Bt 231 Der fciefc«**r Koptov erscheint tätlich, «u&ei* Sonntag«. - Vettaaen: Hietzener LacallleodtLiter; BretrdlaU für tea Kreit Sietzea. VezvAtpreir: monatl 1 Mk.. ©Urtel- iädrlich 3 DU., durch AKHalo- u. Zweigstellen rnanatl. Bi) Pf.; durch dllPast DU. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Fernst»rech - Anschlüsse: für die Schristleiluuu 112 V erla g, beschäl is steüeöl Anschrift fürDrabtnach- richten: Anzeiger Hießen. Erst« Matt 16k. ZahrgMg vienrtag, 2 . Oktober \*/J Lrvaftart a. N. Htz86 ZVffffngxnrndöruck u. Verlag: vriihl'jche Univ LLemorriSsrei Lange Sankverlehr: Sewerdebanl Glehen Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. MutGfjwt von Anzriuen *. die iafleonummec üä zumNachmillllfl vorher. Zeilenpreise: sür örtliche Anzeigen 20 tzi.sür auswä rl,qe 2b Pf., b. P!al,Vorschrift 30 Ps., für Neklainen 75 Pf. bzw. 00 Pf., nebst 2O°/,LeueruntzSzujchla-. Hauptjchriftleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goer;; Stadt und La>'.d,VerinischteSu.De- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteü: H. Beck; sämlltch in Gießen ? (WTB.) Großes Hauptquartier, 1. Okwvrr. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R upprecht. In Flandern war der Artilleriekmnpf an der Küste und im Bogen um Ypern von mittag an starr-, er blieb auch nachts lclchast. Englische und französisthe Flieger haben in letzter Zeit im belgischen Gebiet durch Bomhermblvurs erheblichen Sachschaden verursacht. Die Angriffe forderten unter der Zivil- bevölkcrmrg zat^lreiche Opfer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs der A i s n e, nordwestlich von Reims und in der Champagne lebte die Feuertütigkeit auf. teils in Verbindung mit Srkmrdungsgefechten, die uns Gesungene einlirachten. Vor Verdun hielt sich die Kumpfiätigkcit in mützi- gen Grenzen. 4- Unsere Flieger warfen wiederirm auf die militärischen Bauten und Speicher im Inifern Londons Bomben ad. Zahlreiche Brände bezei-chneten diesen Angriff als besonders wirksam. Andere Flugzeuge griffen Mc,rgale und Dover erfolgreich ml. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt zur-ückgekehrt. 14 feindliche Flugzeuge sind gestern abgesch-ssen worben. Leutnant GontenrmMi errang seinen 37. und 38., Oberleutnant Berthold den 27. Sieg nn Lusttmupf. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist mweründert. Oertliche JnVanteriegefechte riefen in einzelnen Abschnitten vorübergehende St-cigerung des Feuers hervor. Mazedonische Front. Keim wesentlichen Ereignisse. Der Erste Genera ltmarffrrLrnstrr Ludeudorff. » Der Abendberichk. B e r l i n, 1. Okt., abends. (VTB. Amtlich.) In Flandern und vor Verdun wechselnd starke Feuertätigkeit imd örtliche, für uns günstige Jnfanterie- kämpfe. Im Osten nichts Besonderes. t w ar > /cm Mit gehobenen Herzen begehen w-tr heute den Tag eines freien Umblickes, einer Ernrnestnug, von der die Trauer über Zerstörungen und Schmerzen des Weltkrieges ab fall t. Wir stehen, mitten in Oxirungen und Ungewißheiten über das. was künftig sein soll, im Hader sogar der mächtig erschütterten Weltanschauungen, vor einer die Zeit überragenden, strahlenden Persönlichkeit! An diesem Tage werden, wir inne. daß es doch nicht finster ist um Uns her, daß wir feiern, urrd cvufschauen können, nicht trauern uud uns bannen nrüsseir. Denn eines der letzten urrd frohesten Worte des Bescheiderren, dern dieses Gedenken gilt, der sich von aller Selbstbespregelnirg abwendet zur wahren Gegenwart, die er nbwägt, erprobt und erhellt, wurde beim Falle von Raga in alle Lande getragen: Schießt-Viktoria, der Sieg ist mrfec! Wir blicken nach und wissen, was das herzliche Wort bedeutet. Nach drei Jahren furchtbaren .Krieges haben tvir nicht nur eine siegreiche Schlacht bejubelt, die Eroberung einer großen Stadt gefeiert, sondern nnr sind uns der Rettung aus größter Gefahr bewußt geworden. Wir wissen, daß der Friede bald Here in schreiben tvird rns deutsche Land und daß er kein niedergew-orfeneö nnd zerschnleitertes Deutschland vorfinden wird, sondern ein im Kampfe gestähltes, aufrechtes Volk. So ist es doch, trotz vieler urwe- sonrlener Rufer, die den sicheren Schritt des Friedens mit Lärm übertönen, so daß man ihn fast nicht mehr hört. Gewiß hat sich der Krieg seit Tannenberg, seit den großen Schlägen Hindenburgs Jan Osterl, in die Länge gezogen. Aber in den großen, erfolgreichen Anfängen lag irnsere :Lettung. Wenn man heute von der Siegfried- oder Hiudenburg-Stellung spr-icht, so braucht man nicht nur an jene gesicherte treue Foontlrnie im Westen zu denken. D,e Siegsriedstellung inr gewaltigen Welikmeg nahmen wir schon er», als rin Osten die großen Entsck-eiduibgen gefallen waren. Da wurde es möglich gemacht, daß wir drei Jahre den Krieg durchhallen'konnten. Der harte FelSgrurrd wurde da aufyebccut, auf dein unsere Heere gegen die sich mehrenden Ferrtdc sich w-enden konnten. Wollln wir mit den zuletzt uns länger getuordenen Monaten rechten, wollen war den Krieg wie ein Dcania beschauen, dessen SpannungSHöhepunkt überschritten ist und das uns zu langtveilen beginnt? Niemand will es, aber darm sckstcke er sich in das Unab- änderliche und Rotloendige! Als n.nsere Krieger am Ansang hrnau-szogen, da sangen sie ihr dröhnendes „Hallet aus!" Damit war'S damals nicht getan. Hindenburg hat nicht nur ausgehalten, sortdern er hat zerfä-lagen, was uns strrchltbar bedrohte, er hat Sieg an Sieg gereiht, er hat in diesem ausgedehnten Weltkainpfe napoleonische Täten verrichtet, und nun ist er kein Welleroberer inehr, sondern ein Besestiger, ein Wahrer des Errungenen. Jetzt gerade hat der alle Soldat engesang seine Berechtigung, seine un- Kveideutige Bedeutung: Haltet aus,1 Wieviel Sieg, Stolz, Glück, Vertrauen, Sicherheit ist mit Hindenburg bis heute mitgeschritten! Was uns in den Entbehrungen und Sorgen des Kampfes wohltuend be rührt, das hat er uns geschaffen, das ist sein Werk. Mußte dieser dreijährige Krieg, in dem cs auf der Stufe des Sieges immer außoärts ging, nicht in einer Persönlichkeit alles darstellen und zusamnrcnraffen, was wir erlebten urrd uus-das .Herz l-öhcr schlagen ließ? Solch ein imponierendes Ganzes ist kein „blindes Ohngefähr", ist nicht ettvas, was sich nur aus Tüchtigkeit und Regsamkeit zusammensetzt. Gewiß haben viele Tüchtige nntgttvirkt, ein ganzes Volk voll Kraft und von unbegrenzten Fähigkeiten. Allein die Führung kam ails eines Menschen Haupt uru) Herz, die große Führung, Ernsta Worte - ci us ernster Zeit/ *8*3 wM die u»S über Kleinliches, über Widerstünde «rd H^mmnisst nicht straucheln läßt D« w^r uns Hiudenburg nicht nur ein m i l i t ä r is ch e r Führer. Da hat ihm em Gott mit den Gaben des großen KriegsmanrreS auch die Frede! Volkers in den Arm gelegt, auf der uns die Klänge schönster Mensch»- lichkeit rühren. Da ist nicht Ehrgeiz, sondern da strahlt bei aller Härte des Willens Milde und Treue. Das ganze Volk verehrt ihn drum. Keine großen Feiern werden ihm gerüstet, keine rauschenden Festr durchziehen diesen Tag. Aber überall soll es ein stilles Envachen, ein Lebeti und Weben sein, wenn wir den Rainen nennen, der unsterblich geworden ist und in der deutschen Geschichte nur wenige seinesgleichen hat. 5)indenburg hat den Fellherrnstab noch fest in der Hand. Er ist im Greiscnalter^noch munter, frisch und rüstig, wie einst Blücher. Auch er rust uns zu: vorwärts! Er will kein müßiges Besiniren sondern schaffende 5)ände. Zeichnet die Kriegsanleihe! Das ist sein NLerkspimch zu seinem siebzigsten Geburtstage! Wer wollte das Werk nick)t vollenden helfen, das schon [ul>cr und stolz in die Lüfte ragt, das keine vergeblickw Gabe fordert, sondern unsere Zukunft erhellt und verbürgt? Der Dank, den mu mit unseren Zeichnungen der Anleihe Hindetlburg spenden, fällt als Siegesgabe auf uns zurück. Möchte das Auge des Marschalls leuchten, wenn es auf die Ziffer fällt, die uns zum Siege helfen, die Feinde schrecken soll! - ■ —. . ui arflU K— Die österreichllch-migarischen Tagesberichte. Wien, I.Okt. (WTB. Nichtanttlichc) Amtlich wird verlmubart: Oestlicher Kriegsschauplatz und Albanien. drichtS Neves. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Jfün^oftont erlahmten die italienischen Jn- ftmterieangriffe. ^Vi Podlakä, auf der Hochfläche von Bain- sizza, wurde rm feindlicher Vorstoß t?» Keime erstickt. Die Arlilleriekärnpff durvertt ffn Bereich des Ätonte San Gabriele mw twrdösttich davon unverüch>ert hefttg an. Bei der Heeresfront ves Feldmarschalls von Conrad keine besonderen Ereignisse. Der Chef des GeneralstubeS. Ereignisse zur^ee. Am Abend des 27. Septenrber l-atten unsere Seeflug- zeugc oll Fttkgsdation Britllisi und dll in dllsem Hafen liegenden Torpedocinl-eitim und N-Boobe wirkßinl mit Bom- beit belegt. Wie eilmr.lndfrei beobachtet werden konnte, erzielte enre Zerstörer gruppe zwei schtvere Boml^ntreffer und auf die übrigen Zllle gute Einschläge. Der geineldeten erfolgreichen UnLernetfimmg t?egen die itallltttsckLN Luftschiff- anlagen von Jesl vom 27.<ÄPtember folgte am 21). Sepk'm- ber abends ein von dem gleichen Erfolge gekrönter Angriff lmsercr Seeslllger gegen dll Vallonhatle v^in Ferrara, den, wieder ein Luftschiff zum Opfer fiel, indem cS durch zwei Vonwentreffer auf oie Halle mit einer riesigen Stichflamn^ verbrannte. An denrselben Aöerw wurden auch dll Fabrik- mttus 'N von Pontelagosenro wirkungsvoll mit Bomben belegt. Der Feind wiederholte am 28. und 29. September abends seine Flllgerangriffe auf Pola, die keinen nennenS- »vcrteu Schadeil urilitäristlxer oder privater Natur hei-vor- riefen. Zwei Persoilen wurden venvulldet. Eines der italienischen Flugzeuge wurde am 29. Septeinbcr von einem unserer Jagdflieger im Luftkampf über See brennend zum Absturz gebracht. Die Insassen, zrvci italienische Flieserleut- nants, sind tot. Flottenkommando. yiudenbnrgS Geburtstag. Berlin, 1. Okt. (WTB. Amtlich.) Der Reichskanzler hat sich zur Feier des Geburtstages des General- feldmarschalls v. Hindenburg in das Große Hauptquartier begeben. Er tvird am 3. Oktober wieder in Berclin anwefeill sein. Berlin, 1. Okt. (WTB.) Wie uns curs dem Kriegs- arnt nlitgeteilt ivird, wurden am 30. September die Vertreter der christlichen Gewerkschaften und der polnischen Berufsvereinigung im Großen Haupb- guartier von GeneralfeidTncrrsck-al'l v. Hindenburg empfangen. Für die nächste Zeit wurden auch die Vertreter der aridereri. Arr^estellden- urll Arlreiteworgirnsatiorven in das Große Hauptquartier eingeludeu. Großes Haupt q uartier, I.Okt. Bischof Kor um aus Trier traf heute im Großen Hauptquartier ein und wurde vom -Kaiser zur Tafel gezogen. Morgen, am Geburtstaae des Gencral- fttdnvarschalls, wird Bisck)of Kovum hier einen Gottesd-llnst ab- halten und zu den versammeltell Sotdadan spreckxm. Berlin, 1. Okt. (WTB. MäTramtlich.) ?lls Vorsitzender des deutsck>en Arberterkongresscs, den Bereuligimgen und Verbände mit 1% Millionen Mitgliedern angegliedmt sind, hat der Neichstugsabgeordnete Behrens folgendes Tele- ararnm an den Kaiser gerichtet: Llnläßllch des vorn deutschen Volke in Danibarkert gefeierten siebzigsten Go- burtstages des deutschen Feldmarschalls gelobt Eurer Majestät der deutsche Arbeiterkongreß nn- lvandelbare Treue, weist mit Entrüstung die Eimnischnng des Präsidenterr Wilson in innere deutsche Angelegenheiten zurück ruck) schart sich mit allen Volksgenossen imt seinen Kaiser irn stahlharten Ausharren in Kampf und Arbeit dis zn einem guten Frieden. Berlin, llOL. Der VELenI des Dentsche» ^ 41 * delslo -es zuhtaz cai den GeliernlWdmlrrschaü v. Hi bnrg d«S holMnde Tciagramm:: „Ter Lag, an dem Euer Hellen- das 70. SrfrnSHi&t vollenden, gehört den, ganzen deutschen Bolbe. Einig und brmg in allen Schichten ,cnd Teilen znsairrinengeschmiedet durch dll ehnne Zeit, war ^ doch iriempts einiger als in der dankbaren Lieb^' und Begeisterung für seinen Hindenburg. Kein-en besseren ?lll.sdruck dmss«L wir den Gefühlen, die uns alle beseelen, als in dem heiligen Gelöbnis: Was Ihr Schivect uns ernmg, rmr wollen es feschalten iuni) bewahren durch nvutiges Ans>yarren> durch nimmermüde .Arbeit in der .Heimat. Erfüllt twu diesen, Oktfle unerschütterlicher Entschlossenheit und opfenvilliger Bereit-- säiaft, bringen Teutschlcrnds Jndnstrll und Handel ihre tief- enipfundenen Sogens^vürrsche dar. Kaempf." München, 2. Okt. (LA.) Die Stadt München übergibt Hindenburg zu fernem 70. Geburtstage ein sogen, goldenes Büch, in das die Goll- und Juwelffirabli-efercr in der Geburtstagswoche ihre Namen selbst eintragen. Der Könitz und die 5königin sind mit ihren Töchtern deshalbl von ihrem Landaufenthalt nach München und in die Goldankaufsstelle auf dem Rathause gekomnien, um sich an erster Stelle ins goldene Buch eiuzutrag-en, in das auch Mütter ihre Kinder sich einschreiben lassen. Be rlin, 2. Okt. Ohne Unterschied der Parterrichtung binngen die Blätter zuni Msdrnck, daß, was mrs Deutsche auch sonst treinren rnatz, wir einig sirll in der hol)«n Verehrung, mit der- wir zu Hindenburg emporbllcken, und in der Bereitlvilligkeit des Entschlusses, nach^ seinem Vorbild in Psiichllreue auszuharren bis zum äußersten, jeder auf seinen! Posten znm Besten des Vaterlandes. — Im „Lo f a f a Ti je i g e v" heißt es: Well er nicht nur der bedeutsamste und erfolgreichste Feldheer des gros;rcn Krieges vor der Geschichte ist, sondern loeil seine durch d-as zuversichtlich' „Harren aus den Herrn" innerlich gefestigte Persönlichkeit das Vertrauen, das ihn beseelt, Millionen mitleilt, wächst seine Gestalt zu cmer Größe empor, die ihm die Unsterblichkeit siliert, und wLhre,ü) heule ganz Teutschland, der S-laat die Behörden, die Parlamerrte, die Schulen, die Universitäten, die Bürger, die Bauern uud die Arbeiter sich vereinigen, um ihren Danl dafür ausKudrücken, daß ihnen in dem fruchtbare!, Zeit«,sturm, dev uns uintobt, dieser zu Fleisch gewordene Siegesrvllle voranstlireitet, !verden noch späte Geschleclstcr mit dankerfülltem Herzen Lvcbeer- kränze an den Ten knüll cru niederlcg«,, die ihul dre Nachoel t errichten lvird. Der „B o r w ä r t W* sagt: Es liegt ein tiefer geschchtlicher Sinn darin, tvafi nicht bit Führer des Vormarsches durck) Belgien uud 9llrdfrM,kreich, nicht der Ewberer Serbiens und Rumäniens, sondern der Befreier Teutschlands von der Russengefahr den Dank und Jnbel des Volkes errrüt. Hindenburgs Rarhm bleibt kein kalter Fcldl-crrnruhm, sondern wurde warm und innerlich einpfunden, iwü Hu,den bürg nicht nur siegte, sondern weil er im Jahre 1914 einen Sieg errang, der vom ganzen deutsll-en Volke vor allem als der notwendige und gerechte Sieg enipfunden wurde. Der Fliegerkampf im Westen. Berlin. I.Okt. (WTB. ddiächrmtlich.) Nactiden, die sran- zösisckien Flisger bai Verdrm durch stllvere Verluste belel-rt nvrdcn waren, daß sve unsevcu Fliegern im Luftkanrpf Mami M>,on Marm nill,t gewachsen sind, greisen sll zu einem audcoen und dabei lrvniger gesäk-rlick^-n RöitteL, nm Unsere Flieger gleichfalls zu schäbigeir In der Nackü vom 24. zum 2b. September bewarfen zahlreiche fvan- zösisäie FlllrHN, unsere Fkugbäsien an der Allrbnmront mit Bon,den. D«s Er.?ebnis ihrer Flüge ^mppwach kann, ihren ErN^ittm^eu sticht ern Flugzaug wurde zerstört. Die ftit&wort mtferer ^Tirgec tiefe auf sich nicht marteu. Noch in fcerfdben Nacht imtertwdjm enie§ mgerei* Bomben gesckMüxw einen rtentvollot Angriff gegen die französisä>en Flughäfen m der Gegend von Verdun. Der fidle Mondschein erleichterte ihnen das Erkennen der Ziele. Um die Tresssicherl-eit zu erhöhen, gingen sie beim Attviurf ganz tief herunter. Ter Erfolg belohnte ihre Kühnheit. In Lammes und Vandelaine spurt gelang ein Bolltresfer uritten in die Flugz-euglxllle. In einer der großen Flugzeughallen des Hafens Zn Souilles entstand ein starker Brand, dem mehrere Explosionen folgten, ein sicherer Beiveis, dafe Flugzeuge vernichtet wurden, beim andere brennbare Stoffe lverdon in Ftt-gzongllallen nickst anfl^wahrt. In der folgenden Nacht setzte das Geschwader- sein Berge ttungswwk fort. Die Flugzeuge Nwrfen diesmal über 12 Tonnen Sprengstoffe ans die feindlickien Häfen in Sotüilly und setzten durch Volltreffer eine gtaofee Flugzeughalle in Brand. Das Feuer sprang ans die Nachbar Hallen über und schließlich standen vier Hallen in hellen Flammen. IN Osches Sniilly und Scnard brachen gleüt^alls Brände aus. In Osches folgte eine heftige Ex-Plvsion. Der Schein der Brände leuchtete nn seren Fliegern auf dern Heimilng und n*nr bis weit diesseits unserer Front zu sehen. Auch Bmrde!ainl>?urt nmrde Mieder betzackst. .Hier iwnstten die Bcnnben l>e^m^er-Z sorgfältig gezielt werden,.denn kaum 250 Schritt von dein Flughafen entsernt stehen zahlreiche Lazarettbaracken und nach.jedem Bombenangriff gegen die Flughäfen erhebt ldie französische Presse erneut iihr Geschrei über die Barbaren, die selbst das Zeichen des Roten Kreuzes nicht achten. Wer hier in Wahrheit das Zeichen nicht achtet, das ist jedem Vorurteilslosen klar. Der bulgarische Oberkommandierende über die Lage. Sofia, 30. Seht. (WTB. Nichtamtlich.) „Utto" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Oberbefehlshaber General Schekow, welcher äußerte, die Lage an allen Fronten sei derart, daß nur die Gegner zu Befürchtungen Anlaß hätten. In Rußland werde man sch allmählich überzeugen, daß eine Revolution und ein siegreicher Krieg nicht miteinander vereinbar seien, und daß nur Utopisten die russische Revolution mit der Frankrechs vergleichen können, zumal die russische Revolution nur eine logische Folge der Enttäuschungen dieses Krieges sei. Ueber den Frieden äußerte sch der Oberbefehlshaber dahin, niemand könne vorausseheu, aber man könne kühn behaupten, dafe der Friede eher kommen werde, als man denke. Bulgarien lvolle weder Annexionen, noch fremdes Gebiet, sondern nur die von der gesamten Welt als bulgarisch anerkannten Länder. Amerika und die Neutralen. Berlin, 1.Okt. (WTB. 9ttckstmntlich) Die „Westminster ®G 3 ette" twnt 18. September schreibt: Das Aussuhramt der Bereinigten Sta aten hat eck« drastisck>e Politik im Hinblick auf die neutralen Staaten erngesührt. freut Staat, der nicht als Verbündeter der Entente am Kriege beteiligt ist, wird von Amerika weiterhin folgende Ausfuhrartikel erl-alten: Zucker, Banm- rooille, Weizen. Salz, Chemikalien,, Eisen, Stahl, Btei und andere ExportxnttHel sollen nur in beschränktem Mäße und gegen, besondere Vsoiltigung ansgesuhrt werden. Kn,-zum. die Bereinigten Sbsaten haben sich dazu entschlossen, alle Vorräte der mickrigsten Waten für sch selbst Und für die an Amerikas Seite kämpfenden Staaten zurückzichalten. Gs liegt Entschlossenheit rtt diesem Plane, so urteilt das englische Matt, die wir nur bewundern können. ^Das gehört zu der großzügigen Weise, in der die Bereinigten Sdaaten ^sch dem Krisgsgeschäst zugewcrndt haben. Da gibt es leine zarte Rücksicht mehr gegenüber den Neutralen.. Dos haben wir noch der verflossenen Geschichte AmrriSas erwarten können. Solange die Bereinigten Staaten neutral waren, sind sie eitrige Wächter der SRwctee der Neutralen gewesen. Aber in allen Kriegen, die sie geführt haben, mochten sie wenig Federlesen, um ihre Macht so unmittelbar wie möglich fühlen zu lassen. Tie englische Zeitung scheint sich dessen nicht bewufet zn sein, wie sehr sie in dem letzten Satz die Tatsachen unterstreicht, dafe für die Vereinigten Staaten das Recht der Neutralen eine Drille sei. die sie selbst nach ihrem Antritt in den Weltkrieg am schleusten vergessen haben. Au» Finnland. Stockholm, 2. Okt. (L.-A.) Neben dem finnisch-russischen Konflikt droht nach in Hessingfors eingetrosseneNI Nachrichten in den finnischen Städten der Bürgerkrieg. D« sozialistische Zeitung „Tyvnmatt nahm in den' letzten Tagen die Bildimg der kriegsmäßigen roten Garde in Angriffs die sofort in den Kampf einwtten sott, da der große stampf sich nunmehr dahin entwickele, dafe zu seiner Fortsetzung Geld und Wassenmacht anzuwenden seien. 8eekrle§. Reue Il-Bovt-Erfolqe. . Berlin, 1. Okt. (WTB. Amtlich.) NeneU-Boot-Erfolge irn Sperrgebiet um England: 21000 Brnttorsgister tonnen! Bon den versenkten Schiffen wurden drei große Dampfer ans stark gesichertem Geleit^rg hercrusgeschossen. Der Chef des Abmiralstabes der Marine. Wirkungen des U-BootkricgS im Mittelmeer. Berlin, 1. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Aus feindlicher Gefangenschaft zurückgekehrte bulgarische Soldaten berichtet:.: Anfangs August traf in Saloniki ein Transport von 745 Serben aus Frankreich ein. Bei der Einschiffung bestand der Transport aus 2300 Mann, loovon ein Teil aus Amerika gekommen war. Ter Transport wurde zweimal durch U-Boote reduziert und die übrigen 745 Mann waren der Rest, der von einem Kriegesckstfs noch gerettet werden konnte. Der ganze Transport war mit Sckstoimln- gürtein ausgerüstet. Nur ein geringer Teil der Geretteten konnte an die Front geschickt werden, der Rest kam in die Lazarette und die Etappe infolge völliger Erschöpfung. Es läßt sich sonst gut ver- stehen, dafe Ententesoldrrten, die nach einem überseeischen Kriegsschauplatz transportiert iverden sotten, die Reise mit wenig Begeisterung und sehr gemischten Gefühlen antretcn.. Durch Nickst ei ritt eisen einer Anzahl Dampfer mit Mehl und sonstiger Verpflegung ittfolge Torpedierung wird jetzt schon die mazedonische Ernte verstaucht Für die mazedonische und griechische Bevölkerung, die jetzt bereits schwer unter Hungersnot leidet, sind desl-alb die Aussichten für den Winter sehr düster, und sie gehen entern entsetzlickten ■ üevb entgegen, dadurch, daß ihnen die Ententetruppen ihre Ernte geraubt fjafren. Tie Beioohner Mazedoniens und Griechenlands taffen ihre Peiniger und Bedrücker, die ihnen alles zum Lebensunterhalt 9kötige ivegnehmen. um so mehr, weil die Elttente in phari- säerischetl Redensarten iWilfvn, Poincaist) sich noch dazu, als Be- "-Tützer der tteinen Nationen und Kulturbrrnger aufsvielt. Die s-Nazedlmier und Griechen haben nur noch den ebuigen Wiunsch, o schnell wie irgend möglich vom Schutze und der Kultur der Entente befreit zu werden. Au; dem yauptaurfchutz de; Reichstag;. Berlin, 1. Okt. (WTM) Im tveiteren Verlaufe der Verhandlungen des Aauptausschusses des Reichstags ernnderte ans eine Anfrage der Chef des .Kriegsamts, Generalmajor Scheuch, daß eine Verordntutg dahin ergangen sei, Leute, die 50 und mehr Pvozertt krtsgsverbetzt seien, nicht -ftr errczuziehen. Wo den: entgegen geh andcll sei. handele 0 3 sich um Ueltergangsfälle. Den Vereinen für freie Liebes- im Interesse der Kriegsverletzten ssündon die dNili- uTlxXflkbem. Serrreswegs ervgherzig g«gknuU«r Sie u»tt>er- ^ atz den vielmehr akkes, was geeignet se-i, h m Krieg cDertketz den zu helfen imd ihre Lebensfrettde ^u hoben. Die Anträge ans Verbesserung der Retrdengeseitze wurden einftinrnrig angenommen und sodann die Sick-erstelLMg der Ernährung Minderbemittelter dtrrch Reich^beihilfen behandelt, wobei ein sozialdemokratischer Abgeordneter einen Anttag betreffend Senkung der Preise für die wichtigsten Lebertsntittel begründete. Sofern nicht durch Ausschläge auf Lebeitsmittel der Bessergesdellten die Mittel aufgebrackst werden könnten, solle das ReickMfck-atzamt die Bezahlung des Ausgleichs übernehmen. Der ckiednec verlangte weiter eine Erhöhttng der Retrtert aus der Invaliden- uitd Unfallversicherung um 50 Prozent. Ein Redtrer der Konservativen begründete seinerseits einen Anttag, daß die Ge- ineinden für die minderbemittelteir Mw^ikerungsschichten eine Senkung der Preise für die wickMgsveu Lebensmittel l)er beiführten. Staatsietretär von Watdow siihrte darcarf u. a. ans: Die befonberen Verhältnisse, luUcr denen wir in das neire VKrtsckwsis- l-ayr eingetretcn sind, ma-ck'ten es noüvmdig. die Gestrehungspreise für Brotgetreide nne für die HeripOattosseln :w-ch mit gewissen allererbentikften Unkosten zu belastrtr. Bei Brotgetreide sind dies die Unkosten, welche aus der Durchführung der Wirtschaftskarte, des Frühbrnstbes erwachsen, bei den Kartoffeln die sogenannteü Scktnelligkeitsprämien Diese Unkosten ist die M4ckrtfinanzverwal- tung .bereit, auf Reickskostien' zu überitehmen. Die stieichsgetreidestelIe kommt dadimt ni die Lage, die Steigerung des Mehrpreises iw neuen Wittsck-astsjahr von 9 Matt für den Doppelzentner auf 4,90 Mark zu sinken und damit den Preis, welgennirdert werden kann.. Bei fam frartofieln hatte die Geltung der Schnettigkeitsprämien die Wirkung, dafe eine Preissteigerung Air diie Verbraucher dadurch Nickt Eintritt. Gegen die Forderung, mife»ri>('m M-ül)smittrt zur Sen kur i der Preise der wichitigs!^ Levens mir ^e! für die minder bemittelteif Dolk^schüchttnt An gewähren und «die Grra«e. tvie weit die Vergünstigung gewährt wird, :rstter Berücksichtigung der Einkommen- steuervercmlagnng nna> der Zahl der nicht erwerbstätigen Familierv- angehörigen zu benwssen, bestehen nirckU'-er Ansicht d-r Neil-Hsleittmg sv'.vvhl gvunrt'crtzliche wie praktische BcQmünr. Die Lösung der Frage ist ans den, Wege der KriegÄval-lfahttspssege der eo-em-'inden zu suichien. Dieser Weg ist (von eitler Reihe von Genieinderl mit Erfolg bereits beschritten lvorderr In welchem Unssange fück diese Aufgabe der Krief Der „ReichsanH." vorössettt- licht eine Bevortzurrng über die Vornahme einer Schweine- zwischenzählung, eine Dekannrtna.cl)Ling bett. Aufhebung der Vekarrnttnachung über derz,ett, lvo ein wirt- schuftlick>es Bedürfnis znnl Verlaufe v-orlicgt, umnittctbar vom Zeickprer die Kriegsarckeihestücke bis 1000 Mk. ^uni Ausaabeknrfe von 98 Prozent, abzüglich der üblichen flottiert Berkaussgebühr, atrbaufen. Aus Stadt mt$ Canö. Gießen, 2. Oktober 1917. ** Amtliche Personal Nachrichten. Uebettragen nntrde anr 26. September dem Lehrer K>rntr-gd Merz zu Rudlos mir Witttmg vom 1. Oktober 1917 ab eine Lek^rerstclle an der Volksschule z-n Wallenrvd. Kreis Lautersirch. — Ter Grofeheizog I>at iajm 29. September d. I. den Staatsschnldbnchfmxrer Rechnungsrat Konrad Henrich zu Darmstaot auf sein Nachsnä)en unter Anettennung seiner langjährigen tren geleisteten Dienste vom 1. Oktober d. I. «b aus dem Staatsdienst enttassiu, und den HanptsteueramtSrssisrenten Tx*i dem .Haupts!enerantt Mefeen. Jakob Dingeldey, zum Bezirks kassier der Bezirkskasse GrebcnlMN ernannt. ** Wurstve r kau f Wie uns mitgeteilt wird, findet der Verkauf von Wurst aus ntrterwertigen Rnrdern in dieser Woche tträfrer statt. Die Abgabe erfolgt in den bekarmtgege-- benen Verkaufsstellen zu den festgesetzten Verkaufszeiterl und zwar an die Bezirke 1-—0. t'h. Die Petroleum-Zuteilung an die Berbraucktor in unserer Stadt konnte nur gairz unzorveiichimd erfolgen, weil die zacr Verfügung gestellte Menge 'zu gering ist. Während im vergangenen Jahre für einen Monat noch 10 000 Liter für Gießm zur Berfügtlng standen, ist die Menge in diesem Jahre auf nur 6000 Liter bemessen, womit sich die frottfn'menten auf 1 l / t Monat einrickten sollen. Mch den von ider Bsvölkeritvrg bei der Bürge»' meisterei gemackrtn Angaben sind 4100 Mohuungen vorhanden, die überhaucht keine Belaitckitmrg l/aben, 200 Wtohnnngen. in denen Be!lcuck,tung in der Küche fehlt, 750 WiohnmMln, in denen nur die frürte l-eleuckste t ist, 1450 Wochmngen. in denen Treppen- und Kellerbeletchtnng sihlt, 540 W/ohut'nge 2 t denen nur die Keller-« beleuchtung äbgeht, ttnd 650 Einzelpertonen, welche Beleitchttmg für ein Zimmer nötig haben. Die Zuteilung deS Oelstoffes konnte nur nach Schoppetr geschehen. Die größte Menge, die für eine Frnrllre abgegeben wurde, bestand in 5 Sciwppen. D. Z. Die P reise f ü r S ch u h r e p a r a t u r e n. Die Gutachterkomvtission für Schuhwarenpreise teilt mit: Es ist uns vielfach belaunt geworden, daß das Sckiuhmacherhand- werk bei Bornahme von :)deparaturen die votl uns erlassenen Richtsätze überschreitet. Wir werden in allen Fällen, öie uns bekannt werden, hiergegen mit aller Entschiedenheit ein- schreiten. Wir müssen jedoch hierbei auf die Unterstützung' des Publikums rechnen nnd ersichen deshalb, alle Fälle, in denen Schuhmacher für Reparaturen überntäßige Preise verlängert, entweder uns oder die zuständigen Pveisprüfungs- stellen zu benachrchtigen. Gutchlerkourmission für Schuhwarenpreise. th. Goldenes Geschäftsjiubiläu m. Die Rvhtabak- firma August Wehn (Inh. A. Frees) m Gießen sirrmtc gestcnr c;if ein OOjähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma wurde vom Klausmann Augitst Welm, dem Svhr. des damals in Gießen lebenden O'vnäkologen Hosrat Dr. Wehn, am 1. Oktober 1667 begründet, hat sich aus kleinen Ansängetr durch rührige Tätigkeü ihres feörün ders zic emer gewissen Bedeutung entwickelt nnd ist seit weniqen Jahren in den Besitz des ehenmliDen Buchhimdlers Aug. Frees üdergega«gen. ** Stadttheater. Nochmals sei arss die heutige Anfführmtg von ,Wintermärchen" hingewiesen. In den größeren Pausen, nach dem t., 5. nnd 8. Bilde, ist in der Wüttdelhallr Gelegenheit *ur Zeichnung auf dic Kriegen leihe und zu Säendem für dve .Kwiegsssirsorge geboteu. Diese Pg^- sen sind die tintigen, in oeucn der Zutch«erraLm ereilt wird. Bei alten übrigen BerNxmdlnnqen %kdbt der Zuschauerraum verdunkelt, da auf schnellen Szenenwechsel Be<« dacht gcnommSn ist. ** Im Lichtspielhaus. Bahnhofstr. .34, werden beute zum letzten Male die Filme der,beiden Scfaneftrcn Rosa und Hennt) Pötten vorgesühtt. Morgen findet die Urmtsinhrun;ch des gewaltigen Filmgemäldes „Des Goldes Fluch oder die Sintflut" sirach Strindberg) statt. ** Beschlagnahme vvn Nesselstengeln, Nesselfasern und Neßselgespin [teil Da die Frage der Ver-» Wertung der Bvetmessessaser silr die Textilindustrie alH .gelöst angesehen werdest kamt, ist die Ne \ 'esbewittsd>aituitg letzt auf eine neue Grimdlage gestellt worden. Eine am 2. Oktober 1917 ver- össenttickste Bttarrntmachung IV. II. 1900/9. 17 X. II. A. beschsttg- nahmt sämtliche geernteten MsfÄstengel, sämtliche Nesselfasern und Nessilgespinste sowie die Abfälle dieser Gegenstände. Gestattet ist die Veräußerrmg und Liesenrrrg der bsschtagnalmnen (ffrgen-> stunde mi die Nrtselfaservertverttmgsgesillsck^ait, Berlin, SclLrtzen- stt. 65/66, oder deren Beattstvagte. Ferner ist die Veräußerung, Lieferung rmd Bercrrberttrng der beschla-gnalMten ^Gegenstände er- l-crickt zur Erfüllung von Aufträgen von Heeres- voer Mattm- be Hörden, für die ein von der Krieg s-^tv-hstioff Abteilurry genehmigter Belegschein vorlchtt, oder.ans Grttnd esireS amtlichen Freigabe- schrtnes. ElMich ist es gestattet, die geernteten Nesselstengel zu trocknen, jedoch bleiben die getaxfitcfcen Stengel beschlagnahmt. Tie Bttanrrtmachwtg ordnet ferner die Bestandserhebung von Nesselfasern nnd Nesseigespi".rsten sonne von deren Abfällen an. Tiefe ^Gegenstände sind allmonatlich, erstmalig bis zum 10. Okto^ber 1917, #u meldet. Tie Meldesck^ine sütd bei der Vordruckverlvaltung der Kriegs-Mystoss-Abteiltmg des König!. Preufe. Kriegsmini- sterütms, Berlin 81V 48, Verl. Hedemamrstt. 10, cr-tzuforderrt. ^ Der Wortlaut der Bebanntmachrmg ist in der heutigen Nummer unseres Blattes eürztssehen. ** Zuschlag für Einrichtungsgegenstände. Zu den Bekanntmachungen, betreffend ErnrichtuNgsgegenstände Nr. Uc. 1/3 17. K. R. A.. Tachknpfer und Blitzableiter Nr. Vst 200/1. 17. K. R. A. und Tastülatiom^apyarate Nr. Vlo_ 100/2. il. K N. A,, ist am 2. Oktober 1917 ein Nachtrag Nr. Mc. 1700/8. 17. K. N. A. erschienen. Die Asintdertrngen gegenüber den bisher gültigen Begannt- mack'nngen bese/han im wesentlichen in Prriserhöhungen. Für Dackünpfer, Blitzableiter und Destillationsapparate haben di« Preiserhölümgen rückwirkcmde Kraft. Außerdem wird für Einrichtung sg e gen st an de ein Zuschlag von 1,00 Mk. für 1 Kilogramm gewiihtt, memt die freiwillige Ablieferung bis zum 31. Oktober 1917 erfolgt. Mit der Tnrassührung der Bekanntmachttn.g tverdett dtesilben frammunalbehörden beauftragt, denen bereits die Turchführmlg rur^ Bttanntnrachamg, betreffend Befchlagrtahme, Best an dser Hebung uns Enteignung von Bierglasdeckeln imd Merkrugdeckeln aus Zinn, ül>ettragen worden ist. Diese erlassen auch die Ausführungsb-s, stimmungen. Alle Einzelheiten ergeben sich aus dem Wortlaut der Be» kanittimschmg, die in der heutigen Nummer unseres Blattes ver» össetitlicht ist. ** Die pren feische V e r l u st l i st e Nr. 950, die baverisch« Nr. 361, die sächsische Nr. 447 und die Marineverlustliste Nr. 126 sind soeben ertrenadrer Wilhelm Günther. Kreis Friedvers. — Bad-Nauheim , 2. Okt. Der bangjührtge Kurhaus- urstj Baldevmnnttssar von Bad-NMiheim, Peter Ludwig B u s ch i n s k y, feiert am Nrtttwoch> in seiner Vaterstadt Frankchrt a. M. seinen 91. Ostburtstag. ttz Weckesheim, 1 Okt. Tie Hessische Tapfetteitsmedaille erhielt Heinrich Leuck Kreis Wetzlar. ** Wetzlar, 2. Okt. Infolge eines Schlagansalles verscksied tumerwartet .Herr Mjermtat Dr. Stein aus Elwingsheusen. Einer der volkstümlichsten Männer 'des Kveises, eine Zierd? der ärztlichen Wissensck>ast^ getragen vom Vertrauen aller Schichten ber Bevölkerung. ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Zehe, ist mit Dr. Stein dähingegangen. ** W i fe m a r, 2. Okt. Friedrich Kraft von hier wurde mit der Hessischen TapsetteitSmodaille ausgezeichnet. ra. Aus dem K rei se Wetzla r , 2. Okt. Zur Freude aller Seihstversorger können für jedes 5>anshaltnngsmitglied nunmehr 12 Psiard Gerste zu Graupen oder Grütze geschält werden. vesscnMassau. H.T. Betzdorf, 2. Okt. Einen sch,ön sttzt schon fünf Tsage verdient. Dillen bürg, 2. Okt. Bei Oberscheld fuhr ein Gütern z.ng in eine Viehherde nnd tütete vier Ziegen nnd fünf friitje. Melwere Tiere erlitten Verletzungen. ul. Limburg, 2. Okt. Bischof Tr. Kilian erließ folgenden Mahnruf zur 7. Kriegsanleihe: Ein guter Erfolg der 7. Kriegsanleihe wird das Ende des Krieges beschleunigen, iveil er vor aller Welt den Brtveis unserer ungebrochenen wirtschaftlichen Kraft und unseres unfreiigfamen SstgeÄvillens erbrtnqt und dadurch die Hoffnungen wrserer Gegner auf die Uneinigst, Sck>wMe unb Ber- jogtbeit des beutfrf>en Volkes zuschanden macht. Ein schleckües Er- gebms der Krtegsmileihe würde diese Hossnnng neu beleben nnd so oen Krieg verlängent. Darum wird jeder einsichtige 'Patriot nnd Frredenssrermd die Kriegsanleihe in Wort und Tat fördern. u a. T, 2.Okt. Bon den zahlreichen rcnd sehr vMh'vaverwen t^irgvn Landwirten hat bis jetzt ein einziger daran von der gewaltigen Erntefülle eine Spende an die Kriegst küche, m der 70 «rare Kinder gespeist werden, abznfülwen. WT. Wiesbaden, 1. Okt. O^ftrrn ^nittag bemerkten Snm zwraänger, bafe cirt einem aus beut Boseplatz stehenden, am Sams-' igg beladenen Fvculkfurtcr Möbelwagen Rauch, ansstieg. Die Feuer wache nmcfrr herbeige.ru sin. ivelche bat Wagen öffnete imd rcftftcUte ba« im Innern ein starkes Fa rer wütete, das an den M ödet n l** jette ziemlich erheblichen Schaden angerichtet hatte. Die llnte»' wöcfctng des Brandes mackste Schwieri^rkeit. Sie gelang erst, nacht tem die ganzem MSbel cruS dem Miauen erSKrm wvrven Tom 3 er «n^tidTtete ziemlich erlEichr- Schäden soll torrtf) Bcrsichermrg steckt sein. Das ist angeblich davirrck) «ttsttvrden, daß urbeanffichtigt aus'der Gasse sich tzermnttvilst-tchc .Kmdtw bvenriettde ^rreichhSlzchen durch offene Stellen in den Möbelwagen lftn- ,jwv«sien. dz. Worms, 1. Ott. Das Söhnchen des Kaufnianns Richard schenk von Landau hatte sich an die Puffer eines leeren Eiserchalpr- 'sagens gebangt. Ms der Wagen in Benwgamg gesetzt loiZrde, fiel ^ Kind limrrrbcr ^md die Räder des Wagens gingen ihiri. über bai Kopf, so daß der Tod lauf der Stelle erntnat. Pcrmijd>kf, * Wi e Sn de rmann Schrift steiler wurde. Hernrcmn Zudermann, der am 30. September sein 60. Lebensjahr :wl lendete, ,yar als 14jähriger Knabe durch den Vermögens Verlust seiner Eltern gWMNyen, einen pvaktisckien Lebensberus zu ergreifen. Er wurde '^pothekerlehrling. Freilich sehr bald durfte er wieder seine Studien < 7 !isi«ehnven. Nachdem er das Gtzmmrsrchn in. Tilsit besucht hatte, studierte er in Königsberg Philologie rund Geschichte. Dann kam er 1877 nach Berlin in der ansgesprochenen Absicht, sich der Literwttcr ju imbimnt. Schon zuvor , hatte er Emil Elaar vom Berliner Resi- dcnzthoater ein Stück geschickt, das dessen Gcrttftr, der mrsgezeich- ueMr Darstellerin H-ermine El-aa-r-Delia, gewinnet war. Das' Resi- Xulztbeater war damals die Stätte, an der das französische Gesell- fchästSdraTna von Sard»nl gepflegt wnrrde, ryrd diesen Slücken nach- gebildet :vlrr das Stück, das Sudermann eingereicht imfo „Äe ■'Xodjtn des Glücks" genannt lKrtte. Die Heldin war nach Suder- uÄlMls eigenen Ann-üpen ,^er IZvchnttrtige uujd odeltzstolze Sproß ärte& ruinierten Geschlechts, dem von einem sckxurttfthen Fitdustriel- len der' Boden unter den Füßen fvrtgezageir wird. Ern edler Dsmv- der sich aus der Hefe des Vvßöes jum Motzen Gelehrten eim' e .Mingen hat, tritt als Retter dazwischen, vermag zwar W ijtemifte an: dem Untergang Ttidtf $u retten, «vvvvt sich aver die Hand der .^beugten DockMr: Auf einem Mrchhafe trifft er im mutten Akte imt iijr Msammen und fuhrt sie hei liimdeerfarl'ener Abendbeleuch- nmg — „rwn welcher ich mstr eine große Wirkmhg versprach," — n ,4 Leben zurück. In der Mrswcrftl bezeichneiöxu' Züge war er nicht bliiic. Den edlen Denwttxrten, NM die Rücksicküslosigteir seines trugglchar-ll.se-tums zn zeichnen, läßt er mit dol^ein Stolze von sich sagen: „Und wenn mich hungerte, so stahl ich!" Maar wird auch -.inschver erkennen, woher die Vorbilder stammen., auch datz die Halentine" Freytaas ihren matzgehenden Eiusiutz tteu de- uatrlni: hatte, ^drtürlrch erhiett Supermann sein Drama zurück: EN l-atte es nich gelesen, wie er seststellcu ftrnnte, wohl aber hatte nmn — die breiten ^veitzen Ränder des Mmruskrsiüs als das allein Brauchbare abgeschnitten. Das war SirderManns erste Tätigkeit sstr die Bühne. Erst über ein Jahrzehnt später^ hatte er dann setzten aber freilich durchschlagenden Buhne ^verfolg mit der „Ehre". ~ )n& war am 27. Novenrber 1889. ^Bor'her freilich hatte er als Er- Mer schm Erfolge geliöbt. die aber erst dem Bschnendickster in 'firtou ?Ratze in den Schoß sielen. * „S che r Er s i ch n i ch t um mich." Ern bezeichnendes! sei'viel'über die Tapferkeit der deutschen Soldaten auch &ur Zeit 7fM>ricks des Großen erzWt das soeben erselnenene Schlutzheft ^ verfto^kerren 52. Jchrgangs der beliÄöen F«nMewz Eilschrift .Das Buch für All e"? (Union, Dentzsch Berlagsgesellschaft, Mpaattsi Im Jcchre 1757 ritt Friedrich der Große u' Bchme' mit einem Husarenimterofnzier und sechs Ge- -inen aus. um in der Gegend nach dein Standort der Feinde zu Unerwartet tauchte eine 15 Mann starke berittene Gruppe « Gegners auf. Der König fragte den Uirtewffizier: „Was will : r taut machen V" Kurz, gab der Mann tzur Antwort: „Wenn 'hre Ddaieftät erlauben, daß ich Vorgehen kann, als wären Sie nicht lei Ms. so jage ich die fürs^zcha schrls zum Tdufel." Friedrich er- „Gut Scher Er sich nicht um mich." Der Urrteroffizieü m semen' sechs Leuten Au: „Ihr kennt mich. Jeder von euch krieg, eil** Louisdor. Vorwärts nnrrfch!" Er ließ seine Mannschaft in einer Reib' aufmarschieren, jagte auf die Feinde zu. und nach uinqen Minuten lagert zwei Tote am Platz. sechs Vermlind'fte -'»eben sich« als Gefangene: der Rest jagte davon. Der Unteroffizier und ein Verneiner waren leicht verwundet, und ein Bserd , 2 g tot am Bvoerr Der 5?önig ritt dem Tapferen entgegen, nahm t«n Hut ab und sagte: „Herr Leutnant, ich danke für^ Seine Bravour und seine gute Gesinnung gegen mich. Den Husaren nmbe ich Sein Versprechen doppät erfüllen, und Mr Seme Eguipierurrg will üh sorgen." ^ Th. Sch. * Lehrlingsüberschntz im Schornfteinfeger- gewerb e tro tz des Krieges! Fn ollen Berufen herrscht ein Mchfindlicher Maargel .an Lehrlingen, hervor gerufen durch die von der Industrie gege:üvärtig geübte höhere Bezahlrmg FirgenDlicher. Nur in ernenr Gewerbe ist zur Jetztzeit nicht nur kein Mangel, imdern sogar ein Uebersluß an Lehrlingen zu verzeichnen: im Gewerbe des Schornsteinfegers ? Das 'hat, wie im „Srl>or^e«ifvgettb tm Zentralorgan der Schornsteinfegergesellen Deutschl«rds, zu lesm ist, seinen Grmch darin., daß es im Deutsch«: Reich nur etwa iOOO Schmmsteinseyermeister gibt, von denen ieicht alle einnml Gesellen halten können. Die dLachfngge ist größer als der Bedarf, ba viel zu viel Lährlinge bereits eivgrftelll sind, besteht die ernste 'Mchr, das; die meisten twn ihnen mangels lohnender Beschäftigung lei Beendigimg der Lehrzeit keine Arbeit als Gesellen eryalten uii) sich einer anderen Tätigkeit curßerl^ialb des Benzes zuwenden iamtSL Ttz Sdksdt % fei «fl dich-» FM» plS wtbxm m Sv- KWpwai. ®bm Tcnb SftprBÄefenr find daher fcdsMtsb davor p 2 warnen, $rc PGoMdkstMenen ohne weiteres Schornstemieger werden zu lassen. Nachkvluchs ist hinreichend vvehmchen und weiterer für die nächsten Jahre direkt vom ItebfL Erft später dürften !vieder norinale Berhälttrisse im Lehrlingswesen des Schornsteinfeger- gen'erbes eintveten. * Genutzmittel aus Kohle. Vvr einiger Zeit ist dar- ül>er berichtet toorden, daß das Schweizer Ele^trizftätswerk Lonza aus Kalkstein MLöhK, daneben m:ch Essigsäure gelvinnt, »vobei Karbid eine Zn-isä:enstt:fe ist. Dir „Nattirwissenschastan" mackxm rum: darauf aufmerscrm, datz, beveits seit mehr als einen: halbest Jahre ein in Bayern £?le$me3 Weif Essigsäure, Aldechyd und andere wichtige oigarnsche Stoffe in großen: Umfange aus Karbid erzeugt, und zivar nach dem Verfahren des Konsortiums für elektrochmüsck)e Industrie in Nürnberg, dessen Schrvei.zer Patente das ElettrizitätSnierk Lonza verwertet. Noch älmlichem Versahen lrird auch von anderer Seite in Deutschland Mrbid verarbeitet. Die Darstellung von Gemitzessigsäure und Alkohol ans Karbid, und somit aus .Koks, bedcnttet die .erste industtiell ausgeführte Fundamentelstmtl^se vau Gemißmitteln. Es ist möglich, datz der neue Weg, den die chemische Technik erftmden hat, auch zur künstlichen Darstellung anderer Genutzmittel, vielleicht auch einmal von NahruncMnitteln, ftihren wird. Darin liegt die Bedeuttmg, die diese Berühren für die 7'll^gen«inhert besitzen. * Der wahre Ersitlder des Porzellans. Als der Erftnder des Porzellans gilt in Laienlreisen noch immer Ioliann Kourad Böttger. Es ist jedoch durch die tvissenschastliche Forschmu; immer nml)rscheinl:cl)er geworden, datz nicht Bötcher. sondern Erenfried Walter vcnl Tschirnl?«us, der gewöhnlich mrr als lein Gehilfe gilt, in Wahrheit der Ruhm dieser Erftndung zuzuspiechn' pt. Tieft AuLfassur:g hat neuerdings, wie wir einer Mitteillrng^ des nächsten Heftes der ,.pönEurwisfenschoffen'' (Verlag von Julius Springer in Berlin) entwchmen, eine werrtvotte Bestätigung erhalte:: durch die Untersmlnmgen, die H. Peters über Leibniz als Chemiker angestellt hat. Ans Leib:rizei:s Briefwechsel .mit zeit- geiwssisch«! Naturforschern tttrd msl>esvnderc Chemiker::, unter öerien sich -eben auch- Tschirnhaus' befindet, ergebe:: sich:wue Beweise dafür, daß dieser um die Wende des 18. Jahrhu-ndarts in Dresden lebende, ungeivsh'.llich kenntnisreickie Chemiker und Phvsiker derjenige gewesen ist, dem die Porzellcrndarsiellung zuerst gelungen ist. * Käfer a l s P i l z z ü> ch t e r. lieber die bisher kaum bekannte FälTigkeit verschiedmer Käser, Pilze sozusagen für ihren eigenen Hausbedarf zu züchten, berichtet Wilhelm. Bölsche im nächsknr Heft der bet der Deutsch:n Verlags-Anstalt in Stuttgart erscheinende,: Zeitschrift „Ucber Land und Meer". Bölsche geht bei seine:: Ausführungen oon den ,«rt.«nlen Mng^lterben und Arabesken ans, die er in der Hot,aberkk^' von Baim:zweigen in: Unvald von Bialomis beobachwte. Diese Ornmnente stammen von kleinen tierische,: Künstler::, näinilich den Borkenkäfern, die zwischen Rinde und Holz eine eifrige nagende und fressende Tätigkeit mtwicketn. Eim andere Grupt^e von Borkenkäfern geht aber noch weiter, indem sie in die Tiefe des l)arten Holzes selbst hinabdrftrgt, um dort durch Bohren, Fressen der 5)olzbesta::dteile, Nagen usw. regelrechte Berg- wcrksgänge anjulsgen. Die Frage ist nun, wie die in de:n Holzbergwerk verbleibenden Jnns«n genährt wett>Q:. Datz der Holzstoff allein iltnen genügt, erscheint wegei: des geradezu unglmü^ich geringen NälTrwertes und d.w Stickstofsarmut des Holzes höchst zrveifelhaft. Es ntntz also hier ein lxn'anderes kulinarisches Käfcr- geleimtlis mit im Spiele sein, das Böl'che erarundet. Wachend das vor dem Schachtloch ausgeinorfene Bohnnehl des .Holzes weiß ist, seien die Wände der von den Käsern beivohnlei: Schachte sin Baum tief braunschwarz aus, als ob sie von einem! Brand versengt wäre::. Dies :vird durch das Gesiecht eines nn .Holz schmarotzende:: Pilzes hervorgerufen. Solche Pilze in Jrffekdenbauten sind beretts ft: den Anreisen häufe:: tropftck^er Gegendeu nachgewiesen worden, und zwar handelte es sich dabei um Pilze, die gewisserinaßen in her Eigenen gärtnerischer: Zucht der Rimessen stehen. Das Blätteraverk wird von den Ameisen selbst eingefachen. die runge Königin bringt den ersten Pilzsteckling im Mmrde mit, und so rverden nun die Pilze nrustlich in geTvaltigen Luxusarten gezüchtet. Derartige Pilzzüchter grössten Schlages sind auch die Birkenknfer Es handelt sich in ihren Schächten um keinen rogellosen Zufallsschftnmel, da xrnüesenerm atzen jede der betteffenden .Holzkäferarte:: in den Gängen auch je eine nur ihr zukonrmende, mrr sie begkeitmche Pilzart besitzt. Der Pilz erscheint nicht an d«: Baum gebunden, sondern an das betreffend^' Käfergeschlecht, de:rn we.rn der .Käfer einer Art die Bäume wech'elt. gebt ftnnrer der für ilm charakteristische Pilz mit. Die Schachtwäirde tverden von dm: Pilzen durchsponnen :rnd so zu einem Ei'äftigen Nalwungsmittel für die jitnge,: Käser zubereitet. Wie die Ameise::, so bringen auch die Käfer als Pilzzüchker gärtnerische Luxusprodukte hervor, lieber die Methode, nach ivelcher der Käfer iedes- mal die eiche PDaussaat in sei:: neues Schachttverk verpflanzt, schwanke:: die Anschairungen. Am wahrscheinlichsten ist, daß jeder fertig ausschwärme:ft>e Käfer lxweits von der Kinderstube her mit Keinrsporen des Familien Pikees so ein gestäubt ist. datz er oljne besondere Müsbe seinen Pilzqarten anzulegen vernrag. . * G l o cken g-ed i ch 1 e. Kern Opfer ist in dem unendlich vpfer- heischenden gegenwärtigen Kriege unseren: Volke zu bri:vgen so schwer geworden, rvie die Hingabe der Durmglockcn. an denen alle mit ganzem hängen. Daß unsere Dichter angeregt wurden, ihren Gedanken. Stftrnnnngen. Gefühlen beim 'Abschiede von de:: Wocken Ausdruck xu verfekl)en, ist nur :«tür1ich. Diese Getrickste til sammln, in einem leisttn:gsfähigen Berlage hevrus^ugeben und Üst bmrd) den Berkach zu erzielende:: Reinertrag dem Rotcm KvOiz zat- znftkhren, hat sich der Unterzeichnete zur Ausgabe gestellt, :mb t% ergeht daher hierdurch e laufen, eher mehr als zu wmig. Bares .Geld ftn Hache trägt überhacsttt keiue Zinsen und auch die Sparkasse kann nicht über 3V2°/o, mS- nalnnsweift 4°/o, geben. Bei der Kriegsonleilie aber gibds ^ 5°/y! Und wenn Sie tvirklich in einern halben Jahr sehen, datz Sie zuviel in Kriegsanleil)e aTvgelegt habe:: und :nieder bares Geld M« irgendeinem Zweck l-enötigen, können Sie Ihre Anleilje jederzeit wieder verkaufen. Tann ))abei: Sie doch ein halbes Jahr laug statt 3V2°'° bei der Sparkasse volle 5°/ 0 bekonmun. Gtonall. Leversicht der TodessMe kn der StS'>k SrchrL Monat August tS17. Einwohnerzahl: angenommen zu 331ll0.Sterbltchkeitsziffer: 2tz81 Nach Abzug von 42 Ortsfremden: 9,14°/,.. Zu! Gr- Kmder ES fiorben an wachsene tm l Lebensjahr vom 2 bi- I&. Jahr s)lngeb. Lebenssä)wäche l (!) — 1 (1) - Altersschwäche 4 (2) 4(2) — — Scharlach 1 (1) — — i (i) Diphtherie 2 (11 — — 2 (1) Trivhus 1 (1) — — MD Tuberkulose der Luuqen 7 (4) 6 (3) — Kl) Tuberklllose nud. Orgal:e MD 1 (1) — — Lunqeneutzündung 5(1) 4(1) — 1 'Iftchr 3(3) 3(3) — — Krankh. der Atmungsorgane 2 2 — — llrnrckh d. llreislaufsorqane 10 (5) 10 (5) — — Geh:r,:schlag 1(D 1 (1) — — llrankh. d Nervensystem- Dlageu- ui:b Tarmkatarrh, 5(3) 3(1) 1(1) 1 (1) Brechdurchfall an Kraickhettsi: der Ver- 3(2) 2(1) 4(4) KD dauuugSorgane Krankheiten der Harn-- und 5(4) 1 KD Geschlechtsorgane 2(2) 1 (1) — Krebs 7 (3) 7 (3) — — anderen Neubildungen 2 (2) 2(2) — — Verunglückung 1 (1) 1 (1) — — and. bei:- Todesursachell 5 (4) 3 (2) 2 (2) *— Summa: 68(42) 54(31) 4(4) 10(7) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Grotzh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. W a l g e r, Med -Rat. Witterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Zreiwlich heiter, bis auf M>el trocken, Temperatur wenig geantkert. __ Letzte Hrtcfcrtcfitcn- Hervo mm den Sozialisten ausgefchlosseir. Bern, 1. Okt. Auf dem Kongreß des Seine-Sozialisten- Berbandes wurde von der Minderheitsgruppe ein Antrag eingebrack>t, der die Sozialist^: des Departements Bonne anffordert, durch Ausschließung Hervös ans der sozialistischen Parhei ihre sozialistische Pflicht zu erfüllen. Die zahlenmäßige UrÄerlegcnhi-it der Gegner. Bern, 2. Okt. Ein französischer Mitarbeiter eines Schweizer Blattes, der sich mit der allgemeinen milttärv- schcn: Lage beschäftigte, sagte u. a.: Nach den Berechwtwgen des französischen Hauptqnnrtiers betrug die zahlenmäßige Ueberlegenheit im Frühjahr 1917 an der französischen Front 40 v.H., an der italienischen 30 v. H. Die Erfahrungen der Frühjahrsoffensive Nivelles haben gezeigt, daß angesickM der deusichen Adwehr- methode diese lleberlegenheit :licht ausgeirutzt werden, kann. Danksagung« Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem .Hinschetden unserer Neben Entschlafenen sagt herzlichen Dank 06156 Familie W. Feuerbach. Bietzen (Marburger Str. 28). L Oktober 1917. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben' teuren Entschlafenen, sowie für die überaus trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Köhler sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: J.Schlurid,Zimmerm.,nebftAugehörchett. Hausen, 1. Oktober 1917. 06120 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie Reuschling. | Heuchelheim, den 2. Oktober 1917. 732s Heute morgen 8 3 / 4 Uhr verschied nach langem schweren Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwester und Schwägerin Frsil Kathsniie Lind geb. Slhreiner im 54. Lebensjahre. Im ^tarnen der trauernden Hinterbliebenen: Luise 8^*5 geb. Lind nebst Kind Karl und Johanna Lind. Gießen lKaiser-Allee 15), den 1. Oktober 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittags 5 Uhr von der 5kapeüe des Neuen Friedhofes ank statt. 06t60 Statt Karten. Augsburg Röschen Pixner Karl Todtenbier Köni^l. Gütenrorsteher Verlobte OkWtoer 1917. 7331 Gtassen ÖefatmliiiadbMMg. Die von der gestrigen Mitglieder-Versammlung bewilligten Belohnungen können von den ««gemeldeten n«,d hierz» berechtigten Dienstboten bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Mit Rücksicht ans die Kriegsanleihearbeiten bitten wir, die Beträge möglichst innerhalb der nächsten vierzehn Tage abholen zu wollen. Giesten. den 28. September ISH7. yezirkssparkasse Gießen Zacher». 78461) Sa.a.t'beiase ( besser wie blauer Vitriol) SST nur an Wlederverkftnfer Benner & Krumm Drohen, Material-u. Farbwaren-Großhandlun^ 45ie8en. 7l«P isjyLnKömjsMüiB®®® Winlerkartoffelu Bestellungen werden entgegcittvnon«i«:n. W. Hantel. Kilt km 7 , Xd 812 . " B.S'HiQ] I' Tlktjt fang- und klanglos Darf Der Tag oorübergeljen, an Dem vor 70 Jaljren Dem Deutschen Volke geschenkt wurde. fjal er sich in feiner Bescheidenheit und um keine Kraft Der Kriegsarbeit zu entziehen alieFeftc verbeten, fo Dürfen und sollen wir Doch Den tiefen Dank, DenmirDem Erretter Deutschlands aus schwerster not, Dem ruhmreichen Führer unserer Heere schulden, aus vollem Herzen bekennen. So laben mir unsere Mitbürger zu einer schlichten Feier auf Mittwoch Den 3. Oktober 1917, abends sfuijr, in Die neue Hula Der Universität ein. Die Feftreöe roirb fjerr Profeffor Ktinljel, Frankfurt am Main, hatten. Eintritt frei. fü/s Vaterland ^ hdm roeiter ans Werk ' m5inne HinDenburgs: alle Kräfte gespannt 3u zahlreichem Besuche ladet ein Deutsche OLderlandspürtej 6ießen. mmmmw. 7310V Todes- Anzeigo. Todes-Anzeige. Tioferachttttert und unerwartet; erhielten wir tiie schmerzliche Nachricht , * mein mnigabgoliöbtor Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes mein Onkel 18 ^ 11 ^ 1 ^ b ° hn ’ un8or li(5 ^ or Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate und Gefreiter Heinrich Walter Gott dom Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann unseren trousorgendeu Vater, Bruder, Schwiegervater, Großvater und Unkel Christian Ullmann gestern morgen 7VaUhr im 75. Lebonsjahre. nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. Inhaber des Eisernen Kreuzes II Kl. und der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach 37 monatiger treuer Pflichterfüllun« am 14. September durch Kopfschuss itn Alter von 4 2 Jahren den Tod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Margarethe Ullmann Ww. und Kinder. Lollar, den 2. Oktober 1917. Daubringen, 1. Oktober 1917. In tiefem Schmerze: Margaret© Walter geh. Braun nehst Tochter Familie Dietrich Walte!* Friedrich Braun Ww. Familie Friedrich Biorau Familie Wilhelm Braun Familie Heinrich Braun. Die Beerdigung findet Mittwoch den 3. Oktober 1917, nachmittags 3 Uhr statt. 7349 «W Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter Frau Marine Sem fil, WM Am 29. September vormittags entschlief nach kurzem Krankenlager unser lieber Onkel und Großonkel K Herr Robert Sattler sagen wir auf diesem Wege unseren wärmsten Dank. Familien Bramm und Vogt. Giessen, den 2. Oktober 1917. 7327V im 60. Lebensjahre. Qleßen, Schweinfurt, Porto-Allegre, Schwäbisch-Qemünd, Zurzach, den 2. Oktober 1917. Familie Heinrich Pitzer Familie Max Schneider Familie Karl Sattler Familie Eugen Sattler Familie »Alois Sigg Familie Gcyer-Sattlcr. ÜH Die Beerdigung fand in der Stille statt. 7347 Für die vielen Beweise innigster Teil- nähme an unserem schmerzlichen Verluste und die zahlreichen Kranzspenden, sowie den AlterSkollegen von 1806—1906 sagen wir ans diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Langer. Gießen, den 1. Oktober 191 00168 ^Crr zrrrhsenes Schuh# jwi-k, Geschirre, I.cd«K | Zeltstoffe, l-'uhrradinlintrl,* Filz usw. selbst ausbej - ru . «rill, verwendet vorzüglich .?! dtcNähahlclSlepper!« D. R. G. M. Solide, best« Konstruktion. Näht Stepp« stich wie Maschine. I.dcht zu handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. Viele Anerkennungen. — PrelJ Mk. 2.50 mit Nadelsor* flerune rnid Leinenz\rhfl, verpacht und postfrcL l» Lonorhandlungen kl«t> lieh oder direkt durdi ioh, Zucker Stuttgart-Botnang.