Nr. 228 £ci toicfeciicr Jlnjrtge? erschein! läßlich, nutzer Sonntags. - Beginnen: Ot«tze»cr.^amjlienblütter: Nrc.rdlett fRr den Nreir Giehen. vezttgrprei;: monatl. 1 ÜJtf., viertel» täbrlirt: 3 Mt.; durch Aohole- u. Zioeigstellen monarl. 90 M.; durch diePost Mt. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprcch - Anschlüsse:' fttrdteSchristleitungI12 Veriaq.ÄeschÜstostellevI A nschrist fü r Dra hin a ch- richten: LuzcigerGiLhen. Erster Blatt X67. Jahrgang §reitag, 28. September MI Postscheckkonto: Sranffuct ebelbomben am fiÄhen Morgen des 26. September gegen die Linie Lang ein arck bis zirm Kanal von Hollebe ke vorbrach. Tief gegliedert mit starken'Reserven griff der Engländer ohne jede Mcksicht auf Menschenverlüste an. Um die Gefahr der so gefiürchteten deutschen Gegenangriffe auszufchcckteu, die in allen Schlachter: die Wucht des an Zahl weit überlegenen englischen Angriffes gebrochen hatten, versuchte der Engländer durch Maffen- wirkung seines zurückverlegten Artilleriefeuers die deutschen Gegenangriffe schon im Keime zu ersticken. Dieser Versuch war umsoust. Mit einem Heldenmut sondergleichen durchschritten die deutschen Regimenter die Höllenzone des englischen Eisenhagels und warfen sich mit ungestünrer Wucht bem Angreifer entgegen. Beiderseits dorr Langem arck stürinte der Gegner wiederholt in dichten Massen cnr. Hier scheiterte jeder Einbruchsverfuch in unserem Feuer und im erbitterten Nahkampf. Tausende opferte hier der Gegner, ohne einen Fußbreit Boden hu gewinnen. Nur m der Gegend östlich von St. Julien bis zur Straße Men in—Ypern vermock)te der Feind nach ungeheuren Opfern bis zu einem Kilometer Tiefe in unsere zertrünnnerte Abwehrzoire einzudringen. Alle Versuche des Engländers, durch erneuten rücffichtslosen Druppeneinsatz seiner Reserven die geringer: aufänglick)en Erfolge zu er- iveitern, scheiterten in uffever erbitterten Llbwehr und an irnserei: wuchtigen Gegenstößen. An dein Straßenkreuz westlich Hollebeke tobte der Karnpf mit besonderer Heftigkeit. In den Abendstunden setzte der Gegrwr wiederholt negsjide. stärkste Angriffe auf das Dorf Geluvelt an. Sämtlich« Angriffe brachen unter schweren Verlusten für der: Aw- greifer zusammen. Das Dorf selbst blieb in deutschem! Besitz. ^ Bis gegen Mitternacht dauerten die erbitterten außerordentlich heftigen Jnfauteriekämpfe auf der Großkampf- front au, während das starke Artilleriefeuer ohne jede Unterbrechung anhielt urü) erst gegen 1 Uhr morgens vor- übergeherrd ab flaute. Seit dieser Zeit find bisher keine neuen Arrgrifie der Engländer erfolgt. Seit letzter Zeit fällt auf, daß belgische Ortschaften! wiederholt ohne erheblichen Grund von den Engländern beschossen werden. Bei der gestrigen Beschießung von Ostende wurden wiederum 14 Belgier getötet und 25 schwer verletzt. An der A r r a s f r o n t in Gegend St. Quentin und an der Aisne, vor allem au der Laffau^-Ecke zeitweise Feuersteigerung. Auf dem Ostufer der Maas zwischer: Beaumout und Bezenvaux nahm das Artilteriefeuer vorübergehend größere Stärke an. Am Nachmittag gegen Beaumout vvr- gehende feindliche Handgranateutrupps wurden abge- wiesen. Weitere Ansammlmrgen ü: der Beaumonb-Schlucht wurden durch unser Vernichtungsfeuer zerstreut. Die von mfferer Artillerie durchgeführte Bekämpfung feindlicher An- lagen hatte n:ehrfach sichtlichen Erfolg. Um Mitternacht erfolgte eine stärkere Explosion auf dem Fort Diuau- mo n t. In der verstossmen Nacht wurden feindliche Flughäfen hinter der Front, sowie einige Waldlager mit Erfolg mit Bomben belegt. Bier große Flngzeughallen auf den: Flug- Hase:: Lemmes gerieten in Drarck). .Auch auf den übrigen Flughäfen wurden Brände und Explosionen und Volltreffer in die Hallen beobachtet. Im Osten lebte das feindliche Artilteriefvuer in Gegend Dünaburg am Narocz-See und im Lucker Bog en zeitweise auf. An den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse. Arqurth «brr die Friedenssrage. London^ 26. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- Asqurth hat in Leeds bei einer KriegsNelllmdgebsurg av- fprvdtexL Er fegte u. a.: Die Versammlung ist ein Schritt m oer BewegArrg, die durch den ans allen großen Parteien im Staate gebildeten Ausschuß betrieben wird, nur dem Volle jetzt nach Beginn des viertm .Kriegsjahres ein klares, volles Verständnis für die Kriegsziele der Alliierten beizubringen. Es würde eine Verleumdung der Nation sein, anzudeuten, daß ihr Mut eine Erhöhung oder Unterstützung durch eine neue Recht- fertnigung der Gerechtigkeit ihrer Sache bedürfe, für die sie sich seit mehr als drei Jahren bereit zeigte, Monat für Mionat den! Zoll ihrer besten Leben und teuerster: persönlichen Hoffnungen! fru zahlen. Ich gehe von der Behauptung aus, die widersinnig klingen mag: Wir kämpfen für den Frieden. Für den Frieden der Welt, der jedes Opfer wert ist, ausgenommen das Opfer alles dessen, ivas den Frieden wertvoll macht :rnd seine Dauer siä>ert, indem es ih-n auf den festen Felsgrund des von allen Völkern anerkannten und verbürgten Rechtes stellt. Der Frieden in diesem Sinne ist nicht dort zu finden, wo inan ihn ftüher so oft suchte, in der Einstellung der tätlichen Feindseligkeiten mit dem darauffolgende:: Feilsckvn um Gebietsteile, das schließlich ff: Papiere::, Verhandlungsberichten und Verträgen niedergelegt urck dort der Gnade einer ganzen Sammlung von' Zufällen anheimgegeben wird. Das ist, wie je:na:rd zutreffend sagte, die Bibel der Torem Noch weniger können Sie einen der Welt würdigen Frieden von einen: Vertrage erwarten, der den Besiegten durch den Sieger auferlegt wird, der die Grundsätze des Rechtes unbeachtet ließe und den geschichtliävm Ueberlieserungen, Ansprüchen :md Freiheiten der betroffenen Völker Hohn spräche. Solche sogenannten Verträge trage:: die Bürgschaft ihres eige::en Todes in sich >und bereiten ganz einfach den fruchtbaren Nährboden künftiger Kriege. Wir haben ein treffendes Beispiel für die Torheit 0,:rd Wichtigkeit derartiger Abschlüsse an dem Vertrage von 1870, in dem das siegreiä>e Deutschlmch darauf bestand, sich die beiden Provinzen Elsaß und Lothringen gege:: den Willen ihrer Effyvohner anzueignen. Wir tun-gut, heute dessen zu gedenken, daß die beiden größten Männer Deutschlands, Bismarck und Moltke, die Folgen davon, jeder von seinem besonderen Standpunkte aus, voraussahcn. Bismarck war geneigt, Frmckreich im Besitze von Metz M lassen; denn er bemerkte bedeutsam zu Busch, ich wünsche nicht zuviel Franzosen :m .Hause zu haben. Und Moltke sagte weniger als 4 Jahre nach dem FriÄxms- schluß im Reichstage, Deutschland müsse 50 Jahre stark gerüstet bleiben, um die Provinzen zu verteidige::, die es nur in sechs Monaten erobert hatte. Wurde jemals eine Prophezeiung durch den! tveiteren Laus der Zeit besser bestätigt? Haben :vir irim Grund anzimehmen, daß Deutschland daraus gelernt hat? Wir haben in den letzten Tagen die Antwort des neuen Reichskanzlers aus die Note des Papstes gelesan. Sie .strotzt von unklaren, öligen Allgemeinheiten. Die Deutsche R«-, gievung sagt uitö, daß sie mit besonderer Dtinrpathic des Papstes Ueberzengung begrüße, „daß .künftig die materielle Pracht der Waffen dnrch die moralische Macht des^ Rechtes >anfgehoben uwrden müsse. Sie erRärt, sich über den Ersatz des Krieges drrrcb Schieds^w-' richte zu fveuvn und tvill jede:: darcaff bezüglichen Vorschlag untiw- stütze::, n-elcher (bemerken Sie wohl dies«: kennzeichne::den Vorbehalt!) „mit den Lebensffrteressen des deutsck>cn Reiches und Volkes vereffchar fft." Asqiffth fuhr fort: Aber ich frage, ist ff: des Kanzlers Det>eschen oder ff: irgendeiner mcheren maßgccheniden Erklänmg der deutch^n Regierung cnrs der letzte:: Zeit rr.nwdein Hrmreis e.uhalten, daß sie bnrüt ist, nicht nur nicht das Verbrechen von 1871 zu wiedeihole::, sondern auch praR:sck>e Sck-ritte zu untemehmen, die allein den Weg zu einem wirkticherr, dauernde:: Frieden er^ öffnen können. Ist Deutschland bereit zur ü ck z u g eb was es damals Frankreich genommen hat? Ist es beoert, Belg:en seine volle politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zurückzugebn:, ohne Bedingungen und Dorbe-, halte und mit einer so vollständigen Entschädigung, wie eme nur materielle Entschidigrmg für die Venaüüunq effrss Landes d:e Leiden des Volles onffchädiiMil kcum. Die O:dgültt^ ArMuvct die m der Roche Der Erividevmrgen auf Fragen nri* DT*|< flocrcben toerben tömcte, würde gog-enwärtig' eme sauze Spulte öou fwrnmen PlatlHät/u austviegeu. Asquith faßte dann die . . . Beding u ng-en des Friedens, bal-e. Mummen, das; (Ernlartb nicht die Ver- A&jtWankä aber die dauernde (irrtie /rifjuna des deutschen 'öollcö boabsi g: t iac, dal: aber die grausame n.tb brutal« 'Ärt, une ^ 0,0,1 ^eicti u^aud geführt wurdc, allcrbbv& die Achtung -Welt vor dem deutschen Ehiräkter tief boeiuslußt habe nnd c-as noch louae tun Witzen. Es sei im (Troffen und ganzen richtig, die Lk^iecmrg habe, die es verdiene. Wie die Geschichte zcrge und wcke das Beispiel Rußlands beweise, sei die Beseilignng «ner schlechten Regierung ein ldstspieligcs und langwieriges Geschäft. ^ .Der p rc.u ß i s che M i l i 1 a r is m u s, das mar der Gegenwand unseres,Kanlpfes und ist es noch. Mer für die deutsche DEM o trat re haben wir keinen anderen Wunsch vis daß. sre diesen bösen Geistbanne. Das Ziel unseres Friedens ist nickt die Wieder her) tellung des Status qua noch des f ^y trntgfi Gleichgewichts der M,ächte, soud?rn die Ersetznngi dem für Stwats^chrbde zu fpteäjcn, über den Rmtbstaal, der seit Iahrchun^ werten j besetzten Gebiete Frankreichs und Rußlands durch ^n Feind voraus. Ich habe bereits ans ,Elsaß-Lot bringen nutz 'Lclgien hmgc'.meseu, aber wohin mau sich, wendet. in Mittel- und .-Osteuropa sieht man .Gckbietsabgrenzungan, die ihreni Ursprung nach durchaus künstlich lvaren und die Minsch-e und Interes- seir der direkt betroffenen Bevölkerung verletzten und Herde der Unrulien wid Kriegsgefahr waren und bleiben werden? solange PL deisshen, ,o die gerecb,ten und längst fälligen Ansprüche Italiens und Rumäniens, ferner das l-eloenlaste Ser bien, das nicht nur in sein altes Heim wieder crngesetzt iver' ^, » dein Rcnnn gegeben werden muh. den es für die Aus- v^hming seines alben nationalen Lebens bemspruchen darf. Da Pt: Polen, für idas wir alle die edelmütigen Worte Wilsons unterschreiben. ^Rich-t ziu 'vergessen sind.die Fälle Griecheir- und Südslaven.. Tie vollständige imd womöglich dcuuernde Begleichung dieser gefährlichen Rechnung muh >.i.Ut- frnden. Das Ziel darf nicht länger dasjenige sein, von dem aus dem Wiener Kongreg später die l-eilige Allianz aus ging. Der leitende tvrundiatz ilt, daß nach Rai'sevenrandtch-a t' und ge schick l lickier lieber- li-eserung vor' allen Diiegen nach deii Narllichen Wünschen und Be- IlrebungtM der Bewohivr verfahreil werden muß. Auf Feine andere Eer>e ilt-der verderbliche Anreiz für die ehrgeizigen Zwecke und .vtack-cn schalten und der gesetzmäßigste Beweggrund völtchclier Un- zu frieden beit aus dem Wege zu räuineu. Ich konnne nun zu den Richt l i n i en f ü r e i n en dan e r n d e n Frieden. Em Friede, der .das Wieder aus leben des verschleierten Kriegs- zusbandes möglich macht, lohnt sich nicht. Wir müssen ein für allemal den Irrtum mrs un.i-eren Grundsätzen verbannen, daß man, livkirn mail den Frieden lvünscht, sich auf den Krieg vorb-ereitcii niluytt. Tre Nach, velt mag das goldene Zeitalter erleben, aber ich furchte, da s./vir, selbst die jüngsten unter uns, von dieser Erschei mmg der Glückselig reit nur noch aus der Ferne mtb in unserer Ein blldung mim Blick erhaschen .verden. Ich behaupt.-, daß mir nicht fimr den Krieg für den Frieden führen, sondern auch den .Krieg gegen den Krieg als solchen. Zmn ersten Mal in der Weltgeschichte rönnen wir vielleicht das Ideal zur Berivirl'lichuug brrirgar, das, seit unsere Bc-ttern jenseits des Atlantischen Ozeans uns dir Hände gereicht l-aben, nicht tneihr eine europäische, sondern eine wclt- unrfaifende Politik darstellt, die Bereinigung der Völker in rcnr 11 ^ t Grundlage die Gerechtig keit und dessen. Eckstein die Freiheit ist. Die Beschränkuirg von Rüstirngen, die AmmlMe des Schiedsgerichtsweseus als natürlick>e Lösung inter- natt onaler Str eitig-ketton. die Veriveisnnq von Airgriffs kriegen und Knegen ans Ehrgeiz in die 9Mfa von Torheiten, die sich überlebt haben, lveroen Pteilensterne.ans diesem Wege sein. Man nnrd zu Anfang vielleicht auch für lange Zeit noch nicht in der Lage sein, mp eineu nnlitänschen oder w-irtschaftlichen Zwang gegen die Un redlichen und Widerspenstigen zu verzichten. Mer wir dürfen l-ofsen, .dcch das batsachlick-e Gesetz 'mit seinen Zwangsmitteln pach und nach an den Hfnlergrund geschoben wird und die souveräne Macht als im gesunden Verstand ba: Menschheit ruhend anerkannt.ivird. . Diese .Veranderlinem !verden nicht in einiein Tage elittreten. aber mit ihn cm wird eine tiefgehende Berschiebung iücht nur in beit äußeren ^-zietmugen der Staate:i, son.dcrn au.ch in ihrein iuneren Ausbau Lloyd George in Frankreich, London, 26. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bw reaus. Lloyd George, der am Montag nacht in Begleitung des Generalstabssclieis Willioin Robertson nach Frankreich gereist *5 C 'x%!*¥" am DienstOit mit Painlevs «ine Besprechung und oefucyde spater Haig im britischen Hauptguartier. Heute nacht lehrte Lloyd George nach London zurück. T " r iviww.il iiu u, l Ml UIIU ICH i'Uljü'U funb ut dein Wesen und Wirken der Gesellsä-aststtäger kominen aus denen sie fich zusalmmensetzen. Man kann unmöglich glauben, daß die,e allgemeine Umwälzung keine Spuren auf industriellem und wlrtick-a.tlichem Gebiet hinterlassen sollte. Denn worin un'ter- schewet fich dieser Krieg, sotoeit wir und unsere Alliierten in Betracht kommen, voll den meisten .Kriegen der Weltgeschichte? Es ist kem dynasttscher und auch kein kapitalistischer Krieg gewesen Es nwr ein Krieg, dem die freien Völker der Welt ihre Unterstützung igeliehen haben, für den sie ihr eigenes und ihrer Kinder Leben gaben. Wenn der Sturm vorbei und der Himmel wieder klar ist werden wir 'dann die Dinge nicht in einem neuen ivahreren Licht'- sehen müssen? Inzwischen müssen wir nnier Pulver trocken halten. L ü l 1 ' 27. Sept. (WTB. Nichäam tl.l Reuter' verbreitet folgenden Nachtrag zur Rede Asauiths: Bis die letzte Entscheidun g, fällt, imd meines Erachtens kann diese Ent- scheidnng nicht lange a n fge s cbo be n n werden, müssen !vir nilser Pulver trocken halten. Gott sei Dank ist nirgends ein An- zeirl'-n für dlw Nachlaifen des Wollens oder der Hilfsmittel zu erkennen Un,crc tapfere Armee unter ihreni unbezivingbaren Führer treibt eine neue Osfenfive in Flandem mit kühner Genauigkeit lilühendtm Mute und tödlicher Wirkung vorwärts Untere Seeleute, die die Meere behaupten, unsere Mimitioils- arbeiter, unsere Führer in Industtie nnd Finanz, sowie die Tau- fenoe inid Millionen Männor nnd Frauen jeder Lebensstellung die m mannigfachster Weise zur Erhaltung nnd Ausrüstung der n^tio- 7iala»rt p-r nerrcn Welt in die Wagscl-°1e. In dem Belvußt- fem daß alles m tnesen drei Jahren geopferte Gut und Blut für kerne se^ostifcl»e imd weltliche Sache hinge geben ivurde und daß rn einem Sieg der Verbündeten allein die Hoffnimg auf einen donerl-asten und ttuckfltbaren Frie<>en für die Welt liech fvollen wir mit ruhigem Vertrmlen und unbeschränkter Hingabe dis an das Ende auslfalten. Holländische Pressestimmen. Amsterdam, 27. Sept. (WTB. Nichdmntlich.) „Nieuws dan dem Tag" sagt über die Rede Wquiths, ihre Bedeutung fer ic!-r germg emzufck-atzen, da ste keme iveuen Gesichtsf^nnkle bringe Ohne Zwegel werde auch die Antwort Englands mi den Papst in diesekn Cöeiste ausgestellt werden, jund das versprecl>e nicht viel Gutes „Nieuwe Courant" ist Über die Rede ebenfalls enttäuscht' .Der von Mginth gefchrldertt Fri^d«- würde nur nach eineni Siegc der Entente porgeschrieben iverden können und ivürde kein Ber- stcmdiguirgsfriede zwischen sveien Bölkeni sein. Bon ASquith sei es Mibülig, wenn er der deutschen Rogienurg zum Bvnvurs mache daN ,re mir solck-e sck)iedsgari.chtllche Borschläge unterstützen wolle' tue mtt den Lebensintevessien des deutschen Volkes und Reiches zu vereiingen wären. Ja ren bisher von England ncirf>toffe.icn Schiedsgerichts vertragen fet Mindestens eine derartige Klausel ausgenom- ünm ivordtii. selbst ivenn man Asgniths Rede als Wahlrede des zu ki mm gen Negienmigsmainnes miffafst, .der der Partei, die für Fortsetui »g des l-kriogos ist, Zugeständnisse mach.', sei sie nickst er- vnitlgend „A l gern een Handelsblad" benierkt: Asguith vernned es, ilber das politische nnd ethnographisch sonderbare rusfische Die amerikanische Hilsc und die französische Kammer. Bern 27. Sept. (WTB. Nichtanttlich.) Lyoner Blätter mel den raus Paris: Bei der gestrigen BeWreckaing der vorläuiigcn Haushaltszwölstel rief Brizon eine allgemeine Unrul-e durch ferne Frage l-ervor, obdie amerikanischen Eisen bah ner nach Frankreich kämen, damit die franzö.si scheu Eisenbahn er für den Frontdien st frei ivür- d en. s>rake und Moutct Dauerten die Form der Auslassiingen Bnzons, erklärten jedoch, die Frage sei so ivichtig, daß die Regierung anchzortcn müsse. Falls die Regierung nicht antrvorte, werde Moiltet sie interpellieren. Moutct erklärte sodann, mau glmibe. die berenskis aus dein .Hicruptauartier diesem nrit >crß er die Arbettsbeidingingen ?-er Regierung nicht als normal mi- ?ve, er. halte es aver angesülsts der gegenwärtigen internationales Lage für uirnwglich, seinen vor der Ernennung eines Nachfolgers zu verlassen. Dereftsck?7nko fügte hinzu, er könne übrrl^upt mcht rni Kvbi,<-tt bl erben, wenn nicht eine freie, feste nationale Macht geschaffen würde. Die Flucht ans Petersburg: St ockhvlm , .27. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Laut Rußkoic Wolia" haben im ganzzm 119 866 Personen 'Petersburg w der Wvchc vom 14. zum 20. September auf der Moskauer Bahn verlassen. Mißstimmung gegen England nnd Frankreich. ^ «£ OX J '- 21 (D'TB. Nichtamtlich.» „Hnvnd Stadsbladet" briugt m Auszug einen ansrewrdentlickil scharfen Artikel der Gorkischen Zeitung Nowaia Sb's mr" g egen d ie Alliierten. Der erste Absatz'des langen Artikels lautet ime folgte: Nock., me lag bk Humbugpolitü fcc5 alliierten ^mperralisten gegenüber Rusijlaud so offen 'zutage um. s>aiw clnen so zymsch n ?Aü.slörnck 'wie in der allerletzten' ff ei t Benehmen der lei lenden englisch-französischen Presse wälwcnd der Koriiisoivtage hatte selkckt eineni lwsstinngslos verlorenen Idealisten die Augen ö fff een >müssjen. Mit einer Ausdauer, wüchse einer vesferen Sache würdig geivesen iväre, rajfeTt sic von einer Alli- ierten-Tcmokratie" (vom Typ Plüchlauan.-Mulcns-Larlotti)"uiüi wn ^ gemeinsamen Front". Ini Mvskm>er Kmnitee für den Sckmß ^.Ru^nds Mnde initgeteilt. daß sich unter Kornilvivs gegen Petrograd Mhenlder Abteilung englifchc PaWerautoMobile mit engliicher Be,atznng ^befanden. Am 22. September waren! bereits vier Taac vetfl.o^m, seit dieses inigch.'uerliche Faktum heratSkam; aber vmiicnraij 3>enuetifct hat man ffntmer noch, nichts! Schott. Die diorthelifst-Presse nannte Kcrenski einen Regierungs- chef m enwm fvemchsich gesamten Lande. Schwätzer wie di« „Times", ,,Victoive" ^md, ander: einflußreickir' Blätter l)aben ihr Brauern nbn bc& Schiertern des Koruilvlvschcn Umttrnchmm« ansgesprockMi ipw. Seekrieg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 27. Sept. (MB. Amtlich) Im Aermal. k a n a l und in der Nordsee wurden durch unsere U-Bovte wiederum vier Dampfer, zwei Segler, ein Fischerfahrzeug oerseirkt, darunter drei englische Dampfer, von denen zwei aus Geleitzug herausgeschossen wurden, ferner der englische Segler „Hizemow" (2283 Tomien) und das Fischer- fahrzeug „Familys Braide". Der andere versenkte Segler, eine große Bark von 2000 Tonnen, hatte Stückgut für Le Havre geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Tie Zlriegsschiffsverltlftc unserer Feinde in den ersten drei Llriegsjahren. §B 0 l.and: Ge samt Verluste ruud 661300 Donnen. Linienschpfe: 13 mit zusammen 215 20s) Tonnen: Parzcrkrcuzer: 17 mit zusammen 253 600 Tonnen; l'iesci'utztc Kreuzer und il-Boot-^lbwehrkrcuzer mit zusammen rund 10 7 800 Tonnen; Kanoneirboote (größere): 6 mit zusammen rund 3400 Tonnen; ^olveoviahrzeus'?: 74 mit zusamnnm rund 60000 Tonnen; tl-Bootc: 29 mu zusammen rund 21300 Tonnen, außerdem meh» rere kleine Kanonenboote und 33 Hilfskreuzer. F.raurrelch: Gesamtverluste rd. 101000 Tonnen. Antillen)nitfre: 4 mit zusammen 54 400 Tonnen; Panzeik.cuzer: 3 mit zusammen 25 100 Tonnen; lt-Tool Abwehrkreuzer: 1 mit 1800 Tonnen; Kanoneichdote: 2 mit 1300 Tonnen; ^orvcdo.ahrzeuge; 25 mit zusammen 12000 Tonnen' Iboocte: 12 mit zusaminen 6400 Tonnen. Außerdem 12 Hilfskreuzer. A'u.ß k a n d: G c s a m t v e r l u st c rund 71810 Tonnen. Linienschiffe: 2 mit zusammen 35 300 Tonnen; Panzerkreuzer: 1 mit 8000 Tonnen; Geschützte Kreuzer; 1 mit 3180 Tonnen; Kanonenboote; 4 mit 4380 Tonnen; Torpedolahrzeuae: 13 mit zusammen 9700 Tonnen; Unter,eebootc: 6 mit zusammen rund 3000 Tonnen; Streumincnschifse: 2 mit zusammen 8250 Tonnen.- Italien: Gesamtvcrlnste 76450 Tonnen. Stmcniajiifc: 3 mit zusammen 49 300 Tonnen; Panzerkreuzer: 2 mit zusammen 17 750 Tonnen: i 7 ^?^ 0 sahrzeuge: 11 mit zusammen rund 5900 Tonneii; U-Boote: 9 mir zusammen rund 3500 Tonnen; Außerdem 3 Hilfskreuzer. Japan: Gesamtvcrlnste 23825 Tonnen. Panzcrtreuzev: 1 von 14 000 Tonnen; Gcsä-ützte Kreuzer; 2 nnt zusammen 8600 Tonnen; ,,o^h^osabr-.nge: 3 nrit zusammeii rund 1100 Toirrien; U-Boote: ! mit 125 Tonnen. .^Vereinigte Staaten von Amerika. Der geschützte Kieuzer „Olympia", 6000 Tonnen, Unterseeboot „A 7" rund 125 Tonnen. Portugal: •1 Flußkanonenboot und 1 Minensahrzeun. 1 Rumänien;^ 1 Kanonenboot und 1 Torpedoboot. Aus dem hauptausjchntz des Reichstags. Berlin, 27. <^ept. Der Hauptausschuß des Reichstages ttat VE wieder zusmnWen Der Reichskanzler wohnte der Sitzung Beratung des vom Plenum überwiesenen! Nachtwgsetats. Berichterstatter ist der Abg. Liszt (natl.) Abq ^E..dosadvwsky (Dtsch. Fr.) führte ans, daß kein Staats- lerretar des ^vitnem trotz des Umfangs seines Amtes jemals von sich Äj^?ne Teilung des Amtes beantragt habe. Das sei nicht aus Machtgelusten ge)ckieh-en. Der Redner macht Vorschläge, die von der beabsichtigten Lojung abweichen, in der Weise, das; das Bundesamt für das Hennatwesen dem Reichsjustizaint zugeteüt werden tonne, und daß man ohne eine neue Zentralbehörde auskonnnen könnte, wc^ auch im Interesse der Sparsamkeit läge. Das Präsi- di-mu des Eisenbahnamtes könnte zu einem Reichsarbeitsamt um- ^ldet werden, dem ein großer Teil der E^eschäfte des Reickis-, amts des vMnern zu iibertragen wäre. Durch Abkürzuna der Etats- debatte und Beichränkung in den kleinen Ausragen könnte auch 7^* bic Regierung entlasten. Unter diesen Bedingungen hatte der Staatssekretär des Innern die allgenieine Stellvertretung ^.Reichskanzlers beibelialten können. Die Vizekanzlerfrage sei staatsrechtlich voll ungeheurer Bedeutung. Die Minister ohne Porteseuille seien eme Einrichtung parlanientarisch regierter Staaten und paßten nicht ohne weiteres ff'tt uns. . An; dem Verfassungsausschutz des Reichstags. Berlin, 27. Sept/MTB.) Der »erfaffung«- aue)cl)itf 3 d'es Reichstags nahm heute mit 15 gegen 12 Snmrneu den Antrag der Nationalliberalen, Fortschrittler und Sozialdemokraten an auf S tre i ch u n g des Schluß- satzes in Artikel 9 der Reichsversassung, wonach niemand zugleich Mitglied des Bundesrats und des Reichstags sein n ? ur m , 1 ^utrag stimmten geschlossen die Antrag- Itcller, tue Pvlen und ein Zentrumsabgcordneter. Dcr Abstimmung enthielt sich ein Zentruinsabgeordneler. Darauf vertagte sich der Verfassungsausschuß bis zun, 3. Oktober mt der Tagesordnung: Mitwirkung des Reichstags beim Frredensschluß. Ministerialdirektor Dr. Lewald erklärte, der B u n d c s- r a t habe zu dcr Frage der Beseitigung des Artikels 9 Satz 2 der R -B. noch nicht Stellung genommen. Er empfehle neben der von dem Bertreter der fortschrittlichen Volkspartei angeführten Literatur auch die kürzlich erschienene Schrift des Professors Dr Kaufmann in Berlin: „Bismarcks Erbe m t Reichsversassung" zu berücksickstigen, die den Ar- llkel9 Satz 2 ,ür eine der wichtigsten Bestimmungen unseres Grundgesetzes erkläre. Auch er glaube, daß dir Streichunq der Bestmkmung eine wichtige Veräicherung der Verfassung chrcm Bestehm darstelle. Falle diese Schranke, so könne die EnNvickclung dahin chhren, daß der BundeSrat künftig nur rwch eine Pro^ektwn des Reistages sei. älmlich ivie der Vanshaltsausichutz den kleinen Reichstag darstelle Trete dies em dann sei die Bestimmung der Verfassung, daß die Rcichs- gesetzgcbnng durch den Bundesrat und den Reichstag aus- gerrbtwerde, bedentiimgslos. nnd das Reich werde allein durch eme Kammer, den Reichstag, gelenkt. Der Bnndesratsbevoll- '''°ch/wte stimme nach den Instruktionen seiner Regierung. Artllel 29 dcr Brrfassung schreibe aber für die Mitglieder des Reichstages ausdruckluk, vor. daß sic an Aufträge und In- struftionen nicht gebunden seien. Es müsse fraglich erschei- neu, ob alle dtc, die jetzt für eine Acndcrung seien, sich auch wüiißht^i^'vgkstaltung bewußt seien und sie herbeizusühren Aus dem Reiche. MmdesratSbeschlüsse. . 27. Sept. (WTB.) In der heutigen Bunde s r at s srtz u n g gelangten zur Annahme der Entwurf emer Verordnung über die Vornahnw einer Schweine- zwischenzählnng am 15.Oktober 1917, der Entwurf erner Verordnung über die den Unternehmern lanb- T r r r :t ^ £ 1 betriebe für die Ernährtt-ng der Selbstversorger und für die Saat zu belassenden Früchte, der Entwurf einer Vekanntrnachuna tetv 3nTTfrw, «t für Leim, der Entwurf einer Bekanittmachungbetr^ nahmen von Bestimmungen des HausarbeitsaeseKes vom *>• Dez.-n.ber 1911 der Entwurf einer Verordnung b^?r. das Inkrafttreten der 88 3 und 4 des»Hausarbeitgesedes vom 20 . Dezember 1911 und der Entwurf einer Verordnung zur Adiinderung der Verordnung über Weintrester und Trauben ferne vom 30. August 1916. ^ Die prcuhische WrchlrechtSvvrlage. Berlin, 27. Sept. (Privnttel.) „Germania" rneldet. daß d«e prmißrsche Wahlrechtsvorlage tm Staatsministe r-ium noch beraten Iverde. Ihre Einbringung sei vvr Endr- Oktober oder gar -Anfang Roveinber n icht zu erivorden. A»,r Stndt „nd Land. Eietzen, 26 . September 1917 . Habt Acht! Wenn tmserc Feind« immer noch jede FriedenSerSrteruna Von ßch wers-en und sich den Anschem geben, als cttuartrten sie iradx einen günstigen Kriegsausgaiig, so almibt bei ilmcu doch fei) verständiger Mensch mehr abet Acht. Beolxrchtet scharf und tragt nach Möglichkeit zur Unschädlüli, n!furg dieses Feind^^ bei. Auch die Arbeitgeber und Werkmeister sollten genau priifen, ehe Unbekannte oder Ausländer eingestellt werben. Scharfe und dauerttdc persönliche Kontrolle in Fabriken und aus Arbeits statten ist vomröten, wenn dieser hrimtiickischstc aller An;chiffe ab^ Ogeschla.Ten werden soll. Diese letzte Hoffnarug unseres Feindes mul w «lschänden gemacht werben. Ist mich hier jeder wachsam an Posten, .wie die an der Front, tut jeder seine Pflicht un bnrrr und treu, damr ist der Sieg, der volle unbestrittene Sieg, unser! Lebensmittel. ** Z u cker-Bevbr a u chs re g elu n g. Um eine bessere Verteilung des Zuckers an die Einwohner d<- Stadt Gießen durchführen zu können, wird das Bestell Verfahren and) für die Ausgabe des Zuckers eingasührt lieber die näheren Bestimmungen gibt die Verüsfontlichnn. im Anzeigenteil der heutigerr Rümmer Ausschluß. ** Nährmittel-V er brauchsreg e lung. Zu Durchführung eines einheitlichen Bestellversahrens sind fit bic Ausgabe der Nährmittel eine Anzahl Berordnungcü erlassen worden, die im Anzeigenteil der heutigen Rumnie. einzusehen sind. ** Die Anmeldung von Petroleum für ge schästliche Zwecke, larrdwrrttsck)aftliche Betriebe und Heimarbeiter erfolgt in der im Anzeigenteil dieser Nummer bekwmtgegeberlen Weise. * ** Aus zeichnung. Der Kriegs freit oiMge Unter offizier Hermann Sie der t erhielt das Eiserne Kren. 2. Masse. Die Hessische Tapferkeitsmednille ist bereits ii seinent Besitz. ** Ueberfahren. Gestern abend wurde eine Mere. vvr ÄÄ ? ^ Licker Straß« von eurem ^7 Elektrischen Straßandahir icherfaliren. Der Tod trat aus oer Stelle ein. ** Die Auszahlung der Familie,liknter- t utzung e n cm bte Angehörigen der zum Heeresdienst Ein- e ufenen für 1. bis 15. Oktober 1917 bzw. für September ’ ciatt. Siehe Anzeigenteil. Stadt t hea I cr. ES fest daraus hinaetoirscii, das« für "«h Mte Plätze sowohl in, Dicirstag- wie tm di°^Mo?onnrmmt vorhanden smd Bis mvraen. Samstaq. lieaen rf? n .*« ffiinsttdjraxwff ,m der Musikalienhandlung von ^Zlier. Aeuemveg, ans; von, Sonntag ab — an welchem ine Ausgabe der Abonnements beginnt — werden tNianmewungen auf Abonnement au der Theaterkasse entaeaen wmommcn. - Die Eröffnungsvorstellung a.n 2 3! brimstals rn Tr ^^ 7 ^?bonnementsvorstellrmg SlMkespcar-es „W inte r ..s? Ä ' Mrt diesem Werk ist vor ^l>n Fahren die erste Spiel Stadttheater emgeleitet warben. Da die dies- n ./En ^E'wwswrsl. lluiisi gerade ans HindeMrrgs 70. Ge- ^ ^stallet sie sich in gewissem Sinne zur doppelten Herr Oberbürgermeister Keller wird in einer Hmdenbur^ bekannter Gebnrtstagsbttte zu 'entsprechen. .Meldepflicht für gewerblichen Kohlenver- brauch , m Rio-vemb er. Wie im Juli und September, fordert u weiifboiiohlentoinmißar duvck! Bekamitmachung im Reichs'-- anz-eiger" vom 25. September 1917 die Ausfüllung vvn Melde- larben auch, ur der Zeit vom 1. bis 5. Oilober von allen gewerb^ irchen Verbrauchern mit einem. M^iatswerbrauch vv-n mehr -als' z-ih>n Donnen (200 Zrliitnern). Wier die Meldekarten nicht rechte zeitig abttefert, l-at keine AjuSiNit ans Bstli.eferung mit Kohle w'.chrenb des M>wats November, weil die .Karten als Grundlage für '7, Kolstenvertleilu'ng dien«: webdm. Der ,Meldepflicht nnlerliegeuj vre la'nldwirtsck.astlichen Mbcrnbetriebe, das lwistt solche Be- cuebe, die nicht lGegenstaivd eines selbstständigen getverblichenj tlnttruehmens' sürd, jvndern in wirtschaftlicher Abhängigkeit von nnm. laMvirtsch^ftlichen Betrieb 'von dessen Inhaber geführt werden . Ferner sind tnicht meldMichtig die gewerblichen tn-ctoe, die dem täglick.sm Unterhalt der Bevölkemmg dienen z- B to* Bäckereien, F-lrischereien. .Gasthöfe. Auch der Heizbedarf von Behörden, Schinl-en, .Bade-- und Kranckenanstalben, TlwatcrN uhjv sonstigen Anstalten äloüicher Natur ist nicht meldepflichttg. Fnr dce kommende Erhebung sind neu« Meldekarten mit rotem Ans- brnck und -der Aufschrift „Ottobermeldnng" zu versenden. Sie sind zum Preise von 15 Pfennig in Heften und 3 Pfennig die Einzel- larte erb.iltlrch bei der OrtsLohlen- oder ^kriegswirttchastsslelle. Zerm Fehlen einer solchen bei der Kriegsamtsstelle. Die Bestmu- mnngen über die Mnssüllnng und Bebcmdlrmg der Meldekarten sind un wesentlichen die gleichen wie bei der vorigen Meldung. Reu sind Uli,ge Vorschriften, die die süddeutschen und sächsischen Berbrmrclxn mme alle diejenigen Verbraucher und Lie eoanten betreisen, die 'öhmische Kohle unmittelbar ans dem Ans lande bezi.-he». Diese Borschristen sind ans,dein Umschlag der Meldekarten glnchchlls an- '/»geben. ,Lieferer, die die KoUlen »»mittelbar von der Grube be- Reichs- omnussar in Berlin erhältlich sind. Die Sevtember-Meldekartcn 'ind im allgemeinen vollzählig und ahne große Verzögenrng.eiiw relausen. ^Rur durch verstaudnisvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten können allmählich die Gnindlagen geschaffen werden, welche 'ür eilte gerechte tlnd gleichmäßige Verteilung der Brennstoffe un- 'rläßlich sind. ** Au s dem Militärw'ochenblatt. Frhr. v. Eelking, Oberst, im Frieden beim Stabe des Iälf.^Regts. Nr. 117. in Benehmiglmg seines dkbschäedsgefuches mit der gesetztickMi Pelision ind der Erlaubnis zum Tragen dcw llnisorm des genaimten Reg-ts. nr Disp. gestellt. — Befördert: Bel^r. Lt. d. Ref d. Jwf.-Rc'gts. Rr. 110 (I. .Frankfurt a. M.), Mim Oblt. mit Patent vom 15. Juli lB17. ** DäS Kreisbkati R< 166 enttiäkt BervrvMt'NgaL über Preise für künstlickne Düngemittel ußv., Ausfuhr vo-n Pferden. Kreis Lautertzach. rr. Schlitz, 28. Sept. Gras Wilhelm von Schlitz genmnvtl von Görtz l?at dem aus Ersparnissen dc-s hiesigen Verein "lazarettö^ entstmidenen „Hilfsfonds für »wtleidende Krieger und deren 'All- gel?örigen im Amtsgerichtsbezirk Schlitz", der sich bereits aus über 20 000 Alk. beläuft, anläßlich,des bevorstehendeir 70. Mwurkstages von Hindcmblirgs 1000 Mk. überw-iesen. — Znwi Frauzosen, die aus dem G-efaugeneulager in Niederzwehren bei Kassel elttwichen waren, trmrden beim nahen Hutzdorf voll ^Arbeitern lvieder dingfest, gemaclst und der hiesigen Gmidarmerie zugesülirt. Kreis Friedbcrg. ,= Vilbel, 28. Sept. Das Hessisch)« Kriegszeichen in Eisen mhiclt der bereits mit dem Eisernem Kcmltz z-lveiter .Masse und der Hessischlm Ta Pfeiler tsw edail l-e ausgezeichmetr Untevossizier Karl Jvst vvn hier. Starkellburg und Rhciilhessen. HL. Darmstadt, 28. Sept. Hunderttausend Mark durch Velckäufe .erzielt hatte in diesen Tagen die Hessische Kicnst-'ÄuS- slellung Darmsladl 1917, ein Erfolg, dcm man geradezu al- einen Reliord bezeichnen kann angesichts der Ergebnisse'gleiZher %ctg ansl!altungeii früherer Jahre. Der Erfolg des UnteiTnehmens iu liach zwei Seiten ersrcnlich. Er sichert den durch die Not des Krteges vielfach in Bedrängnis geratenen hessischen Känstlern eiil-en ansehnlichen, Ertrag ihres Schaffens.und erfüllt damit in vollem Maße den beabsichtigten sozialen Ziveck. Er legt aber an seinem bescheidimen Teil auch ein beredtes Zeugnis ab für das statl'e Kulturbedürsnis unseres Volkes, für die Tatsacl-«, daß wir lvirllich ein .Üdilttir- volk sind. Und schließlich spricht der finanzielle Erfolg auch für die tünstlerisclie Qualität der 'Ausstellung. AkL'chlrehe Nacl-ikiehten. ösraclitischc Neligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge -Süd- Atllage). Samstag. 29. Sept. Vorabend: (>; morn : 8.30: abdS.: 6.20 u. 6.55. - Israelitische Rcligionsyesellschaft. Sabvatfeier am 29. Sept. Freitag abend 5.40; Samstag vorm. 8.00; nachm. 4.00, Sabbatmlsgang 6.55. WitterunstSberichl. (O c ff c n 11 i d) e c Wetterdienst.) Ziemlich heiter, trocken,, nacksts etwas kälter. Letzte N^ctzrrcdten. Die belgische Frage. ^ Berlin, 28. Sept. Der „Berliner LNälattzeiger" schreibt: Nach Pariser Presseäußerungen zu urteilen, muß in Paris, eine amtliche oder halbamtliche Verösfentlichnnr» erfolgt sein, wonach die deutsche Regierung den Papst über die Bedingungen, unter denen sie bereit wäre, di? Wieoerherstellung Belgiens zuzugestehen, verständigt habe. Auscheß nend wird behauptet, daß eine ergänzende Note a i«&> Berlin n a ch Rom a b g e g a n g e n sei. In Meldungen, die aus der französischen Hauptstadt nach Basek'gelangt sind, ist von einer Verbalnote die Rede. Demgegeuüber wird uns an hiesiger maßgebender Stelle versichert, daß k e i n e zweite Note über Belgien an den Papst abgegaugcn ist. Man weiß einstweilen nicht, auf welckstr Grundlage die ge meldeten Pressestimulen beruhen. Auch in Hollaud ist, wie tms aus Haag berichtet wird, der Wortlaut dieser angeb lichen ergänzenden deutschen Note über Belgien bis zur Stmtde rwch nicht bekannt. In dieser Beziehung bleibt also wettere Aufklärung abzuwarteu. ® Haag, 28. Sept. Auch die e n g l i sch e P r e s s e be hauptet ,daß ttoch eine deutsche Verbalnote an den Papst bc steht. Die „Mvrning Post" spricht von deutschen Vorschlä gen zur Regelung Belgiens und von der Bereitwitligkeit Deutschlands, an Belgien Entschädigung zu zahlen. Ihre weite Verbreitung verdankt die Wotan „G“ Lampe dem ansprechenden weißen Licht und ihrem sparsamen Stromverbrauch. Man verlange ausdrücklich Wotan ,0". Mehrere Schlosser und Installateure finden sofort Beschäftigung bei 7J0&J) - E. MERCK, Ghem. Fabrik, DARMSTA3T Zeichnungen für ¥1!. Kriegsanleihe 5% Deutsche Reichsanleähe und 4Vs # /o auslosbare Deutsche Reichsschatzanweisungen werden zu Originalbedingungen entgegengenommen. 7156D Joseph Herz, Bankgeschäft, Neuen Baue 23. Wenig gebrauchte Aiuk Badewanne sof.z. verknusen OfKXffi Rodbeimer S t r. t»4p . Gut erbnltener zwettliriger Kleid«rschrant zu verkanten 0 zum Markte. 7lnö Anton Scliiio8«ler Camp. nniiniiiiiini:i iiiiinniiiiiifiii iiiiiiiiiiiüiiiüi iiiiiiiiiüiiuiiii luiiiiiiiiiini l!lllli!!llllll! §111111111111 u iiiiiiiiiw lllllll!ll!lllll llllll!!llli!lll llllllllflll.llllll M" »I llhlillil II i imiiEtiii imi ff lUlilllllllllll l!llllilll!llll! llllllllllillll! illllllllilll!!! Ill!!!lll!l!illl üjfiiiiHiiiin staben kfie die yiriegsanleihe gezeichnetP sf/e können auch tfparharten Con / bis ju SO 9/larh bei uns haben Mimi Heim Peter Becker Leutnant im 2. Nass. Inf.-Regt. Nr. Verlobte Frankfurt a M. 27. September 1917. QieBen 7207 llililllimjjjj mifiüüüiiii ÜB 11 "" 1 Vereinigter Kaninchen-Zucht und Pfieffe-Verein Gieizen. SamStag 8 Ubr: 7208 Mitglieder-Versammlung iBereinSlokal: Sauer.) Tagesordnung: Bericht über die dluSftellnng. Den MttgUeder« noch» Schalter für Kriegsanleihe geöffnet von 8 bis 12 und von 2 bis 5 Uhr Gewerbebank zu Gießen e. G. m. b. H. malS zur Kenntnis, daß bis Samstag die VerlosungS- de " ' ! gegenstände, welche nicht abgeholt worden sind, zur Ver' jifffij-j-'temerung kommen. i jii'iili', ?lnmeldci'°»rn ,ur Sollarer Ausstellung können Kl !;! . £«>» V°rklvc„d-N abgebol! werden. Der Borftavd, !!!!!!!!,'!!III!I!!I!!!! ——.■ iiniii Winterkartoffeln ^Bestellungen werden entgegengenommen. W. Hantel, Neue Baut 1 , Tel. fiU, Statt jeder besonderen .Anzeige, Am Mittwoch abend 9*/ 4 Uhr entschlief sanft nach .längerem, schweren mit grosser Geduld ertragenem Leiden, jedoch plötzlich und unerwartet, unsere herzensgute, treubesorgte und unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden -meine liebe Frau, unsere treusorgenda Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau iarie Schlund geh. Schardt iin 64. Lebensjahr. Frau Hermine Scherff Witwe geh. lang im 58. Lebensjahre Die tfeftrauernden Hinterbliebenen: Jakob Schlund, Zimmermann Philipp Schlund und Familie Heinrich Schneider und Familie. In tiefem Schmerz: Die trauernden Kinder Hausen, Gießen, den 27. September 1917. 00063 Giessen (Löwengasee 5a), Mainz-Kastell *nd im Felde, den 27. Sept. 1917. Die Beerdigung findet Samstag, den 29. September, nachmittags 3 Uhr, statt. Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. September, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus, statt. Fünfziger 1850—1906. Wtr gestatten unS, unseren AlterSgenosien von dem Ableben unseres Znvcrläss., ordentliches LousiMchtil söer grau gesucht ÖÖOCB BlelchatwJe 10 I. AlleMlkgei! Mph Linlgtr Töcles-^gzei§c ergebenst Kenntnis zu geben mit der Bitte um rege Beteiligung bei der Beerdigung Samstag, 29. September ds. Js., nachmittag 3'/- Uhr, Neuen Friedhof. 7203D Der Ausschuß. Gut empfohlenes Hausmädchen Fnn Koni.-Bat KUngsnor, Moltkesrratze 8. 06051 ZnverlftNs. flädchen ZL^inen Haushalt gesucht. O 6 O 08 ^öberstraße 26 1 . mAina 0 Y/? rv7andten ’ Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß Großmutter? Schw’ester'und Schwägerin* treusorsende ' « ote Butter. Schwiegermutter. Frau Kath. Binz geb. Arnold ILlßjShr. geufmSöföcii für halbe Tage gesucht. 06049 Nord-Anlage 18 I. nach kurzem, schwerem, in Geduld getragenem Leiden im-Alter von 66 dahren am fünftSnttÄlIfeSttt” g# M ’ Im GlaUben SU ihren Herrn JeBUm 'dMW j Möbl. Zimm&r\ Gesuch: Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familien Binz Familien Jung. Die Beerdigung findet statt am 29. September, nachmittags um 2 1 /* Uhr. Ponsiom Brandt Nenon Bl ne 22 iBeilevueiZim. mu.ohneVer pfleg, s. jede Zeitdauer. Mit iag> u. Abendusch. Elektrisch Licht. Bad. Tel. 1085. [1687 Wohn- n. Schlafzimmer mit guter Pension zu vermieten. 7108 Süd-Anlage 7. Leihgestern, den 27. September 1917. Möbliertes Zimmer z. verm. 06001 Wetzileiustr. 44,1. J Verschiedene ) Zimmern.Küche an einz.Per fort z. verm. Woitstr. 20. ♦ ¥ ♦ Ab Samstag Gastspiel des* beiden Schwestern Rosa und Henny Porten ♦ Wir suchen zum möglichst baldigen Eintritt emen tüchtigen, im Krankenkaffeu. und Invalide«, verfiche rung smesen erfahrenen Kaufmann evtl. Kriegsbeschädigten, Schriftliche Angebote mit Gehaltsansprüchen uitter 72040 an die GeschäftS- stelle deS Gießener Anzeigers. Arbeiter, 2- 3-Zimmer-Modnung nvst einzelner Dame gesucht. Schrift!. Angeb. unter 06016 an den Giesiener Anzeiger mt ♦ ch- l Rosa Porten HennyForten < in einem ergreifenden Drama in 4 Akten. 4- in einem köstlichen Lustspiel in 3 Akten. Beachten Sie das ko>nnende Inserst. Kichern Sie »ich reehteettig Platze Im 7201 [ticMpielhaus - Bahnhofffr. 34 ♦ ♦ ¥ ♦ ♦ ♦ für Bewachung eines Lagers sofort gesucht. 06059 Schmidt, Miiusburg 16. Hilfsarbeiter Druckerei gesucht. 17: _ . Weinert, Neuenwe g Tßiht. ^erfönferfn ver sofort gesucht. 06056 ori ta Gregor!. Kartoffrlschälerin gesucht. 7178 nedlElnlschc and Frauen-Klinik. Pot®fran gequellt. SHttna Tvoerbaic, vorm. Staudinger L Eo., Steinstr. 39. 106036 auch kräftige Frauen ».Mädchen für Hgfermagarirre. stellt ein Heu-Hilfs-Magazin Gießen. . ^M°.ld u»g°°rmtttas« «» dru B-bndSSe« 8«. Mar- sa retenbStte. _ 7IS6N Ein tüchtiges Dienstniädchen für sofort gesucht. 7117 Lilns-HrilstStte. Ls«ffr«!i»l!.RSWk0sK. 06047 Asterweg 43, p. Tncht. Mädchen für 1. oder 15. Oft. gesucht. Zu melden abends zwischen 8 und 9 Uhr. 05995 Wetzlar er Wty 17. III. Sloek. ÄlPS RSG« gesucht Wilhelmftr. 7. um 15. Okt. ein in Küche und Haushalt verfette ge- bildete ältere ev. Stütze gesucht. Pension llinerrn, 06054 Weh larcr Weg 15. Mädchen für leichte Arbeit gesucht. 06046 Bleichftraße 2 V I. Mehrere Arbeiterinnen werden tn meiner mechanischen Weberei angenommen. 7191 H. Schmidt I., Grimberg i. H. Stellengesuche 3unfl.fi’. Mltinl Ä. befchäftianna in sch ritt- it lichen 'Arbeiten für Nach. Mittagsstunden lvon 5 Uhr Schrift!. Angeb. unter 06057 a. d. Gieß. Anz. erbeten.