Nr. 225 Erstes Blatt vcv Ätetzener Anzeiger ci*{d)cint täglich, aitfcer Sonntags. - Beilagen: SiehenerFainilieublätler: Krcisblcit für den Kreis Gießen. Bezugspreis: inonaÜ. 1 '3)1 f., vierteljährlich 3 Mt.', durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 9) Pf.,- durch die Post Ml. 3.— viertel* lährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleituug112 Verlag,Geschästsstelleöl AnschrütfürDrahtuach- richten: Anzeiger Giehen. lbr. Zahrgang Samstag, 22. September M Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U6Sö yankvettehr; Grwerbebank Gietzrn ZwMingsrun-önick u. Verlag: Srühi'sche Urrlv.-Buch- u. Zteittöruckerei K. Lanze. Zchristiettung, GeschäftzfteUe n. Druckerei: Lchulftr. 7. V ImllWi.e UOIl f . die Tagesnununer Lu. zmnNachmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche 'Anzeigen 20 Pf., fite auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Platzoorschrist 30 Pf., für Rekln inen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptscgristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik tt. Feuilleton: Aug. Ewet;; Stadt und Kand.VeruüschtesU.Ge- richtssaal: Ir. R. ZenZ; Anzeigenteil: p. Beck: sätntlich in Kietzen. - f WochenrückbUS. Es ist, als habe das Kabinett Painleve, als es vor die Kammer trat, rnn in der üblichen Weise sein Programm darzütun, den „Fehler" des „Temvs" wieder gutmachen wollen. Der „Demps" hatte bekanntlich eine bedenkliche Friedensgeneigtheit entwickelt, indem er die kriegerischen Htvffnirngen abschiüttelte nnd einen Ausgleich an die Wand malte, bei dem Deutschland in der Rolle des starken, aber armen Ritters erscheinen sollte. Ein gleichlautendes Echo ist auch aus einem englischen Blatte, dem „Manchester Guardian", und neuerdirrgs wieder aus dem „Echo de Panis", herworgegangen. Aber das offizielle Frankreich best crrrtürotzig ber seinen alten Zielen, es „starrt" noch, immer nachkNsaß-Äothringen und prägte für diese „Frage" den neuen KunstauÄruck „Desannexion". In der Aussprache bei den entscheidenden Kammersitzungen unterstrich R i b o t, der Minister de4 Auswärtigen, noch den harten Trotz der ireuen Regierungserrlänrmg. Er verlangte wiederum nicht nur Elsaß-Lvthpingen, sondern auch die bekannten Wieder- gntmachungen und Bürgschaften. Die Kammer aber nahm eine Tagesordnung, durch die dieser Regierung das Vertrauen ausgesprochen wird, mit 378 gegen eine Stimme .an. Also etwa 180 Abgeordnete enthielten sich der Stimm- Abgabe. Man braucht diese .Wkstübung von Regierung nnd Parlament Frankreichs nicht allzu tragisch zu nehmen. Nur müssen wir uns in Deutschland ein wenig danach einrichten, nicht etwa, indem wir diese Friedenspolitik mitmachen, sondern indem wir noch, etlvaä mehr von jenem stahlharten Siegeswillen zeigen, den der Kaiser unserem Volke emp- ftMem hat. Denn schließlich sind wir an Ueberraschungen in diesem Kriege gewöhnt worden. Nach dem deutschen Friedensvorschlag rm vergmrgenen Jahre war Rirßland der erste Sprecher der Entente, der unsere Gedanken höhnisch nnd rnit schneidender Stimme zurückwies - wenige Wochen später brach dort das Gebäude des Wahns und der .Verblendung jämmerlich zusammen. Hört Ribot vielleicht schon. ,.des Gottes Schreiten", der ihm dasselbe Schicksal bringt, wie dem bis zu seiner letzten Stunde galgenhumonstischen .^asonow? Er hat es wohl gehört, wovon gemunkelt wurde, daß England die Fühler aus-gestreckt habe, um zu prüfen, ob die Zeit zum Frieden nahe sei. Dann weiß aber Rivot auch, daß es der Londoner Politik nur noch um Belgien, schwerlich aber um Elsaß-Lothringen, geht. Wenn Pain- teve, der französische Ministerpräsident, in den Kammer- Verhandlungen von „moralischer Größe und Selbstverleugnung" redete, so hatte er dabei vielleicht im Sinne, daß Frankreich im „point d’honneur“ anders denkt als England, das nur so lange kämpft, als seine Interessen es erfordern, das deii Londoner Vertrag über gemeinschaftlichen Friedensschluß nur in der Weise erfüllen wird, daß es im richtigen Moment, das heißt, wenn seine Zeit gekommen ist, seine Bundesgenossen wie harmlose Schafe 'in den Pferch des Friedens treibt. Möglich auch, daß Painlevä Ursache zu haben glaubt, auf die „Seelengröße Frankreichs" weisen zu können, weil die Amerikaner sich anschicken, ans Bou- logne ein zweites Calais zu machen . . . Mit einiger Ueberraschung las man im Bericht der deutschen .Heeresleitung vom letzten Donnerstag, daß die Russen in der Bukowina wieder angegriffen hätten und nach ihrem Zurückfluten von eigenen Maschinengewehren bc- schossen und vorwärtsgetrieben worden seien. Da herrscht also noch die alte Methode Brnssilows und Kornilows, und die neueste Meldung, wonach Kerenski auf eine Aburteilung und Bestrafung Kornilows verzichten wolle, löcil dieser nur «aus vaterländischen Gründen gehandelt habe, erscheint uns im Lichte der Wahrscheinlichkeit. Die Geister würden sich danach versöhnen, Kerenski würde das Streben nach Zucht und Ordnung im Heere nachdrücklich unterstützen. Mit der Erklärung Rußlands zur Republik sind zwar die Parteien noch keineswegs unter einem dauerhaften Hut vereinigt. Die ausführende Macht der fünf Minister mit Kerenski an der Spitze reicht nicht allzu weit. Die Nachrichten sind noch immer spärlich und unzuverlässig, lieber baS Schicksal und den Verbleib Kornilows weiß man so gut wie Nichts, General Alexejew, der zu ihm gegangen war, um ihn festzunehmen, soll sich erschossen haben. Vieles wird durch Die Zensur verdeckt. Im ganzen Reiche und in der HaupMadt gärt es noch ganz gewaltig. Eine neue Woge wälzt sich gegen das hilflose KaUnettin einer vorn Arbeiter- f und Soldatenrate auf den 25. d. M ernbernfenen demokratr- schen Konferenz heran. Es soll über die Ergänzung des Kabinetts beraten werden, also ein neuer Kampf um die Macht einsetzen. Ueberhaupt sind die Neigungen des ^Arbeiter- und Soldatenrates noch recht besorgniserregend: heißt es doch, er wolle die Duma aufgelöst wissen und aus dem Proletariat ein neues Parlament rekrutieren. Der Präsidentschaft Kerenskis, dessen Gesundheit auch erschüttert sein soll, prophezeit man nur noch ein kurzes Dasein. Weittragende Geschehnisse dieser Woche sind noch im Dunkel des von den beteiligten Stellen bewahrteil (Geheimnisses. Wir meinen hier nicht etwa die neuen englischen Angriffe aus breiter Front in Flandern, die sicherlich ebenso erfolgreich abgewiesen werden als alte vorangegangencn und als die letzten Stürme der Franzoseil, die vor Verdun wieder eine blutige Niederlage erlitten. Wir meinen vielmehr außer denk Geheimnis der italienische n G r e n z- sperre die Verhandlungen der beteiligten Instanzen über die heute zur Veröffentlichung gelangende Antwort Deutschlands nnd ( seiner Bundesgenossen auf die p ä v st liche Fried cn s lt o t e. Tn Italien haben zweifellos Ausstände der Sozialisten und Kriegsmüden geherrscht, und darum hat die Zensur den Durchgang von Nachrichten gesperrt. Es wurde von der ita- liesrischjeu Regiernng nur eure Verordnung oaroffeurlutzt, durch die Turin, Alessandria und Genua in!)ie Kriegszone einbezogen werden. Es muß in diesen Städten eine böse Unordnung geherrscht » haben. Die' italienischen Blätter befassen sich meist mit dem Fall Lazzari. Dieser, ein Führer der friedensfrenndlichen Sozialisten, hat durch ein Umschreiben an die Bürgermeister kleiner Städte und Tür'er die Parole: „Kein Kriegs Winter mehr!" ausgegeben. Tie nationalistischen Zeitungen Hetzen gegen Orlando, den U)ci nister des Innern, der gegen diese Propaganda nicht energisch vorgehe. Allein die völlige Erfolglosigkeit der Cadornaschen'.Offensive, der wachsende Mangel an Nahrungsmitteln, Kohlen und vielem anderen, werden es der Regierung schwer machen, sich noch lange den Forderungen der Friedensfreunde entgegenzustellen. Ob, wie in Rußland, Revolution und Bürgerkrieg drohen, läßt sich von -hier aus schwer beurteilen. ' 1 So weit ist es denn doch in Deutschland noch nicht gekommen, daß jemand zu schreien wcnft: „Keinen Kriegs- Winter mehr!" Die unerquicklichen Gegensätze der Meinungen drehen sich nur um die Ziele des Friedens, und da man wußte, daß unter der Mitwirkung d'es „Ausschusses beim Reichskanzler" die Antwort an den Papst festgesetzt und abgeschickt würde, so steigerte sich in den letzten. Tagen d:L Spannung bis zum äußersten. In der belgischen Frage veröffentlichten Blätter, die Beziehungen zu den amtlichen Stellen unterhalten, letzthin eine Auskunft, wonach die spätere Rückgabe Belgiens, natürlich nur unter gewissen Formen und Garantien, nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit stehe, sofern, damit Zugeständnisse der Gegner in Verbindung gebracht werden, wie sie sich in vielen Formen denken lassen. Damit wäre also noch nichts preisgegeben. Es liegt jetzt beim deutschen Volke, durch ausgiebige Zeichnung der s i e b e n t e n K r i e g s a n l e i h e, für die am Mittwoch der erste Aufruf ergangen ist, der Welt unzweideutig kundzutnu, daß nicht Schwäche und Bangigkeit die eifrigen Friedensbemühungen zeitigen, 'in denen wir den Gegnern voraus s«id. Wenn die OOanc der Regierung das ihre tun, in dieser Beziehung das Volt anzueifern und aufzurlWn, so können der „Vorwärts" oder gesinnungsverwandte Blätter nicht etwa darüber sich beschweren, es würden die Geschäfte der Alldeutschen oder der „Vaterlandspartei" gefördert. Der Präsident der Reichsbank,, Hatten- stein, ist in seiner Frankfurter Rede mit der nachdrücklichen Feststellung vorausgegangen, daß wir wirtschaftlich noch lange nicht dem Ruin eutgegeUgehen und daß der Friede uns erhalten muß, was die Feinde uns neiden und was sic fürchten: Tie u n g ehe m nr t e deutsche Arbeit und Leistungsfähigkeit. Was wir brauchen, ist Sieg und Siegeswillen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart: Ein italienischer Angriff gegen unsere Siel-Stellung wurde durch die tapfere Besatzung bei vortrefflicher Mitwirkung der Artillerie im Nahkampf abgeschlagen. Nebst erh.blichen blutigen Verlusten büß!? der Feind hier 4 Offiziere und über IW Mann an Gefangenen ein. Sonst auf allen Kriegsschauplätzen keine besonderen Ereignisse, Der^ Chef des Generalstabes. Dir Antwort der Zentralmächte an den Papst. Es war ganz Kar, daß die deutsche und die österreichische Antwort an den Papst entgegenkommend lauten würde. Dos entspricht der Politik, die unsere amtlichen. Stellen seit geraumer Zeit verfolgen. Wir waren und sind zum Frieden bereit. Also aus die allgemeine Anregung des Papstes oab es nur eine selbstverständlich Antwort. Aber der Brief aus Rom hatte auch konkrete Vorschläge enthalten. (£c hatte an seine Spitze gestellt den Wunsch, die Völker'möchten sich verständigen über künftige Abrüstung, über SchiedSgenchisverfahren imd einen neuen Grundsatz, daß Recht vor Macht gehen soll. Diesen Wunsch teilt nun die deutsche Antwort in. betvegten Worten, und die österreichische Antwort, in eine ebenso herzliche Fcrxn gekleidet, betont die gleichen Anschauungen. Wenll. vonnats von Abrüstung und Schiedsgerichten gesprochen wurde, so waltete meist mit Recht ein starker Pessimismus vor, ob so schöne Ideale praktisch sich verwirklichen ließen. Heute stehen der Durchführung solcM Ziele sicherlich auch noch große Schwierigkeiten entgegen. Allein die Stunde erfordert ein Bekenntnis zum guten Willen.- Alm guten Willen Deutschlands und seiner Verbündeten sollen Versuche, der.Welt einen allerseits annehmbaren Frieden zurückzugelvinnen, nicht scheitern, zumal uns«e Gegner noch immer fortfalpen, die deutsche Friedensliebe zu verdächtigen. Daher erklärt es sich auch, daß die deutsche Note indirekt aus die dreisten Hin- (WTB.) Großes Hauptquartier, 21. S-ept. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegs sch a u p l a tz. H eer es g ruppe K ro npr i n > RuPP recht. Die unter Führung des Generals der Infanterie Sirt von ArminLämpfenden Truppen der 4.Armer haben den ersten Tag der dritten Schlacht in Flandern erfolgreich bestanden. Deutete bereits die Feuerwirkung der letzten Tage aus f'ir große KrafMm'pMrumg der Engländer hin, w bildete doch der Einsatz und di? Zusammeusassung der am 20.9. vom Feiüdl?^ verwandten Kampffnittel auf einer Front vzzn rund 12 Kilometern '"in höchstes Maß. Hinter der gewartiwn Welle stärksten Trommelfeuers ans Geschützen und Minenwerfern aller Kaliber traten mor- aens i,r allen AngriffSftr-eifen Wischen Langemarck und Hollebeke mindestens 9 britische Divisionen, dabei mehrere australische, vielfach durch Panzerkraftwagen und Flammenwerfer unterstützt, zum Sturm an. 'Der Angriff führte den Feind nach hin und her wogen- iKn Kampi "bis 1 Kilometer tief in unsere Abwehr.zonr hinein: auf Passchendae^ nnd Gheluvelt zu drang der Gegner zeitweise weiter vor. Westlich von Passchendaete drängte ihn unser Gegen- angriff zurück, dlorülich der Stratzc Mrnin—Yp-rn bueb ein -r«ir De*-’ Geländes in feiner Hand. In allen anderen Av- fcknittei! des Schlachtfeldes wurden die Engländer unter den schwersten Berlnsten bis zqm ivaten Nachmittag durch zähes, h-ldenmütiscs Ringen unserer -rru-mn in das Trichterfeld unseres KampfstrelfenS zurück« eworfen, über Vas hinaus abends neu ins Frner acführta Verstärkungen des Feindes nichts mehr an Boden zu gewinnen prrinochlr«. Die in der Kampfzone liegenden Ortschaften sind sämtlich in unserem Besitz. Heute morgen haben die Engländer den Kampf bisher nicht wieder ausgenommen. , Wir in b n friift.rc.i Schlachten m «ländern haben Führung und Lruppen Las Beste geleiste!. Bei den anderen Armeen der Westfront, im Osten und aus dem Balkan keine besonderen Ereignisse. Der Erste Generalauartiermeister Lude ndorff. Li!i neuer Durchbruch der russischen 5tell!!Ngen. Berlin. 21. Scpt. (WTB. Amtlich.) Tn blandern -achmittagS sich steigernder Artillerie- i/rtfür und mehrere Geschütze als Beute gemeldet. Westlich des Ohrrda-Sees scheiterte ein franzonscher Msriff. « der künftig im Verhältnis der Staaten zu einander herrschen solle. Zweifellos, der Krieg hak eineu neuen Geist geboren, den neuen Geist nämlich, der es verneiilt, daß Deutschland durch Macht oder List um seine Rechte, um die Arbeit, für seine Existenz betrogen werden kann. Durch die Beweise deutscher Kraft stehen wir heute anders da als vor dem Kriege! Das neue, mutige Bekenntnis des Reichskanzlers Michaelis erfüllt uns nicht mit Bedenken. Freu lich. es bleib> ein politisches Werk nnd eine diplomatische Kunst, den „neuen Geist" in der Welt durchzusetzen, so daß er nichi verfälscht wird und uns nicht schadet. Mit Befriedigung ersehen wir daher auch ans der Antwortnote, daß reine vorzeitigen Verzichte ausgesprochen werden, daß viel- mehr alles ^gründlicher, allgemeiner Durchberatung am Friedenstische Vorbehalten werden soll. Tie deutsche Kote. Berlin, 21. Sept. (Amtlich. Tie Antwort der .Kaiserlich deutschen Regierung aus die F> . Hcnskundgebung S. H. des Papstes lautet wie'folgt: ^ ^ B.« rlrn, 19. Sept. 191/. Herr Kardinal. , Euere Eminenz haben die Geneigtlxnt gehabt, meiner Maie- ftät dem Kaiser und König, meinem Allerguädigiten Herrn, mit Schreiben vom 2. v. M. eine Kundgebung Seiner Heiligkeit des Papstes zu. übermitteln, worin Seine Heiligkeit voll Kummer über die Verheerungen des Weltkrieges' einen eindringlichen^ en hat', dem deutschen Volke nnd der WAt die Segnungen des Friedens zu erhalten. In der ersten Thronrede bei Eröffnung des Deutschen Reichstages an: 25. Juni 1888 gelobte der Kaiser, das dff' Liebe zum deutschen Heere und «eine Stellung zu bemiel&en Ihn. niemals in Versuchung führen lvürden, dem Lande die , Wohl- taten des Friedens zu verkümmern, wenn • t Klrieg nicht eine durch den Angriff auf das Reich oder denen Verbündete uns aufgedrungene Notwendigkeit würde. Das deutsch: Heer solle uns den F-rieden sickern und, wenn er demwch gebrochen »vürde, imstande sein, ihn mit Ehren zu erkämpfen. Der Kaiser lmt das Gelöbnis, das'Er damals ablegte, in 26 Jahren segensreicher Negierung, aller Auremduugen und Versuchungen \ durch Üabert criuiitct. Anw in der Krisis, die zu dem gegenwärtigen Weltbrand führte, ist das Bestreben Seiner Majestät bis zum letzten Augenblick d'abin gegangen, den Streit durch friedliche Mittel zu lchlich- ten nac- dpn der K rieg gegen Seinen Wunsch und Willen ausgebrochen rnai:, hat der Kaiser im Verein mit Seinen hohen Bev- bündctcn zuerst die Bereittvilligkeit zum Eintritt in Frnedensver- handttlnge'.i feierlich kundgegeben. Hinter Seiner Majestät staue in werktätigem Willen zuui rn.se- den das deutsche Volk. Deutschland suchte innerhalb der >:e,l'.onü'n Grenzen freie Enttvicklung ferner geistigen und mat.r eUee- G-tter, außerhalb des Reichsgebietes migehinderten Wettbewerb mit gleich berechtigten Mid gleichgeacksteten Mttchuxw. Ein; MigehemmtesSr bcu friedlich nt der Welt miteinander rum enden Kräfte hätte zur edelsten Menschheitsguter geführt. Hüliitett Vrrvollkvmmmulg der «,c»,k.i wtcikiuwcuvguM-i unuy*«» Cnite unhcklvotle BeNcUung von Ereignissen hat im Jahve 1914 crneit hoffsinmgsreichen Enovicklnngsg«rng ;äh unterbrochen und Enwpr in einen blutigen Kampfplatz umgewaruxlt. . Zn Würdigung der V.oeutting, die der Kunogebung Seiner ^oeiligieit zutvmml, lat die Kaist liche Regierung nicht verfehlt, ifie darin enthaltenen Anregungen ernster und gewissen ha, ter Prüfung zu unterziehen; die besonderen Maßnahinen, die sie in engster Füllung mit der Vertretung de? deutschen Volkes für die Beratung und Beantwortung der auigelmirfenen Fragen getroffen Hai, logen tavon Kenntnis ab,^wie sehr es ihr am Herzen liegt, im Einklang mit fair Wünschen Sei »re c .»eiligiett und der Friedenskundgebung des Reistages vom 19. Fuli o. brauchbare Grundlagen für einen gerechten nnd dauerhaften Frieden zu finden. ^'/it blonderer Sympal i re begrüßt die .iNaiserlrche Regierung den sühre.rden l^^rnken des Friese nsrnfs, worin sich Seine Heiligkeit in klarer Weise zu der ttebcrzengimg bekennt, das; künftig aat die Stelle der maleriellen Macht der Waffen die moralische Macht des Rechtes Irrten nmß. Auch wir sind davon durchdrungen, daß der kranke Körper der nkenschlichen Gesellschaft nur durch eine Stärkung der sittliche Kraft dev Mchtes gesirndeir kamt. Hieraus würde nach dlnsicht Seiner Heiligkeit die gleichzeitige .Herabmtnderuug der >streitkräfte aller Staaten und d»e Einrichtung eines verbindlichen SYesi,'lschast begünstigt. -» ''lnd mchrichlige llebt'rzeu VävMichm Nimyus mi, 20. d. Mts. iidcracbrnc Antwort auf die Note des Heiligen Vaters vom 1 August o^Es ^al/res lautet m deutscher Ueborsetzung wie folgt.- ftmijjn Vater! Mit schuldiger Ehrerbietung und tiefer Be- wogung haben. wrr, von dem neuen Schritt Kenntnis genommen, m E^ullung des .Ihnen von Gott anver- ^ Oberhäuptern der anderen kneqnthreriden Staaten m der edlen Absicht unternommen lmben, die schtvergeprüstrn Völker zu einer Einigung zu führen, die ihnen ^ empfingen wir diese Marge. M che Sie, Heiliger Vater-, allen Völkern stets wtterschiedslos angede,dni lassen. Wir begrüßen auS - . Tiefe unsrer Seele den ergreifenden Mahnruf, den Eure A^fElltSN der kriegführenden Völker- ergehen drefes gvausamern Krieges lioben nur stets zu fJL ¥ )«xr,höchsten Persönlichkeit aufgeblickt, himmSgehenden Sendung und StÄlft* 9 0011 ben ihr auserlegtcn Pflichten hoch über den kriwstihrenderr Völkern steht und die jeder Beein- Nung unzugänglich ^ «eg» fsich^n vernwchtewelcher zur BerwrrklEmg unseres eranren Wimsches rmch Herbein'i'hrnng eines w öTT ^A ciIc Friedens führen könnte. Wwm, der Verantwort- K . ?oll benmrßt, welche wir vor (Äott und den Menschen, ttir anvert^tte Schicksal der österreichischmnaarischen Mow ^SSr?' Ziel Mvs den Augen verloren, unserr Völker baüngst der Seg»ungen des Friedens teilhaftig ^ lassen. BaÜ> rroch Unsrem Reggerrmgsantritt war es örwönirt, m Gemeinschaft mit Unserem Verbündeten ttnen lchon von llnserem erhabenen Vorgänger, Weiland .Kaiser' Fran.» /.oseph erwogenen urw vorbereiteten Schritt zur Anbabnuna w*Lb««erteften Frickens m müernehm^ Ä Ä5V Eröffnung des R,üchsriateS gehaltenen Tbwn- Äc„baben W,r diese,.n Wm.fche Ausdrnck verliehen ,md hM 5 r Ä n F^'den erstreben, welcher das fernere Leben i % ° n ] £ü b '^burst befreit und der sie auf S Tahowri hinaus vor der Anwendung der Waffellg^valt fickvrt '^aienmg batte es inzlvisW mcht uL K, . ^ltchri«glichen, in der ganzen Welt hörbaren Kundgebungen Urperen und den Willen der Völker der österreiclnscb uu,'?n'fchm Anarchie.zu.n Abdruck zu bringen,^ d?m WA §5^? >.^vck) einen rf a iriHmffÄ t u f '^ .Irrr irngefteninite imitere Cittnncklung geben, , i:. LWKLMLN -8 ein gcsßer Ee-folg werden. Nach öem Kall von Riga, nach Her auf allen .Ponten abgeschlagenen Offensive blcrbi unsren Gegnern nur noch s i n Hoffnungsschimmer: vast wir w i r i s ch a f i l i ch am Enve unsrer Kräfte stehen. — Ein schlechtes Ergebnis der Kriegsanleihe vertäügeri den Krieg ins Unabsehbare, weis die Feinde dann neue Zuversicht schöpfen undneueVernichtungs- pläue schmieden. Darum zeichne! von englischer Zriedensliede. einer l 1 Sept. tzollanLsch Nieuws Bureau meldet ImiW ni)W ^ Die ..Evening Po st" schreibt in einem Leit- 'Dir wissen, daß der Friede in 1917 un. "ml die Deutschen abgeneigt bie mir Ordern, anzunehmen. Es ist Erscheinung in bteferrt Zustand, daß das ‘' t ! rf,r ® [l( "lüemem glaubt, daß der Friede kommen wird fi t?' .SS? Zugeständnissen, die Deutschland an- vietet, und nicht infolge einer vollständigen Annahine der Bedinmmgen, dm wir Dentschiand stellen werden. Man kann mit Sicherheit annehmen, daß Deutschland unsere m>r"der^ stellen. nicht annechnen wird vor der Zeit, da es aus dem Schlachtfclde aeschlaaen ick Ansuchen an das deutsche Volk, fnnh?r» l u befreien, hat nicht nur Wut, “urf) Entküstung hervorgerufen, und versänedene l0llö .h"'5 n " ^"'^r Telegramme, in denen sie ihre Qwlhfm 1 aUä I ud ' en ll ”? v^Nchertcn, wenn die Feinde diese mit vielleicht innerhalb eines Jahres den Frieden haben. Es ist jedoch deutlich,, daß dies nur einen Wafstnstillstand bedeuten würde für die Dauer 0 bn-> 20 wahren, da die Kriegspartei dann ungestört l men noch viel größeren Krieg vorberciten könnte " ' M,r 21.gt»i. lWTB. Nichtvmll.» Das Reuter- ^ « u«° u Niewet ans Londons Die „Times" -rfähri. baß di- I^bren deutschen s?r«»>-ilÄmmiooer und die Andeutung, daß Diwtsck ^nd vielleicht geneigt sein ivürde. seine Ansvriiche aus SBc „än tarfguqeben,jn twn maßgebenden politische,» Kreisen als ein Beiveis Zlel^eivmug unter den Dj>utscheil anMüLf )Ä,n^ ^Es-eg verlEn >e, und Deutschland alle seine «?. [ufe Friede des Reichstags uad der day du? deutsche Sache trsirmphierte. Pazisisten würbe t«deuten^ Es gäbe keine Möglichkeit > '. ' --- Gemisch t,wn ^lUUUM9mur Ullb* uavU».l|VlA maiilltitllent und kaufmänuischeni Jmikertuin. Kein .Komnro-, m 1 J f ° r rt en, baß mcnl Deutschland zwingen werde, die Wett in Ruhe zu lassen. Die „Daily Mail" schreibt. Wenn Deutschland iwirtschaftlichi £?/ ^.Frieden haben will, so nrich es -Elchen, Nordfrankreich. Etsaß-LothriUflen, Polen, Der bien, ?1drmäuien. Mv7itenc?gro und- das -^rentino räumen und für dn in diesen Ländern augerickttetew' Salden mid für das gestohlene Privat ei c^enttim Sck>adener»atz! zahlen. Die Personen, die die Schuld an dem schrecklichen Der-z brechen dieser bemaylii^tcn jlRwcht tr-.-v.".r. sind zu strafen. Solange dw :L.eutschsiu diese Bedingnngen nick: erfüllen, gibt es nur einen: Ausweg, nämlich den, immer mehr Schläg-e auf si!e Yer a b r e g n e n Kn l a s se n. Man nruß Deutschland sühtsä lassen, daß es besiegt ist. „Daily Ehronicle" schreibt, es tverde jetzt eigenttich zum ersten Male in ^.eui'chrano von c ^ Bcreirwittigl'nt gesprochen, Belgiens wle.'.crherzilstetten. Dies beweise, sich, in Deutschland die Stimmung geändert habe. Vielleicht würde man auch in dep' Antwort an b£n Papst, Anzkeick ni dafür finden. Jeder Mensch, der anfcick ttg stemeinte Fliednisannähernna znrürkTveise. nnrrde nu.e schiycre Verantirortuug am jWU loden. Aber man dürfe sich inf lN 3fet über das .Oriegsziel Nird die EntschlossenheiL der Alttiert'eu keiner! ei Tiänschu ngen bin geben Bont. deu Anstiftern der größten ^Missetat der Welt geschickte w-ürde etwas n e h r erwartet, als n n r die W i e d e r h e r st e l l luidi Oec 6 c I g i f df;i e ii Unabhängigkeit. Kerenski in schlimmer Lage. Amsterdam, 21. S<-pt. (WTB Richiamrlick) „ffl. dem een Hnndelsblad" berichtet aus London, daß es ni dev letzten Woche in Petersburg z-u merlwürdigou Szeriett ge- tominc*7t sei. Kerensti mar st«o r u b e r g e he n d im W l n t er p a 1 a ft gefangen. Tausende von Bolsch^wiki belagei'ten das Gebäude nnd tanzten n.nd sängen, !väh>rend 1AnWo,en und Arbeiter ans .Kronstadt in Airtoinobilen dnrch ^tragen fuhren, um gegen .stornilow- Kr tämpfen. Die rdolschewtti nahmen eine Entschließung an, in der die Ab- sestnng Kerenskis, die Ernennung Tsclrernoivs z-um Minister- irafroenten verlangt wurde, die aber vor, Dscheidse vereitelt tvurde. Bei den Meutereien in Wiborg ist es zu grauenhaften Austritten gekommen. Die sisenerate Wassitiew nnd Or- nowsü sowie acht andere Offiziere wurden von Soldaten tun eine Brücke geschleppt, ins Gasser geworfen mtb vom tzde aus beschossen. Ein Oberst klammerte sich an einen Vruaenvfeiler, aber ein. Sv'ldat schlug ihm mit einer eisernen Stange den^ Schädel ein. Eineni anderen Oberst wurde in einem,Hanse in Gegenwart ferner Farnilie der Hals durch- ^chintteki. Während des Ausstandes .Kornolows haben viele ruppenteile ihre Osfstziere ermordet. Eine neue französische Scharrdtat. V" ^Ept. Ueber eine neue französische Schandtat gegen deutsche Gefangene wird aus der .Heeresgruppe Deutscher Kronprinz berichtet: Bei den letzten Verdmrkampsen wurde ein in einem Unterstände mit seinen Leuten gefangen genominener deutscher Offizier einem fran- zofischen Sergeantmajor einzeln vorgeführt, der nach kur- zem Verhör zu ledem der deutschen Soldaten sagte: Lauf, Allemarrd! Waren die Gefangenen zehn bis zwanzig Schritte weit gelaitseu so legte der Sergeantmajor das Gewehr aus jie an, jchotz sie von hinten nieder und schlug ein Gelächter an, wenn sie zujammenhrachen. Nachdem er auf diese Weise vier Gefangene feig ermordet hatte, sagte er zu dem Offtzicr der verwundet und waffenlos die Niedermetzelung s^ner Leute hatte mitansehen müssen: Lauf' auch, Offizier! Da riß der Verwundete seinen Waffeiiwck auf, zeigte dem Sergemit- mawr die oruft und rief: Ermorde mich wenigstens von bu m l d) ermorden willst! Der Franzose wandte sich nach enter anderen Richtung, legte aber dennoch, nach- 9^ t5ie ir' Cl ? t9€ Schritte gegangen war, auf ihn an. Ein Schuß durchbohrte ihm den Oberschenkel. Der Franzose chelt den Ohnmächtigen für tot. Als der Offizier ivieder zu sich kam, entdeckte er, daß er völlig ausgeplündert !var Es gelang ihm, lich wieder zu seiner Truppe durchzuschlagen Argentinien nnd Dentschland. Buenos Aires, 20. Sept. (mm) Meldung der Genckral News^ Der Beschlnß des a rg enti n i sche n Senats, die Beziehungen zu Deutschland abzu- brechen, wurde mit 23 gegen 1 Stnnme gefaßt 5 eekr!eg. Reue N-Boot Erfolge. Berlin, 21. Sept. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots^ Erfolge rm Aermelkanal, in der BiScaya und in der Nordsee: 4 Dampfer nnd ein Segler mit 18 000 B r u tIoreg i st er t o n n e n. Darunter befinden sich der belvaffnete englische Dampfer „Wentworth" (3828 Tonnen) Mit Stuckgutladung, ein englischer tief belad euer Frucht, dainpfln:, der aus Sicherung hermcsgeschossen lourde, sowie em größerer Tankdampfer, uiw der englische Segler „Elizabeth" mit Kohlen t>ou Nierrport nach Cherbourg. Der Ka- i! lnb AElleristetz von dem engltschen Dampfer .Weiittuorth" rvurden gefangengeiwmmen. Der Chef des Adiniralskabes der Mrrine. strcnMng^n dä'mus.richten müsse, einen mStgüirL^L ö"! a ® rortf " m « m kni deutschen Blättmi. bient,“ein™, erstens, die öffentliche Meinung in Deutscküanb Anspniche mlubmiSV Tn^ b » ^topaoanbo m 1 VN alliierten Ländern ^iese Manöver seien als ^eittLni von Krieasnifrfiinfpir k F ei'ldes Miznselxn. Aber alle Bncknäre dir LM» ^ TgJ M Hi gerade der dritte große englische ’ I lnb m bte H^mat zurüekgekehrt Sie baden folgendes Telegramm an die Oberste leeres- zeit un g gesandti Bei Deendiginrg ihrer Reise nach den Brermpunttru der- nnli- E^chcn ^rergrrrpe nn Westen lagen die unterenäpreien Reichs- DagsabgeorÄneten der Obersten HoeveLlouwrg Tank für die Em- und die Gewal/rung vorMttcher Führung. UnauÄöschliche tembnUtc Ijaben fie vo n de n sblrunenSunrlru Leistungen unserer Nnegnihrung und dem dewun-derungÄvilrdigen Geiste von Führer ^ Trupr^geNVnnen. In dein Bewußtsern von der NotweiLigkeit »“ emem ehrenvollen Frieden fühlen sich Bon und >)ver einig. Tove, Brrchn, Emmcl, Lresckstng, Haus, Stönre, Stückten. . Dia hiarauf ergangene A n t w o r t der Obersten tzeeres- lc'tung hat nachitehenden Wortlaut' - titvick^Lges, Herrn Geheimm Fpsttzvat ^ove. Berlin, Rerckisrag. Ter von Euer Hoc^vohlgebvren und den anderen Herren M-- e . t >roncten liüer Parteien nach Adschlrch der Reise zur Heeres- gru'gpe Kronprinz Ruppreckst lrdermrttelte Gruß hat dem General- feldinarsMlUl und mir eine aufrichtige Freude bereitet. Der auf uns r^Jbctttiütodrag gc bic Zukunft unseres Vaterlandes tzKmcht, begrüßen trnr dankbar das Gelöbnis, das; wir uns mit ^lmen rn dem Uavntztseul" von der ^Lotivendigkeit des Durchbat JHMnST hl* znr (*mmn ghi m , s »rvTf — cr- t. , Dr. MMer-Merningen, Net- i m einem ehrenvollen Frieden eins füllen können. Liudendorff. i . Stt* Sterdt und LoinH. D'eßen. 22. September 1917. L 2S int « Tf * rt *[f*Ir£e*forcytuiTg. Wir verNTeiftn er seither üblichen Weift. Glsichzeitig werden «aber Bestell- A'.^wnfe sowie Bezugsscheine für die Zeit vom ö. November lSl7 vis 8. August 1918 zur Eindsckung des Winterbedarss ausgegeben Für die letztgenannte Dersorgungsperiode entfallen 3 10 Zentner Mts den Kops. Für den Tag ist .ein Pfund für jede' Person ftn Ansatz gebrackst worden, wie dies den.reichsgesetzlichen Bestimmungen entspricht. Es darf daher niemand mehr wie ein Ptzünd Kartoftel nl am Tage für die Person verbrauchen. Wer mit seinen Kartoffeln nicht auskommt, kann auf weitere Zuweisungen glicht rechnen er muß gegebenenfalls mit der Massenspeiftmg vorlieb nehmen Es iteht jedem frei, ferne .Kartoffeln auf Bezugsschein vom Lani> Wirt, oder ans Beste ll-Ausweis von eurer >Dtädt. Verkaufsstelle Hu beziehen. Dre Betzugsßcheine besitzen nicht, ^vie dies im vorigen Jane der- Fall war, bei Verkatrsssftllen Mittigkeit. Die Ansgabe dn Bezugsscheine und Bestell aus wer, e erfolgt Montag, den Lt.ü'bü vormittags von 6 —12 und nachnrittags Won 2—6 Uhr aui den Bwtniarkenberirken Um die Maicketm, - > ^ Verkehrs M erleickstern, sind für die ganze n V Geschäft-ßunden in hm Drvtniartenbezi^n^.f b }l Uhr festgesetzt. Wer seine Kartoffeln^usP.Lübn >^iS ^rt Ä mül. muß ein' es mir dem Bwtmurkcub^tr! »urückgelxm. Ms Gnmt oicic* aornralars tori dmm der Bvzrmgöscheio misgestÄlt, Die >r a S,c te V'Myui' imrd br,»nderck bekannt qegeben vnx )v& liniere b egner, dura) die Tat am VerhmdUingSkisch zu bepweiftn haben €?$?>* Hcrchricvten. Deutsche Pressestimmen zur Antwort an den Papst. Berlin, 22. Sept. Der „Ber l. Lok.-An z." schreibt: Die Note vermeidet, wie wir annehmen, aus Achtung vor dem Enp- sänger, jedes Wvrt, das unsere Feinde verletzen könnte. Sie geht darin so 'weit, daß ini Gegensatz zu den Vcröftentlichuugen der „Nordd. Mlg. Ztg." über die Schuld frage die Entstehung des Kcha ges ans eine „unheilvolle Verkettung der Ereignisse" zurückführt. Andererseits darf aber auch niemand aus vielem Eingehen auf den Gedankengang des Papstes schließen, daß die deutsche Regierlmg jemals die Friedensliebe so weit treiben konnte, daß sie irgend ein Recht preisgibt. Die Washiugwner Absichten und das Kriegspro wahrlich nicht die Schuld der deutschen Regierung ist, wenn der Friedensgedcmke des Papstes scheitern sollte. Die „Vossische Zeitung" urteilt: Wir sind bereit, die Macht des Rechtes anzuerkennen und wir bringen den ^Beweis für unsere Bereftwillirfleit dadurch, daß toir auf das Recht der Macht verzichten wollen, das unsere Wafteic uns in weiten Ländeur in West uud Ost errimgen h.iben. Voraussetzung für unsere Bereit!villigkeit i. H o l n , u2. Sept. Zu der Antwortnote Deutschlands an den Papst bemerkt der Berliner Korrespondent o e v ,,K ölnischen Zeitung": Viele Deulsche werden angesichts der Haltung der feindlichen Regierungen zweifeln, oab die deutsche Bereitschastserkläruug Erfolg haben iverdc. Der Bierbund hat bewiesen, daß er nicht zu beiieaen ist. er hat bewiesen, daß er bereit ist, über einen dauernden Ber- stauoigungsftreden zu verhandeln. Einen Berzichtfrieden lmin ihm niemand abzwingen. Darum muß auch der Ber- r? "] m J^ nt ^ e ^ en scheilertt, die Antwort aus die Papftnote als Zeichen der Schwäclie zu deulen. Schon die Erinnerung S! 1 j! CTl1)011 ^ 1{ja llru 6 i^ben dieser Versuche ersticken. rS/rJl 16 ^ 1 i )er r europäischen Geschichte hat eine so starke, bewehrte Macht so gesprochen. u "A. T." schreibt: Man kann verschiedener Meinung seüi, ob es das klügste war, has Wort Belgien nicÄ in die Note einzn - fugen, oder ob es besser gewesen^ wäre, sofort mit einem Ruck ..fuorgeit gesagt n-erden soll, schon heute zu sagen. Die dEsche veegierung wählte die Taktik, zunächst eine Anfrage des Papstes abzuwarten, die wohl nickst lange ansblcibeu wird. ^m Reick>stage wird der, Reichslanzün scher Belgimi «rnd andere Probleme !preck)cn. Es ist anzuuchmen, da ßdie Regierungen der Entente versuchen werden, ihre Völker davon zu .cherzeugen, daß Deutschland, «udem es Belgien herausgeb-", in mm 0Sfühl seiner Ohnmacht handle Wird nran noch lange diesen Völkern einrcden lön- nen da,; Deutschland nnd dessen Widerstandssähigtcit in dem Ansturm einer Wett nickst gebrochen werden kamt, morgen, über- miorgen >odcr in einem Viertel iah'.- am Boden liegt? 2&mQ> der flvft das klare Nachrvort eiirgefügt sein wiw, wirb es immer schwieriger sein, den Völkern zu verbergen, daß Deittschlcmd iur vollen Kraftbelvußtseftl -und pur in dem Wunsche, den n>ahn- limuoen Kriogstcrunrel zu beenden, ihnen die Hand zum F-riddsn und Begründung einer befsereit Zuftmft reicht. Die „Ber l. Morgenpost" schrecht: Die Friedcnsnote dos Papstes war an die Staatsoberkchnpter der kriegsührrnden Volker gerichtet. Aber wie der anrerikciirische Präsident die Papstnote durch ftluen Staats sek'retär Lansing beanworten ließ, so hat auch der Kaiser von einem eigenerr Handschreiben an den Papst ?lbstand ge- nommen und hat den Reick-skanzler mit der Beantivortung beauftragt. Von der amerikanisckien Antwort unterscheidet sich di-- drAtsche nickst bloß durch würdevollen und nxrhirhaft vornehmen Ton, sondern vor allem dadurch, daß gleich in den Eingangszeilen die imeingeschränkte Bereit!villigkeit zum Eingehen ans die päpstlichen Friedens- cmregungen zum Llusdruck gebracht worden ist. -MKnoben. I Penlionaf ^Realklatlen, Soelhefdmle OI?en badia. uerbunden mit Porichule, erteilt Einlährigen^eugnls! . , m. I Kopfschmerz '<» rfsHofapöFhokor* oihs« ^■ffovairi - ärztlich . bevorzugt. I ^ UrtBbJ'rtr. *^1 s. rascher ch voriitql yj Wirkung S Erhält!, in ^ Anothcknn Wir könnens gar nicht fassen, Daß du so jung und lebensfroh So frflh uns mußtest verlassen. Ruhest fern von der Heimat im m Feindesland, viele TrÄnen werden dir nach- . gesandt. Der Krieg bat uns tiefe Wunden Nie heilen sie 0 Vaterland du forderst viel. Als du Abschied nahmst von deinen Liebeu. Du ruhest nun in kühler Gruft, doch schwer G-enug ward uns Dein Verlust, Um uns ists nun öde, um uns ists so leer, Du wärest so gut, starbst viel zu früh oolch braves Herz vergißt man nie. 1860 Fünfziger 1910 geschlagen, wieder, schwer ists zu tragen. «•Tod Du ahntest wohl, daß dir der , beschieden, Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mit- teilung, daß unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Pate Musketier Wilhelm Harbach Inhaber des Eisernen Kreaees II. Klasse im nahezu vollendeten 20. Lebensjahre, nach 12monatiger treuer 1 flichtertullung am 8. September auf dem Felde der Ehre gefallen ist, In tiefem Schmerz: Unwille Wilhelm Karhaeh IX. Kenrad Öaabe, z. Z. im Felde und Fron Albert Koch, z. Z. im Felde und Frau Heinrich Harbach Dinchcn Harbach Wilhelm Sflaa«, z. Z. im Felde Harle Stein. Großen-Busecfc, Reiskirehen, Oppenrod, den 21: September 1817. Wiedersehen war seine, und unsere Hoffnung. 05908 ii *v#$J Wir fetzen unsere Altersgenoffen Hiermit geziemend in Kenntnis, daß unser lieber Karl Schieffer verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 23. Septernber, vorm. 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt und bitten mir um zahlreiche Beteiligung. 7671 Der Bsrstand. Das Grummet einer kleinen \ Wiese und Zuchtbäbne ab- zugeben. 0ö928 'Fopp, Krofdorser Str. 10, H Stic Criibc lijf 05938 DammMtraßo 50 ^'neuet » « « O h zu verkaufen 05904 Wilbekmttraüe 8. Danksagung» Für die herzliche Anteilnahme und überaus zahlreichen Blumenspenden beim Heimgange unseres lieben Kindes sagen auf diesem Wege innigen Dank. 7062 Für die trauernden Hinterbliebenen: Familw Carl Straub. Gietzen, 21. September 1917. Verwandten, Freunden un& Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott, dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst- geliebte Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Enkelin, Tante und Nichte Frau Mari 1 - Knapp geb. Germer nach schwerer Krai ■ husoifs abzurufen. i i von 27 Jahren in ein besseres In tiefem Schmerz: Farn. Wilh. Germer IS. Fam. Heinrich Knapp. Klein-Linden, den 22. September 1917. 7090 Die Beerdigung findet Montag nachmittag 4 Uhr statt. '062 Sanatorium Lindsnfels i. Öd, zw. Baraistaät-ffeißelfeorg 4W*.h. in ideal. Waldg.gel. HrHervMniL tasls DfldErhfllöngshßdilPilioj Vflß. Preise —Prospekt kostenlos. S. K. Dr. Sehaltt. _ tssmt Birnenverkauf. Montag, den 24. ds. MtS., von vormittags 8V 2 Uhr an wird .in der Turnhalle, Steinstraße 3, eine größere Menge Tafelbirnen abgegeben. Preis pra Pfund 25^. 7083B Gießen, 21. September 1917. Der Grosth. Kreisbauinspektor. Käufliche Saaner Ziege oder Lamm zu kaufen gesucht. 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Giessen, den 21. September 1917. C59 Die Beerdigung findet Sonntag, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. »■4-1 »»•v.r, MW M M *m r m 1 ü UH Hiermit erfüllen wir die schmerzliche Pflicht, von dem Hinscheiden unseres langjährigen treuen Beamten Herrn Karl Schi eff er Kenntnis zu geben. Die vorzüglichen Dienste, welche der Verstorbene in einer langen Reihe von Jahren dem Geschäfte geleistet hat, bleiben ihm unvergessen 'und sichern ihm eijj ehrendes Andenken. * Union-Brauerei Actiengesellschaft 70630 in Gießen Heute nacht verschied nach langem Leiden unser lieber Kollege * Herr Karl Sü : « Wir verlieren mit ihm einen aufrichtigen, treuen Freund, dem wir stefs ein ehrendes Andenken bewahren werden. 7064D . Die Angestellten der Önion-Brauerei Actien-Gesellschaft in Gießen. "-MM Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten und treuen Vaters Herrn Heinrich Vogel sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die liebevolle Pflege der Schwestern sagen wir auf diesem Wege unsern innigsten Dank. Im Kamen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Vogel Ww. nebst Kindern 70S4 Für die uns er* wiesenen Aufmerksamkeiten anlässlich unserer Silberhochzeit sagen allen herzlichen Dank 05919 Lollar. 21.Sept. 1917. Otto Müller u. Frau. Das Kleid der Zeit als Ausdruck deutsejBf Modebestrebungen wird in vielseitigen, formenschönen Ausführungen im neu®* Favorit* Moden-Album f*! r Herbst und Winter, Pr^ 80 Pfg., gezeigt. Alles kan* mit, Favorit-Schnitten d* quem nachgeschneiden weiden. Erhältlich bei « 2 *