m. 25 \ Erster Blatt Der Gtrtzener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: -letzencrHamHüilblätter, Hrcisblatt sßr den Kreis Sietzen Bezugspreis: monatl. 1 All.. viertel- jäürlich 3 Mk.: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. A) Pf.: durch die Post Mt. 3.— viertel- jähri« ausschl. Bestellst. Ferrrsprech - Anschlüsse: Ü.rdieSchrittleitungH2 ZranNurt a.m"nL86 Verlag,Geschättsstelle51 ^ * w,UMb Anschritt für Dratitnach- T _ . . . ^ richten: Anzeiger Giehen. <>Mi!Mg§rUNdöruck U. Verlag: VrÜhl'sche lbt. Jahrgang Donnerstag, 25. Oktober I9tl Postscheckkonto: -Anzeiger für Oberhe Umv. Such u. Steiudruckerei Ü. Lange. Zchrifttettung, GeschästrjteHe u. Druckerei: Zchulftr. 7. Vankverkehr: Gewerbebank Siehen Annahme von Anzeigen \ die Taaeönummer bis zmnNachmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20Pf..für auswärtige 25 Pf., b. Plntzvoffchrist 30 Pf., für Reklamen 75 Pi. bzw. 90 Pf., nebst 20°/oTeuerungszuschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. (Äoetz; Stadt und Land, Berauschtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzetgenteil: p. Beck; sämtlich in Gießen rohes Hauptquartier Oktober. MTB.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In Flandern drängten unsere Truppen durch Gegenangriff den Feind völlig aus dem in u n se r e r A b w eh r za ne n o chb e s e tz t e n S1 r e i fe n ^mSüdhangedesHouthoulsterwaldeszurück. Gefangene blieben irr unserer Hand. Im Kampffelde von Draaibank bis Zandvoorde nahm nachmittags das Feuer wieder erheblich zu. Neue Angriffe erfolgteir nicht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Franzosen begannen gestern in zwei Teilen einen Gwtzangriff am Che min des DLines von dem Ailette- srmrd, nördlich von Vauxaillon bis zur Hochfläche nördlich von Paissy (25 Kilometer). Dre vormittags südlich des O i s e - A i s n e k a n a l s sich entwickelnden Kämpfe führten zu schwerem, wechselvollem Ringen zwischen der Ailette und den Höhen von Ostel. Der frühmorgens gegen Misere durch sechstägiges heftiges Feuer zerstörten Linien anstürmende Feind fand starken Widerstand und kam wegen schwerer Verluste nicht vorwärts. Erft einem später nach neuer Vorbereitung geführten und durch zahlreiche Panzerwagen unterstützten Stotz frischer französischer Kräfte vom Westen her auf Allemand, von Süden h.r auf Chavignon gelang es, in unsere Stellung einzubrochen und bis zu diesen Dörfern vorzudringen. Dadurch wurden die dazwischen liegenden Stellungen unhaltbar. Bei der Zurücknahme der Truppen aus den^ in der Front zähe gehaltenen Linien mutzten Mich vorgeschobene Batterien gesprengt und dem Feind überlassen werden. Die Franzosen drängten scharf mch. doch wurde durch das Eingreifen unserer Reserven der feindliche Stotz nördlich von Pinon bei Daudesson und dem hart umkämp.ften Chavignon aufgefangen. Weitere Fort- Matte blieben dem Gegner versagt. Die gleichzeitig auf der Hochfläche beiderseits des Gehöftes La Rohere (südlich von Filain) eingesetzten Angriffe mehrerer französischer Divisionen scheiterten trotz wiederholtem Ansttrrm unter den schwersten Verlusten. Abends schritt nach mehrstündigem Trommelfeuer der Feind zwischen B r a y e und Ailette zum Angriff. Zweimal stürmte:» dort seine Truppen tiefgeglicdert vor. Im Ab- »vehrfeuer und stellenweise in erbittertem Nahkamps brach an dieser Front der Stotz der Franzosen völlig zusammen. In örtlichen Käurpfen setzte sich die Schlacht bis ttef in die Nacht fort. Sie ist bisher nicht wieder aufgelcbt. Unsere Truppen haben sich heldenmütig geschlagen. Auf dem östlichen Maasufer spielten sich tagsüber südwestlich von B e a u m o n t größere Kämpfe ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Rigaischen Meerbusen und der Düna nahmen wir in den Nächten bis zum 22. Oktober ohne Störimg durch den Feind unsere in breiter Front vor die bauptstellungen weit vorgeschobenen Sicheriingstruppen zurück, die in-erfolgreichen Gefechten den Russen den Einblick in unsere Hauptstellung seit Anfang September verwehrt halten. Mazedonische Front. LeÄhafte Artillerietätigkeit nur westlich des Ochrida- stes und vom Wardar bis Doiransee, wo Vorstöße der Engländer abgewiesen wurden. Italienische Front. Die Gefechtstätigkeit in Tirol, Kärnten und am Jsonzo sist Merklich aufgelebl Deutsche Artillerie hat in den Feuerkampf einstsgriffen. Deutscheundösterreichisch-ungarischeJnfan- 1 e r i e hat heute morgen bei Flitsch, T o l m e i n und im nördlichen Teile der Hochfläche von B a i n s i z z a die vorderen italienischen Linien genommen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin, 24. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) Zn Flandern starker Feuerkampf, am Chemin-des- Dames nur geringe feindliche Artillerietätigkeit. Die Franzosen haben ihren Angriff nicht fortgesetzt. Im Osten nichts von Bedeutung. Air der italienischen Front nimmt die geniein- sanre Angriffsoperation den beabsichtigten Verlauf. Bisher sind einige tausend Gefangene gemeldet. enfwe gegen Er hatte nicht nur Truppen genug, um das glorreiche Unter- nehmen gegen die Inseln vor dem Rigaischen Meerbusen ernLuleiten, sondern er konnte zugleich zum Schlage nach Süden ausholen. So hat er nicht nur die strategische Initiative behalten, sondern er übt wieder einmal seine die Ueberlegerrheit der Zentralmächte enthüllende große Spannung auf die Gegner aus, was qv jetzt tun werde und was er nicht tun werde. Asqiuith und 'Erey reden. Bon unserer Seite aber geht jetzt statt Friedensrederei eine Drohung mit Taten aus. Es ist überaus nützlich, daß die neue Offensive gegen Süden hin in die italienische Kabinettskrisis hineiir- spielt! Was sich offen und deutlich kundtut, ist dies: unsere Fronten im Osten können, wenn sre auch natürlich noch nicht frei geworden sind, doch wegen der Ungefährlichkeit des russischen Wider st and es mehr und mehr abgebaut werden, und die freigewordenen Kräfte sind als Trümpfe Htndenburg und Ludendorff in die Hand gegeben. Die Lage ist neu und interessant, und wenn wir den Eindruck voll bewahren und auch nach außen hin fördern wollen, so müssen unsere innerpolitischen Krakehler zur Ruhe verwiesen werden. Denn wenn es vor. ein paar Wochen unvermeidlich war, daß die Parteien sich regten, Erörterungen gepflogen, Forderungen gestellt wurden, so ist dies jetzt entbehrlich nicht nur, sondern unfruchtbar und schädlich geworden. Mit berechtigtem Spott geißelt auch die „Köln. Ztg." das Gebaren der Kanzlerstürzer und -Sucher, die erregt auf ihren Kandidatenlisten herumtasten und sich in immer größere Verbitterung verlieren. „Eines der Blätter," so schreibt die „Köln. Ztg.", „schämt sich sogar nicht, das deutsche Nationalgefühl vor dem Auslande so zu pvostituieveii, daß es sich zu behaupten erdreistet, Herr von Kühl mann, der Staatssekretär, den der Kaiser ernannt und berufen hat. sei der Kandidat Englands für das Kanzleramt. Aehn- lich wenn auch weniger rauhbering, sondern vorsichtig in Wadenstrümpfen .— Ersatzware — marschiert die Linke auf. In hübscher Selbskironic hat das der Berliner Vertreter der Frankfurter Zeitung in diesen Tagen geschildert. Die Anwälte dieser Richtung nennen sich bekanntlich auf Grund des zum Spott des Auslandes gewordenen Friedensbeschlusses vom 19. Juli stolz: Tie Mehrheit. Diese Mehrheit, so sagt die „Frankfurter Zeitung", sei weit davon entfernt, für sich das Recht in Anspruch zu nehmen, aus ihrer Mitte einen Kanzler zu bezeichnen, sie sei viel zu Bug, sich eine solche Verantwortung aufznbürden, sie taste das Recht des Kaisers zur Ernennung des .Kanzlers nicht an. „Aber," so fährt sie fort, — es ist der demokratische Pferdefuß, der mit diesem Aber das Kaiserrecht zu Boden tritt — „sie setzt voraus, daß, ehe er ernannt wird, man sich, was ja auch die Klugheit gebieten sollte, mit ihr in Verbindung fetzt, um zu hören, ob sie glaube, daß, der zunt leitenden Staatsmann Bestimmte mit dem Reichstag wird gedeihlich tziusammjenwirkcn können." Man sieht: rechts und links Hose wie Jacke, oder gehüpft wie gesprungen, würde der Schwabe sagen. Angesichts dieser Aristvkrati- sierung von rechts und solcher Demokratisierung von links, die beide auf die gleiche Absicht himruskommen, der. Krone den Willen einer Meinungsriclxrung im Volke ansznzwingen, sei daran erinnert, daß die Verfassung dem Deutschen Kaiser die Besetzung der hohen Staatsämter Vorbehalt, daß somit die Versuche beider Richtungen, die Krone in ihrer Entschließung zu beeinflussen, gegen den Geist der Verfassung verstoßen. Wir sind bisher in Deutschland gerade mit dieser Verfassnngsbestimnrung nicht schlecht gefahren: jedenfalls sind die Zeitläufte nicht dazu angetan, ste zu ändern. Gerade unsere parlamentarischen Zionswächter, die sich jetzt so ängstlich um die Volks- und Parlamentsrechte bemühen, sollten sich hüten, an dieses bewährte Kronrecht zu rühren, sollten wirklich zu llng sein, eine moralische Antwort zu übernehmen, die die Verfassung der Krone aufbürdet, und die diese wie bisher auch sicherlich weiterhin zu tragen bereit ist. Wenn der Kaiser nicht den Mann findet, der dit Zügel in der Hand behält — das ist das Geheimnis der Lösung dieses gordischen Küotens — die „Mehrheit" wird ihn sicherlich nicht finden, denn die Parlamentsherrschast, wie wir sie jetzt schon genossen haben, hat bewirkt, daß ihr Kandidat weiteren Kreisen des Volkes von vornherein verdächtig ist." Ern mmberbcrce$ Zeichen der Zeit, auf das wir längst gewartet hatten, ist jetzt erschienen; vorerst n-och wie ein milder Strahl von Morgendämmerung: Deutsche Truppen haben mit unseren Bundesgenossen am oberen Jsonzo die Offensive ergriffen und schon am ersten Tage die vorderen italienischen Stellungen genommen, wobei annähernd 6000 Gefangene gemacht wurden. Wie groß die Angriffsfront und die Einbruchsstelle sind, wird noch nicht genau gesagt, wir erwarten mit größter Spannung die weiteren Ergebnisse. Bisher ist, nach dem amtlichen Abendbericht, der „beabsichtigte Verlauf erreichst' worden. Die italienische Presse facht sich Mut zuzureden, dort, in Italien, ist der Eindruck des neuen Geschehnisses natürlich am stärksten. Wir schauen auf diese Verteilung der deutschen Kräfte! mit um! so größerer Bewunderung, als eben erst gemeldet wird, wie ungeheuer !chd verzweifelt die Anstrengungen der Gegner in den letzten waren, unsere Front im Westen zu durchbrechen. Welch eine sichere Rechnung Htirdenbirrgs kommt du Mage! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Fm Bereiche unserer Truppen nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Bei Flitsch, bei To l me in mb im Nord teil der Hochfläche von Bainsizza-Heiliggeist brach öfter- reschisch-imgansche und deutsche Infanterie nach mächtiger Artillerievorbereitung in d i e i t a l i e n i sch e S t e l l u n g e i n. Albanien. Südwestlich von Berat und beiderseits des Devoli- Flusses kämpfen unsere Sicherungen mit Erfolg. Der Chef des Generalstabes. Die Bemühungen der Gegner im westen. B e r l i n, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Plan der Entente, im Westen durch wechselseitige, gemeinsame Operationen unter vollem Einsatz ihres gesamten, ungeheuren Kampfmaterials noch vor dem Winter einen entscheidenden Erfolg zu erringen, ist bisher ohne Ergebnis geblieben. Die mit kurzen Pausen sich folgenden, unausgesetzten gewaltigen englisch-französischen Großangriffe in Flandern, denen ein Erfolg stets versagt blieb, sollten das deutsche Westheer zermürben mnd mit seinen Hauptkräften an die flandrische Front fesseln. Hierdurch hoffte man für den lang vorbereiteten französischen Angriff die Sicherheit eines entscheidenden ErßKges zu haben. Nach den vier blutig zusammengebrochenen engllschen Angriffen in Flandern im September und Oktober schien der Tag der großen englisch-französischen Aktion gekommen. Die Zeit drängle. Mit einein Tag Vorsprung setzte der Engländer in Flairdern am 22. Oktober seinen neuen Groß angriff, der mit einer blutigen, vollkommenen Niederlage endigte. Der schmale Streifen unserer zerlrommelten Abwehrzone, der am Südrand des Houthoulster Waldes noch von dem 22. Oktober in englischer Hand geblieben war, ist fast gänzlich durch wuchtige Gegenstöße zurückevoberl. Zu den ungeheuren blutigen Opfern der englischen Armee sind erneut schwerste Verluste getreten, und dem Angreifer wurden außerdem bei den letzten Angriffen einige Hundert Gefangene und eine große Anzahl Maschinengewehre abgenominen. Während nach dieser vollkommenen Vereitelung englischer Hoffnungen starker Artilleriekampf, von heftigen Feuerstößen begleitet, in Flandern anhielt, brack) am Morgen des 23. Oktobers, nachdem durch sechstägiges, schwerstes Feuer unsere Linien völlig zertrommelt lvaren, der Franzose in einer Breite von 25 Kilometer von Vauxaillon bis zur Hochfläche nördlich von Paissy mit gewaltigen Massen zum Angriff vor. Ihre Hoff nung, infolge der vierteljährigen Kümpfe in Flandern nunmehr hier gegen eine schwächer besetzte deutsche Front ihre weitgesteckten, entscheiöeuden Ziele erreichen zu können, wurde bitter enttäuscht. Auf der ganzen Front von Vauxaillon bis zur Hochfläche nördlich von Paissy wurde der Angriff abgeschlagen. Nur ein lokaler Erfolg war ihnen beschieden. . In den schweren Kämpfen des Vormittags zwischen Aillette und den Höhen von Ostel konnten die Franzosen infolge der sofort ein tretenden ungeheuren Verluste und des hartnäckigen Widerstandes nicht vorwärts kommen. Trotzdem gab der Entscheidung suchende Gegner seine verzweifellen Versuche nicht auf. Nach erneuter sehr ernster Feuervorbereitung warf er frische starke Kräfte und zahlreiche Tankgeschwader rücksichtslos aufs neue von Westen auf Allemant von Süden auf Ehevignon vor. Erst dem zweiten Angriff gelarrg es, unter schwersten Berttsitem in Unsere Stelllmg ein- zrrbrechen und die genannten Dörfer zu errcicherr. Während hier der Gegner er neu Erfolg von totaler Bedeutung er rangen hat, scheiterten gleichzeitig wiederholte Angriffe mehrerer ftanzösischer Divisionen auf der Hochfläche beiderseits des Gehöftes La Rohere restlos und rmter j chversten Verlusterc. Desgleichen brachen am Abend nach mehrstündigem Trommelfeuer zwischen Braye und Aillette ttef- gegliederte zweimalige Massencmgriffe der Franzoserr im Feuer uird Nahkampf blutig zusammen. Bis ttef in die Nacht setzten sich Einzellämpse fort. Am 24. Oktober ist die Schlacht bisher nicht wieder aufgelebt. Der Heldenmut und der tapfere Widerstarrd unserer deutschen Westtruppei» haben an diesen beiden Tagen sowohl in Flandern wie m der Aisni wiederum die Hoffnungen unserer Feinde völlig zunichte gemacht. 4 Wie falsch die Rechnung der Engländer und Franzosen von einer völligen Fesselung deutscher Kräfte in Flandern war, geht aus der Meldung hervor, daß während diese» Großkampft in Flandern und an der Aisne cmn Morgen dei 24. Oktober im Verein mit der österreichisch-ungarischen Armee deutsche Truppen bei Flüsch, Tolmein uud am Nordteil der Hochfläche von Bainfizze die vordersten italienischen S t e l l u n g e n^genommen haben. Französischer Bericht vom 23. Oktober, abends. Nördlich der Aisne entwickelte sich ein Angttff, den wir mt Morgen cmsetzten, in außerordentlich glänzeirden Bedingungen. Trotz des Nebels und >des Regens griffen unsere Truppen mit wunderbarein Ungestüm die furchtbaren Anlagen des Feindes an, die voic den besten Truppen Deutschlands verteidigt wurden und v-on zahlreicher Artillette unterstützt waren. Iw ersten Schivnng nahmen unsere Soldaten die &ort_ den Steinbrüchen Frnty und Bohery begrenzte Linie. Bald darauf fiel das Fort Malmaison in unsere Hände. Weiter, vorstoßend gaben unsere Truppen Beweise ihws unwiderstehlichen Stoßes. Sie warfen den Feind aus den Steinbrüchen v-on MontparNasse, die zum Teil dicrch schwere l^ranater aufgewühlt ioaren. Auf unserem linken Flügel ging das Vorrückei mit demselben Erfolge lweiter. Die Dörfer Allemand und Va'u- desson blieben in unserer Gewalt, während zur Rechten unsere Truppen die Linie bis aus die beherrschenden Höhen voir Pargiry-Filain vortrugen. Im Zentrum schließlich drängten unsere Truppen frische Reserven des Gegners zurück »md bemächttgten sich in hartem Kampfe des Dorfes Chavignon. An diesem Punkte erreichte unser Vorrücken eine Tiefe von 3 Kilometern. Die Verluste, die der Fttnd inr Laufe dieses Kampftages erlitt, ivaren beträchtlich unL kommen zu denen;, !die dirrck) die Arttllettevorbereitung verurschtz worden waren. Die Zahl der bisher' gezählten Gefangenen übersteigt 7500. Unter dem enorrnen erbeuteten Material zählten wir 25 schwere rmd Feldgeschütze. Trotz des sehr ungünstigen Wetters erfüllten die Flieger in tapferster Weise die Aufgaben, die ihnen beiw^ Fliegen 50 Meter Wer den Linien zukamen. Die deutsch-öfterreichisch-ungarische Offenfive an der Jsonzofrönt. Wien, 24. Okt. (WTB.) Herrenhaus. Nach Erledigung der Tagesiordnung erklärte der Präsident Fürst Win- dischgrütz: Ich schätze mich glücklich, dem Hanse die Mitteilung Zjukonrmen zu lassen, die gewiß allgemeines fteirdiges Interesse ertvecken wird, wenn ich von vornherein erkläre, daß die Unterschrift auf der Mitteilung lautet: General Freiherr v. Waldstätten. Heute früh ergriffen die österreiche unaarischen und deutschen Truppen am oberen Jsonzo die Offensive. Die Operattoir nimmt, soweit Meldungen bis jetzt vorliegen, einen günstigen Verlauf. Vielfach sind die ersten feirrdlichen Linien genonimen und wurden bisher an 6000 Gefangene eingebracht." (Stürmischer anhaltender Beifall und Händeklatsck)en.) Der Präsident fligte hinzu. Das Haus nahm mit echt patriotischer Begeisterung von dieser Mitteilung Kenntnis, Gott segne unsere Fahnen auch ®°£. kLH« ste jum Neg gegen, diesen Feind (Neuerlicher stürmischer Beifall. HanLeklatschem.) Mchste Sitzung morgen. . . « ^ 1 e n * 1 Aus dem Kriegspressequartier wrro vom 24. Oktob-er abettbö mit geteilt: Die Operationen E Jsvnzo gehen günstig vorwärts. Die verbündeten Truppen hoben den Feind ans 30 Kilometer aus seiner ersten Stellung geworfen. Es wurden ermge Tauserrd Gefangene sowie zahlreiche Geschütze ein- Italienischer Heeresbericht Stellungen im Karstgebiet wurden gestern um 1 Ulyr Biano und am Misurina-See von dentsch-österreickstschen Adberlungeri sterk angearulen. Nach hartem Kampfe nrucke der mit sAvevm Verlusten zurückgeworfen. Ein vereinzelter ^ravenadichnitt blieb cvie Zettlong in »einen Länden, aber heute bei Tagesanbruch nmrde er von Sturnitruvpen wieder frommen Aus der übrigen Kampffront blieb die örtliche Kampfe ^lg^lt «rll^mern lebhatt. Am Ende des Cordevvle-Tales und am ^nqmrg des Padolatales wurden feindliche Abteilungen zurück ^schnitten der Front in den julischen Llpen plelt der Artcklerietalnpt tagsüber mit stärke an. Die Witte- nmgswrhaltnrsse b eg im fügten die Fliegertätigkeit. Zwei fernd- iuve Flugzeuge wurden von einem unserer Flieger abgeschlossen. l ! 7,lCU cv 31 - **“S*%® Flugzeug, stürzte bei Garaogo rnn erhalb unserer Lanen ab, das andere nördlich von Podlanka t»r unseren Stellungen. vsckcheOrgarlisvU.ivtt. (und erste gleiche Stellung dieser drei Instanzen der Kvmrnändos, der militärischen Emissäre und der Regierungs- crusschuffe können eine Armee schaffen, deren kriegerischer Geist und Kampftätigteit ims gestatten werden, den Vertretern des russi- ^chen^Volkes^in^dcr^näschslien gesetzgebenden Versanimlung zu sagen. 'ecken wird. Ich schließe das-' die feindliche kOGensive aufgckhalten wecken meine Rede mit der Vitt«, ist ihrem späteren Wirken der Tätigkeit der Regierung Zu helfen und mit ihr zusanrmienHuarbeiten . Fu der heutigen Sitzung l>at das Vorparlament einen Aus schuiz der nationalen Verteidigung gewählt, der sich aus 41 Mit gliedern Msammensetzt. Aus der italienischen Kammer. . * Ä o-° m ^ P?* . (WTB0 Agence Stefani: Der Ministe. ^5rnhrelt rn der Kammer eine Rcke^ in der er seine Politik verteüngte. ^aber kam er auch auf die V o r g ä n g e in £?«?.?* 5U und sagte u. a.: Man muß scharf zwischen S rfr 111 Turms und einigen Auffäsiigen untersckr-eiden. Turin »eDtfur uns einer der l-eüigen Orte der iralienisck)en Vatev- lMidsbegeiserung urch Unabhängigkeit. Dieser vereinzelten Episode stelle ich sünszehn Monate innerer Ruhe gegenüber, tüe trotz der von unserem Volke ertragenen Entbehrungen und Leiden niemals chcht mein Verdienst, sondern das des ita- ll emsch en Volkes. Ich habe nur das Verdienst, ein unbeschränktes te^ronen “ m Tugenden und die Vaterlandsliebe des italie- nischen Volkes gehabt. Meme Formel ist: Dem Staate jede Kraft und jegliche .lutorrtät zu erhalten, die notwendig ist, um in dem Kampfe cmszuharren u,rd nwvon das Dasein des Vaterlandes selbst adhangt, und glerchH-eittg alle unsere Freiheiten unversehrt zu bewahren. r ^ er n d ho f f t n i ch t m e h r a u f e i n e n m i l i- i - - Y - ‘ • + x tra r~ (■ * * ... X. . « ** i u . n u miii- tarj^tyen 0'i € g, er glaubt nicht mehr daran, unser durch Ge- nugiamiNt bewuiidernswertes Volk durch Hunger zwingen zu rönnen. Er vertraut nur noch auf seine närrische Wahnvor- uns Zwietracht säen zu können. Ich fordere alle VeranüEftchen zur Cnntracht auf. Tie größte Achtung vor J .bedeutet auch die größte Achtung vor den parlnmen- tarychen Ernnchtungen, besonders in diesem Augenblick ist das parlamentarische System das Houptelement unserer Käast Es ist «S? 1! i iert ?ff ^ sür das Heer die Fahne star^n Beichll ** ^ ^ un,ter während seiner Rede mehrfach ^ .„L.-A." berichtet aus Lugano: -i/ic S2 Mitglieder zahlende liberale Gruppe der Rech- Wmti* ^ ^ ^ ^ u t r u m beschloß gestern abend in ihrer in ^ abgehaltenm Veriamrnlung mit allen gege vier .das Mini sterru m zu stimmeii. D He- Iv^nuurg erwartet wvcken. da er als ent- icherdens für das Schicksal des Ministeriums anMsehen ist. Vas Vorparlament in Rnßland. Eine Rede Kerenskis. . del er s bürg, 24. O'kt. (WB.) Meldung der Petersburger TelegvavhewAgentur. Kerenski führt in setner Rede im Vor- w« stets der..Ansicht, ÜÄrÄ dem feSt beÄöf^T Steife i £?5- SfeiW 1 ' ^Eie erfolgreich il?re Pflicht erfüllen könne. Die schoache Er- zeugung der für die Verteidigung arbeitenden Fabriken und die Uuiloilung des Verkehrswesens lassen, sagte der Minister, in dieser Veziel-ung viel zu wünschen übrig. Man muß also den Arbeft.wn die urrumgängliche und gebieterisck)e ^Notwendigkeit, Tag und Nacht zu arbeiten eindringlich vorstellen, damit wir nicht im nächsten Zruplahr ichwacher dastehen als jetzt. Der-Admiral sprach darauf von den gegenseitigen Beziechrngen zwischen den O f f i z i e r e n und Matrosen und stellte fest, daß sie in Reoal normal, dagegen in vet»ingq ors sehr gespannt seien, wo Bruderblut vergossen worden sei. Aber die Schul) da'ür lieg^ weder bei der Ma trosen noch bei den Offizieren, sondern bei den Feinden des Volkes die seinen Untergang wollten. Zur Frage her Manneszucht Wer gebend, stellte der Admiral fest, daß diese Frage infolge der be wndei'en Bedingungen des Marinediensttes bestnders verwickelt sei Er hatte mft Vertretern der Beiatzimgen Besprechungen gehabt, de nm er die Norwendigteit vorgestellt habe, die Frage der Mannes- -! n ? u re ®4 Tl - D^ser Vorschlag habe bei den Matrosen lebhafte Aufnahme gefunden, die sogleich die ganze dringliche und vftale Notweitdigkeit begriffen hätten. Der Minister schloy mit den hoffe, daß die Frage der Manneszucht schließlich auf ver GuuEage des wechselseitigen Vertrauens zwischen Matrosen . 'Osst;raren Mi Bock aller Schiffe gelöst nncd, wie sie berefts l£r a 'fP}Q Schiffen durchgeftLhrt ist, die an den Kämpfen im Rigaischen Meerbusen teilgenommen haben." und die Monarchie antasten wollen, dre Zwietracht säen wollen zwischen Volk und Fürst, weit sie wissen, daß anders Deutschland unüberwindlich ist. Das zu verhindern, ist auch schon eure Aufgabe. Man rechnet aus euch. Berlin, 25. Okt. Der Reichskanzler empfing geltern den Gesandten in Christiania v. Hintze. Berlin, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Im verstärk- ten Staatshaushaltsausschuß des Abgeordnetenhauses er- tlarte heute der Vertreter des Ministeriums de^ öffentlichep e ^ ne allgemeine, sofortige Lohnerhöhung von 10 Prozent für d as Eisenbahn! w w. --..personal sei in Aussicht genommen ^daneben eine Erhöhung der Teuerst /gs- zulage für die in besonders teuren Ortschaften beschäftigten r . ® a , m ^ urg , 25. Okt. (Privattelegr.) Die dritte K'riegs- y ev See - Berufsgenossenschaft nahm am ^4. Oktober in Hamburg einmütig eine Entschließung 1X1 c ? ^ißl: Mit Inkrafttreten des der wirtschaft- uchen Zelunst des gesamten deutschen Volkes dienenden Ge- wtzes über die Wiederherstellung der deutschen Z . W e l ^ m o 11 e werden die Reeder allerdings unter er- heblichen. von ihnen selbst zu bringenden Opfern voraussicht- lmi in den ^-tand gesetzt, den Wettbewerb mit den übrigen wieder auszunehmen nach einem Frieden, der durch deutsche Macht und Kraft die Freiheit der Meere sichert und un £.^n^julrr freie, ungehinderte Entfaltung ge- hierbei ihre Augen im besonderen aMi aus den Rhein sowie aus Süddeutschland, und bewnen. daß e,n von Deutschland ganz p r e i s g e g e b e n e s Belgien eine B e u l e En g l a nd s w e rd e n , im besonderen ein neutrales Antwerpen, ein e n g l i sch e s A n t w e r - Pen fein wurde. hessischer Landtag. Zweite Kammer. 46. Sitzung vom 24. Oktober 1917. ^/bräsident eröffnet um 10Vs Uhr die Sitzung. Am Reme-- rungstisch surd die drei Minister anwesend Hess-en und die 7. Kriegsanleihe. . Bor Eintritt in die Tagesordnung erllärte der Finanz- m, NI st er: L.« Serr Präsidcitt hoi bereits der Getrugvning ülxr Die Ernte in Rußland. Berlin J^Okt. iWTB. Nichtmntl.^ Nach der Neuen Freien st Vif»Ml 91 —~TU kJ. «.I.il-t.J.. . rr-r * Ernte d^lsr- vom 21. Oktober abends ergibt die diesjährige russische in Snrocn, dah das Heer >»m Beginn c^r RevolittdOn an dreien Grundsatz angenommen und seft jener ^ettlLme Kundgebungen nrehr veranstattet !)at, abgesehen von einigen weni gen ^ TusnaI;men zur WbckerherstLllung der allen Re- Unglücklick-.Meise Mid doch sehr iuttürlichcrweise ba^i dre nach dem Staatsstreich auch rveit-erhiu ihre Offiziere rn Verdacht und diese mißbftligtreu ihrer st its meür ridlM- -e . . - Mlgbftligteu ihrerseits mehr oder wählbarer milftärischer Verbände ißTobta, das ich und meine Regierung zu lösen hatte, gerade darin, mese ernarcher feindlichen Elenr-enie' mitein- Eid fte zu regelmäßiger fruchtbarer Arbeit zu Bewogung Kornilows, veren unbeabsichtigter, Ergebnis die Lchroächuing der Organisation de« lchvecklicher SMag für - die Manneszucht und KamE^gkett der Armee war? Dieser Versuch-, smvie d^r mari- " E i stt s^e^ Aufstand rm Jicki wurden von der Regrerimg energisch isrterdruckt. der sich im Augenblick der Gefahr zahl rer üw Kreist ru'stichm T emo^ralle an schlossen. General A l e r e j e w stellte Erfüllung seiner Pflicht hin. Ich erhebe Widerspruch g«g.en diese Behaüpttmg. Es ist wahr, unser, bewaffneten Kräfte sind in Auslösung, aber u n g, aber die fättooktikm fat die bereits arffgelösst und in Vchffall befindliche zu schroei-gm verstanden'und fckwAgen mussten r^r lt ^ Dvoillarn-ation der revolutionären Regierung habeir die ^ tI7Lr ^^ en Traglnefte der Ereignisse nicht gänzlich bewußt waren, ohne Verständnis für die historischm ir» <§^otgetreide einen Minderertrag von 10 Millionen iPud-, an Hafer von 200 Millionen Pud. Dieser Aus- Zolles Sechstel der normalen Erträge aus, und geiltet dre für 1916 überaus schlechte Eimtelage Rußlands nahezu yottnungslos. Die irische Frage im englischen Nnterhans. London 24. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschcn Bureaus. Der Antrag Redmonds, der das Vorgehen der Regierung hinsichtlich der irischen Exekutive bemängelt, wurde mit 211 gegen 78 Stimmen a b g e l e h n t. Lloyd Ge- Es gab drei Drnge, die die Regierung in Irland orcti konnte. Sie konnte nicht gestatten, daß zum Aufstand gehetzt wurde. Die Regierung konnte nicht die Or- ganrsatwn einer Empörung zulassen, und drittens forderten d?e Siwnserner unumschränkte Unabhängigkeit für Irland. England kann aber unter keinen Uni ständen etwas Derartiges sur Irland gestatten. Lloyd George verpflichtet sich dafür, daß die Regierung ihren ganzen Einfluß aufbieten würde, Vorlage zur Annahme zu bringen, in der alles hinsichtlich der irischen Konvention durch Vertrag festgesetzt und zusammengesatzt werden soll. Md polftischm Aussichten die erwähntt Auflösung des Heeres ^rrch ihr rnchrchitssoses Vorgehen verschlimmert. ~ Jtfämwte dmnals. »hno ju 1?« ™" 9 ruchmen. vw traurigen Folgen bei begangenen Zu Fehlers, r^vmrk der Mivmrkuna i«Ä«ÄWÖ ecfeigten wir den Marotten Erfolg tm Fron und Juli. Diese Tage warm der größte Triumph der russisthen Revolution .Kurz danach ivurde, der Berräterstreich gegen die Revolution unsere Fvont u^rd .Heer und Heimat wurden Zeugen des Frevels von Kaluß und Tarnopol, der das Pvogram von Kischmen.i Mid dre Zeit^der zaristischen Regierung! Scit fmg die Unzusriedün^- yeuyett mit der neuen Regierung an, srchl bemerkbar — —- r - Die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten. ^o^^olm, 24. Okt. Nact) den Mitteilungen eines yreser Tage aus Amerika zurückgekehrten Schweden werden die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten immer schwieriger. Die Lebensmittelpreise in Neuhork sind unheimlich gesttegen, und Tausende von Schweden würden die Heimreise antreten, wenri es möglich wäre. Um sie ^rL ne t£ Xa T §^Msdienst zu locken, wird ihnen gewöhnlich versprochen, daß sie im Sanitätsdienst oder in der Etappe verwendet wurden. Später heißt es dann, daß diese Ab'tei- ^Sen vollzahlrg seren, und man steckt sie in die Fronttruvve Die Militärbehörden haben es auf die Ausländer besonders geschont^ €in9e ^ oren€U Amerikaner werden möglichst i»' Äersn»n7die s^snl r f ^ cgTrnm3 ^ Heer zu untergraben. Der Mann nei*> Sige > Age au? Ä waimcrt imb tat Mn; ruffi^pi Volke uni, u, Jcmrmi der d^inokratistlen Mehrheit bei ihr erklärt, er habe unmerrjickstiches möglich gstnm in der Geschichte und im hr in iÄnsehÄi^r Revolution reinem best in unten rmnrer verttetcn bat, gamächt und wir sind nicht Teile der BevÄkerung schwindet. In der Tat hat die Reaierunä geschaffen und die Todesstrafe -viederft Pt gestellt, ^re hat es aber rn dem Augenblick der surchtbarew a r X 28 ^ nickst nur der Ober kam mmidos oder- der I ciluarkviromffare, sondern aieck infolge des Drängens Ver Reglmcmgausichuise. Jetzt haben sich in der ganzen Armee für 0e “ in f H B s und wahrheitsliebende Lenw ^. -dmurtnng ff-simden. dir Bernntwortung, v. lt,1 7 ltn sondern diejenigen, die sie tferbnkeii. D. ckhtoend der langen Monate, in denen ichj das Kcieas- p,ö : lTO ^ wf)(rd ^' Mnbtwhmm »rnh rf. ^ri Jlc8 ’ erul i? 5tl ' ,rm m der 3tnn.ee M sestigen r b J^ b 'nr (,Iutfl " f> J2? aren *!* «-rnen. daß an allen Frenlen und m allen Armeen m6t eui (miVr siw-r.r^, t_. ..." T «r meinem System der Milftärverwalttmg feindlich aemnübm- sü^all^ni -t » ^^icn imtrr .Kornftow sollten cm n« attemüi mawf'pn zerstören, datz die Erzähl der Offiziere ^eaner und Fer.cke der rußffck^i Freiheit Seefrfeg, Neue N-Boot Erfolge. Berlin, 24. Okt. (Amtlich) An der englischen Westküste und in der Nordsee wurden durch eins unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Gevrm ileuerdings se chs D am p fer un d ein Seg ler mit rund 26 000 Bruttoregistertvnnen versenkt. Darunter befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Richard de Lacinago" (4000 BRT.) sowie vier bewaffnet englische Dampfer, deren Namen nicht f-estgestellt werden konnten. Der versenkte Segler hatte Koks geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. ^ 7. Kriegsanleihe Ausdruck gegeben. Zch'schließe nnch rhm cm. ch^as Ergebnis der 7. Anleih: bleibt mft 12> . Mit- lrardi'n nur- u-nr % <._ n.v_*r: . Vvozent lffnter t»er stärksten An leihe/der sechsten' zuruck Für festen ist das Verhältnis noch günstiger Mit einem feff-i 40 00 - 0 ,^ bleibt -es nur um 0M Prozent Himer ^ (Bravo).' rvobei zu beachten ist, daß diesmal ^b^chrer^ekl -wre früher an außerhessische Sammel- zentralen -abfloß (bes. Milftärzeichnungent. Ausdie Provinzen < & Mft ^.LMllivnen. RAinhqs«. ±6« aus^ . f,ri „ b 7 t .j6 c «:WfiWot togeÄeten)' auf^ wnsen gegen die vorige Anleihe. Oberbessen hat das frühere Ergeb- ^Lt Rheinhessen auch die Millionenerttäae aus dein Wern ^ssm hat rm vollsten Ataße seine Schuldigtet tBeifall.) Vollster ^ank gebührt allen, die mitTcwirkt ho- yj-stavi. &en, besonders der P re s.se, die trotz der'Schwier^ktiL,? mit Vertrauensmännern. Sie alle haben ^n Donk des Vaterlandes veckient. (Lebhafter Beifall.) ' Regierungsvorlage, betr. Teuerungszulagen. Ge«m'^ ^4 Dagesordmmg eingetreten, auf >der als erster Gegenstm.d die Krn-gstniermigsMlagri, für Beamte steten. ^taatvMiNltter v. Ewald dankt herzlich im Nainen der Rs-L 5S,^ bte erätette Mnigung im Interesse der Beamten. Selbst- 6 S) rf - tC bt - 3l Wf™ n '«' indem sie die Erwartung ans- M.ernunMt>er,cbiede,cheeten' nicht sir die Bollversamm. lotlten, das Recht des freien Meinung- 5^ inte^mden. Wir sind mit Ihnen der Ansicht, r“® _ et ™ Teuerungszulage gewährt werdeir mutz. Nnan^ministerDr. Becker: Ter Regiernngsvorschlag bejastete die Staatskasse lahrllch mit 2 907 000 M«k. Ter FinanztmUntz anf^l ^ ?Ä!lfen dar, die die aaben ÄÄ Algert. Für dieses Hahr würden die 8 £ > 00 2 ™arf betragen imd sich tm nächsten Jahre ans t;} ^ steigern. Zum Vergleiche dien, der Ausirand für ^^eantt«mMessernng 1914, die alles in allem nur 3 310 000 Teueriml^l^,^ ^icht an, II!,I Sie vor dieser Iwtwendiaen Teu«mrgszulage .aliziischrecken, sondern nirr. mn die Olröbe der Velasdmg darzutmi. Weiter können wir nicht gehen Wenn wir mcht dte Sätze der Beamten im Reiche, Preutzen oder Ä. ™ crmnert : d«K auch die Frieder,-gehälter %i SS wi? ^ Staaten nicht erreichen. Wollten mmehmen, so wäre em Mswand von über 5 'OiiI< iLEif, X Y 'Es«Mt etcuetwMcm nicht ..unruten bet: i-n ttuf Etergehende Berücksichtig « 5 ^ "„^^avdienst ^te^den würde 6 >/r Mllionen nach dm % bnvrischm Sä^eriM. “ ine Regaerrmg bie Verantwortung nicht über- nehmen die RTmÄ WeJSnanijcnutg der Vorlas .®? spr'ch: die juDerftdfHir icicie, liche K-M» tmKriege so glättend bewährt hlbe7'die - legten Lasten zu tragen rmstanl^ sein ivcrde. die ÄS, 2 F- P/‘ nn: Die Regientngsoorlageüb« von Knsgsteu-erungsbe i fntre11 cm staatliche Beamte, Aus dem Reiche. Eine Ansprache des Kronprinzen. 25 r ^ deutsche Kronprinz hielt bei Besichtigung der ferner .Heeresgruppe zugeteilten Inn g- ? e + Nhernprov lnz eine Ansprache und ^gte laut ,,Lok!nßfaff'uno n,-.^ S^gt^oerden kann. Ter Ausscherß aul^ mn dte S abststiedung sai förberu, bereits mit dem Ausschuß der Ersten' bmjäää»,!-* s« m (idj üftereinftimmertbe Ansichten kstqelegt'bnt Sluch diese IlebetmT» stttumuna der beiden Ausschüsse wird d^u fübrem dak die ui kürzester Frist zum ttzesetz et^hoben w^den kmm ^ Die Beschleunigung der Beratunq in dem Ansschnä trmr -"Ä.drmgtmd notweMg. denn/das atkZu 15 aw Cttaürt - «. so ge- machsett, daß schleunige Silfe e?sord^^e7schünt ^Die"frübe^ auch lich sowohl in der .höhe chz bis -u 4 ö 00 ^ ^ ^ ^ Beamten mit einem Gehaltssatz« *^' trrf a P Durchaus unzurerchnud kfferauogestellt Seit «ierb/ir»Ä^. i^Iwren Anwendungen «US Erheiratete von 100 Mark für jedes w f^lt traten, haben M di« nicht wlchen Zuwendungen absolut ausznkommen ,st. Deshalb hat die Regier,tag in ihrer kllk^mte^lcho^m^'A^ T" enoei^ daß nunmehr samten nffv.. mtt emiger wennpn, welche in den Besitz einer durch Repräsentaiwnsgehalt entschädigt sind AErungszulage kommen sollen. In der Tal imd deshalb der Not der Zeit, der ^m.ze, Lebensunterhalt für die Gesamt Nicht allein °lt.dies,.auch nötig. nnd deshalb r 2«W lt bis zu 4500 Mark Hab« W ^.berüchtchttgt worden sind, leiden nnter ^ S^fte^f '(Äekrt'Lste^st" ,- Mc & ßl > c -d'iangen. baß ^tssatzmr. bie feit dem 1. April 19)1 ÄSÄ' Hinweises auf das Reich. Prrus.cn g^^t^b^ZZ^te ^ tesaüs Ettegstmternngsbethilleni Auscvaden rxi n«>ffin w? 11 !! fl a r l ^ ^lbst an den lwtwcnpigcn /UlSgaven ermessen, wie der gesamte Lebensunterhalt in leinen ftrtfcn m btf Höhe gvqanaen ist. Es ist dabei bk örforgmS buvckAmo gervchtsvrtigt und muß bei der bemessencm Zulage in Verücksrchttsung gezogen ,verden, daß di.' Teuerung ihr Ende tcpcii nicht rrreitfjt hat und untere erhebliche Sleigerrrng bereits ringeNeien ist. seit die Vorlage erschienen ist," itrtb noch jeden. Tag emtrettn wird. Deshalb amr in den: gesamten Ausschuf; die einmütige tlÜberzeugung vorhanden, das; der Notlage der Beamten usw. schleunigst gesteuert 'werden müsse. Die Art. wie dies zu geschehen habe, zeitigte allerdings verschiedene Au'sfasjungen. Die Regierungsvorlage. die ich als bekannt rwraussetzen darf, sieht eine Einteilumg der Beamten in 3 Massen vor und beinißt die Aufbesserung für die Steller: der (Helwltsklassen 1 —10 der Aesownngsordnuilg auf 300 Ndark. 11—36 der Besoldungsordnung aut 400 Marck.^für alle übrigen Stellen der Besoldnngsordnung aus 300 Mark. er Beamte kann sich nach seiner Stellung in der .Besolvungsordlnung beroch um, wieviel er aitz Zamilienzuichuß zu erhalten hat: 400, 500 ober 600 Mark, jeder Lehrer erhält 500 Mark, hierzu kommt für jedes .Kind 100 Mark stnd austerdeni nach die eininalige Beilhilpe von 200 Mark. Tie Fürsorge für die in den Ruhestaird versetzten Beamten Und Dolksschullehrer. sonne der Hrnterbliieben-en dieser Personen lvurd< besonders im Ausschluß besprochen. Ihnen ein«; Anspruch dick dieselben Teuerungsbeihilfen zu geben, wie den im Dienst befindlichen-"Beamten, liest sich nach den erhobenen grundsätzlichen Bedenke;; undWrdersprüchen nicht durchführen. Auch in vern Aus- der Erstien Kämmer erhoben sich) gerade hier prinzipielle Einwendungen. Es blieb deshalb in der Fürsorge für sie nichts anderes übrig, als ist einem Erfuchien an die Regierung dringend, auf die Notlage der Pensionäre und Hinterbliebenen hinzuweisen und „zu verlangen, dast hier möglichste Angleichung an die Sätze liattsinde:, welche ^en Beanrten gegeben werden sollen. Dabei wurde, daran; hingewiesen, Vast gerade die früheren Staatsbeamten, die, Ajtwen wird Waisen bei ihren gekürzten Bezügen gerade in der jchigen Zeit in einer besonderen Nollage sich befänden und desvi HM, weitgehendster Berücksichtigung des Staates würdig seien, Md daß hier Zurückhaltung in der Hergabe von Mitteln absoluh wfrt am Platze sei. Die Kriegsteuerrmgsbeihllst erfordert in ihrer Durchführung «Übliche Stemmen, und es darf nicht außer acht gelassen werden, daß zum mindesten ein Teil dieser Summen dauernder Natur iß mw so schnell nichc abgedaa: werden kann. Es i,i mir wi er- toarteu, daß die Teuerung irr absehbarer Zeit zurückgehen wird, and deshalb habeii wir es hier mit dauernde;; Ausgaben zu tun. Tie Besoldumpsordnung, welckxe am 1. April 1914 in Kraft getreten ist, belastet das Land mit 3 Millionen Mack. Tie jetzige, ton der Regierung vvrgesckiagene KriegS'teneruugsbeihilse erfordert nach.de;; Bereckfnungen der Regierung anilähernd weitere 3 Millionen. Hierzu kommen min die von dem Finanzausschuß vorgeschla- genen Verbesserungen der Regiecnngsvorlage: Erhöhung des Fa- milienzuschnsses, jährlich 573000 Niark, Erhöhung der Kinüerzu- läge;:, jährlich 153 000 Mark, für Mllitürpersonen Kinderzulago mid die Hälfte des Familienzuschusses 522 000 Mark, Zuwendung ton 200 Mark an jede;; Beamten, soweit er verheiratet ist, und ton 1O0 Ntark an den Unverheiratete;;, einmalige Ausgabe 1411000 Mark. Das sind für unseren Staatshaushalt ganz er- hebliclw Summen, insbesondere die, welche als dauernde Leistimgen in Aussicht genommen werden müssen. Die staallick>en Finanzen müssen aber diese Summen aufbringen, in der Ueberzcugnng, dast sie dringend erforderlich sind, um der Not der Beamtenschaft wenigstens einigerrwaßen zu steuern. Ter Staat hat als vorbildlicher Arbeitgeber di edringende soziale Ausgabe, den in seinem Dienste befindlichen Personen solche Gehälter zu gemälfrleisten, daß diese ihren standesgemäßen und anständigen Lel>ensunterhalt hiervon zu bestreiten in der Lage sind. Die staatlichen Finanzen sind aber auch in der Ärge, dies leisten zu köiimni, und zivar sogar', ohirc zu Aulechen Zuflucht liehmen zu müsse;:. Tie Einkimste des Staates aus direkten Steuern und Holzgelvecn haben in den Kriegsjahren cine solch günstige Eiit- wickeiung gekommen, daß ans diesen lcrustnde;: Mitteln die gesamten Ausgaben für die Boanttenschaft bestritten weiden können. So fwfteu die Einnahnwn aus Nutz- m;d Brennholz 3 Millionen mehr als der Voranschlag ergäben, die Einnahmen aus Einkoimnen- und Vermög-ensstlMer.unter Berücksichtigung der Ausfälle 2 600 000 Mark. ÄLan darf sicki allerdings ;vicht verleiten lassen, diese beveut- !amen Erträgnisse von jetzt als dauernde Einuabmen in Rechnung zu stellen, sondern inan muß berück sichtig en, daß i:ach dem Krieg eme erhebliche Minderirng sowohl bei den Einnahmen aus Holz, w:e auch aus Stenern in Anschlag gebracht werden muß. Es kommt mnzu, daß uäturgemäß eine Verucknderimg der Einnahmen bei den Eisenbahnen deslMlb eintreten wirb, weil erhebliche Aüswendungen für die Wiederherstellung des überaus in Anspruch genommenen Materials errtstehen werden. Immerhin darf mit Befriedigung die Tcktsaclie konstatiert werde;;, daß es möglich ist, die Zulagen an die Beamtenschaft aus den lausenden Ekrnahmen zu bestreiten. Wir in dem Ausschuß wareu uns wohl bewußt, daß wir auf dem Wege der allseits gebilligten Eiiftmmqen und Festlegung mif gemeinschaflliche Beschlüsse ;richt allen Wünscherl entsprechen würden. Das ist nun einmal das Schicksal einer verarllgen Verständigung, daß sie nicht einmal alle, die an ihr mitgewirkt haben, zufrievenstellt. Ich kann mir auch denken, daß in der Beamtenschaft weitergehende Wünsche auch l-eute noch vertreten werden, die insbesondere darin ihren Grund haben, daß eine Gleichstellung mit den Bezügen im Reich urü; in Preuße;; nicht erreichst worden ist. Das ist insbesondere deshalb von der hessischen Beamtenschaft bitter zu enrpfnwen, weil unter uns Reichs- und hessische Beamte wohnen und der llnterschied zwischen diesen und unseren Beamten stets in Erscheinung tritt. Mlein es kann in den entscheidenden Körperschaften auch nicht jeder soviel erreichen, wie er gerne dnrch- geführt haben möchte, sondern muß Rücksicht aus die mitbestimmenden Faktoren der Gesetzgebung nehmen und muß sehen, wie er seine Wünsche Absichten und Anträge so gestalte;; kann, daß sie zur Erreichung der Ziele in wesentlichen Punkten gelangen. So^ hat jeder von uns in dem Finanzausschuß etwas von seinen Besttebnngen auf geben müssen, um zu einer einheillichen Gestaltung der Verhältnisse der Beamtenschaft #u kommen. Ich möchte Sie bitten, die Einheitlichkeit des Ausschusses durch eine einlfeilliche Abstimmung über die Vorlage nach außen hin zu bekräsllgen und zu größerer Wirkung zu bringen. Eine Debatte wird nicht gewünsckst. Bei der Abstimsuung stimmen nur die Abgg. Wolf-Stadecken und Dorsch (Bbd.) dagegen. Al>g. Dorsch begrürü>et die Msllmmung, was Abg. Adelung (Soz.) ftrr unzulässig hält. Sie hätten sich zur Tisttrssim; melden sollen, dann hätte man ihren Gründen öffenllich entgegentreten können. Hierauf wird die Regierungsvorlage über die Wahlen zum 37. Landtag, betr. .Hinausschiebung auf die 2. Hälfte von 1918 beraten. Staalsminister v. Ewald begrübet die Vorlage kürz und tellt mit, daß die Regierung entsprechend dem Antrag des Abg. Fulda, die Besllmmung des Abs. 1 Art. 2, aus die im vaterländischen 5)llfsdienst tätigen Perionen auszudehnen, bereit sei dagegen die Ausdehnung des Abs. 2 Art. 2 ablehne;; müsst. Bei der Eröffnung der allgemeinen Aussprache beanstandet Ko re ll -Ingelheim (fortschr.), daß so viele Wahlkreise verwaist sind: nicht nur die Ächtung vor der Verfassung, auch der praktische Grund, daß viele Staatsbürger gegenwärtig sich cm keine;; Mgeordneten weickstu könnten, erfordere Neuwahlen. Die Bevölkerung aller Partelen hat diesen Wunsch. Der Burgfriede wird dadurch nicht verletzt. Abg O sann hält allgemeine Neuwahlen für unmöglich, etwas anderes ist die Nachwahl fttr erledigte Wahlkreise. Schm; aus Selbstachtung müßte die Kammer diesen Zustand äniem. Auch die Wähler hätten ein Recht auf euren Vertraueiesmann in ihrem Wählkreise. Tie nationalliberale Partei ist geneigt, einer Vereinbarung zuzustimrnen, die Neuwahlen in den verwaisten Wahlkveisen ohne Wahlkampf ermögliche:; würde. Abg. v. Brentano (Ztr.) und Abg. Brauer (Bbd.) geben im Namen ihrer Fraktionen ihre Zustimmung. Abg. Raab (Soz.): Wir wäre;; schon früher für Hefen Modus. Nachdem das Zentrum seinen frühere;; Widerspruch aufgegeben hat, ;mrd eine Einigung leicht erzielt werH-n können. Abg. R e h A-ortschr.) erklärt namens seiner Fraktion seine Zustimmung. Der Präsident wird eine Aussprache im Aeltestenrat herbei führen. Tie Gesetzesvorlage wird darauf in der im 9lusschuß mit der Regierung vereinbarten Forn; ohne Aussprache angenommen. Nach einer Pause wird en;getreten in die Beratung der Regierungsvorlage betr. außerordentliche Ergänzung der Gemeindevertretungen ivährend des Krieges. Staatsminister v. Ewald begründet die Regicrungsvorläge, nmh der die Genieindevertretungen, wenn sie während des Krieges unter zwei Drittel ibrer gesetzlichen Zahl heruntersinken, durch die Kreisar^schüsse nach 'Vorschlag des Gemeinderates wieder auf zu^ei Drittel ergärrzt werden sotten. .Ebenso sollen die Hllfs- personen des Bürgermeisters arrf Vorschlag des Gemeinderates vom Kreisausschuß er;;annt iverden. Llbg. Fulda c(Ä>z.) erklärt namens seiner Fraktion, daß diese .gegen das Gesetz sllmmen Iverde. Werrn die Gemeinde- vertrettinge;; ^ie Vorschläge nvachen kömtten, können sie auch gleich die Wahl selbst vornehmen. Tie KreisaussMsse seien dabei übern ^ss^ie Vorlage wird gegen die Sllmwen der Sozialdemokraten^ ohne iveitere Debatte angenommen. Das Haus erledigt iwch eine Anzahl weiterer Punkte der Tagesord-nung durch debattelose Annahme der AusschußbesckMsse. Es handelt sich um rein formale Absllmmungen über längft entschiedene Gegenstände. (Schluß der Sitzung kurz vor 1 Uhr.) Morgen Sitzung der Ersten und Zweiten Kammer. Ans und Crtnd. Gießen, den 25. Oktober 1917. ** Amtliche Per svnal nach richten. Ter Großherzog empfing zum Vortrag: den Vorl'lauü des Kabeiietts Wirll. Geheime- rac Röniheld: außerdwn den Geheime;: Kirchenrat Professor Tr. Krüger, Vertreter der Landes Universität m der 1. Kammer. — Ernannt wurde: anr 20. Oktober der Landgestütsbeiknecht Advls Schäfer aus Ober-Widdersheinr zun; Landgestütsdiener. — Der Großber-og tyat am 17. d. M. dem .Rentner Franz Oswald zu .Herrnsl-eim anläßlich seines 'Ausscheidens aus der Steuer-Ber- aulagungsllommission II. Llbtellung^ M L>ei7vnsheim das All- geineine Ehvmzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. . ** Zucker-AUsgabe. Wie uns von: Ltadtychen Lebeiisinittelmnt mitgeteilt wird, kviinte die Verteilung des für den Monat -Oktober bestimmte,; Zuckers bis jetzt n;cht erfotaeii, da der Zucker trotz mehrfacher Beinühuugen i;och nicht "eingetroffen ist. Drn; Zuckerfabriken war d;e L;eferni;g nicht möglich, da ihnen die notmeirdigen Eisenbahmnagen nicht gestellt lrverden konnten. Es ist jedoch zu erwarten, daß der Zucker in den nächster; Tagen eintrifft und dann alsbald zur Llusgabe gelangt. ** Eier-Ablieferung. Das Großh Ministerium des Innern hat durch eine soeben veröffentlichte Bekanntmachung die für die Erfüllung der Eiecablieserungspflicht festgesetzte Frist vom 31. Oktober 1917 bis zum 28. Febrrrar 1918 verlängert. Dadurch ist allen deujeriigen Geflügelhaltern, welche in der abgela.nfenen Zeit nicht in der Lage waren, ihre Mliefernngspflicht zu erfüllen, nixhmals die Ntöglichkeit gegeben, ihren Berpslichtnngen nachznkommen. Dieienigei: Geflügelhalter, die auch bis zum 28. Februar 1918 die von ihnen abzugebenoe Anzahl Eier nicht abliefern, haben eiitsprechende Maßrmhmen seitens der Landes-Eier- stelle zu erwarten. ** Tie Ausgabe der Brot-, Butter-, Fleisch-, Kartoffel- u n d W u r st m a r k e n erfolgt Freitag und Samstag den 26. und 27. d. M. Sicl-e Bekanntmachung. ** Ein guter Fang. Tie hiesige Polizei hat heute emeu guten Fang gemacht. Festgenommen ivurde ein aus Marburg stammender junger Mensch, der in Unteroffiziersuniforn: und dam, als Vizefeldwebel in Grüuingeu und Holzhein; mehrere Einbrüche ausführte, wobei ihm erhMiche Geldbeträge, Uhren unb 2 Gänse in die Hände fielen. Eine (Ungeschlachtete 6>ans ließ er am Dator: zurück. Wenn er das Geld von einem Raubzug in Frankfurt a. M. durch gebracht hatte, woselbst er auch die Gänse und Wertsackxm absctzte, leinte er an den Ort seiner Tätigkeit wiedw' zurück unÄ arbeitete weiter. Am 23. d. Ml., abends gegen 8 Uhr, schlich eu sich durch den lfinteren Eingang des OKbäudes in das Postzimmer der Postagentur in Holzlfeim und stahl die Postkasse mit über 2000 Ml. Ter größte Teil des Geldes wurde noch in seinem Besitz vocgefunden u;rd kann dem Eigentümer wieder zurückgegeben lverdeu. Luther-Vortrag. Aus den heute abend 8 Uhr in aei' Stadtkirche stattfindenden dritten Lutber-Vortrag von Professor D. Schien über: „Luther und die evangelische Kirche'^ wird nochmals hin gewiesen. ** Tas G ewerb eblatt für das Großh»erzvgtum Hessen, Nr. 42, enthält u.,a.: Zentralstelle für die .Gewerbe, Handwerkskammer zu Darmstadt, Allgemeiner Tell. ** Sechste Deutsche Kriegs-Anleihe Die Stück? von Mk. 1000 sind erschienen und können in Empfang genommen werden. Siche die Bekanntmachung der Mitteldeulschen Ereditbank Filiale Gießen, in heutiger Nummer. LnndkreiS Gießen. —m. H o l z h e i m, 25. Okt. Zu dem gestern gemeldeten Kassni raub in der hiesigen Vostagentur kann heute mitgeteill werde;;, daß der Täter bereits gestern vormittag in Gießen verhaftet worden ist. Schon mn 11. b. VJltä. hatte er unserm Orte in der Unifinw; eines Vizefeldwebels einen Besuch abgestattet, wo er in ver schiede neu Häuser;; um Brot bat, und au; der Post an einen Kameraden in Grüningen telephonierte. Dies hatte aber jedenfalls nur den Zweck, festzujttllei;, wo sich die Kasse befano. Er wurde irr einem Gießener Geschäft verhaftet, als er sich einen Zivilanzug lauste. In das Geschäft kam zufällig sein Lvgisherr, bei dem er .seit einiger Zeit löcherte, der seine Festtrahme veranlaßte. Wie nacksträglich festgestellt wurde, befanden sich über 2100 Mark in der Ka?se. von denen der Dieb noch 1700 Mark im Besitz hatte. WitLevungsbericht. (Oesjentlicher Wetterdien Fortdauer des bestehenden, zeftweilig auiheitenwen Wetters: In höheren Lagen ist Frostgefahr. Letzte Nachrichten. hessischer Landtag. I. Darmstadt, 25. Okt. Die'Erste Kammer nahm die ?Re- gierungsvorlage betteffs der Wahlen zum 37. üanoiag und die Regierungsvorlage über Teuerungs-Beihilfen ohne 9lussprache ar. In der Zweiten Kammer entspann sich bei der Bercckung der An ttäge Reh und Getwssen und Illrick und Gw;ossen betrefis Weiterbildung der Rechte des Volkes im Staate eine längere Aussprache, w-orauf die Anttäge einen; neu zu bildenden Sonderausschuß vov 14 Mitgliedern weitergegeben wurden. Am Fsonzo. Lugano, 24. O'kt. „Corriera della Sera" rcrgT über das. Erscheinen der deutsckren Truppen an der italienischen Front: Weder das italienische Voll! noch die llalionische .Heeresleitting such überrascht; es find alle Vorberetttinge;; getroffen, um den Deutschen eine andere Meinung von dem italienische;; Heere beizubringen, als sie sie bisher gehegt haben. Sie würden diese auch weiter an zu erkennen Gelegenheit haben. Italien könne sich auf die uubestrittene Geschicklichkeit seiner Heeresleitung, ans den wun- derbaren Heldenmut seiner Truppe;; und aus den lwbcu Vatriotis ;nils seines Volkes verlassen, der alle gegenteiligen "?luSstremrngcn Lügen strafen werde. Lugano. 24. Okt. Tie italienischen Blätter heben hervor, daß der Tagesbericht Cadornas zum ersten Male in diesem Kriege die Anw e s e n he i t d e u t s che r T^ru P Pe;; rtnit»cbui»g. Wir geben hiermit bekannt, daß die Stücke von M. 1000.— der VI. Deutschen ttriegz-Anleihe erschienen sind und von den Zeichnern während unserer Kassenstunden von 8-1 Uhr vorm, unter Vorlage der Abrechnung und einer Legitimation an unserem Wertpapierschalter in Empfang genommen werden können. Mitteldeutsche Creditbanl, Male Gießen gegenüber der Iohanneskirche. Koifcr* uni» voltsdant für Heer uni» glotte kichmlikihuj weihnachtsgaben I9J7 ZeitunffNträger für sofort gesucht. 06684 Pscincr'schc Buchbandlg Walltorstratze 21. Gehilfe od. 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M., und zwar für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen beginnen mit den Buchstaben A—K Frettag und L—Z Samstag. Gietzen, den 24. Oktober 1917. 7865V Der Oberbürgermeister (Lebensmittelam t). Städtische Kriegsfiirsorge. Meine Sprechstunde halte ich künftig jeden Dienstag nachmittag von 3 bis 4 Uhr lm Stadthaus, Zimmer Nr. 0. ab. Wegeu allzugrotzen Andranges must ich bitten, mich nur in besonderen Fällen aufzusuchen, alle übrigen Wünsche aber tm Zimmer Nr. 8 anzumelden. Gietzen, den 25. Oktober 1917. 7797V vr. Ebel. Gesucht tüchtiges krau vsbetmerst Spongal, 822 Gartenstratze 17. zum 1. Nov. ein Hausmädchen Suche eine sparsame Frau als Hansbälterin. W0k>4 0. Krsl». „Schöne Aussicht". Kräftige Mädchen für Kochküche u. Waschanstalt alsbald gesucht. 7532 Heil- u. Pflegeanstalt Giessen. Tüchtiges 7864 Hausmädchen gesucht Wilbelmstratze 7. Jüngeres Mädchen für tagsüber in Haushalt gesucht 00072 Seltersweg GO, Hl. Zwei Herren suchen am 1. Nov. Näheres in der Gescliästsst. d. Gietz. 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Ihnen eine Freude zu machen, ihnsn immer wieder neu zu beweisen, datz das ganze Vaterland hinter ihnen steht, soll deshalb in diesen Wochen, wo mit dem Winter Sie Weihnachtszeit naht uns allein bewegen und würdig von den Unabänderlichkeiten der eigenen Verhältnisse ablenken! Darum wissen wir: Wir bitten auch diesmal nicht vergeblich: ventt für unsere Tapferen an eine weihnachtssreude! ttemer darf leer aurgehen! Die Monate Oktober und November sollen Opfermonate sein, wo jeder sein Scherflein gibt zur weihnachtsspende \9\T für unsere Feldgrauen drautzen und die Verwundeten in den Lazaretten. Wie im vorigen Jahr, hat das Rote Kreuz gemeinsam mit den MilitärbehördendieVersorgungübernommen. TausendevonDankes- briefen haben die Freude der Beschenkten bezeugt. Sie darf, sie soll diesmal nicht fehlen. Autzer einer Stratzenfammlung am allgemeinen hessischen Opfertag am 25. November werden Gaben gerne entgegengenommen bei: der Aaste des Roten Rreuzes in der Alten Klimt, der Mitteldeutschen Lreditbant, der Sank für Handel und Industrie, der ve- zirtsspartasse. der Gewerbebank und den Geschäftsstellen des Gietzener Anzeigers und der Oberhessischen volkszeitung. Der Oberbürgermeister: Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende desIweigvereins Vereins, Zweigverein Gießen: Gießen vom Roten Kreuz: Frau B. Gebhardt. Wiener. Ein grober, aut erhaltener Reisekorb zu verkaufen. 06054 Sellerswea 2411. Brillen und Zwicker mit prima Gläfern. äutzerst biÜ- Uhrmacherei Koch Mühlstratze 2. 05870 Hasen zu verkaufen 06673 KaplanSaassc 14,1. Neues, weihes0nms»tgea«vlL m. 12 Servietten, m. bunter Kante bestickt, zu verkaufen. lNur nachmittags.» Weser- ttratze 1, 2 Trepven. 00682 Düngekalk ß entner Mk. 1,50, gibt ab i. Koch, letzt. 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