Kt. 254 M. jufjtgcitg Der Gietzener Enjdff? erschein! tätlich, außer SoemtaqS. - Beilagen: Oietzener^amilienblStter; UreisbiaU fSr den Ureis Gießen. Vezugspreis: nwnatl. I Rck., vierteljährlich 3 Mk. : durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durch diePost Mk. 3.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: jur dieSchriltleilungllZ Verlag,^eschäitsstellebl Anschrillfül Drabtnach- — * ff , .. v ^ » richten: Anzkig«r<»i«ben. owtüingsrimddnick u. Verlag: vrühl'sche Univ.°Buch- u. Steindruckerei R. Lange. Montag, 29. Möbel' \%l PostscheSkent»: Frankfurt «.m. U686 General-Anzeiger für Oberhessen Yankverkehr: Gewerbcbank Gießen bchristleltpug, Geschäftsstelle u. Druckerei: bchulftr. 7 . Annahme von Anzeigen *. die Tagesnummer dis zmnNachmittag vorher. Zeilcnpreise: für örtliche Anzeigen 20Pf.,für auswärtige 25 Pf., b. Plaßvorschnst 30 Pi., für Reklamen 75 Pf. bzm. 90 Pf., nebst 20°/oTeuerungszuschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goeh; Stadt und Land,Verinischtesu.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen, Der «ijcheiömde Lieg «der die Italiener. MTB.) GrotzrS Hauptquartier. 27. Okwkrer. (Amtlrch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Franzosen und Engländer setzten gestern tagsüber auf dem Kampffelde in der Mitte der flandrischen Front von neuem starke Kräfte ein. um die Echlachtentscheidung M suchen. Der Erfolg blieb unser: Vergeblich haben die feindlichen Divisionen sich in un- sercr Abwchrzonr verblutet. Gesteigerte Artillerietätigkeit lag aus dem Kampf- gclande, ehe der Feind zum Angriff schritt. Hinter der sich vorwärts schiebenden Feuerwalze brachen seine Sturnttrup- pm vor. Nördlich von Bixschootc gelangten die Franzosen bis Bultelwek; von dort warf sie unser Gegenstob ins Trichiter- fetd zurück. Zwischen der Straße KLerken—Poeleapellc und der Bahn Noulers—Ypern drangen in wiederholtem An- sturnr die Engländer r-or. Nach, hin- und herwogenden Kämpfen. die westlich, von Passchendaele besonders erbittert waren, nmjjfce sich der Feind mit wenigen Trichterlinien vor seiner Ausgangsstellung begnügen. Abgesetzt vom Hauptaugriff wurden mehrere englische Divisionen gegen Misere Front von Becelaere bis südlich von Gheluvett vorgefichrt. Anfänglich brachen sie in den Park von Paezelhoek und in Gheluvelt ein; doch wurde der Feind nach unserem kraftvollen Gegenangriff bald wieder über die alte Linie zurückgeworfen. Teilkämpfe dauerten bis in die Nacht; das starke Feuer ließ nur vorübergehend nach. ^Truppen ans allen Teileil des Reiches haben nchm- «llen Anteil (tut dem für rms günstigen Ausgang des Schlachttages. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In wenigen Abschnitten am Oise—Aisne-Kanal nahm ver Artilleriekamps größere Starke an; die feindliche Infanterie versuchte gegen Abend vergeblich, an mehreren Stellen auf dein yiordufer des Kanals Fuß zu fassen. In der Champagne und an der Maas steigerte sich viel- ftrch die Feucrtätigteit in Verbindung mit Aufklärungsgefechten. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Italienische Front. Die unter der persönlichen Oberleitung Seiner apostoli- : Majestät des Kaisers Karl von Oesterreich, König .n Ungarn, vorbereitete Operation gegen die Hauptmacht der italienischen Armee reift unter der unvergleichlichen Stoßkraft deutscher Truppen, die Schulter an Schulter mit ihren tapferen Waffenbrüdern am Jsonzo in den Kampf traten, großem Erfolg entgegen. Die zweite italienische Armee ist geschlagen ! Durch) gutes Wetter begünstigt, drangen über die Höhen und durch die Täler, vielfach zähen Widerstand des Feindes brechend, deutsche und österreichisch-ungarische Divisionen mmufhaltsam vor. Der scharfgratige Höhenrücken des Stol wurde von der k. u. k. 22. Schützendivision genommen. Der 1641 Meter hohe,, stark befestigte Gipfel des Mt. Matajur fiel schon am 25. Oktober, 7 Uhr vormittags — 23 Stunden nach) Beginn unserer Angriffe bei To lmein — durch die hervorragende Tatkraft des Leutnants Sch n i e d e r, der mit vier Kompagnien des ob-erschlesischen Jnfanterie-Reginients Nr. 63 den starken italienischen Grenzstützpunkt stürmte. Kampf- rrnd Marschleistungen aller Truppen, die durch die Vorberge der Jütischen Alpen der italienischen Ebene Zuströmen, sind über jedes Lob erhaben. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 60 000 Mann, die der erbeuteten G eschütze a uf 45 0 e rhöh 1. Unübersehbares Kriegsgerät muß aus den genommenen Stellungen der Italiener noch geborgen werden. 26 feindliche Flugzeuge sind in den beiden letzten Tagen abgeschossen worden. Die italienische Jsonzosrontwanktbiszur Dippach; auf der Karsthochflache hält der Gegner. Der Erste Generalgnarliermeister Ludendorsf. (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht. In F la nd e r n war die Feuertütigkeit längs der Yfer- Niederung wieder stärker als früher, insbesondere bei Dir- nmiden. Zwischen Blankaart-See und der Straße Menin— Ypern schwoll der Artilleriekampf zeitweilig zu großer Hef- ttgreit an. Morgens griff der Feind an der flachen Ein- druchsstellc südwestlich des Houlhonlstcr-Waldes erneut an, ohne größere Vorteile als am Vortage zu erzielen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. .... Am Oise — Aisne- Ka n a l verstärkte sich die Feuer- Ö€t Brmnou.rt und Anizy le Ehateau. Nachmittags Meßen starke französische Kräfte tiefgegiiedert am Ehemin des östlich von Filain »,nd iwrdwejtlich von Brape gegen wlstre Linien vor. Sie wurden überall blutig abgewiesen. Bei Souain, Dahnre und Le Mesnil in der Champagne durchs Un ^ m ^dtrupps erfolgreiche Unternehmungen ,, östlicher: Maasufer unterhielten die Franzosen starkes Feuer auf die von uns im Chaume-Wald kürzlich gewonnenen Grüben. Ans dem Oestlichen Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front keine größeren Kampfhand luugen. ß- j Italienische Front. Die schnelle Weiterfführung des gemeinsamen Angriffs am Jsonzo brachte auch gestern volle Erfolge Italienische Kräfte, die unseren Divisionen den Aus- trrtt aus dem Gebirge zu vermehren suchten, wurden in kraftvollem Stoß z u r ü ck g e w o r f e n. Wends drangen deutsche Truppen in das brennende E i v r d a l e, die erste Stadt in der Ebene, ein. , ^ Die Front der Italiener bis zrcm abriati scheu Meer ist ins Wanken gekommen. Auf der ganzen Linie sind unsere Korps im Rachdrängen. Görz, die in den Jsonzo schlachten vielumtämpste Stadt, ist heute ftüh von österreichisch-ungarischen Divisionen genommen worden! . Die Zahl der Gefangenen ist auf mehr als 8 0 0 0 0 g e st i e gen, die Zahl der G e schü tz echat sich auf mehrals600erhöht. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Die UVendberichte. . Berlin, 27. Okt., abends. WTB. Amtlich.) In Flandern heftige Artillerietütigkeit. Am Südwestrande des HEhoulster Waldes örtliche Jnfanterie- kämpfe. UM' Am Oise—Aisne-Kanal nichts Neues. Im Osten kerne größere Kar pfhandlm-g. An der italienischen Front auch hertte gute Fortschritte. Die Gefangenenzahl von sechzigtausend fft um einige weitere Tausend gesttegen, die Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich auf imehr als 500 erhöht. Berlin, 28. Okt., abends. (WTV. Amtlich.) In Flandern lebhafte Feuertätigkeit bei Dipmuiden und am Houthoulster-Wald. Am Oise—Aisne-Kanal bei Filain örtliche Kämpfe. Die italienische zweite und dritte Armee sind im Rückzüge nach Westen. Unsere Verfolgung ist vom Gebirge bis zum Meere imfchnellen F o r t s ch r e i t e n. An Gefangenen sind bis jetzt 100 000. an Geschützen über 700 gezählt. Zur Rede Sorrninos, des italienischen Ministers b&s Auswärtigen, die dem Sturz des Kabinetts Boselli voraus- gogaugeu ist, hat die Weltgeschichte selber einen Kommentar geschmÄen, der alle Menschenwovto übertrifft. Italien steht vor einer furchtbaren Enttäuschrng, vor einein Schrecken, der sich! zwar jetzt schon tn feiner Kresse spiegelt, aber wahrscheinlich noch große Nachwirkungen haben mtrb. Die ganze italimüsche Jsonzo-Front bis zunc Meere ist erschüt- tchtt, gebrochen und tm Znrückwanken begriffen. Unermüdlich, in schneidig ein Siegesmarsch, stehen unsere und unserer Verbündeten Tvupperr in der Verfolgnng. Ueber das brennende Cividale werden wir mittlerweile schon hrnairs- gedrungen sein, und die strategische Lage liegt auch dem Laienverständnis so weit offen, daß es zu erkennen vermag, wre der schnelle Vormarsch eine Anfrollung oder Umgehung ^r gegnerischen Front tu die Wege leiten kann, eiue" wahre Katastrophe für die italienische Hauptmacht, die zrim Widerstands zu orgarlisiereu^ Herrn Cadorna so schrrell nicht ge- lrugen wird. Es wird ihm unnröglich sein, eine rückwärtige Linie zu beziehen und zu befestigen, denn die Faust, die seine Truppen erfaßt hat, hat so schnell irnd kraftvoll M- gestoßen, daß die Kugel rollt imb vorläuftg nicht ausgehalten werden kann Ueber 100 000 Gefangene ilnd 700 Geschütze — das sind Ziffern, die alle Trostesanivandliingen be! den Italienern im Keime ersttcken werden, ihr Mut erstarren lasseii, ihre Augen wie Sterne aus ihren Kreisen schießen machen, ihnen „die verwobenen krausen Locken trennen und sträuben lassen jedes einzle H>aar wie Nadeln an dein zoriigen Stacheltier". Man darf annehmen, daß die blutigen,Verluste des Feüides ebenfalls beträchtlich sind. Die Wirkung und Bedeutung des Durchbruchs am Jsonzo wird vielleicht nicht geringer sein, als die des Schlages von Gorlic'e, der uu§ Galizien reinfegen hals. Es handelt sich hier weniger darum, die Italiener von dem durch sie „eroberten" kleinen Landstrich wieder zn vertreiben. Man ermißt die Leistung der Mittelmächte schlecht. lvenn man sagt: was der Gegner in 21/2 Kriegsjahren gewonnen hatte, das ist ihm in drei Dagen wieder fortgenommen worden. Nein, hier ist mehr getan und erreicht! Der Ferrid ist nicht nur zurück gedrängt, sondern niedergeschlagen ivorden. Wir können nicht wissen, wie weit unsere Truppen in die oberitalienische Ebene hineinsteigen, aber die Tatsache, daß dort Städte und Dörfer bereits grunumt werden, ist vielsagend. Der Quadratkilometer Landes hat für den Besitzer und Sieger dort unvergleichlich mehr Wert als in Galizien oder der russischen Einöde. Schon spricht es ein bulgarisches Blatt aus, daß der Sieg über Italien uns gute Handhaben geben würde, das Mittelrneer noch mehr zu be- herrjchen als bisher und der englischen Seegeltnng dort den Rest zu geben. Dvch^ das sind kühne Zukunftsträume, denen wir nicht nachgehen wollen. Aber Freude soll überall herrschen auch in deutschen Landen, denn was an der Jsonzo- Front geschehen ist, kommt nicht nur unseren Bundesgenossen sondern es verstärkt unsere eigene Stellung und wandelt die gesamte Lage rwch weit mehr ziu unseren Guw ften, als sie bisher tatsächlich und offensichtlich schon zu unseren Gunsten stand. Man darf frohen Herzens sagen, daß mit dem Sieg im Süden die gesamte Entente nicht nur gewaltig aufs Haupt, sondern auch schallend und klatschend auf den Mund geschlagen worden ist. Auch dem Einfältigsten wird es jetzt zuni Bewußtsein kommen, in welch schreiendem Mißverhältnis bei unseren Geg^rern Worte und Taten standen. Wem gebührt das Verdienst, diesen Schlag gegen Italien zuerst geplant und vorgeschlagen zar haben? Noch wissen tvir es nicht — urrd wir brauchen es auch vorläufig nicht zu wissen. Vielleicht gebührt dieses Verdienst wieder den: deutschen Generalstab, der ja auch die deutschen Kräfte dafür zur Verfügung gestellt hat. Der junge Kaiser Karl hatte die Oberleitung. Sonst sind bisher keine Namen genannt worden. Uns aber ist es schon ein stolzes Bewußtsein, daß die Nennung der deutschen Hilfe allein schon zerschmetterird gewirkt hat. Wir sind nicht spät oder noch rechtzeitig zur Entscheidung erschienen, sondern tvir waren am Anfang dabei. Die englischen Redner haben wieder Grurrd, über diese „abscheittiche militärische Macht" zu zetern! Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirk» verlauttzart: I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Der rmter der persönlichen Oberleitung Seiner Majestät unseres Kaisers und .Wnigs gegen die italienische Hauptnwcht geftihrte Schlag reift gewaltig aus. Unsere kampferprobten, ruhmreichen Jsonzotrnppen und die mit unüberwindlicher Stoßkraft vorgehenden deutschen Streitkrüfte Huben einen vollen Erfolg errungen. Die Waffenbrüderschaft der Verbü^rdeten, geschmiedet auf ungezählten Schlachtfel- deni, besiegelt durch das Blut unserer Besten, bewährt sich aufs neue in unvergleichlicher Weise. Am oberen Jsonzo haben unsere alpenländischen Truppen — altbewährte Infanterie-Regimenter, Kniser- jäger, Schützen aus Steiermark und Tirol — in den Felsgeb ieten des Rombon und des Caniil und auf dem Monte Stoll in zäher Ausdauer und Tatkraft das Gelände und den Feind beMungen. Südwestlich von Karfreit erstürmten Preußisch-Schlesicr den hochaufragenden Monte Matajur. Dort, wie westlich von Tolmein wird durchrvcg auf italie- nischem Boden gefocksten. Auf der Bai nsiz za-Hochfläche wehren sich die Jtalrener Schritt für Schritt. In heftigem Kampfe wurden die feindlichen Stellungen südlich von Vrh. die einst so heiß umstrittene Höhe „52" bei Vodice und der in Italien als Siegespreis der elften Jsonzo Schlacht so sehr gefeierte Bronte Santo erobert. Söhne aller Gaue Oesterreichs und Ungarns wetteifern an Angriffsfreildigkeit. Bei Eanaleund 6fr' ch davon brachten zwei k. u. f. Divisionen allein sechs- Uhnttmjend Gefangene und 200 Geschwätze ein. Nördlich von Gürz stehen wir am Jsonzo. In Fajtir Hrb entriß die ungarische siebzehnte Division. die seit mehr als zwei Jahren am unteren Jsonzo siegreich Wacht hält, dem Feind in überraschendem Ansturm seine erste Linie. Es fielen 3500 Italiener in ihre Hand. Die G samtzahl der Gefangenen hat sich auf 00000. die der erbeuteten Geschütze auf 500 erhöht. Von feindlichen Flugzeugen sind bisher 26 herab- geschossen worden. O c stl ich er Kriegsschauplatz und Albanien. Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. Wien. 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: Italien i scher Kriagsschauplatz. Gestern ist von unserer I s o n z o f r o n t die letzte Fessel eines seit 2 1 , • Jahren ebenso glorreich usie opftrvoll geführten Verteidigungskrieges gefallen. Sowohl auf der Karsthechfläche wie im Görzer Ab- sclmitt wurde zum Angriff übergegangen.Der Italien r hielt unserem Sturm nirgends Stand. Am Südflügel wurde Mon- falcone durch unsere Vortruppen gewonnen. Oberhalb von Gradisea stürmte in dritter Morgenstunde Major Mocsary an der Spitze des tapferen Räszcger Jägerbataillons Nr. 11 über die brennende Jßonzobrücke auf das rechte Ufer hinüber und entriß dem Feinde den Monte Fortin. Auf dem Kastell von Görz hißten Abteilungen des Karlowacrer Jn- stniterie-Reainvcnts Nr. 96 um 2 Uhr unsere Fahne. In rascher Femdverfotgung wurde westlich der befreiten Stadt der Jsonzo übersetzt und die Höhe Podgora erstiegen. Die Hochfläche von Bainsizza-.Heiliggejst liegt, den Monte Kuk inbegriffen, hinter unserer Front. Bei Plawa erzwingen sich unsere Truppen in erbitterten Kämpfen den Uebergmrg über den Fluh. Cividake ist in deutscher Hand. Ungestüm vorwärtsdrängend, allen Widerstand des Feindes brechend, gewannen unsere Verbündeten den Eingang in die venetianifche Ebene. Die geschlagenen Armeen des Herzogs von Aosta und des Generals Capelle haben bisher an Gefangenen 80 0 00 Mann ein gebüßt. Die Zahl der erbeuteten Geschütze wird gering auf 600 geschätzt. Oestlichcr Kriegsschauplah uud Albanien. Nichts von Belang. Der Chef des Gencralstabeö. . W i en, 28. Okt. (WTB. Nichtcklntl.) Amtlicher Abend- vericht. Der Sieg der Verbündeten über das italienische Heer greift immer tiefer. Die Zahl der Gefangenen Übersteigs 100 000: die Beute der Geschütze wird auf 700 geschützt. Siege an der Westfront und am Jsonzo. Berlin, 27. Okt. (WTB.) IN Flandern hat der Heldenmut deirtsck>er Truppen am 26 Oktober der vielfachen Uebcrlegcn- heit emstisckKfranzösischer Massen, die eine S äi l a ch t e n t s che i - du n a Nichten, eine neue außerordentlich schwere, blutige Niederlage bereitet und einen großen Sieg errungen. Nach deii Kämpfen des 22. Oktol>er bereitete dauernd starkes Jener, das sich aus tausend Geschützen wiederlwlt .zu heftigsten Feuerstößen' steigerte, die große SS,lacht vor. In den Morgenstunden des 26. Oktober setzte unter gewaltigem Munitionseinsatz stärkstes Trommelfeuer, ein, das auch während der Jüfant>ttiekänrpse Unausgesetzt anhielt. Gegen drei 9lbscharrtte unserer Stellungen trat der Gegner zum Angriff an. .. Westlich des Hon t h o u l st e r Waldes brachen dichte An- griifskolonnen mit starken Reservon vor. Trotz des vernichtenden deutschen dlbwehrfeuers gelang es hier unter schweren Verlusten den Angreifern, im ersten Ansturm das Gehöft B u l t h o e k zu erreichen. Kurz darauf traf ihn jedoch ein machtvoller Gegenstoß, der ihn unter erneuten sckiweren Verlusten in das Trichterfeld zurückwarf. Zwischen Bahn Boesinghe — Staden und Dahn Ipern — Roulers setzte bei' Feind seine - Hauptmassen an. ersten' Angriffe des Feindes wurden blutig abgennesen und unsere Stellungen behauptet. Um 11 Uhr vormittags erfolgte mit srrzchen Kräften ein zweiter starker Angriff beiderseits P a s s ch e n - daele, der ebenso verlustreich scheiterte. Bald darauf bereitete- gewaltiges Tronrmelfcuer einen dritten Angriff vor, der kurz nach 2 Ulir nachmittags gegen denscll»m Abschnitt vorbrach. Hier setzte der Gegner erneut rücksichtslos dichte Massen ein, die von dem Sperrfeuer unserer Artillerie und R^aschmengcwehee niederkartätscht wurden. Gegen 6 Uhr abends wiederholte der Gegner nördlich Passchegidaele bic_ nutzlose Mlasserwvfernng seiner Truppen. Erfolgreicher Gegenstoß warf ihn hier bis auf eine geri'Zge Einbuchtung, die in unseren Linien verblieb, zurück. Bei den erbitterten Kämpfen und schon vorher beim Heranführen seiner Reserven hat der Angreifer' ungeheure Verluste aus diesem Abschnitt erkitten. Weiter südlich rannten mehrere englische Tivisionen gegen unsere Front von Becclaere bis südlich von G h e l u v e l t an. Auch hier brach der erste Ansturm der Gegner vorübler gehend in den Park von Paezethoek und in Gheluvelt ein. Nach kurzer Zeit trieb deutscher Gegenstoß aus Dorf und Park die Gin- gedrungenen wieder hinaus. Am Abend des Tages war die gewaltige Scllacht zugunsten ber dentsclicn Waffen entschieden. Unter dem Einsruck seiner schweren Niederlage wiederholte der Feind nachts .seine Angyffe nicht. Tie feiudlickien Verluste übertresfen bei der Stärke des Einsatzes bei den vielfach wiederholten Stürmen durch das schlammige Trichterfeld infolge unseres g inliegenden zusammengefaßten Abwehrfeuers weit die Verluste der letzten srämvfe. 800 Gefangene wurden einbehalten. Auch aus den nichtangegriffenen' Fronten des Großkampf- feldes lag dei- ganzen Tag über sehr starkes feiudlickieS Feuer. Die weit rückwärts liegenden belgisclien Städte und Ortschaften erhielten vielfach Feuer sckfwever und schtverster Kaliber. Das Ergebnis des 26. Oktober ist eine verlorene Schlacht der Engländer. Auf dem zweiten Hauptkriegsschauplatz in Italien habbn die dc'U eg Trupven im Verein mit bcu tapferen österreich-un- gnuir-en Ouniesgeno'fen neuen Ruhm geerntet. Außer der bis- vkriqen. Beute von 60000 Gefangenen und'450 Olesckmtzeu und Kiüegsgerät, das noch in den Gebirgsschluchtenl Uno Tälern steckt, hat der Feind schwere blutige Verluste. As" suchen Tagen l^rt Ca dorn a fast den ganzen Gewinn eines ^'äiachngen Krieges wieder eingebüßt. Seine z»veite Armee ist lst'"üagen.uud noch Ueberwindung vielfach zähen feindlicher Widcr- standes dringen die BeMlndeten unaufhaltsam vorwärts. va mn Berlin, 28 Okt. (WTB.) In Italien schreiten die Be bmweten von Erwtg zu Erfolg. In unerhörten Kamps- und Marsi lekstuTigen httben die deuchchen lind österreich-nngarischen Trupp Gebirge überickwitten und die Elxme erreicht Cio nruiw um 27 Oktober abends von deuts's»m Tnlppcn, G ö! tben Abend von ösderreich--ungarischen Truppen erobert l werttgen Tagen v\ die Ge-angensizahl auf mehr als 80000 Mw gestiegen und über 00j Geschütze sind erbeuie Was sonst an Krieg material und Bellte noch in dem zervüsteien («>bh:c fhet läßt )it{f irirfit annaherno übersehen Bei dem schnellen siegreich Avrdringeil bkewt 1 ine Zeit zur Zählung und Bergung. In wer T/rgcr: iirt Cadvrua nicht nur den Gewinn eines 2'äjährige : iii'i bui't, in ccm er allein bis zum l Juni dieses Jahr l ■/<> M.um liegt ließ, und der Italien bis letzt 20 Milliard QckÄm hat, sondern auch werte StücSo des lüttienisthen Gebiet dem Feind überlassen müssen. Aon diesen einzig dastehenden Erfolgen werden für immer die Lügen der Gnt«tte über gesunkenen Kickmpswert dock scher und österr-eichisch-ungarischer Truppen verstummen müssen. Entsprechend dem guten Fortgang ist die Stimmung der Truppen vampsesfroh und siageszuversichttich. IN Flandern wurden an der Küste mehrere feindliche Mvnitiore und Zerstörer iwn unseren leichten Soeslreikkräften und Seesliegern vertrieben. Ans zweien der Zerstörer wurden Treffer beobachtet. Auf denr Gvoßkaml^feld solgäe nach vormittags einsctzendem! starten: Jener ein feindlicher Angriff westlich des Houiholilster Wäldes. Starker Masseneinsatz liest Franzivsen und Engländer nur einen nubedeutenden Streifen Boden in dem schlammigen Trichterfeld östlch von Merckem gewinnen. Auch dieser Angriff erhöhte wiederum die unnützen Blutopser unserer Niestlicheil Gegner. Das feindliche Feuer blieb auch tagsüber lebhaft und steigerte sich zeitweise am Nachmittag MM Trommelfeuer. Es dehnte sch in großer Stäicke aich nördlich des OKostkampffeldes besonders beiderseits von Dirmniden aus. 2i)ieverholt wurden rückwärtige belgische Ortschaften plamnästig l"eschossen. An der Aisnefront wurden nördlich von Bvaye um 8 IIhr vormittags mehrere säordlwhe vorsdosteude Konipagnien abgeschlagen und beim 'Nachstoß Gefangene eingebracht. Nachmittags und Abends setzten nach starker Artillerie- und Minenvorbereitung tiefgegliederte französische Angriffe ein, die unter blutigen Feind Verlusten scheitertet. Zahlreiche Gefangene, 3 Maschinen- und Schnetlladegewehre blieben in unserer Hand. Triest, 27. Okt. fWTB. Nichtamtl.KDer Begiim des Arttl- leriekampfes war für die zweite Morgenstunde des 24. Oktober festgesetzt. Infolge des dichten Nebels und des immer heftigeren Regens konnte die Arttllerievorbereitting, nicht so wirksam sein, wie es nrspiünglich geplant war. Trotzdem schritt die Infanterie zur anbefvhlenen Morgenstunde mit bewundcrungslvürdiger Kühnheit zum An ' So z. B. würde trotz der groben Schwierigkettent eine grün ee Abteilung durch das Jsonzo-Tal direkt auf Karfreit .und Bett Rebo disponiert, die also von Süden den Km umging, wähvend gleichzeitig beNmhrte österreichiscl>-ungarische Gebirgs- truppen westlich dieses Gebirgsstockes ins Jsonzo-Tal niederstiegen. Der ttalienisckie Kriegsbericht sagt, daß unser Angriff den Gegner durchaus nicht unerwartet und unvorbereitet getroffen! habe. Einen Kommentar hierzu liefert die Tatsache, daß die in Karfreit einniarschierenden Truppen einen Divisionär mit einem seiner Brigadiers und allen Regimentskomnmndant^en bäsamnien- sanden und sie zusammen abfilhren konnten. Nachnüttags fuhr der Kaiser zu einigen höl>eren Kommandos, um mit einem möglichst geringen Zeitverlust die letzten Meldungen zu empfangen und die darauf lxrsierten Weisungen zu erteilen. Am gleick-eir Abend noch ivirbe bekannt geantcljt, daß die Front des Italieners zu wanstn beginne, uürd zlvar aus den: Heiligengeist-Platean. Ank 25. Oktober fuhr der Kaiser zu einem höheren Kommando und in den Raum von Tolmein. Die. Fahrt zeigte die Planmäßigkeit und die Genauigkeit der Vorbereitung eines Operationsranmes: Die Täter, die bisher nur geringe Brdeuttmg hatten, wurden große Durchzugsstrasten. Während die Truppen erst seit 24 Stunden im Angriffskampfe standen, etablierten sich hier bereits Feldspitäler, Verpfleglmgsmagazine, ?7ttmitionsdepots und vieles andere. Der VWimsch des Kaisers war, an diesem Tage bis zu den ganz vorne kärnpfenden Truppen vorzudringcn. Die Erfüllung dieses Wunsches blieb dem Kaiser versagt, da die Tritppen und Trains die Straßen forderten. Als das Fortkommen unter diesen Umständen immer schwieriger wurde, gab der Kaiser sofort den operativer: Forderungen der Stunde ncvck). An: folgenden Tage, am 26. Oktober, zogen die Italiener schon über das Heiligengeist-Plateau zurück. Unseve Infanterie drängte scharf nach. Kam der Feind in die Enge des Jsonzo-Tales, so feuerten unsere rveittragenden Geschütze in die zusmnmengeballten ^ Massen. BombardierungSgeschtvager jagten heran rmd griffen in den Zbamps ein. Von jähem Schrecken er-« griffen, drängten die' Italiener in den Sattel der zwischen den beiden, einerseits von uns, andererseits von den Italienern gehaltenen Höherl von Fastir Hrb kam. legte sich in die SertLung ein wirklich imposantes Sperrfeuer der bis dahin eigentlich nicht sehr gesprächigen italienischer Arttllerre. Die braven Ungarn durchschritten aber nach 4 Uhr nachmittags diese Hölle von Eisen und Blei. Sie wurden Herren des Fajttr Hrb. Der Kaiser, den. der Ehef des Generalschbs, der Minister, des Aäußeren Gras Czernin und dcw HeeresgruppeirÜoinniaudaut 0K- neraloberst Boerevic umgaben, bei denen sich aich der Prinz Felix von Parmalö chand, wandte die Augen nicht von dem Sck)auplatz des ülwrivältigenden Ringens. Bon stolz ob den Leistungen seiner Wehrmacht und vo-n dankbarer Anerkennung für das Helden tun: seiner treuen Verbündeten, die'zum ersten Male auf diesem Kriegs- sckxruplatz kämpften, erfüllt, wandte sich der Kaiser mtt gehobenem Vertrauen seinen Ausgaben als Leitter dieser nach Anlage und Wirkung großen Sckillacht zu. Es wurde Nacht. Von der Last der Rüstung und dem sckIveren.Marsche ermüdet, hielten die Truppen in einem W>alde. Die Aittom>bilc des Kaisers und des Gefolges strebten eben einem neuen Standorte pn. Ein Infanterist erkannte den Monarchen Fr-Aidig überrascht rief er mir: ,.Ka roly." Ta wurde es im nahen Wälde lebendig. Die Mannschaften, die eben das Essen zilbererteten, und andere, die Zelte aufschlugen, verließen die Arbeit und das Mahl und kälten an die Straße. Jln 9bu st-cmden Hunderte, ja Tausende am Wiegrande nnd an den Hängen. Es ertönten von verschiedenen JNßrmnenten, die die Soldaten hatten, die Klängeder Nativnalhhmne. Die Hornisten schn:etter- ten den Generalmarsch Alkes überstimmte der jauchzende Hochruf der in den Kampfzichen-den Krieger auf den allerhöchsten Führer. In dieser Nacht verwttltc der Kaper in einem kleinen Karstlxihnlws. Cr wußte nicht, daß die Lchter abgeblendet waren, die Lichter der Station wie immer und die seines Wagens, weil er im Wir- lungsberech? des Gegners stand, in einer Station, die der Feind schon so oft bombardiert httte. Der Sieg über Itakien. Der Eindruck in Wien. W ie n , 28. Okt. lWTB. Nickchamtlich.) Die Nachricht von der Wiederbesetzung von Görz tmirde hier in den Nachmittagsstunden bekannt imd verbreitete sich> Wie ein Lauffeuer durch die Stadt. Sie rief in allen SckKcht^: der Bevölkerung Gemtgtunng über den ungcahnlen schnellen Gr'chlg der IfoUzo-Offensive hervor. Die ösfcntlicheu Gebäude legten Fbiggestschmuck an. Zahlreiche Privatgebäude folgten diesem skMM. Namentlich, die innere .Stadls prankie in den Mittagsstmtden im Festschmuck der verbündeten Farben. In öcm Abendstunden steigerte sich, die Tiefe des Eindnicks durch das Bdkamrtwerden (oer Besetzung von Cividale und Monr- falcone und der- Derfolgung der Italiener über den Jsonzo hinanZ sonne ^ der übergroßen Ziffern an Gefangenen und Kriegsgerät.l Aus der ganzen Monarchie tveffcs: Meldungen von der Freude der Bevölkerung über die glämzenden Erfolge -der Berbündeteu ein. In vielen Städten fanden spontan große Huldig ungen für den Kaiser und die verbündeten Armeen statt. Italienische Pressestimmen. i. Köln, 20. Okt. Die Kölnische Bolkszeitung" meldet aus oer Schtoviz: Laut ^„Ssoolo" kursieren in Mailand allerlltz bedenklicheMerüchtchuber!die Nieder lä ge die r ita lienis che ul Heere. Der .Corricre jdella Serra" bGeicbnet dre'vv« der Front einlaufenden jMeldungen als überaus traurig und mahnt zur Ruhe in dieser Wwnlflpn: Stunde. Die „Id ea Nationale" wntmiaßte, daß die Mttte-linlälchfte in Italien die entgülttge Entscheidung herberzuftihren beabsichtigen. Bern, 28. Okt. lWTB.) „Popol-o d'Jtalia" meint, die italienische Front sei die einMe gewesen,' an der nur kl i che Operationen noch möglich waren, .hätten die Alliierten dies ausgenützt, wie General Galllieni'es seinerzeit beantragt habe, so würde heute an der Stelle Italiens das Herz der Donarunouarchte bedroht sein. Italiens Heer sei zwar stark genug, Widerstand zu leisten, aber die Miier- ten müßten ihn: aufs schneklste Artillerie senden. — „Me ss agerll/' ist rwch ttnmer hoffnungsvoll. Der Berichterstatter von: „Se co lv^ au der Front sagt, die Räumung von Bainsizza habe sich in vollwmnlener Ordnung ohne Menrscheme und MctterralverLrst voltzogeau —> Im „Evr- riere della Sera" schreibt Martinis d^e Schlacht könne! sich noch zugunsten Italiens rvcnden, K'enn dre Trupp««, ihre bisherige Tüchtigkeit bewiesen ur/d ityve mtyraLi)d#: Widerstandstrasi den militärischen Mitten V ^ltlpr^ttZe. Dw Mailänder Abendblätter führen englische P.rvtzsmmnen an, die voll Vertrauen auf Jtalierrs Wrderftand srnv. Bern, 26. Okt. (WTB.) Dem ttalierris^en „Muttap- wochenblattt' zufolge wurden viele G e ner c> 1 e zur D i s-» Position gestellt, darunter Br u s a t i, der er> te Gvnerob« adjutaut des Königs, der durch Gen.eralnra.jvr Lr.ttacmn ersetzt wurde. ^ Amsterdam, 28. Okt. (WTB.) „Nieuws Vc-'n dem Dag" schreibt zu den Borgängan an der Jsonzo f^o nt, die, Kriegs Müdigkeit der Italiener habe sicher zu ihrer dsiederlage beigetragen. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courantt" schreibt: Die Ereignisse bringen für die Entente Gef ah re n mit sich, denen Rechnung getragen werden muß. .Die Lage om der italienischen Fvvnt ist ziemlich kritisch. » Die Neubildung des Kabinetts. Berlin, 29. Okt. „Eorriere della Sera" bestätigt, daß der König Orlando den Aui trag zur KabttettSbildung gegeblp: stabe, dock) wolle Orlando vorerst keine neuen Mättner in das. Ministerien nehmen, vielmel/r die Umbildung des Kabrne'tS ans später vertagen. So n n i n v hat eftrgewilligt, z:i bleiben, dagegen will Sä'atznlinister Earoano anSscheiden. Der König )verde soforr.an die.Front zurück- kehren. Berlin, 29. Okt. Wie der „Berl. Lok.-'A.rz." aus Lngan» berichtet, ist der König von Italien gestzwu vormittag vorn Hauptanartter nach Rom znrückgekehrt und hat soiott die Minister und den Präsidentm ldes Senates empfangen. ^.Da der KMumer-- Präsident ,regen leichter Erkältung verhindert war, sich^zmn Köllig, zn begeben, fuhr dieser im Kraftwagen zu ihm. D?e Tagesblübep heben hervor, daß die vorn König durchfahrenen Sttußeri^ sehr belebt waren, aber nieunand s-atte für den König ein Zeichen des Beifalls oder des Willkommens. Im Laufe des Tages ^crnbxri za!4i- veiche Besplechungxm Unter den Ministern statt. Allfettis? hält :nml die beschleunigte Lösung der Ministerkrisis für notwendig^ » . Die Stimmrlug in Frankreich. Bern. 28. Okt. (WTB. Nickstamtlü Ueber die Offensiv an der Jsonzo- Front liegen endlich ausführlich Bespre.chnn- aen der Par i se r P re s se vor, die merkwürdig übereiirstimrm.u. Die Blätter erklären, daß die Offensive die Drohung gegen Triest und Laibach aufheben solle, und daß es den Italiener ziveifel:^ gelingen werde, sich nach der ersten Ueberrascknmg schnell wiedett zu stelttn, waS ihnen übrigens ^auch durch das gebirgige Gelände erleichtert ioett,e. „Petit Parisien" schreibt: Die Deutschen konnten dank der Uittätigkeit auf der russischen Front den in der Klemme bespül licken Oesterreichern und Ungarn auf der italienischen Front l-elscIld unter die Arme greifen. Die Mittelmächte wollen nunmehr die Italiener zwingen, alle bisher errungenen Vorteile auf ößer-s reichiscl-en Boden aufzugeben. „Mat i u" schreibt: Jeder Fortschritt gegen Udine ist eine Ge- stchr für die ganze Kampftinie der zweiten und dritten italienischen Armee. „Tem ps" schreibt: Der Angriff nirrrmt eine große Ent- Wicklung. Immerhin braucht man sich über das Ergebnis ber Schlacht noch keine Sorgen zu machen, denn die Bedingungen, unter denen die Italiener kämpfen, sind 'wesentlich gi'tnstig.er als lvährrnü der Trenttiw--Offensive. Um den mederdrückent-en Eindruck der italienischen Niederlage vor dem Publikum zn verscljleiern, ergctst sich die fvanzösische Presse in langen Sieges Kimmentaren über dix Fortfckisritte an der französischen Westfront. i. Köln, 29. Okt. Der „Kölnischen Vokksztg." zufolge erfährt der „Progves de Lyon" aus London: Die Vorgänge an der Westfront hätten jeglickies Interesse angesichts der Katastrophen -an der Südfront verloren. England befürckste, Italien toerde binnen kurzem alle die bisher im Kriege ^rrrungenen Erfolge verlieren. — Der „Novellist e" hält die Lage ftrr gefälMlich weil das ftwchtbare Ereignis eine Panik auslöfen könne. Brafilien gegen Derrtschland. Rio de Janeiro, 28. Okt. (Privattel.) Meid. d. Ag. Hav. Karnwer nnd Henrrt rcttifiziierLen uinstimmig das Vorhandensein des Kriegszustandes zwischen Brasilierr irnd Deutschland. Der Präsident der Republik g-ab seine Zustimtnung zu dieser .Kundgebung. Die Torpedoboatszerstvi- rer Piauhy und Matto Große erhielten Befehl, iurch Bahia zu fahren und von den: nn dortigen Hafen liegenden deutscher: K a uv nen bv o t Be s i tz zu ergreifen. Die Ber> Haftung der Besatzung des Kanonenbootes steht bevor. * * * Rücktritt des spanischen Kabinett». Madrid, 27. Okt. (WTB.) Meldung der Agenec Haoas. Daß Ministerium ist zurückgetreten. Die Lage in Rußland. Bern, 28. Okt. (WTB.) Der „Temps" beriäM aus Petersburg: Nach einer wichtigen Konferenz in Pskow, an der Kerenski, bet Kriegsminister und zahlreich? Hleneräle tmlnabmen, wurde der Verteidigungsplan von Petersburg des Generals Tstlimenissow angenommen. Die Festungen um Petersburg sollen in den drei 5sauptrühtnugen, aus denen der Feind vorstoßen könnte, nämlich von Reval Hapsal imd Pernau hei: verstärkt werden, ebenso die Mstenverteidigung Finlands. Der provisorische Rat hat die Veränderunge»t im Oberko:nmando gutgeheißen. Zum Generalissimus der N o r d f r o n t u>urde General W o l o t s ch e n k ernannt, zu dlrnieeführern die Osenmale N o r b e ck , T s ch e r e m i s s o w . V a - lvrew, Koltschawsk, Schislinsky und Promptvw. Die neuen Armoeführer sind alle junge Offtzierc, die sich durä» Energie und Initiative hervorgetan lmben. Die Ernennungen toer- den in militärisckicn .Kreisen allgemein gutgeheißen. Auch der Gcneralguartiermeister des Hauptquartier:', Generalmajor Roma" news kh, mürbe abgesetzt und durch Generalmajor .Diedrich^ ersetzt. Die Räumung von Kronstadt. Amsterdam, 26. Okt. Reuter meldet aus Peters- bürg, daß die bürgerliche Beo'ölkerrmg Kronstadt zu räumen beginnt. Seeflieg. Ciu Erfolg dcr Marine bei Ostende. Berlin, 28. Okt. Amtlich. Mrdlich Ostende tt'eu-' zende leichte Streitkräfie des Gegners wurden am 27. Oktober nachmittags gleichzeitig von mrjrren Torpedobooten mit Artillerie und einer großen Zahl non Flugzeugen mit Bom- den angegriffen. Obwohl der Feind beschleunigt nach Westen ab marschierte, wurden ihm mehrere Treffer beigebracht. Die eigenen Sti^eitkräftr sind unbeschädigt zurnckgekehrt. Der Ehef des Admir.alstabs der Marine. Rene N-Boot-Ersr»lge. Berlin, 28. Okt. (Amllichj.) der 5 nglis che n Westküste wurden durch unsere ll^Boo^te wiederum s e chs Dampfer versenkt, darunter der de^vassuebe Qiglisch» Dampfer „Maut" sowie bic engtiscven Dampfer „Esknrere" und „W. M. Barkley". Ersterer hatte, nach Art der Explosion zu urteilen, Munition gelabert, letzterer führte Mer nach Liverpool. Ferner, waren unter den versenkten Schiffen zwei englische tiefbeladene Dampfer, non dewen einer bewaffnet mar. Der Chef des Admiralsbabes der Marine. Aus dem Reichs. Die Kanzlerkrisis. Berlin, 29. Okt. Wie der L.-A. erfährt, hat sich der Kaiser für den Rücktritt des Reichskanzlers Dr. Michaelis entschlossen, lieber den Nachfot-ger ist bis zur spüren Abendstunde nichts bekannt geworden, doch dürfte sein Name im Laufe des heutigen Tages amtlich veröffentlicht worden. Pour le mente. Berlin, 28. Okt. (WTB.) Der Kaiser verlieh dem Kmmnandeur der 12. Infanterie-Division, Generalmajor Lequis imd dem bereits im Heeresbericht vom 27. Oktober genairnten .Leutnant S ch n i e d c r wom Jnfanterier-Regiment 63 beit Orden Pour le nrerite. Schnieder war am 2. September 1914 zum Offizier befördert worden. Eine Kriegstagung der christlichen Gewerkschaften. Berlin, 28. Okt. (WTB. Mchtanrtlich.) Im üehrervereins- han.se traten die ch r i st l i ch e n G c rn e r k s ch a f t e n unter gewaltigem An dränge zu einer Kiiegsdagung als deutsclfer (christlich-nationaler) Arbeiterkvngretz Mammen, Unter den Ehrengästen befanden sich: StxZatssekretär Dr. Schwcmder, Präsident des Käiegs- ernährungsomtes, Unterstcratssekretär Dr. Non Braun, Präswent des Kriegsamtes Generalnt-ajor Sä>euent, Mimsterialsekretär Dr. Caspar, Majdr Keim als Vertreter des Kriegswirtschaftsamtes, viele Reichstags- und Landtagsabgeordnete aller Parteien. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden des Reichstagsabgeordneten Bebens eröfsnete Generalsekretär Stegerwald den Köngreß ntit einer kernigen Ansprache. Vielfach von starkem Beifall unterbrochen. wllndt-e er sich entschieden gegen den Streit über die Kriegsziele,^ er ims nicht weiterbringe, den feindlichen .Kriegshetzern aber Wasser auf der Mühle seien; aber auch Friedens- bcttcleien würden nur als Schwäche ausgelegt. Die in der christlich-nationalen Arbeiterorganisation vertretenen eineinhalb Millionen evangelischen und katholischen Arbeiter und Angestellten snrden sich zusammen in der Forderung, den Krieg mit größter Rücksichtslosigkeit' fort zu führen, lbis der Vernichllrngswille unserer Feinde gebrochen sei. Nicht Spaltung der Kräfte, sondern Samnllung der Kräfte sei die Losung. Die Deutsäien'seien mit Kaiser und Fürsten hinansgezogen, mit ihnen wollten sie auch wieder heimkehren. Etwa 75 000 Mitglieder haben den Heldentod erlitten. An den Kaiser und den Generalfeldmarschall von Hin- d e n b u r g wurden Begrüßungstelegramme ab'gcschickt. Im Namen des Reichskanzlers richtete Staatssekretär Schwandet an den Kongreß marine Worte der Begrüßung. Er rief auf zum festen Dnrchbalten, treuen Zusammenhalten und treuer Pflichterfüllung. Nicht eine Stunde kostbare Arbeitszeit dürfe ohne Er- ückmg tvirtschaftlicher Werte vorübergehen. Dieser Arbeiterpfllcht siehe naturgemäß gegenüber die Fortsetzimg dev sozialen Politik. Diese habe aber Rücksicht zu nehmen auf die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und auf unsere Konkurrenzfähigkeit in dem künftig in noch erhöhtem Maße einsetzenden Wettkampfe der Völker aus wirtschaftlichem Gebiete. Das Arveiterrecht müsste frei von umrötigen Hemmungen ausgestaltet werden und den Arbeitern und Angestellten die Mitwirkung und Vertretung im StaatÄeben genau wie allen anderen Berufsständen offenstehen. Die Deutsche Arbeiterschaft und Angestelltenschaft kenne m diesen Tauen mir die eine und höchste Pflicht, bis zur äußersten Grenze ilwer Kraft alles zu tun, was zum ed-gültigen Siege Deutschlands dienen und helfen könne. _ . Genevabmafor Scheuen überbrachte Gruße des Krtegs- nriuisters und der Obersten Heeresleitung. Der Ver- nichtungswllle des Feindes werde scheitern an dem deutschen Arbeiter, an seiner Widerstandskraft. So eins wie unsere Formt in Ost und West, so eins müsse daherm die große. allgemerne ArbellerLuneradichast jeuc, zielbewußt, sicher, zuversichtlich. Jede ^verfälmrtte Stunde sei eine Sünde an den dar gebrachten Opfern, eine Sünde an dem geineinsamerr Vatxwlande. Ter Präsident des KriegserEwungsamtes Braun begrüßte die Versammlung und betonte die ^Notwendigkeit, die Rationierung der Lebensmittel für die Tauer. des Krieges aufrechtzuerhallen, sonst sei das Turchhalten nicht möglich. Die große Opferwilligkeit, das Pflrchtbewußtsein und die Entfagungsfähigkert, mit denen die "bisherigen Lasten getragen protben seien,. seien unoerwellliche Rschmesblatter für alle Männer und Frallen, die sich dem unvermeidlichen Zwange willig fügten. Schließlich richteten .Vertreter der Reichstagsftvttwnen Gras Westarp, Lic. Mumm, Dr. Pieper, Jckler und Weinhausen Worte der Begrüßung im Namen ihrer Parteien an den Kongreß. Generalsekretär Siegerwald-Berlin erstattete ein Re,erat über die deutsche Arbeitersämst im entscheidenden Stadium des Weltkrieges. Er führte aus, daß der Gedanke, den Krieg zu einem guten Ende zu. führen, allen anderen politischen Erwägungen voranzu- stellen sei. Die Arbeiterschaft müsse erlangen politische Rechte und Gleichheit aller Staatsbürger im inneren Staatsleben. Mit Klassen und Privilegien müsse aufgeräumt werden. Auf dem Gebiete der Volksernälwung sei Gleichmäßigkeit anzustre- beu, ebenso die Herstellung eines vertraglichen Verhältnisses zwischen Llrbleitgebenr uird ArbeitnelMern in der Rüstungsindustrie, der deutsche Arbeiter aber müsse alles l)ergeben zur Versorgung des Heeres mit Kriegsmaterial. ' Das Koa l i ti o n s r e ch t sei von allen Ausnahmebestiinntungen zu befreien. Die Arbeiterkammlern könnten iricht länger -auf sich Watten lassen. Nach dem Kriege könne die deutsche Industrie große Streiks Und Aussperrungen.nicht ertragen. Alle Not und EntbelMrng sei zu tragen leichter als Jahr- 'hunderte des Frohndieinstes für die Engländer. Jetzt l>eiße es: Nerven gestrafft und die Zälwe zuscynmen gebissen, beseelt von dem imbeugsamen Willen: Wir dürfen uns nicht unterzwingen lassen, komme, was da wolle. Deutschland Muß leben trotz alledem. .(Brausender Beifall.) Redakteur Iov s-Mi'rnchen-Gladbach sprach über die christlich- nationale Airbeiterbeivegung und Lebensfragen von Volk und Reichs. Der Redner wandte sich gegen die Vorrecht der Besitzenden im Staats- und Geineindewählreckft; andererseits lehnte er den Parlamentarismus ab und gab ein uneingeschränktes Bekenntnis der chiristrichen Arbeiterschaft zum monarchischen Gedanken kund. Die Verhandlungen werden am Mdntag und Dienstag fort- g<^tzt. Gespaimen besseres und frostfreies Wetter noch nötig und sehr zu gönnen. Wie stark die nächtlichen Stürme der letzten Tage waren, zeigt ein Mld am Weiher der Osb- Anlage, wo eilte alte, mächtige Weide entwurzelt am Boden liegt, ein aller Zeuge des Wallgrabens vom befestigten Gießen. Durch das Verschwinden des Baumes wird das schöne Landschaftsbild in der Anlage beeinträchtigt; vielleicht läßt sich der Vaum wieder aufrichten. ** Unteroffizier-Vorschäler. Es werden noch junge Leute des Jalwgcmges 1902, die vor dem 15. Oktober 1917 das 15. Lebensjahr erreicht haben, zur Herbsteinsdellrmg in llnteroffi- zier-Vocschnlen angenommen. Nähere Auskunft erteilt das Bezirkskommando Gießen. Dessen-Nassa». = Bad Homburg v. d. H., 29. Okt. Der Magistrat setzte die diesjährigen Stadtverordnetenwahlen für die dritte Abteilung auf Montag, den 12., für die zweite und erste Abteilung auf Dienstag den 13. November fest. Es sind zu wählen in der dritten Abteilung vier, in der zweiten zwei und in der ersten vier Stadtverordnete. Im Stadtteil Kirdorf sind >ans der dritten und zweiten Abteilung je ein Stadlvewrdn-eter zu wählen. -- Frankfurt a. M., 29.Okt. Die Stadt hat in Gemeinschaft mit dem Bremischen Staat leinen Vertrag init der Landes- fettftctle für das Grvßherzogtum Oldenburg über Errichtung einer Milch trocken st elle abgeschlossen. Von bem auf 650 000 Mk. bemessenen Kostenaufwand trägt Frankfnrt 60, Bremen 40 Prozent. — Bei der städtischen Milckwrzeugung hat sich bei einem Kostenaufwand von 2 800 000 Mk. ein Fehlbetrag von 1 300 000 Mk. ergeben. Dieser Mindererlös soll auf den städttsclien Kriegsfonds übernommen werden. Gleichzeittg sollen diesem zur weiteren Förderung der städtischen Milcherzeugung abermals 500 000 Mk. überwiesen werden. Nur Stadt nnb Land, Gießen, den 29. Oktober 1917. ** Die Rä cher. In .der lsenttgen Nummer unseres Familienblattes beginnen wir mit dem Abdruck eines neuen Romans von Hermann Wagner, betttelt „Die Rächettä Der Verfasser hat sich bereits durch seine Novellen „Aus der Tiefe" und den Roman „Bekenntnisse" einen Namen geschaffen. Sein nettes Werk „Die Rächer". tmrb zweifellos den Leser nicht nur fesseln, sondern auch bleibende Eindrücke hinterlassen, da es neben der äußerst spannenden Handlung eine scharfe, tiefgreifende Analyfierung der Charaktere aufweist. Auszeichnungen. Gefreiter Karl Gerstenberg, Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. ** Reformationsfeier. Auf die BeröffeMlich-ung der Universität und den Aufruf des evangelischst Gesamtkirchenvor- standes int Anzeigenteil der iheutigen Nummer wird hingewiesen. ** Der Winter naht. Nachdem die Vorboten des herannahenden Winters sich nach und nach eingestellt haben, trat bei starkem, kaltem Regen rtnd Sturmwind ein Temperatursturz ein, der Frost befürchten ließ; so waren heute früh die Höhen um Gießen mit Schnee bedeckt, ein Anblick, der viel Veranlassung gab zu Unterhaltungen über den Erntritt eiites frühen Winters, die Kohlenknappheit nsw. Hoffentlich, ist dieses winterliche Mld nur vereinzelt und vorübergehend, denn auch den Landwirten ist zu ihren Feldarbeiten bei dem Mangel an Arbeitskräften und an An die evangelischen Bewohner unserer Stadt. Mittwock den II. Oktober dieje; Jahre; begehen wir mit, der gesamten evangelischen Christenhelt lerfilllten j^errens die Vierhundertjahrseier der Reformation. Die schwere Zelt, IN welcher wir leben °erb7etZ?°n selbst größere Fest'lichb'eiten. , Umsameh^dag -wartet^ werden, Gemeindeglieder an den von dem Gesamtkirchcnoorstand beschlossenen kirchlichen Veranstaltungen be ♦eiligen, damit diese zu möglichst eindrucksvollen Feiern werden. m ,, .. „ ^Insbesondere bitten wir, daß die evangelischen Geschäftsinhaber während der Fesi-Gottesd,enste ihre Läden schließen und daß die Arbeitgeber durch freundliche Rücksichtnahme den von ihnen Abhängigen Gelegenheit geben, die Kirchen zu besuchen. Im Einzelnen ist vorgesehen: Dienstag den 30. Ottsber. abends Mittwoch den ob Gttober. vormitt. vormitt. 6 Uhr 7 Uhr 9V, Uhr vormitt. 117* Uhr nachmitt. 2 Uhr: abends 6 Uhr: Einläuten des festes. Lhoralblasen vom Turm der Stadtlürche. Zest-Gottesdienste in der Stadtkirche u. Iohanneskirche. Jugend-Gottesdienste in der Stadtkirche u. Johannes- Kirche. Uinder-Gottesdienste in der Stadtkirche u. Johannes- Kirche , Liturgischer Gottesdienst in der Stadtktrche unter Mitwirkung des Kirchengesangvereins und der Kapelle des Ersatz-Bataillons. Gießen, den 28. Oktober 1917. Mr den evangelischen Gesamtkirchenvorstand: . Das mitausführende weltl. Mitglied: - 7 " T'X '„ «-».», e-nd,-ach,»-. Schwabe, Pfarrer. 7954V ?«i»8tos NrsllütSSuo lBelievueiZiin. m.n.vtzneBer^ pflen. >. jede Zeitdauer. Mtt- taa- ti. Abendlisch. Elellrnch Lich!. Bad. Tel. 1085. I1^S7 NUblicrtCN j^imsuer unweit Bahnhof von Herrn gesucht. Anaeb. unter 06743 an den Gien ene r Anzeiger. Svtrüll mivii. Hlwmvr m. GaS od. elektr. 9icht, aut hetF'oar, von Herrn t. I.Nov. utieten gesucht. Angeb. unter 06749 a. d. Gieß. Änz. erbeten. Kü Schneider wenigstens f. d. Abendstunden als Auöhitie i. Siaduhealer gesucht. Sofort. A.elduttgen iln Tlieaterbn rcan. 1 Hvflutr Kr aus sofort nctncOt. 7958 M. 51 cnl et-, Ps erdeinetzger Junger Bursche vom Lande für Ausgänge« 7. u. Hausarbeit ge uchl. <963 oewchl. Gruft Balier. 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Das Mittelmeer bespült die Küste von drei Kontinenten und diejenigen, die Herren des Küstengebietes sein werden, rverden auch die Welt beherrschen. Nun bilden die italienischen Gestade die beste Position für die Beherrschung dieses Meeres, und somit nähert uns jeder Zoll Boden, den die Mittelmächte gewinnen, viel mehr dem Siege und dem FriÄ>en, als Kiloineter, die an anderen Punkten des Kriegsschauplatzes erobert werden. Italienische Maßnahmen. Basel, 28. Okt. Von der italienischen Grenze'wirb gimreldett J!n einer Bekanntmachung wird die Zivilbevölkerung in lldine darauf anfmerkfam gemacht, daß lldin e von dem Feinde bedrol)t werden könnte und es deshalb den Einwohnern freigestetlt werde, dre Stadt zu verlassen. Die Bekanntmachung hat große Beunruhigung hervorgeruferr. Viele Einwohner reisten,bereits ab. Ferner wird gemeldet: Die italienisch,e Heeresverioaltung hat alle Urlaubsbewilligungeneingeste llt. Sämtliche aus Urlaub beftndliche Soldaten müssen zu ihrem Truppenten zurück?' kehren Die in Norditalien befindlichen hsefangenen werden nach Mittelitalien gebracht. Es kann daraus geschlossen werden, daß man in maßgebenden Kreisen mit einer militärischen Operation in Oberitalien rechnet. Nach Schweizer Blattern ist die ftanzösische Grenze gesperrt. Eine Liebig-Büste in der Walhalla. ' M ü nchen, 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der König hat 'die Aufstellung der Büste des Großmeisters der chemischen Wissenschaft Justus von Liebig, dessen hohe Verdienste für die deutsche Volkswirtschaft gerade während dieses Krte- gens so eindrucksvoll hervorgetreten sind, in der Walhalla angeordnet. amsasamumnm Gebr., gut erhaltener LsßzietS-ZgßeslSik ?,u kaufen gesucht. 06707 Äng. Di'itEaar, West-Anl. 62, p. gesucht. Zigarrenfnbrik V. Fies»er. 967 Junges Mädchen, welches ein Handelsinstitut besucht hat, sucht vassenoe Stellung. Angebote unter 06722 an den Gtehener Anzeiger erbeten. 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Nach 38monatiger ununterbrochener treuer Pflichterfüllung ist unser innigstgeliebter guter Sohn, Bräutigam und Bruder Oberarzt d. Res. Dr. Hugo Mayer Inh. des Eis. Kreuzes I. und II. K!. und des Hess. Sanitätskreuzes an einer Ende September erlittenen Verwundung im Alter von 30 Jahren den Tod fürs Vaterland gestorben. J „ Leopold Mayer Hermann Mayer, z. Z. im Felde Giessen und Remheim, den 27. Oktober 1917. Ida Mayer geb. Frohmann Berta Mayer Martha Froh mann Gertrud Mayer. Tag und Stunde der Beerdigung wird noch bekannt gegeben. Statt besonderer Anzeiov. o Unsere liebe Schwester, Schwägerip. und Tante Marie Alker ist am Samstag nachmittag unerwartet an einem Herzschlag sanft verschieden. Wir teilen dies tief BeüS f reU h e “ U “ d ^ ekannten mit del ' Bitte — still© Teilnahme mit und ersuchen he J ch von Beileidsbesuchen und Blumenspenden absehen zu wollen. VOn 33r. Hermann Alker Griessen (Süd-Anlage 3), 28. Oktober 1917. Anna ^Wagner geb. Alker Caroline Alker geb. Melior Gustav Wagner Die Beerdigung findet am Mittwoch den 31. Oktober 1917, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 79C0D Ich habe einou guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet, Ich habe Glauben gehalten. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller, braver und guter Sohn, unser treuer, unvergesslicher Bruder, Schwager und Onkel Oberjäger Heinrich jung Inhaber des Eisernen Kreuzes II. KI. und der Hess. Tapferkeitsmedaille im Alter von 25 Jahren nach treuer Pflichterfüllung infolge seiner zweiten schweren Verwundung am 11. Oktober in einem Feldlazarett gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Job. Gg. Jung II. Familie Wilhelm Jung Familie Ludwig Theiss. Jjij t g Rtüic sanft, du sutcs Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Gefreite Otto Koch im Infanterie-Hegiment 115, 8. Kompagnie E a d Ch £ülT a n te^^Veriine“ erfÜ1IUne ,m 4 ' ° ktober den Helde - In tiefem Schmerz: Hartha Koch geb. Kerschke nebst Angehürigen. Hardthof, den 27. Oktober 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 06734 Klein-Linden, Frankfurt a. M., den 27. Oktober 1917. Oil ,"I\ • G 06744 Danksagung. VerluÄ^Ä i nni » ster Teilnahme an dem schweren ho TW’ "or uns betroffen hat, sagen wir allen Verwandten, Bekannten und besonders der Stadtverwaltung herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Karl Schneider u. Geschwister. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, braver, unvergeßlicher Sohn, unser treuer Bruder, Enkel und Pate | Musketier ©iS« OIH || Infanterie-Regiment 26, 12. Komp. 1 in treuer Pflichterfüllung am 17. Oktober H tp.£. 3 ( l! er 18 Jahren sein junges, § blühendes Leben zum Opfer geben mußte. In tiefem Schmerz; Familie Joh. Gg. Ohly Familie Strötter. Lang-Göns, den 26 . Oktober 1917 WZ öD — Äür die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen, sowie für die vielen Kranz. und Blumenspenden, für die liebevolle Pflege der Krankenpflegerin und für die trostreiche Grab- rede des Herrn Pfarrers Bernbeck sagen wir hiermit unseren innigsten.Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Tech Familie Karl Baiser. Wieseck, 28. Oktober 1917. 7%1 IW Gießen, den 29.' Oktober 1917. 06746 Ziegenzucht-Verein Gießm. 'TOifBwnrli ‘i 1 , .. ^ M.ttwoch den .!>. Qkiobcr findet die «iirnnn flau mbunae» mu,!en wmencns Mittwoch » Uhr beim l. Vorfltzrnden, »onnenrtr. «, eingcreich, fein 6 ™S Statt Ka rten] (.<,,«» GRETEL KRÖCK FERDINAND JUNG Verlobte Gießen (Bergwerk) Wald-Algesheim b. Bingerbrück. Die Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Dr. Adolf Weyl, z. Z. im Felde und Frau Gertrud geb. Eichenauer Gießen, 27 . Oktober 1017 l'challpiaften«- ) HiZKKKSMMk! JrMt. Vorteil f.Sprechmascbinen- j besitzet-! Unbegrenzte Abwechslg. ! j rortwähr.Umtausch. Prosp.gralis. ' -/Karl Borbs,Berlin 54 HeueKöniostr.35. Warne hiermit jedermann, meiner Frau Cläre Bür- mann auf meinen Namen etwas zu leihen oder zu borgen, da ich für nichts halte. H. Burma«», 06739 Bletchstr. 33. Wer irgend sein Grundstück oder Geich ait verkaufen wlll, schreibe sofort Angebot unter 06/3b an den Gienener Anzeiger. Mädchen empfiehlt sich im An*bessern, sowie An- rerfugeij von Ilse- !»«- 00742 »Miibanffes.i.gt?' leis» Hofrat Her mann Sloingoeltsr, Dienstag d. 30. Oft. 1917, abends 7V> Uhr, 5. DlenstagS - Abontte- mentsvorttclinna G e w ö b 4 l l . P r e i i e i e r 111 ä i; i g t) * V null I) * Ae BluWzeit Drama in4Akten von Lindnc, Ende 10 Uhr. 7! Ü9< 3ÄM