8t. 224 3Keites Bluff tä-üch mit gwtm dfrmt de» EormlagL. *^®PT G veilagen: „Gichener K»^en^«Uer- und „UreiLdlatt M? dev Rrris Kietzen". Postscheckkonto: KronVfArt mv Main Ur. N68L. bontoersetzr: iSewertzebonr Sietzev. \hl. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhessen Moutag. 21. September M ^roiUiugSrflnbbruct und Verlag/ BL ühl'icheUnrverfttäls-Bnch-u.Steln drucker«l. R. Lange, Gießen. Zchriftleitvng, Geschäftrsteüe und vnrckeret: Schulstraße?. E eschäflsstelleu. Verlag: Echriftleitung: 112. Anschrist fi ir Dro htu achrichten: AnzetgerGießen. »»WWW» A«s H-Nen. Kleischvelre-rrmrg. Adelung stellte folgende Anfrage em bi? LÄhMck in den rmüiegendM prenßischen StSdten die 9°- Metschnrenge ftaubiq 250®tantr,t Wjwfl und S&dje 6eteu 3 , tomtte in bat hessischen SWdt-ii MM °-p H«--ste gegeben werdet. In Mainz wunde Mwer Zichilsemchnis tan erspartem Gefriierfleisch mrc ein LWochenqnantum asm 12ö Granrm erreicht. In bm benach- ^ ÖT ^ eit ^ baperischen Staaten luurbcn frisches Mersch gegeben. Auch in der mrcyfknr ZuLmist fcyemt keftrce Aenderung ciuzutwten. m Regierung nicht imstande, bei den m.'ia^uqUa^ix bim^\a ffetz ert, daß eine gleich mäßigere nnt> ^rechtere Ueljchbelreserung erfolgt? Hessen erfüllt seine Verpfttch^ngsu, Gemüse, Obst, Kartoffeln und Milch an anheryeqichche Bewirte zu lLefemr, mit peinlichster Ge- Mvrtz, ber telligt wird Höchstvocis für Zwievrln Abg. Heerdt stellte in der Zweiten Kammer falgenden eiligen Antrag: Seit einigen Wochen find Zwiebeln weder ans den Specsesmtrkten noch in Ladengeschäften erhältlich.. Die Ursache dafiir soll darirr liegen, daß ein Höchstpreis für Zwie- Mn festgesetzt wurde, zn welchen: dies Nahrurrasmittel rm Handel nicht käuflich ist. Ich beantrage daher: Größt) Regierung woQe schleunigst Sorge tragen, daß Maßnahmen getvoften Werder:, um den Erwerb der für Hcmshaltuuas- Wecke iia$c$u Mveninehrlichen Zwiebeln zn ermöglichen Aus der hessischen nurümattiberalen Partei. Die im Zdüi 1912 als Unterorganisation bec Nation alliberalei: LanÄ-esparter rm Grotzherzogtum Hessen ins Leben gerufene „Freie Bnemrgung hegch^r Naltwuallibeoaker" hat sich cücf Beschluß ihres Arbe?tsauslchusfas aufgelöst. Damit ist die äußere und iitrarre Ge- schlos imheit der hessischen üandespartci urtter dem Borsiß de§ Land- ^gSadgeordnetei: Dr Osann, Drrmstadt, wicderhergeftellt. Die SatzungQ: der. LanLespartei fallen einer Neubearbeitung unter- zogen und die Organisation ausgeba.ut werden. Zum Leiter der in Darursoadt bis zum. 1. Oktober b. II. neu errichteter: Geschäfts stelle wurde der b^herige Geschäftsführer der „Freien Vereimguna". Äamxrlt^vetär Dr. Otto Linse, Mainz, berufen. Die AusmMMniegumt der Oelmühlen. Wg GrÄne'wald hat in der Zweiten Kanrmer beantragt, mc SBaanmer wolle bejcklieheu, die Negierung zu ersuchen, bei dem Praswenten des Krie^sernährungsamtes dahin vorstellig zu metbcat, daß der Betrieb in ten 36 Oelmulsl-m der Provinz Oberhessen aus- recht erhalten bleibt und eine Zusammenlegung nicht stattsindett In der Bogrckmdung heißt es: ^Alle QednMlen der Provinz Oberhessen arbeite!: seit Jahr- »sdwen und länger in inniger- Verbindung urit der samenziehenden Bevölkerung. Dre Meister: Mühlen sind solche kleinsten Umfangs, vevar^Een täglich nur 1—3 Zentner Sarnen, zwei haben kleinere Kodrallftckie Prosen, ihre Leistungsfichiabit lwträgt 5—6 Zentner Nur ern: Mü^ hat größeren Umfang ^ schlägt täglich 40 Rentier ©©rceu Ern Teil hat auch einen sehr großen Kundenkreis in den anfacgEden preußischen ''Provinzen. Für-alle Betriebsiuhaber bildet die Schlaginühte eine wichüge, für ncanche die .al leirrige Erwerbsquelle. .Das Aufhöreu des' Betriebes nnrd empfindliche wirtschaftliche Schädigungen zeitigem Vor dem Kriegs, wurde der bei uns ft: Betracht kcmrmende imb Mw sin: von Großmühlen sa,t gar nicht verarbeitet, dieselben schlugen in der Hauptsache irberseersche Saat. Fetzt sollen sie den Smnen schlaam, die Kleinbetriebe fallen stillgelegt werden. Das erzeugt Verbitterung, zmnal man >a::ch beit Zweck der Schließung der hie- iiyen Mühlen nicht versteht. Me Mühle:: arbeiten nämlich mit Wasserkraft, die nichts kostet, arbeiten fast durchweg mit wenigem oder älterem Personal. Kohlen und Menschen werden also ::icht gespart. Ams «nd €<*«&* Gießen, 24. Sevtember 1917. Das kleinste Opfer, das firrs Vaterland gefordert wird, ist Sparsamkeit im Papien:erbranch. Wer weigert dieses Opfer? * ** Amtlich, e Person a lnach richten. Das Ehren- Mchen \vtc Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde pom Groft- herz^ verliehen: Heinricb, D e i ch u: a n n, Johann Hinkel VIII., EhrisLian Bau mann, Peter Bayer, sämtlich! zu Framers!- h-'im. — Der Großsherzog hat de'-: Gerichtsassestor Dr. Friedrich Joses von Eisf ztum Kabiicettss-eirLtär bei der Kabinettsdirektion ernannt 'und dern Gwßih. Hvfgärftrer Heinrich. Göbel zn Jiagd- fchilvß Dfalfagarten den Charakter als Oberhofgärtner verliehen. — A)er Groicherzog empfing Aum Vortrag: den Staatsminister Dr. m Ewald, den: Muister des Jimiern v. Hombergt zu Bach den GeTveraladiutanben Gen. der Kav. v. Häbn. den Vorstand des Krbmetts Wirft. Geh. Ätat R öm held. ^ ^rag über Soldatenheime. Am 20. dieses 4aon»aW farw m der Neuen Atü-a der Universität ein Vortragsabend "agl:ch ausgestattete. Aufenthaltsräume zeigten, eine wie große U-ohldat nnstren Truppen die Heime gewähren. Fetzt glll es vor altem, die Mittel für 2 Heime in Griesheim bei Tarmstadt urid in Lettgenbrunn bei Bad Orb, wo die Errichtung von Soldaten- her.men gleichfalls dringend erwünscht ist, zu beschaffen. Dazu soll der Rauiertrag des gut verlaufenen Vortragsabends mit beitragen, doch werden noch jederzeft besondere Spenden bei ber Geschäftsstelle des Rotei: Kreuzes angenommen, das für die Läieiterleitüng Sorge tragen wird. ** S t a d t t h e a t e r. Die früheren Ab-cmn>enten iv-erden höflich st gebeten, ihre Winrsche, das Älbownem-ent betresfend, in den iiächsteir Tagen auf den angeborenen Antwortkarten abzirsenden. Vmn 24. September ab liegen die. Listen für Mionnenientseinzeichiiung in der Musikalienhandlung von. E. C h a l l i e r, Neuenweg, auf. — Die erste Vorstrellmig der Spielzeit findet am Dienstag, 2. Oktober, statt und- bringt ^^Shakespeares „Wint er m ü r chett". Mft diesem Werke ist vor 10 Jahren die erste Spielzeit im neuen Stadt- iheater eröffnet w-vrden, und bedeutet die diesjährige Eröffnungsvorstellung eine Art Gedenkfeier. Zins scheine. Es wird daraus hingewiesen, daß die Zins scheine aller Reichs anlei Herr, also auch der Kriegsanleihen, froro 21. des dein Fälligkeitstage vorhergehenden Monats ab nicht nur bei allen Postanstalten —. dn\d)üebitä der Postagenturen —, sondern auch von den hessischen Staatsbassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zftnsscheftw ist danrit der: Besitzern der Kriegsanleihe außerorden-tlich' leicht gemacht. Dies wird hoffentlich recht vielei: und vor allen: auch der Landbevölkerung den Entschluß zum Zeichnen der Kriegsanleihe erleichtern. Feldpvstsendüngeic. Mdpos.sendungen mit anf- geklebten Adressen an deutsche Heeresangehörige — cciut aufgeklebten Adressen an deutsche .Hseresangshörige — auch in den besetzten Gebieten und den verbündeten Ländern — sowie an Angehörige der verbündeten Armeen sind z-u- gelassen, Feldpostsendnngen mit solchen Mressen an die Zivilbevölrerimg der verbündeten Staaten, der besetzten Gebiete und nach dem sonstigen Ausland sind dagegen verboten. Für Kriegsgefangerlenfendungen — Briefe, Karten usw. — sind gleichfalls aufgeklebte Adressen unzulässig, Pakete dürfen jedoch mit aufgeliebten Adressen versehen sein. ** Die Ludwig- und Alic estiftnng hessischer Lehrer hält :vach mehrjähriger Unterbrechung ihre H a 11 ptversam m - lang am 29. September i:i Darmstadt ab. Grundbesitz und Kriegs anleih e. Besitzer städtischer oder ländlicher Grundstücke ft: Hesse::, die aeaenwärtia ütee thekenbauk erhalten, soweit die Grundstücke hinreichende Sicherheit bieten und nach den Bestin:ntturgeu der Bank belekhungsfähig! sind. UiNec der gleichen Voranssetz-rrng können muh geeignete erst- stelliae Hypotheken - besiehe:: 1 verden. Solche Darlehen sind in der Höh: des Neuüwertes der zn enverbenden Kriegsanleihe ans- Mnehrnen und für die ersten 7 Jahre (Mindestl.mcfteit des opro- zensigen Zinsfußes der Kriegsanleihe) mit 4Fü Prozent, dann dauernd mit 4Vs Prozent zn verzinsen und mit 1 / 3 Prozent zu tilge!:. Das Darlehen kann von ^der LandeslMothekenbauk nicht geMndiqt wer du, ivährcud dcr S.l^utdner es unter Einhalttmg eftrer kurzen Kündigungsfrist jederzeit Lüudigei: kmm. Solange die Knegsanleihe eine Verzinsung von 5 Pvozritt ergibt, nracktt der Darlehe:isfckiulduer und Inhaber der Kriegsanleihe nach 'Abzug der Tarlchmszinsen tvührend der ersten 7 Jahre eisten jährlichen Zinsgeiv'inn von v t Pvo-zem inrb von da an sogar vvi: V 2 Prozent. Sollte das Reich später den Aulesizezinsfuß herälisetzen — wvzu -es mnh den Au. 1 eihebedft:gunne 11 dom i. Oktober 1924 an 'berechtigt wäre —' so bann der Juhrber der Kriegsanleihe vom Reich bare Rückzahlung zum Nennw.nl ' erlangenDEr erhält also in diesein Fall öle Mittel, sich Won 'einer ÜHypoHed>rrlehenssch::ld vollständig zu befreien, und kann durch eine etwaige Herabsetzung des Lluleiheziusfiußes dirrch das Reich nicht in Verlegenheit tomiHrnw Tie Hypoth ckerrielstung (eiirschließlich Beschaftmw der Beleihung, unterlagen) kann völlig öostenlas erfolgen. Tie Lmrdeshypathekew' bank ist auch bereit, die kostenlose MflElvahrung und Verwaltung der Mleibestücke zu übernehmen und die jeuEils fälligen Anleihezinsen auf die Tarleheus^ftrsen unter Hermlszahluirg des lleüer- schusses zw verrechnen. Es ist damit also Gelegenheit geboten, das im Grundbesitz festgelegte Kapital in den Dienst des Vatevlaades zu stellen. Nähere Auskunft erteilt die Lcrndeshyvothekenlxmk, did. die/Zeichsimug :uü> die Eftrzahlung m:f die Kriegsanleihe ver- mftTM. xIk Sp a n fer kel fleisch. Das Kriegs emvä'hmMczsiLmt Hot säwlliche Bundesregierungen darmrf hingetvvesen, daß die Futterinu; und Mästung eines größeren SchfaetnS- bestandes iin laufenden Jahre :rich,t möglich sei, ohne daß die Brot- uni) Kartoffelversvrg:rng von Heer und Zivll- bevölkeimng in Frage gestellt lverde. .Es hat auch verkannt, daß Biaßrmhmen getroffen werben, un: der Zunahme der Schweinebestände vorzubeugen, ::nb n:it den: Hinweis, daß Gerste^ nicht in demselben Umfang lvie im Vorjahr für Schweinemastzwecke zur Verfiigung gestellt werden köurm, die Abschlachtung der Ferkel und Läuferschweine empfohlen. Das Grotzh. Ministerium des Fm:ern hat daraufhin zunächtz eine Bekanntmachung erlassen, wonach die frisch abgesetzteA Ferkel künftig als Spanferkel zum Verbrcurch gelange» sollen, wodurch auch der zurzeit uanrentlich in den Stäbten bestehenden Fleischknappheit etwas abgeholfen tverben kann. Der nicht z:r hohe Preis für die Sfiatfterkel nnt» der Umstand, daß Spauferkelfleisch nr vierfacher dldenge ans dL Fleischkarte an zu rechnen ist, lassen eine:: stärkten Absatz der anfallenden Ferkel zu Ernährtlugszwecken erwarten. — Obgleich im laufende:: Jahre der Schweinebestanb im Reichsdurchschnitt nicht die .Höhe erlangt hat wie im veD- flossenen Jahr, ist immerhii: eine Vermehrung, namentlich der jüitgeren Altersklasse:: der Schweine n: diesem Sonrmer zu verzeichne::. Die Landwirte nrrd Sckpveinehaltcr werden deshalb gut tun, wenn sie ihre Schweinebestärrde rsicht mehr vergrößern, soi:dern sie tmrlichst bald durch Abschaffuug aller eiuigernraßen schlachtbaren Schweine ver- kleiner::. Diejenigen aber, die jetzt noch Einlegeferkel fi erwerben gedenken, werden gewarnt, höhere Preise, dafür nszugeben, lveil ihnen sonst nicht unerhebliche Berlnste daraus erwachsen können. ** Krastfuttermittelmonopol. lieber ein begehendes Kraftfuttermittelmonopol sftld in den letzten Wölben Nteldungen verbreitet, die vielerorts Beunrnhi- guugxbervorgerufen haben. Demgegenüber soll festgestellt werden> daß weder im Kriegsemrährnngsamt noch im Er- nährungs aus schuß des Reichstags von der Angelegenheit etwas bekannt ist. ** An meldn n g des Leim bedarfs. Zmn Zweck der Anmeldung des Leimbedarfs für die Verfargungsperiode Oktober, Ädovlnuber, Dezember, sind Anträge feftens der Verbvalufter unter Benutzung! der vom KriegsmisschußMr Erscrtzfutter herausgegebemsr neue:: Vordrucke sofort air die zustänidigen Faehvrqcmifatioucn! zn stellen. Die Vordrucke sind bei den betreffenden lFuftorMWip-« satvo:reu erhÄtlich,. Soweit «noch Zweifel üler die Zugehörfateft M einer der Farchorgonisationen beftelM, gibt der KriegSausschuß für Ersatzftltter, Berlin W 3, Lützowstr. 33/36, Auskunft. ** Einkochringe. Die Klage über die mi:faerwectige Qualität der jetzigen Einkochringe, die in letzter Zeit, häufig laut wird, ist an sich berechttgt, aber nur insoweit, als diese nrinder-- uertige Qualität zur Folge hat, daß die Ringe nur eüaratf gebraucht loerden können, ivährend die giinge, die in FriedeuSzeilrir geliefert wurden, verschiedenemale ihre Dienste versehen konnten. Tie einmalige Brauchbitrkeit der jetzige:: Gummiringe steht aber gairz außer Frage, rmdweim auch vereitelte Klage?: berechtigt sind, so stelle:: sich diese doch unbedingt als Ausnahme dar. Die Hausfrau ist gar zu leicht geneigt, wem: Gläser aufgegangen sich) und dadurch Eingekochtes verdorbei: ist, die Schuld einzig und allein bei den Guncmiringen zu suchen. Die Ursachen, loelche das Aufgehen der Gläser herbeiführen und Eirrgekochtes verderben lassen, smd gar viele. So z>. B.: EiMvirkuug von Bakterie?!, rmgernkgendr Sterilisation, unsauberes Behandeln, Lagerung,. schlechtes GlcS. Man halte sich dal>er an folgeirde Regeln: Die oberste Regel keim Einkochen ist Sauberkeit. Alle Gegenstände müssen sorgfälsigst gereinigt '.uerben. Me Gcfäfze, Tücher, selbst die Tischplatten müsßm sauber fein. Wenso wichtig ist, daß das Eingekochte möglichst rcckch behandelt, wird. Bei den Früchten, die vorgekocht lverde«, ist o>e- sonders darauf zu achten, daß sie nickst unnötig lange der jßajl arusgesttzt sind, da das geöffnete Zeltengewebe besonders keimfähig ist. Die G?m::mringe müfseu absolut glatt und ohne Unreinigkeiten (Sandköruer, Metällstückcheu) sein, da nur ganz glatte Ringe die Dichtung bewirken können. Die zn verwandnck-en Gläser find einer besonderen Beobachtung auf schlechte:: Schliff oder auf Haarrisse zu unterwerfen. Die Lagerung der eingemachten Konserven fall kühl und dunkel sein. Der Inhalt soll zwei fingerbreit! meter dein obersten Rand des Glasgefähes bleiben. Die ^Vorfchrifaen üb.er die Sterilisation der einzelnen Materialien nrüsssen streng ° Angedruckies aus dem Goerhekreisr. 2lls Erinnerungsfest an das 25jährige Bestehen des Literitnr- arehios in Berlin ging den Mitgliedern als Privatdruek ein Band ^Di^s dem Goethekreise" zu. Die Herausgeber Prof. Heinrich Meisner mch Dr. Fritz Behrend veröffentlichen in den: inhaltreichen Buche eine Anzahl bisher unbekannter und ungedruckter Handschriften, die in irgendeiner näheren oder entfernteren Be- zwhnng zu Goethe stehcu. Mlgcmeinem Interesse werden namentlich einige der Forschrmg bisher entgangene Tagebuchblätter begegnen, die Karl Jmmermann ruf seiner fränkischen Reise Anfang Oktober 1837 für die Gräfin Llhlefeldt nieder ge schrieben hat. Wie er da das Leben in Jena uifa Weimar charakterisiert, sich über den äußerlichen Goethefickt mit liebenswürdigem Spott lustig niacht nnd Anekdoten treffend wiederzugebcn weiß, darin zeigt sich ganz das Wesen und die Eigenart ?xs noch längst nicht nach Gebiihr gewürdigten und VekanMen Dichters. „V:el lustige Stadt- und Hof- geschichten aus der Residenz" hörte Jmmermann in Jena, „der Fronde von Weimar".^ Da ist zunächst die folgende hübsche Episode, die in Jena eine ^sprichwörtluche Berühmtheit erlangte: „als die Kaiserin-Mutter die Jenaisehe Bibliothek besah, führte sie der damalige^ Mbliothekar, der selige Professor Güldenapfel, umher. Er zeigte ihr unter den Raritäten auch einen malabarischen Codex und würrde crufgesordert, ihr eine Sefte zn ftiberfetzen. ßMdenapfel wurde verlegen, stockte, stammelte und mußte endlich bekennen, daß er die Sprache nicht verstehe. „Mcht einmal Malabarisch?" rief die Majestät mit einer unglaublichen Verachtung und wandte dem Bestürzten den Rückem Dieses Wort ist nun tu Jena sprichwörtlich geworden, und wenn sie einander das Erstaunen, über efaen gar nicht zu vermuten gewesene:: Mangel aus- btücüeu :vollen, dann sagen sie nur: Nicht einmal Malabarisch?. .. Eftw andere lustige Auekdobe toeiß Jmmerina:m vor: Goethe zu erzählen:'„Goethe hatte sicb's einmal mÄt seinem Freunde Rbcyer recht wohl sein lassen (wie häufig geschah), und beide waren ft: einem: tvamderbaren Zusnnde. Da läßt sich ein durchreisender Verehrer melden. Majestätisch richtet sich Goethe ans »und sagt, fall mit der Hand an der Wand aufrechthaltend: „Halte mir diesen ?Me::sch,en ab!" Sogleich stolpert M'tt)er Kur Türe, reißt sie aus Md ruft in seinem Schweitzer Dialekt hinaus: „Exzellenz können Sie nickst sprechen, Exzellenz sein befoffe! . . ." Bon den damaligen Größen Weimars, von Stephair Scbjütze, Riemer, Eckermann und ganz besonders dem Kanzler von Müller, die mls Träger der Traditiemen Goethes anzusehen sind, gibt Jmnrermcrnu entzückend entworfene Md ausgeführte Miniatur bilde r. Für Müllers stets bereite Dienstwilligkeit findet er folgender! glücklichen Vergleiche „In einem Brunnen kann das schönste Wässer sein; lueuit man' aber keinen Schöpfeimer hat, so kommik es einem doch nicht zum> Genuß, und so hat jede Stadt irgend jemand, mit dem man tttj Verbiu'vung treten muß, will man ihre Societät kmnei: lerne::. Für Weimiar M ein solcher ,Soeietäts-Schöpfeimer der Kanzler von ,MM-er, ohne daß ich damit andeute:: .wollte^ er lvänds einem lauter Massier herauf. Iw. Gegenteil." Sogleich sternt er durch ihn die beiden Söhi'U Lottens kennen, die auch gerade inj Weimar zu Besuch waren. Mittags Um* er bei Hofe zum Essen! geladen, außer ihm noch die Sun ie Lottens, Eckerurann, Riemer, Sck'vrn, Vogel, Preller, Neher." Von Eckcrmann entwirft Jünner- mann bei diesem Anlaß das folgende Bild: „Eckern:ann. ein kleines, freundliches Männe: mit einem großen Maul und vorliegenden Froschaugen, welche beide Umfpnde. zwar an nnd für sich häßlich, Manckeein Gesi lN doch eine.: besonders gutmüligm ?tnsdrnck geben. Er war von äußerst, freundlichem, anmutendem Wesen. Ich konnte mich gut mit ihm uitterhalten." Das Gespräch drehte fick: wie immer 'um Goethe, bis Jmmeymann andere Gegenstände zur^ Sprache zu bringen suchte und mit Erfolg. Dararffhiu speicdete ihm Niewler das fvlHende bemerkenswerte Lob: „Riemers kupfriges. Gesicht war vom Champagner ganz blitzblau geworden, er sagte mir mft einer Art von Emphasep„Wie schOdc ,daß Sie Goethe nicht mehr gesebei: haben. Sie ivürden sich bald gnit ihm verstanden; haben!" Diesen Ainsspruch konnte ich mir gefallen lassen, an und für sick>, und dann, iveil er gewiß das größte Lob war, lvas für nsich aus Rienners Munde komuren konnte. . .". * * ©ritte3 Kleines Bachfest zu Eisenach. Die Neue Bachgesellschaft verschickt foebei: das^ Programm des am 29. und 30. September b. I. in der Bachslndt Eisenach stattftndeirdrn Backstestes. Tie Veranstaltung n-ird durch eine Hauptverscmunftmg' :ni: Vorträgen über die reichere musikatische Gestalttmg des Gottesdienstes emgeleitet werden. Mcster diesem wird sie aus eurem Chor- ko.izert mit geistliche:: und weltlichen Chören nnd Jnsnr:numtal- sätzen aus der Zeit Luthers, einem Festgottesdienst in mnskkali- sck-er Ausgestalftmg nnd einem Kircheitt'onzert mit Bach'scheu taten Mf Luthcatexte n. a. bestehe::. Den Chor stellt der Leipziger Tbomaumcke^r. das Orchester die Wnigliche llMelle in Dresdn^ Die mustKalilche Leitung liegt in ben Händen von Herrn Pvoftffor Karl Straube, dein Organisten zu St. Tl^nnae in Leipzig, nekvn dem noch andere bewährte Mämrer der großen B-utzgemeiude amd künstlerische Kräfte geNwmren wurden Ausführliche Pw>grawme über diese Bachfeier sind von der Gefckiäftsslelle der ?teuen B.nch. gesellschaft (Leipzig, Mrrnberger Straße 36), Eintritts fasten in Hvgo Brunners Hofbnehhandlung in Eisenach zu haben. " Heinrich Bienstock^s Sinfonie (H-Möll) op. 13 nird beim.Ersten Mlodernen Musikfest zu Dresden (24.—29. Oktober^ urausgefüort. Ter Komponist, der durch seine m Karlsruhe :Md, Stuttgart unter Sclsillings gegebenen Oper:: „Zuleiiua" ivch „Sandro der b-arr" durchaus kein lttcku'kannter n:ehr ist, >oird zur persöulichen Leitung seiner UraufführiMg aus den: Felde lwrr-q laubt wei-den. iimcarfjoltcn Werten. Stete Vorst chttge Hausfrau solide i#re Boo- r«r himsig nacfmrüfen; tont» biefe Prüfung häufig erfolgt, so . ronL» jede Veränderung, die m^t dem Eingekochten vvrgcganqen ist, beniarkt urrd, von Aufnahmen abgesehen, das Eingekochte durch foforbiße Verwendung noch gebraucht werten können. ** Tas KreiSbla 1 t Nr. 164 enthält Veroronurrgen über: Freihändig angekauiteS Stroh. Be r füttern ng von »ofer und Gerste, (tew< rblcche Verbraucher von Kohlen usw., Schul.uvemar, ii.sbeson- tere ^ehrnü ttel, tlteinhallurrg ter Strafen, Gestuften, Verloren. Nach Solde drängt am Solde hängt - doch alles'-- auch in diesem Kriege! Die Gol-anktmWelle in öen Räumen der Bezirkssparkaffe Gießen ist morgen von 3 dis 5 Uhr geöffnet! Landkreis Gießen. c Climbach, 24. 3e$Jt. Der als Leutnant im FÄte stehende Lehrer Walther wirrte verwtzLntet. ** Großen - Buse ck, 22. Seht. Das hiesige Bereinslaza- rett, tes bei Ausbruch des Krieges in den Räumen des Schlosses ter Frau Bawniu txm ytoteium eingerichtet worden tvar, wurde aUfgÄst -m. Hungen, 22. Sept. Ter zuletzt in Rußland in einem Infanterir-Reyinrent stehente Heinrüb Jockel ist an«feiner schweren Venmrndtmg in einem Lazarett gestorben. c Ke s se lvach 24. Sept. Lehrer LaZdtoig Ziegler von hier wird alS vermißt gemeldet. ** Lauter, 24. Sept. Dem Pionier Karl S chaaf wurde das Eiserve Kreuz 2. KLasse verliehen. ... ** Oberbessingen, 24. Sept. Das Kriegsehrenz-eichen in Eisen wirrte dem bereits mit tem Eisernen Kreuze 2. Basse ured der Hessischen Tapferkeitsnredaille ausgezeichneten Obergefreiren Hermann Serpp verliehen- — Der Karwmer Ludwig Walter erhielt die Hessische TapferkeitSmedaille. r. Weitershain, 22. Sept. Ten Heldentod fürs Vaterland starten derGefr.Karl Theiß, Inhaber derHessisclpenTapferkeitS- Tnedaitte, und der von RemhardShrnn gebürtige Johannes H o f f - mann. Kreis Büdingen. Eckartshausen, 23. Sept. Auf dem Felde der Eh« fiel ter Kanonier Friedrich Kröll von hier. — Tie Versteigerung ter Obstbäume an den Kreisstraßen unseres Bezirks bat ein sehr befriedigendes Resultat ergeben. Die Gebote hielten sich aus mäßiger Höhe, so daß auch recht edle Sorten zu Verhältnis- wätzig billigem Preise in die Hände ter Steigerer gelangten. — Die Kartoffelferien in unseren Schüler:, die zunächst für drei Wochen berxchnet sind, haben gestern ihren Arrfang genommen, und ist alt und jimQ von früh bis spät mit dem Einbringen des reichen Segens beschäftigt. Kreis Friedderg. Bu tzdach, 23. Sept. In der Nacht vom 21. auf 10*/, Uhr brach in der Schreinenverkstatt der Gcotzherzo glichen Zellenftra,anstalt Feuer auS. Tie Werkstatt brarrnte ab. ^urch Eingreifen der Feuerwehr, des Militärs der diesigen Garnison und des Beamtenpersouals der Anstalt konnte werterer Bwndschadeir verhütet werten. Als Brandursache kommt vermutlich Kurzschluß in Betracht. Starlenburg und Nheitthessen. r , t 22. Sept. Die Technische Hochschule schloß Nch lxmr Protest der Vereinigten Friedrichs-Universität Halle- Gärung an: „Tie Grvßherzogliche ggHW Hochschule yn Darmstadt ist mit der Universität Halle- W^ttenterg ernrg in der Ueterzaugiuig, daß die Äcncso anmaßende wce verleumterrsche Kundgebung des Präsidenten Wilson über ^.eurfch lmlte. angebliche Schuld am Weltkriege und seine angebliche iSSr*!!?? c£SP eroberungssüchtige Regierung, auf die der ^ keinen Einfluß habe, als eine Beschimpfung der Ehre unseres Vaterlandes und eine lästerliche Erttstellung ter Wahrheit die schärfste Mwehr und Brandmarckung verdient, zu der gerate die berufsmäßigen Vertreter wtfsenschafckicher Forschung und Lehre den begrüutetsten Anlaß haben. Tenn sie können unmöglich dazu schweifen, daß ein ehemaliger Professor des Staatsrechts tevardiffe GeschuhtsMchungen — nne sich aus seinen eigenen Schriften erweisen läßt — wider besseres SBIffnt verbreitet, weil er als Präsident der Vereinigten Staaten es nützlich firwet, auf solckie Weise seiner imperialistrsckien (teschäftLoolitik eirren die Unkenntnis seiner Wähler täusche^'ldcm Schern sittlicher» Rechts zu verleiben. Ebenso-ioenig können es deutsche Hochschulen ohne ernsteste und nachdrücklichste Verwahrung hmgehen lassen, daß die Bezie- | düngen zwischen den großen Kulturvölkern, die in gemeinsamer Geistesarbeit und neidloser, gegenseitiger Anerkennung dem Fortschritt der Menschl-eir wetteifernd zu dienen verpflicht^ find, durch die unlauteren Mittel einer gewissen losen Politik geflissentlich vergiftet werten. In diesem Sinne macht sich die Goßherrzogliche Technische Hochschule zu Taamstaidt den Protest ter Universität Halle-Wittenberg vollinhaltlich zu eisten und bittet, von der Tat fache dieser chrer Zustimmung öfsenUichen Gebrauch zu machen." s. Darmstaot, 24. Sept. Wi? alljälirlich, hielten auch diese - Jahr die S'dteutsche Eisente mgeselkschaft und chrc Tochter gesellschaft, die bestriche Eisenbahir-Aktiengesellschaft (Heag), gleutizei- tig ihre (teneralversammchmMn ab. Am Vormittag tagte in ihrem VerwaltungSstebäude an ter Neckarftoaße die 24. Generalversammlung der Süddeutschen Eisenbahateteseltschaft uitter dem Doriitz von Hugo S t i n n e s - Müchlheim (Ruhr). 8405 stimm- bereclstigte Aktien waren durch 12 ^kmouäre vertreten. Als Regie- rungsverttetec iNar Finartzrat Schrodt anwesend. Die Bilanz schließt mit 67 619 025 Mk. Eimmhuw nach Ausgabe, die (Gewinn- und Verlustveckmung mit 2 100 221 Mk. ab. Die zur Ver- fugimg der Generaltvrsammlung stehenten 1 888 784 Mk. wurden nach Vorschlag tes Aussichltsrats wie folgt verteilt: Dividente 1690 000 Mk. (ß 1 /* Prozent auf 26 Millionen Aktienkapital), Tmttiemen 87 370 Mk., Uebertrag 111 415 Mk. An Stelle des erstorbenen Mitglieds Dr. Gill Hausen lvurte Direktor Dr. W e n d t von den Kruppwerken in den Aussichtsrat gewählt. — Am Nackmntbag tagte im Stadthaus die 5. Generalversammlung der Heag unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Glässind. Der Geschäftsberickit stellte trotz Fahrtverminderrmg ter teil (£_iienterI/neri erhöhte Enmahmen fest. Die Bilanz schließt mit 15 32.) 549 Mk. Einnachmen mcd Ausgaben, die Gewinn- und Berlustrvct.nung mit 1 292 321 Mk. Ter Reingennnm von 329 322 Miark kam n-achi tem Vorschlag «des Aufsichtsrats wie folgt zur Verteilung. 5 Prozent all den Reservefonds (12 562 Mk.), 4 Prozent Dividende aus 4 Millvonm Mk. Aktienkapital (160000 Mk.), Tan- ttemcit 4720 Mk., zur Verfügung der 0>«reralrersammlung 152 039 Mark, aus denen eine ernprozentige Superdivitende (40 000 Mk.) ausgeschüttet wird, während 112 039 Mk. auf ReckMmg vor- getragen werten. — Füg die durch, Dod miSg^schiedenen Mitglieder Direkte e Go lde über g-Enen rate Kommerzienrat I a- cobr-Darm,t'.ot wurden Tirertor K öpchen von der Rheinisch- Weslfättsck.^n Elettrizitäls.oerken in Essen und Stadtv. Ritzert- Tarmsbaot in den Aufsichtsrat gewäylr. ch. Aus N h e indessen, 24. Sept. Tie Portugiesertrliuden werden geernitel. Sie liefern einen schönen Ertrag. Tie Nachfrage ist groß und der GesckKftsgang lebhaft bei hoben Preisen. Auch ältere Weine werten trau bc* Herbstes noch verkauft. Das Stück 1916er kostete in letzter Zeck 4000—5000 Mark. 1915er,5000—6000 Äck. Hessen-Nassau. -- Frankfurt a. M., 21. Sept. Der Oberpräsident zu Kussel hat auch .das zweite (pesuch tes Magistrats unk Beibehaltung der Herbstserien abschlägig beschieden. — Am Miwvoch trug sich in dem Frühzuge uack). Kassel ein durch eigenartige Umstände herbei- mrs dem Nsetz und fiel ter Schaffnerin, die.gerate dienstlich im Mteil beschäftigt war, noit solcher Muht auf den Körper, daß sie eine schweve Schulterguetschung und einen Bruch des linken Armes davontrug. Tie Schwerveute^e warte nach Kassel mitgenommen und dort einenr Kvankeirhause zu geführt. mr. Frankfurt a. M., 22. Lept. Ein großes hiesiges Zi- garreuhrrus, oas in der Stadl mehrere Filialen besitzt, verkauft fett geilern nur noch gegen Karten, die von chm auSge,tellt sind und aus die eS täglich 5 Ziqarrcir oder 10 Zigaretten abgibt. Wer reme Karte hat, bevomrnt nichts zu rauchen. = Höchst *. M., 23. Sept. Bei ten NruüauAeu ter Farb- wncke ereulirete sich am Freitelg ein fokgensäiwere.- Bcnal»i^,lüi^ Mehrere Maler und Tüncher waren 'cht Mißbinterar.>enbrüchen ebenda!ls erhebliche innere Verletzungen und nrußten sofort dem Krankenhaufe Mgefichrt werden. Vermischte». sn. Vom Rhein, 20. Sept. Nenestens hat sich in unseren Gegenden ein bisher kaum getminbcr ltzast eingestellt, nämlich der Seeadler. Seit kurzent hat man Gelegenheit, diesen Vvget in zahl reichten Exemplaren mr den schilf- und .weite nreichen böegenden ( ter Rltenrner zu beobachten, namentlich an den stilleir Usern des „AltrheinS" bei Stockstadt, Erfelden, Leeteim imd bei der JnseL „Kübkopf". Wiaderholt wurde der Sveadter bei tem Raub von: Hasen, Rehkäll>ern, Gänsen und Enten betrossen. Auch sein Ber-» wandter, oer Fischadler, der ter Fischerei mrßerst ge?ährlul) xft^ ist zahlreich vertreten. Beide Arten .nisten au^ lwhen Baumen in der Räte des Wassers. Wir Sachverständige meinen, Mddie seltenen Gäste wegen ter gegenwärtigen Unruhe an der flandlrischen Kßste von dort l-ier eingetrvffen. --- Eltville, 22. Scvt. Ten Erlös aus dem Verlaus eines Viertelstücks 1915er Rmrenthalers in Höhe von 37532 Mark Wer wies die Gräfin zu Eltz dem Roten Kreuz, der Nationalstisttmg und den Ortsarmen von Rauenchal und Eltville. Außerdem ließ. | die Gräfin jedem Arbeiter ihrer Weinberge ein Sparkassenbuchs über 300 Mmck überreichen. Berlin, 22t Srept. Ter Verband der wtteren Post- und Telegraphen-Beamten lsielt am 20.—22. September seinen 7ten Berbandstag ab. Tie Eröffnung erfolgte durch den Verbandsvorsitzenden, Ober-Po4schafsner Laur-Äerlin.. Das Berbandsvermügerr beträgt 1755991,73 Mark, itst Sterbebeihilseu hat der Verband im letzten Jahre 342 400 Mark, an Witwenunterstützung 294 243! Mark gezahlt. Seit Kriogsteginrn sind 625 600 Mark Sterbebei» hilfe gezahlt worden. * Dresden, 20. Sept Die Tagung der deutschen Orts- E krankenkassen beschloß, den Preistreibereien auf dem Arzneimittel-- markt entgegenzutreten. Sie verlangt eine stärkere Berücksichtigung der Kasfenrechte in der Aerztesrage. Die wirtsckiaftlichen Ziele des Leipziger Verbandes seien mit den Grundlagen der KdankeuVersicherung unvereinbar. Vorschläge zur Abänderung der Reichsversicher- rung wurden einem Ausschuß überwiesen. * ** E t n e prächtige Gesänge nen-Bücherei. Soeben hat, »vie wir hören, in Hamburg-Großvorstel die vBcsi-chtigung» eines deutschen Kulturwerkes stattgefunteu, das den deutschen Zivll- gefangenen in England gewidmet ist. Es h.intett sich um eine nicht ^veniger als 3500 Bände umfasfende Bücherei, die auf Mmsch tes Königlich Preußischen Kriegsministeriums für das Zivilgefaugenm-' lager üc Kuockaloe (Insel Mau) durch die /Deutsche Tichter-Ge^. däckstnis-Stiflung in Hamburg-Großborstel zusammengestellt amrde. Diese neue große Bücherei, die eine!: Kosten auswand von 14 000 Mark erforderte, umfaßt außer der schönen Literatur sämtliche Wissensgebiete und enthält Lesestoff für alle Bildungsgrade. rpielvlan der vereinigten 5wnNurtrr 8t«di dem« Opernhaus. Montag, den 24vSeptember, abends 7^2 Uhr: „Der Barbier von Sevilla". Dienstag, 25., abds. 7: „Ter Evaugelimann". Mittwoch, 26., abds. 6: „Tristan und Isolde". Donnerstag, 27., abds. 7 : „Venezia". Hievaus e „Klein. Jvas Blumen". Freitag, 28.: (teschlosseri. Samstag, 29., abds. 7: „Migrron^. Sonntag, 30., nachm. 3: „Die Fledermaus". Abds. öty*: „Errnten". Lchaufpkelhsur. Montag, den 24. September, abends 7 l / 2 llhr: „Der Blaw> fuchS". Dienstag, 25. Sept.. abends 7: /,Der EvangelimcttnM'. „Der Blaufuchs".> Dienstag, 25., abte. 7y 2 : „Wic^ariuneir" Mitt- rood>, 26., abds. 7: „Florian Geyer". Donnerstag, 27., abds. ?r/..: Neu eiustudiect. „Metea". Freitag, 28., abds. 7Vs': „De- Blau- fuchs". SmnStag, 29., abds. 7- . - .Pecleberq". Sonnbag, 30., vorn:. 11: Vortrag von Prof. Dr. Oskar Walzet, DreKten DaS dÄcksche Drama. Hiermri Rezitatioueir'.- s Hia\t) Dietrich. Nachm. 3V,: „Alt^Frankfurt". Abds. 7.V,: „Der Blachuchs".