Ur. 225 «Utes SM erltfcrtm tägtich, auAer c #oatmV'. - ' 9 eita<*n: -»che»»N-t>r««i u. Verlag: vnihl'sche Umo.-Vilch- u. Steindruckrre! «.Longe. SchrWeitnug, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schu!str.7. von . s. die TageSmmcnwr vi^ zum Nachmittag vorher. Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 20 Pf., für auswärtige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvoffchrist 30 Ps., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrist 90 Pf. Haup1sck)ris1leitec: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton. Aug. Goetz; Stadt :>nd Land, Vermischtes u.Ge- richtsjaal: Fr. R.Zenz; AnzeigenteÜ: p. Beck: sämtlich in Gießen. Ztratzevlämpse in Iialiek. Die psWk des Ka&Inetts pamleve. at! Wohlan, s ch l i e ß e n neuem B ll r g f r i e d c n ! Wir verdanken i hin die Entfaltung der delitscheu Kraft im felsenfesten Pcn-' Reick>slcitung und Oberlte H eeres leiti l ng . Beide geeint durch unseren geliebten Kaiser, urixb unfer Volk den. -alten, den das Vaterland braucht für neues Blichen il. Euüg ini Jnnerii, süld wir llnbesiegbar." esen Worten liegt doch nun eine große Beschä- r, die den Aufruf der ostpreiißischen Männer einen die Philister und Spießer genannt hatten Dam: also auch Hinoenburg zur Kategorie solcher braven Leiste'? Wir haben allen Grund, die schönen Worte des Feld-' .marschalts gevade jetzt, in der Zeit her Reise, und Ernte des Weltkrieges, im$ aufmerksam und gewissenhaft zu Herzen zu nehmen. Wir erkennen, wie unsere Heeressührung uns nicht mü leeren 'Versprechungen gespeist hat, sondern wie sich ihr Wort erfüllt: „Wir werden's schaffen?^ Wenn wir jetzt fast täglich die Anzeichen sich mehren sehen, daß unsere Gegner im Druck ihrer Bernichtungsgier allmählich erlahmen, daß sie an ihren Bemühungen mrd Zielen zu ver- ztveifeln beginnen, so ist mis das sicherlich kein Arilaß, uns „beruhigt auf das FaulLett zu legen" mrd im Siegestvillen itachzulassen. Nein, der muß gerade jetzt stahlhart bleiben! Neben dem „Demps", der firf> jüngst so auffallend ernüchtert geäußert hat, ist jetzt amh ein englisches Blatt crufzuführen, das eine ähnttckre innere Wcrndlniig durch-- geniacht hat. Wir verweisen erenthager Walde ein Ircsairteriecrngriff, der im Gegeii- stoß abgewiesen wurde. Aach am 18. ließen dsie Englmiber den: um 1 Uhr morgens rm Ipernbogen schlagarttg ern- set.endeii stärksten Trommelfeiver keinen Jnsanterieanginss folgen. Die Fliegertätigkeit war beiderseits rege. Ern vor enbe kreuzendes englisches Seeflug zeug wurde durch tilleriefeuei' brennend zum Mstürz gebracht. Im Artois und bei St. Qlrentin war die FMertüttgkeit zeitweise lebhafter. Auch an der französischen Front verlief der Dag ohne bedeiitsanie Ereignisse. Es kam ledrglich zu PatrElleli-» Unternehmungen imi) Vorfeldgefecksten. Au der Aisnefront wirrden Gefangene emgebrackck, Fraiizöfische Pattouilleii wrirden nördlich Prosnes und in den Argonneil durcü .Handgranaten vertrieben. Ern fran- rösischer Vorstoß in Stärcke vor: mehreren Kompagnien au: dem Fosses-Walde auf deru östlichen Maasufer scheiterte völlig. Btt dem deutschen Stoßttuppeuunteriiehmeii westlich Äprttnont wurden mißer zahlreichen (befangenen auch zahlreiche. GraberUvackien. eingebracht. Air der Ostfront war außer Artilleriefeuer imd Pa- ttouilleiigefechteii die Kanipftätigkeit nur westlich des Sereth rege. . . . ^ Bei Barnita grfffen die Rumäneu mehrere Mrle vergeblich aii. Der erste Angriff brach itin 4 Uhr nacki-- mittagö im deutscheii ^llnvehrfeuer blüttig zusanrinen. Gegen: Abend grifferr die Rruiräneic wi der gleräMi Stelle noch, zwernial hintereinander ohne besonderen Erfolg nördlich Niuncellll scheiterte ein schwacher scher Angriff. _ läßlich des Kornilowschen Ausstandes gebildeteir ösientlichen Wvhe- sahrtSausschüssen nix ihre Dienste lntb fordert sie cruf, ihre Tätigkeit einzustellen und sich aufzulösen, da die aufständische Beioe- g un q u o l l kc>m m c u erledigt sei. Er verfügt ferner, daß alle nicht ernrächtigten Personen sich aller Handlung«! zu enthalten lochen, für die ausschließlich die gesetzlich esiigerichteten Gerichte ^.ständig sind. Diejcuttgen, die v,\ dieser Hinsicht sich vergehen, würden wegen angemaßter Reckste sircurg bestraft werden. Kornilow. Petersburg, 18. Sept. (WTB.) Aus Mobilem wirv telegraphiett, daß Kornilow mit 23 Generalen und Offizieren durch den Generalstabschef Wexejeiv verhaftet und in einem Hotel, das sehr streng bewacht wird, interuiett wurde. Das Verhör Kor- nilows wird beute beendet sein. Die Garnison von Mvhittw erklärte dent Regierungskommissar, daß sie an der Rebellion nicht teil- genommen habe und bat, wieder an die Front oder nach Saloniki geschickt zu werden.' Amsterdam, 18. Sept. (WTB.) Rach einen: hiesigen Blatte meldet die „Times" aus Petersburg: Am Donnerstag sind alle Truppen Kd rni l ows an die Front geschickt worden. Die verbasteten Generale Denikin, Erdelli und Markow wurden nach Petersburg gebracht. , Kaledin. Petersburg, 17. Sept. lWTB. Meldung der Petersburger Telegraphen-Ägentur: General Kaledin ist von seiner Stellung als H e t m a n der Donkosaken z u r ü ck g e t r e t e n. Das Programm des neuen französischen KattncttS. Paris, 18. Sept. (WTB. Nichtcuntl.i Meldung der Agence Havas: Heute nachmittag ist folgende Erklärung des Ministeriums in der Kammer verlesen worden: Die Stunde eignet sich weder zu langen Rede:: noch rür lange Prograinme. Alle materiellen und moralischen Kräfte der Nation zusammenzufasstn für den ewscheidenden Augenblick des Ringens, das ist die Pflicht, welcher die Regierrmg sich ganz mrd gar widmen muß unh faüü. Der Krieg, der sich immer länger hinzieht, verlangt von allen die völligste Selbstverleugnung und' den größten Opfermut. Je mehr lvtt uns dem Ende nähern, um so mehr ioird die moralische Widerstandsfähigkeit der N ation ein ausschlaggebeirdes Mittel zum Siege (werden. Grade gegen diese nroralische Widerstarldsfähigkeit erkläret: unsere Feinde, die uns auf dem Schlacktfeldc nicht haben b e siege n können, ihre Angriffe ver- doppeln zu wollen. Sache der.Ziegierimg ist es, ihre Wack- smnkert gegen diese hinterlistiger: Unternehnumgen irnd ihre Energie gegenüber denjenigen, die diese llnrernehmungen unterstützen würden, zu verdoppeln. Die Gerechtigkeit rvird in den bereits eröffn neten Unter suchungeir, ebenso wie in denen, die noch folgen könnten, ihren Weg ohne Zauder::, ohne Schwäche und ohne Rücksicht aus die Stellung irgend jemandes verfolgen. Wer sich zum Mitschuldigen des Feindes mackst,, muß die Strenge des (Gesetzes fühlen. Die Regierung zählt aus die Vaterlandsliebe Aller und auf die Selbstbeherrschung der ösfentlrck?en Meinung, dainrt die Gerechtigkeit ihr Werk il^Ruhe und Würde vollbringe und r:nvorsichtigen Verallgemeinettmgen, eigenmächtigen Bestrebungen und dem l-eftigerc Meinungsstreit der Parteien entrückt bleibe. Welches auch das Ende dieser traurigen Vorgänge fein mag, sie iverden keine Partei treffen. Wenn Frankreich diesen Krieg fort setzt, so geschieht es weder um zu erobern, noch uur sich zu rächen Es geschieht, um seine Freiheit und U r: a b h ä n g i g k e i t zugleich mit der Freiheit und Unabhängigkeit der Welt zu verteidigen. Frankreichs Forderrmgen sind die des Res e - selbst; sie sind unabhängig vom Lost der Schlachten. Frankreick'? erhabene Kriegsziele sind, da es sich um' eine Nation die 42 Ivlwc lang trotz ihrer offenen Wunden alles.getan der Menschheit die Schrecken des Krieges,'zu ersparen. annexionen, der Ersatz für die Schäden und Zerstörungen, di Feind angerichtet hat. der Abschluß eines Friedens, nich Friedens des Zwanges icrtb der Gewalc, her den Keim des > Kriege»? in sich schlösse, sondern eines gereckstm Frieden: den kein Volk, ntächtig oder schnarch, unterdrückt wird, eine dens wirksamer Bürg,chgsten, die die Gemeinschaft der N gegen derr Angriff einer voll ihnen sickern. nin e der eure: icksten durcb Frie- noner an. Auch vussvt-rumäni KerevSki im Hauptquartier. Petersburg, 17. Sept. (WTB.) Melömrgder Petersburger Telearaphen-Agentur. Mrnisterpräsideiit Keren Skr, Kriegs- minister Werck>o-w»ki und Äärrnreinimster Werdaven'skr sind nach dem Großen Hanptguartter abgevnst. P e tc r s bur g, 18. Sept. (WTBZ MalL-uua der Petersburger Telegrapliew-Ag-cuck-rr. Ern Erllaß Ker^arsttttS dankt den an* Ein früherer französischer Unterftaat-sekretär gegen Rußland. Bern, 18. Sept Der ehemalige französische Blockade- Unterstaackssekretär Cvchin richtete im „Petit Parisien" eine sehr scharfe Erklärrurg gegen Mißland. Er versichert, es eigentlich fein europäisches Rußland mehr Es gebe 3 nur einen Weg fiir Rußland, sich zu rehabilitieren, nämlich ^Deutschland aus Riga und Kurland zu verjagen. Dafür habe gman ihm ja die Waffen geliefert. Die Kanonen Kerenskis »und Kvrnil-olvs stanimten von Creuzot und St. Ebamond. 8Die Herren in Rußland sollten sie gefälligst endlich gegen 3 die gemeinsamen Feirrde ab feuert:. 9 - Straßentämpse in Italien. Be rlin, 18. Sept. (Priv. Tel.) Der „Voss. Ztg." wird aus Lugano bericlrtet: Ein noch vor der Grenzsperre au: Turin zunick- gelehrter Schlveizer erzählt, daß die dortigen blutigen Unnihen buvck den Aus stand der Ar beit e i der Fi atwerke. mit denen sich andere Arbeiter solidarisch erklärten, eingeleitet wurden. Ein Zug von 8 0 00 0 Arbeitern l>eivegte sich durch die Stadl mit den: Ruse: Hoch der Friede? Gebt uns Brot! Die aufgebotenen Truppen ivurden mit Steimvürfen empfangen, weiger tru sich aber. %u sckneßen. Infolgedessen lrnrden zu den Masibine:: -gewehren Kavabinieri kommandiert und Artillerie herbei gerufen, deren Mannschaft sich imluger zeigte.»Es entspannen sich furcht- b a r e S t r a ße n k ä m pf e. Die Anzahl der Toten nnrd aus >00, die der Verwundeten mis mehrere Tausend geschlitzt. Sckroeizcr Blättenneldnngen zufolge sind am Freitag :md Samstag in Turin. M a i l a n d und Florenz z a y l r e i ch e politische Verhaftungen erfolgt, die mit der Friedensbnvegung an der Front in Zllsammenhaug stehen. Rom, 18. Sept. «WTB. Nichtanitl? Die „Agcnzia Stejani" meldet. Durch ein Dekret vom 16. September sind die Provinz:,: Wessandrra Genna ,:nd Turin angesichts ihres militärffckRir Eharaktcrs in die Kriegszone einbezogen norden. Die gesunkenen Hoffnungen ver Engländer. Bern, 18. Sept. (WTB.) Der „Manchester Guardian" führt m cm ünisartifel itber die ftJcteg’slage «ms, man. fei in England yeueigt, für die Nichlverivirkkichun-g der Hoffnungen an der West- wlMt. die offen zugegeben «verdien utüffe, Ru ßl«nd zu tadeln, aber es sei z/oeifelhaft, ob die Lage in Flandern anders wäre, «oenn Rußland mit der alten Kraft gekämpft hätte. Englands Problem an der Westfront sei dasselbe, was es unter allen Umständen gewesen wäre, falls nicht gerade die Russen Ostpreußen oder Ungarn erobert hätten. Das Blatt sagt, es sei gut, den Tatsachen ins Ge- ncht zu blicken und fährt fort: Tie hauptsächlichste Tatsache an der Westfront ist, daß wir das Problem des Angriffs auf solche Stellungen, wie sie die Deutschen dort geschaffen haben, außer mit unerträglichen Verlusten erst noch lösen lernen müssen. Das Problem 'wäre auch im Falle einer russischen Offensive nur um Bruchteile leichter gewesen, denn es hängt nicht von der zahlenmäßigen Ueber- leganheit auf der einen oder anderen Seite ab. Es ist ein taktisches Problem und es wird klar, daß die Ueberlegenheit der Artillerie, von der wir den Sieg erhofften, allein uns den Sieg nicht geben wird. Es ist sogar fraglich, ob es möglich ist, ein Üebermaß an Artilleriefeuer obzuwenden. Dieselben Kanonen, die die feindlichen Schützengräben unhaltbar wachen, verzögern auch unser Vordringen, denn die durch die Beschießung geschaffenen Granattrichter sind ein ziemlich guter Ersatz für die feindlichen Verschanzungen. Wir haben noch sehr viel zu tun. Die Zeitung wirft die Frage auf. ob es nicht raffamer bare, die Frontangriffe einzustellen und die Kriegführung auf Angriffe aus die rückwärtigen Verbindungen zu beschränken. Die Deutschen hätten dies längst erkannt und daher auch den Tauchbootkrieg unternommen. England müsse versuchen, die unbedingte lieber legen heit zu erringen und dann den Krieg durch Flieger zu gewinnen, ohne einen einzigen Mann durch Frontangriffe zu verlieren. Bern 18. Seht. Der Marinesackverständige der „Daily VLail" weist darauf hin, daß die deutschen Tauchboote bisher einzeln '-nid dann weit planmäßiger, und später in Gruppen zu dreien imi> Vieren erschienen seien. Der kürzlich-: Angriff auf zwei amerikanische Schiffe habe die Operation einer regelrechten Tauch- bootsffottille erkennen laffen und damft sei der Tauchboots krieg in eine neue Entwicklungsstufe getreten, die für die Alliierten' uhwerwregende Folgen haben könne und sich anscheinend noch immer ernster anlasse. Jedenfalls zeige Deutschland auch im Tauchbootskriege Findigkeit und Anpassungsvermögen. Dieselben Eigenschaften s-eien den Engländern nötig, um Deutschalnd zu schlagen. urck srraesbewußt Mstmunenste-en und ousyrrrren ehrenvollen, zukunftsreichen Friede ;l Eine Stockholmer Sozialistenkundgebung für die Engländer. Stockholm, 18. Sept. (WTB.) Die gestern veranstaltete Sozialistenkundgebung, an der sich 10- bis 15 000 Personen beteiligten, nahm nach einer Rede B r a n - tings und sieben anderer Kandidaten für die Stockholmer Wahlen eine Entschließung cm, die den Rücktritt der Regierungfordert. „Stockholms Dagbladet" bezeichnet nn heutigen Leitartikel Branting als den Waffenträger der Entente, da er in seiner Rede äußerte: „Wir wollen, daß die Regierung die Konsequenzen aus dem Borgefaltenen, d. h. der Telegrammaffäre, ziehe und sich zurückziehe. Diese kann, fügt das Blatt hinzu, nicht anders bezeichnet werden, denn als offenbare Forderung eines schwedischen Ministerwechsels als direkte Folge des ausländischen Druckes. Die Entente und ver Frieden-Vorschlag des Papstes. - ndon, 17. Sept. (WTB.) Das Reutersche Bureau erfahrt, daß die Alliierten den Friedensvorschlag des Papstes nicht eher beantworten werden, als bis die Mittelmächte ihre Antwort an den Vatikan abgeschickt Haltung Englands stimmt iw allgemeinen vollstandrg mit der Antwort überein, die Wilson dem Papst gegeben hat. ' » Amerikanische Ausfuhrverbote. .. (WTB.) Reutermeldung. Um die notwendigen Vorräte sicherzustellen, gab der Berwaltungsrat für die Ausfuhr gestern nacht eine lange Liste von Waren bekannt, deren Ausfuhr vollständig verboten ist, sofern der ^Zerfanjo nicht unmtteltbaren Kriegszwecken dient Die Lifte Ns auf- Weizen, Mehl, Zucker, Butter, Baurnwolle, Eisen, Lftayl aller Art, viele Chemikalien und einige andere Artikel vmzugefügt wird tn der Bekanntmachung, daß begrenzte Nengen der erfaßten Artikel in gewissen anderen Fällen ausgeführt werden können, wenn es ohne Nachteil für die <>ereuttgten Staren geschehen kann oder foenn es für notwendige medrzrmsche oder pharmazeutische Zwecke erfahrt. • Die niederländische Thronrede. T ., 5>0 1 9 ' ^ Sept- (WTB., Meümns der Niederlimdischeu Tetegra phm-A gentur. Der Ministerpräsid ent3S henteuactMittag im Namen der Königin die ordentliche Sessivrl der Generalslaaten mit folgender Ansprache- '^nl Die Königin hat müh beauftragt, in ihrem 7?amen dre ordentliche Sesnon zu eröffnen. In der kurzen Heit ^ Mitte weilte, ist in der inner- ^ SaQe Ee wesentliche Aenderuna eingetrrten Die Ausftchtm lür den foimn-orönt Winter sind wenig befriedigend ^ ^L^^d«wn Seiten ausgehenden Bestrebungen, b&n^LnV ru machen, die unsere Nation mit Z^ben das angrstrebte Ziel noch uns inmitten von Hbftig bekcknipfenden Femden berertzuhalten, um möa- unserer Weitirafitcd abzrkwehren Die Versorgung ^ Leb^sbedtirfnissen und Rohstoffen für unsere schwieriger. Maßregeln, um nns mit dem demnächst vorgeschlagen Wartung des Berichtes der Staatskommisftou über Reichsbeamten soll eine Neuregelung der Teue- ^^hungunq unterbreitet werden Der Ber- den Koloirren rst m zunehmendem Maße erschvert Für die Erfuhr der Eschen Bodenprodukte fehlt es an d^n Eicwn Schiffsraum. Dre Emmhr von mrsläirdischerr Gütern kann nickten nusvercheneem Maß - geschehen. Mehr als ftfft ein ^ammeruckr^ aller ohne UEcichied von Klaffe und Stand uuen^ftch ^ der steigenden Not der Völker arprecht^u ertalten Z «. *tH£SÄ teSÄss “" te "*' fc *■**■ S"-- , zurunftsrrtchen FDroen. . ^ . Professor Zmrttv, Versa mullungÄater Dr. Peters. Hie raus g ing folgende Antwort des Kaisers an Professor Zonrw, Grrurdenz, ein: „ . r . „ Meinen wärmste» Dank der Bürgerschaft der allen Werchsel- feste YftvAdenz für die Bekundung deS l)eilrgen Zornes über die dem deutsck-en Volke durch schmachvolle Zumutungen von fenseits des Ozeans angetane BeleidigMcg. Äeußerstc Anspannung aller Kräfte bis zum endgülttgen Siege über unsere Feinde wird diesen die törichte Unterschätzung deutscher Treue und Vaterlandsliebe llarmackien. gez. Wilhelm I. R. Saarbrücken, 18. Sept. (WTV.) Der Verband der Saarpresse und der Zeittmgsverlegervererne des Saarrevrers haben folgende Erklärung erlassen: „Die imterzeichneten Redakteure und Verleger der im Saar- revier erscheinende«! politischen Tageszeitungen als die berufenen Vertreter der öffentlichen Meinung der Saarlande nehmen Veranlassung, ihre Entrüstung über die Antwortnote des Präsidenten Wilson ans die Fri^umsnote Seiner Heiligkeit des Papstes zum Llusdrnck zu bringen. Tie Saarbrücker Lande sind vor hundert Jahrnr auf ihren dringenden Wunsch der Mone Preußens einverleibt worden und haben während all der Zeit die Wohltaten des preußischen Herrscherhauses in reichstem Maße an ftch erfahren. Daher weisen ste mit flammendem Protest die anmaßende und freche Zumutung des Präsidenten Wilson, die überkommene Regierungs- fvrm zu ändern und die angestammte Moimrchie zu stürzen, zurück. Sie verbitten sich auch für die Zukunft jede fremde Eimnischung in die inneren Angelegenheiten des Reiches und Preußens. Erst recht verwahren sie sich gegen den Gedanken, die Saarbrücker Lande vom Reicks und von der Kwne Preußens wieder loszureißen und fremder Herrschaft zu unterstellen Was auch kommen mag: die Saarlande werden wie bisher auch in Zukunft mit Liebe und Treue zu Kaiser und Reich stehen. Das Saargebiet soll sein und bleiben, was es seit hundert Jahren war: ein unantastbares Kleiirod der Krone Preußens." Es folgen die Unterschriften von 24 Zeitungen des Saar- gebiets. Köln. Köln a. Rh., 18. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Zu Beginn der heuttgen außerordentlichen Stadtverordnetenv er- sautmlung wurde unter Leblxrftem Beifall der Verscmnnlmrg die von den beiden Dladtverordrwtenftattioiien eingiereichte K u n d - bung gegen Wilson an dm Reichskanzler abznsenden beschlossen : Die Staidtpervxdn.rtmversancwllQrg der Stadt Köln erhebt mit Entrüstung Einspruch gegen dm anmaßenderr Versuch des Präsidenten Wilson in seiner Antwort auf die Friedensnote des Pccpstes, sich in innere Angelegenheiten des dentschm Volkes einzumischm, der Ideutschm Regierung im Widerspruch mit dm «mwiderleglichm Ättsachen die Schuld an dem' Ausbruch des Krieges zuzuschiebm iund zwischen Kaffer und Volk Zwiespalt Zu säen. Wir wissm uns erns mit deni Hohmzollernherrscher, der «valwend seiner beinahe 30iährigm Regierung so oft als Hüter und Schützer sich, erwiesen Uno unendlich viel zum' Blül-en und Gedeihm des dmtschen Volkes ,Q£iti)t£t hat, so daß das aescrmte deutsche Volk in Merschütterlicher Dankbarkeit und Treue sich mit dem Kaiser verbundm fühill. Wenrc ettvas geeignet war, diese Barrde der Liebe und Anhänglichkeit des den tschm Volkes zu seinem angestanrmten Herrscher noch fester und nmiger zu knüpfen, so rovrm es die unwürdigen Treibereien des Präsrdmtm der Vereinigten Staaten, «e Bemühungen Wilsons und anderer Feinde, unsere vaterländische und Monarchische Einheit zu brechen, werden machtlos zerschellm an des deutschen Volkes ; Treue zu Kaiser und Reich. Münster. Berlin 18. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Bürger- schaft von Münster l>at an den Kaiser ein Telegramm ge- schrckt, rn dem es heißt: „Mt dem ganzen Volk der roten Erde steht auch Münsters Bürgerschaft unerschütterlich zu Schirm und Schüch vor semem Herrschmhause, um die heiligen Ueberlieferungm des KünrgttanS von Gottes (Änadm gegm alle Verleumder und Feinde zu verteidigen mit dem Schwert und Lebim bis zum letztm AtmrMge. ^ gez. Dieckmann, ObeErgermeister. Hierauf ck folgende Antwort des Kaisers eingegangm: Oberbnrgennarstm Dieckmann, Münster in Westfalen. Der dortigen Bürgerschaft drucke ich cherzlich für den HuldignNgschvuß und das Gewbrns, rn aller Wesrfcch-ntrme für .Wnig nnd Vaterland mit Gut wb JBtot eftMrstehm bis zum letztm Ättnizuge. »er fernd- ttchm UebeMurcht, Verleumdung und Tücke soll imb ivird cö nicht gti uhgen , tEdeutslhe Volk in seiner Treue zu dem angestammten Fürsten wwckmd zu machen und ihm amen ehrenvollen und segms- rerchm Frieden vMMLNchallen. (Ach. Wilhelm I. R ' ^ Westl. ^Bürgerscho ft von Wesel hat ans eine Kundgebung vom Kaiser folgende Antwort erhellten: „Bürgrttneister Poppelbauin. Wesel. Bon der kraftvollen Ent- fuftünBkurckgebung der Bürgerschaft Wesels gegenüber der versuch- ten Gaunffchnna unserer Feinde in die eigensten Angelegenheiten des deutschen Volles habe ich mit Freuden Kenntnis gmommm A» banke herzlrch für das- erneute Treugelöbnis. Mt Gottes Hufe tmrd auch tiefe Feuerprobe deutscher Einigkeit siegreich be- standm werdm und dem Baterlande zum Segen gereill-ew" Eine Aeutzerung des Reichskanzlers. Berlin, 18. Sept. p. RiHanrtüchi.) Die „Norddmtsche Mgen^cne Zerttmg" schreckt: Bon Vereinen und Mcperschaftm Ms allen Tellen des Reiches gehen dem Reichskanzlei Kundgebungen zu,, die das Bekenntnis zu vaterländischer Zu v er. '^AL lünd Entschlossenheit und das Gelöbnis unbeirrtm, rtelftcheren Aushamens bis zum glücklichen Ende ausdrücken. Der Reichskanzler ist leider außerstande, alle Telegramme einzeln zu bean^ortm Wd deutsche Männer durch Wort «uck Tat für We ^Selbstbehauptung und das' Erkämpfen eines Friedms wrrken, der dre Freiheit, Blüte und Entwicklung des deutschen! Volkes fest und srll)er verankert, begleitet freudige Zustim- mung und der Tank des oberstm Reickisbeamten ihr Streben und Schaffen. Die «mitgedungen gegen Mlson. S?i° Bürgerschaft t>on Gvau- US**#* Telegramm geschickt: zablreil^^uckt^ Unterzeichnete alleruntertäniast in onolgte Annahme nach,tel>en- WiUon^sn 8?'Ldmwm^votteu «ersuch»des Präsidenten cfr ^ .^? lc Gestaltung der inneren Verhältnisse des chs uns aufzudrängm erlvebt mit ,i^nr der alten WrtNeWsLWn^de^ sprucb Mit aller verdienten Verachtung weisen wir Männer und grauen vrm GrauSrnz in rinnürlchier Entritsüma ,7m ' mnbc l i ? n " t Mr ernrumr bS imSS UoutMifi Xieue *u Swia mu> Reich unö touSwi eiicig. sdahlhart Seekrieg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin, 18. Gept. (WTB. Amtlich.) Im Sperre gebiet um England sind durch unsere Unterstebootti 19 000 Bruttoregistertonnen versenkt worden. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich zwei große bewaffnete englische Dampfer, einer davon anscheinend ein Hilfskreitzer oder Transporter. Der Chef des Admrralstabes der Marine. Pariser Blätter über den „ganz besonderen Ernst" des U-Boot-Krieges. w (WTM) Eine offizielle Meldmra der U SSSSvrh daß angesichts der neuen Art der SfÄ!!! 5 durch die Deutschen, welch«, die U- Boote rn Geschwadern operieren lassen, zu erwarten sei daß dre neue Phase des U nterseebootkrieqes einen ganz besonderen Ernst annehmen jverde Paris, 17. Sept. (WTB.) Meldung der »ence Havus ^^renvque" und das Petroleumschisf * preßen am 12. Septeinber nachts 11 Uhr im Mittelmeer zusammen. Auf dem „B-oUvet" brach ein Brand aus. Dus Schiff ging eine Viertelstunde später im folge einer Etpfafron unter. Bo., der Beinaiinuna ist ni^ mand verungttickt. Dre ,-Orenoaue" konnte trotz ihrer Be-- schädigungeir die Mste von Maier erreichen - a°b°r-ne Arbeiter, d,' ÄSd Uber Bord gingen, werden vermißt. ^urnmeniwßes Berlin, 18. Sept. lWTB. Amtlich.) Unsere Gegner unternahnien am 16. September mehrere B o m be n f l ü g e gegen das süddeutsches eimatgebi et. Es wurden angegriffen Stuttgart, Tübingen, Freudenstadt, Oberndorf, Sankt Ingbert, Saarbrücken und Colmar. Bei Stuttgart wurde ein Soldat leicht verletzt. In Freudenstadt und Colmar entstand Gebäudeschaden. Alle übrigen Angriffe verursachten weder Verluste au Toten und Berwu.ideten, noch Sachschaden. Drei feindliche Flugzeuge wurden innerhalb des Heimatgebietes abgcschossen. Fliegeroberlcutnant Curt Wolff gefalle». Berlin, 18. Sept. (WTB.) Der Fliegeroberleutnank Curt Wolff, Ritter des Ordens Pour !c Märite, zuletzt Führer der lange Zeit vom Rittmeister Freihcrrn v. Richthofen geführten Jagdstaffel Nr. 11, ist am 15. September gefallen, fünf Tage nachdem er zum Oberleutnant befördert worden war. Hh§ tzsm Reiche. Die Beschlagnahme wn Wasche. Berlin, 18. Sept. (WTB.) Im Anschluß an die Be^ schlagnahme der Gasthauswäsche sind in der Bevölkerung verschiedentlich Gerüchte verbreitet worden, daß auch eine Beschlagnahme der in P r i v a L h a u s h a l t u n gen vorhandenen Waschebestäude bevorsdehe. Die Befürchtungen sind haltlos. Die ReichsbekleidUngsstelle erklärt ausdrücklich, daß sie rftcht beabsichtigt, durch Beschlagnahme oder Enteignung in die Waschebestände der Familieii einzu-» greifen. Aus Hessen. Eine Versammlung der Darmstädter Sozialdemokratk. I. D a r m st a d t, 17. Sept. Für heute abend hatten di« Vorstände der freien Gewerkschaften und der sozialdemokratischen Partei eine Versammlung einberüfen und dazu auch die Behörden eingeladen, uni die Wünsche und Beschwerde^ der städtischen Arbeiterschaft über die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Brennstoffen Vorzug bringen. Die Kriegsamtsstellc in Frankfurt a. M, das Kveisamt rrnd die Stadtverwaltung waren vertteten. Nach einer eingehenden Aussprache wurde eine Entschließung gefaßt, in der u. a. folgende Forderrrngen gestellt werden: Beschleunigte und gleichmäßige Rationierung aller Lebens^ mittel. Brenn- und Bekleidungsstoffe, die zum Lebensunterhalt unbedingt notwendig sind. Abbau der bisl-erigen Höchstpreispolittk und Festsetzung von Höchstpreisen, die den wirklichen GestehungS- losten entspreck-en. Angesichts der diesjährigen reichen KartoffÄ ernte ist die chagesmengeEaus den Kopf der Bevölkc'rung auf min- destens IV9 Vfttnd festzusetzen. Der Erzeugerpreis ist von 6 Mark aut 4,50 Mark herabzusetzen und die seitens der ReichskartvffcL-q stellen beschossenen, den Erzeugern zugute kommenden Scknellig-, tetts- und Anfuhrpräinien aufzuheben oder auf die Reichskasse zu übernehmen. Die jetzigen Obstpreise stellen in keinem Verhältnis! zu der pvrzüglick>en Obsternte, und sind, um allen Bevölkerung«- schichten die Möglichkeit zu geben, sich Obst kaufen zu können, herabzusetzen. ferner wurde ein fünflöipsiger Ausschu.ß gewählt, bn m ständrger Fühlung mit den Behörden die jeweiligen Wünsche der Arbeiterschaft zum Ansdruck Bringen soll. Au» St«Ht «nv fand. Hießen, 19. September 1917. Hilfsdienst beim Ent- u. Beladen von Eisenbahnwagen. , ^ nEtt Zett wird inftllge der Anfuhr der HcruÄwandkoAe E der Erntcpro.dukte tme Kartoffeln. Getreide, Gemüse usw. erhebliche Mehranforderungen an die Zerßunaen der Staats- ^dneu. killen. — Um nun Verkehrsschwiertgkrtten und Stockungen, vlm bedEchften Folgen sein nZurden, zu begegnen, muß vor Es» Dingen der Str>ert«r. Sadelomnlmitios -ms Bitrgrrscha,t $u babm. —> An alle Atvgcr erfleht tnr Anf- '"wert es tr-send möglich ist. freiwillig, oh!». R«-k. stcht aarfj&tani> imb Rang. & dresen %it|ta«t*n#rilen »u melden Srf 4£?! lB ^P e ? e Beorderung afcjuroarten. — Auch' ^ atterfn ^^änge der Schulen wird Inerbci g" “f P vbrnl^cn ist. geschieht nicht allein im r j. 1 ! Eh im Jnterefl« einer gesicherten & *SS}® T e ” drdestMrg der Gemeinden mit voAsdr-rndi«ib Le- SiA?^ I Ki.'äu^* nr ^H r - *** °ls° mit anstcht, unterstützt Es/E irmde'rlt wt auch sich s« den gröstt^l ^JLr Zenl-nnden tn Betracht kommen und die Sttirke d-r^mmandos mnch mm der KriegSamtSstelle noch n£ Lebensmittel. * ■ ±V*»Mnmaxft Bom Sams tag, den 22 Sevt ab s ltt und Karfaffeln! ^dEl Wachen mrf dem Oswaldsgcrrten pm Berkcmf « ** vvn Süßstvff (Saccharin) >er Zeit vom 16. September bis 31. Oktober 1017 wird aoE Lmferumgsabschmitt 8 der Süßstoffkarten IJ (blau?*und den LrefermrasaLsckmtt 5 der Süßstofstarten 0 (aelb) Anzeige^ Sukftoffabgabestolkerl Süßstoff a^eXn W ^S . 1 ÄfSSSÄ WÄ n a rfi?ir^^vErzugllch, spätestens aber bis MM 2° d M. nachzuholen rst. Näheres siehe Äckanntnurchimg ' * einciu*Geschäft ^ C \ ^ Gestern nacht wurden aus SN'L Äfarteäfö® üsä s betrag mit M nur emen geringen Bar- stä? st c .raK 7 ’*»»«' S S"'JÄ «}g!ÄS ft W*». M £ «SSL ÄSSTWSSS - ist bie Person, für die der KredWrief boßxMuL ist, q&mtm bt» •Ättdmcn. T-ieser Perjvn )«uä> der PEcÄiWrref in ILvzcM Z«st poitzstrei M^rsandt. A'tatgtit --- HÄ *u 1€K)0 Mark axi einem £ü 3€ Mld Lei allen Postmrstalten des Deutschen: ^^ichS ^gai VorleMMg des Pv»l'kredÄbi?ftfs qiulläffrg. WS ^fttSweis bei d« Älb- Ldbrmg von Beträgen dient die PoslMMveisi-.rrte oder eines der für die MhoLmrg pWslLan.n-nder Sendmrgen loäßreift, des Kftreges rargesckriebenen LiuAvei^v.rpieoe (von PolizedxLörden Eingestellte AuÄveise, deutsche Pässe und Wl.sioei.se Aum AilsonLha.lt in See- Badern. sofern jie die Personalbeschcoipmm, die Photographie tuu-b die beglaubrntre, eigenlKndige Unterschrift des Slbhebers enthalten). Tie .Gültigleitsdcruer eines ^tikrcditvriefts^ beträgt 4 Mivnatc. An Gebühren lverden eryoben: AjuLer der ZoMrrten- oder NebeNlElungsgebi'lhr (10 Pf. oder 3 Pf.) 50 M für die -Mssertignng und 10 .Pf. für jede Rückz-ahillmg bis 100 Mark, 5 Pf. melfr für je 100 Ma:ck bei ^höheren Beträgen. Nicht nur zu feiner eiqeiren BequenUiäKlt, sorrdern auch pr Förderung.des iurrgeldl-osm Zcchlungsverkchrs sollte jeder Reffeirbe von ^ckredit- briefen Gebrauch machen Die Hessische Eisen ba hrr-Aktien gesellschaft hall am ^amstag, dem 22. d. .M., nachmittags 3 Uhr, im StadtlMuS zu Darm stad t ihre 6. ordentliche Generalversammlung lnit folgender Tagesordnung ab: l. GesctKftsbericht des Vorstandes über das GeschäftsiaHr 1916/17, sowie Prüfungsbericht des Auf- sichlsvats. 2. Vorlage der Bilanz- und der . Gelvinn- und Verlust- rechnnng für 1916/17, sowie Beschlustfassung hierüber. 3. Entlastung des Anfsichtsrats und des Vorstandes. 4. Wahl zum Ans- sichtSrat. 5. Wahl der Rechmn'.gsprüfer. D iehessische Laz a rett-Zeitnn g (Nr. 52) enthält: Zwe: Gedichte von Johann Peter Hebel: Ein Brief zur rechten Stunde: Elektrotechnischer Fortbildmrgskursus für Verwundete und Jttvalldc: SamtnM Mallstoffe und Wildfrüchte: Das Gießener ^oldateirherm: L-airdüvirtschaft oder Fabrik: Kleine Mitteilungen; ^Ankündigungen über Berwnicheten-Nnterrick! : Freie Stellen. ** Ben A b d u l u n d S e l i m a, die türrische Trampe, gebe.:: Swmistag und Sonntag Gastspiele im Hotel „Fürstenhvf". 2rehe .Anzeige. ** Hoch klingt das Lied vom U-Boot-Mann. Nur noch bis Freitag dieser Wvep: wird im Schwarz-Weist-Theater, Selterstvog, dieser hochstnleressante Film vorgeführt. Das Lcbei: des Erfinders der U-Boote zieht in einem Vorspiel irrtb fünf Auszügen an im seren Allgen. vorüber. Man erhält einen Einblick in das Dasein dieses Mannes, der seinein Vaterlandc die stärkste und erfolgreichste Waffe für die heutige schwere Zeit gab, und der doch nach einem an Entbehrungen, bitteren EnttLn.schirn.gen und gescheiterten Hoffmmgen reichen Geschicks arm und elend im Jahre 1875 starb. — Der Besuch des Films ist um so mehr zu entpfehlen, da -ein Teil des Reinerlöses der U-Boot-Spende zufließen wird. Landkreis Gießen. ** Villingen, 19. Sept. Der Pionier Hermann Ziegler von hier erhielt die Hessische TapferieitSMÄiatlle. i _ Kreis Büdingen. r. Nidda, 19. Sept. Gestern nackimittag um 3 Uhr fand im ^aale der hiesigen Brauerei Gambrinns eine von dein .Kveisaus- sclmst für Kriegsanleihe Büdingen einberufene Versammlung der Bertruuensnlänner für die Kriegsanleihe in den einzelnen Gemeinden statt. KreiS Friedderg. ^ Vilbel, IN. Saht. Die hiesige Spar- und Leihkasse erzielte im letzten Geschäftsstchre bei 790509,93 Mark Mrmeu und Passiven euren Gewinn von 268,71 Marl. Tie Spareinlagen betragen 508 57H VLark. Im vorletzten Jahr hatte die Kaffe einen Verlust von 4285,42 Maük. Starkenburs und Nheinhesstn. ** OffenbachL M., 19. Sept. Auf dem hiesigen Friedhöfe wurderr am Montag nachmittag die sterblichen Ueberreste deS Offen- daclier Großindustriellen und Ehrenbürgers der Stadt Offenbach, Kommerzienrat Ludo Mäher, beigesetzt. Staatliche ,md städ- tische Vertreter, sowie eine überaus große Anzahl Teilnehmer aus allen Kreisen der Bevölkerung erwiesen dem "Verstorbenen die letzten Ehven. --- Nieder-In ge l he im, 19. Sept. Zwei der gewaltigsten Wainichb-äume des Hessentandes stellen Ml dein Wege nach. Heides^ heim. ^D^as Mer dieser Bccumriesen wird von 'Fachilcuten auf weit über 100 Jahre geschätzt. Was in jdiesicm Jahre cm diesen Bamnen besonders auffällt, ist der überreiche Fruchtbehang. Der Ernreertrag der beiden Bäume wird auf 80—100 Zentner geschätzt!. = Ans der Rheinpfalz, 19. Sept. Tic Versteigerungen von 960 Fudern 1917er Portugieser der beiden Winzervcrcine in Ungstein brachten erwo vier Millionen Mark. Vessen-Nassa«. Fc. Kassel, 19. Sept. Ter hiesigen .Kriminalpolizei gelang am Bahuhos Wil m e uro dem Zusa m m e n st o 6 zwischen de" Persouenzugeu Z982 Md 3981 >Wt. Die Kreuzung der beiden ;2Ä.IS!L^«nnuilici in Willsenrod ers»lgen. w«r Überwegen der. Berspatlmg rmchl Wümenrod verlegt. Sieben Personen nnd tödlich verunglückt, 18 verletzt, zum Teil 'einHessen, an der Mosel und in der Rheinpfalz die Portu- giestr-Trarubenlcse b^i eilrem guten Drittel oder einen: halben Ertrag einer Vollecnte bereits beerdigt. Daß die Traubeirlese so früh stEsinden und das Jahr 1917 zu einem Wunderherbst machen würde, haben die Weinbauen: sich! in dem ivinterlichen April »vcchrkrch nicht tramuen lassen. Das hohe Mostgewicht hat aber den Preis für die Weintrauben so in hie Höhe getrieben, daß derber Traubemniost 3 Mark gegen 1 Dlark im Vorjahre ko »stet ** Ter Pulverbaum. Der Gedanke, durch irgeirdwelchg Erftndungen oder Entdeckungen über Nacht ein mit Glücksgüteru gesegneter Krregslveferant zu werden, ist st: allen Erdteilen nach wie vor geradezu Epidemisch verbreitet und führt zu den sonderbarsten Feststeklmngen. So weiß jetzt der Meffager von Sao- Panbo das folgende verblü-ffen^e Geschrchtchm zu erzählen: „En: Landarbeiter im Gemeindegebiet von Cangusju am Rao Grande do Dul hat beim Fällen eines Bcnimes eine überraschende Entdeckung gemacht. Er bemerkte nämlich, daß nach jedem Arthieb aus dem Holz eine Rauchwolke empocstieg, die nach Pulver roch. Nun untersuchte er genau eine Anzahl anderer Schnittstellen, um zu bemerken. daß sie «ne dunkle und harte Masse enthielten. Ms er nun auf der anderen Seite des Baumes nrit dtzr Art anhieb, machte die Erschenvmg sich in noch größerem Umtf-ange geltend, und er hörte ein Geräusch, wie w«:n Pulver in Brand gerät. Er sammelte einige Stücke der schwarzen Mlcfflk und warf sie in ein Feuer, wv sie surft lautem Knall explodierten. -Es ist also nicht unwahrscheinlich, daß es such hier um einen Pülverbmim handelt. Nun ergibt sich no die Frage, ob diese merkwürdige Erscheinung eine Eigenart dieser Baumgattung ist. oder ob sie durch das Erdreich ver4 ursacht wird, in welchen: der betreffende Baum wächst." Die Bewohn« von Eangussi .denken »'icherlbch daran, nrft den „Pulo'er- bäumen" ein herrliches Kriegslftstuun^sg^schW zu beginnen! SHcffdften der Redakttsn. Anfragen bleibe» unberüSstchtisL»» Gbersignalmaat L. $. Wenden Sie sich! wegen Erlar^ung der Ausfuhrgenehmigung an die Bürgermeisterei Homburg a. O. btzw. an das Kreisamt in Msfeld. WScheM. lleberstcht derC»öeM 8 « l -.LE Sletzrn. 34. Woche. Vom 19. August bis 25. August 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100. Sterblichkeitsziffer: 20,39 Nach Abzug von 8 Ortsfremden: 7,85 (g r- Kinder E« starben an Zus. Typhus 1 llj Lungentuberkulose 1 (1) Lungenentzündung 1 Ruhr 1 (1) Krankheiten des Herzens 4 (1) Gehirnschlag 1 (1) an Krankheitei: der Ber- dauungsorgane 3(2) Krebs 1 (1) wachsene ~1(D 1 1 ( 1 ) 4(1) 1 ( 1 ) 2 ( 2 ) MD tm l. SebenS» jahr vom2 bti lfi, I«chr MD 1 Summa: 13(8) 11(7) — aHT Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auÄvärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. KreiSgesundheftsamts Gießen. Dr. Walger, Med.-Rat. Witterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienftj Wechselnd bewölkt, trocken, warm. Letzte NneLrrr^ten. Die Ueberrcichrmg der deutsch-österreichischen Anttvort an den Papst. Wien, 19. Sept. Die Antwort der Mittelmächte auf die Papstnote wird am 20. September in München und Wien überreicht und am 22. September veröffentlicht werden. Arbeiterausstärlde rn Amrrik«. Washington, 19. Sept. Central News tnelden: 9lm Montag sind 25 000 Werftarbeiter an der pazifischen Küste in deir Ausstand getreten. 15 Prozent der streikenden Arbeiter wurden beim Bau von Kriegsschiffen verwendet. Die Ausständigen verlangen eine 50prozentige Lohnerhöhung. Wie verlautet, kam es zu aufrührerischen Szenen. Die Unruhen in Jrlarkd. Berlin, 19. Sept. (WTW. Nichtarntlich.) Interessante ^cachrichiten über die Unruhe:: in Irland enthalten Briese, die den Deutschen kürzlich, in die Hände fielen. Aus Dublin wird geschrieben: In Jork kam es gestern zu einen: Totschlag. Dreißig Personen wurde:: verletzt :md ein Mann erschossen. Es wareir natürlich Sinnfeiner. Sie zerbrachen die Kerkerfenster und das Werbebureau und rissen den Union Jack herunter und hißten an seiner Stelle die republikanische Flagge. Die Polizei suchte sie zu besch-wichtigem., abm da benutzten sie die Revolver, und siebeir Polizisten wurden verletzt. Schließlich mußte Militär herbeigerufen werden. In einem Briese aus Dublin heißt es Gestern kam ein großer Ersatztransport. Die elenden Sinnfeiniers pfiffen sie aus und schwenkten die republikanische Flagge in ihr Gesicht. Nach dem Tode des Majors Redmond errerchve einer vor: der irischen Partei die Freilassung der Ms- ständischen, die zu ,Zuchthaus verurteilt loorden waren. Bei ihrer Rückkehr an: letzten Sonntag wurden Prozessionen und Freudenfeuer veranstaltet. Aus jedem Hause hängen Flaggen, urrd die Volksmenge verhöhnt die Soldaten. Es ist eine schreckliche Gesellschaft, und die Anzahl derer, die Smn- feiner wurden, ist überraschend. Vorige Woche hielten sie eine Versammlung ab. welche verboten »vurde. Als die Polizei kam, um den Wortführer Plumkett zu verhaften, schlug einer aus der Menge den Polizeiinspektor mft einem Stock. Die Polizei hatte der: Kerl, aber der Pöbvl bepLite ihn. Jetzt sind 100 Pfirnd Belohnung auf seinen Kopf gesetzt worden. Suchomlmow verteidigt sich. Zürich, 19. Sept. (L.-2l.) Suchomlinow wies in ferner Verteidigungsrede auf die industrielle Rückständigkeit Rußlands 'hin und die Nichtbesolgung seiner Anordnungen. Selbst Napoleon, Friedrich und Peter der Große ro-ürden auHcr- stände gewesen sein, hier Whilfe zu schaffen. Das Gesuch der Geschworenen um Ueberlassung der umfaitgreick)en Anklageschrift zum Studium wurde wegen des Grundsatzes der Mündlichkeft des Verfahrens abgelehnt. Die Jury besteht aus Beamten, Bauern und Lehrern. Bon einer grötzererr Fabrik wirv für die 31 agaz s n b n c h h al tn n £ ein energischer junger Mann (gelernter C'isenhändler bevorzugt) z. sofortigen J&intritt gesucht. Derselbe mutz gute Matcrial- kenutnisse besitzen und in der Führung und Leitung einer Kartothek erfahren ,seiu. Angebote mit Angaben über bisherige Tätigkeit, Miliiärvcrhält- nisse, Gehaltsansvrüche, 6877 Fuhrmann u einen: Pferde gesucht. Pulvermüble. s uhrmann gesucht. 105847 . K. Svies, Mittelweg 7. 'Zuverlüsstg. 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Familienanfchl. i. H. Dtenftm. vorh. Änaebole unter >1. 6665 an v. kr»»». An«.-E«.., - ' § 4 ifl»rr i. Hilfsarbeiter für Kupalöfen und Konverter. KrilftiskFrme!l,.Wäi!idw für Putzerei WP- gesucht. §tahl- u. ELfenWerke Ahlar Aßlar b. Wetzlar. Sofort gesucht 109 Maurer, Zimmerer, Eisen- betonarbeiier, Eiseuflechter und Bauhilfsarbeiter E für auswärtige Bauten. Zu melden bei der Firma Johann Odorico, Wehrbaustelle Dietesheim a. M. Don großem industriellem Unternehmen werden mit abgeschlossener Bergschulbildung zur Untersuchung und Inbetriebsetzung von Manganerzgruben sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 6982V an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erbeten. Tüchtia für Landwi: er Knecht für Landwirtschaft gefucht. Kost und Wohmms tm Haufe. Näheres in der Geschäfts« fioüe d. (Äietz. Anz. 6903 Zum 1. Oktober ftllbett tüibttze Laiiffrail f. mehrereStundeu vorm. gef. Pnrf. Hört, Löberstr.ZK^ Wir suchen noch einige Leute z. Sammelu 0011 Kräutern Zu erfragen in der Ge- schäfrsstelle des Gießener Anzeigers. 6920 Tiichtister Arbeiter a. .Kriegsinvalide, gelernter Küfer bevorzugt, zum fof. Eintritt gesucht. Schriftl. Llugeb. unter- 05840 an den (Äteß. Anz. erbeten. LWitSkikhl'linH anb junger Schmebezescke gesucht. Freie.Kostu. Wohng. im Hause. 6794 W- Scitz, Schmtedemeister, Frankfurt a. M.-Scckbach. kliwu und liartenmädcben gefucht. Zu sprechen zwischen 7 u. 8 Uhr abends 6006 Hofmaunftratze 19. Nähmädchen gesucht. 6968 8 Medizinische Klinik. oder befs. Ans. Fräulein Mädchen für herrschaftlichen Haushalt nach Düsseldorf gesucht. Pers.Rieldungen bis Donnerstag früh 9 Uhr bei SekvdW. Arr. Xüh- mascDiine ZU verkaufen. 05844 \Vaiitorstraße 71,1. St. Gestern morgen 2^ Uhr entschlief sanft nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden unser liebes Söhnchen, Brüderchen und Enkelchen Albert im 3. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Carl Straub Frau E. Henss Ww. Giessen (Löberstrasse 2), den 19. September 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. Sept. 1917 nachmittags 2 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes- aus statt. Gutmöbl. Wohn-u.Schlafzm- I 5-1. Oft. z. vermieten. 05850 Landgral - Phil ipp - Plals M I. j j Lüden u. dffl'\ Laden ln der Plockftrafte z. verm. 0597 Rinn, Oft-Anlaae 12. Zwillings-Tportwag ^ Sitz-Liegewagen, Sofa, Kleiderschranr, Küchen- schrant, Tische, Sekretär, Stühle, Kommod., Teppiche, Serviertisch, Nähmaschine, Spiegel und Trümeauspiegel preiswert zu verkaufen b. Kratz, Brandgasse 8. stgeatell find Weinsehrank (Holz> öu kaufen gesucht Schr. Ang. mit Preisangabe unter 05833 an die Geschstetle d. G. Anz. Truppenteil im Felde sucht eine neue oder gebrauchte Schneider-Nähmaschine *u kaufen. Schriftliche Augeb. unter 05831 an den G . Anz 100 Postkarten 1.50, 3.50, 5.50, 6.50, 7.50, 9.—, 11.- Mk. 100 sortierte Landschaft.-, patr., Gol(h?lanz-, Geburtstag-, Kopf-, Künstler-, Soldaten-, Liebeskarten usw. 3.20 Mk. (5-20-Pf.-Verkauf.) P. 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