Br. 22? Der iSietztNtr Anzeiger erschenn täglich, außer GsnntagS. — Beilagen: Ojetzencr^amNienblätter: Xreirblatt fßr den Kreis Hießen. Sczugzpreir: m#«aü. l Alk., viertel- iäürluch 3 Mk.: durch Aohole- u. Zweigstellen nwnatl. 90 M.I durch die Post Mt. 3.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Fernspreck: - Anschlüsse: sürdieSchrlfflcit»mg!12 Verlag,Geschnstsstelleül Auschr ist f:'i r D ra bt m a ch- richten: Anzeiger Gießen. Erster \ 67 . Jahrgang Postscheckkonto: Zranifurt a.m. U686 Donnerstag, 2':. September \9iT vankvertehr: Gewerbedanl Gießen sWkll-.-igxrnn-rn-ck u. Verlag: Vrühl'sche Unrv.-Vuch- «. Stcmöruck-rei R. Lange. Zchristleltung. Geschäftrstelle u. vruckcre« 5chu!ftr. 7. 2 cuii 0 ifitie von Attzet^eu Die Tagesnummer bi-j zumNachmillag vorher. Zcilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plaßvorschrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Piatzvorschriit 90 Pf. Haiiplschriitleiter: Aug. Goeß. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Eoetz; Tcadt lnid Land, Vermischtes u.Ge- richtsfaal: Fr. R. Zenz; Anzergenteil: H. Beck: säintlich in Gießen. (DTB.) Großes Hauptquartier, 26. Sept. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Krön Prinz Ru pp recht. An der Schlachtfvont in F l a n d e r n ist seit gestern der Feuerkampf stark .msgeletzt. Morgens nahuren unsere Truppen einen Teil des mn 20. September nördlich der Straße Menin—Ypern verlorenen Geländes in kraftvollem Ansturm wieder. Unter engster Zusammenfassung ihres Feuers und grohem Krästeeinsatz versuchten die Eugländer durch viermaligen Gegenangriff uns wieder zurückzudrängeu. Der Feind wurde abzeschlagen. Das zwischen Polygon-Wald und der groben Straße erkämpfte Gelände wurde von uns behauptet. Außer blutigen Verlusten büßten die Engländer über 356 Gefangene ein. Abends steigerte sich das Feuer au der Küste, wo wieder Ostende vom Meer und Land aus beschossen wurde, und öoii der User bis zur Lys. Nach starkeln Feuer während der Nacht schwoll heute morgen die Artillrriewirkung vom Houthoulster-Wald bis zmn Kanal von Commes—Yp^rn zum Trommelfeuer an. Auf dem größtelr Teil dieser Front setzten dann englische Jnfanttrieangriffe ein. Die Schiacht ist in vollem Gange. Im Artois mrd beiderseits von St. Quentin war die Feuertätigkcit lebhaft. Abends griffen öir Engländer bei Gonelieu au und drangen vorübergehend in unsere Linien. Gegenstöße vertrie- ben den Feind. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zn mehreren Abschnitten der Aisne- und Champagne- Front lag lebhaftes Feuer auf unseren Stellungen und Batterien, die den Kampf kräftig aufnahmen. Erknndungs- gefechte verliefen firr uns günstig. Vor Verdun schwoll gleichzeitig der Feuerkampf auf dem Ostufer 5er Maas zu großer Heftigkeit an. Südlich von Beaumonr machten die Franzosen auf die kürzlich von uns dort gewonnenen Graben einen vergeblichen Angriff. * Unsere Flieger griffen abends erneut London und die englischen Küstcnplütze beiderseits des Kanals an. Bourben- örihfc auf Ramsgate, Margate, Dover, sowie auf Boulogne, Calais, Grawelines und Dünkirchen hatten erkannte Brand- tmrkrmg. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Ueber Land verloren die Gegner gestern 15 Flugzeuge. Oberleutnant Verthold brachte seinen 24. Gegrrer im Lust- kamp? zum Absturz. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz HeeresgrnppePrinzLeopoldvon Bayern. Bei I ä ko b st a d t, am Dryswiaty-See, östlich von Luck und bei Tarnopol war die russische Artillerie tätiger als in der letzten Zeit. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Südlich des Sereth brachen deutsche Sturmtruppen bis m die hinteren Linien der russischen Stellung ein. Sie kehrten nach Zerstörung der feindlichen Grabenanlagen mit mehr- als 150 Gefangenen und mehreren Maschinengewehren zurück. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abeitdberickt. Berlin, 26. Sept., abends. (WTB. Amtlich.) Die Schlacht in Flandern zwischen Lungenmrck und Hollebeke (15 Kilometer) dauert noch an. Stellenweise ist der Feind bis zu 1 Kilometer Tiefe in unsere Kampfzone eingedrungen, in der erbittert gerungen wird. Der Zentralausschuß der nalwifaltib'eralerl Partei hat sich schürf gegen die bekannte Mehrheitsentschließnng des Reichstags gewandt. Heute beginnen im Halnptausschuß des Reichstags wieder die „interfraktionellen Besprechun- ert". Der Reichskanzler wird dabei keine.leichte Aufgabe aben, denn die alte deutsche Rechthaberei ist wieder erwacht, die Parteikämpfe scheinen sich zu verstärken. Gegen diese Gefahr aufzutreten, ist, wie wir gestern dcrrgelegt haben, ein Gebot der Stunde. Der Hader ist überflüssig; es kann jetzt gar nichts von alledem entschieden werden, was der Kern der unfruchtbaren Streitfragen war. Denn wir haben jetzt nicht nnr „gottgewollte Abhängigkeiten", wie der frühere Kanzler v. Dethinann Hollw-eg einmal sich ausdrückte, sondern wir stehen unter der weit schwerer ioiegenden Abhängigkeit von der Tätigkeit und der Lage bei unseren Feinden. Wie sich die Dinge dort entwickeln, das muß scharf inr Auge behalten werden, denn jeder Tag kam: da, wie die Revolution in Rußland, wahrhaft umstürzend wirken, so daß die Prinzipien deutscher Politiker davon wie leichte Flaumfedern in die Lüfte wirbeln. Auch die „Köln. Kg." tritt jetzt für ein besonneneres Schweigen in der deutschen Politik ein, und Jn einem Aufsatz „Einhalten mit den Friedensangeboten!" erinnert sie an das musterhafte Verhalten Friedrichs des Großen in seinem Ricsenkampfe. Er ließ die Gegner an sich herankonnnen und schrieb einmal darüber: „Ich bin stumm wie ein Karpfen. Wenn die Franzosen, Oesterreicher und . Russen mir etwas zu sagen haben, so haben sie nur zu sprechen; ich für mein Teil beschränke mich darauf, sie zu schlagen und zu schweigen." Das muß jetzt auch unsere Losung werden. An einer anderen Stelle schreibt die „Köln. Ztg." folgende richtigen Sätze: „Tie Kriegsziele, die uns der Krieg gestellt hat, sind kompli- »iert und hängen miteinander, mit der enl>gülfigen Kriegslage, der innerpolifischen und wirtschaftlichen Lage bei den Feinden so zusammen, daß unfre Forderungen im einzelnen erst bestimmt :oer- oen können, wenn sich die Gegner dazu bequemen, sich an den Ver- bindlungschch. zu setzen. Tie endgültige Wirkung des U-Voot- Rvieges, die innere Entwicklung in Rußland, die zunehmenden SÄmerigkeiten in Italien, die fortschreitende Erschöpfung Frank- rera?s, schließlich. die Frage, ob russische und französisclie Staatsmänner sich achs die wah«e Rolle Englands ihren Völkern und Europa gegenüber besinnen wollen oder nicht, das alles bestimmt unser Programm für die Verhandlungen. Daraus folgt mit zwin- gender Logik, daß die Negierung nicht anders kann, als in ihren Kundgebungen mit Einzelheiten zurückhaltend zu sein, und daß das Beste, was ans dem Volke heraus geschehen kami, die immer wiederholte Kundgebung der Entschlossenheit bis zum Aeußersten ist." Hierbei sind auch die sehr vernünftigen Betrachtungen zu erwähnen., die Richard May in der „Voss. Ztg." über die Zukunft der liberalen Parteien anstellt. Er weist auf die Gefahr der Entfremdung und Trennung hin und meint, diese liege durchaus nicht in den abweichenden Ansichten _ der beiden Parteien naturnotwendig begründet. Es lasse sich recht wohl eine Brücke schlagen, und man dürfe die Unterschiede in den Auffassungen nicht, wie es jetzt häufig geschehe, vergrößern und übertreiben. Die „Voss. Ztg." stellt fest, daß die National- liberalen nicht daran denken, nach rechts abzuschwenken. , „Was sie von der Fortschrittspartei trennt, ist mehr das Ausmaß der Reformen, die sie verlangen, und das Tempo, in welchem diesem Ziele zugestrebt werden soll, als irgendeine grundsätzliche Stellungnahme. Was die Nationalliberalen erstreben, können und werden sie nur durch engen Anschluß an die Schwesterpartei, niemals aber durch ein Zusammengehen mit den Konservativen erreichen." Auch in der Frage der Friedensentschließung wird in demselben Aufsatz treffend geurteilt: „Wenn heute die Friedensresolution zu einer engen, drückenden Formel erstarrt ist, so liegt das weniger an ihr selbst als an den Ausdeutungen, die sie, und häufig recht gewaltsam, gefunden hat. Wie wenig die Väter der Resolution gewillt ivaren, die Kriegskarte und die Lebensnotwendigkeiten unseres Volkes als unbeachtlich beiseite zu schieben, hat aus der Nürnberger Tagung der Fortschrittspartei die bemerkenswerte Rede Dr. Müller- Meiningens bewiesen, der ausdrücklich und unter allseitiger Zustimmung betonte, es wäre verkehrt, Gebietserweiterungen im Osten und Westen grundsätzlich achr-ulebnen. Auf der Resolution haben sich 'nme auf einem Unterbau heute neue außenpolitische Verhältnisse entwickelt, die abzuschließen und zu krönen Sache der xünftigrn Unterhändler sein wird. Um so bedauerlicher bleibt es, daß die Auslegungen nach außen hin einen falschen Eindruck ^erwecken mußten und nur allzu goeignct sind, den Roichstag in -einer Richtung festzulegen, die seinen eigene:: Bestrebungen gar nicht entspricht. Unter solchen Umständen wäre es unverständlich, wenn die Resolution als Sprengpulver im liberalen Lager wirken sollte." Welches Zukunftsbild würde sich bei einer Zersplitterung ergeben! Da heißt es in der Boss. Ztg. ganz richtig: Eine Nationalliberale Partei als linker Flügel der alten, immer wieder brüchig gewordenen Koalition würde das Anhängsel einer konservativen Front sein, mit der sie letzten Grundes nichts als taktische Erwägungen verbindet. Das Schicksal der Fortschrittspartei aber wäre das gleiche. Jn enger, dauernder Gemeinschaft mit der Sozialdemokratie und dem Zentrum wäre sie zu einer Bedeutungslosigkeit verdammt, die wir um ihrer selbst willen schmerzlich bedauern würden. Ein geschlossener Liberalismus aber kann, ohne sich je das geringste zu vergeben, Bündnisse schließen, wann und mit wem er es mag. Der öfterreichrsch-rmgarLfche Tagesbericht. Wien, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei Sereth brachten deutsche Truppen von einer bis zu den rückwärtigen feindlichen hinten du rchgr führten Unternehmung über 150 Gefangene und mehrere Maschinengewehre ein. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf dein Akonte San Gabriele und bei Kal wurden feindliche Aufklärungsabteilungen zurückgttviest'n. Im Tona- 6-ebict und westlich von Tolmein brachten unsere Stoßtrupps 6-eftmgeue ein. Die Flugtättgkcit war am Zsouzo, dann zwischen dem Etsch- und Sugana-Tal sehr lebhaft. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Nur mäßige Artillerietätigreit. Der Ehef des Generalstabes. * . * vie ttämpse in West und Gst. B-erlin, 6. Sept. (WTB.) Nachdem in Flarederm nördlich der Sttaße D p e r n — M e n i n in iy 2 Kilometer Breite die am 20. Septenrber unter schweren blutigen Verlusten von den Engländern eroberten Gräben wieder genommen waren, setzten die Engländer in vier ttefgegliederten Gegenangriffen', die durch stärkstes Arttllerieserrer vorbereitet lvurden, alles daran, um sich wieder in den Besitz dieses Teiles der Kampffront zu setzen. Sämtliche Gegen- arrgriffe scheiterten teils in unserem Abwehrfeuer, teils wurden sie in erbittertem Nahkampf crbgewiesen. Während unsere Verluste gering blieben, erlitten die Eirgländer bei ihreir viernialigen Angriffen außer der Einbuße von mehreren Hundert Gefangenen schwerste blutige Verluste. Nach starkem Feuer während der Nacht setzte 5.45 Uhr vormittags heftiges Tromnrelseuer auf unsere Stellungen von Draaibank bis zum Kanal von Hollebeke ein, worauf die Engländer erneut zum Angriff übergingen. Die Jnsanterieschlacht ist in vollem Gange. Wahrend an der Arrasfront starke feindliche Patrouillen bei Fresues abgewiesen wurden, kehrten eiaene löera. Patrouillen mit Gefangenen zurück. Jn Gegend des Kanals von La Bassse bei Hu hluch beiderseits der Straße Arras— Canrbrai schwoll das feindliche Artilleriefeuer vorübergehend an. Nach starker Feuersteigerung zwischen Gonnelieu und Ossus erfolgte 7.30 Uhr ein starker englischer T e i l a n g r i f f nordöstlich Gw n n e l i e u, während gleichzeitig Patrouillen in der Gegend Ossus und Vacquerie vor- stießen. Der Angriff scheiterte größtenteils bereits in unserem Abwehrfeuer, tells wurde der Angriff im Nahkampf abgewiesen. An der Ais nefront hielt an der Laffmrxecke nach wie vor die Feuersteigerung an. Beiderseits Reims wurden feindliche Patrouillen bei Sapigneul und Nauroy abge- wiesen. — Eigene Stoßtrupps brachen westlich Vaudessiw oorcrt in die feindlichen Gräben ein und brachten Gesangene zurück. Ans dem Oftufer der Maas versuchten die Franzosen um 11 Uhr vormittags, uns unfern Geländegewinn vom 4. September südlich Beaumont wieder zu entreißen. Die Angriffe lvurden unter schweren Verlusten für der: Angreifer abgeschlagen und weitere Angrifssversuche bereits in unserem Vernichtungsfeuer ersttck4. Der im gestrigen Eissel- turmb-ericht in Gegend Beaumont gemeldete deutsche Au- griffsversuch hat nicht stattgesnnden. Dagegen hat sich unsere Beute aus den Kämpfen vom 24. zum 25. September auf dem Oftufer der Maas auf 6- Offiziere, 388 Mann urrd 12 Maschinengewehre erlstiht. Unsere Bombengeschwader belegten zahlreiche feindliche Anlagen mit Bomben. Gute Wirkilng konnte einwandfrei sestgefteltt werden. Das französische Munitionsdepot bei Dombaßle geriet in Brand. Im O st e n an einzelnen Stellen auflebende Artillerie- tättgkeit besonders in Gegend Jakob st adt, Dünaburg und am Zbrucz. Auf Bahnhof Seswegen, 60 Kilometer nordöstlich Jakobstadt brachten unsere Flieger durch Bombenabwurf zwei große ruffische MmritionSdepots zur Explosion. Der Einbruch unserer Stoßtrupps im Suczawatal auf iy 2 Kilometer Breite kostete den Feind außer der im Heeresbericht gemeldeter: Einbuße an Gefangenen und Mo schrnengewehren hohe blutige Verluste. Die Zustände in Rußland. Kopenhagen, 27. Sept. Der Petersburger Kvrrespvudeuk der „Times" beschreibt die Zustände in Rußland als grauenerregend. Unter dem jetzigen System leide die Be- völkerrrng weit mehr als unter dem Selbstherrschersystein. Die Kosaken, die vorher .Kornilow unterstützten, erklärten sich Nun für Kerenski und sirrd bereit, auch jeden anderen Politiur zu unterstützen, der versr:cki-en will, die Ordnung im Lande wiederherzustellerü. Ter Prozeß Suchomlinows. Petersburg, 25. Sept. (WTB.) Im Suchomlinows Prozeß erklätte der frühere Kriegsminister, daß der Zustand des russischen Heeres, loie er es aus den Händen seiner Vorgänger übernommen habe, so schrecklich war, daß die vier Jahre, die er mi dev Spitze des Ministeriums gestanden habe, nicht genügst hätten, um das russisck-e Heer ernstlich zu reorganisieren. Nichtsdestoweniger, fuhr SuckMnlinow sott, vollbrachte ich ein sehr wichtiges Werk, da wir im Augenblick des Kriegsbeginues ungezählte Streitftäfte an die Front brachten, die wir natürlich rächt reichlich verproviantieren konnten. Uebevdies betrachteten sich die Derrtschen, die sich seit etnxr zehn Jahren mif den Krieg vorbereitet hatten, noch zu Beginn,1014 nicht als bereit. Ich dem Zeitraum von irrer Jvhren verbesserte ich irnser Heer so weit, daß Misere Mobilisation^ glänzend dnrchgeführt wurde, entgegen den Hoffnungen der Tentsck?en, die aus Furcht vor imsernn Angriff auf dem Wege nach Paris, vor dessen Eroberung sie standen, nückehren mußten. Ich beging vielleicht Jrrtümer, aber ich werfe mir vor Gott und meinein Vaterlande kein Verbrechen vor^ Bei den letzten Worten weinte ^Suchomlinow. Frau Suchomlinow erklärte mit Tränen in den Llugen^ daß weder ffe noch ihr Mann Verbrecher seien. Tie Geschworenen haben über zwölf Schuldftagen zu entscheiden, von denen zehn Suchomlinow und zwei seine Frau betteffen. Das Urteil. Petersburg, 26. Sept. (P.D.-A.) Die Geschworenen berieten sieben Stund-en lang und bejahten alle dreizehn Schuldfragen, mit Ausnahme der ersten, die den früheren Kriegsminister für schulbig erklärt, während des Krieges untättg und lässig gewesen zu sein, um den Feind durch die Schwächung der bewaffneten russischen Macht zu unterstützen. Suchomlinow nahm das Urteil ruhig entgegen. Seine fveigesprochene Frau brach in Tränen ans. Petersburg, 26. Sept. (WTB.) Meldung der Petersburger Delegr-aphen-Agentur. Der Gerichtshof hat den früheren Kriegsminister Suchomlinow des Hochverrats, VertrauenÄniß- branchs und Betrugs schuldig gesprochen und zu lebensläng^ lichem Zuchthaus verurteilt. Frau Suchomlinoto wurd« sreigesprvchen. Kornilow in Hast. Petersburg, 26. Sept. (T. T.-A.) Der frühere Oberbefehlshaber Kornilow mid andere Generale mW Offiziere, die an den Unruhen teilgenommen haben, sind in letzter Nacht int Sonderzuge nach Bychow (Proo. Mohilew) gebracht worden, wo s« bis zur Eröffrmng des Prozesses in Haft behalten werden. Die Haltung der Kosaken Petersburg, 26. Sept. Kriegsnrinifter Werkowskr richtete au die Hmiptversmnmlung der Kvsabnttuppcn ein Telegraumi, in dem er ihnen seine tiefe Befriedigung misdrückt darüber, daß die zwischen den Kosaken und der vorläufigen Regierung entstandenen Mißverständnisse zerstreut worden seien. Was den Hetman K a l e - d i n betteffe, so solle er seiner bürgerlichen Pflicht nachkoinmen- sich nach Mohilew begeben und die notroendigen Erklärungen ab- aehen. Der finnische Landtag. Petersfrurg, 26. Sept. (WTB.) Meldung der Pe- t«sbeite der Mittelmächte sei. _ ■ "J?" 5 .' a T 0 b a", das Organ der Volkssozialisten, schreibt: -Ule Antwort Deutschlands muß das russische Volk veranlassen, lerne Anstrengungen zu verzehnfachen, um seine Leere neu zu beleben und neu zu orzairischeren, denn Frcurkreich und England, die niemals in einen, Frieden einstelligen werden, der Tentichland starken könnte, werden Seite an Seite mtt Rußland kämpfen. Der Kaiser im Offen. Berlin, 26. Sept. (WTB. Amtlich.) Se. Maj. der Kaiser besuchte am 25. September, am ersten Jahrestag der Kämpfe bei Herrmannstadt, die dortigen Schlachtfelder. Er hörte zunächst, begleitet von dem Heeresgruppenführer Erzherzog Joseph, einen Vortrag über den Verlaus der Schlacht und fuhr dann aus die Paßhöhe des Rothen Turm Passes, wo die Vernichtung der ersten rumänischen Armee I durch die Umgehung des Alpenkorps vollendet worden war. | Ettvcr Pascha bei Hindenbrrrg B e r l i n, 26. Sept. (WTB. Anttlich.) E n v e r Pascha traf großem militärischst Gefolge am so,'u n,tt t>.-rn Balkanzug in ^a^^^^eu ein 'und setzte nach Die französische Presse und die FricdenSsrage. t Bern, 26. Sept. Die Friedensfrage wird von der n ivzo.ischen Prepe loeiter besprochen. So -erklärt Liberi 6 an- 1a,stich der Entschließung der nalnmalliberalen Partei, ein Friede A'-ne Annexionen sei^eutschland vor der Errmalne von Riga und ^auststadt annehmbar mdlimm ; jetzt hätten sich die deutschen Beorderungen verschärft. — Demps erklärt, Deutschland wolle letzt Litauen autonom erklären, um Polen in Schach zu halten. rvolle es glauben mack-en, daß das Interesse der eroberten wolwr darrn bestehe, sich mit Deutschland ins Einvernehmen zu Dieses Manöver dürfe man nicht mifteiwillig begünstigen Dchiycbland wolle ferne Herrschaft im Osten errichten, um sich dann mit größeren Forderungen als je nach Westen zu wenden. Aus der französischen Kammer. Pq.ris, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Bei den Erörterungen m der lKamwer brachte B r issvn unter allgemeiner Bo- ^lstmg einen Zusatzantrag ein, nach dem ein Kredit von ^0000 Franken eröffnet werden soll, um eilte geheime Volksabstimmung über die Frage: Frieden oder Krieg? vornehmen zu lassen Tie Kammer zeigte sich dem Antrag gegenüber am-nordenttich feindlich, so daß Brisson infolge des, großen Lärms von Tesck-anel mehrmals zur Ordnung gerufen wurde und tz einen Antrag iricht ausführlich erklären konnte und die Rednertribüne verlassen mußte. Nach der Annahme einiger wei- lerer Artikel vertagte sich die Kammer ans heute. (WTB. Nichttnntlich.) Meldung der Agence Davvs Die Kammer hat nnt 480 qmm 4 Stimmen die Bor- ?5F vorläufigen Haushallszwölflel für das letzte Biertel- tahr 191c rn ihrer Gesamtheit migerwurmen. * . * ^ Ein neues amerikanisches Gesetz. Washington, 26. Sept. (WTB.) Reutennwldttuq. Ge fetz über den Handel mit dem Feinde, das gestern dem Senat uno heute vom RapräseutaMuhaus' angenommen wurde, ist an den Präsidenten zur Uirterz-stch^ nnng gegangen. Das Gesetz gestattet den feindliches! Ver- ttcherungsgesellschasten, ihre Geschäfte mit amtlicher Be- willigiing fortzusetzen, ebenso feindliche Patente zu verarbeiten. Das Gesetz ermächtigt den Präsidenten, Verbin- dungen jeder Art mit dem Auslande unter Zensur m fterLert. Der Generalpostmeister wird ermächtigt) die Benutzung der Pojt für alle ^gegen das Spion-ag ege setz ver- ftoftenden^ Berofsentlichnngen zu verbieten. Die "letztere Ber- fügung ist hauptsächliche gegen die d e n t s ch- a m e r i k a - Nische Presse gerichtet. * Deutschland und Argentinien. Basel, 26. Sept. Havas nreldet mrs Bireirvs Aires dre argenllliisclje Kammer habe sich mit 53 gegen 18 estimuien für den Brnch mit Deiitschlattd ausgesprochen. Die deutschen Universitären gegen Wilson. ^ ?• VA * n ' ^cpt. Tie Rektoren der deu tschen Uni- ^Ersrtalen haben auf Anreginig der Berliner Universität folgende Kundgebung erlagen: > ' Kommilitonen ! Die tzoernte Kraft des deutschen Volkes hat allen Gtuimm der vergmrgenen .Kriegs; ahre siegreiche Trotz geboten WlU. die Gavrttt der Waffen nich>t erzwang, soll jetzt die List erreichen. De r F^md verni cht, die Farkel der Znftetracht zwischen Friedensbcitrebmlgen hat der ameriLriüiche^ Prchft dent dmntt bMtwortet, unserer Regierung das Vertraue zu öct* tvmgern rmdVolk gegen Regiermrq auszuspielen. Zusanrmen mit den entrüsten Stimmen mis allen Gauen unseres Vaterlande-' erhek^n auch die deutich.m stlniversitäten Einspruch ge^^ unerhörte Anmaßung jener Botscknist. Der Anschlag gterung und Volk zu trenn.en und dadurch uns-ei-e Macht zu b^Üen, wird niemals, gelingen! Wir fordern alle, die ^die lEgm burch'äwiNen und dort mit den Wissen^ schäften die Idaale des Lebens in sich crufgenoimnen Habeii, wir fordern die jungen Und dre alten Konrnrilftiorien ans, imsre Treue miss ^ Kaisler intb iReiüi,. die lrnndertiährigcl ^^N^umews ^ltes, die Erfüllung seines Strebens naä» ^ttmg unter den Nationen, überall Sdmhe chr GaiMs ernzuf^tzen. Wofür Tausende unsrer Jwvjen begerwert und rreudstr in dm. Tod gi^vrngen sind, Kaiser und Hnjroiun« «ö w* unzertrennlich. Sie sind die Größe, die Bürgen eines fieMeichen Friei^ns. ^beirre Nuacht der Welt soll sie uns nehmen! Große Lnuptguartier ftrt. Am Dienstag fanden Bestwe- chimgen mit Generälseldmarschcül von Lindenburg und Gene- ral der Jnfairterie Ludendorff statt, bei derren militärische und militär-politisehe Fragen erörtert wurden. Am Abelid trat Eiowr Pascha die Rückreise nach Konstantftropel an. Generalfeldmarfchn!l von Lindenburq hatte sich dazu aus deni Bahnlw! ein gefunden und verabschiedete sich von Enver Pascha in überaus herzlicher Weise. Seekrieg. Nene N-Boot-Erfolge. Berlin, 26. Sept. (Amtlich.) Durch unsere U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wiederum 26 000 Br.-R.-T. versenkt. Unter den versenkten Schisse« befanden sich der bewaffnete englische Dampfer Rollesby (3955 Tonnen) sowie zwei unbekcrnnte, bewaffnete englische Dampfer, einer davon, etwa 10000 Tonnen groß, vom Aussehen m ^ rcri ' des Winifredian. Der Chef des Admiralstabes der Marme. Ein Kenergesecht unserer Torpedoboote an der flandrischen Küste. Berlin, 26. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 24.September, abenZs, hstten imsere Torpedoboote an der flandrischen Küste ein F■? 1 ^'iefecht mit feind Lichen Zerstörern und KLrg^uge«. In; Verlauft des Gefechts wurde e i n f c i n d L i ch c S F l n g z e u g a b g e s ch o s - sen und die Besatzung, .zwei englische Offiziere, gefangen genommen. Unsere Torpedoboote hstten keine Verluste. Der Chef des Admiralftavs der Marine. * teuigteu ,rch auch Berrreter der mrticmaMdevalen ParLei. lÄS h«» beite sich cm wewuttichenj um die Nachtragskrcbitbewilligiurig, rnK. besoiidtne um de:'. Etat für die Stelle dä Vizekanzlers, die zzrv Zuir \:,\t Dr. Leisf-erichi besetzt ist. Zenftiml und ^ziald«nokastiv ' - keu gegen die Bewilligung der Position, die in. bura, me Be'ürnvrtung der Fortschrittler uno der?ttrtwnab- . lil'eral-en beseitigt irorden sein dürften. Die gefaßten Entschließung 3 f j ' 7t [: ' V-'rrteif^ werden den heutigen Besprechungen fceä LM'pta u^ckni sts die entscheidende Richtung geben. ..Ts ist angMckfts dieser Berattrugen -erklärlich, daß wieder I .Kriß'ngerüchte -austauchten, die^ sich mii der Person des ^taatsu | sekvetLrs Dr. Lftfferichi beschäftigen. Das spricht, meint der „Berl. dafür, daß in der Mitte der Volksvertretung nach uen^Ereignissen im Juli nach immer gewisse erregte Siimnumgcp zurückgeblieben sind, die sich, in Dateil umtzufetzen trachten. hm Reicht. C N7 VsrßlssungsLnd r i ch t e n. Der Grvßherzvg ■ ott),-na zum Vortrag: den Staalsnünister Dr. v. Ewald, den r l>gn-. des J-mern Dr. v. Lomber gk zu Bach, den Vor- w.i.d bcs .'s.obinetts Wirkt. Geheimrat Römheld. — Simon d i m m e r ma n7i zu TbariznSr&nt mürbe vom Eirvßherzoa das Ehre--7.eichen ^ N'ft Mitglieder ft-eiwilliger Feuenvehren verliet>en. Peter Fosepl) I 11 n g aus Kempwm wurde vom 24. September : zum Schreibgehilfen bei dem Fimuczautt Bingen ernaimt. Dre Ausgabe der Brot-, Fleisch-, Wurst-, Kartoffel-, Zucker^ —^ mÄ!tl — - Freitag «und Samstag, Anzeige. '** Petroleum- Be rteilnng. Bon der Petroleum- Berteilu-igsstelle erfahren wir, daß die der Stadt in diesem d. I. an und Näp r mi Ltel ka r te n erfolgt den 28. und 29. d. M. Näheres siche va I l ?äb. deutscher Aeichstsg. 118. Sitzung. ÄäittwWck!. derc 26. September 1917, nachm. 3 llht. Am BWndesrarstisch,: Gras gwederr. Wallraff, 'Dr. Sols, Dr. Sck>wcmder, RÄdlin. v. Krause, Schiffer, von Wialdvw Mller Präsident Dr. Kaempf gedachide zimächst des Todes des Mme- Vvdn>eten Basse r mau-S., der, an den Arbeiten des Reichstages stets hervorragew)en Lfttteil genommen lr-cebe. . Der Reichstag gegen Wilson, wer Präsident fährt dmm fort: Sckwn einmal, am 2. Mai dieses ^a^es, habe er Anmaßungen zurückgewies-en, die der Präsident der Verermgteu Staaten vvn Amerika sich in einer Botschaft lTn den .Wng-re^ r^rausg'enonrmiM!ha-.«e. in der er eine Bu-l-eNuu ü L-'pi'schen Kaiser iunw Volk Versuchs^.. Riesin Versuch hat Präsident Wckson wi-ciderhvlt in seiner Auttr-mt -aus die Friedensnote . ... Papstes. Mit gleicher Elttschiedeuhftt wie damals tveise ich dieses Begumen Zurück. Ange-esickfts des gesunden Sinnes des beritsSen Volkes wird er auf Granit beißen. (Allsfttige Zuftirmmmg.) Unser Ka-lser und ferne Regierrmg haben trotz aller .Lerausford-mungi 43 ^lahve lang der Welt den Frieden -erhrlten. RuWcrnd bat in verbrecherischer Weist den Weltkampf enüstsstlt. Kann sich der> Mann der Menschlichkeit rühmen, der durch die ungehenerliche-t Munitionslieseru'ngen rmd durch, seine umreutrale Laltting vor der Kriegserklärung an Deutschland den Krieg verlängert hat? Als „Beschützer im kleinen Staaten" hat Präsidmt Wilson kein Woift gesunden, -als das kleine Griechenland verge'-nalttgt wurde. (Sehr grrt!) Wir sprocktm im Namiü 1 des ganzen Volkes, wem: wir üus? eine derartige Emmischung und schwere Beleidigung verbitten, und urelder diesen Vechetzungsversmkn auf das schärfste Mrückwnstn. Stürnri- scher Beifall.) DcLitschl-and ist Miamrs genug: seine Angelegenheiten selbst zu ordnen, unsere Helden kämpfen für die heiligsten Güter Unseres Volkes. (Beifall.) In die Oberste Heeresleitung setzen Leer und Bolk^ unersckchtterliches und festes Vertrauen. (Stürmischre Beifall.) IN diesem Vertrauen werden wir für Kaiser und Reich, im Kampfe ansbalten bis zum glücklichen Ende. (Stürmischer anhaltender Beifall.) Einige Rechmmgssachen werden erledigt. Zn der Abrechnung über die .Kosten des Aufstandes in Süd-West-Afrika, die 360 Mil- llonen betrEgan haben, nun st Abg. Noske (Soz.) darmif bin, dag damals l>ei den Kftiegsli-ffernngen sich große Mißstände ergeben! hartem Auch letzt liegt das Licfernngswesen im Argen Ministerialdirektor^L e wa l d erklärt, d^rß die Negierung diesen Fragen volle AusnierksLmkeit schenke. Es svtgen die Forderungen für die neuen Reichs ämter besorchers für einen Stellvertreter des Reichskanzlers und für den Staatssekretär des Rftchswirtschaftsamtes Schatzsekretär Graf Rvedern begründet die Notwendigkftt einen besonderen Stellvertreter für den Reichskanzler zu bestimme'./ verweist dann -auf die Teilung des Reickisaints des Innern und empfiehlt die neue Kriegsanleihe. Damit schließt die Anssvrackx Die Vorlagen gehen an den Lauptausschnß. » ^ ^ Präsident schlägt vor, die nächste SitzEg am Mittwoch dem 3. Oktober,-rnrchmfttags 3 Uhr, abz-nhalten, mit der Tages- ordinmg: Zweite Beratung des Gesetzes über die deutsche Landels- flotte. Wg. Lede bonr (U. S.) widerspricht und beantragt, morgen eine Sitzung abznbalten und Jntersrnttuinell«' Besprechrmg im Reichstag. Berlin, 27. Sept. Nack) Bsenbigung der gestrigen Mitttvocki PLenar^mnmlung ^des Reichstages fand -die erste der sogenamrte!i intersvaklroneNen Beiprecchingen int MtchMag statt. An ihr hetz r z ir BerfücpMI st-ehend-e Petro-lennrmenge uni 60 Proz. -onüber dem Vorjahre zn-rückbleibt. Es ist daher dringend noüvendig, daß jeder Vezugsberechtigde seine Petrolemw- - -ft )'.-tz erlp..ftch ei.ischrünli und die größte Sparsamkeit üb t. Bezugs berechtigte, die mit weniger Petroleum, als ihnen zu-geteill. aus kommen können, werben ersucht, itbrig-e Marken au die obenbezeichnete Stelle zurückzn- geben, damit rs möiftich ist, in den dringendsten Fällen, wre .'Faulheit usw. genügend Petroleum znteilen zu können. Die Petr-oleuinmarkeu sind übrigeAs nicht übertragbar unb ,'^schräua r unter Strafe gestellt. Das jetzt znr Verteilung knumenbc Petroleurn ist für die Monate September und Ott-vbier bestimmt. Die nächste Zuteilung für November mwd, der StaL>t nicht mehr Petvotenm überwiesen lvärd, ganz bedeutend gerftrger sein. Haushaldnngen, weiche Petroleum nur für Treppen- und Kellerbeleuchbimg be- nötigen, werden auf eine weitere Petroleun 1 zuroeisung mögllcherweife nicht mehr zu rechnen haben und mir einem halben Liter den Winter über ausbonmien müssen. Petro- lenm für geschäftliche Zlvecke ist im Laufe der nächsten Taue bei einer noch näher zu bestinrnlenden Stelle anzu- meibeu. Eine dementsprechende Bekanntmachung erfolgt H n.,g l ü cks fall. Am Dienstag vormittag ereignete sich ld der Nähe des Walltors ein schwerer Unglücks fall. Ern ftvc'p-tzriges Mädchen llef seitwärts in einen in voller 0 acht ^besindlichen Wagen der Straßenbahn und geriet unter die Räder, die beide Beine durchschnitten. Infolge des starken Blutverlustes starb das Kitid kurze Zeit nach dem Unglück. " ' S tu r z- aus dem F e n ft e r'. In der Schottftraße stürzte gei.ft" vormittag em 18jäbriges Mädct-en aus dem Feustcr des . chft ws. .s ^md trug schwere innere Verletzungen vavon. dir seine Verbringung m die Klinik erforderlich machterc. ** Von der Feuerwehr. Am Dienstag abend 11 Uhr 6 Min., wurde die Feuerwache durch den Feur 19 ! 7 üt eine Bekarnttmachung E. 1916/7 17 K R A' bei wmnw Bescl-lagnälMe von SttxhMwaht rmd Bestands'erhebung vor Echttulttdrapt und ^tacheldvahttnaickünen, in Kraft getreten Bon meier Bekamttmach.org roerden betraf sen sowohl alle Mengen an Stachesdvcchl mit Wrsnähme derjenigeu. die bei ein und dem- wlöen Emerrtümer -oder Gewähffamhalter am 27. September 1917 m-ckst mehr üs 60 Kilogramm betragen, als auch alle Stacheld-ralw' mau.anm. Der von der Bekaimtnmchung betrossr-uc SwNftLraA mier Bel-chlagnahm-e untemwrsvn, und zwar mit der Man- aach daß. ,- 0 ie ^raußerimg nur an das Königliche Jllgmieuv- toin-i oe, ^ .^er-Beschaffungsamt, m Berlin, Kursürst^nstrast»' 1^4 o ^r nnt depen bchouderer Einwilligung zulässig ist. (Dagegeii witerlieMi am-rr dem Slack>ckdvaA auch die Stacheldrahtmaschind ® Die Mck-vung des .am 27. September 1917 ^kochst.l? luviuitixmen Bestandes hat bis zum 15. Oktober 1917 & a CTOfien. 'Besondere Mchdeschmne werdeii nicht ausoegeben Mit der Nceieuug kmm cm Angebot zum Berkmis der Bestände verlmn- pr.l n-evtzem Der -Wortlaut der Bekairnttnachuug ist in der heutioen dttrnimar unteres Blattes ernznsehen. ' Kraisblatt 3it. 165 mchält ÜJcrarimmgn, it&er: llcj-erl iaaama Dort Zahurngsmrtteln, Ausgabe kostenfreier Zins- schainoowp'/. -stmidgang der FeldgeschwovMen, Höchstpreise für Ge- o,.^'^malige KriecMeilnehmer. Erittevvrschätzuug, Stroh liefe rung, Ausickchuß ittlMverlässiger Personen' vviN Zkichne Kiifgagnlnßr und svi'gt, dnß dern^ Freunde das Gleiche tmr. BttttWrrtS Kietzen. . ^ Mrrnc Kreuj 2, Nass« »-hielt der Musketier Ludwig Rau von lner. ~ **_ ?»Ebringen. 27. Sejrt. Seutramt b. SR. Otto Lehr. ® l !« nelt Kreuzes 2. Klasse, imrtbc mit her hessis-lie-i lajiftrfettftnebmlle «msgezmchuet. - Der Gr,-nao,er LudUiq schlapp, Inhaber der Hes^chcn Tat'scrkeitsmedaille, ist xum Geir^lten ernannt worden. «. ^ L ich, 27. Sept. Der Unteroffizier der Landwehr Christen Ran wurde -um Vizc-Wü.chittneilttc befördert. Kreis Büdingen. * BÜZin g.en 27. Sept Tie Hessisck-e Taps^rkeitsniebaiNc erhielt der Reservist Chrrsttan Glanz Kreis Alsfeld. ,. ^don der Ohm. 27. Sept. Die gute Sfoi&emte übt aus bie Eichhörnchen eme starke SlnUehungslraft ans. Sie »erlassen den 'Wald nnd suä>en die Hausgärten und Hofreiten auf. Ein Mittel diese dtager %\i verjagen, gibt es mrr in der Jagdflinte. Kreis Lauterboch. i Grebenhein, 27 Sept. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten UMevvfftz-rer Wckhelm Weitzel, Heinrich Kirsten Gesre^er Theodor Möller. Dem Gefreiten Karl Weitzel Erde «rs ^fllgerneme Krregsehreirzeich«r in Eisen: verliehen. Das Eiserne Kreu-g 2. Klasse ist bereit in seinem Besitz. Kreis Schütten. ^ * Spotten. 2(. Sept. In der am 19. September hier in der ^urnhalle abgehaltenen und zahlreich besuchte:! Versammlung der Vertraunismänner des Kttüses Schotten firr die Werbearbeit riir die siebente Kriegsanleihe wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Wir Waisen die Versuck^e unserer Feinde, rnsbLs andere des Präsidenten Wilson, Uneinigkeit in das deutsche Volk zu tragen, es von seinem Kaiser urck seinen FÄrsw.i zu treti- neil ui cd die starken Grundlagen deutscher Größe und Macht zu erschüttern, mit Entrüstung und aller Entschiedenheit zurück. Wir geloben erneut, treu Dt Kaiser und Reick zu sttt>m, im Kampfe ArrüMthalten bis zu einem hoffentlich baldigen, guten, deutschen! Frieden, der Sickserheit unserer Gvenz-en in Ost und West und nationalen und nnrtschastlichen Stärke gotvährleistet. Unsere nächste Pflicht ist, die 7. Kttegsarfleihe nrit allen Kräften zu fördern, wozu wir alle Kreiserngesesftuen ausforderii." B. Burkhards, 27. Sept. Musketter Knoblauch von hier wurde znm Gefreiten befördert. — Eure Anfrage bei der Ein- wohncrsckiaft durch die Bür'germeisterei hatte zur Folge, daß heute 1200 Zentner Kartoffeln aus dein Orte Dir Ablieferung kamen. 2'Üeitere freiwillige dlbgaben stehen in Aussicht. • up. Ausdem Voge lsberg, 27. Sept. Gegenwärtig wird das Korn gesäet, wie es nach des Landmawis Regel sein soll:' Korn in Scborn (Scholle) ober Korn in Staäb (Swubtz Weizen geklaubt (geklebt), also trockene Kvrnsactt. Das junge Korn geht auch viel besser aus wie ini vorigen .Herbst. Vollendet steht die Aussaat des Wintersamens; das sommorwarme Sepie mberivetter läßt ihn treMch wachsen. Kreis Friedberg. # Friedbe rg, 27. Sept. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der LandstiirrmnaLl Konrad Weiß. # Ba d-N au h ei m, 27. Sept. Znm Leunant befördert n^rrde der LizeselZ>webel Will-elm E u s c i\ # Bauern hei m, 27. 'Sept. Des Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Unteroffizier Georg G utermuth. ** Butzbach,, 26. Sept. In der heutigen GemeinderatSsitzung wurde t'efcklossen^die große Lolomobile im städtischen Elektrizitätswerk an die Oberhefsische Kall und Steinindusrrie Oberkleen zu verkaufen, da sie rnsolge des Anschlusses' des Werlds Mi die VH Lrlandzeiitrale entbehrlick' wird. — Für die 7. Ki'ieasanl-eihe Michnet die Stadt 30 OOO Mttrk uiuö der Armenfonds 6000 Mark. # Rodheim v. d. H., 27. Sept. Dem Bizefeldwebel Benno Stern wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse vergehen. ff Friedberg-Fauerbach, 25. Sept. Zum Leutnant befördert wurde der -Bizefelbwebel,Dr. Karl Lang. Starkeuburg und Rheinhesserr. ** Darmstadt, 27. Sept. Der Verwaltnugsvat der Für- sorgekasse für Beamte und Bedienstete der Landgemeinden und Ap-m- Urunalverbände hat einen Ausruf an seine dRitglieder ergel)en lassen, worin er sich bereit erklärt, für seine Mitglieder Beiträge zur siebten Kriegsanleihe zu zeichneii und vvrlagsrveich an den bestimmten Terminen für sie ettrzu zahlen. Die Mlglieder können dann die An- leiHcvapiere dadurch als Eilrentum erwerben, daß sie drei oder fünf Zalre laug für je 109 M. ives gezeichneten Betrages folgende Ein- zal'lungen an die Fürsorgebasse leiste:!: a) 36 Monate je 2,60 Wik., oder b) 59 Monate je 1,50 Mk. und im, 60. Wtonat 0,50 Mk. Bei fünfjähriger Abzahlung beträgt die Einzahlung für 100 Mk. mir 89 Mk. Stirbt ein Mitglied in der Zwischenzeit und 'kann desMl Wittve die Zabilung der Monatsraten nicht zu Ende sichren, dann iviiH rhr das evibezcrUte Geld mit 4 Pr-ozeitt znrückbezahlt. Die Fürsor-Tekasse l)at bei diesem Unternehmen keinen Pfennig 0öe- tvinn, sie führt die Verwaltung unentgeltlich und trägt noch das Porto. Bei so geringen Monatsbeträgen ist es jedem möglich, sich mit einem nn gemessenen Betröge cm der siebten Kriegsanleihe zu beteiligen und dadurch seine Pflicht gegen das Vaterland zu erfüllen. Bei den nahezu 4000 MrtgLüDern gibt ei:re durchschnittliche Zcich- rrung von nur 100 M!k. sckxni ein Ergebnis von 400 009 Mk. ch. N i e d e r - I n g e l h e i m , 26. Sept. Die feierliche lieber- gäbe der Sannnlung des vor meHvere» Jal-ren verstorbenen Mrika- sorschers Freiherrn Carl v v n E rl a n ger an die Genceinde Niede^r- Jrigelheim fand hier statt. Das frühere Schulhaus an: Markt ist zum Museum eingerichtet. Frau Baronin Erlanger ervsfnete die Feier mit einer Ansprache und übergab die Sammlung nebst einem K^ital vvn 10 000 M. Me Äammdmg A in neun großen Schranz untergebvacht. l^e Wände zieren Jlagdtrophä-n Ä Krisen Carls v. Erlanger durch Abeisimen und die Svmaliländer. Hessen-Nassau. , .^-.^r«ukf'urt a7M., 27. Sept. Das Schöffengericht verstechte oen GelegeUhertsarbeiter J«m Heister zu drei Monaten Mesmignis, da ec der Aufforderung Mni Eintritt in bai Hiffs- c^SL$° l9e , ^Die landlvirtschaftliche Halle au der Ostendstraße wurde für 1 200000 Mark von der' Stadt an den LamchmrtschaftlichMl Verein, der schon seither Pächter war verkauft X. Hanau, 26. Sept. Der Kreistag des Landkreises Hanau hat m seiner heutigen Satzung der mit dem preußischen 'Staate über che Lieferung von, Elektrizität ^aus den: Mainkrasttverke geschlossenen Vereinbarung zugestimmt. Neben denr Landkreise Mtl.au haben auch die Kreise Gielltchaufen, Sck>lüchtern, Fichda und vunseld sich an geschlossen. Die StM Hanau wird ebc^challs in d-Qi Krns der Abneljmer-treten. - Ka üXe hat beschloMi ei, 27. Sept. Das Königliche Konsfftorrum in Kassel ^i, anläßlich des 70. Geburtstages des.' Generalscld- inarjchotls von Hindenburg aus der Kirck-ensamnilung für Kriegs- siesangene einen Betrag von 1000 Mark als Spende des Konsisto- rlalbczirks Kassel der „Hindenburg-Gabe" zum Besten unserer in Kriegsgefangenschaft geratenen Helden znznführen. Sattc Rechtsanwalt Peters übernommen. Tie Angeklagte war geständig, vor dem Tlmtssgeriiht Schotten in etiiern Alimentationspro-eß ihren Di-enftr-errn, einen Landwirt in Ober-Mörlen, heraiisgeschworen zu haben. Tie Geschworenen bejahten die Schuldsrage wegen wissentlich falschen Eides. Der Gerichtshof erkannte Mlf 1 Jahr Gefängnis unter Anrechnung voll 12 Wochen Ulltersuchungshast. Unter der Anklage der Kindestötung und Beihilfe dazu standen die 30jährige Laiidwirts-Ehesrau Emma Belz und deren ledige Schwester, die 26 Jahre alte Jda Bull mann. Tie Anklage vertrat Gerichtsasseffor Tr. Eckert. Die Vcrt-erdigrmg der Angeklagten« führten die Rechtsanwälte' Jusnzrat Grünewald und Tr. Rosenberg. Der Tatbestand ist folgender: Die Ehefrau Belz, deren Mann im Felde steht, hatte sich mit einem gefangenen Franzosen eingelassen. 2fls sie die Folgen merkte, wurde sie 'mit ihrer Schwester darüber einig, das zu erwartende Kind gleich nach der Geburt beiseite zu sck-asfeu. Am 28. Juli abends, unmittelbar nach der Geburt, wurde das Kind in ein Bettuch ge- ivickelt 'u>nd in einem von der Bullmann herbeigeholten Zuber mit W>asser ertränkt. Tann warfen sie die Leiche in die Psuhlgrube. Ter medizinische Sachverständige Medizinalrat Dr. Fresenius- Büdingen erkläi't, daß nach dem Befund der Leiche, die alsbald gefunden wurde, das Kind der Belz zweifellos gelebt habe, als es zur Welt kam. Tie Geschworenen bejahten die wegen der Ehefrau Belz an fi>' gerichtete Schuld «rage aus .üind-stötting, lehnten jedoch die Zrcki l g ng mil -eeudw Um ä de b T s Urei, laute e uf3Jahre Zuchthaus. Wegen der Bullmanii wurde die Frage der Beihilfe zum Mord verneint, dagegen auf Beihilfe zum Totschlag, unter Zubilligung mildernder Umstände, erkamrt. Die Angeklagte ivurde zu 3 Jahren 14 Tagen Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von 5 Wochen Untersuchungshaft. Spset. Gießen, 27. Sept. Am Sonntag trafen sich in Wetzlar der Ballspielklnb von 1910 Wetzlar rmd der Verein für Rasenspiele von 1900 Gießen mit ihrM 1. Mannschaften zu einem Fußballwettspiel. Beide gaben i!)-r Bestes her, und das Spül nahm daher einen flotten Verlaus. Gießen zeigte sich schon von Anfang an überlegen und konnte mich das erste Tor durch einen „Elfmeter" erziel eil. Diesem Tor folgte sodann vor Halbheit mich »in Tor auf fetten Gießens, so daß das Spiel bei Halbfett 1:1 st«nd. In der zweiten Spieb- hälfte gab der Sänedsrichter WleAafe 2 „Elsnretegck^. Der erste war sehr scharf geschossen und wnrde von dem Gieß euer Tormann, der ftch n-ars, mit stmmenerregender Sicherheit gehalten, der zweite wurde vo:beigesckwssen. Von chtzt an spielte Gießen ineistens vor dem. Wetzbarer Tor, nnd es gelang dein Sturm der Rasenspieler, noch zwei Tore zu erzielen. Nur durch die gute Verteidigung wurde Wetzlar vor eircer größeren Niederlage bewahrt. Das Spiel endete mtt dein Siege des V. f. R. v. 1900 G!eßen mit 3:1 Toren. — Am nächsten Sonntag werden vormissichtlich die 2. Marraschasten derselben Vereine in Gießen ans dem Sportplätze an der Hardt ein] Wettspiel austragen. NmversrtätK-Ncrchxiichten. ** Die Deutsche Landmannschaft im Felde. Von jden 58 im C-oburger L. C. vereinigten Lcrudmannschaften befinden, sich nach der Lluffwllung von Mitte Juli 4561 .Mitglieder im Kriegsdienst. Den Heldentod sstts Baterland haben 561 erlitten. Mit dem Eiserneir Kreuz 1. Klasse sind 261 und 2 .Klasse 2390 ausge^LichlNet worden. Auf fdie jetziges nnd früheren Angehörigen der Universttät Gießen ftnmnesii 309 Kriegsteilnchnler, 54 Gefallene, 15 Eiserne Kreuze 1. Klasse und 156 Eiserne Kreuze 2. Klasse., _ VermLschtes. Fc. Schlierstein, 27. Sept. Siebzehir Fischernetze wurden auf dem Hasenplatz, wo sie zum Trocknen aufgehängt waren, mit einer ätzenden Säure begossen, wodurch sämtlich-L Wetze vollständig unbvauck/bar gemacht wurden. Don dem Täter fehlt bis jetzi jede Spur. Ans seine Entdeckung ist eine Belohnung von zweihundert Mark mlsgc setzt. Fc. Vom Westerwald, 27. Sept. Ter Landwirt Eckel m Dickendorf meldekbe die sGeburt seines 18. Kindes an, von denen» 16 iwch, in Abterode leben. * A s cha f f enbn r g, 25. Sept. In einein von Würzburg hier eingelaufenen Güterwagen fand nrarr ach roertvolle Ochser erstickt vor. Tie Ernrttt-elungen ergaben, daß die Fenster uiid Türen versehentlich so fest zugeschloss-eri waren, daß keine Anßenluft ein- prömen konnte. Essen a.d.R., 27. Sept. In Mosers und llmgegend erkrankten mehrere Hundert Personen unter Der-, g i s t u n g ser 1 che i n u n g e n. Vier Kinder sind bereits gestorben. Die Erkrankungsurfache wird im Gewiß wahrscheinlich nich ctiw wcrndfteier Wurst verum tat. * * Die Kianonen beim Alt Händler. Tie „Sttaßb. Voll meldet: Lech au);er Tieiffl gestellte Kmuuien, dic oi-ftr Tage beim Alteisen Händler Heppen hüm er in der Kolinarec Straß« zugelahren »vurdeii, zogen die Aufuierksamkeit der Spaziergänger gaben Anlaß zu rnancherlei Fragm. Es hmidelt sich iivr 12 Zenttmeter-Fepungsgeschütze mis Lüttich, die in den Augusi- lagen 1914 erobert worden sind, Mibeholfen und von geringer Bedeutrmg für deii inoberneu Krieg; sie stmnnieii noch au? den -wahren 1862 und 1868. Das Artilleriedeoet hat sie um 200 -L. ■ dem Alteifeichändler zugeschlagen, der :rnn das alte Kriegsgerät mit Sauer-- und W-asseriüoff so zerkleinern läßt, uni ldas Rohurteck^'. wieder einzuschnielzvn. Auch Fichuugsge- schütze gehen schließlich den alles Irdischen. * Eine Wasserstraße durch Thüringen nnd das Eichsfeld? Die Erfurter Handelskammer plant, wie in der „Bauwelt" mitgeteilt wird, ^ eine Wasserstraße in Verbindung mit dem^ Kanal Merseburg—Leipzig durch Thüringen, die etwa bc;rt L-auf der Saale und Unstrut folgen nnd Gera, Erfurt, Nordbausen ^rnd das Eicksfelder Gebiet, zum Teil durch Stichanäle, einbeziehen soll. Bei Eisenach wird die Berbindiing der geplaitten Wasserstraße Donau—Main—Weser erfolgen. * Ter Deutsche Jndustrieschutz verband Dresden) gckt soeben seinen neuen ^ Geschäftsbericht über das abgelauscm^ Geschäftsjahr heraus, der in der letzten Generalversammlung vom Verbandsdircktor Crützner, Deuben, erstattet :rarem ist. Der lesenswerte Bericht wird Interessenten von der Geschästssti ltL 5.' I n du »trief chu tzve rba nd es, Dresden-A., Sidorttenstraß-' 25, kostenlos übersandt. Eetztc Der Luftimgriff auf England. Amsterdam, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Hein- delsblad" meldet aus London vom 25. Sept.: Der d eu i s ch e Luftangriff begann um 8.15 Uhr abends und dauerte über eine Stunde. In den Theatern wurde von der Bühne herab mitgeteilt, daß der Luftangriff stattfinde. Die Vorstellungen wurden unterbrochen, aber fortgesetzt, nachdem auaetündigt worden war, daß die Gefahr vorüber sei. Eitrige Theater haben angekündigt, daß bis zum 8. Oktober nur nachmittags Vorstellungen stxrttftnden würden. Argentinien. Haag, 26. Sept. „Hcmdels'blad" ineldst aus London: Tie argentinische Regrerung.hM den Abbruch der Bezichun- gen mtt Deutschland noch hinausgeschoben, bis der In Haft der 400 Telegramme betont wird, die bei der Kabelbovipagsrie beschlagnahmt wurden und jetzt in Washington zur Entzifferung liegen. Die Löhne der Bergleute in: Saarrcvier. Saarbrücken, 26. Sept. (WTD. NichtaMtl.) Gestern nachmittag fand im Kreis Hause in Saarbrücken unter dem Vorsitz des Regieritugspräfideuten Dr. Baltz-Trier ettle Besprechung der Vertreter der Bergwerksbehörden, des Saar- gebckets und der Wergarbeiterverbände statt, irr wetcker eine Einigung über verschiedene Beschwerdevunkte der Bergleute, insbesondere hinsichtlich der L v h n frage, erzielt wrrrde. Handelsminister Dr. Sydow hatte telegraphisch seine schon früher gegebene Zusage einer ungefähr lOprozen- ttgen Lohnerhöhmig bestätigt. Es wurde vereinbart, daß ain 1. Oktober der Durchschnittslohn der Hauer einschließlich Mndergeld bei normaler Leistung 10.50'Mk. bewagen soll'. Die Löhne der' anderen Arbeiter'sollen entsprechend erhöht werden. Der Vorsitzende der Bergwerksdirektton war beim Handelsminister dahin vorstellig geworden, deii Bergarbeitern, solarige der KartoffelpreiI Licht um 1 Mk. für den Zentner ermäßigt würde, einen Zuschuß von einer Marl auf den Zentner gekaufter Kartoffeln zu gewähren. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns betroffen hat, sagen wir allen Verwandten, Bekannten und besonders der Militärbehörde herzlichen Dank. Hotel Fürstenhof, Giesse« Slente PonneiRtag 1 KONZERT mH laon»oris4i«eben YortrUsen 7190 de» Kcrrn KKAÄDEYST l) 3 X' tagetoot© ;' v.vQ.~ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Louise Schieffer u. Sohn. Tih- und Kittern-SÄlz franko Waggon «pro 200 Ztr.) Frankfurt a. M. umgebend erbeten an Liesttinizsgciisisciiüjillt öeZ KeizsMrörs e. 61. m. b. H., 7184O Frankfurt a. M., WcißfkgMßr. 18. iestenerHaussranen-Berein. Dic Abgabe dcr beftevten Beviel erlolgt Frei- tag, den 28. September, vvrmittagö von 9 bis 12 Uhr, in der Gefchäslöstelle. Vs wird auch Jakob,t abgegeben. 7187 v vOYliiKitDc. Gießen, den 25. September 1917. 7160 Konsumvrreitt Gießen und Umgegend. e. G. m. beschr. H. Das schöne Hcrbstwetter ermöglichst rasche und ge^ sunde Einlagerung der YVi»*«rk»rd00036 Erste Kock- und Taülen - Arbeiterinnen per sofort od. sp. ges. 06033 Fr. (^erücii daucr, Wilhelmstr. 8. Zuverlässige Person, Frau, Mäditrcn, auch .Kriegsbeschädigter für dauernd gesucht. PseisserssrbcBnch!, lg., Walltorstraße 21. 00034 Miges Mchky gesucht Wilbelmftr. r. Mädchen ->^CC für kleinen Haushalt <2 Personen) gesuchr. Borzustellen zwischen 7—9 Uhr abends. Fron Dr. Ejer. Ludwigsttaße 52 pari. 06040 Wer zerrissenes S&nh* (werk, Geschirre, Leiter, I IleltstoflFc, i-aiiiratlalrtcC | Pis usw. selbst ausbewerr .. ■ will, verv/endet vorzüfliih )WßW die Nähahle Stepperin D. R. G. Ivl. Solide, beste M/ Konstruktion. Näht Stepp* stich vrie Masdtiue. Leicht zu handhaber. Garantie für Prauchbarkeit. Viele Ancrkcnnun s ’en. — Preis k? Mk. 2.30 mit Nadelsor- ticrung und Leinrnztrirn, 'crpackt und pastfreL ia ‘aritandluoasn kia!- oder direkt durA Joh. Zucker StuUgart-Botaang. Herr, erbarme dich! Tieferschüttert und achmerzbowegt maohen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, das 3 uns unser geliebter Sohn und Bruder Kriegsfr. Utffz. Heinz Müller Maschinen-Gewehr-Kompagnie Infanterie-Regiment Nr. 80 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille nach über 3jähriger treuer Pflichterfüllung für sein Vaterland im beinahe vollendeten 29. Lebensjahre plötzlich und unerwartet durch den Tod entrissen wurde. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: ' Familie Wilhelm Möller. Giessen (Kaiser-Allee 15), den 26. September 1917. owlv Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Sept., nachm. 4 Uhr statt. Ruhe sanft du treues Her z, du hast den Frieden, wir den Schmerz. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein inmgstgeliebter, treuer, unvergeßlicher Gatte, der treusorgende, liebevolle Vater seiner zwei Kinder, mein braver, liebevoller, stets ruhiger, herzensguter Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate und Onkel Betriebs - Offizierstellvertreter Ernst Cloos Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und eines bulgarischen Ordens mit Schwertern nach über dreijähriger, treuer Pflichterfüllung am 10. September an einer tückischen Krankheit im Lazarett, im fast vollendeten 42. Lebensjahr gestorben ist. In tiefem Schmerze: Margarete Cloos g'eb. Steul und zwei Kinder Anna Maria Cloo?, Mutter Heinrich Cloos, z. Zt. im Felde, und Familie Elise Cloos Ww. und Kinder Johannes Pabst, z. Zt. im Felde, und Familie Johann Georg: Steul und Frau Heinrich Steul und Familie Wilhelm Steul und Familie Heinrich Schmel, z. Zt. im Felde, und Familie Wiedersehen war srine und unsere Hoffnung. Bettenhausen, Arnshain und Friedberg den 27. September 1917. ’V'i Dienstag mittag starb nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Katharine Kreiling geb. Hofmann im 56. Lebensjahre. In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Kreiling, Schmiedemeister, und Kinder Frau Margarete Kehr und Kinder Familie Ludwig Seipp Familie Friedrich Kreiling Jakob Kreiling, Altbürgermeister. Henchelheim, Mainz, im Feld, den 27. September 1917. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause, Gießener Straße 23, aus statt. oeo 38 Nach erfolgter Ueberführung meines geliebten Mannes Lefrraitsass8sssrs Jehaines Müller Leutnants der Res. und Batterieführers im Fu8-Art.-Regt.3 findet die Beisetzung am 28. d. M., 3 l / 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ;Eiia Müller geb. Barkusky. Giessen (Ludwigstr. 37 II), den 27. September 1917. °« 20 Todes-Anzeige. Heute morgen 5y 4 Uhr entschlief sanft nach längerem schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Joseph Langer im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familien Langer. Giessen (Dammstrasse 43 p), 26. September 1917. Die Beerdigung findet Samstag den 29. September 1917, nachmittags S 1 / 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 7185 Gestern morgen S Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel V Johannes Harnisch V. Küfermeister im Alter von 75 Jahren. 06037 Die trauernd Hinterbliebenen: Wflhslzilno Ep.mzch QOb. Hoftnaan Hans Staafasberg, Vizefeldwebel, ' ^-"—*““*■ z. Zt. im Felde Christine Btavfenberg geb.Harnisch Otto Karalseh, z. Zt. im Felde Karl Ea'ttiüch Bobert Hämisch. Watzenborn, den 27. September 1917. Die Beerdigung findet Samstag den 29. September, nachmittags um 3 Uhr statt. JebaniMs Harnisch •corg Harnisch I. Lnuwig Haraiaoli, OffiziersteUver treter, z. Zt- im Felde Ernst Harnisch Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: A. Grünebaum Wwe. GicDlh, 27. September 1917, 7188 Verwandten, hrennden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass heute morgen 10 Uhr nach langem, schwerem Leiden unser herzensguter Vater, Bruderj Schwiegervater, Grossvater und Onkel Herr Kaspar Jünger, Bauarbeiter i. P. im 75. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Jünger Wilhelm Jünger, z. Z. im Felde, und Familie Katharine Jünger Ludwig Schön, z. Z. im Felde, und Familie. Reiskirchon, Giessen, 26. September 1917. 0C0J6 Die Beerdigung findet Freitag, den 28. September, nachmittags 3 l / 2 Uhr, statt. 2 incinatibcracöenbe schön ntobl. 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