Ur. 255 Der iiefeeiter Anzeiger erschemt täglich, anyer Sonntag«. - Beilagen: Oietzeaer,^amtl ir nblätter, Krctsblatt fii len Kreis Stehen. ftejagspreis: monatl. 1 vierteljährlich 3 Mk.. durch Lbhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch die Post Dtk. 3.— viertel- jährt. auSjchll Beftellg. »ernjprech - ^lnschllisse: für dtebchr'ltleituiig112 verlag.Geschästsstellebl Anschrift sü r Tradln a ch - richten: Anzeiger Siehen. Erstes Blatt 167 . Jahrgang Dienstag. 30 . Oktober PostscheSranto: Zrankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Gver Vankoerkehr: SewerdebankSletzen Swillingsrunddruck u. Verlag: Brühl'sche llniv.-Such- u. Steintzruckerei K. Lange. Lchr-ftleitung. Geschästtjtel!- u. Druckerei: Schulstr. 7. Annahme von Anzeigen die TaqeSnummer bis zumNackmittaq vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20Pf..für auswärtige 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pi., für Reklamen 75 Pi. bzw. 90 Pf., nebst 20°/gTeiierungszufchlag. Hailptjchrrftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Aug. Goetz; Stadt uni Land, Vermischtes u.Ge^ richtsfaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen Zusammensturz der ganzen italienischen Jsonzofront. (DTB.) Grobes Hauptquartier. 29. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Dunst und Nebel schränkten ln F l a n d e r n die Kanlps- tätigkeit ein. Trotzoem war längs der Yfer das Feuer lebhaft. erreichte besolrders bei Dixmuiden nachts große Heftigkeit. Vorstöße feindlickrer Abteilungen nördlich der Stadt scheiterten. Zwischen dem Honthoulstcr Wald und der Lys belegte der Gegner unsere Kampfzone mit einzelnen starken Feuerwellen. Englische Infanterie, hinter Trommelfeuer und Rauchgranaten vorgehend, griff nördlich der Bahn svoesinghe—Staden an. In unserer Abwclmvirkung brachen die Sturmwellen zusammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Che min des Dames stürmten starke französische Kräfte nach heftiger Artillerievorbereitung zweimal bei Brayc an. Vor unserem Feuer, an einzelnen Stellen durch Gegenstoß unserer Grabeubcsatzung. mutzte der Feind zurückweichen Cr hatte schwere Verluste und liefe Gefangene i» unserer Hand. Bei den anderen Armeen nur stellenweise auflcbende Geftchtstätigkeit. Seit dem 22. Oktober verloren die Gegner durch Luft- kampf und Abwehrfeuer 48 Flugzeuge, davon drei im Heimat gebiet L-eutnaur Müller schob den 30. und 31., Leutnant vw v B ü l o w den 22. und 23. feindlichen Flieger ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Bedeutung. Mazedonische Front. Im Be^en von Monastir. im Ccrnabogen und vom Wardar bis zum Doiran bekämpften sich die Artillerien lebhaft. Italienische Front. Der durch die Erfolge beflügelte Angriffsgeist bei den lleutschrn und österreichisch-ungarischen Divisionen der Armee des Generals der Infanterie. Otto von Velow hat die ganze italienische Jsonzofront zum Zusammensturz gebracht. Die geschlagene zweite italienische Armee ist rm Zruültfluten gegen den Tagliarnentt. Die d r i t t e i t a l i e n i s ch e A r m e e hat sich dem Angriff auf ihre Stellungen von der Wippach bis zum Meere nur kurze Zeit gestellt; sie ist in e i l i g c m R ü ck z u g längs der adriati Wttn Küste Auch nördlich des breiten Durchbruchs ist die italienische Front in Kärnten bis zum Plöckcnpatz ins Weichen gekommen. Feindliche Nachhuten versuchten vergeblich das ungestüme Vorwärtsdringen der verbündeten Armeen zu hemmen. Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen stehen vor U d i n e. dem bisherigen groben Hauptquartier der Italiener. Oesterreichflch ungarische Divisionen haben C e r m o n s genommen und nähern sich im Küstenstrich der LandeSgrcnze. Alle Strafen sind mit regellos flüchtenden Fahrzeng- kolonnen der italienischeil Armee und Bevölkerung besetzt. Die Gefangenen- und Beutezahlen sind dauernder Wachsen. Heftige Gewitter, verbunden mit schwcrw Niederschlägen. entluden sich gestern über dem gewaltigen Kampffeld der 12. Jsonzos-chlacht. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 29. Ott., abends. (WTB. Amtlich.) In einzelnen Abschnitten der flandrischen Front und dem Chemin des-Dames lebhafter Artilleriekampf. Fm Osten nichts Wesentliches. 3» der italienischen Ebene gute Fortchritte. S Der große Sieg über die Italiener fart wie eine Endung gewirkt. Nutzt nur auf das feiirdliche Auölmrd, dem rtt auf beit prahlerischen Mund geschlagen worden ist Lecher war ja mich rm Jmrern Dculschlanos manch einer ^ seinem ('»Lauben an die ungldvo, nahm dem Feinde in wenigen Stunden 60 OfMiere. 10 Mann und 00 Geschütze ab. Das an Kriegsgerät m ^sonzoschlacht erbeutet wurde, übersteigt das Beute- levnis unserer galizischen E-umneroffrnstvr 1015. Oestlicher Kriegsschauplatz und Albanien. Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Wien, 29. Okt., abeirüs. (WTB. Nichtamtlich.) Amt- Im wird verlautbart: Der Vormarsch unserer Truppen in oer ltalrenischen Ebene ist in günstigem Fortschreiten. Der türkische Bericht. . K o n st a n t i n o p e l, 28. Okt. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht. Sinaifront: Am 26.Oktober wurden an der Gazasront Angrijssversnche des Gegners erkannt. Unser Artitleriesener ver- tzl^derte ihre Ausführung. Unsere Truppen, die am 27. Oktober in ber Mitte ber_ Sinaisront vor gingen., trafen auf den Höhen von Kessel-Bassal fünf feindliche Kavallerieregimenter, die mi! sch.oeren Verlusten für den Gegner znrückgeschlagen wurden. Zwe darauf folgende feindliche Gegenangriffe schlugen fehl. Der Gegnei ließ 200 Tote zurück. Zwei Offiziere nnd zehn Mann wurden gefangen genommen und ein Maschinengewehr wurde erbeutet. Ein feindliches Flugzeug erhielt einen Treffer von unseren Llbwehr- gcschützen nird stürzte dicht hinter den feindlichen Linien ab. An den übrigen Fronten keine Ereignisse von Bedeutung. Der grohe Lieg am Jsonzo. Berlin, 29. Okt. (WTB.) Der große Sieg der Verbündeten am Jsonzo nimmt immer gewaltigere Ausdehnung an. Deutsche und österreichisch-mngarische Truppen stehen bereits dicht vor dem wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt U d in e, während österreichisch-ungarische Divisionen Cer- m a n s eroberten und sich im Küstengebiete der Landes-« arerrze nähern. Unter dem Druck dieses gewaltigen Vor- driu.gens, bei dessen Siegeszug sich die Beute an Gefangener — (irrte (schon »gemeldet — auf 100 000 Mann und 700 Gchchütze gesteigert hat und die stündlich znninrmt, ist auch die italienische Front in Kärnten ins Wanken geraten. Die prahlerische Siegeszuversicht in der Rede des italienischen Kriegsministers „Mögen sie kommen, wir fürchten sie nicht," die tosenden Beifall erweckte, ist schnell zuschanden geworden. * Die italienischen Zeitungen wollen die Welt und das eigene Volk über die gewaln.gen Geschehnisse täuschen und erklären es fiir absurd, dem Angriff größere Bedentung beiznmessen, da die von den Verbündeten eroberte Stellung nur eine Vorpostenlinie sei und die italienische Führung sich die deutsche beweglicl>e Abwehrtaktik zu eigen gemacht habk Zweck der Rückzugsbewegirng sei, italiemsche Operations Massen zu sparen. Inzwischen ist ein ganz erheblicher Ter dieser Massen in deutsch-österreichisch-ungarische Gefangen« schaft geraten. Auch die italienische oberste Heeresleitung versucht noch, den Zusamwenbrnch der gesamten Jsonzofront dem eigenen Volke, seinen Verbündeten und den Neutralen zu verheimlichen. So hat der imlieinsche Oberbesehts Haber E a d o r n a den täglichen italienischen Heeresbericht, dessen Uebersetznng in englischer und ftanzösischer Sprache verboten wurde, für die Veröffentlichung gesperrt. Ferner versucht General Cadorna nach einem Funk- spruch vom 28. Oktober 4,40 nachmittags nach dem Beispiel Kerenskis die Schuld an der ungeheuren Niederlage der Feigheit seiner zweiten Armee znznschreiben, die kurz vor dem Airgriff in öffentlichen Ministerreden über alle Maßen gelobt wurde. In Flandern war trotz des unsichtigen Wetters längs der Äser die feindliche Feuertättgkeit stark. Mit beson derer Wucht lag das Feuer in der Gegerck von Dixmui. den. Nach heftigster Feuervorbereitnng v-orswßende feindliche Abteilungen wurden nördlich der Stadt unter schwersten Verlusten zurückgeworfen. Auch zwischen dem Houthoulsver Walde und der Lys nahm das Feuer eine große Stärke cm. Nach heftigstem Trommelfeuer braclien um drei Uhr nachmittags nördlich der Bahn Boesinghe-Staden dre Engländer in dichten Wellen zum Angriff vor. Er brach blutrg in unsenn Maschinenzewehrfener zusammen. Auch am Chenrin des Dames scheiterten nach heftigster Artillerievorbereitung zweimalige statte französische Sturmangriffe bei Brahe, wo unser wirksames Feuer die Lttrgreifer bereits vor den Hrnderniffen niedermähte. Der Feind wurde durch Gegenstoß geivorfen. Die znttickflutenden Angreifer faßte vernichtend das Feuer unserer Batterien und fügte itznr schwerste Verluste bei. ZahlreickM Gefangene bliebeir in unserer Hemd. 'In Mazedonien lebte stellenweise das Artillerie feuer aus. Wien, 29. Okt. (WTB.) Aus dem Kriegs pressequartier wird mittags genieldet: Gestern drangen unsere Truppen aus der Karsthvchfläche über den San Michele vor. Auch die P o dg o r a - D ö h e wurde geuomrnen. Im Ceglio- Gebiet rnrb bei Cividale erfolgreiches Vordringen. Mct, nordwestlich von Cividale sind unsere Truppen im schnellsten Fortschreiten: am Karnischeu Kamm wurde in Schnee und Sturin der Große Pal erstürnrt. Wien, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlicki.) 9lus dem >krieqsprene- qnartler wird genreldet: Italienischer Kriegsschauplatz: Dermnt unerhörter Wncbt geführte Stoß im Verbündeten aus dem Raume Flitsch-Tolmem zeitigt bereits die naturgemäßen Folgen. WLdrend am linvon Flügtt der Armee in Kärnten, Generaloberst FRnherr von 51'robatin. der südwestlich von Raibl, am Ende des Seebach Tales gelegene 9Letica^Se ist gerechter und edlev als die, für die wir kämpien. Mögen sie kommen, die Abkömmlinge Arminch sie werden noch mehr des Barus- Legnmäre finden. Rom zerfiel, Italien mit Rom ist wiedererslanden ünd durch! die Kraft seiner Söhne schreitet es voran und hebt sich emvor! Kaiser Karl an Kaiser Wilhelm. Wien, 29. Ott. iWTB.) Aus dem Kriegspresseguartier wird mitgerM: Kaiser Karl lichtete am 28. Oktober folgende Te- pesck-e an Kaiser W i l hie l m: Gestern sind, Deine Truppen in Civrdale eingedrnngen. Heute haben meine. Regimenter meine Landeshauptstadt Görz frunt cf genommen. Es ist mir eine besondere Herzenssach'. in d i eser großen Stunde, dankbar unserer treuen Waffenbrüderschaft zu gedenken, die mit: Gottes Hilfe diesen neuen gewaltigen Triumph faem birrftc. Tn hist in selbstloser Sachlichkeit meinen! Oberbefehl eine Reihe Deiner prä>-,igcn Divisionen zur Verfügung ge,teilt. Zielbewußt haben unsere Genevalstabe Vor b er ei tun - ge nu n d Aua r i f f e g c m e i n s a m tund erfolgreich durch-ge führt. 2-l0^^dostrraft Deinm Truppen bewies ,ich, lvie immer, als unüberwindlich. Fair alle diese Beweise treuer Bundesgcnvssenschaft sagen K/und meine tapfere Wehrmacht Dir innigsten Dank. Des Mlmäcktigen Gnade ruhe auch weiterhin aus unseren siegreichen Waffen. _ m- Karl. Qvr glerchen stunde traf von Kaiser Wilhelm folgender Glucknmwch im Feldhoslager unseres obersten Kriegsherrn ein: ne unter Deiner Leitung so erfolgreich begonnenen Opera- ttonen gegen die .italienische Armee nehinen einen verheißungs- vollen Fortgang. Ich freue mich, daß neben Deinen sturm Gewährten Isvnzotampftwn in Wasfentreue deutsche .Truppen mit ihrer.An- griffsiraft den wortbrüchigen früheren Verbündeten geschlagen' ha- ben. Ich beglückrvünsche Dich und Deine Wehrmacht herzlich zur Wiederemnätzme von Görz und der Karsthochfläche. Viribus unitis! Weiter nnt Gott! Oesterreich Pie mächtige Isonrooffensive auslöst, hält es seine Regierungskrise an, von der alle Wett geglaubt hat, daß sie eröffnet ist. Zweifellos ist dieses Verhalten nicht mehr solid, aber es gibt dem Sdaatsgebände Ansehen, wenn Heere Kämpfe liefern, von denen inan große Ereignisse erwartet. Leider ist in Rom und Paris die ministerielle Lage recht unklar. Ein schwedisches Blatt über die Niederlage der Italiener. Stockholm, 28. Okk. (WTV.) Zu der italienischen Niederlage schreibt „Nya Dagligt Allehcrnda": Wie sich frül-er das Schicksal Rumäniens, Serbiens und Montenegros erfüllt hat, so scheint sich letzt Italiens Schicksal.zu erfüllen. Der stolze Traum der Wiedermifrichtung der Mittelmeerherrschaft des alten Roms mit seinen reichen Landgewinnen in Kleinasien und Afrika und an der Adriatischeu Ostküste fällt in Trümmer. An die Stelle der Siegesfeste im Stille d'Annunzios steht der MillionenarCador- nas die Vernickttnig bevor. Das Parlamimt der St raste, das! seinen Hetzern so stlürmisch in den unge^c!gen Krieg folgte, droht, dieselben Führer in einer Wistfo. von T'c sie sich nichts träum eit ließen, zur Verantwortung zu ziehen. Es :vird Italien kaum er* spart bleiben, den Becher des Unglücks bis zur Neige zu leeren. Das ganze italienische Heer sieht such voo der Gefahr bedroht, von dem konzentrisch'« vorgel-enden und vom Siegestvillen erfüllten Feinde umfaßt zu werden. Wie soll es unter solchen .Umständen selbst dem geschickten und entschlossenen .Heerführer gelingen, eine neue Front zu bilden? Sckchn hört man italienisch? Stimmen, die die Armee Sarrails zin Hilfe rufen. Aber die Adria ist unsicher wegen der Tauchboote, und was wird dann aus dem neuesten, rn'hmreicksen Verbündetes der Entente, dein Diktator des unglücklichen Griechenland, Beniselos? Das griechisck-e Voll würde sicher seine Befreiung von dem fruft't so bewunderten Volkshelden bfa grüßen. Will das italienisch^ Volk dieien Krieg fortsetzen, der es in eine so unbefch-rcibli-h? Not gestürzt hat? Ist das französische Volk, sind dir breiten Schöbten in England Gegner des Friedens? Rein. So sicher wie das Zarentum eil-r «grim,niger Hohn auf die Zivilisation war, so ist die Liga mm wenigen Männer, die noch immer das Wort „Frieden" verTveigert, eine Parodi ' auf die Demokratie. Der Tftg scheint nicht «nehr fern zu sein, o die Fiktion, daß die rücksichitslose Älllianz zwischen Geldleuten und Demagogen den währen Bolkswillen vertrete, zusammenbriccht. Vielleicht ma-"/ Italien den Anfang und sühnt einen Teil seiner tragischen Schuld. Ter Eindruck in Norwegen. Kristiania, 28. Ott. (WTB.) Die gesantte Presse steht unter dem Eindruck bef deutsch-östt-rreichisch-ungarisck?en Sieges an der Isonzofvont, >der, wie ,,Aftenposten" schreibt, militärisch und politisch von der größten Tragweite sein könne. Das italienische Heer stelle größeren Sch'm-erig ketten als jemals lvährend des ganzen Kri-eges gegenüber. Diese Schuäerigkeiden tvürden durch die Regierungskrise in Italien vermelnt. Besonders liervor ge hoben müsse die merkwürdige FähiglEit der Mittelmächte werden, die schwachen Punttc des Gegners herauszwiöüden, sie im rechnen Ätugenblick aus- zunützen und ihre Siege idurch eine energische Verfolgung zu vervollständigen. * Die italienische Grenze gesperrt. V e r n, 29. OTt. (WTB.) Nach Blatt er Meldungen ist die italienische Grenze gesperrt. Die neue britische Natjoiialparte». Bern, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich). Die neue britische Na-- tionalpartei hielt am 25. Ott. in der Queenshall bei starker Beteiligung unter dem Vorsitz Lord Beressorfds ihre Eröffnungsver- samrnlcung ab. Lord Beressord legte eingehend die Ziele der Partei dar und betonte die Absicht der Partei, die Regierung zu stärken und zur Fortsetzung des Krieges zu veranlassen und die deutschen Einflüsse in England cruszuvotten. Die liberale Partei, sagte der Redner, sei disrredittert und bte Uukmifbertixrrtei geworben, Tie gez Wilhelm I. K. Englische Versprechungen. A m st e r d a m, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus London geben die Blätter den Ernst der Lage zu, in der nch Ztalien beftndct. Sie versichern ähnlich wie sie es seiner Zeit Rumänien gegenüber tat-m, daß Italien auf die rückhaltlose Unter- jstr Alliierten rechnen könne und weisen darauf hin, daß eme ähnliche deutsche Taktik schon früher mißglückt sei. — „T i - m c s schreil't, cs bestehe Grund zu der Annahme, daß die kritische ^.age au der Isouzofront bei der französischen und britischen Re- glcrung cme prompte und sympothische Berücksichttgung finde. Man louuc aus begreiflichen Gründen nichts Posittvcs mitteilen, ober es verlaute, daß der italienische OberbAehlshaber bereits wrne, das; er auf die rascheste utrfo weitgehendste Hilfe, die die Allnertcu gewähren könne, sich verlassen könne. Die französische Presse. Bern, 29. Okt. (WTB.) Tie Isonzooffensive wird Don oer s ran z ö ) i.) chen Presse nach und nach mit größerer Bewrgnrs bettachtet. Man veri'ucht den peinlichen Erndrnck dadurch zu verwijchen, daß man die Gefangenenzahlen in den amtlichen Heeresberichten als übertrieben hm stellt und aus guter Quelle wlften tmll, daß das italienische Oberkommmrdo die Linien zurück- nrmmt, um besser und in geeigneteren Stellungen die Angriffe austmigen zn können. „Temps", „Matin" und andere Zei- ttrngen richten ernen versteckten Vorwurj gegen Rußland. So «chrerbt der „Temps": Unsere Feinde l-aben in der letzten Zeit neue Kräfte gemomten, die durch die Passivität der russischen Armee vermgbar tvurden. Der Widerstaiw unserer Feinde in Belgien und. Frankreich wurde bedeutend verstärkt. Gleichzeitig unter- itewnert ine Feinde eine weitgreifeu.de Offensive gegen unseren italienischen Verbündeten. Das sind die beiden einzigen Fronten, aus denen pe he^ttc noch zu kämpfen hoben. „Petit P arisi en" vermutet, uas- di? Ossensive einen politisck>en Charter habe und unterirvmmen wurde, um die i;mcren Schwierig-ßLiten Italiensl auszunützen. Ter „T e m pS" vcrsteigt sich zu folgender Berdre- hnnd' Deitticnland und Oesterreich sind gegeii die italienische Un- svudo.rlsch gceimgt. Tic Offeiisive zeigt öeuttich die Absichten Oesterre cl^. In dem Augenblicke, wo Graf Czernin Nch gestellt hat, als böte er den Frieden, kännte er die militärischen Vorbereitungen, kannte er sie sogar so gitt, daß er die Heraus- v l ^hcr von Italien befreiten Gebiete verlangte und für ^all der Ablehnung mit ber Revision bet Kriegszi cke und dem - , ijuiumiiiuuuu ur- UAUIUU| 0 eil .>tgM- mer svlgt Der Femd redmet damit, daß die p.rrlamentarische Ver- Mrrung deti Wwerstand Italiens schwächt. Im übrigen aber ist Nicht statten allem im Spiel. Tie Schläge, die die Feinde Italien berbnngen, bedrolwn auch Frankreich und alle übrigen Alliierten Gegenüber den Fernden, die ihre Solidarität so laut lwkmmt haben, dars die Enttnte dw eigene Solidarität nickft vergessen. „Echo de deutschen Geschütze, die auf Cividale ge- rlchtet smd, lallen keinen Zweifel über das ungrlxnre Klampfziel Ju: Oesterreicher und Deutschen wollen bis itbinc Vorstößen' Das Blatt bedauert, daß die Uutersttitzung durch die Russen in Form,mer Ablenkungsofsetisive wie im Vorjahr? nicht mehr mög- ^Mr, daß rn Flandern und ait der AiSne das fran- zümchc und englische Oberkomtiiando die Italiener fidierCirft ent- , ,"2 ° ttrnal, des Teb 0 ts" schreibt: Dnttichlmid 's .»r i»e Allnertm ein Beispiel, das bäe Aufmerksamkeit der Py. litiker in Amvruch nchnieii sollte. In Tentschland werden die Lebmsmteressen deK Staates der ver,Snlichen EmMndlichkctt Wer- qcordi ec. In dem AuiicMick, wo Tentschland, im Bunde mit große kommende Partei fei die Arbeiterpartei, Me Mfttonalisten hofften ans ein Znsammenavbeiteir mit dem Arbeitertum und seien auf eine Besserung seiner sozialen utid polittsckien Lage nach dem Kriege bedacht. — Havelock Wilson, der Vorsitzende der Seemannsliga, bedmite wiederum den Entschluß der Liga, die Teutsck-en für ihre völkerrechtswidrigen Verbrechen zu besttasen. Lord Montague sirhrte aus, er komme von drei Fronten zurück, wo alles gut stehe. Trotzdenr sei keineswegs Grtuch für unbegrenzten Optimismus vorhanden. GS gebe Leute, die von einem Friedensschluß in einigen Wochen oder Monaten sprächen. Mail dürfe sich nicht in solchen Hoffnungen wiegen. * * * Eine entdeckte Verschwörung in Paris. Paris, 26. Okt. (Privattel.) Meldung der Agence Havas. Abends abgehaltene Hanssnchnngen förderten mehrere Niederlagen verbotener' Waffen zutage, die seit Anfang des Krieges eingerichtet sind. Höchst belastende Schriftstücke wurden Mage gefördert. Die Untersuchung ist eingeleitet wegeii einer Handlung, die darauf hinzielt, den Bürgerkrieg zu entfachen >und die Bürger gegeneinander zu bewaffnen. * * * Brasilien. Ria de Janeiro, 28. Okt. (WDBZ Die .„Agence .Havas" meldet: Die Regierung hat beschlossen, zum Zweck der Verstärkung der militärischen Organisation Maßnahmen gegen Spionage, Unterdrückung der nt deutscher Sprache erscheinettden Zerttingen, die Errichtung eines Ausschusses für die nationale Erzeugung und die Internierung der Besatzungen der ehemals deutschen Schiffe und ferner Maßnahnren weaetr der Ausfuhr von Geld und mtderen Metallert cm zuordnen. * * * Tie Wahlen zum schweizerischen Nationatrat. Bern, 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich!) Wie dieSch.Meiz Depeschenagentur -rieldet, haben Sonntag in der ganzen Schweiz die Wahlen zum Nationalrat ohne Zwischenfall stattgefundeu. Die Wahlergebnisse lassen keine wesentliche Aenderung in der Zusammmisetzutig des neuen Nationalrats erwarten, in dem die radikal-dentokvatische Regierungspartei die große Mehrhett beibehält. Me sozial- dLlnvkratischen Stimmen nahmen in einzelnen städtischen Kreiseti bedeutend zu. 5eekrüg. Neue tt-Boot-Erfatge. B e r l i n, 28. Okt. (WTB. Amtlich.) Auf dem nördlichem Kriegsschauplatz wurden durch unsere U-Boote wiederum 15 000 Bruttoregistertonnen vernichtet. Unter deir versenkten Schiffen befanden sich die beibeit bewaffneten englischen Dampfer „Elmsgart". Ladung 4800 Tonnen Zucker, und „Adorinha". Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein großer englischeeMoniLor schwer beschädigt. Berlin, 29. Okt. (WTB. Amtlich.) Am 28. Oktober nachmittags tvurde ein uördlick) der flandrischen Küste kreuzender großer englischer Monitor von unseren leichten Streitkrästen überraschend angegriffen und schwer beschädigt. Der Chef des Adiniralstabes der Marine. Der englische Bericht über das letzte Treffen an der flandrischen Küste. London, 29. Okt. (WTB.) Amtliche englische Meldung. Sechs britische und französisck)e, in der Höhe dev belgischen Küste patrouillierende Zerstörer sichteten am 27. Oktober nachmtttags drei deutsche Zerstörer und siebzehn Flugzeuge und griffen sie an. Zwei direkte Treffer wurden auf den feindlichen Zerstörern erzielt, die sich sogleich unter dein Schutz ihrer Landbatterien zurückzogen. Das Flugzeuggeschwader wurde durch das Luftabwehrfeuer unserer Zerstörer zerstreut. Jedes Flugzeug warf drei Bomben in der Nähe unserer Schiffe ab, die, abgesehen von leichteir Verwundungen z^veter Leute, kernen Schaden an< richteten. Das aus der spanischen Internierung entwichene U-Boot. Berlin, 28 Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenturen Havas und Reuter haben die Nachrickst verbreitet, daß der K'om- man.dant des deutschen Unterseebootes „U 49" (Werftnummer 293), das von der spanischen Regierung in der Wirrst von La Carraca bei Eadix interniert war, durch sein Entweick>en aus der Inrev- nierung sein Ehrenwort gebrochen habe. Nachdem der Kommandant in Berlin durch eine besondere Kommission eidlich vernoinmen worden ist, kann festgestellt werden, daß der ihm gemachte Vvr- Nnrf jeder Begründung entbehrt. Nach .dieser eidlichen Llussage l>at der Kommattdant die Abgabe seines Ehrenwortes, nickit zu fliehen, die ihm von dem Generalkapitän von San Fernando, dem Befehlshaber von La Carraca angesonnen wurde, für sich und seine Offiziere ausdrücklich und unter Berufung auf einen Allerhöchsten Befehl seiner Majestät des Kaisers verweigert. Er ist infolgedessen mit seinem Unterseeboot durch Kriegsschisfe und Marinekommandos sckmrs bewacht worden. Auch hat man ihn veranlaßt, wichtige Teile der Maschinenanlage und der Steuerung des Botes den spanisck>en Behörden zu übergeben. Trotzdem gelang ihm die Flucht, weck er die fehlenden Teile durch Bordmittel ersetzte und den für Instandhaltung der Akkumulatorenbatterien ersorderlick/en Brennstoff erlangeti frmnte. Tie spanischen Angaben, auf die sich Reuter und Havas berufen, sind wahrscheinlich danmf zurückzusühren, daß der .Kvmmartdant für eine ihnl persönlich gestattete Reise nach dem nahe bei La Carraca gelegenen San Fernando innerhalb der ihm durch den Allerhöchsten Befehl ertcÜten Befugnis ein beschränktes Ehrenwort abgegeben hat. Er wünschte nämlich mit dem Viarineattachee auf der kaiserlichen Botsckmst telegraphisch zu verkehren, was nicht in La Carraca, wohl aber in San Fernando möglich !xar. Für die erforderliche Reise nach San Fernando unb zurück und für den Aufenthalt dort gab er deshalb sein Ehrenwort mit der Maßgabe, daß es mir b\t zu dem erwarteten, aber tallächlich nie erfolgten Eintreffen des Marim- attachees in La Carraca gelten sollte. Da der Kommandant die Reife nach, San Fernanbo nicht ausgcführt hat, ist der Fall, mif den sich sein Ehrenwort bezog, überhaupt nicht eingetteten. * Be r n, 29. Okt. (WTB.) Der Pariser „Neuhork Herald" ?nel- M, day ein amerikanischer Transportdampfer tm einem den tschen U-Boot in !der Nähe der französischen KAstr ^chsegriffen wurde. Sieben Matrosen seien durch das Gev schützfeuer schwer verletzt. Durch einen amerikanischen Torpedojäger sei der Dampfer bann gerettet worden. Am teilt Zur KlmzFrkrisis. Berlin , 29. Okt. (WTB.) Me „Norbd. Allg. Ztg." schreibt: Der Verlagsdirettor der „Voss. Ztg.", der sich schon seit läpgerem in ausfallender Weise für .die Person des Stellvertreters des Reickis- kanzlers M. H elfferich mteressiert, besaßt sich in der heutigen AgorgenauSgabe seines Blattes mit der angeblichen Tätigkeit M Helsserickis in der Kanzlersrage. Wir beschränken uns aus die Fesb stellung, daß die sämtlichen in dem Artikel in bezug auf die angeh- liche Tätigkeit Dr. Helfferichs behaupteten und angedeutztten Tatsachen glatte Erfindung sind. Aus die an diese Erfindung gettrüpftm Insinuationen einzugehen, lehnen wir ab. Eine Kurland-Ausstellung. Stuttgart. 29. Ott. (WTB.) Am 10. November wird in Sttittgart eine Kurland-Ausstellung des.Deutschen Auslandsmuseums eröffnet werden. Die Ausstellung veranscktaulicht ffet weiteste Kreise die geschichtliche, kulturelle und wirtschanlickrc Ent- Wicklung und Gegemoart der Zweitältesten deutschen Kolonie. Me Ausftellnng würbe unter tatkräftiger Mitwirkung der deutschen Militärverwaltung und erster balttscher Persönlichkeiten zusamnwn- gebrachit. Sie.wird im Lause des Winters und im kommendetk Frühjahr in einer Anzahl von Großstädten als W ander an sstellnne gezeigt ^werden. Aus Hessen« I. Der Pr o v inzialaus schuß von Starkenburg wies das Gesuch des Joh. Kappes von Tarin- stadt um Schankerlmtbnis für alkoholfreie Getränke ab. weil der Gesuckfsteller mehrfach vorbestraft ist. Eine Klage ien den Landarmendes Ortsarmeuverbaudes Frankfurt . .. tKxbanb Offenbach wegen Ersatz von Kosten wird anerkannt, eine zweite Klage desselben Verbandes gegen derr Land- arnnenverband Darmstadt wegen Ersatz von Krankenhaus- pflegegeldern lvird abgewlesen. Der christlich-nationale Arbeltrrkongretz. Bc r l in , 29. Okt. (WTB. Nichtamtl.) In der heute unter dem Boriitz des Lairdtagsabgeordneten Wallbarnn fortgesetzten Verhandlung des christlich-nationalen Arbeiter ko ngresses, der wiederum mehrere Vertreter her Regierung, daruMer MmisterialdircktvÄ Caspar und Unttrstaatssekretär von Braun beiwohnttm, sprach der Geschäftsführer Koch-Elberfeld über die dringenden, Aufgaben der Sozialpolitik die auch für die llcber- gangswlrtschaft voranstiehen müsse. Insbesondere forderte der Redner die baldige Errichtung von A r b e i t e r ka m m e r n, die Vereinheitlichung und Modernisierung des Arbeiterrechts. In der Ausspr<«l»e ivurden Reformen des Versichermigswesens, nackckräg- ttch? Kriegs!ohuung für Kriegsteilnehmer, das Koalitionsreck^ fitt Lduatsarbeiter und Unterbeamte und die Errichtung von Fachausschüssen für Heimarbeiterinnen gefordert. Nach dem östar- reickn>chumgarischen und bulgarischen Muster müßten gesetzliche Maßnahmen getroffen werden, durch die den heim kehrenden fttic* gern die alte Mbeitsstätte gesickert werde, w B o g e l s a n g - Essen wandte sick> gegen die Beschäftigung von Frauen un Bergbau unter Tage. Von Arveite- nnnenseite wurde eme besondere Gesetzgebung fi'ir Mutter und Kind verlangt Der frühere Reichstagsabgeordnete Wiedeberg trat [irr die Einbeziehung der Sozialpolitik in den Friedens Vertrag ein, damit ow deittschk Industrie konkurrenzfälstg bleibe. Redakteur Becker-Berlin bertckstete über die Kohlen- und Lebensmittel- Verso rgung im Merten Khiegswinter. Unterstnotssekretär v. Brau n führte am SMusse der Aussprache ans, es müsse damit gerechnet trcrden, daß die F l e i s ch menge im laufenden Wirtsck-aftsjahr geringer werde, als sie im verflossenen gewesen sei. Die Brot-t Und K a r t o f f e k r a t i o n werde aber aufrecht erlwlten wer' oen, können. Dre Befürchtung, daß dnvch die Frühdruschpräinie groge wcengen Getreroe verdorben seien, sei unbegründet. Jetzt hcck^ aber, die RerckOaetreidestelle das gesamte betreibe in Händen. Tamit sei die Möglichkeit der Getteideverfttttlnung beseitigt. Die Kartoffelernte sei gut. Es ständan etiva 34.5 Mcklimien Tonnen Kartoffeln zur Verfügung. Eine vorsichtige ^ewirtschif- tung sm trotzdem nötig, da die Kartoffeln auch zur Brotstreckungl und tcUweie auch zur Ergänzimg des mangelnden Viebfuttcr.i dvenen müßten Eine wöchentliche Ration von 10 Pffmd sei daher einstweilen noch nicht zu empfehlen. Die Fettversorgung, cr sehr selpmeng, d:e Oe l f ru chtcr n t c aber so gut daß die CrzQrgung von Adargarure verdoppelt werden könne. Die vor« sejeheneu Biawmhmen zur Erfassung von Milch und Butter I Wrfben imö m bue berfefcm, «uch tn der Fettverforg-rnd tarafcyuhmnncn. Hmftchllub der Bekämpfung des Schleicht Handels tvürden alle erforderlicher N^ßnahmen getroffen, wo aber vimger oder nock» inehr Angst vor dem Hunaer bestehe schwinde die Achtung vor Gesetz und Strafe. Im ganzen sei zn sagen datz bei allen getroffenen Maßnahmen dnrch'qehalten werden könne, bis zu einem siegreielnen Ende. N«h! eirwm SckMtzwvrte des Generalsekretärs Steqerwald irmrden EntschliLwmsen rm Srirne der Referate einstimnrig angenommen. ** Au» Stadt und La,cd. Gießen, den 30. Oktober 1917. . ^ Au? gäbe. Der bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Auckor für Oktober 1917 kann von den Bestellern von Dienstag den 30. d. M. ab qeaen Vorlage des BestellansweiseS xirr Znckerkarde nrrd Abliefe- rimc, der Inckerniarke l0 in Enrpfang genmmnen werden Näheres siehe Bekanntenachnng. ** Nährmittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gveßen bestelltet Waveu können von Drenstag den 30. d. M. ab gegeir Vorlage des Bestellaus- wer,es zur Nähnnittellarte und Abgabe der Nahrmrttel- marke für Oktober (10) in Empfang genommen werden. Myeres srehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** Süßstoff. In der Zeit vom 1.—30. November 1917 ,mrd gegen den LrefenumpSal^ftritt 9 der SEoffkarten , ll" (blau) and gegen den Lnferungsabschnitt 6 der Sützstofftartc 6" (gelb) von den Süßstoffabgabe,teilen Süßstoff abgegeben. Näheres fiche Bekanntmachung in heutiger Nummer. v r 2 Keife- Es wird wiederholt darauf hinaewiesen, daß für Feinseife nicht mehr als 12 Mk. für das Kilogramm genonnnen werden darf. Mehrfach ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß diese reühs-ge) liehen Preise ständig noch überschritten werden. Es ist auch dami nicht, bcrechtiqt diese Preise ui überschreiten, wenn der Ankauf der Ware unter Uebcrschreitirng des .Hücksttpreises erfolgt i>t. stuwider- hairdlungen werden künftig uirnachstchtlich verfolgt Es ist mehrfach vorgekommen, daß Geschäftsleute, bei denen Preis- überschrertungen festgestellt wurden, zu ihrer Entschuldl- auug geltend machten, daß sle von einer unbekannten Person che Ware zu hohem Preise gekauft halten. Es bedarf wohl kerner weiteren Aussührrmg, daß eine derartiae 'llüS- rede vor Strafe nicht schützen kann. » ** Persvnalnachrichten der Ei sen b a hn di re k- Frankfu rta M. JNk Namen der GE- Hess. Regierung der HesI^^Preußischen Eisen bahngemeinscha st im Monat Oktober m o Auszeichnung. Obermaat Karl Schlemm, .mhaber der Hess. Tapferkeitsmedaillo, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Beförderun g. Vi zewachtmeister Weimerwurde 3,imt ücutTHiitt d. Res. beordert. ** Zusammenstellung von Gesetzen, Bekannt- machnn gen und Verfügungen. Zn der vom Kriegsamt im Ä J , heransgegebenen Zusammenstellung von Hetzen, ^ekanntma^ungen «und Verfügungen, betreffend Kriegsrohstosse nebst deren nvchtraglrck'en dlusführnngsbeslinnmmgen nnd Erläuterungen ^,oas 4. ErgcvnMlngsblatt nach, deni Stande vom 1. September Dreses Ergäuzungsblatt »vird aus Anforderung, wuenlos dunr.die Steluur nvge^eben. durch welche die Zusammen- stellung Nr. Bst. 1000/1. 17. K.R.A. bezogen worden ist. OU. Refomativnsfeier der Universität. Wir mailen noebnwls aus die morgen vormittag-11V, Uhr pünktlich in der Aeuen Acka sbattnndende Feier des vre,hundertjährigen Gedenk- der Reformatvon anfmerksam, zu der die Bürgerschaft det Stadt Erchen ungeladen ist. Die Festrede Mt der Dekan der tbeo- wagchen fEütlit Geh. Kirchenral Pwfessor Tr. theol. u. phU Krüger. , x Bahnhofstraße 34. Vom 30. Ok- wl*er bis ernMlroßlvch 2. dÄvanüier wird wieder ein neuer Helftv' „Das Mädel Dioai Nebenan", ein preisgekröntes Lust- ^rel m 4 Wen vorgefüchrt. Das spannende Detektiv-Drama „Ver- grlbte Briefe" veiwollständigt den Spielpbrn. Tie Künstlerkapelle begleitet rn der üblichen Waffe. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ^ Alle'r tschau sen, 30. Okt. Gefreiter Balth. Römer, Zn Haber der Veffrschen Dat'.»erreitsnreä>arl le, des Eisernen Kreuzes zitier Klasse und des LkKliegAechvenU-icherls in Eisen, ist zum Untewffizier befördert worden. Starkenbsrg unst Rhrinhefftn. I. Darmstadt, 29. Okt. Die Darmstädter Konsum-, Sparund Pvoduftivnsgenoss-ensckMft Hielt ant Sonntag ihre .'dm l, ^Versammlung ab. Ter Geschästsbercht ö'k'agt die Üiuegelmäßigkeiton bei der Lebensmitte'IverteiUmg auf Näh. mitteMrten in den Länderten. Znnc Teil sdian !dort die Znckerkarten erst in den letzten Dagen enrgeführt worden, so daß gar keine KoMvolle über die Ber-, teilung vorhanden sei. Man sei des gegen beim Ministerium vorstellig geworden. Ter Verein HU 5000 Zentner §>vlz beschafft und will nach deni Kriege auck) die Kochtenversorgmrg seiner Mitglieder in die Hand nehmen. Ter Recheirschasts- und der Tätigkeitsbericht wurden genchuigt. . -^-Neu-Isenburg, 30. Okt. Die igesanrte „Holzernte" airs dem früheren fürstlicheu Tomanialwalde wird pari den Ge^neinden Neu-Isenburg imd Sprendlinge?r zu Iden für 1918 geltenden Taxpreisen übernomnven und ^an die Einwohner beider Orte ohne jede Versteigerung verkauft. ----- SPrendlinyen bei Darnrstadt. 30. Okt Zm naheü Vhülpksrich tlarb die längste, 20jährige Tochter des Grafen von Jfenburg-Pftlivvseich. Sie ,var als Pflegerin in einem Lazarett tchig urrd l'at sich hier walwscheintich eine Krankheit zugezr-gen. der fte kurz nackr dein 76. Geburtstag ilires Baders, zu dem sie m di» Heimat geeilt war, erlüg. ch Aus der Rh ein Pfalz, 30. Oft. In den Wakdunge« ^ treiben seit etwa sechs Wochen Einbrecher ihr Unwesen. Es handelt sich uni 2—4 Leute unb zwar entweder Deserteur» oder tri eg s gefangene Russen, wahrscheinlich um Russen. Die Spur wu.tde aus der Cdeutobener Gegend in die Gegerrd von Neustadt a. H. verfolgt, wo sie einen großen Raub in der Kvnigsmühle aus- führten imd weiterhin in der Gegend von Lambrech/t, Lnidenber« uno Gimmeldingen. Tie letzten Einbrüche verübten sie in dem „Pfälzer Waldch'Uls" tmd der Jagdhütte Stappellovf". Tann ver- suchten sie einen Einbruch in das Forsthaus Rotsteig. In der Vor- äusftaft, daß demnächst ein solches Unternehmen bevorstehe, ivurde das Forsrh.rus Ziotslcig mit einer Siftaheitswache seitens Per Gcn-- be,etzt,, die in der Gegeich nach der Bande suchte. Nenftts Mrchen rrun die Unbekaimten an das Forslchuvs lteram Ter Wirt ^r gleichzeitig mit den Geirdarinen cftü der Lmier lag, entdeckte die Einbrecher zuerst und gab einige Schüsse auf sie ab. Darauf ver- ,ch!wanden die Kerls wieder in der herrsUienden tiefen Dimkelheit rm Walde. Kreis Schotten. u-u. Feldkrücken, 29. Oft. Tie hier und in Ulrichsteiu Untergebrachten Kinder aus Tatteln, Westfalen, nmröeit vor einiger Zeit in ihre Heimat znrückgebracht. Tie Dogelsbergcr Luft ime Kosh war ihnen sehr gut bekonrmen. Hessen-Nassau. --Frankfurt a. M., 30. Okt. Zum Gedächtnis an den c^>r 1200 Jahren zcmr erjtcnmal in Deutschland ausgetretenen hl. Boni- saticis hatte der delttsche Episkopat in Ueberei.istimmung mir den, B'om-atrons-Berein die Erbaurmg edier Jubiläirns- mrd Krcc-gs- gedächtniskirchc im Stadtteil Sachsenmursen beschlossen. Die für 1916 geplante Grundsteinlegung ist nimmebr auf das Jahr 1919 vcrscl-obeu worden. Infolge der ivachscudcn Kircbenuot in Frantsurt l)at jetzt der Episkopat geineinsam mit dem Bonifatins-Verein imö bent katholischen Frauenbund die Errichtung von zwei imtcrcnf Kirchen m Frankfurt ins Auge gefaßt, nämlich in Bockenheim -und . Born heim. Für der: Bau dieser K irchen findet aus Anordrrrrng des Episkopats am 1. November, dem Feste Werhelliaen, in allen kathc'- lischie Kirrlfen und Kapellen Deutschlands eine Sammlung für die Sachsentäuser Jubiläumskrrche statt. ** Hessis ch,-Li cht e nau, 29. Oft. Ter gestrige Abendpen svnenzug von EsckMege nach Kassel ist in der Nähe des hiesigen Bahnhofes erctgleist. Von den Fahrgästen wurden nur ivenige 'ge. rmgfügig verletzt. Die Lokomotive und sieben Personenwagen wirr, den beschädigt. js Marburg, 30. Oft. Dem stürinischen Wetter der letzten. Tage folgte gestern früh heftiges Schneegestöber, das der Natu: ein winterliches dlussehen verlieh. In den (Gebirgslagen ist der Schnee liegen geblieben. Eine Wotan „G* Lampe ersetzt vielfach Beim Kauf beachte man die bekannte Die Edelgas - Füllung schützt mehrere der gewöhnlichen Drahtlampen. Schutzmarke aut der Glasglocke. den Leuchtdraht. Licktspiellians» Ba^mliofstr, 34 Erstklassige Künstlerka eile. Tom 30. Oktober bis Inkl, 2. November. HELLA 3 SOJ& als Prinzessin von ^Tisstadfc oder Das EHldel wdn Preisgekröntes Lustspiel in 4 Akten. • TEA SANDTEN in Vergilbte Briefe. Detektiv-Roman in 3 Akten. In Von.ereitung: / Im Hanse des Eo^merzisnrats. Wesen des zu erwartenden gro p n Andrangs in den Abendvorstellungen bitt n wir d»b t Publikum nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen sollen. Tolei)honische Vorbeste lungen können nur auf Loß™ berücksichtigt werden. i/JMa i Welkzeuljiuacher Lehrrnbauer und Trchkr !u»en Gcbr. Klingspor Ossenbach n. M., 7092 Ludwlgstr 140. Hotel Fürstenhof, Oisssen | ^icfecncr Hausfrauen-Berein EKento Plenitag ‘ KONZERT 1- Aaftr. de« OesaB^xhamoristcu ä. Göbel ans Fraukfnrl a. W Mönehoner bSiirgrrbi Jiu — GleOener Union. Varelnslokal mit Klavier. Die Slbnbflickledrstnbc bleibt am Mittwoch den '* L «iubIduwiett'^u cinem N-chmittaas-Kurlus rur An- i.ritaunüvon Schnlnve, k werden Donneren« «nchnnttnn ttbr ln der GelchnflSstelle ne». 7904 c 1 gßfurbfitfr ans sofort gesucht. 7958 M. 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Mit der Bitte um stille Teilnahme an unserem schweren Verluste zeigen dieses hiermit allen Freunden und Bekannten an: Ludwig Walb, z. Z. im Felde, u. Familie Grossh. Forstmeister W illi. Schlag Hans Heinrich Walb und Frau und Familie Friedrich "Walb und Familie Theodor Schlag und Familie Faul Schlag und Familie Gr. Forstwart Heinrich Mack u. Familie Steinbach, Hausen, Messel, den 29. Oktober 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch den 31. Oktober, nachmittags 3 Uhr, statt. „§778 Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten, was man hat. Muß scheiden. tÄ VOr -0 W & c . h ® n mein innigstgeliobter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder Feldwebelleutnant Karl Jacobi Stadtsekretär in Lodz (Polen) Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse durch den Tod entrissen wurde, hat es Gott dem Allmächtigen ee- äiUiÄis* ”■ ok ‘° l ” “ Karlehen zu sich zu nehmen. Im Namen der tieftrfiuernden Hinterbliebenen: Frau Anna Jacobi Wwe, Lollar, den 28. Oktober 1917. 7Ö91D Die Beerdigung findet statt Dienstag den 30. Oktober, nachm. V«3 Uhr. Tieferschüttert Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser lieberSohn, unser treugelietyer, herzensguter Bruder • Alfred Deilmann Vizefeld vie bei d. R. nnd Offizier«-Aspirant Inhaber des Eisernen Kreuzes I. nnd II. Klasse bei einem Patronillengang nach treuer Pflichterfüllung am 19 Okt ]m Alter von 27 Jahr en den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Ida Deilmann. Gles.en, Fr.nkfurt a. M„ Dortmund, Hagen, Berlin, Part., den 06754 ?ätse> nicht Ls ist bestimmt in Gottes Rat. DaS man --LiebsCVafman ftÄÄ&tyEÄ — hotreu««^ Doch Vater ÄÄ »Ä^t Mein treuer, unvergesslicher Gatte, unser geliebter guter und braver Sohn und Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Enkel, Onkel und Neffe, der Gefreite Karl Eiff Gewehrführer bei einer Maschinengewehr-Kompagnie Inhaber des E. K. u.der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist am 12. Oktober im Alter von 27 Jahren nach 32monatieer treuer Pflichterfüllung fürs Vaterland gestorben. Eine Granate hat seinem so hoffnungsvollen Leben für diese w eit ein baldiges Ziel bereitet. In tiefem Schmerz: Frau Margarete Eiff geb. Jung Familie Johannes Eiff Familie Philipp Jung X. Frau Kath. Mandler Wwe. geb. Eiff u. Kind und alle Angehörigen. Klein-Linden, Steinberg, den 30. Oktober 1917. Die Todesstunde schlug zu früh. Doch Gott der Herr bestimmte sie. Den Heldentod fürs Vaterland Starb unser treuer Kamerad. Ä • M~. Auf dem Felde der Ehre fiel am 17. Oktober d. J. unser lieber Kamerad Musketier Otto Ohiy *m 19. Lebensjahr. Wir werden demselben, jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren. Seine Kameraden. Lang-Göns, den 29. Oktober 1917. 06753 Am Sonntag den 28. Oktober verstarb plötzlich und unerwartet infolge eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, der * lerprMier M Philipp Hirni im 50. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Elisabeth Stenerwald geb. Kompenhaus und Kinder. Gießen, den 30. Oktober 1917. 06761 Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. m Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Margarete Schneider sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Besonders Herrn Pfarrer Heinebach für die trostreichen Worte am Grabe der Entschlafenen. Familie Schneider , , OA ^ Familie Eiff. Leihgestern, den 30. Oktober 1917. 00733 HiHHiManmK Schwarz -Weiss -Theater = te 8 T^i P™*ramm vom Dlensfag, 30. Okt. bl, infei. Freitag, 2. iVov. itahira, die gelbe Flamme Sensationelles Wlldevestdrama in 3 Akten. Sein und Schein Marine-Schauspiel in 3 Akten von Otto Weddlgen. Ab Samstag ___ Mia 3k£ay ' 1 in ihrem neuesten Gesellschaftsdrama in 4 Akten D*e Ehr© stmmmammmwmmmm » I m M I ßemgl. Braonschw. Baugewerkschaie Holzminile A'" hod)bau D Tff 95 -- Tiefbau £ . „ Mnn , nracrunirrrt^t 2 . Rpril. Reifeprüfung. (Uinterunterrldjt 15 . OtÄchdeeechOB Iw Molgi. Prw&. BangdPerkfcbttlw* Pfrehtor tarn Oiitc Mittags tisch für gebildete nerrsn ri. Barnen. Zu evfr. i. d. Ge,chasts,t. d. Gietz.Anz. l idiänc Bicgcniämmcr (unneöörnt), ein 2 jnhr. u. ein 7 Mon. altes, zu verk. bei ™ Li M. Löber, Al Len-Buseck. Verkaufe zwei 6 Mon. alte Saanea Lämmer L55und60Mk. Bg. Seipp, LoUs r.Steinstratze. Stodiiefatter Kartoffelschalen u. Küchen- absälle zu Haben. 7959 _ Neuenweg 33. abjugeben: Banmanns Keine»® LPsd. 404 graue franz. „ ä „ 404 riuzena;üel k „ 2'»4 grana Wiuterbirae ä „ 204 Iten««, Lehrer. 7686 Geih Nidda . Ein Zlinderwagen sowie ein Kinderstüblchcn billig zu verkaufen. ?iook»ir. 5, Schöne, kräfl. Lorbeerbäume preiswert abzugeben 7985 Wilbelmffr. 1, 1. Et. Gut erh. schwerer KlnspSimvr- Wagen zu verkaufen bei 06110 Vorsteher Oebns, Launsbach. für 7510 D iascügülÄ!! rrankiart 3. M. 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