Nr. 258 L,r Gi«tzer?rr Nnzclaer erscheint käülilt). ander Sanntaqs. - Beringen: »i^crZaMiiicndltzttcr. MeKdlaU itT den Kreis Bietzen. vsz«s?prels: nt#nafteUes1 AnsebcOhtzirDrabtnach- richten: Anzeiger Kietzen. Lrftes Vlatt \67. Jahrgang Mittwsch, KO. ©Höbet M? Annah: s. die §Kerai-ÄHe!Her für Oderhessen Zwillingrrunddrnck u.Verlag: vrShl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerct «.Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle ».Druckerei- Schulstr. 1. Postscheckkonto: Frankfurt a.m. U 68 b Vankverkehr: GewrrdebankGiehen me von Anzeigen agesnumnier bis zumNachmittaa vorher. Seilenprelse: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auSwärtlge 2b Pf., b. Plcchoorfchrift 30 Pi., für Reklamen 7ö Pi. l)z,v. SO Pf., nebst 20'/oTeueru>lgrjuschlag. Hauptschristleiter: Äug. G o c i',. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Äoetz; Stadt und Land, Vermischtes u. Gerichtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. (WTB.) Trotzes Hau-tynartier, 9. Oktober. iAmttich.) - Weltlicher Kriegsschauplatz. Heere-sgruppe Kronprinz Ru pp recht. Der Arlttlern-krmrpf in Flunder n tvar trotz des stürmischen imb regneriscl^n Wetters stark zwischen pem $*mt= honlstcr Wald und Aaudvoorde. Aberrds fotzte'der Feind leine Wirkung zu heftigen Feuerstößen gegen einzelne Ab- zusammen. Nack imrirhigcr Nacht steigerte sich auf der'ganzen Front -ie Artillcrietatigkeit zmn Twmmelfeuer. Beiderseits der Bahn Staden—B o es in M und iw rd sich der Strafte Men in— «ipern lrnlch englifthe Infanterie zum Angriff vor. Der Angriff ist im Gmiflc. Bei den Wrigen Armeen kam es, abgesehen von tag§- Mkr andauenchem Feuer nördlich von Soissons. nicht zu gröherm Gefechtshandlungen. Auf dem Oeftlichen Kriegsschauplatz nchtS von Bedeutung. Mazedonische Front. Lebhafte Feuertätigkeit südwestlich des Dviran-Sees, im Amdar-Tal, avr Dodrspalfe ,md im Cernabogen. Der Hrfte Genera lguartiermeister Lndendorff. » Der Abendbericht. Berlin. 9. Okt.. abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern entwickelte sich aus den Frühkämpfen eme neue Sch l a ch 1, die zwischen Draaibank (nordöstlich von Birschsote) und Gheluv elt (18 Kilometer) noch rmdavert. Trotz mehrmaligem Ansturm beschränkte sich der bülMdegewitm des Feindes nach, den bisherigen Meldungen auf einen schumien Streifen zrvischeu Drauilumk und Poel- li-elle. Fm übrigen wurden die Angriffe abgeschlagen. Sonst nichts vorr Bedeutung. Der RmchKtcvg hatte gestern einen großen Dag, uitb man iß zu einer Äßrcmtq geÄmnren. Der Öbegierjtcrtg gelang es, den Reichstag zu Werzeurgeu, duß bei dem vaterländischen. Unterricht" draußen im Felde und bei angeblichen amt- ülben Agitationen int Lande nichts Arges vor- odtonrmnt ist. Der Reichskanzler war auch im Plenum Aeraus milde und hat es sorgsam^ vermieden, die gereizte Mhrheit. die ihre „GnHchiließ:rmp" noch immer wie ein geliebtes Kind zu hüten bemüht ist, zu reizen. Sein Llppell in diesem Sinne wird int Lande verstanden werden. Wenn jchteinige übereifrige Zeitungen der Linken triumphierend l«L«d«en, der Kanzler habe nochmals klar ausgesprochen, daß die bekatEe Friedensentschließung brav und gut ge- Men sei, so wird man es müde, noch- auf diesen: Steckoir- oierd der Äuslegurvg herumzureiten. Me Hauptsache ist, dat Lied der Mehrheit ist vorläufig einmal ausgefu.ngeu, Md die Gtimmtarg, die sich in: Volke gezeigt hat, »vird hoffentlich vor welleren \ t:rbesvnnenheilen Er'zbergerscher An zmückhalden. Der Reichskanzler unterstreicht das positive, daß wir durchhalten müsse::, daß wir keinen schwächlichen Friede): wollen und daß die Mehrheit auch Ächt den Eindruck hat erwecken wollen, daß ein solcher Friede von uns geschlosse:: werden könnte oder müßte. Der ^laatsfekretär v. Kühlmanrr hat gegen der: Schluß der Sitzung eine.Art von Abrechnung über die Wirkung der Fnrdensentschließuirg vorgetragen. Da wies er nur Nullen der und legte das Bekenntnis ab, daß wir jetzt angesichts der Haltung unserer Gegner „mit verschränkte:: Armen", vhue weitere Friedensangebote, verharren würden. Ja, er Mte an die französische Adresse noch ein kräftiges Wörtlein ÄM: Die Hände imd auch die Gelüste ivvg von irgendwelchen deutschen (Gebieten. Elsaß-Lothringen bleibt wie es ist: Müsch? Der Zentrums abgeordne te Fahrenbach d eu- -Ae gleichfalls an, daß jetzt die Aera der Friedens- fnbietung vorüber sei: „Bei unseren Feinden liegt letztdieEntscheidung.EineweitereFriedens- Kundgebung wird der Reichstag, ein weiteres oNedensangebot die Regierung nicht mehr Aachen. Unsere K t a f t t ft ungebrochen. 'W i r ha- den alles getan zur Beendigung des Kampfes, sollen die Feinde nicht, dam: werden wir bestehen bis zu kmem liegreichen Frieden. Wirsiud bereitzu folgen, «de rnureinerRcgierung,.diezumFührenbe- >uy:g t ist,d ie e in he i tlich un d fta r f i st." L, Da der Reichstag bei Heu: Kapitel der politischen Agi- Heere war, versäumte die Regierung nicht, nach- ruckltch einmal daraus hinzuweiseu, lvo wirtlich e r u st e G e- »kvren solcher-Agitation aufgedeckt worden sind. Was da ^o^we Machenschaften einiger Matrosen, denen die russische 'n^olutw:: die Köpfe verdrelst hat, enthüllt worden ist, sollte öeXii" 0 ^ 00 für reine juristische Auseinandersetzungen ^bon hat sich bei einigen Abgeordneten a:ich im bür- in li "w ? cr ^ cr formale, juristis wrrtschaft; GwooSoew, Oefseirtlicl)« Arbeiten.. N i ch t sozialistische Minister: Derestscl-ercko, Auswärtige M:qe- legenheiten; Konowalow, Handel und Jirdnstrie; Bernvtzky, Finanzen; Sannrtzkin, Oeffeilllicher Unterricht; Kartvschew, Kultur; Litchkin, Oeffcntliche Unterstützung; Snllrnow, Staats ko ntroueur; Treticckow, Präsident des Wtrtschastsrats bei der vorläufigen Regierung; Liwerowskh, Verkehrs- minister; General Wercholoskh, Krieg; Admiral Werdc- rewsky, Marine. ^er Sozialiftenkongreß in Frankreich. Bordeaux, 9. Okt. MTB.) In der BornnttagS- sitznng des Sozialistenkongresses beklagte Go Ude Minderheit) Wie Berlveigeruug der Pässe für Stockholm- durch die Regieruno, erklärte sich aber für die Kriegskwdite und die Teilnahme loer Partei icmider Regierung. M : lh aus (Mehrheit) warf den Kreuthalern. >VerständniSlosigkrit für di< Ansichten der Nation vor, wodurch sie sich mitschuldig an der Verlängerung des Krieges n:n ästen; er erinnerte an die Erklär::ng des Staatssekretärs Helfserrch, daß Derllschilvrtd besiegt sei:: müßte, wem: es Elsaß-Lothri::ge:: heransgäbe, und beantragte, eü:e Aufforderung an die' neutralem'Sektionen der Internationale zu richten, den Frageboge:: des holländisch-siandinavisäM: Ausschusses in gleichem Sinne zu beantworten, wie die französische Sektion. Mexan^e: Blanc (Kienthaler) sprach sich gegen jede Beteiligung de: Parteien an der Regierturg ans. Sästießlicherklärte Leba s Bürgerineister von Roubaix, der in dentscher Gefange::säiasi war, zur Bekämlpfnug des einigedrrrngeiren Fei:wes müßten die Kriegskredite bewilligt werden. Sie verweigcr::, hieße für den König von Preußen arbeiten. Die Internationale müsse besonders dazu Wiederau fgerich- tel werden, um die deutschen Angreifer vor ihr zu belangen. In seiner Gegend sei man filr eine: Frieden ohne Annexionen, aber mit Ersatz für die dort durch de:: Feind augerichtete:: Schädei:. JU der NaäMnttagssitzung führte der Antrag der Kienthaler, Ra ff in Dugens den Vorsitz in der nächsten Sitzung zu,übertragen, zu lebhafter Grörterung. Renan- del tvollte Rafft:: Dugens diese Gelegenheit pazifistischer Agitation nicht einräumen u:w drohte als Direktor der „Hmnanitä" znrückzillreten. Ellen Pr ovo st erinnerte daran, daß Raffiu Dugens in der Kammer sich zur Llbstim- nnrng für die Kredite bereit erllärt habe, wem: es aus seine Stümnie ankäme. Daher könne er auch dem Kongreß präsidieren. Dvotzdem ivnrde der Antrag mit 1499 gegen 1369 Sttnrine:: bei 85) Stiinmenthaltungen — 22 toaren abwesend — abgelehnt. Bali er es (Minderheit) sprach sich für die Kriegskredite und die Teilnahme der Partei an der Regie rung ans. Compöre Morel rief einen lebhaften Streit hervor, als er a:^ den: Dageb::ch des Arbeiter und Sol. datenrats i:: Petersburg mitteilte, daß der Gedanke einer internationalen Konferenz den russischen Sozialisten tmrd) die deutsche Sozia ldemo kralle eingegeben »vorder: sei. Cachin erklärte das für eine Erfindung der bürgerlichen Presse. Der ehemalige Mnnitionsm:nister Thomas berief sich auf den Däne:: Borgbjerg, der ihm mitgeteill habe, daß er die rnffische Revolution. nam-enS der deutsche: Sozialdemokratie zu einer internationalen Konferenz auf. gefordert habe, und daß auch Unabhängig davon die russische Regierung die ersten Schritte zu einer solchen getan habe Er erzielte eine starke Ovallon mit der Ennahnnng, der sian^ösische iLuzialismus möge daraus lernen, »vie man dir Schlingen: des Feindes vermeide. Der Ansschirß z:rr Abarbeitung einer Emtschließung. mit der der Kongreß am 9. Oktober geschlossen wird, tritt, aus 21 Mehrheits- und 17 Minderheitsvertretern bestehend an: Abend zusammen. Amerikanische -lbriistnug. Washingtons. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Reutcr- Meldung. Die Regierung beobsichtigt, 35 0 Millionen Dollar für den Bau von T o rp e d o j ä g e rn auszuge bei:. Das Bauprogram rn soll in 18 Monat"" dnrchgeftihrt werden. Die schwedische Kabinettskrise. Stockholm, 9. Okt. lWTB.) Der König eiwvfnzg Vre voi) il»n lberirfenen P a r t ei f ü h r e r. die die Antlvorten ihrer.Parteien abgabeir Alle Parteien unterstreiävn mit lvsondertiii Nachdruck dm: '^ab. daß die bisher geführte selbständige irnb duvchvuT wcharb'iiscke Neutralitätspolitik ausrechterhaltv:: lckeide. Enn- Kundgebung der W&dj,ta: Mt die Notwendigkeit hervor, d^e belderscttlgen L>)ndäsverbi:^wdgeu aufrE zu erkalten. Die Rocl>le und int Llbcralen erklären sieb unter Herborhekvnig der Sälwierekelten der Koalitiol^regünimg benn't, m:ter genüfsen Be- dmgnnge:: an einer solckei: Megimmg teilzumhmcir.' Die Rechte w:mschit, daß alle die Parteien l reimen den Foic^m in größtniüg^ Mm Uiusmnge l-eiseitegeschobeil werdm. Dü Rechte erklärt sich, bannt, die Beratungen über die Fordmulgeu de:- Linken in dev Berfaisungslstfonn nicht länget als iwtloardig vcn'schvbeir. iverden, dtuml ein verstände::, daß schm: jetzt eine Parlmnentskontmissivn Tfcrr Aufdrrg erdaKe, oEfettig zu srntefüdSen; wie die ©«fltntimn vgat über das fcmTmurrofc Wahlrecht durch Gesetz ersetzt und eine gesunde @Mufluxtg der -Kvmncunal vcttrxüüovg frtme die BeLehattnng eines wirklichen Zwerkammersystsms gcfi/iect werden könne. Die Lck^veSen fordern eine befriedigende Zusammensetzung der Regierung sonn? eine Einigung Über das Vwgvamm für eine streng «unparteiische vreutralitätt- und HandelÄpokttik, ferner die von t*r Vtckhr-aHl der Wähler soeben gesorderwn Berfasfimgsrefvrmen. besonders die Einführung des Fraucmstrmucrschis und des gleüclren kommmmlen Stimmrechtes. Die Sozialdemokraten erklä- wn: Es ist vollkommen sclbstoe^vandkZch, daß von der kirnsrigen n:n. vis» tu uyutoimncn jt’u'iu7qrrca:ra7i.Ri| / vwu ut-*. iiiuiuijHi Negierimg eine genaue imb loyale BwÄchtung einer völlig un- fl> Ä h, + *y,r; + x + Mordect weiten muH, die die Re- Reichskanzler Dr. Michaelis: Vom Mgeoedneten Dtttmann fall) tote die Frage», die arn Samstag und gestern hier und im Ausschuß erörtert worden sind, von neuern angesckMtten worden. Ich will dem LL-geordneten Ditt- rmnrn bloß zitoerlei entgvgorchalren, einmal, daß er der letzte ist der fiel) das Recht zugestüyen darf, über Agitation in Heer und Marine zu sprechen. (Sohr wahr rechts.) Der Staatssekretär des ^Heichsmarrnecunts wird nachher aus die Anfrage, die der Abgeordnete Dittmann >cm ihn gerichtet hat, Mitteilungen machen, die die volle Begründung dieses meines Wortes erbangen sollen. Der Abgeordnete Dittmann hat mir das Wort entgegengehalten, daß ich mit voller Objektivität allen Parteien und Richtungen gegenüberstehen nmü : er hat aber den Zusatz vergessen, den ick) dabei ausspvach. Ich habe gesagt: Allen politische-.: Parteien gerührt worden ist, daß sie unzulässigerweise für die Vaterlands, Partei Propaganda getricten haben, so habe ich bereits im allgr. . meinen meiner: Standpunkt auseinandcrgcsetzt. Die Beamtev lxrden das Recht der politischen Gesinnungsfreiheit. Sie Eo^* nen jd>er Partei beitreten unter der BovLusfeyung, die ick vorhin unterstrichen habe, daß sie keine Bestrebungen ver. folgt, die den Bestzand des Deutschen Reiches und des preußisch^ Staates gefährden. Ivgendivclchcr Mißb-vauch in der NichtzM daß Vorgesetzte Nachgeordnete Beamte veranlassen, Anschluß § cii^ bestimmte Partei M suchen, ist; unbedingt unzulässig, unt . wir wünschen nicht, daß rin Druck gegen, Beamte seitens ihr^ " Dies« h - imtgcrngncnei ytotwenmgfcit, bau d.:n TOrumgat uaa> einer oemo- kratischan Berfassungsreforn: nackigekommen wird. Eine unerlässliche Bedingung für die (rrrcM-ang der einer KoalitionSregierungl ^ Lar»m« uuuiai ferrscbt. mverzüglick) die Verfassungsreieru: durchzuführen. Schließ» «p heißt e-: l'lsüs den geführten Verba itöfcmgat erhellt, daß es an oen angeführten innenpolitischen Grundvoraussetzungen einer solchen! Koalitionsregierung fehlt. Unter solchen Umstünden muß die eventuelle Mitwirkung unserer Partei an . \ .Bildung einer von Seiner Majestät vor geschlagenen Regierung au sg.'schlosse:: sein. Hierauf berief, der König die beide.': NeichStagsPräsideiU» - j l)ängtgen feo % xxn vx . , u u 1 *.u k v ( *.v H m bu,« j, seits dieser Linie. (fleöWiier Beifall rechts, große Unruhe und Zurufe bei den unab^ängigaa Sozialdemokraten, Glocke des Präsidenten. Anruf: I>etzt wissen wir, wer Sie sind.) Ich komme aus die gestrigen Verhandlungen zurück. In der Interpellation des RoickErgs war die Anfrage an die Raichsregierung gerichtet, ob wir begannt sei, daß im Heere LLrchtrrtion^zuguns'ten der vaterländische:: Partei getrieben werte, und die Frage ist mündlich Vorgesetzten nach, irgendwAckxer politischen Seite hin erfolgt. ^Bestimmungen gelten für alle Parteien. Meine Herren, nenn wh dieses Ziel veren:he:Uichen dann loerden lvir doch selb st verstäub, lrch, auf einen gangbaren Weg des gegenseitigen Zusnm. menwrrkens kommen. Wir würden sehr viel toeiter komm«: toeirn auch, diejeniMr, welche die Friedeuskundgebun welche voi: tX‘ U m sich Kohlenersparrnsse in der Schweiz. Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Schlveizerischen Depeschenagerrtur. Zum Zwecke der Erzielung einer weiteren Kohlenernschrankung hat der Bmr- desrat beschlossen, den Siebennhrladenschlnß mr das ^anze Gebiet der Eidgenossenschaft für obligatorisch zu erklären. Sonntags müssen alle Verkaufsläden geschlossen bleiben. Der Schluß der G a stw i r t sch a f r e n wird ans elf Uhr abends festgesetzt. Die Kinos dürfen an 12 Tagen im Monat nicht mehr spielen. Hotels und Pensionen dürfen ratt noch ein Viertel der Zinrmerzahl Heizen. Für die Theaterbetriebe erlassen die^ Karrtone die nötigen einschränkenden Bestimmungen. Der BeschUch tritt am 22. Oktober in Kraft. »i 'm lifMIllÜlM Seefrfeg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 9. Okt. (WTB. Anrtlich.) Im Aermelkanal sind durch eines unserer Unterseeboote neuerdinas vier tiefbeladene Dampfer versenkt worden, die alle bewaffnet waren. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Das aus der spanischer: Internierung entwichene U-Boot. Madrid, 9. Okt. (Privcrttel.) Meldung der Agence Haoas. Das entwichene deutsche Unterseeboot hatte keine Munition, da die Torpedos, Bomben und Granaten nach der Jirternierung in dem Arsenal abgegeben wurden. Ter deutsche Kommandant erklärte dem Kommanoanden des spanischen Dorpedobootes, das U 93 ins Ä).lepp- tau genonrmen hatte, er wisse, daß er irrterniert werden würde, weil er in die spanischen Gewässer eingedrungen sei. Er sprach ihm den Wunsch aus, ihn in den ^isen zu fahren. Mi). Deutscher Reichstag. 124. Sitzung vom 9. Oktober 1917. Am Bundesratstische: von Waldow, von Capelle. Dr. Hel ff er ich, Staatssekretär Drews, von Kühl mann. Präsü>ent Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 10,29 Uhr. gut ber Tagesordnung stehen zunächst kleine Anfragen brecht (Uirabh. Svz.) fragt nach Fvellasfwrg überflüssiger M:l:tärhandwerver. General von Oven: Noch Fertigstellung von Kriegsuiw- wrmen wurde die allmähliche Entlassung dieser Personen angevrd- net. Später wurden sie wieder notwendig. Augenblicklich werden )\e voll und ganz gebraruht. Darüber hinaus werden Halb- und ZUnlarbeiter beschäftigt. Fri-densunisormen werden jetzt nicht an- geferdgt. ^Abg. Da löste in (fvrtschr. Dpt.) verlangt Maßnahmen zur rrefrerung der:n Tabora völkerrechtswidrig gefangenen und zun'ick- geyaltenen Frauen und Kinder. Ministeriawirektvr Dr. Kriege: Die Regierung hot un- versuslvch Maßnahmen ergriffen imd Gegenmaßnahmen ange- M^^bclmsche Regiermm gab nicht nach, worauf Sübne erntrat. ^etzt schweren erneut Verhandlungen. Dtsch. Fr.) fragt noch der Verwendung von )ucker mr d:e Wemproduktvn mxo einer besseren jöertrihmg von Zucker an die Bevölkerung. Unt^rstaatssekretär Freiherr von Braun: Nur die absolut notwendige Menge von Zucker wird für die Produktion zur Der- mgung gcireltt. S S 9 -^li t SS nn (ldmbh. Soz? wünscht Auskunft über e:ne Rnhe von Reklomotwnen in Stahlnvrksbetrieben . L^lmoivr Marouardt: Ermutlungon we'rden an- gest-. r.t, gegebenenralll Abstellungen 'getroffen werden ^ Die JnterpellationsdlÄrtie. Atin > e ^ , a£^ u ; l0 ^- cr Jnlerpelbüion über die Agitation zu- stunsten der Vaterlchrdspirtn wnd fortgesetzt Lcttmann lUnabh. Soz.): Unsere Haltung in dieser l]1 geändert lcotfcen, im Gegenteil, die syste- manich orgomnerte Propaganda gegen den Versränd>igimgsfrieden wl: :m Heere weiter betrieben werden. (Der Reichskanzler berin r den Saal.) Der erste Eindruck der Reden vom Samstag SA 11 } ^ r n benAugen des Auslands trägt die gestrige Rede ^en Stempel der Falschheit. (Vräsidäit Dr. Kaiuvr rntt den Redner zur Ordnung.) Im Inland werden zwei iel los Cmpfmdmiger. ausgelöst durch die Rede die da, Vertrauen zur Auirickstigkeit der Politik des Reichs^nzlers Ä'' Klangt aber: „Ihre Rode sei vZg. v)g. Icern! Nein! Wos Darüber ist. ist vom Uebel'" Sie vrcoigen einen Verltändigmigsfricden, trevlm aber für einen Er- oberungslrieden em. Präsident Dr. .Kämpf ruft den Redmr zur Ordnung.) Rui>r untergeordnete Stell«: betreib«: diese Pro na 'ondevr obere Kom.nandostellen Flugblätter in alldeutschem und in Unterständen und Munitions- sübrrken angeschlagen, ^as ist das Mittel, mit oem die Aufklärung ^trieben nnro. Alle Der alldeutiH-n Propaganda eTttgegenlanstiibe Politik nnro unterdrückt. Die Stimmung der Frvntwldaten ist ganz anoer-, als man sich vorstellt. Die Presse der unabhängig«! §o»ialdeiM)kvatle wird, dem Heere und der Marine zu l^n^r- ^krengpe strafen stehen daraiff. Wie verhall sich das zu der geitrigen Rede des ReichskMylers, daß alle politischen Aul- faftungen propagiert roerd«: dürfen? Es sollte auck) das Wort noch gellen: „Ich kenne keine Parteien mehr!" Bor dem Krieg be: uns die Alldeutton. ebenso während des Kriege« die S banden, und, soweit Deutschtadie t ^ägt, liegt sie bei den Alldeutschen • ro*? 1 ! X T ^ ö . m ^ r - kann nicht zulassen, daß ^ baß die Schuld am Krieg? aus den!.- l&f . r* l t€ l lcg *‘ ‘ ^, l . r „ w ^ cn die große GefakTr der Äll- J. ic ^b ekäm päm, dann muß man auch % ÄTIteSÄI sti — Sie mei 1 mi'mb^i^. amPr mt 3tollT u«htr°«lich noch tms0 taten Ltnsre Kem de wollen den Frieden nicht. Oarnrn hleibt uns keine Wahl. Wir müßeKweiieraushatten, weiterdurch hssten. Keiner darf jetzi müös, keiner märds werden, keiner auf halbem Wege siZhenblerben. Letzi heißi es: ,, L) u r ch ! " Draußen mit den Waffen, drinnen mii dem Gelds, die Lungen mii ihren Leibern, dis Alien, die Frauen, die Kinder mii Hab und Gui. Alles für allst Go bsreiien, so erwarien, so verdienen wir den Sieg. Darum zeichne! darauf Lusttohnt wobd«:, ob ihr bekannt sei, daß von Beamten in unzulässiger ^^eise für die Vaterllmdsportei Propaganda getrieben werve. ^Zas zunächst die Frage, ob im Heere Propaganda getrieben I worden sei, anlangt, so ist gestern in metton Umfang vom Herr^ ^ ansetn andevgesetzt wvrd«l, in welckKN Weise im Heere E Aumarimgsarbeit betrieben wird. Daß die Aufkläitrng für die Sol- daten uiibedingt erforderlich ist, daß eine geistige und sittlich Fürsorge sur die Soldaten im Felde ein dringendes Bedürfnis ist, das u nrer,chrnben alle, die die Verhältnisse draußen keim«:, das er^emien die Soldaten selbst am .dankbarsten an. Llber auch die D^ren Abgeordneten, ; bie die Soldaten da drauß«: besucht l-aben, yab«: stch von pen ,eger:sreick-en Einrtchungen ^überzeug«: können und euren vollen Eindruck davon gewonnen. (Sehr rickstig') Die gmrze AuMärnngscrrbeit ist einheillich organisiert. Es sind uns gestern von den: verrn Kriegs minister die Leitsätze mitge teilt wor- d«:, die für diese A'.'.cklarungsarbeit im Heere gelten. Diese Lei«, cch haben bei der Mehret bt*r Mitglieder des Llusschusses die volle Ueberzeugnng gesäusen, daß das, nirk'-' geplant mrd geschhen ist, durc.)aus ,eg«lLreich ist und sich in dem Rakm«: hält, der für ber- remn und Feldbucks-andlnugen. Diese ganze Orgamsation ist hin- ' ^ c * a ' Mazedonien Durch Soldatenheime ist sie gefp rr ert chilxn, m denen £:e tV£Ö£>graucn draußen einen rj« Eilatz bekommen sollen für die Heimat, eine Hilfe, di.' von tom draußen anerkannt wird uub zu vollem Segen gereicht. Lne danken es der Qlrenten HeereUeitung. sie danken es all«: E^otziten und die ganze Organisation und rpre Atbnt blecht em Bindeglied zwischen dem Felde und d-?r SSh a Lß ( nSL n ^ ttff Z & ? ist ausdrücklich) gesagt und es ist auch durch, die Order der Obersten Hoeresleirung uvch^ ganz besonders scharf betont worden, daß diese ganze Einrichtung mit politischen 6-wgen rncht m Verbindung geb^xto werden f*(l. m handelt sich mn vaterlmMfchen Unterricht, to Re ihn mXin ^rtoitoito bn dm Truppm pffegtr zur FSrdernng der B»^riandsli^e i,nd zur llr^rz-rehung irchstloser Hrngckbc Ter h»t ohxe da« b-ei der AuMärung^rbvit. dll' hümusgeht SJÄ 1 ? ln^ dre getnrfxn w«d omi Den ver- 1 cknedmsten Leuten, die Hock) feliftuetft andlich für bwfen nicht affe «leheitLch vorgeÄldet find. seU^skvers:«dllch ar»m die Ten- if 1 will, daß Politik nick)t chneingelragen ^ .solche Brrftöße Vorkommen, nckrH aber zugegeben, xtr A.rie.rHimi»ster hat amÄrttzÜich erklärt daß da, wo m nnz-ulSsftger Waise Politik hineimgetvagen wird, :lieme- darüber lwwvcht »oerdm, daß der vaterlandiichc Umrrricht ruckst mm Mittel politischer Propa«,da gemacht ward. Du vorgekommmen UeHerffEe werden ^^rüft und msbewndere wird nicht geduldet n»erd«i. daß Mm-ordnete [ } ; X r v S tellungnahme zu dm KrnegÄzielen hervb w'sttzl oder bel«drgt werdm. WaS die Beamten beträfst, über die airck) Klage vom 19f. 13'iuli bekämpfen und welche von ihr b :l>aupt« f. he- bau ihre Anhänger einen Hungerfrieden wollen, dieser NesolntiovI ü gerechter würd«:. (Sehr rickstig!) Mr müsfjen die Ziele, b&l $ tn dieser Kundgebung liegen, in ihrem po s i t i v e n S i n n, c ihrer kraftvollen Seite he ra nsar bei t en , wir müj»' sm uns llar machen, was damit gewollt ist. Wir nrüssm unter- - streichen, was dort gesagt ist: Das deutsche Volk wird ane ein Äs- dNann zusammen stehen, unerschütterlich ausharren nnd kämpfen wW fern und seiner Verbündeten Recht auf Lebm und Eutwicklunai *: Ich habe mit Zustimmung des Reichstag- an demselben Tage die Ziele nach der Richtung ; - umschrieben, daß ich sagte: Mir müssen weitern« ausharren, bis erreicht ist, daß das DeutschrUf Reich auf dem Kontinent und über See seinei,?^ Ge ltung behält. Wir müssen ferner danach streben, daß dcn m' Maffenbund unserer Gegner nicht zu einem nürtschaftlichen Trutz. Hund sich auswächstl- Meine Herren, wir können in diesem Smnchsr, einen Frieden durckisetzm, der dem Baueni den Lohn feiner Scholle! ritt getvckhrseistet, der dem Arbeiter Lohn und Verdimst gibt und der? r ü ber Industrie Absatz verschafft und die Grundlagen sozialen Aus- {rjfk schtounges gibt, der unseren Schtiffm dve Möglichkeit gibt, cu!f-Zch freier Fahrt anzulegen und .Kohlen zu nehmm rn aller bin«: Frieden weitester wirtl'chaftlicher Md kultureller Enttvick«! üicng, einen wirllicken Friedm. dm könnm wir erreichen in diefchs Nahmcn • Beifall.) Solange uns die Gegner mit Forderungen gegen-» «a übertreten, die jedem einzeln«: Deutsch«: als unannehmbar er- -v scheinen, solange unsere Gegner an den schwarz-weiß-rotm PfLH. - len rütteln wollen, solange sie svrdskanzja t A^en die Anhänger eines Vreständigung.'ft^-dens au! Wer trägt die Beantwortung dafür, daß die Einheit' des Kitschen Volles so zernffen wird? Die Baterlandspartei ist uichtö weitem, als der Rahmen für die Agitation zu den kommenden Wah- !SS bie ^uh«t der jetzigen Mhrl-ett stören. Zur polb wichen rluitlarung sind die Parteien, die Landtage und der ReicÄ- tag da. ^-azr: bpten es keiner militärischen Organisation. Mr n musftn das ganze Amklar-ungsmaterial prüfen. Was wir fordern. i her (Tttnscn Organisation. Frei n?. lK.i wir -^^utTchland wißen von auswärtiger Knechtung, fW' aber auch von Knechtung im Jinrenc. (Beifall links ) W Mg. Hause (Unabh. Soz): Ich habe mit dem M atro- ^ sen, von dem Staatssekretär von Capelle vvrhi« f o *hi f1 1 ©it $31 mmer gesprochen. Das ist - d^vndcres. Der Staatssekretär soll uns erst das vvAmen- Er hat aber keins. Wiederholt baden mich * Ddcttrosen amgesucht und über- Mißstäiide gellaK S? ^tttwse klagte ich er Mangel an geistiger Anregung. W !A^>sws^i auch die Pve.se ^der unabWigigen Sozialdemokra S2S!i ® ae ^ T r >erit 3ufc 11111^0111 fte au Land, um volttiW war ihnen Litmatur erwLnW . f^SL^ 07 ^! amtlich mit .Hochdruck ge- v trr f ,rn f 3^7 Mntrvjen daraus hmgewies«r, daß dies duto ^ 21^4Ä 1 &at tat besten Eindruck auf mich ' f tefftc "°?Uf ersMtkert, als ich hörie. dch «r ^itifchmr Ideale den Tod IJ.it erleäfi I ^Mung.) Hier und anderwärts W tTLai: v«Bach Svmpcttche und Begeisterung für die russische ditTO* ^^^^^.EtmEreisni« tas irtir, JkdrhlmdW ^ - 7 ^ 7 ? Auskunft des .Ätwitssekratärs liegt klar zutage i^ 11 a ? l/ ***? Duch zu schwenken gegen andeve Varteieu, um dreft zu einem festen Block zusammeiyubri nqen D« nriT- n “^ lvideres tveiß. als ,rns un- wsMschtoen, als wir oas gan.ze Unglück des Krieges voran-'-gef« ZL D:n des Reichskanzlms f«T tvcrS n «ri> 22* ^ "runter !var. als Puttkamer. Es war vos toch^erWm. mCl ^Ekamer wie auch Bismarck haben G# gnn Vc> gtherr (llnabh. Soz.s: Milch ich habe mit dtz^reffrnden Matrosen wiederholt ver- >ew. ^ Die Leute n>ntben sich eben ,^ 1 '., . {pabcnl'iicti. Er hat die Unfälugkeit alles des^i be- Wfn W* er verteidigen wollte. Dittman n zUnabh. Soz.): Weshalb ist dann nicht ;muftffö« gegen iui» erhoben worden? '.nLan will -urr Htim- ^1'- imc machen. '^"^aatssekretLr von.Capelle: Auf die Aussührung«r des Dittinann bleibt mir nichts anderes übrig, als die Sache stellen, wie sie sich hei den G,erichts- 'rfmnMuuflctt heran s ge stcl l t ha t. Der Aba. Vogtherr aber «die Jdeihe von Behauptungen aufgesLellt. die sich mit m fRöbe nicht decken. Er sagte, ich hatte es so dargefteut. als die Herren von der unabhängigen Sozialdemokratie gewissere die Pläne ausstcheckt hätten und sie den Malrosin ünputtert .l Davon habe ich nichts gesagt. (Der Staatssekretär verliest den! amtlichen Stenogramm die bezüglichen Sätze seiner ersten ) Ich HÄe hier einen Auszug aus den Akten, die wUen Bttveis erbringen für das, was ich vvvgetragen habe. Mg. haose verlangt stürmisch Beweise. Bsiepräsideut Dr. wehrt die Unterbrechung.) Einer der Haupt anmschuldigten rs.... (Ruf bei den unabhängigen Sozialdemokraterl.: ‘ er? Mzepräsident Dr. Pnasche bittet, nicht zu unter- „Ich h^be den Abgeordneten Dittmarm aufgeluckst und ihm Über die Sache gesprvck?en. Dittmann zeigte sich unter- war erfreut und sagte, wir sollten nur so weiter machen, arvste Dvrsichit üben:" (Hört, hört, Lachen links, großer ) „Iu! habe auch mit anderen Mitgliedern, der Partei ge- bin nicht allein bei Dittmann gewesen, sondern es ine Art Parteikonferenz stattgefunden, an der Dittmann rmd Haast teilgenommeir haben, in der n Plan besprochen wurde. (Hört, hört! rschts. Abg \t: Hört, hört! Arkdanernder Lärm.) In der Besprechung Angelegenheit haben sab die ^Lbgevrdnetcn dabin ausgesprochen ich dotrei eine verbotene und strafbare Handlung rq mrd geraten, sich sehr vorz,nsehen. Sie würden ferner in jeder Waise durch Broschüren und sonstige ßettüre (Aha, rechts. Erneuter großer Lärm.) Ein anderer äger erklärte: ,st)ch habe auch und nicht nur mit dem W^- Xleten Dittmann m dessen Bureau, sondern auch mit anderen der sozialdeirmk-attscheir unabhängigen Partei im Reichstag mit e, ffifycrc iotb Dittmann gespiwchen. Was dabei verhandelt ist, will ich mir noch überlegen. Jcl) lütte mich am Nacl>- Avch einmal vm^ufÄhren." Am Nachmittag erklärte er dann: sich die AuZsogen auf mich begehen, sind sie richtig. DaS hntzen. ich haire die Sache nicht nur so evzLhlt , sond ern sie hat MM so ete Ledebvur ruft wiederholt gestikulierend: Unerhört, un erhört!) -zugetragen." (Rufe rechts: Hört! Hören Sie, Herr aste Zwifckienrufe: Unerhört, große Unruhe. Der Ab- dag. ausM liefern, es kommt H &fi! Abg TrimVorn (Ztt.): Ter Rcickrskanzler hat sich heute ,md klar zu der Resolution vom 19. Juli bekannt. Wir for- ü wenn der Verdaclst des Hoch- oder Landesverrats gegen e besteht, mit^rller Strenge des Gesetzes qesen sie vorgegangen wird. Agitationen der vorble- n Att müsien mit allen Mitteln von Heer und Marine Iten werden. Dersehlrmgclr einzelner dürfen aber nicht ä aanzen Fvccktion vor geworfen werden. Krelh flons.): Tie W-geordneten sollen die Aushebung der Jmacunitil betreiben und gegen sich das Strasver- ' """ " " r ' die einzige Möglick>- itnd um nicht Der EinOrucl auTtommeit zu innen, ais ov rin n-eiüschen 'MJ'Jtag £)od>r*errater sind, die nrithelfen, das deuftche Volk den u. Kein vernünftiger Mensch will nicht den rrur darauf an, welche r Frieden geschlvs- toerderk soll. Das Maximum und Minimum ist schwer zu cheiden Wenn es nach den Wünschen der Sozialdemo- he, so wäre das Eirde — das Chaos. An klernen ist ja bei uns kein Mangel. Ich bin tiberzeugt Engländer und Franzosen werden erst dem Friedeu ge- ,: sein, wenn sie nichl anders können. Bei den Frre- smrterhandlungün weichen unsere Unterhändler einen Wveven Stcmdfiunkt haben, wenn ihnen die Marschroute 'chrieden ist. (Beifall recksts.) Ahg. E b e v t (Soz.): Ich habe namens meiner Freunde zu er- daß es in vielem Hause reckst großes Mützen erregt hat^ r Reichskanzler und der Staatssekretär des Reichs mar iue- gogcn einzelne Mitglieder der unabhängigen siHialdemokna- Foaktion und gegen die Partei selbst die allerschwersten Lln- erhoben hat. 9Mt einer solchem Anklage hätte man doch hecvortretert können, wenn absolut einwaMweies und in schlossenes Material vorhmrd-en ist. Rach dem Material, Staatssekretär der Marine hier v^orgetragen hat, habe ich «n, daß die von ihm erhobenen Anklagen nicht gerechtfertigt Daß Soldaten mit Parlamentariern verhandeln, ist eine Er- .g, die im Kstiege besonders lebhaft zutage zetteten ist. Jar- .„mb etwas polittsch Verdächtiges lierzuleiteu, 2 falsch. Daß Regierung sick> hin stellt und einen Teil unseres Volkes versucht, :^.lb des Rechtes zu stellen, das ist ein Rückfall in die alte Auffassung der Ausnahtnegasetzgebnug. Wir werden es als : Extraausgabe betracksten, eine Regiennrg, die eine solche k treibt, init dem ganzen Mfgebot unserer Kräfte zu bc- en. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Tr. S t r e s e M a n u (natl.): Jch> habe namens meiner ^,.t Freunde zu erklären, daß, was die Ansckxuldicsung des ssekretärs des Reichsmarineamts betrisst, das Sttasgesetz die icksteit gibt, dagegen vorzugehen. Ein solches Verfahren liegt Kresse der Partei und des betreffenden Mitgliedes. Wir m , daß die Rsickisregierung sofort alle Schritte nach dieser mg hin l-mke. . p . . hg. Naumann (VvWp.): Es rst klchlich, wenn wir ,sehen, eine Regierung vorhanden ist, die aus' diesen! Fall von.solchen steitumständen eine Waffe im politischen Kamps zu Machen ver- t. Da der Reichsamvalt keine Forderung an den Neülststag :llt hat, um Strafverfolgung zu ermöglichen., so iolgt daraus Sickerhstt, daß in den Akten des Neichsanwalts nichts ist, was den Ausführungen des Staatssekretär als, vorhanden ooraus- Ht ist. Die Politik der Unablstmaigen gelallt und wahrhaftig aber durch das, )vas der Reichskanzler jetzt gesagt hat, smd olle genötigt, für diese Partei einzutreten. (Widerspruch r-echts-L Ter ReickMan ller hat die unabhängigen Sozialdenwkraten außer» Zulässigen gestellt. (Rur: Sie haben es selbst getan) Ganze Parteien ferm man fest beni 4. August. 1914 rstckst austerhalb unseres .% MMverbaudes stellen. Das ist ein Rückfall in die schlimmsten dürahnheiten alter Festen. Er Hai dies vollzogen, ohne zu über- 1 «gen, loas aus der Munstionsberstellung ustd aus dem H'eer: dev ^ ^Mnmcherter werden soll. Die Einsetzung eines parlamentarischen fr l WEfMAausschusses wäre nötig (Ruf: Zur, Uebettvachrmg ...> oer Regierung), um dosten ganzen Fall in seinem Berkap ^ l,ü I bis zu der heutigen beklagenswerten Stunde einnml durckMi- geben. Der Großadmiral Tirpitz hat diestn Weg der ^terlgnds 1 dar un begangen. Das ist eine der schm,-rzlick,ikn Erscheinungen ch dieses Krieges. In früherer Zeit lief eine Re-si/errmg Btt^nann und ? eme Reyienmg Tivpitz nebeneinander her. Jetzt hcuüx'lt es irch '2s 1011 Bew-eglNlg Tirpitz kontra Mehrheit der deut,chn Volks- ch knvetung. Wir haben uns dem Beschlüsse hinsichtlich des unn^ J ( E'chränkten U-Boot-Kneges gefügt. Es hätte die andere Seite .A ebensoviel moralische Rmrfit entwickeln sollen, sich der Resolutton ‘ Ä 4 U cv dann wäre die Mitgliedern fcttMcrfkhe gewesen , .. . g>en nuferer Mormeläute begangen waren, und ich wußte, vag diese Leute Zettel hatten, auf denen sie sich verpflichtet fjafcten, die Grundsätze der unabhängigen sozialdemokratischen Partei anzuerkennen. und daß mit diesen Zetteln eine umfangreick-e Agitation ans den deutschen Kriegsschifstn getrieben wurde. Nun sagt der Abg. Dittmann mir gegenüber, ich hätte gesagt, ich wollte in vollstäridiger Objektwstät allen Parteien gegenüberstelM nach der Richtung, daß jeder Beamte für eine Partei ebenso ungehindert ein treten könne wie für eine andere. Da habe ich ihm entgegengel)alden, daß, wenn er sich aus diese meine Worte, welche sich auf die Objektivstät beziehen, beruft, er hinzusetzen müßte, was ich gesagt hafo, daß eine Partei bcmi aber eine solche sein müßte, deren Agitation ich mit dem Bestehen des Reiches und Preiißens für verträglich halte, und in diesem Sinne liabe ich gesagt, stände die unoblstaigige sozieckdenwkrattsche Partei außerl-alb der Lrnre. Habe ich etwa mit diesen Worten gesagt, die im abhängige sozialdemokratische llÄrrtei sollte außerhalb des Rechts gestellt werden? Wer hat daS von Jhmen gehört? (Große wmche bei den Sozialdemokraten. Lebl-afte Zwischenrufe.) Das ist doch eüt gewalttger Unterschied). (Zrvischenrus bei den Soz. Ziirus des Abg. Ledebour: Sie wissen nicht eid^mal, was Sie sagen.) Es ist ein gewaltigen Unterschied, ob ich behaupte, eine Behörde,^ die dafür verantwortlich ist, daß unsere Truppen leistungsfähig bleiben, daß unsere Marine nicht in üjren einzelnen Gliedern den Plan saßt, die Marine durch Gehorsamsverweigermv, unfähig zu machen, mutz von der Agstation der unabhängigen^ Svziakdenwkratte frei bleiben, oder ob ich sagte, diese Partei müßte unter ein anderes Gesetz gestellt werben. Das erstere zu vertreten, ist mein Recht und meine PWchk, die Ordnung in dem Sinne auf- rechterhalten zu helfen, wie die Heeres- und Marrnelestnug es tun muß, und Wie es in dias-er Mt gcrn^ hes-onders erforderllhs ist. Es ist ur vm e MHäit und ich h«be es getan, und ich kannj stttbswcrftÄEH, n«t?t zugcben, daß das irgardwiL ein Eingehen wäre auf eine LtzrÄnaitzinegesetzArbung. Von einer Ausnahmege- setzgebung habe ich nicht gesprochen, fondanr ich habe nur gesagt, ich muß mich dagegen währen, daß in unsere Märüteflugblätter hineinkommen, die müt SMch) daran sind, daß diese bedauerlichen ZlaDMnde in urHever Marine auchetreten sind. Scklwer müssen diese Strafen sein, denn es handelt sich um h-ve Grundlage mÄttärischer Ordnung. Ter Widerstand muß gebrochen werden. Daß es zwisckxm mußte, hat«: wir mchrichtig und von ganzem Herren bedauert. Die Sckmkdiarn sind in einer Wieise beraten worden, die mst dieEühkr Dräne und Gchsrsam unverembar srnd. Llbg Mertin iDe-u-tickie Frakt.). Die angesäm-ldigten Llbge- orSä«tzen halten den Schutz der JUimunrtat doch wohl für . das sicherste. (Abg. Hache: Sie sind ein Türke!) Präsident Tr. Kamps ruft Abg. Hache zur Ordnung. Mein ein staisrechtstwes Verfahren kann Klarheit schaffen. Tie unabhängige ^oM.aldenrokratte stellt Ich schon durch die Verweigerung der Kriegsmittel außerhalb der Linie. Mg. Naumann hat den Abg. Hache von 1914 im Gedächtnis, nicht so, wie er jetztäst. i=r *. r- ? Mg. Hause (11. SozZ: Das Matena! des «Ltaatssekretars hat nick>ts gegen Tsttnmnn, Vogkherr oder mich vorgFracht. Nur auf Um selbst ist ein schlechtes Licht geworfen worden. Wenn Flugblätter aus ' den Schiffen verteilt »rwrden sind, so smd es solche, die die Zensur passiert Haben. Wenn auch nur die entfernteste Müglichkest dazu geboten wäre, uns zu packen, so wäre längst ein Verfahren gegen uns .eröffnet Der Ta. estaw ist schmenllär. Die JmmunE pst mcht per)onliches Zeugen geladen tvorden smd. Die Behörden ltzitten die Lmmn der MenschlüGest imie halten sollen. Ten Vätern der Verurtcchtsn wurde erst durch Urlauber von der Boll'tteckung des Uttmls Mitteilung gemacht. (Großer Lärm!) Ta erkühnt man sich, gegen uns Borniürse zu echcken. ^ . Reichskanzler Tr. Mrchaelts erklärt irochmalS den Ta^esttnrd. Nach kur-en Msführmrgen der Abg. Dittmann und Gras Westarp folgt der Bericht des HauptaMschnsses Wrr btt auswärtige Poltttk. Zunächst spricht.dazu Abg. Fehrenbach, der sich auf den Bodeii der Regierung' stellt und bett'ktt, daß keine tmfere Friedens- kundaebüng des (Reichstags joch der Regierung erfolgen w-nd Daraus führt Staatsstkvetär von Kühlemann aus, datz der Abbruch der diplionnttischen Beziehüngon Parus zu uns nur iVch eine Frage kurzer Zeit sei. UruUnay wolle ohne zeoen Grund die dip'lvmatischen Beziehungen am 1 Deutschland abbrechen, demgegenüber sei eine Erfreuliche Tatsache, daß das Kohlm-_nud Kredttabvommen mit Holland nnmittcklbar vor dein Mschluß stthe. Unsere Feinde seien noch nach' zum Frieden bereitt Tas, einzige FriedmshindernrS sei Essaß-Lothrrirgen. Dock, Clsaß-Lothrrngen )ct ba^ Symbol deutscher Freiheit. Tauftchland sichte mcht für phan- kastische Ewbermrgen, sondern für die Unverfehrtbett des Deutschen Reicki>es Nack kurzen Ausführungen des Mg. Gradnauer (Soz.) vertagt sich der Reichstag auf MrtVvoch zehn Uhr (Fortsetzung der heutigen TageÄordnu-wf.) Schluß der Sitzimg nach sieben Ul>r. Km), Weidenschäenen und Weidenrlnden beschlagnahmt » den. Eine BeraüßeLung umd Lieferung von^ Wm jwi W eidenstckken ist nunmehr nur noch an amtliche WuMusee ohne besonderen Frevg ab eschein sowie von diesen urrdGnstze' znckchern auf Grnrrd eines Freigabescheines, die VerätOerung und Lieferung von WeiDenschsinen nur auf Grund ernte* Ipeigabescheines, die Veräußerung und Lieferung von Wer- denrinden ohne besonderen Freigabeschein an die Müden- Einkanfs-Gcsellsckiuft rn. b. §.., Berlin, oder deren bemch- tragbe Auflanser gestattet. Bis zum 25. Oktober 1917 rsti ferner die Verarbeittrng der beschlagnahmten GegenMwe erlaubt; nach diesem Tage nur auf Grund einer mnttrchen Verarbmtun gser lcrubnis. Ausnahmear von den Mordmw-g«r dieser Beckannttnachung sind für bestimmte Mindchtmengen vorgesehen. Unberührt durch das Inkrafttreten dieser Bekanntmachung bleiben die durch die Beknn.ntma.chung Nr. 0 1023/2. 17. K.R.A. vom 1. April 1917 sestzesetzten hchhisd- preise sowie die durch die Bekanartmachimg Nr. 6 1600/3. 17. K.R. A. vom 15. Mai 1917 angeordnete Meldepflicht und Lagerbnchführung. Der Wortlaut der Bekannttnachung ist in der heutigen Mnnmer unseres Blattes einzusehen. Landkreis Gießen. ** Garbenteich, 10. Okt. Dem Gefreiten Heftrnch La^ng, Inhaber des Eiserlren Kreuzes zweiter Klasse, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde dsi Hessische TcttcherkeitsMedaille verliehen. ** Holzheim, 9. Okt. Lehrer Wilhelm Jung, ein geborener Hvlzheimer, welcher >45 Jahre cm hiesiger Schute tätig war und rm ganzen aus eine über 51jährige Dienstzeit zurückblickt, ist seit dem 1. Oktober in den Ruhestand getreten. Ms diesem Anlaß wurde er vom Großherxpg mit dem Ritterkreuz 2. Klasse des PhilippK> dens ausgezeichnet. Kreis Büdingen. 4- llsenbvrn, 10. Ott. Am vorigen Sonntag abend fand in der Kirche eine vaterländische ^Veranstaltung statt, in deren IMitteLpunkt ein Vocttag von Pfarrer Werner über,,Deutschland im 4. Kriegsjahr" stand. Der Vortrag tvurde am Montag abend in der Kirche ziu ^Gel'nihaar >durch Lehrer Meininger isiederhG'lt. Kreis Friedberg. Fe. .Bad-Nauheim, 9. Okt. Für den WinterbettieS^: wie in den letzten zwei Jahren bieibel>cckten wird, werden alle Vorbereitungen gctroften. Die Bäder bleiben in Betrieb. Dessen-NassM. mr. Frankfurt a. M., 9. Oft. In den FrlMksutter MieeS- kück>cn wurden im Monat September 409 609 Portionen Mittag- und Äbendesseir verabfolgt. 'Gegen den Monat August macht ]toj I tückgang litm nahezu 80000 Portionen bemerkbar. Die Sperse- abgabe verteilt sich auf 7 Volksküchen, 1 Wttelstandskü ch^, 18 Fcwrckkanttnen, 4 staatliche Betriebe und den Erfrischung^nmm der Kgl. Universität. ^ nrr. Frankfurt a. M., 9.Oft. Eine Heizungs-BevattorgS- stelle wurde vom Magisttat ins Leben gerufen. Dieselbe soll unentgeltlich in allen Heizungsfragen fach- und sachkundigen Rat erte ilru. Freilich eine Frage wird sie kaum heanttvotten können, wie mxx ohne Kohlen und 5>olz eine warme Stube erhält, „da die meisten Einwohuer Fronksurts nock) immer nicht mit dew nöttgsteu Kuchen- b vand versehen sind. „ , Fe. Vom Main, 9. Okt. Tie Llrmenspeisung, eine Sttftung König Ludwig I., die Mttrngsgemäß abwechselnd in Wurzburg, Regensburg und Aschafsenburg am 18. Oktober zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig abgehalten wird, fällt iyeixer nach Regensburg. Im vorigen Jahre war sie in Würzbürg. ' X Hanau, 10. Oft. Der erft 18 Jahre alte Kausmanu Wllh. Reichert aus Altwiedermius hatte sich gegenüber seinem Arbeitgeber eines schnöden Pettrauensbruchs schuldig gemacht. Als sunl >Ehes zum Militär eingezogen rvurde, übertrug man ihm den Em- kauf und bas Einkassieren. Aus anfänglich lleinen VerunttamMMr wurden größere DerfeUungen. Schiließlick) führte der junge dNaych einen kühnen Plan laus. Aus den Lagerbeständen seiner Firma ott- sernte er so viele photographische Artikel, um damit ein Konftrrrenz- geschäft gründen zu können. In guter Lage, der Stadt !nietete es einen Laden und erüffnete daselbst ein Spezialljaus für AmatLur- photogvavhie. Ms Inhaberin des Geschäfts, dem Nmnen nach, setztt er «-irre Kriegerfrau ein, die von ihni bezahlt, wjucde. Uin s^i dve billige Bezugsquelle zu erhalten, blieb er bei seiner allen Fimw in Stellung. Ms sein Ehes vorübergehend zurückkam, stufte das Kartenhaus Rammen. Die StraskwnMer verurteilte den jungen Mcrnn zu 1 Jahr Gefängnis Und 500 Mk. Geldstrafe. _ TrWtigkS MuLiersDein zu kauien gesucht. . 7841 H. Winn. Hosmannttr: l-1. ^nsoviel moralische Zucht entwickeln sollen, sich I der Mehrheit zu sügen. Unsere Resolution ist nicht ohne, Ern Üutz geblührn aus das Auslwrd. Das befpeiscn die Bescküüsie der ^isländischen Arbeitersck»ll in England tvic in Italien. Die vnedensgrsnrmmg marstAert. (Beifall.) ^ Wmät&txMtitv Dr. Mchselis: 0 Ter Herr Abg Dittmann f>ot gesagt, daß über Marincüute 3Elxnisstoasen von über 200 Jahren und -auch Totn'ssttascn, ^hängt worden seien Wwrn seiner Darstellung zu enwe-man wäre, daß das übertriebene und ungerechte Stvasin wären. Ar?s Stadt MNd CöSSÖ. Gießen, 10. Oktober 1917. ** Amtliche Personaln ach richten. Der Großherzog hat am 3. Oktober die Wahl des evangelischen Pfarrers Hermann Ecriba zu Remptendorf (Fürstentum Reuß ä L ) zum zweiten Pfarrer des Drakonisseuhauses Elfta- bechenstift zu Darmstadt bestätigt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 22. September der Lehrer an der Volksschule zu Hvlzheim, .Kreis Gießen, Wilhelm Jung, auf sein Nach- sitchen unter Ancrkenimrig feiner 50jährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1917 cm. — Der Großherzog hat am 22. September dem Lehrer an der Volksschule zu Holzheim, Kreis Gießen, Wilhelm Jung, anläßlich ferner Versetzung in den Ruhestarrd das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdieustordeiis Philipps des Großrnütigen verliehen. , ** Aus zei chnlun g. Franz Henn erhMt die He„iiche TapserkeitsMckdcrille; das Eiserne Kreuz ist seit 1916 in seinem Besitz ** Befördert wurden: zum Leutnant d. L. der Gerichts- schreiber-Asinrant Köhler von hier: zum Leutnant d. R. dw Gerichts schveiber-Aspiraut Heddertch Ter Geinckstsichrerber-Aim- «mt Hillenbrand »vuüde zum Vrzeseldwebel befördert. ** Beurlaubung. Der Grösst). Kreisarzt, Medrzmälrat Dr Walser, ist bis zum 26. Oktober beurlaubt und wrrd von Medizinalvat Dr. Bötticher vertreten, der seine Sprech, tun dm von 10—12 Uhr vormittags im UntersuchlmgScmtt für Jnsekttoils- krankheitm hat. , ^ ^ r . , „ . ** 3 u n g we h r. In dieser Mache finden kerne Uebungen Anmeldung zur Landsturmrolle. Die im September 1900 geborenen Landsturmpflichügen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Oktober d. I., vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr im alten Rathaus an: Marktplatz zur Landsturmrolle melden. (Siehe die Bekanntmachung in heutiger Nummer.) ** Die ländlichen Fortbildungsschulen bleiben auch im Wiitterhskbjahr 1917/18 geschÜAen. ** Stadttheater. Auch an dieser Stelle fei auf dre am Kreitag stttttsrnd«tde erste. Wiebetthalung des „W int e r - Märchens" hn^emiesen. Die Spieldauer wird der dreier Bvrstellrrng etwas über 2y 4 Stunden betragen. ** Beschlagnahme v»n Melden, Werd-en- stücken, Meidenschienen und Weidenrinden. M-it denr 10. OSivber 1917 ist eine Bekanntmachimg Nr. G 2202/7. 17. K. R. A. in Kraft getreten, durch welche unter Arcchedniig der bisher awfieEnretoir Cftn^ezdeschlllgiuchmen alle Weiden uiid Weidenstlö-^ ,M ' 9 * 4-mt ^ Zahle für Schiaeiükaninchen, Mindest-Gewicht 4 Psd.. an Selbstbringer pro Pfd. Leb.- Gewicht1,30Mk. Annahmetaa jeden Samstag b. 3 Uhr. Ü. »erttsvr !L..5krofdorfer Str. 9. Registrierkassen Totaladdierer National ge- suchi. dlummern und Breis erbeten unter J. 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Biedenkopf Frau Tiisabethe koch Wwe. und alle Verwandten. Münster, den 8. Oktober 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Flir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme unserem schweren Verluste sagen wir allen bei herzlichen Dank x Deckbetten und Kissen aus bestem l>ann^iiköper mit prima W Feder» ui. Daumenffilluvig 3 empfiehlt 7536a Ö PEIT 3 NOV 1 CE" ,«E Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Ludwig Sack Leutnant d. im Jäger-Regiment zu Pferde 4 und Frau Maria geb. Petri Gießen, 10. Oktober 1917. 09344 Kn^osrsSran sucht Arbeit, Hau,!?, mich aufKiienSam icgl.Art.Eie ist bcw.i.sA rann a Vertrauens^. uh.. Kaution k.gest. werdend A»ig. u. 06350 n. d. Gieß.! Junger, schöner « / »onticE* giegenbu f ! zu nerf. Marburger Gtr Fritz Deubner Lina Deubner geb. Hoerster Kriegsgetraut !äüüäifi Versteigere Elonisg, 15 , ä t;her, sackst. Vh Uhr au» flk . -■ ■ - / nur» Sf^?£ nr ? A ^rohen'Bvsec 20 Stck. schöne, trächt. ' Gießen lGrednerstr. 6) Oktober 1917. 06348 _ -- | «jvmv, UU^I. 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Hl 7460 5 Zimmer Me Schlohgasse-Brandvlak. inilitirfreia’ Waaeuwärter -o a lJ anfiem K'veren Leiden im Alter von .)2 Jahren^zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: August George, z.Z. imFelde Hans George, z. Z. beurlaubt Marie George Margarete George. Klein-Linden, Gießen, den 8. Oktober 1917. «»« . Kssastt. 22 p. 5.Zim.Woimg. w-3ubcf). u. Garlenameil auf 1- i. 18 zu vermieten. 7308 Nabu, Gr. Sleinwea 20. Wilhelmsiroffe 3ll schöne, uenz. eingerichtete^ Man,., 5 3m. m. alt.Zubeh., auf sof. z. verm. Näh. i. Laden WL^un->L.Alt,^ M e r Beerdigung findet Donnerstag den 11. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in Klein-Linden , o- .1 um, irr diiein s cin uom Trauerhause, Stein,träne 16. ans itmt 7526 gesucht Benner L Ka-mm, Bahn hofstraße 40. gesucht. 7402 von Dem versr.räulein ajodcl innegeh. 4-Zm.'Wohg. Dt ws. ob. sv. an nur ruh. Leute 5 . verru. Vleichstr. 18 . 1.22 Mlchlltrake 18. Im Interesse der Volksernährung muß dos Kreisamt innerhalb kürzester Frist Listen über das Ergebnis der Kartoffelernte im Kreis Gießen aufstellen. D m e tt welche bereit wären, sich dieser Arbeit zu Hause für einige Tage ehrenamtlich zu widmen, werden gebeten, am Donnerstag den II. d. M.. vormittags, im Neuen Amtsgerichtsgebäude, mittlerer Stock, Zimmer 11. zur Entgegennahme der Er- läuterungen und des Unterlagematerials vorzu- sprechen. Gießen, den 9. Oktober 1917. Großh. Kreisamt Gießen. - Dr. U fing er. ^«D Sagemehl rum Gtreuen kann bis weiteres nbgeholt we 743.) 8« fltfn fan. LoÜ 5Uciner GaSofeu, fas z. verk. Asterweg 5._ Schwarzes Wim! 9uter Ton, zu verlausen. Lic bi^w t ra ß 7552 arke n-Easaml. !Sr Ia00 St. — 150 vcrsch. yiinL Ve. 30 95t f., Katnl. 3xhöher. Schrtttl. Angeb unt. 06347 de nettste hen er Anzeiger. i Federbett, I De< BlüschdeSe, l Sohlen kaffe, zu verk. Lr^edsurll.Ll.p. Fuhrmurrrr warn f cUeveiüca 38, ni. ^t Kbönc 4=3im.=5B 0 6nfl. / rn. gr. Zentralh., Gas. Tieferschüttert und garrz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber,, unvergeßlicher Mann, unser geliebter Sohn, Bruder und Schwager wehrmann Wilhelm Hahn Inh. der Hess. Tapferteitsmedaille nach über dreijähriger, treuer Pflichterfüllung am 26. September an Typhus im Feldlazarett gestorben ist. In tiefem Schmerz.- Frau Elise Hahu und Kind. Familie Wilh. Hahn, nebst Attverwarrdten. iGießen, Eberstadt, 8. Oktober 1917 »oktr L. z.stNov. z.um. N. b. H. Wallach , Bismarckitr. U II Möbl. Zimmer £ ansioa Brauäl Wenaa San« 22 lBellevue'Zün. m.u.ohneBer° bllea. t. lebe Zeitdauer. Mit la^ n Sieenbtilrf/. Elektristh I; Licht, Bad. Tel. 1085. [1887 ! Znf. möbl.Bmr. z. vr^ Näh. Goethe st r. 50, Man,. 06246 üntf M^blierses -Zimmer mit ! E ^emkoii ipiürt zu verm. i B lCldlfh uitr t ^ r ! nn»Lv^ in - w * äimmer mtt Peni. z. verm. 7^70 ßu einem Pferde gesucht. /o0i Pnlverm üble. 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