Lr.2§8 Der Gtetzener »nzeisn erscheint täglich, nutzer SonntaqS. — Beilagen: Skrtzencr^amilienblötter; Ureis blatt für den Ureis Sietzrn. Sezugsprels: momrtl. L Mt., mettei- jLttich 3 Mk.; drrrch Avhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf..' durch die Post Mk. 3.— Vierteljahr!. auSfchl. Bestellg. F«m.sprech - 'Anschlüsse: Erstes ZahrggRß Montag. 22. Msber WI AnschmU für Drahtnach- - .. ** **r t richten: L«z.ig.rSi-b.,. SwiNmgzrunrsniS u. Verlag: Sröhl'jche Univ.-Such- ll. Steintzruckuei s. La»ge. Vankvettehr: Gewerdebank Tiegen §christleitztug, Geschästzsteile «.Druckerei: Zchulslr. 7. Annichme von Anzeigen *. die Lagesnmnmer bis zum Nachmittag vorher. Zeiienpreifr: für örtliche Anzeigen 20Pf..für auswärtige 25 Pf., b. Plntzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf. bzw. W Pf., nebst 200/oTeuerungszuschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Fetlilleton: Aug. Goeh; Stadt und Land, Bern lischt esu. Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen, Mehr al$ Wmtmj 9 '* &rp9leS 9i«w»ti»n«Tt»eT, 20. Oktober. Westlicher Kriegsschauplatz, jrerresgruppe Kronprinz Rupprecht. ungünstigen Beobachtmigsbedinguiigen blieb ber Aruerkmnpf m H-ländern geringer als an den Vortaaen- nnr m/inzelneu AbMiitten zwischen Houthsulstcr.WM, und Deute war er zeitweilig stark. U 011 'urehrrrrn Stellen. äSSÄ ^ W: ' St-^u«ntiu. mit für uns Heeresgruppe Deutscher Krouprinz. Die Artillerieschlacht nördlich von Soisso ns dauert ^.^^?^^.E»ergrk»end nachlasfendcr Heftigkeit be- kämpft«, sich die kwrt zusammrnge^grnen Artillcriemengen mit auh erster Kraft. Anhüuftudes Alasftirfcucr von Minen- 'werfen, hat die vordere Kampfzone zwisch«, Nauxaiklon und m ein Trichterfeld verwandelt. Einzelne Barste.ne ^nzonscher Aufflürungslrupps wurden abgewiesrn; qrößcre Angriffe ,md bisher Nicht erfolgt. ' Oes« ich der Maas schwoll di« Feuertätiakeit gestern nachunliag an. Mehrere eigene Unternehiiningen brachten >ms Gefangene ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Mr haben auch «rufder Insel D a g ö Truppen gelandet. W chon lwr einigen Tagen Landimgsaüteilnngrn der Mrme zur Sichenmg der beabsichtigten Ausladestellen Futz gchcht hatten. " Die Hort cingeieiieten Operationen verliefen plangemätz. * Don der Ostseekükte bis zum Schwarzen Meer nichts von Bedeutung. Mazedonische Front. * % äöctarfler drs Ochrida-Sees wurden angreifende französische Kompagnien zurückgeworfen. Bei Monastir, im ^ernavogm und bei Dobropilje lebte das Feuer auf. Der Erste Generalmmrliermeister Ludendorff. Hauptguartker, 21. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. I ' Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. I Ostende wurde von See ans beschossen. In der Stadt Ätitand Häuserschaden. An der flandrischen Land front blieb bei starkem Dml,t bis zum Abend die Feuertätigkeil eingeschränkt. Vor «hchrechen der Dunkelheit verstärkte sich das Feuer au der Küste ari Dixmuiden und iu einigen Abschnitten des Haupt- kampffeldes. Mehrfach vorstostendc Erkundungsabteilungen i der Gegner wurden verlustreich zurückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach Nebligem und daher etwas ruhigerem Morgen stei- Ate sich bei mittags besser werdender Sicht die Artillerie- chlacht von Vauraillon bis Bratze wieder zu heftiger Tätig- ^ le,t. Sie dauerte unvermindert, vielfach zmn Tronnnclserier ! aiiichweilcnö. auch während der Nacht an. Gröhrre Angrisfe sind bisher nicht erfolgt. * Bei den ötrriQen Armeen blleb die Gefechtstätigkeit meist . gering. Nerm feindliche Flieger wurden abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Auf der Insel Dago ist die Ostküste von unseren Trup- ^pen erreicht; Streifabteilungen durchdringen das Innere, l BlGer sind mehrere hundert Gesungene gemeldet. ' ^ Die zwischen der Insel Moon und dem Festland gelegene ^nfel Sch ildauwurde von uns b e f e tz t. Die russischen Soestreitkräfte haben den Moon-Sund nwck) Norden verlassen unter Preisgabe des Wracks der .,'L-lava" und von vier auf Strand gesetzten Dampfern. * Von der russifthl-rumänischen Landfront ist nichts von , Bedeutung zu berichten. ^ Mazedonische Front. Im Gebirgsftvck zwischen Skmnbi-Tal und Ochrida-See §.Gm gestern nach kräftiger Feuervorbercitung starke ft an Msl>che Kräfte an. Deutsche, österreichisch-ungarische und bul wTiTOe Truppen brachten durch Feuer und im Gegenstoß ^en feindlichen Ansturm zum Scheitern. Oestlich des Ochrida-Sees sowie vom Prcspa-See bis M.^erna und auf beiden Wardar-Ufcrn hat die Kampf- umgkert der Artillerien merklich! zugenommen. Der Erste Generalquartiermeiiter Ludendorff. H Lie Abendberichte. *«rllit, 20. Oft., abends. MTB. Amtlich.) Flandern wechselnd starkes Feuer; nordöstlich €in Luftangriff auf England seit Mittag wieder heftiger Arttlleriekamps. Auf Dago Alte Fortschritte. «AÄSXi" f™” 14 ' 1 »' «»»«* B^rlin, 21. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) ca i? n Ilundern lebhafte Artillerietätigkeit, rwrdöst- lkch mn Soissons, stärkster Feuermmps. Dre Insel Dagö ist ganz in msterer Hand. inofHiA* restlich des Ochrida-Sees, und nord- westluh Monasttr für uns erfolgreiche Teilkämpfe. Ueber 12^ Milliarden! Gm.o übermäßige Freude, wie nach einer „geschlagenen Schlacht", ch,rauchen wir diesrnal rrrcht zu emp finden. Denn wenn der Zeichner von Kriegs am terye teui Opfer dargebrach.t, sondern in Wahrh^eit sein eignes ^nterefte, damrt freilich auch das Interesse des Vaterlandes, vertreten hat, so würden wir unsere Feldgrauen in den F,o7rten rrairren, weim wie ims brüsten und uns gleicher Heldentat«, rühmen wollten. So war es mit der „gewonnenen Schlachlt" auch irrsprüirglich mcht gemeint. Wir kann- EM Sieg der Mugheit über gefährliche Veschrankthert und Verschlossenheit, von einem Triunrph regen Eifers über Trägheit und Gleichgültigkeit reden. Nun war am ^npang, bei den ersten Arrleihen, der Gedanke noch er j o rasch und entscheidend Gemeingut dev Volkes wurde, so war damit ollerdinigs eine Schlacht gelormnen. Wie unsere Wirtschaft und Industrie sich auf den Krieg eingerichtet haben, so haben der große und der au f ^t' e Kriegsanleihe eingerichtet. Unö vre Sozialdemokratie schimpft nicht etwa darüber, son- oern ste macht, wre jeder gute Volks^rosse, mit. Der Krieos- gewrirn, der uns allen gemeinsam sein soll, ist es neben der vorteilhaften und sicheren Geldanlaigo, der uns am- sporiit, und wir wissen es: was wir nicht gewinnen, das werden wrr verlieren: Freiheit und Recht in der großen Volkersamilre, Sicheruna unseres Lebens trotz neidiscl-er und feindlicher Wühlereien, die auch nach dem Z^riege gegen uns fortgesetzt werden sollen. Da heißt es stark und kraft- vcll bleiben, da gilt es, die deritschen Schutzmittel über alles zu stellen, was uns von außen her etwa zugeflüstert werden könnte. Ern schwaches, halb unterlegenes Reich wurde nach dem Frieden wie ein Eiland sein, dos die brcmrdenden Wogen allmählich zerfressen; ein starkes, sieq- rerches Reich wird sich behaupten, wird sich rreue Freunde erwerben. Und wenn es nicht reine Freundschaft ist, so falls eben Respekt sein, was rms die nationalen Lebens- bedurfnisse reicher zuströmerr lassen wird als vordem. Stolze Taten begleiten uns auf dem Wege zum erfreu- llchen Frredsn. Zu diesen Taten gehöven auch, die Ergebnisse lmfexer inneren Anleihen. Wie unsere Ackerscholle erträglich ist, ^ daß sie uns bei aller Abgeschlossercheit nährt und unterhält, so ist auch unser Rattonalvermögen groß und frrrchtbar, 'und die Ernten, die darauf erivachsen, sind in siebenmaligen Zeiten herrlich gedbchenr und sind sich! gleich geblieben. Wenn der Krieg ein Raubbau ist an aller: Gütern des Landes und cm unserer Kultur, so haben wir Deutsche diesen Raubbau doch auf das vorreilhafteste Wimdestmaß gesetzt. Unser Geld bleibt nu Lande, wir werden nicht arm. Die herrliche Zuversicht, daß wir uns gegen die Welt der Feinde durchringen werden, der Beweis, daß nicht Unentschlossenheit und Besorgnis im Lande eiugezogen sind, sie liegen auch in dem neuechen Zeichnungsergebnis. Ganz besonders hervorzuheben ist, daß alle Volkskreise, welcher Politik sie auch huldigen, welchem Berufe sie angehören, bei der Kriegsanleihe in gleicher Weise sich bewährt haben. Das gilt auch für unsere engere Heimat, auch für die 29 532 600 M ark, die vom Kreise Gießen aufgebracht worden sind. Unsere Landbevölkerung, deren Eifer man hatte beargwöhnen und bemäkeln wollen, stand auf und zechnete! Wir hören, daß unsere Bauern sich vollauf bewährt habm; auch „in der Stille der ländlichen Flur" liegt man nicht nur kindlich an der Brust der Natur. Ein reifer Geist des notwendigen Erkennens waltet auch da draußen, wo unablässig gearbeitet wird, damit wir Nahrung haben und vor der englischen Absperrung nicht zuschanden werden. Das Band der erfolgreichen Kriegsanleihe möge uns alle zu gemeinsamenl und einigem Zusammenhalt gegenüber dem äußeren Feinde umschließen! Die Aufklärer aber, die in Stadt und Land, von Mund zu Mund unermüdlich für die Kriegsanleihe gewirtt und geworben haben, sie finden ihren schönste Lohri im Gelingen des Werkes. verlaEart-' ®~ <ö ' Nichtamtlich.) Amtlich wird ;. O Osicher Kriegsschauplatz. Dre Lage lst unverändert. ^ 8/lllienischer Kriegsschauplatz. n brachten unsere Patrouillen von einer NMenen Unternehmung einen Offizier und 40 Mann als Gefangene zurück. ^ S /i döst l i ch e r K r i e g s j ch a u p t a tz. , ^ Ochrrda-Sees scheiterten starke französische ribtlr r sJi!\*^ er Gegenwehr österreichisch-ungarischer, deutscher mrd bulgarischer Truppen. Der Chef des Generalftabes. MMarden Kriegsanleihe! ■v«. SS 3 - ^rscbnis der siebenten Kriegsanleihe beträgt nach den bis ,etzl vorliegenden Meldungen 12 432 000 000 Mark. .... Tchlanzcigen wwie Teile der Feldzeichnnngen, sur welche die Zeichnungsfrist erst am 20. Rovernber ablief, stehen noch aus, lo daß das Endergebnis 12Vs Milliardcu l n tn Jnsgesantt sind also im dritten Kriegs- llls 25Vs Milliarden Mark vom deutschen Volk lrufgebracht worden, also über 4 Milliarden mehr als 1915 und 1916. Dreser rn der Weltgeschichte bisher unerhörte wlrtlchaftllche :md finanzielle Kraftbeweis ist die beste Antwort, dre das deutsche Volk aus die Wilsoniwte uird auf die von lernen Gegnerir iijxcn Völkern vorgetäuschte Hoffnung aus ernen wirtschaftlichen Zusammentzrucki Deutschlands geben konnte. Ein Luftangriff auf England. 9 A ”w 2 i* £ft * ^Ptlich.) In der Nacht vom 19. Mm 20.^ttoter grrsf ein Marine-LuftsSiff- geschw ader En gl and des o nders erfolgreich an. Mit rund 26 000 MlogramM Bomben wurden die Fndnstne- Enlagen folgender Städte belegt; London, Manm"ster Bir- mmgham, Nottlugham, Derby, Lowestoft, Bult, Gri'msby, Nonvrch Mapplewn. Gute Spreng- und Braudwirknng wuroe überall beobachtet. Der Luftschiffs ko lumarrdant Kapi- tlmleutlmnt Frechere P r e u s ch von B u t t l n r - B v a n = oensels fuhr mit seiner bewährten Besatzung dcn vier- zehnten Angriff gegen England, davon vier gegen Lon- w\. Aus dem Nückurarsch, rmch glätkzcnd durchgeftrhrter Unternehmung, find vier Luftschiffe unter Führung chrer erprolueu Kommarrdauten, der Kapitänteutnants Stab- '^/le, Gayer (Hans) und Schwander Infolge außer- g-ewohulich st a r k e r W i n d v e r s e tz u n g und dichten N e- bels, der die Orientierung unmöglich machte, über das franzoftlsche Kampfgebiet geraten und dort, wie aus franzoslfchen Nachrichten hervor geht, ab ge schossen Er zur Landung g e z w ü n g e n wurden. Näheres über das wchlcknrl der emzetnen Schiffe und ihrer Besatzung ist zurzelt noch mcht bekannt. Ter Chef des Admiralstabs der Marine. Die englische Darstellung. n19.Ott.(WTB. ,Nichc s'sche \ J a 1 LU “ äcppeline das franzö- ohne schaden anznrichten. Von unseren mfk ^rtrn^V 1 ^.KEtzen beschossen sind mehrere Lnft. )a,inc zerstreut und ab-geschofsen oder zur Landung geummaen Xt ^ cmeut ' öehn Kilometer südöstlich vor Lurwville, ,n Flammen heruntergekonunen, ein 'a veil er von ÄuSMen angegftsscn. hat bei BcurboltN-leS-bains landen dr^ Ve,atzamg ist gegangen genonrmen Das Luftschiff ist unversehrt. Zwei andere Lustschisfe solle« luck^lkbar gcm^rÄ uM im Innern Frankreichs abgefchossen worden sein. Die Lage in Kuhiand. Uebcrfiedcluna der Regierung „ach Moskau. ^ wahrscheinlich nach Moskau 1 dj emrichtüen wiro. Mnc glicht, daß M oE ^Kb ebende Versamm lang e ben falls ist Mn, und nc ^ m - cl J ,m v rt> - Die Ron,n,mg durch die ' - ‘ mr ^ übrigen- nicht ixnt Eharaktee eurer L al - lbcni lltb altt.Eich mit im Falle der undchrngten Rotwendigieit vollziehen. Dae^ Vorparbrnrent, das kestttimnmgAgem-äß morgen feilte ersten Sitzun.gen in Petersburg cbijahen wird, uncö später luid* Moskau üocrsiedeln. Petersburg, 20. Ott. (WTB.) Meldung der Petersburger Tel-egroplien-Agenttir. Die ^lben^btätter bestätigen die Möglichkeit einer U e b e r s ied e l u n gder Regierung nach Moskau und stellen fest, daß diese Nachricht keinerlei Poirik oder gar Unruhe in der Berststlerung hervorgerufen lZabe. Dagegen werde die Fra^e lebhaft in deit revolutionären Abreisen liesprrchen. Iß: Verlause eines Meftmngsaustauscki-es über diese Angelegenheit z-wischen der: Mitgliedern der Regierung und den Vertteterir der großen politi* scheu Parteien wurde frstgestellt, daß die Vertreter der reoolution.a- reu Demokratie und ganz besonders die extremsten Gruppen die Abreise der Regierung e aic .'den mißbilligen. „Bireshewra Wjedo- mosti" glaubt, daß die Uebersiedellmg der Negierung in der ersten Hülste des November statt si> wen wird. Die C'rbffttung des Vorparlaments. Petersburg, 21. Okt. (WTB.) dNeldung der Petersburger Telegr. -Agentur. Gestern nachmittag fand im Marienpalast die Eröffnung des Vorparlaments statt. Kerenski erklärte das Vorparlaments für eröffnet und Trieft eine Ansprache. Frau BrrsckLo Breschforoska chrt-erte die Versammelten aus, zu dens Mahlen zu schreiten. Zum Vorsitzenden wurde mit einer Mehrheit bon 228 Stinrnten Awksentiew, der Vorsitzende des Vollzugsaus- Schusses der Bauern Vertreter, gewählt. Gr hielt eine Rede, nach deck das Vorparlament beschloß,. bis zur Ausarbeitung eigener Satzun- gen die der Duma tzsu befolgen. Tiarauf imrrde die Wahl des, Bureaus vorgenvmmen. Petersburg, 20. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Ke r e n s k i erklärte in ^seiner Rede im Vorparlament, die einstweilige Negierung sehe sich jetzt zum ersten Male in der Lage, mit den Vertretern der organisierten Kräfte des russischen Volkes zusammenKuacbeiten. Sie sehe es als ihre Ausgabe an, die ihr für die Zeit bis zur Eröffnung der verfassunggebeichen Versammlung an der traute revolutionäre! Gewalt gegen alle Anschläge zu schützeir. Das erreichte sie bereits in Zwei Fällen glücklich. Sic hoffe dabei auf die Unterstlitzung des Vorparlaments. Zwei imendlicb schwierige Aufgaben seien der Regierung und dem Vorparlament gestellt: Die Landesverteidigung und die Wiederherstellung der Känwfkrast der Armee. Keren Ski feierte ausführlich uitd begeistert die Tapferkeit der russischen Seeleute und bedauerte, nickst ebenso von der Armee sprechen zu können, welche die von der alten Negierung verschuldete Unbildung des Volkes und die verbrecherische Propaganda um die Widerstandskraft gebracht hatten. Er werde demnächst in einer geheimen Sitzung die erforderlichen Gegenmaßnahmen zur Besprechung stellet!. Hinsichtlich der äußeren Politik kündigte Kckrensft die bevorstehende Enffendnng einer Negierungsabordnung und eines Vertreters der russischen Demokratie ins Ausland an, die klar und würdig die Haltung der russischen Regierung pm Ausdruck bringen sollten. Nachdem B r e s ch ro B r e s ck> o w s k a Land für das Landvolk gefordert und der Vorsitzende A k sw en tiew die Versanimlnng begrüßt hatte, griff der maximalistische Vorsitzende des Arbeiterund Soldatenrates von Petersburg Trotz ky die Negierung heftig an, die unverauttvvrllich hcrndle. Er. nahm sich die bürgerlichen; Elemente vor, welche, wie er meinte, eine Erhebung der Bauern hervorriefen, die Verwirrung im ganMi Kriegswesen steigerten und die verfassunggebende Versammlung zum Scheitern zu bringen suchten. Er erklärte, die Maximalisten könnten weder mit der Regierung noch mit dem Vorparlament zusammen a r b e i t e tt, und et verlasse es, um den Arbeftern, Soldaten! und Bauern zu sagen, daß in Petersburg die Revolrttion und das Volk in Gefahr seien. Darauf gingen alle Maxima, listen unter Hochrufen auf einen ehrenvollen demokratischen Frieden und auf die verfassunggebende Versammlung hinaus. Die Wahlen für die verfassunggebende Versammlung. Petersburg, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Da die Wahlen für. die veri sassunggebendr Versammlung auf den 25. NovÄnlbpr anberaumt worden sind, hat die vorläufige Regierung verfügt, daß, die vierte Duma aufzulösen ist und ihre Mandate für will und nichtig erklärt wurden. Das russische Heer. Petersburg, 20. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Kriegs- - minister hat befohlen, daß außer den Jahrgängen 1895 und 1896 auch derjenige von 1897 entlassen wird. * Räumung HapsatS. Hel sing f'ors, 20. Okt. (WDB) Meldung der Petersburger Telsgrap heu-Agentur. Die Russen haben die Insel Dago geräumt und mit der Räumung von H a p - s a l feg armen. Auf den Aland sinseln ist alles ruhig. Der Delegierte des Zentralausschusses der Truppen Wisch- wowsky, der nach den Ostsee-Inseln geschickt '.vordem war, ist von. den Deutschen gefangen genommen worden. Russischer AdmiralstabSbericht vom 20. Oktober. Infolge der durch uns unter dem Druck überlegener femdlichsr Kräfte erfolgten Räumung des südlichen Moou-Sundes befand sich die Insel Näoon im unmittelbaren Wirkungsbereich der Schiffe des Gegners, sowohl vont Rigaischen Meerbusen aus v^ie von der Sandbank des Mssar Wiek, was ihre Berteidigpng voll dommen unmöglich machte. ES wurde daher für unnütz erachtet, die Insel in unserem Besitz erhalten zu wollen. Es wurde beschlossert, sie zu raumen, was unter äußerst schwierigen Umständen, unter dem Kreuz7nrer der feindlichen Schiffe Mrsgeführt wurde, denen unsere Dorp'dobolüe, Minensuchp und Hilfsschfffe einen Artilleric- kamps lieferten. Im Lause des Tages entdeckten unsere Minenfuch- säsiffe Minenfelder, die von deutschen Unterseebooten offensichtlich gelegt worden waren, um unseren Schiffen den Ausgong aus dem 'Moonsund nach .dem ftnnischcht Meerbusen zu verlegen!. Dieses feindliche Unternehmen zeigt, im Zusammenhang mit der Landung aus der Insel Dagö, das Bestreben des Gegners, um j^en Preis rmsere, diese Gegend verteidigenden. See st r e i t- k r ä f t e zu vernichten. Unsere Torpedoboote entdeckten ist der Gegend des Eingangs zum finnischen Meerbusen 'und zum Moom'unL feindliche Unterseeboote. Am 19. Oktober verhinderten Nebel und Regen den ganzen Tag über die Beobachtung der gegnerischert Flotte sowie Flugerkundimgen. Infolge der endgüttsi.-en Räumung der Insel Moon und der (tzewässer südlich des Maonsmches ist d i e La g e i m g an zen I n s e l - Ä r ch i p e l in der Ostsee äußerst gefährlich und schwierig ge - worden. Die Lebensmittelpreise in Ettgland. Genf, 21. Okt. (WTB) „LaLour Gazxt^ verössent- sicht eine Preisstatüsttk, wonach die Preise der Haup t- lebensmittel in England seit Juli 1914 duvchf- schnittlich nm 97 Prozent gestiegen sind, darunter Rindfleisch um 111 bis 147, Hammel um 80 bis 133 für in- und ausländische Ware, Speck um 110, Fisch um 156, Mehl um 52, Brot um 55, Tee um 84, Zucker um 190, Milche um 78, Butter um 99, Käse Um 91, Margavine um 66, Eier um 160, Kartoffeln um 40 Prozent. Der Kaiser in Konstantinopel. Berlin, 21.Oft. (WTB.) Nachdem der Kaiser am 17. Oktober in Begteittmg Enver Paschas an Bord der „Gosbert" Gallipoli und die Stätten der schweren Dardanetlcnkämvse unserer türkischen Btzmdc-->genosscn besucht t-atte, traf er am 18. Oktober wieder in .^ckonstantinopel ein. Er sprach zu den Offizieren und Mannschaften der „(öoebar", wie sckhr es ihn erfteute. auf den: Bo von des Schiffes stehen zu können, das durch seine kühne Durchbruchs saltt in die Dardanellen seinerzeit beit Grundstein zu her buu':>":^ru'jcclvfym Einlcht gelegt habe, und dankte der Besatzung für ihr bisherigen Leistungen. Daraus fuhr der färifer zur asiattschen Mste nach Hai dar Pascha, begrüßte dort die versammelten deutschen Truppen mit einer längeren Ansprache und verteilte mr Offiziere und Mannschaften verschiddene Auszeichnungen. Konstantinvpel, 21.Okt. (WTB.) Ageirtur Milli. Es werden Denkmünzen, und zioar zioei goldene, fünfzig silberne und lmndert bronzen«, die aus dcn Vorderseite das öS manische Wap- perc und äui der Rückseite eine Inschrift zur Erinnermrg^ an den Besuch des Kaisers in Äpnstantinopä tragen, in dTtünze geprägt. Di« beiden goldenen werdet dem Sultan und dem Kaiser überreü^. Der Kaiser verlieh vor seiner Abreffe Daläat Pascha sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift. Mle Zeitungen besprechen unter beso.rderer .HartNrhebung ihrer Bedeutimg die vont Sultan und dem .Kaiser bei dem Bankett ftl Dokma Bachsche gowechsetten TriMOrückx' und die Aiffprvche des Kaisers bei der Besick-ttgung der deuffchrur Truppen in Haidar Pascha. Der Sultan mackfte Kaiser Wilhckm verschiedene Gegenstirude von holiem Werte zamr Geschenk. Ter Dürgermeistet überreichte dem Miser tut NaMen der Stadt ein Mbmn mit Llnsickfteri von Konsbantiuopel nrü einer im Lande gearbeiteten Base sowie mrhvere künstlerisch auspesührte Teppick-e, von denen einer das Bild des Kaisers trägt. Sofia, 19. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) ?NelduUg der Bulgarischen Deiegraphenagentur. Gestern alwnd sechs U!hr nahm Kaiser Wilhelm aus der N ü ck r e i se v o u Konstantin op e I im königlichen Schloß in Branja bei Sofia Aufenthalt. Hier fanb um acht Uhr einer Diner rm Familierckreife statt, an dem nur der Kaiser, der König und die Wrrigliche Famckie leilnahmen. Zur gleichen Zeit fand im P.ckast eine Marschalltafel unter dem Vorsitz von Radoslatvow statt, an der die Mitglieder der Gefolge des Kaisers und des Königs, Generalissimus Iekow. der deutsche Gesandte Graf Oberndorfs, der Militärbevollmückttigte Oberstleut- uaitt von Massow und das Perfoital der Gesandtschaft teisitahmen. Gegen Mitternacht empfahl sich der Kaiser der königlichen Familie und begab sich „v.rm Sonderzuge, bis zum Bahnhof begleitet von der ganzen kömglich,cn Familie, dem Mimsverprcffidenten Nados- lawow urrd dem Generalissimus Jrkow. Bald darauf reiste der Kaiser Weiter. Berlin, 21. Okt. (WTB.) Der Staatssekretär des Aus- wärttgen Amtes, Dr. tf. Kühlmann, der den Kaiser bei seinen Beiuckr'n in Sosia und .^nstantinopel begleitet hat. wird sich auf der Rückreise in Budapest und Wien aufl>alten und so Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Staatsmännern der österreichisch-ungartsck?en Monarchie haben. Tclec;rajnmwechfel. Konstantinopel, 20. Okt. (WTB.) (Älgence Milli.) Der ^Deutsche Kaiser richtete an den Sultan folgendes Tele- "gvamm: „Vor dem Verlassen des Gebietes des osmanischen Reiches liegt mir daran. Eurer Majestät wärmsten herzlichsten Dank für die Beweise der Freundschaft und für. die herzliche Äastlichkeft $u erneuern, mit denen Eure Majestät tnich wäl-rwtd der unvergesslichen Tage, die ick) in Konslautmovel verbrachte, überhäuft haben. Ich bin außerordentlich glücklich Über die freundschaftlichen Beziehungen, die sickr, Mischen uns bei Gelegenl-eit meines Besuches in Ihrer Hauptstadt heraus gebildet haben, Beziehungerc, die, wie ich überzeugt bin, eine starke Gewähr dafür bieten, daß die zroischen unseren Ländern besteheitden Bande täglich mehr cm Festigkeit und Dauerhaftigkeit gewinnen werden." Ter Sultan antwortete daraus folgenderiMßen.' „Ich erhielt mit dem leblmftesten Vergnügen das liebenswürdige Telegramm, das Eure Majestät iw dem Verlassen osmanischen Gebietes am mich zu richten die Güte hatten. Ich bin sehr glücklich über den ftetmdschaftlichen Besuch Eurer Rtajestät und bewahre die schönste Erinnerung cm die angenehmen Tage, die wir zusammen v.'rbrackü t-abeu. Eure Majestät sirnu überzeugt sein, daß ich und mein Volk sich stets an diesen glänzenden Beweis aufrichtiger Freundschaft erinnern, den Sie ims zu bezeugen die Gute halten, imd daß die imlösbaren Bande der Freundschaft und des unsere beiden Länjder so ercg verkirüpseuden Bündnisses dadurch noch m e h r g e f e ft i g t sein werden. Ich bitte Eure Ntajestät, den Ausdruck meiner Gefühle der herzzlickfften Freundschaft entgegenzunehmen. Es gelang den feindlichen Kreuzern,'de:n brrttschen Wack»^ geschivadcr infolge der Länge uiw der Duitkelhcit der ycca;t £& entkommen. Beoaiterlickurweise sind sänttliche achtund^chrzig ziere uud Mannsckiasteu der „Marl) Rose" und 47 Offrzrere v>nd Mcaunslcha.fteit des „Stroubvw" umgekommLir. Dcr deutsche Kommeutar. Berlin, 21.Okt. (WTB. Nichtanttlich) Die Vernichtung des unter dem Schutz endlicher Kriegsschiffe fahrenden Geierrzug^ in der Nähe der ChettanPSiusieln aur cksi. Oktovar morgens durch» deutsche Kreuzer hat irr England und Norwegair, wie es nicht anders zu erwarten war, die bekannte Entrüstung, in EuglanA M'ßeroem noch die Wut über die für England so beschämende Tat- sackw, ihervorgerufen. Sowohl der eirglische Zeitimgsbericht aus Poldhu voin 20. Oktober, wie die englische Mmiralitätsmeldrmgj heben hervor, daß die iu dem Gckleitzug fahrenden Handelsschiffe offne Warnrrrtg irgendueelcher 2lrt und vpire Rücksicht auf das Leben der Besatzung, der Manus.chasden und der Fahrgältie durch Geschützfeuer versenkt wurden. Mle solche Behauptungen und Aerlßrwungeni sind nickst nur gäirzlich mibwechtigt, sondern muten nachgerade eigenartig M, nachdenr iu der deutschen Sperrg ebietser kl äp rungvom31. Januar 1917. klar und deittlich gesagt worden ist, daß vom 1. Fckbruar 1917 7s silnterseeb>o->t gesichtet wird. Es ist nicht wertlos, an den Besckhl der englischen Admiralität zu erinnern, bei deck Amtnsenlieit seindlicher Uintersoebvote keinerlei Rettungsversuche der eigenen Leute vorzuuehmtn. Gegenüber deck Meldung der englischen Admiralität soll nachdrücklich feftgeslellt werden, daß die Versen-, knng. des Gelettznges mitten im Sperrgebiet vor sich ging, nicht etwa in neutralen .Hobeitsgewässern, wie die Versenkung der deutschen Dampfer am 16. Juli durch die EnglÄider au der holländischen und einige Monate vorher an der schwedischen Küste. Diele Tat wurde damals von der englischen Mmivalität ausdrücklich als eine große seemännische und militärische Leistung bezeichnet. Wenn bei der Versenkung des nach England bestimmten Gelettznges am .17. Oktober neutrale Menschenleben zu Schaden kamen, so trifft die Scknld ünd die Vn-antwortung einzig und. allein diejenigen, welche leichffertiger-weife die Ms'vsfchenbeben den ^Gesahren des S^erv- gebietes aussetzten. Ein amerikanischer Transportdampfer gesunken. Washington, 20. Okt. (WTB.) Meldtmg'des Reu-' terschen Bureaus. Das Kriegsdepartement teilt mtt, daß der amerikanische Transpor^dampfer „Antill es", eiir Schiff von 6878 Bru.ttoregisterton.nen, am 17. Oktober in der enropäischen Kriegszione torpediert und versenkt imtrbe. Das Schiff war auf der Heimreiss begriffen. Von den 167 Personen an Bord snrd 15 ertricirken. Das Boot blieb unsichtbar. Armee- und Marineoffiziere, die sich an Bord befanden, wurden gerettet. Von den Schiffs affigieren sind drei nm gekommen, von d-err 33 Soldaten, die an Bord waren, 16. Verkehrseittschränkungen an der englischen Westküste. Köln, 19.Okt. (WTB.) Tie „Kölnische Zeitmvg" meldet aus Kopenhagen: Auffälliger Berkehrsrückgang an der eng* lisckien Westküste. Das Blatt „Politiken" meldet: Von Bergen laufen aufsehenerregende Mitteilungen von norwegischen Sec- leuten ein, die in der englischen Küsteusahrt beschäftigt waren und nach Sergen zurückgekelwt sind, weil der Verkehr an der englischen Westküste zurückgegangen ist. Ueber die Ursache ist nichts Bestimmtes bekannt, aber man meint, daß die Einstellung des Küsten Verkehrs mit bestimmten deutschen Flottenplänen, wahrscheinlich U- Boot-Veranstalttmgen, in Berbirrdung stehen. Jckden- falls geben die Verkehrseinschränttmgen Anlaß zu gei-eimnisvollen Gerüchten. Zeekrleg. Neue U-Boot*Crfolge. Berlin, 21. Okt. (WDB. Amttich.) Fm Mittelmeer sind durch zielbewußte Leitung und frischen Wagemut unserer U-äL-oote aller feindlichen Abwehr Mm Trotz rvieder zwölf Dampfer und drei Segler mit über 46000 Bruttoregistertonnen versenkt worden. Ern U-^Boot, Komrnandont Oberleuttrant z. S. Ko r- sen, schoß im Golf von Gertua aus einem nach Italien bestimmten gesicherten Geleitzug von sieben Dampfern irr achtzehn Minuten drei beladene Dampfer heraus. Ein crndeves U-Boot, Kapitänleutznant Marschall, veririchtete zwei große tief beladene Kriegsmaterinl-Tr an Sporte r, die sich rm stark gesicherten Geleit zu ge auf dem Marsche nach Aegypten befanden. Einer davon, mtt Munition und Flugzeugen als Ladring, flog rnrch dein Torpedo treff-er mtt einer gewaltigen Detonation in die Luft. Dasselbe Id-Boot kämpfte den bewaffnetem englischen Pa- tvouillendampfer H. M. S. „Eharlesin" ttn Artilleriegefecht nieder urrd erbeutete Kriogsflagge und Komm and o- ^Zimpel. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die Vernichtung eines GeleitzugeS in der Nordsee in englischer Darstellung. London, 30.Okt. (WTB. Nickpamtl.) Zwei schwerbewaffnete deutsche Kreuzer haben einen Geleitzug iu der Nordsee mittwegs zwischen den Shetlarldsrnsel.n u.nd der nockwegischou Küste am 17. Oktober angegriffen. Zwei englische Zerstörer, nämlich „Mxcry Rose", Kapitänleutnant Charles L. Fose, urrd „Stwnbow", Kaipitäuleutnant Edward Brocke, die als Unterseebootjäger dienten, wurden von den feindlichen. Schiffen zu gleicher Zeit angegriffeir und kämpften, bis sie nach einem kurzen,ungleichen Gefecht sanken. Ihr tapferes Verbalten lsielt die bentid^n Käeuzer so lange auf, daß drei Handelsschiffe, ihnen eittweichcm formten. Bedauerlicherweise iimrbcn fünf norwegische, ein dänisches und drei schvedische Schiffe, alle un- beumffnet, durchs Geschütz!euer zum Sinken gebracht, ohne Prüfung, ohne Warmmg irgendwelcher Art nno ohue Rüch'icht auf das Leben der Mamffckiaften und der Fahrgäste. Ein längerer Kommentar zu dieser Handlungsweise.der Deutschen ist unnötig, aber sie bietet wieder ein Beispiel für die ver- breck>erischen rmd mrmensck-lick/en Taten der deutschen Flotte. In der ängstlichen Sorge, zu entweichen, bevor britische Streitkrä^ste sie ob s chneiden könnten, machten die Deutschen keinen Versuch, die Mmmichasten der gemnleneu britisckien Zerstörer zu retten. Auch ließen sie die 5)anLelsfchiffe sinkend im Stiche und gaben dadurch einer kurz nacksi-er emtteffeiiden WLeilung von Wachtbooten Ge- lec^nheit, etwa dreißig stöorweger und andere zu retten, von denen Einzelheiten bisher noch nicht bekannt sind. Die deutsche Flotte hat !ch d-urcii diese Tat wieder eil mm l selbst herabgesetzt Der deutsche offizielle Berücht stellt fest, daß oer Angriff innerhalb der Territorialgewässer im Norden der Shettandsinseln statt- besimden hat, und daß alle Schiffe, einschließlich der Zerstörer, ver- lentt wurden, mit Ausnahme eines Fischdanrpfers. Die Festz sttllmig tüier die L^ntiichkeit des Augrifss i|t ebenso umvabr lute die über die ZerßbÄmng, der HmcdMschrffe. Ä88 dem Kelchs. Bayern und die Fahrgeldzufchläge. München, 20. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die bei den deutschen Staats eis enb ahnen ursprünglich in Aussicht gen>cmrmenen Fahrgeld Zuschläge an'den Sonn- nnd Feiertagen und an dmr N-achmtttagen der vorhergehenden Tage werden in Bayern nicht ein geführt. . Die Staatseisenb-ahnverwaltung hofft, von weiteren Einschränkungen des Pers onen Verkehrs, ins besondere vvn^ der Einsührung des Nachweises der Notwendigkeit von Reisen, absehen zu kpnnen, wenn das Publtkuin selbst sich die erforderliche Beschränkung auferlcgt und alle Reisen, die nicht unbedingt nottvendig sind, unterläßt. Tetzltc Airchr'ich'ren«. Die vier venmglückten Zeppeline. Rotterdam, 21. Oft. Der Reuter-Korrespondent im eny- lischeu Hmrptguartier meldet folgende Einzelheiten über das von ftanzüsischer Seite amtlich gemeldete Herunterschießen von ^ ^ ^ 8 E p p e l i n e n über dem focmzösischen Gebiet: Eure Zep- Pelin-Flotte, die wohl aus England zurückkehrte, ivurde in der Nacht zum Samstag durch ttanzösische LuftverteidigungskrLftü angegriffen und vollständig geschlagen.. Vier Zeppeline wurden her- untergeschossen oder zur Landung auf französischem Gebiet gezwim- ! 7 en. Man glanbte, das; ein Luftschiff bei Aorrrboirnr-les-Bai ns verwichtet wurde. Das ist jedoch noch nicht bestätigt. Das Er- schemeir der Zeppelme wurde abends im ganzen Lande gemeldet. Dre feindlichen Lufffchiffe wurden wie ein Schvarm aufgescheuchter Vogel mrgegriffen und zerstreut. Außer dem Zeppelin, der durch ?!bwelirkMwnen bei St. Clement in der Näbe von Lunevillc l)er- untergeschossen wurde, Nmrden wettere zwei bei Bergsanne im Departement Cote d'-Or und bei La Marche im Departement -Vmite-Marne heruntergeschossen oder zur Landung gezzungen. Ein französischer Flieger batte eines der beiden Luftschiffe beschädigt Das andere wurde durch Attilleriefeuer getroffen. Der vierte Zeppelin wurde, nachdem er über Lion und St. Marttll verfolgt worden war', weiter vom Ziel in den oberen Alpen her- undergeichosseu. Die Luftschiffe führten keine Bomben. England will dm Frieden diktieren. Amsterdam, 21. Ockt. Reuter berrchäet, daß der Zahrestag der Schlacht b-ei Trafalgar ttn ganzen Lande gefewrt wurde. Im Laufe einer Veranstaltung der Flotten- lrga, der auch der 'sapoirische Botschafter, der rumänische Gesandte und der russische Geschäftsträger bettvohrtte, hielt Lordkanzler Sur Roberst Fin l a y eine in der er u. a. icipte, daß Deutschlarrd, wenn er sich nicht ganz irre, Eirund lstibe, den L.ag, wo es die große angelsächsische Republik ltber dem Ozean zwmrg, das Schwert zu ergreifen, zu be- reuen, da dieser Eingriff von entscheidendem Einfluß sein s. französischen Blättcrberichten £ e R, xT Rücktritt Rtbors unmittelbar bevor. Sein Rücktritt sei vorgestern rioch nicht bekanntgegeben rvorden, wett das Mmis errunt bei der Jnterpellationsdebatte in der Kammer vollzählig erscheinen wollte. Die.„Victoire" deutet an, duv auck> andere Brauner aus dem Kabinett ausgeschifst werden sollen. AmtUcher Teil. Nr. I.. 888/7. 17. K.R.A., betreffend Höchstpreise und Beschlagnahme van Leder. Vom 29. Oktober 19?7. Die nachstehende Bekanntmachung wird cmf Ersuchen des Könrgttchen Zlriegsmu ttsberiun:s aus Grund des Gesetzes über den BelogcrnngMlstcmd twm 4. Juni 1851 in Verbinduirg mit dein Gesetz vom 11. DeKenkver ln 15 Reichs-Gesetzbl. S. 813) — irr Davern auf Grund der Allerhöchsten Verordnung vorn 31. Juli 1914 — des Gesetzes, betreffend Höttfftpreise, vom 4. Arrgiist 1914 (Reickis-Gefctchl. S. 339^ in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Reillvs-Gesetzbl. S. 516"> in Verbindimg mit den Bekanntmackmw- yiM über dir Aendernng dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915,- 23. September 1915. 23. März 1916 und 22. März 1917 fArichs-Gesetzbl. 1915 S. 25. 603. 1916 S. 183 mrd 1917 S. 253)*), ferner der Bekanntmachung über die Sicherstellung von *) Mit Gefängnis üis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen rvird bestraft: 1. wer die festgesetzten Höchstpreise übersck-reitet; 2. wer einen anderen zun: Mschluß eines Beitrags auffordert, durch den die Höchstpreise überschritten werden, oder sich zu einem solchen Vertrage erbietet; 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (§^ 2, 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise) betroffen ist, beiseite- schasft, beschädigt oder zerstört; 4. wer der Aufforderung der zuständigen Behörde zum Verkauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt; 5. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, den zuständigen Beamten gegenüber verheimlich;; 6. :ver den nach S 5 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, erlassenen AuÄsührungsbestinlnrungen zuwiderhandelt. Bei vorsätzlichen Zmmderhcnrdluugen gegen Nr. 1 oder 2 ist die Geldstrafe mindestens auf das Doppelte des Betrages zu bemessen, um den der Höchstpreis überschritten worden ist oder in den Fällerc der Nr. 2 überschritten werden sollte; überfteigt der Mindestbetrag zehntausend Mark, so ist auf ihn ru erkennen. Im Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis auf die Hälfte des Mindestbetrages ermäßigt wettxm. In dun Fällen der Nummern 1 und 2 kann neben der Strafe ungeordnet werden, daß die Verurteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekemntWumachen ist; auch kann neben Gefängissti'ase ans Verlust der lmrgerlichen Ehrenrechte ebkannt werben. Nebe-i der Slrafe kann auf Einziehung der Gegenstände, auf die sich die strafbare Haudlnng bezieht, ernannt werden ohne llnterschiei), ob sie dem Täter gehören oder 'nicht. Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (Reichs-Gesetzblatt S. 376>*) sowie der BcikanittnvachM« über AuslnnstÄ-i Pflicht vom 12. Juli 1917 (Reichs-Grfetzbl. S. 604)**) mit dem Bnuerken Mr allgemeinen. Kenntnis gebracht, dast ZmvLerhand- ^mgen nach den m der Llrnnerkung abgedrmtten Bestimmungen bestvcrft werden, soweit nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höl)ere Strafen verwirkt sind. Auch kann der Betrieb des .«ixmdels- gewepbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernleitung unzuverlässiger Personen vom Lorchel vom 23. September 1915 (Reichs- Gesetzbl. S. 603^ untersagt werden. 8 1. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Vorr dieser Bekanntmachung***)' betroffen wird Jeder jeder Herkunft, unabhängig von seiner Beneirnung und imabhängig von Gerbort und Zurichtungsart. Nicht betroffen von dieser Bekannttnachrng wird Leder, das aus Fäulen und Fellen hergestellt ist, die Eigentum der Kaiserlichen Marine sind. **) Mit Gesängrcis bis aai einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehutausserch Mark tvird, sofern nicht nach allgemeinen! Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 2. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiscrte-- schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oder ein anderes Veräusterungs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt: 3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahre und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt: 4. wer den erlassenen Ausftihrungsbcstimmungen zuwiderhandelt. **) Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er auf Grimd dieser Bekanntmachung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder wissentlich unrichtige pder unvollständige Mgcrben mach, oder wer vorsätzlich die Einsicht in die Geschäftsbriefe oder Geschäftsbücher oder die Besichtigung oder Untersuch mg der Betriebs- enrrichttmgen oder Räume verweigert, oder wer vorsätzlich die vorgeschriebenen Lagerbücher einzurichten oder zu führen unterläßt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft, auch können Vorräte, die verschwiegen worden find, im Urteile als dem Staate verfallen erklärt werden, ohne. Unterschied, ob sie dem Aluskunftsi- pflichtigen gehören oder nicht. Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Bekanntmachung verpflichtet ist., nicht in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben mach, oder wer fahr-« lässig die vorgeschriebenen Lagerbücher einzurichten oder zu rühren unterlässt, wird mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark bestraft. ***) Aus die Bestimmungen unter 8 9 der Bekanntmachung Nr. L. 111/7. 17. K. R. A., betreffend BeschLagnähnie. Bchandtnng, Verwendung und Äleldepflickst von rohen Gvostpvehhänten und Roßhäuten, wird hingetvvesen. 8 2 . Höchstpreis. 1. Verkaufspreis des Herstellers und be* Gerber verein igung. Der Verkaufspreis des Herstellers und der Gerber Vereinigung darf den im 8 3 angegebenen Grundpreis nicht überscheiten. 2. 'Verkaufspreis des Großhändlers. a) Der Verkaufspreis von ganzen oder halben Häuten, Kern- Archen, Hälsen oder Flmiken darf beim Großhändler den rm 8 3 angegebenen Oftnmdpreis uni nicht me lg als drei twm Hundert überschreiten. b) Hot der Großhändler jedoch Sohlleder oder Vacheleder ans Gwßviehhäuten in gorrzen .Hcntten gekauft und daraus Kernstücke geschnitten, so darf er beim Weiterverkauf dieser Kernstücke den für sie int § 3 angegebenen (Grundpreis um fünf vom Hundert überschreiten. Keri: stück im Sinne dieser Bestimmungen ist ein Stück Leder, das aus dem besten, nicht abfälligen Teil der Horst bestellt imb noch dem Halse zu höchstens bis zur Vorderklaue, nach bem Bauch zu höchstens bis zu den Flemmen reich. 3. Verkaufspreis des Kleinhändlers. a) Der Verkaufspreis von ganzen oder halben Häuten, Kernstücken, Hälsen oder Flanken darf beim Kleinhändler den im 8 3 angegebenen Grundpreis um nich mehr als zwölf vom Hundert überschreiten. b) Der Verkaufspreis von Ausschlitten aus Sohlleder oder Vachleder darf dein: Kleinhändler den im 8 3 angegebenen Grundpreis um nicht mehr als zwanzig vom Hundert überschreiten. Unter „Ausschnitte" sind Stücke zu verstehen, die mindestens ein Quodvat von 4x4 am, höchstens ein Rechteck von 24x32 cm decken. Anmerkung: Hiernach dorf beim Verkauf tc&öer Hand z. B. der Ausschnitt ans dem Kernstück von Rvßsohlledec der Wertklasse A, Sortiment II, niäst mehr als 8,15 Mark für das Kilogramm kosten. Ausschnitte aus Kernstücken von Rindsohlleder der Wertttasse B, Sortiment III, dürfen nicht mehr als 9,87 Mark, Ausschnitte solchen Leders aus' dem Hals nicht mehr als 5,92 Mark für das Kilogramm kosten. Als Kleinhändler im Sinne dieser Bestimmungen gelten Leder- Händler, deren einzelne Verkäufe an einen .Kunden Mengen im Werte vou 500 .Mcftk in der Regel nicht überschreiten imd auch in, letzten halben Jahre vor den: Inkrafttreten dieser Mckanntmachung in der Regel nicht überschritten l-nbeu. Untier diesen Voralst'setzmrgenj dürfen auch Gerbereien, Znrichtereien und Großhändler, die ein, Leder-5l lein Handelsgeschäft schon seit den: 25. Juli 1914 gewerbs-- mäßig betrieben habe::, in diesem KlernlmndelSgeschäft Leder z-u den unter Ziffer 3 dieses Paragrapher: angegebenen^ Preise:: verkaufen, jedoch nur Mengen im Werte von höchstens 500 Mark bei dem einzelnen Verkauf an einen Kunden. 8 3. Grundpreise für Leder. a. Art b. Dicke c. Form d. Werttloffcn A I B I 0 e. Bedeutung derZahlen unter ä a. Art b. Dicke o. Form d. Werlklassen I II III 18,00 17,00 15,00 14,50 13,50 12,00 16,50 15,50 14,00 17,60 16^0 15,00 e. Bedeutung derZahlen unter d 4 5a 5b 7a 7b 8a 8b 8c 9a 9b 9c ]0 Ha 11b 11c 12 13 14a 14b 15a 15b 15c 16a johlW't>?\, Bacheledec, Brand, sohlledcr aus beschlagnahmten Häuten und Fellen aller Art mit 'Ausnahme von Roßhäuten . Roß - Sohlleder, .Vacheleder, Brandsohllcder. Fahlleder pflanzlicher Gerbung, auch Masilalbleder im Gewicktt von über 3 1 /, kg für da- Fell Roß-Oberleder pflanzl. Gerbung Blankleder,nngespall. mit mind 5 ^höchstens 10 v.H.Fetlgehalt Blankleder, ungespalt. mit mind 5 u.höchsten- 10v. H.Fettgehalt Blaükleder, gestalt.*), mit mind 5 u. höchstens 10 v. H Fettgehalt Blankledcr, gestalt/ ), mit mind. 5u. höchstenSlOv.H.Fettgehalt Blantteder, gespali *), niitmind 5u. höchstens lOv.H.Fettgehalt Treibriemenlcdcrpflanzlich. Gerbung,mit mindestensü und hoch stcnS 10 v. H. Fettgehalt . Treibriemenleder pflanzlich.Gerbung. mitn'.indcstens6undhöch stens 10 v. H. Fettgehalt . Trcibriemenleder pflanzlich.Gerbung,mit mindestens« undhöch stenS 10 v. H. Fettgehalt . Treibriemeuleder, reine Chrour gerbung, mit mindestens (> und höchstens 15 v. H. Festgch .lt Treibriemenlcder, reine Chrom gerbung, mit mindestens 6 und höchstens 15 v. H. Fettgehalt Trerbriemenlcdcr, reine^ Chromgerbung, mit mindestens 6 und höchstens 15 v. H. Fettgehalt Gleitschutzled.,reineChro>ngerbg Spalte, gewalzt, für Sohlen und Brandsohlen . . Zugericht.Spalt.f.Schnhoberlcd Spalte als Futterleder TranSparentleder. TranSparentstaltc Chronirind-Obcrleder jeder Art cinschlietzlichMastkalbleder über 1* qm je Fell messend, schwarz in all. Stärken 3 mm und mehr unter 3 mm 2 — 2 . ganze oder halbe Häute Kernstücke Hälse Flanken Schilder mit Klauen Kernstücke ganze oder halbe Häute ganze oder halbe Häute ganze oder halbe Häute 7,40 9.50 5.80 4.80 6,25 7,00 11.50 11,00 '9,00 9,25 10.50 12,00 •6,75 8,75 5.25 4.25 5.25 6.25 10,75 10,25 8,25 8,50 9,75 6,00 8,00 4.5'- 3,60 9,0( 8.50 7.50 7,75 11,251 — Kernstücke, kurz geschn. Kernstücke, lang geschn. ^ in all. Stärken | unter 2 mm 2 2, 5 mm u. darüber unter 2,. mm mindestens 2 mm Schultern Kernstücke, kurz geschn. Kernstücke, lang geschn Schultern Kernstücke, kurz geschn. ganze oder halbe Spalte -Kernstücke Halse und Seiten Kernstücke ganze oder halbe Haute ganze oder halbe Spalte Kernstücke Hälse und Seiten ganze oder halbe Häute 18,50115,50! — 11,00110,25 9,50 10,00! 9,251 8,50 8,001 7,001 6,00 Sorte n i in 13,00 12,00111,00 12,00; n,oo| 10,00 3,50; 4,25! 3,00 3.00 3,5 2.00 8,0C 5,00 9,00; 8,001 7,00 14,60! 4,00| 5,00! 3,50 j 12 , 00 ) 10,00 7,001 6,00 7,25 — 8,00 - 4,50! — 5,00 - 4,00) — 16,00|l5,00 13,00 Ml. für 1 kg Netto« gewicht Mkr.s. I qm Maschinen- in ah Mk. für 1 kg Nettogewicht MK.f. iqm Maschinen- in ah Mk. für 1 kg Nettogewicht MK.f. iqm Malchinen- mah 16b 17a 17b 18 19 20 21 22a 22b 23a 23b 23c 24a 24b 24c 25 26a 26b 26c 27 28 29 Chromrind'Oberleder jeder An einschl.Mastkalbledecüb. qm je Fell messend, farbig, auch seid grau (ohne Lackaufstrich) . Chromrind-Oberleder jeder Art einschl.Maftkalblederüb. l^qm je Fell messend, schwarz Chromrind-Obcrleder jeder Art einschl. Mastkalbleder üb. l, r qm je Fell meffend, farbig, auch selb grau (ohne Lackausstrich) . Chrom-Kalbleder jeder Art, auch Bekleidungsleder, schwarz Kalbleder pflanzlicher Gerbung ^ l^s -3,60 je Fell wiegen! b) wenig.a!s l, ?5 kg je Fell wieg, stalbled. s. Futter u. Eiufaßzweckc Chrömroß-Oberleder (Box- und Chevrcaux-Zurichtung) . . Schafleder, alaungar, weiß . „ - gefärbt . Schafleder, chromgar od. anderer mineral. Gerbung, ungefärbt Schafleder, chromgar od. anderer mineralischer Gerbung, schwarz Schafleder, chromgar od. anderer mineralischer Gerbung, farbig Schafleder, lohgar oder anderer pflanzlicher Gerbung, ungefärbt Schaflcder. lohgar oder anderer pflanzlicher Gerbung,schwarz . Schafleder, lohgar oder anderer pflanzlicher Gerbung, farbig Ziegenlederjed. Gerbart, schwarz Kaninlcder, lohgar oder anderer pflanzlicher Gerbung . . Kaninleder, chromgar od. anderer mineralischer Gerbung, schwarz Portefeuilleleüer aus Kaninfelleu Bekleidungsleder u. Schuhoberleder aus Reh-, Nenntier- und Gcmösellen jeder Gerbart . Bekleidungsleder u. Schuhoberleder aus Hirsch- und Elentier fellen jeder,Gerbart: a) Felle bis 1 qm Größe . b) „ über 1 qm Größe . Näh- und Bindertemcnledcr aus SchwcinShäuten . . . mindestens 2 mm unter 2 mm in allen Stärken ganze od. halbe Häute ganze Felle ganze Felle ganze od. halbe Hälse ganze Felle ganze Häute Mark für 1 qm Ma- schinen- maß I 1 Sorte II 1 IH IV 14.00 15.00 17.50 12,75 10.00 13.00 12.50 14.00 16.00 12,50 15,00 13.25 14.25 16,50 11,75 8,50 11,60 10,00 11,00 14.00 10.00 12.00 17.00 14,00 19.00 11,00 12,00 16,50 15.00 9,00 10.00 13,50 11,00! 9,00 12.00 9,00 15.00 12,00 9,75 | — 7.00 — 10.00 I — 8,0ü I — 9.00 - 12,00 8,00 10 , 00 ' 12,00 | 13,00 MK.f. l Netto- gewicht 8,00 7,00 j — 8 , 00 ; - 11,50 1 - Sorte n I ID I IV ! Schuh 16.00|l3,00|ll,00'7,00|3,00 14,00 1^3,00 8,00 12,00)10.00 11,00. 9.00 7,601 7,00 6.0013.00 5.00 3.00 Mark für 1 qm Ma- schinen- maß Ma- Mk>f. Netto- gewicht ") Gespaltenes Blankleder muß im Kernstück überall eine gleichmäßige Stärke aufweisen, .r v _..c Lr..-. kl.» iSfÄvfi« hoA Kern^. die sich in den Gre»:zen der angegebenen Millimetermaße bewegt. Die Stärke ist im Kern zu messen. Die Seiten. Köpfe usw. darf nicht größer sein als die Stärke deS 1. Einreihung in die Wertklassen Die Oedevarben der laufenden Nummer 1, b:s 8 c emschtteßttH der Preistafel tverden ein gebellt in Wertklassen und dresc nneder' in Sorttmeltte. ^ ^ ^ Die Eintellnng des Leders m Wertklasten, betrffft Die Bewertung des Leders nach, Gerbung rmö allgemeiner Bearbertung. Wertklasse A umfaßt nur Leder, dessen Gerbung, ZurrrMng, Trvcknmlg und allgemeine Beschaff entert zu keinen welenÜrchem sattMännischen Beanshandnngen Anlaß bietet. Leder, das Preten. Anforderungen nich-l entspricht. Mit unter d:e W!ertkla,,en tt oder C. „ . . Weltklasse B umfaßt Leder, das gegenüber den Anforderungen an Leder der W-ertklaffe A bereits nicht unwesentliche Mangel aufweist. % B. unvollständige oder sonst fehlerhaft.: Gerbuirg oder mangelhafte Bearbeitung oder Zurichtung. Wettklasse C umfaßt Leder, das gegenüber den Anfordernngen an Leder der Wertklasse A grv>l>' Mängel aufweiß, die es \ut d:e Verwendung ans scinein iMlptiächlllhstei: Bern>endungsgeb:et ats nicht geeiguel ^rMeiuen lassen, aber noch sevre Verwertung ^rr Anfertigung oder Ausbesserung bestimmter einzelner GegenstMoe aus Leder geshatdm. Stärke der. Abfälle, das seiner Besichaffenheit nach nicht mehr unter die C zn rechlwen ist, inuß entsprechend niedriger bewertet Leder, Wertklasse werden Der Kriegs-Rvhßvfs-Wtellimg des Königlich! Preußischen Kriegsministerinms bleibt es Vorbehalten, Richtlinie -u ver offent- lick>en, ans denen lttvitere M:zelheiten für d:e Emrerhung des! Leders trt die Weltklassen sich, ergebe. - u M.ängel der Rohware, wie Schüttle, Engerlinge, ^aulstellen u dal. sowie vereinzelte, örtliche B^schchtdMttVM d^Leders such ohne Eiirflnß ans die EinreOnng in bie Wert klaffe, ote bedingen die Erndellinng des Leders in dch Sortimente Sorttment I mnfaßt nur ^a^ Merfte:er Rohware, das außerdem keine oder mir ganz unerhebliche orllrckM Beschadrgungen! ^Sortiment II umfaßt Lcher mit leichten, Sorttment III Leder mit starken Bescha.d:gung2:. Es vernlindert sich der Grundpreis Sorttment II (leichtere BeichadrgnngQ:) -um 5 v. L>. bei den mrchr lfde. Nr 3 und 4, M 3 p. H. bei den übrigen tn Wjertklasssn erngetmlten; Ledcvarvcn. snr für Sortiment III (starke Beschiädigungen) um 10 v. H. bei den uitter lfde. Nr. 3 und 4, um 6 v. H. bei de:: übrigen in Wertklassen eingeteilteH Lederarten. Bei der Berechnnng iß von der Wertklasse auszngehen, in die das betreffende Stück gehört. 2. Einreihung in die Sorten. Die Oederarten der lausenden Nunnnern 9 a bis 29 ernschiieK* lich der Preistasei iverden eingetellt in Sorte::. Tie Einteilung des Leders in Sorten betrifft die handelsübliche Absttrfflng in der Bewertung des Leders nach seiner Ge- sam tbeschaffenheit. 3. San der kl a s s e. a) Bei lohgarem Sohlleder imi> Batthlleder der lauferwen Nunv- mern 1a bis Ick einschließlitt) der Preistafel darf vvir den Herstellern ein Grundpreis bervckinet tverden, der den in der Preistafel für Wertklasse A festgesetzten um 10 i\ H. über- ichreitet, sofern das Leder, abgesehen von der Gerbdaner, nach- :veislich rmch den Friedensvvrschrisren der Lrecreooerwaltung berge stellt ist (Sonderklasse). Als GcrLdcaoer des Äders gilt die Zeit^ in wttcher stzch das ,Set*r in gerbstoffhaltigen Brühen (Farben), Verseirken nnd Grubetl befunden bat. Das Sobllebcr darf mir aus kaltem Woge lhevgestellt fern. Die Gerbdawer mitft bei Sohlleder mindestens 12 Monate, bei Vacheleder mindestens 7 Monate betvayen. Der unterMchnete zuständige Militärbefehlshaber behält sich vor, Herstellern von Leder, das als „Souderllasse" geneuert niondcn rst, jedock) hinsichtlich seiner Beschaffenheit den KU stellenden 9ln so gerungen nicht entspricht, das Recht- zu entziehen, Leder Kn dein Preise der Sonderklasse zu berechnen.. ^or lsd. Nummern 2a bis 8c eiuschlleßl. der Prcis- tafeit kann den Her stell ein gestaltet werden, einen Grundpreis zu. berechnen, der de» in der Preistafel für Wertklasse A festgesetzten um 10 v. H. überschreitet,' sofern das Leder von urlgewöhnlich.'r Hh'ite und> ab ge sehe ii von der Gerbvaner, nach den Friedensr»orschriften der Heeresverwaltung liergestellt ist. Ber Leder der lansenden ddummerri 1a bis 8c einschließlich tcr Preistafel kann den Herstellern gestattet werden, einen. Gvlmdpreis zu bererharen, der den in der Preistafel für Wert- klasse A festgesetzten untl 5 v. H. überschreitet, sofern das Leder von ungewölnilictLr Güte ist — auch wemi es nach einem anderen Verfahren als nach den Friedensvorschriftcn der laxeres Verwaltung hergestellt ist. Anträge sind zu richten an die Geschäftsstelle der Gutachterkommission fj'ir Lederhüchstpreisc in Berlin ^V9, Buda- pester Str. 11/12. Tie Vorprüfung der Anträge erfolgt durch die Gutachterkommisswn fi'ir Lederhöchstpreise im Benehuren mrt dem Leder-Zmveisungsamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung. Tre Entscheidung über die .^stellten Anträge behält sich der rmterzerchncte zuständige Mrlrtärbese'hlshaber vor. 4. Grundpreis für Leder ohne Kopf. Für Leder aus Gvostvichhäutenr (§ la der Betünntmachung L. 700/7. 17. K. R. A.) ohne Kopls (mit Aus>rahme von Spalten), das rn Form ganzer oder halber Häute geliefert loird, erhöht sich der in der Preistafel für gan-ze loder halbe Häute angegebene Grund- preis nur 5> v. H. Bei Berechnung der für den Verkauf im Ausschnitt gern äst $ 2 zulässigen Preise bleibt dieser Zuschlag jedoch außer Betracht; acr Prns des Ausschnitts ist also für Leder mrs köpfigen und im- kbpsrgQr Hauten gleich. 5. Peisberechnung für zerlegite Stücke. 2lb»eselMr von den im § 2 unter Ziffer 2, Buchstabe b, und unter Ziffer 3, Buchstabe b, beharldclteu Fällen darf, wenn ganze fder halbe Häute, Kwlstücke, Flanken oder Hälfe nicht als Ganzes, fandern rn^eile zerlegt verkauft werden, die Sumnre der für die zerlegten Gegenständ« geforderten Preise den für den Gegenstand als Ganzes festgesetzten Preis nicht übersteigen. mJ 1 y 1 e Zx ®• ?'^ r Zederabfälle, die von der Ersatzsohlen- gesellschast, Berlin, Wilhelmftraßc 8, übernommen werden, setzt diese Gesell,chaft den Preis fest. ?Bekannttnachmrg, betreffend Aus- fubrimgsbe,1in.nm,ngen zit der Vcmuntniachnng über dcn Verkehr mit Lchuhsohlen, Sohlenschon rat, So lgenbewehr wagen und Lederer,atzstiosfeu voni 4. Jmruar 1917, Reichs-Gest tzbl. S. 10.) 6. Bezeichnung der Ware. Alles Leder in Form ganzer oder halber .Häute oder in Form von Kernstücken, Hälsen, oder Fl willen, bei Rißleder in Form von Halsen oder Schildern darf nach dem Jn.easttrelln. dieser ckH'a-inl- wackwng durch den Hersteller nur zur Ablieferirng gelangen., sofern cs vom Hersteller mit seiner Firma, dem Buchstaben der Wertklasse und der NumEr des Sortiments durch Stempeldruck oder in nu- verlolchlicher Schrift gei'ennzcichuet ist. • Löder der Sonderklasse m^ß anstatt des Buchstabens der Wert- llasie den Vernrerk „Sonderklasse" tragen. § 4. Mengenfeststeltnug und Zühlungsdedingurlgen. a) Bei deii Artelt, für welche im 8 3 Grimdpreise für das Kilogramm angegeben sind, neust die Preisberechnmlg nach dem Ge- ivicht erpolgen. Ataßgeb-end ist das-Gewicht des Levers in einem Zu- ,bände, rn nxckchem Oberleder bis zum dritten Tage, anderes Leder bis zum achten Tage nach Eingang beim Einpfänger bei normaler Aufbewahrung nichts an Gelvicht verliert. Bei den Arvur, für lvelche- im § 3 Grundpreise nach Mast festgesetzt sind, hat die Preisbercch- nmrg nach Quadratnreter-Ma,chinenniast Genr tatsächlichen Flächenmaß in Quadratmeter) zw -erfolgen. Ans der Rechnung muß die Art lfde. Rümmer der Preistafel), die WertAasst, das ' Sortiment oder die Sorte ersichtlich! fein. b) Bei .Wustn.der cmEicheir BeschaMengMellen der Hoeves- und Marin e Verwaltung ist für die MengeufoststellUng die amtlich« FestlstMmg in der Verbvauchsstolle, grfocderlichenfahls nach vorheriger Nachtrvchnung bei 10 bis 15° C., maßgebend. c) Tie Hochstpveise schließen die Kpsven ernmorratlicher Lagerung'ii ach dem VerÄrnf^ und bei den Preistnr gemäß § 2, Ziffer 1, die Kosten der Bickorderung bis zum nächsten Güterb ahn.hof oder bis zur nächsten AnLegestMe des Schiffes! oder Kahnes sowie die Kostet'. der Verladung ein. d) Für Verpackung in Rechnung, gestellte Kosten sind dein Käufer ohne Abzug wieder gutzrebringen, soserir ec die Derpackmrg unverzüglich — Fracht zu Lasten des Verkäufers — zurückschickt. e) Vermittlern gsigebühvei r (Pvovifwn für Konrmissrouäre und ^humteu) diirfen nur inforpeit mcf den BerVaufspreis angerechnet werden., als der irach AZ 2 und 3 zulässige Höchstpreis hierdurch nicht^ überschritten wird. t') Tic Höchstpreise gellen für Zahlung bei Empfang. Wird der Höchstpreis gestundet,^ so dürfen bis zrc -2 v. H. Jahreszinsen über ReichsbamRiiMmt hinWgeschlagen Iverdcu. 8 5. Beschlagnahme. 2 ) Alles Leder jeder Farm (auch AbMch ist,- soweit es sich im Eigentune, Besitz oder Gavahrfain einer Gerberei, Zurich^tsvei oder Gerlxn'vereinigeeng befindet', beschlagnahmt. Tie Beschlagnahm« hat die Wiiknng, daß die Vornahme von Veränderungen an den von ihr berührten (begenftänd-cn verbieten ist und rechtsgeschäslliche Berfügiengen über sie nichtig sind. Den rechtsgeschästlichen Verfügungen stehen Verfügungen gleüi>, die inr Wege der Z- owegsvollstreckung oder -Arnesowllziehmrg er,olg«n. Trotz der Beschlagnahm« sind olle Verändarwegen rcnd Bcifü- guuigeu ,zulässig, die mit Mübilligung der Kriegs-Rohstoff- tcilung des Königlich Preußischen KnegSenünistzwinins erfolgen, b) Tie Beräeeßemmg- nud LMieferemg ist wer erlaubt 1. auf Grund schriftlicher AiSvieisuug des Lederzmoeisteng sani tes der Kriegs - Rohstoff -- Mteilunig' des Königlich Preußischen Kiiegsm.inistrrremrs, Berlin W 9, Büdapester Str. 5.*) 2. auf, Grund ^ sckprisUrcher AsttvieisUM des .Staatssekretärs! des ReickB^Vdlrrinis-4lmlk«s, sofern, es sich arm Lieferung von Leder an Tienststellen der Kaiserlicher Ätarine ob-er an Ä . die Mariine- Gerb'ervereiuigung handelt, 3. auf ^ Grund eines vom LÄerzrÄoeifungsaurit der Kriegs-Rohstoff- LlhLeiLling awrÄgestelltem Freigabescherlees unter den in dicfeni mrgegebcnore Beding,mgen und mit der Maßgabe, daß . die von der Korrtrollsteille ftir freigegebervels Leder, Berlin W 66, Leipziger Straße 123 a,- erlassenen Bestimmungen befolgt toer- baty c) Trotz der Beschilaguahine darf jede zunr Verteilung s'pl an der KricgÄedcr-Aktiengesellschaft gelilörige Gerberei für derc Bedarf ihrer Ar,gestellten in stedeen Kalendervierteljo.hr halb soviel Kilogramm selbstihergestelltes Leder nach eigener Wahl entnehmen, als die Anzahl derchm vorausgegaugneen Bi-erüeljahr wöchentlich im Turchfchnitt beschäftigten Arl>eiter, unter Hiuzurechnung der Werks- beanrten, betrug. Zic dieser Entnahm« bedarf es keiner beorderen Fveigabe.**) d i Vorbedingung für,all« nach Buchstabe b und c dieses Para- der (auchi . Bekaren tma chun g' erlassenen Botschriften in der Art erfolgt, daß an Stelle der im' 8.3 aus geführter törieudpreise die von der GutachteiSommission für Lederlzöc!' lpreise als angemessen bez-eichneten med vcröfseirt-, , lichtcie Grundpreise treteir und die,so berechnctair Preise nicht über- ' schrittnr werden. Diese Bediuipung gilt' nicht für erlaubte Berkäuse freigegebenen Leders nach dene Auslände neuerhalb der Geüu-ngsdauer der Aüs- suhrbeivilligung sowie, für.die von dei- Kriegs-Rvhstoff-Wteillmg des Königlich Preußischeie KriegsministerierMs gienehmigten Verläufe der Kriegslcder^2lttieugvsellsckMst. e) Tie Besckstagieähme ist mit der Ablicfenrng an die arntliche Bescbaffungsstelle der Heeres? oder Marinevevivaltnng oder mit dem Emplssang des Freigübescheines für die betreffende Ledermenge erlossten. *) LlNweifungen geniäß Buchstabe b Ziffer 1 iverdeie lediglich auf Grund anitlicher FeskstMnng des Bedarfs amtlicher 'B^- schaffeUissstelleie erteilt. **) Auf § 8b wird verwiesen. Anträge aus Freigabe sind von dem Eigentümer oder Besitzer des beschjlagnahmt-en Leders aus den bei dem Lede rzuwe isnn gsavu cihÄtlichen Vordrucken zu stellen. 8 6 . Elngeft'lhrteS Lcd-er. Effegesührtes Leder (auch Lcderabfälle) ist mit Eingang in das deutsche Reichsgebiet beschlagnahnit und unterliegt der Melde pst nur an das LederzUweisungsamt, Berlin W 9, Biedapester Straße 5 von dun Vordrucke für die Meldungen anzufordern sind. Zur Meldung verpflichitet ist der erst« Empfänger maeerhalb 5 Tage arach Eingang der Ware bei ihm oder seinem Lagerhalter. 8 7. Zurirckhalten 'von Vorräten. Bei Zurückhaltung von Vorräten ist die EirteiKeung zu gewärtigen. . 8 8 . Lagerüuchft'rhrung. a) Wer besMaguähmtes Leder in Gewahrsam hat*), Hatz ein Lagerbuch zu fühvan, au^IdeM der Bestand und jedd iVeründevuna des Vorrates ersichtlich sein muß. b) lieber das gemäß § 5 Buchstabe c dieser BekauntmachunA entnommene Leder sowie über die gönräß, § 4 Ziffer III beii Bekanntmack'ung M. L. 111/7. 17. K. R. A. zur Gerbung ux Lohn ang-enonrmenen Häute und das daraus hergestellte Leder hat jede zum Verteilungdplan. der Kriegsleder-Wticiegesellschasi gehörige Gerberei ein besonderes,Buch tzrl fühveir. e) Jeder gemäß § 6 Mceldeg-stickstige hat ein Lagerbuch dm Melde, cheineir entsprechend zu führen, au£' dem jede Aenderung, des Vorrates ersichtlich sein muß § 9. Anfragen. Anfragen arnd Anträge sind, sofern sie sich auf die in §§ 5, 6 sind 8 enthaltenen BestimniUNgan beziehen, an das Lederzu- weisiengsamt in Berlsie W 9, Biedapester Straße 5, Anfragen und Anträge von PrivatpierMren, Färurep, Verbänden rmd aeedeve:^ m'chi-dmtlicheee Stellen wegen dieser Bekanutmachtny sind, sofern sie sich auf die Preise beziehe, an die GeschäftsstEe der Gut-, achteikourmisfron ftir Lederhöchstpreise in Berlin W 9, Budapester Straße 11/12, zu richten. v § 10. Inkrafttreten. Die .Bekanntmachung tritt mit dem 20. -Oktober 1017 in Kraft. Mit ihrem Jnkrasitreten tritt die Bekaarntmach.mg v^vm 5. August 1916 Nr. 6b. II. 888/7. 16. K. R. A. wie die NachltragK, belanallmaehnng vom 1. April 1917 Nr. L. 888/3. 17. K. R. A. außer .Kraft. Frankfurt (Main), den 20. Oktober 1917. Stellv. Generalkommando Ve§ 18 . Armeekorps^ *) Also anch jeder Gerber. B e t x .: Höchstpreise und Beschlagnahme von Leder. An den Oberbüraermeister zu Gießen, Grotztz. Polizeiamt Gußen imd die Gwtzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem ivir aus vorstehende Bekanntmachung des stellöeackreten- dcu Generalkvnimandos von heut« verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt dei-selben den Jntcressen.ten alsbald Kenntnis zu' -geben und die Bekanntmachung in Ihrem Ajmtszimmer zur et^ waigen Einsicht off»n legen. Gießen, den 20. Oktober 1917. Großherzoglickes Kreisamt Gießen. _Dr. U f i it g e r. Bekanntmachung. Die Herren Friedrich Deußer in Groß-GeraU und Johann Rief in Guntersblnm sind von uns M Auffichtsbeamten im Außen- dienst bestellt arnd zn allen Nachprüfungen und Illrtersuchungen! besargt, die mit den Aufgaben der Landesgemüsestelle verbunden sind. 78006 Mainz. 19. Oktober 1917. Hessisch^ Landesgemüsestelle. Ve-nvaltungsabteilung. vr. Schreiber. In treuer Pflichterfüllung starb infolgeSchlagani'allsde r Leataant d. Lamiw. Arthur Wachsen Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Groflh. hess. TapferkeitsmedaSüo im 53. Lebensjahre. In 2 V 2 jähriger Zugehörigkeit ist er mit dem Regiment und seiner Geschichte eng verbunden. Wir verlieren in ihm einen treuen, liebenswürdigen Kameraden, dessen Andenken wir jederzeit hochkalten werden. Kuschel, 7803D Oberstleutnant und Regimentskommandeur. Mittwoch beu 24. Oktober, abends 8 Uhr, in der großen Aula Nrrv ßKv FL'auesr Uvltlllß über k MjOkitsstizkrl iil ihre Deutung für ik Zuüuust DkuWtuuds. . SieSieriiiti: Fr», mb Fr» ür.lgtli=loiis. Sleoopp&i! Honorar für Einzelfächer Mk. 10.— für Kurse nach des. Vereinbarung. Franz Yoyt& GoGieße» Goethestraßo - l0 Tel. 20451. — Zur Deckung der Unkosten wird Eintrittsgeld erhoben. Der Ueberschuß wird der Gießcner Kriegsfürsorge zugeführt. Preise der Blätze: Mk. 1.—. 0.50 und 0.30. Galtzrie frei. I7771O l'ocies-^n^eige. Leute Sonntag vormittag 11 Lhr entschlief santt nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser stets treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager, Onkel und Neffe . Herr Ludwig Adolph- im 62. Lebensjahr. In tiefem Schmerz: Frau KaUiarino Adolph geb. Rinn Familie August Adolph, Weilburg a. Lahn Otto Adolph, Bremen Vi/,efeldv7. Albert Adolph, z. Z. im Felde nebst Braut Sophie Klenk Lina Mandler, Wissmar Familie Ludwig Bach Familie Karl Otter, Giessen Richard Borgis, z. Z im Felde und Fa&^iie Frau Lina Körner geb. Adolph nebst Kindern. Heuchelheim, den 21. Oktober 1917. 7853 Die Beerdipunpfindet Dienstagden 23. Oktober, nachm. 2 1 /- Uhr, vorn Sterbennns Imdwitr imRn 17 aus statt. Alice-Frnuenverei» Allgemeiner Deutscher ^kaueuvercin v'rii.lbctbenvcrei;! Evnng. (ttemcinde'Frauenvereiu F-rnucnvcreitr der Deutschen 5kolonial- gescllschnft Dranenverein vom Noten 5^'euz für die Kolonien Frauen'Luftflottenvcrein Freuenstimmrechtöverein Haussrancnvereiu Israelitischer Franenverein ^lnvcraartenvcrein Lelirerinnenverein otechtsschutzverciu Verein Freundinnen junger Mädchen. Warnung. ! Ich warne Hiermit jeder» j mann, meinem Schwieger- pater. Herrn Ang. Steuer- nngel.Mücke, auf dcn2tamen meiner Ehefrau. Margarete Weicker, geb. Steuernagel, etrvas an- od. zu verkaufen, da ich für nichts hafte. Das 61esckiäft, sowie sämtliches Inventar seiner Tochter ist auf meinen Namen überfchrieben Atücke, den 17. Okt. 1917. - 7798 Kch. Wch*,kcr. Lucher-vsrtröge in. Vortrag: vommstagdesr 25. Gftsber, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche. Professor 0. Zchian: Luther mb bk evangelische Kirche. Liktritt frei. Schw. neuerNcr-enschirm in der kl. Aula ani 18. 10. vertuscht. Slb^ug b. d. Porti«. 7777 D Kischversteigeruttft. Mittwoch, £4. l. M., nachm. 1 »/. Uhr, werden aus oen in nnchiler Nabe der Haltestelle Lchtsteubera gelege- neu Teichen B a ch.f o r c l ! e n und voraussichtlich einige 59X7 ZwillingSrunddruck und Verlag/ Brühl'schellniversitälZ-Buch-u.Stündr. ckerei. N. Lange, Gießen. Lchrlstleitung, ScschaftzfteKe und Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstellen. Verlag: Schriftleitung: 112. Anschrift für Droht iachrlchten:Anze:gerGießen. 8 Bern, 20. OB. (W.TB.) Wie Lßouec Blätter nachträglich xrr Ictsren französischer: Kamm ersrtznn g meCbm ftdüe !av«l r^- Fvage an Painlcvv: Ist ^ richtig, daß die Ergeb- nvst der Illtterfuchung iW-er ibje Aprilvsseiffwe zuerst einigen Genc- xaicti rme Wdcurgm und Novelle günstig ivare::, für andere dagegen ungünstig lautetew? Ist es ivahr, daß die Verm:ttvvrtl:chteit beäi Kriogsmuusters, dre nach dem Cugebrris der Illttersnchnng mit in Lckmcht tarn, ans Ersuchen Painlevös abgeändert nnrrde^ Wi' Hoden darüber nicksts graueres erfahren Wimen. Ein solches Vor- geben der Regierung ist unnröglich. Die Sozialifte:: können deshalb nicht für die Regierung fttnratcrt. Jnr Augenblick der Abstininuuig kwn es zu einem Znnsck-enfall, der sul/erlrch zu der Melhcheit für Painlstvö stark beitrug La broue fragte: Ist es richtig, das; der Vertreter des Kriegs komitees. Vüajvr HeWrvnner, der Solstr deutscher Eltern, ist? Die Frage löste im Saal einen nnALhenren Lärm au3. GS folgten Ausrufe tmrd Proteste auf allen Seiten. Painlevö, der sich bisher, «lch ÄKiljmtb seiner Rede, sehr gleichgültig verhalten hatte, sprang ouf Mid verlangte das Wort. Mit erhobener Stimme erklärte er- Heilbrunner, der Chef dies Sekretariats des Kriegskomitees, ist der Gohil eines hock-geachteten französischen Elsässers, desserr Bruder- in der Schlecht an der NKrrne gefallen ist. Labmie wollte widerspreel-en, aber Pmnlevo rief in Heller Entrüstmrg: Ich finde keine Worte, am diese unerhörte Verleumdung zu verurteilen, die heimtückisch hier um sich greift und die ich jetzt endlich fassen könnte. Diesmal erwben sich Deputierte van allen BqnAen und klatschten Beifall Dies mar der einzige einmütige Llugenblick der Kammer. Bei der Wstimmnng betrug die Zal-Il der Stimmmrlhrlturrgen 80 bis 85. Paris, 20. Okt. (WTBd Kammer. Painlcvö begann, indein er erklärte, die Debatte müßte die Ents'cksiüwlNg herbei- Wren, die es der jetzigen Regierimg ermögliche, sich zu ver- gerrnfsern, ob die Kamnrer ihr Vertvauen zur Regierung weiter veibehalte, die ihr Werk in dem Sinne der .Kanimer fortsetzeir footla Iß bin überzeugt, fuhr er fort, daß die Alliierten den Sieg in Hünde^r hakten, wenn sie sich disziplinieren nn:d alle Anstrengungen rnocknen. Es ist daran zu erinnern, daß vor eineni Monat alle Fragen als 'höchstdringlich ausgetreten sind: unsere Er- ,Ehrung, die Transporte zur Organisation unserer Front, wegen der Ereignisse in Rußland und verschiedener Ansstände in gewissen Zweigen der Kriegsindustrie. Alle diese Problenie standen wie eine hungrige Meute der Regierung gegenüber. Aber dank der Einigkeit aller Minister konnte die Regierung den sehr schwierigen Umständen die Stirn Mieten. Painlevö wiederholte die Kriegs ziele Frankreichs, die ausschließlich die Wiederherstellung seines Rechtes seien. Diese Ziele, nnalststingig von dem Ausgang der Schlachten, rvaren dieselben, als sich das besiegte Fmnkrx'ich gegen die Annexion Elsaß-Lvthrnngens aussprach: Die Rückkel/r Elsaß-Lotliringrns znm Vaterland.'. Das ist das Recht. Painlev? sagte weiter: Ich habe es gesagt, lvie auch der Ansgang der Schlachten sei, wir müssen den Krieg bis zu der Rückkehr Elsaß-Lothringens zu Frankreich weiterführen. Wir können nicht darauf veizichten, solange Frankreich nicht abdankcn und üt Knecht sckwsi gehen will. Wir müssen dm Krieg sichrer: mit aHat Mitteln und die Hilfsquellen der Ver- Kündeten gemeinsam ausnützen, um ihre Ziele zu erreichen und barnit Elsaß-Lothringen zu Frankreich zurückkehrt. Er spielte dam: auf die Gerüchte an, welche über die geheime Sitzung umlanfcnz und erklärte, daß die Regierung niemals Gelegen-, heit gehabt habe, den Gedanken eines Sonderfriedens zurückzuweisen. Dieser habe sich niemals gezeigt. Der Redner wiederholte sodann den Wortlaut der mimsteriellen Erklärung über die Kriegsdauer. „Nicht eine Stunde langer, aber auch nicht eine Stunde zu früh!" Alle lebendigen Kräfte Frankreichs inüssen nutzbar gemacht werben und die ver- Wndeten Nationen müssen ihre Anstrengungen dem anschlicßeir. Unsere Macht ersckieint dam: zermalmend, der Sieg besonders nahe. S&am wir getremtt marschieren, ist das Ziel, das wir verfolgen,, weit entfernt. Das Ziffammenarbeiten unserer englische!: Freunde mit uns ist genau sestgelegt. Wir arbeiten zusammen, setzen dü: r ze Macht imseres Flugwesens nird unserer Artillerie und kämpfen Schulter an Schulter, reicht als wären cs zrvei »mündete Armeen, sondern eine einzige. Wem: ich so von England und Frankreich spreche, vergesse ich darum gleichwohl nicht unsere anders! tapferen Verbündetes, tue es aber, rveil die französisch" englische Front eine gemeinsame ist. Jetzt finden weitere Verhandlungen zwecks Ausdehnung der englischen Front statt. Am Samstag war ich in London, als Stoche'sekretär v. Kühlmann sagte, daß niemals ein Zoll deutscken Bodens abgetteten wird. Dies war eine Fehdeansagc in der elsaßllothriirgischen Frage. Lloyd George gab zum ersten Male eine förmlich^ Erklärung ab und anttoortete Staatsscsietär v. Kühlmann mit einer andiwer: edelmütigen Fehdcansage, indem er erklärte, England stehe an der Seite Frankreichs. bis Frankreich Elsaß-Lothriirgen desannektiert habe. Am folgenden Tage gäbe:: dre Vereinigten Staaten eine gleiche Erklärung ab. Painleve befaßte sich sodann mit der inneren Politik und sagte: Es ist unerläß- lch, das; die Gerechtigkeit frei und unbeugsam ihren Laut nimmt. In gerutülichen Angelegenheiten darf man sich nicht erhitzen und AevN>rmisse aufdecken, wenn diese bereits dem Richter vorliegen. Wir sind Ivehrlos gegenüber der Verleunldung, aber verpfiick^wt, mit Hilfe des Geset^s vom 4. Llllgust 1915 diejenigen zu vcr folgen, welche die Negierung Mlgreisen und versuchen, die Moral der Nation zu schwächen. 'Daraus lvuroe der Schluß der Verhandlungen über die allgemeine Politik dirrch Handaufheben beschlossen. Die Kammer lehnte die vor: der Negierrrng veeworsene Priorität der ein- lachen Tagesordnung mit 396 gegen 95 Stimmen ab und nahm feuäl Handaufheben eine Vertraue nstagesor d n u n g M<- te vier e die republikanisrlZen Einrichttnigei: imb die Einigkeit der Nation arsAwd'U könnten, abzickeiuen. ucdem sie darani rechnet, daß dt' Justiz schnell urü> gänzlich ihr Werk verrichtet, richtet die EMler an die Arnwcn der Republik ihrer ehrfurchtsvollen ™ 'junbcruntj, brückt der Regierung ihr Vertrauen aus und geht TogeSotdmm's über. Aus Ser rtalieuischen Uammer. ^ Bern, 20. Okt. (WTB. Näckstomtlich.) In der gestrigen ^tzvug der italienischnl Deputierteickaimner tvMwte sich der Haupt- des Tages, der Sozialist Bentini, Siegel: Dissolati, der ^o-nuerstag Grosso Ca7Npa.ila vevdäclitigt hatte, auf die Tnriuer Unruhen hmgearbeitet zu l-abon. Die Angriffe seien so schwer ve- ^u>lgend, daß Bissolati unbedingt Beweise erbringen nrüsse. Der »teoner erklärte: Heute will man den, Klri'eg fvrtsetzen, um eiue reaktionäre Politik zu schass«:.' Die Regierimg will die ^cktwn. Mag sie tu es tun: sie nürd es u:ehr zu bereuen l-abcn, ktf Sozialisten. HinsickMich der von da: Sozialisten angeregte!: ^^mw'ckmng der Frnmrzieriu'g !wi: Zeitungen sagte Bentin:: Es mtecessant, zu nnffcn, um' gewisse Z.-itungen leben können, L ^ine Leser haben und die Mittel niffa durch Verbreitung und «2 Än/>u.^-nivesen aufbringei: kömrei^ Man habe 26 Millionen — rn!nB,l * j gP—■ > _ ■!! ■!! ■■■! II Öto Kricgsprwpag aX)mi ' K ^ n d«.^ldr-gen gesellen L ^ etwa durch ffiiif''S 1 ®'*““«'' wm ©mftn gebrachk morbra fei. Anschlienend ^bdncr dir mtfltimgntbe Untcrftii|-jma der Sol- Ct « a ? e: d-m Tage, wo das Volk nicht % 4 l J v ä - J,trt3wl * t fl c fmiwn wrro, wird es auf die S,raf;e konimrii. ba-m nicht Mgck'en, datz dies' die Folge des Ja, imdi d-ß J K d-re Lage selbst heraufbeschworen habe, bezichtigen, sie seien an allem chul d. Lann ward B.ssolati wohl verlangen, daß nian auf die El-- Brwlte der in den ScknibengrabeN itampserchen schieße Schließlich ivandte sich der Redner gegen die Regicrmig, die das Vaterland in Gefahr dri.ige. Der Redner Ivnrdc vor, allen Sozialisten beglückwünsiht. Die Mbe niachtc aus die Mrinmer «iten ungeheiireii Emdnick. Prainpolini ries: „Meder mit dem Kneg! Es lebe der Friede!: u::d der Sozialismus! Das Programm der neiren ichGedischen Regierung. r . df 5 a tin, 19. Okt. (WTB.) Svensk'a Telez-ram- vyran. der Eibesleiftmrg des ntuax Mnisberinms führte Staatsmrinjter Eden über die H u.up tg r u n d s ä tz e d e r neuen R-egierNNig fvlgendes cllrs: . - Aufgabe wird sein, in Uebereinstimmung mit den wmderhvlt bekanntgegcbmen Absichten der schwedischen Regierimg ww dem klar ausgedrückten Willen des schwedischen Volkes, eine c ^ T ^rf)tie, nach allen Seiten strei:g unpartei- w we Neutralitätspolitik n:ü> eine damit Mereinstim- mende Handelspolitik ausrecht zn erhalten. Das besondere Zusamn:enwirren der drei skcnchiu>avischeu Reick>e, das während des stwreges zustande kam, iveitnwglichst zu entwickeln, ist unser lebhafter Wunsch. Ten Besttebungei:, die mit immer ivachserwer Starre aus verschiedenen. Seiten hervortretcn, nach diesem Welt- perbeerenden Kriege einn: danevhaften Frieden zu sa>assen, sowie nne internationale Rechtsordmmg, die geeignet sein kann, den Fritwen M sicher:: und eine Minderung der Rüstungslasten zu ermöglichen, schließen wir uns von Herzen an. Offeichar ist es iminöglich, an die Lösung der Frage:: bettefseiid die Beschränkung der Verteidigrulgsmiltel unseres Landes, ihrer Aupassuirg m: die Tragkraft des Volkes u:D die Bedürfnisse einer friedlichen Kultur während der Kriegsdaner heranzutreten. Aber wir wollen nicht unterlassen, rrnsere Ueberzeugung anszusprcchen, daß diese Fragen eingehend geprüft werden müssen, wein: einmal der Krieg endet, unter Berücksichtigung der in der Welt herrschenden Ber- hältnisse. Infolge der Haltung der kriegführenden Mächte zu dem neutralen .Handel und Verkehr sind immer größere Schwierigkeiten entstanden siir die Sicherung unserer Vvlkscrnäh- rung und die Tätigkeit unserer Industrie. Die Lage ist im gegenwärttgen Momeirt sehr ernst. Sr fordert ni:ab:vcisbär, daß Regierung u:ü> Volk nrit vcrciittcn K räften nach AuÄvegen suchen, durch die der Truck, weim möglich, erleichtert ioird und die Krisenzüt ohne^ großen Schaden durchlebt lverden kann. Zu diesem Zweck inüssen alle Anstrengungen gemacht ivcrden. die eigenen Vorräte bis zun: äußersten auszuimtzen, die Produktion vor allem der nätigsten Lebkn:sbedürsi:isse 7m fördern und «gi: stürben, die Interessen der Produzenten und Konsuinerrben abzwoägen und in der größtmöglichen Umfassung den Handelsaustausch mit den fremden Ländern au sie ch rz:i erhalt eu. Tie schwere Zeit, die unser Volk jetzt durchlebt, hob nrit ganz besonderer Stärke die Notwendigkeit l-er'vor. m versuchen, durch eine klar demokratischci Politik aus den :>er schied euer: Gebieten Gesellschaftslebens sämtliche Volkskräfte in gemeinsamer Arbeit für das Wohl des Larcdes zu sammeln. Dü .''eit eben beendeten Wahlen zur Zweiten Kammer des Reichstages schloß sich die große Mehrheit den For- dernngen nach verschiedenen Verfass:'.ngsreformen an. In erster Reihe der Umgestaltung des Gemeindcwahlrechts mich dem Grundsatz, des gleichen Wahlrechts für alle, die Gcmeindestc-uern bezahlen, der Ettveiterring des politischen Wahlrechts der Frauen und der Revision getvisser Forderungen, die bei den jetzigen Besttmmungen das Wahlrecht beschränken. Wir werden ul:verzügl:ch die Arbeit zur Vorbereitung der Anträge zu den Versassuirgsreforrnen aufnehmen, damit solche Aittrüge von Cw. Majestät baldmöglichst! dem Reichstag vmgelegt werden können. verkehr nebst Vordruck zjum Antrag ans Eröffnung eines Postjcheckkont-os verteilen. Men denen, die den: Postscheckverkehr n.och fernstehen, bietet sich hierdicrch eine beqneme ^bleae:cheit, sich ein Postscheckkonto eröffnen zu taffen. , Scharfe Ueberwa chung des Verbots der Gajb« hau sw ä sche. Verschiedene B«obachM:ge!: zeigen, daß das Tischruchverbot für die Gasllvirtschaste:: und ähnlichen Betriebe nicht W durchgeführt Wird, wie es die gesetzlichen Bestimmungen vvr- ichreck-e:!. Am 1. Oktober 1917 ist Vas Tischtuchverbot, das am 14. Jul: erlasset: Uwrdeu ist, in Kraft getreten; es ist von diesem Zeitpunkt an in allen Gastwirtschaften mrd ähnliche:: Betricoen, :n denen Speisen und Getcmröe zun: Genuß cm Ort und Stelle vevavr-ncht werden, die Benutzung von Tischtüchern, die aus Web-, Wirt-- oder Strickwaren hergestellt sind, verböte::. Nur Tische, derei: .Holzpl-atten wegen ihrer rohe:: Beschaffenheit von vornherein u.nr zur Verwendung nrit einem UeberMg ans Web-, Wirk-, Strick- wareA oder Filz als Unterlage für das Tischtuch bestimmt waren und auch vor dem 25. August 1917 aus diese::: Ueberzuge mit einen: Tischtuch? dauernd bedeckt gervefen sind, dürfe:: auch ferner dmuit versil?en werden. Ausgabe der zuständige:: Behörden ist es, o:e Emhaitung dieser Bestvnmungen der Reichsbelleidungssl^lle aufs strengste ^ zu Werwachen. Erneut tverde:: die Behörden daraus st-rugeiriesen, daß die 5Ü:apvheit an Wäschesto-sfen eine hat in einer Mindestgrößc von 30 >c 40 Zentimeter an einer Stelle zu erfolge::, die allen Gäste:: leicht zugänglich ist. ** H ö ch ftp reis e und B e s ch l a g n a h m e von Leder. Am 20. Oktober '1917 ist eine neue BckcmntmaSmng (Nr. L. 888/7 17. K. R. A.), betreffend .Höchstpreise und Beschlagnahme von Leder an Stelle der bisher in Gellm:g gewesenen Bekanntmachungen Nr. Ch. II. 888/7. 16. K. R. A. vom 5. August 1916 und Nr. 1^. 888/3. 17. K. R. A. vom 1. April 1917 getreten. Die 5)ächstpre:se für Leder sind verändert und teilweise herabgesetzt worden. Außerdcnn sind umfangreiche Bestimmungen über die Bewertung des Leders getroffen worden, durch die nach Äcöglich- keit auf eine Verbesserung der Ware hingewirkt werde:: soll. Wäh- reist) bisher geivisse Lederatlen noch nicht von der Beschlagnahme erfaßt ivaren, ist nunmehr alles Leder in jeder Form «auch Abfälle), soweil cß sich im Eigentum, Besitz oder lSewahrsam einer Grbevei, Zuricht er ü oder (verbervereiuigung befindet, beschlagnahmt. Die Veräußerung und Ablieferung des beschlagnahmten Leders ist genau geregelt. Tie Bdffrmttmachung enthält eine große Zahl wichtiger Einzelbestimmungen. Ihr Wortlaut ist in der heutigen Nummer unfercy Blattes einzusehen. _ . ** Kammerdrucksache n. Der Ziveiten Kammer der Stände gingcn folgende Drilcksaick>7n zu: Bericht des Ersten Aus- lckmsses üdw die Regierungswrlage, betr. 1. Die Nachweisungcn über dm Staats-Eiirnahnren und -Ausgaben des Großlierzogtums iw,Re üiungsjahr 1913 nebst den in diesen Nachweisnngen an- geführiul f' t blulagen sonne den von den Großherzvglichen Mi- nisterien und der Oöroßherzogl. Oberrechnuugskammcr gegeben«: Erläuterungen.^2. Die aus der Rechnung des Fonds zur Ergänzung des Ian.ilieneigentums des Großherz-ogl. Hauses für 1913 gefertigten tiachweisnngen und die hierzu gegebenen Erläute- uungen. 3. Eine Zusammenstellung der in: Jahre 1913 verrechneten Zulagen, die nach dem Gesetze vom 17. Juli 1912 an die Staatsbeamten, Volksschullehver i:sw. zu zahlen waren. — Bericht des Ersten Llusschusses über die Regierungsvorlage, bett. die Gewährung von Kriegsteuerimgsbeihilfen an staatlickr? Beamte, Staatsdienstanwärter, Volkss-chnllehrer usw. — Bericht des Erweiterten Ersten Ausschusses über 1. den Lllttrag des Abg. Köhler, betr. Abgabe von Breimholz aus den staatlichen Waldungen an die Kommunalverbände zur Verteilung an die Verbraucher, 2. den dring lickten Antrag des Abg. Eißnert, betr. Aussi:hrverbot für Brennholz. Ar«s §tcrdt rrnd Gießen, den 22. Oktober 1917. ** Amtliche P e r sto n a ln cr chri ch. te n. Der Gvoß- herz-og empfing zum Vortrag den Staatsmimster Dr. von Ewald, den Msilister des Innern Dr. v. Honibergk zu Bach, den Generaladjntanten General der Kavallerie v. .Hahn, den Borstaird des Kabinetts, Wirkt. G>eh. Rat Römhell). — Der Groß Herzog hat am 15. September d. I. folgenden/ Beamten der Hess ff ch--Pren ßischen Eiserckahngeineinschasi aus Anlaß ihrer am 1. Oktober d. I. erfolgten Versetzung in den Ruhestand die nachben-annten Ansz-eichirurrgen verlieben: dem Lokomotivführer Otto Rupp zu Kranichstein imo dem Wagemneffter Johannes Schilling zu Bischofs- Heim das Silbemre Kreuz des Berdierrstord. us Philipps des Großmütigen und dem Wagenmeister ?Nichael Mah.er zu Bischofsheinl, den: Maschrnenaufseher Friedrich Behoben zu Gustavsburg, dem Weichensteller Philipp Schröder zu Bens- l-eim, dem Schaffner Nikolaus Dreißigacker zi: Mannheim und dem Bahwvärter Konrad Groll zu Osthofen das M- gemeine Ehrenzeichen mit der'Inschrift „Für treue Dienste^'. ** S ch we sternspend e. Zugunsten des weiblichen Pflegepersonals, das in der Kriegskrauteichsloge tätig war und in diesen: Dienste Schaden an seiner Gefteudheit ge- uommer: hat, wird im ganzen Deutsche:: Reiche eine Smmu- lung veranstaltet, die unter dem Schutze Ihrer Majestät der Kaiserin steht. Diese Schwesternspeude hat den Zweck, allen erkrankten und pflege'^edürftigen Schwestern, in erster Linie solckwn, die keinen! MitterhaUs angehören, das für sie sorgt, über die staatliche Fürsorge hinaus durch geiguete Kuren die verlorene Gesundheit uckederzugebcn oder sie im Falle der Unheilbarkeit für ihr ferneres Leb-eir vor Entbehrung zu schütze::. In Norddeutschland ist diese Sanrmlung bereits rin Gange und wird durch einen a:st 212. Oktober d. I., dem Geburtstage Ihrer Niasistat der Kaiserin, stattfindenden Opfertag ihren Mschluß finden. In Hessen uick) den ineisten süddeutscl>en Staaten ist mit Rücksicht auf andere Sammlungen die Dnrchsührung der Schwesternspende, die dem .Hess.' Landes verein vom Roten 5lveuz und dein Mce- Franeiwerein übertragen wurde, bis zun: nächsten Jahre verschoben worden. Es ergeht daher an die Bcvölöerung Hessens die Bitte, Beiträge für die Schwesternspende der für Hessen, in Aussicht g-enonrmenen Samrnluug zukommen zu lassen- Gaben werden schon jetzt von den Geschäftsstellen des Hess. Landes Vereins von: Roten Kreuz und des Meo- Fraueiwerettts und deren Aveigberesiven auf dem Lande jederzeit dankbar entgegengenomnum. ** P 0 sts checkverkeh r. In den wichsten Tcrgen iver- bext die Briefträger ein Merkblatt über den PostsckM- Entsagt dem Tragen von Eoldschmuck. Gebt ihn für den Lieg unserer Waffen! Vie ioföaftfaitfftele m den Räumen der Vezirkrsparkasse Gießen ist morgen vsn 3 bis 5 Uhr geöffnet! Landkreis Gießen. Fc. Lich, 22. Okt. Am 27. Oktober sind 70 Jahre verflossen, seit das Evairgelische Retttmgshaus' für Madck)en im nahen Kloster ArnsblUg auf Veranlassung des Lehrers Schäfer in Allenswdt, des späteren bewährten DrrMors der Blsiwencmstalt m Friedberg, eiugÄveiht urid eröfßwt wn:rde. Das Retttrngshaus ist das äkteslMWerk der Innerem Mssivn in: Gvoßl-erzogttml Hessen War die Anstalt ansängllch für Knabe:: und Mädchar berechnet^ so batte sich diese Verbindung mit dsr Zeit niäst als zuträalich erwiesen Deshalb beschloß der Vorstand der Anstalt auf Anregung ihres Vorsitzende::, des Grate:: Friedrich zu Svlms-Lcrubach im Jahre 1877 d:e Anstalt als einziges evangjolisches Rertungshaus in Hessen imter Leitung Vve: Diakonissen nMznUestalten. 'Seit ihrer Grü^ndUng bis heicke hat die Anstalt soge>:sveich geivirL Bis zum Jahre 1874 tvurden 219 Knabeir: und Mädck-en erzogen von 1877 b:s jetzt etwa 350 Müdck)en. In den Jal-ren 1875 und 1876 st-ar s:c geschlossen. Nach einer Dtatffttk von 1903 könnt«: von 211 Entlassene:: 174 oder fast 3/4 gleich 74 Prozent aller Zöglinge ans gefährdeten zu nützlul-en Mitgliedern von Staat imb Kirck» geüivnnLl: werden. ^ 'Wa. Odenhausen (Rabena!w. 21. Okt. Bon unseren im Felde stehenden inngen Kncgerr: wurden in letzter Zeit emo AnL.rbl mit Wlszeichmmgen bedackst. Musketier Jung erhielt das Eiserne Awerter^Klchse. d:c Sck'ützcn Wißner und Frischholz dre .Hessffcho ^apserkecksmedmlle. Untervfffzier K. Peter mtrt* jfuti: JBcamteuftdlvertrcter criuinnt. f iflKutcn 'sBriegötml cife wn 157 SVMNtr aubÄmchl m,f kc twrlTOfI ^ 1 Kreis AlSfcld. 31 Oft. Die hiesig, Schuld mit 75 atailm. zur ftrtnucn attcBiianleibr 3656 Btt. Da bei der »irrten v00 M.. der funstcn /40 Mk. und der sechster: 2315 Mk gezeichnet «LL L.'MrL?"«'... «*» fc * 7 LLS WSmfcU’Ä's.'SÄ Ellen!!bei der Rnffe:rvffe::sive mit dem ^r ewige:: Wochen lwttr er die Hessrsche Tapfe:cke:tsmedaille erhalte!:. Kreis Schotten. ^ Kölzenhain . 21. Okt. Aus imserer lleuien G>eine«de ^ Agende 'IkTfaneri d£>of be>- Twt>et sich fett September 1915 in fvmrröfischer Gcstrrigenschcfft. u-L Ulrichstein, 21. Ott. VLusketter Otto Keil, der sich rn den Känrpfclli uni Riga dirrch besonderes tapferes Vi"r halten aus- »nchnete, erhielt das Eisern« ätzreu- erster Klaffe. Sein Bruder, LUs-elrn Keil, befindet sich seit Juli 1916 m französischer Ge- «mgen-schast. Starkcnburg und Rhernhesserr. I. Tarmstadt, 21. Okt. Von der hiesigen Strafkammer Nmrde der Sckstosier Lorenz Riesel von Offerchach wegeil Bi- Mmie zu 1 Jahr 3 Atonalen Gefängnis verurteilt. Er hatte vor estrigen Jahren Frau und Kinder in Thüringen z-irn'ickgel.asien, fiar nie mehr nm sie gekümmert und im vorigen Jahre eine Witwe in Offenbach geheiratet. Das Gericht billigte ihm mildernde Umstände zu. — Weil er keine Zusatzbrotmarken erhielt, schlug der Schlosser Peter Jos. Klos dein Bürgerineister von .rZ-ürth ins Gesicht und beleidigte ihn gröblich. Er erhielt 4 Monate Gefängnis. Das Urteil wird veröffentlicht. I. Darmstadt, 21. Okt. Die Zentralkasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften zeichnete für sich und die ihr cmgeschlosienen Kassen 25 Millionen Aur 7. Kriegsanleilie, gegenüber 24 Millionen bei der 6. Anleihe. I. Darmstadt, 21. Okt. Auch hier hat sich unter dem Bvrsitz des Larrdgerichtsrats Pffster-SchweigHusen eine Ortsgruppe der deuttchen Baterlandspartei gegründet, zu der gleich eine gröbere Anzahl Beitritte erfolgten. ch. B tilgen, 21. Okt. Ter WassersLand des Rheines geht wäder langsam zurück. Ter hiesige Pegel wies heute nur noch 2,73 Meter auf. Die starke Strömung, die der hol-e Wasserstand nrrt sich gebracht hatte, hat dam auch schon nachgelassen. Jnrmvrhin Wasser,Land noch hoch genug, um dem Schiffahrtsverkehr guLe Fahrt zu gestatten, denn der Rheingau hat in seinem Fa! r Maffer/wock, etwa 3,20 Meter Tiefe. Bei dem günstigLn Wasserstand ist die Durck sühnrng des Schiffahrtsverdehrs bis weit den Oberrhein hinaus tvi-eder glatt möglich. Gan^Algesheim, 22. Okt. Im Bereiche dos hiesigen Bahnhofs lst der Weichensteller Nilvlaus Specht von hier von ctnem der Schnellzüge, die abenpA von Mainz hier durchfahren, gestern aberrd totgefahren )vvrden. 3-ü i n 18. Okt. Auf betit Bahnkörper, unter dem «er Elsenbahndrücke die Meiselrauerstraße durchzieht, wurde dre Lerche emes nmgen Mädchens, das von einem Effenbahnzua ubn-fahren worden war, gefunden. TaS McDckMi ist nach einem zurückgelassenen schreiben freiwillig aus dem Leben gescksteden. ch. Vom Miktelrhein, 21. Okt. In der letzter! Zeit machte sich rn den Morgen, Lunden sin Gebiete des Mittelr Heins oft starker Nebel gütend. Dieser Nebel war für den Schiffahrts verkehr von gwßenl Einstich, denn er verhinderte die Ausnahme des Be- trlebcs in den Morgenstunden. Meist ko!nnLe erst ab 11 ] / 2 Uhr etwa gefahren werden. Wemr wirklich einmal früher mit der Fahrt be- Ionnen wird, ist an ein TnrckLvmmM, solange der Nebel ans dem Rhein lagert, nicht zu denken. Kreis Wetzlar. ra. Niederwetz, 21. Ott. Lehrer Albert, zur Zeit als Leutnant 0 . M. im Fade, wurde cntfmwätg an der hiesigen Schocke anHeftellt. —. Lechver Friedrich Hai« in Oberwetz wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse «msgez^ichnet. va. K c ö f fe l bach, 21. Ott. Dvei Söhne des Landrvrrts Peter Meffersthmidt wurden mit dom Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Hessen-Nassau. . .A i e d e n k 0 p f, 21. Ott. Der Kveisausschuß für Sammel- und Lxlfevdienst hat für das Emsanrmcttl und die Weiterbeförderung des 'SanrmrLgMes vier KceissaMmclstollen in den Orten Mendorf b. B., Gladenbachs RoüHeäm und- MedenZopf einge- rrchchet. Frankfurt a. M., 21. Ott. Die Polizei nahm gestern früh einen Schwindler seltsamer Art fest, der behauptet, das Ge hermnis einer Elektrizität spendenden Masse zu besitzeil, von der ein Stück urrnnterbrochen über eine Woche lang Licht abgeüen kann. Cs handelt sich um den hier ansäffigen Mechaniker Franz Skiba. Dieser hat es verstanden, auch ernsthafte Kreise zu interessieren, die ihm Tausende voll Mark als Vorschuß für die Ausbeutung der „Erfindung" gaben. Von diesen Summen lebte die Familie Skiba herrlich und in Freuden, so daß das Familienoberhaupt nichts weiter zu tun brauchte. Von Sachverständigen ist das Skiba'sck>e Verfahrell jetzt als Schwindel anfgedeckt worden. Es wird der Verdacht cuisgesprock-en, daß Skiba in die Lencht- masse kleine Trockenelemente von mehreren Stunden Brenndauer eingebaut hat. Auf ^ eine nähere Prüfung seiner „Erfindung" ließ sich Skiba nie ein, sondern brach, wenn eine solche ernsthaft verlangt twurde, die Beziehungen sofort ab, nachdem er seine Opfer genügend geschröpft hatte. = Frankfurt«. M., 21. Ott. Der Oberarzt an der Chirurgischen. Universitätsklinik, Dr. Ernst Wolfs, hat sich nt dey Mledizinisck«n Fakultät als Prioat-Dv^ent für Chirurgie habile Liert. Seine Mnttittsvorlesuna am 29. Oktober bchjandelt die? Chirurgie der Pankroaserttankungen. — Frankfurt«. M., 22. Okt. Im Laufe dieser Woche vertust die Stadt auf Karten zunt erstenmal Zwiebeln. Auf den Kopf entfallen 850 Gramm, das Pfund kostet 23 Pfennig. -- Frankfu rt a. M., 22. Okt. Einer hiesigen Bemntenfrau wurde während der Bahnfahrt von Hannover nach Frankfurt eine Handtasche mit 4700 Mark in barem Gelde und Kriegsanleihe-- sä-einen gestohlen. Ter Dieb blieb bisher unerncittelt. X. Gelnhausen, 21. Okt. Das vorgestern auf d^r Station M verholz vor gekommene Effewbahmm glück, bei dem durch Ueber- fahren eines Prellbocks die Lokomotive imd einige Wagen eines Güterznges dem Bahndamm lstnabstürz-teu, hat nicht nur drei Todesopfer, sondern leider sechs Menscheickeben gefordert. Zug- Uhrer Glaab aus Großauheim, Lokomotivführer Drehl aus Fried- berg, Hessen, sowie Lokomotivheizer Becker aus Fvankntrt a. M.,. ferner die Schaffflerin Wivve Holm wrs WäckZterÄbach befinden sich unter den Toten. Dadurch, daß sich die abstürzenden Wagen über die Lokomotive auftürmten, gerieten sic in Braild. X. Hanau, 21. Okt. Die Zusammenlegung von Bäckereien ist hier Tatsack>e geworden. 17 Bäckereien werden geschlossen. 2-1 Bäckereien üb'rnehmen die gesamte ftrvtivrforgimg der pmt runter Bevölkerung. Nur die Bäckereien dürfen Brot verkaufe^ während allen anderen Miederverkäusern der Brotverkauf urttevi sagt wird. Kassel, 21. Ott. Nach schnwrem Leiden verstarb hier; in seiner Baterfvadt der Erbauer des Smnplontmmels Dr.-Jüg. h. c. et Dr. phck. h. c. Karl Brand au. Weilbu rg, 22. Ott. Durch einen unzeitig losgegangener^ Sprengschuß in der Eisengrube „Haltung" nmrde der Bergmann! Kunz ans 5)asselbach getötet und sein Arbejtskamerad Zipp aus Odersbach schwer verletzt Fc. Weil bürg, 21. Ott. Eine stxidtbekanule Persönlicksteil^ Wachtmeister Ohmeis, U im Alter von 71 Jahren gestorben« lleber 31 Jahre versah er den Posten feiiteS Pvlizeisergeantew P^ovinzial-Ausschutz der Provinz Oberhes?en. Gießen, den 17. Oktober. Klage des Orts-Armen-Vereins Koblenz gegen den Orts- Armeu-Verein Gießen wegen Erstattung von Armepflegekoftm für die Ehefrau Josef Müller. MMer hat infolge BesMftigimg in Gießen in der Zeit vom 5. April 1912 Ins 1. Dezember 1913 daselbst den Untere stützungswvhnsitz erworben. Später wurde er und seine Familie in Koblenz wiederholt vom dortigen Orts-Armen-Verein unterstützt. Der Ehemann nnrßte wegen Geisteskrankheit in eine Anstalt ausgenommen werden, in der er am 1. Dezember 1915 starb. Nach der Aufnahme stellte die Ehefrau Antrag auf fortlaufend« Unterstützimg, die ihr auch von dem Orts-Armen-Verein Koblenz gewährt wurde. Außerdem erhielt .sie als Pflegerin ihres Mannes eine Militärrente von zunächst monatlich 12 Mk., die mit Rückwirkung vom 1. Oktober 1914 im Sommer 1915 auf 87 Mk. erhöht wurde. Ein Versuch des Orts-Armen-Vereins Koblenz um Ueberweisung der Rente an ihn hatte keinen Erfolg. Tie Nachzahlung erfolgte sonach an die Ehefrau als Pflegerin ihres Mannes, ohne Kenntnis der beteiligten Armen verbände. Tie Frau verwandte das Geld zur Deckung von Schulden. Die Armennnterstütznng Nurrde abgesetzt. Inwieweit die bereits zur Auszahlung gelangten Beträge hätten in Mspruch genommen rmd ob dies hätte rechtzeittg erreicht werden können, ist im Verhältnis der Klageparteien nicht näli-er zu prüfen; jedenfalls hätte Kläger nichts erreiM. Er war aber zu einem Regreß von sich mcs rricht verpflichtet. Der Einwartd des Orts-Armen--Bereins Gießen gegen die Klage, per unterstützende Armvnverband habe Ersatz seiner Aufwendungen aus der Rente erlangen können, konnte deshalb nicht als stichhaltig arrgesehen, und es mußte der Klage stattgegckben werden. Berrnischte-. * Paul Büttners Sonate III für Violine und Klavier (e-moll) wird beim Ersten Modernen Musikfest zu Dresden (24. bis 29. Oktober) durch Professor Gustav 5>avemaun und Hofläpäl- meister Fritz Reiner zur Uraufführung gebracht. Kai|er= und volkr-ank sür Heer und Flotte! Weihllachisgaben |9|7 In unversöhnlichem Hatz und Vernichtungswillen stürmen unsere Feinde noch immer wider die lebendige Mauer unserer Front, wo jeder einzelne unserer unvergleichlichen Helden ein Stück der Heimat mit seinem Leibe schützt. Und jetzt, wo wir zu Hause uns bereit machen, wenn es sein muß, auch die Schwierigkeiten eines 4 . Kriegswinters auf uns zu nehmen, wird dies um so leichter in dem Gedanken an die Entbehrungen und Leiden, die unsere Kämpfer draußen täglich neu verstärkt sÜV UNS ertragen. AHNSN eine Freude zu machen, ihnen immer wieder neu zu beweisen, daß das ganze Vaterland hinter ihnen steht, soll deshalb in diesen Wochen, wo mit dem Winter die rVsihnnchtszeit n-aht uns allein bewegen und würdig von den Unabänderlichkeiten der eigenen Verhältnisse ablenken! Darum wissen wir: Wir bitten auch diesmal nicht vergeblich: Denkt für nufere tapferen ßit eine Weihmchtsfreude! Kerner darf leer «gehen? Die Monate Oktober und November sollen Opfermonate sein, wo jeder sein Scherflein gibt zur weihKüHw^mtze VN fürunsere Feldgrauen draußenund die DerwundetenindenLazaretten. Me im vorigen Fahr, hat das Rote Kreuz gemeinsam mit den Militärbehörden die Versorgung übernommen. Tausende von Dankesbriefen haben die Freude der Beschenkten bezeugt. Sie darf, sie soll diesmal nicht fehlen. Außer einer Straßensammlung am allgemeinen hessischen Opser- tag am 25. November werden Gaben gerne entgegengenommen bei: der Kaffe des Roten Ureuzes in der Alten Rlinit, der Mitteldeutschen Lreditbant, der vant für Handel und Industrie, der Se- zirkspartasse. der Sewerbebant und den Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der Gberhesfifchen Volkszeitung. 7791. Der Oberbürgermeister: Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende des Iweigvereins Vereins, Iweigvercin Gießen: Gießen vom Roten Kreuz: Frau B. Gebhardt. Wiener. Einladung zur Mittwoch, am 24. Oktober 1917 abends 8y 2 Uhr im Restaurant „Zum Augustiner" Ludwigsplatz 15. 1. Rechnungsablage. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. 7795 d Der Vorstand. Tagesordnung: Mehrere tüchtige Schloffer, ein tüchtiger Werkzeugdrehcr, einige Arbeiter füc sofort gesucht. rm Gäbet & Appel. Mobiliar- Versteigerung. Dienstag den 30. Oktober 1917, vorm. 19 Ubr, versteigert die Unterzeichnete wegen Aufgabe ihres land- wirtschaftlichen Betriebes in ihrer Hofretle gegen Bar- zahlung: 2 Pferde. 2 Kühe, 1 Stier, 2 Rinder, 3 große und 1 kleinen Wagen, 1 Mähmaschine. 1 Schlitten, 1 Fege- müdle, 1 Pflug und niedrere Bordervfluge, 4 Eggen, 2 Wagentiicher. sämtliches Pferdegeschirr u. dgl. m. Die Gegen,lande sind hier jederzeil einznsehen. WetterShatn lPost Nieder-Ohmen), 20. Oktober 1917. Berta Grob ( Möbl. Ziminer\ P*nsiBn Lrssül Kerrie Lükw L2 lBeltevue»Zirn. m.u.ohneBer- pfleg. s. jede Zeitdauer. Pitt- rag- u. Abendrisch. Elektrisch Licht, JZckd. Tel. 1085. [1087 fint raft'öL Wehi* n. SehSaf- sliMier mit voller Pension, auch f. 2 Vers, geeignet, z. vrm. 7740 Tttd Anlage 7. H. Mietyestiehe 3-4W.!M'-W!>lMil,s in der Nähe Kaiser-Allee od. Licher Straße zum 1. I. 18 zu mieten gesucht. Angebote unter 7772 an den Gieß. Anz. Jvllger auch leicht kriegsbeschädigt auf das Bureau einer Zi garrensabrik hier ver bald gesucht. 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