Nr. 225 Ici <*»icfc«n«r Jlu^cifa erscheint lckqlich, außer Lo«nttagS. - Beilagen: ^ießeoerL-amilienbttitter; Lreirdlett fSr ö<« Kteis Sietzea. vez»q»peeir. m^natl. 1 Ml., oiectel- jährtlch 3 Mk.-. durch ALHoie- xl Zweigstellen motuUl. A) durch diePoft Ätk. 3.— viertel» jLhrl. auSfthl. Beste llg. Ferrrjprech - Anschlüße- für di« Schrillt ekuiuj 112 Vettaq.Gsichäftsstesteül Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erster Blatt 16Z. Jahrgang Dienstag, 25. September (v S die Antwort sei ein Tokament «»großer Bedeutun-, ES s« bemerkenswert, dab die erste Milrtärmacht der Welt sich offentlrch für eine Zriknnst auSspreck>e, m der dre Anwendung der Geeilt bn internationalen Strertfragen als rmz-iock,rerte Uebdrlieferung anerkannt werde and die Macht i>«S Sch>«rteS«ckMlltla durch SchiedsgerichtMMt ersetzt sen, wivLe. Die Aot« enthalte kem Anzeichen, daß der Kaiser berckt sei, die Vorvedingüngen, auzunehmen, unter denen allein es möglich sei, die neue; Welt des Friedens aufziubauen Ehe mau überhaupt daran gehen könne, müßten die Verwüstungen des Schwertes gutge- macht werden. Die „TimeS^^ sagt: Die Note enthalte keine Anzeichen für eine Annäherrmg an die bekannten Bedingungen der Miierten.^ Tie Alliierten verlangen so sehr nach einem wirklichen Frieden, wie er nur möglich sei, sind aber unerschütterlich entschlossen, nur einen wirklichen Frieden anznnehmen und sind überzeugt, daß ohne Räumung des gesamten besetzten Gebiets der Vorschlag des Feindes, Verhandlungen zu eröffnen, eine Finte ist. lieber die Wiederherstellung und Garantien kann hinterher verhandelt werden, vorausgesetzt, daß die Blockade beiden halten wird. Aber fviedliche Verhandlungen sind unmöglich, solange der Feind alliierten Boden besetzt hält. Keine Nation kamt irgendwelchen Versprechungen der gegenwärttg in Deutschland regierenden Personen verttauen. Wir wollen mcht unsere BedingnTr- gen diskutieren, imr wollen kämpfen, bis wir sie bekommen. Amsterdam, 24. Sept. Reuter verbreftet weitere Londoner Blätterstimmen über die deutsche Antwort an den Papst. Danach schreibt „Daily Mail": Der Grund des neuen deutschen Manövers ist klar. Der Feind f ü r.ch t e t Haigs siegreiche Truppen und das zukünftige Erscheinen der großen amerikanischen Armee in Frankreich, und vor allem, daß die Alliierten durch Wilson zu einem energischen Schritt mffge- stachelt und schließlich ein kommerzieller und wirsichaftlicher Druck augewendet werde. — „Corning P o st" äußett sich: Die deut- sck>e und die österreichische Antwort sind sorgfältig so versaßt, daß teilte Meinung irgendwelcher Art darin geäußert wird. Es gibt keinen anderen Ausweg, als den Krieg bis zum äußersten fortzusetzen. — „Daily Telegraph" schreibt, die Antworten seien durck>aus nicht befriedigend. Es sei nutzlos, von Verhandlungen zu sprech-en, efre Deutschland bereit sei, Belgiens Unabhängigkeit wiederherzustellen und sich aus dem besetzten Gebiet Frankreichs zuriickzuziehen. Die ablehnende Haltung der Pariser Presse. Paris, 24.. Sept. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Pariser Zeitungen stellen einmütig fest, daß die Antworten der Mittelmächte an den Papst^G eschwätz nnd Ungenauigkeit seien und lediglich den Vorteil haben, den unentwegt fest- gehallenen Willen Täitschlands und Oesterreichs darzutun, allen tatsächlichen Fragen aus dem Wege zu gehen. Besonders das vollständige Schweigen über Belgien richte die ^Dokumente. Die Blätter erhuterit bezüglich der Sätze über ein Schiedsgericht, die Entwaffnung und bezüglich der Beteuerungen der ^FriedenÄübe, die so oft wiederholt seien, daß sie zum Gespött geworden seien, daran, daß TeutscUand im Haag alles abgeleh rtt h abe, was zu einer Verständigung unter den Völkern hätte fühven können „Matin" glaubt, daß die Feinde mit Wirkungen auf die Zu- sammenknnft der Sozialisten rechneten. Für zahlreiche Blätter, besonders „Exeelsior" und „Petit Pcrrisien".sist die Antwortnote sin Triumph des Einflusses der 'Alldeutschen.^ Die allgemeine Freude der alldeutschen Zeitungen, die darüber befrickngt feien, baf die Antworten keine tatsächlichen Berpftichtungen enthielten, bestätige diese Auffassung. „Petü Parisien" ist ungeduldig, die Haltung des Reichstages kennen zic lernen, nnt dem die Regierung ihr Spiel tteibt. „{puirtamte" stellt fest, daß die Antwort noch enttäuschender sei, als sie angenommen habe, und erllätt angesichts! dessen, daß die Kiafferreiche den Krieg entsess-elt hätten und sie niä>t wagten, ihre Friedensbedingungen zu neunen, hätten die verbündeten Temokratten leichtes Spiel. Das Blatt sordett die letzftren auf, das vorsichttge Sclpveigen der Mittelmächte und die auftich- ttgeit Erklärungen der Alliierten, welche nur das Recht sordetten, in Vergleich zu stellen. M Die italienische Presse und die Antwort der Mittelmächte. Ber n, 24. Sept. (WTB.) Die italienische Morgen» presse stimmt sin der Besprechung der Antwort der Mittelmächte aus die SLote des Papstes darin überein, daß die Mftttlmächte das System der Doppelzüngigkeit und Heuchelei beibehalten,. „Giornale d'Italia" schreibt: Man kann Männern, die den Begriff von einem Fetzen Papier ausgebracht haben, nicht ttauen. Mit der -ewigen Erklärung des Mansches nach Frieden kommt man nicht iveiter. Man wollte klare Bedingungen. „Messagero" schreibt: Deutschland und Oesterreich-Ungarn wollen mit dieser öffentlichen Darlegung ihre Untertanen überzeugen, daß die Kriegsschuld einzig der Entente zusällt. ,,C o r r i e r e d'J t a l i a" sagt: Die Antwort verschweigt wahrscheinlich die Kriegsziele in Erwartung der Abnahme des inneren Widerstandes in den Entente!iintern-. Dies geht aus den deutschen Zeitungen hervor, die dieser Tage von der Revolution in Jitcvlien und einer schoeren Schwächung der- öffentlichen Meinung Frankreichs gesprochen hadert. Die Berliner Diplomaten täuscheit sich aber wie die Zeitungen, deren Informationen falsch sind. Wir behalten jedoch die Hoffnung auf einen gv- vechtm dauerhaften Frieder: frei. Wir sind überzeugt, daß Jstalrerr heute wie gestern die Pflicht des Widerstandes ftkhlt. „T r ibu na" erllätt: Atari weiß nicht, welche Schlußsolgerrcngen man aus den Tteit'CTt Schriftstücken ziehen kann. Man kann höchstens daraus er- selten, -daß die Anregung des Papstes, das große Wunder, endlich die Mittelmächte dazu zu bringen, ihre Plane urtd Msichten bekanntzugeben, nicht einmal im Ansvngsstadium erreicht hat. „Cor- riere della Sera" schreibt unter dem Titel „Eine Antwort, die rricht antwortete": Die Mittelmächte mrtworteten mrs die nück>- tigsien Punkte m der päpstlicl-eir Note überl^aupt nicht. Der Kanzler rülntt die guten Absichten des Kaisers, vergißt aber, von Polen, Serbien und Belgien zu sprechen. Auch über die Reckste Frankreichs, Italiens und Serbiens wird kein Wott verloren. Kaiser Karl küßt, anstatt zu antwotten, den lpäpstlichert Pantoffel. „P o p o l v d'J t a- l ia" nennt die Antwott zynisch. ,^J>talia" schreibt: Wenn man auch nicht zu hoffen wagte, daß die Anrognrrg des Papstes eiuerc sofortigen Frieden zur Folge haben würde, so hat rnan doch geglaubt. daß, falls die Antwort der Mittelmächte endlich die Kriegs- zicle an geben würde, diese eine Fried ensbesprechung, werm auch rein Pol emischer Natur, nicht nur ernröglicht, forrdern mich unvermeidlich genrackrt hätte, iivas wahrickreirrlich eiuerr bedeutenden Schritt zum Fttederr bedeutet hätte. Airs der Antwort kann man aber leider nichts lierarrsleserr als eine allgemeine Zustirnntrmg zu dem päpstlichert Vorschlag. „Secolo" schreibt: Niemand litt ernstlttft glauben kö'men, die Mittelmäckite wr'irden dein Papste die genmierr Frieden sbcdnrg'uit.ien bekaurttgel'eit. Die Mittelmächte re erden dies bi" zu denr Talge, xvo die Macht der Umstünde sie drr'Ni) zwirrgen wird, die Wessen niederzNlegerr. niemals tun. Man bat aber immerhin keine zweideutigen Formeln erwartet. Tie ^Schriftstücke ertthalten aber nur naive Faseleien. Deutschland, das sich im ftaac. immer g^veigert hat, die Fvaae der Enlm^ssrrung rvnd des Sckneds- gerechtes zu eröttern, stimmt lMte demf G^daitldu der Herabschuug der Stäftnngcn itnä> der Schaffung eines SchrsdSgerichtes zu. Falls es dies aufrichtig Tneirtt, Knnle man sagen, bis westlichen Denw- fcxrticn hätten einen schönen Sieg bcüwngetragjeii. Von Kaiser Wilhelm, Kaiser Karl nnb dem Reichskanzler Dr. Michaelis ausgv- spwchen, klingt dies aber mir äußerst grotesk. Rom, 23. Seht. (WTB.) Meldung der Agenzia Stffani. Die Ihiesige Presse verhält sich gegeirüber den AnLvortiioterr der Mittelmächte scharf ablehnend. Jede .Aussicht ans eine friedliche Verständigung sei geschwunden. Rur ein Sregder Alliierten könne n->ck den Frieden bringen. Tie Mütter heben Heroen, daß nur die mm, Papst gestellten Fragen nicht geantwortet wn:de. Den BetguerunMl der Mittelmächte hinsichtlich ihrer Bereitschaft Kur Einschränkung der Rüstungen und der Anerkennung pan Schiedsgerichten dürste man keinen Glauben schenken, wem: man bedenke, wie sich die Mächte bisher zu dieser Frage gestellt haben. Die Antwort der Mittelmächte sei negativ gewesen und heuchlerisch in Form und Don. Der ,/O s s,e r v a t o r e Romano" meldet amtlich: Der Wortlaut sei wegen der Grenzsperre gegen die Schweiz noch nicht im Vatikan eingetvosfen. -Luch Amerika lehnt ab. Washington, 22. Sept. (WTB.) Meldung des Reu- Lerschen Bureaus. Das Staatsdepartement läßt deutlich erkennen, daß die Antwortder Mittelmächte keinen Anlaß zu irgendwelcher Aenderung in den Absichten und Zielen Amerikas' oder seiner Kriegführung oder zu einem schließlichen Friedensausgleich gebe. Neu York, 23. ©epL (WTB. Nichtamtlich.) Reuter Meldung. Die Presse in den Bereinigten Staaten ist über die Antwort he3 Kaisers an den Papst eines Sinnes. So bezeichn et „T r i b u n e" die Ausführungen der Antwortnote als heuchlerische Sähe, die von erhabenen Gedanken trieften. Weiter heißt es u. a.: Sie sind be- stimntt, die deutschen Verbrechen verdecken. Da die Macht nicht das Recht übernEtigen konnte jinb da Deutschland nicht durch l^ie- jnalt, Doppelzüngigkeit und Gvausanrkeit sich die Weltherrschaft sichern konnte, die sein Ziel war, so soll ihm jetzt gestattet werden wiÄ»er als Äenbnrtig in den Kreis ider Volker eiuzutreleu nrit der Be'hauptung, daß die Ideale der interrmtionalen Gesellschaft, die die Völker Hochhalten, jetzt die seinen geworden seien. Eine andere merkwürdige deutsche Grille ist, daß in der deutsche.t Note au den Prpst nicht ein Wort von Reue und keine Andeutung über Wiedergutmachung steht. Der Geächtete und Ausgestoßene will in die neue GefÄlsützfft der Nattorven ausgenommen werden, aber mir unter seinen MEMN7 t»i,p imh Wfrfv» für Sio -iit Nr" gegriffen hüben, um an der Bekämpfung der deutschen Grausamkeiten teilzunehmen. Marl muß daraus Hinweisen, daß die hervvr- vagendsten Männer des Landes Parteigänger der Alliierten waren. Calla re, der Führer der radikalen Dissidenten, erklärte: Wir haben geschwiegen, indem wir unsere Sympathien f ür das große heldenhafte Frankreich unterdrückten. Wir haben geschwiegen angesichts der Opfer des unsterblichen Belgiens. Jetzt können wir nicht mehr schweigen. Die K ciulicilu.. Der Krieg der Vereinigten Staaten ist gerechtfertigt. Wir haben i Deutschland toeonuir euer uiü.st- deutschen Welt zu begreifen, ist bekannt. Wenn Bekehrung vorli'gt, rnuß der Bekehrte geben !und eifern, seinen Irrtum zu beten n: Wenn Reue ^btvrliegt, Urüssen die Früchte der Reue folgen.. Wir Belgien, Polen, Setbien, wie um das unerlöste Z! den Das amerrkanische Heer. Haag, 25. Sept. (B. T.) Der amerikanische Kriegsminister Baker erklärte, wie die „Times" von vorgestern mitteilen, daß die sämtlichen in die Sammelliste eingetragenen 9 500 000 Mann jetzt geinustert tverden sollen, damit sie ihre privaten Verfügungen treffen können. In diesen: Jahre werden 2 300 000 Mann unter die Fahnen gerufen. Ein zweiter Aufruf, der eine halbe Million Rekruten einbernft, stehe unmittelbar bevor. 1118000 000 Mark werden für dre Truppen gefordert. -peiverrtod des Fliegerleutnants Boß. m rlin, 24 .Sept. Der erfolgreiche Fliege clentuanti & -t U "ach seinem 48. Luftsieg tödlich ab g« stürzt. Der Fliegertruppe gehörte er seit dem 1. August 1915 an. Bei I einem 24. Luftsieg wurde er mit dem Pour le merite ausgezeichnet. Gegenüber englischer liebermacht ist er jetzt gefallen. Er war einer der Besten unserer Fliegertruppe. Der erfolgreichste srprrzösische Ziampsftieger gefallen. o ar ^ e n ^ 0 pt. Seit einigen Tagen erhält sich laut m P a r i s das G e rüch t , daß der erfolgreichste unter den f ra n z ö s i sch e n K a m p f f l ic ge r n, G u y - n einer, den Tod gefunden habe. Nach einer Lesart wurde a?- 1 . 1 r j? cm ^ ana * 11011 lüpf Fliegern, die auf dem Wege nach Tuntirchen waren, um dies zu bombardieren, zum Absturz gebracht. Nach einer anderen Melduiig wurde sein verbraun- ttr Leichnam innerhalb der französischen Linien mit einem L)chug in: Unterleib gefunden. Sicher sei, daß er an: 11. September ausgestiegen und nicht mehr zurückgekehrt sei. Aus dem Reichs. Sitzung des Zsniralvorstandes der NatisnaUiberaien Partei. steht es AM Belgien, ^ 0i ...,x.u und Elstrß-Lothringen? Es kann Erden, keine Freude iiba einen verhärteten Sünder,c^ben, kder^allein in der Hoffnung deren!, auf diese Weise seine schlecht erworbeneil Gewinne zu behalten. Werte stich eitel, bis der Kaiser bereit ist, sowohl die Wiederantm. ckmrg zuzugestehen, 'wie Reue zu zeigen. Die Zeitung „World" fugt: In ben Noten Tentschlairds und Oesterretch-llngarns -an den Vatikan be'indet sich keine neue Tatsache. Es !hat sich nichts geändert. Jeder Tag bringt neue Beweise von foem verbrecherischen Charakter der gegenwärtigen deutschen Regierung in allen ihreM auswärtigen Beziehungen. Freund und Feind siüd in gleicher Weise Opfer seiner organisierten systematischen Berräterei, und da die Regierung weiterbesteht, so gibt es keine Grundlage, aus der der Friede geschlossen werden kann infb leine Grundlage, aus der man in Friedensunterhaiidlungen eintreten könnte. Eine Friedenskonferenz der Katholi-en Nn§iarrrs. ^ Budapest, 25. Sept. (WTB.) Uirter dem Vorsitz des s Fürstprrmas Csenuoch fand vorgestern abend eure zahlreich. \ besuchte Friedens i ; o n f eren z d e r Kat h o 1 i ke n ! Ungarns statt. Der Fürstprimas besprach die edleii Ab- sichteii des Papstes und erklärte, der Friede sei stets das Ideal der katholischeii Relipion gewesen. Er forderte alle katholischen Vereine auf, für den Frieden einzutreten. Die Versammlung richtete eine Adresse an den Papst, in der die Katholiken Ungarns ihren Dank für die Friedenst-atigleit des Papstes ausdrücken. ZentralVorstand der Nationalliberalen Partei Deutschlands trat am Sonntag im Reichstag zu einer Sitzung zusammen, die autzei-ordentlich zahlreich aus allen Teilen des Reiches besucht 'Ms erster Punkt standen Neuwahlen und Zuwahlen aus der Tagesorduung Es wurden gewählt anstelle des ver- norvenen ^lbgeordneten Bwsermann AbgMrdneter Gebeimrat Tr 3nm ersten Vorsitzenden, an dessen Stelle zum vertretenden Vorsitzenden Abg. Dr. Stresemmm. Der Vor- 'E letzt stch mm mehr wie folgt zusammen: Tr. Friedberg, Vor- ^esemami 1 stelll-ertr Vorsitzender: Gcheimrat r -ü ' 2 a ltettrertr. Vorsitzender: SclM.meister Dr. Weber, ^chrimuhrer Tr. Hivgo. Ten nächsten Punkt der Tagesordnung bildete die Aus-. LnSf'^h* U ?^r l ^ 1 p politische Lage. Sie wurde eröffnet » Jfetcmt des Al>g. Tr. Stresemann. ü £ ]l volittschen Ruckwirkimgen sei enlgegenzrih-alten, daß der r ■ ^ s l " C3 11 ' K ' V ^P{ E die Möglichkeit geschaffen l>abe, mit C..gland zu cneiri j 3 *rneben zu kommen. Wie würde die Lage jetzt l L '‘ l ^l vnn f nr ^ tc i- e Wache nicht eingesetzt hätten! England würde Berlin^ 25. LLpt. Dem B. T. wird von der Schweizer Grenze gedrahtet: Ter „Baseler Anzeiger" meldet, daß von der EnLeiite bestimmt gchättene Meldungen vorliegen, wonach man dort mrt mindestens noch dreijähriger Kriegsdauer rechne und tattachlich entsprechende Austräge an Munitionsfao- rtten erchM habe. ^ 58erlin, 25. Sept. Wie verschiedenen Blättern berichtet wrrd. sei nach dem Falle Rrbots kerne Einigkeit mehr über me Anl'tptortn&te der Entente an den Papst mit Eng- ^^len, weil Parnlevs eine Urnarbertung forderte, stdaß beide Lander vorläufig keine Antwort neben wo II ten. Russische Stimmungen. d e t e r s b u r g, 23. Sept. Die aus dem Auslan.de nach Petersburg gedrungenen Gerüchte von der Möglichkeit von ^^o^.ßverhandlungen haben in der hauvtstädlisckien Presse cme Reihe von Artikeln und Beurteilungen veranlaßt, deren Grundstimmung eine tiefe Unzufriedenheit mit der Presse und öffentlichen Meinung der verbündeten Länder ist. die die r^riedensfrage besprechen und erörtern, während Rußland n^stlvollen Zerrüttung in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht nicht aufhövt, durch die Organe der verschiedenen onentlchen und politischen Organisationen seinen festen Willen zur Fortsetzung des Krieges zu betonen Die meisten Blatter stellen vor allem fest, daß die Nachrichten über den Frieden diesmal wie früher aus Deutschland ?^!r n 2!+ T ' in Umlauf bringe; denn heute rwchmals im Hinblick auf die nahe zu^tzen Konferenz den psychologischen Moment aut $ie Ausfuhr von Getreide und Futtermitteln aus Rumänien. A^.^Reue Freie Prepe" schreibt' In der Zeit vom 1. Dezember IM bis 15. September 1917 ffnd «1 Seine M i l IU n Ed h ^TancJTtl eite U ä ^ C 1 \^ £ } n Rumänien ausgfsülnt worden Die V,'r- tellung istans geinerrffamen Konferenzen der Bundesgenossen feft* ÄÄ Ewrechend ihren Bedürfnissen. Dab^i Ä iS !^5^b^dem Maße der bedrängten Lage Rechnung getragen ™ ™. OesttWwch im vergangenen Frühjahr befand e '^.wten Ausfuhr ging nach Oasterreicl'-Ünaarn Duuchloud 2«n größten Ameil an der Ansffwr doch,ttnb das Ouanttun um etau 150000 Tonnen hinter feruframmtum für pürnriri-llRaa™ wr ürf A>.ch ki) Tü rsc b« S&f«rfcelfSSSr JMte&tatti voll ctroa iwri m fünf fl ÄarÄÄälrF* Argentinien. »ÄMöiS^a SBSSÄfWSS^*- r hielt der Mgeordnete . er KMtf»; daß he Erklär,Illzv, ixmtirfm Uh-Wm ‘f JBebe, m der «uaBärtiwn Amtes iiithf des Wir nicht ein KiirLand uud Litauen. , Berlin, 24. Sept. (WjTB.) Uel>er die Vorgänge beim Zusammentritt o-er L a n de s v e r s a m m l u n -g i n K u r l a n d wird aus M r t a u gemeldet: am 18. September der Landtag der kurländischen Ritter- und Landschaft irch znm erstem Male wieder in einer stlettrcheii ^Lntzung rm Mtterhause versammelte, trat am 21. Sept. der erweiterte Landtag zu einer ersten Sitzung zusammen. Ein-- mLJ fot nne Adresse an den Oberbeschlslmber-Ost, Prinzen ^«Dpolv von Bayern, angenommen, in der um die Genehmigung gebeten wird, ern^ ^ KÜifm mrd Volkskreffen zusammengesetzten, Landes rat berufen zu dünfen. Diese Genehmigung, wurde m einer - zweiten Sitzung dös errpdtertat Landtags am 22. September erteilt. Darauf wurde die Wahl -der Vertreter ,'Ur den Lande-srat, vovgenonrmen und zwar sechs ^Vertreter des IGaoßlgrundbeiltzes, sechs Vertreter des.Kleingrundbesitzes vier Vor- tteter der Städte, ein Vertreter der .Ritterschaft -und drei Ver- , ^ersstrchlkeit. JJJlut einem begeistert aus genommenen Hoch aus Kurland ging dre Beriammlung auseincriider. vVt| Wrlna ist soeben ein Landesrat für Litauen ms Lebeir getreten. Ucbn 20 führende Persönlichkeiten aus allen .Krerseiti urw ^tandmi Litauens traten zu Berattrugen zusammen stst Verlauf am .21. Septenkber eine litauische »Vertretung des Landes aus 20 Litauern aller Partien gewählt wurde. Diese :eschwi,en deii W.ortlcutt einer Adresse an den Oberbesehlshaber j)i, m der um Einsetzung einer LmrdesVertretung für Litauen ge- ^eten wurde. In >der Anwwrt des Ol>erbefehlshabers Ost wurde»: d:e vurcl) die Lansesversammlung iwrgeschlagenen Persönlichkeiten Zlrch den Berwaltungssch OberMeutnant Fürsten von Jsenkmrg- Bierrteln rm Aufträge des Oberdesehlshabers Ost zu Mitgliedern „ —crndesrats ernannt, der durch Vertreter der Minorität des, ^andes entsprechend ergänzt tverden soll. 5eMeg. Reue A-Boot Erfolge. Berlin, 24. Sept. (Amtlich.) Durchs die Tätigkeit unserer U-Bvote tvnrden im Sperrgebiet um England wiedermn 23 000 BRD. versenkt. Unter den versenkten Schufen befinden sich der bewaffnete etiglische Dampfer „Deerleß" (3112 Tonnen), Ladung Kupfererz und Kork das ffanzösische Viertnastvoklschiff „Tarapacn" (2506 Do.st mit Salpeter, sowie ein unbekannter Tcrnkdampfer, der durch zwei Zerstörer gesichert war. Der Chef des Mmiralstabes der Marine. n Berlin, 24. Sept. (WDB.) Zu dern Erfolge des ll-Boot-Krreges mi Angnft von 808 000 Brntto-Re- grster tonnen verseittten feindlichen Handelsschiffs raumes ^ h^vorragender Weise bei: Kapitärfteutnants Drenmann, k. u. t Linienschiffs- Ü ‘ r Kapitänlentnants M ar- s ch a l l, B:eb e g, Me u se l, Oberleutnants z. S. S a l tz- wrdel, Loß, Howaldt und v. Heydebreck. Ein britischer Torpedobootszerftörer versenkt. kanntt °(£r l J r i fh SeptMWTB.) Die Admiralität gibt be- lannl. Gin b r: 1: sch e r T o r p e d o b o o 1 s z e r ftp re r ist von einem deutschen Unterseeboot bei der Einfahrt m^nüu' na \ t0X ^ ebiert und versenkt worden. 50 Mann der Besatzung wuriden gerettet. H« SS’i Zi ‘Z “‘1*' tuüSSr Si IÄ L S* (K ^ fei stl militärischer Hinsicht gesichert, soweit !- h ’ ; K ' ir ' , ' a ’’ t nne Dä.uer des .Krieges absthen lasse. Bei der Be- Ur cE.ig unserer innere wirtschaftlichen Lage hob Dr. Strcstmann 1;1C C be,anders hervor. Der ^verbliche und industrielle nJÜntrfr 4 •? in ' d? lnegswichchanliche Maßnahmen nußer- ^/^h hart mitgenommen. Gegewibm allen Plänen lanchähriger Z vangs.yndizicumg i mb Zwangsverwaltung sei deshalb zu be- dttie, Bmdtmgen der privätnnrtschaftlichen Jni- nat.-x iovrüo we möglich be'ettigt werden müßten. Man müsse W.mlü wie möglich der Jndu,trie und dem Gewerbe die Möglichleit geben, aus lmtmm wirtsthastlichen Verhältnissen herauszu- w:rt,chasten, was herauszuwirtfchuften sei. Dadurch würde man auch steuerlich den .näßten Nutzen erzielen. Der Staat als Leiter von ZwMigssyndttaten werde steuerlich nichts imtzen Dr Strese- mann ^mes tmuter darauf, hin, daß gegenüber den guten Lokmver- haltmflen m der Arbeiterschaff die Lage der Festbesoldelen und der Beamten lehr unglmstig sei. Zur Besserung dieser Lage müsse viel meist geschehen, als bis fetzt geschehen sei. In dieser Riclstung zu wirken, sei eine der dringendjten Anfgabeii, die man noch zu losen lstrbe. . . Stresemann ua^xa alsdann mit Entschiedenheit gegen bte Frredensresvlution des Reichstags Stellung. 5^44 Eis die Folgewirkungen der rnssifchen Itevolution und das Pwgvamm Kerenskis ve-lassen habe, sei sie eine vollständige Fehlrechnung gewesen Auch die Hoffnung, im Auslände damit e:ne Wiistung zu erzielei . sei völlig fehl geschlagen. Schon ^ 5 ^ Eindruck der Resolüt'.on im Auslände sei vielmehr für Deutschlands Ansehm nieder,chmetteinrd gewesen. Man glaubte einmal im oder an die Möglichleit eines deutschm Zusammenbruchs ^nzwisüzen se: allerdmgs dmch die deutschen Sielst dieser Eindruck w-ieder verwischst worden. Man solle aber nicht versuchen, die '^e ^tmimung auf das Konto der Friedensresolution zu m “ lltcr bfr England und das übrige feind- .lch, AilSland stehe, se: melmehr eine Folge der deuffchm Waffen wen und der U-Boot-Erwlge. Infolge dieser Wirkung seien wst bersckMgt, aus der militärischen Lage heran. zuholen, was lstrnuszw .Esch'^k^.' Stveftmann besprach in diesem Zusammenhang bk 1 vS' s tm L rt auf bre Papstnote und bezeichnte es als bedauerlich,^ ugß die Bezugiiahme auf die FriedeuSresolutivn des Reichs- lagv darin euthatten se:. jm übrigen könne man sich daraus ver- % ri !- n l ber putschen Lebensinteressen, die in bei AntwortRichtschnur unseres Handelns gemaäst fei uns die 5>andttmgs frei heit sichere, An Abrüstung, so betmrte Dr Strese- manu, können mx nicht .denken. Wir können nicht Lan bie TO der Entwickluwg der U-4x>ot-Waffe au^der Ha^ gegM England stark gemacht hat. Wir hab«n sck,-.oir den gehler gemacht, daß wir große Fauswsäntn^ stlbst vor oer ncogiich.nt bermubt haben, sie später in die Woastbsil^ m UnJn (Tnr?pr ^ite Referat erstattete Reichstaqsabgevrdneter von -UL II» Ä-L ^ Zb T" er 311 brn Etisch-N Stellung ®ntfnl\ T/t 1 - ; oar ’ -Lentschlcmds G rsrsÄL»W K ^äS*5fi insbesondere für hct sttwerlech^nn!!?^^Achten, -nd dre auf fJfte W** » Ut % ¥'4 "i. iSLLNSÄd ^sJFzE, BHSt ent,e 3mD c t iil ?rt Irmucn. aLuxdg % &m ^nätfbxtert hottet hm. einen grvtzen SW«: der Sicherung un- faa beutfdx-n Zttkurrft. Mle .Prüfte des LanLvü sind im 5kriege ^sgamtenzttfassen, um den vollen Sieg Wer unsere Gegner zu gewährleisten. Zu dem Referat über El sebr.acht. Sie Hilden ein unvergängliches DenLnal ^rirtichafllicher Kraft: Handel amd Industrie 'haben hervorragenden Anteil daran. Wohl werden wir Ttacfr dem Kriege alte Beziehlm-gen räeder «nknLpsen, denn der Welthandel ist ein Anstalisch« von Waren im Gegeusectsvertehr. Der inl'ernationale Warenauslansch kamt eben -nur bis zu einem gewissen Grade von Strömlingen und Aoftsleiden schäften beeinflußt werden, da abseits von der künft- hän'n Bveinflnssnn-g des lausenden Publikums bcstftrrmte Gesetze den inter-nationalen Handelsvevkehr regeln, «welche auch durchs eine \x&6) so weitgehende Organisation des^ Wirtschaftskrieges grundsätzlich nicht umgestosten werden können. Aber- gl-eickpoohl müssen ^mr uns klar darüber sein, daß wir angesichts der Lüge und Verleumdung. mit welcher vor allem Enftlund und Fraftitzeicks die ganze Welt über uns erfüllt haben, nur wenig von den Voraussetzungen, Ans stamm gen, Wünschen urid Freund schäften, welche trns vor dem Kriege unverletzlich und teuer tewoi, mit nt die Zeit des Friederis ^ lMiiberretten rverden. Wir werden in erster Linie rtttf uns selbst angewiesen sein und darum müssen wir uns stark machen, darum ist es nolrrertdig einen solchen Sieg M erringen, welcher alle An- sÄaye unserer Fentde 'zu schänden macht. Und dieses Ziel kann eben nur erreicht werden, nwtn wir die Mittel zrrr Danügnng sollen, die unsere Heeresleitung in den Stand setzen, unser- Feinde in den Staub jju werfen. lfcib dieses Mittel ist eben das Geld, sind die silbernen Kugeln. Darum 'liegt jetzt ein großes Mast von Ver- cnmoortung auf seoen einzAnnt. .M'öchlden sich auch die 2hngehörig gen von Handel mnd Industrie dieser >Ver-cnrtlv>ortimg belvustt s,nn und darnach handeln. ** AmIIiche Person alnachrichten. Der Grovhe"vg hat mu 22. September den Assistenzarzt Tr.^ Karl Löw-er bei der Bandes-Heil- und PflegeerrslrAt 'l-tzilmvshvspftal zum Oberarzt bei dieser Mßtatt ernarmt ** Exprestyutzv e rkehr. Zur Vermeidung von Unzu- naAichkeiten für den Eisenbahitbetrieb, Verspütltng von Zügen u. dgl. durch den ExprestguLverLchr hat die EisettbahltverivultlNtg die bestehenden Besstwänküngen für die Annahme von Exprestg-ut er- weitert. Auster Stü-len im Einzelgewtchl von über 50 Kilogramm, die bisher sclZon ausgeschlossen lvaren, werden kütrftig auch Stücke im Einzelgewicht bis 5 Kilogramm, die mit der Post, befördert werden formen, nicht mehr als Exprestgut angenommen. Lebensmittel. ** Zucker-Abgabe. Die 2kusgabe des Zuckers auf die Marke Nr. 33 erfolgt vom 26. September ab gegen Barzahlung und Rückgabe der Bestell-Aüsweise. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Abgabe von W ur st. Wie uns mitgeteilt wird, fallt die Abgabe von Wurst aus unterwertigen Rindern diese Woche aus. ** Se ifen--Verbrau chsre gelang. Auf die Bekanntmach uug des Lebensmittelamtes in der heutigen gimmner wird hingewieseir. * ** Verwertung der Walnnßernte 1917. Das Großh. Ministerium ves Innern hat bestimmt, daß an diejenigen Landwirte und Nußb attm besitz er, die 50 Pfund tmd mehr geläuselte Walnüsse abliefern, vorzugsweise Oel und Oel tuchen zurückgegeben werden soll. Näheres siehe im Anzeigenteil der heutigen Nummer. ** Beschlngnähme vvn Eicheln und Kastanien. Tie Ernte an Eicheln und Kastanien ist zum Zwecke der Gewinnung von Oel und Viehfutter beschlagnahmt und an die Bezugsvereitrigung der deutschen Lcmdwirle abzuliefern. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Beschlagnahme und Bestandserhebung von Korkho lz und Kork ab s allen. Am 25. September 1917 ist eine Bekcntntntachiung 9'ir. Q. 1/6. 17. K. R. A., betreffend Beschlagnahme imd Bestandserhebung von Korkholz, Korkabfällen und den daraus hergestellten Halb- und Fertigerzeugnissen, in Kraft getreten. Von dieser Bekanntmachung werden betroffen: Korkholz, Zierkorkholz nttd Korklwlzbrvcken, Korkabfcille neue und gebrauchte Korkstopsen (Pfropfen), Kvrkspimde, Korkscheiben, Korkringe, Korkfender sowie alle übrigen vorfteheiM rächt genannter Erzeugnisse aus Kork (auch gebr'an elfte) sowie Kunsttork und sämtlici^e Erzeugnisse daraus. Tie Veräußerung, Lrefernng. Verarbeitung und Verwendung der beschlamahmten Gegenstände zwecks Erfüllung von Aufträgen der Heeres- oder Nöarinchehörde ist gegen amtlichen Freigal>eschein gestattet, sofern die in der Bekanntmaämng getroffenen Bestimmungen über Höchstpreise (^ 8) befolgt werden. Außerdem ist eine Veräusterungs-, Verwendungs- urtd Derarbei- tungserlanbnis bei Emhcütnng gewisser Bedingungen vorgesehen. Die Bekanntmachung setzt ferner Höchstmaße von KvEopfen usw., eine Meldepflicht und die Verpflichtung zur Lagerbuchfülnntng und Auskunftserteilrmg fest. Sie enthält auch gewisse Ausnahmen von den Anordnungen der Bekanntmachung insbesondere hinsichtlich der Vorräte in. Privathrpis lya ltungM.. Mit dem Inkrafttreten dieser Bekanntmachung tritr die Bekanntmachung Nr. 3300/1. 17. Z. K. Hin vom 1. März 1917 mtßer .Kraft. Glei-chzeitig ist eine Be- kamttmachrtng Nr. (). 2/6. 17. Kl. Nl. Äl., betreffend Höchstpreise für Korkabfälle und Korkerzeugnisse, erschienen, tvelche für Zierkorkholz und Kortabfälle (Korkrückstünoe) sowie neue und gebrauchte Worte, sowohl abs Nnturkork als auch mw Kunstkork, ferner lür ausgoarbeitete alte Korke Höchstpreise bestimmt. Ks sind besondere Lieierungs- und Zahlungsbedinguugert, sowie in.besonderen Fällen die BeN.-ckligimg von Llusnähmen dirrcl^ den zuständigen Mrlitär- befehlsdaber vorgesehert. Beim Zurücklialten von Vorräten ist die soforrige Enteignung zu gewärtigen. Der Wortlaut beider Bekamttmack'MNgen ist in der l-euligett Nummer unseres Blattes einzusehen. ** Steuererklärungen. Es wird nochmals darauf lnr. gewiesen, daß icta Steuerpflichtige berechtigt ist, durch freiwillige Abgabe von Steitererkläruugen zu einer den tvirklick-en Einkommens- rmd Vermögettsverhältttissen eutsprockunden Veranlagung beizutragen. In der letzigen Zeft, wo infolge des Krieges in sehr vielen Fällen die Einkommens- und VermÜgensverhältinsse rvcseni liche Aenderuugen erfahren haben, empfiehlt es sich drittgend, von der Möglichkeit der freiwilligen Steuererklärung in erhöhtem Mast" Gebrauch! zu machen Tie Frist der Abgabe der Steuererklärungen lättft mit dem 1. Oktober d. Js. ab. Die Handwerkerberatnngs- stelle des Ortsgewerbevereins steht den gewerbetreibenden Mil gliedern sowie den Haitdwerkerftauen zur .Hilfeleistung bei de,' Anfertigung der SteuererMrungen in den Mittivvch tmd Sonntag vmt 1'bts 2 Uhr im Göwerbehause (Kirchshraße 161) eingerichLcten Spvechstttnden zur Verfügung. Landkreis Gießen. ** Wies eck, 25. Sept. Dem Pnteroftizier Jakob Roth >Mirde das Hessisftc Kriegsehrenzeichen in Eisen verliehen. Doe Eiserne Kreitz 2. Klasse und Pie Hiessische Dapferkeitsrnedaille sind schon in seinem Besitz. Kreis Alsfeld. ** Alsfeld, 24. Sept. Tie Kreisftraßenverivalttmg Alsfeld hat Re Anordnung getroffen, daß ihr Obst zu mäßigen Preise»! abgegeben wird, und «zwar gepfÄtckte Aiepfel der Zentner erste Sorte zu 15 Mark, zweite Sorte zu 12 Mark, dritte Sorte zu 9 Mark, dtus jeden Kops>der Familie wwden bis zat .50 Pfund abg - geben. Besitzer mit ^eigener, aitsköintnlichj.'r Ernte sind von dieser Vergünstigung ausgeschlossen. Durch diese Maßnahme werden die privaten Obsterzeuger genötigt, ihre Preise mit jenen in Ein klang zu bringen. Starkenburg und Rheinhessen. --- D a r m fta d t, 24. Sept. Frau Geh. Obermedizinalrat Tr. Niedhart überwies der Großherzogl. Hofbibliotl>ek die wertvolle medizinische Bücherei ihres verstorbenen Mtrttcn als Geschenk. ** A l ze h , 24 . Sept. Liürgermeister Dr. S u t o r, dessen zweite Amtsperiode 'demnääK abläuft, wurde von l>er Stadtverordneten Versammlnttg einstimmig tviedergewählt, und ztvar diesmal auf üebettszeit. ----- Bens he im, 25. Sept. Aus den Obstversteigerunge'.t an dett Kreisstraßen löste die Kreis Verwaltung den bisher rtiotiv nie erzielten Preis von 90 000 Mark. --- E ppe l s h e i m (Rheiuh.), 25. Sept. Durch fremde, bislter nicht ermittelte Diebe wurden in der Nacht .zum Samstag aus'zahl- reickMt Gehöften 70—80 Stallhasen gestohlen und getötet. Hessen-Nassau. ** Frankfurt a. M., 25. Sech. Am Samstag abend gegen. 6,50 Uhr wurde auf den Frankfurt-Limburger Zug in der Nähe i>e* Bahnhofs Nied ein sä'crrfer Schuß obgegebm. Das Geschoß durchschlug eine Fensterscheibe im Wagen 2. Klasse. Bon den Reisenden wurde zum Glück niemand verletzt. — In der Nackt zum 22. Sep teinber wurde in eutem Pelzwarengesckäst in der Kaiserstraße ein- gebrochen und für zirka 20 000 Mark wertvolle Pelzwaren, wi»' Muffe, Kolliers, Kragen usw., gestohlen. L c ix t" U ^-1 d->tcII« Keine Kanzlerrede? Berlin, 24. Sept. Wie wir hören, steht der Entschlußi des Reichskanzlers, im Laufe dieser Woche in der Voll» Versammlung des Reichstages zu den schwebenden Politik scheu Fragen das Wort zu ergreifen, noch leiueowegs fest, wie in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten behauptet wurde. Es verlautet sogar, daß der Kauzler von einer Rede in der Vollsitzung des Reichstages abseheu wird. Hotel Fürstenhof, Giessen Heute DienMas KONZERT und IiwmorlKtf«rhf' Yortpfsr« 1 142 o üichffpielhaus - Bafinhoffir. 34 . f ♦ firitklauige Kfimstlerkapelle. Er«tklaHsige Kttnistlerkapelle. Ziehungsliste te Mojuito des vtMüizie» Küiimiheir-Zucht- • irni> -Mgcvcrws Los-Nr. 73 83 W 85 103 115 189 147 148 171 18V 220 224 229 248 280 327 365 306 423 441 461 511 550 556 532 008 047 672 713 738 704 802 853 SSO 889 «20 928 954 m 1013 1033 io:'.4 1045 107* 1075 1004 1009 1 m 1192 1210 1229 1248 1249 1253 Gew.-Nr. 45 75 7 15 80 83 36 HO 48 62 31 71 30 6 57 47 65 56 105 49 40 86 114 38 77 39 81 04 63 16 118 42 99 25 50 72 8 100 46 88 87 79 14 106 91 101 97 67 113 43 304 82 12 38 21 4 92 1 Loö-Nr. 1321 3324 1328 13V Z 1380 1427 1455 1482 1531 1537 1575 1617 1625 1655 1672 1714 1730 1753 1760 1769 1775 1776 1854 1870 1878 1878 1885 1939 1981 1987 2007 2009 2015 2017 2034 2113 2121 2122 2125 2154 2168 2176 2192 2218 2254 2260 2311 2313 2319 2330 2881 2399 2415 2433 2457 2478 2483 Gew.-Nr. 61 94 5 3 112 85 34 69 109 29 98 84 103 115 96 2 52 95 53 27 17 73 59 23 9 32 18 20 93 10 111 78 19 44 41 102 35 22 68 28 70 78 55 58 108 06 74 54 90 51 89 24 107 117 116 18 110 Ke&rfe Uraufführung: soll Bst: s r I ❖ o Vornehmes Gesellschaftsdrama in 5 Akten. Verfasst von Hans Land. IndcrHauptrolleHnff©FIlnk,derbekannteDarsteller aus demKulturfilm „Es werdeLicht“. Ausserdem das entzückende Lustspiel in 2 Akten 7124 a t ♦ ♦ F,in Fohlen rein belgischer Nasse, Hengst, 18 Wochen all, samt Nlutter in Gießen mit dem 2. Preis auk'gez., preiswert zu verk. Jobs. Püilipvs Eßl., 7126 Tvaticrbnci) v. d. H. 8 Stück schöne, 9 Wochen alte verkaufen. tfeVtei Rcbmüble 05979 bei Bieber. Ne in ross, schwarze? Dackel, leichter Schlag, zu verk. 7I 2 Schneider, Franks. Str. 29. MmBstdus. GiespnerHaussrauen-Berern. Die Abgabe i^*r bestellten Acpse! erfolgt M,tt- wo b, den S6. und DonnerSlaa. den 27. September, vormittags von 9 biö 12 Uhr, tu der Geschästssteue. ES wird auch Fallobst abgegeben. . 7139 v _D»e Borfrtrende. ^ Birttenverkauf. Mittwoch, den 26. und Donnerstag, den 27. ds. Mts. von vormittags 8^2 Uhr ab kommen in der Turnhalle, Steinstraße 3, größere Mengen Birnen (Mundnetz und Pastorenbirnen) zum Verkauf. Preis pro Pfund 20 Die für den Obstbezug am Kreisamt vor- gemerkten Besteller werden ersucht, sich ihren Bedarf an 'Limen zu decken, weil diese wegen Mangel an Lagerraum vorverkauft werden müssen. Gießen, den 25. September 1917. 7148L Cellarius. Großh. Kreisbauinspektor._ Poliere und Schachtmeister mit Kolonnen für große Baustelle im besetzten Gebiet gesucht. Meldung bei sscmentba» - Actirngesellschast Cöln, Aachener Straße 1. 7119hv («cuiinne können bis 29. September bei Herrn Rud. Wü8*nrr, Walltorstraße 85, abgeholt werden. Gewinne, wew,? dis dahin nicht abgeholt find, werden am genannten Tage bei Herrn Sauer. HicuMabt, abends 8 Uhr ver- tteiftcrt und wird der Erläd bis 31. Oktober für den ^cuntutcT aufbewcchrr. 9tach diesem Tage fällt der Betrag in die BereinSkasse. 71W für 14 k w t* c U o n k eines größeren Lagers gesucht. Zn melden bei 05978 &<‘h»niidt;, Mäusburg 16. JnnffC.r Han«l»nr«die zu baldigem Eitttritt gesucht. 05930 SarkoLilltorei LoUIvr. Junger Lagerarbeiter per I. Okt. für dauernd gesucht. 05971 Ringel & Walther. Hilfsarbeiter und jüngere MiisGilkUrheitkr für leichte und dauernde Re- schästignng gesucht. 7121 teors Karl Ueit, wr a sch ine nsabrik. Für das technische Bnrean einci: hiesigen Maschinenfabrik wird ein jüngerer Zeiotmer oder eine Zeichnerin geincht. Gute Handschrift und sattberes Zeichnen Bedingung. Selbstgeschriebene Angebote mit LevenSlaut, Zengulöabschr., Angabe der GehaliSaninrücke rc. unter 713!> an den Gießener An- actger erbeten._ Ein Arbeiter gesucht. 7107 o ü lonbandluua Lotr. fttüitipc Putzfrau gesucht. Ü59u9 Firma Spoerhone vormals Staudinger & Co. Steinstr aße 391 Stundenfrau 7116 Babnbofstr. Sv. I.St Zweitmädchcu gesndit für l.Okt. oder gleich, .ftoäicn nicht ersorderlick). Süd 2!nlagc 18, 1 Trevne. Zahnarzt Neinetvald. 17143 f*iu«(bci/e „II spul II I** 4 Lager bet Otto Schaaf, Gießen, SelrerSweg 39. Hobe abzttgehen 17145 vor-üglicheS TiLfelobst ver Zentner 20, 25 u. 35 Mk. U we. liVdw. Orth III , Nidda, Mühlstraße 9. l*fer«te#esclilri'e. Zwei ntehr oder weniger gebrauchte aber sonst noch gut erhall. 2Nvi«x3u»Lr - Sieten- Geschirre und einLInsMnnee- Kummat-nesehirr, a. Leder, i Sporksnbrmerk,aeg.Barzahl. verkänsl.beirorsrmsiMerSnn itt Grebenen, Kr. Alsfeld, Hefs^ I.riLr.nrvr Klee, -irkü 300 Quadratmeter, hat zu verk. Schneider, Franks. Str. 3V. Eine Waschmaschine und ein Herd zti verkaufen. 7123 Licbiattraße 65. Drei Klaviere au verkaufen. 05974 Steinstraße 35. V. KanfircKiH'hc. Aeltercs Mädchen für Küche und Hau8 in herrschaftliches Haus gesucht. 9iäh. 5 - ertr. in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 7115 Suche für l. Okt. älteres, erfahrenes Mädchen in einen Haushalt von5—6Pers. Vor- zustetten morgens zw. 11 und I Mir. Frau RochnungBrat Schlicht. Bleichste. 16. 105970 JungcS, braves 17146 Dienstmädchen gesucht Gvetbestrnße 34, p. Tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit, das schon in gutem Hattse war, a« baldigenr Eintritt gesucht. Zu ineldett 3—4 und 7-9 Uhr Süd-Anlage 4 bei Fr»n Prof.lialbflcisch, DD GLliildck gmii sucht Beschäftigung ans einem Bureau oder in Verkatif- geschäfl. Näheres in der (tze- schäftsstette d. Gießener Anz. Ureftiic llritjmftflit mit 5jähr. Kinde sucht Stelle ans dem Lande, bereit zu jeder Arbeit ohne Vergütung. Schriftl. Angeb. unter 7122 an den Gießener Anzeiger erbeten. 5—6 Mark pro Pfund zahle ich für ansgekäminte Framesfeaare. 7138 Siiskind, Ncncnwcg 29. _ \<‘r kA oi , t>. (yineti" «honen ^uniuetunlcr spruugfähigen Bullen hat zu verk. Willi. Scheid I , 05972 Langsdorf. Wir suchen verkänflichr Hänsre an beliebigen BI ätzen mit und ohne Geschäft, behufs Unterbreitnng an vorge- merkte Käufer. Besuch durch uns kostenlos. Nur Augebote von Selbsteigentiimern erwünscht an den Verlag der Vermiet- a. Verk«n7«st:ntr»te Fraüünrt r. E5., Hacf aüsm*. MmK« aus Privathand zu kartfen gesttchl. Sckr. Ang. m. Preis' anaabe u. 05981 n. d. Kl. Teppich z. lautet Angeb. m»ler 05980 an den Gieß. Av z . erbeten. Lim nd SnaÜNt lauft 17144 Schön, Liebt au r. 65. Telephon 2074. Gestern nachmittag verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber und treu besorgter Mann, Vater, Bruder, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Wilhelm Reuschling, Maurermstr. im Alter von 65 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Reuschling nebst allen Angehörigen. Heuchelheim und im Felde. aSWHHUHnM H Schwarz -Weif! -Theater, Seltersweg 81. Programm vom IMenstacr, 25., bis inkl. Freitag, 88. Seg>t. Stuart Wefotos neuestes 13. Abenteuer Detektiv-Schauspiel in 4 Akten. In der Hauptrolle: Ernat Reicher der Liebling der Damenwelt 7127 7147 Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. September, nach mittags um 4 Uhr. statt. Danksagung r -,^ ür die herzliche Teilnahme an dem unS so schwer betrogenen Verluste, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: SrauEmmaLaub Wwe. nebst Kindern. Gienen, den 25. September 1917. nr.QTP, Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Zucker-Abgabe. . Tie Ausgabe de? Zucker' aus die Marke Nr 33 /«Älgt Vom 2 6. September 1917 ab creaen Bar- «a Vhmg und Ittiifaiw der Bestett-AuSlveisc ‘ ' Es mrtTofcti «cf die ÜJWle Nr. 33 7 50 Gramm ;Stu aer. L b^rM bUt Bkstellauslveife bcr Firmen: fl. Emil Fiphbach, Selttrsweg 24, von der Verkaufsstelle H. Driesch, Selterstveg 70. )2. öufc. .Hel,ne. Wullttrsttaße 5, i von der Berkriifs stelle Gebr. Michel. Walltorstraße 29. 'S. ^vhmm Seidel, Ludwigsplatz 13, von der Verkaufsstelle Hrch. Reuter, Ludwigsplatz'4. »4. Karser-TBvqerie E. Noll, Roonstraße 2, wll der Verkaufsstelle Karl Rudersdorf, Msmarckstr. 7 'mtt Zucker betidcn ^.DZer dis zum 3 0. September 1 9 1 7 den Zucker Mcht akgeholt hat, verliert den Anspruch darauf ' ÄLeinhandetsgeschäste lchben die Bestell-Aus tvc ist °*u ic 100 mMndelt bis längstens 3. O kto be r 1917 L^ensmittelamt abzuliefam, sowie die TOdjt cboriwltm Zuckermengen schriftlich anzuzeigen. Nrchtemhalrunp dieser Frist sowie Unregelmäßigkeiten bti der AbMbe des Zuckers haben den Ausschluß vou der Zuckervertecknng Mr Folge. ' Gießen, den 24. September 1917. 71306 __ Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Seisen-Berbranchsrcgelnng. I Auf Gnlnd der Äussührungsbesttmm ungen zur Vcr- kiordnung über den Verkehr mit Seife, Seifenpulver und 'anderen fetthaltigen WasckMitteln vom 18. April 1916 taro vom 21. Juni 1917 wird unter Aufhebung der Ae^nnvntachung vom 18. AuMst d. Js. für die 'Stadt jGreßen folgendes besttmmt: 8 1. L Wrederverkcmftr, die fetthaltige Wasckxmittel unmittelbar mr Verbranck^r abgeben, lmben die bei der Abgabe pam wub Seifenpulver gesammelten SeifeNab schnitt- ,des abgclaufenen und laufenden Monats getrennt nach sZ^nen- und Seifenpulverabschnitten bis spätestens zum ,8 ledes Monats dem Stadt. Lebensmittelamt Bef chlagnahme von Ei che ln und Ka st a n ie n. Tie Ernte an Eicheln und Kastanien ist zum Zwecke der Gewinnung vou Oel und Viehfutter beschlagnahmt und an die Bezugsveremigung der deutschen Landwirte abzuliefern. Zur Förderung der Einsanrmlung und Er- rcichung einer möglichst vollständigen Ab-lieftrung ist für die Stadt Gießen eine Sammelstelle im Hofe des Stadthauses errichtet tvvrden, bei welcher die von Privaten geernteten oder gesammelten Früchte Mittwochs und Samstags in der Zeit von 1 bis 2 U h r mittags abgelicserl werden können. _ Es wird daselbst das Gewicht der abgelieferten Menge festgestellt und für das Kilogramm bäum frischer, schalentrockener Kastanien 10 Pstmrig und für das Kilogramm waldfri scher, schalen trockener Eicheln 13 Pfennig vergütet. Tic Besitzer von Kastanienbämnen und die Einsammler von Kastanien und Eicheln werden hiernach ausge- fordcrt, die von ihnen geernteten oder gesammelten Früchte zu der angegebenen Zeit abzuliefern. Ter erste Llblieferungstag ist Samstag, der 29. September 1917. Gießen, den 24. September 1917. 71316 Ter Oberbürgermeister: Keller. Verwertung der Walnußernte 1917. Großh. Ministerium des Innern» hat bestimmt, daß an dieieiugen Landwirte und Nußbaumbesitzer, die 50 Pfund und wehr geläufelte Walnüsse abliefern, vorzugsweise Oel und Oel kucken znrückgegeben werden sollen (§§ 2 urtb 10 der Bekanntmachung vom 30. Juli 1917). Demgemäß fomnten im laufenden Jahr an Lieferer von frischen geläufelten Nüssen für je angebrachte 5)0 Pfund: 1. bei Beantragung von nur Oel 1 kg Oel, 1. Emil Fischbach, Settersw-eg 24, von der Verkaufsstelle H. Driesch, Seltersweg 70, 1. bei Beantragmrg vou mir Oel 1. kg Oel, iwersichtuch anfgerlebt oder in Umschlägen verpackt mit tarn- Aufstellung einzureichen. . § 2 . Stadt.. Lebensmittelamt stellt den Wieder- .perlaufern auf von diesen vorzulegendeu ordinmgsmäßig «usgefullten Vordrucken mit Unterscknift und Stemml -verievene Empfangsbestätigungen über diejenigen Men Seifenvulver aus, ans welche'die abge lieferten Llbschnttc lauten. ' ^ 5 . Abgabe von K.A.-Seife oder X.A.-Seifenvnlver .an Wiederverkäuser ist nur gegen Abgabe von Empfangs- chestollgungen gemäß ^2 gestattet. Die Empfangsbestätigungen sind dem Lieferanten cin- ^nnnchen: soweit ein Lieferant Großhändler ist, bis spätestens zum 12. iedes Monats, soweit die Bestellung 4von einem Klein- oder Großhändler) unmittelbar beim ^Fabrikanten erfolgt, spätestens bis zum 15. jedes Monats. , 8 4. Xic Wgvbe mi K.A.-Seist Nnd -Seifenpulver durch fWuberverkanstr darf Nur M den vom lleberwackmngs- aussckmn der ^eifenindnstrie durch die Sei fen her stell nngs- nnd Vertriebs«krie l l jckxrft bekannt gegebenen Preisen und . Liererungsbedmgimgen erfolgen Tie Wiederverkänstr haben den dnrch die Seifcn- t^rstellungs- und Vertriebs ge settscha st bekaimtgegebenon sWcrsungen des lleoerwschungsonsschufsts hinsichtlich der !Lieferung, .der Meldung der Bestände und abgegebenen ! Mengen n-ackWckommen. tz^.5. Ber Verfloß gegen die Besttmmungen der V, 3 und ■4 üncb der Wiederverkäufer von dem Bezug vou Seife *mt> L-eifenpulver dauernd oder zeitweise ausgeschlossen. i . 8 6 . - Die Wiederverkäufer von X.A.-Seife und LA- 'Sellenpillver erhalten auf Ansorderm von der Sei fen- Kurien 15 kg Futterküchen, Oel und Kuchen 1 * * * / 2 kg Oel . _ .. crtrjr-r inT ^ TVikg Fntterkuchen vorzugsweift zur AVlrefermtg. l Adlung gelten je 50 volle Pfund frische geläufelte Nüsse als eine Zuteilungseinhert, so daß den Lieferern, die volle 100 Pfund frische, geläufelte Nüsse gellefert haben, die doppelte Menge, Lieferern von mrn- dcftens loO Pfund die dreifache Menge nsw. vorzargs- weise geliefert wird. G i e ß e n, den 24. September 1917. 71336 _Ter Oberbürgermeister: Keller. stierstellungs- und Verttiebsgesellschast Berlin, (Ver !i r r e b s st e1 1 e infa rlsruhe' genaue Anweisun- M ^lber, den Geschäftsgang; freigemachter Brieftrm,- schlag ist bei Anfrage beizufügen. ß 7. i. Lie Bekanntniachimft tritt mit deni 1 Oktober d Js in 7 NM. derart daß zum ersten Male im Monat Oktober ,Seifenkartenabschnitte des Monats September sowie des .Monats Oktober gegen EnvpfangSbe statt mm gen bei dem Stadt. Lebensmittelamt einzureichen sind G i e ß e n den 24. September 1917. 7129 L - Der Oberbürgermeister (Lebensniittelamt) oftädt. itfr6eitsnacfiu)eis giessen. Weft-Nnlage 31. Es können eingestellt werden: *a) bei hiesigen Arbeitgebern: 3 Eisendreher 50 Bergleute, 6 Schlosser, 2 Werkzeuges er, 1 Maurer, 3 Former, 20' Maschinenformer, Schmied als Zufchlagers 6 Former und 6 Brenner für .vampsziegeler, 4 Installateure, 1 Gerbermerster, 1 Lederzurichter, 3 Schreiner, 2 Sattler, 11 Heizer (1 ver- Kriegsbeschädigter bevorzugt), 1 Schneider, ^oblenschrpper,. 1 Fuhrmann, 4 kräftige Arbeiter, 3 Erdarbeiter 50 Hilfsarbeiter für Eisenbahn und Industrie, 2 Vorarbeiter sich Granaten- bzw Mvdell- maMzrn (Kriegsbeschädigte bevorzugt), 1 Pßudepfteger, 1 Glaser, 3 Sckstchmacher, 3 Hausburschen, 2 Buch- wnder, 2 Treuer 1 Kulturtechniker, 1 Buchhalter, ^ Schneider-, 2 Bäcker- und 2 Buchbinderlehrlinge. 0 \ b cc € { ä* y sscn Arbeitgebern: 7'^?^lschstiiede, 3 Schweißer für Metall, 1 Herzer, 1 Malchin ist. 15 Hilfsarbeiter für Jndnfttie, 3 Spengler, 15 Mechaniker, 3 Uwnackm-, 5 Dreher 1 5 . Zch^einer, 1 Webmeister, 1 Schneid« 1 Apotheker vd. Dromst, 70 gesunde Arbeiter, 15 Sttecken- ^bmter 1 Verkäufer in Zigarrengeschäft, 1 Hausbursche Es suchen Arbcrt: 1 Zimmernreister 1 MunitionsobnchMer, 1 Lohnbuch- 1 C^r' ^zerrst. 2 Verwalter für Lairdwirtschaftt 1 Obergar^er 1 mnger Schveibgehilst, 1 Mann für Valbttgige Beichastrgung, 1 Bäcker, 2 KriegsbesdAdigte .für Belchaftigung, die im Sitzen ausgeübt werden kann Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werdeir: bei hiesigen Arbeitgebern: 12 Diensttnädchen, 1. Köchin, 18 Lmrffrauen, 15—20 Frmlcrr und Mädchen für BalMdienst, 1 Frau für halbe Tage zrmr Bügeln; , bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 Tlenstmädchen. 71286 Neuestes vom Kriegsschauplatz. AMneii. Melitta Petri, Leo Feukert, Herbert Panlmüller 77 m Halsen Sie 50000 Mark?“ rikantes Lustspiel in 2 Akten. Wogen Feiertag bleibt unser Geschäft am 7109a Mittwosh, den. 26. September geschlossen. Giessen öchulsiraße Xjos- Hriefo ä 1 Mlc., Porto 15 Pf., Nachn. teurer. 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Die Beteiligten sind befugt, es während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einzusehen, auch gegen Entrichtung der vorschriftsmäßigen Gebühren von dem genannten OrtSgerichtsvorsteher Grundbuchsauszüge zu verlangen. — Auch werden sie von ihm auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen, die sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, siebtes frei, binnen einer unerstrccklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem GroßhsrzoglichenOrtsgericktsvorfteherzu Hungen,vor welchem sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen oder, insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das Unterzeichnete, so hahen sie davon, daß letzteres geschehen, innerhalb der obigen Frist Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen innerhalb derselben Frist alsdann ob, wenn sie bereits vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch ergibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen denjenigen Füllen für richtig angenommen, in welchen weder eine gerichtliche Beseitigung bei dem genannten OrtSgerichtsvorsteher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichenfalls beim Unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden alle, welche die in Gemäßheit des Artikels 30 des Gesetzes vom 21. Febr. 1852 betreffend die Erwerbung des Grundeigentums bei- gesügtcn Erwcrbtitel berichtigt zu sehen wünschen, ausgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs'Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und, wenn dieses ein anderes als das Unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die nnerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 31. März 1918 zu Ende. Hungen, den 18. September 1917. Grsßh. Amtsgericht. 1 Möbl. Zimmer\ Pension ßrancll Konen Bans 2? iBellevuelZim. nl.n.ohncBer' pfleg, f. jede Zeitdauer. Rttt« lag- u. Abendrifch. Elektrisch Li cht, Bad. T el . 1085. 11687 Möbliertes Zimmer ne \ u m “ Tckanzenstr. 1611, lk« 3 ncr. Zimmer mit Znb. oder kl. eleg. Wobng. in nur ruhigem herrschaftl.Haufe v. Einzelmieter ab 1. Jan. IN event. vorher gesucht. Angeh. unt. 7135 a. d. Gieß. Lßsiz. bio zum 29. erb. Kinderloses Ehepaar »nebt 2-3-21m.-V/odng. i. d. Nähe d. Bahnhofs. Schrift!. Angeb. unter 05977 a. d. Gieß. 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