 90 Pf., nebst 20°/gTeuerlmg^zufchlag. Hauptschriitleiler: Aug. oeh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. (Äoey; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtsfaal: W. Meyer; Anzeigentell: H. Beck; sämtlich in Gießen Rehr als W 000 Italiener streckten öle Waffen. Insgesamt Wer WOW Gesanzene und (500 Geschütze! (WTV.) Großes Hauptauarlier, 81. Oktober, «mtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. In der Mitte der flandrischen Schlacht- ffront spielten sich gesterrn erbitterte Kämpfe ab. Den, morgens über die ganze Front vom Hoitthoulstei Walde bis zum Kanal Comines — Ypern ausgedehnte? iTronrmrlfeuer folgte:: tagsüber starke englische Angriffe zwi sichen den von Roulers über Langemarck und Zonnebeeke «ch Ypern führenden Bahnen. Die Wucht des feindlichen Stotzes richtete sich gegen den Ort Passchendaele, der vorübergehend ver loren ging. In -ungestümem Angriff sturmbewähr- ter Regimenter unter zusammeng'fahler Artillerie Wirkung wurde das Dorf wieder genommen und gegen später neu emsetzende Angriffe der Engländer in zähen, bis zur Dunkelheit wühlenden Kämpfen voll gehalten. Unsere seitlich des Dorfes kämpfende Infanterie und die krurp erprobten Machinerg w h -Scharf chützen schlugen die sich bis rat Laufe des Tages mehrfach wiederholenden Angriffe in unerschütterlichem AuSharren in dem dmchroühlten und verschlammten Trichterfelde erfolgreich zurück und nahmen zeitweilig verlorenen Voden in kraftvollen Gegenstößen dem Feinde wieder ab. Neben den Hauptangriffen nordöstlich von Ypern suchten die Engländer auch beiderseits der Strahe Me n i ne s— Ypern auf Gheluvelt vorzudringen. In unserem gut- liegenden Arlilleriefeuer kamen nur schwache Teile de§ Gegners Zinn Vorgehen. Sie wurden durch Infanterie- und Maschinengewehrfetlrr zurückg-trieben. Die an dem gestrigen Tage beteiligten Truppen der 4. Armee haben in vortrefflichem Zusammenwirken aller Waffen einen neuen Erfolg errungen. Die Engländer haben, ohne Vorteile zu .gewinnen, erneut schwere blutige Verluste davongetragen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Au dem Oise—Aisne-Kanal und an der Vergfront des lChemm des Dümes verstärkte sich der Artilleriekamps gestern erheblich. Die französische Infanterie blieb untätig. Aus dem Ostufer der Maas hielt unser Vernichtungsfeuer im Chaume-Walde sich vorbereitende Angriffe der Franzosen nieder. Auf dem Orstlichen Kriegsschauplätze und au der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Italienische Front. Die Bewegungen der aus den Kärntner Bergen vor- Oringenden Truppen der 14. und der Jsonzo-Armeen nehmen den von der Führung beabsichtigten Verlauf. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin, 31. Okl., abends. (WTB. Amtlich.) In F l a n d e r n und am Chemin des-DLmes wechselnde Artillerietätigkeit. Im Osten nichts Besonderes. Jn.Jtalien erfolgreiche Kämpfe in derNie- derung des Tagliamento. Die G efang e neu za hl hat sich über 120 00 0, die Geschützbeute aus über 1000 erhöht. Wir müssen uns damit abstnterr, daß wir zugleich mit Deutschlands herrlichen Leistmrgen im Felde traurig verfahrene politische Zustande haben. Es ist in Berlin ein förmlicher Handel um den Nachfolger des Herrn Michaelis entstanden, und dieser Handel ist beinahe so schwierig und ver- Ävickt, wie derjenige sein wird, der sich einmal im großen Weltfriedensfonferenzsaal abzuspielen hat. Graf 5)ertling verhandelt noch mit den Fraktionen. Jeder Dag bringt neue ^Feststellungen" der Lage. Was sucht der Zentrnmsdiplomat da eigentlich znsammenznleinren? Wik werden die Jnstrn- ! mente der „Mehrheit" künftig znsammenstinlnren? Wir ! fürchten, es wird uns da eine wohltemperierte Zentrums- ^ Politik zurechtgemacht. Es geht inn ein Schachern, lieber- trumpfen, Überlistend anstatt terß wir auf einem geraden Wog der Regierungspolitik wandern, werden wir uns in lassen und Gäßchen verlieren, und unsere Gedanken werden nrmer nur vom Nächstliegenden angezogen werden, und dieses Nächstliegende wird ein immerwährendes Streiten nm ^arteiwnnsche sein. Kann dabei ein großer, dem Volke in o schweren Zeiten wirklich nützlicher Gedanke geboren wer- )en? Erfordert das Ziel, uns zum besten Frieden zu führen ^er sich für uns erreichen läßt, nicht eine feine mid doch ^rnerlich starke Kunst, die Bewegungsfreiheit, im politischen Sinne gesprochen: Vertrauen neben sich haben muß? Kann :in künstlerisch vollendetes Bild fertig lverden, wenn jeden Augenblick ein anderer „Verbesserer" seine Nase drüber hängt? Der Leim eines blinden, ungespäßigen Zufalls soll illes zusammen hatten. Schon ist sich alte Welt darüber einig, daß .Hertlings Kanzlerschaft keinerlei sichere Gewähr für die Erhaltung der bisherigen „Mehrheit" bieten würde. Dann lst die M ög lichte it, daß er nach einer andern Mehrheit juchen geht. Ans diesem Wege werden wir ans dem Parteigezänk niemals her ans komm en. Des Kaisers Wort: „Ich kenne keine Parteien mehr!" verliert immer mehr seine Geltung. Graf Hertling tut, wenn er das Amt des Reichskanzlers übernimmt,, übrigens ohne Zweifel einen sehr schweren Gang. Der „Vorwärts" schreibt neuerdings zu seiner etwaigen Kanzlerschaft folgende Ankündigung: „Dafür, daß die Mehrheit des 19. Juli beisammen bleibt, sprechen starke sachliche Gründe, die auch von der Gegenseite anerkannt werden. Wer aber das Zusammendleiben dieser Mehrheit will, der wird auf eine Lösung von Personenstagen hinniirken, durch die der Zusammenhalt nicht gelockert, sondern gefestigt wird. Eine solche Lösung ist, um es wieder und wieder zu sagen, m ö g l i ch, aber daß sie in einer Regierung Hertling geiunden werden kann, ist höchst unwahrscheinlich. Diese würde -ans alle Fälle eine starke Bedrohung, wenn nicht eine sofortige Vernichtung der Julimehrheit herbeiführen.. Tenn es ist ganz sclbswerstündlich, daß die Soüatdemokratie nicht irgendeiner ParttiLonsosUation zulieoe Forderungen zurück- steilen kann, deren Erfüllung sie im Interesse des Reiches für unumgänglich notwendig halt." Letzte Nachricht: Berlin, 1. Nov. (W. T. B.) Zeine Majestät der Kaiser hat für den 1. November für Preußen und Elsaß-Lothringen Flaggen und Viktoria-Schießen verfügt. Bei der Verfolgung in der Friaulischen Ebene haben gestern hart östlich des unteren Tagliamento 60000 Italiener mit mehreren Hund ert Geschützen die Waffen gestreckt. Der bisherige Gewinn in der 12. Ifonzo-Schlacht ist damit auf über 180000 Gefangene und mehr als 1500 Geschütze, gestiegen. Die italienische 2 . und F. Armee haben eine schwere Niederlage erlitten. Ludendorff. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verbündeten Armeen des Feldmarschalls Eugen Ingen in dem Gebirge des oberen Tagliamento und in r venetianifchen Ebene planmäßig v o r. Auf den anderen Kriegsschauplätzen kerne besonderen möm,,C ’ Der Chef des Generalftabes. Die siegreichen Nämpse im westen. Berlin, 31. Oft. (WTB.) Während in Italien der nerftärte Siegeslauf der Verbündeten fernen geplanten outgang nimmt, hat die deutsche Fl andern« rm e e m Engländern am 30. Oktober wiederum eure 1>were blutige Niederlage bereitet. Dort item sich in der letzten Woche die Pausen zwh.chkn teil einzelnen Großkampftagen verringert. Nach tem schweren Niederbruch der englisch-französisdien Mafsen-angriffe am 22. und 26. Oktober begann am 30. Oktober nach stärkster Artillerievorbereitung und langandanerudem Trommelfeuer der englische Angriff gegen die Front vom Houthoulster Walde bis zum Kanal von Hollebeke. Trotz Regenwetters warf der Feind durch den schlammigen Sumpf der Trichterfelder gegen un.sere Linien gewaltige Massen vor, denen dichte Reserven folgten. Um Passchendaele ballte sich die 5)auptwucht der feindlichen Angriffe zusammen. Hier gelang dein Gegner unter schweren Verlusten ein Einbruch über den Ort hinaus. In haftem, wechselvollen Ringen wurde der Ort jedoch durch unsere ftäftigen Gegenstöße v ö l li g zurü ck erober t. In die weick>enden Reihen der Engländer, die im Schlamm versinkend die lohnendsten Ziele boten, schlug das Verfolgungsfeuer unserer Batterien und Maschinengewehre. Dennoch schritt der Gegner später wiederholt zu neuen Angriffen gegen den Ort, die sämtlich unter rmgeheuren Opfern für den Angreifer durch Feuer, Nah- karnpf und Gegenstoß sck)eiterten. Die b^eiderseits der Chaussee Ypern—.Menin angesetzten Angriffe wurden zum Teil schon während der Bereitstellung zum Angriff von unserem Feuer wirksam erfaßt. Au den meisten Stellen kamen sie über die erste Entwicklung nicht hinaus oder brachen in unserm gutliegenden Abwehrfeuer blutig zusammen. Um 12 Uhr setzte ein starker feindlicher Stoß in Gegend Poelcapelle ein, der restlos abg-ewiesen wurde. Hier wiederholte der Gegner um fünf Uhr nachmittags seine starken tiefgegliederten Angriffe gegen unsere Front von Poelcapolle bis östlich Zoone>- oeke. In erbitterten Kämpfen wurde trotz stärksten Menscheneinsatzes der feindliche Angriff unter außerordentlich hohen Feind Verlusten abgeschlagen. Am Abend des für den Feind so blutigen Tages wurden dichte feindliche Ansammlungen bei Pvelcapelle durch unser zusannnengefaßtes Feuer zersprengt. Der einzige Gewinn der verzweifelten englischen Anstrengungen besteht in einer geringen Einbuchtung unserer Linien westlich Passck-endaelck, die an der tiefsten Stelle etwa 350 Meter beträgt. Nachts begnügte sich der Feind mit starkem Störungsfeuer. Die Städte Roulers und Dixmuiden erhielten zeittveise kräftigen Beschuß.^ Der Sieg des gestrigen Großkampftages reiht sich in seiner Bedeutung dem glänzenden Ergebnis der Schlacht vom 26. Oktober an. Auch dieser neue gewaltige Angriff brachte dem Gegner keinerlei Gewinn, sondern nur schwerste blutige Verluste. Im Artois und südlich St. Quentin steigerte sich stellenweise das Feuer erheblich. Nordöstlich von So is so ns herrschte an der Kampffront den ganzen Tag über starker Artilleriekampf, der sich gegen Abend bei Braye und Cerny zu großer Stärke steigerte und bis zum Dunkelwerden anhielt. Auch östlich der Maas steigerte sich ebenfalls im Laufe des Vorinittags im Chaume-Walde das Feuer zu erheblicher Stärke. Ern beabsichtigter feindlicher Angriff kam in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Ausführung. In Gegend Ornes folgte gegen Abend nach starkem Feuer ein feindlicher Vorstoß am Chaume-Walde. Er brach im Maschinengewehr- und Handgranatenfeuer blutig zusammen. Bei unserem Angriff am 29. Oktober früh im Chaume- Walde wurden außer den beveits gemeldeten Gefangenen noch 24 Maschinengewehre erbeutet. Die Behauptung des Eiffelüurmberichtes vom 30. Oktober abends, wonach die Franzosen auf dem Caurierres^ Kanmr einige Gräben erobert hätten, ist aus der Luft gegriffen. ver fortschreitende Sieg über die Italiener. Wien, 31. Okt. (WTB.) Aus dem Kriegspressemattier wird unter dem 30. Oktober gemeldet: Cadornas Anschsuldigung der Truppen der zweiten italienischen Armee eutspTNNgt dem Bemühen, das Geständnis der katastvoph.ck.en Niederlage des linken Flügels, der Jsonzofront dem bange aufl>oräienden Volke Italiens mundgerechter zu machen, cknanfhaltsam über den hochgeschwollenen' unteren Jsonzo nachdrängeud, dessen vom Feinde zerstörte Brücken bereits wiederhergestellt sind, stoßen die österreichisch-ungarischen Truppen, unbehindert durch starke Gewitterstünne und Regengüsse, hier bereits gegen die ReiicWgrenze vor, allenthalben reiche .Kriegsbeute oarfiudend, die der eilig weichende Feind ttotz zahlreicher Brandstiftungen nid# mehr zu retten vermochte. Udine ist bereits überjchrckteu. Ter prachtv'olle Schwung der dentsdflm Divisionen, mit ihnen vereint die k. und k. Truppen, strebt nördlich davon dem oberen Tagliamento zu, an dem das befestigte Lager von Gcmona den Austritt in die Ebene schützen soll. An her karnischen Front liegen alle jene Punkte, die oft in unserem Heeresbericht Erwähnung fanden, vom Plöckenpaß und Findenig-Kofel angefangen bis.zum Cranuva-.Berge und dem oft blutig umstrittenen Mittagskofel südlich von Malborgbet hinter der Front der machtvoll gegen den obersten Tagliamento trotz Regen imd Schneefall v-orbrcchenden Arm« des Generalobersten Freiherrn von Krobatin. 0 * Wien, 31. Oft. Aus dem K^rie gs pr e sse q ua r tier wird am 31. Oktober abends mitgeteckt: Unsere Armeen näl^ern sich unter erfolgreichen Kämpfen mit italienischen Nachhuten dem Tagliamento. Palmanova wurde gestern besetzt. Die Zahl der Gefangenen lübersteigt 120000, die Geschützbente ist größer als tausend. /7/e Kä rntner* Fron/* cg/fd 0 <5 Dsniek, _ o d./- Italienischer Heeresbericht IxruE* Rü ckzn"s^VWagend des gestrigenTages Stellunaen snre n nach bestimmten Stellungen fort. Der Abbruch 5^/ saLTi? Kr n nach bestimmten italienische Hauptquartier «Ä? $«„93. Z “ w isssmmsm ESnhJZ «"i« V«V S" i} ? " "x f & 1 rich^VÄW »ratto bo- sich greift und der brtflW RirfcjlijILrS V* ÜJ n !? ,er ^ter um **«» HF«arasrs "N.L Ftalienische Pr esse st irn men. gg*t ggWggSJ?»! ^. y fr ■* £Ä« 5 sEM« R?.!; ;*« ? s:; ” * 1 *" * k ' s »» »"-» tzMWELS« 5 jaswssrs LS-BLSM? «MSL ffire atr afe fcwr:« «vs, Mge der russischen Unte nwESm WideistanÄk^ft ^^^,^^5.^utrum Oder der rechte Flügel der MKMMMZ &b&en **? S^imret wäre, brn fiifrr£ Stellen des Landes BerlegenheMm oder Schwierigkeiten zubereit Glückwünsche de- bulgarischen Parlament». (WTB Nichtamtlich.) Meldung der bulaa- ,70... • f f " ^ . der Präsident die neuen großen Erwine der S#£'«S« 5 s: «ln «ngriff in Lripolltanlen. ^tfcn & ffiSI“ m Tm»litani«r durch Araber und Die Kriegs«»,gaben Englands. «London^ OktlWTL, Urttordcn^ Bei Beginn der Anm-rw°ch? ine erwrderlichcn Gelder liefern Ban ^äÄ^ 1 ” “ÄSS »ÄÄÄri^ra a feil 2J&' «“ ""«ren. me hock nicht nur Gnalmrd sa^n, alle alliierten Re-nernngen die sehr vornehme W-n'e iu fcfcäivit ^ in den Krieg mttrat die Methode der Fnmnzicrirng unserer dorttgen Einkäufe und die Frage des Wechselkurses nicht nur eine ernste, sondern fast unlösbare Ausgabe war. Die Gesamt- S.^ ^r.^Äo'^bas halb« Kriegsiahr 43V, Millionen hsund, das sind 239 000 Pfund täglich Die Frage der Aufbringung von Piehrermrahmen durch die Besteuerung ist geprüft, aber verneinend beantwortet worden. Fast die ganze Mehrausgabe saut -aut dav Krieg^amt, nämlich 39 Millionen, während die rest- mäßig teilen * narben ^ ör * ric UIt ^ das Munitionsamt fast gleich- ülD fort: Die Hauptursachen der Zunahme mu,sen gcfuutu'n werden m der Preissteigerung der Waren und Sff .^'-'^uehrung unserer Streit kr aste, die wir im Ausland Flugdienstprogramm, das im lvesend- ,r l L*!?♦* Berückichtt^ung der Bereue bru na des Personalbestands^;« h^/tPS: 0 < 9 XX dre FlugHeuge selbst mdyt mit einschloß. so- ^U" n der Große der ^ahl der indisch lt Truppen in Mesopotr- ^dttch rn der Vorwärtsbewegung unserer Truppen in Flandern!. Dl^bÄrentet eme Mel-rarrforderung für unsere Eisen- rmd Brucken usw Als Beispiel führte Bonar Law an. Entfernung zwischen der Eisenbahnverbindung nud den ^enku Lnrien tu großem Umfange durch AutomobiltranS- w^dei: müsse, lvas für ein l)albeS Jahr 5 Millio- ^"dftrrch mistet.habe Bonar Ümo schloß: „Am 29. September. nrJ^ Unanrhalblahres. stand die Nationalsrimld auf Dnmd. Aber von dieser Summe sind wir berech- .mh iS!? n fS!^ ü * n “üfe Mircrten unb Dominions ab^nziel>en, unb üimt fftt unicre Mlnerten 1100 Millionen und für die Do- Tei?^ ^ ^ lionen Pfmch Wir find auch berechtigt, einen jEufJ*? 19 ° . Dkl Irenen Pfund betragenden K!riegSauSgab^ der .rh e PjT u l l Q». namlid) 66 Millumen, lÄuziehen. Die tatiächiich auf 3000 Mllionen dtund. Bonar Law stellte tne englische und deutsche ckrnanzlage nnandm: gegenüber und führte w^S, daß .stredit- ^ ^Q Q.^lwnen vom Neid^tzag angenommen '^OHjen meil. und daß otefc Bewilligungen nicht die Borschüsse Z” Ff Verbündeten Deuti cÄMws ein schließen würden. Englands ^ber um 1 700 000 «einer als die Deutsch- r< Jä* 2**?^ erwähnte dann die Höhe der Steuereinnahmen tzab Dttirsdüands erhöhte Kriegsbv. der Verzinsung seiner Schuld England kömre «wr bit Anspannung nicht unbegrenzt tragen, aber mcht der Geldmangel werde England ver- F^' den Krwg zu gewnrnen, da England die Ansprrmung lmlger ertragen könne als seine Feinde. Das Unterhaus nahm die Kreditvorlage einstimmig an London. 31. Okt. (WTB.) Unterhaus. Im Laufe der Kredrtberatung federte Noel Buxton Balfour auf, eine Ev- llber ferne Politik m Bez/ag auf die internationalen Ber- anderrmgen abzugeben, dre m Oesterreich-Ungarn, Bul- vor sich gingen. Balfour gab zu daf^ wenn ünrklbd'l wie Duxtvn annehme, Veränderungen in Oester- rerch-Ungarn rn oer MrUiitung der Demokratisierung vor sich gingen. das.nn sehr wü kommeneS Zeiq-n m der Wftmt nner gesimÄ Freiheit wäre. Aoer er lehne es unbedingt ab, eine Erklärung abzii- 225?/ ^ me 'vlclx- Vermutung ftfü&e. Alle wünschten ü. ^ f lIt ntue J .^.u r o v a zu sehen, ein Europa ™ kem ®fcnrent ■einer Mkunttrgen Zwietracht vorhanden wäre das sich aus unbefriedigten nationalen Bestrebungen ergeben müßte' Lr wolle nickt werter gehen, als er bereits gegangen sei in der Feib- ^u^and« Hoffnungen imd Wünschen. Burton Me gewunAtt, daß DManen dreien strreg überdauern solle. Aber Biilgarren stehe tm Felde gegen England und habe sich dafür entschieden, der Feind von Nationen zu werden', düe si.dwrlich ange- nommen hätten, daß es durch starke Bande der Dankbarkeir an sie ■S te auf ber ©nte d^s LichW gegen die Finsternis. Lassen wir s.'e aus dem Krreg ohne >lua.ikung hervorgehsr. Me Balkanstaaten wurden unter dem Druck der Türkei zermalmt. Jeder einzelne von chncn hat iüssetben jsrf-faritm für die Freiheit mit Europas Unter- ^&S! faTTl ^ Af. haben il-ve Unabhängigkeit.. Autonomie und nicht unwürdig und mph dein Fortschritt, den sie auf jedem Gs- biete der Zivilisation gemach: haben. Jln seinem^ Punkte nur ver»» sagten sie. Statt einig za sein, ^wie man gedacht, durch die gemein- saine Enrmerung an die Unterdrückung, der sie entronnen ffcttfl verstanden sie niemals, in Freundichuft und Frieden miteinander zu leben. Ich freue mich, daß diejenigen BglkansMaaten, die jeßt untere Verbündeten sind, durch die stsärksden Bande der Freundsihaft nicht nur an dre Ententomächte, sondern auch aneinander gebundeH sind. Ich leugne ni-cht. daß mir kein politischer Wunsch hinsichtlich dreier Gebiete mehr am' H!er!-en liegt, als daß alle Nationen, welche Freunde lern ! litten im k^i» Offv«»» *««» y cT' v !.* L iam w n liegt, ais oasz auc Nationen, ivelchle Freunde sein sollten, auch in der Tat Freunde sind. Aber wir sind noch nicht ziu dem Punkte gelangt, wo dies Sache einer prab- ttsa-en unmittelbaren Politik wird. Wi!r befinden uns mitten im Krieg. In dem Kriege 'haben rmr Allsiiecte und den Alliierten such tmr durch sedes Band der Loyalität verpflichtet. So sehr ich daher auä) wünsdse, daß Bulgarien aus diesem Kriege ohne Kränkung hervor gehen möge, darf Pesch, die sie Nicht kr änkung nicht erkauft werden durch Berr-at an denjenigen, die alles, lvas sie haben, zur Unterstützung der Sache der Alliierten dargebracht haben und die bereit smchmit uns bis zum Ende zu kämpfen. ^ie Kreditvorlage wurde sodann, wie bereits gemeldet, an» genommen. Die Zustände in Rußland. Tie Rede TeresttschenkoS. Stockholm, 30. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraph7n->Agenttlr. Teresdtchenko führte in seiner Rede iwd) aus: Deutschland ist ein erzeugendes, aber kapital loses Land, deshalb könne es nicht die Gebiete fruchtbar machen, kolonisiert l>al, die daher für Deutschland mir Handels^- märkte send, ungeheure BecLen, in die es den Ueberfluß seiner Be- völkerilng wirft. Diese Politik wendet Deutsdstand besonders Rnß- 7 gegenüber an. indem es uns von Westen her zu isolieren! sucht; aber nicht durch Amrerionen, sondern durch friedliche Trennung politisdjer Einheiten, die wirtschaftlich schwach sind und nach Deutschland hin gravitierend wurden. So würde Deutschland einen Watt schaffen, der Rußland vom ganzen Westen' abscbneidet uub dre Drohung einer Bererniaung Rußlands mit den ' W^sb- mamten beseitigt. So würde die friedliche Durchdringung unseres Tandes mit deutschen Waren und Arbeitskräften erleichtert werden. Uns diesem Grunde legen nicht nur die Abgeordneten der gemä- )silften Parteien des deutschen Reichstages, sondern auch gewisse Vertreter der sozialdemokratiscl^n Hlwheit "'dein Problem der eben erwalpiten Einheiten mit autonomer Politik besondere Be- - um. u-ü-w^uuntti. vuiuu wriüuiÄTrc ioa» o^rung beu Nadchem Deutschland mehrere russisd-e GM-ete be- mt hat. sucht es sie derart zu organisieren, daß sein Einfluß sich c. Errege äußern und sie ihm als Stützen gegen! .Dktzland dienen. Es svird irgendwo vielleicht damit Er- m 5 trZi- allgemeinen wird es einen Fehlschlag erleiden, vtur die Wcederherstettung der zerrütteten russische,l .Industrie kann das Land vor dieseni Anschlag bewahren. Wir müssen bedenken, daß der Augenblick des Kr«gssch'-"sses ange'ichts de,- gogeriwärtiaen Ätlbustrie ürsi brenschen Kräfte sichern und am wenigsten unsere wirt- MftUche Unabhangigkett mitasten und uns einen Ausgang zum frnen Morr gewährleisten würden, ist der günstigste Weg sicherlich o«, der uns an unsere Verbündeten bindet, da die deutsche Pvlttr? uns gefährlich ist und wir uns im Kriegszusbrrkde veftnden. Wr müssen daher den Krieg in enger N ebereinsti m- urungmit unseren Bundesgenossen weiterführen und gleickKeitig zusanimen mit ihnen im innigsten Zusammenhang die Fragen über Krieg und Frieden und eine tätigere Znsammen'- arbeit rn diesem Krieg ausarl^iten. Das ist der ttrlpruug dev Pariser Konferenz, die dem Abschluß ihrer Arbeiten nahe ist und deren Aufgabe von Lloyd George genau Umrissen wurde. Es werden sich?rlich auf ihr Gesichtswruckte aufgestllli, die, wie Lwyd George erklärte, das Ende des fürelnterlichen B' neraießens in Um ressen erscheinen lassen iverden. Uni jedes Mi ccrständnis zu beseitigen, muß id) hinzuftigen. daß diese Konfercuz besonders die Gesamtheit dieser Frage erörtern wird, daß aber Rußland aiif ihr nur eine einzige Einheit darsftlllen mutz. Wenn unsere Regierung eine Koalitionsregierung ist, muß dies sich auch in den. Gedanien äußern, die Rußland dort Luseinanhersel-en wird Das ist übrigens leicht zu v-erwircklichen, wenn die Stauf -v:-:". -csinütig! sprechen und auf der gleichen Grundlage, när.i . - i tim her Interesse des Vaterlandes, stehen. §eekr!eg. Nene U-Boot-Erfolge. Berlin, 31. Okt. (Amtlich.) Neue U-Boot-Ersolge im Ae rm elkanal: 17 000 Br.-R.-T. Unter den versenkten Lichiffen befanden sich zwei große Passagierdampfer, von denen einer bewaffnet war und, nach der lvährend des Sinkens erfolgten Detonation zu urteilen, Mnnitionsladung führte. Der Chef.des Admiralstabs der Marine. . Z r- v . , UA . r uuuuuujitrigrexr,, ÄUI-oNUMiö und Eelbstregrerung und sie zeigkrei m fast jä>er Hinsicht, daß sie ihrer Udine. -- Rotterdam, 31. Okt. (Privattel.) In der zweiten O ktoverwoche hat em d e u t s ch e s N n t e r s e e b o o t im Ka- nal einen aus Amerika kommenden, bewaffneten etiG- l'ch en Danrpfer mit folgender Ladung versenkt: 135 Udme ist dre größere und wohlhabendere Schwester Eividal-ä ebtx der geschichtliche Glan; von Eioivale ist älter iltron* an gefärbt als der Udines. Erst als die ffto&a blc e r reid>1 l>2tte. trat Ubin’c das Erbe ^ Run wurde ne dre Hauptstadt des italienischen ^ bis k^rtte geblieben. Nicht, daß llfcinc sich ^5^^"^^s^chElichen Stammbaumes rill neu könnte SBSJXL'tiS“ boben den besd-erdreum Hügel, bet hier aus d" m tfladjicntttt sich erlebt, befestigt. Es ist derselbe den nock lvi.t ImLfiS?! ? /ff n }*" ^ en h^rum die Stadt sich nach und nach DmUdine:en freilich, die im höchsten Grade lokal- «'L btt tteberlgerungen ihrer Stadt mit lebeudch- ^ nüchterne Entstehungsges ch ich: e ilncr HSSSSSs^SShS E%ÄÄÄXÄW sts PssKMWSE Kfaten emöerto6t “ und damit war fortab sein Schickjal mU und taftm SSeS* ^t^sfAÄ 9 '. ^blieben L .^ziamsche Paläste, venyianisch^ (Ätik^v^nelianiE Hattenbautcn Uhrtürme und Kir^n iack) tdnnacfe und bis zum Anfälle des Lmi^s an Söme auf dem.Hmiptplatze : all dies gemahnt an die Lagunenstadt stille Roja-Kanal, der sich mannigfach gewunden durch 'A LfwL&ty r t T T - ta I fr ^ C1C Erinnerung. Wenn man auf dem llltcn .Uartte steht, ,o kann man sich angesidsis dieser Bogengänge und Spltzbogenienster gleich nach Venedig versetzt glauben. Ten .^citlelpunl: der «tadt hat von je der Platz gebildet, der sich unmittelbar am Südfuße des Schloß Hügels ausbreitet. In alten ru d !?l rr "T n - ac ! } UM die Stadt verdienten venezianischen Contareni - gut geschichtlich Piazza Eontarena. aber nach 1870 hat er natürlich in reuen Biktor-Ernannels-Matz um- gÄMift werden müssen. In seiner Erscheinung aber ist er sich glüalichcrwrese gleich pMt&n. Die schöne, elegante Säulenhalle me der wuchttgc Uhrturin überragt, darüber auf dem Hügel die brret gelggcr e Front des Kastells und im Hintergründe der zier- liä-el Glockenturm der, Schloßkirche: das gibt zusammen ein Bild, das sich auch im Reichtume sialienischer Stadtbilder mit Ehren behaupten kamt, ueberhaupt bildet ubine an Sehenswürdigkeiten J5 C mal L? K . r dLadilvodl auf den ersten Blick ansehen mag. Der,Palazzo (iüncv valid), der so «sch M Bild deö Dogen- pal°ste- m unseren Geiste wuchrnft, ist nicht mehr der alte Oreginal-- bau von 1457, sondern nach einem Brande neu wieder aufgerichtet -- allerdings lurtcr getreuester Wnl-rung der alten Bauforenen Aber Udines Dom reicht noch bis in die romanische Zeit zurück die zahlrerdt lrecht wiaber vergißt. Zu Füßen liegt a# ^%XÄ* 8 ?isifcS älch r. drimten aus d.nn Merrato Beeckün c WWr.^-nLsrrE ÄffiSSÄ sesT Ä ;Ps^s Stück 7b MMni.-Feldgeschühe, 30 Stück 12 Zentim.-Haw. S ö en, 50 000 Feldgranaten. 22 000 12 Zentim.-Granaten, 150000 Handgranaten, 20000 Gewehre, 6 Panzeeauto- mobile, 11 Lastkraftwagen, IV* Millionen Patronen und 140 Maschinengewehre. Aus dem Nftche. Das Reformationsfest. Berlin, 31. Olt. (WTB.) Die vierhundertjährige Wiederkehr des Reformationstages in Berlin ist überall feierlich begangen worden. Um zehn Uhr vormittags flmd im Dom ein Yestgottesdienst statt, an dem das Kaiserpaar rmd die Mitglieder des Königshauses teilnalnnen. Ober- hKprediger Dryander hielt die Festpredigt. Stellungnahme der n-ationalliberalen Rcichstagsfraküon. Der Vorstand der na tiv nalliberalen Reichs- tags fra kt io n trat am Dienstag m einer Sitzung zusammen, um Kur politischen Lage Stellrrng zu ne hmen ! Die Kerlzandlungeu führten zur Annahme fol. schließung: „Der Vorstand der nattonalliberalen Fraktion des Deutschen Reichstags begrüßt die Bestrebungen auf Herbei süh- nmg eines neuen Burgfriedens bis zur Beendigung des Krieges, um die großen Erfolge unserer Waffen nicht'durch nrnere Streitigkeiten in Frage zu stellen. Er hält eine alsbaldige Erledigung der preußischen Wahlreform rm S-nrne der kaiserlichen Botschaft für notwendig. Erwünscht ist die Aufhebung der politischen Zensur, gegebenenfalls ihre Uebertragung auf die verantwortlichen Zivilbehörden. Er ist bereit, an einem Arbertskammergesetz vntzuarbeiten imb filx die Beseitigung von Borsck)risten, die die Arbeiterbewegung hennncen, einzutreten. Wenn ein S ie» Programm dazu führen kann, daß unter Zurück- ung anderer Fragen der Burgfrieden bis zum Frredeus- boginn gewahrt wird, so wäre dies im Interesse des Landes teitbigft zu begrüßen. Der Borstand wünscht auf den: Gebiete der auswärtigen Politik volle Bewegungsfreiheit des Reiches. Mt den in der Antwort auf die Papstnote dcrrgelegten allgemeiiren Grundsätzen ist er ein- verstariden, betont aber, daß die von der Fraktion schon früher abgelehnte Bezugnahme aus der: Mehrheits- beschlußvomld. JuliljÜI?, der, wie auch, tarn einigen seiner hervorragendsten Befürivortor anerkannt worden ist. eine tatsächliche Bedeutung nicht mehr besitzt, nicht mehr bindend ist. 7 Zur Wahrung des Burgsiftedears gehört, daß keinePartei «m der Einwirkung aus die Politik des Reiches ansgescl-altet wird, wenn sie bereit ist, auch die entsprechende Verantwortung zu tragen. ^ Die Fraktion lviderstrebt entschieden Aner Trennung des Amteo des ReickManzlers von dem des preußischen Mimsterpräsid enteil, fordert vielmehr, daß die bewährte enge Verbindung zrvischcn dem Reich und dem führenden l'mchesstaat aufrechterhalten wird. Tie Beteiligung der Fraktion an den interfraktionellen Lespreäßrr^mi berührt in keiner Weise ihre volle Selb- ständtzLit, wie dies in der Stellungnahine und den Abstimmungen der Fraktion bisher zum Ausdruck gekomrnen ist und weiter zum Ausdruck kommen wird." Feindliche Flieger über Pirmasenz. P i r m a s e n z, 31. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Am 30. dieses Monats warfen feindliche Flieger aus die Stadt P i r- rnasenz und nähere Umgebung Bomben ab. Eine Person wurde getötet, 4 verletzt. Auch entstand einiger Sachschaden an Wohngebäuden. Pour le rnLrite. Berlin, 31. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichsanzeb ger" veröffentlicht die Verleihung des Ordens Pour le msrite cm den General der Infanterie & D. v. Bacmeister, Generalmajor Langer, den Obersten Graf v. d. Schulenburg-Wölfsburg, Oberstleutnant v. Thadden und Krähe, Oberstleutnant von der Armee am Bein. Major Herold, Hauptmann Kleine und Leutnant Natter von Bülow. Aus Stadt und Land. Gießen, 1. November 1917. Weihnachtsliebesgaben! Tos Stellv. Generalkommando teilt mit: Seine Majestät der Kaiser hat die Schirmherrschaft über die diesjährige Berforguna des Heeres und der Flotte mit Weihnachtsliebesgaben übenrom-- men. Sie wird unter dem Namen „Kaiser- und Volksdank für Heer und Flotte WeihnachtSgabe 1917" in Aufbau and Durchführung nach ähnlichen Grundsätzen Ufte in den Vorjahren erfolgen. Jeder Angehörige dos Feldheeres und der Marine erhält seine Weih Wchtsliedesaabe. Der private Weihnachtsversand an eigene 2lnge. böriae im Felde wird hierdurch natürlich nicht berührt, derartige Sendungen ge^m nach wie vor über die Militär-Paketämter. Jeder Nrrpsbezirk bringt die Liebesgaben für all.e Truppenteile und formctioiTen ans, die im .Korpsbereich ihren Ersatztruppenteil Wen. Hierbei werden von Spendern rechtzeitig geäußerte Wünsche fetoffeitb Zuweisung der Gaben an bestimmte Truppenteile intb Formationen weitgehend berücksichtigt. Alle sammelnden. Einzelpersonen, Zeitungen und Vereine müssen indessen das Ergebnis ikner Sammlungen unter Berrachrichtigung des Stellv. Generalkommandos an die Kriegsfürsorge Frankfurt a. M., Börsenstr. 2 Ehren, welche im Einvernehnlen mit allen Organisationen des Roten Kreuzes im .Korpsbezirk einschließlich der beiden Abnahme^ fieUeti für freiwillige Gaben vom Stellv. _ Generalkommando als Zenttcft-Sammel« und Verteilungsstelle bestimmt worden ijt. Nur Äerdurch wird ftne gleichmäßige Versorgung aller Formationen gewährleistet und werden Bevorzugungen einzelner Truppenteile öemiraen. Aus die demnächst zur Veröffentlichung kommenden! Äfruse -und !stundschreiben der örtlichen Organisationen des .Kaiser- und Volksdank" wird hingewiesen. ** Vorlesungen über Kun stg-eschicht. Herr Prof Damann hält wegeir des Brgftms seiner Vorlesungen morgen Freitag den 2. November, nachmittags 3 U'hc, pünktlich im Hör mal 41, zwei Treppen rechits. eine Borbesprechiung. Siehe Anzeige ** Treiben n nd Fahren von Vieh zur Na chtzeit Treiben einzelner Stücke Rindvieh, Schweine, Ziegen und sowie die Beförderung folck-er Tiere auf Wagen m der tzeit osn 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens ohne Mitführung rcnes von der Ortspolizü- oder Genreindebehövde ansgestellten Ausweises ist verboten. Siche Bekanntmachung in heutiger stummer. ^ ** Das Gewerbeblatt für das Großherzogtum Heuen J J3 enthält: Zentralstelle für die Gewerbe, Sitzung des Aus- sclmsses des Landesgeiverbevereins, Mitteilungen aus deni Ver- ttnSleben, Gewerbeverein Darmstadt, Handwerker-Beratungsstelle festen. Allgemeiner Teil, Bauunfall bei einem ?lbbruch usw. 4-nschieöenes, Lehrstellenvermitttuna. Im Lichtspielhaus Bahnhosstr. 34 wird mir noch f Tage das küstlickv Lustspiel „Ihre Höhnt Prinzessin von Nix Mu-t" oder „Das Mädel von Nebenan", mit Hella Moja m der ^Mlptrolle, oorgesührt. Dazu enthält das Programm einen sck Tetefftvschlager in 3 Akten „Vergilbte Mose". Siehe An- Hotel „FürstenHof" stndet heute abend Korczert 'CAtxjt Anzeige. Landkreis Gtetzen. .. arbenteich, 1. Nov. Kanonier Karl WaNbolt dce Heglsche Tapherkeitsmedaüle. Kl ein-Lin den,31. Okt. Dem (befrei den August Klein, Schaber der Hesslsä-eil TwserbntsvudaiUe, wurde das Eiserne Kreuz zivecter Klasse verlü'heu. ** L o l i a r , 31. Okt. Die VierjahrHunderlseier der Reforum- ton tmirde heute durch einen Fest gottesdien st in der geschmückten ^rwe zu Kärckcherg begangen, verschönt durch mehrstimmige Chöre der .Konnrniauden. Der Geistlicl-e predigte über Ofserw. Joh. 3, 11 Die Gemeinde nalnn zahlreichen Anteil. Nach dem (Zsottesdienste unter Mtwirkung des KirckienVorstandes und der Lelwcr des Kcrchspiels eine Gedächttrisliude gepflanzt gegenüber der mach- ttgen Linde, die vor 100 Jalneu aus demselben Anbasse gesetzt vorden war. Eine eiserne Tafel ziert nun deic Baum mit der Jn- Jf'j' Rcsormationslinde, gepflanzt vom Kirchspiel Mrchberg am 31. Oktober 1917. Psalm 46. —• 6nn KindergotteSdienst, der Hunderte von Sckmlern herbeisührte, bildete den Abschluß der Feier, ri JL teiuhei m b. Hurvgcu, 1. N>ov. Das Eiserne Kreicz II. Masse erhielt der Musketier Adolf Schneider. Mit ihm ttaga^ di aus unserem Dorfe dieses Clh^nzeiickien; einer ist im Besitz des Esternen Kreuzes I. Klasse. Kreis Büdingen. ^Eckartsborn,!. Nov. Das Eiserne Kreuz und die Hessi- ck^e ^aä^ser-keitsmedaille erkstelt >der Reservist Einil Spahn. # Bloselb, 1. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite WühAm Kessel. ^ Leid hecken, si Nov. In hiesiger Gemeinde wurden 30 000 Mk. für die siebente Anleilie gezeichnet, die Schüler zeichneten 900 Mk. Kreis Schotten. 6. Burkhards, 31. Okt. Ein Teil der Stadtkinder aus Herne rn Weslfalen ist nun zusammm mit den in einigen anderen hcssjsch>en Orten mttrrgebr'aäulein westfälischen Mndern iu ihre Heimat zurück gekehrt. Wie gut die Kinder mit ihren Pflegeeltern hier ausgekomTnien sind, geht daraus hervlor, daß mehrere Knaben und M'ädckeil mvck> über Winter 'hier bleiben »vollen. up. Groß-Eichen, 31. Okt. Wie in mcheren Orten, so treten auch in ^mse^rer Gemeinde in jüngster Zeit Einbrecher auf. Zuerst galt ihr Besuch! der unteren Molkerei. Sie stahlen hier 28 Pfund Butter. Daun suchten sie die Speisekammer eines hiesigen Einwohners hcinc und ließen hier sämtlichen Vorrat an Streck, Würftz'n rmd Obsthouig mitgehen. Zuletzt brachen sie in der oberen Molkerei ein. § Herchen ha i u, 30. Okt. In der Nacht voin Sonntag auf Montag wurde bei der Laudwirtsfrau Katharine Weber, deren Mann im Felde steht, in die Kück-e eingebrochen und die sich im Kücheicschrank besindlick-eu Lebensmittel gestoben. Es glückte dem Dieb auch, eine zreinliche Beute zu erlangen, da die Frmc erst zwei Tage zuvor geschllachtet hatte und hiervon noch ein gut Teil in der Küche lagerte. Man nimmt au, daß es zlvei oder mehrere Personen gewesen sind. Von den Tätern komtte bis jetzt noch nichts entdeckt werden. -st: N i e d e r - S e e m e n , 1. Nov. Die Hessische Tcrpferkeits- medaille -erhielten die Pioulere Karl W e b e r und .Heinrich Müller, dasselbe Ehrenzeichen der Schütze Karb H i l d. Kreis FrLeölu-rg. 'stst Rodheim v. d. H., 1. Nov. Das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen, frü-h-er das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapser- keitsmedaille, -erl-velt der Uuterofsizier Julius Strauß. Starkenbnrg unv ßrhtitthesscn I Darin st abt, 31. Okt. Zwischen den hiesigen Gerichterk, bei denen die tmrchgel^nde Arbeitszeit durchgesüihrt ist, und der Kriegsküche «wurde ein Abkommen getroffen, wonach diese den Beantten im Gerickstsgebäude roihvend der kurzeil Essenspause einen Teller Suppe verabreicht. — Am Montag l>at sich hier, ein Ortsverein, der Deut- cheu Vaterlands Partei gebildet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Generalleutnant v. Willich, znm zweiten Kreis,'chulinspektor Professor Luley gewählt, zum Schriftführer Schriftleiter Gie^ 'ecke, zum Scl-atzmeister Regierungsbaumeister Kado. In den Aus sch iß wurden u. a. Landgerichts rat Pfister und Landtags- abgeordneter Dr. O sann gewählt. — Tie Feier des 400jährigLn Gedächtnisses der Resormation lwurde in NTÜrdiger Weise beyau.gen. Am Vorabend laut eien alle Kirchengilocken das Fest ein, mcch veranstaltete der Musikvcrein unter Leitung des Geh. Hofrats Je Haan ein Kirchenkonzert, in >wclchem drei Bachs dye Kantaten zum Vortrag gebracht ivurden, darunter zwei, denen. Luthesiche Choräle zugricnoe lagen (Ein feste Bnrg ist imser Gott und Chirst unser Herr zunl Jlorban kam). Der Chor bestand mis den Mitgliedern des M'usikv-ereins, des Mozartverrius, des Lehrervereins und Chor- chülern. Das Orchester stellte frte Hofkatrelle. Die Sotostinimen lütten übernmnmen 5tzammersäugerin Anna Kämlpfert-Franksurt (Sorwan), Frau Amiemarie Cranz-Berlin (Alt), Kamnrersänger Stephani (Tenor) urrd Hofopernsäger KMleborn (Baß). Die Zu Hörerschaft war sichtlich von den Darbiettrngeir ergrifseir Heute morgen fand Ehovalblaseu von allen Kirchtürmen statt: um 10 Uhr nnd iabendS uni 8 - U l-r wurden ni allen Kirchen Festgottesdiensto ab- gehalten. Morgen -abenb spricht Professor Eck-Gießen über Luth:r und die deutsche Zukunft. Am Sonnlag und Montag finden litur gische Gottesdienste in der Stadtkirche statt, bei denen die vereinigten Kirchenchöre rmtivirken werden. I. Darm stabt, 31. Okt. Aus eine 50jährige Zugehö ri g kei t zur Deutschen Turners cha f t blicken ReckMUNgs- rat Wilh. Paul, Vorstand des städtischen Leihamts, Dachdeckermeister Kar/ Kaus und Vuchbruckereibesitzer Heinrich Mcnz- law zurück. Die Turngemcinbe veranstaltete einen Ehrenabend und ernannte die beiden Letztgenannten zu Ehrenmitgliedern^ Rechml-Ugsrat Paul erhielv diese Würde schon 1904 anläßlich seiner 25jährigen Zugehörigkeit zur Vorstands-chaft. I. Darm stad t, 31. Okt. Der Darmstädter Volksbildungsverein hielt seine Hauptversammlung ab. Er entfaltete mvch im abgelausenen Jahre erne sehr segensreiche Tätigkeit. Fünf Borttäge gemeinvesitäudlickWr Inhalts wurden veranstaltet. Die von dem Verein unterhaltene Bessungcr Äücherhallc wies eine sehr -erfreuliche Zunahme der Entleiher und Lesesaal besuchter auf. Der Lesesaal dient gleichzeitig dem in Bessungen imter- gebrachten Arnneruugsbataillon als vielbemitztes Soldaten heim. Der Verein zählt 700 Mitglieder. -ch. Bingen, 31. Oft. Ter Rhein steigt stark. Am Oberrhcin ist seit vorgestern steigendes Wässer %at verzeichnen. Die Steigung machjte sich bereits im ganzen Rheinlauf bemerkbar. Sie dürfte allerdings bei dem neuerdftigS eiu-getrcteuen fütteren Wetter kaum von Dauer sein. Auch die Aäosel ist stark in die Höhe gegangen. dz. Mainz, 31. Okt. Die dem Ortsausschuß Mainz der Na tionalsammlung von .Kunst- und Wertgegenständen bis zum 31. Oktober 1917 erteilte Erlaubnis zur Sammlung von Kimft- und Wertgegenstände^c (Bekanntmachung vom 26. Junr 1917) wurde bis Ende Dezember 1917 verlängert. --- M a i n z, 31. Okt. Unter der Drehbrücke dess alten Winterhafens imirdeu von der Stronrpoliz-ei gestern früh die Leichen pu n zwei jungen Mädchen gesunden, deren Persönlichkeiten bisher nicht sestgestM wurden konnten. Die Toten hatten erst wenige Stunden im Wasser gelegen. Auf der Brücke fand man Kmei 'Krimmerkragen und -mutten. sc. Worms, 31. Ott. Jrn August d. I. und vor ewigen Tagen wurden nächtlickucriveile von zwei rm hiesigen .Hafer: liegenden Schifftir Retttmgsklcider und Segel im Gesamttverte von ettva 3000 Ntark gestohlen. Als Täter wurde nunmehr crn hiesiger 24 Jahre alter, fal)nenflüchtiger Matrose ermittelt und verhaftet. ^ € Kreis Wetzlar. W A Wetzlar,!. Nov. Die Sammlung für den Refor wwttousdank hat, obwohl sie in den meisten Bezirken erst in den Tagen der bevorstehenden Gcdentteuwn rmd den ihnen folgenden Wochen durchg-eführt rvird, bereits die Suimn>e von 80 000 Mark überfchntten^^Er b ^heim, 31. Oft. Zwei uralte Erzgrnberr. „Friadberg" und „Aberchstern", sind wieder in Betrieb genommest worden. „ Hessen-Nassau. Frau kfurt a. M., 31. Okt. Die Reformations-' Jubiläumsfeiei'lickMterc m Fraukstttt wnnden Mp» durch rium Akadernis chen Festakt im Saalbccu ein geleitet, an dem' nebeü ettva 2000 evaugelisck>eu Mitbürgern Mich Prinz und Prinzessin Friedlich Karl von Hessen und zahlreich-? andere auswärtige Ehrengäste teilnahsinen. Im Mittelpunkt der Feier stand der Festvortrag von Gelmmrat Professor Dr. Vrandeuburg-Leipzig über „Luther pud den deutschen Geist". Der Redner zeichnete ein lebensvolles Bild des Resvrniators und seines Werkes, das als die erste große Oiseiibarung des deutschen Geistes aitjufcIxTi sei. Die er- -ebende Feier wurde durch Backis Kantate „Gott der Herr ist Sonn' und Schild" eingeleitet und klang in txrm gemeinsamen Gesang des Lutherliedes aus. — Heute abend fanden in allen Kirchen Festgottesdienste statt. = Frankfurt a. M., 31. Ott. Am Bahrrhofsptatz sprang gestern früh die 28jährige Arbeiterin Christine Lang aus llrberach von eineni rasch fahrenden Straßeirbahnzuge ab. Sie geriet dabei Mvisckien Ttzaaeu und Bahnsteig und wurde so schwer verletzt, daß )\.t bereits auf dem Tvausport nach- deni Krankenliause vacstarb. G. A. Frankfurt a. M., 1. Nov. Mr die Z^anmllegung von Bäckereien stat der Magisttat jetzt laxf* nähere Bestnnmungon erlasseip Tie stillz ul egenden Bäckereien dürfen darnach vom 5. ^November ab nicht Mihr backen, ancki ist il>nen der Verbrauch des für deic Backbetrieb beickpfften Kohlenvorrats untersagt. Zur Bedienung ihrer Kuirdschaft werden die stillgelegten Bäckereien im Rahmen ihscs seitherigen. Bvolnmsatzes von einer Zentrnldäckerei beliefert. Die Zentral bä ckerei muß die Backwaren an die stillgelegten Bäckereien lmtcr dem Höchstpreis abgeben, dergestalt, daß die stillgelegten Bäckereien cnn Laib Schvarzbwt 6 Pfg., am 50-Grcnnm-Brötchen 1 Pfg., am 100»Gramm-Brö!ck-en 2 Pfg. und am 500-Granrrw- Weißbrot 4 Pfg. Mindestverdicirst h.rlum. Zur Ansamml^ing einer' Rücklage für Unterstützunen an bllfsbedürftige Jnliober stülgelegter Bäckereien haben sänttlickie Backbetriebe einschließlich Brotfabrik^ ür jeden Toppelz-entner Ndehl, den sie verbacken, eine ^Abgabe von 1 Mart au das Leb^nsnrittelamt zu entrichten. ** Frankfurt a. M., 1. Nov. Ein sckuverer Straßenbahn- zusammenstoß ereignete sich vorgestern nachmittag crnf der Berger- 'ttaße. Ein Zug der Lüfte 2 fuhr auf einen an der Haltestelle „Maiierweg" stehenden Zu.g der Linie 10 von hinteir mcf. T« Wicht des Mipralls tvar so stark, daß alle fünf Wagen stark be- 'chädigt wicrdew Die Schaffnerin des Hinteren Anhängewagens erlitt einen Nervenckwk und mußte weggebracht Werder,, auch der Mlageuftlhrer des arifgefahrenen Zugs blutete. Die Fahrgäste kamen mtt dem Schrecken davon. , X. .Hanau, 31. Okt. Unter reger Teiluahnre unserer evaw gelischen Eimoohnersclraft ivurde heute das Reformatiousjubiläum durch Sckmlfeiern und Jirgend-Festgottesdienste gefeiert. Nach den, 'Gottesdienste begaben sich die Teilnehmer in einem Festzuge nach den, alten französischen Friedhofe, tov die Gebeine der Väter rul>en, die als Söhne der Refvrnmtton um des Evangeliums willen trertrieben, hier eine Neue Heimai gefunden liaben. An dieser Stätte, vor dem Diakorftsseuhcim gelegen, wurde eine Lritherciche gepflanzt. Superintendent Fritsch hielt eia,e weihevolle, niarkige Ansprache. An dem Pflanzuugsakte beteiligten sich mit kurzen An- brachen die Vertreter der staatlick-en, städtischen, Militär- mW Schulbehörden. — Nassau, 31. Ott Im nahen Tienethal wurde eine gemeine Grabschändung verübt. Am Sonntag fand nran den Grabhügel einer am Tage zuvor beerdigten Frau.unförmtg vergrößert vor. Ms ,nan uachsah, fand man im Liügel ein tote' Schwein vor. T-ie ruck/osen Täter ldnuten bisher picht cnnittclt werden. «= Schmalkalden, 31. Ott. Zur Erinnerung au die Rv- formlgtiou nnd den Sckimalkaldisichru Bund wurde heute hier cfirn Gedächtnishalle eingeweiht, die ihren Platz neben dein Ver- sanunlnugsraum der Mitglieder des Schma l'äl di scheu Bundes erhielt. In der Halle fftcden die Bildnisse und Wappen der Fürsten, Theologen und Ratsherren der Resorinationszeit Raum. Sie sind von den Nachkommen der damaligen Bundes Häupter, von deutschen Städten, Fürstenhäusern!und Privat!eitten gestiftet. So stiftete der Landgraf Philipp von -Hessen das Bild seines ?(lg,en Philipps deS Großmütigen. Aischliche NachrrchSen. Jfraclilifche Religionrgemeinde. Gottesd. i. b. Synagoge (Süd- Anlage). Samstag, 3. Nov. Vorabd. i 4.45: morg.: 9.00: abds.: 5.15 u. 5.50. — Israelitische Religionrgesellschaft. Salibatfeier am 3. Nov. Freitag abd.: 4.35: Samstag vorm.: 8.30: nachur.: 3.30; Sabbatausgang: 5.50. Wochengottesdrenst: ,norg. 7.00, abds. 4.30. (ßcricbtefaaf. I Tarmstadt, 31. Ott. Zwei Hoteldiebe, der 23jährige sKrankenPfleger Arthur Krebs aiä.Obetwaldeuburg und der !9- jahrigc Schbofser Walter Hemftnger von Mainz, der bei Begehung der Tat seit einigen Monaten fahnenflüchtig war, beide bereits vorbest rast, umrden zu je 1 Jabr 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie waren geständig, in zwei Offurbacher Gaützöu'u ficfr emlogicrt 'und dort Wiäsche und Schuhe gestohlen ftu haben. Es schweben poch weitere Untersuchstingen gegen sie. — 33?'an, übermäßiger Preissteigerung waren ein Schmied von Brenshach i. O. vom Schöffen- gerrchlt zu 30 Ätiark Geldstrafe verurteilt. Die Straflcnumcr kam zu einem Freispruch, tveil nicht nachgeiowsen sei, daß das Angebot! (1 Pfund Schinken zu 10 Mark) -ernst gemeint gewesen sei. WitterungSbericht. (Oesfcntlicher Wetterdienst.) Vonviegend wolkig, Tneist ttocken, Temperatur tveuig geändert. Nachtfrostgefahr. Letzte Belagerungszustand in Italien. Zürich, 31. Okt. Reisende, die vor Eirttritt der Grertz- sperre aus Italien in die Schweiz gelangt sind, nrelden, daß cnn Sonntag fri'lh tm Kösuigreich Italien der Belagerungszustand verkündet worden ist. Die daraus bezugnehmenden Dekannttnachurrgen der Militärbehörden itxvtc, auf allen oberitalienischen Bahnhöfen angeschlagen. Zürich, 31. Okt. Die Meldungen aus Italien bleiben vollständig aus. Bloß die „Neue Züricher Zeitung" meldet, der Stadtpräfekt von Nom habe den morgigen Sozial,stenkongreß verboten. Wien, 31. Okt. Die „Wiener Alltzemeine Zeitung" meldet aus Lugano: In den i t a l ie n i sch ert Provinzen Trev iso, Vicenza und Padua herrscht ungehe ure Aufregung. Die Bahnhöfe von Padua und Vi cenza sind von Tausenden von Menschen belagertt, die auf Beförderung warten. Ententelruppen fiir Italien. Basel, 31. Okt. Agenzia Stefani berichtet aus Rom: Französische und englische Streitkraftc mit Kriegsmaterial sind in der italienischen Kriegszone eingetroffen. Genf, 31. Okt. Das „Echo" betont, daß der bedeutendste französische General, gemeint ist Castelnau, seinerzeit den Operationsplan ausarbeitete, Frankreich, England und Italien sollten die Mittellnächte vom Süden aus unterkriegen. Lloyd George hatte beigepflichtct, niuhte aber diese Idee, da sie unüberwindlichem Widerstnd begegnete, aufgeben. Das „Echo" erklärt: Eine schwere Verantwortm^ tragen gewisse Entente-Staatsmänner, welche den groß zügigen Plan vereitelt haben. Es heißt, Castelnau sei aus- ersehen, den Befehl über die französischen Hilfstruppen iu Italien zu übernehmen. Eine Nebcrschwemmllng deS Nugrrl. Haag, 1. Nov. (L. A.) Aus Durb an wird nach London geineldet, daß der Fluß Nugeri ans den Ufern getreten ist. Man befürchtet, daß Taufende von Eingeborenen ertrunken sind. Das ganze Gebiet von Ungeni ist überschwvrnmt mid großer Schaden anger^chpel. Liturgischer Gottesdienst in der Stadtkirche. Gießen, den 1. November 1917. : Mit einem litmBifchen GotteÄnenft in der Stadtfirche fanden OK 'fteretMtfeitm anläßlich des 400jährigen Refvrmativns-- ZwUa-urns geftern abend ihren ^chscMnß, sicherlich ganz im Sinne Mandate im Mittel em kt des Llbends stand, sicher- nch auch nn Sinne des großen Reformators, m dessen Gedächtnis cme inner unüberiehdare Menge andächtig lau-schender Zuhörer den Awßett Raum der Stadtkirche bis in die Ausgänge füllte. Nach denr einleitenden Präludium F-Moll von I. S. Bach und dem Gemeindegesang „Erhalt' uns .'Herr bei deirrem Wort" ergriff ^oärr Pfarrer Mahr das Wort zu eiirer zu Herzen gehenden An- spZuchb, ur der er, ausgehend von Psalm 84. 12, etwa ausführte, bot3 Luther nicht beabsichtigt habe, eine neue Lehde zu verkimden oder eilte neue Kirche zur gründen, vielmehr hübe er nur die reine Wahrheit des Evangeliums ans Licht gezogen und das durch Men- schenj^mgen verdunkelte, lautere Gotteswort wieder auf den Leuchter gestellt. Er- mies /dann '.veiter darauf hin, daß unter den Männern, die uns m der Folgezeit das teuere Erbe Lutters besonders nahe gebracht hätten, zwei vor allem genannt zu werden verdienten: Paul Gerhard und Johann Sebastian Bach; jener durch seine in ^ Es tiefster Glaubensinbrunst hervorgegaugenen ^rchenlreder, dieser vor allem als Schöpfer der von echt evangelischein Geilte durchdrungenen Kirchenkmrtaten. Besonders irr der letzigen schweren .^rsgszeit, wo gleichzeitig der innere Feind der Abkehr ixm Gott und seiner Kirche neben dein äußereri am Werke bringend geboten, alle religiöse Lauheit und Gleich- gmtrgreit abzulsgM Sund uns des teueren Gutes zu erinnern, das Es durch Luther in der Reformation beschert sei; mir durch die öüEehr zum lebendigen Gott als zu unserem eitrzigen Schuß mrd Schild könne, mne durch die Waffen der äußere, so der endgültige Sreg rm Zimern errungen werden. Daran anschließend leitete er «rnn^ii oachs Kantate über „Gott der Herr ist Sonn' und Schild" formatwnEnammgs: EyvEch ßmd vtOcSm fW> Zütze fterfeai IHm n iiT—■■ ffm -»M» i ■ . ■ Mn rtuM . MütÄ und heller GlLlldmS-u verficht kaum zu verkennen. Ein- drücke, die dann der nachfolgende^ mächtig entsetzende Chor mit ferner prächtigen imitatorischen Stimmführung aufs wirksam ftc bestätigt und steigert. Es ist besonders reizvoll, zu sehen, wie das so außerordonttich prägnante Änfangsmottv dann in Njp. 3 kontra- Mmkttsch verwendet wird, indem zu ihm als oantus firmus in schlechter, für Bach überraschend einfacher und doch überaus fehl gearbeiteter Vierstimmig Leit der Choral „Nun danket alle Gott" hinzutritt. Umrahmt wird dieser Chor durch zwei Soli, das erste ein Stück für Alt und obligate Oboe, überaus hrnig und im Charakter dem Eingangschor verwandt, das andere ein Baßrezitativ, in dem Bachs fromm-gläubiges Gemüt ergreifende Monge zu finden weiß, in der Stimmung mehr schon auf das folgende Duett hinweisend. Beide Soli hatte Fräulein Stammler in dankenswerter Weise überiiommen und beim zweiten mich eine anfängliche Befangenheit glücklich überwunden; das folgende schwierige Duett für Sopran und Baß mußte dagegen dem Chor zugei mesen werden, der das Ganze mit dem Choral „Erhalt' uns in der Wahrheit" wirkungsvoll beschloß. Bedingten es auch die örtlichen Verhältnisse, daß man sich im orchestralen Apparat gewisse' Verein- ackmngjen auferlegen und die Oboe durch Klarinette ersehen Unter den drer vollstandigen Jahrgängen Bach'sclfer Kirchenkrn- ihre Perle genannt zu werden und trägt in drten verdient sie eine wahre U u,uu,u „ Ll ^u U1 ^ u. uy i lu ihrer Mnrzen Anlage ^ein durck-aus festliches Gepräge, was schon aus der ber Bach noch seltenen Verwendung der Tronrpeten hervorgeht Gleich die Jwsttumentalernleitung versetzt uns in die richtige Re nrutzte, Iso gelmrg es doch der zielbewußten und hingebenden Arbeit Herrn Professor Traut manns, der deir ganzen Klangkörper vom Cembalo aus mit großer Umsicht leitete, dem sorg- fälttg einstudierten Wärk zu einer schönen und nachhalttgen Wirkung M verhelfen. Dasselbe gilt von den zwei Schlußversen aus der Choralkantate „Ein feste Burg ist unser Gott", die nach dem Gebet und Segen noch erklangen. Als Postludium hatte Herr Görlach m Max Negers prächtiger Phantasie über >,Ein feste Burg ist unser Gott" das Richtige getroffen, den Abend glanzvoll ausklingen zu lassen. Dr G R preise für Saatgut. , Ter Ausfall der Ernte an Gerste urrd Hafer und die Sicherung der Versorgung des Heeres erforderten seinerzeit die Verlängerung deriTruschprarme für Gerste und Hafer in Höhe von 60 Mk. fiir die Tonne dis aus iveiteres. Ter Preis für diese beiden Getreidearten! b^lref sich zur Zeit einschließlich der Druschprämie auf 330 D für die Tonne, tvährend der Preis für Saatchaser und Gerste anerkannten Saatgutwirtschaften und aus solchen landwittsckov lichew Getrieben, deren Unternehnrer sich nachweiÄich in ^ Jahren 1913 und 1914 mit dem Verkaufe von Saatgut besn?! haben, 340 bis 390 Mk. für die Tonne bettägt. Diese Spannm^ ist^ als^Entschädigung p'lr den zur Saatgutherrichtung erfocht lichen Ausswand rthrfjt genügend, und es würde bei dein Ausfall der Ernte von Hafer und Gerste zu befürchten sein 213 im kommenden Frühjahr die Versorgung mit Saatgut von Haf/! und Gerste nicht ausreichen würde. Der Staatssekretär des Drivern ährungsamts hat daher nach Anhörung von Sachverstärüüg^ «rus dev^ Gebiete ^ der laMvirtsctMftlichen Pflmrzenzüchtung ^ des Saatgut Handels die Preise für Sommergetreidesaatgut, nem"' 1 -irf-h C-\ Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Schott geb. Zwick Karl Schott und Familie. Grünberg, den 30. Oktober 1917. liä; Mi W Lichtspielhaus, ♦ Bahnhofstraße 34. WT Erstklassige Küßstler-Konzerte. Versäumen Sie nicht das köstliche Lustspiel in 4 lustigen Akten Ihre Hoheit Prinzessin von Nixstadt \ r» oder 8024 L Das lädel von Nebenan mit Hella JjBo.Ja in der Hauptrolle. Dazu ein sehr guter Detektivschlager in 3 Akten Vergilbte Briefe. Xnr noch heute und morsen. Die Beerdigung findet Freitag den 2. November, V a 3 Uhr, statt nachmittags 8018 Weißes Brauhaus, Gießen Todes-Anzeige. -- Schnbinacbsr auf Woche ges. 0680t Müller. Wotkeng.'23 Frau Christine geb. Weber Bergk für den Packraum stellt fm fort ein . 8011 I« Weinert, Neuenwcg 9. Die tieftrauernden Hinterbliebenen 1 In deren Namen: Zumliijs. FghllißlsZe sofort gesucht. 8004 Dampfwäscherei Edelweiß, Schützenstraße 12. Kaspar Bergk. Die Beerdignng findet Freitag 2. November 1917, nachm. Eine ältere Frau für einige Stunden am Tage zum Kartoffeischälen gesucht. '974_Hotel Schütz. Frau oder Mädchen rum Zetlungsirazen für morgens u mittags gesucht. Pie.Mcr'sche Buchlinudlg., 06763 Wallro r str. 2 l. Wetztteiustraste, Himer der Stadtkirche, Besitzer: ktia»!8 0W22 Meute öouraersia«; ubeucl: IClairiCiF-Abeiid des berühmten Klavierspielers Em»! aus Fr Gut erhalt. Puvveuwages zu kaufen gesucht. Schrisn'. Augeboie uni. 06818 n. d. Ge schäftSstelle des Gieß. An; _____ nkfoH. 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Auf Grund des § 9b des Gesetzes über den Relage- riingszustand vom 4. Juni .$51 in der Fassung des Neictv'- gesetzes vom 11. Dezember 1915 bestimme ich für den mir un eri-ellten KvrpSbeztrk und — im Einvernehnien mit ^w. Gouverneur — auch für den Befehlsbereich der Festung Das Treiben einzelner Stücke Rindvieh, Schweine, Zkegen und Schafe, sonne die Beförderung solcher Tiere auf Wagen in der Zeit von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgen^ ohne Mltsuhrung eines von der Drtövolizei- oder Gememdebehorde ausgestellten Ausweises ist verboten Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis 'zu einem Jahre, beim Borliegen mildernder Umstände^ mit Haft oder mit Geldstrafe bis'zu 1500 Mark bestraft/ Frankfurt a. M., 13. Oktober 1917. ' && stellv. Kommandierende Generul Riedel, Generalleutnant. liche» Kemun,^ bringe ich hiermit zur öffeni- Gießen, den 27. Oktober 1917. 80228 Der Oberbürgermeister: Keller. 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