m. 243 £er Siehener Anzeiger erscheint täglich, nutzer Sonntags. — Beilagen: SießenerLamilienbiätter; Kreisblatt für den Kreis Oietzen. Bezugspreis: monatl. 1 Dik., vierteljährlich 3 Mk.: durch Abhole- u. Zweigstellen mouatl. 90 Pf.; durch die Post Mk. 3.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. fternsprech - Anschlüsse: für die Schrütleitung112 Verlag,Geschäitsstellebl Anschrift für Drahtnnch- richten: Anzeiger Oietzen. Erstes Blatt 167 . Jahrgang, Dienstag, P. Oktober PsstscheSkonto: Frankfurt a.M. U686 Vankverkehr: Gewerbebank Giehen ZViNintzsr«n-druck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Buch- u. Lteindruckerei N. Lange. Schristleitung, Geschäftzstelle u. Druckerei- Schulftr. ?. Annahme van Anzeigen die Tagesnummer dis zmnNachmiltag vorher. Seilenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 Pf., für a u s iv ä r t i g e 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf. bzw. 90 Pf., nebst 20°/oTeuerungs-uschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sürPolitik u.Feuilleton: Aug. Goetz; Dtadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen (»ISUJKi« he M eer znriickzukel.'ven. Am Morgen des 12. Oktober leisteten unsere Schifft.den feindlichen Schiffen, die zwischen den Inseln in unsere Gewässer eindringen iovllten, erfolgreichen Widerstand. Walwend der zwei Tage andauernden Geschützkämpft waren unsere Verluste unbedeutend, rmd die Beinainumgen der Schisse lieferten Beloeift von Milt, Tatkraft und Opftrfreudigkeit. Zugleich mit dem Landung^- manöver fuhr her Feind fort, die Küste von .Kurland und die Meerenge Irou Jrbit von Mneri zu säubern. P e ter s b u r g, 15. Okt. (WTB.) Meldmrg der Pebers- burger Telegraplien-Agentur. Der Marinastab teilt mit, daß der Gegner feit seiner erstaii Landung mff der Jiiffel Oesel bis zum 13. Oktober, vorrnittags 10 Uhr, deii Widerstand unserer Truppen habe brechen und von dem ganzen nördlichen und östlichen Teil der Insel liabe Besitz nehmen können, indrm er sick) bis 12 Warst A r e n s b u r g näherte, und daß die russischen Truppen nrxb rmnirr die Hatbinftl Sworbe-Zerel besetzt hielten. Gegen die Insel Dia goe hebe der Feind nur Denunfftrationen gemacht, ohne sie zu besetzen. Stockholm, 15. Okt. (WTB.) Meldimg des Vertreters des Molsfb'.woiins. Soeben aus Petersbiirg eingettoffene Meldimgen bestättgen. die anch von der „Noivose M'emja" gebrachte Nachricht, daß die Vettstdignnigsankagen auf der soeben von 5at deutschen Trlippen besetzten Iiffel Oesel nnüa englischer Leitung stehlen. Der Er'ltdrilck in Italien. '. A^nf, 15. Okt. (Priv.-Tel.) In den Ländern der Eittente rief dre v Jocta>incI>t von der Landung der 'Dentfthen mrf Oesel und Dago offtnsuhtlrcheir parken Eindruck 'hervor. Von den italienisclvn! S5ffiH5cm fttriefjft „Gorrtcre betta Sera" die Hoffnung aus, daß es der russischen Flotte geLmaen sein möge, sich rechtzeitig a»H- ^cm Golf von Riqu znrütt'zrtziehsa. Der militärisch« '.Nit Üv nach drümaligem Zurückschagen der Russen im Juhre 1704 in hKssn-gasichaft geraten War. Darauf fand die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel am -Rathause statt. Der Kaiser bei den Bulgaren. Berlin, 15.. OL. (WTB. Amtlich/) Im Anschluß an seinen Besuch der bulgrrrschen Hauptstadt besuchte Se. Maj. der Deutsche Kaiser, begleitet von dem Zaren Ferdinand, sein bulgarisches Infanterieregiment BaÜanski. Er sah das Regiment auf dein gcschichllick)en Schlachtfelde von Philipps, nur wenige Kilometer hinter der bulgarisch-englischen Front. auf 50 KÄograimn für das einzelne Gepäckstüik bestehe^ jedoch an die stelle der ht Aussicht gcnonnnenen GT.vick)ts- beschrttnkuny aus den einzelner: Reisender: eine Gepücktaris- erhöhung gleichfalls zum doppelten Satze treten zu Lassen. können zeichnen! • V*' 1 '*“ **:*>*■ (2bTB.) Wie zu erwarten war, hat sich der ferndliche Zeitungsdienst mit seürer ganzen Kmist in der Züge auf die von dem 2lbgeordnetzen Dtttmann in der Reichstagssitzung vom 9. Oktober in die Oesfenllichkect gezogenen Vorfälle in der deutschen Flotte geworfen.^ Mit welchem Uebereifer C S. seiner Phantasie die Zügel schießen läßt, geht aus einem ,.alnr>puuch der englischen Station Earnarvon voni 11. Oktober ijer Es werden dort iu echt englischer Lügenvirtuosität im An- » - 071 die richtige wörtliche Wiedergabe einiger Stellen der Reich.'tagsrede des vski als Mitglieder des Regentschaftsrotes im Königreich ^olcn ln ihr Ämt rmzapetzen, und beauftrage Sie lnermit, diesen cktt gemernsam nnt dem K. Militärgouverneikr Grasen Szeptycki zu vollzrehem (gez.) Wilhelm I. R. War)chau 15. Oft. Die Hauptstadt Polens steift im Zeickien C *T ^ 'Jo t \ c r - Notweihe Fahnen, Blumengewinde um Bilder Kvszruskos schmücken die Stadt. In der ehnmirdigen whannls-Zrvthedvale fand ein feierliches Hochamt statt, dem die ^lntzm der polmichm Gesellschaft sowie Vertreter der deutschen und .."^^'chn chmngcrrischen Okl:ft«tionsbehörden beiwolfnten. Die gan^ bresie feiert KosziusKv als die Verkörperung des glühender: 'ilsdranges des polnisch.-n Volkes. Ein imposanter' Zug be- f.. sfte ti-ä, zum Rathausplatz. In der Festsitzung der Stodtverord- nerenversaumümg begrüßte der Stad t verordnelenvorstelfer unter Seekrieg. Neue N-Bost-Erfolge. Berlin, 15. Okt. (Amcklich^.) Neuerdings wurden im Sperrgebiet um England miedenm: eine Reihe von Dampfern und Seglern durch unsere U-Boote vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dcmkdampfer Erueim, der als U-Boots-Falle fuhr, sowie ein Dampfer von über 7000 Tonnen, der auf dem LÄege Englaud-Le Havre angetroffen wurde und anscheinend Munition geladen hatte, ferner die französischen Segler La Martine mit SalAfischen nach Frankreich mib Acrow Dbth- Der Chef des Admiralstabes d^: Marine. Dir amerikanische Schiffahrt. Amsterdam, 16. Oft. Einen: hiesigen Blatt zufolge wird den „Times" aus Netuyork gemeldet: Morgen werden alle amerikanischen Schiffe von 2500 Donnen und darüber, zusammen 468 Sclftffe mit 2818000 Donnen, unter Aussicht der Regierung aesdellt. Sie werden je nach ihrer Größe als Handels- oder TrllppcntranSportsch,iffe verroendet. In Washingt-on verlautet, daß die Regierung für die Dauer des Krieges auch die Eifenbahir übernehmen will. Aus dem Kelche. Die Verkehrsemschränkungen. Berlin, 15. Okt. Gegen die Festsetzung eines Gepäck- Höchstgewichtes v-on 50 Kilogramm auf den einzelnen Reisenden macht sich, wie die „Bert. Polit. Nachr." schreiben, das Bedenken geltend, daß in geimffen Fällen die Mitnahme höherer Geroichtsmengen, z.' B. für Geschäftsreisende, geboten erscheinen kann. Es sei deshalb in Er- wägunig gezogen, zwar die BvschvänSung des Gepäckgewichts „Hier greift einer an, der sich um sein nacktes Leben tvehrt." Das ist der Eindruck aus den letzten englischen Stürmen in Flaw. dern. Dieser nie dasewesene Massen ein satz vor: Munitton um kleinster takttscher Zwecke willen, dieses teure Erkaufen e^cingstrr E-riolge um unverhÄtnißmäßige Opfer, dieses immer anis Neue wiederholte, ruckweise Anrennep gegen völlig MeÄ'ichtslosc Zieler das ist das verzweifelte, kurze Keuchen eines im verlorenen Ringen liegmden Kämpfers. Wir wollen nicht sagen, daß der Engländer am Ende seiner Kräfte wäre, nein, die Gerangenen, die eingebracht werde::, sind immer noch frisch, wenn auch nicht mehr recht zuversichtlich. Aber im Hi:ttergr:::we scheint etwas zu lauern, daß es dem Engländer irottvendig erscheinen läßt, in diesem Jahre noch die flandrische Küste sein Eigen zu nennen, ein unheimliches Etz- tvas, das anfänglich nur in Berecknrunge^i unb Statistiken gv» spensterhast beisinte stand; (tfrr mir allmählich greifbar Leben ge. winnt und sich lähmend auf seine Kriegführung und Politik legt. Freilich, wir an der Front werden diese:: Einfluß unserer ll-Doote am spätesten merken; denn eh' der Engländer seine Sol» daten verhmrgern läßt, läßt er seine Heimat selbst Mangel leiden. Ir: den Ge fangen enbri esen mehren sich aber doch von Woche zu Woched ie Anzeichen, daß es in England nicht mehr so steht, wie die englische Regierung glauben machen will, und das Urteil gerad« gebildeter englischer Gefangener über den ll-Boot-Knieg ist schon letzt weserctlich ernster als im vorigen Monat. Auch rn der Kämpf- weise selbst macht sich der ll-Boot-Mieg jetzt schon bemerflich. Fragt eure Söhne, die in Urlaub kommen, was der Unterschied ist, in der Artilleriewirkung der Somme-Mämpfe urrd der Schlachten dieses Jahres! Sie geben euch alle die gleiche Antwort, trotz de- augenblicktich auss Unerhörte gesteigerten Munitiorrseinsatzes vor Langemark und Hollcbeke. Ferner: der englische Soldat beneid« förmlich bei: Deutschen, um das ihm zur Verfügung stöhenW Deckungsmaterial. Schurz,rahmen, Mini er Hölzer, Zement; das sind Stoffe, die uns in unbefi'ränftem Maße zur Verfügung stehen, wahrend sie den Engländern nur sehr sparsam oder gar nicht' geliefert werden können und das ist nichts als der Einfluß unsewü U-Boote. Seit einigen Wochen sind die Heimat AA.ittm.gen wieder voll von Kriegsanleihe. In bewegten Worten werden die Quaken nuferer Kämpfer geschildert, so daß man meinen könnte, zuhause gebreche es,an jeder Phantasie. Ich halte nicht für gut, der schwachnerrnqen Heimat allzuviel von den (äreueln eines Großka.mpfes zu erzählen. Wie sie aus unsere eiserne Mauer vertrauen konnte durch die nichts durchtommt, so soll sie uns auss Wort glauben,wenn wir ihr sagen: „Zeichnet Anleihe^ 'Ihr erleichtert uns dadurch unser Los, wir müssen das am besten wissen!" Offensiven und Anleihen kommen regelmäßig von Zeit zu Zeit. Tie Front hat sich von Offensive zu Offensive besser geschlagen; vergleicht unseren Geländeverlust in der Somme-S- ^a.chr 16 mü dem der ArraS Schlacht 17 uns der j etzigen Fümderntämpse. Und erst die Flandernschlacht selbst! Der erste gervaltigs Anlaut auf der ganzen Front wurde mit Hilfe frischer Reserven abgeschlagen, dev letzte auf gedrittelter Front geführte, aber von Ser gleichen dlrtist lerie begleitete Angriff wurde von Truppen erledigt, die 'ch-M 4 Woclnn in Stellung waren, ohne daß im wesentlichen aul sie rückwärtigen Reserven znrückgegrifsen werden nmßte. Wad alles zu diesem beispiellosen Erfolge Äffgetragen !xU. oas brauct;en wir den Gegnern nicht auf die Nase zu binden. Die .oauptursache liegt in dem Heldenmut unserer braven Leute. Unser Heer' wird mit jeder schweren Prüfung besser: an der Heimat ist es nun, W beweisen^ daß sie nicht schlechter gewo-rdeu ist. Dazu helfe ihr dir Flanderns Anleihe! Ans Stabt ,rnd Cobiö. Gießen, den 16. Oktober 1917. ** Amtliche P e r s o n a l n a ch r i ch t e n. Der hat zum 15. Oktober dem ^sreisbauinspektor 'Heinrich '<öitzler zu Friedberg den Charakter als Banrat erteilt. — Am 11. Oktober d. Js. wurde Friede ick) Methb.'ssel ans Büdingen zum Schreib- gehilsen bei der Bezirkstasse Büdingen vom 12. Oktober 1917 cm ernannt. — Erledigt wurden einen mit einer tatholischTN Lehrerin -zu besetzende Sffulstelle an der Bolksschicke zu Viernheim und zwei mit evangelisch^ Lehrerinnen xi: besetzende Sckm-lstellen Mi der Volksschule zu Offeubcch. ** A u s z -ei ch n u n g. Der Gefreite Lothar Buff wurde mit dem Eisernen Kreuz aus-gezeichnet. ** Kartoffelversorgung. Wie uns von: Lebens- mitlelamt mitgeteilt wird, werden von heute ab ' Kariös selb ezugssche ine zur Lieferuug von Kartoffeln durch Lmrdwirte nicht mehr a u s g e st e l l t. Dagegen ist. es zulässig, daß auf rechtzeitig ausgestellte Kartoffelbezugsscheine Kartoffeln :wch bis zum 25. dieses Monats einschließlich geliefert werden. Jeder sorge.sich dafür, daß er bis zu bte|em Zertp:mkt ferne Kartoffeln im Keller hat. ** Zucker zur Verbesserung von Rotwein 1917. Für die Verbesserung von RlTtwein ist von, dem .Kriegsernährungs^ amt für das Großherzogücm Hesse:: eine gewisse Mcnge Zucker überiviesen worden, lleber den Bezug und die Bczugsberechtigung: fietK* die Bekarmrinach^rng in heutigec Nummer. st- Hee res n ä har beiten. Die Bcidnntnwckung des freite ocetretoibeii Generalllollmcarchos vom 20. 5. 1917 Nr. 811. 5.17. AZS.. l. betreffend ^Regelung dar Arbeit in Web-, Wirk- und itrü^swffe v-evardetttardim Eewerbezweigen ist für die von mtUtati* schm Stellen zur Vergebung gelangenden HeereÄräharbciten jedco Art außer Kraft gesetzt. **Er Höhung der F-a-hrkar te n pre i s e. Aus die ün Amzmgenteil von der Königs. Preußische.: und Go>ßh. .Hess:sck«n! Eisenbahndirektivn Vdoinz bekanntgagel^ven wichtigen Aenderengen iu: Schnell-- und EtlAtgverkehr sei hiermck n-:>ch beso^chers imv* geuffesen. — Wie die „Frkst. Ztg." meldet, ist außer der ErhölnML der Schnell- imd Eilzugsfcchrpveisc, die an: 18. Oktober in HYafß treten wird, arrck: luxft eine Verteuerung des S »untagsveckehlA auf größere Efttsernn:!gen für PerfEeuzüge geplant, 'und -^imx derart, daß auf alle Fahrkarten, die vom Samstag mittag Uhr bis zur Nackft auf Montag 12 llhr ausgegeben werden, rin Drutschlaiid, Deutschland über Alles. Von Dr. G. Krüger. In: Verlaus der Reichstagsdebatte über die alldeutsche Agitation :n' .Hoerc hat der Abgeordnete Werirer-Gießen gellagt, es wetzoe ■^ob noch - :!ftn kounnen, daß, das Singen von „Druffchlakw, Deutschs!imd über alles" als aildaittsch bezei:net werde. Das könnte, mciioc Hi, dv'h nur geschehea, ivenn mit diesem' Liede Mißdrmrch getrieb.il würo.'. Ist ad.-i solche Gefahr gauz ausgffckftoffen? Es sckiffut sich loirllich des Liedes ein fremder Goist bemächtigeu zu wollen, wenigstens seiner AnsauLj,?/ffle, die wir uns geivöhnt habe::, H-tusagen absolut -u fassen. „DenttchLand, Deutschland über alles der Welt", ist für manchen fast der Ausdruck des Imperialismus, den er treibt, oder nach dem -er sich sehnt. Die Ermländer haben's m? arrders verstanHeu. Man kann ja vm: rfjnteu auch nicht txra> (fluneu, daß sie über die erste f-oibe x-j Liedes hinaiH in seinenj Gtz't eindrmgen soll«:. Dazu Eonimt, daß die Flepivnsarmui ilirer <5>p' tntt" sie ?,,oischeil „über alles" :u:d „über allem", ja „über Hfe", märntlirl), jonblixl) ::id sächlich, nicht unter)rljeiöen lä^t. Dem MIß- Verständnis ist da Dfür nn!d Tor geöfsiret. Bvm Deutsche:: aber kam: mau verlangen, daß er der: EsirgLug, des „Lieoss der Deutz- -ly::" nicht nur im Mbrnde Uhrt, fentbent auch vergeht. Was 'war es doch, was den Sänger des herrlichen Liedes be- '<^lv'? Der ^'laube an imd die Hosfnsulg auf die prophetisch ge- idirvU Eiuigt.fft des liix* r altes in der Welt gesiebte:: Vaterlandes. Nur wenn mese Einigkeit Wirklichlvit war'in brüderkichen: Zu- n^nl-alttn aller Deutschen, dann konnten alle die Gitter Mtttz- lichkett se:n, in denen sich dem Dichter deutsches Wese:: verkörperte: deutsche Fraioen, ideutsche Treue, dcartzscher Wein und deutscher Sang Von en«n: solchen DeutschlMid gilt es dam:: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Virterl.au d, idanach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Syanb ! Einigkeit unb Recht und Frei Int sind des Glückes ll-tterzstm:d, — blüh' iin Glcu:ze dieses Glückes, blühe, deutsches Vctterland! .pscknn irant döutticher sagen, was mm: nnemt ? , llchd me bestecht ftun die GchaHr, Pon der ich sprach? Darin, datz dieses b-ohe Liisd der BatzevtandMZbe fnfcwctet werde zu einem .Hhnrims aus ba: Machtgckdanken. Morr brcuHft den xar nicht z:: l-eu-gnen. Vielleicht ist ,er von: irMt«: D«nck:sch^and mwbir-ennchr:'. Nur .Unser Lied'soll man nicht ssu seinem Zei:gen :»acheu. Mm: soll fernen Einaaug nicht in: Mmde Mren, ohrw sich des Geistes des (v«:zen bei mißt zu bloche::. will Man ffch dur ckmn S absoi utz sasstn, so ver«rffländere ,nb«r ihn wvnchstens nicht. Dkritschl^mid über Geld und Gut, ülxr Haus liurd Hof, über Weib und Kord, das alles :wa.g gelte::. Mer die Gchsft besteU, daß es muh l>eiße- Teutschbmw üker Recht u:ü> Unreckch Darm rückte der herrliche deutsche Sitz unmittelbar suchen sein absche,^^ ewMches Wider- sp:el: ri^ht or wron« my country. Gar nichts^ hcÄcn die beck)e:r m^xarbrx meinem. Höchstens Jhoakis«rus atmet de>: eine, :uukt«: Egoismus der ^ andere. Reckst ist Riecht, U:mecht ist llrmeckft, nndi RÜackft goist nicht vor tüecht. Da«m km:n auch die Liebe zum Baterlmche:«chts mchem. Ist diessn Sinne ist Dentschlmrd nicht „über alles". — ®ine neue Gemäldegalerie in Kopenhagen. Kopenhagen ist soeben um eine 'neue Gemäldegalerie bereickett worden. Der Säftssieeder und (hencralkmisul Johann .Hansen, de, stit vielen Jahren W>-rke der dänischen Maler sammelt, hat eine» ^eck oor großen Gewinne, die er im teif der Tinge in öeit r~y r— c li , ^ ui» vyuaiiirc u-ct NI wn Sckoh, geworfen hat, dazu benutzt, in unmittelbarem Anschlüsse an sem Haus ein Ga Urne aeb cttlde für senre Sanrnllung errichten ztz sein Haus ein Galeriegebchid. ^ lilv ^ um ,j uuuvj am ., ir ,i ^ lassen, das der Baumeister- Methling und Madvig zweckmäßig uni Ul entstzveickiender Vornehm hül ausgesührt lxlkxm. Sämtti- f'e Räunv des' Gebäudes imrden durch. OberMft erhalt. Die in biesem Au untergebrackt' Hansen scbe Galerie umfaßt nicht wenige: «00 Genrmde der dänischen Schül'e, deren Schwergcnlicht in de: geinimickimi klentbürgerliche:: (Rm-remälerü der älteren Mcht.um K'w Bestjäsnde der Sannnlung sind nicht gerade mit sttengei Wahl Misammeugebracht, enthalten jedoch viel Vortrefflich» uni dar unten- auch Sckchpsungen der vo^üglichM: Vertreter der oauv K Kunst, oo sind Ettersberg, Lmldby, P. E. Slovqaach Köbke, Jens Juel, Marstrand, Daalsgaard und L. A. Scbou zua: De:! unt ich: guten Arbeiten vertrete», und mm: findet in der Hcmienstheu Galerw auch Scmuntu.ngeu von Werken man chm Küu st l^, dre du- Kunstgesckftchbe bischer mcht hiickäwglich gewürdigt hat. dem 1869 verstorbenen Lpngbye. Jüxnfalls hat dir Hmuptltadt, d:e in der Herzspinngsck^en Galerie l n eits eim r £* l ’ tr l9T*< - 1 ? Sammlung dänsicher Kunst besitzt, durch die Kam 1228 Maten e eine sehr schätzbare wettere Bereickenmg ihres Mm7ll«venS erfayven. Die G^ckerie nnrd von setzt ab jeden Äonntao der vlfeilllrck.'en Besichtigmn; zugänglich sein. Hufcftf’tUl cvl^vn uür'b. Dieser wird vvraruBfichllrch folgende HMss Er.nckven: rfUu1?en Hartshal kungsschiul«n zu Langen und Lind- heim eröfnieu .am 3. SUiunu 1918 einen neuen süufttronallickien Mrsn-ö D-er Kveck wtd die ÄhrfgaLen der Anstalten bestehen m der- H^ranibildrmg der Mädchen mrs dem Bürger-- und Land- wittSst-aode yu küuftigetl tÄchtÜM Lxrussrauen drn'ch angemessenen tnirtschaftÜchen llnterrickst ymd durch prattffche Uarterweisung in allen in einem eirhacheu bürgerftckiielt Haushalte vvrkommVudeni Berrrchtiingeu. imd Arbeiten. Gegvnstchrde des llmerckchts sind: §M^wirtsck>as1, 0-^müsebau, Obstverwertung, Gesirndl-cits- und Er- Ernn'zs.ch«, Kttrt:k«wfl«gc, Reckten, Abfassung von Aufsätzen pnd Br'resen, Buck.>sühruug, sowie loerbshN .Handarbeiten. Muh ist für gme Lektüre gesorgt und uffrd Gesang gepflegt. Fick jWohumbg und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen 25 '.stark: b) Mädchen von austerbalb Hessen 40 At-ark für den ganzen KurfnS. Der Preis für die Verpflegung wtrd nad? denl Setidfesten lx^i.chumgsnxnst den Preisen der Lebensrnittel berechn net Weitere Kosten tfTtfMfeat niM kund ist insbesondere der Unter- rickst mrentqMlick). Die Aknuveldängair, welche bis spätestens Ende Nov-eml^r d. I. erbeten werden, sind bei den Orts-, schüübominissi»nen. bn Hauslfalttmgsschulc'n zu Langen bzw. Lindheim ein-ureickten, welche ebenso ivie die L-andwirffc!mftsfamm>ed selbst xn jetx'r weideven Aiuskunft gerne bereit sind. Wogen Berück- sickstigung der nach dem 1. Dchemlbjer 101>7 eingehenden Ms-- hmtldmiger: vaam Aerlstndlichdeit nicht übernvnrmkeir werden, lieber die ?tiuzfttcchme enlMnLet der Borritzende der Landwirtschaftskamrner. ** Der M.öwe Fln^. Wohl selten dürfte im viertem Mriegsivftrckr die rgvotze Atlla der Universität eine solch ans- nahnresrelldige, begeisterte Hörerschar versammelt finden wie gestern abend bei dem Vorträge des Torpedv-Ober- lerrtmrnrs a. D. Pcrul F. Klnhl, der als Deiknehmer an der Whmen Fahrt der „Müwe" seine Erlebnisse erzählte und durch Lichtbilder erörterte. Wer wird die Namen „Emden' „Ayesha" und „Mvlve" jemals vergessen kümten? Der fließende Holländer, Jan Bart, Peter Niels sind heute kein Schemen mehr, eime neue Generation, ebenso unerschrocken, tüchtig und stah-lhirot, ist hercvngelvachsen, durchdrungen von dem ehernen Gebivt der Stunde, der peinlichsten Pflicht Erfüllung, der Liebe -n einem Vaterlande, das seine Kinder int Wanden eines „Stein", „Fichfe" und „Kant" erlogen und gehärtet hat. Ans dieser Basis mu-ßten und konnten .Heldentaten vollbracht und Beispiele überragender Energie und Kraft gegeben werden. Keines der, geringsten gibt die Fahrt der Was die tapfere Besaptrng alles leistete wie von dein Tage, da lxrs Schiff nrit Südkurs den Heimathafen verließ, 'nur der Gedanke „ran cm den Feind" Offiziere wie Maiurschast bes-eelte, wie neben der schweren Arbeit der nie versiegertdc Humor cmflebte, in welch herzlicher Weise das Pfb^rbewnßrsein ein gemeinsames Band um die ganze Besatzung, vom erstem bis zrurn letzten Mann, knüpfte, von alledem gab der Redner ein wcrrnDs, überzeugendes Bild das nnteriel'en, nrrtfühilen ließ. Der englische Auckerdampser das Mntoale, unter ftllscher Flagge fahrende Kauf führtet schiff, der irmerikanrsche KoUenbnnker, der dazu her halten nach, die KohLenvorräbe zju ergänzen, die feige Finch,t der l^rnburgh", die Gescrngerrnahme von Engläirderrr und ezahlte Einzelheiten ans der sturm er „Mövve" erstanden in Wort rmd Blld and gaben beredtes Zeugnis für dentscheri Geist und deutsche Tatkraft. Schade, daß sich der Redner im seinen hoch interessanten Änsführmmgen, denen ein jeder noch gerne länger getauscht Hürde, Beschränkung anserlegem nrrchte. ** Zar 7. Kriegs anleihe wird rmö geschrieben „Ben Friedensschlnß nürd die Heeresverwaltlmg voraussichtlich in der Lage sein, ans ihren Beständen Mcrterialien aller Art : Pferde. Fuhrwerke, Geschirre, Geräte usw. käns. lich abzngeben. Um dem Interessenten die Zahlnn.g zn eo- berchtern, ist in Aussicht genommen, ans Wunsch der Käufer die Bezahlung durch Hürgabe von Schitldverschireibungen und Sa-a, Eweifumgeir bei verschiedenen deutschen Kriegs- aickechen znMlassem. Ob die Kriegsanleihe mm Nennwert oder zum ÄliusgaoeÄrrs dabei verrechnet ioeroen wird, wird seü^erzeit zu entscheiden sein.' ** Vorsicht gegenüber Svionage! Trotz der hcmsig tviederholten Warnrnngen ist unsere Bevölkerung immer noch viel zu vsctrau^rsselig. So haben erst jüngst .Firmen der optischen und feimneck-aTNschen Industrie einein in Deutschland beschäftigten belgischen Werkzeugschlosser ans desseil fr anzö.s i s ch gestchriei^ene Älnftage Kataloge ihrer Waren ansvandslos zngesandt. Ävus diese Steife gelingt es bei* geschickt organisierten Spionage unserer Feinde, sich auch jetzt noch nertvolles Nachrichtenmaterial zu verschaffen. Demgegenüber nruß immer wieder darauf hingewiesen wer- deir, .me rwtwendig es im vaterländischen Interesse ist, strengste Vorsicht und Wachsamkeit im Privat- und (&> schästsleben walten zu. lassen. Eine Versendung von Druckschriften und Katalogen, deren Inhalt ^mseren Feinden von Äschen sein könnte, an Unbekarrnte darf unter Seinen Umständest erfolgen. Jeder hat die Wicht, in seinem Kreise auf die attsaebreitele Spionagegefahr hrnz'nweisen irrch da- durck) dem 'Vaterlartde zu dienest. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Das neue Programm vom 16. bis einschließlich 19. Oktober, bringt wieder zwei N-euerschcinmrgen. In foem Drama „Und werm ich Dich lieb/ nimin Dich in acht" wird Hella Moja zu bewundern sein, in den: Lustspiel „Eine verzwickte Liebesgeschichte" tvird Emil Sondertnann durch seuren Humor erfreuen. Die skünstlerkapelle unterstützt die Vorsteib.m.gcn durä) musikalische Darbietungen. ** Im Hotel Fürsoenhof, Gießen, findet heute Konzert ** In letzterStunde. Wir verweisest auf den Ausruf der Landesstelle für vaterländische Zivecke in I>entiger Nummer. ** Das Kreisblatt für den KreiZ Gießen 9tr. 175 enthält Verordnungen über: Weintrester usrd Traub^uckenre, Ge mü fever so r Kreis Büdingen. ch- M'vppen-aim, 16. Ott. Dje Hessische Taysertertv- Medoille erchielt bcc Schütze Karl Ullrich. /\ Nidda, 15. Ott. In diesem Monat sind 300 Fahre verflossen, seitdem die hiesige e!v. Studtkirchie erbaut ist>. JUr Oktober 1617, „ivach 3 Jcklsiren mühststiger Handarbeiten", iw.rrde der Bark voNendet und am 3. ANai 1618 durch den Srcperintcn- danterr in Oüesten erngewecht. Die Kosten betrugen 2151 Gulden. Den Platz hatte der Landgraf anr 28. ^lpril 1615 der Stadt geschenkt. ^kndern, und crndave rnr- besvegtkm zvr^rzersahrt lüng aWelt. läßt ein H elden bü ch anlsgen, rn dem die B^der und Leberlsbeschreibrmgen der aus seinen Reiben lkNal lenen .'tcw- glieder MsivrlMre finden sollen. Bis jetzt starben mehr ms 100 den Heldentod. Der Verein sanrnielte ficr .'fneqsivomraortszwec« seit Kriegsbegiwr 35 000 Mt = Neu enhain i. T., 16. Ott. Zur Stmerung be- B an n- stolfmangels veranstaltet die Genreint? in diesan ^crhre Lnne^otfav> licken Hol zversteigerimgen in ihren Waldungen, gefällte Holz allen Ortsbenwhnern zu billigsten jügung. chmdern stellt dat Wirsen zur Ber- Utt8versiiats-Nacbvichten. ** M a r b n r g , 16. Okt. Semen 60. Geburtstag feierte am 12. ds.lAW Obertnbliotlsekm- Tr. Wilhelm Fabricius, der bekannte korpsstudentische Schriftsteller. -- Frankfurt a. M., 14. Okt. Dem ordentüchen Prozessor von der medizinischen Fakultät, Tr. Alexander E l l i n g e r, i st der Ehavakter als Geheimer Medizinalrat. den ordentlichen Professoven Dr. Francis Curtis wird Dr. Mlitthias Friedwagner der Eharakder als Geheimer Regierungsrat verliehen wmDen. ** Tie Deutsche Burschenschaft gegen Wilson. Ter Geschäftssübrcndc' Ausschuß der deutschen Burschensck^aft hat von seiner am 30. Septeinber in RkagdebUrg abgehaltenen Sktz mrg folgende Drahtung >rn den Kaiser, den Reichskaiczler nrw mr Feldmarsämll Hüldcnburg abgesandt: Tie Deutsche Burschenschaft weist den plumpen Anschlag des Präsidenten W'l* son. die deutsche Einigkeit und das Treueverl-ältms ztmicheir Kaiser und Volk Ul stören, mit aller Entschiedenheit zurück. Dic Deutscheir Burschenschafter, alte urkd junge, von denen viele Tausende mir Freude und Stolz für das Vaterland ins Felo t^zogen sind, werden, jeder an seinem Platze, bis zur Turcicketzung a m starken Friedens im Kampf ftlr Kaiser imd 'Reich entschlossen auS- harren. Eetzte Ncrehriehte^ Die deutsch-merikaniscsKil Brzichuugen. Zürich, 15. OA. Die Agenrio Americ-ana meldet: Die mexikanische Regierung l-cft ^rklärl, daß sie mft der perrnwrv- f-olidarich sei und den Mbrruh der dihlmnatischen Beziehrurgen mit Deutschland als eine Mtwendig'öeit anerkenne. Die in den per«- anisclien Häsen liegenden deutschen Sckftsse entsprää>en einem Gehalt von 43100 Tonnen. Tie peruanische Regiernug beabsiäüicw d«he Schiffe Mi beschlagnahrnen imd sie für bnt Warentrarisport irtxda den Vereinigten Staaten zu verwenden. Griechen an der Westfront? Gens, 15. Okt. ''RaG einer Progresmeldutig aus Athen hat Venisel-os die Entsendung einiger griechischen Abheilungen von Maz-edmrien an die Westfront cmvgeoidr^t. Die Konferenz der Entente. Lugano, 15. Okt. General A l e x e j e lv hat nach einer Meldung des „,Secolo" in Petersburg erklärt: Wenn unsere Lage beim Zusammen treten der Konferenz nicht derart ist, daß sie den Verbündeten Vertrauen einflößt, so ist es besser, daß die Regierung mich nicht nach Frankreich schickt, und nt einem solchen Falle werde ich auch übrigens gar nicht hingehen. Meiner Meinung nach wird die Konpevenz sich von unserer Schwäche vollkommen iiberzettgeN. Autzer- dem glallbe ich wenn Japan in den europäischen .Krieg erngrerfnt würde, so tvird es sich sicher auf Kosten Ruß< lcrn'ds, als des Schwächsten, schadlos halten. Sperrung de6 Hafens von Archangelsk. Zürich, 15. Okt. Der ntssische Marinemini stet: befahl V n End-e Oktober die Sperre des Stadthafens von t'lrchon- gelsk für Reisende. Der Hafen ist, wie früher geineldet, schon eit ecnig-er Zeit infolge von Explosionen zjum grohetr Dell zerstört. Er dient als Perpflegungsbasts. _ der israelitischen Religionslchver, UnterstützlMg von Familien, Ge- bührerwvdnlmg für die Hebammen, Feldrügeverfahren, Ausweise bei Reisen, Meldepflvchit für gewerblich!? Verbraucher von Kohls Usw., Deuft,ch.feiudliche Kundgebungen, Meldepflicht von rohen Kanftr, Hasen- imd Katzenfellen. Landkreis Gießen. ** Lärtig in der Nähe vom MomShenn im Rhernl-essen nieder^ gebrockt w-ird, ist vor einigen Tagen eine mächtige lvarme Quelle erbvhrt worden. .In mähr als armdickem S^trahl ergioßeir sich etwa 2000 Liter im der Minute aus dem Bohrlock;. Das Wasser hat eine Temperatur vom amral-ernd. 40 Grad Celsnts und läßt einett schwachen Geruch nach Schwefelwasserstoff erkennen. Das Er- gebrtis der genaueren äMtischen lbctersuchtutg steht noch aus. Davon wird mich abhängen, ob und lvic vis schöne Quelle etwa mitzbar gemacht werden kam». Kreis Wetzlar W. A. Wetzlar, 16. Ott. Tom Mitinhaber der Firma M Hemfoldt u. Söhne, Herrn Fabrckantm Karl Hensbldt Hierselbst, ist vom König voir Württemberg die Goldene Medaille ftir Kirnst und Wissenschaft am Bünde deS Friedrichsovdens verliehen wvrverr Hessen-Nassau. Aschaffenburg, 16. Ott. Die kaum IM Eimvohner zählende Gemeinde Hausen veveinnahmte aus Obstverkäuftn. 4M 000 ML mr. Frankfurt a. M., 16. Ott. Lothar Schmidts Komödie „Das Enkelttnd", in der das Pwblenr der unehielichen Mütter behandelt wird, fatid bei ihrer Uraufführung «nt Sonntag abend im Schau spiel. Hause eine recht beifällige AnfnoHnre. Die neue Komödie zeichnet sich vor allem durch eitlen flüssigem Dialog aus, der das Gespettft der Langeweile nicht eilten Augenblick MlskomMen läßt. Auch sonst weiß Sch>midt seine Pointen stets an passender Stelle anznbringen, so daß aller Voraussicht nach „Das Enkelkind" nicht nur die Frankfurter Schauspielbi'ihme beherrschen wird. ----- Frankfurt a. M., 16. Ott. Auf der Frankfurt Gießsuer Strecke, nahe dem Bahnhof West, wurde Sonntag früh die schtver verstümmelte Leiche eines Mmnes, dessen Persönlichkeit noch tliichit ermittelt werdet: konnte, aufgeftutden. Ob Unfall oder Selbstp nwrd vorliegt, konnte nock, nicht ermittelt werden. Mr. Frankftlrt a. M., 16. Ott. Da die Ruftrerttankuugetl in Frankfurt nahezu erloschm sind, so 1-a.t der Poli.zeipräsideuh den Stvcrßetthandel mit Obst tvieder zugelcrssen. mr. Frankfurt a. M., 16. Ott. Auf der elektr. Straßen- bucht nach Bod Hvnvbuvg stießen gestern vormittag zwischen Nieder eschbach und Bmtcmres zwei Züge der Linie 25 in rasender Fahrt laufeimruder. lBeide Motorwagen und die dlmhaugewagen wurden! völlig zertrümmert, sie fuhren ziff einem! wüsten Knäilel zusamuten. Die Züge ivaren stack besetzt. 10 Personen wurden mit schweren Berletzimgeu vom Platze getragen. Das Unglück ist durch die Sckmld des einen Wagenführers 'verursacht worden, der tticht abwartete, bis! die atlgeublicklich eingleisig betriebene Strecke frei war. -- Limburg, 16. Ott. Der „Allgetneine Lehrerverein iür dett Regiert mgsbez irk Miesbaden", der Iner eine Bßrtreterversunuw- Wegen Einberufung zum Militär verkaufe ichLschwere bclg. Lrbsiirrpksrtle (Stuten). Auch verkaufe i sprung- fähtgen Bogelsberger Lallao (Herdbucktieri. Grünberg, Friedrich Jöckel I!l. 7678 2imMweizerS«Ziep trächtig, zu verkaufen. 0WM Danbringen. Hauptstr. 26. K a n i n c I« c n [^ uc>lu.Pseri>kbkrkt zu kaufen gesucht. 7617 Weat-Anlage 46 H. Leere Eisensässer zu kaufen gesucht. Angabe der Größe nebst Preis an S. IE. Sondheim, Nord- Anlage 11. 06486 Alle Briefmarken, evtl.Brief- tnarkensammlungz.kaufenge- sucht. Schr. Angeb. m. Preis unt. 06483 n. d. Gießener Anz. sachgemäß nmge- 761« werden ändert. Ueinn. 8ckön L Lo. Telephon Nr. 2074. 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Faust, 00379 _Landmannstr. 3. heute morgen in der Medizinischen Klinik zu Giessen nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden im 45. Lebensjahre sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Emmi und Karl Sommerlad Frau Margarete Weller Wwe. Familie Ludwig Weller Familie Gustav Weller Familie Adolf Weller. Wieseck und Niederhilbersheim, den 15. Oktober 1917. k Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. d. M., nachmittags 3 Uhr in Wieseck, vom Trauerhause Turnstrassa aus, statt rau . /oo4 So- von Antiquitäten, Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen, sowie allen von mir geführten Artikels 2211 Louis Rothenberger. Hole! Fürstenhof Gießen Heute Konzert Humorist H. 2irandeimt«ia mit neuen Schlagern. 7&£ | Fürstenhof (großer Saal) i Sonntag, 21. Okt., abends 7 1 /, Uhr ! 2. Bakof-Abend I NEUES PROGRAMM « ERNSTE UND HEITERE SACHEN I i vorgetragen von HERMANN BAKOF ehern. Obcrspielletter am hies. Stadttheater LIEDER UND ARIEN 7679 Du braver Sohn, lobst nicht mehr, DeinPlatzinunsereuiKreisistleer, Du reichst uns nicht mehr'deine tx . , Hand, Du starbst so früh in Feindesland. Warst noch so jung und starbst zu früh. Vergessen werden wir dich nie. Du sankst dahin, wie Rosen sinken, Wenn sie in voller Blüte steh’n, Und heiße, bittre Tränen fließen, Weil du so schwer mußt von uns geh’n. Leicht sei dir die fremde Erde, Schmuck und Hoffnung sind nun ' entschwunden, Vorbei der Traum von künft’gem n , Glück, Geblieoen nur herbe unheilbare rr . __ % Wunden, Kein Klagen und Weinen gibt . dich uns zurück. Nun ruhe sauft, mit Helden Seite , an Seite, Die Liebe zu dir bleibt unseres Lebensgeleite. Gebrauchte Sefiieneo . Tiefersebüt^rt und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser guter, lieber, braver, unvergeßlicher Sohn, unser treuer Bruder, Schwager, Onkel, Rate und Enke! Musketier Karl Fink montierte Gleise mit Weichen, Drehscheiben, Wagen nnd Lokomotiven MP- z« kaufen gesucht ■'SpU Deutsche Industrie-Guano-Werke 6 . m. b. H Dortmund, HauSmannstr. 9. ^ VeMmz ZM. SOHptiosicif. Infanterie-Regiment 116, 9. Kompagnie nach 8 mouatiger treuer Pflichterfüllung am 4. Oktober 1917 sein geben S, mußte endeS Leb ° n im Alter von 19 Ja hicn zum Opfer In tiefem Schmerz: Es wurden zur Rückzahlung ausgelost: Llt. A. Nr. 139, 58, 118 , 147 zu 1000 Ms M. B. Nr. 24,183, 93, 86 zu 500 Mk Z«. C. Nr. 175,207, 227, 174, 171 »u 2M Mk, c Auszahlung erfolgt sofort, wenn der Netraa zur Krtegsanleihe verwendet imtfx bei dem f W a o U C Ferdumnd ^^9^vant[uvt a. M., Kaiser- ttraue 11, l ^tocr, und bei derSiadttase dahier. Butzbach, den 5. Oktober 1917. 76 M Grotzh. Bürgermeisterei Butzbach Flach. I gesungen von ELSA BAKOF Konzert- und Opernsängerm Berlin Am Flügel: Herr Pianist J. HAHN Kassenöffn. 7Uhr Anf.7V 2 Uhr Ende 9 V 2 Uhr RTarfpn* Sperrsitz (nurn.) 2 Mk. Vorverkauf l.SO Mk I. Platz 1.50 Mk. Vorverkauf J .30 Mk. II. Platz 1 Mk. Vorverkauf 80 Pfg, Vorverkauf bei Frieda Bakof, Seltersv/.8 g Fernr.911 Militär ohne Charge an der Abendkasse die Hälfte. Wichtige Aenderuugen im Schnell- und Eilzugverkehr. Vom 18. Oktober 1917 an wird aus den Strecken der deutschen Eisenbahnen bls aus weiteres bei Benutzuno von Schnellzügen zu dem tarifmäßigen Schnellzngfahr preis eine (^rgauzungsgebübr erhoben. Sie beträgt bei einem Joseph Hoinr. Fink u. Frau Georg Fink Katharine geb. Weiss Sophie IJink Familie Heinrich Fink „ Georg Brückei „ Ludwig Fink „ Karl Klaum Weiss, Grösste ristiaue mutter und alle Angehörigen ,!»Alte»-Biiscik. Siliiül m 31 . JezmSer 1911 Watzenborn, Gro3en-Lmde ( n, den 16. Oktober 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Ji 6194.33 06471 Aktiva Kassen Vorrat Ausgeliehene .Kapitalien 251218.72 Wertpapiere 24666.— Bankguthaben 8022.85 Güterkaufgelder 1256.41 Mobilien 200 ._ Rückstände 7783.67 Todes-Anzeige. . , . Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nach Urgroßvater" 16111 Vat6r ’ ^hwiegervater. Großvater und Johannes Schäfer VfL feeÄtehlato “i!i? h Leiden im 87. Leben: Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Schäfer V. und Familie Wiö£eck, den 15. Oktober 1917. den 17. Oktober, naehmitt; ags 2 Va Uhr, vom Trauerhause Gieß euer Straße 97 aus statt.’ 06484 Passiva M> Anfgenommene Kapitalien 267010.50 Stammanteile 19992.48 Reservefonds 6000.— Hilfsreservefonds 2600 — Nachlässe 200 .— Deponierte Einl. 931.70 Reingewinn 2607.30 ^ 299341.98 111 Jt 299341.98 Die Zahl der Mitglieder betrug 1915 Während 1916 gingen zu ... _ Während 1916 gingen ab ... 7 Daher Stand Ende 1916 .... Toi Der Vorstand: Ferd. Schwalb Ludwig Vecker IV. Direktor. Kontrolleur. G m er a fl? er f *t mtitltm g Todes-Anzeige. Heute nacht verschied plötzlich und unerwartet im Alter von 75 Jahren unsere liebe, treu sorg ende Mutter,Schwiegermutter, Großmutter und Tante gra« larie Stehet Wm. geb. Reuschliug was wir tiesbetrübt mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schwcugber und Familie Johanna Schwengbcr Karl Schwengber und Familie. Gießen,(Sandgasse41),Budapest, 16 .Okt. 17 . Die Beerdigung findet Donnerstag, mittags 2 Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofes aus stalt. ! Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten rnrentgeLtliÄ Rat und Auskunft \ |in Rechtsangelegenheiten [ im alten Nathans Markt- vlatz 14 Mittwoch abends von 7 —J Uhr. (11047 Soimtaa den 28. Oktober d. I.. nachmittags Uhr, findet die vLdentl. GeneralversKmrnluna des Spar- und Borschutzvcreiiis Alten-Buseck (e. G. M. rr. H.) in der Wirtschaft des Kaspar- Rau statt, wozu die Mitglieder hiermit einqeladen werden. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1916 ^ 2 . Verteilung des Reingewinns 3. Sonstiges. Für den Aussichtsrat: I. A. Müller Fahrpreise bis zu 5 Mk. "3 Mk. über 5 „ 10 „ 8 „ 10 „ 15 „ 13 „ 15 „ 25 „ 20 „ 25 „ 35 „ 30 „ 35 „ 45 „ 40 „ 45 „ 55 „ 50 Fahrpreise über 55 bis 65 Mk. 60 ML 6 ) „ 7o „ 85 „ 95 „ 105 „ 115 „ ro 85 95 m 115 125 70 80 90 100 110 120 U nb so weiter um je 10 Mk. steigend Die Ergänzungsgebühr wird durch Ausgabe von besonderen ErganzungSkarten erhoben. ^ Die in den Allgemeinen AusführungSbestimmungen 0 D. V nnd VI zu l2 E. B. Ö. im deutschen Eisenbadn» Personen- nnd Gepacktarrf Teil 1 für a) Fahrten zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken, für Schulfahrten und für Fahrten nach und von Ferkenrolomen, d) Stipendiaten des Deutschen Museums von Meister- werken der Naturwissenschaft und Technik in München. c) Fahrten im Interesse der Jugendpflege vorgesehene Falirvreisermästigung wird vom 1. Oktober d. I. an für Schneüzüge nicht mehr gewährt. Die für den Monat Oktober 1917 auögeferliglen ViouatS- und Monatsnebenkarien find von der ErgänzunaS- gebühr befreit. Vom 1. November 1917 werden ans den vreuvischchesnschen Staatsbahnen 2 Arten von Monats- karten ansgegeben, solche für Personenzüge zum bisherigen Preise ,und solche für Schnellzüge unter Zuschlag von 100 v. \\ des bisherigen Preises. Die nur für Personenzuge ausgettellten Monatskarten dürfen in Schnellzügen nur benutzt werden gegen Lösung einer Ergänznngskarte für die Octvcffeubc Fahrt. Bestimmungen über die Ausgabe von Schnell- zugzltschlngkarten bleiben unberührt. .Vom 18 . Oktober 1917 an gelten alle Eilzäge alö Luschlagpstrchtlgc Schnellzuge. .Nähere Auskunft erteilen die Fahrkartenausgabev und Auskunftsstellen. Frankfurt (Mlckn), den 14. Oktober 1917. Königliche Eisenbabndirektion. 7670 t Amtliche Bekauntmachmrqei» der Stadt Gietzeu. 7677 71&A/U SfoRtpfJte»- SeEüllscb^ ^-^p>Gaööisberyör R «ml Damenabteilnng Mtttwoch, 17. Oktober, «tebiftöbobe. Ausgabe der £ ?!fip, llte vom Bezirks-Mett /T)87v schreibe 061 m gjgjct.toc JSinta > Äkimtilei z« kanfen gesucht. Deutsohe Industrie-Guano-Werke G. m.b.H. Dortmund, HcruSmannstr.S. 7337 i-6itun?j. Hofrat Hermann Steingooiier. Dienstag, d. 16. Okt. 1917 , . nbcnds 7 v a Ubr, d. Dlcnstags - Abonnc- mcntsvvr.stcl 1 nng 61 e w v b n l. P re i?' e i er m ä sst g t) Renbcit: Neuheit' Zeitbild in 1 Akt von Leo Leipziger. Hierauf: 7685e Tel Me $aifi Lusnviel in 3 AQen von >gadelburg und PreSber. Ende nach 10 Nhr. Glsssvn und Oamsnabtsllung P. V. * WireröffnenDienstag,deil 16. Cftolier 1917, abends o U')r, in unserem BereinS- hen.i „Hotel Fürstenhof-, Lindenvlatz 1 , einen AyßWer-LetzlBU i. ^nbclsbergcrfchcrSteno- argplne für Damen und Zerren. NnterrichtSgeldv.^. ^lumeluungen an Herrn t a r ai ii &icbcvt, Damm- straf;e 181, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn des Fvrtbildungs- untorrichis Freitag, tzen 7688vi Der Vorstand. Feinster gcwä.ferten Zucker zur Nerbtsieru-ig von Rotwein 1917 . Für die Verbesserung von Roiwein ist von dem Kriegs- mi’fl SS 1,ö?,CIU n i ür £ a ~’ Grotzberzogtum Hessen eine gewisse Menge Zucker überwiesen worden. Diese Menge ist derart beschrankt, daü nur für die Verbesserung der ge- rtngsten .Rotweine kleine Mengen zur Verfügung gestellt ^nnen. Wer derartige im Grostherzognim Hessen gewachsene gcringste Notweine lVortugieser oder Burgunder) emgelegt hat und für die Berbesseruug Zucker de- nötig!, hat bts zum 17. Oktober 1917 einen dahingehenden ^ et deM Lebensnnttelaint lZimmer Nr. w zu ÜfprSoV* ? ntl J0 e wüsten auf Vordrucken ausgefertigt wsr.den die bei dem Lebensnnttelamt lZimmer Nr. 11 ), erhältlich sind. Für jedes Lagersast oder jede Weinmenge 'st ein bej-ndcr- Antrag unter v, vin u.iviiviu. viiiiiuvi UNler 0 Angabe der Menge und der Gemarkung, in welcher fcfv? em oewachsen Ist, auszufertigen. Außerdem ist dem Antra« eine l, Antrag eine Bcichennanng eines vereidigten Handels' v .. emmicOR 76W *Gc!nh«nn, ^elevhon 66. Bahn hossir. 59 A e h t u rm ©yüöe Sendung Kessel eiil- netrosien. tn mii u. Stahl- e i -i 5 1 aiß !£, r V üwrudieri. Kessel rümpfen veibc u. Landöfcn, Ofen- billlnste» ^oste kauseil Sie am 0ft','lisLu "l dem ersten Sve- oaalgefchaft am Platze 73io W. Dftrheclf IVachf Diezstr. 6. (7310) Tel. 28 de» Alkobola°b°lt der in dem Slntt-«7b-nanm-n Men°- YH?vi^ : s^ n r? C ( l i n - 1 } i c n. 11 n i* bei gekauften Weinen eine Ab- vom 31 Armu't'lBH.b'" ^ergl. Verordnung über Wein ?!!>^olchem Umintige auf den einzel»ren An- Hag Zucker zugeteilt wird, wird von dem Ausschuß loergl ^2 der Bekanntmachung über den Verkehr mit Zucker zur .Verstellung von Tresterwein (HauStrimk, roii l Ä, tember 1917) festgestellt. Die Zuteilung der Zucke'mengen erfolgt alsdann durch die EmkaussgeseUschaft für daSGrost! Herzogluin^ Hessen m. b. H. in Mainz mittels BezuaK- scheinen, vierixr gelten die Bestimmungen der 8$ 8- 0 der erwähnten Bekanntmachung. ö ü oer Giesten, deit 15. Oktober 1917. 7ÖS6B ®er Oberbürgermeister (Lebensmütel-amt). MiieijfnserHii!) Der SkM ßieicu. .Nontag, den 22. Oktober 1917, uornlittaas 9-' iiiie iÄ'h-f *•! öc, ‘ Waldungen der Stadt Giehen Bezü-k'^ des^ c>.gK^"vgrtS Arft, Abteilung 82 , und im versteigert: Bruck, Abteilung 54, meistbietend 4738 Wellen Buchen-Reing O r ^ Rm. Buchen-Slockholz. o «S} c oiimmmeufunft ist auf der Licher Strobe Holzbändler sind von, BeWsÄg-rn ^ ® tCinKet bnrf uur feine, Einen- Oiieiicn, bei, 13. Oktober 1017. 7ß 3 4B £er Obrrbiirgcrmetster. 3 .®.: Grünewald.