vr. 229 9m Lttzeia« Mhchetm läqüch, außer - Veilaqen: WU&uei Sumffkij&J&le?; «rttrtziatt ffite öea Kreis Bez»9rprsls: 1 Mk. mertel- »Yedch 3 Mk. durch ®M*" B. Zweigsteürn wmmmCL D durch Dhtt. auSschl. Bestell-. K«n1prech - AnschWe: für die Schri das gleiche Interesse an der Besiegung der Mittelmächte hat, warum geht es da nicht mit in die Schlachtlinie? Soll Amerikas Hilfe sich nur in neue Menschenopfer umsetzen, die von Frankreich verlangt werden? Die französische Regierung blieb einst- toeüen die Atttwo-rt aus diese Frage der Abgeordneten schuldig. Aber in der protzen, von l^iglund ausgegebenen Porvle des Blufftms in der Frage des Friedens und der Kriogsziele machen die Pariser Blätter noch eifrig mit. Sie tun, als hätte die Entente schon das Knie auf unserer Brust, und als brauche sie nur die Faust an unsere Kehle m drucken, um ums das Lebenslicht ausprblaseu. Wütend. Uhrrend und prahlend hat der ganze Chor die Antwort der Mittelmächte an den Papst zurückgew-iesen, herunter- gmerrt, und ihr alte, maßlose Programm entgegengehalten, Es ist etwas Teuflisches in diesem Schauspiel und SrsttbniS, aber wenn wir Deutsche nicht abergläubig stn-, wird uus der HiLlenspuk nichts anhaben. Wilsons Mensclcherisoaterhaupt hat sich wieder hinter den Wo ttQ't-- h i n mve l der andern Weit Lnrückgezr-a-at; die zahllosen deutschen Pfurruse werden ihm noch in den Ohren klingen, und der Reichstagspräschem Dr Kaempf haa ihm aus feierlicher Sitzung namens des dsttfchen Dolles nochmals eine AnILrort erteilt, die er sich hinter den Spiegel stecken kann. Wilson ist abFetrecen; „da öffnet sich behend' ein Mettes Tor, daraus rennt mit wildem Sprunge ein Tiger hervor". Ern Komödiant, mit dem Tigerfell aufgeputzt — $err Asquith, der frühere englisch Ministerpräsident, Wenn einzelne, allzu fest auf FriedenserrtschlieHnngen sitzende deutsche Zeitungen uns damit getröstet hatten, das nmnscherrswerte Echo aus die deutsch Antwortnote werde erst noch kommen, das wilde Getön der Presse sei nur das Stimmen der Instrumente zum eigentlichen Konzert gewesen, so haben sie damit nicht recht behalten. Asquith tveio-t keine andere Polittk als Herr Lloyd George, der diese Woche in Frankreich weilte, um dort von einer Art Feld- herrrchügel Ausschmr zu halten. Asquith übt dieselbe Taktik wie die Presse; sie geht darauf aus, unsere Demokraten immer aufs neue aufzurühren, den Reichstag zum Schwätzen und Raisonnieren, unsere Regierrmg aber zum Sprechen zu bringen. Dazu würde es auch passen, daß in verstecktem englischer Auftrag bei unseren Aemtern sachte geforscht wird, ob Deutschland noch nicht bald bereit sei, England das belgische Zugeständnis in den Schoß zu werfen. Wenn an dem treuesten Gerücht irgend etwas Wahres ist, wonach unser Auswärtiges Amt neben der offiziellen Antwortnote an den Papst auch noch ein vertrauliches Schreiben, das die Bedingungen einer Preisgabe Belgiens enthalten soll, an dieselbe Adresse hat adrehen lassen, so würde die Rede des Herrn Asquith bewerfen, daß der Reichskanzler und sein Staatssekretär darin zu weit gegangen sind. Denn Asquith präsentiert die alten Forderungen in fast noch verstärkter Auslage, urrd ist im Don und in der Sache so unversclchmt wie nur je. Er ersinnt Bedingungen, wie sie nur ein Sieger dem gründlich Besiegten und Zerschmetterten vorlegen kann, und er bettet sie in das bewährte Phrasennest von Menschenrecht und Völkerfreiheit. Selbst das Berliner Tageblatt belehrt ihn jetzt, daß die Deutschen keiu Volk sind, dem man auf diche Werse den Frieden diktiert. In Deutschland wird mtthr und mehr das Vollgefühl erwachen, daß es mit so unaufrichtigem Gerede über Wlkerfrieden der Zukunft und mit so herausfordernden Anmaßungen vorläuftg überhaupt keine Diskussion mehr gibt. ' Einen Beweis für die fortschreitende Erkenntnis haben die Nationalliberalen geliefert. Der Zentralausschuß ihrer Partei hat die Mehrheitsentschließung des Reichstags am Sonntag scharf verurteilt. Er hat weiterhin zwar das Bekenntnis zu liberalen Reformen aufrecht erhalten, aber^doch dazu erklärt, daß dft Eilzüge der Demokratisierung in der Kriegszeit ausfalten müssen. An den interfraktionellen Besprechungen will die Partei sich beteiligen, weil sie damit inrmerhch den Mehrheitsparteien gegenüber ihrchi Einfluß geltend machen famt. So hat die nattonalliberale Fraktion mit allen gegen drei Stiirrmen beschlossen, für eine Streichung des Arttkels 9 Abschnitt II der Reichsver- fassung zu stimmen, wonach niemand zugleich Mitglied des Bundesrates und des Reichstages sein kann. Im Ver- sassungsausschuß ging derselbe Beschluß mit 15 gegen zwölf Stimmen durch. Die erwünschte große Klärung hat sich innerhalb des Reichstages noch nicht gezeigt. Nach einer Eröffnungssitzung am Mittwoch, deren .Haupttnhalt die bereits erwähnte Ansprache des Präsidenten Dr. Kacmpf bildete, wurden die Bcratuilgen der großen polittschen Fragen einst- tanktt mbex Dguvtausschutz verlegt, und der Reichstag vertagte sich bis zum 3. Oktober. Bis dahin kann sich also in vertraulicher Anssprache manche Erregtheit beschwichtigen lastm, ohne daß dem Auslande ein willkommenes Schauspiel dargeboren wird. Beim Blick auf die auswärtigen Stimmen werden die Mehrheitsparteien den Kanzler wohl nicht öu hart angehen, ob er ihr Geschäftsführer sein wolle oder Nicht. Hindenburgs letzte Erklärung, in der er sich gegen die Unterstellung wendet, als hätten er und Ludeudorff geäußert, drohender wirtschaftlicher Zusammenbruch und Versiegen der militärischen Kraftquellen nötigten uns zu einem Frieden um jeden Preis, hat eine größere^Bedeutung als nur diejenige erner bloßen Berichtigung. Es handelt sich hier um emen Aufruf gegen gefährliche Flaumachereien und Durch- kreuzungen der Auswirkung unserer militärischen Erfolge. Wir brauchen eine Politik des Schweigens und Handelns. Die Verhandlungen des Reichstags, so wesentliche Dinge da auch verhandelt werden mögen, sind bei weitem nicht so wich- ttg und ausschlaggebend als die Nottvendigkeit, der siebenten K r i e g s a n l e i h e zu einem durchschlagenden Erfolge zu verhelfen, vor dem das- feindlick)e Ausland an seiiren Erwartungen und seinen heimtückischen Waffen verzweifeln muß. (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Arff den; Sü)1ack>tfe!de in Flandern steigerte sich von mittag an der Feuerkampf wieder. Abends lag Tronnnel- feuer auf dem Gelände östlich von Uperp. Dort schritten die Engländer zu starken Teilangriffen südlich von Frezenberg und an der Straße Menin. Auf beiden Angriffsfeldern wurden sic drrrch Feuer und im Nahkampf zurückgeworfen. Am Wege Ypent-PaHsärendaele sitzt der Feind nackt in ciniMN Trichtern unserer Frvntlinren. An der .Mste war abends die Artillerietättgkeit lebhaft. Auch an mehreren Absthnitten der Front im Artois nahm sie zeitweilig zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der A i sn e und?'' t«er E ha m p a g n e schrünk- tnr schlechte Sickü und Sttickiregen die Gefechtstättgkeit tagsüber ein. Wends lebtt stc auf An mehreren Stellen hatten rmsere Erkunduns^en guten Ersblg. Vor Verdun wurde am Nachmittag der Ärttllerie- kampf stark. * Aus erfolgreichm Kampfflügen hat in den letzten Tagen Oberleutnant Berthild seinen 25.. Leutnant Wüsthof den 22., Leutnant von Bülmv den 21. Gegner abgeschossen. Oberleutnant Waldhrnlsen gelang es gestern, ein Flugzeug und Mei Fesselballone zum Absturz zu bringen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nur m wenigen Abschnitten zwischen Ost ee und SckMar- zem Meer erhob sich die beiderseitige Feuertätigkeit über das gewöhnliche Maß. Mazedonische Front. Aufklärer-Geplänkel im Slhumbi- und Stnima-Tal-, stärkeres Feuer nur im Becken von Monaftir und südlich des Doiran-Sees. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * ^Ler Abendbericht. B e r l i n, 28. Srpt., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern lebhafter Artilleriekavrpf. Sonst nichts von Belang. Der österreichksch-ttngarische Tagesbericht. ) Wien, 28. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich witd verlautbart: An der T i r o l e r F r o n t stelleiuveise erhöhte Kampf- tätigkeit. Sonst nirgends besondere Ereignisse. Der Chrf des Generalstabcs. Die auswärtige Politik vor dem hauptaurschutz. Rede des Reichskanzlers. D-er Hauptausschuß des Reichstages begann heute vormittag mit der Beratung über die auswärtige Pvlittk. Reichskanzler Dr. Michaelis und Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Kühlmann such anwesend. Zunächst wird die Papstnote behandelt. Dazu ergrifft der Reichskanzler das Wort zu einer Rede über die allgemeine Lage. Er begann mit warnen Dcmkeswotten an Heer urrd Heimat und mit einem Rückblick mrf die glänzenden militärischen Erfolge der letzten Wochen. Sodann betonte er die volle E i n hei tlichkeit und Ueberein- ftimmung der politischen Führung bei uns und unseren Verbündeten und gedachte in herzlichen Ausdrücken des gemeinsamen Wasfenruhms rmd der Waffeubrüderschast der Vierbundmächte. Er besprach weiter den befriedigenden Stand unserer Beziehungen zu den Neutralen, die cnrch> durch die unerhörten Anstrengu7lgen der feindlichen Preßft'tze nicht gefrört werden konnten. Der Schweiz, den Ni^ederlanden und Spaarien wurde für ilne selbstlose Tätigkeit auf dem Gebiete der humanüären 5kriegsiicrsorge unser, besonderer Dank ausgesprochen. Der Reichskanzler hob hervor, daß wir die den Neutral en durch den Wittschafts krieg der Entente, an den sich neuerdings die Bereinigten Staaten mit besonderer Rücksichtslosigkeit b'tteiligten, zugefügten Lttden aufs lebhafteste bedauern und daß mir stets bereit sind, an der Versorgung der däeuttalen mit nvt- w-endigen Bedarssgüteril solveit tellzunehmeir, als die Anspannung unserer ecgcnen Kräfte ^und Hilfsquellen durch den Krieg dies zuläßt. In knappen Strichen zeichnete der Reichskanzler hierauf de» Stand der Dinge in den feindlichen Ländern. De wirtschaftlichen und ftuMtziellen Schwiettgkeiten Frankreichs nehmen rasch zu. Noch schärfer macht sich die wirtschaftliche Not mit ihnen inner- wlitischen Begleiterscheim^ngen in Italien fühlbar, wo Regie- ttNA und kttegsfteumdlichr Patteien die wachsende und immer ener- grscher vvrgehende Friedenspropaganda mit bat größten Anstrengung an niederzuhalten suchen. Ju England übt unser U-Boot-Krieg seine sichere und u n e r b i t t l i che Wirkung aus. Nur die trügerische Hoffnung auf einen Zwiespalt bei uns laßt die leitenden btttischeu StvatsMÄrner heute noch an.Kricgszielen ftst- haltm oder doch solche verkünden, die mit den politischen und witt- ichastlichen Lebensmittelirotwendigkeiten Deutschlands völlig unvereinbar sind. In den Bereinigten Staaten sucht die Regierung mi: allen Mitteln, auch durch Nnerbötten TerrvrisTnus, die bisher in NANtesten .Kreisen fel>lende Krieasbust aufKustacheln. Wir sehen dem an gekündigten militättschen Kräfteeinsatz der Union ttchig und zuversichtlich entgegen. In Rußland herrscht eine schwere Mttschaftskttse, insbesondere sind die Transpvttntittel den Ausgaben, die der Friedens-, schluß bringen wird, in keiner Weise gaoachjen. De Frage einer künftigen Ternobilisierung liegt wie ein Mpdruck mtf der neust Regierung. De leiteirden Männer, zur Hälfte abhängig von den Arbeiter- und Soldatenräteir, zur anderen von ihren «rglischen und amerikanischen Geldgebern, scheinen so gut icke keine Be- wegungsMöglichkeit nach außen mehr zu besitzen. Zur Zeck gibt es in Rußland noch niemarchen,, der die Kraft findet, gegenüber dcnr Chaos und den Ententeeinflüssen die allgemeine Sehnsucht' nach Ftteden zu vettwirklichen. Der Reichslan-zler kam dann auf unsere Antwort auf dre Papstnote und aus die Frage der Kriogs^iele zu sprechen. Er fühvte dazu aus: ^ Die deutsche Note ist, soweit es sich bisher übersehen läßt, bn unseren Freunden :md Verbündeten beifällig, bei der Mehrzahl unserer Gegner mit offensichtlicher Verlegenhest ausgenommen worden. Soweit eine Kritik auch von befteundeter oder wohlmeirrender Seite versucht worden ist, ttchtet sie sich in effter Linie dagegen, daß posittve Erklürun^n über Einzelftogen in der Note nicht gegeben »varen. Es ist schüoer verständlich, wie ein Kknawr der mterirationalen! Lage und der internationalen Gebräuche jemals daran glaubat könnte, wir rvürden in der Lage sein, in einer einseitig von uns gegebenen öffentlichen Erklärrrng die Lösung so wichtiger Fragen, die in unlösbarem Zujammeirhanse mir dem ganzen bei eventuellen Friedens Verhandlungen zu besprvchalden Fragenkomplex stehen, dirvch eine einseitige Erklärung zu unseren Ungunsten festMlegen. Jede derartige öffentliche Erklärung im gegenwättigen Stadium könnte nur verwirretrd wirken und die deutschen Interessen schädigen. Wären wir mtf Einzelheiten eingegangen, jo würde (das läßt sich aus der Haltung der uüs feindlichen Presse schon jetzt mit Sicherheit erkennen), die Parole im Lager der Gegner gewesen sein: „Die deutschen Konzessionen sind als Zeichen der wachsenden Sckxväche Deutschlands auszulegen, sind vollkommen selbstverständlich und deshalb als rvertlos zu buchen." Wir wären dem Fttedon nicht um einen Scknitt nähcr- gekommen: im Gegenteil: die Ueberzeugun-auf Seiten der Gegner, daß nur die Ungunst unserer Zustände uns veranlaßt haben könnte, eine für jeden diplomatischen Techniker so. Vollkimmen unerklärliche Haltung anzunehmen, hätte bestimmt kriegsverlängcrnd gewirkt. Ich nehme für die Reichsleitung das Recht in Anspruch, das die leitenden Staatsmätruer in allen feindlichen Staaten für sich in Anspruch genommen haben tmö noch bis in die neueste Zeit in Anspruch nehmen. Ich nruß den Standpunkt der Reickisleitung klar feststellen, von dem wir ims nicht abdrängen lassen werden, daß ich es zurzeit ablehnen muß, tmsere Kriegs'zielc z u präzi-^ sieren und unsere Unterhändler fest zu legen. Wenn sich die Mitglieder des hohen Hauses und der Presse mit uns auf diesen Standpunkt stellen wollten, würde die Sitimtion unendlich erleichtett und gefördert und der Weg zum Ftteden würde von 'vermeidbaren Hemmnissen zürn Segen des Vaterlandes befteit werden." Zum Schluß wandte sich der Reichskarrzler gegen die Wilsons che Antwort auf die Papst-Note. Der Bettuch Wilsons, zwischen Volk und Regierung in Deutschlarrd Zwietracht zu säen, ist aussichtslos. Die Note hat das Gegenteil dessen erreich, was sie wollte: sie hat uns fester zusammengesügt in d«n hatten Willen, jeder ftemden Einmischung entschlossen und kraftvoll Trotz zu bieten. Die flammenden, aus tiefer Ernpörung heraus geboreneit Proteste, insbesondere. der des. Rttchstagspräsidenten, haben dies bestätigt. So wenig wie die Wilson-Note wird irgeird ein anderer feindlicher Versuch im deutschen Volke den Geist des 4. August üverwinden: dieser Gttst wird leben und siegen, solange uns der Ring der Gegner zur Verteidigung unseres Daseins irrtb unserer Zukunft zwingt. Darauf nahm der Staatssekrttär des Auswärtigen Amtes Herr von Kühlnmnn das Wort. Er erklärte Mnächst, daß die in heutigen Morgenblätftenr ettchienene Nachttcht, es existiere eine deutsche Note über Belgien, ttne der dreistesten Erfindungen. n>ahrschein- lich ftanzösischen Ursprungs, und daß an der ganzen Sache kein wahres Wort ist. Auf die jürrgste Rede des Führers der Opposition im btttischen Unterhause, Mister Asquith. ernzu- gehen, lehnte der Staatssekretär nrsolange ab. als niebt ihr genmter Wottlaut vorliege Ein bcdattender polittscher englischer Sckwift- steiler hat ttnmal den gegenwättigen Zustmrd der europäischen Diplomatie dahin gekennzanhnet, daß leitende Staatsmänner verschiedener Nationen sich dort öffentlichen Rednertttbünen ans gcgenstttig anfchtteen. Wenn die Reutettchen Auszüge ein getreues Bild dessen geben, was Mister Asquith gesagt hat, dmm hat er uns auf dem Wege, der für Europa nütig ist, um kttnen Schritt gesött>ett. — Wie immer msch das unmittelbare Ergebnis des päpstlichen Fttedenssckwittes sich gestalten möge, das ttne ist schon jetzt zu sagen, daß diese mutige Initiative des Papstes, der, gestützt Mir die ehrwürdige Tradition seines hohen Amtes, besonders zum Mittleoamte sich berufen fühlte, ttnen Alffchnitt in der ('kuhnl're dieses unei>tiqer Weise darzulegen Ich sage mit Ansicht „nationale Politik"', denn ich hoffe und schov üe, daß ine deutsche A,ntworttrote rhlver Entstehung und ihrem Anhalt Tvwch — soweit dies überhaupt für irgendein politisches gjAoramt gesagt rverderr kann — den Willen der überwiegenden Mehrheit der Deutschen verkörpert. Nicht nur international ist die P-apstnote eftr bedeutsames Dokument, auch für unsere rein dkvtschc Entwicklung bedeutet sie einen Marchtoin. Ast sie doch das er>te Ergebnis eines Zusamnrmwcrkens zwischen allen Faktoren d«r Regierung und den Vertretern des deutschcür Parlaments, das hier Mcm ersten Mal versucht worden ist. In solcher Iutiniität ist das Zusammenarbeiten, lvenn nrern Gedächltnis mich.nicht trügt, selbst in rein parlamentarischen Läiwern niemals versucht worden Kevc^e dieses Zusammenwirken, sein Verlaus und seine Ergebnisse famren einen Staatsmann, foem die deutsche Politik am Herzen §iegt, zuversichtlich und hoffnungsvoll slimmetn. Eure auswärtige Politik,^ die nicht in ihren breiten wesentlichen Grundlagen voll der Zustimmung des Volkes, von der Zustrmmrr.rg seiner gewählten Vertreter getragen ist, und die nicht im Parlament rniterjtüivt lvrrd, blind)' tätiges /Eingreifen im geeigneten Augenblick, durch straatsmäurcksches und weises Gewckhranlassau der Exekutive, kann den schweren Dampf gegen das Ausland nicht durchführen. Im iAjusl-ande wird häufig mit der Legende operiert, es gäbe in Deutschland eine Politik -der Negierung und eine iPolitik de^ Volkes Ties ist heute ganz bestimmt eine Legende, und nichts kann diese Legende gründlicher Kerstören, als wenn auch Sie, meine Herren, sich geschlossen der in unserer Antwort an Seine Heilige keitz» niedergelegten Politik crmtWMfcn. Much die törichten xBv- hauptungon, als bestünden im .Schoße der Negierung selbst weit auseinandergehende Auffassungen, als zeigten sich Divergenzen rrnter den leitonden Männern »selbst oder zwilchen der Neichsleitung und 'den genialen Heerführern, denen wir nächst Gottes Hilfe verbanden, daß Deutschland dastchr, wo cs heute steht, — diese Ausstreuungen sollen der verdienten Lächerlichkeit preisgegeben sein. Alle diese Stellen arbeiten täglich und stündlich in voller Harmonie aufs engste zusammen^ eine Entscheidung wirklich vitaler Fragen, bei denen der Konnex fehlen würde, ist nicht denkbar. Bon dem harmonischen Zusammenwirken, »vieles sich in dem engen Zusammenarbeiten bei dex Antwortnote Wünschen Parlament urrd Regierung ergeben hrt, habe ich die besten für die Zukunft hoffnungsvollsten Einblicke gewonnen. Bei der Vertraulichkeit, die nur aus schwerwiegenden Gründen für die Verhandlungen des Siebener-Aussckiusses festgesetzt haben, kann ich aus Einzelheiten nicht emgehen, halte es aber doch für wertvoll, festzustellen, daß die Grundlagen der deutschen Antwortnote so, wie sie von der Regierung vorgelegt worden sind, den Vertretern aller Parteien annehmbar erschienen, und somit glaube ich mit vollem Reck)t sagen zu können alle Versuche unserer Gegner, in den Grundlagen unserer auswärtigen Politik zwischen die deutsche Regierung und das deutsche Volk einen Keil zu treiben, die Fikltwn, als stehe das deutsche Volk in der auswärtigen Politik nicht geschlossen hinter Kaiser und Kanzler, sind als Fiktion und Erfindung zurückzMveisen. Die deut sck^e Politik schöpft gerade crils dem Bewußtsein ihrer volllbnrmenen Einigkeit mit dem deutscl)en Parlament und dem deutschen, Volk'- die Kraft, mit Ruhe, Würde und Zielbewußtsein die Weg?' zu gehen, die für die Größe und die Entwicklung Deutschlands nötig sind. Tie Note steht als festgefügter Bau. Stern ist mit Stein so fest verklammert, daß jeder Versuch, einzelnes herauszubrechen und zu LMnentiereu, die- Wirkung nur ^schwächen türmte. Ich will nur kurz darlegen, aus tvelchcm Geifte'dre Note her vor gegangen ist und welches die Bedingungen für ihre Wirkung sind. Im vierten Jahre dieses geivaltigen Krieges hat Seine Heiligkeit der Papst mit noch größeren! Ernst und noch größerem Nachdruck als vorher unter die Völker Europas das Wort geworfen vom Frieden aus Erden. Europa! — Das Wvrt klingt uns heute wie ein Mär dien aus längst vergangenen Zeiten. Und doch fft es kein Märc' sondern auch heute noch mehr als ein geographischer Begri; . sie Summe eines in Jahrtausenden gewachsenen Zustandes. Tie kleine, an den asiatischen Kontinent angelegte Halbinsel hat bisher die Herrschaft der Welt fest in Händen gehabt. .Macht- und Handelspolitik. Uns allen steht das alte Europa woch klar ümj .Gedächtnis, und ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, daß für keinen der Shaatzen rn diesem alten Europa der Zmttnrd, tvre er itzt den letzter vierzig Jahren bestanden hat. so Unerträglich war, daß, er aus die Gefahr der Selbstverr-iä^.ing hin hätts 'abgestellt werden müssen. Daß Europa nicht zugrunde gehe, ist vielleicht heute noch. mitten in diesem gewaltig gen Kriege ein gemeinsames Interesse aller Groß Staaten. Der endgültige Zusammenbruch tvird jedem einzelnen Staat, welcher Gruppe er auch gehören möge, schwächer unlj zutunstsärmer hinterlassen, manche ganz zerbrechen und jeder großen nationalen Zukunstshdffnung bar. Ms die junge Großmacht Deutschland vor bald 50 Jahren in begrüßt worden. Aber diese 50 Jahre haben, so scheint es mir, begrünt wordenn. Asbrr diese 50 -Jthre haben, so sch-int es mir bewiesen zu haben, das; Europa mit dem mäckffigen Deutschland in seiner- Mitte leben tonnte, ja mächtiger und lebensfähiger war als vorher, und ävemr heute unter unseren Feinden noch' viele alauben es lün? die Gtülbbte fick» rückwärts redi/n^-n es Urhr.ti knüpfe wie nur \t, aber auch bereit, mitzu-arbeiteu zur Verwirklichung des Wortes v»m Frckeven aus Erden. In der weiteren Erörterung erklärte Reichskanzler Dr. Michaelis noch, daß der svrtschr. Redner richtig ausg-efühn habe, die Stellung der Rcichsleitmig za den Krieg-zielen wurde durch die Antwort auf die päMliche Friedensnote klar umschrieben. Da rn dieser Antwort die Fr reden 5 kundyebung ovm 19. Juli au-drückich erwäHnt ist, bedarf es weiterer Klarstellung nicht mehr. Im übrigen erklärte der Mich?kanzler: Die in den letzten Wochen lebhaft erörterte Nachricht, daß die Reichs! eitun g bereits mit dieser oder jener feindlichen Regierung in Verbriidung getreten sei, urrd daß dabei nach einer — glauben, es ließe die Gf/lhpchte sich rückwärts redigi'eren, es ließet sich neben einem tödlich verßümmftlten Preußen vage bundesstaatliche Gebilde nOber ins Lieben rufen, so sind das Illusionen, die bei historischen Phantasien sch.ver verzeihlich, bei verantwortlichen E»SLaaLsmännern aber verbrecknerisch sicrd. D-cr Papst verbündet.den Frieden auf Erden. Dock; auch heute noch gilt das Wort: der Friede denen, dir guten Willens sind. Ter tiefste Grundgedanke der deutschen Note war, dem. Heiligen Vater _behilflich zu sein, diejenige Atmosphäre zn schaffen, welche überhaupt für eine fruchtbare Besprechung der zahlreichen, die Völ-. Ter trennenden Streitfragen unbedingt nötig ist. Jeder diplomatisch Erfahrene iveiß, daß bei derartigen Verhandlungen die umgebende Atmosphäre, die Stimmung häufig unendlich viel wichtiger ist, als selbst wert auseinandergehende Forderungen. Wenn man die Stimmung unserer Feinde nach.den öffentlichen Aeußerungen ihrer Presse und ihrer leitenden Männer beurteilen wollte, so könnte man nur zu sehr trüben Ergebnissen kommen. Solange unsere Ge-prer von dem Wahne ausigehen, — die Klügeren unter ihnen )vrssen, daß es Wahn ist —, es könnte ' ein Augenblick konrnren, in dem das deutsdre Volk in Sack und Asche Buße tun, reunrütig an die Brust schlagen, mrter das kaudinische Joch verächtlicher Forderungen Griechen könnte, solange wird dem Schwerte das Wort bleiben müssen. Es mag ja nid)t leicht sein. Len durch die Legenden, die sich um die Anfänge -dieses ü'Mges geuwbeu haben, aufgehetzten Völkern der Entente die 3M)rbcrt ungeschnrinkt zn zeigen. Es ist aber notwendig: denn sonst kann ein neuer Geist nicht entstehen, und die Entstehung dieses neuen Geistes ist die unbedingte Voraussetzrmg für einen glücklichen Abschluß dieses furchtbaren Völkerringens. Das deutsche Volk ist im Innersten fest 'überzeugt, daß es einen gerechten Krieg führt, und aus dieser Ueb-erzeugung l)eraus quillt ihm die Kraft, die ungeheuven Opfer fteudig zu bringen, die täglich) von ihm verlangt werden. Dre päpstliche Kundgebung hat die Völker Europas noch einmal an den Scheideweg gestalt. Noch einmal vor dem eittscherdungs- schve-ren Winterseldzug ist ihnen die Möglichkeit gegeben, zwar aus tiefen Wunden blutend, aber mit blankenr Schilde den Wiederaufbau Europas zu beginnen. An Deutschland Gegnern ist es nun, zu beu^isen, ob auch sie einen Hauch d^s neuen Geistes verspürt haben. Die nächsten Wochen» dursten die ^roße Frage enffcherden, ob Freund inrd Feind in Dichtung vor tvalfengervaltrgen löegnern den blutigen Degen senken oder toeitat die eherne Entscheidung der Waisen arrrufen wollen. Ern einiges Deutschland kann nicht geschlagen ^verden. Unsere Einigkeit in den Fragen der großen Politik, wie sie in unserer Antwort mi die Papstnote verkörpert ist, bildet die Boraussetzuirg für unsere gcnrze Einigktüt, und gerade, daß diese Enigkert in unseren Beratungen erzielt iverden konnte aus den; Bwden eines klaren inu> ausr ichtigm Fr iedenspvcgram ms, das gibt ihr doppelt wrrksanre Kraft. So steht denn das deutsche Volk in dieser entscheidungsvollen! SästcksalsstuNde stark, aber ftiü, markig, aber gemäßigt, bereit zum Die Kriegsanleihe ist die Saat- der Frieden die Crnisl is der Landmann das ersparieSaatgut zur rechten Zs Li der Ärde anvertraui, so mrchi Du jetzt jeden erDarien Groschen Deinem Vaterlands leihen! Darum zeichne! i Hi i M II 1 11In 11 llilüiiilIMiln ig 1 11 j W i?I fml (n]W l ffffwilTirJWi JrrWnBTnfffPTiaBWÄ n fl illRi wie ich höre — zrenrtich lvert verbreiteren Auffassung, die deutsche Rerchslertung von vonchereirl besetzte Gebiete und somit bk wertvollsten Verhandlungsvorteile für kommende Friedenserörteruwgen preis gegeben l)aben sollte, ist unzutreffend. I ch stelle fest: die Reichsleittrng hat für möglich,? FriedensoerlMrd!:>.ug m freie H cr n d. Dies gilt a u ch f ü i Belgien. 0t*wrt£WTrt*r y»n KMjEmann mttwortzete einem Nationalliberalen: Der Artikel in de n „Münch. Neuest. Nachr.'' über'die be l g i s che'Fr a ge ist eine RetmktionS- arbeit, für die die Mich-Leitung eme Berairtwvrtnrrg nicht über- nehnreir kann. Seine Verbreitung durch WTB. ist Kenntnis des Reichskanzlers oder einer anderen leitenden Reichsstelle erft»lgt. Wg. Nosk e (3o$.' bringt die oft wredcrliolte Aussassung seiner Partei zum Ausdnrck. J mI b e s Ondere betont er, daß die Fr^ge Elsaß-Lothringe«ö im S»ne der F«rtz»runtzen M>»ts und As- quiths für Deutschland ganz indMutudel ist. Er spricht seine Freude darrmer aus, das; die Antwort auf die Papstnotc sich unbedingt auf den Boden der Rcichsbaaserklänrng vonr 19. Juli stellt. Dann verbreitet er sich in auMihrliclien, für vertralürch erklärtere Darlegungen über die helssische F^tM. Den «umisch)unfiO»ersuch Ml- sons in imrere deutsch? Bei HA kniffe weisen wir zurück. Was uns not tut, wissen wir allein, und das werden wir uns selbst erringen. Eine Differenz ztvisch)en dm Regierung und der NeichstLasmehrlMt über die Friedensfrage besteht nicht. Aber d« ReichlHanzjier d«rf es nicht allen recht machen uwllen. Die sHegienmg imrß Farbe bekennen, daß sie die anne^ckoniftrschen Treibereien ablehnt. Mir dürfen nicht auseinandergehen, ehe wir nicht diese Märnng erreicht haben. Abg. T. Naumann lBp.): Dem Dank an die Truppen schließen wir uns an. Mr hören es gern, daß die imlitärische Lage günstig ist, werm auch die Gegner von sich dasselbe sagen. Auf dem Kämpfgebiet ist eine Art schwebender Gleichgewichrszustand ein getreten. Wenn man vonc Endkamps spricht, so ist das im allgemeinen zutreffend, aber wie bange wird er dauern V" Wie so vieles Neue, so hat uns der ftrieg auch gelehrt, daß er nicht die ultima ratio ist, Streitfragen zur Entscheidung zu bringen. Wie es im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg letzten EndeS notwendig geworden ist, aus einen Nonnal zu stand zurückzugehen, vou dem aus die Tinge neu dmstruiert werden mußten, so nnrd es voraussichtlich auch diesmal sein. Mr tvikrschen nicht ein neue* Friedensangebot, aber unter uns nEen wir die Frage diskutieren, ob der Ktieg die letzte Entscheidmrg bringen wird und bringen kann.> Alle Faktoren der deutschen Politik stcl>en ans dein Boden der Antwort aus die Papstnote, inÄBsoxdere auch dsc Oberste H«resleitung. Die dlnltwort geht über die Srkltrung v»nr 1v. J«li hlmruS mit ihren Darlegungen über LMeüftung und Schie^saeckchte. Die Zu- trmmung zu ihrer Erörtzerung darf man der Lösung dieser ungr- l?euer schwierigen Fragen nicht gleichsepen, allein, b^shr-r gelegentlich als GesrnTnmg der Deutschen her»ortrat, ist jetzt doku- mentariid) festgelegt. Es rvird nur aufgegrifs«'., was seit langem durch das deutsche TkMßnr .reffrn-en ist: es ist ein deutscher We,, den »vir gehen. DeBchrkb be«-»iHen wir die GmMhaung dtese» Pun> t«S in der Antt«eg. Dr. Werner-G retzen (D. F.) sagt, wir dürfen nichL die Friedenshand, die zurückgewiesen tvurde, von neuem ausstrecken. Das deutsche B»lk wolle den Frieden haben, aber nicht den Verzicht- frrtoen. lieber Els-aß-Lokhr'ingen ist eine Diskussion mit dem Auslände unmöglich. Ein Verständigungsfrieden ist nichts als ein Verzicht auf Lohn für die gebradüen Opfer. Die Geschichte zeigt, daß alle Staaten durch Macht gegründet wurden. Mg. 5) e r o l d (Ztr.): Die Antwort aus die Papst-Note ist eine der bedeutungsvollsten Dokumente des Friedens. Sie zeigt die Einheit der politischen Gewalten untererTrander und mit der Obersten Heeresleitung. Die Zustimmung des Siebener-Aus schnsles als eines Teils der Bolksvertreprag ist gleichfalls bedeutnngse-oll. In Einzelfragen muß die Regierung freie Hand behalten, und wir sind gleichfalls damit einverstanden, daß die Antwortnote fid) des Eingehens aus Eiuzelfragen enthält. Die Bezugnahme auf die Papst-??ote sagt jedem genug. Der Burgfti<Äe auf politischem Geriet hat ja nachgelassen, es wäre besser gewesen, ilpr weiter aufrecht zit erhalten. Um so notwenbiger ist die Einigkeit hinsichtlich der Kriegsziele, damit das Volk weiß, wofür es käinpft. Allgemein, lullte die Anti.wrtnotze als Grundlage genommen werden. Aus maßvolle Friedeftsz-iele könnten sich alle einigen und sollten es tun. Atzg. Ledebour (U. Soz.): Der Reich^kanAer hat lediglich eine Übersicht der durd) SchiÄ)sgerlchte nicht regeln l«i?en. Unsere -imstis? militärische Lage müssen nur ausnützen bei den k»m»tcnden Friedens Verhandlungen. Es muß ausgegangen werden vsn der Krie*»Barte, mie sie ist; das sähen and) die Feinde rin, die wirtsckElidren Kampfsmitteln greifen müßten. Bei den B?tch»Mungen muß die Regierung freie Hand behalten, sie bar* nicht gebunden werden. Unsere weltpolitische Situation in ihrer Gesamtheit ist günstig. Aber wir dürfen nidst den Anschein erwecken, als ob wir uns innerlich t^rfteischten. Nach der Mittagspause hieu zunächst der zur Minderheit der sszrckLemokvati-chen Fraktion gchörige Abg. Hoch eine Rede, die für vertraulirb erklärt wurde. Es kann daraus jedoch mit- geteilt werden, daß der Redner dem Reichskanzler vorwarf, er wolle den Reichstag mit den alten Mitteln und Methoden hin halten. Bei der günstigen militärischen Lage sollen wir den tveiteren Verlauf ruhig abrvarten, sage der Reichskanzler. Demgegenüber verweist der Redner aus die sniheven Biahnungen seiner Partei. Durch Krieg kann nmn wcktpvlittsche Fragen nicht lojew man inuß sich ans den Reckpblwden stellen. Das aber trn der Reichsk«rzler nicht, er hofft immer noch aus die Entschndamg durch die Macht. Der Hinweis aus die Friedenskurrdgedung vom 19. Juli -in der Antwortnote stärkt die Friedensbewegamg in de» seurd- ttck-en Ländern. nZenrn and» die feindliche Presse den klaren Sinn der ReickzStagseri'lärung zu verdunkeln fudjt. Mit den Regeln der Tiplomarü kommen wir nicht aus dem Kriege heraus. Der neue Geist tzvrn mrr aus den Völkern herauskomnren. Abg. Dr. Dehda lVvle) tritt für das tvlnische Volk ein und dankt in dessen Ninr-en dem Papst für seine Note. Die Grundsätze des Rechts und den neuen Geist wird der Friede hoffentlich diesem Volte bringen. Abg. Ledebour Nl. Svz.) In Rußland gibt es eine Regierung, mit der man sehr wohl Friedensverhandlnngen führen rann. D«ß Regiermrgpn lveckKeln, kommt auch sonst vor. Mit einem zarisden Rusgand war kein Darrerfriode zu schließen, wohl aber mit einem demokrattscheu, mrd hierzu ist Rußland auf dein besten Wege. Abg. Erzberger (Ztr.): Tie .Haltung der Regierung ist jetzt voMonrnren klar. Es ist Unrecht, wieder einen Zweifel hineür- z ul ragen. Diese Marheit in den Grundsätzen und in dein Ziel ist ein nattorMer und internationaler Gewinn. Einer werteren öfserttlicheic Erklärung bedarf es nicht, sie wäre schädlich, sei es auch, daß es sich um positive Kriegsziel so rderungeu lZandÄte. Tw ÄMworttrote enthält alles: wer sie uid>t versteht, denr fehlt das A B E der Politck. Auch die heutige Erklärung des Reichskanzlers ist völlig 7iar \mb in allen Teilen einwandfrei. 9duln aber ist auch Einigfeit des deutsd-en Volkes möglich. Wir sind bereit, sie zu schaffen. Die Erklärung vonr 19. Juki bildet eine breitze Grundlage für die Bereinigung. Tie Gegner dieser Erklärung tragen eine schwere Verantwortung, wenn sie ihre Agitation fortsetzen. Nach dieserM«stellim.g stellen wir uns gern hinter die Regierung und überlassen ihr die Führung in den Einzelheiten. Damit s dstießt die Bespredjung der Auswärtigen Politik und insbesondere der Papstrwte. Abg. Prinz ^u Schoenaich-Carolath (ntl.) berichtet über Petitionen, die zum großen Teile durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt werden. 5)ierauf werden die Fragen der Gefangenenbehandln n g vertraulid) besprod-en. Die Aussprache »vendet sich der Frage des Verhältnisses z^u den neutralen Ländern, wie Argcittimen, Holland. ^m>eiz usw. zu. Die Ausführungen des Staatssekretärs über Argentinien sind vertraulich. Ueber das Verhältnis M Spanien führt Staatssekr-etär von Kühlmann ans, daß es gut sei. Spanien leidet b^trädstlich unter den Folgen des Krieaes. Wir können nicht alle Wünsche erfüllen, wenn wir den U-Boot-Drieg nicht abschwächen wollen, dod) kommen wir nach Möglichkeit entgegen. Tie Bemühungen und Ovfer Hollands für unsere Verwundeten und die Aufnahme zahlreicher deutscher Kinder ftrKien die wärmste Anerkennung, desaleid-en verdienen die Bemü- hu»ffu um den Gef«rgenenaustausch den wärmsten Tank. Der gute Mlle, hinsichtlich wirtsd>aftlrd)er Verträge zum Einverständnis zu kommen, läßt das Beste erhoffen. Es ist auch zu erwarten, das; die innerpolitrschen Verschrebrmgen in Schweden seine neutrale Haltung nicht beeinflussen werden. dlb-g. Laube (Bpö, der vor einher Zeit in Sckiweden war, meint, ern »neues Ministerium in Sdtzveden werde ebenso ftiedlie- bend sein wie das jetzige. Tie weiteren Ausführungen des Redners sind vertraulich. Abg. Lift (ntl.): Wir im LluSschuß haben nur den schärfsten Tadel ftir den gewesenen Vertreter Deutschlands in Argentinien Nicht nur deutsches Ansehen, sondern auch deutsd)es 5kapit«l und »msere Handelsbeve^rngen stehen ans dem Spiel. Abg. Ledevour (So-.) tadelt sdmrs die Ausdrücke des Grafen Luxburg, der kemen Platz im diplomattschen Dienst mehr sindcm könne. Unterstaatssekretär von dem Busche teilt mit, daß die Kohlenar^ffutzr nach Holland ins Stocken geriet, weil die Verband lungen r«ch nicht af^schlossen warm. Es ist aber zu hofsm, daß die roksfuyr blckd wieder in Gsng kommt. « ® ret ® (5wt).): Wir ntäften erft o&RnK SMtamg der *2“? p^”°g a*yp*a. e» w^endML-i urteüen. 'Der Reimer “ I ™ * c: «f, «rMchurrgeii zu Säramarf. «ä». SSarmutT) (D. A): Erst mLs»m wrr Gruf üurbur« ■tonra. ™r lim s*Tartrilai. Alimi man nicht Mittel mtbai. rnn iM« ‘»rfomrtnw-röcn gcfceinw: d-rnticher Mtenstücke zu verhmtern? ^ l.'ulre AGttxition der Entente an dem gesmcken? '^n der Ävllmider .zmll^llt. Ist von 7lcnr,i*i*nt das Hcquiimlent '.ul duschen für unsere Mto^enTicfeamffat erfolgt? SSijefcnjI'Cr Dr Helfferich gibt ?üi^fimft Über den GüLersustau?ch znnsck-en Damnnark und De?:tschled)Nlinen wird und smäckst über das Kohl engeschäft des Gewerffchaftskartells in Kopenhagen und seine rrützttche Wirftumkeit. Wa. Go 1 hei n (Vp.): Auch in Deutschland gibt es G m. b. H. im KvUerchandel, die mit kleinem Betriebskapital erhebliche Ge- -vinne tznachen. Die Haltung des Grasen Lurburg ist auf das >Sck»ärfste zu verurteilen. ^ Gegen 7 Uhr aberrds wurde die Sitzimg geschlossen, morgen, Sonnabend, wird über die besetzten Gebiete verhandelt. Die Kämpfe in west und Gst. Berlin, 28. Sept. (WTB.) Nachdem der schwere Groß- tcvnchf an der Flandern si-cn:t . Septeiuber bis gegen Mitternacht fortgesetzt war, loste er sich in Teilcrngriffe auf, die bis Zirm Morgen des 27. Septenrber anduuerden. Bor- nttttags hielt sich die Arttllerüetättgkeit bei günstigem Wetter in rnäftigen Grenzen. Gegen Mittag setzte erneut von Holle- beke bis m Gegend Zarndwovrese Trommelfeuer ein. Um 7 Uhr abends erfolgte, von rnehrererl Tanks begleitet, ein starker englischer Feuerangriff in der Gegend St. Julien. Au gleicher Zeit lag ailch ans nurseren Stellungen nordöstlich Frelenberg bis Zanrdlvvorese stärkstes Trommelfeuer, dem ebenfalls er?: starker englischer Vorstoß in Gegend östlich Hooge folgte. Beide Angriffe wurde?c unter blutigen Verluste:: für den Feind in: Feuer und im Nalstkampf abgeschla- »Ml. Die Blutopfer Englands in diesem cnrssichts- losein Kcnnpf u?n die U-Boot-Basis steigern sich infolge der andauernd wiederholten Angriffe u?L> bei dem rücksichtslosen Menscheneinsatz in eischreckerrder Weise und lassen sich in eine Linie stellen mit der nutzlosen Menschenverschwendung Brussilows, Ni- vellesundCardornas. An der Arras- und Aisnesiortt war die Artillerietätigkeit teiboeije lebhaft. Eigene Stoßtrupps und Patrvuilleu- unternehrmlngeu brachten uns Gefangene ein. Oestlich der Maas, südöstlich Beau?nont, griffe?: Stoßtrupps schwarzer Mra??^osen »rnsere cHräbem an. Sie wurde?? u?:ter schwersten Verlusten tm Nahkainpf abgewiesen. Von 10 Uhr vormittags a?r lebte die Feuertätigkeit aus, steigerte sich von Mittag an gege:: den Wavrille-Wald zu größter Heftigkeit und Ibis in die Gegend Bezonvaux>'über. Erkaunte feind- liche Ansammlungen wurden in ehr fach unter wirksamstes Vernichtungsfeuer genommen. ?luch nördlich St. Mihiel brach ei?: dreimaliger Vorstoß einer stärkeren feindlicher: Mteilu?:g i?: der: frühest Morgeirstunden des 27. in unsere??: Feuer zusarnmen. Im O sten, an der Düna und in Mazedonien herrschte zeitweise an eiiMlnen Stellen lebhafte Feuertätigkeit. vle demokratische ttonserenz in Petersburg. Petersburg, 28. Sept. (WTAl.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agenrur. Um 5 Uhr nachmittags lvurde rn dem mit rote?: Fahnen und Bändern geschnüickten Saal des großen städtischen Theaters in Gegenwart von 1200 aus aLlea: Teilen Ruhkands herbeigveilben Vertreter?! die demokratische Konferenz eröffnet. Die gesamte vorläufige Rsbieruug :nit Kerenski cm der Spitze bescrnd sich in der Kmserloge und mehrere Mitglieder des diplomatischen Korps in einer besondere?: Loge. Der Vorsitzende des Hcurptvoll- zugsausschusses des Arbeiter- und Soldatenrats. Tscheidse, erklärte die Konferenz für erösftrct und hielt eine Rede, in der er die lAriucke für die Einberufung der Konferenz u?rd nan:entlich die außerordentlich schwere Lage des Landes u??d die e r n st e st e Not w endigkeit der Bildung einer revolutionärer: Regierungsgewalt betonte, die aller: Elementen verantwortlich wäre, u?:d auf die sie sich stützen könnte. Der Vorsitzende des Rates der Bauernabgeordneten, A v k s e n t i e n , sagte: Der Augenblick ist gekommen, in dern die Demokratte alie ihre politische Weisheit aufdieten muß, um die Errungenschaften der Revolution zu retten, die vor: einer nie wieder gutzurnacheriden Katastrophe bedroht ist, wenn diese nicht jetzt beschworen wird. Nach der Wahl des Buvsaus, das au3 33 Mitglieder?: besteht, darunter Tscheidse, Tseretelti, Arserrtinv und Tscheruow, ergriff Kerenski, von der Mehrzahl der Techrehnver mt± lebhaftem Beifall empfangen, das Wort. Er begrüßte die Kvnfererrz imnrens der Regierung der russischen Republik und' als Oberbefehlshaber iHtb stchc fort: Da die Regierung schon auf der Moskauer Staats- Vorrsevenz ihr Pnogramrn dargelog-t I«be, gestatte er sich, nur einige Worte zu sanier eigenen Verteidigurrg, besonders hinsichtlich des Kvnnlvtv-Falles, zu sagen. Kerenski erklärte, er habe seit lar^pem Nachrichten, über den sich vorbereitende?: Staatsstteich gchäot und von Dag Tag glle Maßnahme:: getroffen, um diesen unerfreulichen Ersignissen vorzubeugen. Seit der Ernenlni?:g livornilorvs pn Oberbefehlshaber habe das 5) auptq uartier begonnen, ein U.lti??:atr:m über das andere an die vorläufige Regierung zu richten. Die Regierung sei sich bewußt gewesen, daß die Ereignisse in Galirien nmc Llnstremuingen erforderte?:, um die Zerrüttung der Armee zu bekärüpsien. ?lber er sei zu diesem Zwecks seinen eigenere Weg gegangen, nÄhceird das 5?auptguartter ihin eine?: ganz anderen aufzunöligen versrkä'.r habe. Ziemlich If.n&c Zsit sei es ein Kampf der beilben Richtungen gewesen und das 5>auptguartier habe jedes Mißgeschick mr der Front dazu benutzt, sofort ein Ulti?nattun nach Petersburg ?,?: richte?:. Kurz! vor der Mio s ka u e r K o u ser c u z sc: der Regierung ein neues ?:vch, stärkeres Ultii??attim vom Haupt- auartter^ überreicht nwrden, das im Wi^igcnmgsfalle gedroht habe, die Konferenz zun: Scheitern zu 7>ringe?:. Mer die Regierrmg habe auch dieses Ultimatum zilrückgewiesen. Nach dem Zusamnrenbruch bei Riga seien die genannten Bestrebungen des Hauptquartiers n-o-ch> eindringlicher gervorde?:. Tie Regierimg wurde sogar benachrichtigt, daß in Zukmrst keine ümbilduug des Kabinetts olme Genehmigu?:g des Hauptquartiers stattsinden dürfe. Zu derselben Zeit, als e:?:c Annäherung der militärischen Zone gegen Petersburg infolge des Falles von Riga stattfand, verlangte Kvrnilow, daß alle Tn:ppen des Bezirkes der Hariptstadt ihm unterstellt werden sollten. Die Regierung verweigerte dies entschieden, da sie voraussah, daß eine solche Maß- ?ml?mc gefährliche Folgen haben?vü.rde. Kerenski kam dann weiter aus die bereits bekannten späteren Vor kämm?:: sst zu sprechen. Er setzte dann mrsei??a:ü)er, daß er energisch und' imverzügsich ha.?:'- del?: mußte, angesichts der plötzliche?: unerwarteten Bewegung der Armee des Generals Krymow gegen Petersburg. Auf das Programm der Ko?:ferenz übergeheird, habe chn be«uftrvgr cruSru- Mrecheu, daß m d^semAuyenlKrck mehr als stnurls bas große, sehr große Anstrengung inack?en müsst, denndicAnar- ?rZ )}€ J! ntDit> 'J l aLi utlb verbreite sich in enormen Wellen über den ganzen Staat. Kerenski führte ein T e l e g r a m m en. setzt spveck^' :ch als Inhaber der obersten Gaoalt: Ich erkläre von neuem, dag iedm, der die freie .russische R-epublick mrtastet, die ganze Mackst der revoblttwimre?: Regierung erfahren ivrrd. (Lrh- l-after Be:still.) ^-Kriegs minister Gene r al Werchows ki begarm seine Rwe nrit der Erklärung: Deutschland machte i?n Hinblick auf me Schwache Rußlands Versuche, eineu Sonderfrieden mit ud England zu schließen, iüdern es diesen auf Koste?: Rußlands alles r?: ?lussickst stellte, dessen sic bedürfte?:. Die lMdenhasten Alliierten lstrtten mit Entrüstung diese Vorschläge ab- g>ewre:e?i, da sie rwch rmerschütterlich daran glaubten, daß die russpchc Armee trotz allen? ilwe Pflicht tun werde. Der Minister lteMe fest, die ArrM und Flotte NTeig-.'rlrn sich nicht xu kämpfen, aber unglücklicherweise seien sie nicht von dem Geist des Sieges beseelt, welcher allein Rußland retten könnte. Mne der §?erde. Der Minister betvitte sodann die Notwerrdig-feit, die Marrneszncht mit allen Mitteln, auch den äußersten, wieder lrer^cstellen. Der ehencalige Ackerbarrminister Tschernow nastm darauf das Wort und sprach) sich entschieden gegen ei?re Verbind?mg mit den Kadetten aus. Der Maximalist Kamenow erhob Einspruch gegen eine Berbiudimg nickst ?n:r mit den Kadetten, sondern auch alle?? bürgerliche?? Parteien, mit welchen sich die Sorstalisten niemals verstä?ü»igeu kön?tten. — Tseretelli, begrüßt mit dem Ruf: Es lebe der Führer der Revolution!, erllätte, ein ausschließlich sozialisftscbes Ministerium sei ein ?:ndurchsi:hrbarcr Plan, denn ein derartiges Kabinett würde nicht la??ge bestehen. Andererseits müßten die bürgerlichen Elemente auf ei?:ei? .Kampf gege?: die De?nokrcrtie verzickste?:, die soeben aus dem Aufstandsversuch Komnlows wesentlich gestärkt hervorgegangen sei. Mithin, so schloß der Redner, 'drängt )ich der Grundsatz der Vereiuiguicg gebieterisch auf. Die Sitzung schloß um Mitter?:acht. Heute findet keine Sitzung statt. Währerü? des ganze?: Tages werden geschlossene Beratunge?: der pol:tisck?ien Parteien :md Gruppe?: stattsiude-n. Petersburg, 27. Sept. (WDB.) Meldinrg des Reu- terschen Bureaus. Der Minister der auswärtigen A?:gelege?r- heiten Derescht schenkv ftal? seine Entlassu?:g. Das Kabinett ist jetzt ein rein sozialistisches. Petersburg, 28. Sept. (WDB) Die Blätter verzeichnen das Gerücht, daß Lenin rvnch Petersburg ziurücb- gekehrt sei. Der Minister des Innern ordnete an, daß Lenin, wenn er in Petersbu?7g e?ttdeckt wird, verhaftet werden soll, daß die Verhaftung aber ?ncht im Sitzungssaal der demokratische?: Konferenz stattfinden dürfe. Der Schiffsmangel der Entente. Washington, 28. Sept. (WTB. Nichtaintlich.) Rew- termelduirg. Das Schiffahrtsaint teilt mit, daß jedes für den Ozeandienst verfügbare amerikanische Handelsschiff über 2500 Donnen a?n 15. Oktober -requiriert wird. Die Frachtraten werden bede?:tend niedriger angefetzt werden, als sie jetzt s:?ck. Argentinien. B u e n o s A i r e s, 26. Sept. (Priv.-Tel.) Meldung der Agence Havas. Heute fand auf de?: Straßen eine Kundgebung mit 200000 Teilnehmern statt, welche den Abbruch der Beziehungen z u D e u t s ch l a n d feierte. In vielen Reden wurde die Regierung zum Handeln aufgefordert. Die Ah- ordnung überreichte der Kammer eine Lldresse, welche die Zustimmung zu deren Beschluß ausspricht. Seekrieg. Neue N-Bvot-Erfolge. Berlin, 28. Sept. (WTB. A?ntlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 22 000 Bruttorcgistertonnen versenkt. Uitter den vernichteter: Schiffen befanden sich der.bewaffnete englische Da?npfer „Quem: Amalie" (4278 Tonnen) mit Flachs von Archangelsk nach Englaird, zwei ties beladene Dampfer, davon einer bewaffnet u?id englischer Nationalität, ferner die französischen Segler „Blanche" und „Armorique", mit Kohlen für Frankreich, und der russische Segler „Meeta", welch letztere drei unter Sicherung fuhren. Der Chef des Admiralstabes der Marine. U-Bootwirknngen im Mittelmeer. Berlin, 28. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die von de?: Deutscheu an der Saloniki-Foont gefangenen G?:bente-Sol- daten lassen in ihrer? 2le?:ßerungen von Woche zi: Woche stärker die katastrophale Wirkung des U-Boot-Krieges im Mittelmeer erkennen. Für die kurze Reise von Doulon nach- Saloniki, die früher drei Tage dauerte, brauchen die Dampfer jetzt et?va 16 Tage, da sie trotz der Begleitung durch U-Boote, Torpedoboote und sonstige Kriegsschiffe unter-' Wegs in allen Häfen längere Zeit liegen und A::söunft über die deutsche?: U-Boote abivarten müsse?:. Teck)?lisch gesprochen?, bedeutet eine derartige zwangsweise Verlängerung aller Fahrten genau dasselbe rote der Verlust von Tonnage durch Versenkirrig. AU5 dem Reiche. PapierrrsparniS. Berlin, 28. Sept. (WTB.) Durcher?reBeka?mtn:achur?g des Rerck)skanzlers vom 25. Septeniber werden die Bezugs- und Verbrauchercecchte vo?? maschinenglattem, holzhaltigem Druckpapier für die Zett vom 1. Oktober b:s zum 31. Dezember d. I. in der gleick)en Höhe ttrie bisher festgestellt. GleickMttig wird im Interesse der Erspar,fts vor: Papier die ^ Beifügung von Fahrplärcen, Zbursbüchern und Kalendern jeder Art verboten u?ck fer?:er m:geordnet, dich Extrablätter ?rur in einer bestmrntten Größe a-r-sgearberr werde?: dü-rfen. Dic Vereinfachung der Verwaltung in Preußen. Berlin, 28. Sept. (Privattel.) Die ,^oss. Ztg." be- rrchtet: Dem Abgeordnetenhaus ist der Entwurf e:?:es Gesetzes über die Ermächtigirng des Staatsministe- m:m:s zu Maßnahnien betreffend die B e r e in s ach u ng der Verwaltung zu gega??gen. Aus Stadt und C(in(* Dießen, 29, September 1917 . ^ Auszeichnung. Musketier Fritz Alt, Inhaber des Ersernen Ktteuzes 2. Klasse, lvurde mit der HesssickMn ^apferkeitsn:edaille ausgezeickpret. ,, *"DicWochenka rto ffelm arken für die 40. bis 44. Woche (gültig vom 1. Oktober bis 4. November 1917). können alsbald bei einer Städttschen Kartoffelverkaufsstelle emgelöst werden. (Näheres siehe Bekannttnachu?^ in heur- tlger Nummer.) ** Dank- C ho r a l. Dienstag, 2. Oktober, wird vor- mtttags 7 Uhr cnlläßlich des Geburtstages Hindenburgs von dem Turm der Stadtkirche ein Dank-Choral geblasen. Besta ndserhc bu ng von Hol-spänen. ?lm 29^ September 1917 ist oine Beka??utn:achung Nr. llgt. 6M/6. 17. K. R. A II. Ar?g., betreffend BeftlrndSerhckrmg von Holzspänen « ? brMnen. lGleichzeitig ist die Be8crn?Unrach?mg M. Ost. 600/6. 17. K. N. betreffend Bestandserhcbung von Holz- spcmen aller Art, vom 27. Jjuni 1917 außer Kraft getrevar. Nach der Treuen Beürnntnwckiung sind mÄdepflichtig alte Vorräte ans ^aaespä??en (Sägemehll. .Hobelsvänen hrnd andeon Holzsp-'nen (Drehspänen, Maschincnspänen ustv.), sowie aller Anfall nutz Ab- g>crng an diesen ß>c gen ständen wähvack des dem Stichtage voraus- g^gmrgeiven Mo?mts. Z?:r MÄdmrg.vervflichdet fi??d alte Personen, ösfentlich-rechtlichen Körperschafte?! u??d Verbände, ins'^svndereanck) staatluhe Betrielv. Zu ?nelde?? ist der Bestand am 1. Oktober 1917, 1 Januar und 1. April 1918. Die erste Meldung hat bis z?rm ll>. Oktober 1917 zu ersolge?r Besonders hervo?^uheben ist, :^ß> «ruck? die un???ittelbar zu Feuerungsz?mcke?, verbrauch:e?? Mengen an meldepslick'.ftiten Gege??ihänden, gleickiviel n? welcher Weise ?äe den Feuerungsanlagen zugeführt roerden, in der Meldung gebe?: sind. Für die Meldung der verfeuerten Mengen genüge?: gennsscnhaft ermittelte Dnrck'.sch?nttszal)lei?. Außerdem ist ttrre Lagerbuchführung vorgefcbrieben. Besti?nmte Ausnah?nen vo?? :>er Meldepflicht sind in der Bekanntmachung vorgesehen. Der Wortlaut der Bekannttnachülng ist in der heutigen N?m?n?er unseres Blattes einzusehen. ** K ani nchen-Lo ka l -Ausstel l ung i m Caf6 Lei b. Es erhielten Staatsehrenpreisc: Hch. dNüller auf Deutsche Riesenschecken, Will). Christ aus HasenkanärchTN, Hch Wahl aus Silberkaninchen ?rnd Hch. Weber aui SchlachtKuchttiere. Stadtehrenpreise: Hch. Weber auf M. Riefen-simgtier, Karl Fleischer auf Deutsche Riesensthecke, Jungtier, Pfarrer Hch Wagner, Beuern, aus Blaue Wiener und Friedrich Schnvall ans Silber. Ehren- preise: aus^Belg. Riesen: Christian Kipper, K. Iohcmssvn, Hch. Müller und Hch Weber. Deustche Riejenschocken: Rud. Rödigcr, Hch. Müller imb Gg. Krug. Weiße Riesen: Martin Schmall und Hch- Müller. Iaparlerkaninckxn: Math. Hüsch Maue Wiener: Pfr. Hch Wagner, Bnrern. Hasenkarinchen: Wilh. Cbristt Stlberkanrucken: Karl Bmneck, Mi Wahl, Ph. Psaff, .Will). Münck,. Sä/warzlohkanftichen: Frrmrz Bock. Hermelinkaniirchen: Karl Wiedmeyer. Sästachzmbttiere: Hch. Größer, Th. Bäulke und K. Johansson. Jimgtiere: Hch. Weber, Hch. Müller, 3X, .Hch. So?n?nertvri:, K Johansson, Hch. Dü?rnfelder, Reiskirck)en, Karl Fle:sch>er, 2x, Wilh. .Krebs, Will). Rau, Georg .Schütz, Wilh. Christ, Wilh. Mürch mrd Mbett Bill. 1. P reise: Fech. Schmidt, Näartrn Schmoll, Girst. Kochi, Däath. Hüsch, Frau Charlotte Freund-' lieb, Gg. Krug. H. Horst, Hch. Weber, Hch. Müller, Gg. Schütz, Pferfser, Fr. Dielst, Jos. Schumann. 2. Preise: Martin Schmatt, W:1h. Rohr cg, Ferd. Schmidt, Rud. Röhiger, Karl Fleischer, 0>g. Krug, Wilh. Rau. Johann Hattos, Frcmz Beck, Tb Bäulke, Gg. Schütz, Karl Wiednreyer. Hch. Weber, Gust. Koch, H. Horst. 3 Preise: Martin Stmall, Gg. Kuug, Gg. Sck)ütz. H. Müller, H. Melier, Will). .Rohrig, Ferd. Schnnibt, Gust. .Kock?., Wilh. Backl-aus, Wilh. Rau, Wilh. Christ, Karl Herr, Wilh. Münch, Viziffttdw. Arnold, Franz Bock, Hchl. Wähl, Hch. .Henke, Ludwig Kreiling, Reiskirch??. M. Sauer, Hch Sch-ei.?ver, Christ. Kipper, Wilh. Krebs, Rud. Röoi'.ier, Joh. Harlos, H. Horst. ** L: ch t spiel haus, Bah?chofftra.ße 34. Es tvird nochmals auf des bereits ariMkündiate Festprogramu: hin- gcwiese?:. Die Leitung des Lichtspielhauses ivird eiueri Teil des Erlöses -dem Roten Kreuz zuführen. Durch die Auf- .führung zweier großer „Porten"-Filins: „Christa Har- turvgen" :md „Die Wäscher-Resl" erhält das Programm ein harmonisch abgeschlossenes, eürheitliches Gepräge, tveshalb der Besuch einpsohlen werden kann. Die Künstlerkapelle spielt bei dem großen Festprogramm ab nachmittags 4 Uhr. Wittevirngsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Fortdauer der bestehend>er: Witter?rüg. Nachts kalt. 71 cdcBrielften. Hindenlmrg Ehrenbürger von Hamburg und Koblenz. H a m b-ur g, 28. Sept.- (WTB. Nichtamtlich.) Aus Aftlaß des 70jährigen Geburtstages Hindenburgs wurde beschlossen, diesen: das Ehrenbürgerrecht der Stadt Hamburg zu verleihen. Die gemeinsame Beschlußfassung mit der Bürgerschaft erfolgt Montag in besonderer Sitzung. C-obleuz, 28. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Die Stadt Coblenz ernannte Generalfeld?ncrrschall v. Hindenburg z:nn Ehrenbürger. Verhaftungen von Deutschen in Amerika. New York, 28. Sept. (WTB. Nichtarntliöh.) Reutermeldung. Die Verhaftungen von Deutschen und Deutsch freunden Haben gestern eingesetzt und dauern an. Heute wurde?: viele Personen nach Ellis Island gebracht, rvo sie ,wie mitgeteilt lvurde, wahrscheinlich, während der Dauer des Krieges interniert werde?:. Die »reiften Verhafteten waren in Geschoßfabriken oder bei Scksiffsarbeiten be schästigt. Man glaubt, daß ein lveit verbreitetes Komplott zur Beschädigung von Maschinen, das auf Anweisung von deutschen Agenten in Europa arbeitete, zum Scherlern gebracht worden ist. Die Verschwörer lvurden von Agenten des Marinedeparternents seit Monaten beobachtet. LLKLLL konstatieren «*,. rasche Besserung a« Blutbeschaffenheit „„a neue Belebung an.ch LECIFERRIN b.. Heruntergekommenen w geistiger „a nervöser Abspannung. °“TÜ“Se“‘ Nach Gottes gnädigem Ratschluß wurde Freitag, nachts gegen 2 Uhr, unsere innigstgeliebte, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Bergen geh. Schaffstaedt Witwe des Direktors Otto Bergen nach langem, mit so großer Geduld ertragenem Leiden im bald vollendeten 75. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer Anna Bramm geb. Bergen Lilli Vogt geb. Bergen Friedrich Bramm, Kriegsgerichtsrat, Erfurt, z.Z. Colmar Wilhelm Vogt, Direktor des Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerks Weinheim i. B. und vier Enkelkinder Gießen, den 28. September 1917. (Or. Stein weg 23.) 7258D Die Beisetzung findet am Montag den 1. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt Danksagung. Für die herzliche Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Famiiie Konrad Seipp III. \ Rindsmühle, Leihgestern, den 29. September 1917. r 0 1)1 rjliäk ^ n - r - antIcrt ^in . schmeckend, billigen vorzstgl. Allen Freunden und Bekannten geben wir hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Lehrer Marcus Isenberg Tabak kann jedermann nach Gewähr!. Beizvcr- fahren selbst liersteilen. Ge- wachs ist überall zu sammeln. NnchweiSb. ZaÄnerkennnnns* schreiben a. täglich viele Besteller. Anleitung in. Muster- Pflanze ACft. Voreinsendung UIk^3.—, geg.Nachn.MK. 3.30. K. Kreß, Dornstadt 50. 7206 bet Flat c. d. Donan. Zentralheizungen Frstastationen im Alter von nahezu 64 Jahren am Donnerstag den 27. Sept., nachts 3 Ulir, in der med.Klinik zu Gießen sanft entschlafen ist. auch sämtliche Reparaturen, sowie das Reinigen der Senk- kästen werden ausgefubrt. varM2krinnnd.Wo1kengane. ichuiziaschan für im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau E. Isenberg. , Lebens- cittolkartaa in den verschiedenen, äußerst prakt. Aufmachungen, [sind wieder eingetroffen 1 . Weinert, Allendorf a. d. Lumda, den 28. September 1917. 7250 Kessel Danksagung. I F6r die tun beim Heimgange tweten heißgeliebten Sohnes und Bruders in so reichem Maße dargebrachte herzliche Anteilnahme, für die hoch- ehrenden «ad anerk e om m ggvollcn Worte Seiner Magnifizenz des Herrn Rektors der Groflh. Landeettntrei-sitfl.t Prof. Dt. Sievers und des Herrn Direkte» des-. Schriftl. Angeb. unter 7120 an den Gießener Anzeiger. von Antiauitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alteisen. sowie allen von mir geführten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Irl 9 Kiefer V. 6 Fichten III. Kl. 9 Fichten IV. Kl. 55 Fichten Va. Kl. 467 Fichten Vb.Kl. 1108 Fichten Derbstangen Gebote sind, getrennt — 0,49 Festmeter. — 3,08 Festmeter. — 8,09 Festmeter. = 8,52 Festmeter. — 40,05 Festmeter. =133,82 Festmeter. — 83,53 Festmeter, nach Sortiment und Klasse, verschlossen und mit der Aufschrift „Holz submission", bis spätestens Freitag, den 5. Oktober 1917, vormittags 10 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Hungen einzureichen, wo auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können,denen sich die Käufer mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfen. Das Holz ist gefällt, mit Rinde gemessen und wird von Forstwart Buttron, Röthges, vorgezeigt. Hungen, den 26. September 1917. Großherzogl. Bürgermeisterei Hmrgen. Fendt. - 7262 werden etchfähtg hcrgestellt, sowie neue Kettenwaagen jeder Art zu verkaufen. ovM Kar! Schmidt, Neuenweg42 Strantzfedern Marabu, Reiher, Boas ufw.. werden gereinigt, gefärbt u. gekraust. Alle Federn um- und aufgearbeitet bei fachmännischer Behandlung und schnellster Bedienung. Kr. Eichmann, Edcrttruhe 1, Ecke Nord-Anlage. 06104 Leitung: »*»c Hofrat Hermann Sleingoettar. Spielzeit 1917/18. Dienstag, d. 2. Okt. 1917 abends Ubr: EröifuKuigs- Vorstellung. 1. Dienstags Abonne mcntsVortteUnna HMickrMe« -%r —— ~ ' —— • von William Shakespeare. deutsche IC^iegsenleih®. Zeichnungen auf die 4*///^ Reichsschatzanweifnngen, 5°/ 0 Reichs- an leihen nehme ich zu den amtlichen Bedingungen bis zum 18. Oktober ds. IS., mittags 1 Uhr entgegen. Gleichzeitig empfehle ich zur Auf- bewahrung von Kriegsanleihe die in meinem fener- und diebessicheren Gewölbe eingebauten eiserne^ Schrankfächer gegen mäßige Vergütung' Ph.J&ckel, , Grimberg i.H. V