Nr. 252 Ter -tehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. — Beilagen: SiehenerZamillenlrlätler; Kreisblatt für den Kreis Stehen. Bezugspreis: monatl. 1 21tk.. vierteljährlich 3 Mk.: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf.; durcy die Post Mk. 3.— oicrtcC- jährl. ausschl. Beitellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag,Geschäfts stellebl Anschrift für Drabtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt *67. Zahrgmg 5reitag. 26. ©Kober *9N Postscheckkonto: Zranlsutt a.M. **686 eneml-Anzeiger Kr ©her Yankoerlehr: Gewerbebanl Gießen 3wiIIingrrunSürue Artillerie den südlichen Teil des heutigen Angriffs wirkungsvoll zu flankieren" Wie neben dieser Offensive im Süden sich die Dinge im Osten entwickeln, bleibt noch unübersehbar. Im Berner „Bnnd" wird die neue deutsche Sieges stellung mit folgenoen Sätzen beschrieben: „Mit Oefel und Dcvgö in eigenen: Besitz kann die deutsche Ostseeflotte gegen die Aalandsinseln und die Laue Reval—Helsiiigwrs operieren, ohne für ihre rückwärtig: Verbindungen fürchten zu muffen. Wir wetten sehe::, wie fklj die Dinge weiter entwickeln und ob England es lvirklich wagt, einen Teck seiner Flotte aus Gedeih und Verderb in die -Ostsee zu sercden, rote die Fama wissen will, also unt der bis jetzt so sorglich gaoährten Strategie gesicherter Dettindungslinien zur See und Schonung des Materials zu breche::, um s:ch an Stelle der jjhifteu am Tor des Finnischen Meerbusens einzusetzen. Das ist nicht nmhrscheinlich urtd würde, ircrn es geschähe, die Lage nicht mehr ändern. England, Rußland und die Entente müssen sich damit ab- flnden, daß Deutschland heute die Ostsee beherrscht und dadurch ferner Ostfront den Charakter einer Offensivstellung wiedergegeben hat. vre als solche auch bei Beibehaltung der Defensive schwer auf der zur sttategischen Unterlegenheit verurteilten russischen Front lastet, ohne stärkere deutsch Kräfte in Anspruch zu nehmen. Nur er ne Offensive größten Stils könnte die Russen aus dieser Zwangslage erlösen." ... ■ ■w-mn*nw i Der österreichisch.rrngarische Tagesbericht. Wien. 25. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarl: Italienischer Kriegsschauplatz. . Die 12. Jsonzoschlacht, hervorgcgangen aus der Jni- tmtrve der in Not imd Tod trm verbündeten Mttrlmächte, hat gestern erftrlg:>eich eingesetzt. Um 7 Uhr früh begannen die Geschützmassen ihr Ver- nichtungÄverk. Eine Stunde später ging im Sttlrm, Regen und Schneegestöber die Infanterie zum Sttrrm vor. Wetter rmd Gebirge stellte die Truppe auf eine überaus schwere Probe. Der Feind wchrte sich aufs hartnäckigste. Doch schon uni Mittag war die italienische Schlachtfront zwischen Ro mbo n und Auzza an vielen Stellen durchbrochen. Deutsche Truppen warfen weiter südlich den Feind im ersten Ansturm zurück. Die Höhen westlich von Woltschach und nordöstlich von Auzza waren abeirds völlig im Besitz der Verbündeten. Am Nordteil der Hochfläche von Bainsizza-Heiligen- geist setztrm die Italiener gestern unseren Angriffen noch heftigsten Widerstand entgegen. Auf dem Vlonte San Gabriele, bei Görz und auf der Karschochfläche schufen örtliche Unternehmen die Vorbedingungen für weitere Kämpft. Das Artilleriefeuer wuchs in diesen Räumen auf beiden Seiten zu gwtzer Stärke an. Bis zum Abend sind mehrals10 0 00ß)efangene gemeldet worden. Unter ihnen beftnden sich Divisions- und Brigadcstäbe. DieBeute i st nicht im entfernte st en zu üb er sehen. Bei der Heeresgruppe des Feldmarschalls Frhrn. von Conrad Geschützkämpft. Oe st licherKriegsschauplatzun - Albanien. Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Wien, 25. Okt. (WTB.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Der Angriff unserer und der verbündeten deutschen Kräfte ist in b e st e m F o r t - schreiten rmd erzielte schon einen großen Raumgewinn. Die Zahl der Gefangenen und die Beute an Kriegsmaterial wächst zusehends. * Italienischer Heeresbericht vom 24. Oktober: Die wesentliche Verstärkimg der feindlichen Truppen vor unserer Front und ein auch, mit Hilfe der Deutsche:: n-LÜärktes Feuer an der jnlischen Front sowie die heftige Be> län^schng in der Gegend zwischen Rombon und dem Nottteil bet Hochfläche von Bainsizza während der Nacht leiteten die von uns entartete Offensive ein. Aber gegen 1 Uhr no-ästs nahm das feindliche Feuer rmd somit auch das unsrige infolge des schlechten Wetters ab. Aus der italienischen Kammer. ...Rom, 25. Okt. ,(WTB.) In der .Kam Nr er erklärte Minister* prüf ident Bosell i, -daß er der Erivägiung des sozialistischen Bor» schlages auf Untersuchung per Presse unter Vorbehalt zuskimme, und hob hervor, daß niemand an der Reinheit der italienischest Msichten in diese::: Kriege zweifle. Ganz Italien sei e i mutig in dem Willen, um jeden Preis Widerstand zn leisten. Der KriegsNrinister versicherte, die MÜitävgewalt beabpchtige 'öeinesrvegs, in die varlamerttarischen Brnechte ern- zugreifen. Er verkündigte das Ersä-einen deutscher Truppen nn der Jsonzo front und versicherte, daß die Nation den neuen Femd^nrcht fürchte. Tie Kammer beschloß den Anschlag der Rede. Ter Locha tzm in ister führte Zahlen an, die die Festigkeit der ttal:en:schen Finnnzen bewiesen. Die Einnahmen des laufeiiden Rechinungsjahres übersteigen uN: 2175 Millionen die des vorl>er- gehenden. Tie^ Einlagen in die Sparkassen seien fast um eine M'llliatte gestiegen. Am 30. September habe die Kriegsschuld 2o Milliarden bettagen. Tie Regierimg könne neuen L>chulden entgegen sehe::, ohne von den Steuerzahlenden neue Opfer zu verlangen. Die Verkürzung der baltischen Front. Petersburg, 25. Okt. Nach Ansicht zuständiger militärischer Kreise hat der Rückzug der Deutschen an der D ü n a den Zweck, die Verteidigung von Riga zu verstärken und Iegliäen ruflischsn Versuch, die Stadt wiederz::erobern, unmöglich zu machien. Der Feind erzielt dadurch! eine merkliche Berkürzcmg seiner baltischen Front. Er zieht die ruMschfe Armee an, indem! er sie zwingt, die schon ausgebaute Sbellmrg z-:: räumen und eine andere nahe am Gegner zu schaffen. Englische Minifterreden. London 25. Okt. (Reuter.) Sir Edward Carson sagte m Portsmouth in einer Rede: Der Kiieg trat in ein Sta- dium, daß niemand ohne ernste Sorge daran denken kann. Unsere Truppen sind denen des Feindes überlegen, wir daherml mästen im Ausharrungsvermögen uns überlegen erweisen. Entgegen allem Friedensgerede im Reichstaae imd allen deutsch^! Friedensnoten erhielten wir bisher niemals ein Friedensangebot. Ich weise darauf hin, weil cs ein Verbrechen wäre, den Krieg länger dauern zu lassen, als bis zu dem Augenblick, wo wir im Interesse von Land m:d Volk emen dauerhaften Frieden schließen kö:mten.^ Die Deutsckien müssen wissen, daß wir keinen Fritten ohne Mitwirkung und Zustimmung der Dominions schließen k!öm:en^ und werden und zweitens keine Frittensverhandlungest hiirter der Alliietten Rücken führen, sondern unser Abkommen mit ilmen buchst Mich ausfuhren. Wir werden Rußland jetzt nicht :n: Stiche lassen, wo die Stunde der Freiheit seines Volkes an- brickst. Wir werden drittens keinen Frieden schließen, der einen küirftigen Krieg sicl)er herbeifühtt. Der deustche Kanzler sagte, daß es rein Völkerrecht gibt, wir müssen uns beim Friederrsschluß dieser Ewklärung erinnern. Carson sagte ferner, daß ein Volk, das wie das deutsche handelte, nicht zu einem B!uwd der Nationest zugelassen werden könne, so daß es keinen wirklichen Frieden gebe, solange Dentsck/and ervbettes Gebiet besitze und solange das Preußentum nicht vermchtet sei. Ter Sieg Denftchlands? würde die Niederlage aller Demokratien bedertten, nur ein Sieg könne einen Fritten bringen, nur das Ausharren des Volkes könne dazu führen. London, 25. Okt. (WTB.) Nach einer Meldung des Nenter- schen Bureaus hat Lloyd George im Unterbaust angekürttigt, daß er am nächsten Montag einen Beschlußanttag einbringe:: werde, daß der Tank des Unterhauses den Offtzteren und Manw» sckx:ften der Marine :rnd des Heeres im Felde, den Fraue:: M Sanitätsdienstes, den Truppen in den Kolonien und den Osfizieren und Mannschaften der Handelsmarine für die dreijährige, in der Weltgeschichte unerreichte Ausdauer und Tapferkeit in dem Kampfe :rm die Freiheit der Welt ausgesprock>en wette. Mit dankbarer Bewunderung erkenne das Haus die Treue und Tapferkeit der für das Vaterlartt Gefallenen an. Holland und England. Berlin, 25. Okt. Die „Nene Zürcher Zeitmrist^ metbet aus bem Haerg: Holland hat zur Vergeltung für die Einstellung des -englischen Telegraphenverkehrs die Postverbindung zwischen Holland und Englartt eingestellt und die Ausfahrt der Postfchiffe verboten. Den des Niederganges aus (??), aber in der britischen Flotte gibt es kernerlei Unzufriedenheit. Ihre Mannschaft wartet gdmftnq und mit den Tag, wo sie die feindlick«: Fwtte in Sicht be- komnren und verdenken wird!! Iellicoe sck-alt dann auf Neigung der kl einen krakelenden Teile der Nation, welä>e die Taten allep Äderen außer die der eigenen Landsleute verherrliche. Er schloß: Wrr ramm uns, selbst nichr verkleinern, sollten Vielmehretwas a SjIv 71 'J? a ^ er Erieg beinahe sckwn gewonnen ist. «Von wem ? Dce Red.) Wir haben nur die Zähne zusammenzubeißcn und er wcrd gewonnen sein. « 25. Okt. (WTB Nichtamtliche Meldung des Reuter» chen Bureaus. In der gestrigen Versammlung in Shef- rielb »prach außer dem Admiral Iellicoe auch General Sm u ts (£r sagte u. a.: Ehe ich weiß, was aus der Kriegskarte wird, »verde ich gegen ieden Berhrndlungssrieden stinunen. Tie großen Grund- 1 atze müiwn r'eststeben. ehe unsere Vertreter ans die Konferenz geben um die Einzelheiten testzusetzen. Ehe wir nickt im Voraus die Ver. ftcherung ^r vollständigen Sicherung und Räumung Belgiens haben, werden wrr über den Frieden überhaupt nicht reden. Wir wollen vcm Deutschland, ehe es Friedensvorschläge macht, die be- stvnmte Erklärurig haben, was es mit seiner .Kriegskatte beab- Üchtrcp. Die ganze wirtschaftliche Zukunft Deutschlands steht auf dein Spiels wenn es nicht rechtzeitig einen Brieden macht, den wrr als befriedigend erachten. ^cffiMcr Cawötafl# Erst Kammer. 12. Si tzun^vo m 25. O ktober. Der Vorsitzende Fürstzu Le inin gen eröffnet um 5 / t ll Uhr die Sitzmrg. Am Rflierungsttsch sind die drei MiMstzw anwesend. / > Der Fürst von Erbach-Schönberg nimmt seinen Platz im .ixrnse wieder persönlichem. Als Vertreter des Dauses Erbach- Erbach wird Gras Wexantrr. als Vertreter der Universität Gießen für den Rest der Landftgsiperiode Gch. Kiochrnrat Prof. Dr. Krüger eingeMrt. Diebeiden Letztgenamrten leisten den land- ständilcken ED. Mitglied der Kammer Landgerichltspväs ident Dr. Hangen berichtet über die Mgierchrgsborlage, betreffend Wahlen zum 37., Landtag, und beantragt namens des Ausschusses Dringlichkeit und Beitritt jm dem Besftckstß der Zweiten Kammer. Die Regierungsvorlage »oird ohne Aussprach angenommen. Die Regierungsvorlage, betressend Teuerungsbei'hilfen, »vird vom Finanzminister Dr. Becker begründet »nie in der Zweiten Kammer. Die Beamten 'haben nicht geklagt, sie haben tapfer die Zähne zusammengebissen. Unsere Beamten haben durch, Gehaltsabzüge für jdas Rote Kreuz und die Kriegsanleihen große Summen ausgebracht. Die Beamtenschaft wurde durch den Krieg vor neue, ganz ungewohnte Arbeit gestellt, die sie mit stark verminderten Kräften mit höchst anerkennend-oertem Eifer und Pflichttreue erfüllt. Auch bei allen ehrenamtlichen Betätigungen haben unser4 Beamten und Lehrer dem Staat und dem Volk die wertvollsten Dienste geleistet. Wenn nur ilyien unfern Dank in dieser Weise zur»» Llusbruck brirrgen, wtzrd es ein neuer Ansporn für sie sein.. Ich bitte um ebenso einmütige AjufnalMle, wie in der Zweiten, Kammer. (Bravo.) Ter Perickterstatter des Ausschusses Geh'. Daurat Pros. Kock sliinrnt den Ausführungen des Flnanzmänisters bei und beantragt Dringlichkeit und Annaihme der Regierungsvorlage. Die Regierungsvorlage nürd einstimmig angenommen. Die Regierungsvorlage, betreffend Erhöhung der Hundesteuer. wird in Uebeveinstimmung mit der Zweiten Kammer ohne Anssprarlr abgelehnt. Ein Antrag des Eriwn Ausschusses über eine Abänderung deö HundestLuergesletzes wird ebenso ohne Aus- spvacke angenonrmen. Bei einer Reil« weiterer Punkte der Tagesord7iung tritt die Erste Kammer den Beschlüssen der Zweiten Kammer bei. Dagegen wird ohne Debatte nach dem Vorscküag des Ausschusses der Antrag Eißnert und Gen. bclr. Erlaß eines K^iegsnotge^ setzes zur Derhirrderung des mit Hypotheken überlasteten Hausbesitzes, und ein Anttag Kor c l l-Angenrod u. Gen. betr. des Grmid- und G«2oerbebesitzes abgelehnt. Zu der Vorstellung deö Landesverbmckes hessischer Haus besitzervereine Hausbesitzerkammern betteffend, uird einer Vorstellung des OssenDacher Hausbesitzerverems und eines Antrags Osann in gleick>er Sache berichtet Freiherr v. H ey l zu Herrnsheim: Die Regierung verhält sich eher ablehnend zu dem Projeff, die Ztveite Kammer» verlangte zunächst vollständiges Material, sei aber zu einer Regelung der Frage bereit. Bon den rÄädten stehen Darmstadt^ und Offenbach dem Gedanken wohlwollerrd gegenüber. Das preußische Abgeordnetenhaus hat die Errichtring von .Hausbesitzerkammern beschlossen. Der Redner hofft, daß die Regierung seinen früher ge- Antrag wohlwollend verfolge. Tie Zioeite »ammer hat den BescJus; gefaßt, weiteres Material zu sammeln. Nack dem Kriege werde wegen der Steiger'.lng der Mietpreise ein Notstand der Mieter befürchtet. Der ?1n.sschuß beantragt, Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer. Persönlich führt der Redner nock) zu der Frage aus: Ter Hausbesitzerstand verlange eine Körperschaft öffentlichen Rechts zu Werdern Nach der bisherigen Schätzung nach dem gemeinen Werte kann nicht weiter gewirtschaftet werden. Bei den kommenden Steuern sei eine neue Belastung des Grundbesitzes zu erwarten. Ter Hausbesitz stelle in Deutschland ein Kapital von 100 Milliarden dar. rvozn noch 50 Millionen Bodewoert kommen Ter Redner bittet die Regierung, die Besällisse der Erster: und Zweiten Kammer zu erwägen und der Hausbesitzerfrage näherzutreten. Minister des Innern Frhr. v. Hombergkzu Vacha: Die Regierung erkennt die durch den Krieg verschär te Notlage des Hcrus- besrtzerstandes an. Sie weidet der Frage des Realkvedits sorg- sÄtige Becul)tting zu. An den Berbarrdlungen des Iminobilien-' Kredit-Ausschusses in Berlin l^at sie durch Vertreter teilgenommen. Mit dein Finanzaugschuß der Zweiten Kainmer wurde die Frage besprockrur. Mmr walle die LandesI'ypcthekenbank ermächtigen, auch Hypvtlefen an zweiter Stelle auszuleiben, »venn die Genreinden die Garantie übernelnneir. Ein Zentralsick^erl-eitswicds soll aus kleinen Zuschlägen z^l den Brandversicherungsbeiträgcn geschaffen werden, ein Plan, der bei dem Fi''an zaus schliß der Zweitm Kammer lebla'te Zustinnnung fand. Tie B dr.ilerr des B aurdurs 1 verden gennirdigt uverderr. Die Regierring bafft in Kd'irZe feen Ständen geeignete Vorschläge unterbreite:! zu können. Gegerr die Hausbesitzerkammer labe die Regierung Bedenken, da die Hausbesitzer keinen geschlossenes Stand dcrrstellerr. Tie .Hausbesitzer könnten, ivie sich gezeigt lrabe auch anf gen0ssenschatlickv:n Wege ihre Ziele Darum Aor d-m llelche. Die Kanzlerkrisis. Berlin, 26. Okt. Die interfraktionellen Besprechungen sind laut B. T. gestern vertagt worden, nachdenr ausdrücklich festgestellt war, daß in der sogenannten Kanzlertrise irgendwetckze Entscheidrmgx noch nicht qc- sei. Die Besprechrmgen sollen zu Bmirin der kommen- den Woche wieder aufgenorrrmen werden. Mehrere Mgeord- new, die für ihre Fraktionen an den Besprechungen teil- nahmen, sind gestern abend wieder abgereist. Bundesratsbeschlüsse. Berlin, 25. Okt. (WTB) In der heutigen Bundes- rJl! ^ ung gelangten zur Annahme der Entwurf einer Bestimmung betreffend den Betrieb und die Anlage»» der vr0 ß-Ersenrnd ustrie, der Entwurf einer Bervrd- nuv^ zur Abarrdwung der Verordnung über die den Unter- rtztymern laniytmv lsck)alten. Aussprache über die Weiterbildung der Ver-' fa s sung. Arff der Tagesordnriw» steht zrmächll! ein Anttag Reh rrnd Gew, die Unrgesbaltrirrg rmd Weiterbildung der Rechte des Volkes in Staat, Kreistm und Gemerri-ee», und ein Anttag Ulrich und (den . bctr. Einführung des allgemeinen, Zeichen und direkter Wahlrechts mit Promrlunralwablverfallen. Der erste Antrag wird nach dem Vorschlag des Ausschusses einem Ittöpfigen Sonderaus- sckmß überwiesen. Bei dem zroeiten entspimtt sich eine längere Ans- spache. A b g. A d e l N n q (foch i IMe Parteien find mit denr Präsidenten der Kammer einig in der scharfen Zurückweisung der rmver- schämteir Einmischurrg des Präsidenten Wil 'on in die inneren Verhältnisse Dentschland^. Das dürfe rllrs nicht abhalten, sck-on jetzt für unsere Kämpfer draußen mr der Front das gleiche Wahlrecht zu schaffen. Mg. Dorsch (Bl'd.) hält es für nicht an der Zeit, sich gegen- lvärtig »oegen innerpolitisck)er Fragen in die Haare zu geraten. Abg. Ulrich: Gerade während deS Krieges sei die rechte Zeit. Ueber so selbstverstäridliche Sachen brauche man sich nicht in die Haare zu geraten. Abg. Dr. Stephan (natl.) stellt fest, daß der Gesetzgcbungs- cnwschmß auf eine Erörterrmg des Jnl-asts des Antrages nicht eingegangen sei. sonderri Uebenveisimg an einen 14küpfigen Sonderausschuß beschlossen habe. — Slbg. Adelung (Soz.): Nicht eine irmm:e SckMäckiung, sonder»: eine Hebung der Kampffreudigkeit an der Front »vittde die Anmrh»ne des Antrags bedeuten — Abg v. Brentano (Ztr.): Das Ausland gehe»» unsere inneren Verhältnisse nichts an. Auch er hall die Zeit für eine solche Aenderuirg nicht gegeben. Im Anssck-nß kö»»ne nrar, ja einstweilen beraten. — Abg. Dorsch ^Bbd.j be^arrt «nrf seinem ablehnenden Standpunkt. - ?lbg. Urstedt (Fortschr.): Für die Vermehrung der Volksreckte lralte das ^ntrum die Zeit »lieft für gegeben, bei rr Anflwbrmg des Iesuitengesetzes. bei der doch auch Widerspruch zu errvarten gewesen sei. habe das Zentrum diese ^Zedenken nicht geteilt. — Abg Reh b,-gründet die Notwerrdigkeit. die An- krage einem Ausschluß zn übermeiftn. Kv r e l l ^MigMkrwd. (Bbd.) hält solche Erörterungen wegcm des Eindrucks auf dos laut» nicht für rätlich. dNachdem die Abgeordneten v. Brentano, Adelung, Urlteot und Dorsch noch einmal das Wort ergriffen haben, »vrrd der Anttag einem Sonderausschuß überwiesen. Anssprache über die Lebensmittelversorgung. Bei Erörterung des Antrags Uebel, bett. Beschlagnahme der Saatkartoffeln. beanttagt Abg. Adel im g Erlwliung der Mrtoffel-, i tagesrationen. Hierzu teilt Ministerialrat Schliephake mit, daß ein fokftrr Anttag bereits beim Reiche gestellt, aber abgelchnt wurde. Abg. Ulrich: Die Regierung müßte energisck»er m»»treten» in Berlin. Auch die Fleischversorgimg sei in Hessen sehr mangels Haft. Je Batzern ginge man ganz mrders vor. Dort sei die Ernährung viel besser. Hessen rnüsse zur Entschädigung für seine - schlechte Fleischverftrrgung ein Mehr an Kartoffeln erhalten. Abg. Henrich (fortschr5 imterstützt den Arrttag Adelung. Es seien gernlg Kartoffeln da. Baden gebe teilweise doppelte Karten aus. Auch Abg/ v. Brentano pflichtet dem Antrag Adelung bei. Mirüsterialrat Schliephake teilt mit, daß eine Erhöhung der Tagesration zunäckK abgelehnt tvurde »vegen Ueberlastung l des Transports. Die FlÄsck»iversorgung der Zivilbevölkerung »verde durch die Versorgung des Heeres ungünstig beeinffußt. Viertel- ? jährlich müsse Hessen 2250 Stück Rinder fürs Heer liefern. Auch die Sckiwerstarbeiterznlage beeinttächtige die Versorgung her übri-, gen. Im L)erbst sei das Vieh mindergewichtig. Zn starke Eingriffs - in die Milchvieh- und Zrrcht Viehbestände müssen vermieden werden. Vom 1. llßvvernber an ttitt eine Neuregelung der Fleisckiversorgung ein, die .Hessen um 500 Stück Vieh entlasten »verde, da Hessen! weniger Schlachtvieh ffirs Heer liefern müsse. Es tritt eine Panse ein, in der die Fraktionen auf Vorschlag des Präsidenten über Vorschläge für den zu schaffenden Sonderausschuß beraten. \ dcach der Pause wird die Wahl des 14köpf»gen Son d e rausschuss es zur Beratung der An trägeauf Verfassungsänderung (Anttäge Re b und Genossen Und Ulrich und Genossen) angenommen. (Die Minister erscheinen in der Kammer.) Es werden gewaM. die Mgg. Cal man, Dr. Osann, Tr. Stephan, (natl.), Dr. Fulda, Ulrich (Soz.), Henrich, Reh (fortschr.), Han ck, v. Helmolt, Leun. Dr. Weber (Bbd.), Buntarp und Uebel/Zentt.). Darm»» fährt das .Hans fort in der Bes prechu n g der l andwir tschaf tlichen Fragen. Ab§- Stephan (natl.) wendet sich gegen die Auffaffung,' das; man bei Erhöhung der Tagesration den Transport mehr krften müsse. Er »teilt fest, daß preußische Bezirke ihre Pflicht zur Tn-sernng einer besttmmten Anzahl Schweine nicht erfüllt hätten.^ tlvg. '-Vorsch beklagt sich, daß die Kartoffeln zn langsa»n abgenom- rnerr würden. Es bestände Gefahr, daß sie erfrieren. Minilsterial- rat -rr. schliephake: Noch heute werde ein Vertreter des Mini- sternuns in der Frage der Wagenstellung mit der Eisenbahnbehörcke Ruck»prache nehmen. Abg. C a l m a n (natl.): Ein Pfund Kartoffeln pro Kops und Tag ist zu wenig. Der Pessimismus, der heute einen großer» Teil unseres Volkes ergriffen habe, i»t auf die schlechte Ernährung im Frußrahr znrückzusülwen. Die Verteilung im Reiche ist zu unqlcich»D inawg durch geführt. Ter Osten sei weit bes»'er versorgt. Abg. Leun Bbd.) besck.oert sich über die Rücksichtslosigkeit der Verttauens^ marrner des Viehharidelsverbandes, die z. B. den Leuten trächtig^ Kn:.e wegnähnien, deren Schlachtung verboten sei. Die Aus Inh- ' rrlngsbesttmnmngerr über die .Hausschlachtunqen sind noch immer zu vermißen. Ministerialrat Sckliephake: Es ist richttg, daß 1916 Vieh m»s Hannover nicht gelieserl »vurde, jetzt aber ist eine befriedigende Regelung durck»geführt. Bayern und Württemberg als vorwiegende Ackerbauländer sind, daran könne man nichts ändern, besser' versorgt als nur. Lbuch bei uns steht das Land besser als di? Stadt. Den Vrebhandelsverbänden ist verboten worden, sichtbar ttäcftige Tiere abzurrehmen. Die Reifferung bittet, bei allen Fällen von Zuwider- lxrndlnngen umgeherid Mitteilung zu machen. Be» der neuen Breh- bei:andsansnalrnre ist die dNittvirkung von Ärndwirten vorgesehen. Schluß der Sitzung nach 1 Uhr. Nächste Sitzung Freitag. Die Tagung dürfte morgen m End? gehen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 26. Oktober 1917. Die Meldepflicht der HilfSdienftpftichtigen. Im Interesse eines jeden Hilfsdümstpflichttgen liegt es. genau »lber die »hm obliegende Meldepflicht Bescheid zu »vi,'sen. Kenntnis! der offen tlr-ck bekannt gemachten Dchtinranlungen wird von iedevt mann erwartet urid schuldl)afte Unterlassung der Meldung ist mit onderc Aufforderung, sich unter AussMimg einer Mel» befarte zur Hi! fsdienffstzimmnolle zn melden. Mdalickrst'genaue ?lns- füllmig des Formulars in bozug ans perschlliche und bernflickrc Per> hältriisft ist dringend ersvrderlich. Während sckmldhafte Unterlassung der twrgesckwiebenen Mck- düngen und Mcheilungen mit 5>afl oder Geldstrafe bis 150 Mack bestraft werden kann, sind »oissenälich unwahr Angaben bei der Mckldimg mtt siKfängnis bis zu 3 Monaten und Geld,'träfe bis !400 Mark zu besttaß-n. Uckber alle einschckägigen Fragen können die Olcksbebördcn l>in Hllfsdiensftrflrckftige»» Auskunft erteilen, außerdem be»bt bei der Kr»egsamtsstelle Frankfirrt a. Main eine besonder? ?b»Sknnftsst.'llc im DrenstgebLld? RLarienstrafe Nr. 17, dorr kann sich der .HilfS- dienstpflickttge täglich zwischen 8 und 11 Uhr vormittags v'p» sönlich, befragen. Bei z-u großer Enttzwmmg von seinem Wohnsitz kann ihm auck» säwiftlich Aruskmift erteüt »verden. Auszeichnung. Der Schütz? Hemrrch Schmidt ve»k yl« wutt>e mit den» Eisernen Kreuz ttveiter Klasse ausgei.nckaet ^ Obftverkan». Marge»» ffinmen bei der Städt. Obst' »^InnMtelle Brandpfttz III Aepsc! und Birne« torbwerse MM Verlauf. Dir Körbe si»rd mitzubringrrt. - AvSgabevonSükffvsf kEaMm-dl, bet Seit «mit 1-30. Nrivemllckr 1917 mtä rl?inicwi bet mm Öwreäbienft ©n&etufeitcit für I.-16. »**mfrerl917 &»ip. mc Ottober 1917 findet in den iE.- sten Tagen statt. Siehe Bekaimtma,ch>mig. 1* 4^/Er mmen sto ß. Am Mittwoch mittag. kurz nach 19 Ubr. strei; ein Wa^il der elektrischen Straßenbahn mit einem die Frankftmter Straße kreuzenden und in die Aliceslrnße ein- biegeriden Fuhrwerk zusamm^i. Das Fulirwerk wurde schwer demoliert und ieure Ladung. bestehend aus Kisten imd Paketen mit Biskmts für Gesang,enegmg teilweise in Trümmer. so daß ihr Inhalt s«h mtt die Stmße entleerte und von Kindern eifrig, qesmnmelt wurde. Zürn Glück rst niemand verletzt worden Wen Ke Schuld an dern Unfall trifft, ist noch nicht sestaestelltz Erenz Aus Wallernliausen bei Nidda wurden dem Roten ftteu* zur Verwendung für die hiesigen Lazarette 73 Tüpfe Zruettchen-^lnd Birnmus, 9 Glas Gelee, 17 Flaschen Beeren- % Znwn Aepftl, 20 Pfund Gemüse, 5 Kurbisse, 600 Gramm Dvrwbst, Butter und Handkäse übergeben Gs ist, ein schaues Zeichen von Gemernfrnn der (Gemeinde, daß sie trotz der holien Preise mit einem Teil ihrer Obsternte die Ber- nmndeten m^den hiesigen Lazaretten bedacht hat Tie Gaben wurden von Lchulttnderir unter Leitung des Geistlichen persönlich überbracht, die dabei noch ftisches Obst, Zigaretten und sonstige Erfrischungen an dre Verimmdeten im Lazarett Alte Klinik direkt abgaben. ** Die LandeSsynode wird,voraussichtlich am Mittwoch. 7 Nov . zu erner kurzen Tagung zusammentreten, für die neben einer geschäftlichen auch eine feierliche Sitzung zum Gedächtnis der Reformation vorgesehen ist. ** Einschränkung des militärischen Urlaubs Ein Erlaß des Kriegsministers v. Stern verfügt, daß aus militärischen und ver'kehrstechnischen Erwägungen sofort eine tunlichste Emschränkung des Urlaubs aller Mitttärpersoneu zu erfolgen hat. Namentlich wird an Angehörige des Heimatheeres nur noch in den dringendsten Fällen (bei schweren Erkrankuirgen und Sterbefällen), die durch, Beicheinigung der zu ständigen Behörden nachzuweisen sind, Urlaub gewährt. ** Beseitigung von Transportstörungen. Alus die diesbezügliche Verordnung des stellvertretenden Kommend. Generals des XVIII. A. K. in heutiger Nummer wird hingetviesen. ** Das Kreisblatt Nr. 181 enthält Verordnungen über: Höchstprme für Schwefelsäure und Oleum. Aufkäufer für Weiden. Verkehr mit Eiern. Abhalten von Viehmärtten, Bezug der bestellten Nährmittel. Verarbeitung von Kartoffeln, Zucker- «rbvcruätsregelung. Bureaukosten der Bürgermeister, Feier des GeblMsiesbes Sr. Kgl. Holieit des Grvßherzogs. Landkreis Gießen. -Ä- Bersrod, 26. Okt. Wehrmvoclr abend die 14jährige Tochter des Bahn- g ^ utmann von einem Perfonenzuge überfahren und loport getötet. ^ Ockstadt, (Oberh.) 25. Ott. Aus der Versammlung des velslscheu Bauernvereins in Friedberg wurde lebhafte Klage über vre ^rwustimg der hiesigen Gemarkimg durch große Rudel Hirsche geführt^ Oft wurdeir Rudel von 40—50 Tieren gesehen, die werte Strecken von junger Saat abfraßen, so daß vielfach kaiim me Aussaat eingeerntet werden konnte. Starkcnburg und Rheinhessen. r ' D^l.r m st ad t, 25. Okt. Zwei jugendliche Arbeiterinnen hatten in einem hiesigen Oieschäfte sich mit ztvei dortselbst beschäf- ttgten französischen Kttegsgefangenen in einen zärtlichen Brief- wechsel erngelasjen. Ties hat der einen eine, der anderen drei Woche,! Haft vor dem Schöffengericht eingetragen. Sie hatten Berufung eingelegt, besannen sich aber vor Eintritt in die Verhandlung eines besseren und zogen ihre Betrusung zurück. — Weg eit Anes Vcngehcns nach § 175 des Str.-G.-B. sowie wegen einer Leliensmittelkattenfälschung erhielt ein lOjähriger Invalide aus Lampertheim 2 Monate 2 Wochen Gefängnis. — Zwei Arbeiter, Vater und Sohn, aus Eberbach entwendeten in Gammclsbach einen Zentner Kattofseln. Das Gericht nahm nur Notdiebstahl an und verurteilte den Vater zu eine Geldstrafe, der Sohn, der schon vorbestraft ist, erhielt zwei Wochen Gefängnis. I. D a r m st a d t. 24. Okt. Auf Einladung der deutsch-türkischen Vereinigung sprach Dr. Ti l l m a n n-Berlin über die wirffchast- liclen EnttvicklungÄmögtichkeitMi der Türkei. Ein sehr, reichhaltiges^ Lichtbildermaterial unterstützte die lehrreichen Msführungen. W. Z. Gimbsheim. 25. Okt. Aus dem Felde fand die Ehefrau Phil. Jak. Ochiacker einen großen Ballon ans gummiertem Seidenstoff, der die Aufschrift trug: „Deutscher Ballon, kann fofort vernichtet werden". Tie Frau >var aber so klug, daraus nicht her- etnzufallen; sie machte sofort Meldung und brachte den Ballon zur Ablieferung. W. Z. Worms, 25. Okt. Nachts wurden aus dem Lagerhaus der Firma S. Guthmann am Rliein. Hier, Ledertreibriemen. im Werte von etwa 3000 Mark gestohlen. ^Am selben Tage darauf sind in Mannheim durch den verheirateten Taglöhner Jakob Her- botb, geboren 1866 zu Oggersheim, wahnl>aft zu Frankenthal, solche Riemen bei einem Schuhmachermeister angeboten worden, der die Polizei sofort hiervon verständigte. In Begleitung des Herboth war lwch ein zweiter Mann, der inzwischen von der hieji-' gcn Polizei als der 31 Jahre alte, vielfach vorbcsttafte Taglöhner Iolrann Peter Rüben schul) von hier ermitteft wurde. Letzterer ivar, als die Sckvatzleute in Manuls im hinter ihm her waren, flüchtig gegangen, während Hi'rboth am selben Tage verhaftet wurde. Die gestohlenen Treibriemen ivurdeu noch am 13. d. Mts. in Praunheim zerschnitten zustarche gebracht und beschlagnahmt. Inzwischen kounte mich Rubenschuh hier festgeuommen werden. Kreis Wetzlar. ** Rvd heim a. d. Bieber, 2-).-Ott. Unteroffizier, Ofsizier- Aspiuant Höhn, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. Hessen Nassau. — Bebra, 25. -Ott. NaclMm erst zwischen Burghaun und Hüufeld durch Zerveistiug eines Güterzuges auf der Frankfurt- Berliner Strecke eine längere Verkehrsstörung enitslanden war, über- raimte gestern abend auf dem h-ichigen Bahnhof infolge falscher Weichenslellung ein ArbeiterMg den Prellbock eines Ablaufgleises'. Die Masclsine und der Packivaiien stürzten die Böschung hinab und tvurden sch.vw besclMdigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Tuxch den Unfall lvurde das Ausfahrtsgleis nach Frankfurt fast 24 Stunden grfpwrt. ra. Breidenbach (Kr. Biedenkopf), 25. Okt. Für die erledigte BürgermeistersLelle lvurde Pcaurermeister Llham Weigel gewählt und bestätigt. Fc. Cronbcrg, 26. Ott. Tie von der katholischen Gemeinde dahier seit langem angestrebte Rid)erlassung Barmherziger Schwestern von der Genossenschaft der Annen Tienstmägde Christi hac nunmehr die ministerielle Genehluiguug gefunden. ^ Frankfurt a. M., 26. Ott. Tie K-riminalPolizei hob in der Altstadt eine „Fabrik" für die Herstellung falscher Ausweis- papiere aus und verl-astete >deren „Inhaber", den Zimmerpolier Friedrich Dick und den Arbeiter Max Bayer. Die beiden Fälscher meldeten sich auf Gound der falschen Papiere bei fast allen hiesigen Brotkommissionen an: die hier erhaltenen Lebensmittelkatten verlausten sie dann gegen teures OTstd an hiesige Einwohner und vorwiegend an durchreisende Fremde. Im Besitz der beiden Betrüger fand man ;nxl) zalslreiche falsä>e Stempel und Papiere. — Ferner wurde der Buchbinder Adolf Lenscher verhaftet, der unter der Firma C. W. Lorenz Kaffee, Tee und Sch-kffade in größeren Mengen seilbot, sich das Geld im voraus zahlen ließ, aber niemals Ware lieferte. Lenscher hat auf diese Weffe mehrere tausend Mark erhalten. = Frankfurt a. M., 25. Ott. Tie Fahrpreiserhohlmgcn für die D- und Sch-nellzüge haben ans den Verkehr die beabsichtigte Wirkung ausoeübl. Von überfüllten Zügen ist keine )stede mehr. Viele Züge fallen so leer, daß sich ihr Betrieb nicht lohnt. Aus manchem Fernzuge steigen an den End:tation«n oft nur einige Fahrgäste ans. Dagegen weisen die Personenzüge, die die beglückenden Zuschläge vorerst nicht kennen, eine zunehmende Besetzung ans so daß die befürchtete Ueber-Ueberfüllung jetzt tatsächlich in manch-en Zügen der Hauptstrecken nun erngetteten ist. — Ter Son ntags verkehr wird nach dem Inkrafttreten der Winter- fahrp'änc am 1. November eine erhebliche (tzrnschränttmg erfahren, da zahlreich? Züge in Fortfall kommen. Es verkelpen selbst ans den Hanpttinien nur wenige Züge^ ^ „ ** F r a n k f u r t a M , 26. Okt. Wie man das K- B r o t ohne Schmiieriakeit wesentlich verbessern könnte, ohne die 94prozentige Ausmahlung anszugeben, zeigt ein Ber,uch der: Bockenhnmer Brotfabrik Die Fabrik hat einige K'-Brote mit Hefe hergeflettt: das Ergebnis ist ein gut ausgebackenes Brot von angenehmem Ge- schmack. 26. Ott. Im nahen T-orfe Kassel wurde dem Gemeinderechner daselbst am lallen Tage 950 Mark Ge- meindeg-elder aus dem nickt verschlossenen Kane-ffchrant gestohlen. In der Kasse befanden sich im ganzen 7000 Matt. -- Hünfeld, 26.Ott. Ztmschen hier und Burgharm riß die Kiippclimg eines tabvätts fahrenden Güterzuges und ließ einen Teil ans offener Strecke zurück. Als der' Z»lg nach kurzer Zert von einem Balürwätter tzum Sieben gebracht wurdc. iubr die inzwischen bermigerollte letzte Hälfte auf die vordeoe entgleiste erne Anzalü Wagen und sperttei, beide lölckft mchezu b Stundein Mew- schenleben kamen nicht zu Schade n Di;rch den Unfall erlitt bw Verbindung Frauttutt-Berlin empftndluhe Stonmgen ra Idstein 26 Ott. Dem Kano-mer Hemrich Feix wirrdc von dem Kaiser das Eiserne streuz eigenhändig übm:elcht Marburg. 25. Ott. Für den Kreis Marburg sind die Kleinhandelspreise s-ür Weißkraut aus 10 Mk., für Rotkohl und Möhren auf je 12 MV. und ftlr Zwiebeln auf 18 MV. der Zentu» festgesetzt worden. — In der Stadtverordnetensitzung wurde jetzt der nach ttirzlich erfolgter Ablehnung aus kriegswtttschaftlichttil Gründeii nochmals eingebrachte Antrag, die. Straßenbahn an die Gütervettadestelle anFuschließen, angenommen. kirchliche Uachrlchtei». Lonuaeittche v-emelNüe. Sonntag, 28. Ott. Gottesdienst. I!n der Stadtkirche Bonn. 9VZ: Pft. Mahr; 11: Pft. Schwabe; nachm. 2: Kinderk. f. d. Matth.-Gem. Pft. Mahr: ubds. 6: Pwf. v. Schian. — Ai der Johanneskirche. Vorm. 9^: Pft. Bechtolsheimer: 11: Kill derk. f. d. Luk.-Gem. Pft. Bechtolsheimer: abds. 6: Pft.-Ass. Lic Reuning. — Kirchberg. Vorm. 10: Feier d. Erntedankfestes. hl. Abendm. f. Daubttngen u. Ruttershmrsen. Koll. f. d. Hess. Sol datenheim. Mitttvoch, 31. Ott. Refvrmation s ju b i l äum. Kolt. st d. Wiederaufbau der durch den Krieg geschädigten deutschen evang Kirchengem., rnsbes. i. d. Schutzgeb. u. i. Ausl. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 9^: Pft. Schwabe: 11^: Jugend- gottesd. Pft.-Ass. Lic. Reuning: nachm. 2: Kinderk. st d. sVark. Gein. Pft. Schwabe: abds. 6: Liturg. Gottesd. Pft. Mahr. In der Io Han nes kirche. Vorm. 9y 2 : Pfr. Ausfeld: 11'1: ^ugendgottesd. Pfr. Bechtolsheimer; uackim. 2: Kinderk. st d. Ioh. Gem. Pft. Ausseld; abds. 6: Siel)e Stadtkirche. — Kirchberg. Voriu. 10: Gottesd. zum 400jähr. d. Resonn. Kollekte. 11: Pstanzen einer Gedächtnislinde: 11'I: Kindergottesd. .Kvll. Danbringen. Abds. 8: Kriegsbefftunde. Dekan Gußmmrn. Katholische Gemeinde. Samstag, 27. Ott., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht) Sonntag, 28. Ott., vorm. 6>/ 2 : Gel. z. hl. BeickU: 7: Hl. Messt 8: Aust. d. W. Komm.; 9: Hochamt m. Prcd.; 11: Hl. Messt m Pred.: nachm. 4: IÜngl.-Kongr.: 6: Ehristenl., daraus 8wsen kranzand. m. Segen. Dienstag u. Freftag, abds. 6: Rosenkranzand m. Segen. — Diaspora-Gottesdienst am 27. Ott.: Grünberg 9' .- Hungen 91/2, Lich 8. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Süd'« Anlage). Samstag, 27. Ott. Vorabd.: 5.00: morg.: 9.00 Predigt ^ abds.: 5.25 u. 6.00. — Israelitische Religionrgesellschaft. Sabbat sei er am 27. Ott. Freitag abd.: 4.45: Sakustag vorm.: 8.30; nachm. 3.30; Sabbatausgang: 6.00. Wochen gottesd.: morg 7.00, abds. 4.30. vermIfcHte». * Roald Amundsen gegen Deutschland. Der be-^ kaimte Polarforscher Roald Amundsen überreichste der deutschen (Gesandtschaft in Kristiania seine deirffchen Orden mit folgendem Schreiben: „Sr. Exzellenz dem deutschen Gesandten in Kristiania Als iwrwegischer Seemann erlaube ich mft, meine dcmtschen Ordeai zurückzusenden den preußischen Kroneiwrden erster Klasse, die bayerische Luitpoldmedaille, sowie Kaiser Wilhelm? goldene Me daille für Kunst und Wissenschaft, als persönlichen Protest gegen den deutschen Mord an friedlichen Twrlv-egischen Seeleuten, zuletzt in der 9ftrdsce am 17. Oktober 1917. Ergebenst Roald Amundsen." Letzte Nachrichten. Die Gssensive am Zsonzo. Wien, 25. Okt. 2lus dem Kriegspressequartieg wird gemeldet: Italienischer Kriegsschauplatz: In mächtigem, unwiderstehlichem Angriff gegen die italienischen Linien wurde gestern uni 7 Uhr morgens die zwölfte der Isonzoschlachten eingelettet. In Treue veremt mtt den deutschen Truppen, die nun zum ersten Male Gelegenhett hatten, in den Kampf gegen den treubrüchig gewordenen einstigen Bundesgenossen einMgreifen, ging nach ein stündigem Vernichtungsfeuer unserer Artillerim die kampferprobt ten Fußttuppen des Erzherzogs Eugen trotz Schnee sturmes und Regengusses gegen die in uronatelanger Tätigkeit und in Anbe tracht unausgesetzter Angriffsgefahr aufs meisterlichste ansgcüaute Kampfstellung des Italieners vor. Ter Angriff stieß auf einen waclifcrmen Gegner, dem eiligst befohlen worden war,^ unter keinen Umständen auch mir einen Schrittbreit von den so blnttg er kauften Posiüonen zurückzuwcichen. So entbrannte ein er bittetter Nahkampf, der an manchen Sitellen über vier Stmiden währte. Um die Mittagsstunde war die Front der zweiten italienisck^en Armee an zahlreichen Dkellen zwi scheu dem schon nahe der küstenländisch«r kärntnerischen Landet grenze gelegenen Rombon und deni 10 Kilometer südöstlich vo?. Tolmein befindlichen Orte Auzza durchbrochen. Regimenter aus de.u österreichischen Alpenländern ivaren -es, die die feindlichen Ste! lungen am Rombon und im Ftitscher Becken im Sturm in Besitz na 'men und auf dem rechlen Jsonzoufer weiter nach Südwesteu Vordringen. Weiter ini Süden nmßte der Feind seine Schützen graben vor dem An st u r m d er Deu 1 s ch e n räumen. Vom (vc- birge nordwestlich des Krn aus drang ein mächtiger Varstoß weit nach Südwesten. Ein scharfer Kampf entbrannte um d? beherr scheuden .Höhen westlich und slidwestlich des Tolmeincr Isonzo knies, dock) gelang es auch lster den Unsrigen, unbestrittene Sieger zu bleiben. Die Wolterbachn Höhen sind in imserem Besitz. .Bei Auzza verloren die Italiener gleichfalls die das Tal beherrschenden Höllen. Die Kämpfe an der von hier mis gegen Süden verlausenden Hochfläche von Bainsizza—Heiligengeist siitt noch) nicht zum Stillstand gekommen. In dieses Qtebiet, wo großi Mengen des besten italienisch'N (tzeschützmaterials aufgetahren sind, und der Schießstand jedes Plänklers in Hinsicht auf die iimmtei brochme Kckmpftätigkeft vollständig ausgebaut ist, war die Rolle der Angreifer sehr erschwert, um so mehr, als Gewehre und Ge schütze des Italieners mit verzweifelter Heftigkeit arbeiteten. Dennoch gelang es uns auch hier. Grabenstücke zu erobern. .Gefangene cinzubringen und Beute zu machen. Die Kämpfe siird aber mrch hier in gtrnstigem Forffchreiten begriffen. In langen Kolonnen wurden gefangene Italiener längs der ganzen Front zu den .Kvm mandos eskorttert. Ihre Zahl dürfte 10 000 übersteigen. Auch Stäbe von Truppendivisionen und Jnsanteriebrigaden besinden sich unter den ein gebrachten Gefangenen. Die Sichtung der großen Beute, in Ider besonders schweres Geschützmaterial in großer Zahl hervor- tritt, kann erst später erfolgen. Lugano, 25. Okt. Die italienischen Kriegs- k0 r r e s p 0 n d e n ten berichten über eine außerordentliche Tätigkeit der feindlichen Artillerie in vielen Frontteilen vom Trentino bis zum Karst und fragen besorgt, lvv der Feind den .Hanptangriff Ausfuhren rverde. Bei ven aus^ gedehnten Artilleriekämpfen in Südtirol, in den Dolomiten, am mittleren und oberen Jsonzio sei eine Erkcnn-ung i'einrr Absichten bisher nicht möglich. Angesichts der vorgerückten Jahreszeit und der großen Terrainschwierigkeiken hält der „Seoolo" die Offensive allein auf deni Karst für inöglich Haag, 25. Okt. Die „Times" berichtet vom der italienischen Front, es seien dort ansehnliche deutsche Ber- stärkungen angekommen, und hinter der feindlichchi Front seien große Reserven zus ammenge stellt worden. Verschiedene ö'sderreichische Divisionen seien von ihrer Ruhe an ba russffchen Front zurückgeholt worden. DaS österrcickffsci> ungarische Geschützfeuer sei ungewöhnlich lebhaft. Die Stelle des großen Angriffs, den die DenffckMi und die Oester reichär vorbereiteten, sei grtt gewähtt, denn sie entspreche am meisten den Bedürfnissen des Feldzuges in dies« Jahres- zeit. LECIFERRIN nrossem Erfolq «d Erschöpfungszuständen,körperlicher un« geistiger Ueberanstrengung y 1 ' s/ ■ «MwftiAfnitfll Ueberall erhältlich, auch in Tabletteuform beauem vielfach m Lazaretten nnö Krankenhäusern angewandt. auf Reisen. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir mit, dass unser innigstgeliebter, unvergesslicher Bruder, Schwager, Onkel und Grossonkel Hen-Heinrich Geißler III. am 24. Oktober, nachmittags 3 1 /* Uhr, im 70. Lebensjahre nach einem langen, mit grosser Geduld ertragenem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Geissler V. Kirchborg, den 25. Oktober 1917. Die Beerdigung findet statt Samstag den 27. Okt., nachmittags 2 Uhr. 06692 Gestern entschlief nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegertochter,Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Schneider geb. Weis im Alter von 35 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schneider z. Z. im Felde und Kinder Utphe, den 25. Oktober 1917. 7gooD Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 3y 2 Uhr, statt. Gestern nacht 2 Uhr entschlief unerwartet infolge eines Herzschlages meine innigstgeliebte Gattin, unsere treusorgende Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwiegermutter und Schwägerin 06703 Frau Margarete Schneider geb. Becker. In tiefer Trauer: Friedrich Schneider, Bäckermstr. , Karl Schneider, z. Z. im Felde Emilie Schneider Familie Eiff und alle Verwandten. Leihgestern, Münster, Weiperfelden, Ostheim, 25. Oktober 1917 Die Beerdigung findet Samstag den 27. Oktober in Leihgestern nachmittags 2 Uhr vom Sterbehaus aus statt. i Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, sanft und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Louise Schneider Wwe. geh. Graf in die bessere Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Schneider. Giessen (Gartenstrasse 2). den 25. Oktober 1917. Die Beerdigung findet Sonntag den 28. Oktober, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. . 06(199 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giehen. ) ReichSunterttützuna. An dieientgen, deren Namen beginnen mit: A—H Mittwoch den 31. Oktober 1917 J—R Donnerstag den 1. November 1917 S—Z Freitag den 2. November 1917 Weitere Unterstützung (MietSzuschust). diejenigen, deren Namen beginnen mit A—H SamStag den 3. November 1917 J—R Montag den 5. November 1917 S—Z DtenSlag den 6. November 1917 c) An Vermieter, die Mietbeträge abbolen. Mittwoch den 7. November 1917. . Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr im Stadt- Haus, Zimmer Nr 7, statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt werden. 7881B Giesten, den 20. Oktober 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Städtischer «otznungtzvachweiS Stetzen, West-Anlage S1. ES sind ju verm ieten: 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zim m er n , S her» schaftliche Wohnungen von 6 Zimmern, 3 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit oder ohne Laden, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 2 Zimmer unier Mitbenutzung der Küche, 3 Ladenränme mit je 1 Zimmer, 3 Lagerräunie mit 1 Arbeitszimmer, 1 Lagerraum, 1 gröberes Fabrikgebäude, 8 möblierte Zimmer, 2 da-' von nebeneinanderliegend, 6 leere Zimmer» einige Stall» und Lagerräume mit Heuboden, 1 Wohnung von 2 bis 3 Zimmern in Bellersheim. 78868 Zu mieten gesucht: 24 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Zwecks Vornahme von Nevisionsarbeiten wird die Stromlieferung im Ueberlandgebiet am Sonntag de» 28. d. M. von vormittaas 8—11 Uhr eingestellt. Elektrizitätswerk und Strastenbahn der Stadt Giehen. Stolle. 78948 Ansgabe vonSiif;stoff(Saccharin.) In der Zeit vom 1.—30. November 1917 wird gegen den LiefcrungSabsctznitt 9 der Süststoffkarten II (blau) und gegen denLiesernngSablchnitt 6 der Sühstosskarten G (gelb) von den Sühstofsabgabestellen Süststoff abgegeben. Es gelangt ein Brieschen bzw. eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mil dem 30. November verliert der Abschnitt 9 bzw. 6 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerusenen Süststoffmengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werden. Giehen, den 25. Oktober 1917. 7884B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt) Zur Errichtung eines ständigen Entlade-Kommandos am blesigen GülerbaHnHose werden 30—40 Arbeitskräfte tMänner und Frauen! gesucht. Freiwillige 9.»Meldungen werden bei der Tranövort- auSgleichstelle, Stadtbauamt, Afterweg Nr. 9 von vorm. o—1 Hör und nachm, von 2—5 Uhr entgegengenommen. D e Beschäftigung gilt alö Htlssdtenst. Giehen, den 25. Oktober 1917. Ter Oberbürgermeister. _ TransvortauSgletchstelle. _ 7893B .. W Für alle Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Johs. Lieh VI., Förster i. P. sagen wir hiermit herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Friedr. Lieh, Metzger. Londorf, den 28. Oktober 1917. 7887 Geiacht lufttrockene 7895hv - — — ■«•■«.H IUKCIIC toai Himbeerblätter Brombeerblätt^r Weidenblätter r»oenbur»i»ch(* .\Mhrmlttelwerke G. ni. b. ff., Hfhwsrxenbek I. I,aiaenb«rff. Witwer. 41 Fahre alt, drei | Kinder von 9 16Jahren, in gnrer Stellung, sucht sich wieder »nt älteremMäddien oder Witwe »u verheiraten. Angebote unter 7878 an den Giehener Anzeiger. XVIII. Armeekorps Stellvertretendes Generalkommando. Abt. III h. Tgb.-Nr. 19 219/5476. Betrifft: Beseitigung von Tranportstörungen. Auf Grund der §8 4 und 9b deS Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1861 in der Fassung des cherchögesetzes vom 11 . Dezember 1915 bestimme ich für den mir unterstellten KorpSbezirk und — im Einvernehmen m,t dem Gouverneur — auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz: „ . 1. Die Gemeinden sind verpffichtet, auf Anfordern der KriegSamtstelle in Frankfurt a. M., der Kriegöamlneben- steue ui Siegen, der zuständigen Linienkommandanlur oder Bahnhofskommandantur zum Zwecke der Be- und Entladung von Eisenbahnwagen und der An- oder Abfuhr non Elsenbahngülern Wagen. Pferde, Fuhrleute und 'Mann- schäften an die ihnen von den genannten Behörden be- zelchnelen Orte zu stellen. 2. Halter ooer Besitzer von Pferden oder Wagen sind verpflichtet, aus Anforderung der Gemeindebehörde ihres Wohnortes dieser ihr Fuhrwerk mit Kutscher, ihren Wagen oder ihre Pferde gegen die ortsübliche Vergütung zur Verfügung zu stellen. - «V Jede männliche Person über 16Jahre ist verpffichtet, aus Aufforderung der Gemeindebehörde ihres Wohnortes gegen den ortsüblichen Lohn Arbeiten zu übernehmen, welche zur Vermeidung von Verzögerungen bei der Be- und Entladung von Eisenbahnwagen und der An- oder Abfuhr von Elsenbahngülern notwendig werden. 4. Die Heranziehung (Ziffer 2 und 3) ist auch an Sonn- und Feiertagen zulässig. 5. Die Gemeinden haben die Vergütung und den Lohn vorzulegen und können ihrerseits die Beträge bei An- tuhren und Beladungen von den Absendern, und bei Abfuhren und Entladungen von den Empfängern der Güter tm VerwaltungSzwangSverfahren wieder etnziehen. 6. Zeugniffe vonKrciS-oderanderen beamtetenAerzten befreien, soweit sie die Unfähigkeit zu der ausgetragenen Arbeit bescheinigen, ohne weiteres von der Verpflichtung zur Arbeltshilie. 7. Gegen die Heranziehung durch die Gemeinde sowie gegen die Höhe der von der Gemeinde festzusetzenden Vergütung steht die Beschwerde zu, die keine aufschtebendc Wirkung hat. lieber die Beschwerde entscheidet endgültig die für den Wohnort des Leislungöpstichltgen zuständige Gemeindeaus stchtsbeburde. - ^.-^uwiderbandlungen gegen Ziffer 2, 3 und 4 werden m t Gefängnis MS zu einem, Jahre, beim Vorliegen Umstande mit Han oder Geldstrafe blö zu 1500 Mark bestraft. Frankfurt a. M., den 11. September 1917. Der stellv. Kommandierende General: Riedel, Generalleutnant. Vorstehende Verordnung wird hiermit unter dem Hin- weis bekanntgegeben, dan die in derselben erteilten Befugnisse zur Heranziehung von Arbetiern der dem Stadt- bauamte, Astcrweg Nr. 9, ungegliederten TransportauS- gleichstelle übertragen ivorden sind. Giehen, den 23. Oktober 1917. 7880B Ter Oberbürgermeister: Keller. Vei'miWgSli I! Kaufgesiiche Pbus .ca tfrandl Nonen Büna 22 iBellevuetZim. m.n.ohneVer- pffeg. s. jede Zeitdauer. Lstit- lag- u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11687 Eins. möbl.Zimmer zu verm. 0666 6 Wcidcngasse 8. Einfamilienhaus sucht Walltorstr. S4,1. 5—6 Mark pro Pfund zahle ich für ansgekäramte Frauenhaare. 7814 Siiskind, Neuenweg 29. Uhren auch zerbrochen, kauft und tauscht Uhrnaeherel Ob Koch. Mühl »raste 2. 06543 fcieere Kisten kauft Otto S chaaf, SefterSw. 8S. Gebrauchte SLedsslmosehlitz und viokwarLmllülv zu kaufen ge> Kroüiorkor 8!r. ö p. Von abends 5—10 Uhr zuvttläif. ültem Miniii gesucht. Näheres bet 7898 Schmidt, Mäusburg 16. Schuljunge zum Austragen gesucht 06702 Neustadt 12 . Fi'aaileiBi für Bureau gesucht. Stenographie und Schreibmaschine perfekt erforderlich. 7891 Schön & Co. JnnaeS, gebildetes Fräulein z. Beaufsichtigung eines 6jährigenKindes,sowief. eins. 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