Nr. 255 Zweiter Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. V Beilagen: „tiefcener KamilkenblStter" und „KreUblfltt für den Kreis Giehen". Postscheckkonto: Frankfutt am Main Nr. N-8L. Vankverkehr: Gewerbebank Gießen. Aus SiadL und Land. lbr. Jahrgang leyener mzeik General-Anzeiger für Gberhessen Dienstag, 30. am 26. ds. Mts. abgehalten Werderr. Der Vereins Vorsitzende, Pfarrer Schwabe, erstattete den Jahresbericht über das Jahr 1916, aus welchem 'hervorgeht, daß der Bevern auch in der schweren Kriegszeit seine dlufgaben zu erfüllen vermochte. Tie „Helfer-Abteilung, unter Leitung vost Pfarrer Ausseld, unterstützte 87 Persvnecc mit Tarreichen von Mahlzeiten (Suppenzettel), Milch, Kohlen, barem Geld Usw. In den 4 Kirchengemeinden wurden von den Schwestern in 482 Familien gepflegt, 18 405 Pslegebesuche wurden gemacht, 28 Tagepflegen u. 227 Nachtwachen übernommen. In dem Schwestern- Hans wurden 367 Kranke mit 3755 Verpflegungstagen ausgenommen, in dem mit dem Sckxwesternhaus verbundenen Lazarett 892 Sollxrten mit 15 180 Verpflegungstagen. Neben den Diakonissen waren in der Pflege Ftau Professor H ö hl bau m, Fräulein Carola Prätvrius und .Fräulein Bausch tätig. Das Hospiz wurde von 23 Damen besucht, in der Krippe des Vereins wurden 81 Kinder mit 6368 Verpflegungstagen ausgenommen. Die Waisenpflege des Vereins ist nach wie vor mit der städtischen Sammel- und Berufsvormmcdschaft unter Leitung des stellvertretenden Armensekretärs Keizer verbunden.. Tie Zahl der Mündel dieser Vormundschaft ist au? 350 gestiegen. Eine besonders günstige Entwicklung hat die von dem Verein mit Kriegsbeginn eingerichtete jKrie gs volkskü che (unter der Leitung des Fabrikanten E. Horst) genommen. Es wurden im Jahre 1916 97 882 Liter Men ausgegeben, also täglich durchsäxncktlich 330 Portionen. Auch die abends stattsindende Jugendspeisung, welche im Jahre 1916 eingerichtet wurde, erfreute sich zahlreicher Beteiligung. Wie aus dem Berichte zu ersehen ist, hat der Verein, wohl der älteste Wiohltätigkeitsvercin der Stadt, eine Fülle von Aufgaben si.r Interesse der Armen und Kranken übernommen. Herzlicher Dank gebührt allen, die ihm die Durchführung dieser „Ausgaben ermöglichten. Daß es dem Verein in der Folgezeit schwer werden wird, bei der zunehmenden Teuerung mit den seither zur Verfügung stehenden Mitteln anszukommen, so ergeht an alle seine Gönner dve herzliche Bitte, seiner nnd seiner Ziele durch reichlichere Gaben z u gedenken. ** Kriegspatenschaftsversicherungen. Bon Tag zu Tag wächst immer noch die Zahl derer, die in dem! ungeheuren Kamps cmc die Erhaltung unseres Vaterlandes ihr Leben lassen müssen 'oder schwer beschädigt zu ihrer Familie zurückkehren. Bedürftige Kinder dieser Tapferen erziehen zu helfen irmb ihre Zukunft zu fördern, vor allem sie aber wenigstens davor zu schützen, daß sie wegen Mittellosigkeit als ungelernte Arbeiter ins Leben treten müssen, toll das ernste Bestreben aller sein, deren Haus und Hof. Wirtschaft und Erwerb erhalten geblieben sind. Hier ist nun nach dem viel fachen Erfahrungen auf dem Gebiete der Zcckunfts-i flttsdrge für die Kriegerkmder der Abschluß einer Versorgungs- Versicherung zugunsten eines bestimmten Mües besonders empfehlenswert. Durch eine geringe wöchentliche Beitragszahlung 10 Jahre , hindurch .gewährleistet der Krieg spate ein Ber- svrgungs'kapital für das Kriegspatenksird zur ÄuÄbÄdccng oder Weiteren Fortbildung, zur Ausstattung oder Aussteuer. Ter Kriegs- Pate Über n i mm t lediKich die Verpflichtung. einen kleinen Wbchenbei- tnag in beliebigen Raten M zahlen.. Der Londes'getoerbeverein nnd ftch ihm ouschließlnch der Ortsgetoerbüoevein in Gi'eßen hat mit der Hamburg - Mannheimer Bersichevungs - Mtiengesettschaft, Zweig- wederlaffung Berlin, einen .Vertrag abgesMoffen über Kriegs- vatenfck>a stsversichwcongen bedürftiger atud würdiger Kriegietkinder. Amn«L»mgeir zur UelErurchme iMyet Kriegspatensch(fttsvefticherun- ^ O^ewerbE^ der zur Erteittmg jeder wetteren Auskunft bereit rst, entgegen. ** Preußisch-Süddeutsche-Klassen-Lotterie. 3 ™ ^ ^ wr 6. Klasse Mrß nnter Vorlegung, des Vorklapenloses bis -arm 2. November, abends 6 Uhr, gefrfyfcn. Ws ntnlTen bis zu diesem Dermin die Freilose gegen Rückgabe genommen werden. Die Ziehüng der b - Klasse beginnt am 8. ildovember und endigt am 4. Dezember. Schwa rzl-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Das neue ProgrammhomZO. Oktober bis einschlieUrch Freitag, 2. November, enflj'aü cm spannendes Wildwestdrama „Nahira, die gelbe Flamme" sowie das Marineschauspiel „Sern und Schein". Einige Einlagen vervollständigen den Spielplan. n .S)otel Fürstenhof findet heute abend Konzert statt. Siehe Anzeige. ** Der Verkebr von Speisewagen soll ebenfalls o^O^särankt werden.^ In nächster Zeit, wahrscheiickich schon vom 1. - Iwvember ab, üvird eim Reihe von Speisewagen nicht mehv gefahren werden. Diese Maßnahme ist in erster Lirrie aus Betriebs- sawierigkeiten zurüc^uführen. Man hofft, durch eine derartig^ Entbistung der immer noch stark besetzten D-Züge eine pünktlichere Einhaltung der Fa'lwpläne tzu erzielen und die fast zur Regel gewordenen ^Verspätungen der Züge zu vernreiden. Es kommeH bei dieser Maßnahme aber nur solche Züge in Frage, deren Mb- sahrts- oder Ankmrftstzeiten es den Reisenden ermöglichen, noch Dw:^Antritt der Fährt »oder nach, Beendigung derselben eine warme MM zeck einzunehmen. des Holzschuhes, von insbesondere auch in . „ ** Weiteste Berbreitun dessen Verwendbarkeit sich unsere Fc^^_, ___ y ... besetzten westlickwn Gebieten, ^u Überzeugen hinreichend Gelegenheit hatten, wäre besonders angesichts des gegenwärtigen Ledermangels dringend erwünscht. Holzschuhe, die ganz aus Holz oder in Verbindung mit einer Spange von höchstens 2 Zenttmeter Breite oder mit einem Kissen. Her gestellt sind, können ohne Bezugsschein gerauft werden. Es ist freilich zunächst eine Gewöhnung des Fußes an den Holzschich erforderlich, die vielleicht nicht jedem ganz leicht fällt, der sich aber jedermann mit Rücksicht auf die jetzigen Verhältnisse Unterziehen sollte. Im Winter wird er dnrck), Einlagen von Sttoh, Heu oder dergl. besonders wärmespendend gemacht. Mck seiner Herstellung aus Pappelholz befaßt sick) bislang vorwiegend nur die Hausindustrie. Tie Belebung einer leistungsfähigen Industrie wäre ersttebenswert. ** Da s'Kreisblatt Nr. 182 enthäll ^Verordnungen über: Lieferimg von Kartoffeln, lVerkehr mit Brotgetreide und Mehl, ?lsusgabe von Süßstoff, Arbeitshilfe in der Landwirtschaft, Freiladeanlagen aus Bahnhof Abendstern, Obftkernsanrml ung, Maul- nnd Klauenseuche, Fuhrleistnugen in der Holzabfuhr, Speckabgabe, Zulagen für Schwerst- und Sckmerarbeiter, Dienstnachrichten . Landkreis Gießen. ** Holz heim, 29. Oft Dem Musketier Heinrich Reih wurde die Hessische Tapferkettsmedaille, seinem Bruder Adam R e i tz das Eiserne Kreuz Kord die Hessische TapserkecksM^dallle verliehen. )( Mainzlar, 30. Okt. Dck dec hiesigen Sparkasse wurden zur 7. Kriegsanleihe 55 500 Mark gezeichnet. Die Schüler zeichneten 1968 Mark. — Heinr. Vogel und Frieda. Becker erhielten die Hessische TapferkecksmÄraille. ** Nieder-Bessinge«, 30. Oft. Unteroffizier Georg Olemvtz von hier — Lehrer in Gambach —* wurde zum Vize- Wachtmeister befördert. Zm.Trais-Horloff, 30. Okt. Der Pionier Otto Kr>aft erhielt die Hefiifche Dlwßerkettsmedaille. tt. Treis a. S., 30. Okt. Das Heffische Sanrtätskreoz erhielt der SoniEsgefrerte H^ Münch von hier. Mck dem Eisernen Kreuz wurde der Maschiinengewebr-Schütze Heinrich Klein von Uer ausgezeichnet, der als 19jähriger erst vor wenig Mdnaten in Feld rückte. Kreis Büdingen. Zm. Obor-WidderSheim, 30. Okt. Unter zahlreichir Beteckigung der Einwohner- p7id Lehrerschaft der näheren und« weiteren Umgebung feierte Lehrer Koch, am Sonntag sein 50jähriges Dienstjublläum. Schulrat Bakdauf überreichte dem Jubilar das RitterkreuZl 2. Klasse Philipps des Großmütigen. Starkenbnrg und Rheinhessen. ID a r m st a d t, 30. Oft!. Der Flieger-Alarm erfuhr abermals eine wesentliche Dereinsacknukng. Nachdem erst kürzlich die Zahl der Signalbomben von 14 auf 7 herabgesetzt worden war (eine in fedem Polizeirevier), werden künftig nur noch 3 Schluß abgegeben.. (Fenerwacke, 5. und 7. Mvier.) Das Anshö-ven der Gefahr wird durch, 3 Minuten langes Läuten mit je einer Mocke aus allen« Kircherc bekannt gegeben. Zur Vermeidung von Jrrtümern wird die gottesdienstliche Benutzung der Kirchenglocken während eines« Alarms ansgesetzt. I. Darm stadt, .30. OD. Der Hessische Polizei- Und Schntzhundeverein veranstaltete am Sonntag an der W'ind- mlMe eine HnudeschaU für deutsche Schäferlnmdo, Dobbermänner, Airchale-Terriers und Nottweiler, die als Polizei-, Schutz-, rmd Sanitätshrmde geprüft wurden. Es wurden etwa 30 Hunde vor-, geführt, prächtige Tiere, die Mich in der Dreffur Vorzügliches leisteten. Besonders zeichneten sich die Pslitzeihunde „Cäsatt^, Besitzer Jäger, ckn Melde-, SamckätL- und ^Schtctzdienst und „Rrolft', Besitzer Weber, im Springen und Apportiettu aus. I. Darmstadt, 30. Okt. In einem hiesigen Hotel wurden nachts sieben Paar Stiefel gestöhleir, die die Gäste zum Reinigen vor die Türe gestellt yatterr. ' I. D a r m st a d t, 30. Oft. Weck er eine Anweisung ans 5 Pfund Kartoffeln in 15 Psimd Kartoffeln umgeändert hatte, erhielt von der hiesigen Strafkcrmmer ein bisher unbestrafter 46- jÄwrger Tagelöhner ans Osfenbach 1 Woche ^-efarrgnis, die Min- deststrase Ur die Fälschrng einer öffentlichen Urkunde —■ Mit dem Teppichklopfer war eine Ehefrau in Offenbach einer Hans- genosfin zu Leibe gegangen. Die Strasiommer setzte auf ihre Berufung die Strafe auf 90 Mk. herab', während das Schöffengericht auf 1 Woche Gefängnis erkannt hatte. — Aus dem Zuchthaus in Butzbach, wo er gegenwärtig 8 Jahre zu verlMen hat, wurde der vielfach Vorbesttafte 49jährige Sattler FriÄwich Pckttof orrs Bayreuth vorgeführl. Tie Spezialckät, auf die er reist, ist der Ciw- mietsckwindel. Er ist dringend verdächtig, auch in Offenbach einen solchen verübt zu haben, doch konnte der Beweis nicht erbracht werden, so daß Freisprechung erscügen mußte. I. Eb.erftadt bei Tarmstadt, 29. Oft. Bei einer Gewerkschaftsversammlung, die sich mck Ernährungsfragen be- schäfftgte, ünd bei der Bertteter der GemQudcveNvaltuug und des Kreisarnts anwesend waren, erklärte der Vertreter des Kreisamts, daß dieses beim Mtmsterckinr beantragt habe, dies Vororte von, Darm- ftafrt, die bisher in OttMasse 3 für Lebensnrcktelversvrgung ein-, gerecht waren, in OrtMaffe 1 zu überführen. M. T. M a i u z, 30. Oft. Der Meintiermarkt am Freitag zeigte hei einer reichen Beschickung nameMich mis Geflügel aller Art durchweg statt stc de Preise gegenüber den letzten Wocherrmärkttn. Für diesjährige Gänse wurden 35—40 Mark pro Stück gefordert und bezahlt, Enten kamen aus,16—20 Mark und junge Hähne mif 8—10 Mart zu stcheir Für alte Suppenhühner wurden bis 12 Mart und nrehr gefordert. Wie die Geflügelpreise, so zeigten, auch die für die zahlreich vertretoren Karriucheir geforderten Preise eine erhebliche Steigerung. Tiere!, die vor wenigen Wochen hier noch 8—10 Mart kosteten, kommen haute auf 14—16 Mark und 2—3 Monate alte Hasen selbst auf 7—9 Mark M stxhM. --- O f s e n b a ch, 29. Oft. Der langjährige Direktor des städtischen Krantenhauses, Geheimer Medizirralrat Tr. W. Köhler, ist nach schwerem Leiden im Mter von 71 Jahren gestorben. Kreis Wetzlar. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 30. Okt. Der Kaninchen- zuftjtverein für den Kreis Metzlar hielt am Samstag und Sonntags seine 3. Lokale KaninckenauSstellung in Göths-Garten in Wetzlar üb, welche mck 203 Tieren aller bekcnmten Rassen beschickt war. In der Alttierklasst Belgische Mesen ethielten Karl Keiner-Berg- hcrufen den Ehren- und Lehrer Ochs-Blaidbach den 1. Preis. Bei der Abdeckung DenlsckM Riesen-Schecke trug Werksührer Georg K.' Schmidt-Kinzenback) den Eyrenpreis «und A. Koster-Wetzlar den 1. Preis davon. Desgleichen stand «auch unter der Klasse Germ-ania- Sckber Werkfühver Schmidt-Kinzenback) an erster Stelle mit einem Ehrenpreis. Die Ausstellung war über Erwarten stark besucht fimb dürften 'für die KleiutierzuM nsieder neue Freunde gewanneni tivvrden s-ein. Auch, die ausgeschlaasteten Tiere wurden gern gekauft und sämtliche Lose abgesetzt. Hessen-Nassau. Ül. Limburg, .30. Oft. Auf der Station Baldnckrstern der Lchnbahn geriet gestern morgen der Zugrevisvr Adam .Kolb von hier unter die Räder eines Triebwagens und wurde getötet. ül. Limburg, 30. Oft. Aus dem gantjen Gebiet des unteretz Westerwaldes kommen Meldungen von Schneefällen. Auch in un- serer Gegend toar gestern ftüh alles verschneck, doch war geg&i Mittag die Winterhertlichkeck wieder verschwunden. ick. Limburg, 30. Okt. Bischof Aicgnstckrus tztt an die Kathv-- Wfcn Teutsichlanrds einen Erlaß gerichtet, in dem er die allgemeine Aeufmeerksamkeit aus den bedrängten Zustand der Kirck-engemeckrden m Frankfurt a. M, wo der Ban.von mindestens drei katholischen Kirchen notwendig sei, lenkt. Fe. Vom ÖberwesterWald, 30. Okt. Der Treifelder Weiher, in der Nähe des Dorfes Dreifelden gelegen, der größte in Nassau, wird im komuümden Monat abgesischt werden. Map vcchinet, daß die iAIbftschftng 400 Zjenttrer Fische ergeben wird.« Verschiedeneb Derwaltungien großer Städte wollen den Erttag erstehen, um ihrer Bevölkerurrg die Fische tzu mäßigen Preisen zu überweisen. Fc. Wiesbaden, 30. Oft. Mit'10000 Mark flüchltig gegangen ^ist ein 20jühriger Handlungsgehilfe, der im Aufträge schner Firma bei einem Bcurkhause einen .Scheck in dieser Höhe einzulösen hatte. Er führte den Auftrag auch« aus, ist aber seitdem spurlos verschwunden. vsrmischter. ch>. A u s L u x e m b u r g, 28. Okt. Die luxemburgische Regierung hat die Asnordrmng gettoffen, daß nur geerntete Mengen von« weniger als 5000 Liter Wein für die 'Ausfuhr frei sind. Ber Mengen von 5000—10 000 Liter ist ein Zehntel zur Verfügung des Staats, 10 000—16 000 Liter ein Achtel, 16 000—20 000 Liter ein Sechstel, 20 000—25000 gfäe r ein Fünftel, 25.000 Liter und mehr ein ^Viertel M 'halten. ,Die Winzer haben die Ernteergebnisse inzu- melden und die ^Wsfuhr ist nur auf Grund besonderer Erlaubnis Möglich. Aseltere Weine dürfen nicht ausgesührt werden. Vorherige und nicht ausgeWhrte Abschlüsse sind nichtig. ± * ,Aerztliche Ueberwachung der Jugend. Der städtische Schularzt Dr. Flachs in Dresden hielt im dortigen Verband für J!uEÜ>hckse einen Vortrag, worin er die Auffassung vertrat, daß die Jugend vom ersten Lebenstage an bis zur Volljährigkeck unter ärzttiche Obftck gestellt werden müsse. Die Ueberwachung schasse die nötige Belehnmg für die Ernährung und ermögliche die erforderliche Auslese für ldas «chulpflichttge Alter. Sie gewähre auch die sicherste Grimdlage für die körperliche und geistige Erziehung im lchulpslichttgen Alter und spreche ein entscheidendes Wort mck bei der Aurswähl des Berufs. Endlich biete sie den vornehmsten, \a ausschließlichen Maßstab fürs wehrpflichtige Alter. Das Rückgrat der ärzttichen Ueberwachung bilde ein Gesundhecksschein, wie er sich bereits in mancher Volksschulen vorzüglich bewährt habe. Er gibt getteue und übersichttiche Anszeichnungen über die körperlichen und geistigen Gesuird-Hecks Verhältnisse der Kinder und braucht nur für das vorschul- Und nachschulpflichtige Alter ausgebaut zu werden. * Sven Hedin auf deutschen Forschungsreisen. Der berühmte schwedische Reisende Dr. Sven v. Hedin weckt znrzeck in Rostock. Er steltt stiachforschungen an über Erinnerungen an den Freiherrn Sengt Oxenstierna, einen Setter von Axel Oxenstierna, dem Reichskanzler Gustav Adolfs. Dieser Beugt Oxenstierna war ^rei Jahre, nämlich 1607—1609, in Rostock, wo er an der Universität seinen Studien oblag. Bon Rostock fährt v. Hedin über Bevlin nach Homburg v. d. H. Die Frau des Beugt Oxenstierna war eine ilstargarete Brahe. Sie war nach dem Tode des Beugt Oxen«'ticrna mck dem Landgrafen Friedrich von Hessen „mck dem silbernen Bein" verheiratet. Diese Ddargareta Brahe ist in Hom- brrrg gestorben und wahrscheinlich «auch dort bestattet, was Hedin dort aussindig machen will. Es ist in Schweden bekannt, daß Margareta Brahe Iviele Papiere 'ihres ersten Gatten mit nach Deutschland genommen hat. Diese Dokumente sind größtenteils nach Darmstadt ^gekommen, wo sie im großherzoglichen Haus- Und Staatsarchiv Ausnahme fanden. Deshalb wird Hedin auch Darm- stadt besuchen. Um zu sehen, was dort rwch vorhanden ist. Die Direktoren der Archive von Homburg und Tarmstadt haben sehr wertvolle Auskunft über diese (Dokumente gegeben. Wecker fälwk Hedin nach Augsburg, denn Beugt Oxenstierna ist dort zwei Jahve Gouverneur igeivesen (1631—83). Briefkasten der Redaktion. Muovhme Anfragen bleiben unberütkstchttgt.tz M. L. lb. Nach den Bestimmungen über Beurlaubungen Und Entlassungen während des Krieges ist bei Urlaub zur Aufnahme der Arbeck im Zivllberus bis zur Beendigung des Entlassungsverfahrens sowohl die Lölmung wie auch Geldabsindung zur Selbst- beköstigung zu zahlen, und zwar im allgemeinen ohne Rüchicht dar-' aus, ob nach der Entlassung eine Milckärrente sic Frage kommt oder nicktt. Im letzteren Falle dürfte nur dann eine Ausnahme zu machen sein, !wemr der bettessende Kriegsteilnehmer von einer Firma reklamiert und aus diesem Grunde bis zur Beendigung de^' Gntlassungsverfahrens beurlaubt 'wird. Meteorologische Beobachtunge n der Station Gietzeti Ofto- |«iJo « der 033 3917 ’S ft n s v 8 --o &t Q si sr 2 6» -r- «j 2 a> gf «t öunrchpqltM 'S -a x> Ä 122 -SäI 2 s = ° 29. 2 - - 4.9 5,7 88 9 9« - ' 3,6 5,0 86 — 9 30. > 0,6 4,7 98 10 | Wetter Höchste Temperatur am 28. bis 29. Ceot 191? — Niedrigste . . 28. „ 29. . 1917 » Niederschlag: 0,3 mm. Bew. Himmel Nebel" f 5,9' C. 4- 1.3'6. Wegen Ersparnis von Heizung und Beleuchtung haben wir unsere Arbeitszeit geändert. Unsere Schalter sind vom 1. November bis 1. April vormittags von 8'/ 2 bis 1 Uhr nach mittags, außer Samstags, von 2 bis 3 Uhr. geöffnet Gewerbebank zu Gießen e. G. m. b. H. 7936 D Ziehung 20.u 21. NoTember Ttiriil Ortsgewerbeverein 135000 Lose. 620 Geldgewinne zahlbar ohne Abzug -»» 155000- 120 OOO M> r lOOOO." Sä; Geld-Lost r°2«. Gießen. Lud. Man®? & Co. Berlin W, Werderscher Markt 10 Zo fcaben aacli io allen Le terk-Gesrtafces c Vcrhz -xs ■jea Lose hier bei Lott-Einnehmer Flimm, Walltorstr. 63 Bnehacker,Neuen BSnell. u.Wilh.Ssmraler, Seltersweg25 Fifchverfteigerrmg. Mittwoch den 31. l. M., nachm. l a U Ubr. werden aus den in nächster Nähe der Haltestelle Schiffeuberg gelegenen Petersweiber Karpfen und Schleien in kleinen Posten versteigert. Gießen den 3V. Dktober 1917. Großh. Obersörsteret Schlsfenberg. Lrantwetn. 7976 Der Ortsgewerbeverein bittet unter Bezugnahme auf die gestrigen Deröffent- lichungen über Kriegspatenschafts-Versicherung Personen, welche ihn durch tätige Mitarbeit, insbesondere Gewinnung von Kriegspaten, unterstützen wollen, ihre Adresse dem Unterzeichneten mitzuteilen. Dr. Krausmüller. 7982 Amtliche BekalültWchgWil der EtM Achn. Bekanntmachung Die Zinsen der Friedrich-Heyer-von-Ro- senfeld'schen Stiftung mit 67,20 9Jtt sind am 2L TeZember 1917 an solche evangelische, würdige Sttcht- arrne zu verteilen, die selbst und deren Eltern und Großeltern in Gießen geboren sind und das Bürgerrecht besitzen oder besaßen. Meldungen nimmt das Armenmnt, Asterweg 9, bis 10. November 1917 entgegen. Gießen, den 26. Oktober 1917. 79786 Ter Atzerchürgermerster (Urmenverwaltmrg). Liellen. Zucker-Ausgabe. Der bei den Kleinh ändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für Oktober 1917 kann von den Bestellern von Dienstag, den 30. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellousweises Kur Zuckerkarüe und Ablieferung der Zucker marke 10 in Empfang genommen werden. Einzelne abgetrennte Zuckermarken ohne den Bestellauslweis sind ungültig und berechtigen nicht Kum Bezug von Zucker. Es entfallen auf die Zuckermarke 10 (Oktober 1917) 375 Gramm Zucker. Mit dem 3. November 1917 verliert die Zuckermarke 10 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgeholt hat, hat Leinen Anspruch mehr darauf. Tie Kleinhandelsgeschäfte haben die vereinnahmten Zucker marken 10 (Oktober 1917) zu sammeln und zu je IM gebündelt bis längstens 6. November 19 1 7 an das Städtische Lebensmittelamt unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieserten Marken einzusenden; die nicht abgeholten Zuckermengen sind nach vorgeschriebenem Muster dem Städtischen Lebensnrittelamt Mrzumelden. Nichteinhaltung dieser Frist, sowie unrichtige Angaben über den Zuckerbestand und Unregelmäßigkeiten bei der Abgabe des Zuckers haben den Ausschluß von der Zuckerverteü- lung zur Folge. Gießen, den 29. Oktober 1917. 79806 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). «arten (A): 250 Gramm Nährmittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für Oktober 1917 können von den Bestellern von Dienstag den 3 0. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Nährmittelkarte" und Abgabe der Nährmittelmarke für Oktober (10) in Empfang genommen werden. Einzelne abgetrennte Nährmittel marken ohne den BestrllauÄoeis sind ungültig und berechttgen nicht zum Bezug von Waren. Es entfallet^ 1. Auf die fel&en Suppenfabrikate. Aus die roten Karten (6): 5M Gramm Grieß und 125 Gramm Haferslocken. 3. Auf die blauen Karten (0): 125 Gramm Teigwaren, 125 Gramm Haferflocken, 125 Gramm Erbsenmehl oder Graupen oder Grünkern und 200 Gramm Suppen. Mit dem 3. November 1917 verlieren die Nährmittel marken 10 (Oktober 1917) ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt die Waren nicht abgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. Die Kleinhandelsg eschäfte haben die bei Abgabe der Wären in Empfang genommenen Nährmittelmarken 10 (Oktober 1 9 1 7) zu sammeln und getrennt nach Farben an das Städtische Lebensmittelamt unter Beifügung einer schriftlichen Zeitteilung über die Anzahl und Farbe der Marken abzulrefern. Die nach dem 3. November 19 17 nicht rechtzeitig abgeholten Waren sind dem Städtischen Lebensmittelamt bis zum 6. November 1917 schriftlich anzuzeigen. Nichtein- l-altung dieser Frist, sowie Unregelmäßigkeiten bet der Abgabe haben den Ausschluß von der Verteilung der Nährmittel zur Folge. Gießen, den 29. Oktober 1917. 79796 Der OÜerbjürgewreistex (LebenSmittelarnt). "Verse hi öden® ] Bleirdftrake 32, I. Etage, nt. 6—7- Himmer-Woviumg mit Badeeinrichtung. GaS u. elekrr. Licht in allen Räumen, Mndchenz., 2Keller, Bodenk., a. Wunsch Gartenant., Bleich- platz u. Trockenb. vorh., pr. sof. od. später zu vermieten. 6930 SM. Wohg. m. eleftr. L. sof. z.v. 06787 Ah den Bahnböien 23. Zimmer mit Küche nebst Zubehör zu vermieten. 797V Neuen Baue 17,1. « itn., Kab. u.Küche m. od. ohne öbelabzug. Lsissr-LUs« S». Einfaches Schlafzimmer mit Morgenkaffee, evtl. m. Familienanschluß an Dame z. vrm. Näh. Sleinstr. 47,1. [06764 [ .Mo bl. 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