m. 2,1 «etzenri Befrtpc« läqttch stifte* So n ntags. - BeNastkn: Girier ^anilUrndlktter; LreisUkt! für Ke« Kreis Sietzen VezngLpretr: nwuttt. 1 Dil, viertel- jährlich 3 Mt.: durch Abhote- u. Zweigstellen moaatt 90 Pf.: durch die Post All. 3.— viertel- jährl. auSfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: fürdieSchristleitungllZ Berlag,GeschäitSstelleö1 Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erster Blatt J6Z. Iahrgaug Samrtag. f3. Dttober I9tl prstfcheä7«it»: 5rantf«r1«u M. UM« reral-Anzeiger für Gderhessen vemtrertetzr: Gewerdedanl Sirtzen ZwilttngrruRöörvck A. Verlag: vrühfsche Univ.-Vuch- u. LteindruSerei R. Lange. §christ!eitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. SimMk »« ft «. dir laflrtmnnm« oiÄ zumNachmtnaq vorher. Srilenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 PI., für a u s w ä r t t q e 25 Pf., b. Plahvorfchrift 30 Pl., für Reklamen 75 Ps. bzw. 90 Pf., nebst 20°/yTeuerungs-uscklag. Hanptfchriltleiter: Aug. Go eh. Verantwortlich fCrc Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischte- u.Äe- richtSsaal. W. Meyer; Anzergenteil: H. Veck; sämtlich in Gießen. Asquith über die neue Lage. DochenrSSbNck. NnPeve Siegeszuversicht sbeht fest, nachdem auch in den letzten Tagen nneder gewaltige Angriffe der Engländer and FrarWosen zuscharrdert geworden sind. Selbst der sozialdento- frattjü>e Abgsardnebe Heine, der nn Reichstag sich vemneffen ücckte, die Kurckgebuüjpu! HttLen-barrgs zu kritisieren, sprach späterhin mit einiger Verlegenheit von dem „großen Manne", bessert Verdienste er nicht schmälern wolle. Ader düster verhängt ist der politische Himmel. Der Reichstag hat die ganze Woche angefüllt mit wogendem sttedekarnps; seine Mehrhert hat die Regierung noch einmal heftig zur Rede gestellt Über die strittigen Fragen der Friedenstaktik und hat vom Reichskanzler denn auch wirklich wieder eine öffentliche Erklärung erlangt, mit der sie sich vorläufig zufrieden geben will. Herr Dr. Michaelis ries mit naclchaltigem Ernste das deutsche Volk zur Einigung auf. Es soll jetzt das Positive und Kraftvolle in imfercn Friedenskmidgebung«! betont und heraüsgearbeitet lverden. Es soll nicht mehr die Rede sein vom ,^nmgersrieden^', sondern mrr noch von bestimmter Entschlossenheit zur Fortführung des Krieges bis zu einem unser Volk und Land in jeder Weise sichernden Frieden. Der neue Staatssekretär v. Külchmcrnn unterstützte diesen Ge- dcnrkengang mit der Feststellung, daß bei den Gegnern noch keinerlei Neigung sich rege, in Berhandümgen einzutreten. Manche tocwen betwffen darüber, daß Kühlmann die Selbstver stärcd licht eit au§sprecl)en zn müssen glaubte, wir würden beim Friedensschlüsse niemals über Elsaß-Lothringen mit uns sprechen lassen. Mer cs ist nun einmal so weit gekommen, daß wir trotz unserer Siegetstel- lung psychologisch aus der Gegenseite nur Maßlosig- keiten in den Fordxrungen erreicht haben. Die Dinge stel)en mm einmal so, daß Frankreich oder vielmehr dessen Regierende, irnrner muh glauben, Elsaß-Lothringen zurück- grwinnen zu Cfamen. Da fbiatte es nichts mehr schaden, warn ihnen einmal ein starkes Niemals entgegen klang. Die Mehrheit mctscht aus der bisherigen schiefen Bahn des Fric- denshandels nicht mehr weiter, so kann man die neueste Tat Mhlnlanrrs auffasien. Ern cm)iges, umv-iderrufliches, ins Gewissen dringendes Wort an Frankreich! Wird diesem Lande niemals klar, daß es von England betört, zu gänzlich Koecllosen Opfern geschleppt worden ist? Daß der neue Staatssekretär so rüstig im alten Feuer der Reichstagsnrehrheit ein neues Eisen glühte, daß er Entschiedenheit, ein sicheres Auftreten, zeigte, trägt ihm nun schon den Erfolg ein, als Kandidat für den angeblich demnächst wieder frei werdenden Kanzlerposten genannt zu werden. Dr. Michaelis hat zwar die Bewilligung des Nachtragsetats und die Abtrennung des Reichswirtschaftsamtes vom Reichsamt des Innern erlangt, ja sogar auch die Bestätigung Helfferichs als Reicl^skanzler-Stellvertreter — aber er erfreut sich nicht der Liebe und Zuneigung der Reichs tags Mehrheit und wird sie wohl nie erhalten. Diejenigen, du i.nn jetzt am gröbsten ein nahes Ende prophezeien, sind natürlich Scheidemann und seine Leute. Wenn sie sich auch von der radikalen Ecke .der alten Mutterpartei endgültig getrennt haben, so sind sie doch von dem Bestreben beherrscht, nachbarliche Rücksicht zu üben und einen möglichst großen Teil der Mitgänger Liebknechts und Ledebours zu sich herüberzuzieHeu. Daher bat der Vorstoß des Kanzlers und des Staatssekretärs des Aeichsmarineamts gegen die drei Abgeordneten der „Unabhängigen", Haase, Vogtherr und Dittmann, wegen ihrer Verhandlungen mit hochverräterischen Matrosen die gesamte Sozialdemokratie auf das tiefste verschnupft. Auf das Soli- daritätsgesühl der parlamentarischer! Mehrheit ist von dieser Verstimmung ötwas über gegangen., zumal die Enthüllung vor dem versammelten Reichstag nicht gerade mit geschickter Berechnung aller Wirkungen eingeteitet worden war. Im Auslande wird die Sache zu unserem Nachteil aufgebauscht werden, und wenn das Gerücht sich bewahrheiten sollte, daß Staatssekretär v. Capelle zurückzutreten beabsichtige, rveil er seine Erklärungen nn Reick-stag nicht in völligem Ein- verständrris mit dein Kanzler abgegeben habe, so wird man Herrn Dr. Michaelis das Vorkommnis als einen weiteren Mißerfolg und Mißgriff ankreiden. Der „Vorwärts" begnügt sich nicht damit, den Rücktritt des Kanzlers zu fordern!, dessen „Unzulänglichkeit" er für erwiesen erklärt, sondern er erhebt wieder drohend die Pistole des parlamentarischen Systems und richtet sie direkt gegen den Kaiser. Der Nachfolger des Herrn Atichaelis müsse nach. Rücksprache mit den maßgebenden Polftikern des Reichstags aus erwählt werden. . Die gedrückten Stimmungen werden vermehrt durch allerlei in der Gegenwart liegende Trostlosigkeiten. Dazu rechnen wir nicht einmal den Uebertritt so wichtiger Staaten wie Peru und Uruguay zu unseren Gegnern, und auch die letzte Note des Reuter-Bureaus, die aus angeblich zuständiger Quelle darlegt, daß alles neue „Friedensgerede" der Mittelmächte abgewiesen und die Entscheidung „durch das Schwert verwirklicht" werde, läßt uns, da wir nach des Reichskanzlers Wort fortan „mit verschränkten Armen ab- warten", kalt. Aber der unvermeidliche vierte Kriegswinter bringt Beschwerden und Einschr/inkuugen. Kohlenknappheit, Verminderung des Eisenbahnverkehrs und Erhöhung der Fahrpreise reden eine herbe, strenge Sprache. Zweifellos werden da die Schwarzseher wieder zusammenrücken und ihre Seufzer von sick) geben. Dagegen müssen wir uns aber alle ausraffen. Der auseinandergel)ende Reichstag hat uns noch einmal ein schlechtes Beispiel gegeben, indem er in übertrieben scharfer Weise die zweifellos vorhandenen, aber doch auch erklärlichen Mißstände der Zensur erörterte. In der ruhigen, geduldigen Beschwichtigungsrede des Unterstaalssekretärs Wallraf finden wir die Gemütsverfassung, die wir jetzt brauchen. Im Grunde wallet heutigen Tages keine überstrenge Zensur mehr. Ein Beweis dafür ist, daß der Streit der Meinungen recht lebhaft in der Oeffentlichleit ausgetragen werden konnte. Der Feind hat mehr davon gehört, als uns gut war. Gewiß, die Herren von der Zensur sind nicht alle in gleicher Weise befähigt, es fehlt ihnen häufig das seinere diplomatische Verständnis und, was noch mehr sagen will, sie entbehren die zielsichere Führung der obersten Regierungsstelle. Wer was sind diese Beschwernisse, gemessen an den schweren Prüfungen, die unsere Soldaten an den Fronten durch- zumachen haben! Wenn wir dorthin blicken, erkennen wir erst so recht, wie erträglich das alles m der Heimat doch ist. Der Friede ist noch nicht so nahe, als wir es erträumt hatten, aber das politische Wetter kann einem raschen Wechsel unterliegen. Auf dem Pariser Sozialistenkongrcß hat sich die Mehrheit für die Kriegspolitik der Negierung entschieden, aber das neue Kabinett in Rußland kündigt eine Zusammen- krmft der verbündeten, uns feiiidlichcn Mächte an, wobei die russischen Vertreter auf einen allgenreinen Frieden ohne jede Vergewaltigung hinwirken sollen. Wenn wir die Siege über unsere Gegner im Westen nützen und stützen, wenn wir den fortschreitenden Erfolg des U-Boot-Krieges befestigen und erweitern wollen, wenn uns daran liegt, den ungünstigen Eindruck, den unsere innerpolitischen Auseinandersetzungen draußen gemacht haben, aufzul-ellen, dann müssen wir bis zum 18. d. M. alles noch verfügbare Geld in Kriegsanleihe anlegen! (WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Gestern beschrränk» sich die Anillenetätigkrit in F la n - dern aus harten Kcuerkunrpf im Küstenabschnitt unt) am HouttMÜster Wald. Wlchrrr.d der Nackft lag starkes Wir- ftmgssturr auf dem KAmpfgelände von der Lys bis zur Straße Menm—Yperrr. es steigerte sich hnrtr früh schlagartig zum Twmmelfeuer. In breitnr Abschnitten haben dann neue feindliche Angriffe eingesetzt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. ?kordöstlich um. S o i s s o n 6 rmd östlich der Maas schwoll die Kancpftätigkeit der Artttterieir zu großer Heftigkeit an. Bei Vauxaillon stteßen sü:rkr französische Erkun- dungstrilpps vor; sie wurden adgewiestn. Qestlich Samog- ueur kam es zu örtlichen Nahkämpsen a?n Osthange der Höhe 344. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich von Riga und am Zbrucz war die Ge- feckststäligkeit lebhafter als an den Vortagen. Bei Zusammenstößen von Streifadteilungen fielen zahlreiche Gefangene in unsere Hand. Mazedonische Front. Im Decken von M o n a st i r und im Cernnbogen bekämpftet! sick) die beiderseitigen Artillerien zeitweilig stark. Am rechten Wardarufer scheiterte der Angriff einer englischen ziompagnie vor den bulgarisckren Linien. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Der Tlbendbcricht. B e r l i n, 12. Okt.. abends. (WTV. Amtlich.) Die Schlacht in Flandern ist auf der Angnffsfront Langemarck—Zonnebeke noch im vollen Garg Nördlich von Poelkapelle und südwestlich von Paschendaele wird in Einbruchsstellen der Engländer noch gekämpft. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 12. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauwart: Bei geringer Gefechtstätigkeit ist die Lage überall unverändert Der Chef des Generalstabes. Die Ergebnisse der §Z;lachten in ziandern. Berlin, 12. Okt. (WTB. Nichtamll.) In 10 Schlachten von unerhörter Heftigkeit und mit einem Munitionsaufwand, der bisher nie gesehen wurde, hat England versucht, die Entscheidung um dieU-Boot-Basis inFlan- dern zu erkämpfen. Der Gesamtgewinn sämtlickier 10 Schlachten besteht darin, daß es Englaird gelang, die deutsche Abwehrfront in einer ungefähren Breite von 30—35 Kilometer und einer Tiefe von 1—5 Kilometer zurückzu drücken. Um diesen Erfolg zu erringen, hat England die Blüte seines Heeres eingesetzt und — die Verluste vom 4. und 9. Oktober nicht eingerechnet — Hunderttausend,' an blutigen Verlusten erlitten, die die Opfer der Nivelle'schcn Blutoffensive weit hinter sich lassen. Auf dem Höhengelünde hat der Engländer nur aus dem südlichen Teil in Richtung Gheluvelt— Hollebeke Fuß fassen können. Der gesamte Germnn der zehn gewaltigen Großangriffe in Flandern beträgt kaum den dritten Teil des Raumgewinnes der Somme-Schlacht 1916. Obwohl England an der Flandernfront fast die gesamte britische Landmacht, oft unter fratrzösischer Beteiligung, gegen einen Bruchteil der deutschen Armee eingesetzt hat, hat es nicht vermocht, die Initiative der deutschen Führung auch nur in geringem Maße zu beschränken. Während der Taktik Haigs großzügige Operationen bisher versagt geblieben sind, ermöglichte es das deutsche Verteidigungsverfahren im Westen, nicht nur dem anglo- französisctien Angriff erfolgreich standzuhccl teü, sondern gleich gewaltige Erfolge in Galizien, in der Bukowina, bei Riga und Jakobsbadt zu erringen. Was die Prahlerei anbetrifft, daß die Engländer jeden Tag den Bewegungskrieg gegen^die Front des Kronprinzen Rupprecht beginnen könnten, so haben die schlveren Mißerfolge der letzten Tage bewiesen, daß auch diese Großsprechereien nur Seifenblasen waren. Interessant bleibt bei der Be^rchLerstottung die Tatsache, daß England, dessen militärische Beri^-Hte bis jetzt einigermaßen der Wahrheit entsprechen, anscheinend aus Furcht vor der blutigen Wahrheit gezwungen ist, die Kriegs- sttnrmung des eigenen Landes durch derartige Lügenmeldungen zu beleben. Außerdem sollen diese ftei erfundenen Siegesmeldungen das Urteil der Neutralen trügen Dieser Täusäpingsversuch wird kaum dem gänzlich urteilslosen Laien gegenüber verfangen. Die zehn Durchbruchs versuche in Flandern sind nickcks anderes als eine uuunterbrochene Reihe schwerer und blutigster englischer Mißerfolge. Arquith über die Ariegrziele. London, 12. Okt. Reutermeldung. Auf einer Versammlung in Liverpool sprach Asquith übcr die Kriegsziele und ft'ihrtc u. a. folgendes aus: In meiner Rede in Leeds habe ich. in zwei Sätzen zusammengefaßt, toelches mir unsere Krieg^icke zu sein scheinen, nämlich: 1. daß es ein Krieg für den Frieden ist, 2. daß es ein Krieg gegen den Krieg ist. Wir köruren natürlich nicht das zweite Ziel erreichen, ehe wir das erste erreicht haben, aber das erste, nämlich das Aufhören der Feindseligkeiten und die Unterzeichuuny des Vertrags, wird nur ein vorübergehender vorläufiger valrepunkt sein, soiern es nicht angemessene dauerhafte Stcherherben gegen den möglichen Wiederbeginn des Streites vorsteht. Bei Begüm dar Regierung des neuen K>daß die große Frage nicht die belgische sei, und daß von Elsaß-Lothringen abgesel>en, kein ab* solutes Hindernis bestehe. Die ^llliierten v-erlangeii im Falle Belgiens nülst nur die Räu7nung. sondern auch die volle und dunenlde Wiederherstell urig des Landes in seiner imrtschastlichen uni) politffchien Unabhängigkeit. Mas nüirde dem belgisstxu Vcstk ein Belgien nützeir, das in zwtti Tftilp geteilt oder das durch fiskalisickl oder andere Banden mit dauerirder Unterwerfimg unteü die deittsclv Politik bedroht ist? Ich habe mehr als einmal die Frage gestellt, ob Deutschland bereit ist. der Wiederherstellung Belgiens in llwem einzigeti und lvirlli-ck-en Sinne als der wesentlichsten Friedenslx-dingmig zuzustimmen. Jib hahe keine ?ttttworl erhalten. Bon Kühlnirm Ixrt bezüglich der Zukunft Belgiens ein unverändertes und lx^zesthrrend^'s Stillschnvi^n beobachtet. Serbien und seine südsiavißhcn Nachbarn und Stamm- vertvandton sowie den RnmÄreri ihre nattirlick'AM Grenzen zu geben, ist kein aggressiver Akt. sondern es wird danrit nur eins Sckmld bezahlt, deren Begseichmg die Gevecki-tigkeit längst gefordert hat. Denn cs gibt keine häUichwe Bnntstätbe des Krieges und seiner Ursachen als das Vorhandensein abgetremttrn md unzufriedener Nationalitäten, die dadurch -.uff künflsilv Weise von jhreu Stannnverloandten ani) ihrer ^'echtutäßiigeu Heimat trbge- schnitten sind. nuke igcfogt unii) pdöer ncramnwrtltdje StcvcrtS- es Mrssespvochen, btifj es niemals ein Teil unserer Politik »vor. Deutschland zu vernichte,! oder zn zerstückeln. Wir führen unseren Z^riea gegen den preußischen Militarismus und gegen die svgenonute Mackitpolittk, unter der die Schocrchen kein Rech: haben, T»as sckstmrmide, was der Welt widerfahren könnte, wurde ein Friede ^ Flickwort ist, der mrs Aomachungen bestellt, die in Nch selbst dre Ursache von künftigen Schl Gierigkeiten tragen. Den ^oationen imlrve mir Zeit $um AufaNnen gegeben, um dann noch mnnwil dre Waffen zu ergrei.-eu und dieses Mal zum entsä-eusemelr Kamine. Asguith beschrieb sodann seine Eindrücke ccuf dem Schlachtfeld und sagte: Selbst nachdem ich diese erbarmungslosen geschaut lrabe. sage ich entschlossen: Ich ziehe es vor, ^ Krieg bis zur endgültigen Entscheidmrg weitergehl, als bafo Ei™ Unvollständiges Komtwomiß zu Ende gebracht iverden Sollte. Denn nur ein tvalfrhrstiger rmd dauernder Friede kann, tt^eim «ich nickst eine Entschädigung, so doch eine Nechtsertigmig für dre Werden und Op er bieten. Wenn es sich um den Kamvf handelt, S? Ausdauer ankommt, so bracher wir den Mut und Dte Öoifmmg nicht KU verlieren. Unsere Truppen leisten Großes. Es besteht nicht dre beiseite Geahr, dch man uns durch Hunger zur Unterwerfung zwingen könnte. Auch in der Luft, g'aube ich, werden wir bald die vollständige Herrschaft über die Einfälle der ,'emdlickwi Mugzeuge erringen. Die Leistungen der Bereinigten Staaten werden mit jedem Monat größer. Weim wir altes in Betrackst ziehen, darunter auch die zeitweise Lähmrnrq Rußlands, so kann lein Z we fel fern, daß nicht >nur das miovalische, sondern auch das materielle lledergewickst offensichtlich in zunehmendem Maße auf fentcn unserer Sache ist. Eine Erklärung Lloyd Georges. ' 12. Okt. (Priv.-Tel.) Aus privater Quelle wird aus London berichtet: Lloyd George erklärte in girier Versammlung, Kühlmann habe im Reichstage eine Erklärung abgegeben, die geeignet ist, den Krieg zu verlängern, indem er mttterlte, daß Deulschlarrd in keiner Weise geneigt sei, Konzessionen über Elsaß-Lothringen zu machen, wie lange der Krieg auch dauern und was er auch England kosten möge. England wird Frankreich beistehen, bis ferne unterdrückten Kinder vom Joch befreit sind ^ London, 12. Okt. iWTB. Nichtamtlich.) Wie das Reuter- fchö Bureau meldet, appellierte Lloyd George in einer Au-- syraa>e an eine Abordnung leben eine Tages- ordimnrg au, die der Regierung das Vertrauen aus- fprrcht. . * . Der frühere Zar und seine Familie. P et er s b u r g 12. Okt. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der frül>ere Z a r und seine ?o aT £/ l€ J tTU) ö ? n Tobolsk nach dem Kloster Abolak, das IfurL*™ der Stadt entfernt ist, gebracht worden. Die UeberNedlung erfolgte auf Ersuchen der frü&eixm Zarin, die e3 ^unt begründete, daß sie in Ermangelung eines Gartens m der Nahe des von ihr bewohnten Hauses bei der Zu- orrngltchkeit der Ermvohnerschaft keine Spaziergänge macl)en Bewegung. 8^>r dem tömylichon Palais, wo Kaiser Wilhelm ab- stieg, erwres eine Mnnpagnie von Zöglingen der Militärschule die Ehvenbezeug-ungen Am Abend findet im Palais ein großes Festmahl jtatt. Nügeladjutanl General Markoff, der der Person Kaiser Wllyelms bergeocdnet ist, Minister Tschapreschiker, der dem Staatssekretär v. Kühl mann beigegeben ist, und die andere^ Perionen des El?reirgeleits Hab«: sich n.ach Nisch begeben, um die l)ohen Gaste zu. begistißen und sich Unten zur Verfügung zu stellen. . Budapest, 12. Okt. (WTB) Meldung des UrgEsckien Kor- wspondeuz-Bur«ru.s. Auf der Iteise nach Sofia wnlte Kaiser f Stunde lang in B u d a pe st. Er kam um 7 Uhr mrf denl Westbalmhof an und venveilte bis 8 Uhr. In seinem Gefolge befanden sich Prinz August Wilhelm, Staatssekretär Kühl- manu mW Botsclmfter Graf Wedel. Zum Empfang lmstten sich BiirgerTnerster Barezy, OberstMl ^uotmann Sander, der Direktions- Präsident der Staatsbahnen v. Toluey und der deutsche Generalkonsul Graf Fürstenberg eingefunden. Der Kaiser sprach längere Zeit mrt den.Herren. -«umulUüjjUD IIUllim. Wer die Zeichen der Zeit verAsht zeichnet Kriegsanteihe. Oas Ergebnis der 7. Kriegsanieihe ist das mächiigste Kriedensmiiiel, das einem jeden Deutschen in die Hand gelegt ist. Wenn sich also am Sonntag, dem -14. Oktober, alt und jung unermüdet und unentwegt mit den Zeichnungsscheinen um die Tische drängen, an denen das Vaterland unsre Spargroschen in Empfang nimmt, dann ist dieser Tlationaltag für die Kriegsanleihe ;ugleich die großartigste Friedens- tundgebung, die das deutsche Volk veranstalten kann. Alle Zeichnungsstelken werden nach der Kirchzcit geöffnet sein! Auf znr Massenzeichnung! [Illlininnniiiu -—anmmmui Katfer Wilhelm in Soft«. Mewung der Bulgarischen Tele. ^aMm.Ageilwr Bon den frül«n ^iüchnntbugzsvurven «l begann die Meng e m die Stachen M strömen, bw nach dem Bgh ch», füi.ren, SoLoLm brldctM SMl«r, DaUnter standen die Schüler der städti, schen Schulen, Der Andrang des -ÄrLlibims imirde immer giöser. lind man frtlt SÄ, «z m Ockernng zu halbem Ans dem Bghw: steig t»mtt«en d« Mrtglikder des dchloma-nschm WrpS, das Bureau der Sobranie, Adgaordneb^ Generale der Ganrissn und die hohen Würdenträger, Auch di« Mmrsber, an ihrer Spitze der Ministerpräsident RadvSlan«,», und auch die elenmiigen Minister hrtier, sich nach dem Baynhrs begxden. Bald nack» i^men erschienen König Ferdinand, Knmrprvrz BcatS und Priu, gdp-ill. Der Airg Kaiser Wilhelms kmn nm 4 S A Uhr an. Sein Einlaufen in Heu Bahnhof wurde blivch .Kanrmenschsvse angEn^-igt, .Kaiser Wilhelm zeimte sich mn Fenster König Ferdinand mit der Hand grüßend. Alsbald trat König Ferlwro.'id in der Uniform eines preußischen Feldmar-- schalls auf KVriftr Willielm zu, der die Uniform des 12. lmlgarischm J»nsanterie-Regiments trug, dessen Elwmä^s er ist. Die be-ten Herrscher küßten sich herzlich marchen den Galawagen ^ bem Palais. Jshmm folgten Prinz August Wilhelm mit dem Prinzen Boris und den übrigen Verwulich- knten. Vor dem zu Ehren des Kaisers errich-teten Triumphbogen reichte der- Vü rger meifter dem .Kaiser nach dem Ärndesbvauch Salz und Brot tzmd hiell eine kurze Ansprack^e an ih-i, in der er sagte, daß drs Salz das Pfiand der Verbrüderung sei, das ihm der Bickgaveir öffne. Der Kaffer dankte' sehr herzlich. Wrch der Vräftdent .der k^ullckien Kolonie und der Direktor der deiit'cheu Lchule ^zen den MonarckDen willkommen. Neun junge ^ >gvn überreichten dmr Kaiser einen Bllmumstrauß Daun s.-tzb' -'t Zug unter dem Mrmffchen Beiftrll der Menge wieder in Seekrieg. Reue tt-Boot-Erfolge. Berlin, 12. Okt. (WTB. Amtlich.) Im Atlantischem Ozean und in der Nordsee wurden durch unsere U-Bovte wiederum drei Dampfer und drei Segler versenkt, darurrter befanden sich der belvaffnete französische Dampfer „Lamelle", sowie die fvmrzöjisckie bewaffnete Drci- masterbart „Marie Marguerite" mit Kohllmladung, der franMische Schoner „Mereeas", ferner zwei Dankdmnpfer. einer davon war bewaffnet urrd vom Aussehen des „San Eduards" (6225 Tomieu), der dritte der versenktem Segler hatte Farbholz geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Luftangriffe auf die tivländische Küste. rx-^ Tt VV 12 - Dft (WTB) Die Marineluft- s chr s se mW S e e s lu g a e s chm a d e r lUrländischer Küsteri- stattoneii haben rn den letzten Wochen trotz häufig unqüu- strger Wetterlage eine Reihe von Angriffen auf militärische Anlagen der lwlarchffchen Küste sowie Inseln des 9ttaa- buser^ amsgefuhrt, Mt großer Umsicht wurden mehrfach Befestigungen ans Zerel sowie Seestreitkräfte des 'Geg^cs au der dortigen Küste trotz 'starker Gegenwehr mit sichtbarem Erfolge angegriffen und auch mit »nehrereu tausend Krbogramm Bomben erfolgreich belegt. Die Wirtttmgen der Angriffe, die uns keinen Verlust brachten, werden tn den Berichten der Gegner zugegeben. Der Chef des '-ldm iralstabes der ^Marine. Aus dem Nekche. Eine Rete des Grafen Hertling, Hv^kt, Der „Kriegszeitung" wird qe- meldet: In einer gwßcn Rede im tzauptausschuß geordnetmkainmer sah sicl, der Ministerpräsident GrafÖe r t- stng zu der Feststellung genölegt, dah die besondere A„tst wort des Königs von Bahern auf die päpstlielw Rote im Ausland sv gedeutet >vordcn ist. als wolle Bayern sich nn^ mehr vom Reich lösen und eigene Wege gehen, Das^ge^- terl fei richtig. Durch den Schritt des KSnrgs sollte die Ueberemstimmung des Bundesfürflen mit der Reichspolitil zum Ausdruck gebracht werden. Bezüglich unserer Wirtschaft tlchen und politischen Sicherung in Belgien werde man maß^ voll und unter Anerkennung der Berechtigung der belgischeix Wunsche vorzugehen haben. Von einer Preisgabe Elsaß. Lo thrlngens könne unter keinen Umständen die Rede sem Die Mehrheit des elsaß-lothringischen Volkes selbst wurde darüber nicht'erfreut sein. Wegen Elsaß-Lothringen habe die bayerische Regierung nicht bayerische, sondern deutjche Wünsche vertreten. Es wäre ein schwer wieder gut zu mattiender Fehler gewesen, jetzt den Gedanken eines auto- nomen Reichslandes in die Oeffentlichkeit zu werfen. Der Glaube, damit eine versöhnliche Stimmung in Frankreich yervorzurufen, täusche sick)er wieder. Die Entscheidung über Eljaß-Lott-ringen werde so schnell nicht fallen. Ein auto- o>°!w r ^ Eönne nicht so ohne weiteres aus der Pistole geschossen werden. Auch in Frankreich gibt es Ein- ftchttge die erkennen, daß ihr Land dem Ruin entgegew- geht, aber die Furcht, daß Frankreich dauerrrd von seiner ^ ßL: Owße Nation abgedrängt werden könne, erhält den Kwieg^willen, ebenso die Hoffnung auf die Amerikaner Wwie die Hofftrung auf eine Niederlage Deutschlands. Die Engländer |mb kühl rechnende Geschäftsleute. Allmählich S.wrtt aber doch bei ihnen der Zweifel Platz, ob der Krieg ich noch als gutes Geschäft erweist. Es sind Anzeichen ba- fur vorhamden, daß dieser Gedanke auch ein leises Begreifen ftndet. Sv hat Lloyd George schon lange keine hoch- Es -ist zu erwarten, daß durch den U-Boot-Krieg diese Stimmung verstärkt wird. Rußland c c-^ r 1 ^* 061 ^ 3eitfen entgegen. Zurzeit gibt es dort keine feftgefugte Gewalt, mit der man einen Frieden machen konnte Der Ministerpräsident erklärt den Parteien gegew Ä a t e V EUl enges, vertrauensvolles Zuiammengchen zwilchen Volksvertretung und Staatsregiermrg vvrbereite dp^^-?^'chlage m dieser Richtung prüfen wolle. Ueber uJl ber Reform der Reichsratskammer schwe- Hl b L^erhandlimgen nock). Die Verhaiidlungen über die fielen 1 künftig' 0 et tr °^ n ^ Iält€ d^ußen und dem Reich Kekne Schließung der Oekrnühlen mit Wasserkraft. ^ Behandlung der sogenannten kleinen m der^ Reichstagssitzung vom 5. ds. Mts (natl.) an die Regierung den Wunsch auf Aufhebung der Anvrdnuna über die Schließung von Z^ruhlen Hrerauf erwiderte Untvrstaatsseckretär Frhr. von ^ r f ? u n- Ausschlaggebend für diese Anordnung war oie Kohlenersparnis. Wo diese nicht in Frage kommt, z. B. Wx t^ec Wa)serkraft, wird die Auorvtrung nicht durchgeführt. Aus &ta$t und Land. Gießen, 13. Okwber 1917. Haltbarmachung von Ferkelstelfch aus Hansschlachtungen. ^ vielfach Ferkel zur Selbstversorgung im Wege der öchlsschlachtung abgeichla.luer mrd zur Herstellung von Winter- vorrchen verwertet. Hierbei darf nicht allster acht gclafteu inerten daß wlches vlersch durch Pökeln oder Räuchskn schwerer haltbar m UJSfP u i, Q - 1 ; 3 rettet Tuwe. Es hängt dies ^Ziergehalt des Fleisches zusammlen, der größer ist als bei r^^lrleisch wird demnach, ähnlich mie Rind- und forgiamer gepökelt werden müssen. Im einzelnen ftud folgende Maßnahmen zu beachten: ^ " nrüffen vor der Schlachtung gut aus geruht sein und düneil 0 Stunden uonjer rudjtf gefüttert werden. Bei der Schlacht tung ,md gut zu eutblirton und dann m zwei seitliche Milten ru Kriegen. Dle Halsten ftnb cüua 24 Stufen ch eim-nlKL SSS»"‘w3MÄnll"J3T** " - r Ä, b ÄÄÄ’nBarÄSBrsft .wlllommen dickste Gefäße enlzupacken und zu deß.xi-eren. ^u 2 ms 3 Lagen mutz das Fleisch ganz in der lick durch den Austritt ^n Fleischsaft bilde,rden SalM swhm mr. 8?a^ ^ berervete Salzlake zugesügt ,verdau. 'Nach ö Lagen und ebeuio nach unteren 14 Tagen ist das Fleisch um- ^oäien ist der Pökelprozeß je nach Größe der ^^..Ä!,bnbet. Dmmck) ist das Fleisch in warmem Wasser kräftig abzubürsden und 6 ©totttbät an der Lust hängend zu trockne,! um bemn geräuchert zu werde. Das geräucherte Fleisch und. twckenen Raum aufzttben»alwen. Stücke mit viel sind zuerst zu verbvauck>en. Vor dern Gebrauch ist das imich nnrd n * t ^ eni ' twnut ^ ^ Schärfe verliert und die Sck>watte Beim Eü,wecken fft Ferkelsleisch lwr dem vorsck/riftsmäßigeU pökeln. Die PEung hat 3 bis 4 W ^^sch'hen, Fleisch ttttkn-ocht, dagegen etwa 8 £ag«; ttjetm es nvrt Knockien emgeiveckt wrvd. ^ Lebensmittelmarke«. 1917 haben nachstehende (Sh, be ; ti ® odie ' 8 “ tti9 u ° m 1 i 5 5 - 1 i a a -oWo 0 - 1917 Fleüchmarken r 42 . " 9 " (5 }o‘ - 21* 10* " jburft nt arten, ber 42 . u. 4 S. „ „ * {5 } 0 ‘ _ 01* in " Kartoffelmarken . 4 ». " " ' 1510 3 i ,n " Seifen.uarken für den Monat Oktober " ' ' " «In nwunf^ verfallener Marken findet nicht «ehr Ersatz gewährt ^ verloren gegangene Marken kein Srenanmeldnngen «nd Anmeldung von Sreuaeborenen haben nunmehr nuter Vorlage der nötige« Ausweise auf dem Lebensmittelamt zu erfolgen. ,e r ^ Um, ’ üfte innerhalb der Stadt und Wegzüve von Gießen find tn den zuständigen Bezirken anzumelden. " GefchäftSstnuden des Stadt. LebenSmittelamteS von tt -,2 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe für llrlauber : _ «vttvtaqs von 10—12 Uhr vormittags. E S i l be r ne Hoch ze 1 1 feiern morgen Heinrich füW'pt, Ncmemveg 31. Dasselbe r 11 16 ‘ ^ fb S bet bt?e Eheleute Lokvmvttvführer August Trebing und Frau.. ' ’ rw- r * Weihnachts-Verlosung des Noten Kreures «L.«L SÄ”'*“ *'« «.««"iS f ÄSÄ 'ÄS bas Hvchsbgewuht ton 276 ober 550 ©Tamm Überschreiten ^L,nn t en f€ to t ’, icIen Mllen offenbar toranf Sr ü* Päckchen rm Massenbetrieb „.ntomcrtt nnt bnrchschlupfen ober od bie Pvst über bie Gelvichtsüber- ^^Werben bie Sendungen angehaltvn Pcht ^ lind biese ütor bie und madyeni ben Briefträgerin mm füaw^>ic r Sd^h S '^ nmiTfC '' b 'f ^ ,mr ihre Pflicht er- ff'Ä r ^ ernzig und allein die Aufliefcror glauben, jrch über die Hdchsögewichtsgrenuw hin- 'oogschen zu duvsen, ,Das Postamt ist 'iücht Pferdemarkt Frankfurt a. M. am Oi*tbahnhof Mittwoch, 75o8 S8 17. Oktbr. 1917. »yj are w rg uxmtn ONes ftstgesetz'bsn H-ck^ewMs grenzen etg«mnLb- und Willkürlich zu erweitern; der Postbeamte, der qleää>- darüber hinwegsehen wollte, würde pflichtwidrig ^weln. Die Auflieferer werden meistens sehr wohl in der er Inhalt unzertrennbar, so müsste er in einem Feld- «stpaket abgesandt werden. Durch Beachtung dieses Hin- Iveises Armen sich di" t'lnstieferer viel Aerger und Verdruß ersparen; die Feldgrauen warten baittt nidyt vergeblich auf den Absendern wieder zirrückgegebenen PLckchen, und auch der Post, besonders den Briefträgerinnen, wird ihre schwere Arbeit erleichtert. ** Aus dem Felde schreibt man iyls: Die Bücherver- sorgung der Soldaten i nt Felde ist in letzter Zeit viel besprochen ,vordem Es haben sich viele Bereinigungen dazu l-ergegeben^ aus ihren gesammelten Gel dem den Feldgrauen in ihren trüben Sttm- .... „ |- einzeistehende mr. Herr >>>ö i-vfr n* vvu ^Sü *,'»v Feldlaza^ vvtt in mehrmaligen Landungen eine Reil)e ausgezeichneter, gut aelnählter Bücher aesästckt. Das gesamte Perslonal, sowie Verwmrdebe uud Kranke des Üazar-etts sprecljen doshalb an dieser .Sldfe dem verdienten Wohltäter den innigsten Tank ans. ** Die Fleischversorgung gesichert. Tie „Denkst Fleischer-Zeittrüg" schreibt: Tie in dmr letzten Doyen.von der Neichssleischstellc und dem Saä;verständigen - Beirat gepflogener^ Kerhündlungen haben KU denr abschließenden Ergebnis geführt, hast M irgendweldner Beuurnhigmrg über dis künftige Fleisch- Versorgung kein Anw st rv-rl-anden ist. ,Eine Herabsetzung ,dep stleischratiml wird nicht erfolgen. Unser Viehsband lästt die wertere Versorgung in: bisherigeil Umfange durchaus zu, so daß in der am .1. November degbmanden neuen BiehUlnlbQMngsPeriode die Fleisch der sorgmul mrs Gnmd eurer Wocheum-enge von 250 Gramm pw KvPs der Bevölkerung erfolgeil toird. ** Obstbäu m e. Eine Verordnung über den Schutz der Obst» kMme gegen Schädlinge ist erschienen und im Anzeigenteil der heutigen Nummer einzusehen. ** Schweinezählung. Nach BimdesratSbeschlub vom 27. September 1917 findet am 15. Oktober d. I. eine Schwcine- zählung statt. Siehe Bekanntmachung. ** Im Hotel Fürsten Hof Gießen findet heute und morgen Konzert statt. Siehe Anzeige. ** Das Kr eisblatt Nr. 173 enthält Verordnungen über: Sckflniennittel, Anmeldung voll Vorräten in Leder, Vertilgen der Blutlaus, Ausfülpurlg von Walz-atbeiten. Landkreis (Kietzen. ** Birklar, 13. Oft. Heinrich Mensel von hier wurde »um Gefreiten befördert. ^ ^ ^ Z. Geilshausen, 13. Ott. Das Eiserne Kreuz 2. Kl erhielt der Kanonier Wilhelm Hillgärt net. ** Leihgestern, den 13. Okt. Der o. Sohn des Kauf. lmmns Ed. Freilxmr von Foullvn, Helmut Freiherr von Foul- lau > welcher bei der österreichischen Armee bient, wurde der der 9. Isonzoschlacht zum Bormeister befördert; bei der 10 erhielt er die bronzene Tapscrkeitsmcdaille u.nd das Kaiser-Karl-Truppen- Kreuz, bei der jetzigen 11. Isonzoschlacht wurde chm dtc Nlberne Topierkeitsmeb-aille 2. Masse verliehen ^ ^ , or , ** Mainzlar 13. Okt. Der schütze Friedrich Atz mann M Mn, der seit Kriege beginn im Frlde sttht,wurde mit dem Eifer - neu Kreuz zweiter Klasse cmsgezeichnet. Vesten-« assau. ** Franksurk a. M., 12. Okt. Am 4. Oktober hielt der Beirat des Landesausschuches für die Kri^beschädigtenfürsorge un Gwsth. Hessen in FronMrrt a. M. feine duchäl/rige Sitzung ab. Ter Vorsitzende, Herr Gel-eimerat Dr. Dvetz Darmstadl, erstattete Bericht über die seitherige Tätigkeit des Laudesausichuisies. Hierauf wurde noch die Notwendigkeit der Fürsorge für die Familien der Kriegsbeschädigten, svstäe für diejenigen Heeresentlassenen be- spvocheii, die wegen Krankheit entlasten werden, aber Milttar- rente nicht erhalten. Es wicrde für das kommende Jahr eme Geld- sammlitng für die KriegisbesäM-rgten rns Auge gefaßt. Tre einzelnen Punkte der Tagesordwmg gabmr Llnlast zu einer regen Anssprache. ** Frankfurt a. M., 13. Okt. Am nächsten Mittwoch wird in Frankfurt wiederum ein Arbeitspferdemarkt abgelxrlten. Es werden voraussichtlich einige Hundert schruwe und mittelschwrre Arbeits- pserde zum Verlause stehen. Trotz der gegvnw'i rügen Zettrerhalttr se werdeii auf den biesigeir Pserdenrärkten stets ansehnlulZe Umsätze erzielt und bieten dieselben günstige Mas- und Tauschgelegentesten. --- Frankfurt a. M., 13. Okt. Bei ernem Einbruch m ein S'pitzengesclKft erbeuteten die bisher nicht ermittelten Diebe Spitzen und Blusen im Werte von 18 000 Mark. ---Fulda 12 Okt Mit Musnähme der Lebend nn Helge- schäfte wird aus'Magistteschttck vom 15. Oktober ab inder Stadt der Fünfuhr-Ladenschlust emgeführt. stur Wrrt- schasten wurde die Pvlrzeis^mde auf <10 Uhr festgesetzt. ul. Hadamar, 13. Okt. Den Dod aus den Lckienen suchte und fand am MiMvock, abend der 15 Jahre alte ^Sästchmacher- lehrling Wilhelm S^panknebel hier. Er warf sich rn der vtahe des hiesigen Bahnhofs vor den um 6,04 von Limburg adsahrenden Perfonenzug der Westerwaldbahn und wurde aus der stelle getötet. Kopf uw» Füste wttrden vom Körr^- getremrt. L-panmebel war ein Waiserckind und soll die Tat angEch vorgeniommen haben, weil ihn sein Lehrmeister we^Mi erner Nachlässigkeit besttafte. = Nassau, 13. Okt. Aus dem Güterbahnhos stießen gestern früh zwei Lokonrotivm aus einen (Atterzug. Mehrere Wagen wurden erheblich beschädigt, wobei wertvolle Güter verloren gingen. Per- ianeu winden nicht verletzt. ^ . X. Hanau, 12. Okt. Belannttich ist nachdem Ergebnis der im August vorgenommenen Ernteschätziing die Streckung unseres Brotgetreides erforderlich, wenn die jetzige Brotration das ganze Wirtschaftsjahr hntdurch aufrecht erhalten werdeti soU. Bei der gegenwärtigen Ausrnahlung des Getreides von 94 Prozeiit wird die Qualität des Brotes durch eine Streckung Mit Frischkartojhin zweifellos nicht verbessert, ^md hat sich die BrvUÄnnmsswn chr Stadt- rcnd Landkreis Hanau mit dieser Frage bnchastigt und beschlossen, aus die Stteckung des Brotes mit Frisäckartoffeln zu t^r- zictzten. Das bisherige Backverfahren wird beibelstüten und das Gewicht dos Brotes vom 1. Nvveniber d. I. ab von 2000 aus 1800 Gramm heruntergesetzt, dafür werden aber pro Woche und Kopf der Bevölkerung V-L Pfund Kartoffeln ausgegeben. Fc Aus Kur Hessen, 11. Ott. Lästveren schaden hat die Obstverwerttriigsgesellsä)aft.in Melsungen betroffen. Durch Entwicklung von Gasen platzte eine Bedmzistzerne und ihr Inhalt arbeiter an der UniverfttStsbiblüE mit, «m curst^nfchaM^ Archive in Gießen, Dr. Theodor Hrldenbrand aus ist als Leutnmtt d. Res. Nitterdes und des Baste rischen M ürtarverdien stordens, am 5. September vn Westen auf den: Felde der Ehre gefallen. — Letzte HacbHcbten* v. Letww-Vorbeck. _ „ Berlin, 12.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der VerLeüngei' vvn Deutsch-Ostafrika, Oberst und Kounnandeur der ostaftikanstchen Sclmtztruppe, v. L e t t o w - B o r b e ck,,wurde durch.^e Derbchung des Eiäwnlaubs zum Orden Pour le merite ausgezerchnett jAt ^erneute kaiserliche Anerkennung der Nuhmes taten unseres ostaMkani' scheu Heldett wird in allen detitschen Herzen sveudigett und dankbaren Widerhall finden. r . A Ein Dementi des Grafen Hert ing. München, 12. Okt. iWTB. Mchtamttich.) ^n der dlbetidsitzung des Finanzausschusses erklärte MiNiste^äsident Gra Hcrtling, das Gerücht, Deutschland ^mtt eE Gegnern bereits Friedensverliandlnngen eingelettet, ^ur vollständig imzu- ttesfend. Die Gerüchte schienen aus feindliche Machenichaften zurtlck- iU ^mn Ausschuh von Vertretern dänischer Dij^nschast- Kopenhagen, 12. Okt. (WDW NichtznMich.) MeldE des Mtza-u-Bur. Das däiiische Unterrtcksts^nsteEN ^t nnrn Ausschuß ernannt, bestehend aus dem Universttat^ettor einer Anzähl Professoren und bekannte Männern der Wissenichaft, zum Zwecke der Untersuchung, wre Dänemark em neum 1 Gebiet? versuchen, znm Niitzen ^der Nationeir zu wirren, 160 Zentner Marmelade fvälzte sich dm Berg herunter m dm dort befindlichen HvWveg tmd bi ebten an der anderen Leite liegenden Garten, Umzämrung und Steinpforten Mit sich rerßend Ter Schadeii beträgt 20 000 Mastk. -6M Zentner Obst tvarest zu dieser Marmeladenmeiige erforderlich. Kriegsgefangene haben mit großen Schippen den süßen Stofs geborgen. ][ Nürburg, 12. Okt. In diesem Winterhalbjahr bettägt die G-emmtzabl der immatrikulierten Sttldierenüeti an der hiesigen Universität einWießlrck, der im Feld stel-eiiden 2254, darmttr.r 338 Frauen. Nmtltcher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Rochtsmittel gegen die Gemeindcchttuerveranlagung für Auf Grund der Art. 46 und 50 der G. U. G. vom 8. Juli 1911 hat Größt). Mimstertum der Fmanzen, Mt. für Steuerwesen die Frist, innerhalb deren Rechtsmittel gegen ^e^menchestewerver- anlagiing für 1916 bei der ersten Instanz, anhängig gemacht werden können fstr die nackchenannten Gemeinden bis zu den davei ge- na^i Terminen einschließlich erstrectt. WKrerwMMen von Kr FristerstrecklMg sind diejenigen Rechts>nittel, die das siir ine )taat- licke Veranlagimg bereits EskE^festgesAtt^n^mEi zum Gegenstand haben. Des wrrd hwrmit zarr öffentlichen Kenntnis gebrackst. .. Grünberg, den 10. Oktober 191-^- Grosch. FinaMamt Grünbevg. Wenzel, Finamrat. Letzter Tag der Frist im Oktober': Beltershain 8., Odenhausen 10., MlEhmstM, Hattenrod 12., Elimbach Lumda Qucckborn, Reinhardsham, Sttckhaufen 14., GeilshÄsen, Lindenstruth, Reiskirch^ Weickar^ham 15., Lauter 16 , Göbelnrod 17., Beuern, Großen-B uieck , Kchelbach 18., Lmchorf 19‘, Harlwch 20., Bersrod 21., Mendorf a. d. Lda., Saasen 23 Rüddingshausen 26. Oktober. Gestern morgen um 6^ Uhr verschied sänft n^ch kurzem, schwerem Kranksein mein treuer Mann, unser lieber, guter Vater, Bruder, Schwager Heult nacht entschlief sanft im Herrn unser lieber Vater, Schwiegervater und und Onkel Herr Liebmann Reiss Im Namen der trauernden Familie: Frau Helene Reiss geb. Schwalm. Gießen (Goethestraße 40), den 13. Oktober 1917. Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt. Blumenspenden und Beileidsbesuche dankend verbeten. (7642D fl Großvater Johannes Lich VI. Förster i. P. im Alter von 78 Jahren. Im Namen der. trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Lich. Metzger. Londorf, Franksurt, Eschborn, Darmstadt, Siegburg, den 13. Oktober 1917. Die Beerdigung findet Montag, den 15. Oktober nachmittags 3 Uhr, in Londorf statt. ’"° Gründlichen Ich übe meine Praxis wieder aus. Zahnarzt Reinewald Bei länger dauernder Behandlung: bitte um vorherige Anmeldung. 7637 Sud-Anlage 18 Fernsprecher 763. 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Weinert, Strumpfgummiband ist wieder am Lager! 1 Statt besonderer Anzeige Unser lieber Junge, Vizefeldwebel und Offiziersaspirant in einem Fussartillerie-Bataillon Walter Wolfgang Weimar ist gefallen. stud. med. Staufenberg, den 12. Oktober 1917. Familie Weimar. Beileidsbesuche unerwünscht. Nach Ueberführung der Leiche wird die Beerdigung bekannt gegeben. Es ist bestimmt in Gottes Bat, I)a8s man vom Liebsten, was man hat, muss scheiden.' Sohn, Bru^tchwlge" 1 “‘öÄ*”" 186 unvergesslicher, herzensguter Gefreite Albert Rinn T -1 , ^ Infanterie-Regiment Nr. 129, 1. Kompagnie aber des Eisernen Kreuses II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille “efscl^^e^nd^g ^ blühenden Alter von 24 Jahre» In tiefer Trauer; Philipp Rinn XV", und Frau Helene geb. Siegfried Familie Karl Rinn Heuchelheim, den 13. Oktober 1917. Familie Wilhelm Rinn Heinrich Rinn, z. Z. im Felde Familie Wilhelm Gilbert. [7612D Todes-Anzeige. ., Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht daß unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Groß- mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elise Schneider geb. Wallbott nach langem schweren Leiden im Alter von 62 Jahren sanft ent- schlafen ist Die trauernd“™ Hinterbliebenen. In deren Namen: geb -2Ä neider Christian Schrnitt,z.Z. im Felde Utfiz. Schneider, z.ZFih Urlaub Katharine Schneider geb. Müll Elise Wallbott geb. Schneider Karl Wallbott, z. Z. im Felde Lina Seipp geb. Schneider Utffz. Seipp, z. Z. im Felde. Birklar, Garbenteich, Gambach, den 12. Oktober 1917. 7807 Die Beerdigung findet am Sonntag den 14. Okt., nachm. 2 s / 4 Uhr, statt. So plötzlich kam die Trauer- ^ . künde, Hebrochen sei dein junges Herz. 0 Gott, wie schwer war diese Stunde, Wie unaussprechlich unser Schmerz. Wie hast du wohl in letzter Stunde, Gesehnt dich nach dem Eltern- haus. Nun ruhe sanft, du lieber Guter, 0 braver Sohn, geliebter Bruder. Sollst nie von uns vergessen sein. Ruhe sanft, du gutes Herz, Du hast den Frieden, Wir (len Schmerz. m MF* Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit zur Naohncht, dass mein lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Philipp Bender !. Maurer- und Weißbindermeister heute abend 7 Uhr nach langem schweren, mit Geduld getragenem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. In tiefer Trauer; Hermann Bender I. und Familie. Langsdorf, den 11. Oktober 1917. 76,7 Beerdigung Sonntag nachmittags 3 Uhr. ßesBilsctaft Babelsberger" Glossen und Damenabteilung E. V „ ^reröffnenDienStag.den 1«. Oktober 1917, abends P Uvr, in unserem Bereinö- vetm „Hotel ^ürstrnbof. Lindenolatz f einen Allsiillßtr-LkhriraH i. GabelsbcrgerfchcrCteuo aravbie für Damen und Herren.Umerrichtsgeld«^. Anmeldungen an Herrn August Siederl. Dam,n- straste48hoder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn des stortbildungS» Unterrichts Freitag, den 19. Oktober, abends 9 Uhr. 7233v) Der Vorstand. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliohe Nachricht, dass mein lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser guter unvergesslicher Bruder, Enkel, Pate und Neffe Musketier Karl Schäfer in einem Rescrve-Infanlerie-Regiment am 27. September, morgens 2 1 /, Uhr, bei einer nächtlichen Unternehmung ihres Stossstrupps im harten Nahkampf mit dem Feind im blühenden Alter von 21 Jahren den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz : Konrad Schäfer III. Ernst Schäfer Kanonier Heinrich Schäfer Die Grosseltern z. Z. im Felde nebst allen Eina Schäfer Angehörigen. Maria Schäfer Hausen, den 13. Oktober 1917. Wiedersehn war seine und unsere H^ff .06402 nun Für die vielen Beweise herzlicher Teil' nähme an unserem schweren Verluste sagen wir allen Verwandten und Bekannten herzlichen Dank. 7633 Im Namen der Hinterbliebenen: Familie ClooS Familie Steul. Bellenhausen, Arnshain, 12. Oktober 1917. A c h t 59 II Grone Sendung Steffel getroffen, in Gun u. 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